Samstag, 20./§onntag,2l.Zanuar 1940 190. Jahrgang Eitle Vemichlungsttäume ICüeUÖ- outl ------ ' | LU IIU Hill vci JUU|i vu.» der Sälteveriode weitestgehend einzuschranken. ™ begegnen weiß, deren Erfolge durch die 01151911= Wird eine Betriebseinschrankung erforderlich, |o 1 nierte Befolgung des Befehls errungen werden. gegengetreten. Die nationalsozialistische Bewegung habe tm Kampfe um die Macht große und mutige Entschlüsse fassen müssen; immer aber sei bei diesen Entschlüssen die innere Standhaftigkeit ausschlaggebend gewesen, mit der man sie faßte und mit der man sie auch durchzusetzen entschlossen war. So sei es auch heute. Der Sieg sei uns gewiß, wenn wir bereit seien, ihn durch Kampf und Arbeit zu verdienen. Das deutsche Volk sei sich vollkommen im klaren darüber, daß es seiner ganzen Kraft bedürfe, um die Plutokratien in ihrem Angriff zurückzuschlagen und sie endgültig zu Boden zu werfen. Wir bestritten auch keineswegs, daß wir selbstverständlich in diesem schweren Existenzkampf unseres Volkes viele Schwierigkeiten und Sorgen zu überwinden hätten. Jeder Krieg bringe dies mit sich; aber da wir diesen Schwierigkeiten mit der gesamten Dolkskraft entgegenträten, sei es immer noch möglich gewesen, und werde es auch in Zukunft immer möglich sein, sie zu beseitigen. Zum Schluß wandte sich Reichsminister Dr. Goebbels an die deutschen Volksgenossen in Posen und darüber hinaus an alle nach der siegreichen Beendigung des Polenfeldzuges zum Reich wieder zurückgekehrten Volksgenossen dieses Gebietes. Eindringlich stellte er ihnen vor Augen, daß sie selbst in jüngster Vergangenheit Zeugen des überlegenen staatsmännischen Genies des Führers geworden seien. Er erklärte in diesem Zusammenhang, daß, wenn die Plutokratien des Westens den Führer kennten, so wie er wirklich ist, sie chm gewiß den Fehdehandschuh nicht vor die Füße geworfen hatten. So aber würden sie ihn noch einmal kennenlernen. Das deutsche Volk stehe fest und unerschütterlich hinter diesem IHanne, seinen Zielen und seinen Ideen. Mit einem Vertrauen ohnegleichen schaue es auf ihn und sei es bereit, seine Befehle ge- Die anhaltende Kälteperiode dieses Winters machte diese vom Gauleiter getroffenen Anweisungen notwendig. Es ist für die Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit, daß sie diese der Gemeinschaft dienenden notwendigen Einschränkungsmaßnahmen und der mit ihnen verbundenen Unbequemlichkeiten Verständnis entgegenbringt. Sie wird auch hierbei beweisen, daß die Heimat jedem Notstand mit der Kraft einer soldatischen Gemeinschaft stärken. Weil Deutschland — und Italien — erst im vorigen Jahrhundert ihre staatliche Einheit wieder- fanben — die kulturelle Einheit und die kulturelle Vormacht über Europa haben diese beiden Nationen immer bewahrt — sind die englischen und französischen Kriegshetzer so unverschämt und barbarisch. Sie Haben vergessen, daß Deutschland und Italien den gleichen Weg gingen, den sie selbst gegangen sind und ihn gehen mußten. Das Gesetz der Geschichte läßt sich niemals rückwärts revidieren. Wenn die „Times" jetzt klagt, Großdeutschland sei geworden, weil die'deutschen Kleinstaaten zertrümmert worden seien, folglich diese „wiederhergestellt" werden müßten. Wenn der englische Völkerrechtler Charles Sarolea in der Zeitschrift „Scotsman" ferne alten Vernichtungspläne vom Frühjahr 1919 wieder auftaärmt und in pathologischer Manier barbarifiert, der französische „Temps" und vor allem das Blatt der französischen Beamtenbierarclüe, das „Journal des Debats", ein ähnliches Gemälde der Vernichtung produzieren, dann ist das eine Orgie des Haffes, die ihren bezeichnendsten Ausdruck in der Londoner „Picture Post" findet, Deutschland müsse in kleine Staaten zerschlaaen, die Naziführer „mit allen anderen ruchlosen Viechern" erschossen werden — weil England und Frankreich „für die Gesundheit wahrer Freiheit kämpfen". .. Wenn Worte erröten könnten, waren me Setten dieser englischen und französischen Presseerzeugnisse blutrot vor Scham. Diesem Dernichtungswlllen der Ewig-Vorgestrigen scheu wir die ganze Kraft des jungen Großdeutschland, den Selbstbehauptungswillen einer Nation entgegen» die doppelt so start die reichsten Menschen der Welt seien. Sie hielten den grüßten Teil der Erde unter ihrer Kontrolle. Niemals in den vergangenen sieben Fahren sei Deutschland in die Interessensphären der englischfranzösischen Völker vorgedrungen. Ueberall aber hätten die Plutokratien sich in die vitalsten Interessen des deutschen Volkes einzumischen versucht. Es sei eines der Hauptziele dieses Krieges, damit endgültig Schluß zu machen; denn das deutsche Volk sei aus seiner politischen Narkose erwacht, es sei heute ein politisches Volk im besten Sinne dieses Wortes. Die sterilen Plutokratien des europäischen Westens könnten die Durchsetzung unserer Lebensrechte auch durch den Krieg nicht verhindern. Die englischen Kriegshetzer beschimpfen uns, weil sie uns hassen, und sie hassen uns, weil sie uns fürchten. Darum ist auch die Auseinandersetzung zwischen Deutschland und den westeuropäischen Plutokratien ein Volkskrieg in des Wortes wahrster Bedeutung. Es ist kein Krieg, der im Interesse deutscher Fürsten oder deutscher Kapitalisten geführt würde. Es ist ein Krieg, dessen Ziel auf der Gegenseite eindeutig darin besteht, das deutsche Volk zu vernichten. Das deutsche Volk rafft deshalb feine ganze innere Kraft zusammen, um diesem Vernichtungswillen seiner Gegner wirksam zu begegnen. Es hat dabei eine Reihe von alten Rechnungen zu begleichen. Ls ist von dem ungebrochenen Willen erfüllt, fein nationales Leben auszuleben, und deshalb muh es den Sieg an feine Fahnen heften. Sämtliche nicht termingebundene und nicht lebens- oder kriegswichtige Produktion ist während horfam durchzuführen. Dr. Goebbels beendete seine mitreißenden Ausführungen mit den Worten: So laßt uns denn als deutsche Männer und Frauen glauben, gehorchen, arbeiten und kämpfen. Dieses Volk der hundert Millionen muß und wird in diesem Schicksalskampf siegen. Dann werden sich die Opfer, die das deutsche Volk gebracht hat. lohnen, und über uns wird neu der Lorbeer des Sieges erglänzen. So wollen wir also treu und gehorsam in guten wie in bösen Stunden hinter dem Führer stehen und ihm wie so oft zurufen: Befiehl, wir folgen." , Die Darstellung der nationalsozialistischen Politik durch Dr. Goebbels, seine Schilderung des Aufstiegs, den das Deutsche Reich unter seinem Führer Mol Hitler gegen den Willen einer neidvollen Umwelt erzwungen hat, wurde von den Volksgenossen, die die riesige Messehalle bis auf den letzten Platz füllten, mit atemloser Spannung und Beifall entgegengenommen. Mit dem durch schwere Prüfungen und große Erlebnisse bereitgestimmten Herzen folgten die Volksdeutschen insbesondere den Teilen der Rede des Ministers, in der er ihr eigenes Erleben als beispielhaft darstellte für das Schicksal des ganzen deutschen Volkes. er fo imantto t einige; inb sch und p Dürrejr NM & mniitigkij eer, ak n FW! er bereis sind bis- japanisch e, köiM ! orrichlul Soldate 1 unglüi u bringe:. ist es am zweckmäßigsten, die Arbeit an den Samstagen ausfallen zu lassen, um an diesen lagen sowohl Heizung, wie Strom zu sparen. Die ausfallende Arbeitszeit ist zu bezahlen. Es wird einer späteren Regelung des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen überlassen bleiben, ob die ausfallende Arbeitszeit später (d.h. erst nach Ueberwindung der durch die Kälte gegebenen Schwierigkeiten) nachgeholt, oder auf früheren Urlaubsastfpruch (1939) angerechnet werden soll. Falls jedoch durch einen Ausfall der Arbeitszeit eine Verzögerung in der Auftragserledigung eintritt, ist felbstverständlich mit den Auftraggebern Fühlung zu nehmen. Ich mache die Betriebsführer persönlich dafür verantwortlich, daß alle Maßnahmen ergriffen werden, die zu der nolwendigen Kohlen- und Slrom- erfparnis führen. Die Energieunlernehmungen des (Baues werden sich mit den gewerblichen Abnehmern ihres Absatzgebietes in Verbindung sehen, um mit ihnen die höhe der notwendigen Einsparungen festzulegen. Bei Schwierigkeiten in der Belieferung mit Kohle ist mit der Wirtschaflskammer Hessen bzw. den zuständigen Industrie- und Handelskammern Fühlung aufzunehmen. Sprenger, Gauleiter und Reichsstatthalter. ♦ Jigenb 0» Sonntr- ter So? n SBegti tmie k (i besi'd? einrichtkl. lv hat bi ' onftruiert der 6w erzeug mehr, hen W imrne en mng bitt, : sollen bis rfter W 3X5(5. Die anhaltende Kälte und der große Schneefall in den letzten lagen haben die Energie- uni) Kohlenversorgung erheblich erschwert. Ich for- berer daher alle Betriebsführer und haushaltungs- Vorstände auf, weitestgehende Sparmaßnahmen beim Kohlenverbrauch und bei der Energieentnahme durchzuführen. Es kommen an Sparmaßnahmen insbesondere in Frage: 1. Beleuchtung sparen. Alle überflüssigen Beleuchtungsanlagen sind so- fort abzuschalten. In den meisten Fällen ist die Arbeiksplahbeleuchtung ausreichend, fo daß auf die allgemeine Deckenbeleuchtung gänzlich verzichtet werden kann. Treppenhaus-, Flur- und Gangbeleuchtung muß auf das notwendige Mindestmaß herabgesetzt werden. Die Arbeitszeit ist nach Möglichkeit fo zu legen, daß auf künstliche Beleuchtung verzichtet werden kann (späterer Arbeitsbeginn und früherer Schluß auf Kosten der Arbeitspausen und — wenn erträglich — auch auf Kosten der Arbeitszeit selbst. 2. Kraftstr 0 m sparen. Der Bezug von kraflsirom ist auf das durch die kriegs- und lebenswichtigen Erfordernisse gegebene Mindestmaß herabzusehen. Der Personenbeförderung dienende Aufzuge sind völlig stillzulegen. Leerlaufende Maschinen sind ab- und nur bei Bedarf wieder einzuschalten. während der Pausen sind sämtliche Maschinen abzustellen. Die Heizperioden der Härte- und Trocknungsöfen sind so zu legen, daß Anheizverluste vermieden werden. 3. Arbeitsbeschränkung. ltt. ir Erster Blatt Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Eiestener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle I Monatr-Bezugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 Notwendige Kohlen- und Stromeinsparung Aufruf des Gauleiters und ReichSstatthalters Sprenger. Volkskrieg gegen die englisch-französische plutokratie Reichsminister Nr. Goebbels spricht zu den Deutschen in Posen. rechtigkeit aufgebaut fei. Man gönne Deutschland den Frieden seiner eigenen Arbeit nicht, und deshalb wurde Polen vor- qeschickt, um einen Brand zu entfachen, an dem sich die Londoner Plutokraten ihre klamm gewordenen Finger wärmen wollten. Eigentlich hätten London und Paris aus diesem Feldzug lernen müssen. Aber London und Pans vlaubten, die gute Gelegenheit gekommen zu sehen. Sie hatten von Anfang an die Absicht, der sie heute «auch ganz offen Ausdruck verleihen, Deutschland -zu zerstückeln, das deutsche Volk aus ben politischen Entscheidungen Europas auszuschalten, die deutsche Nation zu vernichten, genau jo wie Die Polen im August des vergangenen Jahres Die deutschen Armee zerhacken wollten. Sie planen ein fschlimmeres zweites Versailles. Auch der Versuch der englisch-französischen Plu- rtotratie, Deutschland die Schuld am KriegeZuzu- schieben, müsse als gänzlich verfehlt auf das schärfste vor der Weltöffentlichkeit zurückgewiesen werden. 'Alle Dokumente über den Kriegsausbruch bewiesen -das Gegenteil; und wem die Dokumente nicht genügten, der brauche nur die Frage nufzuwerfen. Wer hat denn den Krieg in der entscheidenden 'Stunde des vergangenen Jahres erklärt, Deurscy- land an England und Frankreich ober England und Frankreich an Deutschland? Die Beantwortung dieser Frage lege die Kriegsschuld e 1 nbe u 1 g klar. Aber auch die politischen Handlungen des Führers aus den vergangenen sieben Jahren bewiesen zur Genüge, wer seit 1933 in Europa zum Kriege gehetzt, und wer immer und immer mieoer iben Versuch gemacht hat, Europa den Frieden zu erhalten. Wie oft habe der Führer den westeuropäischen Plutokratien die Hand der Versöhnung über die Grenzen hinweg entgegen gestreckt: ebenso oft aber fei die Antwort vom Westen eisige Ablehnung, beleidigendes Schweigen oder gar offener Hohn und hochmütige Verachtung gewesen. Es bedürfe keiner besonderen Beweise mehr, um Darju- tun, daß dieser Krieg das Werkder west - lichen Plutokratien sei, und zwar Der in London sowohl, als auch der in Paris. In diesem Kampf um feine nackte nationale Existenz sehe Deutschland sich mit den entsprechenden Mitteln zur Wehr. Es werde als Land der Arbeit, der Ordnung und des sozialen Friedens von den chaotischen Mächten der internationalen Plutokratie angegriffen. Diese Plutokratien seien das Verderben der abendländischen Menschheit. Richt das engllische Volk etwa oder das französische Volk seien die reichten Volker der Erde, nein, über ihnen herrschten ein paar hundert Plutokraten, die allerdings Welch' Geschrei über „Barbaren und zerstörungs-' lustige Wilde" würde sich erheben, wenn Deutschland als Ziel dieses von ihm nicht gewollten Krieges proklamierte, die Zerteilung Großbritanniens in seine Bestandteile, also in Schottland, Wales und Eng- lanb ober wenn wir gar vorschlügen, Frankreich, diesen ewigen Unftiedenstifter auf dem europäischen Fest- lande, zu zerteilen in die Provence, in Lothringen, in die Normandie, in die Bretagne usw. Die Ver- e inheitlichungsbemegung wurde nämlich 3um Teil gegen den Willen der einzelnen Bewohner Schatz lands, Wales, ober der französischen Gebiete durch dynastische Gewaltpolitik ober Heiraten gefördert, und heute noch zeigen die einzelnen Gebiete scharfe völkische und sprachliche Unterschiede. Wie gesagt: wenn Deutschland ein solches Kriegsziel der Vernichtung der staatlichen Einheit dieser peripheren Staaten aufstellen würde, dann würde die Welt mit Recht darauf Hinweisen, daß ein historischer Prozeß sich niemals wieder rückwärts revidieren läßt, es sei denn, daß blinde Vernichtungswut die Oberhand gewänne und das Unmögliche versuchte. Als die Engländer und Franzosen sich gegen die Einheitswünsche aller Deutschen aussprachen, rannten sie gegen ein Naturgesetz an, und selbst Ver- ailles hat dieses Naturgesetz nicht zu unterdrücken vermocht. Die Idee der deutschen Einheit, die Reichsidee schlechthin, ist wirksamer gewesen, als die dynastischen Interessen, die noch ein Bismarck nach der ganzen Vergangenheit des damaligen zerteilten Deutschland für den Mörtel der deutschen Einheit hielt. Im Gegenteil: Das völkische Ptinzip hat m allen Deutschen, einerlei welchen Stammes und welcher Konfession, so starke Wurzeln geschlagen, daß es selbst Versailles überwand, und gerade in diesen Kriegszeiten sich besonders deutlich darin zeigte, baß die deutschen Tiroler unter italienischer Herrschaft freiwillig für Deutschland optierten, ihre altangestammten Sitze aufgeben und in das Reich zurückkehren, obwohl ihr deutsches Stammland einen harten Krieg um Sein ober Nichtsein führen muß. Hier zeigt sich, daß Blut dicker ist als Wasser, also die völkischen Belange entscheidende Triebfeder sind und materielle Rücksichten keine Rolle spielen. Aber in Ermangelung positiver Kriegsziele haben sich dagegen die englische und französische Kriegs- regierung mitsamt ihrem Stab von jüdisch-frei- maurerifchen Intellektuellen in die Vernichtung Deutschlands verbissen, wobei sie die fundamentale Tatsache gewissenlos ignorieren, daß Deutschland einen Vernichtungskampf gegen große Nationen niemals gewollt hat, weil er unwirklich ist. Man weiß, daß schon 1918 die Ziele der Vernichtung Deutschlands und die Wiederaufrichtung der Zustände von 1648 (Friede von Münster nach dem Dreißigjährigen Krieg) bei der Entente treibend waren. Deshalb wurde Deutschland verstümmelt, deshalb wurde das deutsche Oesterreich in eine Sklavenkolonie der Westmächte verwandelt, deshalb dem deutschen Volk die Verfassung der englischen Plutokratie gegeben und der Nation unerschwingliche Reparationslasten und Tribute auferlegt. Deshalb förderte Frankreich die Separatisten-Bewe- gung am Rhein, die so jämmerlich trotz aller Unterstützung durch die französische Heeresmacht am Reichswillen aller Schichten des deutschen Volkes zerbrach, die sich trotz aller äußeren und inneren Nöte gegen die Verräter wandten. Der Plan, über Oesterreich und Bayern und die Rheinlande einen Wall zu ziehen und damit Deutschland in konkurrierende Meinstaaten zu zerlegen, war selbst 1918 nicht zu verwirklichen, denn trotz aller Verwirrung der deutschen Geister durch den Marxismus stellte damals Oesterreich die Forderung auf Anschluß an das Reich. Es gehört zum ewigen Ruhme unserer Ost- und Westmärker, daß sie sich gegen die französischen Zerteilungslüste auch mit der Waffe in der Hand verteidigten. Heute weiß jeder Deutsche, jeder Angehörige dieses zentraleuropäischen Blockes von 86 Millionen, daß er mit der Einheit des Deutschen Reiches steht oder fällt, und daß die Gegner mit der Enthüllung ihrer Dernichtungsplane jedem Deutschen das Blut in den Adern kochen machen und unseren Kampfwillen aufs Aeußerste ver- ,ahegebracht habe. Aeichsmimster Dr. Goebbels rief zunächst noch einmal die Zeit des vergangenen Jahres in das Gedächtnis seiner Zuhörer zurück and erklärte, niemand habe vor etwa sechs Monaten sorauszusagen gewagt, daß eine so große deutsche Kundgebung in dieser Stadt des ehemaligen polnischen Nationalismus heute schon möglich sei. Die Ration verneige sich in Ehrfurcht vor dem Heldentum der ungezählten deutschen Menschen, die ihre treue zu ihrem Volkstum mit ihrem Leben und »ft davor noch mit unaussprechlichen Marterungen hätten bezahlen müssen. In diesem Zusammenhang warf Reichsminister Dr. Goebbels die Frage aus, was die polnischen Lhauvinisten heute wohl tun würden, wenn noch einmal Januar 1939 wäre. Die Antwort auf Kiese Frage könne nicht schwer sein. Aber sie fordere gebieterisch die andere Frage heraus, was wohl bie Engländer heute tun würden, wenn sie wüßten, was etwa im Januar 1941 Tatsache sein würde. Die englische Plutokratie hätte niemals tm Emst daran gedacht, etwa dem polnischen Saison- taat in der Gefahr zu Hilfe zu eilen. Für die Londoner Plutokraten sei Polen nur eine Figur auf ihrem Schachbrett gewesen. Man wollte eben n London diesen Krieg, den die Plutokratie notig hatte, um Deutschland als lästigen Konkurrenten zu beseitigen. . .. . In Wirklichkeit handele es sich bei diesem Krieg um eine Auseinandersetzung der überalterten Plutokratie mit dem neuen, modernen, sozialistischen Deutschland. Iene sterile Pluto- kratie hatte eingesehen, daß sie auf die Dauer nicht zu halten sei, wenn sich im herzen Europas ein 80-Millionenstaat aufrichtete, der nach den Gesehen innerer Ordnung und sozialer Ge- Es sei gänzlich abwegig, in diesem Zusammenhang Vergleiche zu ziehen zwischen dem Deutschland von 1914 und dem von 1940. Das Deutschland von heute sei auf die Auseinandersetzung mit den westeuropäischen Plutokratien bis z um letzten Potential vorbereitet. Seine militärische Ausrüstung, die vorbildlichste und geschlossenste, die die Gegenwart überhaupt kenne, seine wirtschaftlichen und ernährungspolitischen Hilfsmittels seien mehr als ausreichend, um den Krieg siegreich zu überstehen. Die großzügige Vorbereitung und Durchführung des Dierjahresplanes habe die von England geplante Neuauflage der Blockade von 1914/18 von vornherein unwirksam gemacht, ganz zu schwelgen von der geMa-seelischen Bereitschaft des deutschen Volkes, die sich in jeder Beziehung von der aus den Jähren 1914 bis 1918 unterscheide. Wenn Me englische Plutokratie im Weltkriege den ganzen Erdball ntit ihren feigen Lügen über Deutschland habe überschwemmen können, so sei ihr heute in der nationalsoziaMschen Abwehr und offensiven Propaganda ein erbitterter und zäher Gegner ent= des ]■ Bretel in bttfl chs M ä Kj 'njahn»D hiahhl HjälM er Ml 'chon chl nn % J Ich hin mt 'ekoiM h spick Michi, ch dcchh lemiimr '"L e Ä. «N fak "Ach 1S Hai. 1 ir der vr ieser M r für E ernten fr 1, es stahl Mi' mehr 0? , ich koB ein W- rochterL sa mir w md W , für lB hinein,«' k«: es nicht, 8 Klarissi t >r und Sie fr?* r, h-2 ians 6M r Gesicht'! id talt j bst du M le sagt- ff liegt Äf iS |ie B ’ -chS"-A ft p Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Brette 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 % mehr. Ermäßigte Grundpreise Baderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Brette 6 Rpf. ■ I Posen, 19.Jan. (DNB.) Das deutsche Posen tand am Freitag im Zeichen einer nationalsozia- istischen Kundgebung, wie sie der vorn polnischen Zoch befreite Gau bisher noch nicht kannte. Reichs- i Minister Dr. Goebbels sprach an diesem Tage n der Messehalle zu den Volksdeutschen. In einer zroßangelegten und von hinreißendem Schwung getragenen Rede zeigte Dr. Goebbels den Zehn- wusenden den Weg des nationalsozialistischen | Deutschland von der Ohnmacht des Jahres 1933 bis fu der imponierenden Macht der Gegenwart. .Reichsstatthalter Gauleiter Greiser begrüßte !>en Reichsminister Dr. Goebbels als den Propa- janöiften des Führers und der nationalsozialisti- chen Bewegung, dessen Stimme in den vergangenen Jahren schon den Deutschen dieser Provinz die I>ee des Nationalsozialismus über den Aether Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Univerftlätrdruckerei «.Lange in Sieften. Schristleitung und SeschäftrNelle: Schulfttahe 7 ist wie England und Frankreich zusammen. Wir Deutsche roiifen, daß wir um die gerechte Sache der Welt kämpfen, und die Gerechten und Starken hat der Allmächtige noch immer gesegnet! Feindliche Flleger überfliegen wieder Holland. Berlin, 19. Ian. (DNB.) Das Obertommanbo der Dehrmachl gibt bekannt: Am Abend des 18. 1. fanden (Einflüge einzelner feindlicher Flugzeuge nach Tlordwest- deutfchland statt. Hierbei wurde beim (Ein- und Ausflug mehrfach holländifchesHoheits. gebiet überflogen. Holland verlangt Aufklärung in London Amsterdam. 20. Jan. (DNB.) Wie im Haag amtlich bekanntgegeben wurde, haben Donners» tag abend in großer Höhe fremde Flugzeuge den nordöstlichen Teil Hollands überflogen. Sie sind dabei beschossen worden. Da Hinweise dafür vorliegen, daß es sich um britische Flugzeuge gehandelt hat, hat die holländische Negierung in London um Aufklärung ersucht. Oer Gauleiter beim Lufigaukommando. NSG. Am Freitagnachmittag fand im festlich geschmückten Rundsaal des Paulinenschlößchens zu Wiesbaden ein Standortappell des Luftgaues XII statt, der feine besondere Bedeutung durch die Anwesenheit des Gauleiters Sprenger erhielt. , Nachdem der Luftgauobmann den Appell eröffnet und feine besonderen Grüße dem Gauleiter und dem Kommandeur des Luftgaues XII entboten hatte, ergriff der Kommandeur als Gefolg- fchaftsführer aller Betriebe des Standortes Wiesbaden im Luftgau XII das Wort zu einer Ansprache. Er dankte dem Gauleiter dafür, daß er trotz der Anspannung der Zeit zu dem Standortappell herbeigeeilt fei, und ließ seine Rede ausklingen in der Aufforderung, dem geliebten Führer in unbedingter Treue zu folgen, bis der Endsieg erfochten fei. Nach dem Kommandeur sprach der Gauleiter, oft von spontaner Zustimmung unterbrochen, in mitreißenden Worten zu den vielen Frauen und Männern der Gefolaschaft des Luttgaues. In überzeugender Form schilderte Gauleiter Sprenger, mte es durch den Neid, die Unaufrichtigkeit und den Haß unserer Feinde zum Kriege zwangsläufig kommen mußte. Seine von einem fanatischen Glauben und unbeugsamer Siegeszuversicht durchdrungenen Worte fanden begeisterten Widerhall in den Herzen der Zuhörer, die dem Gauleiter am Schlüsse seiner Rede mit langem Beifall dankten. Der Standortapvell, der ein eindrucksvolles Zeugnis von der Kampfbereitschaft und dem Siegeswillen der Schaffenden des Standortes Wiesbaden im Luftgau XII ablegte, klang in einem Treuegelöbnis zum Führer und den glaubensstark gesungenen Liedern der Nation aus. Oie HZ. im Kriegsjahr 1940 Die wahren Kriegsziele Englands und Frankreichs. Vernichtung des deutschen Volkes. - Zerstückelung des Deutschen Reiches Schon damals stellte er die Zerschlagung der deutschen Einheit als die entscheidende Voraussetzung für einen dauernden Frieden hin. England will, rm Falle eines Sieges, Deutschand „Friedens -Bedm- gungen diktieren, denen gegenüber das Diktat von Versailles in englischen Augen selbst als „milde und edelmütig" angesehen werden müßte. Daß es zu einem solchen Diktat niemals kommen wird, da- jür bürgen die unter dem Führer geeinte deutsche Nation und die deutsche Wehrmacht. Im „Journal des D 6 bats befaßte sich kürzlich der politische Redakteur Pierre B ernus mit der Situation am Ende des Jahres 1939. Cr ist der Ansicht, daß sich die Verbündeten zu keinen Erwägungen und Taten verlocken lassen wurden, deren Ziel die Rettung Deutschlands wäre. England und Frankreich wollten ein für allemal mit den ständigen, aus Deutschland kommenden Drohungen aufräumen. Der Wille der Verbündeten, welcher der Gerechtigkeit entspricht, müsse Deutschland ausge- zwungen werden. Deutschlandmuß so v e r - kleinert werden, daß es für immer Weltherrschaftsträume (!) aufgibt. . In der gleichen Linie liegt eine bezeichnende Stellungnahme, die vor einigen Tagen in der „P t c6 ture Po st" erschien. Es heißt dort: „Die Heuchelei, daß wir uns nicht im Kriege mit dem deutschen Volk befinden, muß aushören. Wir sollten damit aufhören, uns wegen des Versailler Vertrages Vorwürfe zu machen und uns vorstellen, was Deutschland uns auferlegt haben würde — Massenmorde und Sklaverei. Wenn diese Sache aus ist, mutz Deutschland in kleine Staaten Zerschlagen werden. Aber vor allem müssen die Naziführer erschossen werden zusammen mit allen anderem ruchloseren Viechern. Wenn jemand an einem bösartigen Geschwür leidet und gesunden will, so schneidet er es sich aus. Nazismus, Preußentum, deutsche rMilitari sm u s, dies alles bildet das bösartige Ges ch w u r, an dem die Welt leidet. Wir fechten für die Gesundheit wahrer Freiheit." , In der „Picture Post" vom 9.12.1939 heißt es: „Zu Anfang des Weltkrieges hörte man allgemein den Schrei: ,Wir haben keinen Streit mit dem deutschen Bott: es ist nur seine Regierung/ Am Ende des Krieges hatten die Engländer und Fran- zosen einen bitteren Haß gegen alle Deutschen und daher waren die Friedensbedingungen sehr hart für Deutschland, obgleich nicht hart genug, um zu verhindern, daß es wieder gefährlich werden konnte. Wird sich dies jetzt wiederholen? Das Stichwort lautet jetzt wiederum, daß wir keinen Streit mit dem deutschen Volk haben, vielmehr .müsse der Hitlerismus zerstört werden. Um nach diesem Krieg wirklichen Frieden zu haben, darf auf der Landkarte Europas nichts mehr von Deutschland übrig bleiben." Wie sich mancher Engländer die Friedensbedm- gungen vorstellt, die Deutschland ^ach einem englischen Sieg zu erwarten hat, zeigt folgende kurze, aber sehr eindringliche - Stellungnahme, die im Englische Politiker haben in letzter Zeit wiederholt zu bestreiten versucht, daß (England sich die Vernichtung des deutschen Volkes und die Zerstückelung des Reiches als Kriegsziel gefetzt hat. Diese Versuche, die wahren britischen Kriegsziele zu bemänteln oder gar abzustreiten, werden eindeutig durch das aus dem englisch-französischen Prefselager stammende ©egenmaterial als Tarnungsmanöoer entlarvt und widerlegt. Wie England sich das Ziel des dem Reich auf- gezwungenen Krieges vorstellt, geht in aller Eindeutigkeit aus einem Artikel des englischen Völkerrechtlers Charles S a r o l e a hervor, der schon im Frühjahr 1919 in seinem Werk „Europa und der Völkerbund" die englischen Kriegsziele behandelte und jetzt im „Scotsman" zu der Frage der Neuordnung Europas nach einem englischen Siege Stellung nimmt. Es heißt da: „... Wenn meine Auslegung politischer Realitäten und meine Ge- chichtsdiagnose richtig find, so kommt man unwider- tehlich zu den Schlußfolgerungen, daß es nur einen einzigen Weg zu unserer Sicherheit und zu der Beseitigung der deutschen Gefahr gibt. Dieser besteht darin, das politische Werk Bi smarcks un- geschehen zu machen, das politische Band mit Zreußen zu zerschneiden, diese kolossale und wuchtige deutsche Masse aufzulösen — mit anderen Worten, an Stelle des geeinten und zentralisierten verpreußten Reiches ein dezentralisiertes Deutschland kleinerer Staaten zu setzen" ... Die politische Neuordnung Deutschlands auf einer Bundesverfassung hat genau dieselbe Bedeutung wie im Jahre 1919, nämlich die einzige Frage zu sein, um die sich Frieden und Krieg dreist und die einzige Voraussetzung für jede „kollektive Sicherheit" ... Diese Ausführungen werden in dem gleichen Organ auf eine sehr aufschlußreiche Weise durch eine weitere Stellungnahme sekundiert, in der ausdrücklich Bezug genommen wird auf einen Artikel von Sir Thomas Holland, in dem es heißt: „Aus welchem Grunde kämpfen wir, wenn nicht, um Friedensbedingungen zu diktieren? Sonst wären wir große Toren, die einem Schatten nachjagen. Wir haben die Pflicht, die pathologische Seuche auszurotten und zu vernichten^ die es verursachte, daß Deutschland von seinen Nachbarn gefürchtet wird. Mr haben schon einmal einen Frieden verloren, den, den wie 1918 erlangten: und wenn wir wieder in gleicher Weise pfuschen wie damals, werden wir einen zweiten Frieden am Ende dieses Krieges verlieren. Das wird uns dann noch viel teurer zu stehen kommen. Gegenüber unserem Feinde kann nichts anderes als ein diktierter Frieden in Frage kommen. D*iefe Pläne zur Zerschlagung der deutschen Einheit beweisen eindringlich genug, daß in den Köpfen der Engländer die Ä>een lebendig sind, die dem Diktat von Versailles unmittelbar vorausgingen und bei seiner Abfassung Pate standen. S a r o l e a bezieht sich in feinen Ausführungen ausdrücklich auf die Worte, die er im Frühjahr 1919 in seinem Werk „Europa und der Völkerbund" gebrauchte. „Daily Herald" Dom 2.12.1939 veröss-ntlicht wurde: „Sprechen wir nicht mehr von verwässerten Friedensbedingungen. Vernichten wir die Ty« rannen. Dann wollen wir Deutschland zer- stückeln. — Rhein als West-, Oder als Ostgrenze; geben wir Sachsen der Tschecho-Slowakei und Holstein an Dänemark. Lassen wir den Hunnen ferne Freiheit, nach 20 Jahren wieder einen Krieg an« 3U3n9öer „Times" vom 1. 12. 1939 taucht als Wunschtraum die politische und ko n s e s s i o - uelle Spaltung des deutschen Volkes auf die als Sicherung eines anhaltenden europa- ischen Friedens nach dem „Siege" der Alliierten dargestellt wird: „Die Geschichte spricht: 1870, 1914 und 1939 dreimal in 69 Jahren. Einmal alle drei« undzwanzig Jahre, seit es den deutschen Kleinstaaten gestattet war, sich in einem einzigen Verband zu einem großen deutschen Staate zusammenzuschließen. Das ist zuviel. Solange die 60 oder 80 Millionen Volksdeutsche mit den bekannten guten und schlechten Eigenschaften als eine einzige Einheit unter einer Zentralgewalt existieren, können wir uns alle Vierteljahrhunderte einmal dem Problem gegenübergestellt sehen, das sich aus ihrer Unterordnung unter eine gewissenlose Führerschaft ergibt. „Mit Böswilligkeit gegenüber keinem der deutschen Völker" — um Abraham Lincolns große Worte zu gebrauchen — gibt es wahrscheinlich nur einen Weg, Europa zu sichern. Dieser besteht darin, die alten deutschen Königreiche und Fürstentümer wieder aufzurichten, wenn nötig unter einem gewissen Maß von Be - unblleber- wachung seitens ihrer verschiedenen Nachbarn; möglicherweise die Schaffung eines katholischen süddeutschen und österreichischen Staates, der wahr- scheinlicherweise sich nicht mit seinen nördlichen protestantischen Nachbarn verbünden würde; und in der Tat die Wiedererrichtung der deutschen Staaten, die durch Jahrhunderte hindurch keine Gefahr für (Europa darstellten, bis sie unter Preußens Führung zu einer einzigen Einheit zusammenge- schlossen wurden." . Der Krieg gegen das deutsche Volk, sowie die Kriegsziele Englands und Frankreichs wurden von dem englischen Botschafter in Paris, Sir Ronald Campbell, in einer Rede behandelt anläßlich eines Essens, das der Amerikanische Klub am 18. Januar in Paris veranstaltete. Botschafter Campbell erklärte, das wichtigste Ziel Englands und Frankreichs bestehe darin, den Krieg zu gewinnen, und zwar nicht in dem Sinne, daß Deutschland dazu gezwungen werden sollte, um Frieden zu bitten unter Bedingungen, die Deutschland im Besitz seiner Beute lassen würden, sondern die Militärmacht Deutschlands müsse zerstört merken! Nur in einer Atmosphäre, in der kein Raum mehr ist für weitere Drohungen, so erklärte Campbell weiter, können wir hoffen, daß die neue Welt- orbnung auf einer großzügigen Grundlage der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Hilfe errichtet werden kann. Richtlinien von Stabsführer Lauterbacher Berlin, 19.Jan. (DNB.) In diesen Wochen finden überall im Reich Arbeitstagungen der H I. - G e b i e t e statt, zu denen die gesamte Führerschaft der Hitler-Jugend einberufen wurde. Zum ersten Male nehmen an diesem Jahresappell auch die Führer teil, die das zu 95 v. H. unter den Waffen stehende aktive Führerkorps der Hitler- Jugend in der Kriegszeit ersetzen. In der ersten Tagung, die am Freitag für die Gebiete Berlin, Brandenburg und Pommern im Sitzungssaal des Berliner Rathauses stattfand, gab der bevollmächtigte Vertreter des Jugendführers des Deutschen Reiches und des Reichsjugendführers der NSDAP., Sbabsführer Hartmann Lauterbacher, genaue Dienstanweisungen für den Einsatz der HI. im Kriegsjahr 19 40. Danach wird sich die gesamte HJ.-Arbeit auch in Zukunft nach den in der Kampfzeit bewährten Erziehungsgrundsätzen der Hitler-Jugend vollziehen, d. h. im Mittelpunkt des HJ.-Dienstes wird die weltanschauliche, politische und charakterliche Schulung auf dem Heimabend stehen. Daß dabei die körperliche Ertüchtigung der deutschen Jugend, die schon stets einen wesentlichen Teil der HJ.-Arbeit ausmachte, in Kriegszeiten verstärkt durchgeführt wird, bezeichnete Stabsführer Lauterbacher als eine Selbstverständlichkeit. Mit Nachdruck wies er auf die unbedingte Notwendigkeit hin, die Führerauslese und -ausbil- dung auch im Kriege unter allen Umständen fort- zusetzen, da sie ja nicht nur den unmittelbaren Aufgaben der Hitler-Jugend, sondern darüber hinaus der Bewegung dient. Diese Gedanken liegen auch dem „Dienstplan der Hitler-Jugend 1940" zugrunde, den Stabsführer Lauterbacher ausführlich besprach und der demnächst veröffentlicht wird. lieber die verantwortungsvollen Aufgaben, die der Krieg den Mädeln stellt, sprach die BDM.« Reichsreferentin Dr. Jutta Rüdiger. Der Reichs- kassenverwalter der HI., Reichshauptstellenleiter Grimm, behandelte Verwaltungssragen, und der Chef des Amtes für Gesundheitsführung in der Reichsjugendführung, Hauptbannführer Dr. H ö r d e- m a n n wies nach, daß alles getan wird, um die Gesundheit der Jugend auch im Kriege zu sichern. Dänemark will neutral bleiben Kopenhagen, 19. Jan. (DNB.) Im Folketing machte am Freitagnachmittag der Vorsitzende die Mitteilung, daß Vertreter aller Parteien folgenden Vorschlag zur Beschlußfassung eingebracht hätten: Das dänische Folketing dingt zum Ausdruck, daß das dänische Volk darüber einig ist, die Neutralität desLandes aufrechtzuerhal- t e n, und die Mittel, über die man verfügt, um die Freiheit und Unabhängigkeit Däne marks zu behaupten und zu verteidi- aen, nötigenfalls anzuwenden. Das Folketing sagt der Regierung feine Unterstützung hierbei zu. Das Parlament hat noch am Freitagnachmittag diese Erklärung einstimmig angenommen. tReine UEA.-KondS für britische Guthaben. Washington, 20. Jan. (DNB.) Schatzfekretär Morgenthau erklärte, daß er aus politischen Gründen gegen eine Verwendung amerikanischer Fonds zur Uebernahme britischer Guthaben in amerikanischen Wertpapieren fei. Vo Eng1and„ko1»ibiert"und„gestrande<" Von normalen Verlusten keine Hebe mehr. Berlin, 20. Jan. (DNB.) Zur Verheimlichung der Kriegsverluste sind die Engländer dazu über« gegangen, Schiffe als Opfer von Kollisionen oder als g e ft r a n btt zu melden. Das Fahren im Geleit stellt allerdings an die Kapitäne der Handelsschiffe erhöhte Anforderungen, daher sind Kollisionen in Geleitzügen eine häufige Erscheinung geworden. Gerade in den letzten Tagen sind aber so auffallend viele „Kollisionen" gemeldet worden, daß von normalen Verlusten der Seefahrt keine Rede mehr sein kann. Rechnet man die angeblich gestrandeten Schiffe hinzu, so ergibt sich, daß in den er st en vier Kriegsmonaten die Total- v e r l u ft e unter diesen beiden Rubriken der englischen Statistik schon fast so hoch sind, wie die G e - samtv er lüste im ganzen Jahre 1938. In den ersten vier Kriegsmonaten sind die fol- folaenden englischen Dampfer Opfer von Kolli si o n e n geworden: D. Mervyn; TD. Anglo Norse; D. Fire King; D. Grimmertowy; D. Hamsterley; D. Manchester Regiment; D. Dromic; D. Dotterei, dazu das französische Schiff Alasca. Als „gestrandet" wurden die folgenden englischen Dampfer gemeldet: D. Dryburgh; D. Corbrook; D. Eumäus; D. Har- b ertön; D. Jim; D. St. Chatt an; D. St. Elftan; D. Serula; D. Kenttvood; D. Longships. Von neutralen Schiffen sind als Opfer von Kollisionen oder als gestrandet folgende Schiffe bekanntgegeben worden: D. Germaine; D. Nicolaos Piangos; D. Geor- gios; D. Mount Ida; D. Adour; D. Kabinda; D. Louis Sheid; D. Cimbria; D. Grethe; D. Pampano; D. Infante; D. Joton; D. Mona; D. Fennia. Besonders auffallend ist, daß alle diese Verluste rundum die englischen Inseln eingetreten sind, 'während die nur wenig höheren Totaloerluste der Weltschiffahrt für das ganze Jahr 1938 sich auf alle Weltmeere verteilten. Das britische Tankschiff „Znverdargle" gesunken. Berlin, 20. Jan. (DNB.) Der britische Tankdampfer „I n o e r d a r g l e" (9500 Brt.) ist an der Südwestküste Englands nach einer Explosion g e - funken, lieber das Schicksal der Besatzung ist nichts bekannt. Das Londoner Jnformationsmini- sterium meldet ergänzend, daß von der Küste beobachtet worden fei, wie das Schiff plötzlich i n Flammen a u f g i n g. Es fei m feiner Nähe ein Fahrzeug beobachtet worden, das feiner Form nach hätte ein U-Boot fein können. Wie Gjisland neutrale behandelt Berlin, 20. Jan. (DNB.) Aus einer norwegischen Handelsstadt wird ein unglaublich klingender Fall von Behandlung neutralen Gutes durch die Engländer gemeldet, der gleichzeitig ein bezeichnendes Licht auf das anmaßende Auftreten der britifchen Konjularagenten wirft. Dort ansässige Firmen hatten für das Weihnachtsgeschäft eine Dampferladung Früchte von Italien und Spanien gekauft. Dem Druck der Engländer folgend waren den Agenten die Schiffspapiere vorher eingesendet worden. Dem Schiff gelang es, einen norwegischen Hafen zu erreichen, ohne auf See von der englischen Kontrolle angehalten zu werden. Der Kapitän war froh, seine Fracht schnell eingebvacht zu haben, sollte nun aber in dem norwegischen Hafen die Macht der englischen Agenten kennen lernen. Sie verstanden es, zu verhindern, daß die Ladung gelöscht wurde, da die geldliche Transaktion durch englische Hände gegangen war. Die englischen Agenten forderten Rückkehr des Schiffes nach England zur Untersuchung. Der Kapitän verließ den Hafen und lief einen anderen norwegischen Hafen an. Hier fiel fein Schiff wiederum englischen Agenten in die Hände, die das Löschen der Ladung um zehn volle Tage verhinderten. Als schließlich die Schiffspapiere freigegeben wurden, war die Ladung fast völlig verdorben. Nur zehn Prozent der Frücht» fanden den Weg zum norwegischen Weihnachtsmarkt. Die (Empörung in norwegischen Handelskreisen ist noch großer, als mit Rücksicht auf die brittschen Konsularagenten den norwegischen Zeitungen die Veröffentlichung des Falles u n - t erjagt wurde. In Trondheim und Maalesund spielen sich die englischen Agenten wie die Herren auf. Sie verlangen von den Kaufleuten die Vorlage sämtlicher Einkaufs- und Lagerbücher der letzten Jahre und greifen in jedes einzelne Handelsgeschäft ein. <5nglands Poflrduberei. Ablehnung des amerikanischen Protestes. W a f h i n g t o n, 20. Januar. (DNB.) Laut Associated Preß traf am Donnerstag die britische Antwort auf den USA-Protest gegen die Deffnung der amerikanischen Post durch die britischen Behörden ein. Wie verlautet, betrachte das Staatsdepartement die Antwort als Ablehnung des USA-*ßroteftes. Gleichzeitig nehme das Staatsdepartement angeblich den Standpunkt ein, daß England bei Ablehung des Protestes ein Recht beanspruche, das ihm das Völkerrecht verweigere. Das Staatsdepartement fei an geb» lich über den Charakter der brittschen Antwort enttäuscht. Die englische Regierung behauptete in ihrer Antwort, daß die durch den Haager Vertrag von 1907 gewährte Immunität, woraus die Vereinigten Staaten ihre Haltung gründeten, sich nur auf „genaue Postcck CorrespoNdence" bezieht, und daß es einem Kriegführenden frei stehe, Postsäcke durchzusehen unö versiegelte Briefe zu öffnen, um sich zu vergewissern, daß darin nicht militärische Jnsormattonen ober Konterbande für den Feind enthalten feien. Aus Hamilton (Bermuda) wird berichtet, daß die brittschen Behörden am Donnerstag das aus Baltimore zu üblicher kurzer Zwischenlandung eingetroffene Clipper-Flugzeug »American* zwangen, sämtliche Postsäcke auszuliefern und 24 Stunden im Hafen zu bleiben, bis die Zensur beendet war. Der Britenzensor gab bekannt, daß von jetzt ab die gesamte transatlantische Luftpost in beiden Richtungen zensiert werbt. Vor einem schärferen LlGA.-proiest. Neuyork, 20. Januar. (DNB.) Die „New York Times" meldet aus Washington, die britisch e Zensur der transatlantischen USA.- Flugpost in Bermuda werde wahrscheinlich einen neuen schärferen Protest der USA.- Regierung zur Folge haben. Die bereits angedeutete Unzufriedenheit amtlicher Stellen mit der brittschen Antwort auf den ersten USA.-Protest sei durch diesen neuen brittschen Eingriff gewachsen. Es sei anzunehmen, daß der kürzliche Bermuda-Vorfall auch eine Kongreß- debatte auslöfen und Kongreß und USA.-Re- gierung zu energischeren diplomatischen Vorstel- iungen veranlassen werde. Das englische Pfund verliert seine letzten Anhänger. Berlin, 20. Jan. (DNB.) Nachdem schon in den ersten Tagen und Wochen nach Kriegsausbruch die meisten Staaten, die ihre Währung an das englische Pfund Sterling angehängt hatten, diese Bindung losten, haben sich jetzt auch die letzten Anhänger einer Währungsbindung an das Pfund zu einer Aufgabe dieses heute so unsicheren und mit Verlustverfahren verknüpften Verhältnisses entschließen müssen. Aus Bolivien kommt die Nachricht, daß sich der Kurs des bolivianischen Pesos, für den bisher noch das englische Pfund die Grundlage für die Notierung bildete, künftig nach dem amerikanischen Dollar ausrichtet. Auch die süd- amerikanischen Staaten erkennen also immer mehr, daß das englische Pfund seinen früheren Charakter als internationale Nechnungseinheit verloren hat. Senator Borah t Washington, 20. Jan. (DNB. Funtspruch.) Der bekannte führende republikanische Senator B o r a h erlag am Freitagabend im Alter von 74 Jahren einer Gehirnblutung, nachdem er bereits am Dienstag größtenteils bewußtlos gelegen hatte. Mtt Borah, der feine Abstammung auf Martin Luther und Katharina von Bora zuruckführt, verliert die USA.-Polittk eine chrer markantesten, von Freund und Feind wegen chres Mutes, chrer Aufrichttgkeit und anständigen Kampfweise gleich hoch geschätzten Persönlichkeit. Nücktrittsgeiuch des litauischen Oberbefehlshabers. K o w n o , 20. Jan. (DNB.) Der litauische Oberbefehlshaber General Rastikis, der seit Wochenfrist krank ist, hat dem Staatspräsidenten sein Rück- tri ttsae such überreicht. General Rastikis griff in den letzten zwei Jahren wiederholt entscheidend in die innerpolitische Entwicklung Litauens ein und verfolgte dabei das Ziel einer weitgehenden Konsolidierung aller politischen Strömungen. Direkten Anlaß zu dem Rücktritt gab ein aus der Feder des General Rastikis stammender Artikel in dem Militärblatt, in dem gegen gewiße Maßnahmen der Reg'erung Stellung genommen wurde. Der Staatspräsident hat noch keine Entscheidung über das Rücktrittsgesuch getroffen. Der |ro6*n deutschen Vorski' len en aw und die Zukunftssicherung des eigenen Alters M durch Lebensversicherungen anvertraut. \ erjttn Kn w ter türj1 Hyänen des Krieges vor dem Sondergerichl Acht Todesurteile gegen »Schützlinge" und Mitschuldige SnglaudS. o(eH W $orl itisch« USA,, schein^ r USA,- ALLIANZ UND STUTTGARTER <,EBENSVERSICHER.UNGSDAN& AKTIBNGESBLLSCHAfV die Festsetzung im äufterften Horden und ^bcr1tcn Süden Rußlands slillschweigend wiederausgab Die drei Ansatzpunkte für Operationen von Der Murmanbahn aus gegen Finnland sind P etro fadowsk im Silben. Kantalaks und M u r^ schlossen wurde. Die freu Heben Siedlungen in den Küfern unb Wäldern um Vialgstok südwestlich Onvbiu) sind noch älter, sie ftammen au» dem 15. und 16. Jahrhundert. Die deutschen Einwanderer nannten sich seihst ..Bauländer", weil sie den Wald rodeten, um den so geuwnnenen Baden zu benr« heilen. Treu Haden sie im Zarenreich und unter bem har teil polnischen Dnitf mVe deutsche Art und Sitte bewahrt. Nein deutsch ist Ihre Sprache und beiit(d) ihre Nomen wte Rupp, Denk, Tolzmann, Wünsch. Koch, Schesfler. Buchholz Nicht» hat vermocht. ihnen den ..polnischen Rock- anzuziehen, wie ba» die Warschauer Negierung mit allen Mitteln itiffpr* öenatöf Iller er bett'" gen t* । Mttk M * rtdnltft<1’' eise (T Heimkehr der Grodno-Deutschen Von unserem W.'Äerichters^itier. lebensversicherungssumme hat der Bestand unserer Gesellschaft im Oktober überschritten. Mehr als jJl< Millionen Volksgenossen ober* ttufi ist der Rus an sie ergangen, wieder zum deutschen Volk zu stotzen. Reitende und ährende Boten brachten die Kunde in die entlegen- ten Orte, und mit stolzer Freude hat man dem Ruf Folge geleistet, wie e» auch die Baltendeutschen taten, .fyui» und Hof mutzten zurüikgelassen werben. Die Grohno-Deutschen bringen mit sich nur da», wa» sie nicht entbehren mögen: lle-bgewoinienen Hausrat. Geschirr, alte Familiendibeln, darimter kostbare Drucke. Sie wissen, datz sie im (Krotz- beutschen Reich neue, sichere Behausung finden wer. den und eine gwtze välkische Aufgabe. Unter ben Rückgeführten sind viele, die teilhaben an dem furchtbaren Loo der Boikodeutschen in Polen aus letzter Zeit. Biele sind verschleppt worden in da» berüchtigte polnische Konzentrat'ionolager Be- re.st) Kartuska. haben die Todeomärsche dorthin mitgemacht und betrauern manchen lieben Angehörl- gen der den polnlsd)< । au , datz Wh Im Vebnn Mesen Haiststmann überlebte. Anschlag auf den irakischen ^inan,Minister. Sagt ab. 19.San. dem Usfz. R., Feldwebel Sy unb Lt. Dr. P. durch feindlid-e Masd-iiieiigewehr- Ireffer sdnvere Verwundungen davongeiragen halten. Der unverletzt gebliebene Dblt. W., der Führer des FtugMiges, gab den Befehl zum Msvrung, und die vier Kameraden verlletzen daraus, sid) gegenseitig nod- rasch Hilfe leistend, so üut e» ihre Verwundungen erlaubten, die brennende Masihinc und d-weblen, an ihren Falkschirnien hangend, einem ungewissen Sd/Icksal aus selndilchem Boden er. schon b .auebnid an bof en. bklf Men Lik Pfund j“ und entschi^ NachA , für bf« am« r t • die W ur * Cljaro oren ö01 rtlich | i«r< H ■ tau ’ t ab ! Ho. d lt.i W 11 ifrttt II 19l| : brti. | UftQQ. TM j I er $ i .9nki I 'ii'htzi ■ ii |! ybiai £ Unkr. | erM j L irt( jj -Vtt Hin st en. nötk ebtr- hdarn: in (ö^ IDüijh blidjig i; unb : 6taai t Tesch s cnbeni i ' menge»} ’i« biiji fn non |' nritj lyanbelt | ic Rli* s i Ichosln i?! ite uni vinnen, fl in- da. i bitten . I leim 1 itär-»; rt wer- Raum (Tarne, i i Mt i । ter Su. errichtd manfk im Norden. An diesen Stellen isl der Bahnkörper kaum 100 Kilometer von der finnisdx'n Grenz« entfernt. Petrosawodsk ist die Basis für Umgehungsversuche nördlid) des Ladogasees, mit dem Ziel, der finnlsd>en Mannerheimlinie a u s dem karelischen Z st h m u • in den Rücken zu koimnen; Kantalaks für einen Voi-stotz gegen T o r n « a am Nordende des Bottmschen Meerbusens, durch den Finnland an der fdunalsten Stelle durchschnitten werden würde. Von 'Dhrrmawlf wird gegen Petf a m o und das ganze Gebiet dis zur nonoegifchen Gre^e operiert. braucht nicht besonders betont zu werden, datz bk- Jer Versuch scheiterte. Nach weiteren qualimlten Lei- den, unb midjbem er von Ort zu Ort gesdüeppt worden war. wurde Üt P. dann einim' Wochen später von feinen siegreichen deutschen Kameraden befreit. Ebenso wie Leutnant P. wurde auch Feldwebel H. schwer mltzhandi'lt. von polnischer Militär- pol igel gefesselt und auszusplonleren versucht. Mt seiner schweren Venvundung mutzte er enwlätzten Oberkörpers eine ganze Nacht Im Freien zubringen und wurde dann weiter in» Innere des Lande'» ver- fdileppt. Später nahmen ihn dann die vordrln^n- den russischen Truppen in Ihre Obhut und sorgten für seine llebersührung zur deutschen Annee. Oberleutnant W., der uidverletzt geblidtem* Flug- zougsübrer war ebenfxillv bei Erdmonnsdorf nie- oergekomim'n. 0‘r konnte zunächst die Fluch! vor den polinsdd'n Haiden enireifen Nachsorsdnin^n mich seinem temeren Sdücksai Inü>en ergeben, dost er in der Posener Zitadelle gefangen mar. Seite dem fehlt fede Spur von ihm, oder die polnisdnm Ossiziere. die ibn zuletzt wrnoilWn hotten, sind in deutscher Hand, und es ist zu hosfen, datz bald Nältere» über das Los von Oberleutnant W. zu Das Gericht erkannte im wesentttehen onteags- gemätz. TS'v Hauptschuldige Lnczak, fow-ie die div'i Frauen P uszta, D o b r zn s k o w s ka mrd R a I a u e z a k wurden z u m Tode verurteilt. Die Todesstinse würbe ferner erkannt gelten die Ange- klmchm Lipinski, Maciesewski. Cichoc- zewski und Zoses Wroblewski. Je 15 tolnv Zudrt'lwus und 10 Fahre (yinwriuft fityidten lH*r 19sährige Ü dm und Dirbert und der 18 Fahre alte Mieczyslaw Klupsch. . Zntei titelte re Angeklagte, der 82 3al)ix alte Steinislauo R o k und der Rhährige Johann 0 na- Irr, mürben zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Fahren 0 hielterlust verurteilt. Der 19 Jolnv alte K«isl- mir Mist« rski eililelt 3 Fahre Zuchthaus und 5 Jalnv OlnwrViift. Weitere An^'klagle würben zu DsWgtti istras«! Mi au 8 Vcchwn vnurmn. (Sinfdiräiifuno her iBarmtoafferverforouiifl. Murmansk und die Murman-Bahn. A3on Or. Paul Rohrbach. Di« Völker werben durch den Raum erzooen, tnrn fit bewohnen. Der arotze Geograph Ratzel hat in einer Darstellung Nutzlands gesagt: „Ohne Verkehrswege ist Rutzlmid ein Koloh, dessen Kraft dyiüf't, der sich nicht einmal Itewegen kann. D|6 aus das Letzte auszusleddern. Sogar die Knöpfe und die Tresfon wurden dem Toten abgerissen. Nachdem Mtute b-h genllgrnd cm»Movt patte, stürmte sie weiter dem nädisten Opfer zu. Oe mar Leutnant Dr. P., der mit einem Schenkelschutz auf dem Lod«! angekommen und Infolge Blulver- lüft sehr geschwächt mar. Er wurde hochgerlslen, und nun begann ein erschütternder Leidensweg biete» tapferen Soldaten. Seine Peiniger fchtevvten den halb Bewutztiosen bis zur Sd)Ule und auf dieser kurzen Strecke hagelten furchtbare ' tem n-1nlwii Et1,111 tei ■ Mi klagten Frauen gebärdeten sid) wie di« Furien. Die 23jahrige Martha liuszka svrang aus den Wehrlosen zu und schlug ihm so heftig mH ihrem Holzpantoffel in» Gesicht, datz ihm die Lippen aufplatzten. Dabei ftletz sie die unslätigften Schimpfworte aus. Richt anders die 29iährige Pelagia Dobrznskowska und die 48 Jahre alle Jotesa Natayczok. Die erste beartreltete den deutschen Flieaer mit einem Spa- tert währe)...... in« Vl ilm> Inhe nm nnci eisernen Harke versetzte. Der 25föhrige Johann Li- pinski rühmte |iil) nachher damit, hnh ei fnnatMti to lang« asfchlaarn Haos. ssms Diu* anbei dabei zerbrochen sei. Mit blutüberströmtem Gesicht, ebensallv völlig ou»geplündert, wurde Leutnant P. vor den leider ebenso wie nod) weitere Mittäter inzwischen geflüchteten Schullehrer Pe- lugga gesd)leppt, der vor Beginn des Krieges Die Parole ausgegeben hatte, feden deutschen Soldaten mit der Runge nlederzuschlagen und Ihn dann bei- teile VI bltelh'H Alls ^Veranlassung Ml Militär- , Polizei wurde der Flieger dann wie ein gerne hier । Verbrecher gefesselt und abtransportiert. Allerdings . nur zu dem Zwecke wurde ihm das Leben gelassen, . weil man aus «hm Mitteilungen über die deutschen herauvprefsen wollte. Eo Rach den übereinstimmenden Bekundungen aller Angeklagten und Zeugen ergab sich die sür die ge- famtc ehemalige polnisdie Fliegerei be|d)ömcnbe, aber bezeichnende Tatsache, datz d e r p o l n i s ch e Flieger wendete und eine Salve non Schüssen auf die verwundeten mehr- losen Gegner abfeuer tc(l). Aber auch die Zivilbevölkerung und weitere polni che Militär- unb Polizeibeamten standen diesem „ritterlichen Helden" In keiner Weise nach. Sie übertrafen ihn Im Gegenteil nad) an seiger Graufamke t. MH erregtem (Geheul Ritten die polnischen Dorfbewohner das Lustgefedü beobad)tet, und nun stürmten einzelne Trupps, darunter die Angeklagten, auf die Stellen zu, wo die Flieger zur Erde nlederkamen. Unteroffizier R. lebte nicht mehr, als er unten an- kam. Wahrscheinlich hatte ihn ein tödlicher Schutz des polnischen Fliegers beim Rlederschweben gelrof- ien (Eine Horde von Teufeln umringte feinen Leich- nam, wilde Verwünschungen gegen den für fein Truppenbewe^ über 1000 Kilometer lange Eisenbahnverbindung von Petersburg n-och bem einzigen eisfreien Hasen, den Rutziand an der europäischen Eivnieerküste besitzt, M u r m a n s k. Für den russifch-tinnisd)en Krieg ist sie, wie ein Blick auf die Karte lehrt, ein Faktor von grosser Bedeutung. Bekanntlid) ist die Westküste von Skandinavien I durch den Golfstrom bis hoch tyhutuf stärker er- ( roännt, als es sonst der nbrdlichen Breitenlage 1 entsprechen würbe. Ein Teil des wannen Golf- stromwasserv findet sogar noch seinen Weg um das ' europäisd)e Nordkap herum unb gelangt bis an die | Wurzel der grotzen Halbinsel Kola. Ans dieser Strecke greisen mehrere sjordähnlid)e Bucksten in die felsige Käste ein, und an solchen Einschnitten liegen auf* finnischem Gebiet bas setzt häufig genannte P e t \ a m o , wichtig durch seine Nickel- gruben, und weiter östlich auf russischem der wichtige und bcMtia-te Hafen M u r in a n s k. Früher reichte das finnische Gebiet hier überhaupt nicht bi» ans Meer, sondern Norwegen und Rutziand grenzten unmittelbar aneinander. Erst durch den finniich-rusfisck>en Frieden vom 14. Oktober 19*20 erhielt Finnland mit bem Petsamo- (rufj.: Petschenga-) Gebiet einen Hugan« zur Eismeerküste. Der Name „Äturmansk" soll von den Normannen stammen, die sck)on Im 9. Jahrhundert n. Ehr. des Pelzwerko wegen die (itestade des Eismeeres aufiucksteiL Die Tatsache, datz die Murman-Küste and) i m Winter eisfrei blieb, wurde in Rutzlaii'd vor dem Weltkrieg nicht besonders bewertet. Die bekannte Denkschrift des Generals K u r o p a I k i n an den Kaiser Nikolaus II. zielte vielmehr, in verschleierter Form, auf die Erwerbung des norwegischen Hafens Narvik ab, der etwas südlich vom 70. Breitengrad im innersten Winkel des Best-Fiords liegt. Immerhin veranlasste der damalige Finanz- Minister Witte 1899 die Gründung von Alexa n- drowskam Murman-Fsord, nahe seinem Eingang. Der Platz lieg! aber weniger geschützt als das jetzige Murmansk in der Tiefe des Fjords, und er wurde auch nur als Fischereihafen genutzt. Das fchon 1894 anfae trete ne Projekt einer „Munnan- Bahn" wurde fallen gelassen. Im Weltkrieg änderten sich die Umstand« da- durch, datz die Eingänge der Ostsee und des Sd)ivar- »en Meeres für Rutziand verschlossen und der Ha- sen von Archangelsk an der Mündung der Dwina ins Weitze Meer sechs Monate Im Jahr durch E i s blockiert war. Fünf Monate nach Kriegsbeginn, zu Neufahr 1915, begannen die Ar- beiten vom damaligen Endpunkt'des von Petersburg ausgehenden Schienenweges,Pelrosa wods k am Onega-Se«, in der Richtung auf die Murmanküste. Nach zwei Jahren, Anfang 1917 konnte die Bahn in Betrieb genommen werden. In der 5-auptsack-e wurden habet deutsche und öfterreichisck)« Krie g s- gefangene beschäsligt, van denen Zehntausende durch Krankhe-iten, Hunger unb Kälte umkamen. Di« Linie war zunächst eingleisig, leiftcte aber trotzdem viel für den Transport von alliiertem Kriegs- material nach Nutzland. Ohne dies wäre die Neuausrüstung der russisd)en Armee zur Wiederaus- nähme der Offensive in Galizien unter dem General Brussilow im Sommer 1917 kaum möglich gewesen. Es heitzt, der zweigleisige Ausbau sei jetzt im Werk oder schon nahe der Vollendung. Sollte eo sich bestätigen, datz England und Frankreich eine Hiiseteistung für Finnland planen, Ole den Konflikt mit Rutziand bedeuten würde, so tonnt« and) «in Anschlag auf Murmansk hie Basis des russischen Vorgehens gegen Nordsinn and, in Frage kommen. In England hatte man schon einmal, nach dem Zusammenbruch des Zarismus, merkwürdige Pläne im nördlichen Rutziand. Im Sommer 1918 empfahlen englische Stimmen die Gründung einer unabhängigen Ei s inee r r e pu blik mit der Hauptstadt Archangelsk, die eng< Wirtschastobeziehungen zu England unterhalten sollte. Ansang August wurde A r ch a n gel k vo n englischen Truppen besetzt. Dann letz man den Plan wieder fallen bewerte aber eine ÄTnÄ! «Ü'Ä *» «■Ä’S’fci » Stadt von Sowjettruppen wieder eingenommen Bezeichnenderweise war um biefdbe. Zeit wu ml? bem wichtigen Petrolemngebiet am Kauschen Meer in enaMchen Händen. Es Ht heute noch mchl aU?a«riärt S>e»W Ornate hi« ^icrunfl »alfout Norden und autzersten Berlin, 19. Januar. (DRV) Durch den starken Fwst, der ben Betrieb der Binnenschils'ahrt title gl e und im Betrieb her Reichsbahn erheMidn' 0:r|ri) ine runden m'rursachte, sind in th*r Zuiuhi von Brennstoffen Stockungen eingetivten. Wn^lnzett ind deshalb schon zentrale Warmwasser, ve rs o r gu n g sa nl a ge n still gelegt oder elngesdnän'kt worben. Damit beschästi>gt sid) jetzt eine Anordnung der Reichest eile jur Kohle Durch diese Anordnung sind die Vezirtswlil'sdwstoämtei ermäd)tigi, für einzelne Versm^ung »bezirke, in denen die Brennstos si>eilorgungsloge eo erfordert, zu bestimmen, das, zentrale Wormuwfsei verlor- »ungoanlogen stillzulegen oder einzu'schränken sind. Im Falle der Eiirschrän'kuiig weiden die Wann- mässe,versoigmi'goanlagen allgi'un'in an ein bi» zunl Tagen \W" Ende eher Wock)s betrieben und an hen übiiuen Tagen tillgelegt nxrtten. Der Reid)»- koimn'lssar für die ' livlob'llhung hat w-istlgt, bas, bei Stillegung der Warmwasserversorgung der Mietzins um R t). ff), gesenkt mht, bei Etnschrankilng bei Warmunisserversoiz,ung eine entspred-ende Ermasp- lymifl beo Ml et zinse» statlsindet. ‘IWellvre Mitteilung l)tenk>*r erge'ht In den nächsten Tag»n. Das für Sonntag, den 21. Januar vorgesehene I319D Konzert wird verschoben! DiF. HebooBssläile GieBen gesucht. 28qD gesucht. 0211 Ludwigsplatz 9II. bekannt gegeben. 335D 1. Februar ges. Schr. Ang. unt.ischriften und Gehaltsansprüchen 305D a. d. G. A.l erb. unter 0182 a. d. Gieß. Anz. Rotlintstraße 45 Oer Verlag, Gießen, Gchulstraße 1 s 21. Januar 1940 Sonntag, den ÖUWl für Mitglieder, 322D Angehörige und eingeführte Gäste. Kl. Mäppchen mit Steroekass.- zucnter SiEtonnEn.sagen.was Hriht billig zu verkauf. I zeigen in die Hei- Schwarzlach- matzeitung, den weg 45p lint& । OMenerAnielgei DOPPELHERZ Stadttheater erneuertes Blut, Schaffenskraft u. 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Die Meisen- und Spechtarten, überhaupt die regel- mäßigen Gäste der Futterstellen, würden zweifellos sehr viel zahlreicher sein, wenn nicht rm Winter so viele verhungerten: deshalb ist die Winterfütterung für diese so 'nützlichen Vögel unbedingt notwendig. Erfolgt die Fütterung aber nicht in sachgemäßer Lieferant auch Ihrer Krankenkasse aufmerksames Auge haben, um die er im Nu hinzaubert. Ja, er ist ein derer, ein Bildhauer, der aus d:... . rial schöne und entzückende Dinge macht: em In der Wohlfahrtspflege hat die Gesundheitsfürsorge stets eine bevorzugte Stellung eingenommen. Nationalsozialistische Gesundheitsfürsorge ist die Förderung der Gesundung des Volkes zur Schaf- ung eines lebensstarken und leistungsfähigen Staates. Im Brennpunkt aller völkischen Wohlfahrtspflege muh daher die Sorge für „Mutter und Kind" stehen. Fräillein Elisabeth Leiprecht, Frau Rose Stirl, Viktor von Gschmeidler und Watter E r l e r Haden sich um die Aufführung des Stuckes zu bemühen, tun es auch mit aller Lwbe zur Dache. Daß aber die vom Autor sicherlich echofften Heitev» keitsstürme ausbleiben, scheint uns mcht an den Darstellern, nicht an der Spielleitung (Karl V oI cf), auch nicht am Publikum zu liegen, sondern vielleicht am Verfasser dieses Stückes. Heinrich Ludwig Neuner. „Kinder auf Zeit. Aus -er Stadt Gießen. Oer rationierte Schlaf. Der Schlaf, aus dem wir allnächtlich unsere Kräfte erneuern, gehört zu den größten Geheimnissen des Lebens. Die moderne Forschung hat sich mit diesem Geheimnis eingehend befaßt und ist besonders durch die Beobachtung der Schlafvorgänge bei niederen Tieren und Pflanzen zu der Annahme gekommen, daß der Schlaf einen natürlichen Rhythmus im Lebensvorgang darstellt, der mit Tag und Nacht korrespondiert und jedem lebendigen Stoff eigen ist. Wie wir uns die Entstehung des Schlafes auch vorstellen mögen, so steht zweifellos f L Trotzdem ist er der lustigst« und flatterhaftes^ Geselle, ein Himmelsvag ab und, der wie Rauch uno Spiel über den Waldhügeln unserer Zonen hinweg- treibt, über Wie sen und Felder, die sei ner re men und weißen Verzauberung bedürfen, um saMM zu können. Aus dem hängenden Gewölk, aus rzahl- hÄt und gelbem Dunkel kommt er zu uns Herme- bergeritten im eisigen Ostwindhauch und m der Plötzlichkeit von verwegenen Wirbeln. Ein Fest für Kinder beginn}. In ihren Händen wird er zu kecken und unternehmungslustigen Freude und Spielerei^ patsch! fliegt er als runder Ballen durch die Lust und setzt sich einem würdigen Manne auf den dicken Pelzkragen oder auf den steifen, ernsten Hut. Der Schnee kann auch lustig sein Wenn er me- berfällt, gibt es keine grauen und dürren 2ie]te mehr, rasch setzt er Flocke auf Flocke Zweige Wipfel und Sparren, bis aus jedem saftlosen Holz ein weißer, blühender Arm geworden ist. Er stülpt auf die Telegraphenstangen, die immerfort nebe der versunkenen Landstraße emhermmschieren, heitere, federleichte Hüte und Kappen. Manck-mÄ bekommen sie einen schwarzen, leuchtenden Kops, wenn ein Rabe oder eine Schwarzamsel sich spoHerüiund müde darauf niedergelassen hat. Die Drahte werden in dicke, lockere Watte gepackt. Die Schlote Ef den Dächern haben über Nacht einen hohen 2lu,putzI er halten, als wären unsichtbare Zuckerbäcker von Dach zu Dach geklettert und hätten aus jedem Haus em Knusper» und Hexenhaus gemacht. Hundertfach ist der Ulk, den der Schnee Mit allen sichtbaren Erscheinungen treibt. Man muß nu . Hilfsstellen „Mutter und Kind". Zentralstellen der Gesundheitspflege. - Oie RGB. richtet Beratungsstellen in Gießen ein fefcn Luft ist "in unü-herrlich, aus den Bäumen sind 1 aFf? Aau» riesige Schleppenträger geworden, deren Sitzen, >r ist oiNgvoße Z Uranien Eisperlen und Kristallnadeln im matten dem leichtes en, schein Mntersonne oder im glühenden Bernsoll doch die Gewißheit haben, auch in Nöten und Sorgen Hilfe durch die Volksgemeinschaft zu finden. Die Hilfsstellen sollen keine Konkurrenz zu den Beratungsstellen der staatlichen Gesundheitsämter auf dem Gebiete der Säuglingsfürsorge {ein; sie sollen vielmehr in enger Zusammenarbeit mit ihnen die Leistungen auf dem Gebiete der Gesundheits- fichrung des deutschen Volkes bis zur Grenze des Möglichen erhöhen. Letzteres beweist schon die Tatsache, daß die von der NS.-Volkswohlfahrt einge- richteten oder neu einzurichtenden Hilfsstellen den staatlichen -Gesundheitsämtern zur Abhaltung der Mütter- und Säuglingsberatungsstunden zur Verfügung gestellt werden. Im Kreis Wette rau der NS.-Dolkswohl- fahrt sind bis jetzt 13 solcher Hilfsstellen errichtet worden. Die Einrichtung weiterer Hilfsstellen steht bevor. In Erkenntnis der Tatsache, daß innerhalb der Stadt Gießen selbst bisher Hilfsstellen „Mutter und Kind" nicht vorhanden waren, wurden solche nunmehr den Ortsgruppen Gießen-Nord, 'Walltorstraße 38, und G i e ß e n - O st, Kaiser- allee 34, der NS.-Volkswohlfahrt angegliedert. Diese in zweckmäßigerweise eingerichtete Hilfsstellen bestehen aus dem Warteraum und dem Sprechzim- mer des Amtsarztes. Für Unterstellung der Kinderwagen ist Vorsorge getroffen. Gchneezauber. Von Anton Schnack. Schnee hat eine besänftigende und wunderbare Macht auf den Menfchen. Schon im Flockentreiben sieht unser Auge zauberhaftes Leben: ein Abgesandter des Himmels ist der Schnee, jener seelischen Besinnlichkeit, in der noch Marchengut und Märchenliebe wirksam sinh. Schnee ist nicht gefrorenes Wasser, nein, er ist Dogelfl'aum von himmlischen Vögeln, die sich, auf den Bäumen des Weitendes sitzend, ihr Gefieder geschüttelt haben; die herausgefallenen Federn erfüllen nun die Lust der Erde. Fallender Schnee hat die Eigenschaft, das Gesicht der Natur zu verzaubern und schon zu machen; in die graue und erstarrte feit bringt sein Glanz legendäre und festliche Stlnu mung. Er hat etwas wie Gnade in sich, einen Hauch vom Ewigen her, Trost und Milde sinkt mit ihm aufs Erdental. Neuerdings sind in Amerika eingehende Versuche über den Schlaf vorgenommen worden, um das Verhältnis zwischen der Tiefe des Schlafes und seiner Dauer festzustellen. Bei zahlreichen Versuchspersonen wurde ein Apparat angewandt, der in seiner Konstruktion Ähnlichkeit mit dem Seismographen oder Erdbebenmesser hat und von Minute zu Minute während der ganzen Nacht jede Bewegung des Schläfers aufzeichnet. Aus diesen Bewegungen, mögen sie auch noch so gering sein, kann man auf die Tiefe des Schlafes schließen. Je häufiger sie sind, desto weniger tief ist der Schlaf, je seltener sie auftreten, desto tiefer. Nach den Ergebnissen dieser Persuche tritt bei einem gesunden Menschen währestd der ganzen Nacht eine Unterbrechung des Schlafes alle 12 Minuten ein, die in einer mehr oder weniger heftigen Bewegung besteht. Jede dieser Bewegungen stört zweifellos den Schläfer, auch wenn sie ihm selbst nicht bewußt wird, und verringert die Schlasttefe. Manche Personen schlafen nun aber tiefer als andere, und man hat beobachtet, daß sie nachher besonders gekräftigt und erguitft sind. Man hat daraus geschlossen, daß man die durchschnittliche Schlafdauer verkürzen kann, wenn man sie vertieft. Viele Bedingungen müssen zusammenwirken, um die größtmögliche Tiefe des Schlafes zu gewähren. Geeignete Schlafzimmer, bequeme Betten, die beste Nachtkleidung, die größte Ruhe, richtige Ernährung und das Vermeiden von schwerer Beschäftigung und aufregender Lektüre kurz vor dem Schlafengehen gehören zu diesen Bedingungen. In manchen Nachtstunden scheint der Schlaf tiefer als in anderen. Wenn es gelingen würde, jeden Menschen zu veranlassen, so tief wie möglich ohne jede Bewegung zu schlafen, dann könnte man die Dauer des Schlafes ruhig abkürzen und doch dem Körper genügend Ruhe verschaffen, um die Ermüdungsgifte zu beseitigen und das zu erreichen, was den Segen des Schlafes ausmacht. Wenn man auch niemals den Schlaf wird ganz beseitigen können, so erscheint es doch nicht ausgeschlossen, daß die Wissenschaft es einmal dahin bringen wird, uns einen Schlaf zu lehren, bei dem wir sofort seine größte Tiefe erlangen und beibehalten. Dann wird es vielleicht möglich sein, die gegenwärtig für den Durchschnittsmenschen notwendigen 7 bis 8 Stunden durch 5 bis 6 Stunden Schlaf zu ersetzen. Wenn man aber auf diese Weise jeden Tag zwei Stunden Schlaf spart, dann würde das bei einem Menschen im Alter von 60 Jahren 43 800 Stunden Schlaf ergeben, und damit würde die Spanne unseres Daseins um 5 Jahre verlängert werden. Hitler-Jugend Bann 116. hauplslelle II. Beratungsstunde in der Kinderklinik Gebrauch machen konnten. , _ Für den Stadtbezirk Gießen stehen somit m Zukunft drei Beratungsstellen zur Verfügung, lieber die Ingebrauchnahme der vorgenannten beiden Beratungsstellen ergeht noch Bekanntmachung. Aber auch in den Staotteilen Gießen-Klein-Lin- d e n und Gieße n-Wieseck werden in den von der NSV. eingerichteten Hilfsstellen „Mutter und Kind" Mütter- und Säuglingsberatungsstunden demnächst abgehalten. Wenn heute die Säuglingssterblichkeit um ein wesentliches zurückaegangen ist, so hat dies seine Ursache darin, daß viele Mütter gelernt haben, ihre Säuglinge regelmäßig untersuchen und sich beraten zu lassen. Daß aber die Säuglingssterblichkeit noch um ein weiteres gesenkt werden muh, ergibt sich auch aus der Tatsache der jetzt durchzuführenden R a ch i t i s a k t i o n , bei welcher alle Säuglinge ab dem dritten Lebensmonat erfaßt werden. Die staatlichen Gesundheitsämter werden alle Mütter mit Säugling zur ärztlichen Untersuchung auf englische Krankheit, dem Rachitistermin, vorladen. Mit der Durchführung dieser Aktion, die im Zusammenarbeit mit den NSV.-Dienststellen, dem Reichs- mütterdienst und der NS.-Frauenschaft durchgeführt wird, wird in Kürze begonnen. Alle mit der Durchführung betrauten Hilfsorgane. Schwestern usw. werden nochmals in eigens dazu abqehaltenen Schulungskursen vor dem Direktor der Universitäts-Kinderklinik, Prof. Dr. W. Keller, über alle Einzelheiten, welche die neuesten For- schungsergebnisse, Entstehung und Behandlung der Rachitis betreffen, unterrichtet, so daß sie den Muttern in jeder Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Nachstehende Ausführungen aus der Feder des Herrn Prof. Dr. Keller, Direktor der Universitäts-Kinderklinik zu Gießen, lassen die Hilfsstellen „Mutter und Kind" auch vom ärztlichen Standpunkt aus gesehen in den Vordergrund der Gesundheitsfürsorge treten. leisten, hat sich die Universitäts-Kinder« k 1 i n i k Gießen mit ihren Aerzttn und Ärztinnen in den Dienst dieser Aufgabe gestellt. Die Schutzmaßnahme setzt, wie gesagt, bei jedem Säugling im 3. Lebensmonat ein. Hierzu sind drei Vorstellungen des Säuglings in einer der genannten Beratungsstellen notwendig. Bei der ersten Vorstellung des Kindes wird der Mutter nach Untersuchung durch den Arzt die erste Flasche Vigantol-Oel kostenlos mit der Anweisung gegeben, dem Säugling täglich 5 Tropfen in einem Teelöffel mit seiner Nahrung zu verabfolgen. Nach Verbrauch der 1. Flasche, also nach etwa 2 Monaten, erfolgt die zweite Vorstellung in der Säuglings-Beratungsstelle. Nach der Nachuntersuchung durch den Arzt wird die zweite Flasche Vigantol-Oel ausgegebei^ kicher Entdeckungsweg. _ _f . 1 Laßt uns 'deshalb ein bißchen durch die Aeste der Linden- und Kastanienbäume lugen! Ueberall sitzen Absonderlichkeiten und humorvolle Dinge. Wo im Frühling und Sommer Blattwülste und Blüten- kränze prangten, ducken sich jetzt Kücken, kleine und aroße, dicke und dünne, Schneekücken, FlcMmkucken, ganz weiß und durchscheinend rein, von einer bezaubernden Leichtigkeit, gestaltgeworbener Dust, der sich unter dem leichtesten Windhauch, ja, im Flügel- schlag eines vor über streifenden Vogels, verflüchtigen und auf und davon machen kann. Aüf einen Lindenast mit weit auseinandergehen- der Gabel hat sich ein kühner nordischer Vogel niedergelassen, ein Vogel, den noch kein Jäger geschossen hat, ein Vogel aus dem Märchenreiche von Schneewittchen, das hinter den sieben Winterhügeln liegt Alles an dem Vogel ist lauterer Schnee, alles an ihm ist leuchtendes Weiß; er hat sich nach langem Nachtfluge zur Rast auf der Gabel niedergelassen, von der er nicht mehr weiterkommt, ehe njcht ein Hauch warmer Föhnluft in feine Schwingen streicht. Dann allerdings ist es mit seiner Herrlichkeit vorbei; Stück für Stück fällt er vom Baume, erst der lange Schwanz, dann der schöne hängende Flügel langsam bröckelt der Rücken auseinander, und der zierlich geneigte Kopf folgt ihm nach. Aber wir wünschen, daß der Märchenvogel recht lange im Geäst des Baumes bleiben möge. Und nicht weit davon entfernt kommt auf einem schwarzen Holzbein, eine gezipfelte Haube über bem Kops, ein Gnom aus Schneewittchens Reich gestapft Wären wir Kinder, so würden mir ihn für den Zwerg Rapunzel halten, der im Sommer mit grauem Bart und blauem Wams unter riesigen Eichenwurzeln seine Gänge hat; jetzt aber hat er sich seine weiße Pelzkutte um die kleine Nußbrust geknöpft und durchpirscht das schlafende und fülle Waldrevier nach stierenden Hasen und kranken Rehen, um sie zur Pflege mit in sein gutes unterirdisches Reich zu nehmen. Aber mir haben den kindlichen Sinn verloren und erkennen mit urrfe» । rem kritischen Verstand, daß die hettere Laune der : Natur über einem Baumpflack einen wahren Zwer- i genmann aus Schnee wachsen ließ. . y Schwer und dick, Taa und Nacht ist der vchnee I in den Bergwald gefallen. Alle Fichten und Tun- i nenbäume haben Hermelinmäntel auf ihren Zwei- gen hängen. Es ist ein ungestörtes Schweigen nn i Walde, ein heiliges Winterschweigen, das wie Gott i tes Atem ist. Der Fuß versinkt tief rm Schnee die Nach zweijähriger Vorarbeit hat der Reichsmini- fter des Innern in einem Erlaß vom 9. November 1939 zum durchgreifenden Kampf gegen die Englische Krankheit (Rachitis) aufge^ rufen und die Grundsätze für die Vorbeugungsmaßnahmen auf gestellt, nach denen die staatlichen und kommunalen Gestmdheitsämter in Zusammenarbeit mit den obengenannten Dienststellen der NSV. zu verfahren hab en.--Nach diesen Grundsätzen wird nunmehr in Deutschland jeder Säugling mit dem 3. Lebensmonat, soweit dem nicht gesunoheitt liche Gründe entgegenstehen, einer Rachitisprophy- laxe, d. h. RachitisDorbeugung, unterzogen. Um diese in'der Gesundhe'itsführung eines Volkes bisher einzig dastehende Maßnahme durchfuhren, d. h. unter allen Umständen jeden Säugling erfassen zu können, mußte neben den bisherigen, von den staatlichen Gesundheitsämtern geleiteten Mütter- und Säug« lingsberatungsstellen vor allen Dingen die Hilfsstelle „Mutter und Kind" mit ihren Organisationen diese schon bestehenden Einrichtungen soweit erweitern, daß dH ne Schwierigkeit und ohne zu großen zeitlichen Verlust jede Mutter in die Lage versetzt ist, eine derartige Beratungsstelle aufzusuchen, wo Der für die 14—15jährigen Jgg. im Stamm 1/116 angesetzte Sportdienst fällt am Sonntag, 21.1.1940, aus. Dafür treten alle Schiläufer mit Schiausru- stung um 7.35 Uhr am Biebertalbahnhof an. Fahrkarte nach Bieber hat jeder selbst zu lösen. In Zusammenarbeit mit dem Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes und dem Direktor der Universitäts-Kinderklinik, Gießen, werden in diesen Hilfsstellen zukünftig ebenfalls Mütter- und Sä uglingsberatungs stunden ab glatten. Diese 'Beratungsstellen sollen den in diesen Stadtteilen wohnhaften Müttern mit Säuglingen zugute kommen, die infolge des großen Anmarschweges zur Kinderklinik nicht regelmäßig dort die Beratungsstunde aufsuchen konnten, zum anderen aber auch eine Entlastung für die Mütter bieten, die infolge beruflichen Einsatzes mit Rücksicht auf Zeit- j Verluste bisher wenig ober fast gar nicht von der ihr naturgemäß neben der augenblicklich im Vordergrund stehenden -Rachitts-Prophylaxe auch die sonstiae in der Mütter- und Säuglingsberatung übliche Betreuung zuteil wird. Die Ausführungen des Reichsministers lassen in der Durchführung der Rachitis-Prophylare einen gewissen Spielraum. Wer also z. B. sein Kind von dem bisher behandelnden praktischen Arzt oder von dem Facharzt der Rachttis-Prophylaxe unterziehen lassen will, kann dies ohne weiteres tun. Die Inanspruchnahme eines Privatarztes und der Nachweis der richtig durchgeführten Rachitis-Provhy- laxe entbindet von der Teilnahme an dem öffent» ttchen Verfahren. Die Schutzmaßnahmen sind jedoch in beiden Fällen genau die gleichen, d. h. sie de- stehen in der Verarbeitung einer ausreichenden Dosis Digantol-Oels oder eines standardisierte n Lebertrans. Da das Vigantol-Oel besonders bei dem jungen Säugling gegenüber dem Lebertran gewisse Vorzüge bietet, wird wohl in den meisten Fällen davon Gebrauch gemacht werden. Um eine fachgemäße ärztliche Führung dieser Beratungsstellen und vor allen Dingen eine fachärztliche Leitung der Rachitis-Prophylaxe zu gewahr- Unter diesem etwas hintergründigen Titel wurd^ gestern im Gießener Stadttheater ein Lustspiel aufgeführt, das von seinem Verfasser (Karl Bort» f c I b t) eigentlich als Schwank hätte bezeichnet mer- oen müssen. Das Stück ging mit verhältnismäßig geringen Mitteln in Szene und forderte nur vier Personen als Darsteller. In der Hauptsache geht es darum, daß eine junge Filmschauspielerin oorgibt, aus dem Atelier ausgebrochen zu sein, weil sie ......che Filmgestatten habe spielen ________ Filmgesellschaft nicht ohne sie auszukommen glaubt, bemühen sich ein Regisseur und auch ein Autor des nächsten Films höchst» selbst um die Diva, ohne daß ihr bewußt werden soll, w e r sie zurückgewinnen soll. Zu diesem Zwecke werden höchst komplizierte Familienverhaltmsse geschaffen, die die Filmschauspielerin zwingen, in einer Doppelrolle Bruder und Schwester zu gleicher Zett zu sein. Daraus ergeben sich mancherlei komische Situationen, die sich noch dadurch vermehren, daß jeder Beteiligte den anderen durchschaut. Schließ» lich wird, mitsamt einer Verlobung, der erwünschte Erfolg erreicht. Winterfütterung als Vogelschutz. Neben der Schaffung von Nistgelegenheiten und der Ueberwachung der Logelfeinde ist die Winterfütterung die wichtigste, aber auch die schwierigste Ausgabe des Dogeljchutzes. Wie sie durchzuführen ist, hat der bekannte Vorkämpfer des Vogelschutzes, Dr. Frecherr von Berlepsch, gezeigt. Für Vogelarten, die man nicht an bestimmte Oertlichkeiten gewöhnen will, ist die Fütterung nur dann unbedingt nötig, wenn der Boden plötzlich durch starken Schneefall oder durch Rauhreif und Glatteis verdeckt ist und alle Ritzen und Fugen der Baumrinde, die Hauptvorratskammem unserer Schützlinge, versperrt sind. Wie fiirchtbar bann der Tod unter den gefieberten Freunden haust, hat Berlepsch an einem Neujahrstag beobachtet. Das Wetter war milde gewesen, schlug aber in der Silvesternacht plötzlich um, sodaß am Neujahrs- morgen alles mit einer starken Glatteisschicht überzogen war. Berlepsch, der die Gefahr für die Dogelwelt sofort erkannte, beobachtete am Morgen, daß in der Gegend der Futterstelle alles gesund war im übrigen aber bemerkte er schon gegen 10 Uhr allenthalben aufgeplusterte Vogel, vor allem die vieschiedenen Meisenarten, Kleider, Goldhähnchen und Baumläufer, und bis Mittag hatte er acht von ihnen bereits tot aufgefunden. Die Mägen aller dieser Vogel erwiesen sich als völlig leer. Die reiche Vogelwelt Kassels war nach diesem Ereignis stark verringert, und erst nach der nächsten Brutperiode schien der Verlust einigermaßen wieder ausgeglichen. Gleiche Beobachtungen wurden in den verschiedensten Teilen Deutschlands, Das H i l f s w e r k „M utter und Kind" will die erbgesunde Mutter als Trägerin der Familie zur Erfüllung der ihr gestellten Aufgaben und Pflichten. Es sieht deshalb eine zusätzliche Hilfe für bedürftige Mütter und ihre Kinder in gesundheitlicher, wirtschaftlicher und seelischer Not vor. Diese Hilfe soll aber nicht mit der Bewilligung von Sachanträgen beendet sein, sondern in erster Linie Anlaß zu einer gesunden, verantwortungsvollen Lebensführung gegenüber Familie und Volk geben. Daraus ergibt sich die entscheidende Bedeutung der ^Hilfsstellen „Mutter und Kind" als der am weitesten ins Volk hineingestellten Vorposten sämtlicher NSV.-Arbeit. Sie sind heute neben der NS.-Ge» meinbeschwesternslation sozialer Mittelpunkt der Gemeinden geworden. Es galt nicht nur das Gedankengut des Nationalsozialismus durch die 915.= Schwestern und die Leiterinnen der Hilfsstellen in die betreuten Familien hineinzutragen, sondern vor allem die neuen Erkenntnisse in der Gesundheitspflege, in der Ernährungswirtschaft und der körperlichen Ertüchtigung anzuwenden und weiterzugeben. steinlicht des Wintermondes glitzern und funkeln. Aber er hat mit dieser Pracht nicht genug, er zeigt -bann und wann seine phantastischen und entzückenden Einfälle mitten im tiefen Wald. Inzwischen hat uns die Winterkälte tüchtig durch- gebeizt, und wir stapfen den Weg zum eingeschneb ten warmen Hause zurück, aber siehe da, der Frost ist in die Fenster eingebrochen und hat sie mit einer hauch feinen Eisschicht überzogen. Auch er hat wie der Schnee seine Einfälle und Launen. Die ganzen Fensterflächen sind hinaus und hinunter mit krausen und seltsamen Dingen bemalt; wenn wir etwas näher hinschauen, können wir alles mögliche entdecken: Blumenköpfe, Quallen, Sterne und Fratzem Weise, so ist sie schlimmer, als wenn gar nichts geschieht, denn die falsche Fütterung bringt geradezu die Vernichtung zahlreicher Vögel mit sich; schlechte Futterapparate sind Mordwerkzeuge, vor denen nicht genug gewarnt werden kann. Das wichtigste Erfordernis ist Wettersicherheit, das heißt, die Futterstelle muß auch bei schroffem Witterungswechsel in bester Beschaffenheit zugänglich bleiben, und dies wird einzig und allein dadurch erreicht, daß der oberste. Rand der Futterstelle auf gleicher Hohe liegt mit dem untersten Rand der diese Futterstelle schützenden Bedachung. Es gibt zahlreiche Futterapparate, die allen Anforderungen genügen. jDie Vogel verweilen bec gutem Wetter bet dem künstlichen Futter nicht länger als bei dem natürlichen in Bäumen und Zweigen, durch diesen kurzen Besuch, der täglich nur zweimal, früh und nachmittags, ftattfmbet, darf man sich aber nicht abhalten lassen, denn in kritischen Zeiten ist die künstliche Fütterung bte einzige Rettung. > Oer Kampf gegen die Englische Krankheit Von Prof. Dr. W Keller, Direktor der UniversMs-Kinderklinik, Gießen. Der werdenden bedürftigen Mutter wird durch die Hilfsstelle neben der materiellen die seelische Betreuung ganz besonders zutell, bei gleichzeitiger Beratung über die ihr zustehenden wirtschaftlichen Hilfsmöglichkeiten und gesetzlichen Versorgungsansprüche. Die Tätigkeit der Hilfsstellenleiterin beschränkt sich aber nicht nur auf die Abhaltung von Beratungsstunden, sondern vor allem regelmäßige Hausbesuche bringen die Hilfsstellenleiterinnen und . „ Mütter näher zueinander, beim die Rat such ende 1 Verluste terspaziergang durch Alleen und Wälder, über Fel- s der und Hügelhänge hinweg ist für den, der ein ■ kluges und empfängliches Auge hat, ein unerschöpf- i wir der Erkenntnis, daß in der Oer Bahnhofsdienst der NSV 27 Fortsetzung. Der Berg Klarissa wird sich zwischen ihn und den Hof stellen, oh, Christian fühlt es schon jetzt. Aber (Nachdruck verboten.) x ön-rr 'C ' TT V l- JT , c uulücltyren uruunen ^iu,cyouen feinen Vlicren rri, -rr -Un? -Un^ roo^' bQ6 dieser entschwinden, verlieren fid) die unruhigen Ge- K2/Lirt ittnfT PTT1 TOinor orl flr K__ti___ _ . V cvx , • rf M °- sie nicht sa, son- n. ,Wie geht es nun mit uns weiter?" Doch er gibt ihr den Mantel nicht zurück. „Ich SMMZZ MU-SZM der Pflug geht. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! 1 Ir /* U 7 1 v yunuitH viii|iu||c ausüben, ist bekannt, aber für die Vorbeugung und Behandlung gleichgültig. Schuld an dem Vitaminmangel unserer Kinder ist die in unseren Breiten Seit Monaten unterhält die NS.-Volkswvhlfahrt neben ihren anderen sozialen Aufgaben im Dienste der Volksgemeinschaft auch einen Bahnhofsdienst. Diese Dienststelle, die sich im Bahnhof unmittelbar am verkehrsreichsten Punkt der Bahnsteige befindet, hat seit ihrem Bestehen schon viele wertvolle Arbeit geleistet, die bei allen denen, die bisher die Hilfe des NSV.-Dahnhofsdienstes in Anspruch nahmen, lebhafte Gefühle des Dankes ausgelöst hat. Wir berichteten bereits vor einiger Zeit darüber, wie aus Anlaß der Rückführung von Vvlksgenos- sen aus dem küegsgefährdeten Gebiet von den Helfern der NSV. ein Uebermaß an Arbeit geleistet wurde unb manches Opfer gebracht werden mußte, um allen denen Helsen zu können, die der Hilfe bedürftig waren. Mancher dankbare Brief hat inzwischen den NSV.-BahnhosMenst erreicht, und viele gedenken dankbar der Hilfe, die sie gerade im Bahnhof Gießen fanden. er denkt, daß Anne nun schon nicht mehr neben ihm ist, denn alle ihre Gedanken gehören den Wäldern und Feldern ihrer Heimat, den Menschen und den Tieren. Änne wird er kämpfen, um den Hof nicht. Er liebt die Frau, ein Glücksritter ist er nicht, und so, wie die umgelegten braunen Erdschollen seinen Blicken Hause irgendwas geschehen? Umsonst bist du doch nicht hier, Luise!" danken an den Berg Klarissa und den Birkenhof. — Nun sind sie wieder in Bremen. Sie stehen auf ist in Ordnung und Willem Christian ein feiner Kerl ist. . Manda denkt es auch. Sie stsht groß und breit wkMMWflirWmW KomonDon$rl6aflWtf CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN W 85 Untersuchungen bereits Zeichen einer vorhandenen Rachitis festgestellt, die eine individuelle Behandlung durch den Hausarzt erforderlich machen, so wird das Kind dem Hausarzt bzw dem Kassenarzt überwiesen. Gegebenenfalls wird durch Hausbesuche der mit der Aufgabe betrauten Fürsorgeschwestern oder Gesundheitspflegerinnen festgestellt, ob die Verordnungen gewissenhaft durchgefuhrt werden. Die Maßnahmen werden vor allen Dingen in den dünner besiedelten Kreisen gemäß der örtlichen Verhältnisse abgeändert, aber grundsätzlich in gleicher Weise durchgeführt werden. toi ist ein indifferentes Del, in dem ein durch Ve- strahlung gewonnenes Vitamin-v gelöst ist. Es handelt sich also hierbei garnicht im üblichen Sinne um eine Ärznei oder Aehnliches, sondern einfach nur um eine Ergänzung der unter den gewöhnlichen Verhältnissen Ditamin-O-armen Nahrung des Säuglings mit Bitamin-O. Eine Schädigung irgendwelcher Art durch das Vigantol, ebenso durch den Lebertran in den vorgeschriebenen Dosen ist gekommen ist. Ueberall da, wo das Kind den Zug verlassen muß, ist eine Helferin des NSV.-Bahn hof- dienstes zur Stelle, denn in vielen Bahnhöfen des Reiches bestehen bereits solche Dienststellen, die sich als sehr zweckmäßig erwiesen haben und aus dem Organismus eines Bahnhofes kaum mehr fortzu- denken sind. Immer wieder finden sich auch — wenngleich dies nicht zu den „Zuständigkeiten" des NSV.-Bahnhof- dienstes gehört — Soldaten im NSV.-Dienstraum ein und haben irgendeinen Wunsch, der ihnen erfüllt werden kann. Hier fehlt ein Knopf, der angenäht werden muß. Da ist einmal eine kleine Reparatur an der Uniform zu machen, und gerne finden sich die Helferinnen auch dazu bereit Auch wird um manche Tasse Kaffee oder um einen Teller heißer Suppe gebeten, und da ist man dann auch nicht so, wie es die Dienstvorschrift vorschriebe, sondern gibt eben, solange etwas da ist. Selbstverständlich werden die Soldaten für längeren Aufenthalt immer an das Rote Kreuz verwiesen. Wenn der NSV.-Bahnhofs- dienst den Soldaten hilft, kann es sich immer nur um kleine Aufmerksamkeiten handeln. Der NSV.-Bahnhofsdienst ist, das liegt in der Natur der Sache, Tag und Nacht zur Stelle. Unermüdlich sind die Mitglieder der NS.-Frauenschaft in ihrer Hingabe an diesen schlichten und doch von allen denen, die Hilfe erfahren, so wertvoll eingeschätzten Dienst. Dabei gebt es nicht um äußere Ehre, sondern um die stille Bewährung, die gerade in der. Gegenwart von der deutschen Frau verlangt wird. . N. Wie eine Mauer steht der Birkenhof um diese letzte Wegner, und es wird dem Mann klar, daß er einen schweren Kampf kämpfen muß. Da ist auf der einen Seite das weiße Haus mit feinen Ställen und Gärten, der große Hof, Klarissa. Aber auf der an- deren Seite ist nur er, Christian, seine Liebe und eine kleine Stellung. Alles in allem vorläufig nur eine sehr kleine Stellung. Wenn er geradezu und ehrlich nachdenkt, ist es so und nicht anders. Und selbst Luise Pegel, diese nette, einfache Frau vom Lande scheint ihm ein Teil des Felfens Birkenhvf zu sein. Es ist nickst schön, so dahinzugehen, wenn man die Emsamkeit spürt und fühlt, daß man sich schon jetzt immer weiter voneinander entfernt. Christian möchte der weiß, wie eine Blüte. Ihre Finger sind kühl, er preßt seine Lippen aus diese schlanken, kühlen Finger. Als er zu ihr aufsieht, fragt er: „Wärst du bereit, Anne, für immer nach Berlin zu kommen, wenn es — nun, wenn es fein müßte?" „Aber Junge, das ist doch Unsinn." „Wärst du bereit, Anne, ja oder nein?" Der Zug rückt an, der Zug rollt. Christian läßt ihre Hand nicht los, er geht neben dem Zug her, er geht mit gerunzelter Stirn, feine Augen sind ernst. „Ja oder nein, Anne?" Da schluchzt sie auf, denn sie weiß, daß er ihre Entscheidung verlangt. Diese Entscheidung müßte also heißen: Christian — ober — der Birkenhof. Er fängt an zu laufen. „Ja oder nein!" Jetzt gibt er ihre Hand frei, jetzt bleibt er zurück. Anne lehnt sich weit heraus. Sie streckt die Arme nach ihm aus. „Krischtian!" ruft sie, und wie ein Hauch kommt es aus der Ferne zu ihm: „Ja!" Der Mann Christian Schwertfeger steht allein auf dem Bahnsteig, er steht mit gesenktem Kopf da. Anne ist fort, aber sie gehört ihm. Der Birkenhof ist kein Felsen mehr, fern Hindernis für ihn. Nun komm, Klarissa, nickst du*rvirst siegen, sondern ich! Ist denn ein Kampf nötig, wer spricht von Kampf. Ach, Christian Schwertfeger, wenn du Klarissa sehen würdest, den vom Sturm zersausten ftar- fen Baum vom Birkenhof, du müßtest Mitleid haben und würdest dich deines Sieges nicht freuen. Ms Anne die Tante sieht, erschrickt sie. Wie ist das möglich, diese Veränderung in den Zügen, diese gelbe, ungesunde Farbe. Kann das in so wenigen Tagen geschehen? Eine Ruine ist Klarissa. Sie muß sich fest auf chren Stock stützen und auf Maries Arm So steht sie auf der Treppe des weißen Hauses zwischen den beiden Lorbeerbäumen als Anne kommt. Und Anne ist fung, sie kann ihren schreck nicht verbergen. Ganz verstört sicht sie aus und ihre Augen sind voll Tränen. „Klarissa", sagt sie „liebe, liebste Klarissa, ich hätte nicht fahren dürfen, ich hätte bei dir bleiben müssen." Doch wie sie das sogt, fühlt Anne, daß sie mit diesen Worten schon in der ersten Stunde Christian und ihre Liebe verrät. Ist das Leben so schwer und so kompliziert? Welche Fragen, welche Gedanken! Doch Klarissa zicht sie an sich, und da sie nicht für Tranen und für Rührseligkeit ist, wettert sie: „Dummes Madel, du weinst doch nicht gar? Mach es nur nicht so wie Jörs^Mudber. Komm, küß nüch und deine alte Klarissa wird wieder gesund. So, und nun gib mir deine Schulter, zeig mal, bist du dicker geworden? Bei dem vielen Futter auf dem schiss dachte ich schon, eine kleine und fette WacM käme zurück zum Birkenhos. (Fortsetzung folgt) ibn, mcht gerade zudringlich, aber doch"genau, und wird gerufen,’« unb Anne stügen ein.'ChLn nun ni$f mehr ihnen ge- steht auf dem Bahnsteig. „Hast bu alles, soll ich bir bort. Frau Luise Pegel ist gekommen, um Anne zu schnell noch ein bißchen Obst holen, Anne?" cmn nnnPH mr» »a a y.. * konnte. Aber für „Nein, nein, geh nicht weg, bleibe bei mir stehen ..... fei Klanssa selbst hier, und । gib mir deine Hand, Christian." Ihr Gesicht ist wie«' die wie die erste zu verbrauchen ist. Nach Ver-1 absoluter Erfolgsicherheit durchgeführt werden. Diese brauch der 2. Flasche, also nach weiteren zwei Mo- Tatsache verdanken i_L 1_. T.2_____L_" L.. L._ naten, muß bas Kind zum brittenmal, und zwar zur ! Entwicklung und Manifestation der Rachitis ein Abschlußuntersuchung in der Fürsorgestelle vor- Mangel an Vitamin D eine ausschlaggebende Rolle gestellt werben. Werben bei einer ber ärztlichen j spielt. Daß daneben noch andere Faktoren Einflüsse völlig ausgeschlossen. Die Sicherheit der Wirkung, die Einfachheit der Handhabung und die Erkenntnis der ungeheuren Tragweite eines grundsätzlich burchgeführten Rachi- ttsschutzes verpflichtet heute jeden an der Gefund- heitssührung unseres Volkes Beteiligten sich diesen neuen Aufgaben, trotz aller erheblichen Mehrbelastung, die sie bringen, in dem unerschütterlichen Glauben an die Zukunft unseres Volkes zu unter« ziehen. Diese Erwägungen waren es wohl auch, die den Reichsminister des Innern zur beschleunigten Durchführung tiefer Maßnahmen gerade in der Kriegszeit veranlaßt haben. Es darf dementsprechend auch erwartet werden, daß die Bevölkerung den sich größtenteils freiwillig und ehrenamtlich der Erfüllung dieser Aufgaben unterziehenden Organen mit Vertrauen und Verständnis begegnet. werden, Scholle hinter Scholle, in schnurgerader Reihe. Der Birkenhof — ja. Ein Hof ist immer feine Sehnsucht gewesen. Schon der kleine Junge, der die Kühe des Onkels hütete, hat vom eigenen Besitz geträumt. Das war ein Knabentraum, auch ber Birkenhof wirb ein Traum bleiben, wie sollte es anders fein? lieber diese große, hinter uns liegende Aufgabe hinaus hat der NSD.-Bahnhofsdienst aber auch weiterhin manche Pflichten, die immer wieder alle Bereitschaft notwendig werden lassen. Vor allem gilt es täglich, all den Müttern zu helfen, die aus irgendeinem Grunde zu reisen gezwungen sind und kleine Kinder bei sich haben müssen, die gerade auf einer Reise der befonberen Pflege unb sorgfältigen Obhut bedürfen. So hielt in ber Zeit des Bestehens des NSV.-Bahnhofsdienstes manche Mutter mit ihrem Kinde, vielleicht sogar mit einem Säugling, in dem Raume Einkehr, ber eigens dafür eingerichtet und der Ausgangspunkt für vielerlei Hilfeleistungen ist. Hier wurde mancher Teller leichtverdaulichen Breies gekocht, hier wurde und wird manches Kind trockengelegt, hier wurde manche Hafer- schleimfuppe gekocht für Kinder, denen die Eisenbahn fahrt Nicht sonderlich gut bekommt. Und dann wird auch mancher Mutter mit frischen Windeln ausgeholfen, wenn ihr Vorrat für das Kind auf- gebraucht ist. Dankbar finden sich die Mütter bann auch bereit, einige Groschen in eine Büchse zu werfen, deren Inhalt wieder für den gleichen Zweck angelegt wird. Die ehrenamtlichen Helferinnen ber NSV., die ausschließlich aus bem Kreise der Gießener NS. - Frauenschaft stammen, haben außerdem immer auch ein Auge auf Kinder, die aus irgendeinem Grunbe allein reisen müssen, die in den Zügen von den Eisenbahnbeamten unb auf Bahnhöfen von ber NSV. betreut werden. Ost werden solche alleinreisende Kinder von ben Eltern gemeldet, unb wenn dann ber Zug einläuft, mit dem bas Kind zu erwarten ist, wirb es freundlich in Empfang genommen, zum Umsteigen an ben anderen Zug geführt, unb es wirb überhaupt nach bem Rechten ge- ehen. Einige Tage später hören bann die Helferinnen durch eine sreunbliche Postkarte ber Eltern oder Anverwandten bes Kinbes, baß es gut und heil cm- NSG. Der nun schon seit mehreren Wochen herrschende strenge Frost hat zur Folge, daß die Küchenabfälle in den EHW.-Eimern gefrieren und deshalb vielfach nicht mehr aus dem Eimer heraus- 3ubringen sind. Da die Küchenabfälle unb Speisereste meist feucht sind, ist die Einwirkung des Fro» Mancher wird nun fragen, ob diese umfassenden, mit einem großen organisatorischen und Kosten- Aufwand verbundenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Englischen Krankheit notwendig sind. Dazu ist zu sagen, daß diese Frage wahrscheinlich nur von einem Laien gestellt werden kann. Der mit diesen Fragen auf ärztlicher, fürsorgerischer ober volksgesundheitliche Tätigkeit einigermaßen damit Vertraute wird diese Frage höchstens stellen, um sofort die dringende Notwendigkeit ber Durchführung solcher Maßnahmen zu bejahen. Auf Grund jüngster Erhebungen wissen wir, daß etwa 70 v. H. aller Kinder zuminbest an leichten Erscheinungen der Englischen Krankheit leiden. Ein nicht unbeträcht- licher Teil zeigt jedoch auch heute noch schwere unb schwerste Symptome dieser Krankheit, deren Folgeerscheinungen für bas spätere Leben von so großer Bedeutung sind. Ist doch die Rachitis noch heute in 23,7 v. H. des gesamten Krüppeltums als Ursache festgestellt. Daraus erhellt schon die ungeheure Bedeutung, welche diese Krankheit neben vielen anderen auch für die Wehrfähigkeit unseres Volkes besitzt. Ungleich wichtiger ist aber eine andere unb weniger bekannte Gefahr, die durch diese Erkrankung heraufbeschworen wird. Es sterben nach ben eingehenden Untersuchungen des bekannten Münchener Kinderklinikers v. Pfaundler Kinder mit Eng- lifcher Krankheit sechsmal häufiger an Lungenentzündung als solche ohne die Anzeichen Englischer Krankheit. Ganz verheerend wirkt sich bas Zusammentreffen von Keuchhusten unb Rachitis aus. Die Erkrankungshäufigkeit ber Rachitiker an Lungen- entzündung bei Keuchhusten ist beispielsweise doppelt so groß wie die der Nichtrachittker. Haben sie dann aber eine Lungenentzündung, bann verläuft diese nach ben obigen Feststellungen sechsmal häufiger löblich. Allein aus diesen wenigen Zahlen mag man ermessen, was eine in ganz Großdeutschland heute burchgeführte allgemeine Rachitis-Prophylaxe für die Gesundheit unseres Volkes bedeutet. Ein kurzes Wort noch über die Erscheinungen ber Rachitis. Der Laie glaubt in ber Regel, baß bie Rachitis eine Erkrankung des Knochensystems fei und sich nur in einer Buckelbildung, verkrümmten ober dicken Gliedmaßen ober Verbiegungen am Brustkorb bei Klein- oder gar bei Schulkindern äußern würde. Das ist ein Irrtum! Die Rachitis ist eine Erkrankung des gesamten Organismus, bie sich nur in einer für den Laien sinnfälligen Weise am Knochensystem äußert. Das Blütestadium der Rachitts ist bas Säuglingsalter und hier vor allem das erste Lebenshalbjahr, zugleich ist dies aber auch bte Zeit ihrer besten Dehanblungsfähigkeit. Ein Kind mit krummen Glied maßen hat keine Rachitts, sondern hat Rachitis gehabt und zeigt bereits deren Folgeerscheinungen, die kein Lebertran der Welt mehr zu korrigieren vermag, sondern die dann nur noch auf orthovädischem oder chirurgischem Wege zu behandeln sind. Zu Verkrümmungen der Gliedmaßen darf es unter keinen Umständen mehr kom- ' men. Das früheste Merkmal in der Rachitts ist ber sog. Weichschädel, d. h. eine lokalisierte Erweichung । her Schädelknochen am Hinterhaupt, die am sicher- । ften unb besten durch den kundigen Arzt festgestellt : wirb. Ist dieser Weichschädel vorhanden, bann hat । bereits eine Behandlung, und nicht etwa nur eine i Schutzmaßnahme einzusetzen. Schutz und Behänd- । lung können heute, dank der enormen Fortschritte, i welche die Wissenschaft gerade auf dem Gebiet der 1 Rachitts-Forsckung in den letzten beiden Jahrzehnten gemacht hat unb an ber deutsche Forscher in ganz hervorragender Weise beteiligt sind, fast mit ! - Mete. Treudienst-Ehrenzeichen für Angehörige der Universität. Der Führer hat den nachverzeichneten Angehörr- gen der Ludwigs-Universität Gießen das Treudienst- Ehrenzeichen verliehen. Der Rektor überreichte den Beliehenen bie Auszeichnung und sprach ihnen gleichzeitig Dank und Anerkennung ber Ludwigs- Universität aus: Für 40jährige Dienstzeit: Oberbibliothekar Professor Dr. Hugo Hepding, Bürodire-k- tor Emil Kinkel. Für 25jährige Dienstzeit: Professor Dr. Erich Bley, Professor Dr. Hans Falckenberg, Verwaltungsassistent Ludwig Hartmann, Professor Dr. Karl Hummel, Professor Dr. Dietrich Küst, Krankenpfleger Heinrich Morneweg, Oberkasseninspektor Karl Mütter, Professor Dr. Wilhelm Schauder, Arnisgehilfe Wilhelm Schöndorf, Professor Dr. Richard Stanb fuß. Oie Verordnung über den Ladenschluß. NSG. Unter maßgeblicher Einschaltung der NSDAP, ist das Recht der Verkaufszeit im Einzelhandel völlig neu gestaltet worden. Damit ist eine Frage zum Abschluß gebracht, die feit Jahren in der Oeffentlichkeit, in den zuständigen Kreisen des Einzelhandels, der Wirtschaft^gruppen und innerhalb der Deutschen Arbeitsfront, insbesondere im Fachamt: „Der Deutsche Handel" erörtert wurde. Trotz Würbigung aller von diesen Stellen vertretenen Auffassungen hat die NSDAP, unter den durch den Krieg veränderten Verhältnissen die Kauf- gelegenheit der Bevölkerung und damit bie Der- braucherversorgung als ausfölaggebenb in den Vordergrund rücken lassen. Die Durchführung der Verordnung über den Ladenschluß, insbesondere die Befugnisse der Paragraphen 1, 2 und 4 der Verordnung (Zeit, in der offene Verkaufsstellen für den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein müßen; Verpflichtung ber Lffenhaltung der Geschäfte während der Verkaufszeit; evtl, sinngemäße Ausdehnung auf den Groß- hcmbel) sind ben höheren Verwaltungsbehörden bzw. Reichsstatthaltern übertragen worden. In den Richtlinien des Reichsarbeitsministers ist u. a. ausgestellt, daß die höheren Verwaltungsbehörden bzw. Reichsstatthalter vor Erlaß irgendwelcher Anordnungen über bie Ladenzeit neben anderen genannten Stellen in erster Linie den Hoheitsträger der NSDAP, zu hören haben. Es erübrigt sich somit, einzelne Gliederungen bzw. Verbände der NSDAP, besonders zu nennen. Es entspricht jedoch ber llebung, daß die Hoheitsträger sich der Gliederungen der Verbände, im vorliegenden Falle besonders auch der zuständigen Dienststellen des Fachamtes „Der Deutsche Handel" in der Deutschen Arbeitsfront bei der Durchführung und Beratung bedienen. Schützt die EHW.-Eimer vor Frost. Leitung: Professor Stefan Temesväry. Es tDtrten u. a. mit Ingeborg Riehl (Rezitationen), Eva Eckett (Lieder). Dr. Hannes Razurn spricht zur Uraufführung von „Csongor und Tünde". Ärn Flügel: Professor Stefan Temesväry. — Abends Gastspiel „Die Fledermau s", Operette von Johann Strauß. Musikalische Leitung: Heinz Markwarbt. Spielleitung: Harry Grüneke. Als Gäste wirken mit: Emmy Küst vom Stadtcheater Aachen als Adele, Heinz Janßen vom Hessischen Landesthectter Darmstadt als Eisenstein. Bühnenbilder: Karl Löffler. Chöre: Richard Boeck. Tänze: Thea Maatz. Kostüm - Entwürfe: Ingeborg Strombeck. Außer Sornofiüen. Tageskalenber für Samstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Befreite Hönde". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Opernball". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer bes Stadttheaters. Tageskalenber für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Ungarische Dichtung und Musik"; 19 bis 22 Uhr ,;Die Fledermaus". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Befreite Hände". — Lichtspielhaus (Bahnhofttraße): „Der Opernball". — Deutscher Alpenverein, Zweig Gießen-Oberhessen: 16 Uhr Hotel-Restaurant „Hindenburg" Notar Dr. Svohr, Vortrag mit Lichtbildern „Wanderungen in ben Tiroler Alpen". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Foyer bes Stadttheaters. — Bienenzüchter, Ofgr. Imker, Gießen: 14 Uhr Hotel „Hopseld" Versammlung. Stabttfjeafer Gießen. Am morgigen Sonntagvornüttag 6. Morgenveranstaltung „Ungarische Dichtung unb Musi k". Leitung Dr. Hannes Razum. Musikalische und unter unseren Kultur- und Zivilisattonsbedin- gungen zu geringe Ultraviolettstrahlung. Dieser kurzwellige Strahlenanteil des Sonnenspektrums bildet aus bestimmten, in ber Natur unb auch im menschlichen Körper vorhandenen fettartigen Körpern bas Vitamin D. Es ist für den Behandlungs- effekt derselbe Vorgang, ob man durch Bestrahlung mit der natürlichen Sonne ober künstlichen Höhensonne" die Haut eines Kindes zur Ditamin-O-Bib düng anregt ober dem Kind bestrahlte Nahrung verabreicht. ' Die einzige natürliche Vitamin-l)-Zufuhr ist nur der genügende Sonnengenuß. Die Bestrahlung mit künstlicher Höhensonne ist nicht etwa, wie vielleicht geglaubt wird, ein natürlicheres Verfahren als etwa die Verabreichung von Vigantol oder Lebertran; zumal die beiden letzteren das ungleich einfachere und wirksamere Verfahren darstellen. Das Digan- ü i ri ... , „Gewiß", sagt er, „natürlich", sagt er. Er trägt .'ft "oturlich zuviel gesagt, aber Annes Handkoffer unb ihren Pelz, er trägt auch eigentlich wollte Klansfa bie Nichte überraschen und Luises Mantel. Luise wirb rot bis unter bie Stirw Jie abholen Das ging nicht, well sie seit einigen haare, als er ihn sich über ben Arm legt, sie sagt: r.Sen c.mit ZU tun fyat. Nichts Gefahr- „Ach das — nein danke — bas lassen Sie nur ich Itd)«5' bewahre, aber eine Reise wollte sie nun doch bin gar nicht so verwöhnt." mcht wagen. Und Luise ist gern hierhergefahren, Dach er gibt ihr den Mantel nicht zurück. „Ich Sh. t; mr^aufL n>.0d) keine große Stadt kennt, bitte Sie, gnädige Frau, das bedarf borf) keines ttun muß Anne sich bas so richtig vorstellen — sic Wortes." Er lächelt, als er bas sagt aber feine ist namllckl frhnn fo t fi.. I 'n n . . 1 rAAi f. er. . , j , freuen, Oy, ^ynpian suyil es schon jetzt. >21 ber vo^^vn^ 7>n nochmals zwischen Anne unb ihm soll sie nicht stehen. Um üon Herzen. Da hebt Christian die Schullern unb of— *" ' * - - • - - - fleht erstaunt aus: „Wofür, bester Schönemann?" Na also — roo%ir? Dann ist es ja gut und alles f zr , uiuu |uhi mir Demen : usinanßi h?; be/ und Christian klammert sich «ärmlich an Luise, sie ist blaß und zit. zu-mandersuhrt sch-urt ihr brest und ganz gerade tert und sie fragt ganz tonlos: „Was ist passiert, um Lt?» » da zu überlegen und zu gru- Gottes willen, geht t *...... “ beln? Die Sache ist dach einfach. Wenn sie jetzt nach - - - - Hause kommt, spricht sie mit Klarissa, und die Tante wird sagen: „Den will ich kennenlernen — em tüchtiger Bauer? Her mit ihm." Hoho, Anne kennt chre Klarissa. Sie lacht über Christians Sorgen und Fragen, sie fährt ihm mit dem Zeigefinger über die Stirn unb streicht ihm bie Falten fort „Nicht grübeln, es wirb ja alles sooo schön. Sieh, wie herrlich die Welt ist!" Der Sonderzug bes Norbbeutsck)en Lloyd bringt sie wieder nach Bremen. Er trägt sie über bas son- h- llMs. r^,"i4Är- s 7 <; cv« , •,lu“ |ie roiever in Bremen, öie sicyen au1 ru.eHtmde- „Macht es bem Bahnsteig zwischen vielen Menschen unb roer- & rofnn ibr"^^^^ langfam oorroärts gedrängt, die Treppe hin- immer weiter voneinander entfernt. Christian möchte auf ein f^nes W Sperre. In ber Halle ist bas Gc- die Arme ausstrecken unb Anne an sich ziehen, und allemal nick es Ma^ Wenzien i dränge.fast noch großer, denn ber eine oder andere er möchte zu Luise Pegel sagen: „Ich gebe fi ' aemüHirfi imh ;Lm ' Mmrda, breit unb wird hier erwartet. Auch Anne wird erwartet, wer her, fahr allein, sie gehört mir Nicht Klarifs aufgelegt. batte bas gedacht? Luise Pegel steht da, groß unb ^ern mir." Er tut es Nichten ÄnTfcer zu aber ihre Gedanken ünd tonn Ynb e,rn unbeholfen Sie kommt vom ! geht neben ben Frauen und hört ihrem Geplauder ; X ? von Lande, kommt VOM Blrkenho und ist ängstlich in zu, hört Annes Helles, glückliches Lache" d^^Märcbknftott^^es^Gedränge Ihre Augen sehen wie Kinderaugen Luise sagt, daß sie 'schon midem nächsten Zug sind Diprmphr n^n? t^ z^ohimbus sie aus, und als sie Anne endlich sieht, ruft sie mit abfahren müssen, denn der alte Pfitzner und die !,Wie geht es nun3mit uns weiter?"^ verankert: einer schrillen und hohen Stimme nach ihr. beiden Jungen erwarten sie in Balke an der Bahn. qlim prffon Pr -c v Or I Avne wendet erschrocken den Kopf. Sie reißt sich Pfitzner will sogar, um Anne eine Freude tu schobt alles mll einem Jäckeln zur^ Seite1 uto W ©dränge ' machen, Koni mit ins Geschirr nehmen, obwohl sie 2 beiden Händen nach ßinfes Arm Sie ihm eigentlich zu toll ist. Das ist schade, aber es ist 1 an Luise, ^»e ist blaß und zit- nichts dabei zu machen. „Siehst du ein, Christian, - ■■ ..... - -t daß wir gleich abfahren müssen? Tante Klarissa ist es Klanssa nicht gut, ift zu Nicht auf dem Posten, sie würde sich bestimmt ängsti- meben? Umsonst bist hu hoch gen, wenn wir nicht kämen." diesen Augen. „So ist es auf dem Dirkenhof auch, Krischtian, gerade so. Und wie wird es erst sein, wenn wir zusammen über bie Felder traben, so et uiUL* *“‘1* iji geiummen, um Zinne zu (Fr y burm,I?as Fenster. emp£angen. wett es Klarissa nicht konnte. Aber für I Gr sieht, wie bie Stoppeln vom Pflug umgelegt Christtan ist es so, als sei Klarissa selbst hier und! SJixfpoit Rundfunkprogramm richten. Dienstag, 23. Januar. schaftsspttle aller Klassen im Fußball und Handball abgesagt. In Hessen herrscht also am Sonntag vollständige Spielruhe. Arbeitstagungen zur Zörderung der Leibesübungen in den Schulen. Verwahrung. Der Angeklagte war anfangs November v. I. aus einem Zuchthaus im Rheinland entwichen. Nachdem er sich durch einen Einbruch Zivilkleider verschafft hatte, wanderte er nach Düsseldorf. Unterwegs war er nachts in ein Pfarrhaus in Gerresheim eingedrungen, wobei ihm seine Geschicklichkeit als Fassadenkletterer zugute kam. Ohne von den fünf Bewohnern des Hauses bemerkt zu werden, entwendete er Kleidungsstücke, Nahrungsmittel und In der letzten Woche führte der stellvertretende Kreissportlehrer in fünf Bezirken des Kreises, und Entdeckungsreisen im Winter. Hörszenen. 10: Frohe Weisen. 10.45: Sportberichte. 11: Unterhaltungskonzert. Es spielt das kleine Orchester des Reichs- feniders Frankfurt. 11.50: Mikrophon unterwegs. 12: Schloßkonzert Hannover. Es spielt das Niedersachsen-Orchester. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 16: Nachmittagskonzert. Das große Unterhattungs- orchester des Reichsfenders Wien. 17: Nachrichten. 17.10: Musikalische Kurzweil. 17.45: Klingende Liebesgaben des Reichssenders Frankfurt. Eine fröhliche Stunde bei und für unsere Kameraden am Westwall. In Verbindung mit der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude". 19.10: Nach des Tages Arbeit. Dazwischen: 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. Dazwischen: 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15: Nach- Gpielruhe in Hessen. Die NSRL.-Gauführung Hessen hat alle für kom- stes gerade dort am nachteiligsten wirksam. Die Hauseigentümer werden deshalb gebeten, vor allen Dingen auch in ihrem eigenen Interesse für Unterbringung der EHW.-Eimer in frostfreien Räumlichkeiten zu sorgen. Hierdurch wird einerseits keine Hausfrau gezwungen, sich zur Ablieferung der Küchenabfälle bei dem strengen Frost hinauszubegeben, anderseits werden die Eimer vor nachteiligen Beschädigungen bewahrt. Wir wollen bei dieser Gelegenheit noch ausdrücklich darauf Hinweisen, daß es keinesfalls verantwortbar ist, wenn heute Küchenabfälle aus Bequemlichkeit noch verbrannt werden. Jede Hausfrau denke daran, daß sie durch ihre Sorgsamkeit mithilft, die Fett- und Fleischversorgung Deutschlands sicherzustellen. Giehener Dochenmarktprelfe. ♦ Gießen , 20. Jan. Auf dem heutigen Wochen» markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, ausländische Eier 12^, Wirsing, % kg 13, Weißkraut 8, Rotkraut 11, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Zwiebeln 10, Meerrettich 60, Aepfel 20 bis 25, Nüsse 50 Rpf. *• Bezirks geschäfts st eile Gieß en - Nord im Liebigbau. Die Bezirksgeschästs- stelle Gießen-Nord des Ernährungs- und Wirtschaftsamtes (seither in der Schillerschule) befindet sich ab Dienstag, 23. Januar, im Liebigbau, Liebig- straße 16. ♦ * Konzert des Gesangvereins Heiterkeit" verschoben. Das Konzert, das der Gesangverein „Heiterkeit" am morgigen Sonntag veranstalten wollte, wurde auf unbestimmten Zeitpunkt verschoben. * ♦ Fundgegenstände der Straßenbahn. Im Laufe des Jahres 1939 sind in der Straßenbahn zahlreiche Gegenstände gefunden worden. Die Gegenstände sind von den Eigentümern bis spätestens 1. Februar im Verwaltungsgebäude, Hammstraße 35, abzuholen. Nichtabgeholte Funde werden an die minderbemittelte Bevölkerung verteilt. * * Schulschluß in Gießen. Die Gießener Schulen bleiben noch eine weitere Woche, und zwar vom 22. bis 27. Januar, geschlossen. * * Die D A F.- U e b u n g s st ä t t e teilt mit, daß sämtliche Uebungskurse bis auf weiteres ausfallen müssen. auf 99,70 (99,65) an. Auch im Verlaufe erhielt sich eine freundliche Tendenz, das Geschäft zeigte aber keine Ausdehnung. Teilweise ergaben sich noch kleine Erhöhungen, u. a. bei Licht und Kraft auf 145,75 nach 145,50 (144,50), Gesfürel 145 nach 144,50, Demag 147,65 nach 147,50. IG. Falben schwankten zwischen 169,50 bis 170. Sehr fest erneut Salzdetfurth mit 190 bis 191 (187), ferner Siemens mit 216 (214), im übrigen lagen die später festgestellten Kurse durchschnittlich 1 v. H. über gestern. Im Freiverkehr sttegen Bürbach Kali auf 100 bis 103 (99), Rastatter Waggon auf 45 Geld (44,50). Tagesgeld unverändert 1,75 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 19. Jan. Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43,50 bis 46,50 (gegen 43,50 bis 46,50 am 12. Jan.), b) 40 bis 42,50 (39,50 bis 42,50), c) 30 bis 37,50 (33 bis 37,50). Bullen a) 41,50 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 39,50 bis 40,50 (39 bis 40,50), c) 35 (34 bis 35,50), d) 27 (27). Kühe a) 41,50 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (38 bis 40,50), c) 30 bis 34,50 (26 bis 34,50), d) 15 bis 25 (17 bis 25). Färsen a) 43,50 bis 45,50 (42,50 bis 45,50), b) 39,50 bis 41,50 (39 bis 41,50), c) 30 bis 36,50 (33 bis 36,50), d) 25 (27). Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 44 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (26 bis 40). Hammel a2) 50 bis 51 (50 bis 51), b2) 48 bis 49 (48 bis 49), c) 40 bis 44 (36 bis 44). Schafe a) 42 bis 44 (42 bis 44), b) 35 bis 40 (35 bis 40), c) 22 bis 32 (28 bis 32). Schweine a) 55,50 (55,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 55,50 (55,50), c) 54,50 (54,50), d) 51,50 (51,50), e) 49,50 (49,50), Sauen gl) 55,50 (55,50). Marktverkauf: Großvieh, Kälber, Schafe und Schweine zugeteilt. Aus der engeren Heimat. HZ.-Sefolgschast 6/116 Klein-Linden Lett.: Vormilitärische Erziehung. Am Dienstag, 23. Januar, tritt die Schar I in tadelloser Uniform um 8.15 Uhr am HJ.-Heim an. 11. v. D. Hauptscharf. Gontrum. Schwerer Unfall beim Nadeln. * Großen-Linden, 19. Jan. In unserem Orte ereignete sich heute nachmittag ein Unglücksfall, dem leicht oas U’ben zweier Kinder zum Opfer fallen konnte. Die beiden Söhne Willy und Kurt des Arbeiters Karl Röhn (Frankfurter Straße 94) vergnügten sich mit dem Rodelschlitten, benützten aber dabei einen Pfad, der von der Seite her auf die verkehrsreiche Frankfurter Straße hin- abführte. Die beiden Jungen gerieten gegen einen herankommenden Personenkraftwagen und erlitten beim Zusammenstoß mit dem Fahrzeug erhebliche Verletzungen. Der 7jähriae zog sich einen Unter- und einen Oberschenkelbruch zu, während der 14jährige einen Oberschenkelbruch erlitt. Die Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes brachte beide Verunglückte in die Ehirurgische Klinik nach Gießen. Der Vorfall beweist erneut, daß es dringend notwendig ist, die Kinder nachdrücklich von solchen Rodelgeleaenheiten fernzuhalten, mit denen unmittelbare Derkehrsgefahren verbunden sind. Das schwere Unglück in Wetzlar, wie nun auch der Unfall in Großen-Linden, sollten allen Eltern eine Mahnung sein, chre Kinder nicht an solchen gefährlichen Plätzen rodeln zu lassen. Zum Tode verurte'lt. Lpd. Frankfurt a. M., 19. Januar. Das Son- dergericht in Frankfurt a. M. verurteilte den 29jäh- rigen, aus Remscheid gebürtigen, mit Zuchthaus vorbestraften Fassadenkletterer Helmut Wagner wegen zweier schwerer Rückfalldiebstähle und eines räuberischen Einbruchsdiebstahls als gefährlichen Gewohnheitsverbrec^r und Dolksfchadling, der die zur Abwehr von Miegergefahr getroffenen Maßnahmen ausnutzte, in einem Fall auch als Gewaltsverbrecher im Sinne des § 1 der Verordnung vom 5. Dezember 1939 zum Tode, 15 Jahren Zuchthaus, dauerndem Ehrverlust und Sicherungs- Wirtschaft. Hhein-Mainische Lörse. Still, aber freundlich. Frankfurt a. M., 19. Jan. Die Geschäftstätigkeit blieb auch heute in sehr engen Grenzen, da im Augenblick keine besondere Unternehmungslust besteht und sich die Aufträge der Kundschaft in den meisten Fällen aus nur sehr geringen Beträgen zusammensetzen. Die Großanleger halten sich offenbar weiter zurück. Am Aktienmarkt verblieb eine feste Grundtendenz, und die zunächst nur spärlichen Erstnotte- rungen wiesen überwiegend leichte Steigerungen auf. Es eröffneten u. a.: IG. Farben 169,50 (168,50), Gesfürel 144,50 (144,25), Daimler 124,50 (124), Eßlinger Maschinen 115 (114,50), Rheinmetall 126,40 (126,25), Mannesmann 114,50 (114), Ilse Genuß 160 (158,50), andererseits Scheideanstalt 231 (232) und Lechwerke Augsburg 113,65 (114). Unverändert lagen Heidelberger Zement mit 152r Adlerwerke Kleyer mit 100,50 und Deutsche Erdöl mit 145. Am Rentenmarkt hielt die lebhaftere Kauf- tätigfeit an. Bevorzugt blieben Pfandbriefe, Reichsschatzanweisungen und Industrie-Anleihen. Wetter fest waren Reichsaltbesitz mit 141 (140,80), während Reichsbahn-Vorzugsaktten 0,13 v. H. abbröckelten auf 125,90, später auf 126,13 befestigt waren, öproz. Industrie-Anleihen gaben vielfach 0,25 o. H. nach, aber 6 v. H. IG. Farben 132,40 (131,50). Liqui-Pfandbriefe schwankten bis 0,25 v. H. Stadt» anleihen blieben bei stillem Geschäft unverändert. Im Freiverkehr zogen Kommunal-Umschuldung auf 95,40 (95,25), Steuergutscheine I per April-Mai zwar' in Großen-Buseck, Allendorf (Lumda), Hun- vergleiche in Form von Wettspielen da stattfinden, gen, Grünberg und Watzenborn-Steinberg Arbetts» , wo Gerätewettkämpfe nicht durchgeführt werden gemeinschaften für Lehrkräfte durch, die Schulturn-! können. Als Wettspiel wurde Völkerball besttmntt unterricht erteilen. Einberufungen von Lehrkräften,; und in den Regeln genau festgelegt. Dieses Spiel Dereitstellen von Räumen machten Umstellungen wird gern gespielt, ist wertvoll und beschäftigt alle notwendig. Da aber der Unterricht in den Leibes-! Kinder. In den nächsten Wochen sollen Tagungen Übungen soweit wie möglich durchgeführt werden! mit praktischen Vorführungen folgen. wandten eines Wirtes in Nied kennen, der ihn dort nächtigen ließ. Dann logierte sich der Verbrecher unter falschem Namen in Frankfurt ein und begab sich, als seine Mittel zur Neige gegangen waren, in der Nacht zum 28., November nach Nied, wo er in dem Gasthof, in dem er schon genächtigt hatte und dessen Besitzer mit seinen Leuten an diesem Abend abwesend war, einbrach. In der Küche und dem angrenzenden Wirtschaftsraum entwendete er Lebensmittel, Zigaretten und einen kleinen Geldbetrag. Als der Wirt und seine Angehörigen gegen 3 Uhr nachts nach Hause kamen, bemerkten sie Licht in der Küche. Das Haus wurde umstellt. Der Verbrecher wollte daraufhin durch ein Fenster flüchten und rief, obwohl er keine Schußwaffe besaß, ,^Hände hoch oder ich schieße!" Er schleuderte mit einem Stuhl und Flaschen nach den Außenstehenden und sprang schließlich aus dem Fenster. Es gelang aber dem Wirt, den Verbrecher zu über« wältigen und der Polizei zu übergeben. Wegen dieser in Nied begangenen Tat erkannte das Gericht auf die Todesstrafe gemäß § 1 der im Dezember erlassenen Verordnung gegen Gewaltver- brecher, wonach Todesstrafe den Verbrecher trifft, 1 der Verfolger mit Waffengewalt an greift oder ab« t; eine Verordnung, die auch für Straftaten das kleine Unterhaltungsorchester des Reichssenders Wien. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Laut- sprechet:. 15.45: Neues für den Bücherfreund. 16: Nachmittagskonzert. Ausführung: das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 17: Nachrichten. 17.10: Beethovens Fahrt ins Frankenland (1791). Hörfolge von Luise G. Bachmann. 18: Ruf ins Land: Berichte des Landesernährungsamtes. 18.25: Nach des Tages Arbeit. Dazwischen: 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 19.45: Politische Zeitungsschau. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. Dazwischen: 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15: Nachrichten. Sonntag, 21. Januar. 6 Uhr: Hafenkonzert. Auf dem Dampfer „Ubena" der Deutschen Afrika-Linien. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Wir fingen den Sonntag ein! Ausführung: der Chor des Reichssenders Frankfurt. 8.40: Dichter unserer Zeit: ,Las Pferd des Kriegsfreiwilligen L. I.". Eine Kurzerzählung aus dem Weltkrieg. 9: Wie schön ist so ein Feiertag! 10.15: Gläubiges deutsches Herz. Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. 11: Balladen und Romanzen (II). Loewe und Pluddemann. 11.35: Franz Schuberts Klaviersonaten (II). Sonate C-dur. 12: Mittagskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 14.45: Für unsere Kinder: „Hans und seine Wunderfiedel". Ein Funkmärchen. 15.25: Volkstum und Heimat: „Der Jänner hat viel Mützen auf seinem Kopfe sitzen". 16: Großes Wunschkonzert für die Wehrmacht. Dazwischen: 17 bis 17.10: Nachrichten. 19.30: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. Dazwischen 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15: Nachrichten. Montag. 22. Januar. 6 Uhr: Morgengruß. 6.10: Weckruf der Arbeit — Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Köln. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Landvolk, merk' auf! 8.10: Gymnastik. 9.15: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.30: Schulfunk (Grundstufe). „Spuren im Schnee". 6 Uhr: Morgengruß. 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt die Tanzkapelle des Reichssenders München. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Landvolk, merk' auf! 8.10: Gymnastik. 9.15: Kleine Ratschläge für den Garten. 9.30: Schulfunk (Oberstufe). Aufbau im Osten (3). „3m deutschen Gnesen". 10: Frohe Weisen. 10.50: Konzert. 11.50: Stadt und Land — Hand in Hand. 12: Aus einem Rüstungs- betrieb: Werkskonzert in Verbindung mit der NS.- Gerneinschaft ,Kraft durch Freude". 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Musik am Mittag. Es spielt 600 RM. Bargeld. Nachdem er sich eine zeitlang I der V in leichtferttger Gesellschaft in Düsseldorf herum- wehrt» cm« •vcivi.vnuny, Vl<. getrieben hatte, kam er mit einem Fernlastzug nach gilt, die vor ihrem Jnkrafttteten begangen wurden. Frankfurt am Main. Hier lernte er den Der-1 -------- I soll, wurden in diesen Besprechungen Weg und Ziel Der Winterarbeit gezeigt. In seiner Einführung wies der stellvertretende ! Kreissportlehrer darauf hin, welche Förderung im menden Sonntag, 21. Januar, angesetzten Meister.-; Dritten Reich auf dem Gebiet der Leibesübungen ' allgemein einsetzte, und wie auch das Schutturnen besonders durch die Einführung der Wettkämpfe und Leistungsvergleiche einen großen Aufschwung genommen hat. Diesen Leistungsstand gilt es unter allen Umständen zu halten, und es muß alle Lehr- fräfte mit Stolz erfüllen und zu vollem Einsatz bereit finden, daß sie an der körperlichen -"Ertüchtigung unseres Volkes mitarbeiten können. Um auch jetzt wieder der Arbeit ein bestimmtes Ziel zu geben, sollen in diesem Winter Leistungs- 192A und Bober Blutdruck mit Herzunruhe, Schwindelgefühl, Nervosität, Ohr«- mehreren, durcy sausen, Zirkulationsstörungen werden durch Aniisklerosln wacksan» b* Pinp QIPtnanAßiae kämpft.Enthält u. a.Blutsalz« und Kreislaufhormone.Greift di« L-schw-r- etne stiemanseige öen* on teTf$Jefcenen Richtungen her an. Packung 6o Tabl. Jl 1-85 in sagen Sie es «Ulen Äpothekar. Hochinteressant« Aufklärungsschrift liegt jeder P«ckung bdl Köhler-Kleidung FÜR Gießen Lahnhofstraße 18 20. Januar 1940 0194 Statt Karten aufpät.' Vermählte Duisburg 21. Januar 1940 0190 Hammstraße 11 Om 213b 0202 Arterienverkalkung stündlich können Sie e§nur wenigen sagen, schriftlich Reuen Säue 2 (8.3. im Felde) Marken-Mäntel ERES Lod en-FREY-Kleidung Eigene Maß-Schneiderei für Uniformen u. 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Nec am» Unwenutn Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter 3u beheben durch jede Buchhandlung I tzugo Berniühler Verlag Serlin- Lichterfelde Salb fit s Liebigstraße 83 ($-3JmSt,bC) 20. Januar 1940 :,rUHlÜi liu । Aus aller Welt. Das Kaspische Meer von Austrocknung bedroht? Das Kaspische Meer, der größte Binnensee der Erde, ist seit einiger Zeit zum Sorgenkind geworden. Sein Wasserspiegel liegt 26 Meter unter dem des Schwarzen Meeres, aber er senkt sich weiter und diese Senkung vollzieht sich nach neueren Beobachtungen in immer schnellerem Tempo. Das wird darauf zurückgeführt, daß der größte Zustrom, die Wolga, jetzt beträchtlich weniger Wasser als früher ins Kaspische Meer ergießt. Die nach dem Weltkriege durchgeführten Kulturarbeiten zur Bewässerung der Steppen, aber auch die großen Kanal- s l) st e m e haben dem Strom soviel Wasser abgezapft, daß sich der Mangel schon im Kaspischen Meer bemerkbar macht. Eine wirkliche Austrocknung ist natürlich nicht zu befürchten, denn in seinem südlichen Teil erreicht das Kaspische Meer ganz ansehnliche Tiefen. Das große nördliche Gebiet aber ist im Laufe der Zeit so seicht geworden, daß die Schiffahrt vor immer wachsenden Schwierigkeiten steht. Der dreimal reiche und wieder arme Mann. In bitterster Armut starb in einem Krankenhause der japanischen Hafenstadt Kobe Mathias Rudel, der früher als einer der besten G/oßwild- j ä g e r berühmt war. Sein Abenteuerdrang trieb ihn dazu, durch alle fünf Erdteile zu streifen, bis es ihm schließlich der Ferne Osten mit seinen Geheimnissen antat, der ihn dann nicht mehr losließ. Dreimal gelang es Rudel, wie er selbst in seinen Lebenserinnerungen erzählt, ein erhebliches Vermögen zu erwerben, aber jedesmal flog er dann wie die Motte ins Licht des „T a m F u i", eines berüchtigten fernöstlichen Glückspiels. Es ist eigentlich ein Geschicklichkeitsspiel, dem die gelbe Nasse mit leidenschaftlicher Hingabe frönt. Auf dem Boden werden Kreidekreise gezogen mit Nummern darin, und die Spieler versuchen, aus einiger Entfernung durch Messerwurf die Nummern zu treffen. Dieses einfache und scheinbar harmlose Vergnügen hat dennoch die Volksmoral derartig sinken lassen, daß die Behörden der verschiedenen ostasiatischen Länder es zum Glücksspiel erklärt und verboten haben. Selten hat sich das Tam-Fui bisher als eine Gefahr für den Europäer erwiesen; Rudel jedoch ist dreimal sein Opfer geworden. Zum ersten Male lernte er es in Jndachina kennen; dort hatte er a l s Gedenket der hungernden Vögel! Makler ein nettes Vermögen erworben, das er dann in dem Spiel bis zum letzten Pfennig wieder einbüßte. Darauf entschloß er sich, Raubtierjäger zu werden und lebte drei Jahre lang im Dschungel, wo er eine reiche Beute an Elfenbein und Tierfellen einsammelte. In Hanoi verwandelte er diesen Reichtum in klingende Münze. Aber von neuem vom Spielteufel gepackt, verlor er alles wiederum in wenigen Tagen. Noch einmal begann er von vorne; er kehrte in den Dschungel zurück und erwarb von neuem ein Vermögen, mit dem er sich nach Japan einschiffte. Auf die Dauer konnte ex aber auch dort der Versuchung nicht widerstehen, doch noch ein letztes Mal beim Tam Fui sein Glück zu versuchen, wieder mit den verderblichen Folgen wie die beiden ersten Male. Darauf führte Rudel bis zu seinem Tode ein Bettlerleben. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bllder i. 23.: Ernst Blumschein; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G.. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Somstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig« Erholung Erbamurg bedeuten den Inhalt unstteZ Feierabends. Auch in der Kriegs» zeit! Daher soll man ruhig weiter ins Theater — ins Kino, inS Konzert oder ins Dariets gehen. Und gerade zum „ernsten Leben" gehört die Kunst —. auch die »heitere" — als Ausgleich flle daS innere Gleichgewicht unseres Lebens und Strebens fSr die BoMgemejnschasLr z/ ____@ -2X Parkett N. Reche ffct ätosmo von Larnhelm'!" „Also Mutter, übermorgen sehen wir ins Theater zu .Minna von Barnhelm'!" „Aber Karl, bei den ernsten Zeiten in ein Lustspiel gehen? Na und dann die Dunkelheit?" ^Deitzt Du, Karl, Du hast recht — man mutz auch 'mal ins Theater gehen, man fonuitt dann aus andere Gedanken — Pnilti ||- Heute ist meine liebe Schwiegermutter, Schwester und Tante Luise Noll Wwe im 89. Lebensjahr heim gegangen. Gießen, Darmstadt, Gütersloh, den 19. Januar 1940. Gießen, In Löbers Hof 8, den 19. Januar 1940. Beerdigung: Dienstag, 23. Januar, 2^4 Uhr auf dem Neuen Friedhof. 0204 329D Gießen (Stephanstraße 32), den 20. Januar 1940. 0218 303D 0206 Gießen-Wieseck (Obergarten 6), den 20. Januar 1940. 339D 330D (Genaue Anschrift des SestellerÄ (Feldpostonschrlst genau angeben) Oie Äezugsrechnung zahlt: Am 16. Januar entschlief nach kurzer mit großer Geduld ertragener Krankheit meine liebe gute Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Die Einäscherung hat in der Stille stattgefunden. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 23. Januar, in Kirtorf (Oberhessen) statt Elisabeth Noll geb. Bechthold. Im Namen der Hinterbliebenen: Gustav Schürmann Reichsbahn-Oberinspektor a. D. Höhensonne und 2 Solluxlampen in gutem, brauchbarem Zustand, für zusammen 140 — RM. zu verkaufen. Schriftliche Angebote unt. 0214 an den Gießen. Anzeiger. Gestern nachmittag entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Wahl, geb. Henkel im 78. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Rodenhausen. Ida Schürmann, geb. Fischer im 81. Lebensjahre. Einlagen Leibbinden Gummi- strümpfe 6475 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Fahrschule Gründ!. .Fahrausbildung für alle Klassen Verkehrsfilme, techn. Lehrfilme Kursbeginn zu jeder Zeit E. Faber, Gleisen Frankfurter Straße 36. [71d Dan ksagung Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Weisel, den Frw. Feuerwehren, dem Gesangverein, dem Roten Kreuz, der Baugewerkeninnung, sagen wir hiermit allen unseren herzlichsten Dank. Marie Jung, geb. Schaum und Angehörige. Klein-Linden, den 18. Januar 1940. In tiefer Trauer: Heinrich Wahl nebst allen Angehörigen. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes und unseres guten Vaters sagen wir allen unseren aufrichtigen Dank/Besonderen Dank Herrn Dekan Sattler, sowie dem Turnverein für die ehrenden Worte am Grabe. An den verleg Des Gießener Anzeigers, sieben Versenden Sieden GießenerAnzeiger zum Bezugspreis von RM. 2.05 für den Monat unter folgender Anschrift: DerSeiönoiioerfanö öes MemAMlgers hält die ersehnte Derbinduna unserer Soldaten und unserer Arbettsmänner mit ihrer oderhessischen Heimat täglich aufrecht! — Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von tyer aus pünktlich erledigt. Nachruf. Am 17. Januar 1940 verschied nach längerem, schwerem Leiden unser Berufskamerad Herr Dr. med. Georg Scheerbartli in Gießen. Seit einer Reihe von Jahren war er in Gießen als prakt. Arzt tätig und hat es verstanden, sich in dieser Zeit in hohem Maße das Vertrauen seiner Patienten und die Achtung seiner Berufskameraden zu gewinnen. Die Ärzteschaft Oberhessens wird sein Andenken in Ehren halten. Im Namen der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands, Bezirksstelle Gießen und der Reichsärztekammer, Ärztliche Bezirksvereinigung Gießen Prof. Dr. Kranz. Mehr Milch, mehr Eier, hochbewertete Kaninchen durch die echte gewürzte Futterkalbnischung Swevg - LNarrke 3u haben in den einschlägigen Geschäften NI O /-^h löccö von 3 bis 20 vom Hundert erhalten Sie bei wie- l\l uUll I dbbö d erholten Veröffentlichungen einer Anzeige 5®o8oon Wien Liieren nach der Naturschutz Verordnung vom 18. März 1936 (RGLl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte unö Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen. 0ugo Bermüöer Bering. Betiin-Elffletf. Danksagung Für die anläßlich des Heimganges meines unvergeßlichen Sohnes Flieger Heinz Volk bewiesene Teilnahme, sowie für die Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sage ich auf diesem Wege meinen herzlichen Dank. • Frau L. Obmann. Gießen, den 18. Januar 1940.