Donnerstag, 10. Dezember 104Ü >FM ns» Mexiko City, Dezenter 1940. Borganoer C . So mußte fitfo und energischs In einem Lande wie Mexiko, wo zwischen unermeß- chern Reichtum und für europäische Beariffe kaum Der Führer sprach zu S üüO Ossjziersanwärtern von stört werden wird. Es handelt sich um Bananen I" UHU l * D--I ........ / 17 000 BRT. wurden herausgeschossen, Schiffe mit 16 000 BRT. wahrscheii wahrscheinlich versenkt. > Cardenas, einer der lsten Staatsmänner Der gefährliche puntt. Don unterer berliner Gcffristleffung. Stockholm, 18. Dez. (DNB.) Dor einiger Zeit hat die englische Regierung aus Mangel an Schiffsraum die Einfuhr von Bananen und einem U-Boot angegriffen werde. Englands unzureichende AuMUOwdutt on. Mexikos, nach sechsjähriger Amtsperiode damit be- rnügen, daß an seiner Stelle der von ihm be-« f:mmte Kandidat offiziell den Posten des chern Reichtum und für europäische Begriffe kaum aßlicher Armut die, ausgleichende Mittelschicht fehlt, inden die sozialen Gegensätze naturgemäß die Englands Admiraliiät muß schwere Schiffsverluste zugeben orbel öd ie ti offen, m un'o! ,1 bei Berlin, 18. Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht sprach heute mittag im Sporfpalaff zu 5000 Offiziersanwärtern des Heeres und der Luftwaffe sowie Junkern der Waffen-L-, die vor ihrer Beförderung zum Offizier stehen und nun nach Abschluß ihrer Ausbildung wieder zu ihren Feldtruppenteileu gehen. In einer packenden und mitreißenden Ansprache gab der Führer den jungen Soldaten die Parole für ihre spätere Aufgabe als Vorgesetzte in der nationalsozialistischen Wehrmacht und die Ausrichtung ihres Ledens. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von B rauch l l s ch, lieh den Appell in einem von den Offiziersanwärtern begeistert aufgenommenen Treuegelöbnis und Sieg-Heil auf de« Führer und Obersten Befehlshaber ausklingen. Weihnachtsschiff für unsere Soldaten in Norwegen. In Oslo traf ein Weihnachtsschiff für die deutschen Soldaten in Norwegen ein. Langsam fuhr das en. idjun^r. be tyK durch lü eßen B Deckt i l Str . haben; t Zeit W i Set I? Strafe« !gen fonje 3abtn ate IW aß btt?; befchä'^ r geMis be&P ' N ung ü chärfte Form der Auseinandersetzung. In seiner sechsjährigen Amtsperiode ist es dem ?.unmehr abgetretenen Präsidenten Cardenas Gelungen, durch seine „Partida de la Revolution" line gewisse politische „Gleichschaltung" zugunsten liner starken zentralen Regierungsgewalt zu schaf- -n. Nun wird der Mann seiner Wahl, General oerftnj Stadl, Kl Veteran!; riickiL merabj^ soldH zewählt worden, iedeutendsten i ir bir^ ab "st^ s flnnabme von Änzerge« für die Mittaasnummer btdX’/Jlbr he99 gegenüber. Nur die Flugzeuge , onnh Die 'Jerbre^rilSen I«en' d°7 RAF fliflen bie begehen wahrhafte « t entat° S°g n Mer L^ friedlichen Bürger von Ba el" überschreibt „Gior- Dies muß am Tage nach Dem iBombaro näLXha" feinen Berich, und bemerk,. ..das, ift flefa« »«l«"-®«iß S r beaehen ppin cirrhim es I >t ein S n it e m ein Verbre- fremde Flieger so monumentale ^rnurner vegeyen chen. D.eier britische Angriff auf die Schweiz 'st ge- Dies um |o wiß ein Teil eines Planes, dessen genaue End- Die gern als Beschützerin der kleinen Nationen uno zwecke wir noch nicht kennen, der aber bestimmt ein 1 Des Rechts auftritt. Rundfunk-Kinderwagen für Soldatenkinder Die Mütter von 56 Solbatenklnbem, deren Geburt burd) den Rundfunk verkündet wurde, sind von der ©auamtMeitung der N^rv. zu einer Weihnachtsfeier einaeloden worden. Bei dieser Gelegenheit wurden den Müttern die gcfpendeten Gaben überreicht. Unsere Aufnahme zeigt den Leiter der Wunsch- l Natur. Da ist beispielsweise eine Apparatur, deren sich die Prüfungskommission in ihrem Untersuchung«- raum bedient, eine Apparatur, die innerhalb einer für Heeresverwaltung. Aus dem Reich rene Väter u n un« Order B- an ^0- konzert^, Hein Mahler i G o e d e ck e, mit der Kammersängerin Erna 6 q cf und dem Ganamtsleiter bei der Uebergabe der Kinderwagen an die Mütter. — (Scherl-Dilberbienst-M.) vrdnung ausgeglichen. ne. Da »«, LnhLltnl» be» Menschen i« l»lnem *♦ Oie Üntlabung von Güterwagen an den Feiertagen. ii. Im Laufe der geschichtlichen Entwicklung, von den Anfängen der Menschheit bis heute, hat sich das Verhältnis von Mensch und Raum in seinem Grundbestand nicht geändert. Viehzüchtende Nomaden strebten mit Gewalt nach neuen Weideplätzen. Ackerbauende Stämme brachten neuen Boden an Stelle des unfruchtbar gewordenen mit Kein „Schlangenfraß" und „Srahweihan" Oie Aufgaben eines Srsoh VerpflegungS.MagazinS. in die Zehntausende. Sind die Mengen da, ist ihre Heranschassting organisiert, taucht auch schon die zweite Frage auf: Wie bewahrt man sie vor dem Schlechtwerden? 3n erster Linie durch sachgemäße Lagerung und dauernde Ueberprüfung flirr gibt e» modernste Methoden und modernst« Hilfsmittel technischer sind die Auflieferer von Waren und deren Beauftragte auch verpflichtet, die b-reitacstellten (Elfen- bahngüterwagen innerhalb der Deladefrtften zu belad t n. Oer Zugendverteidiger für die IuoendaerlchtSbarkeit. Kolonien sind Lebensraum. Don Dr. 3- 0. Nrumboch, Leiter der Kaupiabieilung VI des Kolon alpolllifchen Amtes der NGDAP. ftandard olifrechterhält Die Verhältnisse einer Zelt, in der die größten Städte nicht über 50 000 Einwohner hinausgingen, kann man nicht übertragen aus eine Epoct)e, in der plötzlich der vorher ausreichende Boden durch Ackerbau und Viehzucht die Bevölkerung nicht mehr hinreichend tragen kann und sich in den Städten Millionen von Menschen neben- und übereinander ansammeln. Wen«, auch die Grundverhältnisse immer dieselben bleiben, sie müllen sich der Entwi.f- lung anpassen, um die Entwicklungserscheinungen zu meistern. Man must umlernen aus die Ersruchernisse der neuen Zeit. Diese hat ihre Gruße nicht zuletzt daher, daß sie von Männern gestaltet wird, die diese Ersordeknstse klar erkennen und die an die Stelle überholter Begriffe und Zustände wie Imperialismus und Kapttalivmuo, eine neue Raumordnung und damit eine neue S o z i a l o r d - n u n g fetzen. Kolonien sind heute nicht mehr kapi talistische und imperialistische Domänen, sondern der notwendige zusätzliche Ü e b e n o r a u m einer ihren Qualitäten cni||H cd)cnheii und ihrem Lebensstandard nach lebenden Volksgemeinschaft. 9m Zuge der Neugestaltung de, Iuaendrecht. fordert Kammeraenchisrat Dr. Kestler, Mitglied des klugendrechtsausichusse» der Akademie für Deutsche, Recht, im „Deutschen Recht" auch den Iugendoer- te folger. Die Befähigung zum Jugendrichter werde heute sorgfältig geprüft, bei den Staatsnnwaltschal- ten seien Iugenosachbearbeiter eingesetzt. Auch die Jugendschöffen seien Beruf—rzleher, leben•er• — d Mütter und in Zukunft auch HI.-Führer und BDM-Yüh- rertnnen Die gleiche Auswahl gelte für den Iugendstrafvollzug Da dürfe man auch am ver- leidiger nicht vorübergehen und ihn als einzigen ungeschult und zufällig sein lassen. Der IugenD—r- leidiger müsse über gediegene Kenntnisse des 9u- gendrechts verfügen, er müsse darüber hinaus Erzieher sein. Er müsse Mittler zwilchen dem Jugendlichen und dem Richter werden, Miterzieher de« Jugendlichen, sein ungeschriebener Schuhhelfer. Auch ster Wichtigkeit. Das dritte Problem des Ganzen ist das: Wie be- werkstelllgt man d e n Nachschub der notwen- di gen Verpflegung für die Truppen im Felde? Ge- wist, in erster Linie wird in Feindesland auf vorrätiges Material zurllckgcgriffen. Der Nachschub aus der Heimat soll nur seine Ergänzung sein. Dennoch sind die Mengen, die hinausgchen, grast genug. Da aber die Truppen die Verpflegung auf die Stunde genau brauchen, hat man sich nicht auf die Eisenbahn verlassen, sondern den Antransport möglichst auf Kraftfahrzeuge um gelegt, was wiederum eine groste Zahl von Fahrzeugen Bei Industrie, Handel und Gewerbe bestehen noch immer Unklarheiten über die Ent- und Beladepflicht von Güterwagen an den Sonntagen, insbesondere an den bevorstehenden Weihnacht. tag en und am N e u j a h r s f e ft. Die Reichsbahn steht sich da- her gezwungen, wiederholt auf bit grast e n An- forberunaen an die Iran.porilesttunaen ie zu bewältigen hat, hinzuweifen Es laßt sich nicht vermeiden, dast der Güterverkehr auch an Sonn- und Feiertagen in größtem Umfang a b g e w i ck e l t werden must Durch Berard- nungen de, Reichsw'rtschaftsminister, wurde be»- halt) eine Tnt- und Beladep'licht von Guterwagen eingeführt Diese Verordnungen g e l t e n ri o d) Danach sind die Emp'änger von Waren und deren Beauftragte, z D Spediteur und Fuhrunterneh- mer, verpstichtet, innerhalb der von der Bahn festgesetzten Entladefrist zu ent- laden Das gilt insbesondere auch für die Samstage, Sonn'- und Feiertage mit Ausnahme de, 25 Dezember und des 1. Januar Am 24. und 31 Dezember besteht die Verpflichtung zum Ent- laden nur bis 14 Uhr. An den genannten lagen machtmästige und politische Erschütterungen bemerk- bar, sei es durch Revolutionen oder andere inner« staatliche Erscheinungen. Diele sind «Ine selbstverständliche Folge der einsetzenden, durch die Raum, not bedingten Veränderungen Die völlige Neusar- mung der sozialen und der wlrtschastlichen Bedingungen. und ihre Einwirkung auf die politische Haltung brachte al, drittes im Gefolge eine wesentliche Aenderung des tultureüen, besonders aber des zivilisatorischen Lebensgesichtes der Völker. Insgesamt drängte somit alle» den weltblickenden Staatsmann neben einer sofortigen Lösung akut oustretender Sozialsragen zu einer Wiederherstellung der natürlichen R a u m g r u n b - läge ole Voraussetzung einer geordneten Lebens- Haltung de» Volkes. bensraum in erster Linie seine soziale und wirtschaftliche Stellung bestimmt, so kam mit der eintretenden Raumoerknappung ganz folgerichtig, nicht etwa nur infolge der Industrialisierung, die soziale Frage in den Vordergrund. Diese ergab sich aus dem zu klein werdenden Raum und die dadurch bedingte Wirkung auf die Lebenshaltung. Die zutage tretenden Folgerungen, wie die Abwanderung der Menschen von der Landwirtschaft in die Industrie, vom Lande in die Stadt, die neuen Lebensbedingungen von Stadt und Fa. brik, sind erst Folgeerscheinungen der aus dem Gleichgewicht gebrachten natürlichen Zuordnung des Menschen zu seinem Raum. Durch dieses Auftreten der sozialen Frage mach- ten sich in allen Völkern, die von der piötzsich ein- setzenden Raumnot betroffen wurden, tiefgehende Unsinn und für eine Neuerungen aus jedem------- Jahrhundert sie brachten, bedingen auch eine Neuregelung des Verhältnisses Mensch und Raum Alle Zustände sozialer, wirtschaftlicher, politischer und kulturell ziolllsatorlscher Art erfahren dann zwangswelfe eine Aenderung, wenn Erschütterung gen In der natürlichen Zuordnung einer entsprechen- den Krastleistung der Menschen zur Gröste und Güte ihres Raumes eintreten. Es ist unsinnig, soziale und polltlsche Verhältnisse au,rechterhalten zu wollen, die einer Zeit entsprechen, in der ein Volk allein durch Ackerbau und Viehzucht seinen Lebens- Minute den Wassergehalt jeder angelieferten Ge- treidesorte mit Klopstönen anzelgt. Getreide, das gut lagerfähig sein soll, darf nicht mehr al, 14 v. H. Wassergehalt haben. Und da ost an einem einzigen Tage eine ganze Reihe von ElfenbahnzÜaen mit (Betreibe anrollt, das vielleicht In zwei Jahren er t verwendet wird, so ist diese Feststellung von äuster- Genf, 18. Dez. (DNB) Um eine raschere körderung der Briese und Paketsendungen deutsche Kriegsgefangene in England und ben mlnlen ober mngekeprl an britische Gefangene In Deut chland zu erreichen, hat bav Internationale Kam tee vom Roten Kreuz ben fck)welzer|schen die unumstößliche Tatfache, baß auch bas beste unb qgfr arbeiten soll, must essen. Auch ble Tatsache, tüchtigste Volk nur bann sein Leben lebensfähig bah unsere Solbaten braußen im Felde ihre Der- gestalten kann, wenn ihm eine ausreichende Menge, bekommen, wird jeder für selbstverständlich an Raum zur Verfügung steht. I halten. Nun, sie war nicht immer selbstverständ- Die Normen, die das Verhältnis von Mensch Weje Tatsache. Zwar gab esMagazinver- unb Raum im Verlauf der Geschichte geschaffen pfleaung für die Truppen schon im Mittelalter, hat, wurden völlig umgeworfen, als nach dem Ql)er forflte nur für die Belieferung mit Brot. Zeitalter der Entdeckungen die neuen Weltteile Alles andere war den Marketendern über- einem völlig sinnwidrigen System der jMufteiluug lassen und Ausbeutung anheimsielen. Die bis dahin nie1'1 gekannte Menge des Raumes war die Ursache Ju. eine tatsächliche und flclftlae Entfernung von dem natürlichen Verhältnis Der Völker zu ihrem Lobens- raum. Man schaltete und waltete willkürlich an einem Ueberfluß an Raum, dessen Ausbeutung nur einigen wenigen Herrschenden zugute kam und Damit auf ihr machtmählges unD politische» Streben einen Einfluß ausübte, Der sie nicht In d e Lage versetzte, in Der Zeit, als Durch Das gewaltige Ansteigen Der Menschheit Der Raum knapp rourDe, zur alten DrDnung zurückzukehren. . (Einer gesunden unD gerechten Berte lung Der gewaltigen Flächen ftanD Das machtmaßige unD polt- tijche Verhalten entgegen. Man mußte den Weg der technischen und Der inDustriellen Aushilfe gehen Die Raumbrsitzer aber behielten ihre Lander, um sie nunmehr zunächst als Absatzgebiet und bann als Rohstosslleserant zu verwerten 6o kam neben Der starken Bevolkerungssteigerung eine gewaltige Ausweitung D e r B » b u r | • nisse Diese wirkte sich in einer sehr weitgehen, ben Ausbreitung Des Wirtschaftens auf bi» dahin nicht knapp gewesene Rohsto,fe aus, und so führte auch Der inDustrielle Ausweg roicDer auf Den Raum einer Zelt alfo, In Der man normalerweise zur Neugestaltung De» Verhältnisse» von Mensch unD Raum gemäß Der völlig veränderten Men- schenzahlen unD Raummengen hatte freitenJoUen, rourDe ein Ausweg gejunDen, Der als „4» e 11 • wirtschaft" D-ie Volker in ein fehr ungleiche», jedoch zunächst tatsächlich bestehendes Abhängigkeit so e r h ä l t n l s brachte Die die Raumnot allmählich aushebende Industrlalifierung und die damit gegebene weltwirtschaftliche ^brslechtu g - ben Die Völker überfehen, daß sie fchliestllch Doch auf Den eigenen Besitz an Raum a n Q e ' wiesen sinD Denn jeDe OrunDlage einer Steige runfl Der Leistung, also Die Voraussetzung von Tech- nik und Industrie, zieht schließlich ihre Mittel a u » dem Raum Technik und Industrie sind nu dann gesichert, wenn ihre Rohstoffe, und zw fle lie.ernbe Roum, im (‘oo|llrf>en J’ Vh.mü allo im «menen Besitz sind. Wer d'n Raum besttzi. Üt der «knie Da» Volk ist da« machngste und ge flchertste. dessen Bolk-zah, da. «unsl'gst. «erhältn - iu eigenem Raum und damit Mit den Entwicklungen de. 19. WOunb«». da, die Sohl der Bevölkerung mell II»I« ® »en de. wieder »um Leben auareichenden stg.ilich begrenzten Lebensraumes hlnauswachfen l B. kam der ..Kolonmldesttz- eine vlUlip veränderte Be Deutung. Dom Sinne be» Uebersluffe» wandelte er sich zum Sinne be. lebensnotwendigen Er- g ä n z u n g s r a u m e . . der für da. ,. gewordenen heimatlichen Raumkraft. ® b _ im Dieser Zeit der Besitz und die Beherrschung der tm wesentlichen freien Räume der Welt zweiter vrd- nung gewesen, so änderte stch das g nr1«rfnnnt Diese Senberuna mürbe zunächst £ j e unb ihre Auswirkung nicht durch sofort ge z , dienende Raumausweitung und eine n Die soziale Frage ist lm Grunde nichts anderes al. die Sicherstellung des dem Volke eigentümlichen Lebens st an darb», und zwar sür die Allge- Meinbeit. Und diese Sicherstellung läßt sich grundlegend nur erreichen bei einem nicht gestörten Verhältnis von Mensch zu Raum. Man kann keine Raumverteilung ausrechterhalten, die einem langst überholten Raum- und Bevölkerungsstand ent- spricht, Die aber nicht die Steigerung der Menschen- zahl und ihrer Leistungen gerecht wird. Da» ist ein Äesrmd« Nation untragbar, lebtet, wie da» 19 unb, 20. ug lassen — was oft genug zu Schwierigkeiten und ; Unzuträglichkeiten führte. Seit jenen Zelten sind bii jur Hexrt ins Gigantische gewachsen. Und die Geschwindigkeit ihrer Aktionen Im Krieae stellt vor allem an die Verpflegung bedeutend größere Aufgaben denn je Zudem ist Die Verpflegung ja heute eine „totale", b h: alles, was ber Soldat benötigt, wird Ihm geliefert, nicht nur Lebensmittel, jondern auch alle Arten von Genußmitteln und die Gegenstände de» kleinen Bedarfs, wie Zahnpasta, Zahnbürsten, Mundwaffer usw., Dinge, an die man noch Im Weltkriege nicht im entferntesten dachte. Wie erhält nun der Soldat draußen seine Verpflegung? Diese Frage kann nur die Leitung eines Ersatz Verpflegungs-Magazins beantworten — ermessen kann sie nur der ungefähr, der einmal einen Blick in die verzweigten Funktionen eine» solchen Magazins tun konnte! Denn da allt e» zunächst einmal die Materialien heranzu sch assen, also sie aus der Wirtschaft und der Landwlrtichast her- auszuziehen und zufammenzubringen. Bel jeder Sorte, sei es nun Rauhsutter, feien e» Hülfenfruchte, (H e. Fleisch oder Butter, bei jeder Sorte ergeben sich sofort Riesenzahlen, sobald man die Frage de» Bedarf» nur anfchneidet. Die Zahl der Eisenbahn- waggonv, die In einem Krleasjahre nur für den Antransport der Materialien benötigt werden, geht unb Fahrern beblngt. Trotz allem: ble Versorgung be. deutschen Soldaten klappt dank der unendlichen Sorgfalt, Genauigkeit und Unermüdlichkeit, mit ber ble Ersaß- Verpflegung» Magazine arbeiten. Die Truppe erhält von allen Materialien nur ble erste Qualität, auch an Genußmitteln bekommt fle alle. Erbenkliche. Nichts mehr von „Schlangenfraß" unb „Drahtverhau"! Da. Essen ist nicht nur vollwertig, e» ist auch sorgfältig zufammengestellt unb entbehrt weder ber Gewürze, noch der Vervollständigung durch Aufgabe von Schokolade, Kasfee und geistigen Ge- tränken in gewissen Quanten. So ergibt sich immer wieder da. erfreuliche Bild: ble Heimat sorgt ble fämpfenbf Front. Der Mittler bazu Ist ble geheure unb mit äußerster Präzision laufende ganlfation ber Ersatz-Berpslegungs-Magazlne Macht in ihre Gewalt. Völker waren gezwungen, durch Auswänberung aus bem Raum ober Krieg mangelnde Lev ensgrundlagen auvzu- gleichen. Andere Nationen haben mit Hilfe ihres Kannen», ihrer Industrie, ihrer Technik und Wis- senschaft — wie beispielgebend Deutschland lm 19 Jahrhundert oder heute durch seinen Vierjahres- plan — mangelnde Raum krittle ersetzt Immer geht es darum, die Z a h l d e r Menschen zu den vorhandenen Kräften des Rau- me. In eine erträgliche Beziehung zu setzen. Ge- wandelt haben sich die Herrschasts,armen im In- nei;n der Völker wie Die BerbinDungen Der Völker untereinanDer; aewanDelt haben sich Die Lebens- beDürfniffe Der Schichten innerhalb Der Völker wie Der Nationen als Gesamtheit-, gewandelt hat sich Ober t F. IfelIn mit einigen Mitarbeitern nach L l s a v o n entsandt, um dort die Möglichkeit einer Beschleunigung des Verkehr» zwl- schen der Schmelz unb Portugal zu prüfen In Den Poftverblndungen Mischen ben helbcn Ländern sind wegen der venzlnknapphelt und der llebrrlnftung der Bahnlinien große Verzögerungen eingetreten. lleber 5000 Dörfer in ber Verschönerung lur. Im Zuge Ihrer Maßnahmen unter dem Stichwort „Schönheit der Arbeit" führt die Deutsche Arbeitfront auch eine Aktion zur Doriverfchönerung durch. Die Reichoarbeitvgemelnschaft für Dorfmrschöni'runa erstrebt nie Sauuerhaltung ber Dorfstraßen unb Dorfvlötze, die 0 ntschlammung der Dorfteiche, das Freilegen von schlecht unb unnötig verkleibelem Fachwerk, ben Bau von Strotzen, ble Enlfchanbe- lung des Dorfbllbev, von hätzllcher Reklame, ha» richtige unb formschöne Anlegen von Hecken, Zäunen unb Mauern, ble Schaffung von Sportplätzen, Schwimmbädern, Freizeitstätten. Dorfgemelnschi''»* Häusern, Kindergärten. HI.-Heimen, öle Verbessrung der Abwässerbeseitigung, Die Anlage guter sanitärer unb hygienischer Einrichtungen, die Verbesserung der Beleuchtung. Bisher sind schon bei über 5000 Dörfern ble Verschönerungen In Angriff genommen worben Zum größten Teil wurden au. horfelgenen Mitteln unb mit bordeigenen Kräften 124 Schwimmbäber, 122 Sportanlagen, 109 Kinde— gärten errichtet, ber Bau von 73 Gemeinschaft— Häusern In Angriff genommen, weiter im Interesse her Dorfverschönerung ber Neubau von 220 Häusern vollzogen Außerdem mürben 423 Gasthöfe erneuert unb 1127 Wirtschaftsgebäude verbefsert Oiplomlanötoirt unb Lehrerin. Zu den landwirtschaftlichen Berufen, in benert nicht nur stärkerer Nachwuchs erwünscht ist. sondern auch gute, vorwärtokommen ermöglicht wird, gehören Der Diplomlandwirt und die Lehrerin der landwlrtfchaftlichen 5>auohalt»kunDe. Auch da. Land muß einen noch weit arötzeren Anteil sür diese Berufe stellen Früher stand dem entgegen, daß für diese Berufe Abitur oder mittlere Reise notwendig waren, Forderungen, ble nur ein kleiner Teil Der LondiugenD wegen der Schulverhällrrlsse erfüllen konnte. Heute steht auch tüchtigen Volk.« fchülern und - schülerlnnen ohne Dlefe vor« ausfetzunaen bei Weg In belbr Berufe offen Be- lonbera oefählgte volk.schüler können heute zum lanDwlrtichaltllchen und yau-mlrtschaftllchen ötu* Murn zugelafsen werden. Dabei find zahlreiche Möa« llchkrlten einer Stublenoerbllllgung eröffnet. Die Fachschulen und Me Dienststellen be. Reichsnährstände, geben gern Auskunft darüber Neufeststelluna bes 6!inhei!sw<'rlilen und Universitäten statt, auf Der ble Fragen bes Unterrld)t»betrlebe» während des Kriege» behandelt werden. Bisher gab es nur Hochschulen in ben einzelnen deutschen Landern Du-U ic|ii 16 unmfttfI6ur bem w•1 d> unterstehende HodMulen gekommen, nämlich die Universitäten Wien, G r a a unb Innsbruck, die Technischen Hochsdrulen W i e n und Graz, die Landwirtsd-aftllch-ForstwIllensdiafllld^e Hod>sd>ule in Leoben, ble Tierärztliche Hochschule Wien, ble vsutsch» Unwersität Prag bte Deutschen nifchen Hochschulen Prag unb Brünn, ble Canb- mlrtfd>aftlld)c Hochschule Lieben werba, zwei Hodstchulen In Danzig unb ble Universitäten P o • s e n unb Straßburg. Die Verwattungsakabemie in Strabbura eröffnet. St ras, burg, 18. S,A. 3m odtiner- hau» fanb ble Eröffnung oer neugegründeten Verwaltungsakademie Straßburg durch Relchsminlster Dr. Lammers statt, her erklärte, sie solle dem Ehef der Zivilverwaltung Im Elsaß Gauleiter Wagner, verwaltllng»fnd-männer al» Mllarbelter zur Verfügung stellen, die fern von fal|d)cm Büro- kratlvmu» und fubalternen Denken fld) stet» ihrer i Aufgabe bewußt blieben, großzügige, nerflänbnle- ■ volle und lebensnahe Verwalt»mgvarbelt zu leisten. Den Feslvortrag hielt Pros. Dr. v Leer» v heute eingetroffen! Heinridi Dahmer in Empfehlungen | h las Lied Turnhalle Steinstraße! 04264a. d. G.A. & Das schon jedes Gramm und Sie können ;des Gramm und Sie können hren Lieben eine festliche Überraschung bereiten. ||| UHRMACHER MEI STE R IESSEN SELTERSWEG 54 RUF 5875 Ankaufs-Gen. C 40 4120. ■ Ihren Überraschun; HEINRICH1 u GIESSEN K R^AC^EPrrfEliTEP JUWfeLlER| JNH.HERBERT HERZOG Er bis rtür Buchhaltung und Büro' arbeiten wird für sofort männliche oder weibliche gesucht. Schrntl. 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Gedie§ ener Schmuck ohne Materialanlieferung 3mmet neue Sachen in Gold und Silber kann ich Ihnen bieten, wenn Sie mir Altgold, Silber u. Dublee bringen. Die Fabrikanten warten auf Neueste deutsche Wochenschau Täglich 3.15, 5.15, 7.30, Sonnt. 2.30, 4.45, 7.30 Jugendliche ab 14 Jahre haben Zutritt 5747A. Erhältlich an der KASSE des Stadttheaters, Johannesstr. 3, und im Schokoladenhaus HUNTEMANN, Seltersweg 5770 D Die letzte Sendung Weahnadits Bäume in allen Größen ÄAf CODC DRUCKSACHEN WCnDC Brühl. Gießen Edgdr BORRMANN Wahlmiete für 4 beliebige Vorstellungen (1 Oper, 1 Operette, 2 Schauspiele) \ I. Ring. - Preis RM. 10.— (über 25 Prozent Ermäßigung gegenüber den Tagespreisen). - Gültig bis zum 15. Mat 1941 Die Weihnachtsmiete eignet sich durch die hübsche äußere Ausstattung besonders gut für den Gabentisch! den, noch für ein weiteres Jahr gezahlt werden müssen. In erster Linie Grundsteuer und Reichs- nährstanlds-Beitrag. Eine Neufeststellung her Wertfortschreibung findet statt, wenn Aenderungen im Wert, in der Art oder in der Zurechnung des Vermögens innerhalb bestimmter Grenzen eingetreten sind. Wertminderungen können eintreten durch Grundstücksverkäufe oder den Verlust von Gebäuden infolge Brandschadens, durch Frostschäden, Jn- sektenschäden usw. Auf den 1. Januar 1940 fortgeschrieben werden können alle Aenderungen, die sich im Laufe des Kalenderjahres 1939 oder früher ergeben haben. — Entsprechendes gilt für nichtlandwirtschaftliche Einheitswerte. Iugendarrest auch bei Verstößen gegen die Arbeitsdisziplin. Reichsjugendführer A x m a n n hat mit besonderem Nachdruck darauf hingewiesen, daß der Zugendarrest ihm auch als das geeignete Mittel erscheine, Verstöße Jugendlicher gegen die Arbeits- Präsident Roosevelt hat den neuen Botschafter der Vereinigten Staaten in Frankreich, Admiral L e a h y , zu einer längeren Unterredung empfangen, in deren Verlauf er ihm die letzten Weisungen für sein« Mission in Vichy erteilte. * Die französische Militärmission unter Leitung des Generals D e n tz , des neuen Oberkommissars f ü r Syrien, ist auf der Reise nach Beirut auf dem Landweg in Mailand eingetroffen, nachdem sie in Genua übernachtet hatte.* Die Landesgrenze Finnlands gegenüber der Sowjetunion hat sich, wie „Uufi Suomi" berichtet, durch die neue Grenzziehung um 122 Kilometer auf 1328 Kilometer verringert. Aus aller Wett. 28 Grad kalke in Jugoslawien. In ganz Jugoslawien herrscht eine große Kälte, die sich noch weiter verschärft. In Bosnien wurden Temperaturen bis zu . 28 Grad Kälte gemessen. In vielen Orten liegt der Schnee bereits über zwei Meter hoch. Der Bahn- und Autobusverkehr im ganzen Lgnde ist sehr gestört. An verschiedenen Orten kam es dadurch zu einem Lebensmittelmon- gel. An der dalmatinischen Küste ist der Fjord von Jablanac zugefroren, roos nur alle Jahrzehnte vorzukommen pflegt. Auf der Drau hat bereits Eis- treiben eiichefetzt. Schweres Lawinenunglück in hoch-Savoyen. Der in dem unter dem Namen „Bellevilles" bekannten Tal gelegene Weiler Villard ist das Opfer eines Lawinenunglücks geworden. Menschenopfer sind glücklicherweise nicht zu beflogen, jedoch belaufen sich die Schäden und Verluste an Vieh auf etwa eine Million Franken. Am Sonntagvormittag um 10 Uhr wälzten sich die riesigen Schneemassen zu Tal und begruben innerhalb weniger Sekunden zehn Häuser mit ihren Bewohnern und dem Vieh. Durch die gewölbeartig gebauten Räume zu ebener Erde waren die Menschen glücklicherweise geschützt. Erst um 14 Uhr konnten die Verschütteten Frankfurt a. M., 19. Dez. (Dorbericht.) kosteten: Ochsen 35 bis 46,50 RM., Bullen 39 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 70, Hämmel 37 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 50 bis 58. Marktverlauf: alles zugeteilt. K. G. 1 Das schöne, punktfreie Weihnachts-Geschenk ist eine Zungbursche gesucht für Botengänge und Expedition. Commerzbank Gießen _______________________________5773D Franz VogteG. Giessen Gqethestr. 32 Senersweg 44 Ruf: 2464 Herrn Prof. Ludwig Hüter Oberstudienrat i. R. sagen wir allen unseren tiefempfundenen Dank. Kundenliste iiir Geflügel Es werden beliefert Donnerstag bis Samstag Nr. 1 bis Nr. 75 Feinliostiiaus Schwab _________________________5774D' Der Rundfunk überträgt am 19. Dezember von 18.30 bis 19 Uhr ein Gespräch des Ehefs der Hauptamtsführung in der Obersten SA.-Fuhrung, SA.-Obergruppensührer J.ü 11 n e r , mit dem Rundfunksprecher Rolf Wernicke über den Kriegseinsatz der SA. * Im Rahmen einer Fahrt zur Besichtigung des deutschen Schulwesens in den Niederlanden besuchte der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes Gauleiter Wächtler die deutschen Schulen in Den Haag, Haarlem und Amsterdam. Der Führer der deutschen Volksgruppe in Jugoslawien, Dr. Sepp Jan ko, ist an einer eitrigen Mandelentzündung schwer erkrankt. Mit einem Sonderflugzeug, das der Reichsführer ff zur Verfügung ■ stellte, traf der deutsche Halsspezialist Dr. Noack mit einem Assistenzarzt in Belgrad ein. Der Reinertrag der Deutschen Fernseh-Ausstellung in Sofia, der über 300 000 Lewa betrug, wurde von den deutschen Veranstaltern der bulgarischen Hauptstadt zu wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt. , * In Anwesenheit des Kaisers, des Mimsterpräsi- ' denten und des gesamten Kabinetts genehmigte der japanische Geheime Staatsrat den Beitritt Ungarns, Rumäniens und der SIowa k e i zum Dreimächtepakt. * In Tokio wurde die Gründung einer Liga für die Befreiung der südostafiatifchen Völker auf einer Konferenz führender Persönlichkeiten Japans in Gegenwart verschiedener indischer Nationalisten besprochen. Geplant ist die Veranstaltung von Massenversammlungen sowie die Verteilung von Flugschriften und Buchern. Präsident Roosevelt unterzeichnete ein Gesetz, das die Ernennung eines stellvertretenden Kriegsministers für Kriegszeiten und kritische Perioden vorsieht. Es ist nicht bekannt, wer den neuen Posten bekleiden soll Pole inmitten seiner Familie zu sehen ist. Die Ehefrau Frey ließ sich von dem Polen wiederholt umarmen und küssen und erwiderte diese Zärtlich, feiten. Als der Pole in ein Kriegsgefangenen-Ar- beitskommando überwiesen wurde, schrieb sie ihm einen Brief und schickte Photos. Sie ^begünstigte ferner, daß sich zwischen- dem Polen und der Ehe. frau Strauch ein ehebrecherisches Verhältnis an« bahnte. Panamerikanisches krebsforfchungskomikee. Der argentinische Krebsforscher Prof. Angelo R o f f o ist von den Vereinigten Staaten eingeladen worden, die Präsidentschaft eines zu gründenden Panamerikanischen Komitees zur Bekämpfung des Krebses zu übernehmen. Sitz dieses Komitees soll Buenos Aires werden, wo Prof. Roffo ein betontes Versuchs- und Forschungslaboratorium für Krebsbekämpfung leitet. Prof. Roffo erstattete dem argentinischen Vizepräsidenten Ramon S. Eastillo Bericht und erwähnte dabei, daß dem Panameri. konischen Komitee 20 Nationen sich ange- schlossen hätten. Internationale Kommission des Tabakhandels. Im Wirkungskreis der »Internationalen Tabak, wissenschaftlichen Gesellschaft wurde eine Internationale Kommission des Tabakhandels gebildet, die ihren Sitz ebenfalls in Bremen hat. Die Kommission besteht aus Delegierten der nationalen Spitzenorganisationen der Tabakwirtschaft und ag. deren Vertretern. Die erste Sitzung der Kommission soll baldmöglichst stattfinden. Dieder schwedisch-dänische Flugverbindung. Zum erstenmal seit dem 9. April ist ein schwedb sches Passagierflugzeug in Kopenhagen gelandet, nachdem in Verhandlungen zwischen den dänischen und schwedischen Luftfahrtgesellschaften in Kopen- Hagen dkr Einsatz von schwedischem Flugmaterial auf der Strecke Kopenhagen—Masmö—Stockholm beschlossen worden war. Die neue schwedische Linie wird Kopenhagen täglich einmal berühren und die bestehenden beiden dänischen Linien nach Schweden ergänzen, so daß Kopenhagen dreimal täglich in Flugverbindung mit Schweden steht. Jagdhund als Kaninchen-Amme. Auf einem Gutshof bei Kolding hatte eine Jagd- bünbin elf Welpen geworfen, von denen zehn sofort ersäuft wurden. Die Hundemutter konnte den Der- lüft nicht verschmerzen und stürzte sich in ihrer Der. zweiflung auf eine Kaninchenmutter in der Nähe, die zur gleichen Zeit acht Junge geworfen hatte. Nachdem sie das Mutterkaninchen abgewürgt hatte, trug die Hündin die jungen Kaninchen, eines nach dem anderen, im Maule in ihren Korb und säugte sie nun gemeinsam mit dem einzigen ihr gebliebenen Hundewelpen. PO LOST G?. s.ssferx. Eine lOi. braune Stute untreu, sonst alle Garantie, steht zu verkaufen bei ivriedrichSames Iunkermühle, Münzenberg. Familiendrucksache) Verlobungsanzeigen Vermähl ungsanzeiger Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.1 lolloenzmaschiiie nebst einigen Experimentiergeräten zu Der»' kaufen. «258 Senckenberg- stratze 13 I l. | Kaufgesuche | Weinen evtl, auch zerbrochene zu kaufen gefuckst. Schr. Ang. unt. 04262a.d. G.A. disziplin zu ahnden, z. B. bei Verletzung der Bestimmungen über die Dienstverpflichtung, Beschrän- tung der Arbeitsplatzwechsels, Lohngestaltungsver- orönung, Versäumung der Arbeitszeit und Verletzung der Gehorsamspflicht. Der Hauptabteilungsleiter im Sozialen Amt der Reichsjugendführung, Assessor V o r n e f e l d , meint, soweit Gehorsamsverweigerungen Jugendlicher zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsleistung führen, erfüllten sie den Straftatbestand. Das unbotmäßige Verhalten Jugendlicher gegenüber dem Meister, Lehrherrn usw. könne immer — strafrechtlich erfaßt werden, wenn durch das Verhalten eine Beeinträchtigung der Arbeitsleistung des Jugendlichen selbst oder der Betriebsgemeinschaft die Folge ist. Bloße Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Ausbilder und dem Jugendlichen seien nicht ohne weiteres eine strafbare Handlung! Der Jugendarrest werde ein sehr wirksames Mittel sein, auch um die Erziehung der Jugend zur Arbeitsdisziplin sicherzustellen. aus den Schneemassen heroorgehott werden. Es gelang jedoch nicht, das gesamte Vieh zu retten. Die von der Lawine heimgesuchten Gebäude wurden zerstört, außerdem die Mühle und der Backofen der Gemeinde. Genaue Angaben über den Umfang des Lawinenunglücks sind bisher nicht möglich, da die Verkehrsstraßen, die durch den Lawinensturz gesperrt worden sind, noch nicht freigemacht werden konnten. 38 Todesopfer eines Lawinenunglücks in Sachalin. Auf der japanischen Insel Sachalin wurden 43 Holzhauer durch eine riesige Schneelawine begraben. Einer Rettungsmannschaft, die durch die sieben Fuß tief verschneiten Wälder nicht schnell genug den Unglücksort erreichen konnte, gelang bisher trotz verzweifelter Bemühungen erst die Ausgrabung von 28 Mann, von denen fünf noch am Leben waren. Die Hoffnung, weitere der Verschütteten aus den Schneemassen zu bergen, mußte aufgegeben werden, da bereits drei Tage feit dem Unglück vergangen sind. Schweres Eisenbahnunglück In Mexiko. Ein schweres Eisenbahnunglück, das sich in der Nacht zum Sonntag auf der Bahnstrecke Mexiko- Stadt—Balsas im Staate Guerrero ereignete, forderte 25 Tote und 39 Verletzte. Ein Güterzug, der sich aus etwa 20 Waggons zusammensetzte, in denen sich Bahnarbeiter mit ihren Familien befanden, entgleiste infolge Versagens der Bremsen auf einer abschüssigen Strecke. Die Lokomotive und 19 Waggons stürzten die Böschung hinab und begruben die Reisenden unter sich. In der Dunkelheit auf einen Lastwagen aufgefahren. Auf der Reichsautobahn Mannheim—Bruchsal bei Ubstadt hatte ein aus Richtung Mannheim kommender Lastzug mit Anhänger wegen einer^anne halten müssen. Während der Fahrer und der Beifahrer den Schaden zu beheben versuchten, stieß ein Personenauto mit voller Wucht auf den Anhänger auf. Von den Insassen wurden die 32 Jahre alte Frau Emilie Schweizer aus Bruchsal und der bei der Bruchsaler Gutsoerwal- tung tätige Fritz Schweizer getötet; eine weitere Insassin schwer verletzt. Eine Wiege aus der Schwalm für Prinzessin Mafalda. Eine Wiege aus der Schwalm in schöner Buntheit und anmutiger Ausführung, die als Geschenk der Königin-Elena-Klinik für die Prinzessin Mafalda von Hessen bestimmt ist, wurde von Frau A. Thiel- mann in Willingshausen entworfen und nach dem Plan von Professor Schick in Kassel fertiggestellt. Die Wiege ist aus Eichenholz, das leicht getönt und gebeizt wurde, hergestellt und in ihren Farben ein Schmuckstück Schwälmer Kultur. Schamloses Verhallen gegenüber polnischen Kriegsgefangenen. Vom Sondergericht in Mainz wurde die 37jährige Ehefrau Maria Frey aus Wendelsheim zu IV2 Jahren und die 27jährige Erna Strauch zu 2 Jahren 4 Monaten Zuchthaus verurteilt. Der Ehemann Frey erhielt 2 Monate Gefängnis, ihr Vater und ihr Bruder je 1 Monat Gefängnis. Don Mai bis August war eine Pole dem Angeklagten Frey und feiner Familie als Hilfsarbeiter zugeteilt. Der Gefangene wurde von dem Landwirt und feiner Familie grenzenlos verwöhnt, Frey scheute sich nicht, eine Gruppenaufnahme zu machen, wobei der | Verkäufe | UWMsM 1 Ventilbearbei- tungska-sten Fräserdurchmess. 30—50 mm. 15- teilig, 25 WWlkK 8—31 mm zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 5772D a.d.G.A. Kleinere 4-Zimmer- Wohnung in der Altstadt zu vermieten. Zuschriften unt. 04257 a. d. G. A. 3-Mohmii mit Badez. Bo- denk. u. 2 Keller im Aulweg zum 31. Januar 1941 zu vermieten. Nur Mitglieder wollen sich schritt- lich bewerben. Gemeinnützige BaugenoffenfW 1894 e.G.m. V.6.. Gletzen. Ullet ecMUche 1 tnöbl. Zimmer sofort gesucht. Schr. Ang. unt. Gut erhaltenes Sofa weg. Platzmangel billig abzug. Anzus.v.l3-14U. Bleichstr. 44 II Sachs. Weihnachts- Pyramide zu verkaufen 0425» Wieseck, Gießen. Str. 149 von Das Mtter-Ehrenkreuz für kinderreiche Miier darf. Wenn die jugendlichen und erwachsenen Der- schuhen. Hierzu ergehen noch schriftliche Einladungen kehrssünder ihre Eckensteherei am Kreuzplatz, im an die Mütter. ihr Trotz und v stolzem Triumph, Auszeichnung bedacht. Die Ueberreichung der Ehrenkreuze an die zu ehrenden Mütter wird in einigen Tagen durch die Ortsgruppen der NSDAP, in besonderer Feier qe. Kennt Ihr die ,5Uubtr' von Schiller? Ein Theaterdirektor namens Friedrich Wohler schrieb im Jcchre 1859, als er das Publikum seiner Stadt zu einer Aufführung der „Räuber" in seinen Musentempel locken wollte, den folgenden Theaterzettel, indem er sich in rührender Weise bemüht zeigt, seinem Publikum das „gräßlich wahre" Schau- spiel schmackhaft zu machen: Kennt Ähr die „Räuber" von Schiller? Gewiß, dem Namen nach. Wer sie jedoch nicht kennen sollte, dem will ich einige Worte darüber sagen. Schiller schrieb dies Stück vor 80 Jahren in Karlsruhe. Es war damals eine Zeit, gerade wie jetzt. Man las in den Zeitungen von lauter Raub und Mord. Reisende wurden aus ihren Equipagen gerissen und beraubt, arme Wanderer geplündert, Schlösser und Klöster angezündet, der ewige Landfrieden war gebrochen. Deutschland wie jetzt in tausend Schwulitäten. Das war dem unvergeßlichen Schiller zu arg, er wollte ein warnendes Beispiel von der Bühne herab geben, und schrieb die „Räuber". Aber die Zensur sprach, der Dichter gehe zu weit, sein Stück wurde verboten und er bei Wasser und Häusern aufhalten. Der Besuch des Theaters oder anderer wertvoller kultureller Veranstaltungen ist Seltersweg, in der Mäusburg oder am Marktplatz, kurzum überall da, wo sie verkehrsstörend und .hemmend wirken, nicht unterlassen, werden sie sich der polizeilichen Erziehungsmaßnahmen so lange zu „erfreuen" haben, bis sie sich im Straßenverkehr Friedrich Wohler, Direktor des Theaters in Bopftngeitz. verdunkeluugszeit ft der Woche vom 15. bis 21. Dezember: 17.05 Uhr iß 9.25 Uhr. I. Stufe (Mütter mit 8 und mehr Kindern). Der Oberbürgermeister des Stadtkreises Gießen teilt mit, daß die nachgenannten Mütter in Gießen und Gießen-Klein-Linden mit dem „E h t e n k r e u z der Deutschen Mutter" ausgezeichnet wor- den sind. Es kommen diesmal 252 Ehrenkreuze, und zwar der Stufe I 28, der Stufe II 45 und der 'Stufe III 179 zbr Verteilung. Insgesamt sind tm Stadtkreis Gießen nunmehr 1435 Mütter mit dieser von dieser Dorfchtist natürlich ausgenommen. -Wer gegen diese Anordnungen, die sich aus gesetzliche Vorschriften, insbesondere auf das neue Jugendgesetz stützen, verstößt, hat mit entsprechenden Folgen zu rechnen. Unsere Polizei erblickt ihre Hauptaufgabe nicht in Bestrafungen, sondern m erster Linie und in anerkennenswerter We,se in er- zieherischen Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, die Sünder, und vor allem Jugendliche, durch Erziehungsmaßnahmen zum Bessern zu bringen. Aber sie wird erforderlichenfalls auch nicht von Strafen Abstand nehmen, wenn es den Umständen ent» sprechend notwendig ist. Daß die Inhaber von Gaststätten usw. bei Verstößen gegen die gesetzlichen Vorschriften über verbotenen Aufenthalt der Jugendlichen in ihren Räumen oder über unzulässigen Ausschank von Getränken an Jugendliche nur mit entsprechenden Strafen zu rechnen haben, braucht wohl nicht weiter dargelegt zu werden. Den Jugendlichen dürften, wenn die wohlmeinenden Er« ziehungsmaßnahmen der Polizei nichts helfen, der Wochenendkarzer oder die Wockenendhaft wohl auch nicht erwünscht sein, so daß sie sich schon darum künftighin von allen Sünden aegen die öffentliche Jugenderziehung fernbalten dürften. Die Polizei läßt sich bei ihrem Vorgehen nur von dem dankenswerten Bestreben leiten, unsere Jugend vor Gefahren zu schützen und die jungen Menschen in guter Zucht zu halten, damit einst bei der Heimkehr unserer Soldaten eine vorbildliche Jugend vorhanden ist, an frer auch unsere Frontkämpfer ihre Freude haben können. Dabei die Polizei zu unter- A wirktschmerzs Ulend- ■ ■ A öl Ka; melltergeist ab SO Rpf. in allen Apotheken u. Drogerien richtig verhalten. Zum Schutze unserer Jugend wird die Polizei von jetzt ab ebenfalls betontere Maßnahmen durch- führen. Es ist allgemein bekannt, daß jugendlichen Personen der Aufenthalt auf den Straßen in der Dunkelheit auf Grund gesetzlicher Vorschrift verboten ist, soweit nicht Jungens oder Mädels aus dienst- Heben Gründen — etwa HI - oder BDM.-Dienst, oder Besuch einer von der HI. veranlaßten kultu- rellen Veranstaltung oder drrgl. — die dunklen Straßen passieren müßen, oder sich in Begleitung ihrer Eltern bzw. einer von den Erziehungsberech. tigten beauftragten Person b:}inten. Nach dieser Vorschrift dürfen sich also die minderjahri. gen Jungen und Mädel -- selbstverstatte lich sind junge Männer unter 21 Jahren, die sich bei der Wehrmacht oder im Reichsarbei'sdienst deftn- den, von dieser Anordnung ausgeschlossen — nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf der Straße aufhalten. Dennoch kann man alle Tage Iunaens und Mädels ohne ersicht- lichen Grund und Zweck auf den Straßen, zum Elisabeth Albach, Schützenstraße 5; Marie Althaus, Bud'destraße 5; Rosa Bogwitz, H. d. Westanlage 9; Wilhelmine Büttner, Landmannstr. 12; Marie Bukowak, Friedensstraße 31; Emma Dietz, Anneröder Wea 35; -Karollne Eckhardt, Wetzlarer Weg 51; Iosefine Frank, Löwengasse 13; Klara Ther. Gerhardt, Afterweg 22; Lucia Haas, Ritter- gaffe 18; Elisabeth Hill, Steinstraße 85; Margarethe Klein, Kläranlage 14; Margarete Krausch, Hammstraße 15: Elise Kraft, Bleichstraße 30; Mar- garete Kühl, Fröbelstraße 18; Mathilde Linde- mann, Iahnstraße 37; Margarete Möller, SJHttel- weg 16; Elisabeth Muhl, Kcwlansgasse 25; Kcttha- rtne Pmff, Kcttbarinengasse 11; Margarete Pfei ser, Bftermeg 27: Margarete Reuter, DlMingstraße 1 Katharina Rödel, An den Dahnböfen 34; Emilie Schmidt, Lcimenkauterweg 41; Karoline Ullrich, Schanzenstraße 1; Katharina Deubel. Asterwea 64; Ernestine Vetter, Kläranlage 80; Elisabeth Wall- darf, Kläranlage 64; Maria Wickert, Liebigstraße 30. II. Stuke (Mütter mit 6 und 7 Kindern). Sophie Adam, Erdknuterweq 50; Emilie Baarz, Steinstraße 17; Luise Backes, Bleichstraße 31; Anna Brot auf Hohen-Asperg eingesperrt. Der badische Gesandte befreite ihn nach Jahr und Tag, und die „Räuber" durften sogar in Stuttgart gegeben werden, wo Schiller noch heutzutage als Karl Moor abgebildet ist. der Nachmittag war lang, und es gab vieles, wo- nach sie begehrte. Sie erhielt alles. Allmählich würben ihre Wünsche unbescheidener und rücksichtsloser, ihr Trotz und ihre Angst wichen einer Art von stolzem Triumph, worin sie alle Gelüste zu befrie- bbgen suchte, die sie jemals verspürt zu haben Derkehrssünden und undiszipliniertes Verhalten in den Straßen, letzteres namentlich von Jugendlichen und in der Dunkelheit, haben sich seit einiger Zeit erheblich vermehrt. Klagen über diese Mißstände sind bei der Polizei in steigendem Maße eingegangen. Im „Gießener Anzeiger" Nr. 290 vom 7./8. Dezember haben wir in dem Artikel „Sünden in der Dunkelheit" die wichtigsten und häufigsten Beschwerden über Verkehrssünder und jugendliche Unfugstister zur Sprache gebracht. Die Häufung dieser unliebsamen Vorgänge und die dadurch bedingte Gefährdung der Verkehrssicherheit, aber auch der Jugendlichen selbst, veranlaßt nunmehr die Polizei im Einvernehmen mit der Partei und den zuständigen Gerichtsbehörden zu energischen Maßnahmen, die zum Ziele haben, den gerügten Mißständen ein Ende zu bereiten und darüber hinaus jugendlichen Verkehrssündern die erzieherische Behandlung angedeihen zu laßen, die zu ihrem Besten bient Teil auch in Gruppen bel'sammenstehen, sehen. Auf derartige Sünder wird die Polizei in Zukunft ihr besonderes Augenmerk richten. Die Namen werden festgestellt, und bann wird der Dater^ ober die Mutter alles weitere von ber Polizei hören. Was bieses Äeitere" ist, kann sich jedermann denken. Wenn Polizeibeamte Kinder bis zu zehn Jahren in der Dunkelheit allein auf der Straße antreffen — was schon ost vorgekommen ist — dann werten sie diese KinderzumPolizeirevierbrin- gen, wo die Kleinen selbstverständlich mit aller Liebe und Fürsorge behandelt und vor den Gefahren ter Dunkelheit behütet werten. Die Eltern erhalten sofort Nachricht und müssen ihre Kinder selbst auf der Wache abholen, wobei ihnen aber einiges über ihre Erzieherpflichten gesagt werden wird. Gegen das Rauchen der Jugendlichen in den Straßen und auf öffentlichen Plätzen wird die Polizei von jetzt ab ebenfalls mit aller Strenge vorgehen. Sie wird auch mit aller Schärfe darauf achten, daß Jugend- liche unter 18 Jahren — selbstverständlich sind auch hier Angehörige der Wehrmacht und des Reichs- arbeitsdienst ausgenommen — sich ohne Begleitung Erwachsener nicht nach 21 Uhr noch in Gaststätten aufhalten.' Als „Beauftragter" der Eltern einer minderjährigen Person, 3, B. eines 18jährigen Mädels, gilt auch nicht etwa der Kavalier, der dem Polizeibeamten gegenüber zwar -angeben wird, er sei von den Eltern des Mädels mit dessen Begleitung beauftragt worden, der sich darüber aber nicht ausweisen' kann. Es wird auch mit größter So rasalt darauf geachtet werden, daß Jugendliche unter 16 Jahren, wenn sie nicht von Erziehungs- Marie Berg, Landgraf-Philipp-Platz 8; Rosa Berg, mann, Müylstr. 6; Maria Bernges, Riegelpfad 92; Margarete Eckert, Gartfeld 8; Sophie Fleck, Sei- tersweg 52; Elise Johannette Frey, Aulweg 14; Marie Frey, Seltersweg 31; Karoline Geitz, Wa- gcngasfe 5; Klara Gottwald, Crednerstraße 23; Marie Hangen, Schottstr. 49; Magdalena Habeth, Q-,imenfauterwea 37; Marie Haubach, Löberstraße 3; Marie Hertrich, Weserstraße 18; Wilhelmine Hönig, Sandfeld 17, Marie Höh, Neuen Baue 10; Emma Hoßfeld, Rittergasse 23; Marie Jung, Klein-Linden, Steinstraße 1; Elisabeth Kaiser, Krosdorfer Str. 1; Emma, Keil, Weidengasse 7; Maria Keller, Rod- Heimer Straße 49; Marie Krug, Kugelberg 17; Martha Mellinger, Steinstraße 73; Katharina Muller, Schiffenberger Weg 39; Anna Nau, Schottstraße 31; Charlotte Noack, Kleine Mühlgasse 8; Ernestine Pempfer, Crednerstraße 36; Hulda Pitz, Kläranlage 12; Elisabeth Rockel, Marktplatz 18; Marie Römer, Kaiserallee 60; Elisabeth Schäler, Bergstraße 36; Karoline Schultheiß, Liebigstraße 33; Karoline Seiler, Weidengasse 5; Ottilie Seim, Löberstraße 11;-Elisabeth Spillmann, Läufertsröder- weg 61; Minna Stephan, Doeringstraße 3: Johanna Thielmann, Krosdorfer Straße 108; Margarete Belte, Leimenkauterweg 25; Susanne Wagner, Friedrichstraße 17; Marie Wellhausen, Löbers Hof 5; Margarete Winter, Rodheimer Straße 35; Anna Wittmann, Marburger Straße 100; Anna Zentgraf, Hofmannstrahe 11. III. Stufe (Mütter mit 4 und 5 Äinbern). Marie Adolph, Asterweg 69; Anna Altendorf, Bergstraße 27-. Sophie Altensen, Druchstraße 12; Anna Andree, Walttorstraße 65; Luise Aulenbacher, Moor mit der Schnur von seinem Hute erhängt, spiele ich ganz nach dem Originale. Schweizer, em Haupträuber, rettet mich, indem er durch das bren- nente Schloß hereinstürmt und mich abschneidet, dafür kommt Roller direkt vom Galgen mit dem Strick um den Hals, auf einem Abdeckerkarren. Eine herzzerfleischende Scene. Der Auftritt am Hungerturm wird selbst den stärksten Nerven zu tun geben. Hermann, mein Rade, wird in der Tat von Herrn Rabe gegeben. Den Kapuziner spielt Herr Kirchmeyer, mehr sage ich nicht. Den Räuberchor singen junge, angehende Dilettanten. Herr Krappler, den Ihr aus Eyblers Bierhaus kennt, seiner schönen Baßstimme wegen, wird sich extra ein Rauverlied einlegen. Die Dekorationen sind n^ch den Kupferstichen von Chodorviecki gemalt; t*s Kostüm neu, bis auf das der Räuber, denn diese gingen historisch in abgetragenen Wämsern herum. Es sind also keine Kosten gescheut Worten, um die Räuber nach der Natur darzustellen. Preise und Plätze die bisherigen. Die einzige Loge des Schauspielhauses ift bereits vergriffen. Der Anfana ist wegen des Nachmittagskranzchens in Eyblers Biergarten um 8 Uhr abends. Man bittet, die Hausschlüssel mitzunehmen. Bor elf Uhr geht die Bor- stellung nicht zu Ende. warf einen kurzen BM auf sein Gesicht, das ihr merkwürdig bekannt und unbekannt zugleich vorkam, und gleichzeitig haschte sie wie nach einem versinkendem Traum nach der Erinnerung eines Erlebnisses, das sie gerade noch gehabt zu haben glaubte. Sie fand es nicht wieder. Ihr Auge fiel auf eine reiche Kette, die in der Auslage des Schmuckladens vor ihr glitzerte, und glitt von dort mit verstörtem Ausdruck in eint Ecke des Fensters, wo einfache Ringe in einer Schale Tagen. Mit einenrrnal wußte sie, weshalb sie vor diesem Laden' stand. Es gab jemand, der sich einen solchen Ring gewünscht hatte, und plötzlich war sie sich be- mußt, daß sie ihr Geldtäschchen krampfhaft in ter Hand hielt und ängstlich überlegte, ob fein Inhalt -um Ankauf eines solchen Restes reichen würde. Sie war erregt bei dem Gedanken und vergaß alles andere, sie suchte mit den Augen nach dem schönsten unter den Ringen, und ihr Herz klopfte frohlockend in Erwartung des Augenblicks, wo sie den Ring überreichen und das strahlende Gesicht des Freundes sehen würde. bere^^ begleite! sind, stützen, muß für jeden Erwachsenen insbesondere sich überhaupt nicht in Gaststätten oder Lichtspiel- für die Eltern, eine vornehme Pflicht fern. B. Bor allem wird dabei — wie der Leiter der Gießener Schutzpolizei, Major der Schutzpolizck H e 11 - wege Emden, in einer Besprechung mit den Vertretern der Gießener Presse am gestrigen Mitt- woch mitteilte — der Betrieb im Seltersweg künftighin einer erheblich verschär s te n Aufsicht unterworfen. Das sinn- und zwecklose Herumstehen aus den Bürgersteigen und besonders an den Ecken der Straßenkreuzungen, bei dem hauptsächlich Jugendliche der „Stein des Anstoßes" sind, wird von jetzt ab nicht mehr geduldet werden. Die Polizeibeamten sind angewiesen, derartige „Verkehrshindernisse" sofort namentlich fest- zu st eilen und zur Räumung ihres „Stehplatzes" a u f z u f 0 r d e r n. Die wegen solcher Verstöße feftgeftellten Personen werden sich dann am Sonntag darauf vormittags für zwei Stunden auf ter Polizei zur Teilnahme • an einer Belehrung über richtiges Verhalten im Verkehr einzufinten haben. Diese Anordnung unh Aussicht auf Verkehrsbelehrung betrifft auch Erwachsene, „unterhastungsbedürftige" Frauen mit Kinderwagen nicht ausgeschlossen, die zu zweit oder dritt cter viert den Gehsteig oder die Stra- h en ecke blockieren und der Meinung sind, ihr, Schwätzchen fei wichtiger als die Flüssigkeit und Sicherheit der Derkehrsabwicklung. Auch diese Günter werben sich jeweils am Sonntag darauf auf Vorladung durch die Polizei ein Stelldichein auf ter Polizeidirektion geben müssen, selbst wenn die Hausfrau eigentlich daheim, das Mittagessen bereiten sollte, wegen ihrer „Stehkonvente" zum Schwat- zen an den Straßenecken aber der Belehrung be- Das junge Mädchen und das Glück. von Tiudols Schneder-Schelde. Hinter bas junge Mädchen, da- l-hnli-chtig vor lern blitzenden Schaufenster des Schmuckladens ianb, trat wie von ungefähr ein Herr und fragte lächelnd: „Was wünschen Sie sich, mein Fraulem? Die Angesprochene drehte sich um unb fd) tn rin schwer zu fassendes fremdes Gesicht. ©ie wollte vntergehen und sich dem Menschenstrom anoer- trauen, der durch die Sttaße flutete, aber sie vermochte es nicht. Es war am Nachmittag die Lust tuar silbern unJ weihnachtlich, das Sehen schien mrlid) und verführerisch, ein paar Vorübergehend achten heiter. Der Unbekannte stand abwartend und Pölich neben ihr und wiederholte seine Frage. Das Mädchen luhlte Schwäche und Begehrlichkeit im Herzen und eine Versuchung, der sie nicht wide - leben konnte. Es kam ihr so vor, als sei sie ploy- ich durch diesen Mann in eine Welt te reien, Die enters war als die vor ihren Augen. Als er zum teittenmal feite Frage tat, antwo.rtete sie keck und trotzig, mit den Augen nach einem Schmuck,tua in ter Auslage deutend: „Dieses Halsband. „Sie sollen es haben", sagte der ^"bekannte und nötigte sie zu der Ladentür. Sie folgte ihm wider trebenb, trat mit ihm ein unb bürte, iane er bas 5al5banb verlangte. Sie ließ es geschehen, baß ihr »er Juwelier ben Schmuck um ben chgls legte^, stand lraumhast befangen vor einem 6megel, »er $r Bilb strahlend vom Licht unb ben 9'an,ie.nöe". °£r •en roibergab, hörte ben Preis und |al). Jnbetannte zahlte. Dann stand sie wieder neben Dm au, ber Straße unb ginn an feiner 6 it* und Ählte die Kette brennend auf ihrer und kam tteben und fragte nach ihren Wünschen. nicht mehr imstand, sich chm zu en^iehen, sie mußte nicht einmal, ob sie es noch m°ltte. S'e wünschte sich ein-n Pelz, ein Kleid, dann ttnen Hu, ’gäitr seidene Wäsche, eine Uhr und immer mehr. glaubte. , , , Sie saß längst in einem eleganten Auto, umgeben von ein paar reizenden Hündchen, zwischen tausend Paketen und Paketchen, in denen ihre Schätze verpackt waren, als ihr nichts mehr zu wünschen einsiel. . _ r . „Was wünschen Sie sich letzt, mein Fräulein? fragte ter Unbekannte neben ihr, der ferne Haltung nicht verändert hatte. Sie sah prüfend zu ihm hin, ab er lächle, aber nun lächelte er nickt. Sie wußte nicht, was sie sich noch wünschen sollte, es gab nichts mehr. Sie dachte nach. — Zartere Haut, dachte sie, blauere Augen, blonderes Haar? Sie wußte nicht, ob sie sich auch etwas wünschen konnte, das nicht für Geld zu haben war, ewige Jugend, ewige Schönheit, etwas, das den Inbegriff aller wünschbaren Dinge enthielt. „Was wünschen Sie sich?" hört« sie wieder. Das Beste, dachte das Mädchen, das Allerbeste, das, was nur ich allein so einzigartig besitzen kann, und sie warf einen bereits gelangweilten Blick auf all die Herrlichkeiten, die sie in ihrem Wagen hatte Es müßte etwas sein, dachte sie, das mein ganzes Glück ausmacht, das wirkliche Glück, ja, das Gluck felber müßte es fein, das ist es, mein Gluck will ich mir wünschen. „Nun?" hörte sie neben sich. Sie atmete tief und heftig: „Ich wünsche mir mein Glück." Ihr Glück?" fragte der Unbekannte und fing iefet wieder zu lächeln an, „ist das Ihr Ernst?" „Ja", sagte das Mädchen ungeduldig; „warum? Geht es nicht?" . w , Der Unbekannte machte eine Pause, ehe er sagte: Gut! — Sie sollen es haben." 3n diesem Augenblick erhielt das Mädchen einen scharfen Ruck, als stoße der Wagen irgendwo an, bann stand sie, ahne zu begreifen, was oorgefal- len war, verwirrt und halb benommen vor dem blitzenden Schaufenster eines Juweliers unb horte hinter sich die beiläufig gemurmelte Entschuldigung eines Herrn, ber sie soeben angerannt hatte. Sie Aus ber Ettabi Gissten. Sie Kunst des Schenkens. Es ift auch eine Kunst, richtig schenken zu können, fre der eine in ben Fingerspitzen, vielmehr in einem itigen, verständnisvollen Herzen hat, und die der adere nie lernt! Wenn man einmal die Menschen r seiner Umgebung in dieser Beziehung beo'oach- t, kann man drei Arten feststellen. Am allerwenig. Im verstehen diejenigen etwas von dieser das Herz nb den feinen Takt berührenden Künst, die am age vor dem Feste, womöglich gar noch am 24., den Geschäften umherlausen, um nur irgendwas zu kaufen, von dem sie annehmen, daß es feileicht passen könne. Dann sind sie auch noch ent- cuscht, wenn der Beschenkte, die Lieblosigkeit wohl, Merkend, nur kühl dankt und vielleicht gar fragt, ein Umtausch möglich sei. Man hat dann wohl xwas geschenkt, aber keine Freude bereitet, was ach der tiefe Sinn der Gabe ist. Die wahre Kunst ts Schenkens zu verstehen, ist nicht schwer, wenn an während des ganzen Jahres ein Ohr dafür itte, welche Wünsche wohl die einzelnen Freunde, erwanöten oder Bekannten haben; diese Wünsche Gegen Eckensteyerei und Gaflstäiien-Mißbrauch. Der Settersweg ist keine „Rennbahn" und kein „Heiratsmarkt". - Für Freistunden zur Erholung sind die Anlagen groß genug für alle. Kommt nun unb seht das Stück, ich führe es heute auf, wie Schiller es geschrieben. Ich selbst spiele zu meinem Benefiz den Franz Moor, den größten schleichenden Intriganten,, den nach die Bühne gezeigt hat. Den Karl spiett ein Urenkel Schillers, Herr Mächler aus Ulm, mit erschütternder Wahrheit. Ich mache das edle Publikum von Dop- ingen auf bie großen Schönheiten dieses Trauer- piels aufmerksam. Die Räuberszenen im Walde ind in gräßlicher Wahrheit hingestellt. Die Schloß- zenen mit Amalia und Franz und dem alten Moor atmen verwüstetes Familienglück und heuchlerische Tücke. Die Szene, in welcher sich Franz erden in ein kleines Büchlein geschrieben. Man * t dann nicht verlegen, wenn es gilt, die Geschenke ' u kau en. Auf diese Weise lernt man die Kunst ] I irr Schenkens. Nun ist es ja in diesem Jahre etwas anders mit ■ tzeschenken, denn wir können nicht einfach kaufen, ! jas mir eigentlich im Sinne haben. Aber das scha- |it nichts, denn so lernen wir es einmal anders- Lcum und werden merken, daß dies auch seine lieize hat. Aufmerksam gehen wir durch die Straßen in den Schaufenstern vorbei, ober sehen uns bie Auslagen in den Läden an, unb bei jedem Gegey- janb, ber uns in Form und Art gefällt, überlegen | vir uns, ob er wohl für einen Menschen bas Rich- I jge sein möchte, bem wir eine Freude machen | pollen. Mehr noch als sonst gilt in diesem Kriegs- pinter der Grundsatz, daß es auf das berühmte I mie" ankommt! Ein ganz kleiner, vielleicht sogar I lilliger Gegenstand gilt, wenn er mit Liebe aus- | t’fudjt worden ist, mehr, als ein teurer, der ver- iandnislos gesch-nkt wurde. Es kommt nicht auf i?n Wert des Gegenstandes an, sondern darauf, vieviel Freude er macht und mit wieviel liebe- rollern Verständnis er ausgesucht wurde. Itornotiftcn. Tageskalenber für Donnerstag. Gloria.Palast, Seltersweg: „Das Lieb ber Siebe". - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der ewige Jude". Vberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Weih- uachtsausstellung im Foyer bes Stadttheaters. Ortszeit für be20. Dezember. Sonnenaufgang 9.34 Uhr, Sonnenuntergang 17.11 Uhr. — Monduntergang 12.26 Uhr, Mondaufgang <04 Uhr. Rhein-Main im 33di>. NSG. Rechtzeitig zu Weihnachten übergibt die deutsche Arbeitsfront das KdF.-Jahresheft der Seffentlichkeit. Als Titelbild des Heftes, das unser O.iugebiet im Bild bringt, wurde bie Pfalz bet Staub gewählt. D?r einleitende Artikel weist auf die otel- iältigen Schönheiten und Sehenswürdigkeiten des sihein-Main-G-bietes hin. Auf den folgenden Setten hb die schönsten Aufnahmen aus den einzelnen Landschaften des Rhein-Main-Gehietes zusammen- getragen: Frankfurt a. M., das obere Maintal, der Dinin von Frankfurt bis Mainz, der Cbenmalb, Wischen Odenwald und R^ein, das Land der N de- iunaen, ber Rhein von Mainz bis Lahnstem, ter restliche unb der östliche Taunus, das ßa^ntal, ber Westerwald, Dill und Hinterland, bie Wetterau, Dterhcffen, ber Vogelsberg und das Kinzigtal. Den Abschluß bilden zwei Aufnahmen von ben für unser Yougebiet wesentlichste^ Flüssen, dem Rhein und tem Main. Das KdF.-Jahresheft in dieser schonen ^usammenltelluna ist eine hervorragende Werbung für unser Rhein-Main-Gebiet.__ Strafkammer ouytu. tiie‘cnf?4EmiebeUrum HoheZuchtyausitraienfürLeden»mit ielschiebung und Bezugscheinfälschung. riefte Möhl, Ludwiastraße 38, Mathilde Mühl- zenstraße 4; Frieda Mütter, Asterweg 80: Julie Mu'tter, Marburger Straße 35: Marie Mütter, Wäscherei-Tagung in Gießen. Eine Tagung der Wäschereien Oberhessens, Kreis Wetzlar, Lahnkreis und Kreis Marburg fand am Sonntag im Restaurant „Burghof" zu Gießen statt. LPD. Darmstadt, 18. Dez. Das Sonderge- richt Darmstadt beendete eine vor 14 Tagen begon- cungsverwcchrung abgesehen hat, so muß der Angeklagte im Wiederholungsfälle damit rechnen. Wilhelm Rickert aus *. wohnhaft in Bad-Nauheim, halte sich ---------- wegen Betrugs im Rückfall zu verantworten. Er war beschuldigt, er habe sich im Jahre 1939 in Kusel, Mainz-Finthen, Frankfurt a. M.-Höchst, Bad-Nauheim und Hochweisel unter den Doraus- Als Gäste waren erschienen Obermeister Jakob (Kassel), Obermeister A h n e r (Frankfurt) und Be- zikksmeister Noll (Offenbach). Obermeister Georg Hüttenberger (Gießen) ehrte die im April dieses Jahres aus einem arbeitsreichen Leben abberufene Inhaberin der Großwäscherei Edelweiß, Gießen, Frau Minna Warner Wwe. Bezirks- meicher Noll behandelte in einem Dortrag den neuen Tarif und die Detriebetontrollen. Obermeister Hüttenberger ' erwähnte die Nachwuchsfrage im Wäschereihandwerk und gab bekannt, daß der Reichsinnungsverband Berlin ein Berufsbild in Broschürenform herausgebracht habe, das die Aufstiegmöglichkeiten für die männliche und weibliche Jugend im Wäschereiberuf als anerkanntes Handwerk vor Augen führt. Diese Broschüre soll durch die Berufsberatungen usw. der zur Schulentlassung kommenden Jugend zugängig gemacht werden. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten schloß der Obermeister die Tagung in üblicher Weise. Sonderzuteilungen an Lebensmitteln. In nächster Zeit werden auf Anordnung des Reichsminlfters für Ernährung und Landwirtschaft nachstehend aufgeführte Sonderzuteilungen an Lebensmitteln ausgegeben. Die Einzelheiten der Durchführung dieser Sonderzuteilung werden, wie zum Teil bereits erfolgt, örtlich von den Ernährungsämtern bekanntgegeben. 1. In der Zeit vom 16. Dezember des Jahres bis zum 9. März werden dreimal je 250 Gramm Hülsenfrüchte, insgesamt also 750 Gramm je Kopf der Dersorgungsberechtigten zur Verteilung gelangen. 2. In der Zeit vom 13. Januar bis 4. Mai 1941 werden für die Versorgungsberechtigten viermal Aus den Gen'cktssälen Meßen-Klein-Linden, Wetzlarer Straße 38; Hilde Münch, Roonftraße 6; Katharine Münch, Riegel- pfad 26: Luise Mubl, Schlaaeteranlage 8; Marie Nagel, Frankfurter Straße 33; Lina Nicolai, Auf der Bach 4; Stefanie Nouak, Wikhelmstraße 62; Minna Ommert, Wernerwall 3; Pauline Peter, Gnauthstraße 4; Katharine Petersen, Großer Steinweg 11; Käthe Pfeil, Horst-Wessel-Wall 25; Dorothea Plank, Creonerstraße 26; Johanna Pohl, Sel- tersweg 73; Elise Re-ining, Stephanstraße 41; Marie Neuling, Wiefecker Weg 40; Johanna Richter, Marktstraße 24; Margarete Riebm, Frankfurter Straße 50; Dina Rinderknecht, Kaiserattee 35; Wilhelmine Röhm, Jheringstraße 10; Gretel Rohrbach, Hindenburmoall 23; Wilhelmine Roth, Kaiser- aller 83; Anna Rühl, Schottstraße 2; Elise Sauer, Schottstraße 5; Irmgard 'Schaefer, Goechestraße 69; Dorothea Schaffner, Fröbelstraße 2; Elisabeth« Schlamp, Krofdorser Straße 32; Minna Schleifer, Wetzlarer Weg 51; Grefel Schmoll, Kaiserallee 37; Anna Schmidt, Steinsfraße 46; Elise Schmidt, Aster- Ederstraße 20; Marte Dechthold, Lechgesterner Weg 127; Else Deck, Neustadt 45; Marie Becker, Ederstraße 20; Marta Becker, Asterweg 72; Mathilde Becker. Wetzlarer Weg 51; Anna Beigang, Stephan- straße 25; Anneliese Bertram, Frankfurter Straße 48; Elise Bingel, Neustadt 9; Marie .Bötticher, Hcnselitraße 1; Maria Bonarius, Carl-Dogt-Sträße A); Maria Drams, Wilhelmstraße IG; Margarete Brück, Neustadt 24; Elisabeth Carl, Krofdorser Straße 102; Margarete Coolhaas van der Wortde, An der Margaretenhütte 32; Margrit Cordier, Großer Steinweg 15; Margarete Damasky, Gut fleisch- straße 1; Marie Damm, Lbfertsröderweg 18; Marie Dietz, Crednerstraße 18; Ida Dieringer, Budde- straße 4; Anna Diehl, Thomastraße 30; Katharine Dietz, Alicenstraße 32; Marie Dietz, Liebigstraße 93; Helene Dippel, Asterweg 72; Minna Dörsner, Mar- burger Straße 36; Paulo Dörr, Mittelweg 5; Marie Eberhardt, Asterweg 86; Marie Emmerich, Asterweg 74; Marie Enz, Ludwigstraße 70; Ida Faber, Mühlstraße 22; Elisabeth Fahrenkamp, Hin- denburgweg 21; Marie Feddeler, Mühlstraße 2; Anna Fertsch, Wetzlarer Weg 37; Marie Frey, Kaiserattee 31; Else Georg, Marburger Straße 28; Marie Gerlach, Wilhelmstraße 43; Elisabeth Gissel, Licher Straße 59; Mathilde Göbel, Kaiserattee 3; Anno Görg, Wiefecker Weg 40; Martha Grein, Neustadt 21; Karoline Größer, Buddestraße 3; Karoline Gümbel, Neustodt 56; Marie Habicht, Sch'ottstraße 44; Margarete Hahn, Steinstraße 63; Marie Hamel, Landgrafenstraße 6; Emma Hartmann, Neustodt 51; Käthe Hartmann, Ebelstraße 22; Margarete Hedderich, Gleiberger Weg 42; Marie Heil, Rodheimer Straße 57; Wilhelmine Henn, Seltersweg 9; Anni von bet Heyden, Am Kugelberg 34; Elise Hock, Hammstraße 4; Ernestine Hobel, An den Bahnhöfen 38; Katharina Höhr, Frankfurter Straße 29; Minna Hölscher, Schottstraße 8; Elisa- bett) Ho mann, Wctzsteingafse 8; Katharine Hofmann, Neuenbäue 11; Janet Holderer, Marburger Straße 20; Anna Hormann, Steinstraße 63; Lina Hünermund. Wolkengasse 17; Elisabeth Huhn, Kaplaneigasse 5; Marie Jacob, Kleine Mühlgosse 10^ Marie Job, Riegelpfad 68; Helene Jsheim, Schis- fenberger Weg 38; Anna Jünger, Wetzlarer Weg 69; Magdalene Kämmerer, Licher Straße 19; Johanna Kalbfleisch, Auf der Weißerde 6; Margarete Kehm, Rodheimer Straße 35; Anni Keller, Bahnhofstraße 30; Anna Klöppel, Gießen-Klein-Linden, Wetzlarer Straße .58; Katharine Koch, Budde- straße 2; Elfriede König, An der Hardt 3; Christine Koldewey, An der Johanneskirche 5; Käte Krach, Asterweg 41; Johanna Kreiling, Ludwig- straße 24; Elisabeth Kreuter, Hinter den Schieß- § arten 24; Klaro Krüger, Seltersweg 38; Alwine 'rumbiegel. Neustadt 15; Katharine Kühne, Seltersweg 26; Wttkelmine Lade, Hofnmnnstraße 5; Maria Lampe, Wernerwall 24: Elise Canto, Wetzlar u: Weg 39; Katharina Launspach, WoMrgße 12; Elisabeth Lenz, Frankfurter Straße 121; Wilhelmine Löhner. Gießen-Klein-Linden, Lützellindener Straße 27; Hildegard Lotz, Gartenftraße 13; Sophie Lütt, Dleichst'-aße 21: Anna Ludwig. Liedigstraße 5; Elisabeth Maack, Hktterwall 9; Luise Mandler, Gi"ßen- Klein-Linden, Wetzlarer Straße 54; Susanne Man- nel, Läufertsröderweg 41; Margarete Masiengeil, Sonnenstraße 6; Sophie Menz, Ederstraße 30; Marie Merlau, Crednerstraße 16; Marie M"Ub, Werrastraße 2: Elise Möbus, Asterweg 59; Hen- weg 67; Karola Schmidt, Altenfeldweg 25; Margarete Schmidt, Kleine Mühlgasse 5; Elisa Schmitt, Licher Straße 117; Katharine Schmitt, Friedens- strahe 19; Susanne Schmitt, Licher Straße 117; Mathilde Schmittdiel, Schillerstraße 7; Anna Schnei- der, Mttelweg 13; Barbara Schneider, Schott» straße 48; Küche Schneider, Sandgasse 18; Martha Schömann, Johnstraße 42; Auguste Scho mb er, Schiffenberger Weg 33; Dorothea Schütz, Frankfurter Straße 132; Elli Schuldt, Hitterwall 12; Auguste Schwing, Schottstraße 37; Anna Seide- rer, Kaiserallee 34; Lucie Standfuß, Marburger Straße 54; Katharine Stecker, Rodheimer Straße 35; ...... ______ww( _________ ______ Wilhelmine Sieger, Frankfurter Straße 134; Anna häufe, Löwenaasse 18: Charlotte Müller, Schon- Steuerwald, Am Sandfeld 3; Katharine Storch, zenstraße 4; Frieda Mütter, Asterweg 80: Julie Neustadt 17; Elis. Joh. Storck, Aulweg 21;'Christine Mu'tter, Marburger Straße 35: Marie Mütter, Stork, Licher Straße 19; Paula Stotz, Werner- wall 51; Charlotte Strohbach, Goethestraße 50; Berta DHeis, Werrastraße 10; Lina Theiß, Neuenweg 2; Elisabeth Törner, Gießen-Klein-Linden, Bergstraße 5; Marie Trinkaus, Lahnstraße 15; Cäcilie Velten, Lindengasse 14; Katharine Döbelt, Am Nahrungsberg 37; Karoline Völker, Wilhelmstraße 19; Gertrud Vogelsang, Aulweg 48; Katharine Volkert, Ederstraße 6; Frieda Waffenschmidt, Sandfeld 17; Lina Wogner, Wernerwall 3; Anna Walter, Am großen Morgen 3; Ottilie Weber, Hessenstraße 16; Ottilie Weber, Schlachthofstraße 2; Katharina Weimar, Klinikstraße 8; Marie Weiters- haus, Gießen-Klein-Linden, Hintergasse 14; Marie Weitzel, - KMkstraße 32; Eva Welter, Schützenstraße 9; Marie Wißn-er, Fröbelstraße 47; Elfe Zimmermann, Goethestraße 72. setzungen des strafverschärfenden Rückfalls in zehn neue Verhandlung gegen acht Angelegte aus Fallen des Betrugs schuldig gemacht, indem er sich Darmstadt wegen L e b e n s m i t t e l I ch l e b u n - Barbeträge in Höhe von zusammen 185 RM. un- gen, Bezuascheinfäls ch u n g en , B e t r u g ter dem Versprechen der alsbaldigen Rückzahlung und Unterschlagung mtt der Urtettssallung. geben ließ, die er nicht zurückzahlte, und Zechschul- Der Hauptangeklagte, der 50iahrlge Rudolf Irobben in Höhe von zus-ammen 97,47 RM. machte, die liger, war 1939 nach Derbußung einer strafe er nicht bezahlte. Er ließ sich in einem Prioatkran- nach Darmstadt gekommen und hatte in einer Le- kenhaus behandeln und verschwand heimttch, ohne, bensmittelgroßhandlung Anstellung Sestinden deren seine Schuld in Höhe von 127 RM. zu begleichen. Inhaber von seinen Vorstrafen keine Kenntnis hat- Der Angeklagte bestritt jegliche Betrugsabsicht, ten. Als bei Kriegsausbruch mehrere Angestellte da er seine Verbindlichkeiten mit seinen Außenstän-, des Betriebes eingezogen wurden wurde Trobliger den die das mehrfache betragen hätten, habe be- die Bearbeitung und der Umtausch von Lebensmit- gleichen können. ^telbezugscheinen übertragen. Schon bald verlegte er Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamt- sich auf unglaublich geschickte Fälschungen, wobei Zuchthausstrafe von vier Jahren und Anordnung ihn ein wegen HelratsschwindAign vorbestrafter der Sicherungsverwahrung, da es sich bei dem An- Bekannter aus dem Gefängnis, Reinhold K n o s p e, geklagten um einen gefährlichen Gewohnheitsoer- unterstützte. Nach eingehender Beweisaufnahme brecher handele. Der Verteidiger beantragte Frei-verurteilte das Sondergericht Trobliger zu fprechung und, falls das Gericht in dem einen oder acht Jahren Zuchthaus und Sicherungsoer- anderen Falle doch zu einer Verurteilung kommen ; Währung, Aberkennung der bürgerlichen Ehren- sollte, milde Bestrafung. Er vertrat die Ansicht, daß rechte auf die Dauer von fünf Jahren und fünf- es sich bei dem Angeklagten nicht um einen gefähr- jährigem Berufsverbot. K n o s p e erhielt f u n f lüften Gewohnheitsverbrecher handele. Er wies be- Jahre Zuchthaus, drei Jahre Ehrverlust, sonders darauf hin, daß das Gericht im voraus- Sicherungsverwahrung und funsiahriges Berufs- grhenden Strafverfahren vor eitrigen Tagen gegen verbot als kaufmännischer Angestellter Dem weit- den Angeklagten, bei dem es sich um schwerere gehend geständigen Trobliger wurden fünf Monate Straftaten handelte, von Anordnung der Siche- Untersuchungshaft angerechnet, während bei Knospe rungsverwahrung abgesehen habe. ! wegen Leugnens und anmaßenden Verhaltens die Der Angeklagte wurde wegen Betrugs im Rück- Untersuchungshaft nicht angerechnet wurde. Die beifall in sechs Fällen als gefährlicher Gewohnheifs-, den Inhaber der Lebensmittelgrohhandlung wurden Verbrecher unter Einbeziehung der durch Urteil der mangels Beweises freigesprochen, ebenso der Haus- Strafkammer des Landgerichts Gießen vom 6. d. M. wirt Tröbligers und em Angestellter des Ernah- erfannten Strafen zu einer Gesamtzucht- rungsamtes. Trobliger, der insgesamt etwa Haus strafe von drei Jahren und sechs 50 000 Kilogramm Waren auf gefälschte Bezug- Monaten, sowie zu Geldstrafen von zusammen scheine vermittelt hatte, war einem Ehepaar Muth, 165 RM. verurteilt, im übrigen freigesprochen. Auf das ebenfalls eine Lebensmiftelgroßhandlung in die erkannte Freiheitsstrafe werden zehn Monate , Darmstadt betreibt, „behilflich" gewesen. Der Ehe- der Untersuchungshaft angerechnet. Die in beiden mann Muth erhielt wegen Verbrechen gegen die Urteilen erkannten Geldstrafen gelten'durch die Un- Kriegswirtschaftsverordnung usw. zwei Jahre, tersuchungshaft als verbüßt. Straferschwerend wirk- seine Ehefrau ein Jahr zehn Monate (Beben die einschlägigen Vorstrafen. Wenn das Ge- f ä n g n i s. Gegen beide wurde ein dreijähriges Be- richt auch diesmal von der Anordnung der Siche- rufsverbot erlassen. Leu Win kohlrabi 8 bis 10 Rpf. ■ jiS’i ’m* Äl £ do mußte. W, • Ms : VM ■ M ADOX . Fofofilm7 siht! in M iert dm tiirg trlor Kreis Wehlar. Kinzenbach, 19. Dez. Am morgigen Freit«, 20. Dezember, begehen die Eheleute Steinm'"'"m und Frau Christine, geborene Jammer, das. Fest der golden-n Hochzeit. Dem Jubelpaar gilt unser herzlicher Glückwunsch. i Li» r! V Li#1 R [Lie.ii 1' Jnfl •• Weihnachtsbeihilfe. Der Oberbürgev II If- meifter, Abteilung Familienunterhalt, weist daran! H v‘ o I hin, daß die Auszahlung der Weihnachtsbeihilfe füi |Hpi u Emvfänger von Familienunterhalt, und zwar für |||i-?r li htsi i fiy Im j Preisüberwachungsstellen angewiesen, nicht nur ' gegen die Erzeuger, sondern auch gegen die Der i braucher, von denen die zulässigen Höchstpreise über schritten werden, mit den schärfsten Strafen oorz. .. , g^hen. Insbesondere werden Gaststättenbetriebe die Geflügel unmittelbar beim Erzeuger zu unz» f lässigen Preisen aufkaufen und die Preise für Tv “ - flügelspeisen entsprechend erhöhen, aufs empfing ! [id'fte bestraft werden. Gaststättenbetriebe, die Zuchß gcflüqel zu Schlachtzwecken auftaufen, werdrr K grundsätzlich ohne weiteres auf längere Zeit gs il6;* schlossen. WZ Gießener Vochenmarktpreife. für je vier Wochen je 125 Gramm Reis als 6o» derzuteilung ausgegeben werden. 3. In der Zuteiluägsperiode vom 16. Dezembi, 1940 bis 12. Januar 1941 werden je Kopf der Lv Dotierung 500 Gramm Zucker als Sonderzuteilung gewährt. 4. Die Marmeladeration wird vom 13. Janua, 1941 ab bis auf weiteres um 100 Gramm für j, vier Wochen je Kopf der Bevötkerung erhöht. Di, Marmelasderation wird von diesem Zeitpunkt al je Kops der Bevölkeruna jür vier Wochen also nidy mehr 600 Gramm, sondern 700 Gramm betragen 5. Die Zuteilung von Bohnenkaffee, mit der Cnh, Oktober bzw. Ansang November begonnen wurde 1 wird bis zum März 1941 fortgesetzt werden. 6. In der Zeit nach dem 20. Januar 1941 wich für Personen über 18 Jahre die einmalige MöM i feit geschaffen, an Stelle von 125 Gramm Kaffes ; erfaß 25 Gramm Tee zu beziehen. Schärfste Ueberwachung »er Seflügelpreise. die Buchstaben A—K am Freitag, 20.12., und L—Z n in" am Samstag, 21.12., durch die Stadtkasse erfolgt Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß ' die Auszahlung durch die Sta.dtkaffe erfolgt, uni zwar gegen Vorlage der grünen Ausweiskarte. Benachrichtigung der in Betracht kommenden Fam6 lienunt"rbaltungsb"rechtigten erfolgt nicht. *♦ Kleine Mengen Aepfel frei ?» haben. Die erste Verteilung von Aevfeln ad Karten an Jugendliche, werdende Mütter vnß Kranke ist mit dem 15. Dezember 1940 abael-i'W sen. Die noch vorbandenSn Restbestände des Einn5 und ambulanten Handels können nunmehr in klei' nen Mengen stei verkauft werden. *♦ A u f dem Wege zur Arbeit verunglück Am gestrigen Mittwochmorgen stürtte brr Arbeiter K*irad Hillgärtner, als er sich z» seiner Arbeitsstätte begeben wollte, in feinem Wo bin- | haus am Wege „Zu den Mühlen" fo unalücklich Mt Trepve herab, d^ß er mtt cHem Schä^elbruch ro» der Bereitschaft G'eßen des Deutschen Roten Kreuzes der Chirurgischen Klinik zugeführt werde» Im Handel mit Geflügel find in letzter Zeit M reiche Preisverstöße feftgefteUt worden. Der Reichs ! kommissar für die Preisbildung hat daher bit z. i'ikArtnnrinin ncffollon nnrtPtD i pfpH tl i fhf nm Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehn i\ sich für A-Ware. Für 6-Ware oder abfallende Wan rL. sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedrige, pH ♦ Gießen, 19. Dez. Auf dem. heutigen Woche» pW markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RN. iW Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, au» wW ländische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, % kg 4,1 M" 5 kg 41, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut7, gelbe Rüben 5 bis 8, rote Rüden 7, Unterkohlrabi Ü IjW Grünkohl 7, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat (‘/w) 8 »p Aepfel, Vi kg 25 bis 35, Lauch 17, Sellerie 14 Rettich 14, Nüsse 50 bis 60. Blumenkohl, das Stüa! 20 bis 50, Salat 10, Endivien 8 bis 10, Ober MM NerWchllmgimf Korsika -loman von Wnz LorenMambrecht 22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Ausgezeichnet, machen wir es so." „Und saa mal, Tante, könntest du uns nicht einen Arzt empfehlen, am besten einen neutralen, der keine überflüssigen Fragen stellt. Ich glaube, es ist gut, wenn sich Gienant einmal untersuchen läßt." Maria Ansaldi denkt nach. „Ich kann dir einen Engländer empfehlen. Er ist ein alter zuverlässiger Arzt. Er hat ein eigenes Sanatorium hier und wird viel von Ausländern in Anspruch genommen. Doktor Warden heißt er. Wenn es dir recht ist, läute ich ihn mal an, er soll deinen Freurck» besuchen." „Das wäre furchtbar nett von dir, Tante." Sol- terdeck ist eine weitere Last abgenommen. Er gibt Maria Ansaldi die Adresse des Seemannsheimes, in dem sie wohnen. „Und vergiß dabei nicht, daß wir Miller und Walker beißen." Er verabschiedet sich bald, da er ja einige Stunden später wiedertommt, und fährt zurück — dies, mal mit der Zahnradbahn. Denn der herzliche Empfang bei seiner schönen Tante hat seinen man. kenden Wagemut wieder auf eherne Füße gestellt. Als er in die Stube kommt, die er und Viktor aemeinsam genommen haben, liegt dieser ange» kleidet und teilnahmlos auf seinem Bett. Er hat sich nicht entschließen können, sich auszuziehen, da die Betten vor Schmutz starren, wie er Solterbeck sagt. „Und eine Luft zum Schneiden ist auch", meint Solterbeck und tritt gleich an das Fenster, das auf einen unfreundlichen Hinterhof aeht. SämtNche Wohlgerüche Alt-Genuas dünsten summarisch herauf. Solterbeck berichtet dann mit warmen Worten von feinem Besuch bei Maria Lnsaldi und sagt, daß er abends noch einmal hinauf müsse, um 2m. dreas Ansaldi zu treffen. „Man kann dich doch allein lassen, alter Junge? Wie fühlst du dich?" „Es wäre gut, wenn uns Ansaldi eher morgen als übermorgen weiterhelfen würde", ist, Viktors Antwort. „Er hilft uns doch?" „Bestimmt tut er das. Maria Ansaldi hat es mir zugestchert. Und ehe... sie will übrigens einen Arzt schickend Viktor sieht ihn ärgerlich an. Unter seinem Aerger verbirgt sich Angst. Solterbeck beruhigt rasck: „Es schadet schließlich nichts, wenn er dich untersucht, da wir doch einmal hier sind. Er wird dir ein Mittel geben, das dir aufhilft. Er ist Engländer, ein zuverlässiger alter 2lrÄt ...* Viktor sagt nichts. Als ihm Solterbeck mitteilt, daß ihre Kameraden einen Tag nach ihrer Flucht in die Schweiz ausgetauscht worden seien, lacht er verbissen auf. 1 „Ein großartiges Glück habe ich schon, bas muß ich sagen", höhnt er. „Vier Jahre halte ich es in der Gefangenschaft aus, und einen Tag bevor sie mich abschieben, mache ich Kamel mich auf die Flucht. Wirklich genial!" „Nimm Vernunft an, Viktor. Sie sind nur interniert, wir sind frei." „Noch nicht, mein Lieder, noch nicht", sagt Viktor Äends also trifft Solterbeck Andreas Ansari, den er von Hamburg her nur noch flüchtig in Erinnerung hat. Andreas Ansaldi ist eine stattliche, achtunggebietende Erscheinung mit einem prächtigen Renaissancekopf, ein Condottiere, der die Waffe des Schwertes mit der des Geistes vertauscht hat. Er heißt Solterbeck liebenswürdig und ritterlich will- kommen. Er macht ihm in wenigen Sätzen klar, wie er ihm und Viktor zu helfen gedenkt. Die italienisch-schweizer Grenze wird nalürlich scharf bewacht, aber Ansaldo wird im Laufe des morgigen Tages die nötigen Papiere beschaffen, mit denen sie übermorgen die Weiterfahrt antreten können. Er braucht dazu nur ihre Pässe. Solterbeck händigt ihm den seinen gleich aus, den von Viktor will er ihm morgen früh ins Büro bringen. Als das nun geregelt ist, sagt Ansaldi ernst: „Sie werden wohl gerade zum Zusammenbruch Deutschlands kommen Es tut mir aufrichtig leib, Ihnen nichts Besseres sagen zu können. Aber nach allem, was man aus zuverlässigen Quellen hört, muß es fürchterlich drüben aussehen. Oesterreich-Ungarn geht noch rascher der Atem aus." Solterbeck ist betroffen. Andreas An-saDi sagt etwa dasselbe wie der Kapitän Arana, wie es tn den Zeitungen steht. Aber das Wort dieses Mannes muß man ernst nehmen. Solterbeck macht eine vage Geste, sprechen kann er nicht. So wäre denn für die beiden Flüchtlinge auch die attsrletzts Tür in die Heimat geöffn^, Si- könntrn M 'M 'S ■<" HU K K nun wirklich heimkehren. Aber das Schicksal hat — mit Viktor iebenfalls — ganz anders beschlossen. Viktor hat, um den unleidlichen Zustand zu vertreiben, zu dem Allerweltsheilmittel Schnaps gegriffen und sich in Solterbecks Abwesenheit maßlos bett unten. Bei dessen Rückkehr wälzt er sich m einem Delirium zwischen Wachen, Fieberschauern und Schlaf. Solterbeck drückt mehrere Schwämme kaltes Wässer, soweit er es kalt aus der Leitung bekommen kann, über Viktors Gesicht und Brust aus. Mktor beruhigt sich auch etwas und schläft schließlich ein. Am anderen Morgen aber ist er wie zerschlagen am ganzen Leib. Als er aufsteht, sinkt er mit einem Schwindelanfatt wieder auf das Bett. Er reißt sich zusammen und folgt Solterbeck, der schon beim Frühstück sitzt. Er würgt einige Bissen fyinab, obwohl sie ihm in der Kehle stecken bleiben wollen. Hernach muß er alles wieder von sich geben. Wieder in seinem Zimmer überfällt ihn plötzlich ein heftiger Fieberschauer, der ihn durch und durch schüttelt und willenlos auf das Bett wirft. Solterbeck ist jetzt zum erstenmal ernsthaft besorgt. Seine Hoffnung ist der Arzt,< der, wie ihm Maria Ansaldi gestern abend noch versicherte, heute morgen kommen will. „Er wird dir schon ein Mittel geben, das dir wieder auf die Seine hilft", tröstet er. „Du mußt nur alle Kraft zusammennehmen, Mensck. Bedenke doch, vierundzwanzig Stunden noch, uito wir sind wirklich frei. Du mußt mir übrigens noch deinen Paß geben." „Paß? Wozu?" fragt Viktor mtt klappernden Zähnen. „Ansaldi braucht ihn, um die nötiaen Papiere für die Einreise in die Schweiz beschaffen zu können. Wir gelten als von ihm entlassene Arbeiter, die sich in Zürich um eine neue Stellung bewerben wollen/ Viktor sieht ihn eine Welle mit fiebrigen Augen an. Dann sagt er plötzlich vor sich hin: „Du mußt allein fahren, Iürk. Ich kann nicht mit dir kommen." Solterbeck schimpft: „Unsinn! Quatsch! Kann nicht! Kann nicht! Du hast schon ganz anderes gekonnt. Ohne dich bringen mich keine zehn Pferde in die Schweiz, das sage ich dir gleich." Viktor lächelt trüb. Gegen zehn Uhr erscheint Doktor Warden. Er untersucht Viktor, der für ihn Mr. Stephan Walker ist. und stellt eine schon ausgebrochene vernachlässigte Malaria fest, Er macht ein sehr ernstes Gesicht, Viktor und Solterbeck sehen ihn mit angstvoller ErwM tung an. Solterbeck bricht das lähmende Schweigen: „öbt't es ist doch ... mein Freund, kann doch die Reis t in die Schweiz antreten?" Der Arzt schüttelt den Kopf: „Nein, das kam er nicht. Der Ausbruch ist jetzt akut und läßt sich nicht mehr zurückhalten. Daß sich Ihr Freund so lange auf dem Schiff gehalten hat, ist bewundernswert. Aber diese eine Tag auf dem Land hat iH umgeworfen. Die Fieberanfälle werden sich jetzt erst einstellen und rapid zunehmen. Dazu tomd j noch, daß Herr Walker körperlich sehr stark herun!ek j ist. Das kann zu lebensaefährlichen Komplikatiom" i führen, wenn er nicht sofort in sachliche Behanü-' lung kommt ..." In dem dumpfigen Zimmer herrscht Schweigem i Solterbeck atmet tief auf und reckt sich. Er tritt an Viktors Bett und sagt ruhig und fest: ,,9cd); bleibe selbstverständlich hier, bis du wieder in Orfo nung bist. Jetzt will ich wieder zu Ansaldi gehe», um ... na ja, du weißt ja, um was zu besorgen. Sie sind in Gegenwart des Arztes vorsichtig. 1 haben englisch gesprochen und gelten vor ihm ab Amerikaner Schweizer Herkunft. Dr. Warden aber lächelt heimlich In sich hinein Ahnt er etwa schon den wirtlichen Sackvcrhallt! Er schreibt für Viktor Chinin auf, das Solterber sofort besorgen will. Dann verabschiedet er sich Als gleich darauf auch Solterbeck das Simmef verla sen will, ruft Viktor ihn zurück. Viktor nimmt sich gewaltsam zusammen, als er zu dem Äamer«« 1 den pricht: „Iürk, du mußt allein fahren. Es tn Unsinn, daß du hier bleiben willst. Rein lagt 1 nichts dagegen. Ich weiß, was du sagen willst. Kameradschaftlichkeit und so weiter. Und was w't! alles zusammen durchaemacht hätten, und daß w'k i nun auch bis zum Schlug zusammen ausbaliei müßten. Ich danke dir dafür und nehme es als . J genoffen an." Er lächelt schwach, wird aber gleiH wieder ernst: „Du kannst mir hier ja doch ni<Ä helfen. Im Gegenteil. Zwei werden leichter entdcckt als einer. Und wenn jetzt das Fieber kommt, u™ ich rede Unsinn, so. fliegt mein Inkognito auf urJ deines mit. Einer in Sicherheit ist besser als gaik keiner. Wenn ich hier erst im Krankenhaus liege, so kannst du mir doch nicht helfen. Ich hätte nut eine Bitt«. Daß vielleicht deine Tante ... Die Uo* kosten werden natürlich von mir ..." (Fortsetzung folgt)