I ■■ L 'V £ r; 1 -rÄS1 ,'f? £ < Dienstag. Nsvemberf>40 10. Jahrgang Ur 274 trflflerifdK Ueberfleuauiro zu o-rs-koss-n. dah Berlin Ein ücfdßrlicber Bolotlfeoff gleiches erleide wie London. Das fei eine glatte Ab- N i < _ V ■ . m o ...... ....... II... H». . I.......... >r,, h l’l IlHllVl'tl Hill Reichsmarschall Göring in Wien Um die brtmen Untertanen Seiner britischen Ma- Berlin, 18. Rov. (BHB.) Der Führer amstagnat ' Presse und auf ord übci reuths bk Dllt 2:52? Iftung DOI tanb, fiar.i Th i* n» kn. °»h>, Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Hauptmann £ i g - nlh, Kommandeur einer Ioadgruppe. und £euf- nanl Ebeling, Staffelkapitän in einem 3agb- geschwader. Hauptmann Lignih hat sich als Staffelkapitän und später atv Gruppenkommandeur a l v leuchtendes Vorbild feines Verbandes gezeigt und vortreffliche Führereigenfchaften bewiesen. 3n harten tustkämpfen hat er selbst 19 Feindflugzeuge abgeschossen. Leutnant L b e t i n g errang bisher 18 Luftsiege und zeichnete sich durch besondere Linfahfreudlgkett aus. Vor allem machte er sich um die Einführung einer neuen Angriffsart verdient, In der er mit feiner Staffel besonders hoch zu wertende Erfolge errang. Linser Volksheer das beste der Wett. Dr. Goebbels vor den Amtswaltern in Nürnberg. Ein Erlaß des Führers für den sozialen Wohnungsbau. Der Führer hat Anordnungen für schon seht vor- zubereitendc Mahnahmen zur Durchführung eines großzügigen sozialen Wohnungsbauprogramme nach dem Kriege getroffen, die wir mit den Erläuterungen. die dazu der Geschäftsführer der VAF.. Oberbefehlsteiler Marrenbach, der B reffe gegeben Hal, im Innern des Blattes veröffentlichen. Zwei neue Ritterkreuzträger her Luftwaffe. tllu hdbemi rau Heb. auhet pnntaa» und rtetertaafl Hlaaen:TietHlufmerte ebener ^iitnilienblätter LnnatnnSHilb DieScbolle lonato-BezugSvreis: iii 4 Beilagen NM 1.96 JlmeyVlIuhnerte . 1.80 Lftellgebübr. * 25 |id) bei Wicbterftbetnen in einzelnen Wummern folge höherer Gemalt trnfvrcdmnidilufo 2251 iabtanftbri ft: „WnAciger^ jmifdierf llßroftrantf. M Die Straße von Gibraltar Von Or. O. Jessen, Professor an der Universität Vosiock. flnnabmr von fliMflo« für die MittaaSnuinmer bilK'/Jlbr dedBrrrrnNtaa» •wfiaen-tireHf» Bntetnenteil 7 Rot le mm bei 22 mm Heiicnbreite# Xertted 60 Nvt. te mm bei 70 mm Heilenbreit* WnAldHe: WlederbolungMalstaftell Abfdüülfe Mengenstaffel B VlatworfcbTtft (oorbertne Vereinbarung) 25"/« mebr mannen b i Rad-N ,5 Punkts en die II« Oberste Befehlshaber der Vehrmacht verlieh Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das N rJn bn ' 'N L ? des? : VVn 1 eine, J J ’eM ■ He Hflsliüe ding entschied. . . Der Bürgerkrieg in Spanien hat ferner gezeigt, teß England als Vorkämpfer aller Zerstörenden, nihilistischen und jüdischen Elemente auftritt. Eng. kinb und Frankreich haben die nationale Bewegung in Spanien auslöschen wollen, sie haben Franco Offiziell als „Rebellen" diffamiert. Mit der Unter- stilhung Deutschlands und Italiens ist es den natto- Alen Spaniern gelungen, der anonymen Machte unb ihrer aus aller Herren Lander zufammenge- kauften Desperados Herr zu werden. Dieses falan- ... _ < i r? . — 1 • > A Irtnt Mlii m IIIC Dandy tiertreil# Wschakb zend fr« 1. Mm 400 B ■rf, Fm h Ttüöc M, Sah M : nach Spanien eingewandert fein 429 n Ehr setzten । die Vandalen und Alanen über die Meerenae Vier - gewaltiger unb folgenschwerer war die Flut be* Islams, die sich im 8. und 9. Jahrhundert über die Meerenge ergoß und für viele Jahrhunderte einen großen Teil ber Pyrenäenhalbinsel kulturell an Nordasrika anschloß. Der Gegenstoß bes christlichen Spaniens fetzte schon früh ein. Nach Säuberung ber Halbinsel branbete er an bas Gegengestade. Abes erst in diesem Jahrhundert gelang es Spanien, seinen politischen Ejnfluß in Marokko zu festigen und auszudehnen. Kulturell gewinnt ober Europa nur langsam an Boden. So gibt es kaum einen zweiten Punkt auf ber Erde, wo zwei Welten fo fchroff unb übergangsloo zusammenstoßen wie hier: auf ber einen Seite ble europäisch-christ- lieh-romanische Kultur spanischer Prägung, auf ber anderen die asrlkanlsch-weftorienialischen Kultur- und Lebensformen. Die verkehrsgeographische unb strategische Beden tung haben das Meerengengebiet seit dem frühen Altertum zu einem politischen Brennpunkt erster Ordnung gemacht. Bis jetzt war es polttifch viergeteilt. Ceuta ist feit 1580 spanisch. Die Ein. slußzone in Marokko wurde Spanien zu Anfang dieses Jahrhunderts bei der Aufteilung des Scherl- fenreichs zuerkannt. Tanger wurde 1923 internationalisiert, wobei Frankreich sich besondere Vorrechte zu sichern wußte. Aber ohne Zweifel hat Spanien in erster Linie ein Anrecht auf Tanger unb hat bas ja auch nun durch ble Besetzung Tangers geltend gemacht. Die Tangerzone war aus dem spanischen Marokko künstlich herausgeschnitten, sie ist ber natürliche Brückenkopf für Spanien unb die Spanier sind auch im Handel und an der Zusammensetzung der europäischen Bevölkerung der Stadt am stärksten beteiligt. Gibraltar wurde 1704 englisch unb ist seitdem trotz mehrfacher Versuche Spaniens zu gewaltsamer ober friedlicher Rückgewinnung englisch geblieben Spanien hat ben Verlust niemals verwm^ den können. Es bul muiin m ' ihiIiHh1 oiibrailm als eine Beleidigung empfunden und |ebe Regierung hat ble Rückgabe blefes wertvollsten Stückes spanischen Badens als nationales Ziel hlngesteltt. England hatte mit Gibraltar ein gewaltiges Macht mittel in die Hand bekommen Aber ber strategische Wert ist unter den heutigen Bedingungen ber Kriegführung nur beschränkt. Gibraltar hat ben Nachteil der Raumenge, es hat weder ein Vorfeld, noch ein Hinterland, und bann beherrscht es auch nur ben Osteingang, nicht aber ben Westeingang der Straße. Schon ber Weltkrieg zeigte, baß die Meerenge gegen U-Boote schwer zu sperren ist. Mit U-Boot- netzen unb Minen läßt sich wegen ber großen Tiefe unb ber starken Strömungen nur beschränkt arbeiten. Groß Ist die Luftgefahr. Denn Gibraltar nerfügt nicht über vorgeschobene Melbestellen unb für eine eigene Luftflotte von nennenswertem Umfang bietet die Felsenfeste keinen Raum. Sa würbe im Ernstfälle Gibraltar als Flottenstützpunkt bald ausaeschaltet und als Landfesturrg in ein belagertes Fort verwandelt sein. Es dürfte ber Zeitpunkt nahe sein, wo Gibraltar seine Rolle als Zwingburg ausgespielt haben wird. Gietzener Anzeiger —äses— General-Anzeiger für Gberheffen tessst I, die A -schäft 19$ en sich 66 n in eins trennte ft jestät 311 weiterem Au »harren im Bombenregen zu ermuntern und sie überhaupt bei ber Stange halten zu können, versucht die englifdK Agitation immer wieder, die ß-aac im Luftkrieg so darzustellen, als ob die beiden Gegner etwa auf der gleichen Ebene miteinander kämpften. Daß England im Luftkrieg die Vorhand habe, wagen selbst die lügen- gewandten üeljrllnge Cyurchills nicht zu behaupten. Indem sie aber von einem ungefähren G l c ich - gewicht der militärischen und materiellen Mittel ipredh'n, haben sie nicht nur eine Entschuldigung für „gelegentliche Rückschläge", sondern suggerieren auch dem Volk die Erwartung, daß es nur einer Meinen zusätzlichen Kraftanstrengung — etwa durch amerikanische .Hilfe — bedürfe, um die Luftherrschaft der Royal Air Force endgültig sici>erzu- stellen. Es ist die vielgelesene „Sunday Times", die jetzt wieder diesen gefährlichen Balanceakt verflicht. Sie schreibt, daß die langen N ächte unb ber helle Monden schein ben Engländern in der legten Woche, wie zu erwarten war, einen starken Ausbruch nächtlicher Bombarblerungstätlgkeit gebracht hatten. Aber die Royal Air Force und der Feind seien „g I e i ch e r m a ß c n am Werk gewesen". Das ist nun allerdings eine zu unglaubwürdige Verfälschung der Wirklichkeit, als daß sogar die Briten sie unbesehen hinnehmen würden. Auch dem Schreiberling der „Sunday Times" fällt rechtzeitig der zu einem modernen Luftkriegsbegriff gewordene Namen ber Stadt Coventry ein. Aber er weiß sich aus ber Affäre zu ziehen: „Es liegt natürlich in unserer Macht, das gleiche in Deutschland zu tun. I r tun es nid) t." Worum sie es nicht tun? Weil das englische Streben, so sagt dieser Geistesakrobat, und) Beendigung des Krieges „in kürzester Möglichkeit" ginge (?) unb weil beshalb die RAF. nur militärische Objekte bontbar biere, während die bösen Deutschen in Coventry „gar keine Rücksicht auf nichtmilitärische Objekte" genommen hätten. So „edel" sind diese Briten, daß sie also auf einen Großangriff gegen deutsche Nüstungszentren einfach verzichten, um nur keinem deutschen Zivilisten ein Härchen zu krümmen. Wir hatten es sogar für möglich, daß die Briten selber an diesen Edelmut glauben, nur um sich ihre katastrophale Unterlegenheit im deutsch-englischen Luftkrieg samt Jeincn personellen materiellen und strategischen Stärkeverhatt- nissen'nicht eingestehen zu müssen. Ihn so schlimmer für sie. Ev. auch diplomatisch. Die englische Feste wird bereits direkt angegriffen, unb ihr Sturz ist gewiß. Aber der Kriegsverlauf unb ber Zusammenbruch bes eng- liehen Empire werfen soviel Fragen auf, dah die Staatsmännei der kontinentalen Nationen von Zeit (u Zeit zufammenkommen müssen, um die politi- chen Richtlinien für die nächste Zukunft je nad) der aktuellen Lage wieder zu überprüfen. Die Welt weiß, daß nad) solchen Zusammenkünften die voliti- die Aktivität sich oft umsetzt in militärische Ereig- lisse. England aber fürchtet jetzt, nad) der Katastrophe von Coventry, nad) der Dezimierung seiner Rüstungsindustrie, seiner Luftwaffe und feiner Handelsflotte diese Aktivität mehr als je. ©uner trat die Rückreise nach Spanien an. Salzburg. 19.Nov. (DNB.Funkspruch.) Der spanische rNlnister des Aeußeren Sertano Suner verlieh heule morgen Berchtesgaden und trat die Rückreise an. Au seiner Verabschiedung hatte sich der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop auf dem Bahnhose eingesundem Der spanische Botschafter in Berlin, General L f p i u o f a d e los Bargas. fowle Bertreter von Staat, Partei und Wehrmacht waren gleichfalls zur Berabfchle- dung erfchlenen. Könia Bon« besuchte ben Führer. Berlin. 18. Nov. (DNB. Funkfpruch.) Anläh- lich eines privaten Aufenthaltes in Deutschland stattete König Boris von Bulgarien dem Führer einen Besuch ab. strahlte/ M Vf in. Sm » >ions W lte gedamk Aum grA dem Naft .st ganzes Die EpN le Perlig , Maler, S"S ’M « ! M ch. S 7n7en h°. «esie«. und j-tz. durch bk niiJ 6igt p Ubthnung der fpanlfdjen Souveräns °u, bk tingerjone einem „internationalen Gebilde ein rjltW (« Silbe gemacht, in dem die Engländer und Fran ^de jd- icfen bisher die erste Geige spielten. Deutschland und ^al'en führen den Krieg O^en Bomber' in deutfd-es Reichsgebiet LZ; 2-Z Ji1 'ü :$6> Unmittelbar nach dem Molotowbe-fuch sind der | jjilienische Außenminister Graf Diano und der spa- Ssche Außenminister Suner in Deutschland einge- i! soffen. Beide Staatsmänner werden in Zusam^ ! eianatbeii mit der Reichsregierung die aktive und »'olgreiche Polittk der Achsenmächte ausgestaUen teilen, Graf Ciano als direkt Beteiligter, Suner als teuer Freund einer Ausrichtung ber spanischen PKttik auf die Achsenmächte und auf eme euro- pi ifd>e Festtandspolittk, deren Grundzuge bekannt fhtb und mit dem Hinauswurf der Briten aus den ^schicken Europas bereits sichtbar geworden find. England wgr der vergiftende Schierling m allen »iropäischen Suppen. Der ehemalige franzv.stche i Ministerpräsident Flandin hat jetzt oor ber fran- jisischen Presse gesagt, seit 1936 hatten sich 5 un f le Är ä f te in der Welt bemerkbar gemacht, tei einen Krieg in Europa zu provozieren der dem F'eimaurer- und Judentum die Herrschaft ermog- feen sollte" und 1935 sei England bereit gewesen, dm Krieg der Wirtschaftssanktionen in einen mitt- trHIdyen Krieg gegen Italien münden zu las en. Landin fügte hinzu, das sei ihm in London for- W»n erklärt worden, nur seien die Briten damals Ach nicht gegen Deutschland und Italien zugleich , «Mistet gewesen Tatsache bleibt, daß Italien tn di-sem Sanktionskrieg die Wühlarbeit der Briten fhr erkannte und sich seitdem für die Achse als po- liilfchen Motor alles Geschehens und aller erfolgreichen Widerstände gegen die britische Bevormun- Salzburg. 18. Nov. (DNB.) Der llallenlfche Ilnisler des Aeußeren, Graf Llano, traf Mon- 1 vormittag in Salzburg ein. Der Reichs- nifler des Auswärtigen v. Ribbentrop begrüßte (raf Liano. zu dessen Empfang auf dem Bahnhof 1 ctreter von Staat, Partei und Wehrmacht erfchie- ttn waren. Nach Abschreiten der Ehrenkompanie ! (leitete der Reichsanßenministcr den italienifchen ! ißenminister in das Hotel ..Oeflerreichischer Hof". L r spanische Minister des Aeußeren. Serrano uner, traf am gleichen Bormittag in Berchtesgaden ein. Auch ihn begrüßte der Reichs- »nister des Auswärtigen auf dem Bahnhof und gdeilete ihn nach Abfchreiten der Ehrenkompanie in fen Quartier. Der Reichsaußemninister fah beide Staatsmänner Hontagmittag bei sich im Landhaus F u s ch l. Der Führer empfing Montagnachmittag in (egenwarl des Reichsaußenministers den fpanifchen ißenminister zu einer längeren Unterredung, eben- i den Grafen Liano. Anschließend fand ein Tee II dl n Anwesenheit des Reichsmarschalls Göring und bes Reichsstatthalters v o n S ch i r o d) eröffnete leneralfelbmarfchall ß i ft bie Wehrmachtausstellung „Der «Sieg im Westen" in Wien. Der Ausstellung t eine Sonberfchau, bie ben Helbenkampf ber ostmärkischen Truppen zeigt, a'igegliebert worden: — infer Blld zeigt Reichsmarschall Göring beim Gang durch die Ausstellung. (Scherl-Bilderdienst-M.) Graf Liano und Serrano Suner vom Führer empfangen. Die Achse hat -en Sieg bereits in -en Händen. Oer Duce spricht am Lahrestag -er Sanktionen. Rom, 18. Nov. (Europapreß.) Am heutigen Jahrestag -er Sanktionen hat Mussolini im Palazzo Venezia vor den Mitgliedern des Großrates des Faschismus, den faschistischen Ratio- nalräten und Parteivorständen der Provinzen eine große politische Rede aehatten.- Er sagte: Der 18. November 1935 erscheint wie ein entscheidendes Datum in der Geschichte Europas Es ist der erste und letzte Angriffsoersuch großen Stiles der alten Welt, die in ihrem grausamen Egoismus und in ihren überholten Ideologien vom Vö l k e r b u n - verkörpert wurde, gegen die neuen, jungen und revolutionären Kräfte Europas, die von Italien und Deutschland verkörpert werden. Seit jenem Tage beginnt der Zwiespalt, der Gegensatz und der Kampf, der nach den Kompromissen von München, die die Demokratien mit dem einzigen Ziel, Zeit zu gewinnen, annahmen, m den von Frankreich und England gegen Deutschland erklärten Krieg ausmünden sollte. Ich erkläre feierlichst, daß die Verantwortung am Kriege aus« schließlich auf Großbritannien zurückfällt, und fürchte weder heute noch in aller Zukunft dementiert zu werden. Der Frieden hätte erhalten werden können, wenn Großbritannien nicht mit der willfährigen Mittäterschaft Frankreichs anstatt der konstruktiven Revision der Verträge die E i n k r e i - sungspolitik in Angriff genommen hätte, die nicht den Zweck hatte, den Polen das urdeutsche Danzig zu überlassen, sondern lediglich das Ziel ver- folgte, die aufstrebende politische und militärische Macht Deutschlands niederzuwerfen. Nie hat man in der Geschichte der Menschheit «ine gewaltigere Welle der Fälschungen und Lügen erlebt, als die, dir von den Regierungs- und Ra-ch- richtenoraanen Großbritanniens während der Feldzüge in Polen, Norwegen, Belgien und Holland verbreitet wurden, die mit der Niederlage des britischen und französischen Heeres endeten. Frankreich war zwar schwer erschüttert, aber noch lange nicht auf den Knien, und niemand in der Welt hätte voraussehen können, daß das Heer, das als das stärkste Europas gepriesen wurde, wie Schnee an oer So nne dahin schmolz, als Italien im Juni den Krieg eintrat, um dem Buchstaben und dem Geist des Bündnisses die Treue zu halten und end- lich die Gitter seines Gefängnisses zu zerbrechen. Dom Juni bis heute sind sechs Monate verflossen, die an entfernten und verschiedenen Fronten zu Lande, im Wasser und in der Luft, in Europa und Afrika, ernste Kämpfe brachten. Das Heer hat an dor Alpen- und Afrikafront bewiesen, daß seine Kampfkraft unseren Erwartungen entspricht. Die Niederlage der Engländer in Britisch-Somaliland war vollkommen. Die Strettkräfte des afrikanischen Imperiums, das den Voraussagen des Feindes zufolge auffliegen sollte, haben überall die Jnittative ergriffen und die englischen Aufwieglungsversuche im Innern sind kläglich gescheitert Auch in Libyen waren wir es, die angrifsen, und die blitzartige Besetzung pon Sidi Barani muß nicht als ein Ab- schluß, sondern als ein Auftakt .angesehen werden. Ein starkes Volk wie das italienische fürchtet die Wahrheit nicht, es verlangt sie. Das ist der Grund, warum unsere Wehrmachtberichte Dokumente der Wahrheit sind. In diesem Zusammenhand will ich gerade an das Freudengeschrei erinnern, das sich im llntefhaus erhob, als Churchill endlich eine gute Nachricht geben konnte. Sie betraf die Aktion ^der englischen Flug-Torpedoboote im Hafen von Tarent. Tatsächlich sind drei Schiffe getroffen worden, aber keines von ihnen wurde versenkt, und nur eines von ihnen ist, wie in .unserem Wehrmachtbericht mitgeteilt, ernsthaft beschädigt worden. Es ist nur ein Anzeichen des schiech- ten Gewissens, das einen Erfolg, den wir selbst, zuerst anerkannt haben, so aufgebauscht und ins Sechsfache gesteigert wird. Herr Churchill hätte zur Vervollständigung des Bildes feinen Abgeordneten einige Angaben über das Schicksal der „Liverpools der „Kent" und jener anderen großen Einheiten machen können, die unlängst im mittleren Mittelmcer bzw. im Hafen von Alexandrien von Italien!» schen U-Booten ober Flugtorpedobooten torpediert wurden. Der krlegseinlritt Italiens hat gezeigt, daß die Achse kein leeres Dort ist. Seit Juni dieses Jahres war unsere Zusammenarbeit mit Deutschland kameradschaftlich und totalitär. Dir marschieren Seite an Seite. (Stürmischer Beifall.) Dieser Zusammenschluß der beiden Völker wird immer enger und dehnt sich auf alle Gebiete ihrer militärischen, wirtschaftlichen» poli- aestellt hätte. Als man erkennen ließ, daß man es fallen lassen wolle, war es aber bereits zu spät. Italien hat bereits fett dem Mai 1939 seinen Weg gewählt. Die Würfel waren gefallen. Aber gerade wegen ihres rechtmäßigen Charakters werden unsere Ansprüche angenommen werden müssen, ohne Kompromisse oder Zwischenlöslmgen, die wir schon jetzt, und zwar in kategorischer Form, ab- lehnen. Nur nach dieser totalitären Klärung wird es möglich sein, im Rahmen des neuen Europas, wie es von der Achse geschaffen werden wird, ein neues Kapitel in der so bewegten Geschichte der Beziehungen zwischen Italien und Frankreich zu beginnen. Es ist überflüssig zu bestätigen, daß wie der Waffenstillstand auch der Friede gemeinsam geschlossen werden wird. Das heißt, es wird der Friede der Achse fein. Zur Bekräftigung der deutsch-italienischen Waffen- brüderschaft habe ich beim Führer eine'direkte Beteiligung an dem Kampf gegen Eng- land mit Flugzeugen und U-Booten beantragt und erlangt Ich füge sofort hinzu, daß Deutschland diese unsere Hilfe nicht nötig hatte. Der Wert seiner Truppen, seine industrielle Stärke, seine organisatorische und technische Fähigkeit, die Leistung seiner Arbeitskräfte sind wohlbekannt. Die Produktionszahlen für Flugzeuge und U-Boote, die Deutschland erreicht hat, sind wahrhaft außergewöhnlich und noch im steten Anwachsen. Trotzdem bin ich dem Führer dankbar, daß er mein Angebot angenommen hat: Nichts als das gemeinfam d e r- gossene Blut und die gemeinsam getragenen Opfer können die Beziehungen zwischen -en Völkern fester und dauerhafter gestalten, wenn diese Völker von einer unbedingten Aufrichtigkeit und von gleichen Interessen und Idealen getragen sind. ir werben Griechenland das Rückgrat brechen. Nach geduldigem Zuwarten haben wir einem von Großbritannien „garantierten". Land die Maske vom Gesicht gerissen, einem hinterlistigen Feind, nämlich Griechenland. Hier war seit langem eine Rechnung zu begleichen, eines wird vielleicht einige in der Vergangenheit lebende italienische Altphilologen überraschen: Daß nämlich die Griechen Italien hassen wie kein anderes Volk. Auf diesen Haß, den man als grotesk bezeichnen kann, hat sich die griechische Politik -er letzten Jahre begründet, eine Politik unbedingter Mittäterschaft mit Großbritannien. Diese Mittäterschaft war eine fortgesetzte feindselige Handlung gegen Italien. Dieser Lage mußte ein En-e gesetzt werden. Ich wurde am 28. Oktober gewarnt, als unsere Truppen die $rie« chisch-albanische Grenze überschritten. Die unzugäng- uchen Berge von Epirus und ihre verschlammten Taler eignen sich mcht für Blitzkriege, wie dies die Unverbesserlichen behaupten wollen, die die bequeme Strategie des Fähnchensteckens auf der Karte betreiben. Kein Wort von mir hat dies voraussehen lassen. Vielleicht erinnert sich einer von euch, Kameraden, an die Rede von Ebott vor dem ächiopischen Krieg im Jutli 1935. Damals sagte ich, daß wir dem Re- gus bas Rückgrat brechen würden. Heute wiederhole ich mit der gleichen unbedingten — ich wiederhole: unbedingten — Sicherheit, daß wir G r i e • chenlanddas Rückgratbrechen werden, es ist gleichgültig, ob in zwei ober zwölf Monaten. Der Krieg hat kaum begonnen. Wir haben genug Männer und Mittel, um jeden griechischen Widerstand zu brechen. Die englische Hilfe wird die 23er- wirklüyung dieses unseres unbedingten Entschlusses weder nerhlnbern noch den Griechen jene Katastrophe ersparen können, die sie gewollt und verdient haben. Wer etwas anderes glaubt oder daran zweifett, der kennt mich nicht. Wenn ich einmal etwas in Angriff genommen habe, so gebe ich bis zum Schluß nicht nach. Ich habe dies bereits bewiesen, und was immer auch geschehe oder geschehen wird, werde es erneut wieder beweisen. Die 372 Gefallenen, die 1081 Verwundeten und die 650 Vermißten der ersten zehn Kampftage an der Epi- rusfrvnt werden gerächt werden. Kameraden! In dieser historischen und wahrhaft feierlichen Stunde, die Kontinente Sette an Seite oder gegeneinatjber marschieren ließ, muß die Partei als Verteidiger und Träger der Revolution auf allen Gebieten ihrer Tätigkeit das Höchste leisten. Es gibt keine G e n e r a l m o b i l m ach u n g und wird keine geben. Nur zwei Jahrgänge sind einberufen. Es sind noch etwa 30 Jahrgänge verfügbar. Wir haben eine Million Mann unter den Waffen. Wir können, falls es not- wendig fein sollte, weitere acht einberufen. Unter diesen Umständen muß die Partei ihre Funktion mit unverminderter und zunehmender Kraft wieder auftiehmen, in dem sie Den Kampf an der inneren Front auf politischem, wirtschaftlichem, geistigem sowie auf dem Gebiet der ßebensgeftaüung weiterführten. Außer dem höchsten Ziel, zu dessen Erreichung wir in Waffen stehen, darf es nichts anderes geben. Wir Deutsche und Italiener bilden einen Block von 150 Millionen Menschen, die entschlossen und geschlossen von Norwegen bis Libyen im Herzen Europas stehen. Dieser Block hat bereits den Sieg in den Händen." Reichsarbeitsminister Geltste in Rom. Ä, / In diesen Tagen hielt sich Reichsarbeitsminister S e l d t e in Rom auf. Unsere Aufnahme zeigt ihn während des,Empfanaes in Rom, wo ihm eine „Tochter der Wölfin", ein kleines Mädchen der faschistischen Jugendorganisation, einen Blumenstrauß überreichte. — (Scherl-Bilderdienst-M.) tischen und geistigen Tätigkeit aus. Die Heber- einffimmung der Ansichten in Bezug auf die Gegenwart wie auf die Zukunft ist vollkommen. Meine Begegnungen mit dem Führer sind nur die feierliche Bestätigung dieser vollkommenen Verschmelzung unserer Gedanken. Wenn ich mich mit dem Führer treffe, so sehe ich in ihm nicht nur den Schöpfer Groh- deutschlands, d en F e l d h e r r n, der feine genialen, strategischen Ideen, die zuweilen mehr als kühn und geradezu für verwegen gehalten worden sind, durch den Sieg bestätigt sah, sondern auch, und ich möchte sagen in ganz be- e fonberer Weise den Begründer der nationalsozialistischen Bewegung, den Revolutionär, der das deutsche Volk wieder erweckt hat und es zum Träger einer neuen Weltanschauung machte, die der des italienischen Faschismus stark verwandt ist. (Heuer stürmischer Beifall.) Die Uebereinsiimmung der Auftastungen ist das Ergebnis dieser revolutionären Voraussetzung. Sie ergibt sich aus dem Zusammentreffen von zwei Re- voluttonen, die sowohl auf internationalem Gebiet wie auf sozialem kaum am Anfang ihres Weges stehen. Alles, was die Entwicklung des Dreimächteabkommens im Westen ober im Donau- raum betrifft, ist im gemeinsamen Einvernehmen erfolgt. Das gleiche gilt für die zukünftige Stellung Frankreichs. Es ist nunmehr klar, daß die Achse keinen Frieden der Vergeltung ober der Rachsucht machen will. Aber es ist ebenso klar, baß einige Forberungen erfüllt werben muffen. Diese Forberungen smo mehr als berechtigt. Sie hätten schon vor bem Kriege Gegenstanb von Derhanb- jungen fein können, wenn man uns nicht das lächer- liche und zugleich tragische „N U m a l s* entgegen- Bomben ans Korso, Kreta und Alexandrien. Menifdjer Wehrmachtbericht. Rom, 18. Rov. (DRB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut. Am gestrigen Tage nur geringe Tätigkeit der Abteilungen an der griechischen Front. In der Zone von koniha wurde eine ganze feindliche Kavallerie-Formation vernichtet. Unsere Luftwaffe hat in enger Zusammenarbeit mit den Truppen in den Abschnitten von K a l l - baki und Koni ha bei heftigen und wiederholten Bombenangriffen Brücken und Verbindungsstrahen unterbrochen. Weiterhin wurden Verteidigungsanlagen und Barackenlager getroffen, wobei heftige Brände und Explosionen ausgelöst wurden. Außerdem wurden feindliche Kraftwagen getroffen und Flakstellungen mit Maschinengewehren beschossen. Weitere Flugzeuge bombardierten den Stützpunkt Korfu. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurück- gekehrt. Lin feindliches Flugzeug vom Vlackburne-Shark- Typ Ist in der Rahe von Sizilien abgeschossen worben. Die aus einem Offizier und einem Unteroffizier bestehende Besatzung wurde gefangen genommen. Unsere Flugzeuge haben die Flottenstützpunkte Suda (Kreta) und Alexandrien (Aegypten) bombardiert und im Innern des Hafens von Alexandrien ein Schiff getroffen. Ein feindlicher Kreuzer vom Leander-Typ wurde von einem unserer Flugzeuge beim Hafenausgang von Alexandrien mit Torpedos getroffen. In Rordafrika haben unsere Flugzeuge die Eisenbahn Fuka el Daba und die von Marsa Makruk bombardiert. Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Venghafi geworfen, wobei eine Frau und ein Kind getötet und sechs Personen verwundet nutzen, darunter zwei Frauen und ein Kind. Außerdem wurden an Wohnhäusern Schaden angerichtet. Angriffe auf Vardia blieben ohne Folgen. Ein feindlicher Kreuzer hat in Italienisch- Ost a f r i k a versucht, den Hafen von M o g a - discio zu bombardieren. Von dem Abwehrfeuer unserer Küstenbatterien getroffen, entfernte er sich im Schuh von künstlichen Rauchwolken. Feindliche Flugzeuge haben Agordal bombardiert, ohne Opfer zu fordern. Leichte Schäden. Lin feindliches Flugzeug ist in der Nähe des Rudolf-Sees abgeschossen worden. Britischer Blenheim-Domber auf jugoslawischem Geriet abgestürzt Belgrad, 19. Nov. (DNB. Funkspruch.) Wie Avala mitt eilt, stieß am Montagmorgen um 4 Uhr ein zweimotoriges Fluazeug vom Blenheim-Typ gegen einen Berg in der Nähe von Danilov- arab Banovne Zeta, erplodierte und geriet in B r a n b. Bis jetzt wurden vier Leichen gefun- ben, von benen zwei ibentifiziert werben konnten, nämlich der Pilot Benet Craporb unb ein Mann namens Savage Freberic, wahrscheinlich der Bord- schütze. Sämtliche Bomben, bis auf eine, finde im Aufprall e x p l o - i e r t Der Wehrmachlberichl vom Montag. Berlin, 18.Nov. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe griff in der Nacht vom 18. znw 17. November und am 17. November London und kriegswichtige Ziele im Süden der britischen Insel sowie Rüstungsziele in Mittelengland erfolgreich au. Im Seegebiet vor der englischen Ostküste gelang es, ein Handelsschiff und einen Minenleger zu versenken, ein anderes Handelsschiff schwer zu treffen. Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegsmarine nahmen einen feindlichen Geleit- z u g unter Feuer, der im Schuh der Dunkelheit dicht unter der englischen Küste den Kanal zu passieren versuchte. Der Geleitzug wurde zersprengt. Die Schiffe flüchteten in verschiedene englische Häsen. In der Nacht zum 18. November warfen britische Flugzeuge in Westdeutschland an mehreren Stellen Bomben. In einem Eisenwerk und in einer Ziegelei entstandene Brände konnten durch den tat- kräftigen Einsatz der Werkfeuerwehr sofort gelöscht werden. Ferner waren zwei Friedhöfe und wie- der Wohnviertel das Ziel britischer Bomben- angriffe. Dabei wurden einige Häuser beschädigt unb eine geringe Anzahl Personen verletzt. In den Luftkämpfen über dem Kanal wurden gestern drei britische Flugzeuge abgeschossen, sieben deutsche Flugzeuge werden vermißt. Lin 3agbge. schwader unter Führung des Major von Malhahn errang am 15. November seinen 501. Luftsteg. Neue britische Drohung gegen Irland. Stockholm, 19. Nov. (DNB.) Obgleich in Amerika in den letzten Tagen Stimmen laut roun ben, bie England warnten, nicht durch Gewaltanwendung gegenüber einem Krondomimon den Unwillen der anderen Dominien zu erregen, verkün- bete der Londoner Kurzwellensender, daß die eng» lische Oeffentlichkeit neues Interesse für die Luft- und Marinebasen in Südirland zeige. Er zitierte .dann den bekannten Hetzer Kina Hall, der In feiner Zeitschrift „News Lstters" nochmals den Vorschlag machte, Irland durch einen eleganten Trick in das englische Kriegs« gebiet einzubeziehen, indem die Vereinig« ten Staaten und Kanada Irland oepanlassen sollten, sich in den amerikanifch-kanadischen Verteidigungsausschuß einbezichen -u lasten unb Kanada Luft- und Flottenstützpunkte |ür die Dauer von zehn Jahren zu überlassen. Der englische Kurzwellensender wies darauf hin, daß England im Vorgehen gegen die U-Boote dadurch behindert sei, daß es keine Stützpunkte in Irland habe. Aus diesem Grunde seien die englischen Schi-ftsverluste in den letzten Wochen ziemlich schwer gewesen. Deshalb seien Sie nicht überrascht", wandte sich der Sender an seine Hörer, „wenn Sie in der nächsten Zukunft von recht lebhafter Tätigkeit gegen diese U-Bootbedrohung hören/ Da England genau weiß, daß es nicht in der Lage ist, mit ferner Flotte irgend etwas gegen die deutschen U-Boote auszurichten, kann oiese Ankündigung einer „lebhaften Tätigkeit" nur als eine unverhohlene Drohung gegen Irland verstanden werden, das ben englischen Wünschen nicht willfährig ist. Die deutsche Lusiblockade im Atlantik. Stockholm, 18.Nov. (Europapreß.) lieber die Wirkung der deutschen L u f t b l o ck a d e bei Irland berichtet „Svenska Dagbladet" aus London: „Die deutsche Luftblockade an der irischen Küste stellt eine ernste Gefahr für England bar, nachdem die Fahrtwege nach Amerika für England bedeutungsvoller sind als je zuvor. Der Verlust der „E m p r e ß o f Britain" war ein Erfolg der deutschen Luftwaffe. Auch andere englische Schifft sind im Atlantik versenkt worden. Aus dem Ernst der Lage für England macht man in London kein Hehl und verweist immer wieder auf die Tatsache, daß man keine irischen Stützpunkte hat, von denen man sich erfolgreich gegen die deutsche» Angrifte verteidigen kann. Das englische Sonntagsblatt „Sunday Times" forderte die stärkere Begleitung brittscher Handelsschiffe auf ihrer Fahrt über den Atlantik. Auch wenn wir unsere Geleitzüge eine nördlichere Route fahren lassen, so heißt es in dem Londoner Blatt, so sind sie bei deutschen Luftwaffe ausgesetzt.- England experimentiert. Wieder Umbesetzungen m der Luftwaffe. Stockholm, 18. Nov. (Europapreß.) Ein .Kommando für die Zusammenarbeit zwischen Luftwaffe und Armee" ist für die britischen Streitkräfte gebildet worden. Offensichtlich denkt man daran, stärker als bisher Angehörige des Heeres zur Luftwaffe herüberzuziehen, denn es wird von einer speziellen Ausbildung auf flugmilitäri- schern Gebiet gesprochen. Das' neue gemeinsame Kommando wird besonders die Flugzeugdivifionen betreuen, die der Armee zugeteilt sind. Gleichzeitig besteht seine Ausgabe dann, „zu organisieren, 3 u experimentieren unb die Zusammenarbeit der beiden Waffengattungen zu pflegen, und zwar auf jedem Gebiet". Das neue Kymmando ist einem Fliegeroffizier unterstellt worden; der Chef des luftmilitärischen Stabes wird jedoch ein Armee- offizser von höherem Rang sein. Generalleutnant Sir Arthur Sheridan Dar rat wird feinen Posten als Chef des neuen Kommandos bereits am 20. November antreten. Generalmajor Douglas wurde an Stelle von General Dowding zum Chef der Iagdflugzeugwaffe ernannt Dowding wird einen Posten als Attache des Ministeriums für die Flugzeugproduktion antreten und soll „besondere Aufgaben in den Vereinigten Staaten" übernehmen. Generalmajor Harris ist zum stellvertretenden Chef des Luftwaffenstabes befördert worden. Er löst damit Generalmajor Douglas ab. Generalmajor Boyd übernimmt bie Stellung als Vizechef ber Royal Air Force im Mittleren Osten. Generalleutnant G o s f a g h folgt Generalmajor B o y d als Chef der Ballon-Sperr- Abteilungen. Unb Generalmajor Babington wird Gostaghs Nachfolger im britischen Luftwaft fenrat. T3i#e denken, Sie daran: MAGGI ist die gesetzlich geschützte Fabrikmarke Oes Führers Anordnungen für den sozialen Wohnungsbau. Or. Ley mit der Durchführung des großzügigen Programms betraut Bau gelten- 26 qm Die Initiative des Führers 5 6 3 ein Duschraum mit getrenntem Abort ein Flur ein Balkon 22 qm 16 „ 10 „ 5 „ 6 „ 3 ,, Auf Grund dieses Erlasses Hal der Führer den Reichsorganisalionsleller der NSDAP. und Leiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. Robert Ley zum Reichskommissar für ben sozialen Wohnungsbau bestellt. zu entwickeln. X. Verfahrensvereinfachung. küche: eine Wohnküche Eine Verbilligung der Herstellungs- osten der Wohnung muß mit allen Mitteln er- ttonsstätten zu betreiben. Daneben Herstellung neuer geeigneter ein Elternschlaf^immer 16 drei weitere Schlafzimmer mit je 10 qm - 30 74 qm cc) Fünfzimmerwohnung einschl. Wohn- le Wohnungen Neichsorganifattonsleiier reicht werden, ohne daß dadurch die architektonische Gestaltung beeinträchtigt wird. Es sind daher für die Wohnungsgrößen Grundrisse zu entwickeln und vorläufig für die Dauer von fünf Jahren für verbindlich zu erklären. Darüber hinaus sind die Geschoßhöhen, die Waydstärken und die Konstruktionen für Dächer, Decken und Treppenhäuser einheitlich festzulegen. Die eingebauten Teile der Der- orgungseinrichtungen sowie die Fenster und Türen Die aus dem Gebiet des Wohnungsbaues den Vorschriften werden im Sinne dieses Erlasses durch ein Gesetz über den neuen deutschen Woh- nungsbau für bas gesamte Reich vereinfacht und vereinheitlicht. fit* ®n > ’ btüii*' d-s « M es« W*1 Stow* >in 1 en«°Ä ,ral $|e, i, küche: eine Wohnküche ein Elternschlafzimmer ein weiteres Schlafzimmer ein Duschraum mit getrenntem Abort ein Flur ein Balkon Berlin, 18. Roo. (DNB.) Der Führer bat den nachstehenden Erlaß zur Vorbereitung des deutschen Wohnungsbaues nach dem Kriege vom 15. November 1940 vollzogen. Der erfolgreiche Ausgang dieses Krieges wird das Deutsche Reich vor Ausgaben stellen, die es nur durch eine Steigerung seiner Bevölkerungszahl zu erfüllen vermag. Es ist daher notwendig, daß durch Geburtenzuwachs die Lücken geschlossen werden, die der Krieg dem Volks- körper geschlagen hat. Deshalb muß der neue beut- sche Wohnungsbau in der Zukunft den Voraussetzungen für ein gesundes Leben kinderreicher Familien entsprechen. Um die sofortige Inangriffnahme eines diesen Grundsätzen entsprechenden Wohnungsbauprogrammes nach dem Kriege zu gewährleisten, find schon jetzt vorbereitende Maßnahmen hierfür zu treffen. Ich ordne daher an: L XI. Gamvohnungskommiffare. Für die gebietliche Lenkung des Wohnungsbaues und seine Steuerung im Rahmen des gesamten Bauwesens in den Gauen sind die Gauleiter als Gauwohnungskommissare verantwort- lich. Sie bedienen sich zur Erfüllung dieser Ausgabe der vom Reichsminister des Innern zu bestimmenden staatlichen Verwaltungsstellen und können im Rahmen der Gesetze und nach Maß. gäbe der ihnen von den Obersten Reichsbehörden erteilten Weisungen allen unmittelbar ober mittelbar mit dem Wohnungsbau befaßten Behörden des Gaugebietes Anordnungen geben. Soweit auf Grund des Gesetzes über die Neugestaltung deutscher Städte besondere Beauftragte berufen worden find, bleibt deren Zuständigkeit unberührt. Die Durchführung des Wohnungsbauprogrammes in der Reichshauptstadt Berlin obliegt dem Generafbau- infpettor für die Reichshauptstadt nach Maßgabe näherer Regelung. XII. Ikbergangsbefflmmungen. Die Bestimmungen dieses Erlasses gelten nicht für die auf der Baustelle begonnenen sozialen Bauvorhaben. Die in der Planung und Finanzierung abgeschlossenen Bauvorhaben können nach den bis- herigen Bestimmungen durchgeführt werden, sedoch mit der Einschränkung, daß die Zahl der Klein- und Kleinstwohnungen in einer Gemeinde 20 v. H. der für das erste Wohnungsjahr vorgesehenen Wohnungen nicht übersteigt. XIII. Der Reichskommissar erläßt im Einvernehmen mit den beteiligten Obersten Reichsbehörden die zur Durchführung und Ergänzung dieses Erlasses erforderlichen Rechts« und Derwaltungsoorschriften. sind weitestgehend zu normen. Die Arbeiten an der Baustelle find zu mechanisieren mit dem Ziel, die Handarbeit soweit wie möglich auszuschalten. Es sind Mechoden zu suchen und in größeren Der- suchen praktisch zu entwickeln, die in absehbarer Zeit zu einer wesentlichen Vereinfachung und Beschleunigung der Arbeiten am Bau führen. IX. vauwirlfchaflliche voraüssehungen. Im Auftrage des Reichsleiters Dr. Ley sprach der Geschäftsführer der Deutschen Arbeitsfront, Oberbefehlsleiter Marrenbach, vor her Presse über die Bedeutung des vom Führer an Dr. Ley erteilten Auftrages. Der Führer roill, daß der beut- che Sieg jedem deutschen Menschen ein besseres und glücklicheres Leben bringt. Das ist der Sinn des sozialistischen Programms, das nach dem Siege in die Tat umgesetzt wird, dessen Planung aber schon heute begonnen worden ist. Der Führer hat dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley den Auftrag erteilt, dieses größte Sozialwerk der Welt in Angriff zu nehmen, das folgende fünf Fragen umfasse: 1. Die Altersversorgung des deutschen Volkes, 2. die Durchführung eines umfaf- lenden Gesundheitswerkes, nebst einem Freizeit- und Erholungswerk, 3. eine neue R e i ch s l o h n o r b n u n g , 4. ein Berufserziehungswerk, 5. ein großes soziales Wohnungsbauprogramm. Das Altersver- sorgungswerk ist im Entwurf fertiggeftellt. Gesundheitswerk und Lohnordnung sind in Arbeit. Das Berufserziehungswerk wird den schaffenden Deutschen zu höchster Tüchtigkeit führen. Das große fo= uale Wohnungsbauprogramm ist durch den Erlaß des Führers um einen entscheidenden Schritt seiner Verwirklichung nähergebracht worden. Es ist eine nationalsozialistische Forderung, daß jeder Deutsche, insbesondere jede deutsche Farnllie, in einer anständigen und sauberen Wohnung wohnen soll. Die gesunde und g e • nügenb große Wohnung ist die Voraus- setzung für ein gesunbes Familienleben, unb dieses ist wieder die Voraussetzung für jede Bevölkerungs- Politik. Die Dolkswohnungen müssen zu Mietsätzen bereitgestellt werden, die in einem gesunden Verhältnis zum Einkommen stehen. Der Führer hat in einer eingehenden Instruktion seine Ansichten über die Gestalt einer Dolkswoh- nung und die Durchführung des Bauprogramms bis ms Kleinste ni eher gelegt. Einem Ausschuß unter ber Leitung Dr. Leys wurde bie Aufgabe gestellt, binnen vier Wochen die Richtlinien für die Durchführung der vom Führer gestellten Forde- mmgen auszuarbeiten. Dr. Ley und Prof. Speer konnten dem Führer den Niederschlag der Arbeiten des Ausschusies am 2. November 1940 oorlegen. Daraufhin hat der Führer den Erlaß unterzeichnet. Der Führererlaß erklärt den Wohnungsbau zu einer 62 qm bb) Dierzimmerwohnung einschl. Wohnküche: eine Wohnküche 24 qm ein Elternschlafzimmer 16 „ zwei Schlafzimmer zu je 10 qm ■ 20 „ ein Dusch raum mit getrenntem Abort 5 „ ein Flur 6 „ ein Balkon 3 „ gen in zwei- und mehrgeschossigen Bauten erhalten tunlichst einen Balkon- bb) 10 v. H. der neuen Wohnungen sollen einen Roum mehr und 10 v. H. e i n e n R a u rn weniger erhalten; cc) außerdem soll in allen Fällen ein Speise- unb Abstellraum vorgesehen werben. Bei der Planung von neuen Städten ober von Großbauvorhaben, Die das Gefüge einer Gemeinde von Grund auf ändern, kann mit Zustimmung des Reichs komm issars von den Derhältniszahlen ab-ge- wichen werden. c) Größe ber Räum«. Die Räume bzw. bie Wohnungen sollen folgende Mindestmaße nicht unterschreiten: aa) Dreizimmerwohnung einschl. Wohn- Oer Wehrmachibeamie. In Frieben unb Krieg, in Front unb Heimat finden wir bei nahezu allen Dienststellen und Einheiten unserer Wehrmacht für besondere Ausgaben, vor allem auf dem Gebiet der Versorgung, neben dem Soldaten bcn W e h r m a ch t b e a m t e n. Nicht wenige Dienststellen sind überwiegend oder sogar ausschließlich mit Wehrmachtbeamten besetzt oder stehen unter ihrer Leitung. Der Wehrmachtbeamte ist gleich dem Soldäten „Wehrmachtange« höriger" im Sinne des Gesetzes. Er untersteht ber Wehrstrafgerichtsbarkeit und den militärischen Disziplinarstrafordnungen. Er ist uniformiert unb bekleidet einen militärischen Rang, unb zwar in ber Regel einen bestimmten Rang, z. B. Leutnants-, Majors-, Generalsrang, in einigen Ausnahmefällen allgemeinen Offiziersrang ober allgemeinen Unter- ofstziersrang. Den zahlreichen unb vielseitigen Aufgaben, bie bem Wehrmachtbeamtenkorps gestellt finb, entspricht die große Zahl der einzelnen Laufbahnen. Sie ergibt sich einmal aus den verschiedenen Dienstzweigen, von denen als wichtigste nur Verwaltung, Kriegs- gerichtsbarkeit, technischer Dienst und sonstige Son- lerbienstzweige genannt seien, zum anderen aus Vorbildung unb Dienststellung des einzelnen. Aus diesen folgt die Unterteilung in bie Laufbahnen bes höheren, gehobenen, mittleren und einfachen Dienstes. Der Wehrmachtbeamte bedarf einer doppel- t e n Vorbildung: der soldatischen und der fachlichen. Die soldatische Vorbildung gewinnt ber Wehr- machtbeamte bes höheren Dienstes in der Regel auf bem Wege über den Offizier des Beurlaubtenstandes. Bei den Wehrmachtbeamten des gehobenen, des mittleren und des einfachen Dienstes handelt es sich ohnehin vielfach, wenn nicht meistens, um ehemalige Berufssoldaten, da ein großer Teil dieser Stellen den Militäranwärtern (früher Berlorgungsanwärtern) vorbehalten ist. Bei ihnen liegt die soldatische Ausbildung in der,zwölfjährigen oder noch längeren Dienstzeit als Berufs- soldat. Soweit die Stellen jedoch mit Zivil anwär- fern besetzt werden, müssen diese ihrer gesetzlichen Dienstvslicht genügt haben und bleiben z. T. darüber hinaus während des Vorbereitungsdienstes noch im Soldatenverhältnis. Die fachliche Dorbildun g entspricht derjenigen der Zivilbeamten. Der Werdegang des Wehrmachtbeamten des höheren Dienstes ist daher im allgemeinen: je nach dem Dienstzwelge Hoch- schuil- bzw. Unioersitätsstudium, erste Staats- (Referendar-) Prüfung, mehrjähriger praktischer Vorbereitungsdienst, zweite Staats- (Assessor-) Prüfung. Beim Wehrmqchtbeamten des gehobenen Dienstes bildet die Regel: dreijähriger praktischer Vorbereitungsdienst und Anstellungsprüfung, beim Wehrmachtbeamten des mittleren Dienstes: einjähriger praktischer Vorbereitungsdienst und Anstellungsprüfung, beim Wehrmachtbeamten des einfachen Dienstes: eine mehrmonatige Prvbe- d'.enstzeit. Die Wchrmachtbeamten des einfachen und mittleren Dienstes in Eingangsstellen stehen im Unter- offiziersrang, alle übrigen Wehrmachtbeamten im Offiziersrang. Im einzelnen umfaßt die Laufbahn des einfachen Dienstes ben Felbwebels- unb Ober- felbwebelsrang, die des mittleren Dienstes den Oberfeldwebels- bis Leutnants- bzw. Oberleutnantsrang, die des gehobenen Dienstes den Leutnants- bis Majors- bzw. Oberstleutnantsrang, die des höheren Dienstes den Hauptmanns- bis Generalleutnantsrang. Der Rang kommt äußerlich in den Dienstgradabzeichen der Uniform zum Ausdruck. Ebenso, wie ' sich das aktive Offizierkorps Im Kriege durch Offiziere i des Beurlaubtenstandes verstärkt, so bedürfen viele . der genannten Wehrmachtbeamtenlaufbahnen im Kriege der Auffüllung durch entsprechende Wehr- machtbeamte des Beurlaubtenstandes. als das Badezimmer gehalten. In allem ist bie große Fürsorge bes Führers um bie kleinsten Dinge bes täglichen Lebens im deutschen Volke erkennbar. Schließlich ist noch bemerkenswert, daß der Führer die aus dem Luftkrieg gewonnenen Erfahrungen berücksichtigt sehen will. Das gilt sowohl für die Standortwahl der Wohnstätten, für die Bebauungsdichte, für die Konstruktion des Hau- ses und für die Anlage von bombensicheren Luft- schutzräumen, die so groß sein sollen, daß alle Hausbewohner darin eine Schlafgelegenheit finden. Der Führer hat für das erste Nachkriegsjahr schon jetzt die Zahl der neuzubauenden Wohnungen auf 300 000 festgesetzt. In Anbetracht der riesigen Bauausaaben, die das Reich in den ersten Nachkriegsjahren auf allen anderen möglichen Gebieten zu erfüllen hat, muß diese Zahl als eine großartige Leistung angesehen werden. Hervorzuheben ist noch, daß der Landarbeiterwohnungsbau unb der Wohnungsbau in ben kleineren und mittleren Stäbten besonbers geförbert werden wirb. Die Wohnunaen werben zu einem angemessenen Mietsatz, b. h. zu dem Einkommen angemessenen Mietsatz, vermietet werden. Es besteht heute schon Einigkeit darüber, daß man darunter normalerweise eine Durchschnittsmiete von 3 0 Reichsmark monatlich zu verstehen tat Die Finanzierung des Wohnungsbaues hat sich diesem Mietiatz anzupassen, und nicht umgekehrt soll sich der Mietsatz nach der Finanzierung richten. Es ist daran gedacht, auch den Reichsarbeit s- dienst etwa In der Weise einzuschalten, daß er die Ausschachtungsarbeiten und das Legen von Fundamenten durchführt Es wird die Aufgabe des Reichskommissars — m Zusammenarbeit mit den Dienststellen von Gneralbauinspektor Speer und Reichsminister Dr. Todt — sein, diesen neuen Baumetho- den zum Durchbruch zu verhelfen. Der Führererlaß über den Wohnungsbau ist ein Dokument über das persönliche Wollen und die Fürsorge des Führers auf sozialpolitischem GMet, eines Mannes, der mitten im Kriege als Lenker der Schlachten unb der großen Politik bie Zeit finbet, sich mit den allerkleinsten Bedürfnissen und Sorgen jedes, kleinen Mannes aus dem Volke, z. B. bei der Einrichtung der Wohnung, im einzelnen zu beschäftigen. Mitten im Kriege geht ber Führer daran, nicht nur die neuen außenpolitischen Grundlagen Deutschlands zu schassen, sondern auch eine neue innere Ordnung aufzubauen. Die Erfüllung der von mir gestellten Förberun- fien ist Aufgabe des Reiches. Zu ihrer Durch- uhrung bestelle ich einen Reichskommissar für ben sozialen Wohnungsbau, der mir unmitteb bar untersteht. * II. Wohnungsbauprogramm. Der Wohnungsbau wird nach einem von Jahr zu Jahr festzustellenden Wohnungsbauprogramm durchgeführt. Die Zahl ber in ben einzelnen Jahren insgesamt au bauenden Wohnunaen wirb von mir se st gesetzt. Hierzu legt mir bei Reichskommissar einen gemeinsam mit dem Gene- ralbevollmächtigten für die Regelung der Bauwirt- schäft aufgestellten Iahresplan vor. Der Generalbevollmächtigte für die Regelung der Bauwirt- schast ist dafür verantwortlich, daß ber für bas Jahr vorzufehenbe Umfang von Wohnungsbauten mit den allgemeinen Bauaufgaben Im Reichsgebiet, die auf bie jeweilige Leistungsfähigkeit ber Bauwirtfchaft abzustellen sind, in Einklang steht. Der ßanbarbei- terwohnungsbou ist innerhalb des Gesamtwohnungsbauprogrammes besonders zu fördern. Das gleiche gilt für den Bau von Eigenheimen und Kleinsiedlungen bei vorhandenem Eigen- kapital. Für das erste Nachkriegsjahr ist ‘ der Neubau von insgesamt 3 00 000 Wohnun- gen vorzubereiten und durchzusühren. IIL Durchführung des Vauprogrammes. Bei der Finanzierung sind soweit möglich die Einrichtungen der Wirtschaft heranzuziehen. Die , Bauburchführung unb -Verwaltung geschieht, , soweit sie nicht von ben Gemeinden übernommen । wirb, burch gemeinnützige Wohnungsunternehmen ; ober sonstige geeignete Träger auf Grund befände- \ rer Zulassung. Die Einweisung ber Mieter erfolgt durch die Gemeinden mit Zustimmung der Partei nach Grundsätzen, über bie besondere Richt» Unten erlassen werden. IV. Mielhöhe. Die Lasten undMietendes neuen deutschen ; Wohnungsbaues sind so zu gestalten, baß sie in einem gesunden Verhältnis zu dem Einkommen ber Volksgenossen stehen, für bie bie Wohnungen be» । stimmt sind. Zur Erreichung dieses Zieles ist die Förderung des Wohnungsbaues aus Mitteln des Reiches so weit auszudehnen, daß tragbare Mieten und Lasten erreicht werden. V. Vaulandbeschaffung. a) Ausweisung von Wo hnungssieb- fungsgebieten. 3n Orten, in denen nach dem Kriege mit einem erhöhten Wohnungsbedarf zu rechnen ist, finb, soweit nach nicht geschehen, auf Grunb bes Gesetzes über bie Aufschließung von Wohnsiedlungsgebieten vom 22. September 1933 Wohnsiedlungsgebiete auszuweisen und Wirtschaftspläne aufzustellen. b) R i ch t p r e i s e für Wohn- und Siedlungsflächen. Für das im Wirtschaftsplan als Wohn- unb Siedlungsfläche ausgewiesene Bauland haben die Preisbildungsbehörden im Benehmen mit bei Gemeinde Richtpreise festzusetzen. c) Umlegung von Grundstücken. Die Umlegung von Grundstücken wird durch Reichsgesetz erleichtert. d) Erleichterte Beschaffung von Bauland. Die Beschaffung von Bauland wird durch ein Reichs- gesetz geregelt, durch das der freihändige Erwerb von Grundstücken erleichtert und beschleunigt sowie die Möglichkeit zu einer. Enteignung gegen ange- messens Entschädigung gegeben wird. VI. Gelänbeerschließung unb Gemeinschaftseinrichtungen. Die Deckung der Kosten, die den Gemeinden durch die Erschließung von Baugelände und durch die Errichtung von Gemeinschaftseinrichtungen entstehen, wird zum Zwecke der Vereinheitlichung und Vereinfachung der geltenden Bestimmungen durch Rsichsgesetz geregelt. Die von ben Gemeinben an die Ausschließung xu stellenden Anforderungen haben sich in den vurch Volksgesundheit, Verkehr und Sicherheit bedingten Grenzen sparsam zu bewegen. VII. Planung. a) Formen des Wohnungsbaues. Der neue deuÄche Wohnungsbau nach dem Kriege erfolgt in ber Form der Geschoßwohnungen, des Eigenheimes (mit Gartenzulage) und der Kleinsiedlung (mit Wirtschaststeil unb Landzulage). Die Anwendung ber einzelnen Form bestimmt sich nach ber Lage bes Bauortes. b) Gliederung der Wohnung. Bei der Planung von Wohnungsbauten in den ersten fünf Jahren nach bem Kriege ist von folgender Raumgliede- rung auszugehen: aa) 80 v. H. ber neuen Wohnungen enthalten eine geräumige Wohnküche unb drei Schlafzimmer, außerdem einen Duschraum mit getrenntem Abort. Wohnun- Utvk UDQ&. ben lb verk >4 ei» lieg! i Bertil nfolie Wh N l ühM ; ssen. St ?! hm, K i tote: i 3rkj ch tyn MG, Denn t- host«! J HM' der L» die drv SlntiM eine io oerstv ichtNl desknib Stets MAGGI5 Würte ergiebig • leine* Aroma • preiiyert Ä . h । n 91 86 qm Geringfügige Abweichungen sind zulässig, sofern bie Beschaffenheit des Geländes dies erfordert. d) Berücksichtigung ber Luftkriegserfahrungen. Die aus bem Luftkrieg gewonnenen Er- ahrungen finb bei der Stcmbortwahl der Wohn- tätten, bei ber Bebauunasbickte, bei ber Konstruktion bes Hauses unb bei Der Anlage von Luftschutz- räumen zu berücksichtigen. Soweit hiernach der Be- bauungsplan Luftschutzräume vorsieht, sind sie bombensicher zu errichten und so zu bemessen, daß alle Hausbewohner darin eine Schlasge- legenhett finden. VIIL Normung unb Rationalisierung. Ausgabe bes Reiches. Das soll keineswegs bie Verstaatlichung ber gesamten Wohnungsbau- wirtschaft bedeuten. Der private Wohnungsbau, insbesonbere ber Bau von Eigenheimen und Kleinsiedlungen mit vorhandenem Eigenkapital soll vielmehr aus bas stärkste geförbert werben. Der freien Initiative werden feine Schranken gesetzt. In besonderem Maße gilt bas für bie Erstellung von Wohnungen burch bie Betriebe für ihre Gefolgschaften Von Zurückbrängung der Privatwirtschaft kann also keine R^be fein. Bauburchführung unb Derwaltuna der Wohnungen erfolgt burch die Gemeinden ober burch g e • meinnujjige Wohnungsu.nternehmen. Es wirb eine der ersten Aufgaben des Reichskommissars sein, das ganze Reich mit einem lückenlosen Netz solcher Unternehmen zu überziehen, die vorhandenen Unternehmen gebietlich zu gliedern und zu- sammenMfassen unb in einer gemeinsamen Spitze Im Reich zu zentralisieren. Hier wie an fo vielen anderen Stellen werben bie alten Gauleiter ber NSDAP, ihre bekannte persönliche Energie unb bie Stoßkraft ber Partei ein setzen unb damit auch in den Gauen die Durchsetzung der Bauziele garantieren. Es ist klar, daß über bie so gebauten Wohnungen auch nach politischen Gesichtspunkten verfügt werden muß. Die erbbiologisch wertvolle, die k i n derreiche Familie ober sonstige sörderungs roürblge Volksgenossen, z. B. Frontkämpfer, werben bei ber Verteilung der neuen Wohnungen zu bevorzugen sein. Die Grundsätze, nach denen über die Wohnungseinheiten verfügt werden soll, stellt die Partei auf. Die Einweisung der Mieter selbst wird durch die Gemeinden im Einvernehmen mit der Partei erfolgen. Die Bestimmungen über Form und Gliederung ber Wohnuna, Größe der Räume sowie Konstruktion von Luftschutzräumen sind vom Führer selbst in allen Einzelheiten festgelegt worden. Es ist wichtig, daß 80 v. H. der neuen Wohnungen eine geräumige Wohnküche, drei Schlafzimmer, einen Duschraum, einen Balkon, einen Speiseraum und einen Abstellraum enthalten werden. 10 v. H. der neuen Wohnungen sollen einen Raum weniger unb weitere 10 o. H. einen Raum mehr enthalten. Man wirb vielleicht fragen: Dusch- raum, warum nicht. Badezimmer Der Führer selbst hat hen Duschraum für zweckmäßiger Die bauwirtschaftlichen Voraussetzungen für die Durchführung bes Wohnungsbauprogrammes regelt ber Generalbevollmächtigte für bie Regelung ber Bauwirtfchaft. Er bestimmt ben Einsatz von Baustoffen unb Einsatzkräften für bas jeweilige Bauprogramm, bezüglich bes Arveitseinsatzes im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsminister. Für bie Bereitstelluna ber notroenbigen Baustoffe ist schon jetzt eine Ausweitung ber Produk- 11 o n s ft ä 11 e n zu betreiben. Daneben ist bie lieber b ! bei Lock: i dar, nct ifllcitb t lerluH , Erfolg it he 6*i bem (fa rnbon Ip > W / ilktep ! be# SoniN 'ere^ hrer W >re 0eW Aus dem Reich. Aktivierung im Lustschuh. Die Polizei wird Amtsträgerin des RLB. und Luftschutzwarten bestimmte Aufträge auf den Gebieten der Ueberwachung der Entrümpelung, der Selbstschutzgerätebeschaffung, der Verdunklung, des behelfsmäßigen Lustschutzraumbaues einschließlich der wohnlichen Ausstattung, insbesondere Beheizung und Brandmauerdurchbrüchen, übertragen. Die RLB.-Amtsträger und Luftschutzwarte werden zur Durchführung mit polizeilichen Ausweisen ausge- statret. Die Zahl der Bauberater im RLB. wird soweit erhöht, daß jede RLB.-Gruppe, RLB.- Ortsgruppe und wichtige RLB.- Revier- und Ge- meinuegruppe über einen hauptamtlichen, die übrigen RLB.-Revier- und Gemeindegruppen sowie RLB.-Untergruppen über mindestens je einen ehrenamtlichen Bauberater verfügen. Die RLB.-Bau- berater haben außer den ihnen auf dem Gebiet des baulichen Luftschutz übertragenen Aufgaben die Pflicht, mit den für die hygienische Aussicht über die Luftschutzräume und die ärztliche Betreuung der Insassen von Lustschutzräumen bestellten Aerzten zusammenzuarbeiten. Die Ausbildung der RLB.- Amtsträger ist zu verstärken. Das Schwergewicht hierbei ist auf die Ausbildung der Blockwarte bis Revier- oder Gemeindegruppenführer zu legen. Zum Luftschutzwart ist die geeignetste Persönlichkeit der Luftschutzgemeinschaft zu bestellen. Bei Austausch sind in erster Linie solche männlichen Personen vorzuschlagen, die durch chre Eigenschaften und Stellung in der Luftschutzgemeinschaft die Gewähr für richtiges Handeln bieten. Hierbei kann auch auf Politische Leiter der NSDAP., Wehrpflichtige, Beamte und Behördenangestellte zurückgegriffen werden. Das gleiche gilt auch für die übrigen Selbstschutzkräfte. Eine Aenderung der gesetzlichen Vorschriften ist in die Wege geleitet; sie ist jedoch nicht abzuwarten. Soweit ausscheidende Luftschutzwarte, insbesondere Frauen, ihren Dienst angemesien versehen haben, sind sie zu Vertretern des Luftschutzwartes zu bestellen. Die Ausbildung der neu herangezogenen Kräfte ist beschleunigt durchzuführen. Der vorschriftsmäßige Luftschutzraum ist immer der sicherste Aufenthalt bei Luftangriffen. Entsprechend der Weisung des Führers ist es daher Pflicht, bei Fliegeralarm sofort den Lustschutzraum aufzusuchen. Es wird erwartet, daß die Bevölkerung diese Vorschriften befolgt, ohne daß es notwendig wird, mit Strafen einzugreifen. Die einge- tellten Selbstschutzkräste- müssen ebenfalls grundsätzlich schon bei Fliegeralarm den Luftschutzraum aufsuchen. Dadurch wird ihre Aufgabe nicht berührt, erforderlichenfalls nach Angriffen sich durch Rundgänge über Feindeinwirkungen, z. B. Brandbomben, Zündmittel, zu unterrichten. Anträge auf Feststellung von Sachschäden und aus Vorschußzahlung sind bei den Bürgermeistern einzureichen. Rach zahlreichen Erfahrungen sind viele Luftangriffe zweifellos auf schlechte Verdunklung zurückzuführen. Die mit der Ueberwachung der Verdunklung beauftragten RLB.-Amtsträger und die Luftschutzwarte haben daher der strengsten Befolgung der Verdunklungsvorschriften besondere Beachtung zu schenken. Abgesehen von der Verdunklung der Wohnhäuser, namentlich der Schaufenster, Treppenhäuser und der Hof- und Hinterfenster, gilt dies auch besonders für Krankenhäuser. Auch Wehrpflichtige im Qrstschutz. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbe- fehlshaber der Luftwaffe gibt bekannt: Entgegen den bisherigen Vorschriften kön- nen in Zukunft auch Personen, die der allgemeinen Wehrpflicht unterliegen oder für andere Zwecke der Kriegführung benötigt werden, zur Dienstlei- stung im Selb st schütz, insbesondere zur lieber» nähme des Amtes eines Luftschutzwartes verpflichtet werden. Darüber hinaus wird erwartet, daß alle Männer, die Mr Zeit in der Heimat tätig sind, sich freudig für dieses Amt oder für eine sonstige Tätigkeit im Selbstschutz zur Verfügung stellen, auch dann, wenn sie durch ihren Beruf stärker in Anspruch genommen sind. Es ist Ehrenpflicht der Männer, daß sie den Frauen, die bisher vielfach zu LS.-Warten bestimmt worden sind, dieses schwierige und wichtige Amt abnehmen. Der „Tag der deutschen Hausmusik". Wien, 18. Rov..(DRB.) Zum Tage der deutschen Hausmusik am 19. November, dem Todestag Franz Schuberts, fand im Festsaal der Akademie der Wissenschaften in Wien eine Weihestunde statt. Reichsleiter v. S ch i r a ch erinnerte an die großen Zeiten der Hausmusik, denen später eine Zeit der Verflachung und des Verfalls gefolgt sei. Jetzt habe längst eine Rückbesinnung auf die tieferen Werte des menschlichen Daseins stattgefunden. Wir hörten die unsichtbaren geheimen Ströme des Reiches wieder rauschen, die Jugend singt und musiziert, und das Wort Hausmusik sei wieder eine Verpflichtung geworden. Die n-ationallsoziali- stische Kulturpolitik habe bewußt die Vflege der Hausmusik zu einer- ihrer vornehmsten Aufgaben gemacht. Hausmusik im Kriege bedeute Stärkung des inneren Haltes. Die Losung für die Hausmusikpflege in diesem Kriegsjahr heiße: „Nicht auch im Kriege wird Hausmusik getrieben, sondern weil Krieg ist, treiben wir Hausmusik." Der Mann, der heute das Schwert in festen Händen halte, führe es auch für unsere Dichtung und Musik, aber gerade für Wolf Hitler sei Musik stets höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie gewesen, und es mache uns alle glücklich zu wissen, daß der größte Feldherr der Geschichte als einer der tiefsten Kenner der deutschen Musik bezeichnet werden könne. — Der Festakt wurde eingeleitet durch das Lied „An die Musik" von Franz Schubert und klang aus mit dem „Forellen"-Quintett. Die Erinnerungsfeier an Emil von Behring. Auf der Erinnerungsfeier an Emil von Behring, die anläßlich des fünfzigjährigen Bestehens der Serunitherapie vom 4. bis 6. Dezember 1940 von der Universität Marburg veranstaltet wird, werden außer dem Rektor der Universität, Professor Mayer, der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Dr. Rust und der Reichs- aesundsheitsführer Dr. Conti Ansprachen hallen. Festvorträge werden folgen, und zwar wird der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, Professor Reiter, über „Behrings wissenschaftliche Bedeutung" und Professor Brauer über „Behring als Persönlichkeit" sprechen. Daran wird sich eine wissenschaftliche Tagung schließen, mit Vorträgen von Professor Otto über Bakterien, von Professor Bieling über Virus, von den Professoren Schmidt und B e s s a u über passive Immunität, von den Professoren Kleinschmidt und G i n s über aktive Immunität, von den Professoren Rößle und Nieberle über Tuberkulose, von Direktor Dr. Demnitz über Zoonosen, von den Professoren D e m a g k und Schloßberger über Chemotherapie. Arzt und Gesundheitsführung Auf der Tagung der Reichsfachgruppe Volksgesundheit der Reichsstudentenführung in Prag gab der Reichsgesundheitsführer, Staatssekretär Dr. Conti, ein Bild der besonderen Stellung, die der ärzlliche Beruf im Leben eines Volkes einnimmt. Er sprach von den hohen Leistungsanstrengungen, dem persönlichen Verzicht, vön der Charakterstärke und den Opfern, die dieser Beruf von jedem fordere. Nachdem der verheerende.Einfluß des Judentums auf den ärztlichen Beruf gebrochen fei, müsse der Grundsatz vertreten werden, daß die Gesundheitsführung des Volkes niemals ohne den Arzt getrieben werden könne. Der Arzt aber werde feine Kraft und Persönlichkeit nur dann voll entfalten können, wenn am freien Arzttum festge- halten und damit ebenso beste Auslese getrieben werde, wie die freie Arztwahl gesichert bleibe. Der Reichsgesundheitsführer behandelte dann die Notwendigkeit, die ärzlliche Kunst, die Fähigkeit des Heilens und des Vorbeugens immer weiter M entwickeln. Die Erfahrung habe gelehrt, daß im Leben der Kulturvölker neue Krankheiten immer dann aufzutreten pflegten, wenn der Mensch verheerender Seuchen und anderer Dolkskran^eiten Herr geworden fei. Viel stärker als bisher müßten die natürlichen Heilkräfte wieder in den Dienst auch der vorbeugenden Gesundheitsfürsorge des Volkes gestellt werden. Deshalb sei nach dem Kriege M fordern, daß Licht-, Luft- und Sonnenbäder auch für den kleinsten Ort,zur Selbverständlichkeit werden. Zum Schluß ermahnte Dr. Conti die Studenten, die Fragen des M i ß - brauchs von Schlafmittelen und der gesundheitlichen Schädigung durch Nikotin- und Alto, holgenuß mit Verantwortung und Ernst zu betrachten. ' • . Sicherung -es ärztlichen Nachwuchses. Aus dem ganzen Reich sind die Medizinstudenten der Reichsfachgruppe Volksgesundheit in der Reichs- studentenführung zu einer Arbeitstagung im Lange- marck-Haus i n Prag zusammengetreten. Der stellvertretende Reichsärzteführer, Dr. B l o m e , erklärte, das Reich werde mit den neuen deutschen Gebieten nach dem Kriege einen stark erhöhten Bedarf an Aerzten ausweisen. Der Zustrom zum Medizinstudium, der augenblicklich zu beobachten sei, werde deshalb von der Reichsärzteführung ebenso begrüßt wie die Tatsache, daß eine stär- kere Neigung der Frau zum ärztlichen Beruf festzustellen ist. Die Fachgruppen hätten in enger Zusammenarbeit mit der Reichsärzteführung und den medizinischen Fakultäten Wege beschritten, um bei diesem Zustrom alle ungeeigneten oder nicht zur höchsten Leistung entschlossenen Elemente aus- zuschalten. Die Hochschulleher möchten bei den Prüfungen einen äußerst ft r e n g e n Maßstab an- setzen. Die Forderung an den Arzt der Zukunft laute, beste medizinische Ausbildung und höchstes fachliches Können mit seelischer Aufgeschlossenheit und der Kenntnis von den bewährten Methoden der natürlichen Heilweise zu verbinden. BolkSreihenuntersuchungeu im Gau Württemberg. Im Gau Württemberg-Hohenzollern wird jetzt ebenso wie im Gau Mecklenburg auch die gesamte Bevölkerung vor dem Röntgenschirmbild untersucht werden, zuerst" in den Großbetrieben, dann folgen die Schulen und als dritte Gruppe die freien Berufstätigen, die Handwerker und die Gewerbetreibenden sowie Hausftauen und Hausangestellten. — lieber den verschärften Kampf gegen die Tuberkulose sprach der stellvertretende Reichsärzteführet Dr. Blome. Er sagte, Churchill habe nach dem Fehlschlägen der Blockade gegen Deutschland feine Hoffnung auf die Rachitis und das Ansteigen der Tuberkulose gesetzt. Jetzt müsse er es aber erleben, daß die Rachitis noch niemals ein en so geringen Umfang gehabt habe, wie in diesem Kriege und daß der Kampf gegen die Tuberkulose Mit' verstärkter Energie ausgenommen werde. Für die Bekämpfung der Tuberkulose spiele auch das Wohnungsproblem eine enlschei- dende Rolle, dessen Lösung zu den ersten Aufgaben des Reiches nach der Niederringung Englands gehören werde. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Hochschulprofesior Dr. E m i l L e hMi a n n in Dresden aus Anlaß der Vollendung seines 60. Lebensjahres in Würdigung feiner Verdienste auf dem Gebiete der Volkskunde und Schrist- tumsgefchichte die Goethemedaille für Kunst und 'Wissenschaft verliehen. ♦ ' - Reichsarbeitsminister S e l d t e ist am Momag i n Mailand eingetroffen, wo er die Flugzeugfabrik Caproni und andere Rüstungswerke besichtigte. Der Bürgermeister von Mailand gab zu feinen Ehren einen Empfang. General Saure ist zum Generalsekretär des französischen Staatsche-fs ernannt worden. Saure, ein alter Mitarbeiter Petains, ersetzt in diesem Amt General Brecard, der soeben zum GroßkanMr der Ehrenlegion ernannt worden ist. ♦ In Bombay sind infolge der Verhaftung führender Persönlichkeiten des Indischen Nationalkon- gresses große Unruhen ausgebrochen. Fabriken, Bäben und Märkte sind zum Zeichen des Protestes gegen die Maßnahmen der britischen Behörden geschlossen. Der Setter der amerikanischen Gewerkschaft CIO., John 8 e ro i 5 , gab auf der Gewerkschaftstagung in Allantic City seinen Rücktritt bekannt, den er für den Fall der Wiederwahl Roosevelts während des Wahlkampfes bereits angekündigt hatte. * Der amerikanische Dampfer „E x c a m b i o n", der am Montag in Lissabon einlief, verläßt den hiesigen Hafen bereits am Dienstag wieder und nimmt eine größere Anzahl Reisender nach den Vereinigten Staaten mit Unter den Passagieren befindet sich auch der frühere französische Ministerpräsident Camille Chautemps mit seiner Familie, der sich einige Monate in Portugal aufgehalten Halle. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftlellung.) Karl Ulm aus Laug-Göns. Ein Brief an Sie, den wir schon vor einiger Zeit abschickten, kam als unbestellbar zurück, da Ihre Anschrift nicht deutlich und richtig angegeben war. In Ihrem jüngsten Briefe geben Sie überhaupt keine Anschrift an. Sobald wir Ihre Adresse genau in Händen haben, werden wir Ihnen erneut schreiben. Haupttchrifüetter: Dr. Friedrich Wllbelm Lange. Stellvertreter -es Hanpychriftletters: Ernst Blumschetn. Beranlwortlich ;üt Pollli. und Biwer: Dr. ffr. W. Lange, für daS Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stad« Gießen, Provinz Wirt,cha«l u. Sport: Emu Äiumsche 11. Druck unv Verlag Brühljche Uniöeriliäfebrurtetei R. Lange St @. Bertagsieiter: Dr.-Iug. Erich Hamann- Slngeiflenleiter Hans Beck. Verantwortlich -ürden ^nbalt derSln-etoen: TneodorKümmel Pi N-.6 2 kenntniffen gesucht. 5167Ü kokes ‘Ziel / und BDM.-Angehörigen zu 40 Pf. 6190D Voranzeige: X Dez. Vortrag von Herbert Volck. andere Ziersträucher. 5199 D MU Fernruf 2278 Lahnstratze Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Bücher! Die bestellten Obstbäume können abgebolt werden! Tag für Tag unterrichtet Sie die Zeitung über alle Ereignisse. Aus dem tausendfältigen Geschehen greift die SCHRIFTLEITUNG das Wesentliche heraus und gibt ihm die Form, die dem Leser Aufklärung und Wissen zugleich vermittelt So ist es dem Schriftleiter vergönnt, unmittelbar aus dem Erlebnis unserer großen Zeit heraus zu schaffen, die Zukunft Groß - Deutschlands mitzugestalten und mitzuverantworten. Hier ist ein Beruf, der Begabte schon in jungen Jahren hinausführt in die Welt, ein Beruf, zu dem man sich berufen fühlen muß; eine Lebensaufgabe für den, der an dem Werden unserer Tage mit Ernst und Begeisterung teilnehmen will, entschlossen und fähig zu voller Hingabe an das ihm anvertraute Werk. Eltern, deren Söhne Sinn und Bereitschaft für ein hohes Ziel besitzen und Zugang zu einem fesselnden Beruf erstreben, verlangen die Schrift »Zeitungsberufe, reich an Spannung und Erlebnis« von der Verlagsleitung des GIESSENER ANZEIGERS. Jakob Trumpfheller Darmstadt Hindenburgstraße 15 Für größeren gepflegten Villenhaushalt werden für sofort 2HaiMWnnen davon ein Mädchen mit Koch- Das Giadttheater sucht 2 Putzfrauen Meldung bei der Verwaltung, Johannesstraße 3. 5193 V mit Ösen oder Heizung, Stadtmitte. Schriftl. Angeb. u. 03893 anb^Gieß^Anz. (Stellenangebote) Sauberes IMSMW oder tüchtige VMllll auch für halbtags bei gutem Lohn gesucht. emo Für die Buchhaltung in einer Gieß. Apotheke gewissenhafte weibliche oder männliche Mvaft evtl, in Dauerstellung gesucht. Zuschriften mit Zeugnisabschr. und Bild unter 03895 an den Gießener Anzeiger erbeten. (siebener Vortragsring Volksbildungsstätte Gieben, Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) und Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Montag, den 25. November 1940, abends ZV4 Uhr, Neue Aula der Universität: Lichtbilder- und Schmalfilmvortrag von Universitätsprofessor Dr. Hans Krieg Direktor der Zoologischen Sammlung des Bayrischen Staates in München: la den Indianern des Gran thaco ( Südamerika). Die Mitglieder des Goethe-Bundes, der Kulturellen Vereinigung und der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde haben auf Mitgliedsausweis, Kontrollabschnitt Nr. 4, bis zu 3 Plätzen freien Eintritt. Ebenso haben die Mitglieder des Vortragsringes der KdF. gegen Vorlegen des Mitgliedsausweises freien Ein ritt. Mtglieder der NS. Franenscliait, des Landschaftshundes Volkstum und Heimat erhalten Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf., Nichtmitglieder zu RM.l.- bei Challier, Neuen weg, Kartenvorverkaufsstelle der KdF., Seltersweg 60, und Abendkasse. Die Ar gehörigen desVeranstaltungsrinoes dsr KJ. erhalten Eintrittskarten z. ermäßigten Preis von 80 Pf., Studenten, Militär und die übrigen HJ.- Für eine Apotheke Gießens Wmdcki lösten für die Spezialität.-Abteilung zum Anlernen zu mögi. bald gesucht. Zuschriften m.Zeugn.- Abschr. u. Bild erb. unt. 03896 an den Gießener Anzeiger. Gelbscheck, z. verkaufen. 03894 Großen-Linden, Alte Heerstr. 12. Junger, guter wachsamer sieiD Schäferhund Rüde, abzugeben Kaiserallee 32. Werbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstr. 1 S | Verkäufe W.MM Frischmelkende Rechnungen bei Brühl, GleBen | Vermietungen’] Einfach möbL Zimmer z.verm. Schriftl. Ansr. unt. 03891 an d. Gieß. Anz. | Mietgesuche""| zrelrnMmövl, WM m. Verpflegung, frei gelegen, gesucht. Schriftliche Angeb. m. Preis unter 5195 D an denGieß.Anzeig. Berufstät. junge Dame sucht gemütlich mit Zimmer mit Zentralheiz. (evtl, -fließendes Wasser) Nähe Stadtmitte oder Gärtnerei Adolf Dönges Marburger Str. 67, Fernruf 2321 Vaddelboot-Besiher die chre Boote in der Müller- schen Badeanstalt abgestellt hatten, werden sofort um ihre Anschrift gebeten. oasro Müllersche Badeanstalt Klinik. Schriftl.-----—.....- Angeb. u. 5197V Homuth, an d. Gieß. Anz. Ludwigstr. 61 I Praxis wieder aufgenommen Hans Köhres Dentist Kaiserallee 2 Sprechstunden in Gießen DL, Do., Sa. I 9-12und Gr.'Buseck Mo., Mi., Frei./15-17 Uhr _________________________________5196 D Beerenobst-E>träucher,Schneebatien- Hochstämme, Prunus (Mandelbäum- chen), Edler Flieder in Busch» und Hochstämmen, gefüllt, u. verschiedene | Kaufgesuche | | Verschiedenes^ Jagdl. brauchb. Dackel zu kaufen gesucht Schriftl. Angeb. unt. 03887 an d. Gießen. Anzeig. Itazertzitter m. Perlmuttern!, zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. 03889 Gut erhaltene Pianos u. Flügel zu kaufen gesucht. Piauohaus Schönau Tel. 3269 6i»6etö umzugshalber zu verkaufen, ossss Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gießen. Anzeig. i sairelblW 1SAMMW 1 SopiemeNe zu verk. Wo, sagt ineGeschäftsst.o. Gieß. Anz., ossoo alleiäsNg.Haare Leberflecken Pickel,Sommer- wross. ulro entf. u. Gar. für immer Frau B. Gulden seit 1935 Fr. W.HeoKei Lvrechsiund etzi Mitteocbs. Gießen Am Riegelpfad 32. 9-17 Ehr durchfl, familiendrucksachei Verlobungsanzeigen Vermählungsanjelger Qebudsanzelgen bei Brühl. Schulstr. 2 Oeffentliche Mahnung. Folgende Rückstände werden hierdurch zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säumniszuschlag berechnet und die ^Beitreibung eingeleitet werden muh: 5194C 7. und 8. Vorauszahlungsrate Grundsteuer 1940; 3. Vorauszahlungsrate' Gewerbesteuer 1940; 4. Rate Bürgersteuer 1940. Gießen, den 19. November 1940. Der Oberbürgermeister. (Stadtkasse.) Gterbefälle. Am 1. 11. 40 Krankenpfleger a. D. Joses Frink, 53 Jahre, Gießen, Am Kugelberg 41. 2.11. Margarete Fischer, geb. Drechsler. 61 Jahre, Gießen, Weserstraße 8; Heinrich Ranft, städt. Arbeiter i. R.» 64 Jahre, Gießen, Neuenweg 27; Landwirtsgehilfe Wilhelm Steeg, 27 Jahre, Villinaen, Kr. Gießen. 3.11. Weißbindermeister Friedr. Wilh. Heinr. Neuling, 59 Jahre, Gießen, Steinstraße 72; Gastwirt Gust. Weinbrenner, 57 Jahre, Gießen, Brandgasse 8. 4. 11. Obermaschinenmeister a. D. Georg Albrecht, 80 Jahre, Gießen, Ederstraße 20. 5.11. Schneidermeister Wilh. Balzer, 65 Jähre, Gießen, Walltor' straße 67. 6.11. Luise Waldrach, geb. Zecher, 74 I.» Gießen, Goethestr. 68.7.11. Anna Elis. Steinmüller,, geb. Eich, 74 Jahre, Gießen, Brandgasse 7. 9. 11. Margarete Weigel, 40 Jahre, Gießen, Franks. Str. 5. 10.11. Elisaü. Nies, geb. Lemv, 48 Jahre, Gießen, Franks. Straße 103. 11.11. Katharine Göbel, geb. Jammer, 65 Jahre, Hausen, Kr. Gießen, Gießener Str. 20. 13.11. Marie Bops, geb. Jung, 57 Jahre, Lang - Göns, Mohrgasse 3. 14. 11. Luise Helene Auguste Haas, geb. Zeidter, 63 Jahre, Gießen, Eicki- gärtenweg 25; 14. 11. Reichsb.-Schaffner Wilhelm Weller, 49 Jahre, Allenüorf a. d. Lahn, Kr. Gießen. Voll- Jurist aualifiziert,zehnjährige Praxis, insbesond. auch aus dem Gebiete des Arbeits-, Steuer- u. Wirtschaftsrechts, sucht in Gießen oder Umgegend Nebenbeschäftigung, die ihm noch Zeit laßt für seine eigenen vissenschaftlichen Arbeit. Schriftl. Angeb. U.5198D an o. Gieß. Anz. BoBftflü auf dem Wege Schanzenstraße- Bahnhosstraße ».verlor. Finder erkannt. Abzugeben auf d. Fundbüro, ossss VoMovnbrot nach dem Simons - Verfahren, enthält unverändert alle Wert- di Stoffe des Getreidekor- .l M nes, daher so nahrhaft M ffl und bekömmlich. 5183D ■Jgr Kränierbans lang W Fachgeschäft für voll- wertige Lebensmittel, der^dl Gießen, in der Mäusbnrg Stadttheater 18.30 bis 21 Uhr lsroM 10. Dienstag-Miete! Dr. med. Hiob Prätonus Facharzt iflr Chirurgie u. Frauenleiden Komödie von Goetz. Preise von RM 0.60 bis 8.10. Dienstaa November 1940 2r 4 Zweites Statt Von -er Erb- und Raffenforschung in Hessen Gchulsammlung des VOA. 1940 Wie konntest Du, Veronika V \ werden. Gießener 5ie, de« als uri sich unb Briefe aß wir )en wir >ßt bei « unb ch den agieren inisteb er & aufge- ttetei td tillii unb lhyriot; jfj. ■qe d S. ms KcL BW Die Erb- und Rassenforschung ist eine Breiten- , arbeit, da sie sich vornehmlich auf die normalen t menschlichen Erbmerkmale stützt. Normale Erbmerk- , male sind Rassenmerkmale. Dadurch ergibt sich der Zusammenhang zwischen Erbforschung und Rassen- orschung. WM man einen Ueberblick über bestimmte Rassenmerkmale in einem Bezirk gewinnen, so muß man zunächst die Durchschnittshäufigkeit dieser Merkmale kennen, um feststellen zu können, was auffällig ist, demnach bemerkenswert erscheint und zu einer besseren Verwertbarkeit führt. Zu diesem Zwecke werden erbliche Körpermerkmale —? zu denen die Augenfarbe, die Haarfarbe, Fingerabdrücke, Handabdrücke, Fußabdrücke, Bluteigenfchaften, Größe und Gewicht des Körpers, Schädelmaße, Gesichtsmaße ufw. gehören — an möglichst vielen Menschen festgestellt. Diese Untersuchungen sind bisher schon auf breiter Grundlage, auch in Oberhessen, durchgeführt worden und werden weiterhin fortlaufend ergänzt, wobei es der wissenschaftlichen Arbeit zustatten kommt, daß das Institut für Erb- und Rassenpflege mit dem Rassenpolitischen Amt der Gauleitung, mit dem Staatlichen Gesundheitsamt, der Landeszentrale für die erbbiologische Bestandsausnahme und dem Reichsbund Deutsche Famllie (früher Reichsbund der Kinderreichen) zusammenarbeitet. . . . Der menschlichen Erbforschung stehen nicht wie in der Vererbungsforschung an Pflanzen und Tieren Vererbungs-Experimente in beliebiger Welse zur Verfügung. Es ist nicht möglich, daß man irgendwelche Merkmale in ihrer Vererbungsmöglichkeit durch Kreuzungen und Rückkreuzungen vielfacher Art verfolgen kann. Bei der menschlichen Erbfor- schung ist man angewiesen auf die geschlossenen Ehen und auf den Nachwuchs, der aus diesen Ehen kommt, um anhand dieses Materials rückschauend Schlüsse über die Dererbungsmöglichkeiten der einzelnen Merkmale ziehen zu können. Deshalb wur- 1 den im Rahmen der bisherigen Forschungsarbeiten möglichst viele kinderreiche Familien untersucht, da 1 durch die vielen Kinder dieser Ehen besonders reiche > Möglichkeiten zur Feststellung des Erbganges der ' Raffe- und Erbmerkmale sich ergaben. Dem gleichen ' Zwecke dient die ZwMngsforschung, die bei den ' Menschen in besonders günstiger Weise die Erblich- • (eit der einzelnen Merkmale zu erforschen ermöglicht. dann bin ich stolz darauf, ein so guter Bettenbauer zu sein — so stolz, daß ich mich abends' nur schwer entschließen kann, mein Bauwerk zu zerstören. Am liebsten würde ich dann die ganze Nacht auf dem Schemel schlafen, nur um meinem Bett keine Ge- mullichkeit anzutun. «bth A IM 9abeu 5 S-. J ^5 Saure, 1 Anu anzlrr zur iw i SiiM ingeleihl 5194t ler W 140; der Gießen-Klein-Linden. Der Führer hat dem Rektor Dr. Ehr. Cröß - mann an der Volksschule zu Gießen-Klein-Linden als Anerkennung für 25jährige treue Dienste das silberne Treudienst-Ehrenzeichen verliehen. Ortszeit für den 20. November. Sonnenaufgang 8.56 Uhr, Sonnenuntergang 17.25 Uhr. — Monduntergang 12.47 Uhr, Mondaufgang 22.38 Uhr. s Gießener Doriragsring. ym Rahmen des Gießener Dorttagsringes werden die Dolksbildungsstätte Gießen, der Goethe« Bund Gießen, die Kulturelle Dereiniguna (früher Kaufmännischer Verein), sowie die Gesellschaft ülr Erd- und Völkerkunde am Montag, 25. November, 19.15 Uhr, in der Neuen Aula der Universität eine besonders interessante Veranstaltung bringen: der bekannte Schriftsteller und Universttätsprofesior Dr. Hans Krieg, Direktor der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates in München, wird einen Schmalfilm- und Lichtbildervortraa über das Thema „$u den Indianern des Gran Chaco (Südamerika)" halten. Auf vier Forschunbereisen, die insgesamt acht Jahre gedauert haben, ist Professor Krieg in engste Verbindung zu den zum Tell noch °gi« labrii ^er )1!0t erfahrt Ile reidekor nabrbafl ich- fl*’ lll. 'M MHz für Blutes. _ u ..... Die Kartei des Instituts, die der praktischen Anwendung bei der Beratung in allen diesen und zahlreichen weiteren verwandten Fragen dient, enthält rund 600 000 verkartete Personen und über 18 000 hessische Sippen. Sie ist eine der ersten Gründungen die er Art und gleichzeitig eine der größten im ganzen Reich Das Material der rund 18 000 Sippentafeln ist vor allem auf hessischen Sippen aufgebaut, von denen alle negativen und auch viele positive Erbanlagen verzeichnet sind. Dieses Archiv wird laufend vergrößert durch das Material der Landeszentrale für die erbbiologische Bestandsaufnahme in Hessen Dadurch erhält man immer mehr die Möglich- kett der Urteilsbildung über den biologischen Sippen- wert und gleichzeitig immer tieferen Einblick in das Erbgefüge der Bevölkerung Hessens. 8. Die Erkenntnisse aus dieser Forschungsarbett, die im einzelnen keine dem Laien auffallenden Beson- derheiten zeigen, werden in die Praxis umgesetzt bei der Tätigkeit für Abstammungsuntersuchungen, Feststellungen der-Vaterschaft und dergl. Diese Tätigkeit ist für den einzelnen, wie für die Gemeinschaft von großer praktischer Bedeutung. Gerade in der Anwendung der normalen Erbbiologie des Menschen auf das' tägliche Leben haben wir ein Arbeitsgebiet vor uns, das wichtige praktische Konsequenzen aufzuweisen hat, indem es dem einzelnen die Möglichkeit zur Klärung seiner Abstammung eröffnet und er dadurch Kenntnis erhält über das Erbgut, das ihm von seinen Eltern und seinen Ahnen auf den Lebensweg mitgegsben wurde. Damit kommt man auf ein weiteres Arbeitsgebiet 9 ftz ■olton- briken, otefte? en ge. taguno . ä, bei { ahreni , Durch die von der HI. zu leistende Berufsauf- Härung sollen vor allem auch die Eltern gewonnen gerben, bei denen — gerade in bezug auf Mäd- hen — immer noch die Neigung besteht, sie wegen !es sofortigen besseren Verdienstes schnell in irgend- (tne Stellung zu bringen, statt sie eine ordnungsgemäße Ausbildung durchlaufen zu lassen. Unter der leiblichen Jugend zeigt sich echtes Interesse für die liaenüichen Frauenberufe, wie auch für soziale und Negerische Tätigkeit. Aber gerade hier begegnet inan oft dem Widerstand der Eltern. Hier spielt Dieb Icth die Unkenntnis über die Berufslaufbahn eine irofte Rolle, wie auch die falsche Gleichsetzung des .einen Bareinkommens in den verschiedenen Berufen. Die Aufklärungsarbeit durch bereits m der Ausbildung zu solchen Berufen stehende weibliche Jugendliche hat gerade hier ein wichtiges Arbeitsfeld Ein Bett muß eckig fein. Don Sans Jürgen Weislich. Bisher hatte ich immer geglaubt, daß ich schon ein fertiger Mensch sei. Ja, ich hatte mir sogar «n- gebkdet,. ein Meister im Umgang mit alltäglichen Kleinigkeiten zu sein. Aber nun weiß ich, daß ich gar nichts gewußt habe. Nicht .einmal, wie man fein Lett richtig macht. Ich bm nämlich jetzt Soldat. Früher beispielsweise war ich dec Annahme, em Bett müsse — fertig gemacht — einen gemütlichen Eindruck machen; gewissermaßen rote eine dicke runde Dame. Aber diese Ansicht war falsch. Ich habe es jetzt gelernt. Ein Bett muh eckig sein. Und vor allem, wenn man es macht, macht man es nicht — man baut es. Mit dem Keilkissen fängt es an. Das läßt man nicht so liegen, wie man darauf schlaft — nein, man drcht -s um, daß der Keil mit der Spitze nach dem oberen Ende des Bettes zeigt. Der Sinn d.e r Umdrehung ist: eckig. Ist d.e Bre.tkante desK-ll- nicht eckig genug, schneidet man °us einem Karton einen Streifen Pappe und stellt ihn senlrecht gegen die Kante. Nun nimmt man die Bettdecke und sal tet sie so zusammen, daß sie wie «n steifes Brett wirkt. Ist das - nach sehr olel Muhe - endlich gelungen, breitet man die Decke über das Bett und das Keilkissen glätte sie oben und unten und schlagt nun mit ter flachen Hand eine senkrechte Wand mittels der Decke an dem Pappstreisen entlang. TOeiftens ist der Bettenbau letzt gelungen es Lmt aber' auch oor, daß trotz allers Anstrengungen die Decke noch nicht eckig und brettahnl.ch genug ift. bann nimmt man einfach em wirkliches Brett, ob r einen Teil der Tischplatte, und g(atte: mit chm die letzten Falten aus b-rDecke.Undwenn man nun das Brett wieder abnimmt, ist das Bett voll- In dem serbischen Dorf Ravnjo bei Baljevac hatten Bauern einen verzweifelten Kampf mit einem riesigen Wolf zu bestehen, der in einen Bauernhof eingedrungen war und ein Blutbad im Schafstall angerichtet hatte. In den frühen Morgenstunden wurde der Bauer Gruicic durch jämmerliches lautes Blöken geweckt, das aus einem Schafstall kam. Er zog sich eilig an und ging in den Stall, um nachzusehen, was die Tiere so aufregte, als plötzlich ein gewaltiger Wolf sich auf ihn stürzte und ihn an der Kehle zu packen suchte. Ein furchtbarer Zweikampf entspann sich zwischen dem Bauern und dem wütenden Tier. Es gelang dem Manne, dem Wolf ein paar starke Hiebe auf die Schnauze zu versetzen, die die Wirkung hatten, daß er in seinen Angriffen kurze Zett nachließ, und diesen Augenblick benutzte der Bauer, sich mit einer in der Nähe stehenden Axt zu bewaffnen. Dann fing der Kampf von neuem-' an und wurde nur noch heftiger. Als Gru- icic dabei die Axt aus den Händen glitt, griff der Wolf noch wütender an und zerfleischte dem Bauern Arme und Beine, so daß seine Kräfte zu schwinden drohten. In dieser höchsten Gefahr kamen em an- derer Bauer und seine vier Söhne mit Mistgabeln herbei und griffen den Wolf an, der sich wild verteidigte, schließlich aber doch, von vielen Stichen durchbohrt, zu Boden stürzte. Die tapferen Bauern mußten sofort, da sie viele Wunden davongettagen hatten, in das Krankenhaus von — *-«»***♦ finden in dieser Stellung Erholung und eine nur vom Rande des Stahlhelms beengte Gemütlichkeit. Dabei fällt mir ein: auch vom Stehen hatte ich, bevor ich Soldat wurde, keine Ahnung. Ich stand verkehrt. Der erste Unteroffizier, dem ich begegnete, tagte mir, ich stünde da wie ein Strumpf mit Sülze. Ich stellte mir das vor und fand, daß er recht hatte. Als strebsamer Mensch fragte ich ihn, was ich tun könne, meine Haltung zu verbessern. Er empfahl mir, den Hosenboden zusammenzukneifen, und zwar so, daß ich einen Nagel damit aus der Wand ziehen könne; dann würde die gute Stellung schon ganz von selbst kommen. Der Unteroffizier hatte recht: nach Dielen Uebun- gen ist es mir heute gelungen, stramm, wie ein rechter Soldat, dazustehen. Ich brauche nur den Hosenboden zusammenzukneifen — schon stehe ich so^ Nur eines ist mir noch nicht geglückt: das mit dem Nagel. . , Aber ich lasse nicht locker: auch weiterhin ziele ich täglich auf ihn. Verzweifelter Kampf mit einem Wolf. Das auf dem Schemel schlafen übrigens habe ich früher nicht beherrscht. Jetzt bin ich ein Meister yarin. Wichtig oor allem ist, daß man es nicht tut wie die Anfänger, die sich obendrauf auf den Schemel setzen. Nein: man setzt sich in ihn hinein. Dazu stellt man den Schemel zunächst auf ferne Sitz- fläche daß er mit allen Vieren nach oben zeigt, und nun zwischen diese Viere klemmt man sich ein. Empfehlenswert hierbei ist, daß man jedem Bem im voraus feine Bestimmung gibt. Nach vielen Hebungen bin ich zu folgender Bestimmung gekommen: Das eine Bein benutzt man als Rückenlehne, und zwar hakt man sich tunlichst, damit der Rücken nicht abgleitet, mit einem Schulterblatt an ihm fest; das zweite und dritte Bein benutzt man als Armlehnen — man sitzt dann fest wie in einem Polster- effel- nur eckiger, zackiger — und das vierte Bem hebt man sich als Angel auf, an der man sich, will man aufstehen, wieder hochzieht. Nur muß man darauf achten, baf)\ einem bei dieser Schlußubung der Schemel nicht wegrutscht und man hinteruber fällt, möglicherweise sogar mit dem Kopf auf die Rückenlehne. Heimkehr ins Großdeutsche Reich. Der Dolksbund für das Deutschtum tat Ausland hat auch in diesem Jahr die ministerielle Genehmigung zur> Durchführung seiner nun schon zur Tra- dttion gewordenen Schulsammlung erhalten. Sie wird vom 22. bis 24. November im ganzen Reich einheitlich durchgeführt. Die deutsche Jugend, die von jeher einer der Hauptträger der Volkstumsarbeit des VDA. war, sammelte in dieser Zeit bei Freunden und Bekannten. Als Spendenquittung werden fünf Postkartenserien je sechs Stück ausgegeben. Die ersten vier Serien enthalten künstlerische Wiedergaben in Vierfarbendrucken von Zeichnungen des Malers Wolfgang Willrich. Sie tragen den Titel „Männer der Front" und „Das deutsche Antlitz". Neben den Köpfen unserer erfolgreichsten Soldaten, wie Kapitänleutnant Prien und Generalmajor en oaoongeiragen ernpnnuenue Baljevac gebracht schrieb Thea B. Iwo Harbich. (Ufa.) Rommel, deren kämpferischer Einsatz der Festigung deutschen Volkstums gilt, sind Typen aus deutschen Volksgruppen gewählt worden, jenef Menschen, die weit vor den Grenzen des Reiches gleichfalls ein Leben des Kampfes für Deutschland führen. Die letzten beiden Serien „Deutschtum im Aufbruch" zeigen eindrucksvolle Aufnahmen aus der heutigen Arbeit der deutschen Volksgruppen, den Betreuungs- gebieten des VDA. wird, Klarheit über feine Abstammung zu gewinnen, so wird ihm hierdurch auch das Wissen um alle' die Dinge gegeben, die für fein Leben von großer Bedeutung sind; z. B. vor der Eheschließung über wichtige Fragen der Gattenwahl, über die Frage der erwünschten Fortpflanzung ufro., für das praktische Alltagsleben über die Fragen des Ehe- tandsdarlehens und aller anderen Förderungsmaßnahmen des nationalsozialistischen Staates, die von der Erbgesundhett des zu förderiiden JnDivi« buums abhängig sind. Neben dem Ehestandsdarlehen kommen hier namentlich für kinderreiche Famalien die Erziehungsbeihilfen in Betracht, ferner bei Siedlungslustigen die Siedlerauswahl und Sied- lerhilfe; außerdem find diese Unterlagen von Wichtigkeit bei Einbürgerungsangelegenheiten ufro. Die praktische Behandlung aller dieser Angelegenheiten wird im Rahmen der dem Institut angeschlossenen Beratungsstelle für Erb- und Rassenpflege durchgeführt, die eine Abteilung des Staatlichen Gesundheitsamtes ist. Welch großen Umfang diese Arbett In der Ausstellung „Landschastsgebundene Wissenschaft" gelegentlich der Gießener Unt- versitätswoche 1940 zu Anfang dieses Monats war eine Abteilung den Arbeiten der Erb- und Rasfenforfchung in Hessen gewidmet Dieses Arbeitsfeld wird von Prof. Dr. med. H. W. Kranz, Leiter des Rassenpolttischen Amtes der NSDAP., Gau Hessen-Nassau, und Rektor der Ludwigs-Universität, betreut. Der Arbeit seines Instituts sind die bisherigen bedeutenden Ergebnisse der Erb- und Rassenforschung in Hessen zu verdanken. Aus einer Unterredung über die bisherigen Erfolge des Instituts können wir folgendes berichten. Aus der Stadt Gießen. Oie Berufswahl der Jugendlichen. Im kommenden Frühjahr verlassen wieder Tauende von Knaben und Mädchen die Schule und sehen damit vor der Frage der Berufswahl. Hier leich von Anfang an den richtigen Weg zu gehen nd Fehlleitungen, die zu Fehlleistungen fuhren Nüssen, zu vermeiden, liegt sowohl im Interesse der Zugendlichen selbst als auch der Allgemeinheit. Die große Bedeutung der Berufswahl der Ju- «mdlichen wird unterstrichen durch den kürzlich vom K.eichsjugendführer erlassenen Tagesbefehl, der auf lie Wichtigkeit einer von der HI. in Zusammenarbeit mit den anderen berufenen Stellen zu leistenden Berufsaufklärung hinweist und sie den Forma- tonen zur Pflicht macht. So werden in diesem rahre zum erstenmal „Abende der Berufsaufklärung" furch die HI. veransiattet werden, zu denen die Ju- kendlichen und ihre Eltern geladen werden. An den ibenben sollen auch die Rektoren der Schulen und Ün Vertreter der staatlichen Berufsberatung teil- reimen. Bereits im Beruf stehende Jugendliche werten dabei zu ifjren Kameraden fprechen. Die Sieger ter Berufswettkämpfe, HI. und BDM.-Führerinnen □erben über ihre Berufserlebnisse und Berufs- irfahrungen berichten und so ein lebendiges und cnschauliches Bild des Berufslebens und Der Berufsarbeit an ihre Zuhörer herantragen, das auf tio Jugendlichen wie auch die Ettern sicher von be» bnberer Eindruckskraft fein wird. Was die eigenen Beine in dieser Fakirstellung betrifft, so breitet man sie vor sich hin, oder faltet sie wie ein Schneider, oder man zieht sie sich ein- ach vor den Bauch und legt das Kinn auf Die Knie Dies letztere allerdings erfordert schon eine gewisse Gelenkigkeit und eine gute Portion Ausdauer und Geduld. Aber dann — ich sagte es schon —: wie ein gemütlicher Polstersessel. Mit dem Stahlhelm habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Früher glaubte ich, er sei nur dazu da, damit er den Kopf schütze. Wett gefehlt! Man kann ihn auch als Kopfkissen benutzen oder als Schaukelstuhl! Als Kopfkissen wirkt er bei längerer Inanspruchnahme etwas hart — als Schaukelstuhl dagegen bleibt er über Stunden hinaus bequem. Zu diesem Zweck muß man ihn wie den Schemel mit dem oberen Teil nach unten stellen. Das ist die ganze Arbeit. Und nun braucht man sich — oor- sichtig allerdings, damit man sich nicht schon an- angs gleich Falten sißt - nur hineinzufetzen. Wer letzt Phantasie Hatz gibt sich Traumen hin die ihn für gewöhnlich in seine früheste Kindheit zuruck- ühren. Natürlich dürfen diese Traume nicht aus- | arten Aber auch di- weniger Phantast-begabten des Jnstttuts, das die krankhaften Erbanlagen zum Gegenstand hat Die gleichen Dienststellen und Behörden, die die Forschungsarbeiten des Instituts für Erb- und Rassenpflege bei normalen Erbmerkmalen unterstützen, sind auch hier eingeschaltet. Die For- chungsmechoden sind ebenfalls die gleichen, um in das Erbgefüge der Bevölkerung Einblick zu gewinnen. Die kinderreiche Familie und das Sippenbild, ebenso wie die Zwillingsforschung vermitteln die Erkenntnisse hinsichtlich der Vererbung krankhafter Erbanlagen. Auch an der Feststellung dieser Erbanlagen muß der einzelne Mensch stark interessiert ein. Wenn ihm durch die Forschungen am normalen Erbmerkmal die Möglichkeit erschlossen |ie“! Di»! bi» m sich. Die auch an Heimabenden im Mittelpunkt der HI.-Arbeit stehende Berufsaufklärung erfolgt in tnqer Zusammenarbeit mit den staatlichen Organen: Arbettsministerium und Arbeitsämtern, die die Berufsberatung des einzelnen und seinen richtigen Ero- atz in die Gesamtwirtschaft übernehmen Die Auf- (lärungLarbeit der HI. richtet den Blick der Jugendlichen auf die wesentlichen Aufgaben der der Gesamtheit gestellten Arbeit und zeigt das Beruss- dild als solches, seine äußere Struktur und seinen ieelischen Gehalt für den Träger. In der Sozialstelle jedes Bannes der HI. und jedes Untergaues des LDM. arbeitet ein Derbindungsberufsberater mtt, der hauptberuflich in der Berufsberatung Des 2ttbetts- amtes tätig ist und als HI.-Führer oder BDM - Führerin gleichzeitig aktiv in der Jugendarbeit steht. , Giebel itcr L9L ttsgelB' . Gieb^ inr* nbgafie • ; ZMM' xchneiber WiM ; ict-S' I ff 11 i S- X - 57 3* HM Äilöelrt Dornotizen. Lageskalender für Dienstag. ©taDttaeater: 18.30 bis 21 Uhr: „Dr. med. ^ob ERräiorius" — Gloria-Palast, Settersweg: „Das sündige Dorf". - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Wie kanntest du, Veronika'. — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung W. Jmkainp im Foyer des Stadttheaters. Sladttheaker Gießen. Am heuttgen Dienstag wird die erfolgreiche Komödie „Dr. med. Hiob Prätorius, Facharzt für Chirurgie und Frauenleiden" von Curt Goetz wiederholt. Spielleitung Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. 10. Dienstag-Miete.__■ Es ist zweifellos nicht ganz ungefährlich, die Toch« ter als Experten zu benutzen, wenn es sich Darum handelt, einen als Schwerenöter bekannten jungen Mann auf Herz und Nieren zu prüfen. Hier jedenfalls wird die Sache sehr schnell Ernst, und als ein Kind erwartet wird, wäre eine Heirat die natürlichste Sache von Der Wett, wenn nicht frellich aus allzuviel Geheimnistuerei sich Mißverständnisse ergäben, die alles zu zerschlagen Scheinen. Denn es ist nicht eines jeden Mädchens Sacye, nur als Tochter eines reichen Vaters einem jungen Mann als Frau willkommen zu jein, um mit der Mitgift ein bankrottes Bankhaus zu sanieren, auch wenn man einmal unter anderen Umständen besagten jungen Mann fehr lieb gehabt hat und der rerche Vater aus immerhin begreiflichen Gründen die Heirat dringend wünscht. Die Tochter hat chren Stolz — „Sie hat meinen Dickkopf", nennt es der Vater — jedenfalls scheut sie nicht vor einer Szene an feierlicher Familientafel, läuft aus dem Haufe und wird Säuglingsschwester. Der junge Mann begreift, daß er nur durch Leistung sich die Achtung des Mädchens zurückgewinnen kann. Das er fo bitter enttäuscht und gekränkt hat. Gar nichts begreifen tut der Vater, er kann erst langsam von seinem Glauben an Die Allmacht feines Geldbeutels kuriert werden. Als Schließlich das Kind da ist, frohen die jungen Eltern wieder zueinander und auch der Papa muß einsehen, daß der innere Wert eines Menschen bei der Jugend höher im Kurse steht als sein Geld. Dieser Papa ist eigentlich die Hauptrolle des Films, und da die A>ee zu diefem Film von Ralph Arthur Roberts stammt, ist die Rolle ihm auf den Leib geschrieben. Als ein sehr selbstbewußter grantiger Kauz, der mit einem tüchtigen Schuß Skepsis auch genügend Selbstironie verbindet, so nimmt der vor kurzem verstorbene große Komiker in diesem seinem letzten Fllm von uns Abschied, der noch einmal den liebenswerten Künstler der leisen^ Töne, der feinen Charakterisierung, des leicht spöttelnden Lächelns zeigt. Seine Tochter Veronika ist Gusti Huber, die mtt fraulichem Scharm, aber auch großer Re* oluthett ihre recht delikate Rolle meistert, unter- tützt von Grete Weiser, Die lebensflua und chlagfertig ein bißchen Vorsehung spielt. Wolf A l - • bach-Retty ist angenehm Dezent der junge Bru- i der Leichtfuß, Erich Ponto ein schrulliger alter i Bankier, Lina C a r st e n s eine mütterlich warm , empfindende Aerzttn. Das Drehbuch zu dem Film ' *" i von Harbou, die Regie lag bei ' Fr. W. Lange. Eine Unterredung in dem Institut für Erb- und Aaffenpflege an der Universität Gießen. angenommen hat, geht Daraus hervor, daß alljährlich allein in der Stadt Gießen und tm Landkreis Gießen rund 2000 Personen bei Beratungen über diese Fragen in Betracht kommen bas Institut also im Verlause feines fünfjährigen Bestehens nur m der Stadt und im Kreise Gießen schon rund 10 000 Personen bei diesen Untersuchungen ersaßt und die Ergebnisse statistisch und kartographisch sestgehatten hat. Wie sehr aber auch die Volksgemeinschaft an diesen Dingen interessiert ist, ergibt sich aus der vom nationalsozialistischen Staat bisher schon durchgeführten Gesetzgebung zum Schutze der Erbgesund- heit des deutschen Volkes. So Dient Die Arbett des Jnstttuts auch dem Wirken für Dieses große Ziel, denn seine Tätigkeit vollzieht sich praktisch im Rahmen Des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nach» wuchses, ferner im Rahmen des Ehegesundhetts- gefetzes und des Gesetzes zum Schutze des deutschen kommen. Wie gesagt: früher habe ich nicht gewußt, daß man ein B-tt fo macht, b-zi-hungsw-^e. daß man es baut — uni> das lag wähl hauptsächlichdaran, sich °M° ^°NÖ "Wen7:ch^um B-sipA Ä'durch ander- Stub-N gehe, in denen Kameraden den Bettenbau^noch mcht heute do (Kommen unberührten, im Innern des Gran Ehaco (ebenden Indianerstämmen gekommen. Diese Stämme führen inmitten einer außerordent- (ch havben Natur ein unstet»» Ä-erWben. Tang besonders beschäftigten Ihn auch der Werdegang und das Schicksal der südamerikanischen Mischlinas'völ- ter. Nicht zuletzt hat er fein Auaenmerk auch auf die Sck)icksale deutscher Siedler Tn den tropischen Gebieten Südamerikas gerichtet. Heiteres Variete. Die Deutsche Arbeitsfront, NS.-Gemeinschaft »Kraft durch Freude", hatte für gestern zu einem Abend froher Unterhaltung im Gloria-Palast ein« geladen, der sehr gut besucht nxrr und ein hübsch zu- sammengestelltes Programm vortrefflicher DarietL- baDbietimgen brachte. Der Humorist Karl Peuker t als Ansager hieß zunächst die Besucher n>id» kommen und füllte die Pausen zwischen den ein- »einen Nummern mit munteren Ansprachen ans Publikum, mit dem er sogleich Kontakt fand. Gut und 'geschmackvoll ansagen bst viel schwerer als es ich anhärt; j)err Peukert entwickelte eine uner- chöpftiche Beredsamkeit und verbrettete sich mit an- leftammtem bayerischen Humor über die mancherlei [(Jemen, die einem Ansager zu Gebote stehen; er schweifte durch die deutschen Gaue, wobei er mit Genuß am Rhein verweilte, plauderte aus der Schule, prüfte die Besucher in der Botanik, erging sich über die alten Aegypter, über Goethe und die Verdunkelung und natürlich auch über das uner- schöpsllche Tyema aller Ansager: über Mann und Frau. Pusztay & C o. erschienen als Equilibristen mit einem gelehrigen Hund und verbanden in ihrer Nummer, in der der weibliche Partner erstaunlicherweis« den „Untermann" machte, Kraft und Eleganz. Rose D r o t g k beaann mit Saxophon- Solo und Steptcm» und zeigte später eine sehr saubere Tanzakrobatik. Eine der besten Nummern des unterhaltsamen Abends: Max Morland. Jongleure steht man massenhaft; sprechende Jongleure sind selten. Herr Morland unterhielt die Leute sehr witzia, indem er seine schwierigen Tricks mit einem tauschenden Redeschwall begleitete. Nicht minderen Anklang fanb mit Recht Grete D e d l t s ch , die mit sehr sympathischer Stimme und geschmackvollem Vortrag, dezent und mit Humor pointkerend, rotene- rische Lieder fang: von der Einquartierung, ein aus« nahmsweise nicht trauriaes Herbstliedchen und eine reizende, volkstümlich-verliebte Zugabe. Die Schwestern List und Sibylle Spalinger roarte- ten mit einem graziösen Spitzentanz im Biedermeierkostüm und einem temperamentvollen Matrosentanz auf und beschlossen den Abend mit dem traditionellen Wiener Walzer. Ein äußerst aufgekratztes Duett veranstalteten Lothar Röhrig und Patrik Hoffmann mit etlichen unerhörten Schlagern wie z. D. „Du bist so kühl zu mir, Elisabeth" und „In meiner Badewanne bin ich Kapitän"; das erfreute die Besucher so, daß zum Schluß noch die Arie vom Sellerie zugegeben werden nullte. — Das Publikum unterhielt sich zwei Stunden lang glänzend und spendete reichen Beifall. Hane Thyriot Gießener kvochenmarktpreije * Gießen, 19. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, H kg 4, 5 kg 40, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, rote Rüben 6, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 5, Zwiebeln 12, Schwarzwurzeln 15, Kürbis 7, Feldsalat (*/io) 8, Aepfel, % kg 15 bis 30, Salat, das Stück 8 bis 10, Endivien 5 bis 10, Lauch 3 bis 5, Sellerie 5 bis 30, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 10 Rpf. ch *• Zum viertenmal eine fröhliche Gabe. ,Kamerad Humor", der inzwischen als Sendbote des Landes um Rhein und Main schon recht bekannt geworden ift, meldet sich jetzt in seiner vierten Gestalt. Wer sich noch der drei zurück- liegenden Ausgaben erinnert, ist wohl überrascht, wie unerschöpflich der Quell landläufiger Fröhlichkeit um Rhein und Main svrudelt; wieder' ist es dre bewährte Mischung aus Anekdoten, Gedichten und Zeichnungen, die dem Blatt das Gepräge der Gemütlichkeit und des Frohsinns aibt. Der Herausgeber dieses schönen Faltblattes rft der Lande sfrem» oenverkehrsverband Rhein-Main in Frankfurt a. M. ♦♦ Der Westerwald-Verein, Zweig- verein Gießen, hielt am Sonntag bei starker Beteiligung seine Monatsversammluna ab. Vereinsführer Mader berichtete zunächst, daß der Mitgliederstand des Vereins irn Steigen sei und die SOOOÄtlometer Siete Roman von Olly Boeheim 8(.'Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Die Gläser klangen hell zusammen; beifälliges Gemurmel wurde laut. Die Gäste erhoben sich von ihren Plätzen, um mit dem Brautpaar anzustoßen. Da klopfte der Herr mit dem Spitzbart und der Brille an sein Glas und sagte, daß es auch ihn dränge, eine Rede zu halten. Gewissermaßen eine gesprochene Kritik, meinte er mit verschmitztem Lächeln. Ein Murmeln erhob sich, und Vera erfuhr, daß dies der Tiger, der berühmte und gefürchtete Kritiker sei. Za, er wollte eine Rede halten und dem deutschen Gast zu Ehren in deutscher Sprache, deshalb bitte er die Zuhörer, nicht alhu kritisch mit ihm zu verfahren, falls er einen sprachlichen Lapsus mache. Er hoffe, die Tafelrunde verstehe Deutsch, und falls dies bei dem einen oder dem andern nicht der Fall fein sollte, so erbitte er einen Dolmetsch. Den ein- setzenden Applaus wehrte er mit erhobenen Händen ab und deutete auf Anita, der diese Beifallsbezeigungen gebührten. Er fei aber nicht aufgestanden, um etwas zu sagen, was man morgen in der Zei- tung lesen könnte. Er wolle nicht über die Tänzerin sprechen, die zu tanzen begonnen habe, sondern über die, die zu tanzen ausgehori habe. „Vom Maler bleibt das Bild, vom Dichter das Buch, vom Sänger die Schallplatte, ja, sogar dem Mimen flicht die Nachwelt Kränze, well seine Leistung durch den Film festgehalten wird. Aber die Der Tänzerin? Was ist es mehr als ein seidiger Vogelflug, der uns aufschauen läßt, uns einen Augenblick lang glücklich macht und der dann im Aether verschwimmt. Tanz ist die ungreifbarfte Kunst aller Künste, die substanzloseste. Ich sagte vorhin, daß sie uns glücklich macht, Frau Derries. Das ist das höchste Lob, das einem Künstler gezollt werden kann. Sie haben viele Menschen glücklich gemacht, ich selbst war auch darunter, als ich Sie zuletzt in Wien tanzen sah. Nun haben Sie freiwillig entsagt, und Ihren eigenen Lorbeerkranz um eine junge Mädchenstirn gelegt Sie verzichten darauf, viele Menschen zu bealüden, um einen glücklich zu machen. Mag das Opfer noch so groß fern, er verdient es. Uno da die Götter jedes Opfer in ihrem Herzen belächeln, wohlgefällig belächeln, werden sie ihre ewigen Hände zum Segen öffnen." Er hob fein Glas: „Wir wollen trlnfen! Auf Vera Derries, die ein junges Menschenkind königlich beschenkt hat, und auf Anita Sllesen, den tanzenden Funken." Er wandte sich mit ernstem Gesicht dem jungen Mädchen zu. „Don, Ihnen hängt es ab, ob der Funke, der zweifellos 'da ist, zur Flamme des Genies angefacht wird, ober ob er im Alltag verlöscht In dem Atem, Kind, mit dem er angefacht wird, muß Deine ganze Seele sein. Kunst erfordert den ganzen Menschen. Sie ist eine herrische Göttin und verträgt keine anderen Götter neben sich." Die Gläser klangen zusammen. Anita stand mU blassen Lippen vor dem wissenden Antlitz des alten Mannes. „Den ganzen Menschen, Anita Sllesen, besten Sie stets baran , sagte er, unb fein Glas gab einen hellen fingenben Ton von sich, als er mit Anita anstieß. „So, und nun wollen wir den Braten nicht kalt werben lasten." Diese Worte brachen ben Dann der Feierlichkeit - Die Gäste steckten Die Köpfe Zusammen. Der berühmte Kritiker hatte Anita Sllesen anerkannt. Auf biefe Worte hin bürste man eine Kritik von ihm erwarten, bie Anita Sllesen alle Tore öffnete. Die biefe Dame an Peters Seite schwamm in Rührung wie ihr Teller in Dratensoße. „Wissen Sie, ich bip Dänin", sagte sie und wischte sich die Augen. „Wir haben sehr viel Tränen und sehr viel Appetit Ich weine fast ebenso gern wie ich esse. Sprach er nicht wundervoll? Ich habe zwar nur die Hälfte verstanden, aber —" „Vielleicht nehmen Sie dafür noch etwas Braten", sagte Peter und reichte ihr freunbfchafllich die Platte. Er suchte über ben Tisch Anitas Augen. Sie nickte ihm zu unb hob bas Glas. Erik Schmitter- lof folgte ihrem Blick unb trank Peter ebenfalls zu; sein Lächeln jeboch war kühl und gezwungen. Nachdem bie Tafel aufgehoben war, zerstreute sich bie Jugend im Park, während die alten Herrschaften in der Bibliothek und im Lesezimmer ben Mokka nahmen. Auf Der Rasenfläche drehten sich die ersten Paare im Tanz. Wandertätigkeit seither sehr rege war, diese auch im Winterhalbjahr aufrechterhalten werden soll. Für Die nächste Zeit sind Tageswanderungen, eine Weihnachtsfeier mit Kinderbcscherung, eine Auszeich- nungsseier im Januar und Beteiligung an Der Win- ter-SternwanDerung des Hauptvereins vorgesehen. Dem Kriegs-WHW. wurde ein ansehnlicher Betrag überwiesen. Eine weitere Gabensendung an die bei Der Wehrmacht befinDlichen WanDerkameraden soll Durchgcführt werben. Man will auch versuchen, ben Volkstanz roieber aufleben zu (assen. Nack Dankes- warten an bie Sammler für bas Kriegs-WHW. bei ber Strahensammlung bes NSRL. und nach Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten schloß ber Vereinsführer bie Versammlung in ber üblichen Weise. Anschließend blieben bie Teilnehmer noch einige Zeit In kameradschaftlicher Geselligkeit beisammen. Letzte Ehrung für Hektor i. H Oaab t- * Lollar, 18. Nov Nachdem Die Urne unseres verdienten Rektors L R. Otto D a a b auf unserem Friedhof beigesetzt worden war, erwiesen am Sonntag Die Lehrerschaft, Die Kriegerkameradschaft und Der Verein KinDerfreunD ihrem langjährigen treuen Mitarbeiter und Kameraden Die letzte Ehre. In aller Stille legten Rektor R u ck e l s h a u j e n für Die Lehrerschaft, Kameradschaftsführer Daube rt für Die Kriegerkameradschaft Lollar und Der 1. Bei- geordnete Hermann Schwalm für den Verein Kinderfveund je einen Kranz nieder. Landkreis Gießen ch Bettenhausen, 18. Nov. Im Kreise seiner Kinder, Enkel und zahlreicher Urenkel feierte Der Bauer Johann Georg Rücke! seinen öl. Geburtstag. Leider tst der betagte, geistig noch rüstige Mann schon feit fast Jahrzehnten erblindet. Besuch auf -er Gießener Hütte. Lichtbildervortrag im Zweig Gießen des Deutschen Alpenvereins. Der Zweig Gießen im Deutschen Alpenverein hatte seine Mitglieder und Freunde für Den Sonntag- nachmittag in Das Hotel „Hindenburg" zu einem Vortrag über bie Schönheiten von Körnten und Die Gießener Hütte elngelaben. Der Dereinsführer, Di- rektor Wrede, hieß die sehr zahlreichen Besucher willkommen. Sodann sprach Dr. Kaufmann, ber hn verflossenen Sommer auf einer Reise Kärnten unb Die für ben Gießener Zweigverein besonders interessierte Gießener Hütte besucht hatte. Er schilderte als scharf beobachtender^ Natur- und Berg- freund Land und Leute Der füDllchsten Grenzmark Des GroßDeutschen Reiches und erzählte von der Geschichte und Dem Freiheitskampf dieses 11000 Ouadratkllometer großen Landes, das mit feinen mehr als 200 Seen zu Den schönsten unseres groß- deutschen Vaterlandes gehört. Im zweiten Telle seines Vortrages, der durch prachtvolle, von Dr. Kaufmann und Frl. Fuhr angefertigte Lichtbilder ergänzt wurde, führte der Vortragende den Besuchern Die Schönheiten Des Landes vor Augen. Er ließ die Gäste im Geiste Die Reise über München, Salzburg, Durch das Salzachtal unD mit der Tauernbahn miterleben, um schließlich inmitten Der schönen Bergwett zu verwellen. Er zeigte auch Bilder von Spittal an der Drau mit dem Standquartier der Gießener Bergfreunde, um schließlich von Gmünd im Llesertal aus nordwestlich Durch Maltatal und Dann westlich durch Den Goßgraben ins wildromantische Gebirge mit feinen vielen Schluchten und wilden Wasserfällen aufzustrigen. lieber Almen, Höfe und Hütten führte der Weg immer höher hinauf, zuletzt zur Stieb- ochsenhütte und über Die Baumgrenze, bis sich schließlich die Gießener Hütte — erst kurz vor dem Ziel — dem Blick des Wanderers darbietet. Sie ist ein stattliches, zweistöckiges Gebäude, am Fuß Der Hochalmspitze gelegen, wurde vom Zweigoereln Gießen erbaut und von chm bis zum heutigen Tag betreut Bei einer Höhenlage von 2300 Meter, rundum eingeschlossen von Bergspitzen, bietet sie sich in ihrer wunderbaren Lage Dem Wanderer dar. Sie rft sauber und nett eingerichtet, hat schöne Zimmer, und gut läßt es sich, Die beste Verpflegung nicht zu pergessen, dort leben. Die vielen Lichtbilder ließen erkennen, Daß die Gießener Hütte mit Ihren nach allen Richtungen möglichen Hohenwanderungen in Die schönste Umgebung hineingestellt ist Nack Dem Abstieg nahm Dr. Kaufmann noch einige tage Aufenthalt am 1000 Meter hoch gelegenen Weißensee, von Dem er noch etliche Bilder zeigte. Zum Schluß feines Vortrags führte der Redner noch aus, daß mit der Gewinnung tiefes urdent- fchen, herrlich gelegenen Landes unser Vaterland unendlich reicher geworden sei, nicht nur an Land, sondern noch viel mehr an treudeutschen und opferbereiten Menschen. Vereinsführer Wrede Dankte Dem Vorträgen- den im Namen Der aufmerksamen Besucher. Bei manchem wurDen alte Erinnerungen wach an Dort schon verlebte Tage, bei vielen aber ber Wunsch, bie herrliche Gegenb um die Gießener Hütte im Land Kärnten selbst bald kennen zu lernen. Aus der Versammlung heraus wurden Die Ausführungen noch ergänzt und untersttlchen und weitere Anregungen gegeben. G.JL-fport 1900 - VfB. B. 3:2 (2:0). Der Sieg der Blau-Weißen war etwas vom Glück begünstigt, Denn auf GrunD Der teilweifen Feldüberlegenheit hätte der VfB.-R. zumindesten ein Unentschieden verdient Da Das Können allein aber nicht immer ausreicht, muß man auch mal mit Dem Beistand Fortunas rechnen, und Den hatten am Sonntag die Platzbesitzer. Mtt Beginn Des Spieles übernehmen Die Grün- Weißen Das KommanDo. Verschiedene günstige Ge- legenheiten eröffnen sich auch Dem Sturm, Der je- Doch nichts Produktives Damit anfangen kann. Abgesehen von einigen VerlegenheitsDurchbrüchen Der Blau-Weißen dauert Dies bis zur 20. Minute. Da kommt eine überraschende Wendung. Jung, der Linksaußen ber Blau-Weißen, geht mit einer Vorlage auf und davon, überläuft Die Verteidigung, lenkt Den Ball an dem sich entgegenroerfenDen Tor- mann vorbei zu Schellhaas, der in aller Ruhe nur einzulenken braucht Dieser Erfolg pulvert Die Blau- Weihen etwas auf, und obwohl Der VfB.-R. immer noch einige FelDvortelle hat, heißt es Dank einiger zielstrebender HanDlungen in ber 38. Minute 2:0 für 1900. Schellhaas, Der gegenüber früher viel frischer in seinem Spiel geworden ist, erwischt eine Abwehr von Schlitz gerade noch auf Der filme, und feine genaue Hereinaabe lenkt Theis an Dem Torwächter vorbei. Nach dem Wechsel ist 1900 sofort stark Im Angriff, unb durch ben mehr und mehr eingesetzten Linksaußen Jung werden verschiedene aussichtsreiche Chancen herausgearbeitet, die Der Innensturm jeDoch nicht zu verwerten weiß. Schließlich ift es Jung selbst, der eine Flanke von Kraft unhalbar zum 3:0 einköpft Damit sehen die Blau- Weißen wie bie sickeren Sieger aus, und es wird wohl niemand der Ueberxeugung gewesen fein, daß die Platzbesitzer nochmals um Den Sieg bangen müssen. Von ber 63. Minute an mirh man jedoch eines anderen belehrt, als es Den Grün-Weißen gelingt auf 3:1 zu verkürzen. Einen Schuß von Ehmann kann der am Boden liegende Letsch zwar halten, als ihm jedoch Das Leder weafvringt finD Jakob unD Godglück zur Stelle und schießen zum ersten Gegentreffer ein. Kurze Zeit später heißt es 3:2, als Goß durch ungewolltes Handspiel einen Elfmeter verursacht, Den Ehmann verwandelt Die nun stärker unb stärker werdenden Angriffe des VfB.-R. halten die Platzbesitzer für bie erste Zeit aus, um gegen Schluß roieber etwas aufautommen, sodaß sich bas Spiel in verteilten Rollen feinem Ende zuneigt Zu Erfolgen kommt es aber infolge Der Aufmerksamkeit ber beiberfeltigen Hintermannschaften nicht mehr. VfB.-R. hatte infolge verschiedener Urlauber eine beachtliche Elf zur Stelle, Der es aber an ber nötigen Verständigung fehlte. 1900 mußte gezwungenermaßen Ersatz elnfteUeiL Bester Mann ber Blau- „So wie in jener ersten Nacht am Meer werden mir nie mehr tanzen, Anita", sagte Erik Schmitter- lös nachdenklich. „Jetzt, wo du eine anerkannte Tänzerin bist, wage ich kaum mehr, dich aufzufor- dem. Damals auf ber singenden Insel warst Du meine kleine Nixe unD gehörtest mir ganz allein. Ich war nur auf Deine Schwestern, die Meerfrauen, eifersüchtig." „Unb warfst Ihnen ein Glas Sekt ins Meer, Damit sie mich nicht wegholen vom Stranb", sagte Anni oerträumt. „Ja — und nun? Du", er packte sie an belDen Schultern, „nun gehörst Du allen. Wenn Du wüßtest, wie Ich gelitten habe." „Ich verstehe Dich nicht." „Bel bem einen Tanz — »verliebte Elfe* ober so »hieß er wohl — warst bu halb nackt. Ja, nnen Schleier ließen alles ahnen. Mir war es wie eine Entweihung. Tausend Augen sahen deine geheimsten Schönheiten, vor denen ich selbst die Augen schloß, well sie mir heilig waren." „Du denkst falsch", sagte Anita traurig, „ganz falsch! Es gibt keine Nacktheit in ber Kunst. Ent- weber ist es Kunst ober nicht. Wenn bu meine Nacktheit gesehen hast — ja — bann habe ich schlecht getanzt. Dann brachte ich es nicht fertig, die Grenze zu erreichen, bei der man die Nacktheit vergißt." ,Lch kann nie vergessen, daß meine Geliebte ihren Körper Dem Publikum zur Schau Darbietet." ,ÄH fürchte, Erik, wir verstehen uns in Dieser Frage nicht gang.? „Verstehen ober nicht, es ist nun einmal geschehen." „Du sprichst von meinem Tanzabenb wie von einem Unglück." „Wenn ick ehrlich fein will, Anita, so war es für mich peinlich Ein Unglück wäre es gewesen, wenn meine Eltern dich so gesehen hätten. Meine Mutter wäre entsetzt gewesen. Natürlich wäre es mir lieber, bu hättest in Schweben überhaupt nicht getanzt." „Nicht getanzt?" fragte Anita verstänbnislos. „Ja, wenn wir heiraten, wirst bu bie Tanzerel Doch an Den Nagel hängen?" „Du sprichst, als sei es beschlossene Sache." „Ich nehme Doch an, Anita, baß bu ben Mann, den du liebst, auch heiraten willst. Du bist Doch meine kleine grau." Benner VfB.-R. 1900 e n ist Die Mannschaft, Die „Erik!" Anita schrie es heraus. (Ein paar vorübergehende Gäste wandten erstaunt den Kopf. „Du tust mir weh!" Ehmann Jung §le 111)1 18 Berelchsklaffe. Dornhol frei Sri HM tiroP 1 Ainu oagarll' dn ov! Weißen, ja sogar des Platzes war Goß, Der In feiner heutigen Verfassung mit Lippert auf ein? Stufe zu stellen ist. Die Aufstellungen lauteten: 8m J trop link; ft ( Wfn Wen ber Lo ‘teru i dieser nge K werbei Mu Den fit an i cheM mentur ben u wirb |n deins i Bit brii atioe Jer ei ber Ac MW 'Bieber Ml w bie Heu haben rtifeenl jjnqcn ! Jh H 1 aupti 5* J «Bl »»Pf »er, Mi Wien i hl Jainu über Den gefährlichsten und zweifellos stärksten Sturm verfugt. Würden sich auch, bie übrigen Telle in entsprechenber Weise anpaffen, dann hätte et» nicht zu Den beiDen Rückschlägen der letzten Zeit zu kommen brauchen. Immerhin sinD die Aussichten vorhanden, auch jetzt noch in die Entscheidung ein- zuarelfen. Kirch-Gons, das ebenfalls an Spielerabgängen zu leiden hat, ist bis jetzt noch nicht richtig in Schwung gekommen. Die Mannschaft spielt einen schonen Handball und pflegt ein anständiges Spiel. Gerade diese Tatsache hat ihr sehr.viele Sympachlen eingebracht und läßt erwarten, daß sie auch noch weitere Erfolge erringt. Die Katzenfurter haben bisher Pech gehabt. Alle Spiele zeigten, wie stark bie Mannschaft ist unb über welche Kräfte sie verfügt. Wenn ihr weitere Erfolge versagt blieben, bann lag bas keineswegs an ber Spielweife, auch nicht an mangelndem Können. Die Gießener M ä n n er t ur n er, die auch über Mannfchaftsfckwierigkeiten zu klagen haben, sind erst in letzter Zeit mehr aus sich herausgegan- gen. Daß die Mannschaft etwas kann, Darüber herrscht kein Zweifel; sie wird bei Den weiteren Spielen sicherlich auch noch ein Wort mitsprechen. „3a, Liebster", sagte Anita unb lag an feinem Hals. „Dummes, Meines Mädel! Hättest Du mich vorher gefragt, Dann hätte ich Dich gar nicht erst tanzen lassen." Antta löste Die Arme von feinem Nacken. „Du hättest mir ben Tanzabenb verboten?* „3a, mein Liebling, er war boch zwecklos." „Zwecklos?" Anita strich sich über Die Stirn. „Weißt bu. Daß Dieser Abend mein größtes künstle- risches Erlebnis war?" „Das Getanze? Nein, das ift mir zu hoch." „Getanze? Du sprichst von meiner Kunst, als wäre ich in einem Tingeltangel aufgetreten.* „Für mich besteht Darin kein allzu großer Unterschied." Id»'1 s->N giff* A>4' ■Mi Kg „Das wollte ich nicht, Anita. Ich wollte Dir nur Die Flausen aus Dem Kopf treiben. Ich liebe dich, unD ich wollte Dich bitten, morgen mit mir nach Oslo zu fahren." „Nach Oslo?" „3a, Anita. Zu meinen Ettern. Die wohnen schon feit mehreren Jahren Dort. Meine Mutter ist Norwegerin, unD als ihr Vater starb unD ein Haus hinterließ, sinh meine Ettern nach Oslo übergefieDclt Sie roerDen sich sehr freuen, wenn ich Ihnen meine Braut vorstelle." „Du bist sehr lieb, Erik, aber —" Erik Schmitterlöf trat einen Schritt zurück: „Was heißt — aber?" „Das alles stürzt so auf mich herein. 3ch bin ganz fchwinDlig davon. Laß mir Doch etwas Zeit." ,Lch habe keine Zeit. Anita. Mein Urlaub ist begrenzt." „Ich will in Oslo einen Tanzabend geben." „Davon kann natürlich keine Rede fein. Ich kann meinen Ettern nicht ein Mädchen ins Haus bringen, das halbnackt auf der Bühne tanzt." Anita stand wie betäubt. „Wenn ich dich heirate, Erik", sagte sie langsam, „dann wäre der gestrige Abend mein erster und zugleich mein letzter gewesen?" (Fortsetzung folgt) Zwischenbilanz in der Handball-Bere chsklaffe. Nachdem die Vorrunde der Handball-Bereichs, klasse bis auf zwei Spiele abgeschlossen ist und die Rückspiele am nächsten Sonntag beginnen, verlohnt es sich, einen kurzen Rechenschaftsbericht zu geben. Es ist schon so, Daß mit wenigen Ausnahmen — man heute allenthalben mit Vorkriegs-Zuschauev' zahlen rechnen kann und Daß eine weitere Aufwärtsentwicklung zu beobachten ist. Diese Tatsache ist nicht zuletzt Darauf zurückzuführen, daß sich das Spielniveau im Handball merklich gehoben hat und Daß Die Spitzenmannschaften in jeher Beziehung in Ordnung gehen. Das gilt von Dem Tabellenersten sowohl, als auch von allen übrigen Mannschaften. Bemerkenswert aber ift, daß alle Einheiten die Runde durckgehalten Haven und daß — wenn nichts mehr dazwischen kommt — sich Daran auch kaum etwas änDern wird. Es zeugt von vorbildlichem Geist, daß ttotz laufender Schwierigkeiten keine Ab. sagen eingingen und alle Spiele programmgemäß abgewickett werden konnten. Nicht unerwähnt soll noch bleiben, daß her zuständige Staffelleüer wäh. renh der Vorrunde keinen einzigen Spieler zu be- strafen brauchte, eine Tatsache, die wohl einzig da- steht. Es Darf erwartet roerDen, daß auch Die Ruck, runde in dieser Weife abrollt und Daß die roirklich beste Mannschaft Sieger bleibt An der Spitze Der Tabelle steht Der vorjährige Staffelsieger, Tv. Hochelheim, Der bis jetzt zweifellos die beständigste Leistung gezeigt hat Die Elf verfügt über gutes technisches Können, weiß sich aber auch im richtigen Augenblick in her rich. tlgen Welse einzusetzen. Der Tv. Garbenhelm» her im Augenblick bie zweite Stelle einnimmt, hatte einen schlechten Start unb Ist burch zwei Niederlagen etwas ins Hintertreffen geraten. Es hat fick aber gezeigt daß er feine alte Form wiederaefunden hat unb auf bem besten Wege ist, ein Wort bei ber Der- gebung bes Staffelsieges rnltzufprechen. Lützel! inden hat sich gut herausgemackt unb nimmt heute bereits ben Dritten Platz ein. Berücksichtigt man, d-aß bie Mannschaft fast ausschließlich aus jungen Kräften besteht, dann ist ber Erfolg ber Dorrunbe noch höher einzuschätzen. Hörnsheim hat ebnen großen Teil feiner etatsmäßigen Spieler abgeben müssen unb ist des. halb bisher noch nicht weiter in Erscheinung getreten. Nachdem sich aber her Ersatz mehr unb mehr elnzuspielen versteht, Darf man auch hort noch mit Leistungen rechnen, die aufhorchen lasten werden. Die Mannschaft ist in Drbnuna und zählt trotz her erwähnten Umstände zu ben besten Einheiten der Fleischhauer Schlitz Herrlich Kraft Leutheuser Godglück Jakob Rohm Hofmann Koch Schellhaas Tyels Kraft Stieler Jäger Carstens Goß Schneider Letsch