Eichener Anzeiger Der- —Kri stia nsun^ Drontheim <5 Elverurn «J S so Sad^ormjoej norwegischer Truppen Weldung von „Jlga Dagligt schwedisch-norwegische I I > i Zum Geburtstag des Führers spricht Reichs- Minister Dr. Goebbels am Freitag, dem IS.April 1940, von 19 Uhr bis 19.30 Uhr über alle deutschen Sender. Auf der gesamten mittleren und nördlichen Nordsee brachte die fortgesetzte Erkundung durch die deutsche Luftwaffe neue wichtige Aufklärungsergebnisse über Stand und Bewegungen feindlicher Seestreitkräfte. Die U-Boot- 3 a g d im Skagerrak und Kattegat wurde weiter durchgeführt. Die planmäßige Versorgung der norwegischen Häfen wurde trotz schwierigster Wetterlage in verstärktem Matze fortgesetzt. 3m TB e ff e n wiesen unsere Gefechtsvorposten üdwestlich Saarbrücken einen in Stärke einer Korn- bezogen. Kampflos konnten die Truppen entwaffnet werden. Das Boot legt an der Pier an und lädt die Truppen mit ihren Geräten aus, die zum Teil gleich in den Bergen Stellung beziehen. Als in den frühen Morgenstunden die a n d e re n Zerstörer in den Hafen einliefen, wurde ihnen von zwei norwegischen Küstenpanzern Wider- stand entgegengesetzt. Eines der beiden 1897 erbauten, über 3000 Tonnen großen und mit schwerer Artillerie bestückten Fahrzeuge schoß sofort aus kurzer Entfernung auf einen Zerstörer. Die Schüsse gingen fehl. Der andere Panzer wurde von einem zweiten Zerstörer aufgefordert, keinen Widerstand zu leisten. Als der norwegische Kommandant das ablehnte, wurde das Fahrzeug gleichfalls versenkt. Reibungslos vollzieht sich die Besetzung der h a f e n st a d t. Rings auf den Bergen haben die Jäger schon Stellung bezogen, um den Fjord nach allen Seiten zu sichern. Marine-Artilleristen bringen Geschütze und Flugabwehr-Maschinenwaffen in Stellung. Narvik ist bereit, feindliche See- und Luftstreitkräfte zu empfangen und abzuwehren. Kurt Parbel. Berlin, 18. April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unter den Kampfhandlungen, die im Zusammenhang mit der Besetzung bzw. Eroberung der norwegischen Plätze und Stützpunkte stehen, nimmt für alle Zeilen einen besonders ehrenvoll^ Platz der Kampf des Zerstörerverba^ndes in Narvik ein. Nachdem nunmehr der mündliche Bericht eines verwundeten Seeoffiziers, der an den Kämpfen vor Narvik teilgenommen hat, vorliegt, ist das OKW. in der Lage, auch der deutschen Oeffentlichkeit von dem heldenmütigen Einsatz dieses Teiles unserer leichten Seestreitkräfte Kenntnis zu geben. Als die Zerstörer unter Führung von Kapitän zur See und Commodore B o n t e unter schwersten Wetterbedingungen den Eingang des W e st- f j o r d e s erreicht hatten, liefen sie trotz dichtem Nebel und obwohl alle Feuer durch Norwegen gelöscht waren, in den Fjord ein und standen am 9. April genau zu der befohlenen Zeit vor Narvik. Im Hafen tagen zwei norwegische Panzerschiffe. Sie befolgten die Aufforderung der deutschen Zerstörerflotte, keinen Widerstand zu leisten, nicht, sondern eröffneten das Feuer auf die deutschen Streitkräfte. Sie wurden versenkt. Anschließend fand unter dem Schutze der Zerstörer die Landung der Truppen planmäßig statt. Am ftühen Morgen des 10. April stießen erstmalig englische Kreuzer und Zerstörer gegen Narvik vor. Nach einem erbitterten Gefecht gelang es, den englischen Angriff a b z u s ch l a g e n. Drei englische Zerstörer waren vernichtet und einer schwer beschädigt. Auf deutscher Seite wurden zwei Zerstörer so schwer getroffen, daß sie am nächsten Morgen aufgegeben werden Mußten. Auch die weiteren englischen Angriffe von See her und zur Lust wiesen unsere Zerstörer, die ihren Aufenthalt Flaggen heraus zum Geburtstag des Führers' Berlin, 18.April. (DNB.) Der Reichsrninisker für Volksaufklärung und Propaganda fordert die Bevölkerung auf, aus Anlatz des Geburtstages des Führer und Obersten Befehlshabers der TVehrrnacht am 20. April ihre Häuser und Wohnungen zu beflaggen. Brandbomben auf norwegische Fischerhäuser. Kopenhagen, 18. April. (DNB.) Der lische Rundfunksender Daventry gab am 16. 4. Zreltag, 19. April (940 Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8'/?UhrdesBormittags Grundpreise für 1 mmHöhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschliisseMengenstaffelö Platzvorschrift (vorherige B ereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Berlin, 18. April. (DRB.) Der gesamte Raum südostwärts von Oslo bis zur schwedischen Grenze ist nunmehr von deutschen Truppen beseht. Von den in diesem Gebiet kämpfenden norwegischen Trupppen wurden 50 Offiziere und 1 0 0 0 Wann gefangengenommen. Starke Abteilungen sowie zahlreiche Trupps und einzelne Soldaten wurden beim Uebertritt über die schwedische Grenze interniert. Alle in diesem Gebiet gelegenen Festungswerke sind in deutscher Hand. Drei davon wurden im Kampf, drei andere durch lleberraschung genommen. Deutsche Truppen haben die Festungen Oscarsberg und D r ö b a g im Oslofjord beseht und die Verteidigungsanlagen bedeutend ausgebaut. Am Donnerstag sind die Befestigungsarbeiten in den zwei Orten zu Ende geführt worden, und um 10 Uhr vormittag fand ein llebungsschietzen, von dem die Bevölkerung Oslos vorher unterrichtet roor- bekannt, daß der in deutschen Händen befindliche Flugplatz von Stavanger sechsmal von britischen Luststreitkräften angegriffen und m i t Bomben belegt worden sei. hierzu berichtet ein litauischer Reeder, der sich zur Zeit der Angriffe in Stavanger befand, daß die Engländer mit einigen Bomben das Rollfeld des Flug- den war, statt. 4000 Wann haben nach einer Allehanda" di e panie angesehten feindlichen Vorsiotz unter lüsten für den Gegner ab. Noch ein dritter Bomber bei Stavanger obgeschossen. Der ganze Raum südostwärts Oslo in deutscher Hand. Berlin, 18. April. (DNB.) Wie nachträglich estgestellt worden ist, sind am 17. April 1940 nicht zwei, sondern drei britische Flugzeuge bei einem erfolglosen britischen Luftangriff auf Stavanger abgeschossen worden. Don den über der Nordsee eingesetzten deutschen Fernaufklärungsflugzeugen vom Muster Do X XVIII ist eines bisher nicht zurückgekehrt. Oer Vorstoß auf Narvik. Schnelle und reibungslose Besetzung des Narvikfjords. — Hafen und Bucht nach wenigen Stunden gesichert. — Ein Augenzeugenbericht über die Fahrt der deutschen Zerstörer. 9 letzt et. melstelle al, ibergebe. Führer M nge beuim geschlossen. I Albern. - 1 im Dezm len Sonntd leiden Mm> die sich zm erstehen. M kes Jnterchi t keineslve^ g, die un|ü wird er ist eben ml teile und bnl rdings ien muß. Do;j sturm dam! I vorzutM werten. Ziehen usen -zhausen dergimes dach eng- u. a. Grenze in Värmland überschritten und find auf schwedischem Gebiet interniert worden. Erneut wird in dieser Weldung betont, daß die Flucht der norwegischen Soldaten in voller Panik erfolgte. An einigen Stellen brächten die norwegischen Truppen nicht nur Gewehre und Munition, sondern auch Geschütze mit. Reben vielen hohen norwegischen Offizieren traf auch der Ehef der ersten Division, General Eriksen, auf schwedischem Boden ein. Der Wehrmachtsbericht. Berlin, 18. April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Raum von Rarvik versuchten am 17. April zum erstenmal schwache englische Kräfte im her- j a n g s f j o r d in der Gegend van Elvegardsmoen zu landen. Der Versuch wurde durch die dort stehenden deutschen Truppen abgewiesen. Ein im Laufe des 17. April angesehter briti- tischer Luftangriff gegen Trondheim blieb infolge der rechtzeitig einsehenden deutschen Abwehr ohne jeden Erfolg. 3m Raume von Bergen verlief der Tag ruhig. Stavanger wurde in den Morgenstunden des 17. April durch britische Kreuzer aus weiter Entfernung beschossen. Vier eigene Flugzeuge wurden durch Splitterwirkung beschädigt. Deutsche Kampfflugzeuge griffen darauf die brky Angriff beteiligten sowie weiter nördlich Bis zum letzten Schuß. Oer heldenmütige Einsatz des deutschen Zerstörerverbandes vor Narvik. Narvik. Der abschließende Bericht über die bisherigen Operationen um Narvik preßt in die schmucklose, knappe militärische Sprache die Summe von schweren Kämpfen zusammen, deren Inhalt mit alleh heroischen Einzelheiten einmal unvergänglich in der Geschichte deutschen Soldatentums seinen Ehrenplatz behalten wird. Seit Dienstag, dem 9. April 1940, dem Tage eines strategischen und taktischen Meisterstücks, dessen Gesamtkonzeption, und Einzelzüge den klassischen Leistungen des deutschen Generalstabes sich würdig erweisen, standen dort oben in und um Narvik verhältnismäßig schwache deutsche Streitkräfte auf dem am weitesten vorgeschobenen Posten ganz auf sich gestellt, rund 1200 Kilometer von der Heimat, rund 700 Kilo- meter von dem nächsten größeren Stützpunkt entfernt. Zumal die dorthin entsandten leichten Seestreitkräfte, Torpedobootszerstörer unter dem Befehl des Kapitäns zur See und Commodore B o n t e, hatten seit der Entsendung einer starken englischen Streitmacht einen Gegner zu bekämpfen, der ihnen an Zahl, an Artillerie aller Kaliber, an Panzerschutz usw. unendlich überlegen war. Die Frage, warum die dort oben im Westsjord zwischen Lofoten und norwegischer Küste operierende englische Flotte die Einfahrt in den inneren Fjord und in den Hafen von Narvik nicht zu forcieren und die schwachen deutschen Seestreitkräfte nicht beim ersten Anlauf mit der gewaltigen lieber-- macht ihrer Stahlkolosse und ihrer schweren Artillerie zu überrennen vermochte, diese Frage mag vielleicht am besten die britische Admiralität beantworten. Sie schweigt. Schweigt noch heute, anderthalb Wochen nach dem 9. April, nachdem sie Narvik noch immer nicht nehmen und nur eine Landung in sicherer Entfernung zustandebringen konnte. Genug, wenn je das Wort Heldenkampf berechtigt war, so für die deutschen Streitkräfte dort oben im Raum von Narvik und vor allem für die deutschen Zerstörer. Bis zur letzten Granate haben sie in tagelangen Kämpfen gegen einen übermächtigen Gegner gekämpft und doch glückte es der starken englischen Flotte nicht einmal, auch nur ein einziges der deutschen Boote dabei in Grund zu bohren! ÄÄSS- »«ÄSE*1?8, Postscheck 11686 Frankf./M. vrühlsche UnlversttatLdruckereiR. Lange m der Ich!- q - selbst ü'j muß sich W'ij )ornholzhäM wird es wM beiden PuÄ der Kamp!"! esitzer erft r unter W' >tf wird käins desTo.LM kommt bare- lchelheim.st- lendes Wj nehmen M, Hafens getroffen hätten, in einem Falle auch eine Benzintonne, die explodiert sei. Flugzeuge seien dagegen nicht beschädigt worden. Das wäre den Engländern auch schwerlich gelungen, da die Deutschen frühzeitig durch ihre Dorpostenboote alarmiert, aufgestiegen und dem Feind entgegen- aefloaen seien. Der größte Teil der Bomben sei in den Ort gefallen, und besonders die Brandbomben hätten Feuersbrünste in den Wohnung en der Fischer angerichtet. England rechnet mit langwierigen Operationen im Norden. Brüssiel, 19. April. (Europapreß.) Die Blätter veröffentlichen einen längeren Bericht aus London, in dem hervorgehoben wird, in England rechne man mit einer sehr langen Dauer der Operationen in Norwegen. Die Westmächte müßten ihre Operationsbasen in Norwegen gründlich vorbereiten, wenn sie nicht das gleiche Schicksal erleben wollten wie die Polen während des September-Feldzuges. Solange die Engländer keine Flugplätze in Norwegen errichtet hätten, müßten sie Wasserflugzeuge als Bombenflugzeuge einsetzen, wodurch sie gegenüber den deutschen Flugzeugen, die von Jagdflugzeugen begleitet seien, im Nachteil seien Wider st and zu leisten, die Geschützbedienungen zurückzuziehen, den Verschluß des Geschützes und die Sende- und Empfangsröhren seiner Funkanlage an die Offiziere auszuhändigen. Er sieht nicht nur die Sinnlosigkeit eines Widerstandes ein, er scheint auch den deutschen Entschluß zu verstehen. Sein Fahrzeug erhält Kursanweisung nach Narvik. In dieser Zeit sind schon die er st en Einheiten der Gebirgsjäger an Land gesetzt. Ein Spähtrupp geht vor. Don drei Seiten wird das Fort unter Ausnutzung alle Deckung angegangen. Nach einer Stunde steht fest, daß hier keine Batterie mehr steht. Nur einige Blockhäuser ragen aus dem hohen Schnee heraus. Mit dem Verkehrsboot fährt ein Kommando in einen Nebenarm des Fjords und hebt einen unbewaffneten Landstützpunkt der norwegischen Marine aus. — Die an Land gesetzten Gebirgsjäger werden wieder an Bord genommen. Der Zerstörer steuert Narvik an, in dem andere Zerstörer bereits in den frühen Morgenstunden Truppen gelandet haben. Die Stadt ist s ch o n v o l l st ä n d i g in deutschem Besitz. Von einer Kaserne weht die Kriegsflagge des Deutschen Reiches. Divisionsstab und Hafenkommandant haben ihre Unterkünfte A rW 5i,.| Wfo iu'l 'S til ' und I •*d Wied 51 dertlich. 9 obmenbiJ nQh*W kannte bei Heimat. , Mn L a; tommi u>5. mehr. I SM bi J4°, 108 C. I durch ch j von Miin. t ntb.fi Ut Oehler. (90. Jahrgang Nr. 92 Erschein! täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Msnats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 OhneSllustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Narvik, 14. April. (DNB.) (PK.) Einen Tag sind wir schon mit nördlichem Kurs in See. Kraftvoll stößt unser Boot in einem größeren Verband deutscher Zerstörer vorwärts, schwere Einheiten der Flotte sichern ihn gegen stärkere Feindkräfte. An Bord der Zerstörer kennt man sich nicht mehr aus. In den Decks, den Kammern der Offiziere und Feldwebel, in den Gängen und am Oberdeck stehen und liegen Gebirgsjäger einer in den deutschen Bergen beheimateten Division. An Oberdeck sind Motorräder, Feldhaubitzen, Geschütze und Kisten mit Munition, Gerät und Proviant seefest gezurrt. Marineartilleri- st e n sind ebenfalls eingeschifft. Im Augenblick der Bekanntaabe der englischen Minensperren an der norwegischen Küste wurden die Vorbereitungen zum Gegenschlage getrosten. Dem unerhörten englischen Neutralitätsbruch konnte nur der Entschluß entgegengesetzt werden, der Besetzung Norwegens durch englische. Truppen zu- vorzukommen. Es gilt, in einem schnellen schneidigen Vorstoß der deutschen Zerstörer Besitz vom N a r v i k f j o r d zu nehmen. Unser Zerstörer hat die Sonderausgabe, ein norwegisches Fort zur Uebergabe aufzufordern und bei Widerstand niederzukämpfen. Starke englische Luftstreitkräfte machen einen Bombenangriff, der aber durch das konzentrierte Abwehrfeuer sofort abgeschlagen wird. In dem Hagel der Geschosse drehen die sehr hoch fliegenden Maschinen ab. Ihre Bomben haben alle das Ziel verfehlt. Der Verband stt aber erkannt. Es besteht die Gefahr einer Begegnung mit englischen Seestreitkräften. Das Wetter ist günstig. Es sind die Tage des Neumonds mit geringer Sicht. In der Nacht gelingt der Durchbruch zwischen der engsten Stelle, den Shetlands und Norwegen. Die See ist unruhig. Ein starker Sturm von achtern treibt die Dunung fast in Marschgeschwindigkeit der Boote. Schwere Brecher zischen über das Oberdeck, das bei Wachablösung nur mit größter Vorsicht betreten werden kann In den Morgenstunden flaut der Sturm m dem geschützten Westfjord ab. Die Sonne steht hinter den Bergen und hüllt alles in ein leuchtendes Rot. Scharf heben sich die Silhouetten der hohen Gipfel ab Dauernd wechselt das landschaftlich wundervolle Bild Gletscher dringen von hohen Bergrücken bis zum tiefblauen Wasser des Fjords hinab, über den sich eine unendliche Stille ausbreitet. Unser Zerstörer liegt vor dem Fort Noch haben sich die Schleier der Dämmerung nicht gelöst da taucht ein norwegisches Küstenwachfahrzeug auf' Das Geschütz auf seiner Back richtet sich auf unser Boot. Der Norweger ruft in deutscher Sprache herüber: „Was wollen Sie hier ... ? Der deutsche Kommandant antwortet, daß em Boot mit Offizieren längsseits .kommen werde. Das Boot wird klargemacht, zwei Offiziere begeben sich an Bord der „Sen ja" und unterrichten den no^ weqischen Kommandanten, daß das Deustche Reich zur Sicherung Norwegens gegen englische Ueber- ariffe Truppen landen wird. Ein in norwegischer Sprache geschriebener Tert unterrichtet ihn davon, daß die deutschen Truppen nicht als Feinde der Norweger kommen, sondern im Engländer den gemeinsamen Femd haben der wiederholt Norwegens Neutralität brach Der Kommandant der „Senja" wird aufgefordert, kernen ifnopi- 'EI .ektor und i sollten, w, da legen 0 '§s ist la I Sold« nA tzj -erken 6%; für keinen W ovh Griif^ igt, al an b ß I Er ahnt U .Abfahrt^ er Vaule,^ 1 sä "feit, naht- bet 5* ; e von le'ff'.i I *** \ ,i«ir ia C V.. I «■>*#*. kleine v i , Iß d-Ä <3 A«* ■ Evjemoen — Egersund y im Hafen zur Uebernahme von Del und zur Ausbesserung erlittener Schäden über die geplante Frist hinaus ausdehnen mußten, ahne Schwierigkeiten ab. Am Samstag, 13 April, setzten die Engländer, nachdem sie unterdes schwerste Verstärkungen herangezogen hatten, zu dem schon gemeldeten Großangriff an. In heroischem Einsatz nahmen unsere Zerstörer den ungleichen Kampf auf und verwehrten den britischen Streitkräften das Eindringen in den Hafen. Erst als die letzte Granate und der letzte Torpedo verschossen waren, zogen sie sich in das Innere des Fjords zurück in dem Bestreben, nunmehr möglichst viel Material zu retten und Soldaten abzugeben für die weitere Verteidigung Narviks. Um das An-Land-Bringen der Besatzungen dieser Schiffe zu decken, legte sich einer der Zerstörer quer in den engen Fjord und hielt unter dem zusammengefaßten Feuer einer ungeheuren Uebermacht mit den letzten Resten seiner Munition die Engländer ab. Dadurch sind alle deutschen Schiffe dem Zugriff des Feindes entzogen worden. Es war daher der feindlichen Uebermacht nicht gelungen, auch nur ein deutsches Schiff zu versenken, so lange es noch über Munition verfügte. Die Besatzungen, Offiziere und Männer, des Zerstörerverbandes von Narvik haben im Angriff und in der Verteidigung bis zum letzten Schuß gekämpft und dem überlegenen Gegner schwerste Verluste beigebracht. Sie haben als deutsche Soldaten die Ehre der deutschen Kriegsmarine und die ruhmvolle lieb erlief erung der Torpedobootswaffe im höchsten Maße gewahrt. Die deutsche Wehrmacht blickt mit Befriedigung auf sie, das deutsche Volk aber kann stolz auf diese seine Söhne sein. Narvik und seine Umgebung sind in deutscher Hand. General-Anzeiger für Oberhessen wk:xä"": • SO ’OO In dieser Lagekarte sind verzeichnet die in den OKW.-Berichten bis einschließlich 18. April genannten Orte in Südnorwegen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) stehende Schiffseinheifen an. Lin Kreuzer erhielt, rote bereits bekannfgegeben, einen Volltreffer jchroerffen Kalibers und sank sofort. Ferner rourden insgefamf vier Volltreffer schweren und schroersten Kalibers auf leichte und schwere Kreuzer erzielt, auch ein Zerstörer erhiest einen Volltreffer schroeren Kalibers. Bei den Kreuzern handelt es sich u. a. um Schiffe der Suffolk- und London-Klasse. Stoppen eines Schiffes, Schlagseite bei einem anderen, Zerstörungen an Bord und Oelflecke im Wasser wurden beobachtet. Zwei britische Flugzeuge wurden über Stavanger abgeschossen. 3m Raum von Oslo machten die deutschen Truppen an allen Stellen erhebliche Fortschritte und erreichten überall ihre Tagesziele. Der Vormarsch der Tankgruppe bei Kongsvinger tn nördlicher Richtung hält an. Deutsche Flugzeuge griffen zwei norwegische Torpedoboote m der Gegend nordostwärts A r e n d a I an. Eines derselben wurde schwer getroffen, auf Strand gesetzt und von der Besatzung fluchtartig verlassen, die Verfolgung des zweiten aufgenommen. K Bergen -T'? Honefos 0 - C x frameri tongsberg Horten Undesn&VlvisMansand — - m ötebong KopgsVi nger / Q len T= _______Alesun -Stad landet . /^v .*<• sehen. Der norwegische Journalist wurde unter- Ein Sonderberichterstatter des norwegischen Tele- wegs mehrfach von der Bevölkerung nach der Lage irammbüros überzeugte sich am Donnerstag davon, in Oslo gefragt. Er konnte nur immer wieder sagen, daß die Meldungen des englischen Rundfunks Das Operationsgebiet im hohen Jlorfren. i{) 6 n m i i M Ueberbe ;fcen Grundsc Melmeer ur Die Sicherung der Donauschiffahrt Frau im Strom störtes Haus. Auf der ganzen Fahrt mit dem Kraftwagen war nichts von Gefechten zu völlig erlogen seien und daß das Leben in der Hauptstadt normal verlaufe. Ä£’ 'in Mh en 3 Ob 3. Transports von schwerem Material, wie Zement, Eisenerz usw. sind n u r mit besonderer Erlaubnis und unter besonderer Kontrolle durch das Eiserne Tor zugelassen. 4- Uferpolizei der einzelnen Donau- Userstaaten übt die Kontrolle auf den eigenen Territorialgewässern aus. 5. Die Signale an den Donauufern, insbesondere am Eisernen Tor, werden verdoppelt Der „Universal" schreibt, die Initiative zu diesen Beschlüssen sei der rumänischen Regierung zu dgnken. Die Donau sei für Rumänien ein nationaler und gleichzeitig ein internationaler Fluß. Es könne nicht der Anspruch eines kriegführenden Staaten geduldet werden, dieses Regime auf der Donau durch den Verkehr von Schiffen, die a n d e- r e n Zwecken dienten als dem Transport von Personen und Waren, oder doch nur dem Transport von Materialien, die den Neutralitätsgesetzen widersprechen, zu stören. Der dem Außenministe- rium nahestehende „Timpul" schreibt, es müsse est- gestellt werden, daß die Dorsichts- und Kontroll- grammbüros überzeugte sich c daß die nationale Weihestätte in Eidsvold unversehrt ist. Don Bombenexplosionen war keine Spur zu entdecken, auch fand sich kein einziges zer° vold liegt 40 Kilometer nordöstlich von Oslo und gilt in Norwegen als Nationalheiligtum. Welmeeres <■ Zeh, der 6ifi Amsterdo erstklassigen < 3 t zehnprozei Zaz Blatt sch- h gestern w ich nur mit troffen, das ih :tn Krieg- tt weü über Son ihren Ge greife und 0 erhöht, was d bir Begründi Sthöhuna zur lich sei, sagt ' mb zwar sei Stckidigung ^simmenarbi I eine eleme * die di it Atzlichker Mit der Durchführung des ,Iri e g s h i l f r- Werkes für das Deutsche Rote Kreuzt wurde der Reichsbeauftragte für das WHW., Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, betraut. Spenden sind daher nur an die Dienststelle des Winterhilfswerkes bei den Ortsgruppen, Kreisen und Gauen sowie an den Reichsbeauftragten zu richten. Postscheckkonto des Reichsbeauftragten: Berlin 77100, Bank der Deutschen Arbeit, Konto Nr. 6700, Reichsbankgirokonto. w W|it. G®116 *«■ ।=6 LUen doppelt und dreifach die Pflicht, das Deutsche Rote Kreuz mit seinen Maßnahmen für die kämpfende Truppe zu unterstützen. Es handelt sich ja nicht nur darum, mit allen Mitteln und Errungenschaften der Wissenschaft und Technik ausgerüstete Lazarette und Krankenhäuser zu errichten, es kommt auch darauf an, Erholungsstätten für die kämpfende Truppe zu schaffen. Der deutsche Soldat soll und muß wissen, daß für chn gesorgt ist, für ihn selbst als Kämpfer und Frontsoldat, für seine Angehörigen in der Heimat, so daß keine Gefahr und keine Unbill, die durch die Volksgemeinschaft abgewendet werden kann, den Frontgeist beeindruckt und schwächt. Das Kriegswinterhilfswerk 1939/40 war ein glänzender Erfolg der Heimat, das Hilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz muß sich dem anschließen. Nicht in Worten, sondern in Taten! Worauf die Feinde bauen, die sich die Zertrümmerung der deutschen Nation und die dauernde Versklavung des deutschen Volkes als Kriegsziel gesetzt haben, das ist innerer Zwie- palt und Schwächung der Widerstandskraft des Gegners. Indem das deutsche Volk sich zum Hilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz zusammenfindet, zeigt es seine Entschlossenheit, die teuflischen Pläne der Kriegsbrandstifter zu durchkreuzen und die Waffen nicht vor dem Endsieg niederzulegen. fcenu” Spiel des Schicksals. Von Ernst Kreuder. „Es find jetzt gut vierzig Jahre her", begann mem Vater, „daß ich als Schuljunge schwimmen lernte. Damals gab es noch kein Hallenichwimm- bad in unserer Stadt, sondern nur die Badeanstalt am Main. Mein Schwimmlehrer war ein tüchtiger, aber ziemlich rauhbeiniger Mann. Ich bekam einen ®urt um die Brust, der Gurt hing an einer langen Stange, und der Schwimmlehrer hielt mich damit über Wasser. Manchmal drückte er mich auch mit der Stange unter Wasser, wobei ich scheußlich viel Wasser schlucken mußte. Eines Tages nun beendete er den Schwimmunterricht einfach damit, daß er mich plötzlich, ohne Schwimmgurt, ins Wasser warf. Ich sollte jetzt zeigen, was ich konnte, und ich ging sofort, wohl vor Schreck, unter. Als ich mich wieder mühsam hocharbeitete, stieß ich mit dem Kopf über mir gegen etwas Hartes. Ich öffnete die Augen, aber ich sah in dem braunen Flußwasser nicht viel, es war überall stockdunkel um mich herum, voller Verzweiflung stieß ich die Hand nach oben und fühlte, daß über mir Bretter waren. Ich war also unter die Planken der Badeanstall geraten, und ich war verloren, wenn ich nicht schleunigst wieder ins offene Wasser kam. Das Wasser reichte bis an die Planken, die Lust begann mir schon auszugehen, ich sckwamm verzweifelt weiter, und es bestand die Gefahr, daß ich immer weiter unter die Planken geriet, die bis zum Ufer ohne Lücke reichten. Ich hatte damals von Tauchen noch keine Ahnung, und was ich jetzt unter Wasser vollführte, war der ver- zweifelte Todeskampf eines Jungen von acht Jahren. Als ich zum zweiten Mal Wasier schluckte, es wurde schon alles etwas neblig um mich herum, fah ich plötzlich weit vor mir eine hellere Stelle im Wasser, einen fahlen Schimmer. Schon zienllich kraftlos schwamm ich darauf zu, es wurde Heller vor mir im Wasser, dann packte mich plötzlich eine Hand am Genick, und so zogen sie mich halbtot aus dem Wasser. Heute sind Die Schwimmbecken im Freien übrigens ringsum mit Holzgattern einge- zäunt. Ihr könnt das ruhig einen merkwürdigen Zufall nennen, daß ich zuletzt noch den schwachen Licht- schimmer sah, der mir das Leben rettete", sagte Bukarest, 18. April. (Europapreß.) Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten T a t a r e s c u fand ein Mi nist er rat statt, der die vom Innenminister vorgeschlaaenen Maßnahmen zur Verschärfung derAusländerkontrolle billigte. Anschließend wurde eine Verordnung gutgeheißen, die jede politische Propaganda untersagt, die nicht mit der Neutralität des Landes vereinbar ist. Schließlich ratifizierte der Ministerrat die in Belgrad gefaßten Beschlüsse des Vollzugsausschusses der Internationalen Donau- kommisfion zur Sicherung derDonauschiff- fahrt. Der Ministerrat genehmigte dann die auf Grund dieser Beschlüsse sich ergebenden Maßnahmen. Das Uebereinkommen der Donau-Uferstaaten lautet: 1. Jeder Uferstaat sichert durch eigene Mittel den Personen- und Warenverkehr auf seinen Territorialgewässern. 2. Beim Verkehr durchdas Eiserne Tor wird eine genaueste Kontrolle aller Transporte durchgeführt. । ^ocf) einigen Tagen der Ungewißheit ist man in Dänemark heute ganz Herr der Lage. Während unsere alte Welt zerbricht, bereiten sich die Menschen darauf vor, die neue Welt aufzubauen", schreibt das Nachmittagsblatt „B. T." in einem Aufsatz mit der Ueberschrift „Hinter den Wolken wartet die Sonne". „Jeden Tag hört man Leute sagen: ,Was auch kommen mag, so kann man sich doch nicht vorstellen, daß wir noch einmal zu den alten Zuständen zurückkehren sollten/ Nein, das wird nicht geschehen", fährt der Verfasser fort. „Denn große Umwälzungen gehen in diesen Tagen vor sich in den Köpfen der Menschen, nicht in Erbitterung und Gehässigkeit wie früher, sondern in einem stillen Bewundern, wie blind man eigenllich bisher gewesen ist." harte Leben gegriffen; er schildert vier Männer, die gemeinsam und am Rande der Stadt eine Autoverwertung betreiben, arbeiten, sparen und Kameradschaft halten, solange, bis eine Frau in den Kreis der Freunde gerät und, ohne daß sie es überhaupt will, Uruhe schafft, die Arbeitsge- meinschaft zu sprengen droht und doch selbst an ihrem bisherigen eigenen Schicksal genug zu tragen J)at. Um ihres Mannes willen, der, ein Schmugg- ler, sie für seine verbrecherischen Zwecke miß- bwuchte, war sie in die Donau gesprungen, um sich das Leben zu nehmen, und Alois, einer der oier, tjatte sie gerettet. Es gibt in der Folge manche erregte Szene zwischen diesen fünf Menschen, aber zum Schluß lösen sich doch alle Spannungen. Der ganze Film spielt sich in der Vorstadt ab. 2s stört kein Prunk, es gibt überhaupt keine „Auf- machung , es stört kein unwahrhaftiger Schwulst banb am Himmel aufmerksam. Jetzt galt es, schnell auf die Räder zu kommen, um noch vor dem Gewitter das Städtchen zu erreichen. Wir hatten eine steile, nicht ungefährliche Ab- sahrt vor uns, und wenn wir uns beeilten, packten wir es vielleicht doch noch. Und schon sausten wir die fteimge, schluchtartige Gebirgsstraße hinunter Die schwarze Wolkenwand hinter uns wuchs dro- Jenb auf, Blitze zuckten grell in der Nähe nieder, ' das Echo der Donnerschläge polterte dröhnend aus : maßnahmen, die in Belgrad beschlossen wurden, nur allen Staaten r e d) t sein könnten, und zwar in dem Maße, als sie selbst an dem Transport von Personen und Waren auf der Donau interessiert seien. Allerdings sei darauf hinzuweisen, daß die Sorge für diese Maßnahmen den einzelnen Ufer- taaten nach Maßgabe ihrer Souveränität über- assen bleibe. Zum Schluß schreibt das Blatt: „Es t ein vielversprechendes Zeichen, das wir mit be- onberer Befriedigung begrüßen, daß man so leicht u einem vollständigen Einvernehmen mifdjen den vier Anliegerstaaten gekommen ist. Der Belgrader Berichterstatter des „Pester Lloyd" meldet, die Anregung hierzu sei von Jugosla- w i e n und Rumänien ausgegangen. Nach deren Einigung seien die beiden anderen Donaustaaten ' Ungarn und Bulgarien zum Beitritt aufae- fordert worden. Italien begrüßt das Oonauabkommen der Balkanländer. 0 H1' April. (DNB.) Das Abkommen zwilchen Jugoslawien, Ungarn, Rumänien und Bul- garten hinsichtlich der Kontrolle der Donauschiffahrt hat in Italien lebhafte Zustimmung gesunden. Es wird hervorgehoben, daß die Initiative von Bukarest ausging, und daß dies den Anfang zu einer Zusammenarbeit zwischen den vier Staaten darstelle, um den Frieden tm Sudosten Europas aufrechtzuerhalten. damuls an den Fahrrädern noch nicht, wir mußten die Fuße auf die Vordergabel stellen und die Pe- dale kreisen lassen. Kleine Aeste lagen schon Überall aus dem Weg, aber wir hatten den Wind im Rucken, und es war jetzt keine Zeit, abzusteigen, um die Karbidlampen anzuzünden. Nun, wir schafften es noch. Als die ersten dicken Trvvsen fielen, erreichten wir den Eingang des Städtchens. Wir waren alle sehr stolz, fuhren die t ?er H°"se .und feierten die gelungene Absah.rt. Ich glaube, ich wäre weniger stolz und vergnügt gewesen an diesem Abend, wenn ich gewußt hatte, in welcher Gefahr ich mich während der rasenden Fahrt befunden. Am anderen Morgen stand ich pünktlich auf, um in mein Zeichenbüro zu fahren. Ich schob mein Rad aus dem Schuppen und auf die Straße, schwang mich auf den Sattel und fiel sofort wieder herunter die abgebrochene Lenkstange in den Händen. Dann stand ich auf und sah mir die Bruchstelle genauer an. Sie war schon dunkel, also älter, nur em winziger Streifen am Rand glänzte und war^srisch. Ihr könnt euch denken, was mit. mir geschehen wäre, wenn die Lenkstange bei der rasenden Abfahrt ins Gebirge am Abend vorher ganz durchgebrochen wäre. Dieser winzige, millimeterbünne Streifen in dem Gußstahl, der erst jetzt gebrochen war, hatte mir das Leben gerettet. Ob da nicht doch eine höhere Intelligenz ihre Hand tm Spiele hat, bei solchen Vorfällen, die man dem blinden Zufall zuschreibt?" schloß mein Vater. ...Wir schwiegen. Was hätten wir ihm antworten können? d°' isHÄ“««'" » K Deport, ,tnarblt iiiie in' t Olnieersyst tauf das @1 räfte, auf lh' die intern mtg widerlegt. Was deutsche Seeleute sind und leisten, das haben doch die Engländer wieder in Narvik erlebt, wobei es~ den Engländern zunächst einfiel, über die Kämpfe mit den deutschen Zerstörern bewußt unwahre Meldungen zu verbreiten. Das deutsche Volk hat dem Bericht des deutschen Oberkommandos aber entnommen, daß die junge deutsche Marine nicht mir ihrer großen Tradition würdig, sondern durch ihre Kampfkraft und ihren Kampfeswillen allen Gegnern überlegen ist. Die Helden von Narvik sind für bas deutsche Volk unsterblich. Gegen das deutsche Volk! Die neue englische Kr i egsparole veranschaulicht, urplötzlich von Herrn Eden persönlich gestartet, bas völlige Fiasko der bisherigen britischen Kriegspropaganda. Herr Eden erklärt plötzlich öffentlich, Hitler sei nicht ein Einzelfall, sondern er sei der Ausdruck des Willens des deutschen Volkes, also gleichbedeutend mit diesem. Und Englands meistblamierter ehemaliger Außenminister zieht nun daraus die Folgerung, daß der Kampf nicht etwa nur gegen Eitler und Hitlerregime, sondern gegen das ganze deutsche Volk geführt werde. Im gleichen Sinne versichert fetzt Sir John Reith, der Chef des englischen Lügenministeriums, der Kamps müsse in dem gleichen Maße geführt werden, wie sich 80 Millionen Deutsche zu den „Nazis" bekennen., Wir stellen dazu erst einmal fest, daß nun endlich sogar die englische Regierung eingesehen zu haben scheint, daß in Deutschland Volk und Führung eins sind. Zweitens aber erinnern wir an die bisherige englische Kriegsparole, die Chamberlain persönlich, am 3. September dahin formulierte, daß der Krieg nicht etwa dem deutschen Volke, sondern dem H i t l e r i s m u s gelte. Eine bemerkenswerte Einsicht nach sieben Monaten Kriegführung! Mißglückte englische Greuelmeldung. Oslo, 18.April. (Europapreß.) Entgegen den Meldungen aus englischen und französischen Quellen, wonach das sogenannte „Haus Eidsvold", die Wiege der norwegischen Verfassung vom 17. Mai 1814, bei den Kampfhandlungen zerstört worden sei, wird festgestellt, daß das Gebäude keine Beschädigungen erhalten hat und überhaupt von den Kampfhandlungen völlig unberührt geblieben ist. Haus Eids- Im Beiprogramm des Lichtspielhauses Bahnhof- straße wird ein Film vorgeführt, der Wehr und Waffen der Vergangenheit zeigt und an Hand von reichverzierten Harnischen, Helmen und Kanonen aus mittelalterlichen Zeiten die hochentwickelte Kunst der Waffenschüiiede des 14., 15. und 16. Jahrhun- berts offenbart. Die Wochenschau bringt ab heute, Freitag, hie ersten Silber o6m Einsatz ber deutschen Truppen ^Skandinavien. p, L. Neupga Ms bie beutschen Boote sich bann mit leeren Munitionskammern vom Gegner lösen mußten, deckte das eine von ihnen die Fjordeinfahrt, während die anderen, nunmehr gesechtsunfähig geworden, sich in das Innere des Fjords zurückzogen. Warum wagte die englische Flotte selbst dann noch nicht die Einfahrt in den inneren Fjord? Zu der langen Liste von Heldenliedern, die die Geschichte der deutschen Kriegsmarine aufweist, ist in diesen Tagen das Heldenepos von Narvik hinzu- gekommen. Wie erbärmlich nehmen sich daneben englische Versuche aus, die Ehre der deutschen Flotte in Zweifel zu ziehen, etwa wenn Lord Newton im Oberhaus die stupide Frage stellte, warum „die Meuterei auf „Admiral Graf Spee" in England erst nach Monaten veröffentlicht worden sei. Es stellt sich dann heraus, daß, wie die britische Admiralität erklärt, „ein Einwohner von Montevideo" gewisse lebhafte Bewegungen auf dem auf Reede liegendem Schiff beobachtet haben wollte (sehr begreiflich, da die gesamte Besatzung mit äußerster Anstrengung bemüht war, während der Liegezeit die Gefechtsspuren zu beseitigen und nach Möglichkeit die Kampfschäden auzubessern!). Das hat ber „Brave aus Montevideo" angeblich einem Bekannten nach London geschrieben, der gab die Sache angeblich an die britische Admiralität weiter und diese veröffentlichte das „Dokument", wie sie sich ausdrückt. Mit solchen jämmerlichen Lügen-Manövern versucht England der deutschen Flotte am Zeuge zu flicken, dasselbe England, dessen großschnäuzige Prahlerei von der „Beherrschung der Meere" und der „mächtigsten Flotte der Welt" gerade in diesen Tagen wieder vor aller Welt zerfetzt wurde. Lediglich der Vollständigkeit halber fügen wir hinzu, daß die britische Admiralität entschuldigend bemerkte, sie habe alle Meldungen über den „Admiral Graf Spee" oeröffenllicht; mit anderen Worten, die britische Admiralität wünscht keine Auskunft darüber zu geben, woher sie ihre Lügen bezogen hat. Im übrigen hat ja auch die gesamte amerikanische Presse den unwürdigen Blödsinn von der in England erfundenen „Meuterei" seinerzett einstim- Kriegsdienst der Heimat. Der großdeutsche Freiheitskampf gegen die eng» lische Plutokratie wirb nicht mit silbernen Kugeln, sondern mit sehr harten Waffen und mit sehr durch- schlagkräftiger Munition entschieden und gewonnen werden. Allein die Heimat wirb trotzdem alle Energien aufbieten, um die innere Front, um bie geistige unb seelische Widerstandskraft des deutschen Volkes unüberwindlich zu machen. Im Kriegs-' winterhilfswerk 1939/40 sind diese Energien eingesetzt worden mit einem Ergebnis, bas nicht nur zahlenmäßig wichtig ist, sondern auch ein Beweis für die Verbundenheit von Front und Heimat, von Führer unb Volk ist. Diese Verbundenheit wirb erneut einen Ausdruck finden in dem Hilfswerk für bas Deutsche Rote Kreuz, zu bem ber Führer aufgerufen hat. Deutsche Soldaten setzen an allen Fronten ihr Leben ein, sind bereit zu jedem Opfer, um ber deutschen Nation einen Lebensraum zu sichern, der uns für alle Zeiten davor bewahrt, blockiert, eingekreist unb von der ©nabe fremder Zwingherren in Krieg oder Frieden abhängig zu sein. Wer nicht die Waffen tragen kann, wer nicht an der Front eingesetzt ist, der hat Er« oufrüftu WasHinj Harineausfd) raches Wmi! hrung be- Famms um Qimifterium i nva 3800 M ufa ausgeber M sich dr Mnttonnag einer Ge ^Zerstör f<2000 Tonm Wtonnage c «ark erklärte gjn halben Echdchtfchifsn nen Wass. •1000 tonner yytiei für bas Mr am h hat. Der SJMr« •Msausgah SÄ Sfr™”* Amerika "Ä9 iB' K : 11 Sen 9 Meuter teilte । So sieht das Gelände auf b en Lofoten unb in dem von deutschen Truppen besetzten Raumevon Narvik aus. Man sieht den Wasserfall im Troldfjord. Im Hintergrund der 1045 Meter hohe Troldtinder. — (Scherl-BUderdienst-M.) Dänemark findet sich zurecht. Man ist einigermaßen erstaunt über diesen Film der Wien zum Schauplatz seiner Handlung hat, von einer Wiener Filmgesellschaft (in Gemeinschaft mit per lerra) geschaffen wurde und schließlich auch in den Hauptrollen von einigen Wiener Darstel- lern getragen wird. Erstaunt deshalb, weil einmal gründlich Verzicht geleistet wurde auf all das, was StrfjJ0#* DOnr ober "ber Wien vorgesetzt bekommt. Nichts diesmal von Sttauß und seinen Walzern, den Schluchten herauf^ '--H"dünn7r7unü wir ber* gu?en attennm4iH"^DeTsreehU^n<^r T**5 °U9 ** tfrMMer. Freilaus Sab --1 harb'^ e n z ° Y ka7b,ekmal^Vgegl7wKig° Italiens Mittelmeerpolitik. France", nachdem halten hat, wieder < Politik, die die Rechte aller Mittelmeervölker und rshilf5. kommen -urben, nur und zwar nsport von interessiert n, baß bie Inen Ufer- ität über« Blatt: „Es nr mit dein so leicht nehmen immen ist. ster Lloyd" iugosla- Nach beren »naustaaten tritt ausge- mt. Epen- es Winter- reisen u ib zu richten. v. Berlin Konto Nr. Das amerikanische Schatzamt gab bekannt, daß der Fehlbetrag des amerikanischen Staatshaushalts für das am I.Juli 1939 begonnene Rech- rumgsjahr am 16. April dieses Jahres die Summe vondreiMilliardenDollar ub e rs chrit- ten hat. Der Fehlbetrag am entsprechenden Tage des Vorjahres betrug 2721 Millionen Dollar. Die Bundesausgaben beliefen sich im laufenden Rech- runassahr auf 7608 Millionen Dollar, während die Gesamteinnahmen nur 4594 Millionen Dollar erreichten. Amerika und der europäische Krieg. W ° s h i n g t ° n, 18. April. (DNB.) „Wir werden tns aus dem europäischen Krieg her- o u s h a l t e n. Die amerikanischen Mütter können beruhigt sein" — so erklärte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Senates, der demokra- tsche Senator P i t t m a n , in einer Wahlversamm- Ling in Reno. Er wandte sich mit dieser Erklärung gegen Redner der Republikaner, die behauptet hatten, eine dritte Präsidentschaft Roose v e l t s tinne die Verwicklung Amerikas in den europarfchen Krieg bedeuten. o G- Stole rai^pfenbe » nijr chaften ber I«ette unb N daraus ,ruPpe zu SV'iß S Sumpfet " d« fjei. ™ifl, bie !t. »erben vacht. Do, Slänzenber Mi !) in Bor. nbe bauen, ,en Nation hen Volkes er« 3mie. «traft bes M Hilft, tmenfinbet, hen Plane unb bie leM. ft N«* * Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, wird auch in diesem Jahre am Vorabend des Geburtstages des Führers die Glückwünsche der deutschen Jugend dem Führer übermitteln. Reichsleiter von Schirach wird dabei von der We st front sprechen, wo er als Gefreiter in einem Infanterie-Regiment steht. Die Ansprache wird als Reichssendung am 19. April von 21.45 bis 22 Uhr übertragen. Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Ä »lumf^ein/ Verantwortlich für Polttü, $S?Sh«h)er$r Fr. W. Lange? für Stadt Gießen, Provinz unhKfdSf Ernst Blumschetn; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. unb$tÄS^ SSÄ&SVÄÄÄÄ W. "4 =«» mb5- ÄrieT1 Lz ZL keuz ^d beroii mmen Mi' unb Bul> üllschiW funben. & von Buka- fang $u hen bei Friebe" tzuerhalteir. ritönner, Stabt eine paren uno e Frau » me daß f16 Arbeitsge- i selbst an i zu tragen > SchmG necke w nnjw. einer der ilge ««“5 lschen, ungen- leine r GW W i(L - Das W rne-i- St* ?n IüN . herbhe^ Alois w ft 11 a' fine S'tf s- Die Goelhe-INedaille für Professor Sticker. Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Dr. med. Georg Sticker in Zell am Main aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste als l^idemiologe und Medizinhistoriker die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Professor Sticker war 1884 bis 1887 Assistent Professor Riegels in Gießen, 1887 bis 95 Arzt in Köln, 1897 Mitglied der Deutschen Kommission zur Erforschung der Pest in Ostindien, 1899 a. o. Professor in Gießen, 1905 Direktor des Städtischen Krankenhauses in Münster, 1908 bis 13 lehrte er in Bonn, seitdem in Münster, 1921 wurde er Ordinarius der Medizingeschichte an der Universität Wurzburg. u Nützlichkeit ihrer Beiträge zur Zivilisation des o r t e n a u f m a r s ch i e r e n. Um 12 Uhr sprich Nittelmeeres anerkenne. der Stabschef. Am 21. April werden die gesamten nicht an der Front befindlichen Einheiten der SA. und die Wehrmannschaften in den einzelnen Stand- Kleine politische Nachrichten. Die Derluslliste, die die britische Admiralität für bas untergegangene U-Boot „Th ist le b^ann- zibt, weift die Namen von 5 Offrzreren und 48 isesatzungsmitgliedern auf. * Der Kapitän des holländischen Fischdampfers «Prinzeß Beatrix" berichtete, daß e n g l ° sche Kampfflugzeuge Bomben m unm ielbarer Nähe der „Prinzeß Beatrix a b 9 e w o - sen hätten, und daß das Schiff von Flugzeugen auch mit Maschinengewehren beschossen worden sei. Dieser Vorfall hat in den Kreisen der holländischen Fischer allergrößtes Aufsehen erregt. * Ministerpräsident CHambe r l a i n gab im Unterhaus eine kurze Erklärung über die nun geschlossenen Besprechungen mit den englischen Uten aus den Balkanländern °b- Er beschrankte Ich auf die Feststellung, daß die Besprechungen ein Run soll auch der in den Neuyorker Hafen ae- flüchtete französische Ozeandampfer sle de ~-----a \ er einen grauen Anstrich er- auslaufen. Es wird angenom- Rom, 19. April. (Europapreß.) In seiner Ar- men, daß er nach dem Muster des englischen Damp- ckelreihe über das Mlltelmeer sagt der Direktor des fers „Mauretania" seine Flucht fortsetzen wird. !albamtlich en „Giornale d'Jtalia" , Gayda, haß * England und Frankreich von jeher das Ziel ver- Aus Belgrad erfährt man, daß in der Wohnung folgt Haben, Italien nn Mittelmeer einzütrei-des früheren Ministerpäsidenten Stojadino- i e n unb ihm oadurch den Lebensraum und diel witsch eine polizeiliche Haussuchung vorge- bandlungssrelyeit zu beschneiden. Die Eingliederung nommen worden sei. Die Polizei soll eine Anzahl Albaniens sei eine entschlossene Abwehrmaß- Schriftstücke beschlagnahmt haben. Stojadinowitsch ül)me Italiens gewesen, das der Bedrohung im selbst soll nicht festgenommen oder verhört worden Nittelmeer und in der Adria' durch die beiden im- sein. Auch in den Räumen der kürzlich von ihm ae- ,erialistischen Demokratien neue d e f e n s i v e! gründeten S e r b i s ch - Rad i ka l e n P a r t e i so- Stellungen entgegengesetzt habe. Durch den wie bei einer Reihe von-Parteianhängern und frü- Zesitz Albaniens sichere Italien den Frieden und die Heren Ministern der Regierung Stojadinowitsch Freiheit in der Adria gegen fremde Einmischungen wurde zahlreiches Propagandamäterial beschlag- tnb könne daher kräftiger gegen die Gefahr neuer nahmt. Imwälzungen im östlichen Mittelmeerbecken Front * machen. In Beantwortung einer Anfrage erklärte der Die Mittelmeerpolitik Italiens sei keine Hege- Sprecher des javanischen auswärtigen Amtes, daß Mniepolitik, sondern eine Politik der Zus am- die japanisch-russischen Beziehungen neu ar beit mit allen Mächten, und in erster unverändert aus eine befriedigende Losung aller Jinie mit den Mittelmeervölkern. Das schwebenden Fragen gerichtet sind. f einnaIaeu maI$0 JTel * e n e|e^Sn,.a„m??enarbxit I änjeid,en l-'-n für das Sntereffe, das die briiifch- M zufr1°d-n fekn D« Pakt ^spreche ^e"n °pol°! * 'ai^bie9t$onauftaatenlleiln' ^er^e^rtinbuna68™ -3n ®n8Ianb M i>« kanadische Berte!. !chen Sie fällten ihre G-m-infchastsint-r-ffmUr^ ^"4^" g smi nifter Stögers in Begleitung einer Simen unb wenigstens für den SugenbU ihre K vsftziere der fanabi(«en Urpolitischen Streitigkeiten beiseite lassen um' ffiJPe<lon5truPPen Zu Besprechungen em. leinen Anlaß zu eventuellen Interventionen" tu leben. Zeiten da. von d«k , N.baoen Rittelmeersystem, so wie es Italien auffasse, solle ;d) auf das Gleichgewicht der nationalen Rechte und ttäfte, auf ihr harmonisches Zusammenwirken und uf die internationale Garantie ihrer Beweaungs- reiheit und der freien Ausfahrt gründen. )ei dieser Zusammenarbeit lege Italien auch Wert uf jenes freundschaftliche Zusammenehen mit dem Islam, das zu den geschicht- chen Ueberlieferungen Italiens und zu den natür- ichen Grundsätzen seiner gegenwärtigen Politik im llittelmeer und im Schwarzen Meer gehöre. Die Zusammenarbeit zwischen Italien und dem Islam rt eine elementare Vorbedingung der italienischen Zehnprozentige Erhöhung In München traf die italienische Hand, der Eisenbahntarife in England. roeJitäfü,f,r“n9 zu einem mehrtägigen Besuch Amsterdam, 18. April. (Europapreß.) Einen ------- ^erstklassigen Skandal" nennt der „Daily Herald" L3ÄDÖ«. %56ffH?nhahrnn®fHSnH,hIe„ Kunst und Wissenschaft. Vas Blatt schreibt: „Die Eisenbaynaktionare rieben I 1 11 ’ 1 sch gestern wieder die Hände. Sie haben nämlich Die Goethe-Medaille für Professor Gotschlich. richt nur mit der Regierung ein Abkommen ge- Ser Leiter des staatlichen, türkischen Zentraltroffen, das ihnen gestattet, a u s de m verstärk- Hygiene-Instituts in Ankara, Professor Emil Go t- en Kriegsverkehr Profite zu zrehen, schlich, der am 28. März seinen 70. Geburtstag ie weit über den Frledensmaßstab hmausgehen. { wurde in Anerkennung seiner Verdienste von chren Gesellschaften werden fetzt auch noch tue au; bem Gebiet der Seuchenbekämpfung und der Preise und Gebühren allgemein um zehn Prozent Volkshygiene durch Verleihung der Goethe- trhöht, was die Profite n o ck ho h er treibt Zu Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeich. ier Begründung des Verkehrsmimsters, daß die net Professur Dr. Gotschlich wurde am 28. März Erhöhuna zur Deckung zusätzlicher Kosten erforder- 1870 in Beuchen (Oberschlesien) geboren, studierte sich sei, sagt das Blatt: „Da die Profite ohnehin, Medizin an der Universität Breslau, promovierte Und zwar sehr schnell, angestiegen sind, ist diese in Breslau und war dort auch noch einige Zeit als Verteidigung absurd." Assistent am Hygienischen Institut tätia. In den --------- Jahren von 1896 bis 1914 wirkte er als Direktor .. K I des Städtischen Gesundheitsamtes in Alexandrien Erweiterung des Flotten- und nahm nach seiner Rückkehr die wissenschaftliche aufrüstunasproaramms der LlSA. Arbeit in Halle, in Saarbrücken, in Trier und in aUTruillingyprpgruinuiv uti Qbar auf> Von April 1917 bis März 1925 gehörte Washington, 18. Apoll (DNB.) Dor dem \n ber Universität Gießen als Direktor des Hy- Narineausschuß des Senats befürwortete der Flöt- gj^ischen Instituts an, 1921 war er Dekan der tenchef Admiral Stark abermals eineErwei- Medizinischen Fakultät. 1925 nahm er einen Ruf terung des fchwebenden Flotten au früstungspro- Heidelberg an, nachdem er vorher eine aber« Gramms um wenigstens 2 5 v. H. Das MarMe- maiigc Berufung nach Alexandrien abgelehnt hatte, mnifterium wolle in den nächsten sechs Jahren einigen Jahren ging Gotschlich nach Ankara, «lwa 3800 Millionen Dollars für Schiffsneubauten I ufm. ausgeben. Unter den geplanten Kriegsschiffen sollen sich drei Flugzeugträger mit einer tzesamttonnage von 85 600 Tonnen, 14 Kreuzer mit einer Gesamttonnage von 257 000 Tonnen, k8 Zerstörer mit einer Gesamttonnage von 142000 Tonnen und 36 U-Boote mit einer Ge- ' samttonnage von 57 000 Tonnen befinden. Admiral btark erklärte, das Marineministerium prüfe seit einem halben Jahre die Frage des Baues von Schlachtschiffen mit 40 000 bis 70 0 0 0 Ton - nen Wasserverdrängung. Bei künftigen bchlachtschiffbauten dürste die Mindesttonnage 40000 Tonnen betragen. Aus aller Welt Gasunglück im Berliner Norden. Als die Hauswartefrau eines Gebäudes in der Stockholmer Straße in eine Wohnung im vierten Stock wiederholt keinen Einlaß fand, schöpfte sie Verdacht und benachrichtigte die Polizei. Die Beamten fanden den 74jährigen Hermann W. und dessen 39jährige Tochter Margarete im Bett liegend tot auf. Die Feuerschutzpolizer vermutete, daß auch die angrenzende Wohnung vergast sei und stieg, da sich auch in dieser Wohnung niemand meldete, durch ein Fenster ein. Auch hier fand man die Mieter, em altes Ehepaar, tot auf. Sie waren ebenfalls dem Giftgas zum Opfer gefallen. Der Fall ist noch nicht ganz geklärt. Da man im Schlafzimmer des W. einen behelfsmäßig aus dem Nebenzimmer herge- letteten Gasschlauch geöffnet fand, nimmt man an, daß W. oder seine Tochter Selbstmord verübt hat. Belgisches Flugzeug abgeslürzt und verbrannt. Während eines Uebungssluges, den drei Militär- Huateuqe über dem Militärflughafen von Lonz4e nahe bei Gemboux in der Richtung Namur aus- führten, stürzte ein Flugzeug aus bisher unbekannten Gründen ab, wobei es in Flammen aufging. Einer der Insassen wurde getötet ein anderer schwer verletzt. Bei dem Militarflughafen Bark- V ij ver in Aerschot mußte ein Militär- fluazeug eine Notlandung vornehmen, wobei der Flugzeugführer schwer verletzt wurde. Treppeneinsturz in einer belgischen Kaserne. In fiter bei Brüssel stürzte in einer Kaserne eine Treppe ein, auf der sich eine Anzahl Soldaten befand, lieber fünfzig Soldaten wurden bei dem Einsturz verletzt. 29 der Verletzten mußten ms Krankenhaus gebracht werden. / Keine mißbräuchliche Inanspruchnahme der Eisenbahn. Der Beauftragte für den Vierjahresplan hat eine Verordnung gegen mißbräuchliche Inanspruchnahme der Eisenbahn erlassen. Wer die Vorschriften und Anordnungen, die der Reichsverkehrsminister oder die von ihm beauftragten Stellen zur Sicherstellung oder Beschleunigung der Beförderung kriegs- oder lebenswichtiger Güter getroffen haben, durch unrichtige Angaben im Frachtbrief, bei der Wagenbestellung oder in anderer Weise umgeht, wird mit Gefängnis bis zu zwei Jahren und mit Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen bestraft. Oie Bekanntgabe von Verlusten. Berlin, 16. April. (DNB.) Anläßlich des Unterganges des Kreuzers „Blücher" find an die Dienststellen der Kriegsmarine zahlreiche Anfragen von den Angehörigen über das Ergehen einzelner Soldaten gerichtet worden. Es wird zunächst darauf hingewiesen, daß der Verbleib einzelner Soldaten von den Dienststellen in der Heimat nicht immer sofort fest gestellt werden kann. Häufig kommt es vor, daß der Einsatz einer Besatzung an anderer Stelle als der ursprünglich vorgesehene erfolgt und Nachricht darüber erst nach einer gewissen Zeit erfolgt. Nach! Feststellung von Verlusten ist sichergestellt, daß die Angehörigen von Soldaten der betroffenen Einheit sobald wie nur irg endmöglich benachrichtigt werden. Es ist jedoch zwecklos, sofort nachdem der Verlust einer Einheit amtlich bekanntgegeben ist, schriftliche, mündliche oder fernmündliche Anfragen an Dienststellen der Wehrmacht zu richten. Derartige Anfragen können beim besten Willen nicht beantwortet werden und führen nur zu weiteren Verzögerungen in der Benachrichtigung der Angehörigen. Jedes einzelne Telephongespräch, jede Anfrage behindert und verzögert die Benachrichtigung? Es wird von der Bevölkerung erwartet, daß sie auch hierin Geduld und Disziplin zeigt und der von den Wehrmachtsdienststellen zu leistenden Arbeit das nötige Verständnis entgegenbringt. Erweiterte Beihilfen für die Aufforstung. Den Reichsforstmeister hat neue Richtlinien für Aufforstungsbeihilfen erlassen. Sie können gewährt werden bei Aufforstungen von Oedländereien oder geringwertigem landwirtschaftlichen Gelände, ferner für Anbauten, Umwandlungen, Unterbauten von Beständen und Folgearbeiten. Es muß sich um zusätzliche Arbeiten handeln, deren volkswirtschaftlicher Wert feftsteht und die Leistungen nicht aus eigener Kraft vollbracht werden können. Aufforstungen ünd Umwandlungen werden in erster Linie begünstigt, um neue und leistungsfähigere Walübestände auf größerer Fläche in möglichst kurzer Zeit zu fördern. Die Beihilfen betragen bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten, für die Pflege und Beschützung der Kulturen bis zu 10' oder 15 Prozent der Kosten der Neukultur. Besonders mustergültig ausgeführte Kulturen bei Kleinwalübesitzern erhalten außer der Beihilfe eine Prämie bis zu 30 RM. je Hektar. Unberechtigter Warenbezug ist strafbar. Die Rationierung der lebenswichtigen Derbrauchsgüter dient dem Zweck, jedem Volksgenossen seinen gerechten und notwendigen Anteil an diesen Gütern zukommen zu lassen. Die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes hat erkannt, daß diese Vorschriften notwendig sind, um die Versorgung jedes einzelnen mit diesen Gütern zu sichern. Wer gegen diese Vorschriften verstößt, schädigt die Allgemeinheit. Die Allgemeinheit muß deshalb vor diesen uneinsichtigen und böswilligen Volksgenossen geschützt werden. So wird bestraft, wer bezugsbeschränkte Erzeugnisse ohne Bezugsberechtigung, z. B. ohne Karte, bezieht, wer eine ihm nicht zustehende Karte oder sonstige Bescheinigung für sich ausnutzt, wer mit Karten handelt, wer sich Bezugsberechtigungen erschleicht, wer dem Verbraucher bezugsbeschränkte Erzeugnisse vorenthält, obwohl er zur Abgabe verpflichtet ist, oder wer dem eigenen Betrieb bezugsbeschränkte Erzeugnisse entnimmt, ohne dazu berechtigt zu sein. Auch der Fall, daß ein Gewerbetreibender Karten entgegenimmt oder ab trennt, ohne Ware dafür zu liefern, ist unter Strafe gestellt. Bekämpfung der Kaninchenschäden. In manchen Gegenden ist der Wildschaden der Kaninchen trotz ihrer Dezimierung durch den har- ten Winter recht erheblich. Dies steht in Widerspruch zu unserer Pflicht, den Ertrag der heimatlichen Scholle zu steigern und alle Erzeugungsmöglichkeiten ganz der Ernährung unseres Volkes dienstbar zu machen. Zur Vermeidung von Kaninchenschäden insbesondere.in der Nähe von Städten, wo in Gärtnereien und Kleingärten meist hochwertige Gewächse betroffen werden, hat der Rerchsjägermeister allen Eigentümern und Nutznießern solcher Grundstücke sowie ihren Beauftragten bis auf lyeiteres allgemein die int Reichsjagdgefetz vorgesehene Einzelgenehmigung erteilt, die Kaninchen auf geeignete Weife zu töten. Selbstverständlich bleibt nach wie vor die Aufstellung von Schlingen und Tellereisen und das Legen von Gift verboten. Lebensmittewewirtschaftung. Nach dem Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 9. April 1940 sind die dem Verbraucher zustehenden Lebensmittelmengen für die Zeit vom 6. Mai bis 2. Juni 1940 wie folgt festgesetzt worden: Lebensmittclzuteilungen. Die dem Verbraucher für die Zeit vom 6. Mai his 2. Juni 1940 auf Karten zustehenden Lebensmittel- Mengen bleiben gegenüber den Rationen der Zuteilungsperiode vom 8. April bis 5. Mai 1940 grundsätzlich unverändert. Gewisse Veränderungen ergeben sich jedoch wie folgt: 1. durch die Einführung der Kartenpflicht für Kuchen und Dauerbackwaren (I), 2. durch die Anpassung der Fettrationen an den tatsächlichen Fettgehalt der einzelnen Fettarten bei aleichbleibender Gesamtfettzuteilung und durch die Erhöhung der Käseration (II), 3. durch die Neuregelung der Versorgung mit Marmelade und Zucker (III), 4. durch den Bezug von 125 g Reis an Stelle von 125 g anderer Nährmittel (IV B), 5. durch die Möglichkeit, an Stelle von 150 g Nährmitteln: Kondensmilch, Konserven oder Trockenpflaumen zu beziehen (IV C), 6. durch die für Kinder gegebene Möglichkeit, an Stelle von Kakaopulver Tafel- oder Blockschokolade zu beziehen (V). I. Kartenpflicht für Kuchen und Dauerbackwaren. Umgestaltung der Reichsbrottarte. Nach der bisherigen Regelung unterlagen die von der Hauptvereinigung der deutschen Getreide- und Futtermittslwirtschaft im einzelnen bezeichneten Kuchenarten der Kärtenpflicht, während im übrigen Kuchen ohne Karten abgegeben wurde. Die örtlichen Verschiedenheiten in der Herstellungsweise und der Bezeichnung des Gebäcks haben jedoch bei der Abgrenzung der kartenpflichtigen und der kartenfreien Kuchenarten zu Schwierigkeiten geführt. Beim Verkauf des Kuchens haben sich insbesondere dadurch Unzuträglichkeiten ergeben, daß manche Käufer Kuchen zum Nachteil anderer in einem Umfang beziehen, der zu einer nicht vertretbaren Ausweitung der Kuchenherstellung geführt hat. Die notwendige Folge hiervon war wegen der beschränkten Zuteilungen von Fett und Zucker an die Backbetriebe eine bereits von der Reichsgesundheitsführung beanstandete Verschlechterung der Beschaffenheit des Kuchens. Diese Sachlage macht es notwendig, Kuchcngebäck jeder Art mit Wirkung vom 6. Mai 1940 kartenpflichtig zu machen. Die Kartenpflicht muß auch auf Dauer- backwaren ausgedehnt werden, weil sich sonst auf diesem Gebiet verstärkt dieselben unliebsamen Erscheinungen bemerkbar machen würden, die durch die Neuregelung des Kuchenbezuges beseitigt werden sollen. Die reichliche Brotration erlaubt dem Verbraucher ohne weiteres für Kuchengebäck oder Dauerback- foaren Brotkartenabschnitte abzugeben. Um dem Verbraucher die Möglichkeit zu geben, Gebäckarten, die im Verhältnis zu ihrem Gesamtgewicht nur geringe Mehlanteile enthalten, wie z. B. Obstkuchen, auch in kleineren Mengen zu beziehen, war die Schaffung von Brotkartenabschnitten über 10 g notwendig. Die nähere Regelung der Abgabe von Kuchengebäck und Dauerbackwaren wird durch Anordnungen der bewirtschaftenden Stellen (Hauptvereini- gung der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft und Wirtschaftliche Vereinigung der deutschen Süßwarenwirtschaft) erfolgen. Dabei Serben die Gebäckarten auf bestimmte Typen beschränkt, die mengenmäßige Abgabe auf die Einzelabschnitte festgesetzt und die Hersteller verpflichtet werden, den Mehlanteil entsprechend den Richtlinien der bewirtschaftenden Stellen anzugeben. Die sich aus dieser Regelung ergebende Notwendigkeit der Kartenumgestaltung gibt Anlaß zu der mehrfach beantragten Auflösung der 1000-g-Abschnitte der Brotkarte in 500-g-Abschnitte. Hierdurch können in Verbindung mit der Einführung der 10-g-Abschnitte nunmehr'für die Brotbezüge, die unter 1000 g liegen, leichter als bisher die entsprechenden Abschnitte der Reichsbrotkarte abgetrennt werden. Wegen der Vielzahl der kleinen Abschnitte können die Einzelabschnitte nicht mehr auf einer Karte untergebracht werden. Es erhält deshalb jeder Normalverbraucher 2 Brotkarten A und B. Eine Austauschmöglichkeit wird dadurch geschaffen, daß alle Einzelabschnitte zu 10 g in Mehl im Verhältnis von 100 g Brot zu 75 g Mehl umgetauscht werden können. Dabei dürfen stets nur 10 oder ein Mehrfaches von 10 dieser Abschnitte in Mehl umgetauscht werden. Der Stammabschnitt der Brotkarte B enthält einen entsprechenden Hinweis. Durch diese erweiterte Austauschmöglichkeit wird dem vielfachen Wunsch der Verbraucher Rechnung getragen, mehr als bisher Mehlsuppen und Mehlspeisen Herstellen zu können. Eine Umgestaltung der Brot-Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter war nicht notwendig, da diese auch die Karten für Normalverbraucher haben und hierauf Kuchen in kleinen Stücken beziehen können. Ebenso konnte von einer Umgestaltung der Brotkarten für Kinder abgesehen werden. Soweit hier ein Bedürfnis zum Kauf einzelner Stücke Kuchen besteht, ist ein Ausgleich innerhalb der Familiengemeinschaft durch die Benutzung der 10-g-Abschnitte der Normalverbraucherkarten möglich. Der Verbraucher kann nach seiner Wahl auf sämtliche Einzelabschnitte der Brotkarten A und B Brot, Kuchen oder Dauerbackwaren und auf die hierfür vorgesehenen Abschnitte auch Mehl beziehen. Die Reise- und Gaststättenmarken für Brot berechtigen ebenfalls zum Bezüge von Kuchen und Dauerbackwaren. Auf die einzelnen Abschnitte der Reichsbrotkarten für Normalverbraucher können folgende Mengen bezogen werden: Reichsbrotkarte A. 1. Auf die Abschnitte 1—4 je 500 g Brot oder je 375 g Mehl, 2. Auf die Abschnitte 5—16 je 500 g Brot 3. Auf die 16 Kleinabschnitte je 50 g Brot. Reichsbrottarte B. Aus jeden der 80 Abschnitte 10 g Brot oder 7,5 g Mehl. II. Regelung des Fett- und Käsebczugs. Verhältnis von Margarine zum Speiseöl. Die bisherige Regelung, Margarine und Speiseöl im gleichen Verhältnis abzugeben, hat zu Unzuträglichkeiten geführt. Während Margarine eine gesetzlich zu- gelassene Menge Wasser enthält, hat Speiseöl einen höheren Fettgehalt. Es ist deshalb erforderlich, den Bezug dieser Fette so zu regeln, daß die Verbraucher in jedem Falle nach dem Fettgehalt die gleiche Menge erhalten. Aus diesem Grunde werden 100 Teile Margarine 80 Teilen Speiseöl gleichgestellt. In diesem Verhältnis kann auf alle zum Bezug von Margarine berechtigenden Einzelabschnitte, also auch auf die 5-g-Abschnitte, auf die bisher lsdiglich Margarine bezogen werden konnte, Speiseöl im Rahmen der den Verkaufsstellen zugeteilten Mengen abgegeben werden. Die Abgabe von Speiseöl an Stelle von Butter ist nicht zulässig. Soweit sich der Verbraucher im Rahmen der gegebenen Austauschmöglichkeiten zum Bezüge von Butter an Stelle von Margarine entschieden hat, ist mithin ein Bezug von Speiseöl auf diese Abschnitte nicht möglich. Durch die Zulassung der 5-g-Margarineabschnitte zum Bezüge von Speiseöl besteht jedoch auch für den Verbraucher, der in vollem Umfange Butter statt Margarine bezieht und diese 5-g-Abschnitte nicht in Gaststätten einlöst, eine beschränkte Möglichkeit, Speiseöl zu beziehen. In einem Vermerk auf den Fettkarten ist auf das Umrechnungsverhältnis von Margarine zu Speiseöl hin- gewiesen. Verhältnis von Speck und Rohfett zum Schmalz. Schweineschmalz hat im Verhältnis zum Speck und zum Schweinerohfett gleichfalls einen höheren Fettgehalt, so daß auch hier eine entsprechende Regelung erfolgen muß. Die Einzelabschnitte „62,5 g Schweineschmalz oder Speck oder Talg" lauten deshalb in Zukunft über „62,5 g Speck oder Schweinerohfett oder 50 g Schweineschmalz".. Entsprechendes gilt für die über die mehrfachen Mengen von 62,5 g lautenden Abschnitte der Zusatzkarte für Schwerstarbeiter. Da eine Abgabe von Talg an die Verbraucher grundsätzlich nicht stattfindet, ist das Wort „Talg" auf den Abschnitten der Fettkarten gestrichen worden. Fettbezug auf Reisemarten für Margarine. Die über „Margarine usw." lautenden Reise- und Gaststättenmarken berechtigen auch zum Bezüge von Speiseöl. Für den Umtausch von Haushaltskarten gegen Reise- und Gaststättenmarken sind wie bisher die auf den Einzelabschnitten der Haushaltskarten angegebenen Gewichtsmengen maßgebend. Der Umtausch hat also im gleichen Verhältnis zu erfolgen, d. h. an Stelle von z. B. 125 g Margarine sind 125 g Reisemarken auszugeben. Wird auf Reisemarken Speiseöl bezogen, so ist davon auszugehen, daß auf jede einzelne 5-g-Marke nur 4 g Speiseöl bezogen werden können. Außerkrafttreten der Reisemarken für Schweineschmalz. Die Reisemarken für „Schweineschmalz usw." verlieren am 2. Juni 1940 ihre Gültigkeit. Die Karten- ausgabeftellen können die Einzelabschnitte „Schweineschmalz oder Speck oder Talg" der für die Zeit vom 8. April bis 5. Mai 1940 geltenden Fettkarten wie bisher in Reisemarken für „Schweineschmalz usw." umtauschen. Die ab 6. Mai 1940 gültigen Einzelabschnitte „Speck oder Schweineschmalz ober Schweinerohfett" der Haushaltskarten dürfen jedoch gegen Reisemarken „Schweineschmalz usw." nicht mehr um- getauscht werden. Diese Mnzelabschnitte sind in Zukunft vielmehr nach Wahl des Verbrauchers in Reise- unb Gaststättenmarken für „Butter" ober „Margarine usw." umzutauschen. Hierbei ist diejenige Gewichtsmenge zugrunbe zu legen, bie für ben Bezug von Speck maßgebenb ist. Bis zum 2. Juni 1940 können Reisemarken über „Schweineschmalz usw." in Reisemarken für Butter ober Margarine umgetauscht werben. Wiedereinführung der Bestcllschcinpflicht für Schlachtfette. Das Bestellscheinverfahren für Schlachtfette wirb wieber eingeführt. Den demgemäß auf den Fettkarten wieder angebrachten Bestellschein hat der Fleischer, bei dem der Verbraucher die Schlachtfette beziehen, will, abzutrennen und entsprechend den für bie Abgabe von Bestellscheinen geltenben allgemeinen Bestimmungen zu behandeln. Die Einzelabschnitte über „Speck ober Schweinervhfett ober Schweineschmalz" sind wie früher lediglich zu entwerten und am Stammabschnitt zu belassen. Erhöhung der Käseration. Die mit Rücksicht auf den jahreszeitlichen Tiefstand der Milcherzeugung und bie starke Ausweitung des Verbrauchs an Magermilch während der Wintermonate erfolgte Kürzung der Rationen an Käse oder Quarg wird wieder beseitigt. Die Karten sind demgemäß mit vier Käseabschnitten versehen, von denen je zwei für die ersten beiden Wochen und je zwei für die letzten beiden Wochen Gültigkeit haben. Abgabe von Quarg. Durch die Umstellung auf dem Gebiet der Trinkmilchversorgung ist vielfach dazu übergegangen worden, die erheblich gestiegenen Buttermilchmengen zu Quarg zu verarbeiten. Zur Behebung äufgetretener Zweifel weise ich darauf hin, daß Quarg, auch wenn er aus Buttermilch hergestellt ist, nur auf die Käseabschnitte der Fettkarten abgegeben werden darf. III. Versorgung mit Marmelade und Zucker. Die auf die Reichskarte für Marmelade und Zucker während einer Zuteilungsperiode bisher zugeteilten 400 g Marmelade reichen, wie die Erfahrung nunmehr gezeigt hat, für diejenigen Verbraucher nicht aus, die nicht selbst Marmelade einkvchen. Auf der anderen Seite sind die bisherigen Zuckerrationen für diejenigen, die Marmelade einkvchen und Obst einmachen, selbst dann zu gering, wenn von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, statt der 400 g Marmelade für 4 Wochen 160 g Zucker zu beziehen. Darüber hinaus ist es nicht vertretbar, daß an alle Verbraucher, also auch an jene, die nicht einmachen, Einmachezucker abgegeben wird. Es ist deshalb notwendig, ote Versorgung der Bevölkerung mit Marmelade und mit Zucker für Einmachezwecke wie folgt neu zu regeln: Die wöchentliche Marmeladeration wird von 100 g auf 150 g erhöht, für 4 Wochen also von 400 g auf 600 g. Außerdem wird das Umtauschverhältnis von Marmelade und Zucker dahin verbessert, daß an Stelle von 150 g Marmelade 115 g Zucker bezogen werden können. Es können also in der Zuteilungsperivde an Stelle von 600 g Marmelade 460 g Zucker bezogen werden. Da der Zucker zum Einmachen und Einkochen in erster Linie in den Sommer- und Herbstmonaten benötigt wird, ist vorgesehen, teilweise auch Zucker, der erst im Winter 1940/41 an Stelle von Marmelade bezogen werden könnte, bereits in früheren Zuteilungsperioden auszugeben. Nähere Regelung bleibt Vorbehalten. Als Ausgleich für die erhöhte Marmeladezuteilung und die Verbesserung des Umtauschverhältnisses wird die wöchentliche Zuckerration von 250 g auf 225 g herabgesetzt. Im Laufe der Zuteilungsperiode werden also insgesamt 900 g Zucker zugeteilt. Die neue Regelung bietet dem Verbraucher, der von der Umtauschmöglichkeit Gebrauch macht, auf das Jahr gerechnet, eine größere Zuckermenge, als er nach der bisherigen Regelung einschließlich der Sonderzuteilung für Einmachezucker im Herbst 1939 erhielt. Verbraucher, die einmachen wollen und daher von der Umtauschmöglichkeit von Marmelade in Zucker Gebrauch machen, erhielten innerhalb einer Zuteilungsperiode bisher für den laufenden Bedarf und statt der Marmelade zusammen 1160 g Zucker, während sie nach der neuen Regelung 1360 g beziehen. Verbraucher, die von der Umtauschmöglichkeit nicht Gebrauch machen, erhielten bisher 1000 g Zucker und 400 g Marmelade gegenüber künftig 900 g Zucker unb ,600 g Marmelade. Zur Erleichterung des Bezuges von Marmelade und Zucker sind die Marmelade-Einzelabschnitte, die bisher über 2 Wochen lauteten, während der' ganzen Zuteilungsperiode und die zum Zuckerbezug berechtigenden Einzelabschnitte jeweils 2 Wochen (bisher 1 Woche) gültig. IV. Regelung der Warenabgabe aus die Nährmitteltarte. A. Bezug von Teigwaren. Die Teigwarenrationen bleiben unverändert. Wo Teigwaren nicht ausgeliefert werden können, kann der Versorgungsberechtigte hierfür sonstige Nährmittel beziehen. B. Bezug von Re'is. Auf die Emzelabschnitte N 25—N 29 werden in der Zuteilungsperiode vom 6. 9J?ai bis 2. Juni 1940 an Stelle der bisher auf die Abschnitte N 5, N 9, N 10, N 30 und N 31 verteilten sonstigen Nährmittel je 25 g Reis abgegeben. Die Einzelabschnitte N 25 bis N 29 haben einen entsprechenden Aufdruck erhalten. Damit nicht versehentlich auf die Abschnitte N 5, N 9, N 10, N 30 und N 31 wie bisher Nährmittel abgegeben werden, sind diese durch den Aufdruck eines Kreuzes entwertet worden. C. Verteilung von Kondensmilch, Konserven und Trockenpflaumen. Den Versorgungsberechtigten wird die Möglichkeit gegeben, an Stelle von 150 g Nährmitteln nach ihrer Wahl entweder 1 große Dose bzw. 2 kleine Dosen Kondensmilch oder eine 1/1-Dose Obst- oder Gemüsekonserven oder 250 g Trockenpflaumen (Backpflaumen) zu beziehen. Die Versorgungsberechtigten können in jedem Falle Nährmittel beziehen, jedoch nicht damit rechnen, von der Wahlmöglichkeit Gebrauch zu machen und eine der wahlweise zur Verfügung gestellten Waren zu erhalten. Dies gilt besonders für die Obstund Gemüsekonserven und die Trockenpflaumen, weil nur noch die beim Kleinhandel vorhandenen Vorräte an diesen Erzeugnissen geräumt werden sollen. Die Wünsche der Verbraucher auf den Bezug von Kondensmilch werden sich jedoch voraussichtlich voll verwirklichen lassen, weil der Einzelhandel mit Kondensmilch beliefert werden wird. Damit die Verteiler in die Lage versetzt werden, sich für die Ausgabe der Kondensmilch die erforderlichen Vorräte zu beschaffen, ist es notwendig, daß die Bezugsberechtigten bereits vorher die Kondensmilch bestellen. Die Versorgungsberechtigten, die sich für den Bezug der Kondensmilch entscheiden, lassen daher spätestens bis zum 22. April 1940 die Fl 1-Abschuitto der für die Zeit vom 8. April bis 5. Mai 1940 geltende« Reichsfleischkarten für Normalverbraucher und für Kinder bis zu 6 Jahren von den Verteiler« abtrennen, bei denen sie die Kondensmilch zu beziehen beabsichtigen. Die Verteiler reichen die gesammelten Fl 1-Abschnitte der Reichsfleischkarte« sofort den Kartenausgabeftellen ein, die bis zum 23. April 1940 Bezugsscheine über Kondensmilch ausstcllen. Die Fl 1-Abschnitte der Reichsfleischkarten berechtigen also nicht zum Bezüge von Kondensmilch, sondern dienen nur als Bestellscheine für die in der Zeit vom 6. Mai bis 2. Juni 1940 zu beziehende Kondensmilch. Aus diesem Grunde haben die Verteiler die Stammabschnitte der Reichsfleischkarten mit Firmenaufdruck oder -aufschrift sowie mit dem Zusatz „Fl 1" zu versehen, damit sichergestellt ist, daß die Ware später nur dort bezogen wird, wo sie bestellt worden ist. Sie darf zur gegebenen Zeit nur gegen die Einzelabschnitte N 2 und N 3 der Nährmittelkarte bei gleichzeitiger Vorlage des vom Einzelhändler in der oben angegebenen Weise gekennzeichneten Stammabschnitte der Reichsfleischkarte ausgegeben werden. Die abgelaufenen Reichsfleischkarten werden den Verbrauchern daher bis^ auf weiteres belassen. » Die Verwendung der Reichsfleischkarte ist bei dieser Regelung deshalb gewählt worden, weil für die Selbstversorger kein Bedürfnis besteht, Kondensmilch zu erhalten. Werden Kondensmilch, Konserven oder Trockenpflaumen abgegeben, so haben die Verteiler die Abschnitte N 2 und N 3 zusammenhängend abzutrennen. Werden jedoch Nährmittel abgegeben, so haben die Verteiler die Abschnitte N 1 und N 2 zusammenhängend abzutrennen. Einzelne Abschnitte N 1, N 2 oder N 3 sind ungültig. Es gilt also stets nur der Abschnitt N 2 in Verbindung entweder mit dem Abschnitt N 1 ober mit dem Abschnitt N 3. Die Nährmittelabschnitte sind, um den Verbrauchern den Bezug von Nährmitteln und die Ausübung der Wahlmöglichkeit zu erleichtern, während der ganzen Zuteilungsperiode gültig. Die Abschnitte N 1 und N 2 sind wegen der auf sie entfallenden Ration von 150 g für die Abgabe von Nährmitteln in Gaststätten nicht geeignet. Damit die Verbraucher, die Kondensmilch, Konserven oder TrockenpflaumeA nicht kaufen wollen, auch auf diese Abschnitte Nährmittel in Gaststätten oder auf Reisen beziehen können, erhalten sie von den Kartenausgabestellen auf Antrag die Abschnitte N 1 und N 2 in Reise- unb Gaststättenmarken für Nährmittel umgetauscht. V. Abgabe von Tafel- und Blockschokolade. Den Kinbern aller Altersstufen wirb, soweit sie im Besitz von Reichsfettkarten sinb, bie Möglichkeit gegeben, an Stelle von 62,5 g Kakaopulper 50 g ungefüllte Tafel- ober Blockschokolabe zu beziehen. Die Ausgabe dieser Ware erfolgt im Rahmen der bei ben Groß- unb Kleinverteilern lagernben Vorräte. Ein Anspruch muf Lieferung von Schokolabe besteht somit nicht. Kakaopulver kann jeboch in jebem Falle bezogen werben. Wirb Tafel- ober Blockschokolabe abgegeben, so haben bie Verteiler ben Abschnitt F 5 ber Reichsfettkarte für Kinber bis zu 3 Jahren, für Kinber von 3 bis 6 Jahren unb für Kinber von 6 bis 14 Jahren (lautenb über je 62,5 g Kakaopulver) abzutrennen unb hierauf je 50 g Tafel- ober Blockschokolabe auszuliefern. Wirb jeboch von ber Austauschmöglichkeit kein Gebrauch gemacht, also ber Bezug von Kakaopulver gewünscht, so haben bie Verteiler bie Abschnitte F 4 (ohne Mengenaufdruck) unb F 5 zusammenhängend abzutrennen unb mit 62,5 g Kakaopulver zu beliefern. Schlußbestimmung. Abgabe der Bestellscheine. Die Bestellscheine einschließlich des Bestellscheines 3 ber Reichseierkarte sinb in ber Woche vom 29. Aprll bis 4. Mai 1940 bei ben Verteilern abzugeben. Der Oberbürgermeister der Stadt Gieße«. I. V.« Vogt, BüHermeister. 196Q€ Hr.92 Zweiter Blatt Zreitag, 19. April MV Gießener Anzeiger lGeneral-Anzeigsr für Oberhessen) Kurze Ruhe vor neuem Einsatz Aus der Stadt Gießen Klarer Abstand. (Nachdruck verboten!) 8. Fortsetzung fo eine Art von Massengrab also! Nun,«sagen «erdent findet. „Ach - einem schiffartigen Körper, der wie mit mehreren Segeln besetzt erscheint. Die Farben, in denen die Blüte prangt, sind ein Helles Orangerot und ein kräftiges Violettblau. In ihrer natürlichen Urn- te ist bei diese! für die Selbst« rdensmilch ‘t werden, sich! ^forderlichen! dig, daß bieH Kondensmilch! die sich für! , lassen daheik ll'Abschvitte ). Mai 1940! llverbrauchttk" en Verteilen. milch zn be- - ichcn die ge> sfleischtartng die bis zuvi Kondensmilch r! hssleischkartcn! Kondensmilch,! ür die in bei! u beziehende! )en die Ser*! hssleNlaüen! wie mit dem! hergestellt ist,! wird, wo sie! men Zeit nur! 3 der Mr-! s vom Einzel-! e gekennzeich-V ischkarte ES IfleischkartenS auf weites» Auf dem Flugplatz von Stavanger haben sich deutsche Fliegerverbände eingerichtet und auch bereits britische Angriffsversuche erfolgreich abgewiesen. In einer kurzen Ruhepause während ihres Dienstes haben sich die Flieger neben ihre Flugzeuge und ihr Gerät hingelegt. Der Volksempfänger (hier im Vordergrund rechts), den ihnen die Heimat schenkte, stellt auch hier den engen Kontakt mit der Heimat her. — (PK.-Schaller-Scherl-M.) len ‘Oübeit. i" Sft! Milsl du K schassen,Lena? Roman von Martina Eckart-kselm Außer Formalin wurde noch der Akridin- Farbstoff „Eittozon", der bemerkenswerte bakterizide Eigenschaften mit völliger Ungiftigkeit vereinigt, für die Vereisung von Fischen näher untersucht. Bei einer wässerigen Lösung von 1:150000 bis 1:200000 wurde in dem mit diesen Lösungen hergestellten Eis ebenfalls eine mehrere Tage längere Fisch- Frischhaltung erzielt, als mit gewöhnlichem Eis. Kleidersorgen. . Gfs. Scheint die Sonne nun so hell im Frühjahr, dann gefallen uns unsere dunkeln, warmen Wintersachen gar nicht mehr, und wir Fraüen passen uns in unserer Kleidung gern dem Frühjahr an. Aber wie sollen wir das jetzt im Kriege bei der Kleiderkarte machen? Sehen wir uns einmal genau an, was vom letzten Jahr noch im Schrank hängt. Wieviel wäre noch zu verwenden, wenn wir nur besser nähen könnten! Dazu möchte uns der nun bald stattfindende Nähkurs des Mütterdienstes im Deutschen Frauenwerk helfen. Er.möchte allen Frauen und Mädchen das für den Hausgebrauch nötige Können im Nähen vermitteln. Darum kommt und lernt. Meldet euch in der Kreisgeschäftsstelle der Frauenschast, Frankfurter Straße 1. Wer möchte nicht gesund sein? Gfs. Gesundheit ist das höchste Gut, hört man so oft und mit Recht. Leider wissen aber so viele Frauen nicht, daß sie als Hausfrauen und Mütter die Gesundheit ihrer Familie mit zu erhalten haben. Es' ist auf so vieles zu achten. Sonnige Zimmer, richtige Kleidung und Ernährung und alle tägliche Fürsorge. Kommt aber doch einmal Krankheit in unsere Familie, so ist es wiederum die Mutter, die wissen sollte, wie man ein Krankes pflegt, wie man Verbände macht, einen Wickel anroenbefr und so fort. All dies lernt man im Kurs über Gefundheits- und häusliche Krankenpflege, der im Mütterdienst des Deutschen Frauenwerkes gehalten wird. Anmeldungen Kreisstelle Wetterau, Frankfurter Straße' 1. Wunder einer Blüte. Gegenwärtig blüht im Winterhaus des Botanischen Gartens eine Bananenpflanze in einer geradezu unwirklichen Schönheit. Die Pflanze trägt die Blüte auf einem hohen Stiel. Die Blüte selbst entspringt kleine Dosen 'bet Gemüse- Pflaumen) !n können in • W dann! H zu machen ng gestellten für bie Obst, laumen, foei! men Vorräte 1 sollen. Die "3 von Kon. 'lich voll ver- nit Kondeim ober Trocken' heiler die %-■ , abzutrennen, so haben bic msammenhän'^ N1,N2oM t bet Abs« Abschnitt NL ben SerWi bie Ausübrg während R wegen der 4 it bie M »eignet Da auch auf W betaufS* bN2i«N umgetauschk- der gute Friedrich-Karl wird sich freuen über deine Gesellschaft, Tantchen!" r., r f ... Fräulein Schmidtchen erhebt sich beleidigt. „Bleiben Sie nur da, Teuerste", hält Jutta sie zurück, „Sie werden noch mehr Ungeheuerlichkeiten von mir hören." „Man sollte die Erhabenheit des Todes — vor allem, wenn es sich um einen so bedeutenden Mann der Geschichte handelt, nicht dermaßen ehrfurchtslos antasten. So etwas rächt sich!' .Seien Sie ftiedlich, das nimmt mir der gute Friedrich-Karl bestimmt nicht übel!" Rudolf redet inzwischen tröstend und beruhigend auf die alte Dame ein. < Rudolf beruhigt Taute Ottilie. Er meint, man werde schon einen Weg finben, das Tempelchen und die Grabstätte zu erhalten, schlimmstenfalls tonne man ja das Tempelchen irgendwo anders aufbauen und den Feldherrn umbetten. Aber sprechen wir doch lieber von etwas anderem! Von etwas Erfreulicherem!" Juttas b itzende Augen tauschen mit Rudolf emen Blick „Also kurz und aut: wir zwei haben das Junggesellen eben satt, wir haben vereinbart, in sechs Wochen zu heiraten! Wie was — vereinbart — Junggesellenleben?" Fräulein von Plessen sieht mit runden, erschrockenen Augen auf Jutta. „Liebes Kind!' fugt sie ta- . vorn . dich nicht an meiner Ausdrucksweise, Tante Ottilie, ich kann es dir natürlich auch schwungvoller faaen mit Worten, die vielleicht vor allem Hermme Schmidtchen gefielen - also, wir haben uns tn die ^Jftinöer — in sechs Wochen? So schnell, so übereilt, so ohne einen Menschen zu fragen? ,Wozu denn lange Herumfragen? Dolf hat die Sache daheim erst recht satt und ebenso das Alleinsein in Bautzen, und ich brauche hier auf dem Gut Entlastung. Chef fein ist auf die Dauer fur eme Frau recht anstrengend. Ich setze mich zur Ruhe. Ater ist der neue Chef!" . Aber Tante Ottilie ist ganz und gar nicht einverstanden. Heiraten? Ohne offizielle Verlobung? In sechs Wochen? So im Eilzugtempo? Sie errötet ordentlich bet diesem unmöglichen Gedanken. „Mem Gott, Kinder! Ich weiß nicht, was dazu die Leute °on w n9arteil ^en, g 'bren die j» '«'Sntti "Sen uni 011 ® ift I die darin verpackten Fische 5 bis 6 Tage länger frisch zu halten, als dies mit gewöhnlichem Eis möglich ist. ololade. itb, . e p bet Di1 S-bK in jed-« H iÄ et s" Selbstbewußte Haltung ist unsere Abwehr gegen die Gefahr der Unterwanderung, die der Einsatz der polnischen Arbeitskräfte unserem Volkstum bringt. Damit ist nicht gesagt, daß die Polen schlecht oder menschenunwürdig behandelt werden sollen. So etwas liegt uns Deutschen nicht, das soll auch nicht sein, dazu sind wir innerlich viel zu stolz. Aber . jeder Bauer, jede Landfrau, jeder deutsche Landarbeiter und jede deutsche Magd, die im Stall oder auf dem Acker ihre nationale Pflicht gegen die Aushungerung erfüllen, sollen wissen, daß ihr Blut dem deutschen Volke viel wertvoller ist als das polnische. Mehr denn je soll angesichts der durch den Einsatz der Polen gestellten rassischen Aufgabe jeder Mann und jede Frau des deutschen Landvolks an das Wort des Reichsbauernführers Darrs denken, das er im Februar 1934 auf einer Tagung den deutschen Landfrauen sagte: „Sittlich ist, was der Arterhaltung des deutschen Volkes förderlich ist; unsittlich ist, was dem entgegensteht". Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Volkstümliche Vorträge und Vorlesungen der Ludwigs-Universität, Gießen: 20.15 Uhr Vortrag, Professor Schauder über „Bau und Feinbau der von Tieren stammenden Nahrungsmittel" im Veterinär- Anatomischen Institut, Frankfurter Straße 94. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Die Primanerin", Lustspiel von Sigmund Graff; 28. Vorstellung der Freitag-Miete. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Feuertaufe". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Frau im Strom". — Oberhessischer Kunstverein: Ausstellung Walter Kröll, Gießen, von 17 bis 18 Uhr im Turmhaus am Brand. Sitler-Zugend Bonn 116. ^-Ausbildung in Gießen. Sonntag, 21. April, Antreten sämtlicher 16- bis 18jährigen Hitlerjungen pünktlich um 8 Uhr an der Volkshalle zur K-Ausbildung. Formalin-Eis. versuche im Gießener Schlachthof. über drei Wo. fee, nach der , , . seefischereigebieten in Gegenden im nördlichen Polarkreis auszuführen. Es. ist daher seit längerem das Bestreben der praktisch und wissenschaftlich am Fischfang interessierten Kreise, ein E i s mit bakteriziden Eigenschaften (Eigenschaften, die gegen Bakterien aerichtet sind) herzustellen, das gleichzeitig auch den Anforderungen des Lebensmittelgesetzes entspricht, die Eiszellen, in denen dieses Eis hergestellt wird, nicht angreift, und nicht schneller schmilzt, als gewöhnliches Eis. Im Schlachthof Gießen wurden in dieser Richtung verschiedene Untersuchungen angestellt. Wie aus diesen Versuchen hervorgeht, vermag Eis, mit einem geringen Zusatz von 0,2 bis 0,3 v. H. Formalin, Hermine Schmidtchen legt das grjine Heft beiseite. Ihr Schwarm für Altäre und Sessel der Freundschaft dürfte jetzt keinen Widerhall finden, denn feste Schritte kommen bald darauf durchs Zimmer. Jutta und Rudolf Gräfe, beide mit verwehtem Haar, so wie sie eben aus dem Wagen gestiegen sind, begrüßen die beiden Damen. „Nun, Jutta, was hast du in Weißenberg erfahren? Ich bin so neugierig!" „Gar nichts habe ich erfahren, Tante Ottitte! Ich sagte dir ja gleich, daß es keinen Zweck hat W überzufahren!" .. ... .. w . „Hast du denn gebeten, man möge für die Autobahn einen anderen Weg finden als durch den Wiener Park?" .. ., „Nein, das habe ich nicht getan, weil ich weiß, dgH es hier nur ein Entweder-Oder gibt, rneroe meinen Schwiegervater doch nicht in Nachteil brm- gen? Das mag alles gehen, wie es will! Ich habe mich erkundigt, ob es überhaupt stimmt daß die Bahn an Roda entlang ihren Weg nimmt. „Nun? Und was sagte man?" „Natürlich stimmt es! Es wird zwar noch eine Zeitlang dauern, ehe es losgeht, well sie doch erst das Stück bis zum Hutberg haben müssen „Ein Greuel, diese Neuerungen!" entsetzte sich Hermine Schmidtchen. «h.hnff „Warum denn, Fräulein Schmidtchen? Rudolf flucht innerlich über die rückständige alte Dame, „lleberiegen Sie sich doch mal, wie wichtig diese Bahnen sind. Für einen schnellen Verkehr von Stadt zu Stadt zum Beispiel!" . , .. Hermine Schmidtchen zuckt mit einem hoheits vollen Gesicht die Achseln und seufzt: „Ich sehe alles kommen — man wird die Grafe, wiesen schonen - aber dann kann man zuden Gebeinen des Feldherrn auch gleich meine eigenen auf den Rodaer Friedhof legen — — 'Jutta lacht laut auf, was Hermme sehr unpasseno Unsere deutschen Fischdampfer haben oftmals ichen lange Reisen nach dem Barend- Bäreninsel und nach anderen Hoch- Zeder Kork zurück in die Kellerei. Zu den Rohstoffen, über die wir in Deutschland nicht verfügen, gehört bekanntlich auch der Kork, der aus dem Auslande eingeführt werden muh. In der gegenwärtigem Kriegszeit ist es daher notwendig, auch der Sammlung von Altkorken und Korkabfällen entsprechendes Interesse zu widmen, um sie der Wiederverwendung zuführen zu können. Auf Veranlassung des Reichskommissars für Altmaterialverwertung sind daher die zuständigen Fachschaften und Fachgruppen angewiesen worden, alkoholhaltige und alkoholfreie Getränke flaschenweise nur noch dann abzugeben, wenn der betreffende Kunde bei der Bestellung gleichzeitig eine entsprechende Menge Altkorken abliefert. Diese Neuregelung tritt in Kraft bei Verkäufen an das Gaststättengewerbe ab 1. Mai 1940, bei Verkäufen an den Einzelhandel und Privatleute ab 16. Mai 1940. Damit keine Schwierigkeiten auftreten, sind die in Frage kommenden Betriebe von ihrer zuständigen Organisation aufgefordert worden, schon in der Zwischenzeit gebrauchte Korkstopfen zu sammeln. Für die Haushaltungen ist ebenfalls genügend Zeit vorhanden, sich auf diese Neuregelung einzustellen. • ** Dienstjubiläum. Am heutigen Frettag, 19. April, kann der Kassierer der hiesigen Filiale der Dresdner Bank, Hellmuth Müller, Gießen, Moltkestraße 2, auf eine 25jährige Tätigkeit bei seinem Institut zurückblicken. Aus diesem Anlaß versammelten sich heute vor Arbeitsbeginn Betriebsführer und Gefolgschaft an dem festlich geschmückten Arbeitsplatz des Jubilars zu einer schlichten Feier, bei welcher ihm für seine Treue und seine stete restlose Pflichterfüllung gedankt wurde. ** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Freitag, 19. April, kann der Arbeiter Heinrich Le ib von hier, Löwengasse 9 wohnhaft, auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Stadt Gießen im Betriebe des Stadtbauamtes zurückblicken. Der Jubilar, ein tüchtiger Arbeiter, erfreut sich wegen seines auftechten und geraden Wesens bei seinen Äorgesetzten und Arbeitskameraden aller Wertschätzung. An seinem heutigen Ehrentage wurden ihm wohlverdiente Ehrungen dargebracht, u. a. erhielt er ein Glück- selber in Empfang zu nehmen. Könnten nicht dringliche Aufträge für die Brauerei dabei sein? Angebote von Lieferanten — man wartet so sehr auf Prospekte für einen neuen Hopfensieder >.. Es dauert dann eine ganze Weile, ehe er die Adressen aufmerksam gelesen und die Briefe verteilt hat. Was sollen immerfort diese Karten an Erni! Schon die Handschrift, die wohl eine Männerhandschrift sein soll und es nicht ist, ärgert den Hermann. Im Grunde aber richtet sich sein Unmut gar nicht gegen diese Karten, sondern nur gegen die Briefe aus Ostpreußen. Das ist freilich eine andere Schrift! Groß, fest und energisch? Zieht diese Schrift nicht einen Zaun um Lena Oetteking? Hermann Gräfes Augenbrauen werden zu einem Strich, während er Lena wieder solch einen Brief übergibt. Eine Karte ist diesmal auch dabei, voll- gekritzelt mit einer zittrigen Altfrauenhandschrift. In Breslau ist fie abgestempelt. „Komm so bald wie möglich", hat Hermann schnell überflogen. „Wir wollen viel von Gottfried sprechen —" Gottfried? Wer ist Gottfried? Dieser Name rumort fortan in Herrnarm und läßt ihm keine Ruhe. Immer wieder ertappt er sich dabei, daß er untätig dasitzt und grübelt. Und dabei hat der Gerstenschnitt begonnen. Alle Hände werden mehr denn je gebraucht. Für Träumereien ist keine Zeit. Jupp weiß, wozu er Schulferien hat. Seine langen Glieder sind abends wie zerschlagen. Auch Christoph Gräfe kommt in Schweiß. Die Wut über die Autobahn gerät fast ins Hintertreffen. Ernte ist Trumpf. Ernte heißt Anspannung aller Kräfte. Hanischlob, der Knecht, und Hefenfranz, der Brau- ' meister, alle sind in diesen heißen lägen um Ernte und Wetter besorgt. Und eines Tages geschieht nun folgendes: Jupp und Erni sitzen in der Klematislaube. Der 1 Abend ist sehr schwül. Man würde trotz der Müdigkeit nicht schlafen können. Die Fenster in den Stuben sind klein, das Dach ist tief und heiß. ' Jupp hat die langen Beine weit von sich gestreckt. „Wo ist die Lena?" fragt er Erni. Er mag nicht ' Xante zu ihr sagen. Tante kann man unmöglich zu , einem Menschen wie Lena sagen. „Sitzt in ihrem Zimmer und schreibt Briefe." t (Fortsetzung folgt) gebung, so wie sie im Warmhaus des Botanischen Gartens gegeben ist, inmitten von anderen Palmen und exotischen Pflanzen, wirkt die Blüte wie ein Wunder im Urwald. Unser Bild zeigt die exotische Blüte. — (Aufnahme: Neunev, Gießener Anzeiger.) . * Gietzen-Klein-Linden. An den beiden letzten Sonntagen führte der S ch ü tz e n k l u b „R o l a n d" ein Saalpreisschießen in der Wirtschaft „Zur Burg" durch. Die Beteiligung war verhältnismäßig gut. Es wurde mit Luftgewehr auf die Zwölferring,Rolandscheibe geschossen. Die Ergebnisse waren recht gut. Die Preisverteilung hatte folgendes Ergebnis: 1. Preis mit 36 Ringen Erwin Kopp, 2. mit 36 R. Walter Meier, 3. Fritz Klein, 4. Karl Weber, 5. Wilhelm Erle, 6. Soldat Huch, 7. Rudolf Jung II., 8. Fritz Stein, alle mit je 35 Ringen, 9. Heinrich Kendel, 10. Lenz, 11. Robert Weller, 12. Stumpf, 13. Konrad Keudel mit je 34 Ringen. Auf Grund der Amnestie eingestelltes Verfahren. Der 44 Jahre alte Fr. Th. K. in Gießen wurde am 31. Oktober v. I. vom Landgericht Gießen wegen Untreue in Tateinheit mit Unterschlagung zu einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten verurteilt. Mit seiner Revision vor dem Reichsgericht griff der Angeklagte das Urteil an und rügte Verkennung des Fortsetzungszusammenhangs und die Annahme eines Vorsatzes durch das Vordergericht. Der erkennende 1. Strafsenat des Reichsgerichts hat jetzt das angefochtene Urteil aufgehoben und das Verfahren gegen den inzwischen zum Heeresdienst einberufenen Angeklagten eingestellt. Der Angeklagte war feit dem Jahre 1936 der Vormund eines Kriegsbeschädigten. Er hatte für diesen auch ein als Mündelgeld gesperrtes Sparkassenbuch zu verwalten. Im Juli 1937 hob er von diesem Sparbuch einen Betrag von 120 RM. ab und verbrauchte das Geld für persönliche Zwecke. Das Gericht bezeichnete das Verhalten des Angeklagten als groben Vertrauensbruch und kam zu der eingangs genannten Strafe, die lediglich durch das erlassene Straffreiheitsgesetz für Wehrmachtsangehörige nunmehr in Wegfall kommt. Wirklich, puterrot ist das alte Fräulein geworden. Hermine Schmidtchen ist aufgestanden, räusperte sich mehrfach und zupft an den Balkonkästen herum. Sie benehmen, sich beide sehr sonderbar. Jutta steht mit eingestemmten Armen da. „Verstehst du das, Dolf?" Rudolf lacht sehr vergnügt. „O ja, das verstehe ich schon!" „Donnerwetter!" Jutta fährt sich plötzlich durchs Haar. „Das ist ja die Höhe! Daran habe ich wahrhaftig nicht gedacht!" Ein bißchen verlegen ist sie nun auch, aber nur einen Augenblick lang. „Ach, Unsinn, Quatsch!" Sie schüttelt ihre blonde Mahne „Die paar alten Klatschweiber, die sich den „Mund zerreißen, die können dann ja nachrechnen", sagt sie sehr herzhaft. „Unser Junge wird schon zur normalen Zeit eintrudeln?" Xante Ottilie schlägt die Hände zusammen. Dieses Mädel' Und so etwas sagt die Jutta noch dazu vor ihrem Bräutigam. „Ich sehe es von Tag zu Tag deutlicher, daß ich nicht mehr in diese Zett passe! Es vergeht eine Weile, bis sie sich so weit gefaßt hat, daß sie weitersprechen kann. Und was sagt man im Grafehaus zu der übereilten Hochzeit? Ist man dort ruhiger geworden? Heikt dein Vater euren Bund nun endlich gut? ' .Menn wir warten wollten, bis mein Vater Einsehen hat, dann könnten wir uralt werden! Und wenn dann gar die Autobahn wirklich über die Gräfewiesen führen sollte--" „Du willst also ohne das Gutheißen deines Vaters heiraten, Dolf?" r,., .r. „Wir heiraten — und damit basta! Schließlich ist das unsere Anaelegenheit!" „Ohne den Segen des Vaters? Man sollte das nicht .flu leicht nehmen — er bauet den Kindern Häuser!" Jutta und Rudolf verbeugen sich gleichzeitig vor Hermine, die mit dem Heimatschutzheft unter dem Arm die Veranda verläßt.* Lena hat in den acht Tagen, die sie auf dem Gräfehof verbracht hat, dreimal einen dicken Brief bekommen. Dreimal einen Brief, dessen Stempel aus : einem unbekannten Ort in Ostpreußen stammt. Hermann ist in der Stunde, in der der Postbote ! auf den Gräfehof kommt, immer sehr geschäftig. Hält es für unbedingt notwendig, die Briefschaften Ein Work zum Einsatz polnischer Arbeitskräfte. NSG. Tausende volnischer Arbeitskräfte getan. 5 Krieges als Hilfskräfte in der Landwirtschaft zum Einsatz. Es gibt z. Z. keine an- dere Möglichkeit, dem Mangel an Arbeitskräften auf öem lianbe zu begegnen. Wie diese Polen aber blutmaßig zu bewerten sind, das haben uns die Blutnacht in Bromberg und die von Polen ermordeten 58 000 Volksdeutschen gezeigt. Zwischen polnischem Blut und deutschem Blut darf es keine Verschmelzung geben. Zwischen deutschem und polnischem Blut muß eine klare Trennung bestehen. Der Tod der 58 000 ermordeten Volksdeutschen muß hier eine ständige Mahnung sein. Kein deutscher Mann und keine deutsche Frau darf beim Umgang mit diesen polnischen Hilfskräften vergessen, daß die Vermischung von deutschem Blut und polnischem Blut zum Schaden des deutschen Blutes und mit dem Stolz auf das deutsche Volkstum unvereinbar ist. Klarer Abstand zwischen deutsch und polnisch muß beim Einsatz der polnischen Hilfskräfte im täglichen Leben die Richtschnur sein. ■ Aufruf! An alle Vetriebsführer des Kreises IBetferau! Betrifft: Gemeinschaftsempfang der Jugendlichen am Geburtstag des Führers am Samstag, 20. April 1940. Anläßlich des Führers Geburtstag spricht der Stellvertreter des Führers Pg. Rudolf Heß am Samstag, 2 0. April 1 940, vormittags 8 Uhr zur schaffenden deutschen Jugend. Die Vetriebsführer wollen aus diesem Anlaß sofort in Verbindung mit dem Betriebsjugendwalter alle Vorbereitungen zum Gemeinfchaftsempfang treffen. Das Antreten der Jugendlichen soll nach Möglichkeit in HI.- bzw. VDM.-llniform erfolgen. In Gießen steht den Betrieben und Schulen, welche.nicht in der Lage sind, einen Gemelnschaftse empfang durchzuführen, das Lichtspielhaus, Bahnhof ft raße, zur Verfügung. Die hierfür in Frage kommenden Betriebe wollen sich sofort mit dem üreisjugendwalter der DAF. in Verbindung sehen. Die Plätze müssen bis um 7.45 Uhr dort eingenommen sein. heil Hitler! I. V. gez. Reih, Kreisobmann. --------' - 1 wunschschveiben des Oberbürgermeisters und eine Treueprämie. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem Jubiläum. ** 83 Jahre alt. Am morgigen Samstag, 20. April, kann Frau Elisabeth Keil Witwe, geb. Kühn, Lindenplatz 7 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Rüstigkeit ihren 83. Geburtstag begehen. Der Jubilarin, die im Jahre 1857 in Paris geboren wurde unb die noch heute regen Anteil an allen Ereignissen unserer Zeit nimmt, bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar. ** Verkehrsunfall. Gestern ereignete sich im Vorort Klem-Linden ein schwerer Verkehrsunfaltt Ein vierjähriges Mädchen, Marie Jung, wurde von einem Kraftwagen überfahren und schwer verletzt. Das bedauernswerte Kind erlitt erhebliche Schädeloerletzungen und mußte sofort in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Gondergericht in Gießen. Der 18 Jahre alte Willi Roth aus Liederbach, zur Zeit in Untersuchungshaft, hatte in der Zeit von Oktober 1939 bis März d. I. in acht Fällen Feldpostpäckchen, die ihm zur Aufgabe bei der Post übergeben waren, beraubt und den Inhalt für sich gebraucht oder verkauft. Ferner hat er in zehn Fällen Diebstähle, teilweise unter Ausnutzung der DerdunkelunA. begangen, hierbei hat er etwa 45 bis 50 RM., einen Füllfederhalter, ein Taschenmesser, ein Fahrrad, einen Selbstbinder und eine Gans sich angeeignet. Der Angeklagte war im wesentlichen geständig. Der Anklagevertreter betonte, der Angeklagte habe sich an der Volksgemeinschaft schwer vergangen und sich einer schweren Verletzung des Volksempfindens schuldig gemacht. Der Angeklagte sei ein an sich verbrecherisch veranlagter Mensch, der nicht infolge skiner Jugend gestrauchelt sei. Gemäß § 4 der Verordnung gegen Volksschädlinge vom 5. September 1939 beantragte der Anklagevertreter eine Gesamtzuchthausstrafe von sechs Jahren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von fünf Jahren. Der Verteidiger erklärte, der Anaeklagte habe nicht die nötigen Hemmungen gegen die strafbaren Handlungen aufgebracht, er bat aber, nur auf eine Gefängnisstrafe und nicht auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte zu erkennen. Der Angeklagte wurde wegen Verbrechens nach § 4 der Verordnung gegen Volksschädlinge in Verbindung mit Unterschlagung, wegen eines schweren Diebstahls und wegen neun einfacher Diebstähle zu einer Gesamtzucht Haus st rase von b re i Iah ren unb sechs Monaten, abzüglich 18 Tage Untersuchungshaft, verurteilt, ferner wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von drei Jahren aberkannt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß die strafbaren Handlungen mit großer Schamlosigkeit und Frechheit ausgeführt worden seien. Die Entwendung von Feldpoftpäck- chen stelle sich als besonders ehrlose Handlung bar, weshalb die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt worden seien. » Der Jube Louis Israel Mendelsohn und die Jüdin "Jenny Sarah Mendelsohn, geb. Nußbaum, in Gießen, waren beschuldigt, in der Zeit von Oktober 1939 bis März d. I. von dem Bankkonto der Frau etwa zweitausend Reichsmark abgehoben, diesen Betrag in ihrer Wohnung versteckt und so dem Verkehr entzogen zu haben. Der Anklagevertreter beantragte je eine Gefängnisstrafe von einem Jahr unb Einziehung bes ver- steckten Geldes. Der Verteidiger beantragte eine wesentlich geringere Strafe. Die Angeklagten wurden wegen Vergehens gegen die Verordnung über die Kriegswirtschaft zu Gefängnisstrafen von je fünf Monaten, abzüglich drei Wochen Untersuchungshaft, verurteilt. Der versteckte Geldbetrag wurde eingezogen. Oer landwirischastliche Marktbeobachter Die Uebergangszeit vom Winter zum Frühjahr bringt auf manchen Gebieten der Lebensmittelversorgung Erscheinungen mit sich, die alljährlich mit diesem jahreszeitlichen Wechsel auftreten. Bei G e - m ü f e sind Kohlarten und Wurzelgemüse nahezu aufgebracht, während das schon verbrauchsfähige deutsche Freilandgemüse noch nicht in allzu großen Mengen angelief ert toirb. Ein fühlbarer Ausgleich wirb hier durch bie Einfuhren von namentlich italienischem Blumenkohl, Spinat unb Salat geschaffen. Auch bie in und um Frankfurt so beliebte „Grüne Soße" bietet den Hausfrauen eine begehrte Abwechslung. Sehr reichlich ist die Versorgung mit Zwiebeln, aus denen sich^ schmackhafte Hauotgerichte Herstellen lasen. Die Bestände an deutschen Aepseln, oie in bie- em Jahre außergewöhnlich lange reichten, gehen Jem Ende zu, werben aber durch italienische und dänische Einfuhren gestreckt. Auf den Viehmärkten sind etwas weniger Rinder, aber sehr viel Schweine zum Austrieb gekommen, so daß der Verbrauch von Schweinefleisch in den Vordergrund zu stellen ist. Auch Kälber sind reichlich da, während Schafe saisonmäßig zurück- gehen. Bei ihnen waren die Qualitäten mittel, sonst mittel bis gut. Anlieferung wie Absatz von Milch und Butter haben sich nicht geändert, die Versorgung ist hierbei, wie überhaupt bei Fetten und Käse, in jeder Weise aesichert. Die erhöhte Käseproduktton wird im nächsten Dersorgungsabschnitt die Wiedereinführung der Käseausgabe auch in der 4. Kartenwoche gestatten. Die Zuteilung von 4 Eiern ging im ganzen Dersoraungsgebiet Hessen-Nassau in dieser Woche vor sich. Für die kommende Woche ist mit einer weiteren Eierausgabe zu rechnen. Die Stettgkeit der Versorgung mit Zucker wird allgemein begrüßt. Auch hier sind neue Erbeichte- rungen für diejenigen in Vorbereitung, die auf den Marmeladenbezug verzichten, um Zucker für die neue Einmachzeit zu sparen. Unser Sportgauführer. IlSHL-ÄezirkSführer Otterbein wurde berufen. Neu ist auch das Amt bes Sp o r t kr ei s f üh- rers. Die neuen Sportbszirke sind in Sportkreise unterteilt worden, die das Gebiet eines politischen Kreises umfassen. Wie bei den NSRL.-Gauführern besteht die Tätigkeit der Sportkreisführer in der Hauptsache in der Vertretung gegenüber der Kreisleitung der NSDAP, und der Behörde. Einen Mitarbeiterstab haben die NSRL.-Kreisführer nicht. Für die Kreise des NSRL.-Bezirks 8: Gießest sind die folgenden Sportkreisführer berufen worden: Kreis Gießen: Franz Sauer, (Gießen); Kreis Alsfeld: Edmund Ebeling (Alsfeld); Kreis Wetzlar: Gustav Fischer (Wetzlar); Kreis Dillenburg: H. Jakob (Dillenburg). Fußball um die Kriegsmeisterfchast. Sportfreunde Wetzlar I. — VfB.-Reichsbahn I. Nach feiner zweiten Niederlage muß der VfB.- Reichsbahn nach Wetzlar reifen, um sich dort den Sportfreunden im Rückspiel zu stellen. Das Vorspiel sah die Grünweihen als Sieger gegen eine sehr starke Elf des Gegners. Inzwischen haben oeide Gegner an Spielstarke verloren. Dis Wetzlarer zeigten in den letzten Spielen sehr wenig, während die Spieler der VfB.-R. anscheinend überspielt sind. Aus diesem Grunde ist diesem Spiel der Reiz genommen, denn es handelt sich hierbei nur noch um die Reihenfolge der Plätze in der Tabelle. Wenn sich die Gießener wieder finden könnten, sollte ein Sieg selbst in Wetzlar möglich fein. Seine Aktivität und , seine Verdienste auf diesem Posten sind über seinen Bezirk hinaus bekannt. Die Kameraden im NSRL. begrüßen daher seine ehrenvolle ^Berufung zu unserem NSRL.-Gausichrer. Die Um- uyd Neuorganisation im NS.-Reichsbund für Leibesübungen hat als neues Amt das des Sportgauführers geschaffen. Der Bereich XII: Hessen des NSRL. besteht aus zwei Gauen. Der nördliche fällt zusammen mit dem politischen Gau Kurhessen und umfaßt sieben Bezirke. Das Amt des Sportgauführers des Gaues Kurhessen hat stellvertretend Verleger Hans Meister (Kassel) übernommen. Der südliche Gau setzt sich aus den zum politischen Gau Hessen-Nassau gehörenden fünf Bezirken des Bereichs Hessen zusammen. Bezirk 8: Gießen, 9: Lahn, 10: Westerwald, 11: Friedberg, 12: Hanau. Zum Gauführer des Sportgaues Hessen- Nassau ist der Bezirksführer des NSRL.-Bezirks 11: Friedberg, SA.-Hauptfturmführer Karl 011 e r b e i n (Friedberg), von der Bereichsführung im Einvernehmen mit den in Frage- kommenden Parteidienststellen berufen worden. Die fachliche Arbeit im NSRL. bleibt nach wie vor im Bereich (bisher Gau) und Bezirk (bisher Kreis) verankert. Dem neuen Amt des Sportgauführers fallen nur überfachliche Aufgaben zu. Die Tätigkeit des Gauführers besteht in der Hauptsache in der Vertretung gegenüber der Gauleitung ver NSDAP, und den Behörden. Unser Gauführer Otterbein, der ein Sohn Ober- Hessens ist, steht schon über drei Jahrzehnte in der turnsportlichen Arbeit. Nachdem er 1908 in seinem Heimatort Nieder-Gemünden den Schützenverein begründen half, sehen wir ihn in ununterbrochener Tätigkeit für die deutsche Leibesübung. An allen Orten seines beruflichen Wirkens, er i)t heute Reichsb ahn oberinspektor, nahm er am Vereinsleben regen Anteil, so in Schlitz, in Braun- fels, in Dillenburg und in Friedberg. Am 1. April 1936 wurde Karl Otterbein Kreisführer des Kreises Friedberg des heutigen NSRL.-Bezirks Friedberg. Aus der engeren Heimat. $6. „Teutonia"' Watzenborn-Steinberg opfert Ehrenpreise. * Watzenborn-Steinberg, 18. April. Am gestrigen Abend brachte der F. C. „T e u t o n i a" Watzenborn-Steinberg alle seine in har- ten Pokalkämpfen und fast ausnahmslos von Spielern, die heute das graue Ehrenkleid tragen, errungenen Pokale zur Metallfammel- stelle. Auch die Mitglieder, die sich im vergangenen Jahre am Bundesfest in Grünberg beteiligt hatten und als Sieger hervorgegangen waren, stellten dem Verein die auf diesem Reichsbundfest errungene schlichte Auszeichnung (in Form eines bronzenen Eichenblattes) zur Verfügung, die zu- sarnmen mit den Pokalen der Metallspende zuge. führt wurden. Kreis Bübingen. k Schotte n, 17.April. In der Rathaus-Halle sind die zur Ablieferung gelangten vielen Kupfer-, Bronze-, Zinn- und Nickelsachen ausgestellt und jedermann zur Besichtigung täglich zugänglich. Eine große Menge weiteren Metalls wird täglich noch an geliefert. — Am Rathaus wurde ein moderner Postwertzeichen-Automat angebracht, bei dem die Bevölkerung ihren Briefmarkenbedarf decken kann. — Die Feldbereinigungsarbeiten in der Gemarkung Schotten werden vom Feldbereinigungsamt nach und nach in Angriff genommen. Das Amt warnt vor Errichtung von Dbftbaumanlagen, Bauwerken, Einfriedigungen und dgl. ohne ausdrückliche amtliche Genehmigung. Aktien weiter stil 1 Renten anhallend fest Frankfurt a. M., 18 April. An den Aktienmärkten herrscht zur Zeit ziemliche Geschäfts- stille, nachdem sich die Umsatztätigkeit unter leichten Kursschwankungen bereits in der Vorwoche erheblich vermindert hatte. Seitens des anlage such enden Publikums besieht starke Zurückhaltung, die Börsenkreise selbst zeigen ebenfalls keine besondere Neigung zur Eigentätigkeit. Sehr aufmerksam und mit großer Spannung verfolgt man naturgemäß die weitere Entwicklung der Kriegslage. In erster Linie sitzd es jedoch finanzpotttische Einflüsse, die die Börse in die augenblickliche Zurückhaltung versetzt haben. Indessen erhielt sich auch in dieser Woche auf Grund der fortlaufend bekannt werdenden günstigen In- busttieabschlüsse ein fester Grundton, wie auch nach bestimmten Papieren die Kauflust keineswegs nachgelassen hat. Per Saldo wiesen die Kurse keine allzu starken Veränderungen auf. Ansätze zu einer Belebung des Geschäfts und zur Wiederbefestigung der Kurse blieben aber infolge der nur gelangen Kundschaftsbeteiligung meist dabei. Im Gegensatz zum Markt der Dividendenwerte verkehrten Festverzinsliche in unvermindert fester Haltung. Die Flüssigkeit des Geldmarktes drängt geradezu zu Anlagekäufen, obwohl sich die Renditen infolge der steigenden Kurse mehr und mehr vermindern. Neuemissionen in Pfandbriefen erfolgen kaum, höchstens aus dem Umtausch gekündigter Liqui-Pfandbriefe. Die Pfandbrief-Kurse haben in dieser Woche fast durchweg den Paristand überschritten und stehen schon vielfach bei 101 v. H., und die wenigen noch umlaufenden Liquidationswerte erreichten bis 102 v. H. und darüber. Stadtanleihen haben eine ähnliche Entwicklung genommen und wurden mangels Materials meist gestrichen. Nach 4proz. Werten bestand sehr starke Nachfrage. Frankfurter Schlachlviehmarkt. Frankfurt a. M., 19. April. Der Hauptmarkt für Großvieh und Nebenmarkt für Kälber und Schweine war ausreichend beschickt. Das gesamte Vieh wurde zu etwa folgenden Preisen zugeteilt: Ochsen 37,5 bis 46,5, Bullen 35 bis 44,5, Kühe 18 bis 44,5, Färsen 25 bis 45,5, Kälber 25 bis 65, Hämrnel 30 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 49,5 bis 55,5 RM. nur wer mitfpidt, kann gewinnen- in Der größten unö günstigsten Klaffcnlotterie Der Welt! S.Deutfche Rcichslottcric Eß geht um mehr als 100 Millionen Neichs- marh! fluch während des Krieges geht die Deutfche I^ichslotterie unverändert weiter. Ziehungsdeglnn: 26. flpril 1940. 480000 Geroinne u. 3prä- mienvonje500000.-nM. fllle Gewinne sind ein- Kornmensteuerftet Denhen Sie daran, wie sehr ein Gewinn Ihre und Ihrer Kinder Zukunft verschönern kann. £af(en5ie3hr£os nicht verfallen-erneuern Sie es noch heute oder kaufen Sie ein neues bei der nächsten Staatlichen £otterieeinnahme! 6 zu iooooo nm £in flchleUos nut 3.- NM ft Masst! ' 3 zu 500000 NM 13 zu 200000 NM 3 zu 300000 NM! 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