Mittwoch, 18. Dezember 1940 SW Streife, bas USA.-!Rififo angesichts der verzweifel- vergrößern. Man welche das Gebiet von Basel unter Flugzeuge Churchillschen Erkläruw nen über große Erfolge der englischen Luftwaffe haben, sowie die britische Herkunft der auf schiffe für Großbritannien nicht zu erreichen ver- weiteren Ausfall von Kriegsproduktionsbstrieben durch die massierten in der englischen Ernährungs- % gesteigerte Güte der Ware ausdrücken soll. Wir nicken verhalten beifällig mit dem Kopf, legen ihn aber doch zweiflerisch zur Seite, kneifen prüfend ein Auge zu. Der Verkäufer macht eine Kunstpause, bestellt türkischen Kaffee, der zu jeder Istanbuler Geschäftseinlcitung gehört, ob sie sich nun im dunk- keln Pasar abspielt oder im modernen Büroraum mit Stahlrohrmöbeln. Nun nennt der Verkäufer auch einen Preis. Der erste entscheidende Augenblick ist gekommen. Wir zucken mit dem Kopf in die Höhe, schnalzen empört — erstaunt mit der Zunge, drücken damit aus, daß wir diesen Preis einfach für undiskutierbar halten. So nennen wir einen um 40 v. H. niedrigen Preis. Der Verkäufer lächelt Hohn, ob wir mit ihm einen schlechten Scherz machen wollen. Er windet sich und läßt schließlich 5 v. H. nach. Wir werfen wieder den Kopf, schnalzen mit der Zunge und sagen: 30 v. H. Nachlaß sei unser angeblich letztes Gebot. Der Verkäufer zuckt mit den Achseln, und wen- bet sich einem anderen Teppich zu, den wir aber nicht sollen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, da wir aufstehen muffen, als taktisches Manöver. (Der Neuer Angriff deutscher Kampfverbände auf Sheffield *gen eJ «6ttC rfolzg tw; tnh fiere* 'M, .“"9 »es unbeachtet blieben und böchstens mit neuen Tritten für die unterwürfigen Protestler beantwortet wurden. Ev. Schweiz rischer Protest in London. Bern, 18. Dez. (DNB.) Das Eidgenössische Politische Departement teilt mit: „Nachdem die Untersuchung die britische Nationalität der BninMRil °chU 7 * ■n L legen urj mburjöj gründ ja "en Eiil en wollet lefteöt icl zugeftz ) es tut-!1 wir W Art \m liniere ^ i n \W ' W® > mit A 5 unb 0^ Oll bil^ erneifit” r; r. wiri «eilun2 :e.nQ>mteri °°ri den Südbahnhof von Basel und die benachbarten Stadtviertel abgeworfenen Bomben ergeben hat, ist die Schweizer Gesandtschaft inLondon beauftragt worden, gegen die neue Bombardierung eine Schweizer Stadt einen um so strengeren P r o t e st zu erheben, als der Vollmond und der Schnee eine vollkommene Sicht gewährten und den Piloten gestatteten, sich zu orientieren. Die Gesandtschaft wird die vollständige Wiedergutmachung der Schäden verlangen und erneut darauf drängen, daß alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Wiederholung dieser Zwischenfälle zu verhindern." Aochda tuet (gmhrvit in WA. Neuyork, 17. Dez. (DNB.) Die trotz Winterstürmen, Nebel und Dereisungsgefahr unentwegt und planmäßig von den Marinestreitkräften und der Luftwaffe fortgesetzte deutsch« Angriffsaktion gegen England hinterläßt hier wegen der ständig zunehmenden, für die englische Kriegsproduktwns- unb Lebensmittelversorgungslage bedrohlichen Schiffsraumverluste nachhaltigen Einbruck. Hatte fchon Lo"d Lotbians dringliches Werben eine stärkere Aktivierung ber amerikanischen Kriegs- lmd ich! ’ Limr K üerroantij bleiben bu [en ooim hat w. e, ber nii ! rettet L l M piß bth ms' gtrdt Llltzeckrv li. Ichch btfü 5 2:1. M i WM >egen Im stehen, o chen. Dtt in Sm» befinblch iwehrarttt Burgs^j Hcfultat fl iloneif ft rringtn, i rb. Doch c onen ®r; ^ielmii^’ [ hat fiter. jdebemt tdnltd). aufcei -onnraas und »VeiertnaS »eilagen: rte,Wuftnertt jieftenerftamihenblnttei ximlNmiVild TiefSrbnn« i »nats-BeiZugsvreis: tit 4 Beilagen RM 1.96 ;hne^Uuftriertr . 1.80 iusiellgebübr. n .25 rj(b bei Nickterlcdemen i(n einzelnen Wummern hiolae böberer («eroalt IJXCEIJC, UU9 VO/^.eJll|UD ten Verhältnisse Englanbs noch zu rvn$ übpCr arnke' (krsn 6e- flnnnbmr von flmetarii für die dWittnnemimmer btSX'/.llbr dpitBvrmittaa- fln*nacn«ton unserem WEV.'Äerichielstatier. finde D;> i ien, w »land' fr ,erall id ■ >as 1 ct branfikjS »s piegt. Wir wollen einen Teppich kaufen: Daß die Preise gkirnken sind, wissen wir, denn ber Außenhandel br Türkei stockt seit dem Kriege, bie großen Touri enkolonnen, orienthungrig unb zu jebem Opfer breit, kommen nicht mehr, die Rundreise-Dampfer iliben auch aus unb bie Einheimischen wollen in itc unsicheren Zeiten auch nicht ihren häuslichen 3:[tanb an Teppichen vergößern. Wir sind keine ^-eppich-Spezialisten", bie unbebingt eine Fuß- ßoBen-Bebeckung aus einer bestimmten Provinz des 3 sten Asien zur Vervollständigung einer teuer ge- Isii: eten Teppichsammlung benötigen. Wir wollen liiten Teppich, schön im Muster, gut erhalten, ohne schickt getarnte Flickstellen, farbecht, alt — und [tu einem vernünftigen Preis. Die Labenbesitzer, pift finb es mehrere, bie sich geschickt ergänzen, p en eilfertig ans Werk. Aus bem Stapel werben Mi Teppiche hervorgezerrt: sie kommen aus Buchara, Mui, Belutschistan, Kaisseri, Sparta, Täbris, Ihrbiftcm, Ferrachan, Choraassan. Sie werben ent» 1*11: et, angepriesen, erklärt, zur Seite gelegt unD bi: ber hervorgeholt. Die Verkäufer roenben eine IXirmürbungstaftif an; sie verwirren Blick unb Mgirn durch eine Fülle von DorfKhrungen und bchlen. Wir sind entschlossen, uns nicht bluten zu Pen, zeigen kaum Interesse unb bemühen uns, |«Uü 20 hastig vorgelegten Teppichen bas Bild des ■fiten ober anberen, ber uns wirklich gefallt, full- MDeigenb unb mit möglichst undurchbringlicher sfe im Gebächtnis festzuhalten, zusammen mit p~i eilig hingeworfenen Preis, ber ja "ur Aus- »p^gspunkt sein bars. Wir befunben zunächst 3nter» mf für Teppiche, bie uns gar nicht befonbers gefab litt, um unsererseits den Verkäufer in bie Irre ■ 9 führen. „ . . il Schließlich ist es aber so weit, daß wir uns Drei piicfe herauslegen lassen. Es ist immer besser, lösi bis drei Teppiche auf einmal zu kaufen, als p-e Zeit beim Feilschen um ein einziges S uck p verlieren. Der unausrottbare orientalisch« U: mpf um den Preis, ber „Pasarlik be- prmt. Wir wissen, baß wir ungefähr auf einen Ijtüis gelangen müssen, ber 30 v. H. unter bem Des [Hhangspreifes liegt, um bem Verkäufer uoch einen f ^lemessenen Verbienst zu lassen. Das bezieht sich pir auf die Behandlung der Stammkundscha,t, Die »^ufkundschaft" zahlt andere Preise, Die 200 uni> ptgr Prozent über bem wirklichen Wert bes Tep- |:icis liegen. So liegt nun ein Ferrachan-^eppich \-:a uns, ein gutes, solides Gebrauchsstuck, in rat- ^-schwarzen Farben. Der Verkäufer lobt bas s-tück. Er führt dazu mit Den tulpenformtg fleo^b ? ?sn Fingern b«r rechten Hand eine s -Itiibberoegung nach oben aus, bie eine ms Höchste Mannheim, 17. Dez. (DNB.) Churchills Flieger haben bei ihrer letzten nächtlichen Luftattacke das Mannheimer Schloß, ein wertvolles Denkmal des 18. Jahrhunderts, empfindlich beschädigt Die großen repräsentativen Säle der kurfürstlichen Zeit, in denen wertvolles Sammelgut zur Schau gestellt war, wurden durch Spreng- undDrandbomben übelmitgenommen. In der mondhellen Nacht konnte ber sehr ausge» dehnte Schloßbau, einer ber größten Europas, ber sich deutlich von allen anderen Objekten abhebt, gar nicht verkannt werden. Die „Kultursendlinge" Winston Churchills hinderte das jedoch nicht,'ihre Bombenlast gerade auf dieses Ziel abzuladen. Den britischen Prämiensliegern genügte diese „Heldentat" jedoch nicht, und so warfen sie auch die in nächster Nähe des Schlosses befindliche ju/nic |ui ^ivovniuumcu mu#i tag wurde ein feindliches Flugzeug, das Dlredaua bombardieren wollte, von unseren beim Alarm auf'- gestiegenen Jägern abgeschossen. Während des cor- gestern gemeldeten feindlichen Luftangriffes hü> eines unserer JaadflnKZeuge einen Dellesley-Ap- parat brennend abgefchoffen. Um die La-Plata-Giützpunkte. Erweiterung der Gespräche. Japans „Revolution von oben". Oer Kongreß der Taisei Lokusankai soll die neuen Staatsideen ins Volk tragen. „Deutschland will seinen Anteil an den Reichtümern der Welt." Reichsminister Or. Goebbels vor der Arbeiterschast der Werst Blohm & Voß. im hohen Atlantik die „Formr". „ . _ Das Schicksal der „Forfar" erfüllte sich sehr gekommen waren. Kaum drei Minuten nach dem schnell! Don welcher Seite — aus welcher Ent- Schuß waren nur noch Trümmer des britischen fernung der Angriff kam —, ob das Boot über Hilfskreuzers zu sehen. Buenos Aires, 17. Dez. (Europapreß.) Da; argentinische Kabinett trat zu einer Sitzung $«- i sammen, in der Außenminister R o c a über jeuu kürzliche Unterredung mit dem uruguayischem Außenminister Guani in Colonia Bericht erstattet hat. Guani hatte dem argentinischen Außenminister über die Verhandlungen mit den Vereinig« ten Staaten wegen der Anlage von Stütz' punkten am La Plata informiert. Auße«' Minister Roca empfing bann den diplomatischem Vertreter Paraguays in Buenos Aires, Oberst { Garay. Paraguay soll anscheinend ebenso wre | Bolivien durch Einleitung einer Wirtschaftshilfe für eine stärkere politische Zusammenarbeit mit Uruguay, Argentinien und anderen südamerikanischen Staaten gewonnen werden. Diese Zusammenarbeit wird sich auch in Kapitänleutnant Krehschmers 36. Erfolg Don Kriegsberichtei HanS Kre^S. wobei Weihnachten der eine, der Gedenktag der Machtübernahme, der 30. Januar, der andere Höhepunkt der Verteilung ist. Das Kriegs-WHW. gedenkt zu Weihnachten aber auch ganz besonders der Kinder der betreuten Familien. 600 000 Wo aber wird der Krieg entschieden? Das italienische Volk hat mit dem Ansturm der zusammen- geballten englische Kräfte gerechnet, und es schlägt sich heldenhaft. Aber es weiß, datz dieser Ansturm nur einen Bruchteil seiner eigenen Kräfte in Anspruch nimmt, daß, je länger er dauert, um so mehr die Illusionen, die Churchill verzweifelt her- oorzauberte, zusammenbrechen müssen. Der Krieg wird im Norden entschieden, aus der englischen Insel. „Von England ging der Krieg aus, und m England wird der Krieg ein Ende finden" schreibt mit Recht der diplomatische Mitarbeiter der Agenzia Stefani. Was in Afrika geschieht, ist nur das heldenhafte Standhalten Italiens auf einem Kriegsschauplatz, der nicht entscheidend fein kann. Entschei- dend sind die deutschen Angriffe auf das englische Mutterland selbst, und sie sind so, daß die Loh- mungserscheinungen Britanniens von Tag zu Tag größer werden als Vorzeichen feiner Katastrophe. Ist das Haupt verloren, ist die Weltmacht Englands kopflos, dann ist für England alles verloren. E.S. Wasser oder unter Wasser operierte: der Brite hatte das alles gar nicht feststellen können! Wie wild fünfte er mit leichter Munition und Granaten in der Gegend umher und knallte rote Sterne als Notruf in den nachtschwarzen Himmel! Unberührt von diesem Feuerzauber führte Kapitänleutnant Kretzsch, mer sein Boot zum Angriff. Eine gewaltige Deto. nation dröhnt durch die Nacht und bringt Kunde vom Sieg! Mitten in die Maschinenräume war der Torpedo hineingefegt. Platzend zerriß er dort unten Maschinen, Schotten und Decks, — zerfetzte den Kiel! Die „Forfar" brach durch — das Heck stellte sich kurz auf — verschwand. Sich seitlich wälzend rutschte der mächtige Schiffsraum des 16 000-Tonners nach achtern ab in die Tiefe, aus der in dumpfen Schlägen die Detonationen zahlreicher Wasserbomben heraufpolterten, die für deutsche U-Boote bestimmt waren, sie befanden sich an Deck Kilogramm Lebkuchen und für saft 1,5 Millionen RM. Spielzeug sind für rund 2 Millionen Kinder beschafft worden und werden rechtzeitig den Eltern zugestellt, damit sie die Gaben am Weihnachtsabend den Kindern selbst überreichen können. Oie neue Kinderbeihilfe. Die von Staatssekretär Reinhardt in seiner Finanzrede angekündigte neue Kinderbeihilfen-Ver- orbnung bestimmt, daß bas Reich bem unbeschränkt einkommensteuerpslichtigen Haushaltsvorstanb f ü r das dritte und jedes weitere minderjährige Kind, das zu seinem Haushalt gehört, eine Kinderbeihilfe gewährt, wenn der Haushalts- Vorstand deutscher Staatsangehöriger ober Volkszugehöriger ist. Aus dieser Fassung werden sogleich die fundamentalen Neuerungen deutlich: Erweiterung der Kinderbeihilfe bis zum 21. Lebensjahr und Gewährung dieser Beihilfe ohne Rücksicht auf das Einkommen oder den Stand der Eltern. Kinder im Sinne der Verordnung sind außer den Ad- fümmlingen des Haushaltsvorstandes, feine Stiefkinder, seine Adoptivkinder, seine Pflegekinder und die Abkömmlinge dieser Personen, wenn sie deutschen ober artverwandten Blutes sind. Die Kinderbeihilfe beträgt 10 RM. für jeden vollen Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen für ihre Gewährung erfüllt sind. Das Finanzamt erteilt dem Haushaltsvorstand einen schriftlichen Bescheid über die Höhe der Kinderbeihilfe. Die Kinderbeihilfe wird nach Ablauf des Kalendermonats gezahlt, für den sie gewährt wird. Der Anspruch auf Auszahlung der Kinderbeihilfe ist nicht übertragbar. Die Kinderbeihilfe wird auf Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln nicht angerechnet. Kinderbeihilfen sind erstmalig für den Mo- Hamburg, 17. Dez. (DNB.) Reichminister Dr. Goebbels sprach vor der Belegschaft der B'.ohm- & Voß-Werften in Hamburg den zum Betriebsap. pell versammelten Arbeitern und Arbeiterinnen den Dank dafür aus, daß sie trotz vieler nächtlicher Lu'talarme unerschütterlich ihre Haltung und ihre Arbeitsdisziplin gewahrt hätten. In diesen Dank, wolle er die ganze Stadt Hamburg einschließen, die o't bas Ziel englischer Nachtangriffe gewesen sei. Der Arbeiter, ber Tag für Tag den Panzer der deutschen Rüstung zur See schmiedet, könne am besten bezeugen, daß es den britischen Nachtbom- bem nicht gelungen fei, die Kriegsproduktion der großen Hafenstadt auch nur an einer Stelle empfindlich zu stören. . Englands Plutokratie führe heute den Krieg mit fo verzweifelter Erbitterung, weil sie das deutsche Volk von den Reichtümern der Welt au^schließen wolle, um ihm seine Entfaltungsmöglichkeit zu nehmen. Das nationalsozialistische Deulsch- land habe es aber satt, sich von einer kleinen Ge- öinnercHque, die in ihrem Ueberfluß ersticke, vorschreiben zu lasten, was ihm an Lebensmöglich- feit zu'tehe und was nicht. Deutschltmd wolle endlich den ihm gebührenden Anteil an den Einrichtungen der Welt haben, auch und vor allem, um seine sozialen Fragen großzügig und vorbildlich lösen zu können. Die „Arbeiterführer", bi$ heute in England auf Bestellung von Sozialismus schwärmten, seien in Wirklichkeit nichts anderes als servile Kreaturen der Plutokratie. Während die breite Masse ber briti- schon Arbeiter die ganzen Lasten bes Krieges zu tragen habe, zahlten bie Rüstungsfirmen ber Insel ihren Aktionären Dividenden bis zu 180 v. H. Dieses England einer in allen Fugen krachenden sozialen Welt wolle dem deutschen Arbeiter von Reformen reden! Dafür sei es zu spät. Deutschland habe sich einmal auf Versprechungen eingelassen, aber nie wieder! Es wolle sein Recht. Cs wolle den ihm zustehenden Teil von den Gütern der Erde. Nach dem Krieg werde ber Nationalsozialismus bann ber Welt zeigen, was er unter Sozialismus verstehe. In feiner großen Rede vor den Nüstungs- arbeitern habe sich der Führer selb st zum Garanten dieses kommenden Deutschlands gemacht, das nach dem Siege mit den ihm zu Gebote stehen- den Mitteln die soziale Frage lösen werde. Der Führer habe noch immer das verwirklicht, was er mit feinem Wort verbürgt habe. Beamte, Angestellte und Arbeiter des öffentlichen Dienstes mit einer Grundoergütung von nicht mehr als 250 RM. bzw. bei Bezügen bis 300 RM. erhalten eine Weihnachtszuwendung von 8 RM. für jedes beihilfeberechtigte Kind ausgezahlt, das nach dem 23. Dezember 1923 geboren ist. In sinngemäßer Anwendung ber Verordnung wird auch verfahren bei Personen, die zum langfristigen Notdienst oder Montevideo, 17. Dez. (Europapreß.) Diü uruguayische Regierungskrise, die im Zusammen Hang mit der Stützpunktpolitik des Präsidenten un3 des Außenministers ausgebrochen war, scheint doc* läufig überwunden zu sein. Zum neuen Fi' nanzminister wurde der Präsident der uruguayische Staatsbank, Javier, und zum Landwirtschaft» Minister Rechtsanwalt Bgdo ernannt. Das Tokio, 17. Dez. (Europaoreß.) Mit aufmerksamer Anteilnahme verfolgt die ganze japanische Nation 'die Beratungen des soeben in Tokio zusam- mengetretenen Kongresses der Taisei $ o» kusankai,bas heißt, der Vereinigung zur Unterstützung der kaiserlichen Staatsführung. Dor allem sollen die heute noch vielfach unverstandenen, von einem dynamischen Reformwillen getragenen Absichten der Staatssühruna dem Volke nähergebracht werden. In der Taisei Pokusankai konzentrieren sich diejenigen politischen Triebkräfte, die Japans Umformung zum nationalistisch-sozialistischen Führerstaat bewerkstelligen. Diese Umformung vollzieht sich jedoch nicht reibungslos, zumal in vielen Punkten noch Unklarheit herrscht, die den konser- vativen Widersachern der neuen Richtung manche Angriffsfläche bietet. Es ist eine Hauptaufgabe des Kongresses, diese Unklarheiten zu beseitigen und dem Lande begreiflich zu machen, warum Japan seine bisherige Staats-, Wirtschafts- und Gesellschaftsform umbilden müsse und auf welche Weise dies zu geschehen habe. Japan macht zur Zeit dasselbe durch, was man anderswo mit dem Begriff „Revolution" bezeichnet, aber gemalt» und geräuschlos. Das ist nur möglich durch die beispiellose Autorität, die in Ja, pan der K a i f e r i b e e zukommt. Der Kaiser hat das Kabinett Konoye beauftragt, dem Lande bie neue Form zu geben. Durch kaiserlichen Erlaß ist die Taisei ^ofufanfai ins Leben gerufen. Infolgedessen ist bie „Revolution" sozusagen vom Kai, ser ungeordnet und durch allerhöchste Autori, töt legalisiert, obwohl bie von ihr geschaffenen Dr« gane, wie bie Taisei Pokuscmkai, formell mit ber einstweilen unverändert bestehen bleibenden Berfas« sung unvereinbar sind. Da über diesem ganzen Umsormungsprozeß der kaiserliche Wille steht, folgt die Nation den neuen Wsgweisern mit dem einzig artigen Vertrauen, das dieses Volk in allen (rin« schen Zeiten aus seiner Kaiseridee, bie nirgendwo ihresgleichen hat, schöpft. Kongreßredner sind Fürst Konoye, Graf Arita, Admiral Sütsugu. und andere Männer, die seit Jahren als die natio« nalistischen Stürmer bekannt waren und zu Anfang dieses Jahres die vielfach angefeindete und von der Linkspresse verlästerte nationale Opposition bildeten. Ihre Ausführungen finden heute überall größte Be« achtung. düng und Kohlen imRahmender allgemeinen Zuteilungen auf ihre Karten beziehen. Die Einzelhändler lösen die Wertscheine bei Den Banken gegen Bargeld ein. Um welche Summen es sich dabei handelt, wird daraus ersichtlich, 20 Lahre Eher-Verlag. Denn ber Verlag Franz Eher Nachf. in München jetzt zwanzig Jahre lang als ber Zentra lv erlag der NSDAP. besteht, so steht eine geschicht- lich bedeutsame verlegerische und publizistische Leistung dahinter. Als ber Verlag 1920 im Auftrage Adolf Hitlers von ber Partei übernommen würbe, war bamit bie Plattform für bie große propa- ganbistijche und journalistis.cke Arbeit bes Führers und feiner Getreuen geschaffen. Die Zeitungen des Verlages, voran ber VB., verfügen über gewal- tige Auslagen, seine wissenschaftlichen und politischen Zütschriften haben eine maßgebende Bedeutung im öffentlichen Leben bes Reiches gewonnen. Allem das Buch bes Führers „Mein Kampf" ist mit ber Auflage von 7 Millionen Stück ein Bucherfolg ge. worben, der wohl in der ganzen Welt beispiellos dasteht. Reichsleiter Alfred Rosenberg hat in einem Aufsatz bas Werk der Männer gewürdigt, bie an diesem großartigen Aufbau teilgenommen haben. Er selbst war nach bem Tode D.etrich Eckarts ber erste Hauptschriftleiter bes Zentralorgans. Wenn dieses bie Zeiten ber Inflation und de- Parteiver- bots Überwinden konnte, so ist das bas Verbienst bes Reichsleiters Max Ammann, der noch heute an der Spitze bes großen Zentralparteiverlages steht. Ferner sind bie Namen bes heutigen Reichspresse, chrfs Dr. Dietrich und des Hauptschriftleiters Wil- Helm Weiß mit ber Geschichte des Verlages ver- knüpft. Dieser hat im Laufe der Jahre die bedeut- fam'ften Erscheinungen herausgebracht, bie den Aufstieg des neuen Deutschland bezeichnen. Wir nennen die Bücher des Reichsmarschalls Hermann Göring, des Stellvertreters des Führers Rudolf Heß, des Reichsministers Dr. Goebbels, ber Reichsleiter Alfred Rosenberg, Robert Ley, Baldur von Schirach, Hier! usw. t Als der Verlag im Jahre 1933 seine Pforten auch In Berlin öffnete, war bas nicht nur bas Zeichen der Machtumwälzung in Deutschland, sondern auch der Beweis dafür, wie das gedruckte Wort Politik zu machen vermag. Ohne die Presse und ohne das Buch wäre die Durchdringung des deutschen Volkes mit den Ideen Adolf Hitlers in einer verhältnismäßig kurzen Zeit nicht möglich gewesen. Insofern ist das zwanzigjährige Bestehen bes Verlages Franz Eher Nachf. nicht nur ein verlegerisches Ereignis, sondern auch ein Ehrentag der deutschen geistigen Arbeit. e Anläßlich des 20jährigen Bestehens des Zentralparteiverlages sandten Reichsminister Dr. Goebbels und Reichspressechef Dr. Dietrich an Reichsleiter Amann in herzlichen Worten gehaltene Glückwunschtelegramme. Das Kriegs-WHW. beschert Millionen Volksgenossen. In diesen vorweihnachtlichen Tagen waltet überall in Großdeutschland wieder, wie in jedem Jahre seit der nationalsozialistischen Machtübernahme, ein einzigartiger Weihnachtsmann seines Amtes. Der Weihnachtsmann des WHW. ist, wenn man die Fülle der Geschenke und die Millionenzahl der Bescherten betrachtet, der größte Gabensvender, den es jemals irgendwo gegeben hat. Das WHW. wird vor allem da eingesetzt, wo durch den Krieg ein besonderer Notstand besteht. Hierbei werden die Familienangehörigen der Einberu- fe n e n besonders berücksichtigt. Die Gaben des WHW. bestanden in Friedenszeiten in schönen und nützlichen Sachgeschenken aller Art. Die Bewirtschaftung dieser Güter des täalichen Bedarfs durch das Karten- und Bezugschein-System hat zur Folge, daß die Betreuten ihren Weihnachtsanteil diesmal in Form von Wertscheinen, gestückelt in Wertscheine zu 50 Rps., 1 und 5 RM. erhalten, wobei im Einzelfall die Kopfzahl der Familie be- rücksichtigt wird. Sie können auf diese Wertscheine leim Einzelhandel Nahrungsmittel, Beklei- ie Nuhfahrzeuge behandelt werden. Vielfach wer- ] Besprechung sehe, und kündigte ihm an, daß jede in solche Fahrzeuge überwiegend zur Beförderung politische Einmischung Slaweks von der Regierung . ... ' Pake- mit strengen Maßnahmen beantwortet würde. 61a- Walery Slawek sich durch einen Pistolenschuß das Leben genommen hat. Der „Nowy Kurjer Warszawski- betont, daß diejenigen, die Sla- wvtwvll. W1W|V .... mef kannten, heimlich davon Hüfterten, es sei nicht her Stützpunktfrage auswirken. Es ist deshalb nicht wahr, dah dir b-str Freund P'lsEis sich in bem ' oon der Hand zu weilen, dafz bie Bereinigten Augenblick das Leben nahm, als sich bas Schick,-! Staat en im Hintergrund dieser Vorgänge ei« Polens end-ultig entscheiden Mte. Slawek erklärte , Rolle spielen. Zunächst ist eine Regionalkonserem, offen, daß Beck gegen den Willen des Marschalls ««-«- handele und Polen dem Abgrund immer näher bringe. Am 22. März 1939 schrieb er Rydz - Smigly einen Brief, in dem er wegen der völligen Unfähigkeit Polens, sich einer bewaffneten Auseinandersetzung mit Deutschland auszusetzen und auf bie Möglichkeit hinwies, die deutsch-polnischen Differenzen im Verhandlungswege beizulegen. Slaweks Brief rief bei Rydz-Smigly einen Tobsuchtsanfall hervor. Die Kriegspartei ganze Kriegs-WHW. 1940/41 rund ! still. Weiter werden laufend neue Klein-Lastkroft- arre st befehl über ihn zu erwarten In den RM. für Wertfchrine vorgesehen sind, wagen im Bezugscheinverfahren der Wirtschaft zu- Abendstunden bes gleichen Tages würbe Slawek ~ 1 *' ‘1 geführt. Eine Ueberprüfung ber als Behelfsliefer- \ mit einem tödlichen Pistolenschuß aufgefunben. Das wagen bzw. PKW. mit Anhängern zugelassenen Blatt bemerkt, einst werde es vielleicht ans Tages- Fahrzeuge soll die Ausschaltung bieser Fahrzeuge, ,,J" * ' ~ "" ...... soweit sie nicht überwiegend kriegs- und lebenswich> PK.....17. Dez. (DNB.) Kretzschmer ist einge- lausen! Vier Wimpel stehen am Sehrohr. 35 000 BRT. hat er mitgebracht! Und darunter schon wie- der einen großen englischen Hilfskreuzer über 16 000 BRT., bie „F o r f a r". Außerdem einen dicken Tanker und zwei Frachter! Als erster deutscher U'-Bootskommandant hat er damit über eine Viertelmillion Tonnen Schiffsraum versenkt. Aller feindlicher Abwehr zum Trotz hat er 36 englische oder für England fahrende Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von rund 260 000 BRT. auf den Grund bes Meeres geschickt! Darunter neben einer stattlichen Anzahl von Tankern allein drei englische Hilfskreuzer oon ins-gefamt 57 000 BRT. Aus der vorletzten Feindfahrt im Atlantik versenkte er trotz heftiger Gegenwehr und trotz starker B Hinderung durch schweren Seeg-ang die beiden Hilfskreuzer „’ßatrotlos'' (11300 BRT.) und „Laurentic" ..................... , ------- (18 700 BRT.). Jetzt, auf dieser Fahrt, erwischte er I des zuvor versunkenen Schiffteils, wo sie jetzt unter ....... - dem Druck der zunehmenden Tiefe zur Explosion 9 -WSW dem ich die Geschichte anderer Völker gelesen hatte, sah -ich, daß Ausbeutun Weihnachtsbaum lands Raumnot: „Mit einer geistlosen Aufteilung der Welt in Besitzende und Habenichtse wird dieses Problem genau so wenig gelöst oder abgetan, wie man auch die inneren sozialen Probleme der Völker nicht einfach durch mehr oder weniger witzige Phrasen zu erledigen vermag! Im Lause der Jahr, tausende erfolgte die Durchsetzung der Lebensansprüche der Völker durch die von ihnen ausgehende i- Midi Regitz Ä & !m 6'hö tzen. r 3n V\ de Ste undcn. ts ans Itjö -t doch in — Josef Winckler. Im Schoß der Welt. Muttererzählungen. 358 S. Geb. 5,75 RM. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart Berlin. — (261) — Im „Mutter-Buch" hatte Winckler das Mysterium der Mutter in seiner ganzen Tiefe in einer großen Dichtungsform gestaltet. Run unternimmt er wiederum den Gang zu den Müttern, diesmal auf anderem Wege. In seiner urwüchsig-anschaulichen Weise breitet er zahlreiche Mütterschicksale vor aus, läßt er den Weltenschöpfer selbst über die weite Erde wan- dern, damit er gleich uns vom Muttertum erfahre, wie es lebt, schafft, liebt und leidet. Was der Wan- derer da erschaut, was ihm die Menschen, denen er unerkannt naht, anvertrauen, das ist es, was uns der Dichter in großen und kleinen Erzählun- gen, die meist in der Gegenwart wie auch in der Vergangenheit, in der Welt der Märchen, der Sage, des Mythus spielen, miterleben läßt. Sie alle bin- teilung und Entwicklung räume auf dieser Welt. R------ . ~ . müssen in einem solchen Verhältnis zueinander stehen, daß das Leben jedes einzelnen gesichert ist. Grüße und Güte des Raumes müssen der Zahl und der Art der Menschen, die in ihm leben, entsprechen. Dieses Verhältnis von Mensch und Raum nach Wert und Güte haben bedingt: 1. die soziale und wirtschaftliche Stellung der es, L_ ... „ „ große Ziel der Menschheit sein sollte, so viel nur möglich von der Welt in Besitz zu nehmen." Dieser io ausgedrückte Bedeutungswandel des „colere" ist kennzeichnend für die Methoden, die dem »^Zeitalter der Entdeckungen" folgten und die bis in die heutige Zeit von England und seinen Vasallen betrieben wurden. Länder beherrschen und ausbeuten und damit andere direkt und indirekt von Sei«: 200 l Lrnsthonig. 100 g Zucker. SO € Battet (Margarine). 1«. «tto« Salz. 1/2 gelte. tteeL gemahlener Anis »An Zimt, 2 tropfen Dt. Detter Sack-Aroma BittermanM, 10 tropfen vr. Detter Kud?at- gewürz-Aroma. 1 «tf. waya. WO g Weizenmehl. 1 Päckchen vr. Detter .Bcxfin’. Stillung: 250 g gefchMe. kleingefchnMene Äpfel*), 125f gereinigte Hofinen unb Korinthen, 66 g bi Würfel geschnittene» Zitronat. 50 g gehackte Mandeln «Aet $n|ebratfeme. ebgerieb«*, gelb« Schale einer Zitrone. 1 in Stücke ,-schnjttane Zite*« (ofoie Schale). 1 OfcL Wasser. 50 g Zucker. W M n öorlliü ffenjontk so etbil'l jenen U Hal * er! nnü k mil 'M einb IN zeuge W la W1' Ws cP rlbschnlllie miee fjatü ngenen ad dar N lajtiejM IrtillekiM igen Mi as m i iflann^ end dv ngrlßks n Uellesl^l Je m * Mer i, Öarrbe Crlatz a • 9iro|(; »mjlji, ! Im« llenen & llRil sn SJertd J * steht, io'- eich allen Ki nirgend sind W siitsng die ncf» Zu flnioij id von tx m bildeili Schlei Vücher unter dem Deutsche Erzähler. che. I WÜ a encht «LJ ®,rs iipwS Aires, "°>"A , W*. »d '"W itr •' iS |arellle, ! irt** A\ * n rill ;!*:? Kolonien sind Lebensraum. Don Or. 3 H. Krumbach, Leiter der Hauptabteilung VI des Kolon aipohtitdicn Amtes der NSDAP. bekannt geworden. Aucy in vielem inoman einer großen Dame der alten Aristokratie, die in romantischer Sehnsucht die Liebe sucht, sie im leidenschaftlichen Gefühl für einen jungen Bürgerlichen findet und an dem Zwiespalt zwischen Traum und Wirklichkeit zerbricht, äußert sich das Wiener Temperament und die Beoabung der Verfasserin, die mit Geist, Herz und Phantasie ein Menschenschicksal aus einer der reizvollsten Epochen der neueren Geschichte darzustellen weiß.' — D r. Eberhard Otto: Friedrich Dar» b a r o s s a. Mit 15 Abbildungen. Akademische Ver- lagsgeselllchajt Athenciion, Potsdam. Preis in Leinen geb. 6,60 RM. — (203) — In der begrüßenswerten Sammlung „Deutsche Könige und Kaiser", von der hier schon das ausgezeichnete Lebensbild Kaiser Karls IV. von Josef Pfitzner besprochen wurde, erscheint als nächster Band eine Würdigung der Persönlichkeit und des Werkes Friedrich Barbarossas aus der Feder des Leipziger Univerfitäis- dozenten Dr. Eberhard Otto. Barbarossa ist zwei'el- los, durch Sage und Lied verklärt, der volkstümlichste der großen deutschen Kaiser des Mittelaltcrs. Als der vollkommenste Ausdruck des deutschen Rittertums in seiner Blütezeit ist die cheldengestast Barbarossas im Volk lebendig geblieben, denn als Staatsmann und Feldherr hat er schwere Rückschläge hinnehmen müssen und in seiner Zielsetzung manche Pflöcke zurückstecken müssen, so daß ihm im Kampf um die Wiederherstellung der Reichsgewalt gegenüber dem Papsttum und den lombardischen Städten der letzte Erfolg versagt blieb, wenn auch die unter ihm sich anbahnende Umwandlung der Reichsverfassung aus der alten, germanischen Auffassung entspringender stammesmäßigen Gliederung zur Lehensordnung, die die Reichsfürstentümer der Krone unterwirft und damit das Reich als einheitliches ^bilde auffaßte, neue Grundlagen der stau- fischen Weltmacht und ihres Führunasanspruches schuf. Rach diesen beiden wesentlichen Gesichtspunkten gliedert sich auch die sehr klare und straffe Darstellung Ottos, die namentlich die wandlunasreiche Italienpolitik des Kaisers in allen ihren Phasen herausstellt, während die Auseinandersetzung mit Heinrich dem Löwen mehr zurücktritt. Trotz sehr aründlicher Vertiefung in die Einzelheiten bleibt der Zusammenhang immer gewahrt und die großen Linien klar erkennbar. Die großen politischen Ideen Barbarossas sind scharf herausgearbeitet und das, was von ihnen als fortwirkendes Moment in die deutsche Geschichte einqegangen ist, wird sehr eindrucksvoll gezeichnet. Die Heldengestalt Barbarossas, eine starke Persönlichkeit, die auf Freund und Feind gleichermaßen imponierend gewirkt haben muß, kommt vor allem in der Schilderung des Kreuzzeuges zur Geltung. In ihm erfod)t das reine Iknal des christlichen Ritters noch einmal seine höchsten Triumphe, wenn auch dieser Kreuzzug ein wahres Gewalt." , Diese Lebensansprüche, der Lebens st an- d a rd, der bei allen Völkern selbst heute noch große Unterschiede ausweist, ist der beste Beweis dafür, was ein Volk mit Fleiß und Können aus den Gütern gemacht hat, die ihm sein Lebens- raum zur Verfügung stellt. Die Höhe des Lebensstandards ist der beste Gradmesser für die macht- mäßige und politische Stellung eines Volkes nach innen und außen. Ihm entsprechen in gewissen Maßen seine kulturelle, vor allem aber seine zivilisatorische Höhe. Das beweist wiederum, daß ganz zuerst Mensch und Raum nach Güte und Größe in einer Abhängigkeit voneinander stehen, die alle anderen Fragen: die der sozialen und wirtschaft- lichen Stellung, die der politischen Macht und die der kulturellen Höhe bestimmen. Es ist notwendig, sich hierüber am einfachen Beispiel Klarheit zu ver- schaffen, denn trotz der verwirrenden Fülle weiterer mitsprechender Faktoren, die in einem Staats- wesen des 20. Jahrhunderts dieses Verhältnis von Mensch und Raum noch gestalten, ist diese Zuordnung eine der ersten, aber auch elementarsten Lebensgrundlagen, von der alle Einzelheiten dieser großen Vielzahl der mitsprechenden Dinge ab- hängen. Berlin, 17. Dez. (DRB.) An der norwegischen Küste ist ein R u d e r r e t t u n g s b o o t des deutschen Handelsdampfers „Netze" geborgen worden. Das Rettungsboot weist 26 Einschüsse auf, die von Gewehr, und Maschinengewehrkugeln herrüh- ren. Die „Netze" war am 14. Oktober 1040 westlich von Norwegen einem Ueberfall durch bri- tische Zerstörer zum Opfer gefallen. Die Be- («biete waren Ueberfluß an Land. Damit »er war der eigentliche Sinn' des Kolonisierens", I d „Dodenbebauens", schon verloren. Es galt nicht, irß gewonnene Land nun zu bearbeiten, zu pflegen nd zu fördern. Man beutete es lediglich uns, allein nach dem Gesichtspunkt des schnellsten nb reichsten Gewinnes. Alles wurde genommen, ros Wert hatte oder Gewinn einbrachte: das Gold 1 tie der Mensch, Tiere und Pflanzen, das Land i |Ebft als Stützpunkt für Seefahrt und Seeraub oder i röllkommene Quelle für Steuer- und Zollerhebun- ; f n. Ziel- und planlos wurde geraubt, „kolonisiert", , tjine Daran zu denken, daß auch das reichste Land : Ulf diese Weise ausgeschöpft und auf die Dauer ge- fvädigt werden mußte. Der augenblickliche Gewinn ui3 einer solchen Kolonialpolitik kam aber nur den .herrschenden und ihrer Macht zugute. Auf die Ge- Imtijeit ihrer Völker blieb es ohne jede Wirkung. W'nn wir heute angetreten sind, um mit der Baffe in der Hand die sinnwidrige und rechts- Hörige Verteilung der Reserveräume der Welt md) „Allesbabenden" und „Habenichtsen" zu beiden, so müßen wir uns darüber klar sein, daß t ir vor allem auch den Sinn des„Koloni- |iere ns" wieder richtitzstellen müssen. Denn »(me gerechte Verteilung des Erdraumes kann nur uf Grund eines durch die Tat berechtigten Be- H'iffes .Kolonie" vor sich gehen. .Kolonie" soll , ri cht mehr ein Roum zur Ausnutzung und Aus- I Mutung für wenige fein, kein Gebiet meht zur l $ icherung von Machtanfprüchen — der Boden soll i r ieber seiner natürlichen Bestimmung dienen: liurd) seine Gesamtnutzung den Le- iensstandard der Gesamtheit eines ’ o H e s f t d) e r 3 u ft e 11 e n. . , Es ist kein Zufall, daß der heute noch vielfach I tertretene Begriff von „Kolonie" oder ,Kolomsa- l toon" im Sinne des Länder- und Werteraffens 1 r i ti s ch e r Herkunft ist. Großbritannien ist ! Ins klassische Land einer solch ausbeuterischen Ko o- [ liisitionsmethode durch Jahrhunderte bis heute Es t tat sie recht eigentlich gegründet und ist seine Ver- t eterin durch Macht und Idee. So verdanken wir i !"M hervorragenden Vorkämpfer fdtranfemofen I ^aumerwerbs und schonungslosester Ausbeutung, l?m Briten Cecil Rhodes, die treffendste BestlM- | taung des Begriffes einer Kolonisation, wie sie licht sein soll und wie sie heute nicht mehr sein Innn. Rhodes meint- „Kolonisation, kurz gesagt, ist I tie feste Begründung unseres Imperiums .. - Nach- idy daß A us beutuna alles war, und daß Zahl ihrer Menschen so leben zu laßen, wie es da die Oberfläche der Welt begrenzt ist, das ihnen zukommt, wie es eben,die Hohe ihres Lebens- iß Qiel der Menschheit sein sollte, so viel wie standards bestimmt. Der Fuhr e r sagt zu Deutsch- det die Schau des erhabenen Wanderers und der gemeinsame Titel, der ihr Geheimnis anüeutet: ,^Im Schoß der Welt". Ein Zug unvergeßlicher Gestalten, vom Glück und Leid des Mittlertums geprägt, zieht an uns vorüber, Gestalten, die, mit dem Dichter zu prechen, den tiefsten Sinn, die letzte Weis- heil, Gnade und Gericht der Welt in sich tragen. Geliebte und Gatten, Väter und Kinder begleiten ihren Schwarm, gebannt vom Lichtkreis, der von ihm ausstrahlt. Sie sind es, denen die Taten, Op^ er und Entbehrungen der Mutter gelten, der Gebäre- rin des Lebens und Bewahrerin der schöpferischen Liebesflamme. Kriegsbücher. — Max Seidel: Wir tragen stolz das Edelweiß. Eine Bildfolge vom Dienst unserer Gebirgstruppen. Geleitwort von General der Infanterie Kübler, Kommandeur einer Gebirgs- Division. 68 Kupfertiefdruckblätter. Steif broschiert 5— RM. Ehr. Belfer Verlagsbuchhandlung, Stuttgart — Seit Narvik sieht unser Volk mit betonterem Stolz auf seine Gebirgstruppen. Die Manner mit dem Edelweiß gehören zur Elite unserer Wehrmacht. Mit diesem Bildbuch gibt ein Gebirgsjäger selbst einen fesselnden Querschnitt durch die Ausbildungszeit der Truppe, wie er bisher in solcher Lebendigkeit und Geschlossenheit, aber auch mit solch persönlicher Anteilnahme der Oeffentlichkeit nicht gezeigt wurde. Die Bilder, aus denen die Liebe des Gebirglers zu seiner Heimat spricht, aber auch die meisterliche Aufnahmetechnik, mit der der vielseitige Dienst des deutschen Gebirgssoldaten geschildert wurde, wird dem Buch viele Freunde in allen Gauen des Reiches gewinnen, besonders bei allen begeisterten-Bergsteigern und Schiläufern. — Max-Jungnickel: Fliegende Grenadiere. 109 Seiten. Mit Bildbeigaben. 2,25 RM. Verlag Deutscher Wille, Berlin NW 87. — (228) — Mit den beiden Büchern „Mythos des Soldaten und „Kommando der Erde" bilden die „Fliegenden Grenadiere" eine Trilogie, die den besten Kräften unseres Volkstums gewidmet ist. Iungnickel ist nicht nur Romantiker, sein Wesen erschöpft sich nicht nur in der Liebe zum Kleinen und Feinen, sondern er umfaßt auch jene großen Forderungen und Tatsachen unserer Zeit, die den Aufstieg aller Deutschen bedingen und vollenden. Das fliegerische Heldentum unserer Gegenwart ersteht in seinem neuesten Werk in seiner Einsatzbereitschaft und seinen Siegestaten; aus hymnischem Schwung und hartem Wirklichteits- finn schmiedete der D'chter dieses Buch, das mit einer Reihe lebendiger Bilder ans dem Umkreise der deutschen Luftwaffe geschmückt ist. — Thor (Boote. Glühender Ta g/Män° ner in der Bewährung. Gebunden 2,— RM. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. Glühender Tag über der Durstwufte im Kugelregen der Herero; glühender Tag im Trommelfeuer des Weltkrieges, Ritter der Luft gegen feindliche Uebermacht. — Man- ner, die sich bewähren im feurigen Ofen; Soldaten, die im großen Schmelztiegel der Herzen geläutert, wißend den Weg in ihr Schicksal gehen. So öffnet uns (Boote in meisterlichen Novellen die scheue Seele des kamvferischen Menschen, der Boelcke. Tutfchek, Böhme, Duddecke und mit der Tat des Pster And- l-r und der Heizer vom „Wost" die Seele her schlichten Unb"kcmnten, die ihre Pflicht taten, Männer in der Bewährung, Sieger über sich selbst. Denn das ist das Wesentliche, das die deustchen Kampfer aller Schlachten miteinander und damit diese Skizzen aus dem Weltkriege mit dem gewaltigen Geschehen des Heute verbindet. Bruno Schwietzke. Au« Politik und Geschichte. Völker; 2. ihre politische und militärische Macht, die Art und Beschaffenheit ihres Staatswesens und 3. die kulturelle und zivilisatorische Höhe eines Volkes, die wiederum ganz wesentlich vom sozialen Lebensstandard und der staatlichen Macht beehr I. Demi man heute von „Kolonien" spricht, so ver- bnöet man mit diesem Wort vielfach Anschauungen, £ einer Zeit und einem System völlig überholter L-ltverleilung entstammen. Die Austeilung .-fci r Räume der Welt, wie sie im Laufe der LHrhunderte bis zum Weltkrieg und dann meiter- h durch das Diktat von Versailles geschah, hat jh als unhaltbar erwiesen. Die Verteilung der fllj der Erde vorhandenen Raumreserven nach Lage ud Wert ging nach Maßstäben vor sich, die heute jtiie Geltung mehr haben. Das System, das eine Verteilung vornahm und auch für die Art ktimmenb war, in der man die dem Staatsraum jijugefügten Gebiete in Ueberfee verwaltete und erbeutete, entspricht Anschauungen und Verhält- r |en, die I ä n g ft nicht mehr b e ft e h e n. : Kolonien" nannte man die dem staatlichen Ho- tiLtsgebiet in Ueberfee hinzugefügten Räume und rlnahm damit der lateinischen Sprache ein Wort, eine seinen eigentlichen Sinn zu erfassen und mit fi, übernehmen. Denn colere heißt: „d e n Boden b b a u e n". „Colonia“ nannte das Altertum neue (i e Ö l u n g e n , die für die vermehrte Menschen- M durch Ausweitung der Bodenbearbeitung geronnen worden waren. Die sich vergrößernde IS enge der Menschen schuf neue Siedlungs- und f-beitsmöglidjfeiten, eben „Kolonien", und brachte ult diesem Wort das Abhängigkeitsverhältnis der Menschen vom Boden richtig zum Ausdruck. Rach der Entdeckung der „Neuen Welt", seit dem Jahrhundert, bezeichnet man aber auch alles das, eae man willkürlich an Raum dem eigenen Machtbereich hinzufügte, als „Kolonien". Da in die- |n Zeiten fein fühlbarer Raummangel vorlag, tmnten die neuen Länder auch nicht in ein natür- |l 14)65 Verhältnis zu den Wirtfchaftsbedürfnisfen des Mutterlandes und feiner Menschen gebracht werden nie die durch Erweiterung des Ackerbaues gegrün- iten Kolonien. Die neuentdeckten und eroberten auch der schweizerische Bundesrat interessiert, um einen Teil des Schweizer Güterverkehrs über den Lago Maggiore nach Venedig leiten zu können. Die neue Wasserstraße würde eine Länge von 540 Kilometern erhalten. Mit Maschinengewehren gegen Rettnngsvoote. slußt wird. „ . . Diese wichtigen Auswirkungen werden allem da- durch bestimmt, wie beschaffen der Ra um ist, in dem die Mesnchen leben, wie beschaffen die M e n s ch e n sind, die den Raum bewirtschaften, und wie groß die Zahl der Menschen ist im Verhältnis zur Menge der Lebensgüter, die der Raum ihnen bietet. Man hat mit Recht fest- gestellt: Entweder richten sich die Menschen nach dem Raum, der ihnen zur Verfügung steht — oder sie richten den Raum nach ihren Bedürfnissen aus. Hieraus ergibt sich, daß nur schwache und macht- lose Völker in der Knechtschaft einer Raumenge ausharren und sogar ihre Bevölkerungszahl gemäß dieser Beengtheit beschneiden. Starke Völker werden immer den Raum finden, der notwendig ist, die i Qnhl ihrer Manscht»n fn leben AU lallen, wie es kurz ohne Gegenleistung, bezeichnete und auch heute vielfach nod) bezeichnet. Wir kämpfen heute um eine neue Epoche kolo- nialer Politik: für eine sinn- und planvolle Ver- " ■ - " der natürlichen Reserve- aum und Volkszahl fr isgefud) dreier der Partido Nacional angehören- tzj, Minister war zurückgezogen worden. Das «^bleiben dieser Minister im Kabinett wird damit bc rundet, daß die uruguayische Regierung auf der rnfewnj in Colonia „ihren Standpunkt hinsicht- üt der Flottenstützpunkte berichtigt" habe. In ^errichteten Kreisen Montevideos schließt mah aus hiiier Formulierung, daß künftig nicht mehr von ^.-Stützpunkten gesprochen werden dürfte, son- hen daß man die Stützpunktfrage nach außen als giie ausschließliche Angelegenheit der La-Plata°Län- bei bezeichnen werde. Eine Wafferstraße Oriatisches Meer — Lago Maggiore sich abhängig machen und erhalten, ist das Gegenteil von Kolonisation, ist das Gegenteil von einer gesunden Raumordnung, die ein gut ausgewogenes Verhältnis von Mensch und Raum zur Voraussetzung und Begründung hat. Wir verstehen heute unter .Kolonien" über den völkisch begrenzten Staatsraum hinausgehenden zusätzlichen Lebensraum, der notwendig ist, um die Zahl und Tüchtigkeit der Menschen eines Volkes in ein ihrem Lebensstandard entsprechendes, auskömmliches Verhältnis zum Raum zu setzen. Die Größe dieses zusätzlichen Lebens- raumes wird bestimmt von der Lage und der Güte dieses Gebietes sowie den berechtigten Bedürfnissen des Volkes, dem es gehört. Kolonien sind L e b e n s r a u m. Kolonialpolitik ist die zielstrebige Arbeit, einem Volke den not- wendigen Ergänzungsraum zu schaffen, diesen Lebensraum in bestmöglicher Weise als Ergänzung des ursprünglichen Raumes nutzbar zu machen und zu sichern. Der Begriff einer „Kolonisation" nach englischem Muster beispielsweise ist durch die Zeit, durch die Tatsache: mehr Menschen, und weniger Raum, endgültig erledigt. Kolonialpolitik bedeutet heute eine bewußte Abkehr von der früheren Aus- legiing, heißt ein Abaehen 'von einer Tätigkeit, mit der man die reine Ausnutzung der Räume ohne jede Anwendung von Arbeit, Tüchtigkeit oder Wert. &un7IOi9T™Äk"@ebr X50 RM. «um«, rierte Sonderausgabe 6,— RM. Deutsche Verlags- Anstalt, Stuttgart, Berlin. — (259) — Dor dem Kriege gingen dem Referenten im Laufe eines Jahres, gehäuft in den Monaten vor Weihnachten, ein paar hundert Bücher zur Besprechung durch die Hände; in diesem Herbst waren es aus Gründen, die den meisten bekannt sein werden, und die ge- legentlich der Buchwoche hier schon des nahe- ren erörtert wurden, erheblich weniger. Immerhin erhebt sich auch diesmal, wenn man alles aufein- anderschichtet, noch ein ganz ansehnlicher Stapel. Aus diesem Bücherturm nun würde der Kunstbetrachter, nach dem einen, dem großen, dem unvergeßlichen Eindruck und Erlebnis gefragt, ohne sich zu besinnen, mit zärtlichen Händen den schmalen, schwarzleinenen, goldbedruckten Band heroorziehen, welcher überschrieben ist „Unser Freund Peregrin . Er enthält das letzte kostbare Geschenk der Dichterin Ina Seidel an chre unzählbare Gemeinde: eine reine und zarte Dichtung von verzaubernder Gewalt, eine Erzählung aus der inneren Welt, aus dem „Bereich hinter allem Greifbaren und Sichtbaren", mit unvergleichlicher Sicherheit in der Schwebe aehalten zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Ahnung und Gegenwart, zwischen holder Erinnerung und hellsichtiger Erkenntnis. Ina Seidel hat in manchem ihrer früheren Bücher bewiesen, wie sie das seelen- haft Unerklärbare, das unsagbar Geheimnisvolle, das sich aller aufklärerischen Deutung entzieht, als Erlebnis zu gestalten vermag; wie sie über jene echte Magie gebietet, die sich nur der echten Dichtung erschließt, — weitab von aller geschwätzigen Sensation und allem billigen Zauber. Zu berichten, was sich hier im landläufigen Sinne der Erzählung ! ereignet, ist aussichtslos, nicht nur weil der Bestand Jan „Handlung" äußerst gering ist, sondern auch weil alles, was hier geschieht, sich gleichsam in- J menbig abspielt, traumhaft, im Zwischenreich und 11 im Unterbewußten, in der Sphäre der reinen Emp- 11 fiubung. Der Mensch, welcher der Erzählung den . I Namen gab, Peregrinus, ist ein längst Derstorbe- — Ann Tizia Leitich: Amor im Wappen. Roman aus dem Wien der Kongreßzeit. Franckh'sche Derlagshandlung in Stuttgart. Preis in Leinen geb. 5,80 RM. — (256) — Die Verfasse- rin ist durch das reizvolle Werk über die „Wiene- r'ich rin" bekannt geworden. Auchan diesem Roman Rom, 18. Dez. (Europapreß.) In römischen v , „ r. . W rtschaftskreisen wird die Frage einer Wasserstraße ■ schädigung des Rettungsbootes ist ein neuer Beweis vn der Adria zum Lago Maggiore erörtert. Be-1 für die Methode der britischen Zerstörer, die vor nts die nächste Versammlung der Korporationen Narvik deutsche Soldaten, die ihr sinkendes Fahr- wrd sich mit diesem Projekt beschäftigen. In ita*1 geug verlassen hatten, noch beschossen, als die irischen Wirtschaftskreisen wird die Notwendigkeit, Schiffbrüchigen schwimmend das Land zu erreichen w6S Wasserweges von Venedig aus über den Po versuchten. Die Beschießung von Rettungsbooten hj Mailand und von da über den Lago Maggiore gehört zu den gemeinsten Aeußerungen der britischen nch der Schweiz dringender empfunden. Für die Kriegsmentalität. Thiffbarmachung des Po und des Tessin habe sich -- Honig. Zucker anA Zett werden jedafien. Sn Ale fast «testete Maste rührt mm Aas C. Ai« Gewürze, das waster und 2/z der mit .Sackte' gemischten und gesiebten Mehls. Den Nest des Mehls verknetet man mit dem Idgbtti ju einem festen Teig. 2/3 davon rollt man auf einem gefetteten Lackblech aus (reicht für r/4 eines Sieches Dan 32 x 46 an) unb drückt ihn an de» Seiten etwas hoch. Da übrige steig wird postend;u etea Decke ausge-ollt. ?i-r die Stillung werden die Zutaten mitdnanAa vermengt und unter Rühren einmal aufgelöst Nach dem JA ■ ■ Erkalten verteilt man sie gleichmShig euf dem mit steig belegten Backblech, legt die stägdecke JJ* ■ 1 darauf und sticht sie mit einer Sabel mehrmals ein. •) An Stelle der Apfel kann man auch 300 g nicht ju [üfce Marmelade verwenden, ver EtzlSstel waster unft Ate 50 g Zuck« sind dann nicht «forderlich. aufcaAm wird diele SüUung nicht 20 Mmrten M starker tztzo. Sür den chvfi rührt man den gesiebten puAerzuck« mit *er Verfasser läßt uns hier unser altes unvergessenes Deutsch-Südwest in seiner Härte und Größe, aber auch in seiner ganzen eigenartigen Schönheit mtt- erleben. Deutsche Farmer bei zäher zielbewußter Arbeit ihres farbigen ..Bambusen" und die ausjtan- dischen Hereros und Hottentotten, der wochenlange Treck durch Berge, Städte und Busch erstehen vor uns in ungemein lebendiger Anschaulichkeit. In sie hineinverwoben ist die Geschichte eines deutschen Jungen, der über das große Wasser fuhr, um Gold und Abenteuer zu finden und den dann Deutsch- Südwest zu einem rechten deutschen Farmer Samstag, den 21. Dezember 1940 6. Veranstaltung im Sechzehner-Ring S)i. med. 3€iob Snätonius Lustspiel von Curt Goetz — Beginn 19 Uhr 5740 D Am 16. Dezember entschlief nach Schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Karl Viehmann im Alter von 59 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Viehmann und Kinder. Gießen, den 18. Dezember 1940. Die Beerdigung findet Freitag, den 20. Dezember, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 0425b Groß en-Buseck, den 17. Dezember 1940. 5741 D Bekanntmachung. Vetr.: Die Gewährung von Weihnachtszuwen- dungen an Empfänger von 5amilienunfer- halt . Familienunterhaltsberechtigten wird für jedes Kind des Einberufenen, das nach dem 23.12.1923 geboren ist, eine Weihnachtszuwendung in Hohe von 8,— RM. gewährt, wenn der Fgmilienunter- balt einschließlich der Wirtschaftsbeihilfe im Monat Dezember 1940 — ohne Kinderzuschlag — nicht mehr als 300,— RM. beträgt. 5737D Die Auszahlung der Weihnachtsbeihilfe erfolgt bei der Stadtkasse, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 9, Eingang Gartenstraße 2, nur gegen Vorlage ber grünen Ausweiskarte, und zwar für die Buchstaben A—K am Freitag, dem 20. 12.1940 L—Z am Samstag, dem 21.12.1940 und zwar nur vormittags. Gießen, den 17.12.1940. Der Oberbürgermeister. Abt. f. Famllienunterhalt. IlJlU IsSl ickn tot x T 1 1 — von 3 bis 20 vom Hundert erhalten Sie 111 clCll ■ cLSSe bei mehrmaligen Veröffentlichungen1 Liegestühle und Liegebetten für Luftschutz-Räume Nieder eingetroffen Edgar BorrmannS: Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 u. 4156 ______________________________________574 A Mittler eingetroffei 5744V CarlsmuncK Gießen Bahnhofstr. 66 Wellensittiche in vielen Farben und reicher Auswahl finden Sie im GIESSENER ZOO Gießen, Seltersweg 6 - Tel. 3292 ____________5732A (JrrvrtiindTkf* Vorfübrang tfwdt \ NlederbaosenACo. \ Gießen, Ruf 3941 Tüchtiges «All oder Usüilse gesucht. 5735V Schmitz Sonnenstr. 13. | Verkäufe | Eine 101. braune Stute untreu, fohlt alle Garantie, steht zu verkaufen bei oriedrichSameS Junkermühle, Münzenberg. 6a$- SckrlmU zu verkaufen. Horst Weff el- Watt 31. 04251 Ein Schrankgram m ophon 19 Platten und eine gut erhaltene Kastenmatratze zu verkauf. 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Franckh'sche Derlagshandlung, (Stuttgart — (250) Vom Sonnenhof, wo sie eine sichere Zuflucht gefunden hatte, führt der Lebensweg der kleinen An,a auf den Sonnenberg in die neue Heimat, die der Vater ihr schaffen kann. Da wächst sie auf, in ihren Martyrium für Tausende deutscher Ritter und chrer tapferen Gefolgsmänner wurde und im Ende ebenso ohne nachhaltigen Erfolg blieb wie die früheren und späteren. Die bei aller strengen Wissenschaftlichkeit doch sprachgewaltige und unaemein packende Darstellung Ottos erreicht in dem erschütternden Bericht vom dritten Kreuzzug ihren dramatischen Höhepunkt. Dr. Fr. W. Lange. Für die Jugend. — Joachim v. d. Goltz: „Klein Stöffel und die vier Soldatenpferde". Ein Kinderbuch mit Bildern von Friderike v. d. Goltz. In Halbleinen 2,— RM. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München. Wir kennen alle die leuchtenden Augen der Kinder, wenn sie mit Stolz zu unseren Soldaten ausblicken, kennen ihr Bestreben, es ihnen gleichzutun, einen Helm zu tragen und ein Gewehr. Und so können wir uns Klein Stöffel vorstellen, in dessen elterlichem Hause am Westwall die vier Pferde einquartiert waren, wie er mit den Soldaten und Pferden lebte und alle chre Verrichtungen mit kindch scharfem Blick verfolgte. Ist es da ver- wunder'.ch, daß Klein Stössel traurig war, als eines Morgens der Stoll leer war und nur noch die weißen Schilder mit den Pferdenamen an ihren kurzen Aufenthalt erinnerten? Und dann ist wieder einmal ein Abend, wo den kleinen Soldaten fo ganz hart das Heimweh nach Franz, dem Leut- n ntsburschen und seinen Pferden anpackt, , da schwingt er sich auf sein stolzes Schaukelpferd Monarch ur.6 schaukelt hinaus in die Winternacht, vorbei an langen Autokolonnen, die nach der ftront ziehen, vorbei an den Arbeitern, die noch am Westwall bauen, bis er endlich zu ihnen stößt. Sie sind kurz vor dem Aufbruch, er hat es gerade noch geschasst, sonst hätte er noch weiterreiten müssen. Da erwacht Klein Stöffel aus seinem Traum, die Mutter steht vor ihm und bringt ihren vom Wiedersehen mit seinen Lieblingen überglücklichen Buben ins Bett. — Dieses Märchen ist von der Gattin des Dichters mit ganz der Dorstellungswelt des Kindes angepaßten farbigen Bildern geschmückt worden. Man wird wenige Bücher finden, die Jungen im Alter von fünf bis zehn Jahren fo begeistern werden, wie dieses, weil, es sie auf ihre Weise an dem Geschehen unserer Zeit teilnehmen Professor von Lösch 60 Jahre alt. Am 18. Dezember begeht der Dolkstumsforscher Mor Dr. Karl Christian von Lösch seinen urtstag. Die Berufsausbildung als Jurist und später als Geograph und Naturwissenschaftler bildete die breite wissenschaftliche Grundlage für sein späteres Eintreten für die Erhaltung und Forderung des deutschen Volkstums, nachdem er mer- einhalb Jahre lang als Offizier an der Ostfront gekämpft hatte. Als Schlesier hatte er schon auf dem Gymnasium das deutsch-polnische und das deutsch- tschechische Problem kennengelernt. Aus Reisen durch fast ganz Europa hat er sich eine umfassende Kenntnis der volkspolitischen Probleme errungen. Als Mitbegründer und Vorsitzender des Deutschen Schutzbundes hat er an allen Erfolgen des deutschen Volkstumskampfes wertvollen Anteil. Durch feine Forschungs- und Lehrarbeit, jetzt als Ordinarius der Auslandswifsenschafllichell Fakultät der Berliner Universttät hat er unsere Erkenntnisse vom Wesen der europäischen Dolkstümer und ihrer gegenseitigen Problematik hervorragend befruchtet. Gewaltverbrecher hingerichteL it (Büchei als Festgeschenke Bilderbücher, Märchenbücher, Erzählungen für die Jugend - Romane und Novellen - Lebensbilder, Kriegsbücher - Bücher der neuen Zeit empfiehlt in reicher Auswahl die BUCHHANDLUNG DER PILGERMISSION Gtpfoen P'ocksfrahe 4 / Ruf 4066 b527 D Kreuben uni) Nöten ein Menschenkind, das man den noch unter den Trümmern vermutet. Als Ur. aern haben mutz, und das allen kleinen Mädchen, sache vermute, man e.ne eeuterptofion. denen dieses zu Weihnachten geschenkt wird, walssploge in Jtoröfinnlar^. ein lieber guter Kamerad sein wird. Der Norden Europas ist diesen Winter beson- — Heinz Oskar Schönhoff: Mit Plan- Hers schwer durch den sonst schon so feiten gewor- waaen durch Deutsch-Südwest. Mit vielen denen Wolf heimgesucht. Wölfe kommen in die|em — V .. ' rrrx-.f mA______ ___S OT>I. - Qrtkf t m hör ft 1 n n t I rk A - 19 Uhl bis 22 Uhr 14. Mittwoch-Mi et# TIEFLAND Oper von d’Albert. Preise: KM. 1.20 bis 4.1" 57331 Maschen in groß. Auswahl eingetroffen 5744D CarlScbunck Bahnhofstr. 66 Kleine änxeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den BitfHirAuiipi Mchleit Bei Notschlachtung Transportauto zur Verfügung Roßschlachterei Schilling [Stellenangebote| Suche sofort eine tüchtige Betlßnferto für Lebensmitt.- Gesch. Eredner- stratze 16. 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Großfeuer in einer schwedischen Stadt. Ein gewalliges Feuer rast seit Dienstag nachmittag in einer schwedischen Pulverfabrik in Carlskogn. In der Trotylgießerei dieses Werkes explodierte ein Kessel. Darauf folgte ein Brand, der sich mit Windeseile innerhalb des Fabrikkomplexes ausbreitete. Eine Explosion folgte der anderen, das Feuer verbreitete sich auf die verschiedensten Gebäude. Am Abend konnte das Feuer in der Pulverfabrik anscheinend begrenzt werden. Bisher sind drei schwerbeschädigte Opfer gemeldet, viele leicht beschädigte mußten in die umliegenden Krankenhäuser übergeführt werden. Schwere Explosion in Cincinnati. In Cincinnati (USA.) sind bei einer Explosion in einem Hause acht bis elf Personen getötet worden. Zwölf wurden verletzt, drei wer- 1 und Gebräuchen teilnimmt und ganz ihr aoermcuv zu erroarienutn 4 geben mit ihnen lebt, wird hier sehr anschaulich weil sie ihm wegen seines Lebenswandels berechtigte und spannend erzählt. Dabei wird fernab von jeder' Dorwürfe gemacht hatte.__ Mellt zu kauf, gesucht. Schriftliche Angebote u. 04255 an den Gießener Anzeiger erbet. | Empfehlungen"! Elektrische Koch Plallen eingetroffen 5744V CarlScbunck Bahnhofstr. 66. Wir kaufen gebrauchte mööl.ncnwßrtifie Waagen gegen Barzahlung. Opel, Hieben Ruf 2847/48. ! jK'un | I »-V- I W Wo U U uü ä ll N h, -ck 1 V. Ai ‘1 rH ■ t-m Illi < Gut erhaltene ScMder- Nälunaschine billig zu verkauf. Anzusehen l«4247 Mäasburg 9 (Laden). fietrentnö gebraucht,m.Be- leuchtung u. Bereifung, abzug. Zu erfr. imG.A. ach Kleine politische Nachrichten. Verhandlunaen zwischen einer deutschen Delegation unter Leitung von Ministerialdirektor Dr. Walter und einer schwedischen Delegation unter Leitung von Ministerialdirektor Haeggloes über die deutsch-schwedischen Wirtschaftsbeziehungen im Jahre 1941 haben zum Abschluß eines neuen Verrcch- nungsabkommens geführt. Gleichzeitig wurde volles Einverständnis über Umfang und Zusammensetzung des Warenverkehrs zwischen Deutschland und Schweden im Jahre 1941 erzielt. Ferner konnte eine Einigung über die unveränderte Verlängerung der für die Bezahlung privater Schuldverpflichtungen zwi. scheu Deutschland und Schweden geltenden Regelung getroffen werden. * Ein von der Deutschen Arbeitsfront betreutes Frontarbeitslager der Drganifation Todt ß an der Kanalküste bildete das Ziel einer Jnfpek- 1 tionsreife, die Reichsleiter Dr. Ley zu den im befetten Gebiet in Frankreich tätigen Frontarbeiten durchführte. * Reichsminister Bernhard Rust wurde von der Philosophischen Fakultät der bulgarischen ßanbesunioorfität zum Ehrendoktor ernannt „in Anerkennung der außerordentlichen Verdienste, die sich der Minister um die Vertiefung der geistigen i und kulturellen Beziehungen zwischen dem (ßrofj- deutschen Reich und Bulgarien erworben hat". Der Reichsgesundheitsführer Staatssekretär Dr. Conti empfing den Direktor des Instituts für Volksgesundheit tn Sofia, Dr. Koschucharoff, Professor Dr. Primitwo de la Quintana (Ma- drid), Sanitätschef im spanischen Innenministerium, ferner Dr. Milcoveanu, Leiter des rumänischen Aerztekollegiurns in Bukarest, Professor Dr. Angelescu (Bukarest) und Prof Dr. Jstrati (Bukarest). fiaupticfcrtjtieiter: Dr. Rrtebridi Wilhelm Lange. Stellvertreter des ßauptidirirUetteie- Ernst Blum schein. Beranlwortiich ,-fir Politi, un» BUder- Dr. Rr. W. Lange für das Feniueton: Dr. HanS Thyriot; iür Stabt Gießen, Provim, Wittichan u. Sport: (Scnu B-um,che n. Druck uno »erlaß BrühNche UnivevitatSdruckerei R. Lange M Ä. Beriaarletter. Dr.-Ing. Er . hßfAÄHint bi»' seinem körver- vrschlossen falten. a)ioiien ipuuen. Herr wird hfl) vor auem ein nait» -uuu uuiuvw Dort, wo aus Gründen b?r Brennstoffersp fen roJ5 ber Junge körperlich und geistig Listen Teile der Heizungsanlage Mgelegt werden sol f^n sich natürlich nach der 6. Das ist die zu Beginn der zweiten Verhandlung, 0 TltP Mltme des Leut- Als einzige Frau in diesem Soldaten- und Man- - .. - r . . r» r a. •<< _ A 1 flinnr YI 1 TI AI H ? <«hen lassen.) des unschuldig verurteilten Leutnants. des Leutnants Dary. — Der Betrachter hat sich in der Wiedergabe des Tatbestände beschränkt, um spateren Besuchern nicht ii mJ 1940 ierM IriM au wrVerf* Chilis felep^ char°i-D Q n q ('S; | linijteriial !5 rumrl * I . Ästr-iil ist wegen geeigneter Maßnahmen zum Schutze AMage eine Fachfirma zu Rate zu ^ehen Bei Unterbrechung der Heizung muß das Was- als je zuvor. Darum sollten die Eltern und die Jungen selbst bei der Berufswahl ihre Blicke vor allem auf den Beruf des Bauern und Landwirts richten der seinen Mann ernährt und dazu auch gute Möglichkeiten zum wirtschaftlichen Aufstieg ausgezeichnet und als tapferer Offizier gerühmt, wegm Feigheit vor dem Feinde degradiert und zum Tode verurteilt. xü.,1.1. nicht minder sachlich, aber auch in schöner Beredsamkeit sich menschlich er- wärmend und steigernd. Unter den Zeugen war Herr Caninenberg mit starker, von innen kommender Bewegung und ritterlichem Bekenntnis der Tenente Sald; H-err Heinz Müller gab dem Honved-Obersten viel ungarisches Temperament, doch schien uns die Mgur ein wenig aus der Operettensphäre entwickelt. Herr G e i g e r gab ein sorgsam gerundetes Bild des einfältig frommen greifen Bauern Peter Modisch, Herr E r l e r spielte knapp und sachlich überzeugend einen ehemaligen Fähnrich. Herr L a p o r t e sprach gesammelt und taktvoll den Vorsitzendem treuen hat. Diesen Stolz und die starke Innere Befriedigung mit seinem Berus konnten wir überzeugend erken- nen, als wir mit Herrn Neebe einen Rundgang durch die Stallungen, Scheunen, Keller und Boden seines Pachthoses machten und er uns dabei von den Einrichtungen seines Betriebes und den vielfältigen Ausgaben seiner Wirtschatf berichtete. Wir konnten hier einen vortrefflich ausgestatteten mit der Zeit fortschreitenden Betrieb kennen lernen der neben dem Ackerbau auch in der Weidewirtschaft und als Saatbaustelle, ferner mit Dünaungsverlu- chen des Kalispndikats vorbildliche Arbeit im Dienste der Dolksernährung leistet. Solche große Aufgaben, die überall in der Landwirtschaft zu be- wältigen sind, müssen für arbeitsfreie junge Men- schen ein Anreiz und erstrebenswertes Ziel ihrer Lebensarbeit sein. sind also in der für die gleiche Tätigkeit im Vorjahre gegebenen Höhe und darüber hinaus bis insgesamt zur Höhe des vierten Teils des letzten Monatsverdienstes bzw. des letzten Wochenlohnes zulässig. In dieser Höbe dürfen die Weihnachtszuwm. düngen in einem Betrieb auch erstmalig gewahrt werden. Von einem Abbau der bisher üblicherweise ohne Rechtsanspruch gewährten Zuwendungen soll der Betriebssührer jedoch abseben, wenn mc.)t em besonders begründeter Anlaß hierzu vorliegt, wie z. B. schlechte wirtschaflliche Lage des Betriebs, oder ordnungswidriges Verhalten des Gcsolgschaftsmit- unbezweifelba're Weise legitimiert, ist ein ehemaliger italienischer @=9"”, ein fr^erer Tenen e ber efcle Die Ausbildung in ber Landwirtschaft erfolgt auf zwei Wegen. In kleinen Betrieben ist die beste Möglichkeit zur Ausbildung des L a n d a r b e i t e r- 'lehrlings, der dort die wichtigsten Grundbe- jreifen. Es steht dahin, ob die aus einem von Forst bekannte Schlußwendung an bie i ein frieren ein. « 4. Vorsichtia bei Lüftung der Raume durch Oefs- im der Fenster, Fensterlüftung auf wenige Mi- i .. - ■> r > i a. ’ . a 111 n H r* । rrxr n Yi * P Ti r-ien dpi geujiiieitii ■ 5. Alle Fenster, Türen und Luftlöcher in Keb Irn, Durchfahrten, Dach- und Nebenraumen gut icher Kunstverein 17.30 bis 18.30 Uhr Weih- .tsausstellung im Foyer des Stadttheaters. mit allen Arbeiten beschäftigt, btf feinem körperlichen Leistungsvermögen entsprechen. Der Lehr- Herr wird sich vor allem ein klares Bild darüber Für die Weihnachtszuwendungen der Betriebsführer an die Gefolgschaftsmitglieder in diesem Jabre ist die Neuregelung in ar- bietet. In der zweijährigen Landwirtscha f t s- fann. Nach beendeter Lehrzeit hat der Lehrling die Landarbeiterprüfung abzulegen, durch deren Bestehen er sich eine gute Existenz als Landarbeiter erarbeiten kann, die ihm bei feiner Tätigkeit auf dem Acker und auf dem Hofe mancherlei Chancen des Vorwärtskommens ermöglicht Der zweite Weg zu einer auskömmlichen Existenz durch die Arbeit in Gottes freier Natur führt über die zweijährige L a n d w i r t f ch a f t s l e h r e, an deren Abschluß der junge Mann, sofern er mit Leib und Seele bei der Sache war und sich gutes Fachwissen angeeignet hat, nach bestandener Prüfung ein gutes Sprungbrett ins Leben besitzt. Vor allem sei allen für die bäuerliche Arbeit interessierten Jungen und deren Eltern e i n wichtiger Gesichtspunkt nachdrücklich vor Augen gestellt: Niemand glaube, wenn der Junge sonst zu keinem anderen Beruf taugt, als Bauer ober Landwirt sei er noch gut genug, dort komme es ja nicht so genau darauf an. Diese Meinung ist ein starker Irrtum. Wer als Bauer ober Landwirt, ober als Verwalter ober Pächter eines Hofes vorwärtskommen und auch einmal auf eigenem Grund und Boden ober Sogeifütterung. Ein reizendes Blaumeifenpaar Hat f» zuerst entdeckt: Dorm Fenster ist, rote alle Jahr'. Der Wundertisch gedeckt! Sie sagen's ihren Basen flink. Der K chl- und Spiegelmeif — Da währt's nicht lang', bis es der Fink, Und auch der Hänfling weiß. Mit dicken Amseln kommt sogar — Ich glaub', mein Auge träumt — Ein tüpfelbunter Plauderstar, Der seinen Zug versäumt. Und dann der tolle Endersolg — Flieh, blaues Meischen, flieh: Im Häuschen lärmt vom Spatzenvolk Die ganze Kompanie! Das schilpt und rauft, du glaubst es kaum, Um jeden süßen Kern — Das Pärchen kauert scheu im Baum, Und käme doch so gern ... Aufscheuchend meine Hand sich neigt, Damit das Meisenkind, Das allen erst den Weg gezeigt, Auch noch sein Körnchen find'! Heinrich Anacker. ISornofiKn Tageskalender für Mittwoch. Hofarbeiten und auch im Stalle bei der Streuung i der Tiere schon allerlei Möglichkeiten hat, sich die Grundlagen eines guten Fachroisfens anzueignen und daneben Geschick in den Arbeiten zu ent- ' wickeln. Bei den Feldarbesten im Sommer und bei < den Erntearbeiten im Herbst eröffnen sich ihm meliere Wege zur Erweiterung seiner Kenntmtze. Im Winter wird der junge Mann neben der üblichen praktischen Arbeit auf dem Hofe und soweit die Witterung es erlaubt, auf dem Acker oder auf der Weide vor allem bestrebt fein müssen, unter Anleitung seines Lehrherrn die in der Praxis erarbeiteten Kenntnisse durch möglichst weitreichendes theoretisches Wissen zu ergänzen. Hierzu dient vor allem ber Besuch der Landwirtscha sts- schule, daneben ist aber auch bie sorgsame 6"h- runq bcs vom Reichsnährstanb geschaffenen „Merk- buches des Landwirtschaftslehrlings" von großer Wichtigkeit. In diesem Buche muß der junge Mann feine geistigen Fähigkeiten durch eine Beschreibung der Lehrwirtschaft und die Schilderung der Be- triebsverhältnisfe mit ihren vielfältigen Arbeits- -weiqen usw. entfalten und unter Beweis stellen. Er kann hier mit der Feder in der Hand über die Schlageinteilung der Felder und über allgemeine Grundsätze ber Fruchtfolge unb des Fruchtfolge- planes arbeiten, die Düngung und Ackerbefttllung sowie die Ernteergebnisie behandeln, sich mit Dem ■ Zwischenfruchtbau, der Miefen- und Weidewirt- - schäft beschäftigen, seine Kenntnisse über Maschinen i und Geräte barlegen, über technische Nebengewerbe in ber Landwirtschaft usw. schreiben, kurzum inc geistigen Erfolge seiner Arbeit im ersten Lehnahr eingehend schriftlich festhalten. Im zweiten Lehrjahre folgt für den Lehrling die Wiederholung der Arbeiten des ersten Jahres, allerdings mit ber Erweiterung, daß ber junge Mann nunmehr auch zu wichtigeren unb selbständigeren Arbeiten herange- zogcn wird, die mit entsprechender !8erantroortun9 ausgeftattet sind. Jetzt werden ihm auch Maschinen und Apparate anvertraut, deren Handhabung sehr wichtig ist unb mit Sorasalt erfolgen muß. Daß er auf dem Acker unb auf dem Hofe, im Diehstall wie . ijll bi»4 >1 ' na M w hl|l ; Hl Mchett über die We hnachiSMendungen 1940 nach Arbeite-, Steuer- und Soziawersicherungerecht. Von Dr. jur et rer pol K Wuth, Äerlin. Das Publikum folgte merklich gefesselt und dankte mit starkem Beifall, Hans Thyriot räurr' .es*'0’-65 ir«erwünfchte Wärmeabgabe ber Heizkörper m un- bnutiten Räumen möglichst einzubämmen, sind Die tzftkörver allseitig mit Papier zu bedecken. 3. Gänzlich abgesperrte Heizkörper unb ßeitun- x N A ’ bitz- 25ei umerorecyung uer ■ f.hrIina jm Früh ahr als yeipannfunrer, oei uec aus ber Anlage entfernt, bie Ventile ber Heiz । 9 « ^^tgetreibes unb bei ber Saatkon- ^ er 6nt 1 9f,o? der Arbeit hinter der Sämaschine, be-.m Jahreszeit. Um einiges als Beispiel zu erwähnen, fei darauf hingewiefen, daß der Landwirtschafts- lehrling im Frühjahr als Gespannführer bei der m.'___Xaa (Grtrtlnetroihoa Itnh h*t her öttatlOn- sichtigt. Die Deihnflchtszuwendungev 1940 in arbeilsrechllicher Hinsicht. Den Gesolgschaftsmitalie'bem steht ein Rechtsanspruch auf die Weihnachtszuwendungen, wie bisher neben den Fällen einer ausdrücklichen schriftlichen, mündlichen oder sonstigen Fesllegung (in Tarif-, Betriebs- ober Dienstordnung) auch zu, wenn ber Betriebssührer feiner Gefolgschaft in mehreren — regelmäßig mindestens br£i — au, em- anberfolgenben Jahren (uU. auch bei begründeter Unterbrechung) gewisse Zuwendungen gemacht und sich die Freiwilligkeit solcher Zuwendungen nicht durch eine ausdrückliche Erklärung ober Bestätigung bes Arbeitnehmers vorbehalten hat. Der Rechts- anspruch kann auf einen festen Bettag ober einen bestimmten Hundertsatz (z. B. des Reingewinns) ge- Die große Bedeutung der Aufgaben und Arbeiten unserer Dauern und Landwirte im Dienste ber Dolksernährung ist schon so oft unb überzeugend von maßgebenden Stellen bargelegt worden, daß das Wissen darum heute 2111 gerne ingut unseres Volkes geworden ist. Für die weitere Entfaltung in diesem Abschnitt der deutschen Arbeit ist die' Gewinnung guter Nachwuchskräfte immer mehr zu einer Forderung ersten Ranges geworden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß sich im Beruf unserer Bauern und Landwirte guie Fortkommensmöglichkeiten für tüchtige junge Menschen bieten.- Diese Ueberzeugung wurde uns erneut bekräftigt bei einem Besuch auf dem Henriettenhof bei Ruppertsburg (Kreis Gießen), mit dessen Pächter Karl Neebe, dessen Ausbildung von Landwirt- schaftslehrlingen durch die Landesbauernschaft Hessen-Nassau als beispielgebend betont rorrb, mir uns über diese Frage unterhielten. Die Ergebnisse dieser Unterredung dürsten namentlich bie Eltern und Jungen, für bie jetzt wieder bie Berufswahl akut wirb, befonbers interessieren. UUll 14. Hium i --------- . f bessenungeachtet starken Einbruck des Schauspiels ist die Inszenierung des Herrn Gerhard Reuter verdienstlich beteiligt: vor allem, well der Spielleiter über den kräftig herausgeholten, nattirlichen Spannungen und Wirkungen des Stoffes die menschlichen Hintergründe des nüchternen Falles sympathisch beleuchtete unb über allem dankbaren Theaterspiel der noblen Haltung und Gesinnung des Schauspiels gerecht wurde. — Sehr angemessen das über dreiwinkligem Grundriß errichtete, gleich- bleibende Szenenbild bes Herrn Löffler. in ber Weibwirt,chaft nunmehr ebenfalls bedeuten, bere Ausgaben zu erfüllen hat als im eZten einet Lehrzeit, versteht sich von leibst. Durch bteie Erweiterung feines Psttchtcnkreises und ^Mi- erneuten Befuch ber Landwirt,chastsschule im Wm- ter wächst ber junge Mann immer starker tn feinen schönen Beruf hinein. \ Arn Schlüsse ber zweijährigen Lehrzeit muß die Abschlußprüfung abgelegt werben, bei ber eine |5ru- sungskommissivn, bie aus Vertretern ber praktl- chen Landwirtschaft, des Reichsnahrstanbesunb ber Landwirischaftsschule besteh, über das W.ffm und Können bes Prüflings zu urteilen hat. Ist die Prüfung bestanden, so darf der junge Landwirt Nicht etwa glauben, daß nunmehr die Zeit des Lernens für ihn zu Ende fei. Er muß vielmehr weiter bestrebt ein, fein praktisches unb theoretisches Können unb Wissen immer mehr zu erweitern denn gerade für Öen Bauern unb Lanbwirt gilt Der Grundsatz, daß ber Mensch im Leben nie onslernt. 2lber ber junge Bauer unb Lanbwirt hat nunmehr einen Lebensberuf, auf den er stolz sein kann und der ihn befriedigt, besonders wenn er mit Lust und Liebe bei der Sache ist und später auch einmal einen Hof unter eigener Verantwortung zu Denen, sondern er muß auch geistig em fixer Kerl fein, der ein „Köpfchen" hat unb dadurch m der Lage ist, bei den Arbeitsdispositionen, bei der Der- waltung unb Verwertung des Ertrags feiner Arbeit auf Acker, Miefen unb Hof immer „auf Draht" zu fein. Daraus ergibt sich die Forderung, daß für den Nachwuchs in der Landwirtschaft nur bie b e ft en unb fähigsten Jungen mit Hellem Kopf, sicherem Blick für alle w'chtigen Dinge bes Tages und unermüdlicher Lust unb Liebe zur bäuerlichen Arbeit als geeignete Nachwuchskräfte in DerdinhW !r gchiM Dährend des letzten Minters sind zahlreiche Ma- tciullfchäden an Heizungsanlagen durch Frost ent-. »inben. Trotz der immer rn'-'""' inrhn<*rftnn=. Mter Seite erfolgten Aufklärungen werden von inttalheizungsbenutzern, sei es aus Unkenntnis ib>r Unachtsamkeit, nicht immer genügend Dor- siäsmaßnahmen gegen Emfriergefahr getroffen. 5: auch in dieser Heizperiode aus einigen Teilen k Reiches bereits Frostschäden gemeldet wurden, oben Zentralheizungsbenutzer gebeten bet ernteten einer Frostperiobe folgendes zu beachten: l. Bei Frostgefahr find sämtliche Heizkörper tn ktrieb zu halten, auch bei Nacht! 2 Auch in unbenutzten Raumen müssen Helzkor- pir unb Rohrleitungen, wenn auch nur durch matzi- ' —. .. . m . wornsn 1 Irr glieds. Die w 'ihnachts-uwendungev 1940 in sieuerrechtlicher Hinsicht. Die Weihnachtszuwendungen rote auch die Ab- schlutzaratifikationen sind im Gegensatz zum Vorjahr in diesem Jahre ist die Neuregelung beitsrechtlicher und steuerlicher Hinsicht „ achten. In ber folgenben Darstellung sind auch bie Sozialversicherungspflichtigen berück- Aur besten Nachwuchs für den Bauernberuf! Guie Forikommensmöglichkeiien in der Landwirischssi. .n, der Bühne des Mittelalters ne I seltenes Beispiel der Treue jenseits des Grabes solle gespielt. Die Geschichte des Dramas hat. f . t Um bie Rehabilitierung ihres Mannes um --V =x«hrh.mherte bin. eine reicye | unb m,t allen Mitteln kämpfend, endlich eine Wiederaufnahme des Verfahrens vor dem Kriegsgericht ber Division burchgefetzt: es geht um Brethoven schreibt an ein kleines Mädchen. Don Beethovens Verhältnis zu Kindern wissen wir wenig. Liebevolles Interesse zeigt aber ein rührendes Brieschen, das er einmal an ein Heines Mädchen richtete, unb das sich neben den andern in den Sammlungen von Beethovens Briefen eigenartig genug ausnimmt. Die zehnjährige Emilie M. hatte dem Meister heimlich eine Hand, arbeit geschickt unb babei in* kindlicher Weise sein Schaffen über bas aller anbern Musiker gestellt. Aus Teplitz schrieb er ihr am 17. Juli: „Meine liebe gute Emilie, meine liebe Freundin! Spät kommt bie Antwort auf Dein Schreiben an mich. Eine Menge Geschäfte, beftänbiges Krank, fein mögen mich entschulbigen. Das Hiersein zur Herstellung meiner Gesundheit beweist bie Wahr- beit'meiner Entschulbigung. Nicht entreiße Hanbel, Haybn, Mozart ihren Lorbeerkranz, ihnen gehört er zu, mir noch nicht. Deine Brieftasche wirb aufgehoben unter anderen Zeichen einer noch lange nicht verdienten Achtung von manchen Menschen. Fahre fort, übe nicht allein die Kunst, sondern bringe auch in ihr Inneres, sie verdient es, denn nur bie Kunst unb bie Wissenschaft erhöhen den Menschen bis zur Gottheitt Solltest du, meine liebe Emilie, einmal etwas wünschen, so schreibe mir zuversichtlich. Der wahre Künstler hat keinen Stolz, leider sieht er, daß die Kunst keine Grenzen hat, er fühlt dunkel, wie weit er vom Ziel entfernt ist, unb indes er vielleicht von anderen bewundert wird, trauert er, noch nicht dahin gekommen zu sein, roo- ' hin ihn der besiere Genius nur wie eine ferne ’ Sonne vorleuchtet. Vielleicht würde ich lieber zu. Dir, zu den Deinigen kommen, als zu manchem • Reichen, bei dem sich die Armut des Innern ver- i rät. Sollte ich einst nach H. kommen, so komme - ich zu Dir, zu den Deinen, ich kenne keine anderen Vorzüge des Menschen als diejenigen, welche ihn zu den besseren Menschen zählen machen, wo ich diese ) finde, dort ist meine Heimat." C. K. hm, durch etliche Iabrhunderte hin, -in- । Entwicklung erlebt und viele Wandlungen durchs «macht, denen hier nicht Theater Rriegsgernyi utl ",u‘i,-u-• Iinn, — aber immer wieder hat sich das Thea r eines taten Osnzr-rs, um die Ehr« der l efer ursprünglichen Anregung "mnert und si-h J Armee. Maria glaubt unerschütterlich an .Armee. -7i-bten" Mann^de^r^rteidig« | l7^K°° Ä«™ Ä aT"nSJam »d M rkunas^al^etten e?innert. Der Besircher uneigennützig) mit Geschick und bewahrter Fassung und au-brechender Einpftndung Nn-r^it»wwdM entsinnen, daß vor einer R->h-. Nch W! Leutnant ein. di- wenigen Beugen; für die tapfer und dach saft aussichtslos kämpfend !2n Jak>'xn Gerichtsstücke und Kriminalfalle im 1 J annterinf bn« d->m Ge- snnm -in SXn den Herren Geißler um :h"eater g-?°^zu di/ große Mode waren. «Auch der . Rim hat sich natürlich die Gelegenheit nicht . richtet sein. . , , . ' .. Mit Rücksicht auf den Lohnstop hat der Reichs- arbeitsminifter in einem Erlaß vom 9.11. d. I. (ReichsArBl. Nr. 32 d. 15.11.40) besondere Anordnungen erlassen, von denen Ausnahmen seitens des Reichstteuhänders oder der Sondertteuhänder der Arbeit ausdrücklich zugelasfen werden müssen. Hiernach dürfen die Weihnachts-, wie auch die Ab- schlußgratifikationen in der Höhe gewahrt werden, in der sie für die gleiche Tätigkeit im Betriebe bereits im Jahre 1939 gegeben worden ftnfr. Es « . i -ft« ..ixi \.k am w\ aa hna rtimHitAs Mitglied im Vorjahre erhalten hat, sondern was allgemein den Gefolgschaftsmitgliedern in der gleichen Stellung im Betriebe im Vorjahr als Gratifikation gewährt worden ift Soweit nach dem Ge- agten ein Rechtsanspruch des Gefolgschaftsmitglie. des besteht, dürfen bie Weihnachts- ober Abscyluh- qratifitationen auch nicht unter die vorjährige Hohe gesenkt werden. Höhere Weihnachts- ober Abschluß, gratififafionen gegenüber den vorjährigen De-halt- nissen sind bei' Monatslohnempfängern bis insgesamt zum vierten Teil des letzten Monatsverbien. ftes, bei Stunden-, Tages- oder Wochenlohnemp. fängern bis zur Höhe des letzten Wochenverdienstes zulässig. , e , . Steht dem Gefolgschaftsmitglied kein Rechtsanspruch zu, so gelten hinsichtlich der Höchstgrenze die gleichen Beschränkungen wie für die Zuwendungen, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Sie finh nffn in der für die gleiche Tätigkeit im Vor- S Sladttheater Gießen. m heutigen Mittwoch wird der große Opern- la Tiefland" von Eugen d'Albert zum erften- wi'ederholt. Die musikalische Leitung hat Otto Kiner die Spielleitung Hans Albert Schewe. xHnen'bild: Karl Löffler. 14. Mittwoch-Miete. Ortszeit für den 19. Dezember. Sonnenaufgang 9.34 Uhr, Sonnenuntergang I7.ll U _ Monduntergang H.57 Uhr, Mondaufgang 22)0 Uhr. Verdunkelungszeit irber Woche vom 15. bis 21. Dezember: 17.05 Uhr fe’j 9.25 Uhr. Schützt die Zmtralheizungsanlagen vor Stoff. Gießener Giadttheaier. SalterErichSchäfer:„DerLe,ltnantBart)". Die Gerichtsverhandlung mit Rede und Gegen- Ide, mit Anklage. Verl-rdchung, Z°ug-naussag^ ind Urteilsfindung hat - neben kultsichen und an^ tftprümftich Dramasisches^ie Bildung frühen, Volks- ^^^^gestellte Dorgeschichte/Die Witwe des Leut kmlichen Theaters nachhaltig beemslußt und cho ' gz hat zwanzig Jahr-lang, ,,eir ms d7r Bühne, des Mit^ alters -m- »a« ..... Das verhängnisvolle Datum, das auch d°m neuen ^.^^^g^bi^fes absichtlich auf eme m lvckeren Schauspiel den Namen hätte geben können, ft oe umri||cn skizzierende Andeutung der nA-AUchen 17. Juli 1917: an diesem Tage hat der LeuMa^ „m lvateren Besuchern nicht Dary in einem ungarijchen Jnfantener ß 'em feil , „ hat" II «Vohttheater: 15 bis 17.15 Uhr „Rotkäppchen , i r v um y =, «u — i<0 97 Uhr „Tiefland". — Gloria-Palast, Sel- griffe der landwirtschaftlichen Arbeit und die viel- fretär J Frauenliebe - Frauenleid" - Lichtspiel-. stitigen Obliegenheiten des Landarbeiters exlernen -^'- UM Bahnhofftrabe: „Der ewige Jude- - Ober- ' " " ' 1 " ----- Warme rur oen tieu.iium cm. M. |U1, x laaen aünftiq aus, aber bas Material, bas dem Ge-, Maria Bary em. In den Herren Deißler unb ridit mr Verfügung steht, ist bürftig unb das i ® r n ft standen sich bie prägnantesten (Srfdjeinungen heimnis jener unglücklichen Affäre im 5uli 1917, bß5 Kriegsgerichtes gegenüber: Herr Gechttr a s ! das Rätsel das ben Tob jo vieler braver Svlbaten ; Auditeur kühl, streng und sachlich den Ehrenstanb .1 nmaibt bleibt ungelöst, der Leutnant Dary Mit dem punkt der Armei^ verttetend unb erst im letzten flnnrtpr ff,.;* Schäfer, Dramaturg und Dozent m^okel' behaftet —: schon beginnt der Vorsitzende i Augenblick ehrlich überzeugt und überwunden: Herr Ar^!t«°ewÄtun Swttgart. hatlich,E mft M°-e- veh°^^ls verdammende Urie.l zu »«.; ffrn8ft al3 Verteidiger nicht — tern hsi^ri'Än Shausviel „Der 18. Oktvbe-: m °°° -^a taucht, während Frau Bary emem Zn- • • — - — Biehen einv'iührt Der Stofs des neuen sammenbruch nahe ist. ein neuer Zeuge aus : h,".. tonn hiftori d), aber uns immerhin nnnm gerufen, er kommt, .zusallig und »im*„nh^rkbntomä6ig näher: übrigens macht -„7Eig dazu und bringt mit seiner Aussage die ch m de Art wie hier die S.zene zum Tr,. ^Geheimnisses, die entscheidet- Wen- unm rnirh ,in en‘ (Siebener Wandel tn der Aus. ( "'N P^zetz, Freisvrechung und völlige Rehabi- Issuna und Behandlung solcher toloffe bemerkbar. । [itje®ung Sc5 unschuldig verurteilten Leutnants i ch?ag"ebend°nich°t"me^/'die^ unbe°zw^iftlbare Weift'l"egi«^üer°t, Vein ehemaliger SS* ÖSfe SÄ»'«•’ sä*Ä üche des Falles, seine menschliche ^zenu^ . -----q,nrM — [ »ein sittliches Anliegen. der Gebirgsfront gegen Italien nach dem Urteil des i vorzu Schere, Nadel und Zwirn haben nun So wird die HI. im Gau Hessen-Nassau am Also in 2l. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) neral iiliW miet: n eine em! Neu. tr •'Oiri Vom Linderlled der Veihnachlszeit. Neben dem ältesten geistlichen Liede und dem ihm verwandten firajuajen jtr ouenipiete b.ioct eine uer , wuHuiu/uviu/c Abbildungen erhalten sind. Auch gibt es begeisterte Beschreibungen Erwachsener, die ihre Freude an solchen Dingen hatten; 1741 schreibt ein Kindersreund: „Ich bitte dich, St. Ruprecht, sehr in meinem Hause auch einkehr! Dring Bücher, Kleider und auch Schuh' und noch viel schöne Dinge dazu! Ich will auch immer lernen wohl wichtigsten Wurzeln des Weihnachtsliedes der „Auf- sageoers" der Kinder. Er ist, als echtes Erzeugnis der Volkspoesie, anonym, scheint aber in den sel- RlptO! ’Wn- : (i!0 jihiotsc |||: Seit ! hira G bisrotti niei »ptoe rito rben. w k i fee Conbfrne «Kiesten * Laubach, 17.Dez. Dieser Tage verstarb der ölte st e Einwohner unserer Stadt, bei 93 Jahre alte Wagnermeister Heinrich M om berge r. Der Verstorbene war der letzte Veteran des Krieges von 1870/71 in Laubach. Mitbegründer und ältestes Mitglied der hiesigen Kriegskameradschaft die ihm an seiner Ruhestätte die letzte soldatische Ehrung erwies. Amtsgericht Gießen. Die Frau A. H. aus Gießen hatte sich wegen schweren Diebstahls zu verantworten. Sie war beschuldigt, von April bis Mitte Juni in Gießen fort- gesetzt aus einem verschlossenen Raum mittels Ein- steigens Margarine, Seife und Käse entwendet M haben. Die Angeklagte bestritt jegliche Schuld. Dm Karton Seife, der bei ihr gefunden wurde, will sie; von einem Bekannten erhalten haben. Der Anklagevertreter beantragte wegen schweren Dieb«° stahls eine Gefängnisstrafe von acht Monaten. Die; Angeklagte wurde wegen Sachhehlerei zu einer* Gefängnis st rafe von sieben Monate in verurteilt. Strafkammer Gießen. Der Gg. L. aus M., z. Z. in Untersuchungshaft, war des Diebstahls beschuldigt. Es wurde ihm zur Last gelegt, im Jahre 1940 in Gießen durch selbständige Handlungen beim Bahnhof Gießen zwöls Fahrräder und eine Dynamolampe entwendet und für eigene Rechnung verkauft zu haben. Der Angeklagte gab an, aus Not gehandelt zu haben; er habe fünf kleine Kinder und aus der Zeit feiner Arbeitslosigkeit noch Schulden zu zahlen. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von drei Jahren. Der Llngeklagte wurde wegen fortgesetzten einfachen Diebstahls zu zwei Jabren Gefängnis, abzüglich zwei Monate Unter- fuchungshast, verurteilt. Der Umstand, daß der Angeklagte in einem öffentlichen Betrieb beschältigt war und daß er die Reichsbahn schwer gefdjäbigt hat, kam straferschwerend, das umfassende ©bftänb« nis strafmildernd in Betracht. ZllWchllmglmf Korsika Roman von Heinz Lorenz-Lambrecht ** Die Verschnürung von Wertpaketen. Die Deutsche Reichspost teilt mit. btf während der Dauer des Krieges in den Fällen, ii denen bei Wertpaketen als Verschnürung bisher Hanfbindfaden vorgeschrieben ist, sowohl "bei 3® |;m nie lands- wie bei Auslandswertpaketen eine VersckmL rung durch drei- bis achtfädige Pavierkordel angt? wendet werden kann Dagegen bfeibt die Verwendung von Papierbindfoden ausgeschlossen. Di< Stärke der Papierkordel soll dem Gewicht und beirr Umfang der Sendung und der Länge der Beförderungsstrecke entsprechen. iWn-1 :wcfll w w w -Ms ISA. chch «rtn x I R 'ition MH Cinu sirt (i Mit üb je fern l'lK i Son %' foueri lPnei ii».; Job Wt !i5 ha h HO feit R ti „Ei du lieber, heil'ger Christ, komm' nur nicht, wenn's dunkel ist, komm' im Hellen Mondenschein, wirst mir Nüß' und Aepfel rein, will auch immer artig fein!" Natürlich sind viele solcher Berschen, zumal ... ländlichen Gegenden, im Dialekt verfaßt oder doch überliefert, wie dieser Kinderspruch aus der Rheinpfalz: so daß die Standarte den Pferdebestand auf » Reitpferde erhöhte. Außer für die Reitausbilbu^ der Wehrmannschaften und den SA.-Dienst werdl, eine größere Anzahl Reitlehrgänge durchgeführt je Vz kg Lebendgewicht, Ziegen 22,5 RM. je SM Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgend Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 114 bl (123 bis 149,5 kg) 1,14, b2 (120 bis 134,5 kg 1,12, c (100 bis 119,5 kg) 1 08, d (80 bis 99 5 kx 1,02, e—f (unter 80 kg) 0,98, gl (fette SpecksaukU 1,14. i (Altschneider) 1,12. g2 (andere Sauen) 102 b (Eber) 1,02 RM. Marktverlauf: gut, alles zu^s 'N VM Rio >1 J« ptu W $ >1 3 ■;::= h Corso Magenta, einem Abschnitt Der herrlichen Dil- lenstraße, die stch in vielen Windungen über Der amphitheatralisch aufsteigenden Altstadt hinzieht. Am frühen Nachmittag macht er sich zu einem Besuch auf, und zwar allein. Da Viktor sich einmal gehörig ausruhen will. Am raschesten und bequemsten würde er hinaufgelangen, wenn er Die Drahtseilbahn benutzen würde, die unmittelbar auf dem Corso Magenta mündet. Ader er fühlt sich noch zu unsicher in dem labyrinthischen Gewirr von Gassen und Gäßchen und möchte es vermeiden, irgendeinen Eingeborenen um Auskunft fragen zu müssen. Er nimmt also einen Wagen und fährt auf einem großen Umweg hinauf. Er trifft seine Tante allein. Sie kennt ihn natürlich schon von früher, doch hat sie ihn seit zehn Jahren nrcht mehr gesehen, und inzwischen hat er sich von einem stimmbrüchigen Gymnasiasten zu einem immerhin beachtlichen und nicht zu übersehenden Mann entwickelt. Sein weißblonder Schopf und seine Zwinkeraugen verraten ihn ihr sehr rasch. „Jürk, mein Junge!" Sie schließt ihn in die Arme, küßt ihn und ist bewegt. Maria Ansaldi ist eine außerordentlich hübsche Frau mit dunklem Haar unb den Hellen Augen ihren nordischen Heimat. Zwei Stämme scheinen sich in ihr vermählt ZU haben, man kann sie so gut für eine Deutsche wie für eine Italienerin halten, was ihr in der augenblicklichen Kriegslage zustatten kommt. Sie war noch sehr jung, als sie bei einem Festbankett der Hamburger Handelsreeder im Jahre 1908 An- Dreas Ansaldi rennenlernte und ihn bald darauf heiratete. Sie bestellt gleich Tee, Kuchen und Sandwichs für chren Neffen. Sotterbeck wird es bei Der herzlichen Begrüßung ganz warm ums Herz. Die erste Frau seit Jahren! Und Die erste Frau, Die deutsch mit ihm spricht. Sein havariertes Selbst, vertrauen bekommt wieder einen starken Auftrieb. !TOaria Ansaldi sagt, daß sie um die Flucht natürlich schon wisse und ihn und seinen Freund tag. täglich erwartet habe. Wo er Denn seinen Freund habe, fragt sie. --Er ist unten geblieben. Wir haben uns da in einem ziemlich verbotenen Seemannsheim einquar- tiert." „Aber ihr hättet doch bei uns ..." Er fällt ihr gleich ins Wort: „Herzlichen Dank, s s ffj Ä HF Die Weihnachtszuwendungen 1940 sind bei Zahlung in Der Zett vom 25.11. bis 24.12. 1940 nach einem Erlaß Des Reichsfinanzministers vom 24.11.1940 (RStBl. S. 969) vom Kriegszuschlag befreit, soweit sie im Einzelfall Den vor dem 1.11.1940 zuletzt gezahlten Monatslohn bzw. vierfachen Wochenlohn nicht übersteigen. Bei Weihnachtsgeschenken an die zur Wehrmacht ober zu ähnlichen Dienstleistungen einberufenen Arbeitnehmer ist Der vor Der Einberufung zuletzt gezahlte Monatslohn dzw. vierfache Wochenlohn für Die Be. freiung maßgebend. Soweit die Weihnachtsgeschenke Darüber hinausgehen, unterliegen sie Dem Kriegs- Zuschlag nach den allgemeinen Bestimmungen. Die vorjährigen besonderen Erleichterungen für Die Berechnung des Kriegszuschlages bei Weihnachtszuwendungen sind aufgehoben. Die Deihnachlszmvendungen 1940 In fozlalversicheruagsrechllicher Hinsicht. Die Weihnachtszuwendungen werden wie bisher einheitlich bei der Kranken-, Arbeitslosen-, Angestellten ■ und Invalidenversicherung behandelt. Die Zuwendungen sind Dem beitragspflichtigen Entgelt (Monatsgehalt, Wochenlohn) in Dem Zeitabschnitt zuzurechnen, in Dem sie gewährt werden, sofern sie in einem schriftlichen Arbeitsvertrage oder in Der Tarif-, Betriebs- ober Dienstordnung festgelegt sind. Befreit sind sie. wenn es sich um freiwillig ober gewohnheitsmäßig oder auf Grund bloß mündlicher Zusage gewährte Weihnachtszuwendunaen handelt, die in der Zeit vom 25.11. bis 24.12. erfolgen, soweit sie das Gehalt ober den Lohn für einen Monat nicht übersteigen; über dielen Freibetrag hinaus sind auch sie beitragspflichtig. Für die Frage, ob die versickerungsfreie Grenze von 7200 RM. bei Der Angestellten unb Arbeitslosenversicherung, von 3600 RM. bei ber Krankenversicherung überfliegen ist 'ft maßgebend, ob ber jährliche Arbeitsverdienst zuzüglich ber Weihnachtszuwendung die Freigrenze übersteigt (Ges. v. 23.12.36 RGBl, k 6.1128). Tante. Aber wir Dürfen auf keinen Fall Aufsehen erregen. Vor allen Dingen wollen wir dir uni deinem Mann unnutze Schwierigketten ersparen. Wir wollen möglichst umgehend hier verschwinden Schon Gienants wegen. Der ist nämlich ziemlich herunter, und ich fürchte, baß er nahe am Zusam- rnenklappen ist. Der Gedanke, bald daheim zu sein, ist das einzige, was ihn noch aufrecht erhäll." Maria Ansaldi fällt etwas ein: „Sag mal. Junge, weißt du, daß deine andern Kameraden, die mit dir in Bastia waren, meine ich, schon seit zwei Monaten in ber Schweiz sind?" „Was ist das?" Solterbeck fällt aus Den Wolken „Helge schrieb es mir als Kuriosum aus Hamburg. Einen Tag nach Deiner Flucht hat man sie, glaub' ich, abtransportiert. Einer deiner Kameraden hat es deinem alten Herrn geschrieben." ,T>h du verfluchte Schweinerel ... Entschuldige nur, Tante, aber ... na also, ich gönne es ihnen ja aus ganzem Herzen, aber dann hätte sich das spanische Schiff wirklich um einen Tag versoäten können. Na,^ Dann gibt es also eine Begrüßung mit Den Brüdern in Der Schweiz. Sag mal, dein Mann wird uns Doch weiterhelfen?" Er sieht sie besorgt an. „Natürlich. Ober zweifelst bu?" »Am, er ist Italiener. Er baut Kanonen gegen uns. Er muß sich ich Acht nehmen. Wer Kriegsgefangenen zur Flucht verhilft ... na ja, du weißt es ja wohl selbst." „Lieder Jürk, ich bin der Ansicht, daß es sogar in einem solch mörderischen Krieg doch noch einige wenige Dinge gibt, bei denen sich das menschlich Moralische von selbst versteht. Uebrigens bist du nicht ttalienischer, sondern französischer Kriegsgefangener." »Immerhin ... Nun, jedenfalls danke ick dir und deinem Mann. Wann kann ich ihn sprechen?" „Er hat natürli^ ständig zu tun. Ich werde ihm telephonieren, daß er sich zum Abendessen für eine Stunde sreimacht. Du bleibst doch bei uns zum Abendessen?" Sotterbeck macht ein unentschlossenes Gesicht. ,Zch muß auf Gienant Rücksicht nehmen, Tante. Jeden- falls muß ich noch einmal hinunterfahren und nach ihm sehen. Zum Abendessen könnte ich wieder hier sein." (Fortsetzung folgt.) „3a, man findet oft gantze Puppen-Häuser, bas ist, wo alles, was bey einer Haushaltung theils zu Pracht und Zierbe, theils zur Nochwendigkett dienlich, aantz zart und sauber im Modell nachgemacht. Woeinnen insonderheit Die Städte Augs- purg und Nürnberg vor andern etwas voraus haben, so daß sie fast die gantze Welt mit dergleichen netten und fleißig gemachten Maaren versehen." Bemerkenswert für Die Gegenwart, Die infolge Der ungeheuren technischen Ansprüche auf wertvollere Rohstoffe ständig bewußter zu neuartigen Werkstoffen greift, ist Die Bemerkung unseres Gewährsmannes aus der Zeit vor 200 Jahren, daß „man auch allerhand Pupvenwerk von Pappenzeuge, so von außen bemahlet und mit einem Firnis bestrichen werden machet. Dergleichen Spiel- fachen pffegen die Kinder insgemein zur heiligen Christbe^cherung zu bekommen". Tatsächlich fand man Lager von altertümlichen Puppen und Soldaten in Nürnberg, die nicht aus Metall ober Holz, sondern aus Ton geformt waren und den Kleinen natürlich ebensoviel Freude machten wie Spielgerät aus dem damals sehr teuren Zinn und dem eben erst als Luxusstoff auffommenben Porzellan. tenften Fallen von Kindern selbst erdacht zu fein, nicht Damit, Puppen für Mädchen und für sondern ist fast immer von Erwachsenen verfaßt! Knaben Soldaten — „männliche Puppen" — her- und den Kleinen beigebracht worden; das geht aus Znstellen, sondern gab ihnen auch Wohnungen, von feiner erzieherischen Tendenz hervor; das Sprüch-! denen wunderhübsche Abblldungen erhalten sind, lein wurde einstudiert, um am Bescherungstage dem Niklas, Runrea;t oder Ehrfftrind als Zeichen von Fleiß und Gehorsam vorgesprochen zu werden und schließt deshalb häufig mit einem Versprechen weiteren Wohlverhallens, wie es beispielsweise diese Strophe tut: Doch davon ahnen Viktor und Solterbeck noch nichts, ebenso wenig wie von Der gesalbten Welt- friebensbufelei Herrn Wilsons, ber ohne Zweifel imter Den sonst dock so tüchtigen und ehrenwerten Juäfern aufgewachsen sein muß. Sie fahren mit röhlichen Gebanken durch das blaue Meer und chwelgen in Heimatseligkeit. Viktor träumt von einem Regiment, von Achselstücken, von Ruhm und Thren — er gibt sich bescheidenerweise mit dem Eisernen Kreuz zwetter Klaffe zufrieden. Und er träumt von Thea. Außerdem wird er seekrank. Gleich nachdem sie Tunis verlassen haben, empört sich das sonst so ge- duckte und gefügige Mittelmeer zu einem kleinen soliden Sturm, der Viktor so übel mitspielt, daß er nicht mehr er selbst zu sein scheint. Auch als der Sturm vorüber ist, will er nicht so recht auf die Beine kommen, und seine Stimmung geht jetzt in weit meni'-r2 hohen Wogen als die des Meeres, das sich inzwischen doch wieder vollständig beruhigt hat. Solterbeck lacht ihn Derb aus: „Hoh, alte Land- kalte! Kannst bu nicht einmal das bißchen Binnen, meer vertragen!?" 3n Wirklichkeit gefällt ihm Viktor gar nicht. Dessen Augen haben einen sonderbar matten Glanz angenommen unb liegen in tiefen Hohlen. Dabei hat Viktor keinen Appetit mehr, immer nur Durst. Den ganzen Tag könnte er trinken bei dieser hölli- schen Hitze. Weder Solterbeck noch Viktor sprechen es aus, aber beide denken dasselbe: Das kann nicht allein die Folge ber Seekrankheit fein. Da muß irgendeine böse Krankheit im Anzug sein Ein Glück nur, daß sie auf ihrer letzten Etappe nach Genua begriffen sind. An Land wird es mit Viktor wieder besser werden. Ein^s Morgens, 2htfang September, läuft die „Guardian" im wetten Hafen der citti superba ein. Für die Flüchtlinge beginnen wieder Die Ge- fahrmomente. Viktor recht sich zusammen. Sein ein- NSG. Nach wochenlanger Arbeit in den Bastel-1 der Svielscharen werden den Beginn Der „Blockade" stunden beim Deutschen Jungvolk und bei den antünoigen. Ausgelegte Sperren Dienen dazu, jeden BDM.- und Iungmädeln sind nun Die Tage Des : an seine Pflichten zu erinnern. Keine Frage, daß Einsatzes in der Oeffentlichkeit gekommen Messer, Die originellen Abzeichen auf schnellstem Wege an Schere, Nadel und Zwirn haben nun ihre Schul- Den Mann gebracht werden! Daneben aber' wird digkeit getan. Das Ergebnis der Mühe ist jetzt noch mancherlei aus dem kläglichen Tun und Trei- ellenchalben in den Ausstellungen zu sehen, und all ben Englands „großer Politiker" zu sehen fein — die schönen Gaben werden in den nächsten Wollten natürlich nicht ohne die notwendigen Groschen! Eingang in die betreuten Familien finden und Dort So wird Die HI. im Gau Hessen-Nassau am Freiche spenden. kommenden Samstag unb Sonntag mit Witz und Die Krönung des vorweihnachtlichen Einsatzes guter Laune den notwendigen Einsatz unserer ist die Reichsstraßensammlung ber HI. am kommen- Volksgenossen zum Kriegswinterhllfswerk 1940/41 den Samstag unb Sonntag unter der Parole, sicherstellen. „Blockadekrieg ber HI.". Fansarenruf und Gesang« --