Donnerstag, 18. Zull 1940 General-Anzeiger für Oberhessen England ohne Ol Mißtrauen und Unsicherheit in England Wo bleiben Englands demokratische Freiheiten? (Scharfe Kritik an den britischen Sondergerichten. Moyale von den Italienern besetzt läge System schwer erschüttert habe. nächsten Dorf und in der nächsten Stadt abgestimmt waren. Von unserer berliner Schriftleitung. Während Churchill in ständigen Unterredun- Zchristleitung und Geschäftsstelle: Stehen, Zchulstrahe 7-9 gen mit dem König diesen für eine Erweiterung seiner Diktaturvollmachten zu gewinnen sucht, mehren sich die Anzeichen in ganz England und nicht zuletzt in den politischen Kreisen Londons, daß man angesichts der allzu schroffen Widersprüche zwischen Churchillschen Lügen und den rauhen Wirklichkeiten von der unruheoollen Besorgnis zu offenem Mißtrauen überzugehen beginnt. Die Oeffentlichkeit wehrt sich u. a. gegen die von Churchill verlangten Sondergerichte, die er nach Belieben in Militärgerichte umwandeln will. Ja, ein so regierungsfrommes Blatt wie „News Chronicle" betont nicht nur, daß das englische Volk unter dem Kriegsrecht keinerlei Einwirkung mehr auf die Regierung habe — das nennt sich „Demokratie"! —, sondern verlangt geradezu einen Schutz dagegen, daß die Regierung gegen die Inter- s geradezu darüber erbittert, daß sich die Regierung nach Kanada in Sicherheit zu bringen ge- le 1 denkt, die Masse des englischen Volkes aber dem Schrecken der deutschen Bombengeschwader ausge- auf zusammen 16 Millionen Tonnen geschätzt, während sie im Jahre 1938 15 Millionen Tonnen betrug, 10,8 Millionen Tonnen iranisches und 4,2 Millionen Tonnen irakisches, über Haifa gehendes Erdöl. Die iranische Regierung liegt, wie der Finanzminister im Parlament von Teheran zu Beginn dieses Monats erklärte, mit der englischen Gesellschaft, der Anglo-Jranian Oil Company, in Stteit, da die Gesellschaft die Ausbeutung der Konzessionen sehr nach- Jedes Dorf, so erzählt ein Augenzeuge, der in Lissabon eintraf, erklärte sich sozusagen selbständig und schuf sich „seine" Spezialabwehr, auf die setzt bleiben soll. Immer tiefer wird die Kluft zwischen der herrschenden Schicht, deren Wortführer Churchill ist, und der englischen Arbeiterschaft, die nicht gewillt ist, die verantwortliche Regierung sich retten zu lassen, während sie selbst mit ihrem Leben für die Fortsetzung des Krieges einstehen soll. Dazu kommt, daß die immer fühlbarer werdenden Einschränkungen der Lebenshaltung durch die außerordentlich hohen Schiffsraumver- l u st e stimmungsmäßig auf das Gros der englischen Bevölkerung derart einwirken, daß man in diesen Kreisen zu Churchills Kriegsoptimismus nicht das geringste Vertrauen mehr hat. Auch der Versuch, die von der englischen Regierung in aller Eile improvisierten Abwehr- plane gegen deutsche Fallschirmjäger in der Praxis durchzuführen, hat die allgemeine Panikstimmung in England noch beträchtlich erhöht und führte zu einem kaum vorstellbaren Durcheinander. In jedem Dorf und in jedem Landstädtchen wurden nach den flehentlichen Rundfunkappellen der Regierung von allerhand wohl- vruck und Verlag: vrühlscheUniverfitatrdruckerei R. Lange erlitten. Matta als Stützpunkt bedeutungslos geworden Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr desVormittagS Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Terttetl 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nackläfse: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Rom, 17. Juli. (DNB.) Ein Sonderberichterstatter der Agenzia Stesani schildert die ständigen Ueberwachungsflüge der italienischen Luftwaffe über der Insel Malta, dem sttategischen Pfeiler Englands im Mittelmeer. Heute könne man von ihr nicht mehr behaupten, daß sie das sei. Diese Ueberwachungsflüge erfolgten nach einem vorher genau seft- aeleaten Plan, um jedwede Reaktton oder Initiative des Gegners unmöglich zu machen. Zwar unterhalte das englische Kommando noch Luftsttettkrafte vom Typ Spitfire und Hurricane auf derInsel, um zu schützen, was von den Anlagen und dem Arsenal dieser Basis noch übriggeblieben sei. Vielleicht feien | sie aber auch nur dort, um darzutun, daß auf der Insel überhaupt noch so etwas wie eine Verteidigung vorhanden sei. Das sei jedoch a l l e s b edeu- t u n q s l o s , wenn man bedenke, daß sich im Ha- fen weder Kriegs- noch andere S-hiN- a u f h a l t e n können, weil sie sonst unmittelbar einander" Neutraler Augenzeugenbericht aus London. Lislaban, 17. Juli. (DNB.) Wie hier be. n „ t .f, n f f. EnalandS den srneg Deutschland sorlzusühren, einen Widerhall in wei- ^n Kreisen des -nglifthen Balkes gefunden nu dem der Premierminister sicherlich nacht gereqn-i hat. Die englischen Arbeiter und mchtelst°ndstch°n Berufe sind nämlich non dieser Absicht Churchill London zerstören zu lassen und dann °ub-r^a^ des zu gehen, nicht nur peinlich berührt, >onoern Auch in militärischer Hinsicht zeigt sich angesichts der schweren Widersprüche, in die sich die Regierung , verwickelt hat, eine zunehmende Unruhe m der englischen Oeffentlichkeit. Nachdem sich schon samt- liche militärischen Pläne, Mitteilungen und Berechnungen der Regierung Churchill als Lugen und be- ' wußte Trugschlüsse herausgestellt haben hat sich die Regierung jetzt auf die Behauptung festgelegt, sie werde im Herbst über 3,5 Millionen Mann verfugen Nun weiß man erstens in England ganz genau, daß für ein solches Massenheer weder Ausrüstung noch Bewaffnung vorhanden ist. Zweitens weiß die Regierung schon letzt nicht, wo sie die in Zeltlagern kampierenden Truppen bei schlechtem Wetter unterb rin gen soll, da die Kasernen nur für das englische mnedensheer aus- reichen. Und drittens: wenn man angeblich uver eine so große und so überlegen gerüstete Armee Derfügt, welchen Sinn soll dann der im -Daily Expreß" erneut erhobene Schrei nach der Massen- verteilung von Handgranaten und gefüllten £ens zinflaschen a n d i e B e v ö l k er un g haben? Wenn diese Forderung mit der Begründung erhoben wird, .damit wir unser Heim und unsere Familien verteidigen können", dann bedeutet das, daß das englische Volk entweder die Versicherungen der Regierung über die Stärke der englischen Wehrmacht für Schwindel hält oder daß sie zu dieser Weh^ macht nach nunmehr zehnmonattgen Erfahrungen keinerlei Zutrauen mehr hat. Das ist die innere Verfassung, in der England m einen Entscheidungskampf hineingeht den es wie ein unfaßbares Unheil herannaheri fühlt. Wie m einer solchen Dolksstimmung die Verschickung der Kinder, der Kapitalien und Rennpferde der Plutokraten nach Uebersee wirken, kann man sich vor- stellen zumal die Bevölkerung langst weiß, daß alle Vorkehrungen für eine Flucht der Schuldigen im gegebenen Augenblick bereits getroffen sind. „Kaum vorstellbares Durch- Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluk 2251 Drahtanschrift-„Anzeiger" Postscheck 11686 Franks M. Lissabon, 27. Juli. (DNB.) Der englische Innenminister Anderson hat das Unterhaus mit einem Gesetz überrascht, daß die Errichtung von zivilen Sondergerichten mit nur einem Richter ohne Geschworene vorsieht. Diese Gerichte sollen in Zeiten großer Gefahr Personen chnellstens aburteilen, die ein Verbrechen militärischer Natur begangen haben. Berufung gibt es nicht. Das Standrecht soll über alle Gebiete verhängt werden, die zur Kriegszon e erklärt werden. Die Einbringung dieses Gesetzes bildet in London die Sensation des Tages und hat im Parlament einen Sturm der Entrüstung eroorgerufen. .... „News Chronicle" richtet an den Innenminister einen offenen Brief. Darin wird darauf hingewiesen, daß Anderson jetzt die fo genannte Meinungsfreiheit völlig aufhebey wolle. Die Zeitung zitiert Falle, in denen „sonst gute Bürger" mit Gefängnis bestraft wurden, weil sie erzähtt hatten, man habe sagen lässig betrieben habe. Die für die Versorgung der englischen Mittelmeerflotte besonders wichtige Pipeline von Mossul nach Haifa ist aber jetzt fyird) die Italiener getroffen worden, so daß den britischen Kriegsschiffen im Mit- teüneer gewissermaßen der Betriebsstoff auszugehen droht. Hinzu kommt nämlich noch, daß Rumänien den englischen Gesellschaften bzw. deren In- genieueren unmöglich gemacht hat, die rumänische Erdölproduktion mit den beliebten englischen Schmutz- unb Sabotagemitteln zu stören. Die rumänische Erdölproduktion betrug in den letzten Jahren durchweg 5,5 Millionen Tonnen, von denen ein großer Teil nach England ging. Jetzt sind Deutschland und Italien die Abnehmer des rumänischen Erdöls, das Mittelmeer ist für den Verkehr britischer Handelsund Tankdampfer verschlossen. Alle Bemühungen der Briten, die Gefahr für ihre Kriegsflotte, kein Del mehr zu haben, zu bannen, sind vergeblich gewesen. Die britischen und norwegischen Tanker, die bisher das Oel von rumänischen und palästinensischen Häsen durch das Mittelmeer nach England brachten, sind versenkt oder müssen den weiten Umweg um das Kap der Guten Hoffnung machen. Hebet Schottland kommen von der westlichen Halbkugel nur noch geringe Mengen, uni) im Kanal liegen deutsche U-Boote auf der Lauer. Zudem hat unsere Lust- waffe durch die Bombardements der großen Tankanlagen an der Themse und anderen Plätzen auch noch große englische Vorräte vernichtet! Für England ist aber die Versorgung mit Oel mindestens ebenso wichttg wie die mit Lebensmitteln. Das Gefüge des britischen Weltreiches wird nur durch feine Flotte zusammengehalten. Die Flotte ! hatte sich immer mehr' dem Delantrieb verschrieben. Im Jahre 1914 wurden nur 3,10 v. H. der Welttonnage mit Oel betrieben, 1939 waren es bereits 54 v. H., vor allem die englische Kriegsflotte ist restlos auf Oel umgestellt worden. Infolgedessen nahm die englische Oeleinsuhr geradezu sprunghaft zu. Sie belief sich schon 1938 auf 13 Mill. Tonnen, um mcht essen der Nation handelt! Wir verzeichnen an weiteren Merkmalen eines \ tief erregten Mißtrauens die Tatsache, daß nach . übereinstimmenden ausländischen Berichten niemand । mehr in England an irgendwelche Sicherheit ! gegen deutsche Luftangriffe glaubt. Aber damit nicht genug! In einem der Regierung so nahestehenden Blatt wie der „Times" ist wörtlich zu lesen: „Ein Glaube, daß die englische Luftwaffe jemals mehr leisten könne, als die umfangreichen strategischen Ideen Hitlers zu stören oder zu behindern, wäre Wahnsinn." Mit dieser Feststellung hat das regierungsoffiziöse Blatt sämtliche amtlichen Behauptungen über den Wert der englischen Luftwaffe geradezu als Lügen bloßgestellt. Aus der allgemeinen Skepsis gegen die Regierung aber schält sich noch ein besonderes Mißtrauen gegen Churchill selbst heraus, wenn ebenfalls die „Times verlangt, daß die Macht auf eine „repräsentative Behörde" übertragen werde, anstatt daß soundso viele Behörden ständig gegeneinander arbeiten. Diese Forderung unterstützt also in nachdrücklicher und für Churchill nicht gerade schmeichelhafter Form das Verlangen, daß zum mindesten die militärische Gewalt in einer einzigen autoritativen Hand vereinigt werden müsse. Es hat das Urteil über Churchills politische Fähigkeiten nicht gerade verbessert, daß dieser die Uebertragung aller militärischen Vollmachten auf einen führenden Militär mit allen Mitteln hintertrieben hat. Er hat es vorläufig erreicht, daß auch die Person des Generalstabschess I r o n s i d e , der in diesem Zusammenhang tagelang genannt wurde, überhaupt nicht mehr erwähnt wird. Dazu kommt ferner die Tatsache, daß man sich in manchen politischen Kreisen Englands darüber klar geworden ist, welch einen schweren Schlag Churchill dem englischen Ansehen in der Welt durch das feige Piratenstück von Oran und durch die anderen Ueberfälle auf französische Flotteneinheiten zugefügt hat. In ausländischen Meldungen aus London wird bereits versichert, daß Mitglieder des Parlamentes, und zwar Dertteter beider Häuser, sichim dieser Angelegenheit direkt an den König gewandt ^Lines^unserer U-Boote ist nicht zu seinem Ausgangspunkt zurückgekehrt. Die Bedeutung der itattenifchen Erfolge in Ostafrika. Rom, 17. Juli. (Europapreß.) Die Besetzung des in Richtung aus Dolo vorspringenden ZiP- iels der englischen Kolonie Kenia, die im italienischen ch-eresblricht vom 16. Juli gemeldet wurde, döi wie di- römische Presse betont, eine Bedeutung, fM M-r ^e dadurch erzielte Verkürzun g der äthiopischen Grenze um 300 Kilometer hinausgeht. Sie sei, so schreibt „Tribuna , ein Beweis dafür, daß die Initiative der Operationen an den Grenzen dieser englischen Kolonie in den Händen der Italiener liege. Nach den Prophezeiungen gewisser unbekum«- hören, daß innerhalb von zwei Monaten die Hakenkreuzfahne über dem Parlament wehen würde. „Wenn es", so heißt es in dem offenen Bries, ,/ein Verbrechen ist, solche Spekulationen zu machen, dann müsse man augenblick-| lich die Hälfte der Militärgerichte, die meisten Redakteure und ohne Zweifel auch viele Parlamentsmitglieder ins Gefängnis stecken. Wir bitten, darauf Hinweisen zu dürfen, daß Sie nicht mehr in Bengalen sind. (Anderson war früher Gouverneur der indischen Provinz Bengalen.) Das englische Volk wird sich nicht in eine Unterdrückung schicken. Auch die „schweigenden Spalten" (Zensurlücken) werden nicht dazu beitragen, den Geist des Volkes zu heben. Wenn drastische Maßnahmen ergriffen werden, fragen die Engländer nach dem Grund und sind verwundert, wenn Sie selbst verzagt und verzweifelt sind. Wir wünschen nicht, wie geistlose Tiere behandelt zu werden." d°m B°mbard-m-n?d-r ܰ en chen Luftwaffe zum D-r deutsch- Ingenieur Hermann Pohlmann Ov7«r ^l°n Daraus g-h- eti&utig hervor, daß (Mitte) fchuf bei den Junkers-Werken den well- die italienische Luftwaffe dos englische strategische berühmten Stuka, dessen Einsatz IN stärkstem Maße System sch w - r - r schütter t habe. zur Vernichtung d°^ndestzr.e und fuhren w,rd. 1Y0. Jahrgang Nr. 168 AW • 9 1,0 Eichener Anzeiger Das zynische Wort des alten Clemenceau aus bent Weltkrieg, jeder Tropfen Erdöl fei einen Tropfen Blut wert, ist von den Italienern damit beantwortet worden, daß sie Englands Petroleumhafen in Palästina, Haifa, mit schweren Bomben aus der Luft belegt und die Erdöllager in Brand geworfen haben. Im Hafen von Haifa endet die Pipeline, die - • o u i das Oel in langen Leitungen durch die syrischen man selbstverständlich unend ich stolz war. Unter » Mossulgebiet, nach Westen der Führung des Ortsge,stl,ch°n wurden überall M^ 'Petro^m^ks von Haifa sind also ein b.,C droa .an befonöere empfindlicher Punkt des britischen Wirt. Aeit des Krimkrieges erinnern, I°w>e allerlei myste- ' pers Die nahöstlichen Erdölländer, Iran rios aus,-hende Einrichtungen geschaffen dieals U / । g eine w wesentliche Tankfallen bezeichnet wurden. In militärischen Krei- Vorjahre wurde deren Produktion fen steht man diesem Freiwilligenrummel einiger-- - u' — *-------- maßen fassungslos gegenüber. Jnspektionsoffiziere schlugen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie die oft völlig dilettantisch angelegten lokalen Verteidigungswerke besichtigten. Weiter berichtet der Augenzeuge: „Es ist einfach unfaßbar, mit welcher Ahnungslosigkeit ttotz allem, was in den letzten Wochen und Monaten auf den Schlachtfeldern Belgiens und Frankreichs geschah, die Zivilbevölkerung Englands sich auf eine „Abwehr" moderner Kampfgruppen einrichtet. Die Erklärung liegt wohl in der für einen Ausländer oft unglaubwürdigen militärischen Ahnungslosigkeit des einzelnen Engländers, eine Folge des dort seit Jahrhunderten bestehenden Söldnersystems. Die kurze Episode der allgemeinen Rom. 17.3utt. (DNB.) Der italienische Wehr- i Machtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: i Lines unserer U-Boote hat im östlichen Mit- telmeer ein großes Tankschiff versenkt. Bei einem Luftkampf unserer Jagdflugzeuge über : der Insel Malta sind zwei feindliche Flugzeuge a b g e s ch o f s e n worden. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Der Hafen von Alexandrien (Aegypten) ist von neuem und wirksam mit Bomben belegt worden. In Nordafrika hat unsere Luftwaffe mit klar erkennbaren Ergebnissen die Flughäfen und Schuppen von Marsa-Matruh und S xo\ Bartan bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Lin vom Feind versuchter starker Angriff gegen unsere Stellungen nördlich der befestigten Anlagen van L a p u z z o unter Einsatz van etwa 50 Panzerwagen, die mit künstlichem Nebel arbeiteten, ist van unseren Truppen kühn abgeschlagen worden. Feindliche Flugzeuge haben auf den Hafen von Tobruk von neuem Nachtangriffe unternommen, ohne irgendeinen Schaden anzu- "«Jn" Ostafrika haben unsere Lingeborenen- Truppen G h ez z an , in der Gegend von K or- m u k, beseht, wobei Waffen und eine englische Fahne erbeutet wurden. Die Bevölkerung Hal begeistert unsere Herrschaft anerkannt 3n ftenia in im Zuge der im gestrigen Wehrmachtsbencht bezeichneten Operationen in der Sone von Moyale die englische Stadt Moya le beseht worden. Feindliche Luftangriffe ausAgordat, Asmara und Assab haben nur ganz leichten Schaden angerichtet. Lin feindliches Flugzeug wurde meinenden Amateuren sogenannte „Derteidi- Wehrpflicht im Weltkrieg hat hieran überraschend gungsorgasationen" geschaffen, die in kei- wenig geändert. ner Weife auf die gleichartigen Organisationen im I merter Strategen habe Jtalienisch-Ostafrika von -xx dem unwiderstehlichen Vormarsch der in Kenia und (ypF IQphrniflmfÄnPf|mt im Sudan angesammelten Truppen des brittschen x 7 Imperiums als ein leichter Bissen verschlungen wer- hHtn JKlttiDDtlk den sollen, während die unbesiegliche englische Flotte vvm <1111 WVUJ* dafür hätte sorgen sollen, daß diese Mahlzeit in aller Berlin, 17. Juli. (DNB.) Das Oberkommando Ruhe eingenommen werden könnte. Es sehe gar k ujebrrnadit gibt bekannt: mcht so aus, als ob die Dinge sich in dieser vorge- T^igkeit der Luftwaffe war infolge der Ä Än'Ä «W" W°»°r,°g° nur gering. W W Engländern "d^ ?W ^g^?n s^J^n n A^A /t h i o"- Hafenanlagen !on Thur so an und setzten eia piens verlegt worden. Die italienischen Erfolge Handelsschiff durch Bomben in Brand. An der Sudan der Nordwest- und der Südgrenze von Jtalie-kpjhe oon $Capa Flow wurde ein britisches nisch-Ostafrika seien durch die im Heeresbericht er- Xruppenlager erfolgreich mit Bomben belegt, wähnte Einnahme von Ghezzan u P" Teinblithe Einflüge nach Deutschland fanden nicht Moyale erweitert worden. Ghezzan, das fünf Kilometer jenseits der Sudan-Grenze liege, be-- iian- herrsche die Straße, die auf dem linken Ufer des q Konstrukteur de6 Stuka. Blauen Nils entlangführe. Moyale an der Kenia-1 Grenze fei von den Engländern mit Rücksicht auf seine strategisch wichtige Lage so stark befestigt worden, daß man es für uneinnehmbar gehalten habe. Das Fort sei von einer Abteilung der besten englischen Kolonialtruppen, der King African Ristes verteidigt worden. — „Giornale d Italia schreibt, die Engländer hätten an den Grenzen des Sudans und oon Kenia eine beachtenswerte Nieder- weniger als 7 Mill. Tonnen mehr als 1937! Alle Gewaltmittel Churchills, z. B die Annexion der holländischen Insel Cura^ao mit ihren riesigen Raffinerien, können die Tatsache nicht verbergen, daß England in Bälde auf dem Trockenen sitzen wird. Diese Gefahr ist von englischen Fachleuten sehr wohl erkannt worden. Wenn Lord Curzon behauptete, eine Woge von Oel habe die Alliierten im Weltkriege zum Siege getragen, so muß England jetzt damit rechnen, daß diese Woge und damit der Sieg ausbleibt. England ist nämlich wie am 27. Juli 1939 Lord Ailwyn im Oberhaus sagte, mit 90 o. 5). der Oeleinfuhr von dem guten Mllen des Auslandes abhängig, und Admiral Sir Herbert Richmond hat bereits 1937 zu geb en müssen, es sei sehr gewagt gewesen, die englische Flotte so weitgehend von fremdem Oel abhängig zu machen. Rund 40 v. H. des britischen Oels kamen aus Mittel- und Südamerika, 17 v. H. aus den USA., der Rest von 43 v. H. aus Borderasien und dem Mittelmeer. Sämtliche Tankschiffe der Welt müßten, um den durch den Krieg gesteigerten englischen Derbrauch zu befriedigen, jährlich drei Reisen über die Ozeane machen. Aber sie können es nicht. Die Luft- und U- Bootwasfe der Achsenmächte versenkt sie, die Versorgung mit vorderasiatischem Erdöl fällt für England aus,, in England selbst werden die Vorräte von deutschen Stukas in Brand gesetzt, amerikanisches Erdöl kommt nur in verschwindenden Mengen in England an. Das blockierte Albion sieht also nicht nur seine Lebensmittelzufuhren, sondern auch das Oel, die Grundlage seiner Weltherrschaft, hoffnungslos dcchinschwinden. E. S. Friede in Südosteuropa auf der Grundlage einer gerechten Regelung. B u d a p e st, 17. Juli. (DNB.) Außenminister Graf Csaky beschäftigte sich vor den außenpolitischen Ausschüssen des Parlaments mit seiner letzten M ü n ch e n e r R e i s e. Er unterstrich das dringende Erfordernis, den Frieden und die Ruhe in Süüosteuropa aufrechtzuerhalten. Vorbedingung fei allerdings, daß in absehbarer Zeit die Grundlagen einer gere chten Regelung der noch offenen südosteuropäischen Probleme gefunden werden. Unsere Freunde, so erklärte Csaky weiter, stimmen in dieser Grundauffassung mit der ungarischen Regierung überein. Ungarn habe nicht die Absicht, irgendjemanden unheilbare Wunden zu schlagen; es wünsche lediglich auf Grund einer vernünftigen Vereinbarung verläßliche Freunde und nicht Feinde zu Nachbarn zu haben. Ungarn sei entschlossen, seine politischen Zielsetzungen zu verwirklichen m Uebereinstimmung mit jenen Mächten, die der ungarischen Sache bereits so ost um Meilensteine vor- wärtsgeholfen hätten. 'Ä as deutsche Eisenbahnpioniere in Norwegen leisten. Oslo, 17. Juli. (Europapreß.) Am 7. Juli hat der deutsche Befehlshaber in Norwegen, General der Infanterie v. F a l k e n h o r st, die Eisenbahnstrecke Grong—Mosjöen für den öffentlichen Verkehr f r e i g e g e b e n. Mtt der Eröffnung dieser Eisenbahnstrecke ist ein Plan, an dem der norwegische Staat viele Jahre gearbeitet hat, verwirklicht worden. Das ist in erster Linie das Verdienst der deutschen Eisenbahnpioniere, die in unermüdlichem Einsatz das Werk vollendeten. Die Strecke bis nach Mossöen sollte nach den norwegischen Plänen erst 1941 fertig werden. Es fehlte noch eine Strecke von mehr als 23 Kilometer von der Namsen-Brücke nordwärts, 5 Kilometer Unterbau, Dammanlagen und Felsensprengungen. Von den vor dem Krieg fertiggestellten Bauten waren zwei große Brücken wieder gesprengt und in fünf Tunnels waren Sprengversuche gemacht worden. Diese Mängel wurden zunächst von deutschen Eisenbahnpionieren ausgebessert. Die deutschen Eisenbahnpioniere ermöglichten schon jetzt die Freigabe sämtlicher Eisenbahnstrecken mit einer Gesamtlänge von 4038 Kilometer für den normalen Betrieb (abgesehen von einer Nebenstrecke von Ski nach Sarpsborg über 81 Kilometer). Dabei wurden sechzig größere Brücken mit einer Gesamtlänge von 3095 Metern wiederaufgebaut. Die Eifenbahnpioniere begannen Ende Mai mit dem Weiterbau der Norrlandbahn, der Errichtung der Namsenbrücke und der Ausbesserung von gesprengten Brücken und Tunnels. Van den norwegischen Staatsbahnen wurden ihnen Hilfskräfte zugeteilt. Außerdem wurde die Truppe von dem Reichsarbeitsdienst unterstützt. Es waren 1500 Zivilarbeiter eingesetzt, die von der deutschen Wehrmacht verpflegt und untergebracht wurden. In Tag- und Nachtarbeit gelang es in der außerordentlich kurzen Zeit von 4 Wochen, die Strecke bis Mosjöen fahrbereit zu machen. Außerdem wurden Seitengeleise, Rampen und Wasserstationen angelegt. Die Brücken über den Namsen, die die Staatsbahnen in Eisenkonstruktionen geplant hatten, mußte als Notbrücke gebaut werden, da das notwendige Stahlmaterial im Laufe einer so kurzen Zeit nicht herbeigeschafft werden konnte. Der Bau dieser Brücke war ein Wetttennen mit der Flut, die den Namsen in einen reißenden Gebirgsfluß verwandelt hatte. Leider forderte der Brückenbau auch ein Opfer. Ein Eisenbahnpionier stürzte beim Bau der Brücke in das Wasser und wurde von der Flut mitgerissen. Zur Erinnerung an ihn bekam das große Bauwerk den Namen „Pionier- Franz-Berger-Brücke". Der Betrieb der 186 Kilometer langen Strecke Grona — Mosjöen/der bisher den deutschen Eisenbahnpionieren unterstellt war, wird nun — wie auch auf anderen Strecken — von den norwegischen Staatsbahnen übernommen. Man nimmt an, daß die Eisenbahn noch in diesem Jahre b i s Elsfjord weitergeführt wird. Die eisenbahntechnischen Vorarbeiten für den Ausbau b i s nach Bodö werden fortgesetzt. Sieben norwegische Mischer für Hilfeleistung für die Mannschaft des „Blücher- belohnt. Oslo, 17. Juli. (Europapreß.) In Solsviken bei Drobak am Oslofjord wurden dieser Tage sieben Fischern Ehrengaben als Belohnung überreicht, weil sie an den Rettungsarbeiten beim Untergang des deutschen Kreuzers „B l ü ch e r" am 9. April bei Drobak teilgenommen hatten. Die sieben waren Fischer Johan Jversen, seine fünf Söhne und ihr Nachbar, Fischer Eugen Kristiansen. Den Rettern wurden durch den deutschen Oberleutnant Kühn Uhren überreicht, Johan Jversen bekam außerdem einen Geldbetrag. Ferner haben die Fischer 60 Liter Benzin im Monat für ihre Boote zugeteilt bekommen. Oberleutnant Kühn hob hervor, daß er selbst Offizier auf dem stolzen Kreuzer „Blücher" war, als dieser unterging, und es ihm deswegen eine besondere Freude sei, den Dank der deutschen Kriegsmarine überbringen zu dürfen. Äser Kamps sichert die Zukunst des Reiches. Gauleiter Sprenger spricht auf einem Betriebsappell in Höchst. NSG. Auf einem Betriebsappel in Höchst konnte Gauleiter Sprenger dem Schachtmeister Paul G o 11 b e r g für sein besonders mutiges Verhallen beim Bunkerbau im Feuer des Feindes das ihm verliehene Eiserne Kreuz II. Klasse überreichen. Sichtbar kam durch diese Ehrung die enge Verbundenheit von Front und Heimat zum Ausdruck. Der Gauleiter kennzeichnete dann den uns aufgezwungenen Kampf als das Ringen eines jungen, praktischen Sozialismus gegen die Geldsackherrschaft der Plutokraten. Man glaubte bei den Plutokratten, daß die politische Arbeit des Führers wohl ein System gewechselt, grundlegend jedoch nichts geändert habe. Daß der Nattonalsozialismus in Wahrheit eine Revolution des deutschen Menschen in all seinen Lebensbezirken bewirkte, wollten sie nicht glauben. Plötzlich mußten sie nun erfahren, daß ihnen doch ein von Grund auf anderes Deutschland gegenübersteht als einst. Ein Deutschland, in dem mit dem Lebenswillen der Wehrwille geweckt war, ein Volk, das erkannt hatte, daß ein Leben auf der Grundlage des Mitleids Knechtschaft bedeutete, die Freiheit aber allein durch die Kraft und Stärke des Reiches gesichert ist. Dieses Deutschland, so mußten sie ober nun zu spät erkennen, besaß wahrhaftig eine aus die national- sozialisttsche Idee eingeschworene Bevölkerung, besaß die besten Waffen und den genialsten Führer aller Zeiten. Es war nur selbstverständlich, so führte der Gauleiter weiter aus, daß eine solche Nation, zum Kampfe herausgefordert, nicht mit einem vermotteten, von unseren Feinden als klastisch bezeichneten und erwarteten strategischen Stil auf den Plan trat. Der Stil ihrer Strategie war im Gegenteil so revolutionär wie die Volk und Staat tragende Idee. Schon 1933 habe der Führer eine eigentlich bekannte und doch zu wenig beachtete Situation der Welt besonders betont nahegebracht, als er anläßlich der Automobil-Ausstellung erklärte: „Wir leben im Zeitalter,des Motors". Diese Erkenntnis, aus der der Führer schon im Kampfe um die Macht feinen praktischen Nutzen zog, sei die Grundlage des klassischen strategischen Stils unserer Zeit geworden, mit dem der Führer in operativer Hinsicht den Kampf geschlagen und gewonnen habe. Noch einmal betonte der Gauleiter dann den totalen Charakter des Krieges. Bei uns weiß der letzte Volksgenosse, daß sein Arbeitseinsatz nicht der Profitgier einer Herrschaftsclique, sondern der Freiheit unseres Volkes und damit feinem persönlichen Schicksal dient. Mit diesem Wissen, so schloß der Gauleiter seine mit begeisterter Zustimmung aufgenommene Rede, stehen wir nun vor dem Endkampf gegen England. Der Ausgang dieses Ringens ist niemandem zweifelhaft. An feinem Ende wird die Zukunft des Reiches gesichert fein und damit eine Neuordnung Europas, die den Völkern der Welt ein friedvolles Zusammenleben gewährleistet, Wirklichkeit werden. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 17. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz zum Eifernen Kreuz verliehen: General der Kavallerie Freiherr von Weichs, Generalleutnant Böhme, Generalleutnant Cranz, Oberleutnant Buchterkirch, Generalleutnant Endres, Generalleutnant Schaal, Oberst Schwalbe, Major Böhmer, Rittmeister Niemack, Hauptmann Freiherr v. Wolff, Oberleutnant Freiherr von Ketelhodt, Oberleutnant (Tt re n er, Leutnant Naue, Oberfeldwebel Gebauer. ♦ General der Kavallerie Maximilian F r h. von W e i ch s hat sich schon im Polenfeldzug ausgezeichnet. Während der Schlacht in Frankreich war es sein persönlicher Verdienst, daß es der von ihm befehligten Armee gelang, den an der Aisne zur Verteidigung eingerichteten Feind in zweitägiger Schlacht zu werfen, die gegnerischen Stellungen zu durchbrech^ und die feindlichen Streitkräfte in anschlie- ß'Uder rastloser Verfolgung völlig zu zerschlagen, = Generalleutnant Böhme hat durch persönlichen, vorbildlichen Einsatz und durch tapfere und energische Führung seiner Division entscheidend den Uebergana über die Maas beiderseits Gioet und den Durchbruch durch die Maginotlinie westlich Chimay beeinflußt. Er Hot ferner, vorübergehend mit der Führung eines Armeekorps beauftragt, die Erkundungen seiner Divisionen für den Marneübergang beiderseits Dor» mans unter feindlichem Feuer derart durchgeführt, daß der entscheidende Durchbruch stärkerer Kräfte über den Flußabschnitt gelang. — Generalleutnant Kran* hat an der Einnahme Dünkirchens entscheidenden Ateil genommen. Generalleutnant Cranz setzte sich beim Angriff on die Spitze eines Jnfante- riebataiUons. Sein persönlicher Einsatz in Verbindung mit klarer, zweckmäßiger Führung hat zu dem entscheidenden Sieg bei Dünkirchen über einen weit überlegenen und sich zäh verteidigenden Gegner geführt und allein im Bereich der Division neben unübersehbarer Beute etwa 50 000 Gefangene erbracht. — Oberleutnant Buchterkirch hat durch sein tapferes, schneidiges Verhalten allein mit seinem Kampfwagen, der spater durch Volltreffer aus» itenntfc jechs jeindlichtz Panzer süßer.Gefecht ge- Oie ersten Saarländer wieder daheim. Ankunft im unversehrten Merzig.— Geschmückte Straßen und aufgeräumte Wohnungen. Merzig, 16. Juli. (PK. DNB.) Merzig, das ieben Kilometer von der bisherigen deutsch-franzö- ischen Grenze gelegene Städtchen des Saarlandes, ist mehrfach im OKW.-Bericht als der Ausgangspunkt erfolgreicher Späh- und Stohtruppunternehmungen erwähnt worden. Es lag bis zum allgemeinen Vormarsch auf der Rhein- und Saarfront mitten im Operationsgebiet. Von hier aus hat — was man heute mitteilen darf — am Heiligen Abend Generaloberst von Brauchitfch feine die Siegeszuversicht stärkende Ansprache an die Frontsoldaten des Heeres gehalten, hier hat er Weihnachten im Kreise einer Maschinengewehrkompanie verlebt. Auch R u - dolfHeß ist, als er im Mqi die kämpfende Truppe besuchte, in Merzig gewesen. Zehn lange, bange Monate von den ersten Septembertagen bis zum Ende im Westen hat diese Stadt, wie auch Saarbrücken und viele andere Städte und Dörfer des Saargaues, kein Kinderlachen und keine Frauenstimme mehr gehört. Sie war zur Kaserne, oder wenn man es so sagen will, 3 um Schützengraben geworden. In die Häuser und Wohnungen waren Soldaten eingezogen, erst nur zum Schutz der Grenze, dann immer mehr zur Bereitstellung für den entscheidenden Angriff auf den drohenden Feind. Nur die Angehörigen der Kreisleitung und der Stadtverwaltung haben unter den Soldaten, Arbeitsmännern und Frontarbeitern ausgehartt, um für alle sorgenden Anfragen der Einwohner, die vor allem in Mitteldeutschland und im Harzgebiet untergebracht waren, immer da zu fein und um schließlich die Rückkehr vorzubereiten. Die ersten Transporte der Heimkehrer aus Merzig und den umliegenden Dörfern sind wieder nach Haufe gekommen, in eine unversehrte und gepflegte Stadt, in festliche, zum Willkommen geschmückte Sttaßen, in aufgeräumte Wohnungen — in buchstäblichem Sinne —, in gemachte Bet- t e n. Für alles hat die Partei, die NSV. und Frauenschaft gesorgt. Und während auf dem Bahn- Hof ein in frischem Grün geschmückter Zug nach dem anderen einläuft, die Militärmusik spielt, Politische Leiter und NSV.-Schwestern die Heimgekommenen in ihre Wohnungen oder zur Verpflegungsstelle in einen wunderschönen Park geleiten, denken wir an das namenlose Leid der französischen Flüchtlinge und endlose Kolonnen müder und abgehärmter, schwer bepackter Menschen auf den Landstraßen. Solch niederschmetternde Erlebnisse find der deutschen Grenzbevölkerung erspart geblieben, ünd die Saarländer wissen es dem Führer zu danken. Wie wohl kaum ein zweiter Dolkssbamm hängen diese Bauern und Arbeiter, von denen fast jeder sein eigenes Häuschen hat, mit zäher Liebe an der Heimat. Es ist ihnen schwer gefallen, sich in der Fremde einzuleben. Um so glücklicher sind sie nun lieber daheim zu sein. Wo ihnen Schäden und Nachteile entstanden sind, werden sie nach dem Befehl des Führers ausgeglichen. Gewiß, zehn Monate muita- rischer Einquartierung sind an den Wohnungen auch bei der größten Rücksichtnahme der Soldaten nicht immer spurlos vorübergegangen. Aber auf ihrem Tisch finden die Heimkehrenden neben Blumenstrauß und der Begrüßung des Kreisleiters und Landrates einen Fragebogen, in dem sie fofort aufzeichnen sollen, was an Schäden vorhanden ist. So wie die Rückgeführten während der vergange- nen zehn Monate in den Bergungsgebieten keine hilf- und rastlosen Flüchtlinge waren wie die Eva- tuierten aus Elsaß-Lothringen und Frankreich, |o werden sie auch jetzt, da die Heimat sich ihnen wieder öffnet, wirklich geführt und betreut. Schon zehn Minuten nach Ankunft des Zuges haben die kleinen Kinder ihre Flasche, die größeren ihre Buttersemmel und Milchtasse und die Erwachsenen ihr reichliches Frühstück. Die Männer wissen schon heute, wo sie wieder ihre Arbeit finden. Nun sehen sich alle die Freunde und Bekannte, die inzwischen über weite Gebiete verstreut waren, wieder. Aus insgesamt 21 verschiedenen Gauen sind sie zurückgekommen. Was gibt es da alles zu erzählen! Wiedersehen sfr eude und Dankbarkeit, aber auch mancher glücklich überstandene Kummer werden laut. Vieles hat sich in den Familien geändert. Dieser oder jener ist in der Fremde gestorben; aber glücklicherweise ist es viel häufiger, daß ein junges Ehepaar mit dem ersten Kindchen wiedergekommen ist, oder zu sechs Kindern ist noch das siebente gekommen. Der Zehnjährige ist inzwischen Pimpf geworden und trägt auf dem Aermel seiner Bluse das Abzeichen Nieder- suchens. Aufgeregt sucht er unter der Menge nach seinen alten Schulkameraden. Inzwischen erwacht die Stadt zu neuem Leben. Ein Geschäft nach dem anderen wird von fleißigen Händen sauber gemacht und öffnet wieder. In den Gasthäusern gibt es schon wieder zu essen, und, wie konnte es in diesen Stunden der Freude in einer Weingegend auch anders fein, auch etwas Gutes zu ttinken. Nun ist alles über ft a üben, nun find wir wieder daheim. Diese frohe Stimmung beherrscht alle. Sie findet ihren Ausdruck in der Zustimmung, die Gauleiter Bürckel zugerufen wird, als er die ersten Heimkehrer bearüßt, ihnen den Dank des Führers ausspricht und ihren Dank an den siegreichen Feldherrn und Schützer der Heimat Adolf Hitler in begeisterten Worten zusammenfaßt. Henkel. setzt und mit seinem Zuge insgesamt 18 feindliche Kampfwagen vernichtet. Generalleutnant Endres hat mit einem hohen Maß von Angriffsgeist und Entschlußfreudigkeit und mit größtem Berantwortungsbewußtsein in teilweise selbst geführten Vorstößen entscheidend zu der Waffenniederlegung eines Teiles der französischen Armee beigetragen. — Generalleutnant Scha al hat in den schweren und krisenreichen Abwehrkämpfen am 15. Mai südlich Sedan, als seine Division von vier frischen feindlichen Elftedivisionen und starken Panzerkräften angegriffen wurde, durch geschickte Führung und persönlichen Einsatz entscheidend zu dem Abwehrerfolg beigetragen. — Oberst Schw albe hat durch seinen unerschrockenen persönlichen Einsatz sowie durch seine entschlossene und hervorragende Führung entscheidenden Anteil am Durchbruch durch die Maginotlinie am 14. Juni. — Major B ohrne r stürmte an der Spitze seines Bataillons in einzigartigem Schwung ttotz stärkster feindlicher Gegenwirkung die wichtige, das Gelände südlich des Rhein—Marne-Kanals beherrschende Höhe nörblid) Bittimont und verursachte so den Zusammenbruch des feindlichen Widerstandes am Südufer des Kanals. — Rittmeister Niemack hat seine Aufklärungsabteilung hervorragend, tapfer, kühn und geschickt geführt. Entscheidend ryar fein am Mittag des 11. Juni gefaßter Entschluß, auf die Marne bei Damen? in den Rücken des Feindes vorzuftoßen, als ein Vorkommen an der Front unmöglich war. Diese mit äußerstem Schneid durchgeführte Umfaffung zermürbte den Feind und ermöglichte es der Führung, durch rasch vorgewor- fcne Kräfte wesentliche Teile des Gegners abzu- schneiden und schnell die Marne zu gewinnen. — Hauptmann Freiherr von Wolff hat bei jedem Einsatz seines Bataillons höchsten persönlichen Mut bewiesen. Stets in vorderster Linie mit der Waffe in der Hand vorstürmend, riß er feine Männer immer wieder zu Erfolgen fort. Insonderheit im Kampf um Chaumont am 14. 6. hat er in dem auf einer beherrschenden Höhe liegenden stark verschanzen Bergdorf im Häuserkampf Heldenhaftes geleistet. — Oberleutnant Freiherr von K e - telhodt stürmte am 14. Juni unter schwierigsten Umständen und im heftigsten feindlichen Artilleriefeuer die Fortantage Knop und schuf so die entscheidende Voraussetzung für das Gelingen des Durchbruches seiner Division durch die Maginotlinie. — Oberleutnant Cirener erzwang am 19. Juni morgens in kühnem Vorstoß unter höchstem persönlichen Einsatz den Cher-Uebergang bei Selles» sur-Cher und brachte die Brücke unversehrt-in eigene Hand. Durch seine Entschlossenheit und seine draufgängerische Tapferkeit hat er mit entscheidenden Anteil an dem raschen und verlustlosen Uebergang der nachfolgenden Truppen über den Cher. — Leutnant Naue nahm am 15. Juni mit hervorragender Tapferkeit im Handstreich das nordwestlich von Verdun gelegene Fort Vacherauville. Er führte seinen Stoßtrupp ebenso unerschrocken wie umsichtig. Die Erstürmung des Werkes bedeutete die Erfüllung des der Division gestellten Kampfauftrages „Wegnahme der Nordwestfront von Verdun". — Oberfeldwebel Gebauer erzwang am. 14. Juni in stärkstem feindlichem MG - und Artilleriefeuer aus Front und Flanke den Uebergang über den breiten und tiefen Panzerwagengraben „Nied" zwischen Nonenvald und Werkgruppe 92. Erst nach dem Gelingen dieser verwegenen, trotz erheblicher Verluste unbeirrbar durchgeführten Tat konnte der Angriff der nachfolgenden Kräfte gegen die starken Befestigungsanlagen der Maginotlinie in diesem Abschnitt Raum gewinnen. 3« englischer Gefangenschaft ausgeplündert und mit dem Tode bedroht. Berlin, 17. Juli. (DNB.) Wie rücksichtslos die Engländer in Gefangenschaft geratene deutsche Flieger behandeln, aeigt folgender Vorfall: Die bei Wmy am 22» Mü bei Mer Notlandung unwp Oer Molotow-Cocktail. Don unserer Berliner Schristleiiung. Es ist immer wieder erheiternd, zu sehen, wie die brittsche Jnselbevolkerung, die sich ja größtenteils durch eine völlige Ahnungslosigkeit in militärischen Dingen a'uszeichnet, den von der Regierung befohlenen Heckenschützenkrieg organisieren will. Der Herr Pfarrer, der mit der Mistforke au Bett geht, und die Miß, die den bösen Feind durch heimtückische Stiche mit der Nähnadel erledigen will, sind ja bekannte Erscheinungen. Aber es gibt auch „kriegserfahrene" Leute in Britannien, die meinen, daß solches Tun allein nicht genüge. Mit Recht schreibt beispielsweise ein kluger Mann im „Dailg Expreß", daß Churchills Aufruf zur straßenweisen Verteidigung Londons und zum Kampf von Haus zu Haus wenig nütze, ,/wenn man nichts habe, womit man kämpfen konne". Es müsse deshalb erwartet werden, daß die Regierung bald geeignete Waffen an die Zivilbevölkerung austeile, nämlich Handgranaten und Molotow-Cocktails, die man auf die Feinde werfen könne. Insbesondere vom Molotow-Cocktail erhofft sich der Ratgeber sehr viel. Das sei eine Flasche, die nsit Teer und Benzin gefüllt wird. Das Rezept stamme aus dem finnischen Krieg und werde jetzt „in den besten Familien beim Fünf-Uhr-Tee in aller Ruhe diskutiert". Man habe bei dieser Gelegenheit festgestellt, daß die Molotow-Cocktails am besten mit derselben Handbewegung zu werfen seien w i e e i n C r i ck e t - B a l l. Wir unsererseits wissen nicht, was wir mehr bewundern sollen: den unsagbaren Heroismus dec englischen Salonkrieger, die — man denke nur — in aller Ruhe während des Teetrinkens ein so gefährliches Thema erörtern, oder die grenzenlose Borniertheit des englischen Volkes, das sich solche verbrecherischen Spiegelfechtereien noch gefallen läßt. Aber in En gl ad ist offenbar niemand fähig zu erkennen, was es heißt, eine Millionenstadt wie London zum Schlachtfeld zu machen. So mögen denn die Londoner, während deutsche Stukabomben zu Tausenden herabregnen, ihre Molotow-Cocktails gleich Cricketbällen gen Himmel werfen und damit das Werk der Vernichtung vollenden. Sie gehorchen damit nur dem Willen Churchills, der dann — ein moderner Nero — mit dem glücklichen Lachen des Wahnsinnigen den Untergang seiner Stadt betrachten wird, um anschließend den „erfolgreichen Rückzug" nach dem Fernen Westen anzutreten. letzt gebliebenen Besatzungsmitglieder eines deutschen Flugzeuges wurden daran gehindert, ihren verwundeten Kameraden zu helfen. Sie mußten zusehen, wie die Verletzten ohne Hilfe und ärztliche Unterstützung liegenblieben. Im Gefangenenlager von Dimy wurden di« deutschen Flieger vollkommen ausgeplündert. Sie mußten mit erhobenen Armen, das Gesicht zur Wand gekehrt, stehenbleiben, während ihnen ihr ganzes Eigentum a b - genommen wurde. Die Abzeichen wurden von den Fliegerblusen gerissen, dann die ganze Fliegerkombination vom Körper gezerrt. Nach einer fürchterlichen Nacht wurden zwei Flieger einen ganzen Tag lang in einen engen, schmutzigen Stall g e • sperrt und immer wieder bedrängt, Aussagen zu machen, andernfalls sie erschossen würden. Als der Flugzeugführer am nächsten Tage um seine Geldbörse bat, ließ sich der Vernehmungsoffizier diese bringen, nahm bas restliche Geld heraus, verteilte es unter die anwesenden Soldaten und warf mit einer zynischen Bemerkung die Geldbörse in eine Ecke. Schließlich wurden die deutschen Flieger unter Bewachung durch farbige französische Truppen in strenge Haft genommen. Erst die vorrückenden deutschen Truppen formten sie aus ihrer Notlage befreien. * nen. Professor Arno Breker. Soldaten und Arbeiter erleben Bayreuth "”Z '• ■' * * * * * * * * * MARYLA1 ein feststehender Begriff erfolgreicher Kosmetik Sieg der Waffen — Sieg der Arbeit. Von Gauamtsleiter Prof. Or. Heinrich Hunte, Gauwirtschastsderater des Gaues Berlin. NSK. Die wirtschaftliche Kriegführung sollte die entscheidende Karte sein, die England in seinem Ringen gegen das Reich ausspielen wollte. Aber das Deutsche Reich hat es nicht darauf ankommen lassen, sondern hat vorher den Blockadering ge« Am 18. Juli 1925 lag in deutschen Buchhandlungen — es waren nicht allzuviele, die den Mut dazu aufbrachten — der erste Band des Werkes „Mein Kamp f" von Adolf Hitler zum Verkauf auf. 1925! Die Bewegung war gerade erst wieder neu gegründet worden und stand, kaum daß die wollte. . _ i, . So kam der jungen Bewegung das Erscheinen dieses Buches sehr zugute. Es wurde die beste Waffe aller derer, die sich Adolf Hitler und seiner Idee verschrieben hatten, denn hier fanden sie glas- klar alle jene Gedanken ausgezeichnet, die damals das deutsche Volk bewegten. All' das, worum m sprengt, und die militärischen Auseinandersetzungen haben inzwischen auch alle Illusionen auf der gegnerischen Seite zerstört. Und trotzdem ist es richtig, den grandiosen Sieg der deutschen Waffen auch ebenso großen Sieg der deutschen Arbeit Am 19. Juli begeht der bekannte Bildhauer Professor Arno Breker seinen 40. Geburtstag. — Unser Bild zeigt den Künstler bei der Arbeit in seinem Atelier. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Der Giegeszug eines Buches. Dor 15 Jahren erschien der erste Band des Werkes „Mein Kampfs. *1________ V * * * * * * * gungsortes stellt auf Antrag die Ausweise aus. Rach Ueberprüfung des Arbeitsamtes ist der Ausweis zur Feststellung, ob der Heimatort zur Wiederbesiedlung allgemein freigeaeben ist oder ob der Antragsteller ein Einberufungsschreiben einer befugten Stelle besitzt, dem Ortsgruppenleiter vorzulegen. Bei Erfüllung einer dieser Voraussetzungen stellt der Ortsgruppenleiter den B e r e ch t i g u n g s • nachweis zur Heimreise aus. Die Dienst- stellen der NSV. erteilen bei Vorlage des lückenlos ausgefüllten Ausweises die Fr e i f a h r t berechn- gung. Die ausgegebenen Lebensmittelkarten sind mitzunehmen; sie gelten auch im frei gemachten Gebiet. Aeichsbeihilfen für die Krastfahrzeug- umstettung auf Generatorgas. sondern er war es nur mit einer sozialistischen Opfergemeinschaft. Die Gegenwart beweist, daß es in einem erstaunlichen Maß gelungen ist, im Verlaufe weniger Jahre einem 80-Millionen- Volk eine völlig neue Einstellung zu den wirtschaftlichen Dingen ins Herz zu senken und in vielen Fäl- len bereits einen neuen Typus des Wirtschaftsmen- schen zu entwickeln, der in seinem Zusammenklang von Privatinitiative und Ausrichtung auf die Ge- als einen ebenso großen Sieg der deutschen Arbeit meinschaft einmal die Zukunft gestalten wird. zu betrachten. Die neue wirtschaftliche Waffe aber ist nichts an- In drei Punkten hat der Gegner sich entscheidend deres als die Arbeit. Sie hat das Grundübel getäuscht: Er hat die Möglichkeit der A u f r ü st u n g der früheren Zeit, das Denken in Geld, überwunden, nicht gesehen, die Bedeutung der Gemeinschaft Sie hat alles geschaffen, was heute vor der ganzen nicht begriffen und die Aussichten der B l o ck a d e Welt die ernsteste Probe besteht. überschätzt. Nach wirtschaftlicher Erfahrung war die Eine wahrhaft revolutionäre wirtschaftliche Um« Möglichkeit für eine deutsche Ausrüstung nach 1933 wälzung hat sich vollzogen. Die neue Sicht des Füh- in einem solchen Maße, wie sie betrieben worden rers hat sie geboren, die Gemeinschaft hat sie ge- ist, einfach undenkbar. Wenn dccher die Sieger- schaffen. Der Sieg der deutschen Waffen ist daher möchte von 1918 dem aufstrebenden Deutschen auch ein Sieg der deutschen Arbeit. Reich nicht in die Zügel gefallen sind, dann des- Erweiterte Befugnisse wegen, weil sie, entsprechend ihrer wirtschaftlichen Auffassung, eine Aufrüstung Deutschlands für ün° OCF PrCldÜt)CrtX>Od)Un9v|iCllCii. Befreiung von der Zugenddienstpflicht. Die Jugenddienstpflicht im Rahmen der HI. geht auch während des Krieges weiter. Insbesondere haben die 17jährigen Jugendlichen überall im Reich mit der Heranziehung im laufenden Jahr zu rechnen. Nach der Jugenddienstverordnung kann der gesetzliche Vertreter des Ju§ enddienstpflichtigen diesen vom Dienst in der HI. bis zur Dauer eines Jahres befreien oder zurückstellen lassen. Anträge find für Jungen an den für den Wohnsitz des Jugendlichen zuständigen Führer des Bannes, für Mädel an die zuständige Führerin des Untergaues zu richten. Der Antrag hat eine ausführliche Be- gründung zu enthalten. Zeugnisse, durch die die Angaben bestätigt werden, müssen beigefugt werden. Anträge können auch noch gestellt werden, nachdem der Jugendliche schon zum Dienst herangezogen wurde.-Nach Abgabe des Antrags bei der Bann- dienststelle gilt der Jugendliche als „vorläuftg zu- rückgestellt". Die Anträge werden genau überprüft und sodann zur Entscheidung an die zuständige staatliche Dienststelle weiter geleitet. Möglichkeiten für Zurückstellung und Befreiung sind u. a. gegeben, wenn die körperliche Entwicklung erheblich zurückblieb oder wenn nach dem Urteil des Schulleiters ohne die Befteiung die Ansorde- rungen der Schule nicht erfüllt werden ton» jener Zeit gegrübelt und gestritten wurde, hat hier einen geistigen Niederschlag gefunden. Es gab kein Problem, sei es politischer, wirtschaftlicher und kul- tureller Art, das nicht eine eingehende Behandlung erfahren hätte. Die so oft geübte Taktik der Gegner, etwas Neues, das sich bahnbrechen will, totzuschweigen, verfing hier nicht. Zu gewaltig waren die Gedan- ken, die in diesem Werk jeden deutschen Menschen ansprachen, als daß man über sie hätte zur Tagesordnung übergehen können. So griffen die Gegner — ob sie im rechten oder linken Lager standen, blieb sich gleich — zu dem Mittel der Verächtlichmachung und der Verleumdung. Aber die Lawine, die nun einmal ins Rollen gebracht worden war, konnte nicht mehr aufgehalten werden. „Mein Kampf" erzielte eine Auflage nach der anderen, die Volksausgabe in einem Band, die im Jahre 1930 erschien, erlebte eine ungeahnte Auslage. Die Hunderttausend waren längst überschritten, die Million wurde erreicht, und noch immer ist der Siegeszug dieses Werkes noch nicht abgeschlossen, das nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt — es ist in alle wichtigen Sprachen übersetzt worden — eine ungeahnte Verbreitung gefunden hat. Nahezu in jedem deutschen Haus ist jetzt „Mein Kampf" zu finden. Es zeigt dem deutschen Men- schon alle die Probleme auf, die der Führer, als er als unbekannter Frontsoldat des Weltkrieges den Kampf für Deutschlands Zukunft begann, sich zu lösen geschworen hatte. Es wird mit heißem Herzen von unserer Jugend gelesen, und zu vielen Tausenden finden wir es in den Händen unserer Soldaten, denen des Führers Glaubensbekenntnis ein treuer Begleiter geworden ist. Für die kürzlich eingeleitete Umstellung von rot- bewinkelten Nutzkraftfahrzeugen auf den Antrieb mit Generatorgas gewährt das Reich nichtruckzahlbare Beihilfen. Sie betragen für die Umstellung eines Fahrzeuges mit Ottomotor 600 RM., eines Fahrzeuges mit Dieselmotor bei Wahl des Diesel-Gas- (Zweistoff-) Verfahrens ebenfalls 600 und für Um- tellung eines Fahrzeuges mit Dieselmotor durch Umbau des Motors aus geringere Verdichtung und Ein- bau eines Hochleistungszünders 1000 RM. Bedingung ist, daß der regelmäßig zur Führung des Fahr- eugs bestellte Fahrer einen von' der zuständigen Motorgruppe des NSKK. ausgestellten „Betriebs- berechtigungsschein" bei sich führt, aus dem hervor- geht, daß er mit der Wartung und Führung eines Generatorfahrzeugs hinreichend vertraut ist. Die Bevollmächtigten für dek» Nahverkehr werden die Fahrzeuge zur Umstellung aufrufen. Oer geborgene Gtriefe. In dem Jahrzehnte alten, aber immer wieder gespielten und immer wieder mit Beifall und Lachen überschütteten vieraktiaen Schwank „Der Raub der Sabinerinnen" von Fran§ und Paul Schönthan gibt es eine Szene, die rührend und ergreifend zu- gleich ist. Es ist eine der Schlußszenen des Stückes, in der der Direktor des kleinen Wandertheaters, Emanuel Striese, erfährt, daß er die Lei- tung eines Stadttheaters erhalten soll. Wenn auch wohl der unsterbliche Striese, dieses Abbild des ehemaligen von Ort zu Ort gehenden Komödienspielers und Theaterdirektors, feiner Der- stündlichen Freude Ausdruck gibt, daß sein Wander- leben jetzt ein Ende hat und er in seinem Alter in Ruhe die Lorbeeren eines Stadttheaterdirektors ernten kann, und wenn man ob dieser kindlichen Freude auch gerührt ist, so ergreift diese Szene doch besonders deswegen, weil in dem von der Theaterkunst besessenen Striese zugleich die Gewiß- heit au dämmert, daß er nunmehr von einer würdigen Stelle aus Verkünder und Dürfte Iler der dramatischen Muse sein kann. Emanuel Striese weih es selbst nur zu genau, daß wahre Kunst doch nur gedeihen kann, wenn sie a u f e i n e r fetten wirtschaftlichen Grundlage be- ruht. Lange genug hat man in Deutschland solchen zwar kunstbegeisterten, aber wirtschaftlich schwachen Theateroireklaren das Erbe der dramatischen Dichtung überlassen. Als dann mit dem Reicherwerden des deutschen Bürgers es sich auch wirtschaftlich mehr und mehr lohnte, feststehende Theater zu gründen und aus ihnest eine Rente zu ziehen, wuchs in den Großstädten Deutschlands auch die Zahl der Privattheater. Aber gerade die Rente, auf die es die oft jüdischen Direktoren der Privattheater abae- sehen hatten, war es, die kulturell und künstlerisch oft verheerend auf den Spielplan einwirkte. Eine rühmliche Ausnahme bildeten die wenigen Hof- und Staatstheater kunstliebender Fürsten und diejenigen Theater, die sich im Besitz der Städte befanden. So konnte die deutsche Bühnenkunst, zwischen Gewinnstreben und Kuns-streben pendelnd, niemals zu lichter Blüte gedeihen. Auch hier war es der Natimialsozialismus, der eine Wandlung schuf. Er nahm sich sofort nach der Machtergreifung der deutschen Bühnenkunst fürsorgend an. Indem er eine von Jahr zu Jahr steigende Zahl deutscher Theater in die Regie des Staates, der Länder oder der Städte legte, schuf er nicht nur die wirtschaft- li ch e Grundlage für ein gesundes Theater- m 0fl l i d) fl e £ a 11 e n haben. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat die Man hat ebenso das, was wir in DeutschlandPreisüberwachungsstellen ermächtigt, bei Zuwider- unter dem Begriff der G e meins cha ft aufgebaut ^^„^11 gegen Preisvorschriften schuldigen Ein- baben in seinem Wesen nie erkannt. Die Gegner ^lpersonen auf dem Gebiet, auf dem die Zuwidersahen die Umformen die Massenaufmärsche die Be- S b §st, Wc xätdgteit oder Betriebs- geistenlng und die Disziplin, aberjie hlelten dos bjg Dauer von sechs Monaten zu un- alles für Zwang und für Befehl, w' in Mrhelt^„sagen. Weiter ist den Preisüberwachungs- Gefühl und Vernunft das entscheidende Wort spra- Hellen die Ermächtigung gegeben worden, den un- chen. Die Aussichten der B I o ck abe schließlich be- feren Preisbehörden (Landräten, staatlichen Poli- urteilte man nach den alten Erfahrungen des ^Verwaltern oder Bürgermeistern) die Befugnis Weltkrieges und übersah die Erzeugungsschlachten, P Betriebsschliehung dis zur Dauer von 14 Tagen die neuen deutschen Roh- und Werkstoffe, die ßr- ühertraaen ffndungen deutscher Wissenschaft ebenso wie bie gewaltige Vorratsbildung auf allen Gebieten. UriUnOCnflCUCrfrCli)Clt Und infolgedessen ist alles anders getom- für die BrgchlgndgktwN. men. Die deutsche Aufrüstung hat ihren Wert nach ' Zahl und Qualität in drei Feldzügen vor der ganzen Zur Sicherung der Dolksernahrung stdie(Er» Welt unter Beweis gestellt. Die Gemeinschaft ist fassung von Brachland und seine Bewirtschaftung nicht zerbrochen, sondern durch den Krieg in jeder veranlaßt. Das Brachland wird unentgeltlich zur Wetse geläutert und gehärtet worden. Die Blockade Verfügung gestellt und lebtgüd) eine Anerkennungs- konnte nie wirksam werden und hat sich längst in gebühr zugunsten der NSV. entrichtet Vertrage eine Gegenblockade Englands verwandelt. Ja und wegen der Ueberlassung von Brachland sind an ich noch viel mehr: Schließlich hat England selbst steuerpflichtig. Der Reichsflnanzmlnlster hat sich aber die deutschen Wirtschaftsmethoden übernehmen damit einverstanden erklärt, daß von der Geltend- müssen, allerdings ohne von der gleichen Wirt- machung der Urkundensteuer m diesen Fallen ab» schaftsgesinnung beseelt zu sein. Und man ahnt be- gesehen wird. reits, was es wirtschaftlich bedeuten muß, wenn ©IC Ruckgeführten fö ÄHnÄto"emÄX» bi" bekommen einen Heimkehrerou-wei-. deuffche Friedensproduktion in jeder Weife der $ur Wiederbesiedlung der frei gemachten Gebiete deutschen Kriegsproduktion gleichwertig ist, daß die- im Westen hat der Reichsinnenminister bestimmt, selben Hirne und dieselben Köpfe sie geschaffen, de- 3Ur Unterstützung der Dienststellen im Frei- ren Erzeugnisse sich im Kriege in jedwedem Der- machungsgebiet und zur Sicherstellung der Versor- gleich als überlegen erwiesen haben. gnng und Betreuung der Rückgeführten nach ihrer Also auch bie neue deutsche Wirtschafts- Rückkehr in die Heimat ein Heimkehrerausweis aus» auffaffung hat in drei Feldzügen ihren Wert gegeben wird. Die Ortsgruppenleitung des Ser»1 klargestellt. Ihre Methoden haben damit die gesamte Welt wirkungsvoll beeindruckt. Welches ist die Springwurzel, die uns den 9Beg! zu diesem Erfolg geöffnet hat? Wir können ste ruhig nennen. Die entscheidenden Dinge im Volker- und Wirtschaftsleben kann man ebensowenig gesetzlich schützen lassen wie einfach nachmachen. Genau wie sich immer klarer herausgestellt hat, baß die unvergleichlichen Siege der deutschen Wehrmacht einer völlig neuen Kriegführung entsprungen sind, in der Führung, Mann und Waffe eine neue revolutionäre Synthese gefunden haben, so ist auch ber beutftfje toirtidjaftseilolg bas (Ergebnis einer el wulu,ll „„„ ------ ... besseren wirtschaftlichen » uYrung , errten Ortsgruppen ins Leben gerufen waren, schon b. h. einer neuen Sicht der Dinge, ^ner neuen Ge- bärte|ten Kainpf gegen die Feinde von rechts finnung unb neuer wirtschaftlicher Waffen unb Iinf5, die sich, so unterschiedlich ihre politischen Die neue Sicht ber wirtschaftlichen Probleme um — aU(b waren, doch einig waren in dem Bestre- faßt drei grundlegende neue Erkenntnisse: Die erste <>ßn bie Bewegung Adolf Hitlers mit allen Mitteln Erkenntnis betrifft das Wesen ber Wirt- unterdrücken. schäft. Als wir Nationalfozialisten uns mit den 0 nun wirkte der erste Band des Werkes Problemen der Wirffchaft zu beschäftigen hlbolf Hitlers wie ein Fanal. Im Jahre 1924 hatte sagte uns ber einfache unb nüchterne Menfchenver- Führer während feiner Festungshaft in Lands- stand, baß in einem Volke das m ^age fft die 1 Qm fied) ben ersten Band geschrieben, dem notwendigen Lebensbedürfnisse llroßtenteils selvft barauf ber zweite folgte. Das, was hier nie» zu erzeugen unb für das was ihm W , Tau|d£ k . morden war, stellte — das spürten nicht waren herzustellen, die andere Volker brauchen, baß I » Mitkämpfer Adolf Hitlers, sondern das in diesem Volke alles andere eine Frage d erI erften vor allem auch die politischen Gegner — Organisation ist. Dieser Satz würbe uns zum! . politisches Glaubensbekenntnis Funbament unserer gesamten nationalsozialiililcyen . bem sich jeder auseinandersetzen Wirtschaftspolitik. Uns ist es inzwischen auch ffe™n- m u' f» t e. Das war keine politische^ Broschüre, wie gen, die Richtigkeit dieses Satzes zu beweisen. Mit .0 . n $abren dU Hunderten auf den Markt Recht hat ber Führer in einer feiner 'den wurden, um an nächsten Tag schon wie- reben seinen grenzenlosen Optimismus in bezug ger vergessen zu sein, nein, das war das verarbei- bie Lösung der deutschen Wirschaftsprobleme mit geistige Ideengut eines Mannes, der, aus dem dieser Erkenntnis begründet und ausdrücklich A^agt, gekommen, um die Seele eben dieses Volkes baß das Gelingen unseres Wirffchaftskampfes eine » giad)t und Dunkel hinausführen Frage des Zusammenbringens ber vorhandenen Kräfte barstelle. . - .. f. Die zweite Erkenntnis betrifft das Verhalt- nis von Wirtschaft unb Sicherheit. Die überlieferte Wirtfchastsauffassung betrachtete ine gewordene Wirtschaftsstruktur der Welt als ewig unb praktisch unveränberlich. Man sah die weit verästelte unb eng verknüpfte Weltwirtschaft, man hatte Gesstäftsverbinbungen zu allen Länbern, aber man sah nicht die gewaltigen Kräfte und die Riffe, bie sich in dem Fmidament der Weltwirtschaft vor- fanben. Wir sahen das Leben fo-wie es war und wie es fft: Das (Streben nach wirffchaftlichen Grotz- räumen, bie Selbständigkeitstendenzen in allen Staaten und Völkern. Wir sahen auch die Gefahren die uns aus der englischen Herrschaft “ber bre Meere unb aus der Gewalt des MonvpolkapitaUs- mus erwachsen konnten unb erwachsen mußten. Deutschlanb betrat infolgebeffen n°tgedrun^ un- aus eigenem Entschluß ben Weg ber ber eigenen Wirtschaft, indem es folgerichtig unb m t eiserner Strenge den Schwerpunkt seiner Wirtschaft in seinen eigenen Raum 3 “ ruckve r l e g- t e und danach trachtete, die enffcheidenden wirtschaftlichen Mittel im Bereich seiner eigenen Waffen ^^[e^britU Erkenntnis betrifft bie Ra n gorb- n u n g der wir tsch a f tlich«n D edur f nt sse Das Großbeuffche Reich hat sich auch m dieser Be- ziehung von Anfang an kemer Illusion ^“^geb , sondern die Taffache verwirklicht, daß entsprechend der Wahrheit, nach der bie Sicherheit We pnmi tiofte Voraussetzung allen Lebens ist, zuallererst die R ü ft u n g von ber Wirtschaft erstellt werden muß. Die moderne Wehrwirtschaft (st daher eine nattonal- sozialistische Entdeckung und Erftndung. Jnzw fchen aber haben es die Tatsachen von neuem bewiesen wie rentabel diese Einstellung für unser gesamtes Volks- und Wirffchaftsgefüge Pwesen ist Neben die fruchtbare neue Schau1 ber tartfcW lichen Probleme tritt glelchwertm die n e u e Ge f Innung des deutschen Wirtschastsmenschen. M^t d'm G°?enein-.nd°r öon Arbeit«-b-r und Arb-'.nch. mer, mit rücksichtslosem Profttstreben aus aü-n Sei fen wär« dieser (Erfolg nicht zu erringen gewesen, marVlan! Ä W WM LUSTSPIEL EIN NEUES Erstaufführung Heute Donnerstag Die lustige Geschichte von einem reichen Erbonkel, der sich für verstorben ausgibt und seine „lieben Verwandten“ tüchtig zum Narren hält Heinz Salfner • Else v. Möllendorff Ellen Bang: • Hermann Brann Margarete Kupfer • Fritz Odemar Spielleitung: Hans Deppe Neueste Tobis-Wochenschau Lichtspielhaus Täglich 4, 6, 8.15, Sonntags 3, 5.30, 8.15 Uhr . Jugend hat Zutritt -- 3260A Wegen Erkrankung des lebigen suche ich für sofort tüchtiges, solides, ehrliches 32090 Ma-Oerr für Küche u. Haus, nicht unter 18 Jahren. Zeugnisabschriften und Bild lind zu richten an Svau Lravl Siebert „Hessischer Hof" in Fritzlar (Bezirk Kassel). Unsere Geschäftsstelle in Gießen soll baldmöglichst mit einer gewandten Dame neu besetzt werden. Bewerbungen mit Lebenslauf und Gehaltsansprüchen erbeten an Deutscher Ring, Versicherungs-Gesellschaften Bezirksdirektion Kurhessen, Kassel, Weißenburgstr. 1. 3272D 1939/40 1937/38 Ab Donnerstag: ^Ttilcket JQ.keln5G.hn HOTEL SCHÜTZ 3265 D Werbe-Drucksachen bei Brühl, Gießen Zirka Tüchtiger Mrallwap- 40-50 Kisten lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten gesucht. meidung von Verlusten Schriftl. Angeb. auf der Rückseite Na. Pf. Pf. Nachdruck verboten Ohne Gewähr 02453 16. Lu« 1940 1. Ziehungstag In der Vormiltagsziehung wurden gezogen 325760 253392 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 77445 213968 245050 88458 Nachdruck verboten Ohne Gewähr 17. Juli 1940 2. Ziehungstag DIE BANK IST DEIN FREUND 260771 389589 men und Anfchrift deS Bewerber» tragen! 125276 117186 212288 135585 unter 3267 D an d. Gieß. Anzeig. 3 Gewinne 3 Gewinne 3 Gewinne 6 Gewinne 9 Gewinne 12 Gewinne werbungsfchreiben beilegen l — Lichtbilder undBewerbungsunter. macht die Kinder gesund und kräftig, bewahrt sie vor Verdauungsstörungen, spart der Mutter alfo Mühe, Sorge, Geld. in d. Nähe Frankfurter Straße - Horst-Wessel- W. DEIN GELD TRAGT ZINSEN Keine Ursprung»- xengnlese, 3 Stück 20 Rettich Sick. 5—10 Spinat empfiehlt Seitz, Es bestanden: Staats-, Landes- und Stad tthe ater Prioattheater Sommerbühnen Stelle ein Reh beobachtet hatte, das von der rechten Rheinseite geschwommen war, nimmt man an, oatz es sich um das gleiche Tier handelt, das nun m feine gewohnten rechtsrheinischen Waldungen zuruckkehren wollte. Gewinnauszug 4. Klasse 3. Deutsche Reichslotterie °'E sank B£RaT Dich 61 Avb Gesucht wird DausMIer für halbe Tage zu alt. Ehepaar. 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Deutsche ReichSlotterle Uuf jede gezogene Nummer find drei gleich hohe Gewinne geiallcn, und zwar je einer auf die Lole gleicker Nummer in den drei Abteilungen I, ll and 111 209 47 44 129 beherrschende Sn der Bormittagsziehung wurden gezogen 9 Gewinne, zu 4000 RM. 115466 192299„282701 12 Gewinne zu 3000 RM. 17291 97114 131378 215013 9 Gewinne zu 2000 RM. 53981 55558 251562 24 Gewinne zu 1000 RM. 5368 9907 19078 47321 245331 H033 43322 65338 72480 79594 85804 87691 111463 117950 148186 161381 177000 188481 204167 215168 231340 248538 268078 273990 288678 304169 308586 378816 380200 383242 390518 398268 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 100000 RM. 14331 3 Gewinne zu 50000 RM. 127549 3 Gewinne zu 10000 RM. 66236 6 Gewinne zu 5000 RM. 186475 292261 3 Gewinne zu 4000 RM. 390981 6 Gewinne zu 3000 RM. 24438 106042 9 Gewinne zu 2000 NM. 22569 92965 322602 27 Gewinne zu 1000 RM 50646 61827 77646 89392 148020 156251 187753 292305 328605 72 Gewinne zu 500 RM. 31079 34385 50438 50696 56479 58575 73145 84782 95592 108252 149106 157188 176989 216572 234931 236620 251606 258722 261255 342168 359505 384995 389356 397359 Die Ziehung der 5. Klasse der 3. Deutschen Neichs- lotterie findet vom 9. August bis 5. September 1940 statt. Wenn er aus dem Feld kommt, ist er Inhaber eines Bankkontos I Jede gesparte Mark - und wir alle sind ja jetzt auf Sparen eingestellt - bringt uns der Erfüllung unserer Wünsche naher. Ich habe ein Sparkonto bei der Bank gewählt, Veil ich auf eine persönliche Beratung in allen Geldangelegenheiten angewiesen bin und weil die Bank auch sonst jedem Kontoinhaber' eine Reihe wertvoll^ Vorteile bieten kann. Willst Du sie Dir nichtiancb) durch Anlage eines Sparkontos sichern? wesen, sondern zugleich auch die Grundlage für einen künstlerischen Aufstieg. Es ist ein besonderes Ruhmesblatt nationalsozialistischer Theaterführung, daß dieser Aufstieg selbst im Kriegswinter 1939/40 seinen Fortgang nahm. In welcher Weise dies geschah, zeigen die Zahlen, die soeben vom Statistischen Reichsamt herausgegeben wurden. Japans, die Minseito-Partei, hat ein neues Programm für die Ausrichtung der Nation auf totalitärer Grundlage angenommen. Das Programm ordert 1. eine wesentlich nationale Politik, 2. Anfrischung der Rüstung, 3. Errichtung einer neuen nationalen Lebenssphäre und Beitrag Japans zum Ausbau einer neuen Weltordnung, 4. Schaffung einer neuen nationalen Wirtschaft, 5. eine durchgreifende nationale Erziehung, 6. gegenseitige Anpassung der westlichen und der östlichen Kultur und 7. Erhaltung und Fortentwicklung der japanischen oder Pamato-Rasse. Kleine politische Nachrichten. Am 17. Juli sind die ersten Sanitätsflugzeuge von Deutschland nach dem unbesetzten Frankreich zum Rückttansport von noch dort befindlichen verwundeten deutschen Kriegsgefangenen gestartet. Mit dem 16. 7. wurde der Kurier-Luftverkehr zwischen Deutschland und Spanien mit Zwischenlandung in Lyon ausgenommen. In Panama sind die beiden französischen Hilfskreuzer „Orfgen" und „Angouleme" aus San Jose da Eostarica eingetroffen. Es verlautet, daß die beiden Hilfskreuzer nach den Kleinen Antillen unterwegs sind. Die Hilfskreuzer wurden im Karibischen Meer mit einem französischen Torpedoboot zusammentreffen. Japanische Seestreitkräfte beschossen an der Küste der Provinz Tschekiang die in der Hangtschau-Bucht gelegenen K ü st e n f o r t s des Tschönnhai-Gebletes. Nachdem die Forts, die die Einfahrt nach Nmgpo (150 Kilometer südlich von Schanghai) beherrschen, zum Schweigen gebracht waren, .setzten die Japaner eine Landungsabteilung aus. Diese nahm die Befestigungen. Aus aller Wett. Zahlreiche Waldbrände durch Blitzschläge in ben USA. In den Staaten Montana und Nord-Id aho riefen Blitzschläge zahlreiche Waldbrände hervor Auf einer Strecke von 200 Meilen mußten 8500 Männer zur Bekämpfung des Feuers eingesetzt werden. Ein an der Brandbekämpfung beteiligtes Flugzeug stürzte ab. Die beiden Insassen wurden lebensgefährlich verletzt. Ein Reh wollte den Rhein durchschwimmen. Ein seltener Badegast wurde unterhalb des B i n - g er Loches im Rhein beobachtet. Es war ein Reh, das aus den linksrheinischen Waldungen gekommen war und versuchte, schwimmend das rechte Rheinufer zu erreichen. In der starken Strömung wurde das Tier eine ganze Strecke weit abgetrieben. Mitten im Strom machte es dann aber wieder kehrt und schwamm an das linke Ufer zurück, um dann wieder in den Waldungen zu verschwinden. Da man vor einiger Zeit in der Nähe der gleichen teil der Theaterunternehmungen der öffentlichen Hand in Wirklichkeit noch größer ist. Für jeden Einsichtigen ergibt sich hieraus, daß für das deutsche Theater ein Zustand des Geborgenseins geschaffen worden ist, den selbst ein Striese in seinen kühnsten Hoffnungen nicht erträumt hat. Roosevelt zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten nominiert. Chikago, 18. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der demokratische Parteikongreß hat Roosevelt im ersten Wahlgang zum demokratischen Prä- sidentschastskandidaten nominiert. Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Bank- head, erzielte Beifall, als er versprach, daß die Partei die Entsendung von Truppen nach Europa nicht zulassen, sondern sich auf die Verteidigung der westlichen Hemisphäre beschränken werde. Natürlich folgte er in seinen außenpolitischen Ausführungen der Stimme seines Herrn, der in den letzten Tagen mit Rücksicht aus die starke isolationistische Stimmung im Volk von Europa abgerückt war, gleichzeitig aber jedes Kompromiß mit den totalitären Staaten abgelehnt hatte. Im ganzen Ton war die Rede offenbar darauf abgestellt, den Vorwurf, die Demokratische Partei sei eine Kriegspartei, zu entkräften. Der Vorsitzende des Parteikonvents, Senator Barkley, erklärte, Roosevell habe nicht den Wunsch sein Amt als Präsident weiter innezuhaben oder als Kandidat für diese Funktion zu figurieren, und durch den Konvent für diese Funktion ernannt zu werden. Er wünsche, daß alle Delegierten dieses Konvents frei a b ft i m m e n möchten, welchen Kandidaten sie wünschen. Erwähnenswert ist jedoch. zu 10000 RM 266498 zu 5000 RM 398892 zu 4000 RM 342430 zu 3000 RM 356898 366414 zu 2000 RM 33201 264067 286656 zu 1000 RM 59039 132304 309872 .... 78 Gewinne zu 500 RM 25473 35838 42525 55421 55476 91767 115708 135921 158255 178523 185733 187178 196542 198457 201508 204758 208570 228759 242541 243281 252392 265215 337633 369865 371081 398248 Freilichtbühnen < Diese Zahlen zeigen deuttich die Stellung der Theaterunternehmungen der öffentlichen Hand. Insgesamt machten 1939/40 die Staats-, Landes- und Stadttheater 52,3 v. H. aller deutschen Theater aus. Aber auch ein großer Teil der Sommerbühnen und der Freilichtbühnen gehört dem Staat oder den Gemeinden, so daß der An- Fahrer gesucht. 02452 r C.Rübsamen Horst-Wessel- ___Wall 38. Tüchtiger inn u. Pferdepfleger sowie Junge (evtl. Schüler) zum Austr. von leichten Paketen sofort gesucht. 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Anna Emilie Mathilde Nunzheimer, geb.Wesiel, 28 Jahre, Gießen, Noonstr. 32; Helga Ottilie Graber, 4 Tage, Großen- Buseck, Kr. Gießen; Marie Elisabethe Hermann, geb. Bechtbold, 32 Jahre, Staufenberg, Kreis Gießen; 14. 7. Alexander Paul Gurenkost, Geichaftsführer, 60 Jahre, Gießen, Gnautbstraße 24. daß Roosevell nicht erklärt hat, er würde seine ! Ernennung a b l e h n e n , wenn man sie ihm anböte. * Der Führer ehrt (General vranco. Berlin, 18. Iuli. (DNB.) Der Führer Hal dem spanischen älaalsches Generalissimus Franco am spanischen Nationalfeiertag das Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler in Gold verliehen. Gleichzeitig hat der Führer dem spanischen Staatschef zum spanischen Nationalfeiertag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Die Fliegerangriffe auf Gibraltar. Rom, 17. Juli. (Europapreß.) Nach den aus La Linea vorliegenden Berichten galten die ßuftan griffe unbekannter Flugzeuge am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch auf Gibraltar hauptsächlich den im Hasen liegenden englischen Kriegsschiffen. Ein zur Ausbesserung im Dock liegender Flugzeugträger sowie das schwerbeschädigte Schlachtschiff „H o o d", das in einem geschützten Winkel des Hafens untergebracht war, um dort notdürftig wiederhergeftelll zu werden, feien bei den Angriffen erneut von schweren Bomben getroffen worden. Don La Linea aus habe man nach, den Fliegerangriffen mächtige schwarze Rauchwolken wahrgenommen. Meldungen aus Gibraltar bestätigten, daß. die beiden Schiffe weitere schwere Beschädigungen erlitten hätten. Die Tätigkeit der englischen Flak sei sehr lebhaft gewesen. In La Linea seien mehrere Einwohner durch Geschoßsplitter verletzt worden. Das Ergebnis der Wahlen in den baltischen Staaten. Moskau, 17. Juli, (DNB,) Die Wahlen in den baltischen Staaten hatten nach Meldungen der „Taß^ aus Riga, Reval und Kowno folgendes Ergebnis: In Lettland beteiligten sich an den Wahlen 1 179 649, d. h. 94,7 v. H. der Wahlberechtigten. 97,6 v. H. der Wähler gaben ihre Stimme für die Einheitsliste „Verband des werktätigen Volkes Lettlands" ab. In Estland war die Wahlbeteiligung geringer. 81,6 v. H. der Wahlberechtigten nahmen an den Wahlen teil; 92,9 o. H. der Wähler stimmten für den, Verband des werktätigen Volkes Estlands". Die höchste De- teiligungsziffer weist Litauen auf, wo 1 386 569, d. h. 95,51 v. H. der Wahlberechtigten an den Wahlen teilnahmen und 99,19 v. H. der Wähler für den „Verband des werktätigen Volkes Litauens" ihre Stimme abgaben. Die Regierunoskrisis in Japan. Tokio, 17. Juli. (DNB.) Fürst Konoe wurde vom Kaiser mit der Neubildung der Regierung beauftragt. — Die größte politische Partei Neuenweg 52. imiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim Q-Ür den Jlatun freund! 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Woweries. (Wilhelm Lun- pert-Derlag, Berlin SW 68. 68 Seiten, Preis 50 Rpf) — (133) — In diesem Büchlein, das unter dem Motto „Tapferkeit, Ehre, Vernunft und Glaube" gestellt ist, spricht der an der Front kämpfende Verfasser zu seinen Kameraden im Rock des deutschen Soldaten. Es sind Gedanken und Erkenntnisse von starker Kraft, die der Größe unserer Zeit entsprechen und die der Verfasser in eindringliche Worte zu fassen wußte. Dabei ist die Sprache einfach und ungekünstelt, wie sie der Frontsoldat spricht und mit ganzem Herzen versteht. Die Große der Entscheidung, um die es in dem jetzigen Kriege für die Freiheit und den berechtigten Aufttieg unseres Volkes geht, leuchtet aus den mitreißenden Darlegungen des Verfassers klar hervor. Diese „Worte an Kameraden" werden nicht nur bei den Soldaten des jetzigen Krieges vollen Widerhall finden, fon- dern sie sind auch geeignet, in den Herzen der alten Soldaten, der Kämpfer des Weltkrieges 1914/18, und nicht minder bei unserer kampfbegeisterten, allezeit einsatzfreudigen Jugend ein starkes Echo auszu' lösen. Denn den alten, wie den jungen Waffenträgern der deutschen Nation, ebenso den künftigen Soldaten des Führers sind die ewigen Werte des deutschen Soldatentums Herzenssache, die sie bis ans Ende ihrer Tage erfüllen in der steten Berett- chaft des Dienstes für unsere deutsche Vvlksgemein- chaft. Diese Werte finden in der „Deutschen Fibel des Frontsoldaten Woweries beredten Ausdruck, der mit seinem schlichten und doch so gehaltvollen Buche allen soldatisch denken deutschen Mannern eine wertvolle Bekenntnisschrift in die Hand gibt. Darum verdient diese „Deutsche Fibel" die beste Empfehlung an alle alten und jungen Soldaten und an die Heranwachsende Generation. Ernst Blumschein. — Friedrich Rückert: Ha fi fische Vierzeilen. Karl Rauch Verlag, Dessau. Preis 2,50 RM. — (112) — Die berühmten Nachbildungen Rückert, von Kennern als formal, fachlich und sprachlich unübertroffen gerühmt, werden hier dem persischen Urtext gegenübergestellt. Der Herausgeber Wilhelm Eilers hat ihnen eine aufschlußreiche Einleitung mitgegeben._______________________________ Hauptichristleiter: Dr. Friedrich WUhelm Lange.Stellvertre^r d«» Hauptschrtstleiterö: Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich für Politti. Feuilleton und Bilder: Dr. ffr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz und Wirttchaft: Ernst Blumschein (beurlaubt); i. B.: Heinrich Ludwig , Neuner; Mr Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange ftJB. ■ BerlagSleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: ösmeigenleiter: HanS Beck. 1 Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.S. Donnerstag, 18. Juli 1940 Gießener Anzeiger tGenerai-Anzeigrr für Gberheffen) Nr. 168 Zweites Blatt HI. zum Ernteeinsatz in Bereitschaft N. ! wer» Grund das be- Keine persönlichen Besuche und Anfragen an das Deutsche Note Kreuz Die Namen der Lazarettkranken im Rundfunk abhören! „Sicherung und Steigerung der pflanzlichen Erzeugung." Eine Reichstagung unter der Leitung von Professor Dr. Sessous. Oer Waffenfegen. Don Willi Jehse. An einem Aprilmorgen des Jahres 1813 ist eine Abteilung der Lützowschen Freischar in M..., elfter mitteldeutschen Stadt, zu einem ungewöhnlichen Waffensegen gekommen. Die schwarzen Jäger hatten hier nämlich für eine Nacht in Quartier gelegen. Sie befanden sich aus ihrem- ersten Marsch und sollten für einen Handstreich auf Leipzig eingesetzt werden. Noch vor einigen Wochen besuchten die meisten von ihnen dort die Hochschule. Nun fügte es sich an jenem Morgen, daß zur selben Zeit, als sich die Jünglinge vor einem Gasthof zum Aufbruch rüsteten, eine Extrapost vorge- fahren kam. Gleich daraus trat ein älterer Herr von vornehmem und gemessenem Wesen aus dem Wirtshaus. Ein Diener folgte ihm mit verschiedenen Gepäckstücken. Der Fremde ließ den Blick nur flüchtig über bie Soldaten hinweggleiten und bestrebte sich, den Wagen zu besteigen. Sein Gebaren war das eines Mannes, der möglichst nicht gesehen zu werden wünscht. Verwunderlicherweise trug er Zu seiner Kleidung, die die eines Bürgers der höheren Stande war, eine Militärmütze und einen Offiziersmantel, hinter dessen hochgeschlagenen roten Kragen er sein Gesicht zu verbergen trachtete. Trotzdem wurde er durch einen Freischärler, der aus Weimar stammte, sogleich erkannt. Der Fremde war niemand anders als Goethe. Freudig teilte der Jäger diese Entdeckung seinen Kameraden mit. Die Jünglinge gerieten in Begeisterung. Sie beschlossen, den Zufall zu nutzen, der ihnen auf ihrem ersten Kriegszug den Mann zu sehen vergönnte, dessen Name ihren Herzen vor So muß m a n’s machen: Allmählich an die Sonne gewöhnen und langsam raunen. Mit Nivea-Cremel Wer aber unbedingt länger in der Sonne blpioen und schneller braun werden will, braucht Niveo-Ulfra-Ol mit dem verstärkten Lichtschutz. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Donauschiffer". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Verwandte sind auch Menschen"; in beiden Häusern neueste Tonwoche „Die Heimkehr des Führers". Notizen für den 18. Juli Sonnenaufgang 4.57 Uhr, Sonnenuntergang 21.14 Uhr. — Monduntergang 4.14 Uhr, Mondaufgang 20.06 Uhr. _ . a Notizen für den 19. 3utt Sonnenaufgang: 5.26 Uhr, Sonnenuntergang: 21.36 Uhr; Monduntergang: 5.32 Uhr, Mondaufgang: 21.12 Uhr. NS.-Irauenschast Oießen-Ost. Heute abend, Donnerstag, 18. Juli, Schulung der Zellen- und Block-Frauenschaftsleiterinnen der Zellen 4, 5, 6 und 1 im Gasthaus „Germania , Kaiser- allee 141. Beginn: 20 Uhr. Die Metallspende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers im Kriegsjahr 1940, die ein außerordentlich günstiges Ergebnis brachte wird nunmehr endgültig zum 31. Juli 1940 abgeschlossen. Sofern also noch der Wunsch besteht, Ablieferungen vorzunehmen, wird gebeten, diese bis zu dem vor» erwähnten Zeitpunkt durchzuführen. Bis Anfang Juli waren von dem gesamten Ergebnis der Metallspende etwa 80 v. H. der Menge bereits auf den Hütten eingetroffen. Es ist anzunehmen, daß bis Ende Juli sämtliche Mengen aus der Metallspende abgerufen und verladen sein werden. Sollte dies in dem einen oder anderen Falle noch nicht geschehen sein, so werden sämtliche Stellen, bei denen noch Material liegt, also beispielsweise die Ortsgruppen oder die Gemeinden, gebeten, eine entsprechende Meldung an die nächsthöhere Dienststelle, die Kreisleitung oder das zuständige Wirtschaftsamt abzugeben, die sodann ihrerseits die Meldung an die Neichsstelle für Metalle in Berlin mit größter Beschleunigung weiter- leiten. Die verbleibenden Restmengen werden so- bC15ßas is mit der Stasi" fragte ich fo leichch'N. "öoppsdodero!" Zart deutete der Wascht damit auf kommende Mutterfreuden. Und erläuterte, einmal ^^No^wißmas net, wer eppa wird Kindsvota fein. Kimmbs in Juli, felm is der malische Sagler vun Tiasenbvch, der vor a drei Wochn hullgang (verschwunden) is, kimmbs in August, o vun Hulz- moafter Franz; kimmbs aber gar erst im September, selm kunnts wühl gar vun Rocherl selber sein. >San mir eh schun alle neugien - wws halt nochar is __" Damit schied er. Schritt nachdenklich, gefolgt von seinem treuen Wastl, die lange Reih hinaus, dem Mooswaldschlag zu. Und ließ mich allem den erlenüberschatteten tiefen Hohlweg hinunterpreschen. Das Amt nahm mich auf. Von des braven Wascht und des ganzen Dorfleins diskreter Prognose habe ich weiter nichts erfahren. Wias halt nochar is —. X 9 „Der is scha do", klang's in tiefem Baß aus dem hintersten Winkel der rauchigen Stube. Es war der Abdeckergehilfe, der vom Markt heraufgekommen war, ein Jungrind, das an Rauschbrand gefallen mar, zu verscharren. Man nahm s als lande^blichen Scherz gelassen auf und paffte roeiter. Das ®tfpr