M. Jahrgang Nr. ^2 LrschetM täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Steßener Familienblätter tzeimatimBild DieScholle Nonats-Berugsvreis: Mt 4 Beilagen.RM.1.SS Ohne Illustrierte • 1.80 Zustellgebühr... -.25 rttA bei Nichterscheinen ron einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt kernsvrechanschluk 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" gostscheckl IbssFrankf^M. Dienstag,^. Juni M0 Annahme von Anzeigen für bte Mittgasnummer bis8'/2Uhr des Vormittags Grundvreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf., Tertanzeigen von 70 mm Brette 50 Pf- Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundvreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Gießener Anzeiger vrühlsche Uni „er stlätrdnickerel 8. km-« General-Anzeiger für Oberhefsen «iehen.^chulftrahk 7-<> Jm Banne des französischen Zusammenbruchs. irbrucken Sooralb (olmdr ^ärbura =» STRASSBURG Düstere Stimmung in London > St Mi lut I NeM&eaw -Chälons • Brienne Troyes\ \ WSens ^houmonM Epinal Basel Nevers • Lausanne Moulmi Montlucon Lagekarte zu den «euesten OKW.-Berichten. — (Scherl-Bilderdienst-M.) lontceau Macoru eKaisersl ♦•Saarbrücken / Lochen, ein , !er Erklärung Marschall P6tains sieht man in Rom Führerhauptquartier. 17.3uni. (DRV.) Die Festung Metz hat sich heute nachmittag einer deutschen Abteilung ergeben. Autun ^Chdleau^G ^ncyDituze Stockholm, 18. Juni. (Europapreß.) Nicht eine einzige Stunde während des Weltkrieges und noch niemals zuvor in der Geschichte Englands ist London von einer so düsteren Stimmung beherrscht worden wie in den Nachmittagsstunden des Montags, in denen die Sondersendung der British Broadcasting Corporation Mitteilung machte von der Rundfunkansprache des Marschalls Pstain. Die Börse reagierte noch schneller als die amtlichen Kreise und die 3^/rprozentige amtliche Kriegsanleihe, die Stimmungsbarometer für die Einstellung der einflußreichen City zu den weltpolitischen Ereignissen, sank tief unter die an sich schon niedrige Grenze. Es dauerte eine Stunde, ehe man in der Downing Street einen aus dreizehn Worten bestehenden Kommentar veröffentlichte, in dem es kurz und bündig heißt: „Es ist unnötig darauf hinzuweisen, welche Bedeutung dem französischen Schritt beigemessen werden muß." In Downing Street 10 sammelten sich Menschengruppen, die mit besorgten Gesichtern und in großer Erregung die Folgen des französischen Zusammenbruches dis- Danach würdigte der Ministerpräsident Graf T e l e k i in einer Rede die Bedeutung dieser Ereignisse, die dem Sieger großen Ruhm gebracht haben, für Ungarn aber die Bedeutung hätten, daß sie d a s Ende der Herrschaft des Hasses und der Schande mit sich brachte. Er erinnerte an die Verhandlungen von Trianon und an den Tag, als das ungarische Abgeordnetenhaus unter Tränen die Friedensbedingungen zur Kenntnis nehmen mußte. Seine Rede schloß mit der Feststellung, das Europa der Pariser Friedensdiktate habe zube st ehenaufgehört, und in diesem Augenblick könne die ungarische Nation es nicht verabsäumen, das siegreiche Deutschland, seine Heldenhaften Soldaten und den Führer zu begrüßen. Nach der Rede Telekis brachen die Abgeordneten in unaufhörliche Sympathierufe aus. Graf Ciano und Minister pavolini nach 2Rom zurückaekebrt. Rom, 18.3uni. (DRV.) Sofort nach Vekannl- roerben der neuesten Meldungen aus Frankreich sind der italienische Außenminister Graf Liano und der Minister für Volksbildung Pavolini am Montag 18.15 Ahr im Flugzeug nach Rom zurück- gekehrt, wo sie eine Besprechung mit dem Duce im Palazzo Venezia halten. Saumuf vierion-Ville/^tfr®$S I Lons Bourg !»ineswegs eine Fahnenflucht der Franzosen gegen- iber den englischen Bundesgenossen, sondern viel- nehr den Ausdruck des berechtigten Selbsterhaltungstriebes gegenüber einem ^ndesgenossen, der Frankreich schmählich verriet md im Moment der höchsten Gefahr feige im Stich ließ. Unmittelbar vor der Petain-Erklärung hatte der Herausgeber des halbamtlichen „Giornale d'Jtalia", Sayda, in einem Leitaufsatz festgestellt, daß man >or allem gegen Großbritannien Front machen müsse, das in seinem Nationalgebiet, in intern großen Teil seines Heeres, in seinem Kriegs- ivtential und in seinem imperialen Aufbau unoer- >tzt geblieben sei. Der totale europäische Krieg rete in einen neuen, intensiven und außerordent- erausgaben, die im Handumdrehen ausverlauft waren, jeder Deutsche wurde spontan beglückwünscht. Dor dem Sitz der Landesgruppenleitung er AO. versammelte sich Spaniens Jugend und 'rächte dem befreundeten Deutschen Reich begeisterte •Chdtelleroull •Poitiers • • Montmonllon ♦ St Mortin Mofe» Fontainebleau Le Havre * M Beowai» ----T" Verdun METZ?^ Die eingekeffelte Maginoilinie Die Festung Metz hat sich ergeben. Evo^Parisl Chartres Verseiltes „Front gegen England." Das Echo in Rom. Rom, 18. Juni. (Europapreß.) Mit Riesenlettern pachten die Nachmittagsblätter vom Montag die Erklärung des Marschalls P6tain im französischen Mundfunk ihren Lesern zur Kenntnis. Ueberall sah non den Gesichtern die frohe Erwartung auf die bmmenden Geschehnisse an. Das milttärisch wie aoralisch zerschlagene Frankreich hat nach Auf- issung römischer Kreise mit seiner politischen Be- reiung aus den Klauen des englandhörigen Rey- laub zu sich selbst zurückgefunden. Marschall P6- am, der Soldat, fjabe in realistischer Erkenntnis Eptna/ & Äoationen dar. Das Abendblatt „Jnformaciones sagt: Die llr- äche allen Uebels sei London gewesen, das Fraick- '«ich in den Abgrund gerissen Hobe, aber selbst nicht n der Lage gewesen sei, seine wehrfähigen Manner um Kriegsdienst heranzuziehen und seine Arbeiter ter Waffenindustrie vom Streik abzuhalten. Eng- änb habe ruhig leben können, solange auf Frank- «ichs Schultern die Last der großen Schlachten mihten und Frankreich sich im Auftrage Großbritan- liens in Flandern verblute. Aber England habe eht zum letzten Male die Register seiner chnöden Politik gezogen. Die englische Insel beende sich jetzt allein einem neuen Europa gegen- •rber. — Der „Alcazar" erinnert an die zahllosen Löten und die zerstörten Städte in Frankreich und 'eißelt mit harten Worten und sicherer Ironie die Schuld Englands. Während Frankreichs Drama sich '.'•em Ende nähere, führe London weiterhin ein leben der Unfähigkeit. Es amüsiere sich im.Zirkus cnb tröste sich mit der gleichen Mentalität wie Änerzeit die Gegner des neuen Spaniens, die auch : emeint hätten, Francos Schwierigkeiten nahmen tu, je mehr Gebiet er erobere. Der Gott der Sol- >aten werde unerbittlich solche Feigheit und solchen □errat bestrafen. Nach der Ueberschreitung des Plateaus von Lanares und dem Vorstoß bis zur Schweizer Grenze und nach der Ueberschreitung des Ober- rb eines östlich Colmar ist Frankreichs größtes Festungsdreieck, das Hauptstück der Maginot-Lime, nunmehr völlig eingeschlossen Die Kernstücke dieser französischen Festungsftont stellten die als Werke ' ouvrages — bezeichneten Befestigungsanlagen dar Jedes von ihnen war wieder gegliedert m eine große Anzahl von Blocks, die miteinander durch unterirdische Hohlgänge mit Feldbahnanlagen verbunden waren. Unterirdische Kasernen, Magazine, Munitionslager und elektrische Zentralen ermöglichten die Unterbringung großer MannAasts- und Tii» imifchen den Werken liegenden und befestigten Zwischenräume — interval- les — waren durch Kasematten mit Maschinengewehren und Panzerabwehrwaffen geschützt, um eine lückenlose, tiefe, mehrfach durch Feuer überlagerte „Zone des Todes" zu schaffen. Hinter diesen lagen noch betonierte und für sich verteidigungsfähige Unterstände, die Reserven und Ablösungen aufnehmen. Alle diese Werke, Gruppen und Kasematten waren, einerlei ob sie nun unter der Erdoberfläche oder über dem Boden angelegt sind, durch eine Eisenbetondecke bis zu 4 Meter Stärke und durch schwere Felspackungen geschützt. Die Scharten für die Geschütze und Maschinengewehre aber, die die einzigen weniger geschützten Punkte bilden, waren so angelegt, daß sie, von der Front her unsichtbar, nur in das Zwischengelände wirken, während das Vorgelände aus Panzerkuppeln unter Beobachtung und Feuer genommen werden konnte. Dor der ganzen Festungsfront befanden sich außer breiten ausgedehnte Besprechungen über die Fortsetzung des Krieges, den England nun allein führen muß. In einer Ukundfunkansprache vergoß er bittere Krokodilstränen über „das tapfere französische Volk, das in dieses furchtbare Unglück gefallen ist", ohne zu sagen, daß er es war, der auch den letzten Mann in Frankreich kaltblütig seinen plutokratischen Interessen opfern wollte. „Nichts kann unsere Gefühle für das französische Volk ändern oder unseren Glauben, daß der Genius Frankreichs wieder auferstehen wird", sagte Churchill. Es sind dieselben billigen Phrasen, die der gewissenlose Hetzer den Polen, Norwegern und Holländern vorgesetzt hat, nachdem sie im Kampf für die Londoner Geldsäcke die Wucht des deutschen Schwertes zu spüren bekamen. „Wir sind jetzt diejenigen, die unter den Waffen stehen, um die Sache der Welt zu verteidigen", sagt Churchill weiter. Was er unter „Sache der Welt versteht", ist hinlänglich bekannt. Es ist die Sache der Geldsackclique, die diesen Krieg heraufbeschworen hat. Daß in diesem Kampf England nun allein steht, ist gut und richtig so. Nun werden die Briten, die sich bislang immer „siegreich zurückgezogen haben", den Krieg am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Es wird sich niemand mehr finden, der ihnen den Rücken deckt. Oie Stunde der Abrechnung. Ueberwältigt von der Wucht des deutschen Schwertschlages, ist der französischen Führung nichts anderes übrig geblieben, als ihren politischen und militärischen Zusammenbruch einzugestehen. Damit i t die Stunde der Abrechnung gekommen, die wir eit Wochen und Monaten so glühend herbeigesehnt haben, seit unsere Väter, Söhne und Brüder ihr Blut um der Haßpolitik einer überlebten und ver- derbten Welt willen verströmen. Wir erinnern uns in diesem Augenblick nicht nur an die Opfer, die das deutsche Volk in diesem Kriege auf den Schlachtfeldern Hollands, Belgiens und Frankreichs gebracht hat, sondern wir erinnern uns auch an die Gefallenen des Weltkrieges und an die Millionen deutschen Frauen und Kinder, die während der darauf folgenden „Friedenszeit" den Hungertod starben oder schwerste Schäden an Leib und Seele davontrugen, nur weil ein entartetes Volk und seine Regierung ihren Rachedurst an einem Feinde befriedigen wollten, den sie militärisch nicht zu besiegen vermochten. Wir vergessen in diesem Augenblick nicht die grausamen Demütigungen, die uns damals, vor 21 Jahren, im Walde von Compiegne und dann später im Sp i e g e lsa al zu De rsaille s zugefügt wurden. Wir vergessen nicht die entwürdigenden Paragraphen des 'Schanddiktates, welche die restlose Ausplünderung der deutschen Nationalwirt- schast und die ewige Versklavung des deutschen Volkes bezweckten. Wir denken schließlich daran, daß die französische Politik seit 300 Jahren niemals ein anderes Ziel gehabt hat, als die Bildung eines deutschen Einheitsreiches zu verhindern und abwechselnd durch Raubüberfälle, Wortbrüche und Aggressionen die Fremdherrschaft im deutschen Lebensraum zu stabilisieren. Mit all diesen Verbrechen gegen unser nationales Leben und Glück muß nun abgerechnet werden, wie wir auch Vergeltung fordern für den letzten und dreistesten Versuch, uns die Lebensader abzu- fchneiden. Der geflohene Kriegsverbrecher Reynaud, den Frankreich bis zuletzt an feiner Spitze duldete, hat noch vor feinem Verschwinden winselnde Hilfe- rufe an die demokratische Umwelt gerichtet, und die englischen Heuchler leisteten ihm dabei Beistand. Welch ein erbärmliches Pack ist das doch, das zuerst in hemmungsloser Vernichtungswut die Kreuzigung des deutschen Volkes verlangt und bann, wenn der Bedrohte zum Gegenschlag ausholt, mit sentimentalen Phrasen um Mitleid und Hilfe plärrt! Herr Churchill ist auch jetzt das beste Beispiel für diese unverbesserliche Welt. Im Augenblick, da sein Opfer zusammenbricht, geht er schamlos über den französischen Leichnam hinweg und rechnet sich bereits die Chancen einer Benutzung der französischen Flotte aus. England will, so erklärt man in London, bis zum Ende weiterkämpfen. Wahrlich, es ist an dieser plutokratischen Halbwelt nichts mehr zu retten. Sie muß ausgemerzt werden, wenn Europa seinen Frieden haben soll. H. Evers. Lagekarte von Lothringen und dem Elsaß mit den im OKW.-Bericht vom 17. Juni genannten Orten. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Jnfanteriehindernissen starke Kampfwagensperren, die an einzelnen Stellen aus Gräben und Mauern, meistens aus mehreren hintereinander stehenden Schienenreihen bestanden. In der Tiefe dieses Festungsgürtels waren ferner, ein Teil der Infanterie- und Artilleriestellungen!, Gefechtsstände und Fernsprechverbindungen sowie Nester von Panzerabwehrgeschützen ausgebaut. Zahlreiche Ausladebahnhöfe, Feldbahnen und Straßen, Krastleitungen, Munitions- und Betriebsstofflager standen für die Versorgung des ganzen Befestigungsgürtels zur Perfügung. Seit 1035 hatte Frankreich daher besondere Brigaden für diese befestigte Zone geschaffen. Ihre Stärke war sehr reichlich bemessen, damit jederzeit ein gutes Funktionieren auch bei Ausfällen gewährleistet ist. Zwölf französische Festungs- Jnfanterie-Regimenter mit zahlreicher Artillerie und Pionier-, Nachrichten- und Aufklärungsverbän- •ben waren bereits im Frieden unmittelbar im Festungsgürtel untergebracht. Die fo genannten Deckungstruppen bestanden aus sieben motorisierten und einer leichten mechanisierten Division. Ferner lagen im Grenzgebiet außer einer Kavallerie-Division starke Fliegertruppen und in reichlicher Ausstattung Verbände der allgemeinen Heeresreserve. Der Mannschastsdestand dieser Truppenverbände belief sich friedensmäßig bereits auf 160 000 Mann. Rückwärts der Front in Lothringen bot die Festung Died enhof en und die neu ausgebaute und besonders an der Ostfront verstärkte Festung Metz einen starken Rückhalt. Hinter der ganzen ersten Linie der französischen Dftbefeftigungen erstreckte sich ferner als zweite Linis die der Festun- 'Gen e r ten durchgeführt. Es sei ein vollkommen geplanter und vollkommen durchgeführter Feldzug gewesen, der mit unwiderstehlicher Geschwindigkeit und Gewalt sein Ziel erreichte. Adolf Hitler habe die Staatsmänner der Westmächte aus jedem Gebiet, auf dem er sie traf, mit seinen Plänen, Gedanken, Kalkulationen und Kampfweisen übertroffen. Schluß mit dem Europa der Diktate. Sympathie-Kundgebung des ungarischen Parlaments. «Bern halon —^SCHWEIZ ler Lage den einzig möglichen Entschluß gefaßt, ijn, ähnlich wie König Leopold vor knapp drei sinnloses Blutbad zu vermeiden. In B u d a p e st, 17. Juni. (Europapreß.) Die Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses am Montagvormittag gestaltete sich zu einer gewaltigen Sympathiekundgebung für Deutschland. An der Sitzung nahmen fast alle Regierungsmitglieder mit dem Ministerpräsidenten Graf T e l e k i an der Spitze teil. In seiner Eröffnungsansprache wies der Präsident des Hauses, Tasnadi-Nagy, auf den siegreichen Vormarsch der deutschen Truppen und die Besetzung von Paris, Versailles und Trianon hin. Die Abgeordneten hatten sich schon bei Beginn seiner Rede von ihren Sitzen erhoben. Der Präsident gab dann weiter bekannt, daß er anläßlich des deutschen Sieges ein Glückwunschtelegramm an Generalfeldmarschall Göring als den Präsidenten des Reichstages gerichtet habe. Die Rede wurde von Begeisterungsstürmen und Hochrufen auf den Führer begleitet. Com- Laon. Charlevill?A^e^nJ • niianexJ? \LuxembUH P S ' ■Reims ^erdun.Mef.v..e , SaargemündZ SjUrnA 5traßburgif5 I 1 | \ »St Die }i^ Freib. a*.oi£[ Di*on/Besancon 3c yA. /6ray onn^s long,ei ! Mülhausen < • Belfort* * ♦ Vvelovmes * aeff . V Argen» 1 । gerönne Melun ;||c’‘ St. D.zier f Cutterten. . Churchill, der noch kurz vor Reynauds Abgang nach Bordeaux geflogen war und vergeblich versucht hatte, Frarkreich zu weiterem nutzlosen Blutvergießen zu überreden, hatte den ganzen Montag über l Le Mans , Moniorgis • Orleanse • Außerordentlicher Eindruck in Äeuyork. N e u y o r t, 18. Juni. (DNB. Funkspruch.) In -refigen Settern unter Überschriften wie „Franc- Teich beugt sich" verkündeten Sonderausgaben der Reuyorker Presse, Pstain müsse die Waffen nieder- ■egen. Seit Reynauds Rücktritt u>ar mtt dieser - «icklung zwar gerechnet worden, mchtsdestowen g war es doch eine gewaltige Ueberraschung f ' )»ie aus dem von London zuk Schau 8^ rasenen künstlichen Optimismus noch glaubten, Wfnungen chöpfen zu können. Wie bei anderen H obsnach- -ichten für die Westmächte verursachte die Nach- -icht an der Neuyorker Effektenbörse «fort empfindliche Kursstürze,.^ naturgem tz msbesondere Unternehmungen nut französisch Rüstungsaufträgen trafen. In Neuyorker Wirtt chastskreisen wird unumwunden erklärt, F $ Waffenstreckung habe d ie F r a g e * f e ns waffneten amerikanischen Jnteroen »ention erledigt, denn kem vernünftiger Kaufmann würde sich an einem bereit ■ Unternehmen beteiligen. Das S^oßte ™ Scripps Howard-Konzerns Jtem Lel^ram" betont, daß eine Nation die sich un^ »ezwingbarer Verteidigungsanlagen und 1 rt Armee der Welt gerühmt habe, Zersch cm Boden lieae. Erstmals ^«0)6 verten drohe jetzt dem Ätz des vie unmittelbare ^fahr einer Jnvch^^ an^' Armeen^di'e'^erfo^reichste3d-1 Munitionsreserven. Die "zwischen den Werken lie- D« modernen Geschichte, wenn mcht gar auer o« aen Belfort—- (obere Mosel) — Epinal—Trouöe de Charmes—Toul—Nancn. Dieses gewaltige Festungswerk, das Frankreichs Ostgrenze stützen sollte, ist durch die umfassende, nach dem Durcybruch der Saarfront gegen den Rhein— Marne-Kanal vorstoßende deutsche Operation gleich- zeitig mit dem weit ausgreifenden Vorstoß schmetter deutscher Verbünde über die Burgundische Pforte hinwkg an die Schweizer Grenze vollia aus den Angeln gehoben. Aber auch in sich selbst lost sich dies raffiniert aufgebaute Derteidigungssystem zusehends auf. Das deutet schon die Uebergabe der Festung Metz an, die an der Mosel eines der wichtigsten Bollwerke der Maginot-Linie mit einer außerordentlich starken Garnison war. Metz ist uralte deutsche Stadt, eines der ältesten Bistümer des alten Deutschen Reiches, das 1352 wider alles Recht von König Heinrich II. von Frankreich besetzt und mit Toul und Verdun vom Reiche losgerissen wurde. Run wurde Metz von dem großen französischen Festunaebauer Vauban au einem der stärksten Bollwerke im französischen Festung-- system gegen Deutschland angelegt. Trotzdem konnte es sich 1870 nicht halten, nachdem die Armee Ba- zaine von der deutschen 1. und 2. Armee in den Schlackten bei Colombey — Rouilly, Vionville und Gravelotte geschlagen und in Metz eingeschlossen war. Mit Elsaß-Lothringen war Metz wieder zum Reich zurückgekehrt, aber durch das Diktat von Versailles erneut unter sranzösische Herrschaft ge« kommen. Run wehen wiederum deutsche Fahnen über Metz. MdemMerkreuzausgezeichnel B e r l i n, 17. Juni. (DRB.) Das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz erhielten Hauptmann Balthasar und Oberleutnant Harras. Hauptmann Wilhelm Balthasar hat wie schon der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht bekanntgav, im Luftkampf 20 Gegner zum Absturz gebracht und 11 feindliche Flugzeuge am Boden durch Angriffe aus der Luft vernichtet. Ihm wurde die hohe Auszeichnung verliehen für seine persönliche Tapferkeit, in Anerkennung des kühnen Angriffsgeistes, den er als Jagdflieger bewiesen hat. — Oberleutnant Horst Harras hat am 24. Mat mit einem Geschütz seiner schweren Flakbatterie die Mauer der Zitadelle von Boulogne st u r m r e t f ge s ch o s s e n. Unter schwerstem Abwehrfeuer brachte er das Geschütz 20 bis 30 Meter vor der Mauer in Stellung. Nachdem er in die Mauer Breschen geschossen hatte, drang er mit seinem Erkunoungsosftzier und einem Unterwachtmeister zur Erkundung der Angriffsmöglichkeiten in die Zitadelle ein und war so oer erste deutsche Soldat, der die Zitadelle von Boulogne betrat. Er stürmte mit einer Schützenkompanie sodann den Wehrganq der Zitadelle und entwaffnete dort trotz /heftigen Feuers, das den Angreifern aus der mittleren Burg entgegenschlug, die Besatzung in Stärke von 2500 Mann. Er zwang dadurch den Komman. bauten zur Aufgabe des Widerstandes und machte den Rest der Besatzung in Stärke von 6000 Mann zu Gefangenen. Durch hervorragende Tapferkeit, Mut und in besonderer Einsatzbereitschaft eroberte so Oberleutnant Harras die Zitadelle von Boulogne im Handstreich. Der Führer und Oberste Befehlshaber hat ferner das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz dem Oberstleutnant de Boer, Kommandeur eines Artillerie- Regiments, verliehen. Oberstleutnant de Boer stand am 10. Mai an der Spitze der Kampfgruppe de Boer, deren Zusammenstellung seiner persönlichen, echt soldatischen Initiative zu verdanken war. Trotz schwerster Lage während der Stra- henkämpse in Dordrecht führte Oberstleutnant de Boer einen Angriff gegen den weit über- leaenen Feind unter widrigsten Verhältnissen erfolgreich durch. Das energische Zupacken seines Verbandes und das andauernde persönliche Eingreifen de» Oberstleutnants bewirkten die Sicherstellung der für das Gelingen des ganzen Unternehmens sehr wichtigen Brücke von Dordrecht. — Oberstleutnant de Boer wurde 1897 in Altona geboren. Am 15. 9.1914 trat er als Kriegsfreiwilliger in das Feldartillerie-Regiment 45 ein. Am 22.10.17 wurde er Leutnant. Er blieb nach Kriegsende zunächst im Reichsheer, trat bann aber 1920 zur Polizei über. 1985 wurde er vom neuen Heer übernommen und 1989 Kommandeur eines Artillerie-Regiments. Blihstbnelle Serfolquna. Berlin, 17.Jun!. (DJIB.) In schärfster Der- folgung stoßen unsere Truppen dem zurückflulenden Felnde nach. Immer wieder gelingt es durch blitz- schnelles Aupacken für den weiteren Fortgang der Operationen wichtige Geländepunkte zu besehen. So nahm der bereits einmal im OKW.-Vericht genannte Kommandeur eines Schühenreglments, Oberstleutnant V a l ck, seiner Division weit voraus, im kühnen Handstreich Flugplatz und Stadt St. Dizler, vernichtete dort mehrere Flugzeuge und machte weitere große Deute. Ein Panzerregiment unter Führung seines Kommandeurs, Oberstleutnant E b e r b a ch, besetzte im letzten Augenblick vor der Sprengung durch den Feind eine äußerst wichtige Seine-Drücke. Die Fahnen Großdeulschlands über Frankreichs Havpisiadt ■ - * v- ' M Rach dem Einzug der deutschen Truppen hißten deutsche Soldaten auf dem Dach des Arc de Triomphe die Hakenkreuzfahne. Unser Bild zeigt deutsche Soldaten mit französischen Beymten aus dem Dach des Arc de Triomphe, zu dessen Füßen das Grab des unbekannten Soldaten liegt. (PK.-Schmidt-Scherl-M.) Da staunten die pariser! Bilder vom Sinzug unserer Truppen in die französische Hauptstadt. Von Kriegsberichter Karoly Kampmann. PK. Wir stehen auf dem Place de la Eon- corde, inmitten einer großen Menschenmenge. Der Kommandeur einer deutschen Division läßt seine Soldaten an sich vorbeimarschieren. Zwar zieht unsere Wehrmacht schon seit dem Morgen durch Paris, aber in den letzten zwei Stunden sah man noch wenig Bevölkerung. Dann aber füllen sich die Straßen, und nun erleben die Pariser ein militärisches Schauspiel, das auch sie immer von neuem in seinen Bann zieht. Man muß es sich einmal vorstellen, daß noch am Tage zuvor um Paris herum gekämpft wurde, daß noch vor wenigen Stunden die französischen Soldaten in der Stadt waren und daß nun die Truppen hier einzoaen, von denen die französische Staatsführung der Bevölkerung von je ein völlig anderes 'Bild gegeben hatte, als sie es nun bestaunen kann. Und wir können immer nur wieder feststellen und müssen es einfach schreiben: Paris staunte! Als erste zogen Panzerjäger und Fine motorisierte Feldgendarmerlekompanie ein, die den Einmarsch und den Durchbrpch für untere Truppen sicherten, und dann zogen ununterbrochen die heutigen Soldaten mit allem, was zu ihrer Bewaffnung gehört, in die französische Hauptstadt ein. Dir haben am Tag zuvor auf der Fahrt nach Compiögn« den vielgepriesenen französischen Tank „Madagaskar^ gesehen. Im Feuer deutscher Abwehr war er liegengeblieben. Er war berühmt geworden, weil er einst bei einer MMärparade in Pari» am Schluß der Panzer fuhr und dort infolge ftiner Größe und Ausrüstung Aufsehen erregte und leidenschaftliche Begeisterung fand. Dieser „Madagasoar" war als eine Art technisches Wunder gepriesen worden. An diesen Panzer mußten wir denken, al» wir die Gesichter der Pariser beim Einzug der deutschen Soldaten sahen. Offen gestanden, wir haben auch immer wieder von neuem gestaunt, obwohl wir bisher reichlich Gelegenheit hatten, die Ausrüstung der deutschen Wehrmacht in praktischer Nutzanwendung kennenzulernen. Wer aber un eren Einmarsch am 14. Juni 1940 in die sranzö ische Hauptstadt erlebte, die seit 70 Jahren keine beut chen Truppen mehr in ihren Mauern sah, muhte überwältigt sein von dem grandiosen Bild, das sich immer von neuem bot. Da zogen unaufhörlich die feldgrauen Kolonnen entlang1*, das Bild schlichten Soldatentums in dieser Stadt prunkvoller Bauten und prächtiger Straßen. Da zogen unsere Männer ein, harte, aber gute Gesichter, von Schweiß überkrustet, ernst von den Kämpfen, die ihre Züge prägten, aber dennoch spricht aus ihnen die Freude, bei diesem Einmarsch dabei zu sein. Wir fahren an ihnen entlang, bann und wann halten mir, der Bildberichter entdeckt immer wieder ein neues Bild, das er aufnehmen muß. Es ist in Worten nicht so wiederzugeben, wie dieser Tag In unserem Herzen das gewaltige Erlebnis formt. Die Manner der deutschen Infanterie und Pioniere marschieren durch Paris. Dort folgt ihnen Artillerie, da motorisierte Truppen, alle Waffengattungen sind vertreten. Ueber uns ziehen ruhig die Geschwader der deutschen Luftwaffe. Es ist die Heerschau, di« in ihrer Einzigartigkeit tiefsten Eindruck macht. Als die Pariser diese deutschen Soldaten und die technische Ausrüstung sahen, da wird es ihnen nicht schwer gefallen sein, zu begreifen, daß auf unserer Seite der Sieg liegen wird. Die Menge auf dem Place de la Concorde hat natürlich unaufhörlich Fragen an uns zu stellen. Wir können gar nicht so viel antworten, wie wir gefragt werden. Aus allen Fragen klingt immer wieder die große Hoffnung auf, daß der Krieg für Frankreich bald beendet sein möge. Und zwischen allen Fragen wird das Interesse immer wieder auf die deutschen Soldaten gelenkt, denen die Bevölkerung ehrliche Bewunderung zollt. Jetzt ist der Vorbeimarsch der einen Division beendet, bald wird die nächste Division vor ihrem Kommandeur vorbeiziehen. Da kommen langsam von der Oeputiertenkammer her zwei Fieseler-Störche auf den Platz geschwebt. Die Maschinen landen. So etwas haben Blick vom Dach des Triumvdbogens, im Hintergrund der Eiffelturm. (PK.-von Hausen-Presse-Bild-Zentrale-M.) mimj die Pariser noch nicht gesehen und auch nicht vermutet. Flugzeuge, die mitten In der Stadt auf einem an sich großen, aber durch die Monumente und Anlagen nicht zum Flughafen geeigneten Platz landen und dazu noch so ruhig, das war für die Bevölkerung unfaßbar. Ein Franzose, dem mir lachend in sein oerrounbertes Gesicht sahen und der aus dem Staunen überhaupt nicht hevauskam, meinte, sie hätten bisher so vieles über die Deutschen gehört, was sich nun doch anders herausstellte. Aber wenn ihnen durch die Regierung ober die Presse die Tatsache der eben erlebten Flugzeuglandung verkündet worden märe, dann hätten sie diese Nachricht als Lüge bezeichnet. Und dabei märe das einmal etwas Wahres gewesen. Der Vorbeimarsch deutscher Soldaten vor ihren Kommandeuren unb die Landung der Flugzeuge auf dem Place de la Concorde haben sich schnell herumgesprochen. Immer mehr Menschen sammeln sich auf dem Platz, um Zeuge dieser Ereignisse zu sein. Auch aus der amerikanischen Botschaft sehen die Mitglieder dieser diplomatischen Vertretung intereffiert dem militärischen Schauspiel zu. Wir schlängeln uns durch die Menschenmenge und fahren nun d ie Champs Elysees hinauf. Auf dem Place de Elömenceau steht das Denkmal diese» größten und blindwütigen Deutschenhasser». Was Haß vermochte, haben wir, bevor wir nach Paris kamen, im Wald von Com. p i ö g n e erlebt. Dort war di« Schande des 11. November 1918 in Stein und in Worten unversöhnlichen Hasses von den Franzosen zu einer Statte ihres angeblichen Ruhmes gemacht worden. Kaum mehr als zwanzig Jahre, und der Führer aller Deutschen hatte als Gesandter der deutschen Geschichte die Vergangenheit auch hier an Ort und Stelle quittiert. Deutsche Wehrmacht hatte Wachs bezogen, die Hakenkreuzfahne nahm dem Denkmal das Zeichen ewigen Hasses und wurde hier als Künderin unserer Stärke auch das Symbol für einen gerechten Frieden. Und nun stoßen wir beim Denkmal LlLmenceaus in Paris wieder auf Haß. Was haben doch die Demokraten in der Seinestadt in den letzten Jahren von ihrer Bereitwilligkeit zur Wahrung des Friedens gefaselt. Aber wie oft muh man allein in Paris auf Stätten des Hasses stoßen, die immer wieder von neuem künstlich da» züchten wollten, was gerade der Zerstörung dieses Stiebens diente. Wie oft hat der Führer die Hand zum wahren Frieden geboten. Im Lande selbst allerdings wurde uns klar, warum dieser Friede nicht möglich war. Frankreich, du hättest es anders und besser haben können! Das empfinden die Franzosen heute selbst. Paris nach der Besetzung. Frankreichs Hauptstadt kehrt bereits zu normalen Verhältnissen zurück. P a r t», 17. Juni. (DNB.) Die französische Hauot- ftaot macht einen toten Eindruck. Etwa 2 Millionen Einwohner sind vor dem Einmarsch der deutschen Truppen geflüchtet bzw. durch die französisch, Negierung evakuiert worden. In erster Linie haben, alle Bewohner, die Fahrzeuge haben, die franzL» Gallenleiden Ich feile Ihnen mit, daß sich mein OaS lensteinleiden seitdem regelmäßigen Gebrauch des Wassers ganz besonder» gebessert hat; seit Wochen sind keine Schmerzen mehr aufgetreten, Frau M. Kemp, Bad Godesberg, Bahnhofstr.16.23.1.35, 10 grolle Flaidien HM 11.60, 50 grobe flaschen UM 2S.-. Fracht hin und turOdc trigt der Brunnen. Heilquelle KarlssprudeI, Blsklrdien * ische Hauptstadt verlassen. Deshalb sind natürlich hc guten Wohnviertel verödet, während die Dor« tädte belebter sind. Die Greuelmärchen der franzö- isch-engttschen Propaganda haben leider eine derartige Wirkung gehabt, daß die zurückgebliebene Bevölkerung sehr verschüchtert ist und zum Teil noch in den Kellern sitzt. Die auf der Straße angetroffenen Bewohner beantworten sehr willig Fragen und laufen teilweise neben den deutschen Truppen und Fahrzeugen her. Allmählich kommen mehr und mehr Neugierige auf die Straßen, durch die die Deutschen in doppelten Kolonnen ziehen. Die Hotels sind ebenso wie die Restaurants unb Läden geschlossen. Nur das Hotel „Ritz" ist geöffnet. Die U-Bahnen fahren noch nicht, ebenso nicht die Omnibusse, denn sämtliche Fuhrwerke sind außerhalb von Paris. Die Wasserversorgung ist gesichert. Auch das elektrische Licht ist In Ordnung. Größere Sabotageakte sind von der Bevölkerung nicht verübt worden. Besondere Kommandos der Franzosen haben lediglich die Oeltanks in Brand gesetzt, lieber- all sieht man jetzt die französische Polizei, die sich xur Verfügung gestellt hat und den Verkehr regelt. Auch die berittene Polizei tut ihren Dienst Der allgemeine Eindruck ist, daß in kürzester Zeit wieder völlige Ordnung eintreten wird. Was schwedische Vesacher berichten. Stockholm, 17. Juni. (Europapreß.) Lagebericht über die Einnahme von Paris und das Leben in der französischen Hauptstadt nach der Besetzung durch deutsche Truppen liegen der schwedischen Presse am Montag vor und zwar von neutralen Augenzeugen, die sich in Paris befinden. „Dagens Nyheter" betont, daß die deutschen Soldaten in Paris sehr korrekt aufträten. Ein Zeichen hierfür sei, daß die vielen Franzosen, die das Grab des Unbekannten Soldaten unter dem Triumphbogen aufsuchten, nicht in ihrer Andacht gestört werden. Die deutschen Soldaten schritten unter Ehrenbezeigungen an dem Monu- ment vorüber. In Paris selost hielten sich viels Franzosen auf den Straßen auf, wenngleich ihrs Gesichter auch ein verstimmtes Gepräge aufwiesen. Eine Erleichterung dringe ihnen aber die Tatsache, daß ihre Stadt vor der Zerstörung bewahrt werden konnte. Auch „Svenska Dagbladet" hat einen Korrespondenten nach Paris entsandt, um sich von der dorti« gen Lage berichten zu lassen. Der Berichterstatter schreibt, alle Vorstellungen, die er von einem mo» bemen Kriege gehabt habe, seien durch seine Front« Am Freitagmittag nahm der Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe im Schatten des Arc de Triomphe auf Deutsche Truppen in den Straßen von Paris auf dem Marsche zum Triumphbogen am Place del' der Place de l'Etolls den Vorbeimarsch der siegreichen deutschen Truppen ab. (PK.-v. Hausen-Scherl-M^ wo der Vorbeimarsch der deutschen Formationen ftattfanfc — tPK-'Web»r-Sch«üÄ^ ' 'M -•••' WM .2 ^ *4 VV i*f GMrE o?.; M |w* . ... WM - tR ■" JWiiK Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und In verschiedenen Preislagen bieten unsere_ Verlags- erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Aus der Natur Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde MM Gewinne und Prämien Stidislofieti 3rt Jeder Serie Will Zum sofortigen Eintritt männliche oder weibliche kaufmännische Kraft mit guten Kenntnissen in Buchführung Kassenwesen und Schreibmaschine für unsere Geschäftsstelle In Gießen gesucht. deutscher ring Versicherungsgesellschaften Gießen, Plockstraße 11. $884 p Bekanntmachung, wieder drei Lier. Für die Zeit vom 18. bis 30. Juni 1940 werden auf Abschnitt c der gültigen Reichseierkarte 3 Eier aufgerufen. 2887V Bekanntmachung. Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten. Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten erfolgt ab Donnerstag, den 20. Juni 1940, bis einschließlich Dienstag, den 25. Juni 1940 (ausgenommen Sonntag, den 23. Juni 1940), in der Zeit von 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr (Samstags von 8 bis 13 Uhr) nach der am 23. April 1940 veröffentlichten Straßen- einteilung (siehe Gießener Anzeiger und Oberhessische Tageszeitung vom 24. April 1940). Einteilung und Abholungstermine müssen genau eingehalten werden Den Lebensmittel-Personalausweisen, die vorzulegen sind, wird für die Folge der Abholungstag aufgestempelt. 2894C Verlorene oder abhanden gekommene Karten werden nicht erseht. Bezugscheine für Spinnstoff- und Schuhwaren können während der Ausgabetage nicht ausgestellt werden. Die Ausgabe der Zusahkarten für Schwer- und Schwerslarbeiter erfolgt vom 25. bis einschließlich 27. Juni 1940. Die Reste der Lebensmittelkarten der vorvergange- nen Versorgungsperiode müssen beim Empfang der neuen Karten abgeliefert werden. Gießen, den 18. Juni 1940. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B. ____________ 3. 93.: Nicolaus._____________ Bekanntmachung. Vetr.: rNetallspende des deutschen Volkes. Die außerordentlich große Zahl der ausgefertigten Urkunden über Ablieferung kriegswichtiger Metalle zur Metallspende des deutschen Volkes macht eine Zustellung an die einzelnen Spender unmöglich. Es würde dadurch ein in der jetzigen Zeit nicht vertretbarer Papier- und Arbeitszeitverbrauch eintreten. Verständnis für diese Maßnahme voraussetzend, bitte ich die Spender, ihre Urkunden abholen zu lassen. — Die Ausgabe erfolgt täglich während der Dienst- slunden 8—13 und 15—18 Uhr, Samstags 8—13 Uhr im Stadtbauaml, Asterweg 9, Erdgeschoß, Zimmer 4. 28830 Gießen, den 17. Juni 1940. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. J.A. Gravert. Giefaen ist begeistert! |— Unsere Film-nnd Biihnenschaii Das russische Künstler-Ensemble Feuervogel (8 Solisten) Gesang, Balalaika und Tanz hat eich Gießen im Sturm erobert In jeder Vorstellung stürmischer Beifall und rauschender Applaus. Dazu im Filmteil die köstliche Satire auf die englische Hocharistokratie Diener lassen bitten Ein Lustspiel von Format mit Hans Söhnker / Fita Benkhoff Joe Stoeckel / Rose Stradner Ursula Deinert/Herbert Hübner Vorher; NEUESTE UFA-TON-WOCHE Generalangriff auf Frankreich Lichisnielhaus Täglich 3.30, 5.30, 8.15 Uhr bis Donnerstag einschließlich. 2886A Aktuelle Geographie Er mochte nicht einmal ins Kino gehen. S riebe u nberJ Franz^ zum schall Göring, befördert worden: zum Oberst Veriag-leikr: Dr.-Jng. In der Fliegertruppe der Oberstleutnant Freiherr verantwortlich für den s ELAST O CORN so schmerzten seine Hühneraugen. Aber bald wird er sie los sein, denn er hat heute Elastocorn aufgelegt mit dem Filzring. Jetzt hat er schon keine Schmerzen mehr beim Gehen. Moskau regelt sein Verhältnis zu den baltischen Staaten. In Anerkennung besonderer Verdienste ist mit Wirkung vom 5. Juni vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmar- artige Panorama von den Zentralalpen bis Mont-Blane. von Gablenz, Direktor der Deutschen Lufthansa. Der Führer hat dem ordentlichen Professor cm. Geheimen Medizinalrat Dr. med. Emil Krück- mann in Berlin aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Das Kriegshilfswerk für das Deutsche Vota Kreuz. Der Führer sagte: „Ich rufe das deutsche Volk auf, durch Spenden für das Kriegshilfswerk sich der Opfer der Soldaten würdig zu erweisen." Hand >> 'lbst Olli;, b mtich ) die der stach ' eine to lfgebliebi« t und jui der Strcii sehr ich n be* ch tonunr aßen, butt en Ml uranis m " ist M ’benfo nid sind ach'1 st geM g. TrW 1 nicht vt? 1 Franzch setzt. Ufbit11 Poltziii >en Lekltsl )ren M rzesttt P FS n •Uh si 15 ctdt 8Ü „Hinter einer chinesischen Mauer." Eindrücke dänischer Korrespondenten. T S" »afig h der bi j [ran* >i< stach gierung in Lettland und Estland, die fähig und willens seien, die Bedingungen der Beistandspakte ehrlich durchzuführen, 2. den freien Einzug für d i e sowjetischen Truppen nach Lettland und Estland zur Besetzung der wichtigsten Punkte der beiden Länder, um die Durchsühruna der Beistandspakte zu garantieren. Sonntag abend haben die Gesandten Lettlands und Estlands dem Regierungschef und Außenkommissar Molotow das Einverständnis ihrer Regierungen zu den Forderungen der Sowjetregierung mitgeteilt. Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauHtschrifilelterS: Ernst Vkumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Sieben, Provtn, imb Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Berlag: Brühlsche Universttätsdwckerei R. Lange K. G. :'L. ^..g. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. PI.Nr.S. ,_______ ... italienische Botschafter G uarig- Ha, feine Familie, das Botschastspersonal und die Pariser Vertreter der italienischen Presse. Mit dem zweiten Zug trafen die italienischen Konsulatsbeamten und zahlreiche sonstige italienische Familien ein. Die Heimkehrer beklagten sich über die s ch i- kanöse Behandlung durch die französischen Behörden. Beispielsweise sei das Botschastspersonal in Gefangenenwagen vom Gebäude der Pariser Botschaft zum Bahnhof befördert worden. Bei einem viertägigen Aufenthalt an der fron- östsch^schweizerischen Grenze durften die Reisenden rie in der prallen Sonne stehenden Züge nicht ver- assen und erhielten täglich nur einen Becher Wafer. Die französischen Beamten zeigten sich sehr unlöslich selbst gegenüber den mitreisenden Frauen. trachtet werden, die französische Hauptstadt werde bald wieder ihr normales Aussehen haben. Wchtlmgselend in Südsrankreich Madrid, 17. Juni. (Europapreß.) Die Berichterstatter spanischer Zeitungen schildern in drastischen Worten das ungeheure Elend und das Durcheinander in dem riesigen Flüchtlingshaufen, der sich ununterbrochen südwärts wälzt. Die Südprovinzen feien mit Flüchtlingen überfüllt. In Biarritz und zahlreichen anderen Bahnhöfen schliefen die Flüchtlinge in Personen- und Güterwagen, weil keine andere Unterkunft verfügbar sei. Die französischen Behörden verstärkten die Grenzwachen, um eine Massenflucht nach Spanien zu verhindern. Die nach Spanien führenden Landstraßen seien von den französischen Behörden gesperrt worden. Auf den internationalen Brücken und Uebergönoen seien Drahtsperren angelegt worden. i o n." „Unter das Kapitel der französischen Geschichte', fct die Zeit der Größe Frankreichs genannt werden larfv ist mit dem Hissen der Hakenkreuzflaage aus lern Arc de Triomvhe in Paris d e r Schluß- rich gezogen worden." So leitet der Korreipon- ient der „llcationaltidende" die Schilderung seiner Eindrücke von einer Pressereise nach Paris, neun Stunden nach dem Einzug der ersten deutschen Gruppen, ein. Zwei Momente sind es vor allem, !iie stärksten Eindruck auf den Berichterstatter w^h- iknd dieser Frontreise gemacht haben, nämlich die ^vorstellbare Geschwindigkeit des deutschen -Vormarsches und die ungeheure Präzision der leutschen Waffen, von der die Stadt I miene einen Beweis liefere. „Die Kathedrale t* vollkommen unversehrt, und mcht ein Splitt ereinftfjlag ist zu entdeck««, wahrend dte tuartiere der Stadt, die zehn Meter vom t-otfel des Dome- entfernt beginnen, dem Sieben aleichgemacht worden rnd. Die deut- chen Stuka« haben hier eine $raxiItonsarbeit ge- ■ leistet, di- schwerlich zu übertreffen ist. De-gleichen, i» heißt es in der Schilderung weiter must« es be° irüßt werden, daß die Zerstörung der Hauptstadt Lari« verhindert wurde. „Dreißig Kilometer vor t.ari« sahen wir di- letzten Spuren der deutschen Qaisen. tznnerhalb dieser Zone 'st «lies und e- t iltjr t. Die Hauptstadt selbstt macht am Tag« nach lam Einrücken der deutschen Truppen einen v-ilüg Redlichen Eindruck, und zw-is-lloe wird in wemgen ^ag-n die Stadt ihr normales Aussehen wieder er Inngf haben." Da, rleflge Einkreisung-Manöver gegen-. bat fron hfisch- Ostheer schildert „B-rling-k- Dd-nde noch am Montag in einem Bericht feine» -eiere, in b-m es heißt: ,Mi- eine 3n|el im Meer !--r seldgrauen deutschen Truppen liegt nun da- >reieck der Maginot-Festungen w»h :Bnb di- Wellen von allen Seiten über st- hm MIen. In Gestalt eines enormen xeu*. ' oße« von der Champagne nach der sthwelzeri. . Heu Grenze zu entwickelt sich die giganhschste Werte Operation des ganzen Krieges und b«i der -chnelligkeit, mit der der Keil von der LanE- iiochskbene herabgeführt wird, kann es un g ch °nge dauern, bevor die deutsche Frontlin e sich >om Kanal südlich der Seine entlang und vor über Äaris bis aut Schweizer Grenze in oer «ähe des ReuchLteler Sees erstreckt. Der Vorstoß >ach dem Herzen der Bourgogne hat den sranz0|l Hen Widerstand zu Boden gensien. Italienische Diplomaten in Frankreich schikaniert. Rom, 18. Juni. (Europapreß.) A" Montag. Eag trafen zwei Züge mit itali-n.schen Staat-, ^gehörigen, die aus Frankreich zuruck Moskau, 14. Juni. (DNB.) Wie amtlich be- kanntgegeben wird, sind die Verhandlungen zu einem Abschluß gekommen, die In den letzten Tagen zwischen Molotow und Vertretern der litauischen Regierung geführt wurden. Diese Verhandlungen waren durch wiederholte Zwischenfälle und Entführungen sowjetischer Heeresangehöriger aus den in Litauen befindlichen sowjetischen Garnisonen hervorgerufen worden und hatten zur Feststellung geführt, daß Litauen nach Auffassung der Sowjetregierung die Bestimmungen des Beistandsvertrages verletzt habe. Die Verhandlungen der letzten Tage haben nach der am 12. Juni erfolgten Abreise des litauischen Ministerpräsidenten aus Moskau zu einer Krise geführt, wobei die Sowjet- regierung sich veranlaßt sah, ihre Forderungen i n ultimativer Form zu stellen. Diese Forde- rungen der Sowjetregierung sind von litauischer Seite angenommen worden, wodurch die Beilegung des Konfliktes ermöglicht wurde. Die sowjetischen Forderungen laufen vor allem auf folgende Punkte hinaus: 1. Der litauische Innenminister Skucas und Poli- zeichef Powelaitis sollen zur Verantwortung gezogen werden, da sie nach fowjetrusstscher Auf- sassung die Schuldigen an den Zwischenfällen der letzten Zeit sind. . . 2. Rach Litauen sollen sowjetrsche Truppen in entsprechender Zahl auf wichtige Zentren gebracht werden, um die Möglichkeit der Durch- fÜhrungdesBeistandspakteszu gewähr- leisten und allen Zwischenfällen vorzubeugen. Ministerpräsident Merkys ist mit seinem Kabinett zu- rückgetreten. Eine neue Regierung hat Justas Paleckis gebildet. Vizeministerpräsident und Außenminister ist Kreve Mickevicius (bisher Finanzminister); Kriegsminister und Oberbefehlshaber bleibt General Vitkauskas. Ferner hat die Svwjetreaierung an Lettland und Estland Roten gerichtet, in denen ähnliche Forderungen vorgebracht werden wie die bereits von Litauen angenommenen. In den Roten llw M QL imboi ? »ir k SÜ te •Ife über den Haufen geworfen worden. Der Äriea .erbe heute n u r a n E i f e n b a h n l i n i e n u n d ,uf Landstraßen geführt. Ueppige Felder und Ziesen lägen manchmal unberührt da. Der Mitarbeiter des Blattes berichtet, daß das Auge lCn der berühmten Weygand-Linie südlich von Imlens nichts mehr habe sehen können, ftidlose Ströme von Gefangenen marschierten in Erblicher Richtung in die Gefangenenlager, voran le Hilfstruppen der Westmächte, Reger mit Haut- htben aller Schattierungen, mit wilden Barten ,lH die wulstigen Lippen. In Paris selbst sähe man nur wenige deut- I* e Soldaten auf den Straßen. Sie hätten sch keine Ruhe gegönnt, sondern seien sofort an le Weiterverfolgung des Feindes gegangen. Die «ufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung werde teben der kleinen deutschen Garnison von der ranzö fisch en Polizei bewerkstelligt, und par so, als ob nichts geschehen sei. Die Beftie- junflsaftion m Paris könne als abgeschlossen be- Kleine politische Nachrichten. Da sich die Gruppenführer der SA. ;jum größten Teil an der Front befinden, hatten sich die stellvertretenden Führer der SA.-Grup- pen zu einer zweitägigen Arbeitstagung in Berlin zusammengefunden, die von Obergruppenführer Jüttner geleitet wurde. Auch Stabschef Lutze prach zu den Führern der SA.-Gruppen. Oberst wissenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiete der Augenheilkunde die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der Stabsleiter des Stellvertreters des Führers, Reichsleiter Martin Bormann, einer der engsten und ältesten Mitarbeiter des Führers, beging am Montag feinen 4 0. Geburtstag. Schweden verlassen England. Stockholm, 17. Juni. (DRB. Funkspruch.) Wie „Sagens Nyheter" meldet, verlassen etwa 100 in England ansässige Schweden die englische Insel, um sich in ihre Heimat zurückzubegeben. Sie werden die Heimfahrt mit dem Depotfahrzeug „Patarori" antreten. stellt die Sowjetregierung fest, daß beide Staaten die sogenannte baltische Allianz nach der Unterzeichnung der Beistandspakte mit der Sowie!- union nicht aufgehoben, sondern im Gegenteil verstärkt hätten durch die Einbeziehung Litauens in dieses Bündnissystem und durch den Versuch, auch Finnland hinzuzuziehen. Die Sowjetregierung könne dieser Politik, die dem Beistandspakt zuwiderlaufe, nicht unbeteiligt zuschauen, um so mehr, als sie selbst ihre aus dem Beistandspakt resultierenden Verpflichtungen genau eingehalten habe. Die Sowjetregierung sehe in der baltischen Allianz nicht nur eine Gefahr, sondern eine direkte Bedrohung der sowjetischen Grenzen. Infolgedessen betrachte die Sowjetregierung folgende Minimalforderungen als absolut notwendig: Die Bildung einer neuen Re- Die burgundische Pforte. Der Vorstoß der deutschen Schnellen Truppen nach Pontarlier an der schweizerischen Grenze ging über die altberühmte „burgundische Pforte", die schon in den Kriegen von Gajus Julius Caesar eine Rolle gespielt hat. Die burgundische Pforte, b e i Belfort etwa 38 km breit, ist die alte bequeme Verbindung zwischen dem Rhein und dem Stromgebiet der Rhone. Die Rhone selbst verläßt zwar fast 200 km südlicher den Genfer See; aber der aus der Westschweiß kommende Doubs durchfließt die burgundische Pforte in ihrer ganzen Ausdehnung, vereinigt sich dann mit der vom „Plateau von San* gres" herkommenden Saone und führt seine Gewässer der Rhone zu. Rhone und Saüne-Doubs vereinigen sich bei der alten Handelsstadt Lyon. Diese burgundische Pforte ist schwer befestigt: von Osten nach Westen reihen sich aneinander Belfort, Besanron und weiter im Westen Dijon. Reben diesen künstlichen Befestigungen bietet auch das Gelände erhebliche Schwierigkeiten: der Schweizerische Jura ist ebenso wie das Plateau von Langres Kalkgebirge. Die Flüsse schneiden also tief ein, und die Abhänge sind recht steil. Pontarlier an der schweizerischen Grenze liegt rund 850 Meter hoch. Wenn man von Pontarlier die Jurapässe überschreitet, so hat der Wanderer einen märchenhaften Anblick: unter sich den Reuchateler See, weit rechts den Genfer See und darüber hinweg das wirklich groß- Das alte Orleans. Dank Schillers „Jungfrau von Orleans" ist die Matt Orleans als Symbol des Frankreichs, das jch im Mittelalter — im „Hundertjährigen Krieg" - gegen die Engländer wehrte, tief in bas deut- ihe Bewußtsein gedrungen. Das Orleans unserer war ist sehr viel weniger bedeutend als die Dor- -ellung, die uns Schiller vermittelt hat. Es ist eine hläfrige Provinzstadt von nicht einmal 80000 E!n- robnern, die vom Fremdenverkehr und von der i:nbwirt|chaftlichen Veredlungsindustrie (Bisquits, fruchtbrot, Schokolade, Honig, Konfekt usw.) lebt, fib ihre alte Bedeutung als Hafenstadt ganz ver- e[(in hat. Denn im Mittelalter kamen die flach- i.-yeichen Seeschiffe bis nach Orleans auf der ! oire hinauf, genau so wie auf der Seine nach ' aris. Orleans liegt am nördlichsten Punkt der ioire, die hier einen Scheitel bildet. Sie kommt -niz weit aus dem inneren füdfranzöstschen Gebirge j>r Ernennen und biegt bei Orleans nach dem We- ten ab, wo sie knapp jenseits der Bretagne bei i t. Razaire und Nantes mündet. Orleans ist nur 25 Kilometer von Paris entfernt. Die umgebende Landschaft hieß früher Orleanais. An den Ufern der ioire bauten die französischen Könige, besonders kränz I. (1515—1547) mit Hilfe italienischer Künst- tr prächtige Schlösser, die das Zeitalter der fränkischen Renaissance einleiteten. Die Loire und das ton ihr ausgehende Kanalsystem sind infolge Der- mbung, des Wettbewerbs der Eisenbahnen und — ler Gleichgültigkeit verödet. melnO* llltlSljIgn nz beioß. Jehan sind 'igelrelen -16.23.1Ji -• Mim । liildfdxfl er!A 4) Uh i das M ■r BesiM fchweM n neulB 'N. Solbflh-1 n. E!"»» en, die W ratens- dit in n SoW dein ®orIl in8lläir rung6,1 i Mep in her 5 .richtet ; einein^ seine Denke vom Oberkommando des Heeres berichtete über die Erfahrungen der vormilitärischen Erziehung durch die SA. Am Abend fanden sich die Führer oer Gruppen mit den in Döberitz befindlichen aus der SA. hervorgegangenen Offiziersanwärtern zu einem Kameradfchastsabend zusammen. Im Auftrage des spanischen Staatschefs, General Franco, überreichte oer Chef des spanischen Generalstabes, General Vigon, dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop die höchste spanische Auszeichnung, bie Kette des Ordens vom Joch und den Pfeilen, eine Auszeichnung, die oisher in Deutschland nur dem Generalfeldmarschall Göring verhetzen wurde. Der ägyptische Gesandte in Rom, Marad S i d Ahmed Pascha, der seiner Regierung dringend geraten hatte, aus dem Kampf gegen Italien her- ausAubleiben, andernfalls werde er zurücktreten, ist nach der Schweiz abgereift. Der ägytifche Generalstabschef AzizAlMasri Pascha, der gleich ihm antienglisch eingestellt ist, ist von den Engländern verhaftet worden. Der bulgarische General der Infanterie Sche- koff, der im Weltkrieg Oberbefehlshaber der vul- garischen Armee war, hat, erfüllt von aufrichtiger Anteilnahme an den Siegen der deutschen Soldaten, gebeten, daß der ihm zukommende Ehrensold als Träger des Pour le märite-Ordens für bie Dauer des Krieges dem Deutschen Roten Kreuz zu Gunsten verwundeter Soldaten überwiesen werde. Kopenhagen, 18. Juni. (Europapreß.) Die kehrten, in Rom ein.- In dem ersten Zug be- !openyagener Abendpresse des Montags widmete fanden sich der italienische Botschafter Guarig,- i-:r französischen Maginot-Linie einen Nekrolog, in lern folgende Vergleiche mit ihrem klassischen Vor-- litt> gezogen werden: „Aufs Neue hat es sich ge= irigt, daß keine Nation, hinter einer chine- ischen Mauer behütet, gegen jedes Un- »ettrr gefeit ist. Noch einmal, wie schon feit Jahr- lusenden, hat uns die Geschichte gelehrt, daß Wälle (US Stein und Erde nicht genügen, um in tnem Kampf zu siegen. Die falsche Lehre von der ; e f e n f i d e als der besten Angriffstaktik hat sich Es ohnmächtig und schwach erwiesen, hat Mb, Kräfte und Menschenleben gekostet und große lntläuschungen gebracht. Wie die chinesische Mauer ifjeint auch die Maginot-Linie ein Monument des Geistes der Defensive zu werden, eines Geistes und i ner Auffassung, für deren Propheten die Entwick- ing des Krieges katastrophal geworden ift. >le|e Propheten haben eines in ihrer Rechnung :«rgefs«n: d e n Angriffsgeist einer Na- Er starb für die Größe und den Bestand von Volk, Führer und Reich 2882 r, 2885 D Gießen (Schiffenberger Weg 16), den 18. Juni 1940. 32145 im Alter von 20 Jahren. Gießen, Bergstraße 27. 2881 D Reiskirchen, den 17. Juni 1940. 02147 Frau Maria Grode, geb. Gisbert Vereine Gießen, den 17. Juni 1940. 2890 D Gießen, den 18. Juni 1940. 2889 D Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. »7#P Fräulein Else Hellwig von ihrem schweren Leiden. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Minna Völsing, geb. Hellwig. Gießen, Alsfeld, Langen und Krefeld, den 18. Juni 1940. bern. 02142 Die Beerdigung fand in der Stille statt Seltersweg 29III. 2888 D Stadttheater Die Beisetzung erfolgt am 20. d. M., nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus. Das Seelenamt ist am 20. d. M., morgens 7 Uhr, in der kath. Pfarrkirche. - Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Wilhelm Klingspor Carl Berg und Frau. Gott der Herr erlöste am 13. Juni unsere hebe Schwester, Schwägerin und Tante Zuverlässiges Halbtagsmädchen ober für ganz, mögl.sof.gesucht. Näh.i.d.Geschst. b.Gieb.Anz.28S2v Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d.von mirangew.einzig sichereMeth. unt. Garant, für immer mit d.Wurzel entfernt Frau B.Gulden. seit35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gießen, Heute nachmittag entschlief sanft im Herrn, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, nach kurzer, schwerer Krankheit im 70. Lebensjahre meine innigstgeliebte Frau, unsere liebe, gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 19. Juni, um 14 Uhr statt. WllMl- WWll welches Lust!und Ließe zu b.Landwirtschaft hat u. im Haushalt mitzuhelfen, bei Familienanschluß f. sofort gesucht. Näher, bei [289iD Adolf Schütz Rehe üb.Renne- rob, Westerwald. In tiefer Trauer: Im Namen der Hinterbliebenen: P. Grode. Nachlässe von 3 bla 20 v. H. äa halten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeigei Nach langem, schwerem Leiden entschlief heute sanft unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Ludwig Launspach XII. Beine Ursprungs* Zeugnisse, ondern nur Zeugnisabschriften Dem Be werbungsichreiben bei legen I —, Lichtbilder undBewerbungsunte^ lagen müssen zur Bet Meldung von Verlusten aus der Rüdseile Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I 20 bis 22.30 Uhr 32. und letzte Vorstellung der Dienstag-Miete! Trockenkursus Ski - Lustspiel von K. Bortfeld Spielleitung: Hans Geißler. Preise: RM. 0.60—3.10. [2844D IUzW opinrpi KameradschaltWei Nrontag,24.Imn 20 Uhr , Bortragsrma w der Neuen Aula „Der letzte Spmi des alten Löwen“ Ermäßigte Ein? trittskarten S>u 50 Pf. bei Mit-' gliedsausweis... STATT KARTEN. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Lisel sowie für die vielen Blumenspenden danken wir herzlichst Am 20. Juni schlüpfen die lebte« MW «MM ttMlllMei Bestellen Sie Ihren Bedarf rechb zeitig. Bel Bavnversand Garant! e für lebende Ankunst. 2821-* (Siebener goo Gienen, Seltersweg 6, Tel. 329% im 77. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp LaunspachV. Familie Ludwig Enders II. Gesucht 02148 Zimmer in. voller Kost Angebot an W. Elbing, Bahnhofstr. 10 ■ bei Schmidt. ■ -------------, [Stellenangebote! Erfahrenes KindßFiräQlein nach Bad Hom- , bürg zu einjähr. ' Mäoel sofort gesucht. Familienanschluß. Sckr. Angebote unter । 02141 an den Gieh.Anz. erbet.! Stellengesuche 3o. Wen sucht Beschäftigung f. nachmittags, möglichst zu Kin- | Kaufgesuche Gut erhaltenes Damen- Fahrrad zu kauf, gesucht. VolZ [ 0214D* Lindenplatz 1. Herren- Fahrrad z. kaufen gesucht.. Au der Johannei- kirche 4 p. [oai4e Kaufen jede Menge Weibwein-, Rotwein-, Kognak-, Sekt« Flaschen zum Preise von 15 und 20 Pfg. Engel-Avotheke Giebe«. Telephon 2676. | Verschiedenes! iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dieVerblndunflj her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt siel» die Beschaffenhell Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Pottkarten, Rechnungen, Geschäftskarten Ihre» Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Werl auf gepflegte Drucksachen I Wir biete» sie Ihnen prelswertl Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIW Ein größeres WM (schwarz-weih) entlaufen. Mitteilung erbet.. an Lyncker Schiffenberg Tel. 2283. IwP Hausdame sucht zum 1. Juli 1940 Stellung bei älter. Herrn ober Dame, wo Hilfe vorhanden. Schriftl. Angeb. unter 02139 an denGieh.Anzeig. üeourtsanzeigen oei Brühl, Gießen Verkäufe | hellgraue Hose Größe 42 44 und eine HJ.- Überfallhose Gröhe 42/44 billig zu verkauf. Kaiserallee 4. Mietgesuche I 3 Erwachs, suchen 2Zimmerm.Küche oder Kabinett mit Zubehör. Schr.Angeb.unl. 02151 a. d.G. A. Wer ihn kannte, weiß, daß wir einen prächtigen Menschen una treuen Mitarbeiter verloren haben. Wir werden ihn nie vergessen. Wenige Stunden nach seiner schweren Verwundung vor Dünkirchen. am 2. Juni 1940, starb den Heldentod für sein Vaterland mein innigst- geliebter jüngster Sohn, unser lieber Bruder und Schwager In tiefstem Schmerz: Frau Anna Altendorf, geb. Vogt Gerichtsreferendar Dieter Altendorf, z. Z. Gefreiter im Felde Hildegard Wolff, geb. Altendorf Ing. Alfred Wolff. Im Kampf für Führer und Vaterland fiel am 6. Juni bei Amiens unser lieber Arbeitskamerad Für Führer und Vaterland fiel am 5. Juni 1940 südlich Amiens unser treuer, geliebter Sohn, mein einziger, lieber Bruder, unser tapferer Junge In tiefstem Schmerz: Heinrich Marquard, Heeresjustizobennspektor Frieda Marquard, geb. Waisemann Margret Fittje, geb. Marquard. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Neils & Kraft Lollar. Usenborn, Friedberg, Aschaffenburg. Aulendiebach, den 15. Juni 1940. In tiefem Schmerz: Georg Müller, Lehrer Tilly Müller, geb. Schäfer Lieselotte Müller Wilhelm Müller, Bürgermeister i. K. Lehrer HeinzW eidenhaus (z. Z. Oberfeld webel im Felde) und Familie. Karl Schäfer (z. Z. Oberleutnant im Felde) und Familie Familie Bolitsch. Günter Marquard Fahnenjunker, Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 19 Jahren. - Sein bisheriges Leben berechtigte zu den stolzesten Hoffnungen. Am 11. luni fiel an der Saarfront in treuer Pflichterfüllung im Alter von 25 Jahren unser herzensguter Sohn, Bruder, Enkel und Neffe cand. ing. Walter Müller Leutnant in einer Nachrichtenabteilung. Gustav Müller Soldat in einer Infanterie-Geschütz-Kompanie Karl Erich Altendorf Leutnant in einem Artillerie-Regiment, Inhaber des Eisernen Kreuzes Ur. 142 Zweites Statt !Ö ■schielte in gröbeiv itag 20 WJ jrtra^ti r -JieuenH iiiiiiiiiiiiiiiiti ! Geschäft: rucksach« n dleVerbM* u Ihren Enttf n.Manstiüti: ■eschaHankt Waren w n nan Briefb:;t Umschläge,^ in, Rechnun» häftikarttBin jes beurteilt U Sie deihaiD«? gepflegte Dr.» ien I Wir bi# Ihnen prell«' il'scheOnicti’' jlstr. 1, hivarMI ntlanfen tteilunsK n Lynck . hifienben L2283J* Terehte Nachtwanderung. Don Jakob Kneip. Hoch oben in den Spessartwäldern, auf der „Weg- sc eide", hatten wir mit der Jugend ein Lagerfeuer c gezündet, und gedachten dort die Nacht zu verklingen. Aber als der Mond dann hinter den binnen heraufstieg, als die Morgenkühle uns an» llrhte und der Sang allmählich verstummte, stahl i< mich mit zwei Gefährten vom Lagerfeuer fort, in auf einsamem Waldweg die Nacht zu belau- Itien und den erwachenden Morgen zu erleben. Oben standen die Sterne, unter uns dunkelten mithin die Täler, lieber den Rasen der Hochfläche, im* der Holzstoß verglühte, schritten wir zu einer Lcaldschlucht hinab. Kaum war der eigene Fuß n|f dem Rasen hörbar. Der Wald, in den wir nun i^abtauchten, stand noch im tiefen Schweigen zu di ser Stunde. Schweigend gingen auch wir; feiner v: gte die große Stille zu stören. Bald aber Werte ein Waldbach irgendwo in der Schlucht, udb über uns strich ein leises Wehen durch die iHärter der Wipfel. Da ertönte plötzlich seitwärts piff einer Lichtung ein langgezogener schnurrender Un und gleich darauf, unheimlich in dieser Stille, [tt Laut wie ein Händeklatschen. Wir standen einen Augenblick betroffen und kt en uns an. Dann strich es über uns durchs Ge« hl. und nun erkannten wir: es war der „Ziegen- milter", der gespenstige Nachtvogel! Und wieder tiefes Schweigen um uns her. Wir gingen zu ie Lichtung hinüber, hielten dort eine Weile an »5 lauschten in die Wälder hinab. Em Rehbdck [ H'eckte drüben an der Talwand, wo der Mond in:: zauberhaftem Licht über den Buchenwipfeln imb. Herber Duft stieg vom Waldboden aus. Man vH auf der Lichtung förmlich, wie der Tau stet, die Erde ausatmete, wie alle Baume, -öulcye öd Gräser ihren Duft verströmten. Mötzlich - war es Wirklichkeit oder Traum? -»ein verhaltener Kuckucksruf fern im Tal. Fragend 4»en wir uns an. NoW nie hatten wir den Rus h Kuckucks zu solch nächtlicher Stunde vernom- nm. Ich zog die Uhr: es war kurz nach zwei. [Mion tönte wiederum der seltsame, nächtliche^Rus, 3tff)er und sicherer klang er jetzt aus fernem 2Lalo- ir. nbe herauf. Immer lauter und schembar naher ieiückt durchbrach er das große, nächtliche ^hwei- So jäh und einsam durchtönte er die Walder, Fteil es mich mit Schauem überlief. ! Da, als wir weitergehen wollten, klang über uns •i einer baumleeren Hohe, leise und zaghaft eine öZelkehle, mit so feinem, silbernem Laut, daß £$annt nach dieser Richtung hinlauschten. Immer YLider stieg das silberhelle Klingen und wuchs in Aus der Stadl Gießen. Fünf Minuten Pädagogik. Die Sommer-Ferien, die in diesem Jahre vom l.Juli bis zum 18. August dauern, stehen vor der Eure. Ehe sie beginnen, scheint es sehr angebracht, ich mit dem Klassenlehrer kurz darüber zu unter- galten, ob und welche Nachhilfen das Kind während )er Ferienwochen braucht. Nach den Ratschlägen )iefes Erziehers werden wir dann dem lernschwachen Kinde entweder Nachhilfestunden erteilen lassen oder n harmloseren Fallen selbst ein wenig nachhelfen Diese Nachhilfe durch Elternhand versuche sich iber beileibe nicht mit strengem „Einpauken" und ^glichen stundenlangen Hebungen, wodurch der Zweck der Ferien sinnlos gemacht würde. Es sind ;anz andere Mittel angebracht; wir verlegen uns nif die List. Mangelt es in Erd- oder Naturkunde o beschaffen wir für diese Zeit geeignete Bücher, )ie dem Kinde auf unterhaltende und spannende Art Kenntnisse vermitteln. Die heutige Jugendliteratur st reich an solchen Schriften, und der Buchhändler erät die Eltern gerne. Hapert es bei den Spra« gen, so ist auch da Rat zu schaffen: ebenfalls sind ;s die Bücher, die wir als Hilfstruppen heran« jchen. Selma Lagerlof, die große Dichterin und Menschenkennerin, berichtet aus ihrer Jugendzeit, aß man ihr, die sehr schwer mit dem Französischen ertig wurde, eine Märchensammlung in französi- cher Sprache schenkte; Märchen aber liebte die leine Selma leidenschaftlich, und so führten die Contes de fies" sie ins Französische ein. Da es aber auch Kinder gibt, die sich nicht viel rus Lektüre machen, so muß für diese ein anderer Leg gefunden werden, und dieser führt über die izitelfeit zum Erfolg. Kluge Mütter werden ihre Sinder selten umsonst über Belehrungen auf diesem :3er jenem Gebiet bitten müssen. „Ich habe seit Itr Schulzeit so viel vergessen", sagt eine solche ühitter beispielsweise, „aber wie war das doch mit Washington, wann lebte der eigentlich oder was :at er?" Sie kann sich auch nach der Entwicklung ler Frosche oder der Beschaffenheit Australiens er« Imbigen, kann um Hilfe bei der Uebersetzung eines nglischen Buches bitten oder so tun, als finde sie >ch nicht durch eine Rechenaufgabe hindurch, lieber» laupt das Rechnen! Häufig steht diese Klippe in Zusammenhang damit, daß Kinder im praktischen .eben nicht nötig haben, sich mit der Welt der Zahlen luseinanberzusetzen, daß Zahlen ihnen -wenig verbaute Begriffe sind. Bespricht man aber mit ihnen, »ieviel Kilometer man heute gewandert ist, wieviele lestern, wieviele wahrscheinlich in dreißig Tagen, latm erwacht schon eher das Interesse an den un« ingenehmen Ziffern. „Du schwimmst hundert Me- :r in zwei Minuten, Karl sagt, er braucht dazu -in 100 Sekunden; Emst sagt, er macht 50 Meter i 50 Sekunden — wer schwimmt nun eigentlich im schnellsten?" Solche Fragen verlocken eher zur Beantwortung als die des Rechenbuches. Eine weitere Erleichterung der Ferienarbeiten l-deutet es, wenn wir Prämien für besonders ' erarillige Leistungen aussetzen. Eine Ruderfahrt i Oer Ausflug für eine gut geschriebene Seite, eine :en Ernstfall einen wirksamen Schutz bedeute. Nach- >em der Kreisfeuerwehrführer der Gemeinte für die sorgfältige Instandhaltung der Gerate und der Führung und den Kameraden der beiden Wehren ür ihre Einsatzbereitschaft herzlichen Dank gesagt hatte, fand die Besichtigung und die Uebung ihren Abschluß. Im Gafthaus „Zum Busecker Tal fant man sich anschließend zu einem kamevadschasMchen Beisammensein ein. Fünf Jahre Zuchthaus für nächtliche Einbrüche. Lpd. Frankfurt a. M., 17. Juni. In einem Ort der Rheinpfalz stahl der 46jährige Franz T y bi aus Saarbrücken, der 15mal vorbestraft ist, in einem Wirtschaftsraum Eß- und Rauchwaren. Als er mit der Beute zu Arbeitskameraden kam, wurde sie ihm aus Scherz versteckt. Man machte ihm den Vorwurf, gestohlen zu haben, und daraufhin fühlte er sich bewogen, einen Teil der Beute zuruckzu» senden. Mitte Februar weilte T. in Frankfurt. In der Nacht zum 16. Februar verübte er einem Wirtshauseinbruch, der ihm Bargeld und Lebensmittel, aber auch sofortige Verhaftung eintrug. Nachdem er die Wirtschaft ausgeräubert hatte, be- trat er das Kolleg. Dort hatte ein Soldat seinen Tornister untergestellt. T. schämte sich nicht, dein Soldaten Fleisch und Wurst aus dem Tornister zu entwenden. Bei der Festnahme des T. fanden sich bei ihm Diebeswerkzeuge vor, die er in Frankfuri gekauft hatte. Da der Täter unter Ausnutzung Der Verdunkelung gehandelt hatte, mußte er sich vor dem Sondergericht Frankfurt verantworten, das ihn zu fünf 3ahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilte. fenfchaft zum Ausdruck. Die Mttglieter der Genof- enfchaft wurden gebeten, dem Verein auch weiterhin die Treue zu halten. Direktor Becker aab einen Rückblick auf die Entwicklung des Genoffen- chastswefen, Rechner Doll berichtete über die Entwicklung der Kasse in der Zett von 1865 bis 1939. Während des Bestehens ter Genossenschaft waren 13 Mitglieder als Direktoren tätig. Im Rechneramt gab es nur dreimal einen Wechsel. Außerdem waren im Verlaufe der 75 Jahre sechs Kontrolleure tätig, deren einer sein Amt über 39 Jahre versah. Mitglied Melchior L o tz I. wurde für 50jährige Treue in der Genossenschaft mit einem Geschenk geehrt. Durch den Vertreter des Verbandes Landwirtschaftlicher Genossenschaften wurde Rechner Doll, der dieses Amt seit 35 Jahren versieht, mit einem Diplom ausgezeichnet. Schwememarkt in Butzbach. ♦ Butzbach, 18. Juni. Aus dem heutigen Schweinemarkt waren 250 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis sechs Wochen alte Tiere bis 25 RM,, sechs bis acht Wochen alte Ferkel 25 bis 30 RM., acht bis zehn Wochen alte Tiere 30 bis 38 RM. Nach flottem Handel wurde der Markt geräumt. Landkreis Gießen. wg. Großen-Bufeck, 17. Juni. Auf dem hiesigen Sportplatz fand eine Besichtigung der Freiwilligen Feuerwehr und der Pflichtfeuerwehr unseres Ortes durch Kreisfeuerwehrführer Bouffier statt. Beide Wehren waren vollzählig angetteten. lieber diese Tatsache gab der Kreisfeuerwehrführer seiner besonderen Freude Ausdruck, um so mehr, als der größere Teil der aktiven Feuerwehrmänner beim Heer steht, durch das gute Einvernehmen zwischen Feuerwehr und nen insbesondere bei vordringlich zu behandelnden Schäden am Platze sein, z. B. bei Schaden an Haus- rat, die durch Fliegerangriffe entstanden sind. Der Minister ist damit einverstanden, daß bei solchen Schäden an Hausrat, einschließlich Kleidung und sonstiger Gegenstände des täglichen Bedarfs, über die Gewährung eines Vorschusses bis zu 300 RM. ohne weiteres die untere Verwaltungsbehörde (Landrat bzw. Oberbürgermeister) und bis zu 3000 RM. die höhere Verwaltungsbehörde (Regierungspräsident, Reichskommissar für die SaarpscH) entscheidet, soweit die Gewähr dafür besteht, daß ote Dorschußbeträge alsbald zur Ersatzbeschaffung für die zerstörten Sachen tatsächlich verwandt werden und daß die Ersatzbeschaffung unter den heutigen Verhältnissen möglich und volkswirtschaftlich oertret» bar ist. Giehen-Klein-Lmden. Gießener Badeanstalten W gut besucht. In den Stünden der Freizeit finden jetzt viele Volksgenossen Zeit und Muße, sich in den Badeanstalten an der Lahn einzuflnden und einige Stunden in frischer Luft, in Lickt und Sonne und abwechslungsweise auch im Wasser zu verbringen — nicht zum Schaden, sondern zum Nutzen der Gesundheit, wenn das Sonnen- und das Wasserbad mit Maß und Vernunft genossen wird. Die Badeanstalten bietey sich jetzt wieder in der Form dar, in der wir sie zu sehen gewohnt sind. Busche und Bäume sind höher geworden, stehen herrlich im Laub, der Rasen ist frisch und grün, und so bildet die natürliche Umgebung den rechten Rahmen für einige Stunden der Erholung. An schönen «Sonntagen war es deshalb nicht ungewöhnlich, wenn bis zu tausend Menschen sich in den Badeanstalten einfanden und die Gelegenheit benutzten, in Ruhe oder im bewegten Spiel einige Stunden zu verbringen. Auf den Laufstegen lassen sich viele braunen und beobachten dabei den regen Badebetneb, der sich an schönen Tagen entwickelt. konnte den Brief nicht zustellen." .Warum hat er dann aber nichts Näheres dazugeschrieben? Ein paar Worte des Beileids, des Mitgefühls? Irgend etwas?" „Darüber muß man ihn fragen." „Ihn fragen?" wiederholte Joachim. - „Selbstverständlich. Das ist sehr wichtig. Ich habe bereits nach Berlin geschrieben. Der Aufenthalt des Dialers Gode dürfte wohl zu ermitteln fein, falls er sich nicht auch vor jemand verstecken will." Joachim beugte sich vor und griff noch einmal nach dem Stück Papier. „Tot, verunglückt, Auto- Unfall. Das klingt — ich muß sagen, das klingt nicht MSMUHZUMSMs- der Weg des RLB. seit seinem Bestehen geschildert. Inhalt dieses Heftes.________ Ein Bildbericht über einen LS.-Lehrgang tn der