Donnerstag, 18. April (940 Gießener Anzeiger Kapitän zur (See Bonie kratische Welt in England und Frankreich nicht einmal in der Lage fei, in den eigenen Ländern die allerelementarsten Fragen auch nur in Angriff zu nehmen, habe das deutsche Volk trotz aller wirtschaftlichen Bedrängnis doch schon einen großen Teil jener sozialen Fragen zu lösen vermocht. Im September des vergangenen Jahres hatten sich freilich auch bei uns zweifelnde Stimmen erhoben, ob man während des Krieges mit seinen an sich schon großen seelischen und materiellen Belastungen dem deutschen Volk die Lasten einer gi- Stockholm, 17. April. (Europapreß.) lieber die Einnahme der norwegischen Stadt und Festung lasse. :1 (2:0). -Buseck eine denn ömi apper Sieg rar ein Hardie Partner der ersten durch zwei inn änderte 'on an und schnürt. N r guten hin- unvermutete Mi weiteie >eMtfn 1900. 1:17 (03l d« Ltz h:; Pik Oie Besetzung von Kongsvingei- Ruhige Tage im norwegisch-schwedischen Grenzgebiet. , Wieder ein britischer Kreuzer durch Bombenvolltreffer versenkt. Zwei weitere Kreuzer schwer beschädigt. - !l-Boot „Thistle" verloren. Oer Führer rüst zum Kriegshilfswerk für das Deutsche 3Rofc Kreuz auf. Das deutsche Sott wird sich der Opfer seiner Soldaten würdig erweisen. Berlin, ^tr. April. D7lB. Oer Führer erläßt folgenden Aufruf zum Kriegshilfswert für das Deutsche Rote Kreuz: ...... «Zeit sieben Monaten seht der deutsche Soldat zu Lande, zu Wasser und in der Lust fein Leben zum Schutze der Heimat ein. Dafür erwartet er, daß ihn die Heimat, wenn er verwundet oder krank wird, aus das beste pflegt und betreu«. Für diese Ausgabe stehen d,e Männer und Frauen des Deutschen Boten Kreuzes, mit den besten Erfahrungen und technischen Mitteln ausgerüstet, Tag und Nacht zur Verfügung. So mann.gfach die Tättgkeit des Deutschen Boten Kreuzes ist, so groß ist auch der Bedarf an Mitteln. Ich habe daher für die kommenden Monate die Durchführung des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Bote Kreuz angeordnet und rufe das deutsche Volk auf, durch Spenden für das Kriegshilfswerk sich der Opfer der Soldaten würdig zu erweisen." muß. Die deutsche Flak ist auf ihrem Posten. Leichte und schwere Batterien, Horchgeräte, Entfernungsmesser, Kommandogeräte und Scheinwerfer stehen auf der Wacht und konnten schon manchen Abschuß ür sich buchen. Die deutschen Jäger starten in dauernder dichter Folge. Messerschmitt-Flugzeuge feiern neue Triumphe im Kampf mit zahlenmäßig überlegenen Gegnern. Die Bevölkerung der Städte Norwegens erhielt wiederholt den schlagenden Beweis der deutschen Luftabwehr durch Abschüsse vor ihren Augen. Der Lustangriff aus die britischen Transporter bei Harstad. Berlin, 17. April. (DNB.) Wie der OKW.-Bericht vom Mittwoch, 17. April meldete, ist bei dem erfolgreichen Angriff deutscher Kampfflugzeuge e i n großes Transportschiff durch eine Bombe schwersten Kalibers getroffen worden. Wie wir hierzu erfahren, handelt es sich hierbei um einen der englischen Transporter, die bei Har- tad 60 Kilometer nördlich von Narvik mit der Ausladung englischer Truppen beschäftigt sind. Der Angriff kam den Engländern sichtlich überraschend. Sie hatten in diesem so weit von deutschen Stützpunkten in Norwegen abgelegenen Gebiet offenbar nicht mit dem Erscheinen verdeutschen Luftwaffe gerechnet. Die Be- Berlin, 17. April. (DBB.) Bei den £uff- angrissen vor der norwegischen Westküste wurde heute mittag der britischen Seemacht ein weiterer schwerer Schlag zugefügt. Ein britischer Kreu- 5 e r erhielt einen V 0 ll t r effe r von einer Bombe schwersten Kalibers und sank sofort. Zwei weitere Kreuzer wurden mit insgesamt drei Volltreffern schweren und schwersten Kalibers belegt. Die Bomben riefen so schwere Zerstörungen hervor, daß wahrscheinlich die Schiffe den Rück- marsch über die Bordsee nach einem britischen Hafen nicht überstehen werden. Die britische Admiralität teilt am Mittwoch mit, das Unterseeboot „Th ist le", das in der Bordsee Operationen ausgeführt habe, sei schon so lange überfällig, daß es als verloren angesehen werden müsse. Die „Thistle" ist ein Schwesterschiff der „Truant" und gehört zur gleichen Klasse wie die am 1. Juni 1939 gesunkene „Thetis". Sie wurde im Mai 1939 in Dienst gestellt. Das U-Boot war 1900 Tonnen groß. Die Besatzung bestand aus 53 Mann. Der Wehrmachtsbericht. Berlin, 17. April. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die allgemeine Lage in-Borwegen ist im Laufe des 16 4. durch weitere Verstärkung der deutschen Truppen und durch die Sicherstellung wichtiger Eisenbahnverbindungen g e f e st i g t worden. Im Raum von B a r v i k haben deutsche Truppen die E r z b a h n bis zur schwedischen Grenze beseht. Eine Widerstand leistende norwegische Abteilung wurde nach kurzem Gefecht mit blutigen Verlusten für den Gegner zersprengt. Ein Teil wurde gefangen, der Rest rettete sich über die schwedische Grenze. Bei h a r st a d auf der Insel hinnöy, 60 Kilometer von Barvik, landete der Feind Truppen. In der näheren Umgebung von Bar- vik^wurden solche Versuche nicht unternommen. Im Raum von Trondheim stießen deutsche Truppen bis zur schwedischen Grenze vor und besetzten die Bahn über Meraaker. Im Raum von B e r g en verlief der Tag ruhig. Bei Stavanger führte die britische Luftwaffe in der Bacht vom 15. bis 16. 4. erneut Luftangriffe durch, die jedoch keinen militärischen Schaden anrichteten. Den deutschen Truppen im Raumen von K r i st i a n - sand ergaben sich weiterhin zwei norwegische Bakterien. Die Ausdehnung des von deutschen Truppen besetzten Gebietes im Raum von Oslo schreitet weiter fort. Die Bahnverbindung Oslo —Frederikstad—Halden—Kornsjö zur schwedischen Grenze ist hergestellt. Eine deutsche Kampfgruppe hat kongsvinger am frühen Bachmittag des 16. 4. genommen und ist im weiteren Vormarsch nach Borden. Bördlich h ö n e - foß griffen deutsche Panzer erfolgreich in den Nar| fe kitt 651 der üteu. der erst,» urden cor öesährlich "l-haft Ä vermochte wern. Aut Hüter, der ZU bezech Mel schoß 19 auf bas rten Echuß Zur Stelle 1 fünf bis Sor p Wimmer » ein har- och: wieder -chmitt und blitzschneller hrungstres' | eiten halb.! mburg, der letzt wurde rde spielen. löchster Not rer Lertei« len fälligen erhell. Aus Treffer. Un> hrum, Hirz nach vorne, ast war zu if 5:0, und noch einen 602,5 Millionen opferte das deutsche Volk für das erste Kriegswinterhilfswerk. Leuchtender Beweis der deutschen Kampfgemeinschaft. iU ÄL M, irkt. (Dorberichv oweine und ausres- genden tyjj Hämniel? ine 49,5 K nn i--5 SV* Emesen W ?2S1 Druck und Verlag: Drahtanschrift: „Anzeiger Postscheckll686FraEM. vrühlscheUniverfitStrdruckereiS. Lange zyo. Jahrgang Nr. yf Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienülätter HeimatünBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bisZ'/zUhrdesBormittags Grundvreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf., Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstaffelB Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundvreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeige« von 22 mm Breite 6 Pf. Kampf ein. _ , . Die Kri egsmarine sicherte by perfonal- unb Materialnachschub nach norwegischen Häfen. 3m planmäßigen Ausbau bes Küstenschutzes wurden bie Küstenbefestigungen in Oslofjorb im vollen Umfange gefechtsbereit gemacht. Bei ber Vertei- bigung von Barvik fiel ber Führer ber Zerstörer, Kaptiän v S. unb Lommobore Bonte im helbenmütigen Kampfe gegen britische Uebermacht. Runb zweibrittel ber Besatzung ber be- schäbigten unb nicht mehr gefechtsbereiten Zerstörer, die ihre Munition restlos verschossen haben, wurden in die Verteidigung Barviks zur Ver- stärkung der int dortigen Raum eingesetzten heeres- truppenteile eingegliedert. Ein deutsches U-Boot versenkte nordöstlich der Shetland-Jnseln einen Zerstörer der „Tribal"-Klasse. Mehrere norwegische Torpedoboote wurden von der Kriegsmarine in Dienst gestellt. Die Luftwaffe fetzte am 16. 4. ihre Aufklärung über der mittleren und nördlichen Bordsee sowie an ber norwegischen Westküste mil roertooUen Lrknnbnngsergebnissen fort Trotz bes topfen Wetters wurden Einheiten ber britifdjen Seeffreil- (räffe bnrch deutsche Sampsslugzeuge angegriffen. Lin grobes Transportschiff würbe durch Volltreffer schwersten Kalibers getroffen unb ein feinbliches U-Boot wie bereits getnelbel, unb ein feindlicher Kreuzer, 150 Kilometer nordwestlich bes Molb-Ijorbes, burch schweren Bombentreffer oersenkt. Bei ber Zagbuberwachung on ber Sübwestküsle Borroegens fchossen deutsche 3ager am 15. 4. eine Lockhead-hubson unb ein Sunderland- Slugboot ab. Lin deutsches Flugzeug ist oom fiug nicht zurückgekehrt. An der Westfront sprengten subwestlichMer zig eigene Slohlrupps vier seindliche Unlerstanbe, rieben bie über 50 Mann starke britische Befa^ung auf unb brachten (Befangene, Waffen unb Blum als Beule ein. Die Luftverteidigung in Norwegen abwehrbereit. Berlin, 17. April. (DNB ) Die LustverteM- Sin Norwegen steht obwehrbereit. D । ruck, den jeder Besucher der norwegischen Flug Plötze schon nach den -rsten Tagen der D-I-tzu g Norwegens durch die deutsche Wehrmacht h 1 (5:1)- , fteiitM M n bekenne it gefälliger legen, braifr ; ganz durch ePlatzhertt« iss entgegen' rürfenb w# ! Gäste noch > Tor. Der deutsche General hat schnell die Verwaltung organisiert, die von dem deutschen Oberbefehlshaber angeordnet wurde und die im besetzten Gebiet um Oslo bereits wirksam ist. Eine große Anzahl von Evakuierten kehrte am Mittwoch nach Kongsvinger zurück, wo viele Läden und Geschäfte wieder geöffnet haben. Die deutschen Offiziere und Soldaten traten rücksichtsvoll auf. Ein schwedischer Journalist kann sich z. B. ganz frei bewegen, wenn er es wünscht, vorausgesetzt, daß er seinen Paß bei sich hat. Aus U d d a v a l a wird am Mittwoch ebenfalls berichtet, daß die zunächst geflüchtete Zivilbevölkerung von Schweden wieder nach Norwegen zurückkehre. Von deutscher Seite würden keinerlei Schwierigkeiten gemacht. Bezeichnend für die Ruhe, die augenblicklich an der schwedisch-norwegischen Grenze herrsche, sei die Tatsache, daß viele Grenzstationen von deutschen Truppen gar nicht mehr besetzt gehalten würden, sondern daß norwegische Beamte wieder diese Arbeit ausführten. Bei Haken würden allerdings alle Hauptstraßen und wichtigen Landwege sowie die Eisenbahnbrücke von deutschen Patrouillen bewacht, um Sabotageakte auszuschließen. Der Korrespondent der „Stockholms Tidningen" stellt fest, daß die Deutschen korrekt austreten und die norwegische Zivilbevölkerung nichts gegen die deutsche Obrigkeit einzuwenden habe. Bezeichnend dafür sei die Tatsache, daß Flüchtlinge in großen Strömen über die Grenze zurückkehrten und das normale Leben allmählich wieder in Gang tarne. kanntschaft mit den deutschen Kampfflugzeugen wird den Briten deullich gemacht haben, daß sie selbst an einer weltenlegenen Stelle nicht ungestört ihre Landungen vornehmen können. Harstad aus Hinnö. Die Engländer haben, wie schon kurz berichtet, eine Abteilung Landungstruppen irt Harstad — 60 Kilometer von Narvik — glücklich ausgeschifft. Harstad ist ein kleines Städtchen von fast 4000 Einwohnern auf der Insel Hinnö und stellt den Typ der nord-norwegischen Hafenplätze dar, wie sie Hamsun in seinen Romanen beschreibt: die Fischer bringen ihre Fänge hierher und kaufen ihrerseits wieder Lebensmittel und Bootsausrüstungen aller Art ein. Die Insel Hinnö, auf der Harstad liegt, ist etwas über 2000 Quadratkilometer groß, aber überaus unwegsam. Auf dieser geringen Fläche erheben 'sich jäh aufsteigende Gebirge bis zu 1300 Meter. Die ganze Insel Fühlt einschließlich von Harstad 14 000 Einwohner, so daß etwas über sechs Menschen aus den Quadratkilometer kommen. Unmittelbar vor Harstad ist das Meer bis zu den nächsten Inseln oder dem Festlande 15 bis 30 Kilometer breit. Offenbar haben die Engländer an den weiter innenliegenden Sunden und Fjorden keine richtige Landemöglichkeit entdeckt und deshalb das ziemlich abseitige Harstad zu einer Art Etappenort oder Ankerplatz gemacht. Angesichts der vielen tausend Inseln, die dem norwegischen Festland vorgelagert sind, ist es ganz unmöglich, eine gelegentliche Landung zu verhindern. Der tatsächliche Zugang zu Norwegen ist auf nur wenige Häfen beschränkt, von denen sich ein — im buchstäblichen Sinn — gangbarer Weg in das Landesinnere öffnet. Daraus erklärt sich auch, warum von Bergen an nach Norden Häfen In diesem Sinne jeweils 500 bis 700 Kilometer auseinanderliegen. Kongsvinger berichtet „Stockholms Tidningen", daß der deutsche General einer der er ft en war, die die Stadt betraten. Er habe sich kurze Zeit in Kongsvinger aufgehalten, um dann neue Operationen vorzubereiten. Der Korrespondent der „Stockholms Tidningen", der eine kurze Unterredung mit dem General hatte, stellt fest, daß hie Deutschen sehr korrekt in Kongsvinger auftreten. Die Deutschen seien, so habe der Kommandant festgestellt, am Dienstag langsam gegen Kongsvinger vorgerückt. Es hätten unbedeutende Kampfhandlungen mit norwegischen Splittertruppen stattgefunden. Die Norweger hätten sich aber zurückge- zogen und kaum Widerstand geleistet. Am Nachmittag seien Stadt und Festung in den Händen der Deutschen gewesen. Eine halbe Stunde nach dem Einzug der Deutschen sei bereits das Stabsquartier in Kongsvinger aufgeschlagen worden. Alle Wege von Kongsvinger nach Charlottenberg und an die schwedische Grenze seien zur Zeit gesperrt. Allerdings könne man keine norwegischen Truppen in dieser Gegend feststellen, so daß der weitere Vormarsch ohne Widerstand vor sich gehen könne. „Allehanda" gibt die Stimmung in Kongsvinger in einem Bericht wieder, in dem es heißt: „Das war gar nicht gefährlich. Ich bin froh, daß ich hier geblieben bin." Dies fei am Mittwoch die Meinung der Einwohner Kongsvingers gewesen. Man habe nach den Geschehnissen der letzten Tage endlich wieder aufatmen können, und fand, daß das tägliche Leben wieder ohne größere Nöte in Gang kam. Berlin, 17.April. (DNB.) Im Berliner Sportpalast wurde die Eröffnung d e s K r i e g s = hil swerkes für das Deutsche Rote Kreuz durch Dr. Goebbels bekanntgegeben. Reicksminister Dr. Goebbels hatte vorher den R e - chenscha^tsdericht des 1. Kriegswm- terhilf sroertes verkündet, der mit seinen 602 5 Millionen RM. als ein glänzender Sieg der deutschen Volksgemeinschaft und als eine geharnischte Antwort Großdeutschlands an bie plutokra- tischen Kriegstreiber gewertet werden kann Dr. Goebbels schilderte zu Beginn die Entschlossenheit des deutschen Volkes, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seine Lebensrechte zu verteidigen. Die schonungslose Brutalität, mit der unsere Geg-^ ner ihre Kriegsziele enthüllten, haoe dem deutschen Volk keinen Zweifel über die ^sichten der englisch-französischen Plutokratie gelassen „Ww haben diesen Krieg nicht gewollt", so stellte Dr. Goebbels fest aber wir haben uns darauf vorbereitet, und er hat uns deshalb nicht ungerüstet über- r a sch t Das deutsche Volk muß sich im klaren darüber sein, daß es im Nationalsozialismus die stärke seines Reiches verteidigt, daß der Nationalsozialismus die deutsche Nation zu dieser ungeheueren inneren und äußeren Kraft- entfaltung erst vorbereitet und befähigt hat, daß damit aber auch bie soziale Einheit unseres Volkes das beste Unterpfand eines kom- m (Eii? befanbers^erebtes und leuchtendes Zeugnis für diefe soziale Einheit sei das Winterhilfswerk: nickt eine Angelegenheit des Almosengebens, sondern eine Angelegenheit sozialer Verpflichtung ärmeren und mittelloseren Schichten gegenüber die das ganze deutsche Volk erfüflt. Wahrend die Pluto- General-Anzeiger für Oberhessen * «irh-n^ch-lstrltztl-O nautisch gesteigerten freiwilligen Hilfsbereitschaft zu- muten dürfe. Das deutsche Volk aber habe dann in den vergangenen sechs Monaten in einer grandiosen sozialen Volksabstimmung em Zeugnis für feine Verbundenheit mit de rn Führer und dem nationalsozialistischen Regime ab gefegt, wie es überzeugender überhaupt nicht gedacht werden könne. Das Gesamtaufkommen beträgt 602,53 Millionen gegen 566 Millionen hn Jahre 1938/39, also eine Steigerung von 36 Millionen. Dabei muß beruck- Eben noch war das Bild des Kapitän zur See, B o n t e, durch die Blätter gegangen, da meldet der Wehrmachtsbericht, daß er dort oben in seinem Kampfbereich in und um Narvik gefallen ist. Er war der Führer der deutschen Zerstörer, die dort eine Woche lang gegen eine riesige Uebermacht leichter, mittlerer, schwerer und schwerster englischer Seestreitkräste einen Kampf lieferten, vor dem man nur in tiefster Bewunderung stehen kann. Heldisch wie sein Kampf, war auch sein Streben, leuchtendes Vorbild er selbst wie seine Männer, bis in den Tod getreu der ruhmreichen Tradition der deutschen Krigesflotte. Höchste Ehre feinem und feiner Mitkämpfer Angedenken! Kapitän zur See und Commodore Friedrich B o n t e war 1896 in Potsdam als Sohn des kürzlich verstorbenen Marine-Obergeneralarztes a. D. Paul Bonte geboren. Seine Schulzeit verbrachte Bonte vornehmlich in Bremerhaven und Wilhelmshaven, die letzten Schuljahre in Potsdam. Am 1. 4. 1914 trat er als Seekadett in die Kriegsmarine ein. Der ersten Seekadettenausbildung an Land folgten unmittelbar nach Beginn des Weltkrieges Bordkommandos auf den Schlachtkreuzern „Derfflinger", „Lützow" und Seydlitz". Bonte nahm so an den Beschießungen von Scarborough/Witby und Loweftoft/Uarmouth teil, machte das Gefecht auf der Doggerbank und die Skagerrakschlacht mit Nach dem Weltkrieg finden wir ihn in verantwortlichen Dienststellungen bei der Heranbildung des Offiziernachwuchses. Nach dreijähriger Tätigkeit als Kommandant von Torpedobooten machte Bonte als Kadettenoffizier auf dem Kreuzer „Berlin" in den Jahren 1927/28 eine längere Auslands- Ausbildungsreise mit. Anschließend wurde er zur Admiralstabsausbildung kommandiert. Die dort erworbenen Kenntnisse konnte der inzwischen zum Korvettenkapitän beförderte Offizier sogleich wieder an Bord, im Stabe des Befehlshabers der Auskla- rungsftreitfräfte verwenden. Mit dem Aufbau der deutschen Flotte setzte der Bau unb die Indienststellung von Zerstörern ein, denen er seine ganze Neigung und Beachtung schenkte. Er wurde sehr bald Chef einer Zerstörer-Division. Bei Beginn des gegenwärtigen Krieges wurde dem Commodore die Stellung des „Führers der Zerstörer' zuteil. Für hervorragend geführte Unternehmungen seines Verbandes erhielt er bereits im Oktober und November 1939 die Spangen zum E. K. H und E. K. I. ML ■ - «s sichtigt werden, daß Die Sachspenden im letzten Friedenswinterhilfswerk 113,8 Millionen ausmachten, während sie diesmal nur in einem Umfang von 39,06 Millionen möglich waren. In bar wurden diesmal also 563,47 Millionen gespendet gegen 436 Millionen im letzten Friedenswinterhilfswerk. Die Gesamtleistung aller bisher durchgeführten Winterhilfswerke aber erreicht nunmehr eine Endsumme von über drei Milliarden RM. Das reiche England hat soeben eine fast gleiche Summe a I s Kriegsanleihe gezeichnet —, aber nicht etwa als freiwillige Spende, sondern als Anlage zu 3 v. H. Zinsen. Aber freilich Hobe England in» zwischen m fünf Monaten auch für dos Rote Kreuz die Summe von einer Million Pfund gesammelt. Das bedeute, daß es bei gleichem Tempo 2 3 Jahre dazu benötigen würde, wollte es die Summe unseres Kriegswinterhilfswerkes aufbringen. Die Leistung der deiden letzten Winterhilfswerke stellt übrigens mit 1170 Millionen die gleiche Summe dar, die England für die 1939 auf Stapel gelegten fünf Schlachtschiffe und 15 Kreuzer brauche. Der größte Teil der aufgekommenen Gelder soll für die außerordentlich wichtigen Aufgaben der Volkspflege verwandt werden, darunter allein für das gerade im Kriege so notwendige und segensreiche Hilfswerk „Mutter und Kind" 311,2 Millionen RM. Nationalsozialistischer Standpunkt sei, daß soziale Vorsorge besser und zweckdienlicher sei als soziale Fürsorge, und das ein sozialer Staat aufkommende soziale Krankheiten und Schäden mehr in ihrem Entstehen und nicht allein in ihren Auswirkungen bekämpfen müsse. Mit weiteren Zahlen bewies Dr. Goebbels dann, wie sehr das deutsche Volk die mit dem Kriege verbundenen erhöhten sozialen Verpflichtungen erkannt habe: Die Opfer von Lohn und Gehalt seien gegenüber dem Vorjahr von 104 auf 115 Millionen, die Reichsstraßensammlungen von 48 auf 82 Millionen, der „Tag der Wehrmacht" von 6 auf 17,5 Millionen, tue Opfersonntage von 50 auf 80 Millionen gestiegen. Das Ergeb enis allein des „Tages der deutschen Polizei" genügte, um 400 000 Säuglinge mit einer Säuglingsausstattung zu versehen. Dr. Goebbels sand bann Worte herzlichen Dankes und besonders Anerkennung für die rund eine Million Helfer, die sich auch diesmal wieder in uneigennütziger Weise zur Verfügung gestellt haben. Ein schlüssigerer Beweis für die Tatsache, daß das deutsche Volk entschlossen sei, mit Opfern nicht zu sparen, wenn es um die nationale Existenz des Reiches gehe, lasse sich nicht denken. Don dem Grade unserer Opferbereitschaft hänge es aber auch weitgehend ab, ob wir diesen uns aufgezwungenen Krieg in angemessener Frist zum siegreichen Ende bringen könnten. Darum habe der Führer der Organisation des WHW. diesmal im Gegensatz zum bisherigen Brauch auch für den Sommer eine neue große und alle verpflichtende Aufgabe gestellt: Das Hilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz. Dr. Goebbels schilderte die Bedeutung, die das DRK. schon im Weltkrieg für unser Volk hatte. Unter seiner Fürsorge seien damals von 12,7 Millionen verwundeten und erkrankten deutschen Soldaten 90,9 v. H. wieder diensttauglich geworden. Aber immer noch seien Verbesserungen möglich. Noch im Weltkriege seien beispielsweise in den Lazaretten des Ostens 4,5 bis 10 o. H. der an Ruhr Erkrankten gestorben, während dieser Prozentsatz im Polenfeldzug nur noch 3,5 v. H. betragen habe. Dr. Goebbels gab dann Beispiele für den Bedarf im jetzigen Kriege. Die Kosten für die Ausbildung und die feldmäßige Ausrüstung einer Deut- schen Roten-Kreuz-Schwester beispielsweise betrage 4750 RM., für 10 000 deutsche Rote-Kreuz-Schwestern also 47,5 Millionen RM. Im Weltkrieg aber sind 105 631 weibliche Hilfskräfte im Roten Kreuz tätig gewesen. 1000 Krankenkraftwagen erfordern 10 Millionen. 100 000 Betten 45 000 000, 1000 Seuchenbaracken 21 000 000 Mark. Das motorisierte Bereitschaftslazarett, das sogenannte „Krankenhaus auf Radern", das sich beim Einsatz für die Wolhyniendeutschen schon glänzend bewährt hat, und außer 32 Baracken und Inneneinrichtungen für 400 Kranke alle medizinischen Einrichtungen für sämtliche klinischen Disziplinen nebst einem Laboratorium für Bakteriologie mit sich führt, kostet betriebsfertig 2,3 Millionen RM. Nun gelte es, vom ganzen deutschen Volk die notwendigen Mittel herbeizuschaffen, um diese selbstlose, hilfsbereite Arbeit durchfuhren zu können. Das nationalsozialistische Deutschland betrachte die Sorge für seine verwundeten und kranken Soldaten als eine Ehrenpflicht, die jeder freiwillig erfülle. Das Ergebnis der geplanten Sammlung solle in seiner Freiwilligkeit einen ganz handgreiflichen Beweis des Dankes der deutschen Heimat an die Front darstellen. Dem Opfer gegenüber, Das unsere Soldaten an allen Fronten täglich brächten, sei das Opfer, das hier vom Führer von der Heimat gefordert werde, freilich nur gering. Der Gewinn des Gesamtopfers aber werde die Freiheit und Größe unseres Vaterlandes sein. Wie eine Welle der Hilfsbereitschaft sei es auch jetzt wieder durch das deutsche Volk gegangen, als Generalfeldmarschall Göring zu der grandiosen Metallspende als dem sinnvollsten Geburtstagsgeschenk für den Führer aufgerufen habe. Auch im Weltkrieg sei eine Metallsammlung durchgeführt worden. Man habe eine Kriegs-Metall-Aktiengesell- schaft gegründet, die dem Spender je Kilo 1 bis 1,50 Mark zahlte und dann das Kilo mit 2100 v. H. Gewinn für 22 Mark an das Reich weiterverkaufte. Gegen dieses Schiebergeschäft von Kriegsgewinnlern und Juden vorzugehen, sei die damalige Staatsführung zu schwach gewesen. Heute dagegen seien Kriegsgewinne ausgeschlossen.- Wenn einer es versuchen sollte, sich an dem vom Volke gespendeten Edelmetall persönlich zu bereichern, so sei er gesetzlich mit der Todesstrafe bedroht. In England dagegen werde die Metallsammlung zu rauften Gewinnen für das Finanzkapital ausgenutzt. Dort fei ja selbst die Regierung, Chamberlain an der Spitze, im Besitz riesiger Pakete von Rüstungsaktien, so daß der Krieg für sie nebenbei ein sehr einträgliches Geschäft darstelle. So trennten uns Welten von der englischen Plutokratie. Drüben, jenseits des Kanals, verdienten sie am Blut und am Tod ihres eigenen Volkes. Bei uns aber opfere die Heimat was die Front nötig habe. Das deutsche Volk bringe diese Opfer gern, um sich des Heldentums feiner Soldaten würdig zu erweisen. Das gelte auch für das Hilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz. Wie eine Welle der Hilfsbereitschaft müsse es jetzt durch die ganze Nation gehen. An den von der Heimat gebrachten Opfern werde die Front ermessen können, ob die Heimat es verdiene, daß der Soldat Gesundheit und Leben zu ihrem Schutz einsetze. „Jeder von uns hat irgendeinen Sieben im Felde", so schloß Dr. Goebbels, „er stelle sich vor, daß auch der einmal die Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes nötig haben kann, dann wird er mit vollen Händen für ihn und damit für die ganze deutsche Wehrmacht geben. Der Führer hat uns gerufen; nun werden mir alle kommen und unser Opfer bringen. Im Glauben an ihn wird die Heimat arbeiten und die Front kämpfen. Am Ende steht der deutsche Sieg." JteforOergebnts Der letzten Giraßensammlung. Die DAF. sammelte 27,7 Millionen Mark. Berlin, 17. April. (DNB.) Die von der DAF. durchgeführte letzte Reichs st raßensamm- l u n g für das Kriegswinterhilfswerk erbrachte einschließlich der Listen- und Betriebssammlungen der DAF. mit 27 699 282,55 RM. das bisher höchste Ergebnis einer Sammlung überhaupt. Auf das Altreich entfielen 22 063 792,64 RM. gleich 31,37 Rpf. je Kopf der Bevölkerung, auf die Ostmark 3 724 079,69 RM. gleich 52,57 Rpf. je Kopf der Bevölkerung, auf das Sudetenland 1 541 410,22 RM. gleich 50,88 Rpf. je Kopf der Bevölkerung und auf den Gau Warthelakid 370 000 RM. Gegenüber der gleichen Sammlung des Vorjahres hat sich das Ergebnis um 16 108 176,17 RM. gleich 138,97 v,H. erhöht. Damit steigerte sich der Durchschnitt je Kops der Bevölkerung von 15,10 Rpf. auf 34,29 Rpf. ♦ . Welch soziale Kraft in der gesammelten Summe steckt, kann man unschwer daraus ersehen, daß die NS.-Volkswohlfahrt im Jahre 1938 30 Millionen Reichsmark benötigte, um 5 0 0 0 D a uerkinder- gärten und 5000 Ernte-Kindergärten mit insgesamt 300 000 Kleinkindern zu unterhalten. Die NS.-Volkswohlfahrt kann dank der Opferbereitschaft des deutschen Volkes 1940 die Zahl allein dieser Einrichtungen verdoppeln. Den Plutokraten jenseits des Kanals zeigt diese Sammlung der Schaffenden mit aller Deutlichkeit, daß in Deutschland Führung und Volk unzertrennbar miteinander verbunden sind. Besonders bemerkenswert in dieser Beziehung sind die Ergebnisse in der deutschen Ostmark und im Sudetenland, deren Hohe unzweifelhaft dar- legt, daß Die Bewohner dieser von Hitler versklavten" Gebiete auch nach sieben Monaten Kriegsdauer durchaus keinen Wert darauf legen, von Chamberlain, Churchill und Konsorten wieder „befreit zu werden". Mit unserer Kriegsmarine in Mrwegen weitem Für an \ hiei C»«I ftr • h 0 o r 5M * l»ul ,.i (o eß Lirifffl* L riin-nk- Ritten®"1 6-n i jDtt eitfllii jlejiU. Kämpfer .A Fllnkspruch' M in de bracht woi luchung sem knglischen Hc Auch tv Washin« zeitig mit d Gleichsam als Symbol des Schutzes weht hier die Reichskriegsflagge über dem Platz einer norwegischen Stadt, in deren Straßen das Leben seinen gewohnten Gang nimmt. (PK.-Lange — Scherl-M.) OieMeinung eines Schweizer Militärs. Genf, 17. April. (Europapreß.) Zur militärischen Lage in Skandinavien schreibt der militärische Mitarbeiter der „S u i s s e". „Auf dem Meere hot die große Seeschlacht, die man erwartete, nicht stattgefunden, sie scheint weniger und weniger wahrscheinlich. Isolierte See - und Luftgefechte fanden zwar statt, allerdings ohne entscheidende Ergebnisse. Die Deutschen gehen jetzt daran, die Tasche um Oslo zu erweitern, was im übrigen von einer guten Taktik zeugt. Man hat im übrigen Unrecht, mit einem verlängerten .Widerstand Norwegens zu rechnen. M» Für die nähme Warn die uns dorfeS). tinsreza gebrach Ge Ali Fa Berstad >.Adri °°N gJ °ni^j! n Zu nur kurzer Rast haben hier einige deutsche Dorpostenboote in einem norwegischen Hafen festgemacht. Bald werden ihnen weitere Aufgaben zugewiesen werden. — (PK.-Ruge-Scherl-M.) Deutsches Standkonzert in einer dänischen Stadt. Ein Bild, das einmal mehr beweist, wie sehr die deutschen Soldaten im Mittelpunkt des Volkslebens in Dänemark stehen, nachdem die Männer und Frauen dieses Landes die mustergültige Disziplin und Haltung unserer Truppen kennen- und schätzengelernt haben. Hier erfreut ein deutsches Musikkorps die Einwohner einer dänischen Stadt mit einem Standkonzert. — (Stolzenberg — Presse-Bild-Zentrale-M.) Das Leben in Oslo. (PK.) Etwas hoch nach Norden hat uns der Wirbelwind der Geschehnisse verschlagen, aber die herrlichen Strahlen der wärmenden Frühlingssonne sind mit uns gegangen. Man merkt es an allen Ecken und Enden der Stadt, daß sich auch die Bevölkerung der Stadt nach Den strengen Wintermonaten nach dem bißchen Sonne und Wärme sehnt. lleber- all herrscht tagsüber dichtes Menschengewühl, das manchmal sogar zu beängstigender Dichte anschwillt. Allerdings gehört zu letzterem ein besonderer Anlaß, für den zu sorgen die deutsche Wehrmacht übernommen hat. Abgesehen davon, daß die einmarschierenden Truppen gehörig bestaunt werden, gibt es für die Bevölkerung von Oslo noch einen zweiten, in wenigen Tagen sehr beliebt gewordenen Treffpunkt: das Standkonzert, das vom Musikkorps eines Infanterieregiments fast täglich im Zentrum der Stadt gegeben wird. Am ersten Tag horten sich die Norweger das erst einmal an. Am zweiten Tag gab es schon wiederholt lebhaften Beifall und am Dritten Tag wurden bereits stürmisch „Erika" und das „Engelandlied" verlangt. Und da unsere Musiker nicht prüde sind, lassen sie sich auch nie lange bitten und legen herzhaft los. Zum Dank dafür gibt es bann reihum nur lachende Gesichter und das Menschengewühl wird von Minute zu Minute dichter. Und die Bevölkerung selbst? Da wollen wir ganz ehrlich sein. Gewiß, es gibt welche, die sich recht reserviert verhalten und keinen Anschluß an die deutschen Trupen suchen ober finben können. Ihre Zahl ist aber bei weitem in ber Minderheit. Auf eine höfliche Frage, die für den deutschen Soldaten selbstverständlich ist, bekommt man überall ebenso höfliche Antworten, wobei fast regelmäßig die Verschiedenheit der Sprache heitere Szenen heraufbeschwört. Zur Dritten Art des norwegischen Menschen zählen jene, Die Die Deutschen Truppen mit Begeisterung empfangen haben.,Schon häufen sich bei allen KommanDostellen Die Besuche junger Menschen, Die ihre Dienste anbieten. Manche von ihnen erzählen Dabei gleich, welche militärische Aus- bilDung sie bisher genossen haben ünD bitten, in Die deutsche Wehrmacht eingestellt zu tuerDen. Sehr schwer fällt es. Den Begeisterten beizubringen, daß Deutschland den Schutz Norwegens übernommen, aber nicht die Absicht hat, Die Unterstützung auch nur eines Norwegers Dabei in Anspruch zu nehmen. Daß das „bunte Tuch" der deutschen Soldaten das Stadtbild beherrscht, ist nur natürlich. Alle Augenblicke Durchziehen Abteilungen singend die Straßen, auf dem Flugplatz herrscht reger Verkehr und im Hajen roerDen ohne Unterbrechung dickleibige Schiffe gelöscht. Infanterie, Geschütze, Panzer und was sonst noch alles gibt, rollt dann vom Hafen aus nahezu ohne Unterbrechung zur Stadt. Begreiflich, wenn Diese Füll, von Neuigkeiten das Bild der Hauptstadt Norwegens beherrscht. Quapil. Oie Osloer Küstenverteidigung verstärkt. Berlin, 17. April. (DNB.) Unter den in der Hafeneinfahrt von Oslo von der deutschen Kriegs- marine übernommenen und bereits abwehrbereit gemachten Küstenbefestigungen befinden sich neu7r- dings schwere Geschütze bis zu 30 Zentimeter Kaliber mit Der dafür notwendigen Munition. Die Küftenverteidigunq von Oslo hat damit eine weitere Verstärkung erfahren. ♦ Oslo, 17. April (Europapreß.) Bei der Erweiterung des von Den Deutschen Truppen in Der Gegend von Oslo besetzten Raumes sind am 16. April auch deutsche Panzerabteilungen zum Einsatz gelangt. Ihr Erscheinen hat überall großes IMches ü-Soo« durch deutsches Wafferfiugzeus trautet. Berlin, 18. April. (DNB. Funkspruch.) 3m Laufe des 15.4. wurde ein brilifches UBool vor der norwegischen Südwestküste durch ein deutsches Wasserflugzeug unter Wasser fahrend gesichtet. Das deutsche Flugzeug ging bis auf wenige Bieter über der Wasseroberfläche herab und warf seine Bomben auf kurze (Entfernung gegen das feindliche Boot. Zweimal hinter dem Periskop getroffen kippte dos Boot nach hinten über. Der Bug erschien kurze Zelt über dem Wasser und ging dann über Heck auf den Bleeresgrund. Drackteile bedeckten die Stelle, an der das Boot gesunken war. Das deutsche Seeflugzeug wartete eine zeitlang vergeblich darauf, um auftauchende feindliche Blatrofen an Bord zu nehmen und kehrte dann in seinen Flughafen zurück. Aufsehen hervorgerufen und dürfte den Norwegern die Aussichtslosigkeit ihres weiteren Widerstandes eindeutig klarmachen. Der Einsatz deutscher Panzer läßt auch erkennen, daß die in Norwegen gelandeten deutschen Truppen über alle Hilfsmit- te( verfügen, um ihre Aktionen selbst bei Fortdauer Des feindlichen Widerstandes erfolgreich fortsetzen zu können. AlleSahnstreckennachSchweden in deutscher Hand. Berlin, 17. April. (DNB.) Die Jnbefitz- nähme mehrerer Eisenbahnverbindungen gewinnt an Bedeutung, wenn man sich Die Wichtigkeit Derartiger Bahnverbindunaen m einem so bergreichen unD schwierigen Gelände, wie es Norwegen Darstellt, vergegenwärtigt. Norwegische Streitkräfte haben an allen Bahnstrecken Widerstand geleistet. So konnte die Erzbahn zwischen Narvik und Der schweois che n Grenze erst nach kurzem heftigem Kampf genommen werden. Auck Die Inbesitznahme der Bahn ft recke Trondheim üb er Meraaker Hur s chwe» Dischen Grenze erfolgte erst, nachdem die deutschen Truppen die Befestigung Gröthamer genommen hatten. Ebenso wurde Kongsvinger am Nachmittag des 16. April genommen, wobei wiederum eine Bahnstrecke von Oslo nach Schweden geöffnet wurde. Bei Der Besetzung der Bahnstrecke Oslo—Frederikstadt—Halden—Krönst ö zur schwedischen Grenze kam es gleichfalls zu Kämpfen. Der norwegische Widerstand konnte hier sehr rasch gebrochen weiden. Durch eine Sprengung wurde eine Brücke beschädigt. Deutsche Pioniere konnten sie jedoch in kurzer Zeit so weit Herstellen, daß heute bereits die Bahnstrecke voll benutzbar ist. Damit sind alle vier Bahnstrecken, Die Norwegen mit Schweden verbinden, in deutscher Hand. Die Lofoten- oder Aarviwahn. " Die Lofoten* oder Narvikbahn, wie die nord- ftandinavische „Erzbahn" richtiger genannt wird. Die in einem der letzten Berichte als bis zur schwe- Dischen Grenze besetzt gemeldet wurde, führt aus Den großen nordschrvedi schen Erzgebieten nach Dem Hasen Narvik. Diese Erzgebiete liegen etwa u m Kiruna und Gällivare, also zwischen Den Flüssen Kalix und Rane, Die wieDerum in Der Nähe » Der schwedischen Hafenstadt Lulea an der nord* westlichen Küste Des Bottnischen Meerbusens münden. Der Bau dieser Bahn hat seinerzeit gerade auf Dem kurzen in Norwegen liegenden Stück außergewöhnliche Schwierigkeiten gemacht. Es mußten dort auf einer Strecke von nur 42 Kilometer Höhenunterschiede von insgefamt517 Meter überwunden werden. Diese Strecke enthält außer zahlreichen Viadukten auch 23 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 4,5 Kilometer. An zahlreichen Stellen mußten, wie auch an der erst teilweise fertigen norwegischen Nordsudstraße, hohe Schneegalerien errichtet werden, um die Bahn während Der langen Winterzeiten betriebsfähig zu erhalten. Der norwegisch-schwedische Grenzpunkt der Bahn liegt mitten in einem Tunnel; er besteht nur in einer unauffälligen Markierung. Die Reichskriegsflagge über einer norwegischen Stadt. 33*8^ Ufsmjj, : uortbauer itvede« i°'"> •ti Ä '“'M«i. trtnte, **h ■e.te59tini ,7 5»«i ? Wartete ^besitz, lverbil. J man sich Men hi Elame, m« 'LS S«ische, Trenz« mmen wer- hnjtrecki schwr. m die deut» icmer g» !Svinger nen, wobei Islg nach ' Besetzung lden-Kron. leichfalls ze konnte hier Sprengung )t Wonien it Herstellen, emtzbar ist n, die Äolischer ikbahn. ! die nord- tannt wird, 5 zur schm- , führt au« n nach dein i etwa um wischen den in der Nähe n der nord' msens müm t gerade au' ück außerge- mutzten dar! er höhen- 17 Meter rthält außer e l mit einer zahlreicher teilweise fer- ie Schnee- Bahn wäi- m* enzpunkl der r besteht nur nimjnL M einer besetzten Hauptstadt und seinen befpfafp» .ig°n Oäfen ist °S Norwegen unmög'lkch L Armee auch nur -lnig-rmaßen normal zu mobM sleren. 0 England trägt allein die Verantwortung. Washington, 17. April. (EuropaoreKi >ordamerikanischen Repräsentantenhaus ettlärte Abgeordnete T h o r k e l s o n, daß England rlle in die Verantwortung für die skandinavischen Creigntffe trage. In Kr.egszeiten sei England eit pein Dorn im Fleisch neutraler Staa, len gewesen Schon vor seiner Kriegserklärung labe England versucht, die USA. aus seine Seite P SA°N. Die Engländer seien in die choheitsqe. -ewasser Skandinaviens eingedrungen, um durch sie zu erwartenden nachfolgenden Ereignisse die Sympathie der USA. zu erwerben, obwohl England sch selbst eines unverantwortlichen Neutralität^ »ruches schuldig gemacht habe. Hätte beispielsweise tine fremde Macht im Delaware-Fluß Minen ge- lgt, so würden die USA. hierin einen kriegerischen Lkt gesehen haben. Die Tatsache, daß sich 50 Cur- tß-Jagdflugzeuge an Bord britischer Schiffe befanden, beweise eindeutig, daß England den Einmarsch in Norwegen zur Errichtung eines Stützpunktes für Operationen gegen Deutschland beabsichtigt habe. Es sei daher vollkommen logisch, so betont der nord- amerikanische Abgeordnete, der einen vorwiegend von Amerikanern skandinavischer Abstammung be- rnohnten Wahlkreis vertritt, daß dieser Versuch durch den deutschen Einmarsch vereitelt werden mußte. Norwegischer Dampfer mm englischem Kriegsschiff aufgebracht Mexiko, 17. April. (DNB.) Der norwegische Lampfer „Ball a" (2365 BRT.) meldet durch Zunkspruch, daß er von einem englischen Kriegsschiff in der Nähe von Jamaica aufgebracht worden ist. Das Schiff muß zur Untersuchung seiner Ladung nach Konterbande einen englischen Hafen anlaufen. Auch die USA.-Armeeleitung wünscht weitere Mittel. Washington, 17. April. (Europapreß.) Gleichzeitig mit den Wünschen der USA. - F l o t t e n- leitung um die Bewilligung zusätzlicher Mittel zum weiteren Flottenausbau bemüht sich auch di» Der skandinavische Raum. Litauen BELGIEN SLOWAKEI FRANKREICH UNGARN SCHWEIZ RUMÄNIEN 0 So 100 1S"0 Km SOWJET .RUSSLAND .v-d Drontheim o Stavanger ^4- OSLO Z o £ i <<•*<• Man macht sich nur schwer eine Vorstellung von der Au s d e h n u n g der Räume und Entfernungen, die bei der Durchführung des deutschen Unternehmens in Skandinavien überwunden werden müssen. Wir haben einmal Dänemark und Norwegen in gleichem Maßstab a u s die Karte des Großdeutschen Reiches projiziert. Die Strecke Hamburg bis Trondheim zum Beispiel gleicht der Entfernung Florenz — Lübeck. Und es zeigt sich, wie groß die Gebiete in Norwegen sind, die zu besetzen waren. — (Zeichnung von Eigener — Scherl-M.) Armeeleitung der USA. um die Erhöhung der für die Armee zur Verfügung gestellten Mittel. Die Armeeleitung strebt insbesondere die Wiedereinsetzung der 50 Millionen Dollar in den Heereshaus- halt an, die der Kongreß aus dem Haushaltsvoranschlag gestrichen hatte. Diese zusätzlichen Mittel sollen vor allem zur Ausrüstung der „er st en Verteidigungslinie" des 227 000 Mann starten Berufsheeres sowie für Zwecke der 235 000 Mann starken nationalen Miliz Verwendung finden. Normalisierung des Verhältnisses Rußland-Jugoslawien. Belgrad, 17. April. (DNB.) In der jugoslawischen Hauptstadt hat die Nachricht von der Aufnahme der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Jugoslawien und der Sowjetunion groß, ten Eindruck gemacht. Bekanntlich unterhält Jugo- slawien immer noch feine diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion. Die nunmehr erfolgte äe-lacto-Anerkennung soll einer Normal!, fierung des Verhältnisses dienen und dürfte wesent- lich durch den Umstand mit bestimmt gewesen sein, daß alle Nachbar st aaten Jugoslawiens geordnete Beziehungen zur Sowjetunion aufrechterhalten. Der Führer der jugoslawischen Wirtschaftsdelegation Gjorgjewitsch, der in den nächsten Tagen nach Moskau reift, ist eine bekannte Persönlichkeit im Wirtschaftsleben Jugoslawiens. Er war Vizegouverneur der Nationalbank und ist zur Zeit Generaldierktor der Bank und Ver- sicherungsgesellschaft Beogradska Zadruga, welche auch das königliche Vermögen verwaltet. Er kann somit auch als Vertrauensmann der Krone ange- sehen werden. Kleine politische Nachrichten. Anläßlich der Geburt der Tochter des Kronprin- zenpaares von Dänemark hat der Führer dem dänischen Königspaar und dem Kronprinzenpaar drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. ♦ Der deutsche Oberkommandierende in Norme- gen erließ eine Verordnung, die entsprechend der Haager Konvention von 1907 den Visum- zwang für alle Ausländer, ausgenommen Finnen, Dänen, Schweden und Isländer vorsieht. Bei Einreise von Nicht-Skandinaviern in die besetzten norwegischen Gebiete sind die deutschen Behörden für die Einreisegenehmigung zuständig. Wie Reuter berichtet, ist der englische Dampfer „Disperser" an der Küste von Nord-Schottland gesunken. Eine deutsche und eine litauische Delegation haben gemeinsam die Frage der weiteren Entwicklung der deutsch - litauischen Wirtschaftsbebeziehungen geprüft. Die Vereinbarungen wer- den eine bedeutende Steigerung des deutfch-litau- ifchen Warenverkehrs vor'fehen. Der Führer hat dem Professor an der Technischen Hochschule in Wien Ludwig Michalek aus Anlaß der Vollendung seines 81. Geburtstages in Wür- digung seiner Verdienste als Maler und Graphiker die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Statt Karten unerwartet verschieden. 01442 Laubach, den 18. April 1940. 1954D Danksagung. 19530 Illi Familien Schraner-Bergen. Gießen (AHcenstr. 30), den 18. April 1940. 1950D 1 1948 D Lichtspielhaus Brührsche Druckerei, Schulst raße 7, Anruf 2W IN SIRO, Für die vielen Beweise inniger Teilnahme an unserem schweren Verlust sprechen wir hiermit unseren herzlichen Dank aus. Lachläfsevonr«, 20 v. 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Beamter sucht zum l.Mar 3-Zimmer- Wohnung Schriftliche Angebote u. 01440 an den Gießener Anzeiger erbet. Hertha Feiler / Attila Hörbiger Oskar Sima / Fritz Rasp / Alexander Trojan Musik: Giuseppe Becce SPIELLEITUNG: GERHARD LAMPRECHT Die besten Filme dichtet das Leben. — Hier Ist einer dieser Art, und wir müssen gestehen: Wir sind erschüttert und beglückt EIN WIEN-FILM DER WIEN-FILM UND TERRA Beiprogramm und neueste Tonwoche Heute Donnerstag Erstaufführung Elektrischer Heißwasserspeicher (Hochdruck-,fort). MimWlle sofort zu kaufen gesucht. oi429 Schwab Marb. Straße 44 Telefon 2270. für Dein K i n ö , sorgt für geregelt« Verdauung, bewahrt vor Verstopfung, Blähungen usw., fördert Muskel* und Knochenbildung, erleichtert die Zahnung, erhöht die Widerstandskraft. Bekanntmachung. Belr.: Metallfpende des deutschen Volkes. Die im Hause TNarktstraße 18 eingerichtete Metall- Sammelstelle ist für den starken Andrang der letzten Tage nicht mehr ausreichend. Eine zweite Sammel- stelle ist auf dem städt. Lagerplatz, Steinstraße 9, eingerichtet worden. Es wird gebeten, diese mit in Anspruch zu nehmen, insbesondere die Ablieferung sperriger Güter und größerer Mengen dort zu tätigen, da die örtlichen Verhältnisse eine schnellere Abfertigung gewährleisten. Die Sammelslelle Lagerplatz Steinstraße 9 bleibt auch über den 20. April hinaus für Annahme kriegswichtiger Metalle für Behörden und die gewerbliche Wirtschaft geöffnet Annahmezeiten täglich 8—12 Uhr und 13—17 Uhr. Samstag nachmittag und Sonntag ist die Annahmestelle geschloffen. 19520 Gießen, den 17. April 1940. Der Oberbürgermeister. I.A.: Gravert. DANKSAGUNG. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme am Heimgang unseres Vaters Pfarrer i R. Heinridi Kulimann die uns die Einwohner unseres Heimatdorfes, seine Amtsbrüder, sowie seine und unsre zahlreich. Freunde u. Bekannten dargebracht haben, sagen wir unsren Dank. Gertrud Knllmann Hedwig Knllmann Eine sehr gut erh. Schneider- Nähmaschine lPfaff)sowieeine Haushalt- Nähmaschine (Pfaff) u. einige lö-Kilo-Biigeleiseo zu verkaufen. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. livvM Bekanntmachung. Betr.: Schornsteinfegerwesen; hier: Neubesetzung des Kehrbezirks II in der Stadt Gießen. Der Herr Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — Abt. III in Darmstadt hat mit Verfügung vom 12. April 1940 auf Grund des § 19 der Verordnung über das Schornsteinfegerwesen vom 28. Juli 1937 (RGBl. I S. 831) mit Wirkung vom 15. April 1940 ab auf Wiederruf den Bezirksschornsteinfegermeister Friedrich Wagner in Grünberg zum Bezirksschornfteinfegermeister für den Kehrbezirk II in der Stadt Gießen bestellt. Gießen, den 16. April 1940. 1949C Der Oberbürgermeister. 3.21.: Gravert Bekanntmachung. Betr.: Weilerbenuhung von Kraftfahrzeugen. 1. Bei einem großen Teil der zur Weiterbenutzung über den 20. September 1939 hinaus zugelassenen Kraftfahrzeuge sind inzwischen die Voraus.- setzungen für die Weiterbenutzung in Wegfall gekommen. Zum Zwecke der erneuten Nachprüfung werden daher alle im Stadtkreis Gießen bis jetzt erteilten Genehmigungen mit dem 30. April 1940 hinfällig. Wer sein Fahrzeug nach diesem Zeitpunkt noch weiter benutzt, macht sich eines Vergehens nach der Verordnung über die Weiterbenutzung der Kraftfahrzeuge vom 6. September 1939 in Verbindung mit dem Gesetz über den Kraftfahrzeugverkehr schuldig. 2. Wer glaubt, an der Weiterbenutzung seines Kraftfahrzeuges über den 30. April 1940 hinaus ein berechtigtes Interesse zu besitzen, hat einen neuen Antrag mit neuen Unterlagen über seine Kammer (Industrie- und Handelskammer, Kreis- handwerkerschast, Aerztekammer usw.) bei der Polizeidirektion Gießen bis spätestens 25. April 1940 einzureichen. Später eingehende Gesuche können nicht mit fristgerechter Erledigung rechnen. Der Antrag muß insbesondere enthalten: Kraftfahrzeughalter, dessen Anschrift, polizeiliches Kennzeichen des Kraftfahrzeuges und Hubraum der Maschine und, soweit das Fahrzeug als Transportfahrzeug benutzt wird, ob mit oder ohne Anhänger. Ich mache noch darauf aufmerksam, daß nur noch Anträge lebenswichtiger und wehrwirtschaftlicher Betriebe Aussicht auf Erfolg haben. Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr—Sonntag 3, 5.30 und 8.30 Uhr 1951 a Für unsere Buchhaltung suchen wir zum Beitragen der Bücher eine tanfm. ausgebildete 9ilfe evtl, für halbeTage. Dauer der Beschäftigung etw. 2 Monate. Schriftl. Angeb. unter 1932V an den Gießener Anz. erbet. | Verschiedenes | Ersatzrad vevloven gegangen in der Umgebung von Reiskirchen. Gegen Belohn, abzugeben. meD BäckereiDietrich Beuern. Berufst. Dame sucht sehr „ gut möbl. geraum. Sinei mögl.m.Schreibtisch im Sud- viertet. Schriftl. Angebote unter 1935V a.d.G.A. m so. 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Zur gleichen Zeit finden für die Werktätigen Betriebsappelle und für die Schulen Morgenfeiern statt. Dann wird in allen Schulen regulärer Unterricht abgehalten. * Stabsführer Laute rb acher erläßt an die Zehnjährigen, die am Vorabend des Führergeburtstages in die HI. ausgenommen werden, folgenden Aufruf, der überall dort, wo eine Rundfunkübertragung der Aufnahmefeier in der Marienburg nicht möglich ist, in Standortappellen der HI. verlesen wird: Jungen und Mädel! Im Namen des Reichsjugendführers, der als Gefreiter der großen Armee des neuen Deutschlands angehört, heiße ich euch in der „Jugend des Führers" willkommen. Eure Aufnahme in unsere stolze Gemeinschaft wird in einer für alle Deutschen bedeutenden und unsere Zukunft entscheidensten Zeit vollzogen. Das Werk Adolf Hitlers erlebt jetzt die große Bewährungsprobe. Eure Väter und Brüder sind weniger einem Befehl als ihrer starken nationalsozialistischen Gesinnung gehorchend zu den Fahnen geeilt, um unser Reich und die errungene Einheit und Freiheit mrseves Volkes zu verteidigen. Eure Mütter und Schwestern sind vielfach an die Arbeitsplätze der Männer getreten und werken und schaffen in der inneren Front der Heimat. Die I u a e n d , der dieser heldenhafte Einsatz gilt, und für Die der Sieg erfochten werden wird, hat sich d i e s e r Vorbilder würdig zu erweisen. Achteinhalb Millionen Jungen und Mädel der HI., die euch heute in ihren Reihen begrüßen und schon eine erste Leistungsprobe abgelegt haben, erwarten von euch, daß ihr in Kameradschaft und Pflichterfüllung das Recht erwerbt, nunmehr den Namen unseres Führers zu tragen. Legt euer Dasein heute in seine Hände. Ihr bringt ihm damit sein schönstes Geburtstagsgeschenk. Oer Sonderstempel der Reichspost für den Geburtstag des Führers. 20.4.40-20 Zum 51. Geburtstag des Führers wird bei einer Reihe von Postämtern im Reich dieser Sonderstempel geführt werden, der neben den üblichen Orts- und Tagesangaben in bildlicher Darstellung das Eiserne Kreuz. Schwert und Hammer sowie die Inschrift „Geburtstag des Führers" zeigt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Kriegsfreier Lustraum Es ist ein Kennzeichen für die außerordentliche militärische Kraft des Reiches in diesem Kriege, daß es trotz der Angriffswaffen, die der Feind besitzt, den weitaus ^röfeten Teil des deutschen Luftraums für den f r i e d e n s m ä ß i g e n Luftverkehr im Sinne von Passagier- und Frachtdienst reservieren konnte. Während Deutschland mit seiner Luftwaffe fast jeden Tag den Hoheitsraum von Frankreich und England sowie die angrenzenden Meergebiete überfliegt und in Erkundungsflügen kontrolliert, sind der feindlichen Luftwaffe am Westwall und an der Nordseeküste unüberwindliche Sperren gelegt. In Erkenntnis dieser Sachlage konnte Deutschland schon gleich nach Liquidierung des polnischen Feldzuges den Luftverkehr über der östlichen Hälfte des Reiches und die Verbindungen mit den nord-, ost- und südwärts angrenzenden Staaten in einem festen Flugplan wieder aufnehmen. Sogar mitten im Winter wurde dieser Flugplan trotz Der gesteigerten atmosphärischen Erschwernisse aufrecht erhalten, mit Sowjet-Rußland wurde sogar eine neue Linie eröffnet, die über Bialystock—Minsk nach Moskau führt. Die Verbindungen nach Skandinavien einerseits, nach den Süd- und Südoststaaten andererseits erfuhren während des ganzen Winters keine Unterbrechung und wurden fast ausschließlich mit deutschen Flugzeugen beflogen. Letzthin bei der Leipziger und Wiener Messe hat es die größte Anerkennung der vertretenen Staaten erregt, daß trotz der kriegsmäßigen Ansprüche, die Die Luftwaffe an den Flugzeugpark stellt, für die Besucher der Messe die modernsten, mit allem Komfort ausgestatteten Verkehrsflugzeuge nach allen Richtungen zur Verfügung standen. Dieser Tatsache entsprechend hat die Deutsche Lufthansa sogar einen erweiterten Sommerfl u gv e r k e h r eingerichtet, der die Städte Berlin, Wien, München, Danzig, Königsberg, Breslau, Litzmannftadt, Kattowitz, Nürnberg, Dresden, Glatz und Hamburg innerhalb des Großdeutschen Reiches verbindet. Von diesen Städten werden Berlin, Wien, München, Danzig und Königsberg werktäglich mehrfach angeflogen, die Flugzeiten sind so gelegt — um einige Beispiele zu nennen — daß zwischen Berlin und München, Berlin und Königsberg oder Wien und Berlin Hin- und Rückreisen an einem Tage gut zu ermöglichen sind, denn die stundenlangen Aufenthaltszeiten an den Zielen gestatten die Erledigung wichtiger Arbeiten. Als Luftkreuz mit den meisten Verbindungen ist selbstverständlich Berlin ausersehen. Neu ausgenommen wird in diesen Wochen noch die Linie D a n z i g—B res« lau, die später auch Litzmannftadt anfliegen soll und unmittelbaren Anschluß von und nach K ö - nigsberg sichert. Auf diese Weise wird der neue deutsche O st r a u m vollkommen in den Luftverkehr eingeschlossen. Die für die Hauptstadt der Bewegung ebenso wie für Wien wichtige Strecke M ü n ch e n—W i e n ist bis Graz verlängert und zeitlich fo geführt, daß Reisende von und nach Berlin in Wien Anschluß haben. Neben den zwei Schnellftubstrecken Berlin—Wien wird nun die bisher nur über Prag geleitete dritte Strecke auch in Dresden zwischenlanden. Die Flugzeiten dieser Verbindung erlauben den Dresdenern, am gleichen Tage neben verschiedenen anderen Anschlüssen auch Dänemark zu erreichen. Die Strecke Berit n— München landet auch in Nürnberg, so daß die Stadt der Reichsparteitage ebenfalls wieder zum Luftnetz gehört. Die besondere Bedeutung dieses umfangreichen deutschen Luftverkehrs im Kriege beruht in der Tatsache, daß Anschluß nach allen Staaten des "Nordens, Ostens und Südens besteht. Die Lufthansa fliegt in diesem Sommerhalbjahr werktäglich 25 verschiedene Länder im Ausland an, darunter befindet sich der skandinavische Raum, die Baltikumländer, Sowjet-Rußland und der Südostraum bis Athen. Selbstverständlich ist auch Italien än das Luftnetz angeschlossen, von hier aus bestehen alle Möglichkeiten, Spanien und Portugal zu erreichen. Ferner ist an eine Verbindung mit der S ch w e i z als zusätzliche Strecke gedacht. Die Strecken selbst werden von den besten Flugzeugen der Gegenwart, von der dreimotorigen Ju 52, der viermotorigen Ju 90 und dem „Condor"- Typ von Focke-Wulf beflogen, auch die mit der Lufthansa in Betriebsgemeinschaft arbeitenden ausländischen Lustoerkehrsunternehmen benutzen fast ausschließlich deutsche Maschinen, sodaß der Fluggast nack wie vor beim europäischen Luftverkehr gut ausgehooen ist. Praktisch ist ein durchaus friedensmäßiger Zustand entstanden, der natürlich den wirtschaftlichen Interessen Großdeutschlands wie auch den mit ihm in Handelsbeziehungen stehenden Staaten außerordentlich nützlich ist. Aus aller Well. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 17. April ist der 1921 in Elbogen geborene Paul Richter hingerichtet worden, den das Oberlandesgericht in Leitmeritz als Volksschädlissg zum Tode verurteilt hat. Richter, der bereits viermal wegen Betrügereien vorbestraft war, hat sich der Mutter eines in Polen gefallenen Soldaten gegenüber als Kamerad und Mitkämpfer ihres Sohnes ausgegeben. Er trug dabei unberechtigt die Uniform eines HJ.-Führers und ein EK. 1. Den linfen Arm hielt er — als ob er selbst verwundet fei — in einer Schlinge. Nachdem er sich fo in das Vertrauen der Frau eingeschlichen und von ihr hatte bewirten lassen, b e st a h l er sie um das ganze Geld, das die Frau als letzte Hinterlassenschaft ihres Sohnes aufbewahrte. Sieben Jahre Zuchthaus für eine Brandstifterin. Das Sondergericht Mannheim verurteilte die 39jährige Ehefrau Frieda Erbacher aus Haßmersheim wegen böswilliger Brandstiftung zu sieben Jahren Zuchthaus. Die Angeklagte war nach einer Verstimmung mit ihrem verheirateten Bruder aus dem elterlichen Anwesen, das dieser übernommen hatte, fortaezogen und lebte in wirtschaftlich bedrängten Verhältnissen mit ihrem kranken Mann. Die Erbstreitigkeiten vertieften Neid und Haß, und so schlich Die Frau im Januar nachts in das Anwesen und steckte das Stroh im Scheunengebälk in Brand. An das Bezirksamt in Mosbach und an die Versicherungsgesellschaft schrieb sie anonyme Briefe, Die Die Täterschaft ihres Bruders andeuteten. Ein Geständnis, das sie gemacht, hat sie wiederholt widerrufen. Grohfeuer in Grenoble. Eine der größten Lederwarenfabriken Grenobles ist durch Feuer völlig vernichtet worden. Das Feuer nahm seinen Ausgang in einer der Trockenhallen, in Denen Tausende von gegerbten Tierhäuten aufbewahrt wurden. Das 150 Meter lange dreistöckige Gebäude stand in kurzer Zeit in Flammen. Auch eine zu dem Unternehmen gehörende Fabrik für Lederbekleidung, Die für das französische Heer arbeitet, brannte nieder. Feuerwehr und Garnison waren völlig machtlos. Verbrannt sind auch versandfertig lagernde Lederbekleidungsstücke für die französische Armee im Wert von rund einer Million Franken. Schweres Voolsunglück auf dem Skularl-See. 3m Norden des Skutari-Sees stürzte bei hohem Wellengang ein mit sechs Bauern besetzter Kahn um. Drei Bauern, die schwimmend das Ufer erreichen wollten, ertranfen, während die drei anderen sich zwei Stunden lang an dem Boot festklammerten, bis sie von jugoslawischen Grenzsoldaten gerettet wurden. Vor einem Vulkanausbruch auf Java. Nach Meldungen aus Batavia droht Der Merapi auszubrechen. Die Untersuchungen des vulkanologischen Dienstes haben ergeben, Daß sich ein neues großes Lavafeld gebildet hat, das nur noch dreißig Meter vom Rand des Kraters entfernt ist. Das Feld soll unter hohem Druck stehen und in Der Woche vom 5. bis 11. April täglich fünf Meter gestiegen fein. Es wird erwartet, daß die Lavamassen schnell Den KraterranD erreichen. Die Bevölkerung ist gewarnt; ein umfangreiches Gebiet ist bereits geräumt roorDen. Hochwasser in der kanadischen Provinz Alberta. Das Frühlingswetter hat im Tale des Red-Deer River in der kanadischen Provinz Alberta zum schlimmsten Hochwasser seit 25 Jahren geführt. Ueber 10 00 Menschen sind obdachlos geworden. Der Red-Deer River ist um fünf Meter geziegen, und die Uferbewohner find durch Die Fluten von Der Außenwelt abgeschnitten. n Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik veuMeton und BUder: Dr. Fr. 23. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühlsche Untversitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.5. Bee Ä iVeVamSz Auch die „Astra" bleibt »ich imme-f gJe-tcb» :: : ' „Kassiopeia Sternbild in W- Form in der Nähe des Himmelspols. f „astra" griechische 8e> Zeichnung für die Gesamtheit der Himmelskörper. ■ . G 'X v; .....— UW MO Immer aromatisch! Immer leicht! Nur ausgewählte reine Orienttabake erster Provenienzen finden für die,,Astra" Verwendung.Dasbesondere Mischverfahren ergibt die unveränderliche charakteristische Vereinigung von Leichtigkeit und reichem Aroma. W OHNE MUNDSTOCK Immer frisch! x W! Nr.91 Zweites Statt Gießener Anzeiger (General-Anzetgrr für Oderheffen) Aus der Stadt Gießen.! Nur ein Rasenstückchen... | Hinter dem Hause befanb sich bisher ein Rasen- iuckchen. Nicht gerade grafe, etwa ein Dutzend । Schritte irn Geviert. Im Sommer gedieh dort e^n lUißchen Gras, um das sich kaum jemand kümmerte Ilm so verwunderlicher erschien es, als sich am letzten Sonntagmoraen der Hausverwalter dort au chaffen machte. Er steckte den Boden ab, betrachtete ios Fleckchen von allen Seiten und ging dann ruitia !oran, das Erdreich mit dem Spaten aufzubrechen In dem Haufe wohnen sechs Familien. Kein Lunder daß das Verhalten des Hausverwalters -roße Aufmerksamkeit errege. Die Frauen erschie- en am Fenster und blickten gespannt in den fiof ^nÄ\rjJf/neflri>er ^auen, ,/Sie graben wohl ach Gold? Der Angeredete richtete sich auf stützte "ch auf fernen Spaten und wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. Gold wohl gerade ücht, aber Gold haben wir pa auch nicht nötig." >ann machte er sich daran, weiter zu graben Bedächtig setzte er einen Spatenstich neben den andren. „Das soll mich aber nun wirklich wundern" neinte die Frau zu ihrer Nachbarin, „bie Graberei 31 es doch bisher nicht gegeben. Irgendwas muß od) dahinter stecken." Es steckte in der Tat etwas dahinter. Schon bald vor es deutlich sichtbar, daß der Hausverwalter üneswegs die Absicht hatte, nach verborgenen Schätzen zu fahnden. Er grub vielmehr das ganze Rasenstück mit aller Sorgfalt um, brachte dann instlichen Dünger herbei, den er gleichmäßig veralte und mit dem Erdreich mischte. ,Hetzt weiß ich, >as er will", sagte die Frau, „er will uns eine lugenfreude machen und was pflanzen. Ob er wohl vit Tulpen ankommen wird? Ich bin gespannt." Aber es wurde nichts aus den Tulpen. An Blumen hatte der Mann wirklich nicht gedacht. Es Awebten ihm realere Dinge vor. Am nächsten Lbend offenbarte er sich der Frau. „Sehen Sie kal", sagte er mit bedeutungsvollem Nicken, „wir rfinden uns doch im Krieg, und da ist es eigentlich ? ne Schande, wenn so ein Stückchen gute Erde ^achliegen soll. Sie wissen doch, wie nützlich in der üche immer die Zufuhr an frischem Gemüse ist. uch Kopfsalat ist nicht zu verachten, und äußerem kann man noch alle Küchenkräuter da unten »chen". Er deutete aus dem Fenster des ersten ■ Stockwerks mit der Pfeife auf den Hof. „Glauben Cie, daß das eine gute Sache ist?" Die Frau glaubte es ihm aufs Wort. Sie glaubte j um so mehr, als der Mann ihr einen von den ften Salatköpfen versprach. „Gratis, aus guter lachbarfchaft, versteht sich." Seitdem ist das Jnter- se der Frau noch größer geworden und das der irrigen Hausbewohner nicht minder. Aus dem leckchen Erde hinter dem Hause, das nur ein asenstückchen war, ist ein schmuckes Gärtchen ent- Iinden, das reichlichen Lohn für alle Aufwendun- -n spenden wird. War das nicht ein glücklicher Ge- I bmke? W. H. Sch. Lornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Volkstümliche Dorträge und Vorlesungen der Ludwigs-Universität Gießen: 20.15 Uhr Vortrag, Professor Vogel über „Aufgaben der Tierzüch- Ung und Tierhaltung zur Ernährungssicherung", im Lmdwirtschaftlichen Institut, Senckenbergstraße 17; .20.15 Uhr Abendvorlesung, Professor von Gall I über „Land und Leute von Mexiko", mit Lichtbildern, im Großen Physikalischen Hörsaal, Stephanstraße 34. - Gloria-Palast (Seltersweg): „Feuertaufe". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Frau im Strom". Oberhessischer Kunstverein: Ausstellung Walter -roll, Gießen, von 17 bis 18 Uhr im Turmhaus am 'and. Alte Höfe. Es ist begreiflich, daß man im Frühling fast nur l >ch den Gärten, Anlagen und Balkonen sieht und »krgißt, einen Blick auf das Stiefkind des Hauses, bin Hof, zu werfen, der meist gar nicht so grau urd häßlich ist, wie es zunächst zu sein scheint. Be° Gebt zur Metalttpende! Merkmale der Metalle. Die charakteristischen Merkmale der zur Sammlung aufgerufenen Metalle sind folgende: 1. Kupfer fast ausnahmslos kenntlich durch den allgemein bekannten roten Farbton. Kommt im Haushalt vor in Form von Schalen, Aschenbechern« Mörsern, Kesseln, Töpfen und anderen Geräten. 2. Messing bekannt durch seine gelbe Farbe und durch das meist blanke Aussehen. Kommt im Haushalt vor in verschiedensten Formen als Gebrauchs- und Ausstattungsgegenstände. 3. Bronze kenntlich an dem meist bräunlichen Farbton. Im Haushalt im allgemeinen nur in Form von Ausstattungsgegenständen (Plastiken, Schmuckschalen usw.) vorhanden. 4. Zinn kenntlich an dem bekannten st u m p f e n Farbton, den ältere Zinngegenstände fast ausschließlich zeigen. Ferner an der Weichheit des Materials. Zinngegenstände lassen sich mit einem Messer leicht anschneiden. Kommt im Haushalt vor in Form von Tellern, Geschirr, Dosen, Schalen, Krügen, Vasen und ähnlichen Geräten, z. T. auch als Plastiken und sonstigen Gegenständen. Don Blei zu unterscheiden durch das wesentlich geringere Gewicht. 5. Blei ist kenntlich an der grauen Farbe und dem verhältnismäßig schweren Gewicht des einzelnen Stückes sowie an der Weichheit des Materials. Ausstattungsgegenstände und Gebrauchsgegenstände aus Blei sind in Haushalten selten anzutreffen, es wird im allgemeinen vorkommen in Form von Stücken alter Rohrleitungen oder als Spielsachen wie Bleisoldaten und ähnliche Erzeugnisse der Spielwarenindustrie. 6/7. Nickel und Neusilber. Gegenstände aus diesen Metallen sind allgemein kenntlich durch ihr blankes Aussehen. Die sehr weit verbreiteten Gebrauchs- und Ausstattungsgegenstände der Württembergischen Metallwarenfabrik sind fast allgemein Neusilber. Es ist nicht erforderlich, Nickel und Neusilber bei der Ablieferung der Spende voneinander zu unterscheiden, da beide Metalle durch die Metallspende mit ersaßt werden. Es wird nochmals darauf hingewiefen, daß Gegenstände aus Gold und Silber, Leichtmetallen und Zink nicht der Spende unterliegen. Jede Hausfrau wird genau wissen, welche Gegenstände in ihrem Haushalt aus Gold und Silber hergestellt sind, sodaß hierzu weitere Anleitungen nicht gegeben zu werden brauchen. Münzen und Plaketten willkommen! Es wird darauf hingewiesen, daß auch die Abgabe von Münzen und Plaketten jeder Art bei der Metallspende des deutschen Volkes äußerst erwünscht ist. Selbstverständlich kommen hierfür nur außer Kurs gesetzte Münzen in Frage sowie solche Plaketten, die nicht einen besonderen künstlerischen oder historischen Wert haben. Es wird besonders aufmerksam gemacht auf die große Anzahl alter Nickel-, Messing- und Kupfermünzen, die sich noch in Privat- besitz befinden. Eine zweite Eammelstelle in Gießen. Wegen des starken Andranges in der Metallsammelstelle Gießen im Hause Marktstraße 18 hat der Oberbürgermeister eine zweite Metallsammel- stelle auf dem städtischen Lagerplatz, Steinstraße 9, zur Entgegennahme von Metallspenden eröffnen lassen. In dieser neuen Sammelstelle kann man besonders sperrige Stücke und größere Mengen von Metall leichter als in der Sammelstelle in der Marktstraße abliefern. Oie Metaltspende des Adolf-Hitler-Hauses. Alle Parleidienststellen handeln entsprechend. NSG. Auf Grund einer zu Beginn der Metallspendeaktion ergangenen Anordnung des Gauleiters werden zur Zeit aus dem Adolf-Hitler-Haus — dem neuen Dienstgebäude der Gauleitung am Horft- Weffel-Platz in Frankfurt a. M. — alle Gegenstände, die aus den zur Sammlung auf gerufenen Metallen bestehen, ausgebaut und der Metallspende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers übergeben. Alle Dienststellen der Partei, ihre Gliederungen, angeschlossenen Verbände und betreuten Organisationen haben entsprechend gehandelt. In selbstverständlicher Weise leistet die Partei damit auch ihrerseits einen beispielhaften Beitrag für die Erfassung der Metallreserven, um sie im Existenzkampf unseres Volkes zum Einsatz zu bringen. sonders die alten Höfe in den kleineren Städten sind erfüllt von stillen Schönheiten und eigenartigem Zauber. Sie haben noch ein Stück Heimatgeschichte, und man glaubt, die Zeit wäre lautlos an ihnen vorübergegangen, um sie in ihren Träumen nicht zu stören. Im Schatten der spitzen Giebel erzählen sie von dem Vergangenen. Alte Stallgebäude stehen windschief und vornübergeneigt da, ihr Fachwerk ist rissig geworden, ihr tief herabhängendes Dach von dunkelgrünem Moos überwuchert. In ihrer nächsten Umgebung wachsen Fliederbüsche und Holundersträuche. Auch sie haben nun Knospen an- gesetzt und warten, bis sie mit ihren Blättern die kleinen Vogelnester in ihren Astgabelungen behutsam verstecken können. Efeugerank verdeckt das Stück einer alten Mauer und versucht, an der Hauswand hochzuklettern. Ausgetretene Steinstufen führen zu der Haustür, an der man hin und wieder Schnitzereien beobachten kann, die von dem Sinn unserer Vorfahren für Stil und Echtheit sprechen. Oft findet man in ganz alten' Höfen Laubengänge, die sich zum mindesten an einer Seite entlangziehen. In der Höhe des ersten Stockes lassen schöngeschwungene Bögen den Blick auf den Hof frei, sie sind überdeckt von einem mit Holzschnitzereien verzierten Dach. Ein handgeschnitztes Geländer zieht sich von einem Bogen zum andern. Das Holz der Pfeiler, die den Laubengang tragen, ist altersgrau und verwittert, oft sind Jahreszahlen eingeschnitten, oder irgendwelche Verzierungen angebracht. Immer nimmt man an, daß man seine Stadt genau kennt. Wer aber mit offenen Augen und offenem Herzen verborgenen Winkeln nach- fpürt, wird noch unendlich viel Neues und Schönes entdecken. Zinkgefäße sind nicht für Lebensmittel. Trotz wiederholter Warnung vor der Benutzung verzinkter eiserner Gefäße zur Aufbewahrung oder Zubereitung von Lebensrnitteln find immer wieder Vergiftungserfcheinungen vorgekommen. Es wird darauf hingewiefen, daß Vergiftungen durch den Genuß zinkhaltiger Lebensrnittel meist auf die Verwendung von Zinkblecheimern oder Zinkwannen, die an sich als Lebensmittelbehälter nicht bestimmt sind, jedoch mangels anderer Gefäße bei der Zubereitung von Speisen verwendet werden, zurückzuführen find. .Sülche Zinkgefäße dürfen zwar zur Beförderung von Wasser, aber keinesfalls zur Beförderung oder Aufbewahrung von säurehaltigen oder leicht säuernden Lebensrnitteln, wie Sauerkohl, Kartoffelsalat, Fleischsalat, Milch, Fleisch, Marmelade,. Obstsäften, Wein, Brotteig usw. verwendet werden, da diese Lebensrnittel durch Berührung mit Zink in kürzester Zeit gesundheitsschädlich werden und Massenvergiftungen Hervorrufen können. Anstrich der Glasscheiben nur als zusätzliche Verdunkelung erlaubt. In einem Erlaß stellt der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe die Verwendung des Anstrichs von Glasscheiben für Der- dunkelungszwecke klar. Das Abblenden der Lichtaustrittsöffnungen ist, wie der Erlaß sagt, vielfach behelfsmäßig durch Bekleben ober Anstrich der Gießener Gtadiiheater. Sigmund Graff: „Die Primanerin". Tine Aufklärung zuvor: man tut dem Autor ge- vife nicht, Unrecht, wenn man sein Kind beim rech- h Namen nennt und feststellt, daß seine „Pri- Anerin" die Gattung der Schulkomödien nur von | ferne streift, wenn er auch sein Lustspiel, ober belfer ] lejagi seinen Schwank, mit einer Reihe von Schul- vtlster-Karikaturen bewährten Musters und berder- f?i Geschlechts bevölkert hat. Sie sind aber doch nur kis schmückende Beiwerk, freilich ein nicht zu unter. ätzendes, wenn man auf den Publikumserfolg fest, alber die Hauptsache ist eben doch das hübsche, fffkilche, junge Mädel, das von der Schulbank weg fki berühmten Arzt heiratet, der ihm so verstand- I Rrvoll aus einer Patsche geholfen hat. Wie die I Stiu Professor bann aber nach den Flitterwochen I toir dem vielbeschäftigten Gatten allzu oft allein- Msen wird, meldet sich die Sehnsucht nach dem tiitn Pflichtenkreis, und es bedarf kaum noch eines iuzeren Anstoßes durch das Zusammentreffen mit «rem ehemaligen Lehrer und einer früheren xiap kameraöin, um die Frau Professor wieder in fite Prima zu führen mit dem Ziel der frifung vor Augen. Freilich inkognito als Munoei ks Gatten, und daraus ergibt sich dann eine Fülle ter Konflikten und Verwirrungen, an deren ßnoe jhl.eßlich die „Primanerin" zwar wegen durchaus dongelhafter Leistungen und ungehörigen -Lstra- strs von der Schule verwiesen wirb, die Prüfung toi dem Gatten aber um so besser besteht. Konsequenz ist nicht die Stärke dseses Stückes. Sir Charakter der „Primanerin" werden zwar Yin di! wieder ernstere Saiten angeschlagen, aber schne diLer fallen gelassen, um sich dann ganz auf oie Wirkung handfester Situationskomik zu vertanen. Üi Regie Hans Geißlers hatte mit einem ge- bderten munteren Spiel wohl den rechten Ton Q, - Men, besonders die recht aufgepulverten öCtju = kt.en zeigten Männlein und Weiblem samt an inbers mit innigem Behagen beim Werk. (Duhnen, fiter: Karl Löffler.) Die Titelrolle hatte Elisa- bti Leipre cht sehr nett auf jene etwas unklar ■oitantif, jene schwärmerischen Gefühle angelegt, unsere Achtzehnjährigen zu allen Zeiten auf oer ple zwischen Schule und Leben zu etwas Beson- :t’-m machen. Sie und Viktor von G s ch m ' r • als ihr Gatte, der mit überlegenem Humor I *6 Schwindeleien seiner kleinen Frau deckt, h , W. am sichersten den Absichten des Autors entsprochen. Karl Dolck war ein höchst verständnisvoller, behaglich schmunzelnder Herr Papa, Rose Stirl die exaltiert besorgte Mutter, Jngeborg Riehl, als Gegenstück zu der kleinen „Primanerin", die mondäne Frau, mit allen Wassern gewaschen. Das Lehrerkollegium mit Gert Geiger an der Spitze zeigte die bekannten Typen: den Zi- taterid) mit Rauschebart, Röllchen und Zwicker (Gerhard Reuter), den wohlwollenden Elegant (Walter Erl er), den moralintriefenden Blaustrumpf (Hilde Heinrich) und die Naturmaid mit schallender Stimme und Gretchenkostüm (Cilly Mauer). Die Prima führte Anneliese Garbe an, em munteres Früchtchen, das jeder echten Schulklasse zur Zierde gereicht hätte. In kleineren Rollen sah man die Herren Can inenberg,Lowitz und S et tz, die Damen Eiben und Neuhausen. — Das sehr crut besuchte Haus unterhielt sich vortrefflich. Mehrfach gab es lebhaften Applaus bei offener Szene und zum Schluß viele Hervorrufe und Blumen. Dr. Fr. W. Lange. Liniere Beiiy. Don Judith von Gacow Wie wir dazu kamen, wieder Hühner anzuschaf- fen habe ich schon erzählt, aber nicht, wie es weiter qinq Es kam nämlich der Polarwinter, gleich nach- dem der Hahn Siegfried eingezogen war und sich seinem kleinen Harem höflich und, man kann zunächst sagen, bescheiden zu Diensten empfohlen hatte. Wir stopften nun jede Ritze des ötallcs aus, stellten •Strohmatten vor Türen und Fenster und breiteten SÄ auf den Fußboden. Schließlich tat es uns leid, nicht selbst dort wohnen und so nett auf ben Stangen sitzen zu können. Sieben Hühner und stn Hahn — welch glücklicher Ausblick! Nur eins wollte uns nicht gefallen: das große, stattliche Huhn Emmy hatte wohl eine Anzahl Eier gelegt bie allerdings als Winbeier klassifiziert würben. Aber noch bem Erscheinen Siegftiebs horte bas auf. Statt dessen wuchsen Kehllappen und Kamm sehr auffällig und bas Huhn Emmy bekam eine tiefe Kullerstimme. Das wird ein Hahn!" sagte ich entsetzt - „Unsinn" erklärte der Hausherr, „die acht Eier sind 'Tntfadte selbst wenn es Winbeier waren! Ablr-nach Hn'ifl'r Z-'t ist Emmy ein feister Gockel, jst kein Zweifel, nur greift er nicht in otegfrtebs Reck e ein. Schließlich bst der Broten auch nickst. zu verachten, das Messer wird gewetzt, und der Anblick von ui er Pfund delikaten Fleisches läßt die Enttäuschung vergessen. So haben wir also sechs Hühnchen. Nur schabe, daß es so späte Küken waren und so unausgewachsen, als wir sie bekamen. Sie fressen toll — besonders die zwei Kleinsten. Merkwürdig hohe Beine bekommen sie. Auch müssen diese Beiden Großmütter mit Sichelschwänzen gehabt haben, was eigentlich bei Hühnern nicht üblich ist. Kurzum, sie bekommen — sozusagen über Nacht — beide schön geschwungene Sicheln. „Das werden auch Hähne, da können wir lange warten, bis die Eier legen, die legen nicht einmal Windeier!" sage ich. Das sei eine Frauenzimmeridee, wird mir erklärt. Inzwischen sind 30 Grad Kälte nachts, den ganzen Tag laufen wir mit warmem Trinkwasser und warmem Futter. Die zwei .Kleinen" fressen so, daß wir uns tüchtig tummeln müssen. Aber nachher, wenn sie alle legen, wird das vergessen sein. Das geht eine Weile so hin. Bei klirrendem Frost und strahlender Sonne spaziert die Schar auf dem Hühnerhof, und wir betrachten sie in frohen Zukunftgedanken. Da stellen sich die beiden .Kleinen" in Positur, sträuben die Halskrägen und krähen so recht aus voller Brust. „Das ist doch des Teufels!" knurrt es neben mir, und niemand wird es mir verdenken, wenn ich lache, daß ich nicht wieder aufhören kann. Aber was jetzt tun? Eine hilfreiche Freundin (die dies hatte kommen sehen!) nimmt die zwei Biester und gibt dafür eine Henne, die schon bei Jahren ist, eine stille Witwe, kann man sagen. Schwarz ist sie auch. In sanfter Trauer wandelt sie auf und nieder am Zaun, lebt sich aber schließlich ein. Sie heißt Minka. In dieser Erscheinungen Flucht bleibt nur eines der ruhende Pol: Betty, die gute, dicke Weiße. Sie legt vier Tage hintereinander. Zu ihr gehe ich und streichle sie, wenn sie auf der Stange sitzt, und klage ihr meine Not. Wir haben kein Geld, noch mehr Hühner zu kaufen. „Bettychen, was machen wir nur?" Kurz danach gerät Betty in einen wahren Taumel des Legens. Sie legt Doppeleier und an einem Tage sogar zwei. Dann macht sie „Ruck- Ruck" und „Gluck-Gluck", wird breit und pompös, geht nicht mehr fort aus dem Nest. Wir begreifen: sie hilft uns auf die beste Weise, sie will uns ein ganzes Nest voll ausbrüten! Kaum ist das Gelege beisammen, da sitzt sie auch schon in einem Kistenhaus im Dämmerdunkel und gerät in einen sonderbaren Trancezustand. Wird sie — einmal täglich — hinausgeführt,, so taumelt sie und bleibt zunächst, wie ein Porzellantier, sitzen im Stroh. Schnell wer- Donnerstag, 18. April (940 Ausruf! An alle Betriebssichrer des Kreises Wetterauk Bef rifff: Gemeinschaftsempfang der jugendlichen am Geburfslag des Führers am Samstag, 20. April 1940. Anläßlich des Führers Geburtstag spricht der Stellvertreter des Führers Pg. Rudolf Heß am Samstag, 2 0. April 1 940, vormittags 8 Uhr zur schaffenden deutschen Jugend. Die Betriebsführer wollen aus diesem Anlaß sofort in Verbindung mit dem Befriebsjugendwalfer alle Vorbereitungen zum Gemeinschaftsempfang treffen. Das Antreten der Jugendlichen soll nach Möglichkeit in HI.- bzw. BDM.-Uniform erfolgen. In Gießen steht den Betrieben und Schulen, welche nicht in der Lage sind, einen Gemeinschaftsempfang durchzuführen, das Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, zur Verfügung. Die hierfür in Frage kommenden Betriebe wollen sich sofort mit dem Kreisjugendwalter der DAF. in Verbindung sehen. Die Plätze müssen bis um 7.45 Uhr dort eingenommen sein. heil Hitler! I. V. gez. Reih, Kreisobmann. Glasscheiben burchgeführt worben. Diese behelfsmäßigen Verbunkelungsmaßnahmen können am Tage nicht entfernt werben und verhindern dadurch die ausreichende Beleuchtung der Räume mit Tageslicht. Aus diesem Grunde tritt für künstliche Beleuchtungszwecke ein erhöhter Strombedarf ein. In starkwirksam, gegen Zahnsteinansatz, zahnfleischkräftigend, mild aromatisch, - und so- preiswert! die große Tube die kleine Tube 25” Mikrofein - Anbetracht der Notwendigkeit sparsamster Verwendung der zur Verfügung stehenden Energien müssen die Derdunkelungsmittel zum Abblenden der Lichtaustrittsöffnungen leicht abnehmbar gemacht werden. Sie müssen auch abgenommen werben, sobald die Räume bei Tage benutzt werben. Im übrigen wirb daraus hingewiesen, daß Anstriche der Glasscheiben von Fenstern, Oberlichtern usw. nur als zusätzliche Verdunkelungsmaßnahmen zulässig sind und daß die ausreichende Beleuchtung der Räume mit Tageslicht durch den Anstrich nicht wesentlich beeinträchtigt werben darf. Som Setterstor. Die Umbauarbeiten am Selterstor sind in der jüngsten Zeit rasch vorangekommen. Im Horst- Weffel-Wall zwischen der Bahnhofstraße und bem Selterstor sind die auf der (von der Bahnhofstraße her gesehen) rechten Straßenseite gelegenen Vorgärten nunmehr völlig beseitigt worden, an deren Stelle ist ein breiter Bürgersteig entstanden. Zwischen dem Bürgersteig und der Fahrbahn hat man einen Radfahrer weg geschaffen, der in Zukunft bie Bürgersteige bzw. die Fahrbahnen am Selterstvr voneinander trennen wirb. Der neue Bürgersteig in biesem Teil des Horst-Wessel-Walles ist bereits mit Platten belegt worben und dient schon dem Verkehr. Nunmehr wird der Straßenteil des Horst- Wessel-Walles zwischen der Bahnhofstraße und dem Selterstor, nach der Tieferlegung des Bürgersteiges, auch in der Fahrbahnstrecke etwas tiefer verlegt werden, um die gleiche Niveauhöhe wie am Selterstor herzustellen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Horst-Wefsel-Walles sind zur Zeit die Vorarbeiten für die Schaffung der Parkplatzstraße im Gange, die durch das gegenwärtige Gartengelände in Richtung zum Volksbad geschaffen werden soll. Zur Zeit werden hier die Bäume gefällt, ebenso sind die Gartenzäune bereits beseitigt worben. Die ben ein paar Körner gepickt und bann rasch-rasch mieber hin zu ben Eierchen, bie sie nach rätselhaften Gesetzen hin und her schiebt. 21 Tage sitzt sie traum- selig auf bem Nest, ba fängt es an, in den Eiern zu piepen. Unruhig lauscht die Glucke und plustert alle Federn noch dicker, als bisher. Da guckt ein honiggelbes Köpfchen vorn heraus, ein voreiliges. .(Sicher ein Hähnchen!) Eierschalen zerspellen, es zwitschert und piept. „Ruck-Ruck" sagt Betty unentwegt. Wunderbar ist es, so neben ihr zu knien, nur zuzu schau en und hier und da ein angepicktes Ei vorsichtig zu lösen, zu sehen, wie darin der kleine Körper atmet und arbeitet in der schweren Anstrengung der Geburt. Zehn Federbällchen wimmeln in Wärme und Dunkelheit unter dem zweckmäßigen Federdach der Mutter. Gut und nützlich möaen die großen Brutanstalten sein — sie bleiben doch langweilig, diese Hunderte von lebend fabrizierten Anwärtern für künftige Eiererzeugung! Hier ist etwas ganz anderes. Betty ist das Sinnbild der Kindermuhme, dieses heiligen Wesens frühester Erinnerung, das nichts ist, als Wärme und Geduld und Güte. „Komm, weine nicht", sagt die Muhme, „ich will dir etwas erzählen. Setze dich in meinen Schoß, ba tut dir niemand etwas." Wie alt wir auch werden mögen, das vergessen wir niemals und hören auch nie auf, uns danach zu sehnen, so klein, so schutzlos zu sein, wie alle zehn Küchlein in Muhme Bettys Schoß. 3eiffd)riften. — Das Aprilheft der Monatsschrift „Die Kunst" (Verlag F. Bruckmann, München) würdigt die Arbeit des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in einer Reihe eindrucksvoller Bilder aus verschiedenen Ländern. Den jungen Lausitzer Maler Willy Müller, Lückendorf, stellt F. U. Apelt heraus als Lyriker, der die Stille der Landschaft liebt. An einem Wandbild von Hermann Geiseler behandelt Christoffel diese neuartige Ausschmückung eines Raumes. Unendlich behaglich sind die Biedermeierzimmer im Historischen Museum-der Stadt München, die uns Konrad Schiessl sehen läßt. Daneben stehen die Bauten der Architekten Elingius und Schramm in Hamburg und Hermann Groch in Murnau. Aus einem Haus der Siedlungsausstellung in Frankfurt werden einfache, aber gut durch- bachte Sieblungsmöbel gezeigt. Dekorationsstoffe ber Stuttgarter Garbinenfabrik bringt M. H. Schilling. Der Gartengestalter Otto Dalentten plaudert über Blütenstauden im Ablauf des Jahres. des Entstehun namen Ö.Jl.-^pOTt bg der Grün- -tad (Nachdruck verboten!) 7. Fortsetzung. vom am er« Berl der Weh 3m R( zum erst jangss zu lande« den beut Lin i, lische« blieb in Abwehr gen oe« in den 2 Kreuzer । eigene J idjäbigt die befnp na, der Name tut ja nichts zur Sache--" Grafe hat Herrn Fred Schneider am Jackenknopf. J)oren Sie mal, wenn der Herr Oberinspektor und die höchste Bauleitung hier anwimmeln sollten, dann machen Sie sich mal 'n bißchen ran, da legen Sie mal ein gutes Wort für mich ein. Es ist ja im Interesse aller, wenn das »Rodaer @olb‘ nicht aus der Weltgeschichte verschwindet! Merken Sie sich — Gräfewiesen, da darf die Bahn für keinen Fall drüber', verstanden!" Mit diesen Worten verläßt Christoph Grafe das Büro, zwar durchaus nicht beruhigt, jedoch mit der Genugtuung, feinem Herzen mal an der rich- tigen Stelle Lu t gemacht zu haben. Er ahnt nutzst von den fröhlichen Blicken, die feine Abfahrt durch wurde. Nach Klärung einiger Bereinsfragen kam Vereinsführer Harnisch auf die Metallspende zu sprechen und forderte alle Mitglieder auf, sich hieran intensiv zu beteiligen und wies darauf hin, daß Verl! siidostlvär ist nunm sehl./ ivegischen 1000 211 zibleiluno Soldaten dische legenen l hand. 2 durch IW Deutsch berg «r Verteidige Donnerst zwei Orte vormiltac dem die 1 den Amr, 4000 haben n Allehand« Grenz« und sind Erneut n Zlucht bi Panik norroegib nition, s« hohen nc der erste« dischem 1 fahren. Für spätere Zeit ist auch eine Neugestaltung Wirs«Kies schaffen,Lena? Nomon von Martino ikckart-kfelm Rückschau bei^Teutonia^-Watzenborn-Gteinberg. Name und Heimat. Eine Arbeit über die Entstehung der Sründerger Familiennamen. sich ein paar Mal zurecht, guckt sich um — , den Anfang nicht. Hätte er nur den Hermann mitaebracht! Der- trakte Sache, daß es ihm immer in Amtsstuben die Rede verschlägt! Nichts von Wändewackeln — o nein, die Worte tröpfeln nur sehr stockerig von Grases Lippen. Un'h dann hat er die Sache noch dm falschen Ende cm gefaßt! „Das ist ja Schiebung!" sagt er, „daß sich da eine die Beine wegrennt, um zuerst da zu sein!" Die beiden Herren hinter dem Bürotisch sehen gesamte Umgestaltung am Selterstor in Verbindung mit dem Horst-Wessel-Wall wird zunächst in dem Bauabschnitt auf der rechten Seite des Selterstors, also in Richtung nach der Bahnhofstraße zu, )U Ende geführt werden. Sobald dieser Bauabschnitt erledigt ist, wird der linke Teil des Selterstors, ■**** Hindenburgwall entlang, seine Neugestaltung äl diese ^te in ( ^hende S* wie Jaffer Men j t S“H Riffes, 9en an , °chlel. » $lo ^ppen ft« li* "NI ♦Mi, >1« tz', i.h 7 verfc weg. „Sehen Sie, ich lasse mir doch nicht wegen ein paar solcher Autofrilzen einfach meine kostbaren Quellen vermantschen, nur damit sie noch mehr durch die Gegend rasen können! Mögen hübsch langsam die Landstraße entlangfahren und immer mal im Kretscham halt machen, damit Wirt und Brauerei was verdienen, so wie es die alten ehrlichen Botenfuhrleute und Postkutschen von früher getan haben. — Das waren andere Zeiten!" „Mein lieber Herr", kommt nun endlich einer der Bauleute zu Wort. „Ereifern Sie sich doch nicht schon vorher! Es ist ja noch gar nicht heraus, ob die Straße auch wirklich über Ihr Grundstück führt. So weit ist es ja noch gar nicht. Was glauben Sie, was da noch alles zu erwägen und zu untersuchen ist! Die O. B. K. wird zuletzt alles ent- scheiden." Was denn das wäre, die O. B. K.? In der neumodischen Buchstabensprache kenne sich doch kein Mensch aus. „Die O. B. K. ist die Oberste Bauleitung für Kraftfahrwesen. Sie bearbeitet erst das Aktenmaterial für die Landabtretung, ehe mit den Entwurfsar- beiten begonnen wird. Sollten sich irgendwelche Schwierigkeiten ergeben, entscheidet der General- inspektor!" „Der Generalinspektor — so, das ist also der Oberste! Von dem hängt also das Schicksal der Gräfewiesen ab? Sagen Sie dem mal, er soll 'n Glas Rodaer Gold trinken, bann weiß er, was er zu machen hat!" Gräfe knöpft sich die Joppe zu und will sich zum Gehen wenden. „Da brauchen Sie gar nicht zu lachen! Und das will ich Ihnen sagen, wenn das wieder so losgehen sollte, so wie früher, so liebe- dienern von gewissen Leuten: Herr Obergeneralinspektor — Frau Baronin, vorne und hinten, und der kleine Mann guckt dann in den Mond — dann kann ich Ihnen sögen, kann ich Ihnen sagen .. Gräfe wird abgelenkt, ein Mann mit rot-weißen Maßstäben ist ins Zimmer gekommen. „Aha, da sind Sie fa--Herr — Herr-- Annta K B i* irifoU AsM Den meisten Spielraum zu Deutungsversuchen — die jedoch stets mit größter Gewissenhaftlgkeit unternommen und durchaus überzeugend sind — läßt dem Verfasser die Gruppe der Uebernamen. Hier finden wir zunächst die Namen, die nach Körpergestalt, Aussehen, Fehlern und Vorzügen des ersten Namensträgers gebildet worden sind (z. B. Schramm nach einer langen Haut- ober Fleisch, wunde). Es folgen die Namen nach Körperteilen (z. B. Hermann Scheppmund), nach der Kleidung, nach geiftigert Eigenschaften, Charakter und Be- nehmen (z. B. Liseganck, der Schleicher), nach Alter und Verwandtschaft, Tier- und Pflanzennamen (z B. Löw und Gaul), Namen nach Speise und Getränk (z. B. Stuswegke nach dem Stutzweck, einem nur in Oberhessen bekannten Gebäcknamen), nach Gegenständen und Werkzeugen (Spieß für den Ortsdiener, Krug für einen, der gern trinkt), nach Metall und Münzen, und schließlich bie Scherz, und Schimpfnamen. Wie in Wetzlar und Marburg, firtb auch in Grünberg aus Hausnamen gebildete Familien- namen äußerst selten. Häufiger sind die auf Oertlich. feiten und Flurnamen zurückgehenden. In Wetzlar und Grünberg ist z. B. ein Peter Sturzekop bezeugt. Der Sturzekops aber ist „ein berg abwendig der stad zu Wetflar" (1353), Groß ist naturgemäß die Gruppe der Herkunftsnamen Man benannte den neu Hinzugezogenen einfach nach seinem Heimatort ober, kam er aus einer entfernteren Landschaft, nach seiner Stammeszugehörigkeit. (11. 2) 48 (48 bis 49), c) 44 (30 bis 44); Schafe a) 44 (42 bis 44), b) 39 bis 40 (38 bis 40), c) 20 bis 32 (20 bis 32); Schweine a) 55,50 (55,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 55,50 (55,50), c) 54,50 (54,50), d) 51,50 (51,50), e) 49,50 (49,50); Sauen gl) 55,50 (55,50). Marktverlauf: Kälber, Schafe und Schweine zugeteilt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 17. April,. Preise und Marktlage zeigten gegen den Markt vorn Montag keine Veränderung. Schweincmarkt in Cid). ♦Cid), 17. April. Der heutige Schweine- markt war mit 137 Ferkeln beschickt. Es kosteten bie zu 6 Wochen alte Ferkel 30 RM., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 30 bis 45 RM., 8 bis 10 Wochen alte 45 bis 60 RM. pro Stück. Trotz zahlreichem Käufer- andrang war der Verkauf in Anbetracht der hohen Preise nur schleppend. Es verblieb geringer lieber- stand. _______________________________ H.n'denburawalles vom Selterstor aus dis an die Gartenstvaße vorgesehen. Dabei handelt es sich um die Verbreiterung der Fahrbahn auf zehn Meter und die Schaffung eines Radfahrerweges. Zu diesem Zweck wird die gegenwärtige Bürgersteig-Fläche entlang den Anlagen im Hindenburgwall, also (vom Selterstor aus gesehen) auf der linken Seite, bis zur ersten Baumreihe einschließlich für die Fahrbahnverbreiterung in Anspruch genommen werden, daneben wird bis zur jetzigen zweiten Baumreihe der Radfahrerweg erstehen, an den anschließend der neue Fußgängerweg geschaffen werden soll. das Fenster beobachten. „Junge, Junge", sagt der eine der Bauleute zu den beiden anderen. „Der Vormittag hat es in sich: erst das kesse Fräulein von Plessen, und nun so viel Rodaer Gold. Kinder, habe ich einen Dürft! Fräulein Schmidtchen sitzt mit der alten Dame auf dem hinteren Balkon narh dem Park zu uno liest aus einem Heimatschutzheft vor. Dem Seifers- dorstr Tal, dem Tal der Empfindsamkeit, nahe bei Dresden, gehört ihre ganze Liebe. Sie lieft von alten Urnen und Denkmälern, Sessel der Freundschaft, der Linde der Ruhe, vom Altar der Tugend-- „Erkühnt sich ein einziger, dieses Idyll zu zerstören?" fragt sie Fräulein Ottilie von Plessen. „Steht hier etwas von einer Autobahn, die man durch dieses Tal führen will? Menschen mit Gefühl halten die Hand darüber!" Sie zeigt in den Park hinunter. „Liegt er nicht wie ein Juwel in Dtt Sonne? Ich werde den Heimatschutz zu Hust rufen!" .... „Tun Sie es nur, liebste Hermine, eigentlm) müßte es Jutta machen, aber Jutta ist so anders. Sie ist ein Kind dieser Zeit! Sehen Sie dort! Die Eichenallee entlang flitzt der kleine giftgrüne Wagen. „Aus der Richtung Bautzen! Sie ist drüben gewesen und hat ihren Bräutigam abgeholt. Früher kam der Bräutigam und holte die Braut ab, uno kein Mädchen, das etwas auf sich hielt, ging ahne Begleitung einer älteren Dame aus!" „Das Weib steigt immer mehr aus feiner Höh' herab!" (Fortsetzung folgt.) ich um — findet Gräfe wischt sich den Schweiß ab. So viel auf einmal reden, macht heiß. Sein mächtiger Brustkasten hebt sich. Er nimmt nod; einmal ordentlich Luft für einen neuen Anlauf, wischt mit einer Handbewegung sämtliche Einwände der Bauleute