des! looo* ierNal. Eerch Sun eine 'er Del! nne solch >8t mirb, er fport. w für ien (ieQt, ei. er heim, n Etädt- gen eine ihren an. deutsche diesmal ;•£ Ar! PM!,. lrj nich «it> 2**« rmi'4 cUar. r teilen ' ! Ufer btr °sse dee i & Noch ; en. n Däne- : deutsche Vorrun- e Meister in Däne- Johansen bei schon i die drei ÄugenL- :den) mit irfen 3o- Gulcz aus. \ mmnastil. 8: Land. Das n)i: urtt (SRib er Schule, oiemusik. 12: Mil- 3.15: Mu- ■ fröhliche toten. 16; chten. 18: tohrungs- Eine bk' am Weil- « stusik nach; Berichte.! achrichten. der. Da. achrichten. die Lust- der Sand i Wald in tränen der ; sie * lles, dann See ruhig nnisbeeren chrie nach ein. Wenn den Dar, auch iE dich^K ;rr« i h-li" »ki unflj ejnf ,s hem gjtunh- rcheinandcl rs-Mudder ebrig vom >l sei uns ne fr«"®! eht Wenn 1« h-td-" ht im % me 61 inen F'°" tiM f* [ doch eunüt»«" irmeP 8na' chs-nst^' und 8«' Donnerstag, l8. Januar 1940 190. Jahrgang Nr. 15 Erstes Matt Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: firanffurt am Main 11686 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Npf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitälrdruckerei «.Lange in Stehen. Schristlettung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 1 . gegen Schleichhandel und Spekulation vor. slawiens. * chungen in Venedig. Italien und Ungarn befänden sich heute in einer ganz ähnlichen Lage, beide besäßen die gleichen politischen Beziehungen, eine enge Freundschaft mit Deutschland und normale diplomatische Beziehungen mit den anderen europäischen Ländern einschließlich der Kriegführenden. Beide Länder seien außerhalb der kriegerischen Aktionen geblieben. Ebenso seien auch ihre Ziele mit Bezug auf den Abschluß von Wirtschaftsabkommen und die Erwerbung von Rohstoffen die gleichen. Teleki unterstrich, daß, wenn der Krieg in em ernstes Stadium eintrete, sich die Lage Ungarns natürlich verschlechtern werde. Die Einschränkungen würden sich dann möglicherweise nicht nur auf zwei Prinzregent Paul und Prinzessin Olga machten am Dienstagnachmittag einen Besuch auf dem Landgut Dr. Matscheks in Kupinec, etwa 40 Kilometer südlich von Agram. Vor dem festlich geschmückten Gutshof war ein Triumphbogen errichtet. Im Hofe war ein Bataillon des kroatischen Bauernschutzes angetreten. Um die Mittagsstunde stattete der Prinzregent auch dem Agramer Erzbischof fismus, vor allem aber auch jede Illusion ab. Der Duce wolle, daß Italien im Zustande einer nicht- kriiegführenden Macht bewaffnet bleibe, aber die Ereignisse könnten Italien zwingen, aus dieser Haltung herauszugehen. Wie lange der jetzige Zustand anhalten werde, könne niemand sagen, deshalb müsse Italien bereit bleiben und dürfe nicht ab- Die Ansprache des Parteisekretärs wird von der oberitalienischen Presse als ein für die gegenwärtige politische Lage besonders wichtiges Dokument bezeichnet. Die Weisungen des Parteisekretärs, so schreibt der „Corriere della Sera", machten allen dummen Spekulationen über eine Kursänderung der faschistischen Politik ein Ende. Der Faschismus fahre auch auf seinem bisher beschrittenen Wege nicht nur die nächsten Nachbarn seien, sondern daß sich der w i r t s ch a f t l i ch e A u f b a u der drei Länder ergänze. Der Umstand, daß sowohl Italien als auch Ungarn energisch ihre Positionen als Nichtkriegführende wahrten, einige Kroatien noch mehr mit diesen Staaten. Der Weg, den diese beiden Staaten gewählt hätten, wahre gleich« zeitig auch die Neutralität und den Frieden Jugo- fteischlose Tage in der Woche beschränken. Jedoch würden die Maßnahmen sich nur auf das absolut Notwendige erfttecken. Zum Schluß erklärte der Ministerpräsident: „Wir müssen leben und werden leben, und ein Symptom dafür ist die ruhige Fortsetzung unserer parlamentarischen Arbeit." Oie türkische Regierung fordert außerordentliche Vollmachten. Italien warnt vor Illusionen. Parteisekretär Muti betont: Keine außenpolitische Kursänderung. ein Änlehnen der Politik der Halbinsel im westlichen und der Halbinsel im östlichen Becken des . Mittelmeers an die Politik der zentralen Halbinsel, Italien, sind also gegeben. Je weiter sich der Krieg entwickelt, desto mehr werden die neutralen Staaten im Balkan und auch Spanien das Bedürfnis haben, sich fester an Italien als die stärkste Stütze ihrer Neutralität zu binden, und so kann, wie man lyier meint, Italien in nicht allzu weiter Zeit der Wortführer der drei Halbinseln werden. Das würde aber Italien die Möglichkeit geben, die Politik und Wirtschaft des gesamten Mittelmeers entscheidend zu beeinflussen. Im Zusammenhang damit wird in Belgrader politischen Kreisen daran erinnert, daß auch die Weltmacht des alten römischen Reichs sich am Mittelmeer in ähnlichen Etappen entwickelt hatte. Rom sicherte sich zuerst die apenninische Halbinsel, dann die pyrenäische und schließlich die Balkan-Halbinsel, um auf diese Weise seine Macht an allen Ufern des Mittelmeers zu festigen. Obwohl diese Analogie heute übertrieben erscheint, liegt in ihr doch eine gewisse Deutung für das Verständnis der heuttgen Politik Italiens. Selbstverständlich stellt sich die Frage, tme die Reaktion der Balkanstaaten auf diese politischen und wirtschaftlichen Absichten Italiens ist. Italien ist heute der Beschützer und Verbündete der Balkan- staaten in ihrem Bestreben, ihre Neutralität zu erhalten. Deshalb werden italienische Ratschläge und italienische Unterstützung in allen Balkanstaaten willig und mit Freude angenommen. Die Balkanstaaten wollen den Frieden erhalten und sich eine lange Periode des Friedens sichern. Sie haben Jahrhunderte nachzuholen, die sie in Kriegen und Kämpfen verbrachten und während derer sie nicht am europäischen Fortschritt teilhaben konnten. Deshalb ist der Lebensstandard der Bevölkerung des Balkans weit hinter dem Lebensstandard der ärmsten Bevölkerungsschichten im europäischen Westen zurück. Deshalb ernährt sich der „reiche" Bauer des Balkans schlechter als der arme Industriearbeiter der europäischen Industriestaaten. Wenn unter dem Schutz von Italien dem Balkan und seinen Völkern diese ersehnte Periode des Friedens und der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung gesichert werden kann, werden die Bestrebungen Italiens sicherlich auf dem Balkan mit Sympathie aufgenommen werden. Ungarn nach der Konferenz von Venedig. Budapest, 17. Januar. (DNB.) Auf der ersten Sitzung der ungarischen Regierungspartei gab Ministerpräsident Teleki an Stelle des erkrankten Außenministers einen Ueberblick über die Bejpre° Bukarest, 17. Januar. (Europapreß.) Wie aus Istanbul berichtet wird, hat die türkische Regierung dem Parlament einen Gesetzentwurf zum Schutz der türkischen Wtttschaft vorgelegt, durch den der Regierung besondere Vollmachten für den Fall des Krieges oder besondere Gefahren gewährt werden sollen. Die Regierung soll das Recht erhalten, alle Jnlmstrien in eigene Regie zu übernehmen. Außerdem sieht der Gesetzentwurf Maßnahmen Der Ausbau des neuen Kroatiens Eine Unterredung mit Or. Matschek. rüsten. Tschechische Stimmen gegen die Umtriebe der Habsburger. Prag, 17. Jan. (DNB.) Gegen die Umtriebe der Habsburger in London und Paris und das Liebäugeln der Westmächte mit einer Restauration dieses Geschlechtes in den Donauländern nimmt die tschechische Presse immer wieder Stellung: „Lidova No-1 viny" schreibt: „Die ganze Habsburger Frage ist nichts anderes als der Versuch zu einer künstlichen Vergreisung Mitteleuropas, mag sie auch ein junger Doktor der Philosophie nach den Weisungen einer ehrgeizigen Matrone durchfuhren. Ehemalige Verhältnisse kann man nicht lebendigen Organismen von neuem aufzwingen. Dazu ist schon viel zu viel Blut für neue Gedanken verflossen, als daß die Interessen einer einzigen Familie und einiger englifcher Bankhäuser, die bereit wären, etwas Kapital in das monarchistische Unternehmen zu investieren, verwirklicht werden könnten." „Expreß" schreibt: „Wenn man dem tschechischen Volk wiederum einreden will, daß das Habsburger Zepter sein Glück bedeute, dann muß man. aus historischer Rückschau antworten, daß diese Frage im tschechischen Volk durch historische Tatsachen und Erfahrungen endgülttg entschieden ist. Die Habsburger haben sich durch' ihr geschichtliches Werk a l s Stiefväter des tschechischen Volkes erwiesen, denen es nicht um die Mehrung des nationalen Besitzes der Tschechen ging. Solche geschichtlichen Erfahrungen werden nicht vergessen. Sie werden oft zu starken Unterlagen des politischen Denkens des Volkes und bestimmen sein Verhältnis zu denen, die sich an seiner nationalen Individualität versündigt haben, mögen sie sich auch als apostolische Majestät ausgeben." „Das Kell des Bären " Genf, 17. Jan. (Europapreß.) Unter der Ueber- fchrift „Das Fell des Bären" bringt die Basler „Nationalzeitung" ein Telegramm ihres Londoner Vertreters über die „er ft en K r i e g s z i e l e", wie sie der Vizepräsident der Liberalen Partei, Ramsay M u i r, sieht, SJtuir behandelt die Bedingungen, die die Westmächte zu stellen hätten, wenn Deutschland um Frieden bäte. Er schreibt: „Das Reich müßte alle Streitkräfte, also Truppen, Polizei, ff und SA. aus allen besetzten Gebieten, vor allem aus Oesterreich, der Tschecho-Slowakei und Polen zurückziehen, ferner alle Deutschen heimholen, die in diesen Ländern Grundeigentum oder anderen Besitz erworben hätten. Das Reich müsse zugleich alle Öesterreicher, Tschechen und Polen, die aus ihrer Heimat entfernt wurden, zurückbringen, im eigenen Lande die Gestapo, SA. und ff auflösen und alle politischen und nicht kriminellen Häftlinge aus den Konzentrationslagern und Gefängnissen freilassen.^- Muir verlangt weiter die Uebergabe eines großen Teiles der deutschen Luftwaffe an den Völkerbund. — Es wird Herrn Muir gewiß die Zeit bis zur Erreichung dieser Kriegsziele reichlich lang werden. Der Kall Höre Belisha. Die „besonderen Dualitäten" des Kriegsministers veranlagen seinen Sturz. In der Sitzung des englischen Unterhauses am Dienstag kam es u. a. zu einer kurzen Aussprache über den Rücktritt des früheren eng- lischen Kriegsministers, des Juden Höre Velis h a. Da man sich offenbar eine Sensation von dieser Sitzung versprochen hatte, soll das Unterhaus üb erfüllt gewesen sein. Höre Belisha selbst sprach einige belanglose Sätze, die ebenso wenig die wahren Gründe seines Rücktritts als Kriegsminister erklärten wie die wahren Gründe für seine Ablehnung des ihm angeblich angetragenen Postens als Handelsminister. Ministerpräsident Chamberlain machte ebenfalls einige Bemerkungen zu dem Rücktritt seines früheren Kriegsministers und betonte hierbei u. a. wörtlich: „Ich hatte festgestellt, daß sich aus den sehr großen Qualitäten Höre Be- lishas Schwierigkeiten ergaben, die nach meiner Ansicht eine Aenderung wünschenswert machten. — Das ist in der Weltgeschichte gewiß ein einzig dastehender Fall, daß ein Minister seiner besonderen Qualitäten wegen auf seinen Posten verzichten mußte, wie Chamberlain es dem Unterhaus im Fall Höre Belisha weismachen will. Im allgemeinen pflegt es ja gerade umgekehrt zu fein. Oder sollten die „sehr großen Qualitäten" des Herrn Höre Belisha, die seinen Kollegen im Kabinett so auf die Nerven gefallen zu sein scheinen, aus den besonderen Eigentümlichkeiten seiner Rasse bet« rühren?. v etwa zwanzig Serben. biete letzt seine Krone dem Vertreter des faules Hinsichtlich der Beziehungen des autonomen Kroa- Karageorgewitsch an, zusammen mit seiner Liebe, tiens zu Italien und Ungarn hob Matschek Treue und Ergebenheit. hervor, es fei zu beachten, daß Italien und Ungarn -------- tisch liquidiert seien. „Der autoritäre und totalitäre Stil des Faschismus wird sowohl dem Wesen wie der Form nach in bezug auf die Grundpfeiler des Imperiums, der Rasse und der Autarkie stärker betont werden." Wenn da und dort individuelle Tendenzen auftreten sollten, um sich in der bevorzugten Position freizumachen, die die ausschließlich der Verteidigung der nationalen Interessen dienende Politik des Duce Italien und den Italienern gesichert habe, müsse rechtzeittg und energisch gegen derartige Tendenzen angekämpft werden. Man dürfe sich nicht der Illusion hingeben, daß die derzeitige Haltung Italiens gegenüber dem Konflikt ewig dauern werde. „Das faschistische Italien kann in jedem Augenblick in die Lage kommen, aus Notwendigkeit oder aus Pflicht zu den Waffen zu greifen. Es muß also materiell und vor allem geisttg bereit sein. Hinzugefügt muß noch werden, daß es absurd und gefährlich ist, Genugtuung über kürzlich erfolgte internattonale Sympathiekundgebungen zu empfinden, die weder gerechtferttgt noch begründet sind und auch nicht den wahren Gefühlen des italienischen Volkes entsprechen, das gelernt hat, die Geschichte, die es in letzter Zeit dramatisch miterlebte, nicht zu vergessen." Minister Mutt forderte die Gauleiter und Ortsgruppenleiter auf, ihre politische Feinfühligkeit immer mehr zu entwickeln und die Tragweite getroffener Maßnahmen dem Volk zu erklären, damit kein Mißverständnis und noch weniger unnötige Besorgnisse entstehen. Weiter hat er sie aufgefordert, über die Stimmung der öffentlichen Meinung m ihren Provinzen bezüglich der Rückwirkung sowohl der internationalen als auch der nationalen Ereignisse zu berichten. Für diese Berichte stellte der Parteisekretär sechs Punkte auf, die vor allem die Entwicklung und die Leistungen auf dem Gebiete der Autarkie der sozialen Fürsorge, der Preisgestaltung des Kartensystems und der Verteilung von Waren und Lebensmitteln, ferner die saisonmäßig bedingte Arbeitslosigkeit, die Industrie-, die Handels- und die Die drei Mittelmeer-Halbinseln Von unserem v.M.-Korrespondenien. Belgrad, im Januar. Immer mehr bildet sich die Erkenntnis in den neutralen Staaten von Europa heraus, daß Neutralität nicht nur den guten Willen bedeutet, nut allen kriegführenden Mächten korrekte Beziehungen zu unterhalten, sondern auch eine eiserne Entschlossenheit, die eigene Stellung mit allen Mitteln zu verteidigen. Deshalb ist auch die Neutralität heute eine kostspielige Sache, und deshalb bringt die Politik der Neutralität ganz neue und völlig unerwartete politische Wendungen und Kombinattonen. Eine solche bisher nie erwähnte Kombination ist die Politik der Zusammenarbeit der drei Halbinseln. Es handelt sich um die drei Halbinseln am Mittelmeer: die pyrenäische, apenninische und balkanische Halbinsel, ober praktisch gesprochen um Spanien, Italien und die Staaten des Balkans. Dieser Gedanke wurde bisher in der Oeffentlichkeit dieser Länder nur ganz schüchtern aufgeworfen, doch scheinen die intereffierten Kabinette einen eingehenden Gedankenaustausch in diesem Sinne zu führen. Der treibende Geist ist Italien. In allen Aktionen im Südosten oder am Mittelmeer, die darauf abzielen, die Neutralität dieser Gebiete zu sichern und zu festigen, spielt heute Italien eine führende Rolle. In der jugoslawischen Presse wird die Kombination der drei Halbinseln etwa folgendermaßen erklärt: Italien ist in erster Linie eine Mittelmeermacht. In der letzten Zeit wurde viel von den Interessen und Aufgaben Italiens in Südosteuropa geschrieben, in Italien und im Ausland. Doch die führenden Faktoren in Italien haben darüber keinesfalls die Hauptaufgabe der italienischen Politik vergessen, die Sicherung der Freiheit des Handels und der Schiffahrt auf dem M i 11 e l m e e r sowie die Festigung des italienischen Einflusses auf die poltiische und wirtschaftliche Entwicklung der Länder an den Ufern dieses Meeres. Weil Italien eine solche Politik als Hauptaufgabe feiner diplomatischen und wirtschaftlichen Tätigkeit betrachtete, ist es in den letzten Jahren in Äonflfite mit England und Frankreich geraten. Durch den Ausbruch des Krieges ist die Gegnerschaft der Westmächte gegen Italien scheinbar ab» geschwächt worden, und Italien will nun die günstige Gelegenheit benutzen, während England und Frankreich durch Deutschland völlig abgelenkt sind, um seinen politischen und wirtschaftlichen Einfluß und womöglich auch seine Oberhand im Mittelmeer endgültig zu festigen. Das sei gegenwärtig das große Ziel der italienischen Politik. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht Italien feste Stützpunkte, und die festesten Stützpunkte sind die drei in dos Mittelmeer ragenden Halbinseln. Durch die Unterstützung Francos hat Italien große Sympathien in Spanien erworben und durch seine Haltung seit Beginn dieses Krieges in allen Staaten des Balkans. Die Grundlagen für Semcht gegen Seegewalt. Von Konteradmiral z. V. Gadow. In seinen (Erinnerungen hat Edward Grey, der! Außenminister des ersten deutsch-englischen Krieges, mit ungewohnter Offenherzigkeit geschrieben: „«Das Völkerrecht war immer eine elastische Materie, und England hat es bald so, bald so aebraucht ..." Daran kann ja nun auch kein Zweifel bestehen nach allem, was täglich geschieht. Schon im spanischen Bürgerkriege bekam man einen Vorgeschmack von dieser Praxis, als England Nationalspanien Charas ter und Recht eines „Kriegführenden" verweigerte, z. B. das Recht zur Blockade, während es im amerikanischen Sezessionskrieg 1861/65 die Südstaaten durchaus als Kriegführende anerkannte und unter» tützte. Aber so zahlreich weitere Bespiele aus der Zeschichte beizubringen wären, die Gegenwart ist noch viel lehrreicher. Zunächst erinnere man sich, daß die Berechtigung von Kriegsschiffen, im Kriege alle Handelsschiffe auf See auf Feindbestimmung der Ware zu untersuchen, gerade mit Englands Mitwirkung ein unangefochtener Grundsatz des Völkerrechts geworden ist. Man kann darin einen starken Gegensatz zum Landkriegsrecht sehen, das bekanntlich privates Eigentum für unverletzlich erklärt, aber die See hat ihre eigenen Gesetze. Räumt man nun das Rechtzur U n t e r s u ch u n g den feindlichen Kriegsschiffen ein, so wird dieses Recht dadurch vernichtet, daß man d i e eigenen Handelsschiffe bewaffnet und anweist, selber zu kämpfen. Die Antwort kann nur sein, daß die mit Handelskrieg beauftragten Kriegsschiffe von ihren Waffen Gebrauch machen, wenn sie ein Handelsschiff vor sich haben, das Kanonen besitzt und Miene macht, sie zu gebrauchen. Die Folge des Rechtsbruchs ist dann oft die Versenkung des Handelsschiffes, ohne daß die Pflicht erfüllt werden kann, für die Ueberlebenben zu sorgen. Eins folgt aus dem anderen. Neben reinen Rechtsverletzungen wie diese stehen die Unbilligkeiten gegen Nichtbeteiligte, was wiederum den Leitgedanken des Völkerrechts verletzt, die Wirkungen des Krieges möglichst von den Neutralen fernzuhalten. Was England davon halt, haben die Neutralen schon oft und jetzt wieder erfahren. Dahin gehört die Zumutung, b e ft i m m t e Häfen zu r Untersuchung anzulaufen, anstatt den Vorgang auf die See zu verlegen, was natürlich mehr Mühe und Kräfteaufwand erfordert, ihnen dazu bestimmte Kurse vorzuschreiben, sie wochenlang auszuhalten, so daß Ware verdirbt oder große Mehrkosten entstehen. Es ist schon mehr als Unbilligkeit, nämlich offene Hoheitsverlet- Landwirtschastsprobleme der einzelnen Provinzen sowie die materielle und moralische Versorgung der Truppen wissen will. R o m, 16. Jan. (Europapreß.) Dem Vertreter des „Giornale d'Jtalia" hat der Führer der Kroatischen Bauernpartei und stellvertretende Ministerpräsident Dr. Matschek erklärt, nach dem nun erzielten Uebereintommen beabsichtige ör die Organisation der Kroaten auf föderalistischer Grundlage, damit das Uebereinfommen einen endgültigen Charakter erhalte, sowohl hinsichtlich der Abgrenzung der Aufgaben der Kroaten und der Serben, als auch vom Gesichtspunkt der Ausübung der öffentlichen Gewalt in Kroatien. Die Ordnung dieser Fragen werde in der Skupfchtina durchgeführt werden. Die Bauern würden die Grundpfeiler der kroatischen Nation bleiben. Ein Ausgleich der Interessen der anderen sozialen Schichten in Kroatien werde durchgefuhrt werden. Alle Einzelinteressen müßten dem Gesamtinteresse der Nation untergeordnet werden. Deshalb solle die Funktion jeder sozialen Klasse in Kroatien — ------_ ' abgegrenzt werden. Die Verhältnisse in Kroatien St. Stepmec einen Besuch ab. — Das Prmz- lägen viel einfacher als anderwärts. Denn in Kroa- regentenpaar kehrt am Mittwochvormtttag im Son- tien fei die Bauernklasse die Beherrscherin der Na- Verzug nach Belgrad zuruck. In der kroatischen Presse tion Die Interessen der anderen sozialen Klassen wird immer wieder die große Bedeutung des Be= seien sehr begrenzt und müßten sich deshalb jenen . suche? hervorgehoben. Besonders ein Trinkspruch der Bauernklasse beiordnen. Der Labor (Landtag) j des Banus von Kroatien an den Prmzregenten fin- werde etwa hundert Abgeordnete zählen, darunter bet Beachtung, in dem er sagte, bas kroatische Volk ~ ' biete jetzt seine Krone dem Vertreter des Hauses Rom, 17.Jan. (DNB.-Funkspruch.) Parteisekretär Minister Muti hat auf einem Gauleiterappell einige Richtlinien für die Parteiarbeit gegeben. Die Partei halte an der antidemokratischen und anti- bürgerlichen Aktion unverändert fest. Die noch überlebenden Tendenzen zum geruhsamen und bequemen Leben, zum leeren Geschwätz und zum Pazifismus müßten mit allen Mitteln bekämpft werden. Die „Ablösung der Wache" dürfe keinesfalls als ein Kurswechsel ausgelegt werden. Eine solche Auslegung könne nur den Wunschträumen jener entsprechen, die aus geistiger Einstellung oder aus schiech- , • * , „ -- tem Glauben heraus den Trümmern überalterter . fort, ohne sich irgendwie aufhalten zu lassen. In Systeme angeboren, die längst geschichtlich wie prak- der Außenpolitik lehne der Faschismus leden Pazi- Anhaltende Preistreiberei in England UN' Wolhynien- Die japanischen Truppen haben am dahin, daß die englische Verfügung r e haltbar ist. Seltsame Llnglücksfälle in der britischen Schiffahrt Geheimnisvolle Brände und Zusammenstöße. Lager Waldhorst, wo er von einer Bauernkapelle begrüßt wurde. Der Reichsführer ff Himmler besichtigte die Sammellagerder volksdeutschen Mitte l st e l l e für die Volksdeutschen aus Wolhynien und Galizien'. Er besuchte die Aufnahmestelle für die gesamten Antransporte in Pabianice und das bahn Peking—Hankau und Suchst«n in der Pro- trinfl Hupei eröffnet. In Damaskus wurde der Sitz des französischen Oberkommissariats in Syrien ein Raub der Flammen. Das Gebäude brannte vollkommen nieder uni) mit ihm alle Akten uni) Dokumente. reduziert werden sotten. — Ein wirklich frommer Wunsch! Jedenfalls werden die Engländer im nächsten Haushaltsjahr vergebens auf Steuer- und Preisermäßigungen warten. Nicht nur John «imon, sondern auch die deutschen Gegenmaßnahmen im Handelskriege werden dafür sorgen, daß tri« Briten an den Preisen für die Lebensmittel den Krieg spuren, den sie angezettelt haben. Die Zeit sei gekommen, so schreibt die „Yorkshire Post", um zur ganzen britischen Nation offen über die Anstrengungen zu sprechen, die England in diesem Kriege wird machen müssen. Wenige Engländer wüßten wahrscheinlich, wie weitgehend und wie drückend die Opfer sem würden, die chnen auf wirtschastlichem^Geblet be- oorstehen. In den Anfangsstadien des Krieges hatten sich die meisten Engländer, die in wirtschaftlichen Dingen nicht bewandert sind, nicht genügend die tiefe und zerstörende Wirkung dieses Krieges auf alle Hilfsquellen der Nation vergegenwärtigt. Jedes Mitglied der britischen Gemeinschaft müsse es voll und ganz einsehen, daß in Kriegszeiten der Lebensstandard herabgesetzt wird. Wie der „^elegraaf" aus London meldet, bereiten sich 50 Londoner Wollfirmen darauf vor, ihren Betrieb zu schließen, da sie uv folge des Wollkontrollplanes nichts mehr zu tun haben werden. Die Wollbörse hat ihre Tore bereits geschlossen und verschiedene Firmen haben schon jetzt keine Umsätze mehr getätigt. Andere Firmen warten noch auf die „sympathische Prüfung , die von den Wollsachverständigen des Munitions- ministeriums zugesagt worden ist. Seit Ausbruch des Krieges ist in der City an neuer Wolle fast kein Umsatz mehr gewesen, wahrend früher die Wollumsätze jährlich etwa zehn Millionen Pfund ausmachten. In Valencia wurden mehrere spanische Textil- I Händler, die unter Nichtbeachtung des Verbotes der Preissteigerung sich unrechtmäßig bereicherten, mit Geldstrafen von insgesamt einer Million Peseten bestraft. am Montag die die chinesischen Amsterdam, 17. Jan. (DNB.) Holländischen Blättermeldungen zufolge ist der englisch« Fracht- dampfer „Stan la k a (1800 Brgt.) an der englischen Küste nördlich von Roter Pier „gestran- d e t". Der englische Dampfer „Tynehome" (628 Brgt.), der den Verkehr zwischen Rotterdam und Sunderland aufrecht erhielt, ist nach einem angeblichen „Z u s a m m e n st o ß" untergegangen. Die britische Handelsschiffahrt ist von einem selt- amen Mißgeschick verfolgt. Nachdem in letzter Zeit auffallend viele Dampfer auf geheimnisvolle Riffe liefen oder mit anderen Schiffen zusammen- t i e ß e n, sind jetzt nicht minder geheimnisvolle Brände die große „Churchill-Sage" geworden. So berichtet das Reuterbüro, daß an der englischen Süd- Westküste auf einem Tankdampfer, dessen Name übrigens nicht genannt wird, Feuerausgebro- chen sei. Der Dampfer sei in zwei Teile zerbrochen. Diese Behauptung erscheint in einem seltsamen Licht, wenn man berücksichtigt, daß gerade in diesen Tagen die britische Admiralität mit allem Nachdruck die „maßlos übertriebenen deutschen Behauptungen über die Versenkung britischen Tankschifsr-aumes dementiert hat, so daß man nach einigem Nachdenken sich offenbar in London entschlossen hat, den erneuten schweren Verlust auf „Feuer" zurückzufüh- r e n. Ferner ist, wie ebenfalls von London gemeldet Der Wehrmachtsbericht vom Mittwoch Berlin. 17. Januar. (DNB.) Das Oberfom- mando der Wehrmacht gibt bekannt: keine besonderen Ereignisse. Französische Artillerie schießt auf lvxemburaisches Gebiet. Brüssel, 17. Ian. Der luxemburgische Grenzort Schengen, der' bereits am Sonntag von drei Granaten getroffen wurde, mußte am Montag einen wahren Splitterregen über sich ergehen lassen. Wieder begann die französische Artillerie mörderisch zu feuern, wobei nach Meldungen aus Luxemburg eine go.^e Reihe von Geschossen auf luxemburgisches Gebiet fiel. Mehrere Häuser von Schengen seien hierbei von Granatsplittern übersät worden, so daß die Einwohner flüchten mußten. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsminister des Innern gibt bekannt: Die am Reichsgründungstag (18. Januar) übliche allgemeine Beflaggung unterbleibt in diesem Jahre. Der Reichspressechef Dr. Dietrich hat den deutschen Zeitschriften ein Schreiben zugehen lassen, in dem er auf die politische Bedeutung der Zeitschriftenpresse besonders hinweist, für die geleistete Arbeit dankt, seine persönliche Anteilnahme am Wirken der deutschen Zeitschriften zum Ausdruck bringt und ihre Aufgaben für die kommende Zeit umreiht. wird, einer der neuesten britischen Handelsdampfer, der 5265 23ruttore£i ftertonnen große „P r i n c e", „aus bisher ungeklärten Gründen" manövrierunfähig geworden, so daß er von einem anderen britischen Dampfer in einen südamerikanischen Hafen abgeschleppt werden mußte. Reuter berichtet: „Gin Küftenwachschiff hat gesehen, wie der Tankdampser plötzlich in Wammen ausging. Drei Rettungsboote wurden sofort zu Wasser gelassen. Auch andere Schiffe, die sich in der Nähe befanden, vor allem ein Patrouillenboot und drei Dampfer, eilten dem brennenden Schiff zu Mfe. Augenzeugen haben von der Küste her gesehen, daß das Schiff plötzlich in zwei Teile barst und daß einer der beiden Teil« zur Küste hintrieb. Gleich darauf ist das Wrack gesunken. Dex Tankdampfer konnte nicht identifiziert werden, aber er hatte anscheinend 10 000 Bruttoregistertonner: Wasserverdrängung." Wie aus Darwin (Australien) gemeldet wird, ist der britische Passagierbampfer, „M e r c u r" (5952 Bruttoregistertonnen), der sich aus der Fahrt von Mngapur nach Melbourne befand, an der nordaustralischen Küste auf ein Korallenriff aufgelaufen. Es befanden sich 90 Fahrgäste an Bord. Andere Dampfer eilten zur Hilfeleistung herbei. Natürlich weiß die ganze Welt, daß mit Paragraphen und Protesten gegen die Gewalt nichts aus- zurichten ist. Aber sie soll auch wissen, daß Deutschland diesen Krieg ganz bewußt führt und führen muß, um dies« Gewalt zu brechen, die Europa immer wieder an seine Abhängigkeit erinnert, wie zur Zeit der holländischen, spanischen und französischen Kriege. Es ist Deutschlands Absicht, das anerkannte und allen gleichmäßig nützende Recht an die Stelle dieser Gewalt zu setzen, die sich in unverschämter Anmaßung lange genug als „pax Britan» mca” ausgeben konnte. Nietzsche über Engländer und Nüssen. Zu diesem Thema stellt Richard Oehler der Zeitschrift „Wille und Macht" eine klein« Untersuchung an, der wir folgendes entnehmen: Etwa 1885 schon hat Nietzsche in weltpolitischen Ausblicken gesagt: „Niemand glaubt mehr daran, daß England selber stark genug ist, seine alte Rolle nur noch fünfzig Jahre fortzuspielen; es geht an der Unmöglichkeit, die homines novi von der Regierung auszuschliehen, zugrunde, und man muß keinen solchen Wechsel der Parteien haben, um solche langwierigen Dinge vorzubereiten; man muß heute vorerst Soldat sein, um als Kaufmann nicht seinen Kredit zu verlieren. Für die Aufgaben der nächsten Jahrhunderte sind die Arten ,Oeffentlichkeif und Parlamentarismus die unzweckmäßigsten Organisationen." Die Prophezeiung, die eben jetzt nach etwa 50 Jahren in Erfüllung zu gehen scheint, mag bei Nietzsche mit einem tiefen Widerstand gegen alles Englische Zusammenhängen. Wie bei dem Kulturphilosophen natürlich, ist er zunächst gegründet auf der Ablehnung des Philosophierens der Engländer überhaupt, ihres Utilitarismus, ihrer moralischen und psychologischen Oberflächlichkeit. Weltpolitisch betrachtet, spricht Nietzsche den Engländern die innere Berechtigung zur Erdbeherrschung, Erdregierung ab. Im Zusammenhang mit dem großen Kreis seiner Zukunftsfragestellungen: wer wird der Erde Herr sein, wer darf und soll ihr Herr sein — natülich eine kulturpolitische Frage —, richtet er seine Augen nach einer ganz anderen Richtung. Trotz aller Kritik, die er am Deutschtum seiner Zeit übt, jetzt er darauf seine höchsten Hoffnungen. „Die Deutschen sollten eine herrschende Kaste züchten. Aber mit ihnen soll sich zu den großen kulturellen Absichten über die Erde hinweg das slawische Element verbinden. Deshalb ist der Blick ganz stark nach Osten gerichtet, auf Rußland. „Mir scheint das erfinderische Vermögen und die Anhäufung von Willenskraft am größten und unverbrauchtesten bei den Slawen zu fein; und ein deutsch-slawisches Erdregiment gehört nicht zu dem Unwahrscheinlichsten. (1885.) Ausdrücklich ist dieses Zusammengehen immer in Gegensatz z u England gestellt. „Englands Kleingeisterei ist die groß« Gefahr jetzt auf der Erde. Ich sehe mehr Hang zur Größe in den Gefühlen der russischen Nihilisten, als in denen der englischen Utilitarier. Ein Jneinanderwachsen der deutschen und slawischen Rasse ..., um die Herrschaft auf der Erde zu haben ..., wir brauchen ein unbedingtes Zusammengehen mit Rußland, und mit einem neuen gemeinsamen Programm, welches in Rußland keine englischen Schemata zur Herrschaft kommen läßt." Diese Ansichten sind übrigens niedergeschrieben einige Jahre bevor Bismarck feinen Rück- Versicherungsvertrag mit Rußland 1888 durchsetzte und im Reichstag den Ausspruch tat: „Unsere natürlichste Anlehnung bleibt die russische." Gckarfer Mckgang des englischen Durchfuhrhandels Genf, 17. Januar. (Europapreß.) Trotz des auf- । geblasenen Rüstungsapparates und trotz der Behauptung, daß Englands Handel unter der Blockade nicht zu leiden habe, geht der Durchfuhrhandel Großbritanniens seit Kriegsausbruch katastrophal zurück. Er hat, nach einem Bericht der „Neuen Zürcher Zeitung", seit Kriegsausbruch u m 5 0 v. H. abgenommen. Nachdem ftn August der Wieder- aussuhrwert des Durchfuhrhandels noch 4,49 Millionen Pfund Sterling betrug, ist er im Oktober auf 2 Millionen gefallen, hat also um mehr als 50 v. H. abgenommen. Die von dem katastrophalen Rückgang der Geschäft« betroffenen Handelskreise bestürmen die Behörden mit den dringendsten Vorstelluungen. Diese haben zwar Erleichterungen in der Genehmigung von Einfuhrlizenzen für die Wiederausfuhr angekündigt, in Wirklichkeit aber weist der britische Durchfuhrhandel nach wie vor eine fallende Tendenz auf. Wie die „Neue Zürcher Zeitung" schreibt, „muh dahingestellt bleiben, inwieweit dem Durchfuhrhandel Großbritanniens wieder auf die Deine geholfen werden kann, da di« Erschwerung des Handelsexports überhaupt infolge des beschränkten Schiffsraums und der Tvansportverzögerung durch das Konvoisystem natürlich mit keinen behördlichen Lizenzerleichterungen beseitigt werden kann". England und die panamerikanischeSicherhettszone Eine arrogante Antwort aus die Note der amerikanischen Regierungen. Washington, 17. Jan. (DNB.) England hat jetzt auf die Note der amerikanischen Regierungen geantwortet, die sich mit Kriegshandlungen innerhalb d«r sogenannten panamerikanischen Sicherheitszone befaßte. Mt offenem Zynismus wird englischerseits darauf hingewiesen, daß die Anerkennung der Erklärung von Panama die Preisgabe der natürlichen Rechte eines kriegführenden Staates bedeuten würde. Die britische Regierung sei jedoch nicht bereit, ohne weiteres auf diese Rechte $u verzichten. Mit gut geheuchelter Entrüstung weisen die britischen Machthaber di« „Unterstellung" zurück, daß britische Kriegsschiffe etwa in einer Art und Weis« gehandelt haben und handeln werden, die die Ergreifung von Strafmaßnahmen gegen sie gerecht- fertigt erscheinen ließen. Mt einer nicht mehr zu überbietenden verlogenen Arroganz fügt die englische Regierung hinzu, ,^aß die rechtmäßige Tätigkeit" ihrer Kriegsschiffe in der panamerikanischen Scherheitszone lediglich zur Sicherheit des amerikanischen Kontinents beitrage. In der Antwortnote versteift sich die britische Regierung dann dazu, folgende Beoingungen aufzustellen, unter denen sie „großmütig" gewillt wäre, di« panamerikanische Sicherheitszon« zu respektieren: 1. Di« deutsche Berlin, 17. Januar. (DNB.) Die jüngst« Rede des Schatzkanzlers Sir John Simon hat die Sorgen der englischen Oeffentlichkeit über eine bevorstehende Inflation keineswegs behoben. In einer Zuschrift an die „Times" wird darauf hinge- wiesen, daß während des Weltkrieges die Preise m England bis zum Ende des Jahres 1917 jährlich nur um 27 v. H. gestiegen seien. In den vier Monaten dieses Krieges feien sie jedoch bereits u m 2 4,5 v.H. gestiegen. Die „Times" kritisiert die Behauptung Simons, daß die Regierung „alles nur Mögliche" getan fjabe, um Preissteigerungen zu verhindern. Das Gegenteil sei der Fall. Di« Kontrollbehörden haben sogar in einzelnen Fallen ihre Vollmacht zur Beschlagnahm« dazu aus- genützt, Rohstoffe zu einem sehr viel höheren Preis wieder zu verkaufen. Es gebe Leute, die den Vorwand, daß di« Kosten irgendeines Bedarssgutes um einen Penny gestiegen sind, dazu benutzen, einen Extraschilling zu gewinnen. Kriegsgewinnler scheinen also im besten Zuge zu sein! Auch „Daily Telegraph" spricht von Symptomen, di« ein inslationshaftes Steigen der Preise erkennen lassen. Wenn es der Regierung nicht gelinge, die Ausgaben für Derbrauchsgüter drastisch zu verringern, dann würden die Preise sehr s ch ni e 11 (teigen müssen, so daß sich England unversehens in einer Inflation befinden werde. Wenn aber die Inflation erst einmal ernste Ausmaß« angenommen hat und die gesamte öffentliche und private Wirtschaft aus dem Gleise geworfen ist, wird der Kriegserfolg stark in Frage gestellt sein. Der „Daily Herald" erklärt, am Beispiel der Verteuerung von Zucker um 50 v. H. könne man nachweisen, daß die hohe steuerliche Belastung hierfür ausschlaggebend sei. Das Blatt verlangt, daß im neuen Haushaltsjahr alle Steuern auf Lebensrnittel Die Nord-Ost-pasiaae. Vom zuständigen Moskauer Volkskommissariat wird mitgeteilt, daß in dem Sommer 1939 104 Handelsschiffe durch die Nord-Oft-Passage, also durch das Eismeer längst der weiten Nordküste Asiens nach der Behring-Straße (zwischen Sibirien und Alaska) und von dort wieder südwärts nach Wladiwostok ufw. gelangt feien. Damit ist ohne Zweifel ein Rekord aufgestellt und die Russen heben auch hervor, daß die in ihrem dritten Fünf-Jahres-Plan vorgesehenen entsprecl-enden Leistungen mehr als erfüllt seien. Für die sachliche Bewertung der Erschließung der Nord-Ost-Passage für die Handels- schiffahrt sind noch ergänzende Einzelmitteilungen abzuwarten, vor allem deshalb, weil die E i s Verhältnisse nicht in jedem Sommer die gleichen sind. Es gibt auch hier „gute" und „schlechte" Jahre. Ferner bleibt zu erinnern, daß die Nord-Ost-Pastage selbstverständlich nur im Sommer von Handels- bampfern, und zwar nur innerhalb einer zeitlich kurzen Frist benützt werden kann. Etwas ganz anderes ist die Bewertung dieses Erfolges vom Standpunkt der Geschichte der Entdeckungsfahrt. Der Seeweg nach China hat feit sechs Jahrhunderten die europäische Menschheit aufs intensivste beschäftigt. Columbus suchte ja nicht Amerika, sondern den Weg nach den Gewürzinseln und dem Seidenland China! Bis zu seinem Lebensende wußte er nicht, daß er einen selbständigen Kontinent entdeckt hatte, sondern glaubte eben, er sei auf dem Wege nach dem vielberühmten Seidenland gewesen, und es bleibe nur noch die Lage der Inseln festzustellen, wo man Seide und Gewürz abholen könne. Den Stillen Ozean zwischen Amerika und dem Fernen Osten kannte Columbus überhaupt nicht. Er wurde erst etwa zehn Jahre nach dem Tode von Columbus durch Balboa mehr geahnt als entdeckt und um dieselbe Zeit von Mag al- h a e s in seiner ganzen Ausdehnung endgültig fest- gestellt. Als di« europäischen Seefahrer von diesen unendlichen Meeresweiten erfuhren, kam der Gedanke auf, einen näheren Seeweg nach China und Japan zu finden, indem man das europäisch« Nordkap umschiffte und dann längs der Nordküste Asiens den Weg nach dem Fernen Osten suchte. Daher auch der Nam« „Nord- Ost - P a s s a g e". Die Entdeckungsversuche haben durch vier Jahrhunderte viel Menschenleben gefordert, bis es endlich im Jahre 1879 dem berühmten schwedischen Polarfahrer Nordenskiöld gelang, mit seinem Forschungsschiff der „Vega" um Asien herum zunächst nach Japan zu kommen und dann durch den 1869 eröffneten Suez-Kanal in seine Heimat zurückzukehren. Aber dieses Schiff war besonders für Nordfahrten gebaut, konnte also auch in dem schweren Wintereis treiben und tatsächlich braucht« Nordskiöld einen Winter und zwei Sommer, um diese Reise zu vollenden. Die Sowjetrussen, di« noch mehr vom offenen Ozean abgesperrt waren als di« russischen Zaren, haben die Durchfahrt vom Atlantischen zum Stillen Ozean wieder aufgenommen und durch mehr als 50 Wetter- und Eisbeobachtungs-Stattonen, die zum Teil mit Flugzeugen ausgerüstet sind, technisch soweit erschlossen, daß sie jetzt, im Hochsommer 1939, das bemerkenswerte Kunststück vollbracht haben, 104 Handelsdampfer zwischen dem 70. und 80. Grad nördlicher Breite um Asien herumgon- deln zu lassen. Dadurch wird eine Entlastung der Transsibirischen Bahn von Gütern erreicht, die sich (z. B. durch ihre Sperrigkeit) besonders für den Schiffstransport eignen. Die Beschränkung dieser Handelsschiffahrt aus wenige Sommermonate und auf die Voraussetzung günstiger Eisverhältnisse bleibt natürlich ein sehr gewichtiges Hindernis. Dabei bleib« unerörtert, ob vielleicht die Winter in den letzten Jahrzehnten im Durchschnitt milder und damit die Eisverhältitiss« im Nordmeer bester werden. Dr. Ha jung, den Handel dieser Neutralen in deren eigenem Lande durch einen Schwarm von Agenten zu überwachen, schwarz^ Listen über die Firmen zu führen, die mit dem Feind handeln, die Poft zu berauben, Personen feindlicher Volkszugehörigkeit von den neutralen Schiffen herunterzuholen usw. Hier aber geht die Unbilligkeit schon wieder in reinen Rechtsbruch über, denn nach der grundlegenden Pariser Seerechtserklärung von 1856 können aus aufgebrachten Fahrzeugen nur feindliche Soldaten, ferner Personen, die sich als Waffenträger stellen wollen, oder feindliche Agenten festgehalten werden. In keinem Falle ist der Nachweis des Vorhandenseins dieser Eigenschaft versucht worden. Daß die neutrale Ware auf neutralen und sogar feindlichen Schiffen frei ist, sofern sie nicht Banngut ist, bleibt ein weiterer Fundamentalsatz jener Rechtsordnung. England hat ihn seinerzeit angenommen in der sicheren Voraussicht, daß es immer nach Belieben die Banngutliste handhaben werde. Den Anfang dam machte es im Unabhängigkeitskrieg Amerikas, als es nicht nur Waffen, Munition und Kriegsgeräte, sondern auch Holz, Hanf und Teer usw. für den Schiffbau für Konterbande erklärte. Im Weltkrieg tat es dann den Schritt zur völligen Ausschließung aller erdenklichen Stoffe und Güter von der feindlichen Versorgung. Dasselbe wiederholte sich jedesmal, und Deutschland sah sich genötigt, sein« eigene sehr schonende Banngutliste vom 1.9.39 auf die gleichen Artikel zu erweitern. Der Gipfel der Rechtlosigkeit wird jedoch erreicht mit der gegenwärtigen Anweisung an die englischen Kriegsschiff«, auch alleAusfuhrwaredeut- scher Herkunft oder deutschen Eigen- tums (von 25 v. H. Anteil an) zu beschlagnahmen, „burd) den Prisenhof verwahren oder verkaufen zu lassen und den Erlös für den Friedensschluß aufzuheben". Don der Beschlagnahm« von Ausfuhrware weiß das Völkerrecht überhaupt nichts, nur von kriegserleichternder Einfuhr; ganz gewiß aber nichts von einer Beschlagnahme auf neutralen Schiffen, also von Ware, die auf Rechnung und Risiko Neuttaler geht. England hat diese Maßnahme als „Repressalie" gegen den angeblichen „M i n e n (r i e g" erklärt, Den Deutschland an seiner Küste entfesselt haben soll, dem täglich drei bis vier Schiffe zum Opfer fallen, und der ebenso angeblich ein Rechtsbruch sein soll. Man hat zu er« mibern: erstens ist der Nachweis nicht erbracht, daß es sich um deutsche Minen handelt, treiben doch nach einwandfreien Feststellungen neutraler Regierungen englische scharfe Minen losgerissen in Massen in der Nordsee. Zweitens ist der warnungslose Minengebrauch in Gewässern, welche englischerseits zum Kriegsaebiet gemacht wurden, keineswegs rechtswiorig, sondern nur auf Straßen der allgemeinen Schiffahrt. Und drittens hat England sich Verluste selbst zuzuschreiben, wenn es Durch- gangspunfte und -straßen der Schiffahrt zur Benutzung vorschreibt, welche durch die dauernde Anwesenheit englischer Seestreitkräfte zum Kriegsgebiet gestempelt sind. Jedenfalls geht das Urteil international anerkannter Völkerrechtler geschlossen Regierung dürfe keine weiteren Kriegsschiff« in dies« Zone entsenden. 2. Di« in amerikanischen Häfen befindlichen deutschen Schiff« müßten für di« Kriegsdauer fest geh alten werden. Bis zur Erfüllung dieser Bedingungen müßte sich di« britische Regierung alle Rechte vorbehalten. Die englisch« Antwort auf den panamerikanischen Protest wird in Washington offensichtlich als durchaus nicht befriedigend betrachtet. Außenminister Hüll deutete an, daß di« Angele- aenhett wahrscheinlich bei der interamerikanischen Konferenz m Rio de Janeiro mit den übrigen panamerikanischen Staaten beraten werden dürft«. In Kreisen des Staatsdepartements besteht jedoch keinerlei Neigung, auf die englische Forderung der Internierung friedlicher deutscher Handelsschiffe ein- zugehen. Man hofft, daß in Rio d« Janeiro die Proklamation von Panama in ihren Auswirkungen genauer definiert werden wird. Roosevelts Präsidentschaftskandidat«^ Ne uy o r k, 17. Jan. (DNB.) Wie „New York Herald Tribüne" berichtet, erklärte Postminister Fa r l e y , der Vorsitzende des Demokratischen Par- teiausschufses und Leiter der Wahlfeldzüge Roosevelts 1932 und 1936, vor den Studenten der Co- (umbia-UniDerfität, Roosevelt werd« nicht aus freien Stücken für eine dritte Amtszeit kandidieren. Er werde sich aber im Falle einer nationalen Notlage als Kandidat von der Demokratischen Parteiversammlung aufstellen lassen. Botschafter Attol'to 60 3^h> alt. Berlin, 17. Jan. (DNB.) Der Botschafter an der Kgl. Italienischen Botschaft in Berlin, Dr. Bernardo 2111 o l i c o , beging am Mittwoch seinen 60. Oburtstag. Botschafter Attolico wurde in Can- ncto bei Bari geboren. Nach seinem Studium wurde er Professor der Nationalökonomie und Finanzwissenschaft. 1907 wurde er Inspekteur für das Auswanderungswesen in Italien. 1914 war Attolico Sekretär der italienischen Kommission für Handelsverträge. Nach dem Weltkrieg wurde er italienischer Bevollmächtigter für wirtschaftliche und finanzielle Fragen in den Vereinigten Staaten. 1910 erhielt er Den Rang eines Gesandten und war dann Direktor der Transitabteilung im Volkerbundssekretariat und kurze Zeit Völkerbundskommissar in Danzig. 1922 wurde Attolico Untergeneralsekretär der Genfer Liga. 1924 zum Gesandten 1 Klasse befördert, vertrat er 1927 Italien als Botschafter in Rio de , Janeiro und 1930 als Botschafter in Moskau. Im , Sommer 1935 trat Attolico an di« Spitze der Kgl. Italienischen Botschaft in Berlin. — Der Führer ; übermittelte dem Botschafter Attolico sein« herzlich- „ sten Glückwünsche zum 60. Geburtstage in einem ’ Handschreiben und mit einem Blumengruß, die der i Chef der Präsidialkanllei. Staats Minister Dr. Meiß- > ner, dem Botschafter überreichte. allgemein« Offensiv« gegen Truppen im Gebiet von Hllly zwischen Singyang im südlichen Teil der Provinz Honan an der Eisen- eue Art zu rauchen lden ®l KWM Sportbetrieb über der Stellung en Rück- "chsetzlr [ere na- die Reichskriegsflagge, diesen Horsten am Meer. Oie rätselhaften Salzseen Nordascikas Von Dr. Lenore Kühn Fliegerhorst an der Küste Von unfeiem B. W.-Korrespondenien. In einem Fliegechorst, Ende Dezember 1939. Unweit des ewig brandenden Meeres inmitten Sand und Dünen liegen die K ü st e n f l i e g e r ° horste. Ihre Anlage ist an besondere Voraussetzungen gebunden, denn die stählernen grauen Vogel, die dort aufsteigen und sich niederlassen, brauchen ein Rollfeld aus Wasser, und ihr Liege- platz muß Schutz bieten gegen Wind und Strömung. Sonst aber ähneln diese Horste sedem an- deren Fliegerhorst. Breit hingelagert dehnen sich Verwaltungsgebäude, Kasernen und Schuppen, m denen die Maschinen rasten, Ungetüme, die halb Fisch, halb Vogel sind, mit ihren Schwimmku en, weitausladenden Flügeln und den Schwanzflossen. Emsige Arbeit fiebert in den weiten Reparaturwerkstätten. In den Kasinos und Mannschaftsraumen grüßen die Bilder des Führers und Hermann Go- rings An den Toren flattert wie überall, wo deut- sche Soldaten wohnen, die Seeslieger hausen in ti:,... Line wichtige Ausgabe der Seefllegerei ist die Dort wo das Mittelmeer in der Kleinen Syrte die Küste Nordafrikas bespült, nahe der alten Stadt Gabes in Tunis, liegt etwa 25 Kilometer landein- wärts eines der seltsamsten Naturgebilde, von Sagen und Berichten aller Art umwoben: eine riesige salzbedeckte Fläche, einst ein See, bann ein Sumpf und heute schon an vielen Stellen em fester, betretbarer Boden. Es ist das Schott El Dscherid, das in seiner ganzen Südhälfte schon von Wüsten- landschaft eingerahmt ist. 120 Kilometer Lange und etwa 60 Kilometer in der größten Breite nimmt dieser östliche Salzsumpf ein. Jenseits des Hügel- rückens nach dem das Schott feinen Namen tragt, dem „öschcrid", mit zum Teil uralten Städten und ausgedehnten Oasen von Dattelpalmen, setzt sich die Reihe der Schotts, der Salzseen oder Salzsümpse nach Westen zu in Algerien fort, auf 380 Kilometer Länge und mit ungesähr 14 000 Quadratkilometer Fläche im Ganzen! Es sind lehmige tonige Salzsümpfe mit viel Givsaehalt, dazwischen ausgetrock- neter Boden mit allerhand Gerinnseln, kleinen und größeren Gewässern, von denen das wasserreiche Schott Meruan und das große, öde Schott Mclrhir — 31 Meter unter der Meeresoberfläche — die bedeutendsten dieser Gruppe von Schotts sind. Sie grenzen schon an die eigentliche Saharawuste. Aber auch noch jenseits des großen Sahara- Atlas-Gebirges, das die Wüste gegen Nord- und Westalgerien abriegelt, setzt sich die Kette der Schotts bis nach Marokko hinein fort. Dort gibt es solche salzvertrusteten Senken und Gewässer sogar aus Hochflächen bis über 1000 Meter, im Gegensatz zu den Schotts von Ostalgier und Tunis, die unter oder en. r d„ «Ile. ,®hee b,'en euch :es-Plan t als er- der Er- Handels- [eilungen isver- gleichen i" Jahn. [•Nagt Hamels- t zeitlich ieses Er» :r Ent- hin« Hal Menschheit ' e ja nicht nirzinseln i Lebens- ständigen eben, er : । Seiden- Lage der Gewürz ; Amerika überhaupt nach dein hr geahl" Dlaga; [iiltig fei'' fefen ufr . Gedanke uropaische der Nord- Fernen Nord' che haben berühmten r-s ■iS if oo' K of° tÄi-A ,wei 1$: -*•» MM u. r*» 'S m ’0' *"? on {"ff* V." golfr m d'< ’Ä PK. Zugegeben, nicht immer sind die Voraus- [ Atzungen für einen geregelten Sportbetrieb so gün- l Üg, wie bei einem Zug einer 2 - cm - F l a k b a t t e- ( 11 e im Moseltale. Ueber der Stellung wölbt s ich der Hügel noch hinauf, wo der Meld sich aus- i leitet. Dort oben hat sich der zweite Zug ein Fuß- I lallfeld und einen Korbballplatz geschaffen. Wie vir den Berg hinaufkommen, stehen die Wachen m der Stellung und sorgen dafür, daß kein „Beucht den Luftbereich über und unter der Stellung [»eimsucht. Droben aber, hinter den Büschen, dort uo der Hang plötzlich eine weite Mulde bildet, er lönen rauhe Stimmen. „Schuß, Mensch!" „Abseits, Palt, halt!" Dazwischen schrillt eine Pfeife, denn Jer Zug verfügt sogar über einen Schiedsrichter aom Fachamt Fußoall, auf den alle sehr stolz sind. Dann stehen wir vor dem Fußballplatz. Je zwei hohe Stangen sind beiderseits in die Erde rfe Tore eingelassen. Heftig wird um das Leder zekämpft. Es ist ein Trainingsspiel, denn am kommenden Sonntag soll das bedeutende Treffen gegen )en 4. Zug steigen. Der Zugführer tut eifrig mit, die tärksten Männer sind in der Verteidigung. Nach kurzer Zeit ertönt der Schlußpfiff. Die Männer treten weg in ihre Unterkunft, und lebhaft wird über die aufzustellende Mannschaft diskutiert. „Unser Nationalspiel heißt „Korbball"! sagt uns der Zugführer und dort ist der Platz. An Pfäh- ifen hängen die aus Draht angefertigten Körbe. ,Darf die Sportbehörde nicht sehen", meint der Leutnant, ,Hie Körbe entsprechen nämlich nicht ganz Oer Vorschrift!" Wir sehen bann auch ein Korbball- jpiet und bem-rken mit Erstaunen, welch große Fertigkeit die Männer hier erlangt haben. Ein rasan- les, schnelles und bewegliches Spiel Die Kerle werden richtig warm dabei. „Gestern erzielten wir in der Mittagspause nicht weniger als 57 Tore!" wird uns erzählt. Wir sehen auch, daß Korbball mehr betrieben wird als Fußball, denn auf dem Spiel- (felb ist der ganze Schnee verschwunden. JUtit Be- Meisterung macht alles mit. Die Männer sind durch Sen Sport munter und stdel! Krank war hier noch spähend sind die Augen der Männer in den Maschinen auf die weite, wogende Fläche gerichtet. Das Note Kreuz tragen diese Flugzeuge an den > Bordwänden, die oberen Tragflächen und die Schwimmer sind grell gelb gestrichen. Beides weist auf eine nichtkriegerische Aufgabe hin. Die Staffel sucht nach Fliegern, denen auf ihrem Flug gegen den Feind etwas zugestoßen sein sollte, die herunter mußten mit ihren Landmaschinen auf das Wasser. r Eine Frage, die sich sofort ansdrangt: Können sich denn Landmaschinen, wenn sie aus der Lust aufs Meer stürzen, überhaupt noch über Was- fer halten? Ja, sie können es, länger sogar, als man es bei diesen metallbeschwerten Gesellen glauben sollte. Sie schwimmen ost noch mindestens eine Viertelstunde auf ihren Tragflächen, und damit ist der Besatzung Zeit gegeben, ein kleines Schlauchboot klarzumachen, das jedes Landflugzeug bei Flügen über See mit sich führt. Dieses Schlauch- boot bietet die erste Zuflucht vor Wind und Wei- len. Vorher ging, wenn möglich, ein 80d-Rus in den Aether hinaus: „Kommt, Kameraden, kommt und helft uns!" Und nun greift die S e e n o t st a f f e l ein, denn Dampfer wären für das Rettungswerk viel zu lang- -am. Die Maschinen dieser Staffeln sind schnell genug, um weite Räume erfolgversprechend abzu- neben. Alle Zeit a'bfprungbereit warten sie in den Küstenstiegerhorsten. Kommt der Einsatzbefehl, dann heulen die Motoren au], und mit donnerndem Propeller geht der Flug hinaus auf die See zu den Kameraden in Not. Die Ferngläser spähen nacy ihnen, und in der Nacht spielt der Scheinwerfer am Bug der suchenden Masckiine über die dunkle See. - Ist die Stelle des Unglücks gefunden und erlaubt es der Seegang, dann wassert ein Flugzeua der - Seenotstaffel, halt sich auf der Stelle mit seinen । Schirmankern. Das mitgeführte Arbeits- Dauben wurden hergenommen, oben auf mit alten Lederteilen und Schnallen provisorische Bindungen aufmonttert. Dann konnte es losgehen. Wachs be- ; sorgte man sich auch noch. Damit waren die Bretter „geländegängig"! Sck)neerillen waren natürlich keine vorhanden, die waren aber hier auch nicht nötig, denn „alpines" Laufen kam ja nicht in Frage. Man sieht also, wie man auch mit primitiven Mitteln zum Ziel tommmen kann. Am Abend hatte der Zuaführer die Geschützführer zu sich kommen lassen. Unter Beurteilung aller spielerischen Werte stellte man hier die Mann- | d> a ft auf. Der Leutnant selbst spielt im Tor. Der Meier muß Verteidiger spielen und der Neumann Mittelstürmer. So entstand dann auf dem Papier die Mannschaftsaufstellung des 2. Zuges für das Spiel gegen den „4.". Auch bei den einzelnen Bedienungen wurde die Aufstellung durchge- sprachen, und schließlich ergaben sich noch einige Aenderungen. Der Dienst aber stand im Vordergrund. Die Nichtspieler wurden an die Kanonen eingeteilt für die zwei Stunden des Spieles, so daß die Einsatzkraft der „Zweiten" nicht gemindert war. Ehe das Spiel unten auf dem Platz im Tale begann, tribbelten die Landser mit dem Ball so lange am Ufer herum, dis das Leder plötzlich in der Mosel lag und lustig bauontrieb. Mit dicken Steinen versuchte man, ben Flüchtling wieder heran- zudringen, und schließlich geriet der Ball in ruhiges Fahrwasser. Ein Mann legte sich auf dem Ufereis lang hin ung angelte nach ihm mit einer langen Stange. Nach zehn Minuten bangen Wartens war das „gute Stück" wieder an Land. Die Mannschaf, t ten traten an, und im Nebelmorgen stieg das Spiel. Der „Zweite" spielte im Trainingsanzug, wahrend i der „bedeutende Gegner" seine Uniform anbehalten > hatte. Mächttg wurde auf Sieg gespielt. Beide • Mannschaften legten sich ins Zeug und lieferten ein . wirklich sauberes und anständiges Spiel. Die große Abwechslung, die die Männer des zweiten Zuges durch den Sport haben, wirkt wähl- tuend aus Zusammenhalt und Dienstleistung. Mit ganz geringen Mitteln und kleinen landschaftlichen Voraussetzungen läßt sich viel machen. Ein kleiner Platz bei der Stellung der Batterie ober des Zuges läßt sportliche Betätigung im erweiterten Sinne zu. keiner. Als es schneite, da lockte der schneeige Hang zum Schiläufen. Aber, die Schwartlinge waren schön brav daheim verwahrt. Urlaub gab es noch nicht, 1*^7 Svörtbeaeisteruna [da hieß es zur Selbsthilfe greifen. Im Dorf unten lag ^Ied^falls hatten wirs erlebt, ^rtb^eg^ g irgendwo ein altes, auseinandergenommenes Faß. Die macht erfinderisch. R geboren am 9. November 1888 — gestorben am 17. Januar 1940. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Steinbach bei Gießen, Eberstadt den 16. Januar 1940. 281D Die Beerdigung findet statt: Freitag, den 19. Januar, nachmittags 2% Uhr. 275 D Nachruf. im 66. Lebensjahre. Herr Friedrich Walb Gesangverein »Eintracht«, Steinbach. Die Beisetzung fand auf Wunsch der Entschlafenen in der Stille statt. 277V 276V 290V Auch Ihr Hund braucht 0175 272A C£*. NSG.Krail durchFreude Freibankverkauf Die trauernden Hinterbliebenen. 19. iimnmr 1940: am am 288 D Städt. Schlachthof, Gießen, Am 13. Januar verschied nach kurzer Krankheit meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Der Verein verliert in dem Dahingeschiedenen eine tüchtige Kraft und eifrigen Förderer des deutschen Liedes. Seine Persönlichkeit, weit in Sängerkreisen bekannt sichert ihm ein ehrendes Andenken. von 11-12 Uhr Nr. 20. Januar 1940: von 8- 9 Uhr Nr. Familie Jakob Haas 9. Familie Wilhelm Schäfer Friedrich Walb, z.Z. im Felde Wilhelm Walb, z.Z. im Felde ,HerbsF-Hundekuchen GIESSENER ZOO Seltersweg 6, Ruf 3292 Gießen-Wieseck, Allertshausen, Frankfurt a. M., den 18. Januar 1940. Die Beerdigung findet Freitag, den 19. Januar, nachmittags %3 Uhr, in Wieseck vom Sterbehaus Alten-Busecker Straße 4 aus statt. MemeAnz eigen >m Gießener Anzeiger werben von Tausenden brachte: und aelei^n Die Beerdigung findet Samstag, den 20. Januar, vormittags 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Frau Gertrud Scheerbarth, geb. Ermer, Gießen Klaus Georg Scheerbarth, Hamburg. Am 16. Januar verschied plötzlich und unerwartet unser langjähriger 1. Vorsitzender nach längerem schweren Leiden im Alter von 53 Jahren durch einen plötzlichen Tod jäh und unerwartet von uns geschieden ist. Marie Walb Heinrich Walb Ludwig Walb nebst allen Angehörigen. Die Trauerfeier findet Samstag, den 20. Januar 1940, vormittags 10% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 19. Januar 1940, nachmittags 2y4 Uhr statt. 281-340 341-410 283Ä In tiefem Weh und Schmerz: Frau Eleonore Walb, geb. Horn Meer, zu der Kleinen Syrte gehabt haben, und die eine der Städte auf dem Dfcheridrücken heißt bei den Eingeborenen auch heute noch „Hafen der Sahara", was sicher nicht nur ein bildlicher Ausdruck gewesen sei. Eine ganze Reihe von Berichten aus dem Altertum liegen auch vor, die erzählen, wie einstmals Schiffe in das Schott — das als „Triton- fee" oder „Lacus Tritonis" durch die lydischen Amazonen und die der Sage nach von dort stammende „Athene Tritogeneia" berühmt war — in diesen „See" vom Meere aus verschlagen wurde und, was sehr charakteristisch für dortige Verhältnisse ist, den schmalen Ausgang nicht wieder finden konnten, der ja nur ein kleiner Punkt an den ausgedehnten Ufern des Schotts war. Auf der ältesten Karte, der hebräischen Urbibel (dem sog. „Buch der Jubiläen") ist ungefähr an der Stelle, wo heute dieses Gewirr von kleineren und größeren Schotts und das große Schott El Dscherid selber liegt, ein ziemlich großes „Atel-Meer" verzeichnet — mitten in Nordafrika! Es zeigt auf dieser Karte einen Abfluß, der dort allerdings nördlich statt westlich zu der roh umrissenen Küste des Mittelmeeres verläuft. So sollen vor allem die Argonauten der griechischen Sage von der Syrte aus in den „Triton- <5ee" verschlagen worden sein. Nicht nur Herodot, der antike griechische Geschichtsschreiber, berichtet, Jason sei durch einen Nordsturm in die „Untiefen" des Triton se es getrieben worden. Als er den Ausweg nicht fand, erschien ihm „Triton" und brachte ihn heraus; dafür gelobte ihm Jason einen Dreifuß als Weihegeschenk. Andere antike Autoren, so auch Diodor, erklären in ihrem Bericht diesen Triton als einen „König von Lybien" oder „Beherrscher des Küstenlandes", womit aber ebenso gut die herrNach kurzem schweren Leiden entschlief sanft am 16. Januar, abends 9.30 Uhr, unser lieber, guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Herr Christian Reuter E, Sandmann im Alter von 82 fahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Christ und Kinder nebst allen Angehörigen. Gießen, Dillenburg, Solingen, den 18. Januar 1940. Dr.med. Georg Scheerbarth, Gießen homöopathischer Arzt Gestern abend entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau ElisabetheViehmann geb. Rau im Alter von 66 Jahren. In tiefer Trauer: Ludwig Viehmann nebst Kindern und Enkelkindern. Trohe, Großen-Buseck, Heuchelheim, Wieseck, am 17. Januar 1940 Die Beerdigung findet Freitag, den 19. Januar, nachmittags 2% Uhr statt Frau Franziska Roth geb. Reitenbach Am Dienstagabend entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Ida Christ, geb. Kuhn im 39. Lebensjahre. Unsere 4. Theaterring-Veranstaltung Die lustigen Weiber von Windsor muß heute wegen Erkrankung einiger Schauspieler verschoben werden. Genauer Termin wird später bekanntgegeben. Die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. ___________________________________________284D | Kaufgesuche"| MM zu kaufen gesucht G. Ebert Klaviermacher, Bleichstr. 17. om Schmerzerfüllt hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Landwirt Friedrich Walb Besuchen Sie 2eiD den herrlich gelegenen Wffmberg im Schnee UM sich an dem entzückenden Win» terlandschaftsbild zu erfreuen! Gelegenheit für Wintersport. 6togeH-o0.£«üölioii9 (etwa 3x3 Zimmer) von Wen! merju taufen gefall Schriftliche Angebote unter 289D an den Gießener Anzeiger erbet. gelangt, daß sie eine Art „kontinentale Lagunen* sind, die durch die abflußlosen Wüstenflüsse sich bildeten und durch Hineinwehung von Sandmassen und Austrocknung immer mehr verlandeten. Auch der starke Salzgehalt des Erdbodens, sogar in den dortigen Oasen, wird als das Werk dieser abflußlosen Flüsse erklärt. Das Versiegen der einstigen großen Flüsse, die in das Atelmeer mündeten und einen Durchstoß der Wassermassen zum Meer aus dem Schott El Dscherid bewirkten, hat wohl dann allmählich zu der Auftürmung der jetzigen sandigen Landenge (heute von 52 Meter Höhe) durch mit- geschwemmten Sand geführt. Das Atel-Meer wurde immer mehr eine tote Lagune und dann ein Salzsumpf. Wie dem auch sei, die seltsamen Schotts, von Mythen, Sagen und Abenteuerberichten umwoben, bleiben, trotz aller Erklärungen nach Ursprung und Geschichte voller Rätsel in dem an Geheimnissen noch so reichen Afrika. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. At^eigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig. Strümpfe stopfen! Ihre Strümpfe u. Normalwäsche werden billigst gestopft und ange- itrickt. Für Militär billigste Preise. Wo? sagt die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 0i?7 wie ein Haar, schneidend wie eine Klinge" bezeichnet ein anderer arabisä-er Autor den gefürchteten Pfad über das große Schott. Sandstürme der anliegenden Wüste und die hereinbrechende Nacht machten den Weg noch gefährlicher. Keine Sterne waren zu sehen, ein Wind zum Umwerfen, und vor Sand konnte man kaum die Augen offenhalten. Wer dabei vom Pfade abwich oder abglitt, war verloren. — Obendrein entstehen dort am Schott El Dscherid auch noch irreführende Spiegelungen (Fata Morgana) am Horizont dieser großen Fläche — wie man es auch bei anderen Schotts beobachten kann; man muß deswegen der Richtung ganz sicher sein, um hinüberzugelangen. Bei anhaltendem Regen verdeckt das Wasser oft den einzig gangbaren Pfad und, wie man beobachtet hat, durch einen besonderen chemischen Prozeß wird dann merkwürdigerweise im Sommer der Boden gerade durch die Sonnenwirkung erweicht. Kein Wunder, wenn diese „Sebkhas", wie die Schotts bei den Eingeborenen heißen, gefürchtet waren und von Schauermären umwoben wurden. Heute Lhrt aber sogar ein fester Damm über den HauptM des Schott El Dscherid, und große Autobusse können über ausgetrocknete Teile am Rande dieses Schotts und auch durch andere Schotts ohne Gefahr ihren Weg suchen, oft sogar ganz nah noch von dessen wasserführenden Teil. Man hat vor etwa hundert Jahren am Westufer des Dscherid-Schotts bei der uralten Stadt Nefia angeblich Trümmer einer römischen Schiffsgaleere gefunden. Das ist nicht so unwahrscheinlich, wie es heute erscheint, wo der Boden des Schotts 15 Meter, zum Teil sogar 31 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Denn einst muß dieses Schott einen Abfluß zum sch ende Gottheit des Landes gemeint fein Jann. Jr. der Not opferten die Schiffer ihm ein Schaf auf dem See, und darauf habe Triton in Gestalt eines fischartigen Gottes die Barke ins Meer gezogen. Aehnlich spricht auch der griechische Dichter Pindar von einem „Ausfluß" des Tritonsees und den Abenteuern der dorthin an die Küste verschlagenen Argonauten, denen der „Sohn Poseidons", der Gott und „Herrscher" Eurypylos, eine Scholle Erde als Gastgeschenk gab. Sehr bezeichnenderweise wird ferner gesagt, der König von Libyen Triton hätte die Schiffer über die „eigentümliche Beschaffenheit dieses Meeres aufgeklärt. Halten wir die Berichte der antiken Autoren noch zusammen mit der auch geschichtlich bekannten Verehrung von Poseidon und Triton in dieser ganzen Welt Nordafrikas, wofür auch viele schöne Mosaiken aus der späteren Römerzeit sprechen^ sowie mit den tatsächlichen Eigentümlichkeiten des Schotts, so ist es, entgegen manchen Zweiflern, klar daß dieser Triton — oder vielmehr Tritoms-See — eben das heutige Schott El Dscherid ist, wo ctrift (im frühen 2. Jahrtausend v. Ehr.) die libyschen Amazonen herrschten, welche die Athene Tntoneia, eine Fruchtbarkeitsgöttin, mit kultischen Kampfspielen ehrten. Es war eine Art ziemlich lebensgefährlichen Ballspiels mit Steinen und Krumm- ftöcken. Nachklänge dieser uralten kultischen Fruh- lingsfeier hat Herodot noch geschildert. Man hielt früher die Schotts für Reste eines großen Wüstenmeeres. Nachdem man aber eine einst wasserreiche Landschaft dort nachweisen konnte — so auch durch die auf uralten Felsbildern der Gegend abgebildeten Wasserttere, die jetzt dort längst ausgestorben sind — ist man zu der Ansicht Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer die alle Naturfreunde und Bogelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seefchwaiben Beobachtungen und Natururkunden aus der Dogelwelt der deutschen Nordseeküste Don (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach Wundervollen Naturaufnahmen. 3n Leinen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jeöe Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde - - .......411-460 von 9-10 Ubr Nr. 461-510 oon 10-11 Ubr Nr. 511-560 (Ein Quell d.Frcad« für den Naturfreund WMles mn Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Von Rarl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit er» läuternden Bildunterschriften. Namensan» gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mt einem Geleitwort von Profess. Dr. Deegener, Universität Berlin. Dieses Werk bringt erstaunlich vielseitige und trefflich gelungene lkinzelbilder und Bild- folgen aus dem reichen -eben der zahllosen kleineren Lebewesen« Aus der Freude am Beobachten ist ein wertvolles naturgeschicht- liches Urkundenbuch geworden, das hervorragend geeignet ifa die Liebe auch zum kleinsten Naturgeschehen zu erwecken. Gebunden RM. 4L0. Bitte verlangen Sie kostenlos unsere bebild. Werbeblätter! Das Buch ist durch lebe Buchhandlung zu beziehen? Hugo Bermühler Verlag Berlin »Lichterfelde In tiefer Trauen Ludwig Roth Johanna Maier, geb. Roth Dr. Eugen Maier und 3 Enkelkinder. Gießen, Venice (USA.), den 13. Januar 1940. von 8- 9 Uhr Nr. 161-220 von 9-10 Uhr Nr. 221-280 von 10-11 Uhr Nr. ' " Donnerstag.'8. ZanuarMO Gießener Anzeiger (General-Anzetgrr für Oberhessen) Ür. 15 Zweites Blatt Aus dem Reiche her Frau deres geben, dann etwa Bratkartoffeln oder Kar- ffelbrei in R irjnen hübsch form an, geben Kohl und weiße Boi an« .eriWiri' ?uen! reatuf Her, ) Halm o$artels, äsrahma m her nie- eit mit er» Munter» imensan» ührlildem ten). M ttoort von Deegenll, Serim bringt» üielieitige gelungene unüDtlü» m reichen zahllosen Lebewesen. LibeamSf ein wert« ^rgeschichl' undenbuch ashewop eignet tsl. auch M aturgeto4* -chen. 9UJL4^0. Mgen SU s unitr rbeblfitto! ist durch mblungiu hen! nnühler log Hierfelit . liehe Sonne ausstrahlen, bie auch die kleinste Krea ........ ... Treue verewigt hat Da sieht man im Vordergrund tur beglückt. Als getreuer Chronist will ich nun von — einen richtigen Schwips. Wir mußten schrecklich den mächtigen Kanzler des Deutschen Reiches 'w einem Ehepaar aus der Saarpfalz erzählen, damit lachen: der Fritz torkelte von einer Seite zur ande- Gespräche mit einem Männchen, einem Jübchen bür. sich viele Tierfreunde daran freuen können. ......** ;t~’ fen wir sagen, dessen Gesicht unb Gestalt Zug um Jene beiden Menschen saßen an einem Sommer- Zug seinen Ursprung aus Judas Stamm verrät: morgen beim Frühstück, als ganz allmählich ein Lord Beaconsfield, der damals das Königreich der Heuschreck über die Brüstung des offenen Fensters britischen Inseln regierte. Sein bürgerlicher Name ' hereingeklettert kam Frau Lene fing behutsam den war Disraeli, er selbst ein angesehener Salonschrift- grasgrünen Gast, um ihn aus ber Nahe zu betrach- stever, bem das englische Schrifttum mehrere Rotten, unb setzte ihn bann wieder auf das Fenster- mane verdankt. Nicht jedem wird man die Abstcun-l brett. Aber das Tierchen kehrte um, hüpfte ins Zim- Im verflossenen Jahr fanden 15 Lehrttngspru- fungen statt. Die größere Zahl ber Lehrlinge hatte sich als Beruisziel gesteckt, Lehrerin der lanbroirt- schaftlichen Haushaltungskunde oder geprüfte Wirt- jchafterin zu werden. Erfreulicherweise war auch eine große Zahl Jungbäuerinnen unter den Prüf- langen, bie diese Ausbildung durchlaufen hatten, um später selbst Lehrfrau auf eigenem Hof werden zu können. Auch Mädchen mit Dolksschulbildung, wenn sie im Atter von 14 bis 16 Jahren die länd- liehe Hausarbeitslehre abgeleistet und danach die ländliche Hauswirtschaftslehre durchlaufen haben, können ben Beruf einer ländlichen Wirtschaft geh il- ftn, geprüften Wirtschafterin, Gutssekretärin und bei hervorragenden Leistiungen auch den Beruf einer Lehrerin ber Landwirtschaftlichen Haushaltungs- kund« ergreifen. Die Vermittlung der Lehrstellen für die ländliche Hauswirtschaftslehre und die Be- treuuna der Lehrlinge erfolgt durch die Landes- bauernschaft Hessen-Nassau. Welchen Verns soll meine Tochter ergreifen? NSG. Ostern steht vor der Tür, und es heißt zu überlegen: Was soll meine Tochter lernen, damit sie im späteren Leben auf eigenen Füßen stehen kann? Die zweijährige ländlicheHaus- Wirtschaftslehre gibt den Mädeln mit 16 Jahren, die sechs Jahre die höhere Schule mit Erfolg besucht haben, Gelegenheit, sich für viele und interessante ländliche Frauenberufe vorzubereiten, die auch tm Rahmen der Volksgemeinschaft eine Bedeutung haben. Diefe ländliche Hauswirtschaftslehre wird auf Bauernhöfen und ©utsoetrie« ben abgeleitet, die von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau zur Ausbildung von ländlichen Haus- wirtschajtslehrlmgen zugelassen ober anerkannt sind und in denen bie Mädchen völlig zur Familie gehören. Die ländliche Hauswirtschaftslehre ver- mitteU den Mädchen gründliche Fachkenntnisse in der ländlichen Hauswirtschaft (Küche, Haus, Garten, Geflügel und Kleinvieh), bildet sie zur vielfei- tigen, selbständigen ländlichen Wirtschafts- a e h i l f i n heran unb gibt ihnen die Grundlage für viele aussichtsreiche Frauenberufe wie: Geprüfte Wirtschafterin, Wirtschaftsgehllfln im RAD., staatlich geprüfte Haushaltpflegerin, Geflügelzucht- beraterin, ländliche Rechnungsführerin (Gutssekre- tärin), Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungstunde mit Verwendung an Landwirtschaftsschulen und Wirtschaftsberatungsstellen sowie an Landfrauenschulen, Siedlerberaterin, Lehrerin für Mädchenberufsschulen auf dem Lande. mung so vom Gesicht ablesen können wie diesem Männlein. Dor kurzem ging ein Artikel durch untere Presse, in dem bie Männer aufgezählt sind, die Mr. John Brown erhebt sich eines schönen Mor- die englische Presse beherrschen. Welcher Außen- ....... '1 r T...... stehende würde hinter dem Namen Lord Burnham, ber den „Daily Telegraph" beherrscht, ben Mann vermuten, dessen Vater noch mit dem Namen Moses ö_ . Levy-Lawson bie Zeitung gründete? Man vergißt frau unb trug ihren Gast In ben tflur, setzte ihn in England offenbar sehr rasch. Solange jemand zwischen die dort aufgestellten Blumentöpfe. „nur" Sir ist, geht das nicht so leicht. Sir Samuel Dierundzwanzig Stunden später war er noch im- Hoare Belisha trägt ben Stempel feines Ursprungs nier da, hüpfte über »die Schwelle der Eßzimmertür deutlich zur Schau. Wie lange wird es dauern, bis und erforschte gründlich ben Umkreis der Wohnung, er dieses verdächtige „Samuel" als Lord Soundso fühlte sich offenbar heimisch. w " K rr'" Der Heuschreck wurde Fritz genannt unb hörte schon nach wenigen Tagen auf diesen Namen. Bei leisem Ruf kam er aus irgendeiner Ecke angeschwirrt, laß während ber Mahlzeiten auf dem Tisch zwischen den beiden Suppentellern und bekam auf einem Gefühl eines Menschen, der alles erreicht hat, roas ; ------ , . - ., .. ., er erreichen kann: der fiönig hat ihn tags zuvor in . bas große und bas kleine Getier den Menschen hier bejfcr gefallt foO er in feiner Freiheit bleiben, das Oberhaus berufen, und er gehört nun zum meidet, bann wirb mir schmerzlich bewußt, daß dies , dachte ich: aber als ich zur Wohnung zurück mußte hohen Adel zu den Pairs von England. Mit feinem , durchaus nicht nötig nxire. Die großen Forscher > und nur einmal versuchsweise feinen Namen rief, - - - -....... sprang er im Nu auf meine Schulter, seinen abdichten. Freiliegende Rohre an besonders gefährdeten Stellen mit Spezialisolierung unb nicht Nässe auf saugendem Material umwickeln Wasserzähler in nicht frostfreien Räumen besonders schützen: Wassermessergruben im Freien gut verpacken. Schutz gegen Frost geben Stroh, Papier, Sägespäne, Torfmull, Laub. Gefährdete Räume wenn möglich dauernd heizen, zum mindesten über null Grad halten. Während der Nacht ober in ben Zeiten, in denen, nicht häufig Wasser entnommen wird, den Hauptzuleitungshahn absperren und die Wasserleitung entleeren. Dazu nicht nur den Abflußhahn beim Hauptzuleitungshahn auf- machen, sondern auch bie anderen Zapfhähne. Wenn völlige Absperrung am Tage ober nachts nicht möglich ist, soll ber Zapfhahn ein wenig geöffnet bleiben, so daß ständig ein ganz dünner Wasserstrahl fließt. Dadurch wird die Gefahr des Einfrierens wesentlich verringert. 7. Bei Zenttalyeizungen dürfen einzelne Heiz* hohen Adel, zu den Pairs von England. Mit seinem: durchaus nicht nötig wäre. L ~ ~ bürgerlichen Namen ist es nichts mehr, der ver- haben übereinstimmend festgestellt, daß die furcht schwindet in der Versenkung unb wird durch einen ! vor dem Menschen keineswegs naturbedingt ist unb * ■ ■ * . « -.....*- ä nicht ein angeborenes Wesensmerkmal der Tiere. Sie haben bloß schlechte Erfahrungen mit uns gemacht im Laufe ber Jahrtausende, unb daher unterdrücken sie ihre vertrauensvolle Neugier unb legen eine Trennung zwischen sich unb uns. Aber zuweilen fällt die Mauer um, und bann geschieht das Seltsame, daß irgendein sonst ganz für sich lebendes Tier die Nähe des Menschen sucht unb aus freien Stücken bei ihm bleibt Die Harmonie des Lebendigen, bem wir alle angehören, ist erneut wirksam geworben, meist ohne sichtbaren Anlaß ober vor, ja man kann bei manchen Sorten außer ben Blättern auch noch bie in Scheiben geschnittenen nerbidten Würzelchen unter ben Salat mischen. Währenb bei ben meisten Gemüsen ober Salaten ein gut Teil ber Blätter wegfallen muß, wenn sie zum Kochen hergerichtet werben, beträgt ber Gebrauchswert des Feldsalats volle 65 v. H. Das ist eine außerordentlich gute Ausnützung der Pflanze. Erft im Winter kommt sie auf den Markt, die geben hat, denn mit bem Wort ^crefto ooer „crejia B r u n n e n k r e j f e btt unsere Vorfahren „Dron- kennzeichnet man in ber °l hochdeutschen Sprache nenkerze" hießen- bie Äälte hat dem würzigen Ge- den Begriff „scharf". Zu genießen .st die Brunnenschmack der kräftigen tiefgrünen Blätter nichts an- treffe nur während ber kalten Jahreszeiten, wenn haben können. Gehört doch die Brunnenkreffe zu derFrühlmg naht, werbenbleBlattersoderbz h den Bilanzen zu deren Gedeihen Winterluft und und so beißend scharf, daß sie nicht mehr munden. Winternästt uneriäßlich sind. Das erfahrungssichere | Nicht im Freien, aber tm Gemusekeller halt sich Dolksweistum hat die Brunnenkresse schon frühzeitig nod)j?ine Salatpflan^ den richtig eingeschätzt. Jahrhundertelang galt sie nämlich nur als Mittel zum „Blutreimaen — gegen „dickes Blut" — wie auch als Kräftigungs-Arzenei für Schwache, aber immer mußten die Blatter roh verzehrt werden. Damals ahnte kein Mensch etwas von Vitaminen, unb doch wußte man, daß in der Pflanze eine Kraft steckte, die nur wirken konnte, wenn man die Blätter frisch verwendete. Heute hat die Wissenschaft diese uralte Erkenntnis bestätigt. Die saftstrotzenden Rohblätter und Stengel ber Brunnenkresse weisen einen reichen Gehalt an bem lebenswichtigen Vitamin A auf, von bem schon em Heiner Bruchteil eines Gramms genügt, um auf das Wachstum des Körpers unb feiner Organe förbernb einzuwirken. Ferner wirb auch Vitamin B, bas bekanntlich ben Nährwert ber Zitronen und Apfel- finen bedingt, sowie das dem Körper ebenso unent- . behrliche Vitamin E. Da war es denn also wirklich i kein Wunder, wenn eine Brunnenkresse-Kur ver- rem Wege unb besser der Altmaterialverwertung zuge- Junimit 380 Tonnen, einen stärkeren‘Sprung macht führt werden würde. Wir haben uns mit der Bitte der Mai auf 490 Tonnen, und der April steigt soga 1 ' . . V .. , « ri-- v ■ - u:, ... KftA Tnnunn nn die nur Aus der engeren Heimat Schützt die Tiere vor der Kälte! (Nachdruck verboten.) 25 Fortsetzung. könnte sagen: „Daß es mir alten Frau gerade ,o awumwas 5 w rinrn ftÄ schicken und qehen mußte" und vieles andere. Da- tut sie nicht, bürg Ichr-ibt, man°ll einen Kat°wg ,qi-°n un° Sie blinzelt In das blanke Sonnenlicht, blinzelt über1 ihr durst euch aussuchen, was ihr Haven wollt. den Sie. Aus >oren alle lt an t die vitha Vorsichtsmaßregeln zu Rate zu ziehen. Lüsten — nicht kühlen! iüoer uns." Klarissa denkt wohl, daß sie gehen kann, aber es list nicht so einfach, nein, das ist es nicht. Sie kann i nicht mit ihren schweren Schritten losstampfen, sie ! mutz sich auf Iörs-Vadder und Frieda stützen. Sie tut । es, während hinter ihr die alte Fischerfrau lamew : fiert. Da bleibt sie noch einmal stehen, wendet sich um und lächelt. Seht, das ist Klarissa. Das Taghemd list lang und weiß, und Wasser fließt aus seinem 'Saum, der Rücken ist wie gespickt mit Föhrennadeln. 1 Grau, wirr und natz hängt ihr das Haar in Strähnen um Kopf und Schulten. Ein Wrack ist Klarissa, eine Ruine. Dennoch ist Stolz in ihr und Wurde und ein Teil der alten Kraft. Sie steht da und hatte wohl Grund zum Jammern, aber sie lamentiert nicht Sie könnte sagen: „Daß es mir alten Frau gerade so die Heiztätigkeit ruht, ist die Monatsmenge geringer, immerhin kommen aber auch in diesen Monaten um Aufklärung an das Stadtbauamt, als zuständige Dienststelle der städtischen Müllabfuhr, gewandt und dort sehr interessante zahlenmäßige Feststellungen über den Müllabfuhrbetrieb in Gießen erhalten. Danach wurden im Verlaufe des Jahres 1939 von den drei Müllautos insgesamt 5 7 5 5 Tonnen Müll aus unserer Stadt — ohne Wieseck und Klein-Linden — abgefahren. Diese Menge stellt, auf geläufigere Gewichtsbegriffe umgerechnet, eine Masse von 5 755OOO Kilogramm oder 115 100 Zentner Müll als Abfall aus den Gießener ; im chtet". iinde". )pem« 8 Uhr Aber — wenn ihr vielleicht lieber ein Pferd habt? Ihr könnt auch ein Pferd kriegen." Vier Jungensaugen fangen an zu leuchten und zu schimmern. „Lieber ein Pferd, viel lieber em Pferd! „Gut, aber erst, wenn Anne wieder hier, ist, oder wenn ich aufstehen kann. Ihr wißt es nicht, wie man mit Tieren umgeht, ich werde es euch zeigen oder Anne, das ist einerlei, und ihr müßt es lernen, genau so, wie man Latein lernt, von der Pike auf. Wenn ich wieder auf dem Posten bin, könnt ihr auch manchmal mit mir über die Felder gehen. Ich weiß, wo allerlei Nester sind, die Vögel nisten jetzt zum zweitenmal. Ich will sie euch wohl zeigen, aber ihr dürft sie nicht etwa ausnehmen." „Nein", sagen sie sehr ernsthaft, „das werben wir nicht tun, aber bitte, nimm uns manchmal mit." Dann machen sie weiter keine großen Worte und verlassen das Zimmer. Sie küssen der Tante die Wange und gehen ruhig hinaus. Doch im Flur bleiben sie stehen und sehen sich an. „Du", sagt Frank, „kriegen wir wirklich ein Pferd?" „Wenn Klarissa es verspricht, stimmt es." ■ „Mutti hat uns schon lange ein Pony versprochen, und wir haben doch keins bekommen/ „Das ist auch was anderes", sagt Rudolf, und plötzlich stürzen sie beibe bavon, trappeln die Hintertreppe hinunter und reißen die Tür zur Küche auf. „Wir kriegen ein Pferd!" schreien sie. Marie giftet sich. Sie ist den beiden nicht ge- wogen und giftet sich, und noch viel mehr ärgert es sie, daß sie auf Klarissas Befehl den Jungen nach dem Abendessen eine große Schüssel mit Herzkirschen ins Zimmer bringen soll. Sie steht am Herd und kocht für Klarissa eine Suppe, so, wie Doktor Schwarm es angeordnet hat. Sie ist eine perfekte und gute Köchin. Sie hat auch Klarissa gern und würde sie immer gegen jeden verteidigen, aber was zuviel ist, das ist zuviel. Heute sind die beiden Jungen in aller Munde, und was sie getan haben, wird ihnen als Heldentat angerechnet. iSchön und gut. Aber heute vormittag haben sie Kirschen gestohlen, und heute abend kriegen sie eine Schüssel voll als Belohnung. „Ist das Erziehung? dem [tauft heim- »aren, mei« i und 15 so .G. den glitzernden See und sagt: „Sei still, Jörs- Mudder, jammer nicht, die Hauptsache ist — wir leben." — — Am Abend sind alle wieder auf dem Birkenhof. Man hat sie im Wagen abgeholt. Marie ist selbst gekommen und Irene Waitz, die Hauslehrerin, auch. Sie haben Kleider mitgebracht, und es ist nun alles so wie es immer war, aber nein, es ist doch anders. Klarissa muß das Bett hüten. Doktor Schworm ist dagewesen und hat gesagt, daß fürs erste an Aufstehen nicht zu denken ist. Klarissa mutz liegen und sie soll ein Bad aufsuchen. Nach Nauheim soll sie fahren. Sie soll den Birkenhof verlassen und nach Nauheim fahren! Klarissa will diesen Rat des Arztes, wie viele andere, in den Wind schlagen, aber er aqt ihr daß er dieses Mal auf jeden Fall mit Anne prechen wird, und daß es fein Ernst ist, ja, daß es auch mit ihrer Krankheit bitterer Ernst ist. Er spricht klar und deutlich, er geht nicht wie die Katze um den heißen Brei. Er sagt: „Heute hast tu durchgehalten, Klarissa, aber ich schwöre es dir, em Zweites Mal hältst du es nicht aus, wenn du dich nicht schonst. Du mußt dich schonen, Anne ist noch zu jung, sie braucht dich. Ein Mensch kann meinetwegen mit seiner Gesundheit leichtsinnig umgehen, wenn er abkömmlich ist. Du bist einstweilen noch unabkömmlich. Also hast du die Pflicht, dich zu schonen." An diesen Worten gibt es nichts zu drehen und zu deuteln, alles, was recht ist. Klarissa muß also das Bett hüten, und Anne ist fern, und Francs Pegel ist im Krankenhaus. Sie ist einsam. Ja, ist sie einsam? Da sind zwei kleine Jungen, die haben im See qefniet und haben ihren Kopf über Wasser gehalten bis Hilfe kam. Sie hätten davonlausen können vor Schreck, sie sind ja Kinder. Sie haben sich aber wie Erwachsene benommen, wie kleine Männer. v , Klarissa klingelt nach Marie und fragt, wie es den Knaben geht, ob Schworm sie auch richtig untersucht hat, und ob er meint, daß Rudolf dcis sehr lange Kauern im Wasser nichts geschadet hat? Marie sagt daß Schworm nichts finden konnte, und daß Rudolf höchstens einen Schnupfen haben wurde, mehr nickt. Da will Klarissa, daß die Jungen zu ihr MkMMmstirMWs HomanDonirlialicttclbttf CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN W 35 es, und großem oir ihr bekom- e Heu> sich 96' Maßen [ mußte n haben hast, dir werden muß. 10. Dringend zu empfehlen ist, sofort bei Beginn von Frostperioden einen Fachmann für L- enster, i und nb gut Men Nässe en befreien Lttoh, nd hei« ten. len, in i wird, id die iir den i auf« shahiu, nachts wenig iz diin- die Ge« ert ! Hetz« ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in »er Zeit vom 5. bis 11. Januar ein: gegen Kraft- .ahrzeugsührer mit 3 Anzeigen und 2 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeug- ührer mit 2 Anzeigen und 26 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen Radfahrer mit 1 Anzeige und 16 gebührenpflichtigen Verwarnungen. ** Schwerer Unfall in der Walltortraß e. Gestern abend ereignete sich in der Wall- irnrnermn lurnnreii uuti uuu; m utcjcn -•™i r.- noch Gesamtmengen von 350 bis rund 500 Tonnen verrechnet. Der Altmaterialhandler leitet dann die,e zusammen; am niedrigsten war die Monatsmenge Materialen zur Wiederverwertung an seine Groß- im verflossenen Jahre 'in den Monaten Juli, August abnebmer, damit unsere Volkswirtschaft erneut darund September mit je 350 Tonnen, dann folgt der aus Nutzen ziehen kann. ^Sie^komrnen und haben fröhliche Gesichter, wie immer. Klarissa, vor der sie so viel Respekt haben, liegt im Bett und lebt. Sie freuen sich beide, daß es so ist. Klarissa sieht den einen und den anderen an. „Setzt euch nur auf mein Bett , sagt sie, und sie zieht Rudolf nahe an sich heran und hott seine Hand in ihren Fingern. „Ihr habt doch em Bnesmarken- album, was? Sagt Irene Waitz, daß sienach Ham- Haushaltungen dar. Würde man diese gewaltige Zentnerlast auf Güterwagen verladen und dabei ein normales Ladegewicht von 300 Zentner je Güterwagen annehmen, so müßten 380 Güterwagen zur Ausnahme dieser Menge bereitgestellt werden. Nimmt man einen Güterzug mit etwa 40 Wagen als üblich an, so wären also fast 10 Güterzüge erforderlich, um all diesen Dreck zu befeitiaen. Rechnet man den Müllanfall auf Tage um und bas Jahr zu 300 Arbeitstagen, so ergeben sich fast 20 000 kg Müll, die täglich abgefahren werden müssen. Das ist allerhand! Natürlich ist der stärkste Anfall an Müll in den Wintermonaten mit ihrem Heizbetrieb. In dieser Zeit schwankt die Gesamtmenge pro Monat zwischen rund 500 bis rund 700 Tonnen. Im Sommer, wenn ruft Marie. . Es sind nicht viele da, die ihr diese tfrage beantworten können. Nur Hannes Perl sitzt mit aufgestützten Armen am Küchentisch. Eben mar noch ote Lütt'-Magd hier, und Marie hat gar nicht bemerkt, daß sie die Küche verlassen hat. Sie weiß es also nicht, daß sie mit Hannes allein ist, in all ihrem Aerger weiß sie das nicht. Aber als Hannes nun sagt: „Wenn man einem Menschen das Leben rettet, wie es der Rudolf doch gemacht hat, dann ist es schon recht, wenn man belohnt wird." Da dreht sie sich um und sieht, datz Täglich fahren drei große Müllautos durch die Straßen von Gießen, um den Müll der Haushaltungen abzuholen. Emsig tragen die Begleitfahrer die Mülleimer von den Haustoren zu den Wagen, hängen die Eimer in die Haltevoritichtung am Füllloch und kippen mit energischem Schwung den Inhalt der großen und kleinen, in ihrer Gestalt aber typisierten Eimer in den großen „Bauch" des Wagens hinein. Ein Getriebe — die sog. Schnecke —, das sich im Innern des Wagens, in Gang gesetzt vom Motor des Müllautos, ununterbrochen bewegt, greift die ein geschütteten Müllmengen auf und preßt sie immer nach dem Vorderteil des Autos hin zusammen, bis der gewaltige „Bauch" des Fahrzeugs in allen Teilen gefüllt ist. Dann fahren die Wagen in flottem Tempo hinaus vor die Stadt zum Müllabladeplatz, wo der „Bauch" mit Hilf der jetzt um- geschalteten und daher in umgekehrter Richtung drückenden „Schnecke" rasch entleert wird. Nach dieser Arbeit gehts wieder in die Stadt zurück zu dem jeweiligen Abholbezirk, und der Arbeitsgang beginnt von neuem. So sind unsere drei Gießener Müllautos Tag für Tag während des ganzen Jahres tätig, um die Haushaltungen von einer Last zu befreien, 'die zugleich auch aus Gründen her öffentlichen Hygiene regelmäßig und möglichst rasch aus dem Bereich der Wohnungen fortgeschaft werden ^Wohl nur wenige Einwohner unserer Stadt machen sich eine Vorstellung davon, welche Gesamtmenge von Müll im De^aufe eines Jahres von den drei Müllautos aus der Stadt zum Müllplatz hinaus befördert wird. Ebenso werden wohl viele Volksgenossen nicht wissen, daß in dem Müll vieles enthalten ist. was nicht hineingehürt, sondern auf ande- Glückwunsch des Gauleiters. * Bad-Nauheim, 17. Jan. Gauleiter Reichs- statthalter Sprenger beglückwünschte den hessischen Sippenforscher Hermann Knodt in Bad- Nauheim zu seinem 60. Geburtstag durch folgendes Schreiben: „Sehr geehrter Parteigenosse Knodt! Zu Ihrem 60. Geburtstag am 13. Januar 1940 übermittle ich Ihnen meine besten Wünsche. Des weiteren beglückwünsche ich Sie zur Herausgabe des 107. Bandes des Deutschen Geschlechterbuches, der an Ihrem Geburtstag der Oeffentlichkeit übergeben werden soll, und mit dem Sie die Zahl der Hessischen Bände auf 12 erhöht haben. Durch Ihre nunmehr 3Ojährige Tätigkeit als Sippenforsck)er haben Sie es zuwege gebracht, daß der Gau Hessen-Nassau unter allen deutschen Gauen heute mit der Sippenforschung an der Spitze steht. Kein anderer deutscher Gau verfügt über eine so umfassende Aufzeichnung seiner alt eingesessenen deutschblütigen Geschlechter, wie dank Ihrer Arbeit nunmehr der Gau Hessen-Nassau. Ihr Werk ist eine wahre Fundgrube auf dem Gebiet der Volkskunde und verdient gerade in der heutigen Zeit höchste Anerkennung." Mit dem Auto gegen einen Baum. * Lich, 18.Jan. Am gestrigen Mittwoch gegen 19 Uhr fuhr ein von Gießen kommendes Personenauto in der großen 8-Kurve der Landstraße Steinbach—Lich kurz vor unserer Stadt gegen einen Baum. Bei 'hem starken Anprall wurde die linke Seite des Kraftwagens eingedrückt. Von den drei Insassen des Wagens wurden zwei so erheblich verletzt, daß sie nach Gießen in das Krankenhaus eingeliefert werden mußten. Landkreis Gießen. T Großen-Linden, 18. Jan. Der Landwirt Gg. Volk, Frankfurter Straße 89, feiert am Klarissa ist nicht tot, Klarissa lebt. Der starke Baum vom Birkenhof ist nicht entwurzelt, nur niedergedrückt hat ihn der Sturm und tüchtig gezaust. •Sie ist schon bei Besinnung, als die Jörs kommen, ober der Herz krampf hat ihr die Kraft genommen, lief) selbst aufzurichten, das ist es. So liegt fie noch iim Wasser, den Kopf an die Schulter des kleinen jungen gelehnt. Sie atmet stoßweise und schwer, oaber sie kommt langsam zu sich, und das gegenüberliegende Ufer des Sees, das sie erst ganz verschwommen sah, wird klarer, wie ein Bild auf einer '"gorsSber^ün^grieba holen bie schwere Fron □aus dem Wasser. Sie reiben ihr die erstarrten Glie- »er, und das Blut fängt an schmerzhaft durch den Körper zu strömen. Sie hat ihr weißes Taghemd am, so badet sie immer, wenn es ihr just mal in den Kopf kommt, daß sie schwimmen will. Und kaum -geht das Blut feinen regelrechten Lauf, da ist auch äber alte Mut wieder bei Klarissa. „Faß mich an, Aörs-Dadder, ich will aufstehen, wo sind meine Sachen?" Ja, wo sind die Sachen? Die sind von der großen Welle ausgenommen und liegen wohl irgendwo auf »em Grunde des Sees. „Lieber Gott im Himmel, wie kann das bloß angehen?" jammert Jörs-Mudder, ^.schönster Sonnenschein und alles dies, und mit eins sichlägt uns der Herr, und ein Wirbelwind kommt 115100 Zentner Müll im Lahre 1939 in Gießen Viel verwertbares Altmaterial aus dem Müllplatz. bis zu 560 Tonnen an. Erfreulicherweise findet sich, seitdem das Ernah«- rungshilsswerk (EHW.) die Kartoffelschalen und Gemüse- und Obstreste usw. zur Derfütterung in der Schweinemästerei sammelt, diese Art von Abfällen nicht mehr in den Mülleimern vor. Auch Konservenbüchsen sind jetzt nicht mehr auf dem Müllhaufen anzutreffen, da unsere Hausfrauen die- ses Material in verständnisvoller Würdigung der wirtschaftlichen Gesichtspunkte sammeln und anderweitig der Verwertung wieder -mführen. Dennoch kann man bei dem Entleeren der Müllautos auf den Schuttplätzen vielerlei Dinge auftauchen sehen, die nicht in den Müll hineingehören. So wurden im verflossenen Jahre 1939 auf den Ausladestellen der Müllautos unter dem Müll insgesamt 4463 kg Lumpen, 2906 kg Sacklumpen, 119 kg Aluminium, 53 kg Kupfer, 78 kg Wolle, 189 kg Zink, 615 kg Guß, 779 kg Eisen, 217 kg Knochen, 1905 Stuck Flaschen und 17 400 kg Schmelz vorgefunden. Insgesamt also eine sehr respektable Menge von Altmaterial, das nicht auf den Müllplatz gehört . Die Aussortierung auf dem Müllplatz erfolgt durch mehrere Arbeiter eines hiesigen Altmaterial- Händlers. Diese Männer arbeiten den von den Müllautos ausgeschütteten Inhalt auseinander und sammeln das anderweitig verwertbare Altmaterial. Diese Funde werden gewogen und monatlich nach dem Gewicht und Preis mit dem Stadtbauamt Marie kriegt zwei Helle rote Flecke, auf jede Wange einen, als sie ruft: „Kinder? Ich habe ja nicht mal einen Mann!" „Gott", Hannes kommt noch näher heran, „das wird wohl deine eigne Schuld sein, Marie, so hübsch und gut bei Schick, wie hu bist. Eigentlich könntest du es ja mit mir versuchen." . Marie ist eine perfekte und ausgezeichnete Köchin, aber heute kriegt Klarissa ihre Krankensuppe reichlich spät, und es ist auch nicht sehr viel, denn das meiste davon ist übergekocht. Dieses Verschulden will Marie auf anderer Seite gutmachen, und als sie den beiden Jungen die Kirschen bringt, hat sie die größte Schüssel vollgehäuft, die sie finden konnte. Frank und Rudolf sind allein im Wohnzimmer. Irene Waitz ist nicht da, fie ist in diesen Tagen überhaupt kaum zu sehen. Gott mag wissen, was mit Irene ist. Sie kleben Briefmarken in ihre Bucher, sie sind eifrig dabei. Als Marie ihnen die Kirschen und Teller hinschiebt, sind sie wohlerzogen und sagen: , Besten Dank, Marie, sollen wir die alle haben? ' „Wenn ihr euch nicht den Magen verderbt, meinet- wegen." „ ... „Nein", sagt Rudolf, „so viel wollen rotr nicht aus einmal essen, aber wenn was übrig bleibt, werden wir sie uns für morgen teilen." Marie nickt und sagt: „Na, eßt man zu, sie sind euch gegönnt." Der „Columbus" ist im Hardanger Fjord angekommen. Er liegt in der Bucht von Ulvik, und den Reisenden bleibt noch ein Tag für Hamsuns Land. Die Reiseleitung hat Ausflüge landeinwärts vorgesehen, sie ist beweglich wie das Meer selbst, und wie dieses bringt sie mit ihren Besuchern in bie fernsten Kanäle dieser Länder. So kommt es, daß Anne Wegner mtb Christian Schwertfeger hoch oben in den norwegischen Bergen Multebeeren und Blaubeeren pflücken können, wer hätte das gedacht? Es gibt auch Wacholder hier kniehohes Wacholdergestrüpp, das wie übersät ist mit blauen Beeren. i (Fortsetzung folgt.) kSrper (auch in unbenutzten Räumen) nicht ab-' gestellt werden, weil durch Einfrieren eines einzelnen Körpers die ganze Anlage unbrauchbar gemacht wird. Während der Nacht ist die ganze Heizungsanlage in Betrieb zu halten. Nicht gebrauchte Heizungsanlagen ähnlich wie Wasserleitungen entleeren! 8. Die Ausdehnungsleitung und das Ausdehnungs- gefäfc auf dem Dachboden mit Holwerschlag und einem nicht Nässe aufnehmenden Material schützen. Hierzu eignen sich am besten Olasge- spinste, Sägespäne oder, wenn nichts anderes vorhanden ist, Torfmull. 9. Eingefrorene Leitungen nicht etwa selbst mit Lötlampe oder dergleichen auftauen, sondern einen Fachmann heranziehen, weil das Auftauen jeweils an der richtigen Stelle begonnen auf Kitt" von i sich -eich uuo hen. & i -tu über- tt möchte"' cn habe« Stubern , UNd für den htet. £ attende Mchek' eitilA ner leza ufgeboten. w L Putz** E •S S. U getrE 3 unter' morgigen Freitag, 19. Januar, bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit feinen 8 0. Geburts - tag. Der Jubilar arbeitet noch täglich in der Landwirtschaft feines Schwiegersohnes und nimmt regen Anteil an allen Geschehnissen. Dem alten Herrn, einem langjährigen Bezieher des Gießener Anzeigers, gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag. * Daubringen, 17. Januar. Der Gesangverein „Sängerlust" Daubrrngen hielt sein Winter-Gesangskonzert ab, das her Verein alljährlich veranstaltet. Die Darbietungen des Chores, her unter her Stabführung von Chorleiter Häuser (Wotzendorn-Steirtberg) fang, fanden lebhaften Beifall. Der Chor ließ erkennen, daß er eine sorgfältige Schulung erfahren hat und die vorgetragenen Lieder in all ihrem Stimmungsgehalt wiederzuge- ben weiß. Einige Singspiele, bie im Laufe des Abends zur Aufsührung gelangten, fanden ebenfalls starken Beifall. Der Verein wirb demnächst mit einer weiteren KonzertveranstaltunI an die Oeffentlichkeit treten. Am kommenden Samstag soll ein Konzert stattftnden, dessen Ertrag dem Winter- Hilfs werk zugute kommen soll. Man erhofft im Hinblick aus ben guten Zweck der Veranstaltung einen starken Besuch. Der Gesangverein „Sängerlust" gedenkt über die Arbeit in her Heimat hinaus stets auch seiner im Felde stehenden Sänger. Schon zum brüten Male wurde jeher im Felde stehende Sänger mit je einem Liebesgabenpatet bedacht. renster wieder dicht machen, ’-asenn vu oas ueniiei. darüber hinaus offenstehen läßt, so kühlen bie Möbel , nnötig aus. Ausgekühlte Möbel aber — und natürlich auch Innenwände — strömen die bei langem Fensteröffnen aufgespeicherte Kaltluft nachts un- . ngenehm aus und verführen dazu, dem Ofen eine . öllig unnötige Zugabe zu geben. torstraße ein schwerer Unfall. Der etwa 80 Jahre alte Rentner Julius Schwalb, wohnhaft Kirchenplatz 4, geriet gegen die Straßenbahn. Der hochbetagte Mann wurde zu Boden aeschleudert und blieb bewußtlos liegen. Er wurde sofort durch hie Bereitschaft hes Deutschen Roten Kreuzes in hie Chirurgische Klinik gebracht, wo er schwer darmeder- Iiegt. Er erlitt einen Schädelbasisbruch und schwebt in Lebensgefahr. Die Ursache des Unfalles ist noch nicht völlig geklärt. Gondergerichi in Gießen. Der W. K. in L. war beschuldigt, im November v. I. in Kirch-Göns öffentlich bas Reich und führende Personen beschimpft zu haben. Der Angeklagte bestritt die Tat nicht, er will aber infolge feiner sinnlosen Betrunkenheit nicht mehr wissen, ob er bie ihm zur Last gelegten Aeußerungen getan hat. Der Anklagevertreter beantragte, ben Angeklagten wegen Volltrunkenheit zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten zu verurteilen und ihm die Untersuchungshaft anzurechnen. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnis st rase vo n zwei Monaten, abzüglich zwei Monate Untersuchungshaft, verurteilt. Strafmildernd wurde berücksichtigt, daß er nicht bestraft und Staatsfeindlichkeit ihm nicht nachzuweisen ist. ä . W K. in H. war beschuldigt, im Oktober v. I. m feinem Orte Politische Leiter beleidigt und gehässige hetzerische Redensarten gegen führende Personen des Reichs geführt zu haben. Der Anklagevertreter beantragte mit Rücksicht auf die Vorstrafen eine Ge° somtgefängnissttafe von fünf Monaten, dem Angeklagten die Untersuchungshaft aber nicht anzm rechnen, da er seine Tat nicht zugebe. Der Angeklagte wurde wegen Beleidigung und wegen Der- gehen gegen bas Heimtückengesetz zu einer G e • samtgefängnis strafe von fünf Mona- t e n verurteilt. ,J)as Kind muß Luft haben!" Aber nicht !fls Kind, sondern auch der Erwachsene. Also öffnet jsber mit Recht morgens weit bie Fenster, läßt mittags ebenso ben Kochgeruch ins Freie und bechert sich zur Nacht nochmals eine angemessene Portion frischer Luft. Gut so, jedem das Seine, immerhin, auch hierin Maß halten. Manche Frisch- üftfanatiter meinen, fie müßten nachts auch im Sinter noch bei offenem Fenster schlafen, hacken morgens mit dem Beil das Wasser in her Wasch- chale auf und manche sogar ben eingefrorenen )orfteich. Doch auch schon bie sind töricht, bie vor Tacht bie Schlafstubenfenster auch bei Frost stun- ierdang offenhalten, wahrscheinlich in der Erwar- ung, daß bie Frischluft sich da selbständig einwecken Serbe. Schnatternd kriechen sie hernach unter die überdecke. Nein, lieber Frischluftikus, so war bas richt gemeint Du scheinst mir an Kohlen Überfluß zu eiben. Heizen wir für die Welt ober für bas Haus? 3arum öffne das Fenster gut und gern ein halbes Nutzend mal am Tag, jedoch jedesmal nicht länger 1s fünf Minuten, ja in zwei Minuten ist die verbrauchte Luft ausgewechselt, und du kannst die Fenster wieder dicht machen. Wenn du bas Fenster außer ihnen weiter keiner in her Küche ist. Sie meint wohl, baß sie nun lieber von sich unb nicht von ben Jungen reben sollten, aber weil fie gerabe habet sind, strafft sie sich ein bißchen in ben Schultern unb sagt: _ . , „Ich meine nur, bas mit ben Kirschen ist doch keine Erziehung!" Hannes lacht. Hannes lacht unb steht-auf unb kommt langsam in seinen rotschwarz gestreiften Filzpantoffeln zum Herb geschlurrt. „Habe bu man erst mal Kinber, Marie, bann sprich von Erziehung." Der letzte Wiesecker „(Sandmann" aestorben. Gestern starb kurz vor Vollendung seines 82. Le- ensjahres unser Wiesecker Ortseinwohner Christian lt e ute r. Der Hingegangene war der letzte ISiesecker „Sandmann". Schon als Junge brachte r mit seinen Eltern bas Wiesecker Naturprobukt in >'•$ GLORlfl Heute Donnerstag Erstaufführung PALAST Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Aus aller Welt Staubregen in Bologna. Gedenket der hungernden Vögel! Jleufdjnee in der Schwei;. Segelschiffbrand in Kopenhagen. Zhre Vermählung geben bekannt Gymnastik. 9.15: 8: Landvolk, merf* auf! 8.10: l&fmtrfjänte Gießen, Wetzsteinstraße 6 Gießen, Ocher Straße 101 z 3 im Felde 18. Ianuar 1940 U/EDRC DRUCK SACH/’' VYCrCDC Brühl. Gio#1” Ein hervorragendes Filmwerk, das unvergessen bleiben wird! Ein Bavaria-Film nach dem Roman von Dr. Erich Ebermayer, mit CARL RADDATZ / EWALD BALSER PAULDAHLKE/HÄNSCHENPFAFF SPIELLEITUNG: HANS SCHWEIKART Eine wundervolle Dichtung in Bild und Ton! Ausgezeichnete Darsteller, unterstützt von der genialen Spielleitung Hans Schweikarts und der starken Wirkung eines unerhört fesselnden Stoffes, machen diesen Film zu einem einzigartiged Erlebnlsl Mutter turnt und spi-clt mit dem Kind: Liebe - Schwester tanz mit mir! 9.30: Schulfunk (Mittel- , stufe). Sendereihe: Kampf um Wirtschästsfreiheit. , Aus Gras wird Wolle. Hörfolge. 10: Frohe Weisen. Das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 10.50: Sportberichte. 11: Orchesterkonzert. 11.50: Mikrofon unterwegs. 12: Die Werkpause. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Mttagskonzert. Ausführung: das große Orchester des Reichssenders Hamburg. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15.45: Heimatsprache — Mutterlaut. ,,Mir Hoh- wäller". 16: Nachmittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Breslau. 17 bis 17.10: Nachrichten. 17.45: Klingende Liebesgaben des Reichssenders Frankfurt. Eine fröhliche Stunde bei und für unsere Kameraden am Westwall. In Verbindung mit der NS.-Gemeinschast „^roft durch Freude". 19.10: Nach des Tages Arbeit. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Berlin. Dazwischen 19.10: Berichte. 19.45: Politische Zeitung s- schau. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. Dazwischen 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15: Nachrichten. Samstag, 20. Januar. 6 Uhr: Morgen-gruß. 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt der Gaumusikzug Schlesien. 7 bis 7.15 Nachrichten. 8: Landvolk, merk' auf! 8.10: Gymnastik. 9.15: Deutschland — Kinderland. Brigittchen spielt und Mutti wird erzogen. Plauderei. 9.30: Schulfunk (Oberstufe). Sendereihe: „Lebendige Geschichte". Aus einem Kriegstagebuch des polnischen Feldzuges. 10: Frohe Weisen. 11: Konzert. I. Klingende und verklingende Weisen. Alte und neue Bolkslieder. II. Klaviermusik. 11.50: Stadt und Land — Hand und Hand. Unser besinnliches Wochenende. 12: Aus einem Rüstungsbetrieb: Werkskonzert. In Verbindung mit der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude". 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Mittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Breslau. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 16: Nachmittag skonzert. Es spielt das Rundfunkorchester München. 17 bis 17.10: Nachrichten. 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.25: Zum frohen Wochenende. Dazwischen 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 19.45: Politische Zeitungsschau. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. Dazwischen 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15: Nachrichten. In Kopenhagen ist der estnische Viermastsegler ,Gunn" (Heimathafen Pernau) ausgebrannt. Der Die Heeresstandortlohnstelle sucht rreinemachßvauen bei gutem Lohn und voller Tagesbeschäftigung Weitere Auskunft erteilt das Arbeitsamt Gießen, Abt. weibliche Vermittlung Wilhelm Dotier Obergefteiter In einem Infanterie-Regiment Anneliese Dotier, geb. Lesch Höchste Prädikate: Hflnstl.besonders wertvoll/Kulturell wertvoll Kulturfilm und Ufa-Ton-Woche Anfangszeiten: Wochentags 4. 6, 8.30 Uhr - Sonntags 3, 5.30, 8 30 Uhr Kettige Sschias Herr Otto Weber, Dreher, Beo lin-Lchoneberg, Franz-Kopp, Straße 73, schreibt am 12.11.89: Achtung Schwerhörige! Auch Sie können sich jetzt den Genuß eines Tonfilms verschaffen durch unsere neue Anlage für Schwerhörige in dem Gloria-Palast 261 A Ein merkwürdiges Naturereignis hat sich in . , --------— zu- in seinen Voraussetzungen bescheidener, darum für die große Mehrheit der Eisläufer fast die einzige Möglichkeit, sich wettkämpferisch zu betätigen. Sicherheit auf Schlittschuhen, kraftvoller und reiner Abstoß, dazu eine körperliche Verfassung, wie sie der Sportgeübte aus der Leichtathletik, den Mannschaftsspielen usw. mitbringt, und aus dem gewöhnlichen Schlittschuhläufer, der auf der Eisbahn nur kreuz und quer läuft und eigentlich nicht recht weiß, woran er seine Kunst erproben soll, wird der Schnelläufer. So ganz ohne Hebung geht es freilich hier nicht. Von den harten, oft springenden, im Abstoß stolpernden Schritten des Anfängers bis zu den schwingenden, zügig gleitenden Bewegungen des Geübteren muß schon manche Runde zurückgelegt werden, um Nicht nur die Technik zu erarbeiten, sondern auch der Stoppuhr einige Sekunden abzuringen. Auch diese Möglichkeit, die Leistung stets genau zu messen und damit einen Maßstab für die gemachten Fortschritte zu bekonnnen, ist für viele ein Anreiz, sich in dieser Leibesübung zu versuchen. Die Krone jeder sportlichen Betätigung rst der Wettkampf. Der Eisschnellauf aber ist für Gegenden, die nur mit einer begrenzten Zahl von Eistagen zu rechnen haben, die natürlichste und einfachste Form des Wettkampfs auf Schlittschuhen. Natürlich hat der Schnellauf auch eine besondere Form von Schlittschuhen entwickelt, die für den Anfang allerdings ohne weiteres zu entbehren sind. Größte Leichtigkeit, Kufen so schmal wie ein Messerrücken und fast doppelt so lang wie bei gewöhnlichen Schlittschuhen, um eine breitere Fläche dem Abstoß zu bieten, diese Eigenschaften ermöglichen es dem Schnelläufer, schon gehörig „Dampf" hinter seine Fahrt zu setzen. Die Jugend hat in diesem Winter schon ausgiebig dem Eislauf gehuldigt, und sie hat auch den Wettkampfgedanken im Schnellauf sofort erfaßt. Manche mehr oder weniger schnelle Runde ist so in den letzten Tagen schon gedreht worden. Rundfunkprogramm Freitag, 19. Januar: Wolkenbruch vernichtet eine libysche Lingeborenensiedlung. Im Gebiet von Fessan in der Libyschen Wüste ist ein Wolkenbruch niedergegangen, der in Der schäft Mursuk große Verheerungen anrichtete. -Der Untergrund, auf dem die Eingeborenensiedlung, meist Lehmhütten, stand, wurde ausgewaschen, |o daß di- ganze Ortschaft z«rst°rt wurde. Auch das Gemeindehaus, die italienische Armee schule und der Sitz des dortigen Kommandos wurden schwer beschädigt. Fünf Eingeborene sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Änhlreiche Vieh wurde verschüttet. Generalgouoerneur -oalbo hat sich selbst nach Mursuk begeben um die Hilfsmaßnahmen zu überwachen. Er ordnete den Wie- derausbau der Ortschaft in unmittelbarer Nahe aus tragfähigerem Boden an. WWWß möglichst auch in Bilanz-Aut' Haltung erfahren, zum fofotti^1 Eintritt gesucht. Schrift!. Bewerbungen mitLebe^M lauf, Zeugnisabschriften U.2W6 der Gehaltsansvrüche erbeten < Mnnesmannröhren-M Abt. Bergverwaltung, GicW- 6 Uhr: Morgengruß. 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Ausführung: Das Rhein- Mcrinischen Landesorchester. 7 bis 7.15: Nachrichten. Schr. Ang. unt. 282D a. d.G.A. Junge Dame sucht zum 1. 2. oder 15. 2. I bis 1 gilt mit fiel. Preis bis. zu 50 Mt. Schriftliche Angebote unt. 0171 an den Gießener Anzeiger. „13 Wochen lag ich fest an Ischias und sollte ins Krankenhaus. Da nahm ich Trineral-Oval« tabletten. Ich bin von dem Tage an arbeit« gegangen. Nahm immer bei heftigen Schmerz«: Trineral-Ovaltabletten. Nun ist das Leiden W schwunden, und ich kann jedem in solchen Fäll«' nur Trineral-Ovaltabletten empfehlen." Bei allen Erkältungskrankheiten, Grippe, Rheni« Ischias, Nerven- u. Kopfschmerzen haben sich die hochmik- samen Trineral-Ovaltabletten bestens bewährt, fiehu unangenehmen Nebenwirkungen auch bei Magen-, He»' oder Tarmempfindlichkeit. Machen auch Sie einen S8«4 such! Packung 20 Tabletten nnt 79 Pfg. In etM Avoth. erhältlich oder durch Trtneral GmbH., München^.' -■---=1 Bologna und Umgebung vor einigen Tagen qetraqen, und am Mittwoch wiedrchE. Es handelt sich um eine Art feinen Staubreg en, durch welchen sechs von den sieben über Land führenden Hochspannungsleitungen außer Betrieb gesetzt wurden, so daß Bologna gänzlich ohne Licht und Betriebsstrom blieb. Mehrere große Fabriken mußten die Arbeit einstellen. Die elektrischen Eisenbahnlinien nach Florenz und nach Ancona erlitten starke Verspätungen, während der Verkeyr auf der Kleinbahn nach Vignola vollständig still lag. Besonders unangenehm für die Bevölkerung von Bologna ist das Versagen der Wasserver- sorgung in den hoher gelegenen Teilen der Stadt. Man nimmt an, daß der Staub eine Folge der Bora ist, des Nordwinds, der tn der vergangenen Woche in Trieft und an der oberen Adria herrschte. Die Staub- und Salzteilchen überzogen die Isolatoren der Hochspannungsleitungen, wodurch der elektrische Strom zur Erde abgeleitet wurde. Zahlreiche Arbeiterkglonnen sind damit beschäftigt, die Isolatoren wieder zu säubern. Die Wache hatte das Schiff verlassen und kehch J erst zurück, als die „Gunn" bereits m Hellen Floy. 1 men stand. Trotz der Bemühungen der Hascnfeue:. wehren war das Schiff nicht mehr zu retten. Großer Erfolg Emmy Leisners in Oslo. In dem größten und schönsten Konzertsaal vcit Oslo, der Universitätsaula, gab die deutsche Sänge» rin Emmy Leisner ein Gesangskonzert, dem dr deutsche Gesandte Dr. Bräuer, zahlreiche Mitglir. der der deutschen Gesandtschaft und der deutsche Kolonie sowie Hunderte von Norwegern beiwohn. ; ten. Die Begeisterung über die hohe Kunst Enmy । Leisners steigerte sich zum Schluß des Konzertes io | sehr, daß die Künstlerin zu zahlreichen Zugaben; geradezu gezwungen wurde. Die Presse nennt j Emmy Leisner eine Königin des Gesangs, deren i Kunst heute, wenn dies überhaupt möglich sei, noch größer sei als je zuvor. Reuer Bergfried über dem Wesertal. Ein Jahrhunderte altes Denkmal an der mittleren Weser soll in neuem Glanze erstehen. Der Kryg Herford betreut bei Vloto den Amtsh ausberg und feine Burganlagen, die für die Geschich? ravensbergischer Landschaft immer wieder Dani überragender Bedeutung gewesen find. Hier sollen geschlechteralte Bauten und Anlagen als bereite1 Zeugen der Geschichte wieder erstehen. Die bereits vor einiger Zeit begonnene Arbeit wird auch in her; Kriegszeit fortgesetzt. Ein markanter Punkt ist durch i den Abbruch eines wenig gelungenen Bismarck- tu ans erreicht worden. An seiner Stelle wird in Zukunft ein mächtiger Bergfried Wacht über bet' Weser halten. $rantfurfer Schlachtvießmarkt. Frankfurt a. M., 18. Jan. (Vorbericht.) Der heutige Hauptmarkt für Großvieh und Nebenmarkt für Kälber und Schweine war ausreichend beschickt und nahm einen lebhaften Verlauf. Für je 50 kg Lebendgewicht wurden etwa be.zahlt: Ochsen 37,5 bis 46,5 RM., Bullen 34 bis 44,5, Kühe 16 bis 44,5, Färsen 28 bis 45,5, Kälber 28 bis 65, Hammel 35 bis 51, Schafe 28 bis 44, Schweine 49,5 bis 55,5 Ä Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) C. Sch., Gießen. Nach den landesrechllichen Ae. ftimmungen ist das Wassergeld eines Hauses nach der Hohe der jeweiligen Friedensmiete umzulegen. Als Friedensmiete gilt der Mietpreis, der am l.Qull 1914 bezahlt wurde. Für Untermiete-Verhaltnisse bc- steht hinsichtlich der Kosten des Wasserverbrauchs keine gesetzliche Regelung. Es dürfte sich hierfür ernt freie Vereinbarung zwischen den beteiligten Parteien in der Weise empfehlen, daß die Wasserverbrauchs- koften des jeweiligen Wohnungsinhabers zwischen dem Vermieter und dem Untermieter entsprechend der KopfZahl anteilmäßig umgelegt werden. Städten am späten Nachmittag und verursachte Glatteis, das in den Abendstunden viele Opfer gefordert hat. Für das Gebirge ist bie Parole „Lawinengefahr" ausgegeben worden. Die Neujchneedecke, die auf den schon verharschten Schnee heruntergegangen ist, bringt allenthalben Lebe gefahr mit sich. Kinderschuhe werden umgetauscht. NSG. In einigen Kreisen des Gaues Hessen- Nassau wurden bereits vor einigen Wochen Auslauschstellen für Kinderschuhe eingerichtet. Jede Mutter weiß, daß die Kleinen ihre Schuhe oft nicht ganz auftragen, bevor sie ihnen zu klein werden. Die Anregung der NS.-Frauenschaft, Stellen einzurichten, in denen gegen Abgabe von schuhen eine größere Nummer eingetauscht werden kann, ist daher große Freude begegnet. Je eifriger die Stelle benutzt wird, desto großer kann jeder Wunsch befriedigt werden, denn um so großer ist auch der Vorrat an austauschbaren Schuhen. Selbstverständlich muß jeder Schuh möglichst in gutem Zustande, b. h. besohlt abgeliefert werden. Fehlt einmal eine Nummer, die nicht gleich ausgegeben wird, dann wird sich die Mutter gern einige Tage gedulden, bis die gewünschte Größe wieder ein gegangen ist. Da diese Einrichtung der NS.-Frauenschäft—Deutsches Frauenwerk einem wirklichen Bedürfnis entgegenkommt und mandjen Bezugschein zu ersparen vermag, gehen nach und nach alle Kreise dazu über, solche Austcvuschstellen zu eröffnen. Auskunft erteilen die Dienststellen der NS.-Frauenschast—Deutsches Frauenwerk. Zugend-Mannsckasts-Echnellaufen auf der Gießener Eisbahn. In Fortführung der Bestrebungen, in Gießen dem Eisschnellauf den Boden zu bereiten und ihm weiteren Antrieb zu geben, soll am kommenden Sonntag ein Jugend-M a nnschafts" Schnell- laufen durchgeführt werden. Während der Kunstlauf neben einer längeren Eisperiode, die ein sorgfältiges Training ermöglicht, auch die ständige Anleitung des Lehrers verlangt, um es zu wettkampfmäßigen Leistungen zu bringen, ist der Schnellauf Die ganze Schweiz liegt seit Mittwoch unter einer Neuschneedecke von 30 bis 40 Zentimeter. In den Hochalpen herrschten schwere Schnee stürme; „vyunu —p—— efbft an der schweizerischen Riviera, in Montreux Segler lag mit anderen Holzseglern irn Hafen ver- und Glion, herrschte zeitweise ein Schneesturm, der ankert. Die Mannschaft war abgeheuert worden, den Verkehr auf den Straßen für kurze Zeit lahm- und das Schiff der Obhut einer Bordwache unter- leqte Infolge der gleichzeitig ansteigenden Tempe- stellt. Der Brand entstand in den Abendstunden raturen schmolz der Schnee zum Teil in den großen durch Ueberheizen eines Ofens in der Schisfskajute. Treibeisgefahr in dänischen Gewässern. Mittwoch hat sich der Oere-Sund mit Treibeis ge- füllt Auch im südlichen Teil des Großen Belts ist das erste Treibeis festgestellt worden. Die Passage bei Marstal ist für die Schiffahrt bereits geschlossen. Mehrere Schiffe sind im Eis eingefroren Die Eisbrecher der dänischen Marine können keine Hilfe bringen, da das Wasser zu flach ist. Der Kopenhagener Hafen ist ebenfalls mit Treibeis gefüllt. Eisbrecher mußten bereits eingreifen, um verschiedene Dampfer frei zu machen. Die Suche^nach treibenden Minen in den Gewässern um die Schärfelder, vor allem aud) in der Koge- und der Fakse-Bucht, mutzte eingestellt werden. Die größten Schwierigkeiten für die Schiffahrt bestehen im Limfjord- und im Oere- Sund. Der westliche Teil des Limfjord und vor allem der Agger-Sund sind völlig zugefro- ren, so daß'Post und Güter über das drei Meter dicke Eis im Schlitten befördert werden können. Als ganz ungewöhnlich wird endlick) die Eisbildung an der w e ft j ü t i s ch e n K ü st e gemeldet, wo in der Iammerbucht die Nordsee zum ersten Male seit Jahren über drei Kilometer hinaus ins offene Meer mit Packeis bedeckt ist. Der Fischfang mußte eingestellt werden. Von Südholland werden schwere Eisstauungen bei Errindlev berichtet, die die im Hafen liegenden Boote verguetschten und sich bis auf die Krone des Sturmflutdeiches hinaufschoben, was seit den Sturmfluten von 1872 nicht mehr geschehen ist. Rekordkätte an der schwebischnorwegifchen Grenze, lllinus 48 Grad. In Telnesset im Gebirge an der schwedisch-norwe- chschen Grenze fiel das Thermometer am Dienstag bis weit unter den Gefrierpmikt des Quecksilbers. Mit Hilfe eines Spiritusthermometers wurden minus 48 Grad gemessen, was wohl den diesjährigen europäischen Rekord darstellen dürfte. Das Vieh in den Ställen schüttelte sich vor Kälte. Bei Trondheim mußten die Bauern aus Säcken Mäntel für die Kühe nähen. In Stockholm sank die Temperatur in der Nacht auf Dienstag bis zu 20 Grad unter Null. Das ist die tiefste Temperatur, die in Stockholm feit 1893 gemef = e n wurde. Den Rekord hot bisher das Jahr 1814 in dem am 20. Januar minus 32 Grad registriert wurden. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinan» -eigen in dieHei- matzeitung, den BießenerAnxeige» | Mietgesuche") 3-Mmioer- Wolimg Bahnhofsnähe, für sofort gesucht Liebigstr. 86 in Große 3-4 - Zimm.- Wohnung sofort ob. später gesucht. Schrrftl. Angeb. unter 0180 an b. Gieß. Anzeiger. 2Zimmer mit Küche z.mietengesucht. Gesucht IflofmiüolMIeOflliig für Grotzhanblung. Eintritt 1. 4. 40 evtl, sofort. Eindellung über Arbeitsamt. Angebote, unter 286V burch bie Geschäftsstelle des Gieß. Anzeig. Intelüg.Fräulein 5ur Mithilfe im Laben unb Büro gemdit. 280d Pieiüerscbe Universiläls-Bochhanillfi. 1 Lalltorstraße 21. Tüchtiges erfahrenes, auch älteres Mättn bas kochen kann unb in ber Lage ist, einen Haushalt selbständig zu führen, baldigst gesucht. Weigeret Dail Neustadt 11 Tel. 3442. 242D Tüchtiges MM sofort gesucht. Tanzschule Bäulke. ,78v Stellenangebote leine zeuamsse in Urschrift cm Dem tnn Z ea gnM aWdirlften Dem Be- vDetbunglldimtben bei* legen > — Stditbilbei unöiBeroetbun isuntet* tgen muffen