% in' .iQj nb 'eich: Anzeiger für Oberhessen irbcrf 'm in Muv; rdeni M ch der überraschend große Prozentsatz des Iuden- ms kommt. In Kanada ist der Stamm der Fran- Kapitänleutnant Kretschmer. — (Scherl-M.) dchsrii neben i i-hA« tturtu Wieder schlendern wir durch die Unterkünfte. Dies alles ist also aus dem Nichts erschafsenk Und dabei fünftausend Reparaturen in einem Vier« teljahr! Und schließlich wird noch die Küche, der selbstgebaute Speisesaal, die Speisekammer inspiziert. Wie wird unseren Männern von der Lahn die ^Nachdruck, auch mit Quellenangabe. verboten.) Lissabon, tm Dezember 1940. ßn diesem Kriege kommen, da Indien aus» fjit, als Reservoir für die englische Mutterinsel nur jkinada, Australie n und Neuseeland in Nrracht. Südafrika schon weniger, da die be- kannte Abneigung der Duren gegen England im Erlaufe dieses Krieges immer stärker hervortrat ult) die „smutzigen" Manieren ihres Ministerpräsi- hinten zur offenen Spaltung geführt haben Nur Atiodesien wird immer wieder in den englischen lch btfd f gebiK] leben k] nityn n enhauiitl tekn 6-, RaM: fast mi NnM ilcher st sen, der heute noch rund ein Viertel der Kanadier i9mad)t ein Fremdkörper geblieben. Die französi- >en Kanadier sind sehr fromm; sie sind fintier- kicher als die übrige Bevölkerung, und sie wohnen !> meist in Dörfern oder kleinen Städten zusammen, >er auch Montreal, die BerHn, 16 Dez. (D71B.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der soeben von Zeindfahrt zurückgekehrle ftapi- ffin'eufnant Kretschmer meMpt o.c, (trrebns hic Versenkung von 34 935 BRT. Damit hat diesxr Offhipr m t einer fOpiamrüertefifuu sinter von 252 100 BRT als erster Unterseebootskomman. baut die 2 5 0 OOOTonnen-Grenze überschritten. In dieser Gesamtsumme sind drei Hilfskreuzer und der britische Zerstörer „Daring" enthalten. OaS JRitferfreua für verdienstvollen tl-Booikommandrtlich sind ldie mit geheimnisvollen Schlüsselbünden heraneilen), öffnen sich und zeigen ihren Inbolt Man wird an die oielfältige Instrumenteniammlung eines berühmten Chirurgen erinnert Nacb dieser Parade von Instrumenten aller Art und jeder Anwendung nach der Revue aller möglichen Ersatzteile die zum Teil aus französischen Beständen (Beute') ergänzt wurden, treten wir dann in die Riesenhalle wo die Autoschlosser werken, hier wird in sorgsamer Abgrenzung zur Arbeit des ZZEE-KA-P die wichtigste Arbeit am reparaturbedürftigen Auto geleistet. ür bit$ i ntnp Ä HW Ing . °riil l QU|j ’M In N; Rujfii n Stobi r । faW erres» 1 icfenen I rteibigic-'’ llt M MAs^ tanältL? - Spuren C; peilt b*(= jorten »• % Qiitn Jrübrt werden, keine Rolle. Ganz Kanada hat kapp 11.5 Millionen Einwohner, also etwas mehr ab Belgien; Australien mit Neuseeland htt 8 Millionen weiße Einwohner, also etwa so 1 ?! wie Holland; und die Südafrikanische 1 n i o n weist etwa 8 Millionen Einwohner auf, tfügnW ■ *3 , deiw' 'S- >n “JWj ' Hin 'W Uber j aW haben P ird?' t w )it ■r M en(Nj usfiM ! inb^ sten< teint^ Hilfe im Empire? ^on unterem (S.rSerichfentdtter. tlnnnbmr von Üntein« füi tue i)iittan»numiiiet htftX'/.Hbr heötflormitmaS Ännrmen^rriif flnAeiuemeil 7 Not ie mm bpi 22 .^cilenhreite» tenteil SO tHot ie mm bei 70 mir .Hcilenbreitt Narbläsie: fUteberbohmg Oinlftn^ell AbsrtilüsieMennennnnel» t 25'mehr Bei oberhefsischen Soldaten in Südfrankreich. Fünftausend Reparaturen im Vierteljahr. — Gang durch die Werksiattkompanie. — Oberhessische Soldaten bilden sich im Beruf weiter.—Kompanie schafft eine vorbildliche Siedlung. Don Kriegsberichter Dr. Pau' Gerhardt Dippel. vor liai *11 tbnlin ‘ W t, dir s ®örh o I ii ich »16 ' olksturn verlorengegangen find. Run ist es bezeichnend, daß der Hang zur e r st ä d t e r u n g , der sich auf der englischen iutterinfel so stark bemerkbar macht, von diesen ominions nachgeahmt wurde. In Kanada wohnt st die Hälfte der Menschen auf einem Raum im ten, der nur etwa 3 v. h. der Gesamtfläche aus- »acht Der Anteil der Landbevölkerung zur Gesamt- völkerung beträgt letzt nur 46,3 v h Noch schlim- »er sind aber die Verhältnisse in Australien und 5eusüdwales In diesem weiten Raum waren allein In handel und Geldwesen nicht viel weniger als r der Landwirtschaft beschäftigt, nämlich nach der olkszählung von 1931: 451 172 gegen 547 787 in >r Land-, Vieh- und Milchwirtschaft, während in r Industrie jedoch 866 171 Personen tätig waren, [lein in den Städten Australiens und Neusüdwales foen 3055 964 Menschen bei einer Gesamtbevölke- tng von 6 629 839 Köpfen In Neusüdwales woh° in sogar 56 v. h. der Gesamtbevölkerung in der saßt, hat fein eigenes Buch. Und weiß Gott: als wir die Summe der Reparaturen in beiden Büchern feststellen und miteinander vergleichen, sind es haar- genau dieselben. Wir sind nicht wenig verwundert über diesen Zufall, der dem lächelnden Kompanie» chef die Sprache oerschläat. „Solch ein sonderbarer Zufall, in beiden Zugbüchern jedesmal genau 2435 Reparatureinträge!" Das wären also summa sum- marum fünftausend Autoreparaturen »n noch nicht einem Vierte ljahr. Donner- weiter! Diese Zahl will uns nicht aus dem Kopfe, als wir die feine und zum Teil überaus komplizierte Arbeit all dieser hessischen Männer in Augenschein nehmen. Und dabei noch eine ganze und solide Arbeit beim Bau einer regelrechten Arbeitssiedlung Abermals: Donnerwetter' Wir besichtigen die Waffenmeisterei. Der Waffenmeisterzug belfert hier Geschütze und Gewehre aller Art aus. Handgranaten und Beute- MGs. werden überprüft Dann qeht's zur Tischlerei (sie hatte in den letzten Monaten besonders Diel zu tun!), zur Sattlerei, zur Polsteret. Alles machen sich diese hessischen Jungen neben ihrer für die fachliche Arbeit notwendigen und erforderlichen Sonderleistung selbst Wir nehmen die eigene Tan kstelle in Augenschein und das Gummilager das für die Bereifung der Autos sorgen soll Wir sehen dann die Ladestation die es gestattet, über Stromstärken aller Art zu ver- fügen Ein besonders bearhiensmertes Maichnen- aaqreqat gestattet der mit 27 Wagen ausgerüsteten Werkstattkompanie bei jedem beliebigen Wetter ihre Hier surren die Schweißapparate, und französische Kabeln vermitteln die elektrische Leitung, hier ist Öütn der Operationsjaal die,er deustch n linik auf französischem Boden. Und der „Chefarzt" selbst erzählt, welche rem pädagogische Arvett mit seinen Männern neben der technischen Arbeit und militärischen Ausbildung geleistet wird. „Sehen Sie", so meint er, „oieie meiner Männer sind überhaupt gar keine Autotechniker. Tlandje stecken in ganz anderen Berufen Etliche sind Schlos- ser, aber keine Autoschlosser. Da setzt nun eine B e. russerziehungsarbeit im Dienste an unterem motorisierten Deutschland ein, die für den einzelnen wichtige Ergebnisse hat. Viele lernen Dinge, die ihnen fürs ganze Leben nutzen. Und wo hat denn der Autoschlosser Gelegenheit, die Arbeit in solcher Vielgestaltigkeit und spezialisierten Ein. zeltätigkeit kennenzulernen als bei uns in der Werk- stattkompanie, die alle anfallenden Arbeiten aus dem Bereiche einer Division ausführt!? Neben unserer Spezialarbeit und unserem soldatischen Dasein sehe ich in dieser Tatsache mit den Hauptsinn unseres Wirkens und unserer Tätigkeit Und deshalb möchte ich es allen Kompanieangehörigen so nett wie möglich machen. Aber sie müssen sich ihr Dach über hem Kops selbst zimmern und ihre Annehmlichkeiten selbst erarbeiten!* W^qen und Reparaturen eingetragen und katalogmäßig erfaßt, die durch die Hände und Schweißapparate dieser unserer Werkstattkompanie wandern I Jeder von den beiden Zügen, die die Kompanie um» in Reih und Glied auf die Tische. „Letzt bauen wir noch einen Schießstand" schließt der Kompaniechef seine Besichtigung. Und wir betreten den großzügigen, mit allen Schikanen erbauten Schießplatz. Plötzlich blinzelt der Spieß, der uns bei der Besichtigung durch den Kompaniechef begleitet hat. Er strahlt über's ganze Gesicht. .^)ch mufc Ihnen jetzt noch was ganz Besonbere, zeigen!* Er geleitet uns zu einem geheimnisvollen Brettervorfchlag. Zwei riesige Schweine qrunzen uns an. Sie schnuppern sich mit ihren Rüsseln zutraulich heran. Und wieder rufen wir im Geiste: Donnerwetter! „Das eine davon gibt es Weihnachten, das andere wird im Februar geschlachtet. Dann gibt es hessisches Schlachtfest?*, beichtet uns vertrauensvoll der Spieß, ehe wir gehen. PK. Als wir das Riesengelände betreten, das die Werkstattkompanie am Saume ber fübfran- zöjijchen Stadt vor rund einem Vierteljahr bezog, schallt uns zugleich hessischer Dialekt entgegen Allüberall begleitet das Rattern der Mo- tore und der Apparate der unverkennbare Dialekt des Landes an der Lahn. Aber es wird deshalb nicht weniger geschafft in dieser Werkstattkompanie, die in den hallen und Schuppen eines großen Flugplatzes liegt „Das hätten Sie mal o ar einem Vierteljahr sehen müssen, als wir hier einzogen?*, meint der Kompaniechef, der uns durch die weitverzweigten Anlagen dieser Siedlung von Unterkünften, Werkstätten und Arbeitswagen führt. „Diese paar dürftigen Schuppen fanden wir vor, als wir uns hier häuslich niederlieben Und seither haben wir gebaut, uns vergrößert, unseren Arbeitsbetrieb vervollkommnet und jo heimisch eingerichtet, daß wir uns beinahe so wie zu Hause an der Lahn fühlen können?" Es ist ein emsiges Werken auf dem gesamten Gelände Seine eigenen Leute aus Marburg, Gießen, Cölbe und Biedenkopf kennt der Kompaniechef natürlich am Schnürchen, freut sich bei der Besichtigung darüber, daß der Hannes inzwischen sein tadellos sauberes Quartier mit den Emblemen des Großdeutschen Reiches weiter ausgemalt hat, daß im Zimmer des Unteroffiziers der Ofen nicht mehr raucht, und daß die felbftangelegten Dufchräume gerade wieder einmal warmes Wasser spenden. Man meint, diese Werkstattkompanie habe sich auf Jahre hier einrichten wollen, so solide, großzügig und gründlich ist alles gebaut und eingerichtet. „3a, das haben meine Männer alles außer ihrer regulären Arbeit beinahe nebenher geschaffen!" berichtet der Kompaniechef Und was hatten wir in dem vergangenen Vierteljahr zu tun!" Man bestaunt dabei die Grünblich- keit und den Eifer, mit denen die reparaturbedürftigen LKW.s und PKW.s hier wieder instandgesetzt werden. ..Wir haben so lange Monate sowohl beim Bormarsch als auch während des vorhergehenden Winters kein Dach über dem Kopf gehabt, daß wir es uns ietzt wirklich mal ein bißchen heimisch machen dürfen * Und aus jeder Ecke blitzt einem eine echt hessische Sauberkeit an Wir treten in einen Wagen, der auf dem Vor- - marsch als Schreib st ube diente. Jetzt ist er , eine Art Wache. Und gleichzeitig werden hier die 252100 BRT. versenkt. Kapitänleutnant Kretschmer der erfolgreichste deutsche U-Bootskommandant Arbeit Nach der Autowerkstatt und der Schmiede^, —... Vvn ^U1/n vic mit ihren Schraubstöcken und ihren elektrischen Ein» Mahlzeit, eingenommen nicht weit ab von der zelantrieben steigen wir die Leiter zu dem drei- s Demarkationslinie, munden! Der Koch schmunzelt, achsigen Werkstattwagen herauf Ein Wun-s Einige Männer stellen die „Dipperchen" zum Essen derwerk der Technik Don den Drehbänken bis zu ' m v “ ' " "" ' t" ' |<0.3al)rgang Rr.298 • Ab 9 Dienstag. 17. Dezember MV W GiejenerAnzeiger itijl iki einzelnen Wummern General-Anzeiger für Gberhefjen -srsssr I Jo fast ebensoviel wie die Niederlande, aber 1 firunter sind nur knapp 2 Millionen Weiße, die I ft) übrigens wieder in Buren und Briten teilen, urb zwar in das prozentuale Verhältnis der Buren ! m den eingewanderten Briten etwa 67:33? Untersucht man die Herkunft der Empire-Bevöl- ung genauer, so kommt man zu dem überraschen- f] n Ergebnis, daß die Engländer nur etwa Die ,l älfte der Eingewanderten stellten, in Südafrika ii ch weniger. Die anderen Dominionsie-dler sind ! ichkommen von Niederländern, Franzosen, Deut- ! jen, Dänen, Schweden, Norwegern usw., wozu die Frage ventiliert wird, wie lange die Dominions noch ihre m England aufgenommenen Kredite verzinsen können Das ist eine sehr kitzlige Frage; denn 60 o. h aller britischen Ausländsanleihen arbeiten in den Dominions davon 500 Millionen Pfund Sterling in Australien. 146 Millionen in Neuseeland 443 Millionen in Kanada und 228 Millionen in Südafrika und Rhodesien. Im Jahre 1935 hielt in Melbourne ' der Vorsitzende der „British Medical Association", Sir Raphael C l i n t o eine Rede, in der er sagte, die australische fei nur ein Mondscheinwiderglanz der europäischen Kultur, niemals werde dieses dünnbevölkerte Land aus eigener Kraft bestehen können, und für Kanada gelte dasselbe. Der Dominien- Minister Englands ist wirklich, wie man ihn genannt hat, ein „Minister der leeren Länder" und da aus Nichts nicht die erforderliche Hilfe für England kommen kann, ist auch die letzte Hoffnung vereitelt, Deutschland, das größte Industrieland der Welt, mit einer geeinten und diese W"ltentscheidunq mit klarem Bewußtsein und gesammelter Kraft durchfecktendep Bevölkerung, zu besiegen ober auch nur auf seinem Frecheitsweg auszuhalten. das Beitrag für Englands Kriest fei einfach erbarm- lieh Der liberale Abgeordnete für Quebeck C 1 ax - ton. warnte davor, britischer als die Briten zu fein denn abstammungsgcmäß feien die Kanadier nur zu einem Bruchteil Briten Der Ministerpräsident Mackenzie King konnte nichts anderes antworten als- „Die Lage ist wirklich ernst." Die landwirtschaftlichen Ueberfchüsje Kanadas, australiiche ober vielmehr neuseelänbifche Butter, Wolle, Weizen unb Eier kommen an bie britische Insel nicht heran Die beutschen U-Boote halten Wacht? Damit vergrößert sich aber ganz folgerichtig bie Not berer, bie auf ben Absatz biefer Waren angewiesen finb. unb bie australischen Versuche, x B burch eine Umiatz- steuer von 5 o. h sowie durch Steuererhöhungen wenigstens bie bringenbften Sorgen zu verscheuchen, machten bei ber Bevölkerung böses Blut. Es ist so weit gekommen, baß in Finanzkreisen ernsthaft England unter Offensivzwana. In Norbwestägypten tobt feit ungefähr einer Woche eine schwere Schlacht Informationsmini- fterium unb Presse in Englanb zeigen sich gerabezu von einem Albbruck erlöst; enblich einmal etwas anderes als nur bieje bauernben katastrophalen Bombenangriffe auf Englanbs Rüftunaszentralen, endlich einmal etwas anderes als diese täglichen vier- bis fünfstelligen Zahlen über Versenkungen, endlich einmal Nachrichten von einem anderen Kriegsschauplatz als nur immer England und Atlantik. Man überleb sich in London anscheinend gar nicht, welche Blöße man sich mit diesen mavlojen Uebertreibungen über die Schlacht in West-Aegypten gibt. Der Blinde fühlt es mit dem Krückstock, unter welch einem unerträglichen äußeren und dementsprechend inneren Druck England in diesen Monaten gestanden hat. Während früher sich bie Mei- nung bes englischen Publikums in gelegentlichen Briesen an ihre Zeitungen mit den verschiedensten Wünschen hinsichtlich der Kriegführung äußerte, hat sich das in den letzten Wochen zu einer immer stärkeren Welle der offenen Kritik unb Unzufrieben- heit oerbichtet Wir erinnern an bie schonungslosen Vorwürfe gegen bie britische Kriegführung, bie sich schließlich auch große englische Blätter zu eigen machten; wir erinnern an die immer dringlicher unb zahlreicher werbenben Anfragen im Parlament, an bie zahlreichen Slnfürtbigungen einer großen Offensive gegen Deutschlanb, ja sogar einer Landung auf dem Festlande, wir erinnern an die serienweise Absetzung auf den Posten der höchsten eng« lischen Kommandierenden in Landheer, Luftwaffe und Flotte. Dieser innere Druck verstärkte sich ständig dadurch, daß auf jede Londoner propagandistische Großmäuligkeit noch immer prompt ein besonders schwerer Schlag durch bie beutsche Luftwaffe ober Marine folgte. Als alles nichts mehr half, als auch bie von Churchill liebevoll geförber- ten öffentlichen Angriffe gegen englische Wehrmachtsteile unb ihre Kommanbeure ober gegen bissen unb jenen Minister kein ausreichenbes Ventil mehr boten, da ließ die Londoner Regierung mitteilen, nunmehr befasse sich Churchill persönlich mit den Erwägungen über die wirksame Bekämpfung vor allem ber U-Bootgesahr unb ber ungeheuren Schiffsverluste mit ihrer beängftigenben Beeinträchtigung ber englischen Versorgung Natürlich war auch das ein Versager. Wann hätte je ein militärischer Scharlatan unb noch dazu ein Man von so anrüchiger politischer Vergangenheit, ein Mann, ben noch sein Vorgänger als einen Narren bezeichnet hatte, ein großes Reich in keiner , schwersten Krise retten können' Soviel hatte man in Conbon ja :chon vor Monaten erkannt, daß in Europa nirgenbwo ein Punkt war, an bem man ben Versuch eines Angriffes gegen die Achse ansetzen konnte Griechenland war ein viel zu heikles Feld; i ftopaganbamelbungen über die fabelhafte Unter- Artz Atzung des Empire erwähnt, aber in ganz Rho- ie jip Wien leben zwar 3,2 Millionen Menschen, aber ' - einige zehntausend Weiße? Ueberhaupt macht hn^. Wn sich von ber Bevölkerung biefer Dominions «jnz falsche Vorstellungen. Sie spielt im Verhältnis zu ben Massen, bie in Europa birekt vom Kriege hauptstabt? Churchills Bluff, baß Großbritannien notfalls , Im Krieg mit Hilfe bes Empire fort- setzen könne, auch wenn bie Briteninfeln selbst j U rloren seien, findet also schon in der geopolitischen I Jtruftur ber wirklich für England in Betracht kom- । »enden Staaten seine Grenzen. Und bie mit so i orofcen Hoffnungen einberufene Konferenz ber । lominien in Delhi enbete mit einem glatten St’fjerfolg. Inbien fiel gänzlich aus Was ber irglische Historiker Seeley einst gesagt, baß Inen burch Indier selbst unter Führung von Eng- enbern unterworfen wurde, hat bie Indier dazu eroogen, heute keine Truppen chehr zu stellen. Die erhaftungen der nationalen Inder haben schwere .Sorgen gezeitigt, jedenfalls aber bieses reichste Seiet für bie Kriegsversorgung völlig ausfallen lasse» Unb bie anberen Dominien? Australien er» rügte im Jahre 1938 nach englischen Statistiken 17 Millionen Tonnen Rohstahl und Roheisen: ianaba ebensoviel; Sübafrika nur 0,4 Mil- vnen Tonnen Das finb also zusammen nur 2,38 Mionen Tonnen. Unb bas ist mieberum ein Dritte ber Gesamtproduktion der kleinen, kaum 300 000 Cinmohner zählenben Luxemburg. Es ist also ganz !ar, baß bie Roheisen- unb Stahlerzeugung im Empire nicht einmal ben eigenen Bedarf decken hnn, geschweige benn, baß beroon Tanks unb Ka° tonenrohre usw. gefertigt werden könnten, wie bie englische Presse ber Welt vorzulügen wagt. Die wem- pn Werke lassen sich auch nicht von heute auf borgen umstellen. Als Schiffsbauer kommen bieje Dominien ebenfalls nicht in Frage Australien ist künkuhrlanb, Kanaba ebenfalls, und Südamerika fallt für England ganz aus Alle Behauptungen der englischen Propaganda von den reichen unb unerschöpflichen Hilfsquellen bes Empire fallen also in sich zusammen Seit einigen Wochen ist es in fc cf er prekären Frage in ber englischen Presse kehr füll geworben. . .. Im Gegenteil: die Folgen dieses Kneges tre fen i:e englischen Dominions sehr schwer. Australien inb Kanaba sind zu Steuererhöhungen ubergegam $en, bie Probuktion bort stockt, weil keine Schckfe torhanben sind, um bie Ausfuhr ins Ausland zu Erkaufen Die Bestrebungen ber englischen ^aut- schreisr für Englanb herauszuholen was heraus- zuholen möglich fei, haben eine maßlose Verwirrung erzeugt. Im kanabischen Parlament hat in ber 1 tzten Novemberwoche der Führer der Konserva- iven 5) a n f o n , offen erklärt, es fei unbebmgt wtwenbig, daß Mackenzie King, Englands Statthalter unb Kanabas minifterprafibent bem.-r_ - I-anbe offen fagte, wie ernst die Lage sei. Kana- Jeder von den beiden Zugen. _ er auch Montreal, die größte kanadische Stadt, it burchweg französischen Charakter. In Australien nb viele Deutsche eingewandert, bie aber unserem üstenschlacht in -er Eyrenaika Oie Volke auszumerzen. einer Idee von Dr. E. Der Film wurde nach tum ins Volk zu tragen Geist in unserem eigenen lautiert von Fritz Hippler unter Mitwirkung zahlreicher Kameramänner gestaltet und von der Zialien bietet jedem G e.gnis die Stirn. Die faschistischen Bundessekretäre an den Duce. Ein großes politisch-militärisches Ablenkungsmanöver." Italienische Stimmen zur Kriegslage. „Der ewige Jude." Sin dokumentarischer Film im Lichtspielhaus. diesen Kämpfen seien zahlreiche gegnerische Flug, zeuge abgeschossen worden. Weitere heftige Kämpfe Der italienische Wehrmachtbericht. Rbm, 16. Dezember. (DRB.) Der ilatteuische Wehrmachtbericht vom Blonfag hat folgenden Wortlaut: In der Lyrenalka hat der Druck der feindlichen Streitkräfte im Grenzgebiet angehalten. Diese Streitkräfte wurden von unserer Luftwaffe mit Bomben belegt, die den Panzerformationen große Verluste beibrachlen. An der griechischen Front wurden feind- liche Angriffe abgewiesen. Bei den harten Kämpfen hat es beiderseitig empfindliche Verluste gegeben. 3n Oslafrika hat ein feindlicher Einflug auf Assab an einigen Gebäuden Schäden verursacht. Oie ersten Verwundeten der englischen Nordafrika-Streiträfie in Kairo. Rom, 17. Dez. (Europapreß.) Wie man In Damaskus aus Kairo erfährt, find nach einer Mel« düng des „Teuere" dort in der Samstagnacht d i e ersten Züge mit Verwundeten, darunter sehr vielen Schwerverletzten, von der ägyptischen I Front eingetrosfen. Es handelt sich um englische, neuseeländische, indische und australische Truppen- I kontingente. der heutigen Kriegslage gezwungen, den Kampf gegen Streitkräfte aus vier Kontinenten zu führen, die England aus den noch nicht direkt vom Kriege betroffenen unendlichen Dominien langsam, aber ungestört außerhalb des un- mittelb-aren Angriffsbereichs des Feindes mobilisieren konnte." Mit diesen Feststellungen umreißt Nationalrat Guglielmotti in der „Tribuna" die Grundlagen des gegenwärtigen Kampfes Italiens. Daraus erkläre sich, so schreibt Guglielmotti weiter, daß England eine Offensive habe deutscher Kultur unter jüdischem Einfluß befassen« wirken wie lebendig gewordene Ausschnitte surr einer Ausstellung entarteter Kunst. Auch hier wieder werden die sehr geschickt eingeführten Gegenbei" spiele großer, arteigener, volkha,ter, deutscher Kunsü dem Beschauer mit aller Deutlichkeit klarmachen,, worauf es bei der Herstellung dieses Filmes ankam.. Es kann in einem knappen Bericht nicht allen aufgeführt werden, was der Film an original- bildhaftem, zahlenmäßigem und statistischem Mate» terial auswertet und zu einer vernichtenden Anklage und Kampfansage gegen das Judentum iiu aller Welt zusammenfaßt. Gegen Ende erscheinen dann die Bilder aus jüdischen Schlachthäusern un)e vom Schächten; sie sind, wie der Text bemerkt, wohl! das Grauenvollste, was je eine Filmkamera festgehalten hat — trotzdem hat man sie, im Sinne be« dokumentarischen Ganzen, ohne Rücksicht auf ästhetische Bedenken ober Einwände des Geschmacks in den Streifen ausgenommen. Diese Szenen zeige« eine so unvorstellbare Roheit und Gemeinheit, eins so abgründige Tierquälerei, daß man von Ekel geschüttelt wird. (Es ist eine kürzere Fassung, die in einer Vorstellung auch hier gezeigt wird, berge» stellt worden, in der diese Szenen fehlen.) — Der: Film schließt mit Aufnahmen von her Reichstagsrede des Jahres 1939, in welcher der Führer de« Untergang des Weltjudentums voraussagte, un« von jungen deutschen Menschen des neuen Reiches, in deren Gesichtern sich das strählende Gegenbild z« dem vorausgegangenen Unterweltpanorama spiegelt- — Der Film „Der ewige Jude" wurde mit be« höchsten Prädikaten ausgezeichnet. * Im Vorprogramm läuft ein Kulturfilm, der in schönen, klaren Bildern von deutscher Kolonisation und deutscher Kulturarbeit im Ostraum erzählt. — Außerdem siebt man die neue Wochenschau; au« dem Inhalt: Reichsminister Dr. Goebbels in D?WS Snielzeugsammlung des BDM.; Soldatenspende sue „Mutter und Kind"; 50. Wunschkonzert für bi« Wehrmacht; Ju 88 im Angriff auf Birmingham? Besuch auf ben neuen 35 OllO-Tonnen-Schlachtschis* fen unserer Kriegsmarine. Hans TbyrioL „Der Krieg wird in England fein Enoe finden" Feststellungen der Agencia Stefan? zur englischen Offensive in Afrika. Rom, 17. Dez. (DNB. Funkspruch.) „Don England ging der Krieg aus, und in England wird der Krieg sein Ende finden", bemerkt Agenzia Stefani zu dem großen Geschrei, daß die englischen Truppen ganda darüber erhebt, daß die englischen Truppen im Augenblick in ein Stück Wüste zurückgekehrt sind, aus dem sie bereits geflohen waren. Es sei bezeichnend, daß England, das unaufhörlich von den Luftbombardements heimgesucht und von der U-Boot-Waffe immer mehr in die Zange genommen werde, versuche, sich selbst und die Welt zu täuschen. Man müsse dem aber einige Tatsachen gegenüberstellen: 1. hätten die Italiener in der Marmarika s l ch heldenhaft geschlagen und leisteten auch jetzt noch den zähe st en Wider, st a n d. In den ersten sechs Tagen dieser Schlacht seien die Engländer nur auf die italienische Vor- h u t d i v i f i o n gestoßen, und zwar mit weit überlegenen Mitteln; 2. binde Italien auch weiterhin bedeutsame Streitkräfte, die England eigentlich dringend für die Verteidigung seines Mutterlandes brauche. 3. die Versicherung der britischen und england- sreundlichen Propaganda, daß Italien an der Grenze seiner militärischen Möglichkeiten angelangt sei, sei einfach grotesk. Nahezu die gesamten italienischen Streitkräfte seien intakt. Das könne man sowohl den Engländern wie auch den Griechen sagen, die all ihre Reserven einge- setzt hätten, bisher aber auf einen ganz gerln. gen Teil der Italienischen Streitmacht gestoßen seien; 4. die englische Offensive in Afrika ändere auch nicht um Fingerbreite etwas am Schicksal Großbritanniens. Die Wüste der Marmarika schützt weder die englischen Städte noch den englischen Schiffsraum vor den unerbittlichen Angriffen der Luft- und U-Boot- Waffe der Achsenmächte. Der Krieg ging von ®ng- land aus, und in England wird er fein Ende finden. Deutschen Filmherstellungs- und Derwertungsgesell- fchaft m. b. S). gedreht. Was der vor einiger Zeit hier gelaufene Film „Jud Süß" mit den Mitteln und auf dem Wege des kulturgeschichtlichen Spielfilms anstrebte, vollendet der Film „Der ewige Jude" mit der Unanfechtbarkeit des Dokumentarischen. Er beginnt mit einem Streifzuge durch die Gettos in Dolen, durch die engen, schmierigen Gassen, durch hie verwahrlosten und schmutzstarrenden Wohnungen, wo die Juden, jung und alt, Mann und Weib, leben, wohnen, beten, schachern urub betrügen. Eine unheimliche Bildergalerie von abstoßenden Physiognomien Mischer Rasse zieht am Beschauer vorüber. Lange Streifen des Films wirken wie aus dem Zuchthaus oder dem Verbrecher- album zusammengeholt. Sehr instruktive Trickaufnahmen geben ein überaus anschauliches Bild von der Entstehung und der epidemischen Ausbreitung der jüdischen Rasse über Europa und schließlich über die ganze Welt. Diese Völkerwanderung der Juden findet eine höchst eindringliche Parallele in den Wanderungen der Ratten, die sich mit der gleichen Unaufhaltsamkeit als Schmarotzer und zerstörerische Krankheitsträger ausgebreitet haben. Andere Bilder und Szenen zeigen, mit welcher geschmeidigen und verderblichen Anpassungsfähigkeit >ich der schmutzige, schachernde, betrügende, jeder idealen Regung und jeder werteschaffenden Arbeit — die doch dem arischen Menschen Bedürfnis und Sinn des Lebens ist — abholde Dftjube nach Ablegung von Kaftan, Bart und Löckchen in einen scheinbar zivilisierten Westeuropäer verwandelte und schnell immer größeren Einfluß unter den Kultur- Nationen gewann. Die Gegenüberstellung der typisch jüdischen mit ebenso typisch deutschen Gestalten, hie Statistiken über das zahlenmäßige Verhältnis des Weltjudentums zu feinen Gastoölkern und über Rom, 16. Dez. (Europapreß.) In einem Tele» gramm, das beim Abschluß der Tagung der Bun- dessekretäre der Faschistischen Partei Oberitaliens in Forli an den Duce gerichtet wurde, ertlärt Parteisekretär Adelchi S e r e n a , die Schwarzhemden und das ganze italienstche Volk seien unerschütterlich entschlossen, jedwedem Ereignis die Stirn zu bieten. Die sinnlosen Hoffnungen des Feindes auf das Nachlassen der Widerstands- „Der ewige Jude", ein Dokumentarfilm über das DeltMemum, wurde gestern zum ersten Male auch in Gießen gezeigt. In einer Festvorstellung im Lichtspielhaus, der geladene Gäste aus der Partei, der Wehrmacht und den Behörden beiwohnten, hielt Kreisleiter Backhaus zu Beginn eine kurze einführende Ansprache, in der er davon ausging, daß es immer wieder — auch jetzt, mitten im Kriege — notwendig sei, auf die Verderblichkeit des Judentums hinzuweisen und den Gedanken des Antisemitismus in die Seele der deutschen Jugend zu pflanzen. Der Jude, so führte der Kreisleiter aus, habe von Anbeginn die Völker innerlich ,)er* jetzt. Auch bei uns in Deutschland habe er versucht, hie Volkskraft zu zerstören, Presse und Kunst, Theater und Film dienten ihm vor her Machtergrei- Jung zur Verwirklichung seiner zersetzenden Ten- rnzen. Wir wissen, wohin das geführt hat. Hinter vielen Kriegen habe das Judentum gestanden, das sich auch der Freimaurer bediente; auch die Kon- feffionen, das müsse einmal gesagt werden, seien hier nicht ohne Schulh. Das bekannte Urteil hes Füh- rers über die Juden (wie es am Schluß des Films man schickte den Leuten ein paar englische Flieger und eine Anzahl englischer Generalstäbler und gab ihnen im übrigen zu verstehen, sie müßten nun ihren Dreck alleine machen. Aber wozu hatte man schließlich die besten Truppen außerhalb der englischen Inseln in Aegypten versammelt? 260 000 Mann standen dort unter General Wavell, Engländer, Australier, Südafrikaner, Neuseeländer, indische Eliteregimenter. Da war freilich der „glorreiche Rückzug" von der ägyptischen Westgrenze bis 100 Kilometer östlich von Sidi el Barani gewesen, und als Kriegsminister Eden so lange in Kairo war, da hatte Wavell ihm ein übers andere Mal klarzumachen versucht, daß er mit seinen 260 000 Man viel zu schwach set. Ganz gleich, Wavell mußte marschieren, koste es, was es wolle. Der Druck auf die englische Heimat, der innere Druck aus die Regierung, die stack der ewigen Versprechungen endlich einmal Taten sehen lassen wollte, waren zu groß geworden, als daß man nicht jedes Risiko auf sich nehmen mußte. Dazu kam aber noch die unerbittliche Notwendigkeit, den amerikanischen Freunden, die neuerdings merkwürdige Anfälle von Schwerhörigkeit zu haben schienen, einen „make up", eine moralpolitische Ermunterung zwecks Beschleunigung der liieferunqcn und Ueberbrücfung der peinlichen Frage der Kreditwürdigkeit Englands zu erteilen. Wavell mußte aus jeden Fall marschieren. Was tr dort an der Küste gegen die Italiener vortreibt, ist das beste an Truppen, Kriegsmaterial und nicht zuletzt an Kriegsschiffen, was England außerhalb feines Jnselbereiches noch hat. Es mag den -ßaban- queckSpielern in London sehr schwer geworden fein, dieses Risiko einzugehen. Aber aus dem Offen- livsch windel war sehr gegen den Munich der Churchill und Genossen der O f f e n s i v z w a ng geworden. Es ist eine Notlage, um nicht zu sagen eine verzweifelte Lage, aus der heraus England in Aegypten vorstößt. Der „Messaggero" drückt es so aus: „England hat die Offensive lediglich begonnen, roeil die durch Italien im Mittelmeer geschaffene Lage ihm nicht erlaubt, die geroaltigen Schläge der deutschen Luftwaffe unh der deutschen U-Boote noch viele Monate lang auszuhalten. England steht vor dem Dilemma, sich entweder aus der Abschnürung im Mittelmeer zu befreien ober in die Knie zu höchsten Ziele, dem Siege zu. Wie immer, so erklärt „Messaggero" in einer Anmerkung zu diesem Telegramm, finde der nicht zu brechende Wille des italienischen Volkes seinen Dollen Ausdruck in der Faschistischen Partei, den unfehlbaren Fürsprecher des nationalen Gewissens. Wie das Blatt weiter meldet, bekundet sich die Haltung des italienischen Volkes in diesen Tagen in beredter Weise durch zehntausende von Frei- miiligenmclbungen zum Kriegsdienst. Auf dem Parteitreffen in Forli hat der Parteisekretär verfügt, daß die H i l f s t ä t i g t e i t der Faschistischen Partei verstärkt werde. Die Partei- Häuser sollen ständig offenstehen, so daß den Parteiführern immer die Möglichkeit gegeben ist, in fafchi- stischer Verbundenheit ben verschiedenen Forderungen des Volkes zu entsprechen. Die Frauen .der Partei sollen in die Lazarette und in die Hau- ser der Familien der Einberufenen gehen, um überall zu helfen. Weiter wurde den Bundessekretären (die den Kreisleitern der NSDAP, entsprechen), zur Pflicht gemacht, zusammen mit den Behörden bei der Der-brauchsregelung und beim Vorgehen gegen Hamsterer und Spekulanten mitzu- wirken. Lord Cranborne strebt nach Washington. Weder Churchill noch sein Außenmin'.ster Lord Halifax wissen bisher, wen sie alsNachfolger Lord Lothians nach Washington auf den dortigen Bot- schafterposten schicken sollen. Die Lage ist dort für England so fatal wie nur irgend möglich: innerhalb von acht Tagen hat England dort erst im rosenrotesten Optimismus bann im düstersten Pessimismus malen Iaf[cn, und die Amerikaner, die wieder einmal sehr viel Geld, sehr viel Rüstungsmaterial und wenn möglich noch sehr viel mehr in die englische Bankrottw.rtschaft stecken sollen, sind nach diesem Hin und Her mißtrauisch geworden. Churchill weiß es nicht und Halifax weiß es nicht, wer nach Washington gehen soll. Aber Lord Cranborne weiß es. Er ist Dominienmimster, fühlt sich auf diesem undankbaren Posten gar nicht wohl, hält sich für den gegebenen Botschafter in Washington und versichert jetzt in einer Rundfunkrede, den Engländern wäre der Krieg gräßlich gewesen und sie hätten nichts anderes tm Sinne gehabt, als Frieden und die Beseitigung von Zwistigkeiten im Verhandlungswege. Womit sich der Mann nicht nur in der Downingstreet, sondern auch im Weißen Hause in Washington zu empfehlen wünscht. Wir glauben ihm auch, dag England den Frieden wollte, nämlich jenen englischen Frieden, ber bald die Bezeichnung „europäisches Gleichgewicht", bald „Friedensvertrag von Versailles", bald sonstwie heißt, aber immer und unter allen Umständen die englische Einmischung und Kontrolle in allen europäischen Staaten zu garantieren hat. Der Mann, der so gern Botschafter in Washington werden möchte, hat uns nur wieder bestätigt, haß England noch immer genau so denkt wie 1919. Dagenügt. 30 Prozent unter dem „Soll". Der amerikanische Großindustrielle Knudsen hat am 13. November auf einer Tagung der amerikanischen Rüstungsindustrie erklärt, daß die Erzeugung von Flugzeugmotoren 3 0 v. H. u n t e r öer im letzten Juli feftgelegten Produktionszisser liege. Auch sonst klappt es nicht: die Vereinigten Staaten müssen Koks aus England beziehen, um Stahl nach' England zu liefern, weil die eigenen Koksöfen nichts hinreichend sind. Eden hat der amerikanische Kricgs- minifter die Verschiebung des Einstellungstermini für die neuen Rekruten um zehn Wochen damit begehen." Und nun brüllt man in London Siegesnachrichten in die Lautsprecher, während die Schlacht noch in vollem Gange ist. Der Verschleiß an Menschen und Material der angreifenben Engländer geht aus den italienischen Berichten hervor. Im übrigen ist ein Krieg ohne Wechselfälle füj jeden vernünftigen Menschen undenkbar. Italien wäre nicht bas faschistische Italien, wenn es nicht unter ber Einwirkung bes schweren Kampfes nur noch entschlossener geworden märe. Der Kampf gegen Englanb in Aegypten ist auch bann noch nicht zu Enbe, wenn bie gegenwärtige Schlacht an ber Küste zum Stillstand gekommen ist. Entscheidend bleibt die Bindung stärkster englischer Kampfmittel burch die italienische Wehrmacht. Eine Entlastung in Englands Gesamt- läge können vorübergehende Frontverschiebungen in Aegypten natürlich nicht bringen. Und wenn Wa- vell die Verluste am Ende dieser Schlacht sieht, dann wird er noch nachdenklicher werden als vorher. Eine englische Offensive unter Zwang kann England vielleicht einmal Luft holen lassen, aber nicht retten. Be. R. Luftangriffe auf Loudon und Güdostengland. Berlin, 16. Dez. (D71B.) Das Oberkommando bei Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum 15. Dezember griffen Kampf- flugzeuge London sowie andere kriegswichtige und militärische Ziele in $üboftenglanb an. Ein englischer Hasen wurde erneut vermint. 3m Laufe des Tages führte die Luftwaffe Infolge der Wetterlage nur Aufklärungsaufträge durch. 3n der letzten Nacht warfen britische Flugzeuge im Reichsgebiet eine Anzahl Spreng- und Brandbomben. 3n Berlin konnten einige Datfy- stuhlbründe schnell gelöscht werden. Einige Hauser, darunter zwei Krankenhäuser, wurden beschädigt. Line Schnellbahnstrecke wurde vorübergehend gestört. An anderen Orten wurde nur seichter Gebäudeschaden angerichtet, In Herford eine Kirche durch Bombentreffer zerstört. 3n einem Werk Mitteldeutschlands ist ein Brand bereits im Entstehen gelöscht worden. Die Produktion Ist nicht gestört. Die Ber- lufte der Zivilbevölkerung betragen vier Tote und zwölf Verletzte. Ein feindliches Flugzeug wurde beim Anflug durch Nachtjäger abgeschossen. Eigene Flugzeugverluste sind nicht entstanden. planen und einleiten können, die über jedes strategische Ergebnis hinaus einen überwiegenden Pro - paqanbaroert unh die Wefen^merkmale eines großen politisch - militärischen Ablenkunys- Manövers habe. Diese Ablenkungsmanöver könnten jedoch nicht den Ausgang dieses Völkerringens ändern und müßten als Episoden betrachtet werden. In den albanischen Gebirgen hätten diese englischen Absichten schon einen äußerst zähen Widerstand gefunden und den Ausgang der Schlacht in Nordafrika müsse man mit gelassenem Vertrauen abwarten. Dort trotzten die italienischen Soldaten einem sehr mächtigen Kriegsapparat. Das im Mutterland hart geschlagene England könne dank seiner großen 2lu&bebnung Italien in Afrika zu schajfen machen. Aber das ändere weder die Gesamtkriegslage, noch berühre es die militärische Ehre Italiens, tos jenseits des Meeres nur beschränkte Kräfte und Mittel haben könne, betont „Laovro Fascista". Die Wahrheit von morgen sei, erklärt Gayha im „Giornale d'Italia", daß, was auch immer sich zwischen Aegypten und Libyen ereigne, England sich nicht im Mittelmeer frei machen könne. Es werde bis z>u seiner endgültigen Niederlage das furchtbare Gewicht der verschiedenen und beweglichen, abnutzenden und zerstörenden italienischen Aktionen aushalten müssen. „Der britische^ Zähigkeit werden wir die römische Zähigkeit entgegensetzen!" ruft „Piccolo" aus, und „Teuere" tut die „absurden Hoffnungen" der Engländer mit dem Hinweis ab, die Stunde der Tatsachen werde noch diesen Nandepiso- den bei ber Bilanzziehung des Krieges «egen Eng- land schlagen. Die Achillesferse der Achse, wie die Englänher Italien hätten nennen wollen, werde zu zeigen wissen, daß sie in der Tat nicht verwundbar sei, erklärt „Popolo di Roma". Das italienische Volk verfolge, sicher des endgültigen Ausganges des Krieges, mit Ruhe die Ereignisse seine prozentuale Beteiligung an gewissen Berufsklassen wie gewissen Verbrechen sprechen eine durchaus unmißverständliche Sprache. Solches Bild- und Zahlenmaterial wind wiederum ergänzt und vertieft durch Ausschnitte aus einem amerikanischen Film über die Rothschilds, welcher die Grundelemente des jüdischen Rassacharak» ters schonungslos deutlich entschleiert und im Anschluß daran die Ausbreitung und Festigung der international-jüdischen Finanzmacht aufzeigt, die sich von den fünf Stammhäusern der Rothschilds in London, Paris, Frankfurt, Wien und Neapel mit unheimlicher Geschwindigkeit gleich einem un- sichtbaren, riesenhaften Spinnenttvtz über den ganzen Erdball spannt. Andere Szenen zeigen Ausschnitte aus einem jüdi- scheu Film, der die Feier des Purimfestes bar- stellt. Der begleitenbe Text sorgt dafür, daß solche Bilder nicht als harmlose Zeugnisse fremdrassigen Brauchtums mißdeutet werben, sondern als das verstanden werben, was sie wirklich sind: die orgiastisch-rituelle Zeremonie zum Gehächtnis ber Abschlachtung von 75 000 antisemitischen Persern. Es wirb auch gezeigt, wie sich ein Gottesbienst im Tempel, in ber Getto Synagoge abspielt, unb wie selbst hier ber Schacher mit alten Lumpen noch eine Stätte findet; wie in ber orthodoxen Schule ber jübischen Jugenb ber Talmub beigebracht unb vor allem ausgelegt wirb, wie schon von klein auf dem Iuben sein Weg vorgezeichnet und sein verderbliches Treiben unter den andern Völkern anempfohlen unb mit talmudischen Kernsprüchen sozusagen vorgeschrieben unb sanktioniert wird. November 1918 in Deutschlanb: ein neues Stichwort; bie Bilder, die nun folgen, haben bie meisten von uns aus nächster Nähe miterlebt. Wieber erscheint ein langer Zug typischer, meist wohlde» fnnnter Gestalten. Der jübische Einfluß in der beut» fchen Nachkriegspolitik wird noch einmal burch bie Aufreihung charakteristischer Figuren unb Gesichter beleuchtet. Aus bem Hexenkessel ber Inflation tauchen bie schon verschollen geglaubten Namen der Barmat, K"tisker unb ihresgleichen wieder auf. Die Bilder und Szenen, die sich mit dem Niedergang Rom, 17. Dez. (Europapreß.) „Italien ist bei' und lieferte den Beweis eines bewundernswerten ' ’ - • - ~ f Stolzes. ausgesprochen wird) mache klar, daß wir uns auch jetzt im Kriege mit ber Iudensrage beschäftigen Müßten. Die Jubenfrage sei nicht gelöst mit der Austreibung ber Juden aus Deutfchlanh, sondern sie werde erst mit ber Neuwerbung bes Reiches, mit ber Neuorbnuna in Europa endgültig gelöst jein. Der Film, so schloß ber Kreisleiter, möge dazu beitragen, Aufklärung über das Juden- unb auch ben jübischen Mailand, 16. Dez. (Europapreß.) Die italienische Presse stellt eine Zunahme bes Wider- t a n b e s ber italienischen Truppen an ber Ubysch- ägyptischen Grenze fest. So schreibt der „Corriere della Sera": „Für die Engländer genüge es nicht, einige hundert Ouadratkilometer Wüste zu erobern, um einen vollständigen Umschwung ihrer Lage herbeizuführen. Im besten Falle könnte bie von General Wavell mit seiner Panzerdivision und moto- rifierten Truppen aus Australien, Indien, Palästina und England entfesselte Offensive Italien zwingen, seine Operationen gegen Aegypten aufzu sch > e - ben. Damit werde die Lage jedoch nicht völlig geändert. Die Engländer könnten vom nord- afrikanischen Kriegsschauplatz ihre Söldnerheere nicht zuruckziehen unb ebensowenig ihre Flotte aus dem Mittelmeer. Daher habe der englische Plan, Italien kampfunfähig zu machen, um alsdann feine Land-, Luft- und Scestreitkrä'cke anderweitig einzu- setzen, keine Aussicht aus ErsolA." Die Zeitschrift „Vie dell Aria" hebt die wirkungs- volle Unterstützung der italienischen Truppen in ber Wüsienschlacht ber Cyrenaika burch bie italienische Luftwaffe hervor. Dorn ersten Tage bieser seit einer Woche bauernden Schlacht an habe bie Luftwaffe an ben Kämpfen ben regsten Anteil genommen. Trotz schwerer Sandstürme in ben ersten Tagen hätten die italienischen Bomben- und Sturzkampfflugzeuge in zahlreichen Formattonen zehn Stunden lang bie englischen Panzerabteilun. gen ununterbrochen angegriffen. Die Bomber seien von italienischen Jägern begleitet worben, welche bie englischen Flugzeuge in Kämpfe verwickelten. In j fahigkeit des italienischen Volkes seien bereits, unb würden noch burch die Tatsack.en bitter enttäuscht werden. In ber scharfen Luft bes Krieges und im Ablauf feiner Wechselfälle wende sich die Seele der Nation mit tapferer Treue dem Duce unb bem Zerstörer etwa zur gleichen Zeit innerhalb dieser Sicher- I heitszvne eine kriegerische Handlung gegen den ' deutschen Dampfer „R h e i n* durchfuhrte. Das Scl)iff wurde von seiner Besatzung verlassen, nach, dem die Vorbereitungen zur Versenkung in Tätig. Versenkung in Tätig. dem die Vorbereitungen zur aab der Kapitän d zu setzen und gangen. Englische „Volksgemeinschast" in der Provinz schlecht behandelt. bardement verlassen haben Diese Personeni wur- Bedeutung" nennt „Popolo di Roma" den den singend aufgefordert, sich sofort nach Sheffield des Führers. Das großherzige Angebot des zurück zubegben und sich bofr.t6Mun^e,^^ 5üf)rer9 werde auch in Italien geschätzt. „Die Bei- bei einer bestimmten Stelle zu meldenl DHcnftrf>f-1 gg* bcr „appleonischen sterblichen Ueberreste im lich werden diese Kräfte b>e s cinb et s b-r iInig c nb g®ooli.bcnbom heiße in gewissem Sinne im Namen yebra ucht, um die größte Not in dieser w ch großen Korsenführers d ie moralische und tigen englischen Industriestadt zu mildern. politische Einheit Europas gegen Reuyork, 16. Dez. (DNB.) INS. meldet 5687 U O1eßen (Hfndenburgwnll W den 16. Dezember 194a Langsdorf, den 17 Dezember 1940 0423 d In der lieber t und Gießen (Frßbelstr. 20), Roßdorf b. Darmstadt, 17. Dezember 1940. Die Beerdigung hat in der Heimat der Verstorbenen stattgefunden. In tiefer Trauer im Namen der Angehörigen: Paul Schmidt, Amtsgerichtsrat gungsmahnahmon nicht ausreichen, um eine ordnungsmäßige Unterbringung der Frauen und Kin. der in sicheren Provinzorten zu gewährleisten. Rückschlüsse auf den Ernst der Lage m Sh es- fleib, das in der Nacht zum Freitag nahezu zehn Stunden lang bombardiert wurde, läßt ein Rund- funkaufruf ju; der an olle ßt h r er, A e r z t e und alle Personen 'in der öffentlichen Wo h l- fahrt gerichtet -war, die Sheffiled nach dem Vom- England verschleudert seinen KunNbesitz. Kleine politische Rachrichten. Zum Abschluß seiner Informationsreise durch das Generalgouvernement, die den Reichsiustizminister Dr Gürtner von Warschau über Lublin nach Radom führte, traf der Minister in Krakau ein. Generalgouvcrneur Rcichsminister Dr. Frank hat dem Reichssustizminister den Dank für die beim ur die vielen Beweise inniger Anteilnahme beim Helm- -ans unserer Heben Entschlafenen sagen wir aut diesen, \Vege a len heizllchen Dank. Besondeien Dank Hern Pfarrer Dr. Heymann 'flr die trostieichen Worte bei de • rauerlater, den Schulkameraden, dem Kirchenchor un< der NS. Frauenschatt Familie Wilhelm Raus und Angehörige. Dreiste Kaperversuche in der amerikanischen Sicherheitszone. Was sagt man in Washington zu den Uebergriffen britischer Kriegsschiffe? Daß die Nichtachtung der panamerikanischen Sicherheitszone durch die Engländer kein verein- gelter Akt war, sondern systematisch erfolgt, geht daraus hervor, daß ein w c politische Einheit Europas gegen England wieder aufrichten. Die Achse hat den Kampf Napoleons I. wieder ausgenommen.- uh # schnitte 6* 'M"! n W flonw imes onjoj : nichts »n. rßotlf,) ger&j 'gen Ss I bori (j d): iiw t erit is ften > l, bk U» unflsrM ehr in h |inb na m. 1 writz h Über b enminiflß i flar ü Mit!' Nuichll raßliih ci Ginne p >n Zwistz । berN'i n ach a ?n wÄL ben p rieben, In ichgeM bald Irö in W ontrollt t in Hal!« ngionw • bah H 1919. !* __ ■ 'nen Heu mbe( £ tcjii 'M. nft. [ Par!?, eil ic f Partei Ufa sorbntz 'en .bu btefo umöift lelrch, ilpreter. 2ehö^ unb en mliü Am 14. Dezember ist meine geliebte Frau, unsere herzensgute Mutter Frau Elise Krautwurst geb. Krautwurst nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 68 Jahren In die ewige Heimat eingegangen. Die trauernden Hinterbliebenen: Peter Krautwurst, Reichsb *Oberinsp. Dr Anna Wollarth, geb Krautwurst Heinrich Wolfarth, r. Z. im Felde. KnM a birst unlilk Witz len S!i» Gtflijlti rfsöfen ische to MSitW n mhP feit gesetzt worden waren. Das Macinedepartement der Vereinigten Staaten hat diese beiden Meldungen bekanntge- geben, ohne sich über die Rolle amerikanischer Zerstörer zu äußern, die die beiden deutschen Schiffe kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen in See angetroffen hatten. Die amerikanischen Zer. ralität im Gegensatz au der soldatischen Praxis anderer Völker Angehörige der bewaffneten Macht für derartige Taten zu bezahlen pflegt. Dieser Versuch ift gescheitert. Der Dampfer ist brennend unterge- ilendenE L^enhioi ie < e««Ni iinero W lei« 5$, SÄ ,'*51(14’^ »it" n ff .w /4 ' man Abstand zu nehmen. Ihtajjl* ......... «rinbet, daß die Kasernen und Militärlager wegen !ii«.^'.zipritskonslikten nicht so schnell wie erwartet ge- littil (jqJ werden konnten. Die Amerikaner werden über» unfjl hd.pt noch mit Verwunderung erleben, wie sora- ritlr «»Gig die einzelnen Zweige der Rüstungsindustrie mb CI iQijcinanber abgestimmt sein müssen, wenn eine "■I«.LXLUfÄiftiinn orrpirhf mprhpn fnfl TOtr hnhnn nnrh Berlin, 16. Dez. (DNB.) Wiederum haben britische Seestreitkräfte innerhalb der auf der Panama- Konferenz festgesetzten panamerikanischen Sicherheitszone Operationen durchgeführt. Innerhalb dieser Sicherheitszone näherte sich ein britischer Kreuzer dem deutschen Fracht- 1b*. der aus einem mexikani» England kann die Kakaoernte Nigerias nicht zu sich schaffen. Genf, 16.Dez. (DNB.) Das englische Kolonial- Ministerium kaufte den Kakaofarmern In Nigeria und an der Goldküste auch in diesem Jahre die Gesamternte ab. Bei den Pflanzern entstand jedoch lebhafte Unruhe durch das Angebot emcs um 20 v. H. niedrigeren Preises. Das Ministerium bekennt dazu, es habe im letzten Jahre Statt jeder besonderen Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlaf heute morgen 5 Uhr plötzlich und unerwartet meine innigstgehebte Lebensgefährtin, meine treubesorgte, unvergeßliche Mutter und Schwiegermutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Schmidt, geb. Ritter leider keine neuen Märkte kur die Aufnahme der afrikan-ifchen Kakaoernte vom Ausmaße Dcut|d)- lands und der anderen ausgefallenen europäischen Abnehmer finden können und wisse auch keinen Weg, den Kakao nach England zu sch as» s e n. Es werde auch in diesem Jahre nichts übrig bleiben als die Verbrennung derK a k a o - ernte wie im vorigen Jahr. „Daily Herold bemerkt dazu: „Dieser Zustand ist äußerst peinlich: er wird Rückschlüsse auf unsere wahre wirtschaftliche Lage zulassen." Oer Herzog von Reichstadt. st r u r t i o n e n die amerikanischen Zerstörer für den Fall haben, daß sie Augenzeugen krie- gerischer Handlungen innerhalb der von ihnen patroullierten Sicherheitszone werden. Frauen und Kinder aus London i Stockholm, 16. Dez. (Europapreß.) Der eng. lische Gesundheiteminister Malcolm MacDonald hat die aus London evakuierten Frauen und Kinder aufgefordert, unter keinen Umständen in die englische Hauptstadt zurückzukehren. Der Appell war erforderlich geworden, well sich in den letzten Wochen und Monaten immer mehr Provinzbewoh- ner geweigert hatten, obdachlos gewordene oder frühzeitig evakuierte Londoner in ihren sicheren Provinzheimen aufzunehmen. Malcolm MacDonald erklärte, dies sei eine Einstellung, die ein Verbrechen an der Nation darstelle. Aber wenn auch die Beschwerden über unalaublich rücksichtslose Pro. vinzbewohner zutrefsend seien, so dürften die Müt- ter dennoch ihre Kinder nicht nach London zurück- bringen. „Seid nicht töricht", so betonte der Minister. „London ist kein sicherer Platz mehr. Kommt nicht zurück!" Um die in den Provinzstädten aufaetretenen Miß. stände zu beseitigen, hat sich die Regierung ent- chlossen, durch Zusammenarbeit zwischen dem Ge- undheitsminlsterium und den lokalen Behörden Wohlfahrtsausschüsse ins Leben zu rufen. Diese Ausschüsse sollen für die Ernährung, Unterbringung und allgemeine Betreuung der Evakuier, ten Sorge tragen. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß freiwillige Unterstützungs- und Dersor- Anläßlich der 100. Wiederkehr des Tages der lieber- führung der Gebeine Napoleons von St. Helena nach Paris hat der Führer die sterblichen Ueberreste des Sohnes Napoleons, des Herzogs von Reichstadt, dem französischen Volk zur Beisetzung im Invaliden- dom in Paris übergeben. — (Scherl-M.) „Eine Geste vcn großer moralischer und poli- ejt verstorbenen engttfchen t>ie Bodenoentile z u öffnen. Noch Durch- .efen tft.^bcn Amerikonern Ehrung Kiefer Mobnohmen ging er mit der De- in See angetroffen Hatten, me ameniamiajen atzung in die Rettungsboote. Die Engländer machten ftorer hatten sich den deutfchen Schl sen angelchlof darauf den Versuch, an Bord zu gehen, um die fen und dem Kapilan der „Jdarwald auf Befra Beute zu bergen und sich dadurch die Prlfen- am erklärt, die Schiffe bis zur Grenze der amerl gelber zu sichern, mit denen die britische Abrni- kamfchen Sicherheitszone begleiten zu wollen ralität im (Bmenlah zu der loldatifchen Praxis an- Es wäre interessant zu erfahren, w e I ch e■ j n -HiiiiiiiiHiiiHiiiiimin Ihre Geschäfts- Drucksachen •tollen dl Vorbin ung ner zu Ihren E'zeug- mee -n.Mjn «teilt eich die tteeehatlenhelt Ihrer Waren «o vor, wie men Brie bogen, | Briefumschläge,Postkarten. Rechnungen, Geechßftskarten irvee Hause« beurteilt. Lagen Sie de halb Wert aut gepflegt" D'uelt- enchen | Wir bieten eie Ihnen prelewertl Brühl’sche Drucket el Schulstr. 7, Ruf 2251 i uiiiiiiiiiiiiiiiiinmiiiiil Reuyork, 16. Dez. (DNB) INS. meldet aus tnbon, daß das Schatzamt die Einziehung aller (r englischem Besitz befindlichen Aktien von 67 inerikanisch en Firmen im Werte von indert Millionen Dollar verfügt hat. Der durch in Verkauf erzielte Erlös wird für den An- luf von Kriegsmaterial verwandt wer- in Bereits der verstorbene Lord Lothian hatte »klärt, daß der britische Dollarbesitz durch Bar- iiufc von Kriegsmaterial in USA. stark ge- ft wiicht sei. Lissabon, 16. Dez. (DNB.) In Lissaboner ^nstkreisen ist bekannt geworden, daß die Behör. btt in England neuerdings eine andere Haltung m;enüber der Ausfuhr von wertvollen Gemälden *T3 onftigen Kunstgegenständen von England nach jjd Vereinigten Staaten einnehmen. Während die ständigen Stellen der Verschleuderung britischer Anstschätze nach dem Auslande bisher verständ- literweise ablehnend gegenüberstanden, tritt seit ei iger Zeit unverkennbar ein Bestreben zu Tage, dl- daraus hinausläuft, wertvolle Kunsterzeugnisse ir Ausland abzusetzen, um die erzielten Eiöse den englisdien Finanzen zuaute kom- UN zu lassen. Hierbei denkt man in erster Linie tr Kunstschätze im Privatbesitz, portugiesi- Kunsthändler lasten durchblicken, daß bereits ti- ige ihrer englischen Fachkollegen an der Arbeit std, um der englischen Negierung bei der Ausfuhr pr.Daten englischen Kunstbesitzes zu helfen. Gesamter britischer Attienbesih in USA. eingezogen. h Englische Bomben auf Basel. / P Sasel, 17.Dez. (Europapreß.) Flugzeuge der rt gnal Air Force begingen in der Nacht zum Diens- erneut eine Äeulralitätsverlehung inige^nüber der Schweiz. Sie überflogen die >[ c lAiveiz erlsche Grenze in südlicher Richtung un) warfen Bomben auf Basel und seine Um- tttjl gecung ab. Bier Personen wurden ge- lQtM täfel und mehrere Personen verletzt. Außerdem ’M! «xcde erheblicher Sachschaden angerichlet. n hf.il r_____ dampser „3barn>a.. . — — ----- Ichen Hafen ausgelaufen war, und machte den Der- uch, das deutsche Schiss aufzubringen. Dcr Kapitän ies Dampfers .^Idarwald- hat fein Schiff der versuchten Aufbringung durch Selb st versen- IWinanuei uuyqimu.u |vtn IIIU|]CH, uitnn rmj kung entzogen. Bei Beginn der feindlichen slhsti-lstung erreicht werben soll. Wir hoben auch Uttton bes britifchen Kriegsfchifs-s aab ber Kapitän mitt i'-'-. Enohrungn moch-nmustmBeze.chn-nbist, bcn Befehl, bas Schiff inBran* " H t f lbaj die letzte Idee des je?* twrffnri»«»« .. ~ •' • -" - -' D^lchafters Lot'hian gewk Eireden, nicht so viele Automobile zu kaufen, um Urkzeugmasch>.rn für Flugzeugmotore frei zu rrd)en, und Ueberftunben zu machen und auch Scnntagsarbeit zu leisten. ■ Gießen (Stelnstraße 55), Wetzlar, den 16. Dezember 1940. 04241 D Onkel Herr Heinrich Dietz Kätchen Dietz. GieSen, den 16. Dezember 194a Kapelle des Neuen Friedhofs statt. D Die Beerdigung findet am Donnerstag, 19. Dezember, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt Mein inn’ggeliebter, guter Gatte, mein lieber Sohn und Bruder, unser Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Lorenz Pansch wurde heute früh 6 Uhr, im Alter von 30 Jahren, durch einen sanften Tod von seinem schweren Leiden erlöst In tiefem Schmerz: Friede! Pausch, geb. Fischer Luise Pausch, Witwe, und Kinder Familie Wilh. Fischer. schenken! FM MM MM . ?■=“ " ' 'X W ■Jr s" - >!•; ■ ******* Aufbau her lUrmoItuitfl des Generalgouvernements zuteil gewordene Hilfe zum Ausdruck gebracht. . ____ ♦ Reichsarbeitsführer Hier! beendete feine Besich- tigung des Reichsarbeitsdienstes in feinem Einsatz bei der Luftwaffe, wobei Besprechungen mit den GeneralfeldrnarschLllen Sperrte und Kesselring statt- sanden. * Der deutsche Botschafter in Tokio D t t überreichte dem javanischen Außenminister Matsuoka in dessen Amtswohnung das ihm vom Führer verliehene Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler für feine Verdienste im Zusammenhang mit dem Dreierpakt. Japanische Marineflugzeuge setzten die Bombardierung der Burma st raße fort Sie warfen Bomben auf die Kungkuo-Brücke über den Makong Der Verkehr zahlreicher Kraftwagen, die Munition transportierten, fall unterbrochen worden fern. * Für die in drei Tagen stattfindende finnische Präsidentenwahl ist bisher noch keine entscheidende Klärung für einen der Kandidaten erfolgt. Die verschiedenen Parteigruppen halten noch Besprechungen ab. Der kommissarische norwegische Staatsrat für Arbeitsdienst und Sport hat Rechtsanwalt Egil Reichborn-Kjennerud zum norwegischen Sportführer und Leiter des Norwegischen Sportoerbandes ernannt. Der neue Sportführer, der 1903 Geboren ist, gewann bereits als Sechzehnjähriger feine erste Meisterschaft, verfügt über eine lange Erfahrung als Organisator auf sportlichem Gebiet. ♦ . Erling Bioernfon. em Sohn des großen norwegischen Dichters Bjoernstjerne B j o e r n s o n , sprach im norwegischen Rundfunk, wobei er seines Vaters Kampf gegen den nordischen Gegensatz zu Deutschland nach 1864 und seine Begeisterung für den pan- germanischen Gedanken hervorhob Der ungarische Kultusminister Dr. Vornan traf in München ein, wo er die Ausstellung im Haus der Deutschen Kunst besichtigte * Durch Verordnung der königlichen Regentschaft ist der slowenische Minister ohne Geschäftsbereich Dr. Micho K r e k zum vorläufigen Leiter des jugoslawischen Unterrichtsministeriums ernannt worden, das durch den Tod von Dr. Anton K o r o s ch e tz frei geworden ist. Dr. Lung Bürgermeister von Wien. Wien, 15. Dez. (DNB.) Im Ratsherrensaal des Wiener Rathauses erfolgte Samstag mittag die feierliche Uebergabe des Amtes des Bürgermeisters von Wien und Ersten Beigeordneten der Stadt an den Regierungspräsidenten Dr. Iun y. Reichsleiter und Reichsstatthalter Baldur von Schl- rach oerabfchiedete mit Worten herzlichen Dankes den scheidenden Bürgermeister Dr.-Ing. Neu- b a ch e r. Der Reichsleiter übergab dann dem bisherigen Regierungspräsidenten Dr Jung das neue Amt. Der jetzt zum Bürgermeister der Stadt Wien ernannte bisherige Regierungspräsident Jung ist ein geborener Hesse Er wurde 1884 in Nieder- Flörsheim (Rheinhessen) als Sohn eines Volksschullehrers geboren, besuchte das Gymnasium in Worms und die Universitäten Heidelberg. München und Gießen. Während des ganzen Weltkrieges stand er im Felde, war Leutnant im Feldartillerie-Regiment 25, sodann Abteilungsadjutant und Batterieführer. Während der Besatzungszeit trat er im Kampf gegen die Separatisten hervor. In Worms, wo er sich als Rechtsanwalt niedergelassen hatte, wurde er 1926 von der NSDAP, in den Stadtrat gewählt. Im Dezember 1931 kam er in den Hessischen Landtag, dessen Präsident er im März 1933 wurde. Nachdem er einen Monat lang kommissarischer Oberbürgermeister der Stadt Mainz gewesen war, wurde er im Mai Staatssekretär der Hessischen Regierung und leitete als solcher die Mi- nisterialabteilung I, die Ministerialabteilung für Arbeit und Wirtschaft. Nach Rücktritt des Ministerpräsidenten Werner wurde Jung am 18. September 1933 Staatsminister und Vorsitzender der Landesregierung in Hessen. Am 2. März 1935 wurde er Regierungspräsident des Saargebietes Nach der Wiedervereinigung der Ostmark mit dem Reich HM rief ihn Gauleiter Bürckel nach Wien. Ein Lahr Gefängnis I für ein n Ehrabschneider. Berlin, 16. Dez. (DNB.) Das Sonden« Bericht tn Halle verurteilte den 33 Jahre altejji ohannes Pabst zu einem Jahr Gefängnis, tüejl er die bereits einmal erhobene unwahre BehaupI hing erneut verbreitet hatte, der Chef der Sichel heitspolizei und des SD.. ---Gruppenführer Heybl r i ch, und dessen Vater seien nichtarischer AbstainR mung. Der Vorsitzende des Gerichtes betonte, baj | ---Gruppenführer Heydrich als leitender Beamtem des Dritten Reiches, als höherer Führer einer ®[|Ö| berung der NSDAP, und als Träger des ®olb6| denen Ehrenzeichens in besonderem Maße A n|| sprach a u f Schutz gegen derartige Ehrabschn^Z düng zu erheben habe Zudem sei die Verbreitum ß eines solchen falschen Gerüchtes über den höchste, I Beamten der Sicherheitspolizei geeignet, das An. I sehen der Reichsregierung erheblich zu schädig^ | Das Gericht erkannte auf ein Jahr Gefängnis unter I Berücksichtigung der Tatsachen, daß der 2Ingeflaqtt I bisher unbestraft war, sich schon vor der Macht. I ergreifung für die NSDAP, eingesetzt und im jefjn I gen Kriege seine Pflicht als Soldat erfüllt hat vaupiKtirrneuer Di -tneon» Wilhelm Lange eteiföemeiei I yaupnthriftidtete Ernst Blumschetn. Beran lwortiick ür •Boitti „nh I Bilder Dr .Ur. W- Lange für bas Fen- leton: Dr. Hans Thbriot; I fti Stab' Gießen. Provrm, Wiri.üia,. u. Sport: B.umiche . 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November 1911 hat jeder Grundstückseigentümer die Keller sowie andere Räume, in denen erfahrungsgemäß Schnaken zu überwintern pflegen, mindestens einmal in den Monaten Dezember bis Februar gründlich auszu- brennen oder, wenn dies aus feuerpolizeilichen Gründen nicht möglich ist, auszuräuchern An alle Grundstückseigentümer ergeht daher die Aufforderung, im Interesse der allgemeinen Volks- Wohlfahrt die Schnakenbekämpfung durchzuführen. Ich bitte, den von mir mit der Nachprüfung beauftragten Personen das Betreten der in Frage kommenden Räume zu gestatten. 57050 Gießen, den 17 Dezember 1940. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. J A.: Gravert Edgar Borrmann Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 u. 4156 ~* 7 ■ ■ A • Harzer KfflrMgel zu verkauf. 01243 VoikenMe 17 1. 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Dezember 1940 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhefien) Nr. 298 Zweites Blatt Eisenbahner und Postler im Kriegsdienst iul sie be keinen Rat!" einer gewissen Vertrautheit mit ihren Herrn ge Alle Bürger verstanden die wortlose Warnung, einer gewissen Die Versammlung löste sich auf, allenthalben hieß bracht werden, es: „Grütze haben wir ja genug!" t C.K. ten das erhalten Spruch: I] um i rü°2 Gabenspender zugleich aber auch als Schreckfrgur der Kinder, damit schon die Doppelwertigkeit auch der alten Gottheit bezeugend. Der Stephanstag, der zweite Weihnachtsfeiertag, ist bei den Deutschen von jeher der große Pferdetag gewesen. Deshalb heißt der Heilige in Holstein auch „Pferdesteffen". Es gibt an diesem Tage große Umritte und Pferderennen bei den Bauern, namentlich in Süddeutsch- Städtische Handelslehranstalt Die Stadt Gießen übernimmt die alleinige Trägerschast für die Oeffentliche Handelslehranstalt. 'NdA» ‘ J.O'Ot rblttie ie JlnliM; er notiM lernM^ Inftifl.^ogg efaerfleder el,^oinirr ss ufro r 'Qr.toriin u>8.M 935 Fr,*..., cdihunö. n ’ ochsJii' !*eae;piiii 7 ühr din: Als die Perser hörten, die Epheser äßen Grütze, hoben sie die Belagerung als zwecklos auf. Damals lief ein Wort von Mund zu Mund: „Siegreich waren die Perser mit den Waffen, aber sie räum* Feld vor der Grütze des Heraklit." Und hat sich bis auf den heutigen Tag der „Man muß Grütze haben!" Den Mann aber, der ohne ein Wort seinen Mitbürgern ins Gewissen geredet hatte, fragte sein Gastfreund, der Athener Kimon: „Warum, Heraklit, '»Ei W i Höbe on ■ llllli Will' K WW jhe Giei» iLaiidN b gelutbi it. N!; 9Do_yj Sitott fahreä jfrnünn. ' er W. irniW1- Mr» «istkl. Gerade jetzt geziemt es sich, mit einem Wort der Eisenbahner und Postler zu gedenken, die, wenn man will, auch Rüstungsarbeiter sind. Freilich nicht in dem Sinne, daß sie unmittelbar an der Dreh* bank stehen, wohl aber in dem Sinne, daß der Drehbank sehr schnell die Puste ausgehen würde, wenn die Eisenbahnen nicht Kohle und Stahl herbeischaffen würden. Wir gederrken gerade jetzt dieser Manner, die häusig genug zwei Heime — ein familiäres Heim und eine Art Ruhestation — Haden müssen, weil die Beanspruchung von Eisenbahn und Post vor Weihnachten und um die Jahreswende einen ganz besonderen Höhepunkt erreicht. Die Pünktlichkeit war immer die große Tugend der Eisenbahner und die Zuverlässigkeit die große Tugend der Postler. Wenn infolge der Kriegsumstände dieser oder jener Zug Verspätungen hat, so wurmt das niemanden mehr als den Eisenbahner, so sehr tjt ihm der Gedanke der Pünklichkeit „in Fleisch und Blut" übergegangen. Er ist schlechthin bewundernswert, wieoiele Züge auch im Krieg, trotz der Verdunkelung, mit hoher Genauigkeit ihr Ziel erreichen. In diesem Zusammenhänge möchten wir aber auch der Arbeiter und Angestellten auf den Lokalbahnen und Straßenbahnen gedenken, lieber sie sind viele Witze gerissen worden. Der vorurteilslose Beobachter wird trotzdem über den Witzen nicht den Tatbestand vergessen, daß auch auf den Klein- und Straßenbahnen ein ungewöhnlich hohes Maß von Pünktlichkeit und vorbildlicher Pflichterfüllung herrscht. Der Schlendrian liegt eben weder dem en, 'LlE brerin. eAlenE KiM ttr ।«« ist.<8 l'L Ä Deutsches Puppenspiel. Don Or. Johannes Günther. „Tiefer Sinn liegt ost im .kind'schen Spiel" — diesen Satz Schillers können wir um so berechtigter gerade auf das Puppenspiel an wend en als das „Puppenspiel" einmal jenes Spiel kleiner Mädchen ft, in dem sich ein frühes, nach Betätigung drängendes Muttergefühl andeutet, zum andern auch das spiel mit Handpuppen und Marionetten ist, das mit gleicher Freude und gleichem Eifer von «mocrn -mb Erwachsenen aus geübt und genossen wird und übrigens immer wieder, in vereinendem oder bc- ahendem Sinne, als Lebensgleichnis, als Gleich' nis für die Abhängigkeit des Menschen vom sugen- Xen Geschick, von der als weise oder willkürlich gemachten Gottheit benutzt wird. Auch das Spiel mit Handpuppen und Marionetten ist ein Schau-Spiel. Rur kein unmittelbares Schauspiel wie das des spielenden Menschen, des Komödianten auf der gehörig großen Bühne, sondern ein mittelbares Spiel. Der Puppenspieler ist in Schauspieler, der nicht selber spielt: im Puppen- Piel setzt der Spieltrieb des Menschen die zum Spiel drängenden Ideen aus sich heraus. Das Pup° oenspiel ist natürlich, was die Nerven- und Gefühls- Kräfte angeht, bequemer und weniger anstrengend »ls das unmittelbare Spiel des spielenden Menschen, »es Bühnendarstellers. Es ist für den Menschen :raglo3 leichter, an etwas außer ihm Seienden zu iormen als an fid) "felbft; es ist letzter ben stost »or sich (ober über oder unter sich, ledensalls außer üch) zu haben und an ihm und mit ihm zu arbeiten, >ls Stoff, Werkzeug und Bildender in einer Perfon j,u sein' Daß auch das Puppenspiel seine Schwierigkeiten *at, daß es auch vor allem körperliche Kraft und Ausdauer verlangt z. B. sind die heute besonders »eliebten, bis zu ein Meter hohen Puppen für den Marionettenspieler schwer zu halte»' auch 1h" engt »ie vorgebeugte Stellung am Gelander aus Hohen Spielbrücke sehr an — all soll keines- 'alle unterschätzt werden. Auf grundsätzlich dre» vermiedene Weisen können die Puppen vor den j5u* 'chauern bewegt werden: von unten an Stäbchen »der starken Drähten können die Glieder gehoben »der gesenkt werden, z. B. im Kölschen Hannesche- Spiel; zweitens können die Puppen und ihre Gue- ver als eigentliche „Marionetten" von oben an |tar- 1925 kam die zweijährige Handelsschule hinzu. Die Schülerzahl betrug 1924/25 -- 24, aber schon 1925/26 - 94, in den Jahren 1928 bis 1932 Zw,- schen 100 und 140, im Jahre 1933/34 sank sie auf 51 ab, stieg dann wieder 1934/35 auf 89, im Jahre 1935/36 auf 182, 1936/37 auf 269, 1937/38 auf 307 und 1938/39 auf 396 (ohne Drogisten und Bankenlehrlinge), zur Zeit unter Einschluß der Berufs- schulabteilungen auf rund 450 Schüler. Träger der Schule war zunächst ein Kuratorium, in dem die Handelskammer, die Stadt und der Kreis Gießen, das Stadtschulamt, Höhere Schulen, Kaufmännischer Verein, Detaillisten-Verein, Eltern, Angestellte usw. vertreten waren. Im Jahre 1926 wurde die Anstalt vollständig in die Trägerschaft der Industrie- und Handelskammer Gießen übernommen. Die Schule war zunächst im Kaufmännischen Dereinshaus am Wernerwall untergebracht. Ostern 1930 wurde sie in die sog. Alte Klinik, heute ßiebiqbau genannt, verlegt. Dort wurden die Räume angesichts Ser aufwärtsstrebenden Entwicklung der Schule und auch aus anderen Gründen bald ungenügend, so daß Mitte 1936 von der Kammer das Gebäude Wernerwall 11 erworben wurde, in das die Schule im Oktober 1936 einzog. Bei dieser Gelegenheit wurden neben der Verbesserung der Unterrichtsräume auch das Inventar und die sonstigen Einrichtungen der Schule wesentlich erneuert und ergänzt. Im Oktober 1938 wurde von dem früheren Kaufmännischen Verein das Kaufmännische Vereinshaus erworben und von da ab für die Zwecke der Oeffentlichen Handelslehranstalt mit eingesetzt. Seit Ostern 1934 steht die Anstatt unter der Lei- hing von Dr. habil. Kruse, der gegenwärtig noch an der Spitze der Schulleitung wirkt. ken Fäden bewegt werden; drittens können die Finger einer Hand in einen kurzarmigen Balg, in einen Kostümrock schlüpfen, allf Den mittleren Finger kann der Kopf gestülpt werden ... das sind die ebenso primitiven wie beliebten Handpuppen, Kasper-Puppen. Eine Abart der unten bewegten Puppe ist die Schattenpuppe, flächig, dem Publikum nicht direkt gezeigt, sondern indirekt als Schatten aus dem beleuchteten Schirm: solche Vorführung ist beispielsweise in Java beliebt. Das deutsche Handpuppen- und (Hänge-)Mario- nettenspiel erfährt gegenwärtig in Deutschland eine besondere Pflege. Von der Reichsjugendführung, der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und der Stadt Stuttgart ist ein „Reichsinstitut für Puppen- spiel" ins Leben gerufen worden. Seine vorbereitende Arbeit leistet es zunächst in Berlin, bis es, nach dem Kriege, in Stuttgart stationiert werden soll. Aber schon jetzt geht von ihm viel Segen und Freude aus: nicht zuletzt zum Besten unserer Wehr- macht. Puppenspieler werden vom Reichsinstitut entsandt, um in großen, kleineren und kleinsten militärischen Einheiten den für Puppenspiel internierten Kameraden Unterrichtskurse im Hand- puppenspiel zu erteilen. Die Soldaten brauchen nach schwerer Pflichterfüllung die Entspannung, also das Spiel. Vor allem freuen sich die Krieger, die, etwa in Norwegen, auf abgelegenen Posten aus- harren müssen, wenn sich solche Puppenspiel-Kurse mitgemacht haben: Stunden des Wartens und sonst vielleicht eintönige Freizeiten können sie sich und den Kameraden mit Puppenspiel-Szenen, die durch tau- send Jmprovisationsmöglichkeiten nicht totzukriegen sind, verkürzen und künstlerisch gefällig verschönen. — An alle zivilen Gruppen, Organisationen und Betriebe versendet übrigens das Reichsinstitut Bll- der-Kataloge mit Wiedergabe der wichtigsten, von den Ateliers des Reichs-Jnstituts hergestellten Kopf, und Kostüm-Typen und mit Listen der verfügbaren Spieltexte. Puppen und Libretti werden nach diesem Katalog ausgewählt und bestellt. Die meisten dieser Handpuppen-Typen stammen von dem attberühmten und künstlerisch sehr bebeu- beuten Puppenmodelleur und Puppenspieler Professor Harro Siegel. Siegels Marionetten zeichnen sich durch ungewöhnliche Eharakterisierung, auch gerade zu ernsten Spiel-Wirkungen verwendbar, aus, sind sehr bewegungsfähig und pflegen, entsprechend und ansprechend geführt, eine dämonische Illusion zu erwecken. Im „Gießener Anzeiger" Nr. 289 vom 6. Dezember berichteten wir über eine Sitzung des erweiterten Beirats der Industrie- und Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach, in der man sich mit einem Wechsel der Trägerschast für die Oeffentliche Handelslehr- anstatt Gießen beschäftigte. Dabei wurde einstimmig die Notwendigkeit des Trägerschaftswechsels für die- es Institut der Industrie- und Handelskammer anerkannt, da die Kammer für Die Zukunft die erforderlichen finanziellen Grundlagen für die Schule nicht mehr gewährleisten kann. Die Trägerschaft ollte nach Den Vorschlägen Der Kammer von der ilndusttie- und Handelskammer auf die Stadt Gie- zen übertragen werden. Nunmehr hat Oberbürgermeister Ritter als Leiter der Gießener Stadtverwaltung den Entschluß gefaßt, Die Oeffentliche Handelslehranstalt Gießen mit Wirkung von Ostern 1941 ab von der Industrie- und Handelskammer auf die Stadt Gießen zu über- nehmen. Die Schule soll als „Städtische Han« delslehranstalt" von Der Stadt Gießen als alleinige Trägerin unverändert fortgeführt werden. Das Personal der Schule wird in städtische Dienste übernommen. Der Besitz der beiden Hausgrundstücke (Ecke Steinstraße/Wernerwall und das Anwesen des ehemaligen Kaufmännischen Dereinsl)au ses am Wernerwall) geht ebenfalls auf Die Stadt Gießen über. Welche Tiere gewöhnen sich an den Menschen? Der Mensch hat Die stattliche Hahl Der Haustiere in den engeren Kreis seines Levens gezogen, und mit seinen Dressurkünsten hat er es zuwege gebracht, daß ihm selbst die grimmigsten Bestien ge- horcyen. Doch wird man im allgemeinen von einer Freundschaft des Menschen mit Löwen, Tigern oder Bären nicht sprechen können. Der aufmerksame Beobachter der uns umgebenden Natur gewinnt den Eindruck, daß die Tiere, die in Freiheit leben, ihm nicht gerade zutraulich entgegenkommen und jede Freundschaft ablehnen. Ein Naturkundiger, der sich die Frage vorgelegt hat, welche in Freiheit lebenden Geschöpfe sich am ehesten mit Dem Men schen anfreunden, meint, daß die Vierfüßler ihn mit seltenen Ausnahmen fliehen oder den sich ihnen Nähernden einfach nicht beachten. Kaninchen und Ratten nehmen reißaus, wenn sie uns sehen; Wiesel nehmen von uns keine Notiz ober greifen uns an. Der Igel begegnet, vielleicht wegen seines Stachelkleibes, dem Menschen gewöhnlich mit größter Gleichgültigkeit, er nimmt eine Schüssel mit Milch gern an, ohne dafür zu danken. Kröten lassen sich mit Würmern füttern, zeigen aber für Den, der ihnen Nahrung spendet, nicht das geringste Inter- esse. Am ehesten können noch die Eichhörnchen, wenngleich sie die Freiheit weit vorziehen, von solchen, die sich auf ihre Behandlung verstehen, zu land, ebenso auch in Schweden, Gebräuche, die an Wodans Umritte in Den stürmischen Zwölfnäcdten gemahnen und an die großen Pferdeopfer dies?r Zeit. Neben dem Schimmel finden wir den Klappervock. In Pelz oder Stroh vermummt, mit ragendem Gehörn und lang heraushängender roter Zunge zieht er mit seinen Gaben umher. Unter mannigfachen Namen und Gestalten ist er auch in den verschiede- nen skandinavischen Ländern vertreten. Schweins-, Bocks* Hunds-, Wolfs- und Bärenmaskcn tragen die Perchten oder Holden, die Vegetationsdämonen der Freya, die die Dorfstraßen österreichischer Alpen- täler unsicher machen, heutzutage allerdings in Den Fasching, Die Vorfrühlingszeit, vorgeschoben, ur- prünglid) auch in Den Zwölfnächten, desonDers am Epiphaniastag. Unübersehbar endlich ist Die Tiergestalt im Wech- nachtsgebäck und anderen Weihnachtssveiscn. Da gibt es den Julagalt, Julagris (Juleber) oder das Julkalf, Julkuse (Kalb) Skandinaviens, fei es als Braten, fei es als Festbrot, das Pferd mit oder ohne Reiter auf Der Bildseite vieler deutscher Fest- gebärfc. Als pars pro toto entstanden auch Hufeisen- oder hörnerförmige Gebäcke. So leben, auch wenn es uns nicht zum Bewußtsein kommt, noch beute die heiligen Tiere unserer fernen Ahnen in zahlreichen Weihnachtsbräuchen fort. C.K. Gustav Schilling. Es wäre ungerecht und undankbar, dieses Jahr vergehen zu lassen, ohne einer Der bebeutcnbften und charaktervollsteii Persönlichkeiten unter Den akademischen Lehrern Gießens zu gefreuten, bet vor einem Jahrhundert in diese Stadt kam, Die ihm zur zweiten Heimat wurde: Der Philosoph Gustav Schilling. Ueber ein Menschenalter, von 1840 bis zu seinem Tode 1872, war er mit der Universität verbunden. — Erst im vorigen Jahre kckufte Die Stadt in Anerkennung seiner Verdienste sein Grab auf dem allen Friebhof nochmals für 100 Jahre zurück. Gustav Schilling wurde am 27. Juli 1815 als Sohn des Tierarztes Leberecht Schilling in Cöthen in Anhalt geboren. Seine Jugendbildung verdankte er Der Leipziger Nikolaischule, an Der ihn besonders Professor Nobde zur Philosophie hinlenkte. Naci-dem er 1834 das Gymnasium mit glänzendem Abgangszeugnis verlassen hatte, wandte er sich zur Universität Leipzig. Der anfangs etwas kränkliche Student stärkte seinen Körper durch Turnen, Reiten und Fuhreisen, die ihn weit durch Deutschland führten so, daß er nicht nur philosophische Vorlesungen bei Hartenstein und mathematische bei Drobisch, sondern auch medizinische und naturwissenschaftliche hören konnte. Von den beiden genannten Gelehr* ten wurde er für die Herbartsche Philosophie gewonnen. Ostern 1837 verließ er auf Drodischs Rat Leipzig, und siedelte nach Göttingen über, wo er sich bei Herbart bis 1840 in dessen Lehre elnarbci tete, der damals schon in ihm einen seiner größten Schüler ahnte. Ausgestattet mit einer wirklich tiefgreifenden Bildung auf philosophischem und naturwissenschaftlichem Gebiet, kam er im Wintersemester 1840 nach Gießen an die Ludoviciana. Nachdem er die Doktorprüfung abgelegt hatte, erhielt er schon im Novem ber die „venia legendi“ d. h. das Lehrrecht. — Die Gießener Professoren erfuhren bald, welch ein Kern in diesem Manne steckte, mußte doch der Professor bürgern ins Gewissen ge Gastfreund, der Athener Ki sagtest Du Deinen Mitbürgern kein Wort?" „Weil es Verschwendung gewesen wäre, Kimon. Denn auf Worte finden Die Epheser Widerworte, auf Rede Gegenrede, gegen die Tat aber finden sie T. Nr, j] it ’M ,rnj Mittel k M Oes Ql] ?"6'» is *' bas i 1 y.J "y- II» "III w 7 ™ii “"Wi ■ """ ? v. Husten, Frösteln, rauher Hals, Heiserkeit, Schnupfen, Kopfschmerzen sind meist die Anzeichen beginnender Erkältung, die bei Vernachlässigung leicht zur Grippe fuhren kann. Es ist deshalb ratsam, sofort folgende Schnellkur anzu- wenden: .. Kurz vor dem Zubettgehen oder im Bett möglichst heiß 1—2 Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und 1—2 gestrichene Eßlöffel Lucker mit etwa der doppelten Menge kochenden Wassers gut verrührt trinken und dann schwitzen! In hartnäckigen Fällen wird biese Anwenbung 1—2mal —abends — wiederholt. Zur Nachkur, und um Rückfällen entgegenzuwirken, nehme man noch einige Tage, und zwar 2—3mal täglich, einen Teelöffel Klosterfrau-Me- llffengeift in einer Tasse Pfefferminz- oder anderem Tee. f Machen auch Sie einmal «einen Versuch! Den bekannten Klosterfrau-Melissengeist in der blauen Packung mit den drei Nonnen erhalten Sie bei Ihrem Apotheker ober Drogisten in Flaschen zu RM. 2,80. 1,65 und 0,90 (Inhalt: 100, 50 und 25 ccm). Vergessen Sie ihn nicht bei Ihrem nächsten Einkauf! Die Wirkung von Klosterfrau-Meliffen- geift wird Sie gewiß befriedigen. lern Ueberirdischen gibt es fein wichtigeres und wirksameres Mittel als das Opfer. Um Die Macht, n deren Hand Der Mensch sich fühlt, von sich ab- julenfen und sich gnädig zu stimmen, bringt er ihr an seiner Stelle ein anderes Leben dar, ursprünglich Menschenleben, später Tiere. Eine zusammenfassenbe Und übersichtliche Darftel- s'Ung über die Tieropfer beim germanischen Mittwinterfest und ihre heute noch lebendigen Spuren m Weihnachtsbrauch gibt Dr. Elvire Roeder von Diersburg in Der Halbmonatsschrift „Geistige Ar* beit". Für Den Germanen stehen als Opfertiere an erfter Stelle Schwein (Eber), Pferd, Bock und Rind, die später durch Schaf und Lamm ersetzt werden. Eine jüngere Entwicklungsstufe bringt statt Der Haustiere Jagdwild Dar, Hirsch und Hase. Insbe- sondere Der Hase, bis zum Ausgang des Mittelalters noch Freiwild, galt als Opfer Der Armen. Nur Diejenigen Tie/e wurden als geeignete Opfer- fiere angesehen, Die auch zur Nahrung des Menschen dienten. So waren manche der heiligen Tiere Wodans, Adler und Rabe, Wolf und Hund, vom Opfer ausgeschlossen, obgleich ihnen hohe kultische Bedeutung zukam, die im heutigen Brauchtum noch teilweise erkennbar ist. Das bedeutendste Opfertier des Mittwinters war der Eber. Er «alt, vielleicht feiner kleinen* Augen wegen, als Lichtfeind. So tötete er zur Sommer* fonnwende den schlafenden Odin, das heißt er. zerstörte die Pflanzenwelt und mußte daher als Sühne* opfer für ein fruchtbares Jahr fein Leben lassen. Der stürmische, goldborstige Eber Gullenborsti ist das Reittier des nur für Den Norden gesicherten Fruchtbarkeitsgottes Freyr. Der Sturmesaott Odin eignet Das achtfiißige Götterroß Sleipnir, das selbst göttlicher Herkunft ist und Die Eigenschaften Odins verkörpert. Donar-Thor gehören Bär, Dock und Hahn zu, von denen Bock und Hahn bevorzugte Opfertiere sind. Die Göttin Frigg-Freya-Berchta- Holda hat Beziehungen zur Kuh, aber auch zu Wolf, Hund und Schwein. So sind Eber, Roß, Bock, Hahn, Kuh, ferner Hund, Wols und Bär die dämonischen Tiere des germanischen Mittwin- fers, denen wir in Brauchtum und Volksglauben 1 unserer Tage noch begegnen. Die Siebenbürger Adventssau, der „Gottesborich sGotteseber), geht, ebenso wie im heimischen Schwaben, noch heute als gespenstisches Dorftier umher. Zu Weihnachten und Neujahr füttert Der Bauer feine Schweine besonders gut. Wodans Sleipnir erscheint als „Schimmelreiter" mit oder ohne Begleitung des Nikolaus, Knecht Ruprecht, Pelzmärte oder wie seine Namen sonst noch lauten, als gütiger deutschen Eisenbahner, noch dem Straßenbahner, noch Dem Postier. Er will glatte Arbeit haben. Wir müssen uns einmal überlegen, wie groß Die Leistungen Der Eisenbahn für unser tägliches Leben sind. Im vorigen harten und langen Winter wurden wir peinlich daran erinnert, als Der ungewöhnlich gestiegene Bedarf an Kohlen nur mit dem letzten Aufgebot an Menschen und Wagen befriedigt wer- den konnte. Ist es nicht eine phantastische Leistung, daß die Eisenbahn täglich 74 500 Wagen zu 10 Tonnen für Den Transport von Kohlen und Koks, zur Zeit Der Erntebewegung außerdem 5000 gedeckte Wagen für Kartoffeln und etwa 25 000 offene Wagen für den Rübentransport stellt? Wohlverstanden: täglich! Grohdeutschland hat eben einen ungeheuer großen Magen, es kann fehr viel vertragen. Nicht zu vergeffen find Die zahlreichen Frauen, die im Eisenbahn- und Postbetrieb während Des Krieges hilfreich „eingesprungen" sind. Sie machen ihre Sache in der Regel sehr gut und haben sich schnell an Die NottveEgkeit gewähnt, über ihren neuen Ausgabenkreis einen guten Ueberblirf zu haben. Das ist gar nicht so einfach. Man denke nur an die Beanspruchung einer Straßenbahnschaffnerin, die von ihren Fahrgästen schließlich wifsen muß, ob sie gezahlt haben ober ob sich nicht ein „fauler Kunde" mit einer üblen Drückebergerei zu behelfen sucht. Die vielen im Bestelldienst der Post verwendeten Frauen haben wiederum Gelegenyelt, reichlich Treppen zu steigen und diese „Gliederübung" so ausgiebig zu betreiben, daß einen ausgewachsenen Mann ein leichtes Grauen beschleichen kann. Ephesos, diese reiche, Dem Wohlleben hingegebene Stadt, wurde vom Heere Der Perser belagert. Das focht Die Bürger nicht an, Denn die Mauern Der Stadt waren fest. Wie sie es gewohnt waren, gingen sie zu Gastereien, ließen sie sich ergötzen von Flötenbläserinnen und Tänzerinnen, kamen sie schwer vom Weine des Abends heim und glaubten nicht an den Ernst des Krieges. Aber allmählich wurden das feine Geflügel, die zarten jungen Kälber und Lämmer aufgezehrt, und Die guten Weinsorten gingen zur Neige. Darum versammelten sich Die Bürger auf Dem Markt zur Beratung. Allein nur Klage reden wurden gehalten. Aristarchos jammerte, daß keine Fische mehr auf den Markt gebracht würden. Archon bedauerte tief, daß es feine Gänseleber mehr gebe. Tylandros wünschte sich Lammzungen. Procles schimpfte, daß er feine Drosseln mehr auftreiben förnie. Ungesagt blieb nur, worauf die Perser rechneten, daß Dic|e Feinschmecker nämlich gern die Stadt übergeben hätten, wofern ihnen nur wieder volle Tafeln vergönnt würden. Da sahen sie, wie ein Häher Mann mit ernstem Gesichte aufttand, zur Ecke ging und sich bei einem Händler ein paar Handvoll Grütze fauste, sie in eine Schale Wasser tauchte und alsbald verzehrte, eine Speise, wie sie nur niederes Dolf in Ephesos genoß. (Sieg durch Grütze. Von Friedrich ftreffa. „Krieg ist der Vater aller Din^e. Krieg ist aller Dinge König. Die einen macht er zu Göttern, Die anderen zu Menschen, die einen zu ©flauen, Die anderen zu Freien. Man soll aber wissen, daß der Krieg das Gemeinsame ist und daß alles durch Stteit und Notwendigfeit zum Leben fommt." Das sind Aussprüche des großen Denkers Heraklit von Ephesos, der in der ersten Hälfte des fünften Jahrhunderts v. Ehr. lebte, als Griechen und Perser im gewaltigen Kampfe standen und Persien Herr in Kleinasien war. In Kleinasien aber lag Ephesos, die Heimatstadt Heraklits. iAus der Stadt Gießen. Tiere im Weihnachtsbrauch. I Im altüberlieferten Weihnachtsgebäck mancher »Landschaften, im süddeutschen Springerle oder im 1 rheinischen Spekulatius, treten uns gewisse Tierfor- »men entgegen, Pferd, Ziegenbock ober Hirsch; auch A ennen wir alle das beliebte rosige Marzipan- 1 chweinchen. Das, womöglich mit Geldsäcken beladen, !bem damit Beschenkten auf scherzhafte Weise das Glück ins Haus bringen soll. Wer von uns denkt 's daran, daß sich in diesen liergebilDen die letzten fReste uralter Kultvorftellungen verbergen? Unser Weihnachtsfest steht im Jahresablauf an der Stelle, | |lie einst Das aermanischc Sonnwendfest, bei Den ftorDgermanen das Julfest einnahm. Dieses für Die *inne so eindrucksvolle Naturgeschehen, der Wieder- ! M^tieg Der Sonne und Damit die Verheißung Der ückkehr von Leben und Fruchtbarkeit noch mitten jn Der Dunkelheit und Erstarrung des Winters, Mar das wichtigste Fest, das mit hohen kultischen feiern begangen wurde. Bei den Tieropfern, die । W m Mittelpunkt dieser Gestalten standen, wirkten Offenbar verschiedene Gedanken zusammen. Der "Mittwinter war ja Die Zeit, Da Die Scheidewand zwischen Dem Reich Der Toten und Der ßebenDigen 1 am Dünnsten und durchlässigsten war, da die Seelen zer Abgeschiedenen Macht hatten über Die Lebenden. So waren denn die Opferfeiern Dieser Zeit vor allem Totenbeschwöruna, magische Abwehr gegen SeelenDämonen unD andere unsichtbare Trolle und Geister. Aber Der Sterbliche sucht nicht nur Die böse Gottheit zu bannen, sondern auch Die gute sich gnädig zu stimmen, sucht Schutz für fick und das seine, Gedeihen und Fruchtbarkeit. Im Verkehr mit Die Oeffentliche Handelslehranstalt wurde im Jahre 1924 von der Industrie- und Handelskammer Gießen mit Unterstützung der Stadtverwaltung und des Kaufmännischen Vereins gegründet. Ostern 1924 wurde zunächst nur Die Abteilung Höhere HcmDels- schule mit einjährigem Schulbesuch errichtet, Ostern ag Aus der engeren Heimat , •etii- CEr fühlt sich vor allem von der Lehre Herbarts Canbfreie Glesien Am heutigen Dienstag findet die Erstaufführung 15 Schauspieles „Der Leutnant Dary statt. Der UN' uno Dciuieme eine y«uuu|iuHr mu. T“Pv au einem Beweis für Die ftarre tsefranunqsrrasl oes Wirlicyllilsorrues, u 1c u n, U"" "" wären hier noch zu nennen „Die verschiedenen Richters geworden. Das Schauspiel behandelt die . die Rede die Richtlinien für tue Erzeugungsfchlacht Grundansichten über das Wesen des Geistes Im Wiederaufnahme eines Kriegsgerichtsprozesses aus im Bezirk Grünberg bekannt. Eine kurze Aus- geschichtlichen Teil hat ihm die Philosophie vorWeltkrieg nach mehr als 20 Jahren, um.die j prache schloß sich an. Dann lief ein Erzeugungs. allem für eine Auseinandersetzung mit der Lange- 6es verurteilten und exekutierten Leutnants jchlachtfilm „Rot, eine Quelle der Kraft . Die Leh- fchen „Geschichte und Kritik' des Materialismus in , Miederherzustellen. Seine tapfere Witwe und ' rerin der Mädchcnkl-asse, Fraulein Oechelhäu - der bekannten Schrift von 1863 „Beiträge zur Ge- e[)ren[)afte Männer und Soldaten forschen dem s e r. sprach hierauf über Erleichterungen im bäuer- schichte und Kritik des Materialismus" zu danken. | ~aU fß,ari)- erneut nach und bringen ihn zur Auf- lichen Haushalt. Zum Schluß wies Dr. Dienst noch- Er überließ es hier „Denkschwachen uno, Furcht- (fIärun<. Die Spielleitung hat Gerhard Reuter, mals auf die Wichtigkeit der Richtlinien hin und er« klärung. Die Spielleitung hat Gerhard Reuter. Bühnenbild: Karl Löffler. 14. Dienstag-Miete. rlten es l)ier „uenriajmamen uno tyurnu-, sich von der Irrlehre „imponieren" zu las- <ßüßnen| (amen* sich von der Irrlehre „imponieren zu lassen, geht also scharf mit dem Materialismus ins Ge- Gedenket derhiMeindenVösel! Burgsolms I — Watzenborn-Steinberg I 2:2 (0:2). ud man jedoch den Durchreißer Si 03 (Nachdruck verboten.) 20. Fortsetzung. ,Lch bin fest überzeugt, daß sich der Herr Regio- Soldaten Ludendorff einiges Talent zuzubillige^ ilkommandant einem einsichtsvollen Vorschlag bereits im Feuer hält, um sie nicht lange barau| :bt 115 As ym Der Täter wurde unter Haftbefehl gestellt und wird dem Gerichtsgefängnis in Gießen zugeführt werden. mit rn h [ppi im mahnte zum guten Beispiel. Der Nachmittag vereinte viele „Ehemalige"^ einem geselligen Beifam- menfein. woran auch einige auf Urlaub weilende nalkommandant einem einsichtsvollen Vorschlag Ihrerseits nicht verschließen wird." x „Ich will tun, was ich kann. Jedenfalls ist die schäft gebracht. Leider brinae ich Ihnen dafür eine weniger gute. Zweien unserer Kameraden ist es heute nacht gelungen, zu entkommen." Sache unangenehm und nicht gerade ein schöner Abschluß für mich." waren die Stunden des Beisammenseins mit froher kameradschaftlicher Unterhaltung und musikalischen Darbietungen in schöner Welse ausgefüllt. Sache darüber zu verfügen. Ich habe Vorgesetzte, das wissen Sie. h Ät MH I W l ith « ll idit al Illi rial wurde der Vortrag zu einem vollen Erfolg. Die sehr zahlreichen Zuhörer dankten dem Redner durch lebhaften Beifall. urete Lauterbach. • Stornfel«, 16. Dez. Auf dem Grundstück der Landwirte Schneider-Stein brach Feuer aus, dem die Scheune und ein Stall zum Opfer fielen. Der landwirtschaftliche Schaden ist zum Gluck nicht groß, in der Hauptsache sind Geräte und Maschinen den Flammen zum Opfer gefallen. Die Er- ItW en. etzt ZekMchtlinMfkMa Homan von flclnj Lorenz-Lambrecht itn" 1, Sui i । I HJBJI Um । * Desquedou scheint zunächst nicht zu begtet Pcodinghusen muß deutlicher werden, und er hinzu: „Sie hätten die Tatsache bei der nächsten im Walde von Eompiögne dem verachtungswürdigen Gegner um Hände, Füße und Nacken M schmieden. (Fortsetzung folgt) Gelegenheit doch festgestellt. Darauf wollten wir es nicht ankommen lassen. Ich bringe es Ihnen lediglich unter dem augenblicklichen Umstand, daß mir heute alle so gut wie frei geworden sind, zur Meldung und hoffe, daß durch die Flucht weder unseren beiden Kameraden noch uns irgendwelche Nachteile entstehen." Pesquedou hat sich erhoben. Sein altes Soldatengesicht hat sich verfinstert. Er geht hinter dem Tisch auf und ab mit zilsammengepreßtem Mund. Plötzlich bleibt er vor Peddinghusen stehen und herrscht ihn an: „Wer sind die beiden?" Peddinghusen nennt die Namen. „Wo sind sie hin?" ,^)err Kapitän, das kann ich Ihnen nicht sagen." „Sie wollen es nicht fagen?" „Ich will es nicht sagen. „Man wird sie finden " Peddinghusen wagt zu lächeln, ein gefährliches Lackeln in diesem Augenblick Et sagt in gewinnendem Ton: „Herr Kapitän, warum wollen Sie sich damit befassen? Sind denn die beiden noch nicht genug bestraft? Sie wären heute frei geworden und sind ins Ungern!fte gegangen. Wollen Sie sie von neuem gefangen nehmen, nur um sie wieder frei zu lassen? Ich schlage ihnen, als Kamerad dem Kameraden, vor, die Sache auf sich beruhen zu i lassen." Ein gewisses Pathos, die Berufung auf den Kameradschaftsgeist einem französischen Offizier gegenüber, der von seinem deutschen Kameraden immer sehr viel gehalten hat, ohne es freilich offen zuzugeben, wirken auf den Franzosen immer. Pesque- dous Gesicht wird etwas heller, und fein Ton ist weit weniger barsch, als er sagt: „Es ist nicht meine I * Ilm o !pel Mi Dir \W Mder KLihrei mit den Forderungen des Gemüts, die Anerkennung des Kausalgesetzes mit dem Glauben an einen 1850 erschienene Lehrbuch der Psymowole , oas |^utnant Varn" bei seiner Uraufführung durch seinen „klaren und gediegenen Sill hervor- Staatstheater zu Kassel mit großem Erfolg und (C - hanknf < rtithflrnrrwn m rtPInlrtKT - ' . . ■ m < .!»_____ .... „Das sehe ich ein, Herr Kapitän, und es tut mir auch leid — für Sie persönlich, denn wir haben in der Gesangenschaft Ihre humane Art schätzen gelernt Daher weiß ich, daß Sie auch unsere Lage begreifen. Unsere Kameraden wollten schließlich nichts anderes, als was wir alle feit Jahren Im» mer gewollt haben, und was uns heute mit tiefster' Freude erfüllt: die Freiheit Um diesen Preis kann, es keine Rücksicht geben — gegen nichts und gegen niemand." Die beiden Offiziere sehen sich an, der Deutsche und- der Franzose. Plötzlich streckt Pesquedou die Hand« aus. Peddinghusen ergreift sie. Sie verneigen fidM stumm und voller Achtung füreinanber. Während die Gefangenen von Bastias Zitadellv über Marseille in die Schweiz fahren, wo sie unter den deutschsprechenden und deutschstämmigen Bewohnern der Zentralschweiz der Heimat nahe finb* klappert die „Guardian" mit den beiden ahnungslosen Flüchtlingen an Bord im Schneckentempo ble nordafrikanische Küste von Algier bis Port Said ab. In Tunis besorgt der Kapitän Arana zwei Pässe, die sehr viele Stempel tragen. Der auf den Name» George Miller aus Chikago lautende trägt da« Bildnis Solterbecks, der andere auf den Name« richt. Ebensolche Klarheit wie seine Schriften zeigen auch seine Vorlesungen. „Als ein Lehrer von Got- tes Gnaden" brachte er in tlefst"m Ernst die lchwe- rigen Gegenstände zu einer lichtvollen und mitreißenden Darstellung. „Mir war, als hätte er das Kolleg mit aanzer Seele gehalten. Es saß alles wie Erz. Kein Wort zu wenig, kein Wort zu viel." 1866 schien es, als ob er der Universität durch eine Berufung nach Leipzig entriffen werden sollte. Aber die Verhandlungen verzögerten sich bis zu seinem Tode. Seit dem Heimgang der Lebensgefährtin in feinem Rektoratslahre 1862 lebte der „einsame" Mann nur noch seinen beiden Kindern und der Wissenschaft. Das Jahr 1871 erlebte er noch mit Freude: „In den großen 3"brtI st'mmen wir beide rückhaltlos ein und danken Gatt, daß wir den Traum unserer Jugend In Erfüllung gehen sehen " (Bries von dem Jugendfreund Stay.) — Tragisch jedoch war es, daß ihn bei der Ueberarhet- tung seines Lebenswerkes, einer umfassenden , Geschichte der Pbilosonble" am l7. November 1872 her Tod ereilte. Mit äußerstem Pflichtbewußtsein hielt er einer schweren inneren Krankheit stand, die ihn erst zuletzt zwingen konnte, seinen Platz zu verlaßen. Den Eindruck seiner Persönlichkeit gibt uns wohl anz ausgezeichneten Torhüter zur Stelle, der auch chließlich seiner Mannschaft einen Punkt rettet In ier 38. Minute hängt „Nr. 3" in der Luft. Harnisch ist durchgebrochen, und fein harter Schuß in die lange Ecke wird vom Torhüter Burgsolms' gerade noch zur Ecke abgelenkt. Mit 2:0 für Watzenborn- Steinberg werden die Seiten gewechselt. Nach der Pause kommt die Platzmannschaft besser auf, und nach kurzer Zeit heißt es bereits 2:1. Mitte der zweiten Halbzeit wird der Torhüter Wallbott verletzt, obwohl er sich kaum mehr bewegen kann, bleibt er aus Kameradschaft im Tore stehen, um die Mannschaft nicht noch mehr zu schwächen. Dafür leisten aber feine beiden Dorderleute in Gemein« schäft mit dem in bester Spiellaune befindlichen Mittelläufer Hedrich um so größere Abwehrarbeit. Doch können sie es nicht verhindern, daß Burgsolms etwa 15 Minuten vor Spielende das Resultat auf 2:2 stellt. Nochmals haben die „Teutonen" die Möglichkeit, einen knappen Siea zu erringen, als Harnisch mehr und mehr eingesetzt wird. Doch er hat in diesem Sjstel mit seinen Aktionen wenig Glück. Zweimal trifft er in den letzten Spielminuten nur den Pfosten. Die Platzmannschaft hat ihren weitaus besten Spieler in dem Torhüter. Stephan Walker aus Buffalo Dasjenige Dlktors- Die beiden Bilder hat der Steuermann der „Guardian" mit einer billigen und, nebenbei bemerkt, deutschen Kamera aufgenommen. Auch einige Zioil- kleider, Wäsche und Toilettegegenstände besorg! Arana. Sie selbst dürfen es nicht wagen, auch nun an einem der vielen Häfen, die sie anlaufen, auszusteigen. UcberaQ ist Krieg gegen Deutschland, überall wird gerüstet gegen Deutschland, überall wird gehetzt gegen Deutschland. UcberaQ ist dell Einfluß Englands oder Frankreichs spürbar, de nach der sachlichen Meinung jedes Unbefangenen dis beiden erbärmlichsten Staaten Europas sein muffen, da sie fast die ganze Erde dazu brauchen, um Deutschland endlich, endlich In die Ketten zu legen, die Frankreichs unvergleichlicher und genialer Generalissimus, der nicht umhin kann, dem einfache» gegenseitiger, völlig ausgeglichener Harmonie waren hier Wissenschaft und Menschentum zu einer köstlichen Einheit verschmolzen, die sich schon in dem durchgeistigten Gepräge seiner äußeren Erscheinung offenbarte. Von echter Humanität erfüllt, eine wahr- haft vornehme Natur, zeigte er in seinem Auftreten stets die ungetrübte und gleichmäßige, ja heitere Ruhe des wahren Philosophen. Dabei bewies er trotz eines zehrenden Leidens, von einem unerschütterlichen Pflichtgefühl erfüllt, eine eiserne Willenskraft, die ihn selbst bann nicht verließ, als er sich des nahen Zusammenbruchs seiner Kräfte wohl bewußt war. Als dieser eintrat, hatte er in vorbildlicher Weise den Beweis Geliefert, wie ihm die Lehren der Philosophie immerbar die unverrückbare Richtschnur für fein Leben gewesen waren." C. H. Aornotizen Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19 bis 21 Uhr „Der Leutnant Dary". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Frauen- hebe — Frauenleid". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der ewige Jude". — Oberhessischer Kunstverein: 15.30 bis 18.30 Uhr Weihnachtsausstellung Etwa zwei Stunden nach diesem Gesvräch mit Arana stehen die Gefangenen der Zitadelle wie gewöhnlich zum Morgenappell angetreten. Cs herrscht heute eine leise Unruhe unter ihnen, denn zwei ihrer Kameraden fehlen, und die Franzosen wissen noch nichts davon. Jedenfalls hat man noch kein An- reichen dafür, daß Solterbeck und Gienant auf ihrem Fluchtweg gegriffen worden find. Sie find verschwunden, und das spanische Schiff ist gleichfalls verschwunden. Plötzliche Stille tritt ein, der Kapitän mit feinem Stab ist im Hof erschienen. Man versucht, in seinem Gesicht zu lesen. Nein, es steht keine Wetterwolke darauf. Ja, es erscheint sogar von einem ungewöhnlichen Wohlwollen bewegt zu fein. Die Höflichkeits- komödle des gegenseitigen Grüßens vollzieht. sich wie üblich. Nun wird der Dolmetscher zum rechten Flügel gehen, um die Namen herunterzulesen. Aber das tut er nicht. Er bleibt in der Mitte stehen und sieht fragend auf den Kapitän. Der Kapitän nickt. Das ist nicht wie sonst. Hängt es mit den Flüchtigen zusammen? Hat man sie am Ende doch erwischt? Ist bas Wohlwollen auf Pesquebous Gesicht nur eine Maske grimmigen Hohnes? Der Dolmetscher wendet sich den zwei Gliedern au. Meine Herren beginnt er und läßt eine lange Pause. Meine Herren ...! Wie feierlich, wie höflich! Es klingt durchaus nicht bösartig ober hinterhältig Und was ist das? Er hat ja auch gar nicht das blaue Heftchen bei sich, in dem ble Namen stehen. Er hat nur ein Blatt Papier in der Hand, von dem er offenbar etwas ablesen will. „Meine Herren — der Herr Kapitän Pesquedou teilt Ihnen mit. daß das Abkommen zwischen Frankreich und Deutschland, den Austausch der am längsten in Kriegsgefangenschaft befindlichen Offiziere und Mannschaften betreffend, in Genf ratifiziert worben ist ..." Dersluchtnochcins! Heiliger Himmel! Das Ist ja hr S; y« $ Kameraden von der Front tellnahmen. Kreis Alsfeld. X Alsfeld, 16. Dez. Im Nahmen der Volks- b Übungsarbeit veranstaltete bie Kreisdienst- stelle der NSG. , Kraft durch Freude" im großen Saale des „Deutschen Hauses" einen Llchtbil- der-Dortragsabend Kapitän Paul Bloß sprach über bas Thema „Eine Reise um bie Welt". In seinem Vortrag führte er seine Zuhörer im flamerabtoaff ehemaliger hejsischer Leibdragoner. Am Sonntagnachmittag vereinigten sich im „Frankfurter Hof" bie Angehörigen ber Kamerad- fchaft ehemaliger hessischer ßeibbragoner zu einem Kameradschaftsappell, zu bem auch bie Frauen ber Kameraben erschienen waren Der Kamerabschafts- führer. Hauptwichtmeister Klos, der zur Zeit auf Urlaub aus dem Felde hier weilt, begrüßte die Kameraden und deren Frauen mit herzlichen Worten und gedachte ber verstorbenen unb gefallenen Karne- raben. Dann wies er auf die besonderen Derpfllch- tungen aller deutschen Volksgenossen In unserer yro° ßen Zeit hin unb ermahnte bie Kameraden und ihre Frauen, stets fest und geschlossen zu Führer und Vaterland zu stehen unb an ihrem Teste all"s zu leisten für den endgültigen deutschen Sieg. Neben der Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten allerhand! Die Aügen werden größer, man wagt nicht mehr zu atmen. Weiter! Weiter doch, Mensch! Ratifiziert worben ist unb? „Aus Grund dieses Abkommens werden vom Dffi- ziersgefangenlager Dastia sämtliche Gefangenen in die Schweiz ausgetauscht. Sie werben am 30. mit dem Postbamvfer „Pslion" nach Marseille gebracht, von wo ber Abtransport in ble Schweiz unmittelbar erfolgt. Alles weitere wirb Ihnen bei einem Appell heute nachmittag noch bekanntgegeben .. Der Dolmetscher tritt zurück. Der Kapitän grüßt wieder, höflich und freundlich. Unregelmäßig, stockend fahren die Hände ber Gefangenen an bie Mützen. Sie sind erstarrt, sie können es nicht fassen. Sie sehen sich an unb wagen nicht, es für Wahrheit zu halten. Da rasseln Ketten. Sie rasseln an ihnen herunter unb liegen zersplittert um sie her. Ist es bie Möglichkeit Gottes? Sie flnb frei! Nein, sie können es nicht glauben, es kommt ihnen zu plötzlich. Nach und nach erst löst sich ber Bann, den bie Verkündi- gung ihrer Freiheit über sie geworfen hat. Sie regen sich, dehnen sich, geben sich bie Hänbe, umarmen sich, Worte aus ihrem Tiefsten drängen über die Lippen. Für Augenblicke verlieren sie Die Disziplin männlichen Deherrschtseins. Das große Wunder ist zu ihnen gekommen. Aber zwei von ihnen fehlen, und die Franzosen haben es nicht bemerkt. Man könnte die Flucht noch gcheimhalten, vielleicht bis über den Appell heute nachmittag hinaus, vielleicht sogar bis zu ihrer Abfahrt. Die ehemaligen Stubengenossen Solterbecks und G'enants beraten sich, was man tun soll. Ped- dinghusen bespricht sich mit dem ältesten Offizier des Lagers, einem Major. Man entschließt sich, fair play zu spielen und dem Kapitän Meldung zu machen. Es ist kein Verrat. Die beiden Kameraden sind jetzt mit dem spanischen Schiff schon auf hoher See und in ziemlicher Sicherheit. Den Fluchtweg selbst wirb man natürlich auf keinen Fall preisgeben. Ihn zu entdecken, ist Sache der Franzosen, wenn ihnen das heute noch lohnend genug erscheint. Peddinghusen, ber fließend französisch spricht, unternimmt es. mit Pesauebou selbst zu verhandeln und begibt sich ins Büro. Der Kapitän sitzt an einem gewöhnlichen Kommißlisch, der seinen Schreib- tisch bildet ,J)crr Kapitän, Sie haben uns eine gut« Bot- Ortszeit für den 18. Dezember. Sonnenaufgang 9.33 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. — Monduntergang 11.37 Uhr, Mondaufgang 21.27 Uhr. Verdunkelungszeit in der Woche vom 15. bis 21. Dezember: 17.05 Uhr bis 9.25 Uhr. 24. und 31 Dezember gelten nicht als fleischlose Tage. Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt bekannt: In dem Zeitraum vom 24. Dezember 1940 bis 1. Januar 1941 gilt als fleischloser Tag lediglich der 27. Dezember 1940, so daß in den Gaststätten und Beherbergungsbetrie- ben aud) am 24. unb 31. Dezember 1940 fleischhaltige G dichte gegen Abgabe von Fleischmarken verabfolgt weißen dürfen. Kein Altpapier fortwerfen oder verbrennen! Gerade in der Zelt vor dem Weihnachtsfest sammeln sich durch die Einkäufe in allen Haushaltungen größere Mengen Altpapier an. Da bas Altpapier heute fchon mehr als 25 v. H. des Rohstoffes für die Papierproduktion liefert, darf kein Altpapier weggeworfen ober verbrannt werben. Es ist über bi« Schulkinder ober über bie Hausvorsammelstellen zu sammeln unb abzuliefern. Slltpapier-Sammel- aftionen sparen Rohstoffe unb helfen unserem Volk, in seinem Kamps durchzuhalten. Zubilar-Ehrung bei Gchunl & 66e. Am Samstag versammelte sich im würdig geschmückten Aufenthaltsraum bie Belegschaft von Schunk & Ebe, um ben herkömmlichen Appell ab- zuhalten. In Derbinbung damit konnte der erste Jubilar mit 25 Arbeitsjahren geehrt werben. Pa. Meister Heinrich Hofmann (Heuchelheim) blickt auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Firma zurück. Betrieb, sichrer, Betriebsobmann und ein Vertreter der DAF. richteten ehrende Worte an den Jubilar unb barüber hinaus aufmunternde an die (Befolg- schäft, es in Treue und Einsatzfreudigkeit bem Ju- bilar aleichzutun. Der durch ble guten Darbietungen des Werkchors stimmungsvoll umrahmte Appell schloß mit bem Treuegelöbnis zu Führer unb Reich. angezogen, benn biefe oerbani) d7e Naturerkenntnis im Foyer des Stabttheaters. ~ v zn—.-.x. m- ....... Sladttheakcr Gießen. mittlungen durch die Kriminalpolizei Gießen und L h bie Staatsanwaltschaft ergaben als Brandursache ! L vorsätzliche Brandstiftung. Hier wurde ber 22 Jahre I alte Otto Schneiber als Branbstifter ermittelt, , \ ber bie Tat eingestanden hat. Als Beweggrunb gab J En er angeblich schlechte Behandlung durch seinen Skief» ! Lg r-ater Stein an, für die er sich haSe rächen wollen, r tr [i 4- Grünberg, 16. Dez. Am Samstag versam-1 weiten sich im Saale des Gasthauses „Zum Rap- w pen" die Ortsbauernführer und Hofberater des _ ___ hat sich in den letz- i Dienstbezirkes des Landwirtschaftsamtes Grünberg, Probleme der Psychologie heranzutreten. In diele ■ ^nH„n"immer mehr'mit seinen ernsten Werken [um bie Rede bes Reichsbauernführers Da r r 6 an- Richtung geht auch bas Hauptverk Schlttings, bas fln deutschen Buhnen burchgesetzt. So ist auch zuhören. Auch viele „Ehemalige Schuler unb bie 1850 erschienene .Lehrbuch der Psyck-oloaie bas | ,jn Leutnant Varn" bei seiner Uraufführung am Schüler und Schülerinnen des tetzigen Lehrgangs ..... -----........- 772" oma'i'tHm-tmi au um «luntm —J UN- ber Lanbwirtschaftsfchul e nahmen an dem ragt. Es wurde deshalb außerordentlich aefchatzt ft>arfer Anteilnahme bei Publikum unb Presse G^meinschaftsempfang teil. Der Lester des Land- und oewbiente eine Neuauflage 1913. Außerdem . Beweis für die starke Gestaltungskraft des Wirtschaftsamtes, Dr. Dienst, gab im Anschluß an persönlichen Gott und Unsterblichkeit ber Seele. Aus Schaust diesen Gründen mar sie besonders befähigt, an die kalter Erich Schäfer U |W# ... Probleme der Psychologie heranzutreten. In Diele gabren immer mehr mit seinen ernsten Werken «.la Ati/k iinlnnrf ftmill inrtA OHA . . ... . r . 1 r- tri ___X | Geiste durch 32 Länder ber Erde. Aus den taten effanten Erlebnissen während seiner 30jährigen Cee-^ ! führten gab der Vortragende einen aufschlußreichen Einblick m die Sitten unb Lebensbedingungen fremder Völker. Unterstützt durch reichhaltiges Bildmate- hier