Dienstag, 17. September W40 140. Jahrgang Ur. 220 Neuyork, im September. ZU werke in Sou belegt. Veruhigungspillen, die nicht mehr wirken An der irischen \-------- . - , und englischen Ostküste gelang es, beim An- Berlin, 17. Sept. (DNB. Funkspruch.) Am Freitag war der Leiter der Volksdeutschen Mittel- stelle, ^-Obergruppenführer Lorentz, dem der Reichsführer fj den Auftrag zur Aussiedlung der Volksdeutschen wie bei der Wolhynien-GaliZien- aktion so nun auch für Bessarabien und Nordbuchenland übertrugen hat, in Begleitung des Generalkonsuls W i n d e ck e r von der Gesandtschaft in Bukarest in Galatz eingetrofsen. Am Samstagfrüh wurde das Aussiedlungskommando mit verschiedenen Dampfern zur sowjetrussischen Seite üb er gesetzt. Dort empfing ---Obergruppenführer Lorentz den russischen Hauptregierungsvertreter Major Weretennikow und sprach ihm den Wunsch zur reibungslosen Zusammenarbeit im Sinne der deutsch-sowjetischen Beziehungen aus. Das Aussiedlungskommando begab sich nachmittags an die Her- Aushebung soll von einem Riesenstab von einer Million Beamter durchgeführt werden, der jedoch später auf 200 000 gekürzt werden sott. Das deutsche Aussiedlungskommando in Bessarabien. nicht eine Anzahl Industrieller böse wären iw-r ine „surplus tax", jene Steuer, die einen Teil der fetten Rüstungsgewinne dem Staate zufließen lassen will. Aber da wird man sich schließlich schon einigen ... Wie in den Zeiten des Goldrausches wird man solange mit dem „neuen Kurs" einverstanden sein, wie die Dividenden fließen — ohne Risiko! Das amerikanische Wehrpflichtgeseh unterzeichnet. Amrabme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags Anzeigen-Breile: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenttaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr „Es war ein höllisches Toben." Starker Eindruck der deutschen Angriffe auf ausländische Beobachter. Der Wehrmachisbericht vom Montag. Berlin, 16. September. (DBB.) Das Ober- Bergeltungsflüge gegen London troh schwieriger Wetterverhäliniffe. Zn heftigen Lustkämpfen 79 Feindflugzeuge vernichtet. - Nächtliche Angriffe auf Liverpool und Birmingham. Mflnngs-Rummel in USA Inierpreß Copynghi-Lerichi. kommando der Wehrmacht gibt bekannt: i Am 15 September und in der Rächt zum 16. , September wurden unter schwierigsten Wetterver- ! hältnifsen die Vergeltungsflüge gegen i London fortgesetzt. Kampfflieger griffen Docks und H afen anlagen an, trafen mit einer Bombe schweren Kalibers das Gaswerk Br o m- ley, setzten ein Oellager in Brand und erzm- ten Treffer auf Bahnhöfe, sowie kriegswichtige Industrieanlagen in Woolwich und anderen Stadtteilen. 3m Laufe dieser Angriffe kam es zu heftigen Luftkämpfen. Auch die Hafenanlagen von Dover und von Portland, wo ein Oel- laaer in Brand gesetzt wurde, sowie die Flugzeug- doner nicht weniger als siebenmal innerhalb 24 Stunden in den Keller trieben — diesem Rekord entsprechen. Man kann nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß die Zerstörung besonders wichtiger Rüstrmgsbetriebe und größter Versorgungsanlagen, wie des Gaswerkes Bromley Churchill und Duff Cooper zu den gewohnten Beruhigungspillen greifen ließen. Wenn man sich gezwungen sicht, gleichzeitig mit tum phantastischen Abschußziffern die „ernsthaften Schäden" an militärischen Objekten Zuzug eben und es als angebliches Ziel der unablässiaen deutschen Angriffe hinstellt, durch Zerstörung Londons das ganze Land zu lähmen, dann merkt auch der einfältigste Engländer, daß etwas faul ist an diesem neunten „Luftsieg". Auch er hat schließlich scyon herausbekommen, wie es mit den Papierslegen Churchills in Norwegen, Flandern, Dünkirchen und zuletzt in Somaliland bestellt war. Seine Methode ist immer die gleiche geblieben, wenn er den Engländern über eine neue Einbuße Hinweghelsen will, sie ist zu billig, um wirklich noch Beruhigung verbreiten zu können. Im Ausland über hat er den gleichen Mißerfolg. Ein Jahr Kriegsberichterstattung gab so vielfältige Möglichkeiten zu erkennen, wo die Wahrheit zu Hause ist, daß niemand mehr, der er mit der Unterrichtung der Öffentlichkeit seines Landes aufrichtig meint, auf Londoner Lugen her- einfallt. In tausend Fällen haben sich die Angaben des deutschen OKW.-Berichtes als stichhaltig erwiesen. Wenn hier die englischen Flugzeugverluste am Sonntag mit 79, die deutschen hingegen mit 43 an- aegeben werden, so wagt niemand mehr daran zu rütteln. Im Gegensatz dazu hat sich London mit den Meldungen über die angeblichen Ergebnisse seiner Nachtpiraten so viele blamale Blößen gegeben, daß jeder Wissende darüber lacht. Noch in ihrer Sonn- taqausqabe hielt die „Times" daran fest, Potsdamer und Anhalter Bahnhof feien ein einziger Trummer- haben VA Millionen Berliner und mit ihnen alle ' fremden Besucher der Reichshauptstadt können das erkannt. „® io male d'Italia" erklärt, mit der Besetzung von Sollum ist die erste englische Verteidigungslinie an der Cyrenaika-Grenze durchbrochen worden, die das britische Oberkommando von Sollum bis nach Sidi Omar im Süden planmäßig ausgebaut hatte. Diese erste Verteidigungslinie bestand aus einer Anzahl von m o ° dernen Befestigungen mit Minenfeldern, Stacheldrahtverhauen, Artilleriestellungen und M^ schinenaewehrnestem. Sie waren außerdem durch zahlreiche Tank- und Panzerwagenkolonnen geschützt, die an den verschiedenen Stellen rasch eingreifen sollten. Ein großer Teil dieses Materials bestand aus geländegängigen Ford-Panzerwagen, dem offenbar Offensiv- aufgaben gegen Italien zugedacht mar. Auf die jetzt durchbrochene BefeftigungsliNie folgen englische Abwehrstellungen auf einem noch stärker ausgebauten Befestigungsgurtel auf der höhe von Sidi Barrani, der m der Hauptstellung von Marsa Matruk sem Zentrum hat und sich weit ins Innere bis zur Oase S i w a erstteckt. Für militärische Operationen kommen von 1100 Kilometer Grenze nur die 270 Kilometer zwischen der Küste und der Oase von G i a t a b u i) in Frage, die ja auch von Marschall Graziani mit einem ununterbrochenen Stacheldrahtverhau versehen wurden. Es handelt sich um ein felsiges und steppenarttges Gelände, wahrend weiter südlich bereits wüstenähnliche Gebiete vorhanden sind und ganz im Süden die undurchdringliche Wüste liegt. Mit dem Vormarsch sind nun alle unter britischem Militärkommando stehenden Gebiete, die an die italienischen Besitzungen m Afrika grem zen, von den italienischen Streitkräften siegreich angegriffen worden. ^^Jn Äsern Stadium interessiert sich „Mr. Hobbit" natürlich auch gewaltig dafür, wer die Manner sind, die jenen Rustungs-Apparat der USA. aufbauen sollen, der ihnen die fetten Dividenden verspricht. Bisher war ja die Landarmee bekanntlich stets das Stiefkind der , amevikamschen Rüstung — jetzt aber lächelt aus jeder Zeitschrift dem Leser das knochige, längliche Gesicht des Generalstabschefs George Cattett Marshall unter dem breiten Pfadfinderhut entgegen. In fraglos weit besserem Zustande befindet sich die Kriegsflotte. Ihr Chef ist Admiral James Otto Richardson, ein tüchttger Seeoffizier von heute 61 Jahren, für die Wochenschau-Reporter eine Freude durch sein filmwirksames Lächeln. „Uncle Joe", wie er im Offizierskorps der Marine genannt wird, gitt als ein hervorragender Kenner des Pazifik er kennt das Riesenmeer zwischen Amerika und'Asien auch unter dem Wasser, denn als junger Offizier hat er an zahlreichen Tiefs ee - Expeditionen in^diesen Gewässern teilgenommen. Die mternatio- nale große Diplomatie muß mtt dein Chef der amerikanischen Marine als einem fanatischen Verfechter des Systems von Flotten-ntutzpunkten rech- nen, auf ihn gchen auch die Plane des ganzen pa- “K? ™ >•; USA, M l-l“ als die zerren in uiu|w*m f K.SSLÄÄVwiÄ SÄ i“. k neral Motors bezog er das drittgrößte Gehalt KWSKtzütz U Eantwortlich für das fo mel Ms- h*eme «ange 4me ber tätig, um ^'^"amn eountä" die Vorhand zu sichern. „Gods own country mit dem Ritftungs-Rum- Ä USÄ m fünfter Ordnung, wenn Der neutrale Berichterstatter, der nach einem Jahr < Abwesenheit den Boden der USA. wieder betritt, 1 kann dieses Land kaum wiedererkennen. Ein Auf- 1 rüstungsrausch durchrast die Vereinigten Staa- ! ten — vergleichbar nur mit ben berüchtigten und > krankhaften Zeiten des Goldfiebers. Sie alle, vorn I kleinen Spekulanten in Middlewest bis zum großen Herrn der Wallstreet, beseelt nur ein Traum und eine Leidenschaft: ander Rüstungs-Hausse wiederdasverdienen, was man an problematischen New D eal-Exp erimenten, äe- pression oder recession verloren hat. Aber bitte — ohne jedes Risiko! Sogar die Du Ponts, über deren Kriegsgewinnen die kürzlichen Senatsuntersuchungen einige sehr peinliche Enthüllungen brachten, haben sich entschlossen, die Herstellung ihrer neuen Nylon-Seidenstrümpse etwas in den Hintergrund treten zu lassen — zugunsten der Fabrikation hochexplosiver Materialien. Und die Du Ponts werden schließlich nicht zuletzt auf Grund ihrer engen verwandtschaftlichen Beziehungen zu den allerhöchsten Kreisen von Washington wissen, wie man am schnellsten und risikolofesten augenblicklich Geld verdient in den USA. Die durch alle Kanäle geleitete Propaganda der Wallstreet hat es glänzend verstanden, die Stimmung in den breiten Massen reif zu machen für diesen Rüstungs-Rummel, denn diese breiten Massen müssen ja schließlich den Start durch Kleinaktien und Obligationen mit finanzieren. Wohl noch nie war eine Zahl so populär in den USA. wie heute dieZahl „1 6 5". Wer 165 sagt, meint damit den Zeitraum, der verstrichen ist, seit die 13 amerikanischen Provinzen ihren Freiheitskrieg gegen das englische Mutterland auskämpften. Und die Propaganda-Parole behauptet ebenso kühn wie faszinierend: „Seit 165 Jahren haben wir keinen solchen Freiheits kampf durchzukampfen gehabt wie den, der uns jetzt devorsteht." Und mit dieser Parole finanziert man den Rüstungsrummel. „Wer hat Angst vorm bösen Wolf ...?" hat man allerdings Gelegenheit, mit einem Großindustriellen, einem prominenten Banker der Wallstreet oder einer maßgeblichen militärischen Persönlichkeit zu sprechen, so gewinnt man den Eindruck, daß diese Herren durchaus keine Angst vorm -bösen Wolf haben, sondern die in der von ihnen kontrollierten Presse so eindrucksvoll dargestellten Möglichkeit einer Invasion Deutschlands oder Japans in das Reich Jules Dernescher Utopien verweisen. Aber den breiten Massen wird es anders dargestellt, sie können in der weit verbreiteten Zeitschrift ,Mfe" diese Invasion mit Schaudern rntt- erleben, von der Ueberraschungsschlacht am Potornac bis zum Tankangriff auf Neuyork, Kampf gegen die Fallschirmjäger auf den Dächern der Wolkenkratzer, hissung der hakenkreuzfahne auf dem Weißen Hause und schließlich sogar die demütige Friedettsbltte Der amerikanischen Delegierten in derselben — jetzt allerdings mit Hakenkreuzfahnen geschmückten Stadt- Halle von Philadelphia, wo ihre Ahnen einst ihre Unabhängigkeitserklärung gegenüber England verlesen haben. Man muh sich darüber klar sem, daß •eine Propaganda-Welle, die gleichmäßig Geschäft verspricht und an das Gefühl appelliert, in den USA. ihre Wirkung nie verfehlt: Rüstungsrausch wird solange das amerikanische Volk durchsiebern, wie er Geschäft — aber kein Risiko — Berlin 16.Sept. (DNB.) Nach den Londoner Meldungen 'will die britische Luftwaffe am Sonn- taq eine Rekordzahl deutscher Flugzeuge..abgeschossen haben - 185 meldet Lügenreuter nämlich die Hälfte aller, die angeblich angegriffen hatten. Nach Die Einnahme von Sollum. Rom, 16. Sept. (DNB.) Mit der Einnahme der ägyptischen Grenzstadt Sollum, die der italienische Heeresbericht am Montag meldet, hat der Vorstoß der Armee des Marschalls Graziam in kurzer Zeit fein erstes Ziel erreicht.. Die Truppen Grazianis haben trotz der zu dieser Jahreszeit noch außerordentlich großen Hitze den Vorstoß über Die libysche Grenze unternommen und sind bereits im ersten Ansturm über den befestigten Ort Sollum hinaus in die wasserlose Sandwüste an der agyptl- chen Mittelmeerküste vorgestoßen. An Wegen steht Den vorrückesiden Truppen nur eine befahrbare Karawanenstraße zur Verfügung. Wie bereits bei der Eroberung Britisch-Somalilandes bereiten Die klimatischen Verhältnisse unD Fragen Des Nachschubs einer militärischen Aktion Der Italiener größte Schwierigkeiten. Wasserstellen sinD nur an wenigen Punkten zu finden, sie reichen nicht im entferntesten für Die Wasserversorgung einer moDernen Armee aus, auch Dürften sie von Den zurückgeworfenen englischen Truppen unbrauchbar gemacht worden sein. Sollum, ein kleines befestigtes KüstenDorf, wird von einer Bergkette im Süden beherrscht, in Die Die Engländer ein kleines Fort eingebaut hatten, das von den italienischen Truppen genommen wurde. Der Ort Sollum, der etwa 15 Kilometer von Der libyschen Grenze entfernt liegt, wurde erst 1911 von Aegypten besetzt und erst im Jahre 1925 von den Italienern Aegypten verttaglich zu- Erscheint täglich,, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener ftamilienblätter Heimat rrnBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernwrechanschluß 2251 Drahtanschrift-.„Anzeiger" Postscheck11686 ^rankf^M. daß sie in jeder Nacht mit deutschen Angriffen rechnen hat, und wartet jeden Abend gegen acht Uhr mit der Uhr in der Hand auf den Beginn des Nachtalarms. Die V e r s o r g u n a der Zivilbevölkerung mit Unterständen ist vollständig unzureichend. Wenig Schutzräume sind für einen nächtlichen Aufenthalt eingerichtet, weswegen vie e Londoner es vorziehen, in chren Heimen zu Hause zu bleiben Die Londoner können jedoch, wenn sie m ihren Betten liegen, nicht den heulenden Lauten der deutschen Flugzeugmotore ausweichen. Sie haben das Gefühl, als ob die Maschinen sich die ganze Nacht genau über dem Dach des Hauses befinden. Amerikanische Korrespondenten, die Gelegenheit hatten Barcelona während des spanischen Bürgerkrieges zu sehen, äußerten, daß London heute b e r e i 15 ro e i t ft ä r t e r unter den Luftangriffen gelitten habe als Barcelona. In kurzer Zeit müsse Englands Hauptstadt aussehen wie Warschau so schreibt das dänische Blatt „Nationaltidende und erhärtet diese Mitteilungen neutraler Beobachter aus London mit der Feststellung seines Berliner Korrespondenten, daß seit dem 7. September über 1,5 Millionen Kilogramm Bomben über London abgeworfen seien. „Politiken ist der Meinung, daß die Londoner Rüstungsindustrie auf Grund der fortgesetzten Arbeitsunterbrechungen als gelähmt bezeichnet werden müsse. Auch die Zerstörung der Dock- und.Hafenanlagen sowie großer Lebensmittellager sei um so bedeutungsvoller für Die Versorgungslage der englischen Hauptstadt, als ein Viertel der gesamten englischen Lebensmitteleinfuhr über London zu gehen pflege. „Berüngske Tidende erfährt aus Neuyork, bafj amerikanische Radio- ftationen, die in regelmäßiger Funkverbindung mit englischen Kurzwellensendern zu stehen pflegen, seit 36 Stunden vergebens versuchten Verbindungen mit England herzustellen. Die Kabelverbm- Dungen mit London sind plötzlich unterbrochen wor- : den Eine Funkmeldung aus London besagte, deutsche ' Fliegerbomben hätten die Elektrizitätszentrale von ■ London getroffen, und man habe die Hilfsmaschinen : für die telegraphische Verbindung Londons mtt Der 1 Küste noch nicht in Gang setzen können. Gietzener Anzeiger »^.- .^General-Anzeiger für Oberhessen Gegenteil bezeugen. Gar keinen EinDruck macht die Rederei von Zerstörungen am Buckingham-Palast und an Londoner Kirchen Wem so zahlreiche planmäßige Verletzungen deutscher Weihestätten, wie des Goeches-Hau- ses, des Bismarck-Mausoleums, der Berliner historischen Erinnerungsstätten, wem so viele bewußte Angriffe auf die hehrsten deutschen Gotteshäuser wie dem Speyerer Dom, auf Friedhöfe, Klöster und Dorfkirchen nachgewiesen sind, der hat kein Recht mit solchen unwahrhaftigen Behauptungen um Mitleid betteln zu gehen. griff auf mehrere Geleilzuge zwei handels- fchiffe von insgesamt 18 000 BRT. zu versenken, eins in Brand zu werfen und eins schwer zu beschädigen. Lin weiteres Handelsschiff von 8000 BRT. wurde bei Rächt im Kanal versenkt. Kampffliegerverbände unternahmen nächtliche Angriffe auf Liverpool und Birmingham. Auch hier entstanden zahlreiche Brände. Das Verminen britischer Häsen nahm seinen Fortgang. Versuche britischer Flugzeuge, die Reichs- hauptstadt in der letzten Rächt anzugreifen, schlugen fehl. 3n einigen Städten Westdeutschlands fielen Bomben auf Wohnviertel. Dabei wurden in einem Ort mehrere Häuser zerstört und eine Schule in Brand gesetzt Zwei Zivilpersonen sind getötet, mehrere verletzt worden. Flakartillerle und Rachtjäger schossen je ein Flugzeug ab. Hafenschuh- und Vorpostenbooten der qe|elil IUUIUC, Kriegsmarine gelang es, an der Kanalküste bret thamplon wurden mit Bomben feindliche Alugzeuge abzufchiehen. Die Gefamlver- ’ (uffe des Feindes betrugen gestern 79 Flug- foroie an der schottischen ; e u g e. 43 eigene Flugzeuge werden vermihl. Washington, 17. Sept (DNS. Funkspruch.) Präsident Roosevelt unterzeichnete am Montag das Wehrpflichtgeseh und bestimmte den 16. Oktober als den Tag, von dem an die vom Gesetz erfaßten 16»/r Millionen Amerikaner von 21 bis 36 Jahren sich zwecks späterer Aushebung eintragen müssen. Der Beginn der Aushebung erfolgt vier ............ Wochen nach der Eintragung. Anmeldung und schiedenen Standorte in Bessarabien. Stockholm, 16.Sept. (Europapreß.) London 1 hat in Den Vormittags ft unDen De sMon- tags drei fiu f t ro a r n u n g e n erlebt. Die erste Warnung ertönte in Dem Augenblick, öa ^unDert- unD aber hunderttausende von Menschen ^ Wohnungen verließen, um nach einer m Den Luftschutzkellern verbrachten Nacht De n Weg zu ihren A r b e i t s ft ä 11 e n anzutreten. Die Warnung dauerte ebenso wie Die zweite etroa 15 bis 20 Minuten. Die Dritte Warnung ertönte gegen 11 ttyr englischer Zeit. Reuter melDet, daß der D ie r t e Fliegeralarm im Londoner Gebiet, Der um 17 Uhr britischer Zeit zu Ende ging, dr ei Stunden unD 50 Minuten gedauert hat und somit der längste Der bisherigen Tagesalarme gewesen ist. In Stockholm wird Der Bericht einer norDamerifani= scheu Nachrichtenagentur stark beachtet, m Dem es heißt: „Die englische hauptstaDt hat wieder einen furchtbaren Sonntag I) t n t e r i i ch • einen Der schwersten Tage, Den Die Vevolke- rung'je erfebt hat. Die deutschen Maschinen führten insgesamt vier Angriffe durch. Kaum war das Signal .Gefahr vorüber' gegeben. Da wurden d e Menschen wieder in Die Luftschutzkeller gehetzt. Die meisten zogen es allerDmgs vor, sich f1 a n b Luftschutzkeller aufzuhalten, anstatt zwifchen Wohnung und Schutzraum hin- unD herzulaufen. Der Kampf raste nicht nur über Den Vorstädten ganz Zentral-London war Schauplatz der deutschen Angriffe. Dadurch, daß Die RAF. große Verbände urn Die englische Hauptstadt zu ammengezogen hatte, e^standen^i n t e n f i o e Luftkämpfe im Raum ' über London. Eine furchtbare Explosion nach Der USA 1 priem, jv ।uiu ---- - . r anderen konnte man hören. Gleichzeitig donnerten als Herren m Uniform jene Manner, die^Prc schweren ^unD sich^sicher fühlen. Der angerichtete Schaden war yh diesmal ernst. Schäden find auch' verursacht worden durch das heftige Sperrfeuer. Granatspltt. ter müssen überall dort Vernichtung gebracht haben roo sie einschlugen. Man konnte es pater hören,' wie Der Hagel auf Die Dächer ch^rschlug. Tausende^von Fensterscheiben sind vernichtet worden. Schon Die umherfliegenden Fensterscheiben machten es absolut notwendig, daß die Bevölkerung die Unterstände aufsuchte. Die ^untat der deutschen Luftwaffe war auch in der Nacht umfassend. Heber Die Lage Der ßonDoner Zivilbevölkerung schreibt Der ßoi&oner Vertreter von „Stockholms TiDninaen": „Wenn Die Nacht hereinbricht, ziehen nicht nur über Die Londoner Heime Die Schauer des Krieges hinweg. Auch die Gedanken und Gefühle werden davon erfaßt. Die Zivilbevölkerung ~ befindet sich nicht mehr langer hi^er den Lmren wir bisher mit derartigen der Soldaten. Sie ist st ° n d er F ront °Erf°lgsmeldungen- Churchills gemacht haben, muß KäXSTS ÄSSf -St ”“*■- - - — Italien führt nur Krieg gegen England. Oer Krieg auf ägyptischem Boden gilt der britischen Operationsbasis. (Scherl-Bilderdienst-M.) M iisurdld iSollum Mdhuk DjaraEmb. irsa Tobruk ===== gg\Golfy. Sollum ^Gadames" TUNIS .Audjila ... n ; Rom, 16. Sept. (Europapreß.) lieber das gegenwärtige Verhältnis Italiens zu Aegypten wurden im Zusammenhang mit dem italienischen Vorstoß auf Die englischen Stützpunkte in Aegypten in der Presse-Konferenz ausführliche Mitteilungen gemacht: Am 10. Juni habe der Duce erklärt, Italien verfolge keinerlei Absicht, Aegypten und andere Staaten in den Krieg zu verwickeln. Demgegenüber hätten sich die italienischen Truppen an der Grenze der Cyrenaika jeder militärischen Aktion gegenüber ägyptischem Gebiet enthalten, obgleich Aegypten durch einen Bündnisvertrag mit England verbunden sei. Bereits am 12. Juni habe die englische Luftwaffe von den Stützpunkten auf ägyptischem Gebiet aus einen Einflug in das Gebiet der Cyrenaita versucht, der abaewiesen worden sei. Am 13. Juni sei ein Angriff von englischen See- und Luftstreikräften pus Tobruk erfolgt. Am 14.Juni sei von ägyptischem Gebiet aus die liby che Grenze von Infanterie und Kampfwagen ange- griffen worden. Der Angrif sei abgewiesen waren. Am 15. Juni habe sich der Angriff mit dem gleichen Ergebnis wiederholt. Ebenso sei am 16. Juni ein Angriff in der Richtung auf Siddi Azeis erfolgt. Alle diese Angriffe seien von Stützpunkten ausge- aangen, die England auf Grund des englisch-ägyptischen Vertrages von 1936 geschaffen haoe. Man könne sagen, daß dieser Vertrag in Wirklichkeit wertlos geworden sei, weil in den dem Kriegseintritt Italiens vorausgegangenen Monaten ganz Aegypten in eine Operationsbasis gegen Libyen umgewandelt worden sei. Da sich klar ergeben habe, daß Aegypten, das sich diesen Angriffen nicht angeschlossen habe, nicht in der Lage gewesen sei, vollkommen unabhängig den vertraglichen Bestimmungen des englisch-ägyptischen Vertrages von 1936 Geltung zu verschaffen, habe sich das Kommando der italienischen Wehrmacht in Libyen gezwungen gesehen, die Angriffe zu beantworten. Dies sei erst zehn Tage nach dem Beginn der Feindseligkeiten und nach den fünf englischen Angriffen geschehen. Daß Aegypten unter englischem Druck gestanden und die Lage schwer ertragen habe, in die es durch England gebracht worden sei, sei mehr noch als durch das Fernbleiben von den Kampfhandlungen durch die politische Haltung Aegyptens erkenntlich geworden. Trotz der ita- liemschen Kriegserklärung an England habe sich Aegypten erst am 14. Juni dem Willen Londons gebeugt und die diplomatischen Beziehungen zu Italien abgebrochen, aber Italien n i ch t den Krieg erklärt. Die Mitteilung über den Abbruch Der diplomatischen Beziehungen zu Italien fei von Erklärungen maßgebender ägyptischer Regierungsmitglieder begleitet gewesen, ,in denen aus die Zwangslage Aegyptens hingewiesen und der Schmerz des Landes bekanntgegeben worden sei, eine derartige Haltung Italien gegenüber einnehmen zu müssen, und daß nicht die Absicht bestehe, über den Zustand der abgebrochenen diplomatischen Beziehungen hinauszugehen. Auf diese Weise fei die gegenwärtige widersinnige Lage entstanden. Das nicht im Kriege mit Aegypten stehende Italien hat von ägyptischem Gebiet aus von England angegriffen werden können. Wie immer nun — nach den auch in Aegypten eingetretenen Aenderungen in der Regierung — die zukünftigen Absichten Aegyptens sein mögen: feststehe, daß von ägyptischem Gebiet aus England gegen Italien operiere. Italien könne es nicht zulassen, daß das von einem ihm befreundeten Volk bewohnte ägyptische Gebiet dem Feinde a l s Operationsbasis diene, um Libyen und Aethiopien zu bedrohen und anzugreifen; vor allem aber, um die Verbindungen Italiens mit seinem Imperium unter Verletzung der internationalen Verträge zu unterbrechen, die die Neutralität des Suezkanals auch in Kriegszeiten festgelegt hätten. Wenn nun Italien auf ägyptischem Gebiet operiere, so bekämpfe es England. Italien beabsichtige auch heute nicht, Aegypten in den Krieg zu verwickeln. Es sei nicht Italiens Schuld, wenn nun der Krieg Fuf ägyptischem Boden geführt werde. Das ägyptische Volk möge es nochmals zur Kenntnis nehmen: Italien verbleibe dem ägyptischen Volk gegenüber von lebhaften und aufrichtigen Gefühlen der Freundschaft beseelt. Italienischer Wehrmachtsbericht. Rom. 16. Sept. (DRV.) Der italienische Wehrmachtsbericht vom IRontag hat folgenden Wortlaut: Unsere Vorhuten haben Sollum beseht und überschritten und dabei rund 50 feindliche Tanks- und Panzerwagen zerstört. Feindliche Abteilungen haben auf ihrem Rückzug zahlreiche Lager in Brand gesteckt und durch sehr intensive Aktionen unserer Luftwaffe schwere Verluste erlitten. Line unserer Luftformationen hat im Sturzflug den Flughafen von Hal Far auf Malta bombardiert, wobei die Flak, die Anlagen und die Flug- zeugschuppea Volltreffer erhielten. Line starke Explosion und ein darauffolgender Brand von beträchtlichen Ausmahen wurde beobachtet. Aufgeftiegene feindliche Jagdflugzeuge find einem Kamps mit unseren begleitenden Jägern aus dem Wege gegangen und haben dagegen unsere Sturzbomber (Picchia- telli) angegriffen, die zum Gegenangriff übergingen und ein feindliches Flugzeug abschossen sowie ein weiteres schwer beschädigten. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Im östlichen Mittelmeer haben unsere Schnellbote (Mas) ein feindliches U-Boot versenkt. Lin feindlicher Kreuzer, der von einer unserer Luftformationen angegriffen wurde, hat durch eine Bombe mittleren Kalibers einen Volltreffer erhalten. In O st a f r i k a haben unsere Flugzeuge die Anlagen in der Zone von Goz Regeb (Sudan) bombardiert. Feindliche Luftangriffe auf Assab, Masfaua, Debaroa, Asmara und Gura haben ins- gesamt vier Verwundete und geringen Sachschaden zur Folge gehabt. In Matemma haben bewaffnete Einwohner eine von einem australischen Hauptmann geführte Spaniens Innenminister in Berlin. Berlin, 16. Sept. (DNB.) Auf Einladung der Reichsregierung traf der spanische Innenminister Serano Sun er zu einem mehrtägigen Besuch in der.Reichshauptstadt ein. v Der Reichsminister des Auswärtigen v. R i b b e n t'r o p begrüßte den spanischen Minister auf dem Anhalter Bahnhof. Der spanische Botschafter in Berlin, General Espinosa de los Monteros, Vertreter der Falange und der spanischen Kolonie hatten sich auf dem Bahnsteig eingefunden. Zu Ehren des Ministers gab der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop am Montagabend einen (Empfang im Hotel Adlon, an dem Generalfeldmarschall Keitel, Reichsminister des Innern Dr. Frick, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsführer ff Himmler, Reichsleiter Bouhler, Staatsminister Dr. Meißner, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Freiherr von Weizsäcker sowie der italienische Geschäftsträger und die Mitglieder der spanischen Botschaft anwesend waren. Der spanische Innenminister wird am Dienstagvormittag vom Führer in der Reichskanzlei empfangen werden. Deutsche Schriftleiter in Bergen. Oslo, 16. September. (Europapreß.) Zehn deutsche Schriftleiter, die auf Einladung von Reichs ko mmissar Terboven eine Studienreise nach Norwegen gemacht haben und ■bereits Nordnorwegen und Drontheim besuchten, statteten auch Bergen einen Besuch ab. An der Grenze Westnorwegens wurden sie von dem Rit- terkreuzttäger Major Klein begrüßt, der ihnen während der Fahrt ein anschauliches Bild der Schwierigketten gab, d-ie das Gelände hier den deutschen Truppen beim Kampf um die Bergen- Dahn bereitete. Sehr herzlich gestattete sich der Empfang in Bergen durch den Gebietskommissar ^-Oberführer D e l l e n b u s ch. Eine Stadtrundfahrt schloß sich dem (Empfang an. Den Nachmittag füllten Besuche der militärischen Stellungen aus. Hierauf reiften die Schriftleiter nach Oslo zu- karawane, die in unser Gebiet einzudringen versuchte, Überrascht und in die Flucht geschlagen. Sollums strategische Sedeutung. Englands Auffassung heute und gestern. Rom, 16.September. (DNB.) Das von den italienischen Truppen eroberte Sollum hat bereits im Laufe der letzten Jahrzehnte im diplomatischen Zwischenspiel der Großmächte eine erhebliche Rolle gespielt. Als die Engländer im Jahre 1882 Aegypten besetzten, dehnten sie mit der Begründung „strategischer Notwendigkeit" das von ihnen beherrschte Territorium bis nach Soll u m a u s. Auf der Konferenz von Ouchy, die den ägyptischtürkischen Krieg abschloß, widersetzten sich England und Frankreich mit dem Hinweis auf die besondere strategische Bedeutung von Sollum einer Eingliederung dieses Küstengebietes an Italien. Als auf der Konferenz von Versailles im Jahre 1919 die Italiener die chnen im Londoner Vertrag von 1915 von England und Frankreich gemachten Zugeständnisse erörterten, und von der italienischen Regierung d i e Erfüllung der übernommenen kolonialen Versprechungen gefordert wurde, war es von neuem der Vertreter Großbritanniens, Lord Milner, der die Abtretung von Sollum an Italien stets mit dem gleichen Hinweis auf die für England wichtige strategische Bedeutung von Sollum ab- lehnte. Im Jahre 1920 kam schließlich das Hil-ner-Scra- loja-Abkommen zustande, in dem Sollum endgültig alsAegypten gehörig anerkannt wurde. Als darauf 1922 die englische Regierung die Unabhängigkeit des ägyptischen Volkes anerkannte, forderte die ägyptische Regierung damals eine neue Bestätigung dieses Aegypten zugesprochenen Gebietes durch Italien. Die Verhandlungen endeten schließlich mit der Abtretung der 20 Kilometer südlich gelegenen Oase von Djura - bub als Gegenleistung an Italien. Wenn jetzt von englischer Seite behauptet wird, daß Sollum strategisch bedeutungslos sei, so widerspricht diese propagandistische Behauptung der Haltung, die England zu wiederholten Malen in den letzten Jahrzehnten eingenommen hat, wobei es hartnäckig an der Betonung der besonderen strategischen Wichtigkeit von Sollum als Grund für die Eingliederung dieses Küstenplatzes in das ägyptische Territorium festhielt. rück, wo sie vom Befehlshaber der deutschen Landstreitkräfte in Norwegen und von Reichskommissar Terboven empfangen wurden. Landverbindurig nach dem nördlichsten Norwegen. Oslo, 16. September. (Europapreß.) Noch vor dem Einsetzen des Winters wird zum erstenmal in der Geschichte Norwegens eine Landverkehrsoerbindung mit dem nördlichsten Teile Europas hergestellt sein. Wie der Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete, Terboven, in einer Unterredung ausführte, ist damit zu rechnen, daß in den nächsten Monaten die Straße von Drontheim nach Kirkenes f ertigge- stellt wird, die dann einen direkten Anschluß an die bestehende Neichsstraße von Oslo nach Drontheim darstellt. An dem Bau sind deutsche Soldaten und Ingenieure beteiligt. Durch diese Verbindung wird das nördliche Norwegen zum erstenmal enger an das übrige Land angeschlossen, was sich gerade auch auf wirtschaftlichem Gebiete in hervorragendem Maße auswirken dürfte, da der langwierige und von Witterungseinflüssen abhängige Seeweg einen Ausbau erschwerte. Die schwedischen Reichstagswahlen. Stockholm, 16. Sept. (DNB.) Das Schluß- ergebnis der am Sonntag durchgeführten Neuwahlen in die Zweite Kammer des schwedischen Parlaments führten zu einem sozialdemokratischen Wahlsieg. Die Sozialdemokraten konnten 24 Mandate mehr gewinnen. Am stärksten verloren hat der Schwedische Bauernbund, der 8 Mandate einbüßte. Die Schwedische Volkspartei verlor 4 Mandate, die Kommunisten 2 und die Sozialistische Par- t e i (eine marxistische Partei) hat kein Mandat mehr. Im einzelnen sind folgende Ergebnisse zu verzeichnen: Reichs Partei 1940: 503 408 Stimmen (42 Mandate); 1936: 512 781 Stimmen (44 Mandate). Bauernbund 1940: 341 354 Stimmen (28 Mandate); 1936: 418 840 Stimmen (36 Mandate). Volkspartei 1940: 338 902 Stimmen (23 Mandate); 1936: 376161 Stimmen (27 Mandate). Sozialdemokraten 1940: 1 527 631 Stimmen (134 Mandate); 1936: 1 338 120 Stimmen (112 Mandate). Sozialistische Partei 1940: 18 354 Stimmen (0 Mandate); 1936: 127^32 Stimmen (6 Mandate). Kommunisten 1940: 100 379 Stimmen (3 Mandate); 1936: 196 519 Stimmen (5 Mandate). Insgesamt abgegeben wurden 2 830 028 Stimmen, auf die 230 Mandate entfielen gegen 1936 mit 2 870 253 Stimmen und 230 Mandaten. Kunst und Wissenschaft. Hermann Stehr zur letzten Ruhe bestattet. Am Sonntag wurde der schlesische Dichter Hermann Stehr in seiner Geburtsstadt Habel- s ch w e r d t unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zur letzten Ruhe gebettet. Hans Christof Kaergel sprach namens des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer Worte des Gedenkens. Unter den Kranzspenden bemerkte man die der Reichsminister Dr. Goebbels und Rust sowie des Reichsführers ff Himmler. Dr. Vögler Ehrensenator von Münster. Die Wilhelms-Universität Münster hat den Generaldirektor Dr. phil. h. c. Dr. ing. e. h. Albert Vögler wegen seiner Verdienste um den Ausbau dieser Universität als ersten zum Ehrensenator ernannt. Dr. Vögler ist seit Jahren Erster Vorsitzender der Gesellschaft zu Förderung der Westfälischen Wilhelms-ttniversität. Arbeitstagung des RSD.-Dozentenbundes. Der Reichsdozentenführer Professor Dr. Walter Schultze rief die Leiter des Amtes Wissenschaft des NSD.-Dozentenbundes aller Hochschulen zu einer Arbeitstagung in München zusammen. Der Leiter des Amtes Wissenschaft in der Reichsdozentenführung Professor Dr. Gustav Borger hielt dabei einen Vortrag über die Wissenschaftsarbeit des NSD.-Dozentenbundes an den einzelnen Hochschulen und im Reich Die Sammlung aller Kräfte auf den verschiedenen Fachgebieten führe nicht nur zur Einheit des wissenschaftlichen Denkens und der Arbeit an unseren Hochschulen, sondern sei zugleich die Pflicht der verantwortlichen geistigen Führer im Kampf zur Neuordnung Europas. Die von ihm dargelegten Pläne wurden in eingehenden Aussprachen erörtert. Weiterhin berichteten d-ie führenden Dozenten über die Leistungen an ihren Hochschulen. Oer Widerruf. Von Kary Ottinger. Nack dem Dreißigjährigen Krieg hatten die Mo- ralprebiger besonders viel zu tun, galt es doch, die Menschen, die unter der langjährigen Geißel des Krieges so arg gelitten hatten, wieder aufzurichten, ihnen den nötigen sittlichen Hall zu geben und sie zurückzu führen in das feste Gefüge der Ordnung und der Disziplin. Unter den Männern, die sich da als Warner hervortaten und die Menschen aus ihrer Verwahrlosung rissen, war auch der berühmte Prediger Abraham a Santa Clara, ein geborener Schwabe, ein Mann, der den Mund am rechten Fleck hatte und auch vor einem harten Wort nicht zurückscheute. Er kannte feine Leute, und wußte, wie man ihnen am besten bei kommen könnte. Und danach richtete er sich. Abraham a Santa Clara hieß mit seinem bürgerlichen Namen Ulrich Megerle und war, wie allgemein befannt, ein witziger, schlagfertiger und dabei unerschrockener Redner und Draufgänger, der rücksichtslos und unnachsichtig die Torheiten feiner Mitmenschen anprangerte und geißelte. Schärfer, witziger und bissiger hat wohl nie ein Volksapostel gegen Modeunfug und Lotterwesen aller Art geeifert So nahm er eines schönen Tages das Modeunwesen der Weiber zum Zielpunkt seines Angriffs, trat mit allem Nachdruck gegen die Auswüchse auf diesem Gebiet auf und schloß feine Ausführungen mit den drastischen Worten: „Weiber, die sich so stark entblößen, sind nicht wert, daß man ihnen ins Gesicht spuckt!" Das war den Frauen zuviel. Sie gingen kurzerhand zur Kaiserin und beschwerten sich über die „rüde" Art des Predigers. Abraham a Santa Clara war damals Hofprediger in Wien, und er mußte sich eine Zurechtweisung der Kaiserin gefallen lassen, die ihm riet, seine Ausfälle zu widerrufen. Am darauffolgenden Sonntag war kein Plätzchen in der Kirche leer. Alles war herbeigeeilt, alles wartete gespannt daraus, wie der Prediger sich diesmal wohl aus der Patsche ziehen würde. Abraham a Santa Clara stellte die Neugierigen aber auf eine harte Probe; denn die Predigt ging schon ihrem Ende zu, und noch kein Sterbenswörtchen war über seine Lippen gekommen, keine Entschuldigung, kein Widerruf. Die Derfammelten Damen, denen ein Rückzug des Volksapostels nur gar zu gut gepaßt hätte, gaben bereits alle Hoffnung auf. Da — es war kurz vor Predigtschluß — sprach Abraham a Santa Clara die folgenden Worte: ,Hch habe neulich gesagt, daß Weiber, die sich so stark entblößt tragen, nicht wert seien, angespuckt zu werden. Dies widerrufe ich hiermit feierlich und erkläre öffentlich: sie sind es wert!" „Trenck, der Pandur." Ein Hans-Albers-Filrn der Tobis. Wie das Ewig-Kindliche im Manne zeitlebens in einem verborgenen Winkel seines Herzens eine stille Liebe für Eisenbahn und Baukasten, für Zinnsoldaten und Indianer behält, so bewahrt es auch den Helden seiner Tertianer-Lektüre ttotz aller lächelnden Selbstbespöttelung eine Zuneigung, die ohne Nachfolger bleibt. Dielleickt ist es diese Erinnerung an eine, noch ganz unkomplizierte jugendliche Begeisterungsfähigkeit, die das unwägbare Fluidum in der Kunst eines Schauspielers wie Hans Albers ausmacht. Mit den gleichen brennenden Augen, mit denen wir vor dreißig oder vierzig Jahren unseren Karl May, unsere Heldensagen, unsere Kriegs-Abenteurer- und Seemannsbücher verschlangen, starren wir jetzt in den Wirbel der sich überstürzenden Ereignisse auf der Leinwand, lassen uns willig einfangen von dem knabenhaft unbekümmerten Draufgängertum dieses Hans Albers, von seiner überlegenen Wurstigkeit, mit der er auch aus verzwicktesten Situationen einen Ausweg findet, von seiner chevaleresken Galanterie gegenüber dem schönen Geschlecht und seiner ab« gründ tiefen Verachtung, die er vertrottelten Bürokraten und Hofschranzen samt ihrem „Instanzenweg" oft recht drastisch und handgreiflich bezeigt. Hans Albers macht feine Helden nicht zu überirdisch schönen und makellosen Fabelwesen. Sein derber Humor, feine schalkhaften (Eutenfpie^eleien, sein heißblütiges Temperament sorgen dafür, daß auch seine kühnsten Heldentaten, seine aewagtesten Abenteuer im Menschlichen bleiben uno an unsere Knabenphantasie keine unmöglichen Anforderungen stellen. „Ewig ist der Kampf, und ewig ist die Liebe", unter dieses Motto hat der Pandurenhäuptling Franz von der Trenck sein Leben gefteHt, und damit ist er auch für Hans Albers der rechte Mann. Das fängt gleich mit einer Exekution im wilden Rußland an, wahrlich im letzten Augenblick rettet ihn eine schöne Frau vor den Kugeln des Pelotons und vor der Rache des Gouverneurs. Trenck kehrt nach Jahren ziellosen Umherstreifens durch aller Herren Länder in die Heimat zurück, und der alte Vater hat es leicht, ihn zu bewegen, in den Dienst seiner Kaiserin, der schönen Maria Theresia, zu treten. Mit seinem aus slavonischen und kroatischen Grenzräubern zusammengestellten Pandurenregiment macht er sich in den Feldzügen der Kaiserin bald einen gefürchteten Namen. Ebenso sehr aber auch bei Hofe, wo seine Verachtung des Jnstanzen- zuges als Disziplinlosigkeit peinlich vermerkt wird. Aber so unerschrocken er vor dem Feinde ist, so wenig fürchtet er auch die Ungnade der Kaiserin, wenn es darum geht, einer schönen Frau aus der Klemme zu helfen und sie vor einer aus politischen Gründen inszenierten Heirat mit einem ungeliebten Manne zu bewahren. Dabei kommt er einer verzwickten Spionagenffäre auf die Spur und scheut nun nicht den Verdacht des Landesverrats, um in das feindliche Hauptquartier einzudringen, in tollkühner Flucht durch die Festungskas'ematten die feindlichen Aufmarschpläne ins österreichische Lager zu bringen und nun mit feinen Panduren siegreich über den Rhein den Angriff auf die Franzosen vorzutragen. Die Belohnung bleibt nicht aus. Im Festsaal der Wiener Hofburg empfängt er an der Spitze seiner tapferen Pandurenoffiziere aus der Hand der Kaiserin das Schwert der ungarischen Krone. Was wir hier über den Inhalt des Films berichteten, klingt nüchtern und schal, gemessen an der Fülle sich überstürzeicher Ereignisse, die W. 3er- lett-Olfenius in feinem Drehbuch frei nach der Historie zusammengedrängt und aus der Perspektive eines jugendlich beschwingten und vereinfachenden Enthusiasmus gestaltet hat. Herbert S e l p i n s Regie läßt die Handlung in einem wahrhaft atemberaubenden Tempo ablaufen und hat auch nicht an Kontrasten gespart, um die alles beherrschende Gestalt des Pandurenttenck in kräftigen Strichen sinnfällig herauszustellen. Aber auch die feiner angelegten Szenen um Maria Theresia kommen zu ihrem Recht. Franz Kochs Kamera hat sehr schöne Bilder von der festlichen Pracht der Wiener Hofburg geschaffen und die Flucht des Pandurenttenck durch Die Festungskasematten unter den Detonationen eines iw dis Luft gesprengten Pulvermagazins in erregender Bildfolge begleitet. Die hübfche Musik mit dem eingängigen Pandurenmarsch machte Franz Solle. Hans Albers, mit dem der Film natürlich steht und fällt, kommt uns diesmal indreifacherGe- sta lt, als Pandurenttenck der eigentliche Albers, wie wir ihn kennen, ein galant-verwegener kraftstrotzender Abenteurer, der hier im Dienst feiner Herrscherin und seines Landes sich gleichsam geadelt durch eine nationale Idee mied erfind et, als Vater Trenck, ein knurriger alter Kauz,, und schließlich noch als der preußische Vetter Friedrich von der Trenck, der ja als Opfer feiner Liebe zu der Schwe» ster Friedrichs des Großen den Namen vor allem bekannt gemacht hat. Die beiden Vettern als Gegenspieler, von Hans Albers mit feinen Nuancen charakterisiert, haben Szenen von großer Wirkung. Käthe D o r s ch s Maria Theresia, erfüllt von der Würde der Herrscherin, aber auch angetan von der flüchtigen Koketterie der sich chrer Schönheit bewußten Frau, ist mit chrer ganz natürlich sich gebenden Heiterkeit und dem Anflug eines leicht wienerisch gefärbten Dialekts von einem bezwingenden Liebreiz. Hilde Meißner ist eine sehr kühle, listenreiche Französin, die große Intrigantin von Format, Sybille Schmitz, die Prinzessin als Pandurenkomett, von jungenhafter Schlankheit, herb und verhalten, Peter Voß ein väterlich besorgter Feldmarschall, in kleineren Rollen unter vielen anderen Elisabeth Flickenschildt, Herbert Hübner, Oskar Sima, Karl Fo Hier und Hans Nielse Dr.rr.W.Lange. iW kann, HM ■ , LM-«? ;^4w Ols^ ■ 'M '• N -v-.v X» * o ltyp der feindlicher Kampfwagen, denen das deutsche Heer tun hat? niÄt5 Gleiches und auch nur unzureichende Abwehr- in Hoch Savoyen und der Westschweiz Oer Kriegshafen Portsmouth im Hagel unserer Bomben. Der erste Teil dieses Aufsatzes erschien in der Sonntagsausgabe des Gießener Anzeigers vom 14./15. September. Schwärme von Flugzeugen umherschwirrten und jede Falte des Geländes einsahen, während rem deutscher Fesselballon mehr aufsteigen konnte, ohne sofort abgeschossen zu werden und nur einige wenige Flugzeuge bis zu den feindlichen Limen durchkamen. Im letzten Teil des Krieges wirkte bekanntlich besonders erschütternd die Massenverwendung lag und Nacht brausen die Wellen der deutschen Kampfgeschwader über England dahin und werfen ihren vernichtenden Bombenhagel aus Docks und Wer ten, Flugplätze und Fabriken. Unsere Luftauf. nähme zeigt Treffer in dem an der Kanalkuste gelegenen Kriegshafen Portsmouth. (PK.-Traut. — Scherl-M.) I U'UUI IUI I *" * I * 'ö , , r f durchgeführt. Das Feuer lag aber sehr <-j“ — m-w. m alter nuten waren vergangen, da sahen bie Flieger, al sie gerade aus einer Wolke herauskamen, eine Kreuzer und dahinter einen Geleitzug, do fünf Zerstörern und kleinen Wachtfahrzeugen un geben. Die letzten Schiffe des Geleitzuges wäre am Wenden. Der ganze Geleitzug fuhr den ubl chen Zickzackkurs. Ein Tanker von run 10 000 Tonnen hatte gerade gewendet. 3i Flugzeug war sofort alles klar zum Gefecht. «Ji nächsten Augenblick erfolgte schon der Angriff, d Bombe saß genau mittschiffs. Eine riesige Expb sion erfolgte. Das. Schiff war in der Mitte rege recht eingeknickt und sank schnell ab. Die Zerstör gaben sich größte Mühe, den deutschen Vogel he unterzuholen. Sie verfolgten ihn mit ihrer -Brei feite. All ihr Schießen konnte aber riicht verhrnder daß die deutschen Flieger sogar noch ein zwe tes Schiff angriffen, aber diesmal fielen 0 Der deutsche Soldat von 1914 und 1939 Don Oberstleutnant a. O. Erhard WegeU. öuuuimujtii ---- « , „ - zösisch-Hochsavoyen besagen, eine wahre Sintflut niedergegangen. Die Flusse sind über die Ufer getreten und bilden teilweise kilometerweite Seen. Die Gebirgsbäche sind zu reißenden Strömen geworden. Neben den ungeheuren Sachschaden sind sogar einige Todesopfer zu beklagen. Aus einigen savoyischen Gebirgsorten werden Touristen als vermißt gemeldet. Mehrere Wasserhosen gingen über die Savoyischen Alpen. Dazu blies ein F ö h n w i n d von ganz ungewöhnlicher Warme. Der S ch n e e, der in den vorhergehenden Tagen bis auf 1300 Meter herab gefallen war, schmolz innerhalb einer Stunde. Die Folge war ein un- Seelisch außerordentlich stärkend hat Zweifellos auf die Truppe die Überzeugung gewirkt, daß ihre Bewaffnung und Ausrüstung hervorragend und der chr7r Gegner überlegen ist. Äm Weltkriege war, wi ermähnt das Gegenteil der Fall, und es wirkte seelisch niederdrückend, wenn die Truppe, Zahlenmäßig fast immer unterlegen, auch die ungeheure materielle Ueberlegenheit des Feindes zu spuren bekam wenn z. B. in der Somme-Schlacht das eigene Artilleriefeuer nur ganz spärlich m den Feind hineinschlug, während das feindliche Trommelfeuer fast alles Leben erstickte, wenn am Himmel un- zahlige feindliche Fesselballons hingen und riesige auch in einem Lande nicht erreichen, bas, wenn auch nicht parlamentarisch regiert, so doch Parlamente mit großem Einfluß besah. Es muß zur Ehre der alten Wehrmacht gesagt werden, daß sie, obwohl ihre Angehörigen auf Grund ihrer Famuien- beziehungen und ihrer vorherigen bürgerlichen -Betätigung zum Teil den Parteien des tlwsturzes nahestanden, doch im wesentlichen unvolitisch blieb und daß üble politische Elemente in ihr kaum Ein. fluß gewinnen konnten. Das änderte sich un spateren Verlauf des Krieges nur bei einzelnen Truppenteilen im Felde, mehr aber bei den Heimatverbanden und einem Teil der Flotte als Ausfluß der Verhetzung in der Heimat, des Dolchstoßes der von hier aus in den Rücken der Wehrmacht geführt wurde. Wie anders ist das jetzt. Es gibt im Dritten Reich keine sich bekämpfenden Parteien. Das ganze nativ- nalfozialiftifch ausgerichtete Volk kennt nur einen Gedanken, ein Ziel, den Gemeinnützen des Vaterlandes. So konnte der neuen Wehrmacht mit vollem Erfolg der Geist der Volksverbundenheit, die Liebe zur Heimat, die Begeisterung für ein besseres Grotz- deutschland, für das kein Opfer groß genug sein eingepflanzt werden. Der Soldat weiß auch daß m diesem Kriege die Heimat voll hinter ihm steht, daß er in seinem Siegeswillen durch sie yestärkt wird, und daß ihm der Dank des Volkes für seinen Einsatz sicher ist. Er weiß, daß sein Führer und Oberster Befehls- Haber nicht nur ein genialer Staatsmann, sondern auch ein Soldat durch und durch ist, er vertraut aus ihn und glaubt unter seiner Führung fest an der Sieg. Er weiß auch, daß die militärische Fuhrunc des Krieges in die besten Hände gelegt ist und Hw erlebt, wie er durch sie von Sieg zu Sieg geführt ist Eine solche Wehrmacht muß und wird den Endsiec erftreiten. _____ nen alarmiert. Da alles an einen Luftangriff glaubte, war die Verwirrung ungeheuer. Kirche und Häuser wurden überschwemmt, Ställe und Schober weggerissen, Elektrizitätswerke außer Betrieb ge- Auch die schweizerischen Kantone Waadtland und Wallis erlebten über Wochenende eine Unwetterkatastrophe, die ungeheure Schaden anrichtete Sintflutartige Regen gingen über dem oftl^enXeil des Waadtlandes und über dem Rhonetal nieder. Die Fluten der hochgehenden Rhone überschwemmten weite Strecken. Im Gebirge wurden Brucken weggeschwemmt, Erde und Gesteinsmassen m Be- wegung gesetzt. Seit 1870 hat man kein so schnelles Ansteigen der Rhone und ihrer Nebenflüsse erlebt wie am letzten Wochenende. In der frud)tbaren Rhone-Niederung sind unzählige Baume den Fluten und dem Sturm zum Opfer gefallen. Auf der % Strecke Montreux—Oberland ereigneten sich Erdrutsche, Straßen- und Eisenbahngleise wurden bet Ehäteau d'Oeux zerstört. Auch tn der Nord-Schweiz sind infolge wolkenbruchartiger Regenfalle die Flusse während des Sonntags rasch gestiegen. So stieg der Rhein bei Basel um 2 Meter. In der Gegend von Grenchen am Fuße des Solothurner Juras hat die Aare die Ebene überschwemmt. Kleine politische Nachrichten. Wie die Prager Zeitungen mitteilen, ist in nächster Zeit mit einer Einbeziehung de s Pro- tektorates Böhmen und Mahren tn das deutsche Zollgebiet zu rechnen. Betrachten wir nun den Soldaten der Wehrmacht, der 1939 in den uns aufgezwungenen Kampf für das neue Grohdeutschland und für eine Neuordnung Europas zog. Ist das ein neuer Soldatentyp, der mit dem Soldaten von 1914 nichts mehr zu t- ------------------- -z- f w ,. Fand hier eine Neugestaltung statt, durch die der so roafjen entgegenfteUen konnte. Jetzt erlebt die völlig andere, überaus glänzende Verlauf dieses Gruppe das Gegenteil, sie sieht, wie unter der zer- Krieges zu erklären ist? Wir möchten das verneinen, malmenden Wucht einer mächtigen Artillerie, rieft« Nicht eine Neugestaltung hat hier stattgefunden, son- ger Kampfwagenverbände und einer dem Gegner bern eine gesunde Fortentwicklung, eine Vervoll- — »r. her iPinhtirhe Wider- kommnung. Geblieben ist der Geist, höchste Tapferkeit, Pflichttreue, Ehrgefühl, Manneszucht, Kameradschaftlichkeit. Diesen Geist hat der junge Soldat des Dolksheeres im Dritten Reich von den Frontkämpfern des Weltkrieges, die ja zum größten Teil feine Väter sind, geerbt. Er ist weitergepflegt worden in der Reichswehr, die ja zu Beginn in ihrem Fuhrerkorps gänzlich, im Mannschaftsstande zunächst größtenteils aus Frontkämpfern bestand, dann in der Wehrmacht des Dritten Reiches, deren älterer Teil des Offizier- korps die aktiven Generale und Stabsoffiziere und viele Offiziere des Beurlaubtenstandes, noch Kämpfer freere sehr gründlich betrieben worden. So trat in ben jetzigen Krieg eine Truppe, die körperlich und geistig so hervorragend auf den Kriea geschult war daß sie jeder, auch der schwierigsten Lage gewachsen war. Ein großer Vorteil war es, daß in viele Truppenteile außer einem Teil der' Führer eine Anzahl von Männern eingereiht waren, die noch den Weltkrieg mitgemacht hatten und ihren jungen Kameraden wertvolle Erfahrungen vermitteln konn- SZ-E-N Sliiife. rtef(ge weit überlegenen Luftwaffe der feindliche Widerstand erschüttert wird. Bei gleichem heldenmütigem Einsatz wie ihn der Soldat des Weltkrieges gezeigt hatte, sieht jetzt der Soldat, hervorragend unterstützt durch das Zusammenwirken aller Waffen, wie sein Einsatz durch Erfolge belohnt wird von einer Größe, die für die alten Weltkriegskampfer fast Flugkapitän Adolf Doldi, der in der Flieger- staffel des Führers als Flugkapitän tätig ist, feierte am 15. September fein 25jährige s P il oten- j u b i I ä u m. Der Führer und der Stellvertreter des Führers sandten Flugkapitän Doldi zu diesem seltenen Jubiläum Glückwunschtelegramme. Der Führer hat auf Vorschlag bes Reichsministers der Justiz den SA.-Gruppenführer Dr. Horst Raecke in München mit Wirkung bis zum 31. Dezember 1940 zum ehrenamtlichen Mitglied des Besonderen Senats des Volksgerichtshofes bestellt. ♦ Am 16. September findet die Wiederaufnahme des vollen Fernsprechverkehrs Zwischen Spanien und Deutschland statt, ernschlleß- lich von Spanisch-Marokko, der Balearen und der Kanarischen Inseln. Die Fernsprechnetze der beiden Länder werden für alle Städte angeschlossen. Bomben zu weit. Einige Stunden, nachdem Hauptmann D. yeir gekehrt war, startete Oberleutnant F. -um Fll nach Englands Westküste. Auch hier scch der Emflug zunächst wenig nach Erfolg aus. Bei solch schlechtem Wetter konnte man sich wenig Hoffnung mad)en, aber drüben an der Küste war die Wolkendecke dann doch so dünn, daß man durch sie hindurch im Mondlicht die auf Englandfahrt befindlichen Fahrzeuge erkennen konnte. Ein Dampfer mit zwei Schornsteinen war der so heiß begehrte Pott, em Transporter von rund 8000 Tonnen. Gleich die erste Bombe war ein Volltreffer aufs Heck. Bis zur Mitte des Schiffes breitete sich der gewaltige Brand aus. Der Dampfer war schon jetzt steuerlos, seine Maschinen waren ausgefallen. Der zweite Angriff gab dem Dampfer dann den Rest. Diesmal traf die Bombe das Vorschifi. Eine riesige Detonation erfolgte und kurz hinterher eine • i < • ___t J. .1.. OTT} 1 ri X.TÖ f Ti Heber die heimlich schnelles Anschw-ll-n der Fluss-. Die Flüsse ■;;; g 2 Schlammfluten Tal, die auf weite Strecken die Felder verwüsteten. Tausende von Bäumen wurden von den reißenden Fluten weggerissen. Diele Häuser wurden von den Wassermassen beschädigt und drohen einzusturzen: sie mußten schleunigst geräumt werden. Bei Cluses bildet die Arse einen See, aus dem hier und da ein Dach oder eine Baumgruppe herausschaut. Bei Magland steht das Wasser in der Kirche meterhoch Ein Sägewerk wurde von den Wassermassen weggerissen. An vielen Stellen sind die Straßen kilometerweit überflutet. Diel Dieh ist an den Fluten umgekommen. — In Faverge, unweit per Genfer Grenze, wurde die Bevölkerung durch Sire- unvorstellbar ist. , . _, Zum Schluß sei noch des politische n E i n flusses auf die Truppe in beiden Kriegen gedacht. Dor dem Weltkrieg erfolgte eine politische Erziehung der Mannschaften nur in dem Sinne, viele uTiuiere ue» wuuuuv»u|iuiiuv^ .daß ihr im Unterricht Vaterlandsliebe, Treue gegen des Weltkrieges sind. Nicht umsonst ist in der Reichs- den Kaiser als obersten Kriegsherrn und gegen den wehr und der neuen Wehrmacht die Tradition der Landesherrn eingeimpft wurde. Jedes sonstige un- alten Wehrmacht besonders gepflegt worden. Damit gehen auf innenpolitische Verhältnisse wurde verfind die besten Eigenschaften der Frontsoldaten des mieden, insbesondere auch eine Bekämpfung der un Weltkrieges in die neue Wehrmacht eingepflanzt seligen Parteipolitik, abgesehen von dem Verbot worden ti$Bas diese aber wesentlich von der des soziallremokratischer Betätigung. Mehr Uetz sich ja Jahres'1914 unterscheidet, ist die auf den Kriegs- , , sä äs«.« Kamvistnazeuge im Wirtschaftskrieg, reichsten Maße gegebene Ausrüstung und Bewaff- f v 1 1 1 Zw-i »«Ulf». R-f»m-n »erkuten mn«6«l6 24 S'und-u 26000 Imm-N. Ä™‘ $»« flrk«.».rld,ler U»»i9 °°n »«««» Kampfe für bas B-st-h-n des neuen Deutschen „September. (PK.) (DNB.-Funkspruch.) ' “e S'usbildung betrifft, f» ist -in In den letzten 24 Stunden gelang es zme, deuffchen grundlegender Unterschied der neuen Saldatengene. Kampsslugzeugen, r> r e l b ri tis che Sj a nb el . ration gegenüber ber alten schon insasern gegeben, da mpser mit msgefamt 26^ Tannen zu ° er iiasM* ätwt.* äs 'ä ä« »”• > ff W SÄ? s i“ “Ä » WÄK-S Ausbilbuna viel Zeit, die aus bie eigentlich- Waffen- zunächst einige kleinere chanbe^sdampfer erk , ausbilbung vermendet werben kann Diese ist aller- Sinn und schonten deshalb S -ffSÄ?wid,:... selten waren, vermieden werden Um so gründlicher erkennen »°°enfatle ^ltano^ me^^P l^ Dläricbe aeleqt worden. Die geistige Ausbildung, ledigt. scköner Erfolg ging. Jetzt war der Dampfer ein einziges Flammen- d?° bei der Mannigfaltigk^t d°r Bewaffnung und AX)0T°En das^ war schon halten weer. Noch 80 Kilometer weit war die R.esenglut - ° r i __".„VCA 4-finhart mnrhpn Sv tTttt M ___ /» > • • Schweres Unwetter Das gute Einvernehmen zwischen dem ECKSTEIN-Raucher und seiner Marke beruht auf der Tatsache, daß diese Zigarette aus besonders hochwertigen Tabaken gefertigt wird. Um diese Qualität bieten zu können, wurde auf eine kostspielige Verpackung verzichtet I Heimische Leichtathleten starten erfolgreich in M-Aauheim. BfS.-Neichsbahn gewinnt die 4 x 100-Meter-Staffel vor dem ZSV. Frankfurt. Das große Leichtathletiktreffen auf der Tscham- mer-und-Osten-Kampfbahn in Bad-Nauheim, das am Sonntag erste Kräfte der Spitzenklasse aus den Bereichen Hessen und Südwest am Start sah, hatte — wie wir schon in der Vorschau berichteten — eine ausgezeichnete Besetzung gefunden. Die Leistungen waren sehr gut. Die Veranstaltung bedeutet einen beachtlichen Erfolg der hessischen Leichtathletik; sie war mustergültig vorbereitet, ihre Abwicklung vollzog sich unter Leitung des Bezirkssportwartes August Langsdorf reibungslos. Zum Kampfverlauf. In den Kurzstrecken war eine starke Beteiligung zu verzeichnen, die sowohl über 100, als auch über 200 Meter Vorläufe erforderlich machten. Die gemeldeten Sprinter Hornberger und Borchmeyer von der Eintracht-Frankfurt waren nicht am Start. Zur Entscheidung kamen über 100 Meter Steinmetz, Hüner und Köster von der Eintracht-Frankfurt und Weiler von VfB. Gießen. Der Eintrachtler Steinmetz siegte auf der schnellen 100-Meter- Bahn in 10,9, sicher war Weiler vor Hüner. Im 200-Meter-Lauf kämpften sich für die Entscheidung Weiler und Zerndt VfB. Gießen und Topp vor dem Tv. Wetzlar durch. Einen spannenden Verlauf nahm der 400-Meter-Lcmf. Der deutsche Jugend- meister Schäfer-Kassel übernahm nach scharfem An- tritt sofort die Führung, 51,9 Sek. vor Heller- Darmstadt und Borchard-Kassel war seine Zeit. Im 1500-Meter-Lauf gab es den Bahnoerhältnissen entsprechend ein schnelles Rennen. Precht vom FSV. Ffm., südwestdeutscher Meister, führte das Feld, dicht aufgefolgt von Schwing 1880 Ffm. und Mes- serschmidt Tgmd. Friedberg. Messerschmidt, ein sehr talentierter Mittelstreckler, lief taktisch äußerst gut, griff 100 Meter vor dem Ziel den noch immer führenden Precht an und schlug diesen mit deutlichem Vorsprung. In der 4X100-Meter-Staffel mußte Eintracht-Frankfurt wegen Ueberfchreiten der Laufbahn distanziert werden. Sieger wurde VfB. Gießen in der Zeit von 47,7. In der 3X1000- Meter-Stafsel war CT.-HPr. aussichtsreicher Sieger 8:34,9 Mn. Im Diskuswerfen der Männer war Luh-Gießen unschlagbar; 40,18 Meter ist seine Weite. Das Kugelstoßen gewann Dr. L u h - Gießen mit 14,36 Meter. Bei den Frauen sind gute Zeiten im 100-Meter- Lauf zu bemerken. Lina Jöckel Tgm. Bad Orb 3. im Endlauf bei den Deutschen Meisterschaften überlegen gegen die Vertreterin der Frankfurter Eintracht, Kurz, in 12,2. Besondere Erwähnung verdient der Diskuswurf von Frl. Hagemann, die 39,78 erreichte. Irmgard Kirchhoff, Kassel, gewann den Weitsprung mit 5,27 Meter. Am Vormittag waren unter Leitung des Bann- fachwartes Klein, Friedberg, mit 150 Teilnehmern Jugendkämpfe durchgeführt worden, die in fast allen Wettbewerben die erfreuliche Feststellung zuließen, daß leistungsmäßig ein guter Nachwuchs vorhanden ist. 100 Meter: 1. Steinmetz (Frankfurt) 10,9; 2. Weiler (VfB.-R. Gießen) 11,3; 3. Hüner (Frankfurt) 11,4. 200 Meter: 1. Weiler, VfB.- Reichsbahn Gießen) 24,5; 2. Geyer (Frankfurt) 24,6; 3. Popp (Wetzlar) 24,8. 4 0 0 M e t e r: 1. Schäfer, (Kassel) 51,9; 2. Haller (Darmstadt) 53,6; 3. Borchard (Kassel) 54,5. 800 Meter: 1. Zehnter (Kassel) 2:05,5; 2. Dehm (Frankfurt) 2:08,7; 3. Wieland (Friedberg) 2:10,4. 1 5 0 0 Meter: 1. Messerschmidt (Friedberg) 4:18,7; 2. Precht (Frankfurt) 4:21,0; 3. Schwing (Frankfurt) 4:29,8. 3000 Meter: 1. Escherich (Kassel) 9:22,3; 2. Fornoff (Darmstadt) 9:25,4; 4. Thieme (Dortelweil) 9:36,3. 4X100-Meter: 1. VfB.-R. Gießen 47,7; 2. FSV. Frankfurt 48,0; 3. To. Bad Vilbel (Eintracht Frankfurt im 46,8 dist.) 3X1000-Meter: 1. Hessen-Preußen Kassel 8:34,9; 2. Tgd. Friedberg 9:23,8; 3. SC. Frankfurt 80 9:40,1. Weitsprung: 1. Höste n(VfB.-R. Gießen) 6,99; 2. Anderson (Frankfurt) 6,71; 3. Munding (Frankfurt) 6,50 Meter. Hochsprung: 1. Schleenbecker (Tv. Ruttershausen) 1,75; 2. Munding (Frankfurt) 1,70; 3. Savelsberg (Darmstadt) 1,65 Meter. Diskus: 1. Dr. Luh (VfB.-R. Gießen) 40,18; 2. Pauvel (Wehrmacht Hanau) 38,20; 3. Kilo (Wehrmacht Hanau) 36,66 Meter. Kugel: 1. Dr. Luh (VfB.-R. Gießen) 14,36; 2. Pauvel 12,37; 3. Kilo 12,18 Meter. Speer: 1. Anderson (Frankfurt) 50,30; 2. Engel (1 9 0 0 Gießen) 46,86; 3. Dr. Luh (VfB.-R. Gießen) 44,85 Meter. Frauen: 100 Meter: 1. Jöckel (Bad Orb) 12,2; 2. Kurz (Frankfurt) 12,3; 3. Kohl (Frankfurt) 12,4. 4 X100-Meter: 1. Eintracht Frankfurt 51,5; 2. VfB.-R. Gießen 57,4; 3. Tgd. Bad Homburg 57,7. Diskus: 1. Hagemann (Kassel) 39,78; 2. Schuldt (Frankfurt) 33,74 Meter; Kugel: 1. Hagemann 10,54; 2. Kunst (Wiesbaden) 10,03; 3. Schickt Illustrierte an die Front! Der Frontsoldat wird dafür dankbar sein. Schuldt 9,95 Meter. W e i t s p r u n g: 1. Kirchhoff (Kassel) 5,27; 2. Burggraf (Frankfurt) 5,11 Meter. Hochsprung: 1. Burggraf 1,40; 2. -Knies (Darmstadt) 1,40; 3. Klotz (Frankfurt) 1,40 Meter. Ergebnisse der Jugendkämpfe. 4 0 0 Meter: 1. Iox, 1900 Gießen, 55,7 Sek.; 2. Scheuermann, To. Wetzlar, 56,3 Sek. — 3 0 0 0 Meter: 5. Löffert, 1900 Gießen, 10:28,1 Min. — 4X100-Meter-Staffel: 2. MHI. 1/116 Gießen 47,6 Sek. — Weitsprung: 3. Dierich, 1900 Gießen, 6,08 Meter; 4. Engel, 1900 Gießen, 6,01 Meter. — Dreisprung: 2. Engel, 1900 Gießen, 12,50 Meter; 4. Dietrich, VfB.-R. Gießen, 12,20 Meter. — Kugelstoßen: 3. Sack, Tv. Heuchelheim, 12,59 Meter; 4. Engel, 1900. Gießen, 12,37 Meter. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrick Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptichriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druckend Verlag: Brühlsche Uni'-ersitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Fng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlick für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. Am 15. September entschlief mein lieber Mann, unser guter Vater Friedberg, den 15. September 1940. 9 Fernruf 3153 4140 D Danksagung. Gießen (Senckenbergstraße 23), den 17. September 1940. 4133 V Gießen nach Kassel st.-M. nach Gießen 23.9.40 von 25.9.40 v.Fft. I Zeichner, Zeitnehmer und Angestellte Commerzbank Gießen 4137 D Gießen, Wehsteingasse 10 Telephon 2186 N. Die Beerdigung findet auf Wunsch des Entschlafenen in der Stille statt Von Blumenspenden u. Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme und die vielen Kranz- und Blumenspenden, dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen, sowie den Schwestern im Evang. Schwesternhaus für die liebevolle Pflege während seiner Krankheit, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Ausschuß vermeiden! * Mit Sorgfalt knipsen und vernünftig mit jedem Film umgehen. Ich stehe jederzeit mit fachlichem Rat zu Diensten. Ihr Photo- u. Kino-Berater Kätchen Hofmann, geb. Sann und Kinder. für Büroarbeit für sofort gesucht Angebote mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Lichtbild und Gehaltsansprüchen sind zu richten an Röchling’sche Eisen- und Stahlwerke G.m.b.H. Betriebsabteilung Wetzlar, Wetzlar. 4115 D | Mietgesuche~| Aelteres Ehepaar sucht 2 Simmet nebst Küche. Sehr. Ang. unt. 03124 a. d. G.A. Veftettrmsen für den Winter-Bedarf an gelbsl. Speisekarloffeln z. 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Jungen für etwa 3-4 Wochen ges. Schr. Ang. unt. 03121 a. d. G. A. Bekanntmachung betreffend Obstversteigerungen an den Reichs- und Landstraßen I. und II. Ordnung. Die diesjährigen Obstversteigerungen an den Reichs- und Landstraßen im Amtsbezirk des Hessischen Straßenbauamts Gießen, umfassend die Kreise Alsfeld, Friedberg und Gießen, finden in der Zeit vom 23. September bis 4. Oktober 1940 statt. 4130D Versteigerungspläne können auf den Bürgermeistereien eingesehen und auch von dem unterzeichneten Amt oder nachstehenden Bezirksbaubeamten: Regierungs-Bauinspektor Schilp in Friedberg, Schützenrain 11, Reaierungs-Bauinspektor Kaletsch in Gießen, Marburger Straße 14, Regierungs-Bauinspektor Schmier in Laubach, In der Gombach, Regierungs-Bauoberinspektor Enders, Gießen, Rodheimer Straße 41, Regierungs-Bauinspektor Walter, Alsfeld, Jun- kergarten, als portopflichtige Dienstsache bezogen werden. Die Abgabe des Obstes erfolgt nur gegen Barzahlung an den Meistbietenden. Gießen, den 14. September 1940. Hessisches Straßenbauamt Gießen. Knüll. Bekanntmachung betreffend MeiMeiw Der SM Wen Donnerstag, den 19.. Freitag, den 20.» und Sonnabend, den 21. September 1940, soll die diesjährige Obsternte von den Bäumen an der Kläranlage, Leihgesterner Weg, Wißmarer Weg, Gemarkung Gießen-Klein-Linden und Gießen-Wieseck öffentlich versteigert werden. 4134A Zusammenkunft: Donnerstag, den 19. d. 2N.: 8.30 Uhr an der Kläranlage, 10.00 Uhr am Leihgesterner Weg, 14.00 Uhr am Wißmarer Weg, Bahnunterführung am Sandfeld. Freitag, den 20. d. 2H.: 8.30 Uhr Gießen-Klein-Linden, am Ortsausgang auf der Straße nach Lützellinden. Sonnabend, den 21. d. 21L: 8.00 Uhr Gießen-Wiefeck bei der Ludwigsburg an der Straße nach Alten-Buseck. Gießen, den 14. September 1940. Der Oberbürgermeister. I. D.: Nicolaus. Nachhilfe Erdbeerpllanzen n ,,1 in d.Sorten Sieger, Oberschlesten, gesucht Deutsch Evern usw. Monats-Erd- beeren, rankenlos, emvf.preiswert für Schülerin der untersten Luc.- Klaffe,i.Deutsch, Rechnen, Engl. Schriftl. Angeb. unter 4124V an d.Gieß.Anz.erb. Gärtnerei A. Dönges Marburg. Str. 67. «3121 Tel. 2321. Werbe-Drucksachen ■liefert Brühl'sche Druckerei M übraiiiMi die Heizung und Reinigung meiner Zentralheizung. 03126 Albin Klein Gießener Verlagsdruckerei Hindenburg- wall 21. Familiendrucksacher Verlobungsanzeigen Vermfthlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.? Dienstag Stadttheater 19.30—21.45 Uhr 1. Dienstag-Miete Festliche Eröffnung der Winter- Spielzeit 1940/41 Sieger Dramat. Ballade von Christian Siemens. Spielleitung: Intendant Hans Walter Klein. 4139D Preise: RM. 0.60 bis RM. 3.10. M. 220 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Dienstag,l7. September 1940 Aus der Stadt Gießen Oie Kundenlisten der Schuhmacher. September stlg-r Frische. Zugleich Eon* er die eo Wiederkeh« Ort hpttl Pt IN Ölß 06111 016 Neue Tonfilme im Marinebootshaus. Zeichnungen. Der in Gießen ccks ef eines E.-Bataillon, bekannte Major altbewährt Sieben feine Spielzeit 1940/41 mit einer festlichen Erstaufführung der dramatischen Ballade ,,Sieger von Christian Siemens. Die^Spielleitungdes d^- aktigen Werkes, das von heldl chem Geist erfüllt die Geschicke des gefangenen Staufensvhnes Enzw zu Bologna in freMchterifcher Gestaltung behandelt, hat Intendant Hans Walter K l e t n. D^ Buh- nenbilder schuf Karl L o f f l ° r In den Hauptro - len wirken mit: Hannelore Hantel, Rose Stirl, Hansjoachim Büttner, Hans Samnenberg, Gert Geiger, Hans Geißler, Siegfried Lowitz, H-MZ In größerem Kreise wurden am Sonntagnachmittag im Marinebootshaus neue Tonfilme des Oberkommandos der Kriegsmarine vorgeführt. Die Filme des OKM., die insbesondere der Jugend gezeigt werden, sind nicht reine Unterhaltungsfilme, die lediglich Leben und Treiben bei der Kriegsmarine zeigen, sie sollen in erster Linie in unserer Jugend den Wunsch und Willen erwecken, dereinst selber zur See fahren zu wollen, und man darf wohl sagen, daß die Filme in dieser Beziehung des Tages begehen, an dem er in die deutsche Sängerbewegung eingetrete« ist. 60 Jahre lang und bis zum heutigen Tage ist er Sänger. An tausendeni Uebungsstunden und öffentlichen Veranstaltungen einer Vereine hat er mitwirkend teilgenommen und ich auf diese Weise große Verdienste um die (Er« Haltung und Förderung des Männergesangs erroor« ben. Er ist seit 30 Jahren Mtt-glied des Gefangner« eins „Liederkranz" Gießen. Möge dem Jubilar roew terhin ein schöner Lebensabend beschieden sein. ** Die BDM.-Werk--Gruppe hält ihren nächsten Dienst am morgigen Mittwochs 18. September, ab. Antreten um 19.20 Uhr an detz Orthopädischen Klinik. Mitzubringen ist je eine kleine M\u <• V u QMV 1 ‘ ' "DO --- 7 . er • Ci I geben, wird für das gesamte Reichsgebiet die Frist < für die Eintragungen vom 14. bis zum 30. Septem- ' ber 1940 verlängert. Vom 1.10.1940 an nehmen die Schuhmacher nur noch von den bei ihnen eingetragenen Kunden Schuhe zur Ausbesserung an. Bei der Eintragung ist grundsätzlich die alte Reichskleider- karte als Kundenausweis für Schuhausbesserungen ** Ein Achtzigjähriger. Am morgigert Mittwoch vollendet der Obermaschinenmelster a. Georg Albrecht, Ederstraße 20 wohnhaft, sem 80. Lebensjahr in vortrefflicher körperlicher und gen ihren Zweck erfüllen. _ Als erster Tonfilm lief „Gorch Fock . Bilder vom harten und schweren Ausbildungsdienst auf diesem Schulschiff, Segelmanöver, all die vielen größeren und kleinen Aufgaben auf einem Segelschulschiff, zogen an uns vorüber, ausgefuhrt von ßllft. I " „Es hat aufgehört zu regnen!" sagte er. Und eine er Weile danach: „Es riecht schon so heimatlich! Der Ina andere quetschte sich neben ihn und schaute mit hinaus. Und plötzlich war beiden die Landschaft be- S t a d t G i e ß e n , auf die Zeit vom 7. bis 20. Oktober einschließlich festgesetzt. Um die Erdal-Blechdosen mehrmals verwenden zu können, gibt es nun auch Erdal-Nachfüllpackungen. Diese setzt man einfach in die leere Erdaldose, die sich auf diese Weise lange Zeit verwenden läßt. Deshalb leere Erdaldosen aufbewahren I Qualität undMenge selbstverständlich wie in der Blechdose. quälen ihn oft bis zur Verzweiflung, treiben unti Hetzen ihn in Dernichtungsrasereien hinein, in denen er sie, das zerstörende Element, den Damom eines Lebens und sich selbst austilgen möchte. In Stunden erbitterten Grübelns malt er sich aus, wie er einen Skandal heraufbeschwören wird, tf)t in aller Oeffentlichkeit die Maske ihres verlogenen Spiels vom Gesicht reißen und dann sie und sich niederknallen wird. Seine umdüsterte Phantasie malt sich diese Bilder iv vielfacher fchreckenschwel- gender Weise aus. Und wenn er ihr dann so —» äußerlich mühsam beherrscht, krank, zerqualt von heimlicher Erbitterung und heimlichem Wüten gegen sie und sich selbst — gegenübertritt, entwaffnet ihn ein Lächeln, ein leichter Druck ihrer schonen, verwöhnten Hand; er vergißt die Qual. Aber doch steht das unabweisbare, dunkle Gefühl immer wieder auf, in dem Angst und Wunsch zusammenwach^ sen, daß er einer Katastrophe zutreibt. 13. Kapitel. Eines Vormittags im ersten Monat des Jahres wird Klaus Tjaden in der Zentralmarkthalle von einem gutgekleideten Mann angesprochen — unö zwar mit seinem Namen. Klaus fragt zurückhaltend, was der Herr wünsche. „Fürs erste eigentlich nichts weiter, als mich ver« gewissen!, daß ich mich nicht irre. Ich kenne Slö von früher, Tjaden, als Sie noch eine große Sca« none waren, und glaubte daher meinen Augen Schere. *♦ Ihren schweren Verletzungen er« legen. Am gestrigen Montagabend ist leider auch das zweite, bei dem Verkehrsunfall am Sonntag« nachmittag in Reiskirchen schwerverletzte Kmd dis jeden Jahre alte Anni Brück aus Reiskirchen^ im Evangelischen Schwesternhaus in Gießen an bett d)teeren Verletzungen verstorben. Den Eltern dei? beiden dem Unglück»fall zum Opfer gefallenen be« dauernswerten Kinder wendet sich die herzliche An« teilnahme der ganzen Gemeinde zu. i Aus der engeren Heimat. Kreisschulrat i. 5t. Heinrich Süß f. Im 91. Lebensjahr ist am Sonntag in Friedberg der Kreisschulrat i. R. Heinrich Süß gestorben. Er wurde am 11. Februar 1850 in Partenheim ul Rheinhessen geboren. Von 1867 bis 1869 besuchts er das Lehrerseminar in Friedberg und kam dann! als Hilfslehrer an die gleiche Anstalt. Am Deutsch« Französischen Krieg nahm er als Sanitätssoldat bei der hessischen Division teil. Gern erzählte er irf seinem späteren Leben von seinen KriegserlebMsseir in Frankreich, insbesondere in Orleans. 1871 nach Friedberg zurück gekehrt, wurde er nach Jahren» gründlicher wissenschaftlicher Vorbereitung 1874 Se« minarlehrer und unterrichtete insbesondere trt Pädagogik, Methematik und Erdkunde. Bis 1895 wirkte der Verstorbene in dieser Stelle. Hunde^s hessischer Lehrer verdanken ihm eine gründliche Ausbildung. 1895 erfolgte die Ernennung des Se« minarlchrers Süß zum Kreisschulinspektor des Kreises Friedberg. In diesem Amte hat er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahre 1922 segensreich gewirkt. Das Schulwesen des Kreises Friedberg nahm unter feiner Leitung einen gro« ben Aufschwung. Viele neue Schulhäuser rourbert durch seine Initiative erbaut. Den Lehrern war er , nicht nur Vorgesetzter, sondern auch väterlicher Freund. In Dankbarkeit und Verehrung gedenkt , die hessische Lehrerschaft ihres Schulrats Suß, mit , dem einer der letzten Veteranen von 1870/71 unö i ein Mann heimgegangen ist, der in 52jährigek > Amtszeit für das hessische Schulwesen viel geleistet Run ist es doch so gekommen, daß die eidesstatt- i liehe Versicherung, die Bergholz seiner Schwieger- I mutter gegeben hatte, nicht aufrechterhalten werden könnte, wenn sich die Notwendigkeit ergäbe, sie zu -wiederholen. Seine Beziehungen zu Dtetmuthe Rohl haben sich nun dahin geändert, daß sie feine früheren Behauptungen zur Verlogenheit stempeln wurden. Nicht gleicht sieht er das so. Erst ist er stolz und geblendet. Sehr hoch hinaus über alle Gehemmtheit trägt ihn Rausch und Entzücken. Er ist bedenkenlos, verwegen, voll Vertrauen zum Leben. Selbst an Heidenreich denkt er mit einem Gefühl ber lieber legenheit unb ärgert sich nicht mehr über besten kaum bemäntelte Geringschätzung unb hochmütige Kalte. Er lächelt insgeheim barüber, unb in seiner betont bescheidenen Haltung tritt deutlicher als beabsichtigt eine gewisse Ironie zutage. , , .. Aus Rücksicht auf Diettnuche darf Bergholz die- en Gegner nicht herausfordern, wozu er eine Zeitlang nicht wenig Lust verspürt. Doch die hochgemute (Stimmung ist nur von kurzer Dauer. Er sieht Diettnuthe nicht wieder allein; immer hat sie einen großen Troß um sich. Genießt er aber einmal den Vorzug, in ihrem Heim empfangen zu werden, trifft er dort Heidenreich oder die Springer. Er fühlt» sich belauert und beargwöhnt. Mehr als einmal bemerkt er die beiden im leise geführten Gespräch, und nicht nur sein Gefühl, auch seine Beobachtung ihrer Blicke und heimlichen Gesten verraten es ihm, daß sie von ihm reden. Zuweilen auch nehmen die beiden sich weniger in acht, lassen ziemlich offen undurchsichtige Beziehungen merken. Soll ihn das warnen m Unsicherheit versetzen? Er hat für die Heimlichkeiten ein verächtliches Uebersehen. Diel schwerer aber erträgt er Dietmuthes Gleichgültigkeit, wenngleich er sich anfangs bemüht, darin Vorsicht zu sehen. Als sie ihm aber wiederholt in Augenblicken, wo es solcher Vorsicht nicht bedurfte, zerstreut, kühl, ja sogar ungnädig entgegentritt, meint er wieder ihre Flatterseele zu erkennen, für die nur der Augenblick Geltung hat, die sich von keiner Erinnerung, von nichts, was gewesen ist, binden läßt. Wie mit einem Spielzeug verfahrt sie mit ihm, sagt er sich empört. Aber zum Teufel, er ist kein Hampelmann! Was denkt sie eigentlich? Er laßt : sich das nicht gefallen! ,, Enttäuschung ynb brennender! Durst nach W Weshalb? Er hatte doch reichlich Gelegenheit, sich von meiner, Ungefährlichkeit zu überzeugen!" Wer weiß? ... Er ist Menschenkenner unb spurt vielleicht eine Bebenklichkeit, bie ... Er erkennt wohl auch Ihre echte Ergriffenheit von bem, was> bas Veste an mir ist — von meiner Kunst! Unb vielleicht haßt er Sie wegen ber fünfundzwanzig Jahre, bie Sie jünger finb als er ..." Er sieht ihre Augen groß und glanzend auf sich gerichtet. Ein spielerisches Glitzern ist darin Aus seinem Stuhl gleitet er in die Knie, beugt sich über sie Sie hebt die Hand und drückt sie gegen seine Brust. „Nicht!" sagt sie kurz und hastig. Und dann: ! „Doch!" ... Ihr weißer Arm umschlingt feinen j Nacken, zieht feinen Kopf an sich «w nicht zu trauen..." r . Klaus greift wieder nach seinem Karren und sagt mit einer Miene, die ganz unbeteiligt ist und ver« rät, daß er sich nicht in seiner Arbeit aufhaltett lassen will: „Mich hier zu treffen?... Tja, das 91 Der andere hält ihn am Jackenärmel fest. ,Laufen! Sie nicht davon, Mann! Hören Sie doch mal em paar Minuten zu — in Ihrem und meinem Interesse! Reppmann ist mein Name! Ich leite eine Sportschule. Kommen Sie zu mir als Boxlehrer! Es ist ein starker Andrang von Schülern. Alles mochte setzt die Kunst der Faust erlernen. Sie waren ein Meister! Ach, was sage ich? Ein Genie waren Sie! Sie sind abgesprungen, machen nicht mehr mit. Gut! Aber Ihre Schule, Ihr Können sollten Sie doch weiterhin verwerten. Sie sollten nicht nur, Sie müssen es! Können verpflichtet! .. Ist ja lächerlich, wenn Sie sich hier placken mit solcher Arbeit, dis beMM nicht viel abwirft. ___ Emtjetzung folgt) 0USie lehnt sich wieder zurück. Einer ihrer kleinen schwärüeidenen Schuhe mit dem großen roten von aleitet hera^ Er bückt sich, hebt ihn auf und KrPift ihn über ihren Fuß in dem dünnen Seiden- Npk b-Ügt sich darüber und drückt (eine Lippen atieeniä^tem^kD"lbÄf(enen Lidern. Ich mach« gern d7ß Sie mich -erstehen - auch m 6ejug auf Heidenreich Warum ,ch das machte? ... Lasten wir es dahingestellt sein ... 'Ich bin so geworden, wie Sie mich setz ' weil ich van meiner frühesten Jugend an van Man nern bestürmt und umworben würbe, big mir lhre bI2I(5 Heidenreich sich um mich bewarb, da sträubte ich mich lange. Sie haben nicht ZonZ unrecht, daß von meiner Seite Berechnung das Entscheidende war; aber nicht das allein. Er ist ein anständiger Charakter, und er sucht mir jeden Wunsch 3" erfüllen Er liebt mich sehr und ist ohne jede Kleinlichkeit. Und nun hat er mir die Börse erschlossen ein Spiel, das mich anregt und fesselt nur ungeheures Vergnügen macht, und bei bem ich viel Geld gewinne! Ich muß den Reichtum haben der mir den Glanz und die Freiheit gibt die nur Dasemsbedln- gung finb. Uebrigens ..." Sie lacht leise auf und hebt die Arme über den Kopf, wobei die wetten Aermel ihres Kimonos zurückfallen; von der dunklen Seide hebt sich das perlmutterartige Weiß ihrer Haut köstlich ab. — „Ich will Ihnen etwas verraten, was Sie'ettel machen wird: Sie sind der einzige, auf den er eifersüchtig ist! Meinen sämtlichen anderen Verehrern gegenüber ist er von großer Duldsamkeit. Er gönnt es mir, wenn ich mich gelegentlich mit anderen Männern gut unterhalte. Sie aber haßt er ebenso Liebe antrugen. Allmählich lernte ich erkennen, daß es ihnen dabei weniger um mich als um — ihr Erlebnis zu tun war. Jawohl, es ist so! wehrte sie einem zwar nicht laut gewordenen doch m feiner Miene lesbaren Widerspruch. „Im Grunde ist s bei allen bas gleiche. Zweimal war ich verheiratet. Selbe Male war's ein — nun, ein Irrtum. Ich eigne mich nicht zur Ehefrau. Was soll ich nun tun? Alle erhören, bie mich anschwärmen? — Man laßt fchon o kein gutes Haar an mir - ober feinen? - Das ■ann man nur, wenn man häßlich unb ganz MH- MzWiMlckM Roman von Helene Kalisch Copyright 1939 by Prometheus-Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München 24. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Jawohl, ich bin eifersüchtig!" fährt er auf und sieht sie mit zornfunkelnden Augen an. „Ich lieb < Sie und renne besinnungslos in mein ^rterbem Ich weiß das, und es ist mir egal. Ich habe alles Ehrgefühl verloren! Wenn Sie mir heute die Tur weisen hefte ich mich morgen boch wieder an Sie^ Aber Sie ... Sie sind noch würdeloser wenn Sie sich von diesem Graukopf, der Kinder und Enkel hat, Di^etmuche 'lachte hell auf. „Reden Sie doch nicht solchen Unsinn mein Freund! Wütend sind Sie und wollen mich beleidigen! Auch Sie haben eine Frau unb laufen mir nach'. Sie würben auch gelbliche Opfer bringen — bie ich aUerbings nicht benötige wenn Sie dazu in der Lage wä^n Sie waren be- niürft lind würfen nur Nicht Würdelosigkeit vor, L ich si° annähme! Also bitte, lasten Si- Mich in Ruhe'" Sie sieht in fein fahl gewordenes Gesicht. Er sitzt wie gebrochen, mit schlaff herabhangenden älngiid1tt'abDd)" sagt sie nach kurzem Schweigen in v°Mg verändertem' weichem Ton „Wb ärgern wir einander. Sie sehr bürgerlicher blonder D°«°r mit ber aus chwelsenden Sehnsucht? crs war koch heute erst f° hübsch, und wir verstanden uns f° (Stimme der Heimat I Müller, Hans Albert Schewe, Bernhard Schmitz. Wie bereits bekanntgegeben hat VON vvr 5vvimai. $ar[ 5ß0[(f Darstellung wird eingeleitet durch an jeder Schuhmacher Kundenlisten für Schuhaus Die beiden Urlauber trafen sich im Zug, schüttelten I das städtische Orchester unter Leitung von Otto besserungen anzulegen. Um aUen. .öe^raU($^ sich freudig die Hände, verstauten ihre Koffer im Söllner mit einer festlichen Ouvertüre. Möglichkeit^ zur Eintragung^ in ^d^^Kunden^! Gepäcknetz und machten es sich, jeder feinen eigenen w 8WW.,SI?aSS IMWUMIW statt M *eM für sie fchien frei gehalten zu haben. Der Wind > peitschte die Regentränen wider die Scheiben, unb SporfamL die ständig herabrinnenden Tropfen vereitelten das Sporlabzeichen.Abnahme «rsihMgte sich i^>er der Fahrgäste ^^ ^ute Dienstag, 19^30 Uhr, auf dem UniverfiMs-. sich felbft. Nur zwei alte Graubarte, bie genieße- Sportplatz, 21m ^ugeioerg. risch an ihren Pfeifen sogen und den beizenden Ge- Sport unb Spiele für Manner unb Frauen ruch ihres Knasters verschwenderisch in dicken Wol- Mittwochs von 20.30 bis 21.30 Uhr, Goetheschule. fen um sich verbreiteten, besprachen in gedämpften -yn aU i Gesprächen bie guten ländlichen Ertrage und be» ObcrfirCpCtirOt WagNSr 70 «JötyrC Ml. stärkten einander in günstigen Wetterpr°ph-z-iungen Ianoiährim, frühere Superintendent von ££ ssTE s a«'"™ äs* M-WMPLUM-W MZ--WHZZWMML zündete sich eine Zigarette an. Der andere folgte WnrrfMIe in Ettinashausen (Kreis Gie- wortungsgefuhl. Ein weiterer Film behandelte die feinem Beispiel und versuchte mit dem Vorhang! tw igno innebatte Aufgaben der Minensuchformationen. In wechseln- «*• •*"’* " |,WTSnS Sm »< »12 MM £,«“Ä er nach Darmstadt^essunge, ecks Pfarrer der dor^ i-* s jn ^jHelmshaven und Besichti- tigen Petrusgememde. Seit 1902 war er Müglied i 6„uS[ottenc.ini,cit.en, sowie ein Film einer der Landessynode bzw des frühen Landeskirchen- 9^ S °prop^qanbatompanie beendeten die Vorfüh- tags, von 1919 ab wirkte er als Mrtglied des E°°n- ^°rln°pr°pagan°°-°mp bcm Kameraden könnt HnH^mHg,' vvn'jÄem Wald, und Wie-1 S-Ach-n ^erkonsistormm- bzw der Kw^enreg'e- S,sf'e(lm)rf)eI cheinemann, der die Borfuh- enfwck wüß'ten si° einander'etwas zu erzählen. . 'ÄÄ nm« übernommen hatte, lebhaft gedankt wurde. Al- der Zug miede;^ hi.ltz sagten sie be.de w'° ^es Landes^rb^^ bc5 Ästchen Giehcner Wochenmarktpreife. m-s °mem Munde: „Dre nächst« Station^ Dann in Nieder-Ramftadt sowie als Mit- » G j e ß e n, 19. Sept. Auf dem heutigen Wochen- l-mscht-n sie auf den «n-derholt°n Ausruf. Das war $orftanbe5 be5 Heffifchen Hauptverems martt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., ^reulenstimme. Em« Schaffner n « Evangelischen Bundes, des Elstabethen-St.fts m Ht zg Rpf., Käse, das Stuck fi bis 10, ausländische „Mensch, d,e kenne ich dach! rief der eine un6 Ba er3iei)ung5QnftaIt Aumühle, des uy Kartoffeln, % kg 4,8, 5 kg 48, Wirsing, deutete der kurzen stämmigen Gestalt IN, Hofen nach^ Verbandes Evang. Erziehunasvereine in Hessen, der y3 kg 7 bis 8- Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Ruben „Jedenfalls muß sie hieiherum her sein , fuhr er anftaltb Elisabeth-Haus in Bad-Nauheim 7~ ^Ote Rüben 8, Spinat 18, Römischkohl 10, Bahnen fort als er auf tarnen Mt^mtm *aS,’n[™ in i«n Bienft her Allgemeinheit. Im Februar ' bi5 i8/(gelb) 20, Unterkahlrabi 7 & fpncht genau unfern Dmlekt! „Wie d.e Mutter murbe cr nach der Pensionierung des damast- 16, Zwiebeln 12, Schwarzwurzeln 3O RHa- daheim! stimmte der andere bei, und sein Gesuyi Superintendenten, Geh. Oberkonsistor>alrats D. barber 10 Sürbig 7- Püz« 45, Aepfel 20 bis 25, strahlte. . . . , --. Petersen unter Ernennung zum Oberkirchenrat F^lläpfel 4 bis 8, Birnen 15 bis 25, Brombeeren 50, Die Bremse knirschte. „Mr s nd da neftn sie j^-ndent von Ob-rh-ssen mit dem Amtssitz m Zwetschen 15 bis 16, Blumenkohl, das Stuck 10 bis emanber zu unb irn nachsien Augenblick 1 cyimeil n t Anläßlich ber Augustana-Jubelfeier am xX Sal^t 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 40, Emrnach- hL1 Aa^e fei 29. Juni 1930 ernannte ihn bie Theologische Fakul- bi5 4 Enbivien 5 bis 12, Oberkohlrabi chr bestätigen, baß sie ebenfalls hier zu Haü