Der Führer und Oberste Befehlshaber mit seinem Stabe tm Führerhauptquartiev, — (Presse-Hosfmann-M.) nen ben wurden während des ganzen Tages mit Born- alter Kaliber belegt. Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag. Truppen des Heeres brachen gleichzeitig, durch starke Artillerie unterstützt, in das Festungs - kampffeld der Waginotlinie ein und entrissen dem Feind zahlreiche Befestigungsanlagen. Die starke Werkgruppe Saaralben-West wurde genommen. 3m Raum Verdun—2tt eh—B elf o r t richteten sich wirksame Luftangriffe gegen Truppenansamm- lungen und Bewegungen auf Bahnen und Straften. Zahlreiche Eisenbahnzüge wurden zerstört, viele Eisenbahnstrecken unterbrochen. Auch im übrigen Frankreich erzielten unsere Kampfverbände gute Angriffserfolge gegen Flugplätze, wichtige Eisenbahnstrecken und zurückgehende Kolonnen. Während der Rächt zum 15.6. unternahm der Gegner die üblichen Einslüge nach West- und Südwest-Deutschland und warf dabei wiederum planlos und ohne militärische Ziele zu treffen, Bomben ab. Die Gesamtverluste des Gegners in der Lust betrugen gestern 4 3 Flugzeuge, davon wurden 13 im Luftkampf, 9 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 5 eigene Flugzeuge werden oermiftt Die Verluste des Gegners am 13.6. erhöhen sich um 10 Flugzeuge auf insgesamt 29, die eigenen um vier Flugzeuge auf insgesamt sechs. 3m Raum um Narvik wurden in den letzten Tagen har st ad und Tromsö kampflos beseht. Eine Abteilung ausgesuchter Gebirgstruppen, die am 2.6. aus der Gegend von Fauske Über das wegelose Gebirge nach Norden angetreten ist, hat am 13.6. die Vereinigung mit der Gruppe Narvik vollzogen. Besonders ausgezeichnet haben sich: Der Staffelkapitän Hauptmann Balthasar, indem er bisher 20 feindliche Flugzeuge im Luftkamps abschoft und 11 weitere am Boden zerstörte, der Leutnant 2D e 6 e r in einem Schühenregiment, indem er im letzten Augenblick unter rücksichtslosem persönlichen Einsatz fünf Zündleitungen an einer wichtigen Brücke durchschnitten und so den Hebergang unversehrt in unsere Hand gebracht hat. R o m, 17. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der Genfer Vertreter der Agentur Stefani berichtet über die Stimmung in Frankreich, die schließlich zu der inzwischen erfolgten Neubildung der französischen Regierung führte, einige bemerkenswerte Einzelheiten. Er gibt zunächst der Ansicht Ausdruck, daß man auch französischerseits die Aussichten auf eine Hilfe von auswärts immer negativer beurteile. Die öffentliche Meinung in Frankreich orientiere sich in diesem Augenblick nach Marschall Pe- tain hin, der als Gegenspieler Reynauds betrachtet werde. Reynaud gelte anderseits als der hauptverantwortliche für die Unterordnung Frankreichs unter die britischen Interessen. Die antienglische Welle in Frankreich habe ein bedenkliches Ausmaß angenommen. Man glaube sogar, daß die schwachen englischen Truppeneinheiten, die am linken Flügel der sogenannten französischen Front operierten, eher eine Belastung, denn eine Hilfe darstellten. Man halte es keineswegs für ausgeschlossen, daß die Engländer recht bald nicht nur von feiten des deutschen Heeres, sondern auch von selten französischer Truppenverbände in Gefahr geraten könnten, da der Eng- landhaß unter den französischen Soldaten ungeheure Fortschritte mache. Die Soldaten seien davon überzeugt, daß sie von der englischen Regierung als völlig unnützes Opfer preisgegeben worden feien. Das Heer, das fich tapfer geschlagen habe, sei über die Haltung Rey- brauch machen müssen. Diese Ansicht erkläre auch, weshalb das französische Volk und das französische Heer Reynaud hasse, der nicht einmal die nationale Ehre habe schützen können, und weshalb sie jetzt alle ihre Sympathien Lebrun und P 6 - t a i n entgegenbringen. Franzosen flüchten in die Schweiz Genf, 17. Juni. (DNB. Funkspruch.) Nach einem Bericht des Genfer Blattes „Suisse" trifft infolge des unaufhaltsamen Vordringens der deutschen Divisionen nach Süden eine große Zahl von französischen Flüchtlingen auf Schwe i- zer Boden ein, die sich von Stunde zu Stunde vergrößert. Die Stadt P r u n t r u t beherbergt bereits 10 000 Flüchtlinge, deren Erschöpfung groß ist. Sie werden in Schulen einquartiert. InLes Ver - rieres an der französisch-schweizerischen Grenze wird ein ununterbrochener Strom französischer Zi- vilslüchtlinge in südlicher Richtung festgestellt. Reynaud zurückgetreten. MarschallPetainbildeteineneueRegierung Weygand als Stellvertreter. Genf, 17. Juni. (DNB.) Der französische Rundfunk gibt bekannt: Reynaud hat demissioniert. Warschau PetainhatdieneueRegie- rung gebildet Minister Ehautemps ist stellvertretender Winisterpräsident. Die Winisterien sind folgendermaßen verteilt: Winisterpräsident: p e < a i n. Staatsminister und Vizepräsident: Ehautemps. Winisler für nationale Verteidigung: General Weygand. 3ustiz: Fremicourt. Krieg: General E o u 1 f o n. Kriegsmarine und Handelsflotte: Admiral Dar« l a n. Luftfahrt: General p ugeot Aeufteres: Baubouin. 3nneres: pomtnareL Finanzen und handel: Bouthillier. * Das klägliche Abtreten des plutokratischen Kriegshetzers Reynaud nehmen wir mit Gelassenheit zur Kenntnis. In dieser Umgruppierung kommt nur zum Ausdruck, daß in Frankreich nach dem m i l i - türischen Zusammenbruch auch der p o 1 i - tische Verfall nicht mehr zu vermeiden ist. Furchtbares Erwachen in Frankreich Wachsender Englandhaß in der französischen Armee. I Die gesamte Front vom Kanal bis jur Schweizer Grenze ist in siegreichem vorwärts stürmen. Bei der Verfolgung des geschlagenen Feindes iuf die Loire zu, wetteifern motorisierte und lichtmotorisierte Verbände in gewaltigen Warsch- tiftungen und überholen vielfach den flüchten- len und erschöpften Feind. Die Zahl der Gefangenen ist ständig im Steigen. Südostwärts von Paris und an der oberen I Harne sind starke Panzer- und motorisierte Ver- 5 ianbe im rastlosen Vorstoß nach Süden. Das Eateau von Langres ift überfchril- 1. — Die Rückzuglinien der von Saar d Rhein zurückweichenden französischen Kräfte > damit durchstoßen. )ie 5 e ft u n g Verdun mit allen ihren Forts erobert. Auch die starken Befestigungen in Gegend von Longuyon sind genommen. In der Saar front ist die Waginot- nie zwischen St. Avold und Saaralben rchbrochen. Der Oberrhein ist östlich Colmar in brei- Front im Angriff überschritten. Kampf- ger- und Flakverbände unterstützten hier erfolg- ch das Vorgehen des Heeres. Kampfflieger-, Stuka- und 3agdverbände griffen in übrigen an der ganzen Front die rückwär- 11 gen Verbindungen des Gegners in iroftem Umfange an. An zahlreichen Stellen rour- len Marschkolonnen zersprengt und Lisenbahn- hrecfen durch Bomben unterbrochen. 'Etwa 30 Züge „urden getroffen, mehrere Munitionszüge flogen n die Luft. Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft belegen gestern 40 Flugzeuge; davon wurden 12 im -ufttampf, 9 durch Flakartillerie abgeschossen, der Lest am Boden zerstört. Sieben eigene Flugzeuge »erden oermiftt Die deutsche Unterseebootwaffe hat zwei neue Lr- Mge zu verzeichnen. Ein zurückkehrendes Untersee- Irfot meldet die Versenkung eines oollbe- ehten Truppentransporters von 12 000 ZRT. am 30. Mai. Lin anderes U-Boot hat einen iritischen Hilfskreuzer von rund 14000 ! 3RT. torpediert. Beim Durchbruch durch die Maginot-Linie an ler Saarfront hat sich der schon einmal genannte Oberleutnant eines 3nfanterie - Regiments Otto »chulz durch besondere Tapferkeit erneut ausgezeichnet Gegner an verschiedenen Frontabschnitten noch erbitterten Wiederstand leistet, so nehmen doch die Auflösungserscheinungen im französischen Heere stündlich zu. Es konnte bereits festgestellt werden, daß General W e y g a n d zur Auffüllung der ihm noch verbliebenen Armeen bereits auf Ersatztruppenteile, ja sogar auf Genesende zurückgreifen muß. Bei den gesamten Operationen hatte wiederum unsere hervorragende Luftwaffe ihren großen Anteil an den neuen Erfolgen. Der Wehrmachtsbericht vom Samstag. Führerhauptquartier, 15. 3unL (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Verfolgung ist zwischen der unteren Seine und der Maas überall im Gange. D i e Auflösung der geschlagenen französischen Armeen schreitet fort An verschiedenen Stellen ergaben sich feindliche Truppenteile kampflos. 3n den letzten Tagen neu aufgetretene Verbände des Feindes sind aus eilig zusammengerafften Resten geschlagener Divisionen und aus Lr- sahtruppen gebildet Seit 5. 3uni wurden bisher über 200 000 Gefangene gezählt Die Beute an Material kann noch nicht übersehen werden. Paris wurde gestern kampflos beseht und durchschritten. Heber dem Schloft von Versailles, in dem 1871 deutsches Schicksal gestaltet und 1919 deutsche Schmach besiegelt wurde, weht die Reichskriegsflagge. Südlich des Argonner-Waldes wurde der Feind nach S ü d o st e n geworfen und von feiner Rückzugsrichtung abgedrängt Am 14. 6. griffen Fliegerverbände aller Waffen im Grofteinfah an der S a a r f r o n f die THaginoflinie an. Befestigungswerke, Bunker, Artillerie- und 3nfanterieftellungen fowie Kolon- Siegreich immer weiter nach Frankreich hinein. Zestung Verhüll genommen. — Gegen die Loire. — Bio znr Schweizer Grenze alle« in $Iuf>. Hakenkreuz über Versailles. Auf dem Versailler Schloß ist die Reichskrieg^ Tagge aufgezogen, ein Symbol, das jeder Deutsche mit tiefster Genugtuung empfinden muß. Ver- a i 11 e s ist nicht erst im Kriege 1870/71 in das Blickfeld der deutschen Geschichte getreten, denn vom Versailler Schloß aus hatte schon Ludwig XIV. eine ruchlosen Befehle an die Mordbrenner Melac und Turenne erteilt, die Rheinpfalz zu verwüsten. Das Heidelberger Schloß ging in Flammen auf, die Kaisergräber im Dom zu Speyer wurden ge- chändet, ein Frevel, der nicht nur symbolisch, son- dern auch in der Wirklichkeit am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal des Versailler Schlosses seine Vergeltung fand. An diesem Tage wurde König Wilhelm I. von Preußen zum Deutschen Kaiser ausgerufen, wurde das Bismarck-Reich errichtet, also gerade das, was die französische Politik ränkesüchtig oder offensiv, in her Regel beides zusammen, immer wieder zu verhindern gesucht hatte. Der Revanchegeist, der nach 1871 in Frankreich aufkam, hatte gerade dieses historische Ereignis im Spiegelaal des Versailler Schlosses als eine Demütigung empfunden, ohne sich daran zu erinnern, was französische Mordbrenner zuvor in der Rheinpfalz geregelt hatten. Was am 18. Januar 1871 endlich Wirklichkeit geworden war, das hatten die Besten des deutschen Volkes seit der Erhebung von 1813/15 nicht nur zutiefst im Herzen, nicht nur bewegt in Gedanken, sondern auch laut und offen gefordert. Als im Großen Kriege 1914/18 nach Siegen und Opfern der deutschen Heere, wie sie niemals zuvor in der Kriegsgeschichte verzeichnet worden roaren, die Waffen niedergelegt wurden, war es Frankreich, das feine Revanche im Versailler Schloß wieder einmal bis zur Neige kosten wollte. Das hat es auch Montag, fr. ZuniM« Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8'/2UhrdesVormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel 1 Abschlüsse MengenftaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 o/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. na uh s gegenüber dem General st ab geradezu empört. Man erinnere sich daran, daß Reynaud in seinen Radioansprachen und in seinen Reden vor dem Senat alle Schuld über die Niederlagen des französischen Heeres dem Generalstab zugeschrieben hatte, während doch die größte Verantwortung für die Lage, in der sich heute Frankreich befindet, ausschließlich jener Clique von Politikern zuzuschreiben sei, der Reynaud selbst angehöre, und die sich heute einfach in einen sicheren Schlupfwinkel zurückgezogen hätte. Auch dürfe man, um die feindselige Haltung des Heeres gegenüber Reynaud zu verstehen, nicht vergessen, daß Reynaud tapfere und nicht mehr als andere schuldige Generale wie G a m e l i n und C o r a p habe verschwinden lassen. Ferner erzählten Flüchtlinge, daß der Jude Mandel noch kurz vor dem Fall von Paris mit der Ausrede der „Fünften Kolonne" Hunderte von summarischen Hinrichtungen habe durchführen lassen. Man wisse beispielsweise nichts über das Schicksal von sieben Journalisten, die verhaftet wurden, weil sie gegen die england- hörige Politik Reynauds Stellung nahmen. Es scheine, daß man sie unter die Opfer des jüdischen Ministers einreihen müsse. In Anbetracht der Lage, in der sich Frankreich befinde, verurteile man auch allgemein sehr scharf die Tatsache, daß ausgerechnet in einem solchen Augenblick einem Juden der Auftrag erteilt worden sei, die Ordnung mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten, von denen auch ein Franzose mit Vorsicht hätte Ge- Wie weit der Zusammenbruch, ja man darf sagen lie Auflösung der französischen Front westlich und Zdöstlich von Paris schon gediehen ist, geht aus !er Tatsache hervor, daß sich dus Verfolgungs- ismpo der deutschen Truppen stellenweise bereits !is zur Ueberholung fliehender f r a n « jösisch e r Truppenkörper gesteigert hat. 5m Verlauf der großen Verfolgungsoperationen is in südöstlicher Richtung von Paris ein starker Steil lorgetrieben. Da hierbei das bekannte Plate a u ton ßangres bereits überschritten ist und da jlleichzeitig der Oberrhein östlich von Colmar in breiter Front von den deutschen Truppenkörpern iberschritten wurde, kann sich der Gegner bereits len Augenblick ausrechnen, in dem seine s a m t = li (f) e n rückwärtigen Verbindungen zwi- |f)en dem gewaltigen Fesiungsdreieck der Mag i - i o t - L i n i e (Metz, Straßburg, Colmar, Epinal, toul) nach Südfrankreich abgeschnitten sind. Das Plateau von Langres gilt als der Militärische Hauptpunkt im Osten Frankreichs. Seme k rhebungen steigen bis zu 475 Meter und stellen lie wichtigste Wasserscheide in Frankreich dar. Das Plateau hat seinen Namen von der sehr starken Fettung Langres, die an der oberen Marne und tm Marne-Saone-Kanal liegt. Südlich schließt sich tm bas Plateau die 600 Meter hohe Hochebene der Cote’Dr mit der Festung Dijon an. Am gestrigen Sonntag sind nun auch die letzten Forts von Verdun in deutsche Hand gefallen. i 'm Weltkrieg dauerte der vergebliche Kamps um ■ eerbun fast 7 Monate, nämlich vom 21. Februar bis Um September 1916. Besonders bekannt geworden üt der wahrhaft heldenmütige deutsche Kamps, der Mr Eroberung des Forts Douaumont führte. -Die | schlacht um Verdun hat für Frankreich ‘JL.'6.1”*1- Deutlichen Meinung sowohl wie m ferner Militär- 'Geschichtsschreibung eine noch größere Rolle Fespi lt cis bas sogenannte „Wunder an der Marne . 3 er kommandierende General der Heeresgruppe die yarabe seiner Kämpfer abnimmt. Vom Are d e Lriompheflattertdie siegreiche Fahne »es Deutschen Reiches. Nun stauen sich die Menschen am Place Etoile. Ein geschichtliches und militärisches Schauspiel ohnegleichen erleben sie. Infaßbar noch für viele, die noch am Abend votier meinten, die Franzosen seien im siegenden Lormarsch gegen die deutschen Truppen. Auch hier ,at eine unverantwortliche Lügenpropaganda die «ähren Tatsachen verschleiert. Besonders ist man iberall von dem disziplinierten deutschen Einmarsch! jberrascht. Eine Beruhigung ist über die Bevölke-! ung von Paris gekommen. Sie hat den deutschen Soldaten kennen gelernt, sie wird ihn auch zu ichten wissen. Mehr abseits stehen manche Frauen inb weinen. Das ist zu viel für ihre Nerven genesen. Erst mußten sie ihre Männer für England n den Krieg schicken, und jetzt müssen sie zusehen, »aß der Feind friedlich, ohne brutale Gewalt in Ihre Hauptstadt einzieht. . Noch immer ziehen die Truppenverbände über )en Place Etoile. Wir schauen in die Gesichter inferer Soldaten. Was haben sie nicht alles erlagen und erkämpft, bis sie diesen feierlichen und Fiumphalen Vorbeimarsch erleben dursten. Der Staub von Frankreichs Straßen, die Sollen harter Gefechte, alle Marschschwierigkeiten sind Überglänzt von dem Leuchten ihrer Augen. Stolz inb Ergriffenheit über Has große Erleben hat die Gesichter ernst gemacht.. Sie sind nun die ersten rutschen Soldaten seit 70 Jahren, die wieder als Sieger in Frankreichs Hauptstadt einrücken. Unmöglich ist es, den überwältigenden Eindruck zu eschreiben, den dieser Tag auf uns deutsche Sol- aten macht. Noch ist das Erlebnis zu frisch, noch ■jonnen wir die Worte nicht finden, die nur an« rähernd ausdrücken können, was wir an diesem 4. Juni 1940 erlebten. Die Größe des Tages ge- netet vorerst Schweigen. versuch abgefchosfen. ...... 3n der Nacht zum 15. Juni hat der Jemb te ---<, ,, Wllcheu Llnslüqe über das ltalienifche Gebiet aus- öen Rhein kam den Franzosen gewiß liebet ffienna sind elnge Bomben abge-|ü b er ra|4 enb. Denn ohne vorhergehende, i°n- ren deutschen Soldaten. Ein trüber Taa brach am Samstagmorgen an. Es regnete unaufhörlich. Die Aufklärer und die B- Stellen hatten kaum 100 Meter Sicht. Das jenseitige Ufer des Rheines verschwand in grauem Dunst Für die deutsche Heeressührung war das aber kein Grund, den einmal festgesetzten Angriff am Ob errh ein zu verschieben. Allerdings sah es für den Uneingeweihten lange' so aus, als bliebe die Front absolut ruhig. Nur die Anmarschstraßen zeigten ein anderes Bild. Kolonne um Kolonne, zu Fuß und mit Wagen, rückte an. Die deutsche Organisation hat sich wieder dabei bewährt. Da gab es keine nennenswerte Verzögerung, alles klappte wie am Schnürchen. Und die in den Dörfern hinter dem Rhein liegenden Pioniere sagten uns am Vor- I abend: „'s Holz zum Bauen ha' mer schon!", damit ist alles gesagt! Da eben alles bereit lag, konnte am Angriffsmorgen auch alles ohne Lärm und Aufsehen anrollen. Noch um 9.30 Uhr war alles so gut wie ruhig. Ganz vereinzelt da und dort eine Detonation. Doch um 10 Uhr gin-g für die Franzosen die Hölle los. Alle Kaliber unserer Artillerie donnerten Tod und Verderben hinüber über den Rhein. Wehe den Poilus, die dort die Stellungen halten sollten. Ihre eigene Artillerie hörte man zunächst nicht. Erst langsam konnte man Detonationen auf unserem Ufer beobachten. Den Franzosen war offenbar von Anfang an Hören und Sehen vergangen, wenn auch unsere Stukas wegen des schlechten Wetters nicht eingreifen konnten. Unter dem Schlachtgetöse der eigenen Artillerie setzten Punkt 10 Uhr unsere Pioniere zum > Brückenbau an. Das feindliche Störungsfeuer beträchtlichen Schaden anzurichten. Die feindliche Luftwaffe hat einige nächtliche Flüge über einigen Städten Wittel- und Nordilaliens durchgeführt. Einzelheiten darüber werden mit einer Sondermeldung bekannlgegeben. Englischer Kreuzer „Calypso" versenkt. Kopenhagen, 15. Juni. (DNB.) Reuter gibt amtlich bekannt, daß der Kreuzer „Calyps o" durch ein italienisches U-Boot im Mittelmeer versenkt wurde. Die „Calypso" gehört zur Klasse der Leichten Kreuzer, hatte eine Wasserverdrängung von 4180 Tonnen, 440 Mann Besatzung und eine Bewaffnung von fünf 15,2-cm-Geschützen, zwei 7,6-cm-Flak, vier 4,7-cm-Flak, zwei 4-cm-Flak, neun MG.s und acht Torpedorohren. Er war im Jahre 1917 erbaut worden. Landen gelassen. 3m Wittelmeer führen Flotte und Luftwaffe iire Tätigkeit mit immer wirksameren und besseren E rgebnissen fort während der englische Rundfunk Wziell den Verlust des englischen Kreuzers „Lain, p so", der bereits im Heeresbericht Nr. 2 gemeldet wurde, bestätigte, haben unsere Torpedo- tcoote in einer weiteren siegreichen Aktion gegen Endliche U-Boote eines davon versenkt Gleichzeitig hat unsere Luftwaffe ihren An- llriffsgeist bestätigt und überall die Initiative ergriffen. Wit sicherem Erfolg sind zahlreiche Bom- taröierungen gegen französische Flugzeug- s ühpunkte und gegen die hafcnanlagen von l o r f i f a, gegen das Arsenal von Vurmula ? lughäfen von (Sannet des Waures und Luert- ihre Baumstämme, ließen ihre Pon- ‘ ierrefeu in Südfrankreich onrcygesuyn ^n's ins Wasser gleiten, um den Uebergang in gro- v*orden. , ßem Stil zu erzwingen. 40 feindliche Flugzeuge sind, teile in Aber inzwischen waren unsere -opferen Mtigen Luftkämpfen, teils am Boden vernich- Infanteristen schon mit Booten an die '-t worden. Ein großes Munitionslager wurde in Ueberquerung des Rheines gegangen Obwohl schon Hie Cuff aeivrenat und zahlreiche Brände wurden feindliche Granaten an den Emstiegstellen heran- , 9c1Prengt um» - hemer- beulten und mit Donnergetose krepierten, so daß es sroorgerufen. Die feindliche ^wehr war bemn erschien, hier den Uebergang zu erzwin- ^nswert: Fünf unserer Flugzeuge sind nicht 3 laffen die Tapferen nicht ab und erkämpften Wen Stützpunkten zurückgekehrt. einen Durchbruch über das Wasser. Schon zehn Mi- Zn Nordafrika sind heftige Aktionen gegen nuten nach Beginn des Angriffs haben in der Nähe icon zahlreichen Tanks unterstützte Streitkräfte im üon Breisach todesmutige deutsche Soldaten das jen- «ange, bie einen Angriff in Richlung Sibi-Azeis s^rge Ufer erreicht und setzen zum Sturm auf die iTrtnrfii 8 dortigen französischen Bunker an. Kem Feuerhagel h h Einheiten unserer Luft- des Feindes kann ihren Angriffsgeist erschüttern. 3n 0 ft a f r i f a haben Linyeuen ' b Das MG.-Feuer der Poilus wird langsam meder- ^affe die Lnftflottenstühpunkte von V erber gekämpft, und bald leistet der erschütterte Feind nur Bandera bombardiert. Heber Wassaua wur-, g^rinqen Widerstand. Unsere Artillerie hat ihm ten zwei englische Flugzeuge bei einem Einflugs- mitgespielt: denn ihre Schüsse saßen mit aus- ‘ . gezeichneter Treffsicherheit im Ziel. »e Dieser wuchtige Angriff unserer Truppen über Schon nach einer Stunde Kampf um den Rhein brachten unsere tapferen Soldaten die ersten Gefangenen über den Strom zutiick. Nach zwei Stunden tapferen Kamp f es ist an der Übergangsstelle das Westufer des Rheines fest in deutscher Hand, so daß der Fährenbau schnell vorangeht. Dann kann Kolonne um Kolonne über den Rhein vorstoßen, um den glänzenden Erfolg des Vormittags am feindlichen Ufer auszuweiten. Dieser Rheinübergang ist ein neues Ruhmesblatt in der Geschichte unserer neuen nationalsozialistischen Wehrmacht. Auch am Oberrhein ist nun die Bresche in die Feindfront geschlagen. Unaufhaltsam werden unsere Regimente über den deutschen Schicksalsstrom marschieren, dem Endsieg entgegen. Hcmptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauptschrifUeitcrs: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: J.V-Ernst Blumschein; für Stadt Gießen,Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschetn; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühlsche Untversitütsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Mxeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.NrL. im blühenden Alter von 27 Jahren. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 2877 D Am 6. Juni 1940 starb den Heldentod bei Amiens für Führer und Vaterland, unser innigst- geliebter, hoffnungsvoller Sohn, unser herzensguter Bruder, Schwager und Neffe Gießen, den 17. Juni 1940. Schanzenstraße 4 H In tiefem Schmerz: Adolf Müller und Frau Lotte, geb. Fredershausen Liselotte Müller Margarete Karl, geb. Müller Heini Müller, z. Z. im Felde Willi Karl, San.-Feldwebel, z. Z. im Felde nebst Angehörigen Gustav Fritz Müller Soldat in einer Infanterie-Geschütz-Kompanie Zwangsvevtteigevuns Dienstag. 18. Zuni 1940, nachmittags 2 Uhr,sollen imBerkaufs- lokalHartmetz, Neuenw 28, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe i . obig. Lokal) zwangsweise gegen iof. Barzahl. versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 1 Wanduhr, Radios, 1 Schaubeck-Briefmarkenalbum, 1 Schreibmaschine, 1 Klavier, 1 Jnstrumentenschrank und eine Schneidernähmaschine. 2879d Qphapmann Gerichtsvollz. in Gießen ülilllll Mill Wiesenstr. 2, Tel. 3108. Der SIM turn MW 000 Am nach der Naturschuyverordnung vom 18. März 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus. führlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen. Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem er. schienenen Kommentars zum Reichsnatur, schuhgesetz haben hier auf Grund ihrer lang, jährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Na« turschutzverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Ergänzung«- bestimmungen nach juristischen, Verwaltung», technischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund, in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfteunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Na- turalien- u. Herbarien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präpara- toren, Ausftopfer, Pflanzenfamm- ler.Schmuckreisig-Verkäufer, Kranz- Kindereien und die mit der Überwachung der Märkte beauftragten Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw.-Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Ludwig Klippel,Weißbindermeister i. R. im 79. Lebensjahr. Gießen-Wieseck, den 16. Juni 1940. im Alter von 23 Jahren. In tiefer Trauer: 2874 D Ruhe sanft du gutes Herz, du hast den Frieden, wir den Schmerz. Möbliertes Zimmer Freienseen, den 14. Juni 1940. mit sev. Eingang und Schreibtisch GLORlfl 02138 RN Muschenheim, Melbach, Frankfurt a. M., den 16. Juni 1940. Die Beerdigung findet Dienstag, den 18. Juni, nachm. 2 Uhr statt. 2873 D ■ Hauptrollen: 2871 A 02137 02134 Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr Gewinne und Prämien Nähe Bahn u. Klinik l-Zmöb.Zim.z.verm. Crednerstr. 18 I. Liebe - Pferde - Eifersucht Ein ebenso zum Schmunzeln wie zum breiten Lachen verführendes Volksstück, in dem ein testamentarisch hinterlassenes Pferd 4 reizende Menschen beinahe ins Unglück und doch noch haarscharf zu Glück und Liebe bringt 1 PCI LR ST ■ Giessen ' August Lutz II. und Frau Otto Lutz, z. Z. im Felde Johanna Lutz, geb. Goß Am 5. Juni fiel bei Amiens für Führer und Vaterland unser lieber Sohn und Bruder, Schwager und Onkel, mein innigstgeliebter Bräutigam Ernst Lutz, z. Z. im Felde Liesel Lutz, geb. Schneider Luise Jung, Braut. Am 16. Juni entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Vater Wenn Liebe könnte Wunder tun und Tränen Tote wecken, so würde dich im fremden Land nicht fremde Erde decken. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Eiser Familie Adolf Weller Familie Franz Quirin. Die trauernd Hinterbliebenen: Emma Klippel. zu vermieten. Schr. Anfr. unt. 02133 a. d. G. A' Du liegest nun in fremder Erde und läßt uns hier allein, die Liebe, die wir zu dir haben, wird allezeit auch bei dir sein. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 18. Juni, um 15 Uhr vom Sterbehause, Gießener Straße 104, aus statt. Olly Holzmann, Lotte Werkmeister Trude Hesterberg, Jasparv.Oertzen Oscar Sabo Spielleitung: Heinz Paul Neueste U fa-Ton-Woche Generalangriff auf Frankreich gesucht. Schr. Ang. unt. 02136 a.d. G.A. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Walter sowie für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden und allen denen, die ihm das letzte Geleit gaben, sagen wir auf diesem Wege unseren allerherzlichsten Dank. Jakob Schmidt und Frau Anna, geb. Dörr Lieselotte Schmidt. Gießen, Weserstraße 12. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres herzensguten Vaters ünd Schwiegervaters, Bruders, Schwagers und Onkels Albert Bill Gr. 70x140 mit Matratze zu verk. Zu erfr. in der Geschäftsst. des Gieh. Anz. 02132 Eduard Lutz Gefreiter in einem Infanterie-Regiment 9 DER NEUE TOBIS-FILM Am 16. Juni entschlief sanft nach langem schweren Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Wilhelm Weisel IV. Gemeinderechner i. R, im 83. Lebensjahr. sprechen wir allen auf diesem Wege unseren innigen Dank aus. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Jost für seine trostreichen Worte, dem Betriebsführer der Firma Heyligenstaedt &. Comp. für seinen ehrenden Nachruf und dem Gesangverein »Heiterkeit« für seinen erhebenden Gesang, sowie für alle Kranzspenden. Gießen, Die trauernd Hinterbliebenen: den 17. Juni 1940. Anna Bill, geb. Honig, und Kinder. für iwtimMitfoTfatWdieXri^ iDoUöWohlfahrt Mieder Serie \ Heute Montag Erstaufführung . n | Vermietungen"! Möbliertes Zimmer mit voll. Pension zu vermiet. 2878D Walltorstr. 27. 117ir suchen redegewandte, zielbewußte &amen mit vornehmer Gesinnung und sicherem Auftreten, die sich nach kurzer, gründlich. 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Die Gaue Sachsen, Mark Brandenburg und vorwiegend Ostpreußen, das gegenüber 12 000 Freiplätzen in Friedenszeiten durch den ausdrücklichen Einsatz seines Gauleiters die Zahl der Freiplätze auf 56 000 vermehren konnte, sind in diesen Wochen das Reiseziel unserer Kinder aus dem Gau Hessen- Nassau. Dort werden sie für mehrere Wochen Erholung finden. Diese von der NSV. auch im Kriege aufgenommene Erholungspflegearbeit soll der Kräftigung und Gesunderhaltung der deutschen Jugend dienen, derjenigen Jugend, gegen die, als auch gegen deren Mütter England einen Krieg zu führen gedachte. Die Jugenderholungspslege der NS.-Volkswohlfahrt und innerhalb dieser die Kinderlandverschickung sollen zu ihrem Teil dazu beitragen, den uns aufgezwungenen Kampf siegreich zu bestehen. an dem Lehrgang für Mannschaftsturnen in Wetzlar. Bei einem im Zusammenhang damit durchgeführten Wettkampf konnte die Mannschaft von 1846 als Sieger hervorgehen. Eine Leichtathletikgruppe habe unter der Leitung von Else Ludwig die Uebungsarbeit ausgenommen. Im Rahmen von Kameradschaftsabenden sei für die Kameraden im Felde gearbeitet und ihnen manche Freude gemacht worden. Am Frauenturnen könnten noch mehr Frauen und Mädchen teilnehmen; die Fechtriege habe Zugänge zu verzeichnen. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde die neue Einheitssatzung des NSRL. besprochen und einstimmig gutgeheißen. Es wurde im Zusammenhang damit beschlossen, den Namen des Vereins unverändert beizubehalten. Bei der Vereinsführerwahl wurde der bisherige Vereinsführer Wiegand vorgeschlagen. Er erklärte sich bereit, das Amt für die Dauer des Krieges fortzuführen. Als stellvertretender Vereinsführer wurde Kamerad Sauer bestimmt, der sich ebenfalls weiterhin dem Verein zur Verfügung stellt. Sodann wurde von Rechner Georg Wahl der Kassenbericht erstattet. Die Rechnungsablage ließ erkennen, daß sich der Verein auf gesunder finanzieller Basis bewegt. Alle Rechnungen wurden beglichen, so daß der Verein gegenwärtig keine wesentlichen Verbindlichkeiten mehr hat. Dem Rechner wurde Dank, Anerkennung und Entlastung zuteil. Nachdem noch über die Frage der Wiederaufnahme des Turnbetriebs in der eigenen Turnhalle gesprochen und der Vereinsführung der selbständige Beschluß in die- ser Sache anheimgestellt war, nachdem ferner noch eine Reihe von Grüßen aus dem Felde zur Kenntnis gegeben waren, fand die Versammlung mit dem Gedenken des Führers und der Soldaten im Felde ihren Abschluß. IlM > zu# ;olkS' ;cbeD noch .ring1 2871* .ist* rtZen Schärfste Verdunkelung auch auf dem Lande. Es muß immer wieder die Beobachtung gemacht werden, daß in Landgemeinden die Verdunkelung nicht streng genug gehandhabt wird. Jeder einzelne möge dabei bedenken, daß jede Lichtquelle auch auf dem Lande als Orientierungspunkt dienen und für die Landbevölkerung zur Quelle großen Schadens werden kann! Die Verdunkelung muß e5S Äfcl olis$ s 60. «naui? jbas ä d tie J ErnÄ..,?- Dornotizen. Tageskalender für Monkag. Volkstümliche Vorträge der Ludwigs-Universität: Q.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Lud- aigstraße 34, Professor Dr. Fischer über „Indiens Stellung im Britischen Weltreich, II"; 20.30 Uhr im uerseucheninstitut, Frankfurter Straße 87, Professor )r. Beller über „Methoden der Tierseuchenfor- hung". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Tip auf Imalta"; 14.45 Uhr: Wochenschau-Sondervorstellung Generalangriff auf Frankreich". — Lichtspielhaus, Kahnhofstraße: „Diener lassen bitten"; Gastspiel ussischer Künstler „Feuervogel". — Feierstunde zum Kesten des Deutschen Roten Kreuzes: 20 Uhr in der 'ohanneskirche „Musik aus großer Zeit". Notizen für den 17. JunL Sonnenaufgang 5.02 Uhr, Sonnenuntergang 21.49 Ihr. — Monduntergang 3.19 Uhr, Mondaufgang '8.58 Uhr. .Feldpost" an Arbeitsdienstmänner. Die Gebührenvergünstigungen der Feldpost galten Usher für Angehörige des Reichsarbeitsdienstes nur in bi? im Operationsgebiet' für Zwecke der Wehrmacht eingesetzten, geschlossenen Verbände und Ein- ieiten. Nun sind diese Vergünstigungen auch den Abteilungen des Reichsarbeitsdienstes zugestanden morden, die außerhalb des Operationsgebietes für Zwecke der Wehrmacht eingesetzt sind. Zur Unter* cheidung von den übrigen Einheiten erhalten alle Abteilungen, denen die Gebührenvergünstigung zu- lebiUigt worden ist, Feldpostnummern. Einheiten mb Verbände des Reichsarbeitsdienstes, die keine -eldpostnummer führen, haben also keinen Anspruch Ulf die Gebührenvergünstigung der Feldpost._______ s s IN »L, durfte seiner Wirkung sicher sein. Zwar ging es auch hier im Ergebnis um das glückliche Brautpaar, auch um die mannigfachen Schwierigkeiten, bis es soweit kommen konnte, aber es war nichts Herbeigeholtes, nichts Gewaltsames in der Handlung. Die „hergelaufene" Magd Christi wird gegen den Willen der selbst auf den Bauern spekulierenden Magd Lena und gegen die Ränke der schnippisch-eifersüchtigen Magd Vroni die Frau des Bauern. Der gütige, lebenserfahrene Altknecht hilft dabei etwas mit und weiß eine Fülle bäuerlicher Lebensweisheit unter feine Zuhörer zu bringen. Daß es dabei auch an der nötigen Derbheit nicht mangelte, versteht sich am Rande. Schließlich tat auch der oberbayerische Dialekt ein Uebriges, um den Darstellern alle Sympathien zu verschaffen. Schade, daß man kein Programm in die Hand bekam, hätte man doch gern gewußt, wie die Darsteller in Wirklichkeit heißen. Die Pausen wurden mit sehr beifällig angenommener Zithermusik, mit Jodlern, Schnadahüpfln, Schuh, plattlern und Watschentanz ausgefüllt. H. L. Neuner. DieZugenmyotuiMWkge uncau Heften-Mau Auch im Kriege Kinderlandverschickung der 71GL Mit raffinierten Eisspezialttäten den Gaumen zu kitzeln, bietet der Sommerabend auf dem Dorf keine Möglichkeit. Eis gibt es im Dorf nur einmal im Jahr, und zwar an der Kirmes — einen Groschen die Tüte —, wird dann aber auch zumal von der Jugend in unheimlichen Mengen vertilgt. Dafür nimmt der Bauer am Sommerabend den irdenen, bauchigen Krug, steigt in den Keller und zapft ihn voll goldgelben, kühlen, selbstgekelterten Apfelweines; war der Tag gar zu heiß, steigt er auch wohl zwei- ober gar dreimal hinunter. — Und ich sitze dabei und lasse mich nicht nötigen, doch will es mich immerhin gut dünken, daß die Bauern im Sommer früh in ihre Betten zu steigen pflegen. We.nn ich dann langsam durch die Wiesen meinem Hause zugehe, ist schon der Tau gefallen und die hohen Gräser schlagen kühl und feucht um meine Knie. daher in jeder, auch der kleinsten und abgelegensten Landgemeinde und auch bei jedem Einzelgehöft aufs peinlichste dukch geführt werden. Auch das Küchenfenster muß verdunkelt sein! Wer bei Licht Arbeiten im Stall verrichtet, muß darauf achten, daß aus dem Stallfenster oder aus der Stalltür keinerlei Lichtschein nach außen fallt. Das gleiche gilt für Keller ober Speicher. Die Landbe- bevölkerung muß dieselbe Disziplin üben wie unsere Volksgenossen in der Stadt. Wer schlecht oder nachlässig verdunkelt, wer gedankenlos handelt, hilft dem Feind und trifft die Gemeinschaft und sich selbst. Wilhelm Haug gefallen. NSG. Tapfer und mutig, wie er gelebt und als Altgardist der Bewegung für das Werden des Reiches gestritten 'hatte, kämpfte und fiel vor dem Feind Gauamtsleiter Wilhelm Haug, Leiter des Amtes für Volkswohlfahrt im Gau Hessen-Nassau. Seit 1925 stand Pg. Wilhelm Haug als einer der Ersten in Hessen für den Führer und seine Idee unter den Fahnen der Bewegung. Das Opfer, das er als wahren Inhalt der nationalfozialistischen Weltanschauung predigte, hat er nunmehr selbst gebracht, und damit hat seine immer wieder bewiesene vorbildliche Haltung ihre höchste Vollendung gefunden. Verzicht auf Abgeltung des Urlaubs bei höherem Gebaltseinkommen. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen teilt mit: Infolge der durch den Krieg immer stärker zutage tretenden Verknappung an Arbeitskräften ist es für viele Betriebe nicht möglich gewesen, den Gefolgschaftsangehörigen ihren Urlaub für das Jahr 1939 durch Gewährung von Freizeit zu erteilen. Der Herr Reichsarbeitsminister hat daher angeordnet, daß ein Verfall des Urlaubsanfpruchs vor dem 1. Oktober 1940 nicht eintritt. Im übrigen kann ab 1. Juni 1940 eine Abgeltung des Urlaubs für 1939, soweit er nicht erteilt werden kann, erfolgen. Während unsere Soldaten unter Einsatz ihrer Kräfte rückhaltlos und opferbereit immer weiter in Feindesland Dormärtsftürmen, versteht es sich eigentlich von selbst, daß die Angestellten mit höherem Gehaltseinkommen auf Abgeltung des Urlaubs keinen Anspruch erheben. Ich gebe daher der Erwartung Ausdruck, daß Angestellte und Arbeiter mit einem Monatseinkommen von mehr als 250,— bis 300,— RM. im allgemeinen im Bewußtsein, ein persönliches Opfer in dem Kampf für Deutschlands Größe und Freiheit zu bringen, von einem Antrag auf Abgeltung des Urlaubs absehen. Soweit im Einzelfall über die vorgenannte Einkommensgrenze hinaus berechtigte Gründe für eine Abgeltung des Urlaubs geltend gemacht werden können, darf dies nur mit meiner ausdrücklichen vorherigen Genehmigung erfolgen. Eine Abgeltung des Urlaubs 1940 kommt vorerst überhaupt nicht in Frage. Die Betriebsführer sollen vielmehr im Interesse der Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Gefolgschaft versuchen, Urlaub durch Gewährung von Freizeit im Rahmen des betrieblich Möglichen zu erteilen. Wertvolle deutsche Schäferhunde vor dem Preisrichter. Unter starker Beteiligung der Hundezüchter und Hundefreunde fand am gestrigen Sonntag auf dem Platz vor der Viehversteigerungshalle Rhein-Main eine Schau deutscher Schäferhunde statt, für die die Züchter und Halter der Kreisfachschaft Gießen (Gießen, Marburg und Wetzlar) etwa 40 Tiere vorführten. Die Leitung der Schau lag in Händen des Kreisfachschaftsvorsitzers W e h r u rn (Grohen- Buseck). Preisrichter war der in den Kreisen der Hundezüchter bekannte Landesfachschaftsleiter Rei- ßenweber (Jena). Die Schau diente vor allem dem Zweck, den 'vrchH, feiert tu inihbfi*, tet UNg ftch n, nicht» ntenitHt Üen üba k nchrt h keine, L wdlvno, Präp«,, yenfatn» ifer.fitto derlldv auftragttt lizeiftelu Verl«, !lde Tegernseer Bauerntheater. Bauerntheater ist nicht etwa nur Laienfpieltheater, es ist aber auch nicht Theater im Sinne unserer städtischen und staatlichen Bühne. Bauembühnen, wie wir sie von Schliersee und von Tegernsee her kennen, sind eigenständige Erscheinungen im deutschen Theaterlebey, kaum Schwankungen unterworfen in der Gestaltung des Spielplanes, im Genre der Aufführung, unerschüttert, in gutem Sinne konservativ in der Leitung und immer wieder zurückgreifend auf den dörflichen volkstümlichen Lebenskreis, wenn es gilt, Darsteller zu ergänzen. Die Bauerntheater haben meist ihren eigenen Bühnendichter oder aber sie stützen sich auf die Dichter ihres ureigensten Lebenskreises, wie Thoma, Anzengruber, Vitus usw., und geraten damit nicht in die Gefahr, etwas geben zu wollen, was ihrer Art etwa nicht läge. So war auch das, was man am Samstagabend in unserem Stadttheater zu sehen und zu hören bekam, in allen Einzelheiten aus der Lebensart des dörflichen Menschen gegriffen. Das Ergebnis: blutvolle Unmittelbarkeit und Lebensnähe. Das Stück „Alles in Ordnung" von Franz Vitus Brahms-Anekdote. Ein reicher Frankfurter Handelsmann, der als sehr musikliebend galt und Brahms, den er besonders schätzte, zu Gast geladen hatte, ließ, nachdem den vortrefflichen Speisen genügend Ehre angetan worden war, aus einer besonderen Flasche die Gläser füllen, hob sein Glas gegen Brahms und toastete ihm mit den Worten zu: „Mein lieber Doktor, in Anbetracht der Feierlichkeit dieser Stunde habe ich aus meinem Keller beh besten Tropfen holen lassen, bas ist sozusagen ber Brahms unter meinen Weinen!" Brahms nahm einen Schluck, kostete und meinte bann seelenruhig: „Nicht schlecht, aber wenn das Ihr Brahms ist, wie wär's, wenn Sie jetzt Ihren Beethoven aus dem Keller holen ließen?" R. Weber von Webenau. der Nacht auf: Das Käuzchen schwebt lautlos aus dem Schalloch des Kirchturmes, die Fledermäuse fahren im Zickzack um die Giebel der Scheunen, und Nachtfalter schwirren um die Lichter. Eine Reihe anderer findet sich nur zu einer Gastrolle im dörflichen Sommerabend ein. Im Mai brummen die Maikäfer mit einem lauten Klacks gegen die Fensterscheiben, und die Kinder sind eifrig hinter ihnen her, sie mit langen Stangen, an deren Ende ein Buschen grünen Laubes ober ein Strohwickel der erhöhten Treffiicherheit wegen angebracht ist, aus der Luft zu schlagen und in Zigarrenkasten zu sperren. Noch vor dem Tage des längsten Lichtes beginnt eine Nachtigall in den Gärten vor dem Dorf zu fingen. Solange sie dort draußen schier kein Ende des Jubelns und Schluchzens findet, gehen allabendlich die Liebenden hinaus, ihr zu lauschen, und fassen sich an den Händen und werden ihrer Liebe voll Lust und leiser Wehmut inne. Scheint es nicht fast zuviel des Guten, ein Zuviel an Stimmung, wenn ich noch die Glühwürmchen nenne, die, sich suchend, durch die Büsche geistern und wie unwirklich im Grase aufleuchten? Nur weniges kenne ich, was sich so mit allen Sinnen genießen läßt wie gerade ein Sommerabend. Die Haut atmet die Kühle der sinkenden Nacht, Auge und Ohr sind auf leichte und angenehme Art gefangen von dem Weben und Wispern der sommerlichen Dämmerung. Sollen da Nase und Gaumen leer ausgehen? Stärker und vernehmlicher duften die Blumen am Abend, und die Süße des Goldlacks im Bauerngarten hinter der Scheuer dringt bis auf die Bank vor dem Haufe, wo sie den Frauen und Mädchen, die so etwas eher empfinden als die Männer, gar lieblich eingeht. Zur Zeit ber Heuernte mischt sich ber Duft, in ben bie fnschge- mähten Gräser und Wiesenblumen sterbend sich verströmen, mit dem würzigen Ruch des tagsüber schon in der Sonne getrockneten Heues, streicht durch die Gassen und steigt bis in die Stuben und Schlafkammern der Bauernhäuser. Wenige Wochen später weht der Atem der reifenden Aehrenfelder durch das Dorf, quillt dann wie von Brot der Duft ber sommerheißen Garben herüber von den Aeckern. Bezeichnend für die heutige Jugenderholungspflege ist eine spezialisierte Erholungsfürsorge als gesundheitlich Maßnahme. Das erholungsbedürftige Kind, fei es aus der Stadt, fei es vom Lande, soll dort untergebracht werden, wo ihm auf dem schnellsten Wege zur Wiederherstellung der vollen Gesundheit und Leistungsfähigkeit verholfen werden kann. Zur spezialisierten Erholungsfürsorge gehören die Kinderlandverschickung und die Kinderheimentsendung. Unter den durch den Krieg bedingten Verhältnissen wird stärkerer Wert aus die örtliche Erholungspflege gelegt, wofür in verschiedenen Kreisen unseres Gaues Einrichtungen vorhanden sind. Alle diese Formen der Erholung haben ihre besonderen Aufgaben, und es ist gerade jetzt nötig, die Kinder für die einzelnen Erholungsmaßnahmen auf Grund ihres Gesundheitszustandes genauestens auszuwählen. Dies ist nur möglich auf Grund einer gut ausgebauten Organisation und Planung, wie sie der NS.-Volkswohlfahrt zur Verfügung stehen. Jetzt im Kriege ist eine überlegte Planung von besonderer Wichtigkeit, da in vielen Fällen die in Gommerabend. Von Ernst JRinf. Wer dem Sommerabend begegnen will, findet ihn :icht zwischen den Zeilen hoher Häuser, die um liefe Stunde die auf gegangene Glut .des Tages iurückstrahlen, auch nicht in dem Trubel illuminier- tr Bier gärten ober an den Tischen, die der Kaffeetausbesitzer, die Kühle des Abends berechnend, ins freie gestellt hat. Vielleicht daß wir ihm am Rande Ist Stadt begegnen, wo die Straßenzüge sich lichten mb schließlich ganz aufhörend sich in Feldern und Schrebergärten verlieren. Doch wer den richtigen 6ommerabenb sucht, der muß hingehen, wo dieser bi sich zu Hause ist: aufdasDorf. Zwar ist er dort spät, denn der Bauer ruht nicht tjer, als bis die sinkende Dunkelheit ihm das Licht far seiner Hände Arbeit nimmt. Und Ruhe: wohliges kmtspanntsein des Körpers und des Geistes, machen rft bas Labsal aus, als das mir den Sommer- öenb empfiiwen. Gewiß, die in der Stadt emp- fnben und verdienen dieses Labsal nach des heißen Iiages Mühen und Schweiß nicht minder als der Sauer, auf dem Dorfe aber ist es gleichsam hand- reiflich. So, wie ber Bauer vom Felde gekommen t-, sitzt er vor der Haustüre ober auf dem gestapelte Holze: das blaue Hemd über der Brust weit t fen und die Aermel hochgekrempelt, die Hose aus t-aunem Rippensamt durch einen ledernen ©urtei hren I -stern noch einmal leise piepsen, bevor fr« Sen Impf unter den Flügel stecken, wacht das Getier Der Turnverein 1846 Gießen vereinigte am vergangenen Samstag eine stattliche Anzahl feiner Mitglieder im „Schipkapaß" zur diesjährigen Jahres- Hauptversammlung. Vereinsführer Wiegand hieß die Kameraden willkommen und gedachte dann der im heldenmütigen Kampf für das Vaterland gefallenen Kameraden Heinrich Herbert, Georg Körner und Karl Althaus, sowie des verstorbenen Kameraden Scheerbarth. In herzlichen Worten wurde der Gefallenen gedacht und zum Ausdruck gebracht, daß ihr Andenken in aller Zukunft in hohen Ehren gehalten werde. In herzlicher Weise wurde ferner der 52 Mitglieder gedacht, die draußen vor dem Feinde stehen. In seinen weiteren Darlegungen erstattete der Vereinsführer Bericht über die Arbeit des Vereins während der Kriegszeit. Er betonte, daß, wenn auch die Turnhalle des Vereins für den turnerischen Betrieb nicht zur Verfügung habe stehen können, doch der Turnbetrieb in der Turnhalle der Schillerschule mit gutem Erfolg fortgeführt worden fei. Insbesondere die Uebungsgemeinschaft mit dem Männerturnverein habe sich bewährt. Einen starken Auftrieb habe das Kinderturnen erfahren, es fei im Wachsen begriffen, und neuerdings habe auch das Turnen der Kleinstkinder eingeführt werden können. Kamerad Franz Sauer erstattete dann den Bericht über die Uebungs- und Wettkampftätigkeit der Turner. Erfreulich stark sei die Beteiligung der Altersturner an den Turnstunden. Mit Freude wurde des Erfolges des Turners Kaiser bei den Meisterschaften in Berlin gedacht. Eine lebhafte Tätigkeit habe der Turnverein auf dem Gebiet des Kinderturnens und des Kleinstkinderturnens (Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren) entfaltet und bereits gute Ergebnisse erzielen können. Man hofft, daß dereinst aus dem Kinderturnbetrieb manches Kind für den Verein gewonnen werde. Im Hinblick auf den vom Reichsfportführer angeordneten Werbetag für das Kinderturnen wurde beschlossen, am 29. und 30. Juni mit der Kinderturngruppe öffentlich hervorzutreten. Erinnerungen galten dem Grünberger Fest. Die Fachwartin für das Frauenturnen Jdel Hauck konnte erfreulicherweise von einem lebhafteren Besuch der Frauenturnstunden berichten. Erfreulich sei ferner die gute Zusammenarbeit in der Uebungsgemeinschaft mit dem Männerturnverein und dem Postfpvrtverein. Der Verein beteiligte sich Aus Oer StaOi Gießen. Die deutsche Eiche. Während die Griechen und Römer ihren Göttern iimftDolIe Tempel erbauten, erwählte sich der na- ursinnige Deutsche zur Verehrung seiner Gottheiten dm ihm heiligen Eichenhain. „Nicht in kalten Marmorsteinen, Nicht in Tempeln dumpf und tot, In den frischen Eichenhainen Webt und rauscht der deutsche Gott." N (Uhland.) Hier wohnte bei dem ihm heiligen Baume Donar, !er Lieblingsaott des deutschen Bauern; hier schleuderte er im Ungewitter seinen Hammer gegen die Iraststrotzenden Bäume; unter weitschattenden Eichen kannten die dem Gott entzündeten Opfer feuer. Viele Eichen galten als heilig und unverletzlich, ,nd ihre Verehrung ging soweit, daß man ihre .fruchte den Toten mit ins Grab gab. Die berühmtste aller deutschen Eichen war die aus dem Leben les Bonifatius bekannte Donareiche in der Rhön. )ie heilige Eiche bei Romove, unter der die Gotter- ülder der alten Preußen standen, maß sechs Ellen m Durchmesser blieb im Sommer und Winter grün, ind ihr Laubdach war so grün, daß nicht Regen och Schnee durchfiel. Eine weitere heilige Eiche icnd bei Wehlau, eine andere nahe beim Frischen i>aff, eine dritte bei Thorn. Zahlreich waren in der lateren christlichen Zett die sogen. Bildeichen, d. s. reit Heiligenbildern geschmückte Eichen. Außer bei len Deutschen fand die Eiche auch bei andern Vol- !?rn Sead)hing. Bei den Persern stand sie im Alter- um in hohem Ansehen; bei den Griechen und Römern war sie dem Jupiter geheiligt. Bei den kelchen spielte namentlich die auf den Eichen schma- vtzende Wurzel in der Heilkunde der Druiden cne hervorragende Rolle. Dem Deutschen war die Eiche von jeher ein Sinn- Ill) der Kraft. Ein Eichenkranz ehrt den Empfänger wie einst der Lorbeerkranz den Sieger bei den ilympischen Spielen. 9J.-ipor< Gießener Nuder-Gesellschast 1872. In diesen Tagen erreichte uns die Nachricht, daß einer unserer erfolgreichsten Ruderer Geora Hartmann in den Kämpfen um Lüttich gefallen ist. Georg Hartmann trat als Student im Jahre 1930 der G. R. G. 1877 bei. Er ist in West- und Mitteldeutschland ein bekannter Ruderer geworden und führte den Schlagriemen in dem für die rot-weiß- roten Farben erfolgreichsten Jahr 1933. Insgesamt konnte er 49 Siege erringen. Georg Hartmann war ein bescheidener und liebenswürdiger Mensch. Oft verbrachte er seine Ferien in Gießen, um den Städteachter mitzufahren. Die G. R. G. 1877 erkannte dies an, indem sie ihm die goldene Nadel verlieh. In der Vereinsführertagung des Lahn-Regatta- Vereins am 14. April in Weilburg hatte sich die Gießener Ruder-Gesellschaft zur Ausrichtung einer Regatta bereiterklärt. Der Vereinsführer setzte sich mit den benachbarten und befreundeten Vereinen in Verbindung. Mit der Anftage ob Gießen mit einer Beteiligung rechnen könne, kamen leider durchweg Meldungen, daß aus Mangel einer Mannschaft die Veranstaltung nicht beschickt werden könne. Die GRG. bedauert es daher aufrichtig, daß damit im Jahre 1940 keine Regatte in Gießen stattfinden kann. Kanu-Regatta an der Badenburg. Bei güns 'gem Sportwetter führte der Mefecker Kanu-Club an der Badenburg auf der Strecke nach Lollar eine Kanu-Regatta durch, die sehr gut besucht war. Besonders hatten sich die jungen Sportfreunde eingefunden. Kreisfportführer Karl D a u - pert hielt bei der Flaggenhifsun-g die Ansprache. Darauf begannen die Sportler mit dem Klarmachen der Boote. Bei dem Wettkampf wurden sehr schöne Ergebnisse erzielt. Die Strecke wies manche erhebliche Schwierigkeit auf, Vie jedoch von den älteren Sportlern gut überwunden wurden, während man bei den Anfängern manchen Abtrieb durch die Fluß« schnellen beobachten konnte, der aber dann doch mit größter Anstrengung wieder gemeistert wurde. Die Veranstaltung brachte dem Kanusport neue Anhänger tmb Freunde und war für den Kanu-Elub ein voller Erfolg. Nachstehend die Ergebnisse: Zweier-Kajak-Rennen: Klasse fürWKE. über 18 Jahre: 1. Hans Ruckes / Hugo Kreiling; 2. Erwin Kreiling / Erwin Hormann; 3. Ernst Deibel / Karl Sommerlad; 4. Walter Bellof / Ewald Schäfer. — Klaffe für WKE. unter 18 Jahren: 1. Otto Seibert / Walter Schmidt; 2. Willi Briegel / Kurt Weller; 3. Karl Christ / Hans Kreiling; 4. Albrecht Schäfer / Karl Mania; 5. Heinz Weller / Hans Schmidt; 6. Willi Hammel / Wilhelm Mohr. Anfängerklasse unter 18 Jahren: 1. Erwin Bernhardt / R. Pausch; 2. Erwin Mauk/ Ernst Schmidt; 3. Otto Lindenstruth / Georg Debus; 4. Karl Staubach / Welmut Wißner. Einer-Faltb oot für ^.-Klasse von W K C.: 1. Hugo Kreiling; 2. Willi Weller; 3. Ernst Deibel; 4. Walter Bellos; 5. Karl Sommerlad; 6. Karl Christ. Ergebnisse der Leichtathleten. Kugelstoßen: Männer 7,5 kg. 1. Dr. Luh, VfB.-R. Gießen, 15,37 m; 2. Koch, VfB.-R. Gießen, 9,18 m. HI.- Klasse : 1. Kreiling, Tv. Heuchelheim, 11,60 m; 2. Krieger, Tv. Heuchelheim, 11,48 m; 3. Gante, 1900, 11,25 m; 4. Ketterer, Mtv., 11,02 m. Hochspruna HI.: 1. Kreiling, Tv. Wieseck, 1,60 m; 2. Krieger, Tv. Heuchelheim, 1,60 m; 3. Menges, Tv. Heuchelheim, 1,38 m. 100°m°Lauf: 1. Lauf: 1. Leicht, Tv. Bieber, 12,8 Sek.; 2. Ketterer, Mtv., 12,9; 3. Hußke, HI., 13,5 Sek. 2. Lauf: 1. Kronauer, VfB.-R., 12,5 Sek.; 2. Koch, VfB.-R., 12,9 Sek.; 3. Steller, o. V., 12,9 Sek. — 3. Lauf: 1. Stratmann, 1900, 13,1 Sek.; 2. Dietrich, VfB.-R., 13,1; 3. Gante, 1900, 13,3 Sek. — 4. Lauf: 1. Demper, 1900, 12,4 Sek.; 2. Krieger, Tv. Heuchelheim, 12,6; 3. Kreiling, Tv. Wieseck, 12,7. Weitsprung: 1. Kronauer, VfB.-R., 5,70 m; 2 Krieger, Tv. Heuchelheim, 5,50 m; 3. Kreiling, Tv. Wieseck, 5,45 m. —1.— Italiener im Preis derReichshauptstadt Der führende italienische Rennstall Gestüt Dor« mello Olgiata hat für den Großen Preis der Reichshauptstadt am 15. September in Hoppegarten drei Nennungen abgegeben. Genannt wurden Italiens bester Dreijähriger und Gewinner des Königspreises „Bellini", ferner „Moroni" und „de Ferraris", von denen der Erstgenannte kürzlich einen überraschenden Sieg über „Bellini" davontrug. hmidezüchtern und Hundehaltern zu zeigen, welches Material, insbesondere welches Zuchtmaterial innerhalb des Kreisgebiets vorhanden ist. Die Schau ließ erkennen, daß der Stand der Zucht des deutschen Schäferhundes in Gießen und Umgebung sehr erfreulich ist und tatsächlich ausgezeichnetes Tiermaterial zur Verfügung steht. Auch der Stand der Ausbildung der Tiere als Schutz- und Meldehunde ist gut. Diese Ausbildung ist umso wichtiger, als man ja weiß, daß gerade der deutsche Schäferhund bei Heer und Polizei sehr wertvolle Dienste leisten kann. Die Wertung der Tiere geschah nach verschiedenen Klassen. In der Leistungsklasse wurden Tiere über 24 Monate alt vorgeführt, in der Klasse der Junghunde wurden Tiere im Alter von 18 bis 24 Monaten gezeigt, in der Jugendklasse solche im Alter von 12 bis 18 Monaten. Selbstverständlich wurden die Tiere nach Rüden und Hündinnen getrennt bewertet. Der Preisrichter konnte sich sowohl über den Zuchtwert der Tiere, als auch über den Stand der Ausbildung sehr befriedigend äußern. 6 Hunde erhielten die höchste Bewertung „Vorzüglich", 24 konnten mit „Sehr gut" bedacht werden, 9 mit „Gut" und nur ein Hund mußte wegen seines unsicheres Wesens die Bewertung „Mangelhaft" hinnehmen. Aus dem Zuchtzwinger „Vom Busecker Schloß" in Großen-Buseck waren 11 Hunde vorgeführt, die durchweg die Bewertung „Sehr gut" erhalten konnten. Dem Züchter Alfred Hahn wurde die Ehrenplakette des Reichsverbandes für das Hundewesen zugesprochen. Für die Hundehalter standen als Anerkennung schöne Ehrenpreise zur Verfügung. Die Landesfachschaft hatte als Ehrenpreis ein Bild des Führers gestiftet. Aus der engeren Heimat. 70 Jahre Bahnverbindung Nidda-Gießen. LPD. N i d d a, 15. Juni. Am 29. Juni sind siebzig Jahre verflossen, daß die Bahn st recke Gieße n—G e l n h a u s e n bis Nidda fertiggestellt war und Nidda damit Anschluß an den Schienenstrang der Main-Weser-Bahn erlangt hat. Bereits im Dezember 1869 war die Strecke Gießen—Hungen fertig geworden, die 22 km lang war; zu dem 13 km langen Weiterbau Hungen—Nidda wurden sechs Monate benötigt. Die Endstrecks Nidda—Gelnhausen mit den beiden Tunnels zwischen Ranstadt und Stochheim und Büdingen und Mittelgründau wurde erst am 30. Oktober 1870 dem Verkehr übergeben. Urlauber im Vogelsberg ertrunken. LPD. H e r b st e i n, 16. Juni. Drei Ferien- g ä st e aus Frankfurt a. M., Angestellte des Reichsbahndienstes, die sich in Herbstein zur Ferienerholung aufhielten, vergnügten sich mit einem Floß auf dem nahegelegenen unteren Schalcksbachteich. Dabei kam das Floß so stark ins Schwanken, daß alle drei in das Wasser stürzten. Während ein Mann sich durch Schwimmen retten konnte, war es den beiden anderen Urlaubern, einem jungen Mädchen und einem jungen Manne, nicht möglich, sich ans Ufer zu retten. Das Mädchen konnte etwa % Stunden später geborgen werden, Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos. Die Leiche des ertrunkenen jungen Mannes konnte noch nicht aufgefunden werden. Landkreis Gießen. = Stein bach, 16. Juni. Das vierjährige Töchterchen Helma des Schlossers Heinrich Karl Balser I. stürzte an der Brücke über die Reichsautobahn so unglücklich ab, daß es mit schweren Verletzungen In die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. s. Lang-Göns, 17. Juni. Unser Mitbürger Konrad Johannes Brücke!, Schmittgrabenstraße, kann am morgigen 18. Juni seinen 8 3. Geburts - t a g feiern. Der alte Herr ist noch recht rüstig und hilft in der Landwirtschaft tüchtig mit. Wir wünschen viel Glück. Wieder ein Opfer der Lahn. LPD. Marburg, 15. Juni. Ein des Schwimmens nicht kundiger HjährigerJunge geriet beim Baden in der Lahn an eine tiefe Stelle und wurde von der Strömung erfaßt, die ihn unter die Wasseroberfläche zog. Der Junae wurde etwa 20 Meter abwärts der Unfallstelle gefunden. Wieder- belebungsverfuche hatten keinen Erfolg. Hinrichtung eines Gewohnheitsverbrechers. LPD. Frankfurt a.M., 15.Juni. Die Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Am 15. Juni 1940 ist der am 23. Januar 1901 in Bibra (Thüringen) geborene Friedrich Apel hingerichtet worden, den das Sondergericht in Frankfurt a. M. als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher und Volks- schädling zum Tode verurteilt hat. Apel, ein vielfach vorbestrafter arbeitsscheuer Mensch, hat in den letzten Monaten zahlreiche Diebstähle, teils unter Ausnutzung der Verdunkelung, begangen und auf verdunkelter Straße eine Frau beraubt. Ein Volksschädling vor dem Gonderaericht. Lpd. Mainz, 13. Juni. Der Ludwig Wagner aus Mainz hatte sich vor dem in Mainz tagenden Sondergericht wegen Verbrechens gegen § 1 der Kriegswirtschaftsverordnung vom 4. September 1939 zu verantworten. Der Angeklagte bezog Ende vergangenen Jahres von einer auswärtigen Großfirma 84 Paar Herren- und Damenschuhe und Pantoffeln, darunter zurückgesetzte Ware, sog. Stapelware. Einen Teil dieser Ware verkaufte der Angeklagte zu überhöhten Preisen, die von den Käufern auch bezahlt wurden, denn er gab die Schuhe ohne Bezugsschein ab, obwohl die bezugsscheinfreie Abgabe verboten war. In der Verhandlung gab der Angeklagte an, von der Bezugsscheinpflicht für Stapelware habe er nichts gewußt. Einem Käufer gegenüber, der auf den hohen Preis aufmerksam machte, äußerte er jedoch, diese Schuhe „ohne" Bezugsschein müßten teurer sein, es ruhe auch Zuchthaus darauf. Diese von dem Angeklagten jetzt bestrittene Aeuße- rung wurde durch Zeugen bestätigt. Wagner hat bewußt und skrupellos sich über alle gesetzlichen Vorschriften hinweggesetzt und volksschädigend gehandelt. Das Sondergericht verurteilte ihn zu einem Jahr Gefängnis. Die Käufer, die von Wagner bezugsscheinpflichtige Schuhe ohne Bezugsschein kauften, waren inzwischen in Geldstrafen genommen worden, die Schuhe, soweit bies möglich war, sind eingezogen. IG.-Farbenindustrie. Wie die IG. Farbenindustrie AG. in ihrem Jahresbericht 1939 ausführt, hat der allgemein hohe Stand der Wirtschaftstätigkeit und des zwifchen- ftyatlichen Güteraustausches im Jahre 1939 sich auf das Geschäftsergebnis günstig ausgewirkt. Die durch den Krieg erzwungenen Umstellungen machten sich in der Ausfuhr bemerkbar, sie verstärkten weiter die bereits früher gekennzeichnete Verlage- rung der JG.-Ausfuhr. Der Jnlandsumsatz hat sich infolge Vergrößerung und zunehmender Aufnahmefähigkeit des deutschen Marktes auch für die neuen Produkte kräftig erhöht. Desgleichen war die Ausfuhr trotz der Störungen im letzten Jahresdrittel höher als im Vorjahr. Die Erfahrungen des ersten Kriegshalbjahres erlauben der IG. auf ihren Arbeitsgebieten auch für die Zukunft einen günstigen Ausblick. Im Jnlandsumsatz sind die seit Jahren entwickelten neuen Werkstoffe steigend beteiligt, der Geschäftsumfang mit diesen und anderen neuen Fabrikationen werde 1940 weiter anwachsen. Der Rohüberschuß stellte sich (sämtliche Zahlen in Millionen RM.) auf 786,33 (667,23), Deteili- gungserträge auf 24,65 (19,67), Zinsen und sonstige Kapitalerträge auf 2,31 (8,39), außerordentliche Erträge auf 8,71 (3,69) Millionen RM. Demgegenüber betragen Löhne und Gehälter 364,36 (341,40), gesetzliche Sozialabgaben 23,84 (21,70), Zinsen auf Teilschuldverschreibungen vom Jahr 1938 11,17 (9,97), vom Jahre 1939 1,875 (—), Steuern 171,45 (125,05), Beträge zu Berufsvertretungen usw. 2,77 (2,22), Zuwendungen an Pensions- und Unterstützungskassen 5,0 (unverändert), an gesetzliche Rücklage 5,66 (2,37), zur freien Rücklage 7,00 (—) Millionen RM., so daß nach 171,24 (135,72) Millionen RM. Abschreibungen auf Anlagevermögen ein Rein- aewinn von 56,071 (55,180) Millionen RM. verbleibt. Er reicht gerade aus zur Ausschüttung von wieder 5 v. H. Dividenden auf 2,0 Millionen RM. Vorzugsaktien und wieder 8 v. H. auf 691 (680) Millionen RM. Stammaktien sowie zur Vergütung von 691 000 (680 000) RM. an den Aufsichtsrat. Die Aufwendungen für soziale Zwecke betrugen insge- samt 94,64 (91,86) Millionen RM. Auf dem Gebiete der Berufsausbildung sind die vorhandenen Einrichtungen 1939 vergrößert und den modernsten Anforderungen entsprechend ergänzt worden, wobei man sich nicht nur auf betriebseigene Schulungsstätten beschränkte, sondern auch Ausbil- dungsstätten förderte, die dem Chemiker-, Jngenieur- und technischen Nachwuchs dienen. Von den rund 12 500 Gefolgfchaftsmitgliedern, die sich am Reichsberufswettkampf 1939 beteiligten, gingen 68 als Gau- und 7 als Reichssieger hervor. Auf dem Gebiete des Wohnungs- unb Siedlungswesens steht die IG. 1939 mit 2839 mit Werkshilfe errichteten Wohnungseinheiten bei weitem an der Spitze aller bisherigen Jahre. &clßee*-^AloJfen. 3m nördlichen Lothringen nähern sich unsere Truppen von Rordwesten der Stadt St. ^3n Abnutzung des Durchbruches durch die Ma- qinot-Linie südlich Saarbrücken sind unsere Divisionen dort, trotz stellenweisen hartnäckigen Widerstandes des Feindes, in zügigem Vorgehen gegen den Rhein-Marne-Kanal. Ehateau-Salins, Dieuze und Saar- Der Wehrmachlsbericht vom Montag. Führerhauptquartier, 17. Zuni. (DRB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Elsaß und in Lothringen sind umschlossen, hier bei Pontarlier vollendete sich einst im Januar 1871 das Schicksal der französischen Armee Bourbaki, die zum Entsatz der von deutschen Truppen zernierten Festung Belfort herangerückt war, aber westlich Belfort in der blutigen Schlacht an der Lisaine von General von Werder mit verkehrter Front zurückgeschlagen, dann von Manteuffel im Rücken gelackt an die Schweizer Grenze gedrängt wird, die ie am 1. Februar bei eben jenem Pontarlier über® chreiten muß, das nun deutsche Truppen in ihrem Borstoß über die Eöte d'Or erreicht und damit die Einkesselung der letzten noch zusammenhängend kämpfenden französischen Truppenoerbände vollendet Dem völligen militärischen Zusammenbruch ( Frankreichs ist der politische auf dem Fuße gefolgt, s Die furchtbaren Schläge der deutschen Wehrmacht < haben im französischen Volk die Kräfte der Besin- < nung und Vernunft geweckt, die eine ehrenvolle ; Kapitulation der völligen Vernichtung und Ausblutung vorzogen, um dem so schändlich mißleiteten und betrogenen Volke seine Zukunft zu retten. In wenigen Wochen blutigen Krieges hatte die kleine Clique der französischen Kriegsmacher so gründlich abgewirtschaftet, daß sie von der öffentlichen Meinung Frankreichs hinweggefegt wurde. In Rey- naud sah man ebenso wie in dem Juden Mandel die Beauftragten Churchills, die bereit waren, das französische Volk skrupellos den britischen Interessen preiszugeben, es bis zum letzten Poilu verbluten zu lassen, während England selbst nach Rettung der traurigen Reste seines Expeditionskorps über den Kanal keinen Finger mehr rührte, um den aufs äußerste bedrängten Franzosen zu Hilfe zu körn- men, vielmehr in brutalem Egoismus nur an die Sicherung der britischen Inseln dachte. So konnte es nicht wundernehmen, daß die Herzlichkeit der britisch-französischen Entente, die immer nur eine Sache ganz bestimmter politischer Cliquen gewesen war, von Tag zu Tag sich abkühlte und schließlich im französischen Volk und im französischen Heer einem Gefühl tiefster Erbitterung Platz machte gegen den Verbündeten, der nach dem Verrat an Polen, Finnland, Norwegen, Holland und felgten die Schamlosigkeit so weit trieb, auch Fromkreich, aus tausend Wunden blutend, nut schonen Redensarten, guten Ratschlägen und frommen Gebe en abzuspeisen, aber jede tatkräftige Je^cn ließ. Frankreich hat in diesen letzten furchtbaren Tagen des Zusammenbruchs die verdiente Quittung für blinde Vertrauensseligkeit und den Verzicht auf eine eigene nationale Politik bekommen. Daß Volk und Parlament einem Klüngel plutokratifcher Politiker die Leitung seiner Geschicke überließen daß sie nicht fähig waren, die gesunden Abwehrkrafte Frankreichs gegen die politische Versumpfung mobil zu machen und eine politische Lime zu finden, bie den wahren Interessen Frankreichs entsprachen, das hat sich in diesen Tagen furchtbar rachen sollen Wir sind gewiß, sie werden dem französischen Volk . eine zwar bittere, aber fruchtbare Lehre sein. . Mit unbändigem Stolz und einem Gefühl heißer Dankbarkeit denken wir m dieser Stunde, da Frank- ( reich von den deutschen Schlägen tödlich getroffen, waffenlos am Boden liegt, an unsere braven Soldaten, deren unvergleichliche Tapferkeit dies in einem Feldzug von unvorstellbarem Tempo und von , einer Gewalt ohnegleichen zuwege gebracht yaven. Führung und Truppen aller Massen haben wieder, wie in Flandern, dem genialen Operationsplan Adols Hitlers durch peinlich exaktes 3u|amrnenarbeiten und rücksichtslosen Einsatz zu vollem Ersolg °er- Holsen. Mit furchtbarer Krast trieben sichK-il- der vorstürmenden deutschen Kampsoerbande mit Panzern und Schnellen Truppen an der Spitze m die Widerstandslinien des Feindes vor. durchbrachen die breit- Verteidigungszone und stürmten >n em-m ungeheuren Furioso, dem unaushaltsam zurück Hütenden Feind unerbittlich aus den Fersen bleibend immer weiter nach Süden vor. Seine, O,ft und Marne wurde überschritten, nirgends vermochte der Gegner sich noch einmal festzusetzen. Die ch°uM<ü>t fiel, ohne Deckung gelassen. Aber auch setzt"gab es kein Halten. In Gewaltmarschen, von benen w r uns nur ein- Vorstellung machen tonnen, wenn wir uns zum Vergleich an die Dauer der Operationen stüherer Feldzüge im gleichen Raum, etwa 1871) und 1814 erinnern, wurde d,e Champagne durch messen, das berühmte Plateau von Langr-s über schritten, über die Cüt- d'Or hinweg das Tal der Saüne, eines Nedenslusses derRhone. erreicht und nun mit Schnellen Trupp-n d» tt°nr°stsche Jura durchstoßen und bei Pontarlier, fast 50 Kilomeier südöstlich von Besanxon. die Schweizer Grenze er reicht. Gewiß, wir leben >m Zeitalter des Motors und doch sind es unerhörte Leistungen, mit denen der deutsche Soldat die roeitgefpannten operahnen Pläne der deutschen Kriegführung w°hr g-nm-rö hat. Denn der Verfolgung der aus der W-yga Linie zurückflutenden französischen Armeen war f- der frontale Angriff auf die Magmot-LMie, vie ei^zike b°s dahin noch intakte Der.eidigun^zone gekämpft hat. Das gilt vor allem auch für die Der- l leidiger der Maginotlinie. Aber dem Elan der deut- i scheu Stürmer war die Widerstandskraft des Poilus I so wenig gewachsen, wie die französische Kriegfüh- < rung dem deutschen Operationsplan nichts entgegen- ' zusetzen wußte, was die deutsche Heeresleitung in i ihren Absichten hätte irremachen können. Sie war es, die den ungeheuren Raum souverän beherrschte und ihre Idee vom Durchbruch der feindlichen Fronten bis zur völligen Vernichtung und Auflösung der feindlichen Armeen mit zwingender Folgerichtigkeit durchführte. Das trug der deutschen Kriegführung in so unvorstellbar kurzer Zeit den vollen Sieg über einen durchaus gleichwertigen und modern ausgerüsteten Gegner ein, der nun auch die erwarteten politischen Folgen nach sich ziehen mußte. Frankreich muß die Waffen niederlegen! Marschall Pötain, Frankreichs Ministerpräsident, einst -als Verteidiger von Verdun zum Symbol franzö-I fikben Widerstandswillens geworden, nun als * 20 angreifenden Panzern 15 zu vernichten. peinliche Leberrafchnng in VefMvn Berlin, 17. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die völlige Verwirrung, die bei der französischen Führung besteht, beweist folgendes Erlebnis. Als eine Panzer-Division den Bahnhof von Besä n $ o n besetzte, lief in demselben Augenblick der fahrplanmäßige Ö-Zug aus Marseille ein. Diele Urlauber, darunter zahlreiche höhere französische Offiziere, waren auf das Erscheinen deutscher Truppen so wenig vorbereitet, daß sie die Deutschen für Engländer hielten. Sie wurden ge - Greis in bitterster Stunde schwerster Entscheidungen an die Spitze der Regierung gerufen, um die politische und militärische Katastrophe zu liquidieren, die eine größenwahnsinnige Plutokratenkaste ihrem Volke eingebrockt hat, hat die Reichsregierung von der Unmöglichkeit in Kenntnis gefetzt, den Krieg fortzuführen, und um Bekanntgabe der Bedingungen gebeten, die Frankreich den Frieden wiedergeben, den feine plutokratifchen Drahtzieher im Verein mit England so leichtfertig gebrochen haben. Der Führer wird sich nun mit dem Duce des verbündeten Italien zu einer Aussprache treffen, in der die Bedingungen fcftgelegt werden. Etwas unerhört Großes ist geschehen. Das deutsche Volk dankt in dieser Stunde seinem Führer für diesen Triumph deutscher Waffen, es dankt seinen Soldaten für ihren Einsatz, der diesen Sieg ermöglicht hat, es neigt voll Ehrfurcht und Trauer das Haupt vor denen, die in diesem Kampf i ihr Leben Hingaben, damit Deutschland siege. I Dr.Fr.W.L. Eine Erklärung Marschall Mains. - Frankreich sucht die deutschen Kapitulationsbedingungen zu erfahren. R Eine Zusammenkunft zwischen Führer und Ouce. Führerhauptquartier, 17. Juni 1940 (DNB. Funkspruch.) Oer Ministerpräsident der neugebildeten französischen Regierung, Marschall Pstain, hat in einer Hundfunkansprache an das französische Volk erklärt, daßFrankreichnunmehrd, e W offen nie e r e 0 e n . erfahren, einen von ihm bereits unternommenen Schritt, die Reichsregierung von diesem Entschluß m Kenntnis zu sehen unter denen das Deutsche Heich bereit sei, den französischen Wünschen zu entsprechen. i„ x»r M» A»Uun miral D a r l a n. Luftfahrt: General p u ge o L Aeußeres: Vaudoin. Inneres: pommaret. Finanzen und Handel: V o u t h l l l i e r. Kolonien: Ki viere. Erziehung: Rigueaud. Oeffentliche Unternehmungen: Frosfard. Landwirtschaft und Ernährung: Lhichery. Arbeit: Fevrier. Pensionen: Hbarnegaray. Unmittelbar nach der Kabinettsbildung trat da-j Kabinett P6 tain zu seiner er st en Sitzung zusammen, in der der Präsident der Republik, Le« b r u n, den Vorsitz führte, um die militärischi und diplomatische Lage zu erörtern. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HaupNchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für PoliLl, Feuilleton und Bilder: I.B Ernst Blumschein; für Stadt Gießen, Provi», und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neun». Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.A Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: HanS Sefl Verantwortlich fürdenJnhaU der Anzeigen: Theodor Kümmel. PlKr» Blick vom Eiffelturm auf Sronf« reiche Hauptstadt. Man sieht die Seine, im Vordergrund links das Große Palais und dahinter am Ufer der Seine die Tuilerien und dahinter die Bauten des Louvre. Ganz links die Kirche von <5acr£ Coeur. Scherl-Bildarchiv-M.) Paris, das Herz Frankreichs. •»ZSfw -2, EM-V" " V ■ *z -z ' '*’**'* ■ - Paris unter deutschen Waffen. Erinnerungen an Großtaten des deutschen Volkes. Don Hans Sturm.