Mittwoch. 7. April 19^0 Narvik nach wie vor in deutscher Hand 3 (1:0). i Die Lage in Norwegen die ^ante Lenr. Kreuzer blieb zunächst mit starker Schlagseite liegen tonnt: Auch am 15. April sind an keiner Stelle in 150 Offiziere und 2000 Mann der 3. nor- jaariti»’ ihre N*1. w «* h nur mit dein eidigen uni 't erzielten Nach der 15 sich her. ht mächtig 'Zielten bis i e verdient > (1:0). iießener in 'rächten sie1 2. Halbzeit^ ttaulveißen imen somit > Sturmes en. In d« hälfte ge- Vorgelegen« ■ Ausbeute, elfter 1940 ln e, äfj derben. Mjen Narvik fort. Lin britisches Flugzeug, das einen Einflug in die Deutsche Bucht versuchte und in der Wesermündung ohne Erfolg Bomben warf, wurde nordostwärts Helgoland im Luftkampf von einem Angehörigen des Jagdgeschwaders Schumacher, das damit seinen 7 0. Luftsieg errang, abgeschossen. Lin anderes britisches Flugzeug ist am Desteingang des Skagerrak durch deutsche Jäger zum Absturz gebracht worden. Lin deutsches Flugzeug ist vom Feindflug nicht zurückgekehrt. An der Westfront Artillerie- und Spähtrupp- tätigkelt. Im Grenzgebiet hart ostwärts der Mosel in Gegend Spichern und zwischen Pfälzer Wald und Rhein wurden feindliche Stoßtruppunternehmen unter starken Verlusten für den Feind abgewiesen. ten von deutschen Truppen besetzten Räumen eng- lifdje Landungsversuche unternommen worden. Gellen N a r v i k führten die Briten am Vormittag des 15. April einen erfolglosen Luftangriff lurd). Die Bewegungen starker englischer See- (lreilkrä fte, bei denen auch Transporter fest- liestellt sind, wurden in den Gewässern vor N a r - ti f und vor h a r st a d t bestätigt. Im Raume von Trondheim und Bergen verlief der Tag tubig. Bei mehrfachen britischen Luftangriffen gegen Stavanger wurden zwei Lockhead-Flug- nzöpfe- | wegen- Die | mitgebrEb entdecken g rote Nelk ■. der Grüße. )6 er fov«' Berlin, 17. April. (DRB. Funkspruch.) Englische Seestreitkräfte haben am 16. April abends erneut Stadt und Hafen Narvik beschossen. Eine Landung englischer Truppen wurde jedoch nicht ver- fucht. SeutscheTruppenanderSrzbahn die schwedische Grenze erreicht. Berlin, 16. April. (DNB.) Eine Abteilung der in und um Narvik eingesetzten deutschen Truppen hat heute entlang der Lrzbahn von Narvik nach Schweden die schwedische Grenze erreicht. Norwegische Kräfte, die sich dem Vorgehen der deutschen Truppen entgegenstellten, wurden nach kurzem, sür die Norweger verlustreichem Kampfe geworfen. Line Anzahl Ge- fangener blieb in deutscher Hand. 200 norwegische Soldaten wurden über die schwedische Grenze geworfen, wo sie interniert wurden. Am Nachmittag des 15.4. eröffneten englische Zerstörer ein planloses Feuer auf den Hafen von Narvik. Lin La n d un gs versuch im oder in der Rahe des Hafens wurde jedoch angesichts der starken deutschen Abwehr von den Briten nicht unternommen. inb sank bald darauf. Außerdem wurde ein 5underland-Flugboot vernichtet, das lon den Engländern als fliegendes Schlachtschiff berher. Das Son* Fälle, in düngen igte waren 58. Lebens« it, die von im Zweiten überfühlt, sich ange« ichgewiefen, eignete unb [ofett warf, die Taflht Vergehens s gegen die nter Aus- Jahren : verurteilt, ilt ist, M oss beschäl' . Er wurde fahren Ehl' arztes wurde die Kronprinzessin I n g r i d am Dienstag früh gegen 10.10 Uhr von einem gesunden Mädchen entbunden. Kronprinzessin Ingrid, eine geborne Prinzessin von Schweden, heiratete am 24. Mai 1935 den dänischen Kronprinzen Christian Friedrich. Das am Dienstag geborene Mädchen ist das e r ft e Kind dieser Ehe. Der Bevollmächtigte des Reiches, Gesandter Dr. von Renthe-Fink, und der Befehlshaber der deutschen Besatzungstrup« pen in Dänemark, General der Flieger K a u p i s ch . nahmen alsbald Gelegenheit, sich in die Glückwunsch« liste einzutragen, die im kronprinzlichen Palais ausgelegt worden ist. Disziplin in Dänemark. Kopenhagen, 16. April. (DNB.) Der bäten. So insbesondere die Gewerkschaften und Arbeiterpartei. Französische Drohungen gegen Schweden. Wie Oslo besetzt wurde. Stockholm, 16. April. (DNB.) Der amerikanische Staatsangehörige Francis M c E a ch e n, der aus Oslo hier eingetroffen ist, gab einen Augenzeugenbericht über die deutsche Besetzung der norwegischen Hauptstadt. Der Amerikaner schilderte die Flugkunst der über Oslo erschienenen deutschen Geschwader. Zuerst nahmen die Deutschen den Bahnhof und die öffentlichen Gebäude in Besitz. Auch die Straßenbahnen wurden von ihnen besetzt. Ich sah sehr wenige norwegische Soldaten, Es überraschte mich sehr, als ich norwegische Polizisten sah, die mit deutschen Soldaten,, kurz nach deren Landung aus den Flugzeugen, durch die Straßen marschierten." ttrben hierbei erbeutet. Die Kriegsmarine baute in Trondheim, tagen und Stavanger die Sicherung der Höfe" ms und verstärkte den Klistenwachtdienst. Die ll-3oot-Bekämpfung wurde fortgesetzt, so daß die Lprratlonsmöglichkeiten für feindliche U-Boote wei- *tr eingeschränkt worden sind. Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärung über ki Nordsee und an der norwegischen Westküste bis Erneute Beschießung von Narvik. Englische Truppenlandung wurde nicht versucht wegischen Arbeiter ihre Tätigkeit wieder auf. Die Schulen Oslos werden ab morgen wieder geöffnet. Der Eisenbahnverkehr wird teilweise wieder ausgenommen. Viele sich häufende Aufrufe öffentlicher und privater Organisationen setzen sich für die Zusammenarbeit mit dem deutschen Militär ein, um den Gang des wirtschaftlichen Lebens ungestört aufrecht zu erhal- zeichnet wird. Der Wehrmachtsbericht sm ständig Meldungen über die in diesen Gebieten sichergeslellten Massen und Materialmengen ein. Allein bei der Beute, die beim Auflösen der 1. norwegischen Division angefallen ist, werden heute außer 36 Geschützen noch 25 MG s und 2000 Gewehre erwähnt. Außerdem wird der vorgefundene Vorrat an Munition als besonders hoch angesehen. Vach Kämpfen mit den deutschen Truppen in den Däldern um Kongsvinger, das von den Norwegern geräumt wurde, überschreiten norwegische Soldaten ständig die Grenze nach Schweden, wo sie sofort interniert werden. Line größere Anzahl norwegischer Soldaten ist in Värmland, vor allen Dingen bei der Zollstation Hans, über die schwedische Grenze gegangen. Die gegen norwegisches Staatsgebiet erfolgten britischen Luftangriffe haben zu einer Verstärkung der deutschen Bodenabwehr geführt. Im Rahmen der planmäßigen Nach- führung von Material und Ergänzungen sind weitere Einheiten leichter und schwerer Flakartillerie eingetroffen ünd in den von deutschen Truppen besetzten Räumen zum Einsatz gelangt. Besonders verstärkt wurde der Flakschuh in Stavanger, Bergen und Trondheim. Der norwegische Rundfunksender Notod - den, der in den letzten Tagen seine deutschfeindlichen Sendungen fortgesetzt hat, ist durch deutsche Kuppen gesprengt worden. Englischer Kreuzer nach Bombentreffern gesunken. Berlin, 16. April. (DRB.) Das Oberkommando ier Wehrmacht gibt bekannt: Am 15.4. wurde ein bri t i s ch e r K r e u z e r vor der norwegischen Küste von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen und von schweren Bomben getroffen. Der *6 btt tot Men. «9ab fo|, ,n durchs :0 (1:0). *?" ipieltt ns es W .N bet »wl SIrbtii 65 in tei. "°ch 11« ichenrundk. lich mit ü"' äf . rechts u" I Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/rUhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höbe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25°/omeyr Ermäßigte Grimdvreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Verbot von Demonstrationen und sagte, daß überhaupt alle Ansammlungen strikt vermieden werden müßten. Im besonderen wandte sich der Minister auch gegen die Weiterverbreitung von Gerüchten, die ernste Folgen haben können. Wie aus ganz Dänemark gemeldet wurde, wird die Arbeit, der dänischen Polizei und Hilfspolizei als ganz besonders wertvoll bezeichnet. Das ruhige und hilfsbereite Auftreten der dänischen Polizeiformationen wird als wesentliche Hilfsmaßnahme für die deutschen Sicherungsmaßnahmen durchaus anerkannt. Mit ihrek Hilfe macht der Aufbau des passiven Luftschutzes in Dänemark schnelle Fortschritte. Die Bevölkerung zeigt großes Verständnis hierfür, so daß die notwendigen Verdunkelungsmaßnahmen in überraschend kurzer Zeit durchgeführt werden konnten. Dänische Verwundete von deutschen Aerzten betreut. ..... 16. April. (PK.) Beim Einmarsch der deutschen Truppen in Dänemark über Flensburg—Pattburg kam es, wie schon berichtet, bei Seegard zu kleinen Gefechtshandlungen, da die dänischen Truppen über die Lage noch nicht unterrichtet waren. Dabei wurden drei dänische Soldaten verwundet und in das deutsche Franziskus-Lazarett in Flensburg gebracht. Der deutsche Divisionskommandeur in Jütland veranlaßte nun in Vereinbarung mit dem jütländischen Divisionskommandeur in Viborg, Generalmajor Essemann, einen Besuch deutscher und dänischer Offiziere am Krankenlager der dänischen Soldaten. Dabei konnten die dänischen Offiziere feststellen, daß ihre Soldaten in vorbildlicher Weise untergebracht waren. Oberstleutnänt Clausen sagte: „Ich bin der Kommandeur der dänischen Truppe, die bei Seegard gegen euch gekämpft hat. Ich bedauere, daß es zwischen uns überhaupt zu einem kurzen Gefecht gekommen ist, aber wir haben ja, genau wie ihr, unsere Pflicht als Soldaten getan." Der dänische Kommandeur sprach dann jedem Verwundeten seine besten Wünsche für eine völlige und baldige Genesung aus. Die drei dänischen Verwundeten wurden nach einer Besprechung mit den deuffchen Aerzten mit einem deutschen Sanitäts- fraftroagen in das dänische Krankenhaus Apenrade überfichrt. Gerhard Schack Oslo, 16. April. (Europapreß.) 2ld)t Tage nach dem Einbruch der Westmächte in die norwegischen Hoheitsrechte ist das Land noch nicht wieder ganz zur Ruhe gekommen. In planmäßigen Maßnahmen gehen die deutschen Truppen gegen die wenigen noch übrig gebliebenen Widerstandsnester vor. Heer und Luftwaffe werden verstärkt, um alle die unzähligen Punkte und Stellungen zu konsolidieren, die von den deutschen Truppen in den letzten Tagen besetzt worden sind. Jeder Norweger weiß, daß es eine Meisterleistung sein mußte, eine Küstenlinie innerhalb weniger Stunden zu besetzen, der nicht nur 17 300 Inseln und Inselchen vorgelagert sind, sondern die auch selber aus etwa 30 OOO Kilometer Landesgrenze besteht, die gewunden ist, sich in Fjorden verliert, zur See hinausstoßt, um sich dann wieder in gebirgigen Landeinbuchtungen zu verlieren. w Die Durchführung dieser Aktion hat in Norwegen allgemein überrascht. Die Besetzung von Narvik noch vor den bereits am Sonntagnachmittag ausgelaufenen englischen Transportern wird von norwegischen Militärfachleuten als ein Meisterstück bezeichnet. Das Ergebnis der Fremdenauskammung in Norwegen hätte nicht nur die geflohene Regierung, sondern auch die wenigen noch kämpfenden norwegischen Truppen über die letzten Einzelheiten der englischen Aufmarschpläne in Norwegen aufklären müssen. Die Zahl der verhafteten englischen Spione wächst. Es handelt sich um Offiziere d e s englischen Geheimdienstes, um einfache Mannschaften, angebliche Erholungsreisende, sogenannte kranke Matrosen, Handelsreisende, Journalisten usw. Ihre Aussagen haben bis ins einzelne die deutschen Voraussagen der letzten Monate beftätigt, nach denen Churchill einen Kriegsplan für Skandinavien ausgearbeitet hatte der verschiedene Länder dieses Nordens an Öen Abgrund des Verderbens hätte bringen muffen, wären die deutschen Operationen nicht zehn Stunden schneller abgeschlossen gewesen als die emgelei- teten englischen Maßnahmen. Daß sich die geflohene Regierung in Anbettacht dieser Umstände nicht zu einer aufrichtigen Haltung bekannt hat, wird in Kreisen, die sich heute mit Aufrufen an das Volk wenden tief bedauert. Das Leben in der norwegischen Hauptstadt nimmt wieder seinen normalen Verlauf. Auf bem non der deutschen Luftwaffe besetzten Flugplatz For- nebu bei Oslo nahmen die dort beschäftigten nor» ;rn Nische Justizrninister Unrnack-Larsen richtete in einer Rundfunkansprache einen eindringlichen Appell an das dänische Volk, sich den Notwendigkeiten der neuen Lage anzupassen. Pflichten, die jeder zu erfüllen habe, seien Schweigsamkeit, höfliches und korrektes Auftreten gegenüber den deutschen Besatzungstruppen und genaues Befolgen der behördlichen Anordnungen. Der Minister ließ feinji Zweifel darüber, daß die Polizei Anweisung havk die Einhaltung der verschiedenen Anordnungen wenn nötig mit Schärfe durchzusetzen. In diesem Zusammenhang nannte der Minister vor allem das Kiruna, 16. April. (Europapreß.) Wie einwandfreie neutrale Berichte erkennen lassen, handelt es sich bei den von England propagandistisch so groß herausgestellten Landungen auf norwegischem Gebiet um folgende Tatsachen: Eine Landung ist wahrscheinlich bei Harstadt erfolgt. Harstadt liegt auf einer Insel, die in der Luftlinie von Narvik ungefähr 70 Kilometer entfernt ist. Narvik und Harstadt werden zunächst durch einen breiten Fjord ge» trennt, der sich zwischen der Insel Hinnöya, auf der Harstadt liegt, und der Halbinsel nordöstlich Narvik hinzieht. Zwischen Narvik und dieser Halbinsel liegt der Fofoten-Fford und der Rompaken-Fjord. Die Halbinsel selbst stellt ein zerklüftetes, zum Teil waldreiches Hochland dar, das an einzelnen Stellen bis über 1000 Meter ansteigt. Die Möglichkeiten für die Bewegung größerer Truppeumengen sind hier außerordentlich gering. Die noch vollkommen winterlichen Temperaturen und die Schneelage machen alle Bewegungen besonders schwierig. Stadt und Hafen Narvik sind auch nach den letzten Meldungen in deutscher Hand. Rom läßt sich nicht täuschen. Rom, 17. April. (Europapreß.) In einer Untersuchung über die „Tragweite der Operationen" im Norden gibt ein militärischer Sachverständiger des „Giornale d'Jtalia" der Ansicht Ausdruck, die Expedition der Deutschen nach Norwegen werde einmal in den militärischen Lehrbüchern als vorbildlich hingestellt werden. Sie habe einen großen taktischen Erfolg gezeitigt und habe Deutschland eine ft r a t e g i f d) e Position von hoch - ft er Wichtigkeit verschafft, denn von jetzt ab stünden die englischen Flottenstützpunkte und Flottenarsenale unter ständiger Bedrohung. Die unausbleibliche englisch - französische Gegenwirkung habe trotz der großen Ueberlegenheit der Westmächte Kur See feinen nennensmer» {Die in der Südost ecke Norwegens operierenden deutschen Truppen machen dauernd Fort- flhritte in der Befriedung dieses Gebietes. Es lau- Der schnelle Schlag. Don unserem Wehrmacht-Mitarbeiter. Daß Schnelligkeit die Möglichkeiten der Kriegführung vermehrt, ist jetzt wieder einmal an dem deutschen Beispiel in Nordeuropa klargeworden. Wer schnell ist, kommt seinem Gegner zuvor, gleich ob es sich um einen Zweikampf von Einzelkämpfern oder um den Zusammenstoß von mehr oder minder großen Heeren handelt. Die lieber- raschung, dieses hervorragende Mittel zuM Siege, setzt Schnelligkeit voraus.. Nur wer schnell ist, kann die Schrecksekunde ausnutzen, die im Kriege genau so ihre Rolle spielt, wie bei friedlichen Gelegenheiten. Schnelligkeit endlich gestattet mehrfaches Verwenden desfelben Verbandes an mehreren Stellen und damit bis zu einem gewissen Grade den Ausgleich ungünstiger Kräfteverhältnisse. Die bekannte physikalische Formel Maß mal Quadrat der Geschwindigkeit läßt sich daher in gewissem Sinne auf die strategischen Verhältnisse anwenden. Die Besetzung Dänemarks und Norwegens ist in dieser Beziehung ein wirkliches Schulbeispiel, denn bisher wurden in der Weltgeschichte ähnliche Dinge nicht erlebt. Moltke hat früher einmal ausgesprochen, daß eine kriegführende Macht nur dann eine Landung auf einem fremden Territorium versuchen könne, wenn sie mit ihrer Flotte weit überlegen fei. Diese Behauptung hat für frühere Zeiten zweifellos ihre (Sültigfeit gehabt, und Herr Churchill mußte ja bei der englischen Dardanellen-Aktion, für die er persönlich verantwortlich war, den Wert dieses Moltke-Wortes einsehen. Heute aber hat die Kriegführung einen grundlegenden Wandel erfahren, insbesondere find aus dem Zusammenwirken der Luftwaffe mit dem Heer und der Kriegsmarine ganz neue Erkenntnisse erwachsen, die selbstverständlich ihren Niederschlag bei dieser deutschen Aktion gefunden haben. Die Behauptung, daß die kleinere Flotte der größeren immer unterlegen fei, hat sich schon im Weltkrieg als falsch erwiesen. Das klassische Beispiel dafür ist ja die Skagerrakschlacht. Und jetzt hat sich wieder einmal gezeigt, daß das Ueberraschungs- moment, gepaart mit Kühnheit der Idee und der t e n Erfolg erzielt. Auch der zweite Vorstoß der englisch-französischen Seestreitkräfte fei vergeblich geblieben und dürfte der britischen Admiralität eher Anlaß zu Enttäuschung und Besorgnis gegeben haben, da alle Opfer u m f o n ft gebracht worden feien. Die deutsche Flotte sei unter dringenden und dramatischen Umständen mit wohlüberlegter Kühnheit eingesetzt worden. Die Verluste der Engländer seien schwer. Ueberbies müßten ihre Kriegsschiffe, die aufs höchste beansprucht und durch Fliegerbomben, Torpedos usw. schwer mitgenommen worden seien, in den Arsenalen einer langen Gesundungskur unterzogen werden. Die verzweifelten und nur aus Prestigegründen unternommenen Versuche Englands, der Weltöffentlichkeit den Schein eines Erfolges vorzutäuschen, haben in Rom, wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, nicht den geringsten Eindruck gemacht, da man die Absichten Albions klar durchschaut, und sich nur an Tatsachen hält, Tatsachen, die die italienische Presse in ihren Schlagzeilen unterstreicht, wie „Die deutsche Besetzung Norwegens geht rasch vorwärts und dehnt sich nach Norden hin aus", „Die gigantischen Aufschneidereien Großbritanniens verglichen mit der systematischen deutschen Aktion in Norwegen", „Der norwegische Widerstand zusammengebrochen". Die Hartnäckigkeit, mit der die Engländer ihre Aktion an der Nordküste Norwegens wiederholten, konnten, wie „Tribuna" betont, unter keinen Umständen die Positionen an der Südwestküste bedrohen, die Deutschland nunmehr fest in den Händen habe. In einer Osloer Meldung des „Lavoro Fascista" heißt es, daß englische Soldaten, die als fogenannte Freiwillige für Finnland nach Norwegen gekommen seien, in Wirklichkeit aber bei der vorgesehenen Landung englischer Truppen vom Lande her Hilfe leisten sollten, sich noch in der Umgebung der norwegischen Hauptstadt verborgen hielten und nach und nach von den deutschen Truppen eingefangen würden. M Jahrgang Nr.yo JBBy & „ Erscheint täglich, außer ▼ W 1,1 es Gietzener Anzeiger infolge höherer Gewalt XJp BofH cö eck^l6« g Ftq rü ^*^7'. Lrühlsche AniverfttStrdrvckerel 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen “sät Brüssel, 16. April. (DNB.) Nach dem deutschen Gegenschlag gegen den, von den Westmächten geplanten Angriff auf Norwegen und Dänemark sucht die französische Presse nach einem neuen Opfer ihrer Kriegsausweitungspolitik. Diesmal fft es Schweden, das gegen feine ureigensten Interessen und im Gegensatz zu seiner diesem Land immer wieder betonten Neutralitätspolitik mit der englisch-französischen „Freundschaft" beglückt werden soll. So erklärt der „Petit Dauphinois", daß die Westmächte in Schweden einbringen müßten, „um die Erzfrage an ihrem Ausgangspunkt zu losen". Im „Drbre" fragt Pertinax, ob Schweden begreifen werde, daß seine Sache und die Sache Norwegens ein- und dieselbe seien. Die Westmächte stünden in Skandinavien er st am Beginn ihrer Aufgabe, und die Rolle Schwedens gewinne daher immer größere Bedeutung. Pertinax fordert dann Schweden auf, Norwegen zu Hilfe zu eilen, er schreibt, schnelle ausländische Hilfe für Norwegen sei notwendig, „um das Vertrauen in den Ausgang des Kampfes in dem Lande zu erhöhen". Die Westmächte hätten die Initiative ergriffen, aber d i e offenbare Gleichgültigkeit Schwedens würde, wenn sie weiter andauere, lähmend wirken. Nicht weniger eindeutig schreibt der Pariser „Matin", ob die Neutralen nun endlich begreifen wollten, „wer Europa retten kann", die „Jndependance" fragt, ob es für die Neutralen nun nicht wirklich an der Zeit fei, sich „a u ch praktisch" auf die Seite der Westmächte zu stellen. Dänische Prinzessin geboren. Kopenhagen, 17. April. (Europapreß.) Nach einem Conzmuniquä des königlich dänischen Leib- I»' , W» i ntk 1 > | <•* f >'1 Ifi« II Berlin, 16.April. (DllB.) Das OSw. gibt be- 'ferfl* 11 ...... " — 1 ‘-=~" c*'"' L 6«8 011 ! Stetig | M Stavanger wurden zwei Lockhead-Ftug- । sie. Dge abgeschossen. Nördlich k r i st i a n s a n d r aud) | haben bei Evjemoen nach kurzem Angriff deutscher 'de Mlif I tappen 150 Offiziere und 2000 TNann der 3. nor- nunWffi »egifchen Division die Waffen ge ff reift. Die , | Bewegungen der deutschen Truppen im Raume von l o vertiefen planmäßig. Die Befriedung Süboff- E Ana- I Avrwegens macht weitere Fortfchvtte. 36 Geschütze Durchführung, Siegeschancen gibt, an die man früher nicht zu denken gewagt hätte. Nach diesem schnellen Schlag, der gegen England durch die Besetzung Norwegens geführt worden ist, werden sich auch für die britische Flotte bittere Erkenntnisse ergeben. Churchill hat ja im Unterhaus selbst einaestehen müssen, daß es mit der britischen Seeherrschast nicht so bestellt ist, daß sie alle Dinge verhindern kann, die man gern verhindern möchte. Die britische Flotte ist auch nicht mehr so unverwundbar, wie man sich das wohl gedacht hat. Die Angriffe deutscher Bomber auf britische KriegsschiffeZeigen, daß trotz stärkster Gegenwirkung unsere Flieger große Erfolge erringen konnten, Erfolge, die, wie wir hoffen, eines Tages kriegsent- scheidend sein werden. Dieser schnelle Schlag gegen England beweist wieder einmal das grandiose Tempo der deutschen Kriegführung, das die Gegner überhaupt noch nicht begriffen haben. Im neutralen Ausland hat man diese Dinge ehrlich anerkannt und ausgeführt, daß Deutschlands Aktion mit einer Präzision durchgeführt worden sei, die einem Uhrwerk gleiche. Man hat auch anerkennen müssen, daß es sich um hervorragende General st absarbeit gehandelt hat, die schnell alles notwendige vorbereitet hatte. Aus diesem Schlag geht aber weiter hervor, daß es uns durchaus möglich war, die Fronten des Krieges in Bewegung zu bringen, wann und wo das von uns inrnrer für notwendig gehalten wurde. Das ist deshalb möglich, well wir das Gesetz des Handelns in der Hand haben, und unsere Initiative läßt dem Gegner nichts anderes übrig als die Abwehr. Die Initiative aber kann alle Voraussetzungen schaffen, die für den Erfolg möglich sind, während die Abwehr wenigstens in ihren Anfängen immer improvisieren muß. Im britischen Unterhaus und in der britischen Öffentlichkeit hat nun eine Diskussion begonnen, mit der man sich über den eigenen Kummer hin» wegtröstet. Es wird nämlich die Behauptung auf- aestellt, daß die deutsche Kriegführung einen großen strategischen Irrtum begangen habe, als sie die Aktton im Norden unternahm. Nun, wir können vielleicht am besten darstellen, was geleistet worden ist, wenn wir hervorheben, was wir verhindern konnten. Wir haben verhindert, daß die brittsche Flotte und die brittsche Luftwaffe sich Stützpunkte in der Nähe des Kattegat verschaffte, fo wie das geplant war. Die Moskauer „Jswesttja" hat in dieser Beziehung die Lage besser erkannt, denn sie stellt fest, daß der Uebergang von Narvi-k, Trondheim, Bergen, Jütland und der Meerenge zwischen Skagerrak und Dänemark auf deutschen Waffenschutz die Lage in der Nordsee von Grund auf verändert habe. Man tröstet sich nun in England einstweilen damit, daß es vielleicht doch noch gelingen könnte, die deutschen Streitkräfte wieder zu vertreiben. Das ist für die Engländer ein billiger Trost, und zudem glauben die Leute, die von militärischen Dingen etwas verstehen, selbst nicht daran. Jedenfalls hat der englische Militärschriftsteller Liddle Hart fest« oefteilt: „Unter modernen Kriegsverhältnissen ver- Dürgt der Besitz von Stützpunkten neun Zehntel der Erfolgsmöglichkeiten. Es ist äußerst schwierig, einen Eingedrungenen, dem es gelungen ist, ferne Positionen zu konsolidieren, wieder aus seinen Stellungen hinauszuwerfen." Wer Art und Anlage dieser deutschen Aktton in Nordeuropa betrachtet, der findet hierin unzweifelhaft die Handschrift des Führers. Das ist die Art, die den Erfolg gewährleistet. (Haufe- w i tz hat das einmal in einem Wort gewissermaßen vorausgeahnt, als er schrieb: „Daß der rechte Mann auf dem rechten Fleck steht, ist für das Ganze etwas höchst Wesentliches ... ich kenne eines, das im Kriege nötiger ist als Kunst und Talent und Verstand und alles, daß ist d i e Autorität. Das Verfahren, welches der Befehlshaber zu bestehen hat, ist wahrhaftig nicht aus alten Ordnungen und modrigen Papieren zu entlehnen: er muß original sein, er muß unerhört sein in Rücksicht und Energie!" Im Marineausschuß des amerikanischen Senats erklärte der Flottenchef Admiral Stark, das Marineministerium werde „angesichts der Ausbreitung des Krieges in lleberfee" jede Bemühung unterstützen, das schwebende Flottenaufrüstungsprogramm, das zur Zeit 43 neue Fahrzeuge vorsieht, zu erweitern. Deutsche Flugzeuge in Oslo. Der Flugplatz der norwegischen Hauptstadt ist im Besitz unserer Luftwaffe. Vorn deutsche Flugzeuge, im Hintergrund die Rauchschwaden einer kurz zuvor abgeschossenen englischen Maschine. (PK.-Ruge — Scherl-M.) 3m Fluge nach Norwegens Hauptstadt. A * .»>• ••. 4 Blick von einem in Norwegen eingesetzten deutschen Flugzeug, das sich auf dem Wege von Aalborg nach Oslo befindet. Tief schneiden die Fjorde in das waldreiche Land ein. — (PK.-Lanzinger — Scherl-M.) Jetzt liegt das Boot auf neuem Kurs und richtet sich willig wieder auf. Da — ein voraus kreuzendes Dorpostenboot schießt Sternstanale. höchste Ge- fahr!" Der Feind ist gestellt! Wir brausen der Stelle zu, wo er gesichtet wurde. Wasser« bomben! Zwei, vier, sechs, zehn! Schwerfällig plumpsen die mit hochbrisantem Sprengstoff gefüllten Trommeln über Bord. Alles hält den Atem an. Jetzt geht ein harter Schlag durchs ganze Schiff. Wir spüren, wie das Deck unter unseren Füßen in die Höhe springt. Dann bricht eine gewaltige Säule aus dem Kielwasser, ein Zeugnis für die zerstörende Gewalt, die hier ihre Fesseln gesprengt bat. Zehnmal wiederholt sich das grandiose Schauspiel. — Wo plötz- lich so viel dunkelbraunes Del an die Meeresoberfläche kommt, da hat meistens ein U-Boot feine letzte Fahrt beendet. Sicherheitshalber entnimmt unser Ingenieur eine Probe dieses Oeles und stellt durch Emulsionsproben einwandfrei fest, daß es sich um das von englischen U-Booten benutzte Del handelt. Del, wie wir es benutzen, reagiert anders! Artur Zell. Englands Mittelmeerpolitik. Die Türkei gegen Rußland und Italien angesetzt. Rom, 17. April. (Duropapreß.) Gegen die englische Vormacht im Mittelmeer richtet sich ein Artikel von Virginia G a y d a im „Giornale d'Jtalia". „Der Hauptzweck der englischen Politik im Mittelmeer", schreibt Gayda, „ist der Kampf gegen die Entstehung großer vorherrschender Mächte, die 23er» Hinderung politischer Allianzen außerhalb der britischen Kontrolle, die Schaffung von Rivalitäten zwischen den Nationen und die Bestrebung, sich einzelne Staaten zu sichern, um sie aegen andere Staaten auszuspielen. Diese Eigenschaften der britischen Politik offenbaren sich in allen ihren Haltungen gegenüber dem Werke Italiens". Gayda schildert, wie England abwechselnd zuerst gegen Spanien, dann gegen den Versuch Rußlands, die freie Durchfahrt durch die Meerengen zu erhalten, arbeite, weiterhin die Bestrebungen Deutschlands zu verhindern suchte, sich Aus« roege über den Balkan und die Türkei nach Kleinasien zu verschaffen, und schließlich mit der Sanktionspolitik zum stärksten Schlag gegen Italien ausholte. „Zum Dank für die Unterstützung der Türkei und Rußlands während der Sankttonszeit hat England", so schreibt Gayda, „im Vertrag von Montreux die freie Durchfahrt durch die Dardanellen sanktioniert, jedoch späterhin wieder die Türkei gegen Rußland aufgebracht, obwohl beide Länder seit 1931 einen Allianzpakt besaßen." Von nun an werde die Türkei in zwei Richtungen von England angesetzt, einerseits um die Meerengen gegen Rußland zu sperren und andererseits um die Einkreisung Italiens von Dften her zu vervollständigen. Zum Dank hierfür habe die Türkei von England einen hohen Sterlingbetrag als Anleihe und von Frankreich die Abtretung des Sandschak Alexandrette erhalten. 'XV ie ein britisches Ll-Boot versenkt wurde. Unsere Torpedoboote bewachen das Nordmeer. PK. Mr Hoden kaum die norwegischen Gewässer hinter uns, da kommt ein Funkspruch auf die Brücke, den eines unserer Aufklärungsflugzeuge „an alle" gerichtet hat: „Im Planguadrat soundso Delspuren gesichtet, vermute U-Boot, greife an!" Auf der Brücke ertönen laute Kommandos, grelle Glocken schlagen in allen Räumen an. Ein Zittern geht durchs Schiff, dicke Rauchschwaden wälzen sich nach achtem, erst weiß, dann schwarz, um gleich darauf ganz zu verschwinden. Wild kurvend fährt unser Torpedoboot durchs Meer, zittemd klettern die Zeiger der Instrumente in die Höhe. Die Mannschaft aber legt die Schwimmwesten an, bezieht ihre Gefechtsstationen. Alle Augen sind aufs Wasser gerichtet. Der Ausguck ist von allen besetzt, die sich an Deck befinden, wenn es gilt, den „Spar- ael" eines U-Bootes auszumachen, der sich so leicht hinter den Wogen verstecken kann. Am schwersten haben es die, die an den Wasserbomben stehen. Am äußersten Ende des Bootes liegen die gefährlichen Sprengkörper in ihren Gestellen, bereit, sofort über Bord geworfen zu werden, wenn das U-Boot entdeckt ist. Der Platz, an dem sie liegen, ist bei dieser Geschwindigkeit eine Hölle. Drohend steigen Berge von weißem Gischt über den Männern auf. Sie haben sich mit Leinen festgebunden, um der Wucht der aufgewühlten Wassermassen widerstehen zu können. Das Heck des Bootes ist ganz in weißen Schaum getaucht. Heulend jagen die Turbinen auf die höchste Drehzahl. Die Kommandos überstürzen sich. „Beide Maschinen AK. voraus!" — „210 Grad." — „Recht so!" — „160 Grad." — „Recht so." „Achtung, Schiff dreht steuerbord." — Zischend legt sich unser schmales Boot auf die Seite. W"' nicht niet- und nagelfest ist, geht bei diesem Manöver über Bord. Finnisch-russische Normalisierung. Moskau, 16. April. (Europapreß.) Der Präsident des Dberften Rates der Sowjetunion, Kalinin, empfing den neuen finnischen Gesandten in Moskau, Paasikivi. Der finnische Gesandte überreichte Kalinin sein Beglaubigungsschreiben. In Helsinki wird die Ankunft des russifchen Gesandten für diese Tage erwartet, womit die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern nach einem Abbruch von mehr als fünf Monaten wieder ausgenommen werden. In finnischen Regierungskreisen wird mit Befriedigung fest- gestellt, daß die noch in Gang befindlichen Derhand« lungen über Grenz- und Handelsfragen reibungslos fortgehen und in freundschaftlichem Sinne geführt werden. Von den vier Iahresklafsen, die seit Beendigung der finnisch-russischen Feindseligkeiten aus dem Militärdienst entlassen werden sollen, kehren am Dienstag zwei weitere Jahres kl assen i n s Zivilleben zurück. Man beabsichtigt, die Demobilisierung der finnischen Armee schneller fortschreiten zu lassen als in den letzten vier Wochen. „Feuertaufe." Nachdem in Gießen bereits vor wenigen Wochen das Fllmdvkument vom Polenfeldzug gezeigt worden und d-abei ein umfassender Ueberblirf über das gesamte Kampfgeschehen jener bedeutungsvollen 18 Tage zu gewinnen war, rückt uns der neue Film „Feuertaufe^ besonders den Einsatz der Luftwaffe im Polenkrieg plastisch vor Augen. Der Film schildert in vielen dokumentarischen Bildern die Bewährung deutschen Fliegergeistes, den die Westmächte mit dem Vertrag von Versailles ein für allemal getilgt zu haben glaubten. Der Film „Feuertaufe" ist der lebendigste Beweis dafür, daß der Geist des deutschen Wettkriegsfliegers als Tradition und Kernstück von der jungen deutschen Luftwaffe übernommen worden ist und gerade im „Feldzug der 18 Tage" seine Feuerprobe bestanden hat. Der Film ruft nod) einmal das geschichtliche Geschehen jener Septemvertage 1939 in die Erinnerung zurück, während der Polen von der Landkarte Europas gefegt wurde. Mit welchen Augen betrachtet man die Parade des schwer bewaffneten polnischen Heeres vor seinem Befehlshaber, die Parade eines Heeres, von dem man weiß, daß es in einer so kurzen Zeitspanne seiner völligen Vernichtung ent- gegenging, wie kaum ein anberes Heer der Weltgeschichte! In eindringlicher Deutlichkeit und in Straffer Zusammenfassung zeigt der Film, wie sich das Verhältnis zwischen Polen und Deutschland durch Englands und der Polen Schuld zuspitzte, wie die Polen durch Gewalttätigkeiten das Reich herausforderten — bis schließlich der Führer den Befehl geben mußte, der Gewalt mit Gewalt entgegenzu- treten und Bomben mit Bomben zu vergetten. Und dann führt der Film in die Flughäfen und auf die Feldflugplätze unserer deutschen Luftwaffe, läßt uns alle zu Zeugen dessen werden, wie deutsche Flieger ihre Erfolge vorbereiten in einer fo großartigen und selbstverständlichen Kameradschaft, die schon ein Teil der Voraussetzungen zum Siege ift Man erlebt in einer nicht zu überbietenden Unmittelbarkeit den ersten Feindflug, die ersten blitz- artigen Aktionen gegen die feindlichen Flughäfen, gegen die Eisenbahnanladen, gegen das Straßennetz, und gegen die anrückenden polnischen Truppen. Man fühlt sich in den Sturzkampfbomber versetzt, der sich mit ungeheuerer Geschwindigkeit auf fein Ziel stürzt, man erlebt den Angriff auf die Westerplatte mit, gewinnt einen Ueberblirf über den Einsatz der Luftwaffe bei der großen Schlacht im Weichselbogen und sieht schließlich den Angriff auf Warschau, jene Stadt, die, durch Hetzer, 23er» blendete und Verbrecher zur Festung gemacht, die ganze Gewalt und Wirksamkeit der verbundenen deutschen Waffen erfahren mußte. Ein Rundflug über Warschau, in vielen Bildern festgehalten, läßt die ganze Katasttophe bewußt werden, die die Ge- wissenlosigkeit der westlichen Plutokraten über eine Millionenstadt heraufbeschworen hat. Der Film reiht Bilddokument an Bilddokument. Es bedurfte dabei keiner ausgeklügelten Regie. Es brauchte nichts heroisiert, nichts gesteigert, nichts verbrämt zu werden. Der Filmstreifen läßt jegliche „Handlung" im filmüblichen Sinne entbehrlich erscheinen, Denn die Tatsachen, die hier der Kamera, begegneten, verdichteten sich von sich aus und ohne Zutun zu einer so gewaltigen Sprache, wie sie kaum durch Worte, sondern eben nur durch das lebendige Filmbild gesprochen werden kann. Von der Drdnung, Disziplin und Präzision, die aus allen Bildern von deutschen Fliegerhorsten und Feldflughäfen sprechen, bis zu jenem Chaos, das nach der Schlacht rm Weichselbogen die polnischen Soldaten hinterließen, erfaßt dieser Film alles mit einer Unbestechlichkeit und einem Realismus, der im Zuschauer eine eindringliche Vorstellung vom Antlitz des modernen Krieges entstehen läßt, ihm aber auch die Macht der deutschen verbundenen Waffen, den Schneid der Luftwaffe, wie den heldenhaften Einsatz der deutschen Truppen überhauvt erkennen läßt. In vielen Bildern findet auch die Selbstsicherheit, die Ruhe und Entschlossenheit der Soldaten der deutschen Luftwaffe ihren Ausdruck. Der Film ist entstanden im Zusammenwirken der Kriegsberichter-Kompanien der Luftwaffe, des „Sondertrupps Bertram" und der Hauptfilmstelle des Reichsluftfahrtministeriums. Die Aufnahmen wurden ausschließlich unmittelbar während der Kampfhandlungen gemacht. Zahlreiche Kameraden setzten sich dafür ein. Sieben Männer an der Kamera ließen als Soldaten der Luftwaffe ihr Leben für das Vaterland. Das Reichsluftfahrtministerium hatte die „Tobis-Filmkunst" mit der Zusammenstellung und der technischen Bearbeitung Des Films betraut. Die Gießener Bevölkerung hat bereits gestern bewiesen, daß sie die überragende Bedeutung dieses Filmwerkes erkennt. Die Vorstellungen waren stark besucht. In den Abendstunden war der Gloria-Palast überfüllt. Mit anhaltender Spannung folgte man dem Geschehen auf der Leinwand, Das für uns alle erlebte Geschichte ift, Die unserem Volke nicht zuletzt Durch Diesen Film für Generationen lebenDig erhalten bleiben wirb. H. L. Neuner. Oie drei Trompeter. Von Hans Joachim Mütter. Musik erfreut Des Menschen Herz. Das Dachte auch Die Steffi, als sie am vorigen Sonntag im Englischen Garten faß unD Die Drei Männer neben ihr Platz nahmen. Es waren Männer in besseren Jahren, Die schnautzbärtig unb gutmütig aussahen, unb es waren vor allem Leute, Die Musik mit sich führten. Eine große Trompete trug Der eine an einer. Schnur um Den Hals, unD Die beiDen anDeren hielten zwei kleinere Blasinstrumente in ein Tuch eingeschlagen unD unter Den Arm geklemmt. Die Männer fingen an, von Stecklingen zu reDen, unD wie alles noch weit zurück sei für Die Jahres» zeit, unD wie man Spalierobst zu binden habe. Die Steffin Dachte Daran, Daß sie schon in Der Schule gern unD laut gesungen hatte, unD Daß es pfunDig wäre, wenn Die Drei Männer hergehen wollten unD ein bisserl blasen. Denn Trompeten schätzte Die Steffi höher als alle anDeren Instrumente einschließlich Des RaDio. Aber Die Trompeter machten keine Anstalten. UnterDes waren ein paar KinDer herbeigelaufen. Die blieben vor Den Männern stehen unD guckten mit offenen MünDern auf Die Trompeten. UnD weil ihre Mütter riefen unD sie nicht vom Fleck brachten, blieben auch sie stehen, unD balD sammelte fick eine Gruppe Volkes um Die Trompeter. Die tagen vergnügt vor sich hin unD falteten Den Kin- Dern Flugzeuge aus Butterbrotpapier, aber Das Blasen fingen sie nicht an. UnD als Das Publikum einen Marfch zu Horen verlangte. Da rebeten ihm Die Männer gütlich zu: Sie fürchteten, Daß ein Wachmann Dazukommen mochte, Denn sie hätten Doch keine Erlaubnis, im Englischen Garten zu blasen. Und sie erhoben sich behutsam und klemmten Die Trompeten fester unter den Arm und zer- teilten Den Kreis Der musikhungrigen Münchener unD gingen gemessenen Schrittes von Dannen. Als Die Steffi eine halbe StunDe später am Teich vorbeikam, sah sie Die Trompeter roieber. Die ftanben ba unb fütterten mit fmnenbem Aus- bruck bie Enten. Ein älterer Herr im tarierten Ulster rebete eifrig auf sie ein: Sein Bruber habe übermorgen silberne Hochzeit, unb er wolle sie, bie Trompeter, für ein Stäubchen verpflichten. Gerabe Trompeten, bas sei bas richtige, unb auf zwanzig ober breißia Mark käme es ihm nicht an. Dieses Angebot machte auf bie Drei sichtlichen EinDruck, unD sie überlegten lange hin unD her. Aber Dann kamen sie Doch zu Dem Ergebnis, es ginge nicht, Denn sie hätten vül zu vül zu tun'. Es fei ja gewiß schwer, heute Trompeter aufzu« treiben, aber was sie selber anbeträfe, ja mei, ihnen täte es auch leib, es sei nun mal nicht an- Ders ... UnD sie boten Dem Herrn freunDlichen Gruß unD wanDten sich unb schritten selbstbewußt bcwon. Um fünf Uhr traf sich bie Steffi mit ihrer Freun- bin Rosel in einer Kaffeewirtschaft. Als bie Rosel im besten Erzählen war, was ber ihrige aus bem Bunker geschrieben habe, ging bie Tür auf, unb herein kamen bie brei Trompeter. Sie ließen sich nie« ber, sie labten sich mit Speis unb Trank, aber Musik machten sie auch jetzt noch keine. Am Nebentisch saßen jeboch Urlauber mit ihren Mäbchen, bie rückten ben Trompetern hart aufs Fell. Sie sollten boch net so sein, bittschön, unb sollten einen Hupierten blasen. Unb als bas nichts half, gingen bie hübschesten von ben Mäbchen hin und bettelten um einen Walzer, baß es einen Stein hätte erweichen können, geschweige benn ein Trompeterherz. Die brei Männer jeboch sahen fteunblich brein, tranfen munter ihre Maß, schwiegen unb spielten nicht auf. Die Solbaten gaben keine Ruh unb nannten es ,fab‘ unb ,geschertt, wenn sie nicht spielen täten. Die Männer fingen schließlich an zu schwitzen. Unb ber eine sah auf feine Uhr unb meinte: „Halber fiem is, auf gehtts! Sonst femman mir net mehr z'recht!" Unb sie erhoben sich eilig unb hätten fast die Trompeten liegen lassen und schritten zum Ausgang. Einer jebod)#fprang ihnen nach, der schwenkte einen Zehnmarkschein als letzten Versuch unb fragte, wo zum Teufel sie benn hin wollten? Da brehte sich ber mit ber großen Trompete um unb sprach: „Zur Metall-Sammelstelle, bu Depp!" Denn bie Trompeten hatte er von einem Onkel geerbt, sie stammten aus bem Kriege 1870/71. Die Drei Männer aber waren ihres Zeichens Bauarbeiter, unD keiner von ihnen konnte auf der Trompete blasen. Vudape Matt der ui einem -iim rainer zur t artige Sab hast in Srir §ür die frei Marschall G euch einige legenheit be Bronzerelie W & fieW w Ml jonaularw«1 S#naul.t? «*ete? Schwarzen Transit von mit die Sch'N und die sch Wen! und Lr passiver gen sind B m diNi-rt, w‘ «einet g*‘ des ruinanisl Handhabe, Krieasoerbre Frieden 'M Auch 6 Ii.il Iflr •'S, »h H| E ft thoiiS? töi Ät' S @11 Aeichsvei Ä Aufta ?>jn5. dc ZMlnüc «santi 2? ?riebri ß- ein bei SÄ ">« Reit > ®ebu; «S? ein's &n- & i SB A '*1 Mje", n 'S ußen !o PlÖk, 01 tat «w ?** Stu ' «fül rte7Q8ier| r Zell. setzt. Ne eng, ein 3[r, xitQliti" 1 Mittig egen bit Die SJeti ler britli DQlitaten sich ein. [ °nben der britli ; Haltun, nb zuerst HRutz. Verengen rebungen sich Au,. >ch Klein, er Sank. Italien Mei und England', freut bit Ilen sank' Türkei etbe Lcin- Don nun von Eng. m gegen um die i her zu die Tur> etrag als tung des UNg. er Prasi. i, Kali- mbten in [töte über, iben. In ssischen oomit die n beiden als fünf In finni« gung fest' Derhanb« reibungs. Sinne fit* n, die feil iseligfeiten ollen, teh> assen in^ die Demo- sortschrei' en. ruber ille fie, d- »n. @erabe \\ zmnzis n. sichtliche und Hel. -aebnis, e- il zu ** >ter ausz«' » ja l nicht s reundlicher 5«* Ibi< Ä o aus vc" Lund ff' Jps SB Ä Ni en K i' „ $ iti«!JH S- Rumänien sichert die Donauschiffahrt. Em Havas-Korrespondent hat behauptet durch die Unternehmungen der Home fleet an der skandinavischen Küste sei das Vertrauen R u m ä n i e n s zu England nunmehr wiederhergestellt worden Die Wirklichkeit zeigt freilich ein ganz anderes Bild. Zwar lassen sich einige Sensationsblätter in Bukarest aelegentlich noch von den Maulhelden der west- lerischen Kriegsberichterstattuna die Spalten vollschreiben, aber die rumänische Regierung hat offenbar ihre eigenen Gedanken über die Methoden britifcher Politik und Kriegführung. Wenn beispielsweise Rumänien jetzt ein allgemeines Weizen- aus f uhrverbot erlassen hat, von dem ledig, sich die bestehenden Lieferverträge ausgenommen sind, so richtet sich diese Maßnahme offenbar gegen den britischen Herrn „Ich kaufe alles", nicht aber gegen den deutsch-rumänischen Warenaustausch Von einem ähnlichen „Vertrauen" zur englischen Freundschaft zeugen auch die Vorkehrungen, die Rumänien im Einvernehmen mit den übrigen Donauländern nunmehr zum Schutze der Donauschiffahrt getroffen hat. Rach den neuen Bestimmungen dürfen Kriegsschiffe und bewaffnete Handelsschiffe künftig nicht mehr vom Schwarzen Meer in die Donau einlaufen. Der Transit von Waffen und Krieasgerät wird nur noch mit Genehmigung des Ministerrates erlaubt sein, die Schiffsbesatzungen. sollen kontrolliert werden und die Schleppkähne mit schweren Ladungen wie Zement und Kies künftig nicht mehr das Eiserne Tor passieren. Alle diese Verbote und Einschränkungen sind offensichtlich von den schlechten Erfahrungen diktiert, die man bei dem kürzlichen Einbruchversuch der britischen Dynamitflotte in das Donaugebiet gemacht hat. Sie geben ^den Polizeiorganen des rumänischen Staates die notwendige praktische Handhabe, um die Sabotageakte der englischen Kriegsverbrecher in Zukunft zu verhindern und den Frieden im Donauraum zu sichern. Auch Ungarn gegen jegliche Savotageversuche. Budapest, 17. April. (DRB.) Das Mitteilungsblatt der ungarischen Regierungspartei sagt nach einem Hinweis auf die gesteigerte Pflicht der Anrainer zur Sicherung der Donauschiffahrt, daß derartige Sabotageversuche, wie sie noch lebhaft in Erinnerung sind, an der Wachsamkeit der Strompolizei der Uferstaaten scheitern müßten. Da die Donau für Ungarn kein Grenzfluß mehr ist, erübrigt es sich, mit anderen Staaten Siche- rungsabkommen abzuschließen, wie dies kürzlich zwischen Jugoslawien und Rumänien geschehen ist. Die von den Westmächten angewandten Blockademaßnahmen zur See berühren auch Ungarn, denn ein ansehnlicher Teil der in Ungarn verarbeiteten industriellen Rohstoffe sei bisher aus Uebersee ein- geführt worden. Vorläufig bleibe für Ungarn als einzige Gegenmaßnahme nur höchste Sparsamkeit übrig. Der rumänische Mtnisterbesuch in Rom Rom, 17. April. (Europapreß.) Mit Genugtuung verzeichnet die römische Presse, daß man in Rumä- nien dem Besuch des Ministers G i u r e s c u große Bedeutung beimißt. Das rumänische Regierungsblatt „Romania" erklärt, angesichts der jüngsten Ereignisse sei die einzig mögliche Orientierung Rumäniens die auf eine enge Zusammenarbeit mit Italien. Minister Giurescu hat der „Tribuna" erklärt, er sei nach Rom gekommen, um die Grundlagen zu einem Kulturaustausch-Abkommen zwischen den beiden Ländern zu legen. Die italienische Wissenschaft, Lite- ratur und Kunst finde in Rumänien ständig wachsend Anteilnahme. Er habe daher mit dem Volks- kulturmimster und mit dem Minister für öffent- lichen Unterricht alle mit dem Abkommen zusammenhängenden Fragen eingehend erörtert. Er werde einen Entwurf für das Abkommen mit nach Bukarest nehmen, um es dem König und der Regie- rung zur Billigung zu unterbreiten. lieber die Haltung Rumäniens zu den gegenwärtigen Ereignissen befragt, erklärte Giurescu, er halte sich nicht für berechtigt, darüber etwas zu sagen. Aber die allgemeinen Richtlinien Rumäniens könnten in zwei Hauptpunkten zusammengefaßt werden: territoriale Unverletzlichkeit und politische Unabhängigkeit. Die rumänische Politik strengster Neutralität sei auf diese beiden grundlegenden Ziele ausgerichtet. Zum Schluß gab Giurescu feiner Bewunderung über die Arbeiten an der Weltausstellung 19 4 2 Ausdruck. Rumänien werde alles tun, um auf dieser Ausstellung würdig vertreten zu fein. Sie Metallspende Generalfeldmarschall Görings. w , • :W wh • V.,.. -1MM Ö- - WB r " • l kf.-x i ’ rtür di- sreiwilliae Metallspende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers gab auch Generalfeld. marichall G*ö r i n g viele Metallgegenstände aus seinem pnvaten Haushalt ab. Darunterb°s°nd°n sich Gutenberg em deutscher Revolutionär. ReichSveranstaliung des IieichSamtS Deutsches DolkSbildungSwerk in Mainz Als Auftakt zu den Reichsveranstaltungen aus Anlaß der H a l b j a h r t a u j e n d f e i e r der Erfindung der Buchdruckerkunst sprach in Mainz, der Geburtsstadt Gutenbergs, in der festlich geschmückten Stadthalle der Leiter des Hauptschulungsamts der NSDAP., stellvertretender Gauleiter Friedrich S ch m i d t (München), "der Guten- bera, ein deutscher Revolutionär . Das Geburtsjahr Gutenbergs, so führte er aus steht am Emgang einer Zeitenwende. Unter der dynastischen Willkür ist die Reichsidee untergegangen, an deren stelle partikularistifche Strebungen sich geltend machen Die Menschheit will hinaus aus der starren mid engen Gebundenheit, will das Bekennen und Er - kennen eines neuen Weltbildes, em neues Gotterleben. Es ist ein Jahrhundert revolutionärer versuche germanischer Menschen zum Bau einer neuen Zeit. Daß aber neue Ideen und neue Kräfte Gestalt, Form und Raum fanden und finden konnten, dafür mußten Gutenberg und fern Werk die Dor aussetzungen schaffen. Mochte es auch von Menschen seiner Zeitgenossen aus eigensüchtigen Gründen als Blendwerk der Hölle verdammt werden, ein Werk wurde der Grundstein, auf dem das Wissen die Allgeme icheit erfüllen, ein umfassendes Schul- und Erziehung system gestalten, die Arb-ft der Forschung S^Ue und vertieft werden konnte. Darum gebührt ® berg einer der ersten Plätze in der schichte an der Wende zur neuen Zeit. Reformatio uni) Die ihr folgenden geistigen und lutionären Versuche waren unde "kbar ohne o durch Gutenbergs Werk gesteigerte Macht des W°r tes, jene Macht des Wortes, die aud) ^.e ,elÄf Kraft war, durch die der unbekannte Soldat Ad f Hitler wirken und zum Neugestalter des deutschen Schicksals werden konnte. Nur wenn wir uns zur revolutionären Idee unserer Zeit befennen, mir auch das Recht, uns zu den großen revolutio uären Männern unserer deutschen Geschichte z kennen. In diesem Sinne müssen wir alle __ baten des deutsch en Myth o.s stm. , Veranstaltung, in der einleitend Kreislefter 8 $ sprach und das Rhein-Mainische Landesorchester mitwirkte, wohnte als Vertreter des Gauleiters Staatssekretär Reiner bei. Kleine politische Nachrichten. Nach einer Mitteilung der britischen Admiralität sind gesunken: der griechische Dampfer ke° ania" (4843 Brt.) und die schwedischen Dampfer ,Sveaborg" (9076 Brt.) und „Inez (310 Brt.) . Reichsfrauenführerin Frau Scholtz - Kl in t svrach in einer großen Kundgebung m einem Kas- feier Jndustriewerk zu den schaffenden grauen von der großen Verpflichtung, die jeder Deutsche aeaenüber der Nation habe. Front und S)eimat reichten sich die Hände und bildeten eine feste, unschlagbare Gemeinschaft. * =xn der Aula der Posener Universität sind die erste Kundgebung des N SD.-Stüden- enbundes stath bei der Reichsstudentenfuhrer Dr S ch e e l zu einer großen Zahl Studenten des Warthelandes aus dem ehemaligen Polen, aus den baltischen Ländern, die mit ihren Volksgruppen zurückgekehrt sind, sprach. Aus aller Welt. Lawinenunglück am Klansenpaß. Bei Schneeräumungsarbeiten äur Freilegung öer Klausenstraße im schweizerischen Kanton Glarus wurden unterhalb der Paßhöhe fünf Mann von E? Lawine verschüttet, von denen einer nur «« a ni5 Leiche geborgen werden konnte. An 1)er Schneeräumungsstelle waren zur Zeit des Unglücks 50 Arbeiter beschäftigt. --------------- PAS BESCHAULICHE LEBEN IM BAZAR * E '»Öl,», °euen m ,9c^n'Sch £ A. 1942 D Staufenberg, den 17. April 1940 Wilhelm Haas, Dentist 1944 V 01425 1930C Geschäfts- Tag der Straßen Ausgabe stelle 1943 V Mitte 01358 WFRRF DRUCKSACHEN W CKDC Brühl. Gießen von Nord 1399A kaufen Sie bei Ost Süd WD Mittwoch 1 Stadttheater und halte wieder täglich Sprechstunden. Meine Praxis befindet sich jetzt in meinem Neubau Mainzlarer Str. Beachten Sie auch immer-? Kreuzplatz 9 und 10 Sammelruf 3153 Freitag, 19. 4. Persönliches GASTSPIEL Montag, 22. 4. Montag, 22. 4. Freitag, 19. 4. Dienstag, 23. 4. Donnerst., 18. 4. Samstag, 20. 4. Das große EREIGNIS! Montag, 22. 4. Dienstag, 23. 4. Samstag, 20. 4. Donnerst., 18. 4. Freitag, 19. 4. Donnerst., 18. 4. Dienstag, 23. 4. Donnerst., 18. 4. Samstag, 20. 4. Freitag, 19. 4. Samstag, 20. 4. Montag, 22. 4. Dienstag, 23. 4. Karten bei: Kartenverkaufsstelle,Seltersweg 60 und an der Tageskasse, Gloria-Palast. Benutzen Sie den Vorverkauf, da überall ausverkauft! Drogen - Chemikalien Parfümerien Hygienische Artikel Gloria-Palast, Gießen Montag, den 22. April, 20 Uhr Wascli-n.Scbn]ierdieD8LSlali0D Opel in Giefeen Marburger Str. 145 - Ruf 2847 _______________________________1537 D Stadtthk *- Glori - Lichts; hinderniss! stellung A Turmhaus 8URO-EINWCHTUN&EN Gießen. Bahnhofstraße ■ ?67v Photo - Photoarbeiten Projektion Schmalfilm-Kino Alicenstraße, Am Pfarrgarten, An der Johannes- kirche, Bahnhofstraße, Bismarckstraße, Bruchstr. Bleichstraße, Burg^raben,Erlengasse, Goethestraße, Grabenstraße, Hmdenburgwall, Hinter der Westanlage, Horst-Wessel-Wall. In Löbers Hof, Johannesstraße, Kaplansgasse, Kleine Mühlgasse, Katharinengasse, Kornblumengasse, Kreuzplatz, Löberstraße, Löwengasse, Lonystraße, Ludwigstraße. Maigasse, Marktplatz, Marktstraße, Mäusburg, Mühlstraße, Neuenweg, Neustadt, Plockstraße. Rittergasse, Schanzenstraße, Sandgasse, Seltersweg, Tiefenweg, Wagengasse, Weidengasse, Wettergasse, Wolkengasse, Teufelslustgärtchen. Altenfeldsweg, Alter Rödger Weg, Alter Steinbacher Weg, Am Alten Friedhof, Am Kugelberg, Am Nahrungsberg, Am Philosophenwald, An der Kaserne, Anneröder Weg, Bergkaserne, Bergstraße, Bromberger Straße, Karl-Vogt- Straße, Curlmannstraße, Danziger Straße, Doe- ringstraße. Eichgärtenweg, Eichweg, Friedensstraße, Fröbel- straße, Gartenstraße, Georg-Philipp-Gail-Str., Gnauthstraße, Graudenzer Straße, Gr. Steinweg, Grünberger Straße, Gutenbergstraße. Henselstraße, Hessenstraße, Heyerweg, Hultschiner Straße, In den Eichgärten, Jahnstraße, Karser- allee. Keplerstraße, Landmannstraße, Lessingstraße, Sicher Straße, Ludwigsplatz, Memeler Straße, Moltkestraße, Posener Straße. Rödgener Straße, Roonstraße, Schlageterstraße, Schlesische Straße, Stephanstraße, Tannenweg, Unter den alten Eichen, Unter der Liebigshöhe, Wolfstraße. Alter K.rofdorfer Weg, Am Läufertsröder Weg, Am Rodtberg, Am Sandfeld, Am Wingert, An der Hardt, Asterweg, Auf der Bach, Boothausstraße, Brandgasse, Brandplatz, Braugasse, Bückingstraße, Cranachstraße, Dammstraße, Diezstraße. Ederstraße, Feuerbachstraße, Friedhofsallee, Gabelsbergerstraße, Gleiberger Weg, Grüner Weg, Gutfleischstraße, Hammstraße, Hinter den Schießgärten, Hitlerwall, Hundsgasse, Im Gart- feld, Kanzleiberg, Kaplaneigasse, Kirchenplatz, Kirchstraße, Krofdorfer Straße, Lahnstraße. Landgraf-Philipp-Platz, Landgrafenstraße, Leimenkauterweg, Lindengasse, Lindenplatz, Marburger Straße, Marktlaubenstraße, Menzelstraße, Neuen Bäue, Rodheimer Straße. Schillerstraße, Schlachthofstraße, Schloßgasse, Schottstraße, Schulstraße, Schützenstr., Schwarzlachweg, Senckenbergstraße, Sonnenstraße, Steinstraße. Thomastraße, Walltorstraße, Wernerwall, Werrastraße, Weserstraße, Wetzsteingasse, Wetzsteinstraße, Wiesecker Weg, Wiesenstraße, Wißmarer Weg, Zozelsgasse, Zu den Mühlen. amt, Zimmer 2, abgegeben. Gießen, den 16. April 1940. Der Oberbürgermeister. Wirtschaftsamt. Am großen Morgen, Am Riegelpfad, Am Schlangenzahl, Am Steg, An den Bahnhöfen, An der Kläranlage, An der Margaretenhütte, Arndt- straße, Auf der Weißerde, Aulweg, Bahnhofstraße, Beethovenstraße, Buddestraße, Buchner- straße. Crednerstraße, Ebelstraße, Erdkauterweg, Frankfurter Straße. Fichtestraße, Freiligrathstraße, Friedrichstraße, Gaffkyftraße, Glaubrechtstraße, Günthersgraben, Händelstraße, Heegstrauchweg, Hillebrandstraße, Hofmannstraße, Hollerweg, Jheringstraße, Klinikstraße, Körnerstraße, Leihgesterner Weg. Liebigstraße, Ludwigstraße, Mittelweg, Rodthohl, Röntgenstraße, Schiffenberger Weg. inarkung Schiffenberg,. Sandkauterweg, Schubortstraße, Wartweg, Welckerstraße, Uhland- straße, Wetzlarer Weg, Wilhelmstraße, Wilson- straße. Am Heu des Lustsi Graff stat! mit: Ruth Elisabeth! Der ist sehen um Dazu tre Palast. E Zur Berbrauchergruppe 1 gehören: Haushaltungen mit Einzelofenheizung. Zur Haushaltung zählen die ständig anwesenden Angehörigen und alleinstehende Untermieter. Familien als Untermieter gelten als selbständige Haushaltungen. Gewerblich und beruflich benutzte Räume, die mit einer Haushaltung mit Einzelofenheizung in räumlichem Zusammenhang stehen, gehören ebenfalls zur Gruppe 1. Diese Verbrauchergruppe füllt ein grünes Formular aus. Die Deutsche Arbeitsfront NSG. „Kraft durch Freude" DHassa&e Chrtfiopädisdies (Turnen gegen Rückgratsverkrümmung, Haltungsfehler, Fußachäden, sowie alle Art orthop. Chirurg. Nachbehandlung erteilt trifta (ßrüffeel Gießen, Liebigstraße 461 Sprechstunden täglich von 3—6 Uhr Neue , Tapeten B. Zur Berbrauchergruppe 2 gehören: Zentralbeheizte Häuser, Stockwerksheizungen und zentrale Warmwasserversorgungsanlagen. Diese Verbrauchergruppe füllt ein blaues Formular aus. Die Bestellung für das neue Kohlenwirtschaftsjahr darf den Bezug im Kohlenwirtschaftsjahr 1938/39 nicht überschreiten. Die Unterlagen (Rechnungen) für diesen Bezug sind bei Entgegennahme des Formulars dem Wirtschaftsamt zur Nachprüfung vorzulegen. C. Zur Berbrauchergruppe 3 gehören: Wehrmacht, Behörden und Anstalten, landwirtschaftliche und gewerbliche, nicht meldepflichtige Betriebe sowie gewerblich und beruflich benutzte Räume, die nicht mit einer Haushaltung der Gruppe 1 - in räumlichem Zusammenhang stehen. Die Bestimmungen im letzten Absatz von B gelten auch hier. Die Ausgabe der Formulare an die Berbrauchergruppe 1 (Haushaltungen mit Einzelofenheizung) erfolgt nach nachstehendem Plan. Die in dem Plan angegebenen Zeiten müssen im Interesse einer schnellen Aufgabe der Kohlenbcstellungen unbedingt eingehalteu werden. Mit der Antragstellung dürfen nur solche erwachsene Personen eines Haushalts beauftragt werden, die über die erforderlichen Angaben (Personenzahl, Zahl der beheizten Räume, Kohlenart und Name des Kohlenhändlers, der liefern soll, bindende Auskunft geben können. Lebensmittel-Personalausweis ist mitzubringen. An den in dem Plan genannten Tagen bleiben die Geschäftsstellen für die Ausstellung von Bezugsscheinen geschlossen. Die Formulare für die Berbrauchergruppe« 2 und 3 werden ebenfalls zu den im nachstehenden Plan angegebenen Tagen im Wirtschaft^- Tüchtige hmAcki sofort gesucht für kleinen feinen Restaurations- Haushalt. I01423 Koblenz a. Rh. „Zur Klause" am Rbein Nr. 8. Habe meine Zahnpraxis wieder eröffnet 19.30 bis 22 Uhr 28. Mittwoch -Miete! Erstaufführung! Die Primanerin Lustspiel von Sigmund Graff. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Preise: RM. 0.60 bis 3.10. [1009d Älufruf! Frauen und Mädchen hört zu! Oliir n[ »ti*® feismarf® gfltnnrlun Sir »°b° geliefert- barn zu bracht h" fein, wo.' u bereit« 13 Mt i abertauser Mrderi. Segelst«" besoisders Leute. Da baß auch nicht niet- Aber m scheint ui Tagen bei Familie u hältnissen |i‘ räumt. J zuneigt, l mal unb Diese ha Ueberprüf meinte er einmal ri alles oerb .Unb bu bereits au willst bu gen? Will sich bei b man in i am Manr ren könnt immerhin Ich den melstelle s spiel folge die eine । liefern kö nicht daro wir heran uns dankb lohnt sich Und es isl der großer halt belast Also, die Suche Kops stelle etwas vor wäre wirl Mühe loh M Für alle Fabrikate durch unsere moderne bett.: Wlenbeziig für das Somenroirtlflaftsjolir 1940/41. Bekanntmachung. Die Anmeldung des benötigten Kohlenbedarfs für die Bewohner der Stadt Gießen erfolgt ab Donnerstag, den 18. April 1940, bei den Geschäftsstellen des Wirtschaftsamtes, Licbigstr. 1«. Für jede Verbrauchergruppe wird ein besonderes Formular zur Verfügung gestellt. Zuverlässig. Chanßeur für Personen- u. großen Lastwagen von größerem Stahlwerk gesucht. Schriftl. Angeb. unter 1934D an den Gieß. Anzeig, erbet. Joijer Kaofmanosgebillo möglichst Werkzeugbranche, jedoch nicht Bedingung (kann angelernt werden), von hiesigem Spezialgeschäft sofort gesucht. Schriftliche Angebote unt. 1946D an den Gießener Anzeiger erbet. Ko di trau zur Verpflegung von ca. 40 Personen in eine Werksküche gesucht. — Persönliche Vorstellg. schnellstens erwünscht von Poppe & Co« Gummiwarenfabrik, Gießen 11 6- Sortfeg Dänisch "chmrwei * fitjen "Ml miebt feim ^eine n fe*£ & N°h «Mer, M, .."Ntei X »>,s Hs ah,m O ’ftft a Al)!“ a «i fieifirich fiodiWer im. L1 unt Ä % Das Arbeitsamt Gießen nut seinen Nebenstellen (Alsfeld, Bad-Nauheim, Büdingen, Butzbach, Friedberg, Grünberg, Lauterbach, Schotten) hat in zahlreichen Berufs- und Wirtschaftszweigen offene Stellen bei angemessener Bezahlung gemeldet. Es ergeht daher an alle Frauen und Mädchen, die noch keinen Arbeitsblatt haben oder bisher im elterlichen Haushalt tätig waren, auch an abkömmliche verheiratete Frauen und Witwen aller Kreise, der dringende Ruf: Helfen Sie mit an der Festigung der inneren Front! Wir brauchen in der heutigen Zeit rede brachliegende Arbeitskraft, ganz gleich in welchem Alter und nut welcher Vorbildung. Frauen und Töchter, die zu Hause nicht abkömmlich find, können sich ebenfalls an der nationalen Arbeit beteiligen, da das Arbeitsamt ihnen Aufträge in Heimarbeit vermitteln kann. Das Arbeitsamt ist übrigens berechtigt, Volksgenossen und Volksgenossinnen aller Kreise für zumutbare Arbeiten dienst- zuvervflichten, hofft jedoch, in Erivartung freiwilliger Meldungen aufgrund dieses Aufrufes, davon nur in beschränktem und notwendigstem Umfange Gebrauch machen zu müssen. Darum werfen Sie alle Vorurteile, die Sie früher einmal hatten, von sich und kommen oder schreiben Sie an die Fach' Vermittlung für Frauen beim Arbeitsamt Gießen, Bahnhofstraße 90/92, Zimmer 32 oder 33 bzw. an die obengenannten Arbeitsamtsnebenstellen. Wir sind gerne bereit, alles persönlich und vertraulich mit Minen zu besprechen, um auch Ihnen den Arbeitsplatz zu beichaffen, der für Sie in Frage kommt. Unsere Sprechstunden für Frauen und Mädchen sind täglich von 8 bis 11 Uhr vormittags. Nach telephonischer Rücksprache kann auch eine andere Zeit vereinbart werden. Gießen, den 15. April 1940. Der Leiter des Arbeitsamts Gießen. gez. Dr. Nonnenmann, Regierungsrat. 1msd Für unsere Buchhaltung suchen wir zum Beitragen der Bücher eine taufm. ausgeöilöete tzilse evtl, für halbeTage. Dauer der Beschäftigung etw. 2 Monate. Schriftl. Angeb. unter 1932D an den Gießener Anz. erbet. Tüchtiger, zuverlässiger Fuhrmann für sofort gesucht. W. Drechsler, etemfir. 73 Wir suchen zum bald. Eintritt 2 perfekte SlMWWM sowie lleltpMtin Bewerbungen mit Lebenslauf, Angabe der Gehaltsansprüche und des frühesten Eintrittstermins an fjeoligenftaeöt & Gomp. G.m.b.H. 1945V MrkzeugmaWllenWr.. Gießen | Mietgesuche"| 2-3-3immer- BJoOnung von einz Dame gesucht. Eventl. Tausch mit 5- Zimmer-Wohn. Schriftl. Angeb. unt.01430anden Gieß. Anz. erbet. möül. Bohn- u. StWimmer mit Küchenbenutzung sofort gesucht. Schriftl. Angeb. u. 01424 an o. Gieß. Anz. Berufst. Dame sucht sehr gut möbl. geraum. Simmet mögl. mit Freitisch im Süd- öiertei. Schriftl. Angebote unter 1935V a.d.G.A. [Stellenangebote] Keine Ursprungszeugnisse, londern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunteo lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I Zuverlässiger Mtnt für Lieferwagen gesucht. 1938D W.WeklM Gießen Seltersweg 55. Die3 lustigen Gesellen bekannt von den Frohen Samstagnachmittagen" des Reichssenders Köln Leitung: Hans Saldier, der Vater vom „Hermännche“ Dazu ein großes Beiprogramm I Preise: RM. 1.— 1.50 2.— 2.50 und 3.— Zuverlässiges, in Küche und Hausarbeiterfahrenes Mädchen alsbald od.l.Mai gesucht. Zweithilfe vorhanden. Amtsgerichtsrat Schudt [01432 Gartenstr. 14 I. Junges Mädchen mit guter Empfehlungtagsüber zur Mithilfe im Haushalt gesucht Zu erfragen in d. Geschäftsstelle d. Gieß. Anzeig. |steüengesüche] Wer stellt Mate mit ^-Tonnen- Lieferwagenein, auch Einzelfahrten werd, prompt ausgef. Schriftliche Angebote u. 01435 an den Gießener Anzeiger erbet. Geprüfte Krankenpflegerin sucht für bald oder später in Gießen in Krankenhaus (Klinik.) Beschäftigung. Schr. Ang. unt. 1936D a.d.G.A. Verkäufe ~"| Hernien gut erhalten zu verkauf. [01355 Pietsch Steinstraße 60. Gut erhaltener Kinderwagen zu verkauf. loi43g Schmidt Wolkengasse 18 III Kaufgesuche"! Wir kaufen gebrauchte mögl. neuwertige Wngee zum Taxwert und erbitten Ihr Angebot 0Del,6ie6en Ruf 2847/48. 2 Men für Hilfsarbeiten und zwei tüchtige ßilfsfltöetter gesucht. 1937V Chr.Jnderthal Gießen Seltersweg 55. Pflegerin od. allere Fran bei gutem Lohn zu Witwe nach Treis gesucht. MöblierteWohn- gelegenheit auch für 2 Personen vorhanden.Schr. Angeb. U.1929D an d. Gieß. Anz. Haos- um Kößhenmädchen und flolelfaer bei gutem Verdienst für bald gesucht. [1994V Park-8anatopiuin Bad-Nauheim. Junges Mädel das Erfahrung mit Kindern hat, tagsüber zu zwei Kindern gesucht. Näh- und Stovr- kenntnisse erw. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. [1941V dalötagesmöödjen (od.Frau),evtl.a. Stundenfrau, in 2-Pers. - Haush. zum 1. Mai (auch früher- ges. 01427 Landgerrchtsdir. Schudt Wilhelmstr. 19. Zuverlässiges Mädchen z. 1. Mai gesucht. Fran Schlich Hindenburg- tvall 7. [01431 ___ÖDÜI_____ ■OB OOOriooTöpT Mettsnsm zu kaufen oder zu leihen gesucht. Schr. Angeb. an Emil small Biergroßhandlg. und Eisfabrik. Gut erhaltener ZwiWgS' fiinöenNfleii gesucht. Schriftl, Angebote unter 01426 a.d.G.A. Verschiedenes P1AÄOS FLÜGEL geg.barges.An- geb.m.Markeu. Preis erb. 7eoO R.Schönan Gießen, Postfach 90. Klaviere werden 660d fachgemäß gestimmt und repariert G. Ebert K lavier macher Bleichstraße 17 Fernruf 2403 Elektrischer Seißwaffer- Speicher (Hochdrücke,foiü. zerntzlelüzelle sofort zu kaufen gesucht. 01429 Schwab Marb. Straße 44 Telefon 2270. Vereine Zmker Mitglieder und Nichtorganisierte Bienenhalter! Vs d.diesj.Herbst- aufsütterung ist umgeh, b. d. Fa. Schade & Füll- grabe, Gießen, EckeFriedrichstr.- Frankf. Slraße geg. Barzahlung abzuholen. Säcke mitbringen. 1931V Bodenbender. Handwagen zweirädrig kräftig, sofort zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. u. 1939D an den Gieß.Anz. erbet. z Hr.OO Zweites Blatt $ gewech, ^beruflich | Gruppe 1 Mäusburg/ PloSstraße. e, Selters« !eidengaffe, istgärtchen. Johannes« ' Bruchstr, lethestraße, :r der Wester Weg, Am [ett, An der thausstraße, e, Bücking« Diezstraße. Men eines iben (Pn. es Kohlen, u Lebens« > hier. e 1 (Haus, Plan. ^esse einer 'ngehalteii Wsstellen rden eben« 3irtschaA 1930C Plansgasse,',. , Kornblu« > töwengasse, s le «atm. ■>" blau« •g Formn. ieiMfr 9 gesteh stlendie Bieter ,Ct E>aus. ^enh^ is. Aus -er Stadt Gießen. Oie letzten Tage. Nur noch wenige Tage und die Sammlung zur Metallspende sur den Geburtstag unseres Führers 'st zu End- Schon beim ersten Ausruf des General- seldmarschalls Goring wußten wir, daß diese Sammlung zu einem großen Erfolg werden würde Wir haben uns nicht getäuscht. Ganze Berge wertvollen Materials wurden in den Sammelstellen ab- geliefert. Jeder war sichtlich bemüht, seine Nach, barn zu übertreffen. Jeder wollte am meisten ge- bracht haben. Denn wer wollte nicht mit beteiligt sein, wo es doch galt, unserem Führer eine Freude zu bereiten. Nicht minder erfreuten uns die tausend und abertausend kleinen Spenden, die da herangeschafft wurden. Denn nicht jeder Haushalt wies große Gegenstände aus den gesuchten Metallen auf. Ganz besonders gilt dies für die Haushaltungen jüngerer Leute. Da war es besonders erfreulich, festzustellen, daß auch hier alles zusammengeschleppt wurde, was nicht niet- und nagelfest war. Aber noch etwas anderes ist uns aufgefallen. Es scheint uns beispielhaft zu sein. In den ersten Tagen der Sammlung erschien manchmal die ganze Familie und schleppte in Körben und anderen Behältnissen alles mögliche heran. Sie hatten, wie sie selbst sagten, alles durchsucht und gut „aufgeräumt". Nun, da die Sammlung sich ihrem Ende zuneigt, kommt gegen Abend der Mann noch einmal und bringt noch eine Reihe von Kleinigkeiten. Diese hatten sich bei einer nochmaligen genauen Ueberprüfung noch herausfinden lassen. „Ja", meinte er selbst, „man staunt wirklich, wenn man einmal richtig nachsieht, was in einem Haushalt alles verborgen ist." . Und du, mein Freund, wir haben dich ja auch bereits auf unserer Sammelstelle begrüßen können, willst du nicht auch dem Beispiel des Mannes folgen? Willst nichr auch du noch einmal prüfen, ob sich bei dir nicht noch irgendetwas befindet, was man in dieser Zeit, wenn wirklich einmal „Not am Mann" ist, einer besseren Verwendung zusüh- ren könnte, als daß es in deinem Haushalt ein immerhin entbehrliches Dasein führt? Ich denke, wie alle, die wir den Weg zur Sammelstelle schon gemacht haben, wollen diesem Beispiel folgen. Die meisten unter uns werden noch die eine oder andere Sache finden, die man abliefern könnte. Und wie gesagt, es kommt gar nicht darauf an, daß es große Mengen sind, die wir heranschleppen. Auch für Kleinigkeiten ist "man uns dankbar. Da wollen wir nicht sagen: „Ach, das lohnt sich nicht". Doch, mein Bester, das lohnt sich. Und es ist nützlicher, daß auch diese Kleinigkeit bei der großen Menge landet, als daß sie deinen Haushalt belastet. Also, alle noch einmal frisch und munter auf die Suche! Wir wollen Boden und Keller auf den Kopf stellen. Wir wollen nicht, daß sich da noch etwas von den gesuchten Metallen herumtreibt. Es wäre wirklich schade darum. Ihr werdet sehen, die Mühe lohnt sich. BOM-llntergau -116 Gießen. DDIN.-Werk Gruppe la/116. Sport und Gymnastik. Der nächste Dienst findet am 14. 4. statt. Wir sehen uns gemeinsam den Film „Feuertaufe" an. Dazu treffen wir uns um 19.50 Uhr am Gloria- Palast. Erscheinen in Kluft. Dornoti,en. sallee, Ga> Irüner Weg, Mer, den e, Zm Gart« Eirchenplatz, Maße, staße, Lei« iplatz, Mm« renzelstraße, Schloßgck, r., Schwarz« onnenstraße. oaü, Werra« WetzsteE ' Wißmarer Alter Stein« n KugelbG 0- i# w' he, W * Tageskalender für INitlwoch. Stadttheater: 19.30—22 Uhr „Die Primanerin". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Feuertaufe". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Hochzeit Mit Hindernissen". — Oberhessischer Kunstoerein: Aus- | stellung Walter Kröll, Gießen von 17—18 Uhr im Turmhaus am Brand. Erstaufführung im Sladtthealer. Am heutigen Mittwoch findet die Erstaufführung des Lustspieles „Die Primanerin" von Sigmund Graff statt. Spielleitung: Hans Geißler. Es wirken mit: Ruch Eiben, ^Annelife Garbe, Hilde Heinrich, , Elisabeth Leiprecht, Eilly Mauer, Marta Neuhausen, Wirst 6u K schnffmFcnll? Vornan von Martina Eckartchelm 6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Hänischlob soll anspannen!" knurrt der Haus- U vater. Jupp mault. War es nicht heute mal aus- H nahmsweife schön bei Tisch? Stundenlang hatte 1 man sitzen und Honigzöpfe essen können, Nun muh |?i man wieder spritzen, hinaus auf den Hof. Vorbei ist \ alles, keine gute Stunde wird einem gegönnt. Jupp H hat eine mächtige Wut. Die Hände in den Hosentaschen steht er vor Hänischlob, der die Fuchsstute . aus dem Stall zieht und sie vor den altväterlichen : Planwagen spannt. Jupp strotzt vor Geringschätzung. Fährt heute noch ein vernünftiger Mensch m so einer Flohkiste? Hannomag, BMW., Opel, DKW., Adler, Mercedes ... geht es ihm durch den Sinn. „Nächstens mache ich meinen Führerschein , sagt er protzig zu Hänischlob. . Hänischlob hört schwer. Er schirrt das Pferd an, dann steht er vor Jupp, hält die Hand ans Ohr: '^Autofahren lerne ich, und der Wagen kommt zum Gerümpel!" _ , „Nu untersteh' d'rch! Der kimmt an Quark as aale Gerimpel!" , ,, ... . , c Jupp geht achselzuckend. Er storcht über den Hof. Der Hefenfranz läuft ihm gerade über den Weg. hefenfranz weiß immer Trost, wenn man einen Aerger in sich hineinzufressen hat. „Gihst a de Schwelke, Hefenfranz? „Näh!" gibt der alte Braumeister zur Antwort. „Js su a infamchter Klunkerch, su a Windflugel an Kühlschiffe zerkracht. Kumm ack helfen, Jupp, wenn 'ct> 'n zsammenrichten tu!" ... . Dem Hefenfranz zur Hand gehen, das ist geraoe bis Richtige. Zorn und Zeit kann man dabei ver- Iowischen hat Christoph Gräf- mit kurzem Gruß btrs Zimmer verlassen und ist weggefahren, -’iur Hermann weiß, daß sein Ziel das Büro der Auto- bahn in Weißenberg ist. Erni und Lena räumen den Tisch ab. „Herrlich, daß du da bist, Tante Lena — einfach herrlich!" Lena nickt ihr sanft und versonnen ziu Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 17. April M« Gießen am Geburtstag des Führers. Am kommenden Samstag, 20. April, dem Geburtstag des Führers, wird auch.die Gießener Bevölkerung ihre unlösliche Verbundenheit mit dem Führer und die Treue zu ihm und seinem Werk erneut bekunden. Am Samstagabend wird in der Aula der Universität in festlicher Weise eine gemeinsame Mitgliederversammlung der vier Gießener Ortsgruppen stattfinden, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Hoheitsträgers im Kreise Wetterau, Kreisleiter Backhaus, stehen wird. Die Feierstunde wird mit dem Einbringen der Gießener Ortsgruppenfahnen beginnen. Nach einem gemeinsam gelungenen Lied folgt die Ansprache des Kreisleiters. Anschließend wird der Kreisleiter an eine Reihe langjähriger verdienter Parteigenossen die ihnen verliehenen Dienstauszeichnungen der Partei überreichen. Mit der Ehrung des Führers, dem gemeinsamen Gesang der Nationallieder und dem feierlichen Ausbringen der Fahnen wird die Feierstunde beendet werden. Im Verlaufe des Samstag nachmittags wird Kreisleiter Backhaus im Sitzungssaale des Hauses der DAF. den Ortsgruppenleitern und Kreisamtsleitern des Kreiies Gießen — ebenso wie vorher im Rathaus zu Friedberg für den Kreis Friedberg — Dienstauszeichnungen überreichen und den Frauenschaftsleiterinnen das Ehrenzeichen für Deutsche Dolkspflege übergeben. Die SA.-Standarte 116 veranstaltet zur Feier des Geburtstages des Führers am Sonntagvormittag, 21. April, etwa von 11.30 bis 12.30 Uhr eine Kundgebung, die aus einer kurzen Feier mit anschließendem Marsch durch die Stadt und Vorbeimarsch bestehen wird. An dieser Kundgebung werden mit den SA.-Kameraden der Standarte 116 auch die Kameraden der Wehrmannschaften teilnehmen. Der Beitrag des Meters zum tustschutzrambau. In den Richtlinien über den Beitrag für die behelfsmäßige Herrichtung von Luftschutzräumen ist die Höhe der Geldbeiträge auf 1,— bis 2,50 RM. je zu schützende Person beschränkt. Zur Klarstellung von Zweifeln hat der Reichsluftfahrtminister im Einvernehmen mit den beteiligten Stellen diese Frage in einem Erlaß näher geregelt. Die Umlegung des erstattungsfähigen Kostenbetrages durch den Hauseigentümer soll nicht etwa nach Köpfen erfolgen, sondern nach Maßgabe der wirtschaftlichen Verhältnisse entsprechend der Miethöhe. Häufig ist es vorgekommen, daß Hauseigentümer zur Errichtung des Luftschutzraumes mehr ausgegeben hqben, als sie unter Beachtung des Richtsatzes umlegen konnten. So sind vielfach die Möglichkeiten, von den Hausbewohnern die Bereitstellung ihrer Arbeitskraft oder von Baustoffen und Geräten sowie von Einrichtungsgegenständen zu verlangen, nicht erschöpft worden. Es bestehen keine Bedenken, auch größere Beträge auf die Mieter umzulegen, wenn sich diese freiwillig hierzu statt der Naturralleistungen bereiterklären, oder wenn es unter Berücksichtigung der Verhältnisse sämtlicher Beteiligten angemessen erscheint und das Amtsgericht in diesem Falle die Umlegung zuläßt. Mitunter liegt die Ueberschreitung auch daran, daß über die Behelfsmaßnahmen hinaus endgültige Baumaßnahmen durchgeführt wurden. Diese sind an die Höchstgrenze der Richtsätze nicht gebunden. Die Kostett für endgültige Baumaßnahmen können mit Zustimmung der Preisbehörden auf die Mieter umgelegt werden. Der Erlaß regelt weiter einen Lastenausgleich bei der Hergabe von Räumen. Die Hergabe eines hauswirtschaftlich genutzten Kellerraumes zur Errichtung des Luftschutzraums gilt als Beitrag, ein Anspruch auf Entschädigung oder Mietminderung ist dafür nicht gegeben. Den Mietern sind dafür im allgemeinen andere Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Gewerblich oder für Wohnzwecke genutzte Räume sollen nur in zwingenden Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden. Ist in einem solchen Falle die Eesatzraumge- stellung nicht möglich und stellt die Hergabe des Raumes ein besonderes Opfer dar, so kann ein Mietminderungsanspruch zuerkannt werden. Die Mietminderung kann für die Dauer des Aufrufs des Luftschutzes auf die durch den Luftschutzraum zu schützenden Personen als laufender Beitrag um- gelegt werden. Das gleiche gilt für den Betrag, der dem Mietwert eines vom Hauseigentümer zur Verfügung gestellten gewerblich oder für Wohnzwecke genutzten Raumes entspricht. Der Richtsatz von 1,— bis 2,50 RM. findet in diesen Fällen keine Anwendung. Jngeborg Riehl, Rose Stirl: Hans Caninenberg, Walter Erler, Gert Geiger, Viktor von Gschmeidler, Siegfried Lowitz, Hans Albert Schewe, Hans Seitz, Karl Volck. Bühnenbild: Karl Löffler. 28. Vorstellung der Mittwoch-Miete. Geh. Iustizrat Prof. Arthur Benno Gchmidt t- In Tübingen, wo er im Ruhestand seinen Lebensabend verbrachte, ist am Sonntag der emeritierte Professor D. theol. h. c., Dr. jur. Geh. Justizrat Arthur Benno Schmidt im 7$. Lebensjahre verstorben. Der Heimgegangene wirkte früher in Gießen und hat sich um die Förderung unserer Universität große Verdienste erworben. Arthur Benno Schmidt stammte aus Leipzig. An der Universität seiner Vaterstadt studierte er, dort bestand er auch die Referendar-Prüfung. Er promovierte mit einer Arbeit „Die Grundsätze über den Schadensersatz in den Dolksrechten" zum Doktor der Rechte. Nach seinem Vorbereitungsdienst an verschiedenen Gerichten habilitierte er sich im Februar 1887 mit einer rechtsgeschichtlichen und rechtsvergleichenden Studie „Das Recht des Ueberhangs und Ueberfalls" bei der Juristischen Fakultät der Universität Leipzig für die Fächer des deutschen Rechts. Zwei Semester später wurde ihm die venia legendi auch für Kirchenrecht erteilt. Im August 1889 erfolgte feine Berufung an die Universität Gießen als ordentlicher Professor mit Lehrauftrag für deutsche Rechtsgeschichte, Kirchenrecht, Völkerrecht und Rechtsenzyklopädie. Mit dem „Hast viel zu tun in dem großen Haus, Kleine?" „Sehr viel! Man ist so angebunden! Manchmal hab' ich doch auch Sehnsucht nach der Stadt, nach Freundinnen ober Kino! Manchmal, rück' ich ein« fach aus, fahre nach Bautzen oder Löbau ober auch nur nach Weißenberg. Dann mutz die Klutzigen alles machen." . Nun ja, Lena versteht. So ein junges Ding, das noch nicht weiß, wohin mit sich selbst, das noch die ganze Unruhe der Jugend in sich hat, kann wohl nicht anders. Blitzt ihr nicht die Lebenslust aus den nußbraunen Augen? „So, die Kluttigen versorgt bann alles! Die Kluttigen ist ein Dragoner. Sie ist ein starkknochiges Wesen von unbestimmtem Alter und versteht etwas von der Sauberkeit in Haus und Hof. Aber sie hat eine rauhe Stimme und ebensolche Hände. Warme Fürsorglichkeit kann man von ihr kaum verlangen. , , . Wie doch hier die Mutter fehlt! Lena hat nie eine Ahnung davon gehabt. Während sie noch reden, kommt Hermann ins Zimmer. ,Nanu? Bist du denn nicht drüben auf der Malztenne? Der Hefenfranz wollte den Grünmalz nach der Schwelke bringen--" „Der hämmert mit Jupp zusammen einen zerbrochenen Windflügel zurecht." Hermanns Stimme Hingt zerstreut. Niemals kommt der Große sonst am Vormittag wieder herüber aus der Brauerei. _, „ In der Ecke der Stube steht das alte Schreibpult. Es ist mit Zetteln und Büchern überhäuft. „Ich muß mal wegen des Hopfenfelhers schreiben." . . , . , . «« Jetzt? Das machst du doch immer abends? Der Ton, in dem Erni zu Hermann spricht, Hingt nicht sehr freundlich. Lena sieht sie erstaunt an. Hermann scheint es gar nicht ernst mit dem Schreiben zu sein. Seine Hände gehen nur eine Weile wie suchend über die Hefte und Zettel. „Und was machst du denn heute morgen, Lena? fragt er ruhig. ' Ich?" lacht Lena em wenig, „ich helfe der Erm. "Dich ausruhen solltest du, dich in den Garten setzen oder ein bißchen umsehen! Soll ich dir vielleicht einmal die Brauerei zeigen?" Da« würde mich freuen, Hermann! Vielleicht später, jetzt möchte ich erst Erni em wenig zur Hand gehen." ©ommerfemefter 1893 wurde sein Lehrauftrag auf deutsches Privat- und Handelsrecht ausgedehnt. Während 47 Semestern entfaltete Prof. Dr. Schmidt an unserer Ludoviciana eine sehr erfolgreiche Tätigkeit. Auch persönlich verwuchs er immer mehr mit unserer Stadt und ihrer Bevölkerung. Im Februar 1897 wurde er van dem damaligen Großherzog als Vertreter der Universität Gießen in die Erste Kammer berufen. Dadurch hatte er die Möglichkeit, sich auch an dieser Stelle in mannigfacher Art der Universität Gießen förderlich anzunehmen. Im April 1897 erfolgte feine Ernennung zum Mitglied des Hessischen Derwaltungsgerichtshofes. Im Amts- jahr 1900/01 war er Rektor der Universität. Im November 1900 wurde ihm der Titel eitles Geheimen Justizrates verliehen. Neben seiner beruflichen Tätigkeit an der Universität war er noch als eifriger ehrenamtlicher Mitarbeiter im Oberhessischen Geschichtsverein, im Gießener Kunstoerein, dem Gleibergverein und dem damaligen Dheater- oerein tätig. Während seines Gießener Wirkens erschien aus seiner Feder eine ganze Reihe von Veröffentlichungen über die verschiedensten Gebiete des Rechts. Im Frühjahr 1913 übersiedelte Prof. Dr. Schmidt nach Tübingen, um an der dortigen Universität Nachfolger von Rietschel zu werden. Beim Ausbruch des Weltkrieges im August 1914 rückte er als Kompanieführer mit ins Feld. Im Frühjahr 1916 kehrte er nach Tübingen zurück und nahm im folgenden Wintersemester seine Lehrtätigkeit wieder auf. Von April 1917 bis April 1918 war er Rektor der Universität Tübingen. Seine Verdienste auf kirchlichem Gebiete „Jetzt laß Lena erst mal mir — schließlich ist sie ja meine Tante", fährt Erni unwirsch dazwischen. Hermann tut, als höre er es nicht. Er will wohl aus dem Zimmer gehen, da kommt er an Lena vorbei. „Rauchst du?" Er stellte eine angebrochene Schachtel Zigaretten vor sie hin. „Bitte, nimm dir!" Lena sieht ihn mit einem schnellen, warmen Blick an. Die Schachtel hält sie noch in der Hand, als er schon wieder das Zimmer verlassen hat. „Sollte man’s glauben? Der Große hat die Spendierhosen an. Was du alles fertig bringst, Tönte Lena!" Lena Detteting schließt die Zigaretten in ihre Tasche. Sie hat noch nie geraucht. Sie weiß nicht, weshalb sie die Zigaretten nicht einfach ausschlug. „Kdmm, Erni, wir wollen jetzt erst mal in die Küche gehen." Christoph Gräfe sitzt inzwischen unter feiner altmodischen Wagenplane und rollt die Landstraße nach Weißenberg zu. Es geht abwechselnd durch Wiesen und kurze Heidestrecken. Ab und zu tut sich in einer Niederung ein schilfiger Teich auf. Hinter hohen Eichen, ein weites Stück von der Landstraße ab, taucht ein großes Gebäude auf: die Belzig-Braue- rei. Dor ein paar Monaten war sie zu verkaufen, diese Bruchbude! Hermann wollte sich darauf stürzen und die Konkurrenz aufkaufen. Zum erstenmal am heutigen Tage lacht Christoph Gräfe. Immer langsam voran, Herr Sohn! In einem Vierteljahr sind wir die Konkurrenz sowieso los. Pleite ist sie bann! Nur Geduld und Spucke! Gestern im Kretscham haben sie schon erzählt, daß der Belzig-Karl aus dem letzten Loch pfeift. Hilft nichts, Junge, dein Alter hat den Dreh doch besser raus als du. Er, dein Vater, hat immer noch das letzte Wort. Die Laune des alten Gräfe hat sich angesichts der Belzig-Brauerei etwas gebessert. Er trägt den Kopf wieder höher. Statt aber geradenwegs in Weißenberg einzufahren, macht er einen beträchtlichen Umweg. Das Pferd hat eine ganze Weile zu traben, bis es an die Stelle kommt, wo sich von Görlitz her die neue Autobahn bis nach Sachsen vorgeschoben hat. Kecke, bunte Häuschen stehen da auf frisch aufgeworfenen Erdhügeln. Sogar Fahnen wehen vergnügt im Winde. ‘Das ist also eine Baustelle der Autobahn? Gräfe sieht auch eine halbfertige Unterführung erkannte die Theologische Fakultät der Universität Gießen am 20. Mai 1927 durch die Ehrenpromotion an. Im Sommer 1930 mußte Prof. Dr. Schmidt wegen Krankheit seine Vorlesungen aussetzen, mit dem Ende des Sommersemesters 1931 trat er in den Ruhestand. Als Wissenschaftler und als Mensch genoß er in Gießen und in Tübingen bei seinen Kollegen und Schülern, aber auch über diesen Kreis hinaus, bei allen Volksgenossen, die mit ihm in Berührung gekommen waren, große Wertschätzung. Das schönste Geburtstagsgeschenk für den Führer. Wenn der Führer Geburtstag hat, bann ist das ein Tag im Leben unseres Volkes, an dem die Beweise rührender Liebe und unerschütterlicher Verbundenheit besonders zahlreich sind. In all bett Jahren finb wahre Berge von Geschenken und Zeichen ber Hilfsbereitschaft in bie Reichskanzlei nach Berlin geroanbert, unb ber Führer yctt biese oft wertvollen und nützlichen Gegenstände dann immer wieder jenen Kreisen unseres Volkes zugute kommen lassen, auf denen die Last des Schicksals besonders schwer lastete. Auch in diesem Jahre, in einer Zeit, da wir uns in einem schicksalhaften Kampfe gegen die plutokratifchen Mächte des Geldes und des brutalen Unrechts befinden, schenkt das deutsche Volk seinem Führer all das wertvolle Metall, das nur irgendwie entbehrt werden kann, und das für unsere Rüstung, für die Schlagkraft unserer Waffen unentbehrlich ist. Wenn der Führer am 20. April Geburtstag hat, bann wirb sein treuester Mitkämpfer, ber General- felbmarschall Hermann Göring, vor ihn hintreten unb ihm melben können: „Das deutsche Volk hat mit dieser Metallspende zu Ihrem Geburtstage ein bisher ungekanntes Beispiel der Solidarität geboten!" Mtv. Gießen lieferte zur Metallspende ab. Der Männerturnverein Gießen hat der Sammelstelle ber Metallspende in Gießen einen aewichts- mäßig sehr umfangreichen Beitrag abgeliefert. Der Verein spendete alle in seinem Besitz befindlichen Gegenstände aus Zinn, Messing, Kupfer, Blei unb Bronze, darunter auch bie Bronzeketten von dem Ehrenmal auf bem Turnplätze des Vereins. Die Vereinsführung und die Mitglieder vertreten mit Recht den Standpunkt, daß auch die Ablieferung der Ketten von dem Ehrenmal zum Besten des Vaterlandes eine geziem en de Ehrung der im Weltkriege gefallenen Kameraden barstellt. Der Kohlenbezug für den Winter -1940/41. Vorn morgigen Donnerstag ab ist bei den Geschäftsstellen des Wirtschaftsamtes der Kohlenbedarf für das Kohlenwirtschaftsjahr 1940/41 anzumelden. Die Verbraucher sind in drei Gruppen eingeteilt, und zwar gehören zur Verbrauchergruppe I die Haushaltungen mit Einzelofenheizungen, zur Verbrauchergruppe II die zentralbeheizten Häuser, Etagenheizungen und zentrale Warmwasserversorgungsanlagen, zur Verbrauchergruppe III die Wehrmacht, Pehörden, Anstalten usw. Die einzelnen Gruppen haben in der Farbe voneinander abmeU chende Anmeldeformulare auszufüllen. Da diese Formulare sofort bei ber Empfangnahme in ben Geschäftsstellen bes Wirtschaftsamtes ausgefüllt werben müssen, also nicht mit nach Hause genom- men werben können, ist es unbedingt notwendig, daß zur Antragstellung für die einzelnen Haushaltungen nur solche Personen in den Geschäftsstellen des Wirtschaftsamtes erscheinen, die über die Zahl der Haushaltsangehörigen und über die Zahl der vorhandenen Brennstellen in den Wohnungen genau Aufschluß geben können. Auf den Anmeldeformularen für Haushaltungen mit Einzelofenheizung (Derbrauchergruppe I) befindet sich auf ber Rückseite eine Uebersicht, aus ber ersichtlich ist, wieviel Punkte an Kohlen ber jeweilige Haushalt er« Krümenk!»tÄ Loren, Arbeiter. Geschäftiges Gewimmel treibt unaufhaltsam vorwärts. Kilometer um Kilometer streckt die Bahn sich weiter vor auf Roda, auf den Hutberg, auf die Gräfewiesen zu. Ein kriechendes Un« aeheuer, diese Straße, das seine Quellen aussäuft, sein Bier, j einen Geldsack, sein Kontobuch, sein Haus, sein Leben dazu. Ja, so wird es werden! Und nun ist er in der richtigen Stimmung für sein Vorhaben, jawohl! Die Stücke sollen fliegen, wenn er im Büro, drüben in Weißenberg, loslegt! Die Wänibe sollen wackeln! An die Gräfewiefen soll ihm' keiner? Rumpelnd fährt der Wagen auf der alten Salz- straße. Was weiß Christoph Gräfe davon, daß er auf historischem Boden dahinrollt, daß nicht nur die friderizianischen Truppen, sondern auch Theodor Körner und Goethe hier entlang zogen? Der alte Gräfe ist in eine dicke Zornwolke gehüllt, hat fein Auge für die ferne Lausitzer Bergkette, die gerade hier sichtbar wird und als vielgewellte Wand von Süden herübergrüßt — nichts sieht er! Selbst das Weißenberger Rathaus, an dessen Mauern der wilde Wein sich schon zu verfärben beginnt, lockt ihm heute keinen wohlwollenden Blick ab, als er sich endlich die bergige Straße, vorbei an kleinen Häuschen und bäumen fronen Gärten, bis zum Markt hinaufgewunden hat. Che er das Büro der Autobahn betritt, muß er aber doch noch einen mächtigen Brocken herunter« schlucken. Als er gerade seine Fuchsstute zum Halten bringen will, setzt sich kurz vor ihm ein kleiner schnittiger Sportwagen in Bewegung. Am Steuer sitzt natürlich die Jutta von Plessen. Er sieht gerade noch die kleine freche Sportmütze auf dem glatten, blonden Bubenkopf, sieht eine winkende Hand, blitzende Augen. Motorengeräusch surrt auf, und schon entschwindet hinter dem freistehenden Rathaus das flinke Wägelchen und hinterläßt nichts anderes als blauen Dunst. Christoph Gräfe sitzt wie an genagelt. Zwar macht die Fuchsstute einen kleinen Seitensprung, wahrscheinlich weil Gräfes geballte Fäuste unwirsch an der Seine gerissen haben, dann wartet sie geduldig, bis der Herr sich zum Aussteigen bequemt. Zuerst geschieht aber nichts. Gräfe spuckt nur in hohem Bogen auf das Weißenberger Pflaster. Ein kleiner Junge, der nach einer Weile am Wagen vorbei- kommt, sagt zu seiner Mutter: „Mutter, ist das Karafeck?" (Forts, folgte hält. Bei der Gruppe I sind keine Rechnungen über den früheren Kohlenbezug vorzulegen. Bei der Anmeldung des Bedarfs für Zentral- und Etagenheizungen (Verbrauchergruppe II) sind die Rechnungen über den Kohlenbczug im Winter 1938/39 vorzulegen, um dadurch den Umfang des damaligen Bezugs glaubhaft zu machen; die Versorgung dieser Derbrauchergruppe erfolgt auf der Grundlage des Verbrauchs von 1938/39, mit einer höheren Belieferung als nut 80 Prozent des Verbrauchs im Jahre 1938/39 kann unter keinen Umständen gerechnet werden. Die Anmeldung der einzelnen Haushaltungen muß straßenweise an den veröffentlichten Tagen erfolgen. Diese Termine sind unbedingt einzuhalten, damit alle Maßnahmen zur Versorgung gründlich vorbereitet und pünktlich in Gang gesetzt werden können. Wer die genannten Anmeldetermine nicht sorgfältig wahrnimmt und dadurch in Verzug gerät, hat sich die eventuellen Nachteile selbst zuzuschreiben. Die besondere Pflicht aller Volksgenossen ist es im Kriege, beim Verbrauch der Kohle die größte Sparsamkeit zu beobachten, um auch an dieser Stelle beizutragen zum deutschen Sieg. Gebührenerhebung für Gas, Wasser und Strom in der Kriegszeit. Das Ablesen der Gas-, Wasser- und Stromzähler und die Abrechnung über den Verbrauch erfolgte früher allgemein in einmonatigen Abständen. Durch einen besonderen Erlaß ist der Uebergang zu einer längeren Ablese- und Abrechnungsperiode grundsätzlich zugelassen worden. Dabei wurde jedoch betont, daß eine Verlängerung der Ablese- und Abrechnungsperiode bei Zonen-, Staffel- und ähnlichen Tarifen eine unzulässige Benachteiligung der Abnehmer darstelle, soweit sie nicht durch besondere Maßnahmen (Preisherabsetzung, Verringerung der Zonenbreite u. ä.) ausgeglichen wird. Da der lieber* aang zu längeren Perioden bei der Ablesung und Abrechnung eine aus Kriegs- und allgemeinwirtschaftlichen Gründen dringend erwünschte Einsparung an Arbeitskräften gestattet, wurde in einem weiteren Erlaß Anfang dieses Jahres zugelassen, daß auch bei Belieferung nach Zonen-, Staffel- und ähnlichen Tarifen die Ablese- und Abrechnungsperiode auf höchstens 2 Monate verlängert und als Monatsverbrauch die Hälfte des Verbrauchs der zweimonatigen Abrechnungsperiode in Ansatz gebracht wird. Soweit in Einzelfällen in einem Monat nachweislich kein Verbrauch stattgefunden hat, bestehen zur Vermeidung unbilliger Härten keine Bedenken gegen eine Sonderregelung. Oberhessischer Gebirasverein, x Zweigverein Gießen. In der Monatsversammlung am Sonntag wurde dem Dereinsführer, Wanderkamerad Hugo L u - c a s , durch den Verbandsführer, Wanderkamerad Walter (Marbprg), als Ehrengabe zum 70. Geburtstage der Ehren-Wanderstock des OHGV. mit goldenem Abzeichen und den Insignien des Vereins verliehen. Die gleiche Ehrung wurde dem früheren Vereinsführer, Wanderkamerad Schäfer, für langjährige Verdienste zuteil. Außer zahlreichen Glückwünschen aus Wanderer- kreisen erhielt Wanderkamerad Lucas vom Deutschen Wanderführer folgendes Glückwunschtelegramm ES Breslau: „Zum 70. Jahresring am starken Baume send« ich dem treuen Sohn der Hessen- heimat, dem Altgardisten der völkischen Erstbewe- auna, dem unermüdlichen Wandermeister des Ober- hessischen Gebirgvereins herzliche Glückwünsche und kameradschaftliche Grüße. Werner, Deutscher Wanderführer." Entbehrlich gewordene Helfer. In der Metallspende findet jetzt so mancher Zinnteller und Kupferkessel endlich eine andere Verwendung, als nur immer als Zierstück geputzt werden zu müssen. Ist doch solches Material aus dem praktischen Gebrauch in der Küche und im Haushalt fast überall verdrängt. Die frühere Zeit kannte weder die preiswerten Stahlgeschirre, noch Emaille oder Aluminium und erst recht noch kein Jenaer Glas. Heute haben wir soviele Sorten nicht rostenden, säureunempfindlichen, leicht zu reinigenden Geschirrs zu so wohlfeilen Preisen, daß die Vorzüge des Kupfergeschirrs weit hinter seine Nachteile (Empfindlichkeit gegen Stöße, umständliche Pflege, Anfälligkeit für Säuren) zurücktreten. Und was vom Kupfer gilt, gilt auch von vielen anderen Stücken, die zur Metallspende wandern, z. B. von Aschenbechern aus allerlei Metallen. Sie sind Reste nus einer Zeit, in der noch nicht besser geeignete Werkstoffe diese Metalle verdrängt hatten und in der die Nichteisenmetalle reichlich vorhanden und wohlfeil waren. Die Metallsammlung ist ein willkommener Anlaß, sie endlich einer für das ganze Volk wertvollen Verwendung zuzrrführen. So manche Hausfrau wird bald empfinden, welche Erleichterung und Verschönerung ihres Alltags sich daraus ergibt, daß an Stelle stets putzbedürftiger' Staubfänger zweckgerecht geformte Dinge aus ge- brauchspraktischeren Werkstoffen benutzt werden. Gießener Schlachtviehmarkt. Beim gestrigen Gießener Schlacbtoiehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehverstei- gcrungshalle Rhein-Main in Gießen kosteten Ochsen 42,5 bis 45, Bullen 33,5 bis 40, Kühe 12 bis 43, Färsen 30 bis 46,5, Kälber 15 bis 64, Hümmel 25 bis 48 Rpf. je % Kilogramm Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 und mehr kg) 1,90, bl (135 bis 149,5 kg) 1,09, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,09, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 0,97, e—f (60 bis 79,5 kg) 1,01, gl (fette Specksauen) 1,01, i (Altschneider) 1,01, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. Strafkammer Gießen. Der R. G. in Ober-Breidenbach und der K. F. in Gießen waren angeklagt, in Gießen unzüchtige Schriften, Abbildungen oder Darstellungen verkauft ober verteilt zu haben. Die Angeklagten waren geständig. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend, wurde G. zu einer Gefängnisstrafe von zwei MonDen, F. zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt. Die Einziehung der Schriften wurde angeordnet. Straferschwerend wurden die Vorstrafen, strafmildernd die geringe Menge der verbreiteten Schriften berücksichtigt. W. R. in Alsfeld war durch Urteil des Amtsgerichts Alsfeld vom 5. März wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 150 RM. verurteilt worden. Es war ihm zur Last gelegt, im Walde zwischen Schwarz und Eisenrode Holz, das einem anderen gehörte, abgefahren und für seine Zwecke verwendet zu haben. F. H. in Alsfeld war durch das gleiche Urteil freiaesprochen worden. Ihm war zur Last gelegt, in Alsfeld dem R. wissentlich Beistand geleistet zu haben, um diesem die Vorteile des Diebstahls zu sichern. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil Berufung ein. Der Angeklagte P. war in vollem Umfang geständig. Der Angeklagte H. bestritt die ihm zur Last gelegte Tat. Der Anklagevertreter beantragte gegen R. eine Gefängnisstrafe von einem Monat und gegen H. eine solche von zwei Wochen. Der Verteidiger des R. beantragte eine Geldstrafe, da mit dieser der Strafzweck erreicht werde. Der Verteidiger des H. beantragte Freisprechung, da nach dem Ergebnis der -Berufungsverhandlung dem Angeklagten eine Schuld nicht nachgewiesen werden könne. Das Urteil des Amtsgerichts Alsfeld vom 5. März 1939 wurde ausgehoben und der Angeklagte R. an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat zu einer Geldstrafe von 150 RM., ersatzweise 1 Monat Gefängnis verurteilt. Der Ange- Nagte H. wurde freigesprochen. Amtsgericht Gießen. Der Ph. D. aus Worms war beschuldigt, in einem staatswichtigen Betrieb in Gießen als dienstverpflichteter Arbeiter die Arbeit ohne Grund verlassen und trotz- Aufforderung nicht wieder ausgenommen au haben. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde der Angeklagte wegen Vergehens gegen die 2. Verordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes in Verbindung mit der Verordnung zur Sicherstellung des Kraftebedarfs für Auf- gaben von besonderer staatspolitischer Bedeutung au einer Gefängnis st rase von einem Jahr verurteilt. Ans der engeren Heimat. Landkreis Gießen. Lich, 17. April. Am heutigen Mittwoch, in den frühen Morgenstunden, gegen f/s4 Uhr, ertönte in unserer Stadt Feueralarm. In einer Holzfach- werkwand, die die Häuser des Metzgermeisters Christian Rau in der Bahnhofstraße und des Landwirts Albach als Grenzmauer trennt, war in einTr winkligen Ecke, in der sich ein Schornstein befindet, ein Balkenbrand entstanden, der bei der Beschaffenheit der Wand gefahrdrohend erschien. Die rasch herbeigeeilte Feuerwehr konnte den Brand löschen, ehe er richtig zum Ausbruch yekommen war, und damit jede weitere Gefahr für die beiden Grundstücke beseitigen. Kreis Alsfeld. c. Mücke, 15. April. Am Sonntag hielten die Imker der Ortsfachgruppe Mücke und Umgebung in der Gastwirtschaft von Batst ihre Jahreshauptversammlung ab. Die Versammelten gedachten eingangs ihrer verstorbenen Mitglieder Alexander Rahn und Adam Kratz in ehrender Weise. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht vom ab gelaufenen Jahre. Er hob hervor, daß das Vereinsleben sehr rege war. Im Hinblick auf den Dierjahresplan ermahnte er die Mitglieder zu neuer Einsatzbereitschaft und Höchstleistung aus dem Gebiete der Honig- und Wachsgewinnuna., „Jeder Imker ein Volk mehr auf den Stand! , sei das Motto dieses Jahres. Die Monatsversammlungen konnten infolge des Krieges nicht so vollzählig wie in vergangenen Jahren abgehalten werden. Besonders günstig hat sich die Mitgliederzahl gestaltet; die Gesamtzahl beträgt jetzt 113 Mitglieder. Anschließend ersolate die Rechnungsablage. Auch die Kassenverhältnisse haben sich sehr zu Gunsten des Vereins entwickelt. Die Einnahmen belaufen sich auf 662 RM., die Ausgaben auf 325 RM., so daß ein Kassenbestand von 336 RM. zu verzeichnen ist. Alsdann erfolgten Bestellungen auf Kunstwaben und Honiggläser und Aufnahme neuer Mitglieder. Nach Austausch von allerlei Jmkerfraaen, wie Bie- nenweide und dergleichen, wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. 9JL-$poTt Kurzstreckenregatta am 14.3uH. Die Paddiergilde Gießen hielt am Samstagabend eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab, die der Beschlußfassung über die neue Einheits- satzung des NSRL. galt. Die Satzung wurde ein* stimmig angenommen. Als Gemeinschafts führ er brachte die Versammlung den bisherigen Dereinsführer Dr. ,E. S ch w a r z m a i e r in Vorschlag. Die diesjährige Kurzstrecken-Kanu-Re- g a 11 a des Bereiches XII (Hessen) des NSRL. tst auf den 14. Juli 1940 festgelegt und ihre Ausrich- tung und Durchführung der Paddlergilde Gießen e. V. übertragen worden. Der Rudersport an der Lahn. Der Lahn-Regatta-Verein hielt unter dem Vorsitz des für die Kriegsdauer zum geschäftsführenden Leiter bestellten Ruderkameraden Fr. Levermann, Gießen, (GRG. 1877) int „Hotel Traube" in Weilburg, der Geburtsftätte des alten Lahn-Regatta-Verbandes, eine Sitzung ab. Dazu waren die Vertreter mehrere Lahn-Ruder-Vereine erschienen. Wie der Leiter mitteilte, sind der Vereinsführer P. Brühl vom LRV. 1895 und fein Stellvertreter H. Wegener von der GRG. 1877 feit Kriegsbeginn unter den Fahnen. Er gab den Schriftwechsel bekannt und erinnerte an den Aufruf Hermann Görings zur Metallspende. Es wurde beschlossen, den Beitrag zu senken. Mit Bedauern wurde festgestellt, daß der Uebungsbetrieb an der Lahn während des Winters ruhte. Bei der Beratung der sportlichen Tätigkeit im Sommer zeigte es sich, daß die Vereine mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben werden. Nach Angabe der Vereinsführer dürfte im Sommer mit einer Anzahl von sporttreibenden Mannschaften zu rechnen sein. Insbesondere wird das Jugendrudern auf der Lahn stark gefördert werden. Der Vorsitzende des LRV. hat für Die beste Lahnmannschaft wirtschaftliche Hilfe und Erleichterungen zur Beschickung von Regatten^zugesagt. Aus diesen Erwägungen heraus hat sich die Gießener Ruder-Gesellschaft bereit erklärt, wenn der Ruf des LRV. an sie geht, eine Kriegsregatta auszurichten. Als Termin dürfte die erste Hälfte des Juli in Frage kommen. Reue Termine in der Handball-Lahnpokalrunde. Nach Beendigung der Pslichtspieke hat der Be- zirksfachwart für Handball zur Weiterführung der Lahnpokalrunde aufgerufen. Die Spiele, die bereits am nächsten Sonntaa beginnen, sollen mit dazu beitragen, das Interesse zu heben und jedem aktiven Spieler mehr und mehr Freude am Sport auch während der Kriegszeit zu vermitteln. Nach dem inzwischen zur Ausschreibung gekommenen Plan stehen folgend- Termine fest: 21.4.: Lützellinden — 1900 Gießen, Grüningen gegen Dornholzhausen, Garbenheim — Münchholzhausen, Atzbach — Dutenhofen, Katzenfurt — W- Niedergirmes, Großen-Buseck — Launsbach, Heuchelheim — Mtv. Gießep. 28. 4: 1900 Gießen — Hörnsheim, Hochelheim gegen Lützellinden, Dornholzhausen — Holzheim, Dutenhofen — Garbenheim, Münchholzhausen gegen Atzbach, W.-Niedergirmes — Nauborn, Launsbach gegen Heuchelheim, Mtv. — Großen-Buseck. 2.5.: Hörnsheim — Hochelheim. 5. 5.: Hörnsheim — Lützellinden, Hochelheim gegen 1900 Gießen, Holzheim — Grüningen, Atzbach gegen Garbenheim, Dutenhofen — Münchholzhausen, Nauborn — Katzenfurt, Launsbach — Mtv. Gießen, Großen-Buseck — Heuchelheim. Die Spiele werden vorerst nur in einer einfachen Runde ausgewogen. Sofern in der Zwischenzeit keine andere Bestimmung ergeht, spielen die Staft felsieger der Vorrunde den Endsieger aus. In diesem Falle müssen Rückspiele nach einem besonderen Plan geleistet werden. Zugendhandball der Gpvgg.il 900. Heuchelheim 1. Jgd. — SB. 1900 1. Jgd. 4:17 (0:9). 3um fälligen Spiel um die Bannmeisterschaft trat die 1. Jugend stark ersatzgeschwächt in Heuchelheim an. Mit d-em Wind im Rücken kann der Sturm schon in der ersten Halbzeit 9 Tore vorlegen. In der zweiten Hälfte wollte es zunächst nicht richtig floppen. Heuchelheim erzielte in dieser Schwächeperiode 2 Tore. Es dauerte aber nicht lange bis sich die Mannschaft wieder gefunden hatte. Es gelang, gegen den Wind noch 8 Tore einzusenden. Heuchelheim konnte noch zweimal erfolgreich sein. The Tore warfen: Engel (8)5 Freitag (3), Schuldt (3), Döll (2), Jox (1). Spiele der Bezirksklasse. !Daf$enborn-Steinberg I — Sportfreunde Wetzlar I 6:0 (1:0). Zu einem äußerst spannenden Kampfe kam es am Sonntag auf dem Sportplatz an der Neumühle. Die Gästemannschaft leistete in der ersten Halbzeit hartnäckigen Widerstand, ja, wurden vor dem Tore der Teutonen hie und da recht gefährlich. Doch die Hintermannschaft der Platzmannschaft mit K. Schmandt und dem Urlauber K. Buß vermochte jegliche Erfolge der Wetzlarer zu verhindern. Auf der anderen Seite war es der Gästetorhüter, der als der beste Mann seiner Mannschaft zu bezeichnen war. Einige Minuten vor Seitenwechsel schoß der auf Linksaußen spielende Fett wuchtig auf das Gästetor. Der Torhüter vermochte den harten Schuß lediglich nur abzulenken, Schmitt war zur Stelle und schoß wiederum. Inzwischen waren fünf bis sechs Spieler der Gastmannschaft ins eigene Tor geeilt, und der Ball prallte an de? Menschenmauer ab, kam aber wieder zu Schmitt. Meder ein harter Schuß, die Zuschauer riefen „Tor", dock): wieder abgeprallt! Abermals ein Nachschuß von Schmitt und ... abermals abgeprallt! Doch fein 4. blitzschneller Nach schuß landet zum vielbe jubelten Führungstreffer in der oberen Ecke des Tores. Bereits in der zweiten Minute der zweiten Halbzeit hieß es 2:0, und zwar durch Schaumburg, der eine Vorlage von Fett verwandelte. Jetzt wurde die Feldüberlegenheit der mit dem Winde spielenden Platzmannschaft immer größer. In höchster Not wehrte kurz vor dem Tore ein Wetzlarer Verteidiger den Ball mit den Händen ab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Fett mit Sicherheit. Aus einem Gedränge heraus fiel der vierte Treffer. Unermüdlich schuf die Läuferreihe mit Weh rum, Hirz und dem Urlauber Fritsche die Bälle nach vorne, doch die Verteidigung der Gästemannschaft war zu vielbeinig. Fett stellte das Resultat auf 5:0, und Schaumburg brachte kurz vor Spielende noch einen sechsten Treffer an. Oie Spiele in der Kreisklaffe. Großen-Buseck I — Garbenleich I 4:1 (2:0). Die Garbenteicher mußten in Großen-Buseck eine unverdient hohe Niederlage einstecken, denn dem Spielverlauf entsprechend wäre ein knapper Sieg der Platzherren richtiger gewesen. Es war ein harter und spannender Kamps, den sich die Partner lieferten. Die Platzherren hatten in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und konnten durch zwei Tore die Führung an sich reißen. Dann änderte sich das Bild, die Gäste gaben den Ton an und Großen-Buseck wurde vollkommen ein geschnürt. Daß nur ein Tor fiel, war in erster Linie der guten Hintermannschaft zuzuschreiben. Durch unvermutete Durchbrüche schossen die Gastgeber zwei weitere Täre. Steinbach I — Klein-Linden I 13:2 (5:1). Die Klein-Lindener mußten sich in Steinbach mit unerwartet hohem Resultat geschlagen bekennen, aber trotzdem zeigten sie ein jederzeit gefälliges Spiel. Körperlich den Gastgebern unterlegen, brachten sie nicht die Energie auf; das Spiel ganz durchzustehen. In der ersten Hälfte kamen die Platzherren zu fünf Toren, denen die Gäste mir eines entgegensetzen konnten. Dann war Steinoach drückend überlegen. Kurz vor Schluß rafften sich die Gäste nochmals auf und erzwangen ein weiteres Tor. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 17. April. (Vorbericht.) Der Hauptmarkt für Kälber und Schweine nahm einen lebhaften Verlauf. Die gesamte und ausrei- chende Beschickung wurde zu etwa folgenden Preisen zugeteilt: Kälber 25 bis 65 Rpf., Hämmel 30 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 49,5 bis 55,5 Rpf. je Pfund Lebendgewicht. Donnerstag, den 18.9(bril 1940, nachm. 2 llbr, versteigere ich an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Verstcigcrnngslokal, Neuenweg 28 dahier), zwangsweise gegen Barzahlung: i64?d Klaviere, Harmonium, Bilder, Schreibtische, Bücherschränke, Schreibmaschin., Chaiselongues, Radiogerät, Kesselöfen, Bohnerwachs, Kartofselkörbe, Waschmaschine, Milchflaschen usw. Ferner ans freier Hand: 1 Schärf- und Schränkmaschine. LUdU Gerichtsvollzieher in Gießen. Ludwigstraße 331, Fernruf 3239. Stal. SnlHp undArbeitSpläne für Beton, Eisenbeton,Ingenieur- Holzbau, liefert praktisch erfahr. Bauingenieur. Sprechstunden in Gießen. Schriftliche Anfragen u. 1683V a.d. Gieß. Anzeiger erbeten Das große Spezialhaus KÖHLER ist nicht nur Ihr Beiater in allen Kleider- u. Punktfragen. KOHLER sorgt auch für die laufende Pflege Ihrer Zivil- und Uniform-Bekleidungsstücke : Aendern, Flicken, Modernisieren. Nur das Bringen und Abholen müssen Sie in der Kriegszeit selbst besorgen. Eigene Maßschneiderei für Anzüoe und Uniformen in höchster Vollendung 648 A Autoöle und Autolette Industrielle für alle Verwendungsswedee stets sofort ab Lager Klein-Linden lieferbar. Kaufe und hole ab: ALTÖL z. vorgeschriebenen Höchstpreis. Richard Sommer Gießen- Klein-Linden Frankfurter Str. 24, Telephon 2276 Amt Gießen 1401 D Bekanntmachung. Regelung der Kondensmilchverteilung für den nächsten Versorgungsabschnitt. In der nächsten Zuteilungsperiode für Lebensrnittel vom 6. Mai bis 2. Juni werden auf die dann gültigen Nährmittelkarten wieder wahlweise Kon- densmilch, Konserven oder Trockenpflaumen abgegeben, und zwar diesmal an Stelle von 150 g Nährmitteln. Wer hierbei von der Wahl für eine große, bzw. zwei kleine Dosen Kondensmilch Gebrauch machen will, muß dies bis spätestens 18. April seinem Einzelhändler dadurch mitteilen, daß er die zur Zeit gültige Reichsfleischkarte vorlegt. Der Einzelhändler trennt den Abschnitt Fl ab und versieht den Stammabschnitt der Reichsfleischkarte mit seiner Firma, damit sichergestellt ist, daß die Ware später nur dort bezogen wtrd, wo sie bestellt wurde. Der Käufer muß neben der ab 6. Mai gültigen Nährmittelkarte dann die zur Zeit bis 5. Mai gültige Reichsfleischkarte dem Einzelhändler zum Zwecke des Kon- densmilchbezuges vorlcgcn, die also bis dahin auf zuheben ist.__________1928D I Mnphläecp *on3 D,s 20 v H 8rt,alten s,e bel I I iiuLllidbuU hollen VerüffentlichunQon einer Anzeigei j Kampf dem Verderb jetzt- erst recht'! s- Rehr Freude Qn der Natur durch Bermühler-Bücher! Gießen im Gutenberg-Lahr Vor 500 Jahren gelang Johann Gutenberg die Erfindung der Buchdruckerkunst. Er vollbrachte damit eine Kulturtat, die der Welt ein neues Gesicht gab. Auch Gießen hat allen Grund, Johann Gutenbergs und seiner unsterblichen Erfindung ehrend zu gedenken, gehört die hessische Universitätsstadt doch zu den Plätzen, die im deutschen Verlagswesen schon frühzeitig eine führende Rolle spiellen. Die ersten Nachweise über die Bemühungen der Jünger Gutenbergs, Gießen zu einer Druckerstadt zu entwickeln, stammen vom Anfang des 17. Jahrhunderts. Damals hat Paul E g e n o l p h in Gießen eine Werkstatt eröff- net. Doch bedeutungsvoller und erfolgreicher waren die Bemühungen, in Gießen einen bodenständigen Buchhandel aufzubauen. Für den Zeitraum 1610—19 verfügen wir über eine Statistik der Bucherscheinungen in Deutschland. » Gießens Produktion an Büchern, Flugschriften und anderen Drucken nahm damals auf der Rangliste, der deutschen Druckerplätze den 8. Platz ein! Wenn auch Gießen diese Stelle im Lauf der Jahrhunderts nicht hat behaupten können, so erfreut sich doch Gießens Druck- und Verlagswesen auch heute noch des besten Rufs. Seit länger als hundert Jahren werden z. B. die Leistungen der Druckerei des Gießener Anzeigers, der Brühlschen Universitatsdruckerei, weit über die Grenzen unserer Stadt hinwts I als mustergültig gewertet. Ihre Druckarbeiten beweisen, daß das Anzeiger-Druckhaus sowohl künstlerisch als auch technisch mit der Zeit geht und hohen Ansprüchen gerecht wird. SS n K K 5.^0 > Veelii Missen heule tnin schwerer 5 jererhiel! schwersten weitere Volltre belegt. Vie hervor, dc marsch übe nicht üb Die brit das Unters Operation^ fällig,! müsse. Di „Iruant“ am 1.3uni Mi 1939 Donnen gr Si Berlh mando bei Die allx Laufe des scheu Trup ger Eisen! 3m Raum die Lr; seht. Eine lang ward lüsten für gefangen, Grenze. 60 flilome Truppe vif'rourb 3m Rai Inppen ' fehlen die B e r g en ger führ vom 15. jedoch fein deutschen sand ergi fetten. Dii pen beseht fef weilet -Sreberif scheu G äampfgru; Rachmillac leren Vor s°b griff Kampf ein Die Kr und Maie 3m planm ten die Ki Nw s Wgung tötet, fiat Henmuti Anud z w Siglen i öie ihre 21 7 in die sinrkung b( Npenleil versenkte ""rwegiskh Mae in Die Cü > über We an b Endung * öur, eint® L f'Wl, ts »alb. /'le n> “Mtü « *ot, 'S nicht > der bie Diex