Montag. 16. vezembermo -ü. Jahrgang Ur.29Z 1.80 tfcbetm täglich, outen onniagS und feiertags eilaflen: Die Illustrierte »iekener ftamilienb lütter eimat nnBild DteScholle ttanabme von Än eigen für die MttagSnummer bitztt'/,Ubr desBdrmittaaS Atueiacn^reiic i Aiuementetl 7 Rvi. le mm bei 22 mm Heilenbrette# Wertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm aeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift < vorherige Berembarimg i 25'»mehr ernsvrechanschluk 2251 Mhtanschrift.„Anzeiger" omckeck 116«« Tranks. M Gietzener Anzeiger ^L^L..«^General-An;eiger für Oberhessen rsrassr" lo«atS^8«ugSvreiS: litt 4 Beilagen RM 1.S5 hne Illustrierte . 1.80 ustellgebühr. „ -.25 utb bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern .folge höherer Gewalt ton Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag. Napoleons Sohn im Znvalidendom beigesetzt den den Engländern mehrfach zwischen Liverpool Vereinigten Staaten eingesetzt. Wettere Verminung briüsKer Häfen. Während der Besprechungen in Colonia hat sich die innerpolitische Lage Uruguays durch den gleichzeitigen Rücktritt des Erziehungsministers Abilcazar Garcia, des Wirtschaftsministers B e l- grano und des Ministers für öffentliche Arbeiten, Juan Jos6 A r t e g a, erheblich verschärft. Der Rücktritt dieser Minister, die der uruguayischen Verfassung entsprechend der Oppositionspartei , angehören, steht mit der Stützpunktdebatte in Zusammenhang. Präsident B a l d o m i r hatte nämlich vor kurzem ein den zurückgetretenen Ministern nahestehendes Oppositionsblatt, das die Stützpunktpolitik des Präsidenten angegriffen hatte, scharf kritisiert. Aus dem gleichen Grunde war bereits vor einigen Wochen der Vorgänger des jetzt zurückgetretenen Unterrichtsministers aus seinem Amt geschieden. Da in der letzten Zeit, vermutlich ebenfalls im Zusammenhang mit der allgemeinen innerpolitischen Krise, der Finanzminister und Vizepräsident C h a r l o n e und der Landwirtschastsminister Dr. Elena ihre Posten zur Verfügung gestellt haben, ergibt sich immer deutlicher d-as Bild einer wachsenden Unzufriedenheit weiter Beoölkerungskreise mit der Behandlung der Stützpunktfrage. Wie Frankreich in den Krieg gehetzt wurde •bon unterer berliner Gchnftleitung Ser lüüüv-Tonneil-Dampser „Western Printe“ mit Nugzengen, Munition und Lebensmitteln für Wachsende Schwierigkeiten in der englischen Lebensmittelversorgung Die Stützpunkte am La Plata. Nach der Konferenz von Lolonia. - Neue Beratung mit Brasilien, Paraguay und Bolivien in Aussicht genommen. Berlin, 15. Dez. (DJIB.) Mehrere Meldungen ms Reuyork besagen übereinstimmend, dah der bri- ßsche Dampfer „Wester» Prince“ von einem Kutschen Unterseeboot torpediert wurde. Das zchiff ist, wie seine Reederei bekanntgab, g e s u n - (en. Rach einer Reutermeldung aus Reuyork erklärte die Schiffahrtsgesellschaft „Fnrneß Wilhy“, her kanadische Munitionsmini st er L. D. Howe habe sich unter den Passagieren dieses Schif- fts befunden. Der „Rew Port Daily Mirror“ ireibt, anher dem kanadischen Munitionsminister itten sich noch de,en Assistent Woodwaro, Fi- Zndochina steht zu pstain. T o k i o, 15. Dez. (Europapreß.) „Die Säuberung Zndochinas von allen Anhängern des Rebellen-Ge- nerals de Gaulle hat nun dazu geführt, daß die ganze französische Kolonie Jndochina einmütig hinter der Politik Vi-chys steht", erklärt der französische Generalgouverneur von Jndochina, Admiral D e c o u x, japanischen Journalisten in Hanoi. Das Fehlschlagen der unterirdischen Manöver der Agenten de Gaulles beweise, daß de Gaulles Einfluß heute sehr schwach geworden sei. De Gaulle seit heute unfähig, die gemeinsame Front der sich freiwillig unter Marschall Pötain unterordnenden französischen Kolonien in nennenswertem Umfang zu durchbrechen. fiine „Graf-Spee^-Gedenkfeier in Montevideo Montevideo, 14.Dez. (Europapreß.) Am Jahrestag der Seeschlacht von Punta del Este, der ersten größeren Seekampfhandlung des gegen- wärtigen Krieges, bei der das deutsche Panzerschiff „Admiral Graf Spee" vor der La-Plata- Münd u n g gegen starke feindliche Uebermacht den Schweren englischen Kreuzer „Exeter" und die leichten englischen Kreuzer „Ajax" und „A ch i l l e s" schwer beschädigte, fand an den Gräbern der in Montevideo beigesetzten gefallenen deutschen Matrosen eine Gefallenenehrung statt. Vor einer nach Tausenden zählenden Menge gedachten auf dem Nordfriedhof der deutsche Gesandte Langmann, der Marine-Attachä Kapitän Niebuhr und im Namen der in Uruguay leben, den Reichsdeütschen Julius Dalldorf mit ehren- den Worten der Gefallenen. Zahlreiche Kranzspenden der deutschen Verbände, der italienischen Gemeinschaft in Montevideo und aller Schichten der uruguayischen Bevölkerung schmückten die deutschen Matrosengräber. ich Irland torpediert. Der 10 926 VRT. große, Kämpfer, der 1929 als Paffagierdampfer gebaut vorden war, befand sich vor dem Krieg im Reu- hork-Südamerika-Dienst und wurde in letzter Zeit England versenkt Oer kanadische Munitionsminister an Bord. Berlin, 14. Dez. (DRB.) Anläßlich der 100. Wiederkehr des Tages der lleberführung Rapoleons von St.Helena nach Paris hat der Führer Marschall Petain mitgeteilt, dah er sich entschlossen habe, die sterblichen lleberreste des Sohnes Rapoleons, des Herzogs von Reichstädt, dem französischen Volke zur Beisetzung im Juvalldendom zu übergeben. Marschall Pstain hat dem Führer seinen und des französischen Volkes Dank für diese großmütige Geste zum Ausdruck gebracht. Die feierliche Übergabe im Znvalidendom. Paris, 16. Dez. (DNB. Funkspruch.) Gegen 1 Uhr nachts traf die sterbliche Hülle des Herzogs von Reichstadt am Pariser Jnvalidendorn ein. Im Vorhof des Dornes hatte eine Abteilung französischer Gendarmerie in großer Uniform mit Fackeln Aufstellung genommen. Deutscherseits waren erschienen Botschafter Abetz, der Kommandant von Paris, Generalleutnant Schaumburg, Gesand» ter von Dornberg, sowie Generalkonsul Schleier. Der Sarg, der auf einer Lafette auf- gebahrt und von einer Abteilung deutscher Soldaten vom Bahnhof bis zum Jnvalidendorn begleitet wurde, wurde hier dem Botschafter de Brinon fen, und zwar infolge Mangels an Transportmöglichkeiten. Von einem Ll-Boot Geleitzug zersprengt Reuyork, 14. Dez. (DNB.) Die Besatzung des norwegischen Frachters „Heina" berichtet die Torpedierung dreier Schiffe aus einem Geleitzug. Drei Tage nach dem Auslaufen fei der Geleitzug von einem U-Boot angegriffen worden, das einen schwedischen Frachter ttfpebierte. Der Konvoi sei gesprengt, und zwei weitere Schiffe seien versenkt worden. Norwegens größtes Schiff auf eine M ne gelaufen. N e u y o r k, 14. Dez. (DNB.) Maßgebende Neu- yorker Schiffahrtskreise erklärten, daß die „Oslo- fjord (18 673 BRT.), Norwegens größtes Schiff, vor zwei Tagen in -der Nähe von Newcastle auf eine Mine aufgelaufen und gesunken sei. Die „Oslo- fjord", von England geraubt, befand sich auf dem Wege nach Kanada. Britischer Hilfskreuzer versenkt. S a n S e b a ft i a n, 14. Dez. (DNB.) Nach einem amtlichen Bericht der britischen Admiralität wurde der britische Hilfskreuzer „Forfar" — Kapitan MacHardy — torpediert. Er ist darauf gesunken. Berlin, 15. Dez. (DRB.) Das Oberkommando der ! Wehrmacht gibt bekannt: 3n der Rächt znm 14.12 beschränkte sich die Tä- igkeit der Luftwaffe infolge ungünstiger Wet- erlage auf das Verminen britischer hä - en.* 3m Laufe des 14.12. griffen einzelne Flugzeuge mehrere kriegswichtige Ziele in Süd- anb Nitlelengland zum Teil im Tiefflug an. 3n freu Midlands wurde eine wichtige Industrie- anlage durch Volltreffer schwerer Bomben wirst ockholm, 15. Dez. (EukVpaprsß.) Das englische Lebensmittelministerium teilte am Samstag mit, daß sich die Regierung gezwungen gesehen hat, ab Montag die F l e i s ch r a t i o n in England a u f die Hälfte herab^ufetzen. Bisher war jeder Engländer in der Lage, wöchentlich für zwei Schilling zwei Pence Fleisch zu kaufen, wahrend nun der Kaufbetrag auf einen Schillig ein Pence festgesetzt worden ist. Das Ministerium gibt zu verstehen, daß man trotz der bevorstehenden Weih- nachts- und Neujahrstage sich nicht in der Lage ge- sehen habe, die bisherigen Rationen beizubehalten wegen der Schwierigkeiten des Transports, wobei offen gelassen wird, ob es sich um den Überseeischen Transport oder um das Derteilungswesen in Eng- land handelt. Der britische Ernährungsmimster W o o l t o n erklärte in einer Rede in Portsmouth: „England muß lernen, einfacher und überlegter zu leben. Ich habe Montevideo, 16. Dez. (Europapreß.) Die Absicht der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Argentinien und Uruguay in der Frage der Stützpunkte ol)ne Rücksicht auf die anderen am La Plata interessierten Staaten festzulegen, gilt nach Abschluß der Konferenz in Colonia als gescheitert. Die in Colonia unterschriebenen Protokolle gehen über allgemeine Zusagen nicht hinaus. Man rechnet mit einem neuen Zusammentreffen zwischen dem argentinischen und dem uruguayischen Außenminister, zu dem der brasilianische Außen- m i n i st e r hinzugezogen werden soll. Auch P a ° raguai) und Bolivien lassen sich nicht aus» chalten. Argentinien machte im Verlaufe der Besprechungen von Colonia, so heißt es in der amtlichen Mitteilung, den Vorschlag, auch andere Länder — wie Brasilien, Bolivien und Paraguay — zu den Besprechungen hinzuzuziehen. Diese Länder seien aus wirtschaftlichen und politischen Gründen ebenfalls an der La-Plata-Mündung interessiert. Uruguay erklärte sich mit diesem Vorschlag e inner ft a n b e n. Wann eine Einladung an diese Länder ergehen wird, ist noch nicht bekannt. Jeden- falls bedeutet die Durchführung des argentinischen Vorschlages eine weitere Verschiebung der Entschei- düng in der Stützpunkt-Frage. euch im Laufe der letzten 16 Monate mitschma - len Rationen trainiert, so gut ich konnte. Ich habe den Speck- und Fleischverbrauch herabgesetzt und werde ihn in Kürze weiter herab- setzen. England muß mehr Lebensmittel produzieren. Große Weidengebiete tnüssen in Ackerland verwandelt werden. Ich werde nicht sagen, vieviel Land wir pflügen müssen, denn diese Ziffer würde euch erschrecken. Wenn die britischen Landwirte nicht Selbstversorger werden, dann werden wir in eine sehr schwere Situation geraten." Auch der Weltkriegs-Ministerpräsident Lloyd George erklärte in einer Rede in London, die landwirtschaftliche Erzeugung sei heute ein ebenso wichtiger Teil der Kriegführung wie die Ausrüstung der Wehrmachtsteile. England müsse alles tun, um seine Produktion zu heben. Lloyd George forderte eine völlige Umorganisation der agrarwirtschaftlichen Produktion. Napoleons vorbeigetragen und vor dem Hochaltar aufgebahrt. Nach kurzen Gebeten der Geistlichen übernahm eine Abteilung der französischen Gendarmerie die Totenwache^ Der Herzog von Reichstadt ist der einzige Sohn Napoleons I. aus seiner Ehe mit der österreichischen Erzherzogin Marie Louise, der Tochter Kaiser Franz I. Er wurde am 20. März 1811 in Paris geboren. Nüch dem Sturz seines Vaters 1814 nahm ihn sein Großvater, der Kaiser Franz, an den österreichischen Hof nach Schönbrunn, da feine Mutter in das ihr zugesprochene italienische Herzogtum Parma übergesiedelt war und hier den österreichischen Grafen Neupperg heiratete. 1817 erhielt er die böhmische Herrschaft Reichstadt. Am 22. Juli 1832 erlag er der Lungenschwindsucht und wurde in der Gruft der Habsburger im Wiener Kapuzinerkloster beigesetzt, von wo nun auf Befehl des Führers sein Sarg nach Paris zur Aufbahrung neben dem feines Vaters im Jnvalidendorn übergeführt wurde. Der frühere französische Ministerpräsident glan= bin hat jetzt abermals die Tatsache, daß Frankreich von einer ruchlosen Clique in diesen Krieg gezertt wurde öffentlich erörtert. Seine Darlegungen bringen im Grunde nichts Neues, aber die Art, wie Flandin die Tatsachen aneinanderreiht und kommentiert, gibt ein geradezu vernichtendes Bild von der politischen Unfähigkeit des Mannes, der damclls die Geschäfte Englands besorgte und Frankreichs Ministerpräsident war: D a l a b i e r. Wir wissen bereits aus ben Äußerungen Bonnets, feines Außenministers bei Kriegsausbruch, daß Daladier sich mit Haut und Haaren ben englischen Kriegstreibern überantwortet hatte, unb bieses Portrat bes verhängnisvollen Mannes wirb burch Flandin jetzt ergänzt. Flandin erzählt u. a., daß der Führer fest entschlossen gewesen sei, die polnische Frage zu lösen, daß aber Daladier niemals an ben festen Willen bes Führers geglaubt hat, unb biefe doU= kommen falsche Einstellung würbe ihm sogar noch von Reynaub bestätigt, wie benn Dalabier, so sagt Flandin also ein Wissender, „seine Informationen fast ausschließlich vom Intelligence Service unb gewissen beutschen (b. h. jübischen) Emigranten" erhalten" hätte. U. a. habe ber Deputierte Grumbach einen großen Einfluß auf den Ministerpräsibenten ausgeübt. Nun ist dieser Grumbach nicht nur Marxist unb Jube, sonbern auch Hochfreimaurer, unb Daladier — war wenigstens Freimaurer von gewissen Graden! Flandin berührt diese Zusammenhänge nicht, aber immerhin meint er: »,Es ist ferner erwiesen, daß bie jübische Clique überall bie Männer beseitigt hat, die einen friedlichen Einfluß ausübten". So fei auch ber für eine beutfch-französifche Annäherung etn= tretende Botschafter in Berlin Francois-P o n c e t, abgehalftert unb burch Coulonbre ersetzt worben, bessen deutschfeindliche unb anglophile Gesinnung auch aus anberen Veröffentlichungen bekannt geworden ist. Was aber wichtiger ist: Englands perfide Rolle wird auch von Flandin bestätigt. Bekanntlich hat sich der englische Botschaster in Berlin, Neville Henderson, nachher damit herauszureden versucht, er habe die sehr entgegenkommenden, aber letzten Bedingungen bes deutschpolnischen Ausgleichs nicht verstanden, der ! deutsche Reichsaußenminister habe sie ihm zu schnell oorqelesen. Flandin enthüllt diese Ausflucht als ' eine ganz plumpe Schwindelei. Deutschland habe 1 fidi nicht unmittelbar an bie Polen wenden können, weil England bie Vermittlung übernommen hatte. Henberson habe ben beutschen Reichsaußenminister sehr wohl verstanden, benn er fei ber beutschen Sprache außerordentlich mächtig, aber die englische und die französische Regierung hat diese letzten Bedingungen ben Polen niemals m i t g e t e 111, unb so brach dieser Krieg aus, weil bie englischen verletzt. , Oie englische Schiffahrt im Südatlantik tast stUlgelegt. R > o d e Janeiro, 14- De,. (DNB.» In tiefer Loche ist feit vier Wochen z u m e r ft e nm« In leier ein englischer Dampfer h,er e-ngetro enL 3n Wt brasilianischen Oesfentlichkeit wurde bei dieser S-leg°nh°it daa fast 0°llrL° Ausble ben irr englischen Schiffahrt im Sudatlantlknut B- remden fotutiert. Wie das -nglandf-mblich- Abendblatt „Globo" fetzt nntte.lt, hat d'- Royal Mail ihre Slldatlantikfahrt überhaupt unter »rochen. Die von fämthdjen Einheiten der fl ifchen SHdatlantikflotte unternommene I ° 9” .ach dem deutschen Hilf-kreuzer dr °i einem Seegefecht den enMchen Zlfstttuzer .Chanarvon Castle" fchwer beschädigt-, ist er ged n i s l o s geblieben, wie Kapitän Frank P e g r a m , ber Kommanbant bes in Montevideo eingelpufenen Südatlantikflaggschiffe^ „Enterprise"-erklärte. Britisches 10000-Tonnen-Kühlschiff to> pediert. Berlin, 15. Dez. (DNB.) Nach Nachrichten aus Amerika ist bas große britische Doppelschrau- ben-Motorschiff „O r a r i" im östlichen Atlantik tor- pebiert worden. Es handelt sich um ein Schiff von 10 350 BRT., das ber New Zealand Shipping Co. gehört unb desonbere Kühleinrichtungen für Lebensmitteltransporte hat. Der Verlust von Kühl- schifftonnaae ist besonders unangenehm, zumal bas argentinische Landwirtschaftsministerium bekanntgeben mußte, dah bie vorgesehenen Fleischlieferungen für Großbritannien eingeschränkt werben müs- anzberater Stoff unb der Generaldirektor Tay - ar vom kanadischen INunitlonsamt an Bord be- imben. Au,zer einer beträchtlichen Anzahl von Flug- -ugen hatte die „Western Printe" 10 0 0 0 Tonen Munition unb Lebensmittel als abung an Borb. „Rew York Sun“ teilt ergänzenb dt, die Mehrzahl ber 60 Passagiere seien (E ng- änber gewesen, bie zu amerikanischen Missionen ehören unb sich auf dem Weg nach England befan- m. Die „Western Printe“ habe auch eine Anzahl weimotoriger Bombenflugzeuge an Borb I ehabt. Das Schiff würbe 4 0 0 Meilen norbroeft- lungsooU getroffen. Der Feinb flog in das Reichsgebiet nicht ein. Im befetten Gebiet warf er an zwei Stellen Bomben, ahne Schaden anzurichten. , Ll-Boot versenkte 40 900 BRT. Der Wehrmachtsbericht vom Samstag. Berlin, 14. Dez. (DRB.) Das Oberkommando bet Wehrmacht gibt bekannt: In der Rächt vom 12. zum 13.12. griffen — wie bereits gemeldet — starke fiatnpffliegcr- perbSnbe bie Schwerinbuftrie von Shef sielb | mit großem Erfolg an. Der Angriff würbe bei Künftiger Wetterlage mit Lrbfichf durchgeführf, so daß die befohlenen Ziele einwandfrei ausgemacht nab bie gute Trefferlage klar erkannt werben konnte. Zahlreiche Brünbe unb Explosionen in den Fabriken ber Stahlindustrie unb sonstigen Rüftungsantagen sowie kriegswichtigen Betrieben im Rordosten ber Stabt unb in bet Stadtmitte wurden feffgeffeOL Durch bie Zerstörung im Inbustrie- Bereich von Sheffielb gelang es, bie britische Rüftung desonbers nachhaltig zu treffen. Die Tätigkeit ber Luftwaffe am 13.12. beschränkte sich infolge un- künftiger Wetterlage auf bewaffnete Aufklärung Lin Unterseeboot unter Führung von Ra- pitänteiitnanf Lehmann-Witlenbrock ho iruf feiner Fahrt gegen ben Ieinb insgesamt 10900 BRT. versenkt. Lin Teilergebnis seiner Unternehmung war schon vorher bekanntgegeben. Liv kleines Unterseeboot versenkte, wie bereits ve- Immtgegeben, brel bewaffnete feindliche hanbels- ichiffe mit insgesamt 15 800 VRT. einige britische Jlugjeuge war,en in bet t*t- j tragen en Nacht in Nord- und Westdeutschland gomben, die nut an zwei Stellen geringen hauser- Ichaden anrichleten. Acht Personen wurden telchl übergeben. Deutsche Soldaten ,trugen den Sarg des Herzogs von Reichstadt bis zum Vorhof, wo der Vertreter der französischen Regieruna, Admiral Darlan, sowie die Generale de la Sauren» ein und Saure unb mehrere hohe französische Beamte anwesend waren. Botschafter Abetz vollzog hier die feierliche Uebergabe an Admiral Darlan mit folgenden Worten: , Herr Abmiratt Der Führer hat bestimmt, bah zum 100. Jahrestag ber lleberführung Napoleons nach Paris sein Sohn, ber Herzog von Reichftabt, von seiner bisherigen Ruhestätte in Wien nach Frankreich übergeführt unb an ber Seite feines Vaters b ei - gefetzt wirb. Ich habe bie Ehre, im Ramen unb im Auftrag bes Führers, Ihnen, Herr Admiral, den Sarg des Herzogs von Reichstädt zu übergeben. Admiral Darlan dankte dem Botschafter im Namen ber französischen Regierung dafür, daß man Frankreich den Sohn seines Kaisers zurückgegeben Hobe. Unter dumpfem Trommelwirbel wurde der Sarg sodann von Angehörigen der französischen Gendarmerie in ben Dom getragen, wo vor dem Hauptaltar ein Podium, geschmückt mit den franzöösischen Farben, errichtet war. Unter Orgelspiel und begleb tet von Fackelträgern, wurde der Sarg am Grade und französischen Kriegstreiber ihn wollten. Hier liegt ein Bubenstück vor, das die Polen und die Franzosen mit ihrem völligen Zusammenbruch bezahlt haben, das auch England bezahlen wird Für die Art in der Daladier den Krieg wollte gibt Flandin noch einige Beispiele, die zwar eben- solle bekannt sind, immerhin aber das Bild dieses Kriegsverbrechers vollenden Bereits vier Tage vor dem Einmarsch der Deutschen in Polen sei die Wahrheit über die wirkliche Sachlage durch die Einführung der Zensur durch Daladier unterdrückt worden, und die Verabschiedung der in der Kammer geforderten Kredite sei aui Grund einer offen sichtlichen Lüge Daladiers erfolgt, denn Daladier habe erklärt, zwischen den Hauptstädten ichwebten noch Verhandlungen und die Negierung werde erneut vor die Kammer treten wenn sie sich gezwungen sähe, in den Krieg zu treten Das sei aber nie. mals geschehen Nun ist es Tatsache, daß Daladier die Kammer begaunerte, aber immerhin vergißt Flandin dabei, daß die französischen Deputierten in ihrer überwiegenden Mehrheit damals für den Krieg waren, daß sie sich also nur zu gern — be- gaunern ließen v E. S. Oie Londoner in Angst vor jeder Nacht. Rom, 14 Dez (Europapreß.) lieber die Wirkungen der Bombardierung Londons durch deutihe Kampfflugzeuge aus die ieelische Verfassung der Bevölkerung der engl'schen Hauptstadt ist m der in Buenos Aires erscheinenden Zeitung „Mattino" eine der enalischen Zeitschrift . Nineteehth Century" entnommene Schilderung der Lage in London erschienen. Die englische Zeitschrift, die d ejer Tage in Rio de 3an»»’ro eintraf schreibt: „An jedem Morgen zeigen ihre Augen den immer mehr wachsenden Mangel an Schlaf, und an jedem Abend oer- raten ihre den Himmel unaufhörlich absuchenden Blicke und die Ueberempfindlichkelt aeoenöber den Geräuschen die Angespanntheit ihrer Nerven und die Angst vor der kommenden Nacht. Infolge des quälenden Sausens der Motoren der deutschen Flugzeuge des blendenden Lichtes der Leuchtbomben, des Pfeifens der nieberfaufenben Bomben und des betäubenden Donners der Erplo- fionen, wegen des roten Wiberschems der Feuers- brünste, des Prasselns her Bomventvlitter. des Bellens der Luftabwehrgefchüße, des Krachens der- getroffenen. zerrissenen und zerstörten Häuser sind die Nächte wahrhaft furchtbar. Niemand, der diese Nächte erlebt hat, wird der gleiche sein, wenn sie vorübergegangen sind." Oie Ermordung Haffan Sabry Paschas. Rom, 14. Dez. (Europapreß.)^ Nach Meldungen des „Lavoro Fascista" aus Bagdad hat man in diesen Tagen einen neuen Beweis für die Ermordung des ägyptischen Ministerpräsiden- t e n Hassan Sabry Pascha durch den englischen Geheimdienst gefunden. Das Gift, mit dem der ägnptische Ministerpräsident ums Leben gebracht wurde, *ft auch bei einem Beamten des Außenministeriums, Mohammed Abi jur, mit Erfolgt angetv^t worden. Dieser ägyvtische Beamte hotte eine Taste Kaffee von dem Uebersetzer der britischen Botschaft in Kairo, Smars, angeboten bekommen und war kurz darauf gestorben. Die Untersuchungen der ägyptischen Polizei haben nun ergeben, daß auch Hassan Sabry Pascha vor Beginn seiner Rede in der Kammer, in deren Verlauf er tot zusammenbrach, eine Tasse Kaffee getrunken hatte, die ihm von einem Kell- ner gereicht worden war. Der Uebersetzer der briti- schen Botschaft, Smars, fei zu diesem Zeitpunkt in der Dar des ägyptischen Parlaments gewesen Oie Führer der dänischen Volksfront verschwinden. Kopenhagen, 14. Dez. (Europapreß.) Unter dem Titel „Die Führer der Volksfront verschwinden" ironisiert „Kritisk Ugereoue" die bemerkens- werte Eile, mit der immer neue leitende dänische Politiker sich unter dem Vorwand der Ueberorbei- tung und Ermüdung zurückziehen, sobaß man geradezu von einem „Wettlaus der Erschöpften" sprechen könne. So habe niemand der Auslandsreise des früheren Außenministers Dr. Munch etwas in den Weg gelegt, da sein Radikalismus in Dänemark entbehrlich sei, und das aleiche gelte von dem früheren Handelsminister Moeller, mit dem Verhandlungen zu führen man ausländischen Stellen schwerlich zumuten könne. Ferner sei der Sprecher der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. Frisch, zu erwähnen, der an einer Doklorarbeit schaffe und den niemand in seiner Beschäftigung zu stören beabsichtige Schließlich sei noch der Ab lösung des Staatsministers Hedtoft-Hansen als Parteivorsitzenden der dänischen Sozialdemokratie zu gedenken, der wegen seiner größeren Interessiertheit für deutsche als für dänische Innenpolitik wohl auch bald in den Ruhestand treten werde Ungarn , zum Belgrader Vertrag. B u d a p e st, 14 Dez (Europapreß.) Der Abschluß des ungarisch-jugoslawischen Freundschaftsver- träges löste in der ungarischen Oefientlichkeit Freude und Genugtuung aus, in der ungarischen Presse wird vor allem die Bedeutung des Vertrags für die Erhaltung des Friedens unterstrichen So schreibt „Pesti Hirlap", zwei kriegerisch harte und gestählte soldatische Völker hätten sich zum Frieden verbunden Der Geist des Weltkrieges sei mit einem Schlag aus Südosteuropa verschwunden. Graf Csaky bringe aus Belgrad das Unterpfand des süd- osteuropäischen Friedens mit .M'^narorszag", sagt die öffentliche Meinung Eurovas >fchäftige sich in erster Linie deshalb mit diesem Vertrag, wei' er gleichzeitig auch bie enaere Zusammenarbeit iwi- jchen Jugoslawien und Den Achsenmächten ermögliche Der Abschluß dieses Vertrages bedeute, daß Jugoslawien in Zukunft an der Gestaltung der europäischen Ordnung Europas wirkungsvoll teil« nehmen und damit auch die Verwirklichung des neuen mächtigen europäischen Plans der allgemeinen Befriedung fördern wolle Nach Dreitägigem Iagdaufenthalt in Den Alpen von Kamnik und einer Angelpartie in Sweti Jacob trat der ungarische Außenminister Graf Csaky die Rückreise nach Ungarn an Rach kurzer Fahrt mußte der Sonderzug wieder nach Laibach zurück-, kehren, da Gras Csaky auf der Reise plötzlich erkrankte und bewußtlos geworden war Auf dem Bahnhof von Laibach erwarteten drei Aerzte den Minister. Graf Csaky hatte hohes Fieber und die Aerzte vermuten, daß er sich beim Angeln eine Grippe zugezogen hat. Heftige Kämpfe an der ägyptischen Front. Italienisches Ll-Boot versenkte englischen Kreuzer. Rom, 15.Tn. Der Il-IIenUche wehr- machlberichl vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Nach der Evakuierung von S i b i - B a - ran i kam es am gestrigen sechsten läge der großen Schlacht in der Wüstenzone Fort C g - vn; zo — So,Ium — Barbla rom Morgen bis Sonnenuntergang zu blutigen Kämpfen zwischen italienischen unb englischen Truppen mit unaufhörlich W wie t'9 windelt HP . , ung von Material, von -achinen oder Sonstigem, die Erzeugung ist jtzdem nicht abgesunken. Man wußte, welchem Schicksalskampf Deutschland stand, und fügsam war der Wille, dem Führer und dem .. MM 500®'* ,.0H* r :n ** Ui «*, ft ffi Berlin, 14. Dez. (DNB.) Großdeutschlands Jugend rüstet für das neue Kriegswinterhilfswerk. Der Reichssuaendführer hat ihr bei einem Eröffnungsappell in den Pharus-Sälen im Berliner Norden Richtung und Ziel gewiesen. Das Winterhilfswerk, so sagte er, ist für uns alle der sozialistische Ausdruck für die Haltung unseres Volkes. Wo es aber um den sozialistischen Einsatz geht, darf die Jugend nicht fehlen Gerade im Einsatz für das WHW. hat sie Gelegenheit, ihren Willen zur Bewährung zu beweisen. Die vormilitärische Ertüchtigung der 16- bis 18- jährigen hat eine außerordentliche Aktivierung, vor allem in den Sonderformationen der Motor-, der werden. Kriegsverdienstkreuz für Bauarbeiter. Berlin, 13. Dez. (DNB.) Zu Beginn dieses Krieges hatte der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Speer den Auftrag erhalten, kurzfristige Bauten der Luftwaffe durchzuführen. In unermüdlichem Einsatz haben deutsche Arbeiter in Tag- und Nachtschichten die ihnen gestellte Aufgabe gemeistert. Die fristgerechte Durchführung dieser Bauten war de- anders infolge der anormalen Kälte im Winter 1939/40 mit größten Schwierigkeiten verbunden und teilte an die eingesetzten Arbeiter unvorstellbare Anforderungen. Wenn trotzdem die Bauvorhaben zu den gestellten Terminen errichtet werden konnten, so ist dies in erster Linie dem uneigennützigen Einsatz der daran tätigen Arbeiter zu verdanken, die in enger Verbundenheit mit der Front ihre Pflicht in der Heimat erfüllt haben. In Anerkennung dieser Leistung hat der Generalbauinspektor dem Führer besonders verdiente Arbeiter zur Auszeichnung vor- geschlagen. Der Führer hat diesen Arbeitern das Kriegsverb i»en st kreuz 2. Klasse verliehen, das im Rahmen einer würdigen Feier über- reicht wurde, an der hohe Vertreter von Partei und Wehrmacht teilnahmen. ©er Kriegseinsah der Jugend. kE $ wilJV V» auf die Detonation, die Quittung des Schusses war- tet, rechnet er die voraussichtliche Laufzeit des Torpedos bis zum Ziel nach. Da dröhnt auch schon der dumpfe Knall des Treffers durch das Boot, mit kräftigem Daumendruck floppt er den springenden Uhrzeiger und meint gelassen: a t ihm!" Wieder schnurrt das Sehrohr und nach kurzem Rundblick bestätigt der Kommandant: „Der langt, der schwimmt nicht mehr lange." „Der Zerstörer muß jetzt Steuerbord achteraus stehen", mahnt der Obersteuermann, das Sehrohr fliegt herum, richtig, da braust er auch schon wütend heran mit weißer Bugsee, ... ein! Maschinenkommandos, Ruderkommandos, und schleunigst verzieht sich das Boot aus der ungemüt. lichen Nahe her verräterischen Schußstelle. Knallend haut der Kommandant seinem Steuermann auf die Schulter. „Den hätten wir mal wieder, 8000 hatte er mindestens, die dürfen wir uns getrost auf die Liste setzen'" Eine stolze Anerkennung liegt in diesem kameradschaftlichen Schlag, das „wir" ist wirklich so gemeint, denn selten fühlt der Kommandant sich seinem „Stürke" so eng verwachsen, wie beim An. Kriegsmonat sind 1091 000 Jugendliche zum zusätzlichen Kriegsdienst eingesetzt gewesen, im letzten Winter wurden vom BDM. 523 000 Stück selbst- angefertigter Kleidungsstücke und Spielsachen der NSV. übergeben. Polizeiverfügungen gegen Lugendl'che. Der Reichsminister des Innern stellt fest, daß der durch polizeiliche Strafverfügung festzusetzende Jugendarrest nicht zu verwechseln ist mit dem »Hugenddien starre st", einer Dienststrafe der HI. Der Iugendarrest ist ein Zuchtmittel, aber keine Strafe. Die Verhänguna des Iugendarrestes wird daher nicht in das Strafregister eingetragen. Damit werden die oft mit einer Bestrafung verbundenen nachteiligen Folgen für das Fortkommen des Jugendlichen vermieden. Ferner wird der Polizei die Verhängung von Haft gegen Jugendliche ermög» licht. Haft wird jedoch nur in Ausnahmefällen auszusprechen fein. Bei Iugendarrest ist das Höchstmaß von einem Monat bei gerichtlicher Bestrafung auch noch für Straftaten, bte mit Gefängnis bedroht sind, als ausreichende Sühne anzufehen. In sinnvoller Abstufung wird aber die Polizei bei geringeren Verstößen Jugendlicher entsprechend kürzeren Zeitraum bestimmen und es regelmäßig bet Wochenendaxrest für ein ober mehrere Wochenenden bewenden lassen. In die polizeilichen Listen wird Iugendarrest nicht eingetragen. Geldstrafe soll gegen Jugendliche nur in Ausnahmefällen verhängt werden. Sie ist auch nicht angebracht, wenn bas Verhalten des Jugendlichen bereits auf eine beginnende Verwahrlosung schließen läßt. Geldstrafe wirb auf bloße Ordnungswidrigkeiten, wie z..B. bei geringfügigen Übertretungen der Verkehrsvorschriften zu beschränken fein. Don jeder polizeilichen Strafverfügung, in der Iugendarrest ober Haft ausgesprochen wirb, werden die Erziehungsberechtigten, das Jugendamt und die lichen Wirtschaftsverwaltung als auch in der wirtschaftlichen Selbstverwaltung betätigen. Denn beide feien getragen von der ethiAen Verpflichtung eines Dienstes am Dolksganzen. Reicksminister Funk lege besonderen Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Kammern mit der Partei. Zwischen dem Präsidenten der Kammer und dem Gauwirte chaftsberater der Partei müsse in allen gründ- egenden Fragen eine gemeinsame Linie hergestellt Entscheidend aber ist die genaue Position des Bootes beim Durchfahren von Wogen durch eigene Minenfelder. Kein Wegweiser, kein Kilometerstein bezeichnet diesen Weg, an dem rechts und links die Teu,elseier unter der Wasseroberfläche verborgen liegen. Schwere Verantwortung liegt auf dem Kommandanten, wenn er nach tage- und wochenlanger Fahrt in freier See durch Sturm und Rebel, in diese Wege einsteuert ... Der alte, erfahrene, in vielen Fahrten erprobte und bewährte Obersteuermann nimmt ihm diese Last.ab, denn der Kommandant weiß, daß er dessen Kunst blindlings vertrauen, sich auf feinen Schiffsort verlassen kann. Einbruch in feindliche Küstengewässer! — Starker Flutstrom, unterseeische Klippen machen diese Fahrt, die schon im Frieden, bei brennenden Leuchtfeuern alle Aufmerksamkeit erfordert, zur navigato- rischen Meisterleistung. Ein Festkommen auf den Felsen bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit den Verlust des Bootes und auch der Besatzung. Docy bas Boot soll nicht nur in diese felsige Bucht ein- bringen. es soll angreifen, soll feindliche Bewacher überlisten und den Gegner in feinem Schlupfwinkel vernichten. Nur der Kommandant kann sich ein solches Husarenstück leisten, der sich auf seinen Steuermann verlassen kann. Und wiederum liegt auf der unerschütterlichen Ruhe dieses alten Kämpen ein großer Teil der Auf- gabenlaft des Kommandanten. Liegt der letzte Felsen dann wieder achteraus und hat das Boot wieder einige ... zig Meter Wasser unter dem Kiel, bann zieht vielleicht der Kommandant seine Tasche mit den guten Extra-Brasil heraus und yält sie dem „Starte" hin, und beide wissen, ohne ein Wort darüber zu verlieren: „Das hätten wir mal wieder geschasst." Mancher U-Bootstouermann trägt heute stolz das E. K. I als äußeres Zeichen seines Erfolgsanteils auf mancher schwierigen Fernfahrt. Der Stabsobersteuermann Petersen aber, der beste von ihnen, der in über einjähriger, fast ununterbrochener Fahrtzeit in allerschwierigsten Lagen Hand in Hand mit seinem Kommandanten das Doot von Erfolg zu Erfolg führte, trägt seit einigen Tagen das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. Kol! unbedingte Treue auch in den kleinen Dingen Alltags zu halten. Vielleicht kann man die itifung unserer Volksgenossen auf dem Lande erst Wen t, Jam richtig ermessen, wenn man bedenkt, daß im 3 Mkriege nicht nur bie Erzeugung nicht auf dem Men Stand zu halten war, daß vielmehr in oer« « )o(! zu einem neuen Abschnitt der Erzeu- mttsschlacht aufgerufen. Neue Parolen unb Ar- rieb,, leltanroeifungen waren nicht notwendig, denn die Dlenitf),. ir6?itsri(btlinien der nationalsozialistischen Agrar- noch)» lolüf find in sich so organisch aufgebaut, daß auch iuHqkJ m Kriege danach weitergearbeitet werden konnte. 3mQnJ ienalb gelten auch heute unverändert jene Worte lonnS !e» Reichsbauerniührers vorn letzten Reichsbauern- nichi^. ag oor dem Kriege: !t fil trotzdem gilt es genau wie in der Bergangen- s an V ieil so zu handeln, als wenn das Schicksal ber Na- toenbieSpor DDn uns allein abhinge. So wie der Führer nur finb 2 Vrttschland sieht, rooIIÄi wir nur Deutschland sehen ei(tunmt deshalb zur Erzeugungsschlacht antreten. Ich von ber Partei und ihren Gliederungen. Mai^ Volksgenosse, der aus Unkenntnis ber länb- jyn Verhältnisse mit bieser ober jener Regelung .•W')er Srnährungswirtschaft nicht einoerftanben ist, Wotl ,üi!)e wahrscheinlich still und beschämt in Zukunft ’M tbl Kritik oermeiben, wenn er wüßte, mte hart verbissen in den letzten Jahren und vor allem n letzten Kriegsjahr für die Sicherusi„ __ w._ P h Jät'ung gerungen worden ist. e H1 feer mag es an Arbeitskräften gefehlt haben, leN Lac auch durch die harte ‘ Oer j. LgG ober jene Schwierig! lQftlid)(> siLlick auf bie Beschafft iif Grasteufel, entfcheibend allein wird boch nur leir ob wir uns in biefen geschichtlichen Jahren b e - D ihr en ober nicht. Uns kann es gleichgültig sein, tb tiefer ober jener Zeitgenosse unseren Idealismus (geftehen wird ober nicht, denn wir traaen im h^en die Zuversicht, daß wir unter Adolf Hiller m vorderster Front für Deutschland kämpfen und 167 ' sük 3betile, bie uns Adolf Hitler verkündet hat." wr untfiij i1 ß EWIGE ilKJDEI l EIN DOKUMENTARFILM | i ÜBER DAS WELTJUDENTUM { NACH EINER IDEE VON Dp.E.TAUBERT ' ? M GESTALTUNG; FRITZ KIPFLER ä ». MUSIK FRANZ R. FRIEDL < £________■' ■ ' e" ' ® Ein einzigartiger, noch nie im Film gezeigter Einblick in die östlichen Niststätten des Judentums Prädikat t Staatspolitisch und künstlerisch wertvoll Ganz Europa blickt auf diesen Film I Im. Beiprogramm: Ein Ufa - Kulturfilm Ostraum — Deutscher Raum und Neueste deutsche Wochenschau Heute Montag Ersteutführung1 Es spricht der Kreisleiter Lichtspielhaus Jugend hat nur zu der 8.15 Uhr-Vorstellung Zutritt Zur besonderen Beachtung! In den Tagesvorstellungen um 3.15 Uhr läuft der Film ohne die Bilder des jüdischen Tierschächtens. — Empfindsamen Gemütern wird daher empfohlen, diese Vorstellungen zu besuchen Abends 7.80 Uhr Fest-Vorstellung! TÜhlifh QIC Die gekürzte Fassung. Zu 1 Qgl IUI 0« 13 dieser Vorstellung hat auch die Jugend Zutritt ff Iff || 7 QA Die ungekürzte vollstän- 3*13 IL / *3U dige Vorstellung 1666 A V Bücher unter dem Weihnachtsbaum MW 4—5 wimmer. xeagnlsse, xeagnisse, •ließen Bahnho.Straße 49 Ruf 3941 3 Punkte per Meter. 5675 A GLORIrI HEUTE MONTAG NEUAUFFÜHRUNG W 8.1 i Ja 7 | JNH.HERBERT HERZ0M PQLA5T G i essen. ★ Werbe-Drucksachen bei BrUbl. Schulstr. 1 4 I Ein Menschenschicksal im Spiegel hoher Darstellungskunst UHR MACH ERMEI 5TE R GIESSEN SEUERSWEü 54 RUF 5675 Ankaufs-Gen. C 40/4120. 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Sem „Gentleman" verhelfen sie im Kriege zu einem ge. । sicherten Etappenpoften, zu steigenden Dividenden. j zu einem Sitz im Unterhaus und endlich gar zu ] einem Ministersessel. Auch sein häusliches Leben steht im Zeichen der Verlogenheit und der Unmoral So rundet sich in dieser glänzend gefchriebenen und ätzend scharfen Satire das Bild einer Gesellschafts- ocknung, die nirgends so kraß wie in der britischen Plutokratie in Erscheinung trat. j in Gegend Hindenburg wall -SLephanstratze, zum 1.Avril 1941 evtl, früher oder später gesucht. Schriftl. Angeb. U.5668D an den Gießen. Anzeig. 2-3'ZNMl' Wohnung f, bald ob. später gesucht. Schriftl. Angeb. .u. 04226 an d Gieß. Anz. Mil «Heuen Außen Drei Jungen uno ein Mädel en decken ihre Waldheimat. Don IBerner Siebolb 135 Seiten Text une 8 Kunstdrucktaseln Leinen RM. 2,85 Hugo Bermübler Verlag Berlin.Lichterfelde | Verschiedenes | verloren 1 braun. Ijcder- handschnlim. 4 Fingern. Abzugeb, geg. Bel. auf d.Fundbüro.o422b Schwarze MierhiimliD „Hetty" entlauf. Gegen Belohne abzugeben [5fi7iD Neustadt 12, Telefon 2194. In den Hauptrollen: MAGDA SCHNEIDER IVAN PETROVICH Osk.Sima, Pet. Bosse, Ant. Pointner Neueste deutsche Wochenschau Tägl. 3.15 4.45 5.15 7.30 Uhr Hauptf. Woche Hauptf. letzte Vorst. Jugend hat keinen Zutritt J- riG67 > | Kaufgesuche | 1 Paar getrag. Damenscliube Gr. 41, zu kaufen gesucht. Sehr. Ang. u. 5674D a. o. Gieß. Anz. Wein» s dirank für 150 Flaschen zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 5672D an den Gieß. Anz. die Zufuhrstraße H o n g t o ng — Tschungklng^,--------— ----- -, . r durch. Sie zerstörten über 50 Lastwagen mit militärische Ehrung. Zahlreiche Blumenspenden und Kriegsmaterial und mehrer Oellager. Durch einen { Glückwünsche, darunter ein ^herzliches ^Glückwunsch- Bombenangriff wurde in der Provinz Jüiman das Ein Streit um eine angeblich umwälzende Erfindung auf dem Gebiete der Heilkunde, der schon monatelang die Oeffenllichteit beschäftigt, ist durch eine Entscheidung des argentinischen Innenministers vorläufig abgeschlossen worden. Der Assistent des bakteriologischen Instituts in Buenos Aires, Pueyo, der vor einiger Zeit befanntgab, ein durchaus wirksames Serum gegen Tuberkulose entdeckt zu haben, konnte in Fakultätskreisen keine Unterstützung zur Erprobung sowie praktischen Verwer- taöt 5ta)|ei. ’Asener fanden pcy y?ra«, hing des Serums erhalten. Hunderte von Kranken tulaNt'ckn von den Feldtruppenteilen zur Beglück- sowie durch private ■ Behandlung mit Serum an- wünschung ein. Als das Geburtstagsständchen der > geblich Geheilte geben jedoch durch Blttschnften Montag, lövezembermo Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) 2<)7 Zweites Blatt SB H-- Ä ij ebenen j 1 Insassen Hard W Der mit Oer Silberne Sonntag. K16 Uhr. Verdunkelungszeil Die Weihnachtsmorgenveranstaltung des Theaters n dritten Adventssonntag — gestattet von Franz ir-W aus der Wellkriegszeit, die, eine besinnlich, die an« h r ÄdiMKr^t. Der „Pfefferleinstag" war meist der 26.De- herei Iiznber, aber auch am 28. Dezember, am Neujahrs- Uj,en JlL? unb am Dreikönigstag (6. Januar) würbe ber einJloBuud) geübt. Schon am Barbaratag (4. Dezember) schmeichelnde Formen zwängen. - Berühmte önMnnnfnn Künstler sind befangen stets, brum ihre Werke auch bie Besten, obschon aus bunklem Schoße sie ent-, ff ch ne i d e r - « sprossen. Man sagt, bie Kunst fei lang, tun das M Söllner Leben — lang ist bas Leben jjur, kurz die Kunst; (Es ist heute mehr denn ie notwendig, daß die Laufe des Jahres 1941 endet. Unter■ JBebarf" ist der Sanbmirtidjaft ausreichend mit menMchen Ar- gefamte zusätzliche D-dars für 1941 anzuae en, - • - —' 1 1 - - ■ -■ r« . < ------ur.^r.4, auch für ben yall, daß gegenwärtig nocy oeilyas- tigte Kräfte im Laufe bes Jahres 1941 ausscheiden werden. Als ausscheidende Kräfte gelten nur diejenigen, bie wegen Ablauf ihres Arbeitsvertrages im gegenseitigen Einverständnis oder wegen einer bereits mit Zustimmung des Arbeitsamtes ausgesprochenen Kündigung bestimmt ausscheiden. Wenn Arbeitskräfte durch das Arbeitsamt vermittelt wer- den fallen, sind entsprechende Anträge möglichst sofort an das Arbeitsamt zu stellen. Im Wehrdienst befindliche Arbeitskräfte oder Wehrmachtsurlauber sowie Angehörige des Reichsarbeitsdienstes, des Reichsarbeltsdienstes für die weibliche Jugend und des Landjahres werden unter „Bestand" unb „Bedarf" nicht mit aufgefuhrt. Hierbei handelt es sich um zusätzlich zur Verfügung gestellte Arbeitskräfte. Das gleiche gilt auch für nicht ständige Arbeitskräfte des Dorfes, Die ohne Vermittlung des Arbeitsamtes den Betrieben vorübergehend zur Verfügung stehen, und für Erntehelfer und kurzfristige Aushilfskräfte. Arbeitskräfte, in erster Linie Ausländer, die vorübergehend unter Aufrechterhaltung bes Arbeitsvertrages in ber Heimat beurlaubt find, zählen nicht unter Bedarf, sondern unter Bestand. Das gleiche trifft auch zu für Kriegsgefangene unb sonstige Auslänber, bie zur Zeit ber Erhebung ohne Lösung des Vertragsverhältnisses vorübergehend zu Arbeiten in ber Forstwirtschaft, in der Lanbeskultur und beim Wegebau bei Gemeinden tätig sind. Wesentlich bei ber Ausfüllung der Fragebogen ift, zwischen deutschen und ausländischen Arbeitskräften zu unterscheiden. Zu den ausländischen Arbeitskräften werden auch, die polnischen Arbeiter und Arbeiterinnen gezählt, auch wenn sie in den eingegliederten Ortsgebieten zuhause sind. In das Zi- viloerhältnis entlassene Kriegsgefangene werden je nach Art ihres Einsatzes unter „ausländische Gesindekräfte" oder ..Wanderarbeittr" aufgeführt. Im Gartenbau, im Weinbau unb in ber Fischerei erstreckt sich bie Erhebung nur auf bie Erzeugerbetriebe. Alltag des Genies. Zu Beethovens 170. Geburtstage am 16. Dezember. V Vos alltägliche Leben, wie es sich im Gespräch tzMschen Mensch unb Mensch abspielt, verweht mit ; Itn Augenblick, aus bem es geboren ist. Was da- nachttäglich ber Griffel nebenher Erinnerung * nfzeichnet, ist immer schon ein mehr aber minber ^gezogenes Bilb, unb wenn bas Gespräch aufbe- v: hrt wirb, wie es Goethe von Eckermann geschah, o havdelt es sich boch nur um die bedeutenderen fernen. Bei Beethoven dagegen sind wir in | )<■ Lage, auch seine alltäglichen Gespräche dem ^mittelbaren Wortlaut nach zu kennen. Sein tra- Mes Leiden, bie zunehmenbe Taubheit, zwang sti Meister, sich beim Verkehr nicht des gesproche- »N.'sondern bes geschriebenen Wortes zu bedienen. 8-nn bie .Zonversationshefte", bie als Dolmetsch ^Ischen ihm unb ben Menschen seiner Umgebung Hinten, meistens auch nur bie Worte ber anderen Malten, bie sie an ihn richteten, so findet sich> oa» Mchen boch auch manche rasch hingekritzette Ant- d.i rt von Beethovens Hanb, unb so baut sich aus Konversationsheften, deren Originale in Der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt werden, deren hhalt aber schon vor Jahren veröffentlicht worben fl ein Bilb bes Beethovenschen Lebens von einzig- Juäg-er Intimität auf. Zrfchütternb ist es, zu erfahren, einen wie breiten fc um in biesem Dasein bie äußeren banalen Dinge utld Schwierigkeiten einnehmen, mit denen bcr N»ße Genius so schwer zu ringen hatte. Nur hm uid roieber wirb das innere Leben, bie geheim- lis oolle Welt seines Schaffens, gestreift. Wir Horen Haushaltsforgen und Dienstbotenärger, von , Vohnungen unb Geldsachen, von Büchern, Kleidung »L Nahrungsmitteln. Des öfteren schreibt Beet- • wen Aufträge für Besorgungen hin. So heißt es UB. in einem Gespräch mit Schindler: „Ißaprer, . fc:lbiermesser — erzherzogliche Quittung — Uhr Ä ^fenträger, Löschpapier, Stiefelknecht für Karl, fc-chtstuhl." Gleich dahinter bittet er, ihm Stofs ju Frack unb Beinkleidern zu besorgen. Das Ra- -‘■en macht ihm augenscheinlich große Sor^, denn bittet er um Barbierpinsel, bald um Barbier. 'e!fe. Ein andermal gibt er den Auftrag: ./D1® ) ö.uU Uljr. _____ ____1___——MM bigen Bitt»ern bewegliche Spielzeuge behandett, wie wir sie an vielen Straßenecken auch zur Freude der Erwachsenen bewundern können - Pohris. ^re heiter gestimmt. Es folgten drei Lieder von der Berliner Maler, hat die Bi^er geschallen und ^nhr?pf(l n' f f i n f o Inna nnn Ka- erlautert; der heitere Beitrag steht im Dezemberheft von Velhagen & K1 asings Monatshef - t e n. Er ist nicht der einzige, der an das bevorstehende Weihnachtsfest erinnert. Ein zweiter farbig bebilderter Beitrag zeigt Krippenfiauxen ber schwäbischen Künstlerin Anna Fehrle. Georg W. Pijet erzahtt eine Weihnachtsgeschichte aus Schuberts Wett: „Ein Stern fällt vom Himmel." Weihnachts- gebichte und Wechnachtsbilber, auch unter ben zahlreichen Kunstbeilagen, tragen ben weihnachtlichen Klang des Festes weiter. Eröffnet wird bas Heft burch einen mit zehn Wiedergaben nach Farbenaufnahmen ber PK. illustrierten Aufsatz von Gene- ral Kubisch über das Rätsel unseres militärischen Erfolges. Besonbere Aufmerksamkeit wirb bie Betrachtung Dr. Ernst Gerhard Jacobs über die Eingeborenenpolitik in den deutschen Kolonien erregen. Tiefe und tröstliche Erkenntnisse vermittelt die Ab- Arana will ihnen in Tunis Pässe verschaffen. Nichts fei leichter als das. Sie mußten sich nur für eine Nationalität entschließen. Er Mage oie Bereinigten Staaten vor, da Sle beide ausgezeichnet engnfd) sprächen. Mr. Miller und Mr. Walker, das feien zwei Namen von internationalem und unverfänglichem Klang. Auch einen Beruf mügten sie wählen, etwa Maschinenschlosser oder Werftarbeiter. Nun, sie hätten ja Zeit genug, jich noch die einzelnen Punkte zu überlegen, die die Pässe enthalten müßten. Sie hätten diese ja nur von Genua bis in die Schweiz nötig, wo die deutsche Gesandtschaft schon alles für sie in Ordnung bringen würde. Auf der Sch.ffsliste führe er sie erst von Tunis ab, und zwar als zugestiegene Passagiere, die er mit nach Italien nehme, was ihm von seiner Reederei erlaubt sei. Da zufällig Viktors und Solterbecks Blicke gleichzeitig nach rückwärts schweifen, fragt jetzt der Kapitän: „Na, wären Sie am Ende dahinten nicht doch besser aufgehoben gewesen als in Deutschland?" Er nickt nach Bastia, hin, das bereits verschwunden ist. Obwohl die Frage scherzhaft gemeint ist, antwortet Viktor ernst: „Herr Kapitän, wir haben noch nichts vom Krieg gesehen. Glauben Sie, daß es für einen Offizier ein angenehmes Gefühl ist, nach dem Krieg heimzukommen und am Stammtisch zuzuhören, was die anderen erlebt und durchgemacht haben? Waren Sie auch an der Westfront? wird man gefragt. Nein, muß man sagen. Oder im Osten? Nem, antwortet man. Auf dem Balkan bann? Auch nicht. Also italienische Front ? ... Herr Kapitän, bann sitzt man da mit einem dicken Kopf und möchte in das berühmte Mauseloch verschwinden." „Na", meint Arana gutmütig, „schließlich war doch Ihre Gefangenschaft höhere Gewalt ober wie man das nun nennen soll." Jetzt fällt Solterbeck auf seine Art tzin: „Eine ganz verdammte höhere Gewalt, Kapitän. Wenn man in die Gefangenschaft gerät wird man mit einem ganz perfluchten Wort begrüßt: Für Sie ist der Krieg zu Ende! Jawohl. Aber ich sage Ihnen, Kapitän, nicht nur der Krieg ist für ben Gefangenen aus. sondern alleq. Dian hört einfach auf Mensch zu sein. Man ist nur noch ein sogenanntes Rüben- schwein Im Schützengraben ist man ja gewiß auch ein Schwein, aber nur äußerlich. Innerlich ist man ein ganzer Kerl, man hat eine Ibee, für die man sich jeden Augenblick einsetzen kann und muß. Unt das, Kapitän, ist menschenwürdig." Arana ist ernst geworden. Er sieht Solterbeä, bann Viktor an. Schließlich sagt er: ,Lch muß Ihnen recht geben. Ich würde als Gefangener wahrscheinlich genau so handeln wie Sie. Aber", setz' er zögernd hinzu, „glauben Sie denn, daß der Einsatz für Ihre Idee auch einen Zweck haben wird «Glauben Sie, daß Deutschland siegen wird?" „Das hoffen wir", sagt Viktor rasch. Solterbeck setzt hinzu: „Db es einen Zweck oder einen Sinn hat, danach haben wir nicht zu fragen Darüber müssen vor den kämpfenden Völkern jeweils diejenigen Rechenschaft ablegen, die die Der- antwortung für ben Krieg tragen." Arana nickt. Nach einer Weile sagt er bedächtig „Sie waren vier Jahre in der Gefangenschaft unh wissen nicht, wie es in Deutschland aussieht, und was Sie nach Ihrer Rückkehr dort erwartet. 34 will Sie gewiß nicht entmutigen. Sie.sinb Männer und verstehen es, sich mit dem Schlimmsten vertrau' zu machen. Drunten in der Messe hängt eine Welt- karte. Da streichen Sie mal alles, was gegen Deutsch» land kämpft, rot an. Sie werden fast alles rot an- streichen müßen. Was übrigbleibt ist ein schwach« Inselchen in einem tobenden Chaos." Viktor sagt entschieden: „Um so mehr ist es unser» Pflicht, uns denen daheim zur Verfügung 311 stellen." „Ihre Pflicht, jawohl!" sagt Arana ruhig, und man sieht ihm an, daß er dabei vieles denkt, wat er nicht ausspricht. Solterbeck will bas Gespräch, bas sich leicht zuspitzen kann, beenben und sagt fröhlich: „(Eapitano, wir wollen uns aus jeden Fall freuen, baß uns der Streich so schön gelungen ist. Jetzt hoffen wir nur, baß uns auf Ihrem schönen Schiff kein unliebsamer Besuch mehr überrascht, und daß uns bas Glüo weiterhin treu bleibt" — Gewiß, sie haben Glück gehabt, das ist zweisellor richtig. Aber wenn sie ihre Flucht auch nur uff einen Tag verschoben hätten, so wäre sie überslusfi- geworden, und sie hätten den Weg in die Freiyen bequemer haben können. (Fortsetzung folgt.) mehr gelb und in feiner Helligkeit so gedämpft sein,! rufung verworfen. Eine Herabsetzung daß es nur zu einer Entfernung von 100 Meter 1 kam nicht in Frage, da die Angeklagte 1 iirkt t- iC* A - X-, ÜfwL.li i. Kl _ Or-L-Ix-H- zwei Fällen den Bürgermeister und Ge- ismitglieber beleidigt. Der geständige Anin sichtbar ist. von Frau Gustel W e i g an b , Moltkestraße 20, mit- geteilt, daß der Hersteller dieser Krippe ihr Ur-Ur- r nn ior Kar Q ö t h t h X n r tvi i i ft n SYi a r t nnm Eine längere Aussprache fand über die künftige estaltung des Preisschietzens statt, zu der aus der Gestaltung Die Tabelle hat damit folgendes Aussehen: 19 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Zockelfahrt. Hatten sie es vier Jahre hinter dem । dos. Auch darüber sprechen sie, daß Viktor und Cr* .r^brabt cwsgehalten, so würben ihnen die zwei I Solterbeck über keinerlei Ausweispapiere verfügen. „Ach, nun unfc mal nicht, Viktor. Sei froh, daß es uns schon so weit gelungen ist. Die armen Kerle da oben Nee, nicht für einen Berg voll goldener Schlösser möcht' ich noch einmal zurück." Arana ist von der Brücke herabgekommen und tritt zu ihnen. - Sie unterhalten sich über dies und alten Weihnachtskrippe, „angefertigt von einem Gießener Bürger 1781" deren Hersteller bisher unbekannt war. Auf diesen Artikel hin wird uns nun Lchweinemartt in Lich * Lich, 16. Dez. Auf dem heutigen Schweine- markt waren rund 40 Ferkel aufgetrieben. Ss kosteten 6 Wochen alte Tiere durchschnittlich 25 RU pro Stück. Bei flottem Geschäftsgang wurde btt Markt geräumt. Amtsgericvt Der Ioh. H. aus Gladenbach hatte sich wegen Stt$luajtlingaufKDt|ifo Koman von Heinz Lorenz-Lambrecht Eine neue Weltbestleistung in Schwimmen stellte die Rheinländerin An, Kapell (M.-Glabbach) in Düsseldorf auf. schwamm 400-m-Brust in 6:13,2 Minuten ben bis herigen Rekorb hielt bie Hollänberin Jopie Waal berg mit 6:13,7 Minuten. Mckhate Erholungsfahrt auf dem freien Meer auch nicht mehr weh tun. Ein Zittern läuft durch den Schiffsleib. Die Maschine hat zu arbeiten begonnen. Auf der Brücke gibt der Kapitän seine Befehle. „Es geht ab!" sagt Solterbeck. Langsam rückwärts fahrend manövriert das Scyiff aus dem Hafen, dreht bei und nimmt den Kurs Südsüdost. "Rechter Hand steigt die weiße Stadt am Berghang empor von steilem Gefels überragt. Sehr nah noch gleiten sie an dem Zitadellenberg vorbei, der aus der grünen Uferanlage hinter dem alten Hafen herauswächst. Hell gleißt die Sonne auf den alten Mauern. Die Bastion mit der Kuppel zieht Zuerst vorüber, dann die hohe Wandfläche der Kaserne mit den vier Reihen kleiner Fenster. Dort hinter dem zweiten rechts unten haben sie gestern aus das Dunkelwerden gewartet, und hinter dem dritten von links in der obersten Reihe stehen jetzt zwei Betten leer. Dann kommt noch der dicke fensterlose Halbturm als Abschluß der alten Befestigungsanlage nach links hin, und Bastia, die Zitadelle, der Stacheldraht, liegen hinter ihnen. Es ist ein sonderbares Gefühl in Viktor und Solterbeck. Sie fühlen sich ganz gewiß frei und leicht, wie neugeboren, und dennoch ist in dieser Stunde etwas wie eine leise Wehmut in ihnen. Viel Erbärmliches und Demütigendes haben sie da oben erlebt, aber gerade deshalb vielleicht haben sie nirgendwo anders das Band der Kameradschaft und der Zusammengehörigkeit stärker und tiefer empfunden. Die Mauern da oben umschließen ein Stück Deutschtum. Aus dem sind sie jetzt herausgerissen worden — das ist es, was ihrer gehobenen Freude ben Stempel her Nachdenklichkeit aufbrückt. Solterbeck gibt sich einen Ruck: „Das war einmal!" sagt er sehr entschieden und wendet seinen Blick nach vorn. „Wir sind schon einmal auf einem neutralen Schiff geklappt worden", bemerkt Viktor. anvkr-»» Mitte der Kameraden gute Anregungen gegeben wurden. Sodann gab Kreisschießwart Merlau das Ergebnis des Ehrennadelschiehens bekannt und betonte, daß die Kameradschaft ehern. 116c? bei diesem Ehrenschießen im ganzen Gau an erster Stelle steht. Folgende Kameraden konnten auf Grund ihrer Schießleistungen mit der silbernen Ehren, nabel des Reichskrieaerbundes ausgezeichnet werden. Kern (162Ringe), Appel (141 Ringe), Bill (131 Ringe), Reitz (112 Ringe), mit der bronzenen Ehrennadel die Kameraden Sänger, Muhl, Koch, Biedenkapp, Korell, Götz, Pfeifer, Gerbig, ©lagern und Bechtold. Der Kreisschießwart beglückwünschte die ausgezeichneten Kameraden im Namen des Reichskriegerbundes und der Gauführung des NS.-Reichskriegerbundes und versprach, alle an diesem Abend aus der Mitte der Kameraden gegebenen Anregungen für die fernere Gestaltung der Preisschießen der Gauführung zu unterbreiten und die hier und da noch bestehenden Mängel nach Möglichkeit abzustellen. Nach dem dienstlichen Teil des Appells blieben die alten Soldaten noch lange in echter Kameradschaft beisammen. 7. Es ist einige Stunden später. Die Sonne ist aus dem Meer gestiegen, ihre Strahlen fallen noch sehr schräg, und Häuser, Schiffe und Menschen werfen noch lange Schatten. Die „Guardian" macht sich zum Auslaufen fertig. Gestern hat sie einige Hundert Kisten Din de Cap Corse ausgenommen — eine Proforma-Bestellung, eine Bestellung, die auf Umwegen zu Lasten der Firma Solterbeck in Hamburg geht. Viktor und Solterbeck stehen, durch den obersten Kajütsauibau gedeckt, auf dem Freideck. Sie dürfen es noch nicht wagen, sich offen zu zeiaen, aber die Ausfahrt müssen sie nun doch miterleben. In der Nacht haben sie noch eine Stunde mit dem Kapitän geplaudert^ Er hat ihnen erzählt, wie ihnen der Superkargo, wie er ben Vertreter der deutschen Firma in Barcelona nennt, ben Vorschlag gemacht habe, Bastia anzulau'en unb bort zwei Flüchtlinge an Bord zu nehmen. Die Geschichte habe ihm imponiert, und er sei sehr begierig gewesen, ob sie gelänge Sicher wurde das Vorhaben für Arana durch ein gutes Stück Geld so schmackhaft unb „imponierend" gemacht. Als sich Solterbeck nach der Route des Schiffes erkundigte, erfuhren er und Viktor eine kleine Enttäuschung. Das Schiff mußte nämlich an der nord- afrikanischen Küste noch eine ganze Reihe von Häfen anlaufen, ehe es bie Rückfahrt antrat. Man würde kaum vor zwei Monaten nach Genua kommen, wo Solterbeck aussteigqn will. Es hatte nicht viel Sinn, bis p"ch Spanien mitzufahren, wo man wieder wie auf einer Insel sitzen würde, wenn aych auf einer neutralen. Don Genua aus dagegen war es nur noch ein Katzensprung bis in die Schweiz, ryohin ihnen Sollerbecks Verwandte helfen mußten. Und einmal in der Schweiz, waren sie auch in Deutschland. Schließlich sanden sie sich in di" langsame großoater, der Weißbinderrneister Petri vorn Asterweg gewesen war. Die Kripve sei weit über hundert Jahre in der Fama.e a /bewahrt moroen, , , , . . „ -s- Grünberg, 14. Dez. Am Freitagabend Diebstahls zu verantworten. Er hatte im August fand in der Turnhalle die vierte Veranstaltung des Eugen Gö^gel (Stuttgart) gewann in W roangen bie württembergische Zehnkampfmeistev schäft im Turnen mit 196,8 Punkten vor Wsischedü (Stuttgart) und Strobel (Hüttlingen), die je 192,4 Punkte erreichten. Göggel wurde außerdem Eiiv zelmeister am Reck, am Querpferd unb im Boden turnen; Weischedel siegte am Barren unb an Längspferd. । der Strafe! hatte sich megen Beleidigung zu verantworten. Er die Angeklagte trotz des Be-! hatte ™ k— n>'3------*,**k icheids des Arbeitsamts die Arbeitsstelle verlassen meinderatsmitglieder beleidigi „ . i x A . s , hatte. Es wurde aber auch von einer Erhöhung geklagte wurde zu Geldstrafen von 100 und 150, ^erperneuer ocr Strippe Kyt peiunnt. der Strafe abgesehen, da die minderjährige Ange- zusammen 250 RM., verurteilt. Mit Rücksicht auf In unserem Bericht „Holzmodel und Krippe" klagte unter dem Einfluß ihres Vaters stand, der , bas Alter, die Unbestraftheit unb das tapfere herüber einen Besuch im Oberhessischen Museum in 'hr aufgegeben hatte, bie Arbeitsstelle zu verlassen, halten bes Angeklagten im Weltkrieg sah bas Ge- Gießen („Gießener Anzeige? Ni. 296 vom _____________ ____ richt von einer Freiheitsstrafe ab. 14.,15. Dezember) war auch die Rede von einer falsch berechnet, der mit Glück noch abgewehrt werben kann, ist die Drangperiode der Bissenberger endgültig beendet. Nach Halbzeit wird das Spiel vollständig einseitig. Immer und immer wieder scheitert der Gießener Sturm an der massierten Verteidigung der Gäste. Ehmann bleibt es Vorbehalten, durch rechtzeitiges Starten nach innen den Ausgleich zu erzielen. Kurze Zeit später, bringt God- glück durch Verwandlung eines direkten Freistoßes seine Mannschaft in Führung. Nachdem Heß eine Flanke von Hofmann zum schönsten Tor des Tages eingeschossen hat, glaubt niemand mehr an einen Erfolg der Bissenberger. Es kommt jedoch anders. Ein harmloser Angriff der Gäste, der in einem leichten Schuß seinen Abschluß findet, bringt das zweite Tor. lieber den verdutzten Benner springt der Ball ins Tor. Mit dem Schlußpfiff haben die Gießener die Gelegenheit zu einem eindeutigen Sieg versäumt. ßrfolgre che Lehrarbeit im Hochamt Handball. Die vom Fachamt Handball durchgeführte Wochenendschulung in Allendorf (Lahn) nahm in allen Teilen einen wohlgelungenen Verlauf. Nicht mir, daß der weitaus größte Teil der Gemeinschaf, ten Vertreter entsandt hatte (allerdings fiel auch unangenehm auf, daß bekannte Vereine, wie Hochel- heim, Hörnsheim, Mto. Gießen fehlten), der Erfolg ist um deswillen lOOprozenttg zu werten, weil alle Gebiete bis ins kleinste durchgearbeitet werden konnten. Abgesehen davon, daß der Lehrgangsleiter Bereichsschiriobmann Jacob (Kassel) es verstand, in klarer und leicht verständlicher Weise vorzu- gehen, ging das Interesse auch schon aus der über- aus regen Aussprache hervor, die die einzelnen Punkte auslösten. Neben rein organisatorischen Fragen, die Bezirkssachwart Luh (Allendorf a.d. Lahn) behandelte, wurden die Handballregeln grunbleaenb durchgesprochen und an Hand praktischer Beispiele erläutert, die Bestimmungen der umfangreichen Spielordnung ausgelegt und schließ, lich Unklarheiten allgemeiner Natur geklärt. Bei der Fülle des behandelten Stoffes dürfte kaum ein Gebiet, bas als vorbringlich bezeichnet werdet, muß, unbeachtet geblieben fein. Eine besondere Note erhielt der Lehrgang durch die Anwesenheit des langjährigen Bezirksschiriobmannes Becker (Gießen), der erstmalig nach einer schweren Der- wundung im Felde wieder Anteil an der Arbeit des Fachamtes nahm. Der Sonntag vormittag war ganz der prakttschen Arbeit gewidmet. Auch hier herrschte wieder reger Betrieb, (am Lehrgang nahmen insgesamt 60 Vertreter teil); einzelne Mannschaften waren fast voll- zählig zur Stelle. Aus dem behandelten umfangreichen Stofs seien hervorgehoben: Lehrfolge eines Handballttainings mit prakttschen Deisvielen, praktische Ausschnitte aus einem richtigen Stellungspiel, wie arbeitet eine Angriffs- und Deckungsreihe, unb als Abschluß die Vorführung eines Lehrspieles. Der oestrige Handballfonntag. Nachdem infolge Mannschaftsschwierigkeiten bie beiden letzten Spiele der Vorrunde der Bereichs- klasse ausfallen mußten, war das Bild des gestrigen Sonntags beherrscht von dem Lehrgang. Die Punktverzichte, zu denen es erneut kam, lassen er- kennen, wie notwendig die angeortmete kurze Spielpause ist. Ergebnisse der Bezirksklaffe. VfB.-Reichsbahn — Bissenberg 3:2 Watzenborn-Steinberg — Burgsolms 2:2 Naunheim — Wetzlar 05 1:5 VfL. Marburg — Luftwaffe: letztere nicht angetr. 1900 — Sportfreunde: letztere nicht angetreten. Der VfB.-Reichsbahn errang einen verdienten Sieg, wenn auch die Leistungen beider Mannschaften manchen Wunsch offenließen. Die Steinberger vollbrachten in Burgsolms eine große Leistung; obwohl ersatzgeschwächt, lieferte die Mannschaft ein gutes Spiel und führte 2:0 nach kurzer Zeit. Erst nach Verletzung des Steinberger Tormanns gelang der Ausgleich. Die Punkteteilung ist insofern von Bedeutung, als Steinberg damit den zweiten und Burgsolms ben dritten Platz eroberten. Die Klippe Naunheim wurde von den Wetzlarern glatt überwunden. Die Wetzlarer Mannschaft konnte einmal mehr ihre derzeitige Hochform beweisen. Vermischtes. Schuhe aus Fischhäuten. Hür ben wichtigen Rohstoff Loder ist vor einiotr Zeit ein vollwertiger Ersatz gefunden worden: oüt Haut von Fischen, vornehmlich der Rotbutteiu Ein findiger dänischer Kapitän namens W Nell«. mofe hat jahrelange Versuche angestellt, bie vo» Erfolg gefrönt waren, und so hat er in Morte aufj Jütland eine aroße Rotbutten-Gerberei errichtet, deren Azeugnisse reißend adgehen unb sogar ihrem Weg ins Ausland fanden. Die begehrte Fischymitt ist vollkommen wasserdicht und läßt sich beliebig färben, so daß sie an Stelle des bisher gebräuchlichen teueren ©ibetfjfen- bzw. KrokoLllleders verwendet werden kann. Hunderte von dänischen Fischern liefern ständig unzählige Rotbuttenhaute an die in Kopenhagen unb Fredericia errichteten Sam» melstellen, von wo aus das wertvolle Material iiu bie Hauptgerberei gesandt wird. Die fast unverwüstliche Fischhaut wird sehr gern zu Kinderschuhen! verarbeitet, unb eine gute Reklame zur Einführung! des neuartigen Schuhartikels war es, daß als Erste- die dänische Kronprinzesfin Ingrid ein solches Paar Schuhe trug. Äulturfpuren vor dem 3nta-3eUaller in Peru. Hundert Kilometer von der Stadt Kuzko in: Peru entfernt, im Walbgebiet am linken Ufer desi Flusses Vilcanota, sind Spuren einer Stabt enl deckt worden, bie aus einer vor dem Inka-Zeitalter- liegenden Epoche stammen sollen. Ueberrefte von großen, mit drei Türmen bewehrt gewesenen Gebäuden, die auch durch sonstige große Verteidigungs- anlagen geschützt waren, sind festgestellt worden Der Grundriß der Stabtanlage zeigt im Mittelpunki einen runden Platz und ein Netz von Kanälen, die Brunnen und Zisternen — von denen Spuren auf- gefunden worden sind — mit Wasser gespeist hoben Zum genauen Studium der Stadtanlage ist eim archäologische Expedition ausgerüstet worden. bis der Onkel von Frau Weigand sie schließlich dem Museum übergeben habe, da sie dort einen besseren Platz fände. O.-zemder-Appell der alt-n 116er. - Die Kameradschaft ehern. 116er Gießen hielt am Samstagabend im Kameradschaftsheim „Pfälzer Hof" ihren gut besuchten Dezember-Appell ab. Kameradschaftsführer Bill konnte neben den Mitgliedern auch den Kreisschießwart Merlau begrüßen. Nachdem der Kameradschastsführer verschiedene Angelegenheiten erledigt hatte, gab er bekannt, daß auch zu diesen Weihnachten den im Felde stehenden Kameraden Päckchen gesandt werden konnten. ** Iustizpersonalien. Die Justizpressestelle Darmstadt gibt bekannt: Ernannt wurden (wie von uns früher schon berichtet. Die Schristleitung) Land- gerichtsdircktor Dr. Karl Jacobi, Darmstadt, zum Landgerichtspräsidenten in Gießen; Landgerichtsrat Dr. Wilhelm Kalbfleisch, Gießen, zum Landgerichtsdirektor in Darmstadt; bie Gerichtsassessoren Dr. Erich Heil, Leipzig, zum Amtsgerichtsrat in Gi'ßen, Hans Gr unb in Gießen zum Amtsgerichtsrat in Bensheim, Dr. Walter Sch ne ib e r, Bensheim, zum Landgerichtsrat in Gießen, Aloys Herzing, Frie-dberg, zum Amtsgerichtsrat in Aschaffenburg, Wilhelm Pflügfelder, Laubach, zum Amtsgerichtsrat in Groß-Umstadt, Dr. Alfred Jost, Gießen, zum Amtsgerichtsrat in Friedberg, Theodor Körber, Lauterbach, zum Amtsgerichts, rat in Reinheim. ** „Gegen den Unfug mit Varnamen." Zu diesem 2lrtikel in Nr. 294 des „Gießener Anzeigers" nom 12 Dezember wird uns mitgereklt, daß der Name „Barbara" keineswegs „die Bärtige" bedeute, auch heiße „bie Bärtige" nicht Barbara, sondern „Barbata". „Barbara" bedeute „bie Richt-Griechin, bie Fremde". cDtraffammer Gieheu Ein Mädchen in Oppershofen war durch Urteil des Amtsgerichts Friedberg vom 30. Juli zu einer Geldstrafe von 150 RM. verurteilt worden. Sie mar beschuldigt, im September v. I. in Friedberg ihr Arbeitsverhältnis ohne Zustimmung des zuständigen Arbeitsamtes gekündigt und ihren Arbeitsplatz vor rechtmäßiger Lösung des Arb^tsv^rhält- njsses aufgegeben zu haben. Geyen das Urteil hatte die Angeklagte Berufung eingelegt. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde dse Be- Nach dem Ergebnis zu urteilen, könnte man annehmen, daß fast gleichwertige Mannschaften um öen Sieg gerungen hätten. Dies war jedoch nicht der Fall. Fast die gesamte zweite Halbzeit spielte nur eine Mannschaft, und bas war bie Gießener. Die Gründe für das knappe Resultat sind mehrere. Die Gießener fanden sich einmal mit dem harten Boden schlechter zurecht, zum anderen hatten sie in der Mannschaft zwei glatte Versager. Hinzu kam die Unsicherheit des Gießener Tormanns, die sich nachteilig auf bie ganze Mannschaft auswirkte. Es war daher nicht überraschenb, daß nur zeitweise das Spiel der Gießener lief. Die Bissenberger spiel, ten unkompliziert und nur auf Erfolg eingestellt. Sie stützten sich dabei auf ihre Schnelligkeit und ihr hohes, steiles Spiel. Die besten Leute waren bei b^n Gießenern Lehrmund und Heß, bei den Bissen- bergern der Tormann, der rechte Verteidiger und der Mittelstürmer. Svielverlauf: Zur allgemeinen Ueberraschung sind die Bissenberger sofort im Bilde. Mit einem raum« greifenden Spiel unter Bevorzung der Außen sind sie anfangs leicht überlegen. Demgegenüber kommt der Gießener Sturm überhaupt nicht ins Spiel. Das hohe Spiel gibt ben Gästen immer wieder Gelegenheit, ihren Vorteil, bie Schnelligkeit, richtig einzusetzen. Trotzdem fällt überraschend das Tor für die Gäste. Der Rechtsaußen war durchgebrochen und gab halbhoch zur Mitte. Den hereinkommenden Ball verfehlten die Innenstürmer, und für den Linksaußen war es eine Leichtigkeit, den falsch- stehenden Tormann zu schlagen. Auf der Gegen- feite verschießt Hofmann zwei klare Torgelegenhei- ten. Als ein Schuß des Linksaußen der Gäste nur die Latte trifft und Benner einen harmlosen Schuß auf seiner Arbeitsstelle einem Ärbeitskameraden Grünberger geterabenbringes statt, eine Arbeitshose entwendet. Der Angeklagte bestritt Gegeben wurde das Lustspiel „Trockenkursus" von bie Tat; er wurde aber überführt und zu einer Ge- Kurt Bortfeldt, das als Gastspiel der Rhein- fängnisftrafe von zwei Wochen verurteilt. Seine jMainischen Landesbühn<' ,ur Aufführung seitherige Unbestraftheit kam strafmildernd in Be- 1 gelangt. Der Besuch der Veranstaltung war gut. tracht. | Reicher Beifall belohnte die Künstler für ihre Dar- Der K. W. aus einem Dorfe im Kreise Gießen ! btetungen. Hessische BereichSmeisterschoster, im Gerätturnen. Der Bereich XII Hessen im NSRL. führt, wie w- vor einiger Zeit schon kurz mitgeteiÜ haben, feirj Bereichsmeisterschaften im Gerätturnen in Nauheim durch. Die Veranstaltung ist auf 5. Januar 1941 oorverlegt worden. Es werdqk etwa 30 der besten hessischen Turner und lurnö rinnen zu den Wettkämpfen antreten., Die Männ«, turnen in der Reichs- ober in der Bereichsklasß Die Bereichsmeisterschaften bienen gleichzeitig d, Ermittlung ber hessischen Turner und Turnerinne?, die an den im Februar stattfindenden deutschen Qt rätmeisterschaften der Männer unb Frauen teil: nehmen. Kurze Sportnotizen Reichssportführer von Tschammri unb Osten, ber gegenwärtig in seiner Eigens»^ als Präsibent ber Deutsch-Italienischen KuliurgeseO schäft in Rom weilt, nahm Gelegenheit, mit ber Präsibenten bes Italienischen Olympischen Komitee, Raffaele Manganiello, und ben Vertretern ber rö mischen Sportpresse über sportliche Fragen zi sprechen. Verein Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. FC. Wetzlar 7 6 0 1 12:2 W.-Steinberg 7 4 1 2 10:4 Burgsolms 7 4 1 2 9:5 Naunheim 6 4 0 2 8:4 VfB.-Reichsbahn 6 3 0 3 6:6 1900 6 3 0 3 6:6 VfL.-Marburg 3 2 0 1 4:2 Bissenberg 3 0 0 3 0:6 Luftwaffe 6 1 0 5 2:10 Sportfr. Wetzlar 5 0 0 5 0:10 VfB.-Reichsbahn — Bissenberg 3:2.