Stehen, Zchulstrahe 7-9 Bewaffnete Auftlärung über dem Kanal Das herrscht, geschützt von oben durch den Mut und die Hingabe unserer Flieger", den drohenden Angriff So treffsicher liegen die deutschen Vomben! Ein eindrucksvolles Luftbild, ^unW=m»»n uni) d,°n Wirkungen des E^b-n-ngnsf-deutsche $S ((Pf, Mf ß ^,^siene Brennstosflager Die ein- der wirkliche Sieger war. . Inzwischen dürften freilich so gut wie alle Zei- tungsleser in diesen Ländern zu der Auffassung ge- langt sein, daß die sachverständigen Militärs Die Ereignisse richtiger beurteilt haben als die Nachrichtenbüros der Westmächte und manche nordamerikanische Korrespondenten in Europa. Fragt man nach dem Eindruck, den die letzten Kriegsereignisse bis zur völligen Auflösung und Kapitulation des faner, dem sogenannten „Mann auf der Straße, hinterlassen haben, so ist zu sagen, daß seine Gefühle gegenwärtig zwischen Staunen und Bewunderung schwanken. Die Bewunderung für die wahrhaft großen und einzigartigen Leistungen der deutschen Führung und der deutschen Soldaten ist auch bei denen anzutreffen, deren Sympathien, fei es durch ihre Erziehung, durch kulturelle Einflüsse, oder sei es durch solche der bewohner macht. Nicht viel anders werden die deprimierenden Wirkungen sein, die von den deutschen Luftangriffen auf den Bristol-Kanal, auf die mittel- und nordenglischen Rüstungszentren, auf die verschiedenen Häfen und sonstigen militärischen Objekte Englands ausgehen. Millionen Briten erleben täglich die zerstörende Kraft der deutschen Luftwaffe, Millionen Briten schreiben und sprechen davon zu ihren Bekannten und Verwandten. Millionen Briten aber vernehmen gleichzeitig die nichtssagenden Communiqss ihres Informations- Ministeriums, das in stereotyper Redensart alle ernsthaften Schäden ableugnet. Sie hören auch, wie der Renommist Churchill „umgürtet von den Meeren und den Ozeanen, auf denen unsere Flotte Propaganda, auf Seiten der Westmächte —■ Frankreich eher als Englands — sind; denn für viele Südamerikaner bedeutete, wie man weiß, Frankreich viel, wenn nicht alles, und Paris war ihnen vielfach die zweite Hauptstadt nach derjenigen ihres Heimatlandes. Madrid, 15. Juli. (DNB.) Am Sonntag überflogen unbekannte Flugzeuge fünfmal Gibraltar und warfen, wie der Korrespondent der Madrider Zeitung „Jnformaciones" in La Linea mit- teilt zahlreicheBomben über der Festung und den'im Hafen liegenden Schiffen ab. In Gibraltar herrscht starke Nervosität unter der Bevölkerung, ine infolge der aus Marokko zurückgekehrten Evakuierten wieder ebenso stark ist wie früher. Der Korrespondent , erlebte die Luftangriff mit eigenen Augen. Druck und Verlag: VrühlscheUniversttatLdruckerei R. Lauge gezeichneten Dreiecke umschließen feindliche Flugzeuge, die bei dem deutschen Luftangriff beschädigt wurden. Die auf der unteren Hälfte des Bildes sichtbare Luftschiffhalle wurde nicht mit Bomben be- mit Ruhe erwarten will. So wird dem britischen Bürger in der handgreiflichsten Weise die Lügenhaftigkeit seiner augenblicklichen politischen Führung vor Augen geführt, so sieht der britische Bürger mit eigenen Augen, daß seine Insel nicht mehr umgur- tet wird durch die Kriegsschiffe Seiner Majestät, sondern durch deutsche Fliegerbomben, U-Boot-Torpedos und die Wracks der englischen Handelsflotte. Was unter diesen Umständen das Schweigeverbot bedeutet, das die für Freiheit und Demokratie kämpfende Londoner Plutokratenregierung ihren Schaflein auferlegt hat, das wird sich zuletzt auch der begriffsstutzigste Insulaner an seinen fünf Fingern abzählen können. Ev- Die Nutzbarmachung der „durch die ständige Verdunklung gegenwärtig überflüssigen Londoner Laternenpfähle für die Aufrüstung verlangt der „Evening Standard". Das dem englischen Luftfahrtminister Lord Beaverbrook gehörende Blatt begründet seine Forderung mit dem katastrophalen Stahlmangel in der englischen Rüstungsindustrie und rechnet aus, daß die etwa 100 000 Laternenpsähle der englischen Hauptstadt rund 20 000 Tonnen Stahl ergeben würden. Wlienischer Wehrmachisberichl Rom, 15. Juli. (DRV.) Der italienische Heeresbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht teilt mit: i Im westlichen Mittelmeer hat eines unserer U-Boote einen feindlichen Zerstörer und ein feindliches U-Boot versenkt. Nächtliche Luftangriffe des Feindes auf Tobruk haben weder Opfer noch Schaden verursacht. In O st - A f r i k a hat unsere Luftwaffe den See- und Luftflottenstühpunkt von Aden wirksam mit Bomben belegt. Bei einem Erkundungsflug im Luftraum von Buna sind feindliche Truppenzusammenziehungen mit Maschinengewehrseuer bestrichen und zwei Flugzeuge am Boden zerstört worden. Der Feind hat auf Afsab vergebliche Luftangriffe unternommen. Ein Flugzeug ist abgeschossen worden. Englische Kolonialsesiung in Ostafrika gestürmt. Stockholm, 15.Juli. (Europapreß.) Geschickt operierende italienische Bodentruppen haben m Zusammenarbeit mit der Luftwaffe den stark verteidigten englischen Stützpunkt M o y a l e an der Grenze -wischen Kenya und Abessinien eingenommen. Seit fünf Tagen waren sie gegen die englischen Stellungen vorgegangen. Die Befestigungen hielten dem starken Ansturm nicht stand und mußten wie der englische Nachrichtendienst mitteilte, zweimal erneuert werden. Der Emsatz^ englischer Verstärkungen konnte nicht wirksam werden, da die Engländer zu schnell aus ihren Stellungen ged.räugt wurden. Wie der Londoner Nachrichtendienst zu der Niederlage mitteilt, handelt es sich um einen Rückzug, „der nach vorher ausgearbeiteten Plänen vor sich geht". Am Sonntag wieder Lustangriffe auf Gibraltar. Der Wehrmachisbericht vom Montag. Berlin, 15. Juli. (DRB. Funkspruch.) wir jetzt lieber an die Zukunft!" Wer hätte das denken können, sagt heute Herr Churchill. Er denkt an die schönen Tage vor genau einem Jahr, da er am 14. Juli am französischen Nationaltag auf den Pariser Champs Elysees beim Anblick der großen Parade den Entschluß faßte, diese „imposante Armee" für England kämpfen zu lassen, bis zum letzten Franzosen. Er seufzt tief auf bei dieser Erinnerung: „Wer hätte damals vor.aussehe n können, was der Lauf eines einzigen Jahres herbeiführen könne. Ja, wer das gekonnt hätte in England. Freilich wäre es Ihre Sache gewesen, Herr Churchill! Der hätte ganz gewiß keine Blankovollmacht an Polen gegeben, ganz gewiß keinen Krieg in Norwegen gesucht, ganz gewiß Holland und Belgien nicht als Aufmarschgebiet gegen Deutschland in Anspruch genommen und ganz gewiß keine Armee nach Flandern geschickt, nur, um auch dort „glorreiche Rückzüge" anzutreten. Am Nationaltag der Franzosen, diesmal einem melancholischen Fest, sucht Herr Churchill diese, die er eben noch hundsföttisch beschimpft hat, auszu- muntem, indem er ihnen verspricht, es würde schon wieder einmal ein 14. Juli kommen und indem er ihnen versichert, daß ,chie Briten weder Worte noch Gedanken des Tadels gegen die Franzosen" hatten. Welcher Abgrund von Heuchelei! Herr Churchill hat diese Franzosen beschimpft, aber es war nicht böse gemeint. Er spricht auch in dieser Rede von ihren „delirierenden Schreien und Gesten des Verendens". Aber er sagt zu seinen Landsleuten, „ihr dürft ihnen dafür nicht böse sein", dem armseligen, miserablen Wieder haben, wie der Wehrmachtsbericht vom 15. Juli meldet, deutsche Kampfflieger britische Geleitzüge im Kanal angegriffen und die feindlichen Schiffe teils versenkt, teils so schwer beschädigt daß sie für ihre Aufgabe nicht weiter verwendbar sind. Auch die Ueberlegenheit der deutschen Jagdmaschi- nen und Piloten über die englischen Jager hat sich wieder sehr deutlich erwiesen. Es ist nicht unwichtig, daran zu denken, daß diese Kämpfe im Kanalgebiet Über ihre militärische Bedeutung hinaus auch einen sehr starken psychologischen Faktor darstellen, weil ja die englische Zivilbevölkerung an den Küsten tagtäglich und allnächtlich Zeuge dieser Vorgänge und ihrer für das britische Prestige nicht gerade schmeichelhaften Ergebnisse wird. Wir wissen aus den Schilderungen neutraler Journalisten in London, welch ungeheuren Eindruck das kriegerische Feuerwerk im Kanal auf die Küsten- Britische Gorgen S t o ck h o l m, 16. Juli. (Europapreß.) In London wurden Pläne ausgearbeitet, die zum militärischen Schutz der Themse beitragen sollen. Es wird keine Fischereierlaubis mehr gegeben und allen Unbefugten der Zugang zu Hafenanlagen aller Art und anderen wichtigen Anlagen verboten. Weiter sollen Maßnahmen ergriffen werden, um Flugzeuglandungen auf der Themse, Brückensprengungen und andere militärische Operationen zu verhindern. Es ist klar, daß die Methoden nicht unbegrenzt lange Erfolge haben, wenn sie immer wieder durch die Ereignisse selbst ad absurdum geführt werden. Mit Propaganda — auch mit Nachrichtenpropaganda — allein läßt sich eben kein Krieg gewinnen, wenn die Entscheidungen auf dem Kriegsschauplatz nicht nur einmal, sondern immer wieder anders ausfallen, als die Propaganda es erwarten laßt. Nach den letzten Ereignissen in Frankreich, dem raschen Sieg der überlegenen deutschen Führung und der überlegenen deutschen Truppen und Waffen dürfte die Propaganda der Westmächte auch in Südamerika ausgespielt haben. Um der Wahrheit und Gerechtigkeit willen muß hier freilich auch gesagt werden, daß es natürlich auch in diesen Landern zahlreiche Leute gab, die von vornherein, namentlich aber nach dem deutschen Sieg m Polen, den Methoden der Nachrichtenpropaganda der Westmächte und an die von dieser Propaganda verteidigte Sache selbst nicht mehr glaubten. Auch die berühmten Märchen von der angeblichen Minderwertigkeit des deutschen Kriegsmaterials, dem deutschen Rohstoffmangel und dem Zwang, nach wenigen Monaten den Krieg aus diesen Gründen auf- geben zu müssen, fanden bei diesen besser Unterrichteten nicht mehr uneingeschränkten Glauben. Zu denen, die immer wieder auf die große deutsche Ueberlegenheit, auch im Kriegsmaterial, hinwiesen, gehörten namentlich die Militär- und Marinefachleute, die Generale und Marineoffiziere, die als Militärfchriftsteller und als regel- mäßige Mitarbeiter der großen Zeitungen den Gang der Ereignisse verfolgten und ihre Leser über die militärische Stärke der Gegner sowie über Die Bedeutung der einzelnen Kriegsvorgänge unterrichteten. So tarn es oft vor, daß angesehene Zeitungen in ihrem Nachrichtenteil vorwiegend nordamerikanisches oder Nachrichtenmaterial der Westmächte brachten, worin die Mißerfolge der Weft- mächte fühlbar beschönigt wurden, während die militärkritischen Artikel der gleichen Zeitungen — aus der Feder bekannter südamerikanischer Offiziere — deutlich erkennen ließen, wer in diesem Kriege Südamerika und der deutsche Sieg Don unserem <5. A.-Korrespondenten. Der gewandelte Lhurchill. Die Rede wollte geredet sein, die Herr Churchill am Londoner Rundfunk hielt. Er war raum wiederzuerkennen. Wie anders las man vor Tisch so vieles! War da nicht der Mordbrennerubersall von Dran auf die Franzosen ein „neues Trafalgar", ein „glorreicher Sieg", eine Heldentat im „besten Geiste Nelsons"? Wie aber redet Herr Churchill heute von der Sache? Ganz un Ion eines Aufsichtsrates, der „die schmerzliche Pflicht erfüllt", das Hinfcheiden des großen Aktienpaketes feiner Gesellschaft anzuzeigen, wobei immer die faustdicken Lügen mit unterlaufen. So auch hier bei Herrn Churchills „schmerzlicher Pflichterfüllung . Er lügt, die von den Engländern meuchlings über- fallenen französischen Schiffe wären sonst „nach den Bestimmungen von Compiegne m die Hande Deutschlands gefallen". Das Gegenteil ist wahr. Die Bestimmungen von Compiegne, der ganzen Welt ja bekannt, boten den Franzosen die Bürgschaft dafür, daß ihre Schiffe nicht in die Hände Deutschlands fallen würden, und hatten lediglich den Zweck, sie nicht in d i e Hand e Englands zur Verwendung gegen Deutschland fallen zu lassen. Was ja nun auch trotz der Strauchdiebereien der englischen Flotte nicht geschehen ist. Aus dem „neuen Trafalgar" ist also eine „schmerzliche Pflichterfüllung" geworden, aus dem „glorreichen Sieg" eine „traurig stimmende Phase in unseren Beziehungen zu Frankreich". Aus der „Heldentat im besten Geiste Nelsons" eine Sache, an die man lieber nicht mehr denken soll: „Denken Dienstag J6.3uli 1940 Annahme von Anzeigen , für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr desVorrnittags Anzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvf-je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstastelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kampffliegerverbände griffen im Zuge der bewaffneten Aufklärung über dem Kanal britische Geleilzüge an und versenkten drei Handelsschiffe mit insgesamt 17000 VRT. Ein Zerstörer, ein Hilfskreuzer und vier weitere Handelsschiffe wurden durch Bombentreffer schwer beschädigt und zum Teil in Brand gesetzt. Ls kam wiederholt zu Lustkämpfen zwischen deutschen und britischen Jagdverbänden, in deren Verlauf vier britische Jäger vom Wüster hurricane und zwei eigene Flugzeuge a b g e s ch o s s en wurden. Im Laufe der Nacht zum 15. Juli griffen unsere Kampfflugzeuge Hafenanlagen, Flugplätze und Werke der Rüstungsindustrie in S üb- england an. Die Wirkung der Bombenangriffe war an allen Zielen durch Brände und starke Explosionen vor allem in Faversham, weithin sichtbar. Britische Flugzeuge warfen auch in der Nacht zum 15. Juli in Nord- und Westdeutschland wahllos Bomben ab. Der entstandene Sachschaden ist unbedeutend. Durch Flakartillerie wurden zwei britische Flugzeuge, durch Nachtjäger ein Flugzeug abgeschossen. wirtschaflliche und soziale Ordnung in Europa, und damit im „Herzen der Welt" hervorgehen wird, die selbstverständlich auch ihre Rückwirkungen aus die übrigen Kontinente und namentlich auf deren wirtschaftliche Beziehungen zum neuen Europa haben wird. Gleichzeitig ist man sich klar darüber — und die ersten Stimmen aus USA. im Zusammenhang mit dem bereits früher behandelten Plan einer Kontrolle und Monopolisierung des gesamt- amerikanischen Außenhandels durch Nordamerika weisen in die gleiche Richtung — daß in nächster Zukunft mit verstärkten Bemühmungen der Nordamerikaner um Ausdehnung und Festigung ihres politischen und wirtschaftlichen Einflusses auf ganz Südamerika zu rechnen sein wird. Also mit Dem Versuch Nordamerikas, Das große wirtschaftliche Kräftereservoir eindeutig für seine eigenen Zwecke Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Monats-Berugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger Postscheck 11686 Franks M. krönt wurde. Die Methode, die bei der Irreführung der Oeisenllichkeit angewandt wurde, war immer wieder die gleiche. Deutsche Erfolge wurden solange von den Heeresberichten und den Nachrichtenbüros der Westmächte abgeleugnet, bis wieder neue, noch größere deutsche Siege erfochten waren, so daß man wohl oder übel die vorangegangenen zugeben mußte. Tagelang sprach man davon, daß Die polnischen oDer Die norwegischen oDer Die französischen oder die englischen Truppen deutsche Angriffe „siegreich zurückwiesen", während in Wirklichkeit diese Truppen bereits den Rückzug angetreten hatten. Und als aus dem Rückzug schon eine wilde Flucht geworden mar, wurde diese noch als „taktisches Rückzugsmanöver" dargestellt, wodurch die Heeresgruppen der Westmächte „in Wirklichkeit ihre Stellungen verbessert" hätten. Wenn dann schließlich das „bittere Ende" kam; wenn die Expeditionstruppen Norwegen schleunigst verlassen muhten, um nicht aufgerieben zu werden; wenn erst die holländische und bald darauf die belgische Armee die Waffen streckte; wenn die Reste des eng- englischen und französischen Heeres in Flandern über das Meer fliehen mußten; wenn Pans eingenommen wurde; wenn Verdun, das in vier Jahren im Weltkrieg nicht überrgnnt werden konnte, in einem Tage fiel, und wenn schließlich ganz Frankreich kapitulierte: dann überließ man es dem geneigten Leser und Rundfunkhörer, sich aus allem Vorangegangenen und den zuletzt nicht mehr abzuleugnenden Tatsachen selber ein Bild zu Buenos Aires, im Juli 1940. Den Südamerikanern ist es in den letzten Wochen, die feit dem entscheidenden Datum des . 10. Mai, dem Beginn der deutschen Riesenosfensive im Westen, vergangen sind, nicht anders ergangen als den meisten Menschen, die außerhalb der deutschen und der italienischen Grenzen leben: Jetzt erst haben sie begriffen, welch ungeheure Machtfülle die aufgebaute deutsche Armeee darstellt und was es bedeutete, diesem Deutschland den Krieg aufzuzwingen. Die Nachrichtenpropaganda der Westmächte und die beiden nordamerikanischen Nachrichtenbüros beherrschten in Südamerika in weitem Maße das Feld. Sie haben es immer wieder verstanden, die Oeffentlichkett dieses Erdteils — mit wenigen Ausnahmen — irrezuführen und sie so lange über die wirklichen Zusammenhänge und den Stand der Dinge im europäischen Kriege zu täuschen, bis die Tatsachen eine nicht mehr zu überhörende Sprache redeten und bis sich die Wahrheit dann schließlich, wenn auch recht spät, durchsetzte. Das war schon im polnischen Feldzug so; es war nicht anders im norwegischen Kriege, und es war auch so bei der gewaltigen Offensive im Westen, die mit der Niederwerfung Hollands und Belgiens begann und durch Den in Der Weltgeschichte einzig dastehenden Triumph Der deutschen Waffen in Frankreich ge- Was wird nun kommen?, so fragt man sich in Südamerika. Wenn auch niemand auf diese Frage eine konkrete Antwort zu geben vermag, so ist man doch allgemein davon überzeugt, daß nun am Endsieg Deutschlands und Italiens nicht zu zweifeln ist, . und daß aus diesem Kriege eine neue politische, I zu benutzen. flieg« auf b en Flughafen Pari 5-Sill e ° neun e-Orly mit nach Haufe gebracht haben. Deutlich find alle Einzelheiten zu erkennen, und zwar ......GiesMerAMM General-AnzeigersürOberhessen'^^"'^' Häuflein Dreck. Mehr noch, England muß für die „Wiederherstellung" des ganzen alten Dxeckhaufens sorgen. „Dos Bündnis zwischen Großbritannien und Frankreich bleibt bestehen", und will Frankreich nicht mehr Englands Bruder sein, schlägt man ihm eben, wie bei Oran, den Schädel ein. Glaubt der über dem Abgrund hängende verzweifelte Spieler Churchill wirklich in dieser Stunde noch moralische Eroberungen in dem durch ihn zu- gründe gerichteten Frankreich zu machen? Glaubt er seine bedrückten Engländer wirklich aufheitern zu können durch die Feststellungen, es weise „alles darauf hin, daß der Krieg lang und grausam sein wird?" Werden die Engländer sich in heroische Hoch« stimmung versetzen lassen dadurch, daß Herr Churchill ihnen in dieser Stunde zuruft: „Wir kämpfen zwar allein, aber wir kämpfen nicht für uns allein." Die Londoner dürsten eher aufhorchen bei Herrn Churchills Aufforderung, „auch einem plötzlichen heftigen Schock die Stirn zu bieten" und, „was noch härter ist, eine unendlich lange Wache zu beziehen" — bis 1941, bis 1942 und noch länger. Der alte Hasardeur tut und sagt im übrigen das einzige, was ihm noch bleibt. Er spielt den rabiaten Amokläufer; er „duldet keine Verhandlung e n". Als ob ihm jemand welche angeboten hätte. Er will Krieg mit Händen und Füßen, Krieg bis aufs Messer, Krieg bis zum Weißbluten: „Wir betteln nicht um Bedingungen, sogar wenn wir des Mitleids bedürftig sein würden, würden wir nicht darum betteln. Ich kann sehr wohl verstehen, wie unfreundlich gesinnte Zuschauer jenseits des Atlantiks oder besorgte Freunde in den noch unversehrt gebliebenen Ländern Europas sich über unsere Zukunft ängstigen ... Aber Hitler hat noch nicht gesehen, wie ihm eine große Nation widersteht, die über dieselbe Willenskraft verfügt wie er." Man muß ihm das nachsehen. Es ist das Letzte was ihm bleibt. Man muß ihm auch nachsehen, daß er, wie er nach allen seinen Niederlagen, nach Polen, nach Norwegen, so auch jetzt nach Frankreich die Lage Englands durch die Niederlage nur verbessert findet und die Pläne Hitlers, die er freilich nicht kennt, „durch unsere neue Lage vollständig umgeworfen" sind: „Vor zwei Monaten und sogar noch vor einem Monat zielte unser Hauptstreben dahin, unsere beste Armee in Frankreich zu halten. Heute haben wir unsere ganze Armee auf unserem Boden. Noch niemals, auch nicht während des letzten Krieges, hatten wir-auf dieser Insel eine Armee, die an Qualität, Ausrüstung und Zahl mit der hätte verglichen werden können, die hellte bei uns Wache hält." Er schwelgt in Zahlen, in Millionenziffern und will „jedes Dorf, jede Stadt verteidigen. Wir werden vorziehen London in Asche und Ruinen zu sehen, bevor wir es unterworfen sehen wollen." So hieß es wörtlich durch denselben Londoner Rundfunk vor wenigen Wochen noch mit Bezug auf Paris. Wir sagen dazu nur: Warschau. Wir sagen dazu nur: Rottedam. Um seine Renom- mage glaubhafter zu machen, versichert Churchill die turmhohe Ueberlegenheit der englischen Luftwaffe über die deutsche, und das ausgerechnet nach diesen Tagen, welche die Unterlegenheit der englischen Fliegerei klarer als je erwiesen. Aber in Churchills Lage gibt es keine Wahl als die: Aufgeben oder weiterprahlen! — Ob die Engländer sich wirklich zu Heldentaten werden steigern lassen durch die Feststellung, daß bis jetzt alles nur Vorspiel war, daß sie zwar „böse Tage erlebt haben, aber bösere erwarten müßten?" Ob sie wirklich sich heldisch gestimmt fühlen werden durch Herrn Churchills Schwüre, jetzt auch bis zum letzten Engländer kämpfen zu wollen? Wir warten es ab. Unsere Losung war keinen Augenblick eine andere als: „Gegen Enge land !" Sie Hilflosigkeit eines schlechten Gewissens. Das Echo der Churchill-Rede in Bichy. Bern, 16. Juli. (DNB.) In einer Verlautbarung der Agentur Havas wird ausgeführt: In Vichy sind die Erklärungen des englischen Premierministers kältester Zurückhaltung begegnet. Nach einem Attentat, das alle Franzosen zutiefst berührt hat, hat er nicht einmal die Worte zu fin- den gewußt, die die Abscheulichkeit hätte mildern können. Die Rede Churchills ist nur ein Gemisch unbescheidener Belehrungen an die Adresse Frankreichs und widerspruchsvolClara Viebig. Zu ihrem 8V. Geburtstag, 17. Juli. Clara Viebig gilt uns vor allem als Dichterin des Rheins, der Eifel. Sie ist aber ebenso sehr eine Dichterin des deutschen Ostens, des uns so lange verlorenen und nun wieüeraewonnenen Posener Landes. Ein gutes Schicksal läßt sie am Abend ihres Lebens noch die Befreiung dieses Landes, der Heimat ihrer Eltern und ihrer Vorfahren, erleben, um dessen Verlyst sie heiß getrauert. Ihr Vater war Gutsbesitzerssohn aus der Provinz Posen, der auch ihre Mutter entstammte. Im Jahre 1848 hatte der Vater der Frankfurter Nationalversammlung als Abgeordneter der Stadt Posen angehört und war dann als Regierungsbeamter im Westen geblieben, zuerst in Trier, wo Clara Viebig geboren ist, dann in Düsseldorf, der Rheinstadt, der die Dichterin ihre ersten und stärksten Jugendeindrücke verdankt. So verbindet diese 5rau in ihrer Herkunft den äußersten Osten und den Westen des Reiches, und nahe Berührung mit dem Volk in beiden Grenzländern, ihre lebhafte Phantasie und nicht zuletzt ibre „Lust am Fabulieren" schenkte ihr die Krast, das Volk dieser deutschen Gaue in seiner Arbeit und in seinem Feiern, seinem urkräftigen Lieben und Hassen mit ungeschminkter Anschaulichkeit darzustellen. Wie sie, die Tochter des hohen Beamten, über den so eng gezogenen Kreis der damaligen „höheren Tochter" hinauswuchs und wie sie es lernte, dem „Volk aufs Maul zu schauen", um dieses Lutherwort hier zu gebrauchen, hat sie selbst, in einer reizenden Plauderei aus ihrer Jugendzeit erzählt. Als Backfisch wurde sie in ihre Vaterstadt Trier in das Haus eines Freundes ihrer Eltern, des Landgerichtsrates Matthieu, gegeben, um hier „ihre Bildung zu vervollkommnen". Dies geschah auf recht eigenartige Weise: „Onkel Matthieu war Untersuchungsrichter; wenn er mit seinem Sekretär auszog, um Tatbestände auszunehmen, um Obduk- tionen beizuwohnen, so zog ich mit aus, das heißt, man setzte mich in irgendeinem Wirtshaus ab und empfahl mich der Obhut der Frau Wirtin. Es dauerte oft lange, bis die Herren ihre- Geschäfte erledigt hatten, aber mir wurde die Zeit nicht lang. Mrtinnen sind meist gesprächig, sie wissen zu erzählen; und ich wußte zu fragen. In den kleinen Eifelgcjrten, wo wild durcheinanler Behauptungen, die auf die völlige Hilflosigkeit eines schlechten Gewissens hinzuweisen scheinen. Einen ehemaligen Waffengefährten anzll- areifen und zu verwunden, um dessen Sicherheit besser zu gewährleisten, ist eine Uebertreibung der Nächstenliebe, die man Herrn Churchill gern erspart hätte. Wenn andererseits nach den ersten Kämpfen, die Frankreich für seinen ehemaligen Verbündeten geliefert hat, nachdem dieser sechs Monate Zeit hatte, um sich auf den Krieg vorzubereiten, Churchill Frankreich seines „W o h l w o l - lens" versichert, so scheint das in keinem Verhältnis zu den von Frankreich gebrachten Opfern zu stehen. Dieses Wvhlwollen besteht übrigens nur aus Worten. Auf der einen Seite dezimierte Armeen und eine schwer getroffene Bevölkerung, auf der anderen Seite undesttmmte^ Versicherungen des Wohlwollens nach der Zerstörung unserer Kriegsschiffe und der Beschlagnahme unserer Handelsschiffe. In französischen Kreisen bemerkt man auch, daß Churchill jetzt nichts Gutes an dem frühe- ren Regime Frankreichs läßt, daß er es mit Lob zudeckte, so lange es ihm gehorchte, während er es jetzt als verfault bezeichnet. Bomben auf britischen Geleitzug. DNB......,15. Juli. (PK.) So schlimm stand es noch nie um England. Vom Nordkap bis zur Biskaya reicht die Zange der deutschen Wehrmacht und der gesamte englische Handel steht ständig unter deutscher Kontrolle. Dazu kommt die Abriegelung des Mittelmeeres durch Italien, die England bei der Versorgung mit den lebensnotwendigen Gütern, darunter Oel, hindert oder zu großen Umwegen zwingt. Ununterbrochen starten die deutschen Flugzeuge zu ihren Kontrollflügen gegen die britische Küste. Eben sind hier wieder zwei Ketten aufge- stiegen. Der Verband nimmt unter ständigem Steigen Kurs auf England. Gleichmäßig brummen die Motore. Die Besatzungen sehen aus ihren gläsernen Kästen gleichmütig auf das vertraute Bild unter ihnen. Die Einheit fliegt über besetztes Land, das noch vielfach sichtbare Spuren heftiger Kämpfe trägt und nähert sich schnell der Küste. Da sieht man auch schon d i e Brandung gegen die Felsen anlaufen, wie ein in ständiger Bewegung befindlicher weißer Gürtel. Nun sind die Flugzeuge über dem Meer und gleiten über eine gleichmäßige bläulichgraue, unendliche Fläche, die an ihren Rändern im Dunst versinkt. Gespannt betrachten Beobachter und Bord- schützen den Horizont. Denn man muß in diesem Gebiet vor patrouillierenden englischen Jägern auf der Hut sein. Ständig wird die weite Wasserfläche durch starke Ferngläser nach Schis- f e n ab gesucht, aoer vergebens. Das früher hier so belebte Meer ist wie leergefegt. Viertelstunde auf Viertelstunde vergeht. Gleichmäßig ziehen die deutschen Maschinen an der englischen Küste entlang und lähmen schon allein durch ihre dauernde Anwesenheit die lebensnotwendige englische Einfuhr. Verödet liegen die riesigen Entladungsanlagen gerade in den wichttgsten englischen Häfen, durch die Old-England früher vorwiegend versorgt wurde. „Geleitzug in Sicht!" Diese Meldung reißt alle Männer aus ihren Betrachtungen. Mit Volldampf strebt der Geleitzug der englischen Küste zu. Unser Verband geht in Angriffsformation, die Beobachter starren, die Hand am Abwurfgriff, auf die immer näher kommenden Ziele, und jedes Flugzeug steuert „fein" Schiff an. Die Engländer haben den deutschen Verband bemerkt. Die begleitenden Kriegsschiffe fahren Z i ck z a ck k u r s , während die Handelsdampfer ergeben ihre Bahn weiterziehen. Da sieht man auch schon die ersten Flak- schüsse. Das Feuer ist aber schlecht gezielt, und die kleinen schwarzen Explosionswölkchen können den deutschen Angriff nicht hindern. Die ersten Flugzeuge sind Über dem Ziel. Aus den geöffneten Bombenklappen purzeln die Bomben und sausen in ihrer Kurvenbahn auf die englischen Schiffe zu. Ein Treffer ist aus großer Höhe auf die relativ kleinen beweglichen Ziele nicht leicht, und man soll nicht denken, daß nun jede Bombe sitzt, aber ganz dicht umdie Schiffe sieht man die Aufschläge, und da ist auch bereits der erste Volltreffer erzielt. Man sieht es mittschiffs aufblitzen, und bald zieht der Dampfer eine dicke Rauchwolke nach sich. Angriffswelle rollt auf Angriffswelle über den Geleitzug. Im Eifer des Gefechts wird die Flakabwehr fast gar nicht beachtet, alles ist nur auf das eine Bestreben „Volltreffer" gerichtet. Die Bomben sind abgeworfen. Auf drei der englischen Schiffe sieht man Feuerwirkung. Weitere deutsche Verbände sind im Anflug, und es ist sehr fraglich, ob und wie viel Schiffe am Ende ihrer Fahrt unbeschädiat in einen englischen Hafen einlaufen. Eine Fahrt nach England ist eine sichere Fahrt in den Tod. Eduard Amphlett. Nie gememvliche Selbstverwaltung im Generalgouvernement. Warschau, 15. Juli. (Europapreß.) Für die Neuordnung und den Wiederaufbau der ehemaligen polnischen Selb st Verwaltung ist eine Verordnung über die Bildung und Verwaltung von Gemeindeverbänden im Generalgouvernement von grundsätzlicher Bedeutung. Der Gemeindeverband hat die Aufgaben einer öffentlichen Gebietskörper- schaft, wie Unterhaltung und Bau von Straßen, Förderung der Landwirtschaft, der Volksgesundheit und des Sparkassenwesens, Unterhaltung von Fachschulen und Feuerschutz. Der Kreishaupt- mann, dem der Gemeindeverband untersteht, kann einen Gemeindeoerbandsausschuß berufen, den er zu Beratungen hinzuzieht. DiF früheren polnischen Sammelgemeinden, die den größten Teil der Gemeinwesen stellen, haben damit eine neue Instanz gewonnen, an die sich ihre Schulzen, die sogenannten W o j t s , mit allen ihren Sorgen, auch solchen finanzieller Natur, wenden können. Mit dieser Verordnung ist die Grundlage für den Derwaltungs- aufbau im Generalgouvernement gelegt Das Generalgouvernement ist in vier Distrikte Krakau, Lublin, Radom und Warschau eingeteilt. Die Distrikte zerfallen in Land - und Stadtkreise, die durch einen deutschen Kreishauptmann verwaltet werden. Kreisfrei sind die Disttiktsstadte und Tschenstochau. Gemeinden und Städte werden von polnischen Bürgermeistern verwaltet, denen je nach der Größe der Gemeinde fünf bis zehn Berater zur Seite stehen, die aus der Bevölkerung ausgewählt werden. Eine Einwohnerabaabe wurde einaeführt zur Durchführung von Fürsorgemaßnahmen für die polnische Bevölkerung. Sie muß von jeder Person über achtzehn Jahren entrichtet werden. Die Abgabe ist nach der Höhe des Einkommens gestaffelt und wird zum erstenmal im August dieses Jahres zugunsten der Gemeinden erhoben, die zwei Drittel an die zuständige Kreishauptmannschaft zur lieber» nähme der Fürsorge bedürftiger leistungunfähiger Gemeinden abführt. Die Gemeinden des ehemaligen polnischen Staates, die durch das Fehlen eines Fürsorgegesetzes niemals Mittel für die Bedürfnisse der Fürsorge besaßen, werden nun in den Stand gesetzt, die Not der Bevölkerung zu lindern. Die Warschauer Gasanstalt, an deren Anlagen während der Kriegshandlungen erheblicher Schaden entstand, ist gegenwärtig zu achtzig vom Hundert wieder in Betrieb. Es ist das Verdienst der deutschen Leitung, daß in der Zeit der schweren Januar-Fröste während der größten Kohlenknappheit die polnische Bevölkerung Gasheizung zur Bereitung warmer Mahlzeiten hatte. Bisher wurden ferner von 540 Kilometer Hauptleitungen 450 Kilometer ausgebessert und 18 500 Gebäude an das Gasnetz angeschlossen. Don den 6970 Warschauer Gaslaternen sind heute 3800 in Betrieb. Die Wiederherstellungsarbeiten vor allem an den Weiterver- 49deutscheZäger siegen Ü6er45®rtfett Nach dem OKW.-Bericht vom (Sonntag kam es über dem Kanal zu sehr schweren Luftkämpfen. In drei verschiedenen Gefechtshandlungen wurden insgesamt 10 Gegner abgeschossen, während von den eingesetzten deutschen Maschinen nur eine verlorenging. Im Hauptgefecht trafen 19 deutsche Jagdmaschinen vom Typ „BF. 109" (den unser Bild zeigt) auf 45 Gegner vom Muster Hurricane, von denen 6 vernichtet wurden, während wir keinen Verlust zu verzeichnen hatten. Die Lustkämpfe sind deshalb besonders beachtenswert, weil sie zwischen Konstruktto» nen geführt wurden, die beide für den gleichen Zweck gebaut sind. Es erwies sich also nicht nur die Ueberlegenheit der deutschen Flieger, sondern auch die der deuffchen Flugzeugtypen. (Scherl-Bilderdienst-M.) arbeitungsanlagen werden eifrig fortgesetzt. Auch die Warschauer Parkanlagen, vierzehn Darks, einhundertfünfundfünfzig Grünflächen und secystau- send Grünstreifen an Straßen mit einer Fläche von insgesamt sechshundertneunundachtzig Hektar wurden unter deuffcher Oberaufficht wieder instand- gesetzt. Alle Luftschutzgräben und Geschoßttichter sind nun zugeschüttet. Oie neuen Ostgebiete. Das Statistische Reichsamt veröffentlicht Zahlenmaterial über die Neugliederung im Osten des Reiches. Die nach dem Zerfall des polnischen Staates in das Reich eingegliederten Ostgebiete samt Danzig umfassen 93 900 Quadratkilometer mit rund zehn Millionen Einwohnern. Damit hat das Deutsche Reich (ohne das Protektorat Böhmen und Mähren) jetzt rund 681 000 Quadratkilometer mit rund neunzig Millionen Einwohnern. Die übrigen von den deutschen' Truppen besetzten polnischen Gebiete bis zur deutsch-sowjetrussischen Inte ressen grenze bilden das Generalgouvernement mit 96 000 Quadrcttkilometer und lOVi Millionen Einwohnern. Im Zuge der Neuordnung im Osten wurden d i e Reichsgaue Danzig-Westpreußen und Warthe land geschaffen, während die weiteren eingegliederten Gebiete zu den Provinzen Ostpreußen und Schlesien kamen. Ostpreußen ist der Ein- wohnerzahl nach jetzt mit 3,3 Millionen Einwohnern ungefähr so groß wie die Provinz Hannover ober die Mark Brandenburg. Der Reichsgau Danzig- Westpreußen steht unter den Gebieten mit mehr als zwei Millionen Einwohnern nach seiner Einwohnerzahl von 2,2 Millionen an legier Stelle im Reiche. Etwa die gleiche Größe hat die Provinz Pommern mit 2,4 Millionen. Der Reichsgau Warthe land hat 4,5 Millionen Einwohner und steht damit an sechster Stelle. Die Einwohnerzahl der Provinz Schlesien erhöht sich auf 7,5 Milder Unkraut und brennende Liebe, Kartoffeln und Sturmhut, Feuerlilien und Nachtschatten wuchern, hörte ich manche Geschichte von Liebe und Haß, von frommem Gelübde und verbrecherischer Schyld, von Wallfahrtswundern und gebrochener Treue, von Habgier, von Mißgunst. Wie draußen in der weiten Welt, so war's auch hier in der Einsamkeit. Nur daß die Leidenschaften hier gewaltiger wachsen, sie wachsen ungezügelt, sie werden riesengroß. Die Sonne prallte heiß aufs Hochland, das Blut stieg mir zu Kopfe; nicht alles taugt für Mädchenohren. Und was die Zurückkehrenden erzählten — ich ließ ja keine Ruh, ich mußte es ja wissen, was der Richter in seinen Akten ausgezeichnet hatte — das war auch nicht gerade geeignet für ein Pensionsfräulein. Aber hat es mir geschadet? O nein! Ich bin dem Volk in seinem Denken und Empfinden nahe gekommen. Ich bin wohl erschaudert beim derben Tritt, mit dem es die Erde stampft; niederge- treten wird vieles unter nägelbeschlagener Sohle, alles was schwach ist und lebensunkräftig. Erbarmungslos ist das Volk, hart, aber es kann auch lieben urkräftig, es folgt feinen Trieben unbefangen und schämt sich ihrer nicht." Gewann Clara Viebig hier noch halb unbewußt die Stoffe zu vielen ihrer späteren Bücher, zu „Rheinlandstöchter", „Kinder der Eifel", „Das Kreuz im Venn" und anderen, so kannte sie bis zu ihrem 20. Lebensjahr ihre „zweite Heimat", Posen, nur aus den Schilderungen ihrer Mutter, die eine geborene Erzählerin war und der Tochter die eigene Heimat und die großen geschichtlichen Ereignisse, die sie dort.erlebt, die polnische Revolution und das Jahr 1848, so anschaulich darstellte, daß die Zuhörende glaubte, selbst dabei gewesen zu fein. Als nach dem Tode des Vaters Clara Viebig mit ihrer Mutter nach Berlin zog, um Gesang zu studieren, war sie lange Sommer hindurch auf Gütern von Verwandten teils im deutschen, teils im polnischen Teil der Provinz monatelang zu Gast. Und in diesen Sommern ist ihr „auch dieses Land des Ackerbaues, der Ebenen und Seen... die unbegrenzte, sonnenflimmernde Weite, in der das Korn reift", nah gekommen und sie hat fühlen gelernt, daß sie diesem Land entftammte. Sie ist den Wegen des Großvaters nachgegangen, der stolz auf feinen drei Gütern faß, Rokitten, Rhyn und Golmütz, und des Urgroßvaters, der wenig zufrieden sein würde, „baß nur noch auf Rokitten ein Viebig sitzt. Er war der Mehrer der Güter, und wenn er den polnischen Herren, die es nicht anders taten als vierelang bei ihm vorzufahtt-n, mit vier Ochsen den Besuch erwiderte, so war er auch allezeit ein Mehrer des Deutschtums ..." Aus diesen Eindrücken erwuchs ihr einer ihrer stärksten Romane, „Das schlafende Heer", das östliche, warnend visionäre Gegenbild zu ihrer „Wacht am Rhein", „Eine Handvoll Erde" und manche andere. Es war ursprünglich wirtschaftliche Not gewesen, was die Dichterin dazu gebracht hatte, durch einige Skizzen und Novellen dem kargen Berliner Haushalt aufzuhelfen. Denn es hatte sich bald herausgestellt, daß zu der erträumten Laufbahn der Konzertsängerin die Stimmittel doch nicht reichten, und es waren schwere und harte Jahre. Aber während die ersten rheinischen Skizzen noch in unpersönlichem konventtonellem Stil geschrieben waren, so rang sich doch bald das starke Naturell der Dichterin zu einem ganz eigenen Ton durch „Das Derbe zog. mich an", bekennt sie selbst von sich, und wenn diese Vorliebe für das „Derbe" sie auch bisweilen au einem allzu grellen Realismus hingerissen hat, so ist sie doch mit der langen Reihe >rhrer Bücher eine echte und starke Heimatdichterin geworden. Die s/4 Millionen Bände, in denen ihr Werk in Deutschland verbreitet ist, beweist, wie stark sie das Ohr des Volkes gewonnen hat. C. K. ,/Oonauschiffer." In einer unterhaltsamen Weise schildert der neue Film im Gloria-Palast das Milieu, in dem sich der Donauschiffer bewegt, schldert es mit allen Freuden und Leiden, mit aller Romantik und einem kräftigen Schuß Sentimentalität, im Grundton aber mehr heiter als ernst. Die Handlung, die dem Film zugrunde liegt, ist zwar aus einer üppigen Phantasie geboren, bewegt sich aber doch noch im Bereich des Glaubwürdigen oder des Möglichen. Zum Schluß des Films findet — selbstverständlich nach mancherlei Schwierigkeiten, Mißverständnissen und Zweifeln — das richtige Paar zueinander, während ein weniger glücklicher Rivale des Kapitäns eines Frachtschiffs mit einer schönen und großherzigen Geste das Feld räumt. Unter der Reihe der Darsteller, die für diesen Film ausgeboten worden war, begegnet man manchem sympathischen Gesicht. Hilde Krahl als Anny Hoser fügt sich geschickt in das Leben an Bord und in die Tonart, die auf einem Donaufrachter herrscht, fügt sichvauch glücklich in die schwierige Rolle eines jungen weiblichen Wesens unter den vielen rauhen Männern der Schiffsmannschaft. Neben ihr steht Attila Hörbiger, derb und zart, hart und liebevoll in einem, der als Kapitän des Schiffes bei der jungen hübschen Bordköchin Anny zu Recht den Vogel abschieHt. Paul Javor, als reicher Elegant Nikolaus von Körmendy, gibt feiner Rolle einen luftigen Zug und macht insgesamt gute Fi. aur. Oskar Sima, Hans Unterkirchner, Dibor v. H a l m a y , Karl Forest u. a. mimen als Matrosen kraftvolle Gestalten und Männer mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Der Men- Film, der unter der Regie von R. A. Stemmte gedreht worden war, bringt eine Fülle. herrlicher und ungemein stimmungsvoller Landschaftsbilder, die die ganze Schönheit der Donau-Ufer zwischen Wien und dem Schwarzen Meer offenbaren. Man fühlt sich von diesem Film, ohne in große geistige Unkosten gestürzt zu werden, eine Stunde lang gut unterhalten. H. L. Neuner. Oer Maler und die Frauen. Der berühmte Wiener Maler Hans Makart, dessen Gedächtnis in diesem Jahre durch eine große Ausstellung in Salzburg neu belebt wird, stand in dem Ruf, so etwas wie ein Wüstling gewesen zu sein. Er hat allerdings in seiner Kunst die schöne Frau immer wieder verherrlicht, aber, so schreibt Ann Tizia Leitich in einem großen, farbig bebilderten Aussatz des Juliheftes von Delhagen & Kla- fings Monatsheften, der kleine seltsame Mann mit der zarten Gestalt und dem bartumwallten dunklen Künstlerkopf mit den glutvollen tiefbraunen Au- gen war alles eher als ein Rou6. Der beste Freund, der Förderer junger Talente, guter Familienvater und Gatte, ein heftig trauernder Gatte, als feine erste Frau mit Hinterlassung zweier Kinder starb. Doch er liebte, er brauchte die Nähe schöner Frauen wie die Nähe schöner Stoffe und kostbarer Dinge. Er fuhr an ihrer Seite im Prater spazieren, er zog sie an für die Kostümfeste. Stundenlang konnte er hinter den Kulissen der Hofoper dem Tanz der Bal- lerinen zuschguen. Frauen, immer wieder Frauen! Sie waren fein edelster Dekorationsgegenstand. Das kostbarste Stück der sinnlichen Schaugepränge, die er schuf. K M L. ' L Hl . >•: ’" - - N¥*'*%>.• Das deutsche Filmschaffen im Kriege. Konen. Sie wirb damit nur noch von der Rhein- prooinz und von Bayern übertroffen. In den östlichen Reichsteilen liegen zwölf Großstädte. Hu den bisher schon vorhandenen fünf Großstädten Königsberg, Breslau, Hindenburg, Gleiwitz und Beuthen find sieben Großstädte hinzu- gekommen, nämlich Danzig mit rund 256 000 Einwohnern, Bromberg mit 133 000, Litzmannstadt mit 748000, Posen mit 299 000, Königshütte mit 130000, Kattowitz mit 127 000 und So snowitz mit 126 000 Einwohnern. Aach Entlastung aus der Wehrmacht. Der Reichsminister des Innern und der Reichs- finan^minister haben die Bestimmungen für den Einsatz-Familienunterhalt neu geordnet. Dor allem wird der Uebergang in das Zivilleben nach der Enttassung aus der Wehrmacht auch durch eine Verbesserung des Familienunterhalts erleichtert. Durch die Einberufung zum Wehrdienst ist ein b e st e h e n d e s B e s ch ä f t i y u n g s- Verhältnis in aller Regel nicht g e l ö st worden. Das bedeutet, daß der aus dem Wehrdienst Entlassene späte st ens zwei Wochen nach seiner Entlassung dem Unternehmer gegenüber verpflichtet ist, seine Arbeit im Betrieb wieder aufzunehmen. 3n der Regel wird daher 14 Tage nach der Entlassung Familienunterhalt nicht erforderlich sein. Aber auch soweit ein Beschäftigungsverhältnis vor der Einberufung nicht bestanden hat oder inzwischen, z. B. durch Still- leguna des Betriebes, g e l ö st ist, hat der Entlassene sich so rechtzeittg um den Einsatz seiner Ar- bettskraft zu bemühen, daß er 14 Tage nach der Entlassung Arbeit aufnehmen kann. Seine Meldung beim Arbeitsamt hat er der Stelle für den Familienunterhalt nachzuweisen. Den Angehörigen der Soldaten, die aus dem WehMenst in Ehren entlassen werden, wird, soweit sie für den Familienunterhalt in Betracht kommen, zur Sicherung des notwendigen Lebensbedarfs Familienunterhalt f o r t g e - währt. Nimmt der Soldat nach der Enttassung eine nichtselbständige Beschäftigung auf oder ist er zunächst arbeitslos, so wird Familienunterhalt in jedem Falle für zwei Wochen seit dem Enttas- sungstage, darüber hinaus bis zum Tage der ersten Lohn- oder Gehaltszahlung, längstens jedoch für einen Monat, fortgewährt. Ist der Entlassene nach ei nm Monat noch unverschuldet arbeitslos, so kann Familienunterhalt bis zur Beendigung dieser Arbeitslosigkeit, längstens jedoch einen weiteren Monat, fortgesetzt werden. Äst der Soldat Unternehmer eines Gewerbebetriebes oder Betriebes der Land- und Forstwirtschaft oder übt er einen freien Beruf aus, so wird Wirtschaftsbeihilfe zur Fortsetzung des Betriebes oder freien Berufs oder allgemeiner Familienunterhalt im Rahmen' der gleichen Fristen gewährt. Die Wehrmacht gewährt dem entlassenen Soldaten 14 Tage die Wehrmachtgebuhrnisse weiter. Während dieser 14 Tage bekommt der entlassene Soldat infolgedessen für feine Person keinen Familienunterhalt. Leistungen des Familienunterhalts, die er schon während der Einberufung bekam, z. B. Mietbeihilfe oder Sicherungsbeittag für die Lebensversicherung, werden jedoch f o r t g e w ä h r t. Nach 14 Tagen bekommt auch der SoDat selbst Familienunterhall für den Uebergang. Bei Entlassung der Reichsarbeitsdienst- vflichttgen und der Gleichgestellten- gilt entsprechen- des. In Haushalten ohne Ehefrau, z.B. wenn die Ehefrau verstorbewr ist, ist bei Bemessung des Familienunterhalts der Kinder nunmehr so zu verfahren, als ob das erste berechtigte Kind Haushaltsvorstand wäre. Dieses Kind erhält somit Familienunterhalt nach den für die Ehefrau eines-Einberufenen geltenden Vorschriften. Wenn zur Fortführung des Haushalts und zur Erziehung und Pflege der Kinder eine nicht familienunterhaltsberechtigte Person erforderlich ist, bekommt auch sie Familienunterhalt. Wirts ch a fts b eihilf e wird entweder zur Fortsetzung des Betriebes oder freien Berufs oder zur Erhaltung des Betriebs oder freien Berufs gewährt. Voraussetzung ist, daß die Echal- tung der wirtschaftlichen Lage der Einberufenen gefährdet ist. Außerdem ist die Pauschwirtschaftsbei- hilfe für einberufene, Bauery und Landwirte, in deren Betrieb eine dauernde Ersatzkraft nicht eingestellt wird, zu erwähnen. Kriegsbeschädigte erlernen Landwirtschaft. Die ärztliche Kunst zielt gerade bei Verwundeten, die zur Aufgabe ihres Berufes gezwungen werden formten, darauf ab, sie trotzdem aller zunächst vorhandenen Schwierigkeiten b e r u f s f a h i g zu er- halten. Den Erfolgen der Heilung entspreche no hat das OKW. im Einvernehmen mit dem Reichsernah- rungsminister angeordnet, daß diejenigen Soldaten, die wegen ihrer Krieasdienstbeschädigung zur Entlassung kommen und früher einen Berus in der Landwirtschaft ausübten, zusammengefaßt werden. Es hat sich gezeigt, daß sie nicht alle auf die Weiterführuna ihrer einstigen Lebensaufgabe verzichten müssen. Ferner hat sich herausgestellt, daß ein notwendig werdender Berufswechsel leichter innerhalb der vielen' Aufgaben der L a n d a r b e i t f e l b st durchzuführen ist. Auch der Landwirtschaft ist damit gedient, denn sie braucht nicht auf wertvolle Arbettskräfte zu verzichten, die mit den Eigenarten der Landarbeit bereits gründlich vertraut find. Die ersten Kurse für solche Verwundeten wurden von der Staatlichen Dersuchs-- imb Forschungsanstalt für bäuerliche Werkarbettin Pommritz durchgeführt. Wieder praktisch tätige Kriegsbeschädigte aus dem We l t k r i e ge finö als Lehrkräfte gewonnen worden. Auch für Kriegsversehrte aus anderen Tätigkeitsgebieten, soweit sie genötigt sind, chren einsttgen Beruf aufzu- geben, bieten sich Möglichkeiten. Die Vielseitigkeit der landwirtschaftlichen Berufe hilft außerordenÄch dabei, die Grundlagen für eine neue, in jeder Hinsicht lohnende und befriedigende Tätigkett zu sichern. In manchen Fällen bedarf es nur einer furzen Ausbildung, durch Einschulungskurse des Reichskuratoriums für Technik in der Landwirtschaft, die mit den Aufgaben eines Schlepperführers verttaut machen. Kriegsverdienstkreuz für Verdienste um die Rüstung. Auf der Plaffenburg bei Kulmbach fand eine Arbeitstagung statt, zu der Reichsminister Dr Todt außer den Herren seines Ministeriums der Rüstungsinspektionen der Wehrmacht und den aus maßgebenden Führern der Rüstungsindustrie von ihm gebildeten R ü st u n g s b e i r a t geladen hatte. In der Feierstunde verteilte Reichs- Ueber das deutsche Filmschaffen im Kriege sprach vor der Presse der Leiter der Abteilung Film im Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda, Dr. H i p p l e r. Bedingt durch die Zeit ordernde Planung, Vorarbeit und Herstellung habe der Film den Anforderungen im Kriege nicht s o schnell und leicht zu enffprechen vermocht, wie etwa Rundfunk und Presse. Am ehesten sei dies noch dem Nachrichtenteil des Filmes, der Wochenschau, möglich geworben. Für die Leistung der Kameramänner in vorderster Front, Inhalt und Gestalt dieser Wochenschauen, zeuge nicht nur das ungeheure Interesse der deuffchen Oeffenttichkeit — die Besucherzahl im Juni des Kriegsjahres 1940 beispielsweise ist um 90 v. H. höher als im Vorjahr —, sondern die Tatsache, daß unsere Frontwochenschauen mit zwei» bis dreifacher Länge und erheblich kürzerer Laufdauer in fünfzehn verschiedenen Sprachen allwöchentlich in über 1000 Kopien ins Ausland gehen. Die deutschen Wochenschauen stehen heute in allen konttnentaleuropäi- schen Ländern an erster Stelle und laufen in den meisten Ländern sogar in mehr Kopien als alle Konkurrenzwochenschauen zusammen. Der deutsche Kulturfilm habe seine führende Stelle in der Welt erhalten. Unter der Führung der deutschen Kulturfllmzenttale werden augenblicklich 14 5 Filme bearbeitet, eine Zahl, die sich noch laufend erhöht. Sehr groß ist naturgemäß die Zahl der Kulturfilme, die sich mit unserer Wehrmacht befassen. Fast jede Waffengattung findet hier ihre Gestaltung. Die Zahl dieser Filme wird sich noch bettächtlich erhöhen, wenn in absehbarer Zeit das Riesenmaterial der Propaganda- Kompanien bearbeitet werden kann. Es ist selbstverständlich, daß der deutsche Kulturfilm auch während des Krieges seine Versuche zur Lösckng filmtechnischer Probleme, wie beispielsweise des Farbfilms, fort- etzt. Besonders schwierig war die Umstellung natürlich auf dem Gebiet des Spielfilms, dessen Planung und Vorbereitung durchschnittlich IVz bis ein Jahr in Anspruch nimmt. Aus diesem Grunde konnten auch nicht sofort Filme greifbar fein, die im engsten Sinne des Wortes „zeitnah" gewesen wären, um so mehr als zu den allgemeinen technischen Voraussetzungen uyd Schwierigkeiten der Filmherstellung auch noch die personellen und materiellen des Krieges traten. Welch erfolgreiche Arbeit das deutsche Filmschaffen seit Beginn des Krie- ges aber geleistet hat, ergibt sich daraus, daß tue Produktionsziffern des Vorjahres übertroffen wurden. So befanden sich vom 1. September 1939 bi- 30. Juni 1940 trotz größter Planungen und etwa fünfzig Prozent längerer Drehdauer 82 deutsche Spielfilme in den Ateliers. Während Anfang Juni 1940 123 aus dem Produktionsprogramm 1939/40 zensiert bzw. in Arbeit waren, waren es am gleichen Stichtag des Vorjahres bei ungleich besseren Bedingungen nur 117. Vom 1. 9.1939 bis zum 30. 6.1940 wurden 94 Filme zensiert, im entsprechenden Abschnitt des Vorjahres dagegen nur 79. Dabei ist besonderer Wert daraus gelegt worden, die Qualität des deutschen Films ständig zu verbessern. So ist eine beionbers große Zahl politischer und historischer Vorwürfe in Angriff genommen worden. Von diesen sind bereits oder werden in Kürze fertig der Maria-Stuart- Film Carl Frölichs mit Zarah Leander, der Albers-Film „Trenk, der Pandur", der Schillerfilm von Herbert Maisch, Veit Harlans „I u d S ü ß" , Liebeneiners „Bismarck", ein Gutenberg- Film, ein Film des amerikanischen Publizisten Thomas Paine, ein Film von Friedrich demGroßenim Siebenfährigen Kriege, ein Film um den Wiener Dolksbürgermeister Lueger, Filme überOhmKrüger, Oberst Lawrence, den Kolonialpionier Dr. Carl Peters, den irischen Freiheitskämpfer Roger C a s e m e n t, den deuffchen Erfinder Diesel, endlich ein Farbenfilm über Rubens und andere mehr. Dazu kommen eiste Reihe von staatspolitischen und volkspolitischen Filmen, die sich mit dem Kampf der Volksdeutschen in Polen, dem großen Treck der Wol- Hynien-Deuffchen, dem Opiumkrieg, dem Skandal um den Suez-Kanal usw. befassen, und endlich Unterhaltungsfilme in großer Zahl mit den besten deutschen Darstellern, die aufzuzählen zu weit führen würde. Als ein Beispiel für die Umstellung des deutschen Filmschaffens wurde dann der von Erich Waschneck gedrehte große Ufa-Film „Die Rothschilds" gezeigt, der in Kürze seine deutsche Uraufführung erleben wird. In diesem Film wird der Aufstieg die- ser Judenfamilie in der napoleonischen Zeit und die Eroberung der englischen Finanzwelt durch die Juden gezeigt, der ja mit einem vollen Siege enden sollte, dessen Auswirkungen heute überall spürbar sind. Das in Gestaltung, Durchführung und Besetzung gleich hervorragende Filmwerk wirkt um so stärker, als es sich stteng an die geschichtlich feststehenden Tatsachen hält und auf alle Uebertreibun- gen und Verzerrungen bewußt verzichtet. Es fft ein Film, der die Gewißheit vermittelt, daß das deutsche Filmschaffen seinen Weg nach oben konsequent und unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten fort- fetzt. Oer Flugplatz von Zersetz in deutscher Hand. Großes Aufsehen erregte die Besetzung der in britischem Besitz befindlichen normannischen Kanalinseln, die der französischen Küste vorgelagert sind. Unser Bild zeigt deutsche Soldaten auf dem Flughafen von Jersey, der völlig unbeschädigt besetzt wurde. — (PK.-Hasert-Scherl-M.) bestünden. Niemals habe Spanien daran gedacht, irgend einen dieser Ansprüche fallen zu lassen. Spanien werde sie vielmehr aufrechterhalten und durchsetzen. Börsen mit guter Nase. Nachdem die englischen Finanz gewaltigen an der Londoner Börse durch die Entwicklung der Ereignisse auf dem Kontinent einen so gewaltigen Schock erfahren haben, daß sie chre Gelder eilig in die USA. ab führten, beginnt jenseits des großen Wassers eine gewisse vorsorgliche Geschäftstätigkeit zu erblühen. Unbeschadet oller Hetze gegen die siegreichen autoritären Staaten in Europa und gewisser autarkischer Bestrebungen der USA. in wirtschaftlicher Hinsicht wittern Neuyorks Jobber doch Morgenluft und fragen nach deutschen und italienischen Werten. Sie Huden chre bisherigen demokratischen WirffchaftsPartner oufge- gegeben und rechnen mit dem neuen europäischen Mrffchaftsblock, der in diesem Kriege seine Feuer- probe so glänzend bestand. Deuffche Anleihen, die zu Beginn des ^Krieges 1939 plötzlich gesunken und an den amerikanischen Börsen nur angeboten waren, sind wieder die gefragtesten Werte. Nach Erledigung des Norwegen-Falles zugunsten Deuffchlands begannen sich bereits leichte Steigerungen durchzusetzen, gegen Mitte Mai aber, als der deuffche Ge- genschlag im Westen erfolgreich war und sich damit die Jnvasionsaussichten der Westmäcbte in das Ruhrgebiet verflüchtigten, wurden deuffche Anleihe- werte an den NordamerikaNischen Börsen so stark gekauft, daß sie den Kursverlust nicht nur aufhol- ten, sondern über den Vorkriegsstand hinaus gingen. Der Waffenstillstand mit Frankreich hat diese Kurssteigerungen noch fortgesetzt, auch italienische Werte sind nunmehr in die gesteigerte Nachfrage eingeschaltet worden. Demgegenüber müs- sen die Besitzer britischer Eisenbähnoktien und Industrie obligattonen sich bemühen, ihre Anteile so schnell wie möglich auf den Markt zu werfen, um nicht mit völligen Verlusten zu rechnen. Englische Werte werden in USA. nicht mehr gekauft. Wahrhaftig, die amerikanischen Börsen Haven eine feine Nase. Machten sie im Weltkrieg Geschäfte mit dem Tod zugunsten der Alliierten — Transaktionen, die sich in der Folgezeit allerdings als reine Verlustgeschäfte ergaben — so wollen die Neuyorker Jobber diesmal doch die Wetten früh genug auf die richtigen Pferde setzen, um zu gegebener Zeit versorK zu sein. Man weiß nicht, was man bei dieser amerikanischen Geschäftstüchtig- feit mehr bewundern soll: den plötzlich erwachenden weltpolitischen Weitblick ober ihr skrupelloses Spiel mit den Schicksalen von Völkern, die sie nach außen hin heute noch als ihre besten Freunde bezeichnen. Englische Brandbomben auf Straßburg Straßbura, 15-Juli. (DNB.) In der Nacht zum Freitag griffen englische Flieger Straßburg an, wobei etwa 40 Brandbomben auf den Vorort Neudorf abgeworfen wurden. Die Bomben fielen in etwa 80 Meter Entfernung von einem Feldlazarett nieder. Bei stark bewölk- minifter Dr. Todt an die Mitglieder des Rüstungsbeirats die ihnen für verdienstvolle und erfolgreiche Gemeinschaftsleistung im Rahmen der vom Reichsminister für Bewaffnung und Munition veranlaßten organisatorischen Zusammenarbeit der gesamten deutschen Rüstungsindustrie vom Führer verliehenen Kriegs verdienst kreuze. Km die Präsidentschaft der KGA. Der demokratischeParteikongreh inChikago eröffnet. Neuyork, 15. Juli. (Europapreß.) In Chikago ist der Demokratische Parteitag zur Nennung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten eröffnet worden. Zur dieser Tagung sind über 100 000 Personen in Chikago zusammengekommen. Die erste Stichwahl soll am Donnerstag erfolgen. Bundessenator W h e e l e r, möglicher Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur, gab am Vorabend des Parteitags die Erklärung ab, das demokratische Wahlprogramm müsse dem USA.-Volk die völlige Isolierung vom europa- i s ch e n Krieg garantieren. Er forderte erneute Bestätigung der Grundsätze der Neutralität und kündigte an, er werde diese Frage vor die Versammlung bringen, falls sich der programmatische Ausschuß nicht eindeutig auf eine neutrale Außenpolitik festlege. Vor einiger Zeit hatte Wheeler, der von dem Gewerkschaftsführer Lewis unterstützt wird, bereits damit gedroht, er werde aus der Demokratischen Partei austreten, falls sie sich al-s Kriegspartei entpuppe. Es sei nicht damit getan, zu sagen, Amerika werde keine Soldaten in den europäischen Krieg schicken. Die USA. müßten klarstellen, daß sie an diesem Konflikt i n k e i n e r W e i s e t e i l n e h - men würden. Japan schließt alle Häfen der chinesischen Küste. Schanghai, 15.Juli. (Europapreß.) Zur Verstopfung der der Tschungking-Regierung noch verbleibenden Schlupflöcher an der chinesischen Küste hat die japanische Marine die Schließung aller bisher noch offenen Häfen an der chinesischen Küste verfügt. Die Sperre, die die Häfen Ningpo, Wen- tschouf, Futschau und Santuao betrifft, erstreckt sich auch auf alle Schiffe fremder Nationalität. Praktisch war zuletzt nur noch Ningpo als offener Hafen anzusprechen, da die anderen durch örtliche Blockyde der japanischen Flotte bereits abgeriegelt waren. Mit der Schließung des Hafens von Ningpo wird es für die Regierung in Tschungking außerordentlich schwierig werden, irgendwelche Unterstützungen über die chinesische Küste zu erlangen. Die Küsten- schiffahrt Schanghais, von wo Schiffahrtslinien regen Verkehr nach der Tfchekiang- und Fukien- Küfte unterhielten, wird durch diese Maßnahme empfindlich gettoffen. Spanien und Deutschland. Madrid, 15. Juli. (Europapreß.) Als eine bedeutsame politische Stellungnahme zu den spanisch- deutschen Beziehungen werden die in der Zeitung „ABC." veröffentlichten Artikel des spanischen Journalisten Manuel Aznar, dessen gute Beziehungen zu den amtlichen Stellen bekannt sind, bezeichnet. In ihnen spricht der Verfasser seine Sympathie und Anerkennung für Deutschland als politische und geistige Macht aus und betont gleichzeitig die imperial en Ansprüche Spaniens. Aznar legt im einzelnen dar, wie wenig die plutokratischen Mächte des Westens in den entscheidenden letzten Jahren die Zivilisation Qfrtei= digten, wie sehr dagegen immer in diesen enffchei- denden Augenblicken Deutschland als Verteidiger des geistigen Erbes Europas aufträt Aznar schildert die Bemühungen der Propaganda der Westmächte, gerade in Spanien den Glauben an Deutschland zu zerstören. Immer habe man sich von jener Seite gerade derjenigen Argumente bedient, die am wenigsten stichhaltig waren. Man habe von Materialismus gesprochen, man habe Deutschland all das vorgeworfen, was man selber unternommen oder zu unternehmen versucht habe. Es genüge aber heute, sich die deutschen Soldaten anzusehen, wie sie begeistert marschieren. Um die deutschen Erfolge zu verstehen, müsse man niemals vergessen, daß diese Erfolge nicht dank der materiellen Ueberlegen- heit, sondern dank des Geistes, der die wahren Kämpfer erfüllt, erreicht werden konnten. Bei der Besprechung der spanischen Ansprüche erklärt Aznar, die Welt wisse, worin diese Begeistert begrüßt die Heimat die Helden von Narvik. 3n kielen lagen trafen die zahlreichen hewenmütigen Naroittämpfer wurde. Nachdem Admiral Carls als TtirStouen Jungen brachten u.a. Flagge?Schiffsalocke, Hoheitszeichen und Rettungs- ?ing""e^ines° der^i^'h^demnütige°n Kam^^ im^hahe^n Norden gefuntenen Zerstörer mit in die Heimat zurück &ilb links). (Scherl-BUderdienst-Ä.) tem Himmel flogen die englischen Maschinen nur in geringer Höhe, so daß sie das große Rote Kreuz auf dem Dach unbedingt erkennen mußten. Die Bomben trafen keinerlei militärische Anlagen und richteten nur geringen Sachschaden an, eine Tat, der Royal Air Force würdig. Unglaubliche Roheit britischer Soldaten. Berlin, 15.Juli. (DNB.) Di« belgische Kran- kenschwester Fernande Vachaudez versah am 28. Mai ihren Dienst in Lille. Sie berichtet: Neben einem zerschossenen deutschen Kraftwagen lagen zwei tote deutsche Soldaten. Dem einen war der Kopf zertrümmert und der andere hatte schwere Verletzungen am Körper. In der Nähe kämpfende Engländer öffneten den im Straßenpflaster eingelassenen Deckel eines Gulles und warfen die deutschen Soldaten dort hin- e i n. Handgranaten warfen sie hinterher. Alsdann schlossen sie den Deckel wieder. Diese Aussagen werden durch die Ehefrau tzes französischen Polizeibeamten Doepyedt bestätigt. Ähr Mann meldete den Vorgang nach dem Einrücken der deutschen Truppen, woraufhin die Leichen aus der Straß enk an ali- sation wieder entfernt und würdig bestattet wurden. Diese verabscheuungswürdige Handlungsweise der britischen Soldaten stellt eindeutig den Tatbestand der Leichenschändung dar. Kleine politische Nachrichten. Der General der Infanterie a. D. S ch e k o f f, der während des Weltkrieges Generalissimus der bulgarischen Streitkräfte war und für seine Verdienste den Orden pour le merite erhielt, hat sich auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres an die West - front begeben, um die Schlachtfelder in Frankreich, Holland und Belgien zu besichtigen. In seiner Begleitung befinden sich der bulgarische Generalstabsoberst P o p o f f und der deutsche Militärattache an der deutschen Gesandtschaft in Bulgarien Oberstleutnant i. G. B r u ck m a n n. < Eine jugoslawische Abordnung mit dem Leiter der Handelsabteilung im Außenministerium, Staatssekretär Dr. P i l j a, an der Spitze, begab sich zu Wirtschaftsbesprechungen nach Berlin.. * Wie die Direktion der Biennale von Venedig mitteilt, ist die Internationale Filmkunstausstellung, die im August stattfinden sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben worden. An ihrer Stelle wird in der zweiten Augusthälfte am Lido eine außerordentliche Deutsch-Italienische Filmkunstaus- stellung veranstaltet, zu der nach Ermessen des Präsidenten der Biennale auch Filme anderer Na- tionen-zugelassen werden können. ♦ Wie aus Vichy gemeldet wird, hat Marschall Pstain den stellvertretenden Generalsekretär des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes, Belin, zum Minister und Staatssekretär für industrielle Produktion und Arbeit ernannt. ♦ DasMterkreuz sm die Generale üdei und Fromm Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem General der Flieger Übet (links) und dem General der Artillerie Fromm (rechts) das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. General Udet hatte als Chef des Technischen Amtes und als Generalluftzeugmerster eme Rüstung geschmiedet, die krieasentscheidend ist. General Fromm leitet als Chef der Heeresrustung und Befehlshaber des. Ersatzheeres im Oberkommando des Heeres die personelle und materielle Rüstung unseres Feldheeresund hat somit stärksten Anteil an den stolzen Siegen unseres Feldheeres. — (Scherl-Bilderdienst-^! .) Wie „Popolo di Roma" meldet, ist der Oberkommandierende der französischen Levante-Armee, General Mittelhauser, beurlaubt worden. Zu seinem Nachfolger wurde General Marey bestimmt. Zum Präsidenten der kubanischen Republik wurde Oberst Fulgencio Batista, der frühere Heereschef, gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 85 v. H. Batista wird sein Amt am 10. Oktober antreten. An diesem Tage wird gleichzeitig eine neue Verfassung in Kraft treten. Die amtliche japanische Nachrichtenagentur meldet, daß die chinesischen Militärkommandanten der Provinzen Hopeh, Schansi und Honan zu den Japanern übergegangen sind. Der chinesische General Lu hat der neuen chinesischen Zentralregierung in Nanking den Treueid geleistet und versprochen, sein Heer neu zu organisieren. Kunst und Wissenschaft. Der Maler Arih Erler gestorben. Im 72. Lebensjahr verschied in München der Maler Professor Fritz Erler. 1868 in Frankenstein (Schlesien) geboren, hatte Erler in München seinen Wirkungskreis gefunden. Er wandte sich vor allem dem monumentalen Wandbild zu. Zahlreiche Fresken, z. B. im Wiesbadener Kurhaus, im Rathaus zu Hannover und im Münchner Ausstellungspark sowie die Mosaikentwürfe für den Neubau der Reichsbank in Berlin bezeugen sein großes Können. Stoffe der Sage und Geschichte gewannen bei Erler neues Leben. Das Münchner Künstlertheater errang mit seinen Bildern zu „Faust" einen großen Erfolg. Was an Staffeleibildern, Bildnissen, Landschaften und figürlichen Kompositionen aus Erlers Werkstatt her- oorging, was ihm an graphischen Blättern wachsende Teilnahme auch in weiteren Kreisen erwarb, zeugt von der unermüdlichen Schaffenskraft eines großen Künstlers. Im Weltkrieg haben wenige die heroische Gestalt des deutschen Frontsoldaten so einprägsam erfaßt wie Erler. Dombaumeister Becker f. In Mainz ist im Alter von 84 Jahren Dombaumeister Professor Ludwig Becker gestorben. Er war in Köln geboren uni> erlernte das Steinmetzhandwerk und die Bildhauerkunst. 1884 machte er sich in Mainz selbständig. Unter seiner Leitung wurden 317 Kirchen in den verschiedensten Städten, auch im Auslande, erbaut und wiederhergestellt. Die wichtigste Aufgabe, die-ihm übertragen wurde, war die Erhaltung des Mainzer Domes. Diese Arbeiten erstreckten sich von 1909 bis 1917 und von 1926 bis 1930. Mit ihnen war der siebenhundertjährige Bau vor dem Verfall gerettet. Bekanntgeworden ist Professor Becker auch durch seine Arbeiten zur Erforschung der Baugeschichte aus der Frühzeit des Mainzer Domes. Bis in die letzten Lebenstage hinein leitete er noch die mit Unterstützung der hessischen Regierung durchgeführten Ausgrabungen am Dom. Arbeitslager des NSD.-Dozentenbundes in Weimar. In Weimar fand ein wirtschaftswissenschaftliches Arbeitslager des NSD.-Dozentenbundes statt, in dessen Verlauf Professor Dr. Schuermann (Göttingen) über Wirtschaftswissenschaft sowie verschie- ■ T I "IHIM—MirWlMIMlHIir IIM—i !■ MW Hl ■ !! "I bene Referenten der Reichsdozentenführung über ihre Aufgaben sprachen. Gauleiter Sauckel nahm Gelegenheit, den Dozenten den Werdegang des Gaues Thüringen unter Führung der NSDAP, zu schildern. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß gerade die berufenen Verkünder nationalsozialistischer Wirt- schaftstheorien an den deutschen Hochschulen im Gau Thüringen die entscheidende wirtschaftliche Wandlung kennenlernten. Die Lagerarbeit wurde gekennzeichnet durch die eingehende Behandlung verschiedener Fragen, so il a. der Außenwirtschaft, der Ostraumpolittk, der Preisbildung und der betriebswirtschaftlichen Ge- staltung. Aus aller Welt. Heimatliche Huldigung für Ulrich von Hutten. Die Verbundenheit des Schlüchterner Lan- des mit feinem auf der Steckelburg bei Ramholz 1488 geborenen großen Sohn Ulrich von Hutten, tritt auch in einem Gemälde in Erscheinung, das von Frankfurter Künstlerhand im neu hergerichteten Wartesaal 2. Klasse des Reichsbahnhofs Schlüchtern auf Veranlassung der Reichsbahndirektion Frankfurt am Main angebracht worden ist. Das Gemälde zeigt eine Huldigungsgruppe ländlicher Menschen vor Hutten, dem „Vater des deutschen Humanismus", der mit dem ihm 1517 von Kaiser Maximilian verliehenen Dichterkranz gekrönt ist. Im Hintergrund des Bildes erhebt sich die Steckelburg. Die Zuneigung Huttens zu dem in seiner Zeit sehr geplagten Bauernstand tritt aus dem Bilde besonders hervor. Straßenbahnwagen auf die Gehbahn gestürzt. In München geriet in der Ludwigstraße infolge falscher Weichenstellung ein Straßenbahnzug in das abzweigende Geleis der Theresien- st r a ß e, anstatt geradeaus in der Ludwigstraße weiterzufahren. Bei der hohen Geschwindigkeit entgleiste der Anbänger in der Kurve und stürzte auf der Gehbahn tim. Er begrub zwei Personen unter sich, die von der Feuerschutzpolizei nur als Leichen geborgen werden fonnteiu Weitere 15 Fahrgäste, die sich im Anhänger befanden, erlitten Knochenbrüche, Prellungen und Schnittoerletzungen. Der Fahrer des Straßenbahnzuges mußte mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Taifun und Erdbeben in Japan. In der japanischen Hauptstadt ist ein heftiges Erdbeben verspürt worden. Die Bevölkerung stürzte ins Freie. Es entstand durch das Beben jedoch nur geringer Sachschaden. Die Meerenge von Tsu- s ch i m a wurde von einem schweren Taifun heim- gesucht, der seinen Weg nach Südkorea weitermchm. Hilfsabteilungen der Flotte sind aus der Insel Mi- yako gelandet, auf der durch den vor einigen Tagen erfolgten Ausbruch des Vulkans P u z a n weite Gebiete durch den Lavasttom verwüstet wurden. Zahlreiche ^Dörfer sind zerstört worden. Es sott eine große Anzahl Tote zu beklagen sein. Hauptichristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter dO HauptfchrtftleiterS: Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich für Polti«, Feuilleton und Bllder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadl Gießen. Provin, und Wirtschaft: Ernst Blumschein (heurlaubt); L Heinrich Ludwig Neuner: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühlsche UniverMtsdruckerei R. Lange tt.qL BerlagSletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: HanS 1 Verantwortlich für den Inhalt der Am eigen: Theodor Kümmel M.Nr.S. aller Stille statt Die Beerdigung fand in Gesangverein Heiterkeit und der Altersvereinigung 1872/1922. 02438 02441 NACHRUF. Altersvereinigung 1880—1930. 3244 D Gießen, den 16. Juli 1940. werden folgende Ausgabetage festgesetzt: 3249 V 1. 8 bis 2. 3. 4. 5. Verkäufe Gießen (Gnauthstraße 24), den 15. Juli 1940. Handwagen 3243D 1940, Wir danken Herrn Pfarrer Becker sowie allen, die ihm die letzte Ehre für seine trostreichen Worte erwiesen. Seit Mitte Februar 1940 war der Verstorbene bei meiner Abteilung für Familienunterhalt in treuer Pflichterfüllung tätig. Sein Andenken wird in Ehren gehalten werden. Ausgabetag: Dienstag, den 23. Juli 1940, 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 17. Juli, nachmittags 2.45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. _________________________________________02434 Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d. von mir angew. einzig sichere Meth. unt. Garant für immer mit d.Wurzel entfernt Frau B.Gulden, seit 35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gieüen, Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr,,7Bp Ausgabetag: Donnerstag, den 18. Juli 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. Gießen (Steinstraße 57), den 16. Juli 1940. Gleichzeitig danken wir auf diesem Wege für alle Liebe und Anteilnahme beim Heimgange unseres teueren Entschlafenen, insbesondere dem Herrn Pfarrer Schmidt für seine trostreichen Worte am Grabe, der Artilleristenkameradschaft 1895, dem Gut erhaltener Ittrap zu verkaufen SSE Glaubrechtstr.Sp Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Marie Ruhl, geb. Henkel. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Gießen (Neustadt 61), Treis an der Lumda, Wuppertal-Elberfeld, Elben, Elberberg, den 16. Juli 1940. MoW-Maul Wegen Umzug verkaufe ich Hochs, geschnitzte Herrenzimmer- garnilor (alter Stil) best. aus: 3247D Bücherschrank, Schreibvult, Tisch, 4Stühle, 2 Sessel. Anzusehen täglich ab '/-19 Uhr, Samstag ab 14 Uhr nachmittags. Horst-Wessel- Wall 10 I. St. Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 17. Juli, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Verstand. 2Federdeckbelleo z.verk.Friedrich- l straße 57 v. lks. Am 14. Juli 1940 verschied an einem Herzschlag Herr Paul Gurenkoff aus Gießen. Bekanntmachung. Für die Ausgabe der ab 29. Juli 1940 gültigen Lebensmittelkarten Am 14. Juli verschied plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater Paul Gurenkoff Berufstätige jungeDame sucht zum 1. Aug. in nur gutem Hause 1-2 möhl. Zimmer Nähe Stadttheater bevorzgt. Schr. Ang. unt. 02431 a.d.G.A. 1 Berrea-Fahrrad UNd 02428 MW für Küche und NanhläoQQ von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiener» lidLniduuu holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Wir beklagen den Heimgang unseres lieben Alterskameraden Paul Gurenkoff JCetrat! Geschäftsmann u. Landwirt möchte mit flottem Mädel von 20—32 Jahren zwecks baldiger Heirat in Briefwechsel treten. Auch Witwe mit Kind angenehm. Sichere Existenz geboten. Buchführung erwünscht. Gefällige Zuschriften unter 3245V an den Gießener Anzeiger erb. Arbeiter gesucht 3246D Lotz, Kohlenhandlung Hausarbeit ge-. e sucht 02439 Taft neu, 4 bis 5 Württemberger Ztr. Tragkraft Hof, zu verkaufen. Bahnhofstr. 15. 1 Wettergasse 7.1 straße 57 v. lks. Mein lieber Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Förster Ausgabetag: Montag, den 22. Juli 1940, 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. Am 9. Juli 1940 ist mein lieber, treusorgender Gatte, mein guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Ruhl Reichsbahn-Zugführer i. R. nach langen Leiden, jedoch plötzlich infolge Herzschlages, zur ewigen Ruhe heimgegangen. Ausgabetag: Freitag, den 19. Juli 1940, 13 und 15 bis 18 Uhr. Ausgabetag: Sonnabend, den 20. Juli 1940, 8 bis 13 Uhr. la MM gelbfleischig, empfiehlt Ion. Müller, LandesDroilnkte Frankfurter Straße 60 Telefon 3571 32430 Welche Ausgabetage für die Bezugsberechtigten in Frage kommen, ergibt sich aus der Aufstempelung auf dem Lebensmittel-Personalausweis. Die Reste der Lebensmittelkarten der vorvergangenen Versorgungsperiode müssen bei Empfang der neuen Karten abgeliefert werden. Gießen, 16. Juli 1940. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B. Neuer 0242s Henn (jedoch altes Modell) zu verkauf. Lich,Oberstadt7. ist am 12. Juli nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren zur ewigen Ruhe heimgegangen. In tiefem Schmerz: Elise Förster Wwe„ geb. Schneider und Kinder. im Alter von 60 Jahren. In tiefer Trauer: Sophie Gurenkoff und Kinder. Fenster, Türen, Treppenstufen, Eisenfässer, Sei« terswass.-Appar. mit Kohlensäureflaschen, elektr. Lampen,Lautspr., (Ansichtskart, für Händler), Werkzeug f. Uhrmaeh., Waffen öl,Gewürz- mtihlen, Offizierreitstiefel, Tasch.- Uhren, Vorhangschlösser zu verkaufen. 02435 Kuhn KaiseraUee 20. | Kaufgesuche I Gebrauchte Waschmaschine zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 02440 a.d. G.A. [ Verschiedenes | Wer nimmt MvelWe von Gießen nach Jriedberg mit? Schrift!. 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Aufgaben des Jugendwalters gehört es den jungen Kameraden im Betrieb zur am Reichsberufswettkampf anzuhalten. appellen werden durch Ausgabe und sichtbare Auft i die gedruckten Wochenparolen der j.luep 3ugenb an die Jugend in den Betrieben herangetragen. Der Jugendsport ist in den Gießener größeren Betrieben bereits ausgenommen und mit gutem Erfolg gepflegt worden. mit leicht entzündlichen Stoffen nicht in Berührung kommen. Bewegliche Berbrennungsmotore und Dampfmaschinen (Lokomobilen) müssen von Scheunen und Schobern so weit entfernt sein, daß eine Brandgefahr durch Funkenflug ausgeschlossen ist. Bei ungünstiger Windrichtung ist der Betrieb einzustellen. Funkenfänger, Rauchkammern und Aschenkasten müssen in Ordnung sein! Selbstentzündung von Getreide und Holz ist zu vermeiden! Ungleichmäßiges Zusammensacken der Ernte- lager, Entweichen von Dampf und brandiger Geruch sind bereits Zeichen der Ueberhihung. Das Rauchen in Scheunen, auf Heuböden und auf Getreidelagerplähen ist verboten. Streichhölzer und Feuerzeuge sind vor Kindern in sicheren Gewahrsam zu nehmen. Volksgenossen, die ihr die Ernte einbringen helft, achtet auf olle Gefahren und stellt alle Mängel ab, die unserer Ernte gefährlich werden können! wer sich durch Fahrlässigkeit am deutschen Lrntegut oer- sündigt, hilft dem Feind! konto er mir den Betrag überweisen soll — haben Sie ein Bankkonto, Fräulein Tilde?" Die lacht. „Bisher habe ich das noch nicht notig gehabt." „Sehen Sie, ich auch nicht. Ich habe immer mein Gehalt gekriegt, und das war hübsch eingetellt: Miete, Anschaffungen, Lebensunterhalt, und in je- dem Monat hab' ich was zurückgelegt. Für die Sommerreife. Das ist eisern liegengeblieben, auch, wenn s mal anderswo knapp war. Na und jetzt — gestern habe ich dem Pumps schon ein neues Halsband gekauft." „Welche Farbe denn?" will Tilde wissen. „Grün", sagt der große Chan traurig. „Und dabei schmuddelt es doch in einer Woche. Aber Sie kennen solch einen Hund nicht, der läuft jetzt ganz anders herum. Eingebildet könnte man sagen." „Na, sehen Sie." Er druckst wieder, hat die Thermosflasche und den Blechbehälter, in dem er seine Frühstücksbrote verwahrt, vor sich ausgebreitet und schraubt daran Herum. „Würden Sie mir einen Gefallen tun. teht dem Betriebsobmann und dem Betriebsführer in allen Angelegenheiten der Jugendlichen des Betriebs zur Seite. Die Aufgaben der Orts- und Betriebsjugendwalter. Männchen?" „Ich hab Sorgen." „Und ich dachte gerade — Als sie dann in den Katakomben, gerade an demselben Tisch, an dem er vorhin mit Hellwig gesessen hat, einander gegenüber sitzen, kramt er seinen neuesten Plan aus. r r, ... „Ich habe gar nicht gedacht, daß es so schwer ist, mit Geld fertig zu werden. Da ist nun die alte Tante in Ostpreußen gestorben, und sie weiß gar nicht, was jio damit angerichtet hat. Eigentlich hatte ich ja hm- fohren sollen, aber als ich den Brief bekam, war es schon zu spät. Gleich mit dem Brief geht's los — fragt mich doch der Justizrat, auf welches Bank- Lehrecken — Lehrwerkstätten. Eine wichtige Forderung der Seutfdjen Arbeitsfront im Hinblick auf die berufliche Förderung der Jugend geht darauf hinaus, daß in den einzelnen Betrieben wenigstens Lehrecken, möglichst aber besondere Lehrwerk st ätten geschaffen werden, in denen die jugendlichen Berufstätigen eine be* anders sorgfältige Berufsa us b il- düng erfahren, und damit eine wesentliche Voraussetzung für die Heranbildung tüchtiger Facharbeiter geschaffen wird. In verschiedenen Betrieben (in Gießen, Butzbach und Bad-Nauheim) bestehen bereits Lehrwerkstätten in vorbildlicher Form. Die Arbeitsweise in diesen Lehrwerkstätten ist bestimmt von den Richtlinien der Deutschen Arbeits- „Sie wollten doch Fräulein Rohloff fragen, rote es 'mit den letzten Fahrten ins Blaue gestanden hat?" erinnert Hellwig Holzmann. „Weiß ich so", knurrt der. „Die waren ausverkauft." . , „Ob Sie das Fräulein nicht doch noch einmal fragen?" bohrt Hellwig wieder. ■ Der große Chan wird hellhörig. „Was haben Sie denn mit der Tilde Rohloff, Hellwig?" „Och." v _ „Neulich haben Sie doch alles mit der Sprenger ausgemacht." m z . . „Die Sprenger ist nichts für meinem Vater feinen Sohn, Herr Holzmann", sagt Hellwig. ,-,Wissen Sie, was die mich neulich gefragt hat? Warum sind Sie eigentlich nicht Fernfahrer geblieben, Herr Hellwig, hat sie gefragt, und ’ne Schnauze hat sie dabei gezogen — so." Er deutet das Schnäuzchen ®n» die Sprenger ihm gezeigt hat. „So was hab ich „Warum denn ich?" . „Na, zum Ansehen. Und wenn Sie die Tilde em» laden? Morgen is Samstag, Herr Holzmann. Frische Fische — gute Fische, hängen Sie vorn an der Theke ein Schild heraus, vielleicht kriegen wir zwei Wagen voll." „Wo soS's denn hingehen?" „Können Sie sich aussuchen. Vielleicht finden Sie was, sagen wir mal: insgesamt fünfhundert Kilometer hin und zurück, zehn Mark, alles inklusive. Und das mit der Tilde, das überlasse ich ganz Ihnen." , . Eine halbe Stunde später steht das Schild auf dem Ladentisch, daß der Autodienst Hellwig mit einen bequemen Aussichtswagen wieder eine Fahrt macht, und daß Anmeldungen hier entgegengenommen werden. _ , r . Zehn Mark ist wirklich kein Geld, besonders, wenn man eben eine alte Tante beerbt hat. 3. Der große Chan ist, nachdem Hellwig gegangen ist, nicht mehr so ganz bei der Sache. Tilde kennt ihn gut genug, um das zu erkennen. Er erteilt seine Auskünfte, aber er tut es fahrig und nervös, und als die Sprenger ihm einmal ein falsches Aktenstück bringt, fährt er sie unfreundlich an. „Kann doch mal Vorkommen", zuckt die ihre ganz sehenswerten Schultern. • Um die Mittagszeit schlängelt er sich an Tildes Platz heran und flüstert ihr zu, ob sie es wohl so einrichten könne, daß sie die Pause mit ihm gemeinsam mache. _ f „Kann ich", nickt sie. „Was ist Ihnen denn, holz- gerne", schließt er. ~ , „Warum sind Sie eigentlich nicht Fernfahrer geblieben?" will Holzmann nun auch wissen. „Waren Sie mal Fernfahrer, Herr Holzmann, fragt Wilhelm Hellwig dagegen. «Nee Na sehen Sie Ist ja zuerst ganz schön und grün. Abends los mit dem großen Kasten und immer nur in Seutfajlanö. UeberaU ’ne Kneipe, wo man Kameraden findet uno mal hier ’n Mädel, mal da ’n Mädel. 2Iber auf b’ß Dauer ist damit nifcht zu erben, mein ßteber. Jta, und da kommen wir wieder mal abends durch Thüringen. Ich bin nämlich aus Thüringen gebürtig, mein Alter hat da ’ne Gastwirtschaft mit eigener Metzgerei. Wenn's so traf, haben wir da immer ne Pause gemacht. Wir sind zwei Brüder, Herr"Holz- mann, der Emil, das ist der ältere, und ich. J"mmt mich der Alte hinten ins kleine Zimmer und mach die Tür zu. „Der XSmit soll heiraten", sagt er „Soll er", sag ich. „Ja, is aber wegen der Gastwirtschaft , sagt er. „Die Anna von Bobenhausen is es, die hat Geld. Ja, und da soll nun der Emil den Betrieb übernehmen, und Mutter und ich, mir Die schöne Melusine Vornan Son HanS Richter Fräulein Tilde?" „Warum denn nicht?" „Fahren Sie mit mir in Hellwigs Autobus morgen über Land", platzt er heraus und erschrickt vor sich selber. . Tilde sieht ihn verwundert an. „Zehn Marker allein fürs Wochenende und die Nebenspesen dazu, das läßt sich nicht darstellen, Holzmännchen." Nun wird er erst recht verlegen. „Sie sollen's ja auch nickst bezahlen, ich wollte Sie doch einladen, hab ich das nickst gesagt? Also, dann sag ich's jetzt." Damit sie glicht antworten kann, spricht er hastig weiter. „Ich will Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, Fräulein Tilde. Ich habe mir das so gedacht, den Pumps, den nimmt meine Aufwartung, die hat ’ne Laube, und da ist ’ne Ecke da, wissen Sie, so eine Art Komposthaufen, da kann er buddeln. Die Schrödern sagt, der Hund täte sogar ein gutes Werk, wenn er da buddelt, denn ihr Mann wäre doch viel zu faul zum Umgraben, und umgegraben werden muß doch solch ein Komposthausen, das wissen Sie vielleicht selber. Also, der Hund ist versorgt, und wenn ich am Sonntagabend zurück- fomme, sitzt er da und wedelt mich an. Etwas muß man doch haben, wofür man was tun kann", sagt er leise. (Fortsetzung folgt) Großzügige Mderung der berufstätigen Zugend Ein wichtiges Aufgabengebiet der Deutschen Arbeitsfront. BetriebsapPellH Allwöchentlich soll innerhalb der größeren Betriebe ein Appell der Jugendlichen abgehalten werden, für den jeweils von der Deutschen Arbeitsfront die Anregungen und Themen gegeben werden. Die nächsten Betriebsappelle stehen unter den folgenden Leitsätzen: „Deutschland fordert seine Kolonien", „Eine reine und starke Jugend trägt die Zukunft der Nation", „Der Sinn der Dienstverpflichtung", „Richthofen" und „Erfindergeist der deutschen Chemie". Mehrere Betriebsappelle m den größeren Betrieben gestaltete der Kreisjugendwal- ter Pg. Steine! selbst. Außer den Betnebs- Schleiz." — „Und ich?" frag ich. „Dich will er auszahlen, Wilhelm", sagt der Alte. „Mit„dem Geld von der Anna kann er das gut tun. Bielleicht kaufst du ’nen Lastzug und machst ein Fuhrgeschäft auf. Oder du siehst dich mal um, ob nicht irgendwo einer mit ’nem Gasthof sitzt, wo nur ’ne Tochter da ist. Also ich sag gar nichts mehr und fahr mit meinem Kameraden weiter. „Du solltest auch heiraten , blatt der. Also ich laß ihn vorn ans Steuer, hau mich hinten auf die Lederbank und penn's mal durch. Gastwirt, denk ich, Gastwirt is ’n ruhiges Leben. Immerzu die Schaukelei mit dem Lastzug tut auch nicht gut. Na, und darüber bin ich weg. Am andern Morgen fahren wir so quer durch den harz, von 5wrzburg rauf und dann über Braunlage und bei Blankenburg wieder raus. Und immerzu kommen die fixen Autobusse vorbei und sind gestopft voll von Menschen. „So was müßte man haben", sagt mein Kamerad. „Das is Sache." Also das nächste Mal knöpfe ich mir den Ollen vor und meinen Bruder, den Emil, auch, und dann reden wir m Zahlen. Als wir fertig find, geh' ich nach Berlin und.tauf ben ersten Omnibus. Na, und jetzt find s drei, und .ich mach Fuhren." Er druckst wieder. „Is ja alles ganz schön und gut, aber —" „Was denn aber?" „Sehen Sie, ich bin jetzt dreißig" sagt Hellwig wieder. „Und dreißig ist em schönes Alter für einen Mann. Gerade so das richtige Alter, wie? „Wofür denn?" Na beispielsweise für ’ne Dreizimmerwohnung." . 'saufen Sie sich mal ’ne Wohnungszeitung, Herr Hellwig", rät der große Chan. Hellwigs Augen werden noch unruhiger. „Sie find doch sonst nicht so, Herr Holzmann. Na also, um Fräulein Rohloff handelt es sich." „Um die Tilde?" Na ja doch, um Tilde Rohloff. Stellen Sie sich das mal vor. Sie und die Tilde, Sie stehen sich gut miteinander, nich wahr? Sie sind so wie n a er Onkel zu ihr, nich wahr? Der große Chan schluckt den Brocken erst einmal herunter, aber nun ist hell- roia in Fahrt. „Wenn Sie nun mit Ihrem Geld bei "i?, statt hier immer al- Angestellter zu scheu - und wenn wir dann die Tilde auch bei uns Mtt fo ’nem Mädel muß man nur erst r,ch ig deutsch 1 . ... cIa wirk miphor mal mit? Um die jetzt berufstätigen Mädchen auch auf ihren zukünftigen und ursprünglichen Beruf als Hausfrau und Mutter vorzubereiten, plant die Deutfcye Arbeitsfront die Einführung von hauswirtschaftlichen Kursen, die in Verbindung mit dem BDM. durchgeführt werden. Die ersten dieser Kurse, die über den Zeitraum von vier Monaten führen sollen, werden in Großen-Linden stattfinden. Vorgesehen sind Kurse im Kochen und Nahen für Anfängerinnen und Fortgeschrittene. Für die Mädchen soll auch ein besonderer G e s u n dH e i t s vi e n st an der Tagesordnung sein. Für diesen Zweck werben und sind bereits Mädchen im Gesundheitsdienst ausgebildet. Diese Ausbildungsarbeit, die in Gemeinschaft mit dem BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" geschieht, wird fortgeführt und.auf eine immer breitere Basis gebracht werden. Das Ziel ist, in jedem Betrieb mit mehreren jugendlichen weiblichen Berufstätigen eine im Gesundheitsdienst ausgebildete Kameradin zu haben. In den Bereich der gesundheitlichen Betreuung gehört auch die Z a h n ° a f t i o n de r D A F., die auch auf solche Jugendliche ausgedehnt werden soll, die nicht in der HI. stehen. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Betreuungsarbeit der Deutschen Arbeitsfront für die jugendlichen Berufstätigen im Kreis Wetterau bereits weit vorangetrieben worden ist und schon erfreuliche Erfolge gezeitigt hat. Die Arbeit, die in ihrem letzten Sinn der Volksgemeinschaft dient und nicht zuletzt auch die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Schaffenden der Zukunft erstrebt, wird mit allem Eifer fortgefetzt werden. Zum Langemarckstudium vvrgeschiagen Die Deutsche Arbeitsfront hat aus dem Bereich der Kreiswaltung Wetterau für das Langemarck- studium, das von zu Haufe aus minderbemittelten, aber besonders begabten Jugendlichen eine intensive berufliche Aus- und Fortbildung auf Technischen Hochschulen, auf Handelshochschulen usw. ermöglicht, insgesamt 55 Jugendliche v o r g e s ch la g e n, die demnächst vom Reichsstudentenwerk m Heidelberg aus ihre Aufforderung zur Teilnahme an einem Ausleselager erhalten werden, zum Teil aber auch schon erhalten haben. Bei der Auswahl der Jugendlichen für den Vorschlag zum Langemarckstudium war ein strenger Maß st ab angelegt worden. In erster Linie sind es die Kreissieger aus dem Reichsberufs wettkampf des Jahres 19 39, die sich nicht nur durch ihre fachliche Leistung hervorgetan haben, sondern auch in weltanschaulicher wie in charakterlicher Hinsicht die Gewähr dafür bieten, des Vorzugs der Förderung durch das Langemarckstudium würdig zu sein. Daneben sind zahlreiche Kameraden, die als „Be t r i e b s - b e ft e" aus dem Reichsberufswettkampf hervorgegangen find, vorgeschlagen worden. Die Aussichten, zum Langemarckstudium zugelassen zu werden, sind, sofern sich die jungen Kameraden auch im Ausleselager bewähren, günstig. lassen hat. In diesem Jahre hat der Reiz, den das Einkochen Im Laufe der Jahre des Bestehens ist der Deut- der Früchte nun einmal mit sich bringt, noch eine schen Arbeitsfront em ungemein vielseitiges Arbeits- 1 besondere Note. Vorratswirtschaft treibt nach dem gebiet zugewachsen. Im Rahmen dieser Aufgaben Beispiel des Staates auch die Familie, um für die darf aber ein Arbeitsgebiet als besonders wichtig unwirtlichen Monate des Jahres einigermaßen ver- gelten, und zwar die Betreuung und For- forqt zu seim Jede Möglichkeit, etwas einzukochen, d e r u n g d e r b e r u f s t a t ig e n Ju gen d. Diese wird ausgewertet, alle in früheren Jahren vielleicht Betreuung und Forderung der berufstätigen Ju- als uroefentlich angesehene Zuwendungen aus dem gend ist ein sehr dankbares Aufgabengebiet, denn Freundes- und Bekanntenkreis werden als zufätz- es dient der Zukunft und der ständigen Steigerung liche Vorräte gern willkommen geheißen. Von den der beruflichen Leistungsfähigkeit in den nächsten Beeren über die verschiedensten Gemüse bis hin zu Jahrzehnten. ' den Pilzen gibt es eine lange Liste einkochbartt Sorgfältige Organisation. Nahrungsmittel, bie spater auf dem Mittagstisch »» » " vergnügte Gesichter Hervorrufen. Es ist klar, daß auch für die Jugendarbeit der Stolz aber schaut die Mutter am Ende der Ein- DAF. die Organisation eine wichtig Doraus- fodneit in den Keller. Dort paradieren die Gläser setzung ist. In der Kreiswaltung Wetterau der und Büchsen achtunggebietend auf den Regalen. Es Deutschen Arbeitsfront, die das Gebiet der polih- ift ein prächtiger Anblick, den insbesondere die schen Kreise Gießen und Friedberg umfaßt und rn- Gläser bieten teeren Farbigkeit das sonst so düstere nerhalb dieses Gebiets insgesamt 1528 Jungen Kellergelaß geradezu malerisch macht. Angesichts und 1438 Mädel durch Betriebsjugendwalter zu dieier verlockenden Reihen geborgener Vorräte denkt betreuen hat, ist der K r ei s j irgend ro a 11 er die Mutter bann nicht mehr an die vielen Mühen, (Pg. Stemel) für diese Arbeit verantwortlich, die bei allem Reiz mit dem Einmachen nun doch I Ihm steht in ehrenamtlicher Arbeit die Kreis- einmal verbunden sind. Aber sie hat sich schon ausd jugenbreferentm für die Mndelarb^l, Margot nebadit was sie im nächsten Jahre noch alles an Muller, zur Seite. Im Krelsgebiet, und zwar weiteren guten Sachen einmachen wird. Denn eine in den größeren Orten, stchen chm örtejugenb- HAtiae Hausfrau ist immerfort bestrebt, für bie walter und Ortsgruppenreferentinnen zur Seite, die Ämllie vorIorgen H. W.Sch. insbesondere in Orten mit über 2000 Einwohnern uamilie vorzujorgen oder aber in Orten mit größeren Betrieben einge- Dornotizen. setzt sind. Solche Ortsjugendwalter und Ortsjugenb- referentinnen, die durchweg aus HI. und BDM. Tageskalender für Dienstag. fyeroorgegangen und sich als Kameraben unb Bor- Moria-Balast (Seltersweg): „Donauschiffer". - bild bewährt haben müssen, sind in folgenden ftirhHnielhaus (Bahnhofstraße): „Grenzfeuer"; in Städten und Orten des Kreises eingesetzt. Bad- bewen Häusern Neueste Ton-Woche „Die Heimkehr Nauheim, Butzbach, Friedberg, Giehen-Wieseck I Gießen-Klein-Linden, Grimberg, Nieder-Florstadt, des Führers _ Rockenberg, Großen-Linden, Großen-Buseck, Lich, Notizen, für den 16. )u . Lollar, Heuchelheim, Watzenborn-Steinberg, Alten- Sonnenaufgang 4.55 Uhr, Sonnenuntergang 21.16 Buseck, Treis a. d. Lda. und Dillingen. In den Uhr. _ Monduntergang 2.26 Uhr, Mondaufgang Trigen Orten des Kreises Wetterau sind lediglich 18.28 Uhr. Ortsjugendwalter eingesetzt. In jedem Betrieb in acy . • c. — dem über fünf Jugendliche beschäftigt sind, ist außer- 185 Sefnebe 3lim ,/£etfrUng6ramPT kem ein Betriebsjugendwalter eingesetzt, nomtlbef Der Begriff „Jugendlicher" ist sehr exakt gefaßt. DCr -OCtnevC gemetvei. Jungen gelten bis zu 18 Jahren und Mädchen bis Zum diesjährigen „Leistungskampf der Betriebe" zu 21 Jahren als „jugendlich". Während der Behoben sich aus dem Bereich der Kreiswaltung Wet- triebsjugendwalter seinen..AufÄadenb^eich innech ggggs« Jd.'.W» Die Aufgaben, die nun dem Betriebsjugendwalter, wie auch dem Ortsjugendwalter aufgegeben ind, find vielseitig. Zu seinen Obliegenheiten gehört es, darauf zu sehen daß das Judendschutzgesetz die richtige Auslegung erfährt und die gesetzlichen Betimmungen eingehalten werden, daß dem jugendlichen ein zweckmäßiger Arbeitsplatz» geschaffen wird, daß Pausen eingehalten, Freizeit sinnvoll aus- genützt wird, daß der jugendliche Berufstätige den ihm zustehenden Urlaub erhält, eine sachgemäße berufliche Ausbildung erfährt, er hat aber auch dafür einzutreten, daß die jugendlichen Kameraden und Kameradinnen Disziplin halten, pünktlich sind, ihre Pflicht tun und ihre Lebenshaltung so gestalten, daß die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht nur gehalten, fondern auch gesteigert wird. Zu diesem Zweck sollen in der Woche auch zwei Stunden dem Sport gewidmet sein, nicht Zuletzt aber energisch darauf gefehen werden, daß die Jugendlichen sich sowohl des Nikotins, wie auch des Alkohols enthalten. Soweit es erforderlich und im Interesse des einzelnen liegt, soll der Betriebs- oder Ortsjugendwalter auch mit dem Elternhaus Fühlung halten, insbesondere da, wo gegenwärtig der Vater im Felde steht. Außerdem wird manche Anregung zur Förderung des einzelnen, besonders befähigten Jugendlichen durch die Arbeitsfront zunächst vom Betriebsjugendwalter ausgehen müssen. Zu den In der Küche herrscht Hochbetrieb. Es ist ein _ einziges Kochen und Modeln, das mit .eifriger Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po- Gorgfalt überwacht wird. Mutter pendelt zu diesem . ib( Agenden Erlaß heraus: Zwecke fortwährend zwischen Herd und Kuchentisch hin und her, rührt mit der Schöpfkelle, prüft $ie sidjerung der Volksernährung gerade im die Temperatur der Behälter oder richtet neue ftrieqe klangt von allen, die die Ernte einbringen Früchte zum Einkochen vor. Die Geschäftigkeit ist burd) Unvorsichtigkeit oder Fahr- unnützen Fragen kommen oder ganz und gar nut wird. Volksgenossen, beachtet daher Die Brandschutz Streitigkeiten. Die sonst sehr friedfertige Mutter Vorschriften genauestens. kann dann auch mal höchst ung°mMich w°rd^ oon ung°dr°sch°ncm ©elccibe. Zb‘nun" W+n SäH“ Stroh, heu unb anberen .eich. en..ünbNchen Einmachzeit war zunächst gleichzeitig immer die Ernteerzeugnissen auf offenen cagerplahen sind die Zeit der Sommerfreuden. Was läßt sich von Schul- vor geschrieben en Entfernungen von kindern nicht mit einem schönen Sommertag anstel- Häusern, Bahngleifen, Straßen usw. e i n z u - len, zumal, wenn ganz und gar Ferien sind. Ein halten. smb'sch?er^un-"r- AUe elektrischen Leitungen Sicherungen. Schalter schöpslich. Aber da ziehen eines Tages süße Dufte Anlasser und Motoren muffen in Ordn u n g durch das Haus, unendlich» lieblich und verlockend (ein; defekte Sicherungen find nicht zulässig. Bei sind sie. Kein Zweifel, Mutter kocht ein. Ein Blick Drefcharbeiten mit Elektromotoren ist besonders auf in die Küche bringt die Gewißheit: da liegen Berge Lagerung der Kabelleitung von der Steckdose von Beeren, und Tante Grete ist schon feste dabei, &. illotor zu achten. Die Zuleitungen dürfen alles gut vorzurichten. Natürlich erntet jedes Kind zu-1 3um j nächst eine Handvoll Beeren, und die größeren können sogar dableiben, um mitzuhelfen. Eine erregende Spannung erfaßt alle, die irgendwie mit dem (_m- kochen zu tun haben, und später ist es em Hochgenuß, wenn die Mäuler einmal kosten können von dem, was Mutters Schöpfkelle, für sie übrig ge- Blutspenden für Kinderlähmung. Alljährlich sucht die Kinderlähmung vornehmlich im Spätsommer ihre Opfer unter der Jugend Deutschlands. Zwar gesundet der weitaus größte Teil der Erkrankten, doch fordert diese Krankheit jährlich auch eine Anzahl von Todesopfern. Eine weitere nicht unbedeutende Anzahl von Volksgenossen, die von dieser Krankheit betroffen werden, erleiden gesundheitliche Einbuße durch Lähmung einzelner Körperteile. Wer diese Krankheit über st and en hat, trägt S ch u tz st o f f e gegen sie in seinem Blut. Diese Schutzstoffe des Blutes werden zum Schutz von Neuerkrankten gegen die gefürchteten Lähmungen verwendet. Der von der Kinderlähmung Genesene kann Blutspenden wiederholt in Abständen von einigen Wochen abgeben, ohne selbst die geringste gesundheitliche Einbuße zu erfahren. Im ganzen Reich wird diese gegenseitige Hilfe, zu der jeder Deutsche seinem kranken Volksgenossen gegenüber verpflichtet ist, unter örtlicher Leitung der Gesundheitsämter durchgeführt; das gesammelte Blut wird dabei zur Verhütung der Uebertragung anderer Krankheiten vor Abgabe an die Kranken in geeigneten Laboratorien untersucht und aufbereitet. Kinder und Erwachsene, die die Kinderlähmung in den letzten sechs Jahren überstanden haben, werden zu Blutspenden gegen eine Anerkennungsgebühr von 10 RM. für je 100 Kubikzentimeter Blut wie in den Vorjahren a u f gefordert werden. Der Bedarf ist allgemein groß, zumal wenn die für den Hoch- und Spätsommer zu erwartende Häufung der Erkrankungen den vorjährigen Umfang erreichen oder übersteigen sollte. Vielen Kranken ist schon in den letzten Jahren durch Genesene geholfen worden; mögen diese auch jetzt wieder bereitwillig dazu beitragen, daß durch ihr Blut den neuerdings Erkrankenden geholfen wird! Appell der ehemaligen 416er. Die Kameradschaft ehemaliger 116er hielt am Samstag chven Monatsappel ab. Durch Vermittlung des Kameraden Müller wurden der Kameradschaft verschiedene Ausrüstungsstücke, Uniformteile und Degen eines Offiziers der allen 116er durch Frl. Schreiber (Asterwey) übermittelt, für die Kameradschaftsführer Hans B i l l der Spenderin aufrichtigen Dank sagte. Diese Stücke werden zur Ergänzung der bereits vorhandenen Erinnerungen an die alten 116er aufbewahrt. Kameradschaftsführer Bill übermittelte Grüße von Oberst H e r r l e i n. So viel jetzt bekannt ist, haben außer Oberst Herr- lein auch Oberstleutnant Wiese, Major von D e b s ch i tz , Leutnant Becker, Oberleutnant E b e r l e i n, Oberleutnant E a g e l i n g und Leutnant G a t h das E. K. I bzw. oie Spange dazu erhalten. Leutnant W o w e r i e s wurde Kompanieführer. Don dem Schriftführer der Kameradschaft, Feldwebel Biedenkapp, dem Hauptfeldwebel Fritz Dunkel, von dem im Osten tätigen Kameraden L. Meurer, dem auswärtigen Mitglied Zahnarzt Dr. Martiny (Stuttgart) sowie von dem alten 116er Willi Spoerhase, der an historischer Stelle in Frankreich mit Leutnant Sack- m a n n.zusammengettoffen war, ferner von Major Petri und Kamerad Waller Blum waren Feldpostgrüße eingegangen. Aus der Besprechung mit dem Kreiskriegerführer berichtete Kamerad Bill über das gute Ergebnis der Fechtsammlungen. Die 116er stehen hinter den Artilleristen an 2. Stelle, so daß dem Fechtwart Kamerad Müller eine Anerkennung ausgesprochen wurde. Der Kameradschaft ist jetzt auch die Urkunde für die Metallspende zugegangen. Der Kreiskriegerführer hat den Kassenwart und stellvertretenden Schriftführer der Kameradschaft, Kamerad Georg K o re ll zum stellvertretenden Kreisfechtwart für die Dauer der Erkrankung des Kameraden Zimmermann bestimmt. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die neuen Kreisbefehle verlesen. Das Schießen wird eifrig fortgesetzt; auch am letzten Sonntag war wieder guter Besuch zu verzeichnen. Mitdem BHC. ins Schwalbenbachtal. Die Juliwanderung des VHE. Gießen führte in das Gebiet des südwestlich des Biebertals sich 'hinziehenden Himbergs. Es hatte sich eine Schar von rund 40 Teilnehmern eingefunden, die wohlgemut die Fahrt mit der Kleinbahn nach Rodheim, dem Ausgangspunkt der Wanderung, antrat. In steilem Pfad ging es aufwärts zum Wald. Leider war der sonst so wundervolle Ausblick von der Höhe über das Biebertal nach den Burgen und dem Dünsberg nicht möglich. Waldeinwärts ging es nun an dem von der Sage umwobenen Frauenkreuz, später an den aus dem Siebenjährigen Krieg stammenden Schwedenschanzen vorbei über die höchste Erhebung des Berges, den Königsstuhl (eine ehemalige Thingstätte), hinab in das liebliche Schwalbenbachtal. Ein schmaler Pfad wies do* hier hinauf zur Dicken Eiche, wo angesichts des altehrwürdigen Naturdenkmals eine kurze Rast stattfanü. Eine breite Wald- sttaße leitete wieder hinab zur Landstraße, von der ein Feldweg abzweigte, der zum Hauptziel des Tages, der überaus reizvoll im Tale gelegenen Schwalbenmühle führte, wo eine längere Ruhepause eingelegt wurde. Unter kundiger Leitung führte der weitere Weg bergauf und bergab, auf Kreuz- und Querwegen, bald auf moosbedeckten. Waldschneisen, dann über schmale, mit zahllosen Farnkräutern umsäumte Gräben. Kurz vor Kinzenbach endigte der Wald, an dessen Austritt sich eine prächtige Aussicht über Gießen nach den Lahnbergen, dem Vogelsberg und Taunus bot. Bald war Kinzenbach erreicht. Nach einer Schlußraft wurde der Heimweg über Heuchelheim angetreten. Gießen-Klein-Linden. Im Saal der Wirtschaft „Zur Burg" fand am Samstagabend ein Schulungsabend der Partei statt. Kreispropagandaleiter Pg. Rahner (Gießen) sprach über den Schicksalskampf des deutschen Volkes und über die Aufgaben eines Politischen Leiters. Er führte u. a. aus, wie der Polittsche Leiter in der Arbeit für unser Volk allen Volksgenossen unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit mit dem besten Beispiel vorangehen müsse. Der Redner schilderte ferner Verhältnisse aus dem wiedergewonnenen Gebiet im deutschen Osten und sprach über die Leiden, die unsere Volksdeutschen Brüder unter der ehemaligen polnischen Herrschaft zu erdulden hatten. Der Kreispropagandaleiter forderte zu stärkstem Ein- satz für Führer und Volk auf, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Ortsgruppenleiter Rudolf Jung schloß mit Dankesworten an den Redner und dem Gelöbnis der Treue zu Führer und Volk die Versammlung. * Der Eisenbahnbedienstete Wilhelm Runge, Frankfurter Straße 63, konnte dieser Tage auf eine 40jährige Tätigkeit im Dienste der Reichsbahn zu- rückblicken. Im Rahmen eines Betriebsappells wurde ihm das vom Führer verliehene goldene Treudienstehrenzeichen überreicht und ihm die Anerkennung der Reichsbahndirektion für seine Treue ausge- prochen. Gießener Wochenmarklpreise. * G i e ß e n, 16. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, alte, kg 5 Rpf., 5 kg 48 Rpf., 50 kg 4,15 RM., neue, % kg 10 Rpf., 50 kg 10 RM., Wirsing, kg 15 Rpf., Weißkraut 15, gelbe Rüben 20 bis 25, rote Rüben 15, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen, grün, 35 bis 45, gelb, 40, Mischgemüse 15, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln, das Bund 12 bis 15, Rhabarber, 14 kg 10 bis 12, Pilze 45 bis 50, Falläpfel 10, Himbeeren 40 bis 50, Kirschen 50, Heidelbeeren 43, Stachelbeeren 20 bis 28, Johannisbeeren 20 bis 30, Erdbeeren 50, Blumenkohl, das Stück 20 bis 60, Salat 8 bis 10, Salatgurken 30 bis 60, Einmacb- gurken 5 bis 6, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 12, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf. * * Hör ft-Wessel-Wall in neuer Gestalt. Seit einigen Tagen ist der Horst-Wessel- Wall dem Verkehr wieder übergeben. Allerdings mit einer Einschränkung: für Pferdefuhrwerke ist die Straße noch gesperrt, denn es ist zu befürchten, daß die weiche Teerasphaltauflage der Straße durch die Pferdehufe allzusehr in Mitleidenschaft gezogen werden würde. Die Sttaße bietet sich nun in schöner Klarheit dar. Die Vorgärten sind gefallen und haben einem breiten Bürgersteig Platz gemacht. Die Fahrbahn selbst verläuft völlig eben, denn der Höhenunterschied, der bisher in dieser Straße zwi- chen dem Selterstor und der Bahnhofstraße be= tand, ist ausgeglichen worden. Nachdem anscheinend gegenwärtig der zweite Parkplatz, zu dem die Zu- ahrten schon berücksichtigt sind, noch nicht gebaut werden wird, ist die, vom Selterstor aus gesehen, rechte Straßenseite gegen die Gärten mit einem Holzgitter von klarer Linie abgeschlossen worden. Ein sehr hübscher Winkel in dieser Sttaße ist an dem breitästigen Baum entstanden, der unweit der Bahnhofstraße seine Aeste dehnt und erhalten blieb. Die Straße in ihrer Gesamtheit macht einen ausgezeichneten Eindruck, der sich noch . weiter verbessern dürfte, wenn die Bäume, die auf der einen Seite angepflanzt worden sind, herangewachsen sind und mit frischem Grün das Straßenbild verschönen. Aus Oer engeren Heimat. Rotviehversteigerung in Gießen. Eine Sommerversteigerung von Rotviehbullen und weiblichen Tieren fand dieser Tage in Gießen statt. Von den angemeldeten 83 Bullen kamen 74 zum Auftrieb. Die Beschickung erfolgte aus den benachbarten Landesbauernschasten Hessen-Nassau, Kurhessen und Westfalen. Bei der Sonderkörung, die bereits am Tage vorher durch das Köramt der Landesbauernschaft Hessen - Nassau durchgeführt wurde, konnten zwei Bullen nicht gekört werden. Es kamen demnach noch 72 Bullen zur Versteigerung, von denen 14 der zweiten und 58 der dritten Zuchtwertklasse zugeteilt wurden. Den Spitzenbullen in der zweiten Wertklasse stellte Bürgermeister Garthe in Rodenbach (Kurhessen). Er wurde von dem Züchterverein Lahn-Dill zum höchsten Tagespreis gesteigert. Alle übrigen Bullen der zweiten Wertklasse wurden mit 7 Punkten bewertet. Mit der dritten Wertklasse kam ebenfalls ein ausgesuchtes Zuchtmaterial zur Versteigerung. Der Verlauf der Versteigerung, die einen starken Besuch aufzuweisen hatte, war allgemein als gut zu bezeichnen. Von den gekörten 72 Bullen wurden insgesamt 52 oder rund 75 v. H. zu guten Mittelprei- sen verkauft. Der größte Teil der Bullen ging in das Lahn-Dillgebiet und in den Vogelsberg. Landkreis Gießen. = Mainzlar, 15. Juli. Am vergangenen Samstag hielt der hiesige Verein für Krankenpflege bei Gastwirt Vogel feine 10. Generalversammlung ab. Einleitend wurde der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder gedacht. Der Vorsitzende des Vereins, Bürgrmeister Kreiling, erstattete den Jahresbericht und dankte vor allem der Schwester Margarethe für ihre aufopfernde Tätigkeit. Sie verpflegte insgesamt 422 Kranke und machte 5398 Krankenbesuche. 5 Mitglieder traten dem Verein neu bei. Rechner Wilhelm Wehn erstattete den Kassenbericht, der eine günstige Kassenlage erkennen ließ. Dem Rechner wurde für feine sorgfältige Arbeit Dank gesagt und Enttastung zuteil. Lehrer Weisel und Direktor Dipl.-Jng. S ch r o t h schieden wegen Wohnsitzwechsel aus dem Vorstand aus. An ihre Stelle wurden die Mitglieder Ludwig Vogel 9. und Heinrich Vogel 4. in den Vorstand gewählt. Eine rege Aussprache beschloß die Versammlung. Kreis Büdingen. 8 Lang-Göns, 14.Juli. Am Samstag wurde hier eine Sammlung für d i e Verwundeten in den Gießener Lazaretten von der NS.- Frauenschaft durchaeführt. Das Ergebnis war sehr erfreulich und legt Zeugnis davon ab, welchen Anteil die hiesige Einwohnerschaft an dem leiblichen Wohlergehen der verwundeten Soldaten nimmt. Es wurden abgegeben 262 Kuchen aller Art, zahlreiche Flaschen mtt Wein und Fruchtsäften, viele Rauchwaren, Lebensmittel aus den Hausschlachtungen, Eier u. v. a. In drei Kraftwagen wurden die Spenden dem Roten Kreuz in Gießen überbracht. j Schotten, 15. Juli. Die jüngste Sammlung für das Kriegshilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes erbrachte mit 1500 RM. wiederum ein ausgezeichnetes Ergebnis. Es stellt der Opferbereitschaft unserer Bevölkerung ein gutes Zeugnis aus. — Der VHE. Zweigverein unternahm gestern wieder eine schöne Wanderung über den „Heidenaltar", an der „dicken Eiche" bei Eichelsdorf vorbei nach Ober- Schmitten. Viele Wanderfreunde beteiligten sich. — Die Beerenernte, insbesondere die Ernte der Himbeeren, hat begonnen und wirst für viele Familien einen schönen Gewinn ab. -- Li ch, 15. Juli. Die Gefreiten Philipp Weber und Heinrich K a m b e wurden mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. S.jf.-ifport MeGrgebniffederdereichs-KuWekken-Regatta Erläuterung der Abkürzungen: PGG. = Paddler- Gilde Gießen, GRG. — Gießener Rudergesell schäft, WKC. = Wiesecker Kanu-Club, MKC. = Marburger Kanu-Club, PSK. = Paddelsport Kassel, CKC. — Casseler Kanu-Club, PGH. = Paddler-Gilde Hanau, KCW. — Kanu-Club Wetzlar. HI. Zweier-W anderfaltboot HI.-Klasse B (400 Meter), 1. Lauf: 1. Röse/Siebert (CKC.) 2:29,1 Mn.; 2. Schüler/Sondermann (MKC.) 2:35,8; 3. Mink/Nurtsch (MKC.) 2:46,9 Mn. — 2. Lauf: 1. Düttner/Falken ha iner (PGG.) 2:35,1; 2. Seibert/ Schmidt (WKC.) 2:37,6; 3. Weber/Lindenstruth (WKC.) 2:41 Mn. Zweier-W anderfaltboot HJ.-Klasse A (600 Meter). 1. Lauf: 1. Schindehütte/Roddewig (CKC.) 3:48,4; 2. Eller/Wagner (GRG.) 3:55,2; 3. Hermann/Pawlontski (MKC.). — 2. Lauf: 1. Schäfer/Büttner (MKC.) 4:11,2; 2. Beilborn/ Schmidt (MKC.) 4:16,2; 3. Krapp/Ammenhäuser (MKC.) 4:21,2 Mn. Einer-W anderfaltboot HJ.-Klasse B (400 Meter). 1. Lauf: 1. Röse (CKC.) 2:44,8; 2. Büttner (PGG.) 2:47,4; 3, Eller (GRG.) 2:48,1. — 2. Lauf: 1. M. Pawlowski (MKC.) 2:37,8; 2. Falkenhainer (PGG.) 2:43,6; 3. Siebert 2:45,4 Mn. — 3. Lauf: 1. König (CDC.) 2:40,5; 2. Schüler 2:53,1; 3. Sondermann (MKC.) 2:55,7 Min. Einer-Wanderfaltboot HJ.-Klasse A (600 Meter). 1. Lauf: 1. Winter 1PSC.) 3:37,8; 2. Beilborn (MKC.) 4:47,5; 3. Roddewig (CKC.). — 2. Lauf: 1. W. Hermann (MKC.) 4:12,0; 2. Mar- tinsohn (CKC.) 4:20,9; 3. Kreiling (WKC.) 4:27,4; 4. K. Becker (PGG.). Einer-Wanderfaltboot DJ. - Klasse (300 Meter): 1. Kombächer (MKC.) 2:25,8; 2. Zimmermann (MKC.) 2:26,4; 3. Peppler (MKC.) 2:30,8. Frauen. Zweier-Wanderfaltboot,Anfänger- Klasse: 1. Walter/Kling (WKC.) 4:32,4; 2. Dö- ringer/Seibert (WKC.) 4:48,4. Einer-Wanderfaltboot, Anfänger- und Leistun gsklass e II: 1. M. Raabe (CKC.) 4:26,0; 2. H. Romeis (PGH.) 4:33; 3. L. Kling (WKC.) 5:07,1. Aktive. Einer-Faltboot, Anfängerklasse: 1. F. Meier (CKC.) 6:05,6; 2. H. Weil (GRG.) 6:27,1; 3. H. W. Hantel (GRG.) 6:38,4. 1 Einer-Kajak, Anfängerklasse: Meier (CKC.) kampflos Sieger. Einer-Kajak, Leistungsklasse II: 1. Strippel (PSK.) 5:24,4; 2. Schön (RKC.) 5:57,1. Einer-Wanderfaltboot, Anfänger- klasse: 1. W. Bellof (WKC.) 6:33,2; 2. E. Deibel (WKC.) 6:43,6. Zweier-Wanderfaltboot, Anfänger- klasse (1000 Meter): 1. Deibel/Kreiling (WKC.) 5:49,2; 2. Friederich/Brandeck (RCW.) 6:13,4. Zweier-Wanderfaltboot, Le i stungs- klasse II: 1. Sttippel/Kittner (PSK.) 5:54,1; 2. H. Ruckes/W. Weller (WKC.) 6:04,2. Einer-Faltboot, Leistungsklasse I: 1. Kaphingst (MKC.) 5:38,8; 2. Zundel (PGH.) 5:48,2; 3. H. Fey (CKC.) 5:50,1. / Einer-Faltboot, Leistungsklasse I (um die Bereichsmeisterschaft): 1. Schugart (PSK.) 5,17,4; 2. Kaphingst (MKC.) 5:17,9; 3. H. Fey (CKC.) 5:25,0. Zweier-Faltboot, Altersklasse: 1. Rödel/Haege (KCW.) 5:38,5; 2. K. Röhn/C. Weimar (MKC.) 5:58. Zweier-Kajak, Leistungsklasse I (um die Bereichsmeisterschaft): 1. Zündel/Schütz (PGH.) 4:42,6; 2. Sttippel/Kittner (PSK.) 5:12. W. Lützellinden im Endspiel. TV. „Vorwärts" Bockenheim 11:8 (6:5) geschlagen. Eine hervorragende Leistung vollbrachte die Jugendmannschaft des Tv. Lützellinden im Vorschlußrundenspiel um die gebietsbeste Vereinsmannschaft. Trotz ungewohnter Platzverhältnisse und der langen Bahnfahrt gelang es, den stark favorisierten Gegner sicher zu schlagen und dadurch den Weg ins Endspiel zu bahnen. Das Treffen beaann mit einer Ueberraschung. Bockenheim ging schon in den ersten Minuten mit 2:0 in Führung und blieb auch für die Folae leicht feldüberlegen, wenngleich Lützellinden den Abstand auch immer wieder verkürzen konnte. Kurz vor Halbzeit ttat dann eine merkliche Wendung ein. Der Rückstand wurde aufgeholt und in einem kraftvollen Endspurt das Halbzeitergebnis sichergestellt. Noch der Pause änderte sich an diesem Bild nichts mehr, trotzdem Bockenheim noch einmal gleichziehen konnte. Durch hervorragendes Zusammenarbeiten aller Mannschaftsteile war das gegnerische Tor dauernd in Gefahr und durch resllosen Einsatz der wurfkräftigen Stürmer bald ein sicherer Sieg errungen. Man kann der tapferen Mannschaft aus Lützellinden zu diesem großen Erfolg nur gratulieren. Die Jungens haben wundervoll gespielt und sicher viel dazu beigetragen, das Ansehen des Bezirks Gießen weiter zu heben. Es darf erwartet werden, daß sich die Mannschaft nach den gestrigen Leistungen auch im Endspiel bewähren wird und daß sie auch den stärksten Gegner nicht fürchtet. Oie Lahnpokalrunde im Handball! Die Entscheidungsspiele konnten diesmal nicht gefördert werden. Der Mtv. Gießen hat erneut feine Mannschaft zurückgezogen, so daß im Augenblick noch vier Bewerber vorhanden sind. Katzenfurt verzichtet zugunsten von Dornholzhausen auf Spiel und Punkte. Im übrigen gab es folgende Ergebnisse r Tv. Atzbach — Tv. Heuchelheim 11:12 (8:3) Hörnsheim — Holzheim (kampflos für Hörnsheim) Lang-Göns II — Grüningen 8:13 (4:5) Lang-Göns — Hochelheim 9:8 (4:3). Atzbach, das vor der Pause klar in Führung lag, verlor einen guten Spieler durch Verletzung und mußte' dadurch den Gästen einen knappen Sieg überlassen. — Holzheim trat aus nicht ersichtlichen Gründen in Hörnsheim nicht an. —Lang-Göns, verstärkt, lieferte den ftarfen Gästen einen harten Kampf, konnte aber die Niederlage nicht umgehen. — Hochelheim mußte zu dem Freundschaftsspiel gegen die 1. Mannschaft von Lang-Göns mit Ersatz antreten, war aber immer noch sehr stark. Trotzdem gelana es den Gastgebern, einen knappen Sieg sicherzustellen. Klein-Linden — Oberkleen 9:11 (3:4). Klein-Linden hatte am Sonntag die flinke Mannschaft von Oberkleen zum fälligen Verbandsspiel zu Gast, die sich alle Mühe gab, die Punkte für sich zu gewinnen. Die Gäste waren den Turnern von Klein-Linden ein gleichwertiger Geaner. Klein-Linden ging schon eine Minute nach Anstoß in Führung. Aber wenige Minuten später kam für die Gäste der Ausgleich, und bald führte Oberkleen. Doch immer gelang Klein-Linden wieder der Ausgleich. In der letzten Viertelstunde zogen die Gäste noch einmal alle Register. Klein-Linden mußte sich schließlich, ttotz stärkstem Einsatz vor Spielschluß, mit 9:11 geschlagen bekennen. Fußballsieg in Marburg. Sladkmannschafl Marburg gegen Sladtmannschafl Gießen 1:3 (1:0). Hoffnungsvoll für die Gießener begann der Kampf. Mit dem Anstoß zogen sie vor das Tor der Marburger. Der Ball wanderte von Mann zu Mann, aber Tore wollten keine fallen. Es wurde sehr wenig geschossen. Die wenigen Bälle hielt der ausgezeichnete Torwart. Mehrere Ecken wurden erzwungen. Die Marburger versuchten sich aus ihrer Umklammerung frei zu machen, doch nur wenige Durchbrüche gelangen, Fischer mußte einen scharfen Schuß halten. Die Stürmereihe der Marburger wurde nunmehr gefährlich. Eine Flanke von links kam herein, Fischer warf sich, jedoch rutschte ihm der Ball fort und überraschend führten die Marburger. Dieses Tor war ein Signal für die Gastgeber. Fischer mußte mehrere Male eingreifen und die Hintermannschaft hatte bange Minuten zu überstehen. Nach dem Wechsel stellten die Gießener um. Anton ging auf feinen Posten als Mittelläufer, Benner in den Sturm. Nun kam Schwung in die Stürmerreihe. Benner lies einem aussichtslosen Ball nach, der Torwart wehrte zwar ab, aber Benner holte sich den Ball mit hohem Sprung und köpfte zum Ausgleich ein. Eine feine Leistung! Kaum zwei Minuten später gelang es dem gleichen Spieler, eine schön hereingegebene Flanke von links zum Führungstor einzuschießen. Nach erfolglosen Gegenangriffen der. Marburger war es wieder Benner, der ebenfalls auf Flanke von links nach 10 Minuten abermals ins Schwarze traf. Die Marburger wurden munter und drängten auf Verbesserung des Ergebnisses. Die Hintermannschaft leistete aber her- vorragende Abwehrarbeit. Schlitz und Goß waren unüberwindlich. Fischer wurde etwas nervös. Im sicheren Gefühl des Sieges ließen die Gießener nach, wodurch der Gegner aufkam, aber zu Erfolgen reichte es für ihn nicht mehr. Oer Kampf um die Bezirksmeisterschaff. Vahenborn-Skeinberg I — BL. Sinn I 4:2 (2:1). Zum Entscheidungsspiel um die Bezirksklassenmeisterschaft ständen sich am Sonntag auf dem Sportplatz in Watzenborn-Steinberg obige Mannschaften gegenüber. Die Gastmannschaft, das wuchtige und raumgreifende Flügelspiel pflegend, lag sofort im Angriff und drängte 20 Minuten ununterbrochen. Bei einem Zusammenstoß wurde der rechte VerteidigerK. Schmandt leichtverletzt und mußte vorübergehend vom Platze. Groß war die Aufregung im Lager der Teutonen, als Sinn nach 18 Minuten mit 1:0 in Führung ging. Jetzt hieß es für die Platzmannschaft 3 Tore zu schießen, um Bezirks- klassenmeister zu sein. Als K. Schmandt wieder ins Spiel eingetreten war, mußte der rechte Läufer O. Burger, der auf die Hand gefallen war, aussetzen. Mit 10 Mann wurde weitergekämpft. Ein Durchbruch des Linksaußen Harnisch endete mit einer Regelwidrigkeit des Sinner rechten Verteidigers. Strafstoß! Fett legte sich den Ball ganz links zurecht und sein scharfer Schuß aus spitzem Winkel brachte bas. 1:1. Bereits 10 Minuten später wurde der Mittelstürmer der Teutonen an der Strafraumgrenze gelegt. Wieder Strafstoß — und wieder eilte Fett heran. Sein Schuß saß unhaltbar. Die weiteren Angriffe beider Stürmerreihen werden von den vorzüglichen Hintermannschaften abgewehrt. Nach der Pause hatten die Gäste ihr Pulver verschossen. Sie spielten nun mehr defensiv. Dis durchweg körperlich kleineren Stürmer der Platzmannschaft hatten es nicht leicht, gegen die kräftigen Gästeverteidiger anzurennen. Als der Ball zum Steinberger Halblinken Heil kam, der an den Mittelstürmer Wehrum weiterleitete, legte dieser den Ball wieder an Heil vor, der zum vielbejubelten 3:1 einschoß. Diese Freude dauerte jedoch nur kurze Zeit. Plötzlich tauchte der Halblinke der Sinner mit dem Ball 5 Meter vor dem Tor der Platzmannschaft auf. L. Buß versuchte noch, das drohende Unheil abzuwenden, brachte den Gegenspieler hierbei jedoch regelwidrig zu Fall. Elfmeter, ball! Hiergegen war Burger machtlos. Noch 15 Minuten waren zu spielen. Sinn spielte offensichtlich auf Zeit, denn das Resultat hätte genügt, um ein weiteres Entscheidungsspiel auf einem neutralen Platze herbeizuführen. 7 Minuten vor Schluß fiel aber durch Heil der 4. Treffer, der denn auch die diesjährige Bezirksklassenmeisterschaft sicherte. Der Vor diesem Spiel spielte die Jugend von Watzenborn-Steinberg gegen die Grünberger Jugend. Die Gäste hatten die körperlich weit kräftigere Mannschaft zur Stelle. Das Spiel endete 0:0. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) R. 5. in G. Wir empfehlen Ihnen, sich an ein hiesiges Kanalreinigungsinstitut zu wenden, durch das der Ursache des Uebelftanbes nachgegangen werden könnte. Es erscheint zweckmäßig, wenn Sie auch das Wasserwerk von der Sachlage unterrichten. Schweinemarkt in Butzbach. Butzbach, 16. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt in Butzbach wurden 393 Fer- kel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte gerbe! bis 22 RM., 6 bis 8 Wochen alte 22 bis 26 RM., 8 bis 10 Wochen alte 26 bis 32 RM., ältere Tiere bis 32 RM, Marktverkauf: Flotter Handel-