ä d Samstag, (6. ,S Gietzener Anzeiger Samstag, ^6./Sonntag, N.März 19^0 n diesem polnischen Volk eine Heimstätte zu sein. Die Führung aber in dieser Heimstätte hat Deutschland. Im Generalgouvernement werde nun eine nationalsozialistische Musterverwaltung ausgerichtet. Es werde vor allem die Ernährung der Bevölkerung und ihre Betreuung sichergestellt. Wie der deutsche Soldat im Osten mit dem Einsatz seines Lebens die Ruhe gewährleiste, so sei der politische Soldat nunmehr berufen, da drüben die Reichsordnung aufzustellen. Daboi werde das polnische Volk so gut, so sauber regiert werden, wie noch nie. Wenn die polnische Monopolverwaltung früher nahezu 40 v. H. ihrer Reineinnahmen ausschließlich für die persönliche Bereicherung der polnischen Staatsführung habe opfern müssen, so wurden die Einnahmen der Monopolverwaltung jetzt ausschließlich dem Volke zugute kommen. Deutsche Kommunalpolitik im Kriege. Darauf behandelte Reichsinnenminister Dr. Frick das Thema „Gemeindeverwaltung im Kriege". Die Gemeinden hätten die Bewährungsprobe des Krieges bisher in vollem Umfange bestanden. Die Deutsche Gemeindeordnung erweise sich heute als ein Instrument, das schnelle und tatkräf- ttge Entscheidungen sichere und dabei die Fühlung mit der Bevölkerung nicht verloren lassen gehe. Italiens Vertrauen auf seine Luftwaffe gerechtfertigt °NNtygz 5H um (0 und ?wird, Queller 'k Der. ein- herein 61 wnr * Cnd- Mere sie beneiden. $reffen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschkutz 2251 Druck und Verlag: Paris auf Ser Suche nach neuen Kriegsschauplätzen Oie LNeiattkvende ist die Geburtslagsgabe des deutschen Volkes für den Führer. Gebe jeder Volksgenosse hierzu freudig seinen Beitrag! Er dankt dem Führer damit für oll das Große, was er in so kurzer Zeit für fein Volk geschaffen hat und hilft ihm in seinem Kampf um Deutschlands Freiheit. Das Generalaouvernement eine nationalsozialistische MsterverivMng uphnartl her und mte Dith iolgenben , Bullen bis 45,5, »chafe 20 en Vieh. 3 Mtv. ’• Denn CQrt zu. Wen en Um. uh ließe : müßt«, Mann- chnischen °uch oft er noch Pt Än ner ans Alzheim m Kras. 'ielersah. nmerbhi auch die 1 ist es ige Nie. den an« nn gün. ill, wenn ewinnen. tun end. >. zu be- „Temps" dürften auch denjenigen endlich die Augen öffnen, die bisher geglaubt haben, die deutschen Warnungen in den Wind schlagen zu können. „Ueberall eingreifen, vor feiner Initiative zurückschrecken, d i e Reutralenmit Gewalt überzeugen, neue Schlachtfelder suchen!" — Das ist genau die Maxime, nach der die Plutokratten in Polen und im Finnland-Konflikt vorgehen wollten. Beide Male hat es zu ihrer größten Enttäuschung nicht geklappt. Nun will man es, wie Paris offen und brutal droht, irgendwo anders versuchen. Wir glauben jedoch, daß die Völker, die von den Westmächten als Kanonenfutter ausersehen sind, aus der jüngsten Entwicklung gelernt haben. Es sollte ihnen zu denken geben, wenn der vielgelesene amerikanische Publizist Denny in der ganzen amerikanischen Scripps-Howard-Presse als moralische Bilanz aus dem Finnlanderlebnis die Folgerung zieht, sie habe auch „dem letzten Amerikaner, der noch an den Mythos vom Kampf der Westmächte für die Rettung gefährdeter Demokratien glaubte, die Illusion geraubt". Und die Neutralen möchten jetzt wohl begreifen, daß es „Selbftmord bedeute auf die Hilfe der Westmächte zu rechnen; die Propaganda der Westmächte für ihren angeblichen Kampf für die Demokratie fei ein Bumerang", der bekanntlich die Neigung hat, einem selbst an den Kopf zu fliegen, und jedenfalls fei der amerikanische Glaube an Großbritannien und Frankreich untergraben. Er wird es noch mehr sein, wenn man dort jetzt durch eine Rundfunkrede des norwegischen Außenminister K o h t erfährt, daß ttotz der falschen Darstellung Herrn Daladiers eine Anfrage Englands und Frankreichs wegen einer Durchmarschgenehmigung für das berühmte Daladiersche Hilfskorps „er ft am späten Abend des 12. März gestellt worden fei, zu einer Zeit also, da der Frie- densvertrag in Moskau bereits unterschrieben wurde; eine Antwort Norwegens habe sich also selbstverständlich erübrigt, abgesehen davon, daß ein solches Hilfsangebot in zwölfter Stunde überhaupt keine Wirkung mehr haben konnte". — Herr Koht sagt das alles natürlich sehr höflich und sehr korrekt. Trotzdem ist es sachlich wohl dte äußerste Demütigung, welche England und Frankreich von einem kleinen neutralen Staat überhaupt Annahme von Anzeigen für bte Mittagsnummer bis Z'/rUhrbes Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenftaffelö Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 "/<> mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. >1, bas gebunden . - (20] Zolles ir j i Ellen. t es ml lien still | tib Frei- [ dies mo- ldis Hellem wohl hat sich ) er Hal , das in aldis Le- abei auch ohne sein ick zu belange. rchende iere und eins Der- Derfasier, mnt, ver° ' n Tieren den, ihrer n können >en Tieren ! so inten- berget sie L Und gern, die er Besonders -uch in die .Lange. m Petz' hast und ag Knorr 15)-Die chenphnio' rke, haus- uch Itafr na natur- 16. LE innert“1* es iit 9"6‘” - Lauern' t oder dar tertoflj: 1(3 6* ift es »L 5 Miedet zachen- .jaene ’ non "liefet Ächast^ ' . Asien. I<3 ,yUir' NkS Orngfi i das 1 " di- den rth$ibei eS^ gra' faro, die dieser Tage veröffentlicht worden sind, dem Eintreffen der englischen und französischen Kommandanten der Luftstteitkräfte im Nahen Osten, des Luftmarschalls Sir William Mitchell und des Generals Jauneaub, ein besonderes Gepräge gegeben. Das Echo in der Schweiz. Bern, 16. März. (DNB. Fun-kfpruch.) Zu dem Artikel des Pariser „Temps", der davon spricht, daß mit einer „von juristischen Skrupeln besttrnm- ten Politik" nichts zu erreichen sei und daß die Westmächte jetzt dazu übergehen müßten, sich dort ihre Schlachtfelder auszuwählen, wo sie ihre militärischen Mittel entfalten können, schreibt die „Thur- gaue r 3 e itun g": Die erstaunlich offene Sprache des halbamtlichen Pariser Organes wird vor allem in den neutralen Nachbarstaaten Frankreichs mit größter Aufmerksamkeit notiert werden müssen, denn es spricht daraus nicht nur eine große Verärgerung über die Neutralen, foübern auch der Entschluß, sich künftig n ich t mehr an bie international sanktionierten Spiel regeln zu halten. Man kann daraus aber auch auf die in Paris dämmernde Erkenntnis schließen, daß ein frontaler Angriff auf Deutschland kaum mehx in Betracht komme, sondern daß es jetzt eben gelte, sich a n - d e r s w o Schlachtfelder zu suchen. Im Lichte dieser Aeußerung erscheint die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, daß die Westmächte mit ihren „Hilfeversprechen" an Finnland nicht so sehr daran dachten, den Finnen zu helfen, als vielmehr daran, sich ein Glacis für einen Angriff auf Deutschland zu schaffen. Ihre im Durchschnitt völlig geordnete Finanzlage gestattete den Gemeinden nicht nur die ihnen zu- fallenden Kriegsaufgaben mit zu finanzieren, sie ermögliche es auch, die gemeindliche Finanzkraft heute in erheblichem Umfange in den Dienst der Kriegsfinanzpolitik des Reiches zu stellen. Die Finanzlage der Gemeinden wurde durch den Kriegs- beitrag der Gemeinden an das Reich, durch die wachsenden Personalausgaben und durch den Anteil am Familienunterhalt bestimmt. Seine vornehmste Sorge sei es, darauf zu achten, daß die Finanzwirtschaft der Gemeinden trotz aller Anspannung in Ordnung bleibe und daß das Opfer, das auch die kommunalen Körperschaften bringen müßten, nicht zu einer untragbaren Belastung führe. Die in der Zwischenzeit getroffenen Maßnahmen auf finanziellem Gebiet hätten im großen und ganzen die gefürchteten Fehlbettäge für das Rechnungsjahr 1939 beseitigt und würden den Ausgleich der Haushaltspläne für 1940 im allgemeinen ermöglichen. Em Fahr Protektorat. Festtag in Prag. Prag, 15. März. (DNB.) Der erste Jahrestag der Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren wurde durch ein großes Wecken eingeleitet. Am Wenzelplatz strömte schon in den frühen Morgenstunden eine große Menschenmenge zusammen, um dem Vorbeimarsch der Truppen beizuwohnen. Die Häuser trugen Festschmuck. Neben den vielen Hakenkreuzfahnen sah man zahlreiche Fahnen in den Farben des Protektorats. Reichsprotektor Freiherr von Neurath, der kurz vor 11 Uhr mit feiner Gattin eintraf, wurde mit brausenden Heil-Rufen begrüßt. Von tschechischer Seite nahmen an der Truppenschau Staatspräsident Dr. H a ch a in Begleitung des Generalinspektors der tschechischen Regierungstruppe, General Eminger, teil. Mannschaften der Wehrmacht, der Luftwaffe, der Polizei und der H marschierten dann unter den Klängen des Präsentiermarsches, geführt von Oberst Briesen, an der Ehrentribüne vorbei. Bei der Abfahrt zur Burg waren der Reichsprotektor und Staatspräsident Hacha erneut Gegenstand herzlicher Begrüßung. Anläßlich des Jahrestages der Gründung des Protektorats trat der Ausschuß der tschechischen Nationalen Gemeinschaft zusam- men. Der Leiter, Joseph N e b e s k y , sagte in einer Erklärung: „Gerade in diesem Augenblick müssen wir das größte patriotische Werk unseres Präsidenten festigen, das dazu geführt hat, daß das tschechische Volk inmitten aller Ereignisse in absoluter Einheit dasteht und vor allem Leid unb Unglück geschützt ist, das Kriege mit sich bringen. Das Beispiel Polens erhebt sich als warnender Beweis des Mangels an politischer Verantwortung derjenigen, die mit dem Schicksal des eigenen Volkes spielten. Das tschechische Volk trägt zum Sieg des Reiches dadurch bei, daß es für die kämpfende Wehrmacht des Reiches unter Anspannung aller Kräfte und Arbeitsfähigkeiten ein sicheres und ruhiges Hinterland schafft. Unsere Felder sind und werden bis zur letzten Zelle bebaut. Unser Arbeiter tut vorbildlich seine Pflicht und ver<- vielfacht seine Leistungen. Gerade in dieser Zeit zeige sich der Geist des tschechischen Akttvismus, der überall wirke, wo der Rhythmus der Arbett klinge." Rom, 15. März. (Europapreß.) In der Kammer der Fasci und Korporationen, in der in Anwesenheit des Duce der Voranschlag des Luftfahrtmini- teriums beraten wurde, erstattete Unterstaatssekretär, General P r i c o l o , Bericht über die Entwicklung und den gegenwärtigen Stand der italieni- chen Luftwaffe. Er wies darauf hin, daß die Ausgaben der italienischen Luftwaffe von 122 Mill. Lire im Haushaltsjahr 1923/24 auf ungefähr 3 261 Millionen Lire für 1940/41 angeftiegen feien. Man dürfe nicht vergessen, daß Italien unter den Großmächten die Luftangriffen am meisten ausgesetzte Macht sei. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit, die Luftwaffe immer mehr zu verstärken, da in ihrer Schlagkraft die beste Verteidigungsmöglichkeit gegeben sei. Der Unterstaatssekretär erinnerte an die Vervollkommnung der zivilen Luftfahrt, insgesamt würden 65 Luststrecken mit zusammen 60 000 Kilometer regelmäßig beflogen. In einem Jahr sei die zivile Luftfahrt zwölf Millionen Kilometer mit 48 000 Flugstunden beflogen und habe 4000 Tonnen Post- und Warensendungen und 143 000 Fluggäste be- die Zusammenarbeit zwischen Luftstreitkräften, Landheer und Flotte, die sich bereits in Abessinien, Spanien und Albanien glänzend bewährt habe. Er sei überzeugt, daß in einem etwaigen Krieg die Luftwaffe ein eigenes Wort bei der Entwicklung der Gesamtoperationen mitzureden haben werde. Wenn auch der europäische Krieg bisher nicht den Voraussagen entsprechend verlaufen sei und vor allem nicht zu dem erwarteten Masseneinsatz aller Kampfmittel zu Lande, zu Wasser und in der Luft geführt habe, so habe doch der Feldzug in Polen bewiesen, daß die Luftstreitkräfte einen entscheidenden Beitrag zur Beendigung des Konfliktes liefern könnten. Die Leistungen der deutschen Luftwaffe seien die Hauptursache für den schnellen Zusammenbruch des polnischen Widerstandes gewesen. In jüngster Zeit erlebe man den erfolgreichen Einsatz der deutschen Flugzeuge gegen die englischen Handelsschiffe in der Nordsee. Zahlreiche Schiffe aller Größen seien.ohne übermäßige Schwierigkeiten und mit geringen Verlusten für die deutschen Luftstteitkräfte versenkt worden. Ferner gelinge es den deutschen Luftstreitkräften, den englischen Kriegsschiffen Beschränkungen hinsichtlich ihres Einsatzes und ihrer Bewegungsfreiheit aufzuzwingen. Diese Erfahrungen seien für die Italiener von besonderer Bedeutung, weil die Luftwaffe dazu beitragen könne, daß das M i 11 e Im e e r für Italien wahrhaft der Weg und das Leben bleibe. Die Zahl der Flugzeuge, die Güte und technische Vollendung des Materials und industrielle Leistungsfähigkeit, das Können der Stäbe, die Organisation, der Nachwuchs, dies alles seien Elemente, die das Vertrauen der Nation vollauf rechtfertigen. Vor allem aber fei der Wert und die Erfahrung der italienischen Piloten und die Genialität der italienischen Techniker ein nie versagender Quell, der weder verstopft noch kontingentiert werden könne. Wenn der Tag anbrechen sollte, wo es für die italienische Luftwaffe gelte, die Probe zu bestehen, dann werde sie ihr seit 17 Jahren gegebenes Versprechen voll unter Beweis stellen. An Mannschaften und Flugzeugen fehle es nicht, und noch niemals sei die Luftwaffe von einem solchen Geist des Glaubens, der Begeisterung und der Einsatzbereitschaft getragen gewesen wie heute. gehen, und es statt dessen vorzieht, ihre eigene Stellung an den Dardanellen zu befestigen und gegen jede denkbare Gefährdung durch abenteuerliche Angreifer zu verteidigen. Offenbar um auf die Türkei Eindruck zu machen, beginnen französische Blätter, wie der offiziöse „Petit Parisien", jetzt eingehende Schilderungen von der französischen Orient-Armee in Syrien zu veröffentlichen. Man kann daraus entnehmen, daß diese Armee ganz bunt zusammengewürfelt ist. Man findet in ihr Eingeborene von der Insel Madagaskar, Annamiten aus Jndochina, Araber, Spahis aus Algier usw. Das Ganze soll durch französische Truppenverbände einigermaßen zusammengehalten werden, wobei die Fremdenlegion eine besondere Rolle spielen soll. Die Leitung der französischen Orientarmee hat der General Weygand, der gegenwärtig 73 Jahre alt ist. Unter Umständen soll die französische Orient-Armee mit englischen Verbänden Zusammenwirken, die in der Hauptsache aus Australiern und Neuseeländern bestehen, die in Palästina konzentriert sind. Anscheinend glaubt man, die Türkei, auf deren Mitwirkung man auf alle Fälle angewiesen ift, durch weitere Generalstabsbesprechungen und durch die Vorspiegelung der militärischen Stärke der Westmächte gefügiger als bisher machen zu können. Darum hat man in den Meldungen aus An- Kattowitz, 15. März. (DNB.) Die Reichsarbeitstagung des Hauptamtes für Kommunalpolitik der NSDAP, wurde mit einer Kundgebung des Gauhauptamtes Schlesien für Kommunalpolitik em- geleitet auf der Reichsminister Generalgouverneur Dr. F r a n k über „Nationalsozialistische Rechtspolitik und Verwaltung" sprach. Das Generalgouvernement ist, so führte er aus, ein großer Selbstverwaltungsbereich, der unmittelbar unter dem Führer stehend, eine geschichtliche Ausgabe zu erfüllen hat In Polen war eine Regierung ohne Volk, em Volk ohne Regierung. Die polnische Regierung, eine Clique von machtgierigen persönlichen Strebern und Eigen- mächtlingen, hat ihr eigenes Volk nur als Figur gewertet, mit der man das persönliche Eitelkeitsspiel treiben konnte. Diese Regierung hat dann auch ihr Volk in der Stunde der Not schmachvoll verlassen. Was sich an Korruptton überhaupt nur denken läßt, in Polen war es zu Hause. Ueberall Derfallser- cheinungen demokratischer Dekadenz. Diese Regierung die unter dem deutschen Schwert elendig zusammenbrach, ist ein typischer Repräsentant jener Mentalität, die heute noch in dem sog. Weltreich England und in der sog. freien Republik Frankreich herrscht. , rx. Das Gouvernement ist vom Führer bestimmt. Sanfroftberfiriegsausiveifer Eine Woche von geschichtlicher Tragweite liegt hinter uns, denn sie enthält in ihren hervorstechenden Ereignissen gewissermaßen alle Elemente der künftigen Entwicklung. Sie ließ in dem Abschluß der Romreise Ribbentrops die unangreifbare Festigkeit des jungen Europa erkennen, sie zeigte im nordischen Friedensschluß den Niedergang der alten plutokratischen Mächte, und sie wurde begonnen mit der Feier des deutschen H e I b e n g e b e n f1 a g e s , bie wir als einen Ausbruck ber alles beroegenben Kräfte ber Gegenwartsgeschichte empfanben. Im Lichthof bes Berliner Zeughauses hat ber Führer noch einmal ben Sinn unb bas Ziel unseres Lebenskampfes gebeutet, noch einmal bas solba- tische Ethos in ben Mittelpunkt unseres Daseins gestellt, noch einmal unseren Glauben und Wollen mit dem Geiste der gefallenen Helden vermählt unb ben feierlichen Schwur erneuert, ben von ben kapitalistischen Machthabern Frankreichs unb Englanbs bem Grvßbeutschen Reiche aufgezwungenen Krieg zum glorreichsten Sieg ber beut- schen Geschichte werben zu lassen. Dieser Schwur steht, vom ganzen beutschen Volke nachgesprochen, als Ausbruck ber Macht unb Kraft ber nationalsozialistischen Jbee am Beginn jener zweiten Phase bes schicksalsschweren Ringens, von ber Abolf Hitler seinerzeit in München sprach. Zwischen ber so betunbeten unb täglich vorgelebten Siegesgewißheit bes beutschen Volkes einerseits unb ber ziellos umherirrenben KriegsPolitik ber Westmächte andrerseits besteht tatsächlich ein Unterschieb wie zwischen Tag unb Nacht. Man muß sich, um bie Chancen abwägen zu können, nur einmal bas ganze Ausmaß bes Bankerotts vor Augen führen, ben bie plutokratt- schen Kriegsausweiter soeben in Norbeuropa erlitten haben. Monatelang spielten bie westlerischen Politiker unb Zeitungen mit bem Gebanken ber Intervention, nachbem es ihnen anfangs gelungen 190. Jahrgang Nr. 05 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter HeimatimBild -DieScholle Monats-Bezug svreis: Mit4Beilagen.NM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... ,, y.25 auch bei Nichterscheinen Brüssel, 16. März. (Europapreß.) In der französischen Presse werben weiter zahlreiche Vorschläge für eine Intensivierung ber Kriegführung der Westmächte, die durch die Ereignisse in Finnland ausgelöst worden sind, gemacht. Der nationalistische Abgeordnete Fernand Laurent stellt neuerdings im „Jour" bie Frage, welche Haltung jetzt Frankreich gegenüber Sowjetrußlanb einnehmen wolle. Er schreibt, es wäre falsch, noch länger zu lavieren. Von bieser Frage hänge die Führung bes Krieges ab. Sie sei am Donnerstag in der Geheimsitzung des Senats gestellt worden. Die Antwort, die nicht verschoben werden könne, werde öffentlich sein. Der militärische Mitarbeiter des „Ordre" stellt seinerseits bie Frage, was die russische Armee nach den Erfahrungen des Finnland-Krieges wert sei und sagt weiter, die Westmächte könnten nicht länger unbeweglich bleiben. Es wäre zu einfach, zu behaupten, daß es keine Kriegsschauplätze für bie Aktivität ber Armee gebe. Man sei fast allgemein der Ueberzeugung, daß Frankreich und England nur ihren Vorteil darin finden würden, die Fronten zu vermehren. Auch der offiziöse „T e m p s" schreibt: Die Entente müsse in Zukunft überall sein, sie müsse überall eingreifen, wo es möglich sei, und sie dürfe vor keiner Initiative zurückschrecken. Sie müsse d i e Schlachtfelder suchen, die es ihr erlaubten, ihre militärischen Streitkräfte zu entwickeln. Die Entente dürfe nicht mehr zögern, sie müsse den Krieg gegen alle ihre Feinde führen und gewisse Neutrale kdavon überzeugen, daß es weder juristisch noch moralisch einem kriegführenden Staat verboten sei, sich unter Umständen auch ihnen gegenüber der Waffen zu bedienen. Die Achtung der Rechtsprinzipien dürfe nicht dazu führen, die Verteidigung zu lähmen. Das „Journal des Debats" ist der Ansicht, daß Dala- 3) ie r feit sechs Monaten nicht die nötige Handlungsfreiheit gehabt habe, um sein unvollständiges Kabinett neu zu organisieren. Er sei stets gezwungen gewesen, ben einen kaltzustellen, vhne ihn zu verärgern, und den anberen zu neutra* J lisieren, ohne ihn unzufrieden zu machen. Die jetzigen Umstände forderten jedoch ein Kriegs- Die sauberen Vorschläge des offiziösen Pariser bürsten auch benjenigen endlich die Augen ne bisher geglaubt haben, die deutschen General-Anzeiger für Oberhessen «ietzen^chnlstratzrr-» fördert. Die italienische Flugzeugindustrie sei tn starker Entwicklung begriffen unb habe nach ben burch bie erfolgreichen Operationen zur Eroberung Aethiopiens, zur Befreiung Spaniens unb zur Besetzung Albaniens bebingten Materialverbrauchs b i e Bestäube a u f g e f ü 111- unb auch bas veraltete Material burch moberne Typen ersetzt. Die ber- zeitige Produktion übertreffe wesentlich die bisher erzielten Jahresspitzen und werde in sechs Monaten nahezu verdoppelt werden. Bei der Wahl der Flugzeugtypen erklärte sich General Pricolo für eine Vereinheitlichung des Materials, d. h. für eine Beschränkung auf drei erprobte Modelle für jeden Flugzeugtyp. Weiterhin verwies General Pricolo auf die Bemühung, die Geschwindigkeit der Flugzeuge zu steigern und ihre Bewaffnung zu verbessern, damit Italien nicht gegenüber den im Krieg befindlichen Großmächten, die auf Grund ihrer Erfahrungen unablässig an der Vervollkommnung ihrer Flugzeuge arbeiteten, ins Hintertreffen gerate. Er sei sicher, daß die Mobilmachung und der Ortswechsel der Luftstreitkräfte mit möglichster Schnelligkeit vor sich gehen könne. General Pricolo sprach dann über erfahren konnten. Paris kokettiert mit der Orientarmee. Brüssel, 16. März. (Europapreß.) Gewissermaßen als Ersatz für die Hoffnungen, die man in Nordosteuropa und Skandinavien dahinschwinden sieht, beschäftigt man jetzt in der Pariser Presse bie Oeffentlichkeit mit ben Rüstungen ber O r ient- a r m e e, um auf biese Weise ber Oessentlichkeit ganz allmählich bie Idee beizubringen, daß der Krieg auf das Gebiet von Vorberasien ausgedehnt werden müsse, um dort irgendwelche vagen Ziele, wie etwa einen Angriff auf die ru(ji sch est Petroleumquellen im Kaukasus, auf die Schiffahrt im Schwarzen Meer usw. zu verfolgen. Vorläufig ist es allerdings nicht ganz leicht, in der Pariser Presse selbst eine Gin^)eltll^^^ feit über diese Dinge herbeizuführen. So gibt es Blätter, wie z. B. das „Oeuvre", die mit bedenklicher Miene erklären, von einer Wiederho l u n g d e s Gallipoli-Abenteuers aus dem Weltkrieg möchte man doch lieber ab seh en, man hat auch gleichzeitig feststellen müssen, day die Türkei keineswegs bereit ist, auf alle abenteuerlichen Vorschläge der Westmächte emzu- war, die Finnen zu einem aussichtslosen Widerstand gegen die maßvollen und berechtigten Forderungen der russischen Großmacht aufzuputschen. Monatelang faselten sie, während sich die russische Armee in harten, aber er- folgreichen Kämpfen den Weg über die schwer befestigte Karelische Landenge bahnte, von der bewaffneten Hilfe, die sie angeblich um der Finnen willen, in Wahrheit aber um der Blockade gegen Deutschland willen schicken wollten. Aber es ge- sch ah nichts. Wie schrieb doch der „Temps" am 14. Dezember: „Durch Material und Munitionslieferungen ließe sich der Bestand der finnischen Armee verdoppeln, da es nicht an Mannschaften fehle. Die Sendungen müßten über die norwegischen Häfen nach Finnland gelangen. Es gebe in den Arsenalen genügend älteres Material, namentlich Gewehre, Maschinengewehre, aber auch Flugzeuge und Tanks älteren Modells, die in einem Verteidigungskrieg ihre Wirkung tun würden". Selten ist die Schamlosigkeit der plutokra» tischen Kriegshetzer deutlicher offenbart worden. Man wollte nur mit altem Gerümpel fette Geschäfte machen, während sich das finnische Hilfsvolk im Dienste der westkapitalistischen Hyänen zu verbluten, und Norwegen seine Neutralitätsrechte preiszugeben hatte. Im letzten Auaenblick ist dies verbrecherische Spiel von der finnischen Regierung und von den übrigen skandinavischen Staaten durchschaut worden. Der finnische Außenminister Tanner selbst hat jetzt erklärt, daß es gerade der Mangel an Menschen gewesen sei, der die finnische Kriegführung belastet habe, daß gerade die großsprecherisch angekündigte Hilfe der Westmächte völlig versagt hätte und die Entsendung von Freiwilligen durchaus ungenügend gewesen sei. Der Friedensschluß von Moskau war das Resultat dieser Erkentnisse, vor allem der Erkenntnis, daß die Westmächte in keinem Augenblick wirklich die Absicht hatten, selber das Risiko eines Feldzuges im Norden zu tragen. Deutschland, das sich im finnisch-russischen Konflikt immer neutral verhalten hat, begrüßt das Ende des Streites nicht nur deshalb, weil seine Feinde damit eine furchtbare politische Niederlage erlitten haben, sondern auch deshalb, well es in dem neuen Abkommen einen Erfolg seiner eigenen Politik erblicken darf. Denn indem wir unsere Einstellung zu Rußland von der Treue zu den bestehenden Freundschastsverträgen bestimmen ließen, und gleichzeitig unsere Haltung gegenüber Finnland nach den Nicht immer erfreulichen Erfahrungen der Geschichte gestalteten, haben wir wahrlich mehr für die Befriedung dieses Raumes getan, als wenn wir den sentimentalen Gefühlen fener Leute gefolgt wären, die uns zu einem Eingreifen in den Konflikt ermutigen wollten. Mit Genugtuung sehen wir aber auch auf die Wirkung, welche die rufst sch-finnische Einigung jenseits unserer Grenzen aus-geübt hat. Es gibt heute fast kein Land in der Welt, wo der nordische Friedensfchluß nicht als eine katastrophale Niederlage der englisch-französischen Politik gewertet würde. Besonders in den neutralen Staaten Europas ist das Mißtrauen gegenüber den britischen Garantien und Versprechungen so sehr bewachsen, daß die Weftmächte kaum noch wissen, w-le sie ihre «ursprünglichen Kriegspläne weiterverfolgen sollen. Noch vor zwei Jahren zitterten die Völker und ihre Regierungen, wenn so ein plutokratischer Politikus auch nur die Stirn runzelte. Heute atmen die kleinen Nationen befreit auf, wett das britische Jnterven- tionsspiel in Skandinavien mißglückt ist. Und bald wird sich auch die Erkenntnis immer mehr durchsetzen, daß es allein der Politik eines Adolf Hitler zu verdanken ist, wenn das britische Machtgebäude, dieses Zuchthaus der kleinen Völker, zusammenbricht. Mögen sich die bisher im Dunstkreis der britischen Plutokratie lebenden Neutralen vorsehen, daß sie nicht von den Trümmern begraben werden. Mit der Illusion der britischen Garantiepolitik ist in der vergangenen Woche zugleich eine andere Seifenblase zerplatzt, welche die Westmächte zwecks Verwirrung der Weltmeinung hatten aufsteigen lassen. Es "ist die Lüge von angeblichen deutschitalienischen Meinungsverschiedenheiten. Die Reise Ribbentrops nach Rom, die keiner außergewöhnlichen Zielsetzung diente, hat ebenso wie das darauf folgende Kohlenabkommen hinreichend bewiesen, daß die Achse durchaus intakt ist, daß das deutsch-italienische Bündnis jederzeit reale Bedeutung gewinnen könnte, sobald es die Umstände erfordern. Den plutokratischen Westmächten, die sich trotz ihrer Allianz gegenseittg nicht über den Weg trauen, mag das deutsch-italienische Verhältnis vielleicht rätselhaft erscheinen, aber es ist in Wirklichkeit, wie die römische Presse sagt, ja gerade die völlige Handlungs« und Entscheidungsfreiheit des nichtkriegführenden Partners, welche das Achfen- bundnis so wertvoll macht. Heinrich Evers. Oos -eutsch-iialienische Kohlenabkommen. Rom unterstreicht die politische Bedeutung. Rom, 16. März. (Europapreß.) In römischen Kreisen wird nicht nur auf die wirtschaftliche, sondern ebenso nachdrücklich auf die politische Bedeutung des neuen deutsch-italienischen Kohlenabkommens hingewiesen. Nur zwischen zwei eng befreundeten Völkern sei der Abschluß eines solchen Abkommens überhaupt möglich. Ebenso dürfe man nicht übersehen, daß die Westmächte sich bereits in der Hoffnung gewiegt hätten, die Ausdehnung der englischen Blockade gegen Deutschland auch auf italienische Schiffe werde die Erfüllung der kürzlich in Rom unterzeichneten Wirtschaftsoereinbarungen unmöglich machen. Diese Hoffnung sei nun zusammengebrochen. Das Wochenblatt des Instituts für das Studium der internationalen Politik schreibt: Man vergesse zu schnell und zu oft die Gradlinig- keit der faschistischen Politik. Der Besuch des Reichsaußenministers in Rom falle in den Rahmen fester Abmachungen hinein, die durch den Bündnispakt und die diplomatischen Fühlungnahmen genau umrissen seien. In der Position Italiens habe sich nichts geändert. Daß die deutsch-italienische Freundschaft immer weiter eine wirksame europäische Lebendigkeit sei, zeige beispielsweise das soeben abgeschlossene Kohlenabkommen. Starker Aufschwung der italienischen Eisenerzeugung. Rom, 15. März. (DNB.) Die Korporation der Eisen- und Metallindustrie befaßte sich unter dem Vorsitz des Duce mit der Nutzbarmachung der nationalen und albanischen Eisenerze sowie des eisenhaltigen Sandes, ferner mit der immer stärkeren Ausnutzung nationaler Brennstoffe und der Fortschritte auf dem Gebiete der elektrischen Eisengewinnung. Durch die Erhöhung der Produktion nationaler Erze Mit -er Filmkamera auf großer Fahrt. An Bord eines Zerstörers (P. K.) Es lag was in der Lust! Das fühlte jeder, obwohl alle äußeren Kennzeichen dafür fehlten, da ja Alarmbereitschaft Dauerzustand im Kriege ist. Irgend etwas mußte bald geschehen, und mir Männer mit Kamera und Bleistift waren genau so sprungbereit, wie die Mannschaften der Kriegsmarineeinheiten, die im Hafen vor Anker lagen. Bald kam denn auch der mit großer Spannung erwartete Augenblick. E i n s a tz b e - fehl zum Handelskrieg gegen England. Als Filmmann hatte ich mich auf einen Z e r- ftörer verfrachtet. Die Apparate, die Kassettenkoffer, die Stative, die Behälter mit den wertvollen Femobsekttven standen längst griffbereit im Quartier, und eine halbe Stunde später schon waren wir „gefechtsbereit" an Bord. Kurz nach unserer Ausfahrt begann es zu ftürmen. Unser rankes schlankes Schiff stampfte und schlingerte. In unseren Kojen wurden wir hin und her geworfen. Als der Morgen graut, wird es höchste Zeit, auf Deck zu gehen und sich eine frische Brise um die Nase wehen zu lassen. Aber dieser „Mut der Verzweiflung" wurde belohnt: Unser Verband lief rotgolden im Morgenlicht glänzend mit Kurs Norden. Die Zerstörer durchpflügten die Nordsee und sicherten die schwereren Einheiten gegen feindliche U-Boot-Angriffe. Die Arbeit konnte beginnen. Zunächst mußte ein Standort für das schwere Filmgerät gesucht werden. Schon das war nicht einfach. Keinesfalls durfte das Gerät bei den zu erwartenden Kampfhandlungen störend im Wege stehen, und trotzdem mußte die Kamera mit rascher Schwenkung und schnellem Umbau für jede interessante Sittration einsatzbereit sein. Wer einmal auf einem Zerstörer war,, weiß, daß hier jedes Plätzchen ausgenutzt ist. Nach langem Herumklettern hatte ich endlich einen entsprechenden Platz gefunden. Die See war inzwischen noch schwerer geworden. Die Apparatur muhte gesichert werden, sonst hätte es später unangenehme Ueberraschungen geben können. Dann erst war alles klar zur Arbeit. Ganz „friedensmäßig" tastete das Objektiv unser Geschwader ab. (Vom Feind war keine Spur zu sehen.) Die Schönheit dieses Anblickes ließ ver- gesfen, daß wir uns auf Kriegsfahrt befanden und von jedem im nächsten Augenblick der letzte Einsatz gefordert werden konnte. ; So verlief der erste Tag ohne besondere Ereignisse. Wo blieb nur der Engländer? Keine Spur war von ihm zu sehen. Erst am zweiten Tag, als wir schon hoch im Norden standen, hieß es: Flieger al arm! Weit hinten am Horizont, knapp über der Kimmung, tauchte ein englisches Flugzeug auf, nur mit scharfen Gläsern klar erkennbar. „Der Tanz geht los — das ist der Vorposten eines Geschwaders!", hieß es an Bord. Wir warteten jedoch vergeblich. Der Engländer zog munter feine Schleifen, immer gut außer Schußweite sich haltend, sonst aber passierte nichts, und die Sache wurde allmählich langweilig. Da endlich — am Horizont eine Rauchfahne! Unser Zerstörer bekam zum Glück des Filmmannes Befehl, sich näher mit der Sache zu befassen, und ab gings mit Volldampf voraus, in Richtung Rauchfahne! Die Kamera war längst schußbereit, als wir den fernen Dampfer als schwedischen Frachter mit Kurs nach England ausmachten. Jetzt gab es viel Arbeit auf einmal. Es war ja ein vollständiger Filmbericht zu drehen, für den im „Zivilleben" mehrere Kameramänner eingesetzt worden wären. Diesmal war ich ganz auf mich allein angewiesen. Damit begann meine Aufnahme. Kein „richtiger Augenblick" durfte verpaßt werden. Die Auswahl des Arbeitsplatzes erwies sich jedoch als gut, und jedes notwendige Bild wurde glücklich eingefangen. Der Dampfer selbst lag bald einwand- ftei im Objektiv. Die Beantwortung der Flaggensignale kam richtig auf den Film. Inzwischen hatte wird die Wochenschau gedreht. sich unser Prisenkommando fertig gemacht, um zum Dampfer, der ohne Warnungsschutz gestoppt hatte, überzusetzen. Ich drehte das Uebergehen der Mannschaft in das Boot, und schon schaukelte der kleine Kutter auf den Wellen. Ich stand noch immer an meiner großen Kamera, aber — der Teufel hol's — ich mußte dabei sein, wenn es an Bord der Schweden ging. Die kleine Handkamera lag griffbereit neben mir. Sekunden später hing sie an meinem Arm, im letzten Augenblick griff ich ein Tau und stieg zum Erstaunen der Prisenmarmschast unvermutet in das Boot hinein. Viel Zeit zum Wundern war nicht. Man drückte mir eine Schwimmweste in die Hand, und schon wurde losgepullt. Die „W ochenschau" war an Bord! Das Uebersetzen über den „Dach" zu dem Schweden war in der schweren See keine Kleinigkeit. Im Nu waren alle durchnäßt. Meine größte Sorge galt der Kamera, um sie trocken zu erhalten. Wenigstens die Optik, sonst wären die Bilder zu stark verschwommen worden. Ich drehte einige Meter vom Kutter aus die Mannschaft beim Pullen, im Hintergrund den aufgebrachten Dampfer. An Bord des Schweden zu kommen, war doch schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte. Das Fallreep war zu kurz und nur erreichbar, wenn sich der Kutter auf einem Wellenberg befand. In einer Hand hatte ich die Kamera, dazu machte noch die Schwimmweste reichlich ungelenkig. Doch es gelang mit einiger Unterstützung; glücklich oben, konnte ich schon die mir nachfolgenden Männer des Prisenkommandos drehen. Die schwedische Besatzung war etwas erstaunt über meine Filmtätigkeit. Ich drehte die Unterredung des Prisenkommandanten mit dem schwedischen Kapitän, der anfangs recht nervös war. dann die Untersuchung des Schiffes und die Flaggensignale, die vom Prisenkommando zum Zerstörer gegeben wurden. Ich mußte darauf bedacht fein, bei Aufnahmen, die ich von der Untersuchung machte, im Hintergrund unseren Zerstörer zu haben. Dabei durfte meine Tätigkeit keineswegs die Aktion aufhalten, denn wir hatten keine Zeit zu verlieren. Der Dampfer selbst hatte nur Ballast, kam also als Prise nicht in Bettacht. Inzwischen war der Kapitän schon recht fteundlich geworden, bot uns Zigaretten an und stellte sich gern meiner Kamera zur Aufnahme. Dann ging es wiederan Borddes Kutters, mit denselben Schwierigkeiten wie vorher, ttotzdem konnte ich noch die Abschiedsgrüße, die uns zugewinkt wurden, aufnehmen. Unser Kutter wurde wieder eingesetzt, und ich war mit meiner Ausbeute zufrieden. Am nächsten Tag hatte ich noch die zu den bisher gedrehten Aufnahmen notwendigen „Zwischenschnittbilder" aufzunehmen. Ich brauchte sie von der Kommandobrücke, vom Beobachter, von Mannschaften in Alarmbereitschaft und vom Schiff selbst. Ich kletterte auf den Mast und drehte von oben gute Einstellungen von unserem Zerstörer. Hilfsbereite Kameraden hielten mich an Tauenden fest, so daß ich, weit über die Reeling hi naus gelehnt, gute Bilder vom Kielwasser bekam. Die Wellen gingen über das Vorderschiff, ich stellte mich mitten hinein, suchte mir einen Anlehnungspunkt, und kurz vor der Wells nahm ich das schützende Tuch von der Linse und drehte, was das Zeug hiett. Natürlich war ich wieder durch und durch naß; das Wasser lief mir zum Hals herein und zu den Stiefeln heraus, und die Kamera bekam eine kräftige Prise Nordseewasser. Doch die Bilder waren gut. Die Mühe hatte sich gelohnt. Am Abend wurde mit einigen Grogs die aufgespeicherte „Untertemperatur" roieber ausgeglichen, zusammen mit den Kameraden, die gerade dienstfrei waren und Erlebnisse austauschten, und dann ging es fotmübe in die Koje. Wenige Tage später sah man diesen Bericht in der Wochenschau und Trompeten schmetterten, Pauken dröhnten und junge Kehlen sangen dazu: Denn wir fahren, denn wir fahren gegen Engelland. Herbert Lander. ist die italienische Eisenindustrie bei gleichbleibender Einfuhr heute in der Lage, fast das Doppelte der für 1940 vorgesehenen Stahlmenge zu produzieren. Auch die Eisenindustrie hat durch die fortschreitende Verwirklichung des Autarkieplanes und die Ausbeutung nationaler Erzlager sowie die Verwertung nationaler Rohstoffe und Energien einen starken Aufschwung genommen. Oberster Leitsatz ist auch hier stärkste'Förderung der Autarkie. Amerikanische Schiffe dürfen die Häfen Kriegführender nicht anlaufen. Washington, 16. März. (Europapreß.) Den amerikanischen Schiffen ist es jetzt unter allen Umständen untersagt, Häfen Kriegführender anzulaufen, selbst wenn diese Häfen außerhalb der „Kriegszone", wie sie in der Proklamation des Präsidenten Roosevelt umrissen worden ist, liegen. Justizminister Jackson hat zur Beseitigung jeglicher Zweifel erklärt, daß Kapitäne von amerikanischen Schiffen, die den Bestimmungen des Neu- ttalitätsgesetzes zuwiderhandeln und die Häfen Kriegführender anlaufen, Strafverfahren zu gewärtigen hätten. Diese Aeußerung wurde her- oorgerufen durch Anfragen aus Schisfahrtskreisen, ob es den amerikanischen Schiffen, die sich auf der Rückreise nach den USA. befänden, gestattet sei, die außerhalb der Kriegszone liegenden Häfen von Kriegführenden anzulausen, selbst wenn keinerlei Löschung von Fracht oder Ausbootung von Passagieren erfolge. Welter wurde gefragt, ob die amerikanischen Schiffe in solchen Häfen P a f s a • giere für die USA. an Bord nehmen dürfen. Beide Fragen werden nun von zuständiger Seite emdeutig verneint, woraus sich ergibt, daß beispielsweise Gibraltar sowie die ftanzösischen Mittelmeerhäfen, ferner die Häfen der nordafrikanischen Küsten von amerikanischen Schiffen nicht a n gelaufen werden dürfen. Langsam vollzieht sich in ganz Finnland die U m - stell ung von Krieg auf Frieden. Die Stadt Helsinki war in der Nacht zum Freitag zum erstenmal seit über vier Monaten hell erleuchtet. In den Sttaßen sind Arbeiter damit beschäftigt, die zum Schutz gegen Bombensplitter errichteten Bretterverschläge von Geschäften und Privathäusern zu entfernen. Die bisher verbarrikadierten Fenster und Hauseingänge erhalten wieder ihr normales Aussehen, und anstelle der Uniformen wird bei den Männern im wehrpflichtigen Alter wieder Zivil- kleidung sichtbar. Die am Vorabend des Friedensschlusses eingeführte Beschränkung des Ausschankes von geistigen Getränken wird nach wie vor als notwendig erachtet. Otto WeddigenS 2S. Todestag. Oer finnische Reichstag ratifiziert den Friedensvertrag. Helsinki, 16. März. lDNB.) In der Noll- sitzung des Reichstages am Freitag wurde der Friedensvertrag mit der Sowjetunion unverzüglich ratifiziert. Von den 200 Mitgliedern des Reichstages waren 148 anwesend, die nicht anwesenden Mitglieder befinden sich noch im Militär- bienft. Nach einer Rebe des Ministerpräsidenten R y t i vorgenommene Abstimmung ergab 145 Stimmen für die Ratifikation. Am 18. März jährt sich zum 25. Male der Todestag des erfolgreichen deutschen U-Boot-Kommandanten Otto Weddigen. Zu Beginn des Kriegs 1914/18 hatte er die Weltöffentlichkeit aufhorchen gemacht durch die Versenkung des englischen Kreuzers „Hawke" am 15. Oktober 1914 und durch die Versenkung von gleich 3 englischen Panzerkreuzern an einem Tage: „Hogue", Cressy" und „Aboukir" am 22. September 1914 Bei einem Angriff seines „U 29" auf die englische Flotte in Scapa Flow erlitt Weddigen den Heldentod. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Handelskrieg gegenTankdampser Von Kapitän zur See Professor von Waideyer-Harh. Das 19. Jahrhundert galt, technisch gesehen, als das Jahrhundert der K o h l e. Seit einer Reihe von Jahrzehnten ist der Kohle im Del als Heiz- und Treibstoff für seegehende Fahrzeuge ein scharfer Nebenbuhler entstanden. Ja, man darf sich sogar zu der Ansicht bekennen, daß das Del der Kohle bereits den Rang abgelaufen hat. Unter diesen Umständen ist es begreiflich, daß das Problem der Versorgung mit O e l eine Seemacht wie England aufs tiefste berührt. Demgemäß hat die Oelfrage jenseits des Kanals seit geraumem im Vordergrund solcher Erörterungen gestanden, die sich mit der Kampfkraft des britischen Weltreichs befaßten. Die Laune des Schicksals ober vielmehr die geologische Gestaltung unseres Planeten hat es gewollt, daß sich das Vorkommen von Kohle und Del an gewissen Plätzen der Erde besonders reich gestaltet hat, während andere Gegenden so gut wie brach liegen bleiben. Unter diesem Zwange, so weit er sich auf die Eigengewinnung von Oel erstreckt, steht auch England. Sorgen, wie soll neben der Lebensmittel-, Futter- Das deutsche Volk soll vernichtet werden. Der sattsam bekannte französische Hetzer Jacques BainoiUc schrieb in seinem Buch „Les Cons6- quences Politiqaes de la Paix“, Seife 17: „Gutes Deutschland! Schlechtes Deutschland! Eine Rasse, die ihren Lroberungs- und rNordinskinklen eroig freu bleibt ... Altes Deutschland! Neues Deutschland! Eine Rasse, die sich niemals geändert haf." — Hier ist der Franzose wirklich einmal ehrlich, indem er in seinem haß keinen Unterschied zwischen dem Deutschland vor und nach 1933 macht. Mit diesen Worten werden alle Lügen vom alleinigen Kamps gegen das „Regime" und von der Wohl- gesonnenheit gegenüber dem deutschen Volke erneut bestätigt. Auch der letzte Volksgenosse durchschaut heute die Lügen und Phrasen und weiß: Das ganze Reich soll vernichtet werden. mittel», Saat- und Rohstoff einfuhr die Del* zufuhr im Kriegsfälle geregelt und sicher- gestellt werden, quälen daher manchen klugen Kopf in den Regierungsgebäuden Londons. In der Zeitschrift „Journal of The Royal United Service Institution“ stand vor nicht all zu langer Zeit zu lesen, daß „die Einrichtungen für den Transport des Oels von den verschiedenen überseeischen Del- feldern nach England ausschließlich auf Friedens- Verhältnisse zugeschnitten seien, so daß man für den Fall eines europäischen Krieges mit einer ernsten Gefährdung werde rechnen müssen". Da der Verkünder dieser Auffassung ein höherer britischer Offizier war, nämlich der Oberst Bristow, so darf man solchen Auslassungen schon Bedeutung beimessen. Und was zwar um so mehr, als auch Seeoffiziere der Königlichen Flotte ähnliche Befürchtungen hegen. Im „Cvening Standard" (Jahrgang 1937) hat der britische Commander Russell G r e n • feil einen Aufsatz veröffentlicht, in dem es heißt, Großbritannien erhalte nur 5 v.H. seines Del» bedarfes aus dem Empire; 50 v. H. würden aus dem Westen (Holländisch-Jndien, Vereinigte Staaten und Mexiko), 30 v. H. aus dem Osten (Persien, Irak und Rumänien) bezogen. Demgemäß bedürfe es einer recht beträchtlichen Einlagerung von Del ober einer bedeutenden Eigengewinnung aus Kohle, um im Kriegsfälle allein schon die Gefahr zu überstehen, daß andere Länder die Frage der Oelbelieferung ausnützten, um auf die britische Regierung einen unerwünschten Druck auszuüben. Aber auch Commander Russell Grenfell steht in Marinefachkreisen mit dieser seiner Ansicht durchaus nicht allein. Er ist vielmehr nur der Exponent einer stärkeren Gruppe von sachverständigen Männern, die sich unter der Führung des Kapitäns zur See a. D. A ck w o r t h zusammengefunden hat, um Alt-England vor der „Oelgefahr" zu bewahren. Gelegentlich einer Tagung der „Institution of Naval Architects“ t)at Ackworth eine scharfe Lanze für seine Ueberzeugung eingelegt, die Admiralität in London sei nicht gut beraten, wenn sie die Neubauten der Flotte mit reiner Delf euerung ausstatte. Der natürliche Reichtum Englands an Kohle, lasse es vielmehr geboten erscheinen, auch heute noch auf diese Schätze nicht zu verzichten, sondern sie zweckmäßig auszunützen; sei es durch den Wiedereinbau von Kohlekesseln an Bord von Handels» und Kriegsschiffen oder durch Anlagen der Gemischtfeuerung, die die wahlweise Verwendung von Kohle oder Del zuließe. Die Admiralität hat sich auf Anregungen dieser Art nicht eingelassen. In ihrem Aufttage erklärte Lord Stanhope, es tarne weder eine Rückkehr zur Kohlefeuerung noch zur Gemischtfeuerung in Betracht; und zwar aus Gründen, die im Zusammenhang stünden mit der qualitativen Leistungssteigerung im Kriegsschiffbau. Damit ist nun unseres Erachtens keineswegs gesagt, daß die amtlichen Stellen in London Sorgen um eine hinreichende Einfuhr von Del nicht mehr kennten. Diese Sorgen bestehen nach wie vor, wofür folgendes spricht: Ein im April 1937 vom Verteidigungsminister Inskip eingesetzter Prüfungsausschuß war zu dem Schlußergebnis gelangt, daß das Delproblem auf dem Wege über die Oelaewin- nung aus Kohle nicht zu lösen sei. Der zunerlässiaste, zugleich aber auch wirtschaftlich richtige Wea märe vielmehr in der Einfuhr in Verbindung mit Vorratsstapelung zu erblicken. Demaemäß lauteten die Hauptgesichtspunkte des Gutachtens: 1. Zur Zeit werden nur 7 v. H. des benötigten Motortteibstoffes und eine überhaupt nicht'ins Gewicht fallende Menge an Brennöl im Lande hergestellt. 2. Für die Kriegsbedürfnisse müßten also mit erheblichen Kosten große Anlagen gebaut werden, die wegen Mangels an Spezialstahl erst nach einer Reihe von Jahren betriebsbereit sein würden. 3. Wenn in Friedenszeiten bereits derartige Fabriken in Betrieb genommen wären, würden — wegen der fehlenden Oeleinfuhr — die heutigen Anlagen der Deünbuftrie vernachlässigt werden und daher veralten. 4. Bei der Einfuhr aus Ueberfee verteilt sich das Risiko auf viele Einheiten. Wenn man hin- ßegen auf Hydrieranlagen angewiesen wäre« * Selma Lagerlöf gestorben Vatikan. Apotheken und Drogerien. 892V Del. b sicher« en Kopf •tocques Con$6. »Dules °sse, bk Streu Ichloud! ct hat.' ehrlich, schied ) macht, alleini- r Dahl. ? erneut cchschaut : Dar anweisungen gegeben, sondern auch, nachdem bereits „Der Revisor" 1836 seinen Siegeszug über die Bühne Rußlands angetreten hatte, in einer dramatischen Szene „Im Vestibül des Theaters" den wahren Sinn seiner Komödie erläutert und in einer Reihe von Kommentaren sich mit falschen Auffassungen auseinandergesetzt. Die Regie der gestrigen Gießener Aufführung (Hans Geißler), die auf dem schwanken Brett zwischen Kornodie und Posse bedenklich ins Rutschen gekommen war, kann also geltend machen, daß sie in den hundert Jahren der Theatergeschichte des „Revisors" schon viele Vorgänger gehabt hat. Aber das hätte ihr zur Warnung dienen sollen, sich im Ton nicht zu vergreifen. Wir sag- Jn wemgect lagen war ich vom Husten und starker Verschleimung restlos befreit. Düsseldorf, den 7. März 1937, Rloht- hofenstr. 226, Fritz Haack, Kaufmann. Darum nehmen auch Sie Husta-Glgcm, Fl. 1 Mk. Erhältlich in Paris hat seinen „Fall Wagner Von unserem E. K.-Korrespondenien. Io et‘ ut selbes 3 J die y I United lger Zeit ransport )en Del« fiiebens« für den ernsten ler Der- her Dffi« so darf l beimes« iid) See« fürchtun« Jahrgang Sreiv s heißt, | sDel« ; f). müT« m, Der« is dem bezogen, ichtlichen eutenben um im erstehen, [ieferung ig einen steht in )t durch- Exponent m Man- itäns zur hat, um )ren. ®e' of Naval W für alitat in Neubau- jerung lands an ien, auch hten, soN' durch den von äqen der Dermen' dmiralM ngelassem nhope. efeuerung und Mak inden mtl t Kriege swens n Sargen licht mehr vor, »ö* vom W Vrüsungs- U d° Delaem"' erE Dea mare n't Dor iäß la^e NS- benotigleu itn der Zurückhaltung ein harmlos-dummes Kleinstadtgänschen. Die geschäftigen Schwätzer Dobtschinski und Bobtschinski machten Hans Seitz (leider allzu sehr Schablone) und Walter Erler mit schmieriger Aufdringlichkeit. In den anderen Rollen sah man die Herren Dolck, Schewe, Eaninen- berg, Gröndahl und Reuter. Karl Löff- l e r hatte mit seinen liebevoll ausgearbeiteten Büh- nenbildern den Charakter altrussischen Kleinbürgertums gut getroffen. Jngeborg Strombecks und Willi Endrichs Kostüme unterstrichen wirkungs- voll das Milieu. Das gutbesuchte Haus kam offen- sichtlich auf sein Amüsement und zollte lebhaften B ei fall. Dr, Fr. W. Lange. Gießener Gtadttheaier. Nikolaus Gogol: „Der Revisor". Unter den älteren Klassikern der russischen Literatur ist Nikolas Wasiljewitsch Gogol (1809 bis 1852) der geniale Menschendarsteller. „Man hat viel über mich gesprochen", so sagt Gogol im „Briefwechsel mit meinen Freunden" von sich selbst, „und die verschiedensten Seiten meines Wesens zu ergründen versucht, aber mein wahres Wesen hat man darum doch nicht bestimmen können. Dieses hat nur Puschkin allein gekannt. Er sagte mir immer, noch nie habe es einen Schriftsteller gegeben, der in so hohem Grade das Vermögen besaß, die Gemeinheit und Plattheit in so satten Farben zu schlldern, die Hohlheit und die Nichtigkeit eines gemeinen Menschen mit einer solchen Kraft zu zeichnen, wie ich, so daß die ganze Kleinheit und Armseligkeit, die den meisten Menschen entgeht, jedem deutlich in die Augen springt. Das ist oer Grundzug meines Wesens, und er fehlt in der Tat den meisten anderen Schriftstellern. Mit einer echt romantischen Mischung von Phantasie und Realismus geißelt Gogol in seinen Satiren nicht bloß ein soziales System und seine Auswüchse, wie im „Revisor" die Beamtenkorruption im absolutistischen Rußland, sondern sein Kampf ist em allgemein-menschlicher, er gilt dem Teufel der platten Mittelmähigkett, des satten, selbstzufriedenen Spießertums. „Du sollst dich nicht über den Spiegel beklagen, wenn dein Maul schief ist", hat Gogol im Motto zum „Revisor" seinen Krittlern entgegen- gehalten. Seine Karikaturen übertreiben bewußt einen wesentlichen Zug der Menschen, die er dar- zustellen unternimmt, aber dadurch gelingt es ihm, den Grundcharakterzug seiner Menschen uns in greller Beleuchtung vor Augen zu stellen, das innerste Wesen des Menschen aufzudecken. ♦ , Gogols Komödie „Der Revisor" führt uns in eine kleine russische Provinzstadt, deren Beamtenschaft durch die Nachricht von der Ankunft emes Revisors in heillosen Schrecken versetzt wird. Niemand kommt aus die Idee, das von zwei notorischen Klatschmäulern ausgebrachte Gerücht nachzuprufen, alle versuchen vielmehr, sich bei dem fremden jungen Mann anzubiedern, den man irrtümlich für den Bettachten wir mit diesem grundsätzlichen Vorbehalt die Leistungen des Ensembles, so entsprach Viktor vonGschmeidler nach unserer Meinung am ehesten den Absichten Gogols. Sein Polizeimeister war eine prachtvolle Type altrussischen Beamtentums, ein geriebener Bursche von einer humorigen Schläue, der die boshaften Randbemerkungen, die ihm Gogol in den Mund legt, gut pointiert brachte. Siegfried Lowitz, dem man den Chlestakoff an- vertraut hatte, hätten wir etwas legerer, gelockerter gewünscht, das würde das Naive dieses geschniegelten Schwadroneurs, der sich an feinen eigenen Lügen berauscht, glaubhafter gemacht haben. Gert Geiger hatte aus dem Diener Ossip mit etwas billigen Mitteln eine Witzblattfigur gemacht. Aus der Reihe der Beamten fiel der aschmatische Hospital- Verwalter des Herrn Manders durch gute Charakteristik auf. Rose S t i r l hatte als alberne, neu- Dr. Franz Basch, der Führer der deutschen Volksgruppe in Ungarn, wurde von Ministerpräsi- dent Graf Paul T e l e k i empfangen zu einer Aus- spräche über die Angelegenheiten und Belange der deutschen Volksgruppe in Ungarn. Aus aller Wett. La Zana gestorben. Die aus verschiedenen Filmen, von Variete und Bühne bekannte Tänzerin und Schauspielerin La Jana ist an den Folgen einer schweren Grippe im Alter von erst 30 Jahren in einer Berlmer Klinik gestorben. Sie war eine geborene Wienerin, aber in Frankfurt a. M. aufgewachsen. hunderte von russischen Fischern auf Eisschollen ins Meer getrieben. Infolge des plötzlichen Aufbrechens der Eisdecke auf bem Kaspischen Meer sind Hunderte von Fischern auf Eisschollen ins offene Meer abgetrieben worden. Zu ihrer Rettung wurden sofott zahlreiche Flugzeuge aufgeboten, durch deren Einsatz 250 Fischer ans Land oder auf festes Eis zurückgebracht werden konnten. Außerdem haben, von Fliegern unterstützt, 263 Menschen und 177 Pferde mit Lasten den Weg ans Ufer zuruckge- funden. Während der Rettungsaktionen wurden von oen Flugzeugen Lebensmittel und Kleidungsstücke abgeworfen. Revisor hält, obwohl er nichts andreres ist, als ein eleganter Springinsfeld aus der Hauptstadt, der sich im Gasthaus einen guten Dag macht, solange der Wirt borgt. Er begreift nicht einmal, daß er nur einer Verwechslung seine gute Aufnahme in der Stadt zu verdanken hat, sondern schreibt sie seinem flotten Auftreten und seinen hauptstädttschen Manieren zu. Er erfaßt auch Nicht, daß man ihn be- stechen will, als die Beamten ihm Geld anbieten. Aber er nimmt es, „ba es sich nur um eine Anleihe handelt", und man darf nicht einmal sagen, daß es dem jungen Nichtstuer, der in dauernden Geldverlegenheiten ist, nicht vollkommen Ernst wäre. Denn Chlestakoff ist ja kein Betrüger von Profession. „Er vergißt selber, daß er lügt", sagt Gogol von ihm, „und glaubt beinahe selber an das, was er faselt, er sicht, daß er umdienert wird, und gerade deshalb plaudert er sorglos ins Blaue hinein." Erst sein Diener muß ihn über die schiefe Situatton aufklären, in die er ohne seinen Willen geraten ist, und muh ihm empfehlen, sich rechtzeitig aus dem Staube zu machen. Zurückbleiben die konsternierten Beamten, denen es zu spät dämmert, daß sie sich selbst betrogen haben und das Opfer ihres eigenen schlechten Gewissens geworden sind. Was hatte dieser Windbeutel von einem Revisor?" so ruft schließlich ärgerlich der Polizeimeister aus, der sogar seine Tochter dem eleganten Fant verlobt hat, „nichts! Kein Zoll an ihm erinnerte an einen Revisor! Aber alle schreien: Der Revisor! Der Re- visor!" °l- !J; at Ju >-lt- itanben rJor. QUfg ^seits solcher Straft 'ne des Haltung Borchen Ehrend bleiben. . Eigen« 'Wand. Futter« S1 o ck h o l m. 16. März. (DJIB. Funkspruch.) Die berühmte schwedische Dichterin Selma Lagerlöf, die vor einigen Tagen auf ihrem Gut M a r - backa in Värmland an einer schweren Bauchfellentzündung erkrankt war, ist am Samslagvormillag, nachdem noch eine Lungenentzündung hinzugelrelen war, im Aller von 81 Zähren verschieden. ♦ Selma Lagerlöf hat auf ihrem väterlichen Gut Marbacka ihre Jugend verbracht. Sie besuchte dann das Lehrerinnenseminar in Stockholm und war lange Jahre an der Mädchenschule in Landskrona als Lehrerin tätig. Durch das Preisausschreiben einer Frauenzeitung für Novellen „von ungefähr 100 Seiten" wurde 1890 Selma Lagerlöfs Ruhm als tionalismus nun einmal der metaphysische Ausdruck eines seiner Kraft bewußten Deutschlands und germanischer Sehnsucht. Dazu kommt ein anderes Argument, das jedem Verteidiger Richard Wagners in Frankreich entgegengehalten wird; der Führer ist ein begeisterter Verehrer der Wagnerschen Musik. Die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen um Wagner haben die musikalische Entwicklung tn Frankreich der ganzen letzten acht Jahrzehnte begleitet und sind wie ein Symbol des jetzt vorläufig gescheiterten Ringens um Verständnis zwischen deutschem und ftanzösischem Geist. Gerade jetzt hat man wieder die Erinnerungen an die Kundgebungen aus- gegraben, die im Jahr 1887 anläßlich einer Lohen- grin-Vorstellung im Eden-Theater ihren Weg bis auf die Pariser Boulevards nahmen. Damals hat die Pariser „intellektuelle Elite" von diesen Ausschreitungen nichts wissen wollen, und es war die Zeit, an die jetzt sogar ein typischer Nationalist wie &on D aud et in der „Action Frangaise" erinnert, die Zeit, in der der geistige Einfluß von Kant und Hegel sich über Frankreich erstreckten und wo die wissenschaftliche Welt unter dem Einfluß von Robert Koch und anderen deutschen Gelehrten stand. Der Weltkrieg ist über alles hinweggegangen, und es war vor allem Saint-Saens, der damals das Banner der Wagnerfeinde schwang. Im jetzigen Krieg geht es gegenüber den früheren Auseinandersetzungen ziemlich grobschlächtig zu; Richard Wagner wird ganz einfach als Prototyp des „Pangermanis- mus" verschrien, und man schämt sich auch nicht, gewöhnliche Emigrantenliteratur zur Stützung dieser Argumente heranzuziehen. würde sich das Risiko auf wenige Fabriken konzentrieren. 5. Für die Kosten einer Hydrieranlage mit einer Leistung von 150 000 Tonnen würde man 32 Tanker bauen können, die zwölfmal so viel Brennstoff heranbrächten, als die Fabrik zu erzeugen vermöchte. Kapitän zur See Ackworth hat sich durch bte Darlegungen von amtlicher Stelle aus nicht überzeugen lassen Er hat rund heraus erklärt, im Mobilma- chungsfalle muffe man mit Oelknappheit rechnen; einmal, weil die neutrale Welt es in der Hand habe, ihre Oelausfuhr zu sperren, und zum anderen, weil die Oeleinfuhr nach England aller Wahr- scheinlichkeit nach unter Maßnahmen des Handels- krieges zurückgehen würde. Angesehene Fachblatter wie „Engineer" und „Engineering" haben auf die Möglichkeit hingewiesen, daß die Kriegslage zur Besetzung bestimmter Oelfelder durch feindliche Mächte führen könne; es wurde hierbei in erster Linie an das Moffulgebiet und die persischen Bezirke erinnert. Daß in dieser Hinsicht ernste Storungs- erscheinungen eintreten können, liegt auf der Hand. Zur Zeit ist aber wohl der wichtigste Ausschnitt aus diesem Fragengebiet der, ob es Großbritannien gelingt oder nicht, seine Ueberseezusuhr an Del dauernd auf jener Höhe zu halten, die die Kriegs- erforberniffe verlangen. Hier eine gewichtige Störung herbeizuführen, ist in der Tat eine der vornehmsten Aufgaben des Seehandelskrieges. Diese Aufgabe ausgesprochen auf die Jagd auf Del» tanker zu spezialisieren, läßt sich aus verschiedenen Gründen kaum durchführen; weder von lieber« wasserschiffen noch von U-Booten. Immerhin darf als Tatsache festgestellt werden, daß sich unter der Zahl der von uns versenkten Handelsdampfer eine stattliche Menge von Tankern befindet; nämlich 19 britische, 1 französischer und 4 neutrale. Wenn es wahr ist, daß die Kraft, die sich im Einsatz von Oel ausdrückt, mitbestimmend werden kann für den Ausgang neuzeitlicher Kriegshandlungen — und es spricht manches für diese Behauptung —, dann erhellt ohne weiteres, daß es für Deutschland schon aus diesem Grunde eine unabweisbare Notwendigkeit bedeutet, gegen das britische Weltteich mit voller Wucht Handelskrieg zu führen. Just die Oel- ttansportfrage ist dazu angetan, Klarheit darüber zu bringen, daß der Ueberseehandel auf gewissen Gebieten unweigerlich militärisch wichtige Aufgaben erfüllt. Den Gegner an ihrer Lösung zu hindern, bleibt aber das Recht eines jeden Kriegführenden. Kleine politische Nachrichten. Generaldirektor K o p p e n b e r g von den Junkers-Werken Dessau feierte feinen 60. Geburtstag. Der Führer hat ihm telegraphisch seine Glückwünsche übermittelt. Von Generalfeldmarschall Göring wurde ihm ein Bild mit eigenhändiger Unterschrift und ein persönliches Glückwunschschreiben zugestellt. Präsident Dr. T i s o erhielt zum slowakischen Na- ttonalfeiertag bisher Glückwunschtelegramme vom Führer, vom bulgarischen König, vom ungarischen Reichsverweser, vom Präsidenten der Sowjetunion, Kalinin, vom litauischen Staatspräsidenten und vom Brüssel, März 1940. Paris hat seinen „Fäll Wagner" und alles, was dazu an lärmenden Kunstübungen und geräuschvollen Auseinandersetzungen in der Presse gehört. Seidem Frankreich am 3. Septemder 1939 den Kriegszustand mit Deutschland erklärt hat, ist in Frankreich keine Waaner-Oper mehr ge- spielt worden. Man hat damit die „Tradition" wieder ausgenommen, die man während des Weltkrieges verfolgt hat, wo man ebenfalls mit der einfachen Streichung der Werke Richard Wagners von oen Opern- und Konzertprogrammen das Problem der Auseinandersetzung mit dem deutschen Geist aufs einfachste und beste gelöst zu haben glaubte. Damals dauerte es bis zum Jahre 1921, bis Wagner mit der „Walküre" wieder seinen Einzug in die Pariser Oper hielt. Jetzt hat es einiae freie Geister gegeben, die der Meinung waren, daß die Musik über die Grenzen hinausache und daß gerade die Musik Richard Wagners das Recht habe, auch im Kriege gehört zu werden. So standen aus dem Programm der „Concerts Colonne" in Paris Werke von Berlioz und Richard Wagner. Die Behörden hatten sich indessen schon vorher für den „Fall" interessiert und einen Wink gegeben-, man möchte das Programm ändern; was auch geschehen war. Von Wagner war lediglich die Tannhäuser-Ouvertüre aus dem Programm stehengeblieben, aber auch das genügte schon, um in dem Konzert eine lärmende Kundgebung der Wagner-Feinde aus« zUlosen. Wagner-Anhänger und Wagner-Gegner drohten handgemein zu werden, und es beburfte der ganzen Autorität des Dirigenten Paul Paray, eines ehemaligen Frontkämpfers, um die Ruhe in dem Konzertsaal wieder herzustellen. Paray rief den Gegnern der Wagner-Musik, die sich so lärmend ausführten, mit erregter Stimme zu, sie dürften nicht vergessen, daß die Musik keine Grenzen kenne. Es scheint indesien nicht, daß diese Mahnung viel frudjten und daß man künftig wieder allgemein die Musik Richard Wagners in Pariser Konzertsälen und in der Oper hören werde. Man spielt wohl Beethoven, Mozart, Schubert usw., aber Wagner ist für die erwähnten Vertreter des französischen Na- Dichterin begründet. Denn ihre Einsendungen waren die ersten Teile ihres großartigsten Werkes der „G ö st a B e r l i n g s Saga", die aus Märchen, Geschichten, und Kindheitserinnerungen voll uner- chopflicher Phantasie und tiefer geistvoller Empfindung zusammengeflochten eine Epoche ihrer oärm- ländischen Heimat darstellt. Sie war nun in der Lage, weite Reisen durch ganz Europa und den Orient zu unternehmen. 1909 erhielt sie den N o ■ b e I p r e i 5 für Literatur, der sie in den Stand etzte, das alte Familiengut Marbacka zurückzuerwerben. Nach der „Gösta Berlings Sage" erschien 1897 das Buch „Wunder des Antichrist", das tiefe soziale Probleme aufrollte, in ihrer Erzählung „Jerusalem" (1901) behandelte sie die Geschichte einer Sektiererbewegung in Darlekarlien, Die mit einem Auszug nach Palästina abschließt. Besonders bekanntgeworden sind auch die 1904 erschienenen Christuslegen- den, ferner die Herrenhof-Sage und verschiedene Sammlungen kleiner Erzählungen und Legenden, vor allem auch das an den schwedischen Schulen eingeführte Kinderbuch „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgerian mit den Wildgänsen" und als eine Frucht des Weltkrieges: der Roman „Das heilige Leben". Es folgten 1925 die Trilogie der Löwenskjöld-Romane (Ring des Generals, Charlotte Löwenskjöld, Das Mädchen aus Dalerne), weiter „Die Rückkehr nach Värmland" und „Anna Swärd". Anläßlich des 70. Geburtstages der Autorin gab der Vertag Albert Langen in München eine zwölf- bändige Gesamtausgabe heraus, verbunden mtt Reden und autobioaraphi scheu Skizzen, außerdem als Ehrengabe für sie ein Buch „Huldigung deutscher Dichter". An diesem Tage erhiett die Jubilarin den St.-Olassorden 1. Klasse und die dänische Der- dienstmedaille, die Universität Greifswald verlieh ihr den Ehrendoktor. Zur Wiederkehr des 100. Jahrestages der Gründung des Gustav-Adols-Dereins verlieh ihr auch die Universität Kiel den theologischen Ehrendoktor. Drog. Wlnterhoff, Kreuzplatz 9. Drog. Pierenkemper, Seltersweg 69. Drog. Bornemann, Bahnhofstraße 17. Drog. Elges, Seltersw. 66. Drog. Seibel, Frankf.Str. 39 ten schon, Gogols Komödiengestalten sind Karikaturen, also an sich schon Uebertreibungen, die keine weiteren Uebertreibungen durch die Schauspieler »ertragen. Auch wenn die Regie des Glaubens war, durch eine Steigerung ins Groteske den Eindruck des Unwirklich-Dämonischen, von dem Gogol spricht, noch unterstreichen zu sollen, so war auch das ein Trugschluß. Hier hätte die Regie mit vorsichtiger Hand dämpfen und bremsen müssen, um den wahren Charakter und den inneren Wert der Komödie zu erhalten, die so fein durchdacht und auber gearbeitet ist, daß sie, auch ohne als Schwank rifiert zu werden, ihrer Wirkung beim Publikum tets sicher sein darf. JTornfrancfimußman- ebenso wie Kaffee-rech tzeitig vom Satz abgießen; denn die Geschmacksstoffe entwickeln und ergänzen sich am besten zwischen 5-7 Minuten.Länge- res Ziehen macht das Getränk nicht kräftiger. macht hartes Wasser Aufnahme in die ein-und halbjährigen Handelsfachklassen Beginn Ostern 1940. Anmeldungen für das neue Schuljahr sowie Auskunft jederzeit im Schulgebäude Giehen, Goethellr.32 Ruf 2486. 515 A Zweispännig zu fahrender Jagdwagen zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 1344vn.d.G.A. 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Tausendmal wirft du mich entzücken und erschrecken, mit Liedern am Flügel gesungen, mit Zeitungen, mit Telegrammen, mit Todesnachrichten, mit Anmeldeformularen und all deinem tollen Kram, du Welt voll Luft und Angst, holde Oper voll melodischen Unsinns! Aber niemals mehr, gebe es Gott, wirst du mir ganz verloren gehen- Andacht der Vergänglichkeit, Passionsmusik der Wandlung, Bereitschaft zum Sterben. Wille zur Wiedergeburt. Immer wird Ostern wiederkehren, immer wieder wird Lust zur Angst, Angst zur Erlösung werden, wird ohne Trauer mich das Lied der Vergänglichkeit auf meinen Wegen begleiten, voll Ja, voll Bereitschaft, voll Hoffnung. Programm, das der Goethe-Bund für diese Woche vorsieht, steht allerdings noch nicht in allen Einzelheiten fest. Für Freitag, 5. April, ist eine literarische Feierstunde vorgesehen, in deren Rahmen der Literaturhistoriker Dr. Reinhard B u ch w a l d über das Thema „Schiller und die Gegenwart" sprechen wird. Für Samstag, 6. April, sieht der Goethe-Bund eine Abendveranstaltung vor, für die die Verpflichtung der mitwirkenden Kräfte allerdings noch nicht abgeschlossen ist. Auch der Oberhessische Kun st verein wird voraussichtlich mit einer besonderen Ausstellung hervortreten, so daß sich die „Woche für Kunst und Schrifttum" zu einer umfassenden Gesamtschau des kulturellen Lebens in unserer Stadt gestalten wird. Die „Woche für Kunst und Schrifttum" steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Ritter, der auch in den vergangenen Jahren dieser Kulturveranstaltung sein regstes Interesse zu- wandte und ihm alle Förderung zuteil werden ließ. Dann aber hatten wir keine Zeit mehr, unseren Gedanken nachzuhängen. In großen Sprüngen arbeitete sich unsere Kompanie vorwärts und lag bald in der Feuerlinie. Es war unser erstes Gefecht und unsere Feuertaufe. Jeder hatte mit sich zu tun, um über die ersten Erlebnisse des Kampfes Hinwegzukommen. Bald aber taten wir, es denen, die schon seit Stunden im Feuer lagen, gleich. Wie auf dem Exerzierplatz gingen die Web len des Angriffs vor. Der Gegner, bereits stark ermüdet und durch die Niederlage bedrückt, ließ in seinem Kampfeseifer nach. Langsam wich er zurück. Nur am linken Flügel der Kompanie leistete der Feind noch erheblichen Widerstand. Was dort im einzelnen vorging, konnten wir indessen nicht beobachten, da eine Bodenwelle uns die Einsicht versperrte. Plötzlich erklang das Angriffssignal. Wir pflanzten das Bajonett auf und unter dem brausenden Hurra der vorwärtsstürmenden Kompanie wendete sich der Gegner zur Flucht. Wir hatten gesiegt. Ein ungeheurer Jubel packte uns alle. Eine Stunde später hatte sich die Kompanie wieder gesammelt. Wir hatten keine Toten zu beklagen. Nur einige Schwerverwundete wurden auf den Bahren bei Sanitätsmannschaften zurückgetragen. Unter den Schwerverwundeten befand sich auch Unteroffizier Brinkmann. Drei Kugeln hatten ihn getroffen, als er am linken Flügel der Kompanie mit dem Feinde in härteste Bedrängnis geraten war. Bald erfuhren wir auch, warum gerade nm linken Flügel der Kompanie der Gegenstoß des Feindes am heftigsten gewesen mar. Konnte der Feind seinen Rückzug auch nicht mehr aufhalten, so wollte er dennoch b i e beutsche Fahne an sich reißen. Fast wäre es ber Uebermacht bes Feinbes an biefer Stelle gelungen. Da aber, war bie Gruppe Brinkmann herangestürmt unb unter bem Einsatz ihres Führers war es gelungen, bem einbrechenben Feinbe Wiberstand zu leisten. Nach vielen Wochen kehrte Unteroffizier Brinkmann, von einer schweren Verwundung geheilt, zu unserer Kompanie zurück. Das eiserne Kreuz schmückte seine Brust. Als wir eines Abends in ber rückwärtigen Stellung am Wachtfeuer faßen, kamen wir auf unser erstes Gefecht zu sprechen. Unb in biesem Gespräch sagte Brinkmann, ber inzwischen zum Dizefeld wedel befördert war, indem Mit vereinter Kraft Don Ernst Eimer. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! „Woche für Kunst und Schrifttum" Sonntag, 2 4. März, 1. Feiertag: Neueinstudierung „Der Freischütz", romantische Oper in 5 Bildern von Carl Maria v. Weber. Musikalische Leitung: -Paul Walter. Spielleitung: Hans Geißler. Außer Miete! Montag, 25. März, 2. Feiertag: „Der Graf von Luxemburg", Operette in 3 Akten von Franz Lehär. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Spielleitung: Harry Grüneke. Außer Miete! „Der letzte Sprung des alten Löwen." Der Goethe-Bund und ber Kaufmännische Verein Gießen veranstalten in Arbeitsgemeinschaft mit ber Volksbilbungsstätte Gießen ber NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freube" am nächsten Dienstag in ber Neuen Aula ber Universität einen Vortragsabenb bet auch in Gießen bekannten Dr. Leonharb Blaß mit bem Thema: „Der letzte Sprung bes alten Löwens Dichtungen, Briefe unb Dokumente über Englanbs Spiel mit ben Völkern." In biesem Vortrag wirb bas Wesen bes Englänbers im Verlauf feiner Geschichte aufgezeichnet.______________ Schulentlassung. In diesen Tagen verlassen Tausende von Kin» dem die Schule und das schützende Elternhaus, um die ersten Schritte in eine neue Welt zu wagen, um die ersten Steine zum Grund ihres Lebensgebäudes zu legen. In einer schlichten Feier werden sie sich noch einmal in dem vertrauten Schulsaal, der ihnen jahrelang eine zweite Heimat war, versammeln» Sie werden noch einmal im Kreise ihrer Mit- schüler sitzen und nach ihrem Lehrer schauen. Ihre Augen glänzen, und ihre Herzen sind froh; denn sie sind ber Meinung, daß ber Zwang nun vorüber unb bas Leben viel freier und schöner sei. Es ist gut so, baß unsere Jugend mit diesem Frohgefühl die Schule verläßt, unb bie letzten Tage in der Schule sollen nicht im Zeichen ber Trauer stehen, sondern es sollen Freubentage sein. Manchem Lehrer wird bei diesem Abschied das Herz schwer, wenn er daran denkt, wie oft bis ein schöner Beruf. tifdjer Art. Ein Gärtner muß auch kaufmännisch denken lernen unb wirtschaften können. Der Gärtner lebt in enger Wechselbeziehung mit der Wissenschaft, mit ber Biologie, mit ber Botanik. Der Gärtner steht in schöner und unmittelbarer Beziehung zum Leben der Pilanze. Er hat es nicht mit toter Materie zu tun. Wer bie Natur liebt und sich von ihr angesprochen fühlt, wird im Gärtnetberuf Befrie- bigung finben können. Ein Gärtner muh bret Jahre lernen. Aber bann besteht für ihn leicht bie Möglichkeit, Reisen zu machen. Er kann, wenn er in guter Lehre staub, überall arbeiten. Selbst Auslanbsreisen finb möglich. Verschobene junge Gärtner unserer Stabt haben schon im Auslanb ihre Kenntnisse erweitert. Ebenso wie auch schon auslänbische junge Gärtner verschiedentlich in Gießener Betrieben gearbeitet haben. Selbstverstänblich gibt es auch Gärtner- Fachschulen, bie einem jungen strebsamen Menschen vieles zu vermitteln vermögen. Sechs Jahre nach ber Ablegung ber Gehilfenprüfung (unter Anrechnung ber Arbeits- unb Wehrdienstpflicht) kann ber Gärtner bie Meisterprüfung ablegen unb erwirbt bamit gleichzeitig bie Lehrberechtigung. Wer höher hinaus will im Beruf, wer auf einer höheren Schule bas Reifezeugnis erworben hat, kann sich bem Stubium bes Gartenbaues an ber Universität Berlin mibmen. Man sieht, baß auch dieser Beruf reiche Möglichkeiten einer Entwicklung bietet unb außerbem zur Selbstänbigmachung führen kann. Eine schöne Aufgabe erwächst aber auch schon bemjenigen, ber Leiter einer größeren Gärtnerei fein unb bamit auch eine größere Verantwortung übernehmen will. Als Grunblage barf gesagt werben, baß auch in Gießen bie Möglichkeiten günstig finb, ben Beruf bes Gärtners zu erlernen. Die Fahne. Es war im August 1914. Bis zur britten Nach- mittagsftunbe hatte unsere Kompanie unweit eines belgischen Dorfes zur Verfügung ber Brigabe m Reserve gelegen. Jetzt würbe auch unsere Kompanie eingesetzt. Zwar war bie Hauptkraft bes Feinbes schon gebrochen, bennoch versuchten einige besonbers tapfere Teile bes Gegners ben Rückzug burch verwegen vorgetragene Stöße zu becken. Wir standen, das Gewehr noch bei Fuß, zum Einsatz bereit, als die Bataillonsfahne vorübergetragen wurde, lieber das Geficht des Unteroffiziers Brinkmann glitt ein leises Lächeln. Wir wußten, was dieses Lächeln zu bedeuten hatte. Unteroffizier Brinkmann, in seinem bürgerlichen Beruf Doktor und Privatdozent ber Philosophie, war ein vorzüglicher Solbat unb als Kamerab bei allen beliebt. Nur eine Aeußevung, bie er vor kurzem getan hatte, hatte uns sehr mißfallen: „Wozu ist in einem Krieg bie Fahne noch nütze? Sie behinbert nur das Dorwärtsftürmen unb ist zuletzt boch nichts anberes als ein Stück buntes Tuch". An biefe Worte mußten wir benken, als bas leise Lächeln über bas Gesicht bes Unteroffiziers Brinkmann beim Vorübettragen der Fahne glitt Gang im Frühling. Don Hermann Hesse. Jetzt stehen wieder die kleinen klaren Tränen an den harzigen Blattknospen, und erste Pfauenaugen tun im Sonnenlicht ihr edles Sammetkleid auf und zu. Die Knaben spielen mit Kreiseln und Stein- kugeln. Die Karwoche ist da, voll und übervoll von Klängen und beloben mit Erinnerungen an grelle Ostereier-Farben, an Jesus im Garten Gethsemane, an Jesus auf Golgatha, an bie Matthäuspassion, an frühe Begeisterungen, erste Verliebtheiten, erste Jünglings-Melancholien. Anemonen nicken im Moos. Butterblumen glänzen fett am Raube der Wiesenbäche. Einsamer Wanderer, unterscheide ich nicht zwischen den Trieben und Zwängen meines Innern und dem Konzert des Wachstums, das mich mit taufend Stimmen von außen umgibt. Ich komme aus der Stadt; ich bin nach sehr langer Zeit wieder einmal unter Menschen gewesen, in einer Eisenbahn gesessen, habe Bilder und Plastiken gesehen, habe wunderbare neue Lieder von Othmar Schoeck gehört. Jetzt weht der frohe leichte Wind mir übers Gesicht, wie er über die nickenden Anemonen geht. Und indem er Schwärme von Erinnerungen in mir aufweht wie Staubwirbel, klingt mir Mahnung an Schmerz unb Vergänglichkeit aus bem Blut ins Bewußtsein. Stein am Weg, bu bist stärker als ich! Baum in ber Wiese, bu wirst mich überbauern, unb vielleicht sogar bu, kleiner Himbeerstrauch, unb vielleicht sogar bu, rosig behauchte Anemone. Einen Atemzug lang spüre ich, tiefer als je, bie Flüchtigkeit meiner Form und fühle mich hinuber- gezogen zur Verwandlung, zum Stein, zur Erde, zum Himbeerstrauch, zur Baumwurzel. An die Zeichen des Vergehens klammert sich mein Durst, an Erde und Wasser unb verwelktes Laub. Morgen, Übermorgen, halb, halb bin ich bu, bin ich Laub, bin ich Erbe, bin ich Wurzel, schreibe nicht mehr Worte auf Papier, rieche nicht mehr am prächtigen Golblack, trage nicht mehr die Rechnung des Zahnarztes in ber Tasche, werbe nicht mehr von gefährlichen Beamten um den Heimatschein gequält: schwimme, Wolke im Blau, fließe Welle im Bache, einem Frühlingsmorgen spannte ber alte Holler-Wilhelm die Kühe an ben Pflug und fuhr auf den Buchenberg. Vor einigen Tagen noch hatte fein Sohn Christian mit dem treuen Gaul Kastor bie Felder bestellt — aber nun waren beide im Krieg, und die schwere Dauernarbeit ruhte roieber auf ben Schultern des Dreiundstebzigjährigen. Fleißig und ausdauernd wie ein Junger ging Wilhelm auf dem Buchenberg ans Umpflügen, boch der Boden war steinig und vom harten Frost noch spröde, und so kamen die auch des Ziehens noch ungewohnten Kühe nur langsam voran. Auf dem nahen Nachbarseld zog der achtzehnjährige Wasen-Jörg mit einem munteren Gaul die Furchen durch Land. Dieses Tier griff schon fünfer aus, und um die zehnte Morgenstunde hatte Jörg seinen Acker bereits gestürzt unb fuhr nun wieder Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Großer heiterer Abend" zugunsten des Kriegs-WHW. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Weißer Flieder". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Rote Mühle". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr: „Die Fledermaus". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Weißer Flieder". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Rote Mühle". Stadttheater-Spielplan vom 19. bis 25. Alärz. Dienstag, 19. März: „Der Graf von Luxemburg", Operette in 3 Akten von Franz Lehar. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Spielleitung: Harry Grüneke. 24. Vorstellung der Dienstag-Miete. Mittwoch, 2 0. März: „Der Graf von Luxemburg", Operette in 3 Akten von Franz Lehär. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Spielleitung: Harry Grüneke. 24. Vorstellung der Mittwoch-Miete. Freitag, 22. März (Karfreitag): Keine Vorstellung! dem Dorfe zu. . „Den Jungen möchte ich bitten", sann Wilhelm vor sich hin, „jetzt noch zwei Stunden auf meinem Acker mitzupflügen, dann wäre mir5 möglich, heule nachmittag den Hafer darauf zu säen. Aber Jörg wird für sich mehr Arbeit haben, als er schaffen kann — denn auch sein Vater ist doch fort im Feld." Holler überlegte hin und her, wandte sich dann aber wieder seinem Fuhrwerk zu und schwieg. Kaum war jedoch der alte Bauer am Ackerende angelangt, da schnaubte der Wasen-Gaul nicht seitlich auf den Weg, sondern hinter ihm in der Furche heran. „Wilhelm", grüßte der Jörg, „mein Brauner soll jetzt deinen Kastor einmal vertreten und den Kühen lucytig helfen — dann fliegen bie Schollen auch schneller herum." „Jörg, es ist recht, daß du hier mittun willst, freute sich der Holler, „meine Beine find auch die Jüngsten nicht mehr, unb die Saat soll doch bald in den Boden. Wenn wir alle zusammenhalten, werden wirs auch in diesem Jahr schaffen — und kein Körnchen bleibt ungejat. Gärtner werden - In ben vergangenen Wochen und in biefen Tagen einer notwendigen Entscheidung mußten sich viele Eltern darüber Gedanken machen, was der Junge, der zu Ostern aus der Schule kommt, werden soll. Die Frage dürfte vielen Eltern manches Kopfzerbrechen gemacht haben, die Wünsche des Sohnes selbst konnten auch nicht unbeachtet bleiben, schließlich war es aber auch zweckmäßig unb notwendig, den Berufsberater zu fragen, der Arzt hatte ein Wort mitzuzureden, unb endlich war die Frage zu lösen, zu wem ber Sohn in die Lehre kommen soll. Wenn so viele Faktoren berücksichtigt werben müssen, bann kann eine Entscheidung unter Umstänben sehr schwer sein. An viele Berufe mürbe babei gedacht; viele, bie nun aus ber Schule entlassen werden, spielen mit bem Gedanken, ihren zukünftigen Wirkungskreis in den Gebieten der modernen Technik zu suchen. Soweit bisher festzustellen war, haben sich aber nur wenige Jungen mit dem Gedanken befaßt, daß die Gärtnerei auch einen sehr schönen Beruf darstelle. Daß der Gartenbau in unserer Stadt nicht etwa ein wirtschaftlich unwichtiger Faktor ist, geht schon aus ber Tatsache hervor, daß es in Gießen allem 25 Gärtnereien verschiedener Größe gibt, lieber 25 Morgen -Canb werden von diesen Gärtnereien bearbeitet. Unter vielen Glasdächern blühen jetzt schon die Blumen. Von ben Gießener Gartenbaubetrieben sind rund 15 mit Lehrberechtigung ausgestattet bie also Lehrlinge aufnehmen können. Im Kreise' Gießen gibt es rund 100 Gärtnereibetriebe. Und in vielen biefer Betriebe könnten ebenfalls Lehrlinge eintreten. . Die Aussichten im Gärtnerberuf haben sich m den letzten Jahren günstig entwickelt. Die Anfor- berungen an einen zukünftigen Gärtner finb vielseitig und interessant; sie sind nicht lediglich prak- Jn ber Zeit vom 31. März bis zum 7. April wirb in unserer Stabt eine „Woche für Kunst unb Schrifttum" ftattfinben, bie eine Reihe von Veranstaltungen bringt, an ber sich bie verschobenen fulturtragenben Vereinigungen unserer Stabt beteiligen werben. Das Stabttheater wirb stark beteiligt sein unb bringt einen befonberen Spielplan. Für Sonntag, 31. März, ist eine Morgenfeier vorgesehen, bie Schiller gemibmet fein wirb. Am Montag, 1. April finbet ein Orchesterkonzert statt, bas vom Konzertverein Gießen burchgeführt wirb. Am 2. April gelangt „Der Revisor" von Gogol zur Aufführung, unb am 3. April bie Oper „Der Freischütz". Voraussichtlich wirb am 4. April „Maria Stuart" aufgeführt unb am Freitag, 5. April Lessings „Emilia Galotti". Am Sonntag, 7. April, wird bie Hitler-Jugenb eine Morgenfeier ausgestalten, voraussichtlich einen Dichter verpflichten unb besten Vorträge musikalisch umrahmen. Auch der Goethe-Bund tritt hervor. Das harte Wirklichkeit die Träume und Hoffnungen der jungen Menschenkinder zerstören wird. Die Kinder merken ja nicht, wie nun eigentlich dis schönste Zeit ihres Lebens vorbei ist. Erft in viel späteren Jahren kommt ihnen das zum Bewußt- fein. — In diesem Kriegsjahre wird über ber Entlassungsfeier wohl boch ein tiefer Ernst liegen, denn bei vielen Kinbern fehlt ber Vater, ber braufeen an ber Front steht, um für Deutschland Ehre und Freiheit zu kämpfen. Seine Gedanken weilen in biefen Tagen in ber Heimat, wenn er nicht selber auf Urlaub da sein kann. Er bentt an seinen Jungen oder an sein Mädel, unb unwillkürlich kommt die Erinnerung an das Jahr 1932, als bie kleinen Kinder zum ersten Male zur Schule schritten. Wie war es boch damals? War es nicht auch eine schwere Zeit? Wie ratlos stauben in jenen Jahren die Eltern mit ihren schulentlassenen Kindern da! Die Knaben und Mädchen wollten mit freudigem Herzen und starkem Arbeitswillen in das Leben treten, aber sie mußten warten und abseits stehen. Heber sechs Millionen Arbeitslose waren in Deutschland, davon schon beinahe eine Million von vierzehn bis achtzehn Jahren. Und dann kamen 1932 die vielen Tausende hinzu. Sorgenvoll ruhte damals das Auge der Eltern auf den kleinen Kindern, die zum ersten Male zur Schule tarnen. Wird es in acht Jahren auch noch so sein, oder noch schlimmer werden? Wir wissen, die Sorgen waren unbegründet. Schon im Jahre 1933 tarn durch den Führer der Umschwung, kam der neue Lebensgeist, die neue Zeit. Ganz Deutschland atmete auf. Die Arbeitslosigkeit verschwand. Aus einem zerrissenen, ohnmächtigen Volk wurde eine große Volksgemeinschaft. Grundstein auf Grundstein wurde gelegt UeberaU ging es vorwärts. Die Eltern wissen nun, daß unsere Jugend, unser wertvollstes Gut, hineinwächft in ein schöneres, größeres Deutschland. Voll stolzer Zuversicht und ver- trauensDoU schauen alle in die Zukunft. Die großs Volksgemeinschaft nimmt die Schulentlassenen auf. Sie stehen nicht mehr abseits, sie sind nicht mehr einsam. In der HI., bei dem BDM. finden Knaben und Mädchen neue Kameraden, und die Kameradschaft wird gepflegt bei der SA., beim Arbeitsdienst und später bei ber Wehrmacht. In bem sicheren Schutz dieser großen Kameradschaft wird unsere Jugend sicher und froh burch bas Leben schreiten. Doch das Glück unb die innere Zufriedenheit wollen erkämpft, errungen sein. Das werben unsere Buben und Mädel erfahren. Sie werden aber ein« sehen, daß es kein größeres Glück gibt, als Gesundheit und Arbeit. Unb wenn sie nun inmitten eines r ' neuform o 6 n Aus der Stadt Gießen. Auf den Altar des Vaterlandes. Am 17. März 1813 wandte sich Friedrich Wil- ’ Helm III. in einem flammenden Aufruf „An mein 1 Volk" an bie Preußen unb barüber hinaus an alle 1 Deutschen, das Letzte zu opfern, um den bonapar- tifchen Zwingherrn zu schlagen unb bamit bie Vorherrschaft Frankreichs über Deutschlanb zu Brechen. „Welche Opfer auch", hieß es in dem Aufruf, „von einzelnen geforbert werben mögen, sie wiegen bie heiligen Güter nicht auf, für bie wir sie hingeben, für bie wir streiten unb siegen müssen, wenn wir nicht aufhören wollen, Preußen unb Deutsche zu fein. Es ist der letzte entscheibenbe Kampf, ben wir bestehen für unsere Existenz, unsere Unabhängigkeit, unseren Wohlstand. Keinen anberen Ausweg gibt es als einen ehrenvollen Frieden ober einen ruhmvollen Untergang. Auch diesem würdet Ihr O entgegengehen, weil ehrlos ber Preuße und . je nicht zu leben vermag. Allein wir dürfen mit Zuversicht vertrauen. Gott und unser fester Wille werben unserer gerechten Sache den Sieg verleihen, mit ihm einen sicheren, glorreichen Frieden unb bie Wiederkehr einer glücklichen Zeit." Zehn Tage vorher hatte der König bas Eiserne Kreuz gestiftet, jenes schlichte Zeichen bes Helben- mutes, bas immer roieber in Kriegszeiten erneuert worben ist. Unb am gleichen Tage, ba ber König ben vorn Staatsrat von Hippel verfaßten Aufruf „An mein Volk", biefes Fanal für alle Deutschen, aufsteckte, obgleich er nur König eines winzigen Lanbes geblieben war, flammte bie Opferwilligkeit auf. Bürger und Bauern, Männer und Frauen trugen ihren letzten Schmuck, ihre Ketten und Eheringe zu den Sammelstellen. Ein ganzes Volk stand gegen den Zwingherrn der Welt, wie ein Funke flog das Wort in die Herzen aller Deutschen und weckte ihren Opfersinn. Die geistesgefchichtliche Entwicklung hatte über das Materielle gesiegt, bas in die Raubhänbe ber Franzosen gekommen war. Ein armes Volk ftanb auf unb siegte, weil es siegen wollte. Am selben 17. März 1813 aber weihte sich die Schwarze Schar in Rogau unweit bes Zob- ten vor einem weißhaarigen Priester bem Tobe: Ludwig Jahn, Friedrich Friesen unb Theobor Körnen Damals wurde durch den Opferwillen Preußens imb der deutschen Nation ber übermütige Tyrann Europas bezwungen; der deutsche Geist siegte über die materielle Uebermacht des Feindes. Heute gilt es, ben plutokratischen Polypen England zu zerschmettern, her vollgesogen ist von Raub, Perfidie, Lüge unb Wortbruch, dessen Satansthron errichtet wurde auf ben Trümmern von Nationen, die ein Viertel ber ganzen Erde umfassen. Wir wollen über ben deutschen Lebensraum hinaus, den ber Polyp mit feinen Saug armen anzutasten gewagt hat, die Gleichberechtigung aller Kulturvölker sichern. In diesem Entscheidungskampf um bie Grundlagen unseres Seins unb des künftigen Deutschland ist bie ganze Nation durch ben Führer zu einer untrennbaren Gemeinschaft z u samme nge schweißt worben. Alle vorsorglichen Opfer sind aus diesem Geist ber Hingabe an ein gewaltiges Ziel geboren worden, auch bie freiwillige Metall spende, die in der Zeit vom 18. März bis zum 6. April gemäß dem Ausruf des Generalfeldmarschalls Göring abzugeben ist, damit sie dem Führer am 20. April als Zeichen des Dankes und der Opferwilligkeit des deutschen Volkes überreicht werben kann. Derselbe Geist, der vor 127 Jahren Preußen unb das damalige Deutschland entflammte, lebt auch in dieser Spende. Wieder einmal wird das deutsche Volk zeigen, daß es die Flammenzeichen ber Zeit verstanden hat und alles vorbereitet, damit dieser Kampf den pluto- krattschen Polypen zerschmettert, wie einst das deutsche Volk ben Bonaparten von seinem Tyran- nenstuhl stürzte. Kein Zieichsjngendappell am Montag. Der für ben kommenden Montag, 18. März, als Gemeinschaftsempfang angesetzte Reichsjugendappell mit einer Ansprache des Generalfeldmarschalls Göring an die deutsche Jugend fällt, wie uns von der Kreiswaltung Gießen der Deutschen Arbeitsfront mitgeteilt wird, aus. sich fein Blick in den Gluten des Feuers verlor; „Es gibt eben doch etwas Höheres als alle Philosophie unb das ist bie Fahne, bie mehr ist als ein Stück buntes Tuch." 995D Für Frauen: Krütnenk^^ 10. Fortsetzung (Nachdruck verboten!) Kartoffeln, 50 kg 3,70 bis 3,90 RM., Wirsing, gelb, y kg 15 Rpf., grün 15, Weißkraut 14, Notkraut 15 bis 16, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 10 bis 14, Unterkohlrabi 8, Zwiebeln 12 bis 14, Meerrettich 40 bis 75, Schwarzwurzeln 35 Rpf., Feld- falat, kg 2 RM., Aepfel 15 bis 35 Rpf., Birnen 25, Nüsse 65, Salat, 24 kg 3 RM., Endivien, das Stück 15 bis 25 Rpf., Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20, Rettich 10 bis 20 Rpf. Oer frühe Ostertermin 1940. Im Jahre 1940 haben wir den frühesten Ostertermin, der im ganzen 20. Jahrhundert noch beoor- steht. Erst im Jahre 2008, also nach 68 Jahren, fällt der Ostertermin wieder so zeitig. Ein noch früheres Osterdatum als in diesem Jahre hatten wir 1913, den 23. März, auf den auch im Jahre 2008 Ostern fallen wird. Der zeitigste Ostertermin, der überhaupt möglich ist, der 22. März, war seit dem Jahre 1918 nicht mehr da, und er wird auch bis zum' Jahre 2285 nicht mehr wiederkehren. Der 24. März als Ostersonntag, wie er in dieses Jahr fällt, ist aber noch seltener als ein solcher am 22. oder 23. März; das letzte Mal trat der Fall im Jahre 1799 ein, und er wird erst 2393 wrederkeh- ren. In 600 Jahren fällt also Ostern nur in diesem Jahre einmal auf den 24. März. Wenn ein Jahr einen frühen Ostertermin bringt wird er sicher drei Jahre später um so später liegen, was astronomisch begründet ist. So werden wir auch diesmal dürfen sich auch von einer ganzen Serie von Mißerfolgen nicht kleinkriegen lassen! Sie müssen sich mit der Freude, mit der Sie Ihre liebenswürdigen Qolöcnc WolEe übecKcnate Roman ron fjorfl Biernath. Donnerstags, 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillerstrahe. Für Männer und Frauen: Hallensport (insbesondere Hallenspiele) seht Mittwochs, 20.30 bis 21.30 Uhr, Goetheschule. Nicht wie bisher Donnerstags, 18 bis 19 Uhr. Kinder-Gymnastikkurs ist an einem Nachmittag geplant. Anmeldungen sofort erbeten beim Sportamt. Neu! Für Frauen und Männer: Schwimmen von 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr. Oberheffischer Kunfiverein. Der Oberhessische Kunstverein eröffnet am morgigen Sonntag im Foyer des Stadttheaters eine Kunstausstellung, die diesmal ganz der Landschaftsmalerei gewidmet sein wird. Die Ausstellung bringt Aquarelle von Rudolf M a t t h i s - Nordenham (Oldenburg) und von Rudolf Poeschmann, einem Dresdner Künstler, dessen Werke schon wiederholt in Gießen gezeigt wurden. Bon Poeschmann werden u. a. auch Landschaftsbilder aus dem Lahntal gezeigt werden, die sicherlich besonderem Inter- Aus den Gerichtssälen Strafkammer Gießen. Der H. R. aus Stolzenbach, z. Zt. in Unter- suchungshaft, hatte sich wegen Diebstahls und Verführung zu verantworten. Er hatte im Januar 1939 einem Gastwirt in Rudlos eine Selterswasserflasche voll Schnaps, im Juli 10 Zigarren und 1,— RM. aus einem Gebäude mittels Einbruchs und Em- steigens entwendet und Ende Juli oder Anfang August einem Schüler in Rudlos eine Armbanduhr im Werte von 60,— RM. entwendet. Der Ange- klagte hat auch ein unbescholtenes Mädchen unter 16 Jahren verführt. Er war in vollem Umfang geständig. Der Anklagevertreter beantragte eine Gejamt- gefängmsstrafe von einem Jahr und Anrechnung der Untersuchungshaft. Der Angeklagte wurde des Diebstahls in 2 Fällen und des schweren Diebstahls, sowie der Verführung schuldig erkannt und zu einer Gesamtgefängnis st rase von achtMo- n a t e n, abzüglich zwei Monate und zwei Wochen Untersuchungshaft, verurteilt. Strafmildernd wur- den die Jugend, die seitherige Unbestraftheit und das Geständnis des Angeklagten berücksichtigt. Frage zu stellen, die eigentlich eine Anmaßung ist und über das gestattete Frage-und-Antwort-Spiel einer Vierundzwanzigstundenbekanntschaft hinaus- schießt... Nun, ich habe es niemals einsehen können und sehe auch in diesem Augenblick keinen Grund, weshalb man bei einem auch nur flüchtigen Bekanntsein mit einem Menschen durchaus blödsinnige Bemerkungen über das Wetter machen muß, um als Mann von Lebensart zu gelten!" Sie blickte auf den Schnittpunkt des Fensterkreuzes, das sich scharf gegen den gläsernen Himmel abhob. „Auch der beste Mut schrumpft ein, wenn der Erfolg allzulange auf sich warten läßt!" Der Doktor brachte den Stuhl in die richtige Lage, schob seiner Patientin einen Wattebausch unter die Lippe, betupfte das Zahnfleisch mit einer Aether- lösung, fuhr mit der Luftdusche darüber hin und setzte den Bohrer in Gang. „Nein, nein", sagte er, während er zu arbeiten begann, „Ihre Mutlosigkeit hat eine tiefere Ursache als den Mangel an äußerem Erfolg. Mir fällt Ihr Mangel an Selbstvertrauen auf..." El> operierte dabei mit äußerster Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt weiter. „Merkwürdig! Als ich Sie vorhin wiedersah, ließ ich mich durch diesen etwas männlichen Zuschnitt, den die Frauen augenblicklich in ihrer Kleidung bevorzugen, täuschen... Sehen Sie, Sie wissen genau, daß ich Ihnen das Erlebnis mit meiner kleinen Patientin nicht erzählt habe, um Ihnen ein Kompliment zu machen. Und ich traue Ihnen Menschenkenntnis genug zu, um mir anzusehen, daß ich nicht vor Dingen ein Entzücken heuchele, die mich innerlich kalt lassen. Wem täte ich auch schon einen Gefallen damit? Ihnen ganz gewiß nicht und mir noch weniger, da ich es als eine Verantwortungslosigkeit ansehen würde, einen Menschen auf einem Irrweg weiterzuschicken ... Einen Augenblick noch! Ich wechsle sofort den Bohrer aus, bann sind Sie an der Reihe... Ich wollte nur noch etwas hinzufügen: Ich bin ein wenig gekränkt, daß Sie sich von der Ansicht eines Idioten, Ihre Puppen wären nichts für Kinder, einschüchtern lassen, und aus meinem Gegenbeweis keinen Mut schöpfen. Glauben Sie mir: Ich wäre nicht so gesprächig, wenn ich von dem Wert Ihrer Arbeiten nicht überzeugt wäre. Sie schweren Krieges hinaustreten ins Leben, dann sollen sie an das Wort denken: „Was ohne Kampf sich dir enthüllt, was sonder Mühn dein Sehnen stillt, führt nicht dem Glück entgegen. h. Neuaufnahmen im Deutschen Jungvolk Zum Geburtstag des Führers werden, wie alljährlich, alle zehnjährigen Jungen in das Deutsche Jungvolk aufgenommen. Zum 2 0. April kommen zur Aufnahme: 1. Alle Jungen, die an Ostern vom 4. ins 5. Schuljahr versetzt werden (Schuljahrgang 1929/30). 2. Alle Jungen, die dem Schuljahrgang - 1928/29 angehören und aus irgendwelchen Gründen im vergangenen Jahr nicht ausgenommen mürben. 3. Alle Jungen im entsprechenden Alter aus den freigemachten Westgebieten. Zurückstellungen: Auf Antrag des gesetzlichen Vertreters können auf die Dauer von einem Jahr zurückgestellt werden: Alle Jungen, die in ihrer körperlichen Entwicklung erheblich zurückge- blieben sind. Vollständig vom Jungvolkdienst werden befreit: Alle Junaen, die für den Jungvolkdienst völlig untauglich sind (z. B. Schwachsinnige ufw.). Zu dem Aufnahmeappell ist in diesen Fallen von bm gesetzlichen Vertreter ein ärztliches Attest vorzulegen. In Zweifelsfällen wird eine Entscheidung des zuständigen HI.-Arztes herdeigeführt. Aufnahmegebühr: Zum Aufnahmeappell hat jeder aufzunehmende Junge 10 Rpf. als Aufnahmegebühr mitzudringen. Termin des A u f n a h m e a p p e l l s für Gießen-Stadt: Der Aufnahmeappell für Gie- ßen-Stadt findet am Donnerstag, 21. März, in der Goetheschule, Horst-Wessel-Wall, um 10 Uhr vormittags, statt. Erscheinen aller Jungen vst Pflicht! Für alle anderen Fähnlein des Jungbannes Wetterau (116) werden die Termine für die Aufnahmeappelle den örtlichen Verhältnissen ent- sprechend festgelegt und ortsüblich bekanntgegeben. Der K.-Führer des Bannes und Jungbannes Wetterau (116). (gez.) Siegmund, Hauptgefolgschaftsführer. Deutsches Zrauenwerk. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Am Mon« - tag, 18. März, findet um 20.15 Uhr, im „U. C", .Plockstraße, Nebeneingang, der Gemeinschaftsabend 'der Ortsgruppe Mitte statt. Abt. Mütter dienst. Am Mittwoch, 27. März, 15.30 Uhr, beginnt in der DAF., Schanzenstraße, ein Kurs für Gefundheits- und häusliche Krankenpflege. Anmeldungen auf der Kreisgeschäftsstelle der NS.-Frauenschaft, Frankfurter Str. 1. — Die Sprechstunde der Abteilungsleiterin für den Mütterdienst findet jeden Montag von 9 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr, in der Frankfurter Str. 1, Kreisgeschäftsstelle der NS.-Frauenschaft statt. vS-GMiuslW M fitoft dann W Achtung! & b Sport. Sportamt Delterau. Schanzenstratze 18. Der Otto Seipel aus Wingertshausen, z. Z. in Untersuchungshaft, und seine Ehefrau hatten sich wegen Diebstghls bzw. Hehlerei zu verantworten. Der Ehemann hatte im September und dann wieder im Dezember 1939 in Eichelsachsen an zwei verschiedenen Stellen Wäsche, die im Freien zum Trocknen aufgehängt war, gestohlen. In der gleichen Weise beging er in Eichelsachsen einen Wäschediebstahl. Seine Diebereien führte er unter Ausnutzung der Verdunkelung aus. Die Ehefrau hatte die von ihrem Mann gestohlenen zahlreichen Wäschestücke, von denen sie wußte, daß sie mittels nächtlichen Diebstahls erlangt waren, an sich gebracht bzw. verheimlicht. . ..... Die Angeklagten waren im wesentlichen geständig. Der Anklagevertreter beantragte, dem Ehemann unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu einer Gesamtzuchthausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten, die Ehefrau zu einer Gesamtgefängnis« strafe von sechs Monaten zu verurteilen. Der Ehemann erhielt wegen Diebstahls und Verbrechens nach § 2 der Verordnung gegen Volksschädlinge vom 5. 9.39 eine Gesamtzuchthausstrafe von einem Iahr und sechs Monaten, abzüglich ein Monat und 15 Tage Untersuchungshaft, dis Ehefrau wegen Sachhehlerei unter Freisprechung im übrigen eine Gefängnisstrafe von einem Monat. Straferschwerend wurden die Vorstrafen des Angeklagten und der Umstand, daß Wäschestücke jetzt nur gegen Bezugsschein zu erhalten sind, strafmil- dernd dagegen die zahlreiche Familie des Angeklagten und der verhältnismäßig geringe Wert in Betracht gezogen. in drei Jahren ein Osterfest am fpätest möglichen Termin, am 25. April, erleben. . Die von Jahr zu Jahr wechselnden Ostertermme folgen einem 19jährigen Turnus, da die Stellung von Sonne und Mond zueinander ungefähr nach Ablauf eines solchen Zeitabschnittes wieder die gleiche ist. Die Ostertermine weisen daher auch eine 19jährige Periode auf, mit ihnen natürlich auch die Termine des Himmelfahrts- und Pfingstfestes, die von ihnen abhängen. Teilt man eine beliebige Jahreszahl des 20. Jahrhunderts durch 19, so kann man aus der verbleibenden Restsumme erkennen, in welche Woche das Osterfest in diesem Jahre fallt. Man hat dafür eine Tabelle aufgestellt, aus der hervorgeht, daß alle Jahre, die eine Restzahl 2 ober auch 13 ergeben, durch ein besonders frühzeitiges Osterfest ausgezeichnet sind, wahrend die Jahre mit den Restzahlen 5 oder 16 die spätesten Ostertermine aufweisen. * ** Schulentlassungsfeiern. Am Don- nerstag wurden die Kinder des letzten Schuljahres der Schillerschule im Rahmen einer schlichten Feier entlassen. Die Eltern nahmen zahlreich daran teil. Nach Musik und nach einem gemeinsamen Lied brachten die Schülerinnen und Schüler Gedichte und Lieder zum Vortrag, die von der engen Verbundenheit des einzelnen mit Volk und Heimat kündeten. Rektor Stroh gab den scheidenden Kin- dern herzliche Ermahnungen mit auf den Lebensweg. — In ähnlicher Weise fand auch eine Entlassungsfeier für die Schüler der neuen Pestalozzi- schule statt. Lieder, Gedichte und Zwiegespräche, in denen die Tugenden, Pflichterfüllung, Treue und Mut zum Ausdruck'kamen, wechselten miteinander ab. Rektor Müller hielt eine kurze Ansprache. Durch Handschlag wurden die Schülerinnen und Schüler zur Treue zu Führer und Volk verpflichtet. Jedes Kind der beiden Schulen erhielt ein Gedenk- blatt zur Erinnerung an die Schulzeit. Aus der engeren Heimat. Ratsherrensitzung in Alsfeld. △ Alsfeld, 15. März. In der Sitzung der Ratsherren stand zunächst die Gebührenordnung für den st äd tischen Schlachthof für das Rechnungsjahr 1940 zur Beratung. Im Hinblick auf die Zeitverhältnisse wurde beschlossen, für das Rechnungsjahr 1940 die gleiche Einheitsgebühr fest- zufetzen, wie für das Rechnungsjahr 1939. Diese beträgt für Großvieh 6,80 RM. für ein Stück; für Schweine 4,15 RM. für ein Stück für die ersten 10 Schlachtungen wöchentlich; 3,15 RM. für ein Stück für alle weiteren Schlachtungen über 10 Stück wöchentlich; für Kälber 1,75 RM. für ein Stück; für Schafe, Ziegen 1,50 RM. für ein Stück; für Lämmer, Ferkel 0,50- RM. für ein . Stück. Für Schlachtungen, welche außerhalb der festgesetzten Zeiten vorgenommen werden, wird die doppelte Gebühr erhoben. Hinsichtlich der Festsetzung des Wassergeldes für das Rechnungsjahr 1940 wurde von der Verwaltung beantragt, wie bereits in den Vorjahren, einen 50%igen Zuschlag zu erheben. Der Vorsitzende gab seine Entschließung dahin kund, daß für das im Rj. 1940 zur Erhebung gelangende Wassergeld nach Einschätzung und Wassermesser wieder ein Zuschlag von 50 v. H. erhoben wird. Von besonderer Bedeutung für die, städtischen Belange war der Ankauf des Gewerbeschulgebäudes durch die Stadt Alsfeld. Dieses steht zur Zeit im Eigentum der Kreishandwerkerschaft des Kreises Alsfeld-Lauterbach. Auf Grund der mit der Handwerkskammer, als Aufsichtsbehörde der Kreishandwerkerschaft, geführten Verhandlungen ist diese bereit, einem Verkauf des Gewerbeschulgebäudes an die Stadt Alsfeld unter den folgenden Bedingungen ihre Genehmigung zu erteilen: Der für das Grundstück zu zahlende Kaufpreis beträgt 20 000,— RM., zuzüglich des Betrages der derzeitigen hypothekarischen Belastung des Anwesens mit 24 720,— RM. Die Hypothekschuld wird durch die Käuferin übernommen. Der Betrag von 20 000 RM. ist durch Zahlung eines Betrages von jährlich 1000 RM. auf die Dauer von 20 Jahren an die Kreishandwerkerschaft Alsfeld - Lauterbach zu entrichten. Die Kreishandwerkerschaft verpflichtet Tätlicher Angriff auf einen Strafanstaltswachtmeister. Neun Jahre Zuchthaus und Sicherungsverwahrung. LPD. Frankfurt a. M., 15. März. Das Son- dergericht Frankfurt verhandelte gegen ben ®eorg Riedler aus Bad Reichenhall wegen Diebstahls, Betrugs, Widerstandes und tätlichen Angriffs, gegen einen Beamten unter Ausnutzung ber gur Abwendung gegen Fliegergefahr getroffenen Maßnahmen. Der zuletzt mit vier Jahren Gefängnis vorbestrafte Angeklagte verübte in der Hauptsache Zechprellereien und Kraftraddiebstähle. Er trug dabei ein Parteiabzeichen, das sich an einem von ihm gestohlenen Mantel befunden hatte. Im vorigen Jahr wurde er in Wetzlar verhaftet, als er einem angetrunkenen Gast in einer Wirtschaft die Börse mit 200 RM. Inhalt gestohlen hatte. Am Abend des 19. Oktober klopfte er an die Zellentur des Haftlokals in Wetzlar und bat den 63jahrigen Wachtmeister, sich frisches Wasser holen zu dürfen, was ihm gestattet wurde. Als er sich auf dem Rückweg zur Zelle befand, goß er plötzlich dem Beamten Wasser ins Gesicht. Der Krug ging dabei in Stucke. Der Angeklagte kam mit dem Beamten ms Ringen, und beide kämpften am Boden miteinander, wobei der Angeklagte versuchte, dem Barnten die Kehle zuzudrücken. Der Beamte bekam Fausthiebe. Es gelang, den Täter zu überwältigen, der es auf Flucht abgesehen hatte und der früher schon zweimal aus Strafanstalten entwichen war. Wie sich ergab, hatte er auch jetzt in seiner Zelle daran gearbeitet, das Fenstergitter durchzufeilen. Das Ge- richt verurteilte den schon seit seinem 16. Lebensjahr kriminellen Angeklagten, der heute in den zwanziger Jahren stecht, zu neun Jahr en Zuchthaus, acht Jahren Ehrverlust und S i ch e - rungsverwahrung. Falscher Eintrag im Ahnenpaß. Fünf Alonake Gefängnis wegen schwerer Urkundenfälschung. LPD. F r a n k f u r t a. M., 15. März. Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte einen Angeklagten wegen schwerer Urkundenfälschung zu fünf M o - naten Gefängnis. Der Beschuldigte bemühte sich um eine Anstellung bei der Partei und war im Besitz eines Ahnenpasses, den er vorlegen mußte und der ihm angeblich zu unsauber war, da er bereits 1935 ausgestellt wurde. Er sandte seine Frau zum Standesamt, um sich auf Grund des alten Passes einen neuen ausstellen zu lassen. Auf diesem neuen Paß nahm nun der Angeklagte eine Aende- rung vor, indem er in der Rubrik „Großvater: unbekannt" einen Namen einfügte, so daß man an« nehmen konnte, es handle sich um seinen Großvater. Das Gericht zog den Paß ein. einsetzen! Jawohl!" Der Doktor stellte die Bohrmaschine ab und reichte seiner Patientin das Mundwasser. „Ich fürchte fast, daß ich als Zahnarzt bedeutend erträglicher bin als Redner..." „Das ist wirklich schwer zu entscheiden, wenn Sie in beiden Eigenschaften gleichzeitig auftreten; aber ich möchte doch dem Redner den Vorzug geben. Man hat da immerhin den Trost der Waffengleichheit. Noch schöner freilich wäre es, wenn Sie mir gestatteten, meine Erwiderung ebenfalls mit der Bohrmaschine in der Hand zu unterstützen!" Die kleine lustige Flamme in ihren Augen erlosch. Der Doktor lächelte flüchtig und wartete geduldig. „Ich bin nicht etfolgsgierig", sagte sie stockend, „und es fällt mir auch nicht schwer, meinen Lebens- Hunger auf später zu vertrösten und ihm vorläufig ein Buch aus der Leihbibliothek oder ein Radiokonzert aus der Wohnung nebenan oorzufetzen ... Aber man braucht doch ab und zu eine Bestätigung dafür, daß man feine Zeit und feine Arbeit nicht in den leeren Raum gelenkt hat. Und wenn man nun monatelang formt und bildet, ohne daß eine Menschenseele von dieser Arbeit auch nur Kenntnis nimmt, wenn man tagelang herumläuft und immer ' wieder abgewiesen wird und schließlich eine Arbeit nur deswegen anbringt, weil man den Leuten allmählich lästig fällt — nun, bann kommen eben die Stunden häufiger, in denen man sich fragt, ob das, was man tut, überhaupt eine Arbeit ober nur eine müßige Spielerei fei unb man nicht lieber rasch, solange es noch Zeit ist, einen vernünftigen Beruf ergreifen solle, anstatt sich an Dinge zu hängen, für die man nicht einmal die Entschuldigung Vorbringen kann, daß sie notwendig wären." „Sind Sie jetzt fertig?" fragte der Doktor und zwängte einen neuen Wattebausch zwischen die Pinzette. „Ungefähr. Oder so weit wenigstens, wie man über Dinge sprechen kann, die sich mit Worten nur sehr schwer ausdrücken lassen." „Aha!" sagte der Doktor. Es schien seine Lieb- hngsbemerfung zu sein, und er hatte es zu einer wahren Meisterschaft in der Ausdrucksmöglichkeit dieser drei bescheidenen Buchstaben gebracht. Dieses .Mal besagte sein Aha etwa, daß er sich noch ein wenig mit dem Fall beschäftigen müsse, um ein endgültiges Urteil darüber fällen zu können. (Fortsetzung folgt.) Nervs gegen das Zahnbein. „Nun, tut das weh?" „Es ist unangenehm, aber es verursacht keinen eigentlich Schmerz." „Sehr gut! Dann werde ich Ihnen heute noch eine Einlage machen; das nächftemal kann ich bann schon die Füllung vornehmen ... Heute muß ich Sie leider noch ein wenig quälen, aber ich verspreche Ihnen, daß es nicht schlimm sein wird." Er reichte ihr das Wasserglas und drehte sich zur Seite, um den Bohrer zusammenzufetzen. Dann wärmte er das Ansatzstück der Luftdusche über der Spiritusflamme an. Renate Naumann folgte feinen ruhigen Handgriffen, ohne ihm eigentlich auf die Finger zu schauen. Der Doktor drehte sich halb um: „Uebrigens hat meine Behauptung, Ihre Puppen fänden gerade bei Kindern ihren stärksten Beifall, gestern schon ihre Bestätigung erhalten. Ich batte gestern nachmittag einen kleinen Patienten, ein Mädeichen von sieben oder acht Jahren, eine schreckliche kleine Heulliese und in der Furcht norm Zahnarzt erzogen. Der Mutter gelang es weder mit Beschwörungen noch mit Droyungen, den Fratz über die Schwelle meines Sprechzimmers zu bringen ... Nun, und dann hat Kasimir dieses Wunder einfach spielend fertiggebracht. Ndit Kasimir im 2frm kletterte das kleine Fräulein freiwillig auf den Operationsstuhl und gab während der langen und ziemlich schmerzhaften Behandlung nicht einen einzigen Muckser von sich. Tränen gab es erst wieder, als es ans Abschiednehmen ging. Und Sie werden mir zugeben müssen, daß Abschiedstränen im Sprechzimmer eines Zahnarztes nicht gerade zu den Alltäglichkeiten gehören!" Renate Naumann sah ihn mit einem kleinen Lächeln an: „Sie haben neulich soviel Phantasie gezeigt, Herr Doktor, daß ich davon überzeugt bin, Ihre kleine Patientin ist weniger von Kasimir als von Ihren wunderbaren Räubergeschichten begeistert gewesen ..." Der Doktor wandte mit einer kurzen, scharfen Drehung den Kopf voll zu ihr hin. „Weshalb sind Sie eigentlich so mutlos?" fragte er fast ärgerlich. Sie zögerte einen Augenblick lang mit der Antwort. esse begegnen dürsten. Rudolf Matthis stellt zum erstenmal in Gießen aus. Oer „Tag der Wehrmacht^ in Gießen. Gemeinsam mit der Wehrmacht sammeln heute und morgen am „Tag der Wehrmacht" die Kameraden der NSKOV., des NS.-Reichskrieaerbundes, des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten, das Deutsche Rote Kreuz usw. für das Kriegs- Winter Hilfswerk. Der morgige Sonntag bringt neben der Sammlung das Feldküchenessen, bei dem es Erbsen mit Speck geben wird. Von 10 Uhr ab werden Feldküchen in den Straßen zur Essenausgabe be- reitstehen, daneben wird aber auch Gelegenheit zum Gemeinschastsessen gegeben sein. (Vergl. unseren gestrigen Bericht.) Von 11 bis 12 Uhr findet Platzmusik eines Musikkorps der Wehrmacht in der Anlage an der Plockstraße statt, dem sich von 12 bis 13 Uhr • ein Konzert bei dem gemeinsamen Essen auf Oswaldsgarten anschließen wird. Von 10 bis 17 Uhr kann man auf dem Land graf-Philipp- Platz und im Hof der Zeughauskaferne an mancherlei Unterhaltungsveranstaltungen teil* nehmen. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n , 16. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10 Rpf., Der Doktor errötete leicht, aber er sah eher gereizt als verlegen aus. „Natürlich denken Sie jetzt", ..... — u-----, ..... --- — —---------o— fiel er rasch ein, „wie ich dazu komme, Ihnen eine 1 kleinen Schöpfungen entstehen lassen, auch für sie „Nun, wie ist es Ihnen inzwischen ergangen?" fragte er, während er sich die Hände wusch und ein Glas mit lauwarmem Wasser füllte. „Haben sich die Schmerzen gelindert? Oder--?" „Ich spüre nichts mehr", antwortete sie vom Operatio^sstuhl aus, wo sie inzwischen Platz genommen hatte. Der Doktor stellte das Wasserglas in den Ring- Halter neben das Becken hin und wandte sich den Instrumenten zu. „Haben Sie übrigens schon Kasimir bearützt?" lächelte er. Der kühne Räuber saß mit übercinanberge schlage - nen Beinen auf der Fensterbank. Er lehnte sich mit dem Rücken gegen den Mauervorsprung, kratzte sich mit der Hand das Knie und sah zufrieden und vergnügt aus. Ein kleiner Maßkrug aus Steingut stand neben ihm und schien der Grund seiner Heiterkeit zu sein. ,Er ist leider ein notorischer Trinker!" äußerte der Doktor bedauernd. „Heute nacht hat er sich so be- pichelt, daß er von der Fensterbank gefallen ist und seinen Rausch auf dem Fußboden ausgeschlafen hat. Aber er hat eiserne Knochen. Jeder andere hätte sich bei diesem Sturz das Genick gebrochen." Renate Naumann blieb stumm. Es mar, als sei über die flüchtige Wärme des Augenblicks wieder Eis gezogen, und in ihrem Blick stand eine Nachdenklichkeit, als frage sie sich ein wenig beschämt, wie sie damals den Mut dazu gesunden habe, dem Doktor dieses törichte kleine Geschenk zu machen, das so wenig in diesen hellen, nüchternen Raum paßte. Des Doktors Worte klangen ihr etwas gewaltsam lustig, und sie meinte, ihm eine jener Gaben gespendet au yaben, die man immer dann hervorholt und recht augenfällig auslegt, wenn man den Spender erwartet. „Also —", sagte der Doktor und näherte sich mit einem häkelhakenähnlichen Instrument, „nun wollen wir uns den Herrn Zahn mal wieder ansehen!" Er löste mit ein paar raschen Griffen den Zementver- schluh und spießte die Einlage sorgfältig auf. Dann drückte er mit dem Haken in das kleine Füllungsloch hinein und klopfte leicht in der Richtung des Spiele um die Kriegsmeisterschast Mann- Aus dem Reich Deutsche Nationalparks I Schaffung eines 3 federführend für Naturschutzes ist gut eiserkeü WM Zehntausend ycarumnrmaien uno eirou uw muuh- ■**5 fchutzqebieten aufzuweisen, unter denen sich rund 80 Bcc Optiker am ßahnhof zonregiment", ihre bisherigen „Abteilungen und „Schwadronen" die Bezeichnung „Bataillon' bzw. --/------O "-- „Kompanie" zu führen. Die Kradschützen-Truppen- Nachdruck verboten Ohne Gewähr Auf jede nezogene Nummer find drei ascich hohe gewinne gefallen, und »war je einer auf die L°'e alctcher Nummer in dcndrei Abt-ilungen I, II und 1H, Aus jede gezogene Nummer find drei gleich hohe Gewinne gesallen. und zwar je einer auf die Los« gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und III 14. März 1940 Allendorf an der Lahn, 16. März 1940. 0988 381124 397195 15. März 1940 14. März 1940 In der Lormittagsziehung wurden gezogen 387765 JhrevlÄrnkenkasse Haben Sie offene Füße? 348460 369140 124691 270067 87977 143258 397160 201959 55301 339375 291076 54542 239161 340310 24953 398069 15. ZiehungStag „Wo haben wir es ^eigentlich meine Herren?" — (Zeichnung • (Scherl-M.) noch nicht versucht, von Bob Hindersin. Gewlnnauszug 5. Klasse 2. Deutsche NeichSlotterie über die weitaus günstigere Laae unseres Volkes gegenüber dem Weltkrieg und beschäftigte sich dann eingehend in scharfer Abrechnung mit England. Die Ausführungen wurden sehr beifällig ausgenommen. Kreis Alsfeld. 00 Alsfeld, 15. März. Heute fand die Se- mesterschluhfeier der hiesigen Gewerbeschule statt. Die Schule wurde im vergangenen Wintersemester von 61 Schülern besucht. Der Abschlußprüfung der obersten Klasse unterzogen sich neun Schüler, die sämtlich bestanden. Im Rahmen der Schlußfeier gab der stellv. Leiter der Gewerbe- schule, Gewerbelehrer Pabst, einen Ueberbllck über den Verlauf des vergangenen Wintersemesters. Der stellv. Kreishandwerksmeister Koch wies in einer Ansprache auf die große Bedeutung der gewerblichen Fachschulen für die Heranbildung des Nachwuchses des deutschen Handwerkerstandes hm. Ernte zu vermeiden. Und genau dasselbe gilt auch von dem vermehr- ten Bestand an Schafen, Federvieh und ... Bienenvölkern. Die Imkerei ist ein sehr genaues Gewerbe. Man muß aufpassen und darf nicht „schludern". Und trotzdem ist vom 3. Dezember 1938 bis zum 4. Dezember 1939 die Zahl der Bienenvölker um 200 000 auf 2,8 Millionen gestiegen, obwohl jedem Landwirt in diesem Zeitabschnitt der Kopf von Arbeit und mancherlei Sorgen nur so summte ... und zwar ganz anders summte, als die lieben Bienen zu summen pflegen. Ist diese Leistung nicht eigentlich ganz wunderbar? Gibt sie nicht auch ein Recht zu nationalem Stolz? Vor einigen Jahren suchte die englische Agitation im Rundfunk und in Deutschland Eindruck zu machen mit dem Schlagwort, daß Deutschland a n Butter knapp sei, weil es Kanonen fabriziere, will sagen: weil es Eisenerz statt Butter ein führe. Das haben wir freilich getan. Und zwar nicht zu knapp. Wir wissen auch, daß wir mit der Butter haushalten müssen. Erst vor wenigen Wochen verkündigte Göring das Programm, das uns durch Einsparung von Vollmilch die hunderttausend Tonnen Butter liefern soll, die wir bisher aus dem Ausland bezogen haben. Aber nehmet alles nur in allem! Unsere Butterversorgung im Krieg ist mindestens ebenso gut, wenn nicht besser, wie die der Engländer. Die letzte Viehzählung ergibt, daß wir im Kriege nicht auf Kosten eines kommenden Friedens leben, sondern — auch im Krieg — die volle Nahrungsfreiheit des kommenden Friedens vorbereiten. Das ist doch etwas! Aus dem hetzerischen Schlagwort: „Butter oder Kanonen" kann eine sinnvolle Parole werden, sie lautet: „Butter und Kanonen'. Dr. Ho. Mindestens 30 bis 40 v. £>. der Fläche für die Hackfrüchte. ng der rbnung iir das Hinblick für das ihr fest- liefe be. Jd; für chen 10 n Stück > Stück Stück: ürf; für ck. Für gesetzten doppelte Ides für Verwal« fahren, >r Vor- nd, daß engende jermesser wird, ädtischen )erbe« . Diesel werter« Grund Behörde Mdlun- jewerbe- den fol* erteilen: ireis beiges der ; Slnwe> M wird trag von ages von ) Jahren auterbach Tv. Heuchelheim 1. Jugend gegen VfV.-Reichsbahn 1. Jugend. Im Kampf um die Bannmeisterschaft treten die Grün-Weißen diesmal in Heuchelheim an. Die Platzherren sind sehr stark, aber auch tue Grün- Weißen können mit einer besseren Mannschaft antreten. Wer den Sieger stellen wird, ist nicht vorauszusagen. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 1. Jugend — Lollar 1. Jugend. Am morgigen Sonntag treffen sich beide Jugend- mannschasten zum fälligen Bannmeisterschaftsspiel auf dem Platze der Blau-Weißen. 1900 muß mit zwei Mann Ersatz antreten. Von Lollar hat man in letzter Zeit wenig gehört. Man darf allerdings den Gegner nicht unterschätzen. Es ist mit einem spannenden Kampf zu rechnen, aus dem 1900 als Sieger hervorgehen sollte. Kurze Sportnotizen. .Don. lahres Feier n teil. Lied te und erbun. t Hin. । Kin. lebens« e Ent« Woj3j. che, in >e und nander prache. n und flichtet. iebent« teile führen die Bezeichnung Bataillon bzw. Kompanie. Die Einheiten der mot. Aufklärungsabteilung führen die Bezeichnung Kompanie. Die Reiterregimenter, Divisions-Aufklärungs-Einheiten und Rad- fahrabteilungen behalten die Bezeichnung Abteilung bzw. Schwadron bei. Neue Flugroute. Am 1. April wird eine neue Flugroute Berlin— Kopenhagen—Göteborg—Oslo—Stavanger eingerichtet, die später voraussichtlich bis Bergen,, den zukünftigen Endpunkt des Flugdienstes Skandinavien-Nordamerika, reichen soll. Die neue deutsche Fluglinie wird voraussichtlich dreimal wöchentlich beflogen. Kriegshetzer vor dem Globus. meist gestrichen oder rein nominell notiert werden mußten. Symptomatisch für die Lage am Renten- mgrkt sind die Ueberzeichnungen der 25 Millionen RM.-Anleihe der Hoesch AG. und der 50 Millionen RM.-Anleihe der Winterhall-AG. sofort nach Zeichnungsbeginn. Auch andere — sowohl notierte, wie unnotierte — Industrie - Bonds blieben gefragt. Stadtanleihen behaupteten ihren seit etwa 10 Tagen beachtlich erholten Kursstand. Alles in allem weift der Rentenmarkt trotz der in den letzten Wochen geschaffenen und weiterhin wahrscheinlich kommenden neuen Anlagemöglichkeiten noch keine Ent- 1 spannung auf. E. Nachlässe von 3 b/3 20 V. H. er halten Sie bei wiederholten Wer SffentHchungen einer Anzeige> der Bezirksklasse. Am morgigen Sonntag treten folgende Schäften auf den Plan: DANKSAGUNCj Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen danken wir auf diesem Wege aufs allerherzlichste. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Volk VI. 174927 202015 202863 W W » 324729 332679 339578 346389 346968 360660 368428 373555 381124 397195 Gewinnauszug 5. Klasse 2. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewahr__Nachdruck verboten Mehr Milch, mehr Eier,hochbe- wertete Kaninchen tzurch die echte gewürzte Fulterkalkmischung Jwevs - Klavke Zu haben in den einschlägigen Geschäften > gebuföifl' 1 > stockend, 'n Leben-' oorlaufG »in W msetzen.'- Bestätigung rb-it mcht °--n" m,a" i daß L , Kenntnis jnb immer W -lrb-' ö-nt-n °° n eb-n d ' gl, ob W’ nur«1" , rasch, f6‘ ;$»■ oifchen , -l- 7/r % aO i. ein n- Panzerregimenter, Panzerabwehrabteilungen, motorisierte Schützenregimenter der Panzerdivisionen und Schützenbrigaden, Kradschützenbataillone, Reiterregimenter, Dioisionsaufklärungsabteilungen bzw. Divisionsaufklärunas-Einheiten, Radfahrabteilungen (nicht jedoch Radfahrwachbataillone und Radfahrbataillone bei Gebirgsdivisionen) und motorisierte Aufklärungsabteilungen. Die bisherigen „Kavallerieschützen-Regimenter" haben die Bezeichnung „Schut- ______ikra klckorirton 9Iht pilnnnen" und 13. Ziehungstag 13. März 1940 Sn der Nachmittagsziehung wurden gezogen 18 Gewinne £ 4000°S' 150209 177166 206893 iu 3000 33354 47320 «7335 153938 177926 24016 240522 295203 305314 334488 •a uruia öseicnwacn^j restlos beseitigt' Für Mk.2.io. ober nur in Apotheken! In Gießen: Universitätsapotheke z. gold. Engel, uejV Pelikanapotheke. In Lollar: Apotheke R.Welcker. Schmerzen? Jucken? Stechen? Brennen? Oder sonst ollene Wunden? Dann gehr. Sic die seit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, schmerzstillende Heilsame Erhältlich in all. „uenianib. Apotheken. 2V71V scheit ^ine ‘S nach die i eine ch die die iebifle kann nhen, lallt 5 der °hl 2 d die "esten 14. Ziehungstag 05 Wetzlar — VfB.-R. Gießen Steinberg — Naunheim. Die Grün-Weißen fahren nach Wetzlar. Zwischen I Leiden Vereinen wurden schon immer sehr inter- «ssante Kämpfe ausgetragen. Watzenborn-Steinberg ist gezwungen, Jugendliche i sinzustellen, die in Naunheim einen schweren Stand j tzaben werden. Watzenborn-Steinberg I — Tufpo Raunheim I. Zu einem spannenden Spiel dürste es morgen auf - dem Platz an der Neumühle kommen, empfangen Doch die „Teutonen" den derzeitigen Tabellenzwei- ; len, die I. Mannschaft von Tuspo Naunheim zum : illngesetzten Kriegsmeisterschaftsspiel. Obwohl den j Einheimischen diesmal eine stärkere Mannschaft als . im Spiel gegen den VfB.-R. Gießen zur Verfügung l fftthen wird, darf die junge, kampffreudige Mann- ! jchaft der Gäste nicht unterschätzt werden. Sportverein 05 Wetzlar I — VfB.-Reichsbahn I. Die Grün-Weißen, die in letzter Seit durch ihren i Siegeszug aufhorchen ließen, müssen morgen in I Wetzlar gegen den Tabellenzweiten 05 antreten. Im I Vorspiel waren es die Wetzlarer, die den Grün- 1 Weißen nach spannendem Kampf beide Punkte ab- I mehmen konnten. Inzwischen haben die Grün-Weißen »ine starke Mannschaft, die sich schön eingespielt hat, »auf die Beine gebracht. Lediglich Leutheuser kann nicht Mitwirken. In technischer Hinsicht können es Die Grün-Weißen ohne weiteres mit dem Gegner ^ufnehmen. Auch fehlt es der Elf nicht am nötigen Kampfgeist. Wetzlar kann noch gute Spieler der ,aüen Meisterelf stellen, die den Grün-Weißen einen -Sieg nicht leicht werden lassen. Wenn die Grün- 'Weißen sich der Schwere dieses Spieles bewußt chnd und alles daransetzen, dann könnte es immerhin möglich sein, daß ein gutes Ergebnis herausgeholt wird. Auf Anordnung von Generalfeldmarschall Göring hat Professor Dr. Lutz Heck, der Direktor u>es Berliner Zoologischen Gartens, die Leitung der Obersten Naturschutzbehörde im Reichsforstamt über- - mommen. Urb er sein neues Arbeitsgebiet erklärt er -im „Völkischen Beobachter": Im Dritten Reich kann Der Naturschutz nicht mehr das Sondergebiet einiger 'Fachleute bleiben, sondern muß eine Volksbewegung werden, deren Gedanken sich niemand «entziehen kann. Der erste Schritt hierfür war die Schaffung eines R e i ch s n a t u r s ch u tz g e s e tz e s. 7-2 die Angelegenheiten des Reichs- maturschutzcs ist der R e i ch s f o r st m e i st e r. Es rvurde zunächst überall „Inventur" aufgenommen. Heute haben wir bereits einen Bestand von einigen .zehntausend Naturdenkmalen und etwa 600 Natur- Zur Verstärkung des Hackfruchtanbaues in der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht wird in der NS.-Landpost betont, man müsse unter den gegenwärtigen Verhältnissen von jedem Betrieb eine Hackfrucht anbaufläche von mindestens 3 0 bis 40 v. H. der landwirtschaftlichen Nutzfläche verlangen. Es gebe sogar eine große Zahl vorbildlicher Betriebe, die eine Hackfruchtfläche von 50 v. H. erreichten. Während es die besondere Aufgabe der Großbetriebe sei, die Milchviehhaltung auszuweiten, gehöre es zweifellos zu den wichtigsten Aufgaben der bäuerlichen Betriebe, eine Verstärkung des Hackfruchtanbaues und damit eine Verbesserung der wirtschaftseigenen Futtergrundlage vorzunehmen. Besondere Aufmerksamkeit sei auch dem Frühkartoffelanbau, insbesondere dem Treibkartoffelanbau zu widmen, der eine Flächenausdehnung von etwa 25 v. H. erfahren sollte. Auch die Ausdehnung des Zuckerrübenanbaues sollte vor allem in den bäuerlichen Betrieben erfolgen. Ja der Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 10000 RM. 102342 12 Gewiße u 5000 RM. 173362 201721 233538 353048 9 Gewinne zu 4000 RM. 138604 289340 296643 9 Gewinne zu 3000 RM. 22021 319657 371307 48 Gewinne lu 2000 RM 35446 36753 46223 67283 69613 101664 131217 166805 166838 186907 207465 217326 224523 242548 277023 307542 93 Gewinne zu 1000 NM. 785 3268 3836 7621 11221 18059 80914 88026 90239 96047 97530 105750 126452 128734 152953 160160 168111 173600 243318 253379 266314 268809 277115 290039 303354 344011 363140 376143 381009 385841 ch, der Stadt Alsfeld jährlich auf die Dauer von 0 Jahren einen Betrag von 300 RM. zum Aus- tau der Werkstatteinrichtungen der Gewerbeschule u zahlen. Die Kreishandwerkerschaft erhält die Erlaubnis, das Sprech- und Sitzungszimmer im ! Schulgebäude für ihre Zwecke unentgeltlich zu be- mtzen. Um klare Rechtsverhältnisse zu schaffen und l»ie Möglichkeit einer Erweiterung des Schulge- .äudes "durch die Stadt vornehmen zu können, prachen sich die Ratsherrn für die Annahme der Vorschläge aus. Der Vorsitzende gab seine Entschließung in diesem Sinne bekannt. Landkreis Gießen. # Mainzlar, 15. März. Die Ortsgruppe der iRartei hatte für Mittwoch abend zu einer Kundgebung in das Parteilokal Müller emgeladen. Der Saal war gut besetzt. Ortsgruppenleiter P f l u - 3 e r begrüßte die Teilnehmer. Kreispropagandaleiter Rahner als Redner des Abends sprach zunächst auch bei dem weiteren Kampf gegen die Fettblockade als erfolgreiches Instrument bewähren. Kanonen und Butter! Das endgültige Ergebnis der Viehzählung vom 4. Dezember 1939 hat Zahlen ergeben, die nicht nut einer leichten Handbewegung zur Seite geschoben werden sollten. Zahlen sind in der Regel nicht sehr beliebt — und das nicht ganz mit Unrecht! Denn wenn mitgeteilt wird, daß es in Großdeutschland rund 24 Millionen Stück Rindvieh gibt, so ist diese ungeheure Zahl sehr viel weniger vorstellbar als der reale Tatbestand eines Kuhstalles oder einer weidenden Kuhherde. Aber mir sind da auch schon bei dem springenden Punkt! In diesen astronomischen Zahlen verbirgt sich eine unendliche Mühe und Arbeit, die unter schwierigsten Verhältnissen geleistet werden mußte und geleistet wurde: von dem Bauern und der Bäuerin, von dem Knecht und der Magd. Und von dieser Arbeit wollen wir reden. Es hort sich so furchtbar leicht an, daß der Gesamtrindviehbestand um fast 1,5 Millionen und der Milchkuhbestand allein um mehr als 1 Million Stück höher ist als vor dem Weltkrieg. Aber das Ergebnis — es gab auch die Maul- und Klauenseuche — war doch nur zu erzielen durch eine raffinierte Ausnutzung des Bodens und her Zeit. Davon hat ja nun fast jeder Deutsche eine Ahnung, daß die Landwirtschaft nicht mehr so einfach ist wie zu Urgroßvaters Zeiten. Sehr viel weniger Städter aber neben sich davon Rechenschaft ,daß angesichts des Leutemangels nicht nur Maschinen eingestellt werden mußten, sondern daß auf jedem einzelnen Hofe auch ein ganz genauer Arbeitsplan notwendig war, um mit höchster Nutzwirkung die Arbeit zu verteilen und Pausen in der Bestellung ober in der 3912?i^000 ,^'^^716^17^7 M w W Ä 33lU7(5etDtnne xu 1000 RM. 539 3250 3360 52158 55656 59233 65258 79934 81592 85714 98087 103477 103977 107675 108335 141678 143371 158663 172509 178323 183177 200513 213401 234192 239763 251759 302136 307870 316964 317184 325258^31352UQ. 352898 _3Z208(L38l924-382762 395831 stand starke Kaufneigung nach ausgesprochenen Rohstoffwerten, insbesondere mit inländischer Basis. Im Vordergrund standen dabei Montan-, Chemie- und Kaliwerte, von letzteren insbesondere Salz- detfurth, die neuerdings durch die Uebernahme der Mansfeld-AG. nunmehr außer Käli auch über Kupfer und andere Mineralien verfügt. Aber auch sonst zeigte sich, mitgezogen durch diese Spezialbewegungen, Kauftätigkeit, wobei auch die kleine Depositenkundschaft vertreten war. Die Umsatztätigkeit wies eine seit langem nicht gekannte Höhe auf, um aber gegen Wochenende mehr und mehr zu erlahmen. Einmal verwies man auf die durch Sondereinflüsse etwas beeinträchtigte Geldmarktflüssigkeit, außerdem auf die mehrtägige Geschäftspause infolge der Osterfeiertage. Trotz nicht geringer Gewinnmitnahmen, meist seitens der Börse, verblieben gegenüber der Vorwoche nach beachtliche Kursgewinne. Wie erwähnt, blieben am Rentenmarkt Reichsschatzanweisungen und andere Staatstitel lebhaft begehrt. Reichsaltbesitz-Anleihe erreichten hierbei einen neuen Höchststand von 145 v. H. Am Pfandbriefmarkt bestand das Mißverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage fort, so daß die Kurse trotz Erreichung des Paristandes mangels Angebots "135/®eroiiUne AiTlOOO RM^' 6149'“9850""24287’ 25943 56633 zirzi 78671 79533 86879 88888 97590 98104 120706 130488 K4226 172469 182534 187747 196828 199114 204536 232960 941237 259001 268140 270700 273692 273918 279278 288581 293776 312271 328610 338972 342426 346342 346598 349480 34?§29_355.165 356930 .357363. 377475. 394339 .399407 MP das vornehme 10670 Familien-Cafe in Gießen -Schutzgebiete bedingt es, daß nur wenige Menschen «ein derartiges Gebiet genießen können. Darum sollen jetzt besonders schöne Landschafts- -gebiete zu Deutschen National varks erklärt werden. Sie sollen die Erholungsstätten un- leres schaffenden deutschen Volkes werden, weite, Ichöne Landgebiete, wo jedermann seine Begegnungen mit den wildlebenden Geschöpfen unserer Heimat haben kann, mit wenig Autostraßen, aber mit einigen guten Wanderwegen, mit Rasthäusern und La^gerplätzen an den schönsten Punkten, mit Wirtschaft. Wochenübersicht über die Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 15. März. Die Börse war auch in der abZelaufenen Woche durch eine durchaus feste Tendenz gekennzeichnet. Zwar unterlagen die Kurse gegen Ende des Berichtsabschnitts einigen Schwankungen, die große Linie der Anlagetätigkeit blieb aber bestehen. Nach wie vor suchen still-- liegende Betriebsmittel entsprechende Verwertung, wobei im allgemeinen weniger auf die Rendite, als auf eine sichere Anlage gesehen wird. Neben der umfangreichen Nachfrage nach Staatspapieren be- Die Olympischen Spiele 19 4 0 in Helsinki bilden augenblicklich den Ge-genstand internationaler Erörterungen. Der Schwede Ed- ström, Präsident des Internationalen Leichtathletik- verban'des, befürwortet die Durchführung, doch konnte vom finnischen Organisationskomitee der Frage aus naheliegenden Gründen noch nicht nahe- getreten werden. Der Umbau der Monza-Autorenn- strecke ist jetzt fertiggestellt. Die neue Strecke ist 4,7 Kilometer lang, bis zu 16 Meter breit und mit einem schleuderfreien Belag versehen. Maxie Herber und Ern st Baier, unsere Eislauf-Weltmeister, werden am nächsten Mttwoch, 20. März, in Amsterdam laufen. Die deutsche Turnerriege für den Länderkampf gegen Ungarn am 5. Mai in Budapest wird auf Grund eines Prüfungs -Turne n s am 31. März in Zwickau aufgestellt. Hierzu wurden die zwölf Besten der in Berlin ausgetragenen Kriegsmeisterschaft eingeladen. „Schnelle Srtippeg." Zur Waffengattung „Schnelle Truppen" gehören: lAy-ynn; -intor m^nroi'nbwpbrwlsteilunaen. mo- einer bodenständigen Tierwelt, die allmählich die Scheu vor dem Besucher verliert und Pflanzen, die unberührt von Menschenhand, die Wanderer erfreuen. In jeder der verschiedenen Landschaften Großdeutschlands sind diese Nationalparks in Vorbereitung. Sie entstehen im Hochalpengebiet, in den Kalkalpen, im Waldgebiet Mitteldeutschlands, im weiten Flachlandgebiet, und auch,ein Küstenstrich ist dazu ausersthen. Sobald die friedliche Arbeit des deutschen Volkes wieder beginnt, wird das Werk der Nationalparks vollendet werden. Oie Milcherzeugungsschlachi. 14. Ziehungstag 3n der Lormittagsziehung wurden gezogen l S SS 262080 380213 21 Gewinne zu 3000 RM. 5>866 141297 151717 3362 46785 51692 113957 128505 is4298 171531 199781 23^152 317194 Der Reichsobmann des Reichsnährstandes, Bauer Behrens, erklärt zur Milcherzeubungsschlacht, wenn in vier Millionen landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland pro Tag ein Liter Milch im Haushalt oder beim Deputanten und ein Liter im Viehstall eingespart werde, mache das im Jahr 2 9 Milliarden Liter Milch aus. Daraus konnten rund 112 000 Tonnen Butter hergestellt werden. Aus diesem Grunde dürfe künftig jeder landwirtschaftliche Haushalt nur soviel Vollmilch verbrauchen, wie zur Ernähruna der Kinder zu-^ lässig ist. Dasselbe gelte auch für Landarbeiter und Deputanten. Einen besonderen Appell richtet der Reichsobmann an die Landarbeiter. Früher habe die Ziegen Haltung für ihre Versorgung eine qroße Rolle gespielt. Seit 1920 sei aber die Zie- genhaltung um rund 44 v. H. zuruck gegangen. Diese Lücke müsse jetzt wieder ausgefüllt werden Die Ziege müsse wieder die Kuh des kleinen Mannes werden. Der Ersolg der Milcherzeugungsschlacht werde wesentlich abhängen von der Arbeit der 7780 Milchleistungsausschusse bei den Molkereien. Die Marktordnung werde sich kohl' Seen, 130 Moore, 100 Wälder, 70 Berge, 20 Wa- .. Mund- ! choldergebiete, 50 Heide flächen, 75 Vogel- unb 30 he- -ausgesprochene Pstanzenschutzgelnete befinden. Außer- ,n , ' dem entstanden ausgedehnte sog. Reich sn a t ur- ■ ' schutzgebiete, die auf Anordnung des Gene- menn » e ; ^.lfeldmarschalls dem deutschen Großwild eine Frei- :ten; , ^te bieten. Die notwendige Abschließung solcher ben. -blan hphinrrt e<5. daß nur wenige Menschen 'iE ; nir : 6er Die «eine । Einfamilienhaus auf dem Lande, eine Viertelstunde v. Bad-Nauheim, mit 7 Zimmern, Küche, Stallung, Hof, 400 qm Garten neben dem Haus, zu verkaufen. Preis 10 000 NM, Barzahlung vlus Kosten,. Bei Kauf wird da Haus beziehbar. 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Die Mitglieder der Gesellschaft für Erd- and Völkerkunde erhalten gegen Rückgabe des GB.«Gutscheins Nr. 7 Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von 50 Pf., Mitglieder der NS.-Franenschaft, des Land- schadsbnndes Volkstum und Heimat zum Preise von 60 Pf. gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises, Nichtmitglieder zu RM. 1.- bei Challier und an der Abendkasse. Stndentenkarten zu 30 Pf. bei Hausverwalter Becker, Universitätsgebäude, HJ., BDM , Militär und Schüler zu 20 PL, Angehörige der Volkshi dungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft KdF. zu 50 Pf. bei der TANZSCHULE KIEFERDORF Bahnhofstraße 42, Telefon 3783 Zu den in Kürze beginnenden neuenTanzkursen nehmen wir noch weitere gefl. Anmeldungen, auch für Einzel unter- AchtUHg! Unser Geschäft Marktplatz 2 wird am 30. März 1940 nicht geschlossen, sondern bieibt Weiterhin geöffnet Wir bitten unsere werte Kundschaft, hiervon Kenntnis nehmen zu wollen Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haus- und Kochbuch Gießen, Frankfurter Str. 11 z.Z. im Felde den 16. März 1940 Deutsche Landschaft in Aquarellen Rudolf Matthis-Nordenham/Oldenburg Rudolf Poeschmann-Dresden Zu Feld Postsendungen und zu Ostern Lustige Soldatengedichte von RUDOLF DIETZ in nassauischer Mundart. Preis 50 Pf. — Die Prachtausgabe 1001 Gedicht „Du liebe Heimat“ 12 Mk. — Zu beziehen durch jede Buchhandlung, wo nicht, vom Druck- und Verlagshaus PHIL. L. FINK, Groß-Gerau. 1345 D Oieee 9 wee entliehen Cigeneoherten oer gute» Briefmarken- Sammlung von mögl. hohem Wert zu kaufen gesucht. Angebot mit Preis erbet. Komme zur Ansicht nach dort. (1323V E. Wenzel. 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