m. 40 Erstes Blatt Freitag, 16. Februar 1940 M. Jahrgang Smit Schweizerische Neutralität. töfltl! unterschlagen und dadurch drei Volksdeut- Erfahrung bringen. Hier ist die Lösung des Rätsels, scheu das Leben zu retten. In der Schreib- warum so sehr viele Volksdeutsche, die beim pol-- r t < r V « • 1 (U,* . f . C*T . - - X C1Y1 1 f.2 ± am m t 4a 4- 1 1t V 11 rt T 11 'h V T der nischen Militär dienten, nicht zurückgekehrt sind. der Robert Ley, nationalsoziaabgeschossenen Flugzeuges, dessen Tragflächen um Schwindel. Die deutschen Flugzeuge tragen in üi TITO teres Das braucher steht also die gleiche Fettmenge das und am Durchführung des deutschen gendem Schreiben den Auftrag zur einer umfassenden Altersversorgung Volkes erteilt: An Reichsorganisationsleiter Dr. Berlin. Zur weiteren Verwirklichung des eie. Miller. Hat. 728D Berlin, 15. Februar. (DRV.) Der Führer hat heute dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Reichsleiter Dr. Robert Ley mit fol- listischen Parteiprogrammes erteile ich Ihnen, Parteigenosse Ley, den Auftrag, die Grundlagen und Bedingungen der Durchführung einer umfassenden und großzügigen Alters- eil ?90D ®*?32 jietÄoi beiseite gelegt werden, denn diese gehörten Deutschen oder Ukrainern. Diesem Volksdeutschen gelang es, drei Pässe mit schwarzem Stempel zu stube saßen noch zwei Soldaten, die aber die Jn- stntktionen sehr genau befolgten. Unser Volksgenosse Versorgung des deutschen Volkes in Zusammenarbeit mit den hierzu berufenen Stellen der Partei und des Staates zu prüfen und zu klären, die sich daraus ergebenden Vorschläge unverzüglich auszuarbeiten und mir zu unterbreiten. Dieses neue Geseheswerk des Aufbaues der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft soll für alle Zeit an den gemeinsamen Kampf der Front und Heimat um die Freiheit und Unabhängigkeit des Grohdeutschen Reiches erinnern. Berlin, 15. Februar 1940. gez. Adolf Hitler. ll Lange, sdruckerei Hamann, Polnische Todespäffe. Organisierter Mord auch an Volksdeutschen Soldaten. Posen, 15. Febr. (DRV.) Die Mordtaten Oer Wehrmachtsbericht vom Donnerstag. B e r l i n, 15. Februar. (DND. Funkspruch.) Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: rstr.1 mv 19t0, eßen» nieder durÄ Gewichtsab' 1,ja30Psd. erreichen. Packung sweg ß6 fig zell-lsE irfctstrafie 6. 30flV Jeder Hektar deutschen Bodens muß durch intensivste Bestellung ausgenutzt werden. Feldmarfchall Göring gibt dem deutschen Landvolk die Parole für die Erzeugungsschlacht. Hakenkreuz ziert. Selbstverständlich handelt "'es sich verstößt 'ung zur u) damit >adigt er rrursachie Jng von ler find leitunaen !chen Ge- faj, heiz- Verwen- 'Qtfe und haar s rM.f? geg. •SM* en. /$öben Unbare °der of: Ner. ^'nschast GroßzügigeAltersversorgungdesdeutschenVolkes Dr. Ley vom Führer mit der Durchführung beauftragt. <• A- 570 «■ 571- 62» J: 621- 670 n. 776* °‘ «71- t. ML 740 t- 770 Annahme von Anzeigen für die Millagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. (Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Berlin, 16. Febr. (DRV. Funkspruch.) Gene- ralseldmarschall Göring sprach Donnerstagabend über alle deutschen Sender zum deutschen Landvolk über die Aufgaben der Landwirtschaft bei der Frühjahrsbestellung und über damit zusammenhängende Fragen der Volksernährung. Er würdigte zunächst die außerordentlichen Leistungen, die die deutsche Landwirtschaft seit 1933 unter nationalsozialistischer Staatsführung und dank vorbildlicher weitschauender Bauernpolitik mit ständig wachsenden Erfolgen vollbracht hat. Er gedachte dabei der Schwere des landwirtschaftlichen Berufes und insbesondere der hohen Verdienste, die sich die deutsche Landfrau in entbehrungsreicher Arbeit gerade jetzt im Kriege erworben hat. „Ich habe mich selbst davon überzeugt", so sagte der Generalfeldmarschall, wie schwer es die Bauernfrau gerade in diesen Monaten des Krieges gehabt hat, oft ganz allein gestellt, ohne jede Hilfe, mußte sie Vieh, mußte sie Stall, Haushalt und alles versorgen, oft am Zusammenbrechen. Ich habe Frauen erlebt, die schon das kommende Kind unter dem Herzen trugen und trotzdem keine Stunde von der Arbeit befreit werden konnten. Ich habe eine tiefe Hochachtung und ein heißes Dankgefühl ganz besonders den Landfrauen gegenüber bekommen. Wenn Deutschland solche Frauen hat, dann kann und wird Deutschland niemals untergehen. Und trotz all dieser Sorgen muß ich immer wieder aufs neue euch bitten: „Deutsche Landfrauen haltet aus! Es ist unmöglich, euch allen eure Männer wieder zurückzuschicken und doch darf der Hof nicht versagen, muß er genau so, als wenn der Bauer daheim wäre, alles liefern, was die deutsche Ernährung braucht. Und wenn es dann sehr schwer wird, dann müs- en eben rechts und links die Nachbarn zu- ammenstehen. Hier wende ich mich ganz be- onders an die Bauernführer, wende mich aber auch draußen auf dem Land an die Ortsgruppenleiter und an die Bürgermeister. Das Schicksal des einzelnen ist auch euer Schicksal. Wo der Mann fehlt wo keine Knechte mehr vorhanden sind, muß eure Fürsorge einsetzen, dort müßt ihr Hilfskräfte heranschaffen, und wenn der Nachbarhof besser gestellt ist, der Bauer der zu Hause ist, vielleicht auch dieser oder jener Knecht, dann helfe er einer Bauernfrau, die alleinsteht. Aber noch eine Hiltz kann mobilisiert werden: Es ist die deutsche Jugend. Sie packt gerne zu, wenn sie dazu aus- qerufen wird. Und manche Stunde in dieser Arbeit, in dieser Hilfe für Hof und Stall ist weit besser angelegt, als totes Wissen. Eine solche Schule des harten Lebens wird sich auf unsere Jugend stärker auswirken als alle andere Art der Schulung. Der Generalfeldmarschall wies dann darauf hin, mie dieser zähe Fleiß des Bauern dem deutschen Volke auf den entscheidenden Ernährungsgebreten, mie Getreide, Fett und Fleisch, «eferoen schaffen hat, die jetzt im Kriege dem deutschen Volksgenossen die Sicherheit seiner Ernährung gewährleisten. Während diese Reserven m Silos sicher wie in Panzerfchränken untergebracht find, ruhen Englands Zufuhren, dank unserer Bomber und U-Boote, sicher" auf dem Grunde des Meeres. Aber weit wichtiger als aufgespeicherte Vorräte ist die laufende Erzeugung, find Aussaat und Ernte. Was an Kräften m diesem deutschen Boden steckt muß heraus, koste es, was es wolle. Hier lieot deine Aufgabe, deutsches Landvolk! Sie ist qr°ß g öß-r als alles, was du bisher vollbracht hcht Aber sie muß gelöst werden Da- verlangt der Führer von euch, das verlangt die Dankbarkeit die ihr ihm schuldet. Das erwartet aber auch das ganze deutsche Bolk von euch. Und das ;hr lcbließlich der kämpfenden Front da draußen vor dem Feinde schuldig. Sie schützt mit dem Schwerte die Heimat, sie bewahrt auch euren Hof, euren Herd, euere Wiesen und Aecker vor Krieg und Verderb. Dankt den Soldaten mit rastloser Arbeit und größter Pflichterfüllung. Der Generalfeldmarschall gab dann eine Ueber- ficht über die Maßnahmen der Staatsführung. Zur Steigerung der Produktion neben der Gestellung von Arbeitskräften, der Freistellung der Betriebsführer und Fachkräfte, soweit es die militärischen Belange erlauben, werden Zugkräfte — Pferde und Trecker —, Saatgut und Düngemittel ausreichend zur Verfügung gestellt werden. Diese Maßnahmen sollen besonders der Intensivierung der Produktion dienen. „Die Parole für die Erzeugungsschlacht dieses Jahres lautet: Jeder Hektar muh ausgenuht werden. Alles ist auf höchsi- erträge einzustellen. Wer extensive Wirtschaft betreibt, versündigt sich am deutschen Volk. Das wichtigste dabei ist die Ausweitung des Oel^fruchtanbaues. Zwar haben wir Oel- und Margarine-Reserven, die für zwei Jahre reichen mögen, aber wir müssen in die Zukunft schauen. Die Anbaufläche für Oelfrüchte muß in diesem Jahr auf mindestens 200000 Hek- t a r gebracht werden. Zu verstärken ist ferner der Hackfruchtanbau. Ich verlange von jedem Betrieb, daß er während des Krieges 10 bis 15 v. H. mehr Hackfrüchte als im letzten Jahr anbaut. Dabei ist neben der Zuckerrübe der Anbau der Kartoffel und vor allem der Frühkortof- f e l ganz besonders zu pflegen. Die Milchwirtschaft bedarf ganz besonderer Sorgfalt. Ich habe diese Frage mit eurem Bauernführer durchgesprochen. Wir sind uns dabei klargeworden, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit auch hier das Aeußerste erzeugt werden kann. Ich Hobe mich deshalb entschlossen, die von euch mit Berechtigung vorgeschlagene Maßnahme durchzuführen, nämlich die Milchpreiserhöhung dort, wo sie unbedingt notwendig ist. Vom 11. März 1940 an soll für die Vollmilch — aber nur für die Vollmilch, nicht für die Magermilch —, die an Molkereien geliefert wird, ein um zwei Pfennige erhöhter Preis je Liter ausgezahlt werden. Dem- entsprechend erhöht sich der Butter- preis um je 20 Reichspfennige je Pfund. Unverändert bleibt jedoch der Preis für Magermilch und Quark. solchen gröblichen Verletzungen wahrheitsgemäßer Berichterstattung — wie die Wochenschauen zeigen, gibt es auch eine Berichterstattung im Film — den mindesten Anstoß. Die „Neue Baseler Zeitung", die im allgemeinen den Kopf einigermaßen über der Flut dieser Hetzkampagne zu halten versuchte, wurde durch den Armeestab verboten, weil sie „die Unabhängigkeit der Schweiz nach außen und die Aufrechterhaltung der Neutralität" dadurch beeinträchtige, „daß das Blatt einseitig den deutschen Standpunkt vertritt und die Ereignisse in der gleichen Weise darstellt und kommentiert, wie das die deutsche Presse tut". Dabei war wochenlang vor der Einstellung der „Neuen Baseler Zeitung" ihre Einfuhr nach Deutschland verboten! Umgekehrt aber betreibt das in Genf erscheinende „Journal des Nations" ungestört unter Leitung eines französischen Juden eine Hemmungslose Werbetätigkeit für die englisch-französische Koalition, wobei gleichzeitig ganze Seiten den tschechischen Emigranten Denesch und Osusky zur Verfügung gestellt werden. Das geschieht natürlich nicht von ungefähr. Denn das Blatt wurde gegründet, als Venesch noch tschechischer Außenminister war, und über seine berüchtigten Korruptionsfonds verfügte. Unter diesen Umständen darf es nicht wunder- ( nehmen, daß Karl Megerle in der „Börsenzeitung" schreibt: „In dem Augenblick, wo der Eindruck entsteht, daß die Schweiz zu einem propagandistischen Vorposten der Westmächte wird und ihre maßgebende Presse eine der schönsten Pflichten eines Neutralen, nämlich zu zeigen, daß jede Sache auch noch eine andere Seite habe, vergißt, wird die akademische Unterscheidung zwischen der Neutralität des Staates und der einseitigen Parteinahme der Presse unhaltbar. Für solche Fiktionen sind die Zeiten zu ernst." 58 000 ART an einem Tag! ü eN S ist Mr ? durch Der Bei Spähtrupptätigkeit im Grenzgebiet südlich Saarbrücken wurden mehrere Gefangene eingebracht. Der 14. Februar war für die deutsche Seekriegführung, vor allem für d i e deutschen U-Boote, besonders erfolgreich. An diesem Tage wurden allein 58 000 Brt. Schiffsraum versenkt. Der „Culmore"-Schwindel zugegeben. Wieder eine britische Propagandalüge aufgeflogen. Washington, 15. Febr. (DNB.) Vor.dem Budgetausschuß des Senats gab Admiral Was zu, daß die von einem kanadischen S e n - der Anfang November verbreitete Meldung em d e u t s ch e s U - B o o t habe den britischen Frachtdampfer „CEuImore" vor der USA. = MUf versenkt, falsch war. ♦ Damit ist wieder eine der gemeinsten britischen Propaqandalügen entlarvt. Einen Tag vor der Abstimmung des amerikanischen Reprasentantenhause über dieA ufhebung desW affe n Ausfuhrverbots verbreitete eine kanadische Fuuksta , die „Culmore" sei innerhalb der amerlkanlschen Küstengewässer von einem deutschen U-Boot ange griffen worden. Obwohl der angebliche SOS-Ru^ lediglich von dieser einen, ausgerechne kanadischen Station aufgefangen worden Jem sollte rikamsche Schiffe, die. sich aus der ar^gegeb nen Po^ sttion befanden, keinerlei F e st st e 1 l u n g e treffen konnten, brachte es die britische P P 9 in den Vereinigten Staaten fertig, eine w u st e Hetze gegen Deutschland zu entfachen über diesen angeblichen Angriff und forderte einen Pro- test gegen die „Verletzung" der amerikanlfchen Eicherheitszone. Jetzt, nachdem genügend Z diesen ausgemachten britischen Schwindel vergangen ist, gibt man ohne Umschweif zu, daß es eine Lüge war. Durch solch schmutzige und plumpe Fälschungen versucht England die Beziehungen Völker zu vergiften. Gieheim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniverfilSlsdruckerei H. Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 schwarz-weiße Balkenkreuz an den Tragflächen am Flugrumpf, das Hoheitszeichen aber nur Seitensteuer im Heck. Aber rein Mensch nimmt an Die Art, wie zahlreiche Schweizer die Neutralität ihres Landes auffassen, hat wiederholt zu Beschwerden Anlaß gegeben. Insbesondere ist man in der Schweiz auf die „jesuitische" Unterscheidung verfallen, daß die Schweiz als Staat zwar neutral sein könne, daß aber der einzelne Schweizer einschließlich der Schweizer Zeitungen jede Rede- und Schimpf- freiheit hat. So gewaltsam und herausfordernd diese Unterscheidung ist, so empfindlich sind die guten Schweizer gegen jede Kritik an diesem ihrem Verhalten. Die Schweizer, die wir im Auge haben, halten es für ihr unveräußerliches und unabdingbares Menschenrecht, zugleich unneutral zu sein und Herrgöttli zu spielen. Wir geben einige Beispiele: Durch schweizerische Filmtheater läuft eine Wochenschau, in der die finnischen Kämpfe gezeigt roerben, also weite Schneeebenen und schneeüberlastete Wälder, marschierende oder schifahrende Soldaten, auch brennende Häuser. Dazu eine Zwischenbemerkung im Sprechtext, daß diese Häuser von russischen Flug- zeugbomben getroffen wurden. Und jetzt blendet der Film einen Augenblick auf: Großaufnahme eines Polen in den ersten Kriegstagen wurden nicht nur an der verschleppten deutschen Zivilbevölkerung verübt, sondern in dem gleichen furchtbaren Ausmaß auch an den zum polnischen Militär eingezogenen Volksdeutschen. Don den mit der Feststellung hierüber beauftragten Stellen wurden bisher weit über 200 Fälle ausgedeckt, lieber die satanischen Methoden der besonderen Kennzeichnung von Deuffchen im polnischen Heer gibt der Brief eines Volksdeutschen klaren Aufschluß. Dieser oberschlesische Volksgenosse ist am 31. August 1939 zum polnischen Heer einberufen worden. Man hielt ihn für einen Polen und setzte ihn in eine Schreibstube. Dort erhielt er die Aufklärung, daß alle mit einem roten Stem- p e l der zuständigen Aufgebotsbehörde versehenen Militärpässe in Ordnung seien, dagegen müssen die Pälle mit einem schwarzen Stempel mußte Zeuge sein, wie die Inhaber dieser aekenm zeichneten Pässe aufgernfenund abgeführt wuttien. lieber bas Schicksal konnte er nie etwas ht diesem Falle wichtiger als Fleisch. Fleisch hingegen liefert in erster Linie das Schwein. Außerdem erwarte ich von euch, daß ihr beim Eigenverbrauch von Milch sehr sparsam seid. Je mehr Milch ihr im eigenen Betrieb erspart, um so besser ist die Fettversorgung des deutschen Volkes gewährleistet. Ich weiß, wie hart eure Arbeit ist, wie sehr ihr der Witterung ausgesetzt seid, wie oft ihr viele Stunden auf dem Lande mehr arbeiten müßt. Ich kenne auch das Sprichwort: Man soll dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. Und wir wollen durchaus nicht in deb Fehler des Weltkrieges verfallen, wo endlich Futterrationen für eure Pferde gegeben wurden, die unter keinen Umständen ausreichen konnten, daß zwangsläufig die Erzeugung zurückging. Aber gerade auf dem Gebiete der von England propagierten F e 11 b l o ck a d e müßt ihr beweisen, daß die zwei Pfennige Zuschlag von euch nicht als ein Geschenk aufgefaßt wird. Rund drei Milliarden Liter Vollmilch werden von den selbsterzeugenden Bauern, Landwirtschaftsarbeitern usw. selbst ver- ' braucht. Beinahe ebensoviele Liter werden zur Aufzucht der Kälber benutzt. Diese Mich ist der Rohstoff für die unentbehrliche Buffet. Die Buffer und Margarine ist aber, wie das englische Wort Fettblockade euch zeigt, heute das Entscheidende. Ich erwarte deshalb von euch gerade hier äußer sie Sparsamkeit. Ihr, die ihr alle einen Garten habt, die ihr euch daher in Kartoffeln, Obst und Gemüse für lange Zeit versorgen könnt, müht die Fettfront so unerschütterlich machen, wie ihr seinerzeit die Gefreide- front unerschütterlich gemacht habt. Denkt daran, daß jede Milliarde Liter Vollmilch 40 000 Tonnen Butter bringt Unsere Einfuhr war jährlich 80 000 bis 90 000 Sonnet# Zwei Milliarden Liter Milch in der Ligenversorgung, im Landwirtschaftshaushalt und bei der Kälberaufzucht gespart würden praktisch so viel erbringen, wie die friedensmäßige Einfuhr betragen hat. Dabei verweise ich noch darauf, daß ihr den Ersah für die Vollmilch, die Magermilch, in einem viel frischeren und besseren Zustand zur Verfügung habt neben der Buttermilch. Gerade die Ersparnis von zwei Milliarden Liter Vollmilch erwarte ich als Gegenleistung der Preiserhöhung. Wird sie nicht erzielt, so ist diese Preiserhöhung fehl am Platze gewesen, und ich werde keinen Augenblick zögern, sie ebenso rasch wieder rückgängig zu machen, wie sie eingeführt wurde. Aber wer da glaubt, daß er, wenn er zwei Kühe hat, eine Kuh abschlachten kann, weil er mit der anderen Kuh bei den erhöhten Preisen genau so gut dran ist, der versündigt sich am Volke, der ist ein Betrüger. Wenn ich diese Preiserhöhung aus mich' genommen habe, so habe ich es getan im blinden Vertrauen auf das deutsche Landvolk und ich bin überzeugt, daß ihr dieses Vertrauen nicht enttäuschen werdet. Auch in der Verbraucherschaft darf die Preiserhöhung nicht falsch verstanden werden. Wir verlassen mit dieser Maßnahme keineswegs den festen zielsicheren Kurs unserer stabilen Lohn- und Preispolitik. Der Verbraucher wird nicht unbillig belastet. Wer begütert ist, soll den Mehrpreis für Butter bezahlen. Wer aber nur über ein ftei- ne's Einkommen verfügt, kann für den Teil feiner Butter Margarine einkaufen. Jedem deutschen Vev- Jch habe diesen neuen Milch- und Futterpreis genehmigt, damit ihr jetzt die Milch - und Butterproduktion steigern könnt. Eine solche Steigerung setzt bekanntlich eine Verstärkung der'Futtermittelerzeugung voraus, Mehrerzeugung von Futter aber erfordert mehr Arbeit, so z. B. bessere Düngung undPflege der Wiesen und Weiden. Notwendig ist es, den Zwischenfruchtbau auszudehnen, um so in Zukunft dort, wo bisher nur eine Ernte im Jahr erzielt wurde, zwei, oder wenigstens in zwei Jahren drei Ernten zu erreichen. Für diesen Mehraufwand bei der Futtermittelversorgung soll die Erhöhung der Milch- und Butterpreise den notwendigen Ausgleich bieten. Das ist der Zweck dieser Maßnahme. Gerade von den großen Betrieben verlange ich, daß sie genau so wie der Bauernhof die Milchwirtschaft als einen der wichtigsten Zweige ihres Betriebes ansehen. In vielen Großbetrieben ist die Zahl der Kühe viel zu gering. Man hat den Milchviehbestand verringert, um Schlachtvieh zu mästen. Wir brauchen aber zur Stteckung der Rattonierung an Margarinerohstoffen .—- - ------ -o- zuerst Fett in Form von Butter. Fett ist mlzur Verfügung, er wird aber in genau festgelegten Erscheint tag lich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mtt 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: firanffurt am Main 11688 Grenzen wählen können, ob er bei seiner Ration mehr Butter oder mehr Margarine haben will. Da jeder nun die Preiserhöhung von sich abwenden kann, tritt auch keine Erhöhung der Lebenshaltung ein. Seit fünf Monaten, seit Einführung der Lebensmittelkarten ist bereits eine Ersparnis in allen Haushaltungen dadurch eingetreten, daß die Haushaltungen gezwungen waren, zu einem Teil die billigere Magermilch zu übernehmen. Da die Preiserhöhung nur auf der Vollmilch ruht, ergibt sich hieraus bisher bereits eine Ersparnis. Dor allem aber ist es möglich, daß die Minderbemittelten durch den Umtausch von Butter in Margarine die Möglichkeit haben, eine Verteuerung von sich abzuweisen. Nun werden sofort die Herren Meckerer kommen und werden erklären: „seht wie unsozial ist Euere Regierung. Natürlich der Reiche, er kann wieder Butter kaufen." Er wird selbstverständlich hinzu- setzen: „Der Reiche kann beliebig viel Butter kaufen, nein, meine Volksgenossen, der Reiche und der Arme, der Bemittelte und der Nichtbemittelte können heute nickt mehr Butter und Fett kaufen, als ihnen auf den Karten vorgeschrieben ist. Gewiß, der Bessergestellte kann sich Butter kaufen: er soll sich Butter kaufen, denn er soll in erster Linie die Preiserhöhung tragen. Der Minderbemittelte kann sich ebenfalls Butter kaufen, wenn sie ihm aber zu teuer ist, so hat er die Möglichkeit, dafür verbil- ligte Margarine einzukaufen. Nun frage ich Euch, Volksgenossen, was ist nun sozial? Auf der einen Seite, daß die Butter teurer geworden ist, daß aber der Minderbemittelte bil° tigere Margarine kaufen kann, daß also das deutsche Volk mit seinen Fettvorräten jahrein jahraus, gleichgültig, wie lange der Krieg dauert, auf Grund der Vorräte und dieser neuen Regelung durch- h alten kann? Oder ist es etwa sozialer, hier freie Hand zu geben, alles aufzuessen und nach zwei Jahren ohne Vorräte dazustehen und blank zu sein? Ich bin der Meinung, daß es weit sozialer ist, für die Ernährung des gesamten Volkes und das Durchhalten des Volkes so zu sorgen, daß, gleichgültig, wie lange dieser Krieg dauern möge, jahrein jahraus der deutsche Volksgenosse sein ,hm zustehendes Quantum Fett, sei es in Butter, sei es in Margarine, bekommen kann. Das deutsche Volk weiß aus den Erfahrungen der letzten Jahre: nicht das ist sozial, was den bequemen Erfordernissen des Tages entspricht, sondern sozial ist nur das, was dem ganzen Volke für die Zukunft dienlich ist. Allseitig wurde dankbar begrüßt, daß der Feldmarschall in seiner geraden und offenen Art auch die Frage der Kohlenversorgung behandelte. „An sich", so sagte er, „hat Deutschland keinen Mangel an Kohle. Dank des Heldentums unserer Wehrmacht haben wir in wenigen Tagen jene große Kohlenvorkommen zurückerobert, die man uns einst in jenem Schandvertrag von Versailles in O st o b e r s ch l e s i e n fortgenommen hot, damit ist Deutschland so reich an Kohle, daß wir alle Anforderungen an diesen kostbaren Rohstoff voll und ganz befriedigen können. Trotzdem weiß ich, daß mir jetzt einige — vielleicht sogar viele — entgegnen werden: ,Ja, aber ich habe keine Kohle bekommen, ich habe frieren müssen, ich habe meinen Ofen nicht heizen können!^ Ja, lieber Volksgenosse, das sind nun einmal die Schwierigkeiten eines Krieges, das sind die Transportschwierigkeiten, die wir heute notgedrungen hinnehm-en müssen, da bannst du nicht klagen und sagen: ,Ja, das ist eure Schuld Warum Transportschwierigkeiten? Daran hättet ihr denken müssen, solche Schwierigkeiten müßt ihr beseitigen, dazu seid ihr da —1 Nein, lieber Volksgenosse: Wenn du nur einen Tag lang Gelegenheit hättest, in unsere Arbeit hineinzu- sehen, würdest du sehr wohl erkennen und verstehen, welche Schwierigkeiten wir fortgesetzt beseitigen. Aber stärker als der Mensch ist die Natur. Ich kann den Kampf gegen Menschen aufnehmen, aber ich kann den Kampf dort nicht gegen die Natur aufnehmen, wo mir die Mittel dazu fehlen. Eis, Schnee und Kälte sind eine höhere Macht. Und wenn du dir heute einmal überlegen würdest wie ungeheuer schwer gerade die deutschen Eisenbahner zu arbeiten und zu werken haben, nm die Züge in Gang zu halten, wenn immer wie- der die Maschinen vereisen, einfrieren, wenn die Weichen zufrieren und immer wieder aufgetaut werden müssen, wenn die Transportzüge nur schwer vorwärtskommen, wenn alle Wasserstraßen zu- gefroren sind — dann ist auch dir erklärlich, daß die Schwierigkeiten des Transportes überragend werden. Das ist nun aber kein deutsches Patent, andern — blicke um dich, deutscher Volksgenosse o überall in allen Ländern, ob bei Freund oder Feind ober bei den Neutralen, sind diese Schwierigkeiten in noch weit größerem Maße vorhanden. Aber daß alles geschieht, sie zu beheben, das kann und darf ich mit gutem Gewissen euch nicht nur ver- prechen, sondern ich darf auch behaupten, daß es geschehen ist. . Also, Volksgenossen, ich bitte euch: Ihr mußt hier Geduld haben und müßt diese Schwierigkeiten auf euch nehmen als einen Beitrag zu all dem Großen und Schweren, was heute das ganze Volk und jeder einzelne, dot allem aber unsere tapferen Soldaten erfahren müssen. Ohne dieses Ertragen von Mühen wird kein Sieg errungen. Es ist jetzt Krieg, und das bedeutet, daß man nun einmal Schweres auf sich nehmen muß. Um so größer wird der Sieg fein, je entschlossener wir find, vor keiner Schwierigkeit zu kapitulieren. Ich wollte diese Gelegenheit benutzen, um euch auch in dieser euch so bewegenden Frage klaren Bescheid zu geben, aber nicht nur Aufklärung, sondern auch ein eindeutiges Versprechen: alles, was überhaupt menschenmöglich ist, gegen die Gewalt der Natur zu tun, wird geschehen. ........ Der Feldmarschall schloß seine einstunbiye wirkungsvolle Rede mit einer Verpflichtung, die jeder Bauer und Landwirt, jede Landfrau und jeder Landarbeiter freudia ausnehmen wird: „So geht nun an die Arbeit, sobald der Frost aufgehört hat. Vergeßt niemals, daß von der Sorgfalt und dem Umfang der Frühjahrsbestellung der Ertrag der Herbsternte entscheidend abhängt. Täusche du, deutscher Bauer, nicht das Vertrauen all der deutschen Volksgenossen, denen du das tägliche Ärot zu schaffen hast. Denn derdeutsche Volksge- nosse glaubt an dich und vertraut auf deine Arbeitskraft und dein Derantwor- tungsbewußtfein. Seine Leistung baut auf deiner Leistung auf. k „ Sorgt alle dafür, daß die Gröhe der Zett auch ein großes Geschlecht findet. Nur wer sich für eine hohe Aufgabe mit der ganzen Kraft seiner Person einseht, verdient dies Leben und hat Teil an der Freiheit und der Ehre seines Volkes. Ihr kennt jetzt das Ziel. Der Weg ist euch vorgezeichnet. Jetzt marschiert! 3e fester wir alte Zusammenhalten, je entschlossener wir zur Tat schreiten, desto eher wird der Sieg unser sein. Ich gebe die Parole aus für die Lrzeugungsschlacht 1940: Jeht erst recht! Unser der Sieg! heil unferm Führer!- Über 28 Millionen Schweine. Die Schweinezählung vom 4.Dezember 1939. Berlin, 15. Februar. Die Schweinezählung vom 4. Dezember 1939 hatte nach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes im Altreich folgendes Ergebnis: Altersklassen 4.12. 3.12. 1939 1938 1939 gegenüber 1938 Millionen Stück Stück v. H. Gesamtbestand 24,83 23,57 „4-1260 000 ch 5,3 Darunter: Schlachtschweine (über Vi Jahr alt) v 7,65 7,66 — 10 000 — 0,2 Jungschweine (8 Wochen bis noch nicht H Jahr alt) 10,38 9,69 + 690 000 + 7,2 Ferkel (unter 8 Wochen) 4,84 4,29 + 550 000 4- 12,9 Sauen insges. 1,846 1,840 4- 6 000 4- 0,3 Davon trächtig 1,023 1,121 — 98 000 — 8,7 Für den Vergleich mit der Zähluna vom Dezember 1938 kann nur die Zählung im Altreich herange- zogen werden. Der gesamte Schweinebestand i m Großdeutschen Reich hat nach der Zählung vom 4.12.1939 2 8,6 1 3 M i l l i o n e n S ch w e i n e betragen. polnische Landarbeiter kommen ins Reich. Krakau, 16. Febr. (DNB.) Mit dem 12. Fe- bruar hat der Transport polnischer Landarbeiter aus den besetzten polnischen Gebieten ins Reich eingesetzt. Schon am 25. Januar hatte der General- aouuerneur in einem Aufruf die Bevölkerung des besetzten Gebietes auf die Arbeitsmöglichkeiten in der deutschen Landwirtschaft hingewiesen und sie aufgefordert, sich freiwillig hierfür zur Verfügung zu stellen. Die Landarbeiter werden zu Lohn- und Arbeitsbedingungen, die in einer besonderen Tarifordnung festgelegt sind, beschäftigt. Oeutfdjlonö hat die stabilste Wahrung der Welt. Im Anschluß an die Darlegungen des Reichswirtschaftsministers Funk veröffentlicht Dr. Hermann R e i f ch l e vom Reichsnährstand als Mitglied des Beirats der Reichsbank eine Betrachtung über Kriegsfinanzierung und Kriegsaußenhandel in der „NS.-Landpost". Deutschland gehe seinen währungspolitischen Weg vom Goldweg aus klarer Erkenntnis und völlig bewußt. Das wesentliche dieser Erkenntnis aber sei, daß nicht Geld und Kapital Arbeit schaffen, sondern daß Arbeit Produktion schafft, Güter und Leistungen erzeugt, denen sich das Geldlediglich als Tran Sport mit- t e l zugesellt. Denn in der arbeitsteiligen Wirtschaft eines 80-Millionen°Volkes könne ja sowohl zeitlich wie räumlich nicht mehr Ware gegen Ware unmittelbar getauscht werden. Je mehr zu festen oder gar sinkenden Preisen produziert werde, desto stabiler oder höher werde der Lebensstandard, desto stabiler werde die Währung, desto wertbeständiger das Geld. Indern die nationalsozialistische Agrarpolitik z. B. nach der Machtübernahme freiwillig zur F e st p r e is p o l i t i k überging, habe sie in das bis dahin äußerst labile volkswirtschaftliche Gerüst der damaligen Systemwirtschaft die ersten stabilen Träger eingezogen, auf denen allmählich eine neue Ordnung von Lohn undPreis aufgebaut und die Arbeitsschlacht in Gang gebracht werden konnte. Indem sich diese Ordnung letztlich auf den festen Getreide- und Brotpreis bezog, habe sie die Arbeit des Bauern wieder zur Grundlage aller Wirtschaft gemacht. Deshalb hätten wir die stabilste und modernste Währung der Welt. Rumänische Mrtfchostsvrobleme. Bukarest, 15. Febr. (Europapreß.) Parnfil S e i c a r u bespricht in seinem Blatt „Eurentut" das neue Arbeitsprogramm des Landwirtschafts- Ministeriums und fordert, daß Has in den letzten zehn bis zwanzig Jahren Versäumte nachgeholt werde. Er verlangt, daß der gesamte kultivierbare Boden Rumäniens auch wirklich bebaut werbe, und zwar nach zwei Hauptgesichtspunkten: 1. Steigerung des Hektarertrages; 2. Einschränkung des Weizen- und Maisanbaues zugunsten eines verstärkten Anbaues von Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Gerste und Oelfrüch- t en. Unverzüglich müßten alle landwirtschaftlichen Fachleute und Landarbeiter auf das Land geschickt werden. In einem Lande, dessen Bevölkerung zu 85 v. H. aus Bauern bestehe, gebe es absolut keine Entschuldigung für das übliche „Später!" Der rumänische Wirtschaftsminister A n g e l e s c u hatte eine Besprechung mit den Leitern der rumänischen Petroleum-Gesellschaften teils über die Festlegung der Inlandspreise, teils über die mit den neuen Außenhandels-Zolltarifen zusammenhängenden Fragen. Auch über die Tätigkeit des neuen Regierungs-Kommissars für die Petroleum-Wirtschaft wurde konferiert, wobei u. a. auch beschlossen wurde, besondere Petroleum-Reserven im Lande anzulegen. Vom finnischen Kriegsschauplatz. Moskau. 15. Febr. (DNB.) Nach dem Bericht des Generalstabs des Militärbezirks Leningrad dauern die Kampfhandlungen, besonders auf der Karelischen Landenge, weiter an und gehen mit Erfolg vorwärts. Nach dem russischen Bericht weichen die finnischen Truppen unter großen Verlusten zurück und können dem Angriff der Sowjettruppen keinen Widerstand leisten. Diese hätten 16 be« festigte finnische Stellungen besetzt, darunter acht betonierte ArMevieforts. Die sowjet- russische Luftwaffe habe erfolgreich finnische Truppen und militärische Ziele bombardiert. ♦ Wie der finnische Heeresbericht mitteilt, soll es östlich von Summa den Russen gelungen sein, einige finnische Stützpunkte in den vordersten Linien zu erobern. Russische Angriffs-versuche nordostwärts des Ladogasees wurden abgewiesen. Im Kuhmo- Abschnitt sei es den Finnen gelungen, eine russische Batterie zurückzuschlagen und einige Maschinengewehrnester zu erobern. Die finnischen Küstenbatt«. rien bei Koivisto und am Ladogasee beschossen auf dem Eis vordringende russische Abteilungen. Die finnische Luftwaffe habe mit Erfolg Luftangriffe auf militärische Ziele der Russen durchgeführt. Die sowjetische Luftwaffe unternahm Angriffe auf Die fmm- schen Städte Lcchti, Heinola und Porvoo (Sorga). Durch die Luftangriffe seien in den Städten zahlreiche Schadenfeuer entstanden. Mehrere hundert russische Flugzeuge sollen finnisches Gebiet über- flogen haben; u. a. war die Stadt Viipuri (Wiborg) russischen Bombenangriffen ausgesetzt. Eine Anzahl russischer Flugzeuge fei ab geschossen worden. Kleine politische Rachrichten. Der Führer stattete Reichsleiter Dr. Ley in seiner Wohnung einen Besuch ab, um ihm persönlich seine herzlichsten Glückwünsche zum 5 0. Geburtstag auszusprechen. Jedes Arbeitsjahr der HI. steht unter einer Parole, die der Reichsjugendführer verkündet. In diesem Kriegsjahr, das für die HI. das „3 a f) r der Bewährung" ist, werden außerdem „W o- chenparolen der Jugend" herausgegeben, die weltanschauliche Grundfragen mit den Anforderungen des allgemeinen HJ.-Dienstes und des besonderen Kriegseinsatzes verbinden. * Die BDM.-Reichsreferentin Dr. Jutta Rüdiger ist von einem mehrtägigen Besuch der rumänischen Staatsjugend zurückgekehrt. Sie wurde von Minister Sidorovici empfangen und besichtigte Führerinnenschulen und andere Erziehungsstätten der rumänischen Jugend. Unter der Schirmherrschaft des deutschen Gesandten wurden die beiden neuen Filme der Hitler-Jugend „Der Marsch zum Führer" und „Glaube und Schönheit" gezeigt. Der Vizesekretär derfaschistischenStuden- tenorganisation (Guf), Nationalrat Guido Pallotta, hat den Gaustudentenführer Ausland, Rolf Gutmann, ju einer Besprechung empfangen über die deutsch-italienische studentische Zusammenarbeit und das Studium der reichsdeutschen Studenten in Italien. ♦ Der 5694 Brt. große i t p l i e n i s ch e D a m p f e r „Georgio Olsen" ist am Mittwoch früh an der Ostküste Englands auf eine Mine gelaufen und gesunken. * Der amerikanische Botschafter in London erklärte, er werd« nach feinem Wiedereintreffen in London vorschlagen, gewisse englisch-amerikanische Schifffahrtslinien untereinander a u s z u t a u s ch e n. Dadurch würden amerikanische Schiffe, die jetzt brach lägen, wieder Arbeit finden. Er hoffe, die Briten veranlassen zu können, Routen an die USA. zu übertragen, die jetzt nur von britischen Schiffen befahren würden, die jedoch bereits aus diesen Routen herausgenommen worden seien, um Kriegsmaterial auf anderen Routen zu befördern. * In der Stockholmer Spionageaffäre, bei der drei für England arbeitende Spione verhaftet wurden, ist jetzt noch eine vierte Person in Heising- borg festgenommen worden. Es scheint festzustehen, daß die Spionageorganisation in allen großen Hafenstädten Verzweigungen hatte. * In Preßburg wurde die f l o w a k i f ch e Kriegshoch s ch u l e eröffnet. Sie besteht aus den Abteilungen des Generalstabes und der Intendanz und ist in drei einjährige Lehrgänge eingeteilt. Die slowakische Universität und die Technische Hochschule werden gemeinsam mit der Kriegshochschule den Slowaken ermöglichen, den Nachwuchs für den slowakischen Befehlsstab heranzubilden. * Die bulgarische Regierung K j o f f e i ro a n o f f ist zurückgetreten. Den Auftrag zur Bildung der neuen Regierung hat Professor Bogdan F i l o f f, Unterrichtsminister im Kabinett Kjosseiwanoff, erhalten. Filoff war früher Professor der Archäologie an der Universität Sofia. * Der Kriegsberichterstatter der großen französiscken Wochenzeitung „Gringoire", George Hamel, Der wahrheitsgemäß die Juden als die Verantwortlichen für den augenblicklichen Krieg anprangert, wurde zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Phantasie zu Vermutungen verführen, die dann von dem wirklichen Ausgang um so verblüffender überrascht werden. Manche der kleinen Erzählungen reizen zu wiederholtem Lesen, ein Beweis für den neunzehnten Jahrhunderts. Inzwischen aber schüttelt die Welt die Haarspalterei und Dialektik von sich und sehnt auch in ihrem letzten Winkel einen „neuen und gewissen Geist" und Begriffssicherheit herbei für Ehre und Unehre, Recht und Unrecht: jene klaren unverrückbaren Formeln, nach denen die groben Briefe des Mittelalters einst geschrieben wurden. Mit Dialektik nämlich und mit Ironie den Gegner töten — das alles ist viel weniger schwer, als der Unkundige es denkt, und am Ende gehört, wie der alte weise Fontane feststellt, dazu nur ein wenig Respektlosigkeit und etwas Fingerfertigkeit auf der Klaviatur des Schreibwerkzeuges. Wer aber die schweren Brocken eines großen Zornes schleudern will, der muß beides haben: den Glauben an sich selbst, den Glauben an frembes Recht unb an bie heilige Grenze zwischen den beiden. Und nur der, der diese Grenze respektiert, wird sie in den Augenblicken der notwendigen Abwehr volltönend blasen können, die große rote Posaune des eifernden Zornes. Als Geleit zu einer Sammlung: „Der grobe Brief, von Luther bis auf Ludwig Thoma." Aücherfisch. — Ernst Kreuder: „Die Nachtdes Gefangene n", Erzählungen. 191 Seiten. Verlag L. C. Wittich, Darmstadt. — Ungewöhnlich und voll erregender Spannung wie die nächtlichen Erlebnisse des Gefangenen in der Titelerzählung sind auch die übrigen 21 Geschichten. Alltägliche Begegnungen bekommen unmerklich etwas Hintergründiges, ein Frauenantlitz bannt mit magischer Gewalt, von der Atmosphäre des Geheimnisvollen, manchmal des Unheimlichen umweht, und zwei Menschen verwickeln sich rasch in Innere und äußere Abenteuerlichkeiten. Eine Erzählung heißt „Das Unentrinnbare" und so könnten sich die meisten nennen. Auch sprachlich weiß Kreuder den Leser unentrinnbar zu gängeln. Obschon er schlicht im Ausdruck bleibt, spürt seine scharfe Beobachtungsgabe ständig Dinge auf, die zwar mitunter nebensächlich sind, aber die Spannung verstärken und wie in einem guten Kriminalroman die Schreibers" genannt — verstopft man es, so platzt der Kessel, unb in anberroeitigen Katastrophen Leibes unb ber Seele schnaubt ber Aerger zutage. In Schlagberührung, Gallensteinkolik, tagelanger Nörgelei über Essen unb Wetter unb in Strinbbergszenen nebst angebrohter Ehescheibung. In Nörgelei über die Haartracht der Gattin und das Tapetenmuster, das dem Grollenden nun so vorkommt, als habe es ihm zum Trost ein berühmter Spezialist für Masern, Scharlach und andere bösartige Krankheiten entworfen. Trösten wir uns: fast alle Großen der Weltgeschichte — Kaiser und Staatsmänner und Künstler — haben sich auf diese Weise Lust gemacht! Wohl haben die Empfänger solcher Schriftstücke sie aus erklärlichen Gründen nur ausnahmsweise auf- bewahrt, wohl haben die Herausgeber berühmter Briefwerke die groben meist unterschlagen, wohl wäre der letzten Jahrhundertwende das papierne Olympierbild Goethes unvereinbar vorgekommen mit der Existenz grober Goethe-Briefe. Und doch hat auch er gelegentlich mit grober Haubitze geschossen, und oft genug sind aus erlauchtem Munde Worte gefallen, die den Zartbesaiteten nachträglich vom Stuhl stürzen und ihn erstarren lassen. Wollen wir aber, inmitten einer Weltenwende, die Nase rümpfen, weil Beethoven feinen Kopisten einen „aufgeblasenen Esel" und den Lehrer seines Neffen einen „Pferdeerzieher" nannte und Michelangelo in feinen brieflichen Zornesausdrüchen jenes schlichte Wort gebrauchte, das Goethes zweites Drama so populär gemacht hat und inzwischen zum großen Kampf- geschrei der Deutschen geworden ist? Selten liegt bie Zeit unb bie Persönlichkeit bes Verfassers so bloß wie im groben Briese, und in bem bes beginnenden sechzehnten Jahrhunderts grollt oft schon der große Bauernkrieg just so, wie in den letzten, um 1930 geschriebenen gelegentlich schon das Donnergegroll der großen Weltenwende sich vernehmen läßt. Auch Der grobe Brief hat seine Geschichte, hat seine Hochperiode und seine Abwandlung ins Geistig-Bissige unb schließlich seine Entartung im Literatenhaft-Gehässigen. In ben Briefen ber fterbenben Gotik, wenn etwa Wittelsbacher unb Hohenzollern sich gegenseitig Betrüger unb Parvenüs nennen, sieht man tief hinein in eine Zeit ungebrochener und unbiegfamer Ehrbegriffe, und es ist nachgerade ein homerischer Hader, der dann durch dis menschenarmen und dämonenreichen Räume des mittelalterlichen Reiches schallt. So noch bei dem großen Peter von Rußland, so bei Friedrich Wilhelm, so selbst noch bei Maria Theresia, wenn sie ihren Mailänder Sohn zu fürstlicherer Haltung mahnt und hinter den barocken Vorhängen doch noch immer die mittelalterliche Frau erscheint mit ihrer Welt unverrückbarer Begriffe. Bei ihrem großen Zeitgenossen Friedrich ist es, sowie erst der Rationalismus sein Werk getan hatte und Voltaires Saat aufgegangen war, schon anders. Hier ist es kein homerisches Schelten, hier blitzen die eleganten Klingen einer tödlich vergiftenden Ironie. Der Zorn gotischer Riesen ist es nicht mehr, und was gar im neunzehnten Jahrhundert dem Erdensohn als Schutz bleibt gegen die mannigfache Kränkung feines Lebensgefühls, das ist das siebenfache Erz der Satire, die'er um fein Herz legt. Man lese etwa Hans von Bülows berühmte Briefe. Auf den ersten Blick berühren sie fast unsympathisch in ihren Clownerien und Bocksprüngen, und man fragt sich wohl, ob dies der berühmte Beethovendirigent und Ritter ohne Furcht und Tadel gewesen sein kann. Bis man beim zweiten Blick feststellt, daß dieses im letzten Sinne edle Blut sich angewidert fühlte vom Geschäftsbetrieb des damaligen Konzertwesens und um so rebellischer wurde, je mehr es litt unter der wachsenden Formlosigkeit seiner Zeit, und daß es diesem Manne eben nicht gegeben war, ohne dialektischen Protest Bachs heilige Paramente auszubreiten vor einem Parkett von Spießern. Unter der Gafferperspektive des Konzertsaales litt er so, daß er gewissermaßen Rad schlug, um ja nicht des alten und einsamen Herzens geheime Qual laut werden zu lassen. So war's bei Hans von Bülow, und es mag bei Liliencron und bei Menzel, die beide im Schreiben von groben Briefen Bemerkenswertes geleistet haben, nicht viel anders gewesen fein. Je tiefer das unselige neunzehnte Jahrhundert abgleitet in Formlosigkeit und Entgeistigung, desto mehr entfernt auch der grobe Brief sich von seiner Urquelle bes verletzten Ethos unb wirb zur Trutzwaffe ber Einsam-Zarten, bie sich in ihrer Einsamkeit nicht wollen stören 0er grobe Bries. Don Friedrich Neck-Malleczewen. Haben wir ihn nicht alle einmal geschrieben? Kennen wir nicht alle jenen seelischen Druck, mit ber nach längerer Serienreife ber Heimkehrenbe ben Berg angestauter Post sieht, unb mit Seheraugen erkennt er von weitem schon, was ihm bie Heimkehr vergällt unb ihm im Augenblick bas geltem geschaute Paradies bes Ferienlanbes versinken läßt im grauen grauen Schlamm bes Aergers? Ein Hanbwerker schickt eine längst beglichen geglaubte Rechnung zum zweitenmal; eine Behörbe schreibt in saloppem Ton unb wollte von bir schon vor vier Wochen „binnen Dreier Tage bei Vermeibung eines 10-v. H.-Steuer- au schlages" ein Formular mit siebenunbbreißig Einzel ragen ausgefüllt haben ... Ein Bureaukollege hat un ere Abwesenheit zu einer bräuenben Intrige be» nützt; "ein gegnerischer Anwalt hat, wie wir glauben, Schwarz in Weiß verkehrt unb verlangt binnen kürzester Frist eine Zahlung, die uns für immer zu ruinieren scheint. Gewiß, es gibt Weise von, beinahe unirdischer Lebenskunst, die vermeiden jeden Papierkrieg und reagieren stoisch oder überhaupt nicht. Der Durch- schnfttliche Zeitgenosse aber, der Mann mit ben Groß- ftabtneroen unb gar ber professionelle Schreiber: ber sitzt sofort an ber Schreibmaschine, antwortet ber zum Abenbessen rufenben Gattin mit zerstreutem „Sofort", rast vier Stunben unter schwer zu ver- antroortenbem Papierverbrauch über bie Tasten, beginnt Bogen um Bogen, um ihn nach vier Zeilen zu zerreißen unb ben folgenben noch sorgfältiger zu vergiften, kommt schließlich mit yraudleichem Gesicht, wenn auch vorübergehend erleichtert, eine Stunde nach Mitternacht zum längst verdorbenen Abendessen ... Unb entdeckt erst am nächsten Tag, daß er konfuses und wutstotterndes und keineswegs wirksames Zeugs geschrieben hat — überspitzte und würdelose Ergüsse, über die der Gegner mit Recht Hohnlachen wurde. Hat er aber wirklich so verkehrt gehandelt, als er so rasch reagierte, während seine Koteletts kalt wurden? Keineswegs, da der seelische Abszeß sich entleeren muß, da selbst der alternde Goethe, der angeblich doch Generalpächter aller abgeklärten Lebensweisheit war, irgendwo erklärt haben soll, daß verhaltener Aerger das Leben verkürze. Balzac hat den groben Brief Das „Sicherheitsventil Des berufsmäßigen lassen... ' . . Oder er versprüht und verknattert mangels eines überzeugenden Pathos in den sorgfältig vergifteten Briefen des professionellen Schreibers, in der verletzten Eitelkeit des abgewiesenen Dramatikers, der auch ein Kleist unterlegen ist, in dialektischen Bosheiten und verbitterter Zanksucht und im Protest der ....... ------------- .... - . Lohönn gegen Deu brüchig werdendes Staat des erregende» Ate» des Luches. BälW Fragen der Ernährungewirischast er- — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der ungetreue Eckchart". D:'e Bezugsscheine der Hausgehilfin I Mädchen Vs der zur Verfügung stehenden Bezugswaren an den Beschäftigungshaushalt abzugeben knhnn mnhrnnh ihnnn 2 /- für hid GöfflfftHJrfrtrntinn haben, während ihnen Vs für die Selbstversorgung ermordet wurde." * bis 1933 hat man dies nicht erkannt. In diesen Jahren verfiel die deutsche Landwirtschaft völlig den bien. in 5Ö'Oß Vornotizen. Tageskalender für Freitag. o a n o f f ist i der neuen -ff, Unter« ff erhalten, [ogie an der konnten. , , „Dr. Niemann riet mir, nicht ohne einen Trumps zu Ludwig zu gehen. Ich sah ein, daß er recht hatte. Ludwig würde mich wahrscheinlich abweisen, wenn ich kam und ihn um seine Frau bat. Sie müssen ein Druckmittel in Händen haben, riet mir mein Freund, am besten, Sie könnten Ihrem Bruder einen Ehelassen. „Johann Zacharias ist ein Pantoffelheld. Er nahm sofort die Gelegenheit wahr, mit mir das !e Kriegs- den Abtei« mdanz und geteilt. Die e Hochschule hschule den 15 für den Täglich beschäftigte H a l b t a g s m ä d ch e n. Sie nehmen in der Regel das zweite Frühstück und das Mittagessen im Beschäftigungshaushalt ein. Für die übrige Beköstigung wird meist selbst gesorgt. Unter Zugrundelegung von 35 Wochenmahlzeiten ergibt sich die Regelung, daß Halbtags- Ton gekommen. „ „3a", sagte er heiser, „das kannst du, Julia. Sie nickte. „Der Mord geschah vor Mitternacht. Wann kamst du nach Hause?" . Gerhart Garlotti steckte endlich den Bleistift em. Der Mechanismus war übergedreht. „Ich kam spät nach Hause." „Willst du mir sagen, wo du warst? Er nickte zum mehrfachen Male; er begriff Julia vollkommen. Sie hatte recht; man mußte Zusammenhalten, um einander Unannehmlichkeiten zu ersparen, man mußte die Aussagen überprüfen und die Widerspräche vorher klären, ehe die Polizei darauf stieß und Schlüsse daraus zog, die Gefahr bedeuten ampfer n der Vst- und ge- Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Jugend". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Das Recht auf Liebe". internationalen Verflechtungen und Verpflichtungen. Besonders verheerend wirkte angesichts der Z> $! unter ^kündet. 5 ^ahr Meben, Anforde. * des bt. m erklärte, in London he Schiffchen. Da. jetzt brach die Briten USA. zu n Schiffen liefen Rvu- m Kriegs- m. Was hat die Hausgehilfin an Bezugscheinen für I Nahrungsmittel und Seife an die Hausfrau >abzu° geben? Bei der Berechnung der Abgabenteile für Halb- bzw. Ganztagsbeschäftigte ist man davon ausgegangen, daß der Schwerpunkt unserer Ernährung heute nicht mehr allein auf dem Mittagessen liegt, sondern sich gleichermaßen auf Frühstück, Mittag- und Abendessen verteilt. Da die zustehenden Gewichtsmengen durch Sonderzuteilungen jich oft verändern, hat man davon abgesehen, die abgabepflichtigen Lebensrnittel der Hausgehilfin aewichtsmäßig festzulegen und statt dessen einen bestimmten Bruchteil der zur Verfügung stehenden Gesamtmenge als abgabepflichtig errechnet. Der von Hausfrauen und Hausgehilfinnen tn den Ausschüssen gemeinsam aufgestellte Plan sieht folgende Verteilung vor: für die ganztägig beschäftigt'e Hausgehilfin: Abgabe sämtlicher Lebensmittelscheine und der Seifenkarte, wobei die Einheitsseife dem persönlichen Gebrauch der Hausgehilfin bleibt. Wird die Wäsche der Hausgehilfin vereinbarungsgemäß nicht im Beschäftigungshaushalt gewaschen, dann ver- bleibt selbstverständlich die ganze Seifenkarte der Hausgehilfin. Für Dreivierteltagsbeschäftigte: iei der drei et wurden, in Helsing. Weben, rßen Hafen« , biej^ Zerrüttung der Weltmärkte in der Nachkriegszeit die Preisgebundenheit der deutschen Landwirtschaft an die Weltmarktpreise. Mit der Machtübernahme im Jahre 1933 setzte die nationalsozialistisch ausgerichtete Agrarpolitik ein. Mit ihrer Durchführung wurde der Reichsnährstand betraut. Seine wichtigsten Aufgaben waren Erzeugungssteigerung, Erzeugungslenkung und zweckmäßige Erzeugungsverteilung zu Preisen, die einerseits der deutschen Landwirtschaft eine wirtschaftliche Gesundung ermöglichten, anderseits auch der Kaufkraft der Verbraucher entsprachen. Die Erzeugungssteigerung und -lenkung ist durch die Erzeugungsschlacht der deutschen Landwirtschaft weitgehend erreicht worden; die Aufgaben der Verteilung und der Preisregulierung sind durch die landwirtschaftliche Marktordnung gelöst worden. Die Auslandsabhängigkeit der deutschen Volksernährung ist trotz der verbesserten Lebensoerhältnisse und der Bevölkerungszunahme auf allen Gebieten wesentlich verringert worden. Schon die ersten Kriegsmonate haben gezeigt, daß unsere Landwirtschaft über Erwarten gut über die Kriegsschwierigkeiten hinweggekommen ist. Die deutsche Ernährungswirt- schaft bietet so die Garantie für den Sieg Groß- deutschlands. Er zuckte zusammen. „Weshalb um mich? , forschte er Seine kleinen schwarzen Augen wurden geradezu winzig, die dichten Brauen deckten sie zu. ,Lch sah dich gestern abend im Hof", sagte Julia. Sie sagte es leise und schaute sich um, ob die Zimmertür geschlossen war. Er beugte sich ein bißchen vor. „Warst du unten im Hof, als es geschah?" Nein. Ich weiß nicht, wann es geschah. Ich war aber auch nicht unten. Sie sagen, er soll vor Mitternacht gestorben sein. Ich stand am Fenster und iah auf den Hof. Man erkennt einen schmalen Lichtspalt, wenn Ludwig an seinem Schreibtisch M. und arbeitet. Es war neun Uhr. Ich sah, daß bei Ludwig Licht brannte, ich wollte mich abwenden, da sah ich dich. Du gingst zu ihm hinüber. Mein Herz ttopfte Jetzt werden sie miteinander sprechen, dachte ich, letzt entscheidet sich dein Leben." . Er unterbrach sie hastig. „Hast du das dem Kriminalkommissar gesagt?" ,. Nein" antwortete sie; und dann fugte sie hinzu. Natürlich nicht"; obgleich es doch natürlich gewesen wäre, das der Polizei zu sagen. AberGerhartschieil diese Auskunft zu befriedigen. „Du irrst dich, Julia" sagte er, und seine Stimme klang em wenig gequält, „ich war nicht bei Ludwig. Ich ging zum •L H ' v l__k „..f s;« CiH-n&o firh mnftfe einen Julia Carlotti meinte nicht mehr. Ihr Gesicht hatte eine Veränderung durchgemacht; es inasten- haft geworden; das Mienenspiel schien erloschen. Sne sah den Mann an, der ihr im Wohnzimmer am WÄffi »I« «... Ä™ Händen und drehte daran. Er sch°b die Bleifullung herein und wieder heraus; ganz zwecklo, WJÄta Ar. unfertn Wün- zuckten. 6ie neigte Sim- des künstlichen Kamm- stand^m goldbronzierte Uhr unter Glas. Sie ' Die Reihe der Wehrwissenschaftlichen Vorträge unserer Universität wurde gestern abend im Hörsaal des Chemischen Jnstttuts mit einem Vortrag über das Thema „Fragen der Ernährungs- Wirtschaft unter wehrwirtschaftlichen Gesichtspunkten" fortgesetzt. Der Redner, Prof. Dr. M. Rolfes, gab einen tiefen Einblick in die Materie. Die Zuhörer folgten mit gespannter Aufmerksamkeit. Den Ausführungen des Redners sei folgendes entnommen: Der unglückliche Ausgang des Weltkrieges war zum großen Teil eine Folge der unzureichenden Ernährungssicherung des deutschen Volkes. Der Zusammenbruch der Volksernährung im Kriege war weitgehend bedingt durch den Mangel einer wehrwirtschaftlichen Vorbereitung und durch die Agrarpolitik der Vorkriegszeit. In den Jahren vor 1914 war die deutsche Ernährungswirtschaft, teils zwangsläufig infolge der Bevölkerungsentwicklung, teils bewußt gefördert durch agrarpolitische Maßnahmen, immer stärker in die weltwirtschaftlichen Beziehungen hineingezogen worden. Besonders rasch brach unter diesen Voraussetzungen im Weltkrieg die deutsche Viehhaltung zusammen, wie durch den berüchtigten „Schweinmord" gezeigt wird. Die Erfahrungen von 1914 bis 1919 zeigen, be= sonders unter Berücksichtigung der geopolitischen Lage Deutschlands, daß die Ernährungssicherung im Kriegsfall nur durch eine wehrpolittfch orientierte Agrarpolitik gewährleistet werden kann. Von 1919 leitigt wird. Girre vorzeitige Verwendung der für spätere Zeiträume geltenden Bezugswaren ist unzulässig. Bei plötzlicher Erkrankung der Hausgehilfin und notwendiger Ueberführung in ein Krankenhaus empfiehlt es sich, die vorhandenen Lebensmittelkarten in Reisemarken umzutauschen. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die Bezugsberechtigte tatsächlich in den Genuß der ihr zustehenden Lebensrnittel kommen muß. Jede gerecht denkende Hausftau wird deshalb darauf achten, daß die Gehilfin die ihr zustehenden Lebensmittel ungeschmälert erhält, also nicht ab und zu einmal auf ihre Butter verzichten muß und dafür vielleicht von der Hausftau wehr Margarine oder Marmelade zugeteilt bekommt. Ebenso braucht nicht besonders betont zu werden, daß die Kosten für alle Lebensrnittel, auch für Seife, die innerhalb ihres Haushaltes verbraucht werden, selbstverständlich wie bisher von der Hausfrau getragen werden. Dr. Niemann, mein Anwalt. Ich wollte mit ihm besprechen, was in unserem Fall am besten zu tun sei, ehe ich mit Ludwig sprach." Julia horchte den Sätzen nach, die so holperig ge- kommen waren, als seien sie Ausflucht. „Du trofft den Anwalt nicht an?" „Doch", antwortete er. „Mr redeten eine ganze Weile miteinander. Er ist ein Klubkamerad von mir und ließ mich nicht gleich wieder weg." „Wie lange warst du dort, Gerhart?" Die Frage schien ihm unbequem. Er sann nach, um sie möglichst genau zu beantworten, das lieber» legen stand ihm auf der Stirn geschrieben. „Eine gute Stunde wohl", sagte er. „Aber warum, Julia? Du fragst, als seiest du der Untersuchungsrichter in aus in das nächste Bierlokal. Wir saßen da am Potsdamer Platz, und es war mir gräßlich, zp dem Mann in dem lauten, verräucherten Bräu zu sprechen. Aber es ging rasch. Er verstand mich sofort und versprach, mir baldigst Material zu beschaffen. „Du fuhrst nach Hause?" fragte Julia. „Ja", sagte er. ,Hch war müde und nahm eine Taxe. Nach elf Uhr war ich im Hause. Als ich über den Hof ging, sah ich, daß Ludwig noch immer Licht hatte. Aber vielleicht lebte er da schon nicht mehr. Als ich oben die Wohnung aufschloh, hörte ich Mut- ter in ihrem Schlafzimmer. Sie rief mir durch die Tür etwas zu. Dem Sinne nach, ob ich es sei, der da komme. Ich bestätigte ihr das, und sie sagte, ich solle die Sperrkette noch nicht vorlegen, denn Lene sei noch nicht im Hause. Lene hatte gestern ihren freien Abend. Ich hörte sie wenig danach schließen, als ich gerade beim Auskleiden war. Ich legte meine Uhr auf den Nachttisch und zog sie gewohnheits- mäßig für die Nacht auf. Ich sah, daß sie um zehn Uhr stehengeblieben war. Ich hatte aber keine Lust, noch festzustellen, wie spät es war, sondern legte mich zu Bett." (Fortsetzung folgt.) SS S- SÄ Souaten-Abeud zugunsten des Kriegswinterhilfswerkes Alle Partei- und andere Organisationen, Vereinigungen und Vereine setzen sich in vorbildlicher Weise für das Kriegswinterhilsswerk ein. Wenn sich nun neben den großen Verbänden noch geeignete und befähigte Personen in den Dienst dieser großen Sache stellen, so ist das freudig zu begrüßen. Gilt es doch, gerade in diesem Kriegswinter zu zeigen, welch ungebrochener Wille im deutschen Volke durch den uns aufgezwungenen Krieg lebendig geworden ist. Das Ergebnis dieses Jahres soll die alle vorhergegangenen weit in den Schatten stellen. Ein Scherflein dazu sollte durch den gestrigen Sonatenabend im Studentenheim beigesteuert wer- den. Die reizvolle Folge enthielt drei Werke, die nicht allzu oft im Konzertsaal erscheinen. Eines davon ist von einem deutschen, zwei von nichtdeutschen Musikern. Letztere haben aber, unbeschadet ihrer eigenen nationalen Selbständigkeit, entscheidenden Einfluß auf ihr Schaffen von deutschen Meistern empfangen. Emil Sjögren (Sonate G-Moll, op. 19) ist 1853 in Schweden geboren. Sein Schaffen bewegt sich hauptsächlich auf dem Gebiet der Snftrumental- musik. Unverkennbar find die Einflüsse der neu- deutschen Schule (Liszt, Wagner), die sich besonders in harmonischer Hinsicht äußern. Sjögren zählt zu den bedeutendsten Tonsetzern seines Landes. Anton D v o r ä k (Sonatine G-dur, op. 100), 1841 bei Prag geboren und 1904 gestorben, ist neben Smtztana der größte böhmische Musiker. Ein urwüchsiges und originelles Talent ersten Ranges. Neben dem Erfindungsreichtum feiner Gedanken ist es besonders die eigenartige Rhythmik, die feine Werke so reizvoll und unvergänglich macht. Die bleibende Bedeutung Dvoräks ist in feiner Kammermusik. Seine Opern und auch zum Teil feine Symphonien find der Zeit zum Opfer gefallen. Gerade die kammermusikalischen Werke haben dem Böhmen die Freundschaft eines der größten deutschen Musiker gebracht, nämlich die von Joh. Brahms, der auch auf das Schaffen Dvoräks merkbaren Einfluß gewann. Das zum Vortrag gebrachte op. 100, das sich bescheiden nur Sonatine nennt, ist eines der gelungensten Kammermusikwerke, das die Vorzüge seines Schöpfers ins hellste Licht stellt. Erfreulich und dankenswert ist es, daß man ein Werk von Sandberger auf die Folge fetzte. Adolf Sandberger (Sonate d-moll, op. 10), ist wohl weitesten Kreisen völlig unbekannt. Er ist 1864 geboren und schrieb eine Anzahl Werke für Orchester, Chor und Kammermusik. Eine Oper „Ludwig bet' Springer" erlebte nur wenig Aufführungen. Ein großes Verdienst hat sich Sandberger durch Herausgabe und musterhafte Bearbeitung alter Meister gemacht. Auch gelehrte Abhandlungen sind ihm zu verdanken, wie z. B. über Haydns Streichquartette und Beiträge zur Biographie H. L. Haßlers. Sand- bergers kompositorisches Schaffen stempelt ihn zu einem Anhänger der jungdeutschen Richtung. Um die Ausführung dieses recht anspruchsvollen Programms bemühten sich Walter Bartich, Vio- schlug sie mit zwei hellen Schlägen die halbe Stuitt>e an. _ , „Ich muß gehen", entschloß sich Gerhart Carlotti. „Ich war nur gekommen, Julia, um dir zu sagen, daß ich in jeder Minute mit dir fühle. Wenn du mich brauchst, ruf' mich. Ich bin für dich immer da. Und nimm es nicht zu schwer. Schau vorwärts. Du sollst um Ludwig trauern, er war es wert. Aber du darfst nicht verzweifeln. Dein Leben liegt vor dir. Gibt dich nicht grundloser Verzweiflung hin. Was du vorhin sagtest, ist unsinnig. Du bist überreizt, sonst könntest du so etwas nicht denken. Dich trifft keine Schuld. Dieser Tod ist ein Schicksal. Wir stehen davor und haben schweigend anzuerkennen. Du wirst sehen, wenn die Polizei den Mörder faßt, ist es em Mensch, den wir gar nicht kennen." Er hatte eindringlich und ttöstend gesprochen. Julia wußte ihm Dank. Sie nickte ihm zu „Vielleicht. Gerhart, hoffentlich. Aber ich habe Angst. Ihr Blick suchte den seinen. „Auch um dich, (3er- üdiger rutnä. M Sie 1 und bt. Hchungg. r Mirin. "den dje er 1 gezeigt. Stuben. Qt Ouibo land, Rolf lngen über 'wenarbeit identen in Aus der Stadt Gießen. Wechsel in der KreiSgeschästsführung der Partei. Am gestrigen Donnerstag versammelte Kreisleiter Backhaus die Gefolgschaft der Kreisleitung Wetterau zu einem Appell, der dem Abschied von dem bisherigen Kreisgeschäftsführer der Kreisleitung Wetterau, Hermann Wagner, galt. Pg. Wagner ift, wie wir bereits berichteten, als Geschäftsführer an die Gauwaltung der DAF. in Frankfurt a M berufen worden. Er tritt dieses Amt am heutigen Freitag, 16. Februar, an. Kreisleiter Backhaus verabschiedete den bisherigen Kreisgeschäftsführer, der zwei Jahre lang in dieser Stellung tätig gewesen war, nachdem er vorher die NSBO. in Gießen auf- gebaut und hier die Kreiswaltung der DAF. geleitet hatte, mit einer Ansprache, in der er die Arbeit und die Verdienste Pg. W a g n e r s mit herzlichen Wor- . ten des Dankes und der Anerkennung würdigte. An- ; schließend führte der Kreisleiter den Ortsgruppen- ; leiter Gießen-Mitte, Pg. Hans Weber, in fein neues Amt als Kreisgeschäftsführer der Kreisleitung Wetterau ein, das er mit dem heutigen Tage übernimmt. Pg. W a g n c r sprach dem Kreisleiter feinen Dank für bas ihm jederzeit bekundete Vertrauen und für feine Anerkennung aus, ebenso dankte er den Gefolg- ■ fchaftsmitgliedern der Kreisleitung für die gute Mitarbeit bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Die Gefolgschaftsmitglieder überreichten ihrem scheidenden Arbeitskameraden als äußeres Zeichen ihrer Verbundenheit mit ihm ein Andenken. Pg. Weber übernahm hieraus das Amt des Kreisaeschäftsführers mit dem Versprechen, feine Arbeit allezeit nach dem Vorbild des Führers zum Wohle der Volksgemeinschaft auszurichten. Polizeiverordnung über Oeckungnahme bei Flakfeuer. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — hat unter dem 27. Januar eine Polizeiverordnung erlassen, die sich mit der Deckungnahme bei Flakfeuer beschäftigt. Bei Flakfeuer ist sofort in Gebäuden, Hausfluren, überdachten Toreinfahrten ober sonstigen Räumlichkeiten, die gegen Granatsplitter Schutz bieten, Deckung zu nehmen. Es ist verboten, bei Flakfeuer auf der Straße stehen zu bleiben und dem Schießen zuzusehen. Eltern und sonstige Erziehungsberechtigte sind verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, daß diese Vorschrift von den ihrer Aufsicht unterstehenden Personen nicht verletzt wird. Bei Zuwiderhandlungen ist Strafe angedroht. Nachbarschaftshilfe soll keine bezahlte Kraft erleben. UeberaU hört man vom Einsatz der Nachbarschaftshilfe sprechen, einer Einrichtung, die in der Stadt ganz neu erscheint, während sie auf dem Lande praktisch immer geübt worden ist. Es war früher selbstverständlich, daß überall der Nachbar dem Nachbarn hals, wenn er in Not war. Die NS.- aber sE ktik von fw »inen „neuen »it herbei für ie klaren um poben Briefe n. . de« wer. «lg )ört,»«6! - ein wenig 3ten«f»" •ines 8# 9 W' M an fr«* «henbe* ■iert, wird lj Abwehr Pchrwe «*• ig ny* L-K I iet"Ä K von den Ernährungsämtern zunächst an den elterlichen oder eigenen Haushalt abgegeben. Der Be- schästigungshaushalt, der die Beschäftigte beköstigt hat einen anteilmäßigen Anspruch auf die Bezugscheine bzw. die zur Verteilung gelangende Lebensmittelmenge der Gehilfin. Die Berechnung dieses Anteils geschah aus der Erfahrung heraus, daß die Gehilfin bei dieser Beschäftigungsart gedräuch- licherweise im Beschäftigungshaushalt täglich drei, Sonntags zwei Mahlzeiten erhält. Das bedeutet bei Annahme von 35 Wochenmahlzeiten, daß V? der zur Verfügung stehenden Bezugswaren an den Beschäftigungshaushalt abzuführen sind, während V7 der Gehilfin für die Verpflegung zu den übrigen Mahlzeiten verbleiben. Fällt am Sonntag die Beköstigung aus, müßte die Bezugscheinabgabe etwa zu gleichen Teilen erfolgen. Es ist notwendig zu wissen, daß eine Dreivierteltagsbeschäftigung ohne Gewährung jeglicher Kost unzulässig ist. Die Haus- frau kann der Gehilfin an Stelle der Kost auch nicht das Kostgeld zahlen. a^ev\Av\v\t «In wollte Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin 16 Fortsetzung ‘ (Nachdruck verboten!) „Nun", meinte Kybander, „es kommt auf die Größe der Schachteln an, nicht wahr. Raucht er diese Marke?" Er hielt ihr eine halbaufgerauchte, offenbar zu Boden gefallene und^ breitgetretene „Ja^ bestätigte Jwanka sofort, „das ist seine Marke. Es ist auch meine. _ Kybander wandte ein wenig den Kops. Er leg« die halbe Zigarette in einen Behälter, dem noch zwei, allerdings viel kürzere, Stummel schon lagen. „Drei Zigaretten, offenbar an derselben Stelle geraucht, das läßt auf ein nervöses Warten schließen Jwanka zupfte ihren Rock länger. Sie war pwtz- lich hellhörig. Sie besann sich, entschloß sich dann aber doch, die Frage zu stellen die so sehr «efeut lieh war. „Wo sanden Sie die drei Zigarettenstum mel, Herr Kommissar?" meinte sie harmlos. Kybander sah ihr in die Augen. „Ich kann es Ihnen ruhig verraten", anMwrt-t- er Me lagen alle drei vor der Tür des Ladens, tn dem Garlotti Mutter hatte mir von ihrem Plan gesprochen. Sie wollte feststellen lassen, wer dieses Mädchen war, zu dem Ludwig Beziehungen unterhielt. Ich wußte, daß sie eine Detektei damit beauftragt hatte. Vielleicht hatte der Mann schon etwas in Erfahrung gebracht? Auf jeden Fall wollte ich ihn bestimmen, nicht nur meiner Mutter, sondern auch mir das geeignete Material 3U beschaffen. Mutter hatte das wahrscheinlich nicht sonderlich dringend gemacht. Ihr eilte es ja auch nicht. Mir kam es auf Stunden an. Ich wollte die Unterredung mit Ludwig nicht länger hinausschieben, auch in deinem Interesse nicht, dachte ich. Also fuhr ich noch gestern abend zu dem Mann. Er heißt Zacharias und wohnt in der Potsdamer Straße." Gerhart Carlotti machte eine Atempause. Julia fragte gespannt: „Du trofft ihn nicht an?" „Doch, gewiß", wehrte Gerhart ab, „ich kann das gottlob alles lückenlos nachweisen. Du sorgst dich umsonst." Seine Augen waren immer noch klein und zugekniffen, als möchte er sich nicht hineinsehen bleiben. Da es oft ungünstig ist, die zugewiesene Ration weiter aufzuteilen, empfiehlt sich die entsprechend abwechselnde Zuteilung im Verhältnis 1:3. Bei der Käseoerteilung beispielsweise hieße das: der Beschäftigungshaushalt erhält in der ersten Woche den Käse, während die Hausgehilfin die übrigen Abschnitte für sich behält. Stunden Hilfen: Hierbei ist zunächst zu unterscheiden zwischen Stundenhilfen, die bis zu 5 Stunden beschäftigt sind, und solchen, die über 5 Stunden beschäftigt werden. Nach den Richtlinien der Reichstreuhänder der Arbeit haben die über 5 Stunden Beschäftigten Anspruch auf die Gewährung einer warmen Hauptmahlzeit, die nicht durch Geld ab gegolten werden kann. Für die verabreichten Mahlzeiten sind von der Hausgehilfin die Bezugscheine wie folgt an den Beschaftigungshaushalt abzugeben: Vs der ihr wöchentlich zustehenden Menge an Fleisch, Fett, Mehl, Nährmittel und Zucker. Die Eier stehen abwechselnd jeweils dem Beschäfttgungshaushalt und der Haus- gehilsin zu. Wird außer der warmen Mahlzeit noch ein zweites Frühstück bzw. der Nachmittagskaffee verabreicht, so regelt sich die Bezugscheinabgabe wie bei den täglich beschäftigten Halbtagsmädchen, d. h. also, der Hausyalt erhält Vs, die Beschäftigte Vs aller zu- ge teilten Mengen. Die täglich Beschäftigten unter 5 Stunden erhalten dagegen in der Regel ein zweites Frühstück, das aber auch nach dem jeweils örtlich verschieden festgesetzten Zuschlag zu dem normalen Stundenlohn abgegolten werden kann. Bei allen Stundenhilfen, die nicht täglich, sondern mit tageweiser Unterbrechung mehr als 5 Stunden am Tage im gleichen Haushalt arbeiten, regelt sich die Bezugscheinabgabe wie folgt: Für eine warme Mahlzeit 50 Gramm Fleisch und 10 Gramm Fett, ober wenn fleischlos 50 Gramm Nährmittel und 10 Gramm Fett, für ein zweites Frühstück mindestens 50 Gramm Brot und 10 Gramm Fett, bei Wurstabgabe 50 Gramm Fleischwaren. Bei Stundenhufen, die nicht täglich, sondern mit tageweiser Unterbrechung weniger als 5 Stunden am Tage im gleichen Haushalt beschäftigt sind, empfiehlt sich eine Abgeltung der Kost durch erhöhten Stunden- lcchn rote bei den täglich Beschäftigten unter 5 Stunden. Stellenwechsel oder Krankheit: Bei bevorstehendem Stellenwechsel ift darauf zu achten, daß die Hausgehilfin oder Stundenhilfe nicht durch „Vorkauf" einzelner Lebensmittel benach- Pflicht jedes einzelnen zu machen. Wie überall gibt es auch da Mißverständnisse und Irrtümer. Nachbarschaftshilfe ist nicht dazu da, die Putzfrau zu ersetzen oder die Hausgehilfin, sie setzt sich ein, wo es not tut und wo vorübergehend geholfen werden muß. Volksgenossen, die den ehrenamtlichen Nachbarschaftshelferinnen schwerste Arbeit zumuten wollen, um sich selbst oder ihren Geldbeutel zu schonen, haben noch wenig von wirklicher Volksgemeinschaft begriffen. Ihnen kann unter feinen Umständen geholfen werden. Wo Krankheit vorliegt, wo eine kinderreiche Mutter sich nicht zu helfen weiß, wo die werktätige Frau eine Helferin braucht, da überall setzt sich die Nachbarschaftshilfe gern ein. Keine unvernünftigen Forderungen an Gastwirte. Vielfach werden in den Gaststätten von Gästen, entsprechend ihren Friedensgewohnheiten, zum ersten Frühstück noch zusätzlich Eier gefordert. Weigert sich die Gaststätte, solche zu verabreichen, so muß sie häufig Vorwürfe wegen schlechter Verpflegung einstecken. Es wird deshalb darauf hingewiesen, daß Gaststätten Eier nur zur Bereitung der Hauptmahlzeiten zugewiesen erhalten und daß die Abgabe von Eiern zum Frühstück an Gäste verboten ist. französischen amel, der ^wörtlichen rt, wurde zu irteilt einer Mordsache." Ihre Blicke trafen sich. Der Satz war ihm so herausgefahren. „Vielleicht fragt uns einmal der Untersuchungsrichter", sagte Julia. „Es ist immer gut, wenn man weiß, was man zu antworten hat. Ihr Blick war fest und wich nicht aus. „Ich sah dich um neun Uhr das Hausverlassen. Du gingst über den Hof und verschwandest im Torweg, der zur nicht^hinungega^igen.^Da^ kann kf) mitGewißheit! Haus zu verlassen. Geschäftlich, Amanda, rief er, aussaaen." Ihre Sätze waren in leicht fragendem äußerst wichtig. Dann zerrte er mich zur Tur hin- __ ' O ' Alta tr» hnc rtnrMfo ’Kit>rlnf rtl ’ ünt 'S bruch Nachweisen. Ich beschloß, danach zu handeln. Weg gehen; zum FehrbeMner Platz. Dort wohnt! denn der Vorschlag leuchtete m.r em. Frauenschaft - Deutsches Frauenwerk hat den Ge- danken der Nachbarschaftshilfe aufgegriffen, um ihr* Die Bezugscheine für diese Beschäftigten werden wieder so in Stadt und Land zur selbstverständlichen A * line, und Frau Elfriede Fischer, Gießen. B a r - tich, der eine Stellung am Königsberger Rundfunk bekleidet, spielte die in ihren Wesensarten verschiedenen Sonaten mit gutem Eingehen in den Stil eines jeden Werkes, wobei ihm die langsamen Sätze am besten gelangen. Dabei ließ er es sich angelegen sein, die dynamischen Möglichkeiten zur Gestaltung heranzuziehen, besonders nach der Seite des Piano hin. Frau Elfriede Fischer führte den Klavierteil recht farbig und sicher aus, immer bedacht, die kammermusikalische Linie einzuhalten und wenn nötig, die einzelnen Themengruppen ins rechte Licht zu rücken. Die Zuhörer dankten am Schluß durch herzlichen Beifall und erhielten eine Zugabe. Heinrich Blaß. * ** Zur Warnung! Gestern gegen 16.30 Uhr mußte die Feuerwehr nach dem Neuen Weg ausrücken. Dort war, anscheinend durch unvorsichtiges Hantieren beim Austauen einer Wasserleitung, ein hinter der Leitung liegender Balken in Brand geraten. Das Feuer hatte sich, ohne zunächst bemerkt zu werden, ausgebreitet und machte dann das Eingreifen der Feuerwehr nötig. In 15 Minuten war die Gefahr beseitigt. Der Vorfall läßt erneut erkennen, daß es bei dem Auftauen der Wasserleitung vorsichtig zu verfahren gilt, wenn Schäden verhütet werden sollen. Aus dem Gießener Handelsregister. In das Handelsregister beim Amtsgericht Gießen wurden folgende Eintragungen gemacht: Bei der Firma H. Glatthaar & Sohn in Gießen wurde der Ehefrau Margarethe Glatthaar, geb. Götze, Prokura erteilt. — Die Firma Sägewerk Friedrich Ortwein, Treis a. d. Lda., ist erloschen. — Bei der Firma Stückrath & Bender G. m. b. H. in Gießen ist Karl Heinrich Stückrath in Gießen als Geschäftsführer ausgeschieden. — Bei der Firma Johann Spieß & Co., G. m. b. H., wurde als Gegenstand des Unternehmens der Zusatz: „ferner Lederwarengroßhandlung" eingetragen. Die Prokura der Ehefrau Berliner ist erloschen. Der Gesellschaftsvertrag wurde am 22. Dezember 1939 geändert. Alleinige Geschäftsinhaber sind Dr. med. dent. Wilhelm Hinrichs in Gießen und Kaufmann Wilhelm Jung II. in Großen-Linden. Bereits vier Länderspiele für 1940. Die Reichssportführung hat für dieses Jahr bereits vier Fußballänderspiele abgeschlossen. Das beweist am besten die internationale Aktivität des deutschen Fußballsports auch während des Krieges. Am 7. April spielt unsere Nationalmannschaft im Berliner Olympischen Stadion zum 15. Male gegen Ungarn. Acht Tage später, am 14. April, folgt in Wien die dritte Begegnung mit Jugoslawien. Von besonderer Bedeutung ist wieder der Kampf gegen den Weltmeister Italien, dem die deutsche Elf am 5. Mai in Mailand zum neuntenmal gegenübertritt. Hinzukommt schließlich noch der soeben vereinbarte Kampf gegen Dänemark am 9. Juni in Kopenhagen. 21 Boote gestiftet. Mit allen Kräften wird der deutsche Rudersport an Weichsel und Warthe, der unter der polnischen Gewaltherrschaft stark zu leiden hatte, wieder belebt. Die gesamte deutfche Rudergemeinschaft nimmt daran lebhaften Anteil. Sie stiftete ihren Kameraden im Osten 21 Boote. Am 1. März wird die Spendenliste abgeschlossen, damit die Boote rechtzeitig zu Saisonbeginn an ihren neuen Plätzen eingetroffen sind. Am 7. April, dem „Tag des deutschen Rudersports", werden die Boote in Bromberg durch den Reichssportführer ihre Namen erhalten. Unter den Booten, die an diesem Tage den Vereinen in feierlicher Form übergeben werden, befindet sich auch der Vierer,- den die Gießener Ruder- gesellschaft 1877 — wir berichteten bereits zu früherer Zeit darüber — für einen Verein des deutschen Ostens gestiftet hat. Die Gießener Rudergesellschaft ist dieser Tage von dem NSRL. gebeten worden, das Boot zum Versand klar zu machen. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 16. Febr. Der Hauptmarkt für Rinder und der Nebenmarkt für Kälber und Schweine waren gut beschickt. Das gesamte Vieh wurde zu etwa folgenden Preisen zugeteilt: Ochsen 37 bis 46,5, Bullen 35 bis 44,5, Kühe 18 bis 44,5, Färsen 27 bis 45,5, Kälber 30 bis 65, Hämmel 35 bis 51, Schafe 25 bis 44, Schweine 49,5 bis 55,5 RM. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Verlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen. Wer sind Statt besonderer Anzeige. Karl III. und tas§. 7V80 Anna von Österreich? Morgen erfahren Sie an dieser Stelle mehr! durch den Tod erlöst. 793D Gießen, den 16. Februar 1940. 799D Ruf 2135 Gießen (Rodheimer Straße 81), den 15. Februar 1940. 0528 daher Anmeldung sofort abgeben. 763D Gießen: a) 1. 2. Bürgermeister Karl Peppier. Rodheim a. d. Bieber, den 14. Februar 1940. Die Beerdigung findet Samstag, 17. Februar, nachm. 2% Uhr statt. 795D sucht. Gute Kaufgesuche Die trauernden Kinder. Gießen-Wieseck, den 15. Februar 1940. 791D melden. Gez.: Backhaus Hotel Prinz Carl Kreisleiter. Haben Sie offene Füße? Stadttheater Am 15. Februar 1940 wurde nach langem, mit größter Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, unvergeßliche Gattin, unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwester und Tante Hans Erwin Pulte Peter Dombrowsky Jochen Dombrowsky Klaus Dombrowsky Nachlässe vonr«, 20 v. 6. erhalten 6te bei wiederholten Auf. nahmen einer Amets» sagen wir allen herzlichen Dank. - Besonderen Dank Herrn Dekan Sattler für die trostreichen Worte am Grabe, sowie der Kriegerkameradschaft, den 116 ein und den Schulkameraden für die erwiesene Ehre. Für die vielen Beweise der Teilnahme bei dem Hin* scheiden unseres lieben Entschlafenen Heut£ nacht verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser Schwager und Onkel barte 116 vorher zu Die Kreisleitung Wetterau. [Stellenangebote! Keine Ursprungszeugnisse, lonbem nur Zeugnis abschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Ber- meidung von Verlusten auf der Rückseite Na- men und Anschrift des Bewerbers tragen I Der Führer der Standarte 116. I. V.: gez.: Erb Obersturmführer. Karl Schneider Oberbahnschaffner i. R. Knoblauch-Beeren „Immer jünger*' machen froh und frisch 1 1 Sie enthalt alle wirksamen V Bestandteile des reinen un- 1 verfälschten Knoblauchs in 1 leicht löslicher, gut ver- 1 daulicher Form. »Vorbeugend gegen: Ein altbewährtes Mittel zur Hebung der Nerven- und Muskelkraft ist [802A »Sanatogen« Pak. RM. 1.62,3.11 und größer. Stets frisch! Die Beerdigung findet am Montag, dem 19. Februar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Trauerfeier am 19. Februar, vormittags 11 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes. Beileidsbesuche dankend verbeten. für alle Knaben am Montag, dem 19. Februar 1940, von 9 bis 11 Uhr, in der Goetheschule, Horst-Wessel-Wall 43; für alle Mädchen am Dienstag, dem 20. Februar 1940, von 9 bis 11 Uhr, in der Schillerschule, Schillerstraße 8. Ueder Naturschutz und Naturkunde mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Dermühler Verlages, Verlin- Lichterfelde. ‘Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem (Bic&cncr Buchhändler das ausführliche bebilderte Werbeblatt ^Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher" Wir kaufen gebrauchte M- lotome zum Taxwert an u. erbitten Ihren Anruf. 8uel,Wn Ruf 2847/48. In tiefer Trauer: Familie Hugo Nowack - Anni Pulte, geb. Nowack Lieselotte Dombrowsky, geb. Nowack Hauptmann Dr. Carl Pulte Dozent Dr. med. habil. Carl Heinz Dombrowsky Ass.-Arzt d. R. der Luftwaffe In tiefer Trauer: Margarethe Waninger, geb. Keller. Achtung! Vetr.: Vormilitärische Wehrerziehung. Am Sonntag, dem 18. Februar 1940, vormittags 10 Uhr, wird auf dem Oswaldsgarten die Erfassung der Wehrmannschaften der Stadt Gießen durchgeführt. Für die Wehrmannschaften kommen in Betracht: alle ungedienten Ulänner vom 18. bis vollendeten 45. Lebensjahr, ausgenommen die Politischen Leiter der NSDAP. sowie alle Angehörigen der Gliederungen der Partei (SA., ff, NSKK. NSFK. und HI.). Die Amtswalter der NSV. und DAF. usw. müssen zur Erfassung antreten. Das Antreten sämtlicher Männer, wie oben an- Saubere Fran od. Mädchen zum Putzen für vormittags 2 Stunden gesucht evtl, nur Freitags und Sams- Bekanntmachung. Anmeldung schulpflichtiger Kinder zur Aufnahme in die Volksschule zu Gießen, Gießen-Wieseck und Gießen-Klein-Linden. Frau Gretel Peppier geb. Kraus nach kurzem schweren, mit Geduld ertragenem Leiden, heute mittag im Alter von 47 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Junge Verkäuferin oder Lehrmädchen für Metzgerei ge- FrauWwe. Emmi Nowack geb. Schmidt Bekanntmachung. Nachdem die Zustellung der Steuerbescheide über die Bürgersteuer 1940 an die Zahlungspflichtigen bzw. Empfangsberechtigten stattgefunden hat, wird als Tag, an dem sämtliche Steuerbescheide als zugestellt zu gelten haben, der 12. Februar 1940 festgesetzt. 800C Gießen, den 13. Februar 1940. Der Oberbürgermeister: Ritter. Johann Waninger im Alter von 75 Jahren. b) Gießen-Wieseck: für alle Knaben und Mädchen am Mittwoch, dem 21. Februar 1940, von 8 bis 9 Uhr, in der Fabrikschule. c) Giehen-Klein-Linden: für alle Knaben und Mädchen am Mittwoch, dem 21. Februar 1940, von 11 bis 12 Uhr, in der Neuen Schule. Bei der Anmeldung sind der Impfschein, die Geburtsurkunde oder das Familienstammbuch vorzulegen. Die Schulpflicht besteht für alle Kinder, die bis zum 30. Juni 1940 das 6. Lebensjahr vollendet haben. Ausnahmsweise können auch solche Kinder anae- meldet werden, die in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September 1940 das 6. Lebensjahr vollenden, wenn sie die für den Schulbesuch erforderliche geistige und körperliche Reife besitzen. Ein weiterer Termin für die Schulaufnahme findet nicht statt. 774D Gießen, den 9. Februar 1940. Stadtfchulamt. I. B.: Walter. hohen Blutdruck, Magen-, Darmstörungen, Alterserscheinungen. Stoffwechselbeschwerden. Geschmack- und geruchfrei. Monatspackung 1.— Achten Sie auf die grün-weiße Packung 1 Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10; Drog. C. Seibel, Frankf. Str. 39; Drog. E. Kam, Schulstr. gei v Löwen-Drog. W. Kilbinger Nachf, Drog. Bornemann, Bahnhofstr.17 gegeben, ist unbedingte Pflicht! Die Nichterfchienenen werden karteimäßig erfaßt. Wer aus irgendeinem Grunde (Krankheit, Dienst usw.) nicht erscheinen kann, hat dies der SA.-Stan- . ... - - 786D iieDeaOMrbeitsM Berufserziehungswerk Uebungsstätte Gießen Folgende LEHRGEMEINSCHAFTEIV werden bei genügender Beteiligung eingesetzt: 1. Kurzschrift (Anfänger, Fortgeschrittene und Eilschrift) 2. Maschineschreiben (Anfänger und Fortgeschrittene) 3. Doppelte Buchführung (Anfänger und Fortgeschrittene) 4. Gutes Deutsch 5. Englisch (Anfänger und Fortgeschr.) 6. Italienisch für Anfänger 7. Französisch für Anfänger 8. Arbeitsgemeinschaft für die französische Sprache (ziemlich gute Sprachkenntnisse sind Voraussetzung für Teilnahme). Anmeldung und Auskunft auf der Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Abteil, für Berufserziehung u. Betriebsführung, Gießen, Schanzenstratze 18, 1. Stock. Sprechzeit: Täglich von 8.30—12.30 und von 14—18 Uhr außer Samstag-Nachmittag. Nach Beginn ist Teilnahme nicht mehr möglich, 20—22.30 Uhr 20. Freitagmiete. Neuinszenierung! JUGEND Liebesdrama in 3 Aufzügen von Max Halbe. Spielleitung: Dr.Hannes Razum. Preise: RM. 0.60 bis 3.10. 746D Köhlmeiers Naturhaaröl (nicht fettend) geg.Schuppen und Haarausfall das natur gegebene Haarpflegemittel. Nur zu haben: Löwendrogerie W. Kilbinger Nachf., Soltersweg 69. 62sD Haus- und Kiichenmädchen sowie [794D Servierlräulein stellt per sof. ein 30000 Hark an erster Stelle auf ein Gießener Wohn- und Geschäftshaus in guter Lage, von pünktlichem Zinszahler als Hypothek gesucht. Schriftliche Angebote unter 0529 an den Gieß. Anzeiger. Besuchen Sie den herrlich gelegenen Schlffmberg im Schnee! 801D GeleMeil W MkerWrt Möbl. Wohnung (2 Zimmer mit Küche u. Bade- zimm. - Benutz.) in sehr gut. Lage in Wieseck sofort auf längere Zeit zu vermieten. Schr. Ang. unter 0525 an d. G. A. | Mietgesuche | Junger Beamter sucht per 1.3.40 oder 1. 4. 40 2-3-3immet- BJohnung. Schr. Ang. unt. 0522 a. d. G. A. Schmerzen? lacken? Stechen? Brennen? Oder sonst offene Wunden? Dann gebr. Sie die seit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, schmerzstillende Heilsalbe Erhältlich in all. „yeiildllil ■ Apotheken. 2971v ZmöMowr mit 2 Betten u. Küchenbenutzung sofort gesucht. Schr. 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