zreltag,15. ttoDemberl94O Japans Blick nach dem Süden Massierter Vergeltungsangriss Krieg mit China (1894/95), in dem zehn Icchre fpä» r feil. der teren russisch-japanischen Krieg urtb schließlich noch > ß - in seiner mandschurischen Aktion (ab 1930) uno 1937 bei der Ausweitung seiner nordchinesischen Inter. britanniens bezeichnet wird. md andere kriegswichtige Objekte auf der britischen g | der Berliner Bevölkerung zu beklagen. An einigen I Stellen verursachten Splitter leichten häuserfchaden. tafel wieder heimgesucht und die Verminung les deutschen Volkes, sondern auch im Hamen des deutschen Soldaten danken". Der Sieg werde, so erklärte der Führer im Verlaufe seiner Ausführungen, umso eher errungen ein, je geschlossener und entschlossener das deutsche Volk sei und je mehr der Gegner erkenne, daß jeder Gedanke an ein Deutschland Männern des nationalsozialistischen Staates. Don jedem einzelnen verabschiedete sich der sowjetrussische Regierungschef mit herzlichen Worten und bestieg dann den Zug, begleitet von dem Botschafter Schkwarzew. Durch das geöffnete Fenster seiner Wagens wechselte Präsident Molotow mit Reichs- außenminister o. Ribbentrop herzliche Worte des Abschieds. Als der Zug sich in Bewegung setzte, erhoben die Zurückbleibenden die Hand zum Gruß, während Herr Molotow den Abschiedsgruß entbot. Zwei Tage voll wichtiger Besprechungen haben damit ihren Abschluß gesunden. Lammers, Reichsorganisationsleiter Dr. L e y * Reichsführer ff Himmler, Reichspressechef Dr. Dietrich, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weizsäcker, Botschafter Ritter, die Staatssekretäre Bohle und Keppler, Go- neral D a l u e g e , General Thomas in Vertretung von Generalfeldmarschall Keitel, die Unter- staatssekretäre Woermann und Gauß, Generalleutnant Seifert, Ministerialdirektor Wiehl, Bürgermeister Steeg, ff-Gruppenführer Wolff, die Gesandten Altenburg, von Twarbowski, Luther, von Rintelen, der Leiter des Ministerbüros Gesandter Schmidt, Gesandter hewel, der Leiter der Presseabteilung Gesandter Schmidt, und die Dor- tragenden Legationsräte Schliep, Rühle, Likus und m heutig lnd Lüchl Wochen ne Wochen oh hen alt?: ) RM. pi erblich lr Demgegenüber wurde dem Gegner, der stärkere Kräfte gegen die Reichshauptstadt ange- feht hatte, von unserer Flakartillerie ein heißer Empfang bereitet. Acht feindliche Bomber find durch Flakartillerie abgefchoffen worden, nur 12 Flugzeugen gelang es, die Reichs- Hauptstadt zu überfliegen. D r e i von ihnen wurden über der Stadt abgefchoffen, zwei andere bereits im Vorfeld. Drei britische Flugzeuge fielen schon im westen kurz nach Ueber- sliegen der Küste dem Flakfeuer znm Opfer. In Berlin entstanden mehrere Dachstuhl- brände, zwei der herabstürzenden Flugzeuge entfachten einen größeren Brand, der aber keinen nennenswerten Schaden anrichtete. Ein Wohnhaus wurde durch Bombentreffer zum Einsturz gebracht. Vier Tote und ein verletzter sind infolgedessen unter Richtlinien, die uns der Führer gegeben hat, das größte Sozialwerk aller Zeiten verwirklichen. Die Altersversorgung des deutschen Volkes, das Gesundheitswerk und ein umfassendes Wohnungsbauprogramm, das allen deutschen Menschen eine ausreichend große, gesunde und zugleich billige Wohnung gewährleistet, werden die Hauptstütze dieses großen Sozialwerkes sein. Auch dieses ging bis in die Einzelheiten hinein auf die persönliche Initiative des Führers zurück. Reichsminister für Bewaffnung und Munition Dr. Todt dankte den Front- und Rüstungs- Berlin, 14.Hoo. (DNB.) während feiner Anwesenheit in Berlin am 12. und 13. November hatte der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare und Außenkommissar W. M. Molotow Unterredungen mit dem Führer und dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop. Der Meinungsaustausch verlief In einer Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens und führte zu beiderseitigem Einvernehmen in allen wichtigen Fragen, die Deutschland und die Sowjetunion interessieren. überflutete das Wasser das Achterdeck. Der britische Geleitzug und die Sicherungsschiffe fuhren i m Zickzackkurs nach allen Richtungen auseinander. Jedes Schiff war ängstlich bemüht, sich den weiteren Angriffen der deutschen Kampfflieger zu entziehen. Niemand kümmerte sich um die Besatzungen der sinkenden Schiffe, die auf dem Meer an Wrackteile geklammert umherschwammen. Keiner der getroffenen Dampfer hatte mehr Rettungsboote aussetzen können, da die gewaltigen Detonationen der einschlagenden Bomben alle leichteren Deck auf bauten fortgeris- s e n hatten. Es ist also damit zu rechnen, daß bei len vor allem in den Verkehrsanlagen im Rord- ineften Londons, in den West-Jndia-Docks, in ' linem großen Gaswerk und anderen kriegswich- ILgen Fielen der Stadt. Auch Liverpool und L o v e n t r y waren das Fiel erfolgreicher Bombenangriffe. Am gestrigen läge griffen Kampfflugzeuge London und andere kriegswichtige Ziele in Süd- und Mittel-England an und belegten vor allem Flugplätze, Bahnanlagen und ein Rüstungswerk bei Birmingham mit Bomben. 3m Seegebiet von Klnnaird Head hatten zwei Angriffe auf einen durch einen Flakkreuzer und andere Kriegsfahrzeuge stark ge|io)erten Verband 5rfolg. Belm ersten Angriff wurde ein Handelschiff von 6000 BRT. versenkt, ein weiteres chwer beschädigt. Bei einem späteren Angriff er- lielt ein anscheinend mit Sprengstoff oder Munition beladener Frachter von 8000 BRT. einen Volltreffer, der das Schiff zur Explosion brachte und völlig vernichtete. 360 Kilometer westlich Mon Irland versenkte ein deutscher Fernbomber tönen britischen Frachter von 6000 BRT. Die nächtlichen Einflüge britischer Flugzeuge Im Reichsgebiet waren wieder ohne nennenswerten hrfolg. Lediglich bei einem Walzwerk beschädigte (ine In der Umgebung einschlagende Bombe mehrere Gebäude durch Splitter. Ein versuch, die Reichs- I a u p t ft a b t anzugreifen, schlug fehl, heftiges r-laffeuer zwang die wenigen Flugzeuge, die dis an Ille Sperrzone Berlins vordrangen, zur Umkehr, nachdem sie in den Staötranögebleten itjre Bomben vorzeitig abgeworfen hatten, hier wie In einigen anderen Orten entstanden mehrere Dach- (I uhlbrände, die aber durch das energische Eingreifen l«s Sicherheils- und Hilfsdienstes und des Selbft- Ichuhes in kürzester Zeit gelöscht werden konnten. ' n der Nacht zum 13. November wurde ein b r 11 i - Ich es Bombenflugzeug durch Flak ab gesoffen. In den Luftkämpfen des gestrigen Images verlor der Gegner zwei weitere Flugzeuge. Drei deutsche Flugzeuge werden vermißt. M etbirtfal Oe» SeleitzM« vor RitnairO SeaO. gen adh letten. Im Mittelpunkt der Streitigkeiten steht die Politik Churchills, die von t- einen Gruppe als das Verderben Groß «• bericht.) E illen 34 h bis 455 -chafc 155 auf: auM Annahme von An.,eise« für die MittagSnummeie KiS8'/,Udr de^VormtttagS fltueiaenrfüretfe t flmementeil 7 Stof, te mm bei 22 mm Beilenbrette» TertteU 50 Stof, te mm bei 70 mm Beilenbreit« Nachlässe: Wiederholung MalttaffeH Abschlüsse Mengennaffel B Platzvorschrift 1 vorherige Vereinbarung) 25J/o mehr Oie Gegensätze in der Konservativen Partei. Stockholm, 14. Nov. (Europapreß.) lieber den Zusammenstoß zwischen den konservativen Unter- Hausmitgliedern Kapitän Margesson und Adams werden weitere Einzelheiten bekannt. Nach dem tätlichen Zusammenstoß zwischen den er- wähnten Abgeordneten kam es danach im C a r l - ton-Klub zu weiteren Auseinandersetz u n g e n , an denen sich zahlreiche konservative Abgeordnete beteiligten. Die entgegengesetzten Anschauungen sollen in einer Weise aufeinandergeprallt sein, daß die feindlichen Gruppen getrennte Sitzun- renborn-Stz' Bannineil' ast der A ießener v- loren. ,ie gleich^', lückspiel. y im DoriP'el auch zweiten 6P* folg, der s k und ^ ließen f)°lt< Der Wehrmachlbericht vom Donnerstag. Berlin, 14. Rov. (DRB.) Das Oberkommando her Wehrmacht gibt bekannt: Ein U-Boot versenkte fünf bewaffnete Kindliche Handelsschiffe mit insgesamt *18 840 BRT. Trotz ungünstigster Wetterlage setzte die Luftwaffe auch in der Rächt vom 12. zum 13. Rov. i»re Bergeltuugsflüge mit starken Kräften |nrt Zahlreiche Brände und Explosionen entftan- Front und Heimat. 3n unerschütterlicher Geschlossenheit ein Spiegelbild der Führung. ”irb£ Deussch-russisches Einvernehmen Abschluß der Berliner Besprechungen Molotows. 4»o. Jahrgang llr 271 ftfdjetnt täglich, auher e-onnmaS und fteiertaa« rankf. M >5^ K-nnlE ,tn Pst!» ist frrer Kampfflugzeuge gegen das Zentrum ter britischen Rüstungsindustrie in den Midlands angefeht worden. Der Ort L 0 ventry t i Birmingham war das Hauptziel unserer Bowler, die in massierten Angriffen die Fabrikan- ligen zerschlugen und Lagerhäuser in 3 ranb setzten. Vergeblich bemühte sich die trittfd)e Abwehr, den Angreifern de» weg zu ver- Igen. In rollendem Anflug führten unsere fiampf- sieger ihren Auftrag unbeirrt durch. Große seuersbrünste wiesen ihnen weithin ihren lieg. Reben diesen Zielen wurde auch London eile" 6lI * 6" 1 jijdjuP Berlin, 14. Nov. (DNB.) Zu dem Angriff I deutscher Kampfflugzeuge im See gebt et von :: tinnairb head aus einem stark gesicherten I verband britischer Schiffe erfahren wir nod) Job -ende Einzelheiten: Ein hanbelsbampfer von 6000 t ZRT würbe mit vier Bomben mittleren Kalibers i angegriffen, von benen zwei mittschiffs einschlugen. fine Feuersäule schlug bis 100 Meter hoch, und fast tn gleichen Augenblick brachbasS ch i ff i n b e r Mitte auseinanber unb sank. Ein weiterer ^anbelsbampser von 5000 BRT., ber von einem unberen Flugzeug ebenfalls mü vier ®omben mttt- eren Kalibers angegriffen würbe, erhiett einen Treffer mittschiffs. Kurz nach bem Em- »chlog brannte bas Schiff, unb hohe, schwarze »Rauchwolken kennzeichneten noch weithin bie Stelle, nn ber ber Dampfer liegenblieb. .Die F l akab - wehr von den begleitenben Kriegsschissen lag arbeitern für ihren vorbilblichen Einsatz. Als Aus- bruck ber Geschlossenheit bes beutschen Volkes hat ber Führer neben ben Auszeichnungen für bie Frontsolbaten für bie Front ber Heimat als Anerkennung bas Kriegsoerbien st kreuz geschaffen. Es ist nicht nur eine Auszeichnung für beit Träger selbst, sondern auch für ben Betrieb, ttt besten Gefolgschaft ber einzelne steht. Anschließend händigten Dr. Ley unb Dr. Tobt ben einzelnen Front- unb Rüstungsarbeitern bie Kriegsverdrenst- Rüstungsarbetterinnen, für bie mit hanbschlag. Anschließend ergriff ber Führer das Wort zu einer Ansprache. Er ging einleitend auf die wahren Kriegsursachen ein und legte ben Rüstungs- unb Frontarbeitern bar, warum bas plutokratifch-kapi- talistische England aus feiner antisozialen Einstellungheraus bem beutschen Sozialstaat ben Kampf ansagte. Dieser Kampf werbe baher nichi nur geführt vom beutschen Soldaten, ber ber beste ber Welt fei unb sich selbst übertroffen habe, son- bern genau so entscheibend sei bie riesige Front ber Heimat, bas gigantische Millionenheer, bas in ben beutschen Fabriken unb in ber beutschen Rüstung arbeite. „Alle die Arbeiter- — so rief der Führer den vor ihm stehenden Rüstungs- und Frontarbeitern zu — „die unseren Soldaten die bestenwaffen der Welt gegeben haben, die die unbegrenzten Wunitlonsmassen lieferten, die uns zur Verfügung stehen, die den st ä h l e r n e n w e st w a 11 errichteten, die es ermöglichten, daß für jedes ausgefallene Maschinengewehr und jede verschosseue Granate zehn neue bereitstanden, die daran arbeiteten, daß wir heute In Deutschland eine Flakabwehr haben, wie sie kein Staat der Welt besitzt — alle sie haben entscheidend m i t g e h 01 - fen, daß diese großen Erfolge mit fo geringen Vlutopfern erzielt werden konnten. Dafür möchte ich Ihnen heute nicht nur im Namen leone, ab, um ihn zum Anhalter Bahnhof zu geleiten. Eine Ehrenkompanie ber Wehrmacht erwies bem sowjetrusslschen Regierungschef bie militärischen Ehrenbezeugungen. Der Dorsitzenbe bes Rates ber Volkskommissare schritt unter ben Klängen bes Präsentiermarsches mit Reichsaußenminister von Ribbentrop die Front ber Ehrenkompanie ab. Darauf begab er sich zum festlich geschmücktess Berlin, 14. Nov. (DNB.) Rüstungsarbeiter unb -arbeiterinnen aus oerschiebenen Gauen des Reiches folgten einer Einlabung von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley unb Reichsminister für Bewaffnung unb Munition Dr. Tobt zu einem Empfang im Gemeinschaftshaus ber Deutschen Arbeitsfront in Berlin. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hieß bie Männer unb Frauen aus ben Rüstungsbetrieben, bie für bie fämpfenbe Front bie Waffen schmieben, herzlich willkommen. 5m Weltkrieg gab es zwei getrennte Welten, Front unb Heimat, beren Kluft sich immer mehr erweiterte. Draußen ftanb bie Wett ber Tapferkeit, bes Einsatzes, bes Opfers unb ber Hingabe, unb in ber Heimat waren bie Menschen aufgehetzt von volksfremben unb lanbfremben Elementen, bie bem Volk einrebeten, ber Krieg, bie führenden Schichten unb bas Daterlanb seien ihr Feinb. Es ist ein Zeichen für bie urgefunbe Kraft bes deutschen Volkes, baß es trotz dieser Hetze unb Lüge vier Jahre lang stanbhielt. Heute stehen Front unb Heimat in unerschütterlicher Geschlossenheit da als Spiegelbild ber Einheit unserer Führung. In unserem Führer vereint sich ber Feldherr an ber Front, ber Staatsmann in der Heimat, ber mitteißenbe Dolks- rebner, ber Schöpfer unserer nationalsozialistischen Weltanschauung unb ber Wegbereiter eines neuen Europas. Nach bem Sieg werden mir nach den diesem Angriff der größte Teil der s a tz u n g e n dieser Schiffe ums Leben kommen ist. Das russisch-japanische Verhältnis war einmal bas von „Erbfeinden". Ein Blick auf bie Karte Asiens macht diesen Tatbestanb klar. Die japanischen Inseln umschließen in einem weiten Bogen das ost- asiatische Festland. Es ist bezeichnend, daß die Insel Sachalin, die im Norden an Japan ansckließt, zur Hälfte japanisch, zur Hälfte russisch ist, und daß bis in die letzten Jahre hinein lebhafte Erörterungen sowohl über diesen Inselbesitz selbst wie über die Fischereigerechtsame in den benachbarten Fisch- gründen geführt wurden. Weiter nach Süden hin liegt der für Rußland wegen seiner Eisfreiheit wichtige Hasen von Wladiwostok unb bann kommt bie Halbinsel Korea, bie im russisch-japanischen Krieg (1904/05) ebenso wie ihr mandschurisches Hinterland eine so große Bedeutung gehabt hat. Jedes Jnselreich hat ben Drang, sich seiner Gegenkuste | zu versichern. Japan hat biese Tenbenz in seinem änbiaer bei dem ibt ewinnen, t im Bochi. h inzwW en. ig der W Berlin, 14. Nov. (DNB.) Der Führer empfing in ber Neuen Reichskanzlei 8 5 mit bem Kriegsoerbien st kreuz ausgezeichnete Rüstungs- unb Frontarbeiter unb 40 Rüstungsarbeiterissnen aus allen Gauen bes Reiches. Die Arbeiter, unter ihnen 20 Frontarbeiter in ber Uniform ber Organisation Tobt, waren Im Schmucke ihrer Auszeichnung, im großen Empfangssaal angetreten; baran schlossen sich bie 40 Rüstungsarbeiterinnen, ferner ber Chef bes Wehrwirtschafts- unb Rüstungsamtes im Oberkom- manbo ber Wehrmacht, General ber Infanterie Thomas, Reichsfrauenführerin Frau Scholtz- Klink sowie bie engsten Mitarbeiter von Dr. Ley und Dr. Tobt. Als ber Führer in Begleitung von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley unb Reichsminister Dr. Todt sowie Reichspressechef Dr. Dietrich den Saal betrat, erstattete der Amtsleiter für Arbeitseinsatz in ber DAF., Menbe, Meldung. Der Führer schritt die Reihe der Arbeiter und Arbeiterinnen ab unb begrüßte jeben einzelnen von ihnen nach bem Siege unsere große Aufgabe sei. Der Füh. rer bat am Schluß seiner Ansprache bie um ihn versammelten Arbeiter unb Arbeiterinnen, seinen Dank auch ihren Millionen Kameraden in ben Fabriken unb Rüstungsbetrieben unb an der Front zu übermitteln. * Reichsminister Dr. Goebbels lub anschließend an ben Empfang in ber Reichskanzlei bie Ehren- aborbnuna ber Rüstungsarbeiter und -arbeiterinnen zu einer Kaffeetafel in bie Festräume feines Ministeriums ein, zu ber auch Reichsminister Todt, Reichsorganijationsletter Dr. Ley unb General Thomas, ber Chef bes heereswaffenamtes, er. schienen. Dr. Goebbels ließ sich auf einem Runb- gang durch bie Säle eine große Zahl ber Rüstungs« arbeiter vorstellen unb unterhielt sich auf das an« geregtefte mit ihnen. Gietzeim Anzeiger wfSaw General-Anzeiger sm Oderhefsen rssas* ssen qJ n Eich auch a 1 Sa üung J ■ unb d ö für von 1918 zwecklos sei. Der heutige deutsche Staat ei auf bem festesten unb stärksten Funbarnent errichtet, bas es gebe: A u f ber breiten Masse bes schaffenben Volkes. Mit dieser geschlossenen Front ber Arbeit werde Deutschlanb ben Kampf burchhalten unb nach bem Siege schen S 0 zialstaat erst recht zum ________ichsten ber Welt ausbauen. Der hervorragende Anteil, ben bie beutsche Arbeiterschaft an biesem Kampfe habe, sei zugleich aud) eine Vorarbeit für dieses gewaltige Friedenswerk, dar» sehr gut Besonders ein Zweischornsteindampfer, ber als Flakkreuzer erkannt würbe, feuerte aus zahlreichen Geschützen leichten, mittleren unb schwe- ren Kalibers. Trotz bieser Abwehr, bie keine Scheu vor Munitionsverschwenbung kannte, setzten bie beutschen Kampfflieger zum zweiten A n - griff an. Ein Frachtbampfer von 8000 BRT. erhiett eine Bombe unmittelbar vor ben Bug, eine weitere Bombe mittleren Kalibers burchschlug bicht bei bem Achterbeck bie rückwärtige Labeluke. Der Mast fiel um. Aus ber Labeluke stieg eine gewaltige Explosionswolke auf. Die Bordwand wurde wett aufgeriffen, unb bas Schiff begann sofort zu sinken. Schon 20 Minuten nach bem Angriff auf britisches Mstungszentrum Coventry ■ Acht britische Flugzeuge bei Angriffsversuch auf Berlin abgefchoffen. mich „Sh । Berlin. 15.Nov. ivNB.Funkspruch.) 3n bet ergangenen Rächt schlug unsere Luftwaffe befon- > n0(LJ: te kraftvoll zu und erzielte in Angriff und iblatt,Sbwehr große Erfolge. 2tts Gegenschlag m M ggen die ohnmächtigen britischen Angriffe auf die d grat Jurleijeier in München waren starke verbände un- effensphäre nach dem Zwischenfall*' an der Marco« Polo-Brücke bei Peking betrieben. Allein damit tritt auch schon eine sehr wesent- liche Wandlung ein. China versteifte seinen Widerstand und hielt sehr viel länger aus als man wohl in manchen Kreisen Tokios ursprünglich anaenom- men hatte. Und nun ist es sehr bezeichnend, daß die japanische Aktion immer weiter nach dem Süden rückt. Dort hatte Japan schon im Kriege mit China von 1894/95 die Insel Formosa erworben. Allein Formosa blieb ein Außenposten. Jetzt aber ändert sich das Bild. Japan geht zur Bekämpfung der chinesischen Nationalregierung nach Schanghai und marschiert weit in das Innere ein, über Nanking bis chankau. Aber auch damit war es noch nicht genug. Im Bestreben, den nationalchinesischen Generalissimus Tschiangkaischek abzuriegeln, sperrt Japan zunächst den südchinesi- schen Hafen Kanton (gegenüber von Hongkong) und greift schon 1938 nach der im äußersten chinesischen Süden gelegenen Insel Hainan und nach den noch südlicheren Paracell-Inseln. Aber noch immer ist Tschiangkaischek nicht abgeriegelt. Engländer und Amerikaner versuchen ihn über die Burmastraße mit Kriegsmaterial zu versorgen. Nach der französischen Katastrophe in Europa einigt sich Japan mit Frankreich über die Errichtung japani- scher Flughäfen in I n d o ch i n a zur Unterbrechung des Burmaweges. Die Zeit war reif geworden: Japan sah die Notwendigkeit einer allgemeinen Ausrichtung seiner Politik sowohl nach ihren Ausgangspunkten wie noch ihren Zielen ein. Mit einer bemerkenswerten Raschheit traf es feine Wahl. Am 27.8.1940 wurde der Dreimächtepakt Deutschland—Italien—Japan xu Berlin unterzeichnet. Zwischen Tokio und Moskau wurden freundlichere Gespräche gewechselt. Ein neuer japanischer Gesandter in Moskau übernimmt ein Erbe, das noch von seinem Vorgänger zu einem sehr großen Teil von alten Gegensätzlichkeiten bereinigt war. Auf der anderen Seite verschärfen die Anglo-Amerikaner ihre Politik. Die Vereinigten Staaten, die ihren Jahrzehnte alten Han- delsvertraa mit Japan schon am 31. Januar 1940 - ablaufen ließen, verhängen erst eine moralische, dann eine formelle Lieferungssperre, verstärken sehr intensiv ihre militärische Position im Femen Osten und drücken auf die Engländer, den Burmaweg wieder zu öffnen. Die Engländer tun dies am 17. Oktober 1940 und werfen damit Japan den Fehdehandschuh hin. Wir haben uns bis jetzt mit den geographischen, geschichllichen und politischen Bedingtheiten des Strukturwandels im Fernen Osten beschäftigt. Es bleibt noch ein Blick auf die wirtschaftlichen und innenpolitischen Voraussetzungen zu werfen. Japan ist vor 90 Jahren mit einer geradezu phantastischen Energie aus dem Feudalsystem in den Hochkapitalis- mus hineingesprungen. Seine Vorbilder waren auf wirtschaftlichem Gebiet Amerika und England. Solche Vorbilder schaffen zunächst geschäftliche, dann persönliche Berührungen und gewinnen dadurch an Stärke und Beständigkeit. Den Anschluß Japans an die europäischen Achsenmächte, wie er im Dreimächtepakt vom 27. September vollzogen wurde, bedeutet daher auch einen tiefgreifenden wirtschaft- lich-sckzialen und innenpolitisch-sozialen Wandel. Er vollzog sich natürlich auch nicht ohne Widerstände. Aber diese Widerstände wurden überwunden, weil gegen sie alle Erfahrungen sprachen, die Japan nach dem Weltkriege in reicher Fülle sammeln konnte. Es wurde um seinen Siegesanteil betrogen. Das Flottenabkommen von Washington und der Neunmächte, pakt der Jahre 1922/23 waren die Besieglungen dieses Verzichtes. Japan trat also in die Reihe der Mächte, die sich gegen die anglo-amerikanische Pfif- figkeitsspekulation auflehnen, mit der England und Amerika als die Staaten der geringsten Kriegs- opfer die Früchte des Weltkrieges an sich rissen und monopolisierten. Dr. Ho. Wichtige Beratungen in Tokio. Tokio, 14. Nov. (Europapreß.) Der Kaiser hielt mit den Chefs der Wehrmacht und den sechs höchsten Staatsmännern Japans eine Konferenz ab, die zwei Stunden dauerte. Der Chinakrieg war das Hauptthema der Verhandlungen. Die Konferenz endete mit einer völligen lieber« Einstimmung hinsichtlich der gefaßten Beschlüsse. Solche Palast-Konferenzen pflegen in der japanischen Politik wichtige Abschnitte zu sein. Nach Beendigung des Kronrates hat sich das Kaiserpaar zur Erholung auf den Landsitz Hayama begeben. Englischer Oberbefehlshaber Kernost. Stockholm, 14. Nov. (Europapreß.) Zum ersten Male in der Geschichte des Empires ist ein Oberbefehlshaber für die englischen Streitkräfte im Fernen Osten (British Commander in Chief far east) ernannt worden. Luftmarschall Sir Robert Brooke-Popham wird feinen Poften sofort antreten und feinen Sitz in Singapore haben. Zu dem Oberbefehl gehören neben Singapore die malayischen Staaten, Burma und Hongkong. Gleichzeitig hat Sir Robert Brooke-Popham den Auftrag bekommen, sich mit den militärischen Stellen sämtlicher fernöstlichen und mittelöstlichen britischen Gliedstaaten in Verbindung zu setzen. Das Oberkommando soll in enger Zusammenarbeit mit allen drei Waffengattungen ausgeübt werden, eben-» Jo wie der Luftmarschall eine enae Verbindung mit ven zivilen Verwaltungsstellen Herstellen fall. Die Entwicklung der militärischen Lage, so erklärt man dazu in London, habe derartige außergewöhnliche Maßnahmen notwendia gemacht. Dies habe in der letzten Zeit auch dazu geführt, daß die Garnisonen im Gebiet des neuen Oberkommandos verstärkt worden seien. Sir Robert Brooke-Popham war früher Gouverneur von Kenia, geleitete fpäter eine englische Lust- fahrtdelegation nach Kanada und war dann Vor- sitzender einer englischen Kommission für Afrika, deren Aufgabe in der weiteren Erschließung Afrikas für die wirtschaftliche und industrielle Kriegführung Englands lag. Daß ein bekannter englischer Fliegeroffizier zum Oberbefehlshaber der fernöstlichen Streitkräfte ernannt worden ist, erregt auch in London beträchtliches Aufsehen, da die höheren Befehlsposten im Fernen Osten bisher fast ausschließlich von Marineoffizieren besetzt worden waren. Das Attentat in Lissabon. Lissabon, 14. Nov. (Europapreß.) Im Zustand des Erzbischofs von Aveiro und des Dr. Oskar Carmona ist noch immer keine entschei- dende Wendung eingetreten. Am Mittwoch besuchten der Staatspräsident Carmona und der Kardinalpatriarch die beiden Verletzten. Die polizeiliche Untersuchung soll bereits einwandfrei feftgeftellt haben, daß es sich um ein wohloorbereitetes Attentat I ■ F" § * Empfang beim Führer »chls mit Erfolg wel. r Flottenbasis durchge« i die Eisenbahnlinie getroffen, hier wurden nachts Lebhafte Lnstätigkeit der Italiener wirksames Maschinengervehrfeuer genommen unter Der Stellvertreter des Führer» empfing Molotow. (Scherl-BUderdienst-M.) tere Fliegerangriffe auf diese ; führt. Ferner wurden gegen ckr sch eben te littelt ll MienischerWehrmaWerichj. Rom, 14.Roo. (DRV.) Der italienische Dehr- machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: 3n Epirus fanden Im Gebiet vou Kallbakl mit Erfolg lokale Aktionen statt, die von unseren Vom- benstaffelu unterstützt wurden. Einige feindliche Angriffe im Lorciano-Gebiet sind mit Hilfe der Lufl- waffe, die die feindlichen Truppen in der Umgebung des presba-Sees unter Feuer nahm, glatt abgeschlagen worden. Unsere Luftwaffe bombardierte den Flughafen von Papas, Argostott und Preveza. wobei militä- rifche Ziele getroffen und die feindlichen Kolonnen und non ©raf ( auf den Kardinalpatriarchen gehandelt hat, und daß dem Täter anscheinend eine Verwechslung unterlaufen ist, als er den Erzbischof von Aveiro angriff. General Antonescn in Rom. Rom, 14. Nov. (Europapreß.) Der rumänische Staatschef General A n t o n e s c u ist in der italienischen Hauptstadt eingetroffen, die zu feinen Ehren ein festliches Gewand angelegt hatte. Unter der großen Volksmenge, die sich zum Empfang des Gastes vor dem Bahnhof eingefunden hatte, bemerkte man auch viele Grünhemden. General Anto- nescu wurde vom Duce und vom Grafen C i a n o mit lebhafter Herzlichkeit begrüßt. In der Begleitung des rumänischen Ministerpräsidenten be- dieser eigenen Tonnageverminderung wird immer nur ein Drittel oder höchstens die knappe Hälst,- angegeben. Engländer, die diese faule Rechnerei int Lause des Krieges durchschaut haben, schlagen also beim Lesen solcher Zahlen von vornherein 100 bis 150 Prozent dazu. Wir erinnern daran, daß erst vor 14 Tagen die enalische Presse zahlreiche Zuschriften aus ihren Leserkreisen brachte, in denen bittere Klage darüber geführt wurde, daß die amtlichen Meldungen und Berichte immer falsch lind ober grobe Fehler enthalten. Es gab einige Blätter, die diese Verärgerung ihrer Leser als durchaus begründet und berechtiat bezeichnen mußten. Im übrigen werden sich ja die Enaländer angesichts der von Alexander zugegebenen Zahl von 2.8 Millionen Tonnen selbst die Frage vorlegen, wie die ftänbinen Verknappungen an Lebensmitteln. Rohmaterialien urm. sowie die dauernden Frachterhohunaen zu er- klaren sind, wenn Ermk^nd nur den von der Admiralität zugegebenen Schiffsraum verloren hätte. Verschwiegene Millionen. Der Erste Lord her britischen Admiralität, Alexander, hat jetzt die amtliche Mittellung ge- macht, daß die Gesamtverluste Englands an Schiffsraum feit Kriegsbeginn 2,8 Millionen Tonnen betragen sollen. Nun ist ja erst por einigen Tagen vom Oberkommando der Deutschen Wehrmacht ganz eindeutig festgestellt worden, daß die Gesamtverluste der feindlichen ober für den Feind tätigen Schiffahrt 7,3 Millionen Tonnen betragen, wobei aber nur bie absolut sicheren Versenkungen gezählt unb alle feinblichen Verluste durch Auslaufen auf Minen usw. nicht mit. gezählt sind. Der tatsächliche Gesamtverlust an Schiffsraum für den Gegner liegt also minbe- stens bei 8 Millionen Tonnen, wenn nicht noch hoher. Sie ist also 2Ve- bis 3mal so hoch, wie bie Engländer zugeben. Wie die englische Zahl von 2L Millionen Tonnen herauskommt, ist nicht schwer zu sagen. Wenn ein britischer Minister im Runbfunk seinen Hörern oorlügt, rote groß der verfügbare englische Schifis- raum ist, bann zählt er habet nicht nur Englands bezimierte eigene Hanbelsflotte, fonbern er rechnet einfach bie Handelsflotten aller derjenigen Länder hinzu, die England im Lauf des Krieges um Schiffsraum bestohlen ober beraubt hat ober die heute noch unter ber drohenden Aullicht englischer Kriegsschiffe für England fahren. Wenn aber ein englischer Minister infolge allzu hoher Tonnage- Verluste beauftragt wird, nun durch die Nennung einer Zahl den Anschein der Wahrheit zu erwecken, bann legt man in Conbon selbstverständlich nur den Verlust an eigener Tonnage zugrunde, um die Zahl nicht zu hoch erscheinen zu lassen. Und auch von Amsterdam, 14.Nov. (DNB.) Wie aus Lon- dort gemeldet wird, ist Donnerstag ber ägyptische Ministerpräsibent Hassan Sabry Pascha plötzlich gestorben. Alle Versuche Englanbs, Aegypten in ben Krieg hineinzuziehen, waren bislang an bem Widerstand ber ägyptischen Regierung gescheitert. Donnerstag sollte nun eine Parlaments- sitzung in Kairo sich erneut mit ber Frage bes Kriegseintritts beschäftigen. Kurz vor dieser Sitzung ist Ministerpräsident Hassan Sabry Pascha unter unerklärlichen Umständen plötzlich verstorben, nachdem bereits seit Tagen ein großer Teil regierungstreuer Abgeordneter von englischen Behörden festgenommen war. Es wird darum angenommen, daß Hassan Sabry Pascha bem Treiben bes britischen Secret Service zum Opfer gefallen ist und England, da alle bisherigen Versuche, Aeaypten in ben Krieg zu ziehen, ergebnislos blieben, sich seines gefährlichsten Gegenspielers durch Mord entledigt hat. llchen Geleltzog an und torpedierten zwei Dampfer. Liner davon versank, wie von einem See - Erkundungsflugzeug anschließend festgestellt wurde. Line weitere itattenifche FNegerstaffel hat einen im Hafen von Alexandria flegenben Kreuzer Am Dienstagabend empfing der Führer in der Neuen Reichskanzlei den Vorsitzenden des Rates ber Volkskommissare zu einer längeren Aussprache. — (Presse-Hoffmann-M.) wurden. Feindliche Flugzeuge warfen auf R a 10 n a Bomben ab, wobei es sechs Tote und 30 verwundete gab, ferner auf Durazzo, wo es weder Opfer noch Schaden gab. Zwei Flugzeuge vom Blenheim-Typ wurden vou uuseren Jägern auf der Höhe von Pantelleria zum Kampf gezwungen und abgeschossen. Liu weitere» Flugzeug des gleichen Typs wurde auf der Höhe von Cagliari (auf Sardinien) abgeschossen. 3m östlichen Mittelmeer wurdenMarine- aufklarungsflugzeuge von feindlichen Jägern angegriffen, von denen zwei abgeschosieu wurden. Der Abschuß von zwei weiteren feindlichen Flugzeugen Ist wahrscheinlich. Unsere Flugtorpedoboote griffen einen Im östlichen Mittelmeer ausgekundschasteten feind- fand sich Außenminister S t u r d z a. Auf ber Fahrt zur Villa Mabama wurde ben rumänischen Gästen überall ein herzlicher Willkomm zuteil. General Antonescu legte nach einem Besuch ber Königsgräber im Pantheon unb ber Eintragung im Qui- rinal am Grabmal des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder, dessen Schleife die Aufschrift trug: „Die Legionäre der Eisernen Garde zum Zeichen ber Ehrung ber gefallenen Faschisten". Anschlle- ßenb wurden ber Ministerpräsibent unb ber Außen- Minister vom König und Kaiser empfangen. Auch ber Duce hat am Nachmittag ben Chef der rumänischen Regierung in Gegenwart des Außenministers Sturdza unb bes Grasen Ciano empfangen. Graf unb Gräfin Ciano gaben zu Ehren General Antonescus ein Essen. Moltztow bei Reichsmarschall Göring, (Presse-Hoffmann-M-l Geheimnisvoller Todes ägyptischen Ministerpräsidenten Wieder ein Opfer des Secret Service? Man erinnert sich dabei an den ebenso mysterlö- fen Tob König Feisals von Irak, ber 1933 in der Schweiz, wohin er soeben von London eingetroffen war, nach dem Genuß einer Tasse Kaffee plötzlich verstarb. England befürchtete damals eine Erstarkung Iraks und Schmälerung feiner bo^i. gen Desinteressen. Auch ber geheimnisvolle „Au*>- Unfall", dem König G h a s i von Irak im vergangenen Jahr zum Opfer fiel, erfolgte in bem Augenblick, als bie Dolkswut sich gegen das britische Kon- fulat in Mossul richtete unb ber englische Konsul dabei ums Leben kam. In der Annahme, daß Hassan Sabry Pascha gewaltsam aus dem Wege geräumt wurde, wird man bestärkt durch bie Tat- fache, baß Englanb bereits Enbe August durch die falsche Tendenzmeldung von einem Rücktritt bes ägyptischen Ministerpräsidenten, bie sofort aus Kairo dementiert würbe, gehofft hatte, den unbequemen Gegenspieler stürzen zu können. A Ml*11' j A s,* aus, er Schicht -..Mttlan Wien. y zu ^erne I 1 ■ lM I V,nei Hreut I) f >ut| 1 d 37 c ■ Gruppe t • B 19 0 MN Rn i t>r Dpero . sM burc • Nten A »den Er Fuka-el-Daba und Maakern Bagush Luftangriffe gerichtet, durch die Brände hervorgerufen wurden. Das Flugfeld 2Haa(em Bagush wurde unter Maschinengewehrsauer genommen. Lin feindlicher Bomber wurde in Brand geschoßen und weitere. drei ernstlich beschädigt. Alle unsere Flugzeuge, die an den erwähnte« Aktionen teilgenommen haben, sind trotz der feindlichen, überall sehr starken Flakabwehr zu ihre« Stützpunkten zurückgekehrt. Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf Bardla, Derna und Benghasi. Es wurde leichter Schade« angerichket und ein Muselmane verwundet. 3n Ostafrika kam es bei Lakitaung (Rudolf- See) und bei 3ubdo (südlich von TTlega) zu Zusammenstößen zwischen Patrouillen, die für uns günstig verliefen. Der Feind nahm unsere Stellungen bei Galla- b a t wirkungslos unter Artilleriefeuer. Bet Lustangriffen auf Afsab und Diredaua gab es nur ganz leichten Schaden, keine Opfer. Feindliche Flugzeuge unternahmen Angriffe auf Lrotone, wo die Bomben ins Meer fielen, auf Tarent, wo es bei bet Zivilbevölkerung einen Toten und drei verwundete, bei der Truppe iroel Tote und neun verwundete gab, sowie einige Sachschäden an Wohnhäusern. Zwei feindliche Flugzeuge wurden wahrscheinlich abgeschossen. Angriffe auf Alexandrien. Stockholm, 14. Nov. (Europapreß.) Alexam brien ist in ben Abendstunden des Mittwoch z w e i* mal von ft arten italienischen Bomberformationen angegriffen worden. Der Angriff richtete sich in erster Linie gegen den S) a* fen, Englands wichtigsten Flottenstützpunkt im oft« |Qi B ! «ftW | • | 5 !Zohl dl! 1 rn Ijj (einer fr I h erfolgt jjaiiptmi iMe ick M 'il geM I Buba 0raf t in rolitif n (c q u ei r \ d) t et nchtlm Crenzv 3talien< Lchlemi 'dessen 1 Position LeuW ein siche Llütze b tas gu unb Ju mit ber1 W hat IIIW" wl«i"e c Steinen* ffrofeen b m 6fi fäöiig, Achter i pigin l M ist enbe A, h Seei Ur« vbea! pr vunberli der 1 Die Lusttwaffe blockiert die britische Insel richtete an den herzlich gehatte-nes etn ein ri) 37 am Boden zerstörten Flugzeugen seiner Ghippe entfallen allein 75 Abschüsse in der Luft 11-ib 19 am Boden auf seine Staffel. — Haupt- <_ _i .-i. t ■__- f*t (rtU SRöAtnn FeinMidja ju ihr« „Gib acht auf die Gassen" und „Blick auf zu lernen", diese wahrhaft menschlichen Worte dem dem den des Glückwunschschreiben. In Rom ist zwischen Minister G o r l a und rten 'on einn Hal dua revui (folg ui i dllchö lbahallo'l iffangrifli fen wui' rbe mln & en” biA beachten. Er war und blieb zeitlebens ein Eigener, der sich an dem Deutschtum Goethes ausrichtete, und dem er „immer näher zuwuchs. Die Geschichte war Wilhelm Raabes große Lehr, Meisterin, durch sie ließ er sich seine deutsche Gejin- nung formen und stärken. Und eins predigte" er seinem Volke immer wieder aufs neue: „Wer die Arme sinken läßt, der ist überall verloren. Wer aber jeden Schritt verteidigt, der hat gewonnen!" Und einem kleinen Neffen schrieb er in eines seiner Bücher: „Bedenke stets: Ohne festes Ziel kein siche- res Schreiten!" Dies schrieb er mit zitternder Hand, kurz bevor er am 15. November 1910 starb. Hans Sturm. [Ilten Mittelmeer. Der erste Angriff dauerte länger di eine halbe Stunde, der zweite war noch ausge- sinter. Don den italienischen Formationen wurden »ailreiche Bomben abgeworfen. Jedoch hat die eng, Me Zensur bisher alle Nachrichten über das Er- zeinis der italienischen Angriffe gesperrt. Tapfere Fliegeroffiziere mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet italienischen Arbetts, Reichsarbeitsminister .% zerUu, 14. Nov. (DRV.) Der Führer und SM pterfle Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Lei schlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe. ^rasÄphap Tisza habe im Jahre 1917 dem MheimRaabesdeulscheEendung Zum 30. Todestage des Dichters. n ttelt. Ungarn uni> die Achse tt. ) w» < E Heg oberJ enWö ^ennnj, 1 die ’ °uch i . d iiNfc ’e ||^ )nereij f dah eri tn beim die m °llch fi-j? ’ne tzy bur^n ’len. k, Alli^ ftänbioej lateriofidl en m R,| »er NH i hätte. casting Company auf, täglich Derkehrsbe- richte auszugeben, in denen den Millionen von Londonern mitgeteilt wurde, auf welchem Wege sie ihre Ziele erreichen könnten, nachdem durch Einwirkung der deutschen Bomber so viele Verkehrs- mittel und Verkehrswege ausgeschaltet wurden. Die British Broadcasting Company lehnte es ab, diese Mitteilungen im Rundfunk zu geben, „um nicht dem Feinde die Möglichkeit zu geben, den Umfang der Zerstörungen und Verkehrsstockungen in Lon- don kennen zu lernen". Nach dem gleichen Bericht werden jetzt durch Privatautobufse täglich schätzungsweise 55 000 Fahrgäste zu den Arbeitsstellen und von ihnen zurückgebracht. Aber der Einsatz von Privatwagen ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Englands tägliche Kriegsausgaben. Stockholm, 14. Nov. (Europapreß.) Nach den jüngsten englischen Statistiken muh das Schatzamt zur Zeit täglich 14 Millionen Pfund Sterling bereitstellen, davon allein 12,5 Mil- [einen Pfund .Sterling für die Kriegfüh- rung. In den letzten zwei Wochen wurden 192 tften blieben. Worin liegt die tiefe Wirkung Raabescher SAU- terung? Der Dichter hat selbst Jahrzehnte in Lew i~ib Entbehrung gelebt und troßdern seinem hohen Sbeal nachgestrebt: immer wieder breitet er in fönen Buchern mit köstlichen Worten und IN färben- [.ober Gestaltung die ihm vertraute Gedankenwelt ,us. er schöpfte aus eigenem Erleben ausbcr beschichte feiner Heimat in stillem "bfeits bleiben- lern Schaffen, fern vom brausenden Leben seme- l alerlanbes, dessen neue Kräfte IN die große We t freblen. Er sagte hierzu felbst einmal: „Ser sm to)e Mensch, welchem Sott befahl, da» erhobene fcht zu den Sternen zu richten dieser Menlch gab t.-n Gestihlen Namen und nannte ste: Liebe. Freund- shaft, Glaube. Geduld. Barmherzigkeit. Mut Demut, ihre — und Jahrtausende vergingen, ehe. diese Sterne und so viele gleiche gefunden waren. Einen überzeugenden Beweis, mit welcher Genauigkeit die deutsche Luftwaffe die für die Briten lebenswichtigen Anlagen zu treffen weiß, bietet diese Bildmeldung eines Aufklärers. Das an der Südspitze der Dockhalbinsel von Southampton gelegene große Kühlhaus (3), in dem riesige Mengen von Gefrierfleisch eingelagert sind, ist durch Zwei Jahre Arbeit an einem Hut. Gewiß ist auch bei uns der Damenhut eine wichtige Angelegenheit. Aber wenn man zu seiner Herstellung so Diel Fleiß und vor allem Zeit aufwenden wollte, wie das für die Schönen auf den Samoa-Inseln erforderlich ist, dann wäre er, wenn er endlich fertig würde, längst unmodern geworden. Auf diesen Inseln im Stillen Ozean tragen die vornehmen Frauen bei den Festen seltsame Kopfbedeckungen, deren Anfertigung zwei volle Jahre m Anspruch nimmt. Auch die Häuptlinge schmucken sich mit einer solchen „Tuiga", wie der kostbare Hut genannt wird. Für die Herstellung gelten seit Jahrhunderten die gleichen Vorschriften. Die „Putzmacherinnen", unter deren Händen diese Wunderwerke entstehen, dürfen bei schwerster Strafe auch nicht in den geringsten Kleinigkeiten von den hergebrachten tieberlteferungen abweichen. Der Rabmen des Ganzen ist eine große Kokosnußschale, die durch langes Reiben mit flachen Steinen geglättet und poliert wird. Dann wird die Oberfläche mit seltenem weißen und braunen Perlmutter bedeckt. Das Sammeln dieses Schmucks befchäfügt ungefähr ein Dutzend Eingeborene wenigstens vier Monate, und das Anbringen des Perlmutters auf die Schale dauert noch weitere sechs bis acht Monate. Später werden noch Hunderte von kleinen gelben Muscheln hinzugefügt, die nur auf der Insel Niue gefunden werden. Außerdem durchsucht ein kleines Heer von Dienern die Urwälder nach seltenen Papageien, deren Federn in einem leuchtenden Rot und in reinem Weiß strahlen. Diese Federn schmücken die Kopfbedeckung als eine Art Kokarde, und darüber erheben sich noch mehrere hohe Stöcke, die mit feinem handgewebtem Tuch umwickelt sind. Don diesen Stöcken wehen seidige Büsche von menschlichem Haar, das durch einen langwierigen Prozeß zu schönstem Goldblond gebleicht ist. C. K. Es ging Raabe in seinen besten Arbeiten um Sein uni) Nichtsein seines Volkes, er wollte ihm Mahner und Warner sein: er sah seines größeren Vaterlandes Zukunft nur dann gesichert, wenn es zurückfand zu den wirklichen Quellen seines ureigenen Wesens, wenn es die partikularisttsche und politische Zerrissenheit Im Innern überwand, um in nationaler Einheit die von außen her drohenden Gefahren abwehren zu können. Er hat nicht mir eine eigene Stammesart immer scharf betont, er ist auch stets für die Erhaltung und Erneuerung deutscher Stammeseigentümlichkeiten eingetreten, weil er die daraus unserem Volke zufließenden kulturellen Antriebe erkannte und gebührend einzu- chätzen wußte. Immer und überall bekannte er sich zu dem Worte des Freiherrn vom Stein: „Ich habe nur ein Vaterland, und das heißt Deutschland!" (Dmppenfommanbeur in einem Jagdgeschwader; houplmann kaldrack, Gruppenkommandeur in Mm Aerstürergeschwader; Hauptmann Racke, Süffelkapitän in einem Aerstürergeschwader und hwptmann Knapp, Staffelkapitän in einer Mlärungsgruppe. Oberst Angerstein zeichnete sich sowohl in Führung feines Verbandes als auch im perfön- lic!en EinfaK besonders bei der rücksichtslosen lieber- onbung schwierigster Verhältnisse aus und riß di5ch fein Vorbild das Geschwader zu entscheiden- der Erfolgen mit — Hauptmann Bertram firrte seine Jugdgruppe mit unermüdlichem Drauf- floigertum und schoß selbst 13 Gegner im Lust- fCTipf ab. Obwohl das Können und der Mut dieses tar feren Offiziers zu der Erwartung berechtigten, de; jein Kampfeswille noch eine stattliche Anzahl Bitterer Luftsiege erringen würde, befahl der Ober- deehlshaber der Luftwaffe feine Verwendung an de fliegerischen Front der Heimat, nachdem feine b«den Brüder im Luftkampf gegen England den Fegertod gefunden hatten. — Hauptmann Kal- fciad führte mit nie erlahmendem Schneid seine Zirstörergruppe als Begleitschutz und sickerte durch A'griffe auf meist überlegene Feindverbände dem Kmpfverband die Durchführung feiner Aufträge. Dwohl die Gruppe ihre Hauptaufgabe im Schutze Dtn Kampsverbänden erblickte, tonnte sie unter jener Führung 112 Abschüsse verzeichnen, von beten 11 durch den Gruppenkommandeur person- Menschen, die zu Begriffen wurden. Es gibt Menschen, deren Name in irgendeiner Sacke fortlebt, ohne daß die Nachwett von der Persönlichkeit sonst noch etwas weiß oder sich auch nur des Zusammenhanges bewußt ist Die klassi- jchen und am meisten bekannten Beispiele dafür sind das Wort Guillotine nach ihrem Erfinder, dem Arzt Guillotln und das Wort Nikotin nach dem französischen Arzt Nicot, der den Tabak im 16. Jahrhundert in Frankreich einführte. Auch daß der Pompadour von der berühmten Marquise und die Mansarde von dem französischen Baumeister Mansard herstammt, ist vielen geläufig. Wer weiß aber heute noch, daß in dem Wort Boykott der Name eines irischen Gutsverwalters fortkbt, über den im Jahre 1880 die Landliga den Bann aussprach, worauf niemand mehr mit ihm verkehrte! Die Silhouette verdankt ihren Namen dem französischen Finanzminister Silhouet, der durch sein Sparsamkeitssystem bekannt wurde, sodaß man die einfachen schwarzen Bildchen mit diesem allen Luxus bekämpfenden Staatsmann zusammenbrachte. Der heute nicht mehr allzu ge- bräuchliche, aber früher in jeder Wohnung unvermeidliche Vertikow heißt nach dem Berliner Tischler gleichen Namens, der diese Möbelstücke zuerst anfertigte. Das Wort Tattersall bewahrt den Namen eines Pferdehändlers, der ein Rett- Institut begründete, und das Wort Talmi hat den Namen eines Pariser Fabrikanten der Nachwelt überliefert, der unechte Waren mit großer Reklame anpries. Der jetzt etwas außer der Mode gekommene, aber früher so elegante Havelock heißt nach dem englischen General, der diesen Herren- mantel zuerst in Mode braute. Grog war ur- jprünglich der Spitzname eines Admirals. Als dieser feinen Seeleuten statt des gewohnten Rum ein Gemisch von Rum mit heißem Wasser vorsetzen ließ, nannten die Matrosen dieses ihnen wenig zusagende Getränk aus Rache mit dem Spitznamen ihres Dor. gejetzten. Sehr zahlreich sind die Personennamen, die in der wissenschaftlichen Bezeichnung fortleben. Als Beispiele dafür seien nur einige Blumennamen erwähnt: die Georgine heißt nach dem Peters- burger Naturforscher Georgi, die Dahlie nach dem schwedischen Botaniker Dahl, die Fuchsie nach dem im 16. Jahrhundert lebenden deutschen „Pflanzenvater" Fuchs, die Kamelle nach dem Jeluitenpater Camelli, der diese Pflanze aus Japan mitbrachte, Begonie und Magnolie nach den französischen Botanikern Begon und Magnol. C Kn ungarländischen Deutschtum eine biff-e» renjierte Behandlung In Aussicht gestellt als Belohnung für besondere Treue dem Staat gegenüber. Dies wird auch in Zukunft als richtunggebendes Beispiel uns vorschweben. Das Ungartum sei wiederholt mit dem Deutschtum in ein enges Bündnis getreten, und die ungarische Nation hätte keinen Grund, dies zu bereuen. Spielscharen der HI. bei unseren Truppen in Belgien. Brüssel, 14. Nov. (Europapreß.) Freudig und herzlich wurden von den in Belgien liegenden Mllionen Pfund Sterling ausgegeben, was jahres- durchschnittlich fünf Milliarden Psund Sterling aus- machen würde oder aber das Jahreseinkommen der englischen Nation in Friedenszeiten. Die Erhöhung der täglichen Kriegsunkosten ist kein Beweis für die erhöhte Produktion der englischen Kriegsindu- trle. Sie spiegelt vielmehr dieSteiaerungder englischen Aufträge an Schiffen und Flug- zeugen in den Vereinigten Staaten wider. Die Steigerung dieser Aufträge wiederum wird in neutralen Kreisen Londons als ein Beweis für die steigenden englischen Kriegsverluste angesehen. Churchills Gewaliakiiou gegen Irland verschoben? Mailand, 14.Nov. (DNB.) „Gazetta del Po- polo" meldet, daß unter den leitenden Politikern in London wegen der britischen Politik gegenüber Irland starke Gegensätze bestehen. Verschiedene Per- jönlichkeiten fürchteten, daß Churchills Plan, Irland mit Gewalt zu besetzen keine Erleichterung in den Unterseebootsangriffen bringen werde, da diese an einem Punkt angelangt feien, der eine Verschlechterung nicht mehr zulasse. Churchill sei geraten worden, s i ch zu mäßigen. Die Dominien, vor allem Kanada, feien der Ansicht, daß Gewaltanwendung gegen ein Dominion einen Präzedenzfall schaffen könnte, der von anderen Dominions, besonders von Südafrika, mit größter Besorgnis betrachtet werden dürfte. Deshalb soll Churchill im Augenblick die Aktion gegen Irland auf geschoben haben, obwohl die Vorbereitungen bereits zu Ende geführt gewesen seien. In Lon- don fürchte man aber, daß Churchill bei weiteren Nachrichten über einen Angriff gegen große Geleitzüge im Atlantischen Ozean einen impulsiven Tem- peramentsausbrud) haben könnte. Das Abendblatt „Sera" erhält aus Neuyork Kenntnis von großen Truppenansammlungen an der Westküste Großbritanniens, die zur Invasion in Irland b e ft i m m t fein sollen. In den irischen Gewäsiern spielten sich, so heißt es in der Meldung des italienischen Blattes weiter, intensive Bewegungen britischer Seestrettkräfte ab. Kleine politische Nachrichten. deutschen Truppen zwei Spielscharen des Bundes Deutscher Mädel und der Hit- l e r - I u g e nd begrüßt, die aus dem Gebiet O ft- preußen und dem Gebiet H e f se n - N a sf a u gekommen waren, um den Soldaten Grüße aus der Heimat zu bringen. Die Spielscharen, von denen etwa jede 45 zählt, fahren in großen Reiseomni- buffen von Truppe «zu Truppe ■unb kehren abends nach beendeter Veranstaltung wieder in ihren derzeitigen Standort zurück. Die Spielschar Hessen- Nassau besitzt ein fast nur aus Mädeln bestehendes Strei ch o rchester , das den Soldaten besonders viel Freude bereitete. Budapest, 14. Nov. (DNB.) Außenminister Graf Csaky hielt im Abgeordnetenhaus eine : in der er unterstrich, daß Ungarns Außen- plitik nach wie vor unverändert und kon- t | quent auf die Achsenmächte ausge- ’r tütet bleiben würde. Ungarn sei das einzige ... । nchtkriegführende Land, dem es gelungen fei, feine (Donjen dank der Unte bet W1 Mi en s erheblich ausy Stockholm, 14. Nov. (Europapreß.) „Früher als gewöhnlich" begannen nach amtlichen englischen Aeußeru..-gen die deutschen Luftangriffe auf England in der Nacht zum Donnerstag. Die Nachtbomber begegneten bei ihrem Einflug in den englischen Luftraum den deutschen Bomberformationen, die sich an den Tagesangriffen auf die englische Hauptstadt beteiligt hatten. In London entstanden neue Brände und durch Bombeneinschläge wurden weitere Häuser vernichtet. Mit gewissen Abständen dauerten die Angriffe gegen London die ganze Nacht über an. lieber die Zerstörungen In London berichtet tue liberale schwedische Zeitung „Göteborgs Handels- und Schiffahrts-Zeitung" aus London: Die Aufräumungsarbeiten in den Ruinen von London sind von jolchem Ausmaß, daß lange Zeit benötigt wird, um die Trümmer wegzuschaffen. Die Arbeiten werden längere Zeit in Anspruch nehmen, als man berechnet hat. Aus diesem Grunde werden ständig neue Arbeitskräfte eingesetzt und weitere Militar- hilfe wird verlangt, um besser voranzukommen. Kriegsminister Eden gab bekannt, daß neben den zahlreichen zivilen Hilfsmannschaften zusätzlich 12000 Soldaten eingesetzt werden. Die Armee fei bereit, alles zu tun, was in ihrer Macht liege. Die Transportverwaltung Londons forderte die Brittfh Broad- fchaffen. e Der ehemalige britische Ministerpräsident Neville Chamberlain ist Donnerstag morgen im Beisein des Ministerpräsidenten Churchill und fast sämtlicher Mitglieder des Kabinetts in der Londoner Weftminster-Mtei beigesetzt worden. * Die aus Anlaß des Geburtstages König Christians X. von Dänemark am 26. September veranstaltete L a n d e s f a m m l u n g hat -mit einem Ergebnis von 2% Millionen Kronen alle dänischen Rekorde geschlagen. Der König hat bestimmt, daß die Summe zur Erforschung und Bekämpfung von Krankheiten verwandt wird. Sett kurzem erscheint In Belgrad eine Wochen- 3 eitu ng in deutscher Sprache mit dem Titel „Belgrader Echo". Der Zweck dieser von der jugoslawischen Regierung unterstützten Zeitung ist, das Ausland und die in Belgrad lebenden Ausländer über die nationalen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse in Jugostawien zu unterrichten. Aaupndinrtietier: Dr. ssrlevrlch WUdeim Lange. (Stelloettxetei ve» Oauphdjtirtieiteni1 Srnst Blumschetn. verantwortlich rüt Politii untz HUder: Dr. fft. ©. Langei für W Feuilleton: Dr. Han« Thyriot; ffa Stadt «leben, Provin,, Wirtichau u. Sport: Trnü «iumfchein. Druck uno Verlag vrüdliche UnioenUateotuderc R. Lange SL G. «ertaaveiter: Dr.-A»g. Erich Hamann «nreigenleiter Han« Beck. veranrwm^''ch örbru CtnhaH ber?Tn*erlcht, aushorchen lätzt, m mitreiht, ist Raabes tofdeutiche Wesensart. Kein g-nngerer als Ulrich ton Wil ° mowltz - M ° 11 - ndorff «nmal ii einer ßutbiaung an den Meister des Romans .Deutscher Adel" gesagt, er fe Jo groß, »we <- deutsch, nicht klassizistisch hW» : di?Gemräl7 'es'Hienlen/ >ater Plünderung", U WeL besuchter"-, ^s'"seche^°rm °us sich „A-tti Greifzu" oder gar .Mterli Raubsack" ge- sAbst her enttvickette, ohne ftemde Formgejetze zu nannt zu werden. erfolgten. „ , „ Hauptmann Nacke ist mit 12 Luftsiegen der er» voreichste Staffelführer, der durch feine mitret- linbe Kühnheit und Entschlossenheit auch die von tu geführte Staffel zur erfolgreichsten seines Zer- Irergefchwaders machte. Von den 169 Abschüssen 5oßen deutschen Erzählers Wilhelm Raabe, der ar 8. September 1831 in Eschershausen, dem klein. ton Städklein des ehemaligen Herzogtums Braun- fotoelg, geboren wurde, gewinnt gerade m unseren Sagen nneder neuen Klang. Das Weltbild, das der lichter in sich trug, das Hohe, dem er von feinen jingen Jahren bis zum letzten Atemzug zugetan biieb, ist zeitlos wie der Glaube an die..uberwrn- fr nbe Kraft des Gemüts unb die Unverganglichkett frr Seele, die wohl den bösen Mächten 3ettroetfe unterliegen, doch nicht untergehen fann. Dieses ^eal prägt sich bunt und vielfältig und tn manch vmnderttchen Kopsen unb absonderlichen Gestalten i- des Dichters Werken aus, von denen fein erstes Sud), „Die Chronik der Sperlings- f f e", und ber u n g e r p a ft o r die befann- , bem es gelungen fei, feine ieuC»,wu uuut u.v Unterstützung Deutschlands unb fallens erheblich auszudehnen. Der Aufstieg der Lch^enmächte bedeute auch den Aufstieg Ungarns, fristen vornehmste Aufgabe es fei, die erworbene Mtüm zu stärken. Die Bitte Rumäniens an Izutkfjlanb, Ausbildungstruppen zu entsenden, fei eh sicheres Unterpfand dafür, daß Rumänien eine SLÜfte der Ordnung in Südosteuropa werden wolle. Ins gutnachbarliche Verhältnis zwischen Ungarn uib Jugoslawien bestehe nach w-e vor. Das nit der S l o w a f c i abgeschlossene Amnestleabkom- jien habe dazu beigetragen, daß die ungarisch'slo- vcvkischen Beziehungen sich günstig entwickelt haben, las Verhältnis zu Sowjetrußland (et korrekt Verschiedenes in. 2 bi ni' Tr< 3ii< L i be üb in die Statt Karten Agnes Stark, geb. puls Adolf Stark zeigen in dankbarer Freude die glückliche Geburt ihres ersten Kindes an Gießen (Ludwigstraße 10), z.Z. Katholisches Schwesternhaus 03853 Aus aller Welt B Bei Erkältungen erprobt Wlö ilre den - Bahnho straße 49 - Ruf 3941 3. t elikanapotheke. 4943V 4. 03852 5. in dec 5128 D 7. 8 Junker, VereinsleitrL 5120D 5125D Freitag Gießen (Brandgasse 8), im November 1940. W^caLc.vall45 II Für müde Füßeifi und bleibt So orn Frau Emma Weinbrenner und Kinder. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme, sowie Kranz- und Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schmidt beim Heimgange unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. ick W für gen Echt Kristallschalen mit versilbertem Teller, das schöne Geschenk Ohne Silberanlieferung 1 Juwelier A—F G—M N—S T—Z vor der Rampe erschienen Künstlern Lil Dagover, Heinrich (George, Herbert Maisch, dem Autor Dr. Äsef Cremer und, Herbert Windt, der die Musik zu dem Kunstwerk schrieb, aber auch den Darstellern der weiteren Rollen Friedrich Kayßler, Eugen Klöpfer, Paul Henckels, Herbert Hübener, Hannelore Schrot und Paul Dalke. Noch immer schwächere Erdflöhe in Rumänien. Die rumänische Hauptstadt leidet noch immer unter schwachen Erdstößen. 21*. Dienstag wurden drei Stöße registriert und Mittwoch um 18.57 Uhr wurde erneut ein Erdbeben der Stärke 3 verspürt, durch das ein Haus, das bei dem großen Erdbeben schwer beschädigt worden war, einstiir.zte. Bei den Ruinen des Carlton-Hochhauses werden die Ber- gungs- und Aufräumungsarbeiten ununterbrochen fortgesetzt. Sie werden jedoch durch das unter dem Schutthaufen brennende Feuer stark behindert. Bisher wurden 182 Leichen aus dem Schutt geborgen. 36 Häuser, darunter auch einige sehr große Gebäude, müssen ganz abgetragen und weitere 31 Hauser teilweise niedergerissen werden. Unter den Häusern, die abgetragen werden müssen, befinden sich auch das Nationaltheater und die Staatsoper. Das große Konzert- und Ausstellungsgebäude Atheneum bedarf großer Wiederherstellungsarbeiten. Die große Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. — Ernährungsamt Abt. B, —, Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Dücher! Woche vom IS.—24.11.1940 .. w 25.— 1.12.1940 « w 2^— 8.12.1940 „ 9.—15.12.1940. addiert, saldiert und schreibt Vorführung kostenlos u.unverbindlich 5122 D Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag'n^ mittags geschloßen. Ihre Vermählung geben bekannt Otto Schneider Luise Schneider, geb. Hofmann 6. Bezugsberechtigt zum Bezug der Schokoladener- Zeugnisse sind auch Kranken- und sonstige An- stallen sowie Heime für das an der Anstallsverpflegung teilnehmende ärztliche, Pflege- und sonstige Personal sowie auch für Dauerinsassen, die nicht im Besitze von Nährmittelkarten sind. Der Bezug erfolgt in diesen Fällen auf Grund von Berechtigungsscheinen, deren Ausstellung von der An stall bzw. dem Heim bei dem Ernäh- rungsamt, in Limburg, Wetzlar, Herborn und Dillenburg bei der Kartenausgabestelle zu beantragen ist. Wilgersdorf Gießen (Kr. Siegen) Hammstr. 191 16. November 1940 Ein [5129D Spezial- Anhänger Westfalin od.Kali für 1 Stück Großvieh geeignet, zu kaufen gesucht. Mm WM Allendorf Lda. Fernsprecher 78. U h rmachermeister Seltersweg 47 43430 Ruf Nr. 2373 Bekanntmachung über die Abgabe von Gchokoladenerzeugniffen. Vom 12. November 1940. ' * 1. Nach Ablauf der Verkaufssperre für Schokoladenerzeugnisse werden ab 18. November 1940 in den unter Ziffer 3 genannten Städten für den Weihnachtsbedarf erhöhte Mengen an diesen Erzeugnissen an die Bevölkerung ausgegeben. Vorgesehen sind 125 g je Kopf der Bevölkerung ohne Rücksicht auf Geschlecht und Alter, und zwar für Personen, die im Besitz der rosafarbenen Nährmittelkarte sind. Juden sind vom Bezug ausgeschlossen. 2. Die Abgabe der Schokoladenerzeugnisse erfolgt gegen Abtrennung des Abschnitts N 37 der rosafarbenen Nährmittelkarte der 17. Zuteilungsperiode. Die abgetrennten Abschnitte sind vom Einzelhändler vorläufig aufzubewahren. Die Abgabe von. Schokoladenerzeugnissen in erhöhten Mengen erfolgt in den Städten Darmstadt, Frankfurt a. M., Wiesbaden, Mainz, Offenbach, Gießen, Worms, Limburg, Wetzlar, Herborn und Dillenburg. In den Städten Limburg, Wetzlar, Herborn und Dillenburg sind nur solche Karteninhaber der Nährmittelkarte bezugsberechtigt, die a) in den genannten Städten selbst wohnhaft sind und b) deren Nährmittellarten auf der Rückseite des Stammabschnitts mit dem Dienststempel der örtlichen Kartenausgabestelle abgestempelt sind. Die Karteninhaber haben, falls sie von dem Bezug der Schokoladenerzeugnisse Gebrauch zu machen wünschen, ihre Nährmittelkarte alsbald der örtlichen Kartenausgabestelle zur Abstempelung vorzulegen. Zur Vermeidung eines unerwünschten Andrangs erfolgt die Abgabe der Schokoladenerzeugnisse an die Karteninhaber mit den Anfangsbuchstaben der Zunamen 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr 9. Freitag-Miete DerTanz ins Glück Operette von Stolz. Preise: RM. 0.90 bis 3.60. «upD hohen Blutdruck. Magen-, van» Störungen, Alterserscheinungen, Stoffwechselbeschwerden. Geschmack- und geruchfreil Monatspackung L— Achtes Sie auf die grün-weiße Parkupc Drog. Winterhofr, Kreuzplatz iKi Drog. C. Seibel, Frankf. Str. 39: Drog. E. Karn, Schulstr. -M' Löwen-Drog. W. Kiibinger Nacn Drog. Bornemann, Bahnhotstr.W Drog Aug. Noll, ßahnhofstr. 51 D Kampfzeit in Thüringen erinnert. Verloren. Donnerstagmorgen 7.40 Uhr von Gutenbergstr.bis Ludwigsplatz schwarzes ßfhleneliii mit heller Honbrille verloren. oa&u Geg. Belohnung abzugeben ©utenöecgftt 16 p. Schwarzer, langhaariger Dadtel mit rotem Halsband,a.„Nuscha" hörend, entlaufen. Abzugeben geg. Belohnung bei Goltermann Darmstadt? den 12. November 1940. Der Reichsstatthalter in Hessen. — Landesregierung. — Landesernahrungsamt. — Gez.: Dr. Wagner. Oberrheinische Kutturtage in Gtraßvurg. Als Auftakt zu den Oberrheinischen Kulturtagen, die vom 14. bis 19. November 1940 in Straßburg im Auftrage des Chefs der Zivilverwaltung, Gauleiter und Reichsstallhalter Robert Wagner, von der Abteilung Volksaujklärung und Propaganda durchgeführt werden, fand ein festlicher Empfang beim Oberstadtkommissar Dr. Robert (Ern ft im Festsaal des Rathauses statt. Unter den zahlreichen Ehrengästen bemerkte man u. a. führende Männer von Partei, Staat und Wehrmacht sowie aus der elsässischen Heimatbewegung. Der elsässische Volkstumsvorkämpfer und enge Mitarbeiter des von den Franzosen erschossenen Karl Roos, Paul Schall, schilderte die kulturelle Knechtung des Elsaß durch die französische Willkür, den französischen Verwel- schungsterror und das zähe Ringen des elsässischen Menschen um deutsche Kultur, Sprache und Art. Zn Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste fand die Festaufführung des Filmes der Tobis „Fried- rich Schiller — Triumph eines Genies", der am Tage zuvor seine Uraufführung in Stuttgart erlebt hatte, im „Capitol" zu Straßburg statt. Das Haus spendete begeistert Beifall, besonders den Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer die alle Naturfreunde und Dogelliebhaber , mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden au» der Dogeiwelt der deutschen Nordseeküfte Don Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. In Leinen gebunden RM. SLY Der Verfasser, der als Ornichologe und Tier, i Photograph bekannt ist, Hot mehrere Wochen auf zwei einsamen deurschen Nordseeinseln an der Eidermündung zusammen mit den eigenartigsten DSgcln unserer Heimat gelebt und die herrlichsten Naturaufnahmen von i den Sabel chnäblern, Seeschwalben, Rot. schenkeln, Austernfischern ui a. mitgebrachi. (Er erzäh 1 int Texrteil unterhaltsam und spannend aus der Kraft eigenen Erlebens die sonderbarsten Begebenheiten, die er, im Zelt versteckt, aus nächster Nähe beobachten und im Bild festhalten konnte. 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Vielleicht hätte man sich den Hauptgedanken noch etwas temperamentvoller, wohl noch etwas spritziger denken können: die Solistin schien aber absichtlich sich Beherrschung aufzuerlegen: von einzigartiger Wirkung war der langgedehnte Dimi- nuendo-Triller. Stürmische Begeisterung war das berechtigte und dankbare Echo für diese Gabe. Von dem Orchester konnte man gestern unter der Leitung von Otto S ö l l n e r ein wesentlich vorteilhafteres Bild gewinnen als im letzten Konzert. Diesmal merkte man, daß er bewußt auf eine sorgsame dynamische Schattierung hingearbeitet hatte; und auch der Solistin gegenüber zeigte er wesentlich größere Anpassungsfähigkeit. An einzelnen Stellen, namentlich in den figurativen Teilen, wo Themen von der Solvstimme umrankt werden, wäre eine noch stärkere Abdämpfung dem Solopart zugute gekommen. Streichern wie Bläsern gebührt für dieses Konzert besondere Anerkennung, hervor gehoben sei die äußerst dezente Tongabe des ersten Fagotts. Das gleiche Bild zeigte die zu Beginn des Konzertes gespielte Ouvertüre zu ,Lönig Stephan". So wie das Andantethema bei seiner letzten Wiederkehr erklang, hätte man es sich gerne von Anfang an gewünscht. Die Steigerung vor dem zweiten Presto-Einsatz war in allen ihren Phasen gut durchgestaltet, das Hornsolo hob sich klar und tonsicher hervor. Die A-ckur-Syrnphonie wuchs klangschön mit ihrer Einleitung heraus und war auch namentlich in der Phrasierung des zweiten Themas sehr sauber. Der Uebergang zum Vivace mit feinem Einhalten war durchaus überzeugend, wie sich auch der ganze Satz in Klarheit und sorgfältiger Durch- arbetiung erschloß. Die Umgruppierung der Sitzplätze im Orchester, die die führenden tiefen Stimmen, Celli und Bäffe, auf die rechte Podiumsseite brachte, wäre für die Zukunft möglichst nicht beizubehalten. Die tiefen Streicher besitzen an sich schon durchdringende Kraft des Tones, hier drängte sich ihr Klang oftmals zu stark in den Vordergrund, und das Wechselspiel zwischen den ersten und zweiten Geigen verlor durchaus die raumakustische Differenzierung. Das bestätigte sich besonders im Allegretto der Symphonie, bei der allmählich ausblühenden Gegenmelodie; die pizzi- cato-Achtel der Bässe im A-ckur-Teil, den man sich übrigens noch ruhiger, abgeklärter denken könnte, traten zu aufdringlich hervor. Das Scherzo war mit scharfem Kontraste und starkem rhythmischen Impuls gefüllt; im Trio hätte man den Bläsereinsatz gerne wirklich piano gehört. Das Finale war stark in seinen Akzenten, namentlich die Eingangsperioden waren scharf herausprofiliert, im weiteren Verlaufe dieses Satzes aber litt die von den Streichern getragene Thematik in ihrer Deutlichkeit durch die Klangdimensionen der Bläser. Unser gut, aber nicht überbesetzter Streichkörper, verlangt unbedingt eine Abstimmung der Bläserstärken auf seine eigene Klangfähigkeit Das vollbesetzte Haus ehrte das Orchester und feinen Dirigenten durch herzliche Zustimmung. Dr. Hermann Hering. Anekdoten. kunstbetrachtung. Der Bildhauer Schadow konnte es nicht leiden, wenn die Künstler in Theorien schwelgten anstatt zu schaffen; vollends konnte er das Gerede über Kunst bei feinen Schülern nicht vertragen. Einmal sagte ein angehender Maler: „Ich male das, was ich sehe." Worauf Schadow in aller Schonungslosigkeit erwiderte: „Un nachher erschreckste, wenn du siehst, wat du jemalt hast!" Erklärung. Der berühmte Arzt Professor Virchow sollte einmal einem Patienten den Unterschied zwischen Rheumatismus und Gicht erklären. „Da klemmen Sie einfach mal Ihren Daumen in den Schraubstock", sagte Dirckow, „und schrauben ihn zu, bis Sie es nicht mefjr aushalten können. Das ist Rheumatismus. Dann geben Sie noch eine Umdrehung zu. Das ist Gicht? Gloria-Palast: „Das sündige tOorf.' Das ist gemütlich. Hier kann man sehen die Groß- und Nahaufnahmen einer originalbayerischen Wirts» hausrauserei. Da ist, wie der Sollrat' jagt, alles dran. Es geht überhaupt in diesem Dorfe ganz irdisch zu. Da wird geliebt und getanzt und gerauft und gefenfterü, es ist eine Freude. Außerdem ist es aber auch ein Aergernis. Es gibt da nämlich nicht nur einen, sondern sogar zwei dunkle Punkte, und zwar in Gestalt von sogenannten ledigen Kindern. Das führt zu furchtbaren Verwirrungen und schrecklichen Familienveryältnissen. Man kennt sich bald nicht mehr aus. Einer kann zum Beipiel das Mädel nicht heiraten, das er mag, weil es eines Tages offenbar wird, daß es seine leibliche Schwe» fter ist. Und während abwechselnd Vater und Mutter vor der Entdeckung der dunklen Punkte zittern, teils mit Grund, teils ohne Grund, ist da noch einer im Dorf, den es eigentlich gar nichts angeht, der aber aus dem ängstlich gehüteten Geheimnis lange Zeit hindurch Kapital schlägt. Ja, er lebt gewissermaßen von dem, was er weiß und die andern nicht wissen. Aber auch ihn ereilt die irdische Gerechtigkeit, und er muß es grausam büßen. Zuletzt endet alles mit einem gewaltigen Hochzeitsessen. Vielleicht ist nicht jeder aus diesem Bericht ganz schlau geworden, aber man kann es nicht so schön und ausführlich erzählen, wie es zu sehen ist. Wer es also genau wissen will, muß sich den Film an- schauen, den Josef D a I m a n nach einem Stück von Max Neal für die Bavaria geschrieben hat. Joe Stöckel führte Regie, und man hat den Eindruck, daß er dabei in seinem Element war. Er spielt auch selber eine Hauptrolle; neben ihm sieht man z. B. Else Aulinger, Georg Bauer, Albert Ian» schek (der früher in Gießen war), Joses Eichheim, Erna Fentsch, Hansi Knoteck, Beppa B r e m und viele andere. Sie waren alle mit Lust und großer Selbstverständlichkeit bfi der Sache. — Vorher läuft die neue Wochenschau, die hier schon angezeigt wurde. Hans Thyriot 8reltag,15. November 1940 Gießener Anzeiger (Generai-Anzeiger für Oberhessen) 5r.27»Zweites Blatt Die neuenVestilllmimgeil über Hausschlachlungen alle das h-n Trauer. >l> and tt alle wirbc des reine: l Knoblaudi .eher, gut ' :her Form. festgesetzt worden. Hier ist i n . Schlachtgewicht durch einen amtlichen Schlacht- > schmor lltrat-M• 'wahrte L I Nvlh tiüK . m. Demnach vier Das Treudienst-Ehrenze-chen. Dem Studienrat Dr. Georg Heß am Landgraf- Ludwigs-Gymnasium zu Gießen wurde durch den Schulleiter, Oberstudiendirektor Dr. W o l k e w i tz , das vom Führer verliehene Treudienft-Ehrenzeichen in Silber für 25jährige treue Dienste Überreicht. Aeueintragung für Zugezogene. In Verfolg der Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel und dem Deutschen Frauenwerk ist auch eine Regelung der Neueintragungen für Zugezogene getroffen worden. Danach joll die jeweils zuständige Ortsabteilungsleiterin Volkswirtschaft-Hauswirtschaft dafür Sorge tragen, daß Hausfrauen, die durch einen Umzug in eine neue Stadt oder in einen anderen Stadtteil Schwierigkeiten beim Einkauf haben, in den Kundenkreis eines Einzelhändlers ausgenommen werden, damit auch in diesem Falle eine gerechte Versorgung gewährleistet ist. Das Erziehungsgeld hat geholfen. Das städtische Ernährungsamt sah sich gezwungen, veranlaßt durch Saumseligkeit bei der Abholung der Lebensmittelkarten, von der gegenwärtigen Ausgabe der Lebensmittelkarten ab ein Ordnungsgeld von 1,— RM. als gutes Erziehungsmittel von den säumigen Kartenabholern zu erheben. Diese Maßnahme hat einen überraschenden Erfolg gehabt. Während bei den früheren Kartenausgaben regelmäßig mehrere hundert Bummler vorhanden waren, die erst lange nach der Ausgabezeit chre Karten abholten und dadurch den Geschäftsgang auf den Dienststellen des Ernährungsamtes, aber auch die Geschäftsleute bei Her Ablieferung der Bestellscheine empfindlich störten und benachteiligten, sind es bei den jetzigen Ausgabetagen insgesamt nur rund 60 Saumselige gewesen, die je 1,— RM. bezahlen müssen. Dieses „Erziehungsgeld" wird mit einer städtischen Gebührenmarke guittiert, die auf den Personalausweis des Bezugsberechtigten als Dauerndes Andenken" aufgeklebt wird. Das Geld wird der Stadtkasse zugeführt. Bei der Verhängung des „Erziebungsgeldes" werden wirklich begründete Versäumnisse natürlich berücksichtigt, dagegen finden Beguemlichkeitsgründe keine Anerkennung. 'N. Samstag Erzeugungsschlacht - Aufklärung 1940/41. NSG. Für unsere Bauern und Landwirte bedeutet es eigentlich eine Selbstverständlichkeit, daß die Erzeugungsschlacht mit verstärkten Kräften weiter- geführt werden muß. Um das Landvolk nach den Zielsetzungen des Reichsnährstandes auszurichten, ist für den bevorstehenden Winter eine umfassende Massenaufklärung vorgesehen, bei der das Hauptgewicht auf Veranstaltungen mit Rednern und Filmvorführungen sowie auf eine sorgfältige Ausrichtung und Vorbereitung der Aufklärungsträger gelegt wird. Aufklärungsträger sind die Bauernführer, Wirtschaftsberater, Tierzuchtinspektoren und Ortshofberater. Es sind zwei Aufklärungswellen mit je einer Hauptparole geplant Jede Welle dauert vier bis sechs Wochen und beginnt mit einem Gemeinschaftsempfang für die Aufklärungsträger. Dann folgen die örtlichen Veranstaltungen, in denen das gesamte Gebiet der Landesbauernschaft bis in das letzte Dorf erfaßt wird. Der erste Gemeinschaftsempfang findet am 23. 11. statt. Es spricht der Reichsbauernführcr über alle deutschen Sender und gibt den Befehl zum Beginn der Aufklärungsarbeit. Insgesamt werden im Laufe des Winters im Gebiet der Landesbauernschoft Hessen-Nassau etwa 1600 Veranstaltungen stattfinden. Radfahren ist gesund. In letzter Zeit, besonders auch durch die Gegebenheiten des Krieges, hat das Fahrrad zahlreiche neue Freunde und Anhänger gefunden, sodaß die kürzliche Schätzung von 20 Millionen Menschen in Deutschland, die ein Fahrrad benutzen, eher zu niedrig als zu hoch gegriffen sein dürste. Das Fahrrad ist im täglichen Verkehrsleben so unentbehrlich geworden/daß man sich nicht mehr vorstellen kann, welche harten und langen Kämpfe erst geführt werden mußten, ehe es seine "heutige Bedeutung erlangen koirnte. Was hat man in früheren Jahren nicht alles Über das gesundheitsschädliche Radfahren hören müssen. Maßgebende Aerzte und Wissenschafller selbst führten heftige Polemiken über den Wert und Unwert des Radfahrens. Man behauptete, das Fahrrad fei ein zu Ueberanftrengungen führendes Sportinstrument, das selbst von jüngeren Menschen 9^ V*: X SIMM 'lederhote' n einer Ani> Dornotizen, lageßfalenber für Freitag. Stadttheater: 18.30 bis 21 Uhr „Der Tanz ins Obwohl der Wacholder ein Alter von mehreren ländert Jahren erreicht, bevorzugt er den strauchigen Juchs, den er auch noch in fünf bis sechs Meter jöhe beibehält. Es liegt eine eigentümliche Schwer- rut über dem Aeußeren dieser düsteren, einzeln j>er in kleinen Gruppen stehenden Pyramiden, die ns die Erinnerung an ihre nahe Verwandte, die (ierlich-hohe Zyvresse des Südens, erwecken und ne nicht erst seit Böcklins bekanntem Gemälde ^oteninsel" geltende Ausdrucksform der fchweigen- P. B. mS-rA MIM' SS- Saft* M S ? in j 11QN? Dr. v 9Wi> rM %l| X I w Magen-, erschein ichwerden. 1 gerucbh ing 1- a-weiße KreuzpM, aokf. Str- wlstr. e UbinßerlV: . Bahnbon* Bahnhofs! iwifisplati schein nachzuweisen. Nach erfolgter Schlachtung muß der Antragsteller den Genehmigungsbescheid sofort seiner Kartenausgabestelle zurückgeben. Diese nimmt dann die Anrechnung der Hausschlachtung auf den Versorgungsanspruch des Selbstversorger- Haushaltes vor. Ein Verkauf von Erzeugnissen aus Hausschlachtungen ist grundsätzlich verboten. Auch die Ablösung des Schlachtlohnes durch Naturallieferungen ist verboten. Um den Bezug von Frischfleisch zu ermöglichen, können alle landwirtschaftlichen Selbstversorger, die Hausschlachtungen vorgenommen haben, auf Antrag Fleischderechti- gunHsscheine erhalten. Für die Deckung des Bedarfs an bewirtschafteten Gewürzen bei Hausschlachtungen (Pfeffer, Piment, Paprila, Körnersenf, Ttajoran), an Grütze oder Mehl werden auf Antrag von der Kartenausgabestelle mit dem Genehmigungsbescheid Berechtigungsscheine ausgestellt. Für Hausschlachtungen von Schafen und Kälbern werden Berechtigungsscheine nicht auagefteHt. zuarundegeleat werden darf, kann an Stelle des xvch-lachtgewicytes auch das Lebendgewicht zugrunde gelegt werden, wenn es durch amllichen Wiegeschein nachgewiesen wird. In diesem Falle ist das Schlachtgewicht zu ermitteln, indem von dem auf dem Wiegeschein angegebenen Lebendgewicht ein Schlachtviehoerlust von 20 v. H. ab« gezogen wird. Anträgen, die auf eine Anwendung von Ausnahmeregelungen abzielen, kann in nur wirklich begründeten Ausnahmefällen stattgegeben werden; derartige Anträge find grundsätzlich vor der Schlachtung zu stellen. Gegenüber den Schweineschlachtungen ist für sämtliche Hausschlachtungen von Rindern, Kälbern und Schafen ein einheitliches Anrechnungsaewicht nicht Hausschlachtungen sind Schlachtungen von Schweinen, Rindern, Kälbern und Schafen, die nicht gewerblich erfolgen und der Selbstversorgung des Schlachtenden und seines Haushaltes dienen. Grundsätzlich bedürfen alle Hausschlachtungen der Genehmigung. Die Genehmigung zur Hausschlachtung erhallen ohne Erfüllung besonderer Voraussetzungen alle in der Landwirtschaft hauptberuflich tätigen Personen, und zwar a) die Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe, soweit sie als Selbstversorger anzusehen sind; b) Naturalberechtigte (Deputanten, Altenteiler, die ihren Wohnsitz in der Gemeinde haben, zu der der landwirtschaftliche Betrieb gehört); und c) alle sonstigen ständig in der Landwirtschaft hauptberuflich tätigen Arbeitskräfte. Die Genehmigung erteilt die Kartenausgabestelle, in deren Bezirk der Antragsteller seinen Wohnsitz hat. Die Genehmigung muß rechtzeitig vor der Schlachtung eingeholt werden. Der Genehrnigungs- bescheid ist bei der Schlachtung dem Fleischheschau- tierarzt oder Fleischbeschauer vorzulegen. Um in Zukunft das Anrechnungsverfah- rcn z u vereinfachen, wird künftig davon abgesehen, bei Hausschlachtung von Schweinen durch Selbstversorger das Schlachtgewicht durch den Fleischbesck)autierarzt oder Fleischbeschauer feststellen zu lassen.' Aus der Grundlage der bisher erzielten Durchschnittsschlachtgewichte sind für die einzelnen Gebiete des Reiches einheitliche Schlachtgewichte als A n r ech n un a s ge w i ch t e festgesetzt worden. In diesem Anrechnungsgewichten ist der Abzug eines Verarbeitungsverlustes von 15 v. H. bereits enthalten, so daß weitere Abzüge nicht zulässig sind. Soweit in begründeten Fällen auf Antrag mit Genehmigung des Ernäh- rungsamtes an Stelle des für das betreffende Gebiet festgesetzten Anrechnungsgewichtes das durch amtlichen Wiegeschein nachgewiesene Schlachtgewicht Gießener Konzertring. Beethoven-Konzert. Beethovens unvergleichliches Diolin- Sionzert gehört zweifellos zu den Werken, die o n den Wiedergebenden zu instrumentalen Fähig- iriiten als Voraussetzung noch ein hohes Maß an irnnschlicher und geistiger Reife erfordern, um den tl-fen seelischen Gehalt ausschöpfen zu können Diesen Bedingungen entsprach Elisabeth Bischoff in olllem Maße. Sie erwies sich als eine Geigerin von ti.ßerst durchgebildeter Technik mit sauberster Fin- »rfertigfeit und Klangreinheit bis in die höchsten i gen des Griffbretts, besonders auch im Doppel- Mfspiel. Eine bewundernswerte Leichtigkeit des engens, der die schwierigsten Stricharten nicht nur in Sauberkeit meistert, stellt sich in den Dienst der ^vrasierung des Thematischen. Mag ihr Ton nicht iifr ermäßig groß fein, er füllt jedoch den Raum und erb in mannigfacher Weise von ber ©eigerin ab« ((frottiert und namentlich in der schönen Kantllene litt innerer Wärme und Gefühlsgetragenheit ge- b'-nben. Von ihrem ersten Einsatz nach dem Orchester- titti an hielt die Solistin den Hörer in Bann und iiyrte ihn durch das Werk mit einer geradezu peinigen Sauberkeit in der Gliederung des Thema- ichen wie auch in der unendlichen Kleinarbeit der Q-tihilation der figurativen Passagen Die sehr usgedehnte Kadenz des ersten Satzes ließ die che- «iLtischen Gedanken im Lichte des Solcnnstrumentes Slrüberziehen und bestätigte das große Können der stliftin durch den Einsatz der vielfachen Gestal- iungsmöglichkeiten ihres Instrumentes. Der Schluß bis ersten Satzes tourte zur klanglichen Verklarung ßbcs Seitenthemas. f Im zweiten Satz rankte sie sich im Derzierungs- l'pid um den von dem Orchester vor getragenen Ge- jbcnken und ließ hier die schwebende Kraft chres It.'nes ganz besonders eindringlich werden, zumal in dem klanglichen Entschwinden der absteigenden $nie. Das Rondo bestätigt die Leichtigkeit chres Aus der Stadt Gießen. Wacholderkrast. Der Wacholder ist das Wahrzeichen der Heide. Henn der Feuerbrand seiner unzähligen kleinen Blüten verlooert ist und auch die Laubwipfel der wirken kahl geweht sind, trotzt er mit seinem immer« grünen düsteren Nadelkleid allein den Herbststürmen mb Winterfrösten. Die geheimnisvollen Kräfte seiner zähen Lebensenergie wurden schon in grauer § orzeit geschätzt und in der Heilkunde verwandt, darauf spielt das entzückende Märchen Grimms JBon dem Machandelboom" an, wie der Wacholder in Norddeutschen genannt wird, während er im Hilden „Kranewitt" und „Reckholder" heißt. „Aus pm Machandelboom", so erzählt Grimm, „steigt ein ?ebel auf und in dem Nebel brennt ein Feuer, inb aus dem Feuer fliegt ein schöner Vogel heraus, fc»r singt herrlich und fliegt hoch in die Luft." Mit Wacholderzweigen räucherte man darum höher Wohnungen von Menschen und Vieh, um mit fern herb-aromatischen Geruch des Rauches die bösen (eifter zu vertreiben und Seuchen und Pest ferm ^halten. Wer sich einen Wacholderzweig an den tut steckte, der war durch seine frische immergrüne Lebenskraft auch auf langen Wanderungen frisch nb wider Müdigkeit und Krankheit gefeit. Die schwarzblau bereiften Beerenzapfen, die im iffften Jahr noch grün bleiben und erst im zweiten usreifen, dienen als beliebte Würze an mancherlei (peifen. Roh gegessen sind sie nach Kneipps Wa- colderkur von ausgezeichneter Wirkung auf Leber mb Nieren und reinigen auch das ungesundeste Hut Vielerorts wird aus den herb und harzig Zweckenden Beeren ein wohlbekömmliches Mus berstet. Der aus ihnen gepreßte Saft hat als Wa- colderöl große Bedeutung in der Herstellung von ^acholderbranntweinen, von denen die bekanntesten Men der Tiroler „Kranewitter", der ostpreußische Machandel", der norddeutsche „Steinhäger" und ler englische „Gin" sind. Das Del mit Wasser und Weingeist vermischt ergibt den bekannten Wacholder- iritus, der zu Einreibungen benutzt wird. Das reiche, aber dauerhafte, angenehm duftende Holz rissen besonders Drechsler, Holzschnitzer und Kunst- t'chler zu schätzen. Ipenveri Zweig Gi# OberhesK lODDtag,!?'1 Miß» I b i. Hot'J [indentinml )ildervortr£ [rn.Dr.Kioh Kärnten 1»* nicht ohne gesundheitlichen Schaden benutzt werden könne. Namentlich die Frauen und Kinder suchte man unter Hinweis aus alle möglichen Leiden, z. B. Herzerweiterung und Lungenkrankheiten, von der Ausübung des Radfahrens abzuschrecken. Erst als langjährige Beobachtungen und Erfahrungen am eigenen Leibe innerhalb der Aerzteschaft zu einem günstigeren Urteil über das Radfahren führten, konnte das Fahrrad der Allgemeinheit nicht my als Helfer und billiges Verkehrsmittel, sondern auch als ein sehr gesundes Sportwerkzeug gepriesen werden. Hinzu kam, daß die Erzeuanisse unserer Fahrradindustrie immer mehr den gesundheitlichen Anforderungen entsprachen. Heute sind Lenkstange, Sattel und Uebersetzuna genau der Figur des Fahrers angepaßt und lassen keine verkrampfte Haltung mehr zu. Damit ist ein großer Einwand, der früher vielfach von der Aerzteschaft gemacht wurde, von vornherein hinfällig geworden. Welches sind nun die gesundheitlichen Vorteile, die sachgemäß ausgeübtes Radfahren mit sich bringt? Die Beintätigkeit des Fahrers in frischer Luft regt den Blutkreislauf an, entlastet den Kopf vom Blutdruck und mildert dadurch etwaige Störungen, wie Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Aber der Radfahrer leistet nicht nur Beinarbeit, auch die Brust-, Rücken-, Arm- und Bauchmuskulatur werden beansprucht und geträf- tigt Lunge und Herz entfalten regere Tätigkeit, das Blut fließt schneller, die Darmmuskulatur wird ge. kräftigt und somit ein heilsamer Einfluß auf die Verdauung erreicht. Man kann also durch das Radfahren im ganzen eine wirksame und heilsame Massage am inneren und äußeren Menschen fest- ftellen. Eoldaten-Stammbaum. Sicher zogen schon meine Ahnen tapfer unter des Königs Fahnen. Einer von Urnen fiel in Schlesien beim Alten Fritz gegen Marie Theresien. Mein Großvater, der war 70 dabei ' und 71 im Schloß Versailles, als den König man zum Kaiser erhob und Bismarck der Kanzler war, gottlob. — Als Großvater dann auf der Bahre lag — ich entsinn mich wie auf den gestrigen Tag — trug er den ehrbaren Rock, den blauen, und auf dem Kissen noch einmal zu schauen lagen an Ordensbändern und Schnüren Medaillen zu viele, sie aufzuführen. Mein Vater ist in Darmstadt in Hessen bei den Dragonern aufgesessen. Mich hingegen nahmen sie zu unsrer Fernkampfartillerie. Wär' lieber zu Panzerjägern gegangen, hat halt jeder so sein Verlangen! Statt an die kleine Schnellfeuerkanone kam ich zur größten — ich sag euch: nicht ohne! Wo irgend die dazwischenhaut, wächst weder Gras mehr noch ein Kraut. — S)ab' auf der Wache in stiller Nacht mir meinen Stammbaum so betrachft, und sah in den gelben Kerzenschein recht gedankenverloren hinein. Sah drin die Augen meiner Frau und meines Bübchens, ebenso blau. Auch meines Jungen goldblondes Haar. (Doch lang' schon her, daß auf Urlaub ich mar!) Ja, wenn mein Bübchen im Wagen sitzt, wie es den Zeigefinger spitzt, wenn in der Ferne dis Trommel trummt, und das Bombardon ärgerlich brummt. Bei der Soldaten gleichem Schritt 'wippt auf dem Arm es strahlend mit.-- Aus! ---- Es klingelt das Telephon! „Hier die Wache!" (Ich komm' ja schon!) „Alarm! — Alarm!" Ich lasse gleich wecken. Alles raus aus den warmen Decken. Irgendeiner gähnt und greint kein liebliches Wort. Doch dann: Ran an den Feind! Gefreiter Burkhart Werner. Oie Berso'gunqslage im irhein-Main-Gebiet. In der Getreibewirtlchast hat sich die Nachfrage nach Mehl durch das Vackgewerve jetzt etwas gesteigert. An Nährmitteln find vor allem reichlich »solche aus Gerste vorhanden. Nach wie vor ist es erwünscht, wenn Kaffee-Ersatz lvse jetzt mehr als Paketware verbraucht wird. An den Viehmärkten find die Zufuhren von Rindern trotz des beendeten Weideabtriebes sehr gut tu dlütf". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Das sün- dge Dorf". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der tinffe Punkt". — Oberhessischer Kunftverein: 17 bis li Uhr: Ausstellung W. Jmkamp im Foyer des (ttadttheaters. Stadttheater Gleheu. Am heutigen Freitag wird zum ersten Male die (p-erette „Der Tanz ins Glück", die bei ihrer Erft- I: ollfführung am vergangenen Sonntag mit großem Ziel fall auf genommen wurde, wiederholte Mufika- " li che Leitung: Arthur Apelt. Spielleitung:. Harry i (rüneke. Bühnenbild: Karl Löffler. Danzleitung: ?-rngard Trörnel. Chöre: Nadine Galla. 9. Freitag- ( Mete. Ortszeit für den 16. November. Sonnenaufgang 8.49 Uhr, Sonnenuntergang 17.30 ; Ihr. — Monduntergang 9.36 Uhr, Mondaufgang ' K52 Uhr. (4 500 AM. für das Kriegs-WSW' Als Sammelergebnis vom dritten Opfersonntag fir das Kriegs-Winterhilfswerk wurden am vori- gn Sonntag im Kreise Wetterau rund 64 500 !EDL ausgebracht. Die Stadt Gießen mit ihren Forinten Wieseck und Klein-Linden ist an diesem Er- Mnis mit rund 15 500 RM. beteiligt itag n«*1* ' Mutz gekommen. Auch der Schweineauftrieb zeigt eine steigende Tendenz. Auch für die nächste Woche bestehen die gleichen günstigen Aussichten. In der Versorgung mit Obst hat sich gegenüber der Vorwoche keine Aenderung ergeben Die eilige= lagerten Vorräte müssen in erster Linie den Krankenhäusern und Kindern vorbehalten bleiben. Die Einfuhren von Gemüse sind ausreichend und decken den Bedarf. Wenn eine Sorte knapp ist, bestehen reichlich Möglichkeiten, andere Arten zu kaufen Dem sollten die Hausfrauen Rechnung tragen und nicht Erzeugnisse verlangen, deren Ernte jetzt erst bomnnt, wie y B. Schwarzwurzeln und Rosenkohl. Der Bedarf an Trinkvollmilch. Deien und Fetten war weithin gedeckt. Am Kartosselmarkt geht die Einkellerung von Speisekartoffeln bei den Verbrauchern wie bei Großhändlern ihrem Ende entgegen. Nachfrage und Angebot lassen daher nach. Das Geschäft mit Pflanzkartoffeln ist lebhaft geworden. Futterkartvffeln werden noch wie tun kaum gehandelt. Die Zuckerrübenernte kommt verhältnismäßig schnell vorwärts, begünstigt durch das im großen und ganzen gute Wetter. Durchschnittlich ist bei den Zuckerfabriken unseres Gebietes die Hälfte bis drei Fünftel der erwarteten Menge bereits angeliefert. Schnupfen und Husten im Herbst. Schnupfen und Husten gehören zum Herbst wie das von den Bäumen herabrieselnde Laub. Daher ist es gut, sich rechtzeitig zu schützen, denn bekanntermaßen ist Vorbeugen leichter als Ausheilen. Als Grundsatz sollte gelten, sich der Witterung gemäß vernünftig zu kleiden, nicht seinen Körper übermäßig einzuhüllen, als ob man bereits im Winter stände. Ganz dicke Wollsachen sind daher jetzt nicht angebracht, weil sie leicht Schweißbildung auf der Brust herbeiführen, die dann erst recht Erkältungen zur Folge haben kann. Auch sollte man in Büros, Wohnungen und sonstigen Arbeite- und Geschäftsräumen noch nicht zu stark einheizen. Abhärten des Körpers unter vernunftgemäßen Voraussetzungen ist das beste Dorbeugungsmittel gegen alle Erkältungskrankheiten. Man scheue deshalb auch nicht die Bewegung in der frischen und reinen Herbstluft, wodurch die Lungen, die durch den ohnehin längeren Aufenthalt in Stuben b?i geschlossenen Fenstern verunreinigt werden, wieder frisch aufgefüllt werden. Äst man von einer Erkältung doch einmal befallen worden, so findet man zu ihrer Bsseitigung eine ganze Reihe einfacher, aber wirksamer Hausmittel, die man sich leicht beschaffen kann. Lindenblütentee bei Grippe ist sehr zu empfehlen. Bei Husten setzt man starkem Salbeitee etwas Essig zu, wovon man halbstündlich einen Eßlöffel voll recht warm trinkt. Bei allen Erkrankungen der Schleimhäute ist wiederholtes Gurgeln mit Heidelbeersaft sehr wirksam. Ein Umschlag aus gekochten und gut ausgedrückten Kartoffeln wirkt, vor dem Schlafengehen so warm wie möglich um den Hals gelegt, bei Heiserkeit und Halsweh oft Wunder. Ebenso hilft Schafgarbentee, morgens und abends getrunken, vortrefflich gegen Schnupfen und Heiserkeit. Unverlangt gesandte Waren. Biswellen kommt es immer noch vor, daß der Poltbote unverlangte Waren ins Haus bringt Gewisse Firmen pflegen zu Familienereignissen, die sie durch die Zeitung ober auf anderem Wege erfuhren, Bücher, Nippsachen usw. ins Haus zu schicken. Der Hausfrau bereiten derartige Sendungen in der Regel mehr Aerger und Aufregung als Vergnügen. Sie weiß nicht, wie sie sich in solchen Fällen verhalten soll und begeht dabei manchen Fehler. Das einfachste ist es, bei solchen Einsendungen die Annahme einfach zu verweigern. Meistens merkt man aber zu spät, was man da angenommen hat In solchem Falle meinen nun viele Hausfrauen, sie müßten die Waren unverzüglich zurückschicken und stöhnen über den Verlust an Zeit und Geld, der dadurch verursacht wird. Rechtlich ist die Lage so, daß derart unverlangte Sendungen selbst dann nicht zurügesandt werden müssen, wenn der Sendung Rückporto beiliegt. Die Hausfrau braucht sich auch nicht durch Mitteilungen — etwa, daß die Ware nach einer bestimmten Zeit als angenommen gelt£ — in Schrecken versetzen zu lassen. Der Absender hat keinerlei Anrecht auf Bezahlung irgendwelcher Art. Wenn er seine Ware wieder haben will, muß er sie in an- gemeffenjer Zeit wieder abhvlen lassen. Zu einem allerdings ist die Hausfrau in solchem Falle verpflichtet: Sie muß" darauf achten, daß die Ware einige Wochen lang unbeschädigt bleibt, und daß sie — wenn sie die Ware ablehnen will — auch keinen Gebrauch davon macht. E. ** Dom 18. November ab Schokoladen- Erzeugnisse. Dom 18. November ab werden Schokoladenerzeugnisse ausgegeben. Än erhöhten Mengen, und zwar 125 Gramm pro Person ohne Rücksicht auf Geschlecht und Alter, erfolgt die Abgabe u. a. auch in Gießen. Um einen ordnungsmäßigen Derkaufsbetrieb durchzuführen, sind vom 18. November ab vier Verteilungswochen vorgesehen, in deren Verlauf die Ausgabe in vier Gruppen nach alphabetischer (Einteilung erfolgen wirb. Bei der Belieferung muß die Nährmittelkarte der 17. Zuteilungsperiobe mit dem Abschnitt N 37 vorgelegt werden. In der Stadt Gießen werden nur die Nährmittelkarten mit Aufdruck „Gießen- Stadt" beliefert ** Polizei gegen Verkehrssünder. Än der Zeit vom 1. bis 7. November schritt die Polizei im Bereich der Polizeidirektion Gießen, einschl. des PoNzeiamtes Bad-Nauhetm-Friedberg, gegen Kraftfahrzeugführer mit 6 Anzeigen, 18 gebühren- pflichtigen und 5 geführenfreien Verwarnungen, gegen sonstige Fahrzeugführer mit 8 gebührenpflichtigen und 5 gebührenfreien Verwarnungen, gegen Radfahrer mtt 2 Anzeigen, 67 gebührenpflichtigen und 6 gebührenfreien Verwarnungen, gegen Fußgänger mit 2 Anzeigen, 12 gebührenpflichtigen und 7 gebührenfreien Verwarnungen ein. Landkreis Gießen. s. Lang-Göns, 15.Nov. Am nächsten Sonntag, 17. November, kann unser Mitbürger Joh.An- ton B o p f, Straßenwart i. R., Schmittgrabenstraße, seinen 81. Geburtstag feiern. Der alte Herr ist noch sehr rüstig und hilft tüchtig bei der Arbeit mit, wenn auch meistens nur im Hause. Wir wünschen ihm einen sonnigen Lebensabend. SJ.-fport Zur europäischen Neuordnung im Sport Im Anschluß an ben Besuch des italienischen Sportftihrers Parenti in Berlin sind in der ausländischen Presse Mitteilungen und Kommentare über angeblich deutsch-italienische Abmachungen in bezug auf die internationalen Sportverbände erschienen, die einer Richtigstellung bedürfen. Hierzu wird von zuständiger deutscher Seite festgestellt: „Deutschland ist während des Weltkrieges 1914/18 unter teilweise entehrenden Umständen aus den meisten internationalen Verbänden ausgeschlossen worden. Unter dem Einfluß des Versailler Frie- densdiktates ift Deutschland in den internationalen Sportverbänden auch in der Folgezeit der feiner portlichen Leistung und seinen Bemühungen um die internationale Zusammenarbeit entsprechende Ein- llebuugsleiteriehrgang in der Leichtathletik. Am kommenden Sonntag wird unter Leitung des Bezirksfachwartes für Leichtathletik in der Halle des DfB.-Reichsbahn ein praktischer Lehrgang für Dereins-Uebungsleiter durchgeführt. Mit diesem Lehrgang wird die am 20. Oktober mit der Arbeitstagung begonnene Winterarbeit fortgesetzt. Äm Kernpunkt dieser Arbeit steht der Dereins-Uebungsleiter. Ähm soll in dieser gemeinsamen Arbeit das notwendige theoretische und praktische Wissen-vermittelt werden. Dabei kommt es nicht in erster Linie daraus an, daß der llebungsteiter Spitzenleistungen elbst zu erzielen vermag, sondern vielmehr in der Sage ist, die Uebungsgemeinschaften zunächst einmal ür die Leichtathletik zu begeistern und ihnen die Grundlagen diefer Sportart mit ihren vielen technischen Feinhetten nahezubringen. Darauf wird die kommende Lehrgangsarbeit ausgerichtet fein. Die bis jetzt bei der Lehrgangsleitung eingegangenen Meldungen beweisen ausnahmslos, daß die teil, nehmenden Vereine bemüht sind, in ihren Gemein, schäften weiterzuarbeiten, und darauf kommt es in der Hauptsache an. Erwähnt sei noch, daß nach Schluß der winterlichen Lehrgangsarbeit den erfolg, reichen Teilnehmern das Lehrsportabzeichen des RSRL. verliehen werden kann. Abschluß der Gießener Iaustb: llrunde Die Faustballrunde von Behörden- und Betriebs. Mannschaften hatte mittlerweile noch eine Erweiterung gefunden, da noch eine Mannschaft des Rüstungskommandos hinzugekommen war, die jedoch nur in einem Falle auf den Ausgang der Runde Einfluß nehmen konnte. Sie gewann ihr Vorspiel knapp gegen das an der Spitze liegende Hesi. Hoch- bauamt und verdrängte es damit aus der letzten Entscheidung. Als gleichwertige Mannschaften gingen Bezirkssparkasse I und Polizeidirektion punktgleich aus den Spielen hervor. Somit steht noch ein Entscheidungsspiel bevor. Da beide Mannschaften ein gewonnenes und ein verlorenes Spiel gegeneinander einzusetzen haben, sind die Gewinnaussichten gleich verteilt, und ein knapper Ausgang ist zu er- warten. Neben einer Reihe von Freundschaftsspie. len wurden insgesamt 20 Wettspiele in der Spiel, reihe ausgetragen. Mit einer merklichen Hebung des spielerischen Könnens beim einzelnen wie bei den Mannschaften als ganzem war eine wachsende Spielfreudigkeit festzustellen. So ist auch in der nächstjährigen Spielzeit mit einem lebhaften Uebungs- und Wettspielbetrieb zu rechnen. Spiele Polizeidirektion 8 Bezirkssparkasse I 8 Hess. Hochbauamt 8 Rüstungskommando 8 Bezirkssparkasse II 8 Gew. Verl. Pkte. 6 2 12 6 2 12 5 3 10 3 5 6 0 8 0 luß nicht eingeräumt worden. Daß Deutschland jetzt den Wunsch und das Recht hat, eine Berichtigung dieses ungerechten Zustandes zu erstreben und eine Vertretung in den internationalen Sport- Wirtschaft. verbänden zu erreichen, die seiner internationalen Sportstellung entspricht, ist selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich ist es, daß sich die beiden Nationen Deutschland und Ätalien dabei unterstützen, um so mehr, als auch Italiens Einfluß nicht seiner sportlichen Bedeutung entspricht. Dabei ist es klar, daß die bewährten Kräfte der anderen Nationen, deren internationale Wertschätzung auch in Deutschland geteilt wird, im Geiste einer wirklichen Solidarität des Sportes nach wie vor die volle Unterstützung Deutschlands und Italiens finden." Dänemark gegen Oeuifchland im Handball. Nach längerer Pause bestreiten auch die deutschen Handballer wieder einen Länderkampf gegen Dänemark am kommenden Sonntag in Kopenhagen. Mtt den Dänen wurden bereits vier Länderkämpfe aus- getragen, die alle mtt deutschen Erfolgen endeten; die letzte Begegnung fand vor Jahresfrist in Leipzig statt und wurde mit 11:7 Toren gewonnen. Gerade in diesem Leipziger Treffen haben die Dänen sich als ein sehr starker Gegner erwiesen, und ihr kürzlicher (Erfolg im 'Länderkampf gegen Schweden läßt vermuten, oah unser nördlicher Nachbar in der Zwischenzeit weitere Fortschritte gemacht hat. Die deutsche Elf wird sich also auf starke Gegenwehr gefaßt machen müssen und die Gastgeber nicht unterschätzen dürfen. Neben bewährten .Internationalen" wie Lüdicke, Knackmuh, Brinkmann und Brüntgens stehen in der deutschen Mannschaft einige junge Spieler, die sich in den Spielen ihrer Vereine und Bereiche einen Namen gemacht haben, aber zum ersten Male in die Nationalelf berufen wurden. Das gilt vor allem für die Stürmer Sutter (Mannheim), ein gefürchteter Linksaußen, und Kuchenbecker (Berlin), die knapp 20 Äahre alt sind. Folgende Mannschaften sind gemeldet: Deutschland: Lüdicke (Desiau); Ruck (Weißenfels), Knackmuß (Magdeburg); Dittrich (Leipzig), Brinkmann (Kattowitz), Pfitzner (Berlin); Dietze, Kuchenbecker (beide Berlin), Sutter (Pannheim), Brüntgens (Lintfort), Hofmann (Leipzig); Ersatz: Körvers (Lintfort), Mücke (Berlin). Dänemark: Fjelsted; Andersen, Philipsen; Jorner, Christensen, Sander; Christensen, Dahlfeldt, Madsen, Lundberg, Branckholst. Frankfurter Börse. Spezlälwerle im Vordergrund. Frankfurt a. M., 14. Nov. Die Grundstim- mung der Wertpapierbörse war auch in dieser Be» richtszett wiederum freundlich, wobei einige Spezialwerte, wie vor allem Anleihestockpapiere, kräftige Kurssteigerungen erfuhren. Am Aktienmarkt vermochten Metallgesellschaft, die in der vorigen Berichtszeit auf Dioiden- denerwartungen bereits um gut 10 o. H. angezogen hatten, wettere 8 v. H. anzuziehen und erreichten vorübergehend den Stand von 174. Die Rheinstahl- aktte, bei der Vermutungen über eine Transaktion mtt der ÄG.-Farbenindustrie zugrunde lagen, gingen nach 180 bis auf 191, um auf eine Vermal» tungsäußerung über Grundlosigkeit auf 185 nachzugeben. Bei Lahmeyer wirkte die Dividendenerhöhung um 10 v. H. noch nach, der Kurs stieg nochmals um 8,50 (in der Vorwoche 12) v. H. auf 175,50. Neu verzeichnete man eine Aufwärtsentwicklung der VDM.-Aktie, die wohl im Zusammenhang mit der Metallgesellschaft-Bewegung um 9 v. H. an- ziehen konnten, ferner Siemens & Halske, die 13 v. H. gewannen. Autowerte erfreuten sich erneuter Beachtung, Adlerwerke konnten wieder 6 v. H., Daimler ebensoviel anziehen. Südd. Zucker, die längere Zeit unter Druck standen, holten 7 v. H. auf 257 auf, auch die ÄG.-Farbenaktie zeigte in den letz- ten Tagen kräftige Steigerungen und nähert sich jetzt sehr dicht dem 200-Stand. Bauaktien unvermindert fest, Holzmann vorübergehend mit 248—249 um 12 v. H. höher, im Saldo gut 9 v. H. befestigt, auch Grün & Bilfinger im Emhettsverkehr plus 8, Maß & Freytag plus 6 o. H., nachdem in der Vorwoche leichte Abschwächungen eingetreten waren. Montanaktten waren durchweg fest auf die unver- änderten Devisenvorschläge der Großkonzeme Hoesch, Klöckner, Gutehoffnung^hütte, Maschinen- werte etwas ruhiger, Bankaktten weniger verändert. Am Anleihemarkt erstreckte sich das Anlageinteresse weiterhin auf Steuergutscheine I, die bis 107,65 anzogen, und die Folge 7 der Reichsschätze. Altbesitz kaum verändert. Die Reichsbahn- Vorzüge werden ab 15.11. auch nicht mehr im Einheitsmarkt notiert und sind völlig aus dem Kurszettel verschwunden. Än Pfandbriefen und vor allem auch in Kommunalobligationen werden langsam Positionen lockerem so daß die Befriedigung der stärker zurückgegangenen Nachfrage zwar immer noch schMerig, doch wefenllich leichter geworden ist Die bisherige Kursbasis von 102,50 bzw. 102 für 4Vrproz. Schuld Verschreibungen zeigt leichte Ab bröckelungstendenzen. Jndustrieobligcttionen wurden weniger beachtet, die 5proz. Werte gaben hier meist leicht nach. Bei Stadtanlerhen find die Notierungen bei sehr stillem Geschäft bis auf 100,50 zurückgesetzt worden. Im Freiverkehr wurden Kupferberg Sekt, bei denen das Bezugsrecht jetzt abgegangen ist, wie, der mehr gesucht bei Kursen bis zuletzt 147 v. nach 142 v. H. Tagesgeld lag unverändert leicht 1,75 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. TI., 14. Nov. Es notierten Je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,5, b) 41 bis 42,5, c) 36 bis 37,5, Bullen a) 43,5 bis 44,5, b) 39 bis 40,5, c) 35,5, Kühe a) 43 bis 44,5, b) 38 bis 40,5, c) 27 bis 34,5, d) 20 bis 25, Färsen a) 44,5 bis 45,5, b) 39 bis 41.5, c) 34,5 bis 36,5, andere Kälber a) 59, b) 55 bis 59, c) 45 bis 50, d) 30 bis 40, Sonderklasse nicht notiert, Hämmel b2) 48 bis 51, c) 36 bis 44, d) 20 bis 30, Schafe a) 43 bis 44, b) 36 bis 39, c) 20 bis 32, Schweine a) 58, bl) 58, b2) 57, c) 55, d) 52, e) 50, gl) Sauen 58. Marktverlauf: alles zu- geteilt. Schwelnemarkt in Homberg —.— Homberg, 14. Nov. Der Austrieb jUtt hiesigen Schweine markt belief sich auf 58 Ferkel. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 15 bis 20RM., 8 bis 10 Wochen alte 20 bis 25 RM., 10 bis 12 Wochen alte 25 bis 28 RM. pro Stück. Bei flottem Geschäft wurde her Markt geräumt. Knochen enthalten auch nach der kiaushatts- Verwertung noch Ruegongepunhtt für 80 wichtige Induftrlepuntrte. Datum: nichtverdrennen oder verfüttern, sondern dem nächsten Schulkind mitgebenl 3000Kilometer Siebe Roman von Olly Doeheim 28. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 18. Kapitel. Ein feiner Regenschleier lag über Stockholm. Die Kungsgatan mit ihren beiden wolkenkratzerartigen Türmen lag wie in einem grauen Spinnweb gefangen. (Eine Filmdiva lächelte süßlich von dem Riesenplakat eines Lichtspieltheaters und weinte wirklich Tränen. Än den großen Warenhäusern brannte schon Licht. Än der riesigen feuchtglänzen- den Schlange der Autos, die über den spiegelglatten Asphalt glitten, fiel eine gewaltige Luxus- limoufine auf. Breit ausladend, fast zu schwerfällig für den Stadtverkehr, fuhr der gewaltige Wagen langsam durch das Straßengewühl des Spätnachmittags. „3d? kann es noch gar nicht fassen, daß ich mit heiler Haut diesem Abenteuer entronnen bin", sagte Dera Derries, und sah mit einem ungläubigen Lächeln zu Arne Ohlsen auf, der neben ihr am Steuer saß. „Gottlob" sagte Arne und drückte leise ihren Arm. „Und daß ein ungalanter Fischer vom Siljansee sich in einen zivilisierten Stockholmer Kaufmann verwandelt hat?" „Ja, es klingt wie ein Märchen." „Ein recht profanes Märchen, finde ich. Ein Fischer, der zum Puddingpulverfabrikanten wird." Der Wagen bog am Stanzen, dem Tiergarten Stockholms, ein. Kennst du die Geschichte von dem Königsadler aus Stanzen?" fragte er lächelnd. „Tein." „Wir hatten einen wunderschönen Königsadler, der seinen Namen wirklich mit Recht trug. Seine Majestät aus der Vogelwelt wurde schwermütig, wie es ja so oft bei Menschen und Tieren verkommt, die zu hoch in den Wolken leben. Da beschloß man, ihm die Freiheit wiederzugeben. Man transportierte ihst auf eine unserer Schären in der Nähe von Stockholm —" „Er bekam sein Königreich wiedergeschenkt?" „Ja, und sogar seinen Minister dazu. Ein Wärter reiste mit chm Man ließ ihn frei. Man sorgte ür Nahruna auf der kleinen Insel und hatte chm das Gitter, das ihn vom Himmel trennte, weage- nommen. Das Interesse in Stockholm war riesengroß. Die Geschichte vom befretten Königsadler aus Stanzen ging in mehr oder minder romantischer Form durch alle Zeitungen. Jeder nahm Anteil. ,Was meinen Sie, wird er zurückkehren, der Königs- adler aus Stanzen?' fragte Herr Petersen Herrn Jansen, wenn er ihn in der Straßenbahn traf. Und die Gemüsefrau schrie zum Fischverkäufer hinüber: ,Jst er wieder da, unser Adler/ Es wurden sogar Wetten abgeschlossen, ob der Adler freiwillig zurück- kehren würde ober nicht." „Und er kehrte zurück?" „Nach ungefähr einer Woche war er wieder da. Er war über das Meer geflogen, um in seinen Käfig zurückzukehren. Er brauchte das Gitter, das ihn vom Himmel trennte." Der Wagen hatte die Hauptstraße verlaßen und ließ das Zentrum Stockholms hinter sich. Die breiten, prächtigen Villenstraßen von Djursholm tauch- ten auf. „Du siehst, Vera, ich bin auch in meinen Käfig zurückgekehrt", sagte Arne Ohlsen lächelnd und lenkte seinen Wagen in eine breite Toreinfahrt. (Einen Augenblick blieb er am Steuer sitzen, während der Wagen schon stand, als koste es ihn Ueberwindung, fein Haus zu betreten. Ein Diener in Livree stand in abwartender Haltung in der Haustür. „So", sagte Arne, „hier ist mein Haus". Er führte Derg die Stufen hinaus und geleitete sie in eine große Halle, die mit einem Wintergarten abschloß. „Mach es dir bequem, Liebste, wir bekommen gleich Tee." Dera stand stumm. Tausendundeine Nacht, dachte sie und strich sich über die Stirn. Terrassenförmige Gärten stiegen bis zum Ufer der Därtan hinab. An den offenen Glastüren wehte der Regen vorbei. 'Alte Bäume standen wie kraftstrotzende Wesen als Silhouetten im Zwielicht, schweigend und lebendig. Wie lebendig ist alles, dachte Vera Verries, wenn man liebt. Sie fühlte feine Hand auf ihrer Schulter. Arne Ohlfen geleitete sie zu einem Seffel. Von den Wänden fahen altersbraune Bilder auf sie herab. (Eltern, Großeltern, bis zu den Urahnen. Sie lächelten ein kühles, unverbindliches und, wie es Vera schien, etwas spöttisches Lächeln in das 20. Jahrhundert hinein. Der Diener brachte Tee und goß ein. Nur das leise Klingen des Silbers an dem Porzellan schwang in der Stille. Das Haus schien zu schlafen, als gehöre es den Toten, die von den Wänden herabsahen, nicht den Lebendigen von heute. Der Mann war ernst. Er reichte Vera Gebäck, bot ihr Likör an und schwieg in sich hinein. Die Stille war lähmend. „Du wolltest mir von Hhr* erzählen", sagte Dera und erschrak über ihre Worte. „Komm", sagte Arne und führte Vera die Treppe hinaus. Es roch moderig, wie In einem alten Schloß, das lange Zeit teersteht. Sie gingen über schwere Flurteppiche, die den Laut ihrer Schritte dämpften. Eine unbestimmte.Angst ergriff Dera Derries, als könnte sie in jedem Augenblick etwas erfahren, woran sie schwer zu tragen hätte. Ohlsen schloß eine Tür auf. (Es war ein Damenzimmer in Lindengrün, unberührt, als hätte eine Frau es soeben verlassen. Arne Ohlsen zog die Vorhänge auf. Das letzte Licht des verlöschenden Tages streifte ein Helles Bild, das über einem verspielt anmutenben Rokokosofa hing. Ein üppiger Frauenmund lachte unbeschwert in das Leben hinein, und junge Augen tranken eine Welt in sich, als bestünde sie aus lauter Gold und Sonne. „Das war —", fragte Vera leise. „Meine Frau. Und doch war sie es nie gewesen." „Ich verstehe dich nicht." „Sie war mit mir verheiratet. Lisa hieß sie. Lisa, ein Name wie Musik. Und sie selbst war wie Musik, leicht, verspielt und doch voll von fremden Tiefen. Sieh sie dir an, schau dies lachende Kindergesicht. Die reinen Augen, welche die ganze Welt besitzen wollten. Ich habe sie geheiratet, als sie kaum zwanzig Jahre alt war. Ich liebte sie und dachte, sie liebte mich. Aber sie heiratete mich nur, weil ich reich war, weil sie ein Kind von ihrem Geliebten erwartete und Angst vor ihren Eltern hatte." „Du wußtest?" „Nichts! Sie war eine vorzügliche Schauspielerin. Sie hatte das reinste Lächeln, die zärtlichste Hingabe. Die Summen, die sie verbrauchte, waren gigantisch. Sie ließ alles heimlich auf das Konto ihres Geliebten umbuchen, um mich zu verlassen, wenn sie genug beiseite geschasst hätte." „Und wie erfuhrst du die Wahrheit?" „Durch ben Mann. Er hielt e§ nicht aus. Der Gedanke, teilen zu müssen, nahm chm fast den Verstand. (Er kam eines Tages zu mir, eröffnete mir alles und verlangte sie zurück." „Und du?" „Ich begriff zuerst nichts. Ich hatte mich auf mein Kind gefreut, wie ein Schuljunge auf Weihnachten. Allmählich erst dämmerte mir die furchtbare Wahrheit, daß dieses Geschöpf, dessen Reinheit ich angebetet, einen beispiellosen Verrat an mir begangen hatte. Ich gab ihr den Weg frei, willigte in die Scheidung und überschrieb ihr noch ein kleines Vermögen. Nicht für sie, für das Kind, das angeborene, das ich schon geliebt hatte. Von der Zett ab konnte ich das Haus nicht mehr sehen, schloß alles zu und ging an den Siljansee." „Und ich dachte, du wärest ein Abenteurer", sagte Vera. „Ja, ich weiß. Die Brieftasche und", sein Gesicht wurde wieder ernst, „her Ring. Ich hatte ihn für Lisa gekauft, um ihn ihr bei der Geburt des Kindes zu schenken." 4 ! „Und", sagte Dera stockend, „ist das Kind schor geboren?" „Ja", antwortete Arne, „es ist geboren und gleich gestorben und die Frau mit ihm Als sollte sich der Betrug rächen, als hätten all die Lügen, die falscher Liebesschwüre das Kind erstickt, ihm die Kraft ge* nommen, eine Welt zu betreten, die aus lautet falschem Schein bestand. Nach diesem (Erlebnis glaubte ich nicht mehr an die selbstlose Liebe einet Frau. Und bann kamst du! Du weißt, wie ich mich gegen diese Liebe wehrte." „Du warst ein rechter Grobian." „Das gefiel dir wohl gerade?" „Bei mir war es ähnlich wie bei dir, Arne. 2D Künstlerin hatte ich viel Verehrer und doch keinen Man liebte die gefeierte Frau in mir. Welch ein Vergnügen, mit Vera Verries auszugehen, wenn gerade in der Illustrierten ihr Bild war. Wie kitzelte e« die Eitelkeit, wenn bieeßeute am NebentisH flüsterten: .Ach, bie Verries, heute in Schwarz mit (9olblam6/ Darüber vergaßen die Menschen ganz, baß ich auch eine Seele hatte. Ich wurde sehr müde. Ais der Siljansee mich dir brachte, hielt ich dich zu« erst für einen Fischer, dann für einen Sonderling, einen Abenteurer —" „Und schließlich für einen Einbrecher." (Fortjetzung folgt!