Der Friede im Südosten Die Verfolgung des britischen Nottenverbandes verkündet worben. schwert. Nach Beginn des Abessinien-Krieges ver- agte Frankreich der Londoner Admiralität lebe Un- erstützung, was nicht nur zu ber Räumung Maltas, onbern auch zu der Ueberlegung führte, das ganze westliche Mittelmeerbecken vorübergehend abzuschreiben. Seit dem 3. September 1939 waren die fran- ösischen Mittelmeer-Stützpunkte an der frcmzösi- chen Küste, in Afrika sowie Algerien wesentliche Faktoren in der englischen Mittelmeer-Strategie. Sie ollten Gegengewichte darstellen zu den Stellungen Italiens, gegebenenfalls auch Spaniens. Durch die englisch-türkische bzw. englisch-griechische Zusammenarbeit wollte London den englisch-französischen Einklang im Mittelmeer noch untermauern, da es sich nie darüber hinwegtäuschte, daß die Schwächen im Westen und im Zentrum des Mittelmeeres durch eine Festigung der Stellungen im Osten ausgeglichen werden müßten. Dieser Ausgleich ist nicht nur durch die italienischen Minen verhindert wor- UnzufriedeneAevötterung in Gibraltar. R o m , 15. Juli. (Europapreß.) Die englischen Behörden in Gibraltar haben die Schließung aller Ge- schäfte und Betriebe angeordnet wegen der Kundgebungen gegen die englischen Evakuierungsmaßnahmen. Die englischen Behörden hatten einen Teil der Bevölkerung von Gibraltar nach der französisch-mo- rokkanischen Hafenstadt Casablanca evakuiert. Die Flüchtlinge wurden jedoch von den französischen Behörden nicht ausgenommen und nach Gibraltar zurückgeschickt. Daraufhin sollte ein Teil der zurückgekehrten Flüchtlinge nach Kanada transportiert werden. Die für Kanada bestimmten Flücht- ab zuschießen. Die Gesamlverlusle des Feindes betrugen gestern 15 Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. R o m, 13. Juli. (DRB.) Der italienische Heeresbericht Nr. 33 hat folgenden Wortlaut: Der fein d lich ee F lo t ten v e rb and. der von unseren Flugzeugen festgestellt und während des ganzen 11. Juli beständig in Kämpfe verwickelt worden war, hat sich in der Nacht in drei Gruppen aufgelöst, die alle mit ö st l i ch e m Kurs, aber mit verschiedener Gechwindigkeit, ihre Fahrt fortsehen. Nachdem auf Grund der aktiven Seeaufklärung die Fühlung in den ersten Stunden des gestrigen Tages wiederhergestellt worden war, sind die drei Gruppen hartnäckig verfolgt und von den gesamten Flugverbänden bombardiert worden, die von den Stützpunkten in Süditalien, in Libyen und im östlichen Wittelmeer gestartet Sizilien. , , . .. o Die Niederringung Frankreichs hat die Lage der englischen Flotte, im Mittelmeer weiter er- Rom, 14. Iuli. (DRB.) Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag lautet: „Der englische Flottenverband, der die beschwerliche Rückfahrt auf Alexandrien verlang- amtn muhte, ist von unserer einsatzbereiten Luftwaffe während des ganzen 13. Juli noch einmal gefaßt und angegriffen worden. Kreuzer und Schlachtschiffe wurden hierbei zu wiederholten Walen von Bomben mittleren und schweren Kalibers getroffen, fo daß zu den bereits früher verursachten Beschädigungen noch neue chwere Schäden hinzugekommen sind. Während dieser Bombenaggriffe sind vier feindliche Jagdflugzeuge, darunter drei zweimotorige, von unseren Bombern abgeschossen worden. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Bei einem Angriff unserer Jagdflugzeuge auf die Stützpunkte von Walta kam es zu einem Kampf mit feindlichen Jägern. Zwei feindliche Flugzeuge find abgeschossen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Während der Rächt ist in aufeinanderfolgenden Wellen die Bombardierung der militärischen Stützpunkte der Insel wieder- holt worden, wobei schwere Brände verursacht wurden. Lines unserer Torpedoboote hat ein englisches U-Boot versenkt. Lines unserer U-Boote ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt. In R o r d a f r i k a haben vom Feinde aus Flugzeugstühpunkte der Lyrenaika ausgeführte nächtliche (Einflüge weder Opfer gefordert noch Schaden verursacht. In Jtalienisch-Ostafrika ist ein Einflug englischer Flugzeuge auf Jtalienisch-Wojala von der Flak abgewiesen worden, die ein feindliches Flugzeug abgeschossen Hal. Mimischer Wehrmachisberichi vom Samstag. Berlin, 14. Juli. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Lines unserer Kriegsschiffe meldet die Versenkung von 18 500 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes in überseeischen Gewässern. 3m Zuge der bewaffneten Aufklärung i m K a n a l griffen deutsche Kampfoerbände mehrere Geleitzüge an und beschädigten vier h-ndclsschiss- schwer durch Bombentreffer Dabei tarn es ;u heihen Cuftfämpfen, in deren Verlauf unsere Jäger gegen starke feinbtije Ile- be rmacht bei nur einem eigenen Verlust zehn britische Jagdflugzeuge abschosfen. Beim Versuch, in Rorddentschland einzufliegen, mürben zwei weitere britische Kampfflugzeuge im waren. Die bis seht festgestellten Ergebnisse dieser Aktionen ergeben, daß mindestens zwei- Kreuze r und ein Schlachtschiff mit Sicherheit und wiederholt von Bomben schweren Kalibers getroffen worden sind. Während einer Aufklärung über Walta haben die begleitenden Jagdflugzeuge vier feindliche Jäger zum Kampf gestellt, von denen zwei in Flammen abgeschossen worden sind. Alle un- ere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Liner unserer Z e r st ö r e r ist durch feindliches Geschühfeuer versenkt worden. Die Beatjung ist gerettet. In Ostafrika ist bei Wojale ein englisches Dorf beseht und ein Gegenangriff des Feindes abgeschlagen worden, der beträchtliche Verluste erlitten hat. In Luftkämpfen wurden im gleichen Gebiet insgesamt vier englische Flugzeuge abgeschossen. Der Feind hat Luftangriffe gegen Kisimaio, Giggiga und Wassaua versucht, ohne irgendwelchen Schaden anzurichten. Ein Flugzeug ist von unseren Jagdflugzeugen, ein zweites von der Flak abgeschossen worden. Alle unsere Flugzeuge sind unversehrt zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Lines unserer Flugzeuge, das gestern als verloren angegeben wurde, ist zu seinem Ausgangspunkt zurückgekehrt. OieBombenangriffe auf Malta „Systematische Vernichtung der englischen Luftstreitkräfte." „Giornale d'Jtalia" warnt Schweizer Blätter. Rom, 15.Sufi. (Europapreß.) „Giornale d'Jta- Iba" fragt, was wohl die Presse der Schweiz im Schilde führe. Nicht zufrieden mit dem ihrem Staate durch die Politik ber Achse gesicherten Frieden wolle sie mit beispielloser Anmaßung über bie deutschen und italienischen Kriegs- und Friedens- anaelegenheiten ihr Urteil sprechen. Am Samstag hätten sich drei Blätter des Kantons Tessin darin hervorgetan. Die „Gazzetta Tici- nese" spreche von „f a st" einer Schlacht im Jonischen Meer und stelle den Unterschied zwischen der italienischen und englischen Schilderung heraus mit der hinterlistigen Beifügung, „daß es interessant wäre, zu wissen, welches Geschwader sich zuerst aus den Rückweg begeben" habe. Die „Avanguardia veröffentliche sogar nur die englischen M 11 • teilungen und überschreibe sie mit der beleidigenden Schlagzeile „Die italienische Flotte geschlagen und aus der Flucht", und „Libera Stampa ändere diese Schlagzeile in „Italienische Schiffe getroffen und auf der Flucht". Offenbar seien diese Schweizer Blätter bestrebt, die verzweifelten Der- teidigungsmanöver Churchills zu unterstützen. „Gior- nale d'Jtalia" führt zur Belehrung der Schweizer Presse die bekannten Tatsachen an und schließt nut der Bemerkung, daft nur eine mehr oder weniger käufliche Dienstbarkeit gegenüber dem englischen Feind diese Schweizer Zeitungen zu einer so plumpen und falschen Wertung der Tatsachen bestimmen könne. Erfolgreiche Lustkämpfe gegen starke feindliche Llebermacht. Oie deutsche Lustüberlegenheit an personal und Material in drei schweren Gefechten über dem Kanal klar erwiesen. Rom, 14. Juli. (DNB.) Agenzia Stefan! erklärt, daß bie italienischen Jagbgeschwaber burch ihre fortgesetzten Angriffe auf bie Stützpunkte von Malta einem wohlüberlegten Plan Rechnung trügen, ber bie systematische Vernichtung ber bärtigen englischen ß u f t ft r e 11 = kräfte zum Ziel habe. Die englischen Jagbflugzeuge versuchten bei jebem Angriff bie Abwehr, bie aber stets erst bann erfolge, wenn bie italienische Luftwaffe bereits ihre' Mission erfüllt habe. Bei jeher bieser Abwehraktionen verloren die Eng- länber einige ihrer Flugzeuge. Auch am Samstagnachmittag habe eine italienische Flugzeugstaffel zahlreiche Beschießungen ber Flugstützpunktanlagen unb ber bort befinblichen feinblichen Flugzeuge unternommen, bie ber Feinb burch verschiebens Tarnungen unsichtbar zu machen versuchte. Diese Beschießungen seien mit Branbspurmunition durchgeführt worben. Die aufgestiegenen englischen Jagbflugzeuge hätten als einziges Ergebnis ihres Angriffes auf bie italienische Staffel ben V e r l u st von zwei eigenen Flugzeugen zu verzeichnen gehabt. Alle italienischen Flugzeuge seien ohne jeben Schaben in ihre Stützpunkte zurückgekehrt. Der Bericht unseres Stockholmer Korre- sponbenten, vor ber Seeschlacht im Jonischen Meer geschrieben, erläutert bie grunblegenbe strategische Situation, bie ber Seeschlacht vom 9. Juni zugrunbe lag. Stockholm, im Juli 1940. . Die erste Kriegshandlung Italiens nach ber Kriegserklärung an die beiben Westmächte war am 13. Juni die Zweiteilung bes Mittelmeeres. Sofort ausgefanbte Minenleger verbanden Tunis—Libyen mit Sizilien durch einen dichten Minengürtel. Darüber hinaus wurden die tunesischen Küstengewässer noch besonders miniert und Malta isoliert. Italien wollte jedoch der neutraleMSchiffahrt im Mittelmeer nicht die gleichen UnanneWlichkeiten und Mühseligkeiten bereiten, wie es die Engländer neun Monate lang im Aer- melkanal taten, und ließ in der Straße von Messina eine Passage frei, die nach wie vor unter ber Kontrolle der italienischen Kriegsflotte unb ber bereits in harten Kämpfen erprobten Luftwaffe steht. Das Mittelmeer ist damit für England nicht nur verforgungspolitisch auf einen Minimalwert her-- untergefunten, strategisch wurde es zu einer Zwickmühle für seine Flotte, da die italienischen Minen das ehemalige englische Operationsfeld in zwei isolierte Räume teilten. Der Vorteil einer • derartigen Operation war von Anfang an klar und liegt in dem klassischen lateinischen Wort: Divide et impera. Italien leitete unmittelbar nach dem Kriegseintritt ein Manöver ein, das in ber englischen Militär- unb Flotten-Literatur kaum ernsthaft behandelt worden ist. In London wurde bald zugegeben, daß durch die italienische Aktion u.a. die Oelzu fuhren aus Rumänien gestoppt werden würden. Es handelt sich dabei um etwa fünfzig Prozent der gesamten Produktton des Landes. Da Rumänien seine Waffen- und Munitionslieferungen aus dem Auslande bisher zum großen Teil auch aus England zu beziehen pflegte, dürfte es nun gezwungen sein, diese Oellieferungen auf dem Austauschwege dort abzusetzen, wo sich die Blockade Englands durch Deutschland und Italien nicht bemerkbar macht, d.h. in den Achsenstaaten. Damit verliert, England gleichzeitig ein nicht unwichtiges Aufnahmefeld für den industriellen Export, der heute nötiger ist denn je. Darüber hinaus beherrschen bie italienischen Seestreitkräfte unb babei in erster Linie bie Unterseeboote jetzt die gesamte palästinensische Küste unb damit Haifa, den Ausgangspunkt der Mossul- O e l - L e i t u n g. Bei den Anriffen deutscher Kampfflugzeuge auf brittsche Schiffsziele im Kanal kam es zu s e h r schweren L u ft k ä m p f e n, die aber bie de u t- sche Uederlegenheit an Personal unb Material klar in Erscheinung trete» ließen. Im Hauptqefecht trafen 19 deutsche Jagdrnaschlnen vom Typ BF 109 auf 45 Gegner vom Muster Hurncane. Den deutschen Jägern gelang es hierbei, sechs Hur- ricane-Maschinen zu vernichten. In einem zweiten Gefecht stießen zehn deutsche Jäger — wiederum Typ BF 109 — auf 18 Spitftre-Flugzeuge, von denen zwei abgeschossen wurden, wahrend hierbei ein deutsches Flugzeug verlorenging. In einem dritten Gefecht an anderer Stelle wurden zwei weitere Spitfire-Maschinen abgeschossen. Besonders beachtenswert ist hierbei der Umstand, daß es sich um Luftgefechte und Luftkämpfe zwischen Konstruktionen handelt, die beide für den gleichen - -"ich bie eng- Englands Einkesselung im Mittelmeer Don unserem £L T.-Korrespondenien. Montag, 15. Zull 1940 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr desVormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Ruf. ie nun bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Ruf. ie mm bei 70 mm Zellenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffelI Abschlüsse Mengenüafiel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 /o mehr Der auch im Kriegsfeuer bewährte Zusammenhalt des Nationalsozialismus und Faschismus erstreckt sich auf die gleiche Beurteilung der Außen- Politik, der Kriegsereignisse, der politischen uno wirtschaftlichen Aufgaben, die eine nahe ober ent» erntere Zukunft mit sich bringt. Diese Gemeinsamkeit ber Interessen hat zu einem Besuch des italienischen Außenministers Grafen C i a n o beim Führer geführt, bei dem alle Fragen aufs Reue überprüft worben sind. Der Besuch des Grafen Ciano an der Westfront schloß sich an, und daraus haben der deutsche unb der italienische Außenminister den ungarischen Ministerpräsidenten Grasen Teleki und den ungarischen Außenminister Grafen Csaky in München getroffen, um mit dem Führer zusammen die Lage und vor allem auch die Fragen des Süd ostens zu besprechen. Es bedarf bei der Herzlichkeit der Beziehunaen ber Achsenmächte zu Ungarn nicht des Amveffes, daß im allen Fragen eine harmonische Gleichrichtung der Auffassungen herrschte. Die Achsenmächte haben ein vitales Interesse daran, daß im Subosten nicht nur Ruhe herrscht, sondern auch bie vielfach noch aufeinanderstoßenden Gegensätze in Frieden und Derttäglichkeit ausgeglichen werden. Dieser Friede muß frei sein von überholten Ressentiments. Die konstruktive Politik, die das Ziel hat, bie pol* fer des südlichen Donau raumes und des Balkans ür den positiven Gedanken der Achsenmächte zu gewinnen, ist in letzter Zeit unter der Gewalt der großen europäischen Entscheidungen immer mehr rrt den Vordergrund getreten. Sie unterschied sich auch sichtlich von der negativen Politik, die die englische und französische Plutokratte sehr bewußt in den Balkanhauptstädten trieb. Die veröffentlichten Dokumente aus den geheimen Papieren des französischen Generalstabes haben aller Welt offenbart, wie die Balkanstaaten als Kanonenfutter für Englund und Frankreich dienen sollten. Wir haben diese Vorgänge sehr aufmerksam verfolgt und verhehlen uns Nicht, daß gewisse Gruppen und Stro- mungen, vor allem in Jugoslawien und Rumänien, diesen destruktiven Plänen Vorschub leisteten. Die Verwirklichung dieser Pläne Hätte den Balkan m den Kriegskrater gestürzt unb bas Wort wiederauf- leben lassen, das ausgelöscht zu sein schien, daß nämlich der Balkan der „Hexenkessel Europas sei. Wie sehr die englische Plutokratie auf diese Gruppen ihre Hoffnung gesetzt hatte unb noch immer den , alten Träumen nachhängt, beweist am besten der , Staatssekretär Butler, der im Unterhaus den 1 ob ihres Schicksals, allein fechten zu müssen, ver- 1 zweifelnden Briten die Phantasmagorie vorgaukelt, ' England könne eine Entlastung erfahren, wenn in i Europa und vor allem auf dem Balkan n e u e i Komplikationen einträten. Aber England ist . auf dem Balkan und in den Donaustaaten jetzt völlig ausgeschaltet. Der Wille der Treuhänder des europäischen Festlandes, im Südostraum den Frte- , den zu wahren und die Nationalwirtschaften durch 1 ihre Verankerung im gemeinsamen festländischen Wirtschafts- und Kulturaum zu sichern, entspricht durchaus den Absichten ber Regierungen in Budapest, Bukarest und Belgrad, bie erkannt haben, was ihnen von den Westplutokraten drohte. Und dieser Wille der Achsenmächte ist in München unzweideutig lischen Konstrukteure mußten darauf bedacht sein, ihre Maschinen mit größter Schnelligkeit und stärkster Bewaffnung auszustatten. Das deutsche Baumuster hat aber gegenüber beiben vorn Gegner verwendeten Typen trotz großer zahlenmäßiger Unterlegenheit in der Hand hervor- ragenb geschulter Piloten seine überlegene Qualität erneut beweisen können. den, sondern auch durch die Entwicklung jener Offensivkräfte, die eine weitere italienische Trans- versal-Linie durch das Mittelmeer in sich birgt. Diese Linie beginnt im Dodekanes und ist hauptsächlich verankert in dem Flottenstützpunkt Seros, von dem es heißt, er sei einer der stärksten im ganzen östlichen Mittelmeerbecken. Im übrigen verläuft die Linie ebenfalls nach Libyen, dessen Verteidigungsstellungen ebenso anerkannt sind wie seine Offen- siv-Stützpunkte. Der Charakter dieser italienischen Posittonen war in London niemals unbekannt. Unerwartet dagegen kam zweifellos der prompte Einsatz der italienischen Minenleger, bie in den englischen Rechnungen als Unbekannte funktioniert haben. Wenn darüber hinaus bereits Mitte Juni die ersten deutlichen Ansätze zur Ausschaltung der französischen Mittelmeer- Positionen gemacht wurden, so war damit ein weiteres Gefahrenmoment entstanden, das für die englische Seekriegführung das gleiche bedeuten muß, wie für die Land- unb Luftkriegführung ber französische Zusammenbruch, von bem Winston Churchill in feiner Unterhausrebe vom 18. Juni sagen mußte: .zugegebenermaßen katastrophal." Cufftampf abgeschossen. 3n ber Rachl zum 14.7. warfen fembliche Flieger wieder in Rorb- unb Westdeutschland Bomben ab, bie nur geringen Sachschaben anrich- feten, ohne militärische Ziele zu treffen. Es gelang! ....... - - - - - , dabei brei fembliche Flugzeuge durch FlakartilleriejZw eck gebaut worden sind. 2llfo am 190. Jahrgang Ur. 165 JW • * W ai (Sieficnct AmeMl auch bei Nichterscheinen N M ®W von einzelnen Nummern General-Anzeiger für Oberhessen - London hat sich feit April vergangenen Jahres gegen Überraschungen im Mittelmeer zu decken versucht. Mit Rumänien, Griechenland und der Türkei wurden Beistandspakte teils einseitiger, teils zweifeittger Art abgeschlossen, um das Mittel- meer mindestens neutralisieren zu können. Die „Sunday Times" schrieb noch am 18. Juni 1939: „Seit dem Abessinischen Krieg ist das Verhältnis der Flottenstärke radikal zu Englands Gunsten geändert worben, währenb die Pakte mit der Türkei und Griechenland die Lücken in unserem Derteidi- gungs- und Offensiv-System geschlossen haben. Die- sesmal braucht uns die Lage im Mittelmeer im Kriegsfälle nicht so viele Besorgnisse oder Aengste einzuflößen, wie es wohl bei Italien der Fall sein tann." — Bei derartigen Aussprüchen dachte man auch an das englische Gibraltar auf spanischem Boden, das die westliche Eingangspforte zum Mit- telmeer decken soll. London sprach allerdings damals noch nicht jene Sorgen aus, die General Sir Walter Kirk am 18. Juni 1940, also genau ein Jahr nach der Veröffentlichung des zitierten „Sunday Times"- Aufsatzes mit den Worten formulierte: „Von der See unb von ber Luft her kann Gibraltar gehalten werden; es ist nur zu hoffen, daß Spanien bei feinen Sympathien für den Nationalsozialismus nicht die traditionelle Freundschaft mit England vergißt." Durch das Mittelmeer verläuft die wichtigste englische Lebensader. Wie notwendig es für London ist, diese 2800 Kilometer lange Linie zu verteidigen, bewies bereits der Weltkrieg. Damals hatte man es im wesentlichen nur mit ber deutschen Kriegsflotte zu tun, die fast ausschließlich in der Nordsee operierte. Die Stützpunkte der kleineren österreichischen Flotte lagen in der von Italien abgeriegelten Adria, und die türkischen Einheiten schalteten Englands Kriegsschiffe unter Ausnutzung griechischer Stutzpunkte im Marmara-Meer aus. Trotz dieser verhältnismäßig ungünstigen Situation für die mit dem Reich auf feiner Seite kämpfenden Machte konnten allein deutsche Unterseeboote im Mittelmeer Millionen von Tonnen Schiffsraum versenken. 1917 . war England der Aushungerung bedenklich nahe. 1940 ist das Mittelmeer jedoch für Englands Seetransporte nicht mehr so sicher wie im Weltkriege. Italien verfügt über die modernste unb größte Unterseebootflotte der Welt, und, was noch wichtiger ist, über vollausgebaute strategische Stellungen im Mittelmeer, die nicht so verletzbar sind wie das englische Malta, das bereits in den ersten Wochen nach Ausbruch des Abessimen-Kom ftiktes geräumt werden mußte. Damals soaen sich die in Malta stationierten Kriegsschiffe nach Alexandria zurück, weil man einen italienischen Angriff von Sizilien her befürchtete. Dieses Malta, das in den ersten zehn Tagen nach dem italienischen Kriegseinttitt fünfundzwanzig ^Bombenangriffen aus= ge etzt war, liegt im Bannkreis einer transversalen italienischen Sperrlinie durch das Mittelmeer. Diese Linie verläuft von dem norditalienischen Stutzpunkt Spezia über Elba, Sizilien nach Tunis. Als Flankenstellung wurde neben Sardinien auch die wichtigere kleinere Insel P a n t e l l e r l a zu einer Ä strategischen Bedeutung. Pantelleria liegt m itte der 140 Kilometer breiten Straße von finge und der in Gibraltar verbliebene restliche Bevölkerungsteil demon st vierten gegen die englischen Evakuierungsmaßnahmen. In dem italienischen Agenturbericht wird weiter mitgeteilt, in Ge° braltar könne die Ruhe nur durch die englischen Truppen aufrechterhalten werden. Die Truppen hätten Befehl erhalten, unter Umständen mit der Feuerwaffe jede neue Kundgebung zu unterdrücken. Oie,,Erneuerung"Frarikreichs Skepsis in der Schweiz. Genf, 14. Juli. (Europapreß.) Heber die neue Maschinerie des französischen Derwaltungsappa- rotes gibt der „Petit Dauphinois" (Grenoble) Einzelheiten. „Die Departements werden nicht mehr ganz mit dem augenblicklichen Aufbau Frankreichs übereinstimmen. Die neuen Provinzen werden sich gleichfalls nicht mehr mit den alten decken. Aber einige bestimmte unter ihnen, wie z. B. die Dauphine, Savoien, die Normandie, die Bretagne und einige andere werden wieder ausleben, und zwar mit einem Verwaltungskörper an der Spitze, der unmittelbar der Präsidentschaft des Ministerrates unterstehen wird. Innerhalb der Provinzen werden neue Unterteilungen vorgenommen werden. Der neue Senat wird aus dem Mitgliederteil bestehen, der direkt durch den S t a a t s ch e f selbst aus den repräsentativen Persönlichkeiten der Wissenschaft, der Politik und der Diplomatie ausgewählt sein wird, und weiter aus den Persönlichkeiten, die sich um die Landwirtschaft, den Handel und die Industrie besonders verdient gemacht haben. Eine andere Kammer wird streng korporativ sein. Weiter sollen provinzielle korporative Vertretungen geschaffen werden; die Syndikate werden zumindest in der augenblicklichen Form, verschwinden. Wie man in Vichy hört, sind gegenwärtig Politiker dabei, eine Einheitspartei zu gründen, die zum einzigen A>eal den „Dienst an der Nation" hat und einer autoritären Regierung eine autoritäre Volksbewegung zur Seite stellen soll. Wie es heißt, seien für diese Partei bereits Meldungen zu. verzeichnen, die in ihrer Zahl weit über alle Erwartungen hinausgingen. Der Zustrom erfolge vor allem aus den Kreisen, die sich bislang als Hüter der Demokratie bezeichneten. Poli- tiker nicht nur aus den Parteien Flandins, Louis Marins und der Sozialdemokratischen Partei, sondern besonders auch aus dem rechten Flügel der Radikalsozialistischen Partei Daladiers, suchten um Aufnahme nach. In einem Leitartikel der „Basler Nachrichten" kommt die Skepsis zum Ausdruck, die man in der neutralen Schweiz in Bezug auf die Echtheit der „Erneuerung" Frankreichs hat. Das eigentliche Regieren, so schreibt das Blatt, werde natürlich nicht Pötain besorgen, sondern Laval, der — wenn auch meist oppositionell — eines der Mitglieder der gestürzten einstigen Regierung gewesen sei und selbst gründlich werde umlernen müssen. Die neue Staatslenkung werde durchaus autoritär sein und weder vom guten, noch vom schlechten Wesen der französischen Demokratie viel übriglassen. Wie sich auch der weitere Ausbau der politischen und Berlin, 13.Juli. (DNB.) Aus dem demnächst erscheinenden, vom Auswärtigen Amt herausgegebenen 6. Weißbuch veröffentlichen wir heute folgende Dokumente: Dokument Ar. 26. Besetzung norwegischer Häfen unter dem Motto der „FinnlandHilfe". Telegramm. Paris, den 21. Februar 1940. 15.35 Uhr. Europa. An den Französischen Botschafter in London. 460—467. Betr.: Beistand für Finnland. Intervention in Skandinavien. Fortsetzung meines Dortelegramms. 1. Die Zustimmung Schwedens ist eine Voraussetzung für jede direkte Intervention der Alliierten in Finnland. Falls die schwedische Regierung den elektrischen Strom, aus dem die Bahnlinie Narvik—Kami gespeist wird, sperrt, so genügt dies, um den Alliierten den Zugang zum schwedischen Staatsgebiet und damit auch den Zugang nach Finnland unmöglich zu machen. 2. Die schwedische Regierung ist offenbar entschlossen, Finnland militärisch nicht zu Hilfe zu kommen und den Zutritt zu seinem Gebiet für fremde Truppenteile zu sperren. Es ist im höchsten Grade zweifelhaft, ob die Tarnung alliierter Streitkräfte als sogenannte „Feiwillige^ für sich allein ausreicht, um in dieser ablehnenden Haltung eine Aenderung eintreten zu lassen. 3. Ebenso ist es zweifelhaft, ob Schweden, wie Herr Chamberlain erhofft, die Verweigerung des Durchmarsches alliierter Truppen dadurch kompensiert, daß es mit seinen gesamten Kräften Finnland zu Hilfe eilt. Wir wissen in der Tat aus einem Telegramm des Herrn Roger Maugras, daß das Reich die schwedische Regierung davon unterrichtete, es werde jede offizielle Hilfe Schwedens an Finnland als casus belli betrachten. (Hierzu ist zu bemerken, daß diese Behauptung des französischen Gesandten in Stockholm völlig unrichtig ist. Derartige Erklärungen sind niemals abgegeben worden.) 4. Nur ein Umstand eröffnet einige Aussicht, die Haltung der schwedischen Regierung zu ändern: Dies wäre die Gewißheit, daß die Alliierten in der Lage sind, Schweden eine unmittelbare und wirksame Hilfe gegen d i e deutsche Gegenwirkung zu leisten. Es dürfte sich nicht um einfache Versprechen, ebensowenig iim Versicherungen, selbst kurz befristete, handeln. Die tatsächliche Anwesenheit von einsatzbereiten Streitkräften an den schwedischen Grenzen wäre das einzige Mittel, die endgültige Entscheidung Schwedens in günstigem Sinne zu beeinflussen. 5. Die Besetzung der wichtigsten norwegischen Häfen, die Landung der ersten Abteilung der alliierten Streitkräfte in Norwegen gäbe Schweden das erste Gefühl der Sicherheit. Diese Operation müßte unabhängig von dem Hilferuf ausgedacht und innerhalb kürzester Fxist ausgeführt werden, und zwar in einer Inszenierung, für die uns der Fall „Altmar k" das Vorbild liefert. 6. Norwegen hat dadurch, daß es die Fahrt eines bewaffneten deutschen Schiffes mit enAischen Gefangenen an Bord durch seine Hoheitsgewässer ge» wirtschaftlichen Grundlagen des neuen Frankreichs gestalten werde, so müsse jetzt schon gesagt werden, daß sich die vielen Franzosen, die von den Neuerungen eine Beeinflussung der Siegerstaaten im Sinne einer gnädigen Friedensgestaltung erwarteten, täuschten. Wie der stanzösische Rundfunk aus Vichy meldet, wurde der stanzösische Nationalfeiertag am Berlin, 13.Juli. (DNB.) Das Oberkommando der Ivehrmachl gibt bekannt: Seit längerer 3eit führen deutsche Seestreitkräfte in überseeischen Gewässern erfolgreiche Operationen durch. TNehrerehandelsschiffemitwert. vollen Ladungen, die bei diesen Unternehmungen als Prise aufgebracht wurden, trafen in ustseren Häfen ein. Ein U-Boot meldet die Versenkung von 2 4 6 8 4 Brt. feindlichen Handelsschiffsraumes. - Kampfflugzeuge griffen wiederum Schiffsziele vor der englischen Ostküste und im Kanal, Flugplätze, Hafenanlagen und Werke der Rüstungsindustrie in England und Schottland an. (Es gelang, ein Borpostenboot und ein Handelsschiff von 2000 Bruttoregistertonnen durch Bombentreffer zu versenken und fünf Handelsschiffe schwer zu beschädigen. Aus dem Flugplatz St. 2Uer- ryn wurden acht britische Kampfflugzeuge am Boden zerstört, in Exeter Tankanlagen, in Portland, in Newport und Dundee Hafen und Kaianlagen, in Billingham und New Castle Werke der Rüstungsindustrie wirksam mit Bomben belegt • Britische Flugzeuge warfen auch in der Nacht zum 13. 7. in Norddeutschland Bomben. Dabei wurden mehrere Häuser zerstört und einige Zivilpersonen getötet. Die am 12.7. gemeldeten Berlufte des Feindes erhöhen sich um vier Flugzeuge, die in der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen wurden, von 13 auf 17 Flugzeuge. Die gestrigen Gesamtverluste des Gegners betragen 13 Flugzeuge, davon wurden 4 im Luftkampf bei Tage, eines durch Nachtjäger abgeschossen. Fünf eigene Flugzeuge wer- den vermißt. * In einer ihrer anmaßenden Erklärungen hat die britische Admiralität vor einigen Ta-gen verkündet, daß sie durch Minensperren, die von den Shetland-Inseln an Island vorbei sich angeblich bis nach Grönland erstrecken, Deutschland endgültig vom Atlantischen Ozean abgeschnit- ten habe. Solche lächerlichen Behauptungen, die stattete und schützte, seine Pflichten als neutrale Macht schwer verletzt. Die britische Regierung ist berechtigt, Wiedergutmachung und Garantien zu verlangen. Sie kann insbesondere die Internierung der „Altmark" und ihrer Besatzung fordern und der norwegischen Regierung notifizieren, daß die britische Regierung von nun an die Überwachung der norwegischen Gewässer selbst übernehmen werde, da die Regierung in Oslo sich fortgesetzt unfähig gezeigt habe, die Unverletzlichkeit ihrer Hoheits- gcwässer durchzusetzen. * 7. Stoßt diese Demarche in Norwegen auf A b - 1 ehnung, was sehr wahrscheinlich ist, so hat die britische Regierung das norwegische Versagen fest- zusrellen und sich sofort der Stützpunkte zu bemächtigen, deren sie zur Wahrung ihrer Interessen bedarf. Diese Besetzung der norwegischen Häfen müßte als eine überraschende Operation durchgeführt werden, und zwar durch die englische Flotte allein oder unter Mitwirkung der französischen Flotte, jedoch ohne Mitwirkung der für Finnland bestimmten alliierten Truppenteile. Diese Operation wird der Weltöffentlichkeit in um so höherem Maße berechttgt erscheinen, je rascher sie durchgeführt wird und je mehr die Propaganda imstande sein wird, die Erinnerung an die norwegische Mittäterschaft im Falle „Altmark" zu erwecken. 8. Auf den Widerhall, den eine solche Operation in Deutschland und in Rußland auslösen wird, und auf die Verwirrung, die sie dort Hervorrufen wird, brauche ich nicht hinzuweisen. Möglichst starke britische Truppenabteilungen, die nötigenfalls von französischen Abteilungen unterstützt werden, müssen sofort in den besetzten Häfen ausgeladen und kaserniert werden mit der Wirkung, daß Schweden im Zeitpunkt des finnischen Hilferufes in der Anwesenheit dieser Truppen, die eine Garantie für die Ankunft weiterer französischer und polnischer Truppenteile darstellt, ein greifbares Pfand für die Unterstützung sieht, die wir Schweden zu leisten imstande sein werden, wenn es selbst Finnland zu Hilfe eilt oder uns gestattet, dies zu tun. 9. Selbst in der Annahme, daß Schweden weiterhin den Durchmarsch verweigert und daß uns die Zugangswege nach Finnland verschlossen bleiben, behalten wir den Vorteil, gegenüber Deutschland im Norden eine beherrschende Stellung gewonnen zu haben, den Seetransport des schwedischen Erzes aufgehalten zu haben, die schwedischen Erzlagerstätten in den Akttonsbereich unserer Luftwaffe gebracht zu haben und einsatzbereit der künftigen Entwicklung der deutschen und russischen Anschläge auf Skandinavien zusehen zu können. Unser Hauptziel darf nicht vergessen werden. Es besteht darin, Deutschland von seiner Erzversorgung abzuschneiden. Jedes alliierte Unternehmen in Skandinavien hat im Rahmen des allgemeinen Kriegsplanes der Alliierten nur dann eine Berechtigung, wenn es diesem Ziele zusteuert. 10. Auf der anderen Seite ist es sehr wahrscheinlich, daß Schweden, wenn wir die „Altmark"-Affäre nicht bis zu einer unmittelbaren Beschlagnahme der Pfänder und der Stützpunkte in Norwegen ausschlachten, aus Furcht vor Deutschland und im Zweifel über die Wirksamkeit unseres Beistandes dem Hilferuf Finnlands ausweicht und uns fein Staatsgebiet verschließt. Unsere geplante und vorbereitete Expedition wird versacken, bevor mit der Ausführung überhaupt ein Anfang gemacht worden 14. JuN, mtt einem Gottesdienst eingeleitet, an dem Marschall Pötain, die Mitglieder der Regierung, General Weygand und das Diplomatische Korps teilnahmen. Hierauf legte Main in Anwesenheit der Regierung vor dem Denkmal des unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. Nach einer Minute Stillschweigen folgte ein Vorbeimarsch der Truppen vor Pötain. dem britischen Volk eine nicht vorhandene Aktivität seiner flotte Vortäuschen sollen, hat die Admiralität schon wiederholt in Umlauf gesetzt. Während der deutschen Operationen in Norwegen verhängte die britische Admiralität bekanntlich plötzlich eine papierne Minensperre über die halbe Nordsee und den größten Teil der Ostsee. Die britische Marine konnte aber den deutschen Nachschub über See nicht stören und nicht einmal die schmale Lücke zwischen den Shetlands und der norwegischen Küste, die kaum 200 Seemeilen breit ist, sperren. Ungehindert stießen schwere und leichte Seestreitkräfte wiederholt bis in das Nordmeer vor und kehrten nach erfolgreichen Gefechten ebenso unbehindert in ihre Heimathäfen zurück. Um so lächerlicher wirkt nun die Behauptung, daß die britische Flotte imstande sein soll, die über 1000 Seemeilen lange Strecke von den Shetlands bis Grönland durch Minen in Gewässern zu sperren, die Hunderte von Seemeilen tief sind. Daß die deutsche Seekriegführung seit dem Zusammenbruch Frankreichs und der Vertreibung Englands vom Kontinent selbst in dem Besütz einer recht ausgedehnten atlantischen Küste ist, hat die britische. Admiralität offenbar ebenfalls übersehen. Das englische Publikum wird daher recht überrascht sein zu hören, daß schon seit längerer Zeit wiederum deutsche Seestreitkräfte in überseeischen Gewässern operieren und daß die von uns aufgebrachten Prisenichiffe mit wertvollen Ladungen Den Weg in unsere Häfen finden. Die kühnen Fahrten unserer Kriegsschiffe in überseeischen Gewässern bedeuten direkt und indirekt eine schwer" Schädigung des feindlichen Ueberse andels. Die Handelsschiffs- Verluste, über deren Hohe der OKW.-Bericht alle Welt soeben unterrichtet hat, verknappen den für die Versorgung der Insel zur Verfügung stehenden Schiffsraum. Darüber hinaus belastet die Bedrohung der Zufahrtsstraßen den Ueberseeverkehr des Feindes mit einem Unsicherheitsfaktor, der die britische Marine zwingt, zum Zwecke des Handelsschuhes und des Geleits einen Teil ihrer Kriegsschiffe anderen Zwecken zu entziehen. Es kann gesagt werden, daß die feindliche Schiffahrt nirgendwo mehr auf den Weltmeeren vor lieber» raschungen sicher ist. ist. Dadurch wird in Deutschland, in Rußland und bei den Neutralen der Eindruck erweckt, daß wir unfähig sind, vom Geschwätz zur Tat überzugehen. gez.: Edouard Daladier. Dokument Ur. 21. Churchills Rezept, um Narvik in englische Hand zu bringen. Militärischer Studienausschuß der Alliierten. Exemplar Nr. 1 Nr. 926 S/C emi. London, den 11. März 1940. Skandinavien plan. Streng vertraulich! Verhandlungsbericht der 18. Sitzung des mit der Prüfung des Skandinavienplanes betrauten Ausschusses. (War Office, den 9. März 1940.) Landung in Narvik. Der Ausschuß wurde am 9. März unvermutet zur Kenntnisnahme der Feststellungen einberufen, die im Laufe der Sitzung des Kriegskabinetts vom 8. März getroffen worden waren. Winston Churchill hatte in dieser Sitzung feiner Besorgnis darüber Ausdruck gegeben, daß gegebenenfalls die norwegische Haltung die Hilfe für Finnland beeinträchtigen könne, insbesondere im Laufe der ersten Landungsoperationen in Narvik. Zu diesem Zweck hielt es der Erste Lord fijr angezeigt, zunächst vor Narvik kraftvoll aufzutreten. Es handele sich nicht darum, eine Landung gewaltsam vorzunehmen, sondern gewissermaßen darum, „die Macht zu zeigen, um ihre Anwendung zu vermeiden. Winston Churchill gedenkt, eine Flottille, bestehend aus einem Kreuzer und einigen Zerstörern vor Narvik erscheinen zu lassen und rasch Truppen in Bataillonsstärke an Land zu werfen. Dies soll vor Ankunft des ersten Truppentransportoerbandes geschehen. Die gesamte Operation würde natürlich ausschließlich mit englischen Streitkräften durchgeführt werden. Das Kriegskabinett hat übrigens die Nützlichkeit der Besetzung von Stavanger und Bergen in Zweifel gezogen. Der Ausschuß prüft das für die Durchführung des Unternehmens bei Narvik vorgesehene Verfahren, das keine besonderen Schwierigkeiten aufzuzeigen scheint. Anderseits ist der Ausschuß der Ansicht, daß die stärksten Nachteile aus dem Verzicht auf die Besetzung von Bergen und insbesondere von Stavanger erwachsen konnten. An letztgenanntem Ort könnte der Flugplatz rasch von den Deutschen besetzt werden, wenn wir ihnen nicht zuvorkämen. Dokument Ur. 28. Das Norwegenunternehmen droht zu Bruch zu gehen. Streng geheim! Sitzung des Kriegskomitees am 26. April 1940. Der Ministerpräsident gibt den Zweck der Sitzung bekannt: Prüfungder Lage in Norwegen. Es ist den Deutchen gelungen, wichtige Punkte in ihre Hand zu bekommen. Eine Landung für die Alliierten ist schwierig. Die Norweger sind schwer getroffen. Das Prestige der Alliierten ist gefährdet. Die Engländer waren jedoch seit langem im Bilde, da unsere Operation am 28. März beschlossen worden ift. Sie hatten feine Luft dazu, stellt der Kriegs- minifter und Minister der nationalen Verteidigung fest. Der Ministerpräsident fügt hinzu, daß man einen Großeinsatz Sei Drönkh elm machen müssen. Er fragt General Gamelin nach seiner Ansicht über die Lage. General Gamelm teilt mit, daß die Deutschen die Verbindung zwischen ihren Oslo- und ihren Drontheim-Stteitkräften her- gestellt haben. General L e l o n g hat ihn davon in Kenntnis gesetzt, daß die Engländer die Absicht hätten, ihre für den Angriff auf Drontheim vorgesehenen Truppen wieder einzuschiffen. General Gamelin legt dar, daß die Lage offensichtlich schwierig ist, insbesondere wegen der Angriffe der deutschen Luftwaffe, daß jedoch die in Namsos (nördlich von Drontheim) gelandeten Truppen erfolgreichen Widerstand zu leisten schienen. Es würde übrigens möglich sein, notfalls entlang der Küste, an der die wichtigsten Punkte gehalten werden müßten, eine Verbindungs- und Rückzugslinie zu organisieren. Er bezeichnet den englischen Wiedereinschiffungsplan als äußerst bedauerlich, und um den Versuch eines Widerspruches zu unternehmen, bittet er das Komitee um die Genehmigung, sich nach London begeben zu dürfen, wohin er bereits den General Mi 11 e lh a ufer geschickt hat, um die Engländer zu überzeugen. Er bittet auch die Regierung, seine Aktion in diesem Sinne zu unterstützen. Das Komitee stimmt zu. Der Ministerpräsident führt aus, daß der Kampf in diesem gebirgigen Gelände den Charakter eines Guerillakrieges annehmen könnte. Es werde sich darum handeln, die Straßen zu sperren und Widerstandsnester zu bilden. General Gamelin fährt in seiner Darstellung fort und gibt ein Bild der Lage. In der Gegend von Namsos hält der Feind die Straße Namsos— Drontheim. Wir haben dort drei Jägerbataillone, zu denen noch eine englische Brigade zu drei Bataillonen hinzukommt, insgesamt 6000 Mann. Der Hafen ist von der deutschen Luftwaffe sehr stark beschädigt worden. Die Truppe konnte zwar landen, hingegen nicht das schwere Material. Eines der englischen Schiffe, das Flakmaterial trantyrtierte, ist versenkt worden. Der gegen Drontheim vorgesehene Operationsplan war logisch: Es sollten drei konzenttische Angriffe stattfinden, .einer von Norden, ein anderer von Süden, der dritte durch die Enge selbst. Es war unmöglich, ihn vollständig durchzuführen, nur der Angriff von Norden, von Namsos her, wurde eingeleitet, jedoch von den Deutschen aufgehalten. In der Gegend von Narvik ist die Lage unverändert. Die Nachrichten sind spärlich und unsicher. Es muß festgestellt werden, daß die feindlichen Streitkräfte auf Handelsschiffen transportiert wurden und getarnt waren. Sie sind dem Intelligence Service entgangen. General Gamelin hat nie verfehlt, auf der Fortführung und Intensivierung der Operationen zu bestehen. Am Morgen des 29. März hatte er den General Jronside darauf aufmerksam gemacht, daß es notwendig sei, alles für eine rasche Besetzung der norwegischen Häfen bereit zu haben. Dasselbe hat er auch Mr. Winston Churchill gelegentlich eines Aufenthaltes in Paris zur Kenntnis gebracht. Der Ministerpräsident fragt, wie die militärische Führung organisiert sei. General Gamelin antwortet, daß der englische General Makesy die Führung in Narvik hat,' der englische General Carton de Wiart diejenige in Namsos. General Morgan, der Führer der südlich Drontheim gelandeten englischen Brigade, hat die Führung in diesem Gebiet an Stelle der französischen Generals Audet, der von General Gamelin für den Oberbefehl in diesem Gebiet vorgesehen, aber in Namsos gelandet worden war. Die Gesamtführung hat General Massy. Der Ministerpräsident und der Kriegsminister und Minister für nationale Verteidigung bedauern, daß kein Oberbefehlshaber zur Koordinierung der Aktionen zu Lande, zur See und in der Luft ernannt worden ift. (Es folgen Erörterungen über die Stärke der alliierten Expeditionstruppen und ander technische Fragen. — Die Schriftleitung.) Der Präsident der Republik fragt, wieviel Mann die Engländer zur Zeit in Norwegen haben. General Gamelin antwortet, daß sie 15 000 haben. Sie haben eine Gesamtmenge von 100 000 vorgesehen, während wir unsererseits eine Zahl von 40 000 zu entsenden beabsichtigten. Diese Zahlen stellen ein Maximum dar. Die Briten können schon von der französischen Front, wo sie fünf Divisionen haben, zwei Divisionen herausziehen. Gegen diese Maßnahme wird von General Georges keine Einwendung erhoben. Was uns anbelanat, so hängt die Stärke des Expeditionskorps einerseits von den Transportmöglichkeiten und dem Nachschub ab. Hierüber entscheidet die Kriegsmarine, und zwar in erster Linie die britische Kriegsmarine. Andererseits können wir von vornherein die vorgenannte Zahl von 40 000 nicht überschreiten. Der französische Kriegsschauplatz bleibt der Hauptkriegsschauplatz, und es bedarf ausreichender Kräfte, nicht nur um die Front zu halten, sondern auch um jeweils die erforderlichen Kräfte in die Schlacht zu werfen. Ferner können wir in Skandinavien Eingeborenentruppen nicht einsetzen, und zwar nicht nur aus moralischen Gründen, sondern wegen des Klimas. Hinsichtlich des Kriegsmaterials ist zu bemerken, daß unsere Divisionen wegen der Verwendung von Pferde kraft für den Einsatz in Skandinavien nicht geeignet sind. Unsere motorisierten Divisionen, deren Zahl gerade für Frankreich ausreicht, können überdies nur in Ländern mit dichtem Straßennetz eingesetzt werden. Die entsandten leichten Divisionen mußten in besonderer Weise ausgerüstet werden. Unsere materiellen Möglichkeiten auf diesem Gebiet sind begrenzt; die britischen Truppen sind in dieser Hinsicht besser ausgerüstet als die unseren. Schließlich ist zu bedenken: Wenn es sich darum handelt, nach Belgien einzurücken, um daselbst eine Schlacht sozusagen auf freiem Felde zu schlagen, so sind die französischen Truppen hierzu viel geeigneter als die britischen. Außerdem firtö die französischen Truppen die einzigen, die, wenn nötig, zur Verteidigung der Alpenfront befähigt sind. Aus diesem Grunde müssen die Enaländer die Hauvtanstrengung machen, um so mehr, als die Unternehmung wesentlich auf ihrer Marine und Luftwaffe beruht. Im besten Falle können wir gegenwärtig eine ober zwei leichte Divisionen dazu beisteuern. Schließlich können wir sie moralisch unterstützen, ihnen bei der Leitung helfen, ihnen die Methode und den Schwung beivringen. Zusammenfassend betont der Ministerpräsident die sachliche und moralische Bedeutung der Fortsetzung des Kampfes und der Organisation der militärischen Führung; er fügt entsprechend den Feststellunaen der vorhergehenden Sitzung des Kriegsausschufses hinzu, daß Drontheim selbst unter Opfern erobert werden müsse. Der Marineminister schließt sich diesen Ausführungen an. Auf den Vorschlag des Generals Gamelin eingehend, regt der Ministerpräsi. dent beim Komitee an, General Gamelin nach London zu schicken, um die Aufmerksamkeit des britischen Oberkommandos eindringlich auf folgende Punkte zu lenken: Beschluß, das Norwegenunternehmen sortzufetzen. Das Fiasko -er Kriegsansweiiung im Norden. Künste Veröffentlichung aus den politischen Geheimakten des französischen Generalstabes. Erfolgreiche Operationen deulscherSeestreitkräste in überseeischen Gewässern. Feldheeres. 27 24 24 24 ’ 34 160 24 32 6 25 33 St qm Gewann Kulturart Q A. Grundbuch für Gietzen, Band 44, Blatt 2267: 18 25 5 28 6 Hofreite Zusammen: 117328,- 32370 2334 31 32 1729 1215 13 14 16 23 23 23 23 23 24 26 26 30 Acker Acker Wiese Acker Acker Acker Wiese Acker 2716 4691 1208 2773 1757 814,80 1407,30 362,40 831,90 351,40 45 4(5 47 48 49 50 51 56 57 58 59 60 61 62 63 64 24 24 30 30 30 30 30 30 30 26 26 26 30 30 30 30 30 30 30 11 43 6 14588 21105 1003 1711 2510 1412 957 1 2 3 4 23 23 23 24 Acker Acker Acker Acker Wiese Acker Acker Acker Acker Acker Acker Acker Acker Acker Acker Acker 1806 1690 1154 2612 1176 3042 28 29 30 31 37 38 39 40 41 42 43 44 25 25 26 26 25 26 26 26 26 26 30 44 105 7 8 9 12 13 18 Acker Acker Wiese Wiese Acker Wiese Acker Acker Acker Scheuer m. Hoft. Acker Acker Acker Acker Acker Wiese Acker Wiese Wiese Wiese Wiese Wiese Wiese Wiese Acker Acker Acker Acker Wiese Acker Acker Wiese Wiese Wiese Wiese Wiese Wiese Wiese Wiese 7 8 9 10 11 12 30 23 23 24 24 24 24 23 23 24 2944 3378 1070 1929 2896 3200 3868 3180 3678 2506 34 35 36 52 53 54 55 26 26 30 28 41 2 834 1462 2198 843 774 3093 1395 2545 1444 3267 3 40 1 4 5 31 42 5 daselbst daselbst daselbst daselbst daselbst daselbst Das Ritterkreuz für -ie Generale Lldet und Fromm 1062 886 3859 2037 2323 895 8325 4581 919 1128 1413 891 892 942 1062 741 2954 1474 13840 928 26382 1750 4752 27 29 87% 87% 243 244 1 2 3 4 203 230 25 15 18 38% 15 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27000,— 507,— 346,20 783,60 352,80 912,60 509,— 228,80 653,40 441,60 506,70 321,— 578,70 868,80 960,— 1160,40 954,— 1103,40 751,80 700,20 Betrag der Schätzung RM. 73 I 74 f 16 17 19 20 38 16 14 20 21% 215/io 22 23 17 22 21 7 27 daselbst......... links am Steinkauter Weg . zwischen der Lahn und dem Wißmarer Weg..... links am Steinkauter Weg . an der Gänsweide .... daselbst......... zwischen der Lahn und dem Wißmarer Weg. . . . daselbst......... daselbst......... daselbst......... daselbst ...... daselbst......... daselbst ••••••••• inderLechenauaufdie Wiesen daselbst......... in der Lechenau..... links am Badenburger Fußpfad am Flutgraben . . in der Lechenau am Römersloch ......... Jm Gartfeld an der Schoor bei der Stadtmühle (Zu den Mühlen Nr. 6) ... in d. Lechenau aus die Wiesen daselbst......... daselbst . ........ daselbst......... in der Lechenau ..... links am Badenburger Fußpfad am Flutgraben . . am alten Lahnfluß .... daselbst....... • • zwischen dem Krofdorfer und Wißmarer Weg..... daselbst......... auf den Flutgraben.... daselbst......... am grünen Weg ..... daselbst ....••*•• daselbst ....••••• daselbst ..••••••; a. grünen Weg i. d. Pfannlach auf den Flutgraben . . . . links am Badenburger Fußpfad auf den Flutgraben. 513,30 । 753,— । 423,60 287,10 । 518,70 364,50 2917,60 4221,— 200,60 8212,40 265,80 771,80 407,40 580,75 223,75 2081,25 1145,25 229,75 282,25 353,25 222,75 223,— 235,50 265,50 185,25 738,50 368,50 3460,— 232,— 6595,50 437,50 1188,— 208,50 365,50 549,50 210,75 193,50 773,25 348,75 London registriert: „Eine Woche intensivster Lustangriffe." zwischen der Lahn und dem Wißmarer Weg..... an d. Lahn neben d. Wiesen Räumung nicht vor. 2. Wir halten die Einnahme von Drontheim nicht für unmöglich, wenn ein Angriff zur <5ee (mit der Artillerie eines alten Kreuzers, der in den Fjord einfährt) und ein massenweiser Einsatz der Luftwaffe miteinander kombiniert werden. Unserer Ansicht nach bleibt uns nur eine sehr kurze Frist, wenn wir das Unternehmen unter annehmbaren Bedingungen versuchen. . 3 Außerdem nehme ich an, daß Sie mit mir Der Ansicht jein werden, daß es nötig ist, die gesamte Verantwortung und sämtliche Befugnisse zur Leitung der Operationen auf dem skandinavischen Kriegsschauplatz in die Hände eines Man« nes zu legen. Dieser Mann muß eine Persönlichkeit sein, die fähig ist, zu gegebener Zeit das eiü- heitliche Kommando der alliierten, norwegischen und schwedischen Streitkräfte zu übernehmen. 4 Unjere Transporte an Mannschaften und Material, Flak, Artillerie und Panzern müssen um ein Vielfaches vermehrt werden. Wenn die augenblicklichen Landungsmöglichkeiten hinter den Transportmöglichkeiten Zurückbleiben, so wären diese Transportmöglichkeiten dazu zu benutzen, um alles, was wir einsetzen können, in Schottland zusammenzuziehen. Ich bin überzeugt, daß Sie in unserer jetzigen ernsten Lage ebenso wie ich der Ansicht sind, daß wir uns zweierlei immer vor Augen halten müssen: Man muß große Gesichtspunkte haben oder überhaupt nicht Krieg führen; man mutz schnell handeln, oder man verliert den Krieg. Genehmigen Sie, mein lieber Premierminis^r, die Versicherung meiner freundschaftlichsten Ge- stnnung. Paul Reynaud. Bitte teilen Sie den Wortlaut der obigen Botschaft auch General Gamelin mit. Lord der Admiralität erbeten. Gleichzeitig habe ich mein Befremden über den plötzlichen Beschluß des Kriegskabinetts ausgesprochen. Ich habe dem Unterstaatssekretär nicht verhehlt, welch verhängnisvollen Eindruck dieser Beschluß in Paris machen würde, und ich habe nachdrücklich auf die unberechenbaren Folgen hingewiesen, die er nach sich ziehen würde, nicht nur in bezug auf Skandinavien, das wir nun als unserem Einfluß entzogen ansehen können, sondern auch in bezug auf alle anderen neutralen Staaten, besonders auf dem Balkan, wo alles voller Spannung die Wechselfälle des Kampfes verfolgt, der zwischen den Alliierten und Deutschland im Gange ist. Ich habe hinzugefügt, man dürfe sich keine Illusionen darüber machen, welche Wirkung ein solcher Rückzug, der noch vor der Schlacht beschlossen wird, auf die Haltung Italiens haben würde. Wir riskierten auf diese Weise, im Mittelmeer lahmgelegt und von unseren eventuellen Alliierten abgeschnitten zu werden, außerdem aber weit über Europa hinaus in Mißkredit zu kommen, und zwar in einer Weise, die sogar der Ehre der alliierten Waffen abträglich fein würde. Sir A. C a d o g a n hat diesen Argumenten nicht widersprochen. Er hat mir versichert, das Kriegs- Die Norwegenexpedition ist im wesentlichen deshalb gescheitert, weil niemand das Kommando geführt hat. Eine Zeitlang hat das ,K r i e g s k a b i n e t t", das nach Art eines Aussichtsrates zufammentrat, Beschlüsse gefaßt, und zwar in einem viel zu langsamen Tempo und ohne das geringste Risiko laufen zu wollen, wie wenn es sich um eine industrielle obef kommerzielle Angelegenheit gehandelt hätte. Gegenwärtig fällt eine Komitee die Entseidung, das aus Vertretern des War Office, der Admiralität und des Luftfahrtminifteriums besteht. Weder der britische General Massy (von dem einmal die Rede war), noch der französische General 21 übet erwecken den Anschein, daß sie das K^snnanbo führen. Wir wissen nicht, was in Narvik vergeht. Wir brauchen einen Führer, und zwar einen einzigen für diese Expedition. Botschafter Eorbin an Paul Iieynaud. Telegramm. London, den 26. April 1940, 23 Uhr. Eingegangen 26. April 1940, 23.23 Uhr. Streng geheim. Unmittelbar nach seinem Aussteiaen aus dem Flugzeug ist General Mittelhauser durch den Kommandanten des Generalstabes des Britischen Reiches von den Schlußfolgerungen in Kenntnis gesetzt worden, zu Denen bas Kriegskabinett heute früh in bezug auf Die Expebition nach Drontheim gelangt ist. Angesichts bes schnellen Vormarsches der deutschen Streitkräfte im Laufe der beiden letzten Tage und in Ermangelung jeglicher Zerstörungen und jeden ernsthaften Widerstandes der Norweger, angesichts der ständigen Angriffe und der gesteigerten Wirkung der deutschen Luftwaffe ist die englische Regierung der Ansicht, daß die gegen Drontheim vorgesehenen Operationen zum sicheren Scheitern verurteilt sind und daß es besser ist, schon jetzt die Zurückziehung der alliierten Kontingente in Aussicht zu nehmen, die in der Umgegend an Land gesetzt worden sind. Ich habe den ständigen Unterstaatssekretär im britischen Auswärtigen Amt aufgesucht, um ihm den Besuch des Oberbefehlshabers in London anzukündigen, und habe für den letzteren eine sofortige Unterredung mit dem Premierminister und mit dem Ersten kabinett habe sich diesen verschiedenen Erwägungen nicht verschlossen. Sie hätten aber an seinem Ent- chluß nichts geändert wegen der praktischen Unmöglichkeit, den deutschen Luftangriffen, die die Landung von Truppen und Material behindern, Widerstand zu leisten. Als ich auf den Versuch zu prechen kam, nach dem von den alliierten General- täben ursprünglich vorgesehenen Plan mit der Flotte den Zugang zum Drontheim-Fjord zu erzwingen, antwortete er, man habe diesen Plan nicht aus den Augen verloren, habe aber schließlich darauf verzichtet, weil es, selbst wenn das Unternehmen gelingen sollte, eine vergebliche Hoffnung wäre, sich in Drontheim halten zu können, so lange die Deutschen über Die Möglichkeiten verfügten, Die ihnen Der Besitz sämtlicher in Norwegen verfügbaren Flugplätze biete. Die Anzahl Der Deutschen Kampfflugzeuge, Die in Norwegen eingesetzt sinD, würde auf über 600 geschätzt, wobei die Transportflugzeuge nicht mitgezählt sind. Außerdem ist es Dem Feinde offenbar gelungen, längs Des Drontheim-Fjordes Küstenbatterien aufzustellen oder wieder- herzustellen, die den Erfolg eines Angriffs zur See sehr ungewiß erscheinen lassen würden. Stockholm, 14. M. (Europapwß.) Der lutt- fahrttechnische Mitarbeiter des englischen Rundfunks, Oliver Steward, bestätigt, daß England d i e chlimmste und intensivste Woche feindlicher Luftangriffe hinter sich habe. Marineminister Alexander hatte am Samstagabend einen Rückblick auf Die Angriffe der vergangenen Woche gegeben und dabei festgestellt, daß ein Platz an der englischen Südküste zum Beispiel in der abgelaufenen Woche nicht weniger als zwan- zigmal deutschen Luftbombardements ausgesetzt gewesen sei. ' In zunehmendem Maße fühlt man sich in England durch die deutsche Gegenblockade beunruhigt. „Große Anforderungen werden setzt an die Handelstonnage Englands gestellt", schreibt „Stockholms Tidninaen", „Denn die letzten Tage mit ihren deutschen Luftangriffen auf Englands Küsten, Häfen und Geleitzüge geigten deutlich, daß Deutschland und Italien Die Blockade gegen England bis zum äußersten führen wollen. Die Blockade des europäischen Festlandes gegen England ist jetzt eine Realität. Tatsächlich sind nur noch portugiesische und spanische Häfen, zum Teil vielleicht noch griechische Häfen, für den Handelsaustausch mit England geöffnet." Die letzten Monate hätten gezeigt, so fährt „Stockholms Tid- ningen" fort, wie sich die Position Englands zu- nehmend verschlechtert habe. Abgesehen von militärischen und strategischen Vorteilen, die sich Deutschland mit der Beherrschung der gesamten Küsten vom Nordkap bis nach dem Mittelmeer ge- schoften habe, hätten Englands Versuch, in Nor- zeugmotoren zuerst an die Vereinigten Staaten selb st liefern müssen, falls die USA.- Regierung in ihrem großen Rüstungsprogramm ihre Flugzeugmotoren zuerst anfordert. Man kann sich also selbst ausrechnen, wie viele Jahre England auf seine bei den Packard-Werken bestellten 6000 Flugzeugmotoren warten muß und wie lange es Dann noch Dauert, .bis aus diesen Motoren Flug- ^Die englisch^ Regierung sieht sich Lesungen, ihren Plan, mehr als fünfzigtausend Kinder nach lieberfee zu bringen, fallenzulassqn. Das In- formationsminifterium veröffentlicht eine Erklärung, in Der das Scheitern Des Planes mitgeteilt wurde. Es hat sich als unmöglich erwiesen, außer Dienst gestellte Schiffe roieDer in Betrieb zu neh- men. Man hält es für besser, Die alten Schiffe a b- zuwracken, um so Material für Die Rüstungsindustrie zu bekommen. Obwohl also Die große Ma se der englischen Kinder nicht von der Jnel fortgeschafft werden kann, wird Der Abtransport Der reichen Kinder fortgesetzt. So wird bekanntgegeben, daß Freitag mit zwei Dampfern achtzehnhundert Kinder in Halifax eingetroffen sind, Deren Eltern die Ueberfahrt aus eigenen Mitteln bezahlt hatten. Auch Der amerikanische Ozeandampfer „Washington^ kam am Samstagnachmittag in Neuyork an mit 380 Kindern im Älter unter zehn Jahren an Bord. Wie der englische Rundfunk dazu nutteilt, war unter ihnen der neunjährige Sohn Des Infor- mationsminifter Duff Cooper, der noch in den Abendstunden Des Freitag Das englische Volk in einer RunDfunkansprache zu Mut unD Tapferkeit aufgeforDert hatte. Sonderbare Blüten treibt in England Die Fa lisch i rMj ä g er-P sych o f e. Wie sich Reverend- Gibbon aus Witcham gegenüber Deutschen Fall- : schirmjägem bei ihrem Eintreffen in England verhalten will, zeigen Auszüge aus dem Kirchenblatt dieses Geistlichen, Die Die LonDoner liberale Zei- > tung „Star" abDruckt. „Wer von uns ein bißchen ; wilDert", so heißt es in Dem Artikel, „hat natürlich [ eine Flinte unD geeignete Munition. Ich per- i sönlich nehme vor Dem Zubettgehen m e t n e d i e r- . zinkige Gartenforke herein unD stelle sie K 8/39 Zwangsversteigerung. Am Mittwoch, dem 28. August 1940, vorm. 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 101, die auf den Namen der Frl. Anna Tropp, Gießen, z. Zt. Friedberg i. H., Usagasse 33 eingetragenen Grundstücke versteigert: \ Bezeichnung der Grundstücke: Notwendigkeit, Die militärische Führung Des Unter- ' nehmens zu organisieren. Vorbereitung Des Angriffs auf Drontheim unter Mitwirkung Der Seestreitkräfte unD Der Luftwaffe. — Einstimmige Annahme durch Das Komitee. General Gamelin reist ( sofort nach London ab. * Das Kriegskomitee prüft anschließend die Frage etwaiger Operationen im Raume des Kauka- fus und auf dem Balkan. Bezüglich Des zuletzt genannten Kriegsschauplatzes erklärt Der Mmi- fterpräsiDent, daß General Jauneaub im Emver- ftänDnis mit General Weyganb Die Einrichtung von Flugzeugbaf en in Rumänien und in Griechenland untersucht hat. Die vorbereitende Untersuchung hat einen Voranschlag von 10 Millionen für Ruittänien und von 15 Millionen für Griechenland ergeben. General Jauneaub wirb Die Unterjuchung unD Die Vorarbeiten an Ort und Stelle fortsetzen. Der PräsiDent Der Republik hebt hervor, daß diese Reise vielleicht Aussehen e r - regen könnte, und Daß es vielleicht Zweckmäßig märe, die beiden Länder durch einen Offizier des Stabes des Generals Jauneaud aufsuchen zu lassen. Laurent-Eynac erklärt, daß die Arbeiten entweder zoom Luftattachö oder von einem Offizier aus Dem Stabe des Generals in Zivil ausgeführt werden würden. Paul Reynaud an Chamberlain. Dringender Appell, Drontheim-Unternehmen nicht aufzugeben. Paris, den 26. April 1940, 20.30 Uhr. An Französischen Botjchafter, London. Dringend! Geheim! Bitte übermitteln Sie Herrn Neville CH amb er- la i n dringend folgende Botschaft pon Herrn Paul Reynaud: Mein lieber Premierminister. Das Kriegskomitee ist soeben zusammengetreten. Nach Prüfung der gegenwärtigen Lage in Norwegen haben wir einstimmig folgenden Entschließungen zugestimmt: 1. Die Räumung des Gebietes von Drontheim würde sowohl moralisch wie materiell s e h r er nst e F o l g e n haben. Damit darf man sich nicht abfinden. Ganz abgesehen von dem Pre- ftigeoerluft der Alliierten in den Augen ihrer eigenen öffentlichen Meinung würde Die Haltung Der New traten Der großen sowohl wie Der kleinen, durch einen solchen Mißerfolg zweifellos einschneidend beeinflußt werden. Besonders Schweden konnte Dann nicht mehr an Die Wirksamkeit unD das chnelle Einjetzen eines eventuellen Beistandes Der Alliierten glauben. Es würbe eine leichte Beute für Die Diplomatie des Reiches werden. Es würde dahin kommen, daß Schweden fein Eisenerz gegen uns verteidigte, und dadurch würde sogar Narvik wertlos werden. Was die Franzosen angeht, so nehmen sie eine solche wegen einzugreifen, sowie Die Flucht aus Dünkirchen und Der Eintritt Italiens in Den Krieg Der Handelsflotte Englands große Verluste zugefügt. Die Fahrtrouten England—^Skandinavien feien abgebrochen. Mit den wenigen übrigen europäischen Häfen könne Der Verkehr nur mit allergrößten Schwierigkeiten Durchgeführt werden, und auch Die Aufrechterhaltung der Handelsschiffahrt mit Afrika, Den Vereinigten Staaten und Südamerika sowie Dem Fernen Osten fordere immer mehr Verluste. „Sagens Nyheter" meint, daß man in England noch immer recht optimistisch sei und die Hoffnung noch nicht auf gegeben habe, Den europäischen Kontinent zu isolieren, ohne sich Dabei selbst von Der Öffentlichkeit abzuschneiden. Der englische Nachrichtendienst muß nun auch damit herausrücken, wie es mit Den schon bis zum Ueberfluß angekundigten Flu g ze u g li e f e r u n- gen aus USA. sicht. Nachdem sich Die britische Einkaufskommission bei Den Ford-Werken eine Abfuhr geholt hatte, konnte mit Den Packard-Werken ein Kompromiß" erzielt werden. Dieses Kompromiß sehe so aus, daß zunächst einmal England Die» jen Werken Die Lizenz für Den Bau von Rolls Royce-Motoren übertragen müsse und Daß Die Packard-Werke erst in zehn Monaten mit der Herstellung dieser Flugzeugmotoren beginnen können. In Den ersten Monaten werde man aber nur in Der Lage sein, zwanzig Motoren pro Monat herzustellen. Erst nach einigen weiteren Monaten könne Die Produktion auf 240 Motoren pro Monat gesteigert werden. Nun ist aber auch noch vorgesehen, Daß Die Packard-Werke 3000 Flug- daselbst......... bajelbst . . ...... am grünen Weg i. d. Lechenau daselbst........ . . auf die Marburger Straße im kalten Grund .... links am Badenburger Fußpfad auf den Flutgraben. in der Lechenau am Wißmarer Weg...... in der Lechenau..... rechts am grünen Weg . . links am Steinkauter Weg . (Wißmarer Weg Nr. 195) daselbst......... rechts am grünen Weg. . . links am Steinkauter Weg . links am Steinkauter Weg . daselbst......... am alten Lahnfluß . • . • an der Gänsweide .... zwijchen der Lahn und dem Wißmarer Weg..... Der Einheitswert (1.1.1935) beträgt bezüglich der Grundstücke au A. insgesamt: 40442 - RM., bezüglich der Grundstücke zu 8 insgesamt: 1501 — RM. und bezüglich der Grundstücke zu C. insgesamt: 7633,— RM. Die Wirksamkeit von Geboten ist aus Grund der Grundstücksverkehrs- betanntmachung vom 26.1. 1937 von der durch die Bieter im Ber- steiaerungstermin bei Gebotsabgabe vorzulegenden Genehmigung deS Oberbürgermeisters der Stadt Gietzen abhängig. Es wird darauf hingewiesen, datz die Bietgenehmigung rechtzeitig 5cim Oberbürgermeister beantragt werden mutz. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Gießen, den 11. Juli 1940. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen t Karle, Ortsgerichtsvorsteher, 'Sir 21. CaDogan hat hinzugefügt, wenn General Gamelin andere Maßnahmen vorschlagen könnte, Die uns ermöglichten, unserer gegenwärtigen Unterlegenheit abzuhelfen, so würDen sie mit größtem Interesse geprüft werben. (gez.) Sorbin. Dokument Ar. 29. „Wir brauchen einen Führer." An Churchill. (Handschriftlicher Vermerk.) Streng vertraulich! Berlin, 13. Juli. (DNB.) Der Führer unD Oberste Befehlshaber Der Wehrmacht hat auf Vorschlag Des Oberbefehlshabers Der Luftwaffe Dem General Der Flieger Ernst UDet Das Ritterkreuz Des Eisernen Kreuzes verliehen. General UDet hat zunächst als Inspekteur der Jagdflieger dazu berM. tragen, Die Grundlage für Das WieDererst eheu seiner alten Waffe zu schaffen. Besondere Verdienste hat er sich sodann erworben als Chef Des Decyni - chen Amtes und als Generalluftz e u g - meister. Er hat Der Fliegertruppe eine Rüstung geschmiedet, Die kriegsentscheidend ist. In Der H^n* lilduna eines technischen Nachwuchses vom tyact>» arbeiter über Den Techniker unD Konstrukteur bis zum Ingenieur und Forscher wurde unter seiner Führung Der Luftfahrttnduftrie Die Möglichkeit gegeben, Den Deutschen Fliegern Die schlagkräftigste Waffe zum Einsatz gegen Den Feind jur Verfügung zu stellen. Durch 2lnfpannung aller Kräfte griang es Dem Generalluftzeugmeister, Die für Den mneg notwendige Produktion an Flugzeugen und Gerat jo zu steigern und Den Nachschub in einem Matze jicherzustellen, Daß die deutsche Luftwaffe allen Gegnern überlegen wurde und sich als stärkste Der Welt erwies. General UDet hat somit ein entscheweiDes Verdienst am Erfolge unseres Kampfes. Er fit aber aud) Den Fliegern unserer ganzen Luftwaffe ein leuchtendes Vorbild kämpferischen Wagemutes und jteter Cinjatzbereitschaft. Der Führer und Oberste Befehlshaber Der Wehrmacht hat femet auf Vorschlag des Oberbefehlshabers Des Heeres Das Ritterkreuz Des Eisernen Kreuzes verliehen an General Der Artillerie Friedrich Fromm. General Fromm hat als C h e f D e r Heeresrüstung und Befehlshaberdes Ersatzheeres im Oberkommando Des Heeres seit Krieg sbeginn Die personelle und materielle Rüstung unseres Feldh eeres geleitet. Seiner Verantwortungsfreudi gkeit und Der mitreißenden Schwungkraft seiner Persönlichkeit ist es gelungen, Das Kriegsinstrument zu f dja f f en , Das den Anforderungen seines Obersten Befehlshabers entsprach und dem Führer ermöglichte, auf weitem > Raum zum Entscheidungskampf in Nord und West : anzutreten. General Der Arttllerie Fromm hat so- ' mit stärksten Anteil an Den stolzen Siegen unseres 66 27 8 " Acker a. d. Steinkaute gegen d. Hohl 5689 1422,25 67 30 19 Wiese zwischen der Lahn und dem 1045 261,25 Wißmarer Weg..... 68 26 39 Acker an der Gänsweide .... 4402 1100,50 69 24 24 Acker links am Badenburger Fuß- 582,— pfad auf den Flutgraben . 2328 70 24 33 Acker daselbst......... 2507 626,75 71 25 46 Acker rechts am grünen Weg. . . 8450 2112,50 72 26 28 Wiese am alten Lahnfluß . • • . 4708 1177,— 73 26 30 Acker Wiese | am alten Lahnfluß • • • { 1669 11736 417,25 2934,— 81 25 42 Acker rechts am grünen Weg. . . 12119 3029,75 82 25 43 Acker daselbst......... 4488 1122,— 83 25 44 Acker daselbst......... 4721 1180,25 B. Grundbuch für Gietzen, Band 60, Blatt 3423: 1119,60 1 22. 141 Acker in der Lechenau..... 3732 2 30 70 Acker zwischen dem Krofdorfer und 1455 363,75 Wißmarer Weg..... 3 31 27 Acker daselbst ......... 4755 1188,75 C. Grundbuch für Gietzen, Band 60, Blatt 3422: 2 22 118 Acker vor der Warte auf die Mar- 8507 3402,80 burger Chaussee .... 3 24 5 Acker am grünen Weg..... 3028 908,40 4 24 6 Acker daselbst......... 2521 756,30 5 24 7 Acker dajelbst......... 2506 751,80 6 24 8 Acker daselbst......... 2513 753,90 7 24 34 Acker rechts am grünen Weg. • . 1277 383,10 8 25 54 Acker auf den Flutgraben .... 4348 1304,40 1073,70 9 26 25 Ack5r neben der Steinkaute ... 3579 10 26 26 Acker am alten Lahnfluß • • • • 1224 367,20 11 27 17 Acker der Steinköppel..... 4631 926,20 12 27 47 Acker über dem Schäferbrunnen . 6200 3100,— Ritterkreuz für einen üitterossizier der Luftwaffe Ig lo Ri b Erstaufführung Heute Montag im Alter von 51 Jahren. 3238 D ckendes Täglich 4, 6 und 8.15 Uhr, Sonntags 3, 5.30 und 8.15 Uhr Heute Montag Neuauffuhrung 3236A PQLQST Giessen Neueste Tobis -Ton -Woche: Die Heimkehr des Führers! Grenz st adt deutscher Hoheit willkommen, wobei er an die reiche geschichtliche Vergangenheit von Przemysl erinnerte, das schon seit vielen Jahrhunderten einen deutschen Charakter trage. Generalgouverneur Dr. Frank erklärte sodann im Namen des Führers die Stadt Deutsch-Przemysl für gegründet und berief Oberbürgermeister Pg. Hahn als Stadthauptmann an die Spitze der Stadt. Dr. Frank wies auf die Bedeutung dieser Stunde hin, in der das nationalsozialistische Reich an der Grenze des deutschen Interessengebietes im Osten eine Stadt errichte, einen würdigen Eckpfeiler nationalsozialistischer Aufbauarbeit. Die deutsch-russische Jnteressengrenze teile das bisherige Przemysl zu beiden Ufern des San, und die Gründung einer deutschen Stadt mit deutschem Stadtrecht am westlichen Ufer sei bedeutsam für die Stabilität dieser Jnteressengrenze und ein Beweis dafür, daß Deutschland hier Verhältnisse von Dauer schaffen wolle. und in ihr von der Kraft pflichtstarken Mannesmutes und der Hingabe des liebenden Frauenherzens er besonderen Anteil an dem verstärkten Einsatz unserer U-Boote im Handelskrieg gehabt. * Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk traf in Begleitung des Generalmspek- teurs des Zollgrenzschutzes, Geheimrat Hoßfeld, in Utrecht ein. Von dort begab er sich nach Amsterdam und fuhr über Jjmuiden, Zaandvoort, Kotwijk nach Den Haag, wo er dem Reichskommissar Dr. Seyß-Jnquart seinen Besuch abstattete und über Antwerpen nach Brüssel weiterfuhr. Der Führer hat auf Vorschlag des ReichsmiMsters der Justiz den Oberstarbeitsfichrer Herbert Mül- l e r aus München auf die Dauer von fünf Jahren zum ehenamtlichen Mitglied des Volksgerichtshofes ernannt. . * Der spanische Ministerrat hat die Ernennung des Generals Martini Moreno zum Chef des Großen Generalstabes sowie des Generals Munoz Grande zum Militärgouverneur des Vorfeldes von Gibraltar und gleichzeitig zum Kommandeur der 22. Division beschlossen. Heuchelheim, den 12. Juli 1^40. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 16. Juli, nachmittags, in der Kapelle des Neuen Friedhofs in Gießen in aller Stille statt. Kranzspenden dankend verbeten. In tiefer Trauer: Elisabeth Sack, geb. Reuschling nebst allen Angehörigen. Lichtspielhaus Spielzeiten: Nachmittags Hauptfilm 4 Uhr, \N ochenschau 5.30 Uhl, Hauptfilm 6.15 Uhr. Abends Beginn 8.15 Uhr. lugend hat Zutritt ===== Nachlässe von 3 bla 20 v. H. er* halten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige! Deutsch-Przemysl kreisfreie Stadt. Krakau, 15. Juli. (DNB.) Generalgouverneur Reichsminister Dr. Frank nahm die Erhebung des auf dem Westufer des San gelegenen Teiles Qon Przemysl zur kreisfreien Stadt vor, die hinfort den Namen .D e u t s ch - P r z e m s l trägt. Der Chef des Distriktes Krakau, Gouverneur Dr. Wächter, hieß den Generalgouoerneur in dey östlichen Generalfeldmarschall G ö- r in g empfing den Unteroffizier Nelke, um ihm im Auftrage des Führers das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes zu überreichen und ihn gleichzeitig wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum O b erwach t m e i ft e r zu befördern. Uffz. Nelke war bei Saumont mit seinem Geschütz zur Abwehr feindlicher Panzerangriffe als nächtliche Sicherung vor die eigene Infanterie vorgeschoben worden. Mitten in der Nacht tauchte plötzlich im Rücken des Geschützes eine größere Marschkolonne von Engländern und Franzosen auf. Nach kurzem Handgemenge gelang es ihm unbefeiner Geschützbedienung, durch schneidigen Angriff 97 Franzosen und 20 Engländer unter Führung eines französischen Hauptmanns gefangenzunehmen. (Scherl-Bilderdienst- (Kropp)-M.) Kleine politische Nachrichten. Von den deutschen Zivilinternierten in Frankreich sind bisher rund 3400 Personen nach Deutschland zurückgekehrt. Etwa 1200 Personen befinden sich noch in Frankreich und im unbesetzten Gebiet, teilweise auch in überseeischen Besitzungen Frankreichs. Die Aufenthaltsorte aller deutschen Zivilinternierten sind bereits mitgeteilt worden. ♦ In Kiel stattete der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, dem Admiral a. D. Gustav Bachmann einen Besuch ab und übermittelte dem Admiral zu seinem 80. Geburtstag seine und der Kriegsmarine Glückwünsche. Admiral Bachmann war während des Weltkrieges Chef der Marinestation der Ostsee und anschließend Chef des Admiralstabes der Marine. Als solcher hat Swaussvevtteisevuus Dienstag, 16. Juli 1940, nachm 2 Uhr, sollen im Verstcigerungs- lokal Neuenweg äs bzw. an Ort und, Stelle zwangsw. gegen sofortige Barzahl. versteig, werden Haus-, Laden- und Büromöbel all. Art, 1 Jnstrumentcnschrank, 1 Nähmaschine, 1 Uhr, 1 Schau- bek°Briefmarkenalbum und ein Herrenfahrrad. 3241d Sr.hflrmann Gerichtsvollz., Gießen, ObUülUlüUU Wleienitr. 2, Tel. 3108. Durch einen tragischen Unglücksfall starb ganz plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Ferdinand Sack Biber in Deutschland von Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seiten mit 9 Tertabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln nach Natururkunden des deutschen Blbervaters Amtmann Behr Herausgegeben von der Heicksstelle für Naturschutz, Berlin In Leinen gebunden RM. 3,00 Wie Wisent und (Eid), so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten, die einst in Deutschland» Gauen wett verbreitet waren, aber durch das unnachsichtige (Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. (Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor dem Aussterben zu schützen und die wenigen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Biber. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniii Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stelltslch die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge, Postkarten, Rechnungen, Beschäftskarten Ihres Hauses beurteilt.Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert I BrUhl'sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 llllllllllllllllllllllllllllli Der französische Kreuzer „Emile Bertin", der im Hafen von Halifax stationiert war, konnte trotz strenger Ueberwachung ans diesem Hasen auslaufen und ist in Port de France aus der Insel Martinique eingetroffen. Aus aller Wett. Japanischer Vulkan wieder in Tätigkeit. Wie aus Tokio gemeldet wird, ist der Vulkan O y a m a auf der 175 Kilometer südlich von Tokio gelegenen Insel Miyake, den man seit 67 Jahren erloschen glaubte, plötzlich wieder in Tätigkeit getreten. Von den mehr als fünftausend Einwohnern der Insel haben tausend chre Wohnstätten fluchtartig verlassen müssen. Zehn Personen werden vermißt, acht haben leichte Verletzungen erlitten. Die Regierung hat einen Torpedojäger und zwei Hilfsdampfer nach der Insel entsandt. Dem vermißten Sohn im Film begegnet. in die Halle. Ihre Gegenwart ist sehr ermutigend. Wennsich ein Nazi-Fallschirm-Soldat um das Pfarrhaus herumtreibt, werde ich erst die Polizei anrufen und dann, wenn möglich, die Forke tief in etwas hineinstoßen, was nicht Erde ist." In seinen weiteren Ausführungen bezeichnet der Reverend seine Ohren als „jämmerliche Jimmys", weil sie in ihren Reden nicht zu Mut und Taten aufriefen. Ihm sei „eine Minute Winston mehr wert als ein Lebensalter Canterbury oder Port." DerKönig nahm volleNeckung Rom, 14.Juli. (DNB.) Wie der „Messag- aero" erfährt, war König Georg von England am letzten Freitag in der Nähe von Ashford gerade dabei, Befestigungsanlagen zu besichtigen, als deutsche Bombenflugzeuge die Gegend plötzlich angriffen. Die Wirkung dieser Ueberraschung war, so berichtet der Londoner Gewährsmann, dem das Blatt den Bericht verdankt, „höchst eindrucksvoll". Der König warf sich sofort zu Boden, um nicht von Bombensplittern getroffen zu werden, und sein Gefolge wurde von einem panikartigen Schrecken ergriffen. Duff Coopers Lügen- und Kommentier- Zentrale, so wird weiter berichtet, machte den Versuch, die Angelegenheit zu verheimlichen. Sie befahl jedenfalls, nichts über ben' Vorfall zu veröffentlichen. Trotzdem drang die Kunde davon in die Oeffentlich- feit, und was man von Mund zu Mund weitersagte, trug dazu bei, in der Bevölkerung ganz Südost- englands eine regelrechte Panik hervorzurufen, zumal die Kopflosigkeit oes Königs und das Gebaren seiner Hofschranzen zu lawinenartig anwachsenden Gerüchten und phantastisch ausgeschmückten Erzählungen Anlaß bot. Auch wenn man sich auf die knappe Meldung des „Messaggero" beschränkt, kann man verstehen, wie jeder Engländer, der nur ein bißchen Sinn für Symbolik hat, den letzten Rest Mut verliert, wenn er hört, daß der König, die Spitze des Empires, dessen Person allein has Riesenreich zusammenhält, beim Herannahen deutscher Flieger in den Staub sinkt. Nichts kann einem deutschen Fliegerangriff widerstehen, sagt dieser Vorfall, auch nicht die Macht eines Königs von England. Wie fall wohl der gewöhnliche Engländer den Anforderungen des bevor- stchenden Endkampfes gewachsen sein, wenn selbst Die höchsten Herrschaften beim Erscheinen deutscher Flugzeuge den Kopf verlieren und sich so benehmen, । daß nicht einmal Duff Cooper daraus ein Heldenlied schnitzen kann? Volle Deckung ist die Parole, die der König durch sein Verhalten gegeben hot. Sie gilt für ganz England. Attila Hörbiger / Hilde Krahl Paul davor / Tibor v. Halmay Oskar Sima SPIELLEITUNG: ROBERT A. STEMMLE Musik: Anton Protes 3235a Neueste Ufa-Ton-Woche Die Heimkehr des Führers KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und geleien. | Verkäufe 4 miitüeetfeniler Mllelkel Sommoöe, Belt stuDMiltien Sinöetftüöi fiofenmüher zu verkauf. 024-0 Schiitzenstratze 5 ein Solinger Mitbürger bei einem Kinobesuch. Als in der Wochenschau auch Ausschnitte aus einem französischen Gefangenenlager gezeigt wurden, erkannte der Solinger plötzlich seinen Sohn, der im Westen gekämpft hatte und seit einiger Zeit vermißt wurde. Seine Freude, daß der Junge noch am Leben war, war natürlich groß. Sie wurde jed-och übertroffen durch die dem Kinobesuch bald folgende Mitteilung des jungen Kämpfers, daß er bereits ausgeliefert sei und wieder deutschen Boden betreten habe, in aller Kürze also wieder zu Hause eintreffen würde. ______________________ Hauptfchnftleiter:Dr. Friedrich Wilhelm Lange. StellvertrewrM Hauptschriftletters: Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich fürPoMÜ, Feuilleton und Bilder: Dr. ffr. W. Lange: für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein (beurlaubt): i. 58.: Heinrich Ludwig Neuner: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Berlag: Brühlfche UniverMtsdruckerei R. Lange S.G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: HanS Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anreigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.S. Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer die alle Naturfreunde und Dogelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden aus der Dogelwelt der deutschen Nvrdseeküste Don (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. Zn Leinen gebunden RM. 3.90 Der Verfasser, der als Ornithologe und Tier» Photograph bekannt ist, hat mehrere Wochen auf zwei einsamen deutschen Nordseeinseln an der Eidermündung zusammen mit den eigenartigsten Vögeln unserer Heimat gelebt und die herrlichsten Naturaufnahmen von den Säbelschnäblern, Seeschwalben, Rot. schenkeln, Austernfischern ui a. mitgebracht. Er erzählt im Textteil unterhaltsam und spannend aus der Kraft eigenen Erlebens die sonderbarsten Begebenheiten, die er, im Zelt versteckt, aus nächster Nähe beobachten und im Bild festhalten konnte. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung ent» gegen. Verlangen Sie bitte dar ausführlich« ___________bebilderte Werbeblatt___________ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Md mensch6eschehen E» «•=“„;*«. sSÄ*r* benschen | Mietgesuche"| Zimmer und Küche für ältere, allein- stehende Frau aesucht.Bramm, Kreuzpl. 12. «m« Garage f. Personenwag. Nähe Karl-Vogt- Str. sofort ges. Schr. Ang. unt. 3240D a.d.G.A. Kesselbach, Frankfurt/M.-Höchst, Lollar, Gießen, den 14. Juli 1940. 3239 D Heute morgen entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine herzensgute Frau, unsere treusorgende Mutter und Großmutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Im Namen der Hinterbliebenen; Lehrer Heinrich Schmidt Freya Grom, geb. Schmidt Dr. Franz Grom und Enkelkinder. Beerdigung Dienstag, den 16. Juli, nachmittags 4.15 Uhr. - Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Frau Elisabeth Luise Schmidt geb. Frey, GRENZFEUER Ein Bavaria-Film mit: ATTILA HÖRBIGER GERDA MAURUS H. A. Schlettow Georgia Holl SPIELLEITUNG: A. J. LI PPL z! Nr. 165 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Montag, 15. Zull 1940 jeder auf marschiert P. B. Die Gießener Flieger-HI., die unter der Betreuung durch den NSFK.-Sturrn 6/75, eine rege Tätigkeit im Modellslugzeugbc ~ wie auch in der Segelst _ mu, im Segelflugzeugbau, egelfliegerschulung entfaltet, ist Heilkräutersammlung sehr wichtig Sine Tagung des Kreisarbeitsausschuffes Wetterau NfH Aus der Gtaöt Gießen. Das Marschlied. Lärmvoll flutet das Leben von der Frühe des Tgges bis spät in die Nacht durch die Straßen. Mannigfach sind die Geräusche des Verkehrs, jedes macht sich durch seine Eigenart auffällig, durch mehr oder mindere Lautstärke und Heftigkeit. Viele Töne und Klänge, die wie'das Läuten der Elektrischen immer wiederkehren, sind uns als helfende und warnende Signale angenehm und beruhigend, während andere, wie das plötzliche Aufschrillen einer Bremse, das Krachen und Gepolter bei einem unglücklichen Zusammenstoß zweier Fahrzeuge, erschrecken und in Aufregung bringen, weil sie einen Unfall bedeuten. Und je nach Veranlagung rennen und hetzen die Menschen, weil sie sich zur Hilfeleistuna aufgerufen fühlen, oder sie biegen bleich und bebend, um ihrem feinbesaiteten Äemüt einen häßlichen Anblick, eine erschütternde Szene zu ersparen, in eine stille Seitenstraße ein. / mit der praktischen Seite der Arbeit vertraut: mit der Ernte, der Trocknung und dem Versand der Heilpflanzen. Dabei wurden auch die wichtigsten Anwendungen der Heilpflanzen berücksichtigt. Die Ablieferung erfolgt ausschließlich über die Bezirkssammel st eilen an die Gausam- m e l st e l l e. Jede eigenhändlerische Betätigung ist nach den Ausführungen des Gausachbearbeiters in diesem Jahre u n st a t t h a f t und kann in besonderen Fällen nur mit dessen Genehmigung erfolgen. Die Abrechnung kann in diesem Jahre in erfreulichem Gegensatz zum Vorjahre infolge neuer Verrechnungsgrundlagen laufend durchgeführt wer. den. Im Anschluß an die Arbeitstagung, die in jeder Hinsicht den Mitgliedern des Kreisarbeitsausschusses wertvolle Arbeitsrichtlinien vermittelte, und die von Kreisleiter Backhaus nach Worten des Dankes an alle Mitarbeiter mit dem Führergedenken geschlossen wurde, wurde eine lehrreiche Schau heimischer Heil- und Teepflanzen besichtigt, ebenso die Sammel- und Trockenstelle in der Stadtschule Bad-Nauheim. Damit wurden den Mitarbeitern wertvolle Anregungen für die praktische Arbeit gegeben. In einer Besprechung des Kreissachbearbeiters Oßwald mit den Leitern der Bezirkssammelstellen hatte Gausachbearbeiter Nipper- ger nochmals Gelegenheit, aufklärende Auskunft zu geben, die aus den Kreisen der Mitarbeiter gestellt wurden. Am Samstag fand in Bad-Nauheim eine Tagung des Kreisarbeitsausschusses Wetterau der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung (RfH.) statt, zu der Kreisleiter Backhaus alle an der Heilpflanze interessierten Stellen der Partei und Behörde eingeladen hatte. Der Kreisleiter eröffnete die Tagung mit herzlicher Begrüßung und hob die Wichtigkeit der Heilkräutersammelkation im Kriegsjahre 1940 hervor. Hinwei- Jenö auf den Erfolg des Kreises Wetterau, dankte er dem Kreissachbearbeiter RfH., Lehrer Oßwald Wad-Nauheim), für die bisher geleistete Arbeit. Der Erfolg müsse Antrieb zu noch stärkerem Einsatz sein, damit der Kreis auch bei der Heilkräuterernte 1940, die bereits in vollem Gange fei, wieder an der Spitze marschiere im Gau Hessen-Nassau. Der Gausachbearbeiter der RfH., Apotheker R i p- Perger (Frankfurt a. H.-Höchst), hielt — nachdem der Kreissachbearbeiter allen seinen Mitarbeitern für die geliehene Unterstützung gedankt hatte — einen Vortrag über die volksgesundheitliche und wirtschaftliche Bedeutung der Heilpflanzenfrage. Er behandelte insbesondere die Wesenszüge der neuen Gesundheitsführung des Dritten Reiches, die auch die Heilpflanze wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses stellt. Anschließend wurde der Aufbau der Organisation besprochen, die durch den Einsatz der Kreisleitung Wetterau heute über den Kreis hinaus schon bis in viele Gemeinden vorgedrungen ift Sehr wirkungsvolle Lichtbilder machten Landkreis Gießen. = Grünberg, 14. Juli. Die Schulen unserer Stadt und Umgebung haben sich bereits fleißig an der Heilkräutersammlung beteiligt. Allein unsere Volksschule hat bereits 33 kg Kamillen, die einen Wert von etwa 100 RM. darstellen, der zuständigen Sammelstelle abgeliefert. In der Leitung der Bezirkssammelstelle Grünberg ist übrigens eine Aende- rung eingetreten. Sie wird nunmehr von Lehrer a.D. Roth verwaltet. * Hungen, 15. Juli. Für besondere Tapferkeit vor dem Feind wurden der Leutnant Helmuth Schoenhals und der Unteroffizier Ernst Hofmann, beide von hier, mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Kreis Büdingen. Gettenau, 15. Juli. Am Mittwoch, 17. Juli, begehen Wilhelm K r i e g ck II. und Frau Lina, geb. Spengler, das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist heute 74 Jahre alt, während seine 3rau 72 Jahre zählt. Beide sind noch sehr rüstig. Die Frau versieht täglich noch ihre Hausarbeit, während der Mann immer noch unermüdlich mit aufs Feld fährt. zurückblicken. In vielen Familien half sie der Hausfrau beim Waschen. Einer Gießener Familie hilft sie dabei bereits seit 52 Jahren. Niemals scheute sie den Weg von Wieseck nach Gießen und stets tat sie ihre Arbeit zur allgemeinen Zufrieden- heit. In mancher anderen Familie ist sie seit über 25 Jahren unermüdlich in gleicher Weise tätig. Zu ihrem 75. Geburtstag dürfte ihr mancher herzliche Glückwunsch zugegangen sein. (Auch wir gratulieren und wünschen der hochbetagten Frau einen schönen Lebensabend bei guter Gesundheit.) Notizen für den 15. juli. Sonnenaufgang 5.20 Uhr, Sonenuntergang 21.41 Uhr. — Monduntergang 1.58 Uhr, Mondaufgang 17.54 Uhr. * ** M i t dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Der Feldwebel in einer Maschinengewehrkompanie Hans Stephan, Dammstraße 24, wurde bei den Kämpfen um Orleans mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. ** M i e t e r j u b i [ ä u m. Die Familie des Steuersekretärs Fritz W o l l g a st wohnt mit dem heutigen Tage seit 25 Jahren im Hause des Schreinermeisters B e i l, Hammstraße 8. Das langjährige Mietverhältnis ist ein Zeichen guten Einvernehmens zwischen Mieter und Vermieter. Aus der engeren Heimat. Wehrmannschasts-Oienst. Auch am gestrigen Sonntag fand wieder eine Besichtigung der Wehrmannschaften der Stürme 32/116 Gießen und Klein-Linden, sowie 44/116 Lang- Göns und Holzheim durch den Führer der SA.- Standarte 116 statt. Die Antrittsstärke war gut. Die Ausbildung selbst befindet sich in stetem Fortschreiten und ist als durchaus zufriedenstellend zu bezeichnen. Wie bekannt wird, findet am kommenden Sonntag ein Tagesdienst der Wehrmannschaften für die Stürme 3/116 und 6/116 in Grünberg statt. Zum erstenmal werden zu diesem Dienst die Wehrmannschaften in einheitlicher Uniformierung antreten. Tod durch Starkstrom. * Heuchelheim, 14. Juli. Am Freitagnachmittag fuhr der 52jährige Landwirt Ferdinand Sack von hier mit seinem Kuhfuhrwerk auf seinen in der Gießener Gemarkung liegenden Acker, um Futter zu holen. Da verschiedene Ortseinwohner später das Gespann führerlos am alten Heuchelheimer Weg stehen sahen, traten sie näher und fanden Sack neben einem Mast der elektrischen Hochspannungsleitung tot vor. Wie der Verunglückte den Tod gefunden hat, konnte bisher nicht völlig aufgeklärt werden, da niemand den Vorfall beobachtet hatte. Mutmaßlich liegt eine Verkettung unglücklicher Umstände vor. Aber mit einem Male bricht Gesang in die Straße ein und übertönt alles mit feiner anwachsenden Stärke. Der gehämmerte Takt des Marschfchrittes trägt die von Männerstimmen geschmetterte Weise. Und noch ehe die Kolonne sichtbar wird, weiß jedermann: die Soldaten kommen! Knaben und junge Burschen nehmen mitpfeifend die Weife auf. Mädchen geben ihr heimlich ein warmherziges Echo. Groß und klein — bis dahin hastig über den Bürgersteig eilend ober säumig schlendernd — wird in den Marschschritt der Vorbeiziehenden hinejngerissen. Selbst der Außenseiter, der sich seiner magischen Gewalt zu entziehen sucht, muß auf ihn hören und sich nach ihm richten, wenn er seine Schritte anders setzen will. Alten Männern leuchten die Augen in Erinnerung ihrer eigenen Soldatenzeit, und manch einer möchte am liebsten mit geschultertem Spazierstock es den kleinen Jungen gleichtun, die auf dem Bordstein des Bürgersteiges Schritt zu halten versuchen. Soldaten! Minutenlang ist nichts äu hören als ihr Gesang. Er hat sich sieghaft über alle Geräusche des Verkehrs durchgesetzt. Soldaten! Worte und Blicke der Vorübergehenden verraten, daß sich seine Art mit ihnen beschäftigt. Heimlich die ganze Straße mit. neter Vorführungen aufwartete und eine erstaunliche Sicherheit bewies. Seine Bälle schienen aller physikalischen Gesetze spotten zu wollen. Maya und Williams zeigten Cowboyspiele, intereffante Hebungen mit kurzem und langem Lasso, Kunstschießen auf alle möglichen Arten des Anschlags und schließlich ein sehr sensationelles Messerwersen, das allgemeine Bewunderung auslöste. Der zweite Teil des Programms brachte zunächst einen sehr graziösen Drahtseilakt von Frl. Säst o n i, dann die Vorführung eines rassigen Sechse r- zuges arabischer Scheckhengste; ihnen folgte der komische Esel Schnucki, mit dem die Clowns allen möglichen Unfug anstellen konnten, am Doppeltrapez sah man hoch über den Köpfen der Zuschauer allerlei tollkühne Vorführungen, schließlich gab es noch ein lustiges Eselreiten und ein Ama- teur-Preisreiten, bei denen es viel und herzlich zu lachen gab. Mit vielen, zum Teil sehr drastischen Scherzen, warteten die Clowns auf und rissen da- mit ihre Zuschauer zu manchem Heiterkeitssturm hin. Befriedigt von den mancherlei ausgezeichneten Darbietungen verließen die Besucher das Zelt. Die Herstellung von Plockwurst. Im Herbst vorigen Jahres wurde die Herstellung von Rohwurst mit Ausnahme von frischer Streichmettwurst nach Braunschweiger Art allgemein verboten. Dieses Verbot erstreckte sich auch auf Zervelat- und Plockwurst. Nach einem neuen Erlaß des Reichsernährungsministers ist nun die Herstellung von Plockwurst wieder erlaubt worden, weil diese Wurst sortegerade für die heiße Jahreszeit wegen ihrer Härte und Dauerhaftigkeit besonders geeignet ist. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat in dem Erlaß gleichzeitig einen Verbraucherhöchstpreis für Plockwurst und Braunschweiger Streichmettwurst festgesetzt; er darf 1,60 RM. für das halbe Kilo nicht übersteigen. Gießen-Meseck. Am gestrigen Sonntag konnte unsere, Mitbürgerin Frau Margarete Will in aller körperlicher und geistiger Frische ihren 75. Geburtstag feiern. Die Jubilarin kann auf ein arbeitsreiches Leben Dornotizen. Tageskalender für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Donauschiffer". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Grenzfeuer"; in beiden Häusern neueste Tonwache.: „Die Heimkehr des Führers. — Zirkus Holzmüller: 16 und 19.30 Uhr Vorstellungen. BOM.-Llniergau 116 Gießen. Stelle für Leibeserziehung. Bett.: Unterführerinnendreikämpfe der Mädel und Jungmädel., Am heutigen Montag, 15. Juli, führen wir die Durchführung der Führerinnenwettkämpfe weiter: ab 18 Uhr für die JM.-Führerinnen, ab 19.30 für Mädelführerinnen. Gleichzeitig können die Uebungen für die Leistungsabzeichen abgenomen werden. rlS-SelneinWfk Ml 6on8 Sreoöe Sportamt ASG. „Kraft durch Freude". Dienstag, den 16. T. 1940, von 19.30 Uhr bis 21 Uhr, Universitätssportplatz, Sp ort ab zeichenab- nahme. Es finden jeden Dienstag leichtathletische Vorbereitungskurse statt. Abnahmeprüfung für das Sportabzeichen wird durch die Presse jeweils bekanntgegeben. 3232V GießenerFlieger-HI.ini Sommerlager am gestrigen Sonntag nach Maar bei Lauterbach gezogen, um dort für den Zeitraum von 13 Tagen Sommerlager zu beziehen und sich nachhaltig der Segelflugschulung zu widmen. Schauplatz der Schulung ist die Bilskuppe bei Maar, ein für die Segelfliegerschulung sehr günstiges Gelände. Vorgesehen ist die Ablegung der Anrufung, bei günstigem Wetter soll aber auch die B-Prüfung geflogen werden. An dem Sommerlager, das über den Zeitraum von insQefamt 6 Wochen geführt wird, wird die ober« hessische Flieger-HI. in mehreren Kursen teilnehmen. Gegenwärtig sind etwa 20 HJ.-Kameraden aus Gießen, ferner Kameraden aus Grünberg, Alsfeld und Lauterbach im Lager. Nach dem Abschluß dieses ersten Kurses werden zwei weitere Kprse durchgeführt, so daß also bis Mitte August um die Bilskuppe reger Segelflugbettieb herrschen wird. Die technische Leitung hat NSFK.-Truppführer Senn, die organisatorische Leitung des Lagers liegt in den bewährten Händen des stellvertretenden Sturmfüh- rers des Sturms 6/75 des NSFK. C r ö n i g e r Gastspiel Zirkutz Holzmüller. Auf Oswaldsgarten hat der Zirkus Holzmüller für die kurze Zeit von drei Tagen feine Zelte auf- geschlagen. Am Samstagabend wurde die erste Vorstellung gegeben. Unter dem Zelt, das etwa 2000 Personen fassen mochte, harrte eine erwartungsvolle Menge jener Kunst, die vom Zirkus erwartet, und wie sie immer wieder gerne gesehen wird. Leider ah man den „Wunderelefanten" Nelly nicht, der angekündigt war, auch die Raubtiernummer fehlte. Was das reichhaltige Programm aber brachte, gereichte dem kleinen Zirkus zur Ehre. Zuerst und in zwei schönen Vorführungen hatte man Gelegenheit, schöne Pferde zu bewundern. Eines der prächtig gehaltenen Pferde erwies sich als außerordentlich musikalisch und zeigte sich in ver- chiedenen Tänzen. Außerdem erwies es sich als ein ausgezeichneter Steiger. Eine fesche Reiterin tat ein klebriges, um lebhaften Beifall herauszufordern. Eine junge Künstlerin zeigte kühne Akrobatik in der Kuppel des Zeltes und fand alle Anerkennung. Den tärfften Beifall im Verlauf der Vorstellung erhielt )er ungemein gewandte und phantasievolle Jongleur Rudi Sarno, der mit einer Fülle ausgezeich- Kein Verlaß auf Chanchitos! Von Hermann Krause. An dem Ladentisch der zoologischen Handlung „Zum kleinen Hagenbeck", größtes Haus für Papageien, Affen und Aquariumfische am Platze, lehnt der Buchhalter Gottlieb Knipperling. In seinen Augen schimmert eine leise Trauer und in seinen Mundwinkeln stehen zwei harte ^Falten, die er- kenyen lassen, daß Herr Knipperling Schweres durchgemacht hat. ,Zch komme wegen Ihrem Chanchito-Pärchen, das ich hier vor drei Wochen gekauft hab! Damit haben Sie mir ja ein schönes Kuckuckusei ins Aquarium gelegt!" „Na, erlauben Sie mal! Die Chanchitos waren gesund und prächtig gewachsen! Aus meiner eigenen Zpcht!" „Prächtig gewachsen ja! Aber was ist das schon? Ein reißender Steppenwolf kann auch prächtig gewachsen sein, — deshalb setz ich ihn mir noch lange nicht zu Hause aufs . Sofa! — Der Charakter ist das Entscheidende. „Wollen Sie damit etwa behaupten, meine Chanchitos hätten einen schlechten Charakter?" „Mehr noch! Sie haben gar feinen! — In der ersten Zeit aing es ja noch, — da schwammen sie friedlich im Aquarium rum und knabberten nur die Algen ab, aber dann kam die Laichzeit, und da ging die Buddelei los!" „Na ja, ein bißchen graben tun sie schon!" „Ein bißchen sagen Sie? — Ich hab allerhand erlebt, aber so etwas noch nicht. Und dabei traf die Hauptschuld eigentlich das Weibchen! Wenn das Männchen eine Grube fertig gebuddelt hatte, kam das Weibchen angeschwommen, guckte sich die Sache an und zog ein Gesicht, als wollte es sagen: „Schöner Käse! Ungeschickter konntest du dich wohl auch nicht anstellen!" — Na, da blieb dem Tier ja gar nichts anderes übrig, als wieder rin mit der Nase in'n Schlamm und ein neues Loch gebuddelt! Kennt man ja, wie die Weiber einen schikanieren können! — Meine Wasserpflanzen sind dabei natürlich ein« gegangen wie'n Mako-Hemd in der ersten Wäsche!" „Damit hätten Sie aber rechnen müssen, Herr Knipperling!" „Rechnen? Na, hören Sie! Ich habe Aquarium- si'che gekauft und keine wahnsinnigen Maulwürfe! ui>d bann diese Hinterlist und Rauflust! — Ich hab da beispielsweise ein Moderlieschen in dem gleichen Bassin — „Aha!" „Gar nicht „Aha"! Das Fischchen ist völlig harmlos und zurückhaltend! Bei den ganzen Hochzeitszeremonien der Chanchitos hat es diskret in die andre Ecke geguckt! Kein Wort gegen mein Moderlieschen! Vor kurzem war es noch ein lebensfrohes, gutgenährtes Tier, — heute nach den dauernden Angriffen der Chanchitos kann man sämtliche Gräten zählen, — und neulich kam ich gerade dazu, als es sich schon eine Wasserpestranke um die Kiemen gelegt hatte, um sich aufzuhängen!" „Na, na, — Sie übertreiben!" „Ich übertreibe nicht, ich untertreibe! da können Sie meinen Nachbarn, den Klawuttke, nach fragen!" .Klawuttke? Das ist doch der, der die Rioulus züchtet?" „Ebenderselbe! Ich kann ihn ja eigentlich nicht leiden mit seinen blöden Rivulus-Fisihen! Wie kann man sich bloß Rivulusse ins Bassin setzen! Da leg ich mir doch lieber nen toten Bückling auf den Teller und betrachte den! Hab ich mehr von! — Aber bei der Angelegenheit mit dem Moderlieschen ift Klawuttke Zeuge!" Ich glaube Ihnen ja auch ohne Klawuttke! Trotzdem werden Sie sich entsinnen, daß ich Sie auf die Unverträglichkeit dieser Art aufmerksam gemacht habe!" „So? Haben Sie mich etwa auch darauf aufmerksam gemacht, daß ich mir einige Glasaugen auf Vorrat hinlegen muß, wenn ich Ihnen die Viecher abkaufe, he??" „Bitte — wieso Glasaugen?" „Weil mir die Biester dauernd ins Auge springen, wenn ich sie mal von oben betrachten will! 30 Zentimeter hoch, — vom Wasser durch die Luft ins Auge! Sie, das ist ein Schmerz, als wenn Sie unvermutet eines mit ner heißen Bratpfanne ins Gesicht kriegen!" „Oh, das ist allerdings unangenehm —!" „Kann man wohl sagen! Ich trage zum Glück einen Kneifer, — oder besser, ich habe einen getragen! Beim letzten Sprung ist er mir nämlich ins Aquarium gefallen!" „Ja, konnten Sie ihn denn nicht wieder raus—?" „Leider nein! Der Kneifer ist genau vor die Grube mit der frisch ausgeschlüpften Brut gefallen! Ich bin eine weiche Natur, Herr Muffte, ich habe nicht das Herz, eines Kneifers wegen mit roher Hand in eine Kinderwiege zu fassen — ich habe ihn einstweilen dringelassen! —" „Aber nun sagen Sie mir endlich, Herr Knipper- fing, weshalb sind Sie nun eigentlich zu mir gekommen?" „ „Um mich zu beschweren!" „Das haben Sie nun ja reichlich getan! Ich sehe bloß nicht ein, was ich dabei tun soll! Chanchitos sind Chanchitos, dafür können Sie mich doch nicht haftbar machen!" „Dafür nicht! — Ich bin fein Unmensch, Herr Musste! Ich verzeihe den Biestern mein abgemagertes Moderlieschen, — aber ihre Unzuverlässigkeit verzeih ich ihnen nie, — darauf hätten Sie mich aufmerksam machen müssen!! Wenn Chanchitos nun mal bösartig sind, — schön — sollen sie bösartig fein! Aber nicht mal so und mal so!" „3a, hören Sie, — ich verstehe wirklich nicht —" „Werden Sie gleich! Zuverlässigkeit verlange ich von den Tieren, will ich damit sagen!" „Zuverlässigkeit??" jawohl! Wenn schon sonst nichts, dann wenigstens das! — Und deshalb frage ich Sie, Herr Muffte, — — mindestens zehnmal hab ich den Klawuttke ans Aquarium geführt und ihn von oben hineingucken lassen, — bitte, warum sind ihm die Biester nicht auch ins Auge gesprungen wie mir???????" -- „Sie sollen ihn nicht haben .. .■* Dor hundert Jahren machte dieses Lied die Runde durch das ganze deutsche Vaterland. Daß sein Lied einen derartigen Erfolg haben würde, war dem Dichter, dem jungen Kölner Juristen Nikolaus Becker, auch in seinen kühnsten Träumen nicht eingefallen. Friedrich Wilhelm IV. gewährte ihm ein Ehrensold, König Ludwig von Bayern schickte ihm einen Ehrenbecher, Ernst Moritz Arndt widmete ihm sein Lied „Vom deutschen Rhein...", und selbst der alte Fürst Metternich, der sonst für Volksströmungen nicht viel übrig hatte, billigte die durch das Lied entstandene nationale Bewegung, weil sie sich nach außen nach Frankreich wandte und sich von innerpolitischen Forderungen fernhielt. lieber den Anlaß zu dem Lied, der weltpolitischen Verwicklungen entsprang, sind wir im allgemeinen wenig unterrichtet. Um so dankenswerter ist, daß Prof, Dr. Gustav R o l o f f, der im Ruhestand lebeiifce Historiker der Gießener Universität, in einem Aufsatz von Velhagen & Klasings Monatsheften auf diese Verwicklungen ausführlich eingeht, und zwar in einer Zeit, da wir die französischen Anmaßungen nach dem Besitz des Rheins endgültig vernichten. Das Lied hatte insofern besondere Bedeutung, als, es dem Auslande zum erstenmal die Einigkeit des deutschen Volkes, unabhängig von jeglichen dynastischen Erwägungen, offenbarte. Dom Schuhinstintt des Wildes. Die Natur hat dem Tiere nicht nur allerlei Schutzeinrichtungen in feinem schweren Kampf ums Dasein mitgegeben, sondern auch Schutzinstinkte, die es veranlassen. Gefahren aus dem Wege zu gehen. Besonders scharf sind diese Schutzinstinkte beim Wild entwickelt, das sie auch besonders nötig (jat, da es vom Menschen so viel verfolgt wird. Diese Instinkte sind aber bei den einzelnen Wildarten recht ungleich verteilt, wie die Jäger immer wieder beobachten können. Sehr reich ausgestattet mit Schutzmitteln ift z. B. der Bär, der mit einer äußerst feinen Nase und einem scharfen Auge ausge- ftattet ist und mit gewaltigen Kräften eine gleiche Menge von Mut und Gewandtheit wie List und Verschlagenheit verbindet. Das Schwarzwild ist sehr viel unbeholfener, plumper, und man kann jagen, daß die Sauen zu dem am leichtesten erlegbaren Wild gehören. Die Tiere vergessen beim Fraß überhaupt jede Vorsicht und lassen den Jäger ganz nahe herankommen. Eine Vorsichtsmaßregel des Schwarzwilds liegt jedoch darin, daß sie zu ihrem Aufenthalt mit Vorliebe solche Plätze aufsuchen, auf denen sich zerstreut liegende Felsblöcke befinden, und da sie ihren Körper sehr ruhig halten, so kann man ganz nahe an ihnen vorbeigehen, ohne sie wahrzunehmen. Sie sind sich auch dieses Vorteils bewußt und lassen den Menschen ruhig herankommen, bis sie aus seinem Verhalten erkennen, daß er sie entdeckt hat. Bei Hirscken und Rehen ist das Wahrnehmungs* vermögen schärfer entwickelt als bei den Sauen, dafür haben sie aber eine stark ausgeprägte Neugierde, die sie zu manchen Unvorsichtigkeiten verleitet. Während Bär, Luchs, Wildkatze, Wolf, Fuchs beim geringsten verdächtigen Windhauch flüchten, sucht sich das Rotwild erst von der Stichhaltigkeit der gehabten Wahrnehmung zu überzeu- gen. Daher kommt es vor, daß Rotwild und Rehe den Jäger direkt anlaufen und erst auf wenige Schritte Enfemung erschreckt umkehren. Die Rehe kennen die besonderen Gaben ihrer Feinde ganz genau und gehen, wenn sie von einem Bären verfolgt werden, immer durchs Wasser, um keine Witterung zu hinterlassen, während sie bei dem mit schlechte-' rem Geruch ausgestatteten Wolf der Schnelligkeit ihrer Läufe vertrauen. Hoch entwickelten Schutzinstinkt zeigt der Hase, wenn er, um sich nicht zu verraten, mit einem langen Satz ins Lager springt, zeigt der Fuchs, wenn er den ausgestreuten Giftbrocken verscharrt oder benäßt. Rotwild, das von Hunden hart bedrängt wird, flüchtet auf den Menschen zu, weil es bei ihm eher Mitleid und Scho- nung erwartet. c. K. * 1 U SJi.-$POTt richten wir noch. 9:3 am Schluß. In der zweiten HäMw«Hah—nwie^r Niederer, Arlt. Rumänien: gegen Strippel/Kit Während Tilde so in ihren Gedanken zwischen dem ’ < z—1 ’ f_______notrhöhon tn Manne hätte geholfen werden können. -u besitzen. Wenn das nun errichtete Bad auch nicht alle Wünsche erfüllt hat, so gestattet es doch wenigstens für die nächste Zeit, daß. die Jugend den Schwimmsport ausüben kann. Torreiches Länderspiel in Muri 9:3 t4:0)-e>ieg Deutschlands über Rumänien. Der Führer jagte: ..3d) rufe das deulfche Volk auf, durch Spenden für das Krlegshilfs- werk sich der Opfer der Soldaten würdig zu erweisen." Und sie kommt immer i- v , während sie im Direkttonszimmer das Steno aufnimmt. Während sie dann tippt, hort \ halbem Ohr den Gesprächen zu, die am Ladentisch mit der Kundschaft geführt werden. Annes Sprenger hat gerade einen schüchternen fierrT nor sich, der sich über eine Mittelmeerre^se ^^Als^ Tilde vorbei kommt, hört sie Gesprächsfetzen. Eigentlich will meine Frau i“ ?aJcr zählt der Kunde. wissen Sie, ich habe Rheuma und Ischias, vom Kreuz bis runter ins Dem, und ganz besonders im, na ja eben, wo man drauf sitzt„ Da wird Ihnen die Sonne im Süden gut tun , salbadert Agnes und spielt guten Onkels Doktor. Seben Sie wenn Sie so an Deck liegen. Ich kann auf den harten Stühlen nicht liegen. Meine Frau kann liegen, die ist ^ben anders gebaut Ich weiß nicht, entweder bin ich falsch gebaut, oder di? Stühle sind falsch. Da müssen Sie doch was dagegen unternehmen, das wäre doch endlich Jch^werde"e/mir aufschreiben", verspricht Agnes und kramt in den Prospekten. „Also hier Hatter wir die Reise, zweibettige Kammern, oben auf ^eTsunbe beugt sich weit über den Tisch. „®e= hon Sie es schon her, ich werd's meiner Frau zeigen 2lärr hätten Sie nicht noch einen Wilsnack? Wissen Sie, Wilsnack hat meiner Ischias gut getam und man hat's doch auch nicht so weit ’ ^A?/der^Besucher gegangen ist, hinkt Agnes'denn - es ist gerade keine Kundschaft da, und sie muß sich irgendwie mitteilen, durch den Naum und reibt sich ihre Kehrseite. Dann bleibt sie plötzlich stehen, . wird theatralisch und mimt Hamlet ftraae1 Wilsnack oder Palermo, das ist hier die Frag Endspielteilnehmer: Schalke 04 und Dresdner SC. Wn. Ä"eÄb r/ bei der Pause. Siet um die Deuts-- bei streiten. Der Titelverteidiger gart vor 35 000 Zuschauern über den ö . ~ -.x Xav 'Ttrochnpr SC Watzenborn-Steinberg erringt die Bezirksmeisterschast. Zum Entscheidungsspiel um die ^^'r^meister- schäft trat gestern auf eigenem Platz die Elf des FE. Teutonia" Watzenborn-Steinberg gegen die mit gleichen Aussicht in den Kamps gehende Elf des BC. Sinn an. Das Vorspiel gewann Smn mit 1.0 Toren. „Teutonia" mußte nun mindestens mit zwe Toren Unterschied gewinnen, um Bezirksmeister zu morden Den tapferen Teutonen gelang es auch! S e sicherten sich mit 4:2 Taren den Sieg und damit die Bezirksmeisterschast. Der Spielbericht folgt., Dr Lnh-Gießen Bereichsmeister im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Wer ist denn das nun wieder?" "Ein Fischer am Steinberger See, liebe Sprenger, aber Sie wissen natürlich gar mcht, wo der „Sie wissen sa, ich bearbeite Ausland und De- o^Tild'es^Borften^ sträuben sich gefährlich. „Sowas bearbeitet man nicht, sowas erlebt man. Deutsche Soldaten badenimAtlantik mann. 2 Tilde ihren Mantel im Garderoberaum auf- »aut. ^gnNeAgnes «„b Haltung das an die Garbo erinnert. Aber das Königliche der Garbo fehlt, und so pendelt die gute Agnes immer zwischen Diva und Clown. Gig nck spielt sie immer em bißchen Theater. Mm und alles, was mit ihm zu tun hat liebt sie leidenschaftlich, und wenn man manchmal geneigt 1,1 nur für eine dumme Pute zu halten, dann kann im Augenblick der Clown beroorfd)auen, und man n»raibt ihr all ihre Dummheiten, Heute rft Agnes Ä^otze Dame gestellt und tragt sich entsprechend. hübsche Blümchen", sagt sie gnädig. Tilde Rohlost hat eine milde Anwandlung. „Nicht h7L taÄ den KÄÄXm Schiedsrichter S^orzoni die beiden Nattonal-l --------------- Mannschaften ins Feld. Deutschland: Marttnek; Janes, Moog; Kup- fer, Krüger, Kitzinger; Pl-n«r, Hanemann, Walter, Die schöne Melusine Vornan bon L^gns Mchtev 1. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Hübsche Geschichte", sagt Tilde. „Ich erzähl mir aber es ist wirklich so. Gestern habe ich denBnef avsirs siä »•“ l,abUn6 was werden Sie jetzt mit dem vielen Geld °"At"P İf?gerS" meint Mathias Holz- Bere^s"bMi®tts"aust^ Mit^llÖÄ,8^ Minuten^ verbef- serte er die von ihm selbst gehaltene Bestleistung um rund ^33 Sekunden. Der Weltrekord des Finnen Mäki steht auf 29:52,6 Minuten. Vlath schwimmt neuen deutschen Rekord Einen neuen deutschen Rekord stellte Werner Plath (Berlin) bei den deutschen Schwlmmeister- schaften in Berlin auf. Im Rahmen der 1500-m- ! Meisterschaft, die er überlegen gewann, legte er I lLJ ^.'in 13:18,9 Minuten zuruck. Den alten Rekord Damd; Slivatz, Lengheriu; Die Gießener Paddler-Gilde war auch m diesem jede Erwartung hinaus gut. Die ^attawar rMnifatoriid) ausgezeichnet vorbereitet. ZFE-ZW« SF zMLW-MN S? m^n ‘UÄ?™ ?ichtknMfchast 1/116 hatte »om Start bis zum i S SÄÄS S SÄÄ* »•■>• «*» Sn* der Nachmittag in rascher Ä Ää Ä to Bereichsmeisterschaft im.^E-Faltboot. eim weiten Bereichsmeisterschaftskampf -Kchak Merten sich/- Hanauer Zünd- Mtz einen eindeutigen Sieg gegen St r i p P e I / Äi tt n der Gebiete 13 und 14 kämpften jeweils um tpre ®“"nE^ß rx.ux- Ciner-Wanderfaltboot der 'Klasse o derfaltboot der A x. B s SÄ M”«.. ^An der Regatta waren Vereine aus weitem Um^ q m -n 13:lt5/y ^cinuien öuluu^c,l.u“‘ ^■L^tar^rXr S । U «»nbt (Berlin) mit 13:19,0 Minuten, cl)C damit gef^hen^ Von Tildes Zimmer hier in B-rlin ff trogen. Dabei ist es noch nicht einmal hera>^, nichts wissen. Ein Raum F-nster nach dem chof K^ ^„sthrötig wirkt oder nicht Er kann march- heraus und nicht mal em Balkow Aber I m « siink sein. Besonders die Augen sind imtfer Mahagoni,ekretor drin und von Anfang -n Y« m g z i Augen, in die man jern Tilde nichts anderes g-f-hen als diesen Sekretär IN ^instehi. Mathias Holzmann muh immer an fstnen den sie regelrecht verliebt ist. Außerdem 1 1 • roenn er sich chellwig vorstellt Der Bahnhof nahe und die Verbindung bequem. s Dacke jQ ^in, pfiffig, unschuldig und, wenn uen jxuiuiuiiivto . sikt der große Chan einem breitschulttigen noch jungen Mann gegenüber, der andachtsvoll an seiner Zigarre lutscht und dem es deutlich anzckmerken ist, daß er heute mit einem Plan hierher gekommen ist. „Sehen Sie, chellwig", sagt der große Chan eben. „Run hat man das Geld, und nun muß doch was --------- „ n ,, uinM* Arbeit auf 1 Wasser zunächst liegende Haus hat Lorenz Rohloff, Der große Chan sieht von feiner Lrvett: aus. o setzte, kaufen können. Am „Wollen Sie denn als Krankenpflegerin ' jh„ ^r Bootssteg gereizt und der Kahn, Sprenger?" ethnon (Soh® ber dazu gehörte. Ein richtiger schwarzer, langer „Rach Palermo führe ich ^gar mit Ihnen, H 3 ^er .fi öer^arf und Mecklen- rnännchen", haut sie zuruck und h ch (jUrq 'haben. Einer von denen, in denen unten stets ihrer Seite. mn Morgen nach Utrm herubergefah- "7‘Z't" davon los Macht über sie. Dis zu Vaters Penfiomerun?> haben Schust°hr°^I^^^ mjt bie(em Kahn nod; nidtt^ba _n =) utrjn g^ohnt. Mutter 'ft früh Morben,^und $ater (ie ^ch an die Bahn g-bracht, damals, sie mit fo lange Tilde denken kann, ist ~anw ... , ib= „(s ne nach Hamburg auf die Handelsschule ging. ■ -' do. Fräulein Malwine von Rueper. Muttw mb ais^^ , |age an bekommt Steinbergen liche Schwester, Respektsperson und aus demi D l Farben für Tilde. Es wird bunter, leuchten- tikum gebürtig. Bei uns früher ber. und diese Farben leuchten nun und verblaffen zweites Wort, uni) wenn sie auch der ebenso, wie ihre Stimmung ist. Zuerst ist die Groß- von den Gütern m Kurland wncht, tmrd quch oer I .ft anber5i Großartig übermal- Tonfall breit, behäbig und bultstch-DN>e kmM ° I Man kann sich einfach Nicht vorstellen daß gar nicht anders. Wenn sie al ^Schulmadcl mali au 8^ einmal über das Katzenkopfpflaster von Utrm gerückt ist und etwas unternommen hat, wasiL [aufen ift unb ba6 man es nicht einmal gemerkt Malwine nicht in den Kram P-bt-, kam es ganz gi^ 'M ^mf)urg rkd)t es nach Benzin und an den tomatifch: Bei uns m Attest du da n m»bi)er> in utrin nach Kuhstall. Und tun dürfen, meine liebe Tilde Eigentlich d 1 u eteinbcr„en drüben — wie es in Steinbergen auch nicht auf die'Hand« Mille m Ham S 9 man überhaupt nicht beschreiben, dürfen und fch°n lio^ nich nach n H-'rchen r.-cht.^^ es ahnen, wenn zufällig e.nmch der kannst du m Utkin auch, Ut rhre -uce y über- Luftzug ein Duftwolkchen von den drei Rosen Heiraten gehört em Mann, und M g b heranträgt, die vor Tilde im Wasserglas stehen. all-auch in Utrm, wenn es man auch nur 0 9' |q Gedanken zwischen dem bärmUches Rest ’i1’ ,-. gewesen „Laß doch, Stenogramm und Steinbergen pendelt, geschehen in Molmin^n'^s MU-s mub "w?s von d-? Wllt den Katakomben andere Di^ge. > den ^takomben Malwrnchen, das ^caoei muö rrhan einem breitschultrigen, noch Stadtmannscbast Marburg - Stadlmannschast Oiehen 1 • m>eter im Kugelstohen ronnie er mu ---- den ^g-f^ge^Enn^tag"einer^Ein?adung a"us^Mar- 73 Meter. Meister werden. Moldoveanu, Juhasz, Lupos; Orza, Ploeftea von 7:1 führten. Zuerst schoß W a lte r nach ~ ■*- “-1“ guter Vorarbeit von Arlt ein, dann lenkte der ru- I 4: (»beider Pause. manische Verteidiger L-ntzh-riu b^ranck den chche Tubballmeisterschast^e- b^stche Anstoß brachte tzleich -tuen wunder- ®aItbgSfe6 cre'r“natf» vorzüglichem Zusam- ibiger Schalke st°gt° 'L>Eo schönen AnAiff des rechten Flügels ^k”rr 7:1. Die Rumänen setzten sich immer wie- bringende Tor fiel hier erst in der verla g Aist^den, (Leten Angriff auf Angnff m. Huf roar mieder Baratky an der Reihe^ der Spielzeit. Ä. ZÄ der Geigensette tarnen bie Rumänen nur einem Handspiel von Kruger einen 3weiten Neue deuische Bestleistung Boiltößen. Nach einem Fehlschuß von Baratky Schatz. Eine °°"M«n«faM0s g-ttetene A n OOO (Bieter mar die zweite deutsche Eck« falhg, >n deren Der zn einem Lattenschuß Hahreemanns, und Uber AO 000 -Vierer. Plmer in der 16. Minute das erste JUJtiicfpranen&e Leder köpfte Walter zum Eine neue deutsch« Bestleistung im Laufen über 7“ £ v 1 ( Die deutschen Angvisfe mu^eu « Tor. 10000 Meter st°M Max S y Ä eg fS? »S ---- bei den Meisterschaften oes ^rlt urtib Fiederer sehr schon frerge , . 11 Zelte Hahn ernenn aus zehn Meter Entfernung DorfjUgend 6auf Cltt SchtvlMMvav. unhaltbar das zweit- Tor. Dann wurd« H a h n e - W e st e r b u r g, 13. Juli. Jn dem Kreisort mann abermals freigepieli, und gegen: l<™ t fid» bie Dorffugenb 3u(ammeugefun- barten Schuß hatte Rumamens Tochitter fern Dtit in f r e i w i l l i q e r A r b e i t s l e i st u n g tel. Es h^h 3:0 nach 25 Minuten! « « ben Abendstunden ein Schwinunbad erbaut. Lange KE^und^it^ZffK MirM« Mr Deutschland das vierte Tor erzielte. Die Gäste kamen noch zu zwei Eckballen, die^aber zu nichts führten. Eine Mnute vor der Pause mußte Hahnemann verletzt vom ^elde. meeres, rote dieses Bild °us^vrar^ ^s2ßeber Presie-Bild-Zentrale-M.) sicherte er sich einen ehrenvollen dritten Platz mit der Weite von 50,90 Meter. s 'S Staffel kam VfB.-Reichsbahn Gjchen auf den zwei- ten Platz hinter cheffep-Preußen Kassel. , I nollschuhabteilung im Schiklub Gießen Wie wir erfahren, wird der Schiklub lZi^ßen ZLSLPUWZ aetragen wurde, nunmehr in die Reihen des MY> : klub? aufnehmen und dafür Sorge tragen, daß auch den! Rollfchuhfport "°''"^^^nta"g"nqe° im MugvMivpw» ------Bleien IB® 1^9^l^ber d s I Verelchs-KurOelken-Regatta in Gießen. Um zwei Bereich-meisterschasten. - Hiller-Jugend stark vertreten klvb vertreten ferner waren Teilnehmer der Gi Wetzlar, Marburger Kanu-Club, Paddelsport Kassel uni) Paddler-Gilde Hanau. hie Eine würdige Siegerehrung beschloß EST& Ä“.Ä SL Ä »jte meiter zu betreiben und nicht müde zu werden der Arbeit an der Ertüchtigung der Jugend.^An- schließend gab Bereichsfachwart Gutacker (Kassel) an die Sieger in den einzelnen Rennet die Sieger urkunden aus und beschloß die kurze Feier mit dem Gedenken an den Führer. Die Ergebnisse folgen. " ^Wir waren gestern auf dem Wanns°<, muß Aones sich mittellen. „Fabelhafter Segelwind es gibt doch nichts Schöneres, als fo nut -wem schmt- «Kä SÄ* und lucht die Filmrolle, m die d°- p°Kren packt| Wilsnack oder Palermo, uas in u—n- “iS, S’S'Ää K Tippen ist es bestimmt. Aber bat Helpt l- «oll u geholfen werden können, nich, feggt Gottlieb Kurzing." 1