yo. Jahrgang Ur. 296 Deutsche Woolserkolge im tzanDelskrieg tbaien < - tag auf Sheffield n'edergepraffelt ist. Bei diesem Angriff, der sich bis in die frühen Morgenstunden . barten Hafen von Aoonmaut ausdehnte, hat nach dem Bericht der amerikanischen j Zerstörungen festgestellt werden. [t mflr,liß Briete' Das englische Königspaar besichtigt Trümmerstätten. das Ei total lieber MllchiN tte Dtt' nber. R i) bitte, asFch u)erbtn!‘ ä(fd)en „ich Di lkchen 1« ®n Ji. Wir verlassen den fürchterlichen Schauplatz der Vergeltung, um anderen Maschinen Platz zu machen, die das Werk des Zerstörens vollenden. Hinter uns leuchtet glutrot Sheffield, der einstmals stolze „Schmelztiegel" Englands. Rauchwolken verdunkeln London. werk erhielt mehrere Volltreffer In dem benacfp th konnten ähnlich- des River Don. an dessen Ufern einst Stahl- werkan Stahlwetk lagen. Aber wie sieht das seht ans. Zn beiden Seiten des Flusses Brand an Brand. Die kleinen Brandherde, die vielleicht in Stunden ebenfalls R efenfeuer sind, haben wir gar nicht zählen können. Dori im Nordwesten einst das Gaswerk, fehl ein zuckende^ Feuerherd Gleich daneben die chemische Fabrik, aus deren Tankanlagen dicke schwarze Rauckstchrvaden gen him- mel steigen Und dort im Südwesten der Stadt die Motorenwerke. Die rotglühenden Stahtge rüste der heruntergebrannten hallen und Lager- hä»ser sehen wie die Este eines Hochofens aus. In der Nacht zum 13. Dezember griffen sehr starke deutsche kampffliegerverbände die Schwerindustrie von Sheffield in rollendem Einsatz mit größtem Erfolg an. Die Verminung englischer Häsen konnte, fortgesetzt werden. Ein Unterseeboot, von dessen Unternehmung ein Teilergebnis bereits bekanntgegeben wurde, meldet als deren Gefamterfotg die Versenkung von insgesamt 2 7 0 0 0 BRT. 3n der Nacht zum 13. Dezember flog nur ein britisches Flugzeug in deutsches Reichsgebiet ein, ohne Bomben abzuwerfen. Die Gesamtverluste des Gegners am 12. Dezember betrugen vier Flugzeuge, von denen zwei durch Flakartillerie und zwei im Luftkampf durch einen Aufklärer abgeschossen wurden, vier eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Wieder 15 800 »RT versenkt. Berlin, 13.Dez. iDNB.) Ein kleines Unterseeboot hat drei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 15 800 BRT. versenkt. vorH lebircr en U die bah Men. abentz ®erabj Trotze hittk dielt dorthin: O! ?fr )e N ! lnten r mit; 6 * L lchtep, «e pv Diese intereflante Aufnahme gelangte aus Amerika hierher. Im Hintergrund erkennt man die gewaltigen Rauchwolken über den Londoner Docks kurz nach einem deutschen Luftangriff. Londoner Arbeiterinnen verlassen fluchtartig das Inferno, das Churchill durch den Krieg auf fein Volk herab- beschwor — (Scherl-Bilderdienst-M.) London muß schwere Schüben mieden Stockholm, 14 Dez (Europapreß.) Die ,in der Nacht zum Freitag angerid)teten schweren Schäden in Sheffield werden nun auch in Gon« do n zugegeben nachdem man noch am Frei» tagvormittag erklärt haue es seien lediglich einige Hauser getroffen worden Das Bombardement wird als schwer bezeichnet Es habe die ganze Nacht hin- durch bis zum Morgengrauen angebauert. Der Lon- boner Vertreter der amerikanischen Agentur United Preß berichtet, wie ein wahrer Hagel von Brand- und Sprengbomben in der Nacht zum Frei- von Geschützen Auch schwerste Oranat» r c b 11 n g e und Granaten werden in Shesfield produziert Sheffield umfaßt aber auch Werke zur Herstellung von kleinkalibr i g e n Geschützen von Handfeuerwaffen und zur Herstellung von kleinkalibriger Geschützmunition Besonders deutlich erkennt man die große Bedeutung, die Sheffield für die Ausrüstung der englischen Wehrmacht zukommt, an der Tatsache daß fast jedes Der Wehrmachtdericht Dom Freitag. Berlin, 13. Dez. fDRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n der Rächt vom 11. jum 12. Dezember fand, wie bereits gemeldet, ein erneuter Großangriff starker verbände der deutschen Lustwaffe gegen Birmingham statt, heftige Explosionen im Südteil, Treffer in Bahn- und Industrieanlagen der Stadl, Explosionen eines Gaswerkes mit anhaltend großer Brandwirkung sowie weitere zahlreiche große, mittlere und kleine Brände wurden beobachtet. 3m Laufe des 12. Dezember richteten sich Tagesangriffe gegen London und einige andere Ziele \n Südengland. z 3n der Nähe von Harwich an der englischen Ostküste gelang es, aus einem G e l e 11 z u g einen Dampfer von 3000 BRT. mit Bomben zu belegen. Durch Volltreffer wurde er am Bug und Heck der- artig beschädigt, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Ein weiterer. Handelsdampfer wurde schwer getroffen. fth Oie Miitagsninnmer htäX'/Jlbr heir'npui'kt: Hier schneiden sich wichtige Vest-Ost-Limen mit den SüdMord Linien. Neben Birmingham war Sheffield eine der !auptwaffenschmieden Englands Bir- lingbam und Sheffield waren für die Welt ein legriff wie in Deutschland Remscheid und Solingen l nd bis ganze rheinisch-westfälische Industriegebiet ! tit Essen Sheffield ist auf ben reichen Kohlen- legem von Pork entstanden und seine Stahlwaren itten zur Zeit der monopolartig sich ausmirfenbin aglischen Jndustrievorherrschaft Weltruf, bis sie tum ben besseren beutichen geschlagen wurden, lieben Stahlwaren wie Feilen, Mesiern usw. fab in Sheffield in ben letzten Jahrzehnten zuneh- Bienb ichwer-nduslrielle Eisenwaren berge- fellt worden So verfügt Sheffield über eine aus» ^dehnte hochwichtige Rüstungsindustrie, Deren Herstellungsprogramm sehr weitreichend und 4 überschattete. Wenn euch die Partei der Regierung Stojadinowitsch aus diesen Wahlen mit einer großen Mehrheit hervo.^.ng, tonnte sie sich doch in Der Folge vor dem Ansturm der Kroaten nicht halten und wurde im Februar 1939 durch das Kabinett Zweikowitsch ersetzt. Ihm glückte der Ausgleich mit den Kroaten. Mit dem Abkommen über die Errichtung eines Banats Kroatien, das etwa im gleichen Rahmen eine politische Autonomie erhielt. wie es das ..Königreich Kroatien-Slawonien" im ungarischen Staatsverband besessen hatte, wurde im September 1939 der seit Bestehen des jugoslawischen Staates wichtigste Fortschritt in der inneren Konsolidierung erzielt. In den Bereich der Ban- schäft Kroatien fallen innere Verwaltung. Rechts- pflege und Erziehung. Wirtschafts, und Sozialpolitik. Auch eine gewisse finanzielle Selbständigkeit ist gesichert, während Landesverteidigung, Außenpolitik, Zoll- und Außenhandelsfragen Angelegenheiten der Belgrader Zentralregierung bleiben. Der König ernennt den Banus, der gleichzeitig ihm und dem Gabor, dem kroatischen Landtag, verantwortlich ist. Gegenüber der Habsburgerzeit ist das kroatische Territorium erheblich erweitert einmal durch die Vereinigung mit Dalmatien, das früher zu Oester- reich gehörte, sodann durch den Anschluß derjenigen bosnischen und herzegowinischen Bezirke, die über- wiegend kroatische Bevölkerung besitzen. Die wich, tigste Forderung der Kroaten, eine Autonomie, die ihnen erlaubt. Herr im eigenen Hause zu sein, wurde damit erfüllt, eine zweite, die Gleichberechtigung im Gesamtstaat wurde ihrer Erfüllung nähergebracht durch den Eintritt des Führers der Kroatischen Bauernpartei Dr. Matschet als Vize- Präsident in die Reoieruna Zwetkowltlch Cs ist kein Zweifel, daß die autzenpolittsche Hochspannung im boinm-'r des vergan lenen Jahres die scrbisch-kroatischen Ausgleichsbemühungen erheblich vorangetrieben hat Und die Auswirkungen, die der von den Westmächten gegen Deutschland und Italien vom Zaun gebrochene Krieg sehr bald auch für den südosteuropäischen Raum hatte, haben das ihrige getan, um zwischen Serben, und Kroaten den alten Zwist schnell vergessen §u lassen und auf der neuen Grundlage mit beiderseits bezeugtem guten Willen sich einzurichten, um auch das letzte inner* politische Hemmnis für die Sicherung der außenvoli- tischen Stellung Jugoslawiens )u beseitigen. Seit Den Tagen König Alexanders ist Jugoslawien in dem an Konftik'.stosien |o reichen Gulü|träum em Element der Vermittlung gewesen. König A le xo n- der war gemeinsam mit dem weitschauenden Schöpfer der modernen Türkei, dem ebenfalls zu früh für sein Volk verstorbenen Kemal Atatürk Der Begründer des Balkanbundes gewesen. Es war nicht ihre Schuld, baß sich öiejer unter uem krinfiufc westlich orientierter Politiker, vor allem deq Rumänen T i t u l e s^c u . nicht zu einem Zusammenschluß auf ihre Unabhängigkeit bedachter Balkan- völter wurde, sondern sich zu einem Instrument der britisch - französischen Störungspolitik entwickette. Aehnlich wie die Kleine Entente des Herrn Denesch wurde auch der Balkanbund mehr und mehr ein Bollwerk gegen die berechtigten Revisionsansprüche Ungarns uno Bulgariens. Damit tour ihm .m selben Augenblick sein Todesurteil geschrieben, in dem der Einfluß der westlichen Plutokratien auf dem Balkan ausgeschaltet wurde und die Achsenmächte für einen gerechten Ausgleich zwischen den Revi- sionswünschen Ungarns und Bulgariens und den ethnographischen Bedingtheiten sorgten. Jugoslawien" war es gelungen, m diesen krisenreichen Monaten sein freundschaftliches Verhältnis zu allen Nachbarn wie zu den beiden Achsenmächten zu festigen. Wenn auch in der jugoslawischen Presse und in Kreisen gewisser jugoslawischer Politiker sich gelegentlich Die Wirkung der von britischen Agenten sehr lebhaft betriebenen Agitation bemerkbar machte, so gewann doch die nüchterne Erkenntnis dessen, was den jugo- slawischen Interessen allein frommt, sehr bald die Oberhand über Gefühle und Stimmungen, die noch aus einer vergangenen Epoche der engen politischen und kulturellen Anlehnung an Frankreich herrühren mögen. Wie sehr man in Belgrad die Entwicklung richtig beurteilt hat und sich auf sie einzustellen suchte, erhellt aus der Tatsache, daß schon im Jahre 1937 Jugoslawien es war. an dessen Widerspruch der damals vom Quai d'Orsay wie von Benesch und Titulescu eifrig propagierte Plan eines Garantiebündnisses zwischen Frankreich und den Staaten der Kleinen Entente scheiterte, womit die Politik der Einkreisung Deutschlands Schiffbruch erlitt. Die zielbewußte S ärkung der Freundschaft mit Italien vereitelte auch den Plan, in Jugoslawien einen Wächter der britisch-französischen Interessen an der Adria den Italienern vor die Rase zu setzen. Weder der Anschluß Albaniens an das italienische Imperium noch der Schritt, zu dem sich Italien gegenüber Griechenland gezwungen sah. hat das gute Einvernehmen zwischen Rom und Belgrad eeinirächtigen können. Die Neuordnung des durch die Siege der deutschen Wehrmacht von den Fesseln der britischen Vormundschc st befreiten europäischen Kontinents, die nach der völligen Ausschaltung Englands unter deutscher und italienischer Führung bereits ihren Anfang nimmt, während noch die Bomben der deutschen Luftwaffe Tag und Nacht auf Die belagerte britische Insel nieberpraffeln, hat in Belgrad selbstverständlich größte Aufmerksamkeit erregt Ministerpräsident Zwetkowitsch hob erst vor kurzem in einer Rede hervor, daß Jugoslawien sich dieser neuen Ordnung anpassen werde. Und das Oraan des Kroatenfüdrers Dr. Matschet schrieb kürzlich: ..Unser gesamtes Wirtschaftsleben orientierte sich zu Den Achsenmächten. Es gibt geopolitische Gesetze, die nicht geändert werden können. Diese Gesetze haben insbesondere nach dem Eintritt Italiens in den Krieg, als der ganze jugoslawische Ueberfeebanbel eingestellt wurde, klar und entscheidend die Richtung unserer Wirtschaftspolitik bestimmt. Dre Schweizer Presse und die englische und amerikanische wissen zwar von einem Druck der Achsenmächte auf Jugoslawien zu berichten, tatsächlich gab es aber keinen Druck der genannten Mächte, sondern ein Gesetz des Lebens und der Lage, die durch Die Entwicklung der Kriegsereignisie geschaffen wurden. Jugoslawien führt heute eine vollkommen reale Außenpolitik im Einklang mit der Lage in der Welt. Daß Jugoslawien die Integrität und Un- verltzbarkett seiner nationalen Gebiete wahrt, ist selbstverständlich. Beide Achsenmächte haben beim Eintritt in den Krieg wiederholt klar ausgesprochen, daß sie auf diesem Ab'chnitt keinerlei territoriale Aspirationen haben, und auch setzt bestehen keinerlei Gründe, daran zu zweifeln. Bei dieser Lage der Dinge können die sugoslawischen Beziehungen zu Deutschland und Italien nur freundschaftliche fein * Soweit das kroatische Blatt. Die von ihm ausgesprochene Auffassung. Die sich mit Der des Belgrader Kabinetts deckt, hat es der jugoslawischen Außenpolitik ermöglicht, auch zu der nächsten Etappe der Konsolidierung des südofteuropäischen Raums eine positive Einstellung zu finden. Sie hat sich soeben geäußert in Dem Abschluß de» ungarisch-ju- Adventskranz der Soldaten, bon Kriegsberichter Horst Bree P.K. Gestern habe ich bei unseren jungen Käme- roden vom Arbeitsdienst einen Sonntagsbesuch gemacht Das waren ein paar schöne Stunden und mit ihnen tarnen zu uns die ersten Weihnachts- aedanken. Denn die Männer im braunen Rock, getreue Helfer der Luftwaffe, die wochentags schwere Arbeit auf dem Flugplatz leisten, hatten sich eine ganz eigene Sonntagsbeschäftigung ausgesucht: Sie machten eine Bastelftunde, und dabei erzählten sie mir Dann, daß sie allen ihrctz Angehörigen in Der Heimat zum Weihnachtsfest selbftgefertige Arbeiten schicken wollten. Nicht schlecht, dachte ich, und setzte mich zu den Männern an Den großen blankHescheuerten Tisch, an Dem Die Laubsägen rasselten, Die Bohrer schnurrten und sonst allerlei Geräusche zu hören waren. Die für Das Ohr untrennbar mit Dem Begriff Weihnachts- oorbereitungen oerbunDen sind. Haben wir nicht alle einmal als Jungen in den letzten Wochen vor Dem Fest eifrig unD mit roten Ohren am Schraubstock gebastelt? Für Vater Den Uhrenhalter, für Mutter Den Briesständer und für die Schwester das ausgesägte Märchenbild. Wenn man älter wird, verlieren sich leicht die Erinnerungen daran, und viele von uns Soldaten sind schon so weit, daß sie von ihren eigenen Kin- Dem solche Festgeschenke erwarten können. Deren praktischer Wen meist stark hinter Dem ideellen zurückbleibt. Aber welcher Vater würde nicht mit berechtigtem Stolz seinen Schreibtisch mit einer solchen Bastelei schmücken, die von feinen Jungen stammt, selbst wenn er Dafür etwas Platz machen müßte, was an sich viel besser zu gebrauchen wäre? Nun — was unsere Arbeitsdienstler hier schaffen, dem wird bestimmt ein solcher Mangel nicht an- haften —. ihre geschickten und erfahrenen Hände fertigen ja keine Kinderarbeiten mehr an, sondern wirklich brauchbare und schöne Geschenke. Mancher ist unter ihnen, der kunsthandwerkliches öerftänD» nis und entsprechende Begabung besitzt. Der fertigt für die anderen die Pläne zu ihren Arbeiten an: und Dann braucht man keine Sorge zu haben, daß hier Kitsch oder unbrauchbares Zeug geschaffen würde. Die Schmuckkästen, die hier geschnitzt werden. Die Schreibmappen, die die jungen Männer kleben, und alle die anderen Dinge versprechn, von hervorragendem Gebrauchswert und nahezu künstlerischer Vollendung zu werden. Die Lieben in der Heimat werden ihre Freude daran haben, wenn sie diese Geschenke unter dem Weihnachtsbaum aus Dem Feldpostpäckchen herausfchälen. Aber noch viel mehr wert ist ja die Liede und Verehrung, Die in biefe Geschenke hineinaearbeitet wird. Man sitzt so schön beisammen, ein Lied wird zur Harmonika gelungen, und Die richtige Weih- nachtsstimmung ist Da. Nun kommt mir, Der ich als stummer Zuschauer Dabei sitze, ein Gedanke: Ich winke einem Der Iunaen, und wir gehen hinaus in Den nahen Park. Da steht eine ganze Menge richtiger Tannen, wie wir sie aus Den Wäldern unserer Heimat kennen. Ein paar tüchtige Zweige schneiDen wir von Den Bäumen ab, und Dann kehren wir wieder in den Kreis der Bastler zurück, die in ihrem Eifer unser Fehlen kaum bemerkt haben Nun habe ick) auch eine Arbeit, brauche nicht müßig Dabei zu sitzen. Ihr wißt schon, was ich meine: Ich flechte einen ADventskranz! Mit ungelenken Fjngern zwar, aber es kommt schon langsam hin. Mein junger Kamerad hat inzwischen aus seinem Schrank vier Kerzen herbeigeholt, und Die anDeren schauen ab unD zu erwartungsfroh von ihrer Arbeit auf, um zu sehen, wie der Kranz sich rundet. Der Duft Der frischen Zweige verbreitet sich in Dem Raum, unD welchen Deutschen Menschen gäbe es wohl. Dessen Herz Dabei nicht schneller schlüge, der nicht von sehnsüchtigen Weihnachtsgedanken erfüllt würde? Endlich ist es geschafft; mit festem Draht werden die Kerzen auf Dem Kranz befestigt, unD schon will ich aus einer einfachen Schnur eine Aufhängung knoten — es ist eben ein ADventskranz im Kriege —, Da kommt ein Arbeitsmann mit einem kleinen Knäuel roten Bandes an: „Das ist ein Päckchen. Das ich gestern bekommen habe. Meine Mutter hat es beigelegt, und ich verstand erst nicht, was fie Damit meinte. Nun weiß ich es — sie wollte uns wohl an den Adventskranz mahnen? früher hat sie uns Kindern den Kranz immer selbst Tn unser Zimmer gehängt ..." Ganz glücklich ist Der blonde Junge, daß er nun auch etwas beigetragen hat zu diesem neuen Schmuckstück des Tagesraumes. Schnell sind wir jetzt fertig, und alles steht mit blanken Augen Dabei, als ich Den Kranz an Der nieDrigen BalkenDecke befestige. Tief leuchtet Das starke Rot Des Bandes aus dem dunklen Grün der Tann-nnadeln, und obenauf stehen die kleinen weißen Kerzen. Und wenn nun abends die Kerzen an unserem Kranz aufflammen, Dann denken wir an die Heimat. wo vielleicht auch gerade zur selben Stunde Die Lichter ihr warmes Strahlen in Menschenaugen schicken. Sie künden das kommende Fest. Und wenn wir Diesmal auch nicht alle bei ihnen sein können — Das Fest feiern wir gemeinsam: Der Tannenduft und Der Kerzenschimmer ist ja Der gleiche, wie auch unsere GeDanken Die gleichen sind. Nicht mehr lange ist es bis dahin! Heftige Kämpfe an -erCyrenaika-Grenze Oer italienische Wehrmachtbericht. Rom, 13.Dez. (DRB.) Der lialienifche Wehr- machlberlchl hat folgenden Wortlaut: An der Ly- renaika.Grenze im Gebiet von Sollum und Sibi el Baran! und im südöstlichen Wustengebiet wurden die heftigen Kümpfe zwischen unseren Truppen, die sich mit großer Tapferkeit schlagen, und den feindlichen Panzerkolonnen fortgesetzt. Unsere Jagd- und Bomber st asfelu sind trotz heftiger Sandstürme ununterbrochen von Tagesgrauen bis Sonnenuntergang unterwegs gewesen und haben feindliche Einheiten mit Bomben belegt und dabei auch Brände ausgelöst. Die Gesamtzahl der am 9. Dezember Im Luftkampf abgeschossenen feindlichen Flugzeuge hat sich auf 18 erhöht. Am gleichen Tage sind eigene Flugzeuge nicht zurückgekehrt. 3n Ostafrika Patroulllentätlgkelt an der Sudangrenze mit Unterstützung unserer Luftwaffe, die den feindlichen motorisierten Abteilungen Verluste beibrachte. Ein feindliches Flugzeug wurde brennend abgeschossen. An der griechischen Front keine besonderen Ereignisse. Kleine Angriffe lokalen Charakters wurden abgeschlagen. Oie Gefechtstätigkeit an der albanischen Grenze. Belarad, 13. Dez. (DNB.) Don der jugosla- wisch-aloanischen Grenze meldet Der Berichterstatter Der „Dreme" aus Bitolj (Monastir), Daß Die Ge- fechtstätigkeit an Der Front von PograDetsch am Donnerstag äußerst gering gewesen sei. Den Italienern sei es gelungen, am Mittwoch und Donnerstag Den Bergabhang oberhalb Des Dorfes Staroye, 3 Kilometer nörDlich von PograDetsch, wieder zu besetzen. Ebenso sei es ihnen gelungen, südwestlich von PograDetsch bei dem Dorfe Tre- banije eine neue wichtige Stellung, Der eine große strategische Bedeutung zukomme, zu beziehen. Ferner hätten Die Italiener in Diesem Abschnitt neue Truppen an die Front gebracht. England setzt alles auf eine Karte. Der britische Angriff auf alle italienischen Positionen. Mailand, 13. Dez. (Europapreß.) Zu Den verstärkten englischen Angriffen auf Italien stellt „Gazzetta bei Popolo" fest, England setze alle seine Truppen aus Afrika, Asien und Australien und einen großen Teil seiner Flotte gegen italienische Positionen ein. Das fei eine große Ehre, aber auch eine Last. Niemand Dürfe sich wundern, wenn Italien in Griechenland. Aegypten und tm Mittelmeer sowie an anderen Fronten Schwierigkeiten begegne. Das ganze britische Weltreich stehe gegen Italien. England werbe überall Söldner an, und Italien sei sich durchaus der harten Aufgabe bewußt, Die es zu lösen habe. „Stampa" schreibt, seit Monaten versuchten die Engländer vergebens, alles auf eine Karte zu setzen, um Italien zu erledigen und Dann alle Kräfte Des Empires gegen DeutschlanD einsetzen zu können. EnglanD habe also Die BeDeutung Des italienischen Faktors in diesem Kriege erkannt. Italien werde mit entschlossenem Willen jeden Schlag mit Gcgenschlägen beantworten. goslawischen Freundschaftsvertrages bei Dem Besuch des ungarischen Außenministers, Grafen Cfaky, in Der jugoslawischen Hauptstadt. Der Vertrag, Der von Der Absicht geleitet ist. Die gutnachbarlichen Beziehungen und Das gegenseitige Vertrauen zwischen beiDen Nationen auf eine solide unD Dauerhafte Basis zu stellen, bestätigt nur ein Verhältnis, Das von Den Spannungen, Die es in Den Jahren nach Dem Weltkrieg beherrscht hatten, längst befreit ist und sich unter Der freunDschaft- liehen Vermittlung namentlich Italiens zu einem gutnachbarlichen Einvernehmen entwickelt hatte. Der soeben in Belgrad vereinbarte Vertrag sieht in seinem zweiten Artikel vor, daß beide Länder alle Fragen, Die ihre gegenseitigen Beziehungen betreffen, miteinander besprechen. Damit ist ein Weg gezeigt, alle noch vorhandenen Reibungs- flächen und Schwierigkeiten durch freundnachbar- liche Aussvrache abzuschleifen und beizulegen. So Darf auch Der Belgrader Vertrag als ein wertvoller Baustein für eine neue stabile Ordnung im Balkanraum betrachtet werden. Dr. Fr. W. Lange. Trinksprüche in Belgrad. B e l g r a D , 13. Dez. (Europaprsß.) Bei Dem Fest, elfen im Gardekasino, das Außenminister C i n c a r- Markowitsch am Donnerstagabend zu Ehren des ungarischen Außenministers Graf C s a k y gab, richtete Cincar-Markowttsch einen Trinkspruch an Den ungarischen Gast. Er hob hervor, Daß Der Belgrader Besuch eine Verständigung zwischen Den beiden Staaten Darstelle, Den Frieden in diesem Teil von Europa zu bewahren und allen Konflikts- möglichkeiten aus Dem Wege zu gehen. Diese Der- ftänDigung sei nicht nur eine Unterlage zu foliDer nachbarlicher Zusammenarbeit, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Konsolidierung Des gesamten Donaubeckens in voller Uebereinftimmung mit Den beiden befreundeten und benachbarten Großmächten Deutschland und Italien. In seiner Antwort erklärte Graf C s a k y , daß auch die öffentliche Meinung Ungarns eine Zusammenarbeit mit Jugoslawien wünsche. Die beiden Völker seien entschlossen, zu sammenzuarbeiten am Werke eines dauernden Frie- bens, ein Werk, Das auch mit Dem Ziel Der Achsenmächte übereinstimme. Die englische Kehlspekulation auf den Hunger. Rom, 13. Dez. (Europapreß.) Man könnte sagen, so schreibt Gayda im „Oiornale d'Jtalia", daß (Eng. lanD, Das früher dauernd und eifrig auf Der Suche nach Freunden und Verbündeten war, nun ebenso eifrig neue Feinde, zumindest geistige Feinde, suche. Dagegen unterlasse es England, die von Der ganzen Welt geforderten wahren Kriegsziele endlich zu enthüllen. England habe nur noch ein- mal feine Methoden der Kriegführung erklärt und feine Absicht bestätigt, durch die Blockade Die weni. ger gut versorgten Völker Europas auszuhungern. Nach Steuerungen des Vorsitzenden Des nord- amerikanischen Ausschusses für die Hilfeleistung an England, White, habe Der englische Botschafter Lord Lothian noch kurz vor seinem Tode in Washington erklärt, daß die englische Regierung endgültig Den von privaten amerikanischen Orga. nifationen gemachten Vorschlag zuruckweise, die Sendung von Lebensmitteln In die von Deutschland besetzten Gebiete passieren zu lassen..England beabsichtige also, so betont Gayda, einen Teil Europas zum Hunger zu verurteilen. Auf diese Weise bestätige es feine so wortreich behaupteten .christlichen" Gefühle! England täusche sich aber, wenn es hoffe, durch diese Art Der Blockade die Macht Deutschlands treffen zu können. Cs rechne wieder einmal falsch. Dieser englischen Blockade werde es niemals gelingen, die Achsenmächte auszuhungern. Die Versorgung bet Achsenmächte fei ausreichend gesichert durchs Die eigene Erzeugung unD durch Den Handelsverkehr mit seinen Nachbarn, Der nicht von Den Eng. ländern gestört werden könne. Die übrigen Völker Europas aber, unschulDige Opfer einer niederträch. tigen Berechnung Englands, würden nur lernen, England wegen dieser Aushungerungspolitik mit noch größerer Uebergeugung als bisher zu Haffen. England täusche sich, wenn es Durch den Hunger. Europa nieDerroerfen wolle. England sei heute be.I reits zur Niederlage verurteilt. Es könne sich durch' nichts mehr davor retten. Die Abrechnung aber werde immer unerbittlicher und für England kost, fpieliger werden Fnnerpolitische Wandlungen in Dänemark. Kopenhagen, 13. Dez. (Europapreß.) „Na- tionaltidende" schreibt, innenpolitisch müsse jugegeben werden, daß wachsende Kreise Des dänischen Volkes immer klarer Die Notwendigkeit einer Neue, rung unD Verbesserung Des Volks- regimes einsehen. Von Dem neuen Kurs erhofft das Blatt „größere Festigkeit in Der Staatsttih. rung, größere Sachlichkeit und Abschaffung aller Parteistreitigkeiten." Die Volksregierung fei um- 3 u f o r m e n , so daß Der Älaffenfampf'ausgerottet werde und Der Stimmenkauf verschwinDe. In Dieser Hinsicht stelle sich Das Dänische Volk nicht a b w e i- f e n D 3 u fremDen IDeen. „Politiken" gibt ein« gleiche Auffassuna 3U erkennen mit Der Feststellung, „fein Mensch in Diesem Lande glaubt. Daß Die alten Zeiten zurückkehren werden. Es ist eine gewaltige Veränderung in Europa eingetreten, uno neue Zustände sind im Begriff, sich auszubilden unD Form anzunehmen." „Faedrelandet" geht noch weiter und erklärt: „Wir Nationalsozialisten bekennen uns in vollem Umfang zu dem Eindruck, Den Das Deutschland Adolf Hitlers auf uns ausgeübt hat Diese Beeinflussung ist natürlich für Das dänisch« Volk, Das stets den großen Strömungen ausgesetzt war. Die vom SüDen her zu uns herauffam"n. Nie haben sie unserem LanDe geschadet ... Wir bekennen uns zu einer geistigen Rassenge, meinschaft mit Deutschland, Das Die neue europäische Völkergemeinschaft anstrebt. Zu diesem Kampf sind wir angetreten, und wir werden stehen, bis Der Sieg errungen ist." Reform des Wahlrechts in Iavan. Tokio, 13. Dez. (Europapreß.) Jrn Mittelpunkt Des innenpolitischen Interesses Japans steht zur Zeit Der am 25. Dezember erfolgende Züsow- mentritt Des Parlaments, Das während der bevorstehenden Tagung sich vor allem mit der Frage Der Reformierung Des Wahlrech- t e s zu befassen haben roirD. Der Dem Parlament vorlieaende Gesetzentwurf be-Deutet Das Ende Der liberalen Aera in Japan und verwirklicht die Forderungen Der Reformbewegung, deren Vertreter mit Der Uebernahme Des Kabinetts durch Den Fürsten Konoye nunmehr Die Geschicke des Staates leiten. Nach dem neuen Gesetzentwurf wird das japanische Parlament in Zukunft keine Pa rteien mehr kennen. Das Wahlrecht liegt entsprechend Dem alten japanischen Familiensystem ausschließlich in Den Händen Der Familienoberhäupter. Uebrigens hat Die Dem Kriegsministerium nahestehende Zeitung „Kokumin" in diesem Zusammenhang Die Forderung erhoben, Daß auch alle Diejenigen Personen, Die als R e s e r v i st e n Dem Heer oder Der Marine angehören, Das Wahl, recht erhalten sollen. Die neuen Manner in der Schweiz. In Der Schweiz Ist wie wir schon gemeldet haben eben ein neuer Bundespräsident in Der Per. fon von Dr. Ernst Wetter gewählt worden, her — ursprünglich Lehrer — später Die Beamtenlaufbahn m Der Bundesverwaltung einschlug, sich be« sonders mit wirtschaftlichen Fragen besaßt hat, bi* zum Leiter Der Handelsabteilung aufstieg unD end. lich im Rahmen Des Schweizerischen Handels- und Jndustrievereins eine recht umfangreiche Tätigkeit entfaltete, Die ihn sowohl mit den Außenhandels« fragen wie mit Den inneren schweizerischen Witt» schaftsproblemen vertraut gemacht hat. Dr. Ernst Wetter saß nur zwei Jahre im Bundesrat (Regierung) und ist daher sehr rasch zu Dem höchsten Amt aufgeftiegen, Das Die Schwerz mit Der Wahl zum BunDespräsiDenten zu oergeben hat. Nach brm Rück, tritt Des Bundesrates Minger vorn Militärde- partement unD vorn Bundesrat Baumann vom Justiz. unD Polizeidepartement finD zwei neue BunDesräte gewählt worden: Dr. Kob eit für Das MilttärDepartement und Dr. (EDuarD von Steiger für Das Justiz, und Polizeidepartement. Dr. Kobelt ist von Haus aus Bauingenieur und hat sich mit wasserwirtschaftlichen 5zagen, beson- Ders auch mit Der BoDensee-Regulierung und der Schiffbarmachung Des oberen Rheins beschäftigt. Zur Leituna Des Milttävdepartements ist er dadurch qualifiziert, Daß er im schweizerischen Generalstab Den Rang eines Obersten hat unD bisher als Generalstabschef Des 4. Armeekorps fungierte. ne erste Besprechung zwischen Argentinien und Ls-uguay. Montevideo, 13. Dez. (Europapreß.) lieber Den ersten Tag des Zusammentreffens Der Außenminist e r von Argentinien und Uruguay in Colonia wird in Regierungsk eisen mitgeteilt, Daß Die Besprechungen im Zeichen Der gemeinsamen Aufgaben Uruguays unD Argentiniens am La Plata geftanDen hätten Die Presse oer- meidet politische Folgerungen und erwähnt mit keinem Wort Das Interesse Der Vereinigten Staaten an der Stützpunktfrage. Kleine politische Nachrichten. Nach Abschluh ihrer Reichsarbettstagung, DU in Der Akademie für Jugendffchrun-g tn Braunfchwng stattfand, kamen Die Obergauführerinnen Des ÄDM. und Amtsreferentinnen Der Reichsju-gendführung nach Berlin, wo sie von Dr. Goebbels empfangen wurden. Anschließend entwickette Reichsjugendführer Sljmann Die Arbeitsplanung der Hiller- Jugend für Die kommende Zeit. Der ungarische Minister für Kultus und Unterricht, H o m a n, Der auf Einladung der Deutsch- Ungarischen Gesellschaft ins Reich gekommen ist, stattete nach seinem Eintreffen in Berlin in Begleitung Des ungarischen Gesandten Dem Rcichserzie- hungsminister Rust einen Besuch ab. n9tl Steigert die Erträge im HacksruKtbau! Der Boden kann die von ihm erwarteten hohen r das japo> artetet chend ha ießlich it oupfet um nah ujammt» alle bi» :en bta i Wah!l Mlung des Krieges wäre unmöglich gewesen, oinn nicht die Männer und Frauen des deutschen Lindvolkes durch ihre schwere Arbeit in den oer« as Großdeutsche Reich wir- ein Bauernreich sein Oer Reichsernährungsminister Darre gibt -em deutschen Landwirt die Parole zur zweiten Kriegserzeugungsschlacht. ÜitelpudÜ stehtje B uj Qm. währkn! t mit bi: b 1 r edj. kirlamfßt 1 End, Dertöirli ng, her« elis burä jchicke bii Rekord - Hackfruchternte dieses Jahres ist, obwohl sie infolge ihrer größeren Menge mehr Arbeit bei der Bergung machte als die des vergangenen Jahres, schneller geborgen und beendet worden als im vergangenen Jahre. Gleichzeitig aber hat das Landvolk die Herbstbestellung eben, falls schneller als im vorigen Jahre durchgeführt. Obwohl die Anbauflächen für Winterweizen und Winterroggen in diesem Herbst erfreulicherweise größer sind als im vergangenen Jahre, ist heute be- reite überall d i e Wintersaat im Boden, "tlelsj "X bllM.j ch !,z >°l|. 3n hielt! Q b mei. flibf ein ststellM die alt:i ^Wq|, betrete« szubilliq ertlon " vollen eutH euil Im bänity ausgeteti Wtonn :»rh Ifengt, oie ne« su dielt. vor Jahrhunderten der Bauer im Interesse der Er» Haltung der sogenannten alten Kraft des Boden, seinen Acker alle drei Jahre brach liegen ließ, mochte das damals angehen. Heute liegen die Berhältntss, anders. Die zunehmende Bevölkerungsdichte zwingt dazu, die Erträge auf der Flächeneinheit des Ackers immer mehr zu erhöhen. Diese Aufgabe kann nur mit neuen Sorten von Kulturpflanzen gemeistert werden. Derartige Kulturpflanzen bringen nicht nur wesentlich höhere Ertragsmöglichkeiten, sondern sie stellen stärkere Ansprüche. Solche kann aber nur ein gesunder und fruchtbarer Boden befriedigen. Die wichtigsten Faktoren zur Erhaltung und Mehrung der Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit sind eine geordnete Wasser- führung, eine sachgemäße Humuswirt, schäft, eine sorgfältige Bodenbearbeitung. Erst, wenn alle diese Dinge in bester Ordnung sind, und in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wurden, können wir mit hohen und sicheren Erträgen unserer Böden rechnen. Dabei halte ich es in der Zukunft für besonders notwendig, der sorg, fälligen Bodenbearbeitung, der richtigen Düngung und sachgemäßen und planmäßigen Humuswirtschaft erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Mgenen sieben Jahren die Doraussetzun- li n für solche Erfolge geschaffen hätten. Es ist das Dorische Derdienst unseres Landvolkes, daß u tv» er e Lebensmittelversorgung g e. jchert ist. Ohne seine Arbeit wäre es unmöglich ikwesen, die Lebensmittelrationen seit shiegsbeginn praktisch unverändert zu halten. Ohne [eine Arbeit wäre es auch unmöglich gewesen, d i e Jorräte an Nahrungsmitteln anzusammeln, die "3m Gegensatz zu allen bisherigen Erfahrungen ff es uns im Kriege nicht nur gelungen, die land- Vrtschaftliche Erzeugung aufrechtzuerhalten. Auf nichtigsten Teilgebieten konnten wir sogar w e i • tere außerordentliche Produktions- jtigerungen erzielen. Bei der Würdigung diese! Leistungen des Landvolkes darf allerdings auch nicht vergessen werden, daß von allen beteiligten Dmststellen der Partei, Staat und Wehrmacht Un- «wohnliches geleistet wurde, um die Landwirtschaft mt Arbeitskräften, Dünger, Treibstoff und sonstigen Betriebsmitteln zu versorgen. Die Landwirtschaft form überzeugt fein, daß auf diesem Gebiet auch in Äilunft alle zuständigen Stellen ihre ganze Ar- iitskraft daransetzen werden, der deutschen Land- «lrtschaft sede lrgendmögliche Erle ich- ftrung zukommen zu lassen. Besonders bedeutungsvoll ist die im Kriege er- rillte Leistungssteigerung in der Milchwirt - haft. Wir kannten das Uebermaß an Arbeit, das durch die Einziehung der Männer zur Wehrmacht mrftärtt auf den Landfrauen lastete. Wer wir vertäuten auf die Einsatzbereitschaft des deutschen auf 200 OOO Hektar zu steigern. Dielen erschien dieses Z-.el als zu hoch gesteckt. Heute wißen wir, daß eine Anbaufläche von sogar 225 000 Hektar Raps er- reicht worden ist. Es gilt nunmehr, die Vorbereitungen für die Erzeugungs sch lacht im nach st en Frühjahr zu treffen. Der Boden ist die Grundlage allen landwirtschaftlichen Schaffens und daher bie Voraussetzung jeder gesunden Ernährungswirt, schäft. Der Acker muß gesund und fruchtbar blei- ben, denn seine Fruchtbarkeit ist entscheidend für das Gedeihen und die Entwicklung des gesamten Volkes, welches von ihm lebt. Daher hat feder Bauer die Pflicht, den ihm anvertrauten Boden zu pflegen und ihn nach Möglichkeit in einen noch besseren Zustand zu bringen, als er heute ijt Wenn ei uns heute gestatten, Schwankungen in her Erzeugung und in den Zufuhren auszugleichen. Ohne tii von uns planmäßig durchgeführte Vorratswirt- fhift und ohne die seit 1933 aufgebaute Marktord- mng wäre es wiederum auch nicht möglich gerne» ja, die Lebensmittelpreise so stabil zu Hilten, wie es tatsächlich der Fall ist. Der aufopse- Nngsoollen Arbeit des deutschen Landvolkes und her klaren Steuerung dieser Arbeit seit 1933 hrch unsere nationaliiltsche Agrarpolitik ist es zu hinten, daß Deutschland heute im zweiten Kriegs. IÜr den höchsten Ernahrungsstandard aller Völker Europas zu verzeichnen hat. Dieser beruht auf einer Landwirtschaft, die heute Hst leistungsfähigste der ganzen Welt genannt werden darf. lagen als im Jahre 1938. Die Buttererzeugung unserer Molkereien übertrifft jetzt im Kriege Die Buttererzeugung der entsprechenden Monate der Zeit vor dem Kriege um etwa 30 v. H. Dieses Beispiel zeigt, welche Produktionssteigerungen in unserer Landwirtschaft möglich sind, wenn man hierzu die wirtschaftlichen Voraussetzungen schafft. England hatte gehofft, uns durch seine Blockade gerade auf dem Fettgebiet entscheidend treffen zu können. Die Milcherzeugungsschlacht hat auch diese Hoffnungen zerstört. Die Leistungssteigerung in der Milchwirtschaft machte es möglich, den kriegsbedingten Ausfall bei der Einfuhr von Fetten aller Art weitgehend auszugleichen. Unsere seit Kriegsbeginn stabile Fettration von rund 270 Gramm wöchentlich je Kopf gehört heute zu den Höch st en Fettrationen, die überhaupt in Europa gewahrt werden. England, das sich einst rühmte, ungefähr den höchsten Fettverbrauch Europas zu haben, ist heute bereits gezwungen, eine Fettratton vorzuschreiben, die je Kopf und Woche um rund 50 Gramm niedriger liegt als die deutsche Fettration. Wir wollen bei der Beurteilung der deutschen Fettratlon von wöchentlich 270 Gramm auch nicht | vergessen, daß Deutschland im zweiten Jahre des letzten Krieges eine Fettration von nur etwa 120 Gramm je Kopf und Woche, also noch n i ch t e i n- mal die Hälfte der heutigen Ration gehabt hat. Angesichts dieser Tatsachen darf es für den deutschen Verbraucher keine Rolle spielen, ob er je nach Jahreszeit und Dem dadurch bedingten Schwan- ken der Buttererzeugung infolge der durch das Klima bedingten unterjchiedlichen Futterver^ältnisse einmal einige Monate mehr Butter und weniger Margarine und in anderen Monaten mehr Margarine oder Butterschmalz statt frischer Butter erhält. Auf den anderen Gebieten des Lebensmittelmarktes liegt es nicht anders. Ein Vergleich der Fleisch- r a t i o n e n bzw. des Fleischverbrauchs in den ver- schiedenen Ländern Europas mit der deutschen Fleischration ergibt ein ähnliches Bild wie beitzi Fett. Aber wir wollen nicht nur voll Stolz auf das Vollbrachte zurückblicken, sondern hieraus auch neue Kraft und neuen Ansporn für das Kommende schöpfen. Die Männer und Frauen des Landvolkes haben bereits bei der Herbstbestellung und bei der Bergung der Hackfruchternte in den letzten Wochen und Monaten gezeigt, daß sie ihreAufqabe kennen. Die ömdvolkes, und unser Vertrauen wurde auch hier- bti nicht enttäuscht. So lagen beispielsweise die Vilchanlieferungen an die Molkereien in den letzten Monaten ständig um 1 0 bis 15 v. H. höher als Europas nur in günstigen Jahren eine reichliche Bedarfsdeckung ermöglicht, muß auch hier jeder Landmann aus Der eigenen Wirtschaft an der Bedarfsdeckung mithelfen. Also: Sichert durch planvollen Futterbau die Leistungsfähigkeit unserer Viehhaltung. Ihr verbürgt damit ben Sieg in der Milcherzeugungsschlacht! Ihr werdet auch ferner durch eure Arbeit die Er- nahrun-g des Volkes sichern. Und mit diesem Beitrag zum Freiheitskamp! des deutschen Volkes wer- bet ihr bis stolzeste Leistung in Die Geschichte des deutschen Bauerntums eintragen. Ebenso wichtig wird aber nach dem Kriege die Aufgabe fein, das Bauerntums a (s B1 utsaue 11 des Volkes zu erhalten und zu stärken. Ich weiß vom Führer, daß er entschlossen ist, auch dieses Problem des Bauerntums nach dem Kriege mit größter Energie anzu- packen. Wir dürfen hierin nach dem Kriege ebenso auf den Führer vertrauen, wie wir bisher auf ihn vertrauen durften. Um das Bauerntum in die Lage zu versehen, die für das Deutsche Reich vordringllche bevölkerungspolitische Aufgabe zu meistern, wird nach dem Kriege die „Ausrüstung des Dorfes" durchgeführt werden, die mit ähnlichen Maßstäben gerne en wird, wie sie bei dem Neuaufbau in den letzten Jahren vor diesem Kriege galten. Auf allen Gebieten der Lebensführung und Lebenshaltimg wie auch der Technik und der Bauwirtsch^ft wird dem Dorfe das gegeben werden, was in den Städten In den letzten Jahrzehnten schon selbstverftändlich geworden ist und was da» Land braucht, um feine nationale Aufgabe erfüllen zu können. Es wird insbesondere auch die Aufgabe der deutschen Jugend fein, hierbei mitzuhelfen und jene bodenständige Dorftuttur wieder zu schaffen, die jeden einzelnen Dorfgenoffen Rückhalt und Stühe in der Dorsgemeinfchaft finden läßt. Das Großdeutfche Reich wird nach dem Kriege nicht nur der vorbildlichste Sozialstaat der Welt werden, sondern auch stets ein Bauernreich im Sinne des Führers fein. pauöiiArrueiter: f>r .tneoruh ötibeim ümgt Stciiöemnn öet pammdjrbhetiere Ernst Shtmftfipin. KetanüüortH* ür •Bpiiti, und Bilder iVr. W. Lange für da« geu-.ielon: Lr. Han« Thyriot; üi Stab' Gießen. Prvvm>, ißittidiai, u. Sport: tlcnn B>um,che n. Drull uno ibrühhtbe Unirer-UateDnirfertt W. tanjp fl. S. Dr.- Ina 6rtnhnv bt r -.'in rorn ThefOnr fffimm- Pi Si'H Berlin, 14. Dez. (DNB.) Am Samstag sprach i Rundfunk über alle Deutschen SenDer der Reichs- ifllnnter für Ernährung und Landwirtschaft R. Walte Darrt zum Deutschen Landvolk über die Auf- den Der 2. Kriegserzeugungsschlacht. Er führte ii, a. aus: 3m Oktober empfing Der Führer in Der lchskanzlei AborDnungen aus ben Reihen des Hndvolkes, um biefen zu Danken für das, was das deutsche Landvolk im letzten Jahre für Grohdeutsch- lanb geleistet hat. Wenn man bedenkt, daß wir Den u -51» festen Krieg ganz wesentlich auch am Hunger ver- !«.«•* hnhun In mioni hiofor tmlm>,s ü Iffitn Haden, so wiegt Dieser Dank unseres gelieb- Führers Doppelt und dreifach. Noch nie in Der deutschen Geschichte ist Das Bauerntum so geehrt ^0,h. tijt) seine Leistungen so anerkannt worden. Heute ; er|)oi- dürfen wir voll Stolz bekennen: Die bisherige Ent- 'MsH ’ - *■ ~ ’ •• •• - - ,ei um, Ernten aber nur Dann auch wirtlich hergsben, wenn au ihm Kulturpflanzen gebaut werben, Die im land- sind. Diese günstigen Wachsturnsverhält- nis e voll auszunutzen. Die Deutsche Pflanzenzüchtung ist mit Erfolg bestrebt gewesen, ihre Zuch- ten ständig weiter zu entwickeln unD zu verbessern. Es ist nunmehr bie Aufgabe ber praktischen Land- wirtschaft, sich diese großen Erfolge der deutschen Pflanzenzüchtung voll nutzbar zu machen. Diesen Appell muß ich vor allem an jene Betriebe richten, die bisher ber Saatgutfrage und bem Saatgutwechsel noch nicht immer die notwendige Beachtung geschenkt haben. Ganz besonders gilt dies bei den Kartoffeln. Es ist daher Dafür Sorge getragen worDen, daß für Die Aussaat im Jahre 1941 ngch wesentlich mehr bestes Pflanzgut zur Verfügung steht als in diesem Jahre. Damit ist für alle Betriebe die Möglichkeit gegeben, durch verstärkten Saatgutwechsel zu einer Steigerung ihrer Kartoffelerträge zu kommen. Ich weiß, daß die Steigerung des Hackfruchtbaues, der viele Arbeitskräfte erfordert, in manchen Betrieben auf große Schwierigkeiten stößt. Trotzdem müssen wir alles daransetzen, im kommenden Jahr die Hack- fruchternte noch weiter zu steigern, um damit die Futterversorgung für wachsende Viehbe- stände zu sichern. Durch einen sinnvoll vermehrten Maschineneinsatz, wobei vor allem dem Schlepper, ben Vielfachgeräten und Den modernen Kartoftelemte- und Rubenrodegeräten eine beson- ! bere Aufgabe zufällt, muß es gelingen, Die gestellte Aufgabe zu meistern. Ich erinnere also mit Nach- Druck an unsere Varole: Steigert die Ertrage im Hackfruchtbau! Neben bem Hackfruchtbau ist für uns Der Fut- t erb au besonbers wichtig. Von den Erträgen Des Futterbaues hängt weitgehend die Futterversorgung unserer Rindviehbestände und Damit Die Erzeugung von Milch und Fett ab. Leistungsstei- gerung im Futterbau ist die Voraussetzung für ben wachsenden Erfolg in ber Milcherzeugungsschlacht. Aus diesem Grunde wird vor allen Dingen im kommenden Jahre der Zwischenfruchtbau als zusätzliche Futterquelle besonders gepflegt werden müssen. Das da^ür notwendige Saatgut wird sich allerdings nicht mit derselben Leichtigkeit wie in Friedenszeiten aus dem Markte beschaffen lassen. Schon im Vorjahre ist daher von uns bie Bei- f a a t von Futterleguminosen in Getreide gefordert worden. Diese Möglichkeit muh bei der Frühjahrsbestellung in noch größerem Umfange ausgenutzt werden. Da die Kleesamenernte welche uns das Brot im Übernächsten Jahr geben soll. Die erste wichtige Voraussetzung für Die Sicherung unserer Brotoersorgung Im übernächsten Jahre ist damit bereits geschaffen. Außerdem hat das Landvolk Dem Appell, zur Festigung unserer Fettversorgung Die Anoaufläche für öelfaat auszudehnen, in einem Maße Folge geleistet, wel- uieil wiyi „... _ __________ ___ ches die Erwartungen übertrifft. Es war das Ziel jur gleichen Zeit des Vorjahres, obgleich die Ab- aufgestellt worden, die Anbauflächen für Raps von Meningen 1939 bereits um fast 10 v. H. höher 80000 Hektar im vergangenen Jahr in diesem Jahr ♦ ♦ ♦ * * * ♦ * * * liiiiijiiiiiiiuiiiiiiiiiiiir i|||llllllll|llllir!TWn= * *' * * * ♦ * * * * * * * * * * [bet hck i der Pü erben, K amtenlair- 0/ sich jt h°!,b und ibel5* id ■ tätigte enhandkb hen Dr. U ■al CJteo> chsten & Wahl «DlHitB a n n f-’ itnei beit iv larb »ül parteffli"; mleur ur- |t". a und t Ift«' ton «* bW4 gitrli 3 V i^llllllllllMMMMl uuiininmuiHMiiiiiiiiiiuui s I 5 24 fiundenWtr die die Zeit von 0—24 anzeigt, mit elektrischautomatischem, drehbarem Zifferblatt finden Sie am Lager im Dhren-SpezlalgeBchttft jfeuning Plockstraße 10, Telefon 3692 BM8d ADOLF HITLER-POLYTECHNIKUM , Hoch- und Tiefbau, Moechlnen-Bou, Betriebs-Technik, Elektro-Technik. lng_-Kaufmann, Auto- und Flugzeug- Bau, Lehr-WerkstQlten. Staatlich anerkannt. - Drucksachen frei Friedberg I. Hessen a hin. vom bad nauhiim Autobesitzer die ihre Wagen Stillstehen haben und absetzen wollen,, wenden sich an die Autoverwertung Gießen. 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Und Vau- iar war ein Repräsentant des Mittelalters jbilies Mittelalter Frankreichs, /fein moyen-äge hat nil der verborgenen Dynamik, die uns Deutsche )en>gt. wenn wir an die Spannkraft des ewigen Reihe* denken, wenn wir uns unsere Kaiserbilder ml Kaiserdome vor Augen rücken und in der Rose )er Straßburger Münsters den Glutkreis deutscher Vir'.ik verspüren, nichts zu tun Das franz fische Diirelalter, das zeitlich unbegrenzt geblieben ist. Der Jakobiner Barröre proklamierte: ,L)er Fode- ralismus und der Aberglaube sprechen bretonisch die Ausgewanderten und der Hatz gegen die Republik reden deutsch, die Gegenrevolution spricht ita- lienisch und der Fanatismus baskisch. Zerschlagen wir diese schädlichen Werkzeuge!" Der Rationalismus beherrschte das mittelalterliche Frankreich, als die Pariser Universität Lockruf der universalen Theologie war. Deshalb empfinden wir die in Stein verkörperte Architektur dieser hochmittelalterlichen Scholastik. Rotte-Dame, als frostig, wenn wir von Straßburg und von Erwin von Steinbach Herkommen, den unendlichen Raum der y etheschen Andacht noch im Herzen und im Gefühl Derselbe Rationalismus zeigt sich Jahrhunderte später noch immer im System dieses Macht- und Derwaltungsstaates. der die Vielfalt feiner Gaue lähmte, die Sprachen bastardisierte, die Provinzen bürokratisierte, die Landschaften verarmte, die Jrredenta züchtete und sede Autonomie erdrosselte Wir haben die Randlandschaften Frankreichs nur im Norden durchfahren — von Kolmar bis Dünkirchen Wir haben die Normandie nur in Rouen gestreift und die Bretagne nicht erlebt Aber dort, wo wir waren, verließen wir deutsches Sprachgebiet nicht und vernahmen das Echo von Landschaft und Laut. Wir hörten in Kalmar das alemamyische Dytsch. wie wir Klaus Groth's „moderfprak"" bei den flämischen Dichtern aus dem Westhoek und aus Westflandern ablauschten. Ein paar Seiten ve!he geistigen Ursachen, die in Jahrhunderten ictfimt sind, zu diesem totalen Zusammenbruch ruhten Militärisch: die Maginotlmie war eine fdl zwar geschichtliche Wandlungen durchg-macht, )ir seine Erscheinungsformen Dauerten, aber nie- ml' sein Wesen Dieses moyen-äge der Franzo- en hieß Scholastik, es hieß königlicher Absolutis- Mi, es hieß Jakobinertum: es hieß Napoleon, es Wk Paris! In ihm lebt das' Wunschbild fedes Rrriaofen fort, sich eine Welt zu bauen, zu kon- liniieren und zu unterwerfen, die bis ans Ende mhdacht. logisch gegliedert und den Regeln einer kilnrischen Vernunft unterstellt ist saris ist das sichtbare Beispiel dieses in einer eil/: a en Stadt summierten Zenttalstaates. der ‘ groß und — arm machte. Groß. i oie Fülle der Verschwendung, die klare Pracht ^Grundrisses und die Kühnheit der Schnittpunkte bi?l Stadt wirklich begnadet haben Arm. roetl hielts Gebilde van Anmut und Hochmut auf ÄO't en eines Landes gegangen ist. das viel ichirfere Konturen der Stämme. Land Wielen und Provinzen zeigt als das Reich Die ölte ist Frankreichs wahre ,,Mainlinie". Calais inl Toulouse sprechen fremder miteinander als ^Mls Lübeck und Nürnberg bei uns. So war auch der Wohlfahrtsausschuß der „großen" Kftalution, der die Könige und Royalisten vor )i Guillotine forderte der Vollstrecker jenes Zwing- Uri-, das Richelieu für einzig ..raifonnable" hielt. Häufig meldet der OKW.-Bericht von den Erfolgen der deutschen Küstenartillerie die schon manches feindliche Schiff unter ihr wirkungsvolles Feuer nahm. Diese Spezialisten, Entfernungsmesser und Befehlsübermittler, werden wenig genannt, obwohl sie viel zu den Erfolgen unserer Marineartillerie beitragen. — (PK-Mcndel. — Scherl-M.) imbtmlle I »wkul agratilbJ in btutfte I mi; I d dir ttn I öltrn, Sft I nltge rct-1 snö aus k: I le. tnteir I wchirn u! | 'er. 1 ihabtj uversj^ inruh« denio i ms Groteskes verleiht, durch die Stollen, Kose- . gmften. Betonwerke. Panzertürme. Kommando- Hübe und Munitionskammern dieses kriegerischen V- z-iqwerkes und dieser Riesenfestung unter Tag tnbeS 5m e Ueberzeuaung ttägt er mit kokettem <5tde! er nichts mit bem Urlaub, alles Gute usw 1 Am 22 kommt einer von uns nut einer kleinen in ben Stollen beruhter, bie er bmten in bim Wälbchen geholt hat. wo ber Gefechtsstanb bn Artilleriekommanbeurs ist W.r machen uns btrm. bem Bäumchen einen foliben Fuß zu geben, gfü! Mitteln ber Truppe", wie man barnals fagte 14 wird ja wohl bis zum Heilten Abend nach »ne durchkommen, es ist ^it Tagen fast ganz JU fein Mensch schießt Das Material zu einem ftilen Grog haben mir schon aufgejpart. unb ben Unraum machen mir ers. am ^i .«en Mend Itin fauber. loroeit davon bei bem Hefen Schlamm k in den Grüben die Rede lern kann Aber er Ul doch ein bihchen .estlich werden, einer mutz auch ltd ein paar Tannenzweige aus,ber ..Eiak>pe Ikn. Das wäre ja gelachi. wenn alte ®J'«9er el diel r. * ilt! llung: 8. Deibr 122 Cbr( ■ in* 1P1 Kl v rX • I rias wäre ia geiuuji. u;PT 4 Nh einen Weihnachtsersatz schaffen konnten« hier, ’i b: p 25 Meter von ben französischen Graden en In bas Gehämmer quakt bas Telephon: Ich nehme ben Hörer. Ganz fern eine Stimme. „Ich verstehe kein Wort — hört doch mal mit dem Ge- kloppe auf — die Leitung mutz wieder irgendwo Erbberührung haben, wir müssen gleich mal Störungspatrouille gehen. Also bitte nochmal?" Dann erkenne ich bie Stimme bes Wachtmeisters: ich kann öfort in Urlaub fahren unb wenn ich mich sehr beeilte, bann könnte ich noch in Charleville ben Schnellzug nach Köln» kriegen, aber es müßte im Galopp gehen. Mennnsch!!! Jetzt aber Beine in die Hanb! Schnell bas Grabenkrämchen zusammengepackt. Kol- lektivabschieb von ben Kameraben. Als ich nach zweieinhalb Stunben im Duartierborf ankomme, bin ich in Schweiß gebadet unb habe einen erheblichen Teil Frankreichs an mir. An Umziehen ist nicht zu benfen. Also schnell ben gröbsten Dreck heruntergekratzt. im Rekorbtempo gepackt unb bann erwische ich gerabe noch bas Trittbrett bes Last- autos mit bem der Küchenunterofsizier zur Intendantur losfahren will Wenn wir jetzt keine Panne haben, kriege ich vielleicht doch noch ben Bummelzug von ber nächsten Station, ber mir zu bem Schnellzug ab Charleville verhilft Ich habe sie beibe geschnappt Aus bem Bahnhof in Charleville halte ich mich gar nicht erst mit dem Kampf um die dichtbelagerten Wagentüren auf, werfe mein Gepäck burch ein offenes ^Fenster, schwinge mich hinterher unb falle brinnen in eine fürchterliche Enge. Es ist manchmal kaum zu unterscheiben. ob Die Lanbser auf, bem Gepäck ober bas Gepäck auf ben Canbfern sitzt. So geht es durch die Nacht nach Köln Alles ist übermüdet unb. steifgefroren, und wenn mal einer burchaus an bas Unbe des Wagenganges muß — unb irqenbroer muß immer - bann gibt es alle Tonarten bes Ge- fchimpfes vom Gebrummel bis zu Herzhaftigkeiten saftigster Sorte Das nimmt keiner krumm Mal will ja auch ber Solbat feine Ruhe haben, erst recht im Urlauberzug zu Weihnachten In Köln Galoppfrühstück am Bahnsteigkiosk aus bem Brotbeutel (ber Küchenbulle ist boch eine gute Seele soll auch eine prima Zigarre kriegen, wenn ich wieder da bin?) Dann wird ber Fenstersprung von Charleville wiederholt, die einzige Möglich- kett für mich schmächtigen Hering, unzerquetscht in ben im Augenblick gestürmten Zug zu kommen. Und bann stehen wir uns dis Berlin wieber bie Knochen steif, eine Stunbe nach ber andern, bis zu ben Knien sind wir verstorben vor Kälte unb in ben Abortraum haben sich vier Mann gequetscht, weil sie nicht mehr wußten, wohin vor ben immer noch nadjbrängenben Kameraben. Aber bas ist alles ganz egal, von Berlin ab verteilt sich bas schon mehr Auf einer Station reißt eine kleine kugel- runbe Beamtin bie Wagentür auf, starrt einen Augenblick entrüstet in bie Preßpackung aus Menschen unb Gepäck unb schreit: „Der Gang mutz sofort frei gemacht werden!" Die unzeitgemäße Zumutung verursacht bei uns donnerndes Gelächter Empört schlägt sie die Tür zu. Bis Berlin gibt es stundenlange Verspätung. Unb bann kommt es tatsächlich bazu, baß ich in Char- lottenburg aus bem noch langsam fahrenden Zug springe, brühen auf bem anderen Gleise fährt eben mein Schnellzug nach bem Osten an. Ich brülle, ber Fahrbienstleiter auch, eine Wagentür geht auf. ich springe aufs Trittbrett, zwei Kameraben von ber Marine friegen mich beim Kragen zu fassen unb heben mich samt Gepäck wie ein Paket in ben Zug. Hinter mir knallt bie Tür zu, an ber gerade ber immer noch schimpfenbe Fahrdienstleiter vorbei- gleitet. Jetzt ist es geschafft. Am nächsten Morgen klaube ich mich steif wie eine Holzfigur mühsam zusammen Da ist ber gemütliche Bahnhof ber elterlichen Stabt, ba klingeln bie kleinen Straßendahnwägel- chen Zu Hause gibt es erst ein allgemeines Freu- dengeschrei. aber auch gleich ben Sprechchor: „Um Gottes willen. Junge wie siehst Du benn aus??" Unb da merke ich erst, baß ich noch immer ben halben Graben von ber Butte be Tahüre an mir habe, eine schön verteilte Kruste, mal bicker und mal bünner, bie stellenweise schon abbricht. Auf einmal ist Frieden unb Ruhe ba unb ein steifer Grog. Windstärke 12 Ja und die Geschenkpäckchen für mich sind jetzt dort in der Laufechampagne. aber am Heiligen Abend ist bann mein Platz auf bem Gabentisch boch so voll, baß ich es mit ber Angst bekomme, wenn ich an die Rückfahrt denke Rückfahrt? Quatsch — jetzt sind wir erst mal geschlagene 12 Tage bei Muttern. Dann kann es meinetwegen wieder losgehen. Wenn es fein muß. auch wie^r Hals über Kopf. LL Gauß und das Jieb>uhn. Als Karl Friedrich Gauß Professor an ber Sternwarte zu Göttingen war, verkehrte er in einer kleinen, guten Gaststätte, beren Oberkellner ihn be* rounberte unb an seinen Forschungen lebhaften, oer* ftänbnisDollen Anteil nahm. An einem Abenb.— Gauß hatte Rebhuhn gegessen unb war vom Mahl unb ber Bebienuna sehr angetan — legte er ein Geldstück auf ben Tisch unb bemerkte. „Es stimmt?" Dem Oberkellner gefiel es nicht, von Gauß ein so reiches Trinkgelb zu nehmen, er zögerte, Gauß aber bemerkte: „Ader nehmen Sie es nur. Sie haben es oerbient, baß ich mich einmal zu Ihren Gunsten verrechne?" Darauf antwortete biefer: „Aber Sie bürfen boch nicht sagen, baß Sie, ber Sie als einziger bie Bahn bes ersten Planetoiben berechneten, sich bei einem Rebhuhn verrechnen können .. .* ..Warum nicht", lachte Gauß, „wenn man will, ist boch auch ein Rebhuhn so eine Art Himmelskörper, unb feine Bahn habe ich wirklich noch nicht errechnet." Br. Eine tolle Fahrt. Aus Cordoba wirb berichtet: Ein eigenartiges Erlebnis hatte biefer Tage ein spanischer Autobesitzer der mit seinem offenen Kraftwagen durch einen Hohlweg bei Cabra fuhr Ein am Abhang stehender Esel scheute plötzlich, rutschte aus unb sprang bem Autofahrer birekt in ben Wagen Doller Schreck trat biefer statt auf bie Bremse auf ben Gashebel unb raste davon, wobei er einen hochbelabenen Bauernwagen streifte Bei bem Anvrall fiel bie Bäuerin, gerabe neben ben Sitz bes Fahrers — unb fing mörberlich zu schreien an. als sie hinter sich den Esel erblickte In diesem Augenblick raste das Auto aus dem Hohlweg heraus, der Fahrer verlor ben Rest seiner Sicherheit unb fuhr an ein Brückengelänber. Dabei mürben er, bie Bäuerin unb ber Esel in hohem Bogen herausgeschleubert unb landeten nach kurzer ßuftreife im Fluß Außer einem kalten Bad ist aber erstaunlicherweise allen Dreien nichts weiter geschehen. Dem Auto war natürlich nicht mehr zu helfen« fr , 11 Neues für den Büchertisch Lind wo nimmi's der Weihnachtsmann her? Sonneberger mit geschickten Fingern für die Weih- F K Ü C eruhigt und gelangweilt geht den (Nachdruck verboten.) 18. Fortsetzung. - zu bilden, der Uferweg selbst bildet die Längsseite, und weiter oben schiebt sich die Hintere Kaimauer 31 Und Viktor sagt: „Jetzt glaube ich wirklich drairi überlegt offenbar, ob er sie entlanggehen soll, wippt Sache ganz sicher und er sagt nur: Als sie um den letzten Wolkenkratzer Herumbiegen, zauber. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! 6i« der Eisenbahn sind alle diese Sendungen hinausg«, der Eisenbahn oder auf Lastzügen sind alle dies, Sendungen hinausgegangen in die verschiedenen Gaue und werden dort am Weihnachtsabend die Augen von vielen tausend Kindern leuchten und strahlen machen! Solterbeck drückt das Fahrzeug mit einem kE tigen Stoß von der Treppc ab: „Los. Boy, bw fährst den Cäsar und sein Qlrnf!" Der Junge taucht die Riemen ein. Sie gleiten in den tiefen Schatten des Spaniers. Aus einet! Ladeluke hängt eine Strickleir'r herab. Der 3ungn erfaßte sie und stößt einen kurzen Pfiff aus, unr sich bei der Schiffswache anzuk.!ndigen. ein paarmal in den Knien, gähnt laut und geht । feinen Weg wieder zurück, langsam, die Hände aus dem Rücken und unendlich gelanqweill. Die drei Arana? Guardian?" „Si sennore!" Der Junge betrachtet die beiden neugierig und mit einem verschmitzten Lächeln. Der Kapitän Arana tritt ein, ein straffer, unteo letzter Mann Im besten Alter. Er hat eine lieft dunkle Haut und schwarze Bartkoteletten. Solterbeck geht aus ihn zu und gibt ihm di" Hand: „Kapitän Arana, Sie sind mir seit oicle» Jahren der angenehmste Mann, der mir beg:"ne3 ist. Und jetzt wären wir Ihnen dankbar, wenn uns etwas zu trinken verschafften, damit wir aill Ihre Gesundheit anstoßen und unseren verlorener rta[ine I*., im xoeinriege. aare leoenüMe Schilderung des äußerst aktuellen Tatsachenberich, tes, dem Tage- und Flugbücher von damals als .1 Quelle dienten, würdigt die außerordentlichen Lei» ZerZIlWmgmifMsikv Homan von kjelnZ Lorenz-Lambrecht Sine Antwort auf hunderttausend Kinderfragen. 13on unserem M. I.-Korrespondenien A Mehrschicht. 210 AvVA Rollfilm d7n testen außen. Um auf ihn zu gelangen, müssen sie die vordere Kaimauer entlang gehen, an ihrem Ende befindet sich eine «treppe, an der ein Kahn der Guardian liegt. Sie müssen nun den günstigsten Zeitpunkt abpassen, das heißt, wenn der Posten auf der entgegengesetzten Kaimauer patrouilliert. Dann sind sie seiner Sicht durch die großen Schiffe verdeckt. Eben kommt er langsam Die Uferstraße her. * Viktor und Solterbeck, die sich bereits an Bord des Spaniers gesehen haben, machen sich mit der neuen Gefahr rasch vertraut. Jetzt, so dicht vor dem Ziel, Darf ihre Flucht nicht mehr mißhpgen. Wenn ihnen der Posten ecwa einen Pah aboeilangte — » All right!" Solterbeck nimmt die Hand des Jun» berühmteren Kaimauer nähert', den Uferweg, wobei gen, schüttelt sie kräftig und verspricht ihm sogleich sie sich einen selbstverständlichen Anschein geben, zehn, er verspricht ihm zwanzig Dollars < Der Posten hört das Geräusch der Füße hinter Der Junge macht ihnen in gebrochenem Englisch sich und dreht sich um. Noch ehe er sich indes ent» klar, daß sie vorsichtig sein müßten. Wegen der s schließen kann, herbeizukommen oder sie anzurufen. so daß bei der Granate der Aufschlagzünder wirken kann. Oie Gtabilifierunq von Fliegerbomben Bei verhältnismäßig langsam fliegenden Geschossen, wie Fliegerbomben und Minen, stößt die An- wendung des Dralls auf Schwierigkeiten, besonders wenn es sich um stille Flugbahnen handelt. Man mußte daher andere Mittel anwenden, um der Ge- schoßachse die gewünschte Richtung zu geben. Dor- wiegend benutzt man zu diesem Zweck das Pfeil- prinzip. Beim Pfeil verlegt die schwere Spitze Den Schwerpunkt weit nach vorn, während das Gefieder den Angriffspunkt des Luftwiderstandes stark ans Ende verschiebt. In ähnlicher Weise wird bei Fliegerbomben durch eine geeignete Form Der Schwerpunkt nach dem Kopf hin verlagert und Der Luftwiderstand durch Flügel am Geschoß, ende künstlich vergrößert. Es ist nicht immer leicht, die Stabilisierung, welche diese Flügel geben, der Höhe anzupassen; bei mangelhaften Erfolgen kön- nen sogenannte Bauchtreffer auftreten, die den Aufschlagzünder nicht zur Wirkung bringen. immer weiter wurde auch der Kreis Der Abnehmer. Schon waren es nicht- mehr die Nürnberger, Die die Sonneberger Spielwaren ins Land hinausbrachten, sondern in Sonneberg selber war ein lebhafter und reger Handel entstanden. Ja, zu Zeiten hatten die Sonneberger gar eigene Schiffe, die über Den Ozean bis nach Amerika fuhren. Am Juttaplatz in Sonneberg steht ein schönes großes Haus, Das Deutsche Spielzeug» mufeum. Hier findet man neben Sammlungen von Spielzeug aus allen Zeiten und aus allen Ländern Der Erde vor allem alles, was jemals in Leinen gebunden 8,50 RM. Ehr. Belfer, Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. — Don etwa 2000 Dri- ginalaufnahmen wurden die besten ausgewählt unbi hervorragend wiedergegeben. Es sind Bilder vom seltener Schönheit und Farbenfreudiakeit. Der wolkenlose blaue Himmel, die seligen Gestade des schimmernden Meeres, wie die stolzen Hallen fürstlichen Paläste, die malerischen Bergnester im grünen Umbrien und die staunenswerten Zeugen Der Staper- herrlichkeit in Apulien und Sizilien sind in bunten Folge im Bilde festgehalten. Die Ausnahmen lassim ein geübtes Auge und eine sorgfältige Hand erkennen. Sie entzücken jedermann, Den vielen Jia- lienfahrem wirD Das Buch eine Erinnerung am Sonne, Farbe, Natur unD Kunst fein. — Else Wernicke: Treffpunkt Herz- linde. Ein Roman um Frauen und P'erde. Franckh'sche Verlagshandlung in Stuttgart. Prels in Leinen gebunden 4,80 RM. — (253) — Din geschickte Erzählerin schildert Das Zusammenseiia über Dem Alltag stchender Menschen in ein paar: bezaubernd schönen Sommermonaten, erfüllt doiu der Lust am Reitsport in sommerlicher Landschaft und fr ob er Geselligkeit. Reiter und Nichtreiter werden an diesem reizvollen, leise prickelnden Spiels an diesem Hohen Lied des Reitsports viel Freude; haben. gegangen. Bei diesen ist es nun von großer Wichtigkeit, daß sie mit der Spitze nach vorn fliegen und sich nicht überschlagen. Dies wird dadurch er» reicht, oaß in die RohrwanDuna innen schraubenförmige Rinnen eingeschnitten find, dis Dem Geschoß eine DrehenDe Bewegung, Den sogenannten Drall aufzwingen. Wie bei jeDern Kreisel bewirkt Diese Rotationsbewegung, daß Das Geschoß seine Drehungsachse beibehalten roilL Ohne Den Luftdruck müßte Die Achse Des Langgeschosses währenD Der Flugbewegung mit sich selbst parallel bleiben unD die Richtung des Geschützrohres beibehalten, wobei Die Spitze schräg nach oben gerichtet wäre. Der Luftdruck aber, Der den Hinteren Teil des Geschosses stärker zurückdrängt als Die Spitze, sucht Die Granate, wie auch das Spitzgeschoß des Gewehres, be» züglich der Achse in Richtung d e r W u r f beweg u n g zu lenken» da auf diese Weise auch der geringste Widerstand geleistet wird. Durch einen passenden Ausgleich der Drallgeschwindigkeit und Der Form Des Geschosses hat man erreicht, daß letzteres auch auf Dem abfteigenDen Teil feiner Bahn feine Achse in Die Bewegungsrichtung bringt, Einer hinter Dem andern klettern sie hinauf. Wache kommt herbei und heißt Die Flüchtling ihr folgen. Es aeht Durch Den Dunklen Laderaum eine schmale Eifentreppe hinauf, in einen Kcijütr" gang. In einem kleinen Mefferaum machen sie holt Der Führer knipst Licht an unD verschwindet, um den Kapitän zu benachrichtigen. Sie entschließe» sich, mitten über den Platz zu gehen. Die Häuser an Der linken Längsseite bieten Doch keinen Schutz. Die Gefahr, jemandem zu begegnen, ist mitten auf dem Platz geringer als auf Der Straße längs Den Hausern. Als sie an Den Pavillon gelangen, bemerken sie einen Mann, Der an einer Laterne zwischen dem Denkmal und Dem Crynos-Hotel lehnt. Ob es ihr Mann ist? „Hoffentlich hat Der Posten Die Rosette nicht vergessen", murmelt Solterbeck vor sich hin. „Wir müssen ihn auf jeden Fall aufs Korn nehmen." „Aber unauffällig. Um Gottes willen nicht krampfhaft fixieren!" Der Mann sieht nicht aus, als ob er ein Matrose wäre, und eine Kopfbedeckung trägt er überhaupt nicht. Als sie langsam an ihm vorüberschlendern, brabbelt er etwas vor sich hin, läßt unaern die Stütze der Laterne im Stich und trollt sich davon. „Ein Besoffener", stellt Solterbeck fest. Jetzt sind sie Dem Hotel schon ganz nahe. Aus Dem Eingang unD zweien Der hoben Fenster im ErDgeschoß kommt noch Licht. An der Ecke steht wieder ein Mann. Nach wenigen Schritten schon sagt Viktor: „Er hat etwas Weißes an seiner Kappe! „Unser Mann, Viktor! Unser Mann! Ueberlah jetzt alles mir." Sie hatten auf Den Mann zu, ahne die Richtung verändern zu müssen. Solterbeck nimmt eine Zigarette heraus, er will den Mann um Feuer bitten. Schon kann man feststellen, daß er noch sehr jung Aus dem Hotel kommen zwei späte Gäste. Laut, plaudernd und lebhaft gestikulierend gehen sie Der w ix4 wie Stadt zu. Solterbeck zündet sich seine Zigarette an. daß Hoch noch'einmal Heimkommen? Der Posten hört Uis Geräusch der Füße hinter i sich und dreht sich Halo sieht Die M vor entlang, | Englandgeschwaders im Weltkriege. Sie lebendige i -1- * 1 V . A k . a Ä . e Cb mmTX a 0 X A ve Q1 A 4 f.A A mL • — * i -\ ( Sucht — Walter Aschoff: Londonflüge 1917. Der Kampf des ersten EnalanDgeschwaders. 170 S mit Bildern. Kart. 3,20 RM., Leinen 4,50 RA. Ludwig Doggenreiter Verlag, Potsdam. — (219) — Oberstleutnant im RLM. Aschoff berichtet hier aus seinem Fliegertagebuche von den Kämpfen des erste, - es wäre nicht auszudenken! Sie sind nicht im Besitz - , , „ auch nur Des kleinsten Papieres, das ihre Zuge-1 Viktor und Solterbeck sehen sich um. Eine Hörigkeit zur menschlichen Gesellschaft beglaubigt tüchtige Behaglichkeit umgibt sie. Hütte. I Solterbeck stampft leicht mit dem Fuß auf unD sagt: „Neutraler Boden, Viktor." Sonneberg und in Den Dörfern ringsum im Walde hergestellt worden ist. Dom Einfachsten unD Schlichtesten bis zum Kompliziertesten und Kostbarsten. Unter einem großen Glassturz sehen wir eins Der ersten Musterbücher, Damit Die Sonneberger Kaufleute warben. Nehmen wir es heraus unD blättern Darin, so finden wjr etwa „ein Stück doppelte Waschjungfern um 24 Kreuzer" oder „ein Stück Schullehrer mit Kindern um 60 Kreuzer" oder „Soldaten, wo 19 Mann eine Kompagnie sein" und was dergleichen mehr ist. Immer aber blieb ein Haupterzeugnis das schlichte „Sonneberger Reite r I e i n", das im Musterbuch Die ebenso kernige wie freundliche Bezeichnung führte „Retterlein auf Pferdlein mit Pferflein im Aerschlein". Hat in Diesem Spielzeugmuseum Der Weihnachtsmann gewissermaßen fein um Die Welt und durch Jahrtausende führendes Schaufenster, so sehen wir in unzähligen Fabriken und Werkstätten seine Gehilfen an der Arbeit. Da gibt es im Dorf Steinach Fabriken für Holztiere und Wagen und an- dere für die verschiedensten Schiffe, von Der einfachen Segeljacht bis zum Modell Des Schlachtschiffes. In Neustadt, auf Der anDeren Seite von Sonne- berg, werden Soldaten und Kanonen, Maschinengewehre, Tanks und Flugzeuge gemacht, an denen die Jungen ihre helle Freude haben, und in Sonneberg selber wieder gibt es die herrlichsten Puppen, Die ein Mädel sich nur wünschen kann. Eine ganz große Fabrik habe ich gesehen, in der werden nur Teddybären hergestellt zu Hunderten, ja, zu Hunderttausenden. Kurzum, das wäre eine Freude für alle Kinder, einmal nach Sonneberg zu fahren und selbst in des Weihnachtsmanns Werkstatt zu sehen. Aber Das Allerschönste war doch eigentlich. als aus vielen deutschen Gauen Die Männer vom W i n» terhilfswerk nach Sonneberg kamen und durch all die Fabriken und Werkstätten gingen und sagten: , Wir brauchen dies und Das und jenes, Denn Die Kinder all der deutschen Menschen, Die vom WHW. betreut werden, müssen doch auch von diesen schönen Dingen haben! Sie, deren Väter vielleicht im Felde stehen oder aus irgendeinem Grunde nicht so gute und einträgliche Arbeit haben können, wie andere, sotten Doch nicht schlechter daran fein!" Und so ist denn jetzt feit vielen Wochen in Sonneberg eingepackt worden, in Kisten und Kasten, für Jungen und Mädel, für große und kleine, und mit Menschen Darin — das ist des Weihnachtsmanns Arbeitsstube. „ . , Dieses Städtchen «Sonneberg ist Die Spiel» zeugstadt Der Welt, und das nicht erst feit heute und gestern, sondern schon feit Jahrhunderten. Ganz früher freilich, Da lebten hier oben im Thüringer Wald nur Holzfäller' und Kohler und Pech- fieber. Die hatten ein hartes Brot und von ihrer Arbeit schwarze Hände und Gesichter. Aber die Augen, Die hatten sie sich hell und blank gehalten für Die Schönheiten ihres Waldes, und so setzten sie sich an Den langen Winterabenden beim Schein des Kienspans hin und schnitzten für ihre Kinder allerlei einfaches Spielzeug,- indem sie Die Tiere Des Waldes nachbildeten. Kuckucksvogel und Hirsche und Rehlein, sie machten kleine Pfeiflein und Pferd- lein und am Ende auch gar ein Reiterlein Darauf- zufetzen, unD hatten ihre FreuDe Dran. Alles ganz einfach, ccher die Kinder waren Damals auch noch nicht so verwöhnt wie heutzutage. Nun hatten Die Sonneberger inzwischen dicht bei ihrer Stadt einen Steinbruch entdeckt und sich auf die Herstellung von W e tz st e i n e n verlegt und aus Nürnberg kamen die Kaufleute gefahren, Die Diese Wetzsteine auf Märkte und Messen überall im Deutschen Vaterland brachten. Wie aber Die Nürnberger das Spielzeug sahen, das die Wäldler geschnitzt hatten, Da wollten sie auch davon haben, Denn sie sagten sich, Daß derlei wvh! auf den Weihnachtsmärkten gut adzusehen sei. So Ikeßen Denn Die Leute in und um Sonneberg Das Pechsiede» und Das Kohlenbrennen fein und schnitzten nur noch Kuckucksvögel und Pferdlein und !Ji eiterte in. Und wie fie immer mehr Hebung be- kamen und immer geschickter wurden im Umgehen mit Dem Schnitzmesser, Da machten sie kleine Puppen, „Docken" geheißen, und Soldaten, und Schä» fer mit Schafen, und Wäglein mit Pferden, ja ganze Staatskütschlein mit zierlichen Jüngferlein darinnen. Bald aber waren nicht nur die Holzschnitzer in des Weihnachtsmanns Werkstatt tätig, sondern es war auch die Gilde der Wißmuthmaler dazugekommen, die Spielzeuge und Spanschachteln bunt bemalten. Und bald diente auch nicht mehr nur das Holz als Rohstoff, sondern man hatte etwas gejucht, Das sich noch zierlicher verarbeiten ließ. Aus Mehl und Master und Leim kneten sie „Bossierer", wie sie sich nannten, zierliche Figürchen, davon in den Museen noch heute einige wunderliche Käuze erhalten sind, und eines Tages erfand ein geschickter Sonneberger eine noch bessere haltbarere Masse, das PapiermaschL. So wurde Das, was Die Da haben sie wieder Glück. Linker Hand öffnet sich eine schmale Seitengasse. Solterbeck hat schon Viktor am Arm und zieht ihn ohne weiteres mit sich hinein. In Die Nische einer Tür gedrückt, Die offenbar auf einen Hinterhof führt, warten sie. Die Schritte nähern sich, werden, wie auch Die Stimmen, für einen Augenblick ganz klar, entfernen sich und verhallen. Solterbeck löst sich schon aus seinem Versteck und eilt an Die Hausecke an Der Straße. Er fühlt sich bereits wieder so sicher, daß er neugierig werden kann und feftftellen will, ob es am Ende wirklich Leute von Der Zitadelle waren. Tatsächlich erkennt er, daß die Davonaehenden Uniformen tragen. Zwei Frauen sind bei ihnen, und sie nehmen in einer* Reche Die ganze Straßenbreite ein. Was Das für eine Gefahr mar! „Wieder einmal Schwein gehabt", murmelt Solterbeck mit einem nachträglichen Schauder. „Hoffentlich hören jetzt diese verdammten Ueberraschungen endlich auf." Sie setzen ihren Weg fort Die Straße minDet ganz in der Nähe Des alten Hafens. Sie gehen an Der Hafens^te mit Den alten Häusern entlang, bie wie Miniauirwolkenkratzer aus Der Spielzeug- schachtel aussehen. Rechter Hand steigt aus Den Baumen, die Den Hafen jenseits säumen, Der Zi- tob eilenberg auf. Weiß liegt Der Mondschein auf dem alten Gemäuer. Deutlich hebt sich Die Bastion ab mit Der Kuppel über Dem spitzen Winket. Da oben waren sie doch eben noch gewesen — als Gefangene? Es ist doch etwas ganz Außerordentliches! Schweiß ersetzen können." Dor Den Drei kleinen Fenstern der Kajüte, ftn über der italienischen Küste wächst Das erste Mon genbämmem in die Nacht. Für Viktor und Sollen oeck bricht Der erste Morgen in Der Freiheit fl® (Fortsetzung folgt) Torpedoboote patrouilliert ein Posten auf und ab. s sind sie bereits durch den ersten Frachtdampfer sei» Der Hafen ist nicht groß, ein einziger Posten könnte ner Sicht entzogen. Was können es auch für gt» ihn leicht übersehen, wenn er etwas erhöht stehen fährliche Leute fein! Sicher keine Saboteure. Mo- würde. In Der Verlängerung des Hotels schiebt sich trosen wahrscheinlich, Die so spät auf ihr Schiff zu- jenseits Des breiten Uferweges die eine Kaimauer rückkehren. Beruhigt 1 „ ' „ ' ' ins Wasser, um die vordere Schmalseite des Hafens Posten weiter. wett fliegen soll, während die Versuche auf dem Schießplatz nur 20 Kilometer ergaben; es wird also ein recht erheblicher Teil der dem Geschoß erteilten Energie durch den Luftwiderstand auf gezehrt, ebenso entspringt im Gegensatz zur einfachen Theorie die größte Wurfweite aus dem Erhebungswinkel, der je nach Umständen mehr oder weniger von 45 Grad abweicht. Flachschuß und Gteilschuß. Theorie und Praxis ftimmen darin überein, daß Dasselbe Ziel mit zwei ganz verschiedenen Erhebungswinkeln getroffen werden kann, Für gewisse Zwecke ist es wichtig, Daß Das Geschoß im abfteigenDen Teil seiner Bahn von oben her feine zerstörende Wirkung ausübt Dieses ge- schieht durch Den Stei 1 schuh, wie er bei Der Beschießung von Festungen zur Verwendung kommt. Die betreffenden Geschütze sind von kurzer und dicker Form und werden Mörser genannt. Eine gewisse Berühmtheit erlangte Der 42-cm-M^rser, Der am Anfang des Weltkrieges unter Dem Namen „Dicke Berta" eine Rolle spielte. Unsere heutige Flak arbeitet mit Steilfeuergeschützen, Die aber lange Rohre haben; ihre Geschosse sollen nicht, wie Die des Mörsers, zu Boden fallen, sondern in einer bestimmten Höhe platzen. Die Kanonen wie auch die Handfeuerwaffen wirken durch den Flachschuß. Recht bedeutende Rohrlängen finden wir bei den Schiffsgeschutzen, noch größere bei solchen Kanonen, Die Hafenanlagen schützen sollen. Die Länge des Rohres ist von gro- ßer Bedeutung für die Schußweite. Um dies zu verstehen, muß man berücksichtigen, daß es Die Pulvergase sind, die dem Geschoß Die Anfangsgeschwln- digkett verleihen. Je länger das Rohr ist, umso länger kann das gespannte Gas auf die Granate wirken und die Stoßkraft vergrößern. So war es möglich, daß Die auaerorDentlief) lange Kanone von Paris, Die Professor Rausenberger als Sachverständiger der Kruppwerke konsttuiert hatte, im Weltkrieg ihre Geschosse bis auf 120 Kilometer (Entfernung schleudern konnte. Allerdings zeigte sich, daß die starke Beanspruchung des Metallgefüges der Kanone durch die große Pulverladung nur eine beschränkte Anzahl von Schüssen erlaubte. Wie man jie Geschoßgeschwindigkeit mißt. Um sich eine klare Vorstellung über Die Wirkung der Geschosse zu verschaffen, ist es wichtig, ihre Geschwindigkeit in den verschiedenen Teilen her Wurfoahn zu erkennen. So hat man schon vor langer Zeit begonnen, entsprechende Apparate her. zustellen. Der älteste Versuch dieser Art ist das ballistische Pend.el, bei welchem Das Geschoß auf eine aufgehängte schwere Masse stößt und diese in Bewegung setzt. Der Grad des Pen- delausschlags gibt dann nach physikalischen Gesetzen einen Maßstab für Die lebendige Kraft Des Stoßes unD damit auch für Die Geschwindigkeit Des stoßen- den Körpers. In Den letzten Jahrzehnten haben sich viele Physiker bemüht, mit anderen Hilfsmitteln Messungen Dieser Art möglichst genau auszu- führen. Von den neueren unD neuesten Methoden seien hier nur drei erwähnt. Bei Der einen wird, während das Geschoß eine bestimmte Maßstrecke durchläuft, ein Kondensator geladen, und Diese ßaDung wächst proportional mit Der Zeit; Der Quotient aus Weg unD Zeit liefert aber hie Geschwindigkeit. Eins andere Metbo»de bedient sich Der empfindlichen Photoze 11e. Man läßt Das Geschoß zwei Strahlenbündel durchqueren. Deren Ab- stanD bekannt ist. So wirft beim (Eintritt in Die Meßstrecke und beim Austritt aus derselben her fliegenhe Körper seinen Schatten auf Die Photozelle, wodurch Die Zeitmessung ermöglicht wird. In Den letzten Jahren hat ein photographisches Verfahren viel Beachtung gesunden. Nach Dem Prinzip der Zeitluve, die beim Film viel verwendet wird, photografiert man Das Geschoß während Des Fluges in recht kurzen, bekannten Zeitabständen und mißt auf den Bildern die zurückgelegten Strecken. Als bemerkenswertes Ergebnis fei hier erwähnt. Daß die Geschoßgeschwindigkeit nach dem Verlassen Des Rohres für einen kurzen Teil Der Bahn zunächst anwachtt, da auch die zwar freien, aber noch bewegten Pulvergase Das Geschoß zu stoßen vermögen. Oer Drall als Lenker der Geschoßachse Schon seit langer Zeit hat man hie Kugelform aufgegeben und ist zu Langgeschossen über- ist ein Schiffsjunge vielleicht I. - - • . Sache ganz sicher und er agt nur: „(Eaptwno ' , ” , . . - - • ■ - - Solterbeck halt es für am besten, loszugehen, so- ' lange ihnen her Posten Den Rücken zeigt und nicht | erst abzuwarten, bis er auf Die Hintere Kaimauer ! eingzbogen ist. Sie kreuzen also, als sich Der Mann k.« 6\ liegt vor ihnen Der große Platz St. Nicolas im grellen Mondlicht. Die weite, weiße Fläche flößt ihnen Mißtrauen ein. Der Pavillon in her Mitte, has Napoleonhenkmal, Die vereinzelt stehenDen Fächer- palmen allein haben tiefschwarze Kleckse hinter sich. Das Meer rechts ist überflutet von silbrigem Licht- Sonneberg (Thür.), Ende Dezember. Sonneberger mit geschickten Fingern für Die Weih- So Da ist Der große Atlas aus meinem Bücher- nachtstische schufen, immer bunter unD vtelsettiger, und regal.' Seht her: Dieser breite, braune Strich, Das ist m,,rh» rtnrh h“ @n,,e der Abnehmer, in Wirklichkeit D e r g r o ß e T h ü r i n g e r W a 1D mit seinen hohen dunklen Tannen und seinen silberblitzenden Bächen in den Tälern. Hier Dieser kleine Bunlt am Rande Des Thüringer Waldes ist Die taDt Sonneberg, und aeraDe Da hat Der Weihnachtsmann sekne Werkstatt. Nicht in einem Haus oDer in einer Straße, sondern Die ganze StaDt mit allen ihren Häusern unD Fabriken und Kontoren und Läden und mit allen ftungen Des Englandgeschwaders, Das in Don &>h= i in die ren 1917 und 1918 mit unzulänglichen Mitteln zu« I erst Den Kampf aus Der Luft gegen Die britische i scher ® Insel auf nahm; war schon Die strategische Wirkunz ^Itunfl dieser Angriffe beträchtlich, höher noch ist das fliege. IM! rische und kämpferische Vorbild einzuschätzen, beg I hier einer jüngeren, unter ganz anderen ’Behin- : gungen kämpfenden Generation gegeben wurdr. HM Die Verluste, die Das Geschwader erlitt, sprechen vo, her Erbitterung und Härte Des Kampfes; zwkji feiner Kommandeure wurden mit Dem Pour le- märite ausgezeichnet. — Das mit interessanten Bildern ausgestattete Buch wird gerade heute viele &= fer anziehen. Hans Thyriot — Dorothea Hollatz: Frauenlob (fbi Buch von her Kraft bes Herzens. 92 Seiten. M. 2,80. Franckh'fche Verlagshanhlung Stuttgart. — (252) — Dorothea Hollatz ist hurch ihre (früljee schon an dieser Stelle angezeigten) Romane „Der Täufling von Waldrü" und „Kilian und die Winde- bekannt geworden. Das neue Buch, vorn Verlags sehr freundlich ausgestattet, umfaßt zwölf kurze Geschichten, die alle unmittelbar aus dem Leden genommen sind. Jede dieser Geschichten berichtet, ggnz sachlich und angenehm unsentimental, von einer Frau ober von einem Mädchen: das Entscheidende und das Verbindende ist jedesmal die Bewährung im einer Stunde her (Entweihung, im Angesicht bes Schicksals; unh weil keine hieser Frauen und Mädchen, versagt, svnhern sich behauptet in der Kraft bes Herzens, des Gemütes und des weiblichen Gofühlz. deshalb verdient das Ganze Den schönen alten Min» nefängernamen „Frauenlob". Das Buch einer Frum über Frauen, voll guter und erwärmender Mensch- 5? lichkett. Hans 1 hyriot eeffl — Dr. Kurt Albreckt: Sonniges Jta- IM H en. 48 Bilder in sechsfarbigem Offsetdruck. 3m ... ' Die drei sind an her Treppe. Da liegt her Kahiu. sich Die Hintere Kaimauer „Guardian" steht am Heck. Der Junge ist schm lns Meer. Die vier Frachtdampfer liegen Bug an win. Solterbeck und Viktor folgen. Bug parallel zum Ufermcg,, her Spanier am wei- L ite- Ä! gegangen« Gießen, Bergstraße 15, den 13. Dezember 1940. -gehwdiejßi 5604 D Gießen, den 14. Dezember 1940. 64307 Ae^ga Schieferstein Sanna Sammann Gießen, den 14. Dezember 1940. 04330 Kurt Tröster Helmut Tröster Lich, Suhbach, g. 3- im Felde, Dezember 1040 5599 D AZi flüdier als Festgeschenke A f/Ärö Bilderbücher, Märchenbücher, Erzäh- W ZiKdlH lungen für die Jugend - Romane und € Kr>i.plIrn - Lebensbilder. Kriegsbücher W Novellen - Lebensbilder, Kriegsbücher 5634 D Mr 3 Für ble uns zur Verlobung erwiesenen Glückwünsche und Auf- merffdmlcittn danken wir, auch im Namen der Eltern, herzlich Gießen Sergsiraße 3 Dringt die leichte ftirinrüiuftflCD ■ Girier« er Anzeiger ®*r»rn won leuteihn ►«htm wii 6 aele'-m fiten .oieli hyrii (ob tifi. llgoii Lebix N Jon tschli Qfie, it W Airch-Vrombach/Obenwald z.A. in einem Pionier-DaN. im Felde Im Dezember 1940 ) Mi > M lütni mz. :r Av: ihyr« ei3:: tbrud Einlar en Leibbinden Gummistrümpfe 2977 A J.Frohn Marktplatz 19 L e erantallei Krankenkas». * t. WÖ^llc iilliti u Sero bei |t' « MusikwnChallier Gegr. l857*GieSSen*NeuenweglO ■untnL* r ein? in buc men lp- fynh' liefen L itnmji Ihre Verlobung geben bekannt Klara Wagner Karl Stein, Sawngenleur Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für dte zahlreichen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Besonderen Dank dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte bei der Trauerfeier. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Weßbecher und alle Angehörigen. Nierenleiden Ich war jahrelang mi! einem Nierenleiden behaftet, hörte dann von der Heilquelle KarlssprudeL Der Erfolg war 100°/eig. Ich habe seit 1935 keinerlei Beschwerd. mehr gehabt. W. Röhl, Wirtschaftsber., Rostock, Rich. Wagner-Str. 17. 4.2.3B, 25 große Fleichen RM. 14.-, 60 große t-.aec. en RM. 26.-, derw Pfand. Lieferung frei Heue. Heilquelle Kerleeorudel. Bislcrchen 275» Gespielte moderne Pianos reiche Auswahl ■••ter Markee- Instrumente PlAOohaae Schönau Telefon 8813. - Bücher der neuen Zeit empfiehlt in reicher Auewahl die BUCHHANDLUNG DER PILGERMISSION (Ziehen. Plodtstraße 4 / Ruf 4066 ,i ib art. f:i anwüfcii i ein ff »rrüfll b Lach I reifer r den 6?i fid P Unsere neuen Lehrgänge in KnrzschriU o. ^schineoschfeibe? beginnen Anfang Januar 1941. Ter genaue Unterrichts- plan wird in den nächsten Tagen be- kanntgegeben. m8»d Deutsche Stenografenschaft Orteverein fließen. DANKSAGUNG. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem so plötzlichen und unerwarteten Heimgang unsrer lieben Entschlafenen Frau Else Herbert sagen wir allen, die ihr das letzte Geleit zur letzten Ruhe gaben, herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn 1 farrer Schmidt für die trostreichen Worte am Grabe und für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden. Die trauernden Hinterbliebenen: Hugo Herbert und Kinder. aamianeotmsMi io 0. - erhalten Sie der wte-ervolien Hut eabrnrn einer tUudo» I Basttaschen in groß. Auswahl eingetroffen. wrD CarlSchunck Bahnhofstr. 66. kh ««ar hä O N Q5 Üb dil i öi chi es; 1 H - n ' — Unter Mitwirkung der Auslandsorgantsatwn )er NSDAP., des Oberkommandos der Kriegs- marine und des Reichsbundes Deutsche Seegeltung erscheint zur Forderung deutscher kolonialer Anter- essen und kolonisatorischer Pionierarbeit in den StemigA-Verlagcn, Berlin, eine „Kolonial- Sorgfältiges Cinwcichcn dcr Wasche ist heute wich tiger denn je. Der Schmutz wird gelöst und das Wasch pulvcr hat nur die Halde arbeit. Einweichen mit 6cnko Vlcichsoda spart Reiben undVürstcn und schont die Wasche. ,6auafrau, begreift: ißenko spart Seife! I «Tinoi ****üiesser^ Friedrichstr.7 '<■' Lieferant aller Kassen schichte auf rassischer Grundlage. 76 Selten, Statt 1,20 RM. I. F- Lehmanns Verlag, München, Per» [in. — (176) — Der Tübinger Philosoph -Max Wundt leitet die Berechtigung, die Frage der Rass« in der Weltgeschichte zu erörtern, aus der lieber» »her, daß es sich hier um eine Frage nach inn der Geschichte handle, die dem eigensten Gebiete der Philosophie zugehört; überdies ist Rasse ein Begriff, an dessen Klärung und Betrachtung Natur- und Geisteswissenschaft gleichermaßen Anteil haben. Die Aktualität der Schrift braucht gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt kaum unterstrichen zu werden. • Mittpi«r uch W uteure. f rW it in zt iP rinrtfi^ * M' »!* Aus iss Je ein Stan Niem (rebhuhnfarbige Italiener and weiße Leghorn) zu verkaufen. Giehener Zoo Seitenweg 6 hoA Telefon 8302 die Zukunft. Das. was er uns schildert, fft der Weg der Manner, die das heutige Deutschland verkörpern. Eins von den Büchern, die uns den Geist dieser Zeit lehren! — Karl Richard Ganzer: 1 und Reich. Lebenskräfte deutscher Reden und Aufsätze. 170 Seiten. Kart. Leinen 4.— RM. Ä. F. Lehmanns Verlag, München, Berlin. — (178) — Die hier gesammelten Reden und Aufsätze stammen aus der Zeit zwischen der nationalsozialistischen Revolution und dem gegenwärtigen Kriege; sie tragen, wie es in der Vorbemerkung heißt, keinen wissenschaftlichen, sondern gesinnungsbildenden, also politischen Charakter. In lockeren ©nippen — Aufstand — Führer- tum — Anruf — Reich — zufammengefaht, wol- len sie insgesamt der Erkenntnis dienen, welche Verpflichtungen der Nation aus dem Erlebnis der großen Wirklichkeit und der großen Wandlung unserer stürmisch vewegten Gegenwart erwächst. Hans Thyriot — Max Wundt. Aufstleg und Niedergang der Völker. Gedanken Über Weltge- Heft 6, „Das stumme -aus in der Steppe", bringt ein abenteuerliches Erlebnis aus Deutsch-Südwest. — Die Schriftenreihe der ,^kolonia!-Bücherei" sei ßii weiter Verbreitung, vor allem auch unter der jungen Generation, empfohlen. — Hans Hinkel: Einer unter Hunderttausend Verlag Knorr & Hirth, München. 11. bis 20. Tausend! 1940. 262 Seiten Geheft tet 3,— RM , gebunden 3,70 RM. — (184) —. Hans Hinkels kämpferisches Buch „Einer unter Hunderttausend" erscheint jetzt im 11. bis 20. Tau, send. An die 20 Jahre Zeitgeschehen spiegeln sich in diesen Selbsterlebnissen des Autors wider. Kampi gegen die Franzosenherrschaft am Rhein, Kampf gegen den Verrat von innen und außen, der opfer- volle Marsch zur Feldherrnhalle, die Jahre der Verfolgung und des Terrors, des Vormarsches der Träger einer neuen deutschen Geschichtsepoche — das alles findet hier in blutvollen und spannenden Berichten seinen Niederschlag. Hinkel — heute verantwortlich tätig an einem maßgebenden Frontabschnitt der Kulturpolitik des neuen Deutschland — bewahrt hier das Erbe des Kampferlebnisses für öüchere i". — (234) — Die Bücherei würdigt die großen H stunaen deutscher Soldaten und Kolonial- moniere K.b schildert ihre Abenteuer und Taten wahrheitsgetreu und spannend. Bisher liegen aus der Schriftenreihe sechs Hefte vor, von denen jedes nur 20 Npf. kostet. Heft 1, „Die fünf von der Windhuk", schildert die abenteuerliche Flucht deutscher Seeleute aus Portugiesi^ch-Ostafrika im August 1939. heft 2, „Nashornjagd am Kilimandscharo" beschreibt >ic Erlebnisse einer Tierfangexpedition. Heft 3, Flucht aus Rio", handelt von der Heimkehr eines Vrosiliendeutschen, der sich durch die britische Blockade n die Heimat durchschlägt. Heft 4, „Dynamit für »ie Ugandabahn", schildert ein Husarenstück deut- d)cr Schutztruppler tm Weltkriege. Heft 5, „Veraltung für Daressalam", erzählt vom heldenhaften Zampf und Untergang des Kreuzers „Königsberg". ISttadltaiiilzooN mit 18 Meter Laufgestänge und Schwenkkran IZraiMUap 8 15 PS, auch als Ersatzteile Kn verkaufen sassO Kältewerk SdilierDadi GmöB. Bieber. Fernruf Rodheim 82 am silbernen Sonntag wh Weilutack 'hkauf' hin ? _ ln's Textilhaus ffeMßwgt Co Giessen-Mark+slr. 4-8 ^Fernruf2096 Montag den 16.Dezember 1040, werden wir be Herrn MWannlnMenljofeii eine grökere Anzahl erstklassiger Ferkel billig zum Berkaus bringen MMlek,MlieMelkli. WMWWM SWelae-M Srömermarft Montag, den 16. Dezember 1940 Avftriebezeit von 9-9y2 Uhr Sei Sesch düng des Schweinemakttes sind die seuchenpolizeilichen Vorschriften zu beachten. Dch, den 10. Dezember 1940. Der Äürgerme sier: Geil. 5622d tefl- tz ,16t » • ft Die Beerdigung findet in aller Stille statt - Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Emi König-Grucker und Dr. Friedrich König Gustav Grucker und Frau Käte Luise und Eduard Grucker. Frau Luise Grucker geborene Rapp ist heute - 77 Jahre alt - von uns in die ewige Heimat Danksagung. Für die vielen Beweise herz'i her Anteilnahme bei dem Heimgang unseres Heben Entschlafenen sagen wir a'len auf diesem Wege unseren innigsten Dank Besonderen Dank für die trostreichen Worte des Herrn Pfairers. sowie der Bahnschute-Polizei Gieren. der Stadt Braunfels, den Schulkameraden von Braunfels und dem Reichstieubund (Heben für die ehrenden Abschiedsworte und Kranzniederlegung am Grabe. Die trauernden Hinterbliebenem Marie Schleifer Anna Daniel, geb. Schleifer. Gießen. Im Dezember 1940. 10 D bei Glessen-Marrtstra. M K W M '-?W > : ' d DL2 den Gabentisch i\tu«9 2382 \ ^ihnachtsfreude dürdt sdwnc Wodeha^ Seltersweg 81 Fertigkleid1111^ Dam"n; l _ Seidenstoife * Wollstoffe rurlNowack yoi * -°E 6606 A Bezirksstelle Wetzlar, Nauborner Straße 148, Tel. 2344 Wer gibt Privat-Unterricht in Stenographie und Scbreibmaichine? Schriftliche Angebote u. 04204 an den Gießener Anzeiger erb. 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Die Straßenbahn-Haltestelle Ecke Walltor» straße/Asterweg ist für die von der Marburger Straße kommenden Wagen vor dem Hause Walltorstraße 31. Für die vom Marktplatz kommenden Wagen bleibt die Haltestelle wie bisher bestehen. 2. Die Haltestelle Bahnhofstrahe/Ecke Neustadt kommt in Fortfall. 5595A Gießen, den 12. Dezember 1940. , Stadtwerke Gießen. , A18O Oelgemäldc © Landschaften. Stilleben. Charakter- köp'e, Blumenstöcke etc., in Gold-» Silber- oder schwarzen Rahmen Schlai zimmer- Bilder Hanflgemalte Schlafzimmer-Bilder Kunstdruck nhter Gla* Heinrich, Frankfurt a.M. Kaiserstraße 17 «Keller Haltest. Weser-El bestraße d Ehestandsdarlehen W Geld für Hausbau oder Kauf In geeigneten Fällen sofortige Finanzierung durch Zwischenkredit bei ca. 30°/o Eigenkapital möglich. Wir finanzieren Ihr Bauvorhaben lückenlos einschl. Bauplatz, Garten und Nebenkosten mit 1. und 2. Hypotheken. Sie erhalten kostenlos Auskunft über alle Fragen der Eigenheimfinanzierung. 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Unrfimn hn i nl'I .Ä 1 > ttt Hochlandes gegenüber zelnen, mit Der Reink uiyuiu VV" r cS7 • Ja, zeitweise rückte dieses Werk lung durchdringende Leitmotivtechnik in letzter Konerzählung wie Marthas Beichte. Neben Momenten Gießener Gtadttheater Eugen d'Albert: .Tiefland". erwähnt bleibe ein sehr liebevoll ausgeführtes Blumenstück: auch hier muß es einem nicht leicht geworden fein, in den Kuchen hineinzubeißen und die zarte Pracht mit mörderischen Zähnen zu zerstören. Auch figürliche Motive finden sich, wie z. B. ein musizierendes Ehepaar und die als Engel (mit Flügeln) dargestellte Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, die Waage in Händen haltend. Diese figürlichen Motive find vor allem auch um deswillen interessant, weil sich aus der Tracht Rückschlüsse auf Entstehungszeit und Alter der Model ergeben. In unserer Gießener Sammlung reicht die Spanne etwa vom Barock bis zum Biedermeier. Direkte Datierungen sind feiten; außer der schon erwähnten fanden wir nur noch die Jahreszahlen - - - 22-.' mit der Freiheit des ein» ........ Reinheit und Ursprünglichkeit der Gesinnung und der inneren Verbundenheit aller als das unmittelbare Abbild der umgebenden Natur. Die Handlung wird gleichbedeutend mit einer Aus- ftimmter Altersklassen innerhalb eines bestimmten Bevölkerungsbezirkes durchgeimpft werden. Denn wenn in diesem Bezirk, sagen wir etwa die Hälfte oder ein Drittel der Kinder nicht geimpft wird und damit für die Erkrankung empfänglich bleibt, dann vermag natürlich die Seuche innerhalb Der Bevölkerung weiterzuschwelen, es entstehen immer wieder weitere Bazillenträger und damit Keimstreuer und die Geimpften werden damit auch immer wieder zahlreichen neuen Infektionen ausgesetzt. fen Einwand machen. Wir kommen damit zur Frage, die im Mittelpunkt der Impfung steht, nämlich: ob Denn Die Impfung etwas nützt, d. h. ob das geimpfte Kind nunmehr vor jeder E r k r a n - k u ng an Diphtherie geschützt ist. Wenn Sie ge- nmi mifaemerft haben, io wird Ihnen schon ausge- ....... nicht Der Fall, so würden wir sie nicht durchführen. In Ländern, wie Mutter: Entschuldigen Sie, Herr Doktor, wenn sie aber gimpft sind, bann können sie doch ruhig . nau "aufgemerkt haben, so wird Ihnen schon aufge- ~ : Ich habe gehört, daß die Diphtherie- falIen [ein, jd) immer betone „Erkrankung hutzimpfuna auch in der hiesigen Gegend allge- Sie Impfung schützt natürlich l_. in durchgeführt werden soll. Ist das richtig, Herr . an Diphtherie. Wäre dies nicht der Fall, so wür impfen lassen will oder nicht. i - . . ... - Arzt: Nein, Frau I., sehen Sie, das ist es eben unb enHAeAe^t nicht, besonders nicht bei Der Bekämpfung von remuElu mit Diphtherie-Serum behandelt wird. Mutter: Sie wollen also Damit sagen, Herr nicht erkranken. Damit widerlegen Sie ja sozusagen ' bm con v«schi-i>-°-n j>er VQtfimn bo £abi »41. > m den Sinn der ganzen Impfung. ' i»# Wuno d-u Die Diphtherie-Gchuhimpsung Ein Gespräch zwischen Mutter und Arzt. Wir hatten Gelegenheit, der ärztlichen Be- s A r z t: Sie haben recht, Frau I, daß Sie die- ratung einer Mutter in der Gießener Uni- en Text erfaßt er einzelne Szenen in musikalischer Gegenwart aus müssen wir (pnz besonders Den । Geschlossenheit, Die Kraft seiner musikalischen Schll- ckhischen Zug Der HanDlung anerkennen und mit bcrung3fäl)igfcit Durchzieht ebenso PeDros Wolfs- ern ! — ------- -- — tos Tiefland wird zum Symbol für eine -lkttiche Sphäre, wo hie Menschen hurch ihr enges Bei - cvherleben Sklaven ihrer Triebhaftigkeit unb Be- ("erben werben, wo Der zur Macht durch liutale Gewalt ungeachtet Der hurch hie Gemel schäft gebotenen sittlichen Ordnung allen semen Wil stn aufzuzwingen versucht. Dem steht Die Welt De hie Freiwilligkeit hieser Impfung legen wir in hanhlung mit Divythene-Serum uverau fruyzeing Deutschland sehr viel Wert, weil st- uns zugleich durchg-suhrt wurde, man d °,er Maßnadme ein Maßstab ist für bas VerantwortungLbewußtsein allem weitgehend hatte auskommen können. Drese Des ganzen Volkes in Fragen her Volksgesundheit. Hoffnung hat sich als Mutter: Herr Doktor, darf ich fragen, wieso gerade letzt anläßlich ^r Behring-Fe,er m M r Sie betonen „Volksgesundheit". Schließlich ist das bürg von allen Wissenschaftlern des 3n- und Au^ Sache jedes einzelnen, ob er sich diphtherieschutz- landes sowie von «°en maßgebenden Stellen der impfen lassen imll oder nicht. j Gesundheitssuhrung Deutscylands, die hervorragende 9r „, 1 etrrnt T r»h(,n Äj- Kn« »< eben und entscheidende Wirkung Des Diphtherie-Serums - t. Nein, Frau T., sehen Sie, das ist es eben rechtzeitiger und ausreichender Anwen- mcht, besonders nicht bel d^ Bekämpfung von ruc?haltsl 0 s anerkannt wurde, müssen Seuchen wie den sog , Zivillsattons-Seuchen zu immer nodi feststellen, daß ein ganz großer Teil denen gevade die Diphtherie gehört. Wie jede Diphtherie erkrankten Kinder aus Gründen, Schutzimpfung, so hat die Diphtherie-Schutzimpfung . erörtern wollen, nicht rechtzeitig auch nur einen ffiert. wenn a e Angehorwen be- Me wird.^ — -•----- sequenz nicht zu, wenn auch der Komponist ein» i.nb wollte Die persönliche Note bei ihm nicht er-, jne Gestalten und wiederkehrende Begriffe (z. B. | lennen. Mag bei seinem vielfältigen Schaffen nicht &cn Wols) mit Erinnerungsmotiven bedenkt. Mit clles gleichwertig fein; aber das eine hat Die Zeit । rGjner geloderten Schreibweise erweist sich d'Albert kennen gelehrt, wo seine Musik erklingt, man Theatermusiker, der mit leichtfließender Erfin- oird sie stets ihm zuordnen müssen; denn leine; bun„ Schlagfertigkeit im Ausdruck und Treffsicher- DleloDit wie auch fein Ausdrucksstil haben sich . im musikalischen Erfassen der Situation her —t*- —«hrpr inhivibuellen ftraft ■ S^ene wirksamste Einkleihung zu geben vermag. Die Charakterisierung her einzelnen Gestatten zeigt seine Tonsprache mit eingehenber Natürlichkeit unb Unmittelbarfeit bes Farbwertes. Lebhaftigkeit unb Ser Reichtum der Erfinbung, Flüssigkeit in Der habung der Mittel lassen ihn der Szene mtt anschaulicher Kraft folgen und jeder Gefühlsregung die angemessene charakteristische Note zukommen. Den Zauber der Hochlandsnatur fängt er mit einfachen Mitteln überzeugend milieukräftig ein. Die Treue seiner Charakteristik stärkt sich durch die Em- Arzt: Jawohl, das ist richtig, Frau I. , B. in einzelnen Staaten von USA., wo die Imp- Mutter: Ist dies gesetzlicher Zwang, oder bleibt |Ung gesetzmäßig durchgeführt wird, ist die Diph- es jedem freigestellt, sein Kind schutzimpfen zu therie eine praktisch heute unbekannte Erkrankung, lassen? während sie noch vor Jahren dort zu den mörde- Arzt: Es tst fein Zwang. Wir s-h-n In Deutsch- > rischsten Seuchen zählte. Die Großtat des deutschen land vorläufig, im Gegensatz zu ehr vielen anderen ; Arztes Emst v. Behring haben sichalso °ndere Ländern, bewußt davon ab, die Diphtherie-Schutz- Lander schon lange zunutze gemacht, aber b-k°nnt. Impfung aus gesetzlichem Wege durchzusühren, weil; lich gilt der Prophet in eigenen Lande tm- wir heut- in Deutschland erwarten dürfen, daß alle wer am wenigsten. Geschichtlich ertlart fwf) das Ettern, teils mit, teils ohne vorhergehende Auf-! allerdings so, daß die Diphtherieerkrankungen bei klärung so vernünftig und vor allen Dingen so per-! uns nur in einzelnen Gebieten Deutschlands hau- ontwortungsbewußt sind, aus eigenem Antrieb ihre figer waren, in anderen weniger-^ häufig, so 0 Kinder diphtherieschutzimpsen zu lassen. Gerade auf man hoffen konnte daß, wenn die TJPW««6’ die Freiwilligkeit dieser Impfung legen mir in Handlung mit Divhthene-Serumftuhzeittg -npnfkhrnnh [phr viel Wert, weil sie uns zugleich durchgr uhrt wurde, man mit dieser. Maßnabme Du solltest lieber freudig geben Tausend Pfund, Als dreißigtausend ohne Freud. Dir ist nicht kund, Wie man mit Gab' Erringet Preis unb Ehren." Mehr noch als „Preis unb Ehren", auch Gunst, Zuneigung, Freundschaft und Liebe weiß ein rechtes Geschenk zu erzeugen. Seit Mensckiengedenken |at sich Daran nichts geändert, wenngleich sich auch He Formen bes Schenkens unb hie Geschenke selbst lielfach gemanbelt haben. Wie einst, so ist auch leute noch Das Geschenk ein starkes Binhemittel her Menschen untereinanber. Das lockere unb abgegriffene Schlagwort: „Kleine Geschenke erhalten hie ßreunhschaft" ist eine neuzeitliche Bestätigung. Vielseitiger spricht sich ein alter Spruch herüber aus, tr lautet: „Gab macht taub, macht Glaub, ben Richter blinb, bas Kind still, Das Weib willig, ben ^aglöhner hurtig, ben Narren fröhlich, ben Weisen munter, den Pfaffen anhächtig, ben Feinh zum freunde", woraus man wohl Den untrüglichen Schluß ziehen darf „Schenken tut niemand frönen". Vorsorglich aber weist bas Sprichwort „Scheu- en und wiederschenken erhält gute Freundschaft" euf die Gegenseitigkeit hin. Freilich, um den geldlichen Wert eines Geschen- es d>rf es nicht gehen; deshalb meint auch ein Spruch „Man soll nicht auf die Gabe sehen, son- ern auf die Hand", Denn allein „Der gute Wille macht die Gabe angenehm" und „Kleine Gaben erfreuen auch!" In Freidanks „Bescheidenheit" aus em dreizehnten Jahrhundert steht her Spruch: „Wer gibt, was er nur schwer entbehrt. Die Gab' ist hohen Lohnes wert." Dieser Gedanke entspricht vollkommen unserem heutigen Empfinden, auch mir pflegen den Groschen >es Unbemittelten höher zu schätzen, als die Mark hes Reichen. Auch das „Wie" des Schenkens ist in den Sprühen nicht zu vergeßen: „Stille Gabe, lauter Dank" heißt ein schönes Sprichwort, bas zu Geibels Worten paßt, „Wenn hu gibst, gib ungesehen ..." Ein unteres Sprichwort schließt sich ben beiten an, es spinnt gleichsam ten aufgenommenen Fähen fort, indem es fordert „Wer was schenkt, her schenk' was gute, So weiß man ihm Dank." Damit ist Das Geschenk völlig gelöst von aller lleuherlichfeit, es ist kein Dlenhwerk für Den Augenblick, sondern gehaltvoll unb von langer Dauer. So ist gleichzeitig hie Grundfrage des Schenkens überhaupt berührt, aber auch her Punkt erreicht, wo die Meinungen sich trennen, versteht doch nicht jeder unter einem „guten Geschenk" Das gleiche. Das Sprichwort „Schenk und Geben sind Zeugen her Liebe" gibt ben rechten Fingerzeig. Es erwartet nämlich, haß auch Die Liebe bes Spenders im Ge- chsnk spürbar wirb, was in her Tat bei einem Dohldurchdachten und von Herzen kommenden Ge- chenk Der Fall ist. Es setzt voraus, daß ter Schenkende sich in die Lage und Bedürfnisse des Beschenk- :en versetzt und wirklich mit ihm fühlt. Ein solches beschenk wird immer „was Gut's" im Sinne des obigen Sprichworts fein, etwas von bleibendem Werte, bas rosüt über Weihnachten hinaus, ja noch nach Jahren erfreut. „Nur Der ist froh, Der geben mag", sagt Goethe mb mahnt Damit ben Geizigen, sein Ur fr oh sein iurch freubiges Geben in Frohsein zu verwandeln. Natur- und Kulturräume in Afrika. Vortrag im NG.-Nechtswahrerbund in Gießen. Am gestrigen Freitagabend bot die Kreisgruppe Wetterau des NS.-Recycswahrerbundes in (Ziegen ihren Mitgliedern und Freunden den zweiten Vortrag dieses Winterhalbjahres im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts. Nach Grußworten des Kreisgruppenführers, Oberstaatsanwalt K n a u ß , an die Gaste und die Mitglieder, den Hausherrn Professor Dr. Rauch und insbesondere an den Redner des Abends, sprach der Geograph unserer Universität profeffor Or. Klute über das Thema „Natur- und Kultur- räume in Afrika und ihre Nutzungsmöglichkeiten mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien." Der Lortragende machte zunächst darauf aufmerksam, daß die afrikanische Naturlandschaft aus den vier großen weitausgedehnten Vegetationsgebieten des Urwaldes, der Savanne, der Steppe und der Wüstensteppe besteht, zu der noch als besondere Abart der Steppe die Hochweiden kommen. Die jeweilige landwirtschaftliche Nutzung durch den Menschen sei den Vegetationsgebieten entsprechend verschieden. Die feuchtesten Gebiete seien vom Urwald eingenommen, die trockensten von der Wüstensteppe und der Wüste. Die Savanne und die Gebiete der Steppe seien vor allem bewohnt, besonders dort, wo natürliche oder künstliche Bewässerung vorhanden sei. Die größte Bevölkerungsdichte sei bei weitem nicht im Urwald vorhanden. Die Beoölke- rungszahl im tropischen Afrika südlich der Sahara gab der Vortragende auf ungefähr 90 Millionen an, die durchschnittliche Dichte auf den Quadratkilometer mit etwas über fünf Menschen. Als Gegenstück dazu machte er auf die Wohndichte im Deutschen Reich aufmerksam, wo auf den Quadratkllometer 140 Menschen kommen, ferner wies er auf den rein landwirtschaftlichen Osten Europas mit immer noch 20 bis 60 Einwohnern je Quadratkilometer hin. Jede kolonisatorische Macht sei an einer möglichst dichten Eingeborenenbevölkerung in ihren Kolonien interessiert, denn nur die Eingeborenen seien in der Lage, in den tropischen Gebieten körperliche Arbeit zu leisten, während der Europäer seine Gesundheit aufs ernsteste gefährde, wenn er körperliche Arbeit verrichte; vor allem treffe das in den Tieflandgebieten zu. Für die Nutzungsmöglichkeit der Kolonien komme es also neben den natürlichen Wachstumsbedingungen der Pflanzen auch auf die Zahl der eingeborenen Arbeitskräfte an. Die Ober- und Nieder-Guineaküste, der südliche Toll Kameruns und Zentralafrikas, sowie der nördliche Teil von Belgisch-Kongo seien von Urwald bestanden. Im Norden und Süden vor den Urwaldgebieten befinde sich die Savanne, die Steppe lause von der Senegalmündung im großen Vogen durch den ganzen Sudan nach der Ostküste Afrikas, nehme Britisch-, Deutsch- und Portugiesisch-Ostafrika »in und ziehe von dort wieder quer über den Kontinent durch Rhodesien nach Portugiesisch-Angola an der Westküste. Deutsch-Südwestafrika sei ebenfalls zum größten Tell Steppenland, in den südlicheren Gebieten sogar Wüstensteppe. Der tropische Urwald enthalte als natürlich wachsenden Baum besonders die Oelpalme und die Banane, wahrend der Kautschuk liefernde Hevea-Baum, der im Amazonas- Urwald seine Heimat hat, hier auch kultiviert werde und fortkomme. Ebenso werde der Kakao-Baum von den Eingeborenen und Europäern schon kultiviert. Der Kaffee-Baum sei in den Urwaldgebieten gleichfalls zu ä)ause, bevorzuge im allgemeinen aber Die höheren gebirgigen Lagen. In der Savanne und der Steppe würden vor allem Mais, Erdnüsse, Reis und Sisalhanf, ferner Tee, Zuckerrohr und Baumwolle angebaut. In den reinen Steppengebieten treffe man vor allem die Viehzucht (Rinder), in den trockeneren Gebieten auch Ziegen und Schafe. Hinsichtlich der Ernte sei es besonders wichtig, daß bei der Kautschuk-, Oel-, Kakao- und Kalfee-Ernte, ebenso bei der Ernte von Erdnüssen und Baumwolle keine Maschinen Verwendung fänden. Hiernach fei die Arbeitskraft der Eingeborenen unbedingt nötig, darum sei auch die Zahl der Eingeborenen-Arbeits- kräfte für jede Kolonisation so außerordenllich wesenllich. Der Vortragende beschäftigte sich dann in interessanten Betrachtungen mit der geringen Bevölke- rungSzahl in Afrika. Als dringend notwendig zwecks Steigerung der Beoölkerungszahl bezeichnete er die Verhinderung der Kriege unter den Eingeborenen, die energische Bekämpfung der tropischen Krank- heiten und vor allem die Hebung der Stellung der Frau, die jetzt die ganze Ackerbestelluna zu leisten habe. In dieser Hinsicht bezeichnete er die Einführung des Pfluges zur Ackerbestellung durch den Mann als notwendig. Weiterhin sei vor allem die Bekämpfung der Rinderkrankheiten, namenllich der Tse-Tse-Fliege, dringend erforderlich, damit das Rind möglichst weit auch in den äquatorialen Gebieten gehalten werden und als Zugtier für den Pflug dienen könne. Als Ergebnis bezeichnete der Vortragende einerseits eine Steigerung des Ertrages, anderseits gleichzeitig die Beschränkung der Frauenarbeit und dadurch größeren Kinderreichtum. Für den Anbau selbst sei die Pflanzenzüchtung wichtig, ferner sei auf die Dauer auch die Frage der natürlichen und der künstlichen Düngung zu berücksichtigen, welch letztere bis jetzt in Afrika kaum angewandt werde. Don unseren Kolonien könnten Kamerun und Togo vor allem die Urwaldprodukte liefern, wie Kautschuk, Palmöl, Bananen, Kaffee und Kakao, während der Norden von Togo und Kamerun und Teile von Deutsch-Ostafrika für Erdnüsse, Sisal, Baumwolle, Tee, Mais und Reis, teilweise auch für Viehzuchtprodukte in Betracht kämen. Deutsch-Süd- westafaika sei ausschließlich ein Gebiet für Viehzuchtprodukte. An Bodenschätzen seien Gold» und Glimmer und Diamanten in Deutsch-Ostafrika, Kupfer, Vanadium und Diamanten in Deptsch-Südwest vorhanden. Zum Schluffe betonte der Vortragende, daß wir be* der Wiederbewirtschaftung unserer Kolonien durch intensive Kulturen und Steigerung der Eingeborenenbevölkerung fast von allen genannten Nahrungs- und Genußmitteln sowie Rohstoffen pflanzlicher Art unseren Bedarf überwiegend und sogar vollständig aus eigenen Kolonien decken könnten, zum Teil über den eigenen Bedarf hinaus. Deutschland habe durch feine bisherigen Leistungen gezeigt, daß es zu kolonisieren verstehe. Darum habe es auch berechtigten Anspruch auf feine Kolonien, den es nachdrücklich geltend mache. Nach dem lebhaften Beifall der Hörer sprach der Kreisgruppenführer dem Vortragenden herzlichen Dank für feine aufschlußreichen und fesselnden Darbietungen aus, die durch zahlreiche Lichtdllder in aufschlußreicher Weife bereichert wurden. B. Doktor, daß wir uns infolgedessen auf den Standpunkt stellen müssen, daß das Vorbeugen in jedem Falle besser ist als das Heilen. Arzt: Ganz richtig, Frau T. Dieser Standpunkt ist überhaupt der richtige, und unsere ganzen ärztlichen Bestrebungen in der Gejundheitsführung zielen ja letzten Endes darauf hin, den Arzt am Ein^lindividumn gewissermaßen entbehrlich zu tnad/.n. Mutter: Das leuchtet mir ein, Herr Doktor, Sie wollten aber vorher bei der Betonung des Wortes „Erkrankung" noch etwas ergänzen. Arzt: 3a, Frau I., wir sind etwas abgekommen. Ich 4abe das Wort Erkrankung deshalb betont, weil Sie zwischen Erkrankung und Infektion gerade bei der Diphtherie genau unter- scheiden müssen. Die Schutzimpfung kann natürlich nur die Diphtherie-Erkrankung verhüten. Sie kann nicht verhindern, daß die Menschen sich mit Diph- tbetie-Bazillen infizieren und dadurch zu einem sog. Keimträger werden. Gerade dieses Keimträgertum, d. h. die bekannte Tatsache, daß sehr viele Menschen und besonders Kinder auf ihren Rachenorganen ober auf der Nasensckleimhaut Diphtherie-Bazillen beherbergen können oyne selbst daran zu erkranken, erschwert das Bekämpfen der Diphtherie ganz außerordentlich. Diese Keimträger fühlen sich nicht krank, sie gehen in die Schule und Kinderschule, sie nehmen am allgemeinen Verkehr teil, sie kommen da hin. sie kommen dort hin und verbreiten, da sie sich gesund fühlen und dementsprechend nicht in acht nehmen, immer weiter die Diphtherie-Bazillen. Treffen diese Bazillen nun auf einen Empfänglichen, bann erkrankt der Betreffende an Diphtherie. Gleichzeitig frischen sich die Diphtherie- Bazillen in ihrer Aktivität, in ihrer Giftigkeit usw. bei dieser Gelegenheit auf, und so entstehen aus dielen Krankheitsherden in der Bevölkerung immer wieder erneut unerschövfliche Quellen von Divh- therie-Bazillen, die natürlich auch von den Geimpften, da sie ja selbst nicht erkranken, weiterge- traaen werden können. Mutter: Nun, Herr Doktor, bann würden aber doch wenigstens nur die Nichtgeimvften erkranken und für ihre Unvernunft gewissermaßen bestraft werden. Arzt: Gewiß, das ist im großen und ganzen richtig, wenn wir auch vom Gesichtspunkt der Volksgemeinschaft aus an einem solchen Gang der Dinge fein Interesse haben können. Es ist aber auch vorn Standpunkt derjenigen, die sich der Impfung unterzogen haben, eine gewisse Ungerechtiakeit damit verbunden. Denn trotz der Impfung haben wir natürlich kein Interesse daran, daß die durch die Impfung erworbene Immunität durch immer wieder fort» gesellte Neuinfektionen, wie sie von den Nichtge- imvtten bann ausaehen, belastet wird. Wie alle Dinge im Leb"n, so haben auch die biologischen natürlich ihre Grenzen und selbst die stärkste Immunität ist einmal zu druchbrechen, wenn genügend oft und genügend heftig dagegen angegangen wird. Wir Haden ja das auf militärischem Gebiet wahrhaftig in eindrucksvollster Weise erlebt. Aus dem Falle der Maginotlinie können wir nicht den Schluß ziehen, daß eine Panzerkupvel. überflüssig wäre. Ebenso wie ein Vcmzerwerk kein Freibrief für eine anmaßende politische Haltung eines Volkes fein kann, ebenso erlaubt die Diphtherie-Schutzimpfung eines einzelnen Individuums in der Bevölkerung nicht gegen die nunmehr erworbene Immunität ununterbrochen Sturm zu laufen. Es gibt bei gar feiner Krankheit eine Immunität, die nicht mit Gewalt schließlich doch durchbrochen werden könnte. Aus diesem Grunde muß ich auch meine Aussage, daß die Diphtherie-Schutzimpfung vor der Diphtherie-Erkrankung schützt etwas genauer formulier ren. Die Impfung schützt nur denjenigen vor der Erkrankung bzw. verhilft ihm zu einer Immunität, der auch bei Uederstehen einer echten Diphtherie- Erkrankung immun werden würde. Es gibt aber auch vereinzelt Kinder, die ein-, zwei- ober gar dreimal im Leben an Diphtherie erkranken können, d. h. Kinder die eben angeboren unfähig sind diejenigen Gegengifte gegen das Diphtherie-Gift zu bilden, die Urnen eine dauernde Immunität für das Leben verleihen. Solche Kinder sind natürlich auch durch eine Schutzimpfung nur in beschränktem Maße zu immunisieren. Das ist für den biologisch denkenden Menschen selbstverständlich. Denn eine Schutzimpfung vermag natürlich in dieser Hinsicht nicht mehr zu leisten, als das Ueberstehen der betreffenden Er- franfung selbst leistet. Solche an sich seltene Kinder können trotz der Impfung gelegentlich doch an einer Diphtherie erkranken. Sie pflegt bann aber immer leicht zu sein und vor allen Dingen nicht von jenen bösartigen Komplikationen am Herzen gefolgt zu fei«, >:e die Diphtherie so gefährlich machen. Es wäre bss also auch kein Versager der Impfung, wie dies gelegentlich behauptet ro-urö-e, sondern wir sind hier eben in biologischen Dingen an derjenigen Grenze angelangt, über die wir als Menschen nie hinauskommen können. Mutter: Ich verstehe sehr gut, Herr Doktor, und finde es richtig, daß Sie mich auf alle Möglichkeiten aufmerksam gemacht haben. Schließlich muß man wissen, was man von einer solchen Schutzimpfung gerechterwerse verlangen kann bzw. was aus ganz natürlichen Gründen, wie Sie mir das cruseinandergesetzt haben, niemals gefordert werden kann. Es wäre dies auch bei den tatsächlich vorliegenden großen Erfolgen der Diphtherieschutz- impsung sehr unangebracht. Trotzdem werden Sie verstehen, Herr Doktor, wenn ich noch eine kurze Frage habe, die natürlich jede Mutter in allererster Linie interessieren muß. Kann die Impfung etwas schaben und ist sie in Deutschland schon in größerem Umfange burch-gefübrt worden? Arzt: Selostverständlich, Frau I., müssen Sie sogar diese Frage stellen, und sie kann Ihnen auch in eindeutiger Weise beantwortet werden. Es sind trotz der zahlreichen Impfungen, die in der letzten Zeit in vielen Gegenben Deutschlands durchgeführt wurden, keinerlei Schäden beobachtet. Der Impfttoff ist völlig ungiftig. Die meisten Kinder spüren dabei überhaupt nichts. Es kommt auch nicht zur Entwicklung einer Pustel wie bei der Pockenschutzimpfung. Die Impfung besteht ja lediglich in zwei im Abstand öon mehreren Wochen folgenden Injektionen einer kleinen Flüssigkeitsmenge. Nur bei einzelnen Kindern rötet sich an der Injektions- ftelle die Haut etwas, die Stelle darunter verdickt sich ein wenig, und bei Bewegungen spürt der Betreffende, daß hier ein Knötchen unter der Haut ist. Mehr pflegt nicht zu entstehen und auch dies, wie gesagt, nur bei einzelnen Kindern. Ich glaube, daß Sie damit über die wichtigsten Punkte vorläufig orientiert sind. Falls Sie' noch weitere Fragen haben, ergibt sich ein andermal Gelegenheit, darauf einFugehen. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Friedrich Schiller". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Herz modern möbliert*. — Oberhessischer Kunstoerein: 17.30 bis 18.30 Uhr Weihnachts-Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr Weihnachtsmorgenfeier; 14.35 bis 16.45 Uhr „Rotkäppchen; 19 vis 22 Uhr „Der Dogelhändler*. — Gloria- Palast (Seltersweg): „Friedrich Schiller". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): ,Herz modern möbliert". — 15.30 Uhr im Caf6 Leib Handharmonika-Kon- zert. — Heimat-Vereinigung Schiffenberg: 15.45 Uhr Familienzusammenkunft auf dem Schiffenberg. — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Weihnachts-Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. ^0bttt)eafer Gießen. Am morgigen Sonntag wird die 4. Morgenveranstaltung des Stabttheaters als „Wechnachts- morgenfeier" durchgesührt. Mit dieser Morgenfeier beginnt der Zyklus „Rezitatorische Morgenfeiern". Zur Aufführung kommt zum ersten Male in Gießen bas Weihnachtskonzert von Corelli (concerto grosso Nr. 8) für Solo-Streichinstrumente und Streichorchester. Gesungen werden* Lieder von Hugo Wolff und Johannes Brahms (mit Bratsche und Klavier). Dazu wird weihnachtliche Prosa von Jungnickel, Steguweit und Timmermans gelesen. Die Feier ist gestaltet von Frapz Schneider-Facius. Musikalische Leitung und am Flügel: Otto Söllner. Es singen: Gabriele Possinke und Ilse Winhold, es lesen Walter Erler und Franz Schneider-Facius. Die Solo- inftrumenie spielen: Franz Kerzisnik, Gustav Landgraf, Paul Blümers, Fritz Schneider. Am Sonntag ab cnä) wird zum ersten Male der große Operettenerfolg „Der Vogelhändler" von Karl Zeller wiederholt. Musikalische Leitung: Arthur Apelt. Spielleitung: Intendant Hans Walter Klein. Bühnenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Chöre: Nadine Galla. Das Werk ist neu ausgestattet. Außer dem gesamten Operetten-Solo- personal wirken der Extra-Singchor des Stabttheaters und bas Kinderballett mit. Außer Miete! Ortszeit für den 15. Dezember. Sonnenaufgang 9.31 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. — Monbuntergang 9.S0 Uhr, Mondaufgang 18.13 Uhr. Mond in Nordwende. Ortszeit füt den 16. Dezember. Sonnenaufgang 9.32 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. — Monduntergang 10.18 Uhr, Mondaufgang 19.11 Uhr. Oie 2. Kriegs-WHW -Lotterie Don heute ab reihen sich die grauen Glücksmänner wieder in die Front der Helfer des 2. Kriegswinterhilfswerkes ein. Jeder Glücksmann wird durch erhöhten Einsatz dem Befehl des Führers anläßlich der Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes, die Leistung weiterhin zu steigern, nachkommen. Das deutsche Volk hat bereits bei der 1. Kriegswinter- hilfe-Lotterie durch ungeheure Beteiligung bewiesen, daß es jederzeit bereit ist, in dem großen sozialen Hilfswerk sein Opfer zu bringen. Auch die 2. Kr'.egs- minterhilfe-Lotterie wird beweisen, daß eine ungebrochene und opferbereite fjeimatfront dazu beitragt, den Sieg zu sichern. Die Kriegswinterhilfe-Lotterie hat wieder sofortigen Gewinn entscheid. Jede Serie ist eine in sich abgeschlossene Lotterie, in der eme Million Reichsmark Gewinne und Prämien ausgespielt werden. Für 50 Pf. schon kann man 1000 RM. gewinnen, abgesehen von den vielen Gewinnen zu 500 RM., 100 RM., der großen Anzahl kleinerer Gewinne — und noch dazu die Prärnienscheim'. Am 31. März 1941 werden in jeder Serie eine Sonber- Prämie zu 5000 RM. und Prämien zu 500 und 100 RM. verlost. Die Gtraßensammlung um 8 Tage verschoben. Aus technischen Gründen muß die 4. Reichsstraßen- fammhing um 8 Tage auf Samstag/Sonntag, 21./22. Dezember, verschoben werden. Alle zugunsten der Straßensammlung von HI. und BDM. vorgesehenen Veranstaltungen fallen bamit aus und werden ebenfalls erst 8 Tage später durchgeführt. Annahmeuntersuchung für Waffen-ft und Schutzpolizei. NSG. Am morgigen Sonntag, 15.12., 8.30 Uhr, findet in Gießen, Restaurant „Burghof", Burggraben 9, eine Annahmeuntersuchung statt. Angenommen werden Freiwillige für: 1. ff • 23 e r • fügungstruppen (einschließlich Leibstandarte „Adolf Hitler"), Mindestgröße 170 cm. 2. ff = I o « tenkopfstandarten: a) mit Dienstzeitverpflichtung (12 Jahre, Lebensberuf: Polizei oder Wehrbauer), Mindestgröße 168 cm mit 17 Jahren; b) ohne Dienstzeitverpflichtung (bevorzugt SA.- Männer und Parteigenossen). 3. Schutzpolizei: ungediente Männer. Geeignete' Bewerber können sich bei der Annahmeuntersuchung als Freiwillige melden. Weitere Besserung. Die Erhebung einer Gebühr von 1 RM. bei verspäteter Abholung der Lebensmittelkarten bei den Ausgabestellen des Ernährungsamtes hat dazu geführt, daß bei der jetzigen zweiten Anwendung dieser Maßnahme eine weitere Besserung, d. h. noch größere Pünktlichkeit gegenüber der ersten Anwendung verzeichnet werden konnte. Waren es bei der vorherigen Kartenausgabe rund 50 Saumselige, die ohne ausreichenden Grund ihre Karten zu spät abholten und dafür je 1 RM. Ordnungsgeld bezahlen mußten, so sind es diesmal nur noch etwa 25 Personen, die ,chen Omnibus verpaßt" haben und nun je 1 RM. als Lehrgeld für die Zukunft bezahlen müffen. Gießener Dochemrmrklpreije. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Sßare. Für B-Ware ober abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 14. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten^ Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, % kg 4/1, 5 kg 41, Wirsing, S kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut 7, gelbe Rüben 5 bis 8, rote Rüden 7, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 7, Rosenkohl 15 bis 25jähriae Tätigkeit bei bet ’fjener Gummiwarenfabrik, von rrr194041 zärirgsro Der führet: ♦* Arbeitsjubilar e. In diesen Tagen fön« nen die Arbeiter August H o f und Christian Mar. sch eck aus Alten-Buseck, sowie Wilhelm Spieß aus Lang-Göns auf eine Firma Poppe & Co., Gießener Gummiwarenfabrik, Gießen, zurückblicken. Anläßlich eines Betriebs« appells wurden die Jubilars in üblicher Weise von feiten der Betriebsführung und der Gefolgschaft beglückwünscht und beschenkt. Der Paketschalter morgen geöff. n e t. Das Postamt teilt uns mit, daß der Paket- schalter beim Hauptpostamt in der Bahnhofstraße am morgigen Sonntag, 15. Dezember, von 8 bis 9.30 Uhr und von 14 bis 19 Uhr zur Annahme ~ Paketen und Päckchen geöffnet ift G.A-Spott. Oer morgige Fußballsonntag. Vezirksklasse 1900 — Sportfreunde Wetzlar DfB.-Reichsbahn — Bissenoerg DfL.-Marburg — Luftwaffe Burgsolms — Watzenborn-Steinberg Naunheim — Wetzlar 05 30, Schwarzwurzeln 15, Aepfel 15 bis 35, Birnen 20 bis -30, Lauch 17, Sellerie 14, Rettich 14, Blu. menkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 10, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 8 bis 10 Rpf. 64 500 RM. für das Kriegs-DHW. Am vierten Opfersonntag für das 2. Kriegs-Win- terhilfswerk wurden bei der Haussammlung int Kreise Wetterau 64 555 RM. gespendet. Der Anteil der Stabt Gießen an dieser Gesamtsumme beläuft sich auf 15 590 RM. 1900 wird sich die Gelegenheit, zu amei wetteren Punkten zu kommen, nicht entgehen lassen. Der Sieg des Tabellenletzten wäre mehr als eine lieber, raschuna. Da Bissenberg am vergangenen Sonntag auswärts nicht antrat, müssen sie erneut auf fremdem Gelände spielen. Bei ihrem ersten Auftreten in der Bezirksklasse hat Bissenberg enttäuscht. Trotzdem werden die Gießener sich sehr anftrengen müssen, wenn sie gewinnen wollen. Ein Spielverlust würde das Aogleiten in den Schluß der Tabelle bedeuten. Die Luftwaffe trifft in Marburg auf eine Mann- schäft, die in Wetzlar ihre Erfahrungen gefammeÜ haben sollte. Ein Sieg der Marburger liegt durch, aus im Bereich des Möglichen. Die Teutonen müssen mit zahlreichem Ersah in Burgsolms antreten. Die Burgsolmser können, ge. stützt auf den Vorteil des eigenen Platzes, diese Ge. legenheit vielleicht ausnutzen. Die Steinberger stehen vor einer schwer lösbaren Aufgabe. Das spannendste Spiel wird in Naunheim aus- getragen. Selbst wenn Wetzlar seine stärkste Mann- schäft zur Stelle hat, dürfte in Naunheim noch nicht gewonnen sein. Selbst im Falle eines Sieges der Naunheimer bleibt Wetzlar Tabellenführer, es sei denn, daß die Gastgeber einen Sieg erringen würden, der die Wetzlarer im Torverhältnis überflügelt. 1900 — Sportfreund Wetzlar. Die Blau-Weißen empfangen morgen die Sportfreunde Wetzlar. Sv den Platzbesitzern in Heilmann und Erhard weitere Urlauber zur Verfügung stehen — Pankok, Hormel, Krämer und Quick sind ebenfalls noch angekündigt — ist man aller Au'ftel- lungsschwierigkeiten enthoben. Für die Gäste wird es daher wenig Aussicht auf Erfolg geben. Wir halten die Blau-Weißen mit den zahlreichen Verstärkungen für fähig, endlich einmal einen überzeugenden Sieg zu erringen. VfD.-Relchsbahn — viffenberg Wenn auch das Spiel gegen Steinberg verloren ging, so hat die VsB.-Mannschaft doch gezeigt, daß sie mit zu den stärksten Mannscha-ten der Bezirksklasse zählt. Allerdings zeigten sich die gleichen Schwächen, die die beiden ersten Verbandsspiele auswiesen und Sieg und Punkte kosteten. Die Gießener müssen sich darüber klar werden, daß bei einer massierten Verteidigung Tore, einmal im Rück, stand liegend, schwer aufzuholen sind. Die bis jetzt gesammelten Erfahrungen sollten die VfBer zu einer Umstellung ihrer Spielweise zwingen. Die Gießener spielen mit: Benner I.; Fleischhauer, Schlitz II; Kraft, Leutheuser IV., Lehrmund; Eh' mann, Godglück, Benner II., Heß, Hofmann. Jugendfußball in 1900. Die 1. Jugend der Blau-Weißen tritt am Sonntag gegen die gleiche von Leihgestern an. Leihgestern verlor bisher noch kein Spiel. Die Jugend der Blau- Weißen tritt in ihrer stärksten Aufstellung an. Erst mit dem Schlußpfiff wird das Spiel entfchteben sein. Die 2. Jugend trägt ein 'Freundschaftsspiel gegen Steinbachs 1. Jugend aus. Die körperliche lieber- legenheit der Steinbacher werden die Jungens von 1900 durch ihren Eifer ausgleichen. Die 1. Sportdienstgruppe empfängt die gleiche von Lollar. Hier wird es zu einem Siege der 1900er langen. Lreisklaffe Rodheim — S f einbad) Mit diesem Spiel wird die erste Serie der Kreis- klasse beendet. Gewinnt Rodheim, so ist die Tabel- lenfuhrung errungen. Dein Opfer: Denn was geschieht Damit? was hoben wir in Deutschlanb für wunden geheilt wa haken wir überall geholfen, welche gigantischen sozialen Einrichtungen sind geschaffen oorDen! Ber Optiker am Bahnhof 3hrct Kranken kaffe