Donnerstag, 14. NovemberMa pO. Jahrgang Ur 270 nur i blichen i eng- das H riefe kamen aus allen Dermot weiter alten bkü!1 rTfiU» !1s das, welches Herr Churchill ober Lord Beaver- Irocf, der Minister für Flugzeugproduktion, der ZZ : Außenwelt normalen möchten. Der Nimbus Lord Aeaverbrooks leidet unter manchen dieser Sfim- *eL -ien aus den Arbeiterkreisen beträchtlich. So heißt (1:3) 'CUC »Hiu/i — uilu jcvcii — r*-** ff“”“ Wochen in die Unterstände gegangen. A r b e 11 t ft »icht geleistet worden. Die Männer renhen r. die Unterstände und strecken dann am Ende der iftoß f.j). lufgak tWartUiA ag, weil) wartete» oar aus ■, Die WeMi len Löhnen " . Wie stark die Verluste an Arbeitszeit und Lei- Itung sind, dafür die folgenden Beispiele: In einer Fabrik, die als ein Musterbetrieb bezeichnet wird ist das Aequivalent van drei vollen Arbeits- Icqen innerhalb zwei Wochen verloren gegan- ren. Dies soll zum Teil dem Umstand zuzuschreiben gewesen sein, daß wichtige Maschinenteile von anderen, durch die Luftangriffe betroffenen Fabriken, Nicht rechtzeitig geliefert werden tonnten, fo daß abgesehen von den Alarmen in der Fabrik selber, der Betrieb verschiedentlich halbe Tage still gelegt nftänbiflü i. Durch' tonnten n denen zu den Enchüllungen des Blattes Stellung erden. 5: renommen wurde. Diese Briefe kamen aus allen 6 wehrteilen des Landes, und die Briefschreiber nahmen re Dorby: - in der großen Mehrzahl zu Unrecht — an, daß Der konservative Abgeordnete Hauptmann Adams richtete gegen den ersten Einpeitscher der Regierung, Hauptmann David Margesson, einen hemmungslosen Angriff, der wie es heißt, das Schlimmste war, was das Parlament feit Jahren erlebt hat. Adams beschuldigte Margesson, neun Jahre lang die parlamentarische Mehrheit veranlaßt zu haben, „eine Politik zu unterstützen, die i n der augenblicklichen Katastrophe, im Kriege, ihren Höhepunkt fand. Die in Trümmer gelegten Gebiete im Ostend und am übrigen London sind hervorragende Erinnerungen an die Methoden, mit denen der erste Einpeitscher der Regierung in bett letzten neun Jahren unsere Angelegenheit beschützt hat." Das Unterhaus war nicht in der Lage, den Strom ber Anklagen einzubämmen. Es war, < wie „Nya Dagligt Allehanda" schreibt, verwundert und b e st ü r z t und beschränkte sich aus Rufe - wie „Schande" und „Ordnung". Insbesondere als Adams erklärte, Margesson habe das Parlament zu einer Schule gemacht, deren erster Polizist er gewesen sei. In diesem Gremium habe ein politisches Durcheinander geherrscht. Attlee, der ehemalige Leiter, der Opposition und nunmehrige Lordsiegelbewahrer, erklärte ironisch, es dürfe sich wohl um einen inner- parteilichen Streit der Konservativen handeln. „Rya Dagligt Allehanda" schreibt dazu: „Beträchtlich erschüttert schloß das Unterhaus darauf feine Sitzung." Berlin, 13. Rov. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Während in der Nacht vom 11. zum 12. Rov. die britische Luftwaffe durch Sturm- und Vereisungsgefahr lahmgelegt war, fetzten unsere Kampfverbände ihre Vergellungs- flüge gegen London erfolgreich fort. Sie griffen auch im Laufe des 12. November Loudon an. Ein Gaswerk und Lagerhäuser in Kennington erhielten schwere Treffer, weiter richteten sich erfolgreiche Bombenangriffe gegen Hasen- und Verkehrsanlagen, Lagerhäuser, Rüstungswerke und ein Kraftwerk in Sud-England. Britische Häfen wurden weiterhin vermint. In der Nacht vom 12. zum 13. November warfen einige britische Flugzeuge in Westdeutschland Bomben, die fast ausschließlich in freies Gelände fielen und dort nur Flurschaden anrichte- len. Nur in einer Ortschaft wurden ein Wohnhaus zerstört, zwei Häuser sowie eine Wasserleitung beschädigt und mehrere Personen anherhalb des Luft- schuhraumes verletzt. An anderer- Stelle an einer Gleisanlage entstandener Schaden konnte schnell behoben werden. Verluste traten gestern auf deutscher Seite 4 der A in ßauli nerspielm^ Bcrlfn, 13. Nov. (DRV.) Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten» Herr IN o l o t o w, war heute mittag Gast des Führers in kleinern Kreise. Anschließend wurden die politischen Besprechungen fortgesetzt, in Anwesenheit des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop und des stellvertretenden Volkskommissars für auswärtige Angelegenheiten Dekanosow. Reichmarschall Göring hatte Mittwochvormit- tag mit Molotow eine längere Unterredung im Sinne der deutsch-russischen freundschaftlichen Beziehungen. Auch der Stellvertreter des Führers der NSDAP., Reichsminister Rudolf Heß, empfing Molotow am Mittwochvormittag. Am Mittwochabend hatte dann der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, mit Molotow eine mehrstündige abschließende Unterredung. Zu Ehren Molotows veranstaltete am Mittwochabend der Botschafter der Union der So- brei Tage gebauert. Krach im Unterhaus nicht ein. Wie nachträglich gemeldet wird, erhöht sich die Zahl der vorn italienischen Fliegerkorps am 11. November abgeschossenen Flugzeuge auf 10. Britischer Hilfskreuzer versenkt. V e r l i n, 13. Nov. (DRV.) Nach einer Mitteilung der britischen Admiralität ist bei der am 8.11. im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht gemeldeten Vernichtungeines Geleitzuges im Atlantik durch deutsche lleberwasserstreitträste auch der britische Hilfskreuzer „Jerois Bay" (14164 VRT.) untergegangen. Nach der britischen Mitteilung wurde der Hilfskreuzer durch das Artilleriefeuer eines deutschen Kriegsschiffes versenkt. Das britische Schiss, das in Friedenszeiten ein Passagierdampfer der Australian Commonwealth Line ist, hatte eine Besatzung von 15 Offizieren und 174 Mann. Von einem Handelsschiff wurden 65 Ueberlebende der „Jervis Bay" gerettet Oie irischen Stutzpunkte. Churchill spannt Kanada ein. 5 ich letztem *n aber Unentwegt rollender Einsatz trotz heftiger Stürme. Molotow Gast des Führers. Mehrstündige abschließende Unterredung mit Ribbentrop. Empfang in der Sowjetbotschast. Berlin. IZ.Nov. (DJIB.) heftige Stürme tobten in der Rocht zum Mittwoch über dem Kanal und der britischen Insel. Trotzdem setzten unsere Kampfverbände unentwegt in rollendem Einsatz die Vergeltungsflüge gegen London fort Besonders schwere Treffer wurden m den Verkehrsanlagen im Rordwesten der Stadt erzielt Auch in den W e st i n d i a - D o ck s und in anderen Teilen Londons entstanden mächtige Explosionen. Weiter waren Liverpool und Coventry sowie Orte an der Kanalküste das Ziel heftiger Angriffe. 3m Laufe des Mittwochs wurden London sowie zahlreiche kriegswichtige Ziele in Südengland mit Bomben belegt 3n der Rocht zum Mittwoch schoß unsere Flakartillerie, wie erst jetzt gemeldet wird, einen britischen Kb m 6 e r vom Baumuster Whittey ab. Ein Manu der Besatzung konnte sich durch Fallschirmabsprung retten, ein weiterer wird vermißt Der Rest der Besatzung ist tot - Der Wehrmachiberichi vom Mittwoch. i- Ä'sJ Stockholm, 13.Nov. (Europapreß.) Das lische Unterhaus hat einen neuen Sturm über sich ergehen lassen müssen, ber einen Fingerzeig für die Uneinigkeit innerhalb ber Konservativen Partei gibt. emtabme von Ameise« für die Mittagsnummer biS8'/,Ubr des Vormittags Amerseu-Preiie i Anzeigenteil 7 Nvt. te mm bei 22 mm HeilenbreitC/ Lernet! 50 Rvl. te mm bei 70 mm 8eilenbreitt RachläNe: Wiederholung MalstaffelI Abickluiie Mengenstaffel B Platzoorsckrist t vorherige Vereinbarung) 25'/« mehr ss? * f«fl it, j® v W f(t, mit ti» dl« Ite « fr*. ff 4 ' 8« i. front I '«Ul : «U n*!M .«»eri fj LMMuj «Hf iti,'. ir* bessert werden kann. «,Den Leibriemen enger ziehen." Die englische Presse fordert drastische Einschränkung des zivilen Verbrauchs. haben wollen. _ Gerade eben veröffentlichte das Statistische Institut von Oxford eine Aufstellung, die beweist daß die englischeKriegsproduktron nach rote tDor weit hinter ber deutschen zuruckliegt unb daß ber englische Arbeitsminister Benin „viel zu optimistisch" roar, als er in der vergangenen Loche versprach, „England werde Deutschland tm Laufe von sechs Monaten in der Waffenherstellung uber- troffen haben". ,Kine drastische Einschran- Nutzen gebracht. Die Verschiedenheit der inneren Struktur der beiden Staaten hat dem keinen Abbruch getan; das zaristisch-autokratische Rußland und das damals konstitutionell-parlamentarische Deutsche Reich haben nicht den Austausch von Staatsgrundsätzen gepflogen, sondern eine Politik der Vernunft und der gegenseitigen Zweckmäßigkeit betrieben. Ihren Höhepunkt sand sie im Berliner Kongreß, den Bismarck auf Veranlassung russischer Staatsmänner einberief, als England sich anschickte, Rußland seine im Russisch-Türkischen Krieg errungenen Erfolge streitig zu machen und eine neue Kriegskoalition gegen Rußland sich zu bllden drohte. Man kann es nur als eine tragische Verwirrung bezeichnen, daß gerade dieser wichtige Akt, den Bismarck als einen neuen bedeutenden Schritt feiner alten russischen Politik betrachtete, durch die Einflüsterungen von Höflingen beim russischen Zaren zu der K r i s e d e r d e u t s ch - r u s s i s ch e n Beziehungen im Jahre 1879 geführt hat Eine Krise, die heraufbeschworen wurde durch frankophile, polonisierende und panslawistische Parolen gewisser einflußreicher Kreise ber Hofgesellschaft unb die durch merkwürdige Pressekampagnen der zaristischen Zeitungen den Weg in die europäische Oef- fentlichkeit fand. Bismarck sah sich — eine russischfranzösische Allianz im Anzug erkennend — ge- zwungen, nach Sicherungen zu suchen, die er im deutsch-österreichisch-ungarischen Bündnis fand. Auch nach dem Jahre 1879 hat Bismarck den Weg seiner russischen Polllik fortgesetzt, freilich mit den Aendevungen in Ton und Methode, die durch die veränderte Stimmung am zaristischen Hof geboten waren. Durch die Erneuerung des „Drei- kaiserbundes" durch den Rückver siche- rungsvertrag und in zahlreichen anderen Momenten seiner fpäteren Politik hat er — trotz der Enttäuschungen — immer wieder versucht, den westlerischen Kreisen am Hose des Zaren entgegen- zurottken. Er hat alle'diese Anstrengungen unternommen in der festen Ueberzeugung, daß das alte Verhältnis zwischen Deutschland und Rußland miede r h e r ge ft el l t werden müße — wenn es füK Gelähmte Flugzeugproduktion Von unserem Or. A.'Korrespondenien. , Besonders aufschlußreich sind einige Nummern der Lunday Dispatcy", die als erstes Blatt den Mut alle, den „großen Flugzeugskandal" bloßzustellen, dieses Blall druckte Ende September unter der eberschrift „Flugzeugskandal" eine Meldung ab, vonach in der Flugzeugfabrik die Produktionslei- ung darunter litte, daß während der yanzen )auer der Fliegerlarme di e Arbeit völlig rin gestellt würde. Diese Veröffentlichung hatte Ein überraschendes Echo. Hunderte und Aberhunderte von Zuschriften erreichten die Schriflleitung, ~ ----- [en des Blattes Stellung vPorstehen. Man mupe für oie rommenuen -uuu- njte den tatsächlichen Möglichkeiten ber Lebensmll- reloerforgung ms Auge sehen. Die zur Verfügung Gehenden Schiffe können nicht sowohl Luxuswaren, als auch Flugzeuge und Munition und wlchllge Rohstoffe transportieren. Nun gilt au d) für u n s bie Frage, ob wir Kanonen.oder Butter Ä montiert Hand, die txi ;ie in ihrer Stadt gelegene Flugzeugfabrik gemeint lewefen fei. Auf diese Weise wurde klar, daß der •en ber „Sunday Dispatch" bloßgelegte „Skandal" !eineswegs ein Einzelfall, sondern die Reget war. Weiterhin geben die Briefe, von denen die ,<öunbat) Dispatch" in ihren folgenden Nummern ine Auswahl abdruckte, interessante Einblicke in lie Stimmung ber englischen Arbeiterschaft. Diese Einblicke vermitteln ein wesentlich anderes Bild tan der Stimmung in der englischen Arbeiterschaft '|ill ober Lord Beaver gebracht hat. Er hat aus ben Jahren 1859—1862, in denen er als Gesandter Preußens in Rußland tätig war, die feste Ueberzeugung mitgebracht, daß zwischen Rußland und einem Deutschen Reich, das er schon damals vor sich sah, keine Frage bestünde, die zu einem Konflikt Anlaß bieten könnte. Als Ministerpräsident Preußens unb später als erster Kanzler des Reiches hat er diese These erweitert zu ber Maxime, daß eine Politik des „do ut des” zwischen den beiden Reichen jedem echten Vorteil zu bringen vermöge. Tatsächlich ist die Politik fast zwei Jahrzehnte hindurch mit großer Stetigkeit verfolgt worden und hat beiden Teilen Nutzen in reichem Maße, gebracht. Schon im Jahre 1863 begann Bismarck diese Politik zielbewußt, indem er aus Anlaß des Po, lenauf stand es die russische Regierung politisch gegen englisch-österreichisch-französische Einmischungsversuche unterstützte und mit ihr darüber hinaus in uneigennütziger Weise eine Militärabmachung gegen die Polen vorschlug — ein Angebot, das (wenn auch kein praktischer Gebrauch davon gemacht werden muß, te) eine über den normalen Stand gutnachbarlicher Verhältnisse hinausreichende politische Verdun- denheit der beiden Staaten zur Folge hatte. Der Krieg von 1866 brachte der russischen Politik durch die Schwächung des Habsburger-Rivalen weitere erwünschte Ergebnisie, die im Jahre 1870 zu einem gewissen Gegendienst führten, als Rußlands preußenfreundliche Haltung dem Wiener Hof ben Appetit nach einer „Rache für Sadowa" beeinträchtigte und die deutsche Kriegführung in die Lage versetzte, rückenfrei gegen Frankreich zu kämpfen. Bismarcks Gegendienst folgte auf dem Fuße, als Rußland 1871 die chm feit dem Krim- krieg auferlegten Einschränkungen für seine Flotte im Schwarzen Meer annullierte und von Deutschland dabei sekundiert wurde, so daß England wohlweislich darauf verzichtete, diesen Schritt zum Anlaß kriegerischer Maßnahmen zu machen. Diese Bismarcksche Polllik gegenseitiger Förderung hat auch außer diesen großen nach außen hin wirkenden Momenten beiden Reichen bedeutenden Madrid, Nov. 1940. Wie stark der Produktionsausfall in ter englischen Flugzeugindustrie mtn= testens in den ersten Wochen der deutschen Luftof- irnsioe aus England gewesen sein muß, geht aus Ieitunaen hervor, die das neutrale Ausland erst rit einmonatiger 23erfpätung erreichten s ist verständlich, daß bie britische Zensur alles etan hat, um nach Möglichkeit zu verhindern, daß as Ausland überhaupt Kenntnis von diesen Blät- Srn bekäme. tung des zivilen Verbrauchs ist", fo heißt es in dem Oxforder Bericht, „erforderlich, denn nicht nur die Kriegsmaterialproduktion muß gesteigert werden, sondern dies muß auch geschehen in Anbettacht der Behinderungen, welche die Einziehungen 3um Militärdienst mit sich bringen." In der „Daily Mall" wirb aus diesem Grunde gefordert: „Wir können den Leibriemen noch etwas enger ziehen, ohne es zu merken (!)". „Daily Expreß" unterstreicht, daß es allerschnellstens notwendig märe, die zwei größten Bedrohungen, nämlich die U-Boott und die Nachtfluyangrisfe, zu verhindern. Die Zivilbevölkerung könne dadurch helfen, daß sie in ihrem Verbrauch an allem spare. Die Zeitung bemerkt, daß es heutzutage 5V2 Tage dauere, ehe in einem Hafen ein 6000-Tonner entladen werden föhne. Früher habe so etwas Bismarck und Rußland Von Helmut Sündermann, Siadsletter des Rpichsprestecßefs. Die Moskauer Blätter haben kürzlich das Erscheinen einer russischen Ausgabe der „Gedanken und Erinnerungen" zum Anlaß genommen, um die Bedeutung der Politik Bismarcks für das deutsch-russische Verhältnis hervorzuheben. Die Zell dieses großen Deutschen ist tatsächlich der vielleicht entscheidendste Markstein in ber Geschichte ber Beziehungen des mitteleuropäischen Raumes mit dem großen Reich im Osten. Gewiß sind die Bande älter, die Moskau und Berlin verbinden. Sie reichen bis vor die Zell Friedrichs des Großen zurück, finden im Siebenjährigen Krieg einen besonderen Ties- und einen ebensolchen Höhepunkt, treten bann im Zeitatter Napoleons mehrere Jahre hindurch in das Zeichen europäischer Waffenbrüderschaft und späterhin un» , ter den Stern traditioneller und familiärer Beziehungen zwischen ben Hohenzollern und Romanows. Immer gestatten sich die Ergebnisie freund- schafllicher Polillk für beide Teile nutzbringend. Freilich, die Erhebung der Beziehun- gen des großen Rußland und des kleinen Preußen in den Bereich zielbewußter Maßnahmen auf lange Sicht, die Herausnahme dieses Verkehrs aus der familiären Atmosphäre und ihre Hinüberlenkung zu den Verhandlungstischen ber Staatsmänner, bie Ablösung ber gewohnten Freundlichkeiten zwischen ge« krönten Onkeln unb Neffen durch die klare Ueberzeugung gemeinsamen politischen Nutzens — das ist wohl bie Aenderung, die Bismarck schon gleich bei seinem Eintritt in die Politik für die deutsch- russischen Beziehungen zur praktischen Anwendung Woche die Hand aus, um den vollen Lohn entgegen* zunehmen. Es ist ebne Schande für unser ganzes Zcmd ..." Die FabriUellungen seien dieser Situa- •ton gegenüber machtlos. „Die Chefs der Firmen morgen sich auf den Tod, weil bie Arbeiter sich wei- xern, zu arbeiten. In ber Tat wird die Nachtarbell n Kurze eingestellt werden müssen, da die Firmen es sich nicht leisten kann, solche Löhne ju bezahlen und dafür keine Leistungen zu empfangen." Die Regierung hat mittlerweile Anordnungen erlassen, um den Fortgang der Betriebe während des allgemeinen Alarms sicherzustellen, und die Unterbrechung der Arbeit auf bie Zellen zu be° chränken, in benen bie einzelnen Fabriken unmittelbar bedroht sind. Man hat zu diesem Zweck das System der Dachbeobachter eingeführt. Zuverlässige Berichte über das Ergebnis dieser Anordnung liefen noch nicht vor. Eins jedoch steht fest, daß ber Leist der Arbeiterschaft, dessen Tiefstand aus den Zeugnisien in der „Sunday Dispatch" deutlich her- oorgeht, durch derartige Maßnahmen nicht ver- i besten k j '«Mainz! Mllchck' . Die M >che 140 in fi: || teht bis: II lest. tereichsmes is* unb in 1 in $£ innt finbel.1 j । Geräts essen drei l I; Stockholm, 13. Nov. (DNB.) Daß Dhurchill nichts unversucht läßt, um sich entgegen dem von de Volera mit größter Klarheit ausgesprochenen Willen des irischen Volkes in den Besitz der so sehr begehrten Stützpunkte in Irland zu setzen, beweist eine Meldung aus Ottawa. Danach hat der konservative Parteigänger Hanson im Parlament erklärt, daß eines ber größten Hinbernisse für Großbritannien für bie „Entwicklung bes Krieges" die Weigerung der irischen Regierung sei, England Seestützpunkte zu überlassen und die Benutzung der Flugplätze zu gestatten. Hanson forderte die kanadische Regierung auf, einen persönlichen Appel an de Valera zu richten, diese Stützpunkte Kanada pachtweise für die Dauer des Krieges zur Benutzung für die Zwecke des Empire zu siberlasien. Churchill geht alfo neben dem Versuch der un- verhüllten Drohuna an die Adresse 3rlanbs nunmehr dazu über, seinem Ziel durch Crinfpannung seiner politischen Trabanten näherzukommen. So spannt er nunmehr Kanada ein, um auf diesem Umweg die Stützpunkte in Irland zu erlangen, von denen er hofft, daß sie ihm helfen könnten, aus ber verfahrenen Situation herauszukommen, in bie er sein Land gebracht hat. Da Churchill keinerlei Hemmungen kennt, bie Neutralität Irlands zu brechen, wird das irische Problem mll Auftnerksamkell verfolgt werden müssen. । ä A DOlHtCtS Gicheim Anzeiger , General-Anzeiger für Gberhessen 1-9 ttrnlvrechanschlub 2251 Vnttk Mkd Verlag: ^mbtansmrift: „Anzeigeri" BrflMlAf Ueinerttiitebreif 1L feew ISoitfcberfllßMftranff. M vrumwr umverKNuroriurerei». «erben mußte. Eine Arbeiterfrau schreibt an die „Sundav Dis- .solch": „Die Männer in der Firma Sowieso sind ; ede Noch! — und jeden Tag — seit zwei oder drei Stockholm, 13. Nov. (Europapreß.) Das liberale „News Chronicle" macht feine Leser darauf aufmerksam, daß in kürzester Zell radikale -RationierungsmaßnahmeU in England vPorstehen. Man müsse für die kommenden Mo- nJtP hpn tatfädiltdien Möglichkeiten ber Lebensmll- eibe/ .. | er nur ea er auch ie Mne. sar nicht6 m Mk?, i au brüt । tricöeim laglscv. auhei Conntaas unb r>eienaas Veilagen: DreJllusttrerte öieheneriVaniilienblätter Heimat imBild DieSckolle ,Monats-Be-sugSvreiS: ytil 4 Beilagen NM 1.98 :bne;XUuftrierte . 1.80 Luiiellgebühr , -.25 ueb bei Nicktericketnen ' ton einzelnen Nummern nfolfle böberer Gewalt zlalisttschen Sowjetrepubliken. Schkwarzew, einen Empfang, an dem Reichsminister bes Auswärtigen von Ribbentrop und führende per- fönlichketten von Staat, Partei und Wehrmacht teilnahmen. Ferner waren die Begleiter Molotows und die Angehörigen der fowjettusiischen Botschaft zugegen. Das Scho in Vichy. Vichy, 13.Nov. (Europapreß.) Dem Aufenthalt Molotows in Berlin wird in französischen Kreisen sowie in ber französischen Presse größte Aufmerksamkeit entgegengebracht. Die „Action Franca i s e" unterstreicht, baß England einen weiteren Fehler gemacht habe. „Die Reise Molotows nach Berlin", schreibt bas Blatt, „stellt klar, baß bie Politik Rußlands gegenüber den Achsenmächten s i ch nicht verändert hat. Wird diese Reise England nun endgültig aufklären und feine hart- näckigen Illusionen verscheuchen? Sicher ist das durchaus nicht; denn nichts fällt jenen Staatsmän- Inern schwerer, als einen Irrtum zuzugeben." is in einem dieser Briese: „Sie erwähnen m Ihren Artikeln Lord Beaverbrook. Wir haben Deputationen m ihn gesandt, und 'er weiß eine ganze Menge ber den chaotischen Zustand, der herrscht. Wir anbten auch Deputationen an den Arbeitsminister Benin und an mehrere Abgeordnete. Lord ReaoerbroDt sandte feinen Beschwörer, Herrn Be- icrlet) Baxter, der zu uns sprechen mußte. Er riüte uns, wir füllten noch ein Weilchen länger ge* f ulbig sein — und bas nach 12 Monaten, in denen Dir herum st ehen und einander angucken muß- len, ohne Ueberstunden und mit stark herabgedrück- beide Völker in der Zukunft gut beftellt fein sollte. Wir wissen, daß die Fra-ge des deutsch-russischen Verhältnisses Bismarck bis in sein« letzten Lebenstage beschäftigt hat! Die Folgen des Auseinanderlebens der beiden Reiche, das nach 1879 von Bismarck zwar verlang» samt werden konnte nach seiner Zeit aber zu rapt- oen Entwicklungen führte, bestätigen — wenn auch durch die Demonstrierung im Negativen — die Bis- marckschen Grundsätze der deutsch-russischen Politik. Der Weltkrieg brachte Deutschland den Zweifrontenkrieg, Rußland aber den Verlust weiter wertvoller Landstriche, der um so bedeutungsvoller mar, als sie einen guten Teil des europäischen Rußlands dokumentierten. Es war unserer Zeit vorbehalten, im Zeichen der wiedererweckten Bismarck- schen Politik, jene Verluste des Weltkrieges ouszu- gleichen und die alten Wege der politischen Vernunft wieder au beschreiten. Daß im Zuge dieser Entwicklung sich diesmal ganz klare Znteressengcenzen abgezechnet haben und die merkwürdige Atmosphäre höfischer und demokratischer Täuschungen auf beiden Seiten in Wegfall gekommen ist, macht die Voraussetzungen der deutsch-russischen Politik klarer, die Erkenntnis des Richtigen leichter, das Fundament der Entschlüsse solider. Reichsarbeitsminister Seldte in Rom. Royr, 14. Nov. (Europapreß.) Reichsarbeitsminister Seldte hat sich am Mittwochvormittag in die im Quirinal aufliegende Besucherliste eingetra- gen. Um 11 Uhr nahm der Minister an einem Emp- sang im Ualienischen Arbeitsministerium und um 13 Uhr an einem Frühstück in der (Safina Valadier teil. Arn Nachmittag hat der Reichsarbeitsminister einige Volks- und Beamtenwohnhäuser besichtigt. Um 16 Uhr empfing der Duce den Reichs- arbeUsminister im Palazzo Venezia und um 20 Uhr gab der italienische Arbeitsminister Gorla in einem Stadthotel ein Abendessen. Am Donnerstagmorgen wird Reichsarbeitsminister Seldte nach Neapel Weiterreisen, von wo er am Freitagnachmittag nach Rom zurückkehren wird. Im Verlaufe seines etwa zehn Tage dauernden Aufenthaltes in Italien wird der Reichsarbeitsminister mit dem italienischen Arbeitsminister und dem Korporattons- Minister eine Reihe von Aussprachen haben. Umbettung im Weltkriege gefallener Ostmärker. Rom, 13. Nov. (Europapreß.) Die Vorarbeiten zur Umbettung der im Weltkrieg gefallenen und in Kriegerfriedhöfen Italiens beigesetzten Ostmärker der ehemaligen österreichisch-ungarischen Armee sind beendet. Die Verhandlungen hierüber sind von einer unter Führung des Gesandten Fürst Bismarck stehenden deutschen Abordnung abgewickelt worden. Die italienische Abordnung stand unter Führung des Senators General C e i. Englische „Menschlichkeit". Niederländisches Rettungsboot von englischem Flieger angegriffen. Amsterdam, 13. Nov. (Europapreß.) Das niederländische Rettungsboot „Doris Rijkers", das von Den Helder ausgelaufen war, um eine Anzahl Schiffbrüchiger zu retten, hatte nach einer mehrstündigen Fahrt eben die Stelle erreicht, an der die Schis,brüchigen mit den Fluten um ihr Leben kämpften, als plötzlich ein britischer Flieger über dem Rettungsboot erschien und die Besatzung unter heftiges Maschinenge- weh-rfeuer nahm. Die Mannschaft versuchte trotzdem, das Rettungswerk durchzuführen, da Die Hilferufe der Schiffbrüchigen immer verzweifelter wurden. Dies erwies sich jedoch als unmöglich, da die englische Maschine das wehrlose Boot i m - mer wieder aufs Neue angrifj, so daß sich schließlich der Kapitän zur Umkehr gezwungen sah. Da inzwischen vollkommene Dunkelheit eingetreten war, warf der britische Flieger einige Leuchtkugeln ab, um seine .Heldentat" zu Ende zu führen. Wie durch ein Wunder gelang es jedoch dem Rettungsboot immer wieder auszuweichen und trotz der Bombengefahr von oben und der Minengefahr von unten den Hafen zu erreichen. Erhöhte OW der italienischen Luftwaffe. Rom, 13. Nov. (Europapreß.) Agenzia Stefani meldet von der griechisch-albanischen Front, nach dem Eintreten besseren Wetters an der Front seien von der italienischen Flugwaffe strategisch wichtige Punkte mit erhöhter Intensität bombardiert und viele Verteidigungsanlagen des Feindes zerstört worden. Auch b e - festigte Lager und Artillerie st ellun- gen des Feindes seien mit Bomben belegt worden. In Epirus sei die Fliegerabwehr nach wie vor flau, hingegen erweise sie sich äußerst heftig in den befestigten Plätzen Griechenlands, was indesien die Angri'ffstätigkeit der italienischen Flieger nicht zu lähmen vermöge. Die italienische Luftwaffe b e - herrsche den griechischen Luftraum. Heftige Fliegerangriffe auf die feindlichen Anlagen am Prespa-See seien im Gange. Auch in Thessalien und in Mazedonien seien auf dem Marsche befindliche Truppen und ihr Train bombardiert und unter Maschinengewehrfeuer genommen worden. Durch die italienische Offensive in der Luft erleide der Feind schwere Verluste an Menschen und Material. Wieder Attentate in Schanghai und Nanking. Schanghai, 13. November. (Europapreß.) In Schanghai wurde innerhalb weniger Tage schon das dritte Attentat verübt. Unbekannte Tater erschossen in der Internationalen Niederlassung ein Mitglied der Nanking-Regierung. Von japanischer Seite wird erklärt, es seien drei Tschungking-Anhänger verhaftet worden. die auch für die Mordtaten verantwortlich sein sollen, die im August an einem chinesischen Polizei, offizier in der Internationalen Niederlassung, im April an einem chinesischen Stadtratsmitglied in der französischen Konzession und im September an dem japanischen Major Äoshie Isobe begangen worden seien Auch die Erschießung eines japanischen Offiziers im Frühjahr 1940 sei den Verhafteten zu- zuschreiben. In einer chinesischen Gastwirtschaft i n Nanking ist das in Formosa gebürtige Mitglied des Regierungsausschusses für die Volksbildung in der Provinz Puan, Lin Tfu-ching durch Reool- verfchüffe getötet worden. Die alten Befestigungsanlagen von Korfu. Der griechisch-albanischen Küste unmittelbar vorgelagert liegt die griechische Insel Korfu mit der Stadt Korfu. — Unser Bild zeigt die alten Befestigungsanlagen von Korfu. — (Scherl-Bildarchiv-M.) Kämpfe in Ostafrika. MienischerWehrmachlbericht. Rom, 13. Rov. (DRV.) Der ilallenlsche Dehr- machtberichl vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Spähtrupptätigkeit und Artillerieaktionen im Sektor von koriha. Feindliche versuche, an unsere über die Grenze tm Lpirns-Abschnilt vorgeschobenen Positionen heranzukommen, wurden zurückge- fchlagen. Unsere Luftformationen haben feindliche Stellungen auf dem Pindus, sowie in der Rahe der Straßenkreuzung Mihnni — Janina, ferner in den Zonen von kalibaki und Filippo d e bombardiert. In der Zone von Berat wurde von unseren Jägern ein Flugzeug vom Bleuheim-Typ abgeschossen. Feindliche Flugzeuge führten einen Angriff ans Durazzo aus, der einige Tote und Verwundete zur Folge halte; ein feindliches Flugzeug wurde wahrscheinlich abgeschossen. Während einer bewaffneten Aufklärung gegen Malta wurde eines unserer Jagdflugzeuge abgeschossen. In Rordafrika bombardierten unsere Flugzeuge die militärlfcheu Anlagen von Suez und die Flugplätze von Kairo und Abukir; die Ziele wurden voll getroffen. In Ostafrika hat der Feind bei einem Zusammenstoß zwischen unseren Vorhuten und feindlichen Formationen im Gebiet von Lassala etwa 50 Tote auf dem Kampfplatz zurückgelaffen; unsere Truppen haben Maschinengewehre, Gewehre und Munition erbeutet; unsererseits sehr leichte Verluste. Untere Luftwaffe hat mit Bomben und Maschl- nengewehrfeuer Schützengräben- und Artlllerleftel- lungen, Truppen, feindliche Zeltlager und Kraftwagen bei Otrub (Kaffala) angegriffen. Ein Angriff der feindlichen Luftwaffe auf Metemma hatte drei Tote und zwölf Verwundete zur Folge. Unsere Jäger haben ein Flugzeug vom Gloucester-Typ abgeschof- fen, zwei weitere wurden wahrscheinlich abgeschossen. Lin Einflug feindlicher Flieger auf Brindisi, Tarent und Bari. Rur in der letzteren Stadt wurden Bomben geworfen, die unbedeutende- Materialschaden und drei Verwundete verursachten. Chilenische Gorgen. Don Dr. lloo JRuffer, Santiago. Bei Kriegsausbruch meinten hier und in anderen Ländern Südamerikas viele Leute, daß die hiesigen Nationalwirtschaften einen großen Auf^ schwang nehmen würden. Diese Illusion ist bald durch Die schwierigen Probleme zerstört worden, die sich allenthalben gestellt haben; am deutlichsten zeigt sich dieser Prozeß in Chile. Denn hier hatte Deutschland eine seiner stärksten Positionen, der Handel mit Deutschland machte ein Drittel des ganzen chilenischen Außenhandels aus. Der fast völlige Ausfall des deutfchen Marktes in Verbindung mit einem starken Rückgang des Handels mit dem übrigen Europa hat sowohl für den Absatz chilenischer Erzeugnisse rote für die Versorgung des Landes mit Jndustriewaren eine schwierige Lage geschaffen Zwar konnte man Salpeter und Kupfer allmählich auch anderwärts unterbringen, aber bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, zumal beim Obst, er- wies sich das als viel schwieriger. Zunächst hatte man sich große Hoffnungen auf den Absatz in den Vereinigten Staaten gemacht. Aber die dortigen Vertreter der Landwirtschaft wußten das au verhindern, wie sie auch den Abschluß des Han- oelsvertrages mit Argentinien vereitelt haben, der eine gewisse Fleischeinsuhr gegen Maschinenausfuhr gebracht hätte. Als Ersatz bietet USA. Kredite an, aber man hat in den letzten 20 Jahren die bittere Erfahrung machen müssen, daß man auf solchem Wege nur die Verschuldung erhöht, aber keinen Ausgleich der Handelsbilanz erreicht. Darum werden sich die Kreditoperationen wohl auf ganz bestimmte Geschäfte beschränken und keinen großen Umfang annehmen. Außerdem werden die verhältnismäßig hohen Preise der Amerikaner und ihre scharfen Zahlungsbedingungen hinderlich sein. Die Versuche, in den anderen Ländern Südamerikas Absatz zu finden, können sich nur sehr langsam auswirken und auch im Falle des Erfolges nur wenig freie Devisen liefern. Das größte Hindernis hierbei ist der Mangel an Schiffs- raum, da die chilenische Handelsflotte trotz der großen maritimen Interessen Chiles noch sehr klein ist. Man bemüht sich um den Kauf fremoer Schiffe, um sich einige Erleichterungen zu verschaffen. Somit steht man einem ft arten Rückgang des Außenhandels gegenüber, der fiaj als D e - visenausfall geltend machen wird Bisher konnte die Regierung durch ihre gute Wirtschafts. Politik scharfe Einschränkungen verhindern, aber das Problem besteht weiter und wird schwer zu lösen sein. Diese Schwierigkeiten fallen für Chile um so mehr ins Gewicht, als dadurch der Aufbau des Erdbebengebietes sehr leiden muß. Die Wiederaufrichtung ganzer Provinzen stellt ja allein schon hinsichtlich der Baustoffe ungeheure Anforderungen, Die in einem Lande mit wenig Schwerindustrie erst recht ins Gewicht fallen. Es fehlt an Zement, Eisen. Holz ufro. Die Baukosten sind stark gestiegen und die Finanzierung des Aufbaues ist, nach Dem Scheitern von Anleiheverhand- lungen mit dem Ausland, in diesem kapitalarmen Lande umso problematischer, als durch den Krieg neue Aufgaben für Staat und Wirtschaft gestellt werden. Diese neuen Aufgaben bestehen in der Notwen, digkeit. die industrielle Entwicklung des Landes energisch zu fördern, um die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Auslande zu mildern. Zu diesem Zweck hat man einen großzügigen Plan ausgearbeitet, der die Modernisierung und E Weiterung der Eisen- und Kohlenschaffung, der Elektrizitäts. erzeugung und des Bergbaus bezweckt. So sieht man sich der Notwendigkeit, eine Menge wichtiger Fragen zu gleicher Zeit zu behandeln, deren jede die ganzen Mittel und Kräfte einer Regierung beanspruchen würde. Zu diesen gewiß ausreichenden sachlichen Schwie- rigteiten kommen noch gewisse Sorgen der Innenpolitik. Äroar ist durch die Präsidialverfassung der Einfluß der Parteien- beschränkt. Die präsidiale Regierung ist in allen Fragen der Verwaltung ziemlich unabhängig von der Volks-- Vertretung, braucht aber für Gesetze, Ausgaben und Steuern die Zustimmung des Parlaments. Die Lage ist jetzt so, daß Aroar die politische Macht in den Händen des Präsidenten ist, daß aber keine Mehrheit im Kongreß besteht, auf die sich die Regierung stützen könnte. Die Parteien der Mitte und der Linken sind zwar einig in der Ab- lehnuna der großbürgerlich-konservativen Politik, aber über die eigene politische Linie kann man sich schwer einigen. Die unteren Volksschichten haben mit dem Wahlsieg die Hoffnung auf eine rasche und durchgreifende Aenderung ihrer teilweise un- günstigen Lage verbunden; es ist schwer, ihnen verständlich zu machen, daß Erdbeben und Krieg gewaltige Hindernisse für soziale Reformen auf. getürmt haben. Daher hat es Streiks gegeben, ie z. B. die Kohlenproduktion vermindert und viel soziale Unruhe geschaffen haben. Die Agrarreform-unzweifelhaft ein für Chile entscheidendes Problem — wird von den Sozialisten heftig gefordert, ohne daß man sich bisher auf ein organisches Programm hätte einigen können. Allgemein wird über schlechte Arbeitsleistungen geklagt. Die Landwirtschaft fühlt sich durch die Synoikalisierung der Landarbeiter beunruhigt. Dennoch ist die Bilanz des ersten Jahres dieser Regierung nicht ungünstig. Der Präsident A g u. irre-Cerda konnte bisher aller Krisen Herr werden. Er hat die Fühlung mit dem Volke nicht verloren, im Gegenteil wird sein sozialer Sinn, seine praktische Klugheit und Gewandtheit allgemein anerkannt. Er kann das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, das Land auf der Linie der Evolution gehalten und Revolution vermieden zu haben. Wichtige Reformarbeiten sind eingeleitet, sodaß man mit positiven Fortschritten rechnen kann, sofern es gelingt, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Lebenshaltungskosten sind weniger gestiegen als anderwärts. In der Außenpolitik be- müht man sich, eine selbständige und wirklich neu» träte Haltung zu wahren. Somit sind dem Lande trotz der Häufung ungewöhnlich großer Schwierig, feiten ernste Erschütterungen erspart geblieben, aber die Lage ist wirtschaftlich wie politisch problemattsch und erfordert größte Vorsicht. Chile tritt keine Stützpunkte ab Santiago b e Chile, 13. Nov. (DNB.) In der in Valparaiso erscheinenden Zeitung „Union" erklärte der chilenische Derteidlgungs- m i n i ft e r Hernandez, jede Diskussion über A b • tretung von Stützpunkten sei vollkommen überflüssig. ^Chile sei bereit, den ihm zu- kommenden Platz in der Verteidigung Amerikas auszufüllen und feinen Verpflichtungen gemäß den Die Herren des Ouai d'Orsay. Die politisierenden Franzosen haben die Be« amtenschaft desQuai d'Orsay immer wie, der als eine chinesische Ma u»e r bezeichnet, aber richtiger ist wohl der Vergleich mit einer Gummi- wand, gegen die die unaufhörlich wechselnden! Außenminister vergeblich anprallten. Hinter dieser Gummiwand wurde mit einem gezierten Dandytum, einem Luxus, den die breite Masse der Steuer« zahler ohne jede Kontrolle hinnehmen mußte, mit ästhetisierendem Geschwätz und juristischem Formel» kram eine Sonderpolitik getrieben, der sich schließ« lich die französischen Außenminister beugen mußten. Die Beamtenschaft war praktisch unabsetzbar, die Minister aber waren zumeist politische Eintags- fliegen. Auch in der Londoner Downing Street ist diese Beamtenhierarchie allmächtig. Beide, der Quai d'Orsay und die Downing Street, arbeiteten zumeist im engsten Einvernehmen, das durch Zwischenheira« ten nur noch gefördert wurde. Zwei Direktoren, oder wie sie offiziell heißen, Generalsekretäre des Quai d'Orsay Haden eine ge« radezu verhängnisvolle, um nicht zu sagen entscheidende Wirkung auf die Politik Frankreichs aus- geübt: Berthelot und Leger. Berthelot, 1866 geboren, wurde von Briand zum Generalsekretär erkoren und führte den Beamtenstaat des französischen Auswärtigen Amtes bis 1933. Er starb 1934. Ardeitssam, in den Formeln des alten Frankreich aufgewachsen, knüpfte Berthelot sorgfältig und un« gestört das Netz der Einkreisungspolitik gegen Deutschland, während Briand sich nur auf feine baritonale Beredsamkeit verließ und sonst sehr wenig tat Während Briand in Genf schauspielerte und rief: „Nieder mit den Flinten, den Kanonen, den MG.s", saß Berthelot in seinem Ar. beitszimmer und tat bewußt das Gegenteil der Briandschen Tiraden. Er verhinderte die Abrüstung und tat als Anglophile alles, um ein deutsch-französisches Verstehen gründlich zu hintertreiben. Sein Nachfolger wurde im März 1933 Alex Leger. Leger ist Antillenfranzose, der Altersunterschied zu seinem Vorgänger — Leger ist erst 1889 geboren — wurde dadurch überbrückt, daß Leger sich sehr wandlungsfähig der Hierarchie des Quai d'Orsay an. paßte und in ihrem Stil die jeweiligen parlamenta. rischen Außenminister behandelte bezw. sie, wenn sie Beschlüssen der Havanna-Konferenz nachzukommen. Verteidigung sei aber nicht nur eine militärische Aktion, sondern fordere auch eine starke Wirtschaft. Darum fei die Abtretung von Stützpunkten für alle Zeit unbisfutabeL Die Abtretung von Stützpunkten sei nichts anderes als eine militärische Kolonisation. Sie bedeute nicht Zusammenarbeit, sondern Unterroerfun g und fei darum mit den Beschlüssen der amerikanischen Konferenzen und der Politik guter Nachbarschaft nicht zu vereinen. — Die „Union" sagt, diese Erklärung fei „im nationalen Interesse gegeben". Die Stellungnahme des Verteidigungsministers lose lebhafte Zustimmung aus. Großes Rüstungsprogramm Argentiniens. Rom, 13.Nov. (Europapreß.) Die argentinisch« Regierung hat große Rüstungsausgaben beschlossen. Wie „Popolo di Roma" aus Buenos Aires meldet, sieht das Aufrüstungsprogramm u. a. den Neubau eines Flottenstützpunktes in Puerto Desiad im äußersten Süden des Landes vor. Die Flottenstützpunkte Puerto Belgrano und Puerto Madryn sollen erweitert werden. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei hat den Generalmajor der Polizei ff-Ober« führer Schreyer als Generalinspekteur Der Schutzpolizei eingesetzt. General Schreyer war bisher Inspekteur der Ordnungspolizei im Wehrkreis IX und bann in derselben Eigenschaft irn Wehrkreis III. Der bisherige Generalinspekteur der Schutzpolizei, Generalleutnant ff-Gruppenführer Mülverstedt, hat einen Sonderauftrag in der aktiven Truppenführung erhalten. * Der Führer hat den Oberregierungsrat Gentz im Reichserziehungsministerium (Amt für Er- ziehung) zum Ministerialrat ernannt Der bekannte Olympiasieger im Speerwerfen, Studienrat Dr. Gerhard S t o e ck, ist als Sachbearbeiter in das Reichserziehungsministerium (Amt für körperliche Erziehung) berufen worden. « Der Reichsminister des Inneren hat angeordnet, daß die „Reichsstelle für Sippenforschung^ künftig die Bezeichnung „Reichssippenamt* führt In Cernavoda an der Donau begann die Einschiffung der Volksdeutschen aus der Dobrudscha, die in den letzten Tagen von der Aussiedlungskommission erfaßt wurden und jetzt die Fahrt ins Reich antreten. Insgesamt liegen dafür 17 Schiffe bereit Der deutsche Gesandte in Bukarest, Dr. Fa briet u s, hat General Antonescu 100 000 Lei übersandt mit der Bitte, sie zur Unterstützung der Erdbebengeschädigt en zu verwenden. General Antonescu hat dem deutschen Gesandte mit einem herzlichen Dankschreiben geantwortet In der Stunde, da sich die B o u 1 o gn e r B arge r s ch a f t zum feierlichen Requiem für die Kriegsgesallenen in ihren Kirchen versammelte, wurde die Stadt von englischen Fliegern angegriffen. Ein militärischer Erfolg war dem Ueberfall nicht beschioden. Er traf ausschließlich die Zivilbevölkerung, die wieder Tote und Verletzte zu beklagen hatte. » Bei der Ankunft des amerikanischen Dampfers „E x e t e r" in Neuyork erklärte der Kapitän, die „Exeter" sei am 3. November 12 Meilen von Lissabon zweimal von einer britischen Seepatrouille des cho ssen worden. ♦ Nach dem Untergang zweier größerer Schiffe in den australischen Gewässern, die ver- mutlich auf Minen gelaufen waren, sind mehrere Tage lang australische Minenräumboote am Werk gewesen, um die Gewässer minenfrei zu machen. Die Gemäßer zwischen Tasmanien und dem australischen Festland sind bis auf weiteres wegen Minen- gefahr für die Schiffahrt gesperrt Der amerikanische Konsularvertreter und 25 Amerikaner, darunter das Personal der britisch-amerikanischen Tabak-Kompagnie, reiften von Mulden nach USA. ab auf Rat des Konsulats der Vereinigten Staaten. ißiiM M * E-B I > i»1 * « Wg len im beimifd deutsche Ratürl Mag t Militär dar T und ül für da Ausdn der W, Es il durch Venn I dennoch • pichen. 3 Hungen i och ung ens m vereint Europa ffiifionen Pt, reg nius der Znmitt gen Ge .eines gli des Sol M-b Sendl in alle chon in grünblic perlichei boten b -erzen- lens de und Di len bi schen C . ober ai Hm scharer und b Mona J Sol! zu bei ten Df den i ??. jet UM •einer Hellen öen d eine ( eit i( ?Q0er Zwei Dei 3 aus be fchze °n sich irgenbr ab, rih «trübe. Und (P Sie Je kam •einer und tQ 'hnen, tiger 1 vorbei, litt $or "ch b m.in i >ch hie! selbst ( 'n hie' M ist ?nbbre 'n lieb. »Der Aus Dem Reich irlf. : jugendliche Sendboten deutscher Lebensfreude ..... — j _____-vr» .„fX /T«'jugendfüdrung. ji-n s st ImWetzil - der 6tW irer Mül' der aktiv« sowie die Gebiets- ekteur l>i r war bii- im Wch 11 Hess eine Sterkwirkiam, gegen Zahnstein- omotx, lohnfleitchkräftl- gend. mikrofein, mild aromatisch. Oie große Stadt Von »ans Günther. die große lob» die kleine hibe 25” SranlrH 1 und m ■ D n I i. arische ft Wirtschglt en für oü rgentillischl. belchloli» ree melde en Nemi Defiab ii siottenH dryn toller erat Teils t für L> ier betanilü lienrat ft Her in öf körperlich angeorbnt mfl küHi i? führt- rt die Li"l i aue dk! len von M und jetzt jj liegen oap Zwei Jahre sind das nun her — ^.wei Jahre —, da ich in dem . »us der Heimat in diese große h - i uhr zehn Stunden und war da. So einfach ist das ihn schla- ö flebor» r M (e;: Drfat) fll : irlamenlw i. wenn ft sich ni; und fov M fo Wen, ft einem ft enteil ft ^rüftur ^n. El!., Lean | erschied? )r Fabrl- in Lei über- rstütz^ Dcrmeiwf- Aefandte & jortet ^DlF Lampen brennen Heller — so scheint et mir setzt Vielleicht ist das Glück, wenn es nur kommt — In dieser Stadt größer als anderswo Der stebenhundertundeinunddreißigste Tag beginnt. Vielleicht holt mich im nächsten 3al)r dach jemand ab. ________ Mein Freund hat es mir gesagt vor zwei Iah. ren, als ich ankam. und ich konnte es mir nicht vorstellen, da man doch aus Schritt und Tritt an Menschen stützt. Aber nun wettz ich eo und er hat es wohl auch nicht vergessen, obwohl sein Deru längst In eine andere, viel kleinere Stadt veri - aus den Ta- Zug sah, der mit Stabt brachte. 3c und Mittellarod. Am 16. November folgen nun dis Nundsunksptelschar Leipzig mit den Jungen und Mädeln, die nicht am Einsatz dieser Spielschar in Frankreich und Belgien tellgenommen haben, dazu die Gebietsspielschar Sudetenland und Ende November die Gebiets- und Obergausplelschar Mark Brandenburg. Ausgangspunkt aller dieser Fahrten ist Litzmannstadt. Die Hitler-Jugend ist stolz daraus, daß auch ihrs kulturelle Arbeit im Kriege eine solche Ikmäbnuifl findet. Wo ihre Spieleinhciten auch oustauchen mögen, ob es in Parts vor der Oper oder «" Brö sel und Antwerpen, in den entlegensten holländischen oder dänischen Flecken oder bei unseren Trup- pcn im Generalgouvernement ist, überall empfangt und begleitet sie bk stürmische Begeisterung unserer in sich. 1 Fast alle, bu» hier leben, setzte ein solche!- Zug j rgenbrnann einmal auf einem her Dielen Bahnhöfe , ab rif) Ile aus her Stille irgendeiner ßennat in ben Strubel biefer Stadt, die nur wenigen fieimat ift. . Inb seit bieser Zeit sinb sie ba. Sie trafen bte Stabt so an, wie sie gcrabe war, ie kamen mitten hinein in bieles Getriebe bas zu feiner Stunde des Tages ober ber Nacht stille steht, inb tauchten unter. Niemanb nahm Nollz von hncn |o wie sie später — bereits selbst ein wm giger'Teil im Gewühl - achtlos an ben Bahnhöfen Dorbeilaufen und sich nicht kümmern um ben Strom, der sich immer mieber unb wieder daraus ergieß^ Dor zwe, Jahren um diese Zeit war ich noch -nicht ba4 Da stand an dieser Stelle vor der Sperre man Freund, um mich abzuholen. Heute nun steh ich hier Ich will mich — 'N Gedanken "och einmal dbit abholen. Ich will sehen, was zwei sin im dieser aroßen Stadt. Slebenhunbertunddreihig. mml ist man hier zu mbbreitzigmal aufgestanben — man erfahrt manches im siebenhunbertunkbreitzig Tagen, sollte man denken Der Fahrplan hat kaum Deränberungen gebrach. Pünktlich - wie cor zwei 3°hren und wohl 1°^ an federn biefer fiebenhunberwndbrechig Tag« idtf eicht die dickleibige Lokomotive in die Halle, mit tkineii stillen Lampen, die fast blind in den langen Hellen Abend blicken. . Es bauert eine kleine Steile, bi- die er -n Reifen, den die Sperre erreichen. Es l'nd Leute fur die »ine Eifenbahnfahrl oon chelen Stundenundfaf, «benfo Dielen hundert Kilometer (eine angelegen lheit ift. Es Ift einerlei, ob fie in biefer Stabt oo r ffontmo wohnen - es finb immerbiefelbemSe -tragen nur große Aktenlafchen bei W MnW-tt-r -Tennen geben fie ihre Fahrkarten ab. Auch wenn I* >^$11111# «eg'" " rsreint ..— ------- - - • K , (uropfl aus dem Dämmer von Hofsnungen und ! Ustonen ins Helle Licht geschichtlicher Wirklichkeit lebt, regt sich mit mächtigem Flügelschlag der Ge- ,i-us der Kunst. v . . Inmittten dieser mächtiaen Regungen des deut- ben Geistes und aller Künste will die Jugend i »es glücklichen linb stolzen Volkes, die die Einheit f-s Soldatischen und Musischen 'auf ihre Fahnen «schrieben hat, nicht zurückstehen, sondern a 1 s öend boten deutschen K u 1 t u r w i 1.! e n s ii alle Teile Europas hinausgehen, zumal sie sich chon im Frieden für einen solchen Einsatz ebenso nründlich vorbereitet hat wie etwa in ihrer kor- erlichen und geistigen Wehrertüchtiaung Send- loten der Freude und der Heiterkeit des deut chen fierzens, Sendboten des ungebrochenen Kampfwtl- Ik-ns der Heimat, Sendboten ihrer Kultur in Lied mb Dichtung, Musik, Spiel und Tanz — das wo - Im die Spielscharen der HI. allen deut- (Hen Soldaten sein, wo auch immer diese im Kamps Iber auf Posten stehen mögen Im Frieden hat die HI. etliche lindert Spiel- scharen aus ihren Jungen und Möbeln geschaffen: inib bie besten unter ihnen gehen nun Monat sur ■ Jlonat zu ihrem schönsten Einsatz hinaus: z u b e n Bolbaten in allen besetzten Gebieten, m den umgesiebelten Deutsche n im wei- jx-n Ostlanb unb schließlich auch z u b e n F r e u n - len unter ben europäischen Volkern, >u unserem Waffengefährten Italien oder zu t er Jugend des rumänischen Volkes. Ueber- Mässig zu sagen, daß jeder Einsatz bei den Solda- len im besetzten Gebiet zugleich auch der dort ein- heimischen Bevölkerung ein ungetrübtes Bilb deutscher Lebenshaltung, deutscher Frische und Natürlichkeit und deutscher Herzlichkeit vermittelt. Dian diese Bevölkerung erkennen, daß neben der militärischen Macht, die sie täglich vor Augen hat ).as Großdeutsche Reich ein ungebrochen frisches inb überquellenbes Kulturleben aufzuweisen hat iir das diese jungen Spielscharen der deutlichste Ausdruck sind und das zu schuhen jeder Einsatz mit d»er Waffe recht ist. ... f . Es ist keine Narkose, kein Betäubungsmittel, das fcurd) Lied, Musik, Spiel und Tanz von diesen gen hat. Ich schreibe ihm aus der Kneipe, in der wir da- mala saßen, und auch nach Hause teile ich noch einmal mit, daß ich vor zwei Jahren gut hier anae- kommen bin —, aus Karten mit vielen Stühlen und Tischen. Sie hoben hier nichts anderes und schließlich muß ich selbst mit Bulette, Bockwurst und großschaumigem Bier vorlieb nehmen. Ich werfe meine Karten in den gleichen Brief- kosten wie damals und gehe weiter. Dann stehe ich vor dem Haus, in dem ich während der ersten Mo- nate gewohnt habe. Ich steiae die vier Treppen hinauf, unb jedes Knarren unb Klicken ist eine Er- innerung. Ich könnte bie Namen ber Leute bie hier wohnen, nicht auswenbig hersagen — ich kenne sie nicht. Aber jebes ber kleinen Schilbchen vor ben Türen kenn« ich, so oft habe ich sie gelesen. Bis auf eines hat sich nichts verändert. Ich könnte nicht angeben, wie die hießen, die vordem hier gelebt haben, doch weiß ich genau, daß sie nicht mehr da sind und hinter dieser Tür nun andere Menschen an das viele Licht dieser großen Stobt aemvhnt. Es ist etwas Alltägliches geworden, und ich kann mir kaum vorstellen, daß es damals einen solchen Eindruck auf mich machte. Ich schaue in die Eafös unb Restaurants, in benen es wimmelt von Leuten. Ich habe mir bamals unb ast an jebem bieser siebenhundertunbbreitzia Tage gewünscht, mit einem lieben Menschen aus einer wr Terrassen sitzen zu können und aus solcher Ge- borgende it in ben Strubel ber Straße zu blicken Ich saß nun viele Male ba unb dort — allein, zu zweit, in kleiner unb großer Gesellschaft, unb Immer war es einsam ... tungen erhellen. m ,, Don Narvik bis Neapel, von Warschau bis Ealais spannt sich für bie nächste Zeit bas Netz ber Spiel- charein ätze. Die überwältigenden Erfolge, die der Neichsmusikzug ber HI. Kölleba, ber Kebietsmusi - und Spielmannszug Saarpfalz, die Gebietsspielscharen Sachsen unb Steiermark sowie bie Rund- sunkspielscharen Wien, München, Hamburg, Köln, Berlin, Leipzig und Danzig bei ben deutschen Truppen in den besetzten Gebieten errangen, hoben dazu geführt, diesen Einsatz gerade für die Wintermonate zu verstärken. Verteilten sich die genannten Einsätze auf bie Zeit von Juli bis Oktober und betrafen sie vorwiegenb bie besetzten Gebiete des Westens und mit einem Einsatz auch Dänemark, so sieht der Plan für November solche Fahrten nunmehr auch ins Generalgouvernement unb nach Norwegen vor. _ er , „. Am 1. November ist die Nundfunkspielschar Kö- nigsberg zu ihrem Einatz nach Norbfrankreich unb Belgien angetreten Am 8. November folgte ihr bie Nundfunkspielschar Stuttgart ebenfalls in dieses Gebiet. Am 5. Nov. trat die Geb i e t s f p i e 1 - schar Hessen-Nassau von Köln ihre Fahrt nach Belgien an. Am 9. November ging die Gebietsspielschar Franken auf Spielsahrt ebenfalls ins besetzte Gebiet nach Frankreich. Am 23 Nov. fährt die Rundfunkfpielschar Karlsruhe von Düffel- dors aus zu einem Einsatz nach Holland. Zu unseren Soldaten im Generalgouvernement fuhr am 10. November die Gebietsspielschar ^st-^ e^abgeholt werden, eilen fte ohne Aufenthalt dem ;U9gang de« Bahnhos« zu. Nicht einmal zur 'Begrünung bleiben fie flehen - fo wenig 3'11 Hoden fie C, wirkt fast fo. al« feien fie eine Teilstrecke mit der Untergrundbahn gefahren Spätestens nach einer halben Minute sind alle Spuren der Reise Soldaten. Ein kleines aber bemerkenswertes Zeichen für die ungeheure Wandlung, die sich Im Lause de, letzten Jahres in Europa vollzogen hat, mag e, ein, wenn auf den ersten Seiten der ehemals führenden Pariser, Brüsseler ober Amsterbamer «lütter in riesiger Aufmachung Schilberungen unb Bildberichte vom Auftreten unserer Spielscharen erscheinen. In ihnen zeigt sicki das Erstaunen und die Be. rounberunfl für bie andere Seite Großbeutschlanb,, von ber unsere alten Gegner nicklls hatten tnabr- nehmen wollen. Hier wirb es offenbar, boß mit deren Waffen auch b i e Kraft de, Gemü- ..... , li.i »t.-1 - »rr nn«H Lebensstil und Kunst. Der Präsident der Reichsmusikkammer, Professor Dr. h. c. Peter Raabe, sprach In Magdeburg über „Der deutsck)« Lebensstil und die Kunlt Jedes iebenssähige Werk, so führte er aue, muß in seinem Stil bas deutsche Antlitz tragen und In feinem Wesen auf die nattonalsoziattstische weltanschau che Idee eingestellt sein. Es wäre jedoch falsch, Meister- werke unserer Literatur, wie beispielsweise alt- biblische Oratorien, textlich neugestalten zu wollen. Diese Gipfelpunkte sind unantastbar und durch ihre Musik geadelt. Bachs Kant a t e n ober Mozarts „Z a u b e r f 1 ö t e" in ihrer textlichen Fassung zu reuibieren, wäre geradezu sünbhast, unb würde sich nicht mit der Ansicht un- cree Führers decken, der in dieser Hinsicht Kunst- werke unter feinen Schutz stellt. Professor Raabe tadeite die Mängel an Werktieue un f e rer Orchester, die besonders auf dem Gebiete der Dynamik sich Freiheiten erlaubten, die keineswegs den Intentionen des Schöpfers entsprechen und ml - unter starke Entstellungen der Partituren heraus- beschworen. Weiter streifte der Dortraaende das Gebiet der Tanz- unb U 11it e r h a 11 u no|, • m usik. Es liege in ber Nachäffuna ausländischer Rhythmen unb in bem teilweise völlig undeiitschen Gebaren ber tanzenben Iugenb eine große Gefahr, die beseitigt werben müsse, Anmut und Schwung solle sich ber beutschen Tanzkunst wieder bemächtigen. Auch die Unterhaltungsmusik In ben Gaststätten müsse vom niederen Schlagermilieu befreit werben und ber künstlerisch - wertvollen Musik ihren Platz einräumen. Die Hausmusik beburfe ber eifrigsten Pflege als unersetzlicher Er- ziehungobeitrag unb trage so am besten zu einer Steigerung des Ledens- und Dtlbungsniveaus der beutschen Famllie bcL Eine Zentralstelle für Krebsbekämpfung. strecken. Zu unserem Wafsengefährten Italien gebt in der Zeit vorn 20. bis 28. November die Rundfunk- sptelschar München, die in Turin, Mailand, Rom Neapel und Genua Veranstaltungen deutscher Musik und deutscher Fröhlichkeit geben wird. Als Höhepunkt ihres Einsatzes Ist die Teilnahme an der gro- ßen Führertagung der faschistischen Jugend In Nom "°2?m^"November Ist zusammen mit einer Ab- ordnung der deutschen Jugend der Gebietsmu ikzug Niebersachsen nach Rumänien unb anschUe- ßend nach Ungarn gefahren, wo er eine Reihe musikalischer Veranstaltungen bestreiten wird. Ein weiteres Arbeitsfeld ber HI.-Sp elscharen ist bie kulturelle Betreuung ber umgeflebe - ten Balten-, Wolhynien- unb 3e- sarabienbeutschen, die in ben weiten Os- gebieten eine neue Heimat gefunben haben Zu 14- iäglgen Deranstaltungsfahrten waren bei ihnen de- reite bie Obergauspielscharen iren unseren tapferen Soldaten aebracht wlfcM ^as haben diese nicht nötig-, denn sie sind überall da glücklich unb stolz, wo sie am Fetnb ober im Einsatz stehen, nur sollen sie hinter sich eine frohe und zuversichtliche Heimat wissen. Unb über- i, wo ihre Flugzeuge ober Schiffe sie tragen, Panzer ober ihre Eilmärsche sie führen, soll sie bas fröhliche Lachen des Führers begleiten, das mir in diesen Tagen in der deutschen Wochenschau wieder beglückt erlebten. Daß dieses Lachen, bieftt rohe deutsche Herz auch in schwerer Stunde nicht erstirbt, daß es hinausgetragen wird in alle Teile Europas, wo deutsche Soldaten stehen, dafür bürgt die Jugend des Führers selbst. Je grauer und kälter der November unb die kommenden Wintermonate sich an unsere Soldaten heranmachen sollten, desto stärker, froher unb zuversichtlicher werden die jungen Sendboten der Hei- mat zu ihnen kommen und werden ihre Einsamkeit und die harte Pflicht ihres Alltags mit der Kraft ihrer Fröhlichkeit und dem Glanz Ihrer Darbie- Urober Führung des stellvertretenden LeUers de» Haupbamtes für Volksgesundheit ber NvDAP., Dr. Blome, Ist einh Zentralisieruna der Kre-ds- sorschmw unb Krebsbekämpfung In Angriff genommen worden. Dr. Blome weist darauf bin, baß sich die Krebssieobllchkoit Im letzten halben Jahrhundert minbestons verdoppelt hat, während die Tuber- kulosensbeoblichkeit um etwa Awei Drittel gefallen ist Diele Krebssterbefälle fehlten in der Statistik, wenn andere zufällige Erkrankungen die Todes- Ursache bildeten. Unter Berücksichtigung dieser Fehlerquelle siehe dl« Kredserkoarokung unter den Todesursachen an erster 6 teile. Da die Krebs- erkrankung auch weitgehend schon zur Zeit voller Evwerbstatigkeit auftreten könne, müsse alles aetan werden, um dieser gefährlichen Krankheit zu Leibe zu rücken. Die bakteriologische Forschung habe ver- geblich versucht, den Nachweis eines tierischen oder land von Königsberg aus. Dorn 16. November bis 1. Dezember erfolgt außerdem zum erftenmal eine Fahrt nach Norwegen. Für diesen beson- ders schwierigen aber auch um so schöneren Ein- sotz werden der Gebietsmusikzug und -FanfarenAUg Graz mit 80 Jungen, dazu die Nundsunksptelschar Wien mit fast 50 Jungen und Mädeln bestimmt. Diese Fahrt wird sich bis nach Narvik er- “t'läu«. vorsichtig lugt bie Wirtin durch do« Guckloch, bann öffnet sie unb sagt, baß sie sich freut. Fast alle ihre früheren Mieter besuchten sie von Zeit zu Zett, unb auch mit ihrem berzetttgen Herren fei fie zufrieden. Sie hat sich bamals, vor oon Stüh tärlld), jufamM - fei barm onferenzu ht zu oth in0 fei „in lungnafjirj uftimmui|: ausgewischt. Dann kommen die Leute, bte nur von ihren schwe- ren Koffern aufgehalten werben, freil ch auch nicht so viel unterwegs sinb, sonst aber wissen, daß sie eht in ben 10er-Omnibus ober bie Linie 93 steigen müssen. Sie sinb schon oft hier gewesen ober kehren aus bem Urlaub zurück. In langer Karawane unb großem Gebränge passieren fie die Sperre. Man winkt ihnen zu, unb meistens verlas en sie in zahlreicher Begleitung ben Bahnhof. Zu Ihnen werde ich künstig gehören, obwohl ich noch nicht weiß, wer mich bann abholen wirb. Eine Paufe entsteht. Aber bte ^chafsner wtssen, daß noch nicht alles durch ist Erst jetzt erscheinen - in langen Abstänben — bte Nachzügler an ber Sperre. Sie schauen sich oft um, unb es sieht aus als zögerten sie noch unb überlegten, ob sie nicht vielleicht besser gleich mieber umtehren sollen In Wirklichkeit beherrscht sie nur das Gefühl, irgenb etwas vergessen zu yaben unb am Anfang vermutlich doch olles falsch zu machen. Gleich an ber Sperre bitten sie um eine Auskunft, hören aber gar nicht recht zu, was man ihnen auf ihre Fragen antwortet. Sie haben noch Zeit. Zu ihnen gehörte ich damals, vor zwei Jahren. Genau auf die Minute vor zwei fahren Und dies ist der Augenblick, ba ich mit der Bahnsteigkarte durch die Sperre gehe. Ich schleiche dH den leeren Wagen entlang, die aus der Heimat kommen. Morgen abend oder spätestens übermorgen früh werden fie wieder dort sein Ich betrachte andächtig eine der Tafeln, aus' denen die Reiseroute angegelgt ist. und ^111^ « ich mit der Hand über ben Namen ber Stabt, bie meiner Heimat am nächsten liegt. Dor zehn Stun- ben ftanben die Wagen dort. Dor S-hn Stunden - was ist das schon bei fiebenhunbertunddreißig Ta- ' aen? Es ist so nah unb boch so weit ... . 8 Ich verlasse ben Bahnhof unb schlenbere burch t bie Straßen. Längst haben sich auch meine Augen. bekannte unb berüchtigte hysterische Mabame Ta- vouis, der jüdische Schriftleiter Burö ufw. Mil bie- er mauschelnben und plattfüßigen Pl;alanx, die übrigens zu den Kreisen um Churchill sehr ausgedehnte und psundichn>ere Beziehungen unterhielt, hat Leger eine Politik der Illusionen unb des Ärie- aes betrieben, die allerdings nicht burch seine Schuld so katastrophal zusawnrendrach. „Inter- fronte* berichtet, in den entsche denben Toge-n vor Krieg»au»bruch habe ber b am ölige französische Außeromlmster Bonne-t bem Leger geraten, seine Friedensschritte beim Ministerpräsidenten Dalabler nicht zu burchkreuzen, Leger aber habe Bullitt, also ben Botschaft er Roosevelts, und den polnischen Bot- schaster Lukasiewic.z vertraulich informiert, biese beiben hätten dann durch ihr Gezeter Dalabler In den Krieg getrieben unb Bonnets Bemühung en um Aufrechterhaltung bes Fri-ebens zerschlagen. Das stimmt übri-gens mit allen Deröffentlick)ungen über jene entscheibenden Tage, u. a. auch mit denen 'Ikmnctfl, überein So interessant diese Veröfsentlichungen sinb. d e bie Schulbigen tn Frankreich jetzt blohstellen, so sehr muß man sich doch fragen, weshalb erst nach dem Sturz Frankreichs diese Enthüllungen uorge- nommen werden. Die Tätigkeit Berthelots unb auch Legers mar in De^itschlanb sehr wohl bekannt. Wenn bie Frarozosen biesen Augiasstall ber Deutschfeindlichkeit unb der Kriegshetzerei nicht vorher aufgeräumt haben, obgleich sie doch mußten, welche pestilenAalIschen Düfte ihm entstiegen und durch die Pressejuden verbreitet wurden, bann kann man eo nicht nachträglich damit entschuldigen, wie ^Bonnet es tat, die anderen feien eben zu „hart , bie Vernünftigen aber zu weich gewesen. zwei Jahren, große Sorgen um bie Tochter gemacht. He viel krank gewesen ist. Jetzt ist es ber Sohn ber ihr Kummer bereitet; er steckt in geschäftlichen Schwierigkeiten, unb mit feiner Braut versteht er ich auch nicht mehr reibt. Dao alles erzählt mir bte alte Qrau, währenb sie mich in meine Kammer (Ihrt. Ich schaue noch einmal hinunter in ben Hinterhof, In dessen Leere still und langsam die Nacht sickert. Ich betrachte mir die Bilder an ben Wänden. Ev sinb dieselben wie vor zwei Jahren — bas weiß «ch. Ader was sie barffellen, habe ich schon vergessen, als ich mich verabschiede. Ich stehe wieder auf der Strafte, In der Baume unb Gaslaternen Licht unb Schatten verteilen. Ich steige In ben Untergrunbbahnschacht, aus bem mir )cr Geruch von Teer unb Keiler entgegenschlagt. Ich quetsche mich in einen überfüllten Wagen -- wie in einer Sarblnenbüchse brängen sich bie Leiber. Was gilt schon ein kleiner Mensch In dieser großen Stadt? , , Unter einer Ueberführung wartete Ich auf bis Straßenbahn. Viele Menschen warten hier Tag und Nacht, und auch eine Frau, die mir schön er- chelnt, wartet mit mir und den andern. Ich weiß, bah ich sie nicht ansprechen werde. Dafür werde ich le bann ben ganzen Abenb lang nicht unb vielleicht erst morgen ober übermorgen oerrej en So benke ich. — Aber bann fällt plötzlich ein Bündel Zeitungen, das quer über ber großen Handtasche lag, zu Boben. Natürlich hebe ich es auf. Wir haben uns bann entschlossen, nicht mehr zu warten. Wir sitzen auf einer ber Terrassen unb schauen aus solcher Geborgenheit In ben Trudel ber Strafte, burch die sich bie Menschen schieben Auch sie ist seit ein paar Jahren in bieser Stadl und arbeitet irgenbwo in einem Büro. Wir schwel- gen, unb bann sprechen wir mieber miteinander. Wir sind uns nicht fremd, — mir fühlen es; denn t es ist viel Einsamkeit, viel Heimweh in dieser gro- gegangen werden, um Möglichkeiten der Krebsoer- Initumg zu erkennen. Auch die V o r s i ch t s un t ersuch un gen ^dürften der Überprüfung. In fast allen Fällen könne allein der Arzt einen beginnenden Kre1,s erkennen, lange bevor der Kranks an sich selbst Erscheinungen beobachte. Ausgedehnte Untersuchungen dieser Art seien in einem Industrle- bezirk des Westens vorgesehen. Leistungsfähige Erzieher für unsere Volksschulen. Wie in „Weltanschauung unb Schule* mltgeteltt wird, lassen sich schon heute Grundsätze >ur Lehrer- bildung ausspreck>en: 1. Die Ausbildung des Lehrers Ist eine politische Ausgabe. Ihr Ziel muß ein Lehrerstand sein, der an allen Stätten seines Wir- ten» im Geiste der nationalsozialistilchen Bewegung handelt und Partei und Staat Überzeugend vertreten kann. 2. Der Lehrer muß vor dem Eintritt In seinen Berns Arbe 11sdtenst und Wehr- dl e n st durchlaufen und seine besondere Formung als Lehrer an einer Stätte erhalten haben, die ihn über eine bloß schulmäßlgo Bildung dinausführt. 3. Im Dienste dieser Erziehung des Lehrers sieht auch die Wissenschaft. Wenn In einem Lehrer bet Drangnach Erkenntnis nicht mehr lebendig Ist, dann wird er zu einem bloßen Ucbcrmittler non Wissen, das er in sich aufgespeichert hat. 4 Der Lehrer muß schuIpraktisch soweit ausgebt bet fein, baft er seine eigentliche und ursprüngliche Auf- psiairAllchen Erregers der RreMrantbelt tu erbringen. Auch sei es bisher nicht aelungen mit Sicherheit bestimmte chemische Sui'stanzen, Verd ? «Mistern voraelegt wurden — soweit Ihre Par- llmentstätigkeit ihnen dazu Zeit lieft — ist zumeist Street4>1 bi? offizielle Stellungnahme des Außenministers in ber 'V bc; Küche des allgewaltigen Direktors des fron- ’n Fischen Außenamtes geboren worden. Die Außen- chenh^f Minister, die eine selbständige, weniger illusions- Äl • schäftete Politik zu treiben versuchten, wurden v.n Berthelot, aber auch und gerade von Leger, n tematifd; bekämpft, und zwar auf dem Umwege iflen ' fl.cr die sog. öffentliche Meinung der Boulevaw- iel?|9!!' ^So wurde z. B. während der Abefsinienkrise ber 5»are-Laval-Plan, ber zur Milberuna bes Gegen- sc^cs zwischen Italien unb Frankreich beigetragen Lite, burch Leger fontertarriert, indem er von b-|em Plan vorzeitig seinem Leibtrabanten, dem Sressejuden Pertinax Mitteilung machte. Pertinax st lug Lärm, bie britischen Gazetten ebenfalls- unb Ls Befriebungsmerk unterblieb. „Interfrance* be- l^tet auch, baß Josef Elie Bois, bamals Haupt- iöriftlelter ber größten Pariser Zeitung „Petit lirlften*, übrigens ein übler Preffejube, von Leger tiglich empfangen unb instruiert würbe, ebenso die Und so preiswert Aus aller Welt. len. 28 er- Ein bewährtes Mittel gegen Rheuma und Gicht \ax int ier, wo und verurteilte den Angeklagten zu 1000 RM. Geldstrafe anstatt einer an sich verwirkten Gefängnis, strafe von 50 Tagen. Der Staatsanwalt hatte auch Einziehung der zurückgehaltenen Gelder beantragt, jedoch sah das Gericht hiervon ab. Bei einem Explosionsunglück in einer schwedischen *■ ' ' ’* *• f genannt tmrb, HaupttchctilleUer: Dr. Frtedttch WUdetm Lange Stelltietttetei 6d Haupt,chN't'etkers- Ernst Blumschein. Berontwortlich Pottti, uni Bilder Dr. Fr. W. Lange' für daS Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadi Gießen, Provm,, Wtnichaii u. Sport: Ern» B>um,che n. Druck uno Berlag Brühlicbe UniverntälLdruckerei R. Lange $1. ig, Berraaeletter: Dr.-9«g. Erich Hamann- Anzeegenleiter Hane Beck, 81er-mtn>trHi«rfi 'ÜI- den.^ndal» Ker 9In eiaen- Dtter'd-'V Pi N'5, Das Attentat in Lissabon. Der Erzbischof von Aveiro und Dr. Oskar Carmona haben die Nacht zum Mittwoch gut überstan.- den. Die Aerzte haben alle Hoffnung, sie am Leben zu erhalten, noch nicht aufgegeben. Dolle Klarheit über das Attentat fordert das katholische Blatt „A Doz", indeyi es die offizielle Lesart, wonach es sich um die Affekthandlung eines Wahnsinnigen gehandelt haben soll, in Zweifel zieht. Das Blatt wirft den Verdacht auf, daß der Täter, der als Messerstecher bekannt war, mit Geld für das Attentat getauft wurde und daß der Anschlag freimaurerische oder politische Hintergründe habe. Drei Männer durch Gärgase betäubt. Ein Longuischer Winzer fand in seinem Weinkeller, in dem sich neuer Wein bereits im Gärzustand befand, zwei Arbeiter bewußtlos am Boden liegen. Sein Versuch, die beiden Männer aus dem Keller zu schaffen, war erfolglos, da er selbst durch Betäubung bewußtlos wurde. Nach gäbe, Volksschulunterricht in allen Fächern zu erteilen, bewältigen kann. 5. Der Lehrer wird so erzogen werden müssen, daß er in der Arbeit auf dem Lande oder in der Stadt keinen Wertunterschied sieht. Die sicherste Gewähr für einen berufstreuen Lererstand auf dem Lande ist gegeben, wenn der Zugang zum Lehrerberuf ausderLandbevölke. r u ng s e l b st erfolgt. Es müssen daher Einrichtungen entwickelt werden, die es der begabten Landjugend ermöglichen, sich für den Lehrerberuf ausbilden zu lassen. Die Unterrichtsverwaltung entschloß sich daher zu Aufbaulehrgängen mit Internaten. Im Frühjahr 1939 wurden insgesamt 2200 Jungen in die Aufbaulehrgänge ausgenommen. Da frühestens Ostern 1944 damit zu rechnen ist, daß der laufende jährliche Bedarf an Schulamtsbewer- Torpedofabrik, deren Name nicht gena haben fünfzehn Arbeiter den Tod geftmd hielten schwere Verletzungen. Durch die Explosion wurden zwei Gebäude dem Erdboden gleichgemacht, sechs andere teilweise vernichtet. lieber die Ursachen des Unglücks wird aus mrlitärischen Erwägungen nichts mitgeteilt. Das KriegSverdienstkreuz I. Klaffe für den tödlich verunglückten Intendanten Sr. Raskin. Der große Sendesaal des Berliner Rundfunkhauses war der Schauplatz einer Trauerfeier für den auf einer Dienstreise verunglückten Intendanten Dr. Raskin, den Leiter der Ausländsabteilung der Reichsrundfunk-Gesellschaft und kommissarischen Intendanten des deutschen Kurzwellensenders. Reichsintendant Dr. G l a s m e i e r widmete dem Dahingeschiedenen Worte herzlichen Gedenkens. 2lls erster Intendant des Reichssenders Saarbrücken und als erster deutscher Intendant de'r ostmärkischen Sender und dann als engster Mitarbeiter in der Berliner Zentrale und als Chef unseres gesamten Auslandsfunks habe er sich her- vorragende Verdienste erworben. Auch Reichsminister Dr. Goebbels widmete dem unermüdlichen Wirken Dr. Raskins Worte herzlicher Würdigung. Im Namen des Führers verlieh Reichsminister Dr. Goebbels an Dr. Raskin für seine Verdienste um den Kriegseinsatz des deutschen Rundfunks das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse, eine Ehrung, die dem Lebenden nach dym Kriege zu- teil geworden wäre. x Gedenktafel für 7000 gefallene Wandervögel. Auf der Jugendburg Ludwig st ein im Werratal vereinigten sich aus allen Gauen wieder einmal die alten Wandervögel zusammen mit der Schon oft ist daraus hingewiesen worden, daß es mcht nur im persönlichen Interesse jedes ein« zelnen, sondern vor allem im Interesse der Volks, wirtschaft liegt, wenn man sein Geld zur Bank oder Sparkasse bringt, anstatt es zu Haich im Schreibtisch, in der Kommode oder ar- 1 «Ärickstrumpf aufzubewahren. Im Kriege ab, aße Kräfte eingespannt werden müssen, um den Kampf zum siegreichen Ende zu führen, ist das Zu« rückhalten von Geld besonders verwerflich und da- her mit Recht durch die Kriegswirtschaftsverordnuny vom 4. September 1939 unter Strafe gestellt worden. So hatte sich vor einem Sondergericht ein Handwerksmeister aus einer Harzstadt zu verant« warten, in dessen Geldkassette ein Betrag von 10 300 RM. gefunden worden war, während fein Geldbedarf höchstens durchschnittlich 3000 RM. be« trug. 6000 bis 7000 RM. waren also ohne gerecht« fertigten Grund zurückgehalten worden. Der Meister entschuldigte sich vor Gericht damit, daß gerade in jener Zeit viele Außenstände eingeganqen seien, doch habe er wegen vieler Arbeit keine Zeit gefunden, das Geld zur Bank zu bringen. Das Gericht sah in diesem Falle nur ein leichtes Vergehen Hiller-Jugend des neuen Deutschland im Gedenken an die 7(XX) Wandervögel, die im Weltkriege fielen. Es wurde eine Gedenktafel enthüllt, deren Aufschrift lautet: „7000 Kameraden aus allen Bünden der deutschen Jugendbewegung haben im Weltkrieg 1914/18 treu ihrer Gesinnung den Eid für das Vaterland mit dem Tode besiegelt. Ihnen zum Gedenken bauten ihre Freunde und Gefährten in den Notjahren 1919/33 die Trutzburg Ludwig- stein als Mahn- und Ehrenmal aus." Nach siegreicher Beendigung des Krieges soll die Jugendburg von dem jetzigen Freundes- und Fördererkreis der Burg der nationalsozialistischen Jugend übergeben werden. Rach der Erdbebenkatastrophe in Rumänien. Die aus den Trümmerhaufen des Carlton- Hochhauses kommenden dicken Rauchwolken des im Untergeschoß brennenden Heizöles haben die Zurückziehung der aus Petrosani herbeigeholten vierzig Bergarbeiter und der Legionär-Rettungsmannschaften notwendiig gemacht, weil alle Versuche, das unterirdische Feuer, das durch Holzreste, Möbel usw. genährt wird, zu löschen, keinen Erfolg hatten. Lediglich die Feuerwehr ist mit Gasmasken am Ort der Katastrophe geblieben. Bis Mittwoch abend waren 130 Leichen ins Gerichtsmedizinische Institut acbracht worden, davon allein 98 aus dem eingestürzten Carlton-Hock;Haus. Nur 75 Leichen wurden bis jetzt von den Angehörigen identifiziert. Auf Grund der Nachprüfung der Bautommission wurde die Schließung des Nationallheaters und der Oper längerer Zeit begaben - sich mehrere Leute in den Keller, denen es gelang, die drei Bewußtlosen, die bereits dem Erstickungstod nahe waren, ins Freie zu bringen. Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg. Kraftwagen vom Auge erfaßt. Als ein Kraftwagen aus Koblenz den Bahn« Übergang bei Lehmen an der Mosel, dessen Schranken nicht geschlossen waren, passieren wollte, kam ein Zug aus Richtung Trier, der bas Auto erfaßte und etwa 400 Meter weit mitschleifte. Dabei geriet der Kraftwagen in Flammen. Die 50 Jahre alte Frau Franken aus Koblenz wurde auf der Stelle getötet. Der 52 Jahre alle Kraft- fahrer Wolke wurde im Fahrersitz eingeklemmt uni lebensgefährlich verletzt. kein Geld zurückhalten! bern durch die ordnungsmäßige Lehrerausbildung besetzt wird, anderseits aber durch Ausscheiden überalterter Lehrkräfte über das normale Maß ab 1941 und durch den Aufbau des Volksschulwesens in den neuen Gebieten ein wesentlich erhöhter B e- b ar f an Lehrkräften entsteht, ist für einen begrenzten Zeitraum die Ausbildung von,Schul- Helfern nicht zu umgehen. Allein für die beiden ersten Kurse in Hirschberg und Lauenburg sind über 7000 Bewerbungen eingereicht worden, von denen etwa 800 zur Aufnahmeprüfung zugelassen wurden. Etwa 530 bestanden sie, darunter aus Abiturienten- kreisen 17 Männer und 53 Frauen, von Besuchern mit mittlerer Reife 81 Männer und 342 Frauen und von ehemaligen Volksschülern 13 Männer und 25 Frauen. , an geordnet, weil die Gebäude keine Sicherheit mehr bieten. Auch bas Finanzmmisterium und bas Ministerium für wirtschaftliche Gleichschaltung mußten ihre Gebäude räumen. Sturm auf dem Michigansee. Ein außergewöhnlich heftiger Sturm auf dem Michigansee hat siebzig Seeleuten das Leben g e k o st e t. Die Wellen, so heißt es in den Meldungen, seien so hoch gegangen, daß selbst die schwersten Transporter vom Anker gerissen worben seien. Der Transporter „William Davock" (5000 BRT.) ist untergegangen. Dreizehn Mann ber Besatzung gelten als verloren. Weitere sechs Transportschiffe unb zwei Motorboote werben vermißt. Bis jetzt haben die Fluten siebzehn Leichen ans Land gespült. In verschiedenen West- und Zenttal- staaten Nordamerikas sind infolge des Sturmes die Verkehrsverbindungen unterbrochen. In Minnesota hat der plötzliche Temperatursturz zum Verlust großer Viehbestände geführt. Auf den Sturm folgte starker Schneefall. Schwere Explosion in einer schwedischen Torpedofabrik. IN Brie ine£ i V neu* M.. oernici aß,hei en, e ilade I önne einen ir illte di in. A t, Ste M in s . Sud pe; ui w. Wrnert t Warten Mge, di ijolidjen 1 untere ’J» 3' Wsicherm i»|onbert igiiin am t jiiqeralai ilnh die gpn) Äekai : o'iüieben, Hielt die pde. Uni B VM mer Viele Menschen glauben, daß sie für ihre Rheumatismus- unb Gicht-Leiden keine gründliche ynd bauernbe Hilfe ftnben. Das ist aber ein Irrtum. Kein Rheumaleidenber, kein Gichtkranker braucht sich heute mehr mit seinen Schmerzen mutlos abzufinben. Es gibt ein Mittel, bas schon vielen Tausenden geholfen hat. Immer roieber wirb berichtet, baß bei ber Behanblung von Rheumatismus, Gicht unb Ischias mit Gichtosint sehr gute Erfolge erzielt würben, unb das nicht nur bei akuten Beschwerben, sondern gerabe auch bei langjährigen, chronischen Leiben. So schreibt beispielsweise Herr Franz Mika, Werkmeister a. D, Friedenshütte O/S, Hermann-Göring-Straße 58, am 13. August 1940: „Telle Ihnen ergebens! mit, daß Ihre Gichtosint-Tabletten mir gute Dienste geleistet haben. Die Geschwülste am linken Fußgelenk habe ich verloren, sowie die Schmerzen und kann auch wieder gut laufen. Ich kann dem Rheumatiker Ihre Gichtosint-Tabletten aufs beste empfehlen, was ich auch schon getan habe." Ferner schreibt Frau Rosina Frei, Landwirtschaftsehefrau, Mem- prechtshofen, Kr. KehLBaden, Hauptstr. 19, am 24. Juli 1940: ,Lch war längere Zeit von Rheumatismusbeschwerben befallen unb war nicht mehr in ber Lage, selbständige Arbeiten auszuführen. Ich kann bestätigen, daß ich nach 4 Packungen Gichtosint ausgeheilt bin." Gichtosint enthält Mineralsalze, wie sie auch in den bekannten Heilquellen zu finden sind, in besonders wirksamer Konzentration und erprobter Dosierung. Hierauf beruht hauptsächlich bte vorzügliche Wir- hing, welche Gichtosint seit 30 Jahren immer aufs neue bestätigt hat Hinzu kommt, baß bie Behanblung mit Gichtosint keine Berufsstörum ober sonstige Umstände ersorberlich macht, und baß es absolut unschäd lich unb preiswert ist. Sie können kostenlos und portofrei eine Probk Gichtosint mit weiteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweisung erhalten, wenn Sie Ihre Adresse senden an: Max Dultz, Abt. Gichto« fint, Berlin Nr. 235, Friedrichstr. 19. 5108V Gichtosint ist in allen Apotheken zu haben. I kilungen e Bttiiimei MhM ö jiitoortun ö h Freu I fingen b fi. nach 2 Kl zurT B k das [triefe sc BJi-en kle 8 Stapel d i^rirgsro m194041 Frau Luise Haas Wwe., geb. Zeidter IGLORIa Im 64. Lebensjahre von ihrem schweren Leiden erlöst Heute Donnerstag: Erstaufführung! JSefi! macfi dei fensterl auf! Die Beisetzung findet in aller Stille statt. 03837 5047 D >Meit am 5107A 03831 Kukiden» hinein, rühren u pqlQst Giessen A W Stadttheater 51-100 101-150 für einfache Arbeiten im Konstruktionsbüro werden für sofort gesucht. Bewerbungen sind zu richten an: von 8- 9 Nbr von 9-10 Ubr ■V\< .. Heute nacht wurde unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Röchllng'sche Elsen- und Stahlwerke G.m.b.H., Betriebsabteilung Wetzlar, Wetzlar. Nr. Nr. Ein überaus heiteres Lustspiel der Bavaria-Filmkunst Gleßen-Kl.'Lmden (Ärandweg io), den 11. Nov. 1940 z. Zt. Staff). Schwesternhaus Gießen (Eich gärten weg 25), Dillenburg, Offenbach am Main, den 14. November 1940. Freibankverkauf am Freitag, 15. Nov. 1940 Mha Technische Angestellte, Zeichner und Hilfskonstrukteure Kontorifi(m) mit Kenntnissen in Stenogr. und Schreibmaschine, guter Handschrift, alsbald f. hiesiges Büro in Dauerstellg. gesucht. 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November 1940 von 8- 9 Ubr Nr. 251-300 von 9-10 Ubr Nr. 301-350 von 10-11 Uhr 97r. 351-400 SePolzhiiD an zweiWochen- tagenvormittags 2 Gtund. gesucht. Zu erfragen ossa» Schnbertstr. 8 I bei Lehmann. Verkäufe Schelven- büchse m.allemZuüehör Lederfutteral u. 130SchuhMuni. tion, zu verkauf. Frankfurter Straße 12 USt. | KaufgesucheTj in guter Lage mit etwas Garten, zu kaufen aesucht. Schrift!. Angebote unter 5116D an den Gieß. Anz. erb. Reise Ursprünge* leegnleie, onbern nur Zeugnis ablchrtften den, ve »erbungStchreiben bei leflen I - Lichtbilder un dBewerdun gSu n tei lagen müssen zur Ber meidung von 8 er lüften auf ber Rückseite »tarnen und Anschrift bei Vewerber« trogen I Perfektes MM nach Darmstcdt gesucht. 08836 Vorzustellen zrvisch.l3u.l5Uhr Gießen, Steinstrabe 11 I die Lösung. Schon noch ki tere Behandlung völlig sauber, und die an |eder UebitSplafte haftenden Bakterien sind getötet, wodurch manche Krankheit verhGfet wird. 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Man rechnet für 4 Personen auf kraut bezogen. Aber sehr zu Unrechts denn ein we- 20 Gramm Fett etwa 30 bis 50 Gramm Hefe und sentlicher Unterschied besteht, was den Gehalt an 4OGramm^Dtehl^^^E^E^^^^^,^,^,^W^^,^ 3m Laufe der Zeit sammeln sich in jedem Haus : Art an: Familienpapiere, Zeug- sam, alten Schmuck auf „modern" umarbeiten zu lassen. Oft liegt gerade der Wert ettVes Schmuck- stückes in der feinen Arbeit der alten Fassung. Man sollte sich deshalb in jedem Falle auf den sachverständigen Rat des Juweliers verlassen. Aber nicht nur alter Schmuck eignet sich dazu, für den Weihnachtstisch „neue" Geschenke zu liefern,, eine ganze Reihe anderer Gegenstände kann ebensogut durch eine Umarbeitung, Auffrischung oder Reparatur ein willkommenes Geschenk wer- den. Möbel, die modernisiert, Bilder, die neu gerahmt, Bücher, die neu gebunden werden, Geschirr, das ergänzt wird, und vieles andere ergeben praktische Geschenke. Die Erfahrung lehrt, daß solche Geschenke meist viel mehr Freude bereiten als neu gekaufte Sachen, well neben altem gutem Material i mrb. Auch Rechnungen erhalten ihre besondere gjtippe; man mache es sich zur Regel, daß sofort noch Bezahlung die Quittung an »die Rechnung ge- '^rnmert wird. In diese Mappe gehören auch xiA nal in der mangelnder Zahn- und Mundpflege, anderen in unzweckmäßiger Ernährung. Der Mund ist das Tor für Krcknkheitstrager in mancherlei Gestalt. Darum muß der Mensch jeden Sag gurgeln, den Mund spülen und die Zahne lutzen, und zwar zweimal, vor allem abends, llril Speisereste, die zwischen den Zähnen Hangenbieiben, im Laufe der Nacht in Gärung übergehen uid auf diese Weise den Zahn vorzeitig zerstören, ßs ist darum Pflicht jeder Mutter, der Zahnpflege ilirer Kinder größte Aufmerksamkeit zu .widmen; b nn eine vernachlässigte Zahnpflege rächt sich zu lächeln, der höchstpersönlich den Kinderwagen chiebt, im Gegenteil! Man schätzt seine Hilfe. Wer gerade frei hat, arbeitet im Hauswesen das, was am notwendigsten ist, gleich, ob es sich um den täglichen Abwasch, das Kohlentragen, Heizen oder Kinderwarten handelt. Machen wir also auch aus unseren Jungen Män- ner, die sich, wenn es sein muß, auch einmal ohne weibliche Hand helfen können. Lernen sie nämlich erst bei der HI. praktisch zugreifen, dann fällt es chon schwerer. Je früher man damit anfängt, desto leichter für das Kind. Es fällt keinem Stammhalter eine Perle aus der Krone, wenn er den Tisch deckt, Abtrocknen hilft, einkauft, Holz spaltet oder Kohlen holt. Ebenso wie es ihm nur förderlich ist, wenn er beizeiten lernt, seine Strümpfe zu stopfen oder sich Knöpfe anzu- nähen. Daß er seine Schuhe selbst putzt und auch seine Kleidung ausklopft und bürstet, ist eine Selbstverständlichkeit. Ist etwas zu reparieren, so muß der Junge wissen, mit Hammer und Zange umzugehen. Fängt die Mutter rechtzeitig an, ihn in die Geheimnisse der Hausarbeit einzuweihen, dann kann er genau so viel leisten wie ein Mädel. Denn — daß der Junge ungeschickter sei, ist ein Märchen. Sein Mangel an Geschicklichkeit liegt nur daran, daß er nicht rechtzeitig dazu angehalten wurde. Er hat keineswegs zwei linke Hände, sondern ebenso wie die kleinen Mädel eine rechte und eine linke Hand, die nur geschult werden müssen, um das gleiche zu leisten. . Damit ist kein Junge eine Memme oder ein Duckmäuser, der an Mutters Schürzenzipfel hängt —im Gegenteil! Praktisch erzogen wird er ein besonders tüchtiges Kerlchen, das sich in jeder Lebenslage zu helfen weiß. Und für uns Mütter bedeutet diese Erziehung einst eine große Freude: Haben wir so geschickte praktische Jungen ins Lebez hinausge« stellt, so werden uns vereinst unsere Schwiegertöch. ter ihre volle Anerkennung zollen! Ein geübter ge- schickter Mann hilft und erspart manche Ausgabe im Haushalt, ohne zum Pantoffelhelden herabzw sinken! H. v. Lützow. le fieret I rben. jl sind die oben skizzierten Hüte für den Winter 19 40. So ist das Barett oben links mit der großen Nackenschluppe aus schwarzem Samt und aus moosgrünem Samt der kleine Hut t de? ;| »unb \. 1 sanmeifr !lbt.A: r leinet q Qeiker-Iiadduig! arzt dem Kinde etwas Fremdes bleibt. Ein Arzt soll niemals als Schreckgespenst sondern nur als der gütige Mann, der helfen will, vor das Kind gestellt werden. Auch die Erwachsenen sollten regelmäßig zum Zahnarzt gehen Jeder muß wissen, daß Rheumatismus, Herz- und Neeren-, Hals- und Darm- sowie Magenkrankheiten oft nur infolge schlechter Zähne entstehen. Don frühester Jugend an fleißig geübte Zahnpflege erspart dem Menschen die quälenden Zahnschmerzen und viele andere Beschwerden. M. L. L wertvollen Nährstoffen angeht, zwischen den einzel- nen Kohlarten kaum. Und auch der Rosenkohl dar das Kompliment aus dem Volksmund „mit Stump und Stiel" auf sich beziehen. M' rechts daneben mitmoosgrünerStraußen- feder. Die hohe Pelzmütze unten links ist aus f ib bergrauem Lammfell mit langer schwarze r S e i d e n q u a st e und der kleine Zylinder- Hut ganz rechts aus schwarzer, glänzen- der Seide mit ebensolcher Garnierung. H. Ngi k cufsstM ul mH eine Auch der Zunge greift im Haushalt zu! Empörte Mütter weisen gern Beschäftigungen für ihre Jungens zurück, die sie als Arbeit eines Buben ür unwürdig halten. Der Erfolg ist, daß die Jungens einseitig in ihrer Erziehung werden, sich m gewissen Lebenslagen nicht zu helfen wissen und zeitlebens als ungeschickte Männer herumlaufen, von denen später manche enttäuschte Frau meint, daß sie „zwei linke Hände" hätten. Meist ist der Grund zu dieser falschen Erziehung darin zu suchen, daß die>Mutter in ihrem Stammhalter irgend etwas „Besseres" sieht, dem diese oder jene Arbeit im Hause nicht anstehe. Sie verwöhnt also ihren Sprößling, „well es doch ein Junge ist", bedient ihn, putzt ihm die Schuhe, reinigt seine Anzüge, näht Knöpfe an und erreicht damit nichts weiter, als daß sie mehr Arbeit hat, als eigentlich nötig wäre — und zieht einen besonders ungeschickten Menschen groß! Nicht alle Weihnachtsgeschenke sind Neuanschaffungen. Seit jeher ist es z. B. Brauch, alten Fami- lienschmuck modern umarbeiten zu lassen, um damit die Angehörigen zum Weihnachtsfest zu überraschen. Wieviel Freude bereitet eine neue Brosche oder. Halskette der Heranwachsenden Tochter, zumal dann, wenn schon die Großmutter dasselbe Schmuck, stück vor vielen Jahren an ihrem Hochzeitstag ae- tragen hat. Aus der alten, schweren goldenen Uhr. 7^ 1-........... I CH*U | Ml* lllllllll» ftienidjt.ii 6 am tr es, Der!, bbän'ltr i mn W WWW In vielen Familien ist es durchaus fein Gesetz, büß zu jedem Familienmitglied auch eine eigene Zahnbürste gehört. Abgesehen von der Unappettt- lichkeit gemeinsamer Zahnbürsten ist diese Unsitte äußerst unhygienisch und gefährlich, da die schlimm- fl-m Krankheiten cutt diese Weise übertragen werden tj.nnen. Die Parole lautet daher: Jedem seine eSgene Zahnbürste! Und schon beim Klein- knd fangen wir an. Sobald es imstande ist, zu cjrqeln, bekommt es seine eigene Zahnbürste. Ge- rifre den Milchzähnen muß man besondere ff siege angedeihen lassen; denn je langer dem Äinö he gesunden Milchzähne erhalten werden, desto Das Problem der Zahnkrankheiten ist eine Frage, noch immer unser ganzes Volk, seine Gesundet, seine Wirtschaft und Wehrtüchtigkeit im wei- tri en Maße angeht. Allgemein wird die Bedeutung ds Zahnverfalls immer noch unterschätzt. Während crie Leute im Glauben sind, daß es mit der Zahn- fifsundung zusehends besser bestellt ist, muß leider filgeftellt werden, daß gerade seit den letzten Jahr- zchnten der Zahnverfall, beim Landvolk kaum we- nger als bei der Stadtbevölkerung, erschreckend 5 erhandnimmt. Dieser Zahnverfall geht schon bis . .. ~ Für das Umgreifen der sitzen sie unbenutzt irgendwo herum, man vergißt sie eine Verzeichnung über sie existiert nicht. Da ‘ eines Tages wird ganz notwendig ein wichtiges ebeg . Dikument gebraucht. Man überlegt ... Ja, das er nrß doch irgendwo sein, das hat man bestimmt r tiiot vernichtet. Und bann fängt ein großes Suchen zu oji daß der Staub nur fo fliegt und alle Motten gar eiren Todesschreck bekommen. Jeder behauptet vom as sollen wir tragen ? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Eines unserer besten Gemüse ist der Rosenkohl, j der im Spätherbst überall zu Haden ist. Er erfreut , sich einer besonderen Beliebtheit, weil er zu unserer feinsten Kohlsorte zähll und bietet der Hausfrau den nicht zu unterschätzenden Vorteil, daß seine Herrichtung in der Küche so gut wie gar keine Arbeit erfordert. Die Knospen sind, wenn über- । Haupt etliche welke Hüllenblätter entfernt werden ' müssen, mit einem Griff topffertig zu machen. Verwunderlich ist nur, daß man den Rosenkohl nicht । annähernd so ergiebig auswertet, wie er das ver- . bient Seltsamerweise benutzt man nämlich fast Überall nur die in ben Blattwinkeln sitzenben geschlossenen kleinen Knospen unb allenfalls noch Die halboffenen Spitzenknospe, während die verhältms- mäßiq großen Blätter und der in seiner oberen Hälfte meist recht saftige Stengel wenig Verwendung finden. Die Blätter müssen natürlich anders zubereitet werden, und man wird auch gut daran tun auf die untersten, dem Boden zunächststehen- den', manchmal etwas zähen Blätter zu verzichten. Alles übrige aber ist verwendbar unb ergibt, wenn es wie Spitz- oder Schnittkohl zubereitet wirb, em- Gemüse, bas auch vor einem anspruchsvollen Geschmack bestehen kann. Ein altes Sprichwort behauptet, daß „über ein Kohlfeld nicht ber Tob . . .. « . r . _ n.t __4« Aiialrhliöbftm mir beantrcf 1 später wird der Nachschub der anderen Zähne einsetzen, und das ist wichtig, wenn die zweiten Zähne gut und schön werden sollen. Man erziehe die Kinder so, baß sie willig und gern bie Zähne putzen. Ferner sollte die Mutter streng darauf sehen, daß Kinder weder zu kalt noch zu heiß essen ober trinken; das schadet dem Zahnschmelz genau so, wie viel Zucker, Säuren und scharfe Gewürze. Daß die Zähne nicht zum Nüsseknacken oder zum Faden- abbeißen da sind, versteht sich wohl von selbst. Weiter sollen Eltern durch vernünftige Erziehung dahin wirken, das das Furchtgefühl von dem Zahn- Haushalt erledigen kann. Warum auch nicht? Genau wie bie Frau im Kriege in bie beruflichen Fußtapfen des Mannes tritt, genau fo gut wird auch ber vernünftige Ehemann helfen, wenn roeib- liehe Hänbe nicht ausreichen. Ohne sich babei etwas von seiner männlichen Würde zu vergeben! Heute ällt es niemand ein, über einen begeisterten Vater - * Minden, statt dessen türmen sich die zahllosen gest^ »liefe, Ansichtskarten und Schriftstücke, bie kaum jeriAt • lltch einen Erinnerungswert haben. u hier tut sich ein Gebiet für bie Hausfrau auf, trag b sic sollte biese Dinge in Verwahrung nehmen unb :renh i, in nen. Für alle Familienpapier: Tauf- unb Trau- ine, Sterbeurkunben usw. legen wir eine beson- e Mappe ein, in bie wir ein Blatt heften, auf Die Verwendung von Hefe zum Backen ist uns schon seit langem bekannt. Man weiß, daß dieses Gebäck besonders wohlschmeckend unb bekömmlich unb in seiner Zubereitung sehr einfach ist. Daß aber Hefe außerdem Gemüsegerichten, Suppen und Tunken einen würzigen Geschmack verleiht und den ~ . Nährwert erhöht, ist im allgemeinen nicht bekannt, kette bes Großvaters macht der Goldschmied das Die Hefe hat einen beträchtlichen Gehalt an Vita- schönste moderne Armband. Auch alte Ringe lassen min B und enthält auch in größeren Mengen das sich gut umarbeiten. Nicht immerjft es aber rat- Provitamin D. Jetzt im Winter, wenn das Gemüse ° und Obst knapper werden, bildet sie für uns eine ganz bedeutende Ditaminquelle. Sie ist außerdem noch sehr zucker- und eiweißhalttg und hat überdies einen guten würzigen Geschmack. Deshalb sollte sich die Hausfrau daran gehöhnen, Hefe nicht nur zum Backen, sondern auch zum Kochen zu verwenden. Gerade da wir Fett sparen müssen, ist die Hefezutat ratsam. Die Speisen werden dadurch sättigender, sämiger und wohlschmeckender. Die Wurzstoffe der' Hefe werden am besten in Verbindung mit dem Fett ausgenutzt, daher gibt man bie Hefe zu 27 >>l Jifbeben, bald einen erheblichen Raum ein. Hier fielt bie persönliche Einstellung bie entscheibenbe § Ue. Unb boch gibt es einiges, was wir uns auch loci merken sollten: Briefe mit vertraulichen Mit- befand h ungen finb ein Vertrauensbeweis, ben wir nicht ration u ßirläuschen dürfen; solche Briefe sollten wir fest glichet r'schlossen aufheben unb am besten nach ber Be- liroortung vernichten. Briefe unserer Kinber ober :|iri Freunben, in benen fortlaufend von wichtigen Lagen berichtet wird, sollten wir aufheben und ii nach Abschluß des Berichtes dem Verfasser wie- v>7 zur Verfügung stellen, da sie ein Tagebuch bil- d i, das für ben Schreiber Wert haben kann. Alle ' tiefe sollte man wohlgeorbnet in einer besonnen kleinen Truhe ausheben und oben auf die kopel der einzelnen Bündel einen Zettel legen: ; ^ei meinem Tobe ungelesen zu verbrennen". Denn pr müssen nicht vergessen, baß bei einem plötz- fiiien Todesfall für bie Ueberlebenben die Ver- p idjtung besteht, alle hinterlassenen Schriftstücke h prüfen, um keine letztwilligen Verfügungen zu irnichten. Es müßten also sämtliche vorgefundenen R iefe gelesen werden — was nicht nur ein Aufwand an Zeit bedeutet, sondern vielleicht auch Mit- telungen ans Licht zieht, bie nie für anbere be- iirnrnt waren. Eva Leiter. N.27Ü Zweites vlatt ns ’ m öchnfistücke ausbewahren...? liejkTi 3m Laufe ber Würfe aller . . „ nie, Briefe, Quittungen, Urfunben. Jahrelang o meist ein Stück liebe Farnilientradition mitgeschenkt wird. Nicht zu vergessen die vielen Spielsachen, die fast in jeder Familie für die jüngeren Geschwister repariert und neu bemalt werden. Es gibt Schaukelpferde und Eisenbahnen, die drei Generationen überdauern und dem Enkel- dieselbe Freude bereiten, die der Großvater schon als Junge daran gehabt hat. Diele Familienväter haben ein ausgesprochenes Geschick dafür, in ihrer Freizeit foldje Arbeiten zu basteln und überraschen ihre Angehörigen mit Geschenken, denen man oft die alte Herkunft nicht mehr ansehen kann. Es Ist bekannt, daß in den letzten Tagen vor Weihnachten die Handwerker mit Aufträgen auf Reparaturen und Umarbeitungen überlaufen werden und alles soll immer noch vor dem Feste fertig sein. Dieses Jahr wird es damit besonders schwierig werden, einmal, weil viele Handwerker zum Heeresdienst eingezoaen sind und deshalb Reparaturen eine längere Lieferzeit bedingen. Andererseits wird auch die Unmöglichkeit, einen gewünschten Gegenstand neu zu beschaffen, viele zu dem Ausweg der Umarbeitung alter Sachen zwingen. Es ist deshalb ratsam, daß jeder feine Weihnachtsaufträge für handwerkliche Arbeiten aller Art so frühzeitig wie möglich vergibt, wenn er rechtzeitig beliefert werden will. E.S. Etwas für Genießer! Der Bohnenkaffee reicht nochmal so lange« wenn er mehlfein gemahlen wird. Es leuchtet ja auch ohne weiteres ein, daß er ganz fein gemahlen bei Ueberbrühsn weit mehr aromatische Bestandteile abgeben kann, als wenn er grob gekörnt mit kochendem Wasser übergossen wird. Don größter Wichtigkeit ist ferner die Qualität des Wassers! Um einen wirklich guten Kaffee zu erhalten und sein Aroma voll auszunützen, muß man weiches Wasser verwenden. Es ist also notwendig, sehr kalkhaltiges Wasser erst weich zu machen, indem man auf 1 Liter Wasser eine kleine Prise Natron gibt. Am besten ist es, wenn der Kaffee gefiltert wird, denn beim Kochen verliert er feinen herrlichen Geschmack und wirkt aufge- wärmt. Hat man keine Kaffeemaschine, so genügt ein Filter zum Aussetzen auf jeden Topf. Die gemahlenen Kaffeebohnen gibt man in den Filter und gießt nach und nach springend heißes Wasser dar. über. Wird das Wasser auf einmal darüber gegossen, bann kann das Aroma nicht genügend gelöst wer. den insolgedesien wird der Kaffee nicht voll aus- genützt und der Trank minderwertig. Es ist auch absolut nicht gleichgültig, was für Geschirr zur Bereitung des Kaffees genommen wird. Bohnenkaffee soll möglichst nicht mit Metall irgendwelcher Art in Berührung kommen, weil er leicht Metallgeschmack annimmt. Deshalb verwende man nur Porzellan oder Glas. Natürlich können wir den Bohnenkaffee auch mit Malz- oder Kornkaffee strecken. Bei etwa 2 Teilen Bohnenkaffee und 1 Teil Malzkaffee wird die Güte kaum beeinträchtigt. Es schmeckt trotzdem wie reiner Bohnenkaffee. Außerdem ist das aus gesundheitlichen Gründen sehr zu empfehlen und der Kaffee reicht so noch länger. Unser Herz wird ohnehin sehr erstaunt sein, wenn ihm nach so langer Pause plötzlich wieder so ungewohnte Strapazen zugemutet werden. Sei also rücksichtsvoll gegen dein Herz und übertreibe den Genuß nicht, wenn auch das schwarze heiße Getränk noch so gut schmeckt. Rezepte. Halorohkoft: 1 Kops Endiviensalat, 1 Sellerie, 250 Gramm Tomaten, Essig, 1 Teelöffel Del, Gewürz. — Sellerie gründlich waschen, schälen, in feine Würfel schneiden, mit wenig Wasser weich- dünsten, mit Essig und Salz abschmecken. Endivien putzen, waschen, in feine Streifen schneiden. Tunke aus Dünstwasser, Essig und Del Herstellen, mit Dill, Schnittlauch, Salz und Prise Zucker abschmecken, Sellerie und Endivien mit der Tunke vermischen. Mit Tomaten verzieren. A p f e l LI ö fj e : 500 Gramm säuerliche Aepfel, Schale einer Zitrone, 125 Gramm Korinthen, 100 Gramm Zucker, 125 Gramm Stoßbrot oder einge- weichte Brötchen, evtl, etwas Mehl, 40 Gramm Butter, 1 Ei oder Milei, etwas Milch. Die Aepfel werden dünn geschält und in Würfel geschnitten, die abgeriebene Schale eirter Zitrone, gewaschene und gebrühte Korinthen, Zucker, Stoßbrot, die zerlassene Butter, Ei oder Milei werden vermischt, daß ein fester Teig entsteht. Man sticht mit einem Löffel Klöße ab, die in Salzwasser garziehen müssen. Beim Anrichten mit Zucker bestreuen. Ueberbackenes Gemüse: 1 Kilogramm Gemüse, 30 Gramm Fett, 50 Gramm Mehl, V< Liter Milch, Zwiebel, 1 Ei, Salz. — Die halb gar gedampften Gemüse ober Reste werden in eine gefettete Auflaufform gelegt. Man gießt die Tunke, die aus Milch, Fett. Mehl, angedünsteten Zwiebeln und dem Gemüsewasser hergestellt wurde, darüber und bäckt das Ganze im Backofen hellgelb. Sauerkrautpa st ete: 1 Kilogramm rohe Kartoffeln, 200 Gramm Pellkartoffeln, 50 Gramm Mehl, Salz, 1 Ei, 750 Gramm Sauerkraut, nach Geschmack 1 bis 2 Aepfel, etwas Fett. — Die rohen Kartoffeln reiben, ausdrücken, das abgesetzte Kartoffelmehl dazugeben, ebenso Mehl und Ei. Der geknetete Teig wird in die gefettete Auflaufform gegeben. Dann gibt man das gehackte, mit den Aepfeln vermischte Sauerkraut hinein, deckt ein gefettetes Papier darüber und bäckt etwa 1 Stunde. Beim Anrichten stürzen, so daß die braune Kruste nach oben kommt. । Sellerieauflauf. 1 Sellerieknolle, 1 kg Kartoffeln, 30 g Fett, 30 g Mehl, 1% 1 Milch, Stoßbrot. Die Sellerieknolle wird sehr sauber gewaschen und gargedämpft. Nach Entfernung der Schale schneidet man sie in Stifte. Aus Fett, Mehl und Gemüfebrühe stellt man eine Helle Tunke her, gibt den feingefchnit- tenen Sellerie dazu und schmeckt ab. Die Kartoffeln kocht man in der Milch zu festem Brei und füllt ihn in die gefettete Form, darauf die Sellerie und obenauf Brei. Bei guter Hitze goldgelb backen Salat aus roten Ruben, Aepfeln, Meerrettich: 1 kg rote Rüben und 500 g Aepfel reibt man sehr fein, mischt mit entrahmter Dickmilch, wenig Del, Essig, Salz und reibt noch eine Zwiebel und ein wenig Meerrettich daran. Mit einem Kranz von Endiviensalat anrichten. Ueberbacfene Gurken: 2 bis 3 geschälte, halbierte und entkernte Gurken in Salzwasser mit einem Schuß Essig und Dillstengeln glasig kochen, abtropfen. 200 bis 250 Gramm gehacktes Schweinefleisch mit 2 bis 3 eingeweichten und wieder aus- gedruckten Brötchen und 2 bis 3 Eßlöffel Tomatenmark verarbeiten, Salz, aeriebener Zwiebel und Petersilie abschmecken. Mit dieser Maße die Gurkenstücke füllen, nebeneinander in eine gefettete Pfanne geben, mit geriebener Semmel bestreuen, etwas Fett aufträufeln und offen in der Röhre 20 bis 25 Minuten überbaden. Neues für den Büchertisch. — E. G. Kolbenheyer: Gesammelte Werke in acht Bünden. Band 1, 2 und 7, Albert Langen/Georg Müller, München. — (203) — Die von Langen und Müller in München veranstaltete Ausgabe der gesammelten Werke von Erwin Guido Kolbenheyer wurde im vergangenen Jahre mit den hier angezeigten Bänden 3 und 4 eröffnet; sie enthielten die Romane „Meister Joachim Paufewang", „Amor Dei“, „Montsalvatsch" und „Das Lächeln der Penaten". Die neu erschienenen Bände 1, 2 und 7 enthalten die Romane „Das gottgelobte Herz", „Die Kindheit des Paracelsus", „Das Gestirn des Paracelsus" und „Das dritte Reich des Paracelsus"; außerdem „Die Bauhütte", Grundzüge einer Metaphysik der Gegenwart. Damit liegen nunmehr die großen Romane und das philosophische Hauptwerk Kolbenheyers im Zusammenhänge dieser Ausgabe vor, die das geistige Bild des mit dem Adlerschilde des Deutschen Reiches und mit dem Goethe- preise der Stadt Frankfurt ausgezeichneten Dichters enffcheidend geformt haben. Der schöpferische Raum, in dem sich Kolbenheyer bewegt, ist kaum begrenzt: neben die Romane und fein System spekulativen Denkens werden sich in den noch ausstehenden Bänden, die im kommenden Frühjahr vorlie- gen sollen, die Dramen, Gedichte, Erzählungen und Aufsätze philosophischen, ästhetischen und politischen Inhalts stellen, und damit wird sich ein Gesamtwert von imposanten Ausmaßen vor dem Leser ausbreiten — ein Bild deutschen Wesens, desien Erscheinungsweisen vorn dämmernden Mittelalter bis in die nahe Gegenwart reichen. — Der Subskriptionspreis beträgt für den in Leinen gebundenen Band 8,50 RM.; nach Schluß der Subskription kostet der Band 10,— RM. Auch der äußere Eindruck der solide ausgestatteten roten Bände ist durchaus erfreulich. Hans Thyriot. — Erkenntnis für uns. Aus dem Werke von Walter von Molo. 344 Setten. Stufen- Verlag, Gerhart Koehler, Leipzig 1940. — (168) — Das Buch, zum 60. Geburtstage des Dichters herausgekommen, gibt eine Auswahl aus den wichtigsten Romanen Malos. Die scheinbar locker an- einandergereihten Szenen sammeln sich um Schiller und Kleist, Eugenio von Savoy und Friedrich den Großen, um Luther, Bismarck und Friedrich List, und neben den geschichtlich berühmten Gestalten erscheinen ckich die Figuren romanhafter Phantasie, Holunder und Bobenmatz. Dem aufmerksam Lesenden wird bald klar werden, daß er hier mehr zu Gesicht bekommt als etwa eine bloße Geburtstagsgabe oder eine gefällig sich darbietende Einführung in ein weitschichtiges Gesamtwerk der gegenwärtigen deutschen Dichtung: er wird eine gewisse „Drbnung im Chaos" historischer Daten und Persönlichkeiten entdecken, den in einem besonderen Sinne erzieherischen Grundgedanken aller Bücher Walter von Molos; man wird auch in dieser Auslese, die Gewicht und Umfang des Gesamtwertes nur ahnen läßt, den Dichter als einen der zeitgenössischen Meister des historischen Romans erkennen und — was mehr ist —: als einen der ausgeprägtesten Verkünder des deutschen Idealismus. Wir wissen neben Molo keinen dichterischen Gestalter, dem bas große, klassische 18. Jahrhundert der Deutschen so zum geformten, durchbluteten, vergeistigten Erlebnis geworden wäre; mir wissen auch, daß ungezählten Deutschen die Erscheinungen Schillers und Friedrichs des Großen in ihrer menschlichen Größe und ihrer nationalhistorischen Bedeutung durch Molo leibhaftiger und unvergeßlicher geworden sind als aus vielen Literaturgeschichten und Geschichtsdarstellunaen: Molo verfügt über die Gabe der Intuition und über die Fähigkeit, das Einmalige und Besondere einer geschichtlichen Situation, das Bleibende und Wesenhafte im Strom der Ereignisse, das Vorbildliche und Sinnbildliche im bewegten Bilde eines Geschehens oder einer Zett, das Ewige und Unzerstörbare in der vergänglichen Erscheinung eines Menschen aufzu- spüren, zu formen, nachempfinden und nachwirken zu lassen. (Dhne das man etwa verstimmt die pädagogische Absicht gewahr, würde.) Wer die lange Reihe seiner Bücher überblickt, aus denen hier nur eine allerdings charakteristische kleine Auswahl gegeben werden konnte, wird sie, so verschieden sie untereinander sein mögen, doch notwendig alle in die Einheit eines Lebenswerkes münden sehen, das der Geschichte des ewigen Deutschen, der Geschichte des deutschen Geistes, verschrieben ist. Hans Thyriot. — Bruno E. Werner: Zwischen den Kriegen. Abendländische Reisen. 165 Seiten. Leinen 3,50 RM. Verlag Otto Beyer, Leipzig, Ber. lin. — (101) — Bruno E. Werner, Kunstschriftleiter und Herausgeber der Monatsschrift „die neue linie", hat in diesem geschmackvoll ausgestatteten Bande eine Reche von Aufsätzen vereinigt; sie berichten von Reisen durch Europa während der letzten 15 Jahre, zwischen dem Weltkriege und dem gegenwärtigen Kriege. Der Titel deutet die Aktualität dieser Schilderungen an, die dennoch nur in einem sehr allgemeinen Sinne politisch genannt werden könnten. „Das Abendland als verpflichtende Ueber- lieferung" heißt es im Vorwort, „und zugleich das Bewußtsein, daß Europa mitten in einer entscheidenden Umgestaltung steht, haben den Verfasser dabei nicht verlassen. Er bekennt sich daher zu jenen, die, aus dem ersten Kriege heimgekehrt, zwanzig Friedensjahre nur als einen Zwischenzustand empfanden" ... Werner hat mit dem Zuge, mit dem Flugzeug, zu Schiff und im Auto Länder und Meere unseres Kontinents bereist und hat mit weltmännischer Gelassenheit, in geschmackvollem Stil, mit dem geschulten Auge des Kunsthistorikers und dem auffpürenden Blick des Journalisten festgehalten und ausgezeichnet, was ihm das Besondere und Kennzeichnende schien. Da mischen sich ernsthafte und heitere Szenen und Silber: Londoner Alltag, kleiner nächtlicher Totentanz in Paris, Kellerei in einer Amsterdamer Matrosenkneipe; Freuden der Mittelmeereise, die Lächerlichkeit einer snobistischen „großen Welt" am Lido, fremdländischer Zauber von Tripolis, Korsika und Südserbien; heroischer Anhauch des Todes im Alcazar ... überall erlebt der Reisende, und der Leser mit ihm, ein Stück europäischen Lebens, ein Stück Abendland ... zwischen den Kriegen, im Uebergang, an der Wende. Eines der schönsten Kapitel erscheint am Schluß: es schildert etliche von den Weltwundern der Malerei in der Prado-Ausstellung in Genf. — Der Betrachter hat das Buch an einem Abend ausgelesen; hernach, in der Nacht, hatte er einen schönen, farbigen, figurenreichen Traum. Am Morgen war der Traum schon verblaßt; geblieben war aber eine große, unbestimmbare Lust, auch eine Reise zu machen — nach dem Kriege — zu den Hauptstädten und den Wundern des alten ober eines neuen Abendlandes. Hans Thyriot. — Arnold U1 i'tz : Dera roße 3 a n j a, ein Kattowitzer Roman, Verlag W. G. Korn, Breslau, Preis geb. 6,00 RM. — (104) — Menschen und Landschaft Dstoberschlesiens sind, obwohl kaum ein anderes deutsches Grenzland so sehr im Mittelpunkt harten politischen Kampfes stand, im übrigen Reich wenig bekannt geworden in ihren Eigenarten, die der Grenzlandcharakter und die gewaltige Konzen- tration wirtschaftlicher Kräfte gleichermaßen geprägt haben. In dem Ledensfchicksal eines braven Bäcker, meisters, ber seinen ehrlich erworbenen Reichtum zum Bau großer Wohnblocks in dem mächtig aufstrebenden Kattowitz verwendet, stehen die „Grün- derjahre" wieder auf, aber der bbbere Janja wirb nicht angesteckt vom skrupellosen Spekulantentum raffgieriger Geschäftemacher. Ihm ist darum zu tun, daß feine vielen Mieter sich tri feinen Wohnungen wohl fühlen. Er bleibt als Unternehmer, dessen Häuser der schnell emporwachsenden Großstadt ihr Gesicht geben, der einfache, schlichte Mann, der in feiner Familie fein höchstes Glück findet. Seine rührende Liebe zu der kleinen Tochter zeigt das zarte innige Gemüt dieses Mannes, dessen Porträt hier für den ganzen Stamm der Dberschlesier steht. Arnold Ulitz ist auch in diesem Roman der liebevolle Deuter seiner oberschlesischen Heimat, deren einen« tümliche Sprache er spricht und deren Menschen, still und besonnen, aber zäh und fest in ihrem Deutschtum, er eiydringlich und kraftvoll vor uns hinstellt. Fr. W. Lange. — Nikolaus Negrelli-Moldelbe: Die Lüge von Suez, der Lebenskampf des deutschen Ingenieurs Alois von Negrelli (Vorwerk Verlag, Darmstadt. Preis geb. 6,50 RM.) Eine geschickt nationale Propaganda und die diplomatische Geschäftigkeit des Franzosen Ferdinand von Lesseps haben es zuwege gebracht, daß der Suezkanal aus- schließlich als sein Werk in die Erinnerung der Menschheit eingegangen ist. Erst unsere Zeit ift für solche Ueberlieferungen hellhöriger geworden und ist im Begriff, ber geschichtlichen Wahrheit zuliebe die Tatsachen zurechtzurücken. Der in unseren Familien- blättern zum Abbruck gelangende Roman von Joses Sebastian Schall: „Suez, Pforte der Völker" hat es unternommen, Licht und Schatten gerecht zu verteilen und auch den Männern ein Denkmal zu setzen, die vor, neben stnd mit ßeffeps, dessen Der. dienste bei ber Ueberwinbung aller politischen und finanziellen Schwierigkeiten unbestritten bleiben sollen, als geistvolle Planer und kühne Ingenieure die eigentlichen Schöpfer dieses technischen Wunderwerkes gewesen finb. Dazu gehört in erster Linie der Desterreicher Alois von Negrelli, dessen Leben nun dies Buch seines Urenkels der Vergessenheit entreißt. Sein Leben war ein einziger Kamps mit den Widrigkeiten, die die verknöcherte Vermal- tung der alten Habsburger-Monarchie für ideenreiche, Dorwärtsftrebenbe Männer hatte. Aber Ne- grell! hat als Wasser- und Straßenbaufachmann in Desterreich und ber Schweiz, wie als Generalinspektor der österreichischen Staatsbahnen in einer Zeit, die vielleicht die Geburtsstunde des modernen Verkehrs genannt werden darf, Ungeheures geleistet. Die Vollendung des Werks freilich, das ihm in- nerfte Herzensangelegenheit war, den Bau des Suezkanals, für den er die grundlegenden Berechnungen angestellt und die maßgebenden Pläne geschaffen hatte, sollte er nicht mehr erleben. Ein anderer konnte allein die Früchte dieser Arbeit pflücken, und die französisch-britische Plutokratie den Kanal, ber als freie Verkehrsaber aller seefahrenben Völ- SCHAUMPON /Blondes Haar bedarf wegen seiner Empfindlichkeit be- /7 •• " • sonderer Pflege Man wäscht es da hei nur JA/v* U mit Mitteln, die kein Alkali und keine Kalkseite im Haar njrücklassen und dafür sorgen, daß es nicht nachdunkelt, also mit Schwarzkopf „Extra-Blond* 3000Kilometer Liebe Roman von Olly Boeheim 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Peter Renz schien plötzlich vollkommen den Kopf zu verlieren. Er vergaß, daß in Schweden links ae- fahren wurde. Er lenkte den Wagen auf die rechte Seite, entging mit knapper Not dem Zusammenstoß mit einem Motorradfahrer, ber ihm etwas Unverständliches zubrüllte. Publikum wurde aufmerksam, ein Schutzmann kam angelaufen. Nun passierte etwas, bas allen ben Atem nahm. Der Wagen raste in voller Fahrt auf ben Schutzmann zu unb stoppte hanbbreit vor ihm ab. Der Schutzmann stürzte auf ben Wagen los; erregte Passanten bildeten einen Kreis um Dntel Franz. In diesem Augenblick war ber Frembe mit einem fierabezu pantherhaften Satz aus dem Wagen ge- prungen, aber beim Bücken glitt ihm der Revolver aus ber Tasche. „Halt", schrie Vera gellend, „j)ilfe, haltet ihn!" Das Publikum starrte verständnislos auf die erregten Menschen. Peter nahm ben Revolver unb gab einen Schuß in die Lust ab. Der Fremde drehte sich blitzschnell um, griff in die Tasche unb bemerkte Den Verlust der Waffe. Sein fetunbenlangcs Zögern wurde ihm zum Verhängnis. „Hände hoch", schrie Peter Renz und hielt den Lauf der Pistole auf den Fluchtbereiten gerichtet. Im Nu war der Mann umringt und festgenommen. ,Zch komme gleich auf die Wache nach", erklärte Peter dem Schutzmann. „Wenn Sie mich vorher brauchen, finden Sie mich im Stadthotel. Die Dame ist einer Dhnmacht nahe." „Wie soll ich Ihnen danken?" rief Vera. „Ach", sagte Peter, „nur eine kleine Geaenlei- ftung. Dntel Franz ist Kavalier, er mußte sich doch erkennllich zeigen dafür, daß Sie ihn neulich bei Nacht unb Nebel abgeschleppt haben." „Der Kerl hat mir meinen ganzen Schmuck abgenommen", stammelte Dera. „Sen besorge ich Ihnen wieder. Jetzt schlafen Sie sich erst mal tüchtig aus, sonst klappen Sie mir noch zusammen. Ich gehe inzwischen zur Polizei und sage, daß Sie erst morgen vormittag fähig finb, nähere Angaben zu machen. Ein kleines Strafmandat wegen unvorschriftsmäßigen Fahrens werde ich wohl auch bekommen." „Warum sind Sie denn auf einmal rechts gefahren?" fragte Vera. „Es war die einzige Möglichkeit, die Polizei auf uns aufmerksam zu machen , sagte Peter mtt einem verschmitzten Lächeln unb gekettete Vera ins Hotel. 17. Kapitel. Als Peter Renz am nächsten Morgen ausgeschla- fen, vergnügt und voll Tatendrang drei Stufen auf einmal nehmend, die Treppe des Hotels hinuntersprang, prallte er in die Halle mit Arne Dhlsen zusammen. „Hallo!" rief Peter lustig, verstummte jedoch, als er in Dhlsens Gesicht sah. Der Mann war blaß, das Haar hing iym in die Stirn, feine Augen waren umschattet, seine Krawatte hing halb gelöst über dem Sporthemd. „Was ist denn mit Ihnen los?" rief Peter ehrlich erschrocken. ,^Hctt man Sie etwa auch überfallen?" Arne Dhlsen sank auf einen Sessel und wischte sich die Schweißtropfen von der Stirn. „Ach, wenn es nur mich beträfe", sagte er mtt einer Stimme, die vor Erregung heiser war, „bei mir haben sie allerdings auch eingebrochen. Wenn schon! Aber denken Sie sich, Veras Wagen steht leer auf der Chaussee. Keine Spur von ihr. Der Kerl, dem wir begegneten, muß sie verschleppt haben." „Ach", sagte Peter anzüglich, „bas sind ja Sher- lock-Holmes-Phantasien!" „Mit denen Sie so recht hatten, Peter! Nur ich, in bummer, blinber Eifersucht, wollte nichts sehen." Peters Augen wurden ganz klein vor Vergnügen. „Verzeihen Sie, Herr Dhlsen, ich habe einen Bärenhunger. Darf ich Sie zum Frühstück einladen? Sie sehen nicht so aus, als hätten Sie schon etwas zu sich genommen." Arne Dhlsen warf Peter einen vernichtenden Blick zu. „Bis jetzt habe ich Sie für einen netten Jungen gehalten, ber bas Herz auf dem rechten Fleck hat;' aber ich habe mich in Ihnen getäuscht. Sie sind ein ganz herzloser Schnösel." „Danke", sagte Peter trocken. „Aber wie haben Sie mich eigentlich hier aufgespürt?" ,Zch sah Ihren Wagen vor dem Hotel parken. Dieses Unikum ist ja nicht zu übersehen." „Bitte, keine Beleidigung, gegen Dntel Franz. Was wollen Sie denn hier?" „Ahnungsloser Knabe! In meinem Haus ist ein» gebrochen worden. Vera Verries ist unter den feit- samst^ Umständen verschwunden. Auf die Polizei „Kein schlechter Gedanke", sagte Peter, „nur ein bißchen spat." „Das ist es ja", schrie Dhlsen, ber alle Fassung verloren hatte. „Menschenskind, jetzt weiß ich ja erst, was mir biefe Frau betreutet! Daß ich überhaupt nicht mehr ohne sie leben kann!" Dhlsen umklammerte Peters Hände. „Sas Auto war leer. Der Kerl — sicher ist es derselbe, der bei mir eingebrochen hat — zwang die Frau, ihn zu fahren, ein uralter Gaunertrick. Dann kam die Panne. Folglich blieb ihm nur die Flucht durch den Wald, und die Frau hat er womöglich umgebracht, damit sie ihn nicht verrät." „Ganz gut kombiniert", sagte Peter Renz, „folglich hat Frau Verries ben Sieb in Ihrem Haus überrascht, als sie im Begriff war. Sie aufzufuchen." .Mchtigl" „Sie ist also bas Dpfer ihrer Liebe und Ihres Mißtrauens geworden, Herr Dhlsen." „Der Gedanke bringt mich um!" „Er macht aber Frau Verries nicht wieder lebendig." „Mein Gott!" schrie ber Mann verzweifelt. „Ich würde alles, was ich habe und bin, dafür geben, wenn ich sie wieder wohlbehalten in die Arme nehmen konnte." „Ein ganz hübsches Angebot", sagte Peter voll Anerkennung. Dhlsen hielt inne. Seine umschatteten Augen suchten Peters völlig unbeteiligtes Gesicht. „Wißen Sie, was ich möchte?" fragte Dhlsen mit zusammengebisfenen Zähnen. „Vermutlich mochten Sie mir eine kleistern", antwortete Peter. „Weiß Gott, Sie haben es erraten." „Dars ich Ihnen etwas sage-,? Wenn einer von uns beiden Dhrfeigen verdient — ich meine natürlich nur eine symbolische Dhrfeige vom lieben (Bott — bann sind Sie es. Unterbrechen Sie mich nicht. Sie trauen Gott und ber Welt nicht, weil Ihnen Ihre Frau mit einem andern durchgegangen ist, ja, ich weiß, weil sie nur Ihr Geld liebte. Da spielen Sie Robinson Crusoe, lassen Ihren Betrieb verschludern und stoßen einen Menschen wie Vera Verries, der Sie wirklich liebt, von sich. Und das alles einer Frau wegen, die soviel Bahü gar nicht wert ift" „Was nicht wert ist?" fragte Arne Dhlsen mü kreisrunden Augen. „Daß man soviel über sie nachdenkt, und so viel Aufhebens macht. Was uns nicht unterkriegt, macht uns stärker. Na, und Sie werden sich doch nicht unterkriegen kaffen? Das wäre doch noch schöner!" „Ach, mein Gott", rief Dhlsen vollständig ver- nichtet; „diese alte Geschichte ist für mich tot und erledigt. Aber nie würbe ich es oerwinben, wenn Dera etwas zugestoßen wäre." Er barg den Kopf in den Händen. „Nie, nie. Aber ich bin ja schon halb verrückt Ich sitze hier und müßte doch auf dem schnellsten Weg zur Polizei." „Warten Sie noch einen Augenblick — es eilt nicht so!" „Ach, Sie haben gut reden — warum soll ich denn warten?" „Well Sie Dera dann gleich mitnehmen können Sie wird ja bald ausgeschlafen haben", rief Petek und begann den ganzen Sachverhalt zu erzählen. Blaß unb atemlos lauschte Arne Dhlsen feinen Worten. „Diese Panne", sagte er, unb feine zitternden Hande tasteten nach einer Zigarette, „diese Panne hat Dera Verries gerettet. Die hat der Himmel ge- schickt Peter Renz lächelte gutmütig. „Der Himmel hilft meist denen, die sich allein zu helfen wißen, lieber Herr Dhlsen. Die beiden Hinter- reifen habe ich nämlich selbst angepickt" Fortsetzung folgt ’ sehr schwierige Uebergänge wie in der großen Szene bei der Milford erleichtern und ausgleichen. Auch die Lady, von Hilde Heinrich vorzüglich gegeben, wirkte gottlob viel jugendlicher, als man sie häufig zu sehen bekommt. Die Darstellerin ließ in der Tat bei der Verwaltung ihrer Mittel und Möglichkeiten „alle Minen sprengen", war die elegante, galante, höfische Dame und ließ doch, mit zarter Bestimmtheit, die ganz unhöfisch-menschlichen Züge im Wesen der Milford begreifen: vornehmlich in der Szene mit dem Major unb mit dem Kammerdiener, dessen kleiner Auftritt von Herrn Geiger mit-aro« ßer Bewegung ganz aus mißhandelter Menschlichkeit heraus zu vernichtender Anklage gesteigert wurde. Ausgezeichnet wirkte Herr Lowitz als Wurm, er verzichtete auf jeden äußeren Effekt, vermied den früher beliebten Stil des schleichenden Theaterintrbganten, sprach kühl, unbewegt, fast nachdenklich einen intelligenten Schuft aus der Nachbarschaft des Franz Moor. * Desgleichen vermied Herr Büttner als Präsident die Allüren des tyrannisch tobenden Wüterichs; er nahm die Figur ganz unpathetisch, anfangs fast lässig, doch waren unter der höfischen Maske, hinter dem lässigen Wort scbon gefährlich die späteren Gewaltausbrüche zu ahnen. Herr Geißler spielte den Hofmarschall von Kalb mit vielem Takt und leisem Humor, die Gestalt jederzeit vor dem 2hb- gleiten über eine in der Sphäre des Trauerspieles unüberschreitbare Grenze geschmackvoll bewahrend. Herr V o l ck war in gerechtem Zorn, in Zärtlichkeit und schwerem Leid der alte Miller, ein Urbild des schlichten bürgerlichen Vaters, Hella Henzky die hoffärtig-geschwätzige Mutter. • Anhaltender Beifall rief zuletzt mit den Darstellern auch den Spielleiter auf die mit vielen Blumen und einem Gabentisch fesllich verwandelte Szene. Intendant Klein überreichte Herrn Geißler, im Namen des Oberbürgermeisters Glückwunsch, Gruß und Anerkennung aussprechend, einen Kranz. Herr Geiger brachte mit kameradschaftlichen Worten die Glückwünsche der Reichstheater- kammer und der Kollegen dar, Herr Richter gratulierte im Auftrage der Betri-ebsgemeinschaft. Der Jubilar ließ seinen Dank an Stadtverwaltung und Intendanz, Kollegenschaft und Publikum in die Aufforderung an die Besucher ausklingen, dem Theater wie bisher die Treue zu halten. — Hans Thyriot, Aus her Gtadi Gießen 25- n, btr in ld Tssays, eingeleitet und übertragen von Wallher * ßtfit,* Freiburger, Karl Rauch Verlag, Markkleeberg bei anolcj Deibzig. Preis gebunden 4,80 RM. — (109) — Der h Das EHW. rüst alle Gießener Hausfrauen 500 Schweine fressen täglich 100 Zentner Küchenabfälle n ihm ihren schärfsten Ankläger gefunden. Was er -ls solcher geschrieben hat als Wortführer der unterdrückten Iren, verdient heute unser besonderes Inter- mben 8: . und die beiden jungen Menschen, die da ein über- lich gedämpft wirkte. Man wolle nicht mißver- wältigendes Gefühl, den ewigen Anspruch des Her- stehen: die Dramen gerade des jungen Schiller sind nicht eben auf einen halblauten Kammerspielton ge« iftern", ® und da- E. Sch. Söffe Verlag, Regensburg. — (48) — Das mit Bildern und Faksimiles reizvoll augqeftattete Bändchen rf)ilb<>rt mit großem Takt und feinem Verstänbnis den Lebensweg einer der ausgevräatesten weiblichen Persönlichkeiten der deutschen Musikgeschichte. zens verzweifelt gegen eine Welt von Unverstand, Enge und Gemeinheit verteidigen, werden im großen Reigen der künsllerisch verklärten und berühmt gewordenen Liebespaare unvergänglich fein. lieber dem aber, was in diesem Drama uns wie Spannung. Erstaunlich fein find die Gegensätze im Nationalcharakter der beiden Völker in den vielen charf umriffenen Gestalten gezeichnet. Das macht Zuch diesen Roman des großen englischen Erzählers ür uns heute besonders fesselnd. Fr. W. Lange. — Jonathan Swift: Gedanken und >Q9 gleiche Schicksal gehabt, wie manch anderer poli- ißsche Schriftsteller seines Volkes, man gab es den Bindern als unterhaltsame Lektüre in die Hand. Sein Wunsch war, der überlegene Ratgeber der landelnden Politiker zu werden, er braucht die Macht, wenn sich feine Fähigkeiten entfalten sollen, inb er braucht Unabhängigkeit, um leben zu können. $r muß die Menschen aufrufen, er muß kämpfen, leine Waffe ist die Satire. Aber feinen Wünschen >leibt die Erfüllung versagt. Er verzehrt sich an )er Spannung zwischen der idealen Ordnung, die ein inneres Auge geschaut hat, und den mensch- ichen Erbärmlichkeiten der Wirklichkeit des Lebens. Er hat sich stets als Engländer gefühlt, obwohl er in Irland geboren war und dort auch gestorben ist. Die britischen Regierungsmethoden seiner Zeit haben ein Bild und Beispiel für tausend andere steht und zeitlos den Leser und Zuschauer immer aufs neue cmspricht und anrührt, darf das Zeitliche nicht überhört und vergessen werden. Das Liebesdrama und bürgerliche Trauerspiel „Luise Millerin" war auch, als es erschien, ein ungeheuer aktuelles Stück, ein soziales Werk lange vor dem sogenannten Naturalismus, ein revolutionärer Ausbruch und ein kulturgeschichtliches Dokument. , Gedanken über verschiedene Gegenstände erbau- ic^er und erheiternder Art", der Lebenskluge, der feine Weisheit in scharf zugespitzten Epigrammen ■ uiederlegt. So ist die in diesem Bändchen in ausge- eidpieter Uebertragung gebotene Auswahl aus den Schriften Jonathan Swifts geeignet, einen Begriff non der einzigartigen Persönlichkeit dieses unbestech- lachen Denkers zu geben. Fr. W. Lange. — Karla Hocker: Clara Schumann. »3 Seiten. Kart 0,90 RM., Seinen 1,80 RM. Gustav zroße englische Satiriker des 18. Jahrhunderts hat Tiit seinem bekanntesten Werk „Gullivers Reisen" en —......... lufiebti Famist-» i Donfr -r LSlk^ 1 rtaai Dein seins dikeit be- flegel dabei nur ein, d;« im Haei es mdil ra-ßlond' Bornoiizen. Tageskalender für Donnerstag. Gießener Konzertring: 19.15 bis 21 täuschungen und Aergernisse von vornherein ausge- schaltet, ebenso Irrtümer über die Beschaffenheit der Ware. Macht sich jede Frau klar, daß heute viele Austauschstoffe vorhanden sind, die die Herstellung einer gefälligen, haltbaren und billigen Ware ermöglichen, dann wird sie nicht immer nur das Teuerste in einem Geschäft verlangen mit ihren Geldbeutel unmäßig belasten-. ol)nuK $ Das Treudienst-Ehrenzeichen in Silber für jährige treue Dienste wurde gestern dem Amtsoor, stand des Kreisveterinäramts Gießen, Oberveterinärrat Dr Monnard, durch den Landrat Dr. A eta Mutter und Kind rettet, das ist menschlich zart und Menij, ergreifend geschildert. Das unheimlich wilde Grollen in J»er Revolution gibt der Geschichte eine ungeheure > I llSGmeMstsl M Srafl öant Me ft. d. A.-Sportamt. ^Fröhliche Gymnastik unb Spiele" für Frauen Donnerstags, 20 bis 21 Uhr. Schillerschule, Schillerstraße. 5112V »Hmdergymnaslik" Freitags, 16 bis 17 Uhr, Schillerschule. Das Treudienst-Ehrenzeichen enhnol t ■! essen ischen ß 'leiten mieurelf Wu^ rster A H, W Derqessk. fer forc :e Sero: für ih Aberfr chmann s @enert n in eint Modem ires ge!r 19 ihm j Bmi h en Beit- Pläne ß n. ? eit pflütfi: den M Uhr im iStadtcheater Orchester-Konzert. — Gloria-Palast, SIS» i. i >N!ü fr d, Ni M X len y l«en.fl ÄonJ " M Die Aufführung wurde von Herrn Geißler geleitet, der mit dieser Inszenierung, wie bereits mitgeteilt, sein 25jähriges Bühnenjubiläum beging. Die Wiedergabe des Werkes war des ungewöhnlichen Anlasses durchaus würdig; ihr eigentliches Verdienst war, daß sie. aufs Ganze gesehen, erfreu- Unter diesem Namen sehen wir noch immer im bürgerlichen Trauerspiel das zeitlose Liebesdrama, tue Geschichte einer reinen, glühenden Leidenschaft, • Lang, i be:t| k Aerlc tisch« tz, ter gebaut war, zum Ausbeutungsobjckt herab- würdigen. Dem Urenkel Negrellis ist es in seinem Buch gelungen, das Leben dieses begabten und ! tapferen deutschen Ingenieurs uns nahe zu bringen und gleichzeitig ein fesselndes Bild des damaligen Oesterreich der ausgehenden Metternich-Zeit zu entwerfen. So ist das reich illustrierte Buch eine wertvolle Ergänzung unseres Suez-Romans. Fr. W. Lange. — Charles Dickens: Eine Geschichte aus zwei Städten. (Im Insel-Verlag zu Leip- zig. Preis in Leinen geb. 5 RM.) - (67) - Der bedeu- renbfte Erzähler der Viktorianischen Aera ist auch einer ihrer schärfsten Gesellschaftskritiker geworden. । Seine Schilderungen aus den Elendsquartieren der I unteren Klaffen des englischen Volkes, feine Geißelung des ausbeuterischen Systems der liberalen bri- rischen Plutokratie sind auch heute noch durchaus , aktuell. Sein künstlerisch reifstes Werk, das dm Ende Es wurde ein Kunstwerk, es wurde (unter an« lärm) eines der erstaunlichsten, spannendsten, stür- riischsten Theaterstücke, die wir besitzen. Daß es tud) Mängel aufweist, hat niemand früher erkannt imb ausgesprochen (Brief an den Intendanten Dal- lerg, März 1783) als Schiller selbst, den eine un- tsstechliche und oft unbarmherzige Selbstkritik ein leben lang nicht verlassen hat. Es hat wenig Sinn, auf die später oft wiederholle Kritik einzugehen, s« kann weder den hinreißenden Eindruck jeder neuen Begegnung mit dem Drama verwischen noch l e Ueberlegung beeinträchtigen, daß Stücke solcher Lrt heutigen Tages nicht mehr geschrieben werden. < u bedauern bleibt aber immer wieder, daß sicy isr von Iffland gewählte, schlechte und vielen nur falb verständliche Titel durchgesetzt hat, während schiller selbst das Stück ,Luise Millerin" genannt fülle. der Hauseigentümer für die Beschaffung zu sorgen. Bestellungen sind an die Kreisamtsleitung der NSV. zu richten. Die Polizeiverordnung vom 21. April 1938 macht es jedem Hausbesitzer zur Pflicht, den EHW.-Eimer anzuschaffen. Darüber hinaus hat der Reichsminister des Innern angeordnet, daß überall da, wo das EHW. zur regelmäßigen Einrichtung geworden ist, die Haushaltsvorstände sowie die Inhaber gewerblicher und sonstiger Betriebe verpflichtet sind, die bei ihnen anfallenden Küchenabfälle dem EHW. zur Verfügung zu stellen und die Abfälle in die hierfür bestimmten Haussammeleimer zu schütten. Für die Durchführung dieser Vorschriften wird der Hauseigentümer oder dessen Vertreter verantwortlich gemacht. Wer vorsätzlich oder fahrlässig diesen Anordnungen zuwiderhandelt, wird bestraft, ebenso wird bestraft, wer entgegen dem Verbot ohne Erlaubnis Küchenabfälle sammelt. Die Gießener Mästerei des EHW. konnte dieser Tage wieder 26 fette Borstentiere mit einem Gewicht von rund 80 Zentner ihrer Bestimmung übergeben. Sie wurden hiesigen Metzgermeistern zuge« wiesen. Dieser Vorgang kann sich um so öfter wiederholen, je mehr Futter zur Verfügung gestellt wird. Die Gießener Hausfrauen haben für dieses große Werk immer viel Verständnis gezeigt. Deshalb Hausfrauen! Alle verwendbaren Küchenabfälle in die schwarzen Eimer des Ernährungshilfswerkes! stimmt; aber es gibt Aufführungen, in denen sozusagen von Anfang bis zum Ende mehr oder minder gebrüllt wird. Hier hörte man nur selten einen Schrei, aber wo man schreien hörte, da tarn es mit Notwendigkeit und von innen heraus. Es sollte ferner gesagt werden, daß die Aufführung im besten Sinne untheatralisch erschien, — hier wird ein dichterisches Theater gespielt, das keiner äußeren Wir- kung oder Ueberyöhuna bedarf —: daß die Leidenschaft des Gefühls, Das Pathos der Klage und der Anklage ganz nach innen getrieben waren und dadurch um so stärker und unmittelbarer sich äußerten. Zwei Szenen vor allem — die erste bei der Milford (II, 1—3) und die des Briefdiktates (III, 6) — waren mit einer Konzentration gespielt und von einer zitternden, inneren Spannung erfüllt, daß sie als absolute Höhepunkte der sehr sorgsam durchgearbeiteten Inszenierung gelten müssen. Die fünf Akte waren bei geringfügigen, aus naheliegenden Gründen erfolgten Kürzungen in neun Bilder zusammengezogen, die sich auf der Drehbühne verhältnismäßig schnell verwandeln ließen; Herr Löffler hatte die Szenenräume praktisch und mit sinnvoller Kontrastierung der beiden Sphären des Dramas aufgebaut. Lotz überreicht. Li» alle früheren Westwallarbeiter. Bei der Arbeitsbuchstelle der Deutschen Arbeitsfront in Wiesbaden, Taunusstraße 14, liegen noch zahlreiche Arbeitspapiere, wie Arbeitsbücher, DAF.« Mitgliedsbücher, Jnvalidenkarten, Steuerkarten usw., deren Inhaber sich bis jetzt nicht meldeten. Wer noch Arbeitspapiere vermißt, wende sich daher an obige Dienststelle und gebe dort seine genaue Heimatanschrift sowie feine Geburtsdaten bekannt. Zahnsanierungsattion der Hitler-Jugend. Die Fuhrer-Geburtstagsspende 1939 der Landes- oerficherungsanstalten ermöglichte eine Zahnsanie- rungsaktion innerhalb der Einheiten der Hitler- Jugend, die feit November 1939 durch Gewährung von Beihilfen eine vollständige Gebiß-Sanierung bei mehreren hundert Jugendlichen der Jahrgänge 1921 bis 1923, welche in der vormilitärischen Ausbildung stehen, erreichte. Außer diesen bereits aufgerufenen Jahrgängen werden nunmehr auch alle männlichen Jugendlichen des Geburtsjahres 1924 in diese Aktion einbezogen. Gerade jetzt im Kriege ist die Gesundheit und die Widerstandsfähigkeit des Körpers wichtiger denn je, denn nur der gesunde Mensch kann ein schaffen- des und aufbauendes Glied in der Gemeinschaft des nationalsozialistischen Staates sein. Deutschland braucht jeden Menschen, und es ist daher die Pflicht jedes Deutschen und vor allen Dingen auch jedes Jugendlichen, gesund und wehrfähig zu fein. Eine n sehr schöner Ausstattung und mit 16 Bildern von Phiz nach der ersten Buchausgabe aus dem Jahre 1859 in deutscher Übersetzung vorlegt, verbindet das Schicksal eines französischen Arztes, den Me Mißgunst eines Aristokraten in einem der berüch- tigten Gefängnisse von Paris verschwinden ließ, auf eine künstlerisch vollendete Art mit dem großen Ge- chehen der französischen Revolution, die den Arzt befreit und nach London bringt, wo feine Tochter Rl i nichtsahnend den Erben eben jenes Grandseigneurs J voitij ‘ heiratet, der ihn einst ins Unglück gestürzt batte. f|^j Me dieser die Sünden seiner Väter sühnt und durch lieber einen Opfertod auf der Guillotine Schwiegervater, Wer die Geschichte der Schillerschen Jugend kennt, weiß, daß der Schrei „in tirannos" auf dem Titelblatt seines ersten Dramas dem jungen Genie und vielen seiner besten Kameraden aus tiefstem Herzen kam. Aber während noch in den „Räubern" die aufregenden Ereignisse immerhin ganz wesentlich der Phantasie entsprungen waren, während dann im „Fiesco" die Handlung in eine schon damals ferne Zeit der italienischen Renaissance führte, waren Zustände und Umwelt der „Luise Millerin" unmittelbare Gegenwart und wurden auch von den Zeitgenossen durchaus so empfunden. Man muß sich klarmachen, wieviel Mut eines ganz auf sich selbst gestellten jungen Menschen dazu gehörte, ein solches Stück zu schreiben und seiner Zeit gleichsam entgegenzuschleudern. Es hätte für die Zeitgenossen gewiß nicht der unerhörten Szene mit dem Kammerdiener (11,2) bedurft, um die traurige und erschütternde Gegenwärtigkeit eines Schauspiels zu begreifen, den revolutionären Aufschrei, die btt« terfte soziale und nationale Anklage zu vernehmen: hier waren Zustände und Gestalten mit einer so schonungslosen Offenheit geschildert, daß man mit Fingern auf ihre Vorbilder hätte weisen können. Solche unmittelbare Aktualität der Fabel ist uns heute Gott sei Dank verblaßt, aber das kulturhistorisch Dokumentarische wird in diesem Trauerspiel tödlicher Leidenschaft immer lebendig bleiben. — Der im Rahmen des Merjahresplanes geschaffenen Einrichtung des Ernährungshilfswerkes ist oie Aufgabe gestellt, rund 2 Millionen Schweine jährlich durch Küchenabfälle zusätzlich zu mästen. Die Wichtigkeit dieser zur Sicherung unserer Ernährung geschaffenen Einrichtung, über deren Bedeutung im Kriege sich jeder Volksgenosse im klaren ist, steht fest. Besonders die deutsche Hausfrau weiß, daß ihr bei der Durchführung des EHW. eine wichtige Aufgabe zufällt, nämlich die Beschaffung des Sutters für die Schweine dnrch das Bereitstellen aller Kuchenabfälle. 500 Schweine sind- zur Zeit in den Stallungen des Gießener EHW. untergebracht, zu deren Fütterung täglich rund 100 Zentner Küchenabfälle erforderlich sind. Diese erhebliche Futtermenge kann mit Leichtigkeit aufgebracht werden, wenn jede Haushaltung auf die Erfüllung dieser nationalen Pflicht bedacht ist und alle Küchenabfälle restlos dem EHW. zur Verfügung stellt. Es ergeht die dringende Bitte an alle Hausfrauen, Küchenabfälle und Speisereste zu sammeln und sie zur Abholung bereitzuhalten. Den gefüllten EHW.-Eimer stellt die Hausfrau zusammen mit dem Mülleimer vor bas Haus. Der Sammelwagen des Ernährung s h i l f s w e r k e s kommt am gleichen Tage wie der Müllwagen und leert d i e Eimer. Soweit EHW.-Eimer nicht vorhanden sind, hat Was für die Regieführung allgemein gesagt wurde, gilt wesentlich auch für die Darsteller, tue sich insgesamt dem vom Spielleiter gewähllen Stil unterordneten. Luise Prasser war die Luise Millerin: vielleicht in manchen Augenblicken schon zu bewußt und zu sicher in der Haltung angesichts des erschütternden Geständnisses „Sechzehn gewesen"; aber sie hatte die große Empfindung, ließ Zärtlichkeit und Leidenschaft, Unschuld und Der- zweislung spüren, als ein sehr junger Mensch unter einem grausamen Schicksal. Die gleiche schöne Jugendlichkeit zeichnete auch den Ferdinand des Herrn Caninenberg aus. Dieser Major ist ein Prototyp des jungen Helden und Liebhabers in Schillers früher Dramatik: der Darsteller begegnete einer bestimmten, eben im Typus liegenden Gefahr und sand gegen eine vorzeitige Ueberfteigerung im Ausbruch beleidigten Gefühls bas Gegengewicht in der männlich beherrschten Haltung des Öffiziers. Man wird bemerkt haben, daß dies der inneren Bewegtheit der Gestalt nichts genommen hat — im Gegenteil: solche Haltung hals Gießener Gtadttheater. Schiller: .Kabale und Liebe". „ftabale und Liebe", vor genau zehn Jahren zum ätzten Male hier gegeben, ist neben den „Räubern" l nö dem „Fiesco" das echteste Zeugnis der Schil- lsrjchen Jugend, neben Lessings „Emilia Galotti" ! as berühmteste bürgerliche Trauerspiel unserer Dichtung: es erscheint an einer Wende in Schil - I e r s künstlerischer Entwicklung, als letzter Ausläufer jener Genieperiode, die unter dem Namen l-es Sturmes und Dranges in die Geschichte des deutschen Geistes eingegangen ist; noch war, wählend Schiller das Stück konzipierte und daran zu chreiben begann, die Arbeit am „Fiesco" nicht beludet, und schon regte sich und bewegte chn sehr (in neuer großer Plan, der aus den Stürmen der §rühe in die Reife der Klassik führen sollte: ,^ch hätte sie („Luise Millerin") gern aus dem Kopf, um mich gänzlich in meinem Carlos" versenken zu lonnen ..." Und ein anderes Mal: „Meine ,Luise Nillerin' jagt mich schon um 5 Uhr aus dem Bette. Äa fitz' ich, spitze Federn und käue Gedanken. Es i:f gewiß und wahrhaftig, daß der Zwang dem Feist alle Flügel ab schneidet. So ängstlich für das Theater, so hastig, well ich pressiert bin, und doch . — Leihgestern 3gd. 5:2 (0:2). Arn Sonntag war die 2. Jugend-Mannschaft vo i Leihgestern in Allendorf zum fälligen Pflichtspiel. Beide Mannschaften zeigten einen spannenden Kampf. Die Gastgeber, die sich in der ersten Halbzeit nicht zurechtfanden, mußten zweimal den Ba§ aus dem Netz holen. In der zweiten Halbzeit roll' ten unaufhörlich Angriffe auf das Gästetor, so das Erfolge nicht ausbleiben konnten. Der Schiri tödt dem Spiel ein aufmerksamer Leiter. *» Verkehrssünder. In der Zeit vom 26. Oktober bis 1. November schritt die Polizei im Bereich der Polizeidirektion Gießen, einschl. des Polizeiamtes Bad-Nauheim-Friedberg, gegen Kraftfahrzeugführer mit 4 Anzeigen, 9 gebührenpflichtigen Verwarnungen und 3 gebührenfreien Verwarnungen, gegen Radfahrer mit 2 Anzeigen, 57 gebuh- bührenpflichtigen und 5 gebührenfreien Verwarnungen, gegen Radfahrer mit 2 Anzeigen, 56 gebuh- renpflichtigen und 7 gebührenfreien Verwarnungen, gegen Fußgänger mit 1 Anzeige, 23 gebührenpflichtigen und 9 gebührenfreien Verwarnungen ein. ** Unzeitgemäß. Heute vormittag kam er bei uns an. Wir hatten ihn schon seit einigen Tagen erwartet, denn nach „altbewährtem Muster" war er um diese Zeit „fällig". Und nun hatte er sich von seinem Quartier auf dem Baumstuck von Karl Balser in Wieseck, Kornblumenstraße, zu uns aufgemacht, um zu beweisen, daß er da ist, der fällige — Maikäfer. Wir nahmen geziemend Kenntnis von seinem unzeitgemäßen Besuch. wenn bis zum 10.10.1940 eine endgültige Entscheidung über die Nichteinberufung zur Erfüllung der zweijährigen aktiven Wehrpflicht getroffen ist und auch kein Wehrsteuerbefreiungsgrund gegeben ist. Folgende Kriegsmusterungsentscheidun- g e n führen zur Wehrsteuerpflicht: g. v. Heimat, a. v., a. o. u. Die Wehrsteuerpflicht beträgt regelmäßig in den ersten beiden Kalenderjahren der Wehrsteuerpflicht 50 v. H. der Lohnsteuer, minde- tens aber 4 v. H. des Arbeitslohns, und in den folgenden Kalenderjahren 6 v. H. der Lohnsteuer, mindestens aber 5 v. H. des Arbeitslohns. Die Wehrsteuer ist also nach den erhöhten Steuersätzen zu zahlen, wenn das Kalenderjahr 1941 das erste oder zweite Jahr der Wehrsteuerpflicht ist. In allen anderen Fällen ist die Wehrsteuer nach den einfachen Die Lohnsieuerpflichl im Jahre 1941. Für die Lohnsteuer und den Kriegszuschlag im nächsten Jahre ergeben sich aus dem Erlaß Aen- derungen nicht. Der Arbeitnehmer wird vor allem zu prüfen haben, ob der Familien st and und die Kinderermäßigungen nach dem maßgebenden Stande vom 10.10.1940 zutreffend auf der Steuerkarte eingetragen sind. Neben den Kinderermäßigungen für haushaltszugehörige unterhaltene Kinder (K) sind Kinderermäßigungen für minderjährige andere Angehörige (A) auf der Steuerkarte vermerkt. Kinder sind Abkömmlinge (Kinder, Enkel, Urenkel), Stiefkinder und deren Abkömmlinge, Adoptivkinder und deren Abkömmlinge, sowie Pflegekinder. Als Angehörige kommen in Betracht Geschwister, Neffen, Nichten, Schwiegerkinder und sonstige Verschwägerte in gerader Linie, Schwäger und Schwägerinnen. Die Eintragung einer Kinderermäßigung für Kinder und Angehörige unter 25 Jahren, die überwiegend auf Kosten des Arbeitnehmers unterhalten werden, oder sich auf seine Kosten in der Berufsausbildung, oder bei der Wehrmacht (bis zum Unteroffizier), bei der Waffen--- (bis zum Unterscharführer) oder dergl. befinden, ist besonders bei der Gemeindebörde zu beantragen. Auf diesen Antrag, sowie sonst zulässige Ermähigungsanträge ist in der Einlage zur Lohnsteuerkarte besonders hingewiesen. Mit Rücksicht auf die Kirchensteuerpflicht, die im Reichsgebiet teilweise auf Grund der Lohnsteuerkarte veranlagt wird, ist auch das Religionsbekenntnis auf der Steuerkarte angegeben. Die Vürgersleuerpflicht im Jahre 1941. Die vom Arbeitgeber einzubehaltende und abzuführende Bürgersteuer ist auf der 4. Seite der Steuerkarte angefordert. Maßgebend ist für die Bürgersteuer 1941 das im Jahre 1939 bezogene Einkommen. Wer 1939 entweder nur Einkünfte aus nichtfelbständiger Arbeit oder jedenfalls neben solchen nur andere Einkünfte von nich mehr als 300 RM. bezogen hat, zahl lediglich au Grund der Steuerkarte im Wege des Lohnabzuges Bürgersteuer. Die Bürgersteuer wird bei den für 1939 nicht veranlagten Arbeitnehmern vom rohen Arbeitslohn unter Abzug von 500 RM. berechnet. Diese Berechnung erfolgt auch bei Arbeitnehmern, die für 1939 wegen sonstiger Einkünfte von mehr als 300 RM. zur Einkommensteuer veranlagt sind. Der Unterschiedsbetrag gegenüber der Bürgersteuer von dem Gesamteinkommen wird in diesem Falle durch zusätzlich» Steuerbescheid veranlagt. Die Wehrsteuerpslichl lm Jahre 1941. Das Reichssportabzeichen ist geschützt. Das Leistungsabzeichen des deutschen Sport, das in drei Ausführungen zur Verteilung gelangende Reichsfportabzeichen, genießt den Schutz der Be- timmungen für Orden und Ehrenzeichen und darf daher nur mit der Besitzurkunde getragen werden. Diese Urkunde wird erst ausgestellt, wenn alle Bedingungen genau erfüllt sind. Schon darin ist der Wert dieser Auszeichnung begründet, und jedes unberechtigte Tragen des Sportabzeichens zieht eine Bestrafung nach sich. Das Amtsgericht Stettin verurteilte erst in diesen Tagen einen solchen „Auch- Sportler", der ein von ihm gefundenes Reichssport- adzeichen ständig getragen hatte, zu einer Geldstrafe ober ersatzweise sechs Tagen Gefängnis. heuer mehrere yunoeri Beniner uu|i ii v. z1E- ctnrfon 95 hia 45 sn verarbeitet worden. Da es sich dabei meist um Fall- 44,50, Kühe 19 bis 45M _Wfcn 2o bis 45,59, ob ft und kleinere Früchte handelt, kann gejagt mer = Selber 30 bis 74' den, daß durch die Süßmosterei mindestens die 44, Schweine 50 bis 58 RM. Marktverlaus. ausver fiälfte dieses Obstes gerettet wurde; denn im all-j kauft. tung dem Obstbauverein gehört, wurde auch von den' umliegenden Dörfern fleißig benutzt. In der Aussprache wurde auch auf die Bedeutung der Silwvögel für den Obstbau hingewiesen und be- tont, daß man für Nistgelegenheiten und für bie Pflege der nützlichen Vögel sorgen solle. * Nieder-Bessingen, 15. Nov. Morgen, Freitag, 15. November, wird unser Mitbürger Johann Walter, 80 Jahre alt. Der alte Herr, der in seinen jüngeren Jahren als Schreiner in Gießen und Lich tätig war, ist körperlich und geistig noch auf voller Höhe. 27 Jahre versah er den Polizeidienerposten seiner Heimatgememde. Er ist Mitgründer der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr. Trotz seines hohen Alters bringt er heute noch tag. lich seinen Mitbewohnern das Heimatblatt, den Gießener Anzeiger. Wtt, wünschen dem Jubilar einen weiteren schönen Lebensabend und gratuhe» dienst herangezogenen Personen. Die Kredite sollen in erster Linie die fehlenden Betrieb s m ittci ersetzen. In besonderen Fällen können aber auch Anlagekredite gewährt werden. Ihre Laufzeit soll bei Betriebskrediten bis zu zwei Jahren, bei Anlagekrediten bis zu fünf Jahren betragen. Im allgemeinen ist ein Höchstbetrag von 5000 NM. für den einzelnen Kreditnehmer vorgesehen. Soweit ein Kreditnehmer dazu in der Lage ist, hat er auch selbst Sicherheiten zu stellen. Im Hinblick darauf, daß es sich um Wiederaufbaukredite handelt. * Hungen, 13. Nov. Am Sonntag, 17. November, findet die Einweihung des neuen NSKK. -Sturmheimes statt. Die Weihe erfolgt durch den Führer der Motorstandarte 147, NSKK.-Standartenführer Metzler. Mit der Einweihung ist eine Kundgebung der NSDAP, verbunden, bei der Kr^isletter Backhaus das Wort ergreifen wird. Im Anschluß an die Feier können dre neuen Lehrräume des Motorsturmes 5/M147 besichtigt werden. Landkreis Gießen. M'ren ist, kommen im Jahre 1941. die männ- tauber! Den Kriegsteilnehmern sind gleichgestellt die eutschen Staatsangehörige in Betracht, die Dienstverpflichteten, ferner die zum Luftschutzdienst, tn'den Kalenderjahren 1914—1921 (die früher öfter» zum Sicherhetts» und Hilfsdienst fowie zum Not- Langeniarck-Appell. Am Abend des Tages von Langernarck mar die Gruppe Universität Gießen des NSD.-Studenten- bundes auf dem Vorplatz des Hauptvorlesungsge« bäudes angetreten, um im Rahmen eines schlichten Appells der Toten von Langemarck zu gedenken. Im Mittelpunkt des Appells stand eine Ansprache des stellvertretenden Studentenführers der Gießener Studentenschaft, Wolf T r a n s ch e l, in berer auf die einzigartige Haltung und den heldischen Opfergang dieser jungen Generation hinwies, die nicht nur den schönsten Mannestod, den Soldatentod fürs Vaterland, sondern auch den schönsten Sol- datentod mit dem Liede „Deutschland über alles" Befunden habe. Daraus erwachse der studenttschen ugend eine besondere Verpflichtung: den Geist dieser Männer roeiter^ulebex. Für einen nationalsozialistischen Studenten könne es hier überhaupt nur das eine geben: Wie diese Männer es noch in ihrer Todesstunde getan hätten, Deutschland über alles zu stellen. „Unsere Ehre ist die Treue zum deutschen Volke. Damit leben wir den gleichen Geist wie diese Generation, die dem Spruche getreu lebte und starb, der auf ihrem Mahnmal in Langemarck eingemeißelt steht: Deutschland muß leben und wenn mir sterben müssen!" Als äußeres Zeichen ihrer Derpflichtung, ihrer Dankbarkeit und ihrer Verbundenheit mit jenen Toten legten deshalb am Tage von Langemarck überall im Reiche die nationalsozialistischen Studenten den Lorbeerkranz am Ehrenmal nieder. Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal der Universität wurde der Appell mit dem Gruß an den Führer geschlossen. Gemeinschastsabend der Kameradschaft 6 des NSOStB. Der Krieg hat nicht nur im wirtschaftlichen und beruflichen Leben eine Umwandlung hervorgerufen, sondern auch im studentischen Leben. Die heutigen studentischen Veranstaltungen tragen das, Gepräge darf erwartet werden, daß ein anständiger und pannend er Kampf zustande kommt, bei dem die wirklich bessere Mannschaft Sieger bleibt Langgöns kann gegen Nciuborn gewinnen, ob allerdings in der gleichen Höhe wie im Vorspiel, t kaum anzunehmen, weil die Gäste sich inzwischen, ehr zu ihrem Vorteil verändert haben. Atzbach wird sicherlich zu dem Erfolg der Platze besitzer kommen. Termine für die Rückrunde der handball-Vereichsklasie. 24.11.: Katzenfurt — Lützellinden. Dornholzhausen — Kirch-Göns. Garbenheim — Hörnsheim. 1.12.: Lützellinden — Hochelheim. ! Kirch-Göns — Garbenheim. Mtv. Gießen — Katzenfurt. ~ HörnsheiG — Dornholzhausen. 8.12.: Hochelheim — Mtv. Gießen. Garbenheim — Dornholzhausen. Katzenfurt — Hörnsheim. Lützellinden — Kirch-Göns. Vom 8.12.40 bis 5.1.41 spielfrei. „FC.Teutonia"Wahenborn-Eteinbers Zu der neuen Lohnsteuerkarte für 1941 hat der reichischen Staatsangehörigen 1916—1921, die fru- Relchsfinanzminister in einem Erlaß vom 2.9. d. Heren tschecho-slowakischen Staatsangehörigen 1917 I (RStBl. S. 861) nähere Anordnungen an die bis 1921) geboren sind. Wehrsteuerpflicht besteht, Finanzbehörden erlassen. Für die Steuerpflichtigen--------dn dn 10140 ™ der Arbeitnehmer im Jahre 1941 sind dem Erlaß folgende bemerkenswerte Einzelheiten zu entnehmen: