Samstag, 14-1 Sonntag, 15. September 1940 190. Jahrgang Nr. 218 Gietzener Anzeiger Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr desBormittags Ansetgeu-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttell 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Erscheint täglich, auffer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tmBild DieScholle Monats-Bezug svreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt F-ernsvreckanschluff 2251 Drahtanschrift-„Anzeiger" Postscheck 11 Gas Tranks j M «XÄw General-AnzeigerfiirOberheffen •ssx ihre zu erreichen. Erstes Funkbild aus London mung König Ge 0 rq VI. (mit Schildmütze, links neben dem Mann mit Stahlhelm) besichtigt die Trümmer in einer militärisch wichtigen Gegend Londons nach einem deutschen Luftangriff. Es ist dies das erste Bild, das aus der britischen Hauptstadt nach Neuyork und von dort nach Berlin telegraphisch übertragen wurde. iAfsociated-Preß-M.) Trotz verstärkter Lustabwehr kein ausreichender Schutz Londons Oie Verteidigung anderer militärisch wichtiger Industrieanlagen und Hafenplätze zugunsten Londons geschwächt. Berlin, 13. Sept. (DNB.) Aus London werden Nachrichten in die Welt gesetzt, daß eine- Umgruppierung der Luftabwehr Londons oorgenom- men worden sei. Das britische Ministerium für innere Sicherheit habe jetzt seine Trumpfkarte ausgespielt, nämlich die Verstärkung und Umgruppierung der Flak in London. Das mörderische Flakfeuer wirke wie eine stählerne Jalousie. Die Grundmauern der Stadt würden nicht mehr durch die niederfallenden Bomben erschüttert, sondern durch das gewaltige Getöse der britischen Flakbatterien. Auch diese neue Tonart ist nichts weiter als Reklame, wenngleich auch von deutscher Seite bestätigt wird, daß eine gewisse Verstärkung der Flakabwehr über London von den deutschen Kampfflugzeugen beobachtet worden ist. Die Flakabwehr hat war verloren." Der Wehrmachtsbericht vom zrettag. Berlin, 13. Sept. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Lin U-Boot versenkte sechs bewaffnete f e i n d l l ch e h a n d e l s s ch i f f e mit 37 600 BRT., darunter einen bereits gemeldeten Dampfer von 7000 BRT. Den in der Nacht in Nord- und Westdeutschland einfliegenden britischen Flugzeugen gelang es nicht, ihre Ziele zu erreichen. Wenige auf Wohnviertel und ein Dorf abgeworfen? Bomben richteten nur geringen Schaden an. Bei der eigenen bewaffneten Aufklärung über Südengland wurden BombenaufInduslrie- a n l a g e n in London, Bexhell, Brighton, Banbury und andere Orte abgeworfen. Südwestlich der Insel Wan gelang es, ein Handelsschiff von 8000 BRT. schwer zu beschädigen. In der Nacht zum 13. September belegten Kampfflugzeuge wiederum die Hafen- und Dockanlagen in London und Liverpool mit Bomben und riefen neueBrändeundExplo- sionen hervor. Britische Häfen wurden erneutvermint. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen, ein eigenes wird vermißt. 3n der Nacht vom 12. zum 13. September versuchten leichte feindliche Seestreitkräfte den Hafen vonVoulognezu beschießen. Der Gegner wurde, ohne irgendwelchen Schaden angerichtet zu haben, durch das Feuer unserer Küstenbatterien vertrieben. Bier vermihte Flugzeuge zurückgekehrt. Berlin, 15. Sept (DNB.) wie omllich mifge- teilt wird, erhöhen sich die im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 10.9.40 gemeldeten feindlichen Verluste um drei Flugzeuge, während die eigenen Verluste sich um vier Flugzeuge verringern, die inzwischen zu ihren Geschwadern zurückgekehrt sind. Das CRiffer fr em für 20 Luiisiege. Berlin, 13. Sept. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, dem Oberfeldwebel W a ch o l d das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Jagdflieger Oberfeldwebel Werner Wachold hat als vorbildlicher tapferer Soldat 20 Luftsiege errungen. London die „schlaflose Stadt". Madrid, 13. Sept. (Europapreß.) Das spanische Blatt „Jnformaciones" nennt London „b i e s ch l a s° lose Stabt". Das englische Volk habe seinen Ehrenschild durch die Anschläge auf das Leben anderer Völker befleckt. England habe die unterwoNe- nen Völker versklavt und sie durch unerträgliche Ueberheblichkeiten gebemütigt. Nun suche bie schlaflose englische Hauptstabt in ben Nächten vergeblich eine Möglichkeit bes Ausruhens. Nicht ohne Ge- nuatuunq sähen bie von ber englischen Hegemonie unterworfenen unb gebemütigten Volker das schrittweise Zusammenbrechen ber englischen Ueberheblich- Feit. Der spanische Akabemiker Flores verspottet Churchill, ber für jeben von Englanb erlittenen Schlag eine lächerliche Beschönigung ausklugele. Flores erwähnt, Dünkirchen, Sornalilanb unb bie Verluste an Menschenleben burch bie beutschen Bombenabwürfe. Falls Englanb von beugen puppen besetzt werben sollte, werbe Churchill zu philosophieren wissen: „Hitler hat sich schön m bie Tinte gesetzt. Nun muß er auch Englanb regreren! d Der Londoner „ABC"-KorrespondentLms Cal- „Die Fronstlme geht durch Londons Herz." Englands Hauptstadt am Freitag vom frühen Morgen bis zum Abend unter Luftalarm. do stellt fest, daß ber totale Krieg gegen England bie Nerven ber Briten zermürbe. ,Lebe Nacht ermatten neun- unb zehnstündige Bombardements jebes Nervensystem, bie Qual ununterbrochener Bombeneinschläge unb heftiger Kanonaden zehren auch die festeste Moral auf. In britischen Regierungskreisen versucht man eine Lösung bieses schrecklichen Problems zu finben, betn man mit den bisherigen Luftverteidigungsmaßnahmen nicht mehr begegnen kann." Selbst bie „Times" muß zugeben: „Eisenbahnstationen, Fabriken und andere Gebäude werden in Schutt und Asche gelegt. Aber der totale Krieg läßt keine sentimentalen Betrachtungen zu." Der spanische Korrespondent fährt fort: „Das öffentliche Leben in London ist schon völlig ein» geschlafen. Kinos und Theater sind geschlossen. Der Verkehr ist dis auf vereinzelte Ausnahmen eingestellt. Der Hafenbetrieb ruht und Lagerhäuser in der Nähe der Sankt-Pauls-Kathe- brale sind zerstört, so daß die Ernährungsorga- nifation nahezu versagt hat. Die Elektrizitätsversorgung ist in vielen Revieren gestört. Eine Reorganisierung ist angesichts der ununterbrochenen deutschen Angriffe unmöglich. Tag und Nacht seien In London 2 0 000 Menschen mit Aufräu - mungsarbeiten beschäftigt. Man müsse sogar mit schweren Kränen arbeiten. Nichtsdestoweniger hat man gewisse Stadtteile ihrem Schicksal überlassen unb bie Trümmer nicht roeggeräumt. Die Londoner Lebensmittelgeschäfte sind aufgefordert worden, in Zükunft keine Waren mehr in die Schaufenster zu stellen, da sehr viele Lebensrnittel durch Bombeneinschläge ober Splitterwirkung ungenießbar würben. Auch jetzt wieber kann die reiche Bevölkerung schneller in sichere ©egenben Englands gelangen als bie weniger gut bemittelte." „Die private Evakuierung hält nach ben Erfahrungen ber letzten Nächte an", teilt ein schwedisches Blatt mit. Schon vor Tagen hieß es, daß jeder, ber es sich erlauben könne, Lonbon fluchtartig verlasse. Die wohlbemittelten Londoner haben sich seit langer Zeit in den weniger gefährbeten Grafschaften Lanbhäuser gemietet, in be- nen sie sich nun unterbringen. Zweifellos trägt diese private Evakuierung nicht dazu bei, die Stim- der ärmeren Bevölkerung zu heben. S t o ck h o l m, 14. September. (Europapreß.) Um 6 37 Uhr Greenwicher Zeit wurde am Freitagmorgen in London neuer Luftalarm gegeben. Nachdem bie letzten beutschen Nachtflieger kaum den Luftraum über England verlassen hatten, etwa gegen 8.40 Uhr, ertönten aufs neue bie Alarmsirenen in ber Hauptstabt. Die Luftabwehr eröffnete ein heftiges Feuer gegen beutsche Maschinen, die sich von Süwesten her ber Stabt näherten. Reuter erklärt in einer Melbung, baß bie Maschinen infolge der Wolkenbilbung außer Sicht gerieten. Der Alarm wirkte sehr störenb, ba er in bem Augenblick ertönte, inbem sich hunberttausenbe von ßonbonern z u ihren Arbeitsplätzen begaben. Der Angriff, der um -8 Uhr morgens begann, bauerte um 19 Uhr noch an. Damit war bies ber längste Luftangriff, ben Lonbon bisher erlebt hat. Die Intensität ber beutschen Luftangriffe auf London, vornehmlich auf bie militärischen Anlagen zu beiben Seiten ber Themse, hat ständig zugenommen. Die Bobenabwehr, die man seit 48 Stunden in Lonbon als „äußerst heftig" hinstellt und als einen bie englische Hauptstadt umgebenden Vorhang ständig explodierender Granaten beschreibt, scheint bie Einheiten ber*beut= schen Luftwaffe wenig abzuschrecken. Im Gegenteil, ber britische Rundfunk teilt am Freitagabend im Bericht eines Augenzeugen mit, daß bie deutschen Maschinen teilweise so tief auf Lonbon herab stürzen, baß sie Maschinengewehr- feuer abgeben können. Im selben Maße, wie bas Ausmaß ber Luftangriffe zunimmt unb sich bie Luftalarme in bie Länge ziehen, scheint bie Nervosität bei ben Regierungsbehörden und unter ber Bevölkerung zuzunehmen. Die Mitteilungen, bie ber englische Nachrichtenbienst, ber infolge einer Beschädigung bes Reuterbüros seit 24 Stunden nur auf raoiotelegraphischem Wege senden kann, sowie ber Rundfunk ausgeben, werden mit jedem Tag spärlicher. Am Freitagnachmittag wurde kurz nach 16 Uhr ein dritter ß u f t a l a r m in ßonbon gegeben. Tiefe Wolken hingen über der Stadt, so daß die deutschen Flugzeuge nur stellenweise gesehen werden konnten. Nach Feststellungen des britischen Rundfunks hält sich fast die gesamte Bevölkerung ßondons in ßuftschutzkellern auf. Teilweise sucht sie in U-Bahnhöfen Zuflucht. Nach nur wenigen Tagen der Offensive ist uns allen klar: Die Frontlinie geht nun durch das Herz ßondons. Mit diesen Worten umreißt der ßondoner Korrespondent von „Stockholms Tidningen" die Wirkungen, die die deutschen Angriffe auf ßonbon bereits gehabt haben, unb bie Befürchtungen, bie bie Millionenstabt für bie Zukunft hegt. „Es wäre sinnlos zu leugnen, baß ber Schrecken nicht feinen Einzug in ber großen Stabt gehalten hat", erklärt bas Blatt weiter. Die ernste Beurteilung ber ßage ist burch bie Rebe Churchills geförbert worben, bie nach einem Kommentar von „Stockholms Tibningen" jebem Enqlänber gezeigt hat, was bie nächste Zukunft bringen kann. In gut unterrichteten Kreisen hatte man bereits seit längerer Zeit bie Ansicht vertreten, daß es angebracht sei, bem Volk jeben unangebrachten Optimismus zu nehmest. London. Mehr als brei Monate lang hat Deutschland zu- gesehen, wie britische Bomber bei ihren Nachtangriffen im Reichsgebiet planlos unb wahllos ihre zerstörenbe ßaft auf Wohnviertel beutfcher Stäbte, auf Kirchen unb Krankenhäuser, auf Schulen unb Altersheime, auf Dörfer unb Einzelgehöfte abwarfen, ohne baß jemals benachbarte militärische Ziele ihnen auch nur einen Vorwand für ihr schmähliches Treiben hätten geben können. Auch die in ben letzten Tagen mit fteigenber Intensität durchgeführten Nachtangriffe auf bie Reichshauptstabt richteten sich ausschließlich auf nichtmilitärische Ziele, wobei es anscheinenb in bem ber Royal Air Force von Churchill gegebenen Operationsplan liegt, daß Bauwerke unb Erinnerungsstätten, bie bem beutschen Volk be- sonbers teuer sind ober im ßeben ber Nation eine besondere Rolle spielen wie Bismarcks Mausoleum im Sachsenwalb unb Goethes Gartenhaus in Weimar nun auch in Berlin vor allem aufs Korn genommen werben. Man scheint es in ben Kreisen ber ßonboner Kriegsmacher gerabezu bar auf angelegt zu hoben, uns fystemattfch darüber aufzuklären, daß ber englische Krieg bem beutschen Volk selbst gilt, nicht nur seiner nationalsozialistischen Führung, wie man noch zu Anfang bes Krieges in feiner törichten Flugblattpropaganba behauptet hatte. Das deutsche Volk war politisch geschult genug, um in ben Sirenengesängen eines Duff Cooper die falschen Töne sehr wohl herauszuhören, es hat sich von ben heuchlerischen Phrasen ber britischen Propaganba auch nicht einen Augenblick einwickeln . lassen, aber es ist Herrn Churchill dankbar dafür, daß er die Maske des Biedermannes, der einst einen Kreuzzug zur „Befreiung" des deutschen Volkes von feiner nationalsozialistischen Führung predigte, nun als unbrauchbar und nutzlos endgültig in die Ecke geworfen hat und dem deutschen Volke bas wahre Gesicht ber britischen Bulldogge zeigt, die mit fletschenden Zähnen in bie Hosen zu fassen sucht. Mehr bebeuten diese tückischen Angriffe britischer Nachtpiraten für bie moralische unb materielle Miberstanbskraft Deutschlanbs nicht, aber sie zeigen uns unb allen, bie sich braußen in ber Welt noch ein Gefühl für Fairneß und Sachlichkeit bewahrt haben, ebenso wie die schändlichen Versuche, mittels abgeworfener Phosphorzündplättchen die deutsche Ernte auf bem Halm zu vernichten unb damit bie diesmal völlig fehlgeschlagene Hungerblockade gegen Frauen, Kinder unb Greise nun von innen her zu organisieren, welch einer nieberträchtigen Kampfes- weise man sich bei einem Gegner wie bem Briten zu versehen hat. Deutschland hat diesem Treiben monatelang zugesehen, bis das Maß britischer Niebertracht voll war unb bas beutsche Schwert geschärft war, um zu furchtbarer Vergeltung auszuholen. Der Ankündigung bes Führers in feiner Rebe im Berliner Sportpalast ist bie Tat auf bem Fuße gefolgt. Unter persönlicher ßeitung bes Reichsmarschalls Göring rollen Tag für Tag, Nacht für Nacht in pausenlos aufeinanberfolgenben Wellen die Angriffe beutscher Kampf- unb Zerstörergeschwaber über Sübengland hin. London, die Hauptstabt bes Empire, ist bas Ziel aller Angriffe, unb viele Kilometer breite Rauchfahnen, nur unterbrochen vom rötlichen Schein gewaltiger Feuersbrünste, denen man nicht meh' Der Vuckingham-Palast erneut beschädigt. Stockholm, 14. Sept. (Europapreß.) Der Buckingham-Palast bzw. d e r D o r h o f z w i s ch e n Palast und Denkmal der Königin Viktoria wurde am Freitagvormittag von insgesamt fünf Bomben getroffen. Durch zwei Bomben wurden tiefe Krater in den Vorhof gerissen. Dadurch entstand ein Bruch einer Hauptwasserleitung. Zahlreiche Fensterscheiben gingen in Trümmer, und durch den Einschlag weiterer zwei Bomben entstanden im Palast Brände, zu deren Löschung die eingesetzte Feuerwehr von Truppen verstärkt wurde, die in den Wellington-Kasernen in ber Nähe des Palastes untergebracht sind. Schließlich find brei Mitglieber bes königlichen Haushaltes verletzt worben. Die Stockungen im Londoner Wirtschaftsleben. Mabrid, 13. Sept. (Europapreß.) Derzweifelle Maßnahmen, um trotz ber Bombarbements bas Londoner Wirtschaftsleben in Gang zu halten, schlägt Lord Beaverbrooks „Daily Expreß" vor Das Problem bes Lebens zwischen ben Angriffen ist, wie man bie Leute bei ber Arbeit halten kann. Wie können wir sie bei ihren beruflichen Aufgaben halten? London ist eine große, breithingelagerte unorbentNche Stabt. Jetzt kann eine vollständige Unterbrechung jeder der großen Verkehrsadern zwischen Londons Schlaf- quartieren und den Werkstätten durch eine einzige Zeitbombe auf einer Schienenstrecke erfolgen." Das Blatt schlägt vor, bie Arbeitsstätten Lon° bons zu staffeln unb bort, wo bie tägliche Anstrengung bes Weges zur unb von ber Arbeitsstätte unter ben heutigen Umständen bie Arbeitsleistung gefährde, ein System von zwei- ober breitägigen Schichten einzuführen. Heber die Be- beutung Londons für Sieg ober Nieberlage schreibt das Blatt: „Warum ist heute biefe Spalte Lonbon gewibmet? Jeder Mensch unb jedes Stückchen Lanb überall sonst im Empire sind zu biesem Kampf tief verpflichtet, aber ber heutige Tag gehört Lonbon. Nichts anderes hat mehr Bedeutung, roennßonöon fällt. Paris fiel, unb Frankreich bie beutsche Luftwaffe nicht gehindert, Bomben sicher in die gewollten Ziele zu werfen. Ein zu gleicher Zeit herausgegebenes amtliches britisches Kommunique gibt zu, daß Welle auf Welle von deutschen Flugzeugen in der Nacht zum Donnerstag über Lonbon hinwegbrauste unb baß sich unter ben in Brand geworfenen kriegswichtigen Anlagen auch zwei Fabriken befanben. Wir wissen, baß in aller Eile Flakbatterien aus ben verschiebensten Gegenben Englands nach Lonbon gebracht worben finb. Das britische Ministerium für innere Sicherheit hat also bewußt bie Verteidi- gung anderer militärisch wichtiger Industrieanlagen unb Hafenplätze zu Gunsten ßonbons geschwächt, ohne boch einen wirksamen Schutz ber Hauptstabt 4 beUukommen vermag, da sie immer wieder neu ent- facht werden, zeigen, wie deutsche Bomber zu treffen verstehen. Docks und Speicher liegen in Trümmer, Kraftwerke, Gasanstalten und Oeltanks stehen in Flammen, Arsenale und Rüstungsbetriebe wurden zu Schutthaufen, Bahnhöfe und Gleisanlagen vernichtet. Man sieht, auch bei diesen Vergeltunas- aktionen für die heimtückischen Ueberfälle britischer Nachtflieger auf die friedliche Zivilbevölkerung in Deutschland hat sich die deutsche Luftwaffe auftragsgemäß vorerst auf rein militärische, für die Wehrwirtschaft Englands bedeutsame Ziele beschränkt. Das wird auch von neutralen Augenzeugen der deutschen Angriffe auf London bestätigt, unb selbst amerikanische Blätter, die nicht in den Verdacht besonderer Sympathien für das nationalsozialistische Deutschland geraten können, müssen der Wahrheit die Ehre geben und zugeben, daß die deutschen Kampfgeschwader ausschließlich militärische Ziele aufs Korn genommen haben. Aber die Engländer müßten nicht Engländer sein, wenn sie nicht jetzt, wo sie die Vergeltung für monatelang verübte eigene Freveltaten trifft, ein lautes Wehegeschrei anstim- men würden und die Humanität anrufen, der sie selbst wieder und wieder mit frechem Zynismus ins Gesicht geschlagen haben. Wir glauben es schon, daß das Volk von London wie aus allen Wolken gefallen ist über die Nachhalttgkeit der deutschen Angriffe und sich nur schwer darüber klar wird, auf welch gefahrbringende Weise das Stadtgebiet Groß- Londons durchsetzt ist mit wehrwirtschaftlich bedeutsamen Anlagen und Betrieben, die nun das Ziel der deutschen Bomben sind. Es zeigt sich wieder einmal, mit welchen geradezu naiven Vorstellungen von den Möglichkeiten und Auswirkungen der modernen Kriegführung und der modernen Waffen das englische Volk in diesen Krieg gegangen ist und insbesondere in wie geradezu frevelhafter Weife die Kriegsmacher der britischen Plutokratenkaste die Gefahrenmomente, die in der geographischen Lage Südenglands und Londons mit seiner Bevölkerung von acht Millionen liegen, unterschätzt haben, als sie durch chre ständigen Nachtangriffe die deutsche Vergeltung herausforderten. Es ist unter diesen Gesichtspunkten gewiß nicht überflüssig, einmal das wehrwirtschaftliche Potential, wie es sich im Raume von London zusammendrängt, des näheren zu betrachten. Da muh man einmal festhalten, daß das heuttge Groß-London ein unorganisch zusammengesügtes Konglomerat von Stadtteilen verschiedenen Ursprungs und verschiedener Struktur bildet, das keine reinliche Scheidung in Industrie- und Wohnviertel, in Büro-, Geschäfts- und 2lrä eiter quartiere kennt. Die starke lokale Abgrenzung der einzelnen Stadtteile bringt es mit sich, daß überall verstreut nicht nur Kraft- und Wasserwerke, Gasanstalten und andere Versorgungsbetriebe, sondern auch Lagerhäuser und Industriewerke sich in Wohn- und Geschäfts- viertel eingebettet sinden, weil eben jeder Stadtteil als ein Gemeinwesen für sich emporgewachsen ist, bis er sich mit den Nachbarorten zu Groß-London aufammenfanb. So liegt das berühmte Woolwich- Arsenal, eine große Munitionsfabrik und ein Flug- Heugmotorenwerk im Häusergewirr des Südostens der Millionenstadt. Erst in den allerletzten Jahren hat man sich bemüht, kriegswirtschaftlich wichttge Industriebettiebe heraus aufs Land zu verlegen. Man erinnert sich der Errichtung der sogenannten Schattenfabriken, die dazu dienen sollten, im Kriegsfälle als zusätzliche Rüftungsbetriebe in Gang gesetzt zu werden. An der ebenso unorganischen wie unzweckmäßigen Zusamnzenballuna wehrwirtschaftlich bedeutsamer Industrie- und Versorgungsbetriebe im Raum von London hat dies nicht viel mehr ändern können. Auch die Verkehrsorganisation Londons leidet unter dem gleichen Mangel an einheitlicher Planung. So werden fast alle Stadtteile Londons von Eisenbahnlinien kreuz und quer durchschnitten, was heute zur Folge hat, daß die deutschen Bombenwürfe auf Bahnhöfe und Gleisanlagen schwerste Störungen im Stadtverkehr Londons verursachen und auch die Verbindungen Londons mit dem Lande in beträchtlichem Umfange unterbinden. Werfen wir nun noch einen Blick aus den Londoner Hafen, der ja nicht nur der größte Hafen Englands, sondern der größte Hasen der Well ist, sowohl was den Umfang der Anlagen als auch die Größe des Umschlags anlangt. Das ist historisch bedingt durch die außerordentliche Höhe der' Gezeiten, die für London etwa 5Vz bis 6 Meter beträgt und es daher auch den größten Schiffen des Altertums ermöglichte, die Themfe aufwärts die Kais des damaligen Londinum zu erreichen. Die tiefe binnenländifche Lage des Hafens hatte ferner den Vorteil, daß sie diesem ein landwirtschaftlich reiches Verforgungsgebiet erschloß, das gleich Ab- fatzgebiet für die von der See her eingeführten Waren bot, und zudem Sicherheit gegen Stürme gewährte. Die Gezeiten, die infolge der Ablenkung durch die Erdumdrehung die von Norden eindringende Nordseeflut gegen Die britische Ostküste werfen, werden heute nicht mehr wie im Altertum als Gunst empfunden. Denn sie machen überall Schleusen notwendig und sind die Ursache dafür, daß der Dockhafen, der für die Schiffahrt mancherlei Lasten mit sich bringt und in Kriegszellen, wie sich heute Tag für Tag zeigt, besonders empfindlich ist, der vor- herrschenden Hafentyp in England wurde, da ein Umschlag am freien Ufer kaum möglich ist. Eine Ausnahme machen nur der Hafen von Glasgow an der offenen Atlantikküste Schottlands und Southampton am Kanal im Schutz der Insel Wight. Aber wie Bristol, Cardiff und Liverpool ist auch der Hafen von London auf das Docksystem angewiesen. Man muß sich bei dem Ausdruck Dock von den Vorstellungen frei machen, die wir unter Dock im allgemeinen haben ein fest eingebautes oder auch schwimmendes Bassin zur Aufnahme von Schiffen, die hier ausgerüstet oder überholt werden. Bei den Docks des Londoner Hakens handelt es sich jedoch um große Becken mit Anlegekais, Kranen, Speichern, Silos, Gleisanschlüssen zum Aus- und Einladen der anlaufenden Schiffe. Den Charakter des Londoner Hafens und der Hafengewäffer bestimmt nicht so sehr die Themse, die an Größe etwa unserer Saale entspricht und ehpa bis Oxford für kleinere Schiffe fahrbar ist, als vielmehr die von den Gezeiten flußaufwärts getragene Wasfermenge, die auch großen Schiffen die Fahrt flußaufwärts gestattet, wenn auch für besonders tiefgehende Schiffe die Schiffahrt unterhalb Londons endet, da die Verengung und Verflachung des Strombettes und die stärkere Windung der Themse oberhalb von Gravesend die Schiffahrtsverhältnisse verschlechtern. Da die Flußufer selbst nicht annähernd ausreichen, den Warenverkehr zwischen Schiff und Land zu bewerkstelligen, so sind die mächtigen Dockanlagen meist zwischen den Krümmungen des Flusses geschaffen worden, so daß sie zwei Ausgänge haben, lieber die gewaltige Ausdehnung dieser Anlagen mag man einen leisen Begriff bekommen, wenn man sich vor Augen hält, daß sie eine Fläche von 207 Hektar bedecken und die Länge der Kais rund 75 Kilometer beträgt, daß ferner die hier errichteten Lagerhäuser Warenmengen im Umfang von einer Million Tonnen auf- Die vernichtende Wirkung der deutschen Amben in den Londoner Dorks. vM. M./ ■■ x . •'*-» _ A / • < W; Eine der ersten Aufnahmen vom Angriff unserer Luftwaffe auf Londons Dockanlagen. Deutlich erkennt man — zum Teil durch weiße Kreise markiert — die Spreng- und Rauchwolken. Im einzelnen bedeuten: 1. die L o n d o n - D o ck s, 2. die Commercial-Docks,3. die besonders großen Hafenbecken der W e st - I n d i a - D o ck s auf der Hundeinsel, die von der Themse in einem großen Bogen umschlossen ist, und 4. die Ost-Jndia-Docks. — (PK.-Wanderer-Atlantik-M.) Royal 'Gaswerke Englands „schönste Stunden" Aon unserer Berliner Schristleitung. Unaufhörlich gehen die deutschen Eisen- und Stahlgewitter über London nieder. Das Herz des brittschen Piratenreiches ift schwer getroffen. Ein amerikanischer General schreibt, die Engländer seien im Begriff, die Schlacht um London zu verlieren. Die Folgerung hat auf der Briteninsel allein bisher der berühmte irische Dichter Bernhard Shaw gezogen. Wenn er in der „Tribüne" ganz offen schreibt: „Wir haben keinen Grund, mit Hitler wegen seiner These als widerwilliges Opfer unseres Kriegswillens zu streiten. Nicht er erklärte uns den Krieg, sondern wir erklärten ihn. Das einzige, was wir jetzt zu tun haben, ist nicht nur, uns mit dieser Tatsache abzufinden, sondern auch zu bekennen, warum wir in den Krieg zogen und zu welchen Bedingungen wir bereit wären, den Krieg zu beenden. Wir sind die Herausfordernden oder, wie Hitler sagen würde, die Angreifer, und wir müssen die Bedingungen bekannt geben, unter welchen die Ehre gerettet werden kann." Aber diese Tatsache, daß England der Angreifer gewesen, daß Churchills Prophezeiung, England würde diesen Krieg „beqem" gewinnen, so ruchlos war wie die Freude der Kaiserin Eugenie von Frankreich über ihren „netten kleinen Krieg", der ihren Gatten 1870 nach Sedan und sie selbst als (Emigrantin nach England brachte, geht anscheinend Nichten das Hirn des Durchfchnittsengländers. Jetzt, wo Feuer und Vernichtung täglich und stündlich in Englands Hauptstadt und in anderen engLieferant auch Ihrer Krankenkasse lischen Städten wüten, hat das berüchtigte englische Massenblatt „Daily Mail" die Geschmacklosigkeit zu schreiben, „England erlebe seine schönsten Stunden!" Tiefer kann die moralische Verkommenheit dieser meist jüdischen Schreiberlinge kaum sinken, infamer kann das Volk der Briten nicht irregeführt werden! Was Lord Byron einst feinen Landsleuten im „Fluch der Minerva" prophezeite, geht jetzt in Erfüllung: Die englische Kaufmannschaft sieht zerstörte Lagerhäuser, die fliehenden Bürger sehen ihre Städte in Brand, „die Flammensäule, wenn sie kraus und wild über die Themse wirft ihr rotes Bild." Das ist nun buchstäblich eingetroffen, und schon damals schrieb Englands Dichter über Englands vorausgeahnten Untergang: „Wenn jetzt vor ihm dein Reich zusammenbricht. Greif in dein Herz,--verdientest du es nicht Vor Gott und Menschen gilt ja Blut um Blut! Wer sie entfacht, bereut umsonst die Glut!" Die Churchillbriten haben den Kriegsbrand entfacht und er ist auf London zurückgeschlagen. Und die „Daily Mail" kreischt: „Englands schönste Stunden!" Die Karte zeigt die großen Dockanlagen an der Themse unterhalb der Towerbrücke. (Scherl-Bild erdienst-M.) nehmen können, baß die Bahnantagen des Hafengeländes sich über 225 Kilometer ausdehnen, Straßen in einer Länge von 75 Kilometer das Hafengeoiet durchziehen und etwa 8000 Leichter den Verkehr von einem Dockbecken zum anderen vermitteln. * lieber ein Drittel der englischen Ein- und Ausfuhr ging in Friedenszeiten über den Hafen von London. Man kann sich also einen Begriff machen von der Aufgabe, diese Riesenmengen von Waren zum Aus- und Einladen auf die einzelnen Docks zu verteilen. Das lag in der Hand der Port of London Authority, die feit 1908 die gesamte Verwaltung des Hafens leitet. Die großen Dockanlagen liegen zumeist unterhalb der Tower-Brücke am Nordufer der Themfe. Nur die Surrey Commer- cial Docks, die in ihrem Ursprung auf das 17. Jahrhundert zurückgehen und vor allem Umschlag- und Lagerplatz für Holz und Getreide aus Kanada find, befinden sich auf dem Südufer des Flusses. Der Tower-Brücke zunächst liegen die St. Katharinen- und London-Docks, an denen die eigentlichen Kolonialwaren Kaffee, Kakao, Gewürze, aber auch Wein und Branntwein gelöscht werden. Die sicy anschließenden Westindien-Docks und die mit ihnen durch einen Kanal verbundenen Millwall-Docks nehmen ebenso wie die Ostindien-Docks vor allem Zucker, Rum, Hartholz, Tee, Gewürze, Seide auf. Die bann weiter nach dem Meere zu folgenden sogenannten Königlichen Docks, das Viktoria-, das Albert- und bas König-Georg°V.-Dock, sind mit mo- bernften Löscheinrichtungen versehen und bieten Dampfern bis zu 30 000 To. Anlegeplätze. Hier laufen auch die großen überseeischen Passagier- bampfer ein, nachbem sie ihre Fahrgäste schon in Tilbury ober Gravesenb mehr flußabwärts an Lanb gesetzt haben. Hier sind auch große Kühlhäuser unb Speicher, ebenso wie an ben Tilbury-Docks, deren Kais für die Aufnahme großer Ozeandampfer eingerichtet find. Weiter zum Meer hin, schon im Mündungsttichter ber Themse, liegt Sheernetz am Eingang ber tief einschneibenben Mebway-Bucht mit dem Kriegshafen Chatham, ber mit feinen Arsenalen unb Schiffswerften durch eine Reihe von Forts geschützt ift, aber ebenso wie Sheemetz unb bas oft genannte Southenb am Norbufer ber Themsemünbung schon oft bas Ziel beutscher Bombenangriffe gewesen ift. Das Zerstörungswerk, bas bie Tag und Nacht über dem Raum von Lonbon unb ber Themsemünbung hin- wegrollenbe Dergeltungsaktion ber beutschen Luftwaffe in bem eben geschilberten Hafengebiet Lonbons anrichtet, bebautet bas Enbe von Lonbons führenber Stellung im Welthanbel. Schon bie Kontrolle, bie bie beuffche Kriegsmarine im Verein mit ber Luftwaffe von ihren neugewonnenen Stützpunkten an der französischen Kanal- unb Atlantikküste ausüben, hat bie Zufahrt zum Londoner Hafen nun auch vom Atlantik her fast ganz lahmgelegt, zumal nun auch schon deutsche Küstenbatterien feindlichen Ge- lellzügen das Leben schwer machen, wenn sie sich dicht unterhalb ber britischen Kanalküste vorbeizudrücken suchen. Lonbon ift auch Mittelpunkt eines von hier aus in alle Richtungen ausstrahlenden Sttaßen. und Bahnnetzes, das angesichts ber Blök- kade ber brittschen Süd- unb Ostküste für bie Vertagung der acht Millionen Menschen, die in Lon- )on zusammengeballt finb, von wachsender Bedeutung wirb, wenn auch schon bie Zufuhren zu ben Häfen ber britischen Westküste unter ber Einwirkung ber deutschen Blockabe merklich spärlicher werben. Da auch bies Straßen- unb Bahnnetz unter den deutschen Bombenangriffen erheblichen Störungen ausgesetzt ift, dürfte der Tag nicht mehr fern sein. wo die Versorgung Londons vor der Katastrophe steht Die britischen Kriegsmacher mußten dies kommen sehen, aber sie haben alle Warnungen mit verbrecherischer Leichtfertigkeit in den Wind geschlagen. Sie haben nicht an die beutsche Entschlossenheit geglaubt, diesen dem deutschen Volk aufgezwungenen Krieg mit harten Schlägen zu einem siegreichen Ende zu führen, nachdem der Gegner verbohrt und stur die Hand zum Frieben zurückgewiesen hatte, sie haben auch nicht auf die besorgten Ueberlegungen wohlmeinender Freunde geachtet, bie bie Zeichen der Zeit schneller und besser begriffen haben als die engstirnige Plutokraten- klique in London.. Die schwelenden Rauchwolken über ben Londoner Docks, ber Feuerschein über ben Versorgungsbetrieben unb Rüstungswerken der Rie, fenftabt, eine Millionenbevölkerung, die weder Tag noch Nacht die Lufffchutzkeller zu verlassen wagt, eine ni eberbrechende Wirtschaft, ein lahmgelegter Handel klagen Churchill, den Totengräber eines Weltreiches, an. Dr. Fr. W. Lange. Berlin, 13. September. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres an folgende Offiziere bas Ritterkreuz zum Eisernen kreuz verliehen: General der Artillerie heiß, General der Infanterie von Korhsleisch, Oberst Schmidt, Oberstleutnant G e r l o ch, Oberstleutnant von Werder und Oberstleutnant Frhr. v. Seckendorfs. General der Artillerie Heitz hat mit feinem Korps beim Maasübergang, bei Maubeuge unb südwestlich von Valenciennes Erfolge erzielt, bie für bas Gelingen der Operationen von wesentlicher Bebeutung waren. Bei bem Kampf um bie Pariser Schutzstellung eilte er, nur mit wenigen Mann Begleitung, seinem Korps weit voraus an bie Oise, um eine llebergangs- und Angriffsmöglichkeit zu finben. Persönlich leitete er aus vorderster Linie den Angriff. Dem Vorstoß war ein voller Erfolg beschieden, der neben ber Tapferkeit ber Truppe bem persönlichen Eingreifen bes Generals zuzu- fchreiben ift — General ber Infanterie von Kortzfleisch hat während ber Schlacht in Belgien in vorbilblicher Weise sein Armeekorps geführt unb burch feine klare, schwungvolle Persönlichkeit, burch den rücksichtslosen Einsatz feiner Person wesentlich zu ben entscheidenben Erfolgen beigetragen. — Der Entschlußkraft unb dem persönlichen Einsatz bes Obersten Schmibt ist es zu oerbanten, daß der erste feindliche Wiberstand an ber Maas bei Reermond innerhalb von brei Stunden gebrochen wurde Elf Bunker, bie ben Angriff besonders aufhielten, wurden infolge feiner Er- funbungen schnell genommen. In ber oorberften Welle ber Vorausabteilung seines Infanterieregimentes mitgehend, hat Oberft Schmibt sich durch hervorragende persönliche Tapferkeit, ausgezeichnet. Oberstleutnant Gerloch hat als Artilleriekom- manbeur einer Division burch persönlichen, rücksichtslosen Einsatz in Dorberfter Linie unb burch feine vortreffliche artilleristische Führung bei ben schweren Kämpfen in ber Gegend von ©tonne— Dhemery Men feindlichen Panzerangriff abgeschla- Liverpool. Wie in den Berichten des OKW. vom 12. und 13. September mitgeteilt wurde, richteten sich Angriffe der deutschen Luftwaffe gegendie Hafen* anlagen von Liverpool. Liverpool ist der zweitgrößte Hafen Englands nach London und besonders wichtig als Einfuhrhafen für Lebensmittel. lieber Liverpool werden rund ein Fünftel ber englischen Fleischeinfuhr sowie große Teile der Einfuhren von Getreide, Genußmitteln unb Futtermitteln geleitet. Da der Hafen von Liverpool "als Schleusenhafen geb aut ist, ist er burch Bombenangriffe besonbersverwund» bar. Zerstörungen im Hafen von Liverpool müssen in kurzer Frist ernste Rückwirkungen für bie Er* nährungslage Englands und insbesondere für bas benachbarte bicht bevölkerte Industriegebiet von Manchester unb Lancafhire zeitigen. — Die ebenfalls in den letzten OKW.-Berichten erwähnten Angriffe auf Flugzeugfabriken in South, ampton treffen solche Flugzeugwerke, in denen Jagdflugzeuge vom Muster SpitfireundHur. rtcane hergestellt werden. gen. Er brachte Infanterie unb Flak erneut kn Stellung, während er seine gerade im Stellungswechsel befinblichen Artillerieabteilungen gegen bis Panzer abbrehte. Ein Teil ber Panzer würbe oer- nicht et, der Rest ging zurück. Bei Calais vernichtete Gerloch burch persönlich geleitetes Feuer bereits am ersten Tage zwei feindliche Batterien und brachte Mei weitere zum Schweigen. — Oberstleutnant von c r b er riß als Bataillonskommanbeur feine Leute beim Angriff gegen bie Höhe 277, beren Be* sitz von entscheibenber Bebeutung war, burch persönliches Beispiel vor. Trotz eines Rückschlages get lang es ihm, biefe Höhe zu nehmen unb gegen feind« uche Gegenangriffe zu halten. Er selbst stürmte im Nachstoß hinter bem Gegner mit einer schnell zu* sammengefaßten Abteilung über bie als Angriffs* Ziel befohlene Linie hinaus vor unb eroberte eins feinbliche Batterie. — Oberstleutnant F rh r. von Se-ckendorff war mit feinem Bataillon nach bem Uebergang über bie Maas bis zum Abschluß der Kampfe in Flanbern stets am Anfang der Vorausabteilung ber Division ober einer Kampfgruppe eingesetzt. Durch fein forsches Vorwärtsgehen ohne Rücksicht auf Flankenbebrohung unb fein scharfes, geschickt geführtes Zupacken hat er maßgebenb zu bem schnellen Dorwärtskommen der Division in ber Verfolgung beigetragen. Auch in ben Verfolgungs- fampfen über bie Aisne, ben Rhein-Marne-Kanal unb über Langres nach Lothringen würbe er immer mieber an die Spitze gestellt, wenn es galt, die Der- folgung rücksichtslos vorwärtszutreiben. <- General ber Artillerie Heitz stammt aus Berlin, roo er 1878 als Sohn eines Majors geboren wurden Vlad) Erlangung bes Reifezeugnisses auf bem humanistischen Gymnasium in Danzig trat er 1898 als Fahnenjunker ins Felbartillerieregiment 36 ein, Als Batteriechef rückte er 1914 ins Felb unb mürbe nach bem Weltkriegsenbe von ber Reichswehr übernommen. Als Oberst wurde er 1931 Kommandant von Königsberg, als Generalleutnant 1936 Präsident des Reichskriegsgerichts, als General ber Artillerie 1938 WMarbejehlshader WeMreußens unb schiM Das Ritterkreuz für hervorragenden Einsatz als Truppenführer im Westen. Serano Suners Besuch in Berlin erwartet Madrid, 14. September. (Europapreß.) Der panische Innenminister Serano Suner wird a m Montag zu einem Besuch in Berlin eintreffen. Der Caudillo hat Suner im Laufe der Zeil mit bedeutenden Aemtern und Würden geehrt, so daß er heute als Präsident des Obersten Rates der Einheitspartei, als zweite Persönlichkeit im spanischen Staate angesehen wird. Don Ramon Serano Suner, der 1901 in Murcia geboren wurde, hat als 23jähriger das Amt des Rechtsanwalts des Staates übernommen, ein hohes und bedeutsames Amt. In Saragossa wurde er unter Gil Nobles Abgeordneter. Der Bürgerkrieg überraschte Suner in Madrid. Er wurde gefangengesetzt und in das berüchtigte Carcel Modelo von Madrid gebracht, in dem die Roten die nach ihrer Meinung gefährlichsten ihrer Feinde umbrachten. Gegen Ende Oktober des Jahres 1936 gelang es Suner, in ein Madrider Sanatorium zu flüchten. Dort konnte er befreit werden. Einem Deutschen gelaita es, Suner in die holländische Gesandtschaft zu führen. Von dort wurde er später durch einen Adjutanten des roten Generals Miaja nach Alicante gebracht und von dort mit dem Schiff nach Marseille, von wo aus er Salamanca erreichen konnte. Seine Hauptaufgabe sieht er darin, die Kräfte im Lande zu einer spanischen Einheit, als der Voraussetzung für Spaniens Größe, zusammenzufassen, und die sozialen und politischen Gegensätze der Klassen und Parteien zu überwinden. Am 19. März 1937 hat der Caudillo in Salamanca durch Dekret sämtliche Parteien, die während des Bürgerkrieges auf nationaler Seite kämpften, organisatorisch zu einer Einheitspartei zusammengeführt. Sie erhielt, obgleich die Alt-Falangisten die Minderheit bildeten, den Namen Falange, weil die 26 Punkte Joft Antonios als Grundprogramm der Einheitspartei angenommen wurden. Damit wurde erreicht, daß sämtliche Mitglieder der früheren nationalen Parteien unter eine gemeinsame Disziplin und unter die Autorität des Präsidenten des Obersten Parteirates, Don Ramon Serano Suner, gestellt wurden. fm Oktober des gleichen Jahres das Kommando Wer das 8. Armeekorps. General der Infanterie von Kortzfleifch wurde 1890 als Sohn eines Generalmajors zu Braunschweig geboren. Nach dem Besuch verschiedener Gymnasien und der Universität Lausanne trat er 1907 als Zweijährig-Freiwilliger ins Garde- grenadierregiment 4 ein und wurde 1909 Leutnant. Als Zugführer in einer Maschinengewehrabteilung rückte er 1914 ins Feld und wurde nach dem Weltkriegsende von der Reichswehr übernommen. 1938 wurde er Kommandeur der 1. Division und 1940 Kommandierender General des 11. Armeekorps. Oberst Schmidt wurde 1894 zu Karlsdorf an der Unstrut als Sohn eines Pfarrers geboren. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums trat er 1913 als Fahnenjunker ins Infanterieregiment 20 ein. Im Feld führte er eine Kompanie des Jnfan- terieregin-ents 20 und wurde zweimal verwundet. 1937 wurde er Bataillcmskommandeur im Infanterieregiment 59, 1939 Kommandeur des Jnfanterie- Ersatzregiments 216. Oberstleutnant Gerl och wurde 1890 in Teschen als Sohn eines Zollverwalters geboren. Nach dem Besuch der Realschule in Troppau und Mährisch- Ostrau kam er auf die Artillerie-Kadettenschule in Traiskirchen, von der er 1911 beim Schweren Ar- tillevieregiment 14 eingestellt wurde. Den Weltkrieg machte er in Serbien und auf dem italienischen Kriegsschauplatz mit und wurde 1920 in das österreichische Bundesheer übernommen, 1935 zum Mi- lrtär-Neit- und Fahrinstitut versetzt, wurde er 1938 Reit- und Fahrlehrer in Schloßhof, Ende des Jahves Abteilungskommandeur im Artillerieregi- ment 116, 1939 Kommandeur des Arttllerieregi- ments 90. OberstleutnaTck von Werder wurde 1897 in Uchte, Reg.°Bez. Stade, als Sohn eines Pastors aeboren. Er besuchte das Gymnasium in Northeim, trat 1914 ins Infanterieregiment 164 ein, und wurde 1915 durch Bauchschuß schwer verwundet. Als Kompanieführer geriet er im September 1918 in englische Gefangenschaft. Nach seiner Rückkehr tat er bis 1934 in der Sicherheitspolizei Dienst. 1936 wurde er Major im Infanterieregiment 102 und 1939 Oberstleutnant. Oberstleutnant Frhr. von Seckendorfs stammt aus Görz, wo er 1897 als Sohn eines Rittergutsbesitzers geboren wurde. Nach dem Besuch des Kaiser-Wilhelm-'Gymnasiums Hannover trat er 1914 als Fahnenjunker ins Dragonerregiment 5 ein. Nach dem Zusammenbruch wurde er zur Oft ftzier-Reitschule kommandiert und tat bei verschiedenen Reiterregimentern Truppendienst. Als Hauptmann übernahm er 1935 das Kradschützenbataillon I, wurde 1937 Bataillonskommandeur im Schützenregiment 4 und übernahm 1939 die Kradschützenabteilung 6. 1940 wurde er Kommandeur des SckMtzenregiments 114. Kämpfer und Künder zugleich. Der deutsche Journalist in vorderster Front. Ander K a n a l k ü st e, 13. Sept. (DNB.) Front Und Heimat, Heimat und Front sind zu einer großen Erlebnisgemeinischast geworden. Sie tagtäglich aufs neue zusammenzuführen, das ist die Aufgabe im$) das Werk der deutschen Kriegsberichter. Diesen Männern stattete der Reichsprefse- ch e f an der Kanalküste einen Besuch ab, um ihnen für ihre schwere und opferreiche Arbeit zu danken. Im Verlaufe seiner Ausführungen betonte Reichs- preffechef Dr. Dietrich, daß das neue Deutschland auch einen neuen Journalismus hervorgebracht habe, einen Journalismus kämpferischer Prägung. Dieser Krieg habe das heroische Ideal des Nationalsozialismus auch in die letzten Redaktionsstuben getragen. Ueberall, wo heute von tapferen und todesmutigen deutschen Soldaten angegriffen wird, da ist der deutsche Journalist in vorderster Front mit dabei. Er kämpft als Soldat und trägt den gleichen feldgrauen Rock wie die anderen. Der neue Typ des deutschen Journalisten ist Kämpfer und Künder zugleich. Aus seinem Munde spricht unmittelbar die Front. Die deutschen Schriftleiter unserer Zeit, die die Hand am Abzug und an der Feder zugleich haben, haben das Ansehen des deutschen Schriftleiters als Träger einer hohen natto- nalen Aufgabe im ganzen Volk begründet. — Durchdrungen von der Verpflichtung dieser Aufgabe kehrten die Kriegsberichter nach diesem kameradschaftlichen Treffen mit dem Reichspressechef zu ihren Einsatzstellen und Geschwadern zurück. Bade. Oel und Getreide über Dnjepr und Bug nach Deutschland. Moskau, 14. Sept. (DNB. Funkspruch.) Me der „Prawda" aus Kiew gemeldet wird, hat der e r st e Transport auf dem neueröffneten Wasserweg von Cherson am Schwarzen Meer über Kiew, den Dnjepr und Bug hinauf b i s Brest-Litowsk an der deutsch-sowietrussischen Jnteressengrenze bereits eingesetzt. In den letzten Tagen haben die ersten Karawanen von neugebauten Erdöltransportschiffen Kiew verlassen, denen zahlreiche andere Schiffe folgten, die Naphtha-Produkte und Getreide führen. Das Ungarn zugesprochene Gebiet beseht. Budapest, 14. Sept. (DNB. Funksprych.) Nach einer Mitteilung des Chefs des ungarischen Generalstabes erweiterten die ungarischen Truppen am 13. September die militärische Besetzung des durch den Wiener Schiedsspruch Ungarn wieder zugesprochenen Gebietes. Die in sehr schlechtem Zustande befindlichen Wege und die aus dem Umfang der Besetzung sich ergebenden ansehnlichen Märsche, so heißt es in der Mitteilung, hätten von den Truppen vielfach große Leistungen gefordert. Mienischer Wehrmachtsberichl. Rom, 13. Sepk. (DRV.) Der italienische Wehr- machlsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Eines unserer U-Vooke ist nach Versenkung von 1 8 0 0 0 BRT. englischen Schiffsraumes im Atlantik, bestehend aus einem Tankschiff von 10 000 BRT. und einem vollbeladenen 8000-BRT.- Dampfer, nach feinem Stützpunkt zurückgekehrt. In Nordafrika hat unsere Luftwaffe die Tages- und Nachtangriffe gegen die feindlichen Stellungen, Kraftwagenparks und andere militärische Ziele an der ägyptischen K ü st e fortgesetzt. Ein Benzinlager wurde in Brand geschossen. Verschiedene Kraft- und Panzerwagen wurden wiederholt getroffen und unbrauchbar gemacht. In Ostafrlka griffen unsere Fliegerverbände erfolgreich ein Zelt- und Barackenlager bei Abiq im Sudan und eine feindliche Kolonne von 20 Kraftwagen in der Nähe von El Katulo (Kenia) an. Feindliche Luftangriffe wurden ausgefühkk auf Wassaua, das bei Beschädigung eines Pavillons viermal bombardiert wurde, auf A f f a b, wo ein Krankenhaus, eine Lazarettküche und Wohnungen im Zentrum der Ortschaft zerstört wurden, wobei unter der italienischen und der eingeborenen Bevölkerung sechs Personen getötet und eine verletzt wurden, auf Asmara und Gura, wo beschränkter Schaden angerichtet wurde. Außerdem wurden bombardiert die Flughäfen von Gimma und Sclasca- Wieder zahlreiche Bomben auf militärischeZiele in London. Britische Einflugsversuche vereitelt. Berlin, 14. Sept. (DNB.) 3m Laufe des 13. September nachmittags und in der Nacht vom 13. zum 14. September fanden Llnflugsveri suche der Engländerin das Reichsgebiet statt, die jedoch unter der Wirkung der deutschen Abwehr nicht zur Durchführung kamen. Auf dem Rückflug warfen die Engländer ihre Bomben wahllos ins Land und Nordfrankreich ab. 3n Papenwiek, einem kleinen Ort nördlich Dortrecht, wurde ein Holländer leicht verletzt. Anders war es in England, wo wieder zahlreiche deutsche Flugzeuge ihre Bomben ungeachtet der verstärkten und neu organisierten Abwehr über London abwarfen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter M HauptschrifttetterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für PoliM, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. _ Druck und Verlag: Brühlsche UniversttütSdruckerei R. Lange S«. BerlagSleiter: Dr.-Iag. Erich Hamann; ^l-eigenlerter: Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr^l. manna, wo leichter Schaden angerichtet und neun Personen verletzt wurden. Ein feindliches Flugzeug wurde von unseren Jagdflugzeugen abgeschossen, zwei weitere sind wahrscheinlich abgeschossen worden. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop empfing den von Berlin abberufenen Königlich-Rumänischen Gesandten R o m a l o zur Der- nbschiedung. In Bukarest fand eine Gedächtnisfeier der Legionären Bewegung für ihren ermordeten Führer Codreanu statt. In geschlossenem Zuge marschier- ten die etwa 10 000 Teilnehmer singend durch die Straßen Bukarests zum Grünen Haus der Bewegung, wo Horia Sima, der jetzige Chef der Bewegung, eine Rede hielt. ♦ Das mexikanische Amtsblatt verkündet das Gesetz über die Einführung der allgemeinen Dienst- pflicht. Danach sind die Männer zwischen dem 18. und 45. Lebensjahr für ein Jahr aktiv dienstpflichtig. Bis zum 30. Lebensjahr gehören sie der ersten Reserve, bis zum 40. Lebensjahr der zweiten Reserve und bis zum 45. Lebensjahr der Nationalgarde an. • In Mexiko wurde die Wahl des offiziellen Präsidentschaftskandidaten, General Avila Camacho, von der als Wahlkolleg zusammengetretenen Kammer festgestellt. Er erzielte mit 2 476 641 Stimmen eine erdrückende Mehrheit gegenüber dem Opposi- tionskandidaten General Almazan, der 151101 Stimmen auf sich vereinigen konnte. Avila Camacho wird Präsident an Stelle Cardenas. sls 21 OOOk 18 - MW Auf Wes Kilo kommt es an! Umsomehr (Gütet Kann die Deutsche Reichsbahn täglich befördern, |e vollständiger jeder einzelne (Güterwag en bis zur Höchstgrenze ausgelastet wird. Der hohe technische Stand der Äeichsbahngüterwagen hat es erlaubt, die Beladung der Wagen im innerdeutschen verkehr bis 1000 kg über die am Wagen angeschriebene Tragfähigkeit zuzulassen. Durch diese Massnahme ist es möglich, den Verfrachtern erheblich mehr Wagentaum als bisher zur Verfügung zu stellen. Leuchten Sic dieses Beispiel- Wenn bishetLin Wagen mit 15 Tonnen bis zur Tragfähigkeit von 17,5 Tonnen beladen wurde, so kann er setzt eine Belastung bis zu 18,5 Tonnen erhalten. Erste Pflicht für alle verkehNreibenden ist es, jeden Wagen möglichst bis zur Höchstgrenze auszunutzen, denn «tut dann kann diese Wastnahme die von der Deutschen Leichsbahn gewünschte Erleichterung für alle bringen. Berücksichtigen Sie daher diese Neuerung bereits beim Abschluß Ihrer liefern ertrüge und bei Ihren Befielt- schreiben, vielfach werden heute noch aus alter Gewohnheit und ohne Rücksicht auf die erhöhte (Grenze der Tragfähigkeit z.B. 3005adt$u|e50kg bestellt, obwohl jetzt der(Güterwag en370Sark befördern kann und soll. 6ilk 0er.LÄlAW4LMMN vnS Du HW Dir felbftl Seadittn Sie viele 10 Wichtigen Hegeln fflt den Verfrachter! ©tttt aasfchneldcv, «K immer Wirker lrftsr le Güterwagen schnellstens be-unv ent- laden. Rückgabe der Wagen möglichst vor Ablauf der Ladefristen: vberschrei- tung der Ladefrist hat Ausfall werwollen Laderaums zur Zolge. e Entladung sogleich beim Eingang der Versandanzeige des Absenders oder bei der voraoisierung durch die Güterabfertigung oorberelten. 5uhrwerke und Ladepersonal schon im voraus für die Zeit der bevorstehenden Entladung freihalten. lOe Zrachtbriefe und sonstige Beglell- papiere sorgfältig ausfüllen zur Vermeidung von 3erlaufen. 9» Magen rechtzeitig und nur für den tatsächlichen Bedarf bestellen. Angebotene Ersaywagen verwenden, selbst wenn kleine Unbequemlichkeiten damit verbunden stnd. 3. pünktliche An- a. Abfuhr der Güter. gUt der Be- und Entladung sogleich nach Magenbereitstellung beginnen. le 5ür Güterwagen gibt es jetzt keine Sonntagsruhe. Daher Güter, wenn möglich, auch Sonntags verladen. 5ür eingegangene Güter besteht die pflicht zur Entladung an Sonntagen. Se Güterwagen beim Be- «nd Entladen nicht beschädigen. Lademaße lnne- halren. Güter ordnungsmäßig und be» triebsstchec verladen ! Der Güterverkehr, den die Deutschs Reichsbahn (m grvfjdeMfchen Raum $ii bewältigen hat, fit gewaltig tm»} | gestiegen. Vlerjahresplan^ J Lüstungsberriebe, verlor» Cung dervevölkerungund vor täten Dingen unsere Mehrmacht (teilen größte Anforderungen an den Güterwagenpark. Alles kommt daher darauf an. jeden vorhan» ' - denen Güterwagen bis '■ L * w Hmn letzten ausrrmuMH 4073 D I Hotel Hessischer Hof, von 9-1 Uhr. 4078V Paal Fleischer, Spezialbandagen, Freisbach (Pfalz) Rasier-Apparate - Rasier-Klingen 4085 A Wer hat er Mm 76?D Größeres | Vermietungen] | Mietgesuche HÄIÄL Möbl. Zimmer mit Küche sofort oder sväter zu vermieten, [ososo Hammstr. 17 I. Komplettes, hell Eichen- SBfiimniet sehr gut erhalt., wegen Verkleinerung d. Wohnung zu verkauf. Frankfurter 03082 Str. 2911. Tanzschule Bäulke Wolf Straße 31 Ruf 3835 Wohnungstausch 5 Zimm., Küche/ Bad, Balkon u. Zubehör, gegen 2-3-Z.-Wohn. Schr. 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Nein, die deutsche Wirtschaft wirbt weiter, denn Alten Schmuck aus Silber und Doubl6 auch Silbermünzen und Zahngold kauft Carl Schmidt Bahnhofstraße 10 A.O.-Nr.A.u C.40/11350 Sch lo f 1 er J ach en und = h of e n, n? alerhittel, 6äcker= und Metzger- hlciöung - kurz, alles, was besonders ftafh verölt oder beschmutzt ist, verlangt nach ImL ImI macht Verwendung von Seife und XVafch= pulücr überflüssig, oüausfrau, begreife: Stadttheater >/ w ;:,3 V, ;3V3'-3'^3 ; / ■ < i E -5- .onl914uni> 1939 Von Oberstleutnant a. O. Erhard Wegeli. einem Hund. Er wird geradezu zum letzten Boll- werk einer Che, in deren friedliche Bezirke der „Unwiderstehliche" ohne viel Skrupel einDrmgti Auf den Hund baut der pfiffige Tobias seinen Plan, und ihm verdankt er seinen Triumph. Die schoni zur Flucht aus der Che gepackten Koffer begleiten dank der trefflichen Regie des Herrn Tobias Die entzauberte Gattin an der Seite des mchtsahnenu den Gatten auf die Neuauflage der Hochzeitsreise. Ein sichtlich mühsam angeflickter Epilog gibt. dett Zurückgebliebenen Freunden Gelegenheit, die über4 laschende Wendung als die in jedem Sinne bestg Lösung zu preisen. freilich mit überaus hohen Blutopfern erkauft werden mußten. Es ist aber ein Beweis für die vor- I zügliche Schulung der alten deutschen Wehrmacht, daß sie sehr schnell gelernt hat, sich den veränderten Verhältnissen der Kriegführung anzupassen und dies immer wieder zu tun, wenn neue Kriegsmittel wahrend des Krieges zur Verwendung kamen und zur Aenderung der Taktik zwangen. Wenn trotzdem der Krieg zum Stellungskrieg entartete, sich in die Länge zog und damit für das blockierte Deutschland zum Verlust des Krieges führte, so war das gewiß nicht die Schuld des deut- chen Soldaten, sondern diese lag auf anderem Gebiet. Zunächst trifft das ganze deutsche Volk, seine Regierung und in besonders hohem Maße seine Volksvertretung der schwere Vdrwurf, daß tn fescher Sparsamkeit die Wehrkraft des Volkes nicht annähernd ausgenutzt wurde. Das deutsche Heer trat daher in den Mehrsrontenkrieg von vornherein mit einer zahlenmäßigen Unterlegenheit in so erheblichem Ausmaße, daß schon dadurch eine rasche Entscheidung zu unseren Gunsten fast undenkbar war. Aber es war auch nicht genug dafür geschehen, die Unter- lcqenheit an Zahl wenigstens durch eine genügend erhebliche Überlegenheit in der Bewaffnung und Ausrüstung auszugleichen. Die deutsche Infanterie hatte zwar ein vorzügliches Gewehr und recht gute Maschinengewehre. Von diesen waren aber nicht annähernd genug vorhanden, obwohl weitblickende höhere Offiziere auf eine stärkere Ausstattung mit dieser besonders wirksamen Waffe gedrängt hatten. So besaß ein großer Teil der Reserve-Regimenter bei Beginn des Krieges überhaupt keine Maschmen- . gewehre. Auch bei den Kavallerie-Divisionen war Die Ausstattung mit nur einer MG -Abteilung viel zu t gering. Was die artilleristische Bewaffnung betrifft, i fo war die deutsche Feldkanone der französischen ; bezüglich der Schußweite unterlegen. Hier hat sich die Knauserei des Deutschen Reichstages schwer gerächt, indem bei Einführung des Rohrrucklauf- qefchützes nicht die Mittel für ein neues, Der französischen Feldkanone mindestens ebenbürtiges Geschütz, sondern nur für den Umbau des veralteten Geschützes mit zu geringer Tragweite bewilligt wurdem Die Ueberlegenheit der deutschen schweren Artillerie des Feldheeres hat diesen Uebelstand nicht genügend ausqleichen können. Ganz unzulänglich war die Aus- ,., . . _ ___il fttorrihp niirai Dielen ft es weiter zu verwundern, daß dem Schmied über diese Worte ein Lächeln kam? Hatte er doch wenig genug gesagt und nur eine simple ^rage geteilt und eine andere beantwortet. Aber es gibt ja Menschen, die wortkarg und schweigsam, mit wemgen Worten mitunter mehr erreichen, als andere mit einem ganzen Schwall von Sätzen. Zu ihnen mutz auch der Alte gehört haben, der seinen Besucher darum ohne viel Erklärungen und nur nutemem Händedruck entlassen haben soll, dem es anzumerken gewesen sein wird, daß er von einem Schmied und omit nicht von schlechten Eltern kam. Gießener Gtadttheater. Svend Rindom: „DerTrimnph desTobias" Es soll nicht gerade selten sein, daß Schauspieler eine Rolle, die ihnen auf den Leib geschrieben ist, in der sie immer wieder reüssiert haben von den Brettern, die die Welt bedeuten, auch mit hchanter ins Alltagsleben nehmen und hier dann freilich Damit viel Unheil anrichten können Wenn Schau- vieler mit 0 hübschem Freimut die Karten auf- )ecken und uns freundlich einladen hmemzuaucken, brauchen wir nicht zimperlich zu fein und dürfen lagen mit welch schmunzelndem Behagen wir Der Bekehrung eines „Unwiderstehlichen" beiwohnten. Diele Bekehrung — an eine Dauerheilung zu glauben, wäre freilich verwegen — das ist der Triumph des Tobias, Der als em etwas kurios geratener PylaDes in moDernem Gewände Den ^«unD, einen wahren Schwerenöter, vor feinem Gluck mit Der fünften Frau bewahrt. Ob aus Mitleid mit Dem weiblichen Geschlecht, das wie Motten Das Licht den „Unwiderstehlichen" umschwärmt, ob aus Freundestreue oder gar aus purer Eigenliebe, weil eine neue Frau diese seltsame Zweisamkeit nur stören müßte, das sind Fragen auf Die Herr Svend Rindom, der Autor, eine klare Antwort schuldig bleibt. Sie würde auch Das leichte Spiel mit Problemen befrachten, Deren knappe Andeutung schon hinreicht, Den witzigen Dialog, durch Improvisationen d?s Herrn Tobias alias Erle r anscheinenD aktualisiert und gewürzt, m Fluß zu halten Die । Hauptrolle hat eigentlich em Hund, eine Seele von» . um die Einzelausbildung oder Die Der Verbände ] handeln. Größter Wert wurde auf die Harte im , Ertragen von Anstrengungen gelegt. Pünktlichkeit, Ordnung und Sauberkeit, schärfste Disziplin, Kameradschaftlichkeit, Pflichttreue und ehrenhaftes Verhalten in und außer Dienst waren Gegenstände Der Erziehung. Auch Die geistige Ausbildung wurde in Dem täglichen Dienstunterricht und in der Belehrung bei Gefechtsübungen mit größter Gründlichkeit betrieben. Sie war schwerer als Die körperliche Aus- bilDung unD erforderte von Den Ausbildenden ein hohes Maß von Wissen und Können. Vielleicht wurde auf den parademäßigen Drill etwas zu mel Zeit verwendet, Die Der AusbilDung im FeldD lenst hatte zugute kommen können. Die Meinungen hierüber find aber geteilt, und viele alte Soldaten mögen auch heute noch Der Ansicht sein, Daß gerade Durch den Paradedrill mit seinen hohen Anforderungen an Genauigkeit Die eiserne Mannszucht gefordert wurde, Die für Den SolDaten im FelDe gur nicht hoch genug eingeschätzt werDen kann. ZeDensalls hat es sich im Weltkriege gezeigt, Daß auch Die Ausbildung im Gefecht Der unserer Feinde überlegen war. Daß sie auf beiden Seiten der neuzeitlichen Wafsen- wirkung in ihren Formen nicht voll gerecht wurde, soll nicht verschwiegen werden. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, daß die deutsche Wehrmacht seit dem Fahre 1871, abgesehen von unerheblichen Kolomal- kämpfen, keinen Krieg mitgemacht hatte, und daß sie Daher ohne lebendige Kriegserfahrung ms FelD zog. Gewiß waren gerade in der deutschen Wehrmacht die Kriegserfahrungen anderer Staaten, z. B. die Des Burenkrieges und des russisch-japanischen Krieges ; sorgfältig studiert worden und hatten auch ihren Nie- ' verschlag in Den Gefechtsvorschriften gefunDen, aber ' Die Voraussetzungen, unter Denen btefe Kriege ge» - führt worDen waren, unterschieDen sich doch wesenl- = [ich von Denen, Die bei Ausbruch Des Weltkrieges : vorlagen. Insbesondre war Die Ausstattung Der ’ betreffenDen Heere mit Artillerie ungleich geringer gewesen unD Die VerwenDung von Maschinengewehren hatte in Den ersten Anfängen gesteck. So mußte erst Der Krieg selbst Die Erfahrungen bringf" Hans Joachim Büttner hatte daslaunigs Spiel mit viel Sinn für das Erheiternde Dieses ironischen Selbstbespiegelung m Szene gesetzt. Hier unD Da hätten einige Dämpfer unD etwas mehv Tempo vielleicht Die Pointen scharfer l^erausge« bracht Büttner selbst spielte den Unwiderstehlichen" wirklich unwiderstehlich, em Liebhaber von einem gefährlichen Temperament, fi^esWr unö bedenkenlos. Sein sehr natürliches Sichaeben brachte der entwaffnend komischen Garderobenszene erp Die volle Wirkung. Der Freund Tobias war Walte« Erler, er hatte es nicht ganz leicht, für Die seh« locker angelegte Rolle Die Grenzen abzustecken, etf betonte Das Genialische Des verkannten Miment und brachte mit spaßiger Verschmitztheit die anzüglichen Reden, von Denen das Stuck lebt. Die grauen* Charaktere sind vom Autor etwas stiefmütterlich bedacht worden. Trotzdem fand sich Hilde Heinrich mit der in ihrer Verliebtheit nervös gewordenen Frau Ilse gut ab. Aber sie sowohl M.e HilDs K n e i p , Die ihre Arztfrau höchst martialisch herausgeputzt hatte, mußten, anscheinend über dis schnelle Sinneswandlung selbst am meisten perplex, mit einem gewaltigen Salto von einem J Gefühle in Das andere. Nicht sehr schmeichelhaft ist auch Die Rolle, die Der Autor Dem Hausherrn zu- qedacht hat. Herr Geiger zieht sich mit eine« gleichmäßig temperierten Liebenswürdigkeit aus De« etwas peinlichen «Situation. Karl V 0 Ick war etri sehr betulicher Garderobier, Anneliese Garbe em allzu burlesk angelegtes Zöfchen. Die Bühnenbilder^ von Denen Die Theatergarderobe mit besonderer Liebe und Sachkunde ausgestattet schien, hatte Karl Löffler geschmackvoll und zweckmäßig aufgebaut s Ein bis auf Den letzten Platz besetztes Haus nahm das heitere Spiel mit sichtlichem Vergnügen auf. | Dr.Fr. W. Lange, \ Da Der jetzige Krieg nun ein Jahr Dauert, hat man I wohl über Den Soldaten Dieses Krieges schon ein 1 ziemlich zutresfenDes Urteil gewinnen können, um 1 für Diesen Vergleich Die erforderliche Unterlage zu haben. Wir sind uns dabei Durchaus klar Darüber, Daß ein solcher Vergleich nicht aanz erschöpfend sein kann und Daß, wie fast bei jedem Vergleich durch Die verschiedenen Voraussetzungen, unter Denen er gezogen wird, das Bild etwas verschoben wird. Der Beurteilung des deutschen Soldaten des Weltkrieges wollen wir einige Urteile von Feindesseite und ein neutrales voranschicken: „Fürwahr , sagte der französische Marschall Fach, „noch nie ist ein besseres Heer in das Feld gezogen als das deutsche von' 1914." Der bekannte englische Oberst Lawrence äußerte sich in seinem Werk „Die sieben Säulen der Weisheit" bei seinen Bettachtungen zu Dem fluchtartigen Rückzug der Türken aus Pa- lästtna im September 1918, bei dem er beobachtet hatte, wie allein Die schwachen Deutschen Truppen- körper Des „Asienkorps" in voller Ruhe zuruck- gingen, sich nicht ergaben unD immer wieder Front machten, um Die rings um sie anbrandenden Massen Der Engländer und Araber mit wohlgezieltem Feuer abzuwehren: „Hier zum ersten Male war ich stolz auf einen Gegner, sie waren prachtvoll. Der Schweizer Historiker Hermann Stegemann endlich schreibt in seinen Schlußbetrachtungen zur Geschichte des Weltkrieges über Das Deutsche 5)eer: , Die Kriegsgeschichte wirD ihm, ob Deutschland auch Den Krieg verlor, zu allen Zeiten und vor allen Armeen Den Lorbeer reichen." Wie hoch unsere Feinde die deutsche Wehrmacht einschätzten, beweist wohl übrigens nichts Deutlicher als Der Teil Des Schandvertrages von Versailles, der Die militärischen Bedingungen enthalt und Der Die ganze Furcht einöeutig widerspiegelt. Die Die deutsche Wehrmacht ihnen einaefloht hatte. Um Die Vorbedingungen für Die Leistungen Der Deutschen Wehrmacht im Weltkriege beurteilen zu können, müssen wir uns mit ihrem Ersatz, ihrer AusbilDung und ihrer Ausrüstung befassen. Der Ersatz der beiden Wehrmachtstelle, Heer und Marine — von einer Luftmacht konnte man bei Beginn Des Weltkrieges nicht sprechen —, setzte sich aus körperlich unbedingt leistungsfähigen lungen Männern zusammen. Da leider Der wehrfähige Teil Der Bevölkerung nicht annähernd voll zum Weyr- Dienst herangezogen wurde, konnten die körperlichen Anforderungen sogar über das dringend „^forderliche Maß hinaus gesteigert werden. Darüber chn- aus tarnen noch jährlich Hunderttausende auglicher junger Männer infolge Reklamation, Auslosung oder wegen ganz unerheblicher körperlicher Fehler zur Ersatzreserve, die seit dem Jahre 1892 leider kerne Friedensausbildung genoß. In geistiger Hm ficht bürgte die allgemeine Schulpflicht dafür, daß Der Ersatz bis auf geringe Ausnahmen den Anforderungen genügte. In moralischer Hinsicht war für Die Sauberkeit der Wehrmacht dadurch gesorgt, daß Männer mit entehrenden Vorstrafen vom Wehr- Dienst ausgeschlossen waren. Es galt also auch Damals der Grundsatz, daß Wehrdienst Ehrenpflicht “^Äu^bil'iung betrifft,Jo würbe fie von einem Durch Jahrhunderte Litton zur höchsten Pflichttreue, zu einem gelauterten Ehrge fühl zu angespanntestem Fleiß erzogenen, hochgebildeten Offizierkorps unD einem gründlich ausgebildeten, ebenfalls zu Pflichttreue unermüdlichem Fleiß erzogenen Unteroffizierkorps getriftet. Die Gründlichkeit der Ausbildemg in beiden Wehrmachtsteilen war unübertrefflich, mochte^es^fich Von Wilhelm Scharrelmann. So unterfchiedlich die Menschen auch °ng°l°gt hm tnörtPn Die einem im Leben über den Weg laufen, so falten bi5l)er einer Darunter gewesen, Der au* ®Ä ’Ä'« - " I>! =1—eesss WHWZM SÄ«&US« darüber Dinaus °n§eÄrS‘e4ebb=rDeBn noch °°n den gSBW- tLMstMZW m3metf'elben Augenblick aber fiel ihm ein, datz er oor xmanjia Jahren durch eine leichtsinnig emge- qangenc Bürgschaft den schwersten gefchäftlichen Verlust fernes Lebens erlitten, und datz es langjähriger Entbehrungen bedurft hatte, ihn emigermahen wieDer auszuqleichen. Aber weit schlimmer als Der wirtschaftliche Verlust war Der seelische Druck gewesen Den er Damals zu überroinDen gehabt hatte unD Der ihn monatelang in Die Dumpfen NieDerungen Der Schwermut geführt hatte! Nur mit Grauen vermochte er Daran zu Denken, noch einmal roteDer Ae^iliches DurchleiDen zu müssen. Er bat Darum Den SchmieD es mit nur zehn Jahren bei Der Verjungung bewenden zu lassen. Ueber Diesen mehr gestammelten als gesprochenen Worten sah er plötzlich wie m e nem Zauberspiegel Das ganze Gewebe seiner bis- heriaen Lebenslage, bunt unD vielgestaltig wie ein Np ch. na sich liegen, von Hellen und dunklen ^üden durchwoben. Aber so ausmerksarn er das Ge- mpbe auch musterte, fanD er unter allen nicht ein ein^iaes Jahr, Das neben Den FreuDen, Die es ihm hatte9 erblühen lassen, nicht auch seine ForDerungen acstellt und ein gerütteltes Maß an Kummer und Losten mit sich gebracht hatte. Ob er wirklich noch rinmal wieder die K?ast aufbrachte, das eme um des anderen willen auf sich zu nehmen? Oder war er vielleicht so töricht gewesen zu glauben daß ihm in einem verjüngten Leben nur Lust unD FreuDen ! ba«"?Cr dagefeffen, stand aber jetzt vlötzlich unD mit einem Ruck vom Stuhle auf und reichte dem Alten die Hand zum Abschied, ernst. möchten, die ihm früher zuteil geworden waren, und er fragte den Schmied darum. Das wird schon so sein", nickte dieser, "Nmsite ich" Euch Doch sonst zu einem völlig anDeren Meuchen machen können — unD Das vermag nur Gott. Betreten blickte Der RcttsuchenDe vor sich meDer, wollte sich gber seine Bestürzung nicht merken lassen unD sagte: „Nun, vielleicht war ich Da vorhin Doch ein wenig unbescheiDen, unD Dreißig Jahre smD mehr a^s man^oerlang-n kann. Ich wäre auch fchon zu- frieDen, wenn Ihr mich nur um zwanzig junger OHL. unD Den Armeen Des rechten Flügels versagt und die OHL. ein unzutreffendes Bild von der Lags ^Un? fo bewunderungswürdiger war der Soldat von 1914, besonders der Infanterist, der trotz un- . genügender Unterstützung durch die Hllfswaffen immer wieder ungestüm angriff, ohne Verluste zu cheuen und nicht selten ohne Hoffnung auf Erfolg. Hier zeigte sich die ihm angeborene Tapferkeit aber auch die Erziehung zu Ehr- und Pfl'chtg«; uhl und vor allem Die rounDerbare Manneszucht. Als Dann Der entartete Krieg später zu Den furchtbaren Materialschlachten Der Drei folgenDen Krieasiahre führte, in Denen unsere Gegner erDrürfenDe Ueberlegenheit an Zahl an Geschützen, Munition, Flugzeugen und Kriegsmaterial aller Art einsetzten, Da zeigte Der deutsche SolDat, oft auf verlorenem Posten stehenD, hungrig unD Dürftig, verschmutzt unD verlaust, einen HelDenmut unD eine StanDhaftigkeit, Die m Der Geschichte aller Zeiten kein Beispiel kennt. In keinem Fall ist Der feinDlicfjen Uebermacht em Durchbruch qeqlückt, selbst an Dem schwarzen 8. August 1918 konnte Der tiefe Einbruch Des übermächtigen FemDes doch noch Durch tapfere kleine Abteilungen abgeriegelt unD eine Katastrophe verhütet werDen. Wo abet deutsche Truppen zum Angriff emgefcht wurDen^ auf Dem östlichen Kriegsschauplatz gegen Russen, Serben unD Rumänen, in Italien, enDlich auch bet Dett Anqriffsschlachten Des letzten Knegsiahres auf Der Westfront, errangen fie, meist trotz erheblicher zahlenmäßiger Unterlegenheit, Siege, wie sie kemer unsere« «Waffe gegen England. MSÄ-b s*ä®*** »■ «• n • ■ ■ • • «■ entgegen, rechts steht man den R-ichsmarfchall auf elnely^,;gite[ San9e. — Scherl-M.) ■__ i"^^Lenig betroffen kam dem Besucher über d^ser Gegenlril"'"einender schmerzlich. ^gnU^^bens runden wan^ SiÄfc»-SMtÄ*-* - * Feinde während des ganzen Krieges zu verzeichnen hatte. In hellstem Licht erstrahlt auch das Heldentum unserer Seestreitkräfte, der Kreuzer, U-Boote, der Hochseeflotte in der Skagerrakschlacht. Auch die junge deutsche Luftwaffe mit Männern wie Bölke, Jrnrnel- mann und Richthofen hat sich unvergänglichen Ruhm erworben. Der deutsche Soldat des Weltkrieges ist schließlich einer Welt von Feinden und dem Dolchstoß aus der Heimat erlegen, entscheidend im Kampfe besiegt ist er nicht worden. Er konnte die Waffen erhobenen Hauptes niederlegen. Das aber ist die Grundbedingung für die schnelle Wiedererhebung Deutschlands gewesen. Ein Volk, das auf eine militärische Katastrophe, auf eine Wehrmacht, deren es sich hätte schämen müssen, hätte zurückblicken müssen, wäre nicht in der Lage gewesen, in wenigen Jahren zu der stolzen Höhe zu gelangen, wie wir sie jetzt erleben. Und ist es nicht ein glänzendes Zeichen für den Geist des deutschen Heeres des Weltkrieges, daß dem deutschen Volke aus den Reihen seiner einfachen Frontkämpfer der Mann entstehen sollte, der es wieder zu Macht und Ehren geführt hat? Deutscher Frontgeist ist es, der diesen Mann und seine Mitarbeiter erfüllt und den er dem deutschen Volke einflößt. Früh-Germanisches aus Kopenhagen. Äon Or. Paul Rohrbach. Das Zeitalter der Bronze als Werkzeuge- und Waffenmetall hat im europäischen Norden etwa von 1500 bis 500 v. Ehr. gedauert. Welch eine Blütezeit der germanischen Frühkultur es gewesen ist, dafür sind die im Kopenhagener Museum auf- bewahrten Funde das eindrucksvollste Zeugnis. Wir haben keine genaue Vorstellung davon, wie die germanischen Bronzeleute gewohnt haben. Ihre Behausungen waren von Holz, und hölzerne Haus-Ueberreste erhalten sich nur in Ausnahmefällen über Jahrtausende. Wahrscheinlich waren die Wohngebäude rechteckig mit Wänden aus Flechfach- werk und einem von Ständern getragenen hohen Dach, unter dem das Vieh mit seine Unterkunft fand. Es muß auch Raum genug gewesen sein, um am Sitz eines Edelings das Gefolge zu Ratschlag und Umtrunk zu beherbergen. Besser unterrichtet sind wir über Kleidung, Schmuck und Bewaffnung. Die Männerkleidung bestand aus einem kurzen Wams, das die Brust deckte, auf dem Rücken mit Bronzeknöpsen geschlossen und durch einen Gürtel zusammengehalten wurde, darüber ein langer, oval geschnittener Mantel. Eine runde Mütze deckte den Kopf, Lappen und Ledersandalen die Füße. Der Stoff der Kleidung war wollenes Gewebe, an das mitunter eine Schicht Flausch aus seinen gezwirnten Wollfäden angearbeitet war. Hosen wurden nicht getragen, was damit Zusammenhängen mag, daß zur Bronze- zeit an den Ufern der Ostsee ein wärmeres Klima herrschte als heute. Die Durchschnittstemperatur des Jahres lag um 2 bis 3 Grad höher. Die Frauen trugen einen gegürtelten faltigen Rock, eine Jacke, ein Haarnetz und Fußbekleidung ähnlich wie der Mann. Es scheint, daß junge Mädchen nicht den langen in schweren Falten herabfallenden wollenen Frauenrock trugen, sondern ein kurzes, aus Fransen geknüpftes und doppelt um die Hüften gewundenes Röckchen. Daß solche Kleidungsstücke sich durch mehrere Jahrtausende haben erhalten können, liegt an der Bestattung vornehmer Toten in Särgen aus ausgehöhlten Eichenstämmen. Die Gerbsäure des Eichenholzes übt einen konservierenden Einfluß, sodaß sogar die Haare der Toten erhalten sind. Das prachtvoll gearbeitete Bronzeschwert wurde an einem Wehrgehenk über der Schulter getragen; auf dem Lanzenschaft funkelte die bronzene Spitze. Am Gürtel mochte ein Dolch hängen, der auch in Frauengräbern begegnet. Zum Männerschmuck gehörten schwere bronzene Halsringe; Armspiralen wurden von Männern und Frauen getragen. Erlesen schön sind die großen runden bronzenen Gürtelplatten der Frauen. Ein eigentümlicher Bestandteil der Frauenkleidung waren sogenannte Hängedecken aus Bronze, d. h. runde, am Gürtel hängende, kunstvoll ziselierte Deckeldosen, die geräumig genug waren, um Schmuckstücke, vielleicht auch Amulette, Nähzeug und dergleichen bei sich zu tragen. Die hohen Gestalten in ihrer reich fallenden Kleidung mit glänzendem Schmuck, die Männer mit ihrer Bewaffnung, müssen einen imponierenden Eindruck gemacht haben. Da es keine Städte gab, hat man sich die nordische Bronzekultur als eine kriegerische Bauern« und Edelingskultur vorzustellen. Manche aus dem Süden stammende Funde sprechen dafür, daß weithin reichender Handel getrieben wurde. Der Norden besaß den in den Südländern hoch bewerteten Bernstein und empfing dafür Erzeugnisse der südlichen Metallkunst und vor allen Dingen Gold. Unter den bronzezeitlichen Goldfunden im Kopenhagener Museum fallen schön gearbeitete goldene Schalen, Schöpfgefäße, Becher und Vasen auf, über die sich die Sachkundigen nicht einig sind, ob es sich um Schöpf- und Spendegefäße für einen kultischen Zweck handelt, oder um den zu festlichen Gelagen bestimmten Schatz eines reichen Edelings. Bei einer Ausgrabung wurden etwa hundert win- zig kleine aus dünnem Goldblech geformte Boote gefunden, die kaum etwas anderes dargestellt haben können als ein Opfer. Irland und Südeuropa waren die Hauptlieferanten des Goldes, das zusammengewickelt in Drahtform ins Land gekommen zu sein scheint und an Ort und Stelle zu Gefäßen und Schmuck verarbeitet wurde. Die Nahrung ruhte auf Ackerbau und Viehzucht, Jagd und Fischfang. Die am frühesten im Norden angebauten Getreidearten waren Weizen und Gerste. Ein noch nicht gelöstes Problem ist es, mann und wie die wichtigsten Haustiere und die meisten Getreidearten, deren wilde Urformen im Innern von Asien vorkommen, in unseren Norden «sind. Man hat auch schon etwas dem Bier eth Aehnliches zu brauen verstanden, denn in einem Frauengrabe wurde in einem Gefäß eine Masse gefunden, die sich bei chemischer Untersuchung als der Rückstand eines gegorenen Tranks erwies. Auf religiösem Gebiet muß der Dienst der Sonne herrschend gewesen sein. 1902 wurde in einem in Kultur genommenen Moor in Jütland beim Umpflügen in zerbrochenem Zustand ein merkwürdiges Sonnenbildnis gefunden. Es ließ sich aber sicher zusammensetzen. Auf einem sechsrädrigen Wagen steht die Sonnenscheibe mit einem davor- gefpannten Pferd. Der Scheibenkörper ist aus Bronze gearbeitet und mit Goldblech belegt. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Fund um ein als Opfer niedergelegtes Modell eines großen Prozessionswagens, der etwa zur Sonnwendfeier einhergezogen wurde. Sonnenverehrung findet sich auf primitiven Steinskulpturen der Bronzezeit dargestellt. Mächtigen Eindruck beim Kultus muß $er oröhnende Ton der Suren, großer gewundener Blashörner, gemacht haben, wundervoller Erzeugnisse des germanischen .Bronzegusses, von denen manche Stücke in so guter Erhaltung gefunden wurden, daß sie heute noch gebraucht werden können. Suren blasende Priester paarweise vor dem Prozessionswagen der Sonne einherschreitend, Roßopfer und Opferschmaus, der Meth in goldenen Schalen kreisend — so können wir uns die Sonnwendfeier der Bronzezeit vorstellen. Die Menge der in Mooren, Quellen und Brunnen niedergelegten Opferfunde, oft kostbare Bronzesachen, ist wahrscheinlich ein Zeugnis dafür, daß man sich dort mächtige Geister wohnend dachte. Kunst und Wissenschaft. Tagung der Hermann-Göring-Akademle. Die Hermann-Göring-Akademie der deutschen Forstwissenschaft beendete im Kaiserfaal der Salzburger Residenz ihre erste wissenschaftliche Tagung. Der Eröffnung hatten zahlreiche Ehrengäste beigewohnt, an ihrer Spitze Generalforstmeister Alpers, Reichsdozentenführer Dr. Schultze, der Ehrenkurator des Deutschen Forst- vereins, Ministerialdirektor Gheimrat Dr. Wappers sowie ein Vertreter des Reichserziehungsministeriums. Der Präsident der Akademie, Professor Dr. Baader ein Vertreter des Reichserziehunasministeriums. Der Vräsident der Akademie, Professor Dr. Baader (Göttingen), entwickelte ine Grundlagen sowie die Ziele und Aufgaben der Akademie. SJL-tfpoti ffm die Kriegserinnerungsplakette. L fitaffe. Watzenborn- Steinberg — 1900. Zum weiteren Spiel um die Kriegserinnerungsplakette empfängt die I. Mannschaft von Watzenborn- Steinberg am kommenden Sonntag die I. Mannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen. Nachdem Rod- heim am vergangenen Sonntag in Watzenborn- Steinberg nicht antrat, ist dies für die „Teutonen" das erste Heimspiel in diesem Wettbewerb. Das Treffen wird erst beim Schlußpfiff entschieden sein. Vor diesem Spiel stehen sich die Jugendmannschaften beider Vereine im Gesellschaftsspiel gegenüber. Auch hier ist bei der derzeitigen Spielstärke beider Mannschaften eine Vorhersage nicht möglich. Erstmals treten nach längerer Ruhepause die Schüler auf den Plan. Gegner ist die gleiche Elf von Burkhardsfelden. Garbenteich — VfB.-Reichsbahn. Vor einer nicht minder schweren Ausgabe wie am Vorsonntag stehen die Grün-Weißen, die in Garbenteich zum Rückspiel antreten müssen. Die Gastgeber konnten erst am Sonntag beweisen, was in ihnen steckt, und verloren nur sehr knapp. Diesmal spielen sie auf gewohntem Gelände und vor heimischem Publikum, ein Grund mehr für sie, sich mächtig anzustrengen. Die Teutonen mußten erkennen, wie schwer es ist, gerade in Garbenteich zu gewinnen, denn bis zur Pause hatten die Platzherren eine klare 5.1-Füh- rung herausgeholt, die sie zwar nicht halten konnten, aber trotzdem zeigten sie, was sie können. Die Grün- Weißen, die schon immer auf kleinen Plätzen nicht ihr gewohntes Spiel liefern konnten, werden sich sehr strecken müssen, um nicht zu unterliegen. Vor allem müssen sie auf der Hut sein und sich nicht zu Beginn des Spieles überraschen lassen. 1L fitaffe. Heuchelheim — Steinbach. Die Spiele der II. Klasse werden spannend, und noch steht der Meister nicht fest. Die Steinbacher, die am Sonntag nur durch einen Spielabbruch zu beiden Punkten kamen, werden diesmal in Heuchelheim erwartet. Im Vorspiel siegte Steinbach, aber diesmal sieht es für die Gäste nicht rosig aus,, denn die Platzherren find sehr stark geworden. Bei einem Sieg der Heuchelheimer wären beide Mannschaften punktgleich. Deshalb wird mit einem spannenden Spiel gerechnet, wobei wir den Platzherren die größeren Siegesaussichten einräumen. Grüningen — Klein-Linden. (Brüningen empfängt die Turner aus der Vorstadt zum fälligen Rückspiel. Im Vorspiel siegte Klein-Linden, auch diesmal sollten sie sich durchsetzen können, denn der Gegner hat stark nachgelassen. Handball im Mlv. Die Ergebnisse vom vorigen Sonntag sind: Mtv. 1. Jgd. — Tv. Dornholzhausen I 7:12 (3:9); Mtv. 2. Jgd. — Spvgg. 1900 komb. 4:14 (2:7). Am morgigen Sonntag spielen: Mtv. komb. — Tv. Heuchelheim komb.; Mtv. Schüler — Tv. Heuchelheim Schüler; Mtv. II — Tv. Grüningen I. Der Ausgang der Spiele in Heuchelheim ist un- Ö, da zur Zeit nichts über die Spielstärke der schäften bekannt ift In Gießen dürfte der To. Grüningen knapper Sieger bleiben, da den Gießenern noch die nötige Spielerfahrung fehlt. Leichtathletik des Tv. Heuchelheim. Auf Einladung des Kreises Friedbera fährt am morgigen Sonntag eine stärkere Mannschaft zu den bereichsoffenen Wettkämpfen nach Bad-Nauheim. In der Aktivenklasse startet Werner Schmidt im Weit- und Dreisprung. In der Jugendklasse wird wohl Artur Sack das Kugelstoßen nicht zu nehmen sein. Werner Kreiling uno Hans Rinn haben über 800 m gute Aussichten, Hagen, der bei dem Bezirks- Turn- und Sporttag in Gießen die 5000 m als Vierter hinter sich brachte, läuft diesmal 3000 m. Für Hoch-, Weit- und Dreisprung find Menges, Krieger und Rinn (Hans) gemeldet. Nach ihren Leistungen am vergangenen Sonntag müßten sie in die Entscheidung eingreifen können. Von den übrigen Teilnehmern werden persönliche Bestleistungen erwartet. Oie heimischen Leichtathleten in Bad-Nauheim. In Bad-Nauheim finden morgen auf der von- Tschammer-und-Often-Kampfbahn als Abschluß der diesjährigen Bahnveranstaltungen leichtathletische Wettkämpfe statt, die für die Bereiche Hessen und Südwest offen sind. Die Spitzenklasse beider Bereiche wird am Start sein. Für die Kämpfe der Männer und Frauen, die am Nachmittag zum Aus. trag kommen, liegen über 150 Nennungen vor, ll a. aus folgenden Orten: Kassel, Gießen, Marburg, Wallau, Hanau, Wetzlar, Friedberg, Frankfurt a. M. (Eintracht und Fußballfportverein), Darmstadt. In den einzelnen Disziplinen werden spannende Kämpfe stattfirkden, die einen interessanten Leistungsvergleich zwischen den beiden Nachbarbereichen ergeben werden. Am Vormittag werden HJ.-Wettkämpfe durchgeführt, für die fast 200 Meldungen eingegangen sind. Auch hier sind beste Kräfte am Start, darunter in größerer Zahl (Sieger und Endkampfteilnehmer von den Breslauer Kampfspielen der Jugend. VfB. - Reichsbahn Gießen und 19 0 0 Gießen werden mit ihren besten Männern, Frauen und Jugendlichen am Start fein, Dr. Luh wird am Kugelstoßen und am Diskuswerfen teil- nehmen. Freundliche Börse. Frankfurt a. M., 12. Sept. Die Börse verkehrte auch in dieser Berichtszeit wieder meist freundlich. Die führenden Aktien zogen durchweg weiter an, da Anlagekäufer am Markt waren. Der Steuertermin übte dabei nur geringen Einfluß aus. Allerdings schritt die Kundschaft hin und wieder zu Gewinnmitnahmen, wodurch vorübergehend die Aufwärtsbewegun-g abgestoppt wurde. Bevorzugt waren diesmal neben einigen Montanaktien vor allem Maschinenwerte, Bau- und Zellstoffaktien, während Elektrowerte, wie auch Chemische Aktien weniger stark berührt wurden. Per Saldo ergaben sich für die Berichtszeit wieder nennenswerte Kurssteigerungen; von Montanen Buderus etwa 2, Hoesch 3, Klöckner 4,50, Mannesmann 2,25, Rhein- ftcchl 2, Salzdetfurth 6 v. H., auch Ver. Stahl um 2 v. H. fester. Von Vauoktien waren nur Zement Heidelberg gut 1 v. H. schwächer, dagegen Berger 2,75, Holzmann noch 1 v. H. yöher, von Zellstoffaktien gewannen im Wochenverlauf Aschaffenburg 5, Wald Hof 2, Feld müh le Papier 4,50 v. H. Von Autowerten zogen Adler knapp 2, BMW. 3,50, Daimler 6 v. H. an, von sonstigen Maschinenaktien Dt. Eisenhandel 2, Rheinmetall 3, Metallges. 3,50, von sonstigen Werten Conti Gummi 5 v.H. an. Reichsbankanteile lagen zum Schluß 1 v. H. fester. Am Kassamarkt konnten Frankfurter Hof 5 v. H. gewinnen. Fest lagen auch Südd. Zucker plus 5 v. H. Am Rentenmarkt standen 4 proz. Reichs- schatzanweisungen, Folge 6, im Mittelpunkt des Interesses, daneben auch Steuergutscheine I. Die Altbesitzanleihe schwankte zwischen 154 und 155, Reichsbahn Vorzüge bei 127. Jndustrieobligationen lagen meist still, zeitweise zeigte sich etwas mehr Nachfrage. Hier stehen Neuemissionen noch immer im Vordergrund. Gesucht bleiben Pfandbriefe und Stadtanleihen bei knappem Material und kaum veränderten Kursen. Der Freiverkehrsmarkt war meist reckt freundlich, wobei weiter Sektaktien gefragt sind, Kupferberg Sekt zogen bis etwa 131 an. Tagesgeld lag weiter leicht bei unv. 1,75 v. H. Ortszeit für den 15. September. Sonnenaufgang 7 Uhr, Sonnenuntergang 19.40 Uhr. — Monduntergang 5.31 Uhr, Mondaufgang 19.06 Uhr. Ortszeit für den 16. September. Sonnenaufgang 7.01 Uhr, Sonnenuntergang 19.37 Uhr. — Monduntergang 6.36 Uhr, Mondaufgang 19.29 Uhr. Vollmond 16.41 Uhr. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! MWmM» Roman von Helene Kalisch Copyright 1939 by Prometheus -Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München 22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Kurz nach diesem Gespräch mit Frau Gehrke zeigt Erna wieder Versöhnungsbereitschaft. Dies ist Bergholz unangenehm und quälend. Merkt sie noch immer nicht, daß es bei ihm endgültig vorbei ist. Es ist ihm eine Pein, daß sie leidet, und er hat immer wieder eine Weichheit niederzukämpfen. Aber er kann ihr nicht mehr helfen, und er will es auch nicht. Am Tage vor dem Weihnachtsfest macht BerghÄz eine Bestellung in einem Blumengeschäft. Bei dem kurzen Wege begegnet er Käte Weber. Sie ist in Wintersportkleidung, trägt die langen, in einer Hülle steckenden Schier am Riemen über der Schulter und in der Hand einen kleinen Koffer. Sie sieht ihn nicht, sondern winkt einer Taxe, die im Bogen herumlenkt und vor ihr am Straßenrand halt. Während sie dem Fahrer Bescheid sagt, tritt Bergholz neben sie, sieht, als sie ihm das Gesicht zuwendet, das freudige Aufleuchten ihrer Augen. „Du bift's Hans! Ja, willst du denn mitkommen?" ruft sie mit einem kleinen Lachen. „Ach, Käte, so etwas Schönes ist mir doch nicht vergönnt! Aber da habe ich dich ja gerade noch erwischt, um dir Schi-Heil und frohe Feiertage wünschen zu können." Sie dankt ihm. Im geschäftigen Treiben der Straße stehen sie neben dem wartenden Wagen und plaudern ein paar Minuten. Wie hübsch Käte aussieht! Die rote Wollmütze paßt gut zu ihrer bräunlichen Haut und den dunkelbewimperten grauen Augen. Sie erzählt von ihrem Reiseziel, von dem gemütlichen Quartier, das sie schon einmal in der Weihnachtsferienzeit beherbergt hat. Ihn fliegt eine Sehnsucht an nach der winterlichen Reinheit des Waldgebirges, nach Freiheit und Unbeschwertheit. „Du bist zu beneiden, Käte!" „Findest du? ... Na, so reiße dich doch auch mal los von der Berufsgebundenheit, Hans! Ich glaube, es täte dir gut und — mir scheint es, auch nötig. Du findest doch sicher einen tüchtigen Vertreter — ganz abgesehen baöone daß in der Weihnachtszeit nur unter dernZwang äußerster Notwendigkeit jemand dich und deine moderne Folterkammer aufsuchen wird." Sie zieht die Lider schmal zusammen, mustert ihn prüfend, der frohe Ausdruck schwindet aus ihrer Miene. Er blickt an ihr vorbei, verfolgt mit unruhigem Blick einzelne Schneeflocken, die müde herniedertaumeln und auf dem feuchten Strahenpflaster zergehen. Sie bemerkt kleine scharfe Linien an feinen Mundwinkeln, die früher nicht da waren. Die ehemals frische Farbe [eines Gesichts ist jetzt gelblich- blaß, und die Augen sehen aus wie die eines Kranken, eines Süchtigen. Käte erschrickt bei dem seltsamen Gedanken und weist ihn mit innerlichem Erschauern weit von sich. Sie setzt zu einer Frage an, hält sie jedoch zurück und wartet auf feine Entgegnung. In sich verloren steht er neben ihr, als habe er ihre Gegenwart vergessen. „Geht es durchaus nicht, Hans?" fragt sie leise. „Wie meinst du? ... Ach so, nein, liebe Käte, es geht nicht." Noch einmal wechseln sie einen Händedruck; dann steigt Käte ein, und das Auto fährt mit ihr davon. Bergholz blickt ihr nach, bis sie im Gewühl anderer Wagen verschwindet. — Am Weihnachtsabend fehlt zum erstenmal der Lichterglanz in der Wohnung. Erna ist am frühen Nachmittag zu ihren Eltern gegangen. Die Techniker im Laboratorium und der junge Assistent haben früher mit der Arbeit Schluß gemacht. Bergholz ist allein in der Wohnung. Er kleidet sich für den Abend an und geht rauchend hin und her. Die Leere um ihn bedrückt ihn. So ^erwünscht es ihm erst war, allein zu fein, so beklemmend ist ihm dies jetzt. Von irgendwoher klingt Kinderjubel, Weihnachtslieder werden gesungen. Er steht eine Minute mit geschlossen nen Augen. Wie arm man ist ... Dann denkt er an Käte Weber, die fern von allem Großstadttrubel leichtfüßig über weiße Berghalden fliegt, gewandt und sicher, voll Freude am Sport und an der blinkenden Winterherrlichkeit der Bergwelt. Wahrscheinlich ist sie in dieser Stunde auch beim Kerzenschimmer im Kreise fröhlicher Sportgenossen — selber fröhlich und dabei doch geruhsam in sich selbst verschlossen. Er sieht sie vor sich, die ihm Heimat und Erlösung sein könnte, aber ihr Bild verblaßt vor dem der anderen, die ihm das lockende Abenteuer ist. In seine schweifenden Gedanken aber bohrt sich immer wieder die eine Frage: Was soll werden? ... Sie wird heute auch den Gehrkeschen Familienkreis beschäftigen. Ob sie nun endlich die Notwendigkeit der Trennung einsehen und die erforderlichen Schritte unternehmen? Er wünscht es inbrünstig. Es ist sein Bestreben, daß Erna die Scheidungsklage einreicht. Wenn sie zu chren Eltern zuriickaeht, und er leitet das Verfahren ein, muß er sie auffordern, zu ihm zurückzukehren. Das will er vermeiden, weil er sonst bestimmt mit ihrer Rückkehr rechnen muß. Er kann nicht auf und davon, ist durch seine Praxis gewissermaßen gebunden. Vielleicht gelänge es ihm, eine andere Wohnung zu finden, die Arbeit dort wieder anzufanaen. Aber dazu gehören Kräfte, die er jetzt nicht aufbringt. Alles das ift ihm jetzt wenig wichtig. Nur der Nervenfolter des Beisammen- seins mit Erna und der dauernden Gefahr der Zusammenstöße, der fürchterlichen, beschämenden Auftritte muß er entgehen, sonst treiben die Dinge einem schlimmen Ende zu. Aber tun sie das nicht sowieso? Gibt es da noch ein Ausweichen? Vor zwei Wochen hatte er Erna einen Brief auf den Nachttisch gelegt, in dem er sie bat, die Scheidungsklage gegen ihn zu erheben. Er hatte ihn in der Nacht vorher geschrieben und sich darin bemüht, jede Schärfe und Bitterkeit, alles Anklagende zu vermeiden. Sich nur allein hatte er für die Zerrüttung ihrer Ehe schuldig gesprochen. Viele gute Worte hatte er ihr gegeben, die nicht nur Worte waren, denn sie tut ihm ja in Wahrheit immer wieder leid. Jeder Versuch zu einer mündlichen Auseinandersetzung schlug fehl, wurde zu einem furchtbaren Auftritt. Wenn sie das Geschriebene las, konnte sie ihn nicht unterbrechen, seine Begründungen nicht durchkreuzen, konnte nicht ausfallend werden und ihm Beschuldigungen entgegenschreien. Beim Lesen mußte sie in sich aufnehmen, was er ihr zu sagen hatte. Aber dem so Gefürchteten und Verhaßten entging er auch damit nicht. Erna bekam Schreikrämpfe, daß die Patienten aus dem Wartezimmer davonliefen. Wieder kam ein tobendes Wüten gegen ihn, die Sturzflut von Schmähungen und Beschuldigungen in Gegenwart anderer, und wieder trat ein Zustand beängstigender, hochgradiger Erregung ein. Diesmal zielte der Anfall dahin, daß sie, als er sich über sie beugte, ihm ins Gesicht schlug, wobei die Brille zerbrach. Als er zurücktaumelte und das Taschentuch an das blutende Auge drückte, lachte sie schrill auf und drehte das Gesicht nach der Wand. Die Verletzung war zum Glück geringfügig. Ein Glassplitter war in das untere Lid gedrungen und hatte auch die Hornhaut ein wenig geritzt. Nur einen Tag lang trug er den Verband Und wie stets nach heftigen Ausbrüchen war Erna auch nach diesem kleinlaut und gedrückt. Wenn die hemmungslose und unbeherrschte Frau so etwas matt und abgekämpft war, kam er besser zu Worte. Ein verzweifelter Entschlußwille hatte ihn gedrängt, die Angelegenheit endlich zu bereinigen. Ihre Entgegnung blieb ein verstocktes, trotziges Nein auf alle feine Vorschläge. Er schwieg lange daraus; saß abgewandt, das verletzte Auge mit der Hand vor dem Licht beschattend. ,Zch kann nicht begreifen, weshalb du durch das verkrampfte, fanatische Anklammern an einen einmal begangenen Irrtum dir dein ganzes Leben verpfuschen und verderben willst! — Du, ein heiteres, lebenslustiges Menschenkind, dem noch manche Glücksmöglichkeiten gegeben sind?" sagte er dann leise. „Denn wie es zwischen uns geworden ist, das ist doch die Hölle! Und niemals kann es besser werden." „Weil du nicht willst!" „Nein, ich will nicht, und ich kann nicht!" Da stand sie auf, kam um den Tisch herum und blieb vor ihm stehen. „Und ich weiche nicht vor diesem aufgetatelten Weibe! Dieser Komödiantin!" raunte sie heiser. Nach einem kurzen Stummbleiben, bei dem er erblaßte, sagte er: „Du bist in einem sehr komischen Irrtum befangen, wenn du etwa glaubst, Frau Röhl habe die Absicht, mich zu heiraten." Ihre Augen sahen ihn feindselig und ein bißchen dumm an. In ihr war ein toller Wirrwarr von Vorstellungen. Sie wußte selbst nicht, was sie glaubte ober nicht glaubte. Von ihm forttretend, warf sie sich wieder in ihren Sessel und zog die Beine herauf. Wie ein zusammengekauertes Tier hockte sie da und starrte mit böse funkelnden Augen zu ihm hin. „Und wenn du dich auf den Kops stellst, ich gehe nicht aus meinem Heim! Das könnte dir so passen! ... Meine Eltern haben jedes Stück hier gekauft, haben auch im ersten Jahr die Miete bezahlt, als du noch nicht genug verdientest!" „Allerdings! Und mich haben sie dir auch gekauft, meinst du! Ich gehöre dir, wie die Möbelstücke da, die du wohl zerbrechen und vernichten kannst, aber niemals wieder herauszugeben brauchst, nicht wahr?" Er erhob sich und ging zur Tür, sah über dis Schulter zurück und setzte hinzu: „Wenn ich dich auch nicht zu überzeugen vermag, das Leben selbst wird dich belehren, wie verhängnisvoll du dich irrst." So war auch dieser Versuch mißlungen, Erna zn einer. Entscheidung zu drangek» KMsetzunA.ft)lgLj ff 'z< 'M ■ criftunaen herbeiführen. Hinsichtlich ihrer schädlichen Wirkung können mir zwei Gruppen unterscheiden, nämlich Pflanzen, di, nach Genuß schwere Vergiftungserscheinungen beim Menschen Hervorrufen, und solche, die ourcy Berührung unangenehme Hautkrankheiten verursachen. Grüner Knollenblätterpilz, unser ge ahrlichster Giftpilz, in verschiedenen Entwicklungsstadien. (Ausnahme nach Kallenbach.) Aus der Stadt Gießen Urahne. I Gefährliche Giftpflanzen unserer Heimat Ihre Kenntnis schützt vor Gefahren. Von Dozent ©r. Karl Heidt, botanisches Institut, Siesten. ** Vom B D M- Werk, Gruppe 2a/116 lLiteratur und Auslandskunde): Sonn- taa 15 9., um 10 Uhr Antreten an der Gummifabrik moppe & Co. Bei Regen fällt der Dienst aus. ^**Eine Ehrung zum 7 n m h 11 r < Klingspor anläßlich seines ^0. Geburtstages. Die Gefolgschaftsmitglieder hatten sich versammelt, um dem Jubilar ihre Glückwünsche darzubrin-gen. Eine Arbeitskameradm überreichte ihm mit einer Blumenspende ein Geschenk, zu dem die Gefolgschaftsmitglieder nach ihren Kräften bei- aesteuert hatten. Dabei dankte die Sprecherin dem Betriebssichrer für die stete Fürsorge und für das Verständnis, mit denen er immer seinen Arbeiterinnen entgegengekommen sei. Erfreut über diesen neuen Beweis der Anhänglichkeit und Zugehörigkeit dankte Kommerzienrat Klingspor den Gratulantinnen und sttftete jeder von ihnen ein Geldgeschenk zur Feier seines Geburtstages. (Strafkammer Gießen. singt die Titelrolle. Die Vertreter oer uoligr" Hauptrollen sind: Gabriele Possinke, Gertl Vogt, Gustav Braun, Harry Grüneke, Ernst Heck, Heinz Müller, Hans Albert Schewe. BuhnenblL: Karl Löffler. Chöre: Arthur Apelt. Tänze: Irmgard bis zu 5 Zentimeter Durchmesser, steckt ost tief im Laub und wird daher leicht übersehen. Dom oberen Teil des Stieles spannt sich in der fugend eine weiße bis blaßgelbe Schleierhaut nach dem Hurrand, welche die Blätter schützend verdeckt. Dieser Schleier reißt alsbald derart auf, daß ein häutiger R i n g am oberen Stielabschnitt zurückbleibt. Das Fleisch ist weiß, zart und weich, sein Geruch ist nicht unangenehm und in stischem Zustand kaum auffallend, erst beim Aelterwerden entwickelt sich bisweilen em widerlich süßlicher Duft. Die häufigen Vergiftungen kommen fast ausschließlich durch Verwechslungen mit eßbaren M- -en zustande. Meist wird er mit dem Champignon verwechselt, mit dem Grünling ober mit grünen Täublingen. Für den Kenner jedoch und nur er sollte sich mit dem Pilz-Sammeln befassen, sind die Unterscheidungsmerkmale deutlich genug so daß Verwechslungen ausgeschlossen sem sollten. -Der Champignon ist leicht an der anfangs rosa, spater dunkel-schokoladebraun werdenden Blattern aus der Unterseite zu erkennen. Weiterhin fehlt ihm die knollige Scheide am Stielgrund: der Geruch der Champignonarten ist angenehm würzig, oftmals anisarttg. Der im Kiefernwald wachsende Grünling (Grünreizker) ist einwandfrei an der gelben Farbe zu erkennen, die wir an allen Teilen finden, knollige Scheide und Ring fehlen ihm gänzlich, wie dies auch bei den Täublingen der Fall ist. Der gefährlichste Giftstoff des Knollenblätterpilzes ist das Amanitatoxin, dessen chemische Natur noch nicht sicher bekannt ist. Das Tückische bei den Knollenblätterpilz-Vergiftungen ist das spate Aus- treten der Vergiftungserscheinungen, wodurch die Heilungsaussichten sehr verringert werden. Die Giftwirkung äußert sich erst nach 6—40 Stunden mit Uebelkeit, .Magenfchmerzen, Erbrechen und cho- Stechapfel mit trichterförmiger Blute und unreifen Kapseln. — (Aufnahme: Dr. Heidt.) ist, daß man im Hoch- und Spätsommer Blüten unreife und reife Früchte zu gleicher Zeit an der Pflanze findet (s. Abb. 2). ~ Alle Teile der Pflanze sind giftig und enthüllen etwa 0,5 v. H. Alkaloide, in der Wurzel bis zu 1,7 v. H., und zwar überwiegend Hyoscyamm, daneben sehr wenig Atropin sowie Spuren von Scopola- min. Als D-rgistungsenfch-inungen Figm sich ne» ben anderen Unruh- bis zu den schwebte nAuf- r-llungszuständ-n, Delirien, Raserei <„T°ll -Kirsche) und Sinnestäuschungen der verschiedensten.Art Schwindel, u-belsein, auch Erbrechen, Erweiterung und Starre der Pupillen und Sehstorungen. Mondamin gibt es aus die mUei£ X bezeichneten Abschnitte de^'-M.) brottarte für Aiudepchis Trömel. Frohe Stunden durch KdF. Am nächsten Donnerstag bereitet die NSG. „Kraft durck Freude" wiederum eine besondere Entspannung vom Alltag. Unter dem Motto »Frohe Stunden bei Film und Funk" bringt sie eine Vorstellung, in der Hilde Meißner, Rotraud Richter, Harry G o n d i und andere Künstler mitwirken werden. Man darf wieder auf ein schönes Erleben rechnen, das den Besuche^ frohe Stunden bereiten wird. pflichtung her, die Warenabgabe abzulehnen, wenn für ihn erkennbar ein Unbefugter unzulässigerweise auf eine fremde Kleiderkarte oder einen fremden Bezugschein einkaufen will. Gießener Wochenmarktpreise. • ®ie6en,14. Sept Aus dem heutigen W°ch-n- markt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM., Matte 30 M, Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11)4, Kartoffeln, % kg 4,8, 5 ^8 48, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7, rote Rüben 8, Spinat 16, .^omlschkohl 10, (arün) 15 bis 18, (gelb) 20, Unterkohlrabi 7, ffrbfen 22 Tomaten 16, Zwiebeln 12, Rhabarber 10, lütbto Ä«t (■/--) 10, kg 15b.s 30 Galläpfel 4 bis 6, Birnen 20 bis 30, Zwetfchen 15 bis 16, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 40, Emmachgurken 1% bis 4, Endivien 5 bis 10, Dberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bund lOJRpf- Blühender Zweig des Bilsenkrautes. (Aufnahme: Dr. Heidt.) leraähnlichen Erscheinungen. Bei den geringsten Anzeichen einer Pilzvergiftung — und das gilt wr alle Vergiftungserscheinungen nach Genuß oder Berührung von Giftpflanzen — ist für sofortige ärztliche Hilfe zu sorgen. Unter den Samenpflanzen finden sich einige Giftpflanzen-Famllien mit sehr giftigen Arten. Hier wäre in erster Linie die Famitie der Nachstchatten- , gewächse mtt Tollkirsche (Atropa Belladonna), Bilsenkraut (Hyoscyamus mger) und Stechapfel (Datura Stramonium) zu nennen. Die Tollkirsch eist neben dem giftigen Fin- ftÄ SS1» besiedelt und hier oft massenhaft auftiltt. Der Grieche nannte sie der Giftwirkung wegen Attosw — nach der den Lebensfaden abschneidenden uner- bittlichen Parze Atropve, Die 2t°li°n°r.n schmmtte fick früher mtt dem rosenroten Saft der Tollkirfche und wurde so zur „bella donna1. Zur Entstehung dieses Namens mag auch noch die pharmakologische Reaktion des Wirkstosses Atropin beigetragen haben, die neben anderem in einer als schon Weiterung der Pupillen besteht Die Pflanze stellt einen stattlichen 1,50 bis 2 Meter hohen Strauch dar mit höchstens handgroßen San3r°™‘‘ gen, eiförmig zugespitzten, an den Aesten paarweise nebeneinander stehenden, dunkelgrünen Blat> fern. Die Blüte, hängen gestielt einzeln aus den Blattwinkeln herab und zeigen einen grünen fünf, zipfeligen, bleibenden Kelch und ein« braunmol-tte Mumenkrone, Di- Frucht M °me melsam.ge B-er- oom grünen Kelch gestützt nut erft Jjrnner b« der Reife schwarz glänzender Haut. Vergiftungen tre ten häufig bei Kindern auf, die sie der Form und Farbe wegen für Kirschen halten. Charakteristisch Aus Hamlet kennen wir die tödliche Wirkung vom „Saft verfluchten Bilsenkrauts^ Wie mehrere andere seiner Familiengenossen ist das Vilsen- kraut (Hyoscyamus mger), eine an Wegrändern, Dorfstraßen, an Hecken und Zäunen auf Schutt am besten gedeihende Giftpflanze, die im Mittelalter im Garten als Heilpflanze gezogen mürbe. Es ist ein ein- oder zweijähriges Unkraut mit rubem förmiger Wurzel und bis % Meter hohem einfachem oder verästeltem Stengel. Die Blätter sind eiförmig bis länglich spitz, grobbuchtig gezahnt und behaart. Die eiKitswendig stehenden Blüten zeigen einen becherförmigen, bleibenden grünen Kelch uni) et ne trichterförmige fünflappige, gelb gerbtef unb !blafe- violett geaderte Blumenkrone. Am Kelch sitzt die Frucht eine Deckelkapsel mit 200 bis 500 kleinen nierenförmigen hellbraunen Samen Die ganze Pflanze fühlt sich klebrig an und hat einen unangenehmen widerlichen Geruch. Früher ist die Pflanze auf dem Lande als Giftmordmittel oft durch Zigeuner vermittelt worden, weshalb sie auch Zigeune^ pflanze genannt wird und die Samen, wie auch Le des Stechapfels, als Zigeunerfamen bezeichnet werden. In allen Teilen der Pflanze finden sich als giftige Wirkstoffe Hyoscyamin und Scopolanim, vielleicht auch Atropin. Sie Deraiftungserschemun. gen sind ähnlich wie bei der Tollkirschenvergiftung, doch sind die zentralen Erregungserscheinungen geringer und können sogar fehlen. Güterwagen nur für den dringendsten Bedarf. Jeder Güterwagen wird jetzt für Zwecke der Landesverteidigung, der Rüstungsindustrie und> der V - sorauna der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern dringend gebraucht. Der bevorstehende Herbft- verkebr bringt noch erhöhte Anforderungen. Jeder Verfrachter muß es sich 3"r Pflicht machen, Guterwagen nur für den tatsächlichen Bedarf zu bestellen. Wenn ein Verfrachter mehr Wagen anfordert als er bei bester Ausnutzung des Laderaumes benötigt, um bann bei Zuteilung eines Teils dieser Wagen doch noch ausreichend versorgt zu f?in, Jo fcpabigt er durch seinen Eigennutz die gemeinwirtschaftliche Verkehrsbedienung. Um wlche Ueberforberungen zu vermeiden, werben die Wagenbestellungen von der Reichsbahn ständig nachgepruft. Die Verfrachter erleichtern der Deutschen Reichsbahn die bestmögliche Verteilung auf alle Verkehrtreibenden wenn sie von vornherein Wagen nur für den dringendsten Bedarf anforbert. Sott bet Kleiderkarie Der PH. N. in Hanau unb die M. F. in Alsfeld, beibe zur Zeit in Untersuchungshaft, waren des Meineids bzw. der Anstiftung zum Meineid beschuldigt, und zwar N. unter der Anklage, im Februar 1940 eine andere Person zur Begehung des Meineids angestiftet und am 25. April 1940 m einem Ehescheidungsprozeß vor dem Landgericht Gießen wissentlich einen Meineid aeleistet zu haben, die F. ebenfalls unter der Anklage, am 13. Fe- Für die zweite Reichskleiderkarte für Männer ist hie für die alte Karte gültig gewesene und noch gültige Einschränkung fortgefallen dnß Meterware *«. s-ä* * au nennenden Handwerker geliefert werden durfte. Meterware darf auf die zweite Reichskleiderkar e für Männer unbeschränkt abgegeben werden, wie dies auch bei den'anderen.. Kleider karten der Fall ist Es darf sich aber natürlich bei ber Jänner- karte nur um Meterware für den mannln - harf handeln. Es ist keineswegs Zulässig, Kiewer ftoff gegen Abschnitte der Metten Reichskleiderkarte ^Di7°F7chg?up7/B«°Lng, TettU und Leder hierzu m einer klärenden Verlautbarung fest, sei^erschiedentlich die Auffassung vertreten w°r. nur xur Deckung des Bsdarfs de- Karten, oder B-zugsberechtigung ^fur fI<^cr g(r^rEar'te ?i)cr des zelhandel leitet die Fachgruppe uavuu Die in der Presse in letzter Zeit sich häufenden Mitteilungen über Dergiftungserscheinungen nach Genuß ober Berührung giftiger Pflanzen oder Pflanzenteile lassen hn Sinne der Schadenverhutung nd Gesunberhaltung unseres Volkes einen Hinweis auf die Kenntnis unserer einheimischen Giftpflanzen ür bringenb geboten erscheinen. Im Spätsommer und Herbst ist mit dem Empor- schießen der Pilze und der Fruchtbildung der Giftpflanzen die Zeit gekommen, zu der die aus Unkenntnis der Merkmale beruhenden verhängnisvollen Verwechslungen zu schweren Erkrankunaen mit oft tödlichem Ausgang führen. Die Zahl der gefährlichen Giftpflanzen, die wir in unseren Waldern, auf Wiesen und am Wegrand oder im Garten finden, ist zum Glück sehr gering. Von ihnen sollen bei unserer Schilderung nur dieienigen berücksichtigt werden, die erfahrungsgemäß am hauftgsten -oer- hrnnrr xum 70 Geburtstag bruar 1940 in einem Ehescheidungsprozeß vor dem Donnerstag die^G-folgschaftsmitAe- Landgericht Gießen w.fsentüch -men. Meinest Weitaus an erster Stelle ist unter den bei uns vertretenen Giftpflanzen der Grüne Knollen- bl ä 11 e r p i l z (Amanita phalloides) zu nennen. Man findet ihn im Sommer und Herbst in Laubwäldern, Parkanlagen und dergl., besonders unter Eichen. Er ist der gefährlichste aller Glftpllze, auf den die meisten tödlich ausgehenden Pilzvergistum gen zurückzuführen sind. Im Jugendzustand (noch innerhalb der Erde) ist dieser Blätterpilz m eine dünne Hülle eingeschlossen, die durcy Streckung,tzes Stieles am Scheitel gesprengt wird und an der knollig verdickten Stielbasis als lappig oder urnenförmig zerrissene weiße Scheide Zuruckbleibt. Der Hut ist anfangs kegelig-glockig, spater breitet er sich mehr oder weniger flach aus; seine Färbung zeigt alle Abtönungen von gelbgrün, olivgrün, grau ober bräunlich bis blaßgelb oder auch rem weiß. Die Haut des Hutes, der 7 bis 12 Zentimeter Durchmesser mißt, ist leicht abziehbar, selten ist er von weißen, fleckenförmigen Resten der Hullhaut bedeckt wie wir es vom Fliegenpilz kennen Die Blatter (Lamellen) auf der Hutimtersette fmd weißlich bis blaßgelb, zuweilen aegen den Hutrand etwas zitronengelblich überhaucht. Der bis zu 16 Zentimeter lange Stiel ist schlank, zur Spitze hm etwas verschmälert Und zum Grunde hm plötzlich in Den Stielknollen erweitert. Der Knollen erreicht Die Vvrstellung der Operette „Paganmtt von Franz Lehar am Sonntag, 15. September, wird als Festaufführung zum 70. Geburtstage ihres Schöpfers ein besonderes Gepräge durch eine kurze Lehar-Feier erhalten. Die musikalische Leitung der Neuinszenierung hat Otto Solln er Die Spiel- ' ia Harry Grüneke. Christoph Reuland die Titelrolle. Die Vertreter der übrigen zum Meineid schuldig gemacht zu haben, im übrigen waren beide Angeklagte geständig. Der Anklagevertreter beantragte gegen N. eine Gesamtzuchthaus- ftrafe von zwei Jahren, gegen die F. eine Gefängnisstrafe von einem Jahr. Die Angeklagten wurden Zweig der Tollkirsche mit Blüte unb reifen Früchten. (Aufnahme: Dr. Heibt.) Sornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Wiener Geschichten". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebe, dumme Mama". _ Tageskalenber für Sonntag. Stadttheater: 19 bis 21.45 Uhr „PagamnA - Gloria-Palast, Seltersweg: „Wiener Eeschichten . 11 Uhr: Wochenschau-Sondervorstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebe, dumme Mama — Verein ehemaliger 116er: 17 Uhr ^Stadt Lich Ka- meradschaftsappell. — Obst- und Gartenbauverein. 15.30 Uhr „Burghof" Versammlung. „paganini" als Jeff Aufführung zum 70. Geburtstage Franz Lehars. Auf Schutt und Brachland gedeiht der Stechapfel (Datura Stramonium), der in manchen Gegenden ebenfalls als Zig-un-rpflanze be° zeichnet wird und von dem fahrenden Volk am Ende des 17. Jahrhunderts aus Südosteuropa emge- schleppt worden sein soll. Er ist eine krautige, 15 cm bis 1 m hohe Pflanze mit W wurzel und gabelästig verzweigtem Stengel Seme Blätter sind gestielt, kahl, eiförmig, zugespitzt und ungleich grobbuchtig gezähnt Die langen weißen trompetenförmigen Blüten stehen einzeln m den Astaabeln, mit langröhrigem, fünfspaltigem, grünem Kelch, der beim Verblühen derart zerbricht, daß ein stehkragenartiger Rest übrigbleibt. Die Frucht ist eine große, eiförmige, stachelige grüne, im Reifestadium braun werdende nut vier Klappen aufspringende Kapsel mit vielen kleinen schwarzen Gehalt derselben Giftstoffe, di- wir bereits bei Tollkirsche und Bilsenkraut kennengelernt haben, ist die Pflanze ebenfalls in allen Teilen giftig. Da im Stechapfel Hyoscyamin vorherrscht, kommt es zu ähnlichen starken zentralen Erregungserschemun- qen wie bei der Tollkirschenvergiftung. Gegen- Asthma werden die Blätter in Gestalt von Zigarren und Zigaretten (bzw. aus Tabak, der mit Stechapfelblättern gemischt ober mit einer Tinktur getränkt worben ist) geraucht. Vergiftungen smb auch durch übermäßiges Rauchen der Stechapfelzigaretten beobachtet worben. Als stolze Braut im farbenreichen Schmuck ihrer baulichen Tracht ist sie einst mit ihrem Hochzeiter zum Traualtar geschritten, voran die Musik und hinterher der festtiche Zug der Hochzeitsgäste aus zwei Bauerndörfern, während eine Glocke vom trauten Kirchlein die feierliche Kunde über die Ge- , markung trägt. Aus allen Häusern unb Gassen stehen sie in ihren Arbeitskleidern — nach Bauern- 1 brauch ist es ein Donnerstag — am Weg, der mit Blumen bestreut ist, und wollen die Braut sehen, die nun im „Unnerdörfer Hof" einzieht. Das ist nun schon lange her. Inzwischen haben die Enkel chre „Mamme" und die Urenkel ihre „Mutti", aber sie selbst ist zeitlebens die „Muotter" geblieben. Als starke Arbeitskraft lernte sie alle Wege ins Feld, alle Wiesen und Aecker und die dazu notwendigen Arbeitszeiten bei der Bestellung und der Ernte kennen. Und jetzt sitzt sie schon manchmal im Lehnstuhl unb lebt von ihren Erinnerungen, und die anderen leben mit davon. Unter ihrer sicheren, ruhigen Hand lassen sich andrängende Arbeiten in Haus, Hof und Feld leicht „ausenannerkraure und bis auf die Tagesaufgaben herab wieder „praktisch eanrichte", je nach Jahreszeit, Arbetts- träften und — dem Wetter. Ja, der Himmel: „Bei gout Wearrer kann e aalt Fraa mih Haa mache wäi bei schläächtem a gaanz Gemaa'n!" Und alle wissen, daß auch der Tisch zu seiner Zeit gedeckt ist, und daß es an heißen Tagen eine saftige Obstsuppe mit gebackenen Schnitten gibt. Und seit sie vor Jahren aus einem Frühstückskorb, der mtt Butter, Käse, Blut und Leberwurst für die Mannsleute draußen reichlich geschmückt war, ein verirrtes Stück Zervelatwurst kurzerhand wieder herausholte: „Doas eas kaa'n Wuorscht fir die Lehmekautl", war Diefer Schiedsspruch zwischen Alltag und festlicher Tazel rum geflügelten Wort in der Gemeinde geworden. Ihr Platz — an sonnig-warmen Tagen im Schatten des Hofes, am Herd oder Ofen, wenn's kalt wird — ist für jung und alt, groß und klein bis herab zum jüngsten Urenkel gleichsam zum „Hauptquarckler geworden. „Die Aalt hoat immer noach s Regiment!" hort man gelegentlich von spitzen Zungen. Aber als sie ihre Achtzig vollendete, ihre Heimat- zeitung in Bild und Wort ihrer aedachte, meinte ihre Enkelschwiegertochter: „Wann se noar noach e paar Joahr häi bleibt, ean wann se noar eam Seassel seatzt!" R B; B. beizutragen zum vollen deutschen Sieg. iGLORlfl . dann denken Sie an : l Selters weg 60, Telefon 2141. 4U0D 3965 D J ülelit UM an her Mm MMriMler-Mer! Wir üben die Praxis gemeinschaftlich aus: NI Reinhl Hans v. Soosten Heinz Rabbe Kanzlei: Gießen, Neuen Bäue 25 H. Fernsprecher 3548 «OflflD Marktplatz 2 3976 D 4083 D jfecter hilft mit! PPLOST Giessen H Vermählungsanzeigen bei Brühl. Schulstr.7 Nachdem ich als Rechtsanwalt bei dem Amts- und Landgericht Gießen zugelassen und zugleich durch den Herrn Oberfinanzpräsidenten Hessen in die Liste der Fachanwälte für Steuerrecht eingetragen worden bin, habe ich nunmehr hier in Gießen die Ausübung der Praxis aufgenommen. JMchslottcrit detNSDüP. für nationalt örbtih beschwer». „^inbeffr'Hörgern, den 14. September 1940. los von der es täte dir gut aH Du findest doch ganz abgesehen bar Schuh-Instandsetzung „HANSA“ e.G.m.b.H., Münster i.W., Windthorststr. 20, Ruf 26644-45 Ständige Vermittlung von Vieh aller Art« tFeft- und Weidevieh / Ferkel / Läufer / Pferde usw i trolldienst teilen sich mit dem beamteten Tierarzt dis Deterinär-Untersuchungsämter im Reich und vor allem die Wildforschungsstellen und Spezialinstitute, wie z. B. das Institut für Jagdkunde in Berlin. Für unsere engere Heimat und ihre Nachbarschaft ist das Veterinär-Pathologische Institut der Universität Gießen die zuständige Stelle. Für die Belehrung der Jäger und anderer beteiligter Volkskreise sorgt ein geeignetes Schrifttum (Wochenschriften und Lehrbücher). Wir erwähnen in diesem Zusammenhang ein von Professor Dr. Krause (Gießen) verfaßtes^ 1939 erschienenes Werk über „Pathologie und pathologische Anatomie des Nutz- und Raubwildes, sowie sonstiger wildlebender Säugetiere und Vögel", welches das gesamte bisherige Schrifttum berücksichtigt. Das Interesse an diesen Aufgaben ist in beit letzten Jahren ständig gewachsen und geradezu zu einer eigenen Wissenschaft geworden. Das ist nicht zuletzt auch dadurch zu erklären, daß Wildkrankheiten in gewissen Fällen auch auf Haustiere, ja sogar auf Menschen übertragbar sind. Wenn das Wild in Deutschland jetzt auch noch nicht beschaupflichtig ist, d. h. durch Tierärzte vor dem Genuß Untersucht werden muß, so wird der Wildmarkt doch ständig tier- ärztlich überwacht, und durch die Verordnung vom 5. Mai 1937 zum Reichsfleischbeschaugesetz ist für dis Untersuchung auf Trichinen eine wesentlich verschärfte Kontrolle eingeführt worden, so daß stets einwandfreies Fleisch von Wild für den Verbrauch geliefert wird. Die umfassende Ueberwachung des Wildbestandes und die Bekämpfung der Wildseuchen sind wertvolle Beiträge zur Sicherung unserer Versorgungswirtschaft und damit ein gutes Mittel zur Abwehr des von den Plutokraten Englands gegen unser Volk betriebenen Aushungerungskrieges. Mit dieser Tätigkeit recht sich die Wissenschaft von den Wildseuchen ein in die große Zahl aller Diener und Helfer unserer Volksgemeinschaft mit dem Ziel, mit allen Kräften! Einlagen Leibbinden Gummi- strümpfe 2977 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. das vornehme ,067D Familien - Cafe in Gießen wesWische vrollm;illlvielillerwertungsgenlillenlchllft MSG.Kralt dareh Freode ? Wetterau DANKSAGUNG. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem tiefen Leid, das uns durch den Heimgang unserer lieben Tochter Martha Düringer betroffen hat, danken wir herzlich. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Christian für die trostreichen Worte, für die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie allen, die ihr die letzte Ehre erwiesen. , . „ m - In tiefer Trauer: i August Düringer, Gastwirt und Familie. ■g'»6.000000 Dr. jur. K. Spohr, Notar Dr. jur. J. Spohr Dr. jur. G. W. Kalbfleisch Fachanwalt für Steuerrecht Rechtsanwälte Dr. jur. G.W. Kalbfleisch Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht Diehseuchenpolizeiliche Maßnahmen bei der Abnahme von Heerespferden. Zum Schutze des deutschen Pferdebestandes gegen Rotz sind wirksame Maßnahmen getroffen worden> die in der viehseuchenpolizeilichen Anordnung des Reichsministers zusammengefaßt wurden. Sie sind jetzt aus Anlaß der Abgabe von Wehrmachtspferden ergänzt worden. Danach unterliegen die aus Heeres- beständen abgegebenen, zu Zucht- und Nutzzwecken bestimmten Pferde der Dlutuntersuchung. Zu diesem Zwecke müssen sie an ihrem Bestimmungsort der polizeilichen Beobachtung überwiesen werden. Der Abnehmer von Heerespferden hat die Ankunft und die Weitergabe dieser Pferde unverzüglich der Ortspolizeibehörde anzuzeigen. Das gilt nicht nur für die Teere, die durch das Anfang August erfolgte Inkrafttreten der betreffenden Anordnung erfaßt werden, sondern für alle seit dem 1. Juli 1940 übernommenen Pfevde. Unsrer werten Kundschaftzur Kenntnis, daß unser Geschäft Marktplatz 2 ab 20. September bis auf weiteres geschlossen wird Schuhe können nachmittags zwischen 15 und 18 Uhr abgeholt werden Im Rahmen unserer Ernährungswirt- schaft auf dem Gebiete der Fleischversorgung kommt der Nutzbarmachung des Wildes besondere Bedeutung zu. Daraus ergibt sich, daß auch in dieser Zeit, wie schon in früheren Jahren, der Hege unseres Wildes, insbesondere seinem Schutz gegen Krankheiten und Seuchen fortlaufend große Aufmerksamkeit gewidmet werden muß. Dieser Aufgabe dient für unsere engere Heimat die Unter» suchungs- und Forschungsstelle für Wildkrank- helten und -Seuchen im Veterinär-Patholo- gischen Institut Gießen, die von Geh. Rat Professor Dr. Olt, emeritiert in Wiesbaden lebend, begründet und zu hohem wissenschaftlichen Rang geführt wurde, jetzt von dem Nachfolger Olts, Professor Dr. Dr. h. c. C. Krause, als Direktor • des Veterinär- Pathologischen Instituts der Universität Gie- ten geleitet und in den bewährten Bahnen es Begründers weiter in den Dienst der Volksgemeinschaft gestellt wird. Wir haben uns mit Professor Dr. Krause über die Nutzbarmachung des Wildes und die Arbeiten auf dem Gebiete der Wildkrankheiten und -Seuchen unterhalten. Die interessanten Ergebnisse der Unterhaltung sind in diesem Aufsatz zu- sammengesaßt. Die Bedeutung des Wildes als Faktor unserer Fleischversorgung mögen einige Zahlen andeuten. Im kleineren Deutschlandvvon 1914 wurde der Wildbestand auf 19 Millionen Stück geschätzt. Davon entfielen auf Rotwild 128 000, Damwild 78 000, Schwarzwild rund 60 000, Rehwild 1 326 000, Hasen 8 423 000, Fasanen 735 000 und Rebhühner rund 8 000 000. Seit jener Schätzung ist mit der wachsenden Größe des Reichsgebietes natürlich auch der Wildbestand zahlenmäßig stark gestiegen. Als kleiner Maßstab aus einem engbegrenzten Gebiet sei hier das Ergebnis der Strecke des Jagdjahres 1937/38 im Jagdgau Hessen verzeichnet. Es wurden in jenem Jagdjahre zur Strecke gebracht: 489 Stück Rotwild, 217 Stück Damwild, 16 902 Stück Rehwild, 406 Stück Schwarzwild, 42 919 Hasen, 15 257 Kaninchen, 4805 Fasanen, 26 977 Rebhühner, 5702 Enten, außerdem noch eine große Menge Raubwild, das in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung ist. Interessant ist auch eine Zusammenstellung, die der Stabsjägermvister Studienrat Ernst Hölzel (Gießen) im „Gießener Anzeiger" vom 13. Juli 1938, Nr. 161, über „Drei Jagdjahre im Kreise Gießen" veröffentlichte. Darin teilt er u. a. über die Strecke der Jagd im Kreise Gießen folgendes mit (umfassend die Jagdjahre 1937/38 bzw. 1935/36 bzw. 1936/37): Rotwild 2 Stück bzw. 0, bzw. 0, Rehwild 1544 bzw. 953 bzw. 1227. „Die hohe Zahl 1937/38 erklärt sich damit, daß auf Anordnung des Landesjägermeisters neben dem Abschuß des Zuwachses noch eine Bestandsverminderung um etwa 10 v. H. durchzuführen war. Die Strecke von 1936/37 dürfte etwa normal sein." Schwarzwild 7 bzw. 7 bzw. 3, Hasen 3736 bzw. 2859 bzw. 2080. „Die Zahlen veranschaulichen sehr gut den Ausfall eines schlechten' Hafenjahres." Rebhühner 1898 bzw. 702 bzw. 1383, Fasanen 209 bzw. 16 bzw. 152, Wildenten 216 bzw. 60 bzw. 223, Ringeltauben 119 bzw. 42 bzw. 50. Die Detie Arbeitsfront Kreisdienststelle des Verbrechens des Meineids schuldig erkannt und verurteilt: N. unter Freisprechung im übrigen zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr, die F. ebenfalls zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr. Dem Angeklagten N. wurde auf die Strafe ein Monat, der Angeklagten F. zwei Monate und zwei Wochen Untersuchungshaft angerechnet. Die seitherige Unbestrastheit Der Angeklagten wurde strafmildernd berücksichtigt. Der A. K. in Ober-Mockstadt hatte einen Strafbefehl über 150 RM. erhalten wegen der Beschuldigung, im Frühjahr in Ober-Mockstadt gebrauchte Möbel verkauft zu haben, trotzdem ihm durch Verfügung des Landrats der Handel mit gebrauchten Möbeln untersagt war. Gegen den Strafbefehl legte der Angeklagte Einspruch ein. In der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Nidda wurde er überführt, und es blieb bei der im Strafbefehl erkannten Geldstrafe. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Zum gestrigen Termin war er trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht erschienen. Seine Berufung wurde daher dem Antrag des Anklagevertreters gemäß verworfen. Der wirtschaftliche Wert des Wildes ist aber mit der Lieferung von Fleisch nicht erschöpft, ein großer Teil der Jagdbeute — nämlich Rot- und Rehwild, Schwarzwild und Hasen, ferner vom Raubwild die Füchse — kommt auch noch für die Versorgung des Ledermarktes und des Rauchwarenhandels in Betracht. Die hohe Bedeutung der Jagd läßt denn auch die Arbeit zum Schutze unseres Wildes vor Krankheiten und Seuchen dringend notwendig erscheinen. Durch die Maßnahmen zur Aufartuna des Wildes wird eine erhebliche Qualitätsverbesserung erstrebt, deren Nutzen auch in der besseren Beschaffenheit des für Ernährungszwecke verwendbaren Wildes in Erscheinung tritt. Eine ständige Bedrohung des Wildbestandes bilden aber die Wildkrankheiten bzw. -Seuchen. Die Wildkrankheiten im engeren Sinne spielen dabei eine verhältnismäßig kleine Rolle, da das Wild in freier Wildbahn gegen Krankheiten, auch örtliche Infektionen, durch die natür» liche Widerstandskraft des Tierkörpers stark gefeit ist, so daß Verletzungen und Schußwunden, auch Knochenbrüche, von selbst verheilen. Anders ist es bei den Wildseuchen. Hier wirken sich die klimatischen Schäden, wie z. B im vorigen Winter oder lange und starke Regenfälle, empsindlich aus. Durch derartige Witterungsunbilden kann ein Wildbeftand unter Umständen stark mitgenommen werden. Nicht alle Wildseuchen sind eigentliche Infektionen oder von Tier zu Tier übertragene ansteckende Krank- feiten. Solche Seuchen kommen zwar vor, sind aber doch etwas seltenes. Wesentlich wichtiger aber sind bei den sog. Wildseuchen tierische Schmarotzer, z. B. Würmer in der Lunge, im Magen, Darm und der Leber, Hauptparasiten ufw., die das Wild stark schwächen und sogar xum Tod des Tieres Anlaß geben können, zumal solche Parasiten verschiedener Art an mehrere^ Organen des gleichen Tieres vorzukommen pflegen. Außerdem können diese Schmarotzer Wegbereiter für Infektionen mit pflanzlichen Mikroorganismen werden und so Massensterben verursachen, wie z. B. bei der Nagerseuche der Hasen oder den bakteriellen Infektionen beim Rehwild nach Lungen- und Magenwurmseuche. Ein Beispiel für eine seuchenhafte Erkrankung durch Uebertra- guna von Tier zu Tier unmittelbar oder durch sog. Zwischenträger bildet die Gemsenräude, die gerade im Frühjahr 1940 große Verluste im Gemsenbestand hervorrief. Die eigentlichen Epidemien, wie Wild- und Rinderseuche, Milzbrand, Tollwut, Maul- und Klauenseuche, die im 18. Jahrhundert verheerend unter dem Wildbestand wüteten und an denen Tausende von Stück Wild zugrunde gingen, sind heute eine große Seltenheit geworden. Der Kampf gegen diese Feinde unseres Wildbestandes wird durch die Ueberwachung des Wildes im Reich viel ausgeprägter als früher und mit allem Nachdruck geführt. Die Grundlagen hierfür schuf vor allem das neue Reichsjagdgesetz vom 3. Juli 1934, das dem Jäger und Forstbeamten die Anzeige von Wildseuchen dem Kreisjägermeister gegenüber zur Pflicht macht, der im Einvernehmen mit dem beamteten Tierarzt die erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen trifft. Die Feststellung der Krankheit und der Todesursache bleibt letzten Endes stets Aufgabe des tierärztlichen Sachverständigen. In diesen KonMorgen Sonntag, 15.Sept.,vorm. IlUhr Wochenschau-Sondervorstellung u.a. Der Führer im Berliner Sportpalast-Panzerglas - Saarländer kehren heim — Bataillon Feld- herrnhalle heimgekehrt - Das große Aufräumen im Westen - Englische Minen werden.unschädlich gemacht - Italienischer Bombenangriff - Totale Blokade um England 4098a Kampfgeschwader gegen England Vorher Wiederholung: Zwischen den Schlachten Erwachsene 0.40, Wehrmacht und Kinder 0.20. Die beliebte „Erika“ ist prompt lieferbar Generalvertretung Baums & Treibig Gießen, Bahnhofstraße 26 Ruf 3700 (neben dem Lichtspielhaus) Amtsgericht Gießen. Ein Mann in Gießen hatte einen Strafbefehl über 20 RM. erhalten, weil er am 1. Juli während eines Fliegeralarms ein Fenster seiner Wohnung nicht verdunkelt hatte, so daß der Lichtschein ins Freie drang und weithin sichtbar war. Gegen den Strafbefehl legte der Mann Einspruch ein. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde der Angeklagte zu einer Geld st rase von 20 R M. verurteilt Dazu kommen noch die Kosten des Gerichtsverfahrens. Ein Mann in Marburg hatte einen Strafbefehl über fünf Monate Gefängnis erhalten. Er war beschuldigt, am 8. Februar 1940 vor einem Standesamt wissentlich eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben zu haben. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten. Die Strafe wurde auf drei Monate Gefängnis ermäßigt. Strafmildernd wurde der Umstand berücksichtigt, daß der Angeklagte aus Scham handelte und er feinen persönlichen Vorteil hatte. Der P. Z. aus Frankfurt a. M., z. Z. ohne festen Wohnsitz, war beschuldigt, in der Gegend zwischen Wetzlar, Frankfurt und Gießen als Landstreicher umhergezogen zu sein und sich seinen Unterhalt durch Betteln beschafft zu haben. Der Angeklagte war geständig. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde er zu einer Haftstrafe von vier Wochen unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt. Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte wurde darauf hingewiesen, daß er im Wiederholungsfälle mit Einweisung in ein Arbeitshaus zu rechnen habe. Ohne Laden und ohne Schaufenster bieten wir als bedeutendstes Fachgeschäft Oberhessens eine Auswahl von ca. 50 Pianos, Flügel, Harmoniums die Sie sich unverbindlich einmal ansehen sollten. Alleinvertretung: Sechsteln, Steinway 6 Sons (der echte Steinway), Seiler, Thttnner und andere bekannte Marken. Ankauf, Verkauf, Vermietung, Reparaturen und Stimmungen in sorgfältigster Ausführung. ^qD ROBERT SCIHICmiAW Hochpart. 76 (rechte Seite in Richtung Bahnhof, schräg gegenüber vom Wehrbezirkskommando). Um Verwechslungen zu vermeiden, bitten wir genau auf unsere Firma und Haus-Nr. 76 zu achten. Kein Ladengeschäft! Wildseuchenbekämpfung dient der Volksernährung Eine Unterredung des Gießener Anzeigers mit dem Direktor des Veterinär-pathologischen Instituts der UniversitätGießen Haben Sie einen Bezugschein für eine Kleinschreibmaschine.,!? 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