8reltag,I4-ZuniM0 Annahme von Anzeigen Mr die Mitttrasnummer bis8'/>UhrdesÄormittags Grundpreise Mr 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Ps., Text anzeigen von 70 mm Breite 60 Pf. Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse Mengenstaffelö Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. [90. Jahrgang Nr. 139 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter i Heimat im Bild DieScholle \ Monats-B ezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 ObneJllustrierte * 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernfvrechanschluß 2251 Drabtanschrrft: „Anzeiger" , Postscheck11688^rankf^M. Gietzener Anzeiger vrühlsche UnioersltSKdmckerel B. £beistoßend — deutsche Truppen. Narvik, Drontheim, Bergen, Stavanger, Egersund, Kristiansand, Arendal unb Oslo wurden besetzt. In Narvik mußte der Wider- tand norwegischer Seestreitkräfte, in Drontheim, Kristiansand und vor allem in Oslo die Küstenvertei- bigung durch die Kriegsmarine, die Luftwaffe und gelandete Stoßtrupps des Heeres niedergekämpft »erben. Die Heldentaten, die dabei von deutschen Führern und ihren Einheiten, sowie von einzelnen Soldaten vollbracht wurden, bleiben einer späteren Berichterstattung vorbehalten. An ihrer Spitze wird :ür immer der heroische Kampf und Untergang des h o r st für die Organisation und Leitung der gesamten Landoperationen, dem Generaladmiral Saalwächler, dem Admiral Earls und dem Vizeadmiral Lütjens für die Vorbereitung und den Einsatz der Kriegsmarine, sowie dem Admiral Boehm für den Ausbau der Küstenverteidigung. Dem Generaloberst Milch, dem Generalleutnant Führerhauptquartier, 13. Juni. (DNB.) Hach dem siegreichen Abschluß der Kämpfe um Narvik gibt des Oberkommando der Wehrmacht iber den Verlauf der militärischen Opera- ,ionen in Dänemark und Norwegen lusammenfassend folgendes bekannt: Die Pläne der Alliierten, auf dem Wege über r Skandinavien dem Krieg eine für sie günstige Wendung zu geben, waren dem OKW. seit langem begannt und zwangen dazu, einen blitzschnellen Hegenschlag vorzubereiten. Teile des Heeres mb ber Luftwaffe, fowie die gesamte Flotte wur- >en daher zur Vorbereitung einer einheitlichen Ak- ifon unter persönlicher Leitung des Führers ;usammengefaßt. Nach wiederholten flagranten k—*-J------- xm--------"ch bri- ner Regierung nach kürzeren Gefechten an der Nrenze reibungslos durchführen. In Norwegen Auf Seetransport oder sonst vermißt 2375. Die Kriegsmarine hat drei Kreuzer, zehn Zer» störer, ein Torpedoboot, sechs Unterseeboote und etwa 15 kleinere Kriegs- und Hilfsfahrzeuge verloren. Die Luftwaffe büßte 90 Flugzeuge beim Einsatz gegen den Feind und durch Notlandung in See ein. 27 Flugzeuge wurden durch Notlandung über Land und durch feindliche Einwirkung am Boden beschädigt. Schwerer Schlag für England. Der Feldzug in Norwegen hat die englifcheBlockadefronlzerbrochen. Grohdeutschland ist im Besitz der strategisch wichtigen Landungsstellen gegenüber Englands Ostküste. losen Soldaten, deren Heldentum der weit leider so otf verborgen bleibt. Ich übermittele den Ausdruck der st o l z e n wunderung des deutschen Volkes Kämpfern von Narvik. Sie alle, 'die dort im hohen Norden zusammenstanden, Soldaten der ostmärkischen Berge, Besatzungen unserer Kriegsschiffe, Fallfchirmtruppen, Kampfflieger und Transporter-Piloten, werden in die Geschichte eingehen als beste Repräsentanten Höch st en deutschen Soldatentum e s. Dem Generalleutnant Dietl spreche ich für das ehrenvolle Blatt, das er dem Buch der deutschen Geschichte eingefügt hat, den Dank des deutschen Volkes aus. Führerhauptquartier, 13. Iuni 1940. gez.: Adolf Hitler. Führerhauptquartier, 14. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat an die in Norwegen zum Einsatz gekommenen Soldaten der drei Wehrmachtsteile folgenden Tagesbefehl gerichtet: Soldaten! Der Feldzug in Norwegen ist beendet. Der britische Versuch, sich dieses für Deutschland lebenswichtigen Raumes zu bemächtigen, ist dank Euerem Todesmut, Euerer Opferbereitschaft und Euerer zähen Beharrlichkeit gescheitert. Ich habe die höchsten Anforderungen an Luch stellen müßen. Ihr habt sie mehr als erfüllt. Ich spreche meine Anerkennung und meinen Dank der Führung aus: Dem General der Infanterie von Falken- der feindlichen Flotten. DiedeutfcheKriegsmarine fügte den britischen und französischen Flotten folgende v e r l u st e bei: Tagesbefehl des Wrerö an die Norwegen-Gruppe »Beste Repräsentanten höchsten deutschen Soldatentums.'' birgstruppen im Kampf mit norwegischen und englischen Bataillonen und dem außerordentlich schwierigen Gelände den Weg bis nach Fauste und B o d ö , das, über 500 Kilometer von Drontheim entfernt, am 1. Juni erreicht wurde. Das Ringen um Aarvik. Damit war die nördlichste Basis gewonnen, von der aus über völlig wegeloses und hochalpines Gelände der bedrängten Gruppe Narvik auch zu Lande die notwendige Hilfe gebracht werden sollte. Diese war inzwischen von einer fast fechsfachen Ueber- legenheit, von See aus, in den beiden Flanken und im Rücken, angegriffen worden. Engländer, französische Alpenjäger, polnische Gebirgsschühen und starke Teile der norwegischen 6. Division versuchten die schwachen deutschen Kräfte einzukesseln und zu vernichten. So muhten die Küstenstellungen — und am 28. Wai auch die Stadt Narvik — aufgegeben werden, aber in den Bergen beiderseits des Rombakken- Fjords und an der Erzbahn konnte der Feind den Widerstand dieser stahlharten Truppen und den unbeugsamen Willen ihres vorbildlichen Führers nicht brechen. So hielten sie stand, einzig und allein durch die Luftwaffe unter- stützt, mit allem Notwendigen nur spärlich versorgt und durch abgesehte Gebirgs- und Fallschirmjäger ergänzt und verstärkt, immer wieder durch Gegenangriffe sich Luft schaffend, bis die deutschen Kampfverbände von ihren weit nach Norden vorgetriebenen Flugplätzen aus die Verluste der feindlichen Kriegs- und Handelsschiffe bis ins Unerträgliche steigerten. Da erst gab der Feind auch dieses letzte Stück norwegischen Bodens auf. In seinen Rückmarsch stießen am 8. Juni deutsche Seestreitkräfte und vernichteten den Flugzeugträger „Glorious" mit feinen beiden Begleitzerstörern und Trans- port- und Handelsschiffe mit einem Tonnen- gehalt von fast 30 000 Vruttoregistertonnen. Zu Torpedoboote und einige Unterfeeboote fowie viele kleinere Fahr- Lerletzungen der Neutralität Norwegens durch lische Seestreitkrafte löste ein unmi11el Ich sage diesen Dank besonders jenen namen- - - - * Mi- Kreuzers „Blücher" stehen. Die Sicheruna der gewonnenen Siühvuntte. Am 21. April waren die gewonnenen Stützpunkte ausgebaut, gesichert und nach allen Seiten erweitert, der Raum um Oslo befriedet, die befestigte Zone Fredrikstad-Askim in deutscher Hand, Kongswinger»genommen und die Landverbindung von Oslo über kristiansand nach Stavanger hergestellt. Weiler nördlich befand sich die Bahn von Drontheim bis zur schwedischen Grenze und ostwärts Narvik der größte Teil der Erzbahn in deutscher Gewalt. Nachdem es den Engländern gelungen war, die zum Schuhe des Hafens von Narvik herangefahrenen Küstenbatterien zu versenken, konnte der Einbruch überlegener britischer Seestreitkräfte in den Ofotenfjord nicht verhindert werden. Ihnen fielen un f ere Z e rst ö re r nach tapferem Widerstand, nachdem sie erst ihre letzte Granate verschossen und dem Gegner schwere Verluste zugefügt hatten, zum Opfer. Die Besatzungen reihten sich dann als willkommene Verstärkung in die kleine Schar unserer Gebirgsjäger ein, die sich an der schneebedeckten felsigen Küste festkrallten und in den folgenden Wochen dem schweren Feuer feindlicher Schiffsgefchühe und allen Landungsverfuchen trotzten. Drontheim gelandeten deutschen Truppen bei Stoeren, 50 Kilometer südlich Drontheims, die Hand. Ä Damit waren die britischen Operationsplane gescheitert. Fluchtartig zogen sich die Engländer auf Andalsnes zurück, um fich dort unter den verlustbringenden Angriffen der deutschen Luftwaffe, große Wengen an Waterial und Vorräten im Stich laßend, wieder einzuschiffen. Am 2. Wai hißten unsere Truppen in Andalsnes die deutsche Flagge. Luser Vormarsch nach Norden. Don Drontheim aus hatte schon am 25. April eine deutsche Abteilung mit Unterstützung leichter Seestreitkräfte die Enge von S t e i n k j e r genommen und dort dem von Namsos ausgehenden feindlichen Vorstoß Halt geboten. Mit den inzwischen eingetroffenen Verstärkungen wurde der Vormarsch nach Norden unverzüglich weiter fortgesetzt. Aber die in Namsos gelandeten britischen und französischen Kräfte nahmen den Kampf nicht mehr an. Unter schmählichen Umständen ließen ie d i e Norweger im Stich und schifften ich ein. Erst daraufhin streckten auch diese verbittert die Waffen. Am 6. Mai wurden Grong, Nam- o s und M o s j o e n von unseren Truppen genommen. Don dort aus bahnten sich nunmehr Ge- bar drohender Handstreich der englischen Flotte die Operationen am 9. April beim Morgengrauen aus. Sie begannen mit dem Einmarsch Iber die deutsch-dänische Grenze, sowie mit der Landung in zahlreichen Häfen und Flughäfen Dänemarks und Norwegens. Ihr Ziel war, diese beiden Länder dem Zugriff unserer Feinde als Basis für eine strategische Umfassung von Norden ber und für die wirtschaftliche Erdrosselung Deutsch- ands ein für allemal zu entziehen. Die Sicherung Dänemarks ließ sich noch am 9. April infolge Lande wurden Narvik und Elvegards- moen wieder befehl und am 10. Juni die Kapitulationsverhandlungen zwischen dem deutschen Oberkommando in Norwegen und dem norwegischen Oberkommando unterzeichnet. Die gesamten, noch vorhandenen norwegischen Streitkräfte legten die Waffen nieder. Der Feldzug in Norwegen ist seitdem zu Ende. Die Kriegsmarine löst unmöglich erscheinende Aufgaben Sein besonderes Gepräge erhält der Feldzug als eine Wehrmachtsoperation, die in bisher unbekanntem Ausmaße Teile des Heeres und der Luftwaffe mit der Kriegsmarine unter einheitlicher Führung zum taktischen Einsatz brachte. Die Kriegsmarine hat eine bisher u n - möglich erscheinende Aufgabe gelöst. Sie hat unter verwegenem Einsatz von Schiffen und Besatzungen, weit entfernt von den eigenen Stützpunkten und fast unter den Augen der stark überlegenen britischen Flotte, eine Landungsoperation in den durch zahlreiche schwere Küstenbatterien geschützten Häfen teils erzwungen, teils überraschend durchgeführt. Sie hat in einer gewaltigen Transportleistung von rund 2,3 Millionen Bruttoregistertonnen die Masse der deutschen Seestreitkräste und ihres Nachschubes in ununterbrochenem, dichten Seeverkehr nach Norwegen übergeführt. Das geschah trotz andauernder Flankenbe- drohung durch die weit überlegene britische Flotte und des Einsatzes zahlreicher feindlicher Unterseeboote. An dem Gelingen dieses Massentransportes waren — gestützt auf die größeren Einheiten — besonders unsere Torpedo-, Minensuch- und Minenräumboote, Unterseebootjäger und Schnellboote, Geleitfahrzeuge und Vorpostenboote in Tag- und Nachtdienst und in engem Zusammenwirken mit Küst en fliegerverbänd en beteiligt. Der Erfolg ist um so höher zu bewerten, als die zum Teil der englischen Küste gegenüberliegenden Zielhäfendem Gegner bekannt und die engen Gewässer des Kattegats und des Skagerraks passiert werden mußten. Handelsschiffsbesatzungen haben in wochenlangen Fahrten mit der gleichen freudigen Opferbereitschaft wie die Soldaten der Kriegsmarine ihre Pflicht erfüllt. Bei D r o n t h e i m und Bergen beteiligten fich leichte Seestreitsträfte, an verschiedenen Stellen, besonders aber beiNaroik an Land gesetzte Marineabteilungen in hervorragender Waffenbrüderschaft an den Operationen und Kämpfen des Heeres. Die Küste in ihrer weiten Ausdehnung wurde durch übernommene und neu zugefügte Batterien stark zeuge fichergestellt. Die Lustwaffe der ausschlaggebende Faktor. Die Luftwaffe erwies sich in Norwegen als der ausschlaggebende Faktor für das Gelingen der Operation. Sie hat die Hauptlast des Kampfes gegen die unserer Kriegsmarine zahlenmäßig weit überlegene feindliche Flotte getragen und sie allein vermochte bis zum 10. Juni der vereinsamt ohne jede Land- und Seeverbindung kämpfenden Gruppe Narvik Nachschub, Verstärkung und Entlastung zu bringen. Sie hat den für die zukünftige Entwicklung entscheidenden Beweis erbracht, daß keine noch so starke Flotte im nahen Wirkungsbereich einer überlegenen feindlichen Luftwaffe auf die Dauer operieren kann. So ist es der deutschen Luftwaffe gelungen, die in ber Nähe der norwegischen Küste nach unserer Landung auf- und ab- tehenden feindlichen Seestreitkräfte zu vertreiben. Den feindlichen Schisssbewegungen, sei es zur Landung bei Namsos oder Andalsnes, oder beim Abtransport von dort, fügte fie ungeheuere Vertu sie zu. Ihr stolzester Erfolg war dabei die Vernichtung eines englischen Schlachtschiffes am 3.Wai im Seegebiet von Namsos. Die rasche Besitznahme von Oslo und Stavanger schon am 9. April war nur durch den Einsatz von Fallschirmjägern und Luftlandetruppen möglich. Kampfund Sturzkampfflieger erschütterten die Besatzungen der feindlichen Küslenballerien im Oslofjord und in kristiansand und beschleunigten deren Uebergabe. Wie immer griff die Luftwaffe auch in die Erd - kämpfe wirksam ein, so zwischen Oslo und Bergen und vor-allem zwischen Oslo und Drontheim, unterbrach die rückwärtigen Verbindungen und störte den Nachschub. Bevor die Landverbindung zwischen Oslo und Drontheim hergestellt war, hat sie viele tausend Mann an Verstärkungen nach Drontheim übergeführt. Sie hat mit ihren Jägern und Zerstörern vom ersten Tage anden Luftraum beherrscht und vor keinen noch so großen Schwierigkeiten bei der Neuanlage von Flugplätzen zurückgeschreckt. Daß der heldenmütige Widerstand der Gruppe Narvik mit einem vollständigen Sieg endete, ist neben den großen Erfolgen auf dem westlichen Kriegsschauplatz dem Einsatz der Luftwaffe zu danken. Der Erfolg ihrer Kampfhandlungen spiegelt sich auch in den Verlusten des ©egners wider. Es wurden vernichtet: 87 feindliche Flugzeuge, ohne die auf den britischen Flugzeugträgern befindlichen, die am 25. Wai im Ofotenfjord und am 8. Juni im Nordmeer versenkt wurden, 28 Kriegs- und Hilfskriegsschiffe mit etwa 90 000 Tonnen, 71 Handelsschiffe mit etwa 280 000 Tonnen. Außerdem wurden 80 Kriegs- und Hilfskriegsschiffe sowie 39 Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt. Die Divisionen des Heeres haben, abgesehen von den französischen und englischen Kräften, sechs norwegische Divisionen zerschlagen, gefangengenommen, zur Kapitulation 1 gezwungen oder über die schwedische Grenze ge- ' roorfen. Die deutschen Verluste. Die eigenen Verluste der Wehrmacht betragen an Offizieren, Unteroffizieren und Mann- gefallen 1317 verwundet 1604. Der Gegenschlag des Feindes. Noch waren die Kämpfe mit Teilen verschiedener norwegischer Divisionen in den Hochgebirgstalern putschen Oslo und Bergen im Gange und die notwendigen* deutschen Verstärkungen zum Angriff aus 5em Raum um Oslo in Richtung Drontheim erst m Anmarsch, als die Alliierten zum G eg e n- Schlag ausholten; unter stärkstem Einsatz von Seestreitkrästen und Handelsschiffen warfen ste m Andalsnes, Drontheim und Harstad Truppen an Land. Ihre Absicht war, den erlahmenden norme g i f ch e n Widerstand n e u 3 u b e I e b e n Droncheim durch konzentrischen Angriff von Norden und Süden her wieder zu nehmen, die schwache deutsche Kampfgruppe im Raum von Normt zu vernichten und — wie aus vorgefundenen englischen Befehlen einwandfrei hervorgeht — bei günstiger Gelegenheit gegen das sckwedische Erzgebiet von Moore vorzustoßen. Dieser Versuch fand überall rin klägliches Ende. , m _n. Zunächst scheiterten unter schweren Verlusten alle Anstrengungen des Gegners, der d e utfchen Luftwaffe die Herrschaft über den ”ormegt- chen Raum streitig zu machen, an der putschen Jagd- und Flakabwehr. Dann warfen sich> un13 e deutsche Regimenter — von der Luftwaffe hervorragend unterstützt — auf die -md englischen Kräfte, die versuchten, die Verem gung der von Oslo nach Norden und von Dran - heim nach Süden angreifenden putschen Kampfs gruppen zu verhindern. Unter ^enzerstö- verhältnißen, alle Sprengungen wld Bruckenz.?ri lungen überwindend, wurde der Femd 1 Lirgstälem von Enge zu Enge geworfen, und schon um 30. April reichten sich die M Oslo und in AttON x Helmond KOZENDAAl DÜHflDF. €,A SOU MU Wltth 'Lj (reifte ’OURNAI oemoiou* \ ßincht9 HARLEROU Hfl •HNdAVS e iipndinitrp MevfiNttati tttgKt LMU Chaumont EYREüXV' Bernau •film Rw) Manne x (MRTD« ETAMDES Karte mit dem Verlauf der Front nach dem OKW.-B ericht vom 13. Juni. — (Scherl-Bilderdienst, Berlin.) Dörfer jenseits der großen Straße. Sonntags- 6er Aus dem Gefechtsstand eines Panzerkorps Rouen, ers e n M.ülADBAfU • RMEYD Ovvilie TNaucdt' st Mi hin :'MjbDflBUD6 ■X.lw.^en_7. Mahlzeit auf dem Tisch, wir sehen den Brief, der gerade mit der Postmarke beklebt werden sollte, wir finden vollgepackte Einkaufstaschen vor den Ladentischen, wir sehen fertig gepackte Wagenkolonnen mit allem Inventar des Flüchtlingselends. Sie WU iBroadifairl WMJÜn. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch (links), und Generaloberst von Reichenau (Mitte) bei einer Besprechung. — (PK.-Schrnidt-Atlantik-M.) vunroeo^ Wifl s DIEDENHOEfN l * •& g- ^„fulimg loweilfl 3m raschen Fortschreiten. Die Marne an vielen Stellen überschritten. — Ehalonö genommen. — Lieber -vMortagne Longng Oer deutsche Gewaltmarsch zur Seine. Das französische Volk weiß heute noch nicht, weshalb schwarze Divisionen fein Land verwüsten Don Kriegebenchter Irowein. TRIER / rh die Seine zurück. Sie sprengen die Brücken in und südlich Jetzt hieß es, dem Feind an den F still liegen die Höfe. Rur das Vieh streift auf den Weiden. Ganze Herden von Kühen stehen stur auf der Straße und brüllen nach der Hand, die sie pflegt und wartet. Hier geschieht es einem jungen Leutnant von der Flak, daß er vor einem der heckenbestandenen Wege einen Bauern trifft. Der Mann begrüßt ihn mit den Worten „Ah, enfin les Anglais!“. Endlich sind die Engländer da. Das freudige Gesicht verliert aber im gleichen Augenblick die Farbe. Die Hände formen sich zur bittenden Gebärde, als ihm im durchaus geläufigen Abiturienten-Französifch ge. antwortet wird: „Rein, diesmal find es d i e Deut» scheu!" Und da mußte diesem Manne, in dessen Haus noch friedlich ein Dreiröhren-Apparat die letzten „Siegesmeldungen" aus Paris verkündete, erst klar gemacht werden, daß die Deutschen nur auf Soldaten schießen, nicht aber auf verblendete und im Banne Pariser Vorstellungen lebende Bauern, auf deren Rücken Herr Reynaud , den Krieg austrägt. Solange wir über Frankreichs Straßen marschieren, so lange beschäftigt uns auch die Frage: Wie sieht es drüben aus? Der schnelle Vormarsch hat ] uns so viele Anhaltspunkte geliefert, fo viele Ein. ; blicke in Fühlen und Denken des Poilu, des ge- flüchteten, gegeben, daß wir darüber nicht mehr im Ungewissen sind. Wo ist jenseits der Feuerlinie die Kraft, die unsere Männer zu ihren Leistungen befähigt? Wo ist die Führung, die in schweren Stun. den Frankreichs die Energie zusammenfassen kann?' Wo ist das gemeinsame Ziel? Wo offenbart sich der Wunsch der kämpfenden Bataillone des Gene, rals Weygand und der vernichteten Existenzen aus den Flüchtlingsgebieten? Wo wir mit Franzosen sprechen, wo wir die weinende Klage der verlas» jenen Frauen anhörten, da gab es nur die eine Frage: „Ca ira vite?" — Wird der Krieg schnell zu Ende gehen? Hört das sinnlose Blutvergießen auf? Hinter die» ser Frage steht für uns die Gewißheit, daß das französische Volk bis heute nach nicht weiß, weshalb schwarze Divisionen sein Land 6er Verwüstung preisgebe n.^ Heute sprachen wir mit einem gefangenen Korporal aus Paris, der vor zwei Tagen aus einem Sonderurlaub an die Front zurückkehrte. Er hat die schweren An« griffe unserer Bomber auf die Flughäfen rings um Frankreichs Hauptstadt miterlebt. Er hat eine verzweifelte Frau mit ihren Kindern zurückgelassen. Er sagte uns: „W eshalb das alles? Wes« halb der Krieg, wenn unsere Offiziere den Generalen des Führers nicht gewachsen sind? Wes» halb Verdunkelung, wenn die deutschen Bomber bei Tage über Paris ihre Ziele treffen? Ich habe an dem Ganzen kein Interesse mehr. Ich will nur meine Frau und meine Kinder lebend Wiedersehen! So viele Briefe haben wir gelesen, so viele Män» ner und Frauen aus dem französischen Volk ge» sprachen, daß wir sagen können: Drüben tritt die Verzweiflung ihr Regiment an. Aus dem Tal der '©eine steigt der Abendnebel herauf. Ein Gewitter kündigt sich an. lieber die • Hänge, auf den Straßen, längs der Wiesen nahen die deutschen Spitzendivisionen. Schweiß fließt, Motoren kochen, Pferde quälen sich bergan. Heute nacht noch wir6 6eutsches Eisen drüben sein Ziel suchen. Und Frankreich? Jetzt bereut es den 3. September 1939, den Krieg. ..., 13.Juni. (P.K.) Der deutsche Infanterist sicht an der Seine. Weygands Dertetdigungs- tim« wird in der nächsten deutschen Wochenschau zu sehen sein. Unsere Regimenter stehen im Herzen Frankreichs. Diese Wasser dort unten haben Rotte Dame in Paris gesehen! Wir wissen eines und sind stolz 6arauf: An der unteren Somme, zwischen Amiens und Abbeville, sind bayerische Infanterie-Divisionen die Herren des Schlachtfeldes gewesen. Sie trafen besser als isrankreichs Kolonialelite, sie schossen Weygands chwerste Panzer ab. ©ie hielten der feindlichen Irtillerie stan6. Gestern noch war der Tag heiß und blutig. Er erforderte die Beherztheit eines jeden einzelnen Mannes, Mut, Draufgängertum, Opferbereitschaft und Geistesgegenwart. Dann aber lösten sich die Siten des Feindes von unseren vordersten Tei- ie Aufklärer meldeten: Sie gehen bis an BETHUNE »vtHDlH»*-***' o/ruu--/- Henin »Amind _ Pont PontrEvequtAuam eBtonou bleiben. Er durfte keine Zeit haben, er mußte unser Schwert im Nacken spüren, und die gleichen Regimenter, die sich seit Wochen durch Blut und Feuer der Sommeschlacht durchgekämpft hatten, die Aeichen Männer, die seit Tagen keinen Schlaf kennen, immer gewärtig der schwarzen Heckenscyützen und des flankierenden Feuers schwerster Panzer, sie traten den Vormarsch an. Worte können nichts sagen, was die Männer heute geleistet haben. Worte können nichts widerspiegeln, was von ihnen verlangt wurde. Möglich wurde der Gewaltmarsch zur Seine iy dem Bewußtsein, daß hier die Entscheidung heranreift, die aller Opfer wert ist. Jeden Fußbreit dieses Landes durchschreiten wir mit dem Gefühl, daß in den vier Jahren des Weltkrieges kein Deutscher die Ufer der Seine kämpfend erobert hat. Alle spüren es, daß dies nicht mehr der Raum ist, in dem die französische Strategie seit Jahrhunderten Schlachten geschlagen und Siege aus der Verteidigung erfochten hat. Alle wissen es, dies ist Frankreich selbst, sein Herz, sein lebendiger Körper, das die Wucht unseres Vorstoßes erobert. Hier zeigt sich, wie die Kraft des Siegesbewußtseins dem Körper Leistungen ab ringt, die später in der Ge- schichte sich ebenbürtig den größten Derfolgungs- schlachten des Jahres 1914 an die Seite stellen werden. Komm mit mir an die große Vormarsch- straß erstelle dich in die Reihen der auf Seiten- wegen wartenden Kolonnen und sieh unsere Mürtningen . Chateau e _ \. latim lll/t •Dieior j; WNEYIUE^ oxy GerbevUtpr''" \ Senati «MN Infanterie marschieren! Sieh her, sie sind alle müde zum Umfallen, sie haben wunde Füße und halten wenig vom Gleichschritt. Aber sieh diese Gesichter. Du findest keinen mürrisch verschlossenen Mund, kein dumpfes Dahertrotten, kein Schimpfen und Fluchen im Staube der vorbeijagenden Fahrzeugei sieh diese beiden Gefreiten, sie haben aus Taschentüchern und rotweiß tarierten Bettzipfeln Turbane geknüpft, die gegen die Sonne schützen sollen. Sieh dir den Mann mit dem vierkantigen Schädel in der nächsten Rotte an. Er hat feine Maschinenpistole geschultert und trägt in der Rechten gravitätisch einen Regenschirm. Jetzt rettet der Kompaniechef im Galopp die Front der Züge entlang. Er ruft: „Noch 18 km!" — Die Nachricht läuft von Mund zu Mund weiter. Sie wird ausgenommen unter dem Motto: Gestern glaubten wir nicht, daß wir bis hierher laufen könnten. Aber auch die letzte Kilometerstrecke macht uns nicht bange. Aber nicht nur die Infanterie marschiert unter größten Strapazen. Die Männer am Lenkrad haben den gleichen schweren Weg. Immer wieder bleibt nur ein zentimeterbreiter Spalt zwischen den vor- und zurückrollenden Kolonnen. Immer wieder findet ein eiliger Kradmelder feinen Weg über Kartoffeläcker und hohes, bülchiges Gras. Die Drahtzange liegt bereit. Links und rechts der großen Straße zur Seine gibt es Findige, die neue Wege suchen, um Meldungen schneller an ihr Ziel zu bringen und Kolonnen sicher in ihren Bereitstellungsraum zu führen. Die Sttaßen unseres Vormarsches sind ein Gradmesser für den Wert des Feindes von morgen, der uns jenseits der Seine erwartet. Er hat keine Sekunde Zeit gehabt, er hat die Brücken unversehrt und die R i ch t u n g s w e i s e r an den Straßenkreuzungen unbeschädigt gelassen. Wir lesen überall noch Rückzugsbefehle für die gewichenen Regimenter. Nur die zerschossenen Panzer fehlen diesmal an der Rückzugsstraße. Wieviel intakte Panzerdivisionen kann Herr Weygand uns noch entgegenftellen? Die ausgebrannten Stahlfärge in Flandern, im Artois, vor Amiens und Abbeville helfen ihm nicht mehr. Grausam und unerbittlich ist der Krieg über die Städte und Dörfer im ehemaligen Etappengebiet des Feindes nie6ergegangen. Ueberall stehen die Feuerfäulen zerstörter Siedlungen am wolkenlosen Himmel. Die Zivilbevölkerung, Bauern und Beamte und Kaufleute, haben bis auf wenige Greife und Kranke unseren Vormarschraum verlassen müssen. Wir sehen die angerichtete sind zurückgeblieben. Die schwarzen Truppen haben Frankreichs Bauern im Laufschritt mit nach hinten genommen. Noch unheimlicher ist das Geschick (IlLllN EMS camo ■ DMippe UPUNi f schleusen OUIK ' INC Bauieu ROHBAU M6INWM lOUTNEND N 1 BOVPS randvIKten Alun Tourt Br tJHiqnu Raver • II Mief lomillu Momenta FONTAINE - (amiiw i» litt GuildtORO RflüAlt _____ ____ :<<<<<<en trllll ent qh. Abendm^ lieber fr esen nabet i ieifc flies,, gan. heiri! i sein Zit! den 3. öy1 utfg Unsere Flieger schießen 20 Sperrballons ab Groß- und Kriegshafen Le Havre brennt. Don Kriegsberichter Dr. Ehrhard Eckert. 6,1 6 [ D°n b«. M 'M irl °v «l . -Deut. 'N des,.. ’«Qt V d)e" Nll, Jtei)nQU| marlt^ ra9e: Ti. n°rsch ' des ne 1 wehr,, erilnie bi, ungen be ;en > Ifen tanpi Jbart |h des (Be„6 ttijjen aui Franzosk, 'er Derlei, r bie EH r ftr{(1 hinter bib ' daß ba B- weehez mb b»3 ? sprach« ius ^orifl 'urlaub Deren ft» ** i . loö0!’ len. «d "ft pot|r Kl -le einen Angriffsversuch auf einen Flugplatz in -er Rahe von D r o n t h e i m unternahmen. Vereinzelte Bombenabwürfe des Feindes in Vorddeutfchland trafen keine militärischen Ziele. Die Gesamtoerlusle des Feindes in der Luft betrugen 19 Flugzeuge; hiervon wurden 6 im Luftkampf, 9 durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 4 eigene Flugzeuge werden vermißt. Lines unserer U-Boote versenkte beim Angriff auf einen starken feindlichen Geleilzug mehrere Dampfer. 34 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet. Berlin, 13. Juni. (DHB.) Nördlich Paris hat eine deutsche Kavallerie-Division von 40 Panzerkampfwagen 34 vernichtet. Bei Orontheim neun britische Flugzeuge ab geschaffen B e r l i n , 13. Sunt. (DNB.) Nachträglich wird be- kanntaegeben, daß bei den Angriffsversuchen britischer Flieger am 12.6. auf einen Flugplatz in der Nähe von D r o n t h e i m nicht vier, sondern neun feindliche Flugzeuge im Luftkampf ab- geschossen worden sind. Kampftätigkeit auch am Oberrhein. Berlin, 14. Juni. (DNB.) Auch an dem bisher verhältnismäßig ruhigen Teil der deutschen Front :ebt die Kampftätigkeit auf. Wie vom Oberrhein und aus dem Gebiet anderSchweizerGrenze gemeldet wird, beschoß die feindliche Artillerie einzelne Ortschaften, ohne militärischen Schaden anzurichten. Das Feuer wurde daraufhin von deutscher Seite erwidert. Fünf neue Ritterkreuzträger der Luftwaffe. 13. Juni. (PK.) Frankreichs Groß, und Kriegshafen Le Havre brennt! Wie in Dünkirchen steigt eine schwarze Qualmwolke breit auf und überzieht den Himmel viele Kilometer weit. Die Sonne kann nicht mehr durchdringe n, die Strahlen werden abgefan^en, und die Stadt liegt auch am hellen Dag im düsteren Däm- Reue Gemeinheit feindlicher Flieger. Brandbomben auf die Stadt Soest. Berlin, 13. Juni. (DNB.) Von deutscher Seite ft wiederholt festgestellt worden, daß britische mb französische Flieger bei ihren nächt- Ichen Einflügen in deutsches Reichsgebiet ihre Bomben plan- und wahllos abwerfen inb Leben und Eigentum der friedlichen Bevölke- 'ung gefährdet und zum Teil vernichtet haben. Die Feststellung dieser Tatsache stieß von Fall zu Fall ::uf eine „entrüstete" Ablehnung durch die Feinde Deutschlands. Sowohl von amtlichen, als auch privaten Stellen unserer Gegner wurde wiederholt versichert, daß ihre Flieger nur wichtige militärische Ziele mit Bomben angriffen und bereits beträchtliche Erfolge hierbei erzielt hätten. Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus, wie bis n die jüngsten Tage festgestellt worden ist. In der Nacht zum 12. 6. haben sich feindliche Flieger er- ueut unter völliger Außerachtlassung ihres angeb- ichen Auftrages wiederum einen besonders ■! raffen Fall des Angriffs auf die riedliche Bevölkerung zuschulden kommen nssen. Mitten in die Stadt Soest hinein warfen üe eine Anzahl Brandbomben, wodurch eine iianze Reihe von Privathäusern in Flammen auf- !ling. Diese neue niederträchtige und gemeine -Lat -rächte den feigen Strauchrittern der Nacht und chren Auftraggebern keinerlei militärischen Gewinn. Stenn auch - durch einen Zufall - nur 6a«- chaden entstanden ist, 1° wird auch dieser neue »ölkerrechtswidrige Angriff bei uns bis zum Tage '•er Vergeltung nicht vergessen werden. Angesichts der Erfolge unserer Luftwaffe irn Westen mutet die Angriffsmethode unserer Gegner mivol an und ist mit Rücksicht auf die nicht aus- ideibenbe vielfache Vergeltung ihren eigenen Vot ton gegenüber höchst verantwortungslos. Stockholm, 14.Juni. (Europapreh.) In einer unbekannten französischen Stadt hat nach einer englischen Meldung am Mittwochabend ein zweieinhalbstündiger M i ni sie r ra t unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten Lebrun stattgefun- den. Ministerpräsident Reynaud soll einen aus- ührlichen Bericht über die militärische Lage ab- geben haben. In dem Bericht soll sich Reynaud auch mit der Konferenz beschäftigt haben, die zwischen ihm und dem englischen Ministerpräsidenten Churchill stattgefunden hat. In ihren Betrachtungen über die militärische Lage in Frankreich schreibt bie dänisch^ Presse zu dem Ergebnis, daß Weygand nun vor der schweren Wahl tehe, entweder Paris zu opfern ober qber die in der Jsle de France st e h e n d e n Truppen preiszugeben. „Die Belagerung der französischen Hauptstadt", so schreibt „Politiken", „hat bereits begonnen." Der Polizeipräfekt von Paris hat zwei Aufrufe erlassen, von denen einer an die Bevölkerung von Paris und einer an die Direktoren der Polizeiverwaltung der Hauptstadt gerichtet ist. Der Appell an die Bevölkerung lautet: „3n diesen schweren Stunden, die Paris erlebt, setzt die PolizeiFeldwebel Willi Schultz hat in zahlreichen Feindflügen gegen England stets hervorragende Tapferkeit und größte Einsatzfreudigkeit gezeigt. Im klpril hat er vor der norwegischen Küste einen L0OOO Tonnen großen Kreuzer versenkt. Auch ein Handelsschiff von 25 OOO Tonnen hat er durch Bom- >en so schwer beschädigt, daß mit dem Verlust Schiffes gerechnet werden kann. Major Fritz Doench hat seine Kampfgruppe ... lckneidigen Angriffen gegen die Stützpunkte der bri- ?!scben Home Fleet, Scapa Flow und Shetlandinseln, 'n oen vergangenen Wintermonaten mit großem Erfolg geführt. In den letzten Wochen hat fein Verband Dem Gegner im belgisch-französischen Küstengebiet besonders schweren Schaden zugefügt. Major Doench hat sich bei allen Einsätzen durch persönliche Tapferkeit ausgezeichnet. . UUI Berlin, 13. Juni. (DNB.) Der Führer und ürfÄ? Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Dor- gfm , schlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Gene- Q calfeldmarschall Göring, das Ritterkreuz ‘ " • - Eisernen Kreuzes verliehen an: Madrid, 14.Juni. (Europapreß.) Ein fron- ...... ~' g ist am Mittwoch am ________ ... _ ia niedergegangen. Die Mannschaft ergab sich den spanischen Behörden. Dem spanischen Kommandanten erklärten die Flieger, sie wünschten interniert zu werden. Sie seien zwar bereit gewesen, Frankreich zu verteidigen, nicht aber England. m erlicht. Die Zerstörergruppe fliegt in Richtung Le Havre. Sie braucht keine Karten und keinen Kompaß: die Rauchwolke weist deutlich den Weg. Die Zerstörer haben freie Jagd. In einem bestimmten Zeitabschnitt dürfen sie abschießen, was ihnen vor die Kanonen kommt. Aber auch die so heliebte freie Jagd ist heute kein reines Vergnügen mehr, denn allzu häufig ist das edle Wild, der Tommy« und Poilu-Flieger nicht mehr. Le Havre ist in Sicht. Dort kurven vier Jägek, Messerschmitt, die ebenfalls auf Feindflugzeuge lauern. Die Zerstörer fliegen dicht über dem oberen Rand der Rauchwolke und suchen Sicht nach unten. Da tauchen aus dem schwarzen Qualm Ballons auf. Die französische Ballonsperre über Kriegshafen und befestigte Stadt. Ein Blick rundum, der Himmel ist frei, also drauf wie Blücher! Jeder Zerstörer sucht sich den nächsten Ballon und läßt die Kanonen rattern. Die Granaten Haiwtmann Claus H i n k e l b e i n hatte seinen ftampfrerbanh in zahlreichen Angriffen gegen die englische Kriegsflotte in der Nordsee und gegen die britische Küste zum Einsatz gebracht. Durch die er- olgreichen Vorstöße der Gruppe, die in erster Linie Jas Verdienst ihres Kommandeurs sind, kann der verband des Hauptmanns Hinkelbein mit Stolz iuf eine besonders hohe Versenkungsziffer an Kriegs- und Handelsschiffen zurückblicken. Hauptmann Arved C r ü g e r ist sowohl in den »ergangenen Wintermonaten, als auch jetzt in den Zinsätzen den Besatzungen seiner Gruppe ein leuch- «ndes Beispiel persönlicher Tapferkeit gewesen und jat sie durch sein Vorbild zu ruhmvollen Waffen- aten mitgerissen. Oberleutnant Hans W i e t i n g hat feit Aufhellung seiner Kampfgruppe stets eine vorbildliche Haltung in den zahlreichen Flügen seines Derban- >es gegen die englische Flotte bewiesen. Durch rück- Ichtslosen Einsatz, durch Mut und Tapferkeit ist er Hner der erfolgreichsten Offiziere seines Kampfzerplatzen und reißen Riefenlöcher in die Haut. Sofort zischt eine lange Stichflamme heraus, und der traurige Rest verschwindet im Nu im Qualm. Nach dem ersten Angriff hat die fran- zöstsche Flak, die dicht geballt unter der Ballonsperre steht, die Situation erkannt und knallt aus allen Rohren und allen Kalibern. Noch einmal setzen die Zerstörer an. 20 Stichflammen zischen hoch, dann ist die Ballonsperre beseitigt. Die Zerstörer kurven noch einmal über ihrem Jagd raum, es ist nichts mehr zu sehen. Aus Richtung Heimathafen fliegen die Kampffliegerverbände an. Angriffsziele: die großen Transporter der Engländer, die ihre Truppen bereits wieder einschiffen, Minuten später brennen drei dicke Pötte. Es ist alles wie in Dünkirchen. Sie wollten nicht fürSngland kämpfen. präfektur ihre Mission fort, die Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Pariser! Ich zähle auf euch wie immer und zählt ihr auch auf mich und meine tiefe Zuneigung und auf meinen ganzen Einsatz, gez.: Langeron." Der Appell an die Beamten der Polizeiverwaltung von Paris heißt: „Wir haben den Befehl bekommen, unsere Mission weiter auszuführen. Wir müssen der Hauptstadt die Sicherheit und Ordnung gewährleisten. Wir werden diese Aufgabe bis zum Ende erfüllen. Bis zum Ende zähle ich auf euch. Euer Präfekt versichert euch seiner Sympathie und seines Vertrauens, gez.: Langeron." Die englische Presse beschäftigt sich am Donnerstag mit kaum etwas anderem als der Schlacht um Paris von der sie schreibt, daß sie auch eine Schlacht um London sei. Allgemein fordern die Londoner Blätter am Donnerstag wieder schnellste und größte Waffenhilfe für Frankreich. „News Ehronicle" schreibt: „Frankreich kann nur durch schnelle Hilfe gerettet werden. Bald wird Großbritannien an der Reihe sein, dem Angriff die Stirn bieten zu müssen. Unsere Zu- kunft hängt von dem Rhythmus ab, in dem die Demokratien der Welt uns zu Hilfe kommen." Die deutsche Luftwaffe war in den vergangenen Monaten nicht nur das unbestechliche Auge der ober st en deutschen Führung, sie war zugleich die weittragende Artillerie der Wehrmacht des Reiches und der unzerstörbare Schild der Nation. Ihre Aufgaben waren tausendfälttger Art. Unter den schwierigsten Bedingungen hatte sie Nah- und Fernaufklärung durchzuführen, ie hatte dafür zu sorgen, daß keine wesentliche militärische Bewegung in einem Raum von vielen Hunderttausenden von Quadratkilometern unbeobachtet blieb, sie mußte den Schutz der Heimat sicherstellen, um der gegnerischen Aufklärung das Eindringen ebenso zu verwehren wie den Bombern des Feindes, für eigene Einsätze operativer Art waren die notwendigen Vorbedingungen und Sicherungen zu schaffen — und sie mußte in operativen Räumen von bisher nie dagewesener Art denken und handeln. Daß sie das getan hat, dafür mußte ihr Gegner selbst das beste Zeugnis ausstellen. Denn von britischer Seite stammt die Erklärung, daß daq ganze englische Norwegen-Unternehmen an der deutschen Luftüberlegenheit gescheitert sei. Das Heldenlied der Fallschirmjäger, Sturmabteilungen und der Lust« landetruppen, die den Kern der „Festung Holland" und das belgische Fort Eben Emael besetzten, werden andere fingen. Wir stellen nur fest, daß diese todesmutigen und klugen Männer nicht nur der eigenen Truppe, sondern mehr noch dem Gegner schwere Verluste an Menschenleben und Nationalvermögen erspart haben. (Segen die Durchschlagskraft der deutschen Armee wäre auch ohne die Luftwaffe des Reiches gewiß kein Kraut für Holland und Belgien gewachsen gewesen. Für beide Teile aber wäre der Krieg verlustreicher und zeittauben- der geworden, und vor allem hätte die gewonnene Frist den Briten Zett gegeben, ihre Truppen in größerem Umfange zu landen. So konnten die bereits gelandeten britischen Verbände schon vor ihrer Entwicklung von deutschen Kampfflugzeugen vernichtet werden — sie waren wenige Stunden nach ihrem Gintreffen auf dem Kontinent keine Gefahr mehr für die deutschen Luftlandettuvpen, die die wichtigsten Uebergänge über den Rhein und die Maas sicherten und so vor sinnloser Zerstörung bewahrten. In dem Zusammenhang ist auch die Feststellung des holländischen Befehlshabers von Interesse, daß seine Truppen beshalb zur Kapitulation gezwungen gewesen seien, weil sie ohne Unterstützung geblieoen wären. Es ist anzunehmen, daß die Engländer diesmal wirklich den besten Willen gehabt haben, die erforderlichen Divisionen zu schicken. Die Tatsache aber, daß die wichtigsten Punkte der „Festung Holland" sich bereits am frühen Vormittag des 10. Mal in deutscher Hand befanden und daß gleichzeitig die Ausladungsvlätze der britischen Truppen unter wirkungsvollem Störungsfeuer der deutschen Kampfflieger lagen, dürfte zu den für Holland so enttäuschenden Umdisposittonen der englischen Heeresleitung geführt haben. Mehr als die Truppen, die im Rahmen eines seit langem vorbereiteten Planes in Dlissingen usw. gelandet wurden und bann in das Vernichtungsfeuer der deutschen Bomber gerieten, wollte man eben an der Themse nicht riskieren. Binnen weniger Tage konnten sich die Luftlandetruppen aus dem Raum von Rotterdam mit den kühn vorstoßenden Panzereinheiten des deutschen Heeres die Hand reichen, und damit war das Schicksal des vielleicht stärksten Bollwerks der englischen Einkreisungstaktik gegen Deutschland besiegelt. Nicht sehr viel anders war der Verlauf der Operationen um das Fort Eben Emael, nur daß hier vielleicht der Heldenmut des einzelnen Luft- waffenmannes noch in ein helleres Licht rückt. Der Blitzsieg in den Niederlanden hat nach fünf Tagen bereits eine ganze Armee für neue operative Aufgaben frei gemacht. Das alleir 'ft ein entscheidender Erfolg der deutschen Luftwäffe. Ihre Aktivität auf vielen anderen Gebieten der aktuellen Kriegführung im Westen war nickst weniger bedeutungsvoll. Der epochale Durchbruch der deutschen Panzerformattonen durch die Maginotlinie zwischen Sedan und Maubeuae wäre ohne das Eingreifen der Flieger-Kampsverbände in den Erdkampf ebenso wenig denkbar gewesen wie die rasche Uebermin- düng der stark befestigten Dylestelluna, auf die Engländer und Franzosen so große Hoffnungen gesetzt hatten. Die Gruppen von Kampfflugzeugen und Stukas, die hier zum Einsatz kamen, haben die schwere Artillerie nicht nur ersetzt, sondern in zahl« reichen belegten Fällen eine fast noch tiefergehende moralische Wirkung gehabt, weil gegen ihre zielsicher geworfenen Bomben keine Abwehr vorhanden war. Sie. zerstörten mit einer einzigen Bombe den Nimbus schwerster französischer Panzer, auf deren Einsatz man in Paris Häuser gebaut hatte. Deutsche Flugzeuge zerschluaen zur gleichen Zeit am laufenden Bande französische Flughäfen mit vielen Hunderten von Maschinen und vernichteten britische Die Waffe der Entscheidung. Die nachstehenden Darlegungen, die aus ährenden Wehrmacht-Kreisen stammen, ver- )iencn aus Anlaß der gegenroärtiaen Ent- cherdungskämpfe besonderes Interesse. Italien ist in den Krieg ein getreten, die Gegner tehen in der ernstesten Stunde ihrer Geschichte. Nach )er Flandernschlacht ist der Sieg in der „Schlacht in Frankreich" den deutschen Truppen gewiß. Deutschlands Ostgrenze ist gesichert. Das Operattoys- gebiet der Nordsee wird von deutschen See- und ^uftstreitkrästen beherrscht. Das ist die bisherige Kriegsbilanz. Die Berichte des Oberkommandos der deutscheir Wehrmacht sprechen eine bewußt nüchterne Sprack-e. Sie verzeichiren nur beweisbare und bewiesene Tat- achen, die vor dem Urteil der Geschichte bestehöm über soviel lassen sie bei sorgfältigster Abwägung aller Umstände doch erkennen, daß der Luftwaffe und ihrem präzisen Zusammenwirken mit »den anderen Waffengattungen der entscheidende Anteil an den Blitzsiegen gebührt. Der Führer hat das in einem Tagesbefehl aus Anlaß der Kapitulation Hollands auch ausdrücklich anerkannt, indem er der tapferen und todesmutigen Ovferbereitschaft bestimmter Verbände der Luftwaffe seinen ganz be- anderen Dank zollte. Die deutsche Luftwaffe ist mit hren unerhörten Leistungen an fühlt und Dpferbc« reitschaft, an Klugheit, Weitsicht und technischer Höchstleistung überhaupt nicht mehr weazudenken aus dem militärischen Geschehen unserer läge. Sie hat durch ihren unermüdlichen Einsatz der besten Armee der Welt in strate^isch-operattoer Hinsicht ebenso wie durch ihren taktischen Einsatz den Weg zum Enderfolg gebahnt. Wie sie vom zweiten Taae des Polenfeldzugs an den Luftraum beherrschte, |o beherrschte sie souverän die Nordsee und ganz^Nor- wegen vom ersten Tage ab. Und auch im Westen gehörte ihr ständig die Luftüberlegenheit in allen either verstrichenen Kriegsmonaten, ohne daß — von Einzelaktionen abgesehen — diese Tatsache bisher besonders heroorgehoben wäre. lilcbe Regierung mit einem in Amerika beheimateten gerade in diesen Tagen — wie ^ier unfer Kriegs- Äi'tenoerbanb über die Bildung einer Juden- bildberickster - in Nordfrankreich die ausbrutfs. armee von zunächst 100 000 Mann verhanbelt, bie vollen" Gesichter biefer in beutsche Gefangenschaft fDäter auf 250 000 solcher „Vorkämpfer" ber Frei- geratenen polnischen Juben betrachtet, bie bas Ehren- beit der vlutokratischen Demokratien verstärkt wer- (leib ber französischen Armee tragen durften. — den soll. Auf bie militärischen Erfolge einer solchen (PK.-Scherl-Bilberbienst-M.) Truppentransporter, Kreuzer und Zerstörer. Andere Einheiten der Luftwaffe aber waren in dieser Zeit des Großeinsatzes im Westen noch frei, um die kleine deutsche Heldenschar von Narvik mit dem notwendigen Nachschub an Soldaten, Munition, Waffen, Kriegsgerät aller Art und Lebensmitteln zu versorgen sowie in die dortigen Kämpfe außerordentlich erfolgreich einzugreifen. Die gewaltige Uebermacht, die die Alliierten dort oben hoch im Norden gegen deutsche Gebirgsjäger eingesetzt hatten, war mit ihrer Flotte den deutschen Bomben- flugzeeugen stets ein willkommenes Ziel. Und daß deutsche Flieger zu zielen und zu treffen wissen, das beweisen die täglichen britischen Schiffsverluste, die der deutsche Kriegsbericht laufend meldet. Zusammenfassend ist zu sagen, daß unsere Luftwaffe durch die Güte ihres Materials, durch die Vielseitigkeit ihrer Verwendungs- und Einsatzmöglichkeit, durch die glänzende Schulung ihres Personals und durch die rücksichtslose Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen für die Führung der deutschen Wehrmacht schlechthin das Instrument geworden ist, das ihr die Erzwingung schneller siegreicher Entscheidungen ermöglicht hat. Ferm und Nahaufklärung, Bombenangriffe auf weiteste Entfernungen, Vernichtung von Truppentransporten, Sprengung von Geleitzügen, Sicherung eigener Bewegungen zu Lande und zu Wasser, Truppentransporte größten Ausmaßes auf dem Luftwege zu strategisch wichtigen Plätzen, wirksame Bekämpfung feindlicher Erdziele durch Stukas und Jäger, schließlich totaler Schutz des heimatlichen Luftraums vor gegnerischen Kampfflugzeugen und Aufklärern — alle diese Aufgaben wurden von der jungen Luftwaffe des Reiches souverän gelöst. Und es ist deshalb nur recht, sie als die Waffe der Entscheidung zu bezeichnen. Oer italienische Heeresbericht. Rom, 13. Juni. (DRV.) Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: 3n Fortsetzung des vorgesehenen Planes hat die Luftwaffe weitere Bombardierungen gegen feindliche Luft- und Seestüh- punkte durchgeführt. Von besonderer Bedeutung war die Aktion gegen B i s e r t a und der Nachtangriff auf Toulon. In Biserta sind umfangreiche Brände hervorgerufen, Schäden in den Anlagen festgestellt und am Boden befindliche Flugzeuge getroffen worden, von denen neun als z e r sl ö r t gelten können. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrl. 3m Mttelmeer haben unsere ll-Voote einen Kreuzer und einen feindlichen 10 0 0 0-1 o n- ncn-Petroleumtanker torpediert. Bei Tobruk wurde in der Nähe der Grenze der Lyrenaika ein kombinierter englischer See- uni) Luftangriff von unseren Land-, See- und Luftstreitkräften abgeschlagen. Es entstand leichter Schaden in den Anlagen, und ein kleiner italienischer Minenleger wurde versenkt. 3talienisch-Ostafrika: Feindliche Luftangriffe auf die Flughäfen von Asmara, Gura, Adi-Ugri und Agordad. Geringer Materialschaden und etwa ein Dutzend Tote bei den dort beschäftigten 3talienern und Eingeborenen. Die Zahl der gestern von unseren 3agdfliegern im Luftraum der Lyrenaika abgeschossenen Flugzeuge ist nach weiteren Feststellungen auf sechs gestiegen. Feindliche, wahrscheinlich englische Flugzeuge haben Nachtflüge über einige oberitalienische Städte durchgeführt. Die auf die offene Stadt Turin abgeworfenen Bomben haben geringen Schaden und einige Verluste unter der Zivilbevölkerung verursacht, lieber diese Aktion des Feindes wird noch ein Sonderbericht ausgegeben werden. Frauen und Kinder die Opfer in Turin. Rom, 14. Juni. (DNB.) Zu dem im italienischen Heeresbericht bereits gemeldeten Angriff feindlicher Flugzeuge auf die offene Stadt T u - r i n gibt „Agenzia Stefani" noch Einzelheiten bekannt, nach denen es sich um englische Maschinen handelte, die 3 0 Bomben abwarfen. 14 Personen waren die Opfer dieses Angriffes und weitere 37 Personen, größtenteils Frauen und Kinder, wurden verletzt. Während des ganzen Angriffes bewahrte die Bevölkerung absolute Ruhe. Britischer Anschlag auf die „Washington" geplant. Churchill möchte das „Athenia"-Verbrechen wiederholen. N e u y o r k, 13. Juni. (DNB.) „Daily Mirror" veröffentlicht einen Brief, den ihm ein Leser aus Halifax zuschickte, und in dem die Warnung ausgesprochen wird, daß ein unter deutscher Flagge fahrendes britiches Kriegsschiff den amerikanischen Flüchtlingsdampfer „W a - shington" auf seiner Rückfahrt nach den Vereinigten Staaten torpedieren wolle. Sollte der Anschlag mißlingen, so heißt es in dem Brief weiter, dann sei Vorsorge getroffen, daß in die Kurslinie des Dampfers' gesäte Minen „den gewünschten Erfolg" brächten. Diese Zuschrift ist im „Daily Mirror" mit „Air> plane Pilot" unterzeichnet. Die Zeitung fügt hinzu, der Empfänger habe den Brief dem Staatsdepartement übergeben und ausgesagt, daß er sich nich! erklären könne, warum das Schreiben an ihn gerichtet worden sei. Als Begründung dieser Mitteilung gab er an, daß er sein Gewissen nicht belasten wolle. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an diel von Churchill herbeigeführte „A t h e n i a "- Katastrophe drei Nächte nach Kriegsbeginn! Neichsschule für Standesbeamte. Lpd. Bad Salzschlirf, 13. Juni. Der Reichs- bund für Standesbeamte in Berlin hat hier ein Hausgrundstück käuflich erworben, in welchem eine Reichsschule für Standesbeamte eingerichtet werden soll. Die Eröffnung erfolgt am 1. September. In regelmäßigen 14tägigen Lehrgängen werden jeweils 50 Standesbeamte mit dem nötigen Rüstzeug als Standesbeamte des Dritten Reiches ausgestattet werden. . Knegstottene des 7U52RC. Der Reichsminister des Innern hat mit Zustimmung des Reichsschatzmeisters der NSDAP, dem NS.-Reichsbund für Leibesübungen die Genehmi- güüg zur Veranstaltung einer Geldlotterie erteilt zur Förderung seiner Bestrebungen. Die Lotterie läuft vom 26. Juni bis 28. September des Jahres. Hauptjchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei hauptichriftleilers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politch Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Sieben, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich LudwigNeuner. Druck und Verlag: Brühlsche Univeyitätsdruckerei R. Lange K. ®. Berlagsleiier: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenletter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. 2827 D Gießen, den 13. Juni 1940. 2828A 02096 übernimmt 02093 CDQE DRUCKSACHEN WERDE: Brühl. Gießen BLUMEN im 68. Lebensjahre. FOTO 2825 A Überall stürmische Begeisterung und rauschenden Beifall. 2830 D lassen legt worden. 28260 bitten GLORIA untezie Lichlspielliaiis 2831 A Stadttheater Nadi längerem Leiden verschied am 11. unser lieber Vater und Schwiegervater, der Eine köstliche Satire auf die englische Hocharistokratie Bad-Nauheim, Ronneburg, Biedenkopf, Stettin, den 12. Juni 1940. Die trauernden Hinterbliebenen» Hans Kraefner und Frau Ruth Tornede, geb. Kraemer Hermann Kraemer Dr. Heinz Tornede. sind dankbare Motive fürden Farbenfilm! Ort und Stelle verkauft. Zugelassen werden nur Handwerker. Pamiliendrucksacnen Verlobungsanzelgen Vermählungsanzekjen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 1 Tamara . •. • . Fedja . » . Sascha Bochensky Michael Tikonoff Stückrath & Bender Möbeltransport und Spedition Telefon 3519 und 2738. DIE NEUESTE KRIEGS-WOCHE Jugendliche nicht zugelassen Das große moderne Fachgeschäft für feine Parfümerien und Seife Kosmetik und Schönheitspflege Toilettenartikel sowie sanitären Damenbedarf hat immer Die Trauerfeier findet in aller Stille statt Beileidsbesuche dankend verbeten. Vorher: Ein Film aus dem Steirer Land Jo allen deutschen Städten aus verkaufte Häaser — darum bevorzugen Sie bitte die Hachmittajs-Vorstellungen , . Alt • • Tanz . 1 Banjo Balalaika Eichen-Stammholz-Berkauf. Am Mittwoch, dem 19. Juni 1940, werden aus den Distrikten Hegwald, Blockswald und Hangelstein 77 km Eichenstammholz 3. Klasse, Güteklasse A, an Wehrwissenschaftliche Vorträge Volkstümliche Vorträge und Ahend- vorlesungen der Universität Gießen. Wegen der Rundfunknachrichteü um 20 Uhr ist der Beginn allei Vorträge und Abendvorlesungen sowie der wehrwissenschaftlichen Vorträge ab heute — 14. Juni 1940 — von 20.15 Uhr auf 20.30 Uhr ver- iiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiii Klejne Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Gießener Anzeiger uiiiiiJiiniHiimiimniif AUS SAARBRÜCKEN jetzt Gießen, Marktstraße 28 Fernruf 3795 Wochenschau- Sonder-Vorstellungen ! im Alter von 56 Jahren. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Anna Heidlindemann, geb. Braun. Söhnker, Fita Benkhoff Rose Stradner, Joe Stöckel Herbert Hübner Ursula Deinert Achtung 1 Aenderung der Spielzeiten Wochentags 3.30, 5.30, 8.15 Uhr; Sonntags 3.00, 5.30 8.15 Uhr. 2822A reizende Geschenke für Verlobung, Hochzeit, Geburtstag usw. in größter Auswahl am Lager Rückladung - Beiladung mittelst Bahn u. Automöbelwagen von Aachen .... nach Gießen p. 22. d. M. von Bad-Nauheim nach Gießen p. 27. d. M. von Bad Mergentheim n. Gießen Ende d. M. von Siegen i. W. . nach Gießen Ende d. M. von Gießen nach Friedberg i. H. p. so'ort von Gießen. . . nach Butzbach p. 29. d. M. Die Deutsche liMslroot »NSG. „Krall dorch Freude" 20 — 22.30 Uhr 31. Freitag-Miete Erstaufführung! Trockenkursus Ski-Lustspiel in 3 Akten von Kurt Bortfeld. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Preise: RM. 0.60 bis 3.10. 12783V Dazu im Filmteil: Neuaufführung des herrlichen Lustspiels &iener Zusammenkunft: 9 Uhr an der Ludwigsburg (Straße Wieseck—Alten-Buseck). Nähere Auskunft durch Forstamt Gießen, Moltkestraße 3, und Förster Balser, Alten-Buseck. Gießen, den 13. Juni 1940. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. 23.: gez. Nicolaus. Erwachsene 40 Pf. Wehrmacht u. Kinder 20 Pf. M 2829 A (flussistfie Jtiinstler in Gießen? Ab heute Universitätsprcfessor i. R. Dr. Hermann Kraemer Generalangriff auf Frankreich! Die Schlußkämpfe um Dünkirchen - Englischer Luftangriff bricht im deutschen Flakfeuer zusammen - Die ganze Kanalküste in deutscher Hand - Der Führer bei seinen Soldaten - Italien an der Seite Deutschlands - Luftangriff auf die militärischen Ziele von Paris— Im Hauptquartier des Führers jstellenangebote Bowler stundenweise gesucht. Gerl. Angebote mit Angabe von Referenzen erbeten unt. 02094 andenGietz.Anz. AM SAMSTAG, DEM 15 JUNI 1940 20.30 Uhr, in Heuchelheim, Turnhalle Variete-'Veranstaltung Lustiges Kunterbunt V mit Heinz Bonn -Walden; Trnd Marin, Tänzerin Siegfried Bang, Handspringer; Eltia, Jongleur Anne Niegemann, Sängerin; Caprano, Karikaturist 2 Certys-Bangs, moderne Akrobatik 2 Blond Hopes, eine lustige Teppichszene Eintritt 80 Pfennig und RM. 1.—, Wehrmachtsangehörige frei. Für den Naturfreund ! 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Jetzt auf einmal aber gab es ständig Streit, und um diesem ein für allemal ein Ende zu machen, drohten sie mit gegenseitiger Klage vor Gericht und meinten, ein Prozeß werde die leidige Sache aus der Welt schaffen und den alten nachbarlichen Frieden wieder herstellen. Ein Wort gab das andere, und um nicht zu guter Letzt handgreiflich zu werden, forderte der eine den anderen auf, mit ihm am nächsten Tage in die Stadt zum Advokaten zu gehen. Der Advokat war ein Schelm, der sich auf seine Bauern verstand. Nachdem er einsah, daß eine gütliche Einigung nicht mehr möglich sei, ließ er sich einige blanke Taler Vorschuß aufzählen und schrieb dann einen Brief an seinen Kollegen in der gleichen Stadt. „Ihr müßt nämlich jeder einen Anwalt haben", sagte er und schickte die beiden Streithähne schmunzelnd zu jenem zweiten Advokaten. Den Brief steckte er in einen Umschlag, verklebte diesen aber nicht. Da waren die Bauern natürlich neugierig und begannen gleich vor der Tür, so gut wie sie es vermochten, die Schrift zu buchstabieren: „Mein lieber Freund, ich schicke Dir Die beiden fetten Ochsen hier — Sie wollen nicht aus einem Brunnen schöpfen; Drum müssen wir sie tüchtig schröpfen, Bis mager sie von Zank und Raufen Dann wieder aus dem Brunnen saufen." Verdutzt sahen sich die beiden an. Dann platzte der Knoten mit lautem Gelächter, und die Brunnengeschichte war für immer begraben. Den Advokaten aber luden sie beide zum nächsten Kirmesschmaus. Wandervorschläge für den Sonntag. Bieber — Dünsberg — Waldhaus — Gleibachlal — Gießen. Eine für Dünsbergbesucher erfreuliche Neuerung hat vor kurzem der Wegebezeichnungsausschuß des VHC, Gießen geschaffen. Der schwarze Punkt, der bei den ersten Häusern in Bieber seinen.Anfang nimmt, führte in seinem letzten Teil in steilem Anstieg über die drei Ringwälle auf den Gipfel des Berges. Da nun der Weg über die Wälle im Laufe der Zeit nahezu halsbrecherische Formen angenommen hat, hat der W. B. A. das Zeichen kurz vor dem Anstieg verlegt, so daß man nun in bequemen Windungen die Höhe erreicht. Nach einer Erfrischung, die Sonntags oben zu haben ist und dem Genuß des prächtigen Rundblicks vom Turm steigen wir abwärts, den roten »Keilen nach, in zwar steilem, aber kurzen und aussichtsreichen Abstieg bis zur Krumbacher Straße und von dieser ab rechts zum Wald. Auf lauschigen Wegen führt uns das Zeichen an der vor 1866 preußisch-hessischen Grenze entlang zum Forsthaus Waldhaus. Von hier wandern wir ein Stück die Krofdorfer Straße abwärts, gelben Punkten nach, am Kreuzgärtchen, einem alten Gedenkstein, vorbei. Etwa in 10 Minuten nach dem Ueberschreiten der Wißmar — Krumbacher Straße zweigt unser Zeichen nach links ab. Wir sind nunmehr im Gleibachtal, im oberen Teile Chattenbach- tal genannt, das von sanften bewaldeten Höhen umrahmt ist und lieblichen Charakter trägt. Das Zeichen führt uns schließlich an den Hängen des Wettenbergs her, immer schöne Blicke auf den Gleiberg gewährend, bis zur Seemühle, wo es endigt. Auf der Krofdorfer Straße wandern wir der Heimat wieder zu. Dauer der Wanderung 4A Stunden. Lang-Göns — Niederkleen — Oberkleen — Kleeberg — Buhbach. Von unserem Ausgangspunkt Lang-Göns gehen wir auf fester Straße nach Niederkleen, wo wir das Kleebachtal erreichen. Dem lustig plätschernden Bächlein abwärts folgend, kommen wir nach Oberkleen. Hinter dem Dorfe nimmt uns der Wald auf. Bald gelangen wir nach dem am Berghang malerisch gelegenen Kleeberg, von einer schönen, noch wohlerhaltenen Burgruine überragt. Schwarze Punkte leiten uns jetzt, zunächst ein kurzes Stück dem anmutigen Kleebachtale abwärts, sodann auf tadellosen Waldwegen, vorbei an dem reizvoll gelegenen Forsthaus Butzbach nach unserem Endziel Butzbach, das wir nach insgesamt 4stündiger Wanderung erreichen. Nieder - Weimar — Runder Baum — Neuhof -- Dammühle — Warburg. Wir benutzen den Frühzug nach Nieder-Weimar und folgen vom Bahnhof schwarzen Vierecken, die uns in kurzem Anstieg auf die Höhe bringen, wo der Wald beginnt. Vor dessen Eingang genießen wir einen entzückenden Blick über das Lahntal mit verschiedenen Dörfern und nach den umliegenden Bergen. Auf stillen Waldwegen kommen wir nach geraumer Zeit zu einem, von mächtigen Buchen- bäumen bestandenen Ruheplatz: Runder Baum genannt, mit einer Schutzhütte. Zunächst gelbe Punkte, später rote Vierecke führen uns über einen Höhenrücken mit prächtiger Aussicht nach den Hinterländer und Gladenbacher Bergen, auf Dünsberg, Hohensolms, Frauenberg und den Höhen des Taunus Die Zeichen führen uns über den Neuhof nach der idyllisch im Tale gelegenen vielbesuchten Dammmühle mit guter Wirtschaft. Blaue Kreuze leiten uns nun bei einem Wasserbehälter hinauf zur Höhe, wo wir im Feld die alte Weinstraße kreuzen und bald darauf auf die Straße kommen, auf der wir immer schöne Ausblicke auf die alte Musenstadt genießend, unser Endziel Marburg erreichen. Wanderzeit: 4V2 Stunden. E3 Aus Oer Stadt Gießen. Ra,fische Blmvenujte und Kremdblut im deutschen Volke falls noch nicht. Wer Rhabarber im eigenen Garten züchtet, muß bei der Ernte darauf achten, daß er von ein und derselben Pflanze nicht mehr als drei oder vier Stengel auf einmal nimmt und sie vorsichtig abbricht, anstatt sie abzuschneiden. Auch auf die richtige Blattgröße kommt es an, da weder zu große noch zu kleine Blätter abgenommen werden sollen. Dann muß die Pflanze ein paar Tage ruhen. Geerntet wird am vorteilhaftesten, so lang es am Morgen noch kühl ist, aber womöglich nur bei trockener Witterung. Sobald sich die Blüten zu entwickeln beginnen, muß man dafür sorgen, daß alle Llütenstiele abgebrochen werden, weil die Blüten Dem Gewächs Nährstoffe entziehen, die viel besser Den Stengeln zugute kommen. Im Lauf des Juli geht die Rhabarberernte allmählich ihrem Ende entgegen. Um diese Zeit sollen den Pflanzen aber mmer noch einige Blätter erhalten bleiben, damit hnen ja nicht zuviel Kraft entzogen wird und sie im nächsten Jahr wieder voll ertragsfähig sind. Rhabarber macht übrigens weder an den Boden noch an Pflege besondere Ansprüche, verlangt aber gute kräftige Düngung und regelmäßige reichliche Bewässerung. M. A. v. Lütgendorf. Notizen für den 14. Juni Sonnenaufgang: 5.02 Uhr, Sonnenuntergang: 21.48. — Monduntergang: 1.47 Uhr, Mondaufgang: 15.11 Uhr. Mond in Erdnähe. strömen jüdischen Blutes, von dem aber in erfreulicher Weise der weitaus größte Teil des deutschen Volkes nicht betroffen wurde, sondern nur eine ganz kleine Schicht sich mit diesem unerwünschten Blut zersetzte. Besonders hervorzuheben sei die grundsätzlich wichtige Tatsache, daß sich im deutschen Volke durch Jahrhunderte hindurch ein absolut gesunder Nasseinstinkt geltend gemacht habe und stets mit Sorgfalt gewahrt worden sei. Im weiteren Verlauf beschäftigte sich der Vortragende mit dem Einströmen anderen außereuropäischen Blutes, namentlich u. a. von asiatischen Völkern während ihrer Raubzüge in rüheren Jahrhunderten, und im Verlaufe von kriegerischen Ereignissen oder deren unmittelbare Folgezeit bis in die Jahre der feindlichen Besatzung nach dem Weltkriege. Die großen Nachteile dieser remden Blutsbeimischung für den deutschen Volkskörper machte er u. a. an einer Reihe von Lichtbildern Überzeugend kenntlich. Er betonte dabei, daß die Geschichte aller Kulturvölker immer nur dann Höchstleistungen aufzuwei- en habe, wenn die Rasse rein erhalten werde und ich gegen das Eindringen fremder Blutsbeimischunzen gewehrt habe. Diesem Ziel diene auch die rassenpolitische Arbeit und Aufgabe unserer Zeit und unseres Volkes überhaupt, weil wir auch auf diesem Wege für die höchsten ßeiftunaen unseres Volkes und die Erhaltung der europäischen Kultur eintreten. Der Vortrag wurde mit großer Spannung ver- olgt und dem Redner mit lebhaftem Beifall ge- oankt. Oberstaatsanwalt K n a u ß beschloß sodann den Abend in der üblichen Weise. Tageskalender für Freitag. Volkstümlicher Vortrag der Ludwigs-Universität: 20.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Lud- wigstraße 34, Professor Dr. Eger über „Vom Oer Rhabarber. Die Bündel der saftigen, grünen und roten Rhabarberstengel sind hochwillkommen, wenn sie wieder auftauchen, denn sie sind der erste, beste und billigste Ersatz für das noch fehlende Kompott ms Frischobst. Wie lockend sehen die . Stiele aus, entweder leuchtend rot mit rotem Fleisch ober kräf- jg grün außen und innen, und genau so farben- chön ist das rosa, rote oder grüne Kompott! Was ein Anblick verspricht, hält auch sein Geschmack: o kühlend und erfrischend löffelt sich kaum ein andres Kompott wie ein Teller Rhaberberkompott. Uebrigens sind-sie auch in anderer Form verwendbar, sei es als Flammeri mit Sago ober als Auflage auf mürbe Kuchen ober Törtchen, unb wer 69 versteht, kann aus ben frischen Stielen sogar inen Rhabarberwein gewinnen, ber gar nicht übel nunbet unb zudem auch sehr gesunb ist. Dkr wirklich erfrischenbe, eigenartige säuerliche Wohlgeschmack ber Rhabarberstengel rührt haupt- ochlich baoon her, daß in ihnen Apfelsäure enthalten ist, worauf benn auch bie sehr bekömmliche Wirkung ber Rhabarbergerichte auf Magen, Darm mb Nieren beruht. Neuerbings wirb ber Rhabarber daher auch als Diätkost gewertet. Aber gerade dieser Säuregehalt ist es, der der Hausfrau Sorgen macht. Denn Rhabarberspeisen wollen gesüßt werden, und dieses Süßen kostet Zucker. Aber warum Denn ausgerechnet Zucker? Man kann Rhabarber genau so gut mit Süßstoff „behandeln". Allerdings muß die Sühstoff-Zugabe vorsichtig berechnet und orgfältig abgeschmeckt werden, doch wenn das ge- ingt, schmeckt es ebenso fein, und wem Zucker chadet und vom Arzt verboten ist, der kann sich in dieser Zubereitung des Rhabarberkompotts ganz imb gar schadlos halten. Nicht ratsam ist es dagegen, die Blatter des Rhabarbers zu verkochen, wie rtwa "als „Spinat". Es gibt zwar Personen, die tiefen Rhabarberspinat ohne üble Folgen verspei- en können, aber wer es tut, geht immerhin ein Risiko ein, denn die Rhabarberblätter enthalten Oxalsäure und dieser Säuregehalt kann zu Gesundheitsstörungen führen. Es sind kaum 60 Jahre her, daß in Berlin die ersten Rhabarberstengel auf den Markt kamen, und ehe er nach Süddeutschland gelangte, dauerte es nocf) weitere 20 Jahre. In den Nordsee-Küsten- fiäbten fanb er allerbings schon vor fast hunbert Jahren Liebhaber, namentlich in Hamburg, wohin Die ursprünglich aus Asien stammenbe Pflanze, wie >5 scheint, zuerst einaeführt würbe. Seitdem hat ich bie gärtnerische Kunst bes Rhabarbers angenommen unb ihn seiner Verwenbung entsprechenb, ;u einer ausgesprochenen Stengel-Nutzpflanze her- uusgezüchtet. Die prächtigen, saftig-fleischigen, bieten und starkgefärbten Stiele, die uns heute zur Ver- nigung stehen, kannte man vor 30 Jahren jeden- Der NS.-Rechtswahrerbund, Kreisgruppe Wetterau in Gießen beschloß seine Vortragsveranstal- tungen bes Winterhalbjahres 1939/40 am gestrigen Donnerstagabenb mit einem Vortrag im Hörsaal bes Kunstwissenschaftlichen Instituts unserer Universität. Der Kreisgruppenführer, Oberstaatsanwalt K n a u ß , konnte neben den Mitgliedern auch eine Reihe von Gästen begrüßen, an deren Spitze als Vertreter des Kreisleiters den Kreisgeschäftsführer der Kreisleitung Wetterau Pg. Weber. Als Vortragender bes Abends sprach Se. Magni- izenz der Rektor der Universität Prof. Or. Kranz in etwa einstündigen fesselnden Darlegungen über das Thema „Rassische Blutverluste und Fremdblutbeimischungen im deut sch e n V ol k e". Er gab aus dem sehr weitschichtigen Fragenkomplex der Rassenforschung interessante Anschnitte, bie bas als Thema gestellte Forschungsgebiet aufschlußreich beleuchteten. Seine Darlegungen zeigten, baß bas deutsche Volk in seiner vielhundertjährigen Geschichte ungeheure Blutverluste für die Interessen fremder 'Völker gebracht hat, die in ihrer Gesamtheit den Entwicklungsweg der deutschen Rasse in unvorstellbarem Maße benachteiligten. Schon 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung besannen diese Blutopfer bes Germanentums, das ich damals für das Reich der alten Römer in weitgehendem Maße opferte. Von da ab ist bie gleiche Entwicklung immer wieder festzustellen, ob es sich nun um bie Züge der deutschen Kaiser nach Italien, um die Zeit ber Kreuzzüge, des Deutschen Ritterordens, des Dreißigjährigen Krieges oder als besonders unrühmliches Blatt in der deutschen Geschichte um den Verkauf deutscher Soldaten durch ihre Fürsten an fremde Länder in früheren Zeiten handelte. Bei all diesen nur als Beispiele erwähnten Erscheinungen hat das deutsche Blut schwerste Einbuße erlitten, denn bei den Kämpfen fremder Mächte für ihre Interessen brachten die deutschen Menschen im Dienste jener Mächte stets die größten Blutopfer. An diesem Opfer bes deutschen Blutes haben auch unsere heutigen Feinde England und Frankreich bei ihren Machtkämpfen und Raubzügen in früheren Jahrhunderten sehr großen Anteil gehabt; es sei nur daran erinnert, daß vor noch nicht tausend Jahren Paris mit Hilfe deutscher Soldaten verteidigt wurde, in ben Heeren ber französischen Revolution Tausende deutscher Menschen kämpften, unter Napoleons Fahnen mehr als eine halbe Million Deutsche gestorben firtb, Frankreich sein Kolonialreich auch mit deutschem Blut eroberte und behauptete, man denke nur an die Fremdenlegion. Aber auch England ließ bei feinen Kriegen in früheren Zeiten immer wieder deutsche Soldaten für sich bluten, so z. B. beim Kampf gegen die amerikanische Unabhängigkeit und bei ben englischen Raubkriegen in Indien, Spanien, Portugal usw. wie auch bei Belle-Alliance und anderen Kämpfen Zu dieser Einbuße deutschen Blutes auf der Schlachtfeldern fremder Mächte tritt noch der Derluf deutscher Menschen durch die Auswanderung ir früheren Jahrzehnten hinzu, der sich nach den An gaben des Vortragenden in der Zeit von 1820 bi? 1913 allein in der Abgabe an Amerika auf 6,5 Mil lionen deutsche Menschen belief. Durch Auswande rung verlor das deutsche Volk weiterhin wertvoll« Kräfte an die im Osten gelegenen Länder, dener dieser Blutgewinn sehr willkommen war. Allein vor 1919 bis 1928 wanderten rund 750 000 deutsche Men schen aus und gingen dadurch unserem Volke ver loren. Erst seit 1933, durch die Machtübernahme de; Führers, ist dieser Aderlaß des deutschen Bluter unterbunden worden, denn nun wurde die Aus Wanderung gestoppt, und da sich unser Volk seitden in andauerndem Aufstieg befindet, finden nun di deutschen Menschen innerhalb ihres eigenen Volks tums gute Fortkommensmöglichkeiten. Im zweiten Teil seines Vortrags behandelte Proj Dr. K r a n z in mannigfacher Beleuchtung di Fremdblutbeimischungen im deutschen Volkskörper Er gab hierbei interessanten Aufschluß über das Em Kaufen und Verkaufen". — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Trockenkursus". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Meine Tochter tut das nicht"; Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Diener lassen bitten"; Persönliches Gastspiel russischer Künstler „Feuervogeft. Stadttheater Gießen. Am heutigen Freitag wird zum erstenmal das Schi-Lustspiel „Trockenkursus" von Kurt Bortfeld gegeben. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Mitwirkende: Elisabeth Leiprecht, Rose Stirl, Hans Caninenberg, Gert Geiger, Viktor von Gschmeidler. Die Vorstellung holt zugleich die ausgefallene 31. Vorstellung der Freitag-Miete nach. Kinderfreude — Kinderlachen Die Arbeit der Kindergruppe der NS.-Frauenschaft. Jeden Montag von 14 bis 16 Uhr versammeln sich in der Turnhalle der Goetheschule die 10jährigen der Ortsgruppe Mitte zu fröhlichem Spiel. Schnell ist aus Bänken ein großer Kreis gebildet und nun beginnt ein frohes Spielen unter der geschickten uno umsichtigen Leitung von Frau Beinlich. Da werden Märchen nicht nur erzählt, nein auch gespielt und jeder möchte gerne König oder Handwerker oder Bettler sein. Und welch jubelndes Lachen, wenn beim Spiel „Alles was Flügel hat, fliegt" die Hände falsch in die Höhe fliegen und dann Pfänder gegeben werden müssen, die dann wieder eingelöst werden. Aber es gibt auch ernste Augenblicke, so, wenn die Leiterin die Abzeichen verteilt für die, die regelmäßig die Kindergruppennachmittage besuchen. In einer, dem kindlichen Verständnis angepaßten kleinen Ansprache werden alle ermahnt, unserem Führer stets treu zu bleiben und als seine kleinsten Helfer das Abzeichen stets mit Stolz zu tragen. Dann treten die, die das Abzeichen, ein halbes Hakenkreuz, erhalten sollen, in den Kreis, und wie stolz und glücklich leuchten die Augen, wenn die Leiterin es ihnen an steckt. Zum Abschluß des Nachmittags erheben sich alle, stehen stramm und fingen mit Ein kämpferischer Dichter. ZU Walter von Molos 60. Geburtstag am 14. Juni. Für Walter von Molos dichterisches Schaffen gilt -s in aller Unbedingtheit, die feine geistige Haltung nnmer beftimmt hat: kämpfen für eine -üb e «• In einer Zeit, da es nicht gerade viel galt, sich tn einem Werk ganz als Deutscher zu zeigen und dem Volke sein oftmals tragisches Schicksal an großen Gestalten der Geschichte vorzuhalten, bekannte sich Walter von Molo leidenschaftlich zu diesem Deutsch- ■ein in allen Widersprüchen und Lösungen. Aber gerade diese Leidenschaftlichkeit, die sich zwar nicht mmer von einer gewissen Ueberhitztheit frei zu machen wußte und dem Dichter vielleicht manches >emperamentooll-ungerechte Wort ein gab, hat man Walter von Molo oft zum Vorwurf machen wollen. Daß es zu Unrecht geschehen ist und daß sich manchen Irrwegen seines Schaffens gegenüber |ein ' ämpferisches Dichtertum als stärker ermies, hat •eine weitere Entwicklung gezeigt. . Der Kriegsfreiwillige von 1914 hat den entschlossen Einsatz für sein Volk in seinen spateren We^ ■ en in eine geistige Wirklichkeit umgesetzt, d« sich nicht übersehen läßt. Schließlich wird die Gulttg- 'eit eines Dichters immer danach gemessen, was üt seinem Volke zu geben hat; in tomne JJ1 Walter von Molo ein deutscher Dolksdichter gewesen, bevor dieser Begriff überhaupt zu wesentlichen Bedeutung erhoben wurde. Und wte iich das Volk selbst als Wesen immer m feinen «roßen Gestalten, öfter aber noch in den Berkann- •en seiner Geschichte wiederfindet, fo gab der Dichter Walter von Molo in den bedeutendsten sEr Lu- Her dem Volke einen Spiegel seines Weser^, ferner Irrtümer, Verfehlungen, aber auch seiner Große m )iie Hand, der von blankem Schliff und schärfst Deutlichkeit war. Temperamentvoll geladen, Anz ins dem Seelischen den Zeichen der Zeit nachspu- ■ end, das Falsche in heftigen Attacken mederrettend ond das Echte mit fanatischem Schwung ms belle Acht rückend, wie ein kühner Fechter im entscheiden- «en Augenblick die Stellung wechselnd und dadurch üie Wirkung des Stoßes erhöhend, wuchs aus ihm *ie Berufung, das glühende Leben oder die Einsamkeit des Genialen zu erwecken und dem Leser bildhaft darzustellen, zu deuten. -r^dvicks Ob es nun die Gestalt Schillers oder Friedrichs des Großen, Luthers, Friedrich Lists, des Prinzen Eugen oder Heinrich von Kleists ist — immer werden Persönlichkeiten in ihrer Genialität und Größe, ihrer Einsamkeit, ihrer Verkanntheit oder in ihrer leidenschaftlichen Ordnungskraft zu typischen Formen deutschen Wesens in seinen Tiefen und Höhen, gesammelt wie in einem Brennspiegel der Universalität deutschen Daseins überhaupt. Diese Werke Molos erheben sich alle, wenn auch der Ton — vor allem des Schiller-Romans — zuweilen überhitzt und die Sprache zu breit ist, über das Maß rein biographischer Bücher hinaus. Sie sind Bekenntnisse und Sichtbarmachungen eines Deutschseins, das in dieser entschiedenen Kraft und Triebhaftigkeit nur einem kämpferischen Menschen und Künstler eigen sein kann. In seinen Reden, Sprüchen, Novellen und dramatischen Arbeiten hat er diese Absicht nach der künstlerisch-ästhettschen Seite weiter zu verttefen gesucht, und sein Grenzlandroman „Holunder in Polen" gibt dieser Idee von der Ewigkeit des deutschen Lebens noch einmal bezwingend klaren Ausdruck und faßt den kämpferischen Geist des Dichters Walter von Molo zusammen, wenn es darin heißt: Wenn wir ganz einfach werden, gelangen wir wieder zu unserem Wesen hinab und können neu anfangen. Denn wir handeln, ohne Belohnung zu erwarten, nur um des Glaubens willen an die Unbesiegbarkeit des Ewigen." Heinz Rusch. Friede? Tßon Walter v. Molo. An einem schönen ruhigen Mittag ging ich um das Haus herum und bemerkte in einem Blumenbeet, daß die Knospe einer Akeleipflanze zur Erde niederhing. Den langen schlanken Stengel hatte der Wind geknickt. Ich hockte mich nieder und begann die Bruchstelle mit einem Strohhalm zu „schienen". Dabei müssen die Finger vorsichtig sein, denn Bast, Strohhalm und Akeleienstengel sind zart, und die Menschenhände sind plump. Ich arbeitete sorgsam in der hohen Stille, die mich umgab/ und gewahrte nach einiger Zeit, daß sich unter den ankeimenden Stauden in meiner Nähe eine schöne tupferbraune Eidechse heranschlängelte und nahe von mir, den sie für irgendeinen leblosen Gegenstand hielt, zu sonnen begann. Das Tierlein schloß in der Wärme der Sonne, von der es sich bescheinen ließ, wohlig die kleinen schwarzen Augen. Bienen umsummten mich, eine Hummel brummte, vorüber; bald ließ eine, bald eine andere Fliege sich auf den Blättern des werdenden Eisenhutes nieder. Fern krächzten die Krähen; sonst tiefe Ruhe und fünfter Frühlingssonnenschein. Das Eidechslein schlief und atmete behaglich. Seitwärts im aufgelockerten Erdreich arbeitete sich ein Regenwurm nach oben, streckte den Kopf heraus und zog ihn eilig zurück, verschwand; er hatte die Gefahren der Erdoberfläche erkannt; auf einer nahen Lärche saß eine Amsel mit einem aus seiner Kameradschaft im Schnabel. Vogelschatten glitten über mich, von jagenden Schwalben. Im blühenden Fliederstrauch quakte ein Frosch. Er verstummte verblüfft, eine vorüberflitzende Schwalbe hatte ihm ein Insekt vor seiner stumpfen Nase weggefangen. Als ich mit meiner Arbeit zu Ende war, sah mein Blick neben der geretteten Akeleienblüte im Erdreich etwas Zierliches, Kleines liegen, auf dem Ameisen enttäuscht herumeilten. Ich hob es auf — es war das spröde Krällchen eines Singvogels, der im Vorjahre ober im Winter zugrundegegangen war. Auch kleine Schnecken waren da, mit ihren schützenden Gehäusen aus dem gleichen Material wie das großmächtige Wettersteingebirge in meinem Rücken, gefaßter und sich zäh bewegender Urschleim mit Augen. Don ihren gewaltigeren Ahnen habe ich manche versteint ober in hartgeworbenem Schiefer abgeprägt unter ber Erbe gefunben. Die Eibechse erwachte unb schoß baoon; ich sah mich um. Nahe ftanb eine Krähe unb betrachtete mich mißbilligend; es ist nicht vornehm, dem Mitgeschöpf bie Erbeutung seiner Nahrung zu erschweren, bachte sie. Das war ihrer zurechtweisenben Haltung abzulesen. Auf ber Wiese lag ein neuer Maulwurfhaufen aufgewühlt; ber schwarze pelzige Kerl arbeitete fleißig, bie Engerlinge unb was er sonst unter ber Erbe fanb, zu verzehren; er veranstaltete schon roieber ein anberes privates kleines Erbbeben. Die eine ber Pappeln war armselig zurückgeblieben, bie Wühlmäuse hatten ihre Wurzeln angefressen. Längs ber Hauswanb mit ben Schlinggewächsen sah ich empor zum verlassenen Meisennest vom Vorjahre. Friede? Es ist ununterbrochenes Kämpfen über und unter der Erde, — — — Hellen Stimmen ihr KindergruppenlieD, „einst die ne nicht sinken lassen zu wollen". inderjubel — Kinderlachen! Alle Eltern sollten ihren Kindern diese frohen Stunden einmal in der Woche schenken, indem sie sie in die Kindergruppen der NS.-Frauenfchaft schicken. Kinder gehören zu Kindern, und Frohsinn gedeiht am besten in großem Kreis. Aber die Kindergnuppennachmittage sollen nicht nur Frohsinn spenden, sondern als Vorschulung für JV. und BDM. den Kindern im aufnahmefähigsten Alter die Liebe und Treue zu Volk und Führer ins Herz pflanzen, damit sie dereinst das Erbe unserer tapferen Soldaten in treuen Händen halten. Oks. Siehen-Wieseck. Am kommenden Sonntag, 16. Juni, kann unser Mitbürger, der Schmiedemeister Georg B i e r a u, Kirchstraße 45, in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 81. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann vermag noch jetzt täglich in der Schmiede tätig zu sein, er hilft aber auch noch in der Landwirtschaft mit. (Wir beglückwünschen herzlich zum Geburtstag!) ** Vortragsbeginn um 20.30 Uhr. Eine begrüßenswerte Neuerung ist jetzt bei den von der Universität veranstalteten Vorträgen und Abendvorlesungen getroffen worden. Wie Die meisten anderen Veranstaltungen begannen auch diese um 20 Uhr oder 20.15 Uhr. Dadurch kamen diejenigen Volksgenossen, die in der jetzigen Zeit besonders stark an dem abendlichen Nachrichtendienst interessiert sind, insofern in Nachteil, als sie entweder auf den Empfang der Nachrichten verzichten oder bei den Vorträgen zu spät erscheinen mußten, falls sie nicht gor von dem Besuch der Vortragsveranstaltungen absehen wollten. Aus diesem Dilemma ist jetzt ein guter Ausweg dadurch gefunden worden, daß die Vorträge künftighin um 20.30 Uhr beginnen werden. Eine gleiche Regelung dürfte auch für andere Veranstaltungen zu empfehlen sein. Kreis Büdingen. § Schotten, 13. Juni. Das hiesige Sägewerk von W. Neumann ist dieser Tage zum zweiten. Male mit dem Gaudiplom für Muster- betriebe ausgezeichnet worden. — Ein Lastzug- fohrer, der den Milchwagen nach Gedern fuhr, erlitt einen Unfall und mußte mit einem komplizierten Oberschenkelbruch in das hiesige Krankenhaus gebracht werden. Zischsterben in der Ufa. Lpd. Bad-Nauheim, 13. Juni. Seit einigen Tagen wird in der U s a ein st a r k e s F i s ch st e r - b e n bemerkt. Die toten Fische schwimmen in großer Zahl an der Oberfläche oder liegen am Ufer. Worauf das Fischsterben zurückzuführen ist, war noch nicht zu erfahren. Ehrung der Mütter der Stadt Gießen straße 16; Dinslage, Klothilde, Hindenburgwall 18; Dörr, Margarete, Asterweg 44; Dürr, Marie, Asterweg 6; Duyl, Maria, Alicenstraße 22; Eisenbrandt, Anna, Licher Straße 39; Engel, Emma, Krofdorfer Straße 108; Engel, Hedwig, Wartweg 98; Elze, Annemarie, Ludwigstr. 74; Faber, Marie, Jhering- straße 10; Fallier, Wilhelmine, Frankfurter Str. 23; Falls, Salome, Marburger Str. 52; Feldhaus, Elise, Leimenkauterweg 17; Felsing, Johanna, Marktstraße 22; Fieber, Cäcilia, Bergkaserne; Fink, Katharina, Asterweg 72; Fischer, Emma, Am Kugelberg 59; Fleischer, Elisabeth, Krofdorfer Weg 28; Förster, Katharina, Bahnhofstraße 102; v. Foul- lon, Lina, Walltorstraße 36; Frank, Katharine, Bahnhofstraße 12; Franz, Karoline, Frankfurter Straße 134; Freitag, Henriette, Wetzlarer Weg 43; Freymann, Emma, Wiesecker Weg 42; Funk, Anni, Leihgesterner Weg 127; Geier, Elisabeth, Wetzlarer Weg 41; Gilbert, Ottilie, Bergstraße 30; Goffel» meyer, Elisabeth, Sandfeld 9; Goppelt, Lina, Horst- Wessel-Wall 46; Grämlich, Maria, Rodheimer Str. 23; Größer, Berta, Asterweg 26; Grünewald, Luise, Bahnhofstraße 26; Günderoth, Barbara, Schanzenstraße 16; Günther, Hedwig, Wartweg 5; Groß, Maria, Frankfurter Straße 127; Haagen, Ella, Lud- wigstraße 6; Hahling, Minna, Wolkengasse 27; Hahn, Auguste, Schottstraße 36; Hammel, Erika, Gartenstraße 2; Hardt, Anna, Kleine Mühlgasse 5; Hasselhorst, Maria, Seltersweg 64; Haubach, Kätha, Asterweg 56; Haubach, Marie, Hinter der Westanlage 5; Heckroth, Christine, Sandfeld 3; Hellmann, Christine, Feuerbachstraße 12; Heimer, Annemarie, Kaiserallee 81; Heines, Ottilie, Wetzlarer Weg 67; Hellbach, Else, Buddestraße 3; Henkel, Marie, Wernerwall 45; Herr, Luise, Licher Straße 21; Herrlich, Johanna, Friedensstraße 20; Herröder, Agnes, Neustadt 45; Herth, Anna, Alter Krofdorfer Weg 5; Heußel, Elisabeth, Bergstraße 29; Höpfner, Ernestine, Horst-Wessel-Wall 39; Hof, Helene, Großer Steinweg 14; Hofmann, Elisabeth, Aulweg 36; Hofmann, Katharina, Senckenbergstraße 23; Hofmann, Margarete, Dammstr. 47; Hofmann, Marie, Grünberger Straße 64; Hollmann, Dagmar, Leihgesterner Weg 4; Hollricher, Frieda, Alter Krofdorfer Weg 13; Horst, Anna, Lonystraße 20; Hübner, Dorothea, Aulweg 36; Hüttenberger, Johanna, Schützenstraße 24; Hummel, Leonie, Georg-Philipp- Gail-Straße 8; Ihle, Auguste, Wilhelmstraße 3; Jünger, Katharina, Klinikstr. 8; Kämmerer, Frieda, Frankfurter Straße 127; Klein, Karoline, Mühlstraße 16; Klein, Margarete, Hindenburgwall 21; Kliewe, Anneliese, Wilhelmstraße 9; Klinkel, Pauline, Steinstraße 53; Klotz, Theresia, Tiefenweg 6; Knapp, Else, Auf der Weißerde 6; Knauf, Emilie, Glaubrechtstraße 7; Köhler, Karoline. Bleichstraße 10; Kolbe, Bertha, Bleichstraße 42; Konrad, Elisabeth, Walltorstraße 6; Korndörfer, Margarete, An der Kläranlage 50; Kröck, Bertel, Goethestraße 26; Küthe, Lina, Seltersweg 69; Kuhl, Anna, Erdkauterweg 46; Lang, Anna, Alicenstraße 42; Lang, Elisabeth, Stephanstraße 19; Lange, Martha, Friedensstraße 28; Langenbeck, Marie, Werrastraße 5; Lehmann, Margarete, In Löbers Hof 21; Leidner, Anna, Gabelsbergerstraße 16; Lenzi, Amalie, Kaiserallee 34; Licher, Hedwig Leimenkauterweg 5; Lindenschmidt, Selma, Licher Straße 39; Lindenstruth, Minna, Wilsonstraße 10; Lotz, Marie, Neuen Bäue 4; Lorenz, Elisabeth, Krofdorfer Straße 28; Luft Eleonore, Horst-Wessel-Wall 39; Magel, Karoline, Alter Krofdorfer Weg 17; Mais, Friederike, bert, Moria, Läufertsröderweg 14; Herrmann, Anna, Bahnhofstraße 24; Heuser, Katharine, Wil- helmstr. 19; Hildebrandt, Katharine, Licher Str. 19; Hofmann, Katharine, Bruchstraße 14; Junker, Charlotte, Neuenweg 6; Keibel, Anna, Werrastraße 11; Kraft, Katharina, Kaplansgasse 18; Kreuter, Elise, Schwarzlachweg 24; Kuhl, Greta, Schottstraße 11; Kuhl, Ida, Werrastraße 1; Künz, Emilie, Hinter der Westanlage 11; Launspach, Kunigunde, Wolfstraße 12; Launspach, Lina, Hinter der Westanlage 11; Leib, Katharina, Löwengasse 9; Mandler, Bertha, Läufertsröderweg 1; Marquardt, Johanna, Bahnhofstraße 27; Mohr, Mathilde, Grabenstr. 8; Nau, Friederike, Wiesecker Weg 40; Neuser, Elise, Schillerstraße 23; Noeller, Minna, Riegelpfad 100; Noll, Elisabeth, Landgras-Philipp-Plcch 8; Pechtold, Margarete, Frankfurter Straße 37; Peil, Johanna, Frankfurter Straße 127; Philipp, Marte, Jhering- straße 5; Pitz, Anna, Läufertsröderweg 11; Repp, Katharine, Katharinengasse 14; Reuter, Auguste, Krofdorfer Straße 39; Reuter, Mathilde, Creoner- straße 22; Rohrbach. Katharine, Seltersweg 20; Ruhl, Marie, Thomastraße 29; Schaffner, Auguste, Weidengasse 7; Schmall, Lina, Marburger Str. 60; Schmidt, Katharine, Krofdorfer Str. 100; Schmidt, Margarete, Diezstraße 15; Schmidt, Marie, Werrastraße 6; Schneider, Katharina, Riegelpfad 104; Schön, Mana, Wolkengasse 23; Scho mb er, Elisabeth, Asterweg 22; Schupp, Wilhelmine, Liebig- straße 31; Schuchardt, Auguste, Cderstr. 18; Sehrt, Martha, Ebelstraße 39; Senkler, Anna, Frankfurter Straße 30; Sohn, Wilhelmine, Lüberstr. 7; Sparr, Dorochea, Ludwigstraße 12; v. Specht, Dorette, Liebigstraße 68; Speier, Margarete, Ederstraße6; Stamm, Elise, Krofdorfer Straße 32; Stange, Emilie, Wetzlarer Weg 67; Strehle, Margarete, Leimenkauterweg 7; Theis, Marie, Schwarzlach- weg 39; Trommershäuser, Elisabeth, Anneröder- weg 39; Ullrich, Lise-Dore, Kaiserallee 3; Viertelhausen, Emma, Frankfurter Straße 19; Völk, Marie, Krofdorfer Str. 37; Vogler, Elisabeth, Frankfurter Straße 129; Volz, Katharine, Krofdorfer Straße 21; Weiershäuser, Marie, Wolkengasse 13; Weimer, Marie, Frankfurter Straße 31; Weinbrenner, Lina, Steinstraße 31; Weisel, Maria, Unter der Liebigshöhe 19; Wolf, Käthe, Leimenkauterweg 11; Wolkewitz, Maria, Bismarckstraße 7. 3. Stufe: Apitzsch, Greta, Keplerstraße 7; Artz, Berta, Asterweg 86; Bachmann, Else, Am Kugelberg 18; Balser, Lina, Krofdorfer Straße 100; Battenfeld, Georgette, Schanzenstraße 10; Baum, Marie, Wetzlarer Weg 67; Baur, Emmy, Schiffenberger Weg 2; Beck, Katharina, Dammstraße 41; Becker Frieda, Seltersweg 24; Becker, Henriette, Steinstraße 76; Beil, Lina, Kaiserallee 16; Bender, Anna, Schubert- straße 2; Benzler, Charlotte, Asterweg 16; Best, Katharine, Frankfurter Straße 31; Betz, Anna, Werrastraße 4; Beuchert, Rosa, Seltersweg 40; Beute, Elli, Asterweg 86; Birk, Luise, Schottstraße 11; Birkenstock, Elisabeth, Walltorstraße 71; Blank, Hedwig, Walltorstraße 6; Bücher, Margarete, Kugelberg 63; Born, Luise, Seltersweg 12; Brüe, Helene, Friedensstraße. 11; Brockmeier, Lucie, Beethovenstraße 10; Brücker, Klara, Lahnstraße 15; Buchenau, Lina, Sandfeld 17; v. Bültzingslöwen, Ruth, Friedrichstraße 10; Burmester, Johanna, Schiffenbergerweg 40; Busch, Helene, Marktstr. 21; Cullmann, Susanna, Steinstraße 11; Davids, Luise, Schiffenberger Weg 2; Degenhardt, Anna, Döring- Durch die einzelnen Ortsgruppen der NSDAP, werden demnächst die Mütter unserer Stadt, die für die Verleihung des Mütter-Ehrenkreuzes vorgeschlagen sind, zu einer kleinen Feier gebeten werden, in deren Rahmen ihnen die Ehrenkreuze überreicht werden. Zur Verleihung der Ehrenkreuze sind folgende Mütter vorgeschlagen: 1. Stufe. Adam, Barbara, Mittelweg 13; Balser, Magdalene, Bleichstraße 27; Berahöfer, Kathar., Frankfurter Straße 12; Blum, Karoline, Bruchstraße 3; Bops, Margarete, Aulweg 105; Brauer, Elise, Neuenweg 6; Büttner, Wilhelmine, Lqndmann- straße 12; Eller, Margarete, Dammstraße 6; Erb, Anna, Krofdorfer Straße 20; Fabian, Lina, Asterweg 29; Fühler, Lina, Hundsgasse 4; Gebhardt, Anna, Läufertsr. Weg 27; Glitsch, Gertrud, Lindengasse 4; Goß, Maria, Wetzsteingasse 10; Günther, Helene, Anneröder Weg 43; Hardt, Charlotte, Friedrichstr. 1; Hartung, Karoline, Löwengasse 15; Heißler, Katharina, Dommstraße 26; Keil, Katharine, Leimkauterweg 13; Klutkowski, Marie, Schottstraße 33; Koch, Johannette, Marburger Straße 19; Körner, Anna, Leimkauterweg 43; Krausch, Margarete, Anneröder Weg 45; Krombach, Marie, Frankfurter Straße 175; Krumbiegel, Anna, Katharinengasse 12; Lehmann, Wilhelmine, Wartweg 23; Lenz, Kathar., Walltorstraße 57; Maus, Elisabeth, Neustadt 47; Mehlhose, Anny, Läufertsröderweg 2; Müller, Käthchen, Hinter den Schießgärten 22; Müller, Louise, Mühlstraße 6; Muth, Marie, Ludwigstraße 42;' Nuhn, Johannette, Teufelslustgärtchen 5; Otter, Berta, Sandfeld 25; Pitz, Emilie, Läufertsröderweg 3; Rahn, Katharina, Krofdorfer Straße 106; Ranft, Henriette, Kläranlage 62; Rentmeister, Kathar., Großer Steinweg 14; Repp, Marie, Kleine Mühlgasse 7; Reubig, Anna, Kirchen- llatz 21; Rühl, Elise, Steinstraße 52; Sauer, Eli- abeth, Walltorstraße 48; Schad, Marie, Ludwig- traße 24; 'Schmitt, Elise, Schottstraße 27; Schorn- ber, Johanna, Schvttstraße 15; Seifert, Auguste, Wolkengasse 18; Staffel, Marie, Asterweg 63; Theis, Sophie^ Frankfurter Straße 134; Vogel, Anna, Wiesecker Weg 40; Wieth, Elisabethe, Kaplansgasse 10; Wißner, Anna, Anneröder Weg 29. 2. Stufe. Alb ach, Gretel, Schwarzlachweg 35; Apel, Anna, Krofdorfer Straße 109; Anoreäe, Aloysia, Liebigstraße 36; Bachmann, Auguste, Plockstr. 1; Backhaus, Marie, Wetzsteingasse 7; Bauer, Margarete, Marburger Straße 49; Becker, Margarete, Asterweg 20; Benderoth, Elisabeth, Riegelpfad 44; Bernd, Maria, Stephanstraße 36; Borschel, Katharina, Alter Krofdorfer Weg 11; Braun, Christine, Mittelweg 22; Brüning, Augusta, Röntgenstraße 6; Clarius, Mathilde, Nahrungsberg 15; Deibel, Anna, Liebigstraße 65; Eidmann, Lina, Landmannstr. 3; Einhäuser, Margarete, Weserstraße 9; EißfeTer, Emilie, Hillebrandstraße 10; Enders, Klara, Rodheimer Straße 41; Etzelmüller, Anna, Frankfurter Straße 142; Fleck, Marie, Schützenstraße 3; Fischer, Klara, Steinstraße 55; Fleischhauer, Marie, Am Schlangenz. 1; Folkerts, Minna, Crednerstraße 24; Freitag, Elisabeth, Schubertstraße 8; Frieberts- häuser, Kathar., Glaubrechtstraße 14; Göbel, Elisabeth, Wolfstraße 24; Grötzsch, Luise, Alter Krofdorfer Weg 25; Haagen, Marie, Schottstraße 49; Hatz, Marie, Asterweg 71; Heinrich, Minna, Läufertsröderweg 33; Herbert, Anna, Lahnstraße 15; HerKeine Spur von Haurk. Roman von Lharlotte Kaufmann. 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Thöt klopfte seine Pfeife aus, und Mjölln erhob sich, um sich zu verabschieden. „Es wird Zeit, daß ich weiterkomme", sagte er. „Leb wohl bis aufs nächftemal." Danach ging er noch ein wenig in der Abenddämmerung spazieren und versuchte den Fall Hauck wieder zu vergeßen, an den er plötzlich von neuem erinnert worden war. Aus den leeren Gärten leuchteten die weißgekalkten Häuschen. Für Mjölln schien es keinen friedlicheren und stilleren Ort zu geben wie dieses Rapoll. Don den Wiesen her zogen die Abendnebel. Ein paar Krähen flogen über ihn hinweg, und Mjölln sah ihnen nach, bis sie im Wald verschwunden waren. Ein herber Duft lag über allem. Auf den welken Halmen der Gräser, die am Straßenrand wucherten, lag schon der Reif. Von diesen weißen Häuschen werde ich mir eins kaufen, dachte Mjölln. Hier werde ich herziehen, wenn ich einmal aufhöre und die Arbeit abgebe. In ein paar Jahren vielleicht. Weiß Gott, in ein paar Jahren vielleicht schon. Jedoch der Abend dieses geruhsamen Tages brachte einen Mißton nach Rapoll. Als sich Mjölln dem Gasthof näherte, kam ihm Grygul aufgeregt entgegengelaufen. „Doktor, wir haben Sie überall gesucht", keuchte er, „ein Telegramm ist für Sie gekommen. Aber wir haben Sie nirgends gefunden. Herr Thöt wußte auch nicht, wohin Sie gegangen waren." „Ein Telegramm?" fragte MMn mißtrauisch. „An mich?" „Hier ist es." Es war von Frommel, und Mjölln zerknitterte wütend den Umschlag. Oh, sie konnten ihn natürlich nicht in Ruhe lassen! Selbstverständlich hatte sich dieser Detektivmensch mit seinem Fingerspitzengefühl gleich wieder gedacht, daß er wohl nach Rapoll gefahren war, und Mjölln hatte sich in seinem einfältigen Gemüt so schön ausgedacht, nun aus aller Welt für die anderen zu sein. Er faltete das Telegrammformular auseinander. „Prozeß Kahle-Spanier verloren. Frommel", stand da. Dürr, lakonisch. Prozeß verloren. Richtig, heute war ja Termin gewesen. Und nun dachte Frommel wohl, daß Mjölln gleich nach Hause kommen würde. Mit dem Flugzeug etwa, wie wenn Rapoll je ein Flugzeug gesehen hätte. Oder glaubte Fromme! gar, der Rechtsanwalt würde mit der Bahn fahren, erst mitten ins Land hinein und in einem großen Bogen nach Hause? O nein, mein lieber Frommel, ich fahre höchst gemütlich morgen mit dem stillen Dampferchen zurück, und der Prozeß Kahle-Spanier interessiert mich gar nicht. Nicht im geringsten. „Was Schlechtes?" fragte Grygul besorgt. Mjölln schüttelte den Kopf. Sprechen konnte er jetzt nicht. Er ärgerte sich. Es war lächerlich, daß er sich ärgerte, aber er tat es trotzdem. Jedoch Das Telegramm von Frommel war nicht das einzige, was Mjölln an diesem letzten' Abend aus der Ruhe brachte. Der zweite Störenfried war Thöt, der abends um zehn Uhr noch mit seiner Pfeife zu Gryguls Wirtschaft gestapft war. „Was ist denn los?" fragte Mjölln. »Habe ich etwas vergessen bei euch?" „Nein, das nicht. Meine Frau schickt mich her." „Deine Frau? Dann ist es etwas Wichtiges." Mjölln lachte kurz. „Setz dich her und erzähle." Thöt setzte sich, und Grygul holte einen heißen Grog. „Die Sache ist so", begann Thöt, „ich erzählte dir doch heute nachmittag von dem Maler Gode, der bei uns gewohnt hat." „Gode. Ja, allerdings. Hat er nun doch vielleicht ein Mädchen am Strand gemalt?" „Ach nein. Es ist nur eine Frage. Die Frauen sind so komisch." „Nun, erzähl schon." „Wie soll ich erzählen, wenn du mich dauernd unterbrichst? Also, hör zu. Der Mensch verschwand eines Tages bei Nacht und Nebel sozusagen und ohne fein letztes Abendessen zu bezahlen." „Ja, das hast du mir heute schon einmal berichtet" „Du sollst mich nicht unterbrechen." „Gut ich will dich nicht mehr unterbrechen." „Er verschwand, ohne sich bei dem Gemeindeamt abzumelden ober irgendwo seine neue Adresse zu hinterlassen." „Wahrscheinlich wegen des unbezahlten letzten Abendessens." Mjölln machte ein ernstes Gesicht, aber Grygul, der hinter Thöt stand, lachte. Thöt ließ sich nicht aus feiner Ruhe bringen. „Wahrscheinlich war es das Abendessen", gab er zu. „Jedenfalls wußte kein Mensch, wohin er gezogen ist. Und nun kommt noch Die Sache, weshalb mich meine Frau heute nacht noch aus Dem Hause jagte, im Hinblick darauf, daß du morgen früh wieder mit dem Dampfer davonfährst." „Nun sag schon um Gottes willen, was es ist!" rief Mjölln. „Ich will zu Bett gehen. Ich bin müde." „Ich bin gleich fertig. Es ist ja nur eine Kleinigkeit. Also, so: Drei Tage, nachdem der Maler Gode verschwunden war, kam ein Bries an ihn zurück, den er weggeschickt hatte, kurz, ehe er fortzog. Sein Absender stand darauf, und da der Adressat nicht aufzufinden war, kam der Brief zurück an Stefan Gode, Maler in Rapoll, Haus Nr. 17, bei Thöt." „Und weshalb schickt dich da Deine Frau zu mir?" fragte Mjölln verstänDnislos. „Meine Frau möchte gern wissen, ob sie Den Brief enDlich wegwerfen Darf oDer ob sie ihn noch weiter aufbewahren muß, bis Der Mann vielleicht roieDer einmal zu uns kommt, was ich, nebenbei gesagt, bezweifle." „Ja, Du hast eine genaue unD tüchtige Frau", stellte Mjölln fett unD lächelte. „UnD sie Denkt sich Das nun leicht, Daß ich Da einfach Auskunft geben soll." „Ja, Das Denkt sie sich", unD Thöt zog ein verknittertes Kuvert aus Der Tasche seines Rockes unD reichte es Mjölln. Der nahm es, Drehte es herum. Der Brief war aDreffiert an „Frau Sibylle Hauck in Stein", unD Mjölln saß einen Augenblick Da wie eine Statue. Er wußte nicht, was er jagen sollte. An Frau Sibylle Hauck in Stein. „Welches Stein?" ftanb Darunter von einer ungelenken HanD geschrieben, unD Der Stempel Der Postanstalt war Daneben. „Ohne nähere Ortsbezeichnung nicht zu ermitteln. Zurück an Den AbsenDer." Mjölln steckte Den Brief ein. ,Hch werDe ihn mitnehmen", sagte er, unD Thöt war gufrieben. Als Der Rechtsanwalt kurz Darauf sich anschickte, das letztemal in Diesem Jahr in Gryguls kleinem BudDestraße 1; Malkemus, Katharine, Dammstr. 43; Martin, Marie, NeustaDt 32; Mattern, Anna, Kaplansgasse 21; Mattern, Margarete, Mittelweg 24; Maus, Elisabeth, NeustaDt 51; Meng, Elisabeth, Löberstraße 14; MilDe, Maria, Frankfurter Straße 69; Mockenhaupt, Minna, Frankfurter Straße 142; Möhl, Martha, Stephanstraße 34; Möller, Maria, KrofDorser Straße 5; Müller, Else, Kaiserallee 22; Müller, Katharina, BuDDestr. 3; Müth, Katharina, Seltersweg 66; Mull, Elisabeth, Memeler Str. 7; Nagel, Auguste, Frankfurter Straße 77; Nebeling, Anna, Menzelstraße 4; Neuweiler, Katharine, Wall, torstraße 51; Niepoth, Erna, Dr., Neuen Bäue 25; Nickel, Anna, Neuen Bäue 3; Nolte, Elisabeth, EDerstraße 20; Nonnenbroich, Paula, Lessingstr. 15; Nutzenberger, Marie, HunDsgasse 6; Ockel, Luise, Wilhelmstr. 54; Oesterreich, Christine, Licher Str. 95; Ohly, Elsa, HinDenburgwall 16; Ommert, Eli, sabeth, Licher Straße 89; Overbeck, Margarete, Hin. ter Den Schießgärten 3; PächtholD, Marie, Moltke, straße 2; Pauly, Emma, Gnauthstraße 13; Petri, Marie, Asterweg 31; PfunD, Elisabeth, Neuenweg 18; PfunD, Katharina, Neuenweg 18; Plank, Anna, Mühlstraße 3; Plank, Anna, Mühlstraße 3; Ploch, Luise, Aulweg 40; Quiehl, JsolDe, Liebigstraße 83; RaDDatz, Auguste, Wilhelmstraße 80; Rathenow, Katharine, Licherstraße 74; Rau, Elisabethe, Bahn- hofsttaße 77; Räuber, Susanne, Wernerwall 24; Reitz, Marie, Weserstraße 29; Repp, Katharina, ©leiberger Weg 42; Reusch, Johanna, Kirchenplatz 23; Reusch, Margarete, Wilsonstraße 4; Reuschling, Barbara, Liebigstraße 20; Reuschling, Margarete, Alicenstraße 29; Reuß, Luise, Seltersweg 46; Rinn, Juliane, Walltorstraße 35; Rinn, Margarete, Aster- weg 68; Rieß, Marie, KrofDorser Straße 2; Rinn, Marie, Wilhelmstraße 20; Rochlitz, JDa, Hinter Den Schießgärten 28; Rochlitz, Dora, Hinter Den Schieß- gärten 28; RohweDer, FriDa, Kaiserallee 93; Roth, Bertha, Karl-Vogt-Straße 14; Roth, Elisabeth, Am alten FrieDhof 14; RuDolph, Anna, An Der Kläranlage 26; Rust, Marta, Grünberger Straße 44; Sänger, Helene, An Der Margaretenhütte 32; Sahm, Elisabeth, Wernerwall 5; Sann, Elise, Bismarckstraße 10; Schäfer, Babette, Wetzsteingasse 32; Schäfer, Marie, Walltorftraße 67; Schäffer, 5)er. mine, Schubertstr. 32; Schaupert, Dora, Am Sand» felD 23; SchelD, Elisabethe, Schiffenberger Weg 9; Schirmer, SInneliefe, Karl-Vogt-Str. 15; Schmand!, Marie, EDerstraße 14; Schmelz, Katharina, Meme- ler Straße 7; SchmiDt, Anna, Löberstraße 26; SchmiDt, Anna, Wartweg 64; SchmiDt, Marie, Hinter Der Westanlage 11; Schmitt, Elisabethe, Walltorstraße 49; Schmitz, Marie, Neuen Baue 9; Schmück, Luise, Thomastraße 29; Schomber, Lina, Am SanDselD 17; Schonebohm, Elisabeth, Jheringstraße 5; Schott, Marie, Wetzsteinstraße 4; Schreiner Ger- truD, Steinstraße 41; Schreiner, Luise Kirchenplatz 3; Schreiner, Elisabeth, Sonnenstraße 11; Schreiner. Martha, Kaiserallee 33; Schupp, Lina, Alter Kros. Dörfer Weg 23; Schwab, Elsa, ßäufertsröDer Weg 53; Schwan, Marie, Wilhelmstraße 41; Schwarz. Charlotte, Stephanstraße 7; Seibert, Lina, Aulweg 18; Semmler, Marie, BuDDestraße 1; Sessous, Charlotte, Plockstr. 13; Seysarth, Elisabeth, Neuen Bäue 5; Siebert, JDa, CreDnerstraße 34; Simon. Auguste, Dammstraße 28; Simon, Elisabeth, Damm» straße 28; Sievers, Johannette, Frankfurter Straße 144; Singer, Josephine, Stephanstraße 35; Sommerkorn, Marie Kath., Bleichstraße 12; Sonntaa, Lina, In Löbers Hof 4; Steyr, Toni, Riegelpfad 92; Stein, Marie, Glaubrechtstraße 10; Steinhauer, Elisabeth, NeustaDt 31; Steinmann, Eugenie, Rödgen er Straße 18; Stroh, Käthe, Steinstraße 53; Sußner, Luise, Stephanstraße 4; Thielmann, Eli» sabeche, Kirchenplatz 11; Tränkner, Elisabethe. Bahnhofstraße 51; Urban, Martha, Liebigstraße 70;; Volpert, Katharine, FrieDensstraße 45; Wagner. Marie, Walltorstraße 67; Wahl, Henriette, Licherstraße 74; Wahl, Ottilie, Jahnstraße 53, Wallenfels, Elisabeth, Marktplatz 17; Walter, Elise, Löberstraße 7; Walter, Maria, Kaiserallee 1; Walther. Marie, Schiffenberger Weg 17; Weisel, Alice. Marktstraße 14; Weißtnann, Marie, Sonnenstraße 11; Weller, Anna, Kaiserallee 89; Weis, Marie. Neuen Bäue 4; Weihrauch, Regina, Liebigstraße 64; Winter, Charlotte, Welckerstraße 5; Wißner, Antonie, Steinstraße 35; Wittich, Katharina, Wetzsteingasse 10; WloDarek, Marie, RiegelpfaD 94; Wolter. Margarete, Licher Straße 74; Zerbe, Luise, Kros- dorfer Straße 4; Zimmer, Elise, Liebigstraße 72; Zimmer, Henny, Karl-Vogt-Sttaße 8; Zimmermann, Lina, Ebelstraße 15; Zörb, Emilie, Asterweg 48; Pfeiffer, Maria, Frankstrrter Straße 148- Die Namen der Mütter, die von Gießen- W i e s e ck mit dem Ehrenkreuz bedacht werden, veröffentlichen wir morgen. Fremdenzimmer zu Bett zu gehen, nahm er dem merkwürdigen Brief noch einmal zur Hand. 6tr drehte ihn, wog ihn in der Hand. Und bann, kurz entschlossen, riß er ihn auf. Eine Bescheinigung fiel ihm in die Hände, eine amtliche Bescheinigung, daß am 7. Januar 1934 der Kunstmaler Detleß Hauck durch einen Autounfall ums Leben gekommen fei ... * Als Sibylle Karsten Huiths Paket mit dem kleinen Zettel vor der Haustür fand, lächelte sie oon sich hin. Kleiner Junge, dachte sie, kleiner, dummer Junge. Aber sie nahm am nächsten Schultag gehorfaim die Geige aus dem Schrank, ehe sie sich anschickte., nach Dörup zu fahren. Es war ein diesiger Tag gewesen, voller Nebel Nun, da es gegen Abend ging, lagen Die Schwa- Den noch-Dichter über Der See. Sibylle klemmte Den Geigenkasten auf Dem Gepäckträger fest unD stellte Das Licht am RaDe an.. Der StranD war gefroren. Sie überleate kurz, ob sie nicht auf Der Straße über Stein fahren sollte. Die Aecker waren gefroren, unD es war sicher wenig angenehm E Dem harten Rain zwischen Den Schollen hindurch- zufahren. Aber sie wählte ttotzdem Den kürzerem Weg. Sie fuhr nicht gern über Stein. Es was so weit, unD seitDem Der Detektiv Frommel begonnen hatte, Die Leute auszufragen, stand sie wieder im Mittelpunkt allen Interesses. Sie wollte niemandem begegnen, der sie vielleicht aufhaltem und ihr etwas erzählen könnte. Dick lag der Nebel über Dem LanD. Das sur° renDe Licht Der RaDlampe warf sich Dagegen, versuchte hinDurchzuDringen, aber Die Schwaben nahmen Das Licht nicht auf. Sie warfen es in einem breiten WiDerschein zurück. Nun, es war belanglos. Sibylle kannte den Weg. Das RaD holperte. Es rutschte ab an Den ge» frorenen Furchen unD tanzte über unsichtbare Steine. Krampfhaft hielt sie Die Lenkstange gepackt. Sie wollte ein bißchen träumen, wie sie ee stets tat, wenn sie Durch Die Aecker fuhr; oben heute hatte sie keine Zeit dazu. (Fortsetzung folgt.)