Zreltag. 13. Dezember MO Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejsen tabtonfÄrif1: „Anzeiger" fnitfefaerf 116** Rrrmtff. M ff* J 11t, Io L . )eitnat Der Führer dankt der Rüstungsindustrie Südengland mit ON warfen in der ver- Gebiel und in Süd- Zlellen Spreng- und BRT. versenkt, ein Tanker mit Kanonen und MG. angegriffen und ein weiteres Handelsschiff von 1500 BRT. beim Angriff aus niedrigster höhe so schwer getroffen, daß es mit Schlagseite im sinkenden Zustand liegen blieb. 3n der Nacht zum 12. Dezember griffen starke Verbände kriegswichtige Ziele in Mittel- und gutem Erfolg an. Einige britische Flugzeuge gnngenen Nacht im besetzten Westdeutschland an mehreren Brandbomben, durch die aber "ur geringer Sach- ichaden verursacht wurde. Das Kesselhaus einer kleineren Fabrikanlage wurde durch Brand beschädigt. 3m besetzten Gebiet wurden ein Franzose und ein Belgier getötet, mehrere Zivilpersonen verletzt. Flakartillerie schoh vier feindliche Flugzeuge ab, zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. ZchrtfNettung ent SeschSftrsteNe: Gießen. Schnlstratze 7-9 Di.,. *£ n« Vr»S enb Derle<: WMh HwhHrfoättbnrferd L. Leeqe Muer Angriff starker Kampfverbände auf das Mstungszentrum Birmingham Der Führer empfing die Mitarbeiter des Reichsministeriums für Bewaffnung und Munition und brachte ihnen feinen Dank für die besonderen Verdienste zum Ausdruck, hinter dem Führer Reichsminister Dr. T o d t. — (Presse-Hosfmann-M.) d» ’’ 04 und n> M - 51« H,,klll^ 8 V Md» ।jd a dB ¥ d alte 1*0. d Annahme von fliMetfirt Hii öie MittagSnummer biSX'/Jlbr hett^ormitmaa Anzeigenteil 7 Jttot le mm bei 22 mm BeilenbreitC/ $ enteil 50 Rot. re mm bei 70 mm Seilenbreite 9tad)läffe: Wtederbolung MalstaKell Abschlüsse Mengenitafsel B Plavvorstbrisi (Porbenae Vereinbarung 125'« mehr u,%t mie, Vier Handelsschiffe von einem Ü-Vool versenkt Erfolgreiche Angriffe der Lustwaffe gegen Sch ffsziele. 1 M 8ti? ?chniaMi ?teberM; bcn h)urbtB„ nn 2^ WtM > Mittels lonöete Riemen 65. ^rein sch^ ut, mürbe n5 re Urkunde^ len der n, wurde bitti jüngster erzlichen Boflg 'urden nodi h • Sänget 'rahmten W Mbott, id -ine Spende m eten für dien» 'erden. Ter esetzung bcRtht durch einige p ag wurde int» -aale des,tin> t DarmstW ■ Teint W all oufgenmrn irtz in feiner b i in mondllr.i anstaltungn fi hü werden tr : PoMÜhiiüU jel und bti in war. Besvck! und Schülerirn h in vorbW« fesetzt battei r< zweier Tcge cj gsdors unbw dkasse mehr nuar ist ein ?" hfit-n? Berlin, 12. Dez. (DAV.) Stärkere deutsche Kampfverbände griffen in der Rächt vom 11. zum 12. Dezember erneut das wichtige Rüstungszentrum Birmingham mit gutem Erfolg an. Ausgedehnte größere Brände und Zerstörungen an Fabrikgebäuden, Gasanstalten und Verkehrsanlagen bestätigten die Wirkung der Bombenangriffe. London und Liverpool wurden in der gleichen Nacht mit Teilkräften angegriffen und hierbei mehrere kriegswichtige Ziele wirksam mit Bomben belegt. London gibt Bombardierung Birminghams zu. Stockholm, 12. Dez. (Europapreß.) Dom britischen Nachrichtendienst wird bestätigt, daß die in der Nacht zum Donnerstag besonders heftig bom- e Vezirkch"'.''! sgemtiniN/l islanzenbMH Roth im W1 ino er|0i6«'^'| ir biete Wl oefengut « W nscher [t, wenn M"! kleinere einll^I i Aufkmmtt'sl qetrDcfTtetd müsse auch allen Spaniern ^as tägliche Brot I jkwährleisten, was eben nur tm Pahmen einer ’Hbenben Wirtschaft und durch eine fehlerfreie Dvhanisatton möglich sei. uir.k»nho I ^.Wie schwierig es fein wird, die erstrebte Wirtschaft" und das tägliche Brot für alle Spanier erstellen, ging aus einem sehr intereffanten fr« hervor, den der Agrarfachmann Nattcma at vor dem Plenum des Syndlkatskongresjes das wünschenswerte Interesse an der Steigerung der Erzeugung aufbringt. Goitia kündigte zum Schluß an, daß in Zukunft Soldaten zur Kultivierung der brachliegenden Felder angesetzt werden sollen und daß das Heer 20 000 Gespanne und zwei- bis dreihundert Traktoren für Bearbeitung der Felder zur Verfügung stellen werde. Dieser Einsatz des Heeres ist allerdings zur Ankurbelung der Landwirtschaft unerläßlich, da infolge der. Krieas- oerlufte und des Ausfalls der noch in Gefängnissen und Anhaltelagern befindlichen politischen Häftlinge das Arbeiterproblem stellenweise sehr bnngenb ist. wenngleich es in der Landwirtschaft immerhin noch leichter zu lösen sein dürste, als in jenen Industrien, die eine qualifizierte Arbeiterschaft verlangen Zusammenfassend kann man sagen, daß der erste Kongreß der Syndikate eine bedeutende Etappe auf dem Weg zur Neugestaltung Spaniens bedeutet. Man nahm von diesem Kongreß den Einoruck mit, daß die junge wirtschaftspolitische Führerschicht Spaniens durchaus weiß, was sie will. Ob sie diesem Willen bald greifbare Gestalt geben kann, steht allerdings dahin Die ungeheuren Schwierigkeiten, die sich überall vor dem jungen Land auftürmen, sind durch den gegenwärtigen Krieg nicht geringer geworden. Darum wäre es vielleicht ungerecht, schon jetzt ein vorschnelles Urteil über die landwirtschaftliche Entwicklung Spaniens nach dem Ende des Befreiungskrieges zu fällen. Immerhin kann man glauben, daß von diesem Kongreß nicht nur theoretisch, sbndern auch praktisch wertvolle Anregungen ausgehen werden, deren Verwirklichung freilich der Jnittative der Staatsführung überlassen Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, Dezember 1940. Der erste Sy n d i k a t s k o n g r e ß des Nationen Spaniens war eine beachtliche Willensäuße- •ng bes neuen Staates, der seine Zwecke denen Y Wirtschaft und auch der Sozialpolitik Überorb« ir. Aus allen Reben, bie auf diesem kürzlich ab» IMienen Kongreß gehalten würben, befonbers aus Wenigen bes Delegierten ber national-synbikalisti- rn Zentrale, Staatsrat Salvabor Merino, rfl klar hervor, baß bas Problem bes heutigen laniens in erster Linie ein Problem ber «litifdjen Führung ist. Merino forberte ( straffe Zentralgewalt, ber bie einzel- ri wirtschaftlichen Faktoren, also auch bie Arbei- \, ihr Schicksal willig anoertrauen sollen. Die Dvinzbelegierten müssen mit blindem Gehorsam unbedingter Loyalität die Anweisungen ihrer Mer befolgen Die Betonung ber Notwendigkeit Disziplin gerade in einem Augenblick, in tm ein neues Syndikatsgesetz vom Ernennungs- Wahlprinzip übergeht, beweist, daß bie l.enben Stellen nicht bie Absicht haben, in parla- vntarisch-bemokratische Formen zurückzufallen, tuar werben bie Delegierten ber Provinzen zukünf» . nicht mehr von ber Partei bestimmt, sondern m den Arbeitern in Betriebswahlen gewählt, aber dises Verfahren soll offenbar nur das Vertrauen b noch abwartenden und zögernden Arbeiter» inst gewinnen, indem man ihr eine größere for- r,Ile Beteiligung an ber Bestallung ber Synbikats- ireter zugefteht, ohne boch tatsächlich irgendeine !nchtpositton der politischen Führung aus ber Hanb barbierte mittelenglische Stabt Birmingham ist. Die Angriffe sollen mehrere Stunben ununterbrochen angebauert haben. Weiter wirb gemelbet, baß bie beutschen Angriffe mit Teilkräften auch gegen Liverpool unb Lon- b o n gerichtet waren. Die verheerenbe Wirkung bes Angriffes wird auch in den neutralen Presseberichten in vollem Umfange bestätigt So meldet die amerikanische Agentur United Preß, Welle auf Welle deutscher Bomber ging mit Unterbrechungen von nur zwei bis drei Minuten über Birmingham hinweg und richtete riesige Zerstörungen an Der erste Angriff auf die britische Hauptstadt erfolgte nach einem Bericht ber amerikanischen Agenturs „INS." bereits kurz nach 18 Uhr Lonboner Zeit. Auch biefer Bericht hebt hervor, daß in London Bomben schwersten Kalibers explodiert sind. Der Abendhimmel über London war durch explodierende Bomben und durch die entstandenen Brände hell erleuchtet. xy. Jahrgang Ur. 295 z fnsvrecbanschluß 2251 Dieser Appell soll offenbar eine gewisse Müdigkeit der Bauernschaft überwinden, Die infolge der taatlichen Intervention und der fehlenden eigenen . Verfügungsgewalt über ihre Produkte nicht immer bleibt. Llngarisch-jugoslawischerIreundschastsvertrag in keinem Spamsch-iberoamerilamsche Solidarität eine Welch ein Augenblick, in der Bekleidungskammer ! stehen, vom Bekleidungsunteroffizier ein letztes- zu stehen, lien-Unierstützung sind ebenfalls veröffentlicht. Weygand eins mit psta n. Arbeit rsiedlungen in Rumänien. Bukarest, 13. Dezember. (Europapretz.) Eine Gruppe von jungen Legionär-Architekten arbeitet Segen die Bodenspekulation in Frankreich. Vichy, 13. Dez. (Europapretz.) Jur Verhinderung von Spekulation mit nationalem Boden und immobilen Werten, die dem französischen Bauerntum gesichert bleiben sollen, wurde ein neues Gesetz erlassen, das eine Kontrolle des Grundstücksverkchrs vorsieht. So können künftig solche Transaktionen nur mit ministerieller Genehmigung durchgeführt werden. Ferner wurde die Schaffung von zwei Jugendführer-Schulen vorge- seben und neue Bestimmungen für die Volksschullehrer- Ausbildung erlassen. Durch weitere mal hinausgejagt worden zu sein, weil in der Kammer immer nur einem der Aufenthalt gestattet ist —die zivilen Sachen (der Rock ist mir zu eng geworden!) schon auf dem Leibe, und nun alles, alles hinzugeben. Das Kochgeschirr — weißt du noch, wie wir aus dem Deckel im letzten Winter bei dreißig Grad Kälte im Freien die Buletten aßen? —; und die Feldflasche, an deren Hals sich ausgedörrte rissige Lippen festgesogen hatten — was konnte, selbst in Frankreich, Sekt bedeuten, wenn wir in der Sonnenglut aus dieser Flasche Wasser tranken! —; die Feldmütze, getränkt von all dem Schweiß, den die Götter vor die Tugend setzten; die Langschäfter — sie glänzten mild und schwarz, wie sie jetzt auf dem langen Tische standen, als hätte ich sie zu meiner eigenen Beerdigung so blank gewienert. örterun^en. Und wer sich Scheuklappen vorbindet, wird Mit diesen Scheuklappen nicht gerade hellsichtig. Der Maiestatsbeleidigungsparagraph spielte — früheren Zeiten eine große Rolle. Aber in kein Belgrad, 13. Dez. (DRB.) ZuM Abschluß des Staatsbesuches des ungarischen Außenministers Graf C s a k y in der jugoslawischen Hauptstadt wurde folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: Während des Belgrader Aufenthalts des unaari- sehen Außenministers Graf Cfaky wurden zwischen ihm und dem jugoslawischen Außenminister Cincar- Markowitsch am 11. und 12. Dezember in einer freundschaftlichen Atmosphäre Besprechungen über die Beziehungen zwischen Ungarn und Jugoslawien geführt. Sie haben außerdem ihre Gedanken ausgetauscht über die Fragen, die sich auf die internationale Lage in diesem Teile Europas beziehen. Bei dieser Gelegenheit haben die beiden Ali- nister auch einen Freundschaftsvertrag zwischen Ungarn und Jugoslawien unterzeichnet. Der Vertrag umfaßt eine Präambel und drei Artikel. In der Präambel werden die gutnachbarlichen Beziehungen, die aufrichtige Achtung und das gegenseitige vertrauen, welches glücklicherweise zwischen dem ungarischen und dem jugoslawischen Volke besteht, hervorgehoben. Gleichzeitig wird der Wunsch unterstrichen, diesen Beziehungen eine solide und dauerhafte Basis zu geben. Die Ueberzeugung wird ausgedrückt, daß die Konsolidierung und Festigung der gegenseitigen Beziehungen auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet den Interessen der beiden benachbarten Länder ebenso wie Der Weg von der Truppe zum Zivil führt übers Ersatz-Bataillon. In der kleinen Garnisonstadt tief im Schwäbischen wurde mir zum erstenmal bewußt, was es bedeutet, den Soldatenrock so hinzugeben. Ich schenkte den Zauber der Weite weg, den Dust von rasch bereiteten Strohlagern, auf denen wir uns manchmal in den Schlaf geschimpft hatten, ich blies den Staub weg, den ich von fernen fremden Straßen in den Nähten trug, ich sagte Gesprächen Lebewohl, die uns am Rande von Abgründen em- vorgehalten hatten, — mit dem Rock, fürwahr, schenkte ich eine Welt hin. RordirlandsMirristerpräsident in London. Auftakt zur Vergewaltigung Südirlands? Stockholm, 13. Dez. (DRB.) Der nordamerikanische Rundfunk legt der Reise des neuen Ministerpräsidenten von Nordirland, G. M. Andrews, nach London besondere Bedeutung bei. Andrews sei von König Georg empfanden worden und habe verschiedene Besprechungen mit Premierminister Churchill und Innenminister Morrison gehabt. Der Neuyorker Rundfunk betrachtet es als bedeutsam, daß Andrew zu einem Zeitpunkt nach London kam, als in England, das durch die Folgen der deutschen U-Boote und Luftangriffe mehr und mehr beunruhigt worden ist, immer nachdrücklicher gewisse sü dirische Stützpunkte gefordert werden. Wenn auch de Dalera die bisherigen Vorschläge über di« Abtretung solcher Stützpunkte abgelehnt habe, so weise die englische Presse doch darauf hin, daß England die gewünschten Stützpunkte erhalten könne, wenn eine Verständi - ßung zwischen Nordirland und Süd- Irland zustande käme. — De Valero hat bereits Staate hat es Regierungen gegeben, die auf die Dauer glaubten, mit diesem allein regieren zu können. Immer und überall wurde versucht, wenigstens in etwas den gebieterischen Notwendigkeiten der Zeit zu entsprechen. Es konnte geschehen, daß die Regierung bei solchen Versuchen ungeschickt, schwach oder energielos war, aber versucht wurde es immer. Nur der neugebackene englische Jnnen- und Polizeiminister Morrison, der wackere Arbeiter- pcvteiler, schwört auf das Gefängnis als die all- heilende Regierungssalbe. Dr. Ho. Vorschriften wird die Einlagerung von Ge-sFrankreich, und General Weygand ist treibe geregelt und die Verfütterung von Brot-'eins mit Marschall P6tain." getreide verboten. Neue Vorschriften über die Fami> Neuyork, 12. Dez. (Europapretz.) General: an dem Man für eine großzügige Anlage von W e ygand widerlegte in einem Interview, bas 11ÜOOO Siedlungshäusern, vor allem in den Borer dem Journalisten Jai Allen in Marakesch für । ft ä b t en von Bukarest. Man will einen E i n- „New Port Times" gab, die Behauptungen von j h e i t s t y p von auseinandernehmbaren Holzhäusern tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten zwischen , bauen, der 35 000 bis 45 000 Lei (700 bis 900 RM.) ihm und Marschall Petain. Weygand sagte: „Ich i kosten und von den Erwerbern in kleinen Raten bin sehr ungehalten über die Tendenz der englischen; bezahlt werden soll. Mit den Bauarbeiten soll noch und amerikanischen Propaganda im Zusammenhang< im Laufe des Winters begonnen werden. Man mit meiner Anwesenheit in Afrika und meinem dor-: Hofft, auf diese Art und Weise Tausende von Bautigen Kommando ... Afrika ist eins mit! arbeitern beschäftigen zu können. dem Frieden und dem Wohlstand des Donauraumes dienen werde. Der Artikel 1 des Vertrages besagt: Zwischen dem Königreich Ungarn und dem Königreich Jugoslawien wird ständiger Friede herrschen und ewige Freundschaft bestehen. Artikel 2 lautet: Die hohen vertragschließenden Parteien sind sich einig, alle Fragen, die ihre gegenseitigen Beziehungen betreffen, miteinander zu besprechen. Der Artikel 3 sieht vor, daß der vertrag am Tage des Austausches der Ratifikationsurkunden in Kraft tritt, was sobald als möglich in Budapest stattfinden soll. Zu Ehren des ungarischen Außenministers gab der jugoslawische Außenminister Cincar-Marko- witsch Donnerstagabend im Gardekasino e i n Galadiner, dem Mitglieder der jugoslawischen Regierung, der ungarische Gesandte und die Begleitung des Grafen Cfaky sowie zahlreiche hohe jugoslawische Würdenträger beiwohnten. Graf Cfaky hat in der Nacht zum Freitag nach zweitägigem Staatsbesuch die jugoslawische Hauptstadt wieder verlassen. Er begibt sich im Sonderzug in das königliche Jagdrevier in den Steiner (Kamniker) Alpen (Oberhain), wo er zwei Tage in Begleitung des ungarischen Belgrader Gesandten und zweier höherer Beamter des Außenministeriums a u f Gemsjagd gehen wird. Zur Verabschiedung auf dem Bahnhof hatten sich Außenminister Cinoar- Markowitsch mit den Staatssekretären des Außenministeriums und den Abteilungsleitern eingefunden. Auf dem Wehrmeldeamt, der letzte befohlene Gang, trete ich zum letztenmal, nun schon ein Fremdling, in die feldgraue Gemeinschaft. Ich warte auf dem Korridor. Ein Leutnant geht an mir vorüber; ich schlage die Absätze meiner oraunen Halbschuhe zusammen. Es war ein verniedlichter Soldatenaruß, ein Hermaphroditengruß: das eine nicht mehr, das andere noch nicht. Der Leutnant hat den Gruß erwidert, er hat dabei gelächelt. Er hat den roten Blutstoß nicht mehr gesehen, der mein Gesicht verfärbte. Der Gefreite Im Meldeamt, der mir den Schein ausstellt, ist freundlich. Lider er nennt mich ,4)err\ unb er sagt „Sie" zu mir, dem Ranggleichen. Mir fallt das Wort „abfertigen" ein. Es stimmt: er hat mich abgefertigt Zwischen uns ist die Schranke eines Tisches. Ich vermeide jedes Anreden. Dann fragt er mich, wo ich zuletzt gewesen sei. In Frankreich. Soooo, sagt er, und: er beneide mich darum. Und dennoch, gebe ich zurück: dafür sei er noch „dabei" Aber nicht so „richtig", sagt er, wobei er an der Kartothek entlang lächelt Was ist nun richtig?, frage ich mich beim Hin- ausgehen. Ich schreite tüchtig aus: richtig oder falsch, versuchen wir das Neue, das Altgewohnte, nein, das völlig Neue: bis auf weiteres ... „Bis auf weiteres" ist nämlich der Uk.-Antrag genehmigt Llk. gestellt Von Herbert Duckstein. Ich kam aus dem Urlaub zurück. 29 Stunden war ich in der Bahn gefahren. Nachts um eins hallten die Schritte meiner benagelten Stiefel durch die Gassen und Straßen der kleinen französischen Stadt Nun noch einmal um die Ecke, und bann sah ich in der mondhellen Nacht das französische Bürgerhaus vor mir liegen. In jedem Stockwerk, in jedem irgend geeigneten Zimmer lagen wir seit langen Wochen einquartiert. Die Wohnungsinhaber, eines Nachts vom Befehl ihrer Landsleute weggerufen, waren, als ich ab fuhr, noch nicht wieder heimgekehrt Auf den Klingelknopi neben dem Schild mit dem Namen Coulaux mutzte ich drücken. Ich stieg die paar Steinstufen zur Haustür hinauf. Und nun geklingelt, daß die Kameraden sich die Augen reiben müßten! Ich bin wieder da! hieß das. Sie „würden fluchen und sich doch freuen, ich wußte es, denn mir erging es ebenso. Ich drückte den runden Klingelknopf tief in die Metallfassung und wartete. Ich klingelte noch einmal, nun länger. Ich wußte, die Kameraden verstanden sich auf Klingelgraphologie. Da ging das Fenster auf, das zu „meinem" Zimmer. Eine Frauenstimme: „Qui est ce qui sonne lä?“ (Wer schellt da?) Schöne Uederraschung in dieser Stunde. „Civils rentr^s“, „Zurückgekehrte Zivilbevölkerung", das war ein immer häufiger werdendes Schild an den Haustüren. Ich entschuldigte mich und klingelte im Erdgeschoß, wobei mir das Herz klopfte. Aber es wechselte den Rhythmus, als ich Soldatenschritte hörte. Ein Händedruck mit den Kameraden: schon gut, auf feiner Couch sei Platz für zwei. Nach einer Dause Hinsetzen und Atemholen: „Weißt du schon?^ Nichts wußte ich. „Mensch, du bist uk.-gestellt!" „fjaben Sie noch acht Tage Zeit?" fragte mich am anderen Morgen der Adjutant. Ich hätte noch acht Tage Zeit, natürlich, die brauchte ich sogar. „Denn sonst versauen Sie dem H. den Urlaub." Ich wollte keinem Kameraden den Urlaub und die Freude darauf verderben, und acht Tage würden vielleicht gerade reichen, mich langsam, ohne Gewaltanwendung, aus der Gemeinschaft zu lösen. Kaserne. Die paar Sachen scheppern in der braunen Lederhülle. Ich grüße noch einmal den Posten, der die Hacken zusammenreiht, und blinzele, im langsamen Gehen verweilend, in die hohe Sonne. An das Grüßen von Vorgesetzten hatte ich mich damals im Anfang fo schwer gewöhnt. Nun begegne ich, wieder Zivilist, dem ersten Offizier. Ich habe den Koffer in die linke Hand genommen. Ich sehe ihn an, er wendet feinen Blick zur Seite. Ich will die Hand zum Gruß erheben; es ist zu spät, er, dem der Gruß gegolten hätte, ist vorbei. Also gehe ich sachte weiter. In der kleinen Garnisonstadt grüße ich keinen mehr, und unterwegs im Zuge, und wenn ich aussteige und einen Gang durch eine fremde Stadt mache, auch nicht. Erst zu Hause wieder, da grüße ich: die wenigen, die mich kennen, die einzelnen, die ich kenne, aber nicht mehr die vielen aus dem Kreise der Millionen, die den Rock noch tragen, wie ich ihn trug, die dachten, wie ich dachte, die auch nur taten, was ich tat, die lebten, wie ich lebte — die Millionen, die ein festes Band umschlingt, Zucht und Freiheit des Soldatenlebens. Madrid, 12. Dez. (DNB.) Am Mittwoch überreichte der neue argentinische Botschafter (£ s c o • bar dem spanischen Staatschef General Franco fein Beglaubigungsschreiben. Der Botschafter betonte, es sei der Wunsch des argentinischen Präsidenten, die Beziehungen der beiden Staaten immer enger zu gestalten. Diesem Wunsch entsprächen auch die Gefühle des argentinischen Volkes, das in steigendem Maße seine Blicke auf das Mutterland richte. Argentinien sei zur integralen Verteidigung seines Bodens entschlossen, liebe seine Unabhängigkeit und wache eifersüchtig über seine Rechte als souveräner Staat. „Meine Regierung hofft", so sagte Escobar, daß durch die warmen Gefühle, die unsere Nationen füreinander hegen, auch die kulturellen, intellektuellen, künstlerischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Staaten immer enger werden." Dabei seien alle Voraussetzungen für eine intensive Steigerung des Güteraustausches zwischen Argentinien und Spanien gegeben. Der Caudillo gab feiner Genugtuung Ausdruck, datz Argentinien eifersüchtig über feine nationale Unabhängigkeit wache. Das, sagte Franco, war auch eine der Haupttriebkräfte unserer heldischen Solange: unsere Souveränität zu wahren und den nationalen Kern durchzusetzen gegen die niederträchtigen Verdächtigungen derjenigen, die Spaniens Wesensart verleugneten. Spanien und die national- syndikalistische Revolution hätten keinen anderen Wunsch, als das geistige Rückgrat der hispanischen Welt zu fein. Die Zeitung „ABC" schreibt: Die Vorstellung Es- cobars beim Staatschef sei geradezu ein Fest der Hispanität gewesen. Glaube, Rasse und Sprache seien wirkungsvoll als die große Einheit der hispanischen Völker herausgestellt worden. Spanien betrachte sich als die geistige Achse der hispa- nischen Welt. Die Freundschaft Argentiniens habe auch darin ihren Ausdruck gefunden, daß die argentinische Vertretung in Madrid bei Revolutionsaus- bruch zahlreichen spanischen Patrioten das Leben gerettet habe. Die La-Plata-Skühpunkie. Montevideo, 12. Dez. (Europapretz.) Uruguays Außenminister Guani ist Mittwoch abend nach dem uruguayischen Grenzort Colonia abgereist, wo er sich mit dem argentinischen Außenminister R o c a treffen wird. Thema der Besprechungen sind Stützpunktfragen. In Buenos Aires empfing vor seiner Abreise zu dem Treffen mit dem uruguayischen Außenminister der argentinische Außenminister Roca in seiner Prioatwohnung Kriegsminister T o n a z z i und Marineminister Sincati zur Besprechung der argentinischen Haltung in der Stützpunktfrage. HV-Millionen-Dottar-Kredit derUSA. für Argentinien. Buenos Aires, 12. Dez. (Europapreß.) Eine amtliche Mitteilung des argentinischen Finanzministeriums bestätigt, daß die Vereinigten Staaten Ar- so wär' her Dauer ein Millionär." In England gibt es sehr viele gut gestellte Leute, die Flüchtlingen kein Obdach geben. Schon vor der englischen Kriegserklärung am 3. September 1939 konnte jedermann in englischen Zeitungen erbitterte Auseinandersetzungen darüber lesen, ob der Besitzer eines Land- gutes verpflichtet fei, Kindern aus der Großstadt eine Bleibe zu geben oder nicht. Hier könnte Morrison — der treffliche Arbeiterpartei!^ — feine Zivilcourage unter Beweis stellen. Er denkt aber gar nicht daran. Er redet lieber große Töne über das Thema, was er getan hätte, wenn er deutscher oder bayerischer Innenminister anno 1923 gewesen wäre. Aber auch diese großen Töne sind klägliche Töne. Nur ein enges und beschränktes Gehirn kann vom Gefängnis erhoffen, daß es große geschichtliche An- triebe, Ideen, Bewegungen unterdrückt. So leicht ist der Zeitgeist nicht an die Kandare genommen! Die ganze Geschichte der Menschheit spricht dagegen. Und ein Dolkssührer mag mit tausend Engelszungen begabt sein — er wird niemals zur Bedienung des großen Welthebels auffteigen, wenn aus ihm nicht der Zeitgeist spricht. Wer aber wollte leugnen, daß sich in Adolf Hitler der Geist unserer Tage verkörpert? Das ist so. Darüber gibt es gar keine Er- Mit vollen Händen und einem beladenen Rücken war ich in die Kammer gekommen, und mit leeren verließ ich sie nun. Nach 13 Monaten, prall gefüllt mit den Erlebnissen und reich beschenkt mit den Gewinnen eines ganz neuen Lebens, ist die Rückkehr in den alten Beruf ein neues Beginnen. Wer draußen Unerschrockenheit lernte, der erschrickt nun vor der eigenen Schüchternheit. So lernen kleinste Kinder das Laufen, die Beine wollen noch nicht sicher tragen, uyd das Gehen ist ein rechtes Taumeln. Lernte man das Leben draußen überwinden, so erkennt man nun die Züge des Unerbittlichen, die es, gerade fern vom Tode, tragen kann. Ich komme aus einer wärmenden Gemeinschaft, und der Weg in die Vereinzelung macht eine Gänsehaut. Werde ich mich finden? Der Blick sucht Hilfe. Dann trete ich, das Köfferchen In der Hand, vor die wiederholt eine Verständigung mit Nordirland unter den von England gewünschten Bedingungen a b • gelehnt. Wenn England nun trotzdem unter dem Deckmantel der „Verständigung" seine Ziele zu erreichen versucht, so kann man sich anhand zahlreicher Beispiele aus der Geschichte schon jetzt vor- stellen, mit welchen scheinheiligen Motiven Vergewaltigung Südirlands vorbereitet wird. Englische Ladenhüter. Von unierer berliner Häniftlettung. Mister Morrison, Englands Innenminister, der eben erst so erstaunliche Offenbarungen seiner Meinung über das deutsche Staatsoberhaupt den Aetherwellen preisgab, hat noch weitere Offenbarungen von sich gegeben. Sie wären in keiner Weise bemerkenswert, wenn hier nicht ein Mann als Entdecker vermeintlich völlig neuer politischer Ideen auf treten würde, der zu den zahlreichen politischen Langschläfern Englands gehört und noch immer nicht gemerkt hat, was sich alles in Europa geändert hat, seitdem sich England auf dem Der- failler Polster zur Ruhe setzte. Also sprach Herr Morrison: Nach dem Siege müsse ein kooperatives Sy st em eingefichrt werden. Eine internationale Polizeiluft' waffe müsse dann Europa in Ordnung halten. Er wird es uns nicht verübeln, wenn wir bei diesen Tönen auf das lebhafteste der typisch englischen Erfindung des „Völkerbundes" erinnern, einer Ädee, Deren sich Präsident Wilson bemächtigte und die bann jenes famose „kooperative System" in Europa, mit dem Sitz in Genf, einführte, das dann seine skurrile Blüte in dem noch schöneren Paneuropaplan des Herrn Briand erlebte. Wenn Mr. Morrison nach diesem Kriege ein sogenanntes kooperatives System in Europa einführen will, warum hat England dann geschlagene zwanzig Jahre verstreichen lassen, ohne dieses jetzt plötzlich so notwendige System in Europa einzuführen uich statt dessen den verstärkten britischen Terror zu errichten? Und was die internationale Polizeiluftmacht betrifft, so hat ja dieser hübsche Einfall gerade in den Verhandlungen des Völkerbundes jahrelang die stärkste Rolle gespielt —- mit gutem Grunde; denn der Gedanke, dessen Vater wiederum England und dessen hauptsächlichstes Sprachrohr nach damaliger gentinien 110 Millionen Dollar Kredit bewilligten. Von diesem Betrag sind 50 Millionen Dollar zur Stützung des Pesos bestimmt, der durch die infolge des europäischen Krieges eingetretene Verminderung der argentinischen Aus- fuhr geschwächt wurde. Die übrigen 60 Millionen Dollar stellte die Export- und Import-Bank der USA. zum Jahreszins von 3,6 v. H. zur Verfügung, wobei in den ersten 18 Monaten keinerlei Zinsen- dienst erfolgt, während danach 5-v. H.-Halbjahres- amortifationen gezahlt werden sollen. Oottarmittionen auch für Uruguay. Montevideo, 13. Dez. (Europapretz.) Die Gewährung einer USA.- Anleihe in Hohe von 7,5 Millionen Dollar auch an Uruguay wird in Montevideo um so stärker beachtet, als ihre Bekanntgabe mit dem Beginn der Konferenz zwischen dem argentinischen und uruguayischen Außenminister zusammenfällt. Sie gilt, wie man weiß, der Frage der USA.-Stützpunkte in Uruguay. In Erkenntnis dieser Zusammenhänge drückt die Zeitung „Tribuna Popolar" ihren Unwillen aus über Den „gefährlichen W e g", den Uruguay durch die Aufnahme einer solchen Anleihe beschreitet und meint, „bas Abenteuer der Anleihen hat begonnen". Chilenische Kritik am Panamerikanismus. Santiago b e Chile, 12. Dez. (DNB.) Die chilenische Zeitung „Mercurio" meint, der Panamerikanismus fei der Theorie zur Genüge weit gediehen, aber in gleichem Maße, wie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten wüchsen, würden prak- tische Lösungen hinausgeschoben. Die Illusion, Ersatz für die europäischen Märkte in d e n U S A. zu finden, sei bald verflogen. Das gelte für bas gesamte Jbero-Amerika. Auch in Bezug auf das Kreditwesen sehe man jetzt, daß norbame- rikcmische Kredite leichter an China gegeben würden als an amerikanische Länder, trotz Nachbarschaft und Hemisphärenpolitik. Das (Ergebnis fei, daß der Panamerikanismus schwächer statt stärker werde, denn Südamerika wolle arbeiten und fortschreiten, was aber durch di e Haltung der USA. verhindert werde. Zwangsläufig komme man zu dem Schluß, daß Friede unter den Großmächten am meisten im Interesse der Zukunft der amerikanischen Länder liege. Insel im All. Dies war die schönste und friedvollste Stunde des Tages: wenn alle Pflichten für Haushalt und Amt erfüllt waren, saßen Rainer und Hilde beisammen in ihrem großen schönen Zimmer. Er sah die am Tage geschriebenen Bogen durch und korrigierte mit feinen Strichen und Buchstaben, oder er las und machte sich Notizen. Zuweilen geschah es, daß Rainer von seinen Blättern aufsah und zu sprechen begann, dann beschäftigte ihn der Gegenstand so stark, daß er sich mitteilen mußte. Einmal war es ein Stück Epik, was er ihr vorlas, ein andermal eine Betrachtung über Kunstwerke, die sie gemeinsam angesehen hatten ober eine Aeußerung zu geistigen Fragen der Zeit. Und er freute sich, wenn sie durch Gegenrede ober Fragen ihren Anteil zeigte. Seine Stimme war ruhig und tief; er las fo anschaulich, daß man stets gleich im Kern der Sache war und wenn er auf einen Einwurf antwortete, manchmal sich überstüzend und heiß, bann wieder nach Worten suchenb, wenn er die Frau aus seinem Denken heraus beschwörend ansah, bann war es ihr, als schwebe ihr Zimmer gleich einer strahlenden Insel im All, umgeben von Nacht, umtanzt von Sternen. Das Gesicht ihr gegenüber und auch die geliebte Stimme verwandelten sich auf seltsame Weise. Durch das sterbliche Antlitz sah sie einen lichteren Umriß schimmern, Abglanz jener Sehnsucht, die nie müde wird, zu suchen. Die Stimme gewann einen anderen Ausdruck als am Tage, sie klang voller und stärker in der Schau innerer Gesichte. Die Frau erzitterte in einem dunklen Glück, wenn sie sich vergegenwärtigte, daß diese Stunde ihnen geschenkt fei heute und morgen, noch so viele Male, wie das Schicksal es zulletz, vielleicht bis sie und der Mann graue Haare trugen und der Weisheit des Alters näher gekommen waren. Ihr Beisammensein war der Beginn der Ewigkeit, ja, sü schwebten schon in ihrem Licht. Denn was btt Mann in so starkem Streben suchte, den einzigen ihm gemäße Ausdruck für die Wahrheit, das war ein Ringen mit dem Geiste, der feit den Schöpfungstagen über den Wassern schwebte. Sein Hauch umgab sie beide; die Wände des Zimmers schienen ihr durchsichtig wie Kristall und draußen blaute bie unendliche Nacht, durch welche die Ströme der Kräfte zuckten gleich Blitzen, und in der Gott atmete. Hedwig Forstreuter. Feldpostbriefe: Wir vom ORK Heftige Kämpfe in der Wüste Ab. nb am 24. April 1941, da die Durchführung des Unter- 11. nchtsbetriebs in Trimestern sich nur unter den be- der Initiieren Umständen und für eine kurze Zeit recht- meii p IrtM prob en. Li irfte ii )Q5 B i N n* W »r, M Der Unterrichtsbetrieb im Jahre 1941 wird an sämtlichen deutschen wisienschaftlichen Hochschulen mit einem Trimester aufgenommen. Der Segtnn der Vorlesungen ist auf den 7. Januar 1941, das Ende auf den 29. Marz 1941 f-ft-M-St worden. gm Anschluß an dieses Trimester erfolgt die Wiederaufnahme des Unterrichts in de r Fo r m d er Semester, beginnend mit dem Sommersemester sind empfindlich. Bei dem vorgestern gemeldeten Lufkkampf wurden nicht vier, sondern 13 feindliche Flug» zeuge abgeschosfen, die, wie mit Sicherheit festgestellt wurde, am Boden zerschellten. Sieben eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. 3n Offafrita Tätigkeit kleinerer Abteilungen. An der Sudangrenze Hot eine unserer Patrouillen eine feindliche Feldwache überrascht und aufge- frieden. , 3m Gebiet von Tessenei (Lritrea) wurde ein versuch des Feindes, mit Hilfe von einigen Kampfwagen und fünf Panzerwagen vorzudringen, aufgehalten und von unseren Truppen sowie Panzer- abwehrgeschühen zurückgeschlagen. Eines unserer Aufklärungsflugzeuge hat, von sieben feindlichen Jägern angegr.,fen, einen Jager brennend abgeschossen und ist unversehrt 3“™“’ gekehrt. Lin englischer Kreuzer hak einige Schüsse «uf Kisimaso abgegeben, ohne Schaden anzurichten, während er seinerseits von unserer küstenbatlerie getroffen wurde. Feindliche Flugzeuge haben die Gegend von Ar- gheisa und von Ll-Uak im früheren britischen So- inaliland bombardiert. Oie italienischen Verluste. Zllizi'- Hüt >.■ Der italienische Wehrmachtbericht hat in der letzten Zeit heftige Kämpfe gemeldet. Die Aufnahme zeigt Italiener bei einem Gegenangriff im schweren Feuer der englischen Artillerie. (Associated-Preh-M.) ilöbn int k l*e-, 3üi|t blchst Icrtiaen lieh. Es ist jedoch beabsichtiat, in den kommenden Jahren ausschließlich für K r i e g s - te il ne er, die durch ihre Kriegsleistung ihr Studium unterbrechen mußten oder nicht rechtzeitig aufnebmen konnten beftimmre Zwischensemester von etwa dreimonatiger Dauer e i n m a I 1 ahr - l j ch durchzufübren. um so den Kriegsteilnehmern einen teilweilen zeitlichen Ausgleich zu gewahr- N cs ly Biil * WP * tenntirj Ä- n # die 8;' d mtir; n*. Erbitterte Kämpfe bei Gidi Barani. Der italienische Wehrmachtsbericht. Rom. 12.Dez. (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front sind vereinzelte feindliche Angriffsversuche glatt abgeschlagen worden, wobei Gefangene gemacht und automatische Waffen erbeutet wurden. Unsere Luftstreitkräfte haben trotz äußerster ungünstiger Wetterlage Bombenanflriffe gegen Truppenzusammenziehungen im Abschnitt von Berova, sowie gegen Schiffe im In- nern des Golfes von Patras durchgeführt. In Rordafrika find die Operationen zur Zeit noch im Gange. Auch im Laufe des gestrigen Tages kam es westlich von Sidi Barani im Gebiet von Bug-Bug zu erbitterten Kämpfen. Die dem Frind zugefügten Verluste an Menschen und Material sind beträchtlich, auch die eigenen Verluste •»Jf <1 braucht, auch ruhig mit solchen Versprechungen weiter zu beschwichtigen versuchen. In der Praxis sieht die Sache freilich so aus, daß diese Regierung Lhur- chill, in der die |og. Arbeiterpartei fast ebenso viele Sitze hat wie die Konservative Partei trotz alles Versprechungsqeschwätzes volle 140 bis 160 v H Rü st ungs gewinne für die herrschende Kaste Sund nicht im Traum daran denkt, dem Ar- wenigstens einen ausreichenden Lohn zur Beschaffung einer Halbwegs ausreichenden Ernährung zuzubilligen. Da ist es dann freilich für britische Begriffe im höchsten Grade störend, ja ungehörig, wenn im Staat des echten und praktischen Sozia- lismus. in Deutschland, die Dividendengewinne auf. Roten Kreuz Ausbildungsstand und Können auf hoher Stufe standen. Dor allem aber bin ich stolz darauf, den Weg meines lieben Vaters im Deutschen Roten Kreuz gegangen zu sein. Auch er stHt wieder tm Wehrmachtdienst." Ein Sanitätsaefreiter und ehemaliger DRK.- Helfer gibt in seinem Feldpostbrief eine anschauliche Schilderung seiner Erlebnisse, er schreibt: „Ich freue mich schon darauf, nach Kriegsschluß wieder an den Uebungsstunden des Deutschen Roten Kreuzes keil- nehmen zu können. Denn ich habe im erfahren, daß die jahrelange Arbeit im Deutschen Roten Kreuz nicht umsonst war. Wir haben bestimmt viel in unseren Uebungsftunben gelernt, aber im Felde habe ich noch viel zugelernt. Ich glaube, daß man die Felderfahrungen später beim DRK.-Dienst auswerten wird. Darauf freue ich Mich am meisten." „ Aber nicht nur Arbeitsfreude und volle Hingabe an den Dienst kennzeichnet die Haltung der DRK.° Helfer, die heute im Felde ihre schwere Pflicht erfüllen. In unzähligen Fällen sind sie ohne zu zögern als Blutspender eingesprungen, wenn es galt, einem Schwerverletzten das Leben zu retten Darüber schreibt ein Sanitätssoldat aus dem Westen: „Ich habe schon gehört, daß bei Eurer Formation viele Kameraden sich als Blutspender gemeldet haben. Auch bei uns ist es so; wir haben mit Freuden unser Blut gegeben, um armen Schwerverletzten zu helfen. Tag und Nackt waren mir damals auf den Beinen, aber das haben wir als alte DRK.-Helfer für unsere Kameraden gern getan. Wir waren mit ihnen so vertraut, daß sie gar nicht fortwollten; aber es half nichts, die Schwerverletzten mußten eben weiter zurück; denn mir brauchten Platz in der Krankensammelstelle." Welch prachtvoller Geist der Kameradschaft spricht hier aus diesen einfachen Männern! Sie haben vor dem Kriege jede freie Stunde dem Deutschen Roten Kreuz gewidmet. Im gleichen Geiste stehen sie nun an der Front, und nach dem Kriege werden sie wie früher ihr „Hier!" rufen, wenn ihr Name in den Dienststunden des Deutschen Roten Kreuzes aufgerufen wird. facht wird. Wann Hnb Ausgaben für eine Hausgehilfin steu-rabzugsfähig? Der Reichsfinanzhof hat in einem Urteil vom 31. Oktober die Frage geklärt, wann Ausgaben für eine Hausgehilfin a l s „außergewöhnliche B e l a ft un g" anzusehen sind und damit zu einem gewissen Teil steuerabzugfähig werden. Es handelte sich um einen Steuerpflichtigen, der infolge schweren Bruchleidens körperlich behindert und daher nicht in der Lage war, im Haushalt Hilfeleistung auszuführen. Er besah außerdem drei minderjährige Kinder, und seine Ehefrau war selbst von so schwächlicher Gesundheit, daß er zur Aufrechterhaltung des Haushaltes genötigt war, eine Hausgehilfin ins Haus zu nehmen, für die er neben freier Station und den Kassenleistungen monatlich 35 RM. aufzuwenden hatte. Die Vergütungen, die er von der Krankenkasse erhielt, waren nicht so hoch, daß er davon die Unkosten für die Hausge- hitftn hätte bestreiten können. Der Mann w.ar mit seinem Antrag, für 1940 den steuerfreien Lohn- betrag roeaen der angeführten Gründe um monatlich 50 RM zu erhöhen, von allen Vorinstanzen abgewiesen worden, auch vom Obersinanzprä- sidenten seines Bezirkes, well nicht alle Voraussetzungen gegeben waren, unter denen nach Abschnitt 46 der Lohnsteuerrichtlinien die Beschäftigung einer Hausgehilfin für sich allein als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden tarnt Der Reichsfinanzhof stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, daß mit den im Abschnitt 46 aufge- zählten Fällen nicht gesagt ist, daß nicht auch noch andere Fälle denkbar sind, in denen die Ausgaben für eine Hausgehilfin mit anderen Ausgaben zusammen für einen Steuerpflichtigen cher ss aimii). nM Nachdem der erste Vierjahresplan seinen schluh gefunden hat, berichtet der Reichsbeauftragle für Papier, Dr. Dorn, über die Durchführung aus dem Gebiet der Papierwirtschaft. Die wichtigste Forderung war der Mehreinsatz inländischen Holzes aus dem Brennholz-Sektsr und der Verbrauch von Buche in Höhe von 2,5 Millionen Raummeter. Tatsächlich wurde Der Verbrauch an Kiefer von 1,3 Millionen auf 1,9 Millionen Raummeter gesteigert, der Verbrauch an Buche von 500 000 auf 2,4 Millionen Raummeter. Die Erzeugung von Strohzellstoff stieg von 52 000 auf 77000 Tonnen, die von Ge l b st r o h st o f s von 87 000 auf 103 000 Tonnen. Gleichzeitig wurde der Ein- satz von Altpapier von 700000 auf über eine Million Tonnen erhöht. Die K u n st f a s e r zellst o f f - Erzeugung stieg von 89 000 Tonnen im Jahre 1936 auf voraussichtlich 300 000 Tonnen im Jahre 1940. Der Kampf gegen die Papiervergeudung mußte verstärkt werden, zumal ein wesentlicher Teil der Zellstoff, und Papiermengen kriegswirtschaftlichen Zwecken zugemendet werden mußte. So gelang es, aus Zellstoff ein hochwertiges Futtermittel herzustellen, ferner muhte Papier auf die Herstellung von Spinnpapier als I u t e e rfatz umgestellt werden. Der neu auftretende Bedarf wird am besten durch die Tatsache gekennzeichnet, daß für die Lebensmittelkarten nwnat- sich 2000 bis 3000 Tonnen Papier, 200 bis 300 Eisenbahnwaggons, gebraucht werden. Voraussichtlich ab 1. Januar sollen die etwa 20 Anordnungen der Reichsstelle für Papier- und Verpackungswesen durch vier grundlegende Anordnungen ersetzt werden, wodurch die Bewirtschaftung wesentlich verein- leisten. Einsaft her Studenten im Otten. Der Reichsstudentenführer hat einen Aufruf zu weiterem freiwilligen Einsatz deutscher Studenten und Studentinnen im Rahmen des Ssedlungsein- satzes der „Arbeitsgruppe Ostsiedlung der Reichs- studentenführung" sowie des Facheinsatzes Ost der Reichsstudentenführung" erlassen. Für die Einsätze werden Studenten und Studentinnen aller Fachgruppen benötigt. Die Arbeit ist verantwor- 'M- M i Si s «I > ! ö Dy 1 s H ! K S H 'S i i*i im 5 taj ; n I Sjj iu Wb. n8 h 'S 6 v. H beschränkt sind. Im übrigen war ja die Linke in England schon zu der Zeit, als sie noch Opposition war, geradezu staatlich angestellt, ihre Führer beziehen ein sehr hübsches Staatsgehalt Ihre Aufgabe bestand im wesentlichen Darin, der Regierung die Bälle zuzu- spielen und geleaentlich TheaterDonner zu machen. . . .. __________ „.. ~ ...flossene Opposition aber salonfähig Dem alle möglichen Rechte für die Zeit nach dem ; und regierungsbeteiligt geworden ist, sind ihre Funk- Kriege, also für den Sankt Nimmerleinstag ver- j tionen auf die eines Aushängeschildes und Markt- spricht, so kann man, da man Zur Zeit noch Dfr Helfers der herrschenden Schicht herabgesunken, breite Maste als Soldaten und als Rüstungsarbeiter 1 Siehe Herrn Benin, siehe Herrn Morrison. Be. R. Gewohnheit Frankreich war, ging dahin, daß die Luftwaffen aller europäischen Staaten unter englisch-französischem Oberkommando zusammengefaßt werden sollten, um den beiden Urhebern des. Der- aiUer Diktates, gleichzeitig Hauptinhaber der Gen- er Schwindelfirma, die Machtmittel dafür zu He» ern, daß dieses Europa in seinen einzelnen Glied- taaten nicht etwa auf aufsässige Selbständigkrits. gehonten kam. Herr Morrison weiß von alledem nichts. Er war zur Zeit dieser schönen Erörterungen noch nicht englischer Minister und wäre es nie geworden, wenn Churchill nicht so gerissen gewesen wäre, die Linksopposttion durck die Betrauung mit zahlreichen Ministerämtern auf die Mitverantwortung für feinen Krieg festzulegen Aber damit nicht ^enug. Morrison behauptet ollen Ernstes, man müsse, natürlich erst nach dem Krieae, alle Klassenvorrechte und -Monopole ab- schafsen; es dürfe weder ganz Reiche noch ganz Arme geben Die konservativen Auguren in London werden Dafür nur ein verständnisinniges Lächeln ........ ..... o.._, haben. Wie man zum soundsovielten Male den In- * Seitdem die vers k «Mm a11 a mXnl t Aam ■ Kl- ___v 1 v : — - i liener sich der Schwierigkeiten und der Notwendigkeiten, die ein Krieg im Gefolge habe, voll bewußt seien. Kein Italiener habe je eine kürzere Kriegsdauer erhofft, wenn das Kriegsende nicht vollkommen mit dem Siege der italienischen Waffen zusammenfalle. Dieses Gefühl allein beseele das italienische Volk, besten Geschichte beweise , daß es e l b ft dem mißlaunig st en Kriegsge- ch ick sich mit Ernst zu stellen und es zu beulen wisse. Mit allen Kräften strebe das ita- ienische Volk heute dem sich selbst gesteckten Ziele der endgültigen Vernichtung seiner F e i n d e zu. „Giornale d'Jtalia" schreibt, die nüchternen Zahlen des italienischen Oberkommandos zeigten, daß der Weg Italiens nicht leicht gewesen sei. Er habe Immer mit großen Opfern und Anstrengungen erkauft werden müssen. Dazu habe Italien außerdem den Kampf gegen übelwollende und dumme gegnerische Agitaion durchzuführen gehabt, die gerade im gegenwärtigen Augenblick in tendenziösen Meldungen über die Verluste Italiens und über die Zustande in Italien sich überbiete. Durck die Hirt- »> Veröffentlichung Italiens erführen diese ie krasseste Widerlegung. Koloniale Schulung der deutschen Polizei. Auf Anordnung des Reichsführers ff und Chefs der deutschen Polizei werden seit einiger Zeit Polizeibeamte aller Sparten auf ihre koloniale Verwendung hin vorbereitet. In diesem Rahmen läßt der Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes, ---Gruppenführer Heydrich, für seinen Bereich Koloniallehrgänge auf der Führerschule der Sicherheitspolizei in Berlin- Charlottenburg abhalten, in denen Kolonialwissenschaftler, Wirtschaftler und Landeskenner zu Worte kommen. Um den Beamten daneben auch noch praktische Erfahrungen zu vermitteln, schließt sich an diese Ausbildung noch eine vierwöchige Schulung auf der K o l o n i a l p o l i z e i - schule in Rom an. Zu gegebener Zeit soll die Ausbildung noch durch einen mehrmonatigen praktischen Polizeidienst in Den italienisch-ostasrikanischen Kolonien vervollkommnet werden. O"r H^chschulunlerriätt 1941. Wenn sich auch die eigenen Verluste in mäßigen Grenzen hielten, so hatte doch tue blitzartige Eb« Wicklung der Kämpfe und der gleichzeitige Angriff auf breitester Front für eine kurze Zeit zur Folge, daß alle eingesetzten Feldlazarette bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit angespannt wurden Außerdem wurde ja nicht nur den eigenen, sondern ebenso auch den in weitaus größerer Zahl ringe- lieferten feindlichen Verwundeten geholfen. Was das deutsche Sanitätspersonal in die* sein Krieg geleistet hat, wird erst in späteren Zeiten voll gewürdigt werden können. Einen kleinen Ueberblick bekommt man jedoch chon heute, wenn man die Feldpost b r i e j e ehemaliger DRK.-Helfer lieft, die Jett Kriegsbeginn entweder an der Front ober als Sanitätssoldaten auf Verbandplätzen oder in Lazaretten Dienst tun. Bei letzteren hört man immer wieder heraus, daß sie an ihre Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz gern zurückdenken und ihre dort erworbenen Kenntnisse aus Friedenszeiten jetzt gut anwenden konnten. Darüber hinaus aber pricht aus den Feldpostbriefen die selbstverständliche Kameradschaft, zu der die Helfer beim Deutschen Roten Kreuz erzogen worden sind, und die sich nun im Ernstfälle bewähren konnte. So schreibt z. B. ein DRK.-Helfer, der als Sanitätsgefreiter den Polenfeldzug mitmachte, u. a.: „Unser zweiter Zug hat sehr viel leisten müssen; er hat im ganzen dreizehn Lazarette eingerichtet. Es war eine schwere Arbeit. Aber wir ließen uns nicht unterliegen; denn wenn unsere Kameraden an der Front tapfer waren, so wollten wir in unserer Arbeit nicht zurückstehen." Ein anderer DRK - Helfer schreibt als Sanitätssoldat aus dem Felde: „Als einer der jüngsten Kameraden tue ich hier meine Pflicht und stelle unter Beweis, was i ch beim Deutschen Roten Kreuz an Dienstauffassung und Pflichtgefühl mit auf den Weg bekam. Erst jetzt kommt es mir richtig zum Bewußtsein, welch schöne Aufgabe man beim Deutschen Roten Kreuz zu lösen hat. Ich bin stolz darauf, gerade in M. ausgebildet worden zu sein; Denn es hat sich herausgestellt, daß beim Dortigen Deutschen eine außergewöhnliche Belastung harstellen können. So ist schon in Abschnitt 46 Abs. 4 Der Fall genannt, daß bei Krankheit der Ehefrau die Ausgaben für eine Hausgehilfin als Krank-- heitstoften eine außergewöhnliche Belastung fein können. Für den vorliegenden Fall muß sogar anerkannt werden, daß ein Leiden des Ehemannes, besonders dann, wenn feine Ehefrau infolge ihrer körperlichen Verfassung und im Hinblick auf ihre sonstigen Haushaltspflichten nicht imftanbe ist, ihm die erforderliche Pflege zuteil werden zu lassen, das Halten einer Hausgehilfin zwangsläufig er» fordern kann. Wenn, nur aus diesem Grunde eine Hausgehilfin gehalten wird, so können die Ausgaben dafür eine außergewöhnliche Belastung mindestens insoweit fein, als sie den Betrag übersteigen, der sonst für eine fremde Hilfe im Haushalt (z. B. Aufwartefrau) zweifelsfrei ausgegeben werden würde. Damit wurde die abschlägige Ent°- schridung des Oberfinanzpräsidenten aufgehoben. Ruhetage für Sefol schastsmitglieder der Gaststä tcn. Um den an den Feiertagen meist stark in Anspruch genommenen Gefolgschaftsmitgliedern des Gaststätten- und Beherbungsgewerbes die Möglichkeit zur Erholung und Ausspannung zu verschaffen, hat der Reicksarbeitsminister angeordnet, daß ihnen für jeden Feiertag, an dem sie länger als 6 Stunden beschäftigt werden, neben dem wöchentlich zu gewährenden Ruhetag ein zusätzlicher Ruhetag unter Fortzahlung des Lohnes zu gewähren ist. Der Ausgleich ist vorgesehen: für den Nationalen Feiertag, den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag und den Neujahrstag, soweit diese nicht auf einen Sonntag fallen, ferner für den Ostermontag und den Pfingstmontag. Damit die Gefolgschaftsmitglieder an der allgemeinen Feiertagsstimmung teilnehmen können, ist Der Ausgleich rnöglichst im Anschluß an Den Feiertag vorzunehmen, er muß spätestens am Ende Der Saison erfolgen. Während Der Dauer des Krieges kann die Freizeit auch im Anschluß an einem Urlaub gemährt werden. In diesem Jahr fallen die beiden Weihnachtsfeiertage und her Neujahrstag auf W-rktage. Die Gefolgschaftsmitglieder des Gaststätten- und Beherbungsgewerbes, die an diesen Tagen vollbeschäftigt werden, erhalten daher einen Anspruch auf drei zusätzliche bezahlte Ruhetage. Tabak-Mobepafüm und Tabal-Oel. Keine Angst! Unsere Damen werden nach der Benutzung des neuen von der deutschen Tabakforschung gestarteten Tabakparfüms nicht etwa so ähnlich riechen, wie die Stummel in Vaters Aschenbecher. Die Tabakpflanze hat ja nicht nur Blätter, aus Denen das aromatische Kraut gewonnen wird, sondern auch Blüten Und diese Blüten haben einen wunderbaren Duft, Der an Hyazinthen oder Nelken erinnert. Die Reichsanstalt für Tabakforschung in Forchheim hat mit gutem (Erfolg die Ausnutzung der Tabakblüten zur Gewinnung von Parfüm- Essenzen Durchgeführt Der Deutsche Tabakbau wird dazu freilich nur wenig Rohstoff liefern. Denn bei der Produktion von Zigarren- und Pfeifentabak, Die in Deutschland hauptsächlich gepflegt wird, werden Die Knospen von Den Pflanzen meist entfernt Der Zigarettentabak aber wird von Pflanzen gewonnen, Die man Blüten unD Frückte treiben läßt. In Bulgarien, Rumänien unh Italien werden bereits die Blüten des Zigarettentabaks ausgenutzt, vor allem aber auch Der Tabaksamen Der Tabak ist nämlich gerahe jetzt dabei, eine wichtige Oel- frucht zu werden Auch das ist ein Erfolg Der Forchheimer Reichsanstalt für Tabakforschung Von einem Hektar Tabakpflanzen hat sie 20 Zentner Samen geerntet, aus Denen 33 Liter Del gewonnen mur= d-n. Das Tabak-Oel hat auch nicht Den leisesten Beigeschmack. Der an Tabak erinnert, sondern schmeckt wie Das reinste Sveileöl Der Tabiffamen enthält nämlich nicht die kleinste Spur Nikotin oder Tabakkampfer Bei der Ausvutzuna^ des Tabak- famens zur Gewinnung von Speileöl wird auch unterer Landwirtschaft ein wertvolles Kraftfutter verschafft Die Rückstände bei der Oelproduktion Ne. fern Oelkuchen, die viel Eiweiß und Stickstoff ent- . halten. ________________________________________ öaupiid)rirtietter: Dl ittteond) Wabel« L-nae SteliBemetet des tMwNkbwtietien Ernst Blumsckietn. veraniwonü» ür -Poittt und ) HUder Dr ör. W. Lange für baS kten-lewn: Dr. HanS Thdriot; । ffii Stab- Gießen. Proviw, Wir, Lau u. Sport: i£mn löiumidj? n Druct uno Benag Brühl.cke Unirenuaisbrurferei R. tiange ®. l Bermanener Dr. - -ng. Wd) Hamann Änzeigenie ler Hanr Beck. I Verantwortlich lüt den Inhalt bet La,eigen: Theodor Lümmel tungsvoll und erfordert charakterliche Festigkeit und Gewissenhaftigkeit. Durchzuführen sind organisatorische, planende, fachliche und menschliche Betreuungsarbeiten. Bevorzugt benötigt werden Landwirte, Lehrerstudenten, Bauingenieure, Architekten, Mediziner und Tierärzte, aber auch alle anderen Fachrichtungen ergeben sich weite Aufgabengebiete. Die Reichsstudentenführung ist bemüht, jeden einzelnen so einzusetzen, daß er in seinem Fach- und Berufsgebiet gefordert wird. Den Studenten wird rin Tagegeld gezahlt, das zum Leben ausreicht. Die Meldungen erfolgen beim „Wirtfchaftseinsatz Ost" und müssen so rasch als irgendmoglich abgegeben werden. Die Einberufungen erfolgen für Den Siedlungseinsatz durch Den Leiter Der Arbeitsgruppe Oft» fieDlung Der ReichsstuDentenführung, Dolezalek (Pofen), für Den Facheinsatz Durch Thormann (Litz- mannftaDt). Eine Bilanz Der Papierwirischast. iuntete eisanO jWS» Ifls bop nftanb ■ il Bl Qnitn^ t gemir' ig uh, »6* : E! i der iltB^ in i < ner , vn^';, 'und !fl* sie ei'1 < ÖS !Rom, 12. Dez (WB) Das,N°uptqu°rt°r de italienischen Wehrmacht aerafsentlicht die S - \ a m aerlufte Der italienischen Wehrmacht vom 11 3um bis zum 3 0 November Die. Zahl Der Gefallenen betrug 3655, Die Der Verwundeten 7538, tne der Vermißten 2885. Hier- n mtfaUen auf alba- irische Truppenverbände 14 G^allene, 43 Denvun bet« 20 Lrmißtc üluf Rolon iaUruw« «ttf-n n $62 Gefallene. 2474 Verwundete. 1333 BermiBtc^ Diese Berluftangaben beweisen Ha. 1>««« .Popolv Di Roma" daß fallen im Vollbesitz «Iler seiner Streitkräfte ist Die grte chische Episode, Die Der britischen Agitation zu so aislwMkürlichen und erlogenen Behauptungen An- !aß gab, sei alsbald auf ihre genauen "Nb wahren Ausmaße zurückgeführt worden Der engl-fcken Pro I»aganda werde es ebensowenig wie un Sabre 1935 Än.” di- stahldar.- Sr»n' Ä” Balkes eine Bresche schlah-n. wie b ®n,,8. kinb durch di- B-rbr-itung -rloqener k°wstropha -r Nachrichten und tölpelhafter Fabeln von her Oa . iienisch.griechischen Fron, versucht worden sei. D-r Feind möge es als gewiß annehmen, daß alle Ita J N Lungmädel basteln für' n eihnachten. W Eine Arbeitsgemeinschaft bei der Herstellung von Holztierchen. Während einige Jungmädel die Muster mit der Laubsäge ausschneiden, werden die zugerichteten Teile von der nächsten Gruppe bemalt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Aus aller Welt. Deutsche Gebirgsjäger bezwingen steile Dand bei Rarvlk. Eine beachlliche alpinistische Leistung vollbrachten deutsche Gebirgsjäger durch die Bezwingung der 600 Meter hohen Nordostwand der Rombakstätta bei Narvik/ Nach dreißigstündigev Kletterarbeit, die durch Regen, Schnee und starken Nebel ungemein erschwert wurde, erreichten die Gebirgsjäger unter Anwendung der modernsten Klettertechnik die Spitze heftige Schneefälle in Südost-Frankreich. In der Umgebung von Grenoble sind starke Schneefälle niodergegangen. Der Schnee soll bis zu sechs Meter hoch liegen. Der anhaltende Schneefall in den französischen Alpen wächst sich zu einer Naturkatastrophe aus. Zahllose Lawinen sind in den letzten Tagen niedergegangen und blockieren Straßen, Eisenbahnlinien und Tunnels. An vielen Stellen ist der Verkehr völlig unterbunden, die Telephon- und Telegraphenleitungen unterbrochen. Eine ganze Anzahl von Dörfern, in denen die Häuser teilweise bis zu den Dächern eingeschneit sind, ist von dem Verkehr mit der Außenwelt völlig abgschnit- ten. Zahlreiche Pässe sind unpassierbar geworden. Bärenplage in den Pyrenäen. Das Pyrenäenaebiet auf der spanischen und französischen Seite wird gegenwärtig von einer wahren Bärenplage heimgesucht. Der frühzeitige Einbruch strenger Kälte hat die Bären von den Höhen ins Tal herabgescheucht, wo sie nun, durch den Hunger getrieben, die Herden der Schafe, Ziegen und anderer Haustiere überfallen. Die Verluste an Nutzvieh sind schon so schwer geworden, daß jetzt in mehreren Grenzgemeinden Jägerkorps gebildet wurden, die als Schutzwehren gegen das weitere Vordringen der Familie Petz tätig sind. Große Schäden im thrazifchen Ueberschwemmungsgebiel. Die Flüsse Maritza, Tundtscha und Fakta sind über fünf Meter'gestiegen und haben damit den höchsten Wasserstand seit fünfzig Jahren erreicht. In Edirne (Adrianopel) ist das Elektrizitätswerk durch die Fluten außer Betrieb gesetzt worden. Die Verbindung zwischen den einzelnen Vierteln der Stadt ist zum Teil unterbrochen. Einige Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten. Die Eisenbahnlinien sind an vielen Stellen völlig zerstört. Ueberall bemüht sich die Bevölkerung, die zerstörten Dämme notdürftig auszubessern, da man infolge des anhaltenden Regens mit einem weiteren Steigen der Flüsse rechnet. Es wird angenommen, daß zahlreiche Menschen in den Fluten den Tod gefunden haben. Die Verluste an Vieh sind erheblich. Die Kinder in Kopenhagen werden gegen Diphtherie geimpft. In den Tagen der Gedächtnisfeiern für den Erfinder des Diphtherieserums, Emil von Behring, hat die Stadt Kopenhagen den Beschluß gefaßt, eine Schutzimpfung aller Kinder bis zum 15. Lebensjahre gegen die heimtückische Krankheit durchzuführen. Die Schutzimpfung soll freiwillig durchgeführt werden, doch so, daß alle schulpflichtigen Kinder, weiterhin nach Möglichkeit in Kindergärten, Hospitälern usw. befindliche Kleinkinder erfaßt werden. Im übrigen soll durch einen Werbefeldzug den Eltern von Heimkindern das Verantwortungsbewußtsein der Volksgemeinschaft gegenüber geschärft werden, so daß die restlose Behandlung im Laufe einiger Jahre beendet sein dürfte. Die ersten Impfungen finden im April 1941 statt. „Goethe und die Naturwissenschaft." Der Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher in Halle, Geheimrat Professor Emil Abderhalden, gibt im Namen der Gesellschaft ein Werk heraus, das alle naturwissenschaftlichen Arbeiten Goethes und die Briefe, Forschungen, Schriften usw. seiner Zeitgenossen, die zu diesen Arbeiten Beziehungen hatten, aufführt. Das ist das Ergebnis jahrelanger Sammelarbeit des Halleschen Botanikers Professor Günther Schmid. Die Arbeit wurde in einem für das Gedenken an Goethe bedeutsamen Jahr fertig: Vor 150 Jahren hat der Dichter, der Mitglied der Akademie war, seine Gedanken zur Metamorphose der Pflanzen geprägt.. Eine Sternwarte in der hohen Tatra. In der Hohen Tatra, beim Steinbachsee, wurde mit dem Bau einer Sternwarte begonnen. Die Arbeiten sollen 1941 zu Ende geführt werden. Der Kostenaufwand, der vom slowakischen Verkehrsministerium getragen wird, belauft sich auf 4 Millionen slowakische Kronen. Ungarns Kultusminister in Berlin. Berlin, 13. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der ungarische Minister für Kultur und öffentlichen Unterricht, Balint H o m a n, traf Freitag früh in Be- aleitung einiger Herren seines Ministeriums in der Reichshauptstadt ein. Zu seinem Empfang waren die Vertreter des Präsidiums der Deutsch-ungarischen Gesellschaft sowie der ungarische Gesandte in Berlin erschienen. Der Minister ist Gast der Deutschungarischen Gesellschaft und wird sich einige Tage in Berlin, München und Wien aufhalten. 22 chinesische Flugzeuge durch japanischen Bombenangriff zerstört. Tokio, 13. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nach Beruhten der japanischen Marineleitung aus Südchina führten japanische Bomber in einem Langstreckenflug von einer ungenannten Basis einen Angriff auf den Flugplatz S h a n g y u a n in der Provinz Amman durch. 22 Flugzeuge wurden auf dem Boden durch MG.-Feuer zerstört. Ein zweites Geschwader bombardierte und beschädigte eine weitere Brücke der Burma st raße. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die deutsche Rüstung dem langjährigen Generaldirektor und jetzigen Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Rhein- metall-Borsig AG., Geheimen Regierungsrat a. D. Max W e sslg das Kriegsverdienstkreuz erster Klasse verliehen. In Berlin begann eine Arbeitstagung aller Amts, (eiter, Gauobmänner und Fachamtsleiter der Deutschen Arbeitsfront. Nach einleitenden Worten des Geschäftsführers der Deutschen Arbeitsfront, Oberbefehlsleiter Marrenbach entwickelte Reichsleiter Dr. Ley das gesamte Sozialwerk des Führers. * Anläßlich einer Arbeitstagung der Obergaufüh« rerinnen des BDM. und Amtsreferentinnen der Reichsjugendführung in der Akademie für Jugendführung in Braunschweig sprachen Reichsleiter Al« fred Rosenberg, Reichsführer ff Himmler, Reichsleiter Busch und General Reinicke vom Oberkommando des Heeres über besondere Aufgaben der nationalsozialistischen Mädelerziehung. * Ein Sekretär Gandhis ist neben anderen Anhängern des Mahatma von den Engländern verhaftet worden. Sie sollen an der Propaganda gegen eine Zusammenarbeit mit England im Kriege beteiligt gewesen sein. der Fachmann für Kleider, Giessen.NeuMtio. Herren und Knaben kl eidung— Maßschneiderei P-41 • ’’ Auch Pilo kostet nuMiefschwan 20, farbig 25 PI. Handhannonika-Konzert zu Gunsten des 2. Krieds Winterhilfswerkes am Sonntag, dem 15. Dezember 1940, 15.30 Uhr im Caf6 Leib Ausgetührt von ca 70 Spielern unter Leitung des Musiklehrers Hans Nurtsch . Eintritt 60 Pfennig. 55540 Vorverkauf im Haus der guten Musik Ernst Cha I Her, Neuen weg 10. VVMVV SonndbendunD Sonntag Mteütis-Straßenfanunlung ZV2 Tlov44 am, Qkurtnu- IImIÄWouw» ytwoMiiu* A6 Lni föHk Nanhläooo von3 bis 20v.H. erhalten Sie bei wieder lldwmdddG holten Veröffentlichungen einer Anzeige! Vorführung kostenlos u.unverbindlich Gießen Bahnhofstraße 49 - Ruf 3941 mehr Me on öernstur MMrMler-Mer! Ästhetiken/ Kurz-, Weiß- und Wollwaren Frdr.Teipel 16 MARKT 16 Wissenschafti. Werke Sondergebiet der Brühl'schenDruckerei Dainen-Halb- schnheu.-Stiefel Größe 36 und 38, H.-SchuheGr.43 Christbaumständer zu verkaufen. Samstags von 2-5 Uhr. Zu erfragen im Gieß. Anz. [04172 Saba* Moierät (Gleichstrom) zu verkauf, lonsv Anzusehen nach 18 Uhr. Asterweg 34. 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Januar 1941 ein kräftiger Geldzuflutz durch Zinstermine folgt). Aber es'waren nur Die führenden Werte, Die hierdurch stärker betroffen wurden, bei Den meisten anderen Aktien hielten sich die Kursermäßigungen in normalen Grenzen, yier und da abgelöftt durch leichte Erholungen je nach Dem Vorliegen von Kauf- oder Verkaufsauf- ttägen, Die zudem meist recht begrenzt waren. Jedenfalls waren solche etwas abnormen Kursschwankungen, wie in Den vorangegangenen Monaten, nicht mehr zu verzeichnen, und auch irgendeine Son- berberoegung einzelner Papiere trat nicht ein. Allgemein wird sich für die Berichtswoche per Saldo ein leichtes Nachgeben errechnen lassen, wovon am Kassamarkt vielleicht Vrauereiaktien auszunehmen sind. In diesen Brauwerten entwickelte sich bei knappem Materialangebot stetige Nachfrage, zumal verschiedene Dividendenerhöhungen anregend wirkten. Wie fnapp das Angebot hier ist, geht Daraus hervor. Daß einige Werte schon seit Jahresbeginn nicht mehr amtlich notiert werden konnten und daß es auch heute nicht möglich war, Kurse seftzusetzen (z. B. Herkulesbrauerei, Kleinlein-Heidelbera). Am Rentenmarkt konnte in dem Berichtszeitraum die 7. Folge Der 4proz. Reichsschatzanwei- fungen ausverkauft werden. Schwankende Tendenz zeigten Steuergutscheine I, auch Altbesitzanleihe nicht einyeitlich. Jndusttieobligationen lagen füll, ebenso waren Stadtanleihen ziemlich vernachlässigt. Dagegen zeigte sich in Pfandbriefen wieder mehr Nachfrage, wo-bei auch kündbare Serien beachtet wurden. Um eine Differenzierung zwischen gekündigten und noch nicht gekündigten Pfandbriefen herbeizuführen, mürbe verschiedentlich eine getrennte Notierung vorgenommen, so daß die Kurse für 4'/-proz. Pfandbriefe zwischen 101 und 102,25 liegen. Nach 4proz. Pfandbriefen besteht unverändert ein starkes Anlagebedürfnis, dem die Jnftttute bei Dem geringen verfügbaren Material keineswegs gerecht werden konnten, so daß Die Kurse meist gestrichen Geld notierten. Der Aktienfreiverkehr lag sehr still, die Kursveränderungen waren Nein. Nachfrage besteht hier nach Sektaktten auf günstige Beurteilung der Lage dieser Industrie. Mettenkelmei Inh.: W. Menges Kreuzplatz 3 das führende Fachgeschäft für (fla.5- u.ndVot^lla.n^tLlan seit 1873 t .. - 5587 0 J.HIRZ ' Seit 1875 Seltersweg 22 Kunsthandlung Kunstgewerbe entzündeten Kriegsfackel nicht auf deutschen B»en schlagen, während die Kameraden der Kriegsmarine und der Luftwaffe täglich, p stündlich ihre harten Schläge gegen die britische zchl führen. Don Narvik bis Biarritz, im Osten eit bei den deutschen Einheiten in Rumänien wer- M am Weihnachtsabend die Lichterbäume er- Irflilcn und deutsche Weihnachtsfreude künden. Ikkr Hunderte, ja Tausende von Kilometern hinweg Mgt der Schimmer dieser zur gleichen Stunde dremenden Kerzen Brücken von Front zur Front Kid oon der Front zur Heimat. jer deutsche Soldat — mag er in der Weihnachtstatt auf noch so einsamen Posten stehen — weiß, )o| er nicht vergessen ist. Nicht allen kann )Gt Glück so blühen wie den Bunkerbesatzungen lei Westwalls, die am vorjährigen Weihnachts- chkld die unerwartete Freude hatten, den Führer Mr sich zu sehen. Den Führer, der unter ihnen saß wie ein Kamerad unter Kameraden und mit haben ihre Kameraden, die den Schimmer der Weih- nachtskerzen nicht mehr schauen, ihr Leben gegeben. Um den Fortbestand dieses ewigen V o l k es geht der Kampf, der sie am Weihnachtsabend der Heimat fernhält. Auch dort werden zur gleichen Stunde Tausende und aber Tausende von Kerzen strahlen, Sinnbild des Sieges des Lichts über die Dunkelheit. — In solchem Erlebnis der Weihnachtsnacht finden sich die Herzen aller Deutschen, jener die das Fest als Soldaten feiern und der anderen, die unter dem Schutz der Weihnacht in der Heimat schaffen, ^roni und Heimat ward der Lichterschimmer der Weihnachtsnacyt ver- Wer unter dem Für die Feldpost. — Hans Weis: Die Laterne des Diogenes. Anekdoten aus dem Altertum. Mit Bildern von Hanna Forster. Verlag R. Oldenbourg, München, Preis 2,50 RM. — (180) — Diogenes ist der wahre Vater der Anekdote geworden, der Kurzgeschichte, die nicht nur lachen macht, sondern die auch den Widerhaken des Nachdenkens in sich trägt. Die Freude am gesprochenen Wort, das „attische Salz", die Spitzfindigkeiten der Sophisten waren im griechischen und römischen Altertum ein fruchtbarer Nährboden der Anekdote. Aus dieser reichen Fülle eine Auswahl zu treffen, ist das Verdienst des Herausgebers dieses Büchleins, der in feinen „Lateinischen Sprachspielereien" sich als Meister der Kunst erwiesen hat, das Gehaltvolle und Wesentliche eindeutig herauszustellen. — Münchener Lesebogen. — Münchener Bilderbogen sind gewiß den meisten unter uns, zum mindesten aus der mittleren und älteren Generation, ein Begriff; vielen werden sich unverwelkliche Kindheitserinnerungen damit verbinden. Neu sind dagegen die Münchener Lesebogen, die der Münchener Verlag Carl Gerber herausgibt; ein hübscher Gedanke: aus dem unendlich großen Vorrat, den die Geschichte des deutschen Geistes darbietet, ganz kleine Kostproben auszuwählen und in anspruchslos-handlicher Form zum billigen Preise von 20 Reichspfennigen je Stück zu vertreiben. Ihrer zwölf zusammen passen in eine kleine, geschmackvolle Kassette. Das Ganze kann man sich selber kaufen zum Lustmachen und Appetitanregen, man kann es besonders gut als eines jener kleinen Geschenke verwenden, die die Freundschaft erhalten, und man kann es vor allem unseren Soldaten ins Feld schicken, wo es Freude, Anregung und Zerstreuung bringen wird; einen einzelnen Lesebogen kann man ohne Umstände bequem in jeden Brief einlegen. — Was gibt es alles? Die folgende zwanglose Auslese mag zeigen, daß man hier für jeden Geschmack und Anspruch etwas finden kann: die großen Monologe von Schiller; Sprüche von Nietzsche; „Ein Sermon an die Mädchen" von Claudius; „Große Leute schreiben an kleine Kinder"; Frühlingsgedichte von Goethe bis Agnes Miegel; Beethoven: An die unsterbliche Geliebte; „Das Tanzlegendchen" von Keller; Musikalische Haus- und Lebensregeln von Schumann; Briefe Bismarcks, Moltkes und Roons über Sedan; „Eine gute Prise Tobakslieder, allen fröhlichen Rauchern gewidmet"; Schnadahüpfln, mit Bildern von Pocci. — Das wird genügen. Man bediene sich. Hans Thyriot. 3ur Heimatgeschichte. — Wolfgang Müller: Die althessi- schenAemterimKreise Gießen. Geschichte ihrer territorialen Entwicklung mit einem Atlas von sechs Blättern. Verlag N. G. Elwert'sche Buchhandlung in Marburg. Preis gebunden 13,— RM., broschiert 11,— RM. — (151) — Diese in den Schriften des Instituts für aeschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau erschienene Arbeit untersucht die historisch-politische und historisch-rechtliche Entwicklung im Raume des Kreises Gießen, soweit er die althessischen Teile des Kreises, Gießener Giadttheaier. Berliner Ensemble-Gastspiel Geraldine Kall. । tjt junge Schauspielerin Geraldine Katt, die | jlhrd) einige Filmrollen auch in der Provinz bekannt $ne, gastierte gestern bei uns mit einem kleinen fir.uner Ensemble. Das Gastspiel-Stück heißt »kiampolo", Komödie in drei Akten von Dario Hi(cobemi, neubearbeitet von Karl ßerbs, Wvn feinsinnig und witzig pointierender Dialogstil I to den Neufassungen etlicher Lustspiele von B'lie zugute kam. Die Gattungsbezeichnung Ko- M-e erscheint etwas anspruchsvoll für die liebens« : JWßige Kette heiterer und stimmungsvoller Dialoge, bii;n man ohne große Spannung, aber mit Ver- ' Pihen zuhört. Niccoderni hat noch ein anderes, iti); minder liebenswürdiges Stück geschrieben, es tzch „Tageszeiten der Liebe" und besteht eigent- üi; nur aus Stimmung und Gespräch. Hier wie ht muß man sich wundern, mit wie geringem and dieser Italiener seine anmutige Unter« | stzltung bestreitet. I .Scampolo" hat aber theatralisch den „Iages= Ä«n" gegenüber den Vorzug, eine große, dankte Rolle zu besitzen, um die alle oder doch fast Ät Gespräche und Vorgänge kreisen: eben Scam- Wo Scampolo bedeutet das Nestchen, em End- ha Stoff, und ist der Name (Rufname, nicht Taus- I Mr) für ein sehr junges, sehr armes und ganz r>ngsloses Mädchen in Rom. Scampolo ift ■ ,'kde kleine italienische Schwester des Blumenmad- [ Eliza Doolittle in Shaws „Pygmalion . Sie K nichts anzuziehen oder jedenfalls nicht viel, hat W Geld, aber einen angebissenen Apfel in der ksye, sie lebt von allerlei kleinen Besorgungen y Botengängen, und wo sie am Abend ihren ; ^ichelkopf hinlegen wird, das weiß meistens nur lebe Gott. I 'Über Scampolo, bei deren Erscheinen man an "»t llien auf dem Felde erinnert wird, hat ein gutes | sfru einen unverbildeten Verstand und ein ofse- wahrheitsliebendes Gemüt. Diese Eigenschaften hm en sehr bald und ganz unverblümt zum Vor- Ivin, als sie einem begabten jungen Ingenieur der Lumda, umfaßt. Es war der südliche Vorposten des hessischen Territoriums gegen die von Süden andrängenden Kräfte des Erzbistums Mainz und hat diese Stellung in dem jahrhundertelangen Kampf zwischen beiden Mächten behauptet. Aus welchen territorialen Bildungen die hessische Herrschaft erwuchs, wie sie sich politisch und rechllich durchsetzte und sich innerlich organisierte, wird auf Grund sorgfältiger und umfassender Quellenstudien für die einzelnen Gaue, Grafschaften, Hunderschasten, Gerichte und Herrschaften in ihrer Entwicklung durch die Jahrhunderte sehr klar und aufschlußreich für aüe Freunde der oberhessischen Heimatgeschichte dar- gestellt. In einem besonderen Kapitel wird die landgräfliche Verwaltungsorganisation in ihrem Wesen, ihrer Gliederung und Entwicklung gezeigt un£> in einem weiteren Kapitel die Grenzen gegen fremde Territorien sowohl wie die Binnengrenze» der drei behandelten Aemter abgeftetft. Ein Katalog der Beamten, der durchweg bis in das 14. Jahrhundert zurückführt, und einige interessante Urkunden machen die Schrift zu einem besonders wertvollen Beitrag für die Geschichte unserer engeren Heimat. Eine gesondert herausaegebene Karte mit fünf Deckblättern erläutert die Abgrenzung der Gaue, Grafschaften und Zenten, die Rechte fremder Dynasten, den Kirchen- und Klosterbesitz, die Entwicklung der hessischen Landeshoheit und schließlich die Grenzen, Aemter und Gerichte. L. — Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins, Band 36, für d»s Jahr 1939. Gießen, Verlag von Münchow. Preis 3 RM. — Den neuen Band unserer geschichtlichen Heimatzeitschrift eröffnet der Archiorat des Gesamthauses Solms, Fr. Uhlhorn, mit einem Beitrag über die Bellersheimer Mark, der sich auf die alten Rechnungen der Markgenossenschaft im Braunfelser Ar- chiv stützt. Wir lernen dabei ein Stück bäuerlichen Lebens und Brauchtums kennen, das die Genossenschaft besonders betreute: Die Erhaltung der Befestigung und der Tore, des Kirchturms (als einer Wehranlage), der Stege und Brunnen, die Bau- Holzlieferungen für das Schieß- und das Rathaus. E. E. Becker letzt seine Auszüge aus sämtlichen Urkunden zur Alsfelder Geschichte fort, die besonders für die Familien- und Kulturgeschichte Alsfelds sehr ertragreich sind. Anregend berichtet O. Knauß über die Entwicklung der Schule zu Stangenrod, nicht ohne Humor, wie sich's bei der Schule gehört: Da halten die Lehnheimer, die gern ihren eigenen Lehrer haben, lieber Schule in ihrem Wirtshaus, die Stangenröder aber erklären, sie hätten gegen ihren Lehrer bloß die eine Klage, daß er sonntags immer bei der Verlesung auf die Lehnheimer warte", „welches lang währet und hernach doch keine Lehnheimer kämen". O. Schulte veröffentlicht aus feiner Geschichte Großen-Lindens ausgewählte Kapitel, die nicht nur durch die lebensvolle Schilderung im einzelnen, sondern auch durch allgemeine Bedeutung sich auszeichnen, so über die adligen Familien und ihre Stellung, über das Gericht am Hüttenberg, dessen Stätte hier zum erstenmal richtig bestimmt wird, über das Stadt- und die Feldgerichte und über die Anfänge der Reformation. Zum Schluß führt R. Imme! mit seiner gründlichen Geschichte der Nadelhölzer im hessischen Walde den Leser hinaus in den heimatlichen Wald. Eine reichhaltige Uebersicht über Bücher und Zeitschriften berichtet über die geschichtlichen Neuerscheinungen. Der Preis von 3 RM. (Mitgliedsbeitrag) ist sehr niedrig. Deutsche Erzähler. — Bruno Brehm: Die sanfte Gewalt. Roman. 425 Seiten. Leinen RM. 6,50. Verlag R. Piper & Co., München, 1940. — (237) — Wer etwa von Brehm nur die Weltkriegstrilogie kennt, die seinen Namen berühmt gemacht und ihm den Nationalen Buchpreis 1939 eingetragen hat, wird vielleicht überrascht sein, wenn er danach ohne llebergang dieses neue Buch kennenlernt; aber wer den Dichter vor einiger Zeit hier lesen hörte, wird schon bei dieser persönlichen Begegnung erfahren haben, wieviel Heiterkeit auch und Anmut Brehms Romanphantasie auszustrahlen vermag. Das einzige, was — allerdings ein Wesensmerkmal hier wie dort — den neuen Roman mit jenen Büchern vom Schicksal und Untergang der habsburgischen Monarchie verbindet, ist die verschollene österreichische Wett und das eigentümliche Weltgefühl des österreichischen Menschen; im Roman vornehmlich, immer wieder überwältigend, der schwer zu beschreibende Zauber des Donaulandes und seiner Residenz lange vor dem großen Kriege, die unvergleichliche Grazie seiner Menschen, seiner Sprache und seiner Landschaft, ein wenig auch von Glanz und Glorie altösterreichischen Soldatentums. Man merkt auch an diesem Buche, daß Brehm früher Offizier war: ein Außenstehender hätte kaum dieses bis in unscheinbare Einzelheiten reichende Wissen aufgebracht, die Witterung für die geheimsten Regungen seiner Gestalten, die aus eigener Erfahrung und persönlichem Erlebnis kommende Einsicht in Zustände und Zusammenhänge; nur wer selbst einmal Offizier im alten Oesterreich war, konnte diese zwischen blutigem Ernst und strahlender, zuletzt in wienerischer Laune überschäumender Heiterkeit mit behutsamer Hand in der Schwebe gehaltene Offiziersgeschichte erzählen. Zwei von Äugend auf eng befreundete, aber sehr wesensverschiedene Oberleutnants und die beiden von ihnen geliebten jungen Damen sind die Hauptpersonen und Vordergrundgestalten des Romans, und aus ihren wunderlich, traurig, heiter und rührend zugleich sich überschneidenden und wandelnden Beziehungen bilden sich die Grundlinien der Fabel. Wohl nur einem Oesterreicher konnte eine so völlig lustspielhaft-spielerische Lösung unheilbar scheinender Verwirrung und Verstrickung einfallen; sicher aber konnte auch nur ein Mann wie Brehm hinter aller improvisatorischen Leichtigkeit der Doppelhandlung in diesem Liebes- und Freundschafts- roman das Bild einer Zeit, eines Staates und eines ganzen Volkes bald sichtbar werden, bald nur leise durchschimmern lassen. — Der Roman von der sanften und verwandelnden Gewalt der Liebe ist ein schönes, anmutiges, mit Freuden zu lesendes und auch vorzulesendes Buch. Hans Thyriot — Johannes Moy: Das Kugelfpiel. Erzählungen. 180 Seiten. In Leinen RM. 3,80. Im Insel-Verlag zu Leipzig, 1940. — (239) — Der Insel-Verlag nennt einen zuvor unbekannten Namen und stellt einen neuen Erzähler vor. Die zw llf Prosastücke, die in diesem Bande vereinigt wurden, sind sehr verschieden nach Umfang, Inhalt und Form; unter dem Sammelbegriff der Erzählung baut sich -eine Skala vor dem Leser auf, die vom einfachen, kaum kunstmäßig gesteigerten oder pointierten Bericht und der schlichten Betrachtung über die Anekdote bis zur echten Novelle führt Das tägliche, menschliche Dasein zwischen Leben und Tod, zwischen Abenteuer und Schicksal, zwischen Frühe und Reife liefert diesem Erzähler (wie allen, die solchen Ehrennamen verdienen) Anlaß und Anregung, Rohstoff und Fabel. Ein klarer, vielfach erfreulich knapper Stil und der Blick für das Ungewöhnliche im Alltäglichen, für das im Sinne des Erzählers Erregende und Unwiederholbare geben, wie uns scheint, diesem Erstling Gesicht und Charakter. Man wird nach der Lektüre des vom Insel-Verlage wie immer höchst nobel ausgestatteten Bandes neugierig sein zu erfahren, wie sich Moys Begabung an einem großen epischen Thema bewähren wird. Hans Thyriot. hnn sprach, wie sich Kameraden erzählen. In die- k ien wenigen Soldaten kam der Oberste Befehls- iat?r zu allen Kameraden der großen deutschen »Mrmacht Zu ihnen allen sprach er von den Kriegs - ochnachten des Weltkrieges und vom letzten Sinn res Kampfes, und so berichtete einer, der es inilrlebte — feine Worte brannten wie Feuer. M an diesem Abend heißer in der Seele dieser Iteiner brannte, war d i e Flamme der Ka- ne'adschaft Sie schenkt den Männern im I Wien Rock zu jeder Stunde, ganz besonders am Mhnachtsabend das Bewußtsein der Geborgen- ||M in der großen Gemeinschaft der wehrhaften I Impfer. Diese Kameradschaft hilft nicht nur über )ic Trennung von der Familie hinweg, sie gibt noch mir, und es gibt Fälle genug, in denen Feld- olhten die Weihnachtsfeier im Kameradschafts- Ireic dem Heimaturlaub vorzogen. | ‘larum freilich will der Soldat nicht die ?i be der Heimat vermissen. Soldaten- id: geht wie jede kernige Liebe zu ihrem Teil I jitir durch den Maaen, und sicher wird aus der ijeinat auch in diesem Jahre manches nahrhafte | Mchen die lange Reise mit der Feldpost antreten, llnlebingt nötig ist das freilich nicht, denn auch die rilläTische Führung weiß um diese Schwäche des skaten und hat entsprechende Vorsorge getrof- I ifea Wo aber nahrhafte Weihnachtspäckchen die Reife nach draußen antreten, mag die Länge der $ilrt nicht vergessen und der Inhalt so gewählt [ »irden, daß er wohlbehalten ankommt. — Es gibt tie: auch andere Dinge, die ein Soldatenherz am I yiihnachtsabend erfreuen. Zu ihnen zählt nicht pillgt das Buch. Auch das Buch ist Kost und Rilrung; feit jeher zählt es zum geistigen Rüst- Mr des deutschen Volkes. Viele deutsche Männer, bi: sonst im Drange der Arbeit vielleicht niemals biz Ruhe und innere Sammlung erübrigen tonn« tti, um ein tiefschürfendes Buch zur Hand zu nel^ mm, werden nun an den langen Abenden des Cii terquartiers den Weg zu ihm finden. Bücher sitzen darum zu den s ch ö n st e n Weihnachtsgaben tzk, deutschen Volkes für seine Soldaten. Der Wehr- itucjt selbst bleibt es vorbehalten, im Rahmen der Lnppenbetreuungs-Arbeit dafür Sorge zu tragen, M den Soldaten um die Zeit des Festes mit Hille der deutschen Künstler möglichst viel schönste stmsche Kunst geboten wird. : - ,}as meiste aber zur Verschönerung des Weih- ^tsfestes muß und wird der Soldat selb st Im. Er gestaltet sich seine Feier. Er kann dabei in? dem Reichtum altüberlieferter Sitten und t Hkmche schöpfen, und auch in der letzten Stel- Aus -er Stadl Stehen. [ Jlur ein paar Vorschläge Wir leben eben mitten in der Zeit der Bor- fteude. Es sind nicht nur die Kinder, oie dos Wech- nachtsfest herbelsehnen, auch viele Erwachsene gehen mit heiterem Gesicht herum. Sie haben schon Ge-; schenke ausgesucht und sind im voraus darüber froh, daß sie andern eine Freude bereiten können. Sie sehen schon im Geiste oie glücklichen Gesichter. Aber nicht jeder ist in der Lage, alle Wünsche, die an ihn gestellt werden, zu erfüllen. Die Mittel sind oft sehr beschränkt. Schließlich kommt es auch nicht darauf an, wieviel geschenkt wird, sondern darauf, wie es geschieht. Und wenn wir unter diesem Gesichtspunkt einmal auf das vergangene Jahr zurückblicken, fällt uns manches ein, das uns zunächst unbequem war. Aus unserem Gedächtnis steigen auf einmal einige Wünsche herauf, die im Laufe des Jahres an uns gerichtet wurden und die wir mit einer Handbewegung ablehnten. Es ist bekannt, daß wir alle mehr oder minder Gewohnheitstiere sind. Daß sich da einige üble Gewohnheiten mit der Zeit einnisten, ist auch nichts Neues. Aber es ist schwer, eigene Fehler einzusehen. Es sind die Tage der Wünsche. Welche Freude können wir auslösen, wenn wir einen stillen Wunsch erfüllen! Wir meinen es so, daß wir uns sagen: Das haben wir bisher oft falsch gemacht, in Zukunft soll es anders und bester werden! Wäre das nicht eine schöne Erfüllung für die Menschen, die uns am nächsten stehen? Und dabei kostet ein sol- ches Geschenk gar kein Geld, nur ein wenig Willensstärke. Es ist ein unsichtbares Geschenk und wird vielleicht zunächst von unseren Nächsten gar nicht bemerkt. Aber es dauert nicht lange, dann sehen auch sie, daß sich irgend etwas geändert hat, und sie werden froh darüber sein. Warum z. B. ärgern wir uns über jede Kleinigkeit? Irgend ein geringfügiger Anlaß, eine nebensächliche Tatsache reizt uns zum Zorn. Muß das so sein? Wollen mir nicht versuchen, diese Gewöhn- beit einzudämmen? Wollen mir nicht über eine ärgerliche Sache einmal eine Nacht schlafen? Am Morgen sieht sich vieles anders an. Oder mir machen es so, daß mir — ehe mir zornig hochgehen — bis zwanzig, oder mehr zählen. Dos hilft auch manchmal. Die Hauptsache ist. daß mir versuchen. das rechte Maß, den rechten Abstand zu finden. Wenn es nicht gleich gelingt, ist es noch nicht schlimm. Dem ernsthaft Strebenden ist ein solcher Versuch immer ein innerer Erfolg. Und das will etwas heißen. Je zäher wir mit der Zeit werden, desto eher werden mir auch Herr über böse Angewohnheiten. Die ehrliche Selbstkritik darf nur nicht fehlen. Wir muffen aus Mißerfolgen lernen. Ein fester Wille verdoppelt die Kräfte und führt schließlich zum Ziel. Der Verkehrshilfsdienst des NSKK. Eine wichtige Hilfseinrichtung für alle. Trotz der mannigfachen Schwierigkeiten, die der jetzige Krieg gerade einer motorisierten Formation bringt, hat das NSKK. im letzten Jahre eine Einrichtung aufgebaut, der in der ganzen Welt nichts Aehnliches zur Seite gestellt werden kann. Es ist der Verkehrshilfsdienst, der in feiner bis ins letzte durchdachten Organisation allen denen dienen will, die das Unglück haben, auf einer unserer Hauptverkehrsstraßen durch eigenes ober fremdes Verschulden so in Derkehrsnot zu geraten, daß sie die Hilfe anderer in Anspruch nehmen müßen. Es ist erstaunlich, daß selbst Kraftfahrer über diese selbstlose und wahrhaft soziale Einrichtung noch wenig Bescheid wissen, obschon die Tageszeitungen mehrmals darüber berichtet haben. Vielleicht ist angesichts der kommenden Glatteisgefahr auf unseren Straßen die heutige Darstellung nicht ganz unerwünscht. Wir wollen dabei gleich eine immer wieder zu hörende falsche Ansicht beseitigen. Man nimmt nämlich an, daß der V'erkehrshilfs- dienst ausschließlich für die Angehörigen des NSKK., oder aber nur für die motorisierten Straßenbenutzer geschaffen worden sei. Das ist irrig! In Wahrheit ist er f ü r a l l e da; wer auch immer in Not geraten ist, kann sich seiner bedienen, also auch der Radfahrer, der Pferdeführer oder der Fußgänger. Deshalb verdient diese wichtige Einrichtung des NSKK. das allgemeine Interesse des gesamten deutschen Volkes. Wer sich ihrer bedienen will, muß sich zunächst darüber klar sein, was die blauen Tafeln mit der Fernsprechwählscheibe und dem Hoheitsabzeichen des NSKK. bedeuten. Sie weisen darauf hin, daß sich unweit eine Rufstelle des Verkehrshilfdienstes befindet. Soll Hilfe herbeigeholt werden, so eile man zu dieser Rufstelle und berichte dort über Art, Ort und Umfang des Unfalls so ruhio und sachlich wie möglich. Damit hat man seine Meldepflicht erfüllt, um alles weitere braucht man sich nicht mehr zu kümmern. Denn von nun an geschieht das Notwendige Wrad) einem von den Motorgrupven in mühevoller Kleinarbeit aufqestellten und wohldurchdachten Alarmplan. Die Rufftelle gibt die Unfall- meldunq sofort weiter an den zustäMgen Gebiets- zonestftihrer, der in einem größeren, mit Rettunqs- einrichtungen versehenen Orte seinen Siß hat. Von ihm werden je nach Bedarf Arzt und Polizei, der Sanitäts- und Abschleppwagen, wenn nötig auch die Feuerwehr, alarmiert, die darauf sofort zum Unfallort eilen. Inzwischen wird auch gegebenenfalls der Overationssaal in Bereitschaft gesetzt. In diesem bemerkenswerten Zusammenspiel aller Hilfskräfte und in der dadurch bedingten Schnellig- keil der Hilfeleistung liegt die aroße Bedeutung des Verkehrshilfsdienstes für die Allgemeinheit. Mancher Derkehrsunfall wird deshalb heute nicht mehr wie früher mit dem Tode des Verunglückten enden, meil alle daran Beteiligten nicht mehr ratlos nach Hilfe umherirren, und somit gerade die kostbarste Zeit zur Rettung eines Verletzten sinnlos vergeuden. Man muß eben nur über den Verkehrshilfsdienst Bescheid wißen! Auch im Gebiete der Motorgruppe Hessen, also in Hessen und Hessen-Nassau, wurde ein überaus dichtes Netz von Zonen und Rufstellen gezogen. Die neueste Karte zeigt eine Einteilung von 23 Zonen, die die zum Gruppengebiet gehörigen 30 Reichs- straßen und außerdem mehrere Straßen erster Ordnung in einer Länge von 2650 Kilometer umschließen. 525 Rufstellen stehen für den Hilferuf kostenlos jedermann zur Verfügung, und weit über 1000 Tafeln mit der Wählscheibe verweisen auf sie. Die große organisatorische Leistung des vergangenen Jahres, die hinter diesen nüchternen Zahlen steht, kann der Fernerstehende natürlich schwer ermeßen und richtig beurteilen. Das ist aber auch nicht so wichtig, wenn er nur die beruhigende Gewißheit gewonnen hat, daß auf unseren Fernstra- ßen dank des Verkehrshilfsdienstes jedermann schnelle Hilfe gebracht werden kann. Es ist selbstverständlich, daß die daran beteiliaten NSKK.-Männer nicht ruhen werden, diese selbstlose und soziale Einrichtung zum Wohle des deutschen Volkes immer weiter zu vervollkommnen. <- Die Rufstellen im Gießener Bezirk. Innerhalb des Bereiches der Gießener Motorstandarte 147 befinden sich auf allen öffentlichen Reichsstraßen in Abständen von etwa 5 bis 6 Kilometer Rufstellen, die meist in den Gastwirtschaften eingerichtet sind. Blaue SchiDer machen diese Ruf- stellen öffentlich kenntlich. Ebenso sind in den gleichen Abständen auf den Haupt-Nebenstraßen derartige Rufstellen in Gastwirtschaften eingerichtet. In kleineren Orten sind an Stelle der Gaststätten oft auch Privathäuser für die Einrichtung der Rufstellen in Anspruch genommen worden. Das neue Asien. Ein Vortrag im Gießener Vortragsring. Das soll keine Moralpredigt fein. Im Gegenteil, wir wollten nur ein paar Vorschläge machen, mit welchen unsichtbaren Geschenken wir nicht selten mehr Freude bereiten können als mit anderen Gaben, die mir unter den Weihnachtsbaum legen. H. Aornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 19 bis 21.45 Uhr „Tiefland". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Friedrich Schiller". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Herz modern möbliert". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Weihnachtsausstellung im Foyer des Stadttheaters. Sladlthealer Gießen. Am heutigen Freitag kommt die Neueinstudierung der Oper „Tiefland" von Eugen d'Albert zur Aufführung. Dieses dramatisch bewegte Werk des großen Franz-Lifzt-Schülers ist zu einem der größten Opernerfolge der nachwagnerischen Schaffensperiode geworden und so ganz die Volksoper, die mit ihrem lebendigen Tertbuch und ihrer melodiösen Musik alle zu fesseln imstande ist. Musikalische Leitung: Otto Söllner. Spielleitung: Hans Albert Schewe. Bühnenbild: Karl Löffler. Es fingen: die „Martha" Anni Affion, „Nuri" Life! Schröter- Beckers, die drei Mägde: Valeska Lange, Aenne Mayr Ellg, Ilse Winhold, den „Sebastiano" Gustav Bley, den „Pedro" Heinrich Durst, „Tommaso" Bernhard Schmitz, „Moruccio" Gustaf Brunn, „Nando" Kurt Bosny. 13. Freitag-Miete. Aus Einladung der Volksbildungsstätte Gießen, des Goethe-Bundes und der Kulturellen Bereinigung (früher Kaufmännischer Verein) sprach am gestrigen Donnerstag abend der bekannte Reise- schriftsteller Dr. Colin Roß in der vollbesetzten Großen Aula der Universität über das Thema „D a s neue Asien". Der Vortragende bezeichnete eingangs feine Darlegungen des Abends als eine Ergänzung des Vortrags über Amerika, den er im Frühjahr dieses Jahres im gleichen Kreise in Gießen gehalten hatte, so daß also innerhalb eines Jahres zwei große Kontinente durch einen Mann, der beide bereift und durch eigene Wahrnehmungen genau kennen gelernt hat, den Gießener Hörern nähergebracht wurden. Diese Aufklärung war umso interessanter, als wir — wie der Redner hervorhob — uns im Raume des europäischen Kontinents immer mehr daran gewöhnen müßen, daß in unserer Zeit nicht nur in Kontinenten gedacht, sondern in derartigen Großräumen gehandelt wird, während mir früher nur in geographisch begrenzten Zonen zu denken gewohnt waren. Von diesem kontinentalen Denken ausgehend, führte der Redner in geistvollen und auf weite Sicht gerichteten Betrachtungen in den eurasiatischen Step- penraum, der als neues Asien geradezu einen neuen Kontinent darstellt und ausgesprochene Eigengesetz- lichkeit besitzt, hinein. Zu diesem Großraum rechnet der Vortragende die unendlich weiten Gebiete von Mandschukuo aus über die Mongolei, Tibet und Iran bis in die vorderasiatischen Länder hinein, wobei das Schwergewicht in dem gewaltigen Raum von Mandschukuo und der Mongolei zu suchen ist. Die dort im Gange befindliche Neuordnung kann uns in Deutschland, wie der Redner betonte, unbe- rührt lassen, da wir dort keine Interessen geltend zu machen hätten, sondern unsere natürliche Raum- und Rohstoffreserve in dem großen Lande südlich des Mittelmeeres, im afrikanischen Raum, erblicken müßten. Um den großen Raum des neuen Asien ringen dessen beide stärksten revoluttonären und imperialen Völker Rußland und Japan. Die Neugestaltung dieses Raumes, der schon oft in der Geschichte gewaltige Kräfte hervorgebracht hat, entsteht aber aus dem imperialen Gestaltungswillen des japanischen Volkes, dank einer großen Idee, die von dort aus den ganzen großasiatischen Raum umschließt. Daß Japan dabei jede Einmischung von außen her zurückweist, ist verständlich, da es auf das Ziel zu- ftrebt, als führende Macht im großasiatiscben Raume die gewaltigen Kraftquellen des neuen Asien nach seiner Idee zu gestalten. Für Deutschland ist es dabei ebenso wie für Japan von größter Bedeutung, daß durch den Dreimächtepakt beiderseitig die berechtigten Führunqsanfprüche klar abqegrenzt und gegeneinander anerkannt sind, so daß sich von selbst und von vornherein keine Interessengegensätze her- ausbilden können. Im weiteren Verlaufe seines außerordentlich fesselnden Vorttages zeigte der Redner dann die großen Entwicklungslinien auf, die von dem alten Japan in das moderne japanische Reich unterer Zeit in geistiger, politischer und wirtschaftlicher Beziehung usw. herüberführen, von hier aus ihre Ausstrahlun- JerMchtlinglluf Korsika Roman von Heinz Lorenz-Lambrecht 17.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sollerbeck ist wieder aanz obenauf und ordnet an: „Wir holen sofort die Letter und ziehen ab." Viktor widerspricht: „Es ist erst wenig über elf. Das ist gerade die gefährlichste Zett. Es können Leute von unserer Wachmannschaft aus der Stadt zurückkommen, und wir rennen ihnen dann geradewegs in die Hände. Laß uns warten bis halb eins oder eins. Wir können ja immerhin schon die Leiter herunterholen und von hier aus beobachten." Solterbeck sieht ein, daß Viktor recht hat. Sie holen die Letter und laßen sie gleich in den Hof hinab. Sie binden sie zu diesem Zweck an ein Stück Kordel, von der Viktor noch genügend übrig behalten hat. Endlich lehnt sie sicher und in der richtigen Lage an der Mauer, hinter einem Gebüsch, das vor den Gebäuden fast rings um den ganzen Hof herumwächst. Nun hocken die beiden nebeneinander auf dem Pfad und warten wieder die Zeit ab. Im Licht des Mondes zeichnen sich die Schatten der Gebäude scharf im Hof ab. Aus der tieferen Stadt klingt ein Lied herauf, das heimkehrende Zecher singen mögen. Auf der Straße hallen einmal Schritte vorbei. Auf dieser Straße werden nachher sie gehen, die Straße wird ihnen gehören, auch der Hafen, auch das spa- nische Schiff — die ganze Welt und vor allem die Heimat. So spinnen sie Gedanken, bis Solterbeck leise vor sich hinsagt: „Die verdammte Tür!" Er meint die, an deren Schloß er vorhin seinen Schraubenzieher abgebrochen hat. „Das war unsere schlimme lieber» rafchung. Gott sei Dank, daß wir sie hinter uns haben. Jetzt könnten wir auch einmal Glück haben." Viktor lächelt. Es schlägt Mitternacht. Gleich darauf hören sie ein Geräusch von der Straße her. Ein Tor öffnet sich, Füße scharren, dann ein Aufschlag, wie wenn ein Gewehrkolben hart auf Steinboden aufgesetzt wird. „Die Wache wird abgelöft", sagt Viktor. „Hoffentlich häll die Knarre es nur aus", sagt Solterbeck trocken. .Hoffentlich pennt der Kerl in einer halben Stunde", meint Viktor. „Das ist das Mindeste, was man von ihm verlangen kann." Viktor denkt: Das ist noch ein gefährliches Stück Arbeit, über die Mauer auf die Straße zu kommen. Dieser Mondschein? Alle Fenster sind Auge in solcher Nacht. Ein Mann, der in dem Haus da brühen nicht schlafen kann und sich ins Fenster legt ...! Eine Mutter, die heraussieht, ob ihre Tochter noch immer nicht aus dem Kino heimkommt ...! Richtig, das gibt's ja auch noch da draußen: Kinos. Zwei, die in einer Türnifche stehen und kein Auseinandergehen finden können ...! Ja, es lauern noch alle möglichen Tücken. Aber — es wird dennoch gut gehen. Ich fühle es: Es wird gut gehen. Wieder schlägt die Uhr. ,Halb eins?" sagt Solterbeck. „In einer Stunde wird es hell. Wir müßen jetzt los, Viktor." Sie stehen auf, straffen sich und lauschen noch einmal. „Ich gehe als erster", sagt Solterbeck energisch. „Mit mehren langen Stelzen kann ich die Leiter leichter erreichen als du. Ich helfe dir dann von unten." Er läßt sich über die Mauer hinunter, erreicht die oberste Leitersproße und steht gleich darauf im Gebüsch des Hofes. Viktor folgt. Das Stück Arbeit verläuft leicht und lautlos. Solterbeck nimmt die Leiter auf. Sie fchlimfen hinter dem Gebüsch entlang, halten sich im Schatten der Gebäude und sind schon an dem schmalen Mauerstück mit der Tür. Hier nun sind sie zum erstenmal dem prallen Mond- licht ausgesetzt. Sie sind machtlos banegen und fön» nen nur zusehen, daß sie es möglichst rasch wieder in den Rücken bekommen. Solterbeck legte die Letter an die Mauer. Sie haben vorher schon ausgemacht, daß er zunächst einmal hinaufsteigt, um nachzusehen, wie sie auf der Straße am raschesten Deckung gegen den Wachtposten bekommen. Sprechen dürfen sie jetzt nicht mehr viel; was notwendig ist, muß gewispert roer^ den. Viktor hält die Leiter und späht nach den gefähr, lichen Fenstern, die zum Wohnbezirk der Wach- mannschaft gehören. Nichts Verdächtiges zeigt sich. Sein Blick fällt auf die Tür neben der Letter. Da werden seine Augen auf einmal groß vor lieber» raschung. Herrgott, da glänzt doch ein Schlüße! im Mondlicht auf! Ja, da steckt ein Schlüße! im Schloß. Fast stößt Viktor einen Ruf aus. Er zupft Sol- terbeck heftig am Hosenbein. Solterbeck zuckt zusam- men und duckt sich, Gefahr witternd, instinktiv hinter die Mauer herab. „Was los?" zischt er leise. »Der Schlüße! steckt!" gibt Viktor ebenso leise zurück. „Wa ... ? Ach so ..." Solterbeck atmet auf und kommt herunter. „Schlüße!? Wo?" Er sieht ihn. „Viktor ...! Mensch ...!" Sofort probiert er den Schlüße!, mit zusammengebißenen Zähnen. Er dreht sich schwer, doch wenigstens lautlos. Zweimal ist geschloßen. Dann ist die Tür auf. Sie brauchen nicht mehr über die Mauer zu steigen! ,^)aben wir einen Dusel!" murmelt Sollerbeck. Die Tür geht nach innen auf. Die Schatten, die Mauer und Zitadellengebäude werfen, liegen auf ber Straße. Das alles ist günstig. Dazu hat Sol- terbeck noch festgestellt, daß der Posten sie nicht sehen kann, selbst wenn er außerhalb des Torweges steht. Die Gebäude nach dem Tor hin biegen nämlich zurück, so daß ihre Tür für den Posten im toten Winkel liegt. Draußen müßen sie bann möglichst rasch etwa zehn Schritte nach rechts. Dort springt das Gebäude zurück und bildet eine Ecke, in der sie vollständig gedeckt sind, lieber all das unterrichtet Solterbeck den Kameraden im Flüsterton. Jetzt ordnet er wieder an: „Also zuerst die Tür auf, bann drücke ich mich sofort an den rechten Tuspfosten, fou kommlt unmittelbar hinter mir drein und stellst dich dicht neben mich. Die Tür muß wieder zugemacht werden, das ist deine Sache. Dann erst gehen wir beide hintereinander an der Wand entlang nach rechts bis zu der Hausecke. Verstanden?" Viktor nickt. „Also: Achtung!" Solterbeck faßt die Minke an. "Los!" Er drückt sie herab, stemmt sich aegen die Tür und reißt sie dann mit der ganzen Wucht seines Körpers gegen sich. Ein kleines Geräusch nur, doch stockt den beiden wieder einmal auf einen ilogeie.) schon ihre Opferberettschast bewiesen. Gerade hi i k1*1 w Itrfliv1 Liiirt”’ e)cn l glatt, d fein h'l Ft» k'i1 iHv Btrl i Joifl utih,1 -tw' btSui »ml' f|(®i stoiM Kasperl gegen Churchill. NSG. Kasperl führt am kommenden Samstag w Straßensammlung seine Trabanten ins Feld. Wer anders als unsere einsatzbereite deutsche Jugend HI. und BDM., könnte die drolligen Kasperlfigurei in die WHW.-Schlacht führen? Wie die vorjährig» Dezember-Abzeichen sind auch die der diesjährig» Abzeichen im Böhmerwold und im Erzgebirge Hw gestellt worben, aus dem Holze der tiefen Wäldn? gen auf den. Raum des neuen Asien genomNU i hoben, und nun bas bestimmende Gesetz des Deo dens und Wachsens des neuen Asien von dfchukuo aus über die Mongolei, Tibet, Turkesta, usw. werden. In diesem Zusammenhänge maG er, unterstützt von zahlreichen guten Lichtbildern mit den wichttgsten Lebens- und Entfaftungsformlr jener Länder und ihrer Menschen bekannt und Damit den aufmerksam lauschenden Hörern Möglichkeit, sich ein in den Grundzügen marfo® abqezeichnetes geistiges Bild zu gestellten. Weiterhin zeigte der Vortragende in großn Umrissen den Widerstreit der japanischen, der chj^ fischen und der russischen Interessen auf, der wohl in wirtschaftlicher, als auch in polittscher, hi,, sichtlich Chinas außerdem in mllitärifcher Hinsitz in jenem Räume in Erscheinung tritt, kennzeichne dabei die Minderung des englischen Einflusses i2 j dieser Auseinanbrrsetzung und machte schließliq auch hier auf die große Bedeutung des Sreierpgftt < zwischen Deutschland, Italien und Japan sowie aui die damit in Verbindung stehende freundschaftlich« j Verständigung mit Rußland aufmerksam. Dei» gegenüber skizzierte er die Haftung Amerikas uni * dessen Stellungnahme vom Standpunkt der wch, ! lichen Hemisphäre aus zu dem Aufstieg Japans aJ« Vormacht des neuen Asien. Schließlich machte er nw den politischen Schlußfolgerungen bekannt, die siz vor allem für Amerika, aber auch für die ganz, Neuordnung in der Well aus dem Emporwachsei, des neuen Asien im Geiste der großen Idee Q» pans ergeben. Der fesselnde Vortrag und die interessanten Lichö bilder fanden den banfbaren Beifall der mit stör, ter Spannung folgenden Hörer. B. H von fleißigen und geschickten Händen, die babur» 1 r ,, monatelang Arbeit und Brot bekommen haben. M, N)?n J Menschen, die diese Figuren schufen, haben fette: Nln> tu Böhmerwald ist durch die NS.-Volkswohlfahrt ii den zwei Jahren nach der Heimkehr Großes ge* leistet worden. Vor allem konnten die hier einst katastrophale Säuglingssterblichkeit und die Tuber kulose erfolgreich bekämpft werden. Dorthin alft wandert dein Groschen, lieber Volksgenoße! Wenn Geld verreist. herbe ihroel htni Se jjj behii ■nen W In der Wohnstube saß die kleine Geburtstag;» gesellschaft beisammen. Die Hausftau schickte an, den Kaffeetisch zu decken. Da sie alle Härche doI zu tun hatte, war sie etwas durcheinander. Hilf» bereit kam ihre Nichte herzu: „Kann ich dir untei die Arme greifen, Tantchen?" „Wenn du so nett sein wolltest ... Das Feldpost! päckchen an Max muß noch verschnürt werden!" Das Mädel machte sich über das Päckchen. „Warte", rief die Tante dazwischen, „ich wollte Max ein paar Groschen Geld ins Päckchen legem Wo ist doch meine Geldtasche? Hier! Ein Zehni markschein! Er wird sich freuen!" „Ich denke, Max liegt in Frankreich!" „Glaubst du, da brauchen die Soldaten feirr Geld?" I Der ( Imtr 11: Ium 3 r ghnbs j-qoe ^nsbef »biet I lobt i| 8* Grmgbai jdü jo Btntrn. fest Ei Sh |»ipo |i|en t Augenblick bas Herz, aber jetzt ist keine Sekund-, mehr Zeit zu zaudern. Alles hängt von ihren Schnelligkeit ab. Solterbeck ist schon draußen, Di!' tor fast in der gleichen Sekunde noch. Er dietl vorsichtig die Tür hinter sich zu und legt bin Klinke ins Schloß. Er begreift diese Vorsicht Sol>! terbecks. Es könnte einer an der offenen Tür oor-b beikommen, und ihre Flucht würde vor der Zeiii entdeckt werden. Eng aneinander gedrängt stehen sie nebeneinander. „Los!" kommandiert Solterbeck wieder. Er loflü sich schon aus der Nische und gcht nach rechts. W.- tor folgt ihm auf dem Fuße. Sie erreichen dm fchützenden Winkel, der ganz im Dunkeln liegt. Solterbeck bleibt stehen, wendet sich nach Diktoit um. atmet tief auf. „Geschafft, Viktor! Geschafft..!" Viktor hat das Gefühl, als ob er laut hinaus* schreien müßte. Aber er lächelt nur und gibt Sollet beck die Hand. Von dem Augenblick, wo sie chren Weg von den Luke in den Hof antraten, bis jetzt find noch einmal zehn Minuten verstrichen. Sie find frei. Der Stacheldraht liegt hinter ihnen! Die Straße da, die schmal zwischen altertümlichen! winkelia gebauten Häusern bergab führt, gebÖf1 ihnen. Sie führt zum Hasen. Sie führt in die ffrer? beit Alles, was jetzt noch kommt, erscheint ihnm als Kinderspiel im Verhältnis zu dem, was f* schon hinter sich haben. Sie gehen die Straße hinunter, nebeneinander sorglos ausgerichtet, zwei friedliche Bürger Bastian Doch lassen sie keine Vorsicht außer acht. Sie haftest sich im Schatten und reden nicht. Die Sttaße W still und rnenlch-nleer. Nur hinter wenigen Fenstem schimmert noch Licht. Plötzlich werden chre Nerven wieder aufgeruttelU Sie hören Schritte, die ohne Zweifel die Sttaße heraufkommen. Männer finb es, man kayn schon den verworrenen Klang ihrer Stimmen hören. Aua ein Frauenlachen klingt jetzt auf. Wenn das nuin Leute von der Wachmannschaft der Zitadelle flw- Die Straße ist so eng, daß man sich im Vorbei gehen fast ftreifen muß. Eine Frage, die eiW zugerufen wird! Solterbecks lange Gestall, stri helles Wikingergesicht ...! Jeder Poilu kennt erc Noch deckt sie die nächste Straßenbiegung vor beff Herankommenden. Die Nichte, die bei einer Bank angestellt war, legi»! das Feldpostpäckchen für Max auf die Briefwaage? „Weißt du auch, Tantchen, daß dies Verschicke« eines Zehnmarckscheins an einen Wehrmachtangehörigen im besetzten Gebiet eine glatte Devisen! schiebunq ist?" „Devisenschiebung?" legte die Tante das Gtüdt chen Kuchen, das sie sich in den Mund stecken rooHls, erschreckt zurück. „Das ist doch wohl wieder jo ei« Witz ..." „Kein Witz, Tante, sondern eine sehr ernfiu Sache! Geldscheine oder Hartgeld dürfen auf keine« Fall ins Ausland geschickt werden. Wird bestraf wenn's herauskommt. Also lieber nicht, und scho« deshalb nicht, weil wir dadurch unserer Geldwir!^ schäft schaden! Aber roo.m dieses aesährliche Versteckspiel? Mit einer Feldpostanweisung kannst bu Max monatlich einen Betrag in Höhe seines Mor natswehrsoldes ins Feld schicken. Wird ihm in dm Währung des Landes ausgezahlt, wo er sich besinn i det. Das ist erlaubt und auch viel sicherer, als biet ses private Päckchenschmuggeln!" Z. Ihnb | Mi in MS mn ge: fa 5h Wohnen MgU i Rhene fettiui iUr b Oh«b:l » Rebei iftup ir W llnb bi iill Es igern ilten Och Hon be Ihn s I (Fortsetzung folgt)