Ur. 57 Erstes Blati Dienstag, 15. Zebruar MV M. Jahrgang e. ■ ’m N K f Utter gänzlich aus gegangen wäre und es infolge der Blockade nicht unmöglich gewesen wäre, Kraftfutter einzuführen. Auch hier sieht man wieder, wie verhängnisvoll es sich auswirken kann, wenn ein Land völlig auf den Freihandel angewiesen ist und diesem in jeder Weise freien Lauf läßt. Für den belgischen Bauern hatte es sich schon lange nicht mehr gelohnt, Futtermittel, die das Ausland zu billigsten Preisen anbot, selbst herzustellen. Betrachtet man die Aufteilung der drei Millionen Hektar, die Belgien besitzt, und auf dem mehr als 8 Millionen Menschen gepfercht sind (1 300 000 Hektar bebaute Erde, 600 000 Hektar Wiesen und Obst- Kopenhagen, 13. Febr. (Europapreß.) Nach zweitägigen Beratungen ist in Kopenhagen das erste Treffen skandinavischer Reeder seit Kriegsausbruch abgeschlossen worden. An dem Treffen nahmen neben den gewerblichen Interessengruppen der vier Staaten auch Vertreter der zuständigen Regierungsabteilungen teil. Anlaß der Besprechungen war die Lage, in die die Schiffahrt der skandinavischen Länder, in erster Linie die Dänemarks, Schwedens und Norwegens, seit fünf Monaten geraten ist. Dänemark verlor in dieser Zeit 16 Schiffe mit 43 170 Brt., Schwedens Schiffe mit 65 288 Brt. und Norme g e n 38 Schiffe mit rund 85 000 Brt. Man wollte aus diesem Grunde einen gemeinsamen Plan zur Sicherung der skandinavischen Seeschiffahrt (in erster Linie auf der Nordsee) ausarbeiten. Soweit man erfährt, ist es zu wesentlichen, konkreten Beschlüssen noch nicht gekommen, da die Regierungen bei allen wichtigen Schiffahrtsfragen ein entscheidendes Wort mitsprechen wollen und dies erst nach eingehender Prüfung der Konferenzthemen und Ergebnisse tun können. solche Aktenstücke gewohnt sind, müßten bei der Durchsicht dieses Buches vor Grauen zurückschrecken. Die deutsche Gründlichkeit zeige sich auch hier, sowohl in den Referaten als auch in den photographischen Wiedergaben der unglücklichen Opfer. Keine Einzelheiten fehlten. Das in dem Buch geschilderte Grauen kenne keine Grenzen. Die Echtheit dieses Dokumentenmaterials stehe außer jedem Zweifel. Es können schreckliche Dinge geschehen, wenn die primitivsten Leidenschaften eines Volkes aufgepeitscht würden, wie es in Polen der Fall gewesen sei. — Auch die norwegische Presse unterstreicht, daß es sich um den größten organisierten Massenmord der neueren Geschichte handelt, und daß dieses politische Faktum auch die englische Garantiererklärung für den ehemaligen polnischen Staat in einem besonderen Licht erscheinen läßt. — In sachlich denkenden schwedischen Kreisen ist man sich vollkommen klar darüber, daß — wie man hier sagt — zum mindesten ein großer Teil dieser Blutschuld auf das Konto Englands kommt, da die verantwortlichen polnischen Stellen niemals eine derartige Terroraktion zugelassen hätten, wenn sie nicht auf die moralische und taktische Unterstützung Londons vertraut hätten. — Das holländische Blatt „Daderland" schreibt: Für die führenden Staatsmänner könne die Lektüre der deutschen Dokumente außerordentlich nützlich fein. Man müsse nur der Wirklichkeit in die Augen zu sehen wagen und nicht immer nur die theoretische Bravheit der Menschen propagieren. Die deutschen Feststellungen seien jedenfalls sehr ernstzunehmen. Eine große Schuld an den seit langen Jahren unhaltbaren Zuständen im früheren Polen trüge freilich das Versailler Diktat. Man könnte sich daher vorstellen, welcher Zukunft (Europa entgegengehen werde, wenn noch einmal ein ähnliches Diktat oder sogar noch etwas Schlimmeres zuflandekommen sollte. chanze luh an ? (3. M )rt veA ich vor Dieter eim uch diesM land über unerschöpfliche R o h st o f f o o rkorn- men verfügt, deren Ausbeute in den letzten Jahren bereits gewaltig gesteigert wurde und unter dem laufenden Fünfjahresplan sich noch von Jahr zu Jahr erhöht, besitzt Deutschland eine i n duft ri eile Leistungsfähigkeit so großen Umfanges, daß es trotz des Krieges und der mil'i- tärifchen Anforderungen in der Lage isi, den großen Bedarf Rußlands in industriellen Fertigwaren aller Art voll zu decken. Der bei den jetzt abgeschlossenen Verhandlungen vereinbarte Rahmen sieht daher einen Austausch russischer Rohstoffe gegen deutsche Jndustrieerzeugnisse in größtem Umfange vor. Deutschland und Rußland sind zu ihrer alten natürlichen Wirts chaftsverbun- d e n h e i t zurückgekehrt. , der ibechau A ite Zeit lltf eslau) mü ecken W en. Achtundachtzig skandinavische Schiffe Opfer des englischen Krieges. Churchills Rohrstock. Die holländische Wochenschrift,, H a a g s ch e Post" ist in den Niederlanden recht weit verbreitet. Sie ist alles andere als deutschfreundlich, wenn sie auch nicht pöbelt und ihren Animositäten eher ein gefälliges und darum eben auch tückischeres Gesicht gibt. Ausgerechnet diese Zeitschrift veröffentlicht eine Karikatur, die Churchill als wohlgenährten Schulmeister zeigt, der mit einem mächtigen Rohrstock den „neutralen" Schulbuben beibringt, was englische Zucht und Sitte ist. Daß ausgerechnet diese Zeitschrift in satirischer Form Einspruch gegen die englische Schulmeisterei erhebt, will schon etwas sagen. Eine wesentliche Bedeutung ist diesem zeichnerischen Protest aber nicht beizumessen. Gerade die Holländer haben die Verteilung der politischen und militärischen Schwergewichte seit Jahren falsch eingeschätzt und ließen sich derartig beschwätzen, daß ihre praktische Politik davon Schaden genommen hat: Wir verweisen hier nur auf gewisse Ereignisse an der de'utsch- holländischen Grenze um den 8. November herum. Gewiß hat damals eine Personaloeränderung an einer maßgeblichen holländischen Stelle stattgefun- den, aber der sehr illustrative Tatbestand kann als solcher nicht aus der Welt disputiert werden. Holland hat wenig Dank für seine Haltung geerntet: Seine größten und besten Schiffe sind entweder stillge/egt oder fahren nur bis in italienische oder portugiesische Häfen: seine mittlere und kleine Handelsflotte ist gefährdet. Der Secret Service, dessen Leute vor dem 8. November in Holland ein sv gutes Leben hatten, ist so undankbar, daß er Holländer unter dem Druck des englischen Kapitals aus Stellungen bei großen Gesellschaften herausdrückt, wenn diese Holländer sich nicht englischer als die Engländer selbst gebärden. Wir gehen ein Häuslein weiter. Der norwegische Außenminister K o h t hat dieser Tage einer großen italienischen Zeitung ein Pressegespräch zur Verfügung gestellt, in der er zwei charakteristische Bemerkungen macht: Norwegen habe durch die englische Blockade bis jetzt mehr Menschen verloren als in den fünf Kriegsmonaten an der französischen Front gefallen seien, und London habe an Norwegen kein formales ® a- tioo, Hi Das deutsch-russische Wirtschaftsabkommen Gesteigerter Austausch russischer Rohstoffe gegen »eutsche Industrtesahritat« M'l polens Blutschuld im Urteil des Auslandes Bestürzung und Empörung über die polnischen Massenmorde. 2. ‘ teilwch Eifer. Jn "-'Weißen, ringt dar ■ von Pe- Taste gt. was die ch (pater W Situa- veiter ins wirrt, und des Spiel chütze. Die !r ist Bal; doch dies- mf vergib! n Günther chulenken., i der Um- in auf 3:1! Hetzen auf infommen, mcen aus« ' zu lange eine schulen Pfosten pick etwas fe zu Dell' zustande, haften jetzt t noch voin tt zum Tor rte Spieler irr, die ge- ifeite. Wi i, Karstens, traft, M Mal nach Belgischer Dampfer bei einem Zusammenstoß gesunken. Brüssel, 13. Febr. (Europapreß.) Nach einer Meldung aus London ist der in Antwerpen beheimatete belgische Dampfer „F l a n d r e s" (5800 Brt.), zwei Mellen von der englischen Südostküste entfernt, mit einem anderen belgischen Dampfer, der ,K a b a l o", zusammengestoßen und gesunken. Die „Flandres" war soeben von den englischen Kontrollbehörden frei gegeben worden und befand sich auf der Fahrt nach Montevideo; sie hatte eine Ladung Fischleim an Bord. Nach einer Meldung der Stockholmer Presse ist der schwedische Dampfer „Orant a" (1874 Brt.) in der Nordsee in englischen Gewässern gesunken. 10 Mann der Besatzung sollen von einem englischen Schiff gerettet worden fein. Man vermißt jedoch ein Rettungsboot der „Orania". Moskau, 12. Febr. (DRV.) Nach erfolgreich beendeten Verhandlungen ist in Moskau am 11. Fe- bruar 1940 das Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und der Sowjetunion abgeschlossen worden. Dieses Abkommen entspricht dem Wunsche der Regierungen der beiden Staaten, ein Wirtschaftsprogramm über den Warenumsatz zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufzuslellen, so wie dies in dem Briefwechsel zwischen dem Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, und dem Präsidenten des Rates der Volkskommissare und Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten der UdSSR., W. m. m o l o t o w, zum Ausdruck ge- bracht worden ist. Das Wirtschaftsabkommen sieht die Ausfuhr von Rohstoffen aus der Sowjetunion nach Deutschland vor, die durch deutsche i n d u st r i e l l e Lieferungen kompensiert werden. Der Warenumsatz zwischen Deutschland und der Sowjetunion wird bereits im ersten Jahr der Geltung des Abkommens einen Umfang erreichen, der die seit dem Weltkrieg jemals erreichten Höch st mengen ü b e r st e i g t. Es ist beabsichtigt, den Umfang der gegenseitigen Warenlieferungen in Zukunft noch w e i t e r ; u st e i g e r n. Das Abkommen ist auf deutscher Seite von dem Sonderbevollmächtigten der deutschen Reichsregierung, Botschafter Ritter, von dem Leiter der deutschen Wirtschaftsdelegation, Gesandten S ch n u r r e, auf sowjetischer Seite von dem Volkskommissar für den auswärtigen handel der UdS SR., Mi k o jan, und dem Handelsvertreter der UdSSR, in Deutschland, Baba rin, unterzeichnet worden. r Don de w nrt* । als an r? U 2,40 "'Nen sE er, darun^ 'l'w W ’S* * Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Belgische Ernährungssorgen Von unserem P.-Korrespondenien. dem darüber hinaus noch steigern. Es ist bekannt, daß Deutschland schon 1913 ein Drittel der russischen G e j a m t a u s f u h r ab nahm und etwa die Hälfte der russischen Einfuhr lieferte. Als Rußland nach dem Kriege die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Auslande wieder aufnahm, wurde Deittfchland sofort erneut fein bedeute n d st e r Handelspartner, der 1921/23 wieder mehr als ein Drittel der russischen Einfuhr stellte und diesen Anteil in den Jähren 1931/33 sogar auf über 40 v. H. steigerte. In der gleichen Weise hatte sich auch der deOtsche Anteil an der russischen Ausfuhr entwickelt. Diese Tatsachen sind ein klarer Beweis für die natürliche Ergänzungsfähigkeit der deutschen und der russischen Volkswirtschaft. Während Ruß- Berlin, 12. Februar. (DNB.) Die deutsche Verlautbarung über die polnischen Mordtaten an den Volksdeutschen in Polen, die die grauenuoUe Zahl von 58 000 ermordeten Volksdeutschen dokumentarisch feststellt, hat im gesamten neutralen Ausland Bestürzung und Empörung hervorgerufen. In Italien verschließt sich niemand der Tatsache, daß dieses Blutopfer der Volksdeutschen in Polen auf Rechnung der britischen Regie- runq zu setzen ist, die heute mit heuchlerischer Miene vorgibt, für Recht, Freiheit, Zivilisation, Kultur und Menschlichkeit zu kämpfen. Die grauenvollen Enchüllungen haben auch in der u n g a r i sch e n Oeffentlichkeit größte Bestürzung und tiefste Empo- runq ausgelöst. Furchtbar ist auch die Erkenntnis, daß die einem fremden Staate einverleibten Volksgruppen trotz Völkerbund urtb Verträge einer solchen grenzenlosen Willkür und einem derartigen blinden Terror ausgesetzt fein konnten, wenn nur fanatischer Haß und sinnlose Wut die Führung des Staates leiteten. Das Reich habe große Geduld und Selbstbeherrschung bewahrt, bis es lief) endlich entschlossen habe, den fortgesetzten Provokationen ein Ende zu machen, um die Volksdeutschen vor völliger Vernichtung zu retten. In Bulgarien werden die bisher festgestellten 58 000 Opfer der polnischen Massenmordaktion als Opfer des Versailler Vertrages und der britischen Blankovollmacht an den polnischen Größenwahnsinn bezeichnet. — So sagt „Nedesec Dnewik": „Die Welt ist erschrocken von diesem neuen furchtbaren Ergebnis der Pariser Verträge. Wie könnten diesem ungerechten Frieden von Versailles wettere Opfer gebracht werden? Der Kampf des deutschen Volkes für eine neue gerechte Weltordnung muß von Erfolg gekrönt werden". Alle maßgebenden dänischen Zeitungen wid- i- men den deutschen Feststellungen mehrere Spalten. i-^Dagbladet" schreibt hierzu, selbst diejenigen, die an Brüssel, im Februar 1940. In diesen Tagen ist die belgische Außenhandel s st a ti st i k für das Jahr 1939 veröffentlicht worden. Sie zeigt, wie das nicht anders zu erwarten war, einen fühlbaren Rückgang in den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres, einen Einschnitt, den die englische Blockade zu Beginn des Monats September in die belgische Wirtschaft gemacht hat und der aus den Zahlenreihen sofort ins Auge springt. Als zweite Besonderheit zeigt die belgische Statistik für Außenhandel, daß gerade in diesen letzten Kriegsmonaten die Bilanz bei dem sehr zurückgegangenen Handelsumfang für Belgien aktiv gewesen ist. Es wäre falsch, diese Tatsache als ein gutes Zeichen zu werten. Denn dieser in der Bilanz verzeichnete Ueberschuß ist ja in Wirklichkeit ein Beweis für den Rückgangder belgischen Vorräte. Die Gefahr eines solchen „Ausverkaufs" wurde von der belgischen Regierung schon bei Kriegsbeginn vorausgesehen, und für eine Menge Waren wurde deshalb im Monat September ein Ausfuhrverbot erlassen. Eine besondere staatliche Draanifation wurde ins Leben gerufen, deren einzige Aufgabe darin besteht, die Warenlager der Kaufleute zu überwachen. Trotzdem kam es Anfang Dezember zu dem fogenannten Woll-Skandal, bei dem es darum ging, daß Lizenzen zur Ausfuhr von Rohwolle in einem Umfang erteilt worden waren, der sich nach Ansicht zuständiger Kreise nationalwirtschaftlich nicht verantworten ließ. Die Auflösung des zu Kriegsbeginn geschaffenen Ver- forgungsamtes, das diese Lizenzen ausgegeben hatte, war eine der Folgen dieser Wollaffäre. Bei allen diesen Problemen ist es natürlich schwer zu beurteilen, wie weit man dem Interesse der versorgungsbedürftigen Bevölkerung auf lange Sicht und wie weit man den Lebensinteressen der Exporteure, der Transportunternehmer usw. Rechnung tragen soll, die ja ebenfalls zu dieser belgischen Bevölkerung gehören und in diesem ,,Umschlags"--Land eine besonders wichtige Rolle spielen. Trotz dieser Bedeutung, die der Import und der Export von Wolle und Baumwolle, Gummi und Fellen, Kohle, Erzen und Metallen hat, interessiert - sich das breite Publikum vor allem anderen für die Lebensmittelversorgung. Daß sie in jedem Lande ein erstrangiges Problem darstellt, wird niemand bestreiten. Trotzdem kann man behaupten, daß die Magenfrage in Belgien noch wichtiger ist als irgendwo anders, da der Belgier gern gut lebt und vor allen Dingen gut ißt. Um einer drohenden Lebensmitelnot vorzubeugen, hat die Regierung des Industrielandes Belgien schon mi September ein umfangreiches Gesetz herausgebracht, das die Feldbestellung neu regelte. Der Dauer des liberaliftischen Belgiens, in dem persönliche Freiheit und Privatinitiative grundsätzlich durch nichts eingeschränkt werden dürfen, ist heute „verantwortlich für die Ernährung des belgischen Volkes , und genau ist ihm vorgeschrieben, wo und was er auf feinem Acker zu bestellen hat. Hierbei versucht man eine Entwicklung, Die vor sechzig Jahren eingesetzt hat, wieder rückgängig zu machen. Damals, im Jahre 1880, kamen nämlich die ersten großen Weizenludungen a u s A m e - rita nach Europa (USA deckte bis zu Kriegsbe- ginn zwei Drittel des belgischen Weizenb^arfs). Sie wurden von dem hochindustckaltsierten Belgien begierig aufgenommen, und der belgische Bauer ging von der mühseligen Feldbestellung immer mehr zu der bequemeren und ertragreicheren Viehzucht über An Stelle von 268 000 Hektar, die noch im Jahre 1910 mit Weizen bestellt waren gab es tm Jahre 1938 nur noch 154 000. Die mit Hafer bestellte Anbaufläche war m dem FeichenZettraum von noch Nicht dreißig Jahren um 46 000 Hektar, die mit Kartoffeln bebaute um 24 000 Hektar zu. rü cf gegangen. Auf der anderen Settewaren an Stelle von 699 000 Hektar Wresenflache, tm es 1910 gegeben hatte, 1938 bereits 909 000 Hektar vorhanden. Nach dem neuen Anbauplan wird man mm 125 000 Hektar Wiefenland 3" 70 000 Hektar mit Weizen, zu 20 000 Hektar mit Rog^n zu 10 000 Hektar mit Zuckerrüben und zu 25 000 werter mit Kartoffeln bestellen. Wenn man sich wegen der intensiven Viehzucht in Belgien eigentlich keine Sorgen um die Fleischs Versorgung hätte zu niachen brauchen so s heute jedoch nicht mehr der Fall. Bald nach Kriegs beginn setzte nämlich in Belgien das ein, ® . in Deutschland unter dem Namen „der Schweine, mord" aus dem Weltkrieg noch allzu gut bzm allzu schlecht in Erinnerung ist. Etwa 60 000 Stu Rindvieh wurden in den ersten E Knegs- monaten mehr abgeschlachtet,, als das,in | Zeiten üblich ist. Der Berichterstatter für den Haushalt des Landwirtschaftsministerlums betonte daß diese Zahl gewiß nicht erfreulich sei, daß sie ledoch in gar keinem Verhältnis zu stehe, wa Schweinen zusätzlich abgeschlachtet w^den 'st. Hier seien Dinge vorgekommen, deren schwerwi gende Bedeutung sich erst m der Zuku f fü b«ch° Versorgung WM«? gien auf eine genügende Einfuhr von u <■ wiesen ist, kann man die DHrgmsse begreifen, me wegen dieses gewaltigen Schweinemordes veranttvortlichen Kreisen aufgekommen sin^ Die Schuld an diesen Massenäb chlachtiingen ttagt einzig und allein d ie englischeBlock ao e denn wenn zwar die Bauerri ^urchi tm dürfnisse der Armee auch dazu ange 3 , Abfchlachtung-n in großem SM hätten sie dies wahrscheinlich doch mema , Maße getan, wenn ihnen nicht das xran Nachdem bereits im August 1939 ein neues deutsches Kreditabkommen mit Rußland abgeschlossen wurde, das gegenüber der Entwicklung der letzten Jahre weientlich erweiterte Mog- lichketten des Handelsverkehrs bot, erfolgte anläßlich des zweiten Besuches des Reichsaußenminifters von bekannte Briefwechsel zwilchen dem deMschen Reichsaußenmimster und dem ruffifchen ruuaschef Molotow, worin der beiderseitige Wille bekundet wurde, Mit allen Mitteln den Warenum- laff und die Wirtschaftsbeziehungen zw.fchen Deutschland und der UdSSR, zu entwickeln. Die mr Durchführung dieser Vereinbarungl «rforder- U-den Verhandlungen wurden dann fchnellftens auf. genommen und teilweise in Berlin und tei we.se M Moskau geführt, wo sie jetzt auch mit der Unter- zeichnung eines neuen Wirtschaftsabkommens ihren erfolgreichen Abschluß gefunden haben. Das jetzt ausgearbeitete gemeinsame Wirtschafte. Urogramm wird den deutsch-russischen Warenaustausch nicht nur wieder zu dem m der Bergangen- - hdrt «rsolgreicheir Höchftumfaag entwickeln, |on- ?r Spiel. le ®äftt durethi, enM K Mit 79««, 9 in to "L dH wch kraj. 9 "ch ^mann J äu er« re Latte wfcen bi« jjrbe vor« Gegenseite '.wuchtige 'delsvieter eine 5ßor« 1 schießen. - sein. Die pathie er. gärten, 500 000 Hektar Wald, 500 000 Hektar unbrauchbares Gelände und 100 000 Hektar unbebaute Erde), dann liegt es auf der Hand, daß Belgien heute seinen Wald schonen muß. Doch auch das ist mit dem Kriege unmöglich geworden. Die mangelnde Zufuhr von skandinavischen Holzem und Zellulose machen es notwendig, daß man in Belgien zu einer stärkeren Abholzung schreitet. Bei der Erörterung der landwirtschaftlichen Probleme Belgiens kann man aber nicht an einem der wesentlichsten vorbeigehen: Es ist das der Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften, ein Rückgang der landwirtschaftlichen Bevölkerung, die in den Jahren von 1910 bis 1928 von 780 000 auf 662 000 absank. In den nachfolgenden Jahren hat dieser Rückgang noch zugenommen. Seine Gründe liegen in der Verstädterung Flanderns und in dem Geburtenmangel in der Wallonie. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild • DieScholle Monats-vezugrpreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686 r lor? wX 1 " N Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfikütrdruckerei R. Lange in Sieben. Schristlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Soldaten und Arbeiter kämpsen nebeneinander. Neichsminister Seldte über die Probleme des Arbeitseinsatzes im totalen Kriege. Berlin, 12. Februar. (DNB.) Reichsminister Seldte führte im Rundfunk über die Bedeutung und Erfolge des richtigen Arbeitseinsatzes aus: Der bisherige Kriegsverlauf hat uns allen die Ueberzeugung gegeben, daß ein vorausschauendes, ökonomisch richtiges Haushalten mit den Arbeitskräften und ihr richtiger Einsatz g e s i ch e rt ist. Im August 1939 kannten war keine Arbeitslosigkeit mehr. Der Ueber- gang von der Friedens- auf die Kriegswirtschaft hat im September 1939 zur Umschichtung von vielen Tausenden Arbeitskräften geführt; trotzdem war er nicht mit nennenswerten Betriebsstillegungen und großer Arbeitslosigkeit verbunden. Die freigewordenen Arbeitskräfte konnten in kürzester Frist in andere Arbeit vermittelt werden. Im ganzen Reich zählten wir im Dezember 1939 nur 138 000 Arbeitslose, davon waren lediglich 18 000 voll einsatzfähig. Es kann kein Zweifel dar- Der Wohnungsbau im Kriege Die Erfahrungen des Weltkrieges haben zu einer veränderten Einstellung gegenüber dem Wohnungsbau im Rahmen der Kriegswirtschaft geführt. Ueber die Maßnahmen zur Fortsetzung des Wohnungsbaues berichtet Reichsarbeitsminister Seldte in „Siedlung und Wirtschaft". Selbstverständlich muß sich auch der Wohnungsbau den Erfordernissen der Kriegführung anpassen. Die Erfahrungen haben aber gezeigt, daß wirtschaftliche Höchstleistungen der Betriebe auch von der Lösung der Wohnungsfrage für die arbeitenden Volksgenossen abhängig sind. Ein Teil der in den Kreisbetrieben eingesetzten Arbeitskräfte wird behelfsmäßig untergebracht wer- den müssen. Wo es irgend angängig ist, sollen aber Dauerwohnung en geschaffen werden, und zwar in Form von V o l k s w o h n u n g e n. Eine weitere bedeutsame Aufgabe ist es, die zahllosen angefangenen Wohnbauten des zivilen Sektors fertigzustellen. Im Weltkriege überließ man diese Bauten ihrem Schicksal und vergeudete nicht nur große volkswirtschaftliche Werte, sondern legte auch die Grundlagen für die spätere Wohnungsnot. Deshalb wurde davon abgesehen, eine Stillegung der bei Kriegsausbruch im Bau befindlichen etwa 200 000 Wohnbauten herbeizuführen. Vielmehr wurde den Bauherren die rantieangebot nach dem Muster der berüchtigten englischen Garantie für Polen gemacht. Beginnen wir bei dem zweiten Punkt! Der Ton liegt natürlich auf dem Beiwort: „formal e" Garantie. Wenn eine Großmacht einen kleinen oder mittleren Staat garantiert, so ist selbstverständliche Voraussetzung dafür, daß der garantierte Staat sich im Rahmen der politischen Zwecksetzung des Garanten bewegt. England hat nach der Erklärung von Koht auch tatsächlich einen solchen „unsittlichen Antrag" den Norwegern gemacht, nur geschah das nicht auf offiziellem Wege in Form einer gesiegelten und verbrieften („formalen") Garantie, sondern in der Art, wie die meisten unsittlichen Anträge gemacht werden, nämlich ganz still und heim- l i ch. Wenn Norwegen wie mancher andere neutrale Staat durch die englische Blockade beachtliche Menschenverluste zu erleiden hatte, so kann auch das aufrichtigste Mitgefühl die bestimmte Feststellung nicht verhindern, daß es die Neutralen nicht einmal zu einem geschlossenen und nachhaltigen Einspruch in London gebracht haben. Sowjetrußland hat die Uebergriffe der englischen Blockade abgelehnt. Japan hat nachdrücklichsten Einspruch erhoben und Wiedergutmachung verlangt. Die kleineren neutralen Staaten haben es mit Papierprotesten bewenden lassen und nicht einmal in ihrem engeren geo- araphischen Bezirk, also etwa im skandinavischen Raum eine einheitliche Linie auf Einzelgebieten, wie z. B. der Wirtschaftspolitik, eingehalten ... geschweige denn, daß sie die echte Freiheit der Meere verteidigt und sich gegen den infamen Hungerkrieg der Engländer aufgelehnt hätten. Vielleicht ist die Eigenständigkeit der Balkan» länder gegenüber den englisch-französischen Be- einflussungsversuchen sogar stärker als die Hollands oder der skandinavischen Länder. Und auch in der Südostecke drohen Engländer und Franzosen gemeinsam mit dem „dicken Stock". Dort wird der ,Zicke Stock" repräsentiert durch die Orientarmee des Generals Weng and. Diese Orientarmee existiert auch, und ihr Treiben ist einer kritischen Beachtung wert. Allein, wenn ihre Stärke bald auf 500 000 und bald auf eine Million und dann wiederum auf zwei Millionen angegeben wird, so kann dieser Zahlenrausch einem wissenden Beobachter nur ein leichtes Lächeln abnötigen. Syrien' ist nicht gerade ein Land großer Fruchtbarkeit. Es ist doppelt so groß wie Bayern, aber nur 13 v. H. dieser Landfläche werden landwirtschaftlich irgendwie genutzt und sei es auch nur als Weideland für die Ziegen. Die Speisekarte für die Hotels in Damaskus oder Aleppo ist nicht sehr üppig. Zum Mittag gibt es ein mageres Brathuhn und am Abend gibt es Hühner- frikassee und so weiter jeglichen Tag, den Gott werden läßt. Die Franzosen und Engländer haben wirklich genug Schiffsraumsorgen, als daß sie auch noch zwei Millionen Mann in der kärglichen syrischen Steppe ausrüsten und unterhalten könnten. Daher imponieren auch ihre schillernden Seifenblasen von dieser angeblich riesigen Armee täglich weniger. Der letzte Besuch Weygands und seines englischen Kollegen in der Türkei stand schon im Verdacht, daß bei dieser Gelegenheit den Türken ein englisch-französisches Korsett zur Erzielung guter politischer Körperhaltung angelegt werden soll. Und in Rumänien wird ganz offen an die 200 Millionen Goldmark Schaden erinnert, der dadurch entstand, daß Ingenieure des Secret Service im Weltkrieg die rumänischen Erdölsonden verrammelten. Der dicke Stock der syrischen Armee verfehlt also etwas die Wirkung. Und ansonsten ist es genau so wie in der Schule, daß die erzieherische Wirkung des Rohrstocks in einem geraden Verhältnis zu der Angst steht, die der Schiller hat. Wenn also alle Neutralen sbstt der üblichen Heulmeierei etwas Zivilcourage an den Tag legten, so würden sie sich wundern, wie gut ihnen das selbst anschlägt. Dr. Ho. Vom finnischen Kriegsschauplatz. Helsinki, 12. Februar. (DNB.) Die russischen Angriffe auf der Karelischen Landenge sollen nach dem finnischen Heeresbericht am stärksten auf «inen der finnischen Stützpunkte westlich von Suma und auf die finnischen Stellungen bei Taipale gerichtet sein. Es soll den finnischen Truppen gelungen sein, alle Angriffe durch heftige Artillerietätigkeit zurückzuschlagen. Auch nordostwärts des Ladoga-Sees in den Pitkäranta-Schären sowie bei Aitojoki hätten die finnischen Truppen Erfolge zu verzeichnen gehabt. Don der russischen Luftwaffe sei bei niedrig liegender Wolkendecke W i b o r g bombardiert worden. Die Russen hätten zwei Flugzeuge verloren. Das Kommunique des Leningrader Militärbezirks meldet: Im Verlauf von Iw fanteriekämpfen feien die Finnen zurückgeschlagen worden, Truppen der Sowjetvorhut hätten 16 Der- teidigungsstellungen, darunter acht betonierte Forts mit Artillerieausrüstung besetzt. Sozialismus wie ihn Frankreich aufsaßt. Brüssel, 12. Februar. (Europapreß.) Der deutsche Soldat tut in diesen Tagen gern und freudig sein« Pflicht, denn er weiß, daß er sich um den Unterhalt und die Fürsorge für seine Angehörigen in der Heimat keine Gedanken zu machen braucht. Der deutsche Staat sorgt in wahrhaft großzügiger Weise dafür. Ganz anders ist es darum in Frankreich bestellt, denn di« Angehörigen der Poilus kennen das alles nicht. Es ist begreiflich, daß diese Verhältnisse zu immer größerer Unzufriedenheit unter den Betroffenen geführt haben. Um dieser nun wenigstens einigermaßen zu steuern, beabsichtigt man, nach französischen Blättermeldungen, ab 19. Februar durch die Einführung von Massenspeisungen für die Angehörigen der Soldaten zunächst einmal die Magenfrage etwas zu befriedigen. Gin wahrlich bescheidener Sozialismus in dem Land«, das die Menschenrechte in Erbpacht genommen hat! Die Zahl der Kriegsgewinnler und Preiswucherer nimmt in Frankreich ständig zu. So schreibt der .^Intransigeant", daß in der über geben, daß uns auch die nächsten Kriegsmonate keine größere Arbeitslosigkeit bringen. Der deutsche Arbeiter und Angestellte können sich darauf verlassen, daß die Reichsregierung auch künftighin keine Arbeitskraft brachliegen läßt, sondern auf den Platz stellt, auf dem der Einsatz den größten Nutzen für Volk und Staat bringt. Ohne persönliche Opfer wird es allerdings dabei nicht abgehen: Soldaten und Arbeiter kämpfen nebeneinander! Beide stehen unter dem Gebot des totalen Krieges. Nur die Nation, die dieses Gebot am besten erfüllt, wird siegen. Aber ebenso wie der Staat vorbildlich seine Soldaten und ihre Angehörigen betreut, ebenso wird er auch dafür sorgen, daß dem schaffenden Menschen die sozialpolitischen Errungenschaften, so weit nur irgend möglich, erhalten bleiben. Möglichkeit belassen, diese Bauvorhaben zu beendigen, falls nicht kriegswirtschaftliche Notwendigkeiten einen Abzug von Arbeitskräften erfordern, wobei den Behörden ausdrücklich die Schonung des- Wohnungsbaues zur Pflicht gemacht wurde. Es darf damit ger«chnet werden, daß im Jahre 1939 trotz des Krieges annähernd 2 0 0 0 0 0 Wohnungen ferti g-gestellt worden sind. Während nur kriegswichtige Bauvorhaben neu begonnen werden dürfen, ist dafür Sorge getragen worden, daß im Interesse des ortsansässigen Handwerks Bauvorhaben mit einer Gesamtbausumme bis zu 5000 RM. und wichtige Instandsetzungen zugelassen werden. Weiter wird die Bereitstellung ausreichender Finanzierungsmittel für die Teilung und den Umbau sonstiger Räume zu Wohnungen erwogen. In diesem Rahmen wird «ine, wenn auch beschränkte Zahl von zivilen Wohnbauten auch künftig durchgeführt werden können. Hierbei wird es sich im wesentlichen um Bauvorhaben des sozialen Wohnungsbaues handeln. Der Bau von Kleinsiedlungen, kleinen Eigenheimen und Volkswohnungen ist auch aus innerpolitischen Gründen unerläßlich. Sondermaßnahmen sind eingeleitet für die aus dem Ausland rückgesiedelten Reichsund Volksdeutschen. Woche vom 2. bis 8. Februar allein in Paris 89 Verurteilungen zu empfindlichen Geld- und Gefängnisstrafen erfolgt seien. Nach dem gleichen Blatt wurden 15 Unternehmungen aufs neue zwangsweise geschlossen. — Zur gleichen Zeit meldet der Preis- Überwachungsausschuß in seinem letzten Sitzungsbericht, daß er «irre neue Liste von Preiswucherern den Gerichten eingereicht habe. Um einer endlosen Preissteigerung begegnen zu können, hat der nationale Preisiiberwa chungsausschuß Richtpreise für Konserven, Fleisch, Fische, Del, sanitär« Apparate, Möbel, Burstenwaren, Papiermaterial usw. festgesetzt. Der Wehrmachtsbericht vom Montag. Berlin, 12.Aebr. (DNB.) Das OSW. gibt be- komnl: keine besonderen Ereignisse. Neuordnung des Kulturlebens im Protektorat. Prag, 12. Febr. (Europapreß.) Der Reichsprotektor Freiherr von Neurath hat einen „Deutschen Kulturring Böhmen und Mähren" geschaffen. Führende Künstler, Schrift- steller und Wissenschaftler sowie Persönlichkeiten der Dolkstumsarbeit und der Presse werden in ihn berufen. Weiter hat der Reichsprotektor einen namhaften Bettag als Kulturpreis für hervorragende Leistungen zur Verfügung gestellt. Schließlich ist unter der Schirmherrschaft des Reichsprotek- tors die „Deutsche K u n st g e s e ll sch a ft" mit dem Sitz in Prag gegründet worden. Kann man Moleküle sehen? Don Professor Or. Adrian. Die heute geltende wissenschaftliche Atomtheorie ist «in Gedankengebäude von ungeheurer Kühnheit, welches mehr und mehr zur wichtigsten Grundlage für Physik und Chemie geworden ist. Niemand hat bisher ein Atom sehen können, aber die Eigenschaften, von denen seine Kräfte und Wirkungen abhänaen, hat man klar herausgearbeitet, so daß in unserer Zeit jeder Fachwissenschaftler von der Existenz der Atome ebenso überzeugt ist wie von der eines sichtbaren Körpers. Den Atomdurchmesser hat man auf Grund physikalischer Tatsachen berechnet und dafür den minimalen Wert von einem ihundertrnillionsten Zentimeter gefunden. Die Möglichkeit, eine solche Größe sichtbar zu machen, liegt zur Zeit noch in der Ferne. Bekanntlich kommen die Atome meistens in Verbänden vor, die als Moleküle bezeichnet werden. Die meisten chemischen Elemente enthalten zwei Atome in Molekül, während die chemischen Verbindungen größere Atomzahlen aufweisen müssen. Die letzteren sind besonders groß bei den organischen Verbindungen. Namentlich sind es die Hauptträger des organischen Lebens, nämlich die Eiweißmoleküle, die einen sehr zusammengesetzten Bau haben, wobei mit der recht großen Atomzahl natürlich eine entsprechend große Raumausdehnung des Moleküls verbunden ist. Aus der Bestimmung des Molekulgewichtes hat man erschließen können, daß bei manchen Eiweißarten die Moleküle aus etwa 5000 bis 6000 Atomen bestehen. In den letzten Jahren haben nun Chemiker und Mediziner ihre besondere Aufmerksamkeit gewisien Stoffen zugewandt, die in sehr fein verteilter Form in den Dlutbahnen erkrankter Menschen und Tiere vorkommen. Es handelt sich dabei um ansteckende Krankheiten wie Pocken, Masern, Grippe, Kinderlähmung Tollwut, auch Maul- und Klauenseuche. Bei diesen war es nicht gelungen, die Erreger in der Form von Bakterien durch das Mikroskop zu finden, wie Robert Koch dies zuerst für die Cholera getan hatte. Es mußte ein Stoff anderer Art sein, der hier seine verderbliche Wirkung ausübte. Man bezeichnete diesen zunächst noch unbekannten Stoff mit dem lateinischen Wort „Virus", welches Gift bedeutet. Demgemäß sprach man von Viruskrank- heiten im Gegensatz zu jenen ansteckenden Krankheiten, die durch Bakterien übertragen werden. Als man herausgefunden hatte, daß der Giftstoff durch filtrieren abgesondert werden konnte, ging man an seine Untersuchung. Dabei ergab sich zunächst ein Molekülgewicht, welches noch ganz erheblich über das der erwähnten Eiweißmoleküle hinausging. Hieraus war zu schließen, daß die Virusmoleküle besonders groß sein mußten. Dennoch wollte es nicht gelingen, sie als Einzelwesen in einem gewöhnlichen Mikroskop zu erblicken. Man weiß schon lange, daß die Natur der Lichtwellen der mikroskopischen Vergrößerung eine gewisse Grenze gesetzt hat. Wollte man über diese hin- ausgehen, so konnten vielleicht Strahlen anderer Art als Hilfsmittel dienen. Versuche mit Röntgenstrahlen schlugen fehl. Doch wandte ein guter wissenschaftlicher Instinkt sich bald den Elektronenstrahlen zu. In älteren Physikbüchern werden sie als Ka- thodenstrahlen bezeichnet. Mancher Leser wird sich wohl noch erinnern, im Unterricht Glasröhren mit verdünnten Gasen gesehen zu haben, die durch Ka- thodensttahlen zu herrlichen Leuchterscheinungen geführt wurden. Vielleicht erinnert er sich auch an Das Experiment, daß diese Strahlen von einem Magneten ab gelenkt werden. Es sind die Elementarteilchen der negativen Elektrizität, die sogenannten Elektronen, die in geradlinigen Bahnen mit sehr großer Geschwidigkeit von der Kathode ausgehen. Der Gedanke, diese Strahlen an Stelle der Lichtstrahlen für Vergröherungszwecke zu verwenden, war durchaus richttg, aber es bedurfte in den letzten Jahren noch recht intensiver Arbeit, um ein für Forschungszwecke brauchbares Gerät zu schaffen. Wenn man ihm den Namen „Elektronen-Mikroskop" gegeben hat, so muß man doch wissen, daß es ganz anders aussieht wie ein gewöhnliches Mikroskop. Die Stelle dex Glaslinsen vertreten magnetische oder elektrische Felder, welche die Sttahlen zusammenführen können, und das vergrößerte Bild wird auf einem Leuchtschirm gezeigt. Winzigst« Objekte und Objektteilchen, die nur wenige Millionstel Millimeter messen, vermag man auf dem Schirm zu erkennen. So konnten auch Virusmoleküle deutlich wahrge- iwmmen werden; sie waren bei verschiedenen Krankheiten verschieden groß, hatten aber übereinstimmend di« Form von dünnen Fäden, die sich meistens zu Ketten zusammenschlossen. Nunmehr ist die Möglichkeit gegeben, die Bedingungen genauer zu studieren, welche die Entwicklung von Krankheitsstoffen fördern oder hemmen können. »Der ungetreue Eckehart.- Dieser von M a r i s ch k a und Walter überaus flott und einfallsreich inszenierte Filmschwank gibt drei sehr verschieden gearteten Komikern Gelegenheit, sich von ihrer besten Seite au zeigen. Den Vogel schießt dabei unstreitig Hans Moser ab, der als höchst biederer Schokoladenfabrikant schuldlos in die verfänglichsten Situationen gerät und mit griesgrämigem Gesicht und einem herrlichen Ge- muschel schließlich gar zum Mittelpunkt eines Theaterskandals zu werden droht, den aber die Geistesgegenwart seines angehenden Schwiegersohnes Rudi Godden zu einer Pfundsreklame für die berühmte Schokoladenmarke „Liebesbriefe aus Bern macht. Dieser Rudi Godden hat es überhaupt faustdick hinter den Ohren. Er ist in Wahrheit das einzige räudige Schaf unter den Herren der Familie Fellner, aber feine gewandte Regie sorgt dafür, daß er immer im Hintergrund bleibt und andere für ihn leiden müssen. Dor allem der dritte im Bunde, Theo Lingen, ein Signierter Herr in mittleren Jahren mit dem vielsagenden Namen „Bleibtreu", kommt durch die Aventuren seines Kollegen Godden arg in die Patsche, aber schließlich und am Ende stellt sich auch seine weiße Weste als rein und fleckenlos heraus. Die drei dazugehörigen Damen sind Hedwig B l e i b t r e u, Curie Englisch und Ethel R e s ch k e. Ein sehr fesches Mädchen vom Variete, das die Ursache aller Verwicklungen ist, macht Else E l st e r , und Victor Janson ist ein ungeheuer massiver Amerikaner cholerischen Temperaments, dessen Auftteten die verschiedenen Knoten zu allseitiger Zufriedenheit löst. Fr. W. Lange. »Dos Neckt auf Liebe * Im Gloria-Palast wird (nach dem Schauspiel von F. K. Franchy „Droni Marriter") in einer beachtenswerten Verfilmung eine bittersüße Liebesgeschichte gezeigt. Es ist das Schicksal einer armen Magd, der Droni, die chr Herz an den leichtfüßigen Vinzenz hängt, der sich aber ohne Rücksicht auf sie, mit der Tochter des Schloßherrn, der schönen Melanie verlvbt, ohne, daß sie, die Droni, fern und hoch oben auf der Alm, es erfährt. Das heißt sie erfährt es wohl — aber erst einige Stunden vor der Hochzeit und aus anderem Munde. Der Gutsverwalter Förchinger sagt es ihr, der Mann, der si« wirklich liebt und sie nicht als Spielzeug des Leichtfußes wissen will. Bor der Hochzett im Das neue Ostpreußen. Der räumliche Umfang und damit die Sozial- ftruftur Ostpreußens hat sich geändert. Landwirtschaftlich gute Böden und bedeutsame Jndustnege- biete im Westen der Provinz sind nach dem Weg- fall des polnischen Korridors wieder an West- preußen abgetreten worden Und auf der an- > deren Seite ist der Regierungsbezirk Z i ch e n a u zu Ostpreußen gekommen, der — im rohen Umriß — das Gebiet von der bisherigen Südgrenze der Provinz bis an die Weichsel umfaßt. Es handelt sich hier um ein recht stattliches Gebiet von 11 500 Quadratkilometer, das von über 700 000 Einwohnern bewohnt wird. Vergleichsweise sei gesagt, daß der frühere Freistaat Sachsen eine Fläche von nicht ganz 15 000 Quadratkilometer einnimmt, so daß also der neue Regierungsbezirk „Südostpreußen" mit Zichenau als Hauptstadt rund dreiviertel der Fläche des Freistaates Sachsens ausmacht. Die Bevölkerungsdichte ist mit knapp 69 Einwohneim auf den Quadratkilometer recht dünn. Das Gebiet ist rein landwirtschaftlich. Zichenau wurde wegen seiner Lage zur Hauptstadt gewählt. Es zählt genau so wie das weiter östlich gelegene Ostrolenka 13 000 Einwohner, während Plock an der Weichsel 32 000 und Pultusk immerhin 15 000 Einwohner haben. Der Gauleiter und Oberpräsident von Ostpreußen, Erich Koch, hat nun in einem Zeitungsgespräch einige sehr interessante Angaben über die gegenwärtige und zukünftige Arbeit in dem neuen Regierungsbezirk Südostpreußen gemacht. Zunächst einmal mußten die Verkehrsmittel in Ordnung gebracht werden: von der Fernsprechleitung über die Eisenbahn bis zu den gänzlich vernachlässigten Straßen. Aehnliche Bedeutung wie die Sicherung des Verkehrs hatte sowohl wirtschaftlich wie unter dem Gesichtspunkte einer ordnungsgemäßen Verwaltung der Ausbau des Lichtnetzes und die Bereitstellung von Häusern und Räumen für die Behörden. Der Boden des Regierungsbezirkes ist recht gut, worauf schon deutet, daß Zuckerrübe nb au sehr stark betrieben wird. Es wurden also auch die Zuckerfabriken wieder in Gang gesetzt, daneben aber auch Molkereien, Brennereien, Mühlen und ähnliche landwirtschaftliche Verarbeitungsbetriebe. Nach Möglichkeit wird dafür gesorgt, daß Düngemittel herangeführt werden, da der Boden durch Raubbau — sozusagen „rechtschaffen" — ausgesogen ist. Nun kommt aber eine Angabe, die mächtig aufhorchen läßt. Als vordringlichste Maßnahme wurden fast 500 000 Zuchtschweine in dieses Gebiet gebracht, was auf Lieferung von gut 2 Millionen Schweinen im nächsten Herbst hoffen läßt. In Südostpreußen wie in anderen neuen Ostgebieten wurden also Viehbestände aus dem Alt- reich eingesetzt, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil das polnische Vieh so elend gewesen ist, daß sich eine Emporzüchtung nicht lohnte. Hier entstehen also erhebliche Viehreseroen. Oberpräsident Koch stellte dann in den Vordergrund, daß Ostpreußen als der nordöslliche Eckpfeiler des Reiches bevölkerungspolitisch stark gemacht werden muß und daß der einseitige landwirtschaftliche Charakter der Provinz durch gerne rb- lich-industtielle Durchsetzung in eine sinnvolle und organisch« Gemischtwirtschaft überführt werden muß. Kleine politische Nachrichten. Die in Deutsch-Ostafrika ansässigen 462 deutschen Volksgenossen, die von den Engländern des Landes verwiesen wurden und mit dem italienischen Dampfer „Urania" in Triest angekommen waren, trafen nun in Berchtesgaden ein. Omnibusse brachten die Heimkehrer zum Rückwandererheim der Aus- landsorganisation der NSDAP, in der Strub, wo sich bereits 159 Volksgenossen aus Kenya und Tanganyika befinden. Der Präsident des Deutschen Kolonialbundes, Reichsstatthalter General Ritter von Epp, hieß in der festlich geschmückten Halle des Rückwandererheimes die heimgekehrten deutschen Volksgenossen herzlich in der Heimat willkommen. * Der Führer hat dem Schiffsbauingenieur Dr.-Jng. e. h. Hans T e ch e l in Hamburg-Großfiottbek aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres die Goethe-Medaille für Kunst- und Wissenschaft verliehen. titib 1 Al % für da- sä -chr-Ä w» »euie ,1' kutsch ftrerbi Setnebe (er W. tkiekM versagt- - durch Seit We Betrieb, Mchtsgtt jtUr'J BS-°^ -Ä „Mein- heute ab gen Sie Herr 5 tert auf, lieben $ weil die Appell d mH. Lieber zigeMai daß die dringend werden, den find. Kamerad luftschutzk verstehen zumhmei Ihnen, t grmdsätz laufen fahren teils als Selbstschi imehabe sich mitv Es hat f res gezei arbeit d Einsatz b in der 2 scheidend nchtzeiti ertannt maßnahr ist nun § Einsatz d schutzes, - Soldaten der heim den, die deshalb tragerim aufgeklär ieits ver in ihrer bringende genau so andere m Schloß spitzt sich zwischen allen Beteiligten die Handlung hochdramatisch zu, Vinzenz ist bei einer Auseinaiwersetzung mit Förchinger in den Felsen abgestürzt, er stirbt und alles geht anders aus, als es am Anfang zu vermuten war. Der Film, der sich vor der großartigen Szenerie der Bergwelt und zum Teil im Bereich einer weltverlorenen Alm abspielt, ist zwar stark gefüllsbetont, in manchen Szenen fast etwas überladen, doch reich an Spannungen, reich an plastischen Schilderungen der Menschen in Schloß und Dorf, deren einige aller- dings in zwiespältig« Rollen gedrängt sind. Die Darstellung fördert das Miterleben sehr. Dor allem Magda Schneider weiß als Droni bei aller Bescheidenheit des Ausdrucks allen Schmerz der unglücklich Verliebten glaubhaft zu machen. Viktor Staat trägt die schwierige Roll« des Mannes zwischen den beiden Frauen. Annelies« Uhlig verkörpert die liebreizend« Tochter des Schlvßherrn. Dem Staatsschauspieler Paül Wegener begegnet man als Schloß Herrn von Saturn in einer Rolle, die ihm viele Möglichkeiten gibt, sein reiches darstellerisches Können zu beweisen. Eine kraftvolle und sympathische Figur zeichnet Rolf W a ncka mit dem Gutsverwalter Förchinger, dem aufrichtigen Freund der Droni. Der jugendliche Claus Detlef S i e r ck weiß sich in der Rolle des jungen Salurn erstaunlich sicher zu bewegen. Die Regie führt Joe Stöckel. Diele begeisternd schöne Bilder verstärken den guten Gesamteindruck. H. L. Neuner. Zeitscknffen. — ,Zllustrirte Zeitung", Leipzig, vom 8. Februar, bringt einen Aufsatz „Britannien contra Europa", er zeigt an Hand graphischer Darstellungen, in welch weitgehendem Maße England den Staaten des kontinentalen Europas ftemd geworden ift Marinemaler Walter Zeeden berichtet auf den folgenden Seiten in Bild und Text über die schwierige und verantwortungsvolle Arbeit unserer Dorpostenboote. Ein Beitrag „Deutsche Forscher in der Antarktis" bringt Text und Aufnahmen von der deutschen Antarktischen Expedition 1938/39. In Farbaufnahmen wird das Entstehen eines Eisberges gezeigt. — Dem großen Forscher Sven Hedin, der am 19. Februar o. I. seinen 75. Geburtstag begeht, ist ein Beitrag gewidmet mit Gemälden und Zeichnungen, di« Sven Hedin selbst geschaffen hat. 13' Fach Kybairl wum. „ J°n der Xotei Wen«i "SBirb suchst Sn h- e von ; Sntlid), Nana Die Met; * nc Mer W llligk *«e d «2? Äa eN > H rn VOA-Kundgebung in Gießen Diese deutschen Menschen, die fast nur im Kampfe Am gestrigen Montagnachmittag fand im großen Hilf auch Du mit im Deutschen Frauenwerk! Aus der Stadt Gießen p. cv\av\vx* wo (Nachdruck verboten!) 13. Fortsetzung. CHLO RO DO NT Briefe, die ihn be- erpreßte? Das war Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin ichten. 2 deutschen Des Landes hen Domp- iren, trafen busse brach« m der Aus. Strub, wo Kenya uni) s Deutschen al Ritter ückten Halle en deutschen villkommn. arbeiten, aber nicht für andere Nationen, sondern für ihr altes, geliebtes Deutsches Reich. Handwerker werden ihnen folgen, ebenso Lehrer usw. Auch aus unserem Gau haben sich Lehrer für die neuen Siedlungsgebiete gemeldet. Daß die Arbeit des DDA. bei dieser Umsiedlung nicht unwichtig war, betonte der Redner besonders. Er wies weiter darauf hin, daß nun die Betreuungsarbeit des DDA. noch lange Unsere Zähne sind ein lebendiger Teil des Körpers. Jede Vernachlässigung der Zähne rächt sich an unserer Gesundheit. !ur Dr.-Ing. Lottbek aus isjahres die ind Wissen« den Kopf. „Bekam er in letzter Zeit unruhigten?" „Sie meinen, ob man ihn bestimmt nicht der Fall." „Bestehen innerhalb der Familie Unstimmig- Sohn Ludwig", sagte sie hart, „war seiner Frau untreu. Darauf spielte Julia eben an." Die junge Frau nickte, als sie der Kommissar fragend ansah. Frau Henriette fuhr fort: „Das hat aber mit dem Mord nichts zu tun. Ich würde Sie bitten, Herr Kommissar, daß diese Dinge nicht in die Zeitungen kommen. Die Carlottis sind ein altes, angesehenes Geschlecht." Er unterbrach sie, vielleicht war sie auch fertig. „Es kommt selbstverständlich nichts von Ihren Aussagen in die Zeitungen. Dies ist keine Gerichtsverhandlung, gnädige Frau. Was Sie nachher vor Gericht als Zeugin aussagen, steht allerdings wahrscheinlich der Oeffentlichkeit offen." „2)05 Gericht wird mich diese Dinge nicht fragen", versicherte sie kurz. Sie warf den Kopf in den Nacken. ,Kennen Sie den Privatdetektiv Zacharias in der Potsdamer Straße?" „Gewiß, dem Namen nach." „Den Herrn Zacharias fragen Sie bitte, Herr Kommissar. Er wird Ihnen berichten, was er erreicht hat. Wahrscheinlich sehen Sie dann gleich ein, daß die Geschichte hiermit nichts zu tun hat. Zacharias hat in meinem Auftrag meinen Sohn Ludwig und das Fräulein überwacht. „Weshalb? Wollten Sie sich scheiden lassen?" wandte sich Kybander rasch an Julia. Sie schüttelte den Kopf. „Mutter hat das veranlaßt; ich wußte bis jetzt nichts davon." Frau Henriette sagte betont: „Ich wollte wissen, wie weit die Dinge gediehen waren. Nun ist Ludwig tot, und jetzt habe ich dafür einzustehen, daß sein Name in sauberen Buchstaben auf dem Grabstein stehen kann. Sie hat wirklich etwas Antikes, fand Kybander, eine imponierende, aber sicherlich harte und gefühlsarme Frau. Er wandte sich an Julia: „Sie wußten von der Untreue Ihres Mannes? Entschuldigen Sie, ich muß das fragen." „Bitte, ich antworte Ihnen ja. Ich wußte davon seit kurzem." „Besprachen Sie sich mit ihm?" „9n dieser Sache? Nein, nie." „Weshalb nicht?" „Es kam nicht dazu", sagte Julia leise. Ihr Blick töa$ ständig gesenkt. Walter waren noch zahlreiche Gäste erschienen. Der Kreisoerbandsleiter Studienrat Dr. Schwarz eröffnete die Versammlung mit herzlichen Be- grüßungsworten und teilte dann mit, daß der Hauptredner des Tages, Pg. Mielke aus Bromberg, wegen Erkrankung nicht erscheinen könnte. An dessen Stelle sprach daraus Hauptgeschästsfüh- rer Becker vom Gauverband Hessen-Nassau. Der Redner ging im ersten Teil seines Vortrages auf die geschichtliche Bedeutung der großen Umsiedlung der Volksdeutschen ein. .Er betonte, daß wir zur Zeit noch gar nicht in der Lage wären, die umwälzende Bedeutung dieser Umsiedlung ganz zu erkennen. Der Führer habe hier als Staatsmann und Politiker einen Weitblick gezeigt, wie er selten in der Geschichte vorkomme. Noch während unsere Truppen im Westen auf der Wacht stehen, während unsere U-Boote und Flugzeuge den Feinden zeigen, was deutscher Kampfeswille zu leisten vermag, sind im Osten in noch nicht drei Monaten die Baltendeutschen m das Reich zurückgekehrt und haben nun eine jahrhundertlange Episode abgeschlossen. Ebenso kehrten über 160 000 Wolhyniendeutsche in ihre alte deutsche Heimat zurück. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Wehrwissenschaftlicher Vortrag der Universität: 20.15 Uhr im Großen Hörsaal des Chemischen Instituts, Professor Dr. K l u t e über „Der Ostraum Europas wehrpolitisch betrachtet". — Populärwissenschaftlicher Vortrag der Universität: 20.15 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut Professor Gerber über „Mozarts Meisteropern". — Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Csongor und Tünde". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Das Recht auf Liede". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der ungetreue Eckehart". Stadttheater Gießen. Am heutigen Dienstag kommt zum letztenmal „Csongor und Tünde" von Mihäly Vörösmarty, in der Ueberiragung von Dr. F. Klein-Krautheim, zur Aufführung. Spielleitung: Dr. Hannes Razum. Musik: Richard Boeck. Bühnenbild: Karl Löffler. 19. Vorstellung der Dienstag-Miete. Gießener Konzertverein. Gertrude P i tz i n g e r, die Sängerin aus dem Sudetengau veranstaltet am nächsten Sonntag ihren Liederabend, der im Januar wegen Erkrankung der Künstlerin ausfallen mußte. Das Programm enthält Lieder von Schubert, Wolf, Brahms und Reger. §ilm- und Lichtbildervortrag des Forschers Max Junge. Auf Einladung des Goethe-Bundes, Kaufmännischen Vereins und der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde in Arbeitsgemeinschaft mit der Volksbildungsstätte Gießen der NS.-Gerneinschaft „Kraft durch Freude" wird am morgigen Mittwoch, 14. Februar, der Forscher Max Junge einen Film- und Lichtbildervortrag über das Thema „Durch 60 Breitengrade zur Sturmhölle der Erde" halten. Junge hat in siebenjähriger Tätigkeit das unerforschte Westpatagonien durchwandert. 1939 führte ihn erneut eine Forschungsfahrt im Rahmen der Baoaria-Filmexpe- dition zur Insel Fernandez und in das Feuerland. Der Forscher kehrte mit reichem und einzigartigem Lichtbild- und Filmmaterial von der Fahrt zurück, über die er in fesselnder Form berichten wird. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß der Vortragsabend nicht in der Neuen Aula, sondern im großen Saal des Gesellschaftsvereins, Sonnenstraße, stattfindet. „Wer wußte sonst noch von der Untreue Ihres Gatten?" „Mein Schwager, sein Bruder Gerhart." Julia hatte sich die Antwort überlegt. Sie hielt es für besser, das zu gestehen. Frau Henriette führ auf: „Julia, hast du ihm das gesagt?" Mia schüttelte den Kopf. „Er wußte es", sagte sie. „Und ist er zu Ludwig hingegangen? Hat er ihn zur Rede gestellt? Gerhart war in diesen Fragen anders eingestellt als Ludwig." ,Laß das doch, Mutter." Frau Henriette biß sich auf die Lippen. „Müssen Sie das alles fragen, Herr Kommissar?" rief sie ärgerlich, obgleich Kybander geschwiegen hatte. Er sah sie an. Ihre Trauer schien ihm nicht sehr groß. „Ihr Sohn Gerhart lebt bei Ihnen?" fragte er. „Das wissen Sie also schon. Mein Sohn Gerhart ist lebig." Kybander nickte. Er ist ledig und liebt seine Schwägerin, dachte er, hütete sich aber, es auszusprechen. Julia meinte mit leiser Stimme: „Vielleicht kann Antek Zibilla Ihnen etwas sagen, Herr Kommissar. Er rief gestern zweimal an und wollte etwas Wichtiges mit meinem Mann besprechen. Soviel ich entnehmen konnte, handelte es sich um eine Buddhafigur, die unbedingt zurückgekaust wer- den sollte oder mußte. Als Ludwig davon redete, war er sehr ärgerlich. Ich weiß nicht ...", sie sah ihn mit ihren auch jetzt noch schönen Augen an wie durch einen Schleier von Tränen, „ich dachte nur, daß das vielleicht eine Spur sei. Ludwig hatte sonst keine Feinde." Kybander sagte: „Antek Zibilla, das ist doch der Teppichhändler aus der Friedrichstraße? Der bringt niemand um, der macht nur Geschäfte, die den anderen umbringen. Aber immerhin, ich werde ihn fragen. Handelt es sich um den BuUcha in dem dunklen Schnitzkästchen, das da auf dem Schreibtisch steht?" ,^a", antwortete Julia, „das nehme ich an." Frau Henriette hatte mit großen Augen erst Julia, bann den Kommissar betrachtet. Sie blies geräuschvoll Luft durch die Nase. „Zibilla ist ein Gauner", äußerte sie ungefragt. (Fortsetzung folgt) Nachdem eine durch den Neichstreuhander der Arbeit erteilte ernstliche Verwarnung ohne Erfolg war, stellte dieser Strafantrag, der zu dem obigen Urteil führte. Das Gericht wies darauf hin, daß hier ein besonders schwerer Verstoß gegen die vom Reichstreuhänder der Arbeit erlassene Anordnung zur Verhinderung von Arbeitsveriragsbrüchen vorliege, weil der Verurteilte aus purer Faulheit und um seine Entlassung zu erreichen gebummelt hatte. Genau so wie der Soldat an der Front hätte der Verurteilte in der Heimat seine Pflicht tun müssen. — Gr. wurde zur Sofortigen Strafverbüßung verhaftet. Schneesturm über Dänemark. Wie auch über Deutschland ist über die ganze nördliche Halbkugel eine neue Kältewelle hereingebrochen. Ein Schneesturm, der mehr als zwölf Stunden im Kattegat-Gebiet tobte, hat auch die Hoffnungen der Kopenhagener Bevölkerung auf eine baldige Milderung der Kälte zunichte gemacht. Teilweise wurde Windstärke 10 festgestellt. Eisbrecher und Kohlendampfer, in unübersehbare Eismassen eingekeilt, trieben in nordöstlicher Richtung auf die norwegische Küste zu. Die Temperatur sank st ellenweise bis 25 Grad unter Null. Da die Verbindung zwischen den Inseln Seeland und Fünen nur noch durch Flugzeuge aufrechterhalten werden kann, sind alle verfügbaren Maschinen für die nächsten drei Tage ausverkauft. Der auf Seeland gelegene Ort Melby mit mehreren hundert Bauernhäusern ist ohne Wasserversorgung, da die Leitungsrohre des Ortswasserwerks eingefto- ren sind. In Helsingör sind fünfundzwanzig Schweden eingetroffen, die den zugefrorenen Oeresund z u Fuß überquert hatten. Nx'2. > an. " Umn d.; ■ «nta ; '"US« N, ta °°° 4 ■ * Nt ’»i I «°°lll> L11r 12 Mio- " läßt. In Ostgebieten em Alt- einfachen >d gewesen rhnte. hier m Vorder- e Eckpfeiler isch stark litige land- :ch gemerb- nvolle und rführt werteten?" „Nein." Die Antworten waren wieder gleichzeitig gekommen. Kybander sah auf. Frau Henriette sagte rasch: „Das gehört nicht hierher, Julia." Dann saMe^sie, da Kybander die Takttk des Abwartens beibehiell: ,Zch weiß nicht, Mutter aber man sollte dem Kriminalkommissar vielleicht doch lieber alles sagen." . ,Du kannst es ja tun, Julia, aber es verwirrt den Fall mir; und wozu seine schmutzige Wasche vor anderen waschen." Sie zog die Stirn kraus. Meis Ofs. Diese Zeilen sollen eine erneute Aufiorde» rung sein zur Mitarbeit im Deuts chen Frauenwerk. Wir betonen noch einmal: Zur Mitarbeit! Wenn wir etwas unternehmen müssen, dann fragen wir zuerst nach der Ursache, warum wir es tun müssen, uni) so werden diejenigen, die diese Zeilen lesen, fragen, warum soviel Hilfe im Deutschen Frauenwerk nottut. Die erste Antwort ist die: weil wir in einer Not-Kampfzeit leben. Die Kräfte müssen weit über das bürgerliche Maß hinaus angestrengt werden. Wir haben das Ziel vor Augen, das uns der Führer gab: Deutschland muß durch Kampf, weil es nicht mehr anders geht, groß und stark werden. So sind auch die Aufgaben des Deutschen Frauenwerks ins Ungemessene gestiegen. Wir brauchen Hilfskräfte in den Näh st üben, in denen immer irgendeine sehr wichtige Arbeit, seien es die Flickbeutel für die Landfrau, sei es eine eilige Arbeit für unsere Soldaten, vorliegt. Immer können noch mehr Hilfskräfte gebraucht werden, und es wäre eigentlich eine Tat der Kameradschaft unter uns Frauen, daß einmal andere an die Stelle derer treten würden, die sich schon immer aufs äußerste eingesetzt haben. Dann ist da der Hilfsdienst. Unerschöpflich ist sein Arbeitsgebiet. In dem Wort Hilfsdienst liegt schon die ganxe große Aufgabe dieser Abteilung enthalten. Einspringen da, wo Hilfe nottut. Und Hilfe tut not, vor allem in unseren Familien, deren Hausfrauen überlastet oder krank sind. Hier muß die laufende Arbett getan werden, weil sonst lebendiges Wesen zugrunde geht: die Kinder. Und nicht nur körperliches hat der Hilfsdienst oder bie eingesetzte Hilfsdienstfrau zu leisten, sondern auch die seelische Betreuuna obliegt ihr. Ausrichten muß sie können, immer wieder Mut machen. Dann gilt es, beim Bahnhofsdienst zu helfen, oft eine aufreibende Ausgabe, besonders wenn es sich um Nachtdienst handelt. Der überlasteten Geschäftsfrau ist beim Markenkleben zu helfen, im Kinderheim reichen die Kräfte nicht mehr aus, auch hier springen die Frauen vom Frauenwerk ein. Der Rezeptdienst, die Sera- tungsftelle, die Schuhkurse, alles muß laufen und erweitert sich. Grenzland-Ausland betreut die Rückwanderer. Die Kindergruppen stellen immer größere Ansprüche an die Hilfskräfte. Die Presseabteilung hat außer der laufenden Arbeit die Verbindung mit sämtlichen Abteilungen des Frauenwerks aufrechtzuerhalten; die Filmverteilung, die Ausstellungen und Schauen, das Anlegen von Archiven und Chroniken, die Unterstützung von Werbungen obliegen dieser Abteilung. Der Müt- terdienst darf nie ruhen mit seinen wertvollen Kursen, die dem Volksganzen so nützlich sind. sühnt wird. Ich werde den Menschen, der meinen Sohn erschoßen hat, bis an sein Grab verfolgen." Kybander neigte den Kopf. Einen Augenblick durchzuckte ihn der Gedanke, sich diesen beiden Frauen anzuvertrauen und ihnen die volle Wahrheit zu sagen: Carlotti wurde nicht erschossen, er starb an einem Gift! Aber er sprach es nicht aus. Er hatte noch den Tonfall der letzten Worte Frau Henriettes im Ohr, und das Pathos schien ihm verlogen, auf jeden Fall unecht. Er hätte sonst nicht zu sagen vermocht, was ihn abhielt. Das Weinen der jungen Frau konnte es nicht sein. Ihr Schmerz schien ihm echt, gerade weil er so selbstvergessen sich äußerte. Er fragte: „Wann ging Carlotti gestern abend aus der Wohnung in den Laden?" „Gegen halb neun war es", sagte Julia. „Vielleicht etwas eher, später als halb neun jedenfalls nicht." „Er kam nicht zurück?' „Nein." , „Sagte er Ihnen, was er vorhabe? „Nein, ich nahm aber an, er habe wie schon oft, abends zu arbeiten." . „Ist Ihnen bekannt, ob der Verstorbene Feinde hatte, ernste Gegner, denen man zutrauen kann, daß sie ihm nach dem Leben trachteten?" Die beiden Frauen schüttelten fast gleichzeitig «V nb B' M öä teiüßkn die ist bei einer den Felfen anders ans, >en Szenerie । einer wett' »betont 'N, doch rech Milderungen einige aller- sieben fehl- ß als Droni Drucks allen «L cWrrn * „„ ,1. beweu Ml i*1 Zs Ss? L. Iraner- Kybander drehte den Photographen beim Arm herum. „Von hier bitte eine Aufnahme, Halbtotale, von der Tür aus eine Totale, bann Großaufnahme des Toten. Und bitte, nehmen Sie doch einmal diesen Kasten mit dem Buddha auf, einmal den geschlossenen Kasten, einmal mit geöffneten Klappen. „Wird gemacht", sagte der junge Mann. Er brach ab und stieß den Kommissar an. Die beiden grauen kamen herein. Kybander nahm sie beiseite. Er zog sie von dem Toten weg und veranlaßte sie, den eigentlichen Laden zu betreten. Den trennenden Vorhang schob er wieder zu. r( , Die Schaufenster waren hell gegen die Straße geöffnet; aber noch wußte niemand von dem Mord, und keiner der Passanten blieb stehen und sah herein. Der junge Mann, den Carlotti für Den Verlauf angestellt hatte, kam erst um neun Uhr; früher öffnete das Geschäft sonst auch nicht. Die drei fanden Stühle nahe beieinander. „Ich werde versuchen, meine Fragen auf das Notwen- ich digstechstst wdeer! Ktzwdrck"llckll .AUssOGqst digste zu beschränken", sagte ^bänder; „aber darf ich bitten, mich darin zu unterstützen und mir ruck haltslos die Wahrheit zu sagen, auch da, wo sie vielleicht peinlich ist." Er machte eine Pause. Julia meinte lautlos vor sich hm. Aus ihren Augen fielen Tränen, von denen sie nichts mehr Fr«u Henriette ,°ß ftarr. Ihr to»«»(eiben«s Kleid raschelte ein wenig. Sie seufzte hörbar. Sie weinte nicht, sie sah den Kommissar mit dunklen, faltenumzogenen Augen an. itn= „Fragen Sie", faqte sie, „es ist Ihre u”3 fer selbstverständlicher Wunsch ist, daß die Tat ge- nicht zu Ende sei. Im zweiten Teil des Vortrages wurden zahlreiche Lichtbilder von einer Reise gezeigt, die im letzten Sommer von Mitgliedern aller Gauverbände des VDA. nach dem Südosten Europas unternommen wurde. Die Bilder waren zum Teil farbig und gaben den Zuschauern lebhafte und anschauliche Eindrücke von Den dortigen Verhältnissen der deutschen Bauern, der Dörfer, der Arbeit usw. Zum Schluß ermahnte der Vorttagende noch einmal alle VDA.-Amtsleiter, auch weiterhin tätig zu fein in der ehrenamtlichen Arbeit und immer dafür zu sorgen, daß neue Mitglieder geworben würden, da die Tätigkeit des DDA. nach wie vor zu den dringendsten Arbeiten gehören müsse. Kreisverbandsletter Dr. Schwarz schloß bann die Kundgebung nach Dankesworten an den Redner in der üblichen Weise. In der Hand der Ortsfrauenschaftsleiterin laufen all die Fäden zusammen, die durch die Zell- und Blockfrauen geknüpft werden. Unermüdlich haben die Blockfrauen zu laufen, um die Aufträge der Zellsrauen zu erfüllen, einzusammeln, au benachrichtigen. Und die Zell- und Blockfrauen haben ihren Bereich so zu kennen, daß sie der Ortsfrauenschaftsleiterin immer meß)en können: Hier tut Hilfe not, hier dürfen wir nicht versagen, wir müssen eingreifen. Die Ortsfrauenschafts- lelterin wiederum hat ihre Hilfskräfte bereitzuhalten, um sie sofort sachgemäß einsetzen zu können. Es ist keine leichte Aufgabe, aber sie wurde bisher erfüllt mit großem Idealismus und größter Hingabe von denen, die nicht abseits standen. Aber der Auf gäbe nkreis wächst. Wie im Alltag immer mehr Aufgaben an uns herantreten, so auch in der Gemeinschaftsarbeit. Deshalb darf keine Frau mehr abseits stehen vom Aufbau- werkAdolf Hitlers. Ueberwindet allen Egoismus, kommt und helft mit im Deutschen Frauenwerk! Auch ihr werdet bann das große Glücksgefühl Eennenlemen, das wir empfinden, wenn wir sagen können: Wir haben anderen geholfen und unserem Volk damit gedient! NG.-Frauenschast/Irauenwerk. Abt. Mütterdlenst. Am 19. Februar, um 14^ Uhr, beginnt ein Kran- kenpflegekurs in der DAF. Anmeldungen können noch auf der Geschäftsstelle der Kreisfrauenschaft, Frankfurter Sttaße 1, entgegengenommen werden. IlS-GmelllWsl M M W Srenöe Achtung! 6b$.-Sport Fröhliche Gymnastik und Spiele. Donnerstag, 20.30 bis 21.30 Uhr, in der Schillerschule. Wiederbeginn Donnerstag, 15. Februar. Weitere Ankündigungen folgen. 728D Frau und Lustschutz. „Meine Frau muß zum Appell, sie kann deshalb heute abend keinen Besuch empfangen. Entschuldigen Sie bitte vielmals, Frau Müller." Herr Krause hängt den Hörer ein, atmet erleichtert auf, denn es ist ihm schwer gefallen, einer lieben Bekannten seiner Frau absagen zu müssen, weil diese ausgerechnet heute abend an einem Appell des RLB. (Reichsluftschutzbund) teilnehmen muß. Lieber Herr Krause, Sie sind leider nicht der einzige Mann, der es noch immer nicht begreifen kann, daß die deutschen. Frauen und Mädchen im Kriege dringender denn ie für die Luftschutzarbeit benötigt werden, ja daß sie erst recht unentbehrlich geworden sind. Immer wieder müssen wir von unseren Kameradinnen, den Amtsträgerinnen des Reichs- luftschutzbundes, hören, daß ihre Männer es nicht verstehen wollen, daß sie an wichtigen Appellen teilzunehmen haben. Ich kann deshalb nicht umhin, Ihnen, Herr Krause, und allen Gleichgesinnten grundsätzlich dieses zu sagen: Tausende deutscher Frauen und Mädel sind fett Jahren unermüdlich in der Luftschutzarbeit tätig, teils als Amtsträgerinnen im RLB., teils als Selbstfchutzkräfte. Ganz gleich, welches Amt sie auch innehaben, als deutsche Frau und Mutter fühlen sie sich mitverantworttich für den Schutz der Heimat. Es hat sich doch gerade im September vorigen Jahres gezeigt, welche Früchte die jahrelange Friedensarbeit des RLB. getragen hat. Der stete selbstlose Einsatz der deutschen Frau in der Organisation und in der Ausbildung des Selbstschutzes hat mitent- scheidend dazu beigetragen, daß die Bevölkerung rechtzeitig die Lebensnotwendigkeit des Luftschutzes ! erkannt hatte und zur Durchführung der Abwehrmaßnahmen bereit war. Aus dieser Friedensarbeit ist nun Kriegsarbeit geworden, die um so mehr den Einsatz der deutschen Frau als Träger des Selbstschutzes, als Soldat der Heimat verlangt. Wie dem Soldaten an der Front, so sind auch der Frau in der Heimat Aufgaben und Pflichten übertragen worden, die sie nur erfüllen kann, wenn sie sie kennt. Deshalb rft es bitter notwendig, daß die Amts- ! trägerinnen des RLB. immer wieder von neuem aufgeklärt und unterrichtet werden, damit sie ihrer« feits verantwortungsbewußt in ihrem Block oder in ihrer Untergruppe aufklärend wirken und frucht-- bringertbe Arbeit leisten können. Diese Appelle sind genau so wichtig und ebenfo ernst zu nehmen wie andere militärische Pflichten. Ich nehme zu Ihren Gunsten an, Herr Krause, daß Sie sich bis heute noch nicht der Stellung der Aus aller Wett. Flugzeugabsturz in Eatabrieu. D°- Nugz°ug ..1 Lear der Fluglinie Brin- d'!'r7R°m das am 10. Februar mittags non Brindisi gestartet war, mutzte wegen schlechter Witte- rungsnerha tmsse seinen Flug in Richtung Calabrien andern. Infolge des heftigen Sturmes und der da- durch bedingten Bereifung ist das Flugzeug bei Ajello (Calabrien) a b g e ft u r z t. Die Besatzung sowie vier Fluggaste, unter denen sich der Senator Conte Den- tice dl Frasso befand, sind dabei ums Leben ae- kommen. y Dem Arbeitsplatz ferngebleiben und mi( drei Monaten Gefängnis bestraft. Auf Antraa des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hat das Amts- g e r i ch t Frankfurt den 18jährigen Hilfsarbeiter Hans Gr. aus Frankfurt a. M. zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. Der Verurteilte war fett anderthalb Jahren in einem wehrwlrtsckafttichen Betrieb mit einem auskomm- llchen Verdienst beschäftigt. Vom August 1939 bis xute fehlte er insgesamt 98 Tage ohne Entschuldigung. Gr. hatte bei dem Betriebs- öfters um seine Entlassung aus dem Betriebe nachgefucht, um vermutlich einen noch be fer bezahlten Arbeitsplatz anzunehmen. Der Betriebsführer hatte die Einwilligung zur Kündigung versagt. Nun versuchte Gr. feine fristlose Entlassung durch unentschuldigtes Fernbleiben zu erreichen Seit Weihnachten 1939 erschien er nicht mehr im Bettieb, nachdem er zuvor aber noch die Weih- nachtsgrattftkation von 20 RM. empfangen hatte. Horsaal des Psysiologischen Instituts eine Arbeits- standen um ihr Dasein und um ihre Lebensgemeinschaft der DDA.-Amtsträger (Volksbund für bedingungen, sind für den deutschen Ostraum die das Deutschtum im Ausland) im Kreise Wetterau besten Siedler, dieses gibt. Sie werden dort^welter^ ftatt Neben Kreisleiter Backhaus und Schulrat deutschen Frau im totalen Krieg bewußt waren und daß Sie durch diese kurze Darlegung zukünfttg volles Verständnis für ihren Einsatz in der Luftschutz arbeit aufbringen werden. Oie Wehrmannschasten im Landkreis Gießen. Die SA.-Standarte 116 hat die Erfassung der Wehrmannschaften im Landkreis Gießen zur vormilitärischen Ausbildung nunmehr abgeschlossen. Insgesamt kommen im Landkreis Gießen für diese Aufgabe rund 7800 Mann in Betracht, die den einzelnen Stürmen zugeteilt wurden. Die Erfassung der für die gleiche Arbeit in Betracht kommenden Männer im Stadtkreis Gießen wird in Kürze ebenfalls durchgeführt werden. Die vormilitärische Ausbildung erstreckt sich auf alle ungedienten Männer vom 18. bis 45. Lebensjahre, ausgenommen die Politischen Leiter (darunter fallen nicht die Amtswalter der NSV. und der DAF.) sowie alle Angehörigen der Gliederungen der Partei, also SA., jf, NSKK. und NSFK. Der Aufruf dieser Mannschaften erfolgt von amtlicher Seite. Von der Universität Gießen. Ernannt wurde zum außerplanmäßigen Professor der nichtbeamtete außerordentliche Professor in der Theologischen Fakultät der Universität Gießen Lic. theol. August Dell. Zur Behebung von Einkaufsbeschwerden. Heutzutage sind Schwierigkeiten und Mißverständnisse beim Einkauf naheliegend und oft sogar unvermeidlich. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist zwischen dem Deutschen Frauenwerk und der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel vereinbart worden, daß Wünsche, Beschwerden oder Anregungen, die aus dem Einkauf entstehen, von den Hausfrauen der Ortsabteilungsleiterin „Volkswirtschaft-Hauswirtschaft" des Deutschen Frauenwerkes und von den Kaufleuten der Ortsstelle bzw. dem Amtsträger der Wirtfchafts- gruppe Einzelhandel gemeldet werden. Die Vertreter beider Organisationen werden diese Fragen gemein- fchaftlich bearbeiten, für Aufklärung und Richtigstellung sorgen und gegebenenfalls im Benehmen mit den zuständigen Stellen klären. Wenn Hausfrauen und Kaufleute sich dieses Weges bedienen, haben sie zugleich die Gewähr für eine wirklich verständnisvolle Bearbeitung ihrer Anliegen. Die vereinbarte Maßnahme soll verhindern, daß das gute Vertrauensverhältnis zwischen Kaufmann und Kunden durch mißliche Einzelfälle gestört wird, die in unmittelbarer Zusammenarbeit der betreuenden Organisationen meist ohne weiteres bereinigt werden könnten. Monatsmuflerung der Marine-Kameradschast Gießen. Die Angehörigen der Marine-Kameradschaft Gießen trafen sich am Sonntagvormittag im Marinebootshaus an der Lahn zur Monatsmusterung für Februar. Kameradschaftsführer L i ch gedachte eingangs der verstorbenen Kameraden Friedrich Groh (Atzbach) und des fördernden Mitgliedes Volpert Biermann (Gießen). Die Marine-Kameradschaft war bei den Trauerfeiern durch eine Abordnung vertreten. Ein stilles Gedenken wurde den verstorbenen Kameraden gewidmet. Aus neuesten Bundesbesehlen wurden wichtige Abschnitte bekanntgegeben. 11. a. wurde mitgeteilt, daß in aller Kürze vom NS.- Marinebund wieder einige Filmstreifen zur Verfügung gestellt werden, u. a. „Empfang des Kapitänleutnants Prien", „Heimkehr der Bremen", „U-Boote auf Fernfahrt, die im Kameradschaftsheim gezeigt werden sollen. Bei Besprechung interner Angelegenheiten wurde die Jahreshauptmusterung für den Monat März festgelegt. Nach Besprechung der jüngsten Erfolge der Kriegsmarine und nachdem einige Kameraden frühere Erlebnisse auf ihren Reisen bei der Marine mitgeteilt hatten, wurde die Monatsmusterung geschlossen. Kameradschaff des ehem. £33. 116 Gießen Die Kameradschaft L.-J.-R. 116 hielt Samstag bei Kamerad Rupp, Bahnhofstraße, ihre Monatsversammlung ab. Kameradschaftsführer Rudolf Schneider begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden, berichtete über die Ereignisse der letzten Zeit und betonte vor allem, daß die alten * Friedberg, 12. Febr. In einer außerordentlich gut besuchten Versammlung fanden sich gestern die örtsbauernführer, Bürgermeister und die Ortsgruppenleiter aus dem Kreise Wetterau der NSDAP., insbesondere aus dem politischen Kreis Friedberg ein, um in großer zusammenfassender Schau die Arbeit, die während des Krieges auf dem Acker, in den Ställen usw. zu leisten ist, zu umreißen und die Fülle der Verantwortung darzustellen, die heute vom Bauern als dem Ernährer des deutschen Volkes zu tragen ist. Die ungemein reichhaltige und anregend verlaufene Tagung fand im Saal des Hotels Trapp statt. Kreisbauernführer Oft Friedberg hieß die Teilnehmer willkommen: insbesondere begrüßte er u. a. den Hoheitsträger des Kreises Wetterau der NSDAP., Kreisleiter Backhaus (Gießen), den Kommandeur des Wehrbezirkskommandos Friedberg, Oberst Walter, den Verbindungsoffizier zwischen Wehrbezirkskommando und Kreisbauernschaft, Leutnant Reif, ferner die Vertreter der Landesbauernschaft. Der Kreisbauernführer betonte dann, daß auch von der Bauernschaft alles zu tun fei, um diesen Krieg siegreich zu gestalten. Ortsbauernführer, Bürgermeister und Ortsgruppenleiter seien berufen, auf wichtigem Kampfabschnitt mitzuarbeiten. Sie alle seien verantwortlich für ihren Arbeitsbereich. Hauptabteilungsleiter II, Gcharch, Frankfurt a. M. sprach als erster Redner über „Die Durchführung der Kriegserzeugungsschlacht". Aus reichem Wissen gab er eine Fülle von Anregungen. Er betonte zunächst, daß es nicht darum gehe, neue Methoden Krieger von 1914—18 jetzt erst recht die Reihen schließen müssen, um den jungen Soldaten des Großdeutschen Reiches Wolf Hitlers zu beweisen, daß Frontkameradschaft die höchste und erstrebenswerteste Form der Gemeinschaft unter deutschen Männern ist. Er verlas dann Briefe von Söhnen der Landwehrkameradschaft im Felde, die für Weihnachtspakete- und Grüße ihren Dank abstatteten, aus denen hervorging, daß die Söhne im Geiste der Väter bereit sind, für Volk und Vaterland bis zum Letzten einzustehen. Alsdann wies Kamerad Schneider mit Nachdruck darauf hin, daß jeder einzelne von uns bereit fein muß, die Aufgaben, die der Reichskriegerbund uns. stellt, willig und gern zu erfüllen. Vor allem wünschte er rege Beteiligung an den Schießübungen, die für alte Soldaten eine Freude sein sollten. Zum Schluß sprach er Kamerad Herm. Welcker herzliche Glückwünsche zum 60. Geburtstag aus. Mit dem Gruß an den Führer schloß Schneider die anregend verlaufene Versammlung. Erwähnt fei noch, daß Kamerad Rupp sich den Dank aller Teilnehmer gesichert hat durch die vorzügliche Vorbereitung des Abends. H. einzuführen. Wichtig fei, die bisherigen Leistungen zu halten und möglichst noch zu steigern. Die Produktion von Fett müsse noch gesteigert werden. Besonders zu berücksichtigen sei verstärkter Rapsanbau. Der Raps liefere das meiste Del. Der Anbau sei bei einem Preis von 40 RM. für den Doppelzentner wirtschaftlich. Gefordert werde ferner vermehrter Hackfruchtanbau. Sowohl der Ertrag an guten Speisekartoffeln, als auch verstärkter Anbau von Zuckerrüben sei erwünscht. Auch der Feldgemüseanbau solle eine Steigerung erfahren, allerdings nur in den ländlichen Betrieben, die Erfahrung im Feldgemüseanbau haben. Dem Flachsanbau müsse ebenfalls alle Aufmerksamkeit bewahrt werden. Zu bevorzugen fei eine geschlossene Anbaufläche der ganzen Dorfgemeinschaft. Der Redner forderte weiter auf, nur hochwertiges und vor allem gereinigtes Saatgut zu verwenden. Zur Versorgung mit Saatkartoffeln müsse der Bauer sich zunächst aus eigenen Beständen Saatgut sichern. Für die Feldbestellung regte der Redner verstärkten Einsatz der Kühe an. lieber alle kleinliche und egoistische Bedenken hinweg sei die Nachbarschaftshilfe eine unabdingbare Forderung der Gegenwart. Die Düngung müsse in diesem Jahre besonders sorgfältig erfolgen, um jegliche Verschwendung zu vermeiden. Billige Bodenuntersuchungen vermitteln einen genauen Eindruck vom Ernährungszustand des Bodens. Der Redner sprach dann über die Forderungen an die Tierhaltung in der Gegenwart. Er regte besonders die Steigerung der Erzeugung wirtschaftseigenen Futters an. Es dürfe nicht mehr Vieh gehalten werden, als die Futtergrundlage zulaffe. Die Haltung leistungsfähiger Tiere sei eine selbstverständliche Forderung. Beste Faseltiere seien allenthalben vorhanden. Die Geflügelbestände gelte es zu verjüngen. Auch der Kleinbetrieb müsse — möglicherweise über die Nachbarschaftshilfe — mit der Maschine arbeiten. Eine umfassende Wirtschaftsberatung erfolge durch die Landwirtschaftsschulen. Der Berufsausbildung sei alle Beachtung zu schenken. Der Landarbeiterstamm müsse neu gebildet werden. Die Ausbildung von Lehrlingen dürfe nur in besten Betrieben erfolgen. Abschließend betonte der Redner, daß die Landwirtschaft in den vergangenen Jahren außerordentliches geleistet I)abe.. Die Bauernschaft wisse auch, worum es gegenwärtig gehe. Er sei der festen Zuversicht, daß der Bauer den Führer nicht enttäuschen werde. Landesobmann Weintz sprach anschließend über unsere ernährungspolitische Lage und in vielen Einzelheiten über die Bedeutung und Systematik der Marktordnung. Er betonte, daß' unser Brot gesichert, die Vorratslage günstig, die Buttererzeugung durch die Einschränkung des Frischmilchverbrauches außerordentlich gestiegen sei und die bisherige Butterrationierung sich ausgezeichnet bewährt habe. In längeren Darlegungen beschäftigte sich der Redner dann mit der Frage der Selbstversorgung der Landwirtschaft und betonte, daß auch auf diesem Gebiete alles in Ordnung sei. Er verlangte aber von den Ortsbauernführern, Bürgermeistern und Ortsgruppenleitern, daß sie sich ihrer Pflichten, insbesondere bei der Genehmigung von Hausschlachtungen, klar bewußt sein mühten. Kreisleiter Backhaus wies dann in einer Ansprache darauf hin, daß zwischen Ortsgruppenleiter, Bürgermeister und Ortsbauernführer engste Zusammenarbeit gepflegt werden müsse. Wichtige Entscheidungen innerhalb der Gemeinde müßten immer gemeinsam getroffen werden. Von ihnen allen werde klarste Haltupg erwartet. Jeder müsse für all das, was er tue, einstehen. Der Hoheitsträger der Partei müsse in jedem Falle vorbildlich für die Volksgenossen fein und dementsprechend handeln. Er ermahnte ferner, jeglicher Schwatzhaftigkeit entgegenzutreten und forderte auf, überall die gerechte Verteilung der Kohlen ficher- zuftellen, von großen Familienfeiern mit erheblichen Aufwänden abzusehen und bat, die vormilitärische Ausbildung in der SA. nach Kräften zu fördern. Mit einem umfassenden Ueberblick über die gegenwärtige politische Sage, mit der klaren Darstellung des gegenwärtigen Machtkampfes zwischen dem Judentum und den autoritären Staaten und mit dem Ausdruck der Siegeszuversicht für unser deutsches Volk unter feinem Führer Adolf Hitler, schloß der Kreisleiter feine Ansprache. Es fand dann noch über verschiedene Fragen eine rege Aussprache statt, an der sich viele Derfamm- lungsteilnehmer beteiligten. In Einmütigkeit und in der Geschlossenheit des Willens, daß jeder auf feinem Platze verantwortungsfreudig seine Pflicht tun werde, fand die Versammlung mit dem Gruß an den Führer ihren Abschluß. Schweinemarkl in Butzbach. * Butzbach, 13. Februar. Auf dem heutigen Schweinemarkt kosteten bis 9 Wochen alte Ferkel bis zu 16 RM. Es verblieb geringer Ueberstand. Der dauer in verantwortungsvollem Dienst. Eigener Bericht des Gießener Anzeigers. Luser Oleterhat ein Schwesterchen bekommen Georg Eberspacher Gießen, Am Nahrungsberg 70, den 10. Februar 1940 im Alter von 64 Jahren zu sich zu nehmen. 759D A In tiefem Schmerz: Elisabeth Eberspacher nebst Angehörigen, Gießen, München, Frankenbach, Wilsbach, 12. Februar 1940. 0491 [Stellenangebote bei der Kartenverkamsstelle der KdF. 726Ö Gießen, Wetzsteingasse 8 Telefon 3547 Vermittler erhalten hohe Provision! 74sD Tüchtiger Komisch-phantastische Oper in 3 Akten von Nicolai Karten behalten ihre Gültigkeit. 760D Stadttheater Geburtsanzeigen bei Brühl. 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