Donnerstag, 12. Dezember 1940 schein» täflltrt), auftex moderner Wirtschaft ab gewandelt. Dr. Ho. me62:W| Wirksames Feuer der Fernkampfbatterien Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Ktfrag®” schuft und der Cliquenherrschaft im Grunde über, Haupt nichts geändert wird. Gerade dort also, wo der Begriff der Volksherrschaft am meisten zu Reklamezwecken strapaziert wird, herrscht nicht das HwIrfM ium sch Kdmiirr! ’ OberseldM jonbere lap^ > Eiserne fe ich mit ia»t ®i(6"1' mg. i515.W*| Zivilpersonen schwer und eine Person lelchk ver- lehk, im besehlen Gebiet ein Lind gelötet und zwei Zivilpersonen verletzt. / Flakartillerie schätz gestern zwei feindliche Flugzeuge vom Muster Bristol-Blenheim ab. Eigene Verluste traten nicht ein. Das Geleiftuasyslem versagt. «che Reparaturwerkstätte bis zum industriellen Großunternehmen. Sie bßinhaltet die Möglichkeit, Betriebsaufwendungen (Maschinen, Fahrzeuge usw.) aus dem Gewinn im Laufe eines Jahres abzu- chreiben und damit das angelegte Kapital als olches wieder sicherzustellen oder für weitere Neuanlagen verfügbar zu machen. Staatssekretär Reinhardt sagt ganz richtig, daß das Reichsfinanzministerium mit dieser Bewertungs- reiheit nichts verschenkt. Das gilt überdies vom ganzen Steuerprogramm. Wenn nach zehn Jahren die Ostgebiete ein blühendes Wirtschaftsgebiet sind, o leisten sie dann einen um so reichlicheren Beitrag zu dem gesamten Steueraufkommen des Reiches, weil die Gewinne desto größer sind, je mehr dann Stockholm, 12. Dez. (Europapreß.) Der Mangel an Schiffsraum in England macht „unbewohnbare Sumpfgegenden- an der Westküste der Insel" für den geplanten Flug- zeugstützpünkt zuzuweisen. „New2)orf Times" deutet an, daß die Stellung der USA. insofern schwierig sei, als sämtliche England im Austausch gegen Stützpunkte zugesprochenen 50 Zerstörer bereits übereignet seien. — Auch bezüglich der auf den Bermudas zu errichtenden Stützpunkte bestehen nach der „New Port Times" Schwierigkeiten, die von dem Blatt jedoch nicht näher behandelt werden. Der Jerusalemer Patriarch von den Engländern eingesperrt. Rom, 11. Dez. (Europapreß.) Wie „Messaggero" meldet, wird der lateinische Patriarch von Jerusalem, Luigi B a r l a s s i n a, von den Engländern in seinem Palast gefangen ge halten. Der Palast ist mit Wachtposten umstellt, die den Patriarchen bewachen. Der Patriarch ist, nach dem Bericht des „Messaggero", immer ein Gegner der britischen Politik in Palästina gewesen. Da diese mit dem heiligen Charakter der Stadt und der Stellung der Christen,in Palästina unvereinbar war. suche. Jedoch ohne daß Berlin und Rom den Beitritt forderten, kämen die verschiedensten Völker instinktiv zu den Auffassungen der Achse. So fei der Führer der englischen Wirtschaftsabordnung in Buenos Aires, Lord W i l l i n g do n , mit dem Wutschrei der Menge: „Nieder mit den englischen Blutsaugern!" begrüßt worden. Es werde den Engländern schwerlich gelingen, in der WeltrnekNung den Vorwurf zum Schweigen zu bringen, daß England zum Nutzen des englischen Kapitalismus und einer kleinen, begünstigten Volksschicht systematisch alle Völker der Well unterjocht und ausgeplündert habe. Das Lied von der Freiheit der Völker, das während des Weltkrieges bei den harmlosen so großen Erfolg Halle, ver- führe niemand mehr, weder die Aegypter noch die Araber, noch die Inder und auch nicht die Argentinier. Nun müßten die Engländer wohl klar und einfach erklären, daß sie ausschließlich zur Erhaltung ihrer Hegemonie kämpften. Oie Finanzierungspläne der amerikanischen Aufrüftung. Washington, 11. Dezember. (Europapreß.) Der deutsche Osten ruft. Sine Ost-Steuerhilfe fördert den tatkräftigen Aufbau der deutschen Wirtschaft rZvn unterer berliner Gchriffleüung. tlnnnbmr von ftiuetartt füi die Mittagsnummer biSU'/.Ubr des VormlltagS flnüctaen^Vrrife: Anzeigenteil 7 Rot le mm bei 22 mm Heilenbreite» $ enteil 50 Rvt. le mm bei 70 mm Aeilenbreitc Nachlässe: Wiederholung Malstastell AbictilülieMengensianel B Plabvorickrill (vorherige Vereinbarung) 25'»mehr für 8“” ,ve"' n0 & > Illi ü itn. Schatzamtssekretär Morgenthau kündigte neue Besonders habe sich der Palliarch auch immer ge« weitgehende Finanzierungspläne an. Die neuen \ gen die von den Engländern vertretene zionistische Pläne sollen sogar weitergehend sein als die söge-j Politik gewandt und sei eine treibende Kraft der nannte Freiheitsanleihe. — Die Bekanntgabe er- antibritisch-arabischen Einheitsfront der Christen folgte im Zusammenhang mit dem zu beschaffenden.und Mohammedaner gegen die Engländer gewesen, neuen ÄaReiworrat von 500 Millionen Dollar, um* Der Wehrmachlberlcht vom Mllwoch. Berlin, 11. Dez. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Schlechte Wetterlage beschränkte die Tätigkeit der Luftwaffe auch am 10. Dezember und in der Rächt zum 11.Dezember auf bewaffnete Aufklärung. In Frinton on 5 e a wurden Treffer im Hafengelände mit großer Rauchentwicklung, ferner Treffer in einem Fabrikgelände zwischen Folkestone und Canterbury beobachtet, vor Harwich wurde ein Handelsschiff mit Bomben und mit Bordkanonen angegriffen. Fernkampfbatterien der Kriegsmarine und des Heeres nahmen feindliche Fahrzeuge, die den Kanal zu befahren versuchten, unter wirksames Feuer. Fernkampfbatterlen des Heeres bekämpften gegen Abend erfolgreich militärische Ziele im Küstengebiet von Dover. In der Rächt zum 11. Dezember warfen einige feindliche Kampfflugzeuge eine Anzahl von Sprengung Brandbomben im besetzten Gebiet und in Südwestdeulschland. Außer der erheblichen Befähigung eines Kinderheimes in einer südwest- deulschen Stadt und leichten Gebäudefchäden in einigen Orten in der Cifel entstand kein nennenswerter Sachschaden. 3m Reichsgebiet wurden zwei ien einen f .MiHegjl un8 « J| Die Rückkehr zur europäischen Zersplitterung nicht wünschenswert. Ein interessantes Eingeständnis der »Tribüne de Lausanne. w Haltungen d wirksam N itungen in 's aschlag uiti c ter trinke B Tee mit M mn wende em Jub# Stössel M ichene W chenden W'1 oihen! 3n W' iing V* und um > einen W Ulfe ff*' ipotieletoH in h« n ts ■ hiilM « SS io« N* f-igen^^ Volkögememschafi gegen Privilegien. Wenn der Führer mitten im Kampf sich plötzlich in eine große Werkhalle eines Rüstungsbetriebes begibt, um von dort aus zum Volke und vor allem zu den Männern der Rüstungsindustrie zu sprechen, dann hat das seinen besonderen Grund. Wir brauchen hier gar nicht erst langatmig solche Fragen zu erörtern wie die, welche Figur wohl ein Churchill oder ein Eden oder ein Duff Cooper in der Montagehalle eines Rüstungswerkes in England machen würde und was er dabei zu hören bekommen würde. Wir in Deutschland waren alle miteinander Ohrenzeugen dieser Rede, in der die Bedeutung nicht etwa nur dieses Krieges, sondern- darüber hinaus des deutschen Ringens um die gebührende Weltgeltung und des großen Kampfes gegen England auf die kürzeste und präziseste Formel gebracht wurde. Wenn man davon ausgeht, daß westeuropäische Völker, die im Vergleich zur deutschen Volkszahl klein erscheinen, sich ein ungeheures Uebermaß von Lebensraum, Rohstoffen und allen Gütern der Well ' zusammenzuraffen verstanden und daß gleichzeitig diese Länder den von ihnen so viel zitierten Begriff der Demokratie ins absolute Gegenteil umgefälscht haben, bann sind wir schon auf dem direkten Wege, der den eigentlichen Sinn des gegenwärtigen großen Ringens uns nahebringt. Es sind einfache Tatsachen, daß jene sogenannten Demokratien über gewaltige Räume herrschen, die sie niemals ausnutzen können, die sie vielmehr nur deshalb unter ihre Herrschaft brachten, damit kein anderer sie bekam. Es ist eine weitere Tatsache, daß die gleichen Der Eindruck der Firhrerrede in der Schweiz. Genf, 11. Dez. (Europapreß.) Die Rede des Führers findet in der schweizerischen Presse ein riesiges Echo. Die „Tribüne des Lausanne" 'stellt die Rede des Führers der Erklärung des englischen ar- beiterparteilichen Ministers Attlee über den Frieden, wie ihn sich Großbritannien vorstellt, gegenüber und schreibt: „Der englischen Friedensdefinitton hat Reichskanzler Adolf Hitler die (einige gegenüber- gestellt, den auf einer ausgleichenden Verteilung der Reichtümer der Erde basierenden Frieden. England hat sich durch Gewalt ein gigantisches Reich geschaffen. Deutschland und Italien sind zu spät gekommen. Es ist ungerecht, daß sie für immer dazu verurteilt sein sollen, von den Brotkrumen, die vom Tische des Reichen fallen zu leben. Das Lebensrecht gibt ihnen Anspruch auf Boden. Deutschland hat zu den Waffen greifen müssen, um die Gerechtigkeit und seine vitalen Interessen triumphieren zu lassen. Durch den englischen Frieden' würde man ru dem durch die Verträge von 1919 und 1920 geschaffenen Status zurückkommen. Ohne auf die Schwierigkeiten einzugehen, die sich bei einer solchen Regelung ergeben wurden, kann man sich fragen, ob es wirklich wünschenswert wäre, Oas System der 26 europäischen Staaten wieder herzustellen, Staaten, die hinter ihren Zollschranken verbarrikadiert wären, wie wir es seit der Wellkrise von 1931 gesehen und erlebt haben." — Dieser Kommentar der „Tribüne de Lausanne" ist um so sensationeller, als er ein Eingeständnis ist, daß mit der neuen Ordnung in Europa, die über die engen Zollschranken von gestern hinausgeht, eine Situation hergestellt sein wird, die erheblich vorteilhafter ist als die alte Ordnung, deren Wiederherstellung das Ziel der englischen Friedenspläne ist. We tere italienWe Stimmen. Rom, 11. Dez. (Europapreß.) „Dieser Krieg hat den Charakter einer großen politischen und sozialen Revolution der totalitären Staaten gegen die letzten Demokratien" — erklärt „P o p o l o d i R o m a" zur Führerrede. Die sozialen Thesen, die von den Achsenmächten den Plutokratien entgegen- ge etzt würden, erschienen heute im Laufe des Krie- oes stärker und dringender. Die nationalsozialistische und die fasch sttsche Gemeinschaft stünden an her Schwelle der neuen Geschichte und bestätigten die soziale Gerechtigkeit, die im Willen des Staates zur Tat werde: ein Wille, der d i e Arbeit erhöhe und allen Privilegierten und Ausbeutern die Kralle stutze. Es gebe kein Kompro- Tbne Illustrierte . 1.80 Quiielloebübr. . » -.25 iuäJ bet ytiAterfcbetnen ton einzelnen Wummern „folge böberet Gewalt »entfvredmnfrt)Inb 2251 kratnanscttrist^Anzeiger" Boitfrtterf 116«*&nmrf. M die steigenden Verteidigung saus» gaben zu finanzieren. Morgenthau teilte dann mit, die Beschaffung dieser halben Milliarde werbe mittels höchstens fünf Jahre laufender, zu- versteuernder Verteidigungsnoten erfolgen. Oie atlantischen Stützpunkte. Meinungsverschiedenheiten zwischen USA. und England. N e u y o r k, 11. Dez. (Europapreß.) Erhebliche und bisher unüberbrückbare Meinungsverschieden- heiten zwischen USA. und England über die den USA. bei der kürzlichen Ueberlassung von Zerstörern eingeräumten Rechte zur Errichtung von Flotten- und Flugzeugstützpunkten auf britischen Jnselbesitzungen der westlichen Halbkugel meldet die gut unterrichtete „New Port Times" in einem Bericht aus Washington. Das Blatt erklärt, die Meinungsverschiedenheiten beträfen in erster Linie Trinidad, dem von nordamerikanischer Seite wegen seiner geographischen Lage vor dem Panamakanal und Der Nordküste Jberoamerikas größte jtens schreien geradezi triften, nach Bauern, Landarbeitern, Handwerkern, hemerbetreibenben aller Art. Sie finden dort ge- —ä«, General-Anzeiger für Oberhessen Weieften.9$d)ilXTa6e 1-9 m i ß zwischen dieser Stellung und derjenigen der Gegenseite. Die vergangene Welt müsse verschwinden. Die von Adolf Hitler feierlich wieder bestätigte Siegesgewißheit beruhe auf der vollkommenen Zusammenarbeit der Waffen und der Arbeit in den totalitären Staaten. Die Vernichtung des englischen Empires müsse sich mit der Wiederherstellung des Wertes der Arbeit und der Gebrauchsgüter gegenüber dem Handels- und Tauschwert vollziehen, fordert „M e s - faggero". Die Wirtschafts-Moral verlange, daß sie über die Tyrannei des lieber- und Finanzkapitalismus gestellt werde. Die Erneueruna Europas hänge von der Tiefe und Geschlossenheit dieses Reinigungswerkes ab. Der Mensch werde wieder in sein Selbstbewußtsein eingesetzt werden und eine Abschreibungen Wegfällen. Reinhardt bezeichnet daher diese Bewertungsfreiheit als ein großes „ft euerliches Darlehen". Damit ist ihre Eigenart vortrefflich umschrieben. Alle anderen Maßnahmen wie erhöhte Kinderbeihilfen, bemerkenswerte Krediterleichterungen usw. laufen nebenher. Aber entscheidend ist die Absicht, mit Mitteln der Steuerpolitik starke Antriebe zu gegen und das alte, aber darum nicht richtige Vorurteil gegen die Ostgebiete zu überwinden. Diese Methode hat einen klaren, bestimmten Vorteil: der Gewinn, also letzlich die persönliche und technische Leistung werden zum Gradmesser für das Maß der Hilfe, die das Reich gewährt. Außerdem schwingt in dem ganzen Programm sehr stark die Absicht mit, Industriellen, Kaufleuten, Gewerbetreibenden, Landwirten, Angestellten, Arbeitern jene eigenartigen, besonderen Antriebe zu aeben, wie sie sonst nur in Kolonialländern vorhanden sind. Die alte Losung flandrischer und westdeutscher Pioniere „Gen Ostland woll'n wir reiten" wird im Geist igel beit 'ritz Reinhardt hat in Posen die Richtlinien : unter Peiir l: kanntgegeben, nach denen dieser Dolksstaat in den in nodiV ' eu erworbenen oder wieder zu uns zurückgekehrten li Weik I ! stgebieten eingerichtet wird. Die weiten, !. uchtbaren und landschaftlich schönen Fluren des 'jtens schreien geradezu nach deutschen Arbeits- [90.3oW«d nr.294 jMy» a vomier; 8 bh Gießener Anzeiger ressermaßen Brachland, und der Staat tut alles, m die Deutschen dort seßhaft werden zu lassen, da- rät deutsches Leben und deutsche Regsamkeit diese reiten Räume ausfüllen sollen. Die neue Ost- -teuerhilfe-Derordnung beschränkt sich nd)t auf einzelne Steuerermäßigungen, sondern irnfaßt das ganze Gebiet der Wirtschaftsführung m deutschen Osten einschließlich des ehemaligen fteistaates Danzig. Zunächst fallen die Kriegszuschläge zur Einkom- unfteuer für diese Gebiete ganz fort Ferner wird ^I| jaatlichen Zuwendung von monatlich zehn Mark bas J l| Obacht Mtt dieser Ausweitung der Kinderbeihilfen hervowkb/. k c leichtert der Staat den Familien die Sorge um M für V-' « Aufzucht unseres wertvollsten Gutes. und be- ibcridjt ay:-eift auch an diesem Beispiel das ideale Ziel des ?r ührers, der aus Deutschland einen sozialen Volks- iltWM hüt im erhabensten Sinne des Wortes machen asjenfühiei i . .. ,. Völker trotz ihrer Uebersättigung. nicht nur im ______o.. ... Weltkrieg dem Reich große Stücke seines Gebietes sich in zunehmendem Maße bemerkbar. Im Ober-1 und feine Kolonien raubten, sondern daß sie auch Haus mußte ein Regierungsvertreter zu den großen , diesen Krieg mit dem Ziel der völligen Zersplitte- Verlusten Englands zur See auf eine Anfrage des 1 rung Deutschlands berbeifübrten. arbeiterparteilichen Lord Strabolgi feststellen, daß 1 Und es ist eine dritte Tatsache, daß gerade die- die Lage recht ernst sei und das Geleitzuasystem jenigen Länder den stärksten Mißbrauch mit dem- völlig neu organisiert werden müsse, um Begriff Demokratie trieben und treiben, bte die die lebenswichtigen Verkehrsverbindungen zur See Demokratie selbst zu einer Spottfigur herabgewür- aufrechterhalten zu können. Die Regierung hat die bigt haben, an der „keine Gestalt nych Schönheit Absicht, so viele neutrale Schifte wie möglich zu mehr" ist Denn Demokratie heißt auf Deuftch chartern bzw. käuflich zu erwerben. iDolksherrschaft. Aber gerade in den Län- Unter der Überschrift „Die größte Gefahr", dem der großen Demokratien herrscht das Volk schreibt „News Chronicle", der Ernst der Gefahr überhaupt nicht. Es wird miw gelegentlich zuge- der Gegenblockade durch U-Boote und lassen, um sich an den Spiegelfechtereien der parla- Bomber werde in England voll erkannt Der mentarischen Demokratie mit irgendeinem Mahl- jetzige Aderlaß an der Tonnage und an den von verging zu vergnügen. Man kann in jenen Sän- ihr beförderten Zufuhren sei derarft daß es so dem ten Dolksmassen solche Bekundungen des nicht w e i t e r g e h e n dürfe. Daß die Gegen-1 „Volkswillens" um so ruhiger überlassen, als die blockade gebremst wird,ftei für die Sicherheit Eng- mehr oder weniger korrupten Systeme aus Parialands unbedingt notwendig, und je mehr'Maschinen mentarismus und Cliquenherrschast in jedem ein- und Personal dafür eingesetzt würden, um so bester.! deinen Fall mit automatischer Sicherheit dafür sor- -------- gen, daß an eben diesem System der Cliguenwirt- höhere moralische Würde werde das eindeutige Kennzeichen der Zivilisation von morgen fein. 2ln dem Ausgang dieses von solcher Auffassung beweg- , rp Ä , - - ten Kampfes zweifeln, das hieße den unendlichen Bedeutung beigemessen werde. Deshalb habe die Wert der Arbeit in Zweifel ziehen. I U5A.-Wehrmacht Pläne zur Errichtung von „La v o r o F a s c ist a" erklärt: Es sei natürlich,1 Flotten- und Flugzeugstützpunkten an geeignet er- daß England in diesem Ringen zwischen der alten! scheinenden Stellen der Insel aus gearbeitet. Diese und der neuen Ordnung, das k e i n e s M e n s ch e n > Plane seien nun überraschenderweise von brt- Wille hätte verhindern können, die Soli-' t i s ch e r Seite nicht gutgeheißen worden, darität mit den kapitalistischen Staatsführungen Vielmehr werde versucht, der U8A.-Wehrmacht land" in einem deutschen Hafen hat daher i n B o- goty starkes Aussehen erreat. Die Zei- tungen weisen darauf yin, daß dem Schiff nicht nur der Ausbruch aus der Karibischen See, sondern auch der Durchbruch durch die sogenannte britische Blockade gelungen ist, die also nicht als effektiv anzusehen ist. Sachverständige Kreise betonen, daß wegen der langen Liegezeit im Hafen der Schiffs» rümpf unter der Wasserlinie stark bewachsen war, so daß die „Helgoland" kaum mehr als 7 Knoten laufen konnte. Trotz dieser geringen Geschwindig» keit ist das Schiff allen Nachstellungen des Feindes entgangen. Schwere Kämpfe in Aegypten. Der italienische Wehrmachtsbcricht. Rom. 10. Dez. (DRV.) Der italienische Vehr- Machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: 3m Morgengrauen des 9. Dezember griffen englische Panzerdivisionen unsere von verbänden lybi- scher Truppen besetzten Stellungen südöstlich. von Sidi Varani an. Diese Truppen haben zunächst heldenhaften widerstand geleistet, wurden aber nach einigen Stunden überwältigt und zogen Reorganisation der slowakischen Armee. Preßbura, 12. Dez. (Europapreß.) 3m Wehr- ausschuß des slowakischen Parlaments machte Der- teidlgungsminister General C a t l o s davon Mitteilung, daß an die Stelle der heutigen drei Divisionen zwei Divisionen — die eine in Presov, vie andere in Trentschin — und ein Kommando der Landtruppen in Neusohl treten würde. Der Verteidigungsminister werde, zugleich Armeekommandant sein. Das Kontingent der slowakischen Armee werde bei zweijähriger Dienstzeit 30 000 Mann betragen, so daß jährlich 15 000 Mann eingestellt werden würden, und zwar 12000 Soldaten und 3000 Arbeitsmänner. Dem Derteidigungsministerium sei auch der zivile'Luftschutz, das slowakische Flie- 'gerkorps und das zivile Flugwesen unterstellt. Die ! Hlinka-Garde, die Hlinka-Jugend, die Freiwillige ! Schutzstaffel und die Deutsche Jugend würden als | selbständige Organisationen abgetrennt. Bei der ! Reorganisation der slowakischen Armee werde die Marschform und die körperliche Erziehurtg nach dem Vorbild der deutschen Armee gestaltet werden. Wieder ein demsches Kinderheim sich auf Sidi Darani zurück, während des 9. Dezember und am gestrigen Tage fanden zwischen den bombardiert. feindlichen und unseren Truppen Kämpfe von außergewöhnlichc< Heftigkeit statt. Die Schwarzhemden-Division „3. Januar" und die 1. Itj- bische Division haben den Angriffen standgehalten und brachten dem Feind überaus schwere Verluste bei. In dem Gebiet dauern erbitterte- Kämpfe an. 3n einem dieser Kämpfe fiel an der Spitze feiner lydischen Bataillone General Ma- letfL Unsere Luftwaffe überflog während aller dieser Kampfe das Schlachtfeld und warf dabei Bomben auf die feindlichen patperformafionen ab. die außerdem mit Vlaschinengewehrfeuer bestrichen wurden. e An der griechischen Front ist der Tag ohne bemerkenswerte Aktionen verlaufen. Berlin, 11. Dez. (DNB.) In der Nacht zum , Mittwoch warfen englische Flieger über einer südwe st deutsch en Stadt mehrere Spreng- ; und Brandbomben ab, die jedoch auf Sportplätze . und sonstiges freies Gelände fielen. Lediglich eine Sprengbombe traf ein dreistöckiges Kinder- । h e i m, dessen beide oberen Stockwerke schwer be- । schädigt wurden. Doch glücklicherweise gab es keinen | Personenschaden,' da die 84 dort untergebrachten Kinder beim Fliegeralarm sofort in den Luftschutz- ■ raum gebracht worden waren. Dieses vorbildliche Verhalten kann jedoch keineswegs die gerechte Em- I pörung der Eltern der gefährdeten Kinder, auf deren Leben es. abgesehen war, und darüber hinaus die Erbitterung des ganzen deutschen Volkes über diesen neuen britischen Schurkenstreich ab» schwächen.. Der Führer dankt der deutschen Rüstungsindustrie. Oie deutsche Rüstung allen ihr gestellten Aufgaben im höchsten Ausmaß gerecht geworden. Berlin, 11.Dez. (DNB.) Der Führer empfing am Mittwochmittag im großen Empfangssaal der Neuen Reichskanzlei in Gegenwart des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, den Reichsminister für Bewaffnung und Munition, Dr. Todt, mit feinen Mitarbeitern aus Wehrmacht, Wirtschaft und Partei, die sich um die Leistungssteigerung der deutschen Rüstungsindustrie besondere Verdienste erworben haben. Reichsminister Dr. Todt stellte dem Führer d i e Rüstungsinspekteure der einzelnen Wehrkreise unter Führung des Chefs des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes im OKW., General der Infanterie Thomas, die in den Rüstungsbeitat berufenen Wirtschaftsführer mit dem Vorsitzenden des Rüstungsbeirates, Generaldirektor Keßler, sowie die Wehrkreisbeauftragten des Reichsministers für Bewaffnung und Mu- nition vor. Der Führer begrüßte die erschienenen Sachwalter der deutschen Rüstung und ließ sich von ihnen ihre Aufgabe und das Werk, dem sie angehören, melden. In einem ausführlichen Referat erstattete Reichsminister Dr. Todt dem Führer Bericht über die bisherigen Leistungen der von ihm auf Befehl des Führers geschaffenen Organisation zur Leistungssteigerung der deutschen Rüstungsin- ouftrie. Er hob dabei die Gemeinschasts» l e i st u n g von Wehrmacht, Wirtschaft, Wissenschaft und Partei hervor und erklärte, die deutsche Rüstungsindustrie habe unter Zurückstellung jeglicher Eigeninteressen freudig und mit großem Erfolg die ihr zugeteilte Gemeinschaftsarbeit übernommen und dadurch eine echt nationalsozialistische Grundeinstellung bewiesen. Durch den Zusammenschluß der fähigsten und energischsten Fachleute aus Wehrmacht, Wirtschaft und Partei sei, ohne daß deswegen ein großes Ministerium gebildet wurde, ein Instrument geschaffen worden, das mit anderer Einstellung arbeite als die materiell und eigennützig eingestellten Industriellen auf der Feindseite. In seiner Ansprache an chre versammelten berufenen Vertreter sprach der Führer der gesamten deutschen Rüstungsindustrie seinen Dank für ihre hervorragenden Leistungen aus. Die deutsche Rüstung, so erklärte der Führer, sei allen ihr gestellten Aufgaben in h ö chstem Ausmaß gerecht geworden. Wie er gestern dem deutschen Rüstungsarbeiter seinen Dank ausgesprochen habe in der Erkenntnis, daß ohne das Wirken und den Fleiß, das Können und die Fähigkeit des Arbeiters die großen Erfolge nicht denkbar gewesen wären, so möchte er heute der deutschen Rüstungsindustrie dafür danken, daß es durch die F.ä h i a k e i t ihrer Er- sinder, Techniker und Chemiker, aber auch ihrer industriellen Leiter und der Wirtschaftsführung möglich wurde, in stärkstem Ausmaß den Anforderungen der Wehrmacht zu genügen. In seinen Dank an die deutsche Rü-' stung bezog der Führer auch die Vertreter der Wehrmacht und der Partei ein, die auf diesem Gebiete so erfolgreich tätig seien. Für besondere Verdienste um die deutsche Rüstung. Berlin. 11. Dez. (DRV.) Der Führer hat in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um die deutsche Rüstung auf Vorschlag des Reichsminisfers Dr. Todt den Vetriebsführern Generaldirektor Dr. Vorbei, Dr. Kehler und Dr. Wirt das Kiegsverdlenstkreuz 1. Klaffe verliehen. Am Tage des Empfanges der Mitarbeiter des Reichsministers für Bewaffnung und Munition durch den Führer überreichte Reichsminister Dr. Todt den anwesenden Herren diese Auszeichnung. (Er würdigte in einer kurzen Ansprache ihre Leistungen. Oer soziale Wohnungsbau. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach ab Reichskommissar für den sozialen WohnungLbu bei einem Richtfest für eine Siedlung über den zialen Wohnungsvau, wobei er nacy einem Bench des „Angriff" unter anderem folgendes mitteill« Man werde nach dem Kriege zunächst 300 000 Wob nungen bauen. Da die für die einzelnen Wohnur. gen vorgesehene Raumgröße doppelt so groß sei ab die der Kleinstwohnungen von heule, wurde oas bei deuten, daß, nach dem heutigen Maß der Wohnur. gen gerechnet, eigentlich 600000 Wohnungen gebotf würden. Man werde versuchen, innerhalb von Zeh, Jahren die Wohnunasnot zu beheben. Das helß^ daß in zehn Jahren fünf bis sechs Millionen Wob nungen gebaut würden. Zur Frage bet Durch fchnittsmiete von dreißig Mark sagte Dr. Ley, m® werde die Miete abhängig machen von dem Kir. derreichtum, denn wer dem Volke Kinder schenke, werde von der Gemeinschaft besser bedacht als ber, ber keine Kinder haben wolle oder habe. Die 2ln schassung von Möbeln und Inventar werde in Zukunft durch die Einrichtung der Altersversorgua; erleichtert werden. Der Arbeiter könne dann, an« statt jeden Notgroschen zurückzulegen, sein erfpai, tes Geld dazu verwenden, seine Wohnullg fd)ö, und wohnlich zu gestalten. Die Größenordnung ber neuen Wohnung mit einer großen Wohnküche, dr« Schlafzimmern, einer Speisekammer, einer Vor. ratskammer, einer Dusche und einem Balkon, |4 vom Führer persönlich bestimmt worden. Es tonnt nicht jeder ein eigenes Siedlungshaus haben, au^ nicht jeder einen eigenen Garten. Es gebe Arbeiten, bei denen man Den Arbeitern direkt untersage, müsse, einen Garten selbst zu bebauen, nämliq bann, wenn ber Arbeiter Präzisionsarbeit zu leiste, habe, sonst gehe ihm das Wertvollste für feine, Beruf verloren. Der Bergmann könne ein Sieb lerhäuschen haben und solle nicht in einer Miet-, faferne wohnen. Da er einen großen Test feines Lebens unter Tage verbringen müsse, brauche er zum Ausgleich einen Garten, Das größte Problem für den vorgesehenen sozialen Wohnungsbau sei der Mangel an Arbeitskräften. Man werde alle Dorschrisie-, vereinfachen und die Bauweise rationalisieren. Baustoffe werde man das ganze Jahr über in Forv von Bauteilen Herstellen, die bann in ber gutn Zeit nur montiert zu werben brauchten. Die Fi- nanzierung ber Bauten sei eine Ausgabe des Reiches. Nach der Meinung des Führers fei es eint Gemeinschaftsaufgabe aller Deutschen und nicht di! Aufgabe irgendeines Kapitalisten. Der Zins muff» verbilligt werden, lieber die Werkscharen, die Di- ganifation Todt und Generatbauinspektor Speer werde man Stoßtrupps zufammenstellen,' die bit Planung, den Aufschluß des Geländes, die Aus- fchachtung und die Fundamentierung übernehme, würden. Weitere Stoßtrupps würden den Robbcr Herstellen, wobei die fabrikmäßig hergestellten Teilt nur montiert würden. Ebenso würden Stoßtrupp-; gebildet werden, um die ganze Innenarbeit in bei Häusern zu übernehmen. Ausbau der sausenden Kinderbel- hlfen im aesamten Reichsgebiet. Der Relchsminlster der Finanzen und der Reichs- rnlnisker des 3nnern haben soeben eine besonbert Kinderbeihilfen-Verordnung erlassen. Danach wird der Kreis der belhilfeberechttgleu fiim- der ab 1. 3anuat 1941 erheblich erweikeril. Die Zahl der beihilfeberechliglen Linder wird ua etwa 50 v. H. vergrößert. Bisher wurden laufende Kinderbeihilfen nur für das dritte und jedes weitere Kind und bei bn Haushaltsvorständen, die nicht Lohn- oder Gehaltsempfänger find, für das fünfte und jedes roeilect Kind unter sechzehn 3ahren gewahrt. Voraussetzung war, daß das Einkommen des Haushalts- Vorstandes im letzten Kalenderjahr nicht mehr old 8000 RM. betrug und das Vermögen bestimmt Grenzen nicht überstieg. Ab 1. 3anuar 1941 werben alle deutschen hanshallsvorstände laufende Kiv- derbeihilfeu von 10 Reichsmark monatlich für das drille und jedes weitere minderjährige Kind erhalten. (Es tritt! demnach an die Stelle des sechzehnten Lebensjahrs das einundzwanzigste Lebensjahr, auch diejenigen, die bisher die laufende Kinderbeihilfe erst ab dm Volk, sondern ein eng begrenzter Kreis von Menschen, die das genaue Gegenteil der Demokratie unb erst recht eines sozialistischen Staatswesens bilden, nämlich eine Interessengemeinschaft. Diese Interesjengemrinichaften der Wenigen aber in den Demokratien üben ihre Herrschaft aus durch bas in ihren Händen befindliche Kapital, bas nicht sie selbst er« arbeitet haben, sondern bas ihnen von großen Be- standteilen ihres Volkes zusammengearbeitet worben ist. So wird also — unb damit schließt sich der Ring — das in den Demokratien herrschende Kapital gleichzeitig zum bald direkten, bald indirekten Kampfmittel der herrschenden Kaste gegenüber natürlichen Lebensansprüchen der von ihnen beherrschten Volksmassen. Wenn man sich diesen Tatbestand tlargemacht hat, dann versteht man, warum es sich gegenwärtig nicht nur um einen deutsch-englischen Krieg, auch nicht nur um einen Kampf gegen den Völkerfeind England, sondern buchstäblich um einen Kampf zwischen zwei Welten handelt: drüben die Welt der nicht erarbeiteten, nicht verdienten Privilegien und Vorrechte, die Welt des brutalen Kapitalismus, der zum Selbstzweck geworden ist — hüben die Welt der V o l k s g e m e i n s ch a f t, die von dem Grundsatz ausgeht, das beispielsweise der Arbeiter, ber Unbemittelte, der „kleine Mann" aenau die gleichen Lebensrechte unb Lebensansprüche hat wie der Wohlhabende oder der Angehörige ber „belferen Stände" von ehedem. Aus dieser Erkenntnis, daß es sich um unendlich viel mehr als um einen Krieg handelt, entsteht drüben bei den plutokratischen, kapitalistischen Vertretern der „Demokratie" fortgesetzt dieses Gemisch aus geifernder Wut und schlotternder Angst, daß die äoeen des Nationalsozialismus immer weiter in der Welt um sich greifen und die absolute Grundlosigkeit des Herrschaftsanspruches der über große Weltteile gebietenden Demotratendiquen den Völkern immer deutlicher vor Augen führen. So weit sind wir jetzt! Aber es ist nun einmal nationalsozialistische Art, eine Aufgabe nickst nur anzupacken, sondern auch bis zur letzten Konsequenz durch zu führen. Erst recht also wird dieser große Entscheidungskampf, den das Deutschland Adolf Hitlers wegen (einer Beanspruchung Durch unzählige aewaltige Friedensaufgaben nie und nimmer gewollt hat, wirklich bis zum Letzten, bis zur endgültigen Entscheidung durchgekämpft werden. Wie es nun aber im nationalsozialistischen Staat — im Gegensatz zum Plutokratenstaat — keine Almosen, gleichviel in welcher Form, gibt, weil sie den Empfänger in seiner Menschenwürde herab- setzen, so war es natürlich auch nicht möglich, das neue, wieder machtvoll gewordene Deutschland mit irgendwelchen Almofenfetzen nach der Art eines „Have-nots“ eines Habenichtses abzuspeisen, um es bei der Anmeldung und Vertretung seiner berech- tigten Lebens- uno Geltungsanspruche wie einen lästigen Bettler zum Schweigen zu bringen. Nicht Deutschland hat durch die Aufteilung der Erde unter einige Wenige das große Unrecht unb die vielen Konfliktstoffe in die Welt gebracht. Aber dieses Deutschland, lange genug betrogen, macht jetzt nicht nur endgültig reinen Tisch, sondern bereitet damit auch jenes zukünftige freie, schone Reich vor, von dem der Führer am Schluß seiner Rede sprach. Le. R. Dampfer „Helgoland" ans Ltebersee zurück. Die britische Blockade durchbrochen. Lissabon, 12. Dez.-(DNB.) Der dem Nord- deutschen Lloyd gehörige Dampfer „Helgoland" hat Hn Atlantischen Ozean überquert und ist sicher in einem deutschen Hafen e in- gelaufen. Der Dampfer hatte in Puerto Columbia gelegen und war aus diesem am Karibischen Meer gelegenen Hafen ber Republik Kolumbien Ende Oktober ausgelaufen. * Die Zeitungen der kvlumbischen Hauptstadt Bogota hatten auf bie Schwierigkeiten hinqewiesen. die das deutsche Schiff beim Durchbruch durch Zwei britische Sperrlinien zu übermin« Den haben würde, ba bie Engländer die durch die Bahama-Inseln und Kleinen Antillen gebildete natürliche Inselsperre st a r k b e w a ch t e n und auch an der europäischen Seite des Atlantischen Ozeans einen Sperrgürtel errichtet hatten. Die Meldung von der glücklichen Ankunft des Dampfers .Helgo- Das Taufstemgiiier. MecklendmgischeSage, ei zählt von £ ans Franck Das Gitter um den Taufstein der Marienkirche zu Wismar ist so kunstvoll geschmiedet, daß man auf den Gedanken kommen kann, es fei nicht aus Eisenstäben zusammengenietet, sondern aus Stricken, die in flüssiges Metall getaucht wurden, zufammen- aeflochten. Es ist aber trotzdem keineswegs die Arbeit eines Meisters der Schmiebezunft. Sondern dieses Wunderwerk ber Geschicklichkeit wurde von einem Gesellen angefertigt. Allerdings unter den seltsamsten Umständen. In dem Jahre 1344 arbeitete zu Wismar ein Feinschmiedgeselle. Der verliebte sich in die einzige Tochter seines Brotherrn und begehrte sie zu seiner Frau. Indessen der reiche Meister wies den armen Schlucker schnöde ab. Weil jedoch der Geselle von seiner Werbung nicht abließ, sagte er schließlich: „Wenn du mir hundert Goldgulden zum Brautschatz bringen kannst, bann sollst bu meine Tochter haben." Er wußte aber sehr wohl, baß ber Geselle dazu nicht imstande fei. Und der Geselle wußte es auch. So ging der Abgewiesene in großer Betrübnis zu der Marienkirche, um die Mutter Gottes zu bitten, daß sie ihm zeige, wie er zu den hundert Goldgulden und damit zu der Tochter feines Meisters käme. Unterwegs begegnet ihm ein feiner Herr, den er noch nicht gesehen hatte. Der fragte ihn nach dem Grund seiner offenbaren Betrübnis. Vielleicht könne er ihm helfen. Nur Mut! Der Ge- feile faßte sich ein Herz und gestand, was ihn be- drücke. „Nichts leichter, als dir zu dem Ziel deiner Sehnsucht zu verhelfen", sagte der seine Herr unb fügte feinen Worten hinzu: Er werde am nächsten Morgen in die Werkstatt seines Meisters eintreten, um ein Rundgitter zu bestellen. Das müsse aus Schmiedestäben zufammengenietet werden. Aber so aussehen, wie wenn es aus einem einzigen Stück geflochten märe. Sein Meiner werde diesen Auftrag als zu schwer ablehnen. Dann solle er sich erbieten, ihn gegen 100 Goldgulden auszuführen. Der Geselle, ein Mann von großer Geschicklichkeit, war es zufrieden. Also fuhr der feine Herr fort: Er dürfe aber mit der Arbeit nicht vor dem ersten Hahnenschrei beginnen und müsse sie tepnoch bis nachts um 1 Uhr fertig haben. „Wie soll ich das schäften?" zauderte Der Geselle. „Wozu bin ich denn ba? lachte ber feine Herr. Da nickte ber Geselle, dem immerfort klarer wurde, wem er gegenüber» stand. Der feine Herr gab also bas Dersteckspiel auf unb erklärte: „Wenn bas Gitter vorn ersten Hahnenschrei bis zum Einuhrschlagen in der Nacht fertig ist, kriegst du hundert Goldgulden. Wenn es aber nicht fertig wird, unb ob auch nur ein einziger Nagel fehlt, bann krieg ich deine Seele." Es hätte der Tatsache nicht bedurft, daß der feine Herr jetzt ein Blatt yervorholte, um den Gesellen erkennen zu lassen: Der Teufel war ihm in den Weg getreten. Weil er aber die Tochter des Meisters um jeden Preis fein eigen nennen wollte, unterschrieb er die Abmachungen mit Blut. Am andern Morgen kam der seine Herr in die Werkstatt des Wismarer Meisters und bestellte ein rundes eisernes Gitter, das ausfehen sollte wie aus einem Stück geflochten. Der Meister lehnte trotz der 100 Goldgulben ab. Der Geselle aber nahm das Gebot an. Des dritten Morgens bei dem ersten Hahnen- krähen begann ber Feinschmiedgeselle mit der Arbeit. Und er schaffte mehr, als er jemals während ber gleichen Zeit in seinem Leben vollbracht hatte. Der Meister, welcher kam, um nach dem Rechten zu sehen, meinte: „Es sieht beinah aus, als ob du nicht zwei Hände hast, sondern zweihundert!" Der Geselle nahm sich nicht einmal zum Lachen Zeit. Geschweige denn zum Antworten. Er arbeitete. Der Geselle aß und trank nicht. Er arbeitete. Don der Mitternacht an aber war es ihm, als ob feine Hände aus Blei wären. So schwer, so ungeschickt wurden sie, nachdem bie Uhr zwölf geschlagen hatte. Der Geselle riß alle Kraft zusammen. Er mußte, er wollte, er wurde es schäften. Schweiß rann ihm über die Stirn, rann ihm den Rücken hinunter. Der Geselle kümmerte sich nicht darum. „Arbeiten!" befahl er sich selber. „Arbeiten — arbeiten —!* Plötzlich hört der Fiebernde, daß die Uhr (Eins anfagt Nur noch ein einziger Stift ist einzunieten. Aber bas wird er bis zum Uhrschlagen nicht schaf- fen. Seine Hände brennen wie Feuer. Dor feinen Augen hängen Schleier. In feiner Angst ruft er die Mutter Gottes um Hllfe an. Sie hat (Erbarmen unb kommt vom Himmel herunter. Denn der Ge- frile war ja, um die Tochter des Meisters zu gewinnen, auf dem rechten Wege gewesen und durch den Bösen nur von ihm heruntergelockt worden. „Eins!" schlägt die Uhr. Ein furchtbares Geheul braust heran. Der Geselle fällt bewußtlos zu Boten. Aber der Teufel vermag chm nichts anzuhaben. Denn Mutter Maria steht schützend vor ihm. Als der Bedrohte wieder aufwacht, liegt zu feiner Linken zerrissen ter blutunterschriebene Vertrag. Zu seiner Rechten aber liegen hundert Goldgulden. Der Feinschmiedgeselle beichtete reumütig fein Vergehen. So erhielt er von dem Geistlichen Vergebung unb von dem Meister das begehrte einzige Töchterchen. Das kunstvolle Gitter wurde, zum Dank für die HUse der Mutter Maria, um den Taufttein der Marienkirche zu Wismar ausgestellt. Aber ein Löchlein ist bis auf den heutigen Tag ohne das vorgesehene Niet geblieben. Laß dich des sorgsamen Suchens nur nicht verdrießen! So wirst du es finden. * Die Kerze. Don Joseph Baur. In einem engen Gäßchen einer alten deutschen Stadt bleibt ich nachdenklich vor einem Schaufenster stehen. Es enthüll eine hübsche Komposition um ein einziaes Motiv: die Kerze. Kerzen aller Art und in allen Farben sind da zu sehen und sie inerten gehalten von vielerlei schönen und kunstvollen Gegenständen. Bei Fest und Feier, wie viel bedeutet uns da noch immer die Kerze! Im Eäglichen Leben frellich ist kein Dlatz mehr für sie. Goethe, der Lichtfreund, hatte sehr zu klagen: Er wüßte keine Erfindung, die nötiger märez als die einer Kerze, die man nicht schneuzen müsse. Heute verfügen wir über eine Fülle besten Lichtes. Doch gerade deshalb hat die im Alltag entthronte Kerze ihre besondere Bedeutung in den Bereichen stiller Beschwingtheit und Entrückung erlangt. So sinne ick, und dabei taucht eine (Erinnerung in mir auf. In einem Bauernhaus mar ich einmal zu Gast für eine Nacht. Es war im Winter, Aepfel dufteten im Raum. 2lls ich am Morgen erwachte, sah ich in einer Ecke des Zimmers auf timt alten Truhe eins Anzahl Kerzen um bas holzgeschnitzte Bild einer Madonna ausgestellt. Alle Ken- zen trugen in silbernen Strichen ein Maß ausgezeichnet. Sie waren verschieden weit herabgebrannt, und ich sah nun, daß dies em kleiner Hausaltar war, mit dei» Lebensterzen der Familie. An jedem Geburtsto-Z brannte hier eine Kerze und wurde kürzer um biit Spanne eines Jahres. Einer der Leuchter trug mir noch ein Häuflein erstarrter Wachstränen, »einit Kerze war wohl an einem Totenbett nietergebranmt unb erloschen. Die Kerze Daneben hatte nur noch vier Silberstriche bis zu neunzig. Und eine, hüt vorderste, war noch nicht angezüntet worden. Da^ Menschenkind, dem sie galt, hatte noch nicht eün Dcchr gelebt Später sah ich, daß es noch ungeboren war. Eine Lebenskerze fehlt in dem Schaufenster. Ic- lese den Namen ber Ladeninhaberin: „Christim Fröhlich". Vielleicht ein freundliches altes Fram- chen, mit heiter-rundem Gesicht und silberweißem Haar, — denke ich und trete in Den Laden. Ein melodischer verschwebenter Harfenklang begleitet das Oefjnen und Schließen der Tür. Der Laden rjt -leer, es duftet nach Wachs und Wohlgerüchen. Damit wird ein Vorhang beiseite geschoben, ein schlanke2 junges Mädchen erscheint und fragt nach meinem Begehr. Auf einem Werktisch im Nebenraum sehe ich Farbtöpfe und eine Reihe bunter, kerzenhalten' der Engel. Fräulein- Christine Fröhlich sieht fass! selber wie einer ihrer Engel aus, wenn auch ifo- blondes Haar nicht so himmlisch lockig wallt es i'ft irdisch sttass zu einem Knoten im Nacken zusammen gefaßt. Während ich einen Lichtengel aussuche, sage iS chr so nebenbei mein Lob über die schone Gestaltung der kleinen Kerzenschau im Fenster. „(Etiuz Kerze fehlt allerdings , füge ich hinzu und blitft auf. Sie lächelt, beugt sich zu einer Schublade unJ legt mir wortlos eine schmale Schachtel vor. Darin liegt eine Lebenskerze. Nach einer kleinen Pause saae ich: „5a, eigenfr lieh haben Sie reckt. So ein Memento mori pafrt nicht ins Schaufenster!" „Wollen Sie die Kerze mitnehmen?" fragt sm mit einem heiteren Blick aus hellen Augen. „Danke!" sage ich, „baju bin ich nicht mehr juntf genug." Und ich nehme fieber einen bunten Geburtstag*' ring, mit sieben Kerzen, für ein Kind. Kleine poliiische Nachrichten Dr. der Generalfeldmarschall ®crb von Rundstedt, (Nachdruck verboten.) IS. Fortsetzung. (Fortsetzung folgt.) men. ander- der von Sie, Devon Wid- KW idlM und der W i eine bt|otitn ung etlak bered)lißlco fa h erroeikiL ilnbet wirt u leihllfn not & ib unb bei h n- ober M nb jeder i* ivähtl. ®owt> der hach^ i nid)t wch rt nögen btlllr.i le deolst" ifenbt tif chrwark w b jebte w- nhallen. H i(cn CebenW» auch titW jllfe erfind Jer ZIüchtling auf Korsika Roman von yelnz Lorenz-Lamvrecht Wm MI 13000 ] nen KN ■ hrouS ®uröeBN . I ber Ä? * • Ä M J'M : S- Jsfe' M Kr !.°Ä SÄ* Vtzj r’ einer na r«n. E, (J K'tz 3nne em rJ :n klner Jk teil g brtn^ °Wentn iN ‘Bei qh |[t JLWji WriiJn । S’Jh in ber ftM achten- li^ 4ßobe de, lei «h J unb nidji k Zinr iräi IdXiren, di, Inspektor 6m Ollen, - di,!' Indes, bi, !tj ng übe* en den W ^stellten t>en Sto^tnifsi lenarbtit in ds Zwanzig norwegische Detriebsfübrer und Arbeiter traten auf Einladung des Reichskommissars Terboven und der Deutschen Arbeitsfront eine Reise nach Deutschland an. Ihr Aufenthalt im Reich soll den norwegischen Gästen einen Einblick in die deutsche Sozialpolitik geben. • Nach dreitägigem Aufenthalt in der Slowakei ist der Chef der Kanzlei des Führers, Reichsleiter B o u h l e r , wieder ins Reich zurückaekehrt. Dor seiner Abreise besichtigte er die deutschen Schulen in Preßburg und stattete der Dienststelle der Aus- landsorganisation Der NSDAP, einen Besuch ab. In der deutschen Sendung des slowakischen Rundfunks hat er den Karpatendeutschen die Grüße des Führers übermittelt. 5*»»; lij tairarti« liar dem 8*5 >! für}« Astramn.»' 3 itiW" | llid «*? i »°ch »L 5 es noch L'”Ä, den U N .. ftrf' ■sT" Viktor geht gleich in den anliegenden offenen Schuppen um die beiden Leiterholmen zu holen Vie er während der letzten Wochen nicht mehraus den Augen gelassen hat. Die zurechtgemackten Sprossenhölzer hat er oben im Unkraut hinter dem Schutthaufen versteckt, es sind nur ®ier’ « J imei Meter verteilt werden. Das erfüllt den 3n>etf hervor. e Er "uch^nach der Klinke, findet sie, drückt sie vor- sichtig herab und stemmt sich dagegen. .Mgeschossen?^ fragt Viktor zögernd. tM^^^Ratlosigkeit. Damit haben sie nicht gerechnet — mit dieser verschlossenen Tur nicht. 9 Solterbecks Willenskraft regt sich schon wieder. Dann müssen wir sie eben aufbrechen. Das nutzt alles nichts. Wir müssen. Wir haben ,a Ä-it. Immer Ruhe! Ob man hier mal rasch die Taschen- nir n n n TJ (hämmer und amtsleiter Bickendorf, zum Gauinspek - teur. Die Leitung des Gauorganisationsamtes hat Gauamtsleiter Äugel übernommen. schäft, Reichssportführer von Tschammer und Osten, hat sich in Begleitung des Vizepräsidenten der Gesellschaft, Generalkonsul Wüster, und Dr. h. e. Diem auf Einladung des Italienischen Ministers für Volksbildung, Pavolinl, nach Italien begeben, um der Gründungsfeier der Italienisch- Deutschen-Kulturgesellschaft in Rom belzuwohnen. Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A, begeht am 12. Dezember 1940 seinen 65. Geburtstag. Gxneral- feldmarschall von Rundstedt ist bereits vor dem Kriege als eine ber führenden Persönlichkeiten der neuen deutschen Wehrmacht bekannt geworden. Er begann seine erfolgreiche militärische Lairsbahn 1892 im Infanterie-Regiment 83 in Kassel. Nach dem Besuch der Krieasakademie wurde er 1909 in den Generalstab versetzt, dem er auch während des ganzen Weltkrieges überwiegend auf dem östlichen Kriegsschauplaz angehörte, u.a. Im Stabe des deutschen Generalgouvern-eurs In Warschau. Bel Ausbruch des Krieges gegen Polen übernahm Generaloberst von Rundstedt den Befehl über die Heeres- gruppe Süd, zu ber die Armeen der Generale List, von Reichenau und Blaskowitz gehörten. Die Einnahme von Warschau krönte den raschen Siegeszug in Polen. Generaloberst von Rundstedt, mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Äreux ausgezeichnet, trat für kurze Zeit als Vberbesehlshaber Ost an bie Spitze der Militärverwaltung in ben besetzten polnischen Gebieten, dann riefen ihn neue Aufgaben auf den westlichen Kriegsschauplatz. Wahrend des Feldzuges im Westen befehligte Generaloberst von Rundstedt die Heeresgruppe A, die in der Mitte der deutschen Heeressront stand und der in den beiden ^EnttSuIchunz'un^-oIsnun» folgen rafd> ouftin- MU?Jetzt wird ihnen th'r« Leiter züstotten kom. 1 • f.vnribuiinn inhit i Seit einigen Tagen wellt ber Oberbefehlshaber des Heeres, Generalleldmarschalls von Brauch'ttsch, bei den Truppen im Osten. Die Reise führt zu einer großen Zahl von Stanoorten des Heeres im Bereich des Generalgouvernements. Sie verfolgt den Zweck einer Besichtigung der hier stehenden zahlreichen Iruppenttile, ihrer Unterkünfte und Wohlfahrts- einnchtungen. Reichsminister Dr. Goebbels empfing eine Reihe flämischer Künstler, die eine Reise durch das Reich unternommen haben. Dr. Goebbels urnriß die großen Kulturaufgaben, die dem nationalsozialistischen Deutschland im Kriege unb nach seiner siegreichen Beendiguna gestellt sind. Im Namen ber flämischen Künstler dankte ber Maler Albert 6er- o a e s für bie großen Einbrücke, bie sie auf ihrer Reise von Volk unb Reich gewinnen konnten. * Reichsminifter Dr. Goebbels empfing eine Reihe von ausländischen in Paris tätigen Journalisten, die sich auf Einladung des Reichspressechefs auf einer Studienreise durch Deutschland befinden. furt am Main der Reichsautobahnen übertragen war, wurde er 1938 zum Oberbaubirektor bei den Reichsautobahnen ernannt. Als solcher leitet er den Bau der Reichsautodahnen in den Gauen Hessen-Nassau, Mainfranken, Badon, Saarplalz und Koblenz-Trier. Unter feiner tatkräftigen Füh- rung wurden über 400 Kilometer Relchsaittobah- nen fertiggestellt, 300 Kilometer sind zur Zelt im Bau und über 400 Kilometer in Vorbereitung. Fährunglück auf der Lahn. LPD. Bad Ems, ll.Dep. Der 71jährlge Nikolaus Auster wollte mit feinem Kuhgespann über die Lahn setzen. Als die Fähre die Mitte des Flusses erreicht hatte, wurden die Kühe unruhig. Die Fähre geriet ins Schwanken, lief voll Wasser und sank sofort. Auster und die Tiere gingen im Wasser unter, während der Fährmann sich durch Schwimmen retten konnte. Die Leiche Austers wurde noch nicht gefunden. Die Kühe trieben einige Stunden später bei Friedrichssegen an Land. Alle Soldaten an den Kampfslällen des Westens. Auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres unternehmen Persönlichkeiten des NS.-Reichskriegerbundes, an ihrer Spitze Reichskriegerführer General d.Inf. a. D. Reinhard, in Begleitung einiger nicht mehr im aktiven Dienst stehender Generale eine Besichtigungsfahrt durch die besetzten Westgebiete. Die Gaukriegerführer aus 20 Gaukriegerverbänden sowie die Abteilungsleiter der Reichskriegerführung nehmen an der Reife teil. Die Gäste besichtigten das Fort Eben Emael bei Lüttich. Der Militärbefehlshaber von Belgien unb Nordfrank, reich, General von Falkenhausen, hieß die Gäste bei einem Empfang in Brüssel herzlich willkommen. Die Reise wird zahlreiche Stätten berühren, die sowohl während der Operationen im Mai unb Juni 1940 wie im Weltkrieg Schauplatz entscheidender Kämpfe gewesen sind. Schwere Stürme bei Buenos Aires. Hol, Ihren Hof, den Hof, in den sie müssen. Viktor kann kein Wort sprechen, so gewaltig ist seine Ueberraschung. Er ergreift Solterbeck am Arm und reißt ihn an die Luke. Jetzt erkennt auch Solterbeck die Gelegenheit. „O Gott, Junge", frohlockt er. „Ein Geschenk des Himmels! Gott verläßt einen guten Deutschen nicht." Von der Luke aus können sie den ganzen Hof mit allen Gebäuden bequem übersehen. Hinter keinem Fenster brennt Licht. »Nicht mehr als fünfundzwanzig Meter von ihnen entfernt befindet sich die Mauer, die sie nachher noch überklettern müssen, um auf die Straße zu kommen. Die Eisenstäbe in D llu ber Luke find so weit auseinander, baß man sich Solterbeck steht schon: „Los, versuchen wlr's an- mit Leichtigkeit hindurchzwängen kann. Die Höhe - - - • - “ • bis auf ben Boden des Hofes betragt etwa vier Heftige Stürme von zyklonartiger Stärke suchten große Teile der argentinischen Provinx Buenos Aires heim.' Staxk betroffen wurden bie Ortschaften Coronel, Pringles, La Prida Saldungaray, Tarn- quift und Sierra. Die Stürme richteten schweren Schaden an ben Dächern, Hochspannungsleitungen, Fernsprech- und Telegraphenverbindungen sowie an zahlreichen Gebäuden an. Opfer an Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu beklagen. Schneestürme in den Apenninen. Aus den mittelitalienischen Apenninen wird ein heftiger Schneesturm gemeldet. Auf dem Monte C! m o n e hat ber Schnee eine Höhe von 3 Meter erreicht, unb die Temperatur ist auf 16 Grad unter Null gesunken. Ein Hüttenwart des italienischen Alpenklubs hat einen Techniker aus dem Schnee- fturm gerettet._____________ Als sie wieder ben Himmel über sich haben, atmen fit auf unb erschrecken zugleich vor der Helligkt.it. Der Mond ist aufgegangen, doch können fit ihn nicht sehen, da er jenfelts des Zitadellenbergs über dem Meer steht. Jawohl, ein Pfad zweigt hier nach rechts und links ab. Sie gehen zuerst nach rechts hin. Er führt an einer Art Terrassenmauer entlang. Aus ber andern Seite, nach dem 5>of zu, ragt der oberste Teil des Gebäudes auf, aus dem sie eben gekommen sind, und dessen Vorderfront Den Hof begrenzen muß. Sie gehen also vollkommen gedeckt. Nach etwa zehn Schritt schon hört bas Gemäuer rechts auf, dafür baut fleh aber quer vor ihnen ein anderes Gebäude dieser verzwickten Zitabellenanlage auf. Der Pfad mündet vor einer Tur, die In dieses Gebäude führt. Solterbeck probiert sie sofort. Auch sie ist verschlossen. Außerdem muß sie dahin führen, wohin sie auf keinen Fall mehr zurückwollen, auf keinen Fall! — nämlich in den Teil ber Zitadelle, der von den Gefangenen belegt Ist. Viktor aber hat gar mchk erst auf diese Tür geachtet. Er hat etwas ganz anderes entdeckt. Nämlich das Gebäude vor ihnen Ist zwar mit dem Gebäude rechts hinter ihnen durch eine über zwei Meter hohe Mauer verbunden, aoer dickst am Ende des Pfades befindet sich eine Luke in ber Mauer, die nur durch einige Eisenstäbe notdürftig gesichert ist. Und unmittelbar unter der Luke sieht er ben Der kanadische Zerstörer „Saguenay" wurde im Atlantik nicht burch ein beutsches, sondern ein italienisches Unterfeeboot torpediert Das Unterseeboot lief in einen Hafen der französischen Atlan- tikküste unbeschädigt ein. * Mailand, 11. Dez. (Europapreß.) Wie die Blätter aus Ankara nritteilen, ist auf einer Der- > [ammlung ber Dolkspartei mitgeteilt worben, daß infolge ber Entspannung ber internationalen Lage bie Verdunkelung in ber Türkei aufgehoben^werbe^ Tokio, 11. Dez. (DNB.) Wie „Tokio Asahi Schimbun" aus Batavia meldet, stellte der Sprecher der Regierung Niederländisch-Indiens in einer Presseunterredung fest, daß seit der Abreise des japanischen Handels- und Industrieministers K o • dayashi keine Aenberung in der freundschaftlichen Haltung Nieberländisch^Indiens gegenüber Japan eingetreten fei. Die Behörden Niederländisch- Indiens erwarteten nunmehr bie Ankunft des neuen japanischen Gesandten Voshizawa zur Fort- s e tz u n g ber Wirtschaftsverhandlungen. Dieser ist soeben aus Tokio ab gereift. In Anwesenheit des Kaisers und des Kabinetts ratifizierte der japanische Geheime Staatsrat bie Freundschaftsverträge mit Thailand (Siam) unb Iran. Der Führer unb Oberste Befehlshaber Wehrmacht richtete an Generalfeldmarschall Rundstedt bas folgende Telegramm: „Nehmen Herr Generalfeldmarschall, zu Ihrem heutigen burtstage meine aufrichtigsten und herzlichsten Glückwünsche entgegen. Indem ich Ihnen für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute wünsche, gedenke ich Ihrer für das deutsche Heer unb bie Nation geleisteten Verdienste auf das Dankbarste." — Gleichzeitig ließ ber Führer Generalfeldmarschall Rundstedt fein Bild mit einer herzlichen bau profitierten, wiederholte sich der Vorgang des Zurücktretens in wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit schon wenige Jahre nach der abermaligen Angliederung an Frankreich im vorletzten Jahrzehnt. Die ganze Periode der elsässischen Wirtschaftsgeschichte seit 1919 wird gekennzeichnet durch katastrophale Absatznöte der gärtnerischen und landwirtschaftichen Produkte, insbesondere des Weines. Aber auch die industrielle Erzeugung konnte sich nicht weiter ent- wickeln und blieb bestenfalls auf dem Stande der letzten Dorkriegsjahre stehen. Das Elsaß wurde mehr und mehr zum rein militärischen Aufmarschgelände, aus dem nach und nach industrielle Unternehmungen und Firmen in das Innere des Landes zurückgezogen wurden. Schließlich mußte bei Kriegsausbruch ein großer Teil der Bevölkerung nachfolgen um, wenn die geheimen Absichten der gallischen Machthaber realisierbar gewesen wären, niemals wieder in das Land zurückzukehren. Die Angleichung der wirtschaftlichen Beziehungen ist natürlich nicht einfach. Zunächst war auf dem Gebiete der Löhne und Preise em Ausgleich notwendig, um den Warenaustausch mit den benachbarten badischen Gebieten zu ermöglichen. Gleich nachdem der Umtausch von Francs in Mark im Verhältnis 20 zu 1 durchgeführt war, wurden die Löhne und Preise um 80 v. H. erhöht und neue Höchstpreise festgesetzt. Auch die besonders dringliche Lösung der Arbeitslosenhilfe und der Kurz- orbeiterunterstützuna konnte mit Hilfe der DAF. sehr bald bewältigt werden. Noch immer kehren große Scharen von früher evakuierten Landesbewohnern aus Südfrankreich zurück, die natürlich nicht sämtlich vom ersten Tage an die Arbeit wie- der aufnehmen können. Für diese Volksgenossen muß gesorgt werden, was neben den Unterstützungen auch durch vorübergehenden Einsatz im Reichsgebiet geschieht. Im übrigen werden die zerstörten Brücken und Straßen, Häuser und Gehöfte sehr schnell wieder hergestellt, sodaß im wachsenden Maße eine stärkere Heranziehung der einheimischen Arbeitskräfte ermöglicht wird. Die landwirtschaftlichen Produkte, darunter Obst, Gemüse, Getreide, MUch und Wein werden in den stark bevölkerten rechtsrheinischen Gebieten ohne Mühe abgenommen. Absatzsorgen wird es auch für viele industrielle Zweige kaum noch neben, obgleich für die bedeutende Mülhausener Textilindustrie zu. nächst wohl einige Schwierigkeiten bestehen, die noch einer Regelung bedürfen. Jedenfalls haben die Industrie- und Handelskammern in Straßburg, Mülhausen und Kalmar, die aus dem benachbarten Baden zusätzliche Hilfskräfte erhalten haben, chre Tätigkeit in vollem Umfange wieder aufgenommen. Durch eine freundschaftliche Zusammenarbeit ist bereits manche schwierige Frage der Lösung entgegengeführt worden. Ueberall ist man guten Mutes und verspricht sich für beide Teile, für das Elsaß und für Baden, sehr viel von der kommenden Friedenszeit. Es gibt auch bereits reichsdeutsche Unternehmungen, die Interesse für elsässische Werke bekun- den, was insofern erfreulich ist, als ein starker Kapitalbedarf sich in manchen Zweigen der elsässischen Wirtschaft bemerkbar gemacht hat. Die Franzosen haben eben das Land ganz gehörig ausgebeutelt, aber damit ist es nun vorbei, und im deutschen Elsaß erklingt wieder das eherne Lied der deutschen Arbeit. Oie Lohnzahlung an Musterungs^agen Tfle Erstattung des Lohnausfalls an Tagen der Musterung zum Wehr- oder Reichsarbeitsdienst ist einheillich geregelt. Die Anordnung erfaßt auch die Musterung zum Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend und die Erfassung 3pr 3 u ■ ge n d d i e n st p f l i ch t. Die Gefolgschaftsmitglieder sind am Tage ihrer erstmaligen Musterung Aum Wehr- oder Reichsarbeitsdienst unter.Fortzahlung des regelmäßigen Arbeitsverdienstes von der Arbeit freizustellen. Bei weiteren Musterungen, bei Teilnahme an Wehroeranstaltungen, bei polizeilichen Meldungen zur Stammrolle und sonstigen Vorladungen aus ähnlichem Anlaß sowie bei Erfassung zur Jugenddienstpflicht ist den Gefolgschaftsmitgliedern lediglich die zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendige Freizeit unter Fortzahlung des Lohnes zu erteilen. G.A.-Sport. Oer Handballsonntag. Im Hinblick auf den Wochenendlehrgang, den das Fachamt Handball in Allendorf (Lahn) zur Durchführung bringt, ist das Pflichtspielprogramm nicht allzu umfangreich. Well aus der Vorrunde noch zwei Treffen nachzuholen find, wird der kommende Sonntag nochmals genutzt. Es stehen sich gegenüber Tv. Hochelheim — Tv. Katzenfurt To. Lützellinden — Mtv. Gießen. Es darf erwartet werden, daß das Hochelheimer Spiel diesmal zuftandekommt, nachdem es schon einmal verlegt werden mußte. Daß es zu einem erbitterten Ringen kommen wird, ist nicht zweifelhaft, weil Hochelheim Wert darauf legt, zwei wei- tere Punkte sicherzuftellen, und Katzenfurt feinen Ehrgeiz darin sieht, so günstig wie nur irgend möglich abzuschneiden. Hoffentlich gelingt es dem Mtv. Gießen diesmal, eine wirklich spielstarke Einheit zusammenzustellen. Lützellinden ist bestens gerüstet. Lehrgangsarbeit im Fachamt Handball Die Ausbildungsarbeit im Fachamt Handball wird am 14. und 15. Dezember in Allendorf an der Lahn mit einem Wochenendlehrgang abgeschlossen. Bereichsschiedstichterobrnann Jacob (Kastel) hat es übernommen, noch einmal alle tätigen Hand, baller, ganz gleich, ob es sich dabei um Schiedsrichter, Anwärter, Spielwarte, Uebungsleiter oder Jugendwarte handelt, zu schulen und ihnen das zu vermitteln, was zur Aufrechterhaltung einer umfangreichen Organisation gerade in der jetzigen Zeit mehr als notwendig ist. Es soll erreicht werden, daß überall dort, wo sich Zellen der Handballbewegung befinden, die Arbett so angesetzt wird, daß an Stelle des unproduktiven Leerlaufs eine produt, tioe, auf weite Sicht ausgebaute Organisation Dlaz greift. Neben der intensiven Schulung der Schiede richter erhalten die Spielwarte und Uebungsleitn ihre Anweisungen, werden die Jugendwarte in ihr» Aufgabengebiete unterwiesen. 'Schließlich roerbei auch die Spitzenspieler erfaßt, weil man aerobe doj ihnen schon in nächster Zeit vollen Einsatz ermai. tet Auf die Theorie folgt die praktische Arbeit, her Einsatz bei ausgedehnten Probespielen. Der Samstagabend ist für eine Durchsprache aller Regel, der Handballspielordnuna usw. vorgesehen und wir! mit einer Aussprache enden. Am Sonntagvormittaz beginnt auf dem Platze des To. Allendorf (Lahnj der praktische Teil des Lehrganges, zu dem alle bekannten Mannschaften Vertreter entsenden Müsen. Dann wird es leicht sein, die Männer zu be stimmen, die den Bezirk bei den kommenden große, Spielen verrieten. Fußball im T.-V. Londorf. r.-V. Treis I. Jugend — T.-V. Londorf I. Jngeni 0—4 (0—3). Am Sonntag fand das fällige Verbandsspte! i, Treis statt. Schon in den ersten Minuten gelang e; Londorf, 2 Tore zu erzielen. Kurz vor der Pach gelang dem Londorfer Mittelstürmer der 3. Treffer Nach Halbzeit versuchte die Platzmannschaft, dal Spiel umzugestalten, aber diy hervorragende Hinter-' Mannschaft der Londorfer wehrte jeden Ansturm bet Treiser ab. Durch gutes Zusammenspiel konnte bet Londorfer Mittelstürmer den 4. Treffer erzielen, Damit war der Sieg der Londorfer Mannickatz sichergestellt, die dadurch die zwei ersten Punkte der Borverbandsrunde um die Bannmeistermannschaj! errang. Hauplichnstteuer: Dr Atiebrid) Wilhelm Lange Stell vertreib» bei Haupt,chnNleiiew Ernst Blumschetn. Beraniworriich ür Polin, und Bilder Dr. »Fr. W. Lange für M3 fteu'.tetoti: Dr. Hans Thyrioi; rfc Stad' Gießen. Proom,, Wirt,chan u. Sport: Emu Äiumiche n. Druck uno Berlag Brühl,cbe Untretiilai*brurferei R. Lange m G, Bermasietter Dr.-Ing. Erich Hamann Änzergente ter Hanr Beck, Ber-mnvo-'lt'ch fit bw 3nhaP bet >Jln*eben' YMobnr Pi Am 11. Dezember entschlief nach schwerer Krankheit meine liebe Frau, die treu besorgte Mutter ihrer Kinder, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin Frau Emmy Kaus, geb. Wagner im blühenden Alter von 30 Jahren. In tiefer Trauer: Wilh. Kaus und Kinder Fam. Heb. und Otto Wagner Ernst Wagner Lina Kaus Witwe Langsdorf und Muschenheim, den 12. Dezember 1940. Die Beerdigung findet Samstag, den 14. Dezember, nachmittags 3 Uhr, in Langsdorf vom Trauerhause, Bessinger Straße 18, aus statt. _________________________________________________________________________________04180 5551 D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen ' Frau Elisabethe Rodenhausen sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, die ihr das letzte Geleit zur letzten Ruhe gaben, herzlichen Dank. Besonderen Dank für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, Herrn Dekan Sattler für die trostreichen Worte am Grabe, den Schulkameraden und der NS.-Frauenschaft für die erwiesene Ehre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Rodenhausen. Vernäufe | Suche einen kleinen elektr. Heizoien Voltstärke 220, Gleichstrom. 04174 Wo Ä sagt die Ge- schäftsst. d. G. A. Neuer Dameelel Gr. 44. zu verk. Wo? sagt d.Ge- schäftsst. d.G.A. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! 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Die Dienstpflichtigen des Geburtsjahrganges 1922, die im Stadtkreis Gießen wohnhaft oder aufent- hältlich sind, und eine Aufforderung zur Musterung nicht erhalten haben, haben sich unaufgefordert in der Zeit vom 18. bis 21. 12.1940, um 8 Uhr vormittags, im Restaurant „Zum Burghof", Burggraben 9. zur Musterung zu stellen. Auch diejenigen Dienstpflichtigen, die bereits ihrer Arbeitsdienstpflicht genügt haben und nicht im Besitze eines Annahmescheines für die Wehrmacht sind, haben sich zu melden. 5547D Nicht zu erscheinen brauchen diejenigen Dienstpflichtigen, die bereits im Besitze eines Annahmescheines sind oder sich zur Zeit im RAD. oder bei der Wehrmacht befinden. Bei Nichterscheinen erfolgt Bestrafung. Gießen, den 9.12.1940. Der Polizeidirektor. I. V.: Hellwege Emden. 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Wunderainne für die sie viel Gew ausgegeben fachen Spielsachen, die all"rbuigs modern sein mus- Schmttmustern für Spielzeug kann die Mutter chre , _9_ t L &}c 5Vinbßr! Christel z. B. machte sen! Denn unsere Kinder stehen trotz ihrer eigenen Kindern Geschenke sich aus ihrem riesigen Puppenwagen mit den sei- Kindermärchenwelt mit beiden Füßen auf der Erde. S‘ÄeÄÄe&Me»”k hin« ihr Sirren diesem Falle um chr eigenes Gutes handelt, d h. rocnn für ihre Erziehung und Charakterbiwung die Wünsche für das Weihnachtsfest nur von Vorteil sind, dann sollten die Eltern doch einmal ihren Kindern nachge ben! Tatsächlich wünscht sich das Kind kein kostbares und teures Spielzeug: ihm ist der Preis oder die künstlerische und elegante Ausführung ganz gleichgültig, denn es lebt ja doch in seinem Kindermarchenlam» sein eigenes Leben — abseits vom Verständnis der Großen! Ein überladenes Weihnachtszimmer mit unge- mMElST^ WEG 54 C 40 412Ö. ? Sadjen über kann »nn Sie mirAlt- Jublee bringen- >n warten an nd Sie könne ine festliche jereiten. warm in Rauten schneiden. Haferflockenmakronen: 250 Gramm Mehl, 200 Gramm Zucker, 3 Teelöffel Milei, etwas Wasser, Saft einer halben Zitrone, _250 Gramm Haferflocken. — Milei wird in 8 Eßlöffel Wasser aufgelöst, zu Schnee geschlagen mit den übrigen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeitet, mit 2 Teelöffel kleine Häufchen auf das Blech gesetzt und bei Mittelhitze gebacken. Pfefferkuchen: 500 Gramm Mehl, 350 Gramm Kunsthonig, lOOGramm Zucker, 50 Gramm Margarine, das Abgeriebene einer Zitronenschale, Pfefserkuchengewürz, 1 Päckchen Backpulver. — Honig wird erhitzt, wenn etwas abgekühlt Zucker und Fell dazugerührt und mll dem Mehl verar- bellet. Zuletzt gibt man, wenn der Teig kalt ist, das mit dem Restmehl vermischte Dackpuwer dazu, Tollt ihn auf einem Backblech aus, backt ihn im Ofen und schneidet noch warm in Stücke. Einfaches Buttergebäck: 500 Gramm Mehl, 1 Ei, 50 Gramm Margarine, 125 Gramm Zucker, 5 Gramm Hirschhornsalz, 2—3 Eßlöffel Milch, etwas Vanillezucker. — Fett und Zucker W6f,\ 0 ‘ -A ftjfi iuuji ei fi uu|, uumu jic quiii u,-ll I11!“/ UJlv |i*4*w* ।---- -------- -- - n-. ausgebreitet werden können Besonders aber muß vernünftige Vorbereitungen und ebensolches Cm- die große Wäsche so berechnet werden, daß sie min- , teilen der Arbeit sich frisch und ausgeruht chren destens 14 Tage nach dem Fest vorhält. Nichts ist > Lieben zu widmen! Nur so kann dieses schönste ungemütlicher, als wenn bereits am ,brüten Feier-1 deutsche Fest würdevoll und feierlich begangen wer- tage" die geplagte Hausfrau schon wieder am den! v-L- beit und manche schlaflose Nacht vergessen, und die Mutter strahlt vor Freude und Glück. E. S. LK S,ä!' Zwar kommt es im allgemeinen nicht darauf an,' rungenschaft für die Puppenstube: Ein richtiger was die Kinder wollen: wenn es sich aber w e in kleiner Radioapparat! Er hat nicht mehr als eine Mark gekostet ... Und nun gar die Buben! Für die gibt es überhaupt nur die neuesten Erfindungen! Ein Onkel hatte Urnen ein großes Auto geschenkt, aber — leider ein veraltetes Modell. Das wurde natürlich it Dr.HmL Ä*’ Ker S SS **«ÄJ ^e n A ’ bei ? der 3. iS 51 fünfte l -mennanni^u: Baseler Leckerli: Die aus 250 Gramm Mehl 150 Gramm Honig, 100 Gramm Zucker, 50 Gramm Zitronat, 30 Gramm gemahlenen Mandeln, oder Kurbiskerne, 1 Runtesienz und V- Tee- löfset Backpulver hergestellt werden. — Der Teig wird nach dem Ruhen dünn ausgerollt, mit Aus- stechförmchen ausgestochen und nach dem Backen mit Eiweißglasnr bestrichen. _ ,, Vanillebrezelchen: 125 Gramm Mehl, 2 Eßlöffel Margarine, 3 Eßlöffel Zucker, 1 Ei, 1 Päckchen Vanillezucker. — Aus den Zutaten steM man einen Mürbeteig her und stellt ihn kalt. Dann formt man kleine Brezelchen, bestreicht sie mit Milch und beftreut sie mit Vanillezucker. Bei Mtt- telhihe hellgelb backen. Braune Nürnberger Lebkuchen: Aus 500 Gramm Mehl, 300 Gramm Kunsthonig 125 Gramm Zucker, 50 Gramm Fell, 1 Ei, V« Backpulver, Gewürzen, 65 Gramm Mandeln oder Kurbiskerne, 65 Gramm Zitronat. — Honigtelg Herstellen den man ausrollt, Rechtecke schneidet, mit Waller bestreicht, mit Mandeln oder Kürbiskernen oder Zitronat verziert und bäckt. Man kann den leig auch auf ein bemehltes Blech rollen, nach dem Naschereien findet Mutter irgendeine Kleinigkeit, die sie an die Zweige hängen kann, sie braucht ja beim Pfefferkuchenbacken nur ihre Herzchen, Kringel und Sternchen mit Zuglöchern" zu versehen. Zu den Ausgaben für den Weihnachtsschmuck gehören die für die hübschen Verpackungen, mit denen man die Geschenke versieht, um sie noch netter, noch persönlicher zu gestalten, die für Derfchnürun- gen, ausgesprochenes Weihnachtspapier, Bändchen, Weihnachtskarten und Tischschmuck. Nun sind alle Zettel gefüllt, die^Einkäufe zum größten Tell getätigt. Es bleibt nur noch ein letzter großer Ueberblick, der zeigt, daß auch wirklich alles in bester Ordnung ist und auf den Weihnachtsabend wartet. Vielleicht kann man hier noch ein Geschenk ergänzen, kann dort einer alten Tante statt der gestickten Decke lieber ein Glas mit selbsteingemachter Marmelade schenken oder die Großmutter mit einem Weihnachtskuchen mehr erfreuen als mit dem Kissen, das jetzt für sie bereitliegt. So überprüfen wir bis zur letzten Woche vor dem Fest alles noch einmal, dann aber lassen wir die Finger davon, denn dann können wir nichts mehr verschönen, sondern nur verschlechtern, weil wir unsere Ansprüche zu hoch schraubten und uns schließlich oftmals versteigen. Weihnachten aber wollen wir mit allem, was wir schenken, Freude bereiten, wir wollen versuchen, uns in die anderen Menschen hineinzudenken und chnen auch wirklich „ihre" Wünsche zu erfüllen. Sch. mit Verachtung gestraft! Dagegen rissen sie sich um ein winziges Maschinengewehr vom neuesten Typ, um einen blechernen, primitiven Stuka, um einen Lazarettwagen. Alles Kleinigkeiten, die für wenige I Pfennige zu haben sind! — «.in uwumreiicp ................... ...! Versonnen saß ich in einer Ecke und beobachtete Heuer vielen und teuren, ja teilweise unförmig gro- das Treiben der Kleinen: Wie recht haben sie doch E.en Spielsachen. Stolz zeigten die Eltern all die mit ihrem Geschmack, mit ihren Wünschen nach ein- Handtäschchen für die Kinder, Buchhüllen, Noli§- Iuch- und Kalendereinbände für den Vater, für Mädel werden Dolkskunstborten mit Reißver- chluß oder passenden Schnüren als Handtaschen verarbeitet, während sie mit Stoffresten zusammengesetzt und praktisch abaefüttert für die Tanten, Schwestern und Freundinnen Einkauftaschen ergeben. Die Kinder arbeiten für die Tanten aus Perlen die hübschen Untersätzer, sie besticken Seinen» unb Slldenreste zu Kissen und kleinen Deckchen, während aus Volkskunstborten mit ßeinenreften manche Kaffeedecke mit passenden Mundtüchern wird. Aber Mutter weiß aus alten Resten noch viel mehr zu arbeiten: Stofftiere, Hampelmänner und Bälle, Kasperletheater, Puppen und Bilderbücher. Während Vater oder ein großer Junge die Pup- ventheaterbühne bastelt, die Dekorationen zeichnet mnd malt, entstehen unter Mutters Händen aus Papprollen, Zeitungspapier, Leim und alten Seiden- jftrümpfen die Gesichter der Kasperlepuppen. Woll-, Fell- und Pelzreste ergeben die Haare, und daß die schönen Kleider „olle" Flicken sind, ahnt niemand im Glanze des hellen Bühnenlichtes. Ebenso wie 2ite Köpfe der Kafperlepuppen werden auch die für ldie größeren und kleineren unzerbrechlichen Puppen hergestellt, mit denen die Kleinen gern spielen, well sie geradezu unverwüstlich sind. Das Allerschönste und Originellste, was Mutter ihren Kleinen schenken kann, ist ein unzerreißbares Bilderbuch. Dicke, große Pappkartondeckel ergeben t>ie Buchseiten, die mit buntem Stoff bespannt werken. Jede Seite stellt ein Märchen ober irgendein Bild dgr, das auf diesen bunten Unterton gestickt, «enäht ober gemalt wird. Besonders hübsch ist es lur die Kinder, wenn sie manches tatsächlich an- ifassen können: eine Perlenkette, die ein Kind trägt, Sie cnttqehängten Wäschestücke auf der Leine aber »en schonen, bicken Zopf vom Rotkävpchen ober i Ären buschigen Schwanz vom bösen Wolf. Tiere, : -Menschen, Häuser unb Bäume, alles kann man auf i liefen bunten Stoffseiten erstehen lassen und da- I Mit ein gutes, wertvolles und haltbares Bilderbuch Wir stehen jetzt mitten drin in der Dorweihnachtszeit, in der Mutter mit geheimnisvollem Gesicht sich die letzten Notizen macht und an die Festtagsvorbereitungen geht. Denn ihre Weihnachts- einfäufe für olle Lieben hat sie in diesem Jahr bereits hinter sich, und die Geschenke warten nur noch auf liebevolle Berpadung. Zunächst gilt es zu überlegen, ob auch wirklich an alle Angehörigen, Verwandten, Freunde und Bekannten gedacht ist. Ja, für jeden von ihnen liegt ein kleines ober größeres Geschenk bereit, unb das für die Solbaten ober Verwundeten ist bereits gepackt und wartet auf feine Absendung. Wie aber machen wir es in diesem Jahre mit dem Festessen? Die Ausgaben dafür können jetzt noch nicht feftgelegt werden, sondern die Hausfrau kann sie erst beim Einkauf selbst übersehen, wenn sie weiß, welche Fleisch- und Gemüsesorten und in welcher Menge sie beim Kaufmann zur Verfügung stehen. Aber jetzt schon kann sie die Ausgaben für den Kuchen bestimmen, kann durch allerlei „Spar- rezepte" die schönsten Pfefferkuchen und sonstigen Backwaren Herstellen. Der letzte Zettel enthält die Ausgaben für den Baum und feinen Schmuck. Außer an feinen Putz mit Lichtern und Lametta muß in kinderreichen Haushaltungen auch an feinen Schmuck mit allerlei Kugeln, Ketten unb Näschereien gedacht werden. Denn während allgemein der schlichte Baurn als ber schönste gilt, bleibt bad) noch immer der „Bunte" Baurn im Kinderkreis Trumpf. Für diese [NE 8 warmer Milch. Nachdem das Hefestück gut aufgegangen ist, vermischt man es mit dem notigen Mehl, fügt die bei jedem Rezept angegebenen Mengen von Milch, Butter, Eiern usw. hinzu, arbeitet alles gehörig mit dem Kochlöffel durch oder knetet es mit ber Hand (je nach Vorschrift) so lange, bis der Teig Blasen schlägt. Dann bedeckt man den Teig mit einem warmen Tuch und läßt ihn eine halbe bis eine ganze Stunde nochmals an einem warmen Ort aufgehen. Man kann ohne jede Gefahr, baß der Teig mißlingt, die in Rezepten angegebenen zahlreichen Eierzuaaben auf em bis zwei Eier einschränken, da die Triebkraft ber Hefe vollkommen ausreicht. Den Ofen heizt man fo vor, daß ein in den Ofen gelegtes Stück weißes Papier hellbraun wird. Da- durch wirb ber Hefekuchen noch kurz zum Aufgehen getrieben, bann aber durch ein kräftiges Backen vor bem Auseinanberlaufen (z. B. bei Stollen) bewahrt. Nach der bei allen Rezepten vorgeschriebenen Backzeit sticht man mll einem Hölzchen in ben Kuchen. Bleibt es vollkommen ttocken, ist der Kuchen fertig. Wtters Weihnachtsarbeilen. ungen so recht eine Zeit der Behaglichkeit, des häuslichen Friedens fein! Wie sich das aber mit dem großen Reinemachen vereinbaren läßt, das ist eine andere Frage, denn gesäubert soll die ganze Wohnung in erben, ehe das Weihnachtsfest seinen Einzug häll! Da gibt es denn besonders Männer, denen vor diesen vorweihnachtlichen Tagen mit ihren aufge- risienen Fenstern ohne Gardinen, der ewig scheuernden Hausfrau graut. Und das mit Recht Gewiß, es soll mehr gesäubert werden als täglich, aber die „ganze Bude auf ben Kopf" zu ftellen, jft auch nicht angebracht. Noch weniger ein Schuften unb Schrubben bis zum Helligen Abend, so daß. wenn die Feiertage gekommen sind, die Hausfrau halbtot vom vielen Arbeiten ist. Dadurch hat dann nicht nur sie kein schönes, friedliches Fest, sondern auch ihre ganze Familie leidet darunter, unter dem Lichterbaum sitzt dann nämlich eine abgehetzte ftrau, ber die Augen vor Ueberansttengung zu- sallen. , Zugegeben, daß die Dorweihnachtszeit eine besonders anftrengenbe ist, hauptsächlich dadurch, daß 'die Mutter ihre Weihnachtshandarbeiten und an» 2>ere Vorbereitungen nur spät abends treffen kann, well die Kinderschar erst in den Beiten stecken mutz. Wer mit dem Großreinemachen kann sie sich w einrichten, daß es ihr nicht über den Kopf wachst. Ein sauberer Haushalt benötigt ja auch gar kein „Auf-den-Kopf-Stellen" des ganzen Hauswesens, sondern ein gründlicheres Behandeln der WschmmA Und - wenn nun die Frau ein tüchtiger ..Minister des Innern" sein will, dann teilt sie sich diese besonderen Arbeiten ein. Sie beginnt d o r allem zeitig genug, und zwar mit ben^ werden schaumig gerührt, die anderen Zutaten daruntergemischt, auf einem Brett ausgerollt, ver- schiebene Formen ausgestochen unb im Backofen gebacken. Aachener Printen: Wir brauchen dazu 150 Gramm Honig, 100 Gramm Jucker, 250 Gramm Mehl, Gewürze, bazu 1 Teelöffel gemahlenen Anis und 2 Eßlöffel recht schwarzen Kaffee, IV-Teelöffel Backpulver. Einen Honigteig Herstellen, etwas ruhen lassen, daumendicke Rollen formen, platt rollen und 8 Zentimeter abschneiden. Mit gezuckerter Milch bestteichen unb mit ganz grobem Kristallzucker bestreuen. Backzeit etwa 15 Minuten. ♦ Ouarkauf lauf mit: Grieß: Vr Kilogramm Quark wird mll etwa 70 Gramm Grieß, 1 Eigelb, Salz, Kräutern, etwas Milch vermischt und abgeschmeckt, kurze Zell ausquellen lassen, dann steif geschlagenen Schnee unterziehen, in gut gefettete Auflaufform füllen und im Backofen backen. W u r st t u n k e : 200 Gramm Blutwurst, 20 Gramm Fett, 1 große Zwiebel, Vs Liter saure Milch, Vs Lller Wasser. Zwiebel in Fett dünsten, Wurst aus bem Darm befreien und in Fett und Zwiebeln anbraten. Dann aut mit Master unb saurer Milch vermischen und abschmecken. Fel-postpäckchen der Heimat an die Front. Weihnachtsfreude für alle Soldaten aus dem Kreise Wetterau. nen; die haben fein säuberlich getippte, von den Ortsgruppenleitern zusammengestellte Listen vor sich liegen, aus denen die Soldaten aus unserem Kreise, nach Ortschaften und Ortsgruppen getrennt, Der- zeichnet stehen mit Namen, Dienstgrad und Feldpostnummern. Da fehlt nichts, und es ist auch keiner vergessen. Wenn die Adresse geschrieben ist, wird eine 20-Pfg.-Marke aufgeklebt (über 250 Gramm!), dann werden die Päckchen geschlossen und verschnürt und in stattlichen Säcken zusammengehäuft. Später kommt das große Lastauto und fährt den ganzen Weihnachtssegen zur Post, die, wie man sich vorstellen kann, in der NSV. einen ausgezeichneten Kunden hat. Es sind, wie wir hörten, schon 3000 Päckchen an einem Tag fertig gemacht und zum Versand gebracht worden. Im Dorübergehen werfen wir auch schnell einen Blick in die Lagerräume. Im Keller lagern beispielsweise 2000 Flaschen Wein, gespendet aus dem' Kreise Mainz, etliche tausend Flaschen Saft und Gläser mit Marmelade, eingekocht und gespendet von Frauen aus dem Kreise Wetterau. Die NSKOV., die die Lazarette betreut, wird dafür sorgen, daß zu Weihnachten feder Verwundete in den Gießener und Nauheimer Lazaretten eine Flasche Wein bekommt. In einem anderen Lagerraum sind große Vorräte an Spielsachen aufgestapelt, die zu Weihnachten an die Kinder der vom WHW. betreuten Familien verteilt werden sollen. Aber zuerst müßen die Feldpostpäckchen fertig werden. Und sie werden auch vor dem letzten Termin olle fertia fein und hinausgehen und unseren Soldaten draußen in Frankreich, am Kanal oder oben tn Norwegen zu Weihnachten Freude machen und ihnen zeigen, daß die Heimat an sie denkt und für sie sorgt. Daß der Inhalt den Wünschen und Erwartungen unserer Landser genau entfvncht. beweisen die Dankesbriefe, die schon zu tausenden bei der NSV. eingegangen sind. Und wenn in diesen Driesen von der Frönt an die Heimat einmal nicht nur dankeschön gejagt, sondern auch sonst noch dies und das adgeladen wird, was ein Soldat auf dem Herzen haben kann — einer möchte vielleicht gern Zeitungen geschickt bekommen oder ein Buch: ein anderer hat einen Erholungsaufenthalt nötig oder eine Kur im Anschluß an die Behandlung im Lazarett —, dann kann der Absender gewiß sein, daß auch diese Wünsche und Anliegen an die c^MIe gelangen, die dafür da ist und das Erforderliche in die Wege leitet. —y — Gegen den Unfug mit Vornamen. Margrets, (Härenere (Clara Eleonore), Gretlife usw. Ebenso entstellt man die Vornamen Brigitte zu Bri- aitt, Margarete zu Margit, Margritt (mit zwei „tt"), Christina zu Christa (Küchenlatein; christa ist der Helmbusch, die Helmzier, englisch crest) usw. Diese Spielerei sollte gerade in einer Zeit, die die deutsche Seele gestalten will, verschwinden. Ebensolcher Unfug ist es, an Stelle des tn die Standesamtsregister eingetragenen Vornamens Ab- kurzungen und Kosenamen zu wählen. Für das „Deutsche Geschlechterbuch" ist allein die volle, un« abgekürzte Form, wie sie die Register zeigen, maß. gebend. Es heißt daher z. B. Emilie Wilhelmine Klara, selbst wenn die Betreffende „zeitlebens" von ihren zärtlichen Verwandten Mill, Mila, Mimi, Schnuji oder Putti genannt wurde. Dieser Kosename kann schlimmstenfalls in Klammern beige fügt werden, z. B. Emilie (Mila) Wilhelmine Klara oder z. B. Gabriele (Gabbi), Esther Ruth. Standesde- amte sollten die „Rudi" (statt Rudolf), ,3)eini" (statt Heinrich), „Willy" (statt Wilhelm), „Berti" (statt Albert) usw. als Vornamen ablehnen. Gerade die Abkürzung männlicher Vornamen wirkt besonders unmännlich, süßlich und abstoßend. Es ist eine besondere Geschmacklosigkeit, wenn z. B.- an Stelle des schönen germanischen Vornamens Edgar ein zuckersüßer, nach allen Wohlgerüchen des Morgenlandes duftender „Eggi" entsteht. Auffallend ist es, daß bei den erwähnten Doppel- oder Koppelnamen meist Vornamen gewählt werden, die eine Abschleifung fremdstämmiger Vornamen bedeuten, z. B. Jochen statt des hebräischen Joachim, Jürgen ober Jörg statt des griechischen Georgis, Klaus statt des griechischen Nikolaos, Bärbel statt der lateinischen Barbara (von barba, d. h. Bart, die Bärtige). Solch- Mischlingsvornamen I sollte man für deutsche Menschen nicht mehr Der» | wenden. Aus der Stadt Gießen. Die Mistel. Wenn die Natur ihren Winterschlaf halt, die Bäume entlaubt stehen, strotzt die immergrüne Mistel voll ungebrochener Lebenskraft. Wie große, unförmige Nester hängen die kugeligen, gabelästigen Büsche, an denen die gelblich-weißen Beeren wie Perlen schimmern, in den kahlen Baumwipfeln. Diese Kugelgestalt ist das Absonderlichste an ihr. Sie scheint sich um die Polarität der übrigen Pflanzen, die ihre Wurzeln zur Erde senken und die Blüte zur Sonne drängen, wenig zu kümmern. Immer wieder strebt sie mit ihren Zweigen an die Oberfläche der Kugelform, so daß die Wurzeln wie in ihrem Kern, in ihrer Mitte erscheinen. Sie will offensichtlich eine Welt für sich bilden, nicht „ein Haar" der Erde sein, wenn wir an des Astronomen Kepler Ausspruch denken, wonach die Erde ein Tier sei und die Pflanzen seien ihre Haare. Sie lebt am sichtbarsten auf Laubbäumen, be- sonders gern auf Pappeln, Birken und Weiden, sowie Obstbäumen, zuweilen auch auf Tannen und Kiefern. Die klebrigen Beeren werden von den Vögeln, besonders von Misteldrossel und Seidenschwanz, verschleppt, die sie mit Behagen verzehren. Fällt ein unverdauter Kern in eine Rindenspalte, so schlägt er alsbald Wurzel und treibt im ersten Jahr zwei Blätter, im zweiten das Doppelte und so fort in jedem Jahr, bis der seltsame Busch mehr und mehr in auffällige Erscheinung tritt. Kein Wunder, daß der merkwürdige Halbschmarotzer, der nach Ansicht des Altertums ohne Samen gezeugt sei und sich ohne Samen fortpflanze, schon früh mit der Götterwelt in Verbindung gebracht wurde, zumal man auch beobachtet hatte, daß Bäume, auf denen Misteln Überhandnahmen, dem langsamen Absterben verfallen. So besaß Persephone den magischen Zweig der Mistel, mit dem sie die Pforten der Unterwelt öffnete, und auch dem frommen Aeneas erschloß ein Mistelzweig den Zugang zu den Abgeschiedenen. Wotans Schlafdorn, mit dem er Brunhilde in tiefen Schlummer versenkte, war ein Misteltrieb, und von der Mistel war der Todespfeil für den Lichtgott Baldur geschnitzt, wie die nordische Sage erzählt: Die Göttin der Liebe, Freya, hatte in einem düsteren Traum den Tod ihres Sohnes vorausgesehen und darum alle Wesen des Himmels, der Erde, des Feuers und des Wassers schworen lassen, Baldur zu schützen. Nur der unscheinbaren Mistel hatte sie dies Versprechen abzu- nehmen vergessen. So verfertigte aus ihr der listige Loki die Unheilswaffe und veranlaßte den blinden Hödur, den Winterlichen, auf den Strahlenden zu schießen. Aber Freya siegte über den Triumph Lokis und liefe den Toten in der Mistel wieder auferstehen. Daher der heilige Brauch der Druidenpriester, am sechsten Tag des Jul in langen weißen Gewändern Und unter feierlichem Schweigen die Mistelbüsche mit goldenen Sicheln von den Bäumen zu schneiden. Sie wurden in weifeen Tüchern aufgefangen und danach einzelne Zweige unter die Versammelten als Amulette gegen vielerlei Krankheiten und Uebel verteilt. Auch in späteren Zeiten war die Mistel als Zauber- unb Heilkraut viel umfabelt. Man nannte sie Hexenbesen und Jageteufel und band sie zur Weihnachtszeit an die Obstbäume der Gärten, um deren Fruchtbarkeit zu erhöhen. Als Gespensterrute hing man sie Kindern zur Abwehr alles Bösen um. In einen Baum, auf dem eine Mistel wuchs, schlug der Blitz nicht ein. Bei Krämpfen und Fallsucht, bei Fieber und Gicht sollte die Mistel helfen. Aber auch die heutige wissenschaftliche Medizin hat sich dem uralten Heilmittel wieder zugewandt und festgestellt, dafe die Mistel einen guten Einfluß auf den Kreislauf und das Herz habe. Mistelextrakt soll bei Arterienverkalkung den Blutdruck allmählich senken und das Allgemeinbefinden bessern. Zur Verwendung kommen Blätter und Beeren. P. B. 15ornotwn Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 19 bis 21 Uhr. Gastspiel Geraldine Katt in „Scampolo". — Gießener Vorlragsring: 19.15 in der Neuen Aula Lichtdildervortvag Dr. Colin Rvß über „Das neue Asien". —Gloria- Palast: „Friedrich Schiller". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Herz modern möbiliert". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18 30 Uhr Wech- nachtsausstellung im Foyer des Stadttheaters. Stabttfeeafer Gießen. Am heutigen Donnerstag gastiert zum ersten Male die Bühnen- und Filmschauspielerin Geraldine Statt in Gießen. Die Künstlerin hat sich in jüngster Zeit einen Namen gemacht und die Be- liebiQeit des Filmpublitums erworben. Ihren Humor, ihre Gewandtheit und ihren munteren Charme hat sie in den Fllmeu „Das Muocyen -ötene', „Sänger ihrer Hoheit" (Stimme des Herzens), „Florentine , „Der Fall Deruga", „12 Minuten vor 12", „Seitenfprünae", „Meine Tochter tut das nicht", vielfach unter Beweis gestellt. In dem zur Zett noch in der Fertigstellung befindlichen Ufa- Film „Hochzeitsnacht" wird sie in der „Zensi" ebenfalls eine Hauptrolle verkörpern. Mit „Scampolo" wird sie eine der reizvollsten Rollen in der heiteren dramatischen Weltliteratur spielen und einem Meisterwerk der Komödie von Rlccodemi m.'.steruche Darstellungskraft geben. Unter der Direktion und Spielleitung von Alexander Richter wird eine Spielgemeinschaft von erstklassigen Berliner Darstellern mit Geraldine Katt in „ocampolo" Mitwirken. Hermann Wagner vom Deutschen Fernsehsender spielt den Ingenieur Fanti, Aenne Benz vom Kleinen Lustspielhaus Berlin die Kabarettsängerin Franca, Arno Paulsen und Luise Detter verlor >ern das Ehepaar Bennini. Außerdem sehezi wir Paul Adams, Hans Hannemann und Eric Umlauf. Außer Miete! Ortszett für den 13. Dezember. Sonnenaufgang 9.29 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. — Monduntergang 7.26 Uhr, Mondaüfgang 16.49 Uhr. Oer Wald kommt in die Stadt. Nun kommt wieder der Wald herein in die Stadt. Dollbeladene Fuhren schwanken über oft unwegsamem Pfad der brüten Landstraße zu. Gespann und Fuhrmann und all dir großen und Heinen Tannenbäume sind umwoben vom Hauch des Waldes, der einsam und schweigend jetzt draußen steht im Land. Da hört man die Aexte schlagen, und immer wieder huschen die Krähen einher, ruhlos und unstet, aufgeftört in ihrem Reick. Eichkätzchen springen behend über die Lichtung uno hüpfen eilig durchs Jungholz, um bann hoch oben Auslug zu halten nach dem Treiben der ungewohnten Störenfriede. Da und dort kreischt eine Säge auf, und wie ein leises Wehrufen des Waldes ist das Krachen der Aeste ... So bringt der stille Wald fein Opfer zur Weih- In dem Lager der NSV. im ehemaligen „Einhorn" herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb. Die Aktion „Fetdpostpäckchen der Heimat an die Front läuft auf vollen Touren und steht kurz vor dem Abschluß. (Nach dem 15. Dezember übernimmt näm- lief) die Post keine Gewähr mehr dafür, daß Feldpostpäckchen rechtzeitig zu Weihnachten in die Hand des Empfängers gelangen.) Im Rahmen dieser Aktion find vom 15. Oktober bis jetzt rund 28 000 Päckchen an alle Soldaten des Kreises Wetterau geschickt worden. Es lohnt sich, einmal durch Die Räume der NSV. zu gehen und sich anzusehen, wie das gemacht wird. Zunächst einmal hat die NSV. das Rohmaterial beschafft, d. h. sie hat aus den Mitteln des WHW. im Großen eingekauft. Dor allen Dingen handliche Feldpostpäckchen, die sich hier zu beachtlichen Bergen auftürmen. Dann kam der nahrhafte, erfreuliche und nützliche Inhalt. Hören wir einige Zahlen; es wurden für die Aktion beschafft: 1400 Kilogramm Lebkuchen, 7000 Kilogramm getrocknete Früchte, 175 000 Rasierklingen, 35 000 Drops, 14 000 Por- tionen Drops zu 30 Gramm, 140 000 Zigaretten, 16 000 Zigarren, 1200 Pakete Tabak zu 50 Gramm. Das sind so einige Zahlen, die sich hören lassen. Damit kann man unseren Soldaten, die das Weihnachtsfest nicht daheim verleben können, schon eine Freude machen. Bedacht werden alle Soldaten aus dem Kreise Wetterau, natürlich ohne Unterschied von Rang und Dienstgrad, einschließlich des Arbeitsdienstes und der Organisation Todt. Hier wird mit Ueberlegung und System am lau- fenoen Band gearbeitet. Die Arbeit häuft sich, die Zeit drängt, und am 15. ist der letzte Termin. Aber es wird geschafft. Die Mädchen und Frauen der Frauenschaft arbeiten unermüdlich in drei Schichten, die sich ablösen, von 9 bis 12, von 15 bis 18, und abends von 20.30 bis 22 Uhr — einerlei, ob Sonntag ober Werktag. Am lausenden Band sozusagen: in jedes Feldpostpäckchen wird erstmal eine hübsche, weihnachtliche Serviette eingelegt, bann folgen nacheinander Gebäck,/ 15 Zigaretten, Rasierklingen, Drops und Pfefferminz. Dann wird ein Zettelchen hineingetan: hergestellt durch NSV., Kreisleitung Wetterau, Gießen, Weihnachten 1940, und dazu kommt noch ein Weihnachtsbnef des Kreisleiters mit herzhaften Worten an alle Soldaten des Kreises Wetterau. Aus den flinken und fleißigen Händen der Packerinnen geht das Päckchen zu den Adrefseschreiberin- Reichspräsidialrat Dr. Bernhard Koerner nimmt im Vorwort zum 109. Band des „Deutschen Geschlechterbuches" zu dem „Unfug der Vornamen" Stellung. NSG. Zu den unerfreulichsten Entartungserscheinungen auf dem Gebiete der deutschen Volkspflege gehört die Vornamengeberei. Während für schlichten Sinn — und nur das Schlichte ist vornehm und beständig — die Gabe eines Rufnamens g.nügt, müssen Denen, die mehr Wert auf den Schein als das Sein legen, zwei Rufnamen herhalten. Wie die Fürsten sich Friedrich Wilhelm usw. nannten, muß jetzt auch beim Bürgertum, besonders seitdem der Theaterprinz Karl Heinz in dem Stück „Alt- Heidelberg" die Herzen der Frauen eroberte, der Doppelrufname verwandt werden. Um die enge Verbundenheit der beiden Rufnahrnen auch äußerlich zu kennzeichnen, fügt man den Bindestrich hinzu. Während früher niemand auf den Gedanken kam, „Friedrich Wilhelm", „Friedrich Franz", „Karl Theodor", „Gustav Adolf", Johann Georg", „Ernst Ludwig" mit einem Bindestrich zu schreiben, finden wir jetzt die „Hans-Jürgen", „Hans-Joachim", , Fritz-Heinrich" usw. Das Oberlandesgericht In Dresden hat vor einigen Jahren entschieden, daß b$.r Bindestrich bei solchen Doppeloornamen fortzulassen ist. Der Bindestrich genügte aber manchen nicht. Sie schreiben die beiden Vornamen nun in einem Wort. Wie der Name Ottheinrich, Pfalzgraf bei Rheine, wie In der Sage Hugdietrich und Wolfdietrich als seltene Ausnahmen solcher Doppelvornamen auftreten, so bildet man jetzt Karlheinz, Karltheodor, Ottheinz, Heinfried, Hansheinz, Hanzheinrich, Hans- fritz, Hansgötz, Hansjochon, Heinzkarl, Hansklaus, Klaushans, Klauedietrich, Klauskarl, Rolfdietrich, Rolfbaldur, Liselore, Loreljse, ßorelotte, Lottelore, Hannelore, Ingelore, Hannelise, Lisemare, Marlies, nacht der Menschen. Nur Tage noch, bann /stehen die Tannenbäume zu Hunderten auf den Plätzen und Straften der Städte. In eigener Fühlung oder 1 an Hauswänden gelehnt, so warten sie, bis einer ' die Hand danach ausstreckt und prüfend sie mustert : auf Fülle und Wuchs. Ueberm Buckel getragen geht's bann ben Weg ins Ungewisse. Ein Abschied- iiehmen will's scheinen, wenn der Händler ben einen ober anberen Baum aus ber Reihe nimmt Dann beginnt ber Weg ins Weihnachtsland. Ihr alle ba .. .?* Da Weihnachten naht, wirb uns am nächsten Samstag und Sonntag zur Straßensammlung die Jugend mit einer Serie heiterer Figuren überraschen. Hitler-Jugend und BDM. bringen in ihren Schachteln und Taschen den Puppenbestand eines ganzen Kasperltheaters mit. Und wir alle werden uns freuen, wenn wir die Abzeichen — 15 Stück an der Zahl — am Mantelaufschlag baumeln haben. Zu Hause werden sie am Weihnachtsbaum Frohsinn und Freude spenden, als beredte Zeugen opferwilliger Herzen; denn hinter Kasperls heiterem Spiel steht der Ernst des Lebens, williges Geben und gläubiges Vertrauen. Wenn am Samstag und Sonntag also Kasperl an unser Herz klopft, wenn sein schelmisches: „Seid Ihr alle ba?*' heimelig aus der Jugendzeit in uns nachklingt, dann wollen wir ihm, Herz und Hand weit offen, mit den klingenden Münzen in der Sammelbüchse eine längstvertraute Antwort geben, ein freudiges, vielstimmiges: Ja—a! Feldpostbriefe und Feldpostpäckchen. Die Deutiche Reich-post hatte kürzlich das Höchstgewicht für private Feldpostbriefe auf 100 g festgesetzt und für private Feldpostsendungen, die schwerer als JOO g sind, bestimmt, daß sie als Feldpostpäckchen gelten und als solche bis zum Gewicht von 250 g gebührenfrei befördert werden. Damit nach dieser Neufestsetzung der Gewichtsgrenze zwischen Feldpostbriefen und Feldpostpäckchen die Wehrmachtsangehörigen usw. in der Gebührenfrage nicht schlechter gestellt werden als nach ben früheren Bestimmungen, werden jetzt Feldpostpäckcken bis zum Gewicht von 275 g gebührenfrei befördert. Erst von über 275 g wird die Gebühr von 20 Rpf. erhoben. Schauspielerin i. 3R. Auguste Marcks t- Die Schauspielerin Auguste Marcks, die früher dem Ensemble des Gießener Stadttheaters angehörte, ist yach längerem Leiden am 10. Dezember im Alter von 74 Jahren gestorben. Auguste Marcks wirkte, wie viele der älteren Gießener Theaterbesucher sich erinnern werden, in unserem Schauspiel-Ensemble unter der Direktion des vor einigen Jahren ebenfalls verstorbenen Intendanten Hermann Steingoetter zwölf Jahre lang, von 1917 bis 1929, und hat sich während dieser langen Zeit als eine der liebens» würdigsten und gewandtesten Darstellerinnen im Verbände des damaligen Spielkörpers — neben Goll, Geffers, Schubert, Teleky, Juhnke und manchen andern — vortrefflich bewährt. Ihr eigentliches Fach waren die Mütter; auch die reiferen Salondamen und manche Heldinnen sind ihr-anvertraut gewesen. Wenn man im Archiv die älteren Jahrgänge der Gießener Theaterberichte durchblättert und sich nach den Rollen umsieht, die Auguste Marcks im Laufe der zwölf Jahre ihrer hiesigen Bühnentätigkeit gespielt hat, bekommt man wieder einmal einen Eindruck von der Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit, die von einem Provinztheaterdarsteller verlangt und geleistet wird; Fräulein Marcks hat in klassischen und modernen Stücken, in ernsten und leichten Rollen chre feine, nie mit heftigen und lauten Mitteln wirkende, immer sehr weiblich anmutenbe Schauspielkunst geübt Es ist unmöglich, heute all die Gestalten wieder zu beschwören, die sie einmal lebendig gemacht hat, aber einige, wie uns scheint, besonders kennzeichnende, seien doch genannt: die Herzogin von Friedland im „Wallenstein", die Gertrud Stauf- facher in „Dell", Frau Gunhild in Ibsen- „John Gabriel Borkmann", die Matrjona in Tolstois „Macht der Finsternis", die Mutter in Scbönherrs „Glaube und Heimat" und die mütterliche Witwe in Sudermann- „Schmetterlingsschlacht"; diese wenigen Namen mögen genügen, um ben Umfang der Gestaltungskraft und der AusdruckSmöglichkeüen der Schauspielerin Auguste Marcks in etwa anzudeuten. Cir wird in der Geschichte des Stadttheaters unvergessen bleiben. htli Gießener Dochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehn sich für A=ffiare. Für V-Ware oder abfallende Wari svwie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger * G i e ß e n , 12. Dez. Auf dem heutigen Wochen markt kosteten: Markenbutter, 34 kg 1,80 RM. Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, aus ländische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, N kg 4,1, 5 kg 41, Wirsing, N kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut 1, gelbe Rüben 5 bis 8, rote Rüden 7, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 7, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat (‘/10) 8, Aepfel, % kg 15 bis 35, Lauch 17, Sellerie 1< Rettich 14, Salat, das Stück 8 bis 10, Endivien i bis 10, Oberkohlrabi 8 bis 10 Rpf. ♦♦ 7 5 Jahre alt. Am heutigen Donnerst^ 12. Dezember, wird Frau Witwe Vogel, Ne» stadt 39 wohnhaft, 75 Jahre alt. Der Jubilam gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche für einen schönen Lebensabend *♦ Gesalzene Butter auf dem Mark! Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß bit Hauptvereinigung der deutschen Milch- und Fett- wirtschaft diesmal hauptsächlich gesalzene Butlek für den hiesigen Bezirk freigegeben hat, so daß bei dieser Verteilung zum größten Teil gesalzene Buß. ter auf den Markt gebracht werden kann. Beaiv. ffanburrgen beim Kleinverteiler sind also nicht ai» gebracht. Aus der engeren Heimat. Landkreis Dietzen * Watzenborn-Steinberg, 11. Dez. Am Son» tagnachmtttag fand im Vereinslokal „Zum grünen Baum" die Jahreshauptversammlung deS Männer:« gesangvereins „Eintracht" statt. Vereinsführer Karl Häuser gedachte zunächst der Ehrenmitglied« Balth. Pitz und Gründer Balth. Schmandt, du durch den Tod abberufen wurden, sowie der gefallene? Helden des Krieges. 28 Singstunden wurden in letzten Jahre gehalten und 2 Singen im Lazareb durchgeführt. Tie Kassenberichte wurden von den Rechnungsprüfern für richtig befunden. Der Vereinsführung wurde Entlastung erteilt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand eine besondere Ehrung, Ehrenchormeister Georg Harnisch, der seinen 65. Geburtstag begehen konnte und den Verein schon feit 15 Jahren als Chormeister betreut, wurde zum Ehrenmitglied ernannt und ihm eine Urkunde üben- reicht. Dem ehemaligen Beauftragten des Sängen- gaucS XII, Wendler, Bad-Nauheim, wurde dieselbe Ehrung zuteil. Kam. Wendler als jüngstes Ehre» Mitglied des Vereins dankte mit herzlichen Worten für diese Auszeichnung. Ferner wurden noch drei Mitglieder für dreißigjährige aktive Sängertätigkeit durch die Ueberreichung eines gerahmten Bilde-; geehrt; es waren dies Georg Wallbott, flau! Philipp und Karl Schmandt. Eine Spende öpm 160,-— RM. soll zu Weihnachtspaketen für die en» gezogenen Kameraden verwendet werden. Ter Vorstand blieb in seiner bisherigen Besetzung bestehen. Die Versammlung wurde verschönt durch einige gut vorgetragene Chöre. » * Hungen, 10. Dez. Am Montag wurde m dem bis auf ben letzten Platz gefüllten Saale des „Tarn» städter Hof" ein Gastspiel der Darmstädte: Volksbühne „Meine Tochter — Deine Tochter? aufgeführt, das mit lebhaftem Beifall ausgenommen! wurde. Wie Ortsgruppenleiter Würtz in feiner £e« grüßungsansprache mitteilte, sollen in monatlid cm Abständen weitere kulturelle Veranstaltungen fün Hungen und Umgebung durchgesührt werden. Äm Montagnachmittag veranstaltete die Volksbühne eiju Kindervorstellung „Das gute Liesel und das bössr Gretel", die von 340 Kindern besucht war. Besonder:'. Anerkennung gebührt den Schülern und Schülerinnen der hiesigen Oberschule, die sich in vorbildlickn Weise für den Kartenverkauf eingesetzt hatten un b denen es gelungen war, innerhalb zweier Tage allir Karten in Hungen, Inheiden, Langsdorf und Utphir zu verkaufen, so daß keine Abendkasse mehr ftattfr finden konnte. Für den Monat Januar ist ein (W spiel d-r Nhein-Mainil^en Lan^"^bü^"e nnrnffcfi'’T. 5 Grünberg, 12. Dez. Die Bezirkssammel' stelle Grünberg der Reichsardeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbefchasfunz (RfH.), die von Lehrer L R. Roth im letzt«!! Sommer eingerichtet worden ist uno erioigre.u, gs: leitet wurde, hat ihre Tätigkeit für dieles Jahr c& geschlossen. Mit 357.250 Kilo Trockengut an HM- und Teekräutern und 85 Kilo frischer Hagebutü» ! hat sie ein gutes Ergebnis erzielt, wenn man ta rücksichtigt, daß es vorwiegend kleinere einklassiM Schulen gewesen sind, die an dem Aufkommen bis; ser Mengen beteiligt waren. An getrockneten Heil!' und Teekräutern kämen an die Gausammelstelle Frankfurt a. M.-Höchst zum Versand: Himbeerbläu- ter 151,05; Kamillenblüten 74,5; BrombeerblättLk 61,5; Sck-afgarbenblüten 26,25; Johanniskraut IT; Maiblumenblätter 11,5; Holunderblüten 7,9; Acker- schachtelhalm 7,5 Kilo. An der Spitze der Samme l'j oinheiten steht die Volksschule Grünberg mit 123J Kilo Trockengut (+ 85 Kilo Hagebutten). Beach-!' liehe Erfolge haben die kleinen Schulen von Han« bad) mit 56,5 und Saasen mit 53,4 Kilo Trockengut zu verzeichnen. Es folgen die Schulen dm Stangenrod 30 5; Lumda 24,3; Göbelnrod 14,250; Weickartshain 12,8; Reinhardshain 12,7 (+ 3 Ä® Hagebutten); Oueckborn 7.5 (4- 26 Kilo fiagebJi'; ten); Lindensiruth 5; NS.-Frauenschaft Göbelnnv) 7 Kilo. Dazu kommen noch 24 Zentner Rofekasl«' nien, die die Volksschule Grünberg gesammelt Hal- Die Leitung der Bezirkssammelstelle hat jetzt Leh' rer Reibert übernommen. Schwememarkk in Nidda. ♦ Nidda, 11. Dezember. Auf dem heutia§ü Schweinemarkt standen 67 Ferkel zum Ve:st kauf. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 16 b-ir 20 RM., 6 bis 8 Wochen alte 21 bis 26 RM. Pvo Stück. Bei flottem Handel wunde der Markt W' räumt Frankfurter Scklacktviehmarkt. Frankfurt a. M., 12. Dez. (Dorbericht.) kosteten: Ochsen 34 bis 46,50 RM., Dullen 3550 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 34 bis 45.-H Kälber 35 bis 59, Hammel 34 bis 51, Schafe 20 bis 44. Schweine 50 bis 58 RM. Marktverlauf: all«' zugeteilt Ein unangenehmes. 0 PmdVMI Sä’---55 e \ i • bekämpfen läßt Elle" gen Sie Haar und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Alkali und keine Kalkseife Im Haar verbleiben, also mit: SCHAUMPON SC ZK