Dienstag. 12. November 1940 1.80 ucb bei Nichterscheinen des RAD. vor einem telie der Reü iampfa Berlin, 12. Ttov. (DRV. Funkfpruch.) Am von 6000 VRT. und einen von 5000 BRT. zu Dienslagvormittag traf der Vorsitzende des Rates 5« den lej pausenlose Vergeltungsangriffe aus London fi* °°°luch°n sie. die deutschen Mafchmen zu bedränge». 4 Berlin, 11. Koo. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht -gibt bekannt: Die Vergeltungsangriffe auf London wurden am 10. Rovember und in der Rächt Gtükaverbände vernichten Geleitzug. Sechs feindliche Handelsschiffe versenkt, drei weitere schwer beschädigt. Zn heftigen Lustkämpfen sieben englische Maschinen abgeschoffen. zum 11. November ohne Unterbrechung fortgefet$L Außerdem wurden in Süd- und N Nt im Sturzflug an. Dabei gelang es, trotz starker feindlicher Flak- und Jagdabwehr einen Frachtdampfer von 10 000 BRT., zwei von je 8000 BRT^ einen versenken, sodaß der Gegner mit Sicherheit 37 000 BRT. an Handelsschiffstonnage verloren hat. Drei weitere Schiffe wurde so schwer beschädigt, daß mit ihrem teilweisen oder ganzen Verlust zu rechnen ist. 3m Lause dieser Angriffe kam es zu heftigen Luftkämpfen, in denen unsere 3äger sieben gegnerische Flugzeuge vom Vau- muster Spitfire und hurricane a b s ch o s s e n. Vier eigene Flugzeuge gingen verloren. ein Rüstungswerk bei Granham mit guter Wirkung bombardiert. 3m Seegebiet ostwärts Rliddlesborough ver- senkte ein Kampfflugzeug ein Handelsschiff von 8 0 0 0 BRT. Feindliche Flugzeuge warfen in der Nacht zum 11. November im Reichsgebiet an verjchiedeneu Oc- Korpsführer des NSKK. Hühnlein, ^-Gruppenführer heihmeyer, der Kommandant von Berlin, Generalleutnant S e i f f e r t, und weitere Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht zur Begrüßung erschienen. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weizsäcker, die Staatssekretäre Bohle und Keppler waren mit den leitenden Beamten des Auswärtigen Amtes gleichfalls anwesend. Vom Diplomatischen Korps in Berlin hatten sich der chinesische Botschafter Chen Chieh, der türkische Botschafter Gerede, der Kaiserlich 3apa- nische Botschafter K u r u s u und der königlich Italienische Geschäftsträger Botschaftsrat Z a m b o n i als Vertreter des von Berlin abwesenden Botschafters Alfieri eingefunden. Präsident Molotow und Reichsauhenminister von Ribbentrop schritten nach der Begrüßung die Front der vor dem Bahyhof angetretenen Ehrenkompanie ab. Sodann geleitete der Reichsaußeumiui- ster Herrn Molotow zum Schloß Bellevue, wo der Chef der Präsidialkanzlei des Führers Slaalsminister Dr. Meißner den Gast und seine Begleitung empfing. Berlin, 11. Rov. (DRV.) Die Tätigkeit der deutschen Luftwaffe war auch am Montag von beträchtlichen Erfolgen begleitet 3n den Morgenstunden griffen leichte Kampfflugzeuge London und andere kriegswichtige Ziele in Süd- csiengland an und belegten sie mit Bomben. 3m Atlantik, etwa 400 Kilometer westlich von 3rland, toarf ein deutscher Fernaufklärer Bomben auf einen britischen Frachter von 2500 BRT. und brachte ihn zum Sinken. Deutsche S t u r z k a m p f f l i e g e r v e r b ä n d e überraschten im Seegebiet südostwärts Harwich einen stark gesicherten Geleitzug und griffen ihn im x aus. r Her« . nich! loten, Kl gt. Anstatt ■ Neu, Nischen ' onbern Motow in der ReichshauWadl eingetroffen. Begrüßung auf dem Anhalter Bahnhof. — Oer Reichsaußenminister geleitet den russischen Gast zum Schloß Bellevue. fc ’ mit IQd)iti A in te da, bet Tost. ei Io. übet. Taste, r bet 'Mann m oe, er he, n nut !s 3m p^' eflentt Straf, haben halb, JorfaH, Kanadischer 26 000-BRT. Oampfer bombardiert. Neun ort, 11.Nov. (DNB.) Nach in Neuyork eingetroffenen Meldungen ist der kanadische Truppentransporter „Empreß of Japan" (26 032 BRT.) im Nordatlantik b ombardiert und schwer beschädigt worden. Das Schiff war vor Kriegsausbruch einer der besten Dampfer auf der Route Vancouver—Ferner Osten. Er kann als Truppentransporter rund 7000 Mann unterbringen. Alle norwegischen Küsten- und Torpedobatterien wieder gefechtsklar. Berlin, 11.Nov. (DNB.) Die Küstenverteidigung Norwegens ist im Laufe der Sommermonate erheblich ausgebaut und verstärkt worden. Es war versucht worden, die zur Küstenverteidigung Norwegens eingebauten Geschütze zu zerstören. Abgesehen von den neu ausgestellten deutschen Flak- und Küstenbatterien sowie Torpedobatterien sind nunmehr auch alle norme g i s ch e ti Küsten- und Torpedobatterien wieder in gefechtsklaren Zu st and gebracht worden. der Volkskommissare der UdSSR, und Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten W. M. Molotow auf Einladung der Reichsregierung zu einem mehrtägigen D e u t s chla n d - B e- such auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin ein. 3n seiner engeren Begleitung befanden sich außer dem Sowjetrussischen Botschafter in Berlin, Schkwar - zew, der ihm bereits zur Grenze entgegenge- ! fahren war, der Volkskommissar für Hüttenwesen Tewoßjan, der stellvertretende Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Dekanofow, [öer stellvertretende Volkskommissar Dr.-Ing. Merkulow, der stellvertretende Volkskommissar für Außenhandel Krutikow und die stellvertretenden Volkskommissare für die Flugzeugindustrie Belandin und Jakowlew. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hieß den Präsidenten Molotow auf dem Bahnsteig herzlich willkommen. Ferner waren Generalfeldmarschall Keitel, Reichsminister Dr. Lammers, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichsführer ff Himmler, der mi 5835 Del mH ? tta 5s vergeb« : nur ei» I ttanabme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormitMaS Anzetgen-Preiler Knreigemeil 7 Rvt. ic mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 60 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25J/o mehr iad)t nie inge Zek I : getane ft, 69 hl f stehen-' igte, * ach n>^ feit fü eter IM chüftlichr' moatibert nie nstdl olangeS mßte ih" nem Pntl tDorüW ' „Wohs ert'proF inem Harne,» Wt uft jarette.® Tanzes mit* »r nit ,««* Englische Kreuzer im Feuerorkan der Stukas Von Kriegsberichter Rudolf Wagner. Ztalienischer Kriegsherbst Von unserem ^..Berichterstatter. etwas merken. . Außenbild und Alltag der italienischen Städte! verraten also im allgemeinen nicht allzuviel von der i Ungewöhnlichkeit der Zeiten. Diese Ausgeglichenheit ist schließlich auch ein Teil der inneren Mobilmachung und damit ein "iötütf Heimatfront. Nur in einem siegenden Lande läßt der Krieg das Leben einigermaßen unbehelligt weiterfließen. Nicht ohne Sorgen — gewiß nicht — wer Freunde hat, wird natürlich allenthalben davon sprechen hören. Doch der Ernst, der wie im Reiche dem Schicksal teurer Angehöriger gilt, wird ebensowenig wie, bei uns den Stolz auf das Geleistete'überhören lassen und die Gewißheit, an einem glücklichen Wendepunkte des nationalen Schicksals zu stehen. geisterten Puolikum auf dem Monte Pincio, |oms Musikhügel. Ein wirklich „naiv" hier eintreffender Fremder 1 ürbe zunächst im Straßenbilde der großen Garni- )ii Rom d i e Soldaten vermissen. So aradox es klingt: gerade der Krieg brachte eine Illige Entmilitarisierung des öffentlichen Lebens, a Rom zur offenen Stadt erklärt worden ist, nd eben nur noch Urlauber und spärliche Rest- immandos sichtbar. Dann kommen die kleinen Ein- hränkungen: Fleisch gibt es nur an drei auf ein-- verfolgenden Wochentagen, so daß der Freitag, er herkömmliche Tag der Fastenspeise, eben auf en Rest der Woche ausgedehnt erscheint. Butter nd sonstige Fette sind rationiert. Das Einheitsrot sei, so klagt eine große Tageszeitung, zur Zeit och nicht auf' der höhe seiner qualitativen Mög- chkeiten angelangt, da es infolge eines gewissen Nangels an Backöfen zu feucht bleibe. Dafür ist mb bleibt die fabrizierte „Pasta", also Makkaroni rt allen möglichen Variationen die tragende Säule er Dolksernährung. Ohne die vorsorgliche Planung des faschistischen Staates wäre aber auch die italienische Speisekarte estimmt weit weniger bunt ausgefallen, als sie mnier noch, wenn auch ohne Uebertriebenheit, aus- chaut. Zwischen dem Korporationsministerium und len Verbänden der Metzger (S. A. M. A.) wurde tine Regelung getroffen, die den Zwischenhandel fjr das Fleisch auf dem Wege vom Erzeuger zum Der erste Kreuzer, auf den nun der größte I Teil der Angreifer in überraschendem Sturz herab- rast, feuert aus allen Rohren. Wie eine lohende Feuerwand erscheint die Steuervordseite des kindlichen Kriegsschiffes, von der aus ein unaufhörliches, zuckendes Mundungsfeuer aufflackert. 2lver die Kanoniere vermögen der rasenden Geschwmolg- r feit der vom Himmel herabfallenden Maschinen auf den Kreuzer, dessen Ausbauten und Geschützumrisse im Pulverdampf der Flakwaffen kaum mehr xu erkennen sind. Keiner der Angreifer verspürt den Feuerhagel. Jeder sieht nur das Ziel. ten Bomben, wobei an einer Stelle ein Holzlager in Brand gesetzt und an zwei anderen Stellen Hochspannungsleitungen beschädigt wurden. Weiter beschädigten feindliche Bomben zwei Bauernhöfe und ein Wohnhaus. Es sind insgesamt ein Toter, ein Schwerverletzter und neun Leichtverletzte zu beklagen. In den Luftkämpfen des gestrigen Tages wurde» vier feindliche Flugzeug abgeschossen. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt. Mißglückte Lufitorpedoangriffe auf deutschen Sperrbrecher. Berlin, 11. Nov. (DNB.) Am 10. November 1940, nachmittags, wurde ein deutscher Sperrbrecher in der westlichen Nordsee von zwei englischen Flugzeugen mit Lufttorpedos angegriffen. Das gutliegende Flakseuer des deutschen Kriegsfahrzeuges hinderte die britischen Flugzeuge am treffsicheren Zielen. Der deutsche Sperrbrecher konnte durch geschicktes Manövrieren den abgeschosienen Torpedos ausweichen und kehrte wohlbehalten zu seinem Stützpunkt zurück. löcher und enthüllen den Angreifern trotz diesiger sicht zwei englische „Kreuzer vom Dienst, i»ie offensichtlich in Kiellinie einem nachfolgenden Geleitzug voranlausen. Ein Befehl ruft zum Angriff. Der Verband löst sich auf und stürzt aus mehreren tausend Metern durch das Wolkenloch auf die dunklen Ziele. Das unheimliche heillen der Dampfmaschinen reißt die englischen Kanoniere aus dem Gefühl der Sicherheit, das sich ihnen bereits I tfdbetnt täglich, nutzer onntaas und feiertags erlagen: Die Mustrierte iiefcenerftamilienblätter ebnnt unRild DieScholle (DNB.) . . . ., 11. Nov. (PK.) Wiederholt griffen in den letzten Tagen deutsche Sturzkampfverbande englische Geleitzüge und Kriegsschiffe unmittelbar an der Ostküst e mit großem Erfolg an. Bis tief in die Themsemündung hin- «i n verfolgten sie den Gegner, um seine Schiffe zu treffen und zu vernichten. Bei einem der letzten Angriffe gelang es sogar, z w e i 1 0 0 0 0-T c> n - nen-Kreuzer mit Bomben schweren Kalibers ,iu belogen, wie der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht kürzlich berichtete. Eine geschlossene Wolkendecke liegt rote eine Scheidewand zwischen den angreifenden Stukas und den englischen Geleitzügen, die im Dunst der herannahenden Abenddämmerung der Themsemündung Mstreben. Eiy gewagter Einsätz der deutschen Flieger in diesen späten Abendstunden. Nur Schneid ilnd Können versprechen noch einen Erfolg. Der Tinsatz wird gewagt, unb das Glück ist mit den Männern, die alles daran fetzen, den Feind in seinem Schlupfwinkel aufzustöbern und anzugreisen. lieber Sandbänken öffnen sich plötzlich Wolken- (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Rom, November 1940. Das Bewußtsein einer außerordentlich positiven llanz der ebenso kurzen wie genutzten Kriegs- Monate ergibt die Grundlage der freudig gehobenen , uversicht, mit der auch Italien diesmal zwischen ommer und Winter steht. Kaum wird der Fremde, der Rom jetzt etwa zum erstenmal betritt, den Eindruck gewinnen, daß er sich in der Hauptstadt Eines kriegführenden Landes befindet. Vorausgesetzt natürlich, daß er am Tage hier eintrifft, denn die Oer Besuch Molotows. Im großen Rahmen der neu auszurichtenden Weltpolitik, in den die Fülle der Probleme durch die Ereignisse hineingepreßt wird, kommt dem Besuch des Regierungschefs der Sowjetunion und Außenkommissars Molotow in Deutschland eine besondere Bedeutung zu. Er ist die deutliche Unter- treichung der Tatsache, daß Deutschland und Rußland mit ihrer erneuerten Politik der Selbstachtung und Unabhängigkeit die alten politischen und wirt- chaftlichen Fäden wieder aufgenommen haben, welche die beiden Staaten nicht nur flurz Bismarckzeit, sondern in ihrer ganzen Geschichte auf das Innigste verknüpften und die so wesentlich, ja ent- cheidend, das Schicksal dieser beiden Nationen ge- taltet haben. Als das zaristische Regime und eine im russischen Volke nicht verwurzelte Oberschicht sich vor dem Kriege England verschrieb, hat das russische Volk dies teuer bezahlen müssen. Erfahrungen find die besten Lehrmeister. Sowjetrußland hat ebenso wie Deutschland die Erfahrungen gemacht, daß beide Nationen trotz aller Unterschiede der. Weltanschauung nur dann den Weg zur politischen und wirtschaftlichen Höherentwicklung finden, wenn sie sich gegenseitig als gute N^i chbarn behandeln, verstehen und ergänzen, daß aber jedes Abweichen von dieser Straße in den Sumpf führt. Für die plutokrallschen und liberalistischsimperia- listischen Jdeeen der angelsächsischen Welt ist dieses Zusammengehen der größte und entscheidende Feind. Die englische Plutokratie war immer der Erzfeind Rußlands und Deutschlands. Der Kampf um Asien, der Kampf um die Türkei einschließlich der Dardanellen wurde von den Pitt und Fox, den Canning und Palmerston, den Gladstone und Dis- raeli mit allen Mitteln der Intrige, der Zusammenballung der kleineren englandhörigen Nationen und deren kriegerischer Mittel durchzufechten versucht. Damals stand der englische Einfluß im Zenit, die liberalistischen Ideen herrschten auf dem europäischen Festland. Sie hatten zwar die allen Privi- legienstaaten gestürzt, aber sie griffen nicht an die Privilegien der englisch-orientierten Plutokratie. Aus diesem Zwiespalt läßt sich die typisch deutsche Vorkriegsverwirrung erklären, — und auch die russische — daß die Linksparteien ein Zusammengehen mit dem „Zarismus" ablehnten, entgegen den immer inniger werdenden deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen. Da aber Deutsihland zu feinem Glück nicht liberalistisch-englisch regiert wurde, ist das durch mannigfache Verbindungen erweiterte gute Verhältnis feit dem Aufkommen Rußlands, vor allem feit Peter dem Großen, eigentlich bis zu Bismarcks Entlaffung unerschüttert geblieben. Der Eiserne Kanzler hat denn auch dem deutschen und 1 dem russischen Volke — erst jetzt sind- seine „Gedan- ’ ten und Erinnerungen" in Moskau übersetzt wor- . den und zeigen den Russen, wie Bismarck wirklich ronats-Be-ugSvreis: Hi 4 Beilagen RM.1.95 hne Illustrierte • t.22 ui'tellgebühr.. „ -.25 Eben noch erblickt der Flugzeugführer der zweiten I Ju, die auf das Ziel herabstößt, wie die Bombe der ersten Maschine seitlich an ihm vorübergleitet Er selbst stürzt noch weiter, um selbst wenige hundert Meter über dem speienden Vulkan seine schweren Brocken niedersausen zu lassen. Beim Abfangen dicht über dem Schiff quillt ihm die Detonationswolke des ersten Bombentreffers entgegen. Schwarz-gelb türmt sich ein gewaltiger Rauchballen über dem getroffenen Vorderschiff auf. Fontänen in Weißgischt spritzen längs um den Kreuzer auf. Fetzen und Trümmer klatschten hernieder. Als der zweite Angreifer tief über dem Kanal auf den Feind zukurvt, pufft aus der Mitte des Schiffes eine neue Wolke heraus. Der zweite Volltreffer. ned) zögernd den verderbenbringenden Sturz der kriegswichtige Ziele geführt. 3n den Hafen von übrigen Stukas, die im Qualm und Rauch ein Bexhitl, Hastings, Dover, Elacton on Sea und Great deutliches Ziel nicht mehr ausmachen können, auf- Yarmouth gelang es, Lagerhäuser und Verkehrszuhalten. Aber auch es schweigt bald. Bombe a uf Umlagen, in Eastbourne, Margate sowie an mehreren Bombe heult nun in das Ziel hinein. Gewaltige zollen der Bahnstrecke Ipswich—Rorwich Gleis- Wassersäulen erheben sich neben dem schwer ver- a|Uflgni und in Chatham ein Jndustriewerk zu fref- »unbeten Gegner, dw oprengtraft jeher ber Irup(,enlagetn oon meft-Cufroortf) und bur“ IZ7chl"gen °7ch sch°n hJe e rste n gfam® Düngens ,-rs-ör.en Bombentreffer mehrer-^-- me n aus dem dunklen Rauch. Der Kreuzer racken und Truppenunterkunste. Wahrend der Rächt brennt lichterloh. jwurden Birmingham und Liverpool joww Doch nicht nur in das rasende Flakfeuer sind die verwegenen Angreifer gestürzt, mitten in einen dichten Haufen von feindlichen Jägern platzen sie nach ihrem Sturz hinein. Die ersten Stukas durchbrechen im Tiefflug die gefährliche Umklammerung und duschen den lauernden Spitfires davon. Ihre Uebermacht ist erdrückend. Von allen Seiten Verdunklung wirkt gerade in südlichen Städten recht eindringlich. Und vorausgesetzt, daß es solchen rein touristischen" Fremden noch gibt, was augenblicklich nicht allzu wahrscheinlich anmutet, denn wer ier ist, hat in 99 von 100 Fällen auch dienstlich j Italien zu tun. Der deutschen Kolonie immt hierbei der Löwenanteil zu, daß Reisen im teufte der Achse ben einzigen wirklichen Zustrom ringen. Das liegt in der Natur der Dinge. Eben lNach dem Sperrfeuer der Flak verfolgen nun die blauen Streifen der Maschinengewehrgarben die I Stukas. Entschloßen wehren sich die angegriffenen I Sturzkampfflieger. Dicht über das Kabinendach I einer Ju jagt ein feindlicher Jäger hinweg, um zu m „ r , , .. ... I einem neuen Angriff anzufliegen. Während der Markte fo gut wie ausschaltet. Dadurch wird iranir= Megerfchütze die von hinten angreifenden Gegner lich auch Die Preisgestaltung tm volkstümlichen abroehr^ ;aqf &er Flugzeugführer dem nächsten eine Sinne erleichtert. Streng wird sowohl auf dem ga^unq aU5 seinen starren Maschinengewehren ent- Markt als auch in den Gaststatten die Einhaltung qeqen Ein wilder Kampf tobt. Dann nahen d e u t - der normierten oder angemessenen Preise^uber- Jäger. In stürmischem Anflug werfen sie macht. Obst und Gemüse sind tm Ueberstuß vor-1 . &en Spitfire entgegen. Sie rächen die beiden Händen, dienen aber nicht nur dem Binnenkonsum, Rutschen Stukas, die der feindlichen Uebermacht sondern auch ^r Devisenbe chaffung. Daherwird I sind und decken den Rückflug der Kameraden, der verstärkte Anbau mit allen Mitteln gefordert. &er ostküste Englands liegen aber zwei brenzlich zeigte eine Zraubenföau unter• ben 3^1^ unb quaImenbe britische 10 000-t-Kreuzer still, tausendiahrigen Gewölbe^ der auch die Fahrt des zweiten ist von einem wahre Höchstleistungen aller mittelitallenischen |(^tDeren Xreffer jäh unterbrochen worden. Daneben niAt m-s beklagt der Feind den V e r l u ft von mehreren Nun, d-w°n merkt unser „Fremder nicht mel. ^0 bie in' diesen Feuerorkan Er merkt nur, ba6 für iftn tm ©tunb« alles «r Stukas hineingelaufen sind. Die letzten Sturz- noch da ist, nicht aber, miemel Slrbeit unb Für- Kampfflieger müssen auf bem Heimflug noch einmal Jorge dahinter steckt; ?fDrha^ ihr fliegerisches Können beweisen. In der Dunkel- dazu, konnte er sich auf bem ^tolyber^ojum Regensturm landen sie glall im Hei- konkurrenzlos umtun, ben” 9Vfn9 mati)afen, wenn auch die Reifen platt geschossen gibt es, mte gesagt kaum ^ sind und auch mehr als 30 Kanonen- unb Ma- burfnis hat, anderen aus seinem Reiseführer vor- h.^ffer an einigen Maschinen zu zählen zvllesen oder, was noch arger tft, an ^genen Rach diesem Angriff kann bie Gruppe allein „Impressionen terlnehmen zu lassen, wird nicht ' nnn { nLrfpnffpn czandelsscbiffs- IW **"”« " m m,»,« ®.", »»,!« sssääj ä u:6äää »•* ober Mabonna besonbers gespitzt hat, wird noch als ^ermp gerecyner weroen oari einige Zeit warten müssen. Auch im Stabtbilde sind ernpsinbliche Fassaden der Paläste und Kirchen durch Verschalungen abgedichtet. Doch kann man in Rom schon erheblich weit laufen, ohne auf dergleichen zu stoßen. In einer Stadt, wie Venedig, das ben zarten Spitzenschkeier seiner Architektur überall zur Schau trägt, ist natürlich ber Einbruck durch ben überall notmenbig roerbenben Schutz stark beeinträchtigt. Künstlerisch weniger empfindliche Zentren, wie Mallanb ober Neapel, lassen bavon kaum ^.Jahrgang llr.268 jwa G ptensi Gießener Anzeiger on einzelnen Nummern General-Anzeiger sürOberhessen *tf«k6en.9 Sch,lltr-tze 7-9 jg7 K j i, Von unseren Soldaten am Polarkreis zu holen. Als sich en und die Russen afsenMlstandstag London am Unausgesetzt folgen Angriffe auf Angriffe der deutschen Lustwaffe. Das Kalamastal in Tiordepirus schiff wieder über Bord gehen lassen, den nach Gi- dek und die durchschneiden. Den der Insel nahegelegenen Idas Reich der Fabel. Teil des Kabels hat das italienische Kabellegungs-1 ÄoftDtf { N de! ie Für, ennt, trc den sowie noch folgenden italienischen Divisionen bilden die Armeegruppe Albanien, deren Kom- mando am 9. November von Genetal Ubaldo S o d d u übernommen wurde. Die Armeegruppe etzt sich aus der 9. und 11. Armee zusammen. Zum Kommandeur der 9. Armee, ist General Mario D er- cellino, der derzeitige Kommandeur der Po- Armee, auserwählt worden, zum Kommandeur der 11 Armee General Carlo Geloso. der derzeitige Kommandeur der .3 Armee. General Soddu, Oberbefehlshaber an der griechischen Front. (Scherl-Bllberbienst-M.) KW* '• MienischerWehrmachlberichf. Rom, 11. Nov. (DHB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Litt englischer F l o t t e n v e r b a u d ist von einem unserer Luftgeschwader im mittleren M i 1 t e l m e e r erreicht und trotz heftiger Gegenwehr in der Luft und durch die Flak intensiv bombardiert worden. In Malta haben unsere Jagdflugzeuge drei am Boden befindliche zweimotorige Flugzeuge im Tiefflug mit Maschinengewehrfeuer beschossen. Zwei unserer Flugzeuge sind uichl zurückgekehrt. Unsere Bomber haben trotz schlechtester Ditte- rvngsverhältnisse die militärischen Ziele auf dem Lande und die im Golf von Suda (ft r e t a) liegenden Schiffe angegriffen, wobei zwei Kreuzer getroffen wurden. Weitere Formationen haben mit Erfolg den Flotten st ühpunkt von Alexandrien, wo die Hafenanlagen getroffen wurden, Ll Hamman, El Daba und militärische Anlagen südlich von Marsa Matruk, die Strahen- vnd Eisenbahnverbindungen zwischen El Quastaba. Maaten Bagusch und Fuka angegriffen, wo g r o h e Brände verursacht wurden, und die feindlichen London erwartet die Fortsetzung des italienischen Vormarsches in Aegypten. Luftstützpunkte von Helwau (Kairo) und 3 s- malla angegriffen, wo ebenfalls auherordeut- lich heftige Brände verursacht wurden, die noch aus weiter Ferue sichtbar waren. Alle untere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurück- gekehrt. Feindliche Schiffe haben unsere Positionen in Sldi el Baraui bombardiert, ohne weder Opfer noch Schäden zu verursachen. Feindliche Panzerwagen sind etwa 60 km südwestlich von SIN el Varanl in die Flucht geschlagen morden. 3a Ostafrika hat der Feind G a l l a b a t mit Artillerie beschosteu, ohne irgeudwelche Schäden zu verursachen. Unsere Flugwaffe hat die Verteidigungsstellungen von Reijan westlich von Gallaba angegriffen und auf dem Flugplatz von Sara Said am Boden ein Flugzeug vom Wellesley-Typ getroffen. Feindliche Einflüge auf Metemma. Gon- dar. Mastaua. Lheren und Astab haben insgefomt zwei Tote und einige Verwundete unter den Eingeborenen zur Folge gehabt. Der Sachschaden ist unbedeutend. Oie Anneearuppe Albanien. Rom. 12. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die zur Zeit an der griechischen Front operieren* Die gewaltige Bergwelt gibt einen Begriff von den Geländeschwierigkeiten, die die Italiener zu überwinden haben. Unser Bild zeigt das Tal und den Fluß Kalamas in Nordepirus, den die italienischen Divisionen überschritten hatten. — (Scherl-BUderdienst-M.) erhofft habe. Nach dem neuerlichen Verlust Gallabats nvrbe die feinblirfw Propaganda nun sicher wl"der behaupten, daß Gallabat strategisch keine große De- ■ • ....... ...........' tragen hat. t . Das deutsch-russische Verhältnis ist trotz der britischen Lockungen nicht nur beständig geblieben, es ist sogar so gefestigt worden, daß jetzt durch den Besuch Molotows, den ersten ausländischen Besuch dieses hervorragenden Staatsmannes, der erdumspannende Charakter der deutsch-russischen Zusammenarbeit aller Welt klar wird. Die Churchill- nebel sinken. Europa und Asien sollen künftighin selbst ihr Schicksal in freundnachbarlicher Zu- sammenarbeit bestimmen, wobei die Vorherrschaft der angelsächsischen Plutokratie endgültig ausge- schaltet und, wie der Führer in seiner letzten Rede in München betonte, beseitigt wird. Diese neue, revolutionäre, weltbewegende Idee steht unmittelbar vor ihrer Erfüllung. England ist praktisch schon jetzt aus Europa verschwunden, in Asien hat es sein Gesicht verloren, über Sowjetrußland hat es nicht mehr zu bestimmen. Eine neue und bestere Erde, gestaltet von der Lebenskraft junger Völker, taucht aus den schmutzigen Fluten des plutokratischen Nihilismus auf. E.S. Irlands Neutralität. Madrid. 12. Nov. (DNB.) Ministerpräsident de Valero besichtigte am Sonntag 6000 Mitglieder der örtlichen Sicherheitsarmee in Caste- lebar. In einer Ansprache erklärte er. die Zeit ser aekommen, daß alle Männer zwischen 25 und 30 Jahren sich zu dieser Armee melden müßten. Ab* schließend stellte er fest, daß es nicht notwendig sei, die Iren auf die Gefahren aufmerksam 311 machen, die sie umgäben. Wenn aber die Prüfung kommen sollte, so würden sie d i e F r e i h e i t. dit sie gewonnen hätten, beschützen. Die irische Presse beschäftigt sich mit der ErklL« rung de Daleras, daß die irischen Häfen im* mer einen Teil des irischen Hoheitsgebietes bildeten. Sie wurden an Irland im Jahre 1938 zurückgegeben. Bei Ausbruch des Krieges hat die irische Regierung ihre Neutralität ausdrücklich betont. Diese Neutralität ist seitdem peinlichst und wirksam aufrechterhalten worden. Irgendeine Heber« gäbe oder Verpachtung von Häfen an einen Kriegführenden würde daher bedeuten, daß sich Irland zu einer Kriegshandlung gegen die andere krieg- führende Macht bereitfinde. Das würde das Ende unserer Neutralität bedeuten. Die Presse betont den Entschluß des irischen Volkes, mit aller Macht Widerstand zu leisten. Es vertraue darauf, daß die englische Pressekampagne nicht das Vorspiel zu einer Angrifsshandlung auf das neutrale irische Hoheitsgebiet einleitet. ..Tipperary ©tar* schreibt: „Wann werden die Briten endlich dieses Land als ein souveränes Land betrachten? Wenn britische Schiffe an der Küste Spaniens versenkt werden, verlangt Großbritannien bann auch den Gebrauch von spanischen Häfen? Ist gerade Großbritannien nicht sehr bedacht darauf, daß Spa« nten die Neutralität aufrecht erhält, die es umgekehrt von Irland aber als Opfer verlangt?" „W Nationalist" schreibt, daß die Erklärung de Daleras jede Besorgnis unter den Kriegführenden über den lüft und die Wiedereroberung von Gallabat sind in der Pressekonferenz vom Montag Einzelheiten mitgeteilt worden Gallabat, so wurde erklärt, sei ein | ---------- tleine-s, in einer Don Akazien und Nadelhölzern'deutung zuzusprechen sei. geräumt mrlöhn dafür ist aroeiter Meslei bii sechs tarnt b fön bts ein Scha sü-rrrs, neues Kc die 2anh l-che Rar der Lebe Sanbarbe Die Freundschaftsbeziehupgen zwischen den im nördlichen Erwögen lebenden Umwohnern, den Lappen, und unseren Soldaten sind von herzlichster Art. Dieser Lappeniunge auf weiß so gut wie sein Vater, daß auch die in Norwegen liegenden Gebirgstruppen sich überalljnd: bet Bevölkerung gut stehen. Nur bas kleine Mädchen hat die Scheu vor der deutschen Uniform noch nutzt ganz überwunden. — (PK.-Pelz-Atlantik-M.) Stockholm. 11. Nov. (Europapreß.) Vier nationalitalienische Divisionen und zwei Divisionen libyscher Eingeborenentrupven stehen nach englischen Meldungen aus Kairo vei Sidi el Barani bereit, um den italienischen Vormarsch in östlicher Richtung fortzusetzen. In London wird mit einer italienischen Offensive gegen die englischen Stellungen im Küstenstrich Aegyptens für die nächste Zeit gerechnet. Die Italiener hätten die erforderlichen Verbindungswege angelegt und auch für ausreichende Wasserzufuhr gesorgt. — Von Siöi el Barani bis nach Alexandria, dem größten engliichen Flottenstützpunkt im ältlichen Mittelmeerbecken, sind es etwa 400 Kilometer, die nach englischer Ansicht besonders schwer zu bewältigen sein fallen, weil englische Kriegsschiffe m der Lage seien, vorrückende iialienische Truppen zu beschießen. Die gefährdeten englischen Stellungen vor Sidi el Barani sind vom Kriegsminister Eden bei seinem letzten Besuch in Aegypten eingehend besichtigt worden. Die Kämpfe um Gallabat. Rom. 11. Nov. (Europapreß.) Heber den 93er- 'ßlr .«ä Ehre191 rl fi dein 3c WM Ware W Ä liiel der MM «Mbeitr - mü bei UeinelN Harte ge? Ibnbem V 1 FStr beb I fer i in Eoin «ei j 115 erfolg! ItroßeM | fce, § I trieb gemo: I Sorgen; u | tzi> ros 9 - ^fchlani i K >ch 1 JTibei ist , #13 Seine! 1 seitliche' i velchein C ! m nati ' Mlde. Au ‘ Seputal st -rotzen ur ; ibrachi u f J3?i von ä vohnen p ' As bi - vohnma ' irfraae | ' lugend n über 91 Mehr kchlllentl Stabt, hohen Le Dazu Tüstro lernt vo AM . gro^e ! wann b Wrdez über bi I ernst. A | Nicht all über Rußland gedacht — die traditionelle Freund- fchafi warm empfohlen, die die Russen und die Deutjchen nicht nur in Friedrichs des Großen Zeit, sondern auch in den Freiheitskriegen zusammen gegen den Westen kämpfen ließ und die schließlich Napoleon den Welteroberer, stürzte Als Caprivi, ber Nachfolger Bismarcks, dessen Rückversicherungs- Vertrag mit Rußland nicht erneuerte und die Politik des Zickzackkurjes, ber sich stolz ber „neue Kurs" nannte, begann, kam in Petersburg die franzosen- und englandhörige Clique auf, uno das Ergebnis war der Zusammenbruch des alten Rußland und des zweiten Kaiserreiches der Deutschen Das intrigierende England, das freimaurerifd)- Mische Frankreich hatten nur ein Ziel: Rußland und Deutschland ständig gegeneinander aufzuhetzen. Rußland suchte sich seinen eigenen Weg und wurde deshalb von der englisch-französischen Plutokratie nach dem Weltkrieg mit vergeblichen Invasionen bedacht Deutschland fand feinen eigenen Lebensstil unter Adolf Hitler. Clämenceau, der alte Has» fer, hatte Deutschland die Rolle eines „Darhtver- haues" gegen Sowjetrußland" zugedacht, und ber damalige britische Kriegsminister Winston Churchill, schrieb im Juli 1920 in den „Evening News": „Es wird den Deutschen Gelegenheit werden, durch einen erhabenen Aufwand von Nüchternheit, Festigkeit, Selbstverleugnung und Mut einen Deich friedlicher, gesetzlicher, ausharrender Kraft und Tüchtig, fett gegen die Flut der roten Barbarei aufzurichten, die sich jetzt von Osten ergießt und so ihre eigenen Interessen zu schützen und damit gleichzeitig die Interessen ihrer Hauptgegner im Westen." Das war, nach Churchill, ber Weg der „deutschen Selbsterlö- jung", den wir selbst ohne jede demokratische Kon- zession zu gehen hatten. Es war die Verewigung eines unnatürlichen Kampfes gegen Rußland zugunsten der britischen Plutokratie. denn die Entwasf- nungs-, Diffamierungs- und Aushungerungsbestim- mungen des Versailler Di** 'ts sollten selbstverständlich trotz des deutschen „Deiches" gegen Rußland aufrecht erhalten bleiben. Das Kabel Ralla-Gibrattar wieder durchschnitten. Rom. 12.Nov. (Europapreß.) Wie von einem italienischen Aufklärungsflugzeug festgestellt worden war, hatte ein englisches Kabellegungsschiff versucht, das von Malta nach Gibraltar laufende unterseeische Kabel, bas die englischen Seestützpunkte im Mittelmeer untereinander und mit London verbin- Stockholm. 12. Nov. (Europapreß.) Der Waffen still st andstaa konnte nach Mittel- lung des britischen Nachrichtendienstes wegen ber beutschen Angriffe nicht feierlich begangen werden. Die Zwei-Minuten-Stille mußte ausfallen, und auch die übrigen Zeremonien in Whitehall am Kenotaph waren im Hinblick auf die deutschen Luftangriffe abgesagt worden. — Ruinen begleiten die Prozession des neuen Lor d-M ay 0 rs durch die City. ,Hüte aus dem 17. Jahrhundert und Stahlhelme Modell 1940", „Schutzwall statt Thron- himmel",mit diesen Schlagzeilen umreißt der Lon- boner Berichterstatter von „Svenska Dagbladet den Amtsantritt des neuen Lord-Mayors von London. Die schwervergoldete Karosse habe zuhause bleiben müssen. Die vier Ordonnanzen in Uni- orm und Sturzhelm hätten auf dem Motorrad bas Auto des Lorb-Mayors begleitet. Die trabi- tionelle kilometerlange Prozession sei unterblieben, es habe keine Bediensteten in gepuberten Perücken und blauen Plüschröcken gegeben, auch hätte kein Thronhimmel vor der Tür ber Guilb-Hall gestanden, anstatt dessen habe man dort einen Schutzwall aus Ziegelsteinen aufgebaut. Die deschei- bene Prozession habe den kürze st en Weg zu den Law Courts eingetragen, und nur eine geringe Zahl Zuschauer habe sich versammelt. Das Bankett des Lord-Mayors mit der Rede des Premierministers habe wie gewöhnlich ftattgefun» den, aber alles auf bie Mittagszeit verschoben. „ Die militärisch wichtigen Zufahrtsstraßen der eng- Irschen Hauptstadt sind in ber Nacht zum Montag von starken deutschen Bomberformationen angegriffen worden, der Londoner Nachrichtendienst bestätigt, daß ber Angriff „heftiger" gewesen sei als bie letzten Nachtangriffe. Stellenweise kreisten ganze Formationen über ber Hauptstadt und gingen in Tiefflügen gegen ihre Ziele vor. Außer ber Hauptstadt wurde Sübosten mit der Thmesemündung, ber Süden Südwesten, East - Anglia, Mittelengland und Merseystädte mit Liverpool, das nach englischen Angaben zwei Angriffe erlebte, bombardiert. Nach einer überaus unruhigen Nacht erlebte London i n den Vormittagsstunden des Montags zwei neue deutsche Angriffe, von denen amtlich getagt wird, sie hätten bie Ausmaße bisheriger deutscher Dormittagsaktionen weit überschritten. Die deutschen Angreifer flogen in Formationen bis xu 100 Maschinen von südöstlicher Richtung die Hauptstadt an, obwohl alle verfügbaren Jäger- einheiten zur Abwehr eingesetzt worden waren. Die Angriffe dauerten über zwei Stunden und wurden bald auf militärisch wichtige Ziele an der Themsemünduna und an der Südküste ausgedehnt. In ber Nacht hatten mehrere amtliche Gebäude in Lonbon P 0 m b e n v 0 l l t r e f f e r erhalten. Außerdem wurden Hauptleitungen ber Wasserversorgung und der Elektrizitatsverbin- b u n g e n vernichtet. Als bie deutschen Flugzeuge am Mo ntagm argen über London erschienen, waren die in der Nacht entfachten Brände noch nicht gelöscht. Die Angriffe ber deutschen Luftwaffe wurden auch in den Nachmittags stunden des Montags fortgesetzt. Der britische Nachrichtendienst stellte am Montagabend fest, daß wieder über h u n d e rt f ü n f z i g deutsche Maschinen einflogen und London nicht weniger als fünf Alarme erlebte. Es sind zahlreiche Bomben abge- worfen worden. Die Hilfsmannschaften sind noch damit beschäftigt, Wasserrohrbrüche zu reparieren. 1 Nach Mitteilung des britischen Nachrichtendienstes wurden auch Gebiete in Süd-, Südost- und Südwestengland angegriffen. An den Luftangriffen nah- 1 men übrigens wiederum zahlreiche italienische Bomben- und Jagdflugzeuge teil. Erst der genialen Diplomatie eines Wolf Hitler ist es gelungen, diesen teuflischen Plan zu vernichten. Die englisch-französischen Diplomaten handelten genau wie vor 1914. Sie glaubten das neue Rußland ließe sich zum Koalitionskrieg gegen das neue Deutschland genau so mißbrauchen wie vor 1914, Rußlands Söhne sollten genau so wie im Weltkrieg für die Interessen der Londoner City verbluten. Das war der Sinn der Einkreisungsversuche des Vorjahres, die sogar mit Militär- und Marinemissionen monatelang fortgesetzt wurden, um Stalin und Molotow zu überreden, die englischen Kastanien aus dem deutschen Feuer zu holen. Als sich am 23. August 1939 bie Deutschen und die Russen auf der bismarckischen Grundlage der Realpolitik verständigt hatten, war die Einkreisung Deutsch- lanbs zerschlagen. Aus dem geplanten Zweifrontenkrieg, der Neuauflage des Weltkrieges von 1914, war ein Einfrontenkrieg geworden, der seine Waffen bis über bie Hauptstadt ber Plutokratie ge- burchsetzten Steppe gelegenes Eingeborenen- b 0 r j. In Friedenszeiten komme dieser kleinen Ort- schäft nur Bedeutung als Durchgangsplatz zwischen dem Sudan und Aethiopien zu. Nach ber ersten Eroberung Gallabats seien in bieser strategisch bedeutsam gewordenen Ortschaft nur einige Hundert Mann als Besatzung zurückgelassen worden. Am 7. Novern- ber sei Gallabat von einer fünf bis sechstausend Mann starken feindlichen Abteilung angegriffen worben, bie auch über zahlreiche Panzerwagen verfügte. Nach tapferer Abwehr habe bie italienische Besatzung den Rückzug angetreten. Hm ein Festsetzen des Feindes in Gallabat bis zum Eintreffen der italienischen Verstärkungen zu oer. hindern, sei ber Feinb, ber sofort mit bem Bau von Befestigungsanlagen begonnen habe, b u r ch anbauernbe Fliegerangriffe geftört worben. Nach der Ankunft der Verstärkungen sei der Feind nach heftigem Kamps wieder aus Gallabat hinausgeworfen worden. Sicher habe ber Feind bie großen Opfer, die ihn der Angriff auf Gallabat gekostet habe, nur auf sich genommen, um endlich eine Nachricht von einem Siege verbreiten zu können, von der er sich eine große ®irf'-na vor allem auf bie eingeborene Bevölkerung bet, roleber benutzbar zu machen. Das Kabel war schon in ben ersten Kriegstagen von italienischen Schiffen burchschnitten worden Der englische Versuch, das Kabel auszubesiern, ist durch ein italienisches Kabellegungsschiff vereitelt worden. Das Unternehmen war für das italienische Schisf sehr gewagt, weil es ganz nahe an die Küste von Malta Herangehen mußte. Es soll aber bem italienischen Schiff nicht nur gelungen sein, bas Kabel Malta— braltar fichrenben Teil aber in einer Länge von 20 Kilometer etngerounben unb erst beim Morgengrauen auch dieses Ende wieder über Bord gehen lassen. Nun fehlt bem englischen Kabel Malta- Gibraltar ein Teilstück von 20 Kilometer Länge Dieses Kabel wieder benutzbar zu machen bürfti baher für bie Dauer bes Krieges unmöglich fein. ii htnt Ner uni ks Setri yih bag ^ch'luch Jn ber iinben m »'! J k d lokr, d ■ kUnte: Mr fu Gebrauch bieser Häfen während der Kriegsbauer _____ beseitigen solle. Das Gerebe, H-Boote liefen süblich^ Gibraltar aufzuflnden, sondern auch wieder zu unb westliche Küstenhäfen Irlands an, gehöre tir Oie Erdbebenkatastrophe in Rumänien t Ach I eroen • 1)0' Das höchste Hochhaus des Balkans zerstört Rustschutl ^BULGARIEN ■LAMPEN ""OSRAM- UNGARN Klausenburg- -.Heumar R UMLAND Kischi new * Odessa ebaude r nicht gi- fe nmrbifi iben bti chtenbm!! -r über schinr« als föni iben obp- stnb not reparieren, tenbien't« unb küd« rissen n4 tenisih! n nach 0i‘ Länge dos n Morgen- Borb «ehr- «Dl all a- icter W chen büqn glich fein- ÄV" oerbiitr FlugMi' en, mar« itt onbon ii tags N ich gestz beulte Die beul' ten bi, Richly en 3äflfp 'M«. D« ben uni le an bei Die Augen verlangen gutes Licht! Darum gehört an den Arbeitsplatz eine Sonderleuchte mit einer 60» Watt-Osram-MLampe. Viehhaltung und die Bewirtschaftung von Depu- tat- und Pachtland. Der Betriebssichrer iit gründ- ätzlich damit einverstanden. Um zu einer Leistungswirtschaft in der Hühnerzucht zu kommen, wird in Zukunft die Frau des Betriebsführers auf den Abenden der Frauenschaft die Eiererzeugung der Dorfställe kontrollieren und mit den Frauen die rationelle Hühnerhaltung besprechen; kein Huhn im Stall darf älter als 2 Jahre sein, und nur Tiere von Hochleistungsrassen sollen gefüttert werden. Der Schlepperführer berichtet von den Vorarbeiten für die Gestaltung des Dorfes und Anlage des Dorf- Platzes; sofort nach Kriegsende beginnt der Neubau von Landarbeiterwohnungen. Der Gärtner wird beauftragt, alle Baumbesitzer in einem Obstpflegering zusammenzufassen, der sich besonders der Pflege der Obstbäume zu widmen hat. Der Be- triebsführer berichtet von den letzten Viehverkäufen, die er für seine Gefolgschaft zur Erzielung des günstigsten Preises übernimmt. Landvolk gegen Landflucht bon unserem K. W.-Sonderderichierstatter Wie die letzte Berufszählung ergab, sind feit dem Jahre 1933 in Deutschland 1,4 Millionen Menschen vom Lande abgewandert, darunter eine große Anzahl von Landarbeitern. Diese für die Zukunft des Vaterlandes wichtige Tatsache gab Veranlassung, die Frage zu untersuchen, welche Möglichkeiten bestehen, um die Abwanderung vom Lande abzustoppen. Im Vordergrund stand die Frage der Sandor» beiter. Der Reichsnährstand gab unserem Vertreter Einblick in die Verhältnisse eines typischen Gaues, des landwirtschaftlich stark genutzten Mecklenburgs. In Mecklenburg, Oktober 1940. [terpräfib^ )00 Milst^ >e in Last» di! I* 25 unM HÜStt»® [ Mkfa® p ie Pr« t der a a I en ® L-E 138 il NS?,.) Ruinen. In den Nachmittagsstunden brach an oer. schiedenen Stellen Feuer aus. Aehnlich sieht es in B r a i l a aus. In I a f s y haben zahlreiche Ge- bäude schwer gelitten. In der Pinakothek wurde das Gemälde van Dycks, „Die heilige Familie" vernichtet. In G a l a tz wurden bisher über 50 Tote gezählt. Der Bahnhof und die Eisenbahnwerkstätten sind völlig vernichtet, einige hundert Häuser wurden beschädigt oder zerstört, und gerieten teilweise in Brand. Im Erdölgebiet wurde die Hochspannungsleitung Floresti-Ploesti, die eine Spannung von 60 000 Volt hat, beschädigt, sodaß unter wetthin sichtbarem Feuer Kurzschluß eintrat. Ein Feuer konnte rasch lokalisiert werden. An den Sonden und sonstigen Einrichtungen der Erdölindustrie sind keine größeren Schäden entstanden. Oie Beobachtungen in Moskau. M o s k a u, 11. Nov. (DMN.) Die Prawda schreibt, daß dies das stärkste Erdbeben gewesen sei, das jemals in Moskau verspürt worden sei Viele Einwohner Moskaus seien durch die Erdstöße aus dem Schlaf geweckt worden. Wie der Leiter der Moskauer Erdbebenwarte erklärt, hatte das Erdbeben in Rumänien einen Radius von 1800 bis 2000 Kilometer, was dadurch zu erklären fei, daß der f>ert) des Bebens sehr tief, etwa hundert Kilometer unter der Erdoberfläche, gelegen habe. lche Kartoffelernten haben. Trotz des Unterschiedes bei den Barlohnen ist hr Lebensstandard dieser Landarbeiter dem der bnbarbeüer auf dem Gute im Kreise Rostock gleich. QEn großer Unterschied besteht aber zwischen den Menschen. Die Verhältnisse auf dem Gut im Kreise Estock gestatten keine ausgesprochene Eigenwirt- jcjaft der Gefolgschaft, und obwohl jede Famllie bie Fürsorge des Betriebsführers dankbar aner- kmnt, tragen sie alle Zeichen der Verstädterung, es fchlt allen die Verbundenheit mit dem Boden. Auf km Gute irn Kreise Güstrow ist dagegen der Landarbeiter nicht nur mit einem sozial aufgeschlossenen dettiebsführer verbunden, sondern durch die Eigenwirtschaft mindestens gleich stark mit km Boden. Die Söhne und zum Teil sogar Die Züchter bleiben nach der Schulentlassung im Zorf und arbeiten auf dem Gut. Zu der Fürsorge ks Betriebsführers tritt hier die Selbstverantwor- hng und Selbsterziehungswille des Landvolkes, und das scheint ein wesentlicher Faktor gegen die Landflucht zu sein. 3n der Halle des Gutshauses im Streife Güstrow finden wir die Männer der sozialen Leistungsge- neinschaft bei der Beratung. Es ist Sonntag, die Gmte- und Bestellarbelten verlaufen planmäßig, sc daß Feiertag gemacht werden kann. lieber- rvschend beweglich sind die Landarbeiter dieses Gutes: der Gutsschmied, der Schäfer, der Gespann- sichrer, der Melker, der Schlepperführer usw. Mit- tun unter ihnen sitzt der Dettiebsführer und als Seiler fungiert der Gefolgfchaftswart des Dorfes, b-r Gutsfchmied. Große Pläne hat man. Die G igenwirtfchaft der Gefolgschaft soll ausgebaut werden. Man denkt an die Erweiterung der Seele der Hofgemeinschaft ist die Frau. Don chr wird es zum großen Test abhängen, ob Mann und Kinder sich wohlsühlen und ob ihnen Hof und Dorf wirklich Heimat sind. Hier hat die andere Arbeitsgemeinschaft „Bäuerliche Lebensgestallung große Aufgaben. In der „Mecklenburgischen Bauern- und Webschule" trafen wir einen Reichslehrgana, in dem besonders geeignete Landmädel als Führerinnen für diese Arbeitsgemeinschaft geschultI wer- den. Die Führe rinnen sollen ihren Landmadchen nicht nur eine geschmackliche Schulung geben, sondern sie auch lehren, ihre Wohnung, ihre Ausstattung bäuerlich und gut anzuschaffen und auszuschmücken. Das neue Dorf soll künftig seine Feierabendstunden, seinen Alltag wie seine Feste aus eigener Kraft und aus eigenem Empfinden gestalten. In der Volkstumsarbeit der Ar- beitsgemeinfchaften erhalten die Mädel hierzu die Grundlage. Niemand hat die Absicht, das Landvolk zu den antiquierten Formen vergangener Jahrhunderte zurückzuführen und es abzufchließen von den Errungenschaften der Neuzeit, nur müssen die Formen für das Land anders fein als für die Stadt. So besteht das Bestreben, eine neue bäuerliche Frauentracyt zu schaffen, aber ein Kleid, das vielleicht unter Anknüpfung an die traditionelle Tracht den neuzeitlichen Anschauungen Rechnung trägt. Alles, was dazu geeignet ist, wird in der Schule und in den Arbeitsgemeinschaften eingesetzt, um dem Landmädel das Rüstzeug zu geben, damtt sie als Bäuerin oder Landfrau im Haus und im Dorf einen echten bäuerlichen Lebensstil schaffen kann. Und welchen Erfolg hat diese Arbeit an der Jugend? Die alle Generation sieht nut Freude, welche persönliche Bereicherung auf allen Gebieten ihren Kindern zuteil wird, sie läßt sich aber auch von der wieder landwillig gewordenen Jugend im guten Sinne aufklären. Das eine sagt ihr die Jugend immer wieder: Landarbeit ist wohl schwer, aber sie ehrt den Menschen genau so, wie jede an- dere Arbeit, das Leben auf dem Dorf verläuft zwar anders als in der Stadt, aber deshalb kann es den Menschen geistig und seelisch genau so bereichern, sofern er nur den Willen dazu hat. Noch treten die Ausstrahlungen nicht augenfällig in Erscheinung, aber in einigen Jahren, wenn aus den Mädeln, die heute durch das BDM.-Werk „Glaube Unsere Karte zeigt den Tell von Rumänien, der durch das Erdbeben am schwersten betroffen wurde. (Scherl-Bilderdienst-M.) aus den geplatzten Wasser- unb Heizungsnchrem; anderseits entzündete sich in den Sonntag Abendstunden wahrscheinlich durch einen Kurzschluß der dort lagernde Heizölvorrat. Hilf smanrvschaf ten haben aus diesem Grunde damit begonnen, einen unterirdischen Tunnel zu, graben, um auf diese Weise vielleicht noch die eingeschlossenen Menschen retten zu können. Ein von zehn Legionären mit Asbestangügen und Gasmasken ausgerüstetes Kom- lyando drang in das Untergeschoß des Gebäudes ein, konnte aber nur Tote bergen. Nach den Mitteilungen der Polizeipräfektur sind aus dem Hochhaus bisher 51 tote und 32 Verletzte geborgen worden. In den übrigen Stadtvierteln Bukarests hat es bis jetzt neunzehnTote u n d 56 Verletzte gegeben. Für 183 Häuser besteht Einsturzgefahr. Weitere 402 Gebäude haben bedeutende Schäden erlitten, unter ihnen auch das neue Außenministerium. Die Seiten- und Innenwände des Gebäudes sind von oben bis unten geborsten und haben es in zwei Teile getrennt. Die Presse hebt hervor, daß deutsches Militär als erstes an der Unglücksstätte war auf Befehl des Befehlshabers der Luftwaffenmission, der kurze Zeit nach dem Erdbeben bereits an der Stätte des eingestürzten Hochhauses war und unverzüglich die Wachkompanie der Luftwaffenmission alarmieren lieh. Dann traf auch der Befehlshaber der Heeres- Mission ein, beide Generale haben zusammen die ersten Bergungsmaßnahmen geleitet. Dies fei, Jo schreiben die Blätter, ein überzeugender Beweis für die deutsch-rumänische Verbundenheit. Im Rund- Das Carlton-Hochhaus, in dem sich 90 Wohnungen und ein großes Kino befanden, ist dem Erdbeben zum Opfer gefallen. Unser Bild zeigt einen Blick in den Boulevard Bratianu; in der Mitte das Carlton-Hochhaus. — (Atlantik-M.)__________________ sS ■ rtitaW •e6' halsol irau< ° Hk- K -'M SR fünf wurde ntifgeteHt, daß Angehörige der deutschen Wehrmachtsmission bei dem Erdbebenunglück nicht zu Schaden gekommen find. In Ploestl sind zahlreiche Häuser ein- gestürzt ober stark beschädigt worden. Bis jetzt hat man dort sieben Tote identifiziert, ebenso etwa 40 Verletzte. Doch dürfte die Zahl der Gesamtopser erheblich höher sein. Wie durch ein Wunder sind sechs Legioyäre, die in einem vollständig eingestürzten Haus in Ploestl übernachteten, unverletzt aus den Trümmern gerettet worden. Mehrere Kirch e n sind teilweise, eine vollständig eingestürzt. Im Landbezirke um Ploestl herum sind 30 bis 40 o. H. der Häuser zerstört, die übrigen beschädigt. Auch dort hat es zahlreiche Opfer an Menschenleben gegeben. In Jodera bei Morena im Erdölgebiet ist die Erde geborsten und hat heißes Wasser herausgeschleudert. In Targoviste sind 200 Häuser zerstört. Der untere Teil der Stadt Waleni de Munte liegt vollständig in Trümmern. In Campina wurden bis jetzt sechs Tote geborgen. Das Zuchthaus Doftana, in dem die zur Zwangsarbeit Verurteilten untergebracht werden, ist zusammenge- stürzt, wobei es zahlreiche Tote gegeben hat. Die Stadt Fokschanl an der Moldau, die dem Zentrum des Bebens sehr nahe liegt, soll in Trümmern liegen. Bis jetzt wurden dort 4 5 Tote und über 500 Schwerverletzte geborgen. In der Stadt Bar- lad in der Moldau ist kein einziges Haus ganz geblieben. Ls steht nur noch eine Anhäufung von nonn bewirtschaftet und gilt als Vorbild; so ist die ^erdezucht berühmt. Auch seine Pflichten gegen- ü>er der Gefolgschaft nimmt der Dettiebsführer einst. Wenn hier auch die Häuser der Landarbeiter licht alle Neubauten sind, so befinden sich doch die a räumigen Wohnungen In bestem Zustand. Die Lurlöhne entsprechen hier nur dem Tarif, aber k für ist die Eigenwirtschaft der verheirateten Land- D. beiter stark ausgebaut. Hier hat jede Familie ninbeftens eine Kuh mit Färse, dazu zwischen vier he sechs Schweine im Stall. Selbstverständlich be- tanmt der Arbeiter ausreichend Futter im Rah- ren des Deputats. Außerdem hat jeder Arbeiter m Schaf mit Lamm in der Herde des ^Betriebs- s hrsrs. In jedem Jahr stellt er der Gefolgschaft r?ucs Kartofselsaatgut zur Verfügung, so daß hier fce Landarbeiter oyne Unterschied üoerdurchschnitt- Die Arbeit der sozialen Leistungsgemeinschaft Ist so vielseitig, wie die Probleme des Landvolkes vielfältig sind. Hat man erkannt, daß das Landarbeiter- Problem keine Frage der Lohnordnung, sondern Die Bodenordnung ist, dann werden die Ziele des Reichsnährstandes in dieser Richtung klar. Wer zum Beispiel die Anteilwirtschaften fördert, schafft damit das beste Mittel zur Erhaltung der volkseigenen bäuerlichen Arbeitskraft, und schützt das Landvolk vor Lohnformen, die am tiefsten Wesen der Landarbeiter vorbeigehen. Anteil- wirtschaft weckt den Leistungswillen und das Pflichtgefühl, und mancher Landarbeiter- und Klein- landwirtsjunge wird auf diesem Wege für die Landarbeiterlehre gewonnen. Förderung der Anteilwirtschaft setzt natürlich einen für diese Aufgaben befähigten Landarbeiter voraus, und das ist eine der schönsten Aufgaben der sozialen Leistungsgemeinschaften, dem Landarbeiter das Rüstzeug vor allem in Form von sachverständigem und uneigen- nützigem Rat zu geben. Das gilt für die Viehhaltung wie für die Landbewirtschaftung. Warin, ein kleines Städtchen im Kreise Wis- Bukarest, 12. Nvv. (Europapreß.) Die Blätter veröffentlichen weiter zahlreiche Einzelheiten über das Crbbevenunglück, besonders über den E i n ■ turz d e s Carlton-Hochbaues, der nach AugenHsugenberichten wenige Sekunden nach dem Höhepunkt des Bebens erfolgt ist. Das riesige Gebäude stürzte mit ohrenbetäubendem Getöse in einer ungeheuren Staubwolke auf den Boulevard Bratianu und in die Sttada Regala hinein. Das plötzliche Erlöschen aller Lichter und die verzweifelten Hilferufe vermehrten die Panikstimmung. Die Lage der im unteren Stockwerk des Carlton-Hauses Eingeschlossenen ist, wenn sie überhaupt noch am Leben ind, furchtbar. Einerseits steigt das Masser mar, ist Herzkammer deutschen Bauerntums. Zwischen dem Mariner See und dem Glammsee stand in Vorzeiten „der Germane hier im heiligen Haine". Vor der ehemaligen Drostei am Glammsee weht heute die Fahne der Httler-Jugend in der milden Herbstsonne. Die ehemalige Bauernhochschule hat eine schönere und wichtigere Aufgabe als „Meck- lenburgische Bauern - und Webschule" erhalten, sie ist zum Mittelpunkt der bäuerlichen Erziehung der Landjugend des Landes Mecklenburg geworden. Die schönen Räume des Hauses atmen eine neue Bauernkultur; diese Umgebung gibt Selbstbewuhtsein unb Charakter, sie erzieht zum Stolz auf die Herkunft aus dem Lande. Den bäuerlichen Menschen — dazu gehören natürlich die Landarbeiter — Immer wieder an die gestaltende Kraft des Landes zu erinnern, hat sich die Hitler-Jugend zum Ziele gefetzt. Die Iugen d - betreuung der HI. a u f dem Lande ist ganz auf das Ziel gerichtet, die Jugend dem Lande zu erhalten, und hier findet sie die stärkste Unter« stützung des Reichsnährstandes. Mit welchen Mitteln sie arbeitet, sahen wir sowohl in der „Bauern- und Webschule" als auch auf den Dörfern, und zwar in dem engeren, aber angesichts der Tatsache, daß die Landfrau für die Bvdenverbundenheit der Familie entscheidend ist, sehr wichtigen Kreis der Betreuung der Landmädel. Hier hat das B D M.» Werk „Glaube und Schönheit" wohl eine seiner schönsten Aufgaben gefunden. Mit den Arbeitsgemeinschaften „Bäuerliche Berufsertüchtigung" und „Bäuerliche Lebensgestaltung" erfaßt es alle Landmädel Im Alter von 17 bis 21 Jahren und die Arbeit ist im BDM. ganz abgestellt auf die künftige Bestimmung des Landmädels. Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg etwa _ 100 Arbeitsgemeinschaften „Bäuerliche Berufsertüchtigung" durchgeführt, in diesem Jahr werden es 200 fein, im Reich find 7000 Arbeitsgemeinschaften vorgesehen. In diesen Arbeitsgemeinschaften können sich die Mädel unter besonders tüchtigen Fachkräf- : ten in zweijährigen Lehrgängen theoretisch und vor allem praktisch aneignen, was sie als Landfrau wissen müssen. Wir sahen einige dieser Arbeitsgemeinschaften „Bäuerliche Berufsertüchtigung" auf den Dörfern und fragten diese frischen, beweglichen Mädel: „O ja, wir kommen gern! Und so ist es . in allen Gauen. ^LZlr fuhren durch den landschaftlich so reizvollen historisch interessanten ©au Mecklenburg. Den e^maligen Ländern der Schweriner und Neustre- Iber Fürsten wird nachgesagt, daß sie bis zum Ähre 1918 die rückständigsten deutschen Bundes- slcaten waren. Ob diese Behauptung zutrifft, mühte noch festgestellt werden. Tatsache ist aber, daß feit dem Januar 1933 in Mecklenburg unter seinem Huileiter Reichsstatthalter Hildebrand besonders Achtbare Aufbauarbeit geleistet worden ist. Auf diser Fahrt nun trat augenfällig in Erscheinung, MLviel der Reichsnährstand bisher in der Sozial- n, bti hcreuung für das Landvolk, insbesondere für den m M Landarbeiter getan hat. Und hier zeigte sich bereits, mit btt dch mit der Bildung der s o z i a 1 e n L e i st u n g s - rch M si m e l n s ch a f t e n ein weiterer Schritt nach vor- .Wirts getan wurde; nicht nur für Mecklenburg, fribem für das ganze Reich. Wir besuchten einen Landwirt und Ortsbauern- forer im Kreise Rostock. Man schätzt den Wann weit über die Grenzen des Gaues hinaus erfolgreichen Praktiker, denn das 170 Hektar X ffofje Gut, das der Vater einst völlig verwahrlost fauste, ist in vierzigjähriger Arbeit ein Mufterbe- 'Ufa k treb geworden. Dieser tüchtige Landwirt hat schwere üden i^ kirgen; und sie beleuchten blitzartig jene Gefahr, und hi. d: noch gemeistert werden muß; um der Zukunft Lto,. ol Dutschlands willen. ,Zch kann versuchen, was ick) - nll, ich bekomme keine deutschen Landarbeiter.' libel ist der Mann nicht nur tüchtiger Landwirt, ts Dettiebsführer sorgt er vorbildlich für die wirt- gastliche und soziale Lage seiner Gefolgschaft. Mit vttchem Erfolg, zeigt die Tatsache, daß sein Gut m nationalsozialistischen Musterbetrieb erklärt rurde. Auf diesem Gut werden außer dem üblichen 2-putat hohe Barlöhne gezahlt, jede Familie ist in evßen und schönen Wohnungen vorbilidlich unter- Macht unb doch stehen hier seit vor dem Kriege pei von zehn Wohnungen leer, in anderen rahnen polnische Familien. Was beweist das? Die Frage des Lohnes, der k ohnung kann nicht das A und O der Landarbeit , trfrage sein. Auch nicht der Wunsch, vor allem der 7 fiaenb nach Abwechslung, denn der Betrieb liegt E der Nähe einer Großstadt. Die Kinder der für sch sehr zufriedenen Gefolgschaft verlassen nach der kchulenllassung das Dorf und gehen in die Stabt, wo sie nur in den seltensten Fällen den khen Lebensstandard der Eltern erreichen dürften. Dazu das Gegenstück, ein Gut im Kreise Qüftroro. Es liegt verhältnismäßig weit ent- I fkint von der Stadt, die Verbindungen sind nicht ßit Wie im Kreise Rostock wird der 600 Hektar o oße Betrieb von einem ausgezeichneten Fach- ___unh ntU nfa Wnrhifh- fn ift hi? Kronstadts Ca/Di>ina^6^ 0 II M A ePIOHti K v M Bukarest Eimes Tor Donau M M- Jg 24 Ja- JKM SÄ um 7100 BRT. große' avanger". be- Die Aus aller Welt -kcmntgabe der Verordnung Einspruch arbeitsmimster erhoben. Nunmehr ho EmpfehlungenJ | Verschiedenes | M MMM Seemuscheli Am Riegelpfad 32, B-17 Uhr. "7fl0 Gießen (Stephanstrafee 15), den 12. November 1940. Bayerischer Boi, i. 1 beachtet und flelefen. 03815 IjVlietgesuche]|2-3-3iininet Wohnung Milche nfarben*' Stadttheater um die Wochenhilfeleistungen an Weiterversicherte. 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Es sind auch Besichtigungen von Woh- nungs- und Industrieunternehmen in Mittel- und Norditalien vorgesehen. In Bukarest hat der jüdische Journalist Blumen- seid, der unter dem Namen Scrutator jahrelang die öffentliche Meinung terrorisierte, Selbstmord begangen. Eine Haussuchung brachte eine Fülle kompromittierender Korrespondenz zu Tage. Seit Jahren hat Blumenfeld Nachrichten ins Ausland geliefert, mit denen er versuchte, gegen die nationale Bewegung in Rumänien zu Hetzen. 0,50 RM. je Tag herabgesetzt. Das Frauenamt der DAF. hat sofort nadi Be- ' nntgabe der Verordnung Einspruch beim Reichs«! unmöhr hat der Reichs- W. FaH zu kaufen gesucht Schrift!. Angeb. unter 03800 an d. Gieß. Anzeig. Am h Akten d ^nrau" ’ beit L < Rirl Lös ^ft-Miet 3050 Sie dd Ürsöhrte Vinterhj Wne E . Uen ru fon Dori glein.3lmniet mit Küche von einzeln. Person für bald zu mieten gesucht. Schrift!.' Angeb. unter 5091D an denGießMrzeig. stürzt oder notgelandet ist und vermißt wird. Ein Aufklärer sah in der Umgebung von San Jgnaciv mehrere Personen, die Zeichen gaben. Es war ihm jedoch unmöglich, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen, da das Wetter zu schlecht war. Die bolivianische Regierung hat das Aufgebot von allen verfügbaren Kräften angeordnet, um den bedrängten Passagieren Hilfe zu schicken. Schweres Flugzeugunglück in Brasilien. lieber der Bucht von Rio de Janeiro beim Stadtteil Botafogo sind zwei Flugzeuge in der Lust z u - sammengestoßen und ins Meer abgestürzt. Es handelte sich um ein kurz zuvor vom Fluge nach Sao Paulo gestartetes Verkehrsflugzeug und ein Privatslugzeug. Die 17 Fluggäste des Verkehrsflugzeuges fanden den Tod. Unter ihnen befanden sich der kubanische Gesandte in Brasilien und der bekannte Tropenkrankheitsforscher Dr. Evandro Ehags. Das Unglück wurde durch den englischen Pvioatflieger Charles A b b o t verursacht, der mit einem Propagandaflugzeug der Anglo- Mexikan-Cy. aus Argentinien zur Teilnahme an der brasilianischen Flugwoche nach Rio de Janeiro gekommen war. Er hatte über die Botafogobucht akrobatische Flüge durchgeführt und dabei das Verkehrsflugzeug gerammt. Abbots Flugzeug zerstörte im Sturz eine Autoreifenwerkstatt, wo mehrere Personen verletzt wurden. Riesenfänge an der nordjülländischen Küste. Aus Hirtshals an der nordjülländischen Küste werden S ch o lle n f ä n g e von nie erlebten Ausmaßen gemeldet. Eine Flotte von 15 Fischkuttern lief im Hafen von Hirtshals mit 35000 Kilogramm Schollen und Butten an Bord ein, die bei einem Kilopreis von 1,20 Kronen einen sensationell hohen Verdienst für die Fischer ergeben. Ein Mkingergrab in Kanada aufgedeckt. Ein für die Geschichte der Entdeckung Amerikas sehr aufschlußreicher Fund ist in Kanada, in der Nähe des Ontariosees gemacht worden. Man deckte dort eine Grabstätte auf, in der sich Waffen und Gegenstände fanden, die ganz offensichtlich zur Ausrüstung norwegischer Wikinger gehört hatten. Der Fund bildet einen wichtigen Beitrag zur Vinlandsrage. Er spricht dafür, daß das von dem norwegischen Entdecker Leif Erikson um das Jahr 1000 entdeckte „Vinland" (Weinland) genannte und als Gegend mit mildem Klima geschilderte Gebiet an der Südgrenze des heutigen Kanada gelegen hat. Iahrespacht: Eine Rose. Zwei alte Kirchen in Pennsylvanien, das von einer Bevölkerung schwäbischer Herkunft noch heute seinen besonderen Stempel trägt, zahlen chre jährliche Grundrente in Gestatt einer Rose. Bei der Tulpehocken Trinity Reformed Church in Richland geht der Ursprung auf Caspar Wistar, einen Knopfsabrikanten in Philadelphia, zurück, berl745 insgesamt 100 Acres für Kirchenland hergab und als Gegenwert jährlich nur eine Rose Geräumige ÄolWil mit Bad,Batton, Moltkestr. 27 I, zum 1.Dezember zu vermieten. Näh. Ä. Becker, Kevlerstraße 9, Fernruf 3804. Sonntag, den 10. November, wurde meine geliebte Frau, meine heißgeliebte Tochter, unsere herzensgute Schwester Elfriede Albrandt, geb. Müller im Alter von 34 Jahren von ihrem mit großer Geduld ertragenen schweren Leiden erlöst Gut erhaltene Pianos ii. Flügel zu kaufen gesucht. Piano Haus Schönau Tel. 3269 [ Verkäufe \ Pelzmantel neu (grau Boregos), Größe 44-46, zu verkaufen, RM. 390.-. Schriftl. Angeb. u. 03813 an o. Gieß. Ans. gesucht.Hausarb. oder Beaufsichtigung derHeizung kannübernomm. werden. Schrift!. Angeb. u. 03801 an d. Gieß. Anz. Quer 1 liebeitia W&gänc N ails ®enn er km jeb( ^höflich T.rauiNkv beni oi $!e. eine Ueniai bedacht, J5 w Welin ’^mt d S.ßai W°chti eine Jann { °°° Sch Mch "'chtioh JLieben L Verordnung des Reichsarbettsministers vom Dezember 1939 gab den Krankenhäusern das Recht, durch Satzungsänderung die Zahlung des Kran.' kengsldes an Weiterversicherte auszuschließen. Diese Anordnung soll eine Entlastung der Krankenkassen bringen, und zwar erhallen in Zukunft Ehefrauen, Invalidenrentner usw. — wenn die Satzung es vor- Möwen s ncht für einige Stunden in der Woche SeWüsllgmig. Besitzt Handels-- schullenntnisse. Schriftl. Angeb. unter 03803 an den Gieß. Anz. sieht — bei Arb ellsunsähigkell kein Krank engeL mehr. Von dieser Möglichkeit wurde fettens der Krankenversicherung in großem. Umfange Gebrauch gemacht. Nach § 195 der Reichsversicherungsorünung richtet sich die Höhe des Wochengeldes jeweils nach der Höhe des Krankengeldes, mindestens müssen aber 0,50 RM. je Tag gezahlt werden. Durch den Fort«, fall eines Krankengeldanspruchs wurde ohne wette- res auch das Wochengeld für Weitemersicherte auf i toben' i k, und i Ittni fta । c ane tr । tin Untei Ir Dunk • Eiernbilbi i fa einer, , pr in Man muß mit dem Verlust zweier weiterer norme g i f d) e r Schiffe rechnen, die unter englischer Kontrolle fuhren, meldet die „Norwegische Handelsund Schiffahrtszeitung" aus Bergen. Es handelt sich die „Brandanger" (4600 BRT.) und alichrtstleiler: Dr. Friedrich Wllhelm Lange. ©ieUtiertteiet bd riftletteto: Ernst Bürmschein. Leraniwortlich sür Poittll und Bilder: Dr. Kr. W. Lange: für daS Feuilleton: Dr. HanS Thyriot; für Stadl Gießen, Provin-, Wirtichau u. Sport: Ernst Blumschew. Druck und Verlag Brühljche Univenitätsdruckeret N. Lange K. S. Bertagsletter: Dr.-I»a. ENch Hamann- Wuetgeilleiter Hans Beck. Verantwort'» rütb^t Inhalt derNn-eloen: TbeodnrKümmel W.Nr.6. ruhigende Gewißheit. Mecklenburg hat 2Raum für 1OOOO Neubauernhöfe. Auf einer Besprechung der Ortsbauernführer des Landkreises Rostock tellte der stellvertretende Landesbauernführer mit, daß gegenwärtig ein großzügiger Plan über die Siedlungsmöglichkeiten in Mecklenburg ausgearbeitet werde. Da in Mecklenburg noch sehr viel Staatsdomänen zur Verfügung ständen und viel Großgrundbesitz in die Hände von Nichtlandwirten übergegangen fei, so bestehe nach oberflächlichen Feststellungen die Möglichkeit, 8000 bis 10 000 Neubauern anzusetzen. Aus den dichtbevölkerten großen Dörfern im Südwesten Mecklenburgs sei eine Umsiedlung geplant. Frontkämpfer für die Ostsiedlung. Aus der Truppe gelangen immer wieder Anfragen an das Oberkommando der Wehrmacht wegen Berücksichtigung bei der Ansiedlung in den neuen Reichsgebieten. Nach dem Willen des Führers soll mit der Ansiedlung deutscher Bauern aus dem Altreich erst nach Beendigung des Krieges begonnen werden, damit vor allem auch der heute an der Front stehende Deutsche am Ausbau der Ostgebiete mitwirken kann. Bis jetzt werden lediglich umgesiedelte Volksdeutsche avs dem Ausland und Rückwanderer in festen Besitz eingewiesen. Von den gewerblichen Betrieben werden 10 v. H. bereits vor Kriegsende auch Bewerbern aus dem Altreich zu- geteilt, in erster Linie aus den Kreisen der zur Entlassung kommenden Wehrmachtangehörigen. Andere Bewerber werden erst nach Kriegsende berücksichtigt. Bewerbungen auf gewerblichen Besitz sind bei den Wehrmachtfürsorgeoffizieren einzureichen. Die weiteren Vorbereitungen zur Erfüllung von Ansiedlungswünschen sind für alle Angehörigen der Wehrmacht sowohl auf landwirtschaftlichem als auch auf gewerblichem Gebiet im Gange. Landwirtschaftlicher Arbeitseinsatz für den Winter. Die durch das Vorhandensein einer im allgemeinen ausreichenden Zahl von Arbeitskräften — durch den Einsatz ausländischer Arbeiter und Kriegsgefangener — für die Landwirtschaft gegebenen Vortelle sollen auch im Winter ausgenutzt werden. Es gllt, in der arbeitsstilleren Zeit solche Arbeiten durchzuführen, die wegen des bisherigen Mangels an Kräften Zurückbleiben mußten, vor allem die Unterhaltungsarb eiten auf dem Grünland, die Instandsetzung von Gräben zur Ent- und Bewässerung, Unterhaltungsarbeiten an Gebäuden, Wirtschaftswegen, Dungstätten, Maschinen und Geräten. Zur Erhaltung der Arbeitskräfte auch für die Winke rmonate wurde für die polnischen Arbeitskräfte besttmmt, daß der Arbeitsvertrag des Stundenlöhners als für unbestimmte Zeit geschlossen gilt. Jede Auslösung des Arbeitsverhältnisses bedarf der Zustimmung des Arbeitsamts. Der größte Tell der übrigen in der Landwirtschaft beschäftigten Ausländer geht in den Wintermonate» in die Heimat zurück. * Schulgeldvergünstigung an versehrte Soldaten. Der Reichserziehungsminister hat genehmigt, daß Soldaten, die durch eine Wehrdienstbeschädigung kör- Elche zwischen Meer und Memel von Marlin Äa&tee Insgesamt 120 Seiten mit 82 hervorragenden Naturaufnahmen des Deftasserr auf 56 Aunstdruchtaseln. In Leinen gedunven RM. 8,60. Scstellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Bermühler Verlag Berün-Llchterfeldg te beste LMUten, i r* Bleu. ** i |Mng Li der Zien Üc® Lßchv» WM WnktiE Meres ei Mn. Lor a MAiaeu. Mgrsinn M dieiei jLaepragl Mit- ■ Me in Wmnder Kn letzten UbiJi | ur noch I ,i» «’f I wr * nm ti-Jbat ß jftf) das l Mes ' i ler Meli 3m gan llreb in d deutsche Kinder heranwachsen können. Nur wenn diese doppelte Aufgabe erfüllt werde, dann sei uns allen die glückliche Zukunft des deutschen Ostens wünschte. Diese sollte allerdings auf ewige Zeiten ihm oder einem seiner Geschlechtsnachfolger über, reicht werden. Inzwischen hat sich daraus em Rosen- fest im Juni entwickelt. In diesem Jahre mürbe der roten eine weiße Rose beigefügt; aus Dankbarkeit dafür, daß Nachfahren Caspar Wistars der Kirche eine Orgel gestiftete hatten. Bei der Luthe, rischen Zions-Kirche in Newtonville erhält ein Nach, fahr des Glasfabrikanten Wllhelm Heinrich Stie. g e I die Rose, der 1772 Grund und Boden für die Kirche stiftete. Ein „Iitank“-Opfer am Leben. Eine Familie in Montreal (Kanada) erfuhr, daß Lorraine Allison, eine Verwandte, von der man an nahm, daß sie bei der ,Litanic"-Katastrophe 1912 mit ertrunken war, noch am Leben sei und in Berkley, Michigan, unter dem Namen Laurence Kramer ein glückliches Familienleben führe. Die El. Lern, ein bekannter Montreal-Finanzmann namens Hudson I. Allison und seine Gattin, sind vor 28 Jahren ertrunf n ; man nahm an,, daß die damals dreijährige Tochter nut ertrunken sei. Doch wurde nur die Leiche des Vaters gefunden. Von fS FS Ir bedeal £ 0p5 Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d.von mir angew.einzig sichere MeU- unt. Garant, für immer mit d.Wurzel entfernt Frau B.Gulden, seit 35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden M ttwoch: GiefleHi Letzte Spuren des Schuschnigg-Systems. Wien, 11. Noo. (DNB.) Im Zusammenhang mtt Durchstechereien bei den verschiedenen schwarzen Fonds des ehemaligen Bundeskanzleramtes hatten sich sechs Angeklagte vor dem Landgericht Wien wegen Amtsveruntreuung, Mißbrauch der Amtsgewalt, Tellnahme an der Veruntreuung und Vorschubleistung zu verantworten. Im Mittelpunkt des Prozesses steht der pensionierte Ministerialrat Schier, der in der Systemzeit eine Reihe von Fonds verwaltete. Die Gelder dieser Fonds wurden für Zwecke des feinerzettigen Bundes- prefsedienstes zum großen Tell zur Bestechung in- und ausländischer Subjekte, die durch Zahlungen für das Dollfuß- und Schuschnigg- System günstig gestimmt werden sollten, verwendet. Ferner ist der ehemalige Gesandte Ludwig, der Leiter des seinerzeitigen Bundespressedienstes, angeklagt. Gebraucht, fester RüellslW zu kaufen gesucht. Schriftl. 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Eine Ausstellung „Ein Maler erlebt die Reichsautobahn" wurde in Wien im .Künstlerhaus" von Reichsminister Dr. Todt eröffnet. Es handelt sich um 162 Aquarelle, die Ernst Huber an der Reichsautobahn geschaffen hat. Huber vermittett einen Eindruck von der Schönheit der Sttaßen des Führers und der deutschen Landschaft. Bei der Eröffnung, an der Reichsminister Dr. D o r p m ü l - ler sowie Reichsstatthalter v. Schirach tellnah- men, dankte der Präsident des Wiener Künstler- Hauses Dr. Todt für die Förderung des Wiener Kunstschaffens und würdigte die Reichsautobahnen als Wunderwerk der Technik, die durch ihre Verbindung von Kunst und Technik den Künstler zum Schaffen anrege. Die japanische Festmusik von Richard Strauß. Auf Vorschlag des für die Vorbereitung der Musikaufführungen zur 2 6 0 0 - I a h r f e i e r Japans geschaffenen Ausschusses hat Ministerpräsident F ü r st K o n o y e den deutschen Dirigenten Helrnuth Fellrner, der in Tokio als Dirigent des Orchesters der Uenoakadernie wirkt, mit der Uraufführung der aus diesem Anlaß geschaffenen japanischen Festmusik von Richard Strauß beauftragt Fellrner entstammt einer sächsischen Offiziersfamilie und hat in Dresden unter Kutschbach und Striegler sowie Musikwissenschaft an der Universität Jena studiert. Vor seiner Berufung nach Tokio war Fellrner als Korrepetitor in Weimar und erste Kapellmeister am Landestheater Altenburg tätig. Schwere Sturmverheerungen in den Vereinigten Staaten. Ein mit hundert Stundenkilometern dcchinfegender Sturm suchte den Mittelwesten und die S ü d st a a t e n der USA heim. Bisher wurden acht Menschen getötet und 70 verletzt. Der Sturm deckte Hausdächer ab, entwurzelte Bäume und zerstörte zahlreiche kleinere Häuser und Tslephonlei- tun gen völlig. Flugzeug vermißt. Paraguayische und bottvianische Flugzeuge suchen vemweisett nach einem Verkehrsflugzeug, das in der Nähe von Robore mit 1 4 Fluggästen abge - entflogen. Abzugeben [omi? Neustadt 6 UL KleineAnzeigen im Giesiener Anzeiger werden von Tcmienden beim Kochen, Backen u. Einmachen in vielen gebräuchlichen Farbtönen (Eigelb, Erdbeerrot, Grün, Schokoladenbraun, Zuckercouleur usw.) flüssig u. in Pulver und Schönheit" zur bäuerlichen Arbett und zur echten bäuerlichen Lebensgestattung zurückgeführt werden, Landfrauen geworden sind, wird ihr Vorbild ein wirksamer Damm gegen die Landflucht fein. Oer Wiederaufbau im Wariheland. Posen, 11. Nov. (DNB.) Reichsfinan-zminister Graf Schwerin von Krosigk und Gauletter Greiser wohnten in Wilhelmswalde bei Jaro« tschin der Richtfeier für den Wiederaufbau eines deutschen Dorfes bei, das im September vorigen Jahres von den Polen vollständig nieder gebrannt worden war und in feiner jetzigen Neugestaltung beispielgebend für die späteren bäuerlichen Bauvorhaben im Reichsgau Warcheland werden soll. In seiner Rede an die versammetten deutschen Bauern bezeichnete der ReichssinanMinister die Wiedererrichtung dieses deutschen Dorfes als ein Sinnbild für die Größe der Aufgaben, die dem ganzen deutschen Volke im wiedergewonnenen Osten gestellt seien. D^r Wiederaufbau zerstörter deutscher Bauerngehöfte bilde den Anfang großzügiger baulicher Aufgaben, die nach dem Willen des Führers zu einer weitgehenden Verbesserung der kulturellen und wirffchaftlichen Verhältnisse im Osten führen sollen. Das Wartheland habe in Zukunft eine doppelte Ausgabe zu erfüllen: Deutschlands Kornkammer und ein Kinderland zu sein, in dem viele gesunde Att-Gold und Doubls auch Silbergeld tauft ständig Erich Beyer Imv elier osfos Bahnhofstraßei Telefon 4041 Genehm.-Beschl. Nr. A 404113. Spez. Umarbeiten v. alt. Tranringen Satilläfle Dirn 5 Ne 20 v. H. erhalten 6k del wiederholten Auf- arbeitsminister durch Verordnung vom 14. 9. 40 bestimmt, daß Einschränkungen der Wochenhllse- leistungen nicht vorgenommen werden dürfen. Dir Krankenkassen, die bereits durch Satzungsänderung das Wochengeld gekürzt haben, werden angemiefen, unverzüglich die Einschränkungen wieder rückgängig, zu machen. Es kann also in Zukunft der Krankengeldanspruch für Weiterversicherte, falls die Satzung eine derartige Bestimmung vorsieht, entfallen, tage gen muß das Wochengeld entsprechend dem bisherigen Verdienst gewährt werden, solange die Weiterversicherung in der gleichen Lohnstufe fortgesetzt wird. Das Frauenamt bittet alle Mitarbeiterinnen, die werdenden Mütter bei der Arbettsniederlegung darauf auferksam zu machen, daß die Weiterversicherung möglicht in der gleichen Lohnstuse vorgenommen wird, damit der Wochengeldanspruch entsprechend dem Verdienst aufrecht erhalten wird. praktischer Ratgeber für Büchergefchenke. NSG. Wie alljährlich hat das Gauschulungsamt, Hauptstelle Büchereiwesen, in Zusammenarbeit mit der NS.-Frauenschast und der Hitler-Jugend eine Bücherliste „Greif zu" herausgegeben, die an alle Dienststellen der Partei und der genannten Gliederungen geschickt worden ist. Die Bücherliste enthält für beiderlei Geschlechter und alle Altersstufen eine Auswahl von je 12 Büchern, die allen Neigungen, Wünschen und Interessen der Leserschaft unseres Gaues Hessen-Nassau Rechnung tragen. Neben geschichtlichen und Unterhaltungsromanen sind Bücher der Politik, der Technik, Kunst, des Kriegserlebens und des Kolonialgedankens in diesem Verzeichnis ausgenommen. Die Liste „Greis zu" ist bei jeder Ortsgruppe der NSDAP, des Gaues Hessen-Nassau einzusehen, ebenso bei jeder Ortsgruppe der grauen- scyast und bei jeder Einheit der Httler-Jugend und des BDM. Auch die Buchhändler des Gaues sind itn Besitz des Bücherverzeichnisses und gebeten worden, die darin aufgeführten Werke auf Lager zu halten. perlich erheblich behindert sind und daher Versehr- tengeld beziehen, beim Besuch staatlicher Fach- und Berufsfachschulen Schulgelderlaß erhalten, jedoch nur solche, die nach chrer Vorbildung und nach Berufsberatung durch die Kriegsbeschädigtenfürsorge sowie nach dem Urteil der Lehrer sich zum Besuch der Fach- oder Berufsfachschule eignen. Gauhauptstellenleiter Or.Zockisch beigesetzt. NSG. Auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main wurde Gauhauptstellenleiter Dr. Hans I o ck i s ch , der nach kurzer Krankheit im Atter von 40 Jahren verschieden ist, beigesetzt. Gaupersonal- amtsletter Holländer würdrgte die großen Verdienste, die sick der Verstorbene währerü) seiner langjährigen eyrenamllichen Tätigkeit im Amte des Gauwirtschaftsberaters der Gauleitung Hessen-Nassau erworben hak. Bereits vor der Machtübernahme gehörte Dr. Jockisch dem (Sau» Wirtschaftsrat Hessen-Nassau an und leitete seit 1934 die Arbeitsgruppe Industrie nationalsozialistischer Wirffchaftsfachleute. Beim Aufbau der Wirtschaft im Rhein-Main-Gebiet wurde Dr. Jockisch nach der Machtübernahme überall dort eingesetzt, wo es das große Arbeitsbeschassungsprogramm erforderte. Zahlreiche Nachrufe und Kranzniederlegungen gedachten seines Einsatzes in der nationalsozialistischen Bewegung. Großer Fullofen zu verkaufen. Anzusehen v. 13 bis 15 Uhr. 03806 Orofr. SteinweQ 23 p. Getr., gut erhalt, tau Mantel (stärkere Figur), für40Mk. zu verkaufen. 03811 Baiinhntstra6fl53 II r. ( Kaufgesuche"] Größeres Aaus in günstiger Lage Gießens, auch als Verwaltungsgebäude geeignet, zu kaufen gesucht. Angaben anlsovM Deutsches Roles Kreuz KreisstelleBleßen Hitlerwall 41. Skier und Skistiefel (Größe 41,42) zu kauf, gesucht. Preisangebote unter 03807 an den Gieß. Anz. Sen. " Heil Ne, i.Sl i. Sä, S.i«» Sir i Sl ein. i 2 Bin l! l<5 Mutter und Kind fand sich keine Spur. Aufklärung kam in diesen Fall, weil Frau Kramer dem Justiz. Departement im Zusammenhang mtt dem neuen Registrierungsgesetz für Fremde mitteilte, sie habe soeben erfahren, daß ihr Mädchenname Allison gewesen und daß sie bei der „Titanic"-Katastrophe von Mann namens Hyde gerettet worden sei, als Tochter sie gelebt habe. Dienstag 18.80 Uhr bis 21.00 Uhr 9. Dienstag-Miete ionita von Thann Operette von Strecker. Preise: RM. 0.90 bis 3.60. 5086l> Dienstag,I?. November M0 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) xr. 268 Zweites Blatt „sie k Damit ist zugleich die Möglichkeit gegeben, die Eine Versammlung der Mehger-Lnnung. ungch Wehrmacht geschaffen werden, die der Garant für r lufklai 2m 3t nn n nach1 im fc 'er Reü 14. 9. rnkenkü« Thefrait n9 es» ranteng eilens I Tebra am 15.4. haben sich 15 Lehrlinge mit zufriedenstellendem Erfolg unterzogen. Prüfungsmeister Louis Vogt wurde für seine Mühewaltung beson- derer Dank ausgesprochen und die Prüfungskommission erneut bestätigt. Nach einem Rückblick über mehrere größere Tagungen machte der Obermeister Mitteilungen über eine Reihe kriegswirtschaftlicher Aufgaben, so z. B. über die Speckablieferung, die Fettbewirtschaftung, die Abgabe von Rinderfett und Rinderfüßen u. a. Zur Erfassung der Rinderfette auf , dem Lande werden die Tierärzte zur Mithilfe heran- gezogen. Wie weiterhin betont wurde, sind neben dem Reichsnährstand und den Bäckern die Metzger die wichtigsten Garanten der Volksernährung. Nach einer Anordnung der Reichsregierung wird die Fleischzuteilung in der bisherigen Höhe der Rationen auf den Kopf der Bevölkerung auch in Zukunft erfolgen. Die Ausführungen des Obermeisters gipfelten in dem Appell an alle Berufskameraden, alle Maßnahmen strikte durchzuführen und mit denen ihnen anvertrauten Nahrungsmitteln treuhänderisch zu verfahren, damit in der Heimat die I Voraussetzungen für die Einsatzbereitschaft der um den Hals. Tiedemann bewegt die Lippen, während er, sorgfältig auf den Weg zu zweien bedacht, mit der unsichtbaren Freundin auf und ab wandelt. Er wirft ihr einige Worte über Vorübergehende zu, lächelt, weil es boshafte Bemerkungen sind, fängt im nächsten Augenblick einen Schuh ein, der chm gefällt — aus dunklem Leder mit einem Absatz, der sich rotgestreift über die grauen Fliesen hebt. Und Tiedemann bewegt wieder die Lippen, er berichtet, was er vorhin erlebt hat, er erzählt von seinem Kunden, der nach London fliegen wollte und ihn rasch zu sich bestellte, um ein Geschenk mitzunehmen. Er läßt Andeutungen fallen, daß er nun bald das größte Haus am Platz haben, daß er bald eine Weltreise machen werde. Er prahlt so leichtherzig, wie man es nur vor- schönen Frauen r°pin en feil ,1.00 | Fiet« vutl, ou v ,t — , , und Begabtenverteilung herzustellen und seinen Spiegel in der Schulstatistik, aus der die um die Jugend zur höchsten Ausbildung der Kräfte infjewiej? rüitgäty r Kranke kJ der 3 Wil 'm y -nce £,] Die (fJ mim J frmp im Foyer des Stadttheaters. Sladllhealer Gießen. Am heutigen Dienstag wird die Operette in drei Ölten von Heinrich Strecker, „Das Aenchen von Aharon" wiederholt. -Musikalische Leitung: Arthur Öipelt. Spielleitung: Harry Grüneke, Bühnenbild: §2rl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. 9. Diens- Irg-Miete. M) 500 AM. für das Kriegs-WHW. Die von den Kampfformationen der Partei durch- c^führte Reichsstraßensammlung für das Kriegs- Binterhilfswerk erbrachte im Kreise Wetterau das jhöne Ergebnis von über 30 500 RM. Davon ent- iillen rund 9000 RM. auf die Stadt Gießen mit ten Vororten Wieseck und Klein-iLnden. - und trotzdem tonn die Haut spröde und rissig werden, wenn NIVEA sie nicht schützt. US der Gtadi Gießen Verdunkelte Stadt... . nach v üssen ch den F«: >hne m?: Oer Elefantenpflug. Während bei den Landarbeitern im allgemeinen die Maschinen die Tiere verdrängt haben, hat es Matthew Ferguson in Camden in Süd-Karolina (USA.) vorgezogen, einen prächtigen indischen Elefanten statt eines Traktors zu nehmen. Er hatte sich nach Fort Lauderdaele begeben, um einen Motorpflug zu kaufen, aber als er nach Camden zurückkehrte, sahen seine Mitbürger mit Erstaunen, daß er Alex, einen gelehrigen Dickhäuter, den er im Zoologischen Garten gekauft hatte, mitbrachte. Alex soll nun seine ausgedehnten Felder pflügen, und Ferguson behauptete, daß er bei weitem besser arbeitet als eine Maschine. Eine Schwierigkeit ist jedoch dabei; sie geht von den Nachbarn aus, die sehr wenig davon entzückt sind, einen Elefanten in der Nähe ihrer Wohnhäuser zu haben, und die daher flammende Proteste beim Bürgermeister eingelegt Haden. C.K. Jedem Schüler die richtige Schule. Nach einem Jahr Schulreform. - Auswirkungen der Schultypen-Regelung. - Oie Bedeutung der Mittelschule. ie Satzu" Wen, d ) dm bi* ‘ ze die Di . 2 fortgti rinnen, ! ieberleguii Weitem kife üok fpruch « ten wirb. 5$ iS V htzt? n für k: lsters das Atzj 1 5?l B«L in viele0 in, Sfho- , Pulver toHarben igesdiof^ tun darf, und stapft dabei noch immer, die Augen weit aufgerissen, durch das Gewühl, als wenn er Treppen stiege. Einmal kommt es ihm drollig vor, und er wünscht sich selbst noch einiges hinzu, um ansehnlicher dazustehen, etwa den selbstbewußten Gang jenes Kaufherrn, die fröhlichen Augen, die Haltung eines andern! Da ist er vor seinem Laden angelangt. Eine Frau mit dunklem, schlechtgeordnetem Haar empfängt ihn schon in der Tür. „Wie konntest du so lange aus- bleiben", fistelt sie, „zweimal hat Siebeling angerufen, drei Kunden waren hier — ach Gott, was für ein Mann!" „Ich t)ab gut verkauft, Meta", mahnt der kleine Tiedemann und versucht noch, eine Herrscherfalte über die Stirn zu legen — die andere könnte den Vorwurf gehört haben. Als er sich indes befangen nach ihr umsieht, ist ihr Platz leer. Da erschrickt er; alle Hoheit und alles Lächeln fallen von ihm ab, Tiedemann schleicht mit schlechtem Gewissen hinter den Ladentisch und blättert in Büchern, als habe er wichtige Notierungen einzutragen. Aber es ist nur, um Zeit für die Rückkehr in die Wirklichkeit zu gewinnen. Einmal fliegt noch ein scheuer Blick nach draußen — ein Seufzer. Die Fremde ist fort „Was sagst du. Meta?" „Hörst du denn nicht? Dreimal hab ich dir schon erzählt: Siebeling hat angerufen." [.Haare*6;. zi0}ichere -!"°L Itwocf- B1 „ -mE "rflr $olrti- d Lwmlchfu ä&rt* ten unterlaßen. Geschäftsführer ch e - «er sprach noch über die Talgablieferung, und der Geschäftsführer der Häute- und Fettverwertung über die Ablieferung der Häute und Hörner. Der Obermeister gab noch bekannt, daß die Preisschilder für Kalbfleisch mit sofortiger Wirkung ihre Gültigkeit verloren haben und zu entfernen stno, neue Anweisungen werden erteilt Die Angehörigen der einberufenen Berufskameraden wurden ersucht, Aenderungen der Feldpostanschriften, Beförderungen Auszeichnungen usw. laufend mttzutetten. Geschäftsführer Schneider sprach schließlich noch über die Lehrlingszuteilung. Tiedemann. Von Hans Friedrich Blunck. Quer durch die überfüllte Straße läuft der kleine SZiebemann. Er stößt mitunter diesen und jenen ffußgänger an, entschuldigt sich sehr, die Augen neit aufgerissen, pnd stapft weiter, vorsichtig, als nenn er Treppen stiege. Dabei blickt er sehr acht- sim jedem Entgegenkommenden ins Gesicht, fast inhöflich scharf. Das hindert nicht, daß er wie ein traumroanMnber keine Maße zu kennen scheint; tft berührt er die Leute mit dem linken Ellenlogen, obschon zur rechten Seite Platz genug märe. 5>ie einen murren, die andern lachen gutmütig. ' tiebemann verneigt sich jedesmal, zugleich sorgsam ledacht, daß sein rechter Arm frei bleibt. Ortszeit für de« 13. November. Sonnenaufgang: 8.44 Uhr, Sonnenuntergang: 17.34 Uhr. — Monduntergang 6.30 Uhr, Mondaufgang 17.12 Uhr. Langemarckfeier der Langemarckschule in Gießen. Arn gestrigen Montag veranstaltete die Lange- marckschule eine schlichte, eindrucksvolle Gedächtnisfeier, die dem Sturm der Freiwilligen auf Lange- marck am 10. November 1914 gewidmet war. Sie stand unter dem Leitgedanken des Blutopfers, des reichsten und reinsten völkischen Opfers. Darauf ad- geftimmt waren die Chorgesänge, Worte des Führers, Gedichte und Sprüche und die Weiherede des Oberftudiendirektors A n g e l b e r g e r. Er stellte Langemarck als das Sinnbild des schicksalsschweren Bandes von 1914 und 1940 hin, als kräftespenden- des Vermächtnis, das aus der Vergangenheit in die harte Gegenwart und die größere deutsche Zu- Fünft strahle. Der in den Mythos des deutschen Volkes eingegangene Name Langemarck wirke weiter in den Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung und in de« Gefallenen des neuen, uns aufgedrängten Krieges, und werde unsterblich fein, wenn immer von neuem deutsche Jugend in unbedingtem Einsatz bereit sei, ihr Blut für Deutschlands Glanz und Größe zu opfern. Tag der deu scheu Hausmusik in Gießen Zur Feier des Tages der deutschen Hausmusik läßt die Fachschaft Musikerzieher der Kreismusikerschaft Gießen in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" eine Dortragsfolge zu Gehör bringen, die nach einem Präludium von Ensemblesätzen für Instrumentalmusik von Bach, Händel u. a. ausschließlich dem Gedenken Franz Schu- berts gewidmet ist, dessen Todestag auf den eigentlichen Tag der Hausmusik, den 19. November, fallt. Es werden Soli, Lieder und Kammermusikwerke des Meisters geboten. Die Veranstaltung, welche aus technischen Gründen auf Sonntag, 17. November, ooroerlegt ist, findet in der Aula der Universität statt. Modenschau im Zeichen derKleiderkarte. Gestern nachmittag und abend wurde im Caf6 Wien eine vom Verlag Beyer in Verbindung nut einer Anzahl großer industrieller Firmen veranstaltete Wintermodenschau vorgeführt, die em zahlreiches, naturgemäß überwiegend weibliches Publikum angelockt hatte. Die Leitung der Veranstaltung hatte I. M. E. Langen, Ansagerin war Erna M o n i e n; sie nannte zunächst die beteiligten Firmen und betonte bann, daß diese Schau im Zeichen ber Kleiberkarte (her neuen zu 150 Punkten) keine unerfüllbaren Wünsch wecken, sonder« vor allem brauchbare Anregungen und prakttsche Winke geben wolle, auf daß jedermann und vor allem jede Frau das aktuelle Punktproblem möglichst glücklich, also sparsam und kleidsam zugleich, lösen könne. Es gibt, wie man sah, eine Menge reizvoller Möglichkeiten. Die hier gezeigten Pullover, Kostüme, Kleider, Mäntel und Im letzten Jahre vor der Schulreform, Ostern 1938, gingen im Altreich 41818 Grundschüler auf die Mittelschule, während es 1939 bereits 55 349 roaren. Bedeutungsvoll ist, daß sich der große Mehran - drang zur Mittelschule weniger in Preußen, dem alten Lande der Mittelschule, zeigte, als vielmehr in den außenpreußischen Ländern, wo die Steigerung der Neuanmeldungen etwa 80 v. H. betrug. Allein in dieser Zahl liegt der stärkste Beweis für die Notwendigkeit der Mittelschule und das Vertrauen breiter Volksschichten zu diesem Schultyp. Entsprechend ist eine Abnahme der Aufbauzüge, die überwiegend in grundständige Mittelschulen umgewandelt werden, nachdem ihre Zahl im letzten Jahr um etwa 44 v. H. gesunken ist. Die Zahl der Aufnahmen bei den Höheren Schulen nahm um 182 ab. Aus diesen Zahlen des Berichtsjahres geht hervor, daß der durch die Schulreform veranlaßte Auftrieb des Mittelschulwesens allmählich jenes Größenverhältnis zwischen Mittelschule und Höherer Schule herbeiführt, das dem inneren Sinne der beiden Schultypen entspricht. Zusammenfassend zeigt die erste Bilanz der Schulreform, daß die Eltern diese Maßnahmen des Staates auf schulischem Gebiet bejaht haben und.daß die Krankheiten der verflossenen Zeit beseitigt werden, um ein rechtes Verhältnis zwischen "au und Volksaufbau, Be- Dazu die neue Wochenschau mit Bildern von unserer Ernte und vom Autobahnbau, von einer Besichtigungsfahrt des Stabschefs Lutze in die Ostgebiete, von riesigen Beutebeständen in Frankreich, vom japanischen Angriff auf die Burmastraße, von siegreichen deutschen U-Booten und Bombengeschwadern gegen England. Hans Thyriot den Endsieg ist. Der Geschäftsführer der Außenstelle des Dieh- wirtschastsverbandes, H e e g e r, gab dann Richtlinien für eine Reihe von technischen Fragen, so über die Umrechnung vom Schlachtgewicht und Lebendgewicht, die Schlacht- und Schluhscheine und die wichtige Schweinenthäutung. Als eine neue Sicherheit in der Versorgungslage bezeichnete er die Genehmigung zur Herstellung von Dauer- und Blockwurst. Die Befolgung der oersorgungstechni- schsn Maßnahmen gewährleistete die bisherige Fleischzuteilung. Die zuständigen Stellen seien auch in Zukunft gewillt und in der Lage, die Fleischversorgung in gleicher Weise durchzuführen. Durch günstigen Warenaustausch wird es auch möglich sein, Mangelerscheinungen, die nicht durch den Krieg hervorgerufen wurden, sondern im natürlichen Ablauf der Tierzucht begründet sind, besser auszugleichen. Von den Kunden muß noch besseres Verständnis für die auf allen Gebieten der Nahrungsmittel-' Versorgung notwendige Verbrauchslenkung, wie etwa beim Gemüseanfall u. a., erwartet werden, die der Nahrungssreihett des Volkes bient Auch von dem Landbewohner muß Verständnis für manche Maßnahme gefordert werden. Dor allem sind auch die Maßnahmen der Gemeinfchaftsfchlachtungen zu verstehen und zu unterstützen. Die Notschlachtungen unterliegen ebenfalls der Bewirtschaftung. Zum Schluß machte der Redner darauf aufmerksam, daß die Nichtbeachtung der Anordnungen strafrechtlich verfolgt und mit hohen Strafen bedroht wird. Wie der Soldat die ihm erteilten Befehle ausführen muß, so muß auch der Volksgenosse als „Soldat der Heimat" alle Maßnahmen genau befolgen. Obermeister Pirr dankte den Frauen, die für ihre einberufenen Männer den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten haben, für ihre der Allgemeinheit gebrachten Opfer. Er berichtete dann über die Verfahren zur Enthäutung der Schweine und erstattete den Bericht über die in Wiesbaden abgehaltene Obermeister-Tagung, in der u. a. festgestellt wurde, , daß die Wurstherstellung befriedigend ist. Es wurde ! gefordert, nur so viel Ware herzugeben, als Mar- • Een vorhanden sind und eine Gutschrift von Mar- Es wird feine Gründe haben. Tiedemann ist Juwelier; er wird Schmuck bei' sich tragen; er bmmt vielleicht von einem Kunden, strebt zu fei- t merfenfter einfach'mit zurechtgeschnittenem Pa- nalsozlallstischen Schulreform vor, dl« auszuMge »ä iX" SS! ' M ö<'2 besteht kein Zweifel daß die tägliche Uebunq ^rer Kinder stehen. In der Zeitschnst „Der Ge- VV beste Lehrmeisterin ist. Noch vor zwei Jahren meindetag" sind die Erkenntnisie des ersten Jahres J61- ”LnnLn sitb die meniaften Menschen bei einer der neuen Schulpraxis dargestellt. Daraus ergibt ipe S^ierigfeiten. GÄnffih- auf seinen künftigen Beruf vorbereitet. Freilich gehört auch heute nod) gutes Ei ft h Damit ist xualeidi die Möglichkeit gegeben, die :c1r5?ul?en' Äen£JJrß.s Beobachten unb ungefunöen Erscheinungen der Vergangenheit zu be- «Iltmktmaßiges Perhalten dazu, um i de ze b ic kitiaen. Vor ollem ist durch die Schulreform auch . - w fin. fettigen. Vor allem ist durch die Schulreform auch fiteres ein 3iel m den duntlen Straßen zu f n g|ne- Neuordnung des Berechtigungs- n:. *)at!in,h^niorh5 UnKinIfi*f wesens möglich geworden. Zum ersten Male in attaglichen Weg handelt. AberMcr# ber ©6^1^ öes Schulwesens wirb als Maß der die Dunkelheit segeln sah, trifft man sie jetzt jr noch selten. Natürlich werden immer noch ge= rffe Hilfsmittel nicht verschmäht, um etwa in eier Neumondnacht dem lieben Nächsten nicht un- rttelbar in die Arme zu laufen: zum Beispiel Am gestrigen Montag hielt die Metzger-Innung >.rch das Rauchen einer Zigarette, durch unper= für h^n Krei^ Gießen im „Hotel Hindenburg" eine xittettes Räuspern ober durch das leise Pfeifen Jnnungsversammlung ab, zu der auch der Direktor icheck c. zier Melodie. des Schlachthofes, Oberveterinärrat Dr. Keller, Im ganzen gesehen hat sich jedenfalls ber Be- erschienen war. beb in der verdunkelten Stadt ausgezeichnet ein- Innungs-Obermeister Pirr verwies zunächst auf pfpielt Störungslos geht hinter den abgedeckten die jüngste Rede des Führers, der zum Schluffe kcheiben Abend für Abend alles feinen Gang wei- gesagt hat: „Aus diesem Kampf wird erst Deutsch- Ir, und nur wenn man etwa aus einem im In- land' erstehen!" Diese Worte verpflichten auch den rm strahlend erleuchteten Lokal direkt auf die Metzger, seine volle Schuldigkeit zu tun, um dem Jj (kraße tritt, spürt man immer wieder den gewolti- Führer zu helfen. Hierauf widmete der Obermeister jsanben? ! /n Unterschied zwischen großer Helligkeit und tie- dem verstorbenen Ehrenmitglied und Obermeister Dunkelheit. Dafür sieht man aber auch die Carl Schön (Kassel), ber sich auch in Gießen gro- (ternbilber bes Großen Bären und der Kassiopeia ßen Ansehens erfreute, einen herzlichen Nachruf, 4 einer Klarheit über der Stadt leuchten, wie nie und in die Ehrung schloß er auch die Toten der roor in früheren Zeiten. Sch. Bewegung und die Gefallenen des Krieges ein. Dem „ Metzgerm'eister 23 epi er wurde anläßlich feines *>Ort1Oii8Cn. 80. Geburtstages erneut der Dank für feine jahr- Tageskalender für Dienstag. zehntelange Mitarbeit in der Innung ausgesprochen. 6tai>tti)eater. 18.30 bis 21 Uhr „Aennch-n von We der Obermeister mit B-sriMgun« ftW°w° hat Sharau" — Meßener Vorttagsrina: 19.15 Uhr in die Innung ihren Beitrag zur Adolf-Httler-Spende ^r Neuen Aulader Universität, Kurt Hielscher in bester Weise erfüllt. Der letzten Gehttfenprufung chtbttdervor^g „Sonne über Italien". - ©Io J - ' ' 4 15 ^rhnae mit mfnehem ka-Palast (Seltersweg): .Zraummusik". — Licht- zielhaus (Bahnhofsttaße): „Der dunkle Punkt". — echützengesettschast 1926: 20 Uhr „Stadt Lich" Be- cun des Zimmerstutzenschießens. — Oberhessischer tunftDerein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung W. Im- Strümpfe waren alle nach den angedeuteten Gesichtspunkten ausgewählt und zufammengeftellt. Es wurden zuerst sog. Handarbeitskleider gezeigt, z. T. aus zwei Stoffen, auch aus Resten zu arbeiten; dann „Pullover in der Tüte", in vielen Formen und Farben, auch Modelle, die für den Herrn wie für die Dame passen, etliche ganz aus Resten, einen in zehn verschiedenen Tönen, alles nach bequemen Vorlagen und bunten Schnitten leicht selbst anzufertigen. Ferner gehäkelte Kostüme, dann mancherlei Neuheiten in Kleidern, mehrteilig, praktisch für verschiedenste Zwecke, verschiedenste Größen und Figuren. Auch neue Strumpf-Modelle nicht zu Der» geilen. Allgemeine Aufmerksamkeit und großen Anklang fanden einige hübsche, zeitgemäße Winter-Jndan- thren-Dirndlklerder, auswechselbar, in geschmackvollen Farbzusammenstellungen, aus wasch-, licht- und wetterfestem Trachtenstoff. Man sah weiter eine ganze Reihe hübscher und praktischer Kleider und Mäntel nach bunten Schnitten, wieder aus verschiedensten Stoffen, für allerlei Zwecke und jede Figur. Auch die neuen Pointen der Wintermode wurden gezeigt. Ein praktischer Regenschutz wurde m seiner Wirkung am Modell vorgeführt und empfohlen. Lebhaften Beifall fand ein „Derwandlungskleid", oder das Kunststück, wie man aus einem Kleid fünf Kleider machen kann. (Hexeneinmaleins für Damen, Modell 1940.) Und immer wieder Kleider, Kostüme, Komplets und Mäntel — alles unter dem Motto: wenig Stoff, wenig Punkte, sparsam, praktisch und trotzdem schick! Den Schluß blldeten eine Anzahl Festkleider: lange Aermel, kurze Aermel; schwarzweiß, die große Mode; kornblumenblau; bedruckte Seide; kleines Hüftschößchen; Deuteltasche; Straß-Agraffe. Und als freundlicher.Ausklang: ein Brautkleid und ein Brautmutterkleid. — Großer Beifall. Auf Wiedersehn nächstes Jahr. Zuteilung auf die Gäuglingskarte. Nach einer mit Zustimmung des Sonderbeauftragten für die Spinnstoffwirtschaft ergangenen Anordnung der Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete dürfen auf die Sonderabschnitte VI und VII aller für Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahre ausgegebenen Reichskleiderkarten — soweit die Karten bis zum 31. Dezember 1940 ausgestellt find — vom 15. November 1940 bis zum 15. Februar 1941 wahlweise entweder je drei Windeln, bestehend aus drei Lagen Windelmull oder je 7,5 Meter Windelmull an Verbraucher abgegeben und von ihnen bezogen werden. Gießener Wochenmarktpreise. ♦ Gießen, 12. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11, Kartoffeln, % kg 4, 5 kg 40, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7/rote Rüben 6, Spinat 15, Römischkohl 10, Unter- kohlrabi 5, Grünkohl 6, Rosenkohl 15 bis 18, Tomaten 16, Zwiebeln 12, Meerrettich 30, Schwarzwurzeln 15, Kürbis 7, Feldsalat (Vio) 8, Aepfel, Vi kg 15 bis 30, Birnen 15 bis 30, Salat, das Stück 8 bis 10, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 3 bis 5, Sellerie 5 bis 30, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. ** Kriegsauszeichnung. Der Leutnant zur See Ernst Günther Krenzien, Sahn des verstorbenen Gießener Bürgermeisters Krenzien, zur Zeit bet einem Seeflieger-Kcxmmando, wurde für besondere Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet, nachdem er sich schon im September durch kühnen Einsatz das Eiserne Kreuz II. Klasse erworben hatte. — Für hervorrragende Tapferkeit vor dem Feinde erhielt der Obergefreite Ludwig Keil, Wetzsteingasse 7 wahnhaft, das Eiserne Kreuz I. Klasse. In den Kämpfen um Amiens erwarb er sich bereits das Eiserne Kreuz II. Klasse und das Jnfanterie-Sturm- abzeichen. * ** Anerkennung für hervorragende Mitarbeit. Die Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung (RfH.) hat dem Lehrer Hans Jmmel in Gießen eine Urkunde „als Anerkennung für hervorragenden Einsatz bei der Einbringung der diesjährigen Heil- kräuter-Ernte" übermittelt, die mit Worten des Dankes und der Anerkennung der Gauleitung und der Kreisleitung zugestellt wurde. Lehrer Jmmel hat sich mit besonderer Tatkraft bei der Durchführung der Heilkräutersammlung der hiesigen Goethe- Schule für das volle Gelingen dieses gemeinnützigen Dienstes eingesetzt. Die Vorteile -er Kaninchenzucht. Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins Gießen. Die diesjährige örtliche Schau des Kaninchenzuchtvereins Gießen zeigte Angora-Kaninchen und Tiere der Wirtschastsrassen, als Gegenstück Luxuskanin- chen und vor allem Jungtiere. Die Ausstellung erfreute sich regen Besuches. Zur Eröffnung waren auch Schlachthofdirektor Dr. Keller und Tierzucht- inspektor Haas erschienen. Der Vorsitzende L. Kreiling, der zugleich Kreissachgruppenleiter ift, übernahm die Führung. Dabei wies er darauf hm, daß die Stallverhällnifse jetzt gegenüber früher bereits bedeutend verbessert simö. Während man noch während des Weltkrieges die Kaninchen im Keller oder auf dem Balkon hielt, müssen es jetzt Außenställe sein. Leider läßt deren Beschaffenheit noch zu wünschen übrig, vielfach sind sie auch zu klein. Tiere aus ungesunden Stallungen können sich nicht entwickeln und sind nur Futterverschwender, weil aus ihnen nichts Vernünftiges wird. Als Fleischlieferant kommt das Kaninchen gerade in der jetzigen Zeit zu neuer Geltung. Während des Weltkrieges ist die Zahl der Kaninchen von 2,5 auf 18 Millionen im Jahre 1918 angestiegen, später ging sie zurück und betrug vor dem jetzigen Kriege mehr als 8 Millionen, während jetzt schon mehr als 10 Millionen Kaninchen vorhanden sein dürften. Bei richtiger Rassewahl und Haltung liefern zwei Häsinnen und ihre Nachzucht 50 Kilogramm Fleisch, das eingeweckt werden kann, so daß man eine wöchentliche Zugabe von 1000 Gramm markenfreien Fleisches besitzt. Besonderer Wert wird auch auf das Fell gelegt, das jetzt abgeliefert werden muß, aber gut bezahlt wird. Deutschland war früher Exportland und ist zur Zeit sehr aufnahmefähig für Kaninselle, die früher zu allerlei schönen Bekleidungsstücken verarbeitet wurden und jetzt für andere Sachen gebraucht werden^ L. Kreiling wies besonders auf die Zucht der Angorakaninchen hin, die 4 Jahre hindurch wertvolle Wolle liefern, von der 1 Kilo 1. Qualität 40 RM. kostet. Alle 90 Tage liefert das Tier 350 bis 400 Gramm, je nach Rasse und Pflege. Wer die Kaninchenzucht nur wegen des Verdienstes betreiben will, beschränke sich auf die Haltung, die großen Nutzen abwirft. Zu bevorzugen sind frohwüchsige Tiere, die guten Nachwuchs liefern. An sich ist das Kaninchen ein dankbarer Futterverwerter, denn es frißt die Dinge, die anders nicht mehr zu verwerten sind, wie. Unkräuter und Abfälle. Es liefert außer dem Fleisch auch Fett, ein begehrtes Fell und Dünger. Das Kaninchenfleisch kann von anderen Arten nicht übertrieben werden. Welchen Wert die Kaninchenzucht für unser Volk besitzt, geht daraus hervor, daß etwa 8 Millionen Tiere rund 122 Millionen RM. der deutschen Wirtschaft im Jahre 1938 zugeführt haben. Direktor Dr. Keller sprach sich anerkennend über die Ausstellung aus und regte an, sie vor allem den Schülern zu erläutern, um von Jugend auf die Liebe zum Kaninchen in das Volk zu tragen. Die Aussteller wurden mit Preisen ausgezeichnet. Es erhielten: Ehrenpreis der Reichsfachgruppe und der Kreisfachgruppe: K. Hoffmann (weiße Wiener); Ehrenpreis des Landesbauernführers: Emil Kern (blaue Wiener). Angora: Ehrenpreise O. Steih (und 1. Preis), Just. Volz, Heuchelheim; 3. Pr. Fr. Schneider (u. 1. Pr.), L. Kreiling und Kurt Schwarz, Reiskirchen. 4 Deutsche Widder, grau: E., 1. und 2. Preis: Ehr. Hüttenberger. — Deutsche Widder, weiß: 2. Pr. gerb. Schellhaas. — Große Chinchilla: 1. und zwei 3. Pr. Adolf ©lieber. — Kleine Chinchilla: zwei 1. und vier 3. L. Krelling. — Wiener, weiße: Ehrenpreise Karl Hoffmann (zwei E., zwei 1. und zwei 3 ), Georg Schellhaas (zwei E., zwei 2. und drei 3.) Albert Wihner; Emil Kern, zwei 1., drei 2. und sechs 3.; 2. Pr. O. Steih (und ein 3.) Walter Schmitt (und drei 3.) — 3. Pr. Joh. Nicolai, L. Krausmüller, Urstadt (2), Jos. Minnig (und ein 1.); Karl Melius (zwei Und ein 1.) Ferd. Schellhaas (7), Just. Volz, Heuchelheim (und ein 2.). Wiener, blau: Emil Kern E.-Pr.; 1. Pr. Alb. Wih- ner (zwei und ein 3.); Gg. Schellhaas (zwei und drei 3.), Otto Dörr (zwei und drei 3.), Gg. Stumpf, Gießen-Wieseck (zwei und zwei 3.). — Luxuskanin- chen: Urstadt: 1. Preis. SJi.-tfport Schwerathletik beim Hallensportfest des VfB.-Veichsbahn. Im Rahmen eines Hallensportfestes am Sonntag fand ein Mannschaftskampf im Ringen statt, den die Schwerathletikabteilung des VfB.-Reichsbahn nach spannendem Kampf für sich entscheiden konnte. Hanau erschien mit stark verjüngter Mannschaft, die aber durchweg gutes ringerisches Können zeigte und auch teils sehr schöne Kämpfe lieferte. Die Resultate: Bantamgewicht: Sern, Gießen besiegt Rieß, Hanau nach kurzer Zeit durch Aufgabe. Federgewicht: Ein ungemein spannendes Treffen lieferten sich Alois Funk, Gießen und Roth, Hanau. Beide Ringer kamen oft in Gefahr, bis Funk in fünf Minuten durch Schleudergriff siegte. Leichtgewicht: Unteroffizier Eder brachte seinen Gegner sofort in Gefahr, aber der Mattenrand rettete. In der 4. Minute siegte dann Kübler, Hanau, überraschend durch Ueberstürzer. Weltergewicht: Gefreiter Becker griff seinen Gegner beherzt an und hatte auch Vorteile, aber der Hanauer Thiele war auf der Hut und besiegte Becker durch einen blitzschnellen Hüftschwung, Becker ist durch Mangel an Training nicht in der gewohnten Form. Mittelgewichtr Klotz, Gießen, setzte seinem Gegner Weigand, Hanau, hart zu. Der Hanauer rettete sich oft durch Mattenflucht. Klotz ging durch Ueberstürzer in Führung und siegte in der 3. Min. durch Hüftschwung. Halbschwergewicht: Hier brachte Gießen mit Zeller einen neuen Mann auf die Matte, der seinen Gegner, Fleischer, Hanau, in der 1. Minute durch Ueberstürzer besiegte. Zeller stammt aus Freiburg und kämpfte schon öfter repräsentattv für den Gau Baden. Endergebnis 4:2 für Gießen. Ergebnisse der Nachrvuchskämpfe. Roth, Hanau, besiegte den Gießener Dern in einem harten Kampf nach Punkten. Unteroffizier Eder, Gieße», besiegte Weigand, Hanau, durch Stützgriff. Rabow, Gießen, besiegte seine Vereinskameraden Dietrich und Weichsel entscheidend. Im Gewichtheben gab es ebenfalls schöne Leistungen. Gary, Marburg, schaffte im Schwergewicht 645 Pfund im Dreikampf. (Drücken 205, Reißen 190, Stoßen 250 Pfund.) In der gleichen Klasie schaffte Dr. Luh im Reißen 170 Pfund und im Stoßen 220 Pfund. Der 46jährige Mootz, Marburg, hob im Bantamgewicht 440 Pfund. (Drücken 150 Pfund, Reißen 120 und Stoßen 170 Pfund.) Gary, Marburg, der bereits 41 Jahre alt ist, könnte längst in der Altersklasse starten. Watzenborn-Steinberg I. — »Sportfreunde" Wetzlar I. 8:2 (5:1). Die „Sportfreunde" Wetzlar hatten vor ihrem sicheren Torhüter zwei Verteidiger stehen, die ihr Fach verstanden. Der Sturm der Gäste spiette schön zusammen, schoß zwar nicht allzuviel, war aber in Tornähe stets gefährlich. Nur die Läuferreihe war nicht immer im Bilde; sie stellte sich von Spielbeginn an zu sehr auf das Äbwehifpiel ein und vernachlässigte dabei die Unterstützung des Sturmes. Die „Teutonen" hatten eigentlich keinen schwachen Punkt in ihren Reihen. Bereits den ersten Angriff des einheimischen Sturmes unterband ein Gästeverteidiger im Strafraum durch Handspiel. Der fällige Elfmeter wurde verwandelt. Schon in der 6. Spielminute führte ein Eckball von rechts durch den Halblinken zum zweiten Tor. Dieser Spieler verfehlte einige Minuten später in der eigenen Spielhälfte einen ihm zuge- dachten Ball. Der Gegner war zur Stelle und schon hieß es 2:1. Doch schon eine Minute später kam der Ball zum Linksaußen. Er spielte an dem letzten Verteidiger vorbei und setzte kurz vor dem Tor stehend zum Schuß an, da wurde er unfair zu Fall gebracht. Abermals Elfmeter, der zum 4:1 verwandelt wurde. In der 20. Spielminute kam der Ball vor das Tor der Wetzlarer. Der Halblinke der Einheimischen wandte sich durch die gegnerische Verteidigung durch und lenkte den Ball zum 5. Tor ein. In den restlichen 25 Minuten der ersten Halbzeit fiel kein weiteres Tor. Die zwette Halbzeit zeigte vorerst die Gäste im Angriff. Eine verunglückte Abwehr führte zum zweiten Erfolg für Wetzlar. Dann aber wurden sie in die Verteidigung gedrängt. Gegen einen scharfen Weitschuß war der Wetzlarer Torhüter macht, los. Durch weite Abschläge der „Sportfreunde". Verteidiger wurde ihr Drei-Männer-Sturm ober manchmÄ noch gefährlich. Dennoch konnten die Gastgeber zum 7. Erfolg und kurze Zeit später zum 8. Tor und damit zum Endergebnis einsenden. Schiedrichter Gerhardt (Annerod) leitete umsichtig, Sportgemeinde Steinbach. Jugendableilung. Mefeck 3gb. — Steinbad) 3gb. 1:0 (0:0). Iw zweiten Spiel um die Dannimerfterschaft traf Steinbach in Wieseck auf eine körperlich stark über» leaene Mannschaft. Dis zur Halbzeit blieben Tor- erfolge aus. In der zweiten Hälfte konnten die Gaib geb er ein Mißverständnis ausnutzen und zum siegbringenden Tor einschießen Die Schüler traten auf eigenem Platz gegen die Schüler von DfB.-R. an. In der ersten Halbzeit waren die Gastgeber überlegen. Mit 3:1 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Hälfte konnten die Gäste gleichziehen. Dadurch fiel Steinbach etwas ab und konnten die Schüler von DfB.-R. durch ein roeiteres Tor einen knappen Sieg erringen. Fußball im Turnverein Großen-Linden Iugendfuhbalt Am Sonntag traten sich diese Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel gegenüber. Gr -Linden trat wieder mit 3 Mann Ersatz an, konnte aber trotz, dem gegen die körperlich stark überlegenen Gäste einen 2:0-Sieg erringen. In der 17. Minute, als ein Spieler Großen-Lindens von dem rechten Verteidiger der Gäste im Strafraum unfair angegriffen wurde, ging Gr.-Linden durch Elfmeter in Füh. rung. Kurz vor dem Wechsel wurde der linke 23er. leidiger der Gastgeber verletzt, sodaß er sich in der Folgezeit nicht mehr ganz einsetzen konnte und Gr.-Linden die ganze 2. Halbzeeit, bis zum Abbruch des Spieles, mit 10 Mann überstehen mußte. Trotzdem schoß der Halbrechte noch ein Tor für Großen-Linden, dem die Gäste nichts entgegenzusetzen hatten. Kurze Zeil nach diesem Tor verließ der Gästetormann ohne Grund den Platz. Als sich ihm noch einige Spieler anschlossen, sah sich der Schiedsrichter gezwungen, das Spiel abzubrechen. Schwelneniarkt in Alsfeld. A Alsfeld, 11. November. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 139 Ferkel und Läufer- schweine aufgei rieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 30 RM., Läuferschweine 45 bis 60 RM. pro Stück. Der Handel war flott, kein Ueberstand. Briefkasten Oer Nedaktion Eine dankbare Leserin. Im vorliegenden Falle dürfte sich die Zuführung Ihres Sohnes zu einem praktischen Lebensberuf empfehlen und besonders an die Wahl eines handwerklichen Berufes zu denken sein. Um den richtigen Weg zu diesem Ziel zu finden, raten wir Ihnen eine Rücksprache mit der Berufsberatung beim Arbeitsamt Gießen an, die an jedem Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr Sprechstunde hat. Das wichtigste Gebot der richtigen Zahnpflege ist und bleibt- keinen Abend mit ungeputzten Zähnen zu Bett'. CHL0R0D0 NT 3000Kilometer Siebe Roman von Olly Boeheim 25. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Anita Silesen", sagte Dera Verries tonlos. Sie war zutiefst erschrocken. Der Direktor sprach in kühlen freundlichen Worten etwas aus, worüber sie sich selbst gar nicht klar gewesen. Er hatte recht, tausendmal recht! Nicht die mütterliche Freundschaft für Anita war der Grund, nicht nur das unbezähmbare Bedürfnis, den Mann wiederzusehen und sich Gewißheit zu verschaffen, ob er wirklich der Fabrikant Ohlsen war, sondern Angst, ganz törichte Angst, nur einen Achtungserfolg zu erringen, nachdem Anita das Publikum in Göteborg begeistert hatte. Angst vor der Jüngeren. Sie senkte den Kopf. Sie wußte, jetzt war der Augenblick gekommen, der bitterste im Leben einer Künstlerin, der Augenblick, abzugehen. Er war diesmal nicht nur mit einer großen Geste verbunden, sondern er öffnete einem jungen Mädchen, das sie gern hatte, das Tor zu einer Laufbahn. „Vielleicht haben Sie recht, Direktor Ryddohrn", sagte sie leise. „Ich will nicht mehr tanzen." „Ist es nicht zu früh, abzugehen?" fragte der Mann mit einem freundschaftlichen Lächeln. „Möglich", antwortete Vera Verries, „aber besser zu früh als zu spät!" Und mit Gewalt ihre Wehmut niederkämpfend: „Also, ich schicke Ihnen Anita Si- lesen. Nach ihrem Erfolg in Göteborg gehen Sie nicht das geringste Risiko ein. Einverstanden?" „Einverstanden, Frau Verries. Sie sind ebenso klug wie selbstlos!" „Nicht ganz so selbstlos, wie Sie denken, mein Lieber!" sagte Vera, und ein verschmitztes Lächeln verjüngte ihr Gesicht. „Wiedersehen, Direktor!" * Am gleichen Tage raste Dera Verries, nachdem sie einen kurzen Brief an Anita Silesen hinterlassen hatte, mit allen verfügbaren Pferdekräften nach Leksand. Die Sonne hatte sich versteckt, aber es fang in ihrem Herzen. Sie war frei! Das einzige, was ihr Lebensbedürfnis war, die Kunst, hatte sie ihrer Liebe zum Opfer gebracht. Mit diesem Trumpf in der Hand wollte sie vor Arne Ohlsen hintreten. Je näher sie Leksand kam, desto überzeugter war sie, daß sie ihre Kunst tatsächlich für Arne geopfert hatte. Das Blut schoß ihr in die Wangen, als sie den Siljansee erblickte. Leksand-, Rättvik flogen vor- be-i. Ihr Herz hämmerte. Nur noch ein paar Kilometer und sie war da. Wenn sie Arne nicht antraf? Es war nicht aus- zudenken. Der Atem blieb ihr stehen. Da lag das geliebte kleine Haus. Was sollte sie Ame sagen? Ach, sie würde ihm um den Hals fliegen und den Geruch seiner Haut spüren, und seine festen Arme würden sich um sie legen, um sie nie wieder loszulassen. Die Bremsen knirschten. Deras Knie zitterten, als sie ausstieg. Warum kam er ihr nicht entgegen? Er mußte den Wagen doch gehört haben. Ihre Hände wurden eiskalt. Sie fühlte, sie ertrüge es nicht, vor einem verschlossenen Haus zu stehen. Gottlob, die Tür war offen. Ein Blutstrom schoß chr zum Herzen. Er war da, nun mußte alles gut werden. Ein heimliches Lachen stieg in ihr auf. „Arne", rief sie leise, dann laut und jubelnd, „Arne, Liebster?" Ein fremder Mann kam aus der Hütte, und ein zynisches Lächeln spielte um seine Mundwinkel, während er Dera betrachtete. „Wo ist Herr Ohlsen?" fragte sie atemlos. ,^)hlsen?" wiederholte der Fremde, und machte mit der Hand eine Bewegung, als wollte er sagen: geplatzt. Dera Benies war vollkommen verwirrt. Der Mann sah ausgezeichnet aus. Heber der Oberlippe stand strichfein ein kohlrabenschwarzes Bärtchen, die Wangen waren tadellos rasiert, der Anzug vom letzten Schnitt und auserlesener Eleganz. „Sprechen Sie deutsch?" fragte Vera. Der Fremde schüttelte den Kopf. „Englisch?" Der Fremde nickte. „Ein wenig", sagte er, und mit einem dreisten Lächeln: „Für uns dürfte es genügen." Ein Frösteln des Unbehagens kroch an Dera hoch. Sie wollte in die Hütte treten, da versperrte der Mann ihr den Weg. „Go on”, sagte er rauh und zog einen Revolver cnus der Tasche. Die Frau stand wie gelähmt. „Was wollen Sie?" stammelte sie hilflos. „Daß Sie mich zur Grenze fahren", erklärte er in seinem brüchigen Englisch, und das dreiste Lächeln verstärkte sich. „Zur deutschen Grenze?" fragte Dera verzweifelt. „No, Miß, es kann auch die norwegische fein, die ist am nächsten." Fliehen, dachte Vera, rasch in den Waaen und fort Aber da sah sie unter seinem lächelnden Gesicht den Lauf der Pistole auf sich gerichtet Ohne sie aus den Augen zu lassen, packte er einige Gegenstände zusammen und folgte chr in den Wagen. Bebend zog sie den Anlasser, und sah im Rückenspiegel, wie der Fremde sich seelenruhig eine Zigarette ansteckte, die Sachen, vermutlich Diebesgut, im Fond verstaute und dann behaglich neben ihr die Beine ausstreckte. Der Revolver lag auf seinem Schoß, und bei jeder Bewegung, die sie machte, griff seine Hand lässig danach. Es blieb ihr nichts übrig; sie schaltete und fuhr an. „Fahren Sie nicht vor Aufregung gegen einen Baum, Miß", sagte der Mann liebenswürdig. „Sie haben gar keinen Grund, aufgeregt zu sein. Ick) bin ein Gentleman, solange man tut, was ich will. Sollten Sie aber den albernen Einfall haben, zu schreien ober anzuhalten, wenn wir einem anderen Wagen begegnen, bann knalle ich los." „Sie sind also —" „Ein Abenteurer, Miß. Einer, der feine eigene Moral hat, die darin bestehl, daß er nimmt, was er kriegen kann. Fahren Sie etwas schneller, wenn ich bitten darf. Beschaulichkeit liegt mir nicht und für landschaftliche Reize habe ich zur Zett wenig Interesse. Immer geradeaus. Ich zeige Ihnen den Weg." Vielleicht hat er Arne ermordet und bringt mich auch noch um, dachte Dera entsetzt. Sie war dem Einbrecher auf Gnade und Ungnade ausgeliefert. Verzweifelt sah sie die endlose Einsamkett der Wälder sich zu beiden Seiten der Chaussee ausbreiten. Er schien ihre Gedanken zu erraten. ,^ch werde Ihnen nichts tun. Miß", sagte er, „denn ich halte Sie für klug." „Wieso denn klug?" stammelte Dera mit trockenen Lippen. ,/Insofern, als Sie mir die Perlenkette und die dazu passenden Ohrringe freiwillig aushändigen. Auch die Armbanduhr. Stopp!" Der Wagen hielt. Mechanisch neftelte Vera die Ohrringe ab, die Kette, und was sie sonst an Schmuck bei sich trug. „And money?” fragte der Mann, und seine weißen Zähne blitzten in dem dunklen Gesicht. Sie warf ihm wütend ihre Tasche zu. Er kramte, nahm einige Geldscheine heraus und legte eine geringfügige Summe zurück. Dann steckte er die Sachen nachlässig ein, zog eine Reiseflasche mit Kognak aus der Tasche und reichte Vera einen Becher. „Nein, danke", sagte sie und stteß seine Hand zurück.