Samstag, 12. jSomtag, 15. Gttober 1940 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer biS8'/,Udr desBormittags Aiueigen-Preife r Anzeigenteil 7 Rvt. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffelI Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Postscheck 1168k Tranks. M örnpifQt HitfotrfitäUbniderti B. toigt Erscheint täglich, auher Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte GiekenerFamilienblätter Heimat nnRild DieScholle Monats-BezugSvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auck bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt (90. Jahrgang Ur. 242 jwr ▲ w 9 Samstag, 12. |$oi GießenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Paris von heute Ep -Korrespondenien. Von unserem _ w» KLit Paris, im Oktober 1940. Der Politiker Marcel D 6 a t. der schon lange vor Ausbruch des Krieges seine eigenen Wege gegangen war und den Franzosen vergeblich zu überlegen gegeben hatte, ob sie wirklich „für Danzig sterben" wollten, hat in seiner Zeitung „Oeuvre" die jetzt aus dem unbesetzten Gebiet wieder nach Paris zuruckgekehrt ist, mit Bedauern festgestellt, baß die Mehrzahl der Franzosen immer noch von einer Art „kollektiver Neurasthenie" befallen sei. Bevor die Franzosen nicht etwas Klarheit in chre Ideen gebracht und bevor sie vor allem nicht auf die törichte Illusion einer Erneuerung der Politik Tcll- leyrands aus dem Jahre 1815 verzichtet hätten sei für Frankreich nichts zu hoffen. Und der sehr bekannte Pariser Verleger Grasset, der u. a. Sieburgs bekanntes Buch „Gott in Frankreich" her- ausgegeben hat, vertritt ähnliche Gedankengänge, wenn er fordert, man möge endlich die Heuchelei aufgeben und sich statt dessen die Frage stellen, ob Frankreich seine Existenz wieder aufnehmen könne, ohne daß das französische Volk durch die Pflicht- erfüllung jedes einzelnen zu einer wirklich organischen Verfassung und zu einer wirklich organischen Regierung gelange. Immer noch mache man in den Eaf6s zu viel Polittk, mäkle an den Fehlern der Vergangenheit herum und an den Fehlern der anderen, anstatt auf dem Gebiete des eigenen Berufs und der eigenen Berufung durch eigene Leistung einen Beitrag zum Ganzen zu liefern. Die Franzosen selbst scheinen sich also in der Be- urteilung ihrer Lage noch nicht ganz klar geworden zu sein. Immerhin ist es doch von Interesse, daß Leute wie D6at und Grasset, die in Frankreich etwas zu sagen haben und auch in verhältnismäßiger Unabhängigkeit schreiben, derartige Gedankengänge ihren Lesern vortragen. Grasset kündigt im übrigen an, daß er seine Tätig feit als Verleger, die für das französische Geistesleben eine große Bedeutung hat, auch unter den gegenwärtigen Umständen in Paris fortsetzen werde: Paris sei der gegebene Ort für die französischen Schriftsteller und Verleger. Grasset bedauert im übrigen, daß ein fähiger französischer Schriftsteller wie Mon- t h e r l a n t, der in der Vorkriegszeit den Franzosen manche Dinge mit schonungsloser Deutlichkeit gesagt bat, den Winter über in Nizza bleiben wolle. Sein Platz sei in Paris. Die Pariser Bevölkerung, deren Geisteszustand nach dem Vorstehenden also zumindest als nicht ganz einheitlich bezeichnet werden kann, schlägt sich inzwischen mit den Sorgen herum, die durch den bevorstehenden Winter ausgelöst sind. Alle diese Dinge geben einen Vorgeschmack davon, was der kommende Winter für die Bevölkerung noch bringen kann, wenn die Verordnungen der Regierung von Vichy nicht bald auf wirtschaftlichem Gebiet und vor allem auf dem Gebiet der Arbeitslosigkeit eine entscheidende Wendung herbeiführen. Die deutschen Besatzungsbehörden haben mehrfach erklärt, daß sie die Anstrengungen der französischen Regierung in dieser Hinsicht nicht behindern, daß sie sich aber in diese Dinge nicht einmischen werden und als eine innere Angelegenheit Frankreichs betrachten. Ständig kehren noch weitere Flüchtlinge, die im Juni Paris verlassen hatten, nach der Hauptstadt zurück. Diese primitiven Transporte gehören seit langem zu den Eigentümlichketten des Pariser Straßenlebens und werden auch sobald nicht auf- hören; denn annähernd die Hälfte der damals Geflohenen dürfte chre Rückkehr nach Paris bis jetzt noch nicht bewerkstelligt haben. Dom Austerlitz- Bahnhos aus ergießt sich dieser Strom in die Pariser Stadtviertel. Algerier, die primitive Handkarren mit dem Gepäck der Pariser Flüchtlinge schieben, machen ein glänzendes Geschäft. Flüchtlinge anderer Art, die beim Zusammenbruch Frankreich verlassen hatten, um sich ins Ausland zu begeben, haben es nicht so ettia. Bekanntlich ist diesen Leuten, die wie die Rothschilds und andere, oft riesige Geldmengen nach dem Ausland mitgenommen haben, die Aberkennung der französischen Staats« angehörigkett angedroht, wenn sie nicht alsbald nach Frankreich zurückkommen. Die Vichy-Regierung hat jetzt neuerdings eine Aufforderung an diese Flüchtlinge zur sofortigen Meldung und Darlegung der Gründe für das Verlassen Frankreichs ergehen lassen. Man kann neugierig sein, welchen Erfolg diese Aufforderung haben wttd. Jedenfalls sicht — wohl nicht nur in Frankreich, sondern auch m England — der Opfermut gewisser Kreise im umgekehrten Verhältnis zur Höbe des Vermögens, und es ergeben sich oft skandalöse Zusammenhänge. Das gilt besonders für die 25 000 reichen Engländer, die auch jetzt noch sich an der französischen Riviera amüsieren und ihr Geld verbringen, als ob nichts geschehen wäre. Daß englische Kriegsschiffe in Mers-el-K6bir 2000 französische Matrosen ermordet haben und daß dem mißlungenen Ueberfall der englischen Flotte auf Dakar in Westafrika wiederum Hunderte von Franzosen zum Opfer gefallen sind, das scheint diese Herrschaften nicht im geringsten zu stören. Man hat gegen dieses taktlose Verhalten der englischen Besucher der südftanzösischen Kasinos zwar jetzt in Pariser Blättern heftig protestiert, aber wird es etwas nützen? Das ist nur ein Paradox mehr in unserer an Widersprüchen so reichen Zett, einer Zeit, in der vor allem Frankreich selbst auf eine Klärung seiner Lage wartet, die indessen erst dann eintreten kann, wenn die Franzosen selbst den Willen dazu haben. DeutscheVergeltungsangriffe auf London, Liverpool, Birkenhead und Manchester. Ser Wehrinachtsbericht vom Freitag. Berlin, 11. Oft (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: London lag gestern wieder im Mittelpunkt der Vergeltungsangriffe leichter und schwerer Kampfflugzeuge. Zahlreiche Lx - plosiouen und Großfeuer waren zu beobachten. Deutsche Lampffliegerverbande belegten außerdem zahlreiche kriegswichtige Ziele in Liverpool, Birkenhead und Manchester mit Bomben mittleren und schweren Kalibers. Auch hier riefen heftige Detonationen starke Schadenfeuer, vor allem an den Ufern des Mersey hervor. In Süd- und Mittelengland wurden Hafenanlagen, Rüstungsbetriebe und wichtige Versorgungszentren erfolgreich angegriffen. Bombenwürfe auf stark belegte Flugplätze an der britischen West- und Südküste, teilweise in kühnem Tiefanflug durchgeführt, zerstörten Hallen und Unterkünfte. Größere Brande vollendeten das Vernichtungswerk. Marineartillerie beschoß erneut D g v e r. Ls konnten Treffer auf die im Hafen Ne- genden Schiffe, die Hafeneinfahrt und auf andere kriegswichtige Ziele der Stadt erzielt werden. Der Feind zeigte bei Tag keine Angriffstätigkeit. Bei Dunkelheit erreichten einige Flugzeuge Mitteldeutschland. Dort abgeworfene Bomben richteten keinen nennenswerten Sachschaden an. In West- nnd Rordwestdeutschland wurden verschiedene Städte und Industrieanlagen angegriffen, ohne daß wehr- wirtschaftlicher Schaden eintrat. Dagegen trafen die britischen Bomben wieder einige Wohngebäude und Siedlungshäuser. Die Gesamtverluste des Gegners betrugen gestern 12 Flugzeuge, von denen eines durch Flakartillerie abgeschossen wurde. Vier eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück. Mit Liverpool- Birkenhead das nach dem Wehrmachtsbericht schweren deutichen Luftangriffen ausgesetzt war, ist Großbrrtan- Niens zweitgrößter Hafen getroffen worden. Die Hafenkammern sind zusammen 37 Kilo- Meter lang, das Hafensnstem verfugt über rund 20 Trockendocks. Komplizierte Schleusenanlagen machen den Hafen von den Gezeiten unabhängig. In dem Hasen befinden sich riesige Oe treibefilos und Lagerhäuser, die über 300 OOÖ Tonnen aufnehmen können. Hinzu kommen Speicher und Leichter. Ferner ist die Lagerung von Del, Petroleum und Benzin im großen Umfange möglich. Bereits 1937 waren Tanks für über 150 000 Tonnen vorhanden, heute dürften die Tankanlagen erheblich größer fein. Die Kühlhäuser können rund 3500 geschlachtete Tiere aufnehmen. Wehrwirtschaftlich wichtig sind ferner die in den Hafenanlagen befindlichen Lagerplätze für rund 100 000 Tonnen Erze sowie ausgedehnte Lagerplätze für Holz. Liverpool-Birkenhead ist Hauptettzfuhrhafen für Getreide und andere Lebensrnittel sowie für Mineralöle. 1937 kamen über Liverpool mehr als zwei Millionen Tonnen Getreide und rund 900 OOO Tonnen Oel, Petroleum und Benzin nach England. In der Ausfuhr gingen insbesondere Eisen und Stahl, Maschinen, Chemikalien und Textilien über den Hafen von Liverpool. Die im Hasen erzielten Brände dürften große Lagervorräte an kriegs- und lebenswichtigen Rohstoffen und an Waren vernichtet haben. Sombenreaen auf Londoner Verkebrszeniren. Stockholm, 11. Oki. (Europapreß.) Die deutschen Luftangriffe auf London in der Nacht ,zum Freitag und in den frühen Morgenstunden haben, wie „Allehanda" aus London berichtet, riesigen Schaden angerichtet. „Eine ganze Reihe wichtiger Verkehrszentren sind mit einem Regen schwerer Bomben belegt worden", schreibt das Blatt. 50 Gebiete in und um London wurden heftig unter Feuer genommen, die Angriffe erstteck- ten sich von der Themse-Mündung bis in die westlichen Teile von Wales. In dem Kommunique des britischen Lustfahrt- ministeriums über den letzten deutschen Nachtangriff wird betont, daß die Angriffe sehr umfassend waren und kurz nach Morgengrauen von neuem begannen. Brände seien an vielen Stellen ausgebrochen, Hauser und Industrieanlagen beschädigt. Neben London wurden Südwales und drei Städte in Nordengland angegriffen.Die von der britischen Zensur stark zusarnmengestrichenen Berichte der Londoner Korrespondenten der Stockholmer Blätter 3eigen, wie stark die Wirkung der deutschen Bomben "fein muß. „Stockholms Tibningen" schreibt, daß in kurzen Abständen viele Hunderte von Bomben abgeworfen werden und daß die deutschen Flugzeuge London anfliegen, als ob es sich um regelmäßige Verkehrsflugzeuge handelte, die einen beftimmten Stund enplan einzuhalten haben. Die Zahl der Feuersbrünste, die man in der Stadt nachher feststellen könne, sei sehr groß, da viele Hunderte von Brandbomben über allen Teilen der Stadt ausgestreut würden. Am Freitag 13 englische Jäger abgeschoffen. Berlin, 12. Oft (B71B.) wie nunmehr bekannt wird, sind bei den Lustkämpseu, die sich im Laufe des gestrigen Nachmittags über der Süds st kü sie Englands zwischen deutschen und englischen Jagdflugzeugen abspielten 13 englische Jäger abgeschossen worden, während nur ein deutsches Flugzeug vermißt wird. Deutsche Fernkampfartillerie beschoß britische Handelsschiffe im Hafen von Dover. Berlin, 11. Oft (DJIB.) Deutsche Fernkampfartillerie beschoß gestern abend gegen 18.30 Uhr im Hafen von Dover liegende britische Handelsschiffe. Die Wirkung konnte des starken Dunstes wegen nicht erkannt werden, jedoch wurde der Widerschein von Bränden beobachtet Burma. Der Abschluß des Berliner Dreimächtepakts zwischen Deutschland, Italien und Japan sollte eine ernste Warnung an alle internationalen Hetzer fein, die mit dem Gedanken einer Kriegsausweitung und Kriegsverlängerung spielten. Der Pakt sieht deshalb militärische Hilfe der Vertragspartner untereinander vor bei Eintritt einer bisher am Kriege noch nicht beteiligten Macht. In Washington hat man den Sinn dieser Warnung durchaus begriffen, scheint aber immer noch der Meinung zu sein, gleichsam auf kaltem Wege eine Politik sortsühren zu können, die in Wahrheit nichts anderes bedeutet, als in Europa der britischen Kriegführung jede nur mögliche Hilfe angedeihen zu lassen, wobei man allerdings für Materiallieferungen von immerhin zweifelhaftem Wert Objekte von offenkundig größter politischer und sttategischer Bedeutung wie die britischen Besitzungen in den atlantischen Gewässern Nord- und Mittelamerikas einzutauschen bestrebt ist. In Ostasien läuft diese politische Linie der Vereinigten Staaten darauf hinaus, die Neuordnung des ostasiatischen Raumes unter japanischer Führung zu hintertreiben. Das geschah bisher schon nicht mit offenem Visier, und man scheint in Washington auch nach Abschluß des Dreimächtepaktes noch immer zu meinen, sein Ziel zu erreichen, ohne einen offenen Konflikt auf sich nehmen zu müssen. Man unterstützte einerseits den Japan bleibt ruhig. Tokio, 11. Oft. (Europapreß.) Trotz der alarmierenden Nachrichten über die Evakuierung svorbe« reitungen für USA.«Staatsbürger in China und der angekündigten Verstärkung der USA.-Flotte im Pazifik beurteilt die japanische Presse die Lage weiterhin ruhig. „Die anglv-amerikanische Politik, die Japan durch Ausfuhrverbote und die Wiederöffnung der Burmastraße behindern soll und durch alarmierende Maßnahmen Unruhe stiften will, trifft Japan nicht unvorbereitet", schreibt „Ko- kumin Schimbun". Auch „Asahi Schimbun" betont, daß Japan über die englisch-nordamerikanischen Evakuierungsmaßnahmen nicht überrascht zu fein braucht. „Die nordamerikanifchen Wirtschafts- maßnahmen werden Japan vor schwere Ausgaben stellen, jedoch wird damit Japan gleichzeitig eine Gelegenheit gegeben, fein Wirtschaftssystem unabhängig vom nordamerikanischen Kontinent aufzubauen. Die japanische Nation ist fest geeint gegen alle möglicherweise kommenden Schwierigkeiten. Die japanische öffentliche Meinung steht nach der kürzlichen Entwicklung der Außenpolitik einmütig hinter der Regierung." „Hatschi Schimbun" sagt, ob Amerika tatsächlich die Evakuierung durchführe oder nicht, fei Japan gleichgültig. Man müsse Amerika bei dieser Gelegenheit aber raten, zuerst und möglichst schnell die China- garnisonen zurückzuziehen. Der amerikanischen Regierung stehe es frei, über die Femostlage zu denken wie sie wolle und Bürger zurüchzubeordern. „Doch uns interessiert, welche Gründe die USA. für den Rückzug seiner Staatsbürger hat." Die gespannte Lage, die in einer wichtigen Konferenz Roosevelts mit dem Flottenchef und anderen Persönlichkeiten festgestellt worden sei, fei eine ausgesprochen amerikanische Darstellung. Die Zurückziehung der nordamerikanischen Inter- essen aus dem Fernen Osten wirkt sich auch auf die in Tokio erscheinende nordamerikanische Zeitung „Japan Advertiser" aus. Dieses als Mor- genseitung erscheinende Blatt wurde nach dem von der dem japanischen Außenamt nahestehenden eng« lischsprachigen Zeitung „Japan Times" übernommen. Die „Japan Times" wird künftig morgens und abends erscheinen. Nach dem Verschwinden des „Japan Advertiser" gibt es in Japan nur noch eine englischsprachig erscheinende Zeitung in ausländischem Besitz, und zwar die in Kobe erscheinende „Japan Chronicte". Im Zuge der von der japanischen Regierung gegebenen Weisungen schicken sich die Japaner an, die britische Hauptstadt an Bord des Dampfers „Fujimi Maru" zu verlassen. Die japanischen Lager in London sind bereits geschlossen worden, und selbst die mit Engländerinnen verheirateten Japaner haben beschlossen, England zu verlassen. Das japanische Konsulat ist den Abreisenden nach Möglichkeit behilflich. Die japanischen Zeitungen versichern, die Regierung habe den japanischen Banken und verschiedenen japanischen Firmen in London geraten, ihre dortigen Vertretungen aufzuheben. Mukden Peking }nsoo rokii feinarh Singen Hankh lon> Siongfan *vt3choü\ Jünnat ( Jop> ODE« 2 0; /Rolou J" (Jod V Kanton O . * - Guam» er« flogen Leipzig, wo sie, getreu dem Befehle Churchills, zwei Sprengbomben auf das Leipziger Kliniken- und Jnstitutsviertel abwar. fen. Am Gerichtsmedizinischen Institut wurde Sachschaden angerichtet. Auch eine Wohnung wurde in Mitleidenschaft gezogen. In Nienburg a. d. S. demolierten Sprengbomben Wohnhäuser, in deren weitem Umkreis kein militärisches Objekt anzutreffen ist. Zwei Häuser wurden völlig zerstört und 15 weitere stark beschädigt. Getötet wurde ein Polizeibeamter, der sich auf einem Kontrollgang befand. Einige Personen wurden verletzt, die sich fahrlässig am Eingang zum Luftschutzraum aufhielten. Alle diese Angriffe enthüllen mit aller Deutlichkeit die Absichten der englischen Kriegführung, die Bevölke- rung Deutschlands einzuschüchtern. Churchill hat sich aber auch dabei gründlich geirrt. Die immer stärker werdenden Dergeltungsanqriffe der deutschen Luftwaffe auf England werden den Untergang Churchills und den der anderen plutokratischen Kriegshetzer herbeiführen. den Kurs gegenüber Japan noch nicht ganz einer Meinung zu fein. Es gibt immer noch besonnene Leute, die vor überstürzten Schritten warnen, aber Staatssekretär Hüll und Kriegssekretär Stimson vertreten eine Politik der starken Faust und sind sich darin offenbar einig mit amerikanischen Marinekreisen, die auf eine baldige Kraftprobe drängen, solange die britische Flotte noch als ein gewisser Machtfaktor gewertet werden könnte. Ob nun diese Heißsporne üch durchsetzen oder die besonnenen Elemente die Oberhand behalten, in Japan schaut man auf diese Rückwirkung des neuen festeren Kurses mit ruhiger Gelassenheit. So wenig wie man sich durch die Schrottausfuhrsperre hat irre machen lassen, da die amerikanischen Unfreundlichkeiten der letzten Jahre den Japanern schon nahegelegt hatten, eine entsprechende Vorrats- wirffchaft in schwerindustriellen Rohstoffen zu treiben und für Neuerschließungen auf dem ostasiatischen Kontinent zu soraen, so wenig wird man sich durch die Wiederöffnung der Burma- Straße bluffen lassen. Eine der besten Kennerinnen des Fernen Ostens und seiner polittschen wie wirtschaftlichen Probleme, Dr Lily Ab egg, hat chrem neuen, klugen und in mehrfacher Hinsicht höchst aufschlußreichen Buch „Chinas Erneuerung" (im Sozietäts-Verlag, Frankfurt a. M.) den Untertitel gegeben: Der Raum als Waffe. Sie hat als Korrespondentin der „Frankfurter Zeitung" auf beiden Seiten den Krieg in China in allen feinen verschiedenen Phasen erlebt und ihr ist als einer der stärksten Eindrücke hasten geblieben, wie die Chinesen ihren weiten Raum als Waffe benutzten, indem sie einmal durch immer weiteres Zurückgehen ihre Armeen vor vernichtenden Schlägen retteten, zum andern hinter den japanischen Linien Truppen und Freischärler zurückließen, die eine. Befriedung der von den Japanern besetzten Gebiete ungeheuer erschwerten. Aber die Chinesen machten von ihrem Raum als Derteidigungsmittel einen vielleicht allzu großzügigen Gebrauch, indem sie sich auf ein Binnenland zurückdrängen ließen aus dem es kein Entweichen mehr gibt. Taffächlich ist es den Japanern gelungen, die gesamte chinesische Küste in chrer ungeheuren Ausdehnung von rund 3600 km zwischen Tientsin am Golf von Tschili und dem Golf von Tonaking zu besetzen und Tschiangkaischek damit vom Meere völlia abzusperren. Da der Rückzug in das westlich China den Verlust der wirtschaftlich und verkehrspolitisch aufgeschlossensten Gebiete bedeutete und in den westlichen Provinzen eine neue Rüstungsindustrie erst im Aufbau begriffen ist, war Tschiangkaischek für diesen Aufbau wie für die trotz aller Energie doch recht lange Zeitspanne des Anlaufens der neu errichteten Rüstungsbetriebe in erhöhtem Maße auf Zufuhren von Kriegsmaterial und Werkzeugen an- , gewiesen. j Abgesehen von der in ihrem chinesischen Tell sehr 1 schlechten Straße, die über Landschou und Urumffchi, \ die Hauptstadt Ostturkestans, an die russische Turksib- < Bahn führt und wegen ihrer großen Länge von ' über 3000 Kilometer sehr viel Zeit und Betriebs- ( stoss beansprucht, standen Tschiangkaischek für diese ! Kleine politische Nachrichten. Reichswirffchaftsminister Funk gab zu Ehren des italienischen Außenhandelsministers R i c c a r d i in der Reichsbank einen Empfang an dem leitende Persönlichkeiten des Reichswirtschaftsministeriums, der Reichsbank einen Empfang, an dem leitende Auswärtigen Amtes teilnahmen. Riccardi wurde am Nachmittag von Ribbentrop empfangen. * Als Ergebnis der zwischen Deutschland und Un- §am geführten Verhandlungen zum Zweck einer ntensivierung der landwirtschaftlichen Zusammen- arbeit wurden Vereinbarungen auf folgenden Gebieten getroffen: Austausch wissenschaftlicher und praktischer Erfahrungen bei Saatgut, Süßlupinen, Grassamen, Delfaaten, Heilpflanzen und anderes, Obst, Vieh, Pferde und Eierwirtschaft. * Stabschef Lutze besuchte auf Einladung des Kommandeurs ein im Westen liegendes Regiment und sprach zu den Offizieren und Teilnehmern des Ausbrldungslehrganges, unter denen sich eine be- sonders große Anzahl von SA.°Führern befindet. ♦ General Franco empfing Marschall de Bono und die italienische Sonderboffchaft im Krönungs- saal des königlichen Palastes. Der Marschall der vom italienischen Botschafsgebäude bis zum Königs- palast von einer marokkanischen Ehrenschwadron be- gleitet war, überreichte dem spanischen Staatschef d:e Große Halskette des Ann unziaten ° Orden s. mellager in Undagh errichtet, in dem „schuldige" Aegypter untergebracht werden sollen. In einer öffentlichen Versammlung der Wafd-Partei wurde gegen diese Maßnahme Protest erhoben. Daraufhin haben die englischen Militärbehörden ein zehntägiges Redeverbot für diese Partei erlassen, die sich nun an die ägyptische Regierung gewandt und ihrerseits mit dem passiven Widerstand ihrer Anhänger gedroht hat. Die Saadisten wiegen sich noch immer in der Hoffnung, die Hand auf die Regierung zu legen, um Aegypten in den Krieg hinein- ziehen zu können. Mäher Pascha hat in einer Versammlung erneut die Einberufung des Parlaments gefordert. Jedoch hat der Ministerpräsident noch einmal wiederholt, daß die gegenwärtige Lage eine solche Maßnahme nicht rechtferttge. Das Parlament werde erst in einem Monat zufarnrnentreten. brutalen Methoden auferlegte Joch John Br Nscyen Beziehungen werden immer schlechter. Unte? zu ersticken. Die Errichtung des Konzentrations- dem Druck ^der englischen Behörden hat sich die Lagers in einer Malariagegend sollte übrigens die Kirchen. In letzter Zeit hatte es die starke deutsche Flakabwehr im Westen des Reiches der RAF. fast unmöglich gemacht, die Abwehrsperre zu durchbrechen. Immer wieder mußte sie umkehren und ihre Bomben meist auf freies Feld abwerfen. Nur selten war es einzelnen hochfliegenden Flugzeugen möglich, vereinzelt Bomben über westdeutsche Städte und Dörfer abzuwerfen. In der Nacht zum Donnerstag haben die englischen Bomben in keinem einzigen Falle ein militärisches Ziel getroffen oder sind auch nur in der Nähe einer solchen Anlage niedergegangen. Wie immer wurden durch die englischen Bomben Wohnhäuser getroffen und beschädig, Familien obdachlos gemacht. In Essen fiel eine Bombe auf ein vierstöckiges Wohnhaus, verwüstete die Wohnungen und tötete Frauen und Kinder. Zwei weitere Bomben krepierten ganz auf der Straße und richteten an anderen Wohnhäusern schweren Schaden an. Einige lote, mehrere Schwer- und Leichtverletzte sind die Opfer des brutalen Anschlages. In Castrop- Rauxel zerstörte ein Treffer ein Wohnhaus und begrub die Männer der dort liegenden Rettungsstelle unter den Trümmern. Auch^hier sind mehrere Tote, darunter eine Frau und zwei Kinder, und zahlreiche Verletzte zu beklagen. In einem Düsseldorfer Außenbezirk fielen mehrere Sprengbomben in eine Wohngegend und beschädigten mehrere Hauser, die geräumt werden mußten. Ein Mann, Vater von 3 Kindern, wurde getötet In einem anderen Düsseldorfer Außenbezirk ist ein Haus eines Wohnblocks getroffen worden. Hier wurde ein Mädchen getötet. Weitere Bomben richteten wenig Schaden an, obwohl auch sie nur Wohnviertel trafen. i Zufuhren von Süden her die Bahnstrecke von dem französischen Haiphong am Golf von Tongking. über Hanoi einerseits nach Kunming, dem früheren Pünnanfu, Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Pünnan andererseits nach Nanning, der Hauptstadt der Provinz Kwangsi, und schließlich die Burma-Straße zur Verfügung, die im Anschluß an öic von dem Hafen Rangun über Mandale durch Pj’H^'ttterinbien nach Norden führende Bahn über Lashio, das schon genannte Kunming (Pün- nanfu) und Kueiyang nach Tschungking, dem Sitz der chinesischen Regierung Tschiangkaischek fuhrt. Die Pünnan-Bahn über Hanoi nach Kunming war eine im französischen Besitz befindliche eingleisige Schmaffpurbahn von geringer Leistungsfähigkeit, die durch überaus schwieriges Berggelände führt und Höhenunterschiede von mchr als zweitausend Meter 3U Überwinden hat. Da außerdem die Franzosen für °'e Durchfuhr durch ihr Gebiet nur Eisenbahnmate- rial, Benzin, Maschinen und bergt, aber keine Waffen und kein Kriegsgerät zuließen, war ihre Bedeu- tung für den Marschall Tschiangkaischek nicht sehr erheblich. Die Strecke nach Nanning ist für Tschiangkaischek wertlos geworden, nachdem die Ja- paner Nanning besetzt haben. Und auch die eigent- llche Yunnanbahn ist ausgefallen, seitdem in dem Abkommen vom 20. Juni 1940 Frankreich einge- miUigt fyat, daß Japan durch von ihm eingesetzte Inspektoren die Einfuhr über diese Strecke nach China fontroHiert. So bleibt für Tschianakaischek die Burma-Straße, die nach Bekanntgabe Churchills im Unterhaus am 18. Oktober wieder geöffnet werden foü. Eine Bahnlinie von Burma nach Pürman war ein alter englischer Plan, um das gewaltige west- chinesische Hinterland den burmanischen Häfen zu erschlkeßem Mer erst im zweiten Kriegswinter ist mit dem Bau des Bahndammes' begonnen worden, pm Sommer waren etwa 200 Kilometer der Gesamtstrecke von 1000 Kilometer von Lashio nach Kunmmg fertiggestellt, aber hn Winter 1939/40 ist ber Bahnbau ganz eingestellt worden. Die Burma- dagegen, mit deren Bau im Dezember 1937 begonnen worden war, konnte schon ein Jahr später dem Verkehr übergeben werden. Es rft bezeichnend, daß es der amerikanische Gesandte m Tschungking war, der im Dezember 1939 m seinem Auto als erster die gesamte, inzwischen bis Tschungking durchgeführte Strecke von Tschung- king nach Rangun in 18 Tagen zurücklegte. Die vtrahe, die dreihundert Brücken aufweist und Pässe bis zur Höhe von 2800 Metern überwindet, ist eine Meisterleistung chinesischer Baukunst. Nach der anschaulichen Schilderung Lily Abeggs haben zweitausend chinesische Arbeiter ohne jede moderne technische Hilfsmittel jedes Steinchen und jeden Erdklumpen der 700 Kilometer langen Strecke herausgehackt und in Körbchen mit Tragstangen fortgeschleppt. Die Straße ist nur gewalzt und in der Regenzeit nicht ungefährlich, besonders weil sie an steilen, tiefen Abhängen entlang nach der auf einer Hochebene von etwa 2000 Meter gelegenen Provinzhauptstadt Kunming f)i nauf führt. In den Sommermonaten mögen nach den Angaben Lily Abeggs etwa zwanzig bis dreißig Lastkraftwagen । Burma ist geradezu zum Kernpunkt der Antwort der beiden angelsächsischen Mächte auf den Abschluß des Berliner Dreimächtepakts geworden, wobei anscheinend die Vereinigten Staaten die treibende Kraft sind, wenn auch vor den Kulissen England als allein handelnd auftritt. Als England sich im Juli dieses Jahres dazu verstanden hatte, für eine Zeitspanne von drei Monaten die Durchfuhr von Waffen und Munition, Del, Lastwagen und Eisen- bahnmaterial durch Burma zu verbieten, geschah das, wie Churchill damals im Unterhaus erklärte, weil England in dem Kampf um Leben und Tod, in dem es stehe, nicht überall seine Interessen mit der gleichen Energie verteidigen könne. Es gelte deshalb, Zeit zu gewinnen, um eine „gerechte, für beide Teile tragbare Lösung" zu finden. England war im Begriff, sich aus allen prekären Posittonen in Dftafien zu lösen und suchte, die Reibunqsflächen mit Japan, die sich aus dem Kriegszustand in China und der beherrschenden polittschen und wirtschaftlichen Stellung Englands namentlich in den großen chinesischen Vertrags hä fen, aber auch im ganzen mittleren Jangtsebecken ergeben hatten, nunmehr abzubauen. Darauf lief die Zurückziehung der englischen Garnisonen aus Tientsin und anderen Konzessionen hinaus, und in der gleichen Richtung lag auch das schon erwähnte Abkommen über Burma vom 17. Juli. Man hatte damals anscheinend in London noch die Hoffnung, daß Japan seiner traditionellen Polittk treubleiben und es auf einen offenen Bruch mit England nicht ankommen lassen werde trotz all der Schwierigkeiten, die der japanischen Politik in China durch Englands einseitige Begünstigung Tschiangkaischeks erwachsen waren. Aber schon bald mußte England erfahren, daß es auch in Dftafien werde ernten müssen, was es gesät hatte. Die Erneuerungsbewegung in Ja- jan machte auch einen grundsätzlichen Kurswechsel ber japanischen Außenpolitik unausbleiblich. Der Abschluß des Dreimächtepaktes machte es klar, daß / Japan nicht länger gewillt ist, angelsächsische Herausforderungen geduldig hinzunehmen und sich in feiner Aufgabe einer Befriedung und Neuordnung Dftafiens durch angelsächsische Machenschaften stören zu lassen. Jede weitere Spekulation auf die historische englisch-japanische Freundschaft, wie sie auch noch in der letzten Unterhausrede Churchills an- klingt, rft zwecklos. Japan wird unbeirrt durch bri« tif/fje Winkelzüge und Einschüchterungsverfuche feinen Weg gehen, den ihm einzig und allein feine Interessen vorzeichnen. Wenn England in diesen Tagen feine Hoff nun- UN, das Verhältnis zu Japan zumindest in der Schwebe halten zu föpnen, endgültig begraben muß, so darf es sich für diesen empfindlichen Fehlschlag seiner Politik in Dftafien zu einem guten Teil bei den Vereinigten Staaten bedanken. Denn neben dem ungeheuren Eindruck, den die grundstürzende Veränderung der weltpolittschen Lage durch den glänzenden Sieg der deutschen Waffen auf dem europäischen Kontinent und die tödliche Umklammerung der britischen Inseln durch Seeblockade und Luftangriffe in Tokio gemacht haben, ist es zweifellos in erster Linie die Sturheit der mnerikanischen Polittk gewesen, die die führenden Kreise Japans zu der Ueberzeugung kommen tteßen, daß die Vereinigten Staaten nicht gewillt seien, Japans Führung im ostasiatischen Raum anzuerkennen. Das riesige Aufrüstungsprogramm aller Waffengattungen, das die Roosevelt-Regierung mit- famt der Wehrpflicht zu verwirklichen begonnen hat, öic Befestigung Guams mitten im japanischen Interessengebiet, die Ausdehnung der Flottenmanöver weit in die westliche Hälfte des Pazifik, die rück- sichtslose Sperre der japanischen Einwanderung in Kalifornien, der Widerstand, den der japanische Handel überall in den Vereinigten Staaten vorfand, schließlich der wirtschaftliche Druck, den man durch die von der Regierung Roosevelt verhängten Ausfuhrverbote auf Japan auszuüben suchte und die großzügige Unterstützung, die die Vereinigten Staaten dem Marschall Tschiangkaischek durch Kredite und Materiallieferungen angedeihen ließen, alles das konnte Japan nicht mehr länger im Zweifel lassen, daß den jahrelangen Bemühungen der japanischen Außenpolttik um eine Verständigung mit den Vereinigten Staaten kein Erfolg deschieden gewesen war. Der Abschluß des Dreierpaktes bedeutet den Anfang einer neuen Politik Japans und gleichzeittg eine letzte Warnung an die Vereinigten Staaten vor der Fortsetzung eines Kurses, den 3apan als Einmischung in seine ureigenste Angelegenheit der Neuordnung des ostasiatischen Raumes betrachten muß. Daß Japan unbeschadet dieses grundlegenden Vorbehalts enffchloffen ist, auch künf- ttghin den Frieden zu wahren, wenn man es nicht Zum Gegenteil zwingt, haben die führenden Staatsmänner Japans in ihren Erläuterungen zum Drei- mädjtepaft wiederholt betont. Aber es hat nicht den Anschein, als ob sie damit in Washington auf Gegenliebe oder auch nur auf Verständigung stoßen würden. Jedenfalls scheint die Äiederöffnung der Burma-Straße nach Ablauf der im englisch-japa- mschen Abkommen vom 17. Juli festgesetzten Frist von drei Monaten auf amerikanischen Druck in London hin erfolgen zu sollen, und auch die Rück- beorberung der in Dftafien ansässigen oder dort befindlichen amerikanischen Staatsbürger — man spricht von insgesamt etwa 20 000 — trägt gewiß nicht zu einer Entspannung der Atmosphäre bei, ebenso wenig wie die Erhöhung des Mannschafts- bestandes der amerikanischen Pazifik-Flotte auf die volle Besatzungsstärke, die vom Kriegssekretär Stim- son angeordnete Verftärkung der Garnison von Hawai oder die Taffache, daß von den Vereinigten Staaten „jede Unze sofort oerfdri ff baren Zinns und Kautschuks" aus Niederländisch-Dstindien im Rahmen des Programms zur Aufspeicherung kriegswichtiger Rohstoffe in USA. aufgekauft wird. Im übrigen hüllt sich die Regierung in undurchdringliches Schweigen über etwaige in nächster Zukunft vielleicht zu erwartende Schritte hn Pazifik, wobei weder über die nordamerikanisch-britischen Verhandlungen zur Herstellung einer pazifischen Einheits- ' front noch über die Konferenz zwischen Roosevelt und Staatssekretär Hüll die geringsten Angaben gemacht werden. In Washington jcheint man über täglich von Lashio oder Dhamo nach Kunming gekommen sein, das bedeutet eine Nutzlaist von nur 50 Tonnen täglich, also nicht viel meyr als der Jnhatt zweier Eifenbahngüterwagen. Die dem japanischen Außenamt nahestehende „Japan Times"* * berechnet die Möglichkeit des Transportes auf 10 000 Tonnen monatlich, wenn täglich 100 Lastkraftwagen eingesetzt würden. Die Wiederöffnung der Streife wird also für Tschiangkaischek in jedem Falle keine allzu großen Vorteile bieten, wenn sie auch, abgesehen von dem Weg über Dstturkestan nach Rußland die einzige Verbindung der Tschung- king-Regierung mit der Außenwett darstellt. Und selbst diese Vorteile werden höchst problematisch angesichts der Taffache, daß die Japaner sehr wohl in der Lage sind, von den Flugplätzen aus, die ihnen durch das Abkommen mit Frankreich auf dem Gebiet Jndochinos eingeräumt find, die Burma-Strecke mit ihren vielen Brücken wirkungsvoll zu bombardieren. England und die Vereinigten Staaten be« geben sich also auf eine höchst gefährliche und in ihren politischen Auswirkungen unabsehbare Bahn, ohne Tschiangkaischek damit eine durchgreifende Hilfe zuteil werden zu lassen, wenn sie die Burmastrecke wieder für Kriegsmaterialtransporte öffnen und damit sich zu einem Schritt entschließen, den Japan als unerwünschte Einmffchung in den Chinakonflikt betrachten muß, die es nicht ohne Gegenmaßnahmen hinnehmen wird. Dr. Fr. W, Lange. Der Bürgermeister von Großschangbai ermordet. Schanghai, 11. Dkt. (DNB.) Fuschiaoau, der Bürgermeister von Groß-Schanghai, ein Wangtschingwei-Anhänaer, ist in feiner Wohnung in bem von Japan besetzten Teil Schanghais e r • mordet worden. Auch ein Vertreter des japanischen Armeekommandos wurde in feinem Bette tot aufgefunden. Es handelt sich bei beiden Ermordungen um Chinesen, die von den japanischen Behörden eingesetzt worden waren. Don der japanischen Gesandtschaft wird der Vermutung Ausdruck gegeben, daß Chinesen für die Tat verantwortlich zu machen sind. Englands Verluste. Nicht über das Reuter-Büro, sondern auf dem harmloseren Umweg über die Associated Preß, läßt die Regierung Churchill verbreiten, die englischen Gesamtverluste an Gefangenen und Toten betrügen 21867 Mann Davon sollen nur 8000 Tote und gar nur 1770 Gefangene fein. Nun sind diese Za-Hlen völlig unglaubhaft, weil ja schon allein die großen englischen Niederlagen in Norwegen, um britischen Eroberungsgeschichte Zu dem Redeverbot für die Wafd-Dppositton bemerkt das Blatt, es gebe Wahrheiten, von denen England nicht wünsche, daß sie der ägypttschen Bevölkerung bekanntgegeben würden. Die Weltmeinung könne nun sehen, worauf die „Zusttmmung" der Aegypter zu der Gewaltherrschaft der Downingstreet zurückzuführen sei. Aus Beirut berichtet „Lavoro yafcifta , d"ß infolge des in Aegypten herrschenden unbeschreiblichen Elends König Faruk den Unterhalt zahlreicher Eingeborener von Kairo und der nahen Provinz übernommen habe. Die von der Regierung zur Unterstützung der Bevölkerung ausgemorferien Summen seien nicht mehr ausreichend, um dem in ganz Aegypten herrschenden Elend zu steuern. Trotzdem beschlagnahmten die Engländer in Befolgung der von dem englffchen Dberkommando aus- ägyptische Regierung dazu hergegeben, drastische Erinnerung an die Konzentrationslager des Suren» strafen für Kritik an England und den englischen Krieges auffrischen, an dieses infamste Kapitel der Berlin, 11. Dktober (DNB.) Nacht für Nachtj In einem Vorort von Köln hatten es die Lust- . mn Tage wagt es die .Königliche" Luftflotte piraten auf Siedlungen von Industrieanlagen abge- nidjt deutiches Hoheitsgebiet zu überfliegen - sehen, sie beleuchteten erst ihre Dbjekte mit Raketen wachst das SchuUkonto Churchills durch die Bom- taghell und ließen dann chre Bomben mederprasi bardierung von Wohnvierteln, Krankenhäusern und sein. 30 Häuser wurden beschädigt. Ein 15jähriger Junge fiel den Mordgelüsten der englischen Flieger zum Opfer. Zwei Bomoen trafen den Friedhof, auf dem zahlreiche Grabsteine zertrümmert am Boden liegen. Nierensteine Ich habe schon nach den ersten 20 Flaschen eine ganze Menge Nierensteine und Nierengrieß verloren. • Werde den Sprudel weiter trinken und ihn auch gerne empfehlen. - Frau Frieda Brüwer, Wu.-Vohwinkel, Hotel z. Post. 21.7.38. 25 große Flaschen RM. 14.-, 50 große Flaschen RM. 24.-, dazu Pfand. Lieferung frei Haus. Heilquelle Karlssprudel, Blskirchen 257A Dünkirchen und Calais, in den Luftkämpfen und bei der Flotte einen Gsscrmtverlust von noch nicht einmal 22 000 Mann — wohlv erstand en: einschließlich der Gefangenen! — als gänzlich ausgeschlossen erscheinen lasten. Taffächlich befinden sich allein in deutscher Kriegsgefangenschaft 1550 britische Dffi- jiere und 35 500 Unteroffiziere und Mannschaften. Die Gesamtzahl der in deuffcher Kriegsgefangenschaft befindlichen Engländer beläuft sich demnach also nicht auf 1770, wie die amtliche englische An- gäbe lautet, sondern auf 37 050. Allein die Zahl der in Deutschland befindlichen Ge^fangenen übersteigt also die erlogene Ziffer der britischen Gesamtver- uste um etwa 60 v. H. Das läßt interessante Rück- chlusse auf die wirklichen Verluste Englands an Toten und Verwundeten zu. Dieser ganze lächer- uche Schwindel geht wieder aus das Bestreben der Regierung Churchills zurück, als stände die Partte n diesom Kriege auf gleich zu gleich. Dieses Be- treben hat bisher noch vielfach Erfolg; Beweis: die unsinnvgen Vorschläge in den Leserzuschriften der englffchen Zettungen für den Lustkampf gegen Deuffchland. Dabei sollten es die Engländer wirklich längst gemerkt hoben, daß ihre Luftwaffe nicht einmal mehr zum Schutz Londons imstande ist. Das Erwachen aus dem ganzen Illusionsnebel wird furchtbar fein. Dorstoß eines britischen schweren Kreuzers auf Cberboura abaeschlogen. verlln. 11. Oft (DNV.) Freitag früh verachte im Morgengrauen ein britischer schwerer Kreuzer gegen Cherbourg vorzustoßen. Cr wurde durch deutsche Küfkenbatterien so wirkungsvoll be- chossen, daß er sofort wieder abdrehke und in Richtung auf die britische Küste verschwand. Die neuen Lebensmittelkarten. Zm wesentlichen unveränderte Nationen. — Wieder Kaffeevorbestellung. Die ganze Fleischkarte in Gaststätten gültig. In diesen Tagen werden die Lebensmittelkarten für die 16. Zutellungsperiode vom 21. Oktober bis 17.November verteilt. Die Rationen bleiben im wesentlichen unverändert. Speisequark ist weiterhin tortenfrei. Die Sonderzuteilung von Kunsthonig ist diesmal nicht vorgesehen. Unverändert bleibt auch die Ge- samtfettration. Entsprechend der vorgeschrittenen Jahreszeit erfolgt jedoch eine weitere Verlagerung der Fettabgabe durch Verminderung der Butterrat l o n e n und Erhöhung der Margarine- ration. Aus diesem Grunde berechtigen von der neuen Zuteilungsperiode ab die Kleinabschnitte der Reichsfettkarte nur noch zum Bezug von Margarine oder Speiseöl und nicht mehr zum Bezüge von Butter. In den Gaststätten unb ähnlichen Einrichtungen können die Verbraucher jedoch auf diese Kleinabschnitte Butter als Streichfett beziehen. Die Abgabe der mit Butter zubereiteten Speisen auf diese Kleinabschnitte ist unzulässig. Die Fettzusatzkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter sowie die Zulagekarte für Lang- und Nacht- arbeitet lauten in Zukunft nur über Margarine bzw. Speiseöl, lieber die auf den Karten vorge- (eigene Verteilung von Butterschmalz erfolgt in den nächsten Tagen noch eine besondere Unterrichtung der Oeffentlichkeit. Im Hinblick auf Klagen der Verteiler werden diese jetzt ermächtigt, die Abgabe von Fett in Mengen unter 50 Gramm ab« zulehnen. Soweit dem Verbraucher Kleinabschnitte oder einzelne Reisemarken für weniger als 50 Gramm verbleiden, kann er diese in Gaststätten verbrauchen ober beim Kleinhandel zusammen mit den Einzelabschnitten über größere Mengen einlösen. Die Sonderzuteilung von Kakaopuloer für Kinder fällt wieder weg, die regelmäßige Zuteilung von 62,5 Gramm je Zuteilungsperiode bleibt. Der wahlweise Bezug von Hülsenfrüchten und Kondens- milch an Stelle von Nährmitteln bleibt nach Maßgabe der beim Einzelhandel vorhandenen Bestände unverändert. Die Dertellung von Bohnenkaffee, die auf Grund der Vorbestellung auf die Nährmittelkarte für Normalverbraucher erfolgt, wird auch in der am 18. November beginnenden 17. Zuteilungsperiode fortgesetzt. Zu diesem Zwecke muß bis zum 26. Oktober wieder eine Dor- bestellung erfolgen. Versorgungsberechtigte, die nach der Vorbestellung und vor dem Bezug des Kaffees in den Bezirk eines anderen Ernährungsamtes verziehen, können auf Grund ihrer vom Ernährungsamt für das Reichsgebiet gültig geschriebenen Nährmittelkarte den Kaffee an ihrem neuen Wohnort ohne Dorausbestellung entsprechend der für diesen Ort geltenden Regelung beziehen. Die Bestellscheine einschließlich des Bestellscheins 16 der Reichseierkarte sind in der kommenden Woche bei den Verteilern abzugeben. Im Interesse der Arbeitsersparnis wird angeordnet, daß die B e st e 11 • scheine für Fleisch nicht mehr abzutrennen und den Ernährungämtern abzuliefern sind. Der Verteiler hat vielmehr den Bestellschein an der Karte zu lassen und mit seinem Firmenstempel zu versehen. Um die Benutzung der Fleischkarten au erleichtern, können künftig auch die Einzelav- schnitte der linken Kartenseite in Gaststätten abgegeben werden. Sie sind deshalb auch in 50-Gramm-Abschnitte aufgeteilt worden. Durch diese Regelung werden die Roise» marken für Fleisch als Gaststättenmarken entbehrlich. Ihre Ausgabe kommt nur noch für Verbraucher in Betracht, die auf einer Reise chre Mahlzeiten nicht in Gaststätten einnehmen, sondern sich selbst verpflegen. Zum Tode des Admirals von Troiha. Berlin, 11.Oft (DNB.) Admiral v.Trolha, preußischer Slaalsral, Ritter des Ordens Pour le nitrite und Träger des goldenen Ehrenzeichens der RSDAP^ ist nach kurzer schwerer krankheil im Berliner Elisabeth-Krankenhaus gestorben. Der Führer hat der Witwe des Verstorbenen seine Anteilnahme in herzlichen Worten übermittelt und ein Staatsbegräbnis angeordnet. Geboren 1868 in Koblenz trat Adolf von Trotha 1886 als Kadett in die Kaiserliche Marine ein. Als junger Offizier lernte er schon frühzeittg bei der Torpedowaffe verantwortungsvolles Handeln. Aus Auslandskommandos in Ostafrika und Ostasien erschloß sich ihm die Bedeutung deutscher X ■H Seegeltung im Auslande; rm Chinafeldzug erwarb er sich die erste Kriegsauszeichnung. Im Reichs- marineamt wurde er dann wegen seiner hervorragenden Sachkenntnisse, seiner Urteilskraft und Zuverlässigkeit einer der engsten Mitarbeiter des Großadmirals von Tirpitz. Wo immer er in den darauf- folgenden Jahren hingestellt wurde, als Erster Offizier des Linienschiffes „Elsaß", als Abmiralstabsofft- zier im Stabe der Hochseeflotte, als Kommandant des Kreuzers Königsberg" und später des Linienschiffes Kaiser", als Abteilungschef im Marinekabinett, stets wurde er den höchsten Anforderungen gerecht und stets erfüllte er Kameraden, Vorgesetzte und Untergebene mit unerschütterlichem Vertrauen m seine ritterliche und aufrechte Persönlichkeit. Als Admiral Scheer zu Beginn des Kriegs,ahres 1916 die Führung der Hochseeflotte übernahm, wählte er ihn als feinen Stabschef; als solcher rst er in der Seeschlacht vor dem Skagerrak in tue Kriegsgeschichte der deutschen Kriegsmarine emgegangen. Als in Deutschlands schwerster Stunde mtt dem alten Reich auch die ruhmreiche deutsche Kriegsmarine zusammenzubrechen schien, übernahm Kon- teradmiral von Trotha in selbstloser PAAe^A lung das schwierigste Amt des Chefs der Admiralität Nachdem im Frühjahr 1920 die Folgen des Kapp-Putsches seinem Wirken dieser Stellung ein Ende bereitet hatten, nef er die Großdeusiche Jugendbewegung ins Leben, um der deutschen Jugend Ziel und Richtung zu weisen imSinne der Erhaltung alter deutscher Wehrhaftigkeit und uneigennütziger Hingabe an Volk und Vaterlands Als der Großdeutsche Jugendbund in der .geemten na tionalsozialistischen Hiller-Jugend auf ging, setzte er als Xenfübl« de/Marine-HI. sem segensreiches Erziehungswerk fort. Als Letter des Reichsbundes deutscher Seegeltung wirkte er bis zu selbem Tode in unerschütterlicher Tatkraft dahin, das Derstond- nis des deutschen Volkes für Seefahrt und Lee macht zu fördern. „Vorbild des großen Seeoffiziers.^ Der Stellvertreter des 5urer5 tete folgendes Telegramm an die Witwe des Ver- ftorVuiTiobe Ihres Satten, des Admirals non Trotha bringe ich Ihnen mein tiefempfundenes Bei- keld zLn Ausd^ck Wt Ihnen und den Ähren hat das ganze deutsche Volt einen unersetzlich Verlust erlitten. — Ein tapferer Seeoffizier der alten deutschen Kriegsmarine ist von uns gegangen, dessen Name stets mit dem erfolgreichen Ausgang der Skagerrakschlacht verbunden sein wird, und der sich um Deutschlands Seegeltung unDerpänglidje Verdienste erworben hat. Die ncttio- nalsozialistische Bewegung hat einen Mitkä mv• f e r verloren, der, herausgewachsen über die 21n- schauungswelt einer vergangenen Epoche, die geschichtliche Bedeutung des Führers und seines Nationalsozialismus erkannt hat und entschloßen die Folgerungen zog. Die deutsche Jugend hat einen Freund und Förderer verloren, der bis zum letzten Atemzuge in liebevoller Anteilnahme einer ihrer unermüdlichen Lehrer und Betreuer gewesen ift Der deutschen Jugend wird Admiral von Trotha stets das Vorbild des großen Seeoffiziers bleiben. In die Geschichte des deutschen Volkes geht Admiral von Trotha als ein Mann ein, der an kämpferischem Geist, an hohem Ansehen und an unsterblichem Ruhm der alten und der jungen deutschen Kriegsmarine hervorragenden Anteil hat. In Trauer, Dankbarkeit und Stolz stehen wir an der Bahre dieses makellosen deutschen Mannes, den wir nie vergessen werden." »Getreuer Ekkehard der Marine.- Der Oberbefehlshaber der Kriegs- marine hat folgenden Nachruf erlassen: Am 11. Oktober 1940 verschied im 73. Lebensjahr Admiral Adolf von Trotha, Ritter des Pour le mdrite, Preußischer Staatsrat. Aus altem Soldatengeschlecht stammend, begann er 1886 seine Soldaten- unb Seemannslaufbahn. Schon in jungen Dienstjahren als Führerpersönlichkeit erkannt, durfte er viele Jahre hindurch als engster und ge- M.t. das vornehme ,067D Familien - Caf& in Gießen treuester Mitarbeitsr des Großadmi- rals von Tirpitz feinem Daterlande dienen und genoß bereits im Frieden hohes Ansehen in der Marine. Der Krieg führte ihn an die Seite des Admirals Scheer, als dessen Stabschef in der Schlacht vor dem Skagerrak er in die Geschichte eingegangen ift Nach diesem glanzvollen Gipfelpunkt seines Soldatenlebens übernahm der Admiral in dunkelster Nachkriegszeit, härtester Pflicht folgend und getragen von dem Vertrauen des Offizierskorps, das Amt des Chefs der Admiralität Sein unerschütterlicher Glaube an Deutschlands Zukunft ließ ihn auch nach seinem Scheiden aus dem aktiven Dienst nicht ruhen. Selbsllos und bescheiden, immer nur der Sache dienend, widmete er sich, begnadet mit der Gabe edelster Menschenführung, der Sammlung und Erziehung der jungen deutschen Mannschaft. Und noch im Alter wirkte er als Leiter des Reichsbundes deutscher Seegeltung und als Ehrenführer der Marine-Hitler-Jugend für fein Deutschland und seine alte Waffe. Als getreuer Ekkehard der Marine wird diese Persönlichkett, dieser warmherzige, stets hilfsbereite Kamerad uns stets leuchtendes Vorbild bleiben. Die Kriegsmarine des Dritten Reiches senkt ihre Flagge an feiner Bahre, stolz, ihn den Ihren nennen zu dürfen. OerZlugplahvonPortGudan bombardiert. Rom, 11. Oktober. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Eine unserer Luftformattonen hat den Flugplatz von Port Sudan bombardiert und dabei rund 15 englische Flugzeuge am Boden getroffen. Der Feind hat ohne jeglichen Erfolg zwei Angriffe gegen unser Gebiet von O st a f r i k a versucht. Der erste, der mit halbmotorisierten Kräften in der Zone zwischen Abu Gamel und Tesseaei (Eritrea unternommen wurde, ist leicht abgewiesen worden; der zweite, der von zwei verschiedenen, von Daijr und Arbajahn kommenden Kolonnen durchgeführt wurde, die von Lufkstreitkräften unterstützt wurden und gegen Buna (Kenya) gerichtet war, wurde glatt abgeschlagen. Der Feind, dessen Verluste nicht genau bekannt sind, hat sich sofort zurückgezogen. Feindliche Luflangrifte auf Gura. Toselli und Decamere haben leichten Schaden angerichtet. Zwei Frauen wurden verletzt. reinen Lebertran Alles frisch zum Verkauf bei Ihrem Fachdrogist 460gA Drogerie Pelikanapotheke. 4578V ,, 17.10 „ 19.10 15 03437 Nächster [4562D Die Einlösung der zweiten Paganini. 4499D Stadttheater Junghennen §eld- ßeliögelhol Horn kartoffeln Mehr Milch, mehr Eier, hochbewertete Kaninchen durch die gewürzte Futterkalkmischung Für Jung und Alt anstelle des Fettes KAISER S okä G Stückrath & Bender Möbeltransport — Spedition Telefon 3519 und 2738. für sofort oder später gesucht. Schr. Angeb. unter 4454 D an den Gieß. Anzeiger. Tauberes, ebrl. Mädchen oder Frau 2-3mal wöchentlich, morgens 2 bis 3 Stunden, gesucht. [03479 Vorzustellen: Blockstraße 10 (Laden). Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2977 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Nervenärztln Gießen, Iohannesfkr. Fernsprecher 3468 Einige leere Räume für Lager oder Werkstatt geeignet, sowieKeller sofort od. später zu vermieten. Bleichstr. 8, Seitenbaus.45140 Familienlogen I. Ring . , II. Ring . . III. Ring . . IV. Ring . a V. Ring . . Zur Bekämpfung des Frosispaoners jetzt Leimringe anlegen! Warum Hüften Siet Trinken Sie bei Heiserkeit,Verschleimung, Bronchialkatarrh, Asthma, den bewährten Bergona Brust- und Lungentee Mk. 1.19. — In allen Apotheken zu haben. Bestimmt: | VermietungenP-r-Mnier Zum 1. Dezemb. MvlW Spielplan vom 15. bis 20. Okt. Dienstag, 15. Okt., 19.30-22 Uhr Der Triumph des Tobias. Mittwoch 16.Okt., 19.80-22 Uhr Der Triumph des Tobias. Freitag,18.Okt..l9.30 b.n.22Uhr Aennchen von Tharau. Sonntag, 20. Okt., 15.15—17.30 Goldregen. Sonntag, 20. Okt., 19 b. n. 22 Uhr Scbreioerei- wiiinen sofort zu kaufen gesucht. Schrift!. Ang. u. 4565 D an 0. Gietz. Anz. Lunger Mann zum Anlernen als Druckerei- Hilfsarbeiter per sofort gesucht. - Zu Ostern stellen wir einen Zungen mit guten Zeugnissen als Gchrifisetzerlehrttng em. von Münchowsche Univ.-Druckerei Otto Kindt G.m.b.H., Gießen. Altgold u. Altfllber Alldouble Münzenu.Bruch kauft [ 4447 D Juwelier Mlh.Reusch Gienen, Seltersw.Nr.65. Gen. Bescheid: 40/11 347. Emaillierter Zweikachel- Ofen 3. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03444 a.d.G.A. [Stellengesuche! Zuverlässiger Kranfahrer suchtStellung auf Personen-, Liefer- od. Lastkraftwagen. Schr. Ang. unt. 03473 a.d.G.A. | Verschiedenes Mnm übernimmt in d. Abendstund. das Wogen non Mm Schr. Ang. unt. 03463 a.d.G.A. Gebildete Dame Ende 40, mit vielseit.Jnteresse, sucht f. ihre Freizeit passend, gesellschaftlich. An- schluh. Zuschriften unt. 4586D an d. Gietz. Anz. Beiladung - Rückladung mittelst Bahn- u. Automöbelwagen per sof. v. Gietzen n. Dortmund Gießen, den 12. Oktober 1940. Der Oberbürgermeister. Kirchliche Anzeigen. (G. --Gottesdienst, KG. --Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottes- drenst, HG.-Abendm. = Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Greßeu. Sonntag, 13. Oktober. Stadtkrrche. 9.30, Prof. Vogellang; 11 KG., Mark.-Gemeinde) 17, Schmidt. ??banneskirche. 9.30, Zwinael- 11 KG., Luk.-Gem.,' 17, Liz. Trommershausen. - Johannes- faal: 14, Taubstummengottesd., Ausfeld. Kapelle Mter Friedhof. 9.30, Walther. Kapelle Wetzlarer Weg. 9.30, Schmidt,-10.45 KG. Gietzen-Klein-Linden. 10.30 KG.: 13.30, Zwingel. Gietzen-Wieseck. 10 G.-Zlbendm. Kirchberg. 10 G.,-11 KG. Lollar. 13.15 KG.r 14 G, 14$l@9‘30' ®^or^etrinier; M verlor auf dem Wege Seltersweg- Bahnhofstr. Imtasil* Abzug, geg. Bel. a. d. Fundbüro. Goldene Darnen- Armbanduhr am Donnerstag (10. Ott.) zwisch. 19 u. 19 ¥2 Uhr in der Neustadt oder auf dem Oswaldsgarten verloren. Finder erh. Belohnung. [4583D Abzugeb. auf d. Fundbüro. r-Z-zimmer- Böniing von Beamten zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03447 an den Gietz. Anz. Alleinstehende Beamtenwitwe sucht bald, eine Wm entwed. 2 grötz. od. 3 kl. Zimm., mit Küche, in Gietzen od.Umg. Schr. Ang. unt. 03468 a.d.G.A. Junge Arztfrau sucht möblierte 2-Zimmer- Wohnung m. Küche, mögl. Bad, in gutem Hause, f. 15. 11. _ bzw. 1.12. Schriftl. Angeb. unter 03454 an den Gietz. Anz. 3 8*1* m. Kastenmatr., 2 Tische, Waschtisch m. Marmorplatte u. Spieg., Stühle, Bilder u. v. a. m. zu verkaufen. 4589D Krofd. Str. 5 p. 1 kl. Kesselofen, 1 Wickel- konrmode, 1 kL Waschschränkchen, Flaschen zu verk. [03402 Ebelstratze 29. Gebr.,schwarzer Herd zu verkaufen. Zu erfr. in der Geschäftsst. des Gietz.Anz. [03400 Gut heizbarer Ofen u. Leiterwägel- chen zu verkauf. Wo?, sagt die 1 Geschst. d. Gieh. Anzeig. [4501D Sonnige 4-Ziimn.-Wchlmng mit Mansarde, 5küche, Speisekammer, Bad u. Gartenanteil, schöne, gute Lage, in ruhigem Hause, in Lich, zum 1. Nov. zn vermieten. Schriftliche Angebote unt. 4559D an den Gietzer Anzeiger erbeten. Für unseren Dienststellenleiter suchen wir möglichst für sofort eine tZiminer-WolinnDS Angebote sind einzureichen an den Vieh-Wirtschaffs verband Außenstelle Gießen Horst-Wessel-Wall 31. 460Bd l Junges, gebild. Mädel ■ m. abgel. mittl. Reifeprüfung, sowie Stenogr. u.Schreiümasch.- Kenntn. sucht Stellung i. Minik oder grötzerem Betrieb, wo sie neben Büroarbeiten sich auch prakt. betätigen kann. Schriftl. Angeü. U.4567O an d. Gietz. Anz. | Verkäufe | Schönes, rotes, eürjähriges Mnd z. verkauf. [03399 . Achenbach, in Rodheim, Schmitter Mühle Eine Simment. WM in 4 Wochen zum drittenmal kalb., zu verkauf. 4587O Langsdorf, Buchegasse Nr. 7 fiotej*« und Ferkel zu verkaufen. Theodor Karl, Krofdorfer Straße 109. Verkaufe starkes Einlege: sdiwein 4563D Bersrod, Obergasse 6. 8 einjährige Hühner (weiße Leghorn) abzugeben. 03425 Stork, Schiffenberger Weg 24. Wer kann im November IriMenMe stricken? Schr. Ang. m. Preis a. 03433 Locher, Alicenstr. 16. Einmach- Kürbis gelbe Melonen, umsonst in grötz. Menge. [03476 Heyerweg 18, Prosessoreneck. Televhon 3071. 1 Gut erhaltene GWongoe z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03450 an den Gietz. Anz. Gut erhaltene GOoifelongiie oder Kasten- Matratze z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03421 a.d. G.A. Klein.,guterhalt. ttM z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03472a.d. G.A. Gut erhaltener z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03416 a.d. G.A. , Gebrauchte AM« Grötze 43, z. kaufen gesucht. ■ Schr. Ang. unt. 03465 a.d.G.A. Obsl-ond GarlenbaurereiD Gießen. In der Seit v. 20.-25. Ott. treffen 300 Baumpfähle geschält und kreosotiert ein. Anmeldung sofort. Preis pro Pfahl voraussichtlich 0.70 Mk 4581d Junker, Vereinsleiter. Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt Uebersendung einer besonderen Quittung. Die zu zahlende zweite Rate beträgt: . . . 30,—RM. « . . 14,— „ - ° - 10,- „ ... 8,— „ • • 5,— „ • • 4,— „ Defekte Gleklroinolore jeder Größe zu kaufen gesucht. Elektromotoren-Reparalurwerk 4560 d Stähler Bad-Naubelm Tel. 2577. Kalk-Emulsion Fl. 1.50 Zalewski- „ Fl. 1.60 Scott- „ lh FI. 1.90 Va FI. 1.— Ossin-Eierleber- tran.........Fl. 1.83 abzugeb. [46o?D Dnlerer Hardthof, | Kaufgesuche | Schweres Pferd mögl. Belgier, z. kaufen gesucht. H Glattes Sohn 4591D Gietzen, Frankfurter Stratze 19. von jungem Ehepaar sofort oder später gesucht. Schr. Ang. unt. 4605Oä.d.G.A. 1—2 leere Zimmer evtl, mit Küche, von 2 berufstät. Damen sofort gesucht. Angeb. an Frau Lavvo- Danilewski, Curtmann- 03432 stratze33I1 Große Neuheit I Dauer-FeuerzeiiD D. R. G. M. (Westentaschenformat) Spendet ca. 3 Monate Feuer bei einmaliger Auffüllung! Dauernd. Funktionier, gewährleistet! Feuerstein leicht auswechselbar. Unverwüstlich Im Gebrauch! Stück RM 1.50 5 Stück RM 7.—, Versand geg. Nachnahme. Ernst Weber, Langenchursdorf/ Sa. Junges Sräulein für Konditorei und Tages-Cafö gesucht. [4536d Konditorei Geißner Plockstratze 9. Zuverlässiges Mädchen nicht unt. 18 I., zur Mtthilfe in Küche u. Lass b. gutem Lohn ges. Eintritt sof. oder später. [4577V Ludwig Rühl, Bäckerei - Kondit. - Cafe, Gietzen, Marktplatz 13, Ruf 4222. Nichtig., zuver- lässrges [4582V Ws für kl. Haushalt ganz od. tagsüber gesucht. Kevlerstr. 5 p. Tüchtige VklWkliMIl aus der Lebensmittelbranche für Gretzen, Wetzlar u. Gelnhausen gesucht. Es wollen nch nur solche Bewerberinnen melden, die mehrere Jahre in der Branche tätig waren. Alter nicht unter 23 Jahren. Angebote mit Zeugnisabschriften, die zurückgesandt werden, unt. 03413 an den Gieh. Anzeiger. WL kaufen gebrauchte möfil.nBuwertifie totagei gegen Barzahlung. Opel, Gießen Rui 2847/48. Raupenleim bewährte Fabrikate Unterlagepapier Drahtkordel sowie die fertigen Leimringe »Fix-Fertig« und »Rekord«. Obstbauvereine u. Gemeinden erhalten bei größerer Abnahme entsprechenden Rabatt! Heinrich Hahn Samenhandlung Giehen * Bahnhofstrafee Fernruf 3403. 445 OA Krenzplatz 10 Fernruf 3153 1 Paar Damen- Reitstiefel Grütze 36 bis 37, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 4604Oa.d.G.A. Alten Schmuck taeraMialln- ippel nicht heute, sond. Samstag,19.19., 20 Uhr, Pfälzer Hof, Schanzenstr. 2. Mietgesuche"" 4-5-3hnmer VöWWg mit Bad und Balkon, sofort od. spät, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 4599 V an den Gietz. Anz. 3-4-3immer- Woönung z. mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03135 an den Gietz. Anz. Suche Z-MM- WWW mit Zubehör per sofort od. später. Schriftl. Angeb. unter 03457 all den Gietz. Anz. M-lden alsHaushälterin in frauenlosen Haush. gesucht. Schr. Ang. unt. 03469 a.d.G.A. Suche z. 1. November solides MW für ganz oder tagsüber. 454öd F. Kuno Borst, Johannesstr. 11. Tüchtiges »ttchn das auch kochen kann, für sofort oder 1. Novemb. gesucht. [4603V Kondit. u. Cafe E.Haas, Neuenweg 2. m. Büro u. Kell., in guter Lage, ab 1. Jan. 1941 anderweitig zu vermieten. Schr. Ang. unt. 03477 a.d.G.A. Grotze Lastwagen- und Personenwagen- Garage zu oerm. (03450 Zu d. Mühlen 2. Bad, Balkon, in guter Lage, nur an ruhige Mieter zu vermieten. Schr. Ang. unt. 03459 a.d. G.A. Mansarden- Wohnung 4 Zimm., a. ruh. Leute, m.Ueber- nahme ü. Hausarbeit., z. verm. Schr. Ang. unt. 03474 a.d. G.A. 2 Blflnfnröen- jimmet i. Einfam.-Haus, möbl. oder leer, evtl. m. Heiz. u. Kochgelegenheit, zu vermieten. Schr. Ang. unt. 03478 a.d.G.A. Möbliertes Zimmer zu verm. [03460 Weserstr. 2011. flmburscbe d.radfahrenkann und eine leichte Auffassungsgabe hat, zum baldig. Eintrttt gesucht. Werner, 4400V Settersweg 811. Wir suchen zum sofortig. Eintritt eine jugendliche SlenslyplsliD Rechtsanwälte Eugisch, Gietzen, [4ö85v Bahnhofstr. 73. MköMM sowie Eemiräulein gesucht. [4584V Fritz Meister, Metzgerei, Gietzen. Gebildetes Mikte zur Mithilfe ge- : sucht. - Kaufm. Vorkenntntsse envünscht. 4573V Pfeiffer sche Universitäts- Buchhandlung, ; Walltorstr. 21. 1 Frankfurt/!!. Gutleutstr 293 Tel. 33285. [3631p 1 Pärchen MMen zu verkaufen. Näheres im Geschäft [4594V Bahnhofstr. 33. Klavier z. verkauf. [03475 Lollar, Adolf-Hitler- Stratze 113. Friseur- Einrichtung z. verkauf. [03453 Zu erfr. in der Geschäftsst. des Gietzen. Anzeig. Silber und Doublt auch Silbermünzen und Zahngold kauft Carl Schmidt Bahnhofstraße 10 A.e.-Nr.A.u C.40/113S0 Leere MMeg r. kaufen gesucht. Georg Wels Marktplatz 21. Tel. 2202. [Q3448 kann abgefahren werden. [4010V B)enienDflO33D Fernruf 2802. Schäferbnod auf den Namen „Mohr" hörend, entlaufen. Wiederbr. erhält Belohn. [03471 I. B. Häuser, Äm Oswalds- garten. TeL 2145/2146. Kleine Anieigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in dieHei- matzeitung, den GießenerAnzelger I Vereine | aus 12./13.OktobeNY§0i Nr. 242 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) » n! n re 50A Sie DeMe W Aivellsstv»! *19 4606Ö Ott Der Optiker am -Bahnhof! au 50. ias io. Uhr au so. Arterienverkalkung eilet ße 1<. sie! DOS Uhr 4^ Kreuz-Arbeit, oder durch ein Geldopfer, vor allem aber durch die Erwerbung der Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz, das ja nicht nur aktive, fönen ne S z (eine are.) zum erner zum er er- )pen- ucht 'gstr. 4561D offen turü) i.W. sprecher erreichbar zu machen, sodaß jederzeit, namentlich auch an Sonntagen, durch Fernruf eine Verbindung mit ihnen hergestellt werden kann. Die Verbindung der Unfall-Melde- und Unfall-Hilfsstellen in den Grenzorken des Kreises Gießen mit den gleichartigen Einrichtungen in den Nachbarorten der I Kreuzes! der in hohem Maße verdient. Der selbstlose Einsatz der Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes für diese Aufgabe läßt es aber geboten erscheinen, auch die tatkräftige Mithilfe aller Volksgenossen für das Deutsche Rote Kreuz aufzurufen. Nicht nur die Gemeinden als solche, sondern auch jeder Volksgenosse muß sich verpflichtet fühlen, nach besten Kräften diese Arbeit zu unterstützen, in geeigneten Fällen durch die Lieferung von Material für die Rote angrenzenden Kreise soll ebenfalls hergestellt werden, damit sich allmählich von Kreis zu Kreis über das ganze Reich hin ein großer, nach einheitlichen Gesichtspunkten organisierter Unfall-Melde- und Unfall-Hilfsdienst erstrecken wird. Mit dieser Einrichtung im Landkreis Gießen wird ein seit Jahren von der Bevölkerung gehegter Wunsch nach ausreichenden Möglichkeiten zur ersten Hilfeleistung bei Unfällen auf dem -Lande erfüllt. Das Deutsche Rote Kreuz, dessen segensreiche Arbeit schon in vielfältiger Weise für unsere Volksgemeinschaft in Erscheinung getreten ist, macht sich mit der Uebernahme dieser neuen Aufgabe wie- „Ja! Sie waren ein so guter Offizier!" Hinnerk hatte sich einen Ruck gegeben, er muß ganz tief Luft holen. Daß er das einmal hat sagen dürfen, einmal nach so langer Zeit. Wie ihn das freut! „Und nun Mertens, wir werden uns noch öfters wiedersehen. Jawohl, siebzig ist fein Alter. Und darum und weil du ein so fixer Kerl gewesen bist: Haltung, alter Bursche!" „Zu Befehl, Herr Major!" Auf ihrem Grunde schob sie gewaltige Kiesel-, Lehm-, Ton- und Kalkmassen zu Riesenbänken und Hügeln zusammen. Gigantische Formung dessen fand statt, was heute, da die Wasser verliefen, von Wind und Wettern abgeschlisfen, im Tage steht und Gebirge heißt. Gegenüber der Größe den Steinlawinen und ungeheuren Platten, den Schuppen der Steinhaut, preßten in meiner Kiesgrube Kiesel oder gewölbte Plättchen die Schrunden und Hänge ebenso aus dem weichen Material. Alles vollzog das Wunder unter der Erde im winzigen, wie im großen über ihr, als Gott seine ungeheure Kiesgrube aufbrach, und ein Stück geformter Kalk, vermischt mit allerlei, aus ihr als Wettersteinmassio ans Licht kam. Mein kleines Gebirgsmodell hat Zusammenhang mit dem gesetzmäßigen Geheimnis, hinter das wir weder zu greifen, noch zu sehen, nur recht schwach zu ahnen vermögen — das von einer Kraft zeugt, vor der das Wort stirbt. Es gibt kein noch so spärliches Tierchen, das auf meinem Privat-Wettersteingedirge so hilflos zu kriechen vermöchte, wie die Menschen aussehen, wenn sie stolz bekunden: Ich steige im Wettersteingebirge herum. Ich taste oft ehrerbietig mein Modellchen ab. Drüben über dem Moor feilen Tag und Nacht die Winde und Wasser des Himmels, Hagelschlag und Sonnenbrand, und verändern, was unter ihnen ist. Frost zersprengt, und rinnender Schnee nimmt mit, Geröll rutscht ab, und Steinschlag dröhnt, Lawinen hobeln; alles geschieht gleich in meiner Kiesgrube, in der es ebenfalls unheimlich, obgleich zart, fortwährend niederrieselt und rinnt, wenn ich vor chr stehe und in der großen Stille lausche. Das widerfährt meinem kleinen Wettersteingebirge auf dem Schreibtisch nunmehr für einige Zeit nicht mehr. Doch, wie lange wird mein Haus mit seinem schirmenden Dache stehen? Kleinste Teilchen kleiner Teile eines Sekündchens des Unablässigen werde ich noch leben. Was wird aus meinem Modellchen werden, wenn ich nicht mehr bin? Da wirst es sicherlich ein neuer vermeintlich Gewalthabender in Schutt und Mull. Ich ehre meinen Fund, der mir viel bedeutet: er ist erschütternd. Weiter zu denken ist unmöglich, und das ist gut: es zerknickte einen. Es muß genüaen und erhebt: Wir finb im Ganzen. Achtung! An die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront! Mit dem 31. Oktober 1940 verlieren die jetzigen DAF.-Beitragsmarken ihre-Gültigkeit und werden - eingezogen. Ab 1. November werden neue DAF.- Beitragsmarken eingeführt, so daß ent. vorhandene Rückstände in der Höhe des jeweiligen Bruttoeinkommens bis zum 31. Oktober mit den alten Marken nachgeklebt werden müssen. Die neuen Marken dürfen für ausgelaufene Rückstände nicht verwendet werden. 42940 Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die bei den Baubetrieben üblichen Wochen- morten und die Wehrmachtsmarken zu 0,60 RM. mit dem Ueberdruck 1940 ihre Gültigkeit behalten und im Umlauf bleiben. Die Deutsche Arbeitsfront. Verwaltungsstelle 24. Detterau. in Tätigkeit, indem sie erste Hilfe leisten, für den Verunglückten sorgen und den Abtransport nach den Richtlinien des Roten Kreuzes betreuen. Dieser Sttaßen-Unfallhilfsdienst ist ebenfalls durch einen sorgfältig ausgearbeiteten Dienstplan der vier männlichen und vier weiblichen DRK.-Bereitschas- ten im Kreisstellenbereich Gießen geregelt. Auf diese Weise wird die denkbar möglichste Hilfe bei Unglücksfällen im Straßenverkehr sichergestellt, eine Einrichtung, die nach dem Kriege zweifellos in weit größerem Ausmaß in der Heimat in Erscheinung treten wird, als jetzt. An dieser Einrichtung mitzuarbeiten, haben sich auch die nicht im affinen Dienst stehenden Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes in den sog. Ortsgemeinschaften des DRK. verpflichtet, die aushilfsweise dem DR^ für den Einsatz zur Verfügung stehen. Diese neuen vordringlichen Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes im Kreise Gießen sind bereits ftarf im Werden begriffen. Die für die Einrichtung von Unfall - Hilfsstellen notwendigen Vorarbeiten sind durch das Deutsche Rote Kreuz irrt Kreisstellenbereich Gießen bereits geleistet worden. Nunmehr kann mit der Ausstattung der Unfall-Hilfsstellen in einzelnen Gemeinden begonnen werden. Die Unfall-Melde- und U n f a l l - H i l f s st e l - l e n sind im Straß en bild der Ortschaften kenntlich gemacht durch ein blaues Schild mit dem Roten Kreuz auf weißem Grunde und der Aufschrift „Unfall-Meldestelle" bzw. „Unfall-Hilfsstelle". Die Bemühungen sind jetzt noch darauf gerichtet, diese Dienststellen an das Fernsprechnetz anzuschließen oder sie mindestens durch einen nahegelegenen Fern- ite nk er, en, !s. leibt Llnfallhilssdienst und Süaßenunfallhilfsdienst. Reue Aufgaben und umfaffender Aufbau im Kreisstellenbereich Gießen des DRK bisherigen Einsatzfreudigkeit und der großen Verpflichtung des Dienstes für die Gemeinschaft handeln müßten, womit sie zugleich würdig das große Erlebnis ihres bisherigen Einsatzes im Felde als unvergängliche Erinnerung bewahren. Sodann machte er den jungen Männern noch einmal das große Erlebnis der Arbeit ohne Unterschied von Rang und Stand in der kameradschaftlichen Gemeinschaft und Verbundenheit, das sie in den Reihen des Arbeitsdienstes gewinnen konnten, als wertvollen Besitz für die Gegenwart und für ihr ferneres Leben überzeugend deutlich. Damit hätten sie im Arbeitsdienst das hohe Ideal kennengelernt, das der Führer auf diesem Wege jedem jungen deutschen Manne vermitteln wolle, nämlich die Erkenntnis, daß Arbeit Ehre ist. Am Schlüsse seiner Ansprache brachte der Redner den aus dem Arbeitsdienst ausscheidenden Männern Dank und Anerkennung für ihren Einsatz sowie alle guten Wünsche für ihren weiteren Dienst zum Ausdruck, dabei die stolze Freude kennzeichnend, die jeden Arbeitsmann nach beendeter Dienstzeit mit dem Bekenntnis erfüllt: Ich war auch einmal ein Ar- beitsmann des Führers! Oberbürgermeister ZRiffer entbot den heimgekehrten Arbeitsmännern den herzlichen Gruß der Stadt Gießen und sagte ihnen zugleich wärmsten Dank für ihre Leistungen in frem- r'ö 'ö : Lieferant auch Ihrer Krankenkasse und hoher Blutdruck mit Herzunruhe, Echwindelgefühl, '^lervosttät, Ohrensausen, tzirkulationostörunflen werden durch Antisklerosln wirksam bekämpft. Enthält u. a. Blutsalze und Kreislaufhormone. Greift die Beschwerden von verschiedenen Richtungen her an. Packung 60 Tnbl. uK 1.85 in Apotheken. Hochinteressante Aufklärungsschrift liegt ,eder Packung bei! beide gehen ins Haus. Die Frau, die für Hinnerk sorgt, steht in der Küche, eine Katze reibt ftcb an ihrem Strumpf. Der Major stützt sich.auf feinen Stock. Dor ihm steht die Frau mit der Katze, seitwärts Hinnerk. Der Major hält eine Ansprache, eine lange Ansprache. Er schließt: „Wissen Sie jetzt, wen Sie hier versorgen? Daß dieser Mann gut zu versorgen ist?" „Ja, ja, ganz bestimmt auch, ich, ich..." kommt es aus den Zahnlücken der Frau heraus. Wieder nimmt der Major Hinnerk unter den Arm, sie treten jetzt auf die Straße. Sie liegt leer, weißer Staub tanzt über sie hin. Aber an alle Fenster drücken sich Gesichter, nicht nur die Kinder, auch Männer und Frauen sehen, wie der fremde Herr mit Hinnerk über die Straße geht und im Wirtshaus verschwindet. „Weißt du noch", fängt der Major wieder an. Sie stehen jetzt oben im Gastzimmer, und der Major wirft aus seinem Koster eine Hose und einen Rock Hinnerk in den Arm. „So", sagt er, „und hast du das Band noch?" Er nimmt eine schwarzweiße Schleife, die steckt er Hinnerk, der im neuen Anzug nicht wieder zu erkennen ist, ins Knopfloch. Dann gehen sie in die Wirtsstube und trinken ein Bier, und der fremde Herr erzählt allen, die da sitzen. Der Gasthof wird immer voller und so erfährt es das halbe Dorf, wie Hinnerk allein mit direktem Schuß einen Tank von Cambrai erledigt hat, ein alter, krummgedienter Landsturmkanonier. Die Bauern blicken über ihr Glas auf Hinnerk und nicken mit dem Kopf und schließlich will jeder einen ausgeben, weil Hinnerk so ein Kerl gewesen ist. Da nimmt der fremde Herr wieder Hinnerks Arm und geht mit ihm ins Dorf. Dor dem Haus des Vorstehers sagt er: „Bleib mal stehen!" und verschwindet. Als er nach langer Zeit wieder kommt, sieht er, daß Hinnerk ganz manierlich dasteht, er hält den Kopf nicht mehr schief wie ein trinkendes Huhn, es geht schon ganz ordentlich. Jetzt legt er den Arm um Hinnerk. „Und weißt du noch... Du hattest ja Nerven wie kein Zweiter. Weißt du noch als ich einmal kaputt war, ich wollte nicht mehr essen, da hast du mir das Brot gestrichen und hast es mir schließlich in den Mund geschoben. Mr waren die Nerven dieses eine Mal durchgegangen, du aber, alter Bursche.. Ikt Uhr 88* Uhi 88- Uhi tu 1.80 Aach ehrenvollem Einsatz in die Heimat zurück Männer des Reichsarbeitsdienstes in Gießen feierlich empfangen. Haltung, alter Bursche! Von Waldemar Augustiny. Obwohl ein fremder Herr mit einem strengen Gesicht mitten auf dem Weg steht, kreischen die Dorfkinder hinter Hinnerk her, wie er in fernen ©arten stolpert. Hinnerk ist eben zu komisch. Sem Rücken, der in bunten Flicken steckt, ist krumm, sein Kopf liegt schief wie bei einem trinkenden Huhn, seine Augen sehen nicht, was auf der Erde vorgeht. , c ,, . Die Kinder kreischen immer noch, obwohl Der fremde Herr mit dem Kopf schüttelt und obwohl sein Handstock bestimmt nicht von Pappe ist. Erst als der Herr eine Wendung macht und mit langen, festen Schritten auf Hmnerks Haus zugeht, iachtem sie davon. Es ist ganz still um Hinnerk, nur Bienensummen und Helligkeit und Warme sind um ihn, wie er auf seiner Bank sitzt und in den Himmel kinzt. t w ,, Der fremde Herr geht auf die Bank zu „Sie , sagt er leise, „Sie sind doch... ja, Sie sind Mertens! Oder sind Sie es nicht?" Hinnerk senkt seinen Kopf. In feinen Augen leuchten die Farbe und die Reinheit des Himmels. Er sagte aber nichts. Der fremde Herr nimmt feinen Hut ab, und es zeigt sich, daß er fast fo weißes Haar hat wie der Hinnerk. Sonst aber sieht er um vieles junger aus^ Der fremde Herr nickt. „Damals", spricht er vor sich hin, „alter Landsturm, fast zwanzig Jahre rsi der Krieg her. Er kann siebzig sem, aber ist das em Alter? Mertens?", ruft er laut und im To« „eines Befehls. „Wißen Sie, wer neben Ihnen sitzt r Hinnerk kratzt sich über die Wange aus der überall weiße Härchen sprießen, er faßt sich an die Stirn und schüttelt endlich den Kopf. „Wissen Sie, daß Sie in der 2. Batterie des Bataillons 405 gestanden haben? Daß Sie uii ber Tankschlacht 1918 mit mir zusammen eine Haubitze ^Ärtens^Augen werden kleiner. Eine Falte springt zwischen seine Brauen, sein Mund, der aus- ah wie der eines Kindes wird schmalzund f reng. Jetzt öffnen sich seine Lippen. „Herr Major? , ,CStmk’[an8e hab« ich dich gesucht", sagt d-r ft-md- fyxt. Noch einer Weil- nimmt er Mertens Arm, dern auch fördernde Mitglieder kennt. Möge sich auf diesem Wege die Volksgemeinschaft im Kreise I Gießen in weitem Ausmaß erkenntlich zeigen für I die vorbildliche Arbeit ihres Deutschen Roten I Kreuzes! B. Am gestrigen Freitagnachmittag wurde auf dem Landgraf-Philipp-Platz eine vom Einsatz im Felde zurückgekehrte Abteilung des Reichsarbeitsdienstes im Rahmen einer schlichten, würdigen Feier empfangen. Zu der Feierstunde hatten sich mit dem Oberstarbeitsführer Richter als Vertreter des Gau- Arbeitsführers noch Kreisgeschäftsführer Weber als Vertreter des auswärts weilenden Kreisleiters, Oberbürgermeister Ritter als Vertreter der Stadt Gießen, der Standortälteste Oberstleutnant K ü h n e als Vertreter der Wehrmacht, SA.-Vrigadeführer Schwarz als Vertreter der SA., Major der Schutzpolizei Hellweg e Emden und zahlreiche weitere Ehrengäste von Partei, Staat und Wehrmacht eingefunden; ferner' hatten Abordnungen der Politischen Leiter, der SA., ff, des NSKK., der HI., des BDM. und des Jungvolks, sowie des Reicksluftschutzbundes zur Begrüßung der heimgekehrten Arbeitsmänner Aufstellung genommen. Nachdem die mit einem Arbeitsdienst-Musikzug an der Spitze heranmarschierende, mit Blumen geschmückte Einheit des Reichsarbeitsdienstes in großem offenen Viereck aufmarschiert war, schritt nach Entgegennahme der Meldung Oberstarbeitsführer Richter mit einer Reihe von Ehrengästen die Front der Einheit ab. Hierauf übermittelte Oberstarbeitsführer dichter den heimgekehrten Kameraden den Gruß des Arbeitsgauführers Hessen-Nord, dabei zugleich mit dankbarer Freude anerkennend, daß die Partei, die Stadt und die Gießener Bevölkerung den heimgekehrten Arbeitsmännern einen so schonen Empfang bereiteten. Im weiteren Verlaufe feiner Ansprache wies der Oberstarbeitsführer die jungen Kameraden darauf hin, daß sie auch künftighin bei ihrem Einsatz für neue große Pflichten immer im Geiste der Das Weiierstein-Modell. Von Walter v. Molo. In meiner Kiesgrube liegen grober und feiner Schotter zutage, und vielerlei anderes ist in ihr zu sehen, das sich sonst unter der Grasschicht verbirgt. Einen großen Findling mit Gletscherschliff fand ich tief eingebettet und eine einundeinhalb Spannen lange Darstellung des Wettersteingebirges. Das Stück, das nun meinen Schreibtisch ziert, sieht wie ein rotgelblicher Steinguß aus. Alles, was vor meinen Fenstern über die Baumwipfel hinweg weit jenseits unter dem Himmel groß und hoch aufragt, ist auf meinem Modell zu sehen. Die tief eingeschnittenen Haupttäler, die schönen, auch abwärts gleitenden Mulden ebenso wie Die zusammenströmenden drei Kämme, die zweigipfelige Zugspitze, der Schneefernerkopf, der Hochwanner, die Dreitorspitze und die Wettersteinwand. Bloß kein Grün ist auf dem Modellchen. Läge es im Freien, heftete sich bald Moos an, dann märe alles an dem Kunstwerk meiner Kiesgrube zu gewahren. Ich fand es als einen eineinhalb Spannen langen weichen Patzen im Kies, als ich eines Tages auf der offenen Seite der Kiesgrube herumstocherte. Das teigige Zeug fiel abgesondert vor meine Füße; ich dachte, als ich es aufhob: Donnerwetter, das ist ja das Wettersteinmassio im kleinen! Neugierig wusch ich die klaren und entschiedenen Kanten und Flächen unter dem Brunnentrog sauber, da war auf einmal dieses Gemisch aus Ton und Kalk, vom Drücken und Schieben unter der Erde in seine Form gebracht, hart geworden. Dereinst brauste, hob und senkte sich das große Meer türmehoch über den heutigen Felsgraten. Wo ich bin, lastete Tausende von Meter hoch Wassermasse. Aus der Stadt Gießen. Sonntag des Abschieds. Der Sonntag kommt in jeder Woche wie ein Geschenk. Er bedeutet eine köstliche, kurze Rast im Gleichmaß der Alltäglichkeit, eine Rast, auf die sich jeder freuen darf, der im Ablauf der Arbeitstage getreulich feine Pflicht erfüllt. Wieviel Daseins- freude aber vermag ein Sonntag zu entfachen, wenn sich die Gelegenheit gibt, ihn mit einer ausgiebigen Wanderung mit einem lohnenden Ausflug zu feiern. Im Sommer ergab sich die Möglichkeit dazu häufiger, das wechselnde Oktoberwetter läßt solche Absichten jetzt nicht immer gelingen. Doch wenn das Glück im Bunde ist und ein strahlender Sonntag just heraufzieht, wenn er gewünscht wird, dann gibt es nichts Schöneres, als einen Gang durch die herbstliche Natur, einen Ausflug in die farbenprächtige Umwelt der schönen Heimat. Leider bedeutet dieser Ausflug aber auch ein Abschiednehmen. Das wird bereits offenbar, wenn man am frühen Morgen einige Kilometer mit der Eisenbahn fährt und dabei über den Tälern und Hohlwegen die ziehenden Nebelschwaden sieht. Sie gleichen phantastischen Gestalten aus dem Märchenbuch, und wie jene scheinen sie eine besondere Beziehung zu haben zu den unergründlichen Wäldern, in denen jetzt das Wunder der Farbe leuchtet. Dann ist die kleine Station erreicht, und nun geht es in gemächlichem Fußmarsch einen Berghang hinan, dessen schon etwas fadenscheinig gewordener Rasenteppich zu funkeln beginnt, als sei er piit den köstlichsten Diamanten übersät. Es sind nur die Tautropfen im Grase und in den unzähligen zarten Gespinsten, aber sie keuchten in der Morgensonne märchenhaft schön. Am Wegrand blüht hier und da eine einsame blaue Glockenblume, und im Brümbeergestrüpp zeigen sich einige rote Beeren, die wohl vergeblich der Reife harren. Die Lust ist erfüllt von einem starken erdigen Geruch, sie schmeckt wie herber Wein. Am Waldrand stehen ein paar Pilze wie Wichtelmänner, die hier Umschau halten, während cs in den hohen Bäumen zu ihren Häupten loht und blitzt, als seien dort tausend Feuer entzündet. Fs ist die wundervolle Erscheinung der Laubfärbung, die sich um so schöner zeigt, als die Sonne mit ihrer Strahlenkraft alle Farbtönungen zum Leuchten bringt. Der Weg führt mitten durch den in unzähligen Farben brennenden Wald. Er geht über enge Pfade und breite Schneisen, stößt gelegentlich auf ein abgelegenes Gehöft und windet sich durch ein liebliches Tal später wieder zur Eisenbahnlinie, lieber- all sieht das Auge auf diesem Wege das prächtige Gewand der herbstlichen Natur, überall sind aber auch die Merkmale sichtbar, daß die schöne Jahreszeit ihr Ende gefunden hat. Der sonntägliche Ausflug bringt deshalb zugleich den Abschied von den mit den letzten sommerlichen Zeichen geschmückten heimatlichen Fluren. Und noch während man wieder im Eisenbahnabteil sitzt denkt man daran, daß es doch eigentlich schade ist, wie schnell wieder einmal der Sommer verflog, von dem man an diesem Sonntag des Abschieds glücklicherweise noch einen letzten Hauch verspürte. H. W. Sch. Während das Deutsche Rote Kreuz mit i starken Kräften draußen und daheim Dienst in der Wehrmacht für Verwundete und i Kranke und für die Verpflegung von Sol- 1 batentransporten leistet, geht die Rote-Kreuz- Arbeit der Heimatdienststellen bzw. Bereitschaften unermüdlich weiter. Es handelt sich dabei nicht nur um die fortlaufende Ausbildung von Helfern und Helferinnen im Rahmen der Einheiten- und Nachwuchsschulung, sondern auch um die organisatorische Vorbereitung und praktische Uebernahme neuer Aufgaben. Eine derartige, weit in die Zukunft hineinreichende Arbeit wird gegenwärtig von der Kreisstelle Gießen des Deutschen . Roten Kreuzes mit dem Aufbau eines U n - fa Uh i l f sü i en st e s und eines Stra- ßenunfallhilfsdienftes geleistet. Nach einer Unterredung auf der Kreisstelle Gießen des DRK. können wir über diese neue Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes im Kreise Gießen folgendes mitteilen. Eine vordringliche Friedensaufgabe für das Deutsche Rote Kreuz ist die Durchführung des allgemeinen Unfall Hilfsdienst es und im besonderen des Straßenunfallhilfsdienstes. Zu diesem Zweck sind vom Deutschen Roten Kreuz im Kreisstellenbereich Gießen in allen Gemeinden außer den allgemeinen Unfall-Hilfsdienststellen noch besondere Maßnahmen ins Auge gefaßt. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Errichtung von U n f a l l - Hilfsstellen, zunächst in den Gemeinden, in denen sich jetzt schon männliche oder weibliche Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes befinden. Weiter ist der allmähliche Aufbau eines großen Unfall-Hilfs- stellen-Netzes über alle Gemeinden des Kreises Gießen geplant. Hierfür ist die Mithilfe aller Kreisgemeinden und ihrer Bevölkerung als dringend erforderlich anzufchen, denn die Ünfall-Hilfs- ftellen sind Maßnahmen, die im Dienste der Volksgemeinschaft jedes Ortes getroffen werden. Daher ergeht denn auch von der Kreisstelle Gießen des Deutschen Roten Kreuzes an alle Kreis gemeind en der Aufruf, diese Planung des DRK. mit allen Kräften zu unterstützen. - Der Unfall-Hilfsdienst wird durch Helfer und Helferinnen der vier männlichen und weiblichen Bereitschaften in den einzelnen Standorten des Deutschen Roten Kreuzes im Kreise Gießen geleistet und wird, nach einem Dienstplan genau geregelt, so daß bei Unglücksfällen ständig Helfer oder Helferinnen zur Verfügung stehen. Der Dienst wird von den Angehörigen der Bereitschaften in selbstloser Weise geleistet, er stellt also auch „praktisch gelebten und geleisteten Sozialismus" dar. Der Unfall-Hilfs- dienst erhält Einrichtungen, die es ermöglichen werden, verletzten Personen bis zum Eintreffen des Arztes ober bis zum Abtransport durch die Rote- Kreuz-Krankentransport-Kraftwagen, die ihre Standorte in Gießen und in Lich haben, erste Hilfe zu leisten. Zu diesem Zwecke wird jede Unfall-Hilfs- dienststelle mit Verband mctter iaIschränken ausgestattet, die das erforderliche sanitäre Rüstzeug für die erste Hilfeleistung enthalten und deren Inhalt ständig ergänzt wird. Tragbahren und Lagerstätten für verletzte ober kranke Personen werden in diesen Hilfsdienststellen natürlich ebenfalls vorhanden sein. Der Unfall-Hilfsdienst wird allen Volksgenossen zur Verfügung stehen. Als weitere wichtige Aufgabe fällt dem Deutschen Roten Kreuz in Zusammenarbeit mit dem NSKK. die Einrichtung eines genau geregelten Straßen-Unfallhilfsdienstes zu. Das NSKK. hat im Kreisstellenbereich Gießen des DRK. bereits in einer bestimmten Anzahl von Ortschaften Meldestellen errichtet, die mit dem Zonenführer des NSKK. in Verbindung stehen und auf dessen Anforderung zusätzlich mit Kraftfahrzeugen für den Abtransport verletzter Personen Sorge zu tragen haben. In Zusammenarbeit mit dem NSKK. — und mit diesem durch ein bestimmtes Meldesystem verbunden — treten als sanitäre Betreuer die Unfall-Melde- und Unfall-Hilfsstellen des DRK. *1 den Ländern, in denen durch Haß und Hetze Feind- schaft gegen unfer Volk wach gerufen wurde. Er pries das stolze Bewußtsein der Arbeitsmänner, durch ihren Einsaß für Führer, Volt und Vaterland die vornehmste Pflicht aller deutschen Männer erfüllt äu haben. Die Blumen, mit denen die Heim- kehrer geschmückt wurden, und die frohen Äugen der zur Begrüßung erschienenen Volksgenossen bezeichnete der Oberbürgermeister als Ausdruck der herzlichen Dankbarkeit und der Freude, die die Heimat ihren aus dem Felde heimkehrenden Männern entgegenbringt. Im weiteren Verlaufe seiner Ansprache gab er einen kurzen Rückblick auf jene Zeit vor etwa 10 Jahren, da viele deutsche Menschen mit großer Sorge der Zukunft unseres Vaterlandes entgegensahen, er erinnerte aber auch an den ersten Aufmarsch des Reichsarbeitsdienstes auf dem Parteitag in Nürnberg und an die damit gegebene Grundlage für den Aufbau der heutigen Organisation des Reichsarbeitsdienstes und zugleich der herrlichen deutschen Wehrmacht des nationalsozialistischen Deutschland. Ueberzeugend hob der Redner weiter hervor, daß alle jungen deutschen Männer mit berechtigtem Stolz auf die Zeit blicken können, da sie den Rock des Arbeitsdienstes und den Rock des deutschen Soldaten getragen haben, zugleich mit der ehrenvollen Verpflichtung, Dienst für Führer, Volk und Vaterland zu leisten, sich damit die dankbare Anerkennung der Volksgemeinschaft erwerbend. Jedem jungen Deutschen, der heute mit dabei sein dürfe, den Willen des Führers zu vollziehen, sei damit das Erleben der schönsten Stunden seines Daseins beschieden, an die er immer mit Stolz zurückdenken könne. Mit der Versicherung des herzlichen Dankes aller Volksgenossen für die Leistungen der Arbeitsmänner übermittelte der Redner den Heimkehrern noch den Wunsch, daß ihnen diese Stunde und der Aufenthalt in unserer Stadt stets in Erinnerung bleiben möchten. Kreisgeschästsführer Weber als Stellvertreter des Kreisleiters hieß die Arbeitsmänner im Namen der Partei in der Heimat willkommen und würdigte mit herzlichen Dankesworten ihre Leistungen im Dienste der Gemeinschaft. Er hob hervor, daß die spätere Geschichtsschreibung auch die Leistungen des Reichsarbeitsdienstes in ge- biihrender Weise zu würdigen wissen werde. Dann gab er seiner Gewißheit Ausdruck, daß die jetzt aus dem Arbeitsdienst ausscheidenden Männer auch in ihrem neuen Pflichtenkreise stets in vollem Maße ihre Pflicht und Schuldigkeit für die Volksgemeinschaft tun werden wie bisher, getreu ihrem Schwur, 'dem Führer in Treue zu folgen, wohin er sie befiehlt. Die Rede klang aus in dem Treuebekenntnis für unseren Führer, das begeisterten Widerhall fand. Mit dem Abmarsch der Arbeitsdienstabteilung und der Formationen der Partei fand die Feierstusche ihr Ende. B. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 19.30 Uhr „Aennchen von Tharau". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Jud Süß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Tiger von Eschna- pur". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19.30 Uhr „Aennchen von Tharau". — Gloria-Palast, Seltersweg: 11 Uhr Wochenschau- Sondervorstellung ; ,Zud Süß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Tiger von Eschnapur". Stadttheater Gießen. Am heutigen Samstag wird zum erstenmal die Operette „Aennchen von Tharau" von Heinrich Strecker aufgesührt. Sie behandelt die Entstehungsgeschichte des bekannten Liedes nach dem Schicksal des Königsberger Dichter-Professors Simon Dach und seiner Liebe zu der Titelheldin. Die musikalische Leitung hat Arthur Apelt, die Spielleitung Harry Grüneke. Bühnenbild: Karl Lössler. Tänze: Irmgard Trömel. Es wirken mit: Waltraut Goettke, Gabriele Possinke, Gerti Vogt: Kurt Bosny, Heinrich Durst, Joachim Ernst, Gert Geiger, Harry Grüneke, Heinz Müller, Christoph Reuland, Beruh. Schmitz, Karl Volck. Außer Miete! Am morgigen Sonntag findet wiederum eine Nachmittagsvorstellung statt. Zur Aufführung gelangt das Lustspiel von Svend Rindom „Der Triumph des Tobias". Der Beginn der Vorstellung wurde aus 15.15 Uhr festgesetzt, damit Auswärtigen die Möglichkeit gegeben ist, rechtzeitig zur Vorstellung zu kommen und früyzeitig genug zurückfahren zu können. Außerdem haben Theaterfreunde, die wegen der Verdunkelung oder aus anderen Gründen die Abendvorstellungen nicht besuchen können, Gelegenheit, im Theater Erholung und Unterhaltung zu finden. _ , Ortszeit für den 13. Oktober. Sonn en auifgang: 7.48 Uhr, Sonnenuntergang: 18.34 Uhr. — Monduntergang: 4.28 Uhr, Mond auf- gang: 17.34 Uhr. Ortszeit für den 14. Oktober. Sonnenaufgang: 7.49 Uhr, Sonnenuntergang: 18.32 Uhr. — Monduntergang: 5.31 Uhr, Mondauf- gang: 17.56 Uhr. Platzkonzert der SA. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung von Musikzugführer, Sturmsührer Herrmann, veranstaltet am morgigen Sonntag, 13. Oktober, 11 Uhr, in einem Reservelazarett ein Platzkonzert mit folgendem Programm: 1. Deutschlands Ruhm, von M. Schröder; 2. Ouvertüre „Leichte Caoallerie", von F. v. Supps; 3. Lied für Trompete ,Zch sende diese Blume dir", von Wagner, Solist A. Schwarzlose; 4. La Traviata-Fantasie, von Verdi; 5. Germania-Marsch, von Keitel. Ehrung durch die Deutsche Arbeitsfront. Der Hausgehilfin Elise Küster in der Hausgemeinde der Geheimratswitwe Frau Margarete B i e r m e r in Gießen, Gnauthstraße 40, wurde von der Deutschen Arbeitsfront eine Ehrenurkunde für 40jährige treue Pflichterfüllung in chrer Stellung im Haushalt der Frau Biermer verliehen. Die Ehrenurkunde, in der gleichzeitig die besten Wünsche für ein weiteres gesundes und glückliches Schaffen der Jubllarin zum Ausdruck gebracht werden, ist von dem Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Rob. Ley, eigenhändig unterschrieben. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 12.Okt. Auf de mheutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, y2 kg 4, 5 kg 40, Wirsing, % kg 7 bis 8, Weißkraut 5, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Ruben 7 bis 8, rote Rüben 8, Spinat 16 bis 18, Römischkohl 10, Bohnen (grün) 20, Unterkohlrabi 4, Grünkohl 20, Rosenkohl 30, Tomaten 16 bis 18, Zwiebeln 12, Meerrettich 30 bis 35, Schwarzwurzeln 35, Rhabarber 10, Kürbis 7, Feldsalat (Vio) 10, Aepfel, % kg 15 bis 30, Birnen 15 bis 30, Zwetschen 13 bis 15, Blumenkohl, Stück 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 5 bis 30, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 10 Rpf. * ** Bann und Untergau 116: Jugendfilm st u n d e in Gießen. Zu der Jugendfilmstunde am Sonntag, 13. Oktober, treten sämtliche Einheiten der Standorte Gießen, Heuchelheim, Klein- Linden und Wieseck pünktlich um 10.15 Uhr in der Schanzen st raße am Lichtspielhaus an. Es läuft der Film „C o n d o t t i e r i". Es haben die Angehörigen folgender Einheiten anzutreten: HI.: Gef. 1, 6 und 19, Motorgef. 1/116, Marinegef. 1/116, SRD., Nachrichtengef. 1/116, Feldschergef. 1/116, Fliegergef. 1/116 uNd Bannspielschar. Jungvolk: Fähnlein 1, 2, 3, 4 5, 6, 7, 19 und Lehrsähnlein. BDM.: die Gruppen 1, 2, 3, 4, 6, 7, 19 und 5. BDM.-Werk: die Gruppen 1, 2, 3, 4 und die Scharen in den Vororten. Jungmädel: die Gruppen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 19. Diejenigen Angehörigen der Einheiten, die noch keine Karte besitzen, bringen 0,20 RM. mit und erhalten die Karte am Lichtspielhaus. Dienstanzug: HI.: Braunhemd und kurze Sommerhose, Jungvolk: Jungenschaftsbluse und kurze Sommerhose, Lehrfähnlein: Braunhemd und kurze Hose. ** Veranstaltungsring des Bannes und Untergaues 116. Die Karten für die 1. Ringveranstaltung am 19. bzw. 23. Oktober sind an folgenden Tagen auf der Verwaltungsstelle ein* heitswevse abzuholen: Mittwoch, 16. Oktober, 15 bis 19 Uhr, und Freitag, 18. Oktober, 15 bis 17 Uhr. Am Samstag, 19. Oktober, können in der Zeit von 14 bis 15 Uhr noch übrige Karten an Nichtmitglieder einzeln abgegeven werden. —Es werden bis zur nächsten Vorstellung noch Anmeldungen für den HJ.-Deranstaltungsring angenommen. Deitrittsfor- mulare sind auf der Verwaltungsstelle erhältlich. ♦* I M.- Untergaull6. Am Sonntag, 13. Oktober, ist Wochenendschulung. Hierzu treten alle JM.- Führerinnen um 8 Uhr am „Burghof" an. *♦ Kriegsauszeichnung. Der Obergefreite Otto S t ö h r aus Gießen, Kleine Mühlgasse, der als Meldeläufer im Felde steht und sich zur Zeit hier auf Urlaub aufhält, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. — Der als Nachrichtenmann bei einem Flieger-Geschwader im Felde stehende Kurt Hopfner aus Gießen wurde zum Gefreiten befördert. Er schreibt uns, daß er, auch wenn die Post einmal ausdleibe stets durch den „Gießener Anzeiger" über die Ereignisse in Gießen auf dem Laufenden gehalten und diese enge Verbindung mit der Heimat auch von seinen Kameraden sehr begrüßt werde. Oie DersorgungSlage im Mein-Main-Sebiet. Das Landes-Ernährungsamt Hessen teilt u. a. mit: Die Erzeugung von Sveisequark und Schichtkäse ist gegenüber der Vorwoche erheblich gestiegen. Es besteht nach diesen Erzeugnissen lebhafte Nachfrage. Die Anlieferung von Vollmilch an die Molkereien Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! hat um ein geringes zugenommen, was in der Jahreszeit des allgemein geringen Milchanfalls verzeichnet zu werden verdient. In der Zuckerwirtschaft stehen die Fabriken vor der Kampagne. In der nach wie vor gesicherten Versorgungslage sind keine Veränderungen eingetreten. Das Einkellern der Kartoffeln durch die Haushaltungen dürfte zu 40 bis 50 v. H. vollzogen fein. Am Viehmarkt werden die Schweinemengen^ zunehmend durch Rinder ersetzt. Die Fleischversorgung erleidet somit keine Einbuße, wenn auch der geringe Anfall von Schweinen wahrscheinlich noch anhält. Waldlauf der Leichtathleten. Der morgige Sonntag stoht in allen deutschen Sporkbezirken im Zeichen des Waldlaufes. Infolge des am Sonntag beginnenden Spielbe- triebs der HJ.-Mannschaften mußte von einer Ausschreibung des Waldlaufs für die Hitler-Jugend Abstand genommen werden Lediglich in den Sportkreisen Dillenburg und Wetzlar wird die Jugend zu dem Waldlauf hinzugenommen. In Gießen wird der Waldlauf in den Klaffen: I. Männer — 5000 Meter II. Jungmannen = 3000 Meter III. Frauen — 1000 Meter mit Einzel- und Mannschaftswertung am Sonntagvormittag mit Start und Ziel auf dem Waldsport- platz des DfB.-Reichsbahn ausgetragen. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß sich an den Läufen neben den Mitgliedern der NSRL.-Ge- metnschaften besonders Angehörige der Wehrmacht unb alle übrigen Volksgenossen (ähnlich wie beim Turn- und Sporttag) beteiligen können.Die Meldungen werden, soweit sie nicht schon vorher erfolgt sind, vor dem Start entgegengenommen. Es soll eine Waldlauf-Veranstaltung für „alle" sein. Oer kommende Handballsonntag. Das an sich schon umfangreiche Programm der Handballer wird am kommenden Sonntag durch die Spiele der Jugend in den Bannen 116 und 88 um eine Reihe weiterer Spiele bereichert In 6 Staffeln werden nahezu 30 Jugendmannschaften um den Titel des Bannmeisters kämpfen und sich sicherlich spannende Kämpfe liefern. Die Spielzeit für alle Jugendspiele tft einheitlich auf 10 Uhr vormittags festgesetzt worden, um die Runde in keinem Falle mit den Spielen der aktiven Mannschaften ziftammenzub ringen. Auf diese Weise haben die Vereine die Möglichkeit, ihren Jugend- eircheiten die Unterstützung angedeihen zu lassen, die ihnen gehört. Es werden spielen: Derelchsklasse: Hochelheim — Garbenhelm Hörnsheim — Katzenfurt Mtv. Gießen — Dornholzhausen Kirchgöns — Lützellinden I. und II. Klasse: ©rüningen — Lang-Göns Krofdorf — W.-Niederairmes Lang-Göns II. — Garbenheim II. Atzbach — Großen-Linden Lich — Klein-Linden Beuern — Garbenteich. Jugendklasse: Dann 116. Staffel 1: Watzenborn-Steinberg — Wieseck Lich — Hausen Staffel 2: Klein-Linden — Mtv. Gießen L Heuchelheim — 1900 Gießen Staffel 3: ©rüningen — Holzheim Lang-Göns — Mtv. Gießen II. „FC. Teutonia" Watzenborn-Steinberg Die 1. Elf des FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg tritt am morgigen Sonntag an der Neu« mühle im Gesellschaftsspiel der als spielstark bekannten 1. Mannschaft eines Luftwaffensportvereins gegenüber. Dieses Spiel gilt für die Platzbesitzer als letzte Vorbereitung zu dem am darauffolgenden Sonntag stattsindenden entscheidenden Spiel zwischen der 1. Mannschaft von Watzenborn-Steinberg und der gleichen des VfB.-R. Gießen um die KriegserinnerungsDlakette. Die stärkste Waffe der Gastmannschaft dürfte zweifellos der fchußsreudige Sturm mit dem gefährlichen Halblinken Lutter fein. Aber auch auf den weiteren Pasten verfügt die Mannschaft über gutes Spielermaterial, so daß die Mannschaft nicht unterschätzt werden darf. Am Sonntagvormittag tritt die 1. Schülermannschaft der Teutonen der gleichen des VfB.-R. m Watzenborn-Steinberg gegenüber. Vor dem Spiel der 1. Mannschaft tritt die Jugendmannschaft des Turnvereins Watzenborn- Steinberg im ersten Handballmeisterschaftsspiel der Jugendmannschaft vom Turnverein Wieseck entgegen. Beide Mannschaften stehen sich zum ersten Male gegenüber. Die 1. Jugendmannschaft des FC. „Teutonia" trägt ihr erstes Bannmeisterschaftsspiel gegen die 1. Jugend der Spielvereinigung Leihgestern in Leihgestern aus. . Llm die Kriegserinnerungsplakette. Hungen I — Heuchelheim L Das einzige Spiel des Sonntags bringt diese Mannschaften im Rückspiel zusammen. Beide stehen punktgleich an zweiter und dritter Stelle, das Spiel dürfte daher entscheidend für die weitere Gestaltung der Spitzengruppe sein. Im Vorspiel siegte Heuchelheim knapp, doch dürfte die Elf nicht in der Lage sein, auch diesmal wieder zu einem Erfolg zu kommen, da Hungen nicht nur spielstark, sondern vor allem auf eigenem Platze ungeschlagen ist. gut Heiserkeit- KrUmenkÜ* Roman von Helene Kalisch Copyright 1939 by Prometheus-Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München (Schluß.) Und das ist der Doktor Bergholz — der Mann, der Marta das Leben rettete ... Ein Zufall? ... Ja, die Tat war ihm zugefallen — er hatte sie ausführen müssen. Das ist so — man kennt es. Aber welcher Sinn soll dahinter zu suchen fein, daß gerade dieser Mensch einer Tat verdächtigt wurde, die er nicht begangen hat? Ein schmerzhaft spannendes Gefühl legt sich Klaus um die Brust. Er selbst, der diesen Irrtum, den Fehlgriff der Behörde hätte aufklären können, war besinnungslos davongerannt. Diese Schwäche vergibt er sich niemals. Das wird er dem Doktor Bergholz sagen, sobald er ihm danken kann ... Länger als sonst wird heute bei Pahls aufgesessen und erzählt. Zuletzt berichtet die alte Frau noch, daß Frau Ellrich Martas Vater nun in einem Hospital untergebracht habe. Gestern hätten sie ihn abgeholt. Sie will nun das Geschäft verkaufen, denn sonst könnten sie es bald schließen, dahin gingen jetzt kaum noch Kunden, meint Frau Pahl. Klaus hört, daß die beiden alten Ellrichs alle Sympathien bei den Umwohnern verloren hatten. Am Abend, als die Schreckensnachricht von der Verzweiflungstat Martas durch die Gegend lief, hatten sich erregte Gruppen auf der Straße ge« bildet, und wieder mal hatten diejenigen am lautesten spektakelt, die vordem sehr willig alle Klatsch- geschichten der Madame Ellrich angehört und weitergetragen hatten. Es wäre beinahe dazu gekommen, daß sie den Alten die Fensterscheiben einwarfen. „Na, nu höre schon auf, Mutter, Klaus muß ja der Kopf brummen von all den Jeschichten", mahnt Vater Pahl. „Wir werden ja nu öfters hier in die Laube sitzen und uns wat erzählen. Und die Maria wird denn ooch dabei sind." ,Zewiß, Vater", stimmt ihm seine Frau zu. „Aber ick mußte doch dem Klaus bet alles ausführlich berichten, und nun wird er auch verstehn, warum Fräulein Weber meint, die Marta soll zu ihr kam- men, wenn se wird aus 'm Krankenhaus entlassen werden. Hierher in die Jejend soll se vorläufig nich." Sie schweigt ein Weilchen, sieht zu dem Wiedergekehrten hinüber, steht dann auf und kommt um den Tisch herum zu ihm, legt ihm die Hand auf die Schulter. „Noch eens soll'n Se wissen: Mit euren kleenen Klaus, da is bet nu nischt, verstehn Se? ... durch det hohe Fieber!" Klaus versteht erst durchaus nicht. Dann zuckt Erschrecken über sein Gesicht. Frau Pahl streicht über das Haar. „Na, nu man teene traurige ine, dazu könnt ihr schon noch kommen ..." Klaus weist an der Auskunftsstelle des Gerichts- gebäubes die Aufforderung vor, die ihm der Gemeindevorsteher Kröger mitgegeben hat. Der Beamte telephoniert, wendet sich dann zu Klaus um: „Herr Landgerichtsrat von Hanke hat erst noch eip paar Termine; es wird wohl an zwei Stunden dauern. Wollen Sie warten ober mieberfommen?" „Ich warte", entgegnet Klaus. Leute kommen und gehen, sitzen auf den Bänken im Gang. Etliche schweigen wie er; anbere reben, finb erregt. Männer in schwarzen Talaren, Richter und Anwälte gehen vorüber. Türen klappen, Akten werben von Beamten hin und her getragen. Es vergeht eine lange Zeit. Dann kommt ein untersetzter Herr in der Richterrobe, mit ein paar vernarbten Schmissen in dem vollwangigen, frischen Gesicht, an Klaus vorüber und geht auf die Tür zu, der dieser zunächst sitzt. Er verhält den Schritt, mustert Klaus und fragt: „Sind Sie Klaus Tjaden?" Sich erhebend, bejaht Klaus die Frage. „So kommen Sie bitte gleich zu mir herein", fordert der Herr ihn auf. „Nehmen Sie Platz, Herr Tjaden", sagt er drinnen im Zimmer und setzt sich hinter den großen Schreibtisch. Er schiebt Klaus einen geöffneten Zigarrenkasten hin. „Bitte! ... Oder rauchen Sie lieber eine Zigarette?" „Danke vielmals, Herr Landgerichtsrat. Ich bin Nichtraucher", sagt Klaus. Eine Weile bleibt es still in dem Zimmer. Der Untersuchungsrichter liest einen Bericht, der von der Seewarte her über die Fahndunasbehorde, die nach Klaus Tjaden suchte, zu ihm gelangt ist. Herr von Hanke hat ihn vorhin schon einmal flüchtig gelesen, ohne zu ahnen, daß er den darin besonders benannten Klaus Tjaden schon heute vor sich sehen soll. So kommt es, daß sich seine ersten Fragen um das Ereignis an der Küste drehen, das so fernab von allem liegt, worüber Klaus Tjaden befragt werden soll. Er erhalt ruhiae und besonnene Antworten. Klaus gibt eine einfache, aber plastische Darstellung des Ereignisses, geht dabei fast völlig an Dem vorbei, was er dabei getan hatte. Aber in dem schriftlichen Bericht ist gerade das hervorgehoben. Als der Untersuchungsrichter mit ein paar anerkennenden Worten darauf hinweist, erscheint in dem harten, ernsten Gesicht vor ihm ein flüchtiges Lächeln. „Das 1 liegt uns Küstenbewohnern im Vlut", sagt Klaus. „Es ist sogleich wieder da, wenn man lange Jahre in der Ferne war." Dann entsteht aus Fragen und Antworten noch einmal ein Bild des Geschehens, das ihn auf die Landstraße hinausgetrieben hat. Er bekennt es, sich eines falschen Verhaltens schuldig gemacht zu haben, denn er hatte ja damit einen andern, der mit dem, was es zwischen Dietmuthe Röhl und ihm auszutragen galt, nichts zu tun hatte, in Schuldverdacht gebracht — wenn auch ohnB Wissen und Absicht. Der Untersuchungsrichter spürt hinter jedem Wort die große Ehrlichkeit und weiß mit feinem Einfühlungsvermögen ein sonst schwer zugänglüdes Innenleben aufzuschließen, erkennt auch hinter der blutsbedinyten inneren Schwere das Zarte, das die Schwache und Stärke dieses Menschen ausmacht. Zwischen der Vernehmung, die sich mehr zu einer Aussprache von Mann zu Mann gestaltet, macht er sich die Vermerke, die er zum Abschluß des Verfahrens braucht. Klaus kann in dieser Stunde ohne die ihn sonst hemmende Scheu reden. Es drängt förmlich aus ihm heraus, und er erhält dabei eine viel klarere Uebersicht über sein Leben, als er bisher hatte. Er erkennt und weiß, daß er mit viel mehr Willen sein Geschick vorwärtstreiben muß, und wird fernerhin nicht nur,'wie meist bisher, etwas mit sich geschehen lassen. Das ist vorbei. Und die dunklen Mächte der Vergangenheit haben keine Gewalt mehr über ihn. — Nachdem er gegangen ist, liest Herr von Hanke noch einmal den Bericht von der Rettung einer schiffbrüchigen Mannschaft während eines Gewitter- sturmes an der Nordseeküste. „Merkwürdig", murmelt er, „wie die beiden, denen das Abenteuer mit der Primadonna gefährlich wurde, und das zu einer seltsamen Verkettung ihrer beider Geschick führte, sich bewährten an andrer Stelle. Beide retteten sie Menschen vom Tode im Wasser ... Brave Kerle, die zwei!" * Am Nachmittag geht Klaus zum Krankenhaus. Viele Leute gehen m das Tor hinein, denn es ist Besuchsstunde. Eine Frau hält ihm einen Korb voll Blumen hin. „Ein Sträußchen zum Mitnehmen? Er bleibt stehen. Ja, ein paar Blumen für Marta! ... Gut, daß er darauf hingewieien wird ... An der Tür zum Krankensaal veryält Klaus wieder die Schritte — fein Herz klopft hart gegen die Rippen. Langsam nähert er sich dem Bett Martas. Sie schläft. Ihr Gesicht ist weiß und schmal geworden, uno weiß sind auch die Hände. Ihr Haar ist zu zwei Zöpfen geflochten, die sie über die Schultern nach vorn genommen hat und mit ihren gefalteten Händen bedeckt. So hat er einmal vor langen Jahren ein junges Mädchen im Sarg liegen sehen — die Tochter Klaaßens, die an einer Lungenentzündung gestorben war; Aber Marta lebt! ... Gott sei ewig Dank! Sis lebt! ... Leise setzt er sich auf den Stuhl am Bett, legt seine paar Blümchen auf den kleinen Tisch. Andere stehen dort in einem Glase. Menschen, die es gut mit Marta meinen, haben sie ihr gebracht, während er fern war. Ader jetzt ist er hier, und nichts ist mehr in der Welt, was sie voneinander zu trennen vermag. Hier, an Martas Bett, überwältigt ihn erst diese Gewißheit. Sie sprengt ihm fast die Brust, nimmt ihm den Atem. Tränen laufen ihm über das Gesicht. Da öffnet Marta die Augen — ihr Blick haftet an ihm, langsam sinken ihr die Lider wieder zu. „Marta!" ruft er leise. Wieder macht sie die Augen auf und sieht ihn an — staunend, ungläubig. „Klaus? ..." Wie eine gehauchte Frage klingt das Wort. Eine schwache Röte kommt in bas blasse Gesicht. Sie macht eine Bewegung, sich aufzurichten. Er legt den Arm um sie. „Guten Tag, min Deem!" Da lacht sie ihn an. „Du bist es ja wirklich, Klaus! Ich dachte erst, ich träume .. So oft träume ich von dir." Er küßt sie leise, und sie lehnt ihren Kopf an seine Schulter. „Ich bin nun wieder hier, Marta!" „Ach Klaus ... Gut ist das! ... Du warst in deiner Heimat?" „Ja, min Deem. Und wenn ich mieiter dorthin gehe, bann kommst bu mit mir. Wir bleiben dann bort." „Wir bleiben bort", wiederholt sie flüsternd mit glücklichen Augen. „Wann wird bas fein, Klaus?" „Bald, Marta! Ich bin ja frei, und alles ist gut!" Ihren Augen ist anzusehen, baß sie noey weitab von allem Begreifen ist; aber sie lächelt glücklich, hält mit ihren weißen Hänben seine braune Rechte umfaßt, sieht in sein Gesicht. „So weit warst bu von mir ... Einmal sah ich dich auf einem hohen grünen Wall stehen an dem weiten Meer ... Ich wollte zu dir hin und konnte nicht; bas Wasser war zwischen uns ... Klaus ...? „Was, mein liebes Herz?" „Mir war so angst, daß du mir nicht verzeihen würdest, was ich getan habe ... Aber nun bist bu ja zu mir gekommen, unb ich weiß, baß du mich noch lieb hast. Ach! ... So leicht ist mir jetzt, Klaus! Bloß müde bin ich noch ... Muß mich erst erholen ... Alles wird gut, sagst bu? ... Ach, lieber Klaus ..." Martas Schwäche ist groß. Sie schläft in seinem Arm ein. Behutsam bettet er sie wieder in die Kissen, sitzt dann still neben der ruhig Schlummernden, auf deren Gesicht der Schimmer eines glücklichen Lächelns bleibt. Bis die Besuchszeit zu Ende ist, sitzt er neben Marta. Dann geht er, blickt von der Tür noch einmal zu ihr hin. „Alles ist gut, Marta!" sagt er mit tiefem, dankbarem Aufatmen^ I MW OaiRK SONNTAG Großen-Linden, Meiningen /Thüringen, den 11. Oktober 1940. 4598 D ist am 9. Oktober 1940 im 84. Lebensjahr sanft entschlafen. Münster/Westf., Albersloherweg 100. 03449 lUEDRE DRUCKSACHEN VV QH D C Brühl. Gießen Im Namen der Hinterbliebenen: Richard Stamm, Oberstleutnant Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Wagner, geb. Weiß. Heute morgen 8 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegervater und Großvater Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 13. Oktober, nachmittags 3 Uhr, in Großen-Linden statt Die Beerdigung findet in der Stille in Lieh statt Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter uftd Tante Frau Geheimrat Stamm Johannes Wagner VII Landwirt im Alter von 74 Jahren. Nnr morgen Sonntag, den 18. Oktober, 11 Uhr WocbenschaQ' Sonder - Vorstellung! U. a. Aufrüstung in USA - Japanischer Luftangriff auf Tschungking - Die historische Begegnung zwischen dem Führer und dem Duce am Brenner - Nationalsozialistische Großkundgebung in Luxemburg - Sturm auf Sidi Barrani Der Vormarsch der italienischen Truppen in Aegypten - Die Schande von Oran, der feige Ueberfall der englischen Flotte auf das französische Geschwader Vergeltungsangriff auf Liverpool Vorher: „Flieger, Funker, Kanoniere“ Erwachsene 0.40 - Wehrmacht u. Kinder 0.20 4597 A G LORI Bl Gambach, den 10. Oktober 1940. 4596 A Die Beerdigung findet Samstag, den 12. Oktober, nachmittags um 2% Uhr statt. Gott erlöste heute morgen unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Elisabeth Maurer Ww. geb. Drescher nach längerem, still und Gott ergeben getragenem Leiden, im 84. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Großen-Linden. den 13. Oktober 1940. 03452 Für die überaus zahlreichen Beweise innigster Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen spreche ich hiermit meinen herzlichsten Dank aus. Ludwig Kefiler, Glaser. Elektrische Dampf- Bügeleisen eingetroffen Carl Schunck Gießen [