Dienstag, 12. Mär; <940 Gießener Anzeiger Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8'/?Uhr des Vormittags Grundpreise für 1mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Brette 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengenstaffelk Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. M.Zahrgang Nr. bl Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Lustellgebühr... ,, -.2a auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluk 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 116s6Frankf^M. wU-xä«™,. General-Anzeiger für Oberhessen •*s?ÄSRr Unter Vem Zeichen Oer Achse. Ribbentrops Besuch im Quirinal und Vatikan. - Eine zweite Unterredung mit dem Duce. - Das Schlußkommunique. Rom, 11. März. (Europapreß.) Reichsaußenminister v. Ribbentrop wurde am Montagvormittag kurz nach 9 Uhr im Quirinal-Palast vom König-Kaiser Viktor-Emanuel III. in einer Audienz empfangen, die etwa 50 Minuten dauerte. Die römischen Abendblätter unterstreichen, daß die Besprechung außerordentlich herzlich verlaufen sei. Die Begleiter des Reichsaußenministers und der deutsche Botschafter v. Mackensen unterhielten sich unterdessen mit den Würdenträgern des königlichen Hofes. Dann b.egab sich Reichsaußenminister v. Ribbentrop in die deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl, von wo er nach dem vatikanischen Zeremoniell nach dem Vatikan gebracht wurde. Im Geheimen Vorzimmer wurde er durch den Zeremonienmeister begrüßt, der ihn zur Audienz in die Privatbibiliothek des Papstes geleitete. Das in deutscher Sprache geführte Gespräch zwischen Papst Pius XII. und Reichsaußenminister v. Ribbentrop währte 65 Minuten. Dann stellte der Reichsaußenminister dem Papst seine Begleitung vor, mit der sich Pius XII. gleichfalls in deutscher Sprache unterhielt. Darauf stattete der Reichsaußenminister dem Kardinal-Staatssekretär M a g l i 0 n e einen dreiviertelstündigen Besuch ab, den dieser später in der deutschen Botschaft erwiderte. Am Nachmittag stattete Ribbentrop zunächst der Gattin des italienischen Außenministers, der Gräfin Edda Ciano-Mussolini einen Besuch ab. Dann begab er sich zum Palazzo Chigi, wo er mit Graf Ciano eine kurze Unterredung hatte. In Begleitung des italienischen Außenministers und des deutschen Botschafters fuhr der Reichsauhenminister darauf zum Palazzo Venezia zu der zweiten Besprechung mit dem Duce, nach der folgende amtliche Mitteilung veröffentlicht wurde: „Der Duce Hal im Beisein des Grafen Llano und des deutschen Botschafters von Mackensen den Reichsminister des Meuteren von Ribbentrop empfangen und hatte mit ihm eine eineinhalbstündige Unterredung. Die Besprechung zwischen dem Duce und von Ribbentrop hatte die Prüfung der in - lernalional en Lage zum Gegenstand, die sich im Geiste und im Rahmen des Vündnispattes und der Abkommen ab- fpielte, die zwischen Italien und Deutschland bestehen." Reichsaußenminister von Ribbentrop gab am Montagabend in engem Kreise ein Essen zu Ehren von Graf Ciano. Um 21.30 Uhr hat der Reichsaußenminister im Sonderzug die Rückreise nach Berlin angetreten. Das römische Straßenbild, das in den beiden Tagen durch zahlreiche Regierungskraftwagen mit Wimpeln in den deutschen und italienischen Farben belebt wurde, hat wieder sein Alltagsgesicht angenommen. Die Repräsentationsvilla des italienischen Außenministeriums, die am bewaldeten Hang des Monte Mario gelegene Villa Madama,' die den Reichsaußenminister während seines römischen Aufenthaltes beherbergte, ist in ihren Dornröschenschlaf zurückgesunken. Von dem Balkon des Hotels, in dem der größere Teil der deutschen Gäste Wohnung genommen hatte, wurde die große Hakenkreuzflagge, die wie ein Symbol der Achse zwei Tage lang neben der italienischen Trikolore im Winde flatterte, eingezogen. Unter dem Zeichen der Achse, so betont man in politischen Kreisen Roms, standen auch die Besprechungen der beiden Tage, denn sie wurden gekennzeichnet durch den Geist des Bündnisses, das Deutschland und Italien verbindet. Wie von Anfang an sowohl in der deutschen als auch in der italienischen Presse unterstrichen wurde, handelte es sich um einen normalen Meinungsaustausch, wie er im Rahmen dieses Bündnisses schon wiederholt zwischen den leitenden Außenpolitikern der beiden Länder stattgefunden hat. Die europäische Lage hat in den letzten fünf Monaten seit der Salzburger Besprechung der beiden Außenminister eine Entwicklung genommen, aus der sich ohne weiteres die Tragweite des jetzigen Meinungsaustausches ergibt. Es handelt sich darum, alle mit dem gegenwärtigen Stand des europäischen Konflikts zusammenhängenden Probleme unt^r besonderer Berücksichtigung ihrer künftigen Entwicklungsmöglichkeiten einer eingehenden Prüfung zu unterziehen, die beiderseitigen Auffassungen zu vergleichen und die künftige außenpolitische Aktion der Achsenmächte mit der Aussicht auf den größtmöglichen Erfolg auszurichten und zusammenzufa - sen. Der Umstand, daß sowohl auf der deutschen als auch auf der italienischen Seite größte Befriedigung über die Ergebnisse der römischen Besprechungen herrscht, ist ein Beweis dafür, daß diese Aufgabe mit bestem Erfolg gelöst worden ist. Daß von den römischen Unterhaltungen keine „Sensationen" oder „Ueberraschungen", von denen die Presse der Westmächte phantasierte, zu erwarten waren, stand von vornherein fest. In italienischen Kreisen betont man, daß die Achsenmächte sich durch noch so viele Versuchsballons der englischen und französischen Presse nicht zur Lüftung des Geheim- nisies, das über die römische Aussprache und ihr Ergebnis gewahrt bleibe, verleiten lassen würden. Auf keinen Fall würden sie sich durch derartige Manöver das Gesetz des Handelns vorschreiben lassen. „Die Besprechungen in Rom", so erklärt der „Corriere della Sera", „schließen mit einer Verlautbarung ab, die in der einfachsten aber ausdrücklichsten Weise das bestätigt, was vorauszusehen war, nämlich die ruhige Fortsetzung einer auf gegenseitigem Vertrauen und auf dem Verstehen der gegenwärtigen Interessen begründeten Politik." Die Verschiedenheiten Italiens und Deutschlands, dis. keineswegs auf Meinungsverschiedenheiten beruhe, lasse eine vereinbarte Aktion erkennen, die auf den gleichen Zweck hinziele. Die Eigenschaft der nichtkriegführenden Macht bedeute keineswegs eine Interesselosigkeit Italiens an dem Krieg, den Deutschland führe, ebenso wie der Deutschland aufgezwungene Krieg nicht aus dem Rahmen der von dem Bündnis vor- aesehenen Möglichkeiten herausfalle. Es fei daher wahrscheinlich, daß die Reise Ribbentrops nach Rom weitere und vielfältige Rückwirkungen haben werde. England verletzt erneut die amerikanische Sicherheitszone Dampfer „Hannover" aufgebracht und von der deutschen Besatzung in Brand gesteckt. Amsterdam, 12. März. (DNB.) Die britische Admiralität gibt bekannt, daß der deutsche Dampfer „Hannover" (5600 BRT.) durch einen britischen Kreuzer in der Nacht vom 7. zum 8. März in dem Mona-Kanal zwischen San Domingo und P 0 r t 0 r i c 0 (Westindien) aufgebracht wurde. Die Mannschaft der „Hannover" steckte ihr Schiff sofort in Brand und verließ es. * In Washington erklärt man, die Versenkung des Dampfers durch die eigene Besatzung zur Abwendung einer Aufbringung durch die Engländer scheine einen neuen Fall der Verletzung der interamerikanischen Sicherheitszone durch England darzuft eilen und werde darum wahrscheinlich zu einem neuen Pr 0 test der amerikanischen Regierungen führen. Es würde dies der dritte gemeinsame Protest der amerikanischen Regierungen in London sein. Oer Wehrmachtsbericht. Berlin, 11. März. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen keine besonderen Ereignisse. Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit über Ostfrankreich fort. Der Gegner versuchte mehrfach, in deutsches Gebiet einzufliegen, hierbei überflogen am 10.3., abends, zwei feindliche Flugzeuge sowohl auf dem hin- wie auf dem Rückflug luxemburgisches Gebiet. pariser Sorgen. Keine Schiffe für die Kriegsausweitungspläne. - Auf der Suche nach Alteisen. Oer „brutale" Richard Wagner. Brüssel, 11. März. (Europapreß.) Den Heiß- pornen in der französischen nationalistischen Presse, die immer wieder die Entsendung v.on Divisionen nach Nordosteuropa zur Unterstützung Finnlands verlangen, gibt ein Artikel in dem Pariser „Oeuvre" Verschiedenes zu bedenken. In dem Artikel wird gerfragt, ob Frankreich wirklich in der Lage sei', eine nennenswerte Anzahl von Divisionen an seiner Front wegzunehmen, ohne seine eigene Sicherheit zu gefährden. Aber was noch schwerer wiege, das sei die wirtschaftliche Seite der Frage. Um ein Expeditionskorps zu unterhalten, brauche man zahlreiche Schiffe zur Beförderung von Munition, der Ablösung, der Verpflegung usw. Sie müßten aus dem Beftand der zur Heranschaffung von Rohstoffen nach Frankreich und England eingesetzten Schiffe entnommen werden. Man müßte also entsprechende Verzögerungen beim Eintreffen aller Transporte in Frankreich in Kauf nehmen. Die Entscheidung stehe natürlich bei den Militärs, meint das „Oeuvre", aber angesichts der immer deutlicher werdenden Schwächungen der alliierten Tonnage durch den deutschen See-Krieg kann man sich offenbar den Luxus nicht mehr erlauben, für Abenteuer wie eine Expedition nach Finnland Schiffe zur Verfügung zu stellen, ganz abgesehen davon, daß zunächst einmal die Voraussetzungen zu klären wären, wo solche Transporte überhaupt landen könnten. Das ist eine Frage für sich, die der Artikel des „Oeuvre" überhaupt nicht anzuschneiden wagt. In versteckten Wendungen gelangt der Auf- fatz zu einer indirekten Anerkennung der deutschen Blockadefestigkeit, es wird zugegeben, daß Deutschland riesige Fortschritte technischer Art bei der Auswertung der sog. „armen Erze" gemacht habe, daß im Gegensatz zu früher, dank der Auswertung des Alteisens, trotz der Einschränkung des Erzoer- brauches die S t a h l h e r st e l l u n g um 40 bis 50 v. H. gestiegen sei. Deutschland stelle außerdem selb st Petroleum und synthetischen Kautschuk her und verwende für seine schweren Motoren Holzgas ober Xreibftoff aus Torf. Der wirtschaftliche Generalstab habe die gleiche Bedeutung wie der militärische Generalstab. Hitler habe die Lage erkannt, und der deutsch-russische Pakt habe Deutschland die Mög- lichheiten gegeben, auch einen langen Krieg zu führen. In Paris ist man gegenwärtig dabei, Alteisen fürdie Rüstungsherstellung zu sammeln, nachdem man sich früher nicht genug tun konnte in Witzeleien über die organifatorifchen Maßnahmen, die Deutschland zur Verwendung des Schrotts und ähnlicher Abfallprodukte zielbewußt getroffen hatte. Die in den einzelnen Pariser Stadtbezirken vorgenommenen Sammlungen in den Haushaltun- Belgrad macht Schule. Von unterem v.M.-Korrespondenten Belgrad, im März 1940. Belgrader politifche Kreise sind zufrieden. Soweit in den heutigen Zeiten Menschenverstand und Logik in Betracht gezogen werden dürfen, spricht alles für eine weitere friedliche Entwicklung der Dinge am Balkan. Mit dem üblichen Vorbehalt kann daher vorläusig die Lage am Balkan als zufriedenstellend bezeichnet werden. Für die Balkanvölker. Uni) die sind schließlich die aus-schlaggebend- ften am Balkan. Jugoslawien hat den Löwenanteil an der Arbeit für den Frieden auf dem Balkan. Man ist darob nicht wenig stolz in Belgrad. Seit 1935 führt Jugoslawien zäh, konsequent und aufopfernd die Politik der Sicherung des Friedens und der Neutralität des Balkans. Wegen dieser Politik wurde Jugoslawien oft und hart angegriffen. Es hatte wegen dieser Politik außen- und inner- politische Schwierigkeiten. Es wäre heute ungeeignet, alle Verdächtigungen und Beschuldigungen anzuführen, die gegen Jugoslawien und feine leitenden Persönlichkeiten erhoben worden sind, wegen der Politik der Neutralität und der Freundschaft zu allen Nachbarn und zu allen Großmächten. Auch die Verbündeten Jugoslawiens am Balkan erhoben Beschuldigungen gegen ihre Bundesgenossen. Es mußte, so meint man in Belgrad, der unglückliche Krieg in (Sirropa kommen« um zu beweisen, wie gen scheinen keine überwältigenden Ergebnisse ge= habt zu haben. Darum hat man den Vorschlag gemacht, die von früher her noch auf vielen Pariser Straßen liegenden Straßenbahnschienen durch Arbeitslose herausreißen zu lassen, was immerhin manche Tonne Alteisen ergeben würde. Aber anscheinend fürchtet man die Kosten. Der Pariser Stadtrat Boifsiere hat dem Seine-Präfekten einen anderen Vorschlag gemacht. Er gibt zu erwägen, o b man nicht di e so genannten „clous”, d. h. die schweren massiven Eifennägel, die mit ihrem dicken Kopf von etwa zehn Zentimeter Durchmesser die Straßenübergänge markieren, durch weiße Striche ersetzen könne, wie sie in den meisten anderen Ländern üblich sind. Der Stadtrat meint, daß auf diese Weife viele Tonnen altes Eisen gewonnen werden könnten. Eines der großen Pariser Symphonie-Orchester hatte für Sonntag in seinem Programm auch Werke Richard Wagners vorgesehen. Das ist der französischen Regierung jedoch furchtbar in den Magen gefahren. Sie hat das Orchester schleunigst aufgefordert, die Wagnerwerke wieder vom Programm abzusetzen. Hierzu schreibt der „Jour", bisher habe man den deutschen Komponisten noch nicht gestrichen, es scheine jedoch, daß man jetzt wieder zu den Gebräuchen des Weltkrieges zurückkehre, wo man überhaupt keine deutschen Werke in Frankreich aufgeführt habe. Dienstbeflissen zollt das Blatt dem französischen Kultusminister feinen Beifall. „Das Werk Wagners ist der Spiegel der brutalen und eroberungssüchtigen germanischen Seele. Es ist bas Gesicht des ewigen Deutschland. Im Augenblick, in dem die Linie, an der sich unsere Söhne vielleicht morgen schlagen werden, den Namen „S i e g f r i e d"- Linie führt, scheint es nicht angebracht, unseren Beifall an Wagner zu spenden." Die ganze Zeit über haben die Franzosen recht gern in den „Spiegel der brutalen germanischen Seele" gesehen. Sie haben ihn sogar wunderschön gefunden. Das soll nun mit ebnem Male alles anders fein, bloß weil Richard Wagner einmal eine Oper komponiert hat, die den gleichen Namen trägt, den man in Paris ganz von sich aus dem gefürchteten Westwall zugelegt hat. Wie herrlich weit hat es der Chauvinismus doch gebracht! Ob er wirklich glaubt, daß es die Moral und die Siegeszuversicht hebt, wenn man in Frankreich nichts mehr von Wagner, Mozart, Beethoven, Brahms und den vielen anderen unsterblichen Meistern der deutschen Tonkunst hört, die nun einmal die ganze Welt begeistern, auch wenn sie von einem kleinen Pariser Hurrapatrioten plötzlich für „brutal" befunden werden. vorausschauend die Politik Jugoslawiens gewesen ist. So stellt man nun in Belgrad mit Genugtuung fest, daß sich die Staaten des Balkans beeilen, dem Beispiel Jugoslawiens zu folgen, was heute angesichts der gespannten internationalen Lage nicht so leicht ist, wie es vor einigen Jahren gewesen wäre, als Jugoslawien begonnen hatte, Schule zu machen. In den letzten Wochen verzeichnete Jugoslawien einige bedeutsame diplomatische Erfolge. Daß die Konferenz des Balkanbundes reibungslos verlaufen konnte, ist ein Erfolg Jugoslawiens. Die stetig wachsende Freundschaft zwischen den Staaten des Balkanbundes und Bulgarien ist eine Folge der jugoslawischen Politik gegenüber Bulgarien, die zuerst zum Abschluß des Paktes ewi- qer Freundschaft zwischen Jugoslawien und Bulgarien im Jahre 1937 führte, bann zum Abkommen bon Saloniki im Jahre 1938, das Bulgarien seine militärische Freiheit zurückgab und schließlich zu der vorläufigen Verständigung zwischen Bulgarien und Rumänien. Gleichzeitig macht auch die Frage der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Bulgarien und den Staaten des Balkanbundes gute Fortschritte, insbesondere die Frage einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Jugoslawien und Bulgarien. Die Besuche des bulgarischen bzw. jugo- stawischen Handelsministers und der Vertreter beider Nie wieder. „Der von den kapitalistischen Machthabern Frankreichs und Englands, dem Großdeutschen Reich auf- gezwungene Krieg, muß zum glorreichsten Sieg der deutschen Geschichte werden", sagte der Führer am Schluß feiner Gedenkrede im Zeughaus.^ Das Echo dieses Siegeswillens ist bei den Neutralen tief; die Welt empfand, daß hier der Führer die Richtlinien für den weltgeschichtlichen Ent- cheidugnskampf zwischen Plutokratie und natio* nalsozialistischer Volksgemeinschaft unverrückbar gezogen hat. Das „Nie wieder", das Deutschland gegenüber Versailles aussprach und durch fein Schwert dokumentierte, ist so klar und bestimmt, daß das Gezeter der Plutokratenpresse dabei um 0 kindischer wirkt. Der frühere südafrikanische Ministerpräsident Hertzog hat soeben über den Versailler Wahnsinn als den Grund des jetzigen Krieges ein geradezu vernichtendes Urteil gefällt. Er ist die Giftquelle, aus der die (Staatsmänner der Plutokrcttien getrunken und sich damit das Hirn vernebelt haben. Zersetzend auf alle körperlichen und geistigen Funktionen hat Versailles im Organismus der ganzen Welt gewütet. Der großdeutsche Freiheitskrieg ist nur die natürliche Reaktion eines Körpers, der sich im, Kamps gegen das Gift neue geistige stoffliche Abwehrkräfte schafft und es schließlich überwindet. Dieser Gesundungsprozeß, diese' natürliche Selbsthilfe hat die Kriegstreiber bis hinunter zum kleinen Otto von Habsburg aus dem welschen Blute der Bourbon-Parma in geradezu wahnwitzige Erregungszustände versetzt. Er hausiert drüben in der neuen Welt mit einem Plan für die Aufteilung Europas im englisch - französischen Sinne, den man ihm vor der Abreise in Paris in die Handtasche geschoben hat. Die Sache gipfelt außer in der völligen Zerstückelung Deutschlands in einer 50jährigen Militäraufsicht durch England und Frankreich. Für sich selbst hat Ottochen dabei eine neue Monarchie ungefähr von der Donaumündung bis zum Schwarzwald vorgesehen, und er bildet sich ernstlich ein, die Ungarn — ausgerechnet die Ungarn — würden eigens dazu ihre uralte heilige Stephanskrone hervorholen und ihm anbieten. Der junge Tagedieb versichert, nach der Erledigung Deutschlands würden „wir" mit den Italienern leicht fertig werden. Wer ist wir? Man braucht nur diese einzige Frage zu stellen, um den Charakter dieses famosen Europaplanes zu enthüllen, dessen Lächerlichkeit auf seine Urheber, die Regierungen in Paris und London, zurückfällt. Bezeichnend ist, daß die britifch-französische Er- presserbande nicht nur andere Völker für sich die Kastanien aus dem Kriegsfeuer holen lassen will, sondern daß das Blatt des Mister Eden, der „News Chronicle" das interessante Eingeständnis machte, Chamberlain sei im Herbst 1938 nur deshalb dreimal nach Deutschland gefahren und mit Daladier nach München gekommen, um zwölf Monate Ze i t z u gewinnen, denn damals feien die Westmächte noch Nicht genügend gerüstet gewesen, um den Vernichtungskrieg gegen Deutschland zu beginnen. Hier wird die schamlose Heuchelei Chamberlains und seiner Regierung von englischer Seite bestätigt. Wir kennen sie bereits aus der Beweisführung des deutschen Weißbuches an Hand amtlicher Dokumente, aber daß jetzt ein englisches Blatt den Münchener Betrug offen zngibt, ist doch ebenso charakteristisch für diese Gesellschaft, wie der Schrei der Londoner „Sunday Chronicle", man habe von englischer Seite aus falsch gehandelt, als man 1918 den Marschall Fach daran gehindert habe, Deutschlands Wehr völlig zu zerbrechen und zu zerschlagen. In Wirklichkeit machte man ja damals alle Anstrengungen dazu, man verstümmelte Deutschland, man hielt es unter strengster Militärkontrolle, man Wirtschaften in Belgrad bzw. Sofia, haben eine Atmosphäre der Freundschaft und Zusammenarbeit herausgebildet, daß der Gedanke eines gemeinsamen bulgarisch-jugoslawischen Wirtschaftsraumes nicht mehr als utopisch bezeichnet werden kann. Der jugoslawisch-bulgarische Wirtschaftsraum kann aber die Grundzelle für den größeren Wirtschaftsraum des Balkans oder des ganzen Südostens werden. Diese Entwicklung brauchte bei der heutigen raschen Entwicklung und Reifung der Dinge gar keine ferne Zukunftsmusik zu sein. Von allen interessierten Staaten in Europa zeigte sich nur Ungarn nicht zufrieden mit der Konfe-- .renz des Balkanbundes in Belgrad, weil man in Ungarn offenbar viel konkretere Beschlüsse in bezug auf die ungarischen Ansprüche erwartet hatte. Es gelang aber Jugoslawien nachzuweisen, daß unter den heute herrschenden Verhältnissen in Europa jede radikale Aenderung der bestehenden Grenzen ober auch nur der Versuch, Grenzänderungen vorzunehmen, unabsehbare Folgen haben könnte, nicht nur für den gebenden, sondern auch für den empfangenden Staat. Dieser Standpunkt schließe aber eine freundschaftliche Zusammenarbeit in einem bretteren wirtschaftlichen und politischen Rahmen nicht aus, welche Zusammenarbeit auch die beste Gewähr sei für die Regelung aller Streitfragen in späteren günstigeren Zeiten zur Zufriedenheit aller Interessierten. In politischen Kreisen Belgrads ist man überzeugt, daß in Ungarn die Haltung Jugoslawiens volles Verständnis findet. Das Ziel der jugoslawischen Politik der Neutralität ist nicht die Schaffung eines neuen Blockes ober Schutz- unb Trutzbündnisses. Alle biefe Begriffe und Worte haben sich heute schon irgendwie überlebt unb gehören zum alten Eisen in ber diplomatischen Rumpelkammer. Die Beziehungen zwischen Völkern und Staaten forbern neue Formeln und neue Formen. Es ist sicher, baß nach bem heutigen Krieg ein Zusammenschluß des Südostens erfolgen muß. Zumindest wird ein großer südöstlicher Wirtschaftsraum werben, aber viele politische Fragen an Schärfe und Dringlichkeit verlieren. Die jugoslawische Außenpolitik verfolgt aber bas Ziel, biefe Entwicklung, bie bereits eingesetzt hat, zu beschleunigen unb zu erleichtern. Das ist bie große Ausgabe der Belgrader Schule. Gegenteil aufmerksam darüber, daß sie voll gewahrt bleibt." Der Redner setzte sich ferner für eine einheitliche Steuerung bei der Lösung des Tuberkuloseproblems em und erklärte es als selbstverständlich, daß die deut- sche Aerzteschaft erst recht in der Kriegszeit aus der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit bleibt. Ore Personalakten » Robert Koch". Die Sicherstellung der Personalakten „Robert Koch" im Warschauer Staatlichen Hygienischen Institut hat in der Öffentlichkeit ein lebhaftes Echo geweckt. Der Biograph Robert Kochs, Dr. Hell« muth Unger, teilt mit, daß deutsche Aerzte bereits 1934, gelegentlich einer medizinischen Tagung in Warschau entdeckten, welchen in keiner Weise begründeten kulturellen Weltkriegsgewinn Polen hier gemacht hatte. Sie sahen damals im Warschauer Staatlichen Hygienischen Institut das kostbare Schriftgut unter Glas. Die Polen batten es aus dem Dienstgebäude der Preußischen Regierung in Posen als willkommene Beute nach Warschau gebracht. Hier hat nun der bekannte Greifswalder Dermatologe, Prof. Richter, der sich dienstlich in Warschau befindet, die Akten „Robert Koch" im Auftrage des Sanitätsinspekteurs des Heeres, Generaloberstabsarzt Prof. Waldmann, sichergestellt. Das für die medizinische Wissenschaft so bedeutungsvolle Material soll einen Ehrenplatz in dem in der Reugestaltung befindlichen R o b e r t - K och -Museum im Institut für Infektionskrankheiten „Robert Koch" zu Berlin erhalten. Hier, in dem einstigen großen Arbeitszimmer Robert Kochs, wird es, zusammen mit den anderen, wertvollen Erinnerungszeichen an einen der größten deutschen Forscher und Helfer der Menschheit allgemein zugänglich sein. 47,5 Millionen am Tage Oer Deutschen poli ei. Berlin, 11. März. (DRB.) Nachdem als vorläufiges Ergebnis des im Rahmen des Kriegswinterhilfswerkes durchgeführten Tages der Deutschen Polizei 15,1 Millionen gemeldet werden konnten, haben jetzt die.Schlußmeldungen das Ergebnis auf 17,5 Millionen erhöht. Ein Beweis der sich ständig steigernden Opferbereitschaft des deutschen Volkes und seiner Verbundenheit mit den Männern der Polizei. pflichtmäßiger Fabrikdienst der Studentinnen. Nach Ablauf des ersten Trimesters des Studienjahres 1940 geht eine große Anzahl aller in den ersten bis dritten Trimestern stehenden Studentinnen zum ersten Male pflichtmäßig in den Fabrikeinsatz. Erfaßt werden die Juristinnen, die Volks- und Betriebswirtschaftlerinnen, die weiblichen Studierenden der Naturwissenschaft, der Technik und der Zeitungswissenschaft. Die Philologinnen nehmen auch weiterhin freiwillig am Fabrikdienst teil. Für die Medizinerinnen ist ein besonderer wöchentlicher Land- und Fabrikdiensteinsatz vorgesehen. Gefährliches Spiel. In OberhlIbersheim (Rheinhessen) wurde zwei Tage lang ein elfjähriger Junge vermißt, der zuletzt beim Spiel gesehen worden war. Als nun ein Schmied die Turnhalle für eine Montierarbeit aufsuchte, hörte er dumpfe Hilferufe, ging ihnen nach und stellte fest, daß sie aus einer kleinen Holzkiste kamen. Als er die Kiste öffnete, taumelte der vermißte Junge heraus, verängstigt und matt. Es stellte sich heraus, daß der Junge sich in die Kiste gesetzt hatte, wobei der Deckel zustel und das Schloß zuschnappte. Die Spielkameraden haben sich nach dem Verschwinden des Spielgefährten entfernt, vermutlich weil sie glaubten, daß er fertige- laufen sei. So hat der Junge gekrümmt anderthalb Tage lang in der Kiste gekauert und dankt nur dem Zufall seine Errettung. verband sich mit den entarteten deutschen Pazifisten, man baute alle möglichen „Sicherungen" und hiett die Rheinlande besetzt, aber der deutsche Mannes- wille, der sich in Adolf Hitler verkörperte, hat alle diese Anschläge Stück für Stück unschädlich gemacht. Aus dem Zerstörurigswahn von Versailles ist das fetzige Großdeutschland hervorgegangen, und wenn wir auch den Vernichtungswillen unserer jetzigen Gegner sehr ernst nehmen, so stemmen wir ihm doch das „Nie wieder" entgegen. Nie wieder Ver- sailles — das ist die Parole des deutschen Sieges. An frischen Grabern im Westen ... (P.K.) Auch die kämpfende Truppe gedachte am Sonntag in eindrucksvollen, militärisch- schlichten Feiern der gefallenen Kameraden. Hoch über dem Saartal, in einer der landschaftlich reizvollsten Gegenden des westlichen Grenzgebietes liegt der kleine Ehrenfriedhof, in dem die Toten einer Division zur letzten Ruhe gebettet sind. Schon in den frühen Morgenstunden hat der Di- vifionskommandeur einen Kranz an den Gräbern seiner gefallenen Soldaten niedergelegt. Zusammen mit den Kommandeuren der Regimenter ist der General nun zu einer kurzen Gedenkfeier erschienen, der die Anwesenheit zahlreicher Angehöriger der hier beigesetzten Kameraden ein besonderes Gepräge gibt. Trotz mannigfacher Schwierigkeiten konnte den Verwandten der Gefallenen die Fahrt zu den Gräbern ihrer Lieben ermöglicht werden. In langer Reihe sind die Träger des neuen Eisernen Kreuzes angetreten. Manch einer der Kameraden, dessen Name nun von einem der schlichten Eichenkreuze leuchtet, hat diesen Männern nahe- gestanden. Tiefer Ernst liegt auf den Zügen des Generals, als er die Front der Ehrenkompanie ab- fchrettet und sich dann den Männern und Frauen zuwendet, die zu den Gräbern ihrer treuen Toten gekommen sind. In offenem Viereck, in dessen Mitte der General getreten ist, steht dann die Truppe auf dem Ehrenfriedhof. Vertreter der Partei wohnen der schlichten Feier als Gäste der Wehrmacht bei. Getragen klingt Beethovens^ Weise• ,/Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" über dem Grab. Dann spricht der Divisionskommandeur. Er gedenkt der Tapferen, die für Führer und Volk ihr Leben lassen mußten und verliest, während das Lied vom guten Kameraden erklingt, die Namen der hier Bestatteten. Unter präsentiertem Gewehr steht die Truppe, während die Kommandeure an den Gräbern der Soldaten chrer Formation Kränze niederlegen. „Helm ab zum Gebet!" Ein stiller, dankbarer Gruß den gefallenen Kameraden. Drei Ehrensalven zerreißen die Stille, dann fordert die Gegenwart ihr Recht. Hart dröhnt der Gleichschritt der Männer über den Boden, als sie an ihrem Divisionskommandeur vorbeimarschieren. Neben dem Birken- kreuz, das am Friedhofseingang errichtet wurde, weht Deutschlands Kriegsflagge im Frühlingswind. Die Front wird das Vermächtnis der gefallenen Kameraden treu zu hüten wissen. Dr. Lehne. Der erste Kriegshaushalts- plan der Gemeinden. Der Deutsche Gemeindetag hat den Gemeinden Richtlinien für die Aufstellung der Haushaltspläne für das am 1.April beginnende neue Haushaltsjahr zugeleitet. Der Kriegshaushalt 1940 wird auf der Einnahmeseite mit einigen Veränderungen rechnen müssen. Am wenigsten wird die Grundsteuer sich ändern, während das Aufkommen der Gewerbesteuer örtlichen Schwankungen unterworfen ist. Wesentliche Einbußen wird die Bürgersteuer aufweisen, da bei Gewährung von Familienunterhalt Befreiung von der Bürgersteuer zu gewähren ist. Auf der Ausgabenseite wird der Haushalt in erster Linie von dem Kriegsbeitrag der Gemeinden an das Reich und von den Kosten beherrscht, die die Gemeinden zum Familienunterhalt leisten müssen. Der Kriegsbeitrag von jährlich rund 1,2 Milliarden RM. ist ab 1. Februar geändert worden. Die Ermäßigung kommt vor allem den Gemeinden mit mehr ländlichem Charakter zugute, die bedeutend entlastet werden. Beim Familienunterhalt erstattet das Reich den Stadt- und Landkreisen jetzt 90 Prozent, unter besonderen Voraussetzungen sogar 95 Prozent der Kosten. Daneben wird der Haushaltsplan durch erhöhte Personalausgaben, durch die Kosten der Wirtschafts- und Ernährunasämter, den Luftschutz usw. belastet. Da eine grundsätzliche Steuererhöhung Kameradschaft der Zagend. Alfred Bosenberg sprach zur HZ. Berlin, 11. März. (DNB.) Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach am Montagabend zu der im ganzen Reich versammelten Hitler-Jugend. Die Veranstaltung bildete den Auftakt zu einer Sendereihe, in der führende Persönlichkeiten aus Partei und Staat, der Jugend ein zusammenhängendes Bild über die ihr in der Gegenwart erwachsenden Aufgaben geben werden. 1200 Angehörige des HJ.- Bannes und BDM. - Untergaues Wilmersdorf- Zehlendorf (37) hatten sich im Sendesaal versammelt. Stabsführer Lauterbacher hieß den Reichsleiter im Kreise der Jugend willkommen. Er betonte, daß die bei Kriegsausbruch getroffenen Anordnungen einen ungestörten Fortgang der weltanschaulichen und charakterlichen Erziehung wie auch der körperlichen Ertüchtigung gewährleistet hätten, nicht zuletzt durch die Bereitstellung von Reserveführen, die die vielen Tausend zu den Waffen geeilten Führer der Hitler-Jugend zu ersetzen hatten. Nachdem dann Fanfaren und das gemeinsam gesungene Lied „Ein junges Volk steht auf" die Sendung eingeleitet hatten, nahm Reichsleiter Rosenberg das Wort. Die Generation des Weltkrieges, so sagte er, die schon einmal den furchtbarsten Kampf der Geschichte durchzustehen hatte, die Generation, welche in einem 14jährigen unermüdlichen Tageskampf inmitten der nationalsozialistischen Bewegung die Schande von 1918 tilgte, sie steht heute wieder an der Spitze, um Deutschland für immer unabhängig zu machen von den Böswilligkeiten jener Gruppen der Geldleute, die mit Hilfe der britischen Flotte uns alle aushungern wollen. Diese Kämpfer des Weltkrieges und des Nationalsozialismus stehen heute gemeinsam mit der nachgerückten jungen Mannschaft auf allen Gebieten bereit, diese nationalsozialistische Revolution, ihre Weltanschauung und ihren Staat im Auftrag des Führers zu verteidigen. Sie alle sind also willens, die Entscheidungen, die notwendig sind, nicht auf kommende Geschlechter abzuwälzen, sondern noch einmal den Kampf um die Sicherung des Deutschen Reiches auf sich zu nehmen. Und wenn wir sagen, daß sie alle, für die Freiheit des Deutschen Reiches und Volkes, für feine Zukunft kämpfen, so bedeutet das, daß sie gerade auch für euch, im Felde oder in der Werkstatt stehen, denn ihr, meine lieben Jungen und Mädels, seid es, die einmal diese Zukunft ausfüllen werden. Nach dem Hinweis, daß Zetten großer Entscheidungen eine reinigende harte Probe dafür bedeuten, ob eine Nation noch über Kräfte der Wiedergeburt verfügte, hob der Reichsleiter hervor, daß es für uns Nationalsozialisten und für die nationalsozialistische Jugend nur eine einzige Rettung gebe, sich nicht in Träumereien nach einem sogenannten besseren Zeitatter einzulassen, sondern tapfer der Gegenwart ins Auge zu blicken. Und deshalb sagen wir heute: Ein Friede, in dem nicht auch der Wille zur kühnen Tat und Tapferkeit schlummert, ist kein Ideal, das von einem großen Volk zu erstteben ist. Und umgekehrt: Ein Krieg, der nur um die Macht und brutale Gewalt geführt wird und nicht verstanden werden kann als Verteidiger hoher Werte des Lebens, der ist ebenfalls eine Katastrophe. Was uns allen heute deshalb die große innere Ruhe gibt, ist das Bewußtsein, deutscher innerer und äußerer Größe zu dienen, inmitten einer korrumpierten, kapitalistischen, jüdisch-unterwettlich gestimmten Wett das B a nner einer großen europäischen kulturell-volklichen Neuordnung zu tragen. Dieses Bewußtsein muß euer aller inneres Eigentum werden, dann werdet ihr doppelt einsatzbereit jedem Ruf des Reiches zur Verfügung stehen. Jede Tat, die Mut und Tapferkeit fordert, folgt einem höheren moralischen Gesetz, als eine Tat, die eraebungsvolle Unterwerfung als Antrieb der Sittlichkeit darftelll. In eueren eigenen Hände hat das neue Reich euere Selbsterziehung gelegt voll Der- ttauen, daß, einmal machtvoll geweckt, dieser germanische Instinkt Gemeingut der kommenden Geschlechter fein wird. Diese Tapferkeit in großen Stunden, aber auch im manchmal schweren Alltag ist es, wozu wir euch jetzt alle aufrufen werden in der festen Ueberzeugung, daß dieser Ruf heute erst recht den großen Appell auch aller jungen Deutschen bedeutet, um die Tapferkeit des ganzen Volkes zu ihrem eigenen Gesetz zu machen. Wenn der Soldat heute an der Front steht, wenn der Bauer, verlassen von vielen Kräften, mit doppeltem Einsatz für unser Brot sorgt, wenn der Arbeiter mit verstärkter Energie die technischen Mittel für unsere Wehrmacht herstellt, wenn die Frauen in Stadt und Land alle ihre Kräfte anspannen mit einem Ziele: die deutsche Freiheit für immer zu sichern, so bilden sie alle durch ihre Tat allein schon eine einzige große Kameradschaft des Volkes. Und eure Pflicht ist nunmehr, zu begreifen, daß inmitten dieser großen Kameradschaft des Volkes ihr die große Kameradschaft der Jugend zu bilden habt! Die Kameradschaft ist ein Gefühl innerer und tatbereiter Verbundenheit; sie ist oft eine freudige Erinnerung an gemeinsame durchgestandene Kämpfe. Aber in den Augen der national-, sozialistischen Bewegung ist sie noch viel mehr. Sie ist die große Kraft der Auslese in unserem Leben, das entscheidende Gesetz unserer Weltanschauung für die Tat des Lebens selbst. Diese Auslese soll schon bei der Jugend beginnen. Und ist Tapferkeit die Moral des einzelnen Deutschen, so ist Kameradschaft die Tapferkeit der ganzen Gemeinschaft des Volkes. nicht möglich ist, müssen diese Betastungen von den Gemeinden durch Einsparungen auf anderen Gebieten gedeckt werden. Der Grad der Dringlichkeit der einzelnen Ausgaben muß von Fall zu Fall geklärt werden. Die außerplanmäßige Schul - denttlaung der Gemeinden wird zunächst kaum mehr fortgesetzt werden können. Dagegen darf an der pünktlichen Einhaltung der laufenden Zins- und Dllgungsverpflichtungen nicht gerüttelt werden. Mit besonderer Vorsicht sollen die Rücklagen behandelt werdem Einheitliche Gesundheits- sührung der Jugend. Der Reichsinnenminister, der Reichsjugendführer und der Reichserziehungsminister haben die Ju- gendgesundheitspflege einheitlich geregelt. Als Grundlage für den Erlaß dient ein vom Reichsjugendführer auf Grund der Ausführungsbestimmungen zum Gesetz der Hitler-Jugend ausgearbeiteten Plan, der sich mit den politischen Forderungen des Reichsgesundheitsführers deckt. Danach gehören alle ärztlichen Untersuchungen der Hitler-Jugend — ebenso wie der Schulgesund- heitspflege — in den Aufgabenkreis der Gesundheitsämter. HI.-Aerzte und Schulärzte, die künftig beide die Bezeichnung ,^ug e ndä r zt e" tragen, führen die gesundheitliche Betreuung der Jugend vom 6. bis 18. Lebensjahr gemeinsam durch. Da> sich die Tätigkeit des Schularztes von der des HJ.- Arztes jedoch in mancher Hinsicht unterscheidet, bestimmt der Erlaß, daß alle Jugendävzte mit den Anforderungen des HJ.-Dienstes vertraut fein müssen. Die Untersuchungen werden also im ganzen Reich nach einheitlichen Gesichtspunkten vorgenommen und die Ergebnisse in die neu geschaffenen Jugend-Gesundheitsbogen eingetragen, die Den Zwecken der HI., der Schule und der Gesundheitsämter gleichzeittg dienen. Außerdem erhält jeder Junge und jedes Mädel mit dem zehnten Lebensjahr den Gesundheitspaß der Httler- Jugend, aus dem die wichtigsten Untersuchungsergebnisse und Tauglichkeitsbeurteilungen ersichtlich sind. Jeder Jugendliche muß in bestimmten Zeitabständen an fünf Reihenuntersuchungen, sechs Gesundheitsappellen und jährlich an einer Zahnuntersuchung teilnehmen. Oer Arzt im Kriege. In einem Vortrag vor Sanitätsoffizieren eines westlichen Frontabschnittes kennzeichnete der stellvertretende Reichsärzteführer, Hauptamtsleiter Dr. B l o m e, die Entschlossenheit der Reichsgesundheitsführung, den Arzt der Front vor jeder beruflichen Benachteiligung nach Beendigung des Krieges zu bewahren. Zur Frage der ärztlichen Schweigepflicht erklärte Dr. Blome, „wir denken gar nicht daran, in der ärztlichen Schweigepflicht, wie sie heute als Grundlage Des Vertrauens zwischen Arzt und Patient besteht, in irgendeiner Form eine Lockerung eintreten zu lassen. Wir wachen im Vor Erkältung schützen Bei Husten nützen mehrmals täglich schon m „Lichikuttur" vor hundert Jahren. Ein Jubiläum der Stearinkerze. Vor hundert Jahren wurde die Menschheit mit dem Segen der Stearinkerze beglückt, die gegen die bis dahin allein herrschenden Arten der Beleuchtung einen wirklichen bedeutenden Fortschritt darstellte. Um 1840 begann die neue Kerze sich in den deutschen Häusern einzubürgern, nachdem 1837 in Berlin und Wien die ersten Fabriken dafür gegründet worden waren, lieber zehn Jahre lang hatte man an der neuen Erfindung herumprohiert und verbessert. Schon 1825 hatten die beiden Chemiker Chevreuil und Gay-Lussac ein Patent auf die Herstellung von Kerzen aus Stearinsäure genommen, aber erst 1831 machte man die ersten einigermaßen brauchbaren Kerzen aus Stearin und Palmöl. Im Jahre 1834 gelang dann die Herstellung tadelloser Kerzen, nachdem man geflochtene und gedrehte Dochte erfunden hatte und die Verseifung der Fette durch Kalk erprobt war. Nun erst war die Stearinkerze wirklich fertig, und es entstanden überall die Fabriken zu ihrer Herstellung. Welchen Segen die Neuerung für das häusliche Leben bedeutete, können wir nur begreifen, wenn wir uns ein Bild davon machen, wie überaus dürftig die „Lichtkultur" noch vor hundert Jahren war. Man war bis zur Erfindung der Stearinkerze auf Talglichte und Oelfunzeln angewiesen, und wir können uns heute kaum noch vorstellen, wie dunkel es damals am häuslichen Herde war. Nichts würde der Urgroßmutter mehr imponieren als die zauberhafte Schnelligkeit, mit der man heute durch eine einfache Handbewegung ein früher unvorstellbares Glanz- meer hervorrust. Die Menschheit hatte sich nach Ueberwindung des Kienspans und der Pechfackel in der Wachskerze ein schönes und angenehmes Beleuchtungsmittel geschaffen, aber diese war für den gewöhnlichen Sterblichen viel zu teuer, und so mußte sich denn das Volk mit der aus schlechtem Talg gefertigten Unschlittkerze begnügen, die feit dem 14. Jahrhundert auch beim Kleinkrämer zu haben war und bis um die Mitte des 19. Jahrhundert, die Wohnungen überaus notdürftig erhellte. Noch vor einem Jahrhundert hatte man in bürgerlichen Kreisen höchstens einen „Wachsstock", den man für kleine Gänge anzündete, sonst war das Wachs zu teuer, und das Talglicht herrschte, wenn man es nicht vorzog, die damals noch sehr rückständige Oellampe anzuzünden. Gewöhnlich stand nur ein Licht auf dem Familienlientisch. „Abends zwei Lichter anzuzunden, war schon etwas Ungewöhnliches", erzählt Felix Eberty in feinen „Jugenderinnerungen eines alten Berliners". Die meisten Familien faßen um einen runden Tisch, auf dem nur ein Talglicht aufgepflanzt war. Bei Gesellschaften derflieg man sich zu zwei, ja sogar zu vier solcher Lichter. So erzählt die Malerin Caroline Bardua von einer Abendgesellschaft: „Der Duft des Punsches und der vier Lichte, wenn auch Talglichte, auf weißporzellanenen Leuchtern, mit papiernen Lichtmanschetten umsteckt, gaben ein Gefühl des Luxus und der Feierlichkeit." Bei der weitgehenden Selbstversorgung im damaligen Heim war es auch ganz üblich, daß Die Hausfrau Die Talgkerzen selbst fabrizierte. Der Philosoph FrieDrtch Paulsen erzählt in seiner Selbstbiographie, wie noch in Der Zeit nach 1850 Die Lichte in seinem Elternhaus gemacht rourDen: „Die Mutter goß sie in einer Blechform: zuerst wurde ein Docht gedreht, dieser in die Form gespannt Und dann geschmolzener Talg dazu gegossen." Die Talglichter standen in ihrer Helligkeit den Stearinlichtern zwar nicht viel nach, aber sie verdüsterten sich alle Viertelstunden, bis sie wieder geputzt waren. Daher machte ein Talglicht beständige Mühe und Aerger, und höchst ergötzlich hat diese „Lichtkultur" Jean Paul in seinem „Siebenkäs" geschildert. Der schnurrige Armenadvokat liegt mit seiner jungen Frau Lenette im beständigen Streit über Die beste Art des Lichtzündens und Den richtigen Augenblick des Putzens. Er vertritt die Ansicht, daß jedes Licht am dicken Ende anzuzünden wäre und nicht oben am mageren, Denn, sagt er, „hat man es oben in Brand gesteckt, so erleben wir unten einen überfließenden, unbrauchbaren Talgblock; hingegen wie schön und symmetrisch legt sich Das Fett der dickeren Hälfte allmählich auf Die magere." Doch Lenette will von dieser Neuerung nichts wissen und bleibt bei dem alten Verfahren, „so Daß er seine Lichte unten, sie ihre oben an- steckte". Goethe hat noch in seinen Greisenjahren Den melancholischen Wunsch geäußert: „Wüßte nicht, was Besseres erfinden könnten, als wenn Die Lichte ohne Putzen brennten", aber das Stearinlicht, Das Diesen Wunsch erfüllte, hat er nicht mehr erlebt. Die Lichtputzschere, Die in einem blechernen Schiffchen neben Dem Leuchter ftanD, spielte eine große Rolle in Der Gesellschaft. Putzte man Das Licht ungeschickt, so erlosch es, unD man saß im tiefsten Dunkel. Oesters mußte auch ein „Dieb" vom Licht genommen merDen. Um es auszulöschen, Durfte man es nicht ausblasen, weil sich sonst ein übler Geruch verbreitete, sondern man mußte es mit einem Klümpchen Talg, das man auf Die Spitze Der Schere nahm, ersticken. Es war daher eine wahre Erlösung der Menschheit, als das Stearinlicht erschien unD diese Unannehmlichkeiten beseitigte. Die erste An- fünDigung Der neuen Erfindung in Berlin aus dem Jahre 1839 preist sie folgenDermaßen an: „Diese Lichte, das richtige Pfund zu 11 Silbergroschen, brennen ruhig und gleichmäßig, kein Flackern Der Flamme, kein Herunterrinnen, Putzen unnötig, beim Ausblasen kein Geruch, kein Nach- glimmen des Dochtes, keine Fettflecke auf dem Zeug hinterlassend und 70 v. H. wohlfeiler als Wachs- lichte." C. K. „Weißer Flieder " EiuTerra-Filrrr vouArthurMaria Rabenalt Hier sehen wir einen der trotz ungeheuren Bedarfs und ungeheurer Produktion nicht gerade häufigen Filme, die nichts wollen, als uns angenehm unterhalten, und dies auf eine geschmackvolle und einfallsreiche Art zuwege bringen, ohne Entgleisung in den Schwank oder in Die ausgetretenen Pfade seichter Situationskomik. Freilich hat Ra» benalt Diesen Film mit einem Problem „belastet", aber er tat es auf eine so unaufDringlidje und charmante Weise, Daß wir gerne zuhören, was er uns über Das Thema der noch jungen Mutter und der schon erwachsenen Tochter zu sagen hat. Unter feiner geschickten Hand wird auch das sonst vermutlich höchst prosaische Milieu zweier Konkurrenzfirmen der Strumpfroarenbranchc anziehend und reizvoll. So entsteht auf Die Denkbar zwangloseste Meise aus einem Streit u® eigen Vertrag, Den der junge Chef Der einen Firma fortschrittsmordenD, Der alte Geschäftsleiter Der anDeren produktionserhaltend nennt, eine heitere Liebesgeschichte, in Der der junge Chef ebenfalls höchst zwanglos von der noch jugendlichen und sehr charmanten Mutter, der Inhaberin der Konkurrenz, zum allerliebsten Töchterlein hinüberwechsett und nach einigen amüsanten Verwirrungen es auch behält. Der junge Chef, der so vom Glück verwöhnt wird, ist Hans Holt, zwar vom Typ der „Unwiderstehlichen", aber mit so viel Delikatesse angelegt, Daß aus Dem „Unwiderstehlichen", niemals Der „Unausstehliche" wird. Elga Brink ist die jugend- Uche Mama, sehr elegant und apart, die mit einer hübschen, ganz leisen Koketterie den Flirt mit der Konkurrenz aufnimmt, aber mit entzückender Würde zurücktritt, als sie die Tochter auf gleicher Spur sieht. Das ist die reizende Hannelore Sch rot h, die Die verliebte Mama nur vor Dem bösen Don Juan schützen will, Dabei aber selbst un- rettbar in dessen Fallen gerät. Als dann alles schief zu gehen droht, wird aus Der so klugen, so selbst- sicheren kleinen Dame wieder ein ganz kleines, törichtes und hilfsbedürftiges Geschöpf, das der Mama für ihren Beistand sehr dankbar ist. Das macht Hannelore Schroth mit einem anmutigen Schalk und einer köstlichen Zerknirschtheit. Paul Henckels macht aus einem angejahrten, aber immer noch liebeshungrigen Geschäftsleiter mit feinem Humor eine feiner sehr sauber ausgefeilten Studien. Rudolf Schündler sächselte einen schrecklich eifersüchtigen jungen Mann, Mady Rahl war flott und burschikos die dazu gehörige Freun- Din und Braut. Dr.Fr. W. Lange Ein Naturwunder. Bei Friedrich Wilhelm IV. stand der treffliche Domprediger Strauß in hoher Gunst; man sagte, daß er in wichtigen Stunden auch Einfluß auf die politische Entscheidung des Königs habe. Trotzdem konnte sich dieser nicht enthalten, auch dem Geist- lichen gegenüber seiner Neigung zu Witzen nack- zuaeben. Als er ihn zum Hofprediger gemacht, rief er Alexander von Humboldt zu: „Ein naturhistorisches Kunststück, das Sie mir nicht nachmachen können Ach habe einen Strauß zum Dom-saften gemacht Grimm-Feier der Universität Gießen zufließen. * I» diesem Augenblick erschien wieder Spike hinter I benserfahrungen und bewegten sich zumeist um die r tür: b™ flSftstüdjtige Knabe schien auf das Stoffe Liebe. Kartensp^l, Pf°rber°nn-n und A koh CHLORODONT der Xür; der geschäftstüchtige Knabe schien auf das Ende des Diktats gewartet zu haben. Er hatte übrigens eine scheußliche, erschreckende Art, durch Türen zu gehen. Zuerst wehte immer sein Kops wie eine rote Stichflamme herein, und dann schob er den Körper durch einen erstaunlich schmalen Spalt nach. Wenn man schräg hinter der Tür sah, durch die er eintrat, sah man überhaupt nicht, daß er sie gebig zum Aeußersten. Der Feldwebel Otto Wie- ch e r s, in Gießen unter dem Namen „Otto-Otto" bekannt, wußte mit vielen Scherzen von einer Nummer des Programms zur anderen überzuleiten, und hielt damit die enge Verbindung zwischen Bühne und Publikum. Die Soldaten dursten den Abend als einen großen Erfolg buchen. Darüber hinaus dürfte dem Winterhilsswerk ein stattlicher Betrag karten müssen von L... --------. der Verwaltungsstelle in nachstehenden Dienststun-. den abgeholt werden: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 16 bis 17 Uhr und Samstag von 14.30 bis 15.30 Uhr. (gez.) Küche Töpelmann, Untergaustchrerin. Wichtig ist es, datz wir die Zähne jeden Abend vor dem Schlafengehen wirklich gewissenhaft reinigen. öffnet hatte. „ , ri . . Zwischen Spike und Fräulein Skelton bestand eine grimmige Feindschaft. Sie hatte keine besonderen Ursachen, sie war einfach vorhanden wie eine Feindschaft zwischen Feuer und Wasser. „Hach, Sie werden auch von Tag zu Tag knuspriger, Fräulein Skelton!" seufzte der Lümmel, als das würdige Fräulein an ihm vorbeirauschte. Fräulein Skelton schlug kräftig zu; aber Spike war viel zu schnell — er bückte sich, und die gutgezielte Ohrfeige ging ins Leere. Na, Herr Parker, was nehmen wir denn heute zum Frühstück? Weiche Eier? Harte Eier? Schinken, Sardellen, Lachs oder 'n Stückchen kaltes Fleisch, nne?" Spikes wasserblaue Augen liefen dabei hurtig über den Schreibtisch. „Aha, sauber ausgeschnitten - wirklich sauber! Haben Sie's gemerkt, daß ich Ihnen den Brieföffner geschliffen habe? Die Luder sind ja für gewöhnlich stumpf wie rost ge Nagel... begann, unter den Umschlägen zu wühlen und angelte zuletzt Parkers Papierkorb nut dem Futz unterm Schreibtisch hervor. Aber der Papierkorb war leer. Na wo ist denn bloß der Brief aus Deutschland geblieben? Sie wissen doch, Herr Parker: Der wo den Adlerkopp obendrauf hatte Und den langen Ausdruck ... Wie hieß er doch gleich? »Besucht das schöne Deutschland!« ..." . . mf.. Parker sah den Knaben Spike nut einem Blick an, als wünsche er sich nichts sehnlicher, als ihm den Kragen umdrehen zu dürfen. Und Spike, der em sehr fernes Gefühl dafür batte, wann die Lage brenzlig wurde, hupfte einen ^Der^Brief tst^bei den Akten!" äußerte Parker in einem Tonfall, der jede weitere Erörterung dieser Angelegenheit ausschloß Für den Bruchteil einer Sekunde sah es so aus, als beabsichtige er, noch eine feiner berühmten Ansprachen an Spike hlnzuzu- Msen. Siö enthielten den Auszug Parkersther Le- BOM.-Werk „Glaube und Schönheit" Betr. Märzschulung. Die Märzschulung für die Führerinnen der Gießener BDM.-Werk-Gruppen findet am Mittwoch, 13. März, um 20 Uhr statt. Antreten im Hof der Untergaudienststelle. Die Schulung für die Führe- nach der Adresse dieser Renate Naumann auf diese Weise ein bißchen hinauszögerte, für zwei oder drei Wochen vielleicht ... Nun? Und wenn man diese zwei ober drei Wochen dazu benutzte, eine kleine Reise nach Deutschland zu unternehmen ... Nun? Und wenn man sich dort dieses häßliche graue Entlein einmal ansähe, das unter seinem armfeligen Gefieder die herrlichsten Ansätze zu einem stattlichen Schwanenkleid trug ... Nun? . Als Fräulein Antonie Skelton m Parkers Zimmer trat, war der Brief mit dem gelben Um- chlaq verschwunden. Parker selber sah wie ein Fieberkranker aus, und seine Hände flatterten em wenig, als er zu seinen Notizen griff. Aber Fräulein Skelton bemerkte es nicht; sie bemerkte Männer überhaupt nicht Ihr Blick schnellte zwar, wenn Parker mit ihr sprach, zu ihm hinüber, blieb aber stets wie eine Nürnberger Schere auf einem unsichtbaren Widerstand stoßend, ohne ihn zu treffen, einen halben Meter vor seinem Gesicht stehen. Fräulein Skelton nahm vor der Maschine Platz und spannte ein Blatt ein. In ihrer Haltung lag etwas von der aufmerksamen Bereitschaft eines Klavierspielers, der auf den Einsatz des Dirigenten ^Und' Parker diktierte. Dreiviertel Stunden lang sprach er nur mit den kurzen Unterbrechungen, die das Einspannen neuer Blättev erforderte Als er endlich schwieg, richtete sich Fräulein Skelton etwas höher auf. „Ist das alles? fragte fie mit ^Es"w^r^eine Frage, die sich nach jedem Diktat wiederholte, aber heute schien Parker sie zum erstenmal zu hören, und sie traf ihnwie em leichter Nadelstich „Hm?" fragte er argwöhnisch. Ob das alles ist?" wiederholte Fräulein Skelton ein wenig schrill und mit deutlichen Lippenbewe- qunqen, als spräche sie zu einem Schwerhörigen. „Natürlich!" antwortete Parker. Fräulein Skelton erhob sich; ße spannte die schwarze Wachstuchhaube über die Maschine und begann, die Briefe in einer grünen Ledermappe zu ^Parier heftete die Durchschläge an die emgelaufe- nen Schreiben. „Sie können übrigens gehen, Fraulein Skelton", sagte er, ohne aufzublicken, „icf| muß sowieso mit Mister Watson ein paar Lore sprechen — und kann bei dieser Gelegenheit die Briejö zum Untertreiben gleich Mitnehmern Au der am Svnntag, 17. März, stattfinbenben Jugendfilmstunde wird gruppenweise um 8.45 Uhr in der Schanzenstraße angetreten. Die Eintritt s- d-en HJ.-Theaterring-Mädeln auf w^Jch bin ja schon unterwegs!" murmelte der und schlängelte sich durch die Tür. Parker lauschte auf das Geräusch von Spikes sich entfernenden Schritten. Auf seiner Stirn standen Schweißttopfen. Was für ein gründlicher Irrtum, dachte er, während er sich die Schläfen trocknete, daß der Pfad der Tugend dornia und der Weg der Sünde breit und bequem zu beschreiten sei! Ein Glockenzeichen ertönte. Es klang wie, gedämpfter Trommelwirbel, da der Glockenklöppel nicht auf eine Metallschale, sondern gegen eine dünne Hartholzschale rasselte. Es war das Zeichen für Fräulein Skelton, bei Herrn Jeremias Watson mit der Unterschriftenmappe anzutreten. Einen kleinen Moment Geduld, bitte!" sagte Parker halblaut. Er erstarrte für einen Augenblick zu völliger Bewegungslosigkeit und hob nur den Kopf wie ein sichernder Hirsch. Niemand näherte sich ... Er beugte sich über den Schreibtisch und ritz die Schublade halb auf. Der Brief lag neben dem gelben Umschlag ganz °°Wohin damit? In die Brusttasche ...Er faltete den Briefbogen rasch zusammen und schob ihn m den Umschlag. Aber sein Versuch, den Brief emzu- stecken, mißglückte; das Format.des Brieses war für die Brusttasche zu groß Den Umschlag Jä ten —? Lieber nicht. Man setzte dabei den Snef der Gefahr des Verknitterns aus, und er mutzte neu aussehen, wenn er hier eintraf. Das Datum konnte man ohne weiteres mit einer ^lQnJfrcr.^ der Post entschuldigen. (Fortsetzung folgt.) Diesmal schienen die Briefmarken an der Reche zu sein, aber Parker verzichtete darauf und begnügte sich mit einem kurzen Befehl: „Zwei weiche Eier im Glas und eine Scheibe Schinken!" Es gehörte nämlich zu Spikes hauptsächlichsten Obliegenheiten, den Angestellten des Hauses aus einer kleinen, nahe gelegenen Speisewirtschaft das Frühstück zu holen. „Zwei weiche Eier im Glas unb eine Scheibe Schinken!" wiederholte ^r murmelnd und strich langsam zur Tür ab, dabei schielte er verstohlen zu Parker zurück. Parker stand an fernem Schreibtisch und tat, als ob er beschäftigt fei. „ßos! Nun mach schon, daß du wegkommst!" fuhr er den Jungen ungedul- «olöemfflolMbtr». Komanoon^orJIBicrnaW. 6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Allan Parker griff noch einmal zu dem Brief aus Deutschland. Renate" Naumann, kurz vor Ausbruch des großen Krieges geboren, jetzt also ein paar Jahre über zwanzig - fraglos das beste Alter um i bie es erfreuliche Erbe anzutreten ... "Renate! Parker sprach den Namen halblaut vor sich hin und lauschte mit geschlossenen Augen seinem Klang. Er versuchte, sich die Trägerin dieses Namens vorzustellen, aber die achtzigtausend Pfund verwirrten seine Einbildungskraft, und ein fast unheimliches Bewußtsein schob sich zwischen den Namen und das nebelhafte Klangbildnis dieser jungen Dame: das Bewußtsein, daß er, Allan Parker, in diesem Augenblick der einzige Mensch auf der Welt war, der den Namen einer Millionenerbin kannte; den Namen einer Frau, die von ihrem Glück selber noch nichts ahnte, heute nicht und morgen nicht, und fo lange nichts wußte, bis der Briefwechsel Zwischen..London und München den Anwälten Watson tue Möglichkeit gäbe, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Allan Parker hatte plötzlich das Gefühl einer fast entsetzlichen Stille. Es war, als feien alle Geräusche der Büros und der Straße eingefroren. Sogar die hämmernde Uhr auf feinem Schreibtisch schien verstummt zu sein; aber er sah, unfähig, sich zu rühren, und mit allen Dingen des Raums wie m einem Glasblock eingeschmolzen, daß der Sekundenzeiger sich bewegte und die Zeit mit .eiligen, immer eiligeren Rucken vorwärtsschob. .. e.r., Und er wußte, daß in wenigen Minuten, punk -ch um halb elf, Fräulein Antonie Skelton, °°^rcht, erschreckend reizlos und mit Heinen H°-nfchilden aus den Fingerkuppen, aber l>cro“rLat?cl^itt^‘ ihm gegenüber Platz nehmen und ihn m t chrem schrillen „Bitte —ausfordern wurde, mit seinen Diktaten in die Maschine zu beginnen. Parker' starrte auf die Uhr, und der große Ae'ger wanderte über die Minutenstriche. In semem Gesicht lag die ungeheure Spannung eines Schachspielers, den äußerste Zeitnot zum entscheidenden Zuge brängfe. Menn man diesen Brief «"s Deutschland nun — nicht unterschlug, nein, wenn man ihn nur hur einige Zeit zurücklegte und dis Nachforschungen wies dies an verschiedenen Beispielen aus Bismarcks Reden. Allerdings habe es in der deutschen Geschichte und in der sprachlichen Entwicklung auch Rückschläge und Niedergänge gegeben. Bis zur Zeit der Landsknechte seien die Ausdrücke für Krieg und Kampf in unserer deutschen Sprache kerndeutsch gewesen. Erft als die deutschen Heere nach Italien und Frankreich geführt wurden, sei eine Fülle der fremden Worte mitgebracht worden. Der 30jährige Krieg habe eine besonders schlimme Verwelschung der deutschen Sprache mit sich gebracht. Er habe die deutsche Sprache geradezu verwüstet. Von allen Heerführern der damaligen Zeit habe Wallenstein das schlimmste Deutsch geschrieben. Auch als Ludwig XIV. sein Heer neu auf baute und andere Nationen ihm darin zu folgen gezwungen mären, wurde auch die deutsche Sprache für das Kriegsund Heerwesen stark beeinflußt. Zur Zeit eines Friedrich des Großen hätte die vaterländische Sprache eine Bereinigung erfahren Können, zudem sich einige Dichter sehr darum bemühten, aber der Hang Friedrichs des Großen zum Französischen verhinderte dies. Erft durch Clausewitz, Roon, Mvltke usw. st ei es damit besser geworden. Im Weltkrieg sei die Sprache des Soldaten wieder klar deutsch und kraftvoll geworden. In der Gegenwart seien die Bemühungen darauf gerichtet, die Sprache von fremdem ÄZust völlig zu reinigen, eine finnkräftige und anschauliche Ausdrucksweife zu gewinnen und die Wörter mit neuen Gemütswerten zu erfüllen. Das Schielen nach englischem und französischem Wesen habe aufgehört. Die deutsche Stärke komme auch im Wort machtvoll zum Ausdruck, und die Sprache des Führers, wie auch die Sprache des Oberkommandos der Wehrmacht seien berufen, in die Zukunft zu wirken. Die Sprache sei, so schloß der Redner feinen Vortrag, der Spiegel der Natton, und die Sprache der Deutschen sei die Ernte der ganzen Zeit. rinnen der Mädelgruppen findet ebenfalls am 13. März um 19.30 Uhr im Möserheim statt. Gruppe la, Sport und Gymnastik. Der nächste Dienst findet am heutigen Dienstag, 12. März, 20 Uhr, im Möserheim statt. Bunter Abend im Stadttheater. Die Soldaten eines Ersatzbataillons, das unserer Stadt Gießen besonders nahesteht, bereiteten gestern (in der Zusammenarbeit mit der NSG. ,-Kraft durch Freude") mit einem Bunten Abend im Stadt- theater allen Besuchern eine große Freude. Heber drei Stunden lang hielten die Soldaten ihre Gaste in Atem und überraschten sie immer wieder mit ihren Einfällen, mit den Spezialtalenten, die ihnen zur Verfügung standen, und ließen imbei auch den Humor zu Worte kommen. Schon von der musikalischen Seite her war die Dortragsfolge großartig ausgebaut. Das Orchester, in erfreulich starker und harmoniischer Besetzung (unter der Leitung von Schütze Markwardt), wartete mit Märschen, Walzern, mit Potpourri und mit den bekannten ungarischen Tänzen Nr. 5 und 6 non Brahms auf, begleitete ferner die soldatischen Darbietungen und sicherte sich stärksten Beifall. Einen besondreren Erfolg errang das Orchester, als es plötzlich als Stimmungskapelle auftrat und das Lied vom „Abend auf der Heide" auf sehr originelle Weise zu Gehör brachte. Stürmisch wurde die Wiederholung gefordert. Auch gesanglich wurde viel geboten. Die Schützen Königshoser, Färber und Brunn fangen aus „La Bohöme", aus „Gasparon:" und aus dem „Wildschütz" und fanden Viel Beri nderung ihrer sttmmlichen Mittel. Der anhalter e Beifall zwang auch sie zu mancher Wie- berh olung. Auch einige Instrumental-Virtuosen führten die Soldaten vor. Der 18jährige Schutze Schmidt-Bernhard schmetterte das Lied „Stolzenfels am Rhein" auf der Trompete, Schütze Busse maß wartete mit einem Saxophon-Solo aus, und der Unteroffizier R amming erwies sich als Virtuose auf dem Tylophon. Schütze Wengst und andere zeigten sich als Künsller auf der Geige. Ehrliche Bewunderung fand der Kautschukakt vom Oberschützen Dorenwendt. Moritatensänger traten auf und schufen in ihren Liedern drastisches Gießener Lokalkolorit; schließlich aber strapazierte der Schütze Lochmann mit seiner Nachahmung des „Reichssenders Runxendorf" die Lachmuskeln Aus der Stadt Gießen. Das Jungvolk rüst! NSG. Die Werbetrommel des Jungvolks ruft die Zehnjährigen zum Dienst in der jüngsten Gliederung der Partei. An die Eltern ergeht der Ruf, ihre Jungen und Mädel zur Meldestelle zu schicken, damit sie sich in die Jugend des Führers emglie- dern. Und erwartungsfreudig und dienstbereit stehen diese Zehnjährigen selbst da. Sie sind stolz darauf, daß sie nun bald genau wie die älteren Geschwister oder Kameraden Dienst tun dürfen, daß auch von ihnen schon eine Leistung verlangt wird. Gewiß, die tatsächliche Arbeit, die solch ein zehnjähriger Junge leisten kann, wird gering fein, aber darauf kommt es ja gar nicht an, sondern wichtig ist die Bereitschaft zum Helfen, die Sorgfalt, mit der jeder Dienst erfüllt wird und der große Stolz unserer Jüngsten, daß auch sie gebraucht werden. So wachsen schon die Jüngsten ganz selbstverständlich in die feste Gemeinschaft des Volkes. Und well das notwendig ist, ruft die Partei durch die Hitler- Jugend in diesen Tagen wieder die Elternschaft auf, ihr die Jungen und Mädel zu schicken. Wie der Dienst ist, das erzählen die Pimpfe und Jungmadel selbst am besten und lebendigsten. Sport und Spiel, Schulung, Fahrt und Lager wechseln in bunter, doch zielbewußter Reihenfolge ab und werden den jungen Menschen so formen, daß er vor allen Fragen des Lebens bestehen wird und vor allem durch das Erlebnis der Kameradschaft nie vergißt, was er der Gemeinschaft des Volkes schuldig ist. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Tosca". — Gloria- Palast, Seltersweg: „Weißer Flieder". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das jüngste Gericht. Offo Zöllner (Trier) dirigiert „losca“. Die letzte Aufführung der Oper „Tosoa" wird dirigiert von Otto S ö l l n e r (Trier), der sich damit als Gast aus Anstellung vorstellt. Der Glücksmann meldet: Wieder ein SOO-THart-Oetvinn gezogen! ** Fünfziger-Vereinigung 1889/1939. Arn Samstag waren die Fünfziger 1889/39 im Gaschos „Burghof" in Gießen zujammengekommen. Alterskamerad (9. 93 raun begrüßte die Alterskameraden. Kamerad M ü ll e r gab sodann einen Rückblick auf die Fünfziger, die nicht alt, sondern jung feien. Dies zeige schon die große Anzahl der Träger des deutschen Ehrenkle>Des, die unter den Fünfzigern sind. Gemeinsam gesungene Lieder sowie ernste und heitere Dorttäge ließen die Stunden schnell vergehen. ** Wild - und Katzenfelle sind beschlagnahmt Vielfach wird nicht beachtet, daß folgende Wi'ldfelle beschlagnahmt sind: Felle von Iltissen, Stein- und Baummardern, Bisam, Maulwürfen, Ottern, Wieseln, Eichhörnchen, Hamstern und Katzen (ausgenommen Scheckenkatzen). Diese Felle dürfen von Förstern, Jägern, Züchtern und sonstigen Fellbesttzem nur an Felleinzelhändler, Fellsammler oder Kürschner und von diesen nur an Rauchwarengroßhändler verkauft werden. Alle anderen Verkaufe sind unstatthaft, ebenso die Verwendung von Wildfellen für den eigenen Bedarf. Vorschußverein Grünberg. r+ Grünberg, 8. März. Der Vorschußverein Grünberg veröffentlichte soeben seinen Geschäftsbericht für das Jahr 1939, fein 77. Geschäftsjahr. Die Entwicklung der Genossenschaft ist im ab gelaufenen Jahre wieder günstig gewesen. Der Umsatz mit über 13 Millionen RM. erfuhr gegenüber dem Vorjahre eine Erhöhung von 1,2 Millionen. Die Bilanzsumme hat die Millionengrenze überschritten und steht mit 1 076131,21 RM. rund 100 000 RM. höher als die vorjährige. Die Zahlungsbereitschaft tritt wieder besonders stark in Erscheinung. Es betragen die flüssigen Mittel Ende 1939: Kassenbestand, Postscheck und Reichsbankguthaben 23 543,89 Am Sonntagabend wurde in der Gaststätte hessischer Hof" wieder ein 500-Mark-Gewinn der Reichswinterhllfe-Lotterie gezogen. Die glückliche Gewinnerin, eine Angestellte in einem staatlichen Betrieb konnte den Gewinn bereits in Empfang nehmen. Es war dies der sechste 500-Mark-Gewinn, der in Gießen gezogen worden ist. Es lohnt sich also, einmal 50 Pfennige zu opfern! liHemelnW M Statt öattö Steaöe Achtung! KdF.- Sport. Sportamt Wetterau, Schanzenstraße 18. Für Frauen: 995V Donnerstags, 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillerstraße. Für Männer und Frauen: Hallensport (insbesondere Hallenspiele) jetzt Mittwochs, 20.30 bis 21.30 Uhr, Goetheschule. Nicht wie bisher Donnerstags, 18 bis 19 Uhr. Kinder-Gymnastikkurs ist an einem Nachmittag geplant. Anmeldungen sofort erbeten beim Sportamk. Neu! Für Frauen und Männer: Schwimmen von 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr. DOM.-tlntergau 116 Gießen. Jugendfilmslunde. RM., Wechselbestand 14 380,35 RM., Bankguthaben 75 520,14 RM., Wertpapierbestand 370 576,24 RM., das sind insgesamt 484 020,62 RM. Dieser Betrag weist gegenüber dem Vorjahre eine Erhöhung um 100 000 RM. auf. Die Ausleihungen werden mit 594 723,45 RM. ausgewiesen. Im Berichtsjahre wurden 24 neue Kredite im Gesamtbeträge von 78 000 RM. bewilligt. Insgesamt werden 381 Kredite mit 594 723,45 RM. angegeben. Das Wechsel- geschäft ist stark zurückgegangen. Es wurden einge- 50gen 427 Wechsel im Gesamtbetrag von 125 300 RM. gegenüber 1166 Wechsel im Betrage von 225 000 RM. im Vorjahre. Das Bankguthaben bei den Zentralkasse beträgt 75 520,14 RM., außerdem wird hier eine Deteiliaung mit 2000 RM. Aktien an derselben ausgewiesen. Das Bankgebäude steht mit 10 000 RM. zu Buch, während sein Einheitswert bedeutend höher ist. Eine gute Entwicklung zeigen auch die Spareinlagen, sie werden mit 698 214,41 RM. angegeben und weisen somit eine Zunahme von rund 75 000 RM. gegnüber dem Vorjahre auf, eine Steigerung um rund 26 000 RM. weisen auch die Guthaben in laufender Rechnung auf, die einen Stand von 142 330,63 RM. zeigen. Die Rücklaaen werden mit 75 570 RM. ausgewiesen, die Geschäftsguthaben der Mitglieder betragen 85 795,84 RM. und der Haftsummenzuschlag 48 409,75 RM., so daß die Kasse über ein Eigenkapital von 209 775,59 RM. verfügt. Die Ruhegehalts- und Unterstützungsrücklage wird wieder mit dem vorjährigen Stand von 25 000 RM. angegeben. Das Wertberichtigungskonto stellt sich infolge Abschreibungen auf 44 517 RM. Die Unkosten sind entsprechend der Steigerung des Geschäftsumfanges etwas gestiegen, liegen aber noch unter dem vom Verband auf gestellten Durchschnittssatz. Der Reingewinn beträgt 4703,33 RM., der neben Zuweisungen an den Reservefonds eine Dividende von 5 v. H. (wie im Vorjahre) auf die berechtigten Geschäftsguthaben bringen soll. Der Mitgliederstand betrug Ende 1939 450 gegenüber 445 am Ende des Vorjahres. Verkehrsprobleme in Schotten. Schotten, 9. März. In seiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Problem der Erweiterung der Hauptdurchgangs- straße, der Adolf-Hitler-Straße. In Verbindung mit dem Umbau des von Heinrich Hainbach erworbenen Anwesens wird eine Erweiterung des Burger- ass vorgenommen werden. Das kleine, angren- e Neben haus wird, wie manches andere vorspringende Haus in dem engen Teil der Adolf- Hitler-Straße, verschwinden bzw. umgebaut werden müssen. Die Stadt kauft für Erweiterunaszweck das Hamburgersche Häuschen auf. — Die Märkte der Stadt, besonders der Pfingst- und Sommermarkt, werden in der gleichen Weise wie in den früheren Jahren durchgeführt. Mit dem Pfingstrnarkt am 3. Pfingstfeiertag wird wieder eine Prämiierung verbunden werden. Landkreis Gießen. „V* Ruppertsburg, 8.März. Auch in unserer Gemeinde besteht eine Gruppe des Deutschen Roten Kreuzes. Es gehören chr 12 geprüfte Samariterinnen und ein Sanitäter an, die eifrig bemüht sind, sich weiter auszubilden und zu helfen, wo es nötig ist. Die Gruppe veranstaltete nunmehr unter der Führung ihrer Leiterin Frl. Emma B ö ch e r eine Werbung, die vollen Erfolg hatte. Es konnten 61 neue MiDieder für eine Ortsgemeinschaft geworben werden. Kreis Büdingen. g Schotten, 9. März. Eine Kundaebung fand Dienstag in der Turnhalle hier statt, bei der Obersturmbannführer Piechteler aus München in überzeugenden Ausführungen zur Kriegslage sprach Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Zu einer interessanten Vortragsveranstaltung gefaltete sich die Grimm-Feier unserer Universität, )ie gestern abend im Kunstwissenschaftlichen Institut eine stattliche Zahl von Zuhörern vereinigte. Pro- essor Dr. Rauch begrüßte die Vertreter der Wehrmacht und insbesondere die studentische Jugend. Er prach von der deutschen Geschichte und von der Tatsache, daß einst auch die Arbeitsleistung des deutschen Volkes in diesem Kriege (sowohl des Heeres als auch die der Heimat, die der Front die wirtschaftliche Grundlage zu geben hat) feftge- halten und einer Nachwelt überliefert werden müsse. Auch die Forschung müsse weiter gehen; sie sei lebenswichtig und notwendig für die Zukunft. Der Redner erinnerte sodann an die Brüder Grimm, in deren Zeichen die germanistische Forschung stehe. Sodann sprach Professor Dr. Alfred Götze über das Thema „Deutscher Krieg und deutsche Sprache". Er stellte feinen Ausführungen voraus, daß der jetzige Krieg, nicht nur ein Krieg gegen England und Frankreich fei, sondern auch gegen die englische und französische Sprache. Als Krieger seien die Germanen in die Geschichte eingetreten, sie feien es gewesen, die das römische Weltreich zerstörten, sie sorgten für die Ausbreitung der deutschen Sprache in Europa, und viele Worte des germanischen Sprachschatzes seien von Romanen und Kelten übernommen worden. In der Zeit der deutschen Reformation, der Zeit einer großen geistigen Anspannung, sei die Sprache zum großen Ausdrucksmittel geworden. Viele Worte wurden habet dem kriegerischen Wortschatz entnommen, eine Tatsache, die besonders in Luthers Trutzlied zum Ausdruck komme. So wurde in der Folge auch die Sprache der geistigen Arbeit mitbestimmt von der Ausdruckswelt des Krieges und des Kampfes. In der jüngeren Vergangenheit sei es Otto von Bismarck gewesen, der die deutsche Sprache bereicherte. Auch er habe seine Wortbilder aus Der kämpferischen Ausdrucksweise genommen. Der Redner be- Freude" hielt zwei wohlgelungene Abendunterhaltungen mit fröhlichen Darbietungen ab. — Das Anwesen (seitherige Wirtschaft) des Karl Repp auf der Platte ging durch Kauf auf Kaufmann Bergen über, der darin ein Konfektionsgeschäft betreiben wird. Das Geschäftshaus des verstorbenen Kaufmanns Ludwig Straub wurde von Gärtner Komp käuflich erworben. — Der Zweigverein Schotten des VHC. hielt im „Felsenkeller" einen sehr gut besuchten Familienabend ab, in dessen Mittelpunkt ein interessanter Vortrag des Vorsitzenden, Apotheker Scriba, über die frühere Befestigungsanlage der Stadt Schotten stand. Um das Schloß und die Alteburg zogen früher Wassergräben, daneben schloß die Stadtmauer mit den beiden Toren, der Oberpforte und Unterpforte das Innere der Stadt ein. Die Kirche war die Zitadelle der Stadt, zu der die Bevölkerung in Notzeiten flüchtete. Dekan Widmann ergänzte die Ausführungen, ebenso brachte noch Bürgermeister M e n g e l aus alten Urkunden interessante Berichte zur Kenntnis. Der VHC. widmete im Lauf des Winters mehrere Abende der Vertiefung und Verbreitung der Heimatgeschichte. Volksschädling und Gewaltverbrecher hingerichtet. Lpd. Frankfurt a. M., 9. März. Die Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Am 9. März 1940 ist der am 2. November 1910 in Remscheid geborene Helmut Wagner hingerichtet worden, den das Sondergericht Frankfurt a. M. am 19. Januar 1940 als Volksschädling und Gewaltverbrecher zum Tode und dauernden Ehrverlust verurteilt hat. Wagner, ein schwer vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher, entwich als Sträfling, verübte am 22. November 1939 in Frankfurt a. M.-Nied unter Ausnutzung der Verdunkelung einen Einbruch in einen Gasthof und wurde gegen seine Verfolger gewalttätig. Um die Gewährung der Auswärtszulage. LPD. Bei einer Firma war ein Handwerker als Malergehilfe tätig. Durch vorliegende Aufträge wurde der Gehilfe nach einer andern Stadt entsandt, um dort die Arbeiten auszuführen. Er erhielt außer seinem tariflichen Lohn die ihm zu- stehende tägliche Auswärtszulage. Hier lernte er eine Frau kennen, heiratete und nahm dort Wohnung. Die Firma glaubte nun, daß die Voraussetzungen für die Gewährung einer Auswärtszu- lage wegfallen und zahlte die fälligen Beträge vom Tage der Eheschließung an nicht mehr aus. Der Malergehilfe klagte nun vor dem zuständigen Arbeitsgericht auf Nachzahlung der täglichen Auswärtsgelder. Die beklagte Firma wurde daraufhin antragsgemäß zur Zahlung verurteilt mit der Begründung, daß der Anspruch auf die tarifliche Auslösung für einen Beschäftigten, der an eiter' Arbeitsstelle außerhalb seines Wohnortes entsandt wird, nicht entfällt, wenn er sich am Ort der auswärtigen Arbeitsstelle verheiratet, die Eheleute aber infolge Wohnungsmangels noch nicht die Möglichkeit zur Gründung eines eigenen Haushalts haben, sondern der Beschäftigte seinen früheren Wohnsitz aufrecht erhält. Die hiergegen eingelegte Berufung der beklagten Firma vor dem Landesarbeitsgericht war erfolglos, da es sich den Ausführungen der Vorinstanz anschloß. VfB.-Heickiübahn Gießen. Wehrmacht—VfV.Reichsbahn Auswahlelf 3:2 (2:2). Die Grünweißen, die auf dem Sportplatz in Alten-Bufeck einer Mannschaft der Wehrmacht gegenüberstanden, lieferten ein spannendes Spiel gegen die körperlich weit stärkeren Platzherren. Die jungen Spieler, bei denen Funk nicht mitwirkte, zeigten sich von der besten Seite. Die Gegner begannen mit Angriffen, die in ihrer Stärke nichts zu wünschen übrig ließen. Doch bald hatten sich die Grünweißen gefunden, und schon nach einer Viertelstunde gelang es Nikolai mit wuchtigem Schuß zum Führungstor einzuschießen. Bei einem Angriff der Platzherren* griff Rahn zu spät ein, und schon war der Ausgleich fällig. Wenig später spielte sich Nikolai schön durch und dessen scharfer Schuß brachte wiederum den Führungstreffer. Die Soldaten blieben nicht müßig und ein Schuß von rechts ergab den Gleichstand. Nach der Pause waren es zunächst die Grünweißen, die schön kombinierten, doch Schußpech ließ keinen Erfolg zu. Dann kamen die Soldaten zum Wort, Angriff auf Angriff rollte vor das Tor der Grünweißen, die sich aber tapfer wehrten. Doch aus einem Gedränge heraus fiel das Siegestor der Soldaten, welche verdient gewannen. Düchertisch. — Theo Findahl: Traumland Hollywood im Tageslicht. Eindrücke. Verlag F. Bruckmann, München. In Leinen gebunden 4,80 RM. — Der Originaltitel des Buches, dessen Verfasser ein norwegischer Journalist ist, lautet,, Dal- farten til Stjerneland". Der Uebersetzer H. von Born-Pilsach hat mit dem deutschen Titel schon angedeutet, daß hier kritische Augen sahen und diS Welt des schönen Scheins, der tausend Wunder, die alle Dinge ins Maßlose übersteigert und verzerrt, das Traumland der Jugend gründlich entzaubert wird. Hollywood, eine nördliche Gartenvorstadt von Los Angeles und Zentrum der nordamerikanischen Filmindustrie, wo die Kunst des Schminkens den Weltrekord hält, entpuppt sich in den 24 Kapiteln des im fesselnden Plauderton geschriebenen amüsanten Buches als der größte Gauklerbasar dec Erfolgreiche Verteidigung gegen chemische Kampfstoffe durch die Volksgasmaske. Deshalb: Kauft Volksgasmasken bei den Amtswaltern der VSV.! Erde. Bis in das Privatleben der Stars hinein, die nicht scheinen dürfen, was sie wirklich sind, sondern den aus den gesehenen Rollen gewonnenen Vorstellungen des Massenpublikums zu entsprechen haben, herrscht Fassadenzauber, triumphiert die künstliche Aufmachung. Außer dieser amerikanischen Seite werden alle Probleme des Films, die gelösten wie die ungelösten, kritisch beleuchtet und diskutiert. Das Buch ist für alle Filmfreunde eine wahre Fundgrube von wissenswerten Ueberraschungen. Peter Bauer. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckerek R. Lange, K.-G., Verlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen. ab 65 Pf. u.a. . ,Mk. 3.00 u. a.. Gießen, Gau-Algesheim, Klein-Linden, den 11. März 1940. Kräuterbaus JUNG Die Beisetzung fand auf Wunsch des Verstorbenen in der Stille statt 0901 Stellengesuche Gießen, Frankfurt, Köln, Soest, den 12. März 1940, 0897 Unsere liebe Annemarie Gießen, den 12. März 1940. 1870-1940 Ist erschienen und steht Jetzt bei allen unseren Geschäftsstellen zur Verfügung der Interessenten Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 IMMER KANN S KEIN TREFFER SEIN DAS LEUSHIET DIR UNO ANDERN EIN DER 6RAUEN MXNNER C/flTS CAR VIELE. BEHARRLICHKEIT FUHRT, OKU ZUM ZIELE EINMAL WEISST DU SICHER DANN «OdS IST FÜR MICH OER RKHT't E MANN' Blnterneuemngs- Knr m. Blutsaft ist heute im blühenden Alter von 18 Jahren für immer von uns gegangen. Gestern entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Im Namen aller Hinterbliebenen: Luise Hassemer, geb. Luh. | Mietgesuche | 2Zimmer möbliert (Wohn- und Schlafzimmer mit 2 Betten) evtl, volle Pens, ob. Küchenben., zum 1.4. gesucht. Schr. Ang. unt. 0872 a. d. G. A. Machen Sie eine Frühjahrs - Kur zur Blutentsäuerung sowie Blutreinigung. Wohldorfer„Jtfaturheil“ Blutreinigungs - Tee Staufenberg, den 11. März 1940. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 13. März, nachmittags 2 Uhr statt. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 14. März, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Keine Ursprungszeugnisse, mndern nur Zeugnisabschriften dem Be werbungsschreiben beilegen! — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift de- Bewerbers tragen! Damenbart Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d.von mir angew. einzig sichere Meth. unt.Garant, für immer rfiit d.Wurzel entfernt Frau B.Gulden, seit 35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gießen, Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. 279d In tiefer Trauer: Familie Ludwig Steuerwald nebst allen Angehörigen, putzfkaii 4mal wöchentlich je 3 Stunden sofort gesucht. 1244D An der Johanneskirche Nr. 6 H- Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie be! wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige) Im Herz der Stadt Gießen, i.d.Mäusburg I 1250D Bekanntmachung. (Ein neuer Futtermilkelfcheinabschnitt fällig. Es werden auf den Abschnitt 4 des Futtermittelscheines für Pferde weitere 60 kg Pferdefutter, also insgesamt bis zu 210 kg Pserdefutter für die Versorgung im Monat März 1940 aufgerufen. Verbraucherhöchskpreise für Lrsahseife, Ersahwasch- und Puhmittel. Alle Ersatzseifen, Ersatzwasch- und Putzmittel, die neu in den Handel kommen, müssen für jedes Erzeugnis einen amtlich genehmigten Verbraucherhöchstpreis haben, welcher auf die Ware oder ihre Verpackung aufgedruckt werden muß. Alle Erzeugnisse, die diesen Aufdruck nicht tragen, verfaßen gegen die Preisbestimmungen. 1262D Frau Margarete IssleyWw., geb. Schomber im Alter von 72 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Issley Familie Ludwig Kunz Familie Heinrich Issley Familie Alois Müller. Familie Paul Drömert Heute verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unser liebes Gertraudchen im Alter von 4 Jahren. In tiefer Trauer: Wilhelm Haas, Dentist, und Familie. Mui* (14- bis 16jäbr.) zuverläss., fleißig und ehrlich für sofort gesucht. Verlag Roth, Marburger Straße 20. Unser 70. Jahres-Bericht Uber das Geschäftsjahr 1939 Große AnveWte für 10 RM. zu verkaufen. 0896 Frankfurter Straße 12 II. Am 7. März wurde mein lieber Mann, mein guter Vater, unser Bruder und Schwrager Herr Georg Hassemer im Alter von 68 Jahren von seinem langen, schweren Leiden erlöst. [ Vermietungen | Gut möbliertes Zimmer in freier, sonnig. Lage, an soliden Herrn od. Dame zu vermiet. i264D Zu erfragen im Gieß. Anzeiger. Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft ReinCS ist Gesundheit! Stenotypistin mit höher. Han- delssckmlbildung sucht Anfangsstellung z.l.April Schriftliche Angebote unt. 0899 an den Gießener Anzeiger erbet. Dauermieter, in guter Position, sucht wohnlich eingerichtetes Zimmer inguterLagever sofort o. 1. April. Eilangebote unt. 0904 an d. Gieß. Anzeiger erbet. Werbe-Drucksachen hei Brühl. 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Ohne Gewähr___________________________Nachdruck verboten^ Auf jede gezogene Nummer find drei gleich hohe Gewinnes gefallen, vnd zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer' ___________in den drei Abteilungen I, II und III___________ 9. Ziehungstag 8. März 1940- In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 10000 RM. 112225 V 9 Gewinne zu 5000 RM. 48380 314067 383800 7 3 Gewinne zu 4000 RM. 181436 27 Gewinne zu 3000 NM. 34073 53202 93370 1459781 147895 168130 192858 224796 326492 54 Gewinne zu 2000 RM. 10181 25448 39152 45653* 63546 80591 136742 157079 166299 196154 201123 22215® 303950 312562 316744 323562 325488 342669 108 Gewinne zu 1000 RM. 2189 7281 47429 76207 808071 82430 95239 100603 109283 114340 115475 116258 119372 130189 133568 139483 149551 164949 180686 201307 23692« 243298 247677 248478 264974 267067 293101 301259 308610 309712 311751 321713 333705 339991 351899 387401 10. Ziehungstag 1-,^J5eiDinne tu 2000 RM. 21495 79106 104434 156575 392402 393617 91827 229379 263825 264641 343887 373916 ’20 Gewinne zu 1000 RM 34601 45606 47500 58942 6^735 69893 77559 77989 83170 87152 87597 91994 944561 222707 139320 149147 149474 160682 168812 171324 19751» oooaw SPOI 212083 221591 243340 249686 251279 283859 W 3,2341 3,8,76 3,8440 K4304 9. März 194QI 3« der Dormittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 20000 NM. 88820 6 Gewinne zu 10000 RM. 10500 298198 12 Gewinne zu 5000 RM. 185874 227261 347553 3573271 12 Gewinne zu 4000 RM. 131347 197118 277817 3461W 350643 339734 $6131° 63867 258761 324527 3244^ Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Verschiedenes Wer übernimmt baldigst das Stritten non Sinöetiöton? Schr.Angeb.unt. 125lDa.d.G.A. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermflhlungsanzeher- Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 1 Stadttheater Dienstag 20 bis 23 Uhr 2 3. Dienstag -Miete! Zum letzten male: Tosca Oper von Puccini. Preise: RM. 1.20 bis 4.10. 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