Ur. 36 Erstes Blatt 190. Zahrgang Montag, 12. Zebruar WO Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Giehen Postscheckkonto: Zrankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Brühlsche Umverfitatrdruckerei R. Lange in Giehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 % mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Niemand glaubt England mehr. das das NSG. Das Führerkorps der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände des Gaues Hessen-Nassau hatte sich am Sonntag zu einem Appell versammelt, auf welchem ihm der weltanschauliche Stand des Nationalsozialismus im gegenwärtigen Lebenskampf des deutschen Volkes vermittelt wurde. In der Gauhauptstadt Frankfurt sowie in Wiesbaden sprachen Gauleiter und Reichsstatthaller Sprenger und der Leiter des Hauptschulungsamtes der NSDAP., Stellvertretender Gauleiter Schmidt. Rom, 11. Febr. (Europapreß.) Das Blatt Mussolinis, „Popolo d'Jtalia", schreibt: In seiner jüngsten Rede hat Kriegsminister Stanley gepredigt, daß alles, was es in der Welt Gutes gibt, nämlich demokratische Ideale, unsterbliche Grundsätze, Kultur, menschliche Würde, ewiger Friede, sich natürlich mit England identifiziere. Er hat auch die Schallplatte vom Jahre 1914 laufen lassen, nämlich, daß England keine materiellen Erwerbungen anstrebe und für das Wohl aller, also auch des deutschen Volkes, kämpfe. Als ob die Bewahrung des zu Unrecht „Erworbenen" zumindest der Wiedereroberung desselben nicht gleichkäme! Wie im Jahre 1914 Belgien, wird heute P o - len als idealer Beweggrund für das Eingreifen Englands angegeben. Doch die Aufnahme dieser Behauptung unterscheidet sich kraß von jener des Jahres 1914. Damals glaubten viele England, doch heute Schwierigkeit der Anweisung aus Gefahrgründen bedingter Kurse. Indem man die Handelsschiffahrt von den üblichen Wegen abweichen läßt, ihre Verkehrsdichte also gewissermaßen zerfasert, gewährt man ihr in Mancher Hinsicht eine nicht zu verkennende Sicherheit gegen feindliche Angriffe. Die Brennpunkte des Verkehrs schaltet man jedoch auf diese Weise keineswegs aus. Sie bleiben vielmehr in unverminderter Stärke bestehen, weil die Schiffahrt, wie die naoigatorischen Verhältnisse nun einmal liegen, sie nicht vermeiden kann, soll Vernunft nicht zur Unvernunft werden. Als solche Brennpunkte sind für die britische Flagge nach eigenem Eingeständnis anzusehen: die Kapverdischen Inseln, Pernambuco, Gibraltar, das Kap der Guten Hoffnung, der Golf von Aden, Kap Galle (Süd-Ceylon) und Singapore. An diesen Punkten kann nur die Bereithaltung stärkerer militärischer Kräfte Schutz gewähren. Daß die britische Flotte sämtlichen Anforderungen dieser Art gerecht werden kann, ist ausgeschlossen. Unter- allen Umständen liegen die Dinge so, daß es einem tatkräftigen Angreifer jederzeit möglich ist, sein Tag bereit zu sein, als Soldat Adolf Hitlers für die Größe und Einheit des germanischen Reiches deutscher Nation." Der Appell schloß mit den Liedern der Nation und den Klängen des Engelland-Liedes. Mit der festen Zuversicht des Sieges klang es „Die Knechtschaft dauert nur noch kurze Zeit", und wie eine auf das Ziel gerichtete Fanfare erhob es sich in der Melodie „Denn wir fahren gegen Engelland". Ein ge» lobender Gruß an die Männer in der Front der Wehrmacht: das deutsche Volk wird sich ihres Einsatzes würdig erweisen. Die Partei hat dafür die Bürgschaft übernommen. Auch im Gau Hessen- Nassau steht ihre Organisation und Arbeit fest verwurzelt in der Tradition der Kampfzeit und ihres Sieges. Berlin, 10. Februar. (DNB.) Das Auswärtige Amt hat unter Verwertung des neuen umfangreichen Beweismaterials soeben die zweite ergänzte Auflage der mit umfassendem Urkundenmaterial und mit zahlreichen Origmalfoto-Kopien versehenen Dokumentensammlung „Die polnischen Greueltaten an den Volksdeutschen in Polen" erscheinen lassen. Hierzu wird amtlich verlautbart: Die künstliche Versailler Gründung der polnischen Republik hatte chre gesamte Politik gegenüber dem Deutschtum im Raume des neuen Staates von Anfang an auf eine systematische Ausmerzung des deutschen Dolksteiles gerichtet. So ist in den Jahren seit 1919 der weitaus größte Teil des gesamten Deutschtums von feinen uralten deutschen Siedlungsstätten im Osten von den Polen vertrieben worden. Ein Beweis, mit welcher Schnelligkeit und Systematik diese Vertreibung der Deutschen vor sich ging, ist die Feststellung des Warschauer Forschungsinstitutes für Nationalitätenfragen, daß bereits im Jahre 1931 eine Million De utf che in Polen von Haus und Hof vertrieben worden war. Auch das deutsch-polnische Abkommen vom Januar 1934 brachte nicht die erwartete Aenderung, sondern im Gegenteil noch eine Verschärfung der planmäßig die ganzen Jahre hindurch betriebenen nationalistischen polnischen Hetze, des Terrors der polnischen chauvinistischen Verbände und der Der- gewaltigung und Quälpraxis der polnischen Behörden. Die polnische Regierung betrachtete dieses Abkommen als einen bequemen Deckmantel, hinter dem sie ihre willkürlichen Dertreibungsmaßnahmen gegen die Deutschen ungestört fortsetzen, ja n o ch verschärfen zu können glaubte. Die britische Blankovollmacht führte öa^u, daß man in Warschau ohne jedes moralische Bedenken nicht nur dem etwas naiven kriegerischen Imperialismus gegen das Deutsche Reich freien Lauf ließ, sondern ebenso auch dem wilden Treiben der von Presse und Rundfunk bis zum Wahnwitz angefeuerten Akteure der Vergewaltigung gegen die deutsche Volksgruppe und gegen alles Deutsche. Durch die in Polen ein-esetzten Spezialkommissionen der deutschen Regierung sind in den gesamten bis 1918 deutschen Gebieten sowie in dem jetzigen Generalgouvernement Polen bereits Hunderte von Massengräbern lokalisiert worden. Von diesen konnte wegen Einbruch des Winters nur ein Das Führerkorps der RGOAP. des Gaues Heffen-Aaffau zum Appell angetreten Vorgehen auf derart zahlreiche Punkte anzusetzen, daß die Abwehr auf äußerste Schwierigkeit stößt. Deutsches Ll-Boot versenkte 38000 25 RX Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag. Berlin, 11. Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Mn der Westfront vertief der Tag ruhig. Die deutsche Luftwaffe setzte trotz Schtechtwetters ihre Aufktärungstätigkeit gegen Großbritannien fort. Ein britisches Borpoften- boot wurde versenkt. Alle Flugzeuge kehrten unversehrt zurück. Wie durch Sondermeldung bereits bekanntgegeben, hat ein von Fernfahrt zurückgekehrtes deutsches U-Boot die Versenkung von 38 0 0 0 Brt, zum Teil wiederum aus Geleitzügen, als Gesamtergebnis feiner Tätigkeit gemeldet. Oie Blutschuld. Kurz vor Jahresschluß erschien die amtliche Dokumentensammlung über die polnischen Greuel. Sie erbrachten den Nachweis, daß allein im Bromberger Bezirk und seiner Umgebung 5 437 Volksdeutsche grausam ermordet worden sind. Es wurde gleich hinzugefügt, daß diese Zahl sich noch täglich erhöhte, weil immer neue Gräber gefunden werden, und Tausende von Vermißten spurlos verschwunden sind. Nachdem die Verwaltung der früheren Ostprovinzen und des Generalgoruvernements eingerichtet ist, konnte die Fahndung nach Ermordeten und verschollenen Deutschen planmäßig fortgesetzt werden. Bis jetzt steht leider fest, daß im früheren polnischen Staate 58 000 Volksdeutsche entweder ermordet oder verschleppt wurden, sodaß sie bis heute noch nicht gefunden werden konnten. Trotz der Hindernisse des stt-ngen Winters sind bis« her die Gräber von 12 000 ermordeten Deutschen aufgedeckt worden. Die Endzahl der Opfer ist überhaupt nicht festzustellen, da sie sich in die entferntesten deutschen Siedlungen verteilen. Die Grausamkeit des polnischen Pöbels unter der Anführung staatlicher Funktionäre hat alles Maß überstiegen. Die Verantwortung für diese Blutschuld tragen aber nicht so sehr die polnischen Mörderbanden, die zum Teil aus Analphabeten und asozialen Elementen bestanden, sondern die Engländer, die den Polen Mut gemacht haben, gegen das Deutschtum zu kämpfen. Bis zuletzt hat der Londoner Rundfunk Warschau zum erbitterten Widerstand aufgefordert, angeblich, weil die Hilfe der Verbündeten unter« wegs war. Noch am 15. September 1939 meldete die polnische Telegrafenagentur, daß die Verteidigung Warschaus mit Hilfe der Zivilbevölkerung, der Frauen und Kinder, heldenhaft fortgesetzt" wurde. Diese polnische Bevölkerung hat auf England gehört und hat sich für London geopfert. Jetzt fühlt sich die englische Presse bemüßigt, fo etwas wie eine Verteidigung der polnischen Massenmorde zu versuchen. Die „Times" schreibt, in Brom- berg hätten die Deutschen einen Putsch versucht, als ihre Truppen in der Nähe waren, sie hätten aus den Häusern auf die Polen geschossen. Daraufhin Das Totenseld der Volksdeutschen in polen Bisher über 58 000 Opfer des polnischen Mordterrors. immer stehen mag, immer werde er als Nationalsozialist handeln. Vor allem dort, wo die Partei zur Hilfe der Bevölkerung und zur Unterstützung des Staates im Dienste von Sofortaufgaben stehe, werbe sie immer dafür Sorge tragen, daß Ungerechtigkeiten vermieden werden und das Recht durch den Gemeinnutz diktiert wird. Sie wird damit dem Führer Helsen, unserem Reich die Stellung zu erringen, die ihm kraft seiner Leistung und seines Könnens gebührt. Der Leiter des Hauptschulungsamtes der NSDAP., Stellvertretender Gauleiter Schmidt, stellte besonders heraus, daß das Bekenntnis des deutschen Volkes zur revolutionären Idee der Gemeinschaft den Haß und die Wut der jüdischen Plutokratien heraufbeschworen habe. Das Weltjudentum führe seinen erbitterten Kampf gegen das deutsche Volk, weil dieses im Nationalsozialismus seine geistig- seelische Freiheit und damit sein Leben wiedergewonnen habe. Dieser Anspruch auf em von uns selbst geordnetes und gestaltetes völkisches Leben m Freiheit und Ehre hätte niemals Anlaß des Krieges zu sein brauchen. „Wir haben den Krieg nicht gewollt, wenn die anderen ihn uns jedoch zum Schicksal gemacht haben, dann bekennen wir uns zu ihm als einem heiligen Krieg. Front und Heimat wissen heute, daß sie in der größten Stunde unseres Volkes dazu berufen sind, der deutschen Geschichte Sinn und Erfüllung zu geben. Heute gibt es für jeden Deutschen keinen größeren Stolz und keine größere Würde als die, jeden Tag bereit zu sein im opjervollen Einsatz für unser Volk, leden Der Gauleiter verwies auf die Notwendigkeit dieses Appells. Die Lücken, die im Führerkorps der Partei dadurch entstanden seien, daß der größte Teil seiner Angehörigen im Felde stehe, machen es notwen- gabengebiete neu eingerückten Führer die richtige Blickrichtung für ihren Einsatz erhalten. Auch während des Krieges werde kein Gebiet der Parteiarbeit vernachlässigt werden. Der der Partei von jeher zugewiesene Auftrag der Volkführung erlaube keinen Verzicht auf Arbeiten und Aufgabenstellungen, die mit diesem vom Führer zu Kriegsbeginn wiederholten Auftrag zusammenhängen. Die in den Jahren vor dem Kriege durchgeführte Aufgabenteilung zwischen der Partei, ihren Gttederun- gen und angeschlossenen Verbänden erweise sich gegenwärtig als ein harmonischer Zusammenklang. Treue, Disziplin und Opferwilligkeit seien es gewesen, die die nationalsozialistische Bewegung groß gemacht habe. Diese Tugenden gelte es auch heute einzusetzen. Die Partei werde damit stets das Vorbild des deutschen Volkes sein. Wo der einzelne Parteigenosse in seinem Einsatz auch ' - immer werde er als Ratio- Werk „Imperium Britannicum“, „eine Schöpfung i des Meeres und der Schiffe." Noch ist die Luftfahrt i nicht so weit, daß sie die Ozeane militärisch be- i herrscht. Somit steht die Seekriegführung auch in 1 unseren Tagen auf bedeutsamem Posten, und es kann nur dazu dienen, das Verständnis für ihre um- fassenden Aufgaben dadurch zu wecken, daß wir uns f kurz und bündig mit der Frage beschäftigen: Welche Zufahrtswege führen nach England? lieber das atlantische Weltmeer laufen : vier solcher Straßen, und zwar nach Kanada und Nordamerika, nach Westindien und Zentralamerika, nach Südamerika und nach dem Kap der Guten Hoffnung. Der Verkehr auf der Sttaße England-Kanada ist im Herbst besonders dicht wegen Verfrachtung der kanadischen Weizenernte. Von W e st i n d i e n und Mexiko werden vornehmlich Bananen, Oel und Zucker bezogen, lieber die südamerikanische -Straße läuft in erster Linie Fleisch. Vom Kap der Guten Hoffnung kommen Nahrungsmittel, Baumwolle und Rohstoffe herauf, die größtenteils bereits den Weg von A u stra li e n her zurückgelegt haben. Auf den vier atlantischen Straßen waren an einem Stichtage jüngstvergangener Zeit nicht weniger als 1852 Schiffe von 3000 Tonnen oder darüber unterwegs, die sich nach Schiffsarten wie folgt verteilten: 1111 Fahrgastdampfer, 269 Fahrgast- und Fracht- dampfer, 661 Frachtdampfer, 592 Trampdampfer, 219 Oeldampfer. Die Durchschnittsgröße der Schiffe betrug 5770 Tonnen. Brennpunkte britischer Schiffahrt sind ferner das M i 11 e 1 m e e r und das Rote Meer. Durch sie geht der Verkehr nach Ostafrika, Indien, Malaya, Australien, Neuseeland, China, Japan und zahlreichen Inseln des Stillen Ozeans. Auf den Handelswegen des Indischen Ozeans, die vorwiegend in das Rote Meer und später ins Mittelmeer einmünden, verkehrten am Stichtage eines früheren Termins 596 britische Schiffe von über 3000 Tonnen. Im Stillen Ozean waren am gleichen Tage 411 Schiffe gleicher Größe unter dem Union-Jack anzutreffen. Diese Zahlen beweisen deutlich, daß es für die britische Admiralität keineswegs eine leichte Aufgabe darstellt, allenthalben die schützende Faust zu zeigen. Wer einwendet, das Vorhandensein derart 'zahlreicher Versorgungsquellen stelle sine große Sicherheit dar, man brauche den Handel aus den bedrohten Gewässern nur auf andere Straßen umzuleiten, der verkennt das Wesen und die Eigenart der Schiffahrt vollständig. Der Sättigungsgrad einer Handelsstraße hängt nicht von den verfügbaren Frachten oder dem verfügbaren Schiffsraum ab, sondern in erster Linie von der Aufnahme-, Lande- und Löschfah t g ® feit der an den einzelnen Straßen liegenden Hafen. Schon in Friedenszeiten halten sich Verkehrsdichte und Umschlagmöqlichkeit ungefähr die Waage. Ein plötzlich gesteigerter Verkehr kann daher nur in Ausnahmefällen bewältigt werden. Jede Überlastung eines Handelsweges hat zur Folge, daß mehr oder minder zahlreiche Schiffe auf Enlladung ober Beladung warten müssen, was nicht nur kostspielig ist, sondern auch in Widerspruch zur Oekonomie der Schiffsraumausnutzung steht. Wie sehr die Hafenzeit eines Schiffes durch Ueberlastung des Verkehrs verlängert wird, hat der Weltkrieg immer wieder, und zwar recht drastisch bewiesen. Die Ausfuhrziffern sanken allein aus diesem Anlag zum Teil bis auf 50 v. H. Die Umleitung des Handels stellt somit alles andere, nur kein Mittel Dar, das fähig ist, die Gefahr einer starken Verkehrsstockung zu beseitigen. Man muß vielmehr zu ganz anderen, einschneidenden Maßnahmen schreiten. In erster Linie bietet sich hier das „Geleitzugsystem" in Verbindung mit dem „au 5 = weichesystem" an, worunter die Vermeidung der Friedensschiffahrtssttaßen zu verstehen jf • Geleitzugsystem hat sich während des Weltkrieges mit gewissen Einschränkungen — Verzögerung des Verkehrs, weil die Schiffe immer wieder sammeln müssen und an die Fahrsttlse des langsamsten Schiffes gebunden find — bewährt. Dem Au d) system, das nicht etwa mit der U ml e i t u n g Schiffahrtswege zu verwechseln ist,sondern nur• e mehr oder minder starkes Ab weichen von d Hauptverkehrsstraßen bleutet, haften jedoch erhebliche Mängel an; als da fmd: Wege Verlängerung, Erhöhung des .Brennstoffverbrauch, Teil geöffnet werden. Bereits hierbei hat sich die Ziffer der identifizierten Leichen auf 12 857 erhöht. Erft im Frühjahr wird es möglich fein, den gesamten Umfang der über das Deutschtum seit Kriegsbeginn hereingebrochenen Katastrophe festzustellen und die Ermordeten auszugraben und zu identifizieren. Die beim Chef der Zivilverwaltung in Posen errichtete Zentrale zur Auffindung und Bergung Volksdeutscher ist -damit beauftragt, eine genaue Statistik nur der feit Kriegsausbruch vermißten Deutschen aufzustellen. Diese Statistik umfaßt bereits eine Namenslifte von insgesamt mehr als 45 000, die zu den bereits identifizierten 12 857 noch hinzu kommen. Es ist mit Gewißheit damit zu rechnen, daß von diesen 45 000 niemand mehr am Leben ist, sondern daß sie wie die anderen Deutschen eines grausigen Todes gestorben und in den noch nicht geöffneten Massengräbern verscharrt sind. Die Gesamtziffer der bisher seit Kriegsausbruch in Polen ermordeten Opfer beträgt also bereits heute über5800 0. Nicht nur im Posener Land und im Bezirk Bromberg befinden sich diese Opfer, sondern das Totenfeld des deutschen Volkstums erftrectt sich auch auf den schlesischen und mittelpolnischen Sektor. Auch hier wurden Tausende unb ab er lau« sende von Deutschen, hierbei Kriegsausbruch von ihrem Heimatort verschleppt wurden, beim Zusammenbruch der polnischen Wehrmacht und des vol- nischen Staates haufenweise, wo sie gerade auf Dem Marsch waren, mit Maschinengewehren zusammengeschossen. Aber dieses letzte und schauerlichste Austoben des polnischen Terrors war nur der Abschluß einer zwanzigjärigen Orgie der Vergewaltigung und Vernichtung. Zahllose der in diesen 20 Jahren von Haus und Hof vertriebenen Deutschen sind elend zugrunde gegangen. Ein großer Teil kam in Deutschland in einem fo heruntergekommenen Gesundheitszustand an, daß er die Flucht aus der polnischen Hölle nur kurze Zett überlebte. Zahllose deutsche Menschen sind in den turbulenten Jahren der polnischen Besitzergreifung gewaltsam beseitigt worden, ohne daß sich irgend eine Stelle in der Welt um ihr Schicksal gekümmert hat. Wenn einst die enbgüli figen Ziffern über diese Massenausrottung des deutschen Volkstums in Polen bekanntgegeben werden, wird die Welt mit Enftetzen gewahr werden, in welche verbrecherischen Hände sie das Schicksal eines großen Telles des deutschen Volkes gelegt hatte« glaubt ihm niemand mehr. Wie heute England Chamberlains, war angeblich auch Handeln des Englands des Ministerpräsidenten Asquith nicht von materiellen Bestrebungen be- ftimmt, sondern „nur von großmütigen Absichten". Auch damals waren die Kriegsziele Englands ideal und selbstlos. Und zwar so sehr, daß König Georg V., der vielleicht hieran glaubte, an der Front von Flandern durch das ungeheure Gemetzel von Schauder erfüllt, seinem Hoskaplan zurief: Welch schreckliche Tragödie! Hoffen wir, daß es der Staat verstehen wird, mit reinen Händen daraus hervorzugehen! „Statt dessen", sagt „Popolo d'Jtalia", „hat er sich die Hände mit einigem kolonialen Raub beschmutzt, und heute möchte er, um, wie damals, ,mit reinen Händen' aus dem Konflikt hervorzugehen, sich die Hände nicht im eigenen, sondern im Blut der anderen waschen!" Englands Znsahrlflkaßen. Von Kapitän zur See Professor von Waideyer-Harh. Die Ereignisse des Seekrieges, insonderheit unsere Leistungen im Handelskrieg, rücken Fragen des Seeverkehrs und der Seegeltung stark in den Mittelpunkt des Interesses. Die britische Inselwelt hängt, einer Spinne vergleichbar, in den Maschen eines Riesennetzes, das Abenteuerlust, Seefahrtdrang, Gier nach Besitz, glückliche Kriege und eine weitschauende Politik über den gesamten Erdenrund geworfen haben. Was sind Die britischen Inseln? Ein kleiner Landblock, Europa vorgelagert, dem Atlantischen Weltmeer zugewandt. Und doch: in London schlägt noch immer das Herz d e s britischen Weltreiches, so peinlich auch die Tochter st aaten auf die Wahrung ihrer Selbständigkeit achten. Man spürt es in Australien wie in Kanada, daß das Mutterland versorgt und unterstützt werden muß, soll das Empire mit feinen engen Handelsverflechtungen nicht auseinanderfallen, soll das britannische Netz unzerreißbar bleiben. Die Seewege nach England sind die Dräger des Zusammenhalts; sie zu schützen und zu behüten, stellt daher heute wie früher die Hauptaufgabe der groß britischen Kriegführung dar. „Das englische Imperium ist", so heißt es bei Otto Graf in feinem ’iÄin etwa zehn Deutiche standrechllich erjchossen worden. Das ist ein dreister Schwindel. Die Deutschen in Dromberg hatten keine Was- I e n, sie sind auch nicht standrechtlich erschossen worden. Zumeist waren sie totgeschlagen oder erstochen worden, dann mit den Füßen zusammengebunden in rasch aufgeworfenen Grablöchern beerdigt. Daß es sich in Bromberg nicht um „nur 10" deutsche Blutopfer handelt, das beweisen die deutschen Friedhöfe, davon zeugen die seitenlangen Todesanzeigen deutscher Familien. Der Versuch der englischen Presse, die polnischen Brüder rein zu waschen, ist von vornherein jämmerlich miß- lunaen. Dafür aber möchte man jetzt den Spieß umrehren und den Deutschen Greuel m Polen zum Vorwurf machen. Der Londoner Rundfunk beklagt sich darüber, daß das polnische Mordgesindel jetzt vor die Sondergerichte gestellt wird, was in Wirklichkeit ein Zeichen dafür ist, daß die Deutschen trotz aller berechtigten Erbitterung streng nach Gesetz und Recht verfahren. In Indien, in Palästina oder im Burenkriege haben es die Engländer allerdings anders gemacht ... Was ist ein navycert? In den Drahtungen aus dem Auslande findet sich häufig der Ausdruck „navycert",besonders wenn es sich um Wirtschaftsnachrichten handelt. Was versteht man darunter? Rach der Blockadeerklärung gegen Deutschland versicherten die englischen Behörden den neutralen Kaufleuten, daß ihr Handel nicht gestört werden soll, wenn die Schiffsladungen gedeckt seien durch ein navycert. „Navy“ heißt Flotte, wozu noch der englische Ausdruck für Zertifikat kommt. Beide Ausdrücke zusammengezogen und zugleich abgekürzt lauten nun: „navycert“. In den neutralen Landern hat man sich mit dieser Methode leider abgefunden. Dieses nicht besonders mutige Verhalten wurde von England damit gedankt, daß die Schikanen um die Ausstellung eines solchen navycerts ständig zunehmen. Wenn ein Kaufmann in Brasilien Kaffee nach Holland verschicken will, so muß er erst seinem hol- lärckischen Geschäftsfreund kabeln, er möge den englischen Konsul in Amsterdam oder Rotterdam um eine wiederum durch Kabeldepesche zu übemtittelnde Unbedenklichkeits-Bescheinigung er. suchen. Run beginnt erst der eigentliche Trick. Der britische Konsul in Holland verlangt Unterlagen dafür, daß die Ware nur in Holland verkauft und keinesfalls nach Deutschland weite r g e l e i t e t werde. Das bietet eine vortreffliche Gelegenheit zur Durchsicht der Bücher und damit zu einer ausgewachsenen Witrschaftsspio- nage. Der brasilianische Geschäftsmann erhält das navycert erst bann, wenn der englische Konsul in Holland seinem Kollegen in Brasilien kabelt, daß alles nach Englands Wünschen geht. Aber das navycert ist keine absolute Sicherung gegen Beschlagnahme ober zusätzliche Kontrollen, bie erhebliche Zeitverluste bringen. So durfte von einem dänischen Dampfer im Hafen von Kopenhagens!) eine Ladung getrockneter Fruchte nicht gelöscht werden, weil die Engländer inzwischen den Einwand erhoben, daß Dänemark 1939 mehr getrocknete Früchte bezogen habe als 1938. Und die dänischen Kaufleute haben sich das ebenso gefallen lassen, wie das Festhalten einer Schiffsfracht mit ostasiatischen Lebensmitteln unter Lagerhausverschluß durch zehn Wochen. Ja, es ist sogar eine Fracht von 2000 Kisten türkischer Rosinen in Malta von einem neutralen Schiffe heruntergeholt und beschlagnahmt worden, obwohl ein navycert vorlag und die Türkei lieb Kind in London ist. Die kribbelnde Angst vor England ist so groß, daß die neutrale Presie gegen diese offenkundigen Gewalttaten nicht protestiert, sondern höchstens einmal eine sentimentale Augenverdrehung riskiert. 3n der britischen Todeszone. Amsterdam, 11. Febr. (DNB.) Wie „Scheeo- pari* aus London meldet, ist das griechische Schiff „K e r a m i a i" (5085 Brt.) in der ersten Hälfte der vorigen Woche gesunken. Das Blatt nimmt an, daß die 28 Mann starke Besatzung von einem anderen Schiff gerettet worden ist. — Der norwegische Tanker „Galli a" (9968 Brt.) ist in der Rocht zum Sonntag in der Rühe der Downs — den englischen Kontrollhäfen — auf eine Mine g e l a u f en. Das Schiff ist am Bug beschädigt. Die wegs. ~ -laufen sein. — Don dem holländischen yuuwwt „Burgerbier (6833 Brt.) finb Rot- finnale aufgefangen worden mit der Mitteilung, er drohe infolge eines Zusammenstoßes sechzig Merlen erdeutjlhi :k 841| MO, [on“ ßinti (einem 3len durch, elden deut- fs Gesicht, -n ergeben »ehre hoh der dritte lsizier flitzt »olltonunen kann nicht aimmt ihm »Zier seinen bringt ihn ’n gesichett ldesien mit der Haupt- Strauß ge- r ein paar | ng standen | >ie Sofern* | hauen. Dir einige Geste. Seht ist ranzöstscher I S nun hin. | gender ver- | ten werden. [I len, bekam- || hts. Wieder jL beten Feind jenen Feuer ||i gner zum IN t fällt auf, II inzosen, die || Schußver- II herum und r sanfter Rip. I veranlassen I t's nur eine | les Feindes, | traßenkamps 11 roerwunbth II nserer Seite II herrscht der II genben Aus-1| ipferkeitundl dslanb. Die I ; Bataillone-1 ausgeforscht I doch gerade icke statt der iarbara Set- utter schütt^ , sei es Diel' inst, M ,en. m »Hb; -,t in «* Station h» 7 steift»^ ffnetSri® entfernt -- muft*? dar U and m K- !-S -ZÄ» pt; dek sich die SW ner*i> schlaf n # MM Die Erregung in Irland hält an Dublin, 11. Febr. (DNB.) Die starke Erregung wir sichrer Breithaupt in Berlin; ^-Brigade fiihrer Wege in Priort; SA.-Obergruppenführer Litz« mann in Berlin; SA.-Gruppensichrer Sp ä i n g in Langensalza; SA.-Gruppenführer Lasch in Düsseldorf; Generalmajor der Landespolizei a. D. Meißner in Dresden; Oberregierungsrat Dr. Taubert in Berlin; Stadtrat Kaiser in Berlin; Bezirksstadtrat Fried lein in Berlin; Oberstudienrat Heinlein in Bamberg. wortung für das Dolksganze mitzutragen. Man sieht schon, wie tief diese Grundsätze von den nationalsozialistischen Erkenntnissen über den Sinn der Erziehung im Gesamtaufbau der Volksgemeinschaft durchdrungen sind. So weit das Grundsätzliche. „Der Unterricht in der V 0 l k s s ch u l e", heißt es, „kann sein erziehliches Ziel nur erreichen, wenn er auf allen Stufen lebensnah ist. Heimat und Volt stehen im Mittelpunkt der Arbeit." — Da diese erzieherische Arbeit aus der Wirklichkeit erwachsen soll, muß aus der Schule jeder nur gedächtnismäßige Drill, jede nur abstrakte Lehre verbannt jein. Wie sich solche Grundsätze im praktischen Unterricht verwirklichen, zeigt ein Blick in die Lehrpläne. Da wird etwa in der Heimatkunde von den nächsten und einfachsten Beobachtungen heimatlicher Gesteins- und Bodenarten zum Höheren und Weiteren fortgeschritten, zur Betrachtung des Wetters, des Sonnenlaufs, des Mondwechsels, des gestirnten Himmels. Wenn ferner Messen und Schät» Zungen von Entfernungen vorgelchrieben werden und einfache Hochbilder im Sandkasten, Ortspläm und Kartenskizzen anzufertigen sind, so werden solche Forderungen gewiß im Hinblick auf den künftigen Wehrdienst gestellt, sie erweisen aber auch, wie sich ein Lehrfach aufzubauen hat; wurzelnd im heimatlichen Boden, dann weitere Kreise ziehend, immer aber verhaftet mit der lebensnahen Wirklichkeit und mit den Forderungen, die an den erwachsenen Volksgenossen später herantreten werden. Die Mittelschule hat die besondere Aufgabe, Auch während des uns aufgezwungenen Abwehrkrieges geht die innerdeutsche Entwicklung stetig weiter, gelassen und planmäßig vollzieht sich der rulturpolitische Aufbau. Das kommt im Bereich des Erziehungswesens auch dadurch zum Ausdruck, daß das Reichsministerium für Wissenschaft, Erhebung und Volksbildung die neuen Grundsätze und Lehr- pläne vorlegt, nach denen die Volks - und Mittelschulen in Zukunft auszurichten sein werden. Wenn gefragt wird, welches Tendenz und Gehalt der neuen Richtlinien sei, so gibt es darauf zwei Antworten. Eine negative: Es haben sich auch in die Lehrpläne der Volks- und Mittelschulen so viele überflüssige, weil wirklichkeitsfremde Bildungsstoffe eingeschlichen, daß es endlich an der Zeit ist, diesen toten Ballast über Bord zu werfen. Aus dieser negativen Feststellung ergibt sich die positive: Die neuen Lehrpläne sind den Forderungendes Lebens angepaßt worden; aus dem Leben und aus der kindlichen Umwelt entwickelt sich der Unterricht; es soll nicht mehr das Buchwisien, das System, das Wesentliche sein, sondern die l e b e n s - nahe Erziehung, nach deren Abschluß der Schuler befähigt ist, aus der S i p p e n g e m e i n - schäft in die große politische Volks- und W ehr gemein schäft aller Deutschen hinemzu- wachsen. Eine solche Forderung kann nur erfüllt werten wenn die Volks- und Mittelschulen den Kindern das praktische und seelische Rüstzeug mit- aeben sich dieser Gemeinschaft bewußt zu werden, ia Ihr zu wirken und an ihrem Teil die Derant» Krieg den Kriegshetzern Das politische Buch als geistige Waffe. „den Erziehungs* und Berufsbedürfnissen jener Dolkskreise zu dienen, in deren Berufsarbeit sich Kopf- und Handarbeit vereinigen und die imstande sind, leitende Gedanken schnell und sicher aufzufassen und fach- und sinngemäß auszuführen" — Die Mittelschule erfaßt damit den Nachwuchs für alle gehobenen Berufe, die kein Hochschulstudium erfordern. Auch hier ist der Grundsatz der Lebens- und Gegenwartsnähe maß- geblich, Leben und Lehre durchdringen einander, der Unterricht ruht auf ter Grundlage des natürlichen Erlebens und Schauens, die Arbeit der Schule geht von der Wirklichkeit aus und führt zu ihr zurück. Ein Blick in den Lehrplan mag auch hier zeigen, wie sich solche Grundsätze in der Schulklasse auswirken. Da sind etwa ter Naturlebre folgende Gegenstände zugewiefen: „Schall und Licht in der Landesverteidigung. Deutschlands Ringen um seine wirtschafMche Unabhänaigkeit: die Kohle und ihre Destillationsprodukte, Erdölindustrien, aus der Holzchemie, die chemische Waffe. — Man erkennt auch hier, wie eng der Lehrplan nrft der Wirklichkeit und den Erfordernissen der Gegenwart verbunden wird. Kommt hinzu, daß diese Stichworte kein starres Gerüll bitten. sondern durch ie- weillge aktuelle Ereignisse ter"PoMk, durch neueste Erfindungen und Entdeckungen in Technik und Wissenschaft ergänzt und crufgeMt a*it«s fo&afc F A wirkt schmerzstillend- I ■ Amol Karmelitergeist ab 80 Rpf. In allen Apotheken u. Drogerien Lebensnähe und Gemeinschaftsgeist Die neuen Richtlinien für Äolks- und Mittelschulen. walt unser Land von England loszureißen, aber wir können unsere Anstrengungen fortsetzen, um zu zeigen, daß wir nur a u f eine Gelegenheit warten, um England zu zwingen, militärisch und wirtschaftlich von hier abzuziehen." In B e l f a st, der HaUtpstadt des von den irischen Stammesbrüdern abgetrennten Nord- irland veranstaltete die'von den Engländern ver« fehmte irische republikanische Armee am Sonntagabend große Kundgebungen, in denen gegen die Hinrichtung ter beiden irischen Freiheitskämpfer auf das schärfste protestiert wurde. Die britische Polizei versuchte vergeblich die Taufende, die für die Freiheit Irlands demonstrierten, auseinanderzutreiben und nahm schließlich 13 Verhaftungen vor. Auch in der nordirischen Stadt Armagh fand eine große Proteftversammlung statt. Anschließend sammelte sich die Bevölkerung immer wieder in den Straßen der Stadt, sodaß auch hier die britische Polizei eingreifen und Verhaftungen vornehmen mußte. Enaland verfolgt die irischen Freiheitskämpfer bis über das Grab hinaus. Nachdem die englische Regierung die Begnadigung der beiten Iren Dames und Richards abgelehnt hatte, war von ten Angehörigen der beiten Hingerichteten gebeten worden, die B-e i f e tz u n g der beiden Männer auf irischem B 0 d en zu gestatten. Auch dieses Gesuch ist vom Innenminister abgelehnt worden. Maßgeblich soll dafür der Einspruch von Scotland Pard gewesen fein, weil man dort befürchtete, die Aus- üeferuna der beiten toten Iren würde zu anti- englischen Kundgebungen in Irland Anlaß geben. Die beiden Iren werten daher in ihren Gräbern auf dem Gefängnisfriedhof in Birmingham bleiben. fommanbeur und das Eiserne Kreuz den beiden Offi- zieren, dem Unteroffizier, dem tapferen Gefreiten und einem der Schützen verliehen. Der Divisions- fommanbeur überreichte es ihnen persönlich mit dem Ausdruck des Dankes und der Anerkennung, daß sie die schwierige Lage so tapfer und umsichtig gemeistert hatten Im Heeresbericht stand zu lesen: ^n Forbach stieß eine eigene Sicherung mit einem stärkeren feindlichen Spähtrupp zusammen. Dabei ver- lor der Femd mehrere Gefangene." Das ist die kurze militärische Zusammenfassung eines Ereignisses an der Westfront, wo immer wieder bei kleineren Kampfhandlungen der einzelne Mann den Krieg in aller Scharfe kennenlernt, und wo der deutsche Soldat dem Gegner zeigt, was es bedeutet, leichtfertig das deutsche Volk anzugreifen. Unrecht verdächtigte Personen zum Opfer gefallen sind. Der Haß der Deutschenfeinte reichte aber noch über ten Krieg hinaus. Der Hasser Clömenceau hatte es besonders auf ten Führer ter Radikalen und mehrmaligen Minister C a i l l a u r abgesehen, ter 1920 wegen Landesverrat vor ein Kriegsgericht gejchleppt wurde. Caillaux war dadurch verdächtig geworden, daß er vor dem Kriege das Kongo-Abkommen mit Deutschland geschlossen hatte unö_ auch sonst als ein Mann galt, der die deutsch-französische Verständigung suchte. Er erhielt drei Jahre Gefängnis, die er fast ganz abgebüßt hat. Erst später wurde er „begnadigt" und ist 1926 wieder Senator geworden, was bei Verrätern im allgemeinen nicht der Fall zu sein pflegt. Auch heute sucht die gedrückte Stimmung sich an einzelnen Personen zu rächen, die ter französischen Eitelkeit trotzen. An diejenigen Männer, die im September 1938 das Abkommen in München geschlossen haben, kann man nicht recht heran, weil zu ihnen auch Daladier gehört. Dafür hat der französische Ehauvinismus das Blut des früheren elsässischen Lehrers Roos gefordert, _ weil man glaubte, durch die Erschießung dieses zähen Kämpfers die Feindschaft gegen das deutsche Volk am besten betätigen zu können. — Krieg den Kriegshetzern! Don Hans Fritzsche. (Brunnen-Verlag / Willi Bischoff. Mit 30 Abb. Brosch. 2,— RM.) — 399. — Ministerialrat Hans Fritzsche, der durch seine politische Zeitungs- und Rundfunkschau im deutschen Rundfunk der englisch-französisch-jüdischen Lügenpropa- ganda mit Ironie und Sarkasmus, mit überzeugenden Beweisen und wirkungsvoller Rhetorik eine politische Niederlage nach der andern bereitet, hat in diesem Buche seine abendlichen Rundfunkansprachen während der ersten Kriegsmonate zusammen- gefaßt. Es ist eine starke geistige Waffe, die er mit diesem Buche dem Leser zum Kampf gegen den demokratisch-jüdischen Schwindel in die Hand gibt. Aber nicht nur mit großem politischen Gewinn, sondern auch mit Freude an der ausgezeichneten rhetorischen Form, dem prächtigen Sarkasmus und der beißenden Ironie lieft man diese Ansprachen noch einmal nach, die bereits bei ter Durchgabe im Rundunk die Hörer fesselten. Kein Wunder, daß Hans Fritzsche sich mit der Führung dieser scharfen geistigen Klinge den Haß aller Kriegshetzer und Juden in England und Frankreich zugezogen hat. Diese Tatsache ist aber ein Beweis dafür, daß diese politische Waffe gut für die deutsche Sache wirkt. Alle Volksgenossen werden dieses politische Tagebuch mit großem Interesse lesen und in ihm einen guten und wertvollen Freund bei der Beurteilung unserer politischen Zeitfragen haben. Dieses Buch verdient aber auch in einer Sammlung von Krtegsbüchern untrer Zeit einen besonderen Platz, denn es stellt neben den militärischen Erfolgen an ter Front eine jener wirkungsvollen politischen Waffen dar, mit denen der Abwehrkampf unseres Volkes gegen die PlUtokratie Englands und Frankreichs geführt wird. Und darum ist dieses Buch ein polnisches Zeitdokument, das über die Tage unseres Kampfes hinaus geschichtliche Bedeutung besitzt. Ernst Blumschein. — Franz Rose: Das ist Churchill. I. F. Lehmanns Verlag, München. Preis 1,— RM. — (7) — Hier wird flammende Anklage erhoben gegen einen Mann, der durch ein ungewöhnliches Maß von Charakterlosigkeit, Abenteurersucht, Profitgier und Verlogenheit gekennzeichnet wird. Was soll man dazu sagen, wenn dieser Mann in seinen eigenen Veröffentlichungen zynisch und mit falschem Stolz durchblicken läßt, daß er immer nur auf der Jagd nach Abenteuern gewesen sei, Abenteuer, die allerdings andere mit ihrem Blute bezahlen mußten. über die Hinrichtung der beiden irischen Freiheitskämpfer hält in Dublin und im ganzen Lande unvermindert an. Unter Beteiligung weiter Kreise fanden Massenversammlung Jen statt, die die ungeheure Verbitteruna über die- en neuesten englischen Terrorakt im Lause des viel- hundertjährigen Freiheits kampfes Irlands zum Ausdruck brachten. Bemerkenswert ist hierbei be- fonders, daß auch jene irischen Kreise, die, wie d e 23 al era, die Methoden der Attentate ter IRA. mißbilligen, doch die patriotischen Beweggründe ihrer Landsleute achten, die in dieser Form gegen die Teilung Irlands demonstrieren. Die Erinnerung an das irische Märtyrertum früherer Zeiten ist mit einem Schlage in allen irischen Kreisen, und zwar nicht nur in Irland selbst, sondern vor allem auch in den Vereinigten Staaten, neu belebt. Besondere Erregung herrscht darüber, daß trotz ter bis zur Hinrichtung immer wieder von den beiden Angeklagten beteuerten Unschuld alle Einwirkungsversuche irischer Organisationen und selbst der irischen Regierung in Enaland erfolglos blieben. Trotz Meinungsverschiedenheiten über die gegen Enaland anzuwendenden Methoden ist sich das irische Volk aller Schichten und Parteien darin völlig einig, daß auch dieser Fall nur eine Etappe der britischen Unterdrückungspvlitik Nordirlands ist. Am Sonntag fand in Dublin eine große Kundgebung statt, auf ter ter Leiter der IRA., D 0 - nell, erklärte: „Wir sind uns vollkommen klar darüber, was wir als Folge dieses Krieges wünschen. Wir wünschen den Feind geschlagen zu sehen, der unser Volk 700 Jahre unterdrückt hat und jetzt die Bluttat der letzten Woche hinzugefügt hat. Im gegenwärtigen Augenblick sind • nicht 'in der Lage, unter Anwendung von Ge- Kem Soldat hat uns belästigt. Eine amerikanische Nonne im besetzten Polen. Washington, ll.Febr. (DNB.) Die United Preß meldet: „Schwester Begumila, eine amerikanische Nonne, die 17 Stunden in der Waisen- schule der Franziskanerinnen in Warschau oer- orachte, berichtete bei ihrer Rückkehr nach Amerika, daß ihr seitens ter deutschen Soldaten in Polen nur Achtung und Freundlichkeit ent- aegengebracht wurde. Die amerikanische Nonne sagte, sie habe den Bericht des polnischen Kardinals Hlond an Papst Pius über die angebliche Mißhandlung katholischer Nonnen und Priester gelesen, sie habe jedoch keinerlei solcher Tätlichkeiten beobachtet. Als mir nach ter Einnahme von Warschau Mangel an Lebensmitteln hatten, wurden mir von deutschen SoDaten nach einer Stelle geleitet, mo mir Esjen für uns und die Kinder erhalten konnten. Die deutschen Soldaten führten uns auch zu ten toten und verwundeten Kindern, Die sie auf ter Straße -aufgelesen hatten. Wenn die deutschen Soldaten etwas haben wollten, so zahlten sie auch dafür. Sie und eine andere Nonne feiert m ihrer braunen Ortenskleidung auf den mit deutschen Soldaten überfüllten Wegen nach Krakau gewan- tert. Kein Soldat hat uns belästigt Da- ist eine neue Richtigstellung der feindlichen Greuel- marchen, die die Westmächte verbreiten um von den polnischen Bestialitäten gegen die 58 000 -Volks- deutschen abzulenken. Zu ehrenamtlichen Mitgliedern des Volksgerichtshofes ernannt. Berlin, 10. ge-br. (DNB.) Der Führer M auf Vorschlag des Reichsministers der ÄMZ 5U ehren amtlich«, Mtgli«iderv des Do«sgenchtshsf-, out die Dauer von fünf Jahren ernannt dzw. wiederernannt: Generalmajor Kauffmann in Berlin; Oberst von Lenski in Krampnitz; Oberst Nickelmann in Potsdam; Oberst Dr. (9 r o b • Holz; Oberst Medern in Dessau-Roßlau; Kapitän z. S. Scheer in Berlin; Kapitän z. S. R o l l - mann (Heinrich) in Berlin; ^-Gruppenführer Taubert in Berlin; Generalmajor Hoegner in Berlin; Oberst Stutzer in Berlin; ^-Brigade- „Gefährliche" Kinderballons Panik an der englischen Ostküste. Genf, 10. Febr. (Curopapreß.) Wie der Sonderberichterstatter des „Paris Soir" aus England berichtet, sei einige Tage lang die ganze Oft- füfte Englands in größte Aufregung versetzt worden. Selbst die Polizei habe sich von der Panikstimmuna mitreißen lassen. Ursache dieser Panikstimmung seien kleine Ballons, die der Ostwind über die Nordsee nach England getrieben habe, gewesen. Die Polizei hätte in einer Stadt selbst Anschläge verrösfentlicht, in denen sie u. a. erklärte: „Achtung! Der Feind hat kleine Ballons ab- gelassen, welche feuergefährliches Gas enthalten können. Sie können bei der geringsten Berührung die grauenhaftesten Explosionen hervor- rufen." In Berwick am Tweed wurde wegen der Kinderballons die Luftschutzbereitschaft alarmiert, um Instruktionen entgegenzunehmen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, nur mit der Gasmaske versehen das Haus zu verlassen. Die polizeilichen Anschläge, die Einberufung ter Luftschutzleute und die Empfehlung von Vorsichtsmaßnahmen an die Bevölkerung hatten eine Panik zur Folge, die um so grotesker wirkte, als sich die kleinen Ballons als für die Zivilbevölkerung gänz- sich gefahrlose Wetter - und Windmehbal- Ions herausstellten. Schwedisches Schiff im britischen Geleit versenkt. Stockholm, 11. Febr. (DNB.) Die Seeverkla- rtun-g des schwedischen Schiffes „Pajala", das vor einiger Zeit vor Kirkwall versenkt wurde, hat einwandfrei ergeben, daß das schwedische Schift sich rm Augenblick der Versenkung in Begleitung eines englischen Kriegsschiffes befand und von ihm dirigiert wurde. Es heißt in der See- verklarung vor dem Stockholmer Gericht, daß d a s U-Boot unmittelbar von dem englischen Kriegs- fchift mit Geschütz feuer und später mit Senkbomben angegriffen worden sei. In diesem Zusammenhang wirken die durch die schwedischen Meldungen hindurchklingenden Klagen, daß die „Pajala" ohne Warnung versenkt worden sei, etwas grotesk. Verlangt man in Schweden, daß deutsche U-Boote sich tem Feind als Zielscheibe darbieten, wenn sie mit tem Recht jedes Kriegführenden ver- hirtttern wollen, daß neutrale Schiffe den Befehlen gegnerischer Kriegsschiffe Folge leisten? Landungsverbot für U-Boote der Kriegführenden auf dem amerikanischen Kontinent. Rom, 10. Februar. (Europapreß.) Die Pan- amerikanische Konferenz für die Neutralität hat sich, wie „Teuere" aus Rio te Janeiro berichtet, für das Verbot des Anlaufens der amerikanischen Territorialge» wässer und der amerikanischen Häfen durch U- Booie der kriegführenden Staaten ausaesprocken. Das Anlaufen soll nur gestattet fein zur Vornahme von durch Unwetter erlittenen Havarien notwendig gewordenen Reparaturen, und wenn humanitäre Beweggründe dies rechtfer- ttgen. Liegen diese Gründe nicht vor, so werden die Militärbehörten die Internierung jedes einlaufe,iden U-Bootes der Kriegführenden veranlassen. Europareise des amerikanischen Unterstaatssekretärs Welles. Washington, 10. Februar. (DNB.) In einer Pressekonferenz gab Präsident Roosevelt bekannt, daß sich der Unterstaatssekretär im Staatsdepartement Sumner Welles nach Europa zur B e • richterftattung über die Verhältnisse in Deutschland, Italien, Frankreich und England begeben wird. Nun hat er zum zweiten Male seinen Kriegswillen durchgesetzt, sein Ziel aber, Deutschland zu besiegen, wird er nicht wieder erreichen. Eine scharfe Wafte ist diese Schrift. Möge sie die gebührend« Verbreitung finden. — Dr. H. Hartmann: Höllenmarsch der Volksdeutschen in Polen, Verlag „Neues Volk", Berlin SW. 68. Preis broschiert 1,50 RM. — (25) — Der Verfasser ist in Polen den Spuren der verschleppten, mißhandelten und erschlagenen Volksdeutschen nachgegangen und hat darüber erschütternde Dokumente gesammelt. Diese Dokumente erhalten ihren besonderen Wert dcü>urch, daß sie fast durchweg von Aerzten stammen, von Männern also, die nicht nur am besten die Tatbestände selbst beurteilen können, sondern die auch gewohnt sind, alle ihre Aussagen erst aufs genaueste kritisch zu prüfen, ehe sie sie ter Öffentlichkeit übergeben. Mit atemberaubender Spannung folgen wir tiefbewegt diesen Schilderungen. — D r. Günther Sawatzki: „Danzig ist deutsch." Mit 117 Abbildungen. Kartoniert 0,80 RM. Verlag Scherl, Berlin. — (24) — Jetzt, wo wir es schon nicht mehr anders wissen, als daß Danzig wieder einen selbstverständlichen organischen Bestandteil des Deutschen Reiches bildet, erscheint Meies Buch besonders willkommen. Eindringlicher und überzeugender als Worte es vermögen, ist die durchschlagende Beweiskraft der hier von ttmdiger Hand geschickt ausgewählten Bilder, die uns einen vielseitigen kulturpolitischen Querschnitt durch die ur- deutsche Entwickluna ter alten Hansestadt Danzig und ihres Hinterlarwes vermitteln. — Willi Wieczorek: „Ostoberfchle- sien kehrt heim." Mt 124 Abbildungen in Kupfertiefdruck. Kartoniert 0,80 RM. 8°. Verlag Scherl, Berlin SW 68. — (27) — Das Bild als un- beftechliches Beweisdokument führt in Mefem Band eine überzeugende Sprache, die das Lügengewebe vom „polnischen" Ostoberschlesien für immer der Lächerlichkeit preisgibt. Der Zauber der Landschaft, das Tagewerk der Bauern wie das geschäfttge Treiben in ten großen Industriezentren, die nach langen Jahren polnischer Mißwirtschaft wieder vom Puls- schlag deutschen Fleißes belebt werden, und nicht zuletzt die Leidenszeit der Bevölkerung im Kampf gegen den Terror polnischer Banden macht uns mit diesem heimgekehrten Lande und seinen Menschen oertraut. Oer Schrei nach dem Verräter Die ftanzösische Republik beruft sich mit Stolz auf die Tradition der großen Revolutton, während die Armee sich noch immer mit den Lorbeeren Napoleons I. schmücken möchte. Daraus ergibt sich von «löst, daß die Geschichte der Republik von einem unruhigen Ehrgeiz erfüllt ist, von zahlreichen Angriffskriegen bericytet und mit viel Blut geschrieben ist. Niemals haben die Franzosen zugeben wollen, daß sie unterliegen mußten oder auch nur, daß sie durch eigene Schuld in eine schwere Lage geraten eien. Ein solches Zugeständnis erlaubt die Eitelkeit der Demokratie niemals. In solchen Fällen wurde prompt der Schrei nach dem „Verräter" erhoben, ter an allem Unheil schuldig zu sprechen In Nancy wurde der bekannte elsaß-lothringisch« Autonomistenführer Dr. Roos erschossen. Obwohl bereits bei dem Scheinprozeß gegen Dr. Roos vor dem Kriegsgericht seine völlige Unschuld klar zutage getreten war, haben die jüdisch-demokratischen Kriegshetzer in Paris dennoch durchgesetzt, daß der Justizmord an Dr. Roos vollzogen wurde. — Unser Bild zeigt Dr. Roos während seiner Vernehmung im Pro- zeh von Besan^on im Jahre 1929, in dem er freigesprochen wurde. — (Sammlung-Seiler-M.) ei. Hatte man einen solchen Sündenbock entdeckt, o wurde sein Blut gefordert. Ob zu Recht oder zu Unrecht, das mochten spätere Zeiten enftcheiden. Das klassische Beispiel der französischen Geschichte ist in dieser Beziehung der Fall des Marschalls B a z a i n e, der 1870 die Festung Metz mit über 170 000 Mann übergeben mußte, Bozaine, der vorher von den Franzosen vergöttert worden war, wurde 1873 vor ein Kriegsgericht gestellt und unter höchst fragwürdigen Begründungen zum Tode verurteilt. Hier hatte man also ten „Verräter", ohne den das glorreiche Frankreich den Krieg von 1870/71 sicherlich mit Glanz gewannen hätte. Der Staatspräsident MacMahon hat den früheren Marschall zu 20 Jahren Gefängnis „begnadigt". Ba- zaine ist im folgenden Jahre durch seine mutige Frau von ter Felseninsel befreit worden, die ihm als Gefängnis zugewiesen war. Er starb 1888 in Madrid in Armut und Vergessenheit. Im Wettkriege, der an die Nerven der beteiligten Völker di« höchsten Anfprüche stellte, gab es genug Situationen, in denen die Franzofen vom „Verrat" gefchrieen haben. Zunächst tobte sich diefe Panik in einer tollen Spionenfurcht aus, ter zahlreiche zu für den müssen. -n. W GLORIA Erstaufführung! Heute Montag: abgehalten. 731D Leihgestern, den 12. Februar 1940. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 14. Februar, nachm. 4 Uhr statt. 0487 Verschiedenes| DwW 737D Ufa-Ton-Woche Beiprogramm LICHTSPIELHAUS Heute Montag Erstaufführung 732D Karten sind umzutanschen. 733D Täglich 4.00, 6.00, 8.30 Uhr, Sonntags 3.00, 5.30, 8.30 Uhr (Genaue Anschrift des Bestellers) j PQLQST Giessen (Feldpostansckirist genau angebcn) Oie Lezugsrechnung zahlt: Annerod, den 12. Februar 1940. Die Beerdigung findet Dienstag, 13. Februar, nachm. 2% Uhr statt. Wenn die Richtlinien wiederholt darauf dringen, daß der im Unterrichtsstoff liegende sittliche und weltanschauliche Gehalt aufzudecken und ans Licht zu Heden sei — eine äußerliche Wissensvermittlung genügt nicht — und daß sich der Lehrer an die „Kräfte" der Schüler zu wenden habe, so erhellt daraus, daß dem Unterricht ein Ziel gesteckt ist, das bisher von der Anhäufung toten Wissens nur Au leicht und zu oft verschleiert wurde: die Bildung des Charakters. Ob das Lehrfach nun Erdkunoe, Geschichte, Heimatkunde ober Deutsch sein mag, von Anfang an lernt der Schüler, sich als Mitglied einer starken Gemeinschaft zu fühlen, auf die er stolz ist. Die seelischen Fähigfeiten werden aufgerufen durch abschreckende oder begeisternde Beispiele, das Selbstvertrauen wird geweckt, die Verantwortungsfreudigkeit wird gestählt, sodaß der Schüler vorbereitet ist, die Verpflichtungen zu erkennen und zu erfüllen, die ihm als dem Angehörigen der deutschen Volksgemeinschaft auferlegt wer- Kleine politische Nachrichten. Der F ü h r e r hat S. M. dem KaiservonJa- pan zum 2600jährigen Bestehen des japanischen Kaiserhauses drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Der rumänische Postdampfer „Transsilva ° n i a", der von Athen kam, wurde vor seiner Einfahrt in die Dardanellen innerhalb der türkischen Hoheitszone von einem englischen Torpedoboot zwei Stunden nach deutschen Waren und Fahrgästen d u r ch s u ch t. Die Durchsuchung blieb ergebnislos. Der Vorfall ist ein neuer Beweis dafür, daß englische Kontrollschiffe die Einfahrt in die Dardanellen ohne Rücksicht auf die Türkei beherrschen. Nachlschnellzug Rom—Genua entgleist. Der Nachtschnellzug Rom—Genua ist Sonntagfrüh um 3.30 Uhr in der Nähe von Pisa e n t g l e i st. Die Lokomotive und die Wagen haben sich überschlagen. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht Ein neues Siegel-Lustspiel, ein Film, der fröhlich macht! Eine ununterbrochene Reihe der lustigsten Einfälle,Verwechslungen und Ehekrachs, Skandal auf einer Revuebühne und die Eskapaden jüngerer und älterer Herrn, das sind die Etappen dieses famosen Lustspiels. 743A NS.-Frc Hen-Ost: 1 nachmittag iof" Gerne Erträge t kunstwisse nch iM im Großer ür. Dietz bes Kriege veg: „Da Lahnhofsti Vurch 60 Der ®oi Sesellschaf n Arbeit« Dießen de ihren nach bruar. Da nicht zur chalter 1 Eriegswin Mhren 1 >u dienen, Saal des srtzt wordi Senner de Mgreicher iffanten R So .Am kon Male des «n Sonate verks 19; Lartich iurZeitll Triebe F logsfolge Kunden e Ein Film nach dem Roman „Vroni Mareiter“ v. F.K. Franchy mit Magda Schneider, Anneliese Uhlig Viktor Staal, Rolf Wanka, Paul Wegener Spielleitung: Joe Stöckel Unermeßlich groß ist das Opfer einer liebenden Frau, die hart und entschlossen um ihr Schicksal, um Heimat und Scholle kämpft. In schwerster Stunde findet sie den selbstlosen Weg zur Entsagung und gibt damit ein leuchtendes Beispiel weiblicherWürde. Ein Film von ergreifender Spannung Der Staatssekretär im Reichsministerium , Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Zschintzsch, überreichte dem Berliner Bildhauer Fritz K l i m s ch , Professor an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst, die ihm vom Führer zu seinem 70. Geburtstage verliehene Goethemedaille und überbrachte dem Künstler zugleich die Glückwünsche des Reichsmini- An den Verlag des siebener Anzeigers, sieben Versenden Sieden GießenerAnzeiger zum Bezugspreis von RM. 2.05 für den Monat unter folgender Anschrift: BerSelöpoltuerfunö öes GMeimMeigers hält die ersehnte Verbindung unserer Soldaten und unserer Arbeitsmänner mit ihrer oberhessischen Heimat täglich aufrecht! — Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von hier aus pünktlich erledigt. Der britische Generalgouverneur von Kanada, Lord T w e ed s m u i r , dessen Name im Zusammenhang mit den von London erzwungenen kanadischen Neuwahlen in letzter Zeit häufig genannt wurde, ist am Sonntag gestorben. Aus aller Welt. Die Goelhe-Aledaille für Fritz klinisch. Die Reichsärztekammer, Aerztekammer Hessen-Nassau, hat mich beauftragt, die Praxis des Herrn Dr. med. Stamm, Lieh Bahnhofstraße 9, Telephon 220, weiterzuführen. Sprechstunden täglich 14—15 u. 18-19 Uhr, außer Samstag Operative Tätigkeit im Städtischen Krankenhaus Lieh Dr. med. Ernst Wagner Die Sprechslo* der *slelllenmct™g werden von jetzt ab am 1. uni 3. Montag im Monat von 13 bis 14V2 Uhr im Arbeitsamt Gieben Bahnhofstraße 90, Zimmer 29 Bekanntmachung. kein Umtausch der alten Reise- und Gaststättenkarten. Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft macht aus gegebener Veranlassung nochmals darauf aufmerksam, daß die Ernährungsämter die am 11. Februar 1940 ungültig werdenden Reise- und Gaststättenkarten nicht in die neuen Reise- und Gaststättenmarken umtauschen dürfen.________738D Nach kurzem Krankenlager ist gestern mein lieber Mann, mein treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Schlossermeister i. R. Karl Ott Giefeener Konzertverein Zweites Solistenkonzert Sonntag, den 18. Februar 1940, 16.30 Uhr, im Saale des Gesedschaftsyereins, Sonnenstraße 19 LIEDERABEND Gertrude Pitzinger Am Flügel: HEINZ SCHRÖTER. Lieder von Schubert, Wolf, Brahms, Reger. Eintrittskarten zu 1.50, 2.25 und 3.00 RM. bei Ernst Challier, Neuenweg 10, Fernruf 2671, und abends an der Kasse. Die für den 14. Januar 1940 ansgegebenen Nach langem, schwerem Leiden verschied am 10. Februar meine liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Marie Dern, geb. Schäfer im Alter von 63 Jahren. , Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Schäfer und Frau Marie, geb. Dern Otto Schäfer, z.Z. im Felde Ewald Schäfer. . Sekretärin la Kraft, perfekt in Maschineschreiben und Stenographie, gewandte Umgangsformen, wird z. 1. März 1940 gesucht. Bewerbungen unter 691Da.d. GießenerAnzeiger. «s 't9'$ k*-‘ M 1 nm «eine »Ul jesein "ns Seiten solle zu kl Mratul öfilber hangt dank Hann und perfekte Stenotypistin zum sofort. Eintritt gesucht. 735D Oie Deutsche Arbeitsfront RG.-Gemeinschaft Kraft durch Freude Jwnbe Rann; er -Ulfe f M ich « ZlNUß ?l etwas 5 ®ien ml und h H -- „Wie m ?tan xlchläg en, 5s Wanbeit Jente 3net Ä Bo ch.'" An. < * W daß der gesamte Umkreis lebendigen Geschehens! von Lehrern und Schülern gemeinsam ausgemessen | n i wird. Staubsauger desgl. Restposten gebr. Vorführmasch. mit Heißluftdusche Bohner, Zerstäuber Mottenvernichter usw. 739D Garantie,Teilzahlung Vorführung auch abends unverbindlich durch C. Müller Goethestraße70parf. Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Verkaufe Gut erhaltener Kinderwagen zu verkauf, om Kirch Maße 13II | Kaufgesuche | Gebrauchter Kinderwagen zu kauf, gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 0482 an den Gieß. Anz. erb. geklärt. Zur Befreiung der Verwundeten mußten Sauerstoffgebläse angewandt werden. Außer 24 Verwundeten, darunter 4 Schwerverletzte, wurden 5 Tote geborgen. Das in San Rossore weilende italienische Herrscherpaar hat die Verwundeten in Pisa besucht. Straßenränder hingerichlet. Am 10. Februar ist der vom Sonder ge richt Nürnberg wegen Verbrechens gegen die Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte 34jährige Eugen Hoerndler aus Schwabach hingerichtet worden. Der wiederholt vorbestrafte Hoerndler hat im Oktober 1939 in Schwabach unter Ausnutzung der Verdunkelung in drei Fällen Frauen in räuberischer Absicht überfallen. Zyklon verwüstet Geschäftsvierlel einer nord- amerikanischen Stadt. Ein schwerer Wirbelsturm hat die Gegend von Albany im Staate Georgia heimgesucht. Dabei wurden ein großer Teil des Geschäftsviertels, der Villengegend und des Badestrandes zerstört. Bisher wurden 19 Tote und 450 Verletzte geborgen, darunter 250 Schwerverletzte. 200 Personen werden noch vermißt. Das Krankenhaus, das von dem Sturm verschont geblieben ist, ist mit Verwundeten überfüllt. Der Sachschaden wird auf über sechs Millionen Dollars geschätzt. Hilfsmannschaften durchsuchen zur Zeit die Trümmer nach Ueberlebenden und Toten. Unter den mehreren hundert Häusern, Zwangsversteigerung. Dienstag, den 13. d. M., nachm. 2 Uhr, sollen im Verkaufslokal Hartmeh, Nenenweg 28, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntg. i. obig, Lokallzwangsweisegegen sofort Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- u. Büromöbel aller Art,Schreibmaschinen,lBuchrolle, Bücher, Radios, 1 Uhr, Klaviere, 1 Schnellwaage. Bestimmt wird versteigert: [740D Registratur- und Schreibwaren, 1 Adressiermaschine „Adrema" mit Adretzplättchen u. Schrank. Qphapmann Gerichtsvollz. i. Gießen vbUMdllU Wiesenstr. 2, Tel. 3108 > die von dem Wirbelsturm vernichtet oder beschädigt wurden, befindet sich auch ein Hotel, dessen sämtliche Insassen verschüttet wurden. Wieder zwei Kinder erstickt. Ein Unglücksfall, der erneut davor warnen sollte, kleine Kinder unbeaufsichtigt in der Wohnung zu lassen,- ereignete sich in Landau a. I. In Abwesenheit der Mutter, die sich für kurze Zeit zur Erledigung eines Ganges entfernt hatte, machten sich die beiden kleinen Kinder an der Ofentür zu schaffen. Herausgefallene Glut setzte den Heizoorrat in der Kohlenkiste in Brand. Dabei bildete sich Kohlenoxydgas, das den Tod der Kinder verursachte. Auf die gleiche Weise sind kürzlich auch in Gefrees zwei Kinder ums Leben gekommen. Im Auto verbrannt. Auf der Fernverkehrsstraße 115 im Kreis Rothenburg (Oberlausitz) fuhr am Dorfeingang von Weißkeißel'infolge des dichten Nebels ein Personenwagen aus Weißwasser, in dem sich der DAF.- Kreisobmann und ein Baumeister befanden, beim Ueberholen eines Lastkraftwagens auf einen Personenwagen auf, wobei der Wagen aus Weißwasser in Flammen geriet. Beide Insassen verbrannten, ehe sie sich aus dem brennenden. Wagen befreien konnten.__________________________, Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Langs, Verlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hamann, Wenosse Asslug m Ichenveile. Gegenwc iings fein' @rab? in mb wenn Weichun bestand ge! ich Mein dämmen, optimistisch linen W den beweg aufs haar ratut Herrs Wng et l'eöimgen, 1 doch in 3tei Wieviel Punkte... Ihrer Kleiderkarte Sie ersparen, das erfahren Sie, wenn Sie am ■ Dienstag,Mittwoch,Donnerstag od.Freitag HS dieser Woche, vorm. 11, nachm. 4 od. abends M 8 Uhr 1. Hotel Köhler, Horst-Wessel-Wall 35 BH die hochinteressante ™ Zuschneide-Vorführung Imit prakt. Anleitung, verb. mit der neuesten Modellschau in Farblichtbildern besuchen. Jede Hausfrau, jedes junge Mädchen kann nach der vielfach patentierten und erprobten Zuschneidemethode Frohne ohne Kursus, ohne Unterricht im Zuschneiden die Schnittmuster für alle Kleidungsstücke, auch für Kinder und stärkere Figuren, selbst herstellen, dadurch alles viel einfacher selber nähen, alle Kleidung umändern und so Neues aus Altem machen. 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