Aeitag,l2.)anuar 1940 Nr.lOLrftes Blatt Sofia, Januar 1940. Franzosen in Tuchfühlung kamen. geht, in ucn «iw " ------ nachdenklicheren Gesprächen sozusagen eine Bilanz des abgelaufenen Jahres gezogen wird, die natürlich gleichzeitig verbunden ist mit dem Versuch, auch einen Blick in die Zukunft zu tun und den Schleier der Ungewißheit ein wenig zu lüften. Bei den Betrachtungen über das abgelaufene Jahr kommt dabei immer wieder die Auffassung zum Ausdruck, daß das Jahr 1939 für Bulgarien höchst bedeutsame Entwicklungen gebracht hat, die erst recht für die Gestaltung des künftigen Schicksals des Landes unzweifelhaft von weitreichender Bedeutung sein werden. Und fragt man nicht nur einen geschulten Politiker, sondern irgendeinen unbefangenen Mann der Straße, welches politische Ereignis des abgelaufenen Jahres wohl nach seiner Meinung das für Bulgarien wichtigste und bedeutsamste gewesen sei, so wird er bestimmt antworten: das deutsch-rus- festigt ist seine, des Bulgaren eigene Weltanschauung, zu stark gesichert sein staatliches Fundament im Wirtschaftlichen und im Geistig-Kulturellen, als daß er nun, um irgendeinen Halt zu suchen, Ideologien erzielen. Diese Intervention in Finnland, so heißt es dann weiter, müsse aber noch durch efiie kraftvolle Ablenkungsaktion an einigen anderen Punkten des riesigen Sowjetreiches ergänzt werden, und zwar sei ganz besonders günstig die Gegend des Schwarzen Meeres, die den alliierten Flotteneinheiten zugänglich sei. Franzö- ter, ob als Reichstagspräsident, ob als Ministerpräsident in Preußen, schließlich als Obersten Befehlshaber der Luftwaffe, ferner als Generalbevollmächtigten für den Vierjahresplan, als Vorsitzender des Reichsverteidigungsausschusses, — überall hat Hermann Görings Persönlichkeit mit äußerster Energie und mit dem starken Willen zum Sieg den Erfolg erzwungen. Er hat sich dabei immer an den guten deutschen Brauch erinnert, als Kämpfer alles zu wagen, nicht nur Hiebe zu geben, sondern wenn es sein muß, sie auch zu tragen. Der Erfolg ist mit dem Feldmarschall gewesen, ein Erfolg, der immer verdient, weil er hart erkämpft war. Das großdeutsche Volk grüßt den Feldmarschall zum 12. Januar und gelobt, mit ihm auszuharren, bis der volle Sieg in diesem dem deutschen Volk aufgezwungenen Krieg errungen ist. zen Meeres „eine Ermutigung bringen", die große Folgen nach sich ziehen könnte. Eine solche energische Initiative der Alliierten, so meint der militärische Mitarbeiter des französischen Blattes abschließend, würde „immense Resultate" haben Erst jetzt, nach dreizehntägiger Verspätung gegenüber dem übrigen Europa, begeht Bulgarien das Neujahrsfest. Und so kommt es, daß erst jetzt, da im orthodoxen Kalender das alte Jahr zu Ende den Zeitungen und ebenso auch in etwas schen, daß die Erwartungen und Zukunftshoffnun- gen, die Bulgarien auf diese Zusammenarbeit setzt, reiche Erfüllung finden. Oerbutgariich-russischeHandelsvertrag Sofia, 11. Jan. (Europapreß.) Die gesamte bulgarische Presse äußert ihre Freude über die Unterzeichnung des bulgarisch-russischen Handelsvertrages und den herzlichen Telegrammaustausch zwischen dem sowjetrussischen Außenkommissar M o l o - t o w und dem bulgarischen Handelsminister und Hauptdelegierten B o s ch i l o f f. Das Blatt „Zarja" schreibt, die Unterzeichnung des Handelsvertrages mit Sowjetrußland sei nicht nur von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Bulgarien, sondern eine jahrhundertelange politische Freundschaft werde neu unterstrichen. Die Unterzeichnung des Handelsvertrages feit ein großer Erfolg für Bulgarien. fische Verständigungsabkommen vom Oer Feldmarschall. Zu Hermann Görings Geburtstag am 12. Januar. ________________ . 1 Richthofen anoertraut wurde, so be- oder ideologischen Einseitigkeiten oder Festlegungen. , weist das an sich schon, über welch hohe militärische Für den Bulgaren ist Rußland eben Rußland, und' Qualitäten Hermann Göring als junger Offizier es wird immer für chn Rußland bleiben Zu ge-1 verfügt hat. Wäre der unselige Zusammenbruch nicht gekommen, so hätte Hermann Göring im deutschen Die Ausweitung des Krieges Militärische Wunschträume in Paris Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis 8^/,Uhr des D ormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Schändliche Lügenmanöver in London Berlin, 11. Jan. (DRB.) Die feindliche Propaganda bemüht sich, die Wirkung abzuschwächen, die am 9. Januar 1940 die erfolgreichen Angriffe der deutschen Luftwaffe auf englische Bewachungsfahrzeuge und Geleitzüge gehabt haben. Dabei wird behauptet, die deutschen Flugzeugbe- satzungen hätten auf die Besatzungen der angeblich friedlichen Handelsschiffe geschossen und sogar noch die Rettungsboote unter Feuer genommen. Aus Grund der Feststellungen, die nach Rückkehr der Flugzeugbesatzungen getroffen wurden, kann gesagt werden, daß diese Behauptungen frei er- Bulgarische Hoffnungen Bon unserem A.<§ -Berichterstatter. Kriegsziel Romantik. Gegen kein Kulturvolk kann der Vorwurf nationaler Selbstabschlietzung unberechtigter erhoben werden, als gegen das deutsche. Dieses Volk der Mitte hat sich von allen europäischen Fragen durchbluten lassen, hat alle Probleme des Abendlandes an seinem eigenen Leibe bis an die Grenze tödlicher Krankheit erfahren und erlitten. Es zerrieb ich an der Fragwürdigkeit europäischer Zukunft, während andere Nationen die nutzbaren Garben irr der Scheune des Nationalstaates zu bergen wußten. So gewannen die frühen Nationalstaaten des Westens ein Bild von Deutschland, das ihnen im Laufe der Zeit lieb wurde und das sie heute noch bewahren als beruhigendes Wissen vom ungefähr" lichen Nachbarn, der sich in die letzten Fragen des Daseins vrebohrt und darüber vergißt, wie er seine Kinder und Enkel ernähre. Die Zipfelmütze als deutsche Angelegenheit! Bequeme Anschauungen gibt man nicht gerne preis. So sind heute jene westeuropäischen Schicksalsgestalter zu verstehen, die sich Deutschland nur als passiven geistigen Resonanzkasten vorstellen können, auf dessen Saiten sie den Bogen führen, — genug daß es dichte und töne. Ein Volk der Dichter und Denker ist wohl ein chwieriges Kind, aber es ist ein Kind, das die alterfahrene Elternweisheit des Verdienens, Nützens und Gewinnens nicht besitzt, das sich überall dorthin gängeln läßt, wo ihm seine Spiele gewiß ind, aber wo das Zuckerbrot immer wieder nur von ;en Händen der klügeren Geschwister gereicht wird. Dieses Bild ist heute anachronistisch, denn es ist historisch. Deutschland hat den Traum seiner Kind- hett hinter sich. Es meldet sich — biologisch gesehen — als Mann und redet zu Greisen. Diese Greise aber wollen es nicht' wahrhaben, daß ihre in ferner Jugendzeit gewonnenen Maßstäbe heute veraltet sind wie Elle und Unze. Sie messen noch damit — und kommen so zur falschen Rechnung. Auch jene Franzosen, die im Geruch stehen, das „Deutsche Wesen" zu verstehen, zehren im Grunde von den Erinnerungen ihrer napoleonischen Großväter. So formulierte Francois-Poncet einmal in seinen Berliner Tagen: „Im Grunde ist doch E i ch e n- dorff das Größte, was die Deutschen je hervorgebracht haben." Was liegt nun in solcher Wertschätzung? Ein romantisches, schwärmerisches Deutschland, ein Deutschland der kleinen Fürstenhöfe, ein Mosaik lieblicher Landschaften und possierlicher Kleinstaaten. Das Posthorn erschallt im Grund, Poeten verträumen die Zeit in ärmlichen Mansarden. Professoren stolzieren durch die Gaffen kleiner Universitätsstädte. Deutsche Jungfrauen schmachten den eben aus ihrer inneren Verbundenheit mit dem bulgarischen Volke das stärkste Verständnis gehabt haben für die berechtigten nationalen For ° 6 erun gen Bulgariens. Und ein jeder Bulgare weiß, daß auf dem heute so wichtigen wirt- schafttichen Gebiete gerade Deutschland und Rußland ihm das Meiste und Wichtigste zu geben vermögen, daß also Bulgariens Zukunft in einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Deutschland und mit Rußland am gesichertsten erscheint. So sind also Bulgariens Hoffnungen für das neue Jahr aufs engste verknüpft mit den beiden ihm am nächsten stehenden Völkern, mit dem deutschen und mit dem russischen. Man kann nur hoffen und wün- Erschemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siegener Familien blätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernfprechanschliiffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 unden sind. Es muß im Gegenteil betont wer- en, daß von den bewaffneten Handelsschiffen zuerst das Feuer auf unsere Flugzeuge eröffnet wurde. Die Ehre der deutschen Luftwaffe wird durch derartige Schänd- lichkeiten nicht beschmutzt. Die englische Propaganda unterschiebt wie immer anständigen Soldaten Methoden, die die Engländer selbst mit U-Bootfallen und ähnlichen Piratenkniffen täglich handhaben. Aber der Baralong-Fall ist in der Welt noch nicht vergessen! ©er Wehrmachtsbericht vom Donnerstag. Französischer Vorstoß bei Saarbrücken abgewiesen. Berlin, 11. Jan. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Grenzgebiet südlich Saarbrücken wurde ein feindlicher Vorstoß in Stärke einer Kompanie im sofortigen Gegenstoß abgewiesen. Der Gegner verlor Tote und Gefangene. Bei Grenzüberwachungs- und Auf- ktärungsftügen an der Westfront kam es zu mehreren Luftkämpfen. Hierbei wurden zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ein deutsches Flugzeug wurde bei der Verfolgung eines Feindes in der Gegend von Kolmar durch Bodenberührung vernichtet. Bei einem erneuten Versuch, Flugplätze an der deutschen Küste mit Bomben anzugreifen, wurden neun britische Bombenflugzeuge vom Muster Vristol-Vtenheim in der Deutschen Bucht von vier deutschen Flugzeugen gestellt. Im Verlauf des Kampfes wurden drei britische Flugzeuge abgeschossen, ein weiteres so stark beschädigt, daß es vermutlich seinen Heimathafen nicht mehr erreichte. Die deutschen Flugzeuge kehrten aus diesem Kampf gegen eine mehr als doppelte Ueberlegenheit ohne Verluste zurück. „Cxeter" gesunken? Die Meldung eines argentinischen Blattes. Buenos Aires, 11. Jan. (DNB.) In Schlagzeilen teilt das Abendblatt „Pampero" mit, daß der englische Kreuzer „Exeter" 80 Meilen von Bahia Bianca (im Süden der Provinz Buenos Aires) gesunken sei. Die Mannschaft soll von dem französischen Schlachtschiff „Dunkerque" übernommen und nach den Falklandinseln weiterbefördert worden sein. Dieser Tatbestand decke sich auch mit den Aussagen von Aerzten und Pftege- personal, das zur Hilfeleistung dorthin entsandt wurde und die Anwesenheit des „Exeter" nicht f e ft ft e 11 e n konnte. Heere eine glänzende Karriere gemacht; aber das Schicksal hatte es nun einmal so bestimmt, daß der Feldmarschall sich den Weg selbst suchen und bahnen mußte, um das deutsche Volk wieder groß und frei zu machen. Die Vorsehung fügte es, daß er in München auf den Führer stieß, um gemeinsam mit ihm den deutschen Wiederaufstieg in harten Kämpfen vorzubereiten. Es sind harte Kämpfe gewesen, in denen es immer wieder darauf ankam, sich selbst rücksichtslos für die Sache einzusetzen, wie an jenem 9. November 1923 auf dem Marsch zur Feldherrn- halle in München. UeberaU da, wo der Führer den Feldmarschall einsetzte, ob als politischer Beauftraganderer Völker nachginge. Aus dieser flaren und sicheren Einstellung und Haltung heraus ergab es sich nun, daß man auch in all den letzten Jahren, wenn man als Deutscher nach Bulgarien kam, immer wieder gefragt wurde: Warum bloß könnt Ihr Euch mit Rußland nicht vertragen? Warum sollte es denn nicht möglich fein, gerade zwischen diesen beiden Völkern eine Brücke zu finden, die sich gegenseitig so viel zu geben haben? Diese Fragestellung entsprach einer in tiefer Ueberzeugung wurzelnder Einstellung eines jeden Bulgaren, nämlich seiner gefühlsmäßig wie auch verstandesmäßig in gleicher Weise unterbauten Sympathie und Freundschaft dem deutschen Volke gegenüber. Der Bulgare achtet, schätzt und liebt das deutsche Volk, dessen hervorragendste Eigenschaften er besonders deutlich während des Weltkrieges erlebte. Und weil er das deutsche Volk schätzt und liebt und nicht weniger, wenn auch aus aanz anderen Empfindungen heraus sich zum russi- jchen Volk hingezogen fühlt, darum beschäftigte ihn immer wieder der Gedanke und der Wunsch, das deuffche und das russische Volk möchten die sie trennenden Gegensätze überwinden. Denn für den Bulgaren, der ja ein stark gefühlsbetonter Mensch ist, war es immer beinahe schmerzlich, in einem Gespräch mit einem Deutschen oder mit einem Russen immer die.eine Hälfte seines Herzens sozusagen zum Stillhalten verurteilen zu müssen. Und nun ist dies auf einmal nicht mehr nötig. Nun besteht ein verständnisvolles Zusammenarbeiten zwischen dem deutschen und dem russischen Volke. Nun ist Wirklichkeit geworden, was ein jeder Bulgare immer wieder herbeigesehnt hat. Und darum übertreibt man nicht, wenn man feststellt, daß das deutsch-russische Verständigungsabkommen in ganz Bulgarien geradezu wie eine befreiende Tat empfunden wurde und daß sich ein jeder Bulgare von diesem politischen Geschehnis geradezu persönlich betroffen fühlte Genau so aber, wie nun der Bulgare bei einer Rückschau auf das abgelaufene Jahr jene deutsch- russische Verständigung als das bedeutsamste Ereignis anficht und empfindet, genau fo sammeln sich seine Hoffnungen für das nelie Jahr und für die Zukunft seines Landes und Volkes auch wieder um dieses bedeutsame Ereignis. Denn es ist ihm nach den Enttäuschungen der letzten zwei Jahrzehnte klar geworden, daß Deutschland und Rußland die beiden großen starken Mächte find, die feit jeher Don dem Generalfeldmarschall Hermann Göring gilt es, daß er allezeit ein Kämpfer gewesen ist, immer bereit, sich selbst rücksichtslos einzusetzen. Am 12. Januar wird der Feldmarschall 47 Jahre alt, ist also noch verhältnismäßig jung, hat aber als treuester Paladin des Führers bei der Schöpfung und Gestaltung Großdeutschlands fo viel geleistet, daß er einstmals zu den Großen deutscher Geschichte zählen wird. Als junger Leutnant stand er in Mülhausen im Elsaß, als im Hochsommer 1914 der Krieg ausbrach, den die tückische englische Politik vorbereitet hatte, um mit dem deutschen Kaisertum das deutsche Volk staatlich und politisch zu zertrümmern. Es gehört der Kriegsgeschichte an, daß der Leutnant Hermann Göring einer der ersten deutschen Soldaten war, die nach der Kriegserklärung mit den Genf 12.Jan. (DNB.-Funkspruch.) Wie ein- fisch-britische Geschwader würden durch Beherrschung gehend man sich in England und Frankreich mit des Schwarzen Meeres jede Petroleumver- dem Plan einer Ausweitung des Krieges durch be- forgung stoppen und auch Rumänien bei maffnete Interventionen in Skandinavien und im der „Verteidigung gegen einen sowjetruffischen An- Südosten beschäftigt geht mit zynischer Offenheit, griff" helfen können, denn Odessa wurde unter den aus einem Artikel des militärischen Mitarbeiters Kanonen der alliierten Kriegsschiffe liegen. Ebenso eines Blattes der französischen Rüstungsindustrie würde Moskau gezwungen, im Kaukasus be- hervor Hier wird zunächst die Frage einer „wirk- trächtliche Streitkräfte zu halten. Schließlich wurden lichen und totalen Hilfe für Finnland" er- die alliierten Flotten den Uferstaaten des Schwar- örtert und dabei folgenden Wunschträumen Raum — --- ----- gegeben: Die Blockade des Hafens Murmansk durch ein im nördlichen Eismeer kreuzendes englisch-französisches Geschwader würde Deutschland einerseits an der Benutzung dieses Hafens als Flottenstützpunkt und anderseits die Sowjets an der Verstärkung ihrer Truppen in Lappland auf dem Seewege hindern. Ferner würde die Landung von wenn auch nicht zahlreichen, so doch für einen Feldzug in der arktischen Zone gut ausgerüsteten französischen und britischen Landstreitkräften unweit von Petsamo im Zusammenwirken mit den finnischen Truppen ermöglichen, die russischen Truppen aus jener Gegend zu verjagen. Selbst mit relativ geringen Streitkräften würde man große Ergebnisse Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drudt und Verlag: vrühlsche Universitätsdruckerei «.Lange in Siegen. Schristieitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 August dieses Jahres. Es ist in der Tat festzustellen, daß kein anderes politisches Ereignis dieses an Überraschungen wahrhaftig überreichen Jcchres 1939 auch nur annähernd einen so tiefen Eindruck auf die bulgarische Öffentlichkeit, auf das Volk gemacht hat, wie gerade die Unterzeichnung jenes Moskauer Abkommens, durch das die deutsch-russischen Gegensätze einen Ausgleich fanden. Als die Unterzeichnung jenes Abkommens in Sofia bekannt wurde, konnte man überall Worte der Zustimmung hören, so als ob es sich um eine in erster Linie bulgarische Angelegenheit gebandelt hätte. In der Tat wurde das deutsch-russische Abkommen in Bulgarien als ein Ereignis auf- gefaßt, das kein anderes drittes Land so nahe berührt, wie eben gerade Bulgarien. Stellt doch Bulgarien sozusagen einen Schnittpunkt deutscher und russischer Ausstrahlungen dar. Rußland, das ist in der Vorstellungswelt eines jeden nationalen Bulgaren untrennbar verbunden mit dem Anbruch der nationalen Freiheit, mit der Erringung der staat- . lichen Selbständigkeit. Oben auf der Höhe des Bal- Es gehört nicht weniger der Kriegs- kangebirges, am Schipka-Paß, liegen ja ruf- gefchichte an, daß Hermann Göring fische Soldaten, die im Kampfe um die Freiheit I in seiner Einsatzbereitschaft zur Flie- Bulgariens gefallen sind und im Schipka-Kloster gertruppe ging, um sich hier schon beteil russische und bulgarische Mönche für das unvergänglichen Ruhm zu holen. Als Seelenheil der in jenen Kämpfen Gefallenen. In! das ungeschlagene deutsche Volksheer Sofia selbst aber trägt die Hauptstraße der Stadt 1 bte Waffen niederlegte, war Herden Namen des Befreier-Zaren, Und jeder Sofioter mann Göring Hauptmann und Korn- Student zieht abends bei dem unvermeidlichen Bum-’ manöeur des Jagdgeschwaders Man- mel wohl ein Dutzend mal an dem Denkmal vorbei, fret> von Richthofen. Wenn ein Saldos den russischen Zaren darstellt. So wird immer bat mit 25 Jahren Hauptmann wird, wieder der politische Blick auf jenes bulgarisch-russi- menn ihm das Kommando über die sche Zusammenwirken in historischer Stunde gelenkt, vom Feinde gefürchtete Jagdstaffel Dabei ist dieser Blick völlig frei von innenpolitischen * r ' v r ' Mond an und schwärmen von Werther. Die deutschen Jünglinge schließen Bünde in dunklen Hainen und halten es vor allem mit dem Grundsatz: „Politisch Lied, ein garstig Lied". Denn große Politik ist die Aufgabe des Westens, Politik geschieht in London und Paris. Deutschlands Aufgabe ist Kultur und Kunst, ist Weimar, ist Romantik. Leuten, die sich an dieses einseitige Delltschland- bild gewöhnt haben, ist natürlich das Phänomen AdvlfHitler ein Greuel — nicht deshalb, weil das durch Adolf Hitler geschaffene nattvnalsozia- listische Deutschland zum Geiste von Weimar im Gegensatz stünde, sondern deshalb, weil das neue Deutschland seine Beschränkung durchbrochen hat, aus der idyllischen Selbstpreisgabe durchgestoßen ist zur kämpferischen und damit politischen Selbstbehauptung. Run, in der dumpfen Nötigung, dem frevelhaften Beginnen der Kriegsentfesselung einen nachträglichen Sinn zu geben, wird dieses Bild eines romantischen Deutschlands plakatiert. Im Zwang der Stunde, die im verlogensten Gerede immer wieder den eigentlichen Hintergrund bloßlegt, erscheint diese Romantik nüchtern und nackt, wie sie der Westen erlebt und liebt, als deutsche Kleinstaaterei, als deutsche politische Ohnmacht. So prophezeien sie unser Wesen, wie sie es sehen. Wir sollten die Waffen ablegen, das Poschorn ergreifen und rührende Lieder blasen, mit deutscher Gründlichkeit in unergründlichen Problemen herumrühren, darüber unser Leben, uns selbst vergessen. Alle Emigranten um Thomas Mann stimmen mit ein und lassen sich als bequeme „Unpolitische" herumreichen, von einem fetten Freßnapf zum andern. Das Derllschland von heute aber ist nicht mehr durch noch so fromme Wünsche in seine verworrene Jugendzeit zurückzuversetzen. Es ist geworden und wird so bleiben. Die sentimentalen Deutschlandträumer an französischen Kaminen werden es noch mit der nötigen Eindringlichkeit gewahr werden. Z^same britische GreueNüge. Das Leben Schiffbrüchiger gefährdet. Berlin, 11. Jan. (DNB.) Eine schwedische Zei- hing hat sich zum Werkzeug einer niederträchtigen britischen Propaganda machen lassen. In einem Bericht des „S v e n s k a D a g b l a d e t" heißt es, Schiffe, die Notsignale von Schiffbrüchi- gen torpedierter Schiffe auffangen, wag. ten jetzt nicht mehr Hilfe zu leisten, weil sie befürchteten, daß diese Notsignale von U-Booten st a m m t e n , die das zu Hilfe eilende Schiff i n eine Falle locken wollten. Das schwedische Blatt übernimmt diese gemeine Behauptung kritiklos einer Aussage, die der Kapitän des englischen Handelsdampfers „G a r d i o n" gemacht hat, nachdem er die Besatzung des versenkten schwedischen Dampfers „R u d v l v gerettet hatte. Der englische Fischdampferkapitän hatte bei dieser Gelegenheit geäußert, er habe große Bedenken gehabt, zu Hilfe zu kommen. Denn er habe vorher die Besatzung eines anderen englischen Fischdampfers geborgen, der durch 808- Signale hinters Licht geführt worden sei. Dieser Fischdampfer sei nämlich an dem im Signal angegebenen Platz von einem U-Boot erwartet und versenkt worden. Man kann sich kaum etwas Verwerflicheres vorstellen als diese britische Greuellüge. Denn es werden hier gegen den Gegner im Kriege infame und völlig unbegründete Vorwürfe erhoben ohne Rücksicht darauf, daß durch-solche Greuelmärchen das Leben von Schiffbrüchigen direkt gefährdet wird. Da diese Greuelmärchen auch auf Kosten etwaiger neutraler Schiffbrüchiger verbreitet werden, ist es unverantwortlich, daß solche Berichte von der neutralen Presse auch noch weiterverbreitet werden, ganz abgesehen davon, daß eine solche Handlungsweise mit geistiger Neutralität unvereinbar ist. Englandfahrt — Todesfahrf. Amsterdam, 12. Januar. (DNB. Funkspruch.) Holländische Blätter berichten aus Aberdeen, daß in der vergangenen Nacht das griechische Motorschiff „Tonis Chandris" bei den Shetlands-Inseln „an den Felsen gestrandet" ist. Das Schiff soll sich in sinkendem Zustande befinden. Die „Tonis Chandris" hat 3000 Tonnen. Weiter melden die Blätter, daß das norwegische Schiff „M a n x" (1343 Tonnen) auf eine Mine gelaufen und ae- funken ist. Sieben Mann der Besatzung befänden sich auf einem Floß, da die Rettungsboote ebenfalls vernichtet worden seien. Der französische Dampfer „M o n t a u b a n" (4191 Tonnen) ist an der Nordostküste Englands gestrandet. Man nimmt an, daß das Schiff in der Mitte auseinandergebro- chen ist. An der Südküste von Wales hat das norwegische Schiff .^Hertha" (1365 Tonnen) einen „Zusammenstoß" erlitten, wobei es schwer beschädigt wurde. Gleichfalls schwer beschädigt wurde das englische Dorpostenschiff „Chrysolite" (251 Tonnen). England muß den Benzinverbrauch rationieren. Berlin, 12. Januar. (DNB. Funkspruch.) Die Versenkung des englischen Schiffsraumes insbesondere der vielen Oeltanker, macht sich in England in einem ernsten Oelmangel bemerkbar. Es mutet jedenfalls seltsam an, daß England, „der Herr der Weltölquellen" dazu übergehen muß, vom 31. Januar ab den Benzinverbrauch zu rationieren. Die Karten werden zunächst für einen dreimonatigen Zeitraum ausgegeben werden. Untrügliche Zahlen Amsterdam, 11. Jan. (DNB.) Die Britische Nationale Rettungsboot - Gesellschaft bringt eine Jahresübersicht, in der festgestellt wird, daß die Beanspruchung der Boote im ganzen Küstenbereich niemals so ungeheuer gewesen sei, wie seit Kriegsausbruch. Die Boote hätten bei jedem Wetter insgesamt 411 Rettungsunternehmungen mit einer viel höheren Zahl von Einzelfahrten ausführen müssen und 1101 Menschen in Sicherheit gebracht. Das entspreche einem Wochendurchschnitt von 64 Rettungen. Während des Weltkrieges sei der Wo» chendurchschnitt der Rettungsleistung nur 21 Fälle gewesen. Der Bericht läßt erkennen, daß die Zahl der Schiffsuntergänge infolge der deutschen Seekriegführung an der britischen Küste sich gegenüber den Weltkriegsverhältnissen weit mehr als verdreifacht hat. Vermehrte Ausgaben für das amerikanische Heer. Washington, 11. Jan. (Europapreß.) Die Finanzkommission des Kongresses der Vereinigten Staaten hat grundsätzlich die Forderung Roosevelts Handelsschiffahrt in Sturm und Eis. Fast völlig vereist traf dieser Handelsdampfer nach einer Sturmfahrt über die winterliche See im heimatlichen Hafen ein. — (Aufnahme: PK.-Augst-Scherl-M.) Maschinen der denffchen Luftwaffe. w. F 1 Heinkel He 111, Verwendungszweck: Kampfflugzeug (Bomber). Das Kampfflugzeug hat die Aufgabe, feindliche militärische Ziele anzugreifen und durch Bombenabwurf zu zerstören. Ein neuzeitliches Kampfflugzeug trägt je nach der Flugstrecke eine Bombenlast von 1000 bis 2000 kg. Kampfflugzeuge fliegen im Verband und in großen Höhen. Besatzung: 1 Flugzeugführer, 1 Beobachter, 1 Funker, 1 MG- Schütze. Kennzeichen: Tiefdecker, Einzieh-Fahrgestell, einfaches Seitenleitwerk, 2 Motoren zu je rund 1000 PS, Ganzmetallkonstruktion. — (Scherl-M.) Oie andere Seite der britischen Blockade. Englands Kriegswirtschaft im russischen Spiegel. Moskau, 11. Januar. (DNB.) Die „Jswestija" veröffentlicht einen Artikel des sowjetrussischen Wirtschaftssachverständigen Professor Bogolepow. Er geht davon aus, daß England seine finanziellen Kräfte mit einer täglichen Aufwendung von 6 Mil- Tionen Pfund für Zwecke des Krieges schon jetzt bis zum äußer st en angespannt habe. Der britische Staat, der sich zur Zeit „hinter der Magi- notfinie im Rücken des vollkommen mobilisierten Frankreich" verbirgt, habe schon jetzt beinahe so viel Kosten für die Kriegführung aufzubringen wie während der letzten Monate des Weltkrieges, als die Entente letzte verzweifelte Anstrengungen gegen Deutschland unternahm. Gegenüber den wachsenden Anforderungen zur Finanzierung des Krieges zeige sich in den Staatseinnahmen und im Voiksvermögen Englands deutlich eine absteigende Tendenz. Man habe es in England auch feit Kriegsausbruch nicht fertiggebracht, die große Masse der Erwerbslosen in den Arbeitsprozeß wieder einzubeziehen. Andererseits würden die Preise unentwegt a n ft e i g e n , womit für die Masse der Bevölkerung neue Opfer verbunden seien. Auf dem Gebiete des A u ß e n h a n d e l s , der sich auch für England im Zusammenhang mit der Beschaffung von Rohstoffen und Kriegsmaterial immer wichtiger erweise, sei bis jetzt nur eine Reihe von Mißerfolgen für England zu verzeichnen. Die Einfuhr ausländischer Waren nach England gehe rapide zurück, nicht zuletzt infolge der Beschränkung des Schiffsraumes und der Gefährdung der Verbindungslinien durch die deutsche Kriegsflotte. Dabei müsse man bedenken, daß England in feiner Ernährung völlig vom Auslande abhänge und praktisch bereits heute auf vielen Gebieten a u f K o st e n seiner Vorräte lebe. Auch in Bezug auf den Export, der einen noch stärkeren Rückgang auf- weise als der Import, habe England mit größten Schwierigkeiten zu kämpfen. Es sei Der britischen Wirtschaftspolitik nicht gelungen, sich der Kriegslage anzupassen, so daß die Ausfuhrziflern sich immer weiter nach abwärts bewegten. Somen der französischen KrieqswtttschH Genf, 12. Jan. (Europapreß.) In der französischen Presse wird zur Beruhigung der Bevölkerung immer wieder unterstrichen, daß in Kürze größere Expeditionskorps aus England eintreffen würden. Von der französischen Regierung aus soll auf London in dieser Richtung ein ziemlich starker Druck ausgeübt worden sein, da die französische Wirtschaft erlahmen müsse, wenn nicht bald ein Ersatz für die einberufenen französischen Bauern und Spezialarbeiter eintreffe. Die Bestellung des Landes läßt in vielen Departements Frankreichs wegen Landarbeitermangel zu wünschen übrig, und vor allem in der Kriegsindustrie macht sich ein äußerst fühlbarer Mangel an Spezialarbeitern bemerkbar. auf außerordentliche Erhöhung der Ausgaben für die Verteidigung der Vereinigten Staaten bewilligt. Die Ausgaben für das Heer wurden auf 267 Millionen Dollar festgesetzt. Der Voranschlag sieht u. a. auch den Bauoon518Flugzeugen für den Patrouillendienst zum Schutze der Neutralität vor. Der Generalstabschef General Marshall erklärte in der Kommission, die gegenwärtigen Bestände des amerikanischen Heeres seien für den Notfall unzureichend. Oie Floitenpläne der LtGA. Starker Eindruck in Japan. Tokio,11. Jan. (DNB.) Die Erklärung des amerikanischen Admirals Stark, daß nach der durchgeführten Flottenaufrüstung die Flotte der Vereinigten Staaten wieder auf den Stand von 5:3 gegenüber Japan kommen werde, hat in Tokio größten Eindruck hervorgerufen. „Tokio Nitschi-Nitschi" schreibt: „Die Flottenpolitik Japans zielt auf Nichtbedrohung und Nichtangriff ab. Die japanische Flotte wird ferner fremden Flotte erlauben, in japanische Gewässer einzudringen, wie sie anderseits keine transpazifischen Operationen vorgesehen hat. Wenn Amerika trotzdem sein Ueberge- wicht aufrechterhalten will, so wird Japan in Verteidigung feiner Interessen gezwungen sein, seine Flotte gegen die amerikanische Bedrohung zu v erst ä r k e n. Auch der Sprecher des Marineamtes erklärte in der Pressekonferenz, alle ausländischen Mächte einschließlich Japan, seien sehr beunruhigt. Die Vereinigten Staaten hätten offenbar die Absicht, ihr Ueberaewicht über die japanische Flotte selbst nach dem Ausfall des Washingtoner Vertrages auf- rechtzuerhalten. Auf die Frage, ob Japan ein neues Bauprogramm aufstellen werde, falls der amerikanische Kongreß die neuen Flottenbau- pfäne billigen sollte, erklärte der Sprecher, man könne sich 'vorstellen, was Japan in einem solchen Falle tun würde. Japan habe beschlossen, den Jangtse freiwillig bis Nanking wieder zu öffnen, worauf di« Bereinigten Staaten mit der Ankündigung eines Bauplanes für 50 000-Tvnnen-Schlacht- jchiffe geantwortet hätten. Der finnische Heeresbericht. Helsinki, 11. Jan. (DNB.) Wie die Finnen melden, seien auf der Karelischen Landenge am Dienstag außer dem üblichen Artilleriefeuer und geringer Erkundungstätigkeit keine besonderen Ereignisse zu verzeichnen. Die Russen hätten ihre Stellungen weiter aus gebaut. Nordöstlich des Ladogasees hätten finnische Truppen ein feindliches Bataillon versprengt, wobei der Feind 200 Gefallene und 40 Gefangene eingeblißt haben soll. Im Suomussalmi-Abschnitt in Richtung auf Raste sei die Landesgrenze von den Fin- nen wieder erreicht worden. Somit sei es gelungen, die Russen an vier Stellen über die Grenze zurückzuschlagen. Sowjetrussische Luftangriffe auf die Küstenbatterien am Finnischen Meerbusen und am Ladogasee seien ergebnislos geblieben. Die finnische Luftwaffe habe Erkundungsflüge ausgeführt. __________ Deutschlands Filmwirtfchast vom Ausland unabhängig. Der Geschäftsbericht der Ufa. Berlin, 11. Jan. (DNB.) In der Auflichtsratssitzung der U f a erstattete Generaldirektor Klitzsch Bericht. Die deutsche Filmwirtschaft ist nunmehr vom Auslande, das in früheren Jahren bis zu 40 v.H. der Herstellungskosten amortisiert, völlig unabhängig geworden. Das ist neben der Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Neuordnung des Marktes auch schon auf den Hinzutritt neuer Wirtschaftsgebiete — Ostmark und Sudetengau — zurückzuführen. Selbst Filme größten künstlerischen und materiellen Formates können heute allein im großdeutschen Wirflchaftsraum amortisiert werden. Die Ufa-Umsätze haben 142,4 (i. V. 118,47) Millionen RM. erreicht. Der Jahresertrag stellte sich auf 85,33 (i. D. 68,78) Millionen RM. Steuern erforderten 9,11 (5,57) Millionen RM., Abschreibungen 47,49 (i. V. 41,2) Millionen RM. Interessant ist die starke Zunahme der Besucherzahlen der UfwTheater mit 47 (40) Mil« lionen. Im Jahre 1933 betrug die Zahl nur 27 Millionen Besucher. Die Filmproduktion umfaßte: 30 große Spielfilme, 6 große fremdsprachige Spielfilme, 15 deuflche Ton-Kurzfilme, 28 deutsche Kulturfilme, 32 fremdsprachige Kulturfilme, 156 Wochenschauen, 125 Industrie- und Werbefilme. Der Ausbruch des Krieges hat die Lage des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen vermocht. Die Filmproduktton wurde in vollem Umfange fortgesetzt. Die Theatereinnohmen erfuhren während der ersten Kriegswochen einen vorübergehenden Rückgang. Sie stiegen jedoch bald wieder an und übertreffen das Ergebnis der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Die Kriegsregeluug des Ladenschluffes. Das erste Ziel jeder Kriegsregelung des Ladenschlusses und der Verkaufszeit im Einzelhandel muß die Sicher st ellung der Bedarfsdeckung der Bevölkerung sein. Dor allem muß der Hausfrau und Mutter, die im Kriege ohnehin stark belastet ist, die Erledigung der Einkäufe soweit als irgend möglich erleichtert werden. Diesem Ziele müssen sich alle anderen Belange unterordnen, die berufsständischen Forderungen des Einzelhandels sowohl als auch die sozialpolitischen Wünsche seiner Gefolgschaftsmitglieder. Für die notwendige Kriegsregelung des Ladenschlusses ist durch die Verordnung des Reichsarbeitsministers die Grundlage geschaffen worden. Der Sachbearbeiter des Ministeriums, Ministerialrat Deutschbein, bringt im Reichsarbeitsblatt Erläuterungen und Ergänzungen der geplanten Neuregelung. Die Frage des Mittagsladenschlusses soll nach der beabsichtigten Einführung der Sommerzeit einer erneuten Prüfung unter Berücksichtigung der inzwischen gemachten Erfahrungen unterzogen werden. Die jetzt eingeführte Verpflichtung zur Offenhaltung der Geschäfte kann durch behördliche Anordnung wieder aufgehoben werden. Von dieser Befugnis wird besonders dann Gebrauch zu machen sein, wenn einzelnen Geschäftszweigen wegen ständigen oder vorübergehenden Warenmangels die Offenhaltung nicht zugemutet werden kann. Im übrigen umfaßt die Verordnung alle offenen Verkaufsstellen mit Ausnahme des Marktoerkehrs. Der Referent betont, daß grundsätzlich an einer möglichst strengen Sonntagsruhe im Handels gew erbe auch im Kriege fest geh alten werden soll. Demgemäß ist die vereinzelt zum Ausgleich einer Einschränkung der werktäglichen Laden« zeit zugelassene Verkaufszeit an Sonntagen wieder aufzuheben. Verstöße gegen die Verpflichtung zum Offenhalten der Geschäfte werden ebenso bestraft wie Verstöße gegen die Lade ns chlußo v r schris ten. Neuordnung des Schuhes der nationalen Symbole und Lieder. Berlin, 11. Jan. (DNB.) Unter Aufhebung der bisher ergangenen Bestimmungen hat der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda im minifter für Volksaufklärung und Propaganda im Einvernehmen mit dem Reichsinnenminister eine Polizeiverordnung zum Schutze der nationalen Symbole und Lieder erlassen, die bestimmt, daß bas Singen des Deutschlandliedes, des Horst-Weflel-Liedes und anderer durch Tradition und Inhalt geheiligter vaterländischer Lieder ober nationalsozialistischer Kampf- lieber in Vergnügungs - u n b Gaststätten aller Art, sowie bas Spielen traditioneller Armeemärsche zum Tanz verboten ist. Ausgenommen sind Gelegenheiten, bei denen der Rahmen und der Ernst der Veranstaltung zum ©innen und Svielen dieser Lieder eine besondere Veranlassung geben. Die gegen den Mißbrauch des Badenweiler Marsches erlassenen besonderen Bestimmungen bleiben unberührt. 'Puboif Heß bonff Dem weiblichen Arbeitsdienst. Berlin, 11. San. (DNB.) Am Donnerstag, vormittag nahm der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, Gelegenheit, den m Berlin in der Reichsleitung zu einer Arbeitstagung D-^reiniaten Führerinnen Des Nei--h<;arlu^-r- bienftes für die weibliche Jugend seinen Dank und ferne Anerkennung auszusch-echen. Der Reichs- arbeitsführer zeigte dann seinem Gast die fünft« "risch ausgestatteten Räume des Führerheimes. Im großen Kartensaal wurde dem Stellvertreter des Führers ein eingehendes Bild über bas große Tätigkeitsfeld des Reichsarbeitsdienstes vermittelt Zum Abschluß brachte der Stellvertreter des Führers zum Ausdruck, wie stark der Einfluß des Reichsarbeitsdienstes auf die Festigung des Na- Rekordhihe in Argentinien. Ganz Argentinien wird von einer selbst für hiesige Verhältnisse ungewöhnlichen Hitzewelle heimgesucht. Die Temperaturen erreichten in den letzten Tagen bis zu 38 Grad im Schalten. Die Schwule Bevorzugte Abwicklung des Güterverkehrs. Einschränkung der Fahrpreisermäßigungen. - Keine Belastung des Berufsverkehrs. besonders unerträglich tn der Hauptstadt Buenos Aires mit ihren Wolkenkratzern und engen Straßen, verstärkt durch einen Feuchtigkeitsgehalt der Luft bis zu 70 v. S). Täglich werden Hitzfchlagfälle mit teilweise tödlichem Ausgang gemeldet. Die Viehzüchter befürchten bei Anhalten der Gluthitze schwere Verluste in ihren Viehbeständen. Neue Erdstöße in Anatolien. Der Präsident der Türkei, Ismet I n ö n ü, hat eine Rundreise durch die von der jüngsten Erdbebenkatastrophe heimgesuchten Gebiete Anatoliens angetreten. Neue Erdstöße mittlerer Stärke sind am Mittwoch in Budur, Isparta, Karahissar, Erba und Akhissar verspürt worden. Auch diese Erdstöße haben Bauschäden angerichtet. Neue reichliche Schneefälle behindern die ^.^eleistungsmaß- nahmen für die von der Katastrophe heimgesuchte Bevölkerung. Die rumänische Reaierung hat einen Betrag von zehn Millionen Lei der türkischen Regierung überwiesen zum Wiederaufbau der durch die Erdbebenkatastrophe heimgesuchten Gebiete. Tierquälern zur Warnung. Der Pferdehändler Franz Schmidt aus Benisch (Sudetenland) wollte ein Pferd in ein fremder Gespann einreihen. Das Tier scheute jedoch und ließ sich nicht beruhigen. Schmidt versuchte daraufhin, wie er das nach seinen Angaben auch in anderen Fällen schon mit Erfolg getan hat, das Pferd „müde zu reiten". Als auch dieses „Beruknqungsmittel nicht den gewünschten Erfolg hatte, schlug er eine halbe Stunde lang mit den Fäusten und einer dicken Reitpeitsche auf den Kopf des Pferdes, das vor Schmerz und Furcht weiterhin hörbar wieherte. Von Augenzeugen wurde die Polizei verständigt. Schmidt wurde verhaftet und jetzt vom Amtsgericht Tronvau wegen Tierquälerei' zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Flugverbindung Skandinavien—Neuyork. Gine direkte Flugpostverbindung Neuyork—Skandinavien ist für das Frühjahr 1940 geplant. Diese Verbindung soll dann zu einem ständigen Personenflugverkehr ausgebaut werden. Der Pl-an wurde zum erstenmal ernsthaft erörtert, als der amerikanische Flieger Oberst Lindbergh im Jahre 1938 Kopenhagen einen Besuch abstattete. Man plante damals, eine solche Verbindung über Grönland und Island zu legen. Nach den neuen Plänen soll die Flugroute von Neuyork über Neu- fundland nach der mittelnorwegischen Stadt Stavanger gelegt werden. Stavanger würde damit zu einem skandinavischen Jentralflügplatz, von dem aus Verbindungen nach Stockholm, Oslo und Kopenhagen eingerichtet werden sollen. Durch Aulounfall Geschmack und Geruch verloren. Im Frühling vorigen Jahres wurde das Ehe- paar Orefice in Como bei einer Fahrt mit dem Kraftrad von einem unvorsichtigen Automobilisten angefahren und schwer verletzt. Die Folge war eine Anklage gegen den Fahrer des Kraftwagens, die jetzt vor dem Landgericht in Como verhandelt wurde. Die Voruntersuchung war sehr umfangreich und schwierig. Frau Orefice'behauptet nämlich, obwohl sie sonst wiederhergestellt war, sie habe den Geruchs- und Geschmackssinn verloren. Die Gerichtsmediziner haben die Frau sehr genauen Untersuchungen unterzogen, und ihr Urteil bestätigt die Behauptungen der Verletzten. Frau Orefice macht es keinen Unterschied, ob sie schmackhafte Speisen oder Gegenstände, die anderen Menschen Uebelkeit verursachen, in den Mund nimmt und hinunterschluckt. Der schuldige Kraftfahrer wurde zu zehn Monaten Gefängnis und zu erheblichem Schadensersatz an die unglückliche Frau verurteilt. Walfischjagd aufs höchste gesteigert. Wie die römischen Blätter melden, sind Hunderte von Walfischfängern mit Volldampf in die antarktischen Gewässer aufgebrochen. Es handelt sich vor allem um Norweger, Dänen, Engländer, Südafrikaner, Franzosen und Japaner. Der Walfischfang, der bisher schon immer einen guten Gewinn abwarf, verspricht unter den besonderen Verhältnissen des Krieges noch höhere Erträge. Bei- spielsweise kostete eine Tonne des aus der Walfischzunge gewonnenen Oeles, das für Zwecke der Paraffin- und pharmazeutischen Industrie und für die Herstellung von Glyzerin-Sprengstoffen gebraucht wird, in normalen Zeiten vierzehn Pfund Sterling. Im Jahre 1918 bezahlte man dafür schon 86 Pfund Sterling und gegenwärtig schwankt der Preis zwischen 100 und 110 Pfund Sterling. Die Fachleute sehen voraus, daß der Weltverbrauch an Walöl, der zu Kriegsbeginn etwa 28 Millionen Tonnen betrug, sich in kurzer Zeit verdoppeln wird. Weichreitig heat man aber große Besorgnis für den Walfischbestand, da die so gesteigerte Jagd diese Tierart zu vernichten oder zum mindesten schwer zu schädigen droht. den großen holländischen Strömen wird in Kürze den Kampf mit dem Eis aufgeben müssen, sofern nicht die zwischen Island und der norwegischen Küste gemeldete Depression sich sehr bald auch über der südlichen Nordsee und den angrenzenden Küstengebieten ausbreitet. Vorläufig hält der strenge Frost aber noch an, und das Treibeis auf den großen Strömen droht, sich an zahlreichen Stellen so festzusetzen, daß es undurchdringlich wird. An vielen Plätzen hat der Schiffahrts- und Fährdienst bereits e i n g e st e l l t werden müssen. So ist der Waal bei Millingen gesverrt, und die Fähren über den Alten Rhein bei Hermen und Aerdt sind aus dem Verkehr gezogen. Bei Nymwegen und Arnhem ist der Eisgang auf Maas und Rhein so schwer geworden, daß nur die größeren Schiffe und auch diese nur unter größten Schwierigkeiten vor- wärtskommen können. Kälte-Einbruch in der Schweiz. In der Schweiz ist ein plötzlicher Kälte-Einbruch erfolgt. Die Temperaturen schwanken trotz der geographisch nicht weit auseinanderliegenden Süd- und Nordgrenzen um 30 bis 40 Grad. Selbst aus der schweizerischen Riviera, aus Montreux und C a u x, werden minus 7 Grad, aus Genf minus 8 Grad, aus Zürich minus 13 Grad, aus den Wintersporchlätzen des Engadin minus 20 Grad bis minus 25 Grad gemeldet. Locarno meldet eine Temperatur über 0 Grad. Im Hochgebirge lag die Temperatur zeitweise um minus 30 Grad und darunter. für Januar bis März 1940 nicht weniger als 25 1 Ur- und Erstaufführungen vor. 1 Schwerer Sturm über Triest und Venedig. Unter neuem starkem Temperatursturz auf minus j 7 Grad brauste eine eisige Bora von 130 Kilo- , meter Stundengeschwindigkeit über Tri e st hinweg, so daß es den Fußgängern kaum möglich war, sich in den Straßen auftechtzuerhalten. Zahlreiche Personen wurden durch die Gewalt des Sturmes zu Boden geschleudert und verletzt. Ein älterer Mann ist seinen Verletzungen erlegen. Vereinzelt konnten die Haltetaue der im Hafen liegenden Schiffe dem ungeheuren Winddruck nicht standhalten, doch sind größere Schäden zum Glück vermieden morden. In Venedig brachte der Sturm mehrere Schornsteine zum Einsturz und richtete an den Häuserfassaden Beschädigungen an. Aus Neapel werden wiederum Schneefalle gemeldet. Der Vesuv hat erneut einen Schneemantel angelegt. Auch in den Bergen rund um Rom hat es in der vergangenen Nacht geschneit. Die Temperatur ist unter den Nullpunkt gesunken, so daß man mit weiteren Schneefällen rechnet. Zunehmende Kälte in Belgien und Holland. Mittwoch abend wurden in Brüssel 17 Grad unter Null gemessen. Die auf Straßen und Plätzen neben den Verkehrspolizisten und an den Straßenbahnhaltestellen aufgestellten Drahtkörbe mit rotglühendem Koks stehen zumeist verwaist do. Die Fahrgäste flüchten sich bis zur Ankunft einer Straßenbahn vor dem eisigen Nordwind in die Hauseingänge. Infolge des Glatteises haben sich auf den Landstraßen zahlreiche Autounfälle ereignet. In Antwerpen ist ein Autobus mit einem Straßenbahnzug zusammengestoßen, wobei einige Personen leicht verletzt wurden. — Die Fluß-Schiffahrt auf Berlin, 11. Januar. (DNB.) Zu Gunsten einer bevorzugten Abwicklung des Güterverkehrs hat die Reichsbahn eine Reihe von Personen- und Schnellzügen a u s f a l l e n lassen. Die dadurch fteiwerden- den Lokomotiv- und Fahrpersonalleistungen kommen in verstärktem Maße dem Güterzugdienst zugute auf dem Gebiete der Beförderung von Lebensmitteln, Brennstoffen und kriegswichtigen Gütern. Zur Unterstützung der Einschränkung des Personenverkehrs werden am 15. Januar 1940 bei der Re'ichsbahn und den Privatbahnen die Fahrpreisermäßigungen wesentlich eingeschränkt. Dor allem entfallen diejenigen Tarifvergünstigungen, die einen verkehrswerbenden und verkehrsvermehrenden Einfluß hatten, so die Sonntagsrückfahrkarten, die Urlaubs karten, Oftpreußen- rücksahrkarten, festen Rundreise karten, Zehnerkarten, Fahrscheinhefte zu ermäßigten Preisen, die Fahrpreisermäßigungen für Gesellschaftsfahrten, Jugendpflege, sportliche Wett- und Trainingszüge für Be- ucher von besonders anerkannten Lehrgängen, für SA. und andere Formationen, für den Reichsarbeitsdienst und noch mehrere andere Fahrpre'is- ermäßigungen. Erhalten bleiben vor allem die Fahrpreis- ermäßigunaen zugunsten des Berufsverkehrs, der Kriegsbeschädigten, der Hilfsbedürftigen, der Krankenpflege, der Kleingärtner und zum Besuch verwundeter oder kranker Kriegsteilnehmer und zur Beerdigung verstorbener Kriegsteilnehmer, insbesondere auch die Arbeiterwochen- und Kurzarbeiter- Wochenkarten, Netz- und Bezirks karten, Schülermonats- und Schüler-Wochenkarten. Die Arbeiter- Rückfahrkarten werden ab ?1. Januar auf einmaligen Besuch im Kalendermonat bei Ehegatten und Kindern, die Schülerfahrkarte auf Fahrten zwischen Unterrichtsort und Wohnort des Schülers beschränkt. Um Kurzstreckenreisende von solchen Zugen fernzuhalten, die für den Fernverkehr bestimmt sind, wird ab 15. 1. 1940 der v-Zugszuschlag auf mindestens 3 RM. in 1. und 2. Klasse und auf 1,50 RM. in 3. Klasse festgesetzt, so daß die bisherigen zwei untersten Zonen dieser Zuschläge fort- fallen. Die Zuschläge für Cilzüge bleiben zunächst unverändert. Von dem Verständnis der Oeffentlichkeit für diese Maßnahmen wird erwartet, daß alle überflüssigen und nicht dringlichen Reisen unterbleiben. Mit Der- Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat der Aerztin und Forscherin Dr. med. Agnes Bluhm in Berlin-Lichterfelde aus Anlaß der Vollendung ihres 78. Lebensjahres tne Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * In Berlin wurde ein deutsch-litauisches Abkommen über Rechtshilfe in Zollsachen un- terzeichnet. Das Abkommen wird am 15. Januar gleichzeitig mit Eröffnung des Freihafens in Memel in Kraft treten. * Der britische Reichsgeneralstabschef Sir Edmund Jronfide kehrte von seinem Besuch in Frankreich nach London zurück. Dor seiner Rückkehr unternahm er mit dem Oberbefehlshaber der alliierten Landstreitkräfte, General G a m e I i n , eine längere Jnspektionsfahrt der gesamten Frontlinien. — An den Beratungen hatte der französische General G e - orges erheblichen Anteil. Aus aller Welt. 86 Uraufführungen in den ersten drei Kriegsmonaten. Daß der deutsche Kulturwille trotz des Krieges nicht nur ungebrochen ist, sondern sich mit immer größerer Kraft entfaltet, beweisen u. a. auch die erstaunlichen Leistungen der deutschen Bühnen. In den ersten drei Kriegsmonaten, also von September bis einschließlich November 1939 fanden im Reich nicht weniger als 86 Uraufführungen statt. Davon entfielen auf Berlin 13 und auf das übrige Reich 73. In Berlin kamen im Dezember noch drei weitere Uraufführungen hinzu. Außerdem gab es hier in den ersten vier Kriegsmonaten 59 Premieren ohne Berücksichtigung einer großen Reihe von Märcheninszenierungen. Die Wiener Theater bereiten stärkungszügen, Dor- oder Nachzügen zu den fahrplanmäßigen Zügen ist in Zukunft nicht zu rechnen. Um sich Unbequemlichkeiten zu ersparen, liegt es daher im eigenen Interessen jedes Volksgenossen, sich die unbedingt erforderliche Z u - rückhaltung rm Reisevorhaben aufzuerlegen. Keine überflüssigen Netsen! Die Deutsche Reichsbahn hat sich veranlaßt gesehen, den Reisezugdienst wieder auf den Umfang der ersten Kriegsmonate zu beschränken. Einige Personen- und Eilzüge werden also künftig In Fortfall kommen. Die Gründe für diese Maßnahme sind kein Geheimnis. Jedermann weiß oder spürt es am eigenen Leibe, daß die gegenwärtig über dem ganzen Festland herrschende Kälte viele Arbeiten außerordentlich behindert und Schutz gegen den Frost erfordert. Auch der Betrieb der Reichsbahn, der sich ja nicht in geschlossenen Räumen abspielt, leidet naturgemäß unter den Einwirkunaen des winterlichen Wetters, so daß alle einsatzfähigen Kräfte an Mensch und Material dringend gebraucht werden. Es taucht damit die Frage auf, wo ein gespart werden soll — beim Personenverkehr oder beim Güterverkehr. Die Entscheidung fällt nicht schwer, denn es ist ganz klar, daß man eine Ferien- oder Besuchsreise wohl aufschieben oder unterlassen kann, daß aber auf die regelmäßige Versorgung mit Kohlen und anderen lebenswichtigen Gütern kein Mensch verzichten will. Im Interesse des notwendigen Transports von Wirtschaftsgütern mußte also der Reisezugverkehr eingeschränkt werden. Doch ist es mit der Umgestaltung des Fahrplanes allein nicht getan. Was nützte die ganze Planung, wenn wegen eines übermäßigen Andrangs die Züge überfüllt wären, wenn Vor- und Nachzüge eingesetzt werden müßten und wenn durch solche Belastungen die alten Schwierigkeiten der personellen und materiellen Ueberbeanspruchung erneut auftauchten? Nein, wir müssen schon allesamt selbst unsere Reiselust ein wenig zähmen, wir müssen auch den Mut haben, bereits geplante, aber überflüssige Reisen zu unterlassen, wen es sich irgend machen läßt. Es ist wirklich kein großes Opfer, was damit vom deutschen Volke verlangt wird. Denn im Vergleich zu den Dorkriegsmonaten ist der Reisezugverkehr noch so stark, daß jedes echte Reisebedürfnis befriedigt werden kann. tionalsozialismus im deutschen Volk und damit zu- gleich auf die Wehrtüchtigkeit gewesen ist. Dies sei in erster Linie dem persönlichen Wirken des Reichsarbeitsführers zuzuschreiben. (Am Donnerstagmittag empfing Reichsminister Dr Goebbels die Bezirksführerinnen des RAD. für die weibliche Jugend und die Abteilungsleiterin, nen der Reichsleitung unter Führung des General- arbeitsführers Dr. Decker, des Inspekteurs des weiblichen Arbeitsdienstes. Der Minister sagte, die Tatsache, daß der Arbeitsdienst in diesen ernsten «eiten vor neue Ausgaben gestellt wird, erweise, welche Bedeutung die nationalsozialistische Staatsführung dem Reichsarbeitsdienst für die Erziehung der Jugend zuerkenne. OieUmsieölungdesBaltendeutschtums in den Warthegau. Posen, 11. Jan. (DNB.) Die Aussiedlung der Baltendeutschen aus Estland und Lettland ist im großen und ganzen zum Abschluß gelangt. Damit wurde auch der Berufseinsatz der baltendeutschen Umsiedler im Warthegau ausgenommen. In den nächsten Tagen und Wochen werden die letzten Transporte der Baltendeutschen, die sich vorübergehend noch in Durchgangslagern in Pommern befinden, im Warthegau eintreffen. Etwa 1600 Volksdeutsche bleiben für kurze Zeit noch in Estland und Lettland, um größere Unternehmungen und Industriebetriebe abzuwickeln. Heber 17 000 Baltendeutsche sind bereits im Warthegau angesetzt worden. Das Baltendeutschtum bringt neben etwa 2000 einweisungsfähigen Handwerksbetrieben und anderen Berufen auch eine ganze Reihe tüchtiger Landwirte in die neue Heimat mit. Oie Lilienthal-Oenkmünze für deutsche Forscher. Berlin, 12. Januar. (DN.) Am Geburtstage ihres Schirmherrn Generalfeldmarschalls Göring hat die Lilie,nthal-Gesellschaft für Luftfahrtforschung beschlossen, Die Lilienthal-Denkmünze für 1939 zu verleihen dem Diplom-Ingenieur Kurt Tank (Bremen) für grundlegende konstruktive Arbeiten des Flugzeugbaues, insbesondere für die Schaffung des viermotorigen Langstrecken-Derkehrsfluazeuges „Condor", das bekanntlich im vorigen Jahre die Strecke Berlin—Neuyork und zurück in 45 Stunden reiner Flugzeit zurücklegte; dem Dr.-Ing. Heinrich Klein (Düsseldorf) für besondere Ver- , dienste um moderne Luftwafsenkonstruktionen; und dem Dr.-Ing. Friedrich Seewald (Berlin) für wissenschaftliche Arbeiten und besondere Leistungen bei der Organisation der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, Adlershof, der größten Luftfahrtforschungsanstalt. ^Wertvoll im 3n halt Der hohe Gegenwert, den die ECKSTEIN ihren Freunden bietet, beruht auf der Tatsache, daß diese Zigarette auf Jede teurere Verpackung verzichtetwodurch für denTabak umso höhere Betrüge zur Verfügung stehen. Und auf den Tabak kommt es an. 3/3 srg. SJl.-'fpOTt Kriegsmeisterschasten im Lustgau. Am kommenden Sonntagnochmittag werden auf dem Waldsportplatz des VfB.-Reichsbahn die Kriegsmeisterschaftsspiele im Luftgau von den Mannschaften der Luftwaffe ausgetragen. Das erste Spiel bringt die Begegnung im Fußball, das zweite Spiel sieht die Handball Mannschaften im Spielfeld. Es stehen sich jeweils die Mannschaften zweier Einheiten der Luftwaffe gegenüber. Um die Bannmeisterschast im Fußball. Am kommenden Sonntag beginnen die Spiele um die Bannmeisterschaft im Fußball. Folgende Paarungen sind vorgesehen. Gruppe 5: 1900 1. Jgd. — Lollar l.Jgd. Heuchelheim 1. Jgd. — DfB.-R. 1. Jgd. spannenden Kampf, aus dem die Gießener knapp als Sieger hervorgehen sollten. Das Spiel der 2. Jugend steht unter der Erinnerung des Sieges, der vor einigen Wochen in Londorf errungen werden konnte. Auch diesmal erwartet man die Blauweißen in Front. Die 2. Jugend hat ihre stärkste Elf zur Stelle. Handballspiele abqeseht! Das Kreisfachamt Handball teilt mit, daß die Spiele der Staffel Gießen der Handball-Gauklasse bis auf weiteres ausfallen. Die Spiele werden erst dann wieder aufgenommen, wenn die Umstände dafür günstiger sind. Die neue Terminliste, die alle Spielausfälle berücksichtigt, wird rechtzeitig fertrg- gcstellt, so daß dann die Runde ordnungsgemäß zu Ende geführt werden kann. Die Maßnahme, die der zuständige Staffelleiter, Kreisfachwart L u h, getroffen hat, läßt sich nicht umgehen. Die vorhandene Zeit wird noch ausreichen, um die vorgeschriebenen Termine einzuhalten. Kurze Gportnotizen. Endgültig abgesagt wurden die Welt- und Europameisterschaften 1940 im Eiskunstläufen und Eisschnelläufen. * Die deutschen Amateurboxe r bestreiten nach den Begegnungen mit Böhmen-Mähren am 10. Januar in Brünn und mit der Slowakei zwei Tage später in Preßburg den dritten Länderkampf des Jahres am 11. Februar in der Breslauer Jahrhunderthalle gegen Ungarn. Am 25. Februar ist dann Berlin Schauplatz des Rückkampfes gegen Italien. Hessische Schi-Msterschasten in der Rhön. Gruppe 6: Londorf l.Jgd. — 1900 2. Jgd. VfB.-R. 2.Jgd. — Treis l.Jgd. Die Spiele der Jugendmannschaflen der Spielvereinigung 1900. Die 1. Jugend der Spielvereinigung tritt gegen den Gegner aus Lollar mit folgender Aufstellung an? Flick; Stieler, Bötz; Theis, Heeg, Dahmer; Neuling Weniger, Kraft II., Deeg, Barschel. Die Lollarer stellen eine körperlich sehr stabile Elf ins Feld. Die Blauweißen werden das körperliche lieber» gewicht des Gegners durch ihr technisches Können auszugleichen versuchen. Man rechnet mit einem Der erste Teil der hessischen Schi-Kriegsmeister- schaften, die Kämpfe in den nordischen Wettbewerben, wird am kommenden Sonntag in Gersfeld (Rhön) durchgeführt. Obwohl eine Reihe der bekannten Läufer ausfällt, ist die Beteiligung nach den bisher eingegangenen Meldungen als gut zu bezeichnen. Am Start des 16-km-Langtaufes ist u. a. der Vorjahrssieger, Fritz R ü b e l i n g (Hessen- Preußen Kassel), dagegen vermißt man den Kombinationssieger, Soldat Zimmer (Friedberg). Zahlenmäßig stark vertreten sind bei den Gersfelder Ditelkämpfen vor allem die Gemeinschaften der Städte Kassel, Fulda und Gersfeld. Der Langlauf wird vormittags um 9 Uhr gestartet und ab 13 Uhr wird auf der mitten in der Stadt Gersfeld gelegenen Schanze gesprungen. Bei den derzeitig guten Schneeverhältnissen in der Rhön ist die Durchführung der Meisterschaftskämpfe gesichert. — Eine reiche Betätigungsmöglichkeit finden auch die Neulinge, denn die Ausschreibung sieht für sie in der Klasse 3 zwei Läufe über 8 und 16 km vor. Hebe raus zahlreich sind die Meldungen aus Kreisen der Wehrmacht. Bekannte Läufer aus der Ostmark und aus Bayern werden sowohl am 16-km- Langlauf als auch am Sprunglauf teilnehmen. Staffel- und Dauerlauf in Willingen. Hessens Meisterschaft in der 4 X 10 - km - Schi- staffel wird am 21. Januar in Willingen gemein« sam mit dem Sportbereich Niederchein durchge- führt. Im Vorjahr standen Mit Hessen-Preußen Kas- sei, Willingen, Winterberg und SA.-Kampfspielge- meinschaft Fulda vier gleichstarke Mannschaften im Kampf, die auch diesmal als Teilnehmer gelten und für ein spannendes Nennen Sorge tragen werden. — Eine Woche später, am 28. Januar, folgt — ebenfalls in Willingen — der 30-km-Dauerlauf des Gaues Hessen, der gemeinsam mit Niederrhein und Westfalen ausgetragen wird. Abfahrts-Meisterschaften in Gersfeld. Abgeschlossen werden die hessischen Schimeisterschaften am 4. Februar mit den Abfahrt- und Torlaufmeisterschaften am Reesberg bei Gersfeld. Gerade diese Wettbewerbe erfreuten sich in den letzten Jahren einer großen Beliebtheit und so darf man auch diesmal mit einer starken Beteiligung rechnen. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Or. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 NM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig. Nachdruck verboten Ohne Gewähr 23. Psalm, 4 10. Januar 1940 1. Ziehungstag In der heutigen Bormittagsziehung wurden gezogen 289590 388636 329332 350255 364493 380757 131519 141980 148622 In tiefer Trauer Außerdem wurden 576 Gewinne zu je 240 NM. 6501 Gewinne zu je 120 RM. gezogen. In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 75707 76201 76997 79804 61951 62085 62437 69117 70297 80154 80491 89783 91818 94125 94902 103766 386027 389408 392636 171D Der kostenlose FMMcbl 172D gesucht. 129D Walltorstr. 21 im 80. Lebensjahr. Heuchelheim, den 11. Januar 1940. 164D 191846 167262 119771 158694 174088 197331 221741 249872 277240 307505 339242 378533 59628 100574 Wir haben mit Kalbfleisch einen lieben Bundesbruder verloren, der stets mit Leib und Seele an seiner Landsmannschaft hing. 116068 157399 173540 196015 216442 241021 276654 294114 335031 370591 112422 133696 157716 187938 212922 243644 258527 284157 338889 383190 113328 135632 160413 189025 213919 244831 258873 285288 339300 384815 120775 165440 177030 200370 226962 249966 281144 308853 340060 388325 115833 142634 160518 189985 216991 251560 260077 297389 340164 121105 166133 180782 203335 229108 252830 284564 322473 343951 391067 118289 142815 166859 191132 225167 253905 260267 308142 343144 60166 80972 250980 310707 166142 182672 203609 229838 256517 285398 327129 344056 392087 167462 182984 205436 230445 257471 290413 327973 344997 392997 125456 144615 183199 192216 232769 255162 269434 328672 351442 177214 113172 168280 183497 213073 234562 265902 293147 328921 348457 395624 3 3 6 6 18 193731 352777 266213 268917 164155 219567 112280 130835 156943 185687 205643 236295 257328 282827 338445 381222 110445 126690 154075 185246 202052 232782 256626 273489 330897 355377 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 13. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhaus Ludwig-Rinn-Straße 34 aus statt Heute wurde mein sehr geliebter Mann, unser gütiger Vater, mein lieber Schwiegervater und Großvater, der Die Einäscherung findet Montag, den 15. Januar, 13% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Am 11. Januar verschied nach schwerem Krankenlager unser lieber A. H. im Alter von 67 Jahren von seinem langen qualvollen Leiden, . das er mit bewundernswerter Geduld ertrug, erlöst. Sein Leben erfüllte sich in der Arbeit für andere; es war reich durch die Liebe und Treue, die er für diese Arbeit erntete. 170528 194875 215626 237000 266638 293712 331157 350123 396823 und WM für Laden und Büro für norm. findet in d. zweiten Januarhälfte statt. Anmeldungen hierzu bitte ich bis zu dem 15. Januar in meinem Photo-Geschäft A vorzunehmen. 390280 126343 62486 124450 85930 211371 30486 156949 124482 143643 170738 192156 226767 254684 262652 322279 346170 Am 10. Januar entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante VornehmI Geschmackvoll! PersönlichI Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu m&Bigen Preisen BrUhl’sche Druckerei. Schulstr. 7, Ruf 2251 Johanna Kalbfleisch, geb. Haller Therese Kalbfleisch, Gewerbelehrerin Anneliese Kalbfleisch, techn. Lehrerin Dr. jur.Georg-Wilhelm Kalbfleisch, Rechtsanwalt z. Z. Wachtmeister in einem Artillerie-Regiment Ernst-Ludwig Kalbfleisch, Gefreiter im Felde Dr. med. Elsbeth Kalbfleisch, geb. Will und 1 Enkelkind. Gewinnauszug 3. Klasse 2. Deutsche Reichslotterie Gießen (Fröbelstraße 32), Droyßig b. Zeitz, Osorno in Chile, den 11. Januar 1940. In tiefer Trauer.- Der Alte-Herrnverband der ehemaligen Landsmannschaft »Merovingia« Dr. Monnard. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Daniel Gorr nebst allen Angehörigen. Oberstudiendirektor i. R. Prof. Dr. Wilhelm Kalbfleisch aktiv 1890-1894. | Kaufgesuche | Kleiner Liefer- Außerdem wurden 528 Gewinne zu je 240 RM. und 6528 Gewinne zu je 120 RM. gezogen. Frau Katharine Gorr geb. Hofmann Oberstudiendirektor a. D. Dr. phiL Wilhelm Kalbfleisch Photo Krenzplati 9 Kino 309 Gewinne zu 300 RM. 4806 8583 13248 25554 29447 33900 44135 47316 49123 55134 69265 75796 78902 80752 86701 89259 90141 93904 100875 103303 106404 108585 109589 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN Elche zwischen Meer und Memel von Martin Kakies Insgesamt 120 Seiten mit 82 hervorragenden Naturaufnahmen de» Verfassers auf 56 Kunftdrucktafeln. In Leinen gebunden RM. 3,60. Aus dem Inhalt: Parade im Frühling-Ein Elchkalb torkelt ins Leden-Im Sommerglühen-Elk, der Schaufler vom Meer — Die hohe Zeit — Der Kapitalschaufler von Helcnawerder — Der Starke und der Dolchendige-Auf der Hochdune-Elche im Schnee. Der Verfasser ist in seiner Heimat bekannt al» ein ausgezeichneter Elkdkenner. Sein Geben lang hat er dieses urwüchsige Tier der heimischen Landschaft aur der Kurischen Nehrung und int nördlichen Teil der Memelniederung beobachtet und biet.'t nun aus seiner umfangreichen Gichtbildsammlung die schönsten Erge. niste keiner jahrzehntelangen Kamerajagd in einer überraschenden Fülle und Vielseitigkeit. Daß er aber nicht nur einer unserer besten Naturlichtbildner, sondern auch ein außergewöhnlich begabter Schrift- steiler ist, der seine Erlebnisse spannend und unterhaltsam zu berieten weiß, wird die Freude am Besitz dieses schönen Buches verdoppeln Alle Iüger und Freunde der Natur müssen dieses schöne Elchbuch besitzen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. 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An den Verlag des siebener Anzeigers, Wen Versenden Sieden GießenerAnzeiger zum Bezugspreis von RM. 2.05 für den Monat unter folgender Anschrift: Eelbpostanschrist genau angeben) Oie Äezugsrechnung zahlt: (Genaue Anschrift des Bestellers) Gießener Konzertverein Zweites Solistenkonzert Sonntag, 14. Januar 1940,16.30 Uhr, Universitätsaula Liederabend Gertrude Pityinger (AU) Am Flügel: HEINZ SCHRÖTER Lieder von Schubert, Wolf, Brahms, Reger Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau, Bahnhofstraße 76 69d Eintrittskarten zu l.OO, 1.50, 2.25 und 3.00 RM. bei Ernst Challier, Neuenweg 10, Fernruf Nr. 2671, und abends an der Kasse. - Studentenkarten 80 Pf. gegen Ausweis im Kollegiengebäude. KdF.-Theaterring und Militär (Unteroffiziere u. Mannschaften) halbe Preise. 34. Landes-Bibelkurs der oberhessischen Pilgermissionsarbeit von Sonntag, den 14. bis Mittwoch, 17. Januar 1940 vormittags 10, nachmittags 2.30 und abends 8 Uhr, im Stadtmissionssaal, Löberstr. 14. Jedermann ist herzlich eingeladen. 122D Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat? Darum: Kleinan» zeigen in die Hei» matzeitung, den Bießener Anzeiger Vereine Morgen kein Monats-Appell, sondern Ub3d Samstag 20. d. HL ,20.30 Uhr Jahres- Haupt-Appell m. interessantem Vertrag im Auerhahn (oberer Saal). Oberh.Gebirgsverein 14. Januar: Wanderung Abmarsch 9'/«Uhr Schiffenb. Weg. 28. Januar: 3öhns- hauDtoerfammlung pünktlich 16 Uhr Hvpfeld. Idoei Doppelherz wieder ein getroffen! Drogerie Bornemann Bahnhofstraße 17 Telelon 2185 „IDUN“ Vogelsand schützt vor Krankheiten. 162a GiehenerZoo,Seitenweg,Tfll.3292 Schreiner- oder Zimmergesellen zürn Verlegen von Fußböden für sofort gesucht. i6id Ludwig Rinn, Schreinerei ________Heuchelheim.________ Nachlässe von 3 bis 20 v. H. er* halten Sie bei wiederholten Wer* SffentHchungen einer AnzeigeI Stadttheater 20 bis 22.30 Uhr 15. Freitag -Miete Der müdeTheodor Schwank von Neal und Ferner. Preise: RM. 0.60 bis 3.10. (128d s nn r plo Ko elf lag Ki'f Ql dii Ui Ql de A hi bi di € D S f all lä eil -er1 V-> re" B ' * I sels> urtö 650' : B &fli st -ein N . wi ! Ilik' I auf . eine eine duic eine aus MI Sreitag, 12. Januar 1940 Gießener Anzeiger (General-Anzeigrr für Oberheffen) ttr. 10 Zweites Blatt Aus der Stadt Gießen. Eröffnung der wehrwiffensthastlichen Vorträge Schützt die Tiere vor der Kälte! Ein Wunder? Hatten die Frauen endlich den derer von Erlenburg auf Erlenburg zu produzieren Sinn der vernünftigen Wirtschaft verstanden? Nein, Er ist der Hüter der TradltwndlesesHauses,^r . 7 V. rr_____t' aIaa^a» fAnhörn 1 IpfrlPnh rtP Nvrmiirl für alle, die £>i6ie Tradition Nicht langte und im Juni Veilchen. „Wenn ich das Blumengeschäft oufgebe, um Ruhe zu haben, muh ich eigentlich das ganze G6fchäft aufgeben, damit ich wirklich Ruhe habe!" Ja, Beffie Foornett hatte die ganze Stadt, das Jimmy sagte leise: „Für Sie, Frau Brown, habe ich drei Pfund Tomaten!" „Ach, herrlich, Tomaten! Geben Sie rasch her, ehe Frau Foornett kommt!" Jimmy füllte die Tomaten in Frau Browns Einkaufstasche. Sie zahlte rasch und enteilte. Bald darauf erschien Bessie Foornett, selbstverständlich mit der festen Absicht, Bananen zu kaufen und Jimmy Dooghs eine Szene zu machen, wenn er keine haben sollte. Es ging ihr, wie es Lisbeth Brown ergangen war Kaum sah sie den Berg Bananen, meinte sie: „Bananen? Lächerlich, wie kann man jetzt Bananen anbieten? Haben Sie nicht zum Beispiel Tomaten?" „Für Sie, Frau Foornett, habe ich ausnahmsweise noch vier Pfund Tomaten!" „Geben Sie schnell, ehe Frau Greenhearn kommt!" ... An diesem Tage brauchte Jimmy Dooghs nicht aus der Haut zu fahren: so leicht war ihm das Geschäft noch nie vorgekommen' Ein Wunder war geschehen! Mitten in der Zeit der Tomaten hatte er alle Tomaten verkauft! nicht die Frauen hatten nachgegeben, sondern Jimmy Dooghs hatte einen guten Einfall gehabt. Er stapelte in seinem Laden die Waren auf, die zur jeweiligen Zeit nicht zu bekommen waren, ein Schild lud zum Kaufe dieser Waren ein. Aber die aufdringlich angeboten wurden? Wie 'konnte Jimmy Veilchen im Juli, Tomaten im Februar, frische Aepfel im April anbieten? Wenn man Jimmy fragte, lächelte er. Er verriet „Und woher nehmen Sie die Lockwaren, wenn man so sagen darf? Jetzt zum Beispiel gibt es in ganz Trenton keine einzige Zitrone! Hier auf dem Pult liegen zahllose Zitronen!" Eine etwas verstaubte Geschichte von Mesalliance und Mitgiftjägerei ist mit allen bekannten Requisiten hübsch herausgeputzt worden, um Hans M o - j e r Gelegenheit zu geben, sich als Anton, den letzten in der Reihe der hochgräflichen Kammerdiener Am gestrigen Donnerstagabend wurde im Großen Hörsaal der Universität die wehrwissenschaftliche Vortragsreihe unserer Ludooiciana eröffnet. Wie stark das Interesse an diesen Vortragsdarbietungen ist, wird dadurch bekundet, daß der Große Hörsaal bis zum letzten Platze besetzt war, ja manche Besucher sich nur noch mit einem Stehplatz begnügen mußten. Neben zahlreichen Angehörigen der Partei und ihrer Gliederungen waren viele Vertreter der Wehrmacht — Offiziere, Sanitätsoffiziere,- Unteroffiziere und Mannschaften —, ferner zahlreiche Studierende in den Uniformen unserer Wehrmacht, aber auch in Zivil, schließlich eine Anzahl Frauen, vor allem Studentinnen, erschienen. Dieses starke Echo der Veranstaltung in breiten Kreisen der Bevölkerung kann von der Universität als ein erfreulicher Auftakt für ihre Bemühungen, auch auf diesem neuen Wege die Erkenntnisse der Wissenschaft in das Volk hineinzutragen, angesehen werden. Der Vortragende des ersten Abends der wehr- wissenschaftlichen Vortragsreihe, der Rektor der Universität, Professor Or. Kranz, natürlich, weil unsere Geschichte dort spielt. Jimmy Dooghs nahm im Lause weniger Wochen um etliche Pfund ab. „Was wird Bessie Foornett heute wieder kaufen wollen?" seufzte er. Bessie Foornett war eine der eigensinnigsten Käuferinnen. Bei ihr ging es so weit, daß sie im März für die Blumenvase im Eßzimmer Rosen verlebendige Vorwurf für alle, die diese Tradition nicht achten, er tyrannisiert Familie und Dienerschaft gleichermaßen mit seinen verschrobenen Auffassungen und Schrullen, aber er meint es gut mit seiner Herrschaft und sie weiß, was sie an ihm hat. Wenn der kleine Mann mit den Dackelbeinen wie ein sein Geheimnis nicht. Er sagte nur: Ich biete eben Waren an, die nicht zu haben sind. Ich zeige sogar diese Waren. Da die Frauen ! hnc Pniifpn mnn fip leben reichlich leben, kaufen der Neuen Aula einen Liederabend mit Werken von Schubert, Hugo Wolf, Brahms und Reger. Deutsches Frauenwerk. Abteilung Alütkerdienst. Am Mittwoch, 17. Januar, beginnt ein Kranten- pslegekursus im Hause der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstraße 18, 1. Stock. Anmeldungen werden bei der Kreisgeschäftsstelle des Deutschen Frauenwerks, Frankfurter Sttaße 1, noch entgegengenommen. leitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. 15. Vorstellung der Freitag-Miete. Gießener Konzert-Verein. Gertrude Pitzinger, die bekannte sudetendeutsche Sängerin, gibt am kommenden Sonntag in „Anion der Letzte/' Tomaten frisch eingetroffen. Don Josef Robert Harrer. Neues Bindeglied zwischen Universität und Bevölkerung. - Starker Besuch des Eröffnungsvortrags. Bavaria-Filmkunst inszenierte C. W. Emo. Fr. W. Lange.