Mittwoch. «.Dezember MO Zwei Wetten Vor un» der Ein Blick in die Werkhalle während der Rede des Führers. — (Scherl-Bilderdienst-M.) herrscht von denen, die einst aum Weltkrieg gehetzt, hatte 3V2 Millionen Arbeitslose, obgleich das- seiiB» E. S. Morgen! Dieser werdenden deutschen Welt standen die west- ihrem Untergang, und so erklärten sie uns Krieg für ihre demokratische „Zivilisation", die solcher Grundlage nicht bestehen kann, denn ewigen Gesetze des Universums verbieten es. der eine alles und die anderen gar nichts haben. Dafür werken unsere Rüstungsarbeiter, dafür steht das ganze Volk baheirn, und dafür stehen unsere Soldaten draußen Denn die Ereignisse bezeugen das Führerwort: Wo der deutsche Soldat steht, kommt kein anderer hin. Wir kämpfen alle für unsere neue Welt, in der die soziale »Gerechtigkeit den auf die Die Rede des Führers wird von den römischen Blättern schon am Dienstagnach mittag auf der ersten Seite und in großer Aufmachung gebracht. „Laooro Fascista" hebt in (et- lion. Samstags Die Arbeiter hören mit Spannung dieJRjbc des Führers. — (Scherl-Bllderdienft-M.) 14:10(53) :0 (2:0) 10:2 (5:1), Frech» WN-odnbe ' DOrf)* rs Zimm li ner selbst ch Aehnlichez £ ie Verorbms um d i e Befreiung des Deutschem, und drser Kampf ging gegen Parteien, Vorurteile, plu- Okratische Vorstellungen, das Judentum, die Ar- Der Führer spricht in einem Berliner Rüstungsbetrieb zept. ne i>eren Derschreibq PolßeiM Wirkung te worden. 1, sie [mb W t »eif« W; Spanier >g. dkn hllM "elen toim, urde abofhfl J es den K qus it, W besiD^ J ^nd ihn, len der Ith 'M büU lederzeitig f. $ eiiiy $ r o ,r teil'”1 tlnnabmr von thuetaett Hit die MittaaSnummer MN'/Jlbr Änteiflentetl 7 Rvi le mm bei 22 mm Heilenfaretfe# $ enteil 50 rttvt. te mm bei 70 mm Beilenbreite Wrtibläfie: fBteberbolunfl Malftastel l Abkrblükie Menaenitabel B yinboorfcbrift (oorbenae Vereinbnnmfl 12k»'.. mehr Als die Abgrenzung immer deutlicher hervortrat und der Gegensatz nicht mehr durch Dernunft- gründe überbrückt werden konnte, haben wir alle Kraft zusammengefaßt und sind für unser neues Ideal angetreten. Wir haben gewartet und weniastens das Furchtbarste der jetzigen Kriegführung, Die Luftbombardements, abmicyaffen versucht. Hohnvoll wurden alle Vorschläge des Führers zurückgewiesen. In vollem Bewußtsein seiner Verbrechen hat Churchill mit den Bombardenicnts von nichtmilitärischen Zielen begonnen. Der Führer hat abermals gewartet. Es sei ein Zeichen der Schwäche, frohlockten die Trabanten Churchills. Bis unsere Geduld ein Ende hatte und nunmehr die dllulsche Faust den Briten schüttelt, daß seine Schreie nur Schreie des beginnenden Wahnsinns rtllA nX ?>, iMu ni Knuten 2 Buchsiabv * EntseE men.fie S' uardian W1 an is, was i vahmE aßer^ sie es iwjE ierahen Sd ihnen, 'nÄ' »fern jraiufiertl’ 4 i«, efegneft " ^r.y r.;i lichen Plutokratien gegenüber, die das Erstarken des deutschen Geistes immer feindseliger verfolgten. Was diese Plutokratie, diese ganz andere Welt, in Wirklichkeit ist, wissen wir. Es ist die Herrschaft von einigen Hundert über ein Volk, es ist die Freiheit jedes einzelnen dieser Hundert, zu erraffen, so viel er vermag und die Staatsgewalt zu mobilisieren gegen diejenigen, die in seinem Gebaren etwas Unsittliches erblicken. Es ist die absolute Abhängigkeit des Menschen vom Kapital, die Derleuanung jeder sozialen Gerechtigkeit. Sie hatten Verfall- l e 5 geschaffen, und in den zwanzig Jahren feit Versailles war in diesen Plutokratien die Scheidung in soziale Klassen noch schlimmer, die Arbeitslosigkeit chronisch geworden. Das reiche England, be- Wir tun bas 'im Namen des Fortschritts, der sozialen Gerechtigkeit, die nicht will, baß nem mit einem Bild des Führers versehenen Bericht hervor, daß Deutschland alle Vorbereitungen getroffen habe und zur entscheidenden Probe bereit stehe. Auch die norditalienische Presse nimmt schon in eigenen Kommentaren zu der Rede des Führers Stellung. So betont bei» spielsweise „Corriere della Sera", wie Deutschland und Italien ein ähnliches Schicksal vor, das Lebensrecht aller Völker bilde den Leitgedanken im Kampf gegen das plu« tokratifche England. Die „Sera" bemerkt', Adolf Hitler fei noch einmal vom Ursprung der nationalsozialistischen Bewegung ausgegangen, um die Grundsätze des Kampfes gegen die habgierige Plu- tokratie des Westens zu bekräftigen. Erste- Echo in USA. Neuyork, 11. Dez. (Europapreß.) „Kämpferisch ohne jedes Anzeichen von Schwäche und Kompromißbereitschaft" nennen die Neuyorket Blätter die Rede Adolf Hitlers vor den Rüstungsarbeitern. Unterstrichen werden vor allem jene Sätze, in denen der Führer den Gegensatz des neuen Deutschlands zur kapitalistischen Welt hervorhob. Er habe diesen Krieg als einen Kampf zwischen zwei Welten bezeichnet und sei voller Vertrauen auf den deutschen Sieg. Lauterbacher Gauleiter von Hannover fcrftbemi tägltd), aufoei Sonntags und rVetertna» Beilfldf* :Die,1U nitriert, siebener ftanuhenblattei deimatmiBild DieLrboÜ, «oflflts-BeiiUdsvreiS: Sit 4 BeUaaen RM 1.95 c)bne Illustriert, . 1.80 lufteUflebübT. , .25 md) bei Nichterscheinen ton enuelnen Nummern nfolflf höherer Wemnlt rernivrechanschlub 2251 Drahtanschrift:,-An^eiaer" Bniitoerf 11 fiw» ftronff. M Ungarn und die Achse. 33on unserem Boc.-Korresoondenten / Budapest, Dezember 1940. Die Erweit'erungvdes Dreimächtepaktes durch den Beitritt südosteuropäischer' Staaten beschäftigt noch immer lebhaft befugte und unbefugte Ausleger. Im Südosten ist das Interesse an diesem Ereignis ungemindert stark, man versucht, aus dem internationalen Echo die Nebentöne abzuhorchen, die vielleicht mehr verraten möchten, als Vertragstexte und Begleitreden selbst. Dabei werden auch Deutungen vernehmbar, die der Tragweite der neuen Unterschriften zum Grundvertrag nicht voll gerecht werden. So z. B. das Urteil, es habe sich nur um formale Verbriefungen und Besiegelungen bereits bestehender Verhältnisse gehandelt. Gewiß nahm mit den Zusatzverträgen eine tatsächliche Lage in den Beziehungen der Großmächte zu den Mittelstaaten konkrete Formen auch vom Gesichtspunkt des internationalen Rechts an, aber die zukunftsweisende Bedeutung des Beitritts neuer Staaten ist damit überhaupt nicht erfaßt. Vielmehr ist wesentlich, daß die Zeit gekommen war für die Frage, welche Staaten an der aufbauenden Zusammenarbeit mit den Achsenmächten zur Neuordnung Europas teilnehmen wollen und welche nicht, ob eine Unentschlossenheit oder ein „noch nicht" tiefere ober nur taktische Gründe hat. Ebenso wenig dürste von Belang oder gar ausschlaggebend für die Bewertung Der neuen Akte sein, welchen augenblicklichen, etwa in Bevölke- rungs- ober statistischen Ziffern auszubrückenden Kräftezuwachs die drei Hauptmächte oder eine der Berlin, 10. Dez. (DNB) Auf einer Zusammenkunft der Reichsleiter und Gauleiter der NSDAP, beim Stellvertreter des Führers gab Rudolf Heß die Ernennung des früheren Stabsführers der Hitler-Jugend Hartmann Lauter« bad) er Aum Gauleiter des Gaues Südhan« nover-Braunschweig bekannt, wobei er betonte, daß in dieser Ernennung besondere Anerkennung für die gesamte Hitler-Jugend liege. Im Auftrage des Führers übermittelte Rudolf Heß dem bisherigen Gauleiter des Gaues Sübyanno- ver-Braunschweig, Bernhard R u ft, und dem stellvertretenden Gauleiter Kurt Schmalz den Dank und die Anerkennung des Führers für die bisher geleistete erfolgreiche Arbeit. Gauleiter Reichsminister Rust hatte schon seit längerer Zeit gebeten, ihn wegen der immer wachsenden Aufgaben des Reichserziehungsministeriums vom Amt eines Gauleiters, das von Berlin aus nicht mehr befriedigend verwaltet werden konnte, zu entbinden. aufgenommen, als der Führer an das Mikrophon tritt.. Den Wortlaut der Rede des Führers finden unsere Leser im Innern des Blattes. Die Lieder Der Nation beschlossen eine Kund- gcbung, die ein eindrucksvolles Erlebnis deutscher Volks- und Schicksalsverbundenheit, zugleich ein glühendes Bekenntnis eines durch nichts zu erschütternden, unbeugsamen Kampfeswillen und der mitreißende Ausdruck stolzer Siegeszuversicht war Freudiger Widerhall der Führerrede in Rom. Rom, 11. Dez. (Europapreß.) In politischen Kreisen Roms wird erklärt, die Worte des Führers hätten die f r e u b i a ft e Aufnahme in Der italienischen Öffentlichkeit gefunden und den günstigsten Eindruck hinterlassen. Die umfassende Darstellung dessen, was das nationalsozialistische Reaime für die moralische und materielle Hebung des deutschen Arbeiters getan hat und noch tut, findet im Hinblick auf die gleichen Anstrengungen des faschistischen Regimes ein Echo aufrichtiger Bewunderung. Nicht geringe Zustimmung haben auch die Erklärungen gefunden, die die Gründe für die Befreiung und die Ziele der rechtmäßigen Ausdehnung des deutschen Volkes barlegten. Als befonbers wichtig würben bie Ausführungen unterstrichen, welche das Mißverhältnis zwischen der Bevölke- runyszahl der britischen und französischen Pluto- fratien mit ihren ungeheuren Gebieten und Reichtümern und die unberechtigte Beschränkung des Lebensraumes und dem Mangel an den notwendigsten Rohstoffen für die Ernährung und die industrielle Entwicklung der großen Massen in Deutschland und Italien unterftrid)en. Die erneute Bestätigung des Willens, den gegenwärtigen Kampf zu gewinnen und die armen Völker gegen die reichen und egoistischen zu führen, entspricht — so wurde abschließend erklärt — vollkommen der Meinung und dem Sieaeswillen des italienischen Volkes, das unter der Führung des Duce bereit sei, in aufrichtiger Waffenbrüderschaft mit dem verbündeten Deutschland den Sieg der Achsenmächte zu erkämpfen. 1937 noch etwa 28mal Platz gefunden hätte. Insgesamt hatte England seit 1804 nicht weniger als das 84fache der Altreichsfläche hinzugewonnen! Nur die englischen Massen hatten nichts davon, geschweige denn die unterworfenen Völker. In dumpfen Kellern, schmutzigen Mietskasernen zusammengepfercht, lebten Millionen englischer Arbeiter und ließen sich von der Presse plutokratischer Interessentenhaufen Berlin, 10. Dez. (DNB.) In den Mittags- stunden des Dienstag sprach der Führer und Dbeifte Befehlshaber der deutschen Wehrmacht in der Mon- tagehalle eines Berliner Rüstungsbetriebes von Weltruf zu den deutschen Arbeitern. In der gewal- tigert Montagehalle ist das Mittelschifi der Halle von den Werkmaschinen geräumt worden, um Platz für bie Belegschaft zu schaffen. In der Mitte ist aus Blöcken und Richtplatten eine Rednerkanzel errichtet, in deren Mitte ein kleiner Tisch mit den Mikrophonen steht/ lieber diesem Platz hängt von einer Laufbrücke herab eine aroße Hakenkreuzflagge, der einzige Schmuck dieser Der Arbeit gewidmeten Stätte. Dor dieser improvisierten Kanzel sind einige Stuhlreihen mit den Schwerkriegsbeschädigten und Unfallbeschädigten des Werkes besetzt, die hier einen Ehrenplatz erhalten haben. Hinter der Rednerkanzel sind die Werkscdaren mit den Fahnen des Betriebes angetreten. Im ganzen übrigen Raum dieses Schiffes und in allen Seitenschiffen der ge« wattigen, von Laufaänyen durchzogenen Halle stehen im schlichten Arbettskleid die Männer und Frauen, die in diesem Werke bie brutschen Waffen schmieben. Ingenieure und Werkmeister in grauen Kitteln, bie Arbeiter in blauen Leinenanzügen, bie Frauen in braunen Werkkleibern. Die Lehrlinge haben sich auf den hohen Maschinen oder selbst aus ben hier bereits fertig montierten Ge- schützen, die noch im Rohanstrich sind, zum Teil sogar auf den Laufgängen, einen besonders guten Platz gesichert. Schmissige Kampflieder verkürzen die Wartezeit. Wenige Minuten vor 12 Uhr flammen bie Scheinwerfer auf. Der Führer ist vor ber Kundgebungs- Halle eingetroffen. Hier erwarten ihn ber Chef des Oberkommandos ber Wehrmacht, Generalielbmar- schall Keitel, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsminister Dr. Todt, ber Betriebsführer des Betriebes unb ber Betriebsobmann. Letzterer melbet dem Führer bie angetretene Gefolgschaft. Die Werk- kapelle intoniert den Babenweiler Marsch. Mit einem unbeschreiblichen Iubelsturrn betritt ber Füh- rer die Halle. Als er das Rednerpodium betritt, verstärken sich bie Kunbgebungen. Dann eröffnet Reichsminister Dr. Goebbels bie Massenkundgebung ber Berliner Rüstungsarbeiter. Sein Gruß an den Führer wirb mit einem bonnernben Jubel firzte. Zwei Wetten scheiden sich, zwei Welten liegen di Endkampf miteinander, und diejenige wird und mß siegen, die für sich hat den Fortschritt, das Zusammengehörigkeitsgefühl, den Arbeitswillen und zerst bie soziale Gerechtigkeit, bie ben Menschen rid besten Arbeitskraft höher wertet als den, ber tir auf errafften Reichtümern sitzt unb wie Faf° jr ber Drache in Wagners Götterbämmerung ruft: M lieg4 unb besitze, laß mich schlafen." Weil ber ijfjrer mjt seiner nationalsozialistischen Idee biese lesitzenben störte unb weil die Habenichtsnationen Isutschlanb unb Italien sich jeber Pression wiber- ligten, ist ber Kiieg bieser Plutokraten über sie digefallen. Es ist ein wütender Krieg der Ohn- kacht gegenüber der neuen Welt, die aus dem rm Mnmmonismus angerichMen Chaos oufiteigt. Der Weg zu unserer Einigkeit ist der Weg des fthrers. D'ele Einigkeit hatte das Ziel. Deutsch- linb seine Mission erfüllen zu lassen. Das Ziel find von vornherein fest, der Führer hatte es im Weltkriege erkannt Der arme Frontsoldat, der tut sein Leben einsetzte, der unzureichend bewaff- r.t, von der Materialmacht einer ganzen Welt licht besiegt werden konnte, er war eigentlich aus- General-Anzeiger flirOberhessen 7-t gängeln. Um diesen Zustand aufrecht zu erhalten, zogen die Plutokraten und Juden in den Kampf gegen bie Welt ber sozialen Gerechtigkeit, gegen das Prinzip, baß bas Golb nicht Herr, fonbern ein auszunutzenber Diener bes Menschen ist. Denn darin hatten sie recht: ein friedlicher Sieg dieser , neuen Ideenwelt wäre gleichbedeutend gewesen mit zum Durchbruch kommt. schlossen von den Gütern dieser Welt gewesen irrb hatte doch fein ganzes Dasein für fein Volk eigesetzt. Ihn gatt es zu befreien von den ungeraten Gesetzen. Damals begann des Führers Sumpf gegen Versailles, den Inbegriff v -- -.....-..... —...... , — ter Scheuseligkeit, gleichzeitig aber der Kampf selbe England durch -en Weltkrieg neue Gebiete 1 ■ ~ ~ '' ' *■ gewonnen hatte, in die das Deutsche Reich von. M Jahrgang M.ryz ä mittr Gietzener Anzeiger hitslofigfeit. Wir hatten, als der Nationalsozialis- nus zur Macht kam, fein Gold unb sieben Milli ne n Arbeitslose. Der Führer aber baute auf die ti'beitsfraft unb den Arbeitswillen des deutschen ÜJlfes, bas nicht Almosen, sondern Rechte forderte, Iirb ihm gelang das einmalige Werk, die Massen |ir Arbeit zurückzubringen und durch die Arbeit sibst Werte zu schaffen, diese Arbeitenden aber a.d) wieder in einem bisher unbekannten Maße l-Inehmen zu lassen an ben Kulturgütern, die ehe- bon nur für die Besitzenden da waren. Wir bau- tn die ganze Wirtschaft auf Arbeit auf, uni) jetzt ii bie beutsche Währung ohne Gold mehr wert (is bie mit Gold, die Mark wertvoller als das ver- sikende Pfund. Gleichzeitig begann die Ausmer- $:ng des Klastenstapdpunktes und die Erziehung pm Deutschtum schlechthin. Die Adolf-Hitler-Schu- k und die Nationalpolitischen Erziehungsanstal- let werden die Auslesestätten eines Staates, in brn Geburt gar nichts bedeutet, Leistung und Ä nnen alles. man u B 9 ihcntem nm den deutschen Rüstungsarbeitern, die |rem Volke die Wehr schmieben helfen, hat w sührer jetzt bas Grundsätzliche dieser Seltentscheidung klargelegt. Mit jener Selbstoer- jjnMidjfeit, die nur dem Genie eigen, mit einer iimdervoll klaren und tiefbringenden Untersuchung !essen, was der Deutsche war, was er jetzt ist unb jc5 er sein wirb, begann ber Führer und enthielte im Verlaufe seiner Rede die Ideale, um tc wir alle kämpfen und deren Siegeszug die Autokratien nicht hindern können. Sie müssen da- ki vergehen, wie die plutokratische Staatsform euer der großen Mächte, Frankreichs, bereits ein- $ür eine neue Wett der sozialen Gerechtigkeit Oer Führer zeigt dem deutschen Volke das Ziel seines Kampfes. unb ber ohnmächtigen Angst sind. Der plulokra-; iunv unu -umneri ein u y n 11 cy e s ©ajiajui tische Drache, der bie ganze Welt umspannte und deschieben war unb wie Italien um bie ihm zu- vergiftete, wird jetzt in seiner eigenen Höhle aufge- kommende Vorherrschaft im Mittelmeer kämp. sucht und bekämpft, bis er erliegt ~ ...... fen müsse, bie ihm Englanb niemals auf srieblichem ~ ....... Wege zugestanben hätte. „Ambrosiano" hebt her- paktierenden Mächte gewonnen haben, was auszu- rechnen man da und dort bemüht war. Das Konzept bes Dreimächtepaktes gibt Grundsätze an für einen konstruktiven Gliederbau mit Führung, Ein. ordnung und Ausrichtung. Es summiert nicht ein. fach Staaten, und es ist überdies klar, daß auch der wirtschaftlich.politisch.soziale Neubau im Süd- osten sich in den bahnbrechenden Erfolgen der Pakt. Mächte seine neuen befruchtenden Vorbilder holen wirb und nicht mehr in den Ueberlieferungen einer versunkenen Welt. 3m Südasien, zumal i n U n g ar n, spielte sodann auch die Reihenfolge der neuen Beitritte eine große Rolle. Daß Ungarn als erster S ü d o st st a a t den Beitritt zum Dreimächtepakt vollziehen konnte, wurde in Budapest als hohe Ehre, aber auch als Aufgabe mit besonderen Pflich. ten empfunden, schließlich als eine Mission im S ü do st en, auf die der Abgeordnete Makkai das Wort prägte: „Kleine Nationen haben es nötig, sich in die Perspektiven des Glaubens und der Gewißheit einer Sendung emporzuschwingen". Als dummes Geschwätz und mit Entrüstung hat man in Budapest die Verdächtigung zurückgewiesen, als habe Ungarn mit dem Beitritt einen „Befehl voll, zogen", wie der englische Propagandaapparat glauben machen wollte. Den Akt haben die welthistorischen Ereignisse vorbereitet, und daß Ungarn zu- erst am Zuge war, dort, anzulangen, wohin das Schicksal es gestellt hat, liegt letztlich daran, daß die ungarischen Staatsmänner früher als andere einen realistischen Einblick in die wahre Kräftelage Europas und der Welt besaßen. Weder brauchte sieb Ungarn den neuen Rahmen seiner alten Freundschaft zu Deutschland, Italien und Japan „von oben" verpassen zu lassen, noch riskierte es, sich auf Selbsttäuschungen zu ertappen. Es war sogar bereit, um der „handgreiflichen Dor. teile" des Dertragsbeitritts willen einen neuen Ein- satz von Verantwortung auf sich zu nehmen, wie es der ungarische Außenminister Graf Csaky in seiner letzten Rede deutlich zum Ausdruck brachte. Sollte aber noch irgendwo in der Welt der Irr« tum weiterwuchern, daß das Gefüge des Süd- ostens durch den Beitritt neuer Staaten zum Drei, mächtepakt sich nur in formaler Hinsicht wandle, so genügt es, drei Jahre rückwärts zu blicken und den damaligen Zustand mit dem Heu- ttgen zu vergleichen. Noch 1937 galt der Balkan mit seinen zwei Staatsverbänden, oer Kleinen Entente und dem Balkanbund, als das zweite Glied der ehemaligen Feindbund-„Zange" zur Niederhaltung der Beraubten von 1918. Was ist davon übriggeblieben? Wer denkt noch an die damals sehr ernst zu nehmende Politik der Abriegelung Deutschlands vom Osten? Die Abriegelung hat sich gegen England gewendet, Frankreichs Einfluß ist weggeräumt, und die „kollektive Sicherheit", die früher einmal bei einer Liga der Nationen und bei den Siegerhauptstaaten von 1918 gesucht wurde, stellen heute die Vormächte des eurasischen Raumes. Berlin und Rom beherrschen die Schlüssel- stellungen des geographischen Gebietes Südosten. Diese grundlegende Umformung der südosteuropä. ischen Welt bezeugt am besten den weltgeschichtlichen Sinn und Zweck der Beitritte zum Dreimächtepakt, den bisher Ungarn, Rumänien und die Slowakei vollzogen haben. Ztalienischer Wehrmachtbm'cht. Rom, 10.Dez. (DRV.) Der Italienische Wehr- Machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front wurden auf un- sernn linken Flügel und im Osum-Abschnttl Angriffe des Feindes abgeschlagen, der, von unserer sofortigen Gegenwirkung überrannt, schwere Verluste erlitt. An der übrigen Front haben unsere Truppen in den neu bezogenen Linien ihre Stellungen befestigt. An der Spitze seiner Alvinen Bataillone hat Oberst pfaro den Heldentod gefunden. 3n Rordafrika sind vier feindliche Flugzeuge abgeschossen worden. 3n Ostafrika hat der Feind im Gebiet von Tessene mit einer kleinen, von einem englischen Offizier geführten Abteilung einen Vorstoß unternommen. Die Abteilung benutzte dabei Lastkraftwagen mit italienischer Flagge. Trotzdem wurde der Feind erkannt und der Angriff durch das sofortige Eingreifen einer Halbkompanie zum Scheitern gebracht. Die englische Abteilung, deren Kommandant „Friedrich Schiller." Ein Tobis-Film im Gloria-Palast. Es hat schon einmal, vor vielen Jahren — die wenigsten werden sich daran erinnern — ein'en Schiller-Film gegeben: er war mit unzulänglichen Mitteln gestaltet, aber den heute längst vergessenen Bearbeitern war doch wohl schon damals zweierlei aufgeqangen: das ursprünglich Dramatische nämlich und das idealistisch Beispielhafte dieses Stoffes. Beides gibt auch der neuen .Schöpfung der Tobis ihre Legitimation. An sich bergen ja Stoffe solcher Art große und naheliegende Gefahren; man hat das an den mancherlei Musiker-Filmen beobachten können, die vor nicht allzu langer Zeit Mode waren, und man kann auch durchaus nicht wünichen, daß etwa der Schiller-^ilm in diesem Sinne Schule machen werde. Aber es ist gewiß, daß (mit der einzigen Ausnahme von Kleist) keine Biographie der deutschen Literaturgeschichte mehr mit äußerer wie innerer Dramatik geladen ist als die Schillers, vornehmlich die Geschichte des jungen Schiller: gerade sie weiten Kreiien des deutschen Volkes nahezubringen, war ein Anliegen, das der ernstlichsten Bemühungen neuer deutscher Filmkunst wohl wert war. Zwar besitzen wir das großartige dichterische Romanwerk Walter von Molos, das dem Genius und dem unerhörten Lebenskämpfe Schillers gewidmet ist, aber nur sehr wenige Romane werden je die außerordentliche Verbreitung und die bildhafte Unmittelbarkeit des Films erreichen ober gar hinter sich lassen. Uebrigens ähneln viele Bilder des FilmS sehr den markantesten Szenen im ersten Buche des Schiller-Romans: aber ein Drehbuch.Verfasser wird im Programm nicht genannt • „Der Triumph eine« Genies" lautet der Untertitel; bei Molo heißt das die Jugend Schiller- darstellende erste Buch „Nms Menschentum": beides kann als Leitwort über der Frühzeit dieses Menschen au- der Genielandschaft Schwaben stehen, der einmal der vollstümlichfte Dichter der Deutschen werden sollte, eine der großartigsten Gestalten des figurenreichen klassischen Jahrhunderts, Freund Goethes und machtvollster Verkünder des deutschen Idealismus. Wie weit aber und wie unendlich schwer der Weg von Karl Eugen« Residenz ein» Ausland", in die Geistesprovinz von Weimar war, und wie es damals in der Genielandschaft Württemberg aussah: das ist der eigentliche Inhalt des Schiller-Films. * Man erlebt in großen und kleinen Bildern/die auch kulturhistorisch und allgemeingeschichtlich recht aufschlußreich sind, was die revolutionäre Devise „in tirannos“ auf dem Titelblatt der ersten anonymen „Räuber"-Ausgabe zu bedeuten hatte; waS es mit dem manchen wohl bis heute ein blasser Begriff aus der Literaturgeschichte gebliebenen „Sturm und Drang" auf sich hatte; was die Militärakademie des banausischen Herzogs Karl Eugen für ein pädagogisches Musterinftitut war — der junge Schiller hat sie mit schöner Deutlichkeit und zähneknirschender Erbitterung als eine Zuchtanstalt für Menschenvieh bezeichnet; man erlebt, unter welchen entwürdigenden Verhältnissen die „Räuber" geschrieben werden mußten, freilich auch, welchen triumphalen Erfolg sie in Mannheim hatten, und wiederum, was es für das junge Genie bedeutete, dabei fein zu können, und was der eigenmächtige Ausflug „ins Ausland" ihn kostete. Man erlebt die ganze höfisch starre, rokokohaft prunkvolle Atmosphäre der württem- bergischen Residenz, ihre erstickende Enge, ihre Un- geiftigkeit, ihren absolutistischen Größenwahn; man erlebt ein „Erziehungssnstem", das ein unzuläng- lieber, kleiner Duodezfürst dem großen Friedrich in Potsdam glaubte abgesehen zu haben und schrecklich mißverstanden batte; man sieht, wie ein tötender Drill jugendlichen Geist, junge Begeisterung, die frühe Selbstgewißheit schöpferischer Kraft und jede freiheitliche Regung in spanische Stiefel schnürte, kleinzukriegen, zu unterdrücken und au-zulöschen suchte. Karl Eugen hat remem „Sohn" und Parade- schiller Schiller die Jugend zur Hölle gemacht; feinen despotischen Willen hat er ihm nicht aufzuzwingen vermocht- das war der Triumph des Genie«, das sich gegen alle inneren und äußeren Widerstände, Schwie- rigleiten und Gewaltanwendungen durchsetzt. Immerhin mag es dem Zuschauer zu denken geben, daß sich der 22jährige Militärakademiker und RegimentS- medikus wider Willen am Ende nur durch überstürzte nächtliche Flucht aus der Heimat ins nahe „Ausland" dem ErziebungSspstem, der Fuchtel und dem Zorn seines Landesvaters zu entziehen vermochte, — und daß mit dieser Flucht unter falschem Namen der weite, unsäglich schwere Weg in die Freiheit, nach Weimar, und endlich in einem tieferen Sinne nach Deutschland erst begonnen hatte. * Solche Einsichten und Ueberlegungen im Zu- schauer geweckt zu haben, ist ein Verdienst des Spielleiters Herbert Maisch, der sich mit sicherem Gefühl in die Zeit hineingelebt hat, der die Zustande und die Atmosphäre in Karl Eugens Residenz sehr lebendig zu machen verstand und etwas vom revolutionären Geist, vom stürmischen Freiheitsdrang und vom jungen, sich zu den ersten Flügelschlägen regenden Genietum empfinden ließ. Dabei kommt es auf den Gesamteindrnck an — der ist gut und richtig; nicht auf Einzelheiten der historischen Echtheit. (Besuch auf dem Hohenasperg; Figur der Laura.) Eine der stärksten Szenen ist jene aus einer bekannten Anekdote hervorgegangene, zwischen improvisiertem Spiel und gefährlichem Ernst schwebende, wo der junge Dichter, von Karl Eugen in Deinlaune gezwungen, diesem den Herzog „Vorspielen" muß. Schön und echt auch der Jubelsturm der unvergeßlichen „Räuber"-Pre- miete in Mannheim, — aber man versteht nicht ganz, warum gerade diese, für den unerhörten Erfolg kaum entscheidende Szene als Ausschnitt gewählt wurde: jede andere wäre sinnvoller gewesen. e Den Schiller gibt Horst Caspar; obwohl et auf eine Annäherung der Maske an die Porträtähnlichkeit keinen Wert legt, entsteht doch eine Gestalt, die man al« echt anerkennt, weil sie Schillersche Haltung hat, das jugendliche Gefühl, aber auch den weit über seine Jahre hinaus gereiften Charakter, den Mut zu sich selbst und — vor allem in der „Disputation" mit Karl Eugen — eine geistige Sicherheit unb lieber» legenheit, deren Behauptung in solchem Umkreise lebensgefährlich werden mußte. e Heinrich George spielt einen Herzog, der mit jenem andern neulich im „Jud Süß" manche kennzeichnenden Züge gemeinsam hat, einen massiven, au Gewaltausbrüchen neigenden Potentaten, dem der Absolutismus zu Kopf gestiegen ist; immerhin läßt er »hm an menschlichem Umriß (manchmal sogar an leiser Komik) soviel, daß die beklemmende Wirklichkeit dieser historischen Erscheinung nicht zur Karikatur wird. Fein, lieblich, verständnisvoll wirkt neben Karl Eugens Massigkeit die schlanke, ganz weiblich und gefallen ist, zog sich sofort unter schweren Verlusten zurück. Auf unserer Seite wurden ein Offizier unb einige Askaris verwundet. Feindliche Luftangriffe auf Asfab und längs der Llfenbahn von DH- bull haben keinen nennenswerten Schaden verursacht. ,/Japans Geduld zu Ende". Tokio, 10. Dez. (Europapreß.) „Weiß Nordamerika, daß Japans Geduld zu End ei ft und das japanische Volk zu einer Blitzakti 0 n schreiten wird, falls Nordamerikas herausfordernde Maßnahmen noch einen Schritt weitergehen?", fragt das Tokioter Blatt JMumin" und kritisiert scharf die laufenden unfreundlichen USA.-SIttionen gegenüber Japan. Das Blatt schreibt weiter, daß die herausfordernde Haltung Nordamerikas, wie der Erwerb von Flottenstützpunkten im Pazifik, die Drohung mit vollständigem Gasolin- Ausfuhrverbot, die Anleihe an die Tschuna- king-Reaierung und die Machenschaften der USA. in Hollandisch-Jndien auf die Dauer den Frieden nicht bewahren werden. Japan dagegen sei auf diplomattschem Wege bemüht, die Gegensätze beizulegen und strebe einen Weltfrieden an. Niemand solle jedoch vergessen, daß Japan fähig und bereit sei, jede nordamerikanische Herausforderung anzunebmen. „Vumiuri* stellt fest, daß sich Deutschlands Feinde täuschen, wenn sie annähmen, daß Deutschland nicht für einen langen Krieg vorbereitet fei, Deutschland sei nicht für die eine oder andere, sondern für jede Möglichkeit gerüstet, wie die kürzlichen militärischen und diplomatischen Großakttonen bewiesen Die Lage habe sich so entwickelt, daß eine objektive Betrachtung zu der Frage berechtige, ob es nicht England sei, das sich heute vor einem langen Kriege fürchten müsse. * Wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, ist zu der gestern bereits veröffentlichten Erklärung des javanischen Außenministers Matsu- oka noch der Satz nachzutragen: „Wenn Amerika in den Krieg eintritt, marschiert Japan an der Seite der Achse." In diesen Ausführungen sieht man die (BrunNagen für das künftige Verhältnis Japans zu den Vereinigten Staaten. Weitere Erfolge im Handelskrieg. Kriegsschiff in Uebersee meldet Erhöhung seiner Versenkungsziffer auf über lOOOOO BNT. - U-Boot versenkte zwei Handelsschiffe mit 14500 ÄR$. Der Wehrmachtbericht vom Dienstag. Verlln, 10.Dez. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Lin in überseeischen Gewässern operie- rendes Kriegsschiff, von dessen Tätigkeit ein Teilergebnis bereijs bekanntgegeben worden ist, hat feine Verftznkungsziffer auf Über 1 00 000 VRT. gesteigert. Lin U-Boot meldet die Versenkung von zwei bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit zusammen 14 500 VRT. Damit erhöht sich der von Korvettenkapitän Viktor Schütze auf feiner letzten Feindfahrt erzielte (Erfolg auf 45 000 VRT. versenkten feindlichen handelsfchlffs- raumes. Vach dem bereits gemeldeten besonders erfolg- reichen vergettungsangriff auf London in der Nacht zum S. Dezember beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe am -.Dezember und in der Nacht zum 10. Dezember infolge ungünstiger Wetterlage auf bewaffnete Aufklärung. 3m Laufe der Nacht zum 10. Dezember warfen einige brltifche Flugzeuge im besetzten Gebiet und in Norddeutschland eine Anzahl Spreng- und Brandbomben, die geringen Gebäudeschaden verursachten. t Der Feind verlor gestern drei Flugzeuge, davon wurden zwei im Luftkampf und eins durch Flakartillerie abgeschossen. Drei eigene Flugzeuge kehrten von dem Großangriff auf London nicht zurück. Mit einem Kommandierenden General auf dem Vormarsch. Mitgeteilt aus dem Tagebuch des Leutnants B. von Kriegsberichte' Christian Lahn. PK. Am ersten lag: Der Raum, in dem der engere Stab des Generalkommandos in diesen Tagen arbeitet, ist ein gegen Fliegersicht aut getarnter Gesechtskom. (Kraftomnibus), der im Innern mit Kartentischen, Lampen, Telephonapparaten ausgestattet ist und den Offizieren der Führungsabtei- hing während der Gefechtstage ermöglicht, bei jedem Wetter und zu jeder Zett zu arbeiten. Der 1. Generalstabsoffizier (la) ist mit dem 1. Ordonnanzoffizier (0,1) noch mit Ausfertigung von Befehlen beschäftigt. Während ich noch darauf warte, mich bei ihm melden zu können, höre ich von einem Kameraden, der wie ich als Verbindungsoffizier zu einer Division nach hier kommandiert ist, daß für morgen, Freitag, der Angriff des Korps angesetzt ist, das den Auftrag erhalten hat, den Gegner von den die Korvsfront beherrschenden Höhen zu werfen. Also wird es wohl morgen für uns alle zu tun geben. Der nächste Tag: Bis in den Nachmittag hinein bin ich auf Kurierfahrten zu Nachbarkorps unterwegs. Ich weiß, daß der Angriff der dem Korps unterstellten Divisionen um 14 Uhr begonnen hat. Immer wieder frage ich mich: „Ist der Angriff geglückt? Wie mag es vorne stehen? Sind wohl schon 'Meldungen eingetroffen?" Als ich mich beim Chef des Stabes zurückmelde, merke ich, daß Spannung in der Luft liegt. Don Stunde zu Stunde wird es gewisser, daß man es mit einem Gegner zu tun hat, der sich in überraschend stark ausgebauten Wald- und Höhen- stellungen, stellenweise sogar unter Einsatz von Panzern, auf bas hartnäckigste verteidigt und unseren Truppen schwere Verluste beibringt. Der Gegner ist offenbar entschlossen, das Waldstück und den Höhenrücken bis zum letzten Mann zu halten, da er sie als den Schlüsselpunkt seines Derteidigungssystems ansieht. Ich werde zur Bedienung des Telephons in den Gefechtskom. gerufen und habe so Gelegenheit, die Herren des engeren Stabes bei ihrer Arbeit zu beobachten. Ueber Karten gebeugt, studiert d e r Kommandierende General mit dem Chef und dem la die Lage, die sich aus den Meldungen ergibt. Ich beobachte die Mienen des Kommandierenden Generals. Seine Augen blicken ernst, aber von feinem ganzen Wesen strömt etwas ungemein Beruhigendes aus. Der feinnervige Chef neben ihm mit dem klugen Charakterkopf ist wohl von einem anderen Temperament. Man fühlt geradezu, wie er sich unter Aufbietung seiner ganzen Willenskraft bemüht, seine Erregung zu meistern. Etwas im Hintergrund, stets bereit, die nötigen (Erläuterungen zu geben, steht der la. Jahrelange Arbeit über Kartentischen hat nicht vermocht, ihm etwas von feiner frischen juparfenben Art zu nehmen. Eines wird mir in dieser Stunde der Spannung jur Gewißheit: Mögen in den Gefechtshandlungen der kommenden Tage auch Krisen und zeitweilige Rückschläge kommen, wie sie wohl keiner Führung erspart werden, diese drei Männer werden ihre Nerven behalten für die Entschlüsse, die es jetzt und in den nächsten Tagen zu fassen gibt. Vier Tage später: Tage fieberhafter Tätigkeit, in denen wir alle nur stundenweise Schlaf gesunder haben, liegen hinter uns. Der Angriff ist nun end gültig auf morgen festgesetzt. Drei Tage lang war ich zugleich mit dem Korp» abjutanten Begleitoffizier des Kommandierend^ Generals auf seinen Fahrten zu den Divisionsstäbei und feinen Gängen in die vordersten Stellungen Bewundernswert, wie dieser Mann von fast 60 Iah, ren, von ei fernem Willen zum Siege beseelt, aller Strapazen spottet. Es ist tatsächlich für uns Bungen nicht leicht, mit ihm Schritt zu halten. Mit militL rischem in langen Kriegs- und Friedensjahren g& schulten Blick sieht er die geringste Kleinigkeit Ueberall greift er ein, wo es not tut. Er berät sich mit den Kommandeuren, klärt die Lage, gibt Weisungen, stellt Mängel ab. Von einzelnen Leichtven mundeten, die wir unterwegs treffen, läßt er sich die näheren Umstände ihrer Verwundung berichten! Hier läßt er sich von Offizieren Vortrag Hailey dort befragt er von Aufklärung zurückkehrend! Spähtrupps. Unter Nichtachtung des eigenen Le bens aebt er bis zu den vordersten Dosten. Um 18 Uhr trifft der Führer Der Quartier- m e i ft e r ft a f f e l, kurz „Qu" genannt, auf dem Gefechtsstand zum Vortrag ein. Ich bin zufällig Zeuge seiner Meldung, die er mit verständliche,« Stolz abstattet: „Melde Herrn General: befohlen, Munitionierung Durchgeführt." kn-appen Worten des Kommandierenden „Ich dan!. Ihnen", sind ihm Lohn für vier aufreibende Tag., und Nächte, in denen er offenbar — das kann man feinem ubernächtigten Blick ansehen — kaum ei« Auge zugemacht hat, und nun muß er kurz berieten, wie er das schier Unmögliche möglich gemacht hat, nämlich mehrere tausend Tonnen Munitio« aller Kaliber, die zum größten Teil sogar noch au« Deutschland herangeschafft werden mußten, bis in, die Batteriestettungen rechtzeittg heranzuführen. Dii Gesamtstrecke der zum Zwecke dieser Munttionierunz zurückgelegten Kilometer würde, wenn ein einzelnes Fahrzeug sie zurücklegen müßte, 320 000 Kilometeu betragen, also achtmal um den Erdball führen. Der Angriffstag: 11.00 Uhr nachts. Seit 3 Uhr heute morgen bin ich auf den Beinen, oben ich bin noch viel zu erregt, als daß ich an Schlaf denken könnte. Ich will daher versuchen, die Er- eignisse dieses inhaltsreichen Tages festzuhalten, solange ich sie noch frisch im Gedächtnis habe. Um 3 Uhr früh begann unsere Artillerie aus Hunderten von Rohren aller Kaliber zu schießen, Unb als dann schlagartig das Artilleriefeuer aobrichtt, brausen die Staffeln der Stukas heran. Imme« wieder fragt man sich: Sollte es möglich sein, daß drüben noch irgend jemand dieser Hölle entgangen iftfi Und doch ist das Unglaubliche wahr! Aus den erstem von den Divisionen einlaufenden Meldungen gehn hervor, daß unsere zum Sturm antretenden Jnsan- terieeinheiten in starkes feindliches Artil- lerie feuer gekommen sind, und daß ganz« Widerstandsnester, in bunferartigen Stellungen miit Maschinengewehren gespickt, unser Arttlleriefeuen und Den Angriff der Stukas überstanden haben. Auch heute wird unserer Infanterie nichts geschenkt Um jedes Widerstandsnest muß hart gekämpft werden. Auch heute wieder hält der Tod seine Erni« in den Reihen unserer prachtvollen Regimenter.. Um 9 Uhr werde ich auf Grund meiner französischen Sprachkenntnisse zur Unterstützung des Dolmetschers kommandiert, der in Der Kirche eines zwei Kilometer ostwärts gelegenen Dorfes dis Gefangenen zu vernehmen hat, deren Zahl im Laufe des Tages auf mehrere Hundert ansteigt. Ich habe kaum Daran gedacht, daß das Verhör von Gefangenen so wichtig und lehrreich sein kann. Heut« sehe ich aber, wie selb st die scheinbar geringfügiges Ausfage wertvoll ist, ergibt sich doch das Gesamt- bilb der Lage beim Feind für den I c und durch ihm für Die operative Führung aus Dem zunächst verwirrenden Knäuel Der sich oft widersprechenden Aussagen Der einzelnen Gefangenen, die sich aus Menschen der verschiedensten Rassen, Cyaraktere unta Temperamente zusammenfetzen. Eine Zeitlang hörs ich zu, wie Der Dolmetscher Die Vernehmung vor- nimmt unb sehe, mit welchen psychologischen Mittel« ber Fragestellung er geschickt auf sein Ziel zusttuerl. Es gilt bann, ben Drängenden Fragen des I c zui genügen, ber zur Gewinnung eines klaren Feindbildes zu einem großen Teil auf die Ergebnisse den Vernehmung angewiesen ist. Als ich nach mehreren« Stunden zum Korpsgefechtsstand zurückkomme, treff« ich den I c, einen schlanken, fportgestähtten Generalstabshauptmann. In fernmündlichem Gedankenaustausch mit ben I cs der Divisibnen und Nachbar- korps und unter Zugrundelegung ber inzwischen! eingetroffenen Funknachrichten, Fliegerau^nabmeiu und Gefangenenaussagen hat er Das Feindbild! menschlich empfundene Hohenheim ber Frau Ta* S.over. Eugen Klöpfer gibt mit wuchtigen Umrisse« ein Bild des auf dem Hohenasperg traurig /.erbrochenen freiheitlichen Dichters Schubart. Zweii peinlich echte Kreaturen bes Herzogs: Paul Dahll« als Feldwebel Rieß, ein brutaler Gamaschenknopf,, unb Herbert Hübner als General Rieger, ein kalter., subalterner Höfling. Mit schöner Wärme spriM Friedrich Kayßler die knappen Szenen de« alte« Schiller. Hannelore Schroth, eine kindlich hinge- benbe Laura; Henckels als intriganter Hofmarsckallx Walter Frank („Der Frernbe") unb Bernharde Minetti als verzweifelnder Franz Moor seien au8 dem großen Aufgebot der Darsteller noch genannt— An ber Kamera ftanb Fritz Arno Wagner. Hans ThytioL Zeitschriften. — Im Dezemberheft Der Zeitschrift „Dia Kunst" (Verlag F. Bruckmann, München) gtbö Fritz Hellwag einen Bericht von der Ausstellung rheinischer Künstler in Berlin. Um Das Jahr 183« hat BernharD Hausmann in Hannover eine Sammlung von Zeichnungen zeitgenössischer Künstler an- geleat. Luigi von Bürkel läßt in Dieses „Album Einblick nehmen. Es finb Dort Blätter von C. D- Friedrich, SchwinD u. a. zu finden, Die alle Dem Ausdruck ihrer Zett miebergeben. Ulrich Christofsell gibt einen Ueberolick über Das Schaffen Des Malers« Julius Diez. Phantasie unb heitere Lebensauffassungen, neben tiefer Verbundenheit mit Der Natur„ fin ben in ben Werken ihren Ausdruck. Der Bildhauer Kurt Lehmann, von besten Leben unb Schassen Walter Passage einen Aufsatz bringt, ist einer. ber Repräsentanten ber gegenwärtigen plastischem Kunst die Bestimmchett ber Form unb klare Ordnung des Formgefüges zum Ausdruck hat Mannheim fanb eine Ausstellung von Zeichnungen: unb Pastellen zeitgenössischer ^Künstler statt, von bet' F W. Koch berichtet Der zweite Teil bringt neben einer Wohnung Des Stuttgarter Architekten Erich Rosenfelder Stoffmuster von Josef Hillerbranb, fut' die Deutschen Werkstätten Silbergerät von Wilm,. Berlin, Holzarbeiten ber Loheland.Schule unb Gedecke der Porzellanmanufaktur Rosenthal. Korps seinen Aus dem Reich HEX. Neues für den Büchertisch — Ascani 0 C 0 ndivi: ,Das Leben des!druck ihrer Mittelstellung zwischen Klassik und oti"." Insel-Büche- Realismus, gibt. Der Herausgeberin lag daran, den M i ch rei 9(i Peter Bauer. Bändchen. en. VEREINIGTE STAATEN der ein- Der Ausverkauf d:S Empire im Atlantik. «Camavon Eastle^notdürsttig repariert aus Montevideo ausgelaufen. _____... Begleitung des deutschen Gesandten in Preßburg vom slowakischen Staatspräsidenten Dr. Tiso in Audienz empfangen. Anschließend stattete er dem Vorsitzenden der slowakischen Regierung Dr. T u k a und Innenminister Mach Besuche ab, bei denen auch der Führer der deutschen Volksgruppe, Franz Karmasin, zugegen war. auptkampflinie zur tiefe wenigen Tage ! elangelo Buonarrot i". _ , r. 554. — (127) — Keiner konnte besser das Oie Schäden der „Carnarvon Castle" Durch den Tausch der früheren Stützpunkte Großbritanniens an die USA. gegen 50 alte Zerstörer hat Amerika neuen Einfluß auf die südameri. kanischen Staaten bekommen. Die Karte zeigt die jetzt in amerikanischem Besitz befindlichen Stütz- punkte, die hier durch Sterne gekennzeichnet sinh. Das Dunkelgrau der Karte bezeichnet die sog. Sicherheitszone. i der frwjl Mei Ito* erg W Schubart. F ,8: Gamasche^ öärtne >- rzenell W e linbhi ;ter HosiM- und 8^ Moor W - nod) agner. Hafi$ Vies« ungemein wichtige Meldung wird sofort vom ii an bte Armee weitergegeben, die darauf ihre Entschlüsse aufbauen wird. s V Auch dieser Tag ist für die Führung nicht frei 9on Krisen. 2m letzten Augenblick hat sich der her^L' dieses en, "Ws rtiaen FJ p ft > 'erttggeHt. ®rfofg ftunbenton^r DemShunaen Ht dann seine klare Meldung an den la- 1. Unserem Korpsabschnitt gegenüber liegen 7 Infanterie. und 2 Kolonial-Dtvisionen, ihre Nummern und die Anzahl ihrer Regimenter sind bekannt. 2. Angriffsabsichten beim Feind bestehen nicht Nach Aussage eines gefangenen Regiments- Kommandeurs hat der Feind die Weisung die Stellung zu halten „coüte que coüte“ (koste es was es wolle). v 1 korps fei der Aufftand jedoch durch rücksichtsloses Gewehrfeuer niedergezwungen worden. Insgesamt soll es sieben Tote und neun Verwundete gegeben haben. Oer neue Bundespräsident in der Sckwnz. Bern, 10. Dez. (Europapreß.) Die Vereinigte Bundesversammlung (National- und StänderaH nahm am Dienstagoormittaa die Ersatzwahlen jür die zum Jahresende ausscheidenden Bundesräte M t ng er (Militärdepartement) und Baumann (Iustizdeparternent) vor. Für Bundesrat Minger wurde der ebenfalls zur Bauernpartei gehörende Berner Aristokrat Eduard v. S t e i a e r gewählt. Zum Vorsteher des Justizdepartements wurde der reisinnige <51 Galler Regierungsrat und Nationalrat Oberst Karl hobelt gewählt. Dann wurde der Bundespräsident für 1941 gewählt. Die Wahl fiel turnusgemäß auf Bundesrat Wetter, bisher Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements. Vizepräsident wurde Bundesrat (Etter, Vorsteher des Departements d^s Innern. Nationalrat D u d w e i l e r hat seinen Austritt aus dem Nationalrat erklärt. Der Ausschluß Dud- weilers aus der Dollmachtenkommission und die engen Wirkungsmöglichkeiten, die ihm sonst noch im Rat gegeben waren, hatten offenbar dem er- olgreichen Inhaber der Migros-Lebensmittel-Ge« Reichsleiter B o u h l« r, deutschen Volksgruppe in d traf, wurde in Begleitung de 'M H % Mtf ■ SM Vom ItS.-ReichSkriegerbund. Seit 1938 ist der NS.-Reichskriegerbund die Ge. meinfchaft ehemaliger Soldaten. Pflege der Kameradschaft und Pflege der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft, Stärkung und Aufrechterhaltung des Wehrwillens und der Wehrfreudigkeit des beut- chen Volkes sind im wesentlichen die Aufgaben, die )ie neue Satzung dem Bunde gestellt hat. Die Zahl der Mitglieder, die Anfang 19o8 2,3 Millionen betrug, ist auf rund 4 Millionen angewachsen, die in etwa 42 000 Kriegerkameradschaften, 900 Kreiskriegerverbänden und 18 Gaukriegerverbänden zu- ammengefaßt sind. Die allgemeinen Kriegerkame- 'adschaften sind die Hyuptträaer des Kamerad- chaftslebens. Zur organisatorischen Erleichterung )er Bundesarbeiten werden einige Aenderungen durchgeführt, vor allem eine Angleichung auch oer Untergliederungen des NS.-Reichskriegeroundes an die gebietsmäßige Einteilung der Partei. Im Zuge dieser Maßnahme wird für jeden Ortsgruppenbe- reich der Partei eine allgemeine Kriegerkamerad- chaft bestimmt, die ihren Nachwuchs künftig nur aus dem Bereich der Ortsgruppe erhält und in sich die gedienten Soldaten aller Truppengattungen vereinigt. Wo nicht genügend allgemeine Kriegerkame- radschaften vorhanden sind, werden neue gegründet oder Traditionskameradschaften in allgemeine um- aewandelt. Mit der Neuordnung wird die engste An- ehnung an die Partei verbürgt und einer Zer- plitterung durch Gründung zahlloser neuer Tra- ütionskameradschaften nach dem Kriege oorgebeugt. Die alten Kameraden können in ihren bisherigen Kameradschaften bleiben oder ober im Rahmen all- gemeiner Kameradschaften lose Traditionsgruppen 6iQ>en. Blocks-etrieg der Hitler-Jugend. Die letzte Reichsstraßensammlung vor dem Weihnachtsfest wird alljährlich von der Jugend bestritten. Am 14. und 15. Dezember werden wieder HI. und BDM., Jungvolk und Jungmädel für das Kriegswinterhilfswerk antreten, um diesmal ihre Sammelbüchsen unter dem Motto „Blockadekrieg der Hitler-Jugend — niemand kommt durch unsere Minensperre" xu füllen. Als Auftakt wird der Reichsjugendführer am 14. Dezember vormittags über den Rundfunk zur Jugend sprechen. Der Unterricht in den Schulen fällt für die zur Sammlung eingesetzten Kräfte an diesem Tage aus. 15 kleine Kasperle-Fiauren werden als Sammelabzeichen verkauft, lustige Holzsiauren, die in oer erz- ged irdischen Heimarbeit hergestellt worden sind. In Verbinouna mit der Reichsstraßenfammlung werden auch die Ausstellungen von Werkarbei- t e n gezelat, die auf den Heimabenden des BDM. für die Dolksweihnackt gebastelt worden find. Die Eintrittsgelder werden den Sammelbüchsen zugeführt. Der BDM. hat die weitere Auf- ?abe übernommen, die .Abzeichenfiguren auch in leinen Werkarbeiten zu verwenden, die ebenfalls , der zum Besuch der Slowakei c und hör m zunächst » prechendtn b e sich aus Cyaralim * ii Zeillan- |b ernebimnw r" logilchen W- n Ziel ragen des >0 s tlaren M e 6rgebnü|i :* h nach * tählten W-1 m @ebonhr.y i und der Irr1 rfiegeMuWj das W Chef noch gezwungen gesehen, zur Erreichung des Angriffsziels bei der mittleren Diviiion zwei Bataillone, die er bisher als Korpsreserve zurückbehalten hatte, einzusetzen, um den letzten Widerstand des sich verzweifelt wehrenden Gegners zu brechen. Um 19 Uhr endlich kommt die sehnlichst erwartete Meldung der mittleren Division: JR. I hat 18.10 Uhr d e n Höhenrücken genommen. Und eine halbe Stunde Später: JR. P hat 18.30 Uhr den Südrand des Waldstücks besetzt. Damit hat das ' ü U t, nämlich die Montevideo, 11. Dez. (DNB. Funkspruch.) $tit Ablauf der 72stündigen Liegezeit verließ am Dienstagnachmittag 17 Uhr der englische Hifiskreu- jik „Carnarvon Castle" nach notdürftiges Reparaturen den Hafen von Montevideo. Man nimmt nn hrifc ot h i » Malvinen anlaufen — Die fünf Schrecken st einer. Ihre Abenteuer und Streiche. Gezeichnet von B a r l o g. Kart. 2 RM. Deutscher Verlag, Berlin. — (195) — Bar- log gehört zu den gegenwärttg bekanntesten Zei- tungszeichnern-, seine Figuren scheinen sich einer ähnlichen Popularität zu erfreuen wie die seines verstorbenen Kollegen Simmel. Barlogs Phantasie, stets auf der Suche nach dankbaren Motiven, erfand die fünf Schreckensteiner, fünf lebendig gewordene Porträts einer gräflichen Ahnengalerie. Ihre mit» ternächllichen Abenteuer und Streiche erscheinen hier gesammelt und werden manchem eine vergnügte Viertelstunde bereiten. hth. — D r. Jutta Hecker: Don der Klassik zum Realismus, eine Auswahl (Verlag I. I. Weber, Leipzig, Preis geb. 3,00 RM.). — (201) — Neun Dichter aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, literarhistorisch mit den Begriffen: Romantische Schule, Schwäbische Schule, Junges Deutschland, Poetischer Realismus gekennzeichnet, sind hier mit bekannten und vergessenen, aber poetisch wertvollen Teilen chres Werkes zu einem Bild zujammengestellt worden, das einen plastischen Ein- sellschaft und früheren Pflanzer in Brasilien seins Arbeit im Nationalrat verleidet. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Universitätsprofessor Lic. Dr.phil.h.c. Wilhelm Kapp in Freiburg (Breisgau) in Würdigung seiner Verdienste um das deutsche Volkstum im Elsaß und um die deutsche Zeitungswissenschaft die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Generalleutnant Bodenschatz, einer der engsten Mitarbeiter des Reichsmarschalls und Chef des Ministeramtes Im Reichsluftfahrtministerium, beging seinen 50. Geburtstag. Der Führer überreichte Generalleutnant Bodenschatz, der zugleich der ständige persönliche Verbindungsoffizier des Reichsmarschalls beim Führer ist, in der Reichskanzlei mit den herzlichsten Glückwünschen das Goldene Ehrenzeichen der NSDAP. ewigen Lebensaehalt, befreit von allem Zeitgebun- denen, auf engstem Raume die Fülle uno Farbigkeit wechselnder Persönlichkeiten vor Augen zu füh. ren. Dabei ist es besonders dankenswert, daß sie sich nicht gescheut hat, auch größere Prosastücke wie Jean Pauls „Schulmeisterlein Wuz", Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts", E. T. A. Hoffmanns „Des Detters Eckfenster", Annett« von Droste-Hülshoff: „Die Judenbuche", des Schweizers Jeremias Gotthelf „Barthli der Korber" und Immermanns Waldmärchen „Die Wunder im Spes- fort" neben Gedichten, Liedern, Balladen, Romanzen und Fragmenten von Hölderlin, Uhland, Eichendorff, Novalis und der Droste aufzunehmen. Die kurze Einführung gibt für jeden der neun mit knap- pen Strichen eine feine, kluge Charakteristik. Fr. W. Lange. — Der Verlag Karl Rauch in Dessau, der sich die Sammlung und Sichtung des weitschichtigen Werkes von Henry von Heiseler angelegen sein läßt — wir haben früher an dieser Stelle einen stattlichen Band seiner Dramen anzeigen können —, legt jetzt zwei kleinere Bände vor, die das Gesamtbild ergänzen und abrunden: zunächst eine Auswahl der gesammelten Gedichte unter dem Titel „Die Botschaft" (47 S., 1,50 RM.) — (232) —, die in mancherlei Stimmen und Formen, leiser und verhaltener als in den Dramen und Erzählungen, das um Natur und Gott kreisende Well« gühl des Dichters spiegeln; ferner eine lieber« ung der russischen Tragödie „T a n t a l o s" von nceslas Iwanow (73 S., 5,— RM.) (231) —; Heiseler hat sich mit viel sprachlichem Feingefühl um eine Vermittlung dieses Werkes bemüht, das ein Zeugnis des wenig bekannten russischen Symbolismus aus der Nachfolge Puschkins darstelll, doch glauben wir kaum, dost die fpröbe Formung eines uns heute sehr ferngerückten antiken Mythos sich auf dem deutschen Theater wird durchsetzen können. Hans Thyriot. operierenden Geschwaders, bestehend aus den Kreuzern „Ajax", „Achilles" und „Exeter" an a oberen Stellen eingesetzt. Auch die Kreuzer .Dawkins" und „Cumberland" sind seit einiger Zeit hier nicht mehr in Erscheinung getreten. Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen bedeutet also die schwere Beschädigung des Hilfskreuzers „Carnarvon Castle" eine neue Schwächung der englischen Flotte im Südatlantik. Revolte auf der Halvmsel Sinai. Rom, 1. Dez. (Europapreß.) Auf der Sinai- Halbinsel ist es zu einem bewaffneten Auf- ftanö gekommen. Nach den in Beirut eingetroffenen Nachrichten breiten sich überall englandfeind, liehe Zwischenfälle und Auflehnungen aus. In dem A n h a l t e I a g e r auf der Sinai-Halbinsel hätten die dort Festgehaltenen r e v o l t i e r t. Die aus ena- lischer Quelle stammenden Nachrichten seien aber so zurückhaltend und lückenhaft, so daß man sich k e t n klares Bild über den Umfang und die Tragwette dieses Aufitandes und darüber machen könne, wer die in diesem Anhallelager von den Engländern Festgehallenen seien. In her amtlichen englischen Nachricht werde nur von „unerwünschten Elementen" gesprochen und auch keine Aufklärung darüber gegeben, welches der Grund zur Gefanqensetzun». dieser „unerwünschten Elemente" sei Jedoch sei es durchgesickert, daß diese „uner- wünschten Elemente" Araber feien, denen cs gelungen sei, die englischen Wächter zu überwältigen, sich ihrer Waffen zu bemächttgen und die Flucht zu versuchen. Don dem herbeigchollen englischen Wach- Leben des großen Meisters erzählen als sein Schüler und Freund, der Maler Condioi. In täglichem Umgang mit dem alternden Einsamen wurde er von diesem vieler vertraulicher Mitteilungen gewürdigt, die dieser Lebensbeschreibung gegenüber anderen den Reiz des Unmittelbaren sichern. Der Herausgeber Robert Diehl hält sich in feiner Verdeutschung, die erstmals 1924 als zweiter Band der Kleinen Schrif- ten zur Kunst in Frankfurt erschien und jetzt neu überarbeitet wurde, im allgemeinen streng an die Ausdrucksweise des Biographen, um diese unmittelbarste und vertrauenswürdigste Schilderung des Menschen und Künstlers ihres eigenen Reizes nicht zu berauben. Eine Wiedergabe der Porträtbüste Michelangelos aus dem Museum in Padua schmückt als Titelbild das jedem Kunstfreund willkommene Gewinnung einer enogültt Scherung des Brückenkopf... . schon geben mir einen spannenden und wirklichkeitsgetreuen Einblick in die schwere, entsagungsvolle und verantwortungsreiche Arbell eines höheren Stabes. nimmt an, daß er bte Malvinen anlc ttirb, um sich dort gründlich überholen zu Somit ist auch dieser Hilfskreuzer für längere Zett ausgeschaltet, nachdem erst vor einiger Zett dir Älfskreuzer „Alcantara^ durch eine Aktion diutscher Seestreitkräfte beschädigt worden ist. Blutzer Men beiden für eine gewisse Zeit außer Kampf gi setzten Schiffen operierte nachweislich nur noch Dir Hilfskreuzer ,Hueen of Bermudas im Giihatlantit. Daß überhaupt nur noch Hilfskreuzer und Kriegs- l6iffe zweiter Garnitur im Südatlantik eingesetzt svid, kann auch aus der Tatsache geschlossen werden, M der alle schon 1919 erbaute kleine Kreuzer Enterprise", der mit sieben 15,2 an- und zwei lliL-cm-Göschützen bewaffnet ist, zur Zett das bri- bche Flaggschiff in diesem Raum ift Außerdem liegt das Kommando, nachdem der englische Flottenchef im Südattantik, Admiral H a r w o o d nach England zurückgerufen worden ist, gegenwärtig tn bin Händen des Kapitäns der „Enterprise , Konteradmiral Frank Pegrem, der kürzlich aus dem Ruhestand wieder in den aktiven Dienst e*^9e309^.n Horben ist. Nach Berichten der britischen Admirali- tit sind die Einheiten des früher im Sudallantik verkauft werden. So werden kleine hölzerne Leuchter mit d«n Kasperlfiguren hergestellt, ebenso Figurenkränze mit Kerzen Es roiro dies der erste Weihnachtsmarkt des BDM. für das WHW. fein. HZ. wieder beim Postdienst Weihnachten und Tieujahr. Nachdem bereits 1939 Angehörige der HI zur Bewältigung des gesteigerten Weihnachts. und Neujahrsdienstes der Reichspost eingesetzt worden sind, sollen auch in diesem Jahre HJ.-Angehönge als Hilfskräfte Verwendung finden. Die Gestellung erfolgt im Wege freiwilliger Meldung. Bei den Postdienstleistungen soll auf das Lebensalter Rücksicht genommen werden. Insbesondere findet das Jugenoschutzgesetz uneingeschränkt Anwendung. Entschädigung von Kriegsschäden. Eine neue .Hrlegssachschädenverordnung" sichert den Geschädigten ausdrücklich einen Rechtsanspruch auf Entschädigung durch das Reich zu. Die Entschädiaung kann durch Ersatzleistung in Natur oder in Geld erfolgen, ersteres insbesondere dann, wenn ein öffentliches Interesse an alsbaldiger Wiederherstellung der belobigten oder zerstörten Sach« besteht und diese nur vei Durchführung der Arbeiten ober Beschaffung durch die öffentliche Hand gesichert ist. Der Zeitpunkt der Entscheidung richtet sich nach den volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten und Möa- lichkeiten. Die Entschädigung wird sofort nach Fest- tellung der Schadenersatzsumme gezahlt, wenn Er- atz beschafft werden soll und sofort beschafft werden kann ober wenn die Entschäbigungssumme alsbald zu einem volkswirtschaftlich gewünschten Zweck verwertet werben soll. Dasselbe ailt für alle Schäden unter 1000 RM. im Einzelfalle. In anderen Fällen wird zunächst nur der Anspruch auf Entschädigung gegen das Reich festgestellt, während di« Auszahlung des Geldes zurückgestellt wird, dis di« Wieoerbeslyaffung möglich ist ober eine volkswirtschaftlich erwünschte Zweckbestimmuna der Entschä- bigungsfumme nachgewiesen wirb. Die neue Verordnung läßt stets die Höhe der Wiederbeschas- fungs- ober Wieberherstellungskosten ent scheib en, ohne Rücksicht darauf, baß bie beschäbigte ober zerstörte Sache alt ober neuwertig war. Nur wenn eine neu zu beschaffende Sache „für den Geschädigten" einen erheblich höheren Wert bat als die beschädigte oder zerstörte Sache sie natte, kann ein Abzug gemacht werden. Hiervon kann abgesehen werden, wenn die Billiakeit es erfordert. In der Regel erhält also der Geschädigte im Wege der Entschädigung etwas Besieres, als er bisher gehabt hat. Es entspricht dem ausdrücklichen Wunsch des Führers, daß die Verordnung auch entsprechend großzügig angewandt wird. Anträge find an die Gemeindebehörden zu richten. Sie können aber auch bei den Feststellungsbehörden (d. b. bei den Landräten ober Oberbürgermeistern) unmittelbar eingereicht werden. Soeben ist das erste Funkbild das den britischen Httssrreuzer „Carnarvon ua|ue öei0l- «Jjs Bübamerita eingelaufen Sei bem Seegefecht mit iinem beutfchen Hiif-kreuzer hatte bie über 20 000 tonTn grobe „Lnaroon Castle" insgesamt 22 Treffer erhalten unb mußte nach Monteoibeo ms Sack gebracht werben, mäbrenb ber deutsche chilfs kreuzer völlig unbefchabigt blieb. Unser Funkbild 8 zeigt mehrere gutfitzenbe Treffer am Rumpf des Schiffes. — (Scherl-Bilberbienst-M.) ~'*1 'N°N O Nr noA.I Mk O ^unihonifJ ein iity'3 3uooo 'b°ll »(r I ir nad)|5, J n .Trinen, I 5 ich an $3 Ren, bitj ÄiMknJ hlltrh J '"zu -heran. <■,' .Uich (ein, Ml le entgangen Aus WA Dtelbungen I retenben icher HrüJ unb daß d Stellung ] Slrtillerkiil rftanben nichts gtM t gefämpjt iJ M leint ä en d meiner m iterWn? lei der Kich tim n Doch, 11 , beren^;: ert anfteip. Verhör M fr »An fann. hu GRÜNLAND BERMUßA-I. VEN. BRASILIEN EAU JVl CHILE ARQEN-1U. TI NI EN Y SUD GEORGIEN Uqu.aJL cm 'L BRITISCH -^. Vt^NlEDUlAHl Volksschädlinge werden rücksichtslos bestraft. Entziehung der Zuteilung von Schlachtvieh und Fleisch au Frankfurter Metzger. Der Nationalsozialistische Gaudicnst der Gauleitung Hessen-Nassau teilt mit: Tie Hauptvereinigung der deutschen Viehwirt- schaft Berlin hat nach Fühlungnahme mit den zuständigen Dienststellen der Partei und des Reichsnährstandes mehreren Frankfurter Metzgern wegen Gefährdung der Durchführung der öffentlichen Bewirtschaftung und der Marktordnung die Zuteilung von Schlachtvieh und Fleisch mit Wirkung vom 16. 12. 1940 auf die Dauer von mehreren Monaten, teilweise bis zu einem Jahr, entzogen. Die Entziehung der Zuteilung kommt einer Schließung dieser Geschäfte für die ix Frage kommende Zeit gleich. Folgenden Betrieben ist die Zuteilung entzogen worden: Den Metzgereien Karl Himmler, Frankfurt a. M., Kleinmarkthalle (Entzug der Zuteilung auf die Dauer von einem Jahr); Karl Gruber, Frankfurt a. M., Grempstraße 35; Fritz Müller sen., Frankfurt a. M., Kronprinzenstr. 32; Ferdinand Bonner, Frankfurt a. M., Kasseler Str. 11 (Entzug der Zuteilung auf die Dauer von 6 Monaten); Heinrich Trievig, Frankfurt a. M., Kleinmarkthalle (Entzug der Zuteilung auf die Dauer von 4 Mon.). Dem Metzger Heinrich Feick, Frankfurt a. M., Moselstr. 15, wurde die Zuteilung bereits mit Wirkung vom 30. 10. 1940 auf die Dauer eines Jahres entzogen. Gegen eine Reihe anderer Metzgereien, die sich ähnliche Verstöße in geringerem Umfange haben zuschulden kommen lassen, sind empfindliche Ordnungsstrafen verhängt worden. Hierzu sei auf folgendes hingewtesen: Seit Kriegsausbruch ist für Tiere und tierische Erzeugnisse, und zwar für Rindvieh, einschließlich Kälber, Schafe und Schweine, zu Schlachtzwecken, für das Fleisch von diesen Tieren und die bei ihrer Schlachtung anfallende Nebenausbeute die öffentliche Bewirtschaftung eingeführt. Diese Maßnahme ist im Interesse der Allgemeinheit getroffen worden, um die Versorgung der Bevölkerung und der Wehrmacht mit Fleisch sicherzustellen und um eme gleichmäßige und gerechte Verteilung der vorhandenen Fleischmengen an die Volksgenossen zu gewährleisten. Die Versorgung und Belieferung der Bevölkerung mit Fleisch ist dadurch garantiert, daß jedem Volksgenossen Reichsfleischkarten ausgestellt werden, die ihn zum Bezug von wöchentlich 500 g Fleisch und Fleischwaren berechtigerkl^die Verteilung des Fleisches an die Bevölkerung ist im Rahmen der Bestimmungen über die öffentliche Bewirtschaftung und der Marktordnung den Fleisch be- und verarbeitenden Betrieben (Fleischereien usw.) übertragen. Diese haben die ihnen zugewiesenen Fleischmengen als Treuhänder zu verwalten und die Verteilung so vorzunehmen, daß jeder Volksgenosse die ihm auf Grund der Reichsfleischkarte zustehenden Fleischmengen erhält. Das Schlachtvieh und Fleisch gelten als allgemeines. Volksgut. Soweit em Verteilerbetrieb nicht ordnungsmäßig mit dem ihm zur Verteilung an die Bevölkerung .zugeteilten Fleisch wirtschaftet, vergeht er sich zum Nachteil der Bevölkerung an diesem Volksgut. Es ist die Pflicht dieser Verteller- betriebe, sich gerade in Kriegszeiten ihrer Verantwortung gegenüber der Volksgemeinschaft bewußt zu sein und ihr Teil zur Sicherung der Ernährung beizutragen. Wenn daher ein solcher Verteilerbetricb widerrechtlich Fleisch bezieht und dasselbe ohne oder über die ihm abgelieferten Bezugsnachweise hinaus abgibt, indem er einzelne Volksgenossen bevorzugt, so macht er sich dadurch grober Verstöße gegen die kriegswirtschaftlichen Bestimmungen schuldig. Er entzieht dann der Bewirtschaftung Erzeugnisse, die für die Sicherung der Versorgung der Bevölkerung von größter Wichtigkeit sind. Solche Betriebe muß deshalb im Interesse der Allgemeinheit die ganze Strenge und Schärfe der kriegswirtschaftlichen Bestimmungen treffen. Schiebungen zum Nachteil der Ernährungssicherung können im Kriege keinesfalls geduldet werden. Fleischereibetriebe sind berechtigt, nur in der Höhe Fleisch zu beziehen, als sie auf Grund der von den Kunden eingenommenen Fleischmarken an Bedarf nachweisen. Die oben erwähnten Frankfurter Metzgereien haben sich jedoch von Großschlächtereien 1 unb Fleischagenten ohne Bezugsberechtigung erhebliche Fleischmengen verschafft und dieselben verwirf- schäftet, indem sie einzelnen Kunden willkürlich'mehr Fleisch zukommen ließen, als diesen auf Grund ihrer abgelieferten Fleischmarken zustand, oder das Fleisch überhaupt ohne Marken abgegeben haben. Diese Metzgereien hatten durch die unberechtigterweise bezogenen Fleischmengen eine vorteilhaftere Vera^beitungsmöglichkeit. Dadurch und durch die Abgabe von Fleisch ohne Marken oder über die abgegebene Markenmenge hinaus haben diese Metzgereien unlautere Wettbewerbe gegenüber den anderen Metzgereien betrieben, da sie mit diesen ALachen» schäften auf Kündenfang ausgingen und den anderen Metzgereien Kunden entzogen. Die gegen die betreffenden Metzgereien angeordneten Maßnahmen sind eine Warnung für sämtliche Verteilerbetriebe und beweisen, daß ge^n jeden, der sich auf unrechtmäßige Art und Weise tut Kriege an allgemeinem Volksgut zu bereichern versucht, mit schärfsten Mitteln eingeschritten wird. Sprechstunden der Redaktion. 11 .30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. ________________mittags geschloffen.___________ vaepnd?nrtKUer: Dr Friedrich Wubelm Vange. Steliöemeiei oh Hauptichri'tietkers Trust Blumschkin. Verantwortlich üt Poltft. und BÜder Sr. Fr. W. Lange für bas Feui.ieton: Dr. Hans Thstriot; rin Stobt Gießen, Provtn?, Ätnicha.. u. Sport: Emu Ätumiche r Druft uno Verlag Brühliche UniPer-ttatebrurferei R. Lange .< G. Bertaaslelter Dr.-Ing. Erich Hamann ülnzeigenle ter Hans ibed, Ber mnvkn-st'ft, üt ben RnbaH bartHn-e^en- kbeokwr Kümmel Pi.Nr.g, Nach längerem Leiden ist am Dienstag, 10. Dezember, vormittags im Alter von 74 Jahren sanft entschlafen. Gießen, den 11. Dezember 1940. PHOTO K1IO 5532 D an Kreuzplatz 9 5384 A Gott rief heute nacht unsere liebe ASTRÄ Die Schwestern des St.-Joseph-Krankenhauses. Gießen, den 11. Dezember 1940. 5531 D SO I Verkäufe | treuung zweier 4-Röhrßn- Jladen 5533V WCPRE DRUCKSACHEN Brühl. OieBen 5534A Mittwoch Donnerstag, den 12. Dezember, 19 Uhr, außer Miete: GI ESSE N AM OSMU.0SGAETEN rEBNmS/i» 5309 A »NMW Klein im Preis Vtiiiu Stadttheater Die Beerdigung findet am Freitag, dem 13. Dezember, um 15.30 Uhr, Von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. (auch Alters) KLEIH8UCHUHGS-MASCHINE MODELL 2/260 Die Trauerfeier findet Freitag, den 13. Dezember, um 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Das kluge Pünktchen rät zu Möbelhaus Sleyer & Sohn Frankfurt a. M., Grüneburgweg 34 .......III......IIHllllIHllllllll...... Reichhaltige Auswahl im GIESSENER ZOO GIESSEN - SELTER SWEG 6 Sie haben einen Vogel Käfig nötig für Ihren gefiederten Sänger Klavier zu kaufen gesucht G. Ebert Älaviermacher Bleichstraste 17. Kinder gesucht. Zu erfragen Georg-Philivv- Gail-Str 10 v. | Mietgesuche"| Suche für sofort oder 15.1.41 eine Miia-Mn. inNähed.Bahn- hof- Betriebs- werkstätt.Gießen. Schr. Ang. unt. 04159 a.d.G.A. Preise: RM. 0.90, 1.30, 1.85, 2.30. 2.85, 3.60. Vorverkauf: Tageskasse. Johannesstraße 8 (Tel. 2930), 10-13 und 16-17 Uhr; Schokoladenbfc Hunte- mann, Seltersweg 89. — Abendkasse: Vi Stunde vor Beginn der Vorstellung. Es empfiehlt sich, die Karten rechtzeitig zu besorgen I Wenn Sie glückliche Gesichter zu Weihnachten sehen wollen dann besuchen Sie beizeiten den Gießen. Plockstraße 14 — 16 Schlafzimmer Eiche mit Nußbaum gute Arbeit, sowie Küchen sofort lieferbar Zuverlässige, selbstärrüige Nmhhalievin uuo AottMht für sofort oder bald gesucht. Handschriftliche Bewerbung m. Lebenslauf und Gehaltsforderung an Chr. Ruhl, mech Weberei Herbstein (Vogelsberg). 5535D Schwester Barnabas zur ewigen Heimat ab. Radio-Apparat (Gleichstrom) zu verkaufen Mi62 Marktstr. 27 II. Küche mit Gisschrank, gebraucht, billig zu verk. 54SM Anfragen unter Televbon 2423. Gut erhaltene Schreibmaschine zu verkaufen 04157 Scttersweg52H zwisch.11-12Uhr Fräulein Auguste Mareks ' Schauspielerin i. R. Mitglied des Stadttheaters von 1917-1929 V I qqca von 3 bis 20 vom Hundert erhalten Sie IctooC bei mehrmaligen Veröffentlichungen! den neuen Christbaumständer. Aber es mub .Immergrün’, der praktische Glas* Christbaumständer sein. „Immergrün“ ist wirklich der Christbaumständer, wie er sein soll, Er ist vollkommen aus G as und hat keinerlei Eisenbestandteile. Ein Festschrauben des Baumes ist nicht mehr notwendig, denn „immergrün" garantiert für einfachste Montage bei festem und sichere n Stand des Baumes Dabei bleibt der Baum, infolge der Wasserlüllung, wochenlang frisch und das lästige Nadeln fällt weg. Aber nicht nur der Christbaum, auch der Maienbaum hat hier seinen Platz gefunden, und im Sommer ist dieser Christbaumständer die schönste Vase, die man sich denken kann, für giobe Blumen und gereicht Ihrer Wohnung zur Ziei de. Kommen und sehen Sie! Putzstau gesucht 653oD Konditorei Geistner, Plockstraße 9. STADTTHEATER GIESSEN Intendant: Hans Walter Klein *VL kaufen gebrauchte tnöfl.nenwertite Xraitwagen gegen Barzahlung Opel. Sieben Rui 2847 48 15—17.15 Uhr Außer Miete Rotkäppchen Märchen nach Gebr. Grimm von Stelter. Preise von RM. 0.30 bis 1.60 Am Samstag, dem 14.Dez. findet wegen auswärtigen Gast» spieles keine Märcaenvor- stelluns statt. Nächste Rotkäppchen-Vorstellung Sonntag, den 15. Dezember, 14.30 Uhr. 19—21.45 Uhr 13. Mittwoch-Miete Der Tanz ins Glück Operette von Stolz Preise: RM. 0.P0 bis 3.60. 560»D Verschiedenes! Gründliche Instandsetzung von nomnaffllnea jeder Art durck Mechanikermeister Bickel. Meldungen 04153 Schottstratze 31 bei Nau. 'stündlich können Sie nur wenigen sagen, schriftlich »ekreren, durch eine Kleinanzeige lagen Sie es Miln Stoffspezialhaus Bernard & Sohn Einmaliges Berliner Ensemble • Gastspiel I Die bekannte Berliner Bühnen- und Filmschauspielerin Katt. S CAMIPO ILO Komödie in 3 Akten von Dario Niccodemi MM in Haushalt für sofort gesucht. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Vietz. Anz. 5533D ■ Tüchtige Hausgehilfin gesucht. 04164 Amtsgerichtsrat Groß, Hitlerwall 31. Zu verkauf, eine Zither, 1 Zieh- harmonika^wei Korb - Flaschen, 25 und 4 Liter. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. 04155 { Kaufgesucha | Gebrauchtes krazioiw zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 04161 an d. Gießen. Anzeig. Gut erhaltener Sinöet' SMIVMII gesucht. Näheres Bahnhofstr. 47. Intell. Dame für wöchentlich 1 Tag an das Büfett gesucht. Mel MM. Für einige Stunden in der Woche suche ichzuverläss. und gewissenhafte BütoBille. Schriftliche Angebote an Probst Knodt, Hinden- burgwall 13. 6628D Kinderliebe Vertrauens» person [Stellenangebote Ich suche zum 1.4.41 evtl.früher einen geweckten, ehrlichen Lehrling Löwen-Drogerie Seltersweg 69. Hilfe lm Haushalt für einige Stunden tagsüber gesucht. Eifert, Dammstr. 36. Sie werden dort, wie immer, mit Backartikeln Wein Spirituosen Schaumwein und vielen anderen Artikeln, die ->0/ DahaH das Fest verschönern helfen, zuvor- 1 kommend und preiswert bedient! 5526 D von 4 w L>O kK s o o #4 o J aV foen JMi '1 »lütikS W ük>°. £ "•58 |te Lw ? ^Wh tu 5ani3^ Ztz gs -ÄT*’ l »S tfflu 0< Offline1 NI -16 dichter wollen leiieiten den aden > immer, mit ein haumweio Artikeln, die helfen, mivor* vert bedient! ner Nußbaum ;it, sowie 15 Uhr Miet6 »neben e>v* iwart^flfor « 1« 15 Uhr L- Ur. 293 Zweites Blatt Mittwoch.il. Dezember 1940 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheflen) Des Führers große Rede vor den Rüstungsarbeilern. Die Rede, die der Führer und Oberste Befehls. Haber der Wehrmacht am Dienstagmittag in der Montagehalle eines Berliner Rüstungsbetriebes vor den deutschen Rüstungsarbeitern gehalten hat, lautet wie folgt: , Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen! Meine deutschen Arbeiter! Ich rede jetzt sehr selten, erstens, weil ich wenig Zeit zum Reden habe, und zweitens, weil ich glaube, daß es im Augenblick richtiger ist, zu handeln als zu sprechen. Wir befinden uns inmitten einer Auseinandersetzung, bei der es um mehr geht als um den sieg des einen oder anderen Landes. Es ist der Kampf Zweier Welten gegeneinander. Ich will Der- suchen, Ihnen ganz kurz, soweit es die Zeit gestat- tet, einen Einblick in die tieferen Gründe 'dieser Auseinandersetzung zu geben. Dabei möchte ich nur Westeuropa in den Kreis der Betrachtungen ziehen. Die Völker, um die es sich hier in erster Linie handelt — 85 Millionen Deutsche, 46 Millionen Engländer, 45 Millionen Italiener und 37 Millionen Franzosen — sind die Kerne der Staaten, die gegeneinander im Kriege standen oder noch stehen. Wenn ich die Lebensgrundlagen dieser Menschen zum Vergleich heranziehe, dann ergibt sich folgende Tat- fache: 46 Millionen Engländer beherrschen und re. gieren einen Gesamtkomplex von rund 40 Millionen Quadratkilometern dieser Welt. 37 Millionen Franzosen beherrschen und regieren einen Komplex von rund 10 Millionen Quadratkilometern. 45 Millionen Italiener haben, wenn es sich um irgendwie nützliche Gebiete handelt, eine Grundfläche von kaum einer halben Million Quadratkilometern. 85 Millionen Deutsche besitzen als Lebensgrundlage kaum 600 000 Quadratkilometer, und die erst durch unser Eingreifen. Das heißt: 85 Millionen Deutschen stehen 600 000 Quadratkilometer zur Ber- füaung, auf denen sie ihr Leben gestalten müssen und 46 Millionen Engländern 40 Millionen Quadratkilometer! Run, meine Volksgenossen, ist diese Erde nicht etwa von der Vorsehung oder vom lieben Gott so verteilt worden. Diese Verteilung haben die Menschen selbst besorgt, und zwar im wesentlichen in den letzten 300 Jahren, also in der Zeit, in der leider unser deutsches Volk innerlich ohnmächtig und zerrissen war. Nach dem Ausgang des 30jähri- gen Krieges durch den Vertrag von Münster end' gültig aufaespalten in Hunderte von Kleinstaaten, hat unser Volk seine ganze Kraft im Kampf gegeneinander verbraucht. Fürsten und Fürst.chen, Könige und geistliche Würdenträger, sie haben die Zerrissen- heit in unserem Volk aufrechterhalten, und als es bann endlich schien, als ob diese rein dynastische Zersetzung unseres Volkskörpers ihr Ende finden könnte, da sind die Parteien gekommen, da kamen dann Weltanschauungen, um ihrerseits das fortzusetzen, was einst begonnen worden war. In dieser Zeit hat das tüchtigste Volk Westeuropas seine Krait ausschließlich im Inneren verbraucht, in einer Zeit, in der draußen die Welt verteilt wurde. Richt etwa durch Verträge oder durch bündige Abmachungen, sondern ausschließlich durch Gewalt hat sich England sein riesenhaftes Imperium zusammengezimmert. Das zweite Volk, das bei dieser Verteilung zu kurz gekommen ist, das italienische, hat das gleiche Schicksal erlebt und erduldet. Innerlich zerrissen und aufgelöst, aufgespalten in zahllose kleine Staaten, hat es gleichfalls feine ganze Kraft im Kampf gegeneinander verbraucht, und feine ihm an sich gegebene natürliche Position im Mittelmeer nicht einmal zu erhalten vermocht. So sind diese beiden starken Völker außerhalb jeden Verhältnisses zu den anderen geraten. Run könnte man einwenden: Ist das überhaupt entscheidend? Meine Volksgenossen, der Mensch lebt nicht von Theorien und von Phrasen, nicht von Erklärungen, auch nicht von Weltanschauungen, er lebt von dem, was er von seiner Erde durch seine Arbeit an Lebensmitteln und Rohstoffen gewinnen kann. Das kann er verarbeiten und das kann er essen. Wenn seine eigene Lebensgrundlage ihm zu wenig bietet, bann wird sein Leben ein ärmliches sein. Wir sehen, daß auch innerhalb der Völker fruchtbare Gebiete bessere Lebensgrundlagen' geben als arme Landschaften. In einem Fall sind es blühende Dörfer, im anderen verarmte ^Stätten. Ob man auf steinigen Einöden oder in einem fruchtbaren Korn- land lebt, das kann weder durch Theorien noch durch den Willen zur Arbeit ganz ausgeglichen werden. . So sehen wir, daß die erste Voraussetzung für die gegebenen Spannungen darin liegt, daß diese Welt ungerecht verteilt ist. Und es ist nur natürlich, daß sich im Großen die Dinge genau so entwickeln wie im Inneren der Völker. Genau so wie innerhalb der Völker die zu großen Spannungen zwischen reich und arm ausgeglichen werden müssen, entweder durch die Vernunft, oder, wenn die Vernunft versagt, oft dann auch durch die Gewalt, so kann auch i'm Leben der Völker untereinander nicht einer alles beanspruchen und dem anderen nichts übrig lassen. Die Vorsehung hat den wenfchen nicht auf die Welt gesetzt, damit der eine das 40- oder gar das SOfadje für sich beansprucht, was dem anderen zuteil wird. Entweder er hat Vernunft und willigt ein in eine Regelung, die nach billigen Grundsätzen ausgehandelt wird, oder der Unterdrückte und der vom Unglück Ueberhäufte wird sich eines Tages eben das nehmen, was ihm zufteht. Das ist im Innern der Völker und auch im Aeußeren so. Es war nun im Innern die große Aufgabe, die üch mir stellte, diese Probleme durch den Appell •an die Vernunft zu lösen, d. h. die großen Spannungen durch den Appell an die Einsicht aller zu Ibeseitigen, die Kluft zwischen dem zu großen Reich- •tum der einen Seite und der zu großen Armut Iber anderen zu überbrücken. In der Erkenntnis «allerdings, daß solche Prozesse sich nicht von heute •auf morgen vollziehen können, daß es aber immer •noch besser ist, allmählich die übermäßige vonem- «ander getrennten Klassen durch die Vernunft ein- «ander näher zu bringen, als eine solche Co|ung ! durch die Gewalt herbeizuführen Das Recht zum Leben ist ein allgemeines und ; «ein gleichmäßiges. Es geht deshalb auch nicht an, daß ein Volk sagt, wir wollen euch andere ganz Iflern so mitleben lassen. Es ist das Wesen jeder «wirklichen sozialistischen Ordnung, dafür zu sorgen, daß nicht A l m o se n gegeben, f ondern Rechte hergestellt werden! Es handelt sich nicht darum, daß die Völker, die bei der Wertverteilung zu kurz gekommen sind, auf dem Gnadenwege Almosen bekommen, sondern daß wie im normalen gesellschaftlichen Leben die Menschen ihre Rechte erhalten. Der Anspruch auf das Recht zum Leben ist kein Almosenbegehren, sondern ein Rechtsan. spruch, der grundsätzlicher Ärt ist. Damit ist das Recht zum Leben zugleich auch ein Rechtsanspruch auf den Boden, der allein das Leben gibt. Für diesen Rechtsanspruch haben die Völker dann, wenn Unvernunft ihre Entwicklung zu ersticken drohte, gekämpft. Es ist ihnen dann nichts anderes übrig geblieben — in der Erkenntnis, daß selbst blutige Opfer immer noch besser sind als das allmähliche Aussterben eines Volkes überhaupt. So haben wir bei Beginn unserer nationalsozialistischen Revolution im Jahre 1933 zwei For- berungen aufgestellt: Die erste war die Forderung nach der nationalen Einigung unseres Volkes, und zwar in der Erkenntnis, daß ohne diesen Zusammenschluß die Kräfte zur Stellung und besonders zur Durchsetzung der notwendigen beutjeben Lebensansprüche nicht hätten mobilisiert Die nationale Einigung mai für uns daher eine der Voraussetzungen, um die ganze deutsche Kraft überhaupt erst einmal wieder zu ordnen und dem deutschen Volk zu zeigen, wie groß seine Kraft sei, damit es dieser seiner Kraft wieder bewußt und aus ihr heraus dann bereit werde, sich auf feine Lebensanfprüche zu besinnen, sie zu stellen und auch durchzusetzen. Diese nationale Einigung glaubte ich herbei- führen zu können durch einen Appell an die Ver- nunft. Ich weiß, das ist nicht überall gelungen. Ich bin damals während meines Kampfes fast 15 Jahre lang von beiden Seiten beworfen worden. Die einen warfen mir vor: „Du, Du willst uns, die wir zur Intelligenz, zur Oberschicht gehören, auf das Niveau der anderen hinunterziehen. Das ist unmöglich. Wir haben Bildung. Außerdem haben wir auch noch Vermögen und Kultur. Wir können diesen Weg nicht gehen." Diese waren nicht zu bekehren. Und es gibt auch heute noch solche Leute, die nicht zu bekehren sind. Aber im großen und ganzen ist die Zahl derjenigen doch immer größer geworden, die einsehen, daß mit der Zerrissenheit unseres Volkskörpers früher ober spater alle Schichten zu Grunde gehen müßten. Von ber anberen Seite bin ich natürlich auch bekämpft worben. Die sagte: „Wir haben unser Klassenbe- wußtsein." Ich aber mußte mich auf den Staub- punkt stellen, bah wir in ber jetzigen Lage keine Experimente machen fonnteju Es wäre an sich frei, sich einfach, bie Intelligenz gewissermaßen zu köpfen. Ein solcher Prozeß würbe sich ohne weiteres durchführen lassen, man muß dann aber 50 oder vielleicht 100 Jahre warten, bis das wieder nach- wächst — und diese Zeit bedeutet Vernichtung des VoÜskörpers. Denn wie soll unser Volk mit seinen 140 Menschen auf den Quadratkilometer überhaupt existieren, wenn cs nicht bie letzte Kraft bes Geistes unb ber Faust anwenbet, um seinem Boben das abzuringen, was es für fein Leben braucht! Das unterscheidet uns von den anderen. In Kanada z. B. kommt ein Mensch auf den Cu/äbratfilo- meter, bei den anderen Völkern zum Teil sechs, sieben, acht oder zehn Menschen. Ja, meine Volksgenossen, so dumm kann man gar nicht wirtschaft- ten, daß man dabei nicht leben kann. Bei uns aber sind es 140 Menschen, die anderen werden nicht fertig mit 10 Menschen, aber wir müssen fertig werden mit 140 Menschen auf den Quadrat- Kilometer. Diese Aufgabe ist uns gestellt worden, unb ich habe daher 1933 den Standpunkt vertreten: Wir müssen sie lösen» unb wir werden sie da- her auch lösen! Natürlich war das nicht leicht, unb selbstverstänb- lich konnte nicht alles sofort erfüllt werden. Die Menschen sind das Produkt ihrer Erziehung, unb biefe beginnt leiber schon fast mit ber Geburt. Das eine flelne Wurm schon wirb anbers eingeroicfelt als das andere. Wenn bas bann aber Jahrhunberte hindurch so geschehen ist, kommt plötzlich einer und Vernichtung des M Der zweite Programmpunkt lautete: Beseitigung der außenpotitischen Bedrückung, die ihren Ausdruck in Versailles fand, die zugleich aber auch die nationale Geschlossenheit unseres Volkskörpers verhinderte, die es verbot, daß sich große Teile unseres Volkes zusammenschlossen, und die uns besonders auch unseren Weltbesih, unsere deutschen Kolonien, genommen hatte, d. h. also, dieser zweite Programmpunkt lautete Kampf gegen Versailles. Es kann keiner sagen, daß ich das erst heute ausspreche. Das, meine Volksgenossen, tat ich zum erstenmal damals, als ich selber noch als Soldat nach dem großen Kriege auftrat. Da war mein erster Vortrag bereits eine Rede gegen den Zu- sammenbruch, gegen den Vertrag von Versailles und für bie Wieberaufrichtung eines starken Deut- chen Reiches. Damit habe ich begonnen. Was ich eitbem nun verwirklichte, ist also keine neue Ziel- etzung, sondern bie älteste, die es gibt, meine Volksgenossen. Das ist der erste Grund zu dieser Auseinandersetzung, in ber wir uns heute befinben. Denn bie nnbere Welt wollte unsere innere (Jini, gung nicht, weil sie wußte, baß bann ber Le- bensanspruch biefer Dolksmassen verwirklicht werben könnte. Sie wollte die Aufrechterhaltung des Diktates von Versailles, in dem sie einen zweiten Westfälischen Frieden erblickte. Es kommt aber noch ein weiterer Grund hinzu. Ich habe gesagt, daß die Welt verschieden verteilt wurde. Ameri- konische Beobachter unb Engländer haben dafür einen wunderbaren Ausdruck gefunden. Sie sagten: „Es gibt zwei Sorten von Völkern, nämlich Be- sitzende unb Habenichtse. Wir, mir Eng- länber sind bie Besitzenben. Wir haben nun einmal 40 Millionen Quadratkilometer, und wir Amerikaner sind auch die Besitzenden. Unb wir Franzosen sind besgleichen die Besitzenden. Unb bie anderen, dos sind eben die Habenichtse. Wer nichts hat, der | werden können. Sie kennen ja die Situation, in ber wir vor acht Jahren waren. Unser Volk stand I vor bem Zusammenbruch: Sieben Millionen Er- werbslose, etwa 6,5 Millionen Kurzarbeiter, unsere Wirtschaft vor ber oernichtenben Auflösung, bie Landwirtschaft vor bem Ruin, Haube! unb Gewerbe am 'Boben, bie Schiffahrt stillgelegt. Man könnte sich ausrechnen, wann enblich aus ben 7 Millionen Erwerbslosen, 8 und 9 unb 10 Millionen werden mußten. Es trat bann ber Zustand ein, in bem bie Zahl ber schaffenden Menschen immer geringer, aber umgekehrt bie Zahl ber Nicht- schaffenben, bie aber miterhalten werden mußten, immer höher würbe, d. h. also auch für bie Schaffenden mußte bas Ergebnis ber Früchte ihrer Arbeit immer kleiner werben, benn es mußte ja allmählich ein Schaffender einen Nichtschaffenben noch miternähren. Unb ob man das durch soziale Gesetzgebung ober auf bem Wege von Almosen tat, blieb sich ganz einerlei. Wenn ein Arbeitenber einen, ber, nicht arbeitet, miterhalten unb miter- nähren muß. bann langt es am Enbe natürlich für keinen. Rach einer gewissen Zeit wird es bann allgemein zum Leben zu wenig unb zum Sterben zu viel. sogt: „Ich will bas Kind wieder auswickeln aus all seinen verschiedenen Umhüllungen, damit her Kem zum Vorschein kommt. Denn dieser ist ja bei allen derselbe. Jyr habt das Trennende nur äußerlich herumgebaut. Innen ist er bei allen das Gleiche." Das ist aber nicht fo einfach zu machen, jeder sträubt sich zunächst, aus seinen Windeln her- ausgerissen zu werden. Jeder will bei dem bleiben, was ihm durch Erziehung überkommen ist. Aber wir bringen es trotzdem fertig. Wir haben eine Riesengeduld! Ich weiß, daß das, was drei, vier oder fünf Jahrhunderte hindurch gemacht wurde, nicht in zwei, drei ober fünf Jahren beseitigt werben kann. Als bas Wesentliche habe ich damals erkannt: Wir müssen die deutsche Volksgemeinschaft Herstellen, wenn wir überhaupt von unserem Volk noch etwas erwarten wollen. Daß dies richtig war, ging daraus hervor, daß sich alle unsere Feinde dagegen stemmten. Diese nationale (Einigung war die erste Forderung. Sie ist Stuck für Stück und Zug um Zug verwirklicht worden. Sie wissen selbst, was wir dabei alles beseitigt haben. Es ist sehr viel auf bie knapp sechs ober sieben Jahre. 'Wie hat Deutschland ausgesehen! Vollkommen ohnmächtig unb zerrissen in Parteien, Stände, Klassen, Weltanschauungen unb Konfessionen, dazu kamen noch unsere lieben Freunde, die nicht von hier stammen, sondern vom Orient eingewandert sind. Endlich kamen die wirtschaftlichen Trennungen unb bann unsere staatlichen llcberliefe« rungen. Hie Preußen, hie Bayern, hie Württemberg — bis man jebem sein Fähnlein aus der Hand nahm und ihm sagte: „Lege das weg unb nimm endlich eine gemeinsame Fahne in bie Hand. Die andere^haben sie schon längst, seit fast 300 Jahren." (Starker Beifall.) Nur bei uns lief nach jeder mit seiner besonderen Rosette im Knopfloch herum unb bilbete sich ein, baß bas zur Stärkung seines Ichs beitrüge, unb vergaß ganz, baß sein Ich nur ein Teil ber Gesamtheit ist, unb daß, wenn diese sich auflöst, nichts anderes kommen kann als der nationale Zusammenbruch. Diese nationale Forderung habe ich mich deshalb bemüht zu verwirklichen. Und hier ist schon vieles geleistet worden. Wir haben Deutschland ausgefegt von diesem ganzen alten Zeug, unb die Entwicklung ging bann auch auf anbere Gebiete noch über, wo wir uns bemühen mußten, mit den alten lleberlieferungen zu brechen, bie manchem Menschen teuer gewesen sind. Wir verstehen es, viele hingen an ben alten Abzeichen und Fahnen, an ben alten Einrichtungen und Bewegungen, an ihren alten Klafscnvorurteilen, ihreck Standesbewußtsein, ihrem Standesdünkel usw. Ich verstehe das vollständig, aber es mußte bas allmählich beseitigt werben, unb es wirb weiterhin beseitigt. Bis man bas alles in einem Block vereinte, bis man biefe Erziehung burchsetzte — bas ist eine riesige Arbeit gewesen. Eine deutsche Gemeinschaft herzustellen, bas war der erste Programmpunkt des Jahres 1933 late von Versailles. bekommt auch nichts. Der soll das bleiben, was er ist. Der hat, der gibt nichts davon ab." Nun bin ich zeitlebens der Habenichts gewesen. Zu Hause war ich ber Habenichts, ich rechne mich selbst zu ben Habenichtsen unb habe immer nur für sie gekämpft. Für sie bin ick eingetreten, und ich trete daher auch der Welt gegenüber als ein Vertreter der Habenichtse auf! (Brausender Beifall.) Ich werde den Rechtsanspruch ber anderen auf bas, was sie sich durch Gewalt zusammenräuberten, niemals anerkennen. Auf keinen Fall kann ich diesen Rechtsanspruch gelten lassen für das, was man uns genommen hat. Nun ist es interessant, das Leben dieser Reichen zu betrachten. In dieser englisch-französischen Welt existiert sozusagen bie Demokratie. Es heißt, baß bas bie Herrschaft bes Volkes fe.i. Nun muß das Volk doch irgendwie eine Möglichkeit besitzen, seinen Gedanken ober seinen Wünschen Ausdruck zu geben. Wenn man sich nun bieses Problem nachher ansieht, kann man feststellen, baß bas Volk an sich primär noch gar keine Ueberzeugung hat, sondern die lieber,Beugung selbstverständlich — wie übrigens überall — gebilbet wirb. Unb bas Enticheibende ist nun: Wer klärt ein Volk auf, wer bildet ein Volk? In diesen Ländern regiert tatsächlich das Kapital, d. h. letzten Endes eine Schar von einigen hundert Männern, bie im Besitz unermeßlicher Vermögen finb und bie infolge ber eigenartigen Konstruktion des Staatslebens mehr aber weniger unabhängig unb frei finb. „Wir haben hier Freiheit", unb' sie meinen bamit vor allem freie Wirtschaft, und unter ber freien Wirtschaft verstehen sie bie Freiheit, Kapital nicht nur zu erwerben, sondern vor allem das Kapital wieder frei zu verwenden. Also: frei zu sein von jeder staatlichen, d. h. völklichen Aussicht, sowohl in ber Erwerbung wie in ber Verwendung bes Kapitals. Das ist in Wirklichkeit der Inhalt des Begriffs Freiheit. Unb dieses Kapital nun schafft sich seine Presse. Sie reden von der „Freiheit ber Presse". In Wirklichkeit hat jebe dieser Zeitungen einen Herrn, und dieser Herr ist in jedem Fall ber Geldgeber, ber Besitzer. Unb dieser Herr dirigiert nun bas innere Bild dieser Zeitung, nicht ber Rebakteur. Wenn dieser etwa anders schreiben wollte, als cs dem Herrn paßt, dann fliegt er am nächsten Tag hinaus. Diese Presse, die bie absolut unterwüriige charakterlose Kreatur ihrer Besitzer ist, moduliert nun bie öffentliche Meinung, unb bie von dieser Presse mobilisierte öffentliche Meinung wirb roieber eingeteilt in Parteien. Diese unterscheiben sich so wenig voneinanber als sie sich früher bei uns voneinander unterschieben haben. Sie kennen sie ja, die alten Parteien. Es war immer ein unb bässe 1 b e. Meistens ist cs in Englanb so, baß bie Familien aufgeteilt finb, ber eine ist konservativ, der anbere ist liberal unb ber dritte bei der Arbeiterpartei. In Wirklichkeit sitzen sie alle drei als Familienmitglieder zusammen unb bestimmen gemeinsam ihre Haltung und legen sie fest. Es kommt noch hinzu, daß das „auscrwahlte Volk ber Welt" nun tatsächlich eine Gemeinschaft bllbet, die alle diese Organisationen bewegt unb birigiert. Daher iü auch ihre Opposition eigentlich immer bas gleiche, benn in allen grunbsätzlichen Dingen, wo sich bie Opposition bemerkbar machen müßte, sind sich diese Parteien immer einig unb formen bementsprechend mit ihrer Presse bie öffentliche Meinung. Nun müßte man boch meinen, baß in diesen Ländern ber Freiheit und des Reichtums ein unerhörtes Wohlleben für das Volk bestehen müßte. Es ist aber umgekehrt, gerade in diesen Ländern ist die Not der breiten Massen größer als irgendwo anders. Da ist dieses reiche England: 40 Millionen Quadratkilometer werden von ihm kontrolliert, 100 Millionen Kolonialarbeiter mit einem erbärmlichen Lebensstandard, wie z. B. in Indien, müssen dafür tätig fein: Man könnte nun meinen, daß dann boch wenigstens in diesem England selbst jeder einzelne Teilhaber an diesem Reich- tum fein müßte. Aber im Gegenteil: In diesem Lande ist ber Klassenunterschied der krasseste, den man sich denken kann. Armut, unvorstellbare Armut auf der einen Seite und auf ber anberen Seite ebenso unvorstellbarer Reichtum. Sie haben nicht ein Problem gelöst! Die Arbeiter dieses Landes, das über ein Sechstel der Erde unb über die Bobenschätze ber Welt verfügt, Hausen in erbärmlichen Hütten unb bie breite Masse ist miserabel gefleibet. In einem Land, bas mehr als genügend an Brot und an allen Sorten Früchten haben könnte, besitzen Millionen seiner unteren Schichten nicht genug, um sich auch nur einmal den Magen richtig füllen zu können und laufen verhungert herum. Leute, die auf der einen Seite es fertig bringen könnten, eine Welt mit Arbeit zu versehen, müssen es erleben, daß sie nicht einmal mit der Erwerbslosigkeit in ihrem eigenen Lande aufräumen können. Dieses reiche England bat ahrzehntelang 2Va Millionen Erwerbslose gehabt, üefes reiche Amerika 10 bis 13 Millionen, Jahr ür Jahr. Dieses Frankreich 6, 7, 800 000. Ja, meine Volksgenossen, was sollten wir bann erst von uns sagen! Ader es ist auch verständlich: In diesen Ländern der sogenannten Demokratie wirb ja das Volk überhaupt nickt in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt. Was entscheibenb ist, ist ausschließlich die Existenz dieser paar Macher ber Demokratie, b. h. asso die Existenz biefer paar hundert gigantischen Kapitalisten, bie im Besitz ber ganzen Werke und ihrer Aktien sind, unb bie letzten Endes damit diese Völker dirigieren. Die breite Masse interessiert sie nicht im geringsten. Sie inteteifiert sie ebenso wie früher unsere bürgerlichen Parteien nur in ber Wahlzeit. Dann brauchen sie Stimmen. Sonst ist ihnen bas Leben ber breit.'n Massen vollkommen gleichgültig. Dazu kommt noch ber Unterschied ber Bildung. Ist es nicht gerat) 311 spaßhaft, wenn wir jetzt hören, daß ein englischer Arbeiterparteiler, ber natürlich als Oppositioneller von .der Regierung offiziell bezahlt wird, sagt: „Wenn der Krieg zu Ende geht, bann wollen wir in sozialer Hinsicht einiges machen. Vor allem: es soll dann auch ber englische Aroeiter einmal reifen können." Es ist ausgezeichnet, baß sie jetzt enblich auch barauf kommen, baß Reisen nicht nur für Millionäre da sein soll, fonbern auch für das Volk. Dieses Problem haben wir bei uns schon seit einiger Zeit gelöst. (Brausender Beifall.) Nein, glauben Sie, in diesen Staaten — das Zeigt ihre ganze Wirtsckaftsftruktur, da herrscht unter bem Mantel ber Demokratie ber Egoismus einer verhältnismäßig ganz kleinen Schicht. Unb diese Schicht wird nun von niemandem korrigiert unb kontrolliert. Es ist daher, verstänidlich, wenn ein Engländer sagt: „Wir wollen nicht, daß unsere Welt irgendwie zugrunde geht." Sic haben recht, sie wisseii ganz genau, ihr Imperium wird von uns nicht bedroht. Aber sic sagen sick ganz richt g: „Wenn diese Gedanken, die in Deutschland populär sind, nicht beseitigt und ausaerottet werden, bann kommen sie auch in unser Volk, und das ist bas Gefährliche, das wünschen wir nicht." Es m'irbe nämlich gar nichts schaden, wenn es käme. Aber sie finb so borniert, wie einst auch bei uns v »le borniert waren. Sie bleiben lieber auf biefern Gebiet einfach bei. ihrer konservativen bisherigen Praxis. Sie wollen sich nicht baoon entfernen, sie machen kein Hehl daraus. Sie sagen: „Diese ganzen Methoden passen uns nicht." Unb was finb bas nun für Methoden? Sie wissen ja, meine Kameraden: Ich habe in Deutschland nichts zerschlagen. Ich bin immer sehr vorsichtig vorgegangen, weil ich, wie gesagt, glaube, daß wir es uns gar nicht erlauben können, etwas in Trümmer zu legen. Es war mein, Stolz, daß bie Revolution 1933 ohne eine kaputte Fensterscheibe ab* ging. Unb trotzdem haben wir ungeheure Wandlungen herbeigeführt! Ich will Ihnen nur ein paar grunbsätzliche Tatsachen barlegen: Zunächst die erste Tatsache: 3n der Veit der kapitalistischen Demokratie tautet der wichtigste wirtschaftsgrundsah: Das Volk ist für die Wirtschaft da, und die Wirtschaft für das Kapital. wir haben diesen Grundsatz umaedreht, nämlich: Das Kapital ist für die Wirtschaft da, und die Wirtschaft ist für das Volk da! Das heißt mit anderen Worten: Das Primäre ist das Volk. Alles andere ist nur ein Wittel zum Zweck. Wenn eine Wirtschaft es nicht fertig bringt, ein! Volk zu ernähren, zu bekleiden, bann ist es schlecht, ganz gleichgültig, ob mir ein paar Leute sogen: „Für mich ist sie gut, ausgezeichnet, meine Dividenden stehen ausgezeichnet." Das gebe ich zu, Gold ist heute mehr wert als Gold. Denn sie ist lausende Produktion. Das ist dem deut« schon Bauern zu verdanken, der gearbeitet hat von früh bis spät, es ist dem deutschen Arbeiter zuzu- chreiben, der uns seine ganze Kraft schenkte. Und nun ist auf einmal wie mit einem Zauberschlag das ganze Problem gelöst worden. Wenn ich, meine lieben Freunde, öffentlich vor acht oder neun Jahren erklärt hätte: ,^Jn sechs oder sieben Jahren wird das Problem nicht mehr ein: Wie bringen wir die Arbeitslosen unter? — ondern das Problem wird dann lauten: Wo krie« gen wir die Arbeitskräfte her?" — Wenn ich das gesagt hätte, würde mir das sehr geschadet haben, denn man hätte erklärt: „Der ist wahnsinnig! Mit dem kann man überhaupt gar nicht reden, ge> chweige dann gehen. — Man kann ihm keine Stimme geben! Er ist ein Phantast." Aber heute ist das Wirklichkeit geworden! Heute existiert nur eine Frage bei uns: Wo ist die Arbeitskraft? Das, meine Volksgenosien, ist der Segen Vei uns bestimmt bas Volk. Das, meine Volksgenossen, ist auch eine Welt, die wir hier aufbauen, eine Welt der gemein- amen Arbeit, eine Welt gemeinsamer An- trengungen, aber auch eine Welt gemeinsamer Sorgen, gemeinsamer Pflichten. Ich habe mich nicht gewundert, daß man in anderen Ländern, zum Teil erst nach zwei, drei, fünf, sieben Monaten, zum Teil nach einem Jahr mit der Rationierung begann. Glauben Sie, das ist kein Zufall. In allen diesen Ländern ist das Berechnung. Vielleicht hat sich mancher Deutsche gewundert, daß am ersten Tage des Kampfes, am Morgen bereits b i e Mar fe n gekommen sind. Ja, meine Volksgenossen, dieses Markensystem hat natürlich zwei Seiten. Mancher wird vielleicht sagen: „Wäre es nicht gescheiter, man würde auf dem einen oder anderen Gebiet darauf verzichten?" Er wird sagen: „Was heißt das schon, soundso viel Gramm Kaffee, da bekommt keiner viel. So würden wenigstens einige mehr bekommen." Das gebe ich zu. Aber das ist es ja eben, was wir vermeiden wollten. Wir wollen vermeiden, daß von dem Wichtigsten, was zum Leben gehört, der eine mehr hat als der andere. Es gibt andere Dinge, ein kostbares Gemälde zum Beispiel. Es kann sich nicht jeder einen Tizian kaufen, selbst wenn er das Geld hätte, weil Tizian gar nicht so viele Bilder gemalt hat. Das kaufen ohnehin nur wenige. Das kann man dem einen ober dem anberen geben, ber kann es bezahlen, er gibt fein Gelb aus, unb es kommt auf biete Weise bas Gelb unter bie Leute. Aber, wenn es ums Essen geht, bann soll jeher basselbe haben. Aber in ben anderen Staaten hat man gewartet. Man fragte: „Soll Fleisch rationiert werben?" Das war ber erste Alarmschuß, d. h. also, wenn bu Kapital hast, becke bich ein, kaufe bir einen Eisschrank unb lege bir ein paar Speckseiten hinein. Oder: „Soll Kaffee rationiert werden?" Es bestehen hier zwei verschiedene Meinungen, ob er rationiert werden soll ober nicht. Es wäre nicht ausgeschlossen, baß die Meinung am Enbe siegt, bie glaubt, baß man auch ben Kaffee rationieren solle. Das wirb vier Wochen lang so geschrieben, unb jeher, ber etwas egoistische Grütze im Kopf hat — unb bei ben Demokratien ist bas schon ber Fall —, ber sagt sicher: „Aha, also ber KWffee wirb bemnächst rationiert, also Kaffee einkaufen!" Unb bann enblich rationiert man, b. h. wenn nichts mehr da i st. Das wollten wir vermeiden. Deshalb haben wir jetzt im Kriege diese Beschränkungen vornehmen müssen, von vornherein, für alle gleichmäßig. Unb wir verstehen wenig Spaß, wenn sich einer bagegen versünbigt. Das eine aber ist sicher, meine Volksgenossen: Denn wir alles zusammennehmen, dann haben wir heule einen Staat, der wirtschaftlich unb politisch anders orientiert ist, wie bie westlichen Demokratien. 3n diesem Staat bestimmt ohne Zweifel bas V o l k bas Dasein. Das Volk bestimmt in diesem Staat bie Richtlinien feiner Führung. Deutschland wird nicht zu Grunde gehen. d e r A r b e i t. Nur Arbeit schafft neue Arbeit, nicht Gold schafft Arbeit. Nur Arbeit schafft Werte, und mit ihnen werden die Menschen belohnt, bie selber wieder arbeiten wollen. Was der eine schafft, gibt dem anderen die Voraussetzung zu seinem Leben und damit zu seinem Schaffen. Und wenn wir bie Arbeitskraft unseres Volkes bis zum Höchsten mobilisieren, dann werden auf den einzelnen immer mehr Lebensgüter treffen. Die Tatsache ist, daß wir 7 Millionen Erwerbslose in den Wirtschaftsprozeß einglieberten, daß mir weitere sechs Millionen von Halb- zu Ganzarbeitern gemacht haben, baß mir sogar au Ueberftunben gekommen ftnb, und daß das alles bar bezahlt wird mit einer Reichsmark, die, solan-ge der Friede wahrte, ihren Wert behielt, und deren Kaufkraft mir erst jetzt im Kriege rationierten, nicht um die Mark zu entroer- ten, sondern weil mir letzt einen Teil unserer Industrien in den Dienst ber Krfegsprobuktwn stellen mußten, um damit ben Kampf um die deutsche Zukunft erfolgreich bestehen zu können. Es ist tatsächlich möglich geworden, in diesem Staat die breite Masse im weitesten Ausmaß zunächst in bie Partei einzubauen, in biefe Riesen« organisation, bie von unten beginnt und Millionen Menschen umfaßt, die Millionen von Funktionären hat, lauter Menschen aus dem Volk. Unb es baut sich nach oben auf. Es ist zum erstenmal ein Staat in unserer beutschen Geschichte, her grunbsätzlich alle gesell- schafllichen Vorurteile in ber Stellenbesetzung beseitigt hat, nicht etwa nur im zivilen Leben — ich bin selber das beste Dokument dessen, ich bin nicht einmal Jurist, bedenken Sie, was das heißt! (Brau- sende Heiterkeit.) Unb ich bin trotzdem Lchr Führer, (lofenber Beifall.) Nicht nur im allgemeinen Leben haben wir es fertiggebracht, daß in allen Stellen hinauf jetzt Menschen kommen, d'ie aus dem Volke sind — Reichsstatthaller, die früher Landarbeiter gewesen sind ober Schlosser waren. Nein, mir haben sogar im Staat dort diesen Durchbruch vollzogen, wo er am schwersten fiel, in ber Wehrmacht. Tausende von Offizieren werden befördert, die aus dem Mannschastsstanb hervorgegangen sind. Wir haben auch hier alle Hemmungen beseitigt. (Tosender Beifall.) Wir haben heute Generale, die noch vor 22, 23 Jahren gewöhnliche Soldaten, Unteroffiziere gewesen sind. Wir haben hier alle Hindernisse gesellschaftlicher Art überwunden. Wir bauen dabei vor allem das Leben für die Zukunft auf. Denn Sie wissen: Wir haben unzählige Schulen, nationalpolitische Erziehungsanstalten unb Adolf-Hitl^r-Schulen usw. In diese Schulen holen wir die talentierten Kinder herein, die Kinder unserer breiten Masse, Arbeitersöhne, Bauernsöhne, deren Eltern es niemals zahlen könnten, daß ihre Kinder ein höheres Studium mitmacken. Die kommen hier allmählich herein unb werden hier weiter gebildet, und sie werben später einmal in den Staat hineingeführt, kommen in bie Ordensburgen und in die Partei. Sie werden einmal die höchsten Stellen einnehmen. Dir haben hier große Möglichkeiten geschaffen, diesen Staat so ganz oon unten her aufzubauen. Das ist unser Ziel, und das ist auch — das kann ich Ihnen sagen, meine Volksgenossen — unsere ganze Lebensfreude. Ls ist etwas herrliches, für ein solches Ideal kämpfen zu können. Ls ist so wunderbar, daß wir uns sagen dürfen: Wir haben ein fast phantastisch anmutenhes Ziel. Uns schwebt ein Staat vor, bei dem in Zukunft jede Stelle vom fähigsten Sohn unseres Volkes beseht sein soll, ganz gleichgültig, wo er herkommt, ein Staat, in dem die Geburt gar nichts ist und Leistung und können alles! (Ungeheurer Beifall) Das ist unser Ideal, für das wir nun arbeiten und für das wir uns mit unserem ganzen Fanatismus einsehen. Ls ist für uns, ich darf sagen, dies die schönste Glückseligkeil Das ist die größte Freude auf dieser Welt, die uns gegeben werden könnte. mich interessieren gar nicht die Divideicken. Wir haben hier Grenzen gezogen. Man jagt sofort: „Na, sehen Sie, bas ist es ja eben. Sie terrorisieren bie Freiheit." Jawohl, wir terrorisieren bie Freiheit, auf Kosten her Gemeinschaft zu profitieren, unb wenn es notwendig ist, beseitigen wir sie sogar. (Minutenlanger Beifall.) Diese englischen Kapitalisten haben bie Möglichkeit, um nur ein Beispiel zu nennen, aus ihrer Rüstungsindustrie 70, 80, 95, 140, 160 Prozent Di- vibenbe einzustreichen. Ja natürlich, sie sagen: „Wenn diese beutschen Methoden um sich greifen unb gar siegen, hört bas auf." Da haben sie vollkommen rechl Das mürbe ich nicht bulben. Ich glaube, baß 6 Prozent genügend sind. Aber von biefen 6 Prozent nehmen wir auch wieder bie Hälfte weg unb von dem Rest müssen wir den Nachweis erhalten, bah er wieder im Interesse ber Volksgemeinschaft angelegt wirb. Das heißt also, ber Einzelne hat nicht bas Recht, vollkommen frei über das zu verfügen, was im Interesse ber Volksgemeinschaft angelegt werben muß. Wenn er persönlich vernünftig darüber verfügt, ist es gut, wenn er nicht vernünftig verfügt, bann greift ber nationalsozialistische Staat ein. Ober ein anderes Beispiel: Außer diesen Diviben- ben gibt es bann bie sogenannten Aufsichtsratsgebühren. Sie wissen vielleicht noch gar nicht, wie furchtbar bie Tätigkeit eines Aufsichtsrats ist. (Stürmische Heiterkeit.) Man muß also da im Jahre eine Reise tun, muß zur Bahn gehen, sich dann in die 1. Klasse hineinsetzen unb irgendwo hinfahren, muß sich in ein Lokal hineinbegeben, um 10 ober 11 Uhr, je nachbem, unb bann wirb dort ein Bericht verlesen, unb da muß man bann zuhören. Unb wenn ber Bericht verlesen ist, muß man zuhören, daß ein paar etwas bazu sagen. Es kann natürlich auch 1 ober 2 Uhr werden. Nach 2 Uhr muß man wieder aufstehen unb muß wieder feine Reise zurückmachen. Wieder zurückfahren muß man! —1. Klasse wieder zurückfahren! Unb es hat nun wohl jeder bas Recht, baß er bann 60, 80 ober 100 000 Mark — das war früher übrigens auch bei uns so — als Entschädigung erhält; denn er versäumt dadurch sehr viel, und bie Anstrengung muß sich auch sonst bezahlt machen! (Brausenbe Heiterkeit.) Diesen Unfug haben mir allerbings bei uns beseitigt, benn es war nur eine Verschleierung von Gewinnen, weiter gar nichts, unb vor allem eine Bestechung; benn bie Herren Abgeorbneten vor allem finb die Aufsichtsräte — das waren sie bei uns auch früher —. Wir haben bas beseitigt. Kein Abgeorbneter barf Aufsichtsrat fein, es fei denn unbezahlt. Irgendeine Bezahlung ist ausgeschlossen, unb zwar in jeglicher Form ausgeschlossen. In diesen anderen Ländern ist bas eben nicht so. Sie sagen nun: „Das sind für uns auch deshalb heilige Staaten." Ja, bas gebe ich zu, die machen sich auch bezahll! Aber, ob diese Staaten auch für bie Völker heilig finb, das ist etwas anderes. (Stürmisches Gelächter.) Für die Völker sind sie schädlich. Ich glaube, man kann es nicht aujrechterhalten, baß ein Mensch ein ganzes Jahr schuftet unb arbeitet unb einen gerabezu lächerlichen Lohn bekommt unb ein artberer setzt sich einmal in einen Blitzzug unb streicht dafür nun ungeheure Gelber ein. Das sind unwürdige Zustände. Wir Nationalsozialisten treten auf ber anberen Seite auch jeher Gleichmacherei entgegen. Wenn heute einer burch seine Genialität etwas Gewaltiges erfinbet, burch feine geistige Arbeit uns einen ungeheuren Nutzen bringt, bann sind wir großzügig, bas ist bann Arbeit! Der Mann nützt bann unserer Volksgemeinschaft. Aber als Drohne in unserer Volksgemeinschaft zu leben, bas möchten mir allmählich unmöglich machen. Unb, sehen Sie, biefe Beispiele könnte ich ins Enblose erweitern. Es finb nun einmal zwei Welten, bie gegeneinanber stehen, unb sie haben recht, wenn sie sagen: „Mit ber national- sozialistischen Welt können wir uns nie versöhnen." Wie kann auch ein bornierter Kapitalist sich mit meinen Grundsätzen einverstanden erklären. Eher kann ber Teufel in bie Kirche gehen und Weihwasser nehmen, ehe sich dieser mit ben Gedanken auseinandersetzen kann, die heute für uns selbstverständlich find! Wir haben aber dafür auch unsere Probleme gelöst, meine Volksgenossen! Es wird uns beispielsweise aber auch etwas anderes vorgeworfen. Man sagt: „Wir kämpfen für bie Aufrechterhaltung bes (Solhftanbarbs ber Währung." Das verstehe ich. Denn sie haben ja das Gold. Wir haben auch einmal Gold besessen, bas bat man uns bann aber geplünbert unb ausgepreßt. Als ich zur Macht kam, ba war es bei mir keine Bosheit, baß ich mich vom Golbstanbarb entfernte. Es war nämlich ohnehin kein Golb mehr ba. Es war für mich also auch gar nicht schwierig, diese Entfernung burchzuführen. Wenn einer nichts hat, kann er sich leicht bavon trennen. Wir haben fein Gold gehabt, wir hatten keine Devisen, bas hatte man uns geflaut, hatte man uns 15 Jahre lang ausgepreßt. Aber, meine Volksgenossen, ich war auch nicht unalücklich herüber, wir haben einen ganz anberen Wirtschaftsaufbau. 3n unseren Augen ist das Gold überhaupt kein Wertsakkor. sonbern ein Faktor zur Unterdrückung und Beherrschung der Völker. 3ch habe, als ich zur Wacht kam, nur eine einzige Hoffnung besessen, auf die ich baute: das war die Tüchtigkeit, die Fäbiakeit des deutschen Volkes und des deutschen Arbeiters, die 3ntelligevz unserer Erfinder, unserer 3ngenieure, unserer Techniker und Chemiker usw. Auf die Kraft, die in unserer Wirtschaft lebt, habe ich gebaut Ich stand vor der einfachen Frage, sollen wir denn zugrunde gegen, weil wir kein Gold haben, soll ich mich an einen Dahn hängen, ber uns vernichtet? Ich habe die andere Auffaffuug vertreten. Denn wir schon kein Gold haben, daun haben wir die Arbeitskraft. Und die deutsche Arbeitskraft, das ist unser Gold und das ist unser Kapital, und mit diesem Golde schlage ich jede andere Wacht der Welt! iUngehenrer Beifallssturm.) Sie sollen in Wohnungen leben, bie gebaut werden müssen, also ber Arbeiter muß sie bauen. Unb das Material dazu, bie Rohstoffe, müssen durch Ar- bett gefchafft werben. Ich habe meine ganze Wirtschaft aufgebaut auf ben Begriff Arbeit! Wir haben unsere Probleme gelöst, unb bas Wunderbare ist, meine Volksgenossen, bie Kapitalländer sind mit ihren Währungen kaputt gegangen. Das Psurrb kann man heute in der Welt nicht verkaufen. Wenn man es einem nachwirft, weicht er aus, damit er nicht davon getroffen wirb. Aber unsere Mark, hinter her gar kein Golb steht, ist stabil geblieben. Warum? Ja, meine Volksgenosien, Golddeckung hat sie nicht, aber Ihr, Eure Arbeit steht dahinter. (Wieder stürmischer Beifall.) Ihr habt mir geholfen, daß die Mark Ifabrl geblieben ist. Die deutsche Wahrung ohne Dem steht nun ein anderes Gebilde gegenüber, eine andere Welt. Dort ist bas letzte Ideal immer wieder doch ber Kampf um bas Vermögen, um bas Kapital, der Kampf für ben Familienbesitz, ber Kamps für den Egoismus des einzelnen, alles andere bleibt dabei nur ein Mittel zum Zweck. Das find bie beiden Welten, die sich heute gegenüberstehen!! Wir wissen ganz genau, wenn wir in diesem Kampf unterliegen, dann wäre dies bas Ende nicht nur unserer sozialistischen Aufbauarbeit, sondern das Ende des deutschen Volkes überhaupt. Denn ohne diese Zusammenfassung unserer Kraft können eben diese Menschen gar nicht ernährt werben. Das ist heute eine Masse von über 120, 130 Millionen, bie bavon abhängig ist, barunter allein 85 Millionen unseres eigenen Volkes. Das wissen wir. Die a n b e r e Well bagegen sagt: „Wenn wir verlieren, bann bricht unser wellkapitalistisches Ge- bäube zusammen. Denn wir haben bas Golb ge- hortet, unb bas hat bann keinen Wert mehr. Denn wenn biefe Jbee unter bie Völker kommt, daß bie Arbeit bas Entscheibenbe ist, was bann? Dann haben wir unser Golb umsonst getauft Unser gan- Zer Weltherrschaftsanspruch kann nicht mehr aufrecht erhalten werben. Die Völker werben bie Fi. nanz-Dynastien beseitigen. Sie werben dann mit sozialen Forderungen kommen. Es wirb ein Welleinsturz erfolgen." Ich verstehe baher auch, wenn sie erklären: „Das wollen wir unter allen Umständen verhindern, bas wollen wir vermeiden." Sie sehen ganz genau, wie ber Aufbau unseres. Volkes stattfindet Es ist ihnen ganz klar, nur ein Beispiel: Dort ein Staat, ber regiert wirb von einer ganz bünnen Oberschicht Diese schickt ihre Söhne von vornherein in eigene Er- ziehungsanstatten, bas Eton-College. Aus unserer Seite sind die Adolf-Hitler-Schulen ober bie ncttio. nalpolittschen Erziehungsanstalten. Zwei Wei. ten. In einem Falle die Kinder bes Volkes, im anberen Fall nur hie Sohne biefer Gelbaristokratie, dieser Finanzmagnaten. Dort nur Leute aus dieser Schule, unb hier Männer aus hem Volke, bie im Staat eine Rolle spielen. Das sind zwei Welten. Ich gebe zu, eine ber beiden Welten muß zerbrechen. Entwe- der die eine ober bie andere. Aber, wenn wir zer- brechen müßten, mürbe mit uns das deutsche Volk zerbrechen. Wenn bie anbere Well zerbricht, bin ich ber Uebergeugung, würden bie Völker überhaupt erst frei werben. Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen ben einzelnen Engländer ober Franzosen. Wir haben gegen sie nichts. Jahre- lang habe ich bies als meine außenpolitische Zielsetzung verkündet Wir haben von timen nichts verlangt Gar nichts. Ms sie in ben Krieg eintraten, konnten sie nicht sagen: Wik treten ein, weil bie Deutschen bas ober jenes von uns verlangt haben, sondern im Gegenteil, sie haben gesagt: „Wer tre- ten ein, weil uns bas beuffche System nicht paßt!", weil wir fürchten, baß dieses System auch unser Volk ergreift Deswegen führen sie diesen Krieg. Sie wollten unser Volk damit zurückschmettern in die Zeit von Versailles unb in bas bama- lige namenlose Unglück. Ader sie täuschen sich dabei! (Tosender Beifall.) Wenn schon in diesem Krieg die Signale so gestellt sind, daß hier Gold gegen Arbeit, Kapital gegen Völker unb Reaktion gegen den Fortschritt der Menschheit kämpfen, dann werden bie Arbeit, bie Völker unb bann wirb der Fortschritt siegen. (Mit einem Orkan von Beifall antworten die Arbeiter bem Führer.) Auch bie ganze jüdische Unterstützung wird timen dabei nichts Helsen. Ich habe nun das vorausgesehen, seit Jahren. Denn was habe ich von der anderen Wett verlangt? Gar nichts, als nur bas Recht, daß sich die Deutschen zusarnmenschlietzen, unb zweitens, baß man ihnen bas zurückgibt, was man ihnen genommen hat. Also nichts, was für bie anberen Völker einen Verlust bebe Uten könnte. Wie oft habe ich ihnen bie Hand hingestreckt! Gleich nach ber Machtübernahme. Ich hatte gar keine Lust, aufzurüsten. Denn was heißt rüsten? Das verschlingt so viel Arbeitskraft. Gerade ich, ber ich die Arbeit als das Entscheidenste ansehe, wollte die deutsche Arbeitskraft für anbere Pläne einsetzen, und bas, meine Volksgenossen, glaube ich, wirb sich schon herumgesprochen haben, baß ich immerhin ziemlich bedeutende Pläne besitze, schöne unb große Pläne für mein Volk. Ich habe den Ehrgeiz, bas deutsche Volk reich, bas beutsche Lanb schön zu machen. Ich möchte, baß ber Lebensstandard des einzelnen gehoben wirb. Ick möchte, baß mir bie schönste und beste Kultur bekommen. Ich möchte, baß bas Thea- ter für bas aanze Volk unb nicht nur für bie oberen Zehntausend, rote in England, ba ist unb überhaupt die ganze deutsche Kullur bem Volke zugute kommt. Das find ungeheure Pläne, die wir besaßen unb dazu brauchte ich bie Arbeitskraft. Die Rüstung nimmt mir bie Arbeiter nur weg. Ich habe Vorschläge gemacht, bie Rüstung zu begrenzen, man hat mich ausgelacht. Ich hörte nur eit Nein. Ich habe vorgeschlagen, einzelne Rüstungrr zu begrenzen. Man lehnte bas ab. Ich habe vor geschlagen, die Luftwaffe überhaupt aus dem Kriec herauszunehmen. Man lehnte das auch ab. schlug vor, bie Bomberwaffe zu begrenzen. Mer hat bas alles abgelehnt. Man sagte: Die ist es je gerade, mit ber wir euch unser Regime aufzwingen wollen." .((Erneuter brausender Beifall.) Nun bin ich ber Mann, ber keine Dinge Hali macht. Wenn es schon einmal notwendig ist, fii zu wehren, bann wehre ich mich mit einem unbän oigen Fanatismus. Als ich sah, baß ber' groß« beutsche Wieberaufftieg die gleichen Leute in Eng lanb sofort roieber mobilisierte, bie schon vor den Weltkriege zum Krieae hetzten, ba war ich mir bewußt, baß eben biefer Kampf noch einmal wird ausgetragen werben müssen, baß bie anderen bei Frieben nicht wollen. Denn es war ja ganz Har: Was bin ich vor bem Weltkrieg gewesen? Ein unbekannter, namenloser Mensch. Was war ich in- Kriege? Ein ganz kleiner, gewöhnlicher Solbat. Ich habe keine Verantwortung am Weltkrieg gehabt. Wer sind aber bie Leute, bie heute in England führen? Das finb bie gleichen Leute, bie bereits vor bem Wellkriege bie Hetze betrieben hattet ber gleiche Churchill, ber im Weltkrieg schon bei gemeinste Kriegshetzer war, ber eben verstorben« Chamberlain, ber bamals genau so hetzte, unb bi« ganze Korona, die dazu gehört, unb natürlich jenes Volk, bas immer mit ben Trompeten von Jerichi glaubt, bie Völker vernichten zu können: Es sink bie alten Geister, bie ba roieber lebendig ge morden finb! Unb bagegen habe ich nun das deutsche Volk gerüstet. Auch aus einer Ueberjeugung: Ich hab« selber als Solbat den Weltkrieg mitgemacht uni habe es fg oft erlebt, was es heißt, vom anderen beschossen zu werden, ohne selbst zurückschießen zu können, was es heißt, keine Munition zu besitzen ober zu wenig, immer nur von anderen geschlagen zu fein. Ich habe damals meinen ganzen Glauben an das deutsche Volk und feine Zukunft aus meiner Kenntnis des deutschen Soldaten, des kleinen Musketiers gewonnen. Er ist in meinen Augen der große Held gewesen. Natürlich haben auch bie anderen Volksschichten alles getan, sicherlich. Aber es ist doch ein Unterschieb gewesen. Der eine, ber zu Hause an sich im Vermögen lebte unb im Reichtum existierte, für ben hat ja Deutschland damals ganz schön ausgesehen. Er konnte an allem teilhaben, an ber Kultur, am schonen Leben usw., konnte bie beutsche Kunst unb vieles anbere genießen, er konnte burch bie beutschen Lande fahren, er konnte deutsche Städte besichtigen usw. Alles war für ihn schon. Daß er bann bafür auch eintrat, war verständlich. Aber auf ber anberen Seite, ba war her ganz kleine Musketier. Dieser kleine Prolet, der früher kaum genug zum Essen hatte, sich immer um sein Dasein abrackern muhte, und ber trotzdem vier Iahre lang wie ein Held da drauhen gekämpft hat, auf den habe ich mein Vertrauen gesetzt, unb an dem habe ich mich wieder aufgerichte^ Als die anderen daher an Deutschland verzweifelten, da habe ich im Blick auf diesen kleinen Alaun wieder meinen Glauben an Deutschland gewonnen. Ich muhte: Deutschland geht nicht zugrunde! (Wieder orkanartiger Beifall.) Deutschland geht nicht zugrunde, solange es solche Alenfchen hat. Aber ich habe auch erlebt, wie diese Kämpfer» diese Soldaten immer roieber im Nachteil waren« weil ber anbere sie einfach materialmäßig erlebigem konnte. Ich war bamals nicht ber Ueberzeugun^ baß uns ber Engländer auch nur einmal persönlich überlegen war. Nur ein Wahnsinniger kann sagen,, ich hätte ein Minderwertigkeitsgefühl dem Engländer gegenüber. Die finb wohl verrückt! Ich habe niemals ein Minderwertigkeitsgefühl gehabt! (Rasender Beifall.) Das Problem, ein Deutscher gegem Engländer war ja damals überhaupt nicht zur Diskussion gestellt. Sie haben schon damals in des ganzen Welt herumgewinselt, bis sie Unterstützung bekamen. Und ich war diesmal entschlossen, in betr Well nun vorzubauen, und unsere Pofitioin zu erweitern unb zweitens im Innern uns so 31c rüsten, bah ber beutsche Solbat nicht mehr verlassen unb einer Uebermacht preisgegebem allein an ber Front stehen muß. (Sturm betr Begeisterung.) Und nun ist der Kampf gekommen. Ich habe auch hier alles getan, was ein Mensch überhaupt tum konnte, fast bis zur (Selb ftentroürbigung, um ihm zu vermeiden. Ich habe ben Engländern Angebot um Angebot gemacht. Ich habe mich mit ihrem Diplomaten hier besprochen und sie beschworen, si» möchten doch Vernunft annehmen. Aber es waa nichts zu wollen. Sie wollten den Krieg,, unb sie haben auch gar kein Hehl daraus gemacht. Seit sieben Jahren erklärte Churchill: ,Atz will den Krieg!" Er hat ihn jetzt! (Begeisterter Bei« fall.) Ich habe bas bedauert, daß Völker gegeneinander kämpfen müssen, die ich gern zusammenführen wollte, die in meins» Augen miteinander nur Gutes hätten stiften können. Aber wenn diese Herren das Ziel haben, den nationalsozialistischen Staat zu beseitigen, das deutsche Volk aufzulöfen und wieder in feine Beftanb- leile zu zerlegen usw., wie ihre Kriegsziele ja lauteten und es itp Innern auch sind, dann werden sie diesmal eine Aeberraschung erleben, und ich glaube, diese Aeberraschung hat bereits begonnen! Es sind unter Ihnen, meine Volksgenossen, viel» alte Wettkriegssoldaten, bie wissen ganz genau was Raum und was Zeit heißt. Viele vor ihnen find damals auch im Osten gewesen, unö all bie Namen, die sie im Jahre 1939 fefen formten: finb ihnen noch ganz geläufig. Vielleicht finb viele von Ihnen damals bei schlechtem Wetter ober in ben brennenden Sonne auch marschiert. Es waren eni lose Wege. Und wie schwer ist bas damals erkämpft morden. Was hat bas bamals für Blut gekostet, Ufa nur Kilometer um Kilometer vorwärtszukommen Und, meine Volksgenossen, in welchem Sturm > schritt haben wir diesmal diese Entfernungen zu1 rückgelegt! Achtzehn Tage, unb ber Staat, ber uns vor Berlin zerhacken wollte, war beseitigt! Und bann kam ber britische Ueberfall auf N 0 r- wegen. Ich habe allerdings von jenen EngläN' dem, bie alles wissen, hören müssen, baß wir beir Winter über geschlafen hätten, und ein großen Staatsmann versicherte mir sogar, daß ich ben Autobus versäumt hätte. Aber wir finb doch gerade noch zurecht < gekommen, um vor ben (Englänbertr einzusteigen. (Brausender Beifall.) Ueberhaupl waren wir plötzlich wieder wach geworben. UnS wir haben bann in wenigen Tagen diese norm* die Engländer nichts vergessen. (Tosender Beifall.) Der deutsche Sozialstaat So haben wir schon im Polenfeldzug Verzicht fern Geist heute hinter mir steht vor allem die leistet auf manche Angriffe, auf ein forsches Vor. deutsche Wehrmacht, Mann für Mann, Osch eintrat,M Seite, bcmr | 8er Wchtlmg auf Korsika Nomon von kselnz Lorenz-Lambrecht !' Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Gebiet waren unsere Waffen bessert (Stürmischer Beifall.) Das ist Euer 7$ er bi en ff! Das Ergebnis Eurer Werkmannsarbeit. Eures 'Fleißes und Könnens und Eurer Hingabe! And wenn heute Millionen deutscher Familien faum genug fein Dafein i vier Znhn lefämpff ty, i gesetzt. ucb gnlchlel. tllr serzweisellcu, leinen Utao nlschlood gt- fehl nicht;v- all.) Dentis ze es svch etwa mit dem Gefühl der geringeren Zahl oder der Unterlegenheit der Waffe. Auf jedem geleistet auf manche Angriffe, auf ein , , , gehen, well wir der Ueberzeugung waren, daß acht oder vierzehn Tage später das Problem von selber reif werden würde. Wir haben oft große Erfolge ifad) das war! Im Kasino gehen wollen sogar bis nach der Zehnuhrrevision warten, sie aleick nach der Tür in der Ecke, die zur Latrine Diese Revision stellt einen neuen Gefahrpunkt dar. übrt Sie treten batjmter, lassen sie zu einem klei- Werben di- beiden Seraeanten ihre Auaen heute nen Spalt assen und lauschen. . nicht zu genauerem Hinsehen gebrauchen? Werden " .r , „ ii . . _ -Li______ er,««?«« Xav- r;o anthetfon hn6 hna mn 170/71 im Kampf gegen Frankreich.hatte. Durch Dom onh i-ie Opfer haben wir den Ring um Deutsch- ! |; nb gesprengt, und die Zahl ber Derwun« on b t en ist ebenfalls eine ungeheuer mäßige, nur ein sren »-uchteil besten, was zu erwarten war. injen Unb nun, meine deutschen Rüstungsarbeiler, . das verdanken wir natürlich unserer herr- uAier!" ^Leutnant Äienant!" : „Hier!" • Name auf Name. Die linke Flügelgruppe. Der l'Zte Name. Nock einmal die Zeremonie des (Stufens, dem das Weggetreten folgt. nächsten Augenblick ist die Unruhe von zwei- h-ndert Paar scharrender Füße auf bem Hof, Die M gleichmäßig nach ber Tür zustreben, hinter we - dsr ber steile Treppenaufgang m bte Kasernen- füben beginnt. , . u „ 'Viktor unb Solterbeck, dicht nebeneinander, stecke Hätten im Pulk, bränqen unvermerkt einige tocpnrte N'.tch links. Ihre achtzehn ©tubentameraben decken si als lebendige Mauer gegen bte Franzosen, o gllangweitt beisammenstehen unb warten, bis o Gefangenen den Hof verlassen haben. Der Kapitan U-Jb ber Dolmetscher sind schon verschwunden , Die Safinotür, ein Dutzend Schritte neben der de- ^eppenaufganges! Solterbeck hat sie unintttelb pr dem Appell zur Hälfte geöfmet, fo daß sie hm i ^schlüpfen können, ohne die Tur bewegen z s Ihn. Solterbeck ist die Ruhe selbst. Er sagt muh .............. _ . „ „ . h. Peddinghusen, ber vor ihm überraqt aufgeführt ist. Die schwarzen langen Hosen haben - x. können — benn der lange Loburger ^erreg 19 i Beim Appell fielen bte schwarz ge» fint um einen Kopf: „Auf Wtederlehen also m te D ret fll£ ; Kutschland. Wir machen bort Quartier für euch, larvien m ache Position uns gesichert hinaus bis Kirkenes,srüstet für jeden Fall, England mag tun, ich brauche p^nen nicht zu erklären: Wo ber' was es mitt. Es wird mit jeder Woche größere 1 husche Soldat steht, kommt kein anderer hin!" , Schläge bekommen, und wenn es irgendwo auf fofertber Beifall.) bem Kontinent Fuß fassen will, bann werden wir 2ni> dann wollten fte es noch schlauer unb noch uns wieber vorstellen! (Ungeheurer Jubel.) Und ich ! Mutter machen im xßeften, in Holland und weiß: Wir haben nichts verlernt! Hoffentlich haben i kigien, unb bas führte zur Auslosung jener Offen- ~ ‘ ' - — ' ~ «j8 ber wieder viele, gerade unserer ältesten Män- V mtt banger Sorge entgegensahen. Ich weiß genau, was viele damals dachten. Sie haben Weltkrieg im Westen erlebt, alle die Kämpfe fr Flandern, im Artois unb um. Verbun, unb sie l^en alle in der Vorstellung: Heute ist hier eine igaginotlinie. Wie soll bas bezwungen werden? !^s wird das vor allem für Blut kosten, was das für Ovfer kosten, und wie langsam geht hA vielleicht? Und in sechs Wochen war dieser Mzug ebenfalls beendet. Belgien, Holland und fentreid) wurden nieberaeroorfen, die Kanalküste !Q gw h, hi.etzt und dort nun unsere Batterien aufgebaut W. unsere Stützpunkte eingerichtet. Und auch hier 1 N j*" fcin ich sagen: Keine Macht ber Welt wird ■t SoqJ J 22 gegen unseren Willen aus diesem Gebiet ent- tltie« imen können! i in ßr; Llnb nun meine Volksgenosten: die Opfer, 'ute ® & sind für den einzelnen sehr schwer, die Frau, trieben hon? J ihren Mann verloren hat, sie hat bas höchste •ieg sjfr.fr p-foren, was sie besitzt und beim Kind, das den 'n verfoZ J: ter verlor, ist es das gleiche. Die Mutter, die letzte L, j; Kind opferte ober auch bie Braut ober bie Ge» Wirtin. Ii'-' . t k™ •“ ““ -1- " * »r mehr zu inen: Ä TOent T K-1' r Don 12 auf 20 Millionen M. Reichssteuern im Vezirk Gießen. pünktliche Steuerzahlung ist die beste Kriegsfinanzierung. Wir haben uns mit dem Leiter des Finanzamts Gießen, Oberreaierungsrat Schmidt, über die Entwicklung der Reichssteuererträge im Verlaufe der Jahre 1938 und 1939 und über die voraussichtliche Gestaltung im laufenden Steuerjahr 1940 unterhalten. Dabei wurde auch der weitreichende Aufgabenkreis der Finanzamtsarbeit im Kriege in die Betrachtungen mit einbezogen. Gegenüber den normalen Zeiten sind die Aufgaben der Finanzämter im Kriege natürlich gewaltig gewachsen. Ihre stärkste Verpflichtung besteht darin, alle der Kriegsfinanzierung dienenden Gesetze und Anordnungen so umfassend durchzuführen, daß der erstrebte Zweck in vollem Ausmaß erreicht loird. Das Ziel besteht darin, im Gegensatz zu den Westkriegs- jahren 1914/18, wo die Kriegsfinanzierung auf dem Anleihewege erfolgte, in diesem Kriege die Deckung der Reichsausgaben in erster Linie durch Steuern sicherzustellen, da hierdurch neue Schuldverpflichtungen des Reiches von vornherein vermieden werden. Die Mehrarbeit durch die neuen Aufgaben der Kriegssteuern wird noch erweitert dadurch, daß es heute mehr denn je notwendig ist, die Veranlagung mit aller Intensität und weitreichenden Sorgfalt durchzuführen, da das Reich es sich nicht leisten kann, wie vor dem Kriege, in gewissem Maße in allzu großzügiger Weise auf Steuerfälligkeiten Verzicht zu leisten, oder "Befreiungs- Vergünstigungen bestehen zu lassen — z. B. bei der Beschäftigung von Hausgehilfinnen —, die früher gewährt werden konnten. Bei der Entwicklung des Steueraufkommens ist nicht zu übersehen, daß durch Einberufungen zum Wehrmachtsdienst und andere Auswirkungen des Krieges der Kreis der Steuerzahler gegenüber der Vorkriegszeit kleiner geworden ist. Wenn trotz dieser Ausfälle das Aufkommen an Reichssteuern gegenüber der Vorkriegszeit nicht nur gehalten werden konnte, sondern sogar noch eine erhebliche Steigerung erfuhr, so darf man auch hierin eine starke Bekundung der deutschen Wirtschaftskraft erblicken. Gewiß spielen dabei die Kriegszuschläge zur Einkommensteuer und zu verschiedenen anderen Steuern eine nicht unbe- trächtlichc Rolle. Daneben hat sich aber auch die Wirtschafts- und Steuerkraft an sich trotz des Krieges in hervorragender Weise entwickelt. Dieser Sachlage im Reich entspricht auch die Gestaltung des Reichs- steuerawfkommens im Bezirk des Finanzamts Gießen, das hier eipe erhebliche Steigerung erfahren hat. Ergaben sich beim Abschluß des Steuerjahres 1938/39 — jedes Steuerjahr läuft vom 1.April bis zum . 31. März des folgenden Jahres — als Ertrag an Reichssteuern im Finanzamtsbezirk Gießen rund 12 Millionen RM., so ist dieses Ergebnis für das Steuerjahr 1939/40 auf 20 Millionen RM. angewachsen, und für das Steuerjahr 1940/41 wird hier ein Reichssteuern-Ertrag von rund 28 Millionen RM. geschätzt. Erfreulich ist neben dieser Entwicklung auch die Tatsache, daß die Zahlungspünktlichkeit eine weitere Besserung erfahren hat. Wenn es auch immer noch einige Leute gibt, die der Meinung sind, das Steuerzahlen komme sogar in Kriegszeiten erst an letzter Stelle und das Finanzamt müsse gegenüber anderen Zahlungsempfängern schon von selbst an die letzte Stelle treten, so darf aber doch festgestellt werden, daß die Zahl dieser merkwürdigen Zeitgenossen immer geringer geworden ist. Es kann ja auch keinem Zweifel unterliegen, daß besonders im Kriege die Steuern nicht rfur gezahlt, sondern auch pünktlich abgeführt werden müssen. Das mag manchem Zahlungspflichtigen nicht immer leicht fallen, aber diese. Unbequemlichkeit muß von jedem ertragen werden, da jetzt eben alles darauf ankommt, das Reich durch pünktliche Steuerzahlung auch auf dem Gebiete der Kriegsfinanzicrung jederzeit schlagkräftig zu erhalten. Daß auch die Steuerehrlichkeit immer weitere Fortschritte gemacht hat, ist nicht minder erfreulich, aber schließlich für jeden pflichtbewußten Volksgenossen auch nur ein selbstverständliches Gebot des anständigen Handelns gegenüber der Volksgemeinschaft. B. Aus der Stadt Gießen. Zn der verdunkelten Straße. 23on M. A v. Lütgendorff. Ist tue Nacht wirklich so rabenschwarz dunkel? Wenn man aus der Haustür auf die verdunkelte Straße tritt, kann es freilich vorkommen, daß man die Hand nicht vor den Augen sieht. Aber eine Viertelstunde später zeigt die Nacht schon ein anderes Gesicht, denn nun hebt sich der Himmel deutlich von den Hausdächern ab und ist auf einmal gar nicht mehr so drohend schwarz. Genau genommen ist der klare Nachthimmel auch durchaus nicht völlig lichtlos, wenn dies Dunkel zuerst auch noch so undurchdringlich scheint. Man hat vielmehr festgestellt, daß auch in der nächtlichen Dunkelheit farbige Strahlen enthalten sind. Sie entstehen innerhalb der Erdatmosphäre und hängen in ihrem Ursprung vermutlich mit der Sonnenbestrahlung zusammen, weil sie die ganze Farben- skäla des Sonnenspektrums vom Ultraviolett bis zum Infrarot umfassen. Außer diesen Strahlen scheint in der höchsten Erdatmosphäre auch während der Dunkelheit noch ein schwaches, von der Sonnenenergie hervorgerufenes Licht vorhanden zu sein, das den Himmel leicht erhellt. Klare Nächte sind zugleich auch sternenhelle Nächte, allein das Licht, das uns die Sterne spenden, auch dann, wenn das yutsichtige Auge seine 2000 bis 2500 Sterne am Himmel leuchten sieht, besitzt nur einen verhältnismäßig geringen Helligkeitswert. Doch auf das Sternenleuchten kommt es auch nicht an. Das Auge paßt sich auch der schwachen Nachthelligkeit an, und wenn es normal funktioniert, kann sich jeder getrost auf sein „Nachtauge" verlassen. „Bei Nacht zieh' kein weißes Kleid an. Es verrät dich!" sagt ein arabisches Sprichwort, und ein anderes lautet: „Wenn du in der Nacht reitest, so nimm einen Schimmel, damit du eine Laterne hast!" Nun, das stimmt wirklich. Wo ein weißer Anstrich auf der Straße etwa einen Mauervorsprung oder sonst einen „Stein des Anstoßes" kennzeichnet, sieht man den hellen Fleck auch in der Dunkelheit ganz deutlich. Blitzt einem aber dann plötzlich ein Auto-Scheinwerfer entgegen, so hebt die jähe Blendung das gute Nachtsehen auf einmal störend auf; doch gleich darauf hat sich das Auge schon wieder auf das Sehen im Dunkeln eingestellt. Das scheint zwar ziemlich einfach, ist es aber in Wirklichkeit durchaus nicht. Der Vorgang, der sich dabei im Auge abspielt, ist nämlich ziemlich verwickelt. Auf der Netzhaut des Auges befinden sich die „Stäbchen", die allein das Sehen in der Dämmerung und im Dunkeln ermöglichen, und in diesen Stäbchen ist der sogenannte „Sehpurpur" enthalten. Treffen diesen Sehpurpur — man nennt ihn auch „Sehrot" — während sich das Auge dem Dunkelsehen angepaßt hat, Lichtstrahlen, so reagiert er darauf, indem er zunächst von Rot nach Gelb und dann nach Weiß hinüberwechselt. Und das ist der unangenehme Moment, wenn man sekundenlang gqnz geblendet dasteht. Dauert die Belichtung nur kurz, ist der Uebergang allerdings bald überstanden, weil in diesem Fall der weiß verfärbte, d. h. zerfallene Sehpurpur schnell wieder seine rote Farbe annimmt und damit das Sehen im Dunklen von neuem einsetzt. Das auf das Dunkel eingestellte Auge wird aber mitunter auch länger belichtet. Sobald es dann wieder finster ist, wiederholt sich der gleiche Vorgang, nur kommt es jetzt dazu, daß sich, wenn der Sehpurpur zum Weiß verbleicht ist, in dem „Sehweiß" Vitamin A bildet, und bis die Rückentwicklung oder Neubildung des Gelb bis zum Rot des Sehpurpurs erfolgt, dauert es eben länger. Darin liegt die Erklärung, warum wir abends, aus einem erhellten Haus- inneren ins Dunkle tretend, „die Hand nicht vor den Augen sehen". Das ist auch der Grund, daß man, wenn man etwa eine Stunde im Dunkeln wandert, so gut sieht, daß man den Lichtmangel überhaupt kaum mehr als störend empfindet, denn die Netzhaut ist infolge der fortgesetzten -Bildung neuen Sehpurpurs nunmehr um mehrere tausend Mal lichtempfindlicher als beim Heraustreten aus dem hellen Haus. Diese durch die Dunkelheit oder dazwischentretende Helligkeit bewirkten Vorgänge des Aufbaues und Zerfalls des Sehpurpurs in der Netzhaut des Auges erklären zugleich die Notwendigkeit einer ausreichenden Zufuhr von Vitamin A in der Nahrung, weil die Neubildung des Sehpurpurs vom Vitamin A — Gehalt des Blutks abhängig ist, und marVlan)? ohne entsprechende Vitaminversorgung oder die Möglichkeit der Vitaminbildung das Auge an Lichtwahrnehmungskraft im Dunkeln einbüßt oder nachtblind wird. ... Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Don, nerstag, 12.12., nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen statt. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 15 bis 17.15 Uhr „Rotkäppchen"; 19 bis 21.45 Uhr „Der Tanz ins Glück". — Gloria- Palast, Seltersweg: „Friedrich Schiller". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Herz modern möbliert". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Weihnachtsausstellung im Foyer des Stadttheaters. Sladtthealer Gießen. Am heutigen Mittwochnachmittag wird das Märchen „Rotkäppchen" wiederholt. Spielleitung: Karl Volck. — Musikalische Leitung: Rudolf Loh. — Bühnenbilder: Karl Löffler. — Tanzleitung: Irmgard Trömel. Außer Miete. Es wird darauf hingewiesen, daß am Samstag, 14. Dez., keine Märchen- Vorstellung stattfindet. Am Abend wird die Operette des Wiener Komponisten Robert Stolz „Der Tanz ins Glück" wiederholt. Musikalische Leitung: Arthur Apelt. — Spielleitung: Harry Grüneke. — Bühnenbild: Karl Löffler. — Tanzleitung: Irmgard Trömel. 13. Mittwoch-Miete. Gießener Vorlragsring. Im Rahmen des Gießener Bortragsringes veranstalten die Bolksbildungsstätte Gießen, der Goethe-Bund Gießen und die Kulturelle Vereinigung am Donnerstag, 12. Dezember, in der Aula der Universität ihren sechsten Vortragsabend. Der Reiseschriftsteller Dr. Colin Roß wird einen Lichtbildervortrag über das Thema „Das neue Asien" halten. Ortszeit für den 12. Dezember. Sonnenaufgang 9.28 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. — Monduntergang 6.24 Uhr, Mondaufgang 16.13 Uhr. Don der Universität Gießen. Dr. med. habil. Walter Herkel, Oberarzt am Balneologischen Universitätsinstitut in Bad-Rau- heim, erhielt eine Berufung als Dozent für Bal- neologie und innere Medizin an die Universität Gießen. Dom Reichslustschuhbund. Unter Leitung des Oberstabsluftschutzführers Poppe traten die oberhessischen Ortsgruppen des Reichsluftschutzbundes zu einer Dienstbesprechung in Friedberg zusammen. Nach Entgegennahme ausführlicher Arbeitsberichte gab der Führer der Gruppe XII, Hessen/Rheinland-Süd, Generalleutnant Müller-Michels, einen ausführlichen Ueberblick über die während des Winters zu leistenden Arbeiten. Vor allem wurde auf die Notwendigkeit hmgewiesen, die Ausbildung der Amtsträger und Selbstschutzkräfte tatkräftig fortzusetzen und darüber hinaus alle mit der Luftfchutzbereitschaft der Häuser zusammenhängenden Fragen entschlossen zu fördern. Bezirkslehrgang für Zugend- und Tlach- wuchsturner und Zugendübungsleiter. Die Ausbildungsarbeit des Fachamts Turnen im NS.-Reichsbund für Leibesübungen begann am Sonntag mit einem Lehrgang für Jugendturner, der gemeinsam mit der HI. durchgeführt wurde. Mit diesen Lehrgängen sollen den Gemeinschaften junge Uebungsleiter herangezogen werden, die die bei der Wehrmacht stehenden Kameraden ersetzen und die Vereinsarbeit weiterführen sollen. Bann- fachwart Paul führte nach kurzer Begrüßung der Teilnehmer durch Bezirksfachwark Daupert den Lehrgang durch. Er gestaltete den Uebungsbe- trieb, der Ordnungsübungen. Körperschule, Gerät- und Bodenübungen in vielseitigen Formen umfaßte, sehr anregend und gibt die Gewähr für eine gute Ausbildung. Angetreten waren 47 jugendliche Turner aus 25 Vereinen und Gemeinschaften. Diese Ausbildung soll fortgesetzt und vertieft werden, und es ist zu erwarten, daß noch mehr' Vereine und Gemeinschaften dann geeignete Uebungsleiter entsenden. Gießener Schlachtviehmarkt. > Auf dem gestrigen Gießener Schlacht-viehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41 bis 45,5, Bullen 34,5 bis 49,5, Kühe 21 bis 46,5, Färsen 25 bis 44,5, Kälber 57, Hämmel 12 bis 48 Rpf. je '/- kg Lebendgewicht Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,14, bl (135 bis 149,5 kg) 1,14, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,12, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d (80 bis 99,5 kg) 1,02, e—f (unter 80 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,14, i (Altschneider) 1,12, g2 (andere Sauen) 1,02, h (Eber) 1,02 RM. Marktverlauf gut, alles ausverkauft. *♦ Deutsches Frauenwerk Gießen, Ost. Die Gemeinschaflsnachmittage finden statt fiir die Zellen 1, 2 und 3 am Donnerstag, 12. Dezembe:, für die Zellen 4, 5, 6 und 7 am Freitag, 13.2)J zember, um 16 Uhr in der „Germania", Kaiferaller Nr. 141. Vortrag über unsere Kolonien. ** Deutsches Frauenwerk Gießen, Mitte. Der Gemeinschaftsabend verbunden mit einer vorweihnachtlichen Feier findet am Donnerr- tag, 12. Dezember, 20 Uhr, im „Burghof" statt. ** Eine Achtzigjährige. Am morgigen Donnerstag, 12. Dezember, kann Frau Margareie Tennstädt, Kaiserallee 41, ihren 80. Geburtstaz begehen. Der Jubilarin unseren herzlichen Glücj. wünsch. ** Erfolgreicher Geflügelzüchter. SJet der am Sonntag durch den Preisrichter RickM (Frankfurt a. M.) vorgenommenen Vereinsprärm« ierung ging in der Selbstklasse 1940 wieder der Stamm Heinrich Schmidt (Gießen) als Sieger mit 297 Punkten hervor und erhielt den Ehrenpreß der Reichsfachgruppe Deutscher Kanarienzüchter (silberne vergoldete Medaille). In der Allgemeine, Klasse siegte Hugo Schmidt (Gießen) mit 33) Punkten. Amtsgericht Gießen. Die -L. L. in Gießen hatte sich wegen Diebstahl; im Rückfall zu verantworten. Sie war beschuldig in November bei Bekannten in Gießen einen 2)q. menschirm entwendet und diesen einer Frau g«, schenkt zu haben. Die Angeklagte wurde zu einer Gefängnis st rase tfon einem Jahr un) sechs Monaten verurteilt. Straferschweren) wirkten die einschlägigen Vorstrafen, strafmildern) die Jugend der Angeklagten. Sie wurde aber daraus hingewiesen, daß sie im Wiederholungsfälle nut Zuchthaus und Sicherungsverwahrung zu red;« nen hat. Landkreis Gießen. *Garbenteich, 9. Dez. Im Saalbau Lotz hielt der Gesang-Verein „Viktoria" (eine 62. Jahres« Hauptversammlung ab. Der stellv. Vereinsführer Otto Lotz begrüßte die Sänger und Mitgliedei. Besondere Freude löste die Teilnahme einiger Ui« tauber, darunter des Vereinsführers L. Stein w des Rechners L. Schäfer, aus. Der Jahresbericht zeigte, daß trotz der Einberufungen die gesanglich; Tätigkeit des Vereins aufrechterhalten werden konnte. Besonders wurde nochmals das Chor- uiü Orchesterkonzert im Reservelazarett hervorgehoben, Chorleiter Sommer konnte den Daük für seiir: Arbeit entgegennehmen. Den Kassenbericht gab Ä. Keßler. Durch die Rechnungsprüfer L. Amens und W. Lang wurde Entlastung erteilt. Als Schrisb führer wurde P. Happel, als Kassenführer Ä, Drolsbach bestimmt. Als neue Ehrenmitglieder wurden P. Happel und K. Weigel besondergeehrt. Beim Vortrage einiger Lieder unter Leitung des Dirigenten Sommer blieb man noch einig: Stunden zusammen. In der üblichen Weise wurde die Versammlung dann geschlossen. Kreis Wehlar. * Frankenbach, 10. Dez., Der Oberfeldwebe! Adolf Geller von hier, der für besondere Tapferkeit vor dem Feinde früher schon das Eiserne Krem; I Klasse erhalten hatte, wurde jetzt auch mit dem 3m- fanterie-Sturmabzeichen ausgezeichnet. tumpen find wichtig für Ole rektllwlrtschofl. CaO fie nicht den Motten jum srchi, gib fie an Oae Höchste Schulkind weiterl Erft Erkältung, dann Grippe. Das ist häufig die Reihenfolge! Erkältungen unib den ersten Grippeanzeichen sofort wirksam begegnen, heißt deshalb schwere Erkrankungen in her Regel vermeiden. Bei Witterungsumschlag und dm allem bei sogenanntem Grippewetter trinke man dreimal täglich eine Tasse heißen Tee mit einem Guß Klosterfrau-Melissengeist. Ist eine Erkältung bereits da? dann wende mw folgende Schnellkur an: Kurz vor dem Zubettgehen' ober im Bett möglichst heiß 1—2 Eßlöffel Kloster frau-Melissengeist und 1—2 gestrichene Eßlöffel Zucker mit etwa derselben Menge kochenden Wasser: gut verrührt trinken und bann schwitzen! In hack' näckigen Fällen wird diese Anwendung 1—2mal — abends — wiederholt. Zur Nachkur, und um Rü^' fällen entgegenzuwirken, nehme man noch einige Tage, und zwar 2—3mal täglich, einen Teelöffsl Klosterfrau-Melissengeist in einer Tasse Pfeffer? minz. ober anberem Tee. Halten auch Sie in Ihrer Hausapotheke den be« kannten Klosterfrau-Melissengeist in der blauern Packung mit den drei Nonnen stets vorrätig. E:c ist in Apotheken und Drogerien erhältlich in Flaschen zu RM. 2,80, 1,65 und 0,90 (Inhalt: 100, M und 25 ccm). Vergessen Sie ihn nicht bei Ihrem nächsten Einkauf! Die Wirkung von Klosterfrau« Melissengeist wird Sie gewiß befriedigen. Die Deutsche Arbeitsfront Beriifsenieönngsroeit - llelniWslülle Neben folgende £enrgemelnfinoffen inerten ob Wang 3anuar 1941 nen eingelegt: Gruvve Kurzschrift und Maschineschreiben. Dauer Gebühr 1. Kurzschrift 1 (Anfänger) .. 40Std. 2. Kurzschrift I (Anfänger) ..40 „ 3. Kurzschrift II (60-80 S.) ..40 „ 4. Kurzschrift II (60-80 S.) .. 40 „ 5. Kurzschrift-Eilschrift, Einführung (K/III), 80-120 S. 40 „ 6. Kurzschrift - Eilschrift, Einführung (K/III), 80-120 S. 40 „ 7. Maschineschr.I (Anfänger) . 40 „ 8. Maschinefchr.il (Fortgeschr.) 40 „ 8,50 8,50 8,50 8,50 8,50 8,50 10,50 10,50 Gruvve Handel. 9. Dovv. Buchs. I (Anfäyger). 40 „ 8,50 TO. Dovp.Buchf.IKFortgeschr.) 40 „ 10,50 11. Doppelte Buchführung III (Abschlußtechnik).........40 H 12,50 Gruvve Eisen und Metall. 12. Technisches Zeichnen I ..., 48 „ 13. Technisches Zeichnen II ... 48 „ 14. Technisches Rechnen I .... 24 „ 15. Technisches Rechnen II.... 24 „ 12,50 12,50 7,50 7,50 Tage Zeit Mont. u. Donnerst. 18.30-20.00 Dienstag u. Freitag 18.30-20.00 Mont.u. Donnerst. 20.00-21.30 Dienstag u. Freitag 20.00-21.30 Mont.u. Donnerst. 18.30-20.00 Dienstag u.Freitag 20.00-21.30 Dienstag u.Freitag 20.00-21.30 Dienstag u. Freitag 18.30-20.00 Dienstag u. Freitag 18.30-20.30 Mont.u. Donnerst. 18.30-20.30 Mont.u. Donnerst. 18.30-20.30 Montag u. Freitag 18.30-20.30 Mont.u. Donnerst. 18.30-20.30 Dienstag 18.30-20.30 Mittwoch 18.30-20.30 Die Anmeldung muß persönlich auf der Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Abtlg. f. Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schanzenstr. 18, Zimmer 4 (1. Stock) vorgenommen werden. Anmeldezerten täglich von 8-13 und 14.30-18 Uhr, außer Samstagnachmittags. Mit der Anmeldung ist die Teilnehmergebühr zu entrichten. [5400D Mil otlenen Augen Drei Jungen uno ein Mädel en> decken ihre Waldheimai. Von Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktaleln Leinen RM. 2,85 Hugo Berinühler Verlag Berlin.Lichterfelde Vornehmf GeschmackvollI Persönlich I ■ Diese drdl wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Famllien- Drucksache bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die Brühl’sohe Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2261 Klaviere werden fachgemäß repariert und gestimmt G. Ebert Klaviermacher BleWistr.17. Tel. 2403 Verk. v neuen u. gebrauchten Klavieren 660D Mietklaviere Giefaener Vortragsring Volksbildungsstätte Gieben, Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) Donnerstag, den 12. Dezember 1040, abends 2 V4 Uhr, in der Neuen Aula der Universität LICHTBILDERtVORTRAG des * Reiseschriftstellers Dr. COLIN ROSS Das neue Asien KARTENVERKAUF SAALKASSE. Ma6D Elektrotechnik Große Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten Kaufe ständig gut genährte $201 d ^ScliHlprt Bei Notscblachtung Transportauto zur Verfügung Roßschlachterei Schilling Gießen, Wetzsteingasse 10 Telephon 2186 Bekanntmachung. Delr.: Lierverkeilung. Auf den vom 18. November bis 15. Dezembttl 1940 gültigen Bestellschein der Reichseierkarte west den als 3. Rate 3 Eier für jeden Versorgungsberechtigten ausgegeben, und zwar auf Abschnitt C in der Zeit vom 11. Dezembkk bis 15. Dezember 1940. 5536.0 Gießen, den 10. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. , Ernährungsamt Abt. B. Ihr Berater in allen Punktfragen das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- „Tallinn, Kleidung Eig. Maßschneiderei f. Anzüge, Kostüme und Uniformen in höchster Vollendungl ______________________ilM