Montag, U-März 19^0 Eichener Anzeiger BrühlscheUniversttätrhruckereiU. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ eitlen,7-9 Annahme von Anzeigen für dre Mittagsnummer bis8'/?Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Ps.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschlüsfeMengenstaffelL Platzvorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr Ermäßigte Grnndvreise Bäoeranzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. (90. Jahrgang Nr.bv Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernlvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeige^ Postscheck 11686 Frankf^M. „Dieser Krieg muß zum glorreichsten Siege werden." Der Führer spricht am Heldengedenktage zur deutschen Nation. 3m Lichthof des Zeughauses. Berlin, 10. März (DNB.) In soldatisch schlichten Feiern hat die deutsche Nation am zweiten Märzsonntag aller Helden gedacht, die im Weltkrieg und'im jetzigen Abwehrkampf Großdeutschlands ihr Leben Hingaben für des Reiches Freiheit und Sicherheit. Mit dem Gedenken an die Gefallenen hat sie die Erinnerung an die Wiederausrichtung der deutschen Wehrhoheit verbunden. Im Mittelpunkt der Heldengedenkfeiern stand die Wethestunde an der Ruhmesstätte des deutschen Soldatentums, dem Berliner Zeughaus, bei der der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht zum deutschen Bolte sprach. Kurz nach 11 Uhr ziehen vor dem Zeughaus Doppelposten der Wehrmacht auf. Während das Ehrenbataillon in der Unioersitätsstraße Aufstellung klimmt, marschieren die von ihm mitgeführten 21 Fahnen der alten Armee, drei Fahnen der alten Kriegsmarine und 18 Fahnen der neuen Wehrmacht in das Zeughaus, wo sie im Lichthof unterhalb der großen Freitrevpe, die das Symbol des Eisernen Kreuzes trägt, Aufstellung finden. Auf dem Scheitelpunkt der Treppe hat das Orchester unter Leitung des Obermusikinspizienten Professor Schmidt feinen Platz. Noch über die Freitreppe hinaus ragen die alte und die neue Reichskriegsflagge empor. Bon den Dalkonen und aus den Fenstern hängen die Fahnen aus den frideriziani- schen, den Freiheits- und Einheitskriegen. An den Seitenwänden vor den hier aufgestellten Geschützen stehen die Verwundeten. Im Mittelfeld haben, die Reichsminister und Reichsleiter, an der Spitze der Stellvertreter des Führers Rüdolf Heß, Staatssekretäre und Gauleiter und die Ehrengäste der Wehrmacht, unter ihnen der schwedische Forscher SvenHedin, aus der Rechten die Generalität M WÜÄ NM Im Lichthof des Zeughauses während der Ansprache des Führers. Links in der ersten Reihe von rechts: Generalfeldmarschall Göring, Großadmiral R a e d e r, Generaloberst vonBrauchitsch, Generaloberst Keitel, General der Infanterie Reinhard und Reichskriegsopferführer Oberlindober. Auf der anderen Seite Reichsminifter Rudolf Heß, Reichsführer --Himmler und Reichsminifter Dr. G o e b b e l s. — (Scherl-Bilderdienst-M.) seiner seinen nötig — zu opfern. Jeder dieser Helden aber hat sein Leben gegeben nicht in der Meinung, damit spätere Generationen von der gleichen Pflicht befreien zu können. Alle Leistungen der Vergangenheit, sie wären vergeblich gewesen, wenn in einer einzigen Generation der Zukunft die Kraft zu gleichem Opfer fehlen würde. Denn das Leben eines Volkes gleicht einer Kette ohne Ende nur fo lange, als nicht in einer Generation ein Glied zerbricht und damit den Lauf der Entwicklung abschließt. Es hat daher niemand das Recht, Helden zu feiern, der nicht selbst einer ähnlichen Gesinnung fähig ist. Niemand soll von Tradition reden, der nicht durch sein eigenes Leben und sein eigenes handeln diese Tradition vermehrt. Dieser Grundsatz gilt für das Volk genau so wie für seine Staatsmänner. Für die Soldaten nicht minder als für die Generale. ihren Platz. Wenige Minuten vor 12 Uhr trifft der Führer, mit brausenden Heilrufen begrüßt, vor dem Zeughaus ein, wo er von den Oberbefehlshabern der drei Wehrmachtsteile, dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, dem Reichsknegerfiihrer und dem Reichskriegsopferführer empfangen wird. Die Weihestunde leitet der erste Satz aus Beethovens „Eroica" ein. Dann tritt der Führer an das Mikrophon. Der Führer spricht. So treten wir heute zu diesem Gedenktag unserer Helden an mit dem Gefühl einer neuen inneren Würdigkeit. Nicht gesenkten Hauptes, sondern erhobenen Blickes grüßen wir sie in dem Bewußtsein der Ebenbürtigkeit, der gleichen Leistungen und — wenn notwendig — in der Bereitwilligkeit des Ertragens der gleichen Opfer. Für was sie einst kämpften, kämpfen nunmehr auch wir, Was ihnen hoch genug war, um — wenn notwendig — dafür zu sterben, soll uns in jeder Stunde zu gleicher Tat bereitfinden. Der Glaube aber, der sie beseelte, hat sich in uns allen nur noch verstärkt. Wie immer auch das Leben *nb das Schicksal des einzelnen sein mag, über jedem steht das Dasein und die Zukunft der Gesamtheit. Und hier hebt uns etwas noch über vergangene Zeiten empor: Uns allen ist das erschlossen wor- hin für was in früheren Zeiten so viels noch un- Jn ernster Zeit, so sagte der Führer in Ansprache, feiert heute das deutsche Volk . Heldengedenktag. Mit größerem Recht als in den letzten 20 Jahren kann es vor das geistige Auge derer treten, die sich einst als tapfere Söhne unseres Volkes für die Zukunft der Nation, der Größe und Unversehrtheit des Reiches opferten. Was jahrelang nur blaffe Redensarten einer unwürdig gewordenen Nachwelt waren, ist heute der stolze Dank einer ebenbürtigen Gegenwart. Nach einem beispiellosen Siegeszug im Osten sind die Soldaten der Divisionen des Feldheeres, die Besatzungen unserer Schiffe, die Kämpfer unserer Luftwaffe nunmehr bereit, das Reich vor den alten Feindendes Westens in Schutz zu nehmen. In gleichem Pflichtbewußtsein und in gleichem Gehorsam dem Befehl getreu wie die Soldaten des Großen Krieges. Hinter ihnen aber steht nunmehr eine Heimat, gesäubert von den Elementen der Zersetzung sowohl als den Kräften der Zersplitterung. Zum erstenmal in unserer Geschichte tritt das ganze deutsche Volk vor das Angesicht des Allmächtigen, um ihn zu bitten, feinen Kampf um das Dasein zu segnen. Dieser Kampf des Soldaten ist ein schwerer. Wenn das Leben zu seiner Behauptung, soweit wir die Natur überblicken u,nd in ihr Walten Einsicht gewonnen haben, immer wieder Opfer fordert, um neues Leben zu gebären und Schmerzen zufügt, um Wunden zu heilen, dann ist der Soldat in diesem Ringen der erste Repräsentant des Lebens. Denn er stellt zu allen Zeiten jene beste Auslese der Völker dar, die durch ihren Lebenseinsatz und — wenn notwendig — durch ihre Lebenshingabe das Leben der übrigen Mit- und damit Nachwelt ermöglichen und sicherstellen. Er tritt daher in den Stunden, in denen die Vorsehung den Wert der Völker abwägt, vor das Gottesgericht des Allmächtigen. In ihm werden die Nationen gewogen und entweder zu leicht gefunden und damit ausgelöscht aus dem Buch des Lebens und der Geschichte oder als würdig genug gesehen, um neues Aus den weihevollen Hallen des Baues, in dem wir uns hier befinden, sprechen zu uns die Zeugen einer unvergleichlichen ruhmvollen Vergangenheit. Sie wurde mit dem Blute unzähliger deutscher Helden erkämpft und besiegelt. Wir besäßen kein Recht, uns in diese Halle zu begeben, außer mit dem heiligen Entschluß im Herzen, nicht minder t a p s e r zu sein als die Träger dieser Waffen, Feldehrenzeichen und Uniformen es vor uns waren. Der Lebenseinsatz des einzelnen Musketiers war im Siebenjährigen Krieg kein schwererer als jener war, der tausend Jahre vorher die deutschen Streiter zum Schutz der deutschen Lande vor den Scharen des Ostens kämpfen ließ. Aber er war auch kein leichterer, als er heute von uns gefordert wird. Die Kraft der Entschlüsse, der kühne verwegene Mut der großen Staatsmänner und Heerführer der Vergangenheit waren keine geringeren Leistungen als sie heute von uns erwartet werden. Auch damals wurden die großen Staatsmänner und Heerführer von den Göttern nur geliebt, weil sie oft scheinbar Unmögliches waa- ten und verlangten. Kaum eine der großen Schlachten der Geschichte unseres Volkes und vor allem der Geschichte Preußens trug ihren Ausgang sichtbar vorherbestimmt schon beim Beginn in sich. Manche Handlung, die zahlen- und materialmäßig gesehen, scheinbar zum Siege hätte führen müssen, wurde infolge des mangelnden Geistes der Trager zur Niederlage, und viele andere, die nach allen menschlichen Berechnungen nur zur Vernichtung führen konnten, fanden ihren Eingang in die Geschichte als glorreichste Siege. Dem blassen Theoretiker wird sich das Geheimnis des Wunders des Lebens nicht enthüllen. Er vermißt als die gewaltige gestaltende Kraft des Daseins stets das, was ihm selbst am meisten mangelt, die Kraft des Willens in der Kühnheit des Fassens und der beharrlichen Durchführung der Entschlüsse. Leben zu tragen. - Nur wer aber selbst Gelegenheit hatte, im Kampfe der härtesten Bedrängnis entgegenzutreten, wer selbst den Tod in jahrelangem Bemühen um sich streichen sah, weiß die Größe des Einsatzes des Soldaten 311 ermessen, die ganze Schwere seines Opfers zu würdigen. Aus dem Instinkt der Lebensbehauptung heraus hat daher die Menschheit allgemein gültige Matzstabe gefunden für die Bewertung derjenigen, die. bereit waren, sich selbst aufzugeben, um der Gemeinschaft das Leben zu erhalten. Gegen den widerwärtigen Egoisten stellt sie den Idealisten, und wenn sie den als Feigling verachtet, dann dankt sie um so mehr aus der unbewußten Erkenntnis der gebrachten Opfer dem anderen. Sie glorifiziert ihn zum Heide n und hebt ihn damit heraus aus dem Durchschnitt gleichgültiger Erscheinungen. Kein Volk hat mehr R e M, sei« Helden zu feiern als d a s d e utsche l In [djroerfter geopohh= scher Lage konnte das Dasein mrseres Volkes ,m- mer wieder nur durch den hero-ifchen Einsatz feiner Männer sichergestellt werden. Wenn mir Jett zuuu Jahren ein geschichtliches Dasein leben, dann nur weil in diesen 2000 Jahren mer Manner bereit gewesen sind, für Mcs Leben der Gesamtheit ihr «eigenes einzusetzen und — wenn bewußt kämpfen mußten: Das deutsche Volk! In seiner Gemeinschaft leben zu dürfen, ist unser höchstes irdisches Glück. Ihr anzugehören, ist unser Stolz. Sie in bedingungsloser Treu in den Zeiten der Not zu verteidigen, unser fanatischer Trotz. Je größer die Gefahren um uns fein mögen, um so kostbarer erscheint uns der Schatz dieser unferer Gemeinschaft. Um fo wichtiger ist aber auch die Erkenntnis, daß in ihrer Erschließung und Förderung die stärkste Kraft der deutschen Lebensbehauptung liegt. Wenn die andere Welt der plutokratischen Demokratien gerade gegen das nationalsozialistische Deutschland den wildesten Kampf ansagt und seine Vernichtung als oberstes Kriegsziel ausspricht, dann wird uns damit nur das bestätigt, was wir ohnehin wissen: daß nämlich der Gedanke der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft das deutsche Volk auch in den Augen unserer Gegner besonders gefährlich, weil unüberwindlich macht. Ueber Klaffen und Stände, Berufe, Konfessionen und alle übrige Wirrnis des Lebens hinweg erhebt sich die soziale Einheit der deutschen Menschen ohne Ansehnung des Standes und der Herkunft, im Blute fundiert, durch ein tausendjähriges Leben zusammengefügt, durch das Schicksal auf Gedeih und Verderb verbunden. Die Welt wünscht unsere Auflösung. Unsere Antwort kann nur der erneuerte Schwur zur größten Gemeinschaft aller Zeiten fein. Ihr Ziel ist die deutsche Zersplitterung. Unser Glaubensbekenntnis — die deutsche Einheit. Ihre Hoffnung ist der Erfolg der kapitalislifchen Interessen, und unser Wille ist der Sieg der nationalfozialistifchen Volksgemeinschaft! In fast ISjähriger mühevoller Arbeit hat der Nationalsozialismus das deutsche Volk aus dem Zustand der tragischen Verzweiflung erlöst, in einer einmaligen geschichtlichen Arbeit das Gewissen der Nation wieder aufgerichtet und die erbärmlichen Geister der defaitiftischen Kapitulation verscheucht, die allgemeinen politischen Voraussetzungen zur Wiederaufrüstung geschaffen. Trotzdem war ich jahrelang bereit, der Welt die Hand zu einer wirklichen Verständigung zu reichen. Sie stieß den Gedanken einer Völkerversöhnung auf der Basis gleicher Rechte aller zurück. Als Nationalsozialist und Soldat habe ich in meinem Leben nun stets den Grundsatz hochgehalten, das Recht meines Volkes entweder im Frieden sicherzustellen oder es — wenn notwendig — Km Kampf zu erzwingen. Als Führer der Nation, als Kanzler des Reiches und als Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht lebe ich daher heute nur einer einzigen Ausgabe: Tag und Nacht an den Sieg zu denken und für ihn zu ringen, zu arbeiten und zu kämpfen, wenn notwendig auch mein eigenes Leben nicht zu schonen, in der Erkenntnis, daß dieses Wal die deutsche Zukunft für Jahrhunderte entschieden wird. Als einstiger Soldat des Großen Krieges aber habe ich an die Vorsehung nur eine einzige demutvolle Bitte zu richten, möge sie uns alle der Gnade teilhaftig werden lassen, das letzte Kapitel des großen Völkerringens für unser deutsches Volk in Ehren abzuschließen. Dann werden sich die Geister der gefallenen Kameraden aus ihren Gräbern erheben und all denen danken, die durch ihren Wut und ihre Treue nunmehr wieder gutmachen, was eine einzige schwache Stunde an ihnen und an unserem Volk einst gesündigt hat. Unser Bekenntnis an diesem Tag sei daher der feierliche Schwur: Der von den kapitalistischen Wachthabern Frankreichs und Englands dem Großdeutschen Was gestern noch leichtes Geplänkel gegen die kandinavische Neutralität in der Presse )er Plutokratien war, ist heute vor allem in französischen Zeitungen zu einer massiven Drohung geworden. Wenn das schon vor aller Öffentlichkeit geschieht, wenn Pertinax im „Ordre" kaltschnäuzig auseinandersetzen kann, daß in Skandinavien nur noch das Interesse der Alliierten maßgebend ist, wie brutal wird dann der diplomatische Druck von London und Paris aus sein. Für die Plutokratien war die vor Jahr und Tag ausgebotene und aufgedrängte Garantie für die Staaten im Norden und Südosten Europas nur ein Mittel, Kanonenfutter und Kriegsschauplätze zu finden. Trotzdem die skandinavischen Länder diese Garantie abgelehnt hatten, also auch unmittelbar jede Beeinflussung ihrer politischen Haltung, sollten sie nunmehr gezwungen werden, sich zu einer Intervention in Finnland herzugeben. Es ist nun der Dreh mit dem Durchmarsch recht auf Grund der Völkerbundssatzung aufgekommen, obschon ein „Völkerbund", der irgendwie etwas leisten q£>er handeln kann, überhaupt nicht existiert. Die Genfer Liga ist bestimmt kein Völkerbund, sondern nur eine demolierte Einrichtung für die Machtpolitik der Plutokraten. Es handelt sich für London und Paris auch gar nicht um eine Intervention für Finnland, sondern einzig und allein darum, wie Pertinax das klar ausgesprochen hat, die Verbindung zwischen Deutschland und Skandinavie-n zu zerstören. Der deutsche Erzbezug aus Schweden soll aufhören, wie es nach Auffassung der Plu- trokratien auch aufhören soll, daß sich im Nordatlantik deutsche Kriegsfahrzeuge bewegen können. Es soll sich wiederholen, was sich 1916 in etwas anderer Form in Rumänien zutrug. Damals waren es die Engländer, die die rumänischen Petroleumquellen zerstörten, um so die Lieferung rumänischen Erdöls an die Mittelmächte unmöglich zu machen. Wenn Engländer und Franzosen auch die schwedischen Erzgruben zerstört haben, wird für sie die Intervention für Finnland erledigt fein. Alles spricht dafür, daß die Plutokratien im Herbst 1939 während der Verhandlungen mit Moskau Finnland nur deshalb den Rücken steiften, um dadurch eine Gelegenheit zu erhalten, in Skandinavien Truppen landen zu können. Alles nur zu dem Zweck, um den Bezug schwedischer Erze und die Benutzung der neutralen Fahrrinne an der norwegischen Küste für Deutschland zu verhindern. Die Plutokratien haben ja auch darin Erfahrungen gesammelt, sie haben auch schon für alle Neutralen warnende Beispiele geliefert, als sie 1915/16 durch unablässigen Druck und schärfste Drohung Griechenland zwangen, aus der Neutralität herauszutreten. Das soll sich in Skandinavien wiederholen in der Absicht, die skandinavischen Staaten, wenn sie schon einmal das Durchmarschrecht gewährt haben, als Kriegsschauplatz sich selbst zu überlassen. Das Schicksal der kleineren Länder ist für die Plutokratien völlig gleichgültig, wie es abermals 1920/21 Griechenland erfahren mußte, als es der Türkei preisgegeben wurde. Das werden die Neutralen, soweit sie noch immer England ihre Schiffe zur Verfügung stellen, auch noch in einem anderen Zusammenhang erfahren, denn die Plutokratien werden niemals imstande sein, die Neutralen für die Verluste zu entschädigen, die mit dem Risiko verbunden sind, englische Häfen aufzusuchen. Reich aufgezwungene Krieg muß zum glorreichsten Sieg der deutschen Geschichte werden. Am Ehrenmal. Nach der Feier stattete der Führer noch der Ausstellung „Der Feldzug in Polen" einen Besuch ab. In der Schau sind zahlreiche erbeutete Standarten und Fahnen, Kanonen und sonstiges Kriegsgerät sowie Uniformstücke und Dokumente zusammengetragen. Draußen hat inzwischen das Ehrenbataillon der Wehrmacht dem Ehrenmal gegenüber Aufstellung genommen. Stürmischer Jubel begrüßt den Führer, als er nun unter den Klängen der Nationalhymnen die Front des Ehrenbataillons abschreitet. Vier Offiziere tragen den mit weißen Lilien und Tulpen geschmückten Lorbeerkranz, dessen rote Schleifen die Standarte des Führers und den Namen „Adolf Hitler" trügen. Der Führer hat nun die Stufen zum Ehrenmal erreicht, das Ehrenbataillon präsentiert, die Fahnen senken sich, das Musikkorps intoniert das Lied vom guten Kameraden... Lange Zeit verweilt der Führer im stillen Gedenken an der geweihten Stätte. Dann begibt er sich zu den Kriegsbeschädigten, denen er die Hand drückt und mit vielen von ihnen herzliche Worte wechselt. Inzwischen hat sich das Ehrenbataillon zum Vorbeimarsch formiert. Der Führer betritt das mit Tannenzweigen umkränzte Podium. Unter Vorantritt der Fahnenkompanie ziehen die Ehren- Fompanien*in Paradeschritt an dem Obersten Befehlshaber vorüber. Der Staatsakt ist beendet. Der Führer verabschiedet sich und tritt unter dem Jubel der Massen über die Mittelpromenade der Linden die Rückfahrt zur Reichskanzlei an. Ruchloser Anschlag auf Reichsdeutsche in Montevideo. Montevideo, 10. März. (DNB.) In Montevideo wurde am Samstagabend ein Bombenanschlag auf 50 Reichsdeutsche verübt, die sich im „Haus der deutschen Volksgemeinschaft" befanden. Wie durch ein Wunder wurde jedoch niemand verletzt. Gerüchtweise verlautet, daß bei diesem gemeinen Verbrechen der Secret Service seine Hand im Spiel hat. Die Zeitbombe, die im Treppenhaus unter dem England gibt die aufgebrachten italienischen Kohlendampfer heraus. Rom. 10. März. (DRV.) Agenzia Sfefani meldet: Außenminister Graf Llano hat. wie amtlich verlautet, den englischen Botschafter Sir Percy Lorraine empfangen. Dieser hat ihm mitgeteilt, daß die englische Regierung beschlossen habe, die 13 aufgebrachten italienischen kohle n d a m p f e r einschließlich ihrer Ladungen frei- zugeben. Weiterhin wird bekanntgegeben, daß die noch im Hafen von Amsterdam befindlichen italienischen Dampfer keine kohle mehr einfchiffen und die Rückfahrt leer antreten werden, und daß in Zukunft keine italienischen kohleuschiffe mehr nach Amsterdam gesandt werden. Drei der italienischen Kohlenschiffe haben bereits mit ihrer Ladung die Rückreise nach Italien angetreten. Man rechnet damit, daß die übrigen zehn Dampfer Montag die Rückreise antreten werden. Ribbentrops Besuch in Rom. Rom, 10. März. (Europgpreß.) Die Ankunft des Reichsauhenministers vori Ribbentrop ist pro» grammäßig Sonntag vormittag um 9.15 Uhr erfolgt. Zur Begrüßung hatten sich im Hauptbahnhof Außenminister Graf Ciano mit dem Generaldirektor des italienischen Außenministeriums, Minister Amfufo, der Generaldirektor für die ausländische Presse, Minister Rocco, der Präfekt, der Gouverneur von Rom, zahlreiche Generale und der deutsche Botschafter von Mackensen eingefunden. An eine zwanglose Aussvrache der beiden Außenminister in der Billa Madama schloß sich die Fahrt in den Palazzo Venezia, wo Ribbentrop in Anwesenheit des Grafen Ciano und des Botschafters v. Mackensen vom Duce empfangen wurde. Die Aussprache nahm, wie in einer amtlichen Mitteilung betont wird, einen überaus herzlichen Verlauf und währte über eineinoiertel Stunden. Eine weitere Aussprache wird Montag stattfinden. Aus dem Palazzo Venezia kehrte Außenminister von Ribbentrop in die Villa Madama zurück, wo in intimem Kreise das Frühstück eingenommen wurde. Am Sonntagnachmittag unternahm der Minister in Begleitung des deutschen Botschafters eine kurze Rundfahrt durch die Albaner Berge. Bei herrlichem Frühjahrswetter führte die Fahrt längs des Albaner Sees durch die malerischen Weinstädtchen Albano Castel Gandolfo und Grottaferrata an der Kinostadt vorbei nach Rom zurück. Dann besichtigte der Reichsauhenminister das im Umbau befindliche Botschaftsgebäude. Den ersten Tag seines römischen Aufenthaltes beschloß ein Abendessen im kleinsten Kreis, das Gras Ciano dem Reichsautzenminister gab. Der Besuch des Reichsaußenministers findet m der Presse den stärksten Widerhall. Uebereinstim- mend wird betont, dieser Besuch bilde einen neuen Beweis der engen Beziehungen zwischen den beiden befreundeten und verbündeten Staaten und ihrer periodischen Fühlungnahme. Die „Siarnpa" schreibt, der Besuch gehöre zu dem regelmäßigen Meinungsaustausch zwischen den beiden Regierun. gen. Fünf Monate seien seit dem letzten Besuch des Grafen Ciano in Berlin verflossen, und neue Unterredungen zur Prüfung der Tagesfragen seien erforderlich. Die Haltung Italiens sei unverändert geblieben, wie sie in der Tagesordnung der Großen Rats des Faschismus und der Rede des Außenministers Graf Ciano im Dezember zum Ausdruck gekommen fei. „Popolo d'Jtalta" schreibt, das Bündnis bestehe voll und ganz in der Form und im Geiste des Paktes und nach dem Meinungsaustausch, der vor- und nachher stattgefunden habe. Seitdem habe die allgemeine Laae Europas keine Aenderung oder Verschiebung erfahren, mit Aus- nähme des Konflikts zwischen Finnland und Rußland. Italien fahre fort, von seiner Stellung als nichtkriegführende Großmacht aus mit gespannter Aufmerksamkeit den Verlauf des Krieges zu verfolgen. Es habe den festen Entschluß, in jedem Falle seine Rechte und Interessen zu wahren. Der „Corriere della Sera" schreibt, der europäische Krieg biete keinen entscheidenden neuen Anblick, der eine besondere Stellungnahme erfordern würde, Italien habe durch Mussolini von Anfang an gegeigt, daß es die Notwendigkeit dieses Konfliktes, der zweifellos Leben und Reichtümer zerstöre, nicht einsehe. Es bleibe daher ebenso entschlossen, für die Wiederherstellung des Friedens zu wirken, wie seine Rechte mit den Waffen zu verteidigen, wenn sie verletzt oder auch nur bedroht würden. Vorführungssaal gelegt war, explodierte während einer Filmvorführung. Die Stichflamme schlug bis in die Höhe des ersten Stockwerkes. Starker Rauch und erstickender Schwefelgeruch erfüllten das ganze Haus. Die Zwischentür zum Hausflur wurde zerschlagen. Gänge unö Flur sind mit Splittern übersät. Die Täter konnten noch nicht festgestellt werden. Die getarnte Presse Uruguays bringt ihre Empörung üve-ö das feige Attentat zum Ausdruck. So sagt El Diario: „Das feige Attentat muß schnellstens geklärt werden, damit der Täter die verdiente Züchtigung erfährt." „Finnische Front verlängert die Westfront." Pariser Kriegsausweitungspläne. Brüssel, 11. März. (DNB. Funkspruch.) Nachdem vier Abgeordnete Interpellationen über die finnische Frage angemeldet haben, rechnet man mit der Möglichkeit einer neuen Geheimsitzung der französischen Kammer. Der geheime Cl)arakter der Sitzung wird damit begründet, daß Probleme militärischer und diplomatischer Natur besprochen werden müßten, die nicht für die Oeftent- lichkeit beftimmt seien. Die Jnte^ellationen sprechen die Forderung aus, daß die Westmächte sofort eine Hilfe für Finnland beschließen müßten/ Der „Jour" verttitt den Standpunkt, daß die Westmächte gar nicht auf einen Appell Finnlands warten sollten, um in den Krieg gegen Sowjetrußland einzugreifen. Die finnische Front sei eine Verlängerung der W e st front. Die ganze Blockade der Westmächte würde nur einen Zweck haben, wenn sie die beiden wichtigste» Erzeugnisse für Deutschland, nämlich Eisen und Del, erfasse. Das Eisen werde aber i n S chw eben und das Del in Rumänien erzeugt. Wenn die Engländer und Franzosen in Skandinavien intervenieren würden, dann würden sie dadurch Deutschland des Eisens berauben. In dasselbe Horn stößt das „Ocuore", das erklärt, daß England und Frank- reich auch dann handeln müßten, wenn Schweden und Norwegen den Durchmarsch durch ihr Land verweigern und möglicherweise Deutschland zu Hilfe rufen würden. Es handele sich jetzt darum, soldatische Entschließungen zu fassen und die Risiken der Aktion einzusehen. Die „Action Fran- gaije" meint, daß feine Sekunde mehr zu verlieren sei, wenn die Alliierten verhindern wollten, daß Finnland, verraten und niedergeschlagen, die Früchte eines erhabenen Kamvfes verliere, denn dann werde die deutsch-russische Zusammenarbeit endgültig ihre Hand auf ganz Skandinavien legen, und Deutschland werde die skandinavischen Eisen- und Seestützpunkte im Atlantik zum Geschenk erhalten. „Orb re" erinnert England und Frankreich daran, daß sie im Norden nicht nur eins, sondern drei Ziele vor sich hätten: die Unterstützung Finnland, die Fernhaltung Deutschlands und Rußlands von den Eisenerzen und die Schließung der Fjorde Norwegens für die See- und Luftflotte des Reiches. Auch Hoare Veiisha hetzt. „Deutschland zwingen, an mehr als einer Front zu kämpfen." Amsterdam, 11. März. (DNB. Funkspruch.) Der ehemalige britische Kriegsminister, der Jude Hoare Belisha, setzt in den „News of the World" seine skrupellose Agitation, die Schaffung neuer Kriegsschauplätze, fort. Er propagiert wieder seine Lieblingsidee der Ausdehnung des Krieges auf Skandinavien und den Balkan. Um die Blockade vollständig zu machen, und die materiellen Hilfsquellen der Nazis zu verringern, müsse Deutschland gezwungen werden, an mehr als einer Front zu kämpfen. Das Problem fei, ob es besser sei, die „Abrechnung mit Rußland" jetzt vorzunehmen, ober den Tag der Abrechnung hinauszuschieben, bis Deutschland möglicherweise geschlagen sei. Es wäre ein Jammer, wenn man das Risiko eines offenen Krieges mit Rußland nicht auf sich nehmen wollte und somit die Alliierten daran gehindert würden, jeden nur möglichen Schritt zu tun, um ein Land zu bekämpfen, das ein erklärter und aktiver Freund des Feindes Englands sei, ein Land, das die „Rechte der Nationen in flagranter Form gebrochen" habe. Falls die Westmächte nur eine Front gegen Deutschland hätten, so werde der Feind dadurch nicht gezwungen, seine Vorräte aufzubrauchen, er habe sogar die Möglichkeit, noch weiter einzuführen. Wenn Rußland seine Ziele in Finnland erreichen könnte, WISM Wolke überRenate. Roman von fjorjlBicrnath. 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Im ferneren Verlauf dieses ereignisreichen Taaes hatten die Herren Allan in eine geschlossene Droschke gesteckt und waren mit ihm, während er ihre spitzen Knie wie Stacheln an seinen runden Zungenbeinen gespürt hatte, im schnellsten Trabe, den der Drosch- kenaaul bergab, vom östlichen Dsten zum westlichsten Westen Londons gefahren. Dort hatten sie ihn in ein Gebäude geführt, das feinen Vorstellungen von Königsschlössern entsprach. Ein grämlicher Diener nahm ihn in Empfang, steckte ihn zunächst in ein Bad und seifte ihn ab, als hätte er eine Desinfektion nötig, und ein Schneider maß ihm zwei An- züae an, Deren er sich jahrelang nur mit geheimem Schauder erinnern konnte, da sie aus gewendeten Kleidungsstücken feiner Dheime bestanden. So lernte Parker Ernst des Lebens und Sparsamkeit kennen, durch die man es zu etwas bringt. Immerhin wurde seine Ansicht, man könne sich als wohlhabender Mann das Leben auch anders einrichten als seine beiden Dnkel, nicht so völlia zerstört, daß er auf ihre nach einigen Tagen der Läuterung an ihn gerichtete Frage, was für ein Handwerk er nun eigentlich ergreifen wolle, nicht doch geantwortet hätte: „Rechtsanwalt!" Nach mehrtägigen ernsten Beratungen war ihm als endgültiger Beschluß mitgeteilt worden, daß er Kaufmann zu werden hätte. Wahrscheinlich hegten die Dnkel Befürchtungen, für den Beruf eines Rechts- wahrers seien feine Erbanlagen nicht gediegen genug. Im übrigen hatten die Herren Watson seinetwegen Kummer genug auszustehen; vom ersten Augenblick an. Eine Köchin, die jahrelang für ihren Junggesellenhaushalt gesorgt hatte, kündigte bei Allans Eintritt in die Hausgemeinschaft und war durch nichts von ihrer Meinung abzubringen, daß Allan das bis dahin verheimlichte Ergebnis eines Fehltritts eines oder beider Herren fei, und daß in einem solchen Sündenpfuhl ihres Bleibens nicht länger fein könne. entweder ganz oder teilweise, so könne es sich daraus konzentrieren, notwendige Güter weiter an Deutschland zu liefern. Große Erfolge bedingten auch große Risiken. Die Westmächte dürften an ihrer Fähigkeit nicht zweifeln, ob sie den Krieg durch aktiven Einsatz zu einem siegreichen bringen könnten. Aufnahme finnisch-russischer Besprechungen. Stockholm, 9. März. (DNB.) Der finnische Außenminister Tanner erklärte, daß die finnische Regierung durch Mittelsmänner mit der Sowjetregierung Kontakt ausgenommen habe und daß gegenwärtig Besprechungen im Gange seien. Tanner teilte der Presse mit, daß er sich aus begreiflichen Gründen zu dieser Angelegen-- heit nicht weiter äußern könne. „Nya Dagligt Alle- handa" erklärt, daß ein ehrenvoller Friede in Finnland und Schweden mit größter Befriedigung begrüßt werden würdet Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat den Generalleutnant Bock von Wülfingen für fünf Jahre zum ehrenamtlichen Mitglied des Volksgerichtshofes wiederernannt. ♦ Der Führer hat dep Generalmajor der Landespolizei a. D. Meißner in Dresden zum ehrenamtlichen Mitglied des Besonderen Senats des Volksgerichtshofes ernannt ♦ Am Sonntag wurde die Wiener Frühjahrsmesse durch Gauleiter Bürckel eröffnet Ministerialdirigent im Reichswirtschaftsministerium Dr. Schlotterer ging nach einigen Bemerkungen über die hochwertigen Wiener Spezialerzeugnisse als Ausdruck der Geschmackskultur der „Stadt Um sich der bloßen Möglichkeit solcher niederträchtigen Verdächtigungen nicht weiter auszusetzen, gab man Allan in die Schule nach Glasgow, und später wurde er als Student der ökonomischen Wissenschaften nach Deutschland geschickt Diese Entsendung ins Ausland erfolgte jedoch weniger aus erzieherischen Gründen als aus Sparsamkeit, denn im Deutschland der Inflation lebte ein junger Engländer, auch wenn er noch so knapp gehalten wurde, mit seiner starken Valuta so gut wie umsonst. Zum Kaufmann bestimmt und als Sohn feines1 Vaters geboren, kam es mit Allan so, wie es kommen mußte: Die Dnkel hatten viermal die Ehre und das Vergnügen, seine beträchtlichen Schulden aus allen möglichen verkrachten Unternehmungen zu bezahlen ... Als letzte Aussicht, auf ganzen Sohlen durchs Leben zu wandeln, war ihm nun vor anderthalb Jahren die Stellung in ihrem eigenen Büro frei gemacht worden, und weil in feinen Adern nur die Hälfte väterlichen Blutes rollte, hatte er sie angenommen. ... Spike steckte seinen brennenden Kopf zur Tür herein und brachte die Post. Er schüttete die Briefe aus einer Ledermappe über Allan Parkers Schreibtisch aus. „Ader, daß Sie die Umschläge nicht wieder mit dem Finger auf schlitzen!" sagte er drohend. „Mit dem verdammten Aufreißen haben Sie mir gestern drei Stücker hingemordet — eine kanadische und zwei Südafrikaner! Und überhaupt ist der Stempel allemal hin. Und manche sind gerade auf ’nen tadellosen Stempel scharf!" Spike selber sammelte keine Briefmarken; wep ihm das zutraute, den hätte er für verrückt erklärt. Er verkaufte sie an die Jungen aus der Nachbarschaft ... Beim Drbnert der Briefe hielt er bei einem großen gelben Umschlag an: „Auf den geben Sie besonders acht, Herr Parker — das is 'n deutscher! Die Deutschen hauen immer ganze Romane in 'n Stempel! ... Na, was steht denn da schon wieder oben? „Bisatsch das sch---sch—." Verflucht: Was ist das bloß für ’ne Sprache! Nu, lesen Sie mir doch mal vor, ja?" Allan Parker nahm ihm den Brief aus der Hand. „.Besucht das schöne Deutschland!^ — So, und jetzt mach, daß du rauskommst! Und, was ich dir noch sagen wollte, mein rothaariger Adonis: Wenn icy noch ein einziges Mal in meinem Papierkorb Kauder deutschen Mode" auf das wirtschaftliche Verhältnis des Reiches zu den Südoststaaten näher ein. * Unter der Schirmherrschaft des Reichswirtschafts - minifter Funk und dem Präsidium des Gauleiters und Reichskommissars Bürckel ist in Wien die Südost-Europa-Gesellfch-aft e. D. gegründet worden. Ihr Zweck ist die Pflege der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehunger. zwischen Deutschland und den südofteuropärsche n Staaten unter besonderer Berückstchttgung der Ostmark und der Stadt Wien. * Die deutsche Jugend hört am heutigen Montag um 20.30 Uhr Reichsleiter Alfred Rosenberg, soweit laut Kriegsdienstplan der HI.-Dienst angesetzt ist, in ihren Heimen und Unterkünften, sonst im Kreise der eigenen Familie. * Das Präsidium des Dberften Sowjets hat dem Präsidenten des Rates der Volkskommissare, Molotow, an feinem 50. Geburtstage für seine außerordentlichen Verdienste um den Sowjetstaat den Leninorden verliehen. — Stadt und Bezirk Perm erhalten den Namen Molotow. Ferner erhalten Stadt und Bezirk Nolinsk im Gebiet von Kirow den Namen M o 1 o t o w s k. ♦ In einer gemeinsamen Entschließung fordern alle Parteien des japanischen Reichstages die entschloß sene Niederwerfung des Tschiangkaischek-Regimes und die Auftichtung der Neuordnung im Fernen Dsten als Ziel des „Heiligen Krieges" gegen alle Widerstände. Der Ministerpräsident erklärte, die Regierung sei entschlossen, das Tschiangkaischek- Regime zu beseitigen und auf den vereinigten Drei Ländern Japan, Mandschukuo und l-hina Die Neuordnung Dftafiens aufzurichten. Japan werde die gummt finde, dann zieh’ ich dir die Dhren so lartg, daß du die Enden überm Kopf zusammenbinden mußt! Hast bu verstanden?" „Jawohl, Herr Parker ... Aber nehmen Sie um Gottes willen das Briefmesser!" Parker blieb allein. Den gelben Umschlag noch in der Hand, der auf der linken unteren Ecke in einem Wappenschild den gekrönten Kopf eines Adlers trug, blickte er flüchtig über die anderen Briefe hinweg und legte mit der freien Hand ein paar zur Seite, die ihm wichtig erschienen. Dann griff er, Spikes Warnung eingedenk, zum Brieföffner und schlitzte zunächst den gelben Umschlag auf. Auf dem amtlichen Bogen stand als Briefkopf wieder der gekrönte Adler. Parker überflog die Anschrift und folgte dem deutschen Text mit einem Rotstift, um die bedeutsamen Stellen nötigenfalls anzustreichen. „Auf Ihre Anfrage teilen wir Ihnen mit, daß der praktische Arzt Dr. Artur Naumann am 16. Januar d. I. Hierselbst verstorben ist. Der Verstorbene hat eine Tochter hinterlassen, die ihm, wie wir den Einwohnerlisten entnehmen, bis vor drei Jahren den Haushalt geführt hat und dann zur Ausübung eines Berufes nach München verzogen ist. Sie werden ihre derzeitige Anschrift am besten durch eine Anfrage an das Einwohnermeldeamt der Stadt München erfahren. Die Tochter des verstorbenen Dr. Artur Naumann heißt Renats Naumann und wurde als einziges Kind aus der Ehe des Genannten mit feiner im Jahre 1931 verstorbenen Gattin Henriette Naumann, geborenen Beckherm, am 18. Juni 1914 geboren." Parker zog mit dem Rotstift über den ganzen Rand des Schreibens eine dicke, wichtige Schlangenlinie. Auf einem kleinen Zettel vermerkte er: „Renate Naumann, Erkundigung Einwohnermeldeamt München!", und diesen Zettel heftete er mit den Stichworten für das Diktat mit einer Büroklammer an den Brief. Die „Sache Naumann" stand in ihren wesentlichen Zügen klar in seinem Gedächtnis. Mr. Robert Naumann, ein Klient seiner Dnkel, batte sein beträchtliches Vermögen von mehr als achtzigtauseäd Pfund testamentarisch feinem in Deutschland lebenden Bruder vermacht, bevor er sich zu einer Operation der Gallenblase unter das Messer eines Londoner Chir- 10 v. H der englischen Tankerflotte vernichtet. .Berltn/10.März. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen Mosel und Pfälzer Wald an verschiedenen Stellen lebhaftere Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Seit Kriegsbeginn find durch deutsche Seestreli- kräfte insgesamt 46 feindliche und nach England fahrende neutrale Tankschiffe mit 331 543 Bet versenkt worden. Auf England entfallen davon 32 Tanker mit 230 125 Brt. Damit wurden 10 v. h. der englischen Tankerftotte vernichtet. Die Luftwaffe klärte über Ostfrankreich aus. Am Rachmittag kam es an der deutsch-französischen Grenze zu einem Luftkampf zwischen sieben Messerschmitt-Flugzeugen und zehn französischen Jägern vom Muster Moräne und Lurtiß. hierbei wurde ein Moräne-Flugzeug abgeschossen. neue chinesische Regierung sofort anerkennen und mit allen Mitteln unterstützen. * Der Sprecher des japanischen Außenamtes erklärte, daß vorläufig keine weiteren Besprechungen mit dem amerikanischen Botschafter G r e w vorgesehen seien. Japan habe seine Bemühungen, zu einer Verständigung zu kommen, erschöpft. Der nächste Schritt müsse nunmehr von Washington erfolgen. Ein Freundscha ftsvertrag wurde zwischen Sa u d t- Arabien und dem brittfchen Protektorat K o - weit abgeschlossen. Die Verhandlungen wurden in London zwischen den englischen Stellen und dem arabischen Gesandten Hafis Wahba geführt. ♦ In der nordirischen Stadt Londonderry wurde das Opernhaus durch ein Großfeuer vernichtet. Wahrscheinlich ist das Feuer auf einen Anschlag der IRA. zurückzuführen. Das Opernhaus, welches feit Jahren als Kino Dient, ist mehrfach von Der IRA. gewarnt roorDen, weil es englische Wochenschauen gezeigt hat. Drei bewaffnete Männer verübten einen Handstreich auf ein englisches Motor-Torpedoboot in Dublin. Sie warfen einen Mann Der Besatzung ins Wasser unD feuerten mehrere Schüsse ab. i ♦ In London explodierte außerhalb des Gros- venor-House, des bekannten führenden Londoner Hotels, eine Bombe. Man nimmt an, daß sie von Anhängern der IRA. gelegt worden ist. * An Bord des von Neapel nach Neuyork in See gegangenen Motorschiffes „Rex" befindet sich eine Ladung von 7 7 7 4 Kilogramm Gold, Die von Den Regierungen Der Schweiz unD Holland zur Bezahlung amerikanischer Warenlieferungen nach USA. gesandt werden. ♦ Das Marinedepartement Der USA. hat Die Kiellegung von zwei weiteren Panzerkreuzern zu 10 000 Tonnen angeorDnet. Der Bau erforDert 25 Millionen Dollar. Insgesamt haben Die Vereinigten Staaten jetzt 130 Kriegs- unD Hilfsschiffe im Bau. Aus aller Wett. Schweizerisches Militärflugzeug abgestürzt. Ein Militärflugzeug, Das auf Dem gewohnten Landungsplatz auf Der Allmend landen sollte, ist infolge eines plötzlich eingetretenen Schneesturms unD Geschwindigkeitsverlust aus geringer Höhe auf Dem Exerzierplatz Der motorisieren Artillerie-Re- kruten-Schule in Thun ab gestürzt, wo Die Mannschaften am Geschütz übten. Durch Den Absturz sind vier Mann getötet unD zwei verletzt worden, davon einer schwer. Byrd entdeckt Felseninseln in der Antarktts. Die ExpeDition Byrds hat an Der Küste von Alexanderland, 800 Meilen südlich von Kap Horn, sechs kleine, von Schnee bedeckte Felseninseln entdeckt, als das Schiff mühsam Durch das Packeis oorftiefj, um Die Marguerita-Bucht zu erreichen. llnterDes ist Das Verpflegungsschiff „Northstar" aus Valparaiso zurückgekehrt. urgen begab. Die Operation selber war geglückt, aber eine Embolie hatte wenige Tage später sein Leben beendet. Soweit Parker Darüber unterrichtet war, hatte Mr. Robert Naumann sich schon in Den neunziger Jahren naturalisieren lassen unD fein Vermögen um Die JahrhunDertwenDe bei Den wilDen BoDenspeku- lationen in SüDafrika erworben. In einem kurzen Absatz vor Dem eigentlichen Testament standen ein paar dunkle Andeutungen, denen man entnehmen konnte, daß Der Verstorbene offenbar nicht ganz freiwillig in feiner JugenD sich EnglanD als neue Heimat gewählt unD Daß er trotz Der langen Jahre, Die nun Dazwischenlagen, Die Trennung nie ganz überrounDen unD Das alte Vater- lanD nicht vergessen hatte... Wußte Gott, was Das für Geschichten waren! Allan Parker war nicht neugierig, Den Staub von fünfzig Jahren aufzurühren. Mochten Die Brüder Naumann, jetzt beide im Jenseits, sich über diese alten Geheimnisse aussprechen! Wichtig und Tatsache war nur eines: Daß über eine ahnungslose junge Dame in Deutschland in wenigen Wochen ein wunderbarer Goldregen herniederströmen würde. Achtzigtausend Pfund — auf deutsche Währung umgerechnet eine runde Million ... Der erregende Klang dieses Wortes blieb in feinem Ohr hängen, während der Berg der erledigten Briefe anwuchs. Er war nicht untätig, und fein Arbeitstempo war nicht langsamer als an anderen Tagen, aber zwischen den raschen Stichworten für seine Antwortschreiben und dem Rascheln der Papiere stieß ihn immer wieder Der Finger eines Unsichtbaren an: Eine Million... Eigentlich eine tolle Vorstellung: Da saß nun also ein Mädel, Tochter eines Arztes — ja, war konnte sie schon sein? Laborantin vielleicht in irgenDeinem Chemischen Institut, Sekretärin eines JnDustriellen ober Musiklehrerin — wußte Der Himmel, was es alles für Frauenberufe gab! Saß Da jetienfaHs hinter irgenDeiner Arbeit unD träumte vielleicht öeraDe in Dieser StunDe einen Wunsch, Der nie in oer Endrechnung Des Monats aufging — von einem kleinen Zweisitzerkabrio ober von Den bunten ©erbe- Plakaten eines Reisebüros — unD ahnte nichts Davon, daß Die golDene Wolke schon über ihr schwebte. (Fortsetzung folgt) Oie Heldengedenkfeier in Gießen Und 995V Für Frauen: £f fziger-Vereinigung ihre Märztagung im Restaurant 1890/1940 hielt ihre kt, aber Leben Bros« doner ! VON i See i eine , die )Hanb ingen Kiel- n zu ordert Der« -schiffe reif, ianb 543 -iley fben Vor- 1940 chnten X ist lurms ,e auf ie-Re« Kann- -z sind wor* e» llgen >rge. > zu Der t er« nb0 und kere )t in g ins ubfr Ko. n in dem ausgetragen werden. Der Banns achwart: Hans Bötz, Gießen, Am Kugelberg 36. Oie alpinen deutschen Echimeisterschasten. Jennewein und Christi Cranz. Donnerstags, 2030 bis 2130 Uhr, Schillerstratze. Für Männer und Frauen: Hallensport (insbesondere Hallenspiele) seht Mittwochs, 20.30 bis 21.30 Uhr, Goetheschule. Nicht wie bisher Donnerstags, 18 bis 19 Uhr. Kinder-Gymnastikkurs ist an einem Nachmittag geplant. Anmeldungen sofort erbeten beim Svortamt. Neu! Für Frauen und Männer: Schwimmen von 2030 bis 2130 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr. !, hatte unziger aen um nspekU' tis. e von Horn, n ent* Packeis reichen. x“ aus Ny 'nich. chlag t chen» auf. chen Iler- gern titbe n * tteW mb M andeken rten stc der % ines UN- ntlichm tungen, torbene end sich er ttotz ,en, d>- > Later- oas das cht neu* führen. im 3en; precheni her eine wenigen ederstt?' deutsche Mit den alpinen deutschen Schi-Meisterschaften, die am Wochenende in St. Anton am Arlberg durchgeführt wurden, erreichten die großen schisportlichen Ereignisse des Winters ihren Abschluß. Der erste Taa war dem Abfahrtslauf vorbehalten, der auf der schnellen FJS-Rennstrecke zwischen dem Galzig-Gipfel (2180 m) und der Talstation (1300 m) abgewickelt wurde und mit Ausnahme des vorjährigen Meisters Willi Walch und des letztjährigen Tscham- merpokal-Gewinners Rudi Matt die gesamte deutsche Spitzenklasse am Start sah. Die Weltmeister Josef Jennewein (Sonthofen) und Christl Cranz (Freiburg) sicherten sich die heißbegehrten Titel und erwarben sich damit auch die erste Anwartschaft auf den Kombinationssieg und den Gewinn des Tschammerpokals. Der Veranstaltung wohnte auch Reichssportführer von Tschammer und Osten bei. Einen glanzvollen Ausklang fanden die deutschen Schimeisterschaften im alpinen Schilauf und das dritte Arlbergrennen mit den Kämpfen um die Pokale des Reichssportführers. Wie schon in der Abfahrt, erwiesen sich Chrisll Cranz und Weltmeister I. Jennewein ihren, Mitbewerbern weit überlegen und gewannen alle zu vergebenden Titel im Abfahrts- und Torlauf sowie in der Kombi- Nation. Christl Cranz ist damit schon zum 7. Male hintereinander Deutsche Meisterin in den alpinen Wettbewerben geworden. Auf dem etwa 1 Kilometer langen Torlaufhang standen 20 Tore. Die Schwierigkeit lag in den vielen Knickwenden, und auch ein Seelos-Tor erleichterte die Aufgabe gerade nicht. Christl Cranz schaffte es in 73,9 Sek. Im zweiten Durchgang drückte die unübertreffliche Freiburgerin dann aber auch diese Bestzeit noch auf 71,9 Sekunden. Das Rennen der Männer stand im Zeichen eines Zweikampfes zwischen Jennewein und dem jungen hochveranlagten Seelos-Schüler Engelbert Haider. Welt- und Jungmeister standen sich nicht viel nach. nun also < konnte ,„deiner" ustriellen lvas es llsh^ *♦ Kameradschaftsapp ell ehemaliger 116er. Der März-Appell bet Kameradschaft ehemaliger 116er im „Andres" wurde von Kame- radschastsführer Hans Bill mit einem Rachruf für den verstorbenen Kameraden Bolz, der für seine Verdienste als Mitbegründer und Kassenwart zum Ehrenmitglied ernannt worden war, eröffnet. Der Kameradschaftsführer gab dann die neu eingegange- nen Befehle bekannt. U. a. beteiligt sich die Kameradschaft an der letzten Reichsstrahensammlung, bei der Fahnen und Standarten als Abzeichen zum Verkauf kommen. Die alten Kameraden sammeln für die Feldformation. Da gleichzeitig Mittagsessen durch Gulaschkanonen, ausgegeben werden, bietet sich eine gute Möglichkeit zur Sammlung. Die Kameraden wurden entsprechend eingeteilt, wie sie sich den Ortsgruppen der- NSV. zur Verfügung zu stellen haben. Kamerad Scheinermeister Beil hatte von der Tochter des verstorbenen Kameraden Oberst a. D. Naumann, mehrere Uniformstücke, u. a. Säbel, Schärpen, Epauletten und einen Helm mit Busch für die Kameradschaft erhalten, für die der Spenderin Dank gesagt wurde.~ ** D i e 5 ü n f ‘' ~ Boller ab. Die von Kamerad Otto Schäfer geleitete Hauskapelle erfreute durch flott gespielte Musitvorträge. Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden erscholl zum erstenmal das von diesem der Vereinigung gewidmete Lied Gießener Fünfziger. Der Geburtstagkinder wurde in der üblichen ehrenden Weise gedacht. Die Mitglied erzähl hat sich inzwischen auf 90 erhöht. Wie treu Gießener Fünfziger draußen an der Heimat hängen, beweisen eine Anmeldung aus Wien und ein Telegramm zur letzten Tagung aus Zerbst. Den feldgrauen Kame- rcöien wurden gemeinsame Kartengrüße geschickt. Die von der vorjährigen 50er-Kam er ad schä ft geplante Fahnenübergabe wurde vorläufig bis Mai zurück- gestellt. Bei musikalischen, gesanglichen und deklamatorischen Darbietungen vergingen die Stunden in angeregter Unterhaltung. ** Sammlung von Säuglingswäsch e vom 12. bis 30. März. Das Deutsche Frauenwerk wird sich in der Zeit vom 12. bis 30. März an alle Haushaltungen wenden mit der Bitte, Schränke und Truhen nachzusehen, ob nicht unbenützte Säuglingswäsche vorhanden ist, die jungen Müttern gute Dienste leisten könnte. Alle Hausfrauen werden gebeten, die Wäsche bereitzulegen und so den Helferinnen des Deutschen Frauenwerks ihre Arbeit zu erleichtern. Die gesamte Wäsche wird der NSV. zur Verfügung gestellt. Strafkammer Gießen. Der F. F. in Lauterbach, zur Zeit in Unter« suchungäiast, hatte sich wegen Diebstahls, Anstiftung zum Diebstahl und wegen Hehlerei zu verantworten. Er hat im Sommer 1939 vom Lager der Firma M. in Lauterbach zwei Autoreisen, die einem Kunden gehörten, weggenommen und im November 1939 den Lehrling dieser Firma durch Versprechen von Geld und anderen Geschenken sowie durch Ueberredung zur Begehung des Diebstahls einer 6-Volt-Bosch-Auto-Batterie bestimmt, und diese Batterie, von der er wußte, daß sie gestohlen war, an sich gebracht. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtgesängnisstrase von einem Jahr und vier Monaten. Der Verteidiger vertrat, den Standpunkt, daß der Lehrling nicht der 23erführte fei und bittet um wesentlich mildere Strafe und Anrechnung der Untersuchungshaft, da sich der Angeklagte in der Hauptverhandlung zu einem Geständnis durchgerungen habe. Der Angeklagte wurde des Diebstahls sowie der Anstiftung zu einem Diebstahl in Tateinheit mit Sachhehlerei schuldig erkannt und zu einer Gesamt- strafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt. Die Untersuchungshaft konnte nicht angerechnet werden, da der Angeklagte bis zum Schluß, hartnäckig leugnete. Straf erschwerend wurde berücksichtigt, daß der Angeklagte einen fugendlichen Menschen zu einem schweren Vergehen verführte. ♦ Dor Gericht standen ferner vier Angeklagte (K. D. und Fr. R. aus Wallenrod und K. P. P. und H. M. aus Alsfeld), die beschuldigt waren, sich gegen die Bestimmungen der Lebensmittelbewirtschaftung vergangen zu haben. Im November und Dezember 1939 hat K. D. bewirtschastete Erzeugnisse entgelt- Wie überall in den Garnisonen des Reiches, so wurde gestern auch in unserer Stadt in einer schlichten Weise der Heldengedenktag begangen, mit dem diesmal auch die Feier der Erinnerung an die Wiederherstellung der deutschen Wehrhoheit verbunden war. Die Bevölkerung unserer Stadt nahm den bedeutungsvollen Tag zum Anlaß, zu flaggen, und so bot unsere Stadt am gestrigen Sonntag auch äußerlich das Bild, das dem Tage würdig war. Die eigentliche Fektzr des Heldengedenktages fand am Vormittag um 9.30 Uhr auf dem. Landgraf- Vhilipp-Platz am Ehrenmal der gefallenen 116er tatt. Zu beiden Seiten des Ehrenmals hielten Bosten unter Gewehr die Ehrenwache. Zur vorge- ehenen Zeit fanden sich Offiziere der Wehrmacht, Kreisleiter Backhaus mit seinen Mitarbeitern und den Ortsgruppenleitern, der Oberbürgermeister sowie Angehörige der Gliederungen der Partei ein. NS.-Reichskriegerbund, Volksbund für deutsche Kriegsgräberfürsorge, Schutzpolizei, Technische Not- bilfe, Deutsches Rotes Kreuz und NS.°Studentenbund waren ebenfalls mit mehreren Kameraden angetreten. Während die Wachtposten das Gewehr präsentierten legte der Standortälteste, Oberstleutnant Kühne, einen Kranz am Ehrenmal nieder. In kurzen Worten gedachte er der Helden, die im Gruppe IV: 24.3. Wölfersheim — Melheim; Butzbach II — Nieder-Weisel II. 14. 4. Melbach gegen Butzbach II; Nieder-Weisel II — Wölfersheim. 28. 4. Melbach — Nieder-Weisel II; Wölfersheim — Butzbach II. Gruppe VII: 24. 3. W atzenb orn-Steinberg gegen Großen-Linden ; Allendorf — Klein-Linden 6:5. 14.4. Grohen-Linden — ^Iein=8mben; Allendorf — Watzenbom»Steinberg. 28. 4. Allendorf aegen Großen-Linden; Klein--öinden — Watzenborn-Steinberg. Die noch rückständigen Spiele der Vorrunde müssen an den dazwischenliegenden Sonntagen (nur nachmittags) ausgetragen werden. Sämtliche Spiele, ~ und Rückrunde, müssen bis zum 28. April Weltkrieg fielen, aber auch derjenigen Kameraden, die im jetzigen Krieg ihr Leben gaben. Sie gaben ihr Leben, damit Deutschland lebe! Die Fahne war ihnen mehr als der Tod! Kreisleiter Backhaus gedachte ebenfalls der Helden des Weltkrieges, aber auch der Parteigenossen, die im Kampf für Deutschlands Freiheit ihr Leben Hingaben. Er gedachte ferner der Kameraden, die in Polen fielen, die im Westen, in der Luft und auf dem Wasser ihr Leben für Deutschland einsetzten. Als Zeichen der Treue und der Verbundenheit legte er einen Kranz am Ehrenmal nieder. Weitere Kränze wurden niedergelegt durch Polizeidirektor Lutter, der für den Kameradschaftsbund der deutschen Polizeibeamten sprach, ferner durch Major H e l l w e g e - E m d e n für die Schutzpolizei, durch den Traditionsverbandsführer Major Wolf für den Traditionsverband ehemaliger 116er und durch Landgerichtsrat T r ü m p e r t für den Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorae. Auch am Kriegerehrenmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 wurde ein Kranz durch Vertreter des NS.-Reichskriegerbundes niedergelegt, während eine Abordnung der NSKOD. das Ehrenmal im Ehrenfriedhof auf dem Rodtberg mit einem Kranz schmückte. lich, aber ohne Bemgskarten, abgegeben, die von den übrigen drei Angeklaaten entgegengenommen wurden. Es handelte sich oabei um eine Gesamtmenge von etwa 40 bis 50 Kilogramm Fleisch- und Wurstwaren. Die Angeklagten wurden schuldig erkannt, und zwar D. Des ihm zur Last gelegten Vergehens, R., P. und M. der Beihilfe zu diesem Vergehen. Es wurden dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend verurteilt: D. zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten unö einer Gewstrase von 200 RM, ersatzweise 20 Tage Gefängnis, R. zu einer Geldstrafe von 150 R M., ersatzweise 15 Tage Gefängnis, P. und M. zu je einer Geldstrafe von 100 RM„ ersatzweise je 10 Tage Gefängnis. Aus der Stadt Gießen. Tücken und Mcken. Warum reißt eigentlich das Schuhband jedesmal bann, wenn wir es besonders eilia haben? Ist ein Gebrauchsgegenstand in solchen Fällen widerborstig, so sprechen wir seit Friedrich Theodor Vischer von der Tücke des Objekts, während ein Gaul bekanntlich seine Rücken haben kann, so daß, wer nicht mit ihm umzugehen weiß, unversehens herunterfliegt. Indessen können wir einem Schuhband nicht gut Bösartigkeit vorwerfen, denn es ist ja'kein denkendes Wesen. Wenn wir es also verwünschen, meinen wir nur unsere eigene Hast. Wir sind eben geneigt, die Schuld an allem, was lästig wird, anderen zuzuschieben. Daher ist der aufsässige Kragenknopf oder das zerrissene Schuhband sogleich die personifizierte Niedertracht. Ebenso wird der störrische Gaul zu einer hämischen Bestie. Es gibt Augenblicke, in denen sich die ganze belebte und unbelebte Natur gegen uns verschworen zu haben scheint. „Immer mit der Ruhe" ist daher die vernünftigste Verhaltungsweise in solchen Fällen. Aber das ist leicht gesagt, wenn man den Zug doch verpassen könnte und zu spät käme, wo man nicht zu spat kommen darf. Der Weise würde sich an die eigene Brust schlagen und seufzen: Es liegt vermutlich an mir selbst. Aber der Weise ist eben stets gelassen und hat Zeit. Wenn es ihn drängte, könnte er auch nicht anders als wettern und fluchen, obwohl er wüßte, daß die Sache dadurch noch mehr verhaspelt wird. Oder spricht er zu dem Gaul: „So einer bist du also", indem er ihm den Hals tätschelt? Oder schlingt er flugs einen Knoten und murmelt lächelnd: „Halb so schlimm?" Das Richtigste wäre es immerhin. Aber wir zerren wahrscheinlich weiter, und das Biest von einem Band reißt noch einmal ... R. G- Tageskalender für Montag. Hörfaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Lud- wigstraße 34: 18 Uhr, Grimm-Feier. Professor Dr. Alfred Götze hält den Festvortrag über das Thema „Deutscher Krieg und Deutsche Sprache". — Stadttheater: NSG. „Kraft durch Freude", 20 Uhr, „Großer Bunter Abend". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Weißer Flieder". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Das jüngste Gericht". NS -Trauenschast/Frauenwerk. Abteilung Grenzland-Ausland. Am Dienstag, 10. März, findet ein Nachmittag der Abteilung Grenzland-Ausland für alle vier Ortsgruppen um 17 Uhr in der Oberrealschule (Eingang Bismarckstraße) statt. Es tfiirt) ein Vortrag mit Lichtbildern über d?b Deutsche Kunst im Grenzland gehalten. Abteilung rNütterdienst. Am Donnerstag, 14. März, beginnt ein Mütter- fchulungskurs „Gesundheits- und häusliche Krankenpflege" um 19.30 Uhr in der Goethestrahe (Kreisamtsleitung der MSV.). Anmeldungen können dort und in der Frankfurter Sttaße 1 (Kreis fr auen- schaftsleitung) für diesen und alle anderen Kurse des Mütterdienstes entgegengenommen werden. HI. Bann und Unfergau 116. Jugendfilmstunde in Gießen. ihnen zuftehenden Nahrungsmittel auf Grund eines Bestellzettels täglich bereitstem. Es wird eine Seit vereinbart, entweder vor oder am Schluß der Ar- bettszeit, in der sie Netz ober Packmaterial ab geben, um es später zu einer angegebenen Zeit wieder abzuholen. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hat ehre Mitglieder angewiesen, diesen Wünschen ent« gegenzukommen. 2. Frauen, die nicht in der Lage sind, aus zeitlichen Gründen ihre Einkäufe in dieser Weise zu tätigen, verständigen sich mit dem Deutschen Frauenwerk. Die Verständigung wird vermittelt durch die jeweilige Betrieb sftauenwalterin. Das Deutsche Frauenwerk stellt Helferinnen zur 23erfügung, die dann die Einkäufe besorgen. Es empfiehlt sich gerade für die berufstätige Frau, die Einkäufe möa- lichst bei einem Händler zu besorgen, da das für alle Beteiligten eine wesentliche Erleichterung ist. liHemeinW M Statt SM Steuöe Achtung! kdA.- Sport. Sportamt Wetterau. Schanzenstraße 18. Am 17. März findet im Lichtspielhaus eine Jugendfilmstunde statt, zu der alle Einheiten-, mit Ausnahme der Teilnehmer an der wehrsportlichen Ausbildung, um 8.45 Uhr in der Schanzenstraße antreten. Die Karten sind sofort bei Jg. Reeh au der Banndienststelle abzuholen. Die Jahrgänge 23 bis 21 nehmen nicht an der Filmstunde teil, sondern haben zur Wehrausbildung anzutreten. Lerkaufserleichterung für die berufstätige Frau. RSG. Seit Beginn des Krieges bemüht sich das Deutsche Frauenwerk, der berufstätigen Frau bei ihren Einkäufen zu helfen. Da es immer wieder vorgekommen ist, daß die berufstätige Frau nach Dienftschluß bei dem Einzelhändler nicht mehr alle Lebensrnittel bekommt, die sie kaufen möchte, und daß vor allen Dingen Obst und Gemüse bereits verkauft sind, hat das Deutsche Frauenwerk mit der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel folgende Vereinbarungen getroffen: Die berufstätige Frau wird bei chren Einkäufen bevorzugt berücksichtigt. Ihrer arbeitsmäßigen. Inanspruchnahme muß auch vom Einzelhändler Rechnung-getragen werden. Frauen, die nach ihrer Arbeitszeit keine Möglichkeit haben, ihre Einkäufe zu tätigen, müssen folgendes beachten: 1. Sie setzen sich mit ihrem Lebensmittel-Einzelhändler in Verbindung und bitten ihn, daß er die Überragende Güte zeichnet die ECKSTEIN Nr.5 deshalb aus, weil für denTabak alles - für die Packung nur das zweckmässig Notwendige aufgeboten wird. Denn auf den Tabak kommt es an! Fußball um die Bannmeisterschast. Termine der Rückrunde. Gruppe I: 24. 3. Steinfurth — Butzbach 1.5g.; Nieder-Weisel 1. Jgd. spielfrei. 14. 4. Steinfurth gegen Niederweisel 1. Jgd.; Butzbach 1. Jgd. spiel- ftei. 28.4. Butzbach 1. Jgd. — Nieder-Weisel 1. Jgd.; Steinfurth spielfrei. Gruppe II: 24.3. Bad-Nauheim — Friedberg; Ober-Wölladt — Nieder-Florstadt. 14.4. Nieder- Florstadt — Bad-Nauheim; Friedberg — Ober- Wöllstadt. 28.4. Bad-Nauheim — Ober-Wöllstadt; Nieder-Florstadt — Friedbera. Gruppe III: 24.3. Büdesheim — Groß-Karben; Klein-Karben — Rodheim (für Klein-Karben gewonnen, Rodheim nicht angetreten). 14.4. Groß- Karben — Klein-Karben; Rodheim — Büdesheim. 28. 4. Groß-Karben — Rodheim; Büdesheim gegen Klein-Karben. & Gießener Stadttheater. Tanzgastspiel Manon Ehrfur - Rolf Jahnke Die Erwartungen, die mit dem Auftreten des Solotänzerpaares der Berliner Staatsoper in unserem Stadttheater verknüpft waren, wurden in jedem Bezug erfüllt. Manon Ehr für und Rolf Jahnke boten Tanzkunst in des Wortes umfassender Bedeutung. Sie ließen von Anfang an wissen, daß es ihnen um ihre Kunst ernst ist sie; gaben auch zu erkennen, wie viele Möglichkeiten gegeben sind, Empfindungen durch Rhythmus, Geste und wohlerwogene Bewegung auszudrücken. Schon der erste Auftritt zeigte, auf welch unge- gewöhnlichem Niveau sich die Darbietungen des Abends bewegen sollten. Die völlige Beherrschung der tänzerischen Mittel, die Mühelosigkeit, die sich in jeder Bewegung kundtat, ließen nichts mehr von der angestrengten Arbeit wissen, die diesem Grad der Reife vorausgegangen sein mochte. Aeußerte sich schon in den beseelten „Klassischen Variationen' die ganze Kultur des Tanzpaares, so gab es im Laufe des Abends noch viel Gelegenheit, die Wandlungsfähigkeit, die Originalität, den inneren Reichtum der Künstler zu bewundern und ihre Teperamente zu erkennen. Wenn Manon Ehr- fur schon gleich zu Beginn an die schönsten Traditionen der Tanzkunst anknüpfte und dabei durch eine vollendete Beherrschung des Spitzentanzes überraschte, so äußerte sich dann die Vielseitigkeit ihrer künstlerischen Persönlichkeit in der frischen und urwüchsigen Studie „Tanz aus dem Böhmerwald", in einem kapriziösen, fast etwas frivolen Cancan, in der anmutigen Drolerie beim „Tanz im Dorf", in der verhaltenen Leidenschaftlichkeit in einem „Blues" und in der temperamentvollen Groteske „Der Klaviervirtuose". In den Tanzduetten, in denen sie, wohl unbeabsichtigt und auch unaufdringlich, die Dominante hielt, war sie für Rolf Jahnke eine Partnerin von feinem Gefühl. Rolf Jahnke äußerte in seinen „Wiener Skizzen", noch stärker aber im Tanz der mit einer Seele begabten Marionette Petruschka (die sich in Liebessehnsucht zur Ballerina verzehrt) seinen persönlichen Stil. Mit der Skizze „Sportfrohe Jugend", einer lustigen Umsetzung verschiedener sportlicher Disziplinen in den Tanz, sicherte er sich anhaltenden Beifall. Mit besonderer Freude folgte man auch den Tanzduetten. Der „Tanz im Dorf", ein Liebesspiel, war ganz Heiterkeit und Spielerei, die „Serenata d’amore“ war ein Kabinettstück der tänzerischen Pantomime. Eine Tanzgroteske von unwiderstehlicher Komik stellten „Die Hamsterer" dar. Eine rassige Tarantella beschloß den Reigen. Es gab sehr viel Beifall, und die Künstler mußten sich zu mancher Wiederholung entschließen. Ein Teil der Bewunderung gebührte auch der Künstlerin am Flügel, Maria Kalamkarian, die übrigens auch für zwei Darbietungen des Abends die Musik geschrieben hatte. Sehr angeregt, nachdenklich bewegt von der Ausdruckskraft wahrhafter tänzerischer Kunst und dankbar für die beiden unterhaltsamen Stunden verlies man das Haus. Heinrich Ludwig Neuner. Herzensgeheimnis. Von Max Iunqmckel e Das hatten sie ihm nicht zugetraut, diesem harten Bauern mit den Händen, die wie Schraubstöcke sind. Ja, wenn man Soldat ist, dann kommen in 'der Freizeit manchmal wunderliche Gedanken, die früher, als man von der Erde, von der Sonne und vom Winde angerufen wurde, sich nicht hervorwagten. Und nun, im Bunkerlicht, sind sie auf einmal da, sind in den Bauern hineingefahren, in seinen Kopf und in sein Herz ... Die harten, klobigen Hände greifen ein Stück blankes Blech, machen es mit Nagel und Hammer kreisrund und so groß wie einen Taler. Und nun klopft er in dieses Stückchen Blech einen Vogel hinein, der auf einer blühenden Rosenranke sitzt und singt. Sein wettergegerbtes Gesicht sieht ganz verwandelt aus, wenn er an diesem Ding herumbastelt. Er sitzt da, im Bunker, zwischen lachenden, singenden und erzählenden Kameraden, hat sich in sich zurück» gezogen wie eine Schnecke in ihr Haus. Er macht ja eine Brosche für seine Braut daheim. Und er denkt sich dabei, daß das Ding ihr sagen wird, daß er die ganze Zeit fest an sie gedacht hat. Gewiß, es ist ein richtig singender Vogel, den er da in das Blech hämmert. Und ein blühender Rosenzweig ist es auch. Aber da ist noch mehr dabei. Er hämmert seine Träume und seine Liebe mit hinein. Und das können die Kameraden-Augen nicht schauen. Nur sie, seine Braut, wird das sicherlich sofort erkennen. Und wenn er dann nach Hause kommt, auf Urlaub, dann wird er ihr das weiße Halsgrüblein küssen, bis es brennt, und hernach wird er ihr die Brosche anstecken. Ja, das wird er. Vorläufig ist er allerdings noch nicht fertig, immer fällt ihm etwas Neues ein. Wie er so sitzt, der starke, hellblonde Junge! Vielleicht sieht er mit den Augen seiner Seele die Lilie vor sich, die in seines Vaters Garten, in der Ecke des Kohlbeetes steht. So anmutig steht sie da, so voll schwebender Leich- tigEeit und Musik. Genau so, wie sein Herz jetzt ist. Und draußen, über dem Bunker, mäht die Sichel des Mondes in den Wolkenwiesen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hnmvnn, alle in Gießen. Ihre Verlobung geben bekannt Gustav Senkler Holzheim, den 9. März 1940 0891 Gießen (Frankfurter Straße 30), den 11. März 1940. 0894 Nachdruck verboten Ohne Gewähr Deutschlands größte Bausparkasse 7. März 1940 8. Ziehungstag Ja der Nachmittagsziehung wurden gezogen Eigenheimverträge. 1222V 144812 381734 8. März 1940 GLORlfl Erstaufführung Heute Montag 1213 A r«rRr Karl Skranp Susi Nicoletti HANNELORE SCHROTH PQLRST___Giessen S 210503 325917 41802 398631 Am 8. März starb nach schwerer Krankheit in einem Reservelazarett unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Ein heiterer Unterhaltungsfilm mit viel Lebensklugheit u. Witz 199808 148687 337677 139775 142887 156792 222241 233955 244751 320949 322023 348627 9. Ziehungstag Philipp Senkler und Frau Anna, geb. Schönhals. 160498 192467 252187 262130 395858 195159 221601 222009 284146 297008 319645 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 13. März, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Nachlässe von 3 bla 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige > Mady Rahl, Elga Brink, Hans Holt, Paul Henckels, Victor Janson, Rud. Schündler Spielleitung: Arthur M. Rabenalt Einfamilienhaus auf dem Lande, eine Viertelstunde v. Bad-Nauheim, mit 7 Zimmern, Küche, Stallung, Hof, 400 qm Garten neben dem Haus, zu verkaufen. Preis 10000 NM. Barzahlung plus Kosten. Bei Kauf wird daß Haus beziehbar. Schriftliche Anfragen unt. 1243V an den Gießener Anzeiger erbet. Die Liebe ist eine Himmelsmacht, und oft bringt sie die Herzen in glückliche Verwirrung. Wir sitzen lachend dabei und freuen uns mit den Verliebten Gewinnauszug 5. Klasse 2. Deutsche ReichSlotterle in Ludwigsburg-Württ. 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Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. — Bitte 12 Stück Papier? Servietten mitbringen. 1240 V Die Kursnsleitnng 1 E. F. Graefe. Es ist der einzige diesjährige Korsos. Auf jede gezogene Nummer find drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und III im Alter von 31 Jahren. Im Namen aller Hinterbliebenen: Alleinst. Dame sucht 2-Zimm.-WohDüng oder auch Teilwohnung. Schr. Angeb. unt. 0892 an o. Gieß. Anz. |Stellengesuche| Langjähriger Kraftfahrer sucht Dauerstellung. Schr. Ang. unt. 0840 a. d. G. A. | Stellenangeböte| Fahrer für Zugmaschine f. sofort gesucht. Holzhandlung Dürr & Co Liebigstr.57.l24M Modehaus Decker Marktplatz 6 ____________________________1246D 180829 147634 351254 ~99'Gewinne zu 1000 RM. 1474 12246 17330 66955 67536 77051 79731 80637 82574 121616 122100 122926 129627 | Vermietungen| Leeres Zimmer zu vermieten. Schrift!. Anfrag, unt. 0893 an den Gieß. Anzeiger. j Mietgesuche l-2-3immer- WoQnung möbliert od. unmöbliert, f. sof. od. spät, gesucht. Eilangeboie erb. unt. 0882 an den Gieß. Anzeiger. / l-^Hchkeit '■ Achter ■ ^ienn^.'^.Neu. n^ken 6pO;an,"c-'n