■'1= i M MN M - >: z ?■■'./• >Zv. Pw ^Ä>iw (90. Jahrgang llr. 266 Kt N °st, Piet % für die Mittagsnummer biSS'/dlbr desBormlttags Anzeraen-Preiie r aruetgentetl 7 Rvf. le mm bei 22 mm Zellenbreite, Wertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstastel I Abschlüsse Mengenitaflel B Plavvorschrift (oorbenae Vereinbarung) 25 \ mebr vrühlsche Un toerfttätsönuf erd H. Qmge General-Anzeiger sür Oberhessen $Weiefien.9$d>iinta6e 7-9 Drschemr täglich, anher Sonntags und jhelertags Beilagen: DieaUustrrerle ©iehenerSvamilienblätter Heimat lmBild DleScholle Monato-Be^ugsvreis v Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Obneällustrierte , 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 auch bei Richterscbemen von einzelnen Wummern tnrolge böberer Gewalt Fernivrechanschlus; 2251 Dra btanschri ft: „Anzeiger" Postscheck 11 ß«« Tranks. M ) mva d Samstag.9.'Sonntag, 10. November 1940 Gießener Anzeiger aus diesem Dilemma keinen MVM Den Wortlaut der Rede des Führers finden unsere Leser im zweiten Blatt. stagnch Oie Toten Hessen-Nassaus rers, das eingehen sollte in die Geschichte der Be- weilt, weiß anscheinend Ausweg. Er hat zwar mit Herrn S m u t s , Eng- Südafrika, debattiert, aber I. ich • nnG < iitb dil an mit ntnten. fyotqf! M gewicht Äigrnd' Nach- tack m'-t pst N hlMMkl «uchsri» inb. 5® >r i\narmij ßub ols bnB tet V !■ 10 W1 (gen. Sange, BesKt- n, sch gern e Plan erischtn Mairn- haben in weltgeschichtlich einmaligen und unoer- gleichlichen Waffentaten das eingelöst, was uns die Toten der „Ewigen Wache" in München aufgegeben hatten. Es wird uns jetzt aber auch deutlich, daß diese Männer, die Toten vom 9. November 1923, in einer damals noch kaum faßbaren Weise das ganze Schicksal auf diese eine Tat setzten, diese Opfertat, aus der es kein Zurück mehr gab. Sie hatten abgeschlossen mit einem bürgerlichen Dasein der Kompromisse, sie waren auf die Straße gegangen, um sich selber einzusetzen bis zum Letzten. Sie wußten, was sie damit taten: sie waren Revolutionäre in der entscheidenden Stunde des Vaterlandes geworden. Sie wußten, daß sie sich als echte Revolutionäre das Recht selber setzten, das sie, wenns sein mußte, mit ihrem Blute besiegelten. Und es mußte sein? Sie waren in einen totalen Kampf für ihre heilige Ueberzeugung eingetreten, weil Deutschland leben wußte ... Es gab für sie keine Vorbehalte der Sittlichkeit, der Religion, der Rechtsauffassung mehr — sie gingen in ihrer ganzen Person diesen einen, den notwendigen Weg zu Ende. Nur deshalb haben sie Geschichte gemacht. Man wacht Revolution und damit Geschichte nicht mit Vorbehalten, mit halbem Herzen. „Und setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein" — dieses vieszuviel in flauer Zeit zitierte Schillerwart ist an ihnen endlich wieder einmal Fleisch und Blut geworden: sie nahmen sich das Recht, eine neue Welt zu setzen gegen die alte, und sie machten damit den Anfang für eine neue Evoche. Diese Zeit oder ,Epoche" nun, die sie „machten", verlangt von uns allen, daß wir genau so wie sie handeln. Wir haben uns ganz und gar einzu« fetzen für das Neue. Wir erleben die „Totalität" heute als ein ganz großes und unvergleichliches Geschehen an uns, an unserem Leben. Wir haben keine Vorbehalte mehr — wir stehen alle im Kampf an der Front. Das ist das Ungeheure dieser Zeit, die seit dem 9 November 1923 heraulgekommen ist, daß sie den Menschen mit der unerbittlichen Wucht geschichtlichen Geschehens verwandelte. Millionen haben das passiv erlebt, sie sind innerlich hineingezwungen worden in dieses große Schicksal, andere wieder haben sich erheben lassen und sind freiwillig in diese große Front eingetreten} haben die Stunde des Selbst- einsaßes gefunden. Alle aber fühlen, daß es heute kein Ausweichen mebr aibt, daß sich an uns und durch uns etwas vollzieht, was es bisher in unserem Volke noch nicht gab: der totale Einsatz. Der Führer hat in seiner Rede zur Eröffnung des Kriegs-Winterhtlfswerkes 1940/41 darauf hinge- wiesen, daß es einem Deutschen vor unserer Zeit kaum möglich gewesen wäre, sich vorzusietten, daß er einmal gemeinsam mit Angehörigen aller „Stände" die Sammelbüchse nehmen würde ... So ist es, gleichnisweise, mit allem in unserem Leben heute: die Menschen, — ja dieselben Menschen, die heute zum Einsatz auf allen Gebieten vorbehaltlos bereit finb, hätten vielleicht vor einem Menschen-- München, 8. Nov. (DNB.) Wieder begingen am Vorabend des 9. November d i e Alten Kämpfer des Jahres 1 923 in Gegenwart des Führers die Erinnerung an den Opfergang zur Feldherrnhalle. Der äußere Verlauf der Feier- tunde unterscheidet sich kaum von dem der Vorjahre; der Saal ist schlicht und einfach geschmückt. Viel stgrker noch als vor einem Jahre tritt neben den schlichten Braunhemden und grauen Windjacken das Feldgrau in Erscheinung. Nächst der Rednerkanzel sind die Plätze der Reichsleiter. Alle tragen sie den Blutorden. Der Stoßtrupp „Adolf Hitler" sitzt zur Linken des Rednerpults. Unweit davon sehen wir viele Gauleiter. Mit den Angehörigen der Toten vom 9. November 1923 haben die Hinterbliebenen der Opfer vom 8. November 1939 So schmilzt uns das Schicksal zusammen auf Tod und Leben, und alle Vorbehalte, die wohl der oder jener noch vor einigen Jahren insgeheim oder offen machte, fallen dahin. Die alten Formen sind zerbrochen oder vermorscht. Sie haben zu nichts anderem geführt als dem Elend bis 1932. Sie haben das innere Recht verloren. Das ist ein so radikaler Umbruch, daß er nicht sogleich von allen begriffen werden konnte. Was frühere sogenannte Revolutionen versuchten, oorzutäuschen, was sie aber nicht erfüllen konnten, weil sie die Totalität nicht zu erfüllen vermochten, weil sie Halbheiten predigten und auch noch unter dem Todeszeichen schwindelten, — das wächst jetzt in seiner ganzen Wucht vor uns auf: wir haben unsere Sache auf diese eine Tat gesetzt, zu der die Toten der Feldherrnhalle voranschritten, opfermutig, stellvertretend, wissend und vorbehaltlos. So wird für uns die Feier des 9. November zu einer Feier der Einkehr bei uns selber Wir haben uns in diesem rasenden Zeitlauf der Erfüllung zu prüfen, wie weit wir bereit waren, jenen Männern freiwillig zu folgen und wieweit uns das große Schicksal schob und zwang. Wir wachsen in dem Maße in das Format dieser Zeit, in dem wir uns zu wahrer und vorbehaltloser Freiwilligkeit des Einsatzes aufraffen. Wir kommen nicht daran vorbei. Wir alle nicht. Curt Hotzel. England und das östliche Äe'meer. in Aegypten selbst dringend benötigt, wenn sie überhaupt kommen sollten, was angesichts der gespannten Lage im Pazifik, soweit Australien tri Frage steht, durchaus zweifelhaft erscheint. Eden hat auch eifrig mit dem Emir Abdullah von Transiordanien konferiert, dem Sohn des 1926 von Ibn Saud vertriebenen Königs von Hedschas, den England anscheinend als brauchbar befunden hat, um mit ihm ein ähnliches Intrigenspiel aufzuziehen wie im Weltkrieg. Damals gelang es dem britischen Obersten Lawrence, der von dem britischen' Geheimdienst in Kairo nach Arabien gesandt war, die arabischen Fürsten zum Kampf gegen hie Türkei aufzuwiegeln. Er versprach ihnen die Schäftung eines Großarabischen Reiches, aber gleichzeitig teilten England und Frankreich in einem Geheimver- trag den vorderasiatischen Belitz der Türkei untereinander auf, so daß weder Syrien noch Palästina den Arabern zuftel und auch Transiordanien und Irak britische Mandate wurden. Damals gelang es der britischen Politik, die aufeinander eifersüchtigen arabischen Fürsten gegeneinander ausmspielen und damit das Entstehen eines Großarabischen Reiches vom Indischen Ozean bis zum Mittelmeer zu verhindern. Heute sott anscheinend mit Hille Abdul- gung, auf dem Königlichen Platz in München, gibt Kunde von dem Siegen und Sterben dieser sechzehn Helden. Es sind, seitdem dieses Mahnmal, ein in seiner Schlichtheit so besonders ergreifendes Monument, geschaffen wurde, Millionen hier vorübergezogen, um die Toten ehrfurchtsvoll zu grüßen. Aus Nord und Süd, aus Oft und West kamen sie, Männer, Frauen und Kinder. Wenn sie die Stufen zu der Ewigen Wache heraufschritten, an den unbeweglich stehenden ^-Posten vorbei, dann erfüllte sie eine Ahnung von der Größe des Opfers, das diese Sechzehn zu einer Zeit daraebracht hatten, da nur wenige an eine Wiederauferstehung des deutschen Volkes glaubten. Der Geist der Feldberrnhalle ist es, der immer Marschweg nnd Zielrichtung der Bewegung bestimmt hat und weiter bestimmt. Die Partei, damals nur einen kleinen Teil des Volkes umfassend, ist im Laufe der Jahre, zusammen mit den Gliederungen und dem angeschlossenen Verbänden, zu einer gewal- tiaen Organisation des deutschen Volkes geworden. Alle Arbeit, die von dem Millionenheer der in der Bewegung Arbeitenden geleistet wird, steht unter dem einmaligen und verpflichtenden Leitgedanken des 9 November 1923, ist ausgerichtet auf die innere und äußere Haltung, die diele Männer beseelte. Und wenn jetzt das deutsche Volk in dem ihm avfqezwungenen Krieg zum Endkamvs gegen England anoetreten ist. nachdem es dessen sämtliche Bundesgenossen zerschlagen hat, bann wollen wir uns stets vor Augen halten daß das Fundament zu der Weltmacht Gro^^euftchland vor über zwanzig Jahren vpn dem Führer und seinen Getreuen gelegt worden ist. und daß ohne den Ovfergang des 9. November 1923 die Beweaung und damit auch das deutsche Volk niemals jenen in einzigart'gen Aufstieg hätte nehmen können. Denn ber Ovfergang biefer Sechzehn war es, ber wie ein, Fanal wirkte und die Millionen ber gleichgültig Abseitsst-ch-mden aulrüttelte unb ihnen zeigte, baß es noch Männer gab. bie bereit waren, für eine Idee zu kämpfen und zu sterben. So gehen auch an biefem 9. November unsere Ge- banken^zu jenem Tag n^r siebzehn J"bren Zurück, benn er bebeutet uns Mahnung unb Verpflichtung zugleich. Ehrenplätze in der Mitte des Saales. Wenige Minuten später trägt Grimminger, barhäuptig und im braunen Hemd die Blutfahne irTben Saal. Zwei Offiziere ber Waffen-^ geben ihr bas Ehrengeleit. Einer von ihnen trägt bas Ritterkreuz. Stumm grüßen bie Kameraden bas alte Feldzeichen, das hinter dem Rednerpult Aufttellung nimmt. Der Badenweiler Marsch klingt auf. Ein Sturm der Begeisterung reißt die' Alte Garde von ihren Sitzen. Die Heilrufe nehmen kein Ende. Der Führer ist im Saal. Gefolgt von Rudolf Heß, Adolf Wagner, Ehristian Weber, Julius Schaub und Ulrich Graf sowie den Reichsleitern Dr. Dietrichs unb Bohrmann geht der Führer durch das .Spalier seiner jubelnden Kameraden zum Rednerpult. 3m Gau Hessen-Nassau fielen Wilhelm Wilbelmi, Singhofen 6. März 1927 Karl Ludwig Wiesbaden 10. April 1927 Heinrich Kotimann, Darmstadt 13. Mat 1928 Kath. Grünewald, Lampertheim 2. August 1929 Erich I ost, Lorsch 5. August 1929 Hans Hobelgberger,Biblis 17. November 1931 Hans Handwerk, Frankfurt am Main S.Iuli 1932 Heinrich Grasmeber, Steeden 11. Juli 1932 Christian Croehmann,Pfungstadt 26. Februar 1933 Iofef Bleler, Frankfurt a. M.-Höchst 28.^ebruar 1933 Andreas Weidt Höchst im Odenwald 3. Mär, 1933 Peter Fries, DarmOadt 17. März 1933 Wilhelm Hofmann, Wölfersheim 18 April 1933 )nniag einen ll uni kann, halb, dürfte 'schnei- täglich, Mann. lands Schildhalter in _ . . die Verstärkungen, die man aus Rhodesia, aus Indien, Neuseeland und Australien erwartet, werden ille feine Wem! ;end N ; Spröd!, er W n. Macii ib hiE an, ist e r Mu ette W. ■ ben w ektor nr-1 ibeff/J1 ast M r Merl Thyriot 3m Geist der Helden des 9. November. Oer Führer spricht zur Alten Garde der NSDAP, im Münchener Bürgerbräukcller auf der ErinnerungSfeier am Vorabend des 9. November. Erfüllung durch Einsatz. Oer 9. November stand am Anfang des Opferweges in die deutsche Freiheit. aller den Kopf geschüttelt, wenn man ihnen das hätte voraussagen können. Unb bennoch hat unser Leben durch biese erfüllte Anforberung des Ganzen /erft roieber einen Sinn bekommen. Die verzweifelte Vereinzelung des „unpolitischen" Individuums ist aufgehoben durch den großen gemeinsamen Opfergang, der keinen ausnimmt. Den Toten von der Feldherrnhalle sind Zehn- tausende von Toten, von Opfern für dieses neue Deutschland gefolgt. In Polen, in Belgien und Frankreich, in Holland unb in Norwegen liegen sie begraben. Wenn wir in diesem Jahre vor bie Ewige Wache treten, so stehen wir im Geiste an all biefen Gräbern ba braufeen an ben Fronten. Und wir scheuen hinaus auf die Meere, wo andere den Todesweg in bie stumme Tiefe haben gehen müssen — für Deutschland Allen fühlen wir uns heute zugehörig, alle finb sie stellvertretend für bas Ganze' gefallen, auf bem großen Marsch in die Zukunft, den wir antraten, vom Schicksal beauftragt. Und wir Lebenden stehen zugleich stellvertretend alle für sie, wir rufen alle ,,Hierl"; wenn bas Schicksal ihren Namen aufruft. >« < f?.* e s>-» * 'einen}1 ■M 5 65 £ llr! ■teJ gti^ wegung, ja bes deutschen Volkes: „Unb i h r habt hoch gesiegt!" Gerade jetzt, ba bas beutsche Volk in Waffen steht, wollen wir einen Blick auf bie Lebensstellungen berer werfen, bie bamals diesen schweren Weg gingen: Es waren ein Landgerichtsrat und ein Kaufmann, ein Rittmeister und ein Schlosser, ein Student, ein Kellner und ein Hutmacher, Ingenieure und Bankbeamte, an bie zu gleicher Stunbe ber Tob herantrat. So bilbete sich schon damals jene Gemeinschaft des Volkes heraus, bas Adolf Hiller in ben weiteren Jahren feines Kampfes zu einem unlösbaren Ganzen zufammen- schweißte zu einer festverschworenen Schicksalsgemeinschaft, bie es überhaupt erst ermöglichte, ben Weg zum 30. Januar vorzuberellen unb bann in ben Jahren bes planmäßigen unb zielbewußten Aufbaues ben Grunbftein für bas Großdeutschland zu legen, bas eine neue Örbnung zu schaffen berufen ist. Die Ewige Wache in der Hauptstadt der Bewe- In diesen Tagen gehen unsere Gedanken wieder zurück auf jenen 9. November 1923, da Adolf Hitler mit seinen Getreuen ben Marsch zur Feldherrnhalle antrat Dieser Marsch war ein Marsch bes Bekenntnisses bes Bekenntnisses für Wahrheit, Ehre unb Recht unb gegen Lüge, Niebertracht unb Verrat. Es war ein Marsch, über bem ungeschrieben das Wort „Deutschland" stand. Die Tausende, die damals durch die Straßen Münchens zogen, und denen der Jubel ber Bevölkerung galt, wußten nicht, wie ber Tag enden würde, aber sie wußten, daß es für sie nur ein Vorwärts und niemals ein Zurück gab, sie wußten, baß für sie nur ein Gebot bestaub: dem Manne zu folgen, von bem sie bis zum letzten überzeugt waren, baß es nur ihm gelingen würbe, Deutschland aus Not und Schmach unb Elend zu neuer Größe emporzuführen. Als an ber Feldherrnhalle bie Kugeln tn chre Leiber schlugen, als 16 löblich getroffen zusammenbrachen unb viele schwere Verwundungen davontrugen, ba stand über dieser Stunde schon bas Wort des Füh- Als am 9. November 1923 bie Opfer bes Marsches auf bie, Felbherrnhalle in München bahinfanken, erkannte die große Mehrhell des deutschen Volkes noch nicht, daß damit der Opferwea in die deutsche Freiheit begonnen worden war, der einmal das ganze Volk verpflichten sollte. Heute ist e's allen offenbar, was dort als sinnbildliches Blutopfer sich vollzog. Jetzt gehen wir diesen Weg selber, jetzt stehen wir alle mitten in dem großen Marsch in die Freiheit, der uns am Ende von ben verschworenen Feinden biefer Freiheit als gewaltiger, erbumfassenber Kriegszug aufgezwungen wurde. Was einst als innerer Feind der deutschen Freiheitsbewegung die Schüsse vor der Feldherrn- halle lösen ließ, bas steht jetzt als äußerer Feinb auf letzter, verlorener Bastion auf ber britischen Insel unb jenseits bes Ozeans, um bas schon Vollzogene noch rückgängig zu machen. Denn wir finb letzt schon frei, wir — unsere herrliche junge Mannschaft an der Seite ber Wellkriegsfrontsoldaten — Churchill hat in seiner letzten Rebe vor dem Unterhaus erklärt, daß England ben Griechen „bis zur Grenze der englischen Leistungsfähigkeit" helfen, wolle, unb um dem griechischen Bundesgenossen aleich deutlich zu machen, wie beschränkt diese Leistungsfähigkeit ist, hat er hinzugefügt: „Wir müssen an die Verteidigungsaufgabe mit lebendigem Sinn für die ungeheure Verantwortung Herangehen, die wir im" Mutterlande und in Aegypten zu tragen haben angesichts der großen und beständigen Gefahren, denen wir gegenüberstehen ... . .. Uns steht an der anderen Seite des Kanals eine gigantische Armee gegenüber und an der Grenze der libyschen Wüste haben wir gegen ein anderes mächtiges und zahlenmäßig überlegenes Heer zu kämpfen." Damit ist den ungeduldigen Kritikern im eigenen Lande, die immer wieder nach stärkerer Aktivität bes Kriegskabinetts rufen unb in einer „Offensive" auf dem Kontinent den einzigen Ausweg aus den wachsenden Schwierigkeiten Der belagerten Insel sehen, bedeutet worden, daß man weit drängendere Sorgen hat als eine Hilfeleistung für die griechischen Freunde, und diesen wird kühl gesagt, daß sie vorerst allein sich dem Ansturm der überlegenen italienischen Armee an der Nordgrenze zu erwehren haben. Wenn vor dem Ausscheiden Frankreichs eine starke britisch-französische Armee in Syrien bereit gehalten wurde, um nach dem Beispiel des Weltkrieges in Saloniki zu landen unb damit einmal Deutschlands Rohstoffmärkte auf dem Balkan zu bedrohen, zum andern eine Flankenstellung gegen Italien zu beziehen, so sind diese Kriegsausweitungspläne durch den Zusammenbruch Frankreichs zunichte gemacht worden. Denn die Truppen, die General W a v e l l zur Verteidigung Aegyptens zur Verfügung hat, reichen bei weitem nicht.aus, angesichts der italienischen Offensive von Libyen her nun auch noch eine Expedition nach Griechenland auszurüsten, so verlockend es für die britische Strategie auch wäre, ähnlich wie seinerzell in Norwegen gegen Deutschland, nun auch an der Gegenküste bes Ostmittelmeeres, also in Griechenland, eine Flankenstellung gegen Italien zu besetzen. Auch Kriegsminister Eden, der noch immer in Kairo Truppen im mittleren Orient und erklärte, das Siegesoertrauen und die Tapferkeit der im mtitle» ren Orient stehenden Truppen aus allen Tellen des britischen Weltreiches sei für das englische Volk eine moralische Stärkung. Eden gab dann zu verstehen, daß die Truppen in Aegypten und im Sudan noch weitere Verstärkungen erfahren mür- den. airo zu den britischen der gleichfalls einen Geleitzug sicherte, erhielt durch die Detonationen mehrerer schwerer Bomben storke Schlagseite. Auch ein Handelsschiff von 6000 BRT wurde schwer getroffen. Es tonnte die Fahrt im Geleitzug nicht fortsehen, sondern blieb zurück. Die BergeltungSaugriffe gegen die briti» sche Hauptstadt wurden auch am heutigen Tage fast ohne Unterbrechung fortgesetzt. Ueber London und im Sttdoftcn der Insel kam eS zu der» fchiedenen Luftkämpfen. bei denen 13 britische Flugzeuge abgeschossen wurden, während deut- scherseitH keine Verluste eingetreten sind. Das Jagd» geschwadcr Mölders errang bei diesen Lust- kämpfen seinen 600. Luftsieg. Der bekannte Ritterkreuzträger und Kommandeur eiuer »Kampfgruppe Hauptmann Storp wurde bevorzugt zum Major befördert, weit er sich bei den Einsätzen der letzten Reit weiterhin durch hervorragendes fliegerisches Könnew und die vorbildliche Führung seiner Gruppe ausgezeichnet hat Eden predigt »Siegesvertrauen»'. MiemscherWehrmaMberichl. Rom. 8. Nov. (DNB.) Der italienische Wehr» Machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Die Operationen au der L p i r u s - F r o u t gcheu weiter. Unsere Luftwaffe hat trotz ungünstiger Witte- rungsverhättvisse Ofsevsiv-Aktioaen auf die Fahrstraßen beim Presba-See und die Festung Korfu unternommen und wiederholt Volltreffer erzielt. Alle unsere Flugzeuge sind zurück- gekehrt. Line aus sechs feindlichen Flugzeugen bestehende Formation hat V a l o n a angegriffen und ist durch sofortiges (Eingreifen der Luft- und Bodeuabwehr und zwei Brandbomben in der Rahe des Bahnhofes abgeworfen, wobei einige Schienen, eine Wasserleitung und ein Waggon beschädigt wurden. 3n einem Privathaus brach ein Brand aus. der sofort gelöscht wurde; keine Opfer. x K Eindeutige Absage aus Dublin „Eine Abtretung von Häfen kommt nicht in Frage." Dublin, 8. Nov. (DNB.) Der irische Minister» vräsident und Außenminister de Valero bat zu Churchills verdächtigen Andeutungen über die irischen Häfen folgende eindeutige Feststellungen gemacht: ..Wie ich es schon oft gesagt habe, so wollen wir freundschaftliche Beziehungen mit dem Boll Großbritanniens und mit anderen Böllern aufrecht» erhalten, aber wohlverstanden, wir wollen mit Großbritannien auf freundschaftlichem Fuß stehen, weil es uns räumlich am nächsten liegt. ES kann sein, obwohl ich hoffe, daß es nicht der Fall sein wird, daß wir uns vor einer schweren Krise befinden werden. Wenn wir ihr die Stirn bieten, so werden wir das tun, well wir wissen, daß unsere Sacke gerecht ist. Eine Abtretung von Häfen kommt nickt in Frage, so lange untere Nation neutral bleibt. Jeder Versuch, auf uns von der Seite irgendeines Kriegführenden einen Druck auszuüben, würde nur in Blutvergießen enden. Solange die gegenwärtige Negierung an der Macht bleibt, werden wir unsere Reckte auf diese Häfen oder irgendeinen Tell unteres Gebietes gegen jedermann, der tie angreifen würde, verteidigen." de Valero fügte hinzu, es sei nicht wahr, daß deutsche Unterseeboote mit Betriebsstoff und Lebensmitteln in den fraglichen Häfen versorgt würden, und schloß, indem er dem lebhaften Wunsche Ausdruck gab, daß Irland neutral bleiben möge. Diese Neutralitätspolitik sei vom Dail und vom Volle selbst gebilligt worden. Sinbnflammm. MONDAMIN Mondamin gibt es auf die mit einem X bezeichneten Abschnitte der Reich-brot-. lartt für fiUita bi- in 6 Fahren Der Wehrmacht bericht vom Zrellag. Berlin, 8. Rav. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben im Atlantik operierende Ueberroaffer- streitkräfle der Kriegsmarine auf der Nord Aklantik- Route einen britischen Geleilzug völlig vernichtet und dabei 86 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt. Die Luftwaffe griff am 7. November und in der Nacht zum 8. November zahlreiche kriegswichtige Ziele in London. Süd- und Wittel-England und in den englischen Gewässern an. 3n London riefen Angriffe auf die Tilbury-Docks Explosionen und mehrere große und kleine Brände hervor, die sich weit ausbreiteten. 3n den Flug- Geldgleichgewichi. Vor einigen lagen hat der frühere Staatssetre» tär im Reichsernahrunasmlnlsterium Dr. Banin der Weltwirtschaftlichen Gesellschaft zu Berlin einen Vortrag über die moderne Auffassung im Geldwesen gehalten. Er bezeichnete es als ein Mittel der Westmächte zur Versklavung Deutschlands, daß im Versailler Vertrag die Goldwährung voll wiederhergestellt wurde, und daß Deutschland durch die Belastung mit Goldtributen verhindert wurde, sich vom Go Ide zu losen. Weiter wies der Redner auf die Tatsache hin, daß in der britischen 5triht. gegen Deutschland die Abkehr von der Goldwah- rung eine wichtige Rolle gespielt hat und daß es zu den wichtigsten Forderungen der Westmachte gehörte, Deutschland die Rückkehr zur Goldwährung aufzuerlegen. Staatssekretär Dr. Bang hat erläuternd hinzugefügt, daß bei der Goldwährung die Goldproduttwnsländer die Führung in die Hand bekommen. Die wichtigsten Golderzeugungslander sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Südafrika und Australien, also ausschließlich Länder des angelsächsischen Blocks^ Die Darlegungen Dr. Bangs sind geeignet, Den immer wieder in den Köpfen einzelner Herumspuken» den törichten Besorgnissen vor einer neuen Jnlla. Hon ein Ende zu bereiten. Dr. Bang wies auf Die Tatsache hin, daß Deutschland als einziges unter sämtlichen Ländern Der Erde seit 17 Jahren den Wert seiner Währung unverändert erhalten hat. In den Novembertagen des Jahres 1923 wurde die deutsche Rentenmark geschaffen, die später in Die neue Reichsmark um- gewandelt wurde und in dieser langen Zeit nichts von ihrer Wertbeftändigkeit und chrer Kaufkraft Stockholm. 8. Nov. (Europapreß.) Kriegs- mmifter Eden sprach am Donnerstagabend über den Sender K tiebenaschenderSKlas aus btrHorballanlifroule Britischer Geleitzug mit 86000 BRT. z durch deutsche lleberwasserstreitkräste völlig vernichtet. Korfu besetzte, mar Italien nach nicht stark genug, sich gegen eine drohende Intervention der englischen Mittelmeerflotte zu behaupten. Im englischen Sank- tionsplan während des Abessinienfeldzuges hat dann Korfu wieder eine Rolle gesvielt. Damals wurde die Insel britischer Flottenstützpunkt, aber heute wird sie Den Engländern nicht mehr viel nüßen, sie verlieren ihre Schlachten auf Dem Festland, weil sie nicht in Der Lage sind, ihren Bundesgenossen wirksame Hilfe zuteil werden zu lasten. Wie England einst die Flankenstellung in Norwegen hat räumen müssen, weil Deutschland ihm mit seinem Gegenzug zuvorgekommen war, so wird es den Engländern auch in Griechenland ergehen. Sie sind deshalb besonders darauf aus, sich auf den griechischen Inseln einzunisten, von wo sie Italiens Luft- und Seeoperationen gegen Aegypten und Palästina besser abzuwehren hoffen. Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, daß ihr Blick auf Kreta fiel und sie hier bereits vor dem italienischen Ultimatum an Griechenland Trupven landeten. Auch Kreta gehört seit langem zu der Einflußsphäre, die Griechenland seinem englischen Bundesaenossen einoeräumt hat. Die Suda-Buckt an Der kretischen Nordküste, in her italienische Bombengeschwader vor wenigen Tagen einen feindlichen Geleitzua vernichtet haben, ist in tieraanaenen Jahrzehnten schon oft von britischen SeeftreitfräHen. benutzt worden, um ostwärts von Kreta noch Süden gegen Den Suezkonal oder westwärts nach Norden in das Ionische Meer vorzuitoßen. Die Insel K»-->ta, in voropschichUjcher Zeit Mittelpunkt der kretllch- mykenilcken Kultur, stond bann nacheinander unter b-r Herrschaft der ©rieten, Römer, ^rtvenen und Venezianer, bie sie 18RQ von den Türken erobert wurde Obwohl bie rinfel im 19. Iahick"nh»rt häufta ber Herb von Aufständen gegen bie 9*Qrf»n, Herrschaft mar, mürbe sie erst 1^97 autonom unter ein»m griechischen Nrinzen als riberkommillar unb 1913 nach b-m zrneiten BaCkankriea mit G'-i-ch-n- land enbaültia vereinigt. Kreta mu'-h» Dollm-7-k des maritimen Griechentums, besten nolifif*e» rib-al die demokratische R-nuhllk mar unb h"ff»n Wort- sichrer der Kreter Venisekos im Weltkrieg neuen Die Monarchie den Anlcklust Griechenlands an bl» Entente durchsetzte, wofür ihm bis auf den Besth Konftantinonels alle weitgespannten G-'hietqfarbe- rungen großzügig bewilliat wurden Freilich im Kampf mit den Türken zerrann ber aroß^rieckische Traum. Wenn bie Franzgs"n ben ariechischen Ver- foünbeten wenigstens mit Waffenlieferungen unter» lahs dies Svie! wiederholt werden. Ader in Ibn Saud haben inzwischen Die Araber eine überragende Führerpersönlichkeit erhalten, der auch über die Grenzen seines Reiches hinaus eine bedeutende Anziehungskraft ausübt, zudem hat der Freiheitskampf der Araber in Palästina ben Völkern des vorderen Orients die Augen geöffnet darüber, was von britischen Versprechungen zu halten ist. So ist Englands politische Stellung am Südrand des Östlichen Mittelmeers erheblich schmächer. als in den ersten Jahren nach dem Weltkriege. Zudem mußte es nach Eintritt Italiens in den Krieg sehr bald erleben, daß seine wichtigsten militärischen Stützpunkte im vorderen Orient, Alexandrien unb Port Said am Mittelmeerausgang bes Suezkanals, die Insel P e r l m und die Seefestung Aden am Roten Meer ebenso wie ber palästinensische Hafen Haifa, ber Enbpunkt ber Erbölleitung aus bem Irak, unb sogar bie Bahrein-Insel nim Persischen Golf mit ihren wichtigen Ölraffinerien sämtlich im Bereich ber italienischen Luftwaffe liegen, deren Bombenangriffe dort überall schon erhebl'che Verheerungen angerichtet haben. Englands Bestre- ben ging daher darauf aus, sich weiter vorgeschobene Stüßvunkte zu sickern. Die beste Handhabe dazu bot die Garantie an Griechenland, das ja, seit es ein selbständiger Staat ist, immer nur ein Bauer auf dem politischen Schachbrett Englands gewesen ist. Englands Politik im Östlichen Mittelmeer mar in dem ganzen Jahrhundert vor bem Weltkrieg von dem Gegensaß zu Rußland bestimmt, brifen Streben nach einer Befreiung aus bem Gefängnis des Schwarzen Meeres in der britilchen Politik feinen entschiedensten Gegner hatte. England und Rußland standen 1829 an der Wiege der griethiffhen Unabhängigkeit, aber das Mißtrauen der beiden Schu^mäckte machte dem ersten Grieckenkonig Otto von Wittelsbach, einem Sohn König Ludwigs I. von Bayern, Dem München die Feihherrnhalle, die Propyläen und andere großartiae Bauten zu verdanken hat, das Leben nickt leicht Seinen Bestrebungen auf Ausdehnung des Gebiets über den Peloponnes und Mittelgriechenland hinaus wider, fehte sich England, das in ber Türkei sich einen Wächter am Bosporus zu erhalten trachtete. Im Innern sah sich ber König vor bem Gegensatz zwi- schen der gemerbe- und handeltreibenden Bevölkerung der Hafenstädte und Inseln unb der ackerbau- und viÄhzuchttreibenben Landbevölkerung, ein Gegensatz, der politisch sich in der Frage .Republik oder Monarchie?" äußerte und bis in die Neuzeit latent geblieben ist. König Otto rst an diesen Schwierigkeiten gescheitert. Eine von England angezettelte Verschwörung führte 1862 feinen Sturz herbei, und nun setzte England die Wahl eines Dänenprinz^n durch, ber als Schwager bes Prinzen von Wales, des nachmaligen Königs Ebuard VII., der englischen Politik genehm war. Um ihm eine gute Aufnahme in Griechenland zu verschaffen, gab England ihm, ber sich König Georg I. nannte, die I o - nischen Inseln mit, beten bedeutendste Korfu durch ihre landschaftliche Schönheit und ihren mirtfchaftlichen Reichtum weithin bekannt und ein Anziehungspunkt für viele fremden Reisenden ge- Irland oortragen können. Die zum Handelskrieg angefetzten deutschen Neberwafferftreitkräfte haben nun ihre erfolgreicke^Aktion in einem Seegebiet des Atlantik durchgeführt, in dem der Feind sich bisher sicher fühlte. Schon die ersten wenigen Nachrichten aus amerikanischer Quelle hatten gezeigt, welche Bestürzung diese kühne Tat bei ber britischen Admiralität hervorgerufen hat. Von amerikanischen Radiostationen waren die SOS-Rufe der beiden britischen Frachtdamvfer „Rangitiki" (16606 BRT.) und „Cornish City" (4952 BRT.) aufgefangen worden. Nach diesen Meldungen war die Beschießung ungefähr 1000'Seemeilen östlich von Neufundland erfolgt. Dann blieb jede weitere Nachricht anS, so daß man nach einer Meldung des „New York American" schon mit der Vernichtung des ganzen britischen Geleit» zuges im Mittelatlantik durch deutsche Kriegsschiffe rechnen zu müssen glaubte. Diese Annahme wird nun durch die Meldung des Oberkommandos der Wehrmacht bestätigt, und zwar in einem weit größeren Umfange, als die ersten ausländischen Meldungen noch annahmen. Hieraus läßt sich schließen, daß bie Aktion der deutschen Einheiten schlagartig und überraschend durchgeführt wurde. Von den übrigen versenkten Schiffen haben nämlich auch die amerikanischen Radiostationen nicht einmal SOS-Rufe aufgefangen. In einem falschen Gefühl von Sicherheit hatten die Schiffe des GeleitzugeS an dieser Stelle des Atlantischen Ozeans mit Gefahren nicht gerechnet und ihr Vertrauen auf die Reichweite der britischen Seemacht wurde enttäuscht. Wieder sechs Handelsschiffe mit 31000 BRT. versenkt. Jagdgeschwader Mölders erreicht seinen 600. Luftsieg. Berlin, «. Nov. (DNB.) Deutsche Kampf- und Lturzkampfflicger haben auch am Freitag die Versorgung der britischen Inseln durch erfolgreich durchgeführte Angriffe auf die Zufuhr vou Ucbersee wieder erheblich gestört. AuS stark gesichertem Geleitzug wurden trotz heftiger Flakabwehr vier Handelsschiffe mit einer Gesamttouuage vou 22000 BRD. versenkt und sechs Frachtdampfcr vou insgesamt 23000 BND. schwer beschädigt. Fm Seegebict weit westlich Irlands wurden zwei weitere Handelsschiffe von insgesamt 9000 BND. versenkt, so daß sich die bis zum gegenwärtigen Augenblick versenkte Donnage auf insgesamt 31000 BRT. beläuft. 3m welkeren Verlauf der Kampfhandlungen wurde ein britischer Kreuzer durch mehrere Volltreffer in Brand geworfeu unb unter starken Explosionserscheiuungeu zum sofortigen Stoppen gebracht. Ein anderer Kreu er. worben ist. Die Ionischen Inseln waren aus bem Erbe des byzantinischen Reichs 1205 an Venedig gefallen unb biefes hatte Korfu bis 1797 gegen alle Anstürme der Türken behaupten können. Auf bem Wiener Kongreß 1815 übernahm England das Pro- Lektorat, über bie Republik ber sieben Ionischen In- fein, bie in der Zwischenzeit mit der ganzen dal- matimschen Küste französisch gewesen waren. Nun, im Jahre 1863, erhielt sie Griechenland, ohne daß diese Uebergabe für Englands strategische Stellung am Eingang zur Adria ein Verlust gewesen wäre, denn schon das damalige Griechenland Georgs I., von unfruchtbarem Parteienstreit zetrissen und ohne eigene militärische Macht, stand außenpolitisch ganz unter britischem Einfluß. Korfu ist mit feiner nördlichen Hälfte bereits der albanischen Küste vorgelagert, die seit dem Zerfall der europäischen Türkei in den beiden Balkankriegen und dem Entstehen eines selbständigen Albaniens als italienische Interessensphäre galt. Zudem sind es von Otranto an der Sübspitze Apuliens nur 75 Kilometer bis zur Insel Korfu. Es konnte also für Italien, als es einmal als Großmacht sich zu recken begann und damit nach dem Weltkriege für die britische Politik im östlichen Mittelmeer als Widerpart an die Stelle Rußlands getreten war, nicht gleichgültig sein, wer auf Korfu der eigentliche Herr war. Zwar 1923, als Mussolini nach der Ermordung des Generals Tellini in Südalbanien im September bie Insel hing einnimmt, so hat es ostwärts eine ähnliche Lage gegenüber Eypern, das tie) m der Bucht zwischen der kleinastatischen und syrischen Küste gelegen die Spitze des strategischen Dreiecks Der britischen u t- mlttelmeerpofition Alexandrien—Haifa—Eypern hübet Eypern, einst die Perle der Mütelmeerinfoln, an Ueppigfrit der Vegetation unerreicht, ist als britische Kronkolonie verwahrlost, die Bevölkerung, ZU" meist Griechen, verschuldet und unzufrieden mit der rücksichtslosen Herrschaft der Engländer, die in Ey- pent ausschließlich ein Objekt von hohem ftrate- gijchem Wert sehen, dessen Häsen sie ausgebaut haben und auf Dem Flugplätze angelegt wurden. Auch Eypern kam nach Persern, Griechen, Römern und Arabern in Der Zeit Der Kreuzzüge in Den Ge- sichtswinkel Des Okzidents. Guy de Lusignan, em französischer Ritter, w rd, nachdem feinem Dasein als König von Jerusalem durch den großen Sala- din von Aegypten 1187 ein schnelles Ende gemacht wurden war, mit der Insel Eypern entschädigt Dreihundert Jahre regiert sein Geschlecht hier auf der Insel und macht sie zu einem Hort edelster Ritte rkultur. 1489 kommen Die Venezianer, 1571 Die Türken und Cyperns Verfall beginnt, auch England macht dem ke n Ende, als es 1878 durch Vertrag mit der Türkei als Gegengabe für ein Hilfs- veriprechen, falls Rußland versuchen sollte, in Vorder asi en weiter vorzudringen, in den Besitz der Insel kommt. Man sieht, in Schacheraeschäften mit zweifelhaften Garantien ist die britische Politik immer groß gewesen. Nicht die schlechtesten Teile bes britischen Empire sind auf ähnliche Wei^e unter ben Union Jack gekommen. Die englische Garantie für Griechenlanb ist nichts anderes, als die Kulisse für Den Ausbau bes Netzes britischer Flotten- unb Flugzeugstützpunkte im östlichen Mittelmeer. Die Griechen haben aus ihren' Erfahrungen mit Englanb als Bundesgenosien nichts>gelerrt. aber Italien war es sich leider lchuldig, bem englischen Streben beizeiten einen Riegel vorzuschieben und den briti'chen Krie-gsauswesiungsvlänen auf dem Balkan einen Damm entgegenzustellen. Dr. Fr. W. Lange. stützt hatten, so ließ ihn England, obwohl es ihn erst zum Waffengang mit Kemal Pascha ermutigt hatte, kläglich im Stich und er konnte froh sein, im wesentlichen den Erwerb aus den Balkankriegen zu behaupten. So hat Griechenland von den kleinasiatischen Schwelleninseln immerhin L e m n o s als Wächter vor den Dardanellen, Mythilene, Chios und Samos als Sprungbretter zum Festland in Besitz Sie stehen heute ben britischen mtelmeerftreitträf- ten zur Verfügung. Aber in ihrer Flanke sitzt Italien auf der stark befestigten Inselgruppe des Dodekanesos, die trotz ihres Namens aus mehr als 50 Inseln verschiedener Größe besteht, deren bedeutendste Rhodos, nachdem sie Griechen und Römern, Arabern und Byzantinern gehört hatte, nach den Kreuzzügen in den Besitz des Johanniter-Ritterordens kam, der d e Stadt Rhodos zu einem Juwel schönster Renaissancearchitektur machte. Die Türken übten bann hier eine milde Herrschaft und als die Italiener im Trivoliskrieg 1912 Die Inseln besetzten, gingen sie mit Eifer bar- an, aus ihnen eine wahre Musteokolonie zu machen, wozu eine echte Minderheitenpolitik gegenüber Der sehr gemischten Bevölkerung wesentlich beitrug. N^ben Schulen, Musterdörfern und Modellgärtne- reien wurden die Wiederbelebung der alten Keramikkunst unb der Teppichknüpferei und ein reger Fremdenverkehr Merkmale einer neuen Wirtschafts- blüte auf den Infein und die Universität Rhodos wurde M'ttelpunkt der italienifchen Kulturpropa- ganba im vorderen Orient. Aber daneben ist der Dodekanesos, wie schon gefügt, Italiens strategisch wichtigste Machtposition im östlichen Mittelmeer mit stark aus-gebauten Flotten- unb Luftstützpunkten auf Rhodos selbst, auf Seros, etwa 130 Kilometer weiter nordwestlich unfern der bekannteren Insel Patmos und schließlich auf Aftropalia, der westlichsten Insel des Dodekanesos. Wenn Rhodos nach Norden und Westen zu gegenüber den britifchen Stützpunkten auf der griechischen Inselwelt der Aegäis eine drohende Flankenstel- Motorenwerken und Fabrikanlagen von L o - ventr y entstanden nach dem Bombenwurf Explosionen und ein großer Brand. Der Flugplatz S camp ton wurde während der britischen Bor- bereitungen zu Rachtflügen aus niedrigster Hohe im Tiefflug mit Bomben und MG.-Feuer angegriffen, mehrere Flugzeuge beschädigt und zwei Hallen in Brand gesetzt. 3n Brixton gelang es, Lagerhallen durch Volltreffer zu zerstören. 3n Dover konnten Treffer in der Mhe des Hafens beobachtet werden. Feindliche Seestreitkräfte, die sich im Schuhe der Rächt der flandrischen Küste zu nähern versuchten, wurden durch zusammengefahtes Feuer von Artillerie der Kriegsmarine und des Heeres, sowie einer schweren Flakbatterie vertrieben. Ein Verband von Sturzkampffliegern griff, wie bereits gemeldet, vor der Themse-Wündung einen größerenGeleitzugan. hierbei wurde ein Kreuzer vou 10 000 Tonnen getroffen und schwer beschädigt. Ein Handelsdampfer von der gleichen Größe erhielt einen Volltreffer auf das Vorschiff und blieb mit Schlagseite liegen. Ein Frachter von 5000 BRT. wurde durch einen Voll- treffer zum Stoppen gebracht und in Brand gesetzt. Lin weiteres Handelsschiff vou 5000 BRT. sank unter starken Lxplofionserscheinungen. 3m Seegebiet vor der Grafschaft Norfolk gelang es, ein feindliches^Handelsschiff zu versenken, ein anderes in Brand zu sehen. Welter südlich wurde ein Handelsschiff von 6000 BRT. durch zwei Bomben so schwer beschädigt, daß es in große Rauchwolken gehüllt lleaen blieb. 3n den sich hierbei entwickelnden Luftkämpfen wurden mehrere feindliche Flugzeuge abgeschossen. 3n der Nacht zum 8. November flogen britische Flugzeuge In Westdeutschland ein und warfen Spreng- und Brandbomben. Es entstand in einigen Stäben im Rheinland häuserschaden. Einige Tote und Verletzte sind zu beklagen. Die Gesamtverluste des Gegners betrugen am gestrigen Tage 11 Flugzeuge und einen Sperr- ballon. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. IHajor W1 ck errang im Laufe des 6. und 7. November durch den Abschuß von 6 feindlichen Flugzeugen seinen 48. bis 53. Luftsieg. 7Mt der kürzlich gemeldeten Versenkung eines Dampfers von 6000 BRT. an der Oskküste Schottlands hat der Oberleutnant zur See Barth, Kom manbant eines Seeflugzeugs, insgesamt 30000 BRT. feindlichen Schiffsraums versenkt. DieAtlontittoulen chl mehrsicher Dieser Erfolg ist auf Der Nacksckublinie erzielt worden, die für England die größte Bedeutung hat, nämlich auf der Nordatlantikroute, die uncksr dem besonderen Schutz der britischen Flotte fleht. An ihrem westlichen Ende werden die Geleitzüge zusammengestellt, die bei ihrer Annäherung an die britische Küste den Angriffen unserer Untersee- boote ausgesetzt sind. In den Nächten zum 19. und : 20. Oktober fielen zwei von diesen wertvollen Geleit- - zügen Sammelangriffen unserer Untersee- . boote zum Opfer. Unsere Flieger haben ihre An- । griffe auf Geleitzüge bis 600 km westlich von @ Nierenleiden Ich war jahrelang mit einem Nierenleiden behaftet,"hörte dann von der Heilquelle Karlssprudel. Der Erfolg war 100°/oig- Ich habe seit 1935 keinerlei Beschwerd. mehr gehabt. W. Röhl, Wirtschaftsber., Rostock, Rich.Wagner-Str. 17. 4.2-38. 26 flrofla Flaschen R 4. >4.-. 60 große naeo en RM. 25.-. dein Pfand. Lieferung fiel Haue. Heilquelle Karlssprudel. Blskirchen 2671 vernichtet worden. Vier Flugzeuge wurden sicher, zwei weitere wahrscheinlich abgeschosseu. Ein Teil der Besatzungen sprang mit Fallschirmen ab. Zwei englische Piloten rsurden gefangengenommen. 3n Nordafrika haben unsere Flugzeugskaffeln den Flugplatz und die feindlichen Stellungen der Oase S i w a intensiv angegriffen, bombardiert und im Tiefflug mit MG. beschossen, wobei dem Feind schwere Verluste und Materialschäden zugefügt wur» den. Zwei Flugzeuge vom Lysander-Typ sind am Boden in Brand gesteckt worden. Zwischen 3.00 und 4.30 haben feindliche Flugzeuge, die von der Bodenabwehr heftig beschossen wurden, drei Bomben auf den Bahnhof von Brindisi e f I a t i o n eine Art ..Geburtenverhinderung von ß(b". Es werden weniger Geldzeichen ausgege- ren hat sich eine hilflose deutsche inanz- und Währungspolitik mit Noterrdruck aus ;r Verlegenheit zu retten versucht: später, im legime Brüning, ist versucht worden, die Nach- kehr, lauf: M den len. l’lQ. die nter tei. IW neben, ibifl Nkle- f Me 5t. voll, itütf. ’gen nar{ um» ichk kraft tage nach Waren dadurch zu vermindern, daß man Kn Geldumlauf einschränkte. Beides ist mit einer n, als austauschfähigc adurch wird das Geld napp. Die Folge i;‘ in Inflationsjahren im Verhältnis zur Ware je ist ein Sinken der Preise. In eren. n der :dolg iiner- Röhl, .2.31 . daii in 2571 re. lin rit. de, )oj irth X ntr itil | ah. es chte | u.ng | QU« I die I anb | 'der I >üb. I 'der ie Waren vorhanden sind. itnbe durch mehr nrdeu n ab. amen. a|fe(n n bet rf anb Zeind war- ib am lertoren hat. Dr. Dang führte hierfür sehr ein» züchtend Gründe an: Deutschland hat nie mehr tzeld gedruckt und in Umlauf gebracht, als der Menge austauschfähtger Güter entsprach. Dadurch tonnte sich nichts am WertverhLltnis zwischen den Geldzeichen und der Ware ändern. Dies Wertver- Mms pflegen wir ,.P r e i s" zu nennen. Dr. Bang vies nach, dah ein Mißverhältnis zwischen der Stenge der ausgegebenen Geldzeichen und der aus- tmschfähigen Waren zur Inflation bzw. Deflation jfore. lln>re heutige Generation hat nur zum Teil hie Jnslatlonsjahre 1919/23 bewußt miterlebt Die Inflation ist, um bei der vorstehenden Deweis- Mung zu bleiben, die Ausgabe von mehr Geld- । ichen, als der Menge der austauschfähigen Waren iiitspricht Auf die Einheit der Ware kommen in | m Falle also mehr Geldzeichen als früher. Wir innen das „Steigen der Preise". Dr. Bang be- Ichnete als einen „Betrug", wenn Geldzeichen i me entsprechende gegenüberstehende Warenwerte In Umlauf georacht werden. Umgekehrt bedeutet die isunden Wirtschafts-, Finanz, und Währungspoli- f unvereinbar. Man hat für das Währungswesen das Bild von dm Gezeiten des Meeres gebraucht Der Flut und {bbe entsprechen die Preissteigerungen unb Preis- (infunaen, die sich zu gewissen Zeiten des Jahres vollziehen, die aber in verhältnismäßig engen Oren» yn bleiben. So werden im späten Frühling Oe« |üfe und Obst billiger, zu Beginn des Winters Lieder teurer. Bei den einzelnen Gartenfrüchten Erühgemüse,' Beerenobst. Steinobst. Kohl und Kar- ffeln) verlaufen „Ebbe und Flut" zeillich ver. üsden. Wenn in Bezug auf Feldfrüchte normaler, -ise Frühling, Sommer und Herbst die günftl» iren Monate sind, so ist in Bezug auf Fleisch und rtt der Winter günstiger, weil das Aufhören des jeideganges und der Mangel an Frischfutter zu »rstärktem Abschlachten der Tiere Anlaß gibt In einer straffen Kriegswirtschaft verwischen sich aller- frrrgs 1>ie Unterschiede. Insgesamt wird man jedoch fegen müssen, daß sich in Deutschland der Preis- flinb im Kriege nur in sehr geringem Maße ge= Sibert hat Die ständigen Preiserhöhungen, die G r o ß b r i - finnien seit Kriegsbeginn ^fahren hat, sind, - um im Bilde der Gezeiten des Meeres zu blei- m — als Spring- ober Sturmfluten anzusehen, ie Dämme, die gegen wucherische Preiserhöhun- m errichtet worden sind, haben sich in Großbri- innien als nicht genügend stark und hoch erroie« n. Wenn man weiter im Bilde bleiben will, so inn man hinzulügen, daß Hamsterer unb Speku- nten in England die von der Regierung zu spät erröteten Dämme z. T. wieder abgetragen und da- i rch die Ueberflutungsgefghr gesteigert haben. Dom nhruck» den diese Gleichgewichtsstörungen auf den J’bieten der Versorgung und der Preise im eng- 'chen Volk ausübt, dringt Infolge der rücksichtslos । -handhabten Zensur nur wenig zu uns herüber. e Regierung gibt sich alle Mühe, die Löhne nied- zu halten, weil sie nur auf diese Weise eine £?rftärtung der Nachfrage und damit eine weitere f-eiserhöhung verhindern zu können glaubt. Der l inderverbrauch geht fast ausschließlich zu Lasten ir breiten Massen der Bevölkerung. Die englische ethode bedeutet also die Verschärfung der sozialen Unterschiede unb die einseitige Bevorzugung her nhoser Besitzer großer Vermögen unb der Bezieher hoher Einkommen. Großbritannien befindet sich auf der schiefen Ebene, auf der es ein Halten kaum noch aibt Wenn erst einmal In einem Lande das Geldgleichgewicht verloren gegangen ist, kann es nur durch außer- ordentliche Anstrengungen und umfangreiche Vorkehrungen wiedergewonnen werden. Die pausen- losen deutschen Angriffe auf das Infelreich verhindern solche Anstrengungen unb solche Dor. kehrungen. Die letzten Tage haben britische Pressestimmen gebracht, die in her Störung des Geld- gleichgewichts eine der Ichwersten Gefahren für die innere Widerstandskraft des englischen Vol- kes und damit für die Selbstbehauptung Großbri- tanniens im Kampf gegen die Achsenmächte er- blicken. Bü, Die neuen Lebensmittelkarten. In diesen Tagen werden die neuen Lebensmittelkarten für die am 18. November beginnende 17. Zu- teilungsperiode verteilt. Von besonderer Bedeutung ist die Erhöhung der Fettration für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. Sie wird um 125 Gramm je Zuteilungsperiode heraufgesetzt. Mit Rücksicht auf die Dersorgungslage mit Butter erhal- ten diese Jugendlichen zunächst 125 Gramm mehr Margarine. Es bleibt vorbehalten, die Mehrzutei- lung später in Butter zu geben. Die Neuregelüng bat die Einführung einer besonderen Reichsfettkarte für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren erforderlich gemacht. Alle Verforgungsberechtigten erhalten in der neuen Zuteilungsperiode auf die Reichsfleischkarte wieder eine Sonderzuteilung von 125 Gramm Kunsthonig. Die von vornherein nur für die Sommermonate vorgesehene kartenfreie Abgabe von Quark fallt setzt wieder weg. Da die wahlweise Ab. gäbe von Käse oder Quark aber vielfach zu Unzuträglichkeiten geführt hat, wird Käse nur auf drei Abschnitte zu je 62,5 Gramm abgegeben, während der 4. Wochenabschnitt zum Bezug von 125 Gramm Quark vorgesehen ist. Im Rahmen der Bestände beim Han- del können die Verbraucher jedoch auch an Stelle von Käse die doppelte Menge Quart beziehen. Die Bestellscheine für Käse und Quark können auch bei oerschiedenen Verteilern abgegeben werden. Aus der Nährmittelkarte wird die Möglichkeit, Kondensmilch zu beziehen, nach Maßgabe der Bestände aufrechterhalten. Die Teigwarenration bleibt ebenfalls unverändert. Dagegen werden von jetzt ab wieder 100 Gramm Nährmittel auf Kartoffelstärkebasis (Sago, Kartoffelmehl, Puddingpulver und ähnliche Erzeugnisse) abgegeben. Die Ration an Nährmitteln auf Getreidegrundlage wird dem- entsprechend wieder auf 500 Gramm festgesetzt. Unverändert bleibt die Möalichkeit, an Stelle von Kaffee-Ersatzmitteln im Werte von 125 Gramm Bohnenkaffee zu beziehen. Die wahlweise zu beziehende Menge an Bohnenkaffee beträgt einheit- lich 60 Gramm. Die Nährmittelkarte enthält gleich- zeitig wieder einen Bestellabschnitt für Bohnenkaffee für die 18. Zuteilungsperiode, der in der Zeit vom 17. bis 23. November bei den Verteilern abzugeben Ift In der 18. Zuteilungsperiode werden die Verbraucher auch eine Sondermteilung von 250 Gramm Hülsenfrüchten erhalten. Auch hierfür enthält die Nährmittelkarte einen Bestellabschnitt, der in der Zeit vom 18. bis 23. November von den Verteilern abzutrennen Ist. Vorbildliche Hilfe im Dienste der Gemeinschast. Das Ergebnis der Seillräuter-Sammlung 1940 im Stadtkreis Gießen. Nach arbeitsreicher Zeit faßte die Sammelstelle unter Leitung des Lehrers Imme! (Gießen) ihr Sammelgut zusammen. Nicht weniger als 530,9 kg Drogen waren in Säcke und Kistchen zu verstauen und versandfertig zu machen. Insgesamt wurden außerdem der Konservenfabrik Helvetia, Groß- Gerau, 2 7 2,7 kg W i l d f r ü ch t e zur Marmelade, bereitung in verschiedenen Sendungen zugeführt. 7 68 kg Roßkastanien konnten erfaßt und der Gausammelstelle Frankfurt cu M.-Höchst zugeführt werden. Zu dem erfreulichen Ergebnis trugen ihren guten Anteil bei: Hage- Vogel- Ka- Drogen butten beeren stauten kg kg kg kg Volksschulen: 149,9 494,3 Goetheschule 339,1 18,1 Pestalozzischule 52,9 —— — 176,5 Schillerschule — —— —■ 26,0 Gießen-Klein-Llnden 15,8 —— — —— Gießen-Wieseck 62,9 23,0 —> — Anneröder Schule 233 — •— — Höhere Schulen: Gymnasium 12.4 — — — Langemarckschule 10,8 — — — I.-v.-Liebig-Schule — 81,7 — 71,5 Verfcbi-dene Bünde: IM., BDM., Frauensch. 7,4 — — — Kriegerverein 1,8 — — An Drogenarten und Mengen ergaben sich in kg: B-isuß H6.7. Birkenblötter 13,1, Breitwege, rid) 1,5, Brennesselblätter 5,9, Brombeerblätter 47,2, Erdbeerblätter 10,4, Erdrauch 2,0, Himbeerblätter 30,1, Hirtentäschel 1,3, Holunderblüten 5,3, Huflattichblätter 10,0, Johanniskraut 1,0, Kamillen 49,2, Lindenblüten 3,1, Maiblumenblätter 1,2, Rainfarn 118,9, Schachtelhalm 40,6, Schafgarbenblüten 60,9, -kraut 7,4, Spitzwegerich 0,6, Thymian 0,5. Wieviel Mühe und Arbeit und beachtenswerte Einsatzbereitschaft bergen diese Endsummen jedes Ergebnisses! Die kleinste von jugendlichen Händen gelieferte Drogenmenge betrug ganze 30 g, gewiß eine lächerlich kleine Menge, aber welch hochherzige, heldenhafte Gesinnung, welch großer, vorbildlicher Wille zur vaterländischen Tat kommt darin zum Ausdruck? In besonderem Maße standen die mittleren Jahrgänge der Goetheschule mit bewundernswerter Unermüdlichkeit und allseitiger Hilfsbereitschaft dem Sammelstellenleiter zur Seite. Mit Stolz dürfen diese Klaffen bekennen: Wir trugen aus freien Stücken unser gut Teil zum Erfolg bei. $abt Dank, ihr Selbstlosen! Gießener vorlrogsrlng. Für den dritten dieswinterlichen Vortragsabend des Gießener Dortragsringes haben der Goethe- Bund, die Kulturelle Vereinigung (früher Kaufmännischer Verein), die Volksblldungsstätte Gießen und die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde den Schriftsteller Kurt H i e l s ch e r zu einem Lichtbilder- oortrag mit dem Thema „Sonne über Italien" für Dienstag, 12. November, verpflichtet. Auch diesmal wird Kurt Hielscher einen in seiner Art einzig dastehenden Bild- und Wortbericht über Italien geben und seine Schwarz-Weiß-Lichtbilder durch eine Reihe von farbigen Lichtbildern wirkungsvoll ergänzen. Zn Optiker am Lahntiof ß G.A.-Gport. Oie Dezirksklaffe am Sonntag. DfB.-Reichsbahn — Burgsolms Wetzlar 05 — Luftwaffe Watzenborn-Steinberg — Sportfreunde Naunheim — 1900 abgesagt. Die DsB.er werden gut daran tun, sich von vornherein gegenüber Burgsolms auf Sieg einzustellen, sonst ist eine Ueberraschung nicht ausgeschlossen. Das höchste Interesse beansprucht das Spiel In Wetzlar. denn die 05er haben weiterhin ihre Urlauber zur Stelle. Darüber hinaus bedeutet Mühlhäuser, früher Bad-Nauheim, eine weitere Verstärkung. Das Können der Spieler der Luftwaffe wird einer scharfen Prüfung unterzogen werden. Der Ausgang des Spieles ift durchaus offen. Watzenborn-Stelnoerg sollte durchaus in der Lage fein, die Niederlage des Vorsonntags nicht nur auszugleichen, sondern auch ihr Torverhältnis wesentlich zu verbessern. Wir erwarten einen Sieg. AfB.-Reichsbahn—Burgsolms. Der knappe Sieg der Wetzlarer war um so mehr eine Ueberraschung, als sie rn stärkster Besetzung antraten. Wenn auch der Platz rn Burg'vlms und das eigene Publikum nicht zu unterschätzende Vorteile für den Gastgeber waren, so muß doch Die Mannschaft etwas können, wenn sie dieses günstige Resultat erzielte. Die G.eßener aechen daher gewarnt in den Kamps, und es liegt an ihnen, durch Den nötigen Einsatz um den Siegeswillen Dem Spiel von vornherein eine entscheidende Wenduna zu geben. Die Bur-gsolmser haben das Glück, mit ihrer Dorkriegsmannschast antreten zu können, da zur Zeit alle Urlauber zur Verfügung stehen. Die Gießener haben eine starke Mann'chaft gestellt, Die allerdings erneut Veränderungen aufroefft. Wie sie sich zuisammenfinden, wird entscheidend sein. ,S6.$eutonio‘e Watzenborn-Steinberg Nachdem die'„Teutonen" am vergangenen Sonntag in Naunheim im A. Kriegsmeisterschaftsspiel eindeutig unterlagen, empfangen sie am morgigen Sonntag in Watzenborn-Steinberg zum weiteren Meisterschaftsspiel die 1. Mannschaft der „Sportfreunde" Wetzlar. Falls sich die Mannschaft von Watzenborn-Steinberg zu einer besseren Leistung das vornehme ,067D Familien-Cafe in Gießen als am vergangenen Sonntag aufraff en sollte, ist ihr ein kleines Plus zuzusprechen. — Die Schülermannschaft -empfängt auf eigenem Platze die gleiche der Spvgg. 1900 Gießen. * Am morgigen Sonntag empfängt die Iugend- mannschaft des Turnvereins Watzenborn-Steinberg die gleiche Mannschaft des Turnvereins Lich zum weiteren Bannmeisterschaftsspiel. Zugendfußball her Sp.-Vg 1900. Die 1. Iugendmannschaft der Spielverermgung 1900 empfängt am morgigen Sonntag die 1. Jugendmannschaft der „Teutonia" Watzenborn-Stein- berg zu einem weiteren Spiel um die Bannmeisterschaft. Beide Mannschaften stehen sich in stärkster Ausstellung gegenüber, der Kampf wird erst mit dem Schlußpfiff entschieden fein. tai Hin id in. 3d sofort ihtiftet* bat zu iMen mtatW en fit Groß- ufted’t# t Groß- stehen, nn sein, n wird, lefüibfit werden (Sfltfie kommt eutral irgend* , würde t Men' den vflt ie« sie an- e hinzu, eboote m frag' rtbem « -Irland e'litiksei jen. !tU |N Kley Auf ihre Art pflegt auch die Zigarette ihrem Raucher öfters die Krallen zu zeigen. Das Papier ihrer Hülle muss nämlich ziemlich porös sein,damit sie gut brennt. Das hat aber zur Folge, dass manchmal der harmlos scheinende Stoffan den Lippen haften bleibt.Um dem Zigarenenpapier nun diese Untugend zu nehmen,haben wir unsere GÜLDENRING vorsorglich mitdem ^Mundstück ausge- stattet.Es besteht aus einer Unsichtbaren, aber wirksamen Schutzschicht,welche die Lippen des Rauchers vor Schaden bewahrt. GÜLDENRING fyhit UhsLdfäafcwn Kaufgesuche"] 4940 D perf. 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November 1940 Giehener Anzeiger (General-Anzetger für Oderhessen) M.2bb Zweites Blatt Kampf bis zu einer klaren Entscheidung. Die Rede des Führers auf dem Crinnerungstreffen der Alten Garde. Des deutschen Volkes Wiederaufstieg gefa' die 1923 war der Beginn unseres Siegesmarsches '"Jetzt sparen- y * später -fanmv. WANDERER> R AD mand bereit, sich ausplündern zu lassen, sa ober nein? Ist jemand dumm genug, dabei still zu sem, ja oder nein. Und wenn eine Demokratie dumm genug ist, dabei still zu sein, dann ist sie gut. Und wenn ein autoritärer Staat erklärt: „Ihr p Unwert unser Volk nicht mehr äus, weder innen noch außen", dann ist er schlecht. ausnützten. Unser Fleiß im Inneren hat aber die andere WeU nun nicht etwa beruhigt, fonbern im Gegenteil, sie ist er st recht darüber erbittert worden. Als wir an die Macht kamen, sagten sie: „Das dauert zwei, höchstens sechs oder acht Wochen, und das können wir abwarten." Nach drei Monaten sagten sie: „Es muß etwas geschehen, der geht nicht." (Schallendes Gelächter.) Und dann roolüe man etwas gegen mich tun. Daher setzte ich mich zur Wehr, und Sie kennen sie, die Maßnahmen, die wir gleich im ersten Jahr 1933 treffen mußten. Als ich merkte, daß man uns eine Schlinge um den Hals legen wollte, bin ich aus dem Dölkerbunb und aus der Abrüstungskonferenz herausgegangen. Außerdem habe lch die Aufrüstung dann natürlich noch stärker vorwärtsgetrieben. Im März 1934 gab ich den Befehl zur Verdreifachung u n. serer Armee. Nun begann der internationale Kampf gegen uns mit allen Mitteln im Innern und im Aeußern, Versuche der Anzettelung von Revolutionen im Inneren, eine allgemeine Einkreisung im Aeußeren. Dabei immer wieder die Prophezeiung: „Wenn sie nicht politisch zugrunde gehen, gehen sie wirtschaft- l i ch zugrunde." Ich weiß nicht, wieviel Menschen damals gebetet haben, soweit sie überhaupt an den lieben Gott glauben, er möge uns eine schlechte Ernte schicken oder daß unsere Maßnahmen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit nicht gelingen möchten usw. Sie waren so hypnotisiert von ihrem eigenen Wunsch, daß sie sich die Erfüllung dieses Wunsches selbst einsuggerierten. Sie sagten: „Das kann ja auch nicht anders sein, das muß ja wirtschaftlich kaputt gehen!" Und sie haben sich das solange vor- geredet, bis sie es endllch glaubten. Sie beschrieben demokratischen Volksgenossen zu übetzeugen und zu gewinnen. Ich habe mich nur dann gewehrt, wenn der andere mir von vornherein mit der ge- standes doch vernichtet worden wäre. So sind wir dann langsam gewachsen, von den einen mit Gleichgültigkeit betrachtet, von den anderen mit Ingrimm verfolgt, von vielen gehaßt, einfach aus Bequemlichkeit. Wie manche Bürger, die uns von ihren Fenstern aus auf der Straße zusahen, hatten damals eine stille Wut und sagten: „Immer diese Unruhe, wenn sie nur endlich einmal stille sein wollten! Immer kommt es zu Schlägereien, nur weil sie keine Ruhe geben. Sie sollen sich doch einfach fügen. Wir fügen uns doch auch. Man kann ja im Innern denken, wie man will, aber muß man dann das nach außen ununterbrochen aussprechen. Man kann es doch für sich behalten. Man kann auch dann noch ein würdiger Bürger sein. Wir protestieren auch, aber wir protestieren in uns, in der Stille und höchstens mit dem Geist. Aber immer mit der Gewalt! Sie wissen, daß die anderen mit der Gewalt kommen, — also soll der Klügere nachgeben." Wir sind nun damals nicht Wir haben nur das eine Ziel gekannt, dem deut- 1 schen Volke zu nützen und ihm zu dienen, und ' waren bereit, dafür auch alles auf uns zu nehmen. Und dann kam das Jahr 1923. Wir unternahmen den ersten Versuch, die Macht in unsere Hand zu bekommen. Der Versuch scheiterte. Damals sind nun die er ft en Blutopfer gefallen. Gerade diesen scheinbaren Zusammenbruch des Jahres 1923 aber habe ich immer als den Beginn des s P a - terenSiegesmarsches angesehen. Ich wußte, daß, nachdem^ es unseren Gegnern nicht gelungen war, die Bewegung restlos auszurotten, die sich toieber erheben würde, und daß dann die Blutzeugen dieses 9. November mithelfen würden, die Bewegung vorwärts zu führen und chr endlich den Sieg zu sichern. Die Gegner allerdings glaubten, daß der 9. November das Ende sei. Und doch war wenige Monate später im wesenllichen bereits eine neue Fundierung der Bewegung erfolgt, und ein Jahr darauf begann der neue 21 u f ft i e g. 1925 wurde ich aus der Festung entlassen, und nur wenige Monate genügten, um die Partei neu zu gründen. Und dann begann dieser staunenswerteste Krieg und Kampf und einzigartigste Siegeszug um Deutschland. Die Jahre 1925 und 1926, 1927 und 1928, 1929 und 1930, sie sind für viele andere vielleicht belanglos gewesen. So mancher Burger lebte damals so in seinen Kleinkranz dahin und wußte qarnicht, was unr'itjn herum vor ging. Daß sich eine der größten Revolutionen aller Seiten vorbereitete, das haben diese Bürger nicht gesehen und mancher Führer der SPD. und KPD. hat es nicht begriffen, daß eine Umwälzung von einzigartigem Ausmaß ftattfanb. Wir Nationalsozialisten aber haben dies alles erlebt, mir haben gekämpft Jahr für Jahr, Monat für Monat und konnten zu unserer stolzen Freude endlich sehen, daß die Bewegung wuchs und um sich griff, bis dann endlich nach dem Jahre 1931 und 1932 das Jahr 1933 kam, das uns den Sieh brachte. Vielleicht gab es damals manche — wir wißen das ja, meine lieben Parteigenossen—, die sagten: Gott fei Dank, jetzt sind sie an der Macht, letzt ist die Ruhe da. Jetzt haben sie die Macht, letzt werden sie aufhören, parteipolitisch zu kampsen. Für diese Leute war der Nationalsozialismus immer nur eine Parteierscheinung. Sie haben nicht begriffen, datz her Kampf der Partei nicht aufhorte, weil die Partei Staat, Weltanschauung und Deutsches Reich geworden war. sondern daß der Kampf um das deutsche Volk erst recht fortaefübrt werden würde, solange nicht verletzte , Deutsche in den Bannkreis dieser Idee gezwun- : gen war. Und auch damit konnte es dann keinen , Stillstand geben, sondern jedes Jahr mußte dieser : Kampf von neuem einsetzen. Die deutsche Jugend [ wurde nun gewonnen, Jahrgang um Jahrgang em- , geschult und das große Gebäude des natwnalsozia- i jistifchen Staates aufgerichtet. „ . Zugleich erfolgte der große innere Wiederaufstieg des Volkes. Sie wißen: Ich habe niemals Streit und Händel gesucht. Es war immer mein Ziel gewesen, bbn kommunistischen und sozial. nicht einmal eine einzige Zeitung. Er hat keine Partei, er hat gegen sich alles, was da ist. Er will gegen alles kämpfen. Er will kämpfen geaen die Unternehmer genau so wie gegen die Proletarier, er will kämpfen gegen das demokratische Reich genau so wie gegen die Länder, er will kämpfen gegen all die Konfessionen, gegen die organisierte Gesellschaft, gegen das Kapital, aber genau so gut gegen die Organisation der Gewerkschaften. Es gibt überhaupt nichts, wogegen dieser Mensch nicht kämpfen will. Er will einen neuen Staat aufbauen, eine neue Gesellschaft und hat überhaupt niemand hinter sich, ein Wahnsinniger, der es unternimmt, allein hinauszugehen und einer ganzen kompakten Mehrheit auf allen Gebieten den Kampf I anzusagen. ein Leben nicht mehr empfehlenswert zu fein, das keinerlei Aussicht bot, jemals die Gleichberechtigung und damit die Freiheit des deutschen Volkes wieder erreichen zu können. Damals begann nun unser eigener Kampf. Es war ein schöner Kampf, denn es war ein Kampf, der gegen alle Wahrscheinlichkeiten geführt wurde Als ich zum erstenmal in dieser Stadt auftrat und viele von Ihnen, die Sie heute hier sind, mir dann zu folgen anfingen, wurde ich selbst von den besten Freunden aufgegeben. Man konnte es gar nicht begreifen, wie ein „sonst so vernünftiger Mensch" es sich plötzlich in den Kopf setzen konnte, allein gegen eine ganze Welt von Realitäten anzukämpfen. Man sagte: Was will dieser Unglückswurm? Er hat weder Geld, noch hat er eine Armee hinter sich, ballten Faust entgegentrat. Dann allerdings sagte ich: „Genosse, ich weiche keinen Schritt zurück! Entweder du nimmst die Faust weg oder ich breche sie auf, eines von beiden! Ich bin gern bereit, mst dir zu diskutieren, wenn du mir aber mit Gewalt entgegentrittst, bann merke dir, ich scheue die Gewalt nicht, und du wirst sehen, daß wir nicht weniger die Gewalt aus üben können als du selbst." Und wir haben die Millionen gewonnen. Die 13 Millionen Wähler 1932 kamen ja nicht vom Mond her, sie waren auch nicht frühere Nichtwähler, sondern es sind Menschen gewesen, die aus allen Parteien gekommen waren. Wir haben sie alle allmählich überzeugt. Sie haben chre früheren Vorurteile uns gegenüber abgelegt und sind ist eine Gemeinschaft hineingewachsen. Genau mit dem gleichen Gedanken trat ich auch die Macht im Jahre 1933 an. Denn was kann es Besseres geben als im Frieden arbeiten zu können! Und wir haben gearbeitet. Das haben wir doch bewiesen! Wenn mir heute einer sagt: „Ja, vielleicht ist im politischen Leden manchesmal^ der Krieg notwendig, um einem Regime zu helfen" — dann nur bei den Demokratien, aber bei uns nicht! Denn ich brauchte gar keine Hilfe. Das deutsche Volk stand hinter mir,' und hinter mir stand die Bewegung. Was haben wir in den Jahren bis 19-39 geschaffen? Wir haben einen Staat neu aufgebaut, eine Wirtschaft' gefestigt, das deutsche Volk mit neuem Glauben erfüllt, Millionen Menschen der Verzweiflung entrissen, unsere Städte in Ordnung gebracht und die Finanzen überall saniert. Deutschland begann aufzublühen. Freilich mußten wir nun das gleiche erleben, was wir schon vor dem Weltkrieg' sahen! In eben dem Maße wie Deutschland emporstieg, wuchs wieder der Neid der gleichen Männer,'die Deutschland schon einmal mit Krieg überzogen hatten. Die Herren Ehurchill und Konsorten begannen sofort wieder zu Hetzen, die Mr. Eden und dann natürlich die Juden, an der Spitze Höre Belisha und wie sie alle heißen, sie begannen nun ihre Hetze und steigerten sie Jahr für Jahr. Wenn man mir vorwirft: „Ihr habt gerüftet!" Ja, das habe ich getan! Man hat ja früher auch gesagt: Warum habt ihr eine SA., eine ff, wenn ihr friedlich sein wollt?" Well es Leute gab und gibt, die das nicht wollen! und denen mußte man zeigen, daß wir auch für den anderen Fall gerüstet waren. . 2lls ich an die Macht kam, lösten wir ein Reich ab, das eine Demokratie war. Es wird jetzt manchmal so dargestellt, als ob man heute bereit sei, dem deutschen Volk, wenn es eine Demokratie wäre, alles zu geben. Das deutsche Volk war ja damals eine Demokratie und wie ist es trotzdem ausgeplündert und ausgepreßt worden! . .. Nein, was heißt für diese internationalen Hyänen ■ Demokratie oder autoritärer Staat! das interessiert . sie gar nicht. Es interessiert sie nur eines: Ist je- mit über 130 Menschen auf dem Quadratkilometer — hat man diese Maßnahmen nicht getroffen. Wir waren so frei, daß bei uns jeder Jude oder Pollack ohne weiteres kommen konnte und sofort die volle Gleichberechtigung erhielt. Deutschland hat das später schwer büßen müssen. Es hat sich damals bei uns jene Masse internationaler Herkunft angesam- mest, die im Jahre 1918 die Fahne der Revolution schwang. Vor allem ober war das damalige Deutschland ein Land des Friedens. Man lebte, man wollte leben. Man verdiente, man Wollte verdienen. Man wußte, daß sich der Krieg im allgemeinen nur schlecht zum Verdienen eignet. Man hoffte so weitgehend auf den Frieden, daß man in einer Zeit, in der ohne Zweifel die andere Welt bereits gegen Deutschland rüstete, jeden für uns günstigen Augenblick der unvermeidlichen Aus- -einandersetzung oorübergehen ließ. Als dann der Krieg kam, traf er Deutschland in denkbar ungerüstetem Zustand. t Ich bin fein Kritiker der damaligen Zeit, obwohl ich es sein könnte, denn ich habe — wie kaum ein ^roeiter vielleicht in der Geschichte — aus d e r Vergangenheit meine Lehren gezogen und habe sie beherzigt. Ich habe mich bemüht, das deutsche Volk nicht mehr einem ähnlichen Gefahrenzustand entgegengehen zu lassen wie damuls. Da m a l s schon war England unser Feind. Wenn ich „England" sage, dann weiß ich ganz genau, daß auch dort Volk und Führung nicht eirt und dasselbe sind. Ein kleiner Klüngel internationaler Demokraten, Juden und Plutokraten beherrscht dieses Land, und dieser Klüngel hat auch damals bereits die Hetze zum Krieg betrieben. Es ' find sogar die gleichen P e r s o n e n w i e heute. Mr.Churchill von jetzt war bereits damals einer der größten Kriegstreiber, und mancher andere, der heute alt ist, hetzte damals m feiner Jugend. Auch damals haben die britischen Kriegshetzer es vermocht, eine Welt gegen Deutschland zu mobilisieren. So kam der Krieg, den Deutschland , nicht wollte. Denn es hätte bei eigenem Willen bef- fere Gelegenheiten gehabt, diesen Krieg zu f"bren. Und obwohl die Rüstung des damaligen Deutschen Reiches eine schlechte war — heute können wir das ruhig aussprechen —, hat es trotzdem über vier Jahre standqehalten. Als einstiger Soldat des Weltkrieges und heutiger Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht kann ich sagen: Sie hatten auch damals Deutschland nicht besiegt, wenn uns nicht ihr Verbündeter im Innern gebrochen hätte! Vier Jahre bemühten sie sich, und es war nötig, erst einen amerikanischen Zauberpriester erstehen zu lassen, der die Formal fanb, auf die das deutsche Volk im Vertrauen auf das Ehrenwort eines fremden Präsidenten hereinfiel. Wenn man später- so tat, als ob man Ms auch ohnedem besiegt haben würde, dann kann man nur die Frage erheben: Warum rief man dann den Seift durch den wir betört werden sollten, wenn 6s auch ohnedem gelungen wäre? Deutschland wurde damals zu Boden geworfen durch einen Haufen von Verschwörern, die in unserem eigenen Volke und Lande nun alle ihr Unwesen treiben konnten. / Für die Gutgläubigkeit erhielten wir die Quittung. Der 8. und 9. November 1918 und die folgenden Wochen sind für alle Zeiten e/ne Warnung für unser deutsches Volk. Don den damaligen „Siegern" ist nicht ein einziges Verbrechen gehalten worden. Der größte Wortbruch aller Betten begann. .Eine Periode des Leidens und des Elends und damit der Verzweiflung in unserem Volk folgte. Es gab viele Menschen, die überhaupt keine Lust mehr am Leben hatten. Die Selbstmord Ziffern ft - gen bis über 20 000 pro Jahr. Den meisten schien ften Mal zu jenen Problemen Stellung genommen, an denen heute noch,' bald 30 Jahre später, die sogenannten Demokratten blind und taub vorbeigehen. Sicherlich mürben diese Probleme, wie es nicht anders denkbar war, aus der damaligen Zeit herausgelöst, d. h.: Der im tiefsten Grund eben doch kapitalistische Staat konnte naturgemäß nur zögernd und halb an die Lösung sozialer Fragen Herangehen. Aber um so bemerkenswerter ist es, daß man sich wenigstens mit derartigen Problemen überhaupt befaßte und versuchte, sie entsprechend den damaligen Möglichkeiten zu lösen. Im übrigen war das damalige Deutschland noch ein Land der Demokraten. Die Demokratie feierte gerade in unserem Land vielleicht größere Orgien als irgendwo anders. Es war d a s Land der Freiheit. Jeder konnte tun und lassen, was und wie er es wollte. Diese Freiheit ging sogar so weit, daß man selbst die Grenzen.des damaligen Reiches für jedermann frei und offen hielt. Nicht etwa so wie in Amerika, dem sogenannten „Land der unbegrenzten Freihett". Dort mußte jeder Einwanderer ein außerordentlich schweres Examen be- ftehen, ehe ihm endgültig die Erlaubnis zum Betreten dieses geheiligten Bodens der Demokratie gegeben wurde,' obwohl dort kaum zehn Menschen auf den Quadratkilometer lebten. Bei uns damals schon die Klügeren gewesen. Ja: Ich war es schon als Knabe nicht. Ich habe es immer vorgezogen, nicht nachzugeben, auch auf die Gefahr hin, daß die anderen vielleicht sagten: „Er war nicht klug!" Wir haben deshalb die Ruhe dieser Bürger im- mer wieder gestört, haben uns nie gebeugt, sondern immer wieder aufbegehrt und haben es so langsam sertiggebrächt, uns die Straßen zu erobern, die Platze zu beherrschen und Ort um Ort in unseren Besitz zu bringen. Und dann begann das Hinausdrängen aus unserer engeren Heimat hier. Es war ein harter Kampf, oefonbers aber auch gegen bas Volk, bas in unserem Lande fast allmächtig zu sein schien, gegen das Judentum. Und was das bedeutet, das weiß derjenige, der heute geboren wird, in späterer Zukunft überhauvt nicht mehr Es war em Kampf gegen eine stattliche Macht, die von unserem ganzen Volke Besitz ergriffen hatte, die alle Schlüsselstellungen des geistigen und intellektuellen, aber aber auch des politischen und- wirtschaftlichen Lebens in chre Hande gebracht hatte und von diesen Schlüsselstellungen aus die ganze Nation überwachte. Es war ein Kampf aegen eine Macht, die zugleich aber auch den Einfluß besaß, denjenigen mtt dem Gesetz zu verfolgen, der es unternahm, sich dem Kampf gegen sie anzuschließen und bereit war, dem Vordringen dieser Macht Widerstand entgegenzufetzen. Das allmächtige Judentum hat uns damals den Krieg angesagt. Sie wißen, meine- Kameraden, daß ich immer die Auffassung vertreten habe, daß es ein dümmeres Volk als das jüdische Volk nicht aibt, allerdings auch kein gewissenloseres und skrupelloseres. (Brausender Beifall.) Ich habe deshalb immer die Auf- fassung vertreten, daß die Stunde fommen wird, da wir dieses Volk aus den Rechen unserer Nation entfernen werden. So haben wir allem, was damals diesen Staat trug und was ihn führte, den Kampf angesagt und waren nur einem einzigen ergeben, nämlich dem deutschen Volk. Er war nicht so einfach, dieser Kampf, und trotzdem begannen sich allmählich die Erfolge zu zeigen. Gegen die Totschweigemethode sowohl als gegen die Methode des Lächerlichmachens, des Spottes, später gegen die Flut von Lügen und Verleumdungen uhb endlich gegen den Terror begann sich die junge Bewegung durchzusetzen. Sie alle haben das erlebt. Sie sind damals einzeln zu mir gestoßen, die einen im Jahre 1919, die anderen 1920, 1921 und später. Wir alle aber haben schon damals das Gefühl gehabt: „Wir werden diesen Kamps um die Macht m Deutschland trotz allem gewinnen. Er mag schwer sein. Was für uns spricht, das ist die Pernunft, das ist die Richtigkeit der Grundsätze, das ist biß Erkenntnis, baß der derzeitige Staat nicht erhalten werden kann, daß es nur eine Frage der Zeit ist, wann er so ober so zerbricht". Es war endlich — fast möchte ich sagen — mystischer Glaube in bie Unsterblichkeit unseres Volkstums, eines Volkstums, das aber bei der Beibehaltung des gegebenen Zu- Parteigenossen und -genossinnen! Meine Kpmeraden! Wir feiern nun wieder den 9. November, und so wie damals vereint uns am Vortag eine Kundgebung. Für uns war das Jahr 1923 ein Höhepunkt des Kampfes um die Macht in Deutschland. Diesen Kampf und damit die Bedeutung des Tages, Den mir feiern, begreift aber nur derjenige, der sich zurückerinnert an die Zeit, in die wir damals hm- eingestellt waren und der sich vor allem die Vorgeschichte dieses gewaltigen Ringens wieder vor Äugen führt. Als wir in das politische Leben der Nation eintraten, waren unsere Namen unbekannt. Wenn wir als sogenannter autoritärer Staat — der sich von den Demokratien dadurch unterscheidet, daß er d i e M a s s e n d e s V o l k es h i n - ter sich hat (schallende Heiterkeit) — wenn wir also als autoritärer Staat all das erfüllt hätten, was die internationalen Plutokratien uns an Opfern aufbürdeten, wenn ich im Jahre 1933 erklärt hätte: „Hohe Herren in Genf! und hohe Herren meinetwegen irgendwo! Was verlangt ihr? Wir werden es uns sofort aufschreiben. 8 Milliarden für das Jahr 1933, 1934, 1935? Wir werden sie unverzüglich abliesern! — Dann hätte man gesagt: endlich ein vernünftiges Regime in Deutschland! (Stürmische Heiterkeit.) Ich habe damals eine andere Auffassung ver- treten Als ich zur Mächt kam, wurde gerade vor uns noch eine Gutschrift ausaefertigt. Das war bie letzte, so ungefähr mit 5 Milliarden, die sollten mir noch, bezahlen. Ich hatte nun den festen Entschluß ' ißt, gar nichts mehr zu bezahlen. Aber ich dachte, U1C Leute, die vorher unterschrieben hatten, daß mir 5 Milliarden an das Ausland bezahlten, das sind doch lauter gute demokratische Rechner gewesen, und mir sagte man ohnehin nach, ich sei kein Rechner ich verstünde nichts von Wirtschaft. Wenn also diese Leute es für möglich hielten, daß mir dem Ausland noch einmal 5 Milliarden zahlten, dann sagte ich: „Dann können wir auf alle Fälle zunächst 5 Milliarden Im Innern für die de u t s ch e Rüstung ausgeben (brausender Beifall), das qt ja nur eine Transferierung des Beträge." (Stürmische Heiterkeit.) Und damit habe ich angefangen. Sie alle, meine Parteigenossen, wissen, daß ich keine halben Sachen mache, sondern wenn ich etwas anfange, dann mache ich es auch Wnz. Ich war bereit, Öen Fri ed en zu machenl Ich war bereit, abzurüsten, meinetwegen bis zu den Fingernägeln. Wenn die Engländer darauf eingegangen wären, gut! Sie sind nicht darauf eingeganaen, auch gut! Dann aber konsequent und nichts Halbes! Ich hasse nichts mehr als Kompromisse und halbe Entschlüsse. Ich habe einen Entschluß gefaßt: Entweder wir sind gar keine Soldaten, oder mir sind die ersten der Welt! Und ich habe dann.die Vorbereitungen getroffen, und zwar gründlich getroffen. Das deutsche Volk ist dabei trotzdem nm nichts gebracht morden, im Gegenteil. Wir haben sieben Millionen Menschen wieder in den Produktionsprozeß eingegliedert. PZir haben bie früher nur zur Hälfte ihrer Zeit Tätigen — auch rund sieben Millionen — von ihrer kurzfristigen Arbeit zu einer normalen Wochen arbeit gebracht, mir haben allen Löhne ausgezahlt, mir haben dabei ben Preis ber Währung stabil gehalten, unb jeder konnte sich für fein Geld etwas kaufen. Wir haben die Produktion auf das Ungeheuerlichste gesteigert, imm^r ausgehend von unseren nationalsozialistischen Grundsätzen, daß das Entscheidende in der Wirtschaft die vorhandene 2lrbeits- kraft und die Fähigkeit ist, diese Arbeitskraft zu organisieren und einzusetzen, daß die Grundlage unserer Währung eben nicht^Gold sein kann, sondern die Produktion ist. Das heißt also, daß es ganz in unserem Ermessen liegt, durch Fleiß uns Arbeitsprodukte und Ko-nsumgüter zu schaffen, di<^ dann wieder dem Volke zugutekommen müssen, genau so wie man das auch durch Faulenzen verhindern kann. Wir erlebten bann, baß bie Geldstaaten mit ihren Währungen kaputtgingen, während wir, ber Nichtgelbstaat, die Währung behaupteten. Einige andere Länder haben nun das Gold eingehamstert uni) aufgehäuft, und nun droht in die Wett eine Erkenntnis einzudringen, und zwar eine praktisch erhärtete Erkenntnis — nämlich daß das Gold an sich gänzlich belanglos ist, daß man ohne Gold genau so gut leben kann wie mit ihm, ja sogar unter Umständen noch besser. Diese Erkenntnis kann für diejenigen gefährlich werden, die im Gold ein Element ihres Kampfes um die Macht sehen und es auch immer als solches Element werteten und Der größte Teil von uns, ich an der Spitze, gehörte nicht einmal einer Partei an. Die meisten waren Soldaten gewesen, kehrten aus dem großen Kriege zurück, mit Grimm und Verzweiflung im Herzen. Die Lage unseres Volkes, des Deutschen Reiches, schien hoffnungslos zu sein. Das Deutschland der Zeit,oor dem Jahre 1914 ist nicht mehr unser Deutschland. Trotzdem fühlen wir uns auch mit ihm verbunden, denn es verkörpert immerhin die Einheit eines großen Teiles der deutschen Menschen. Es mar ein Land der Arbeit, ein Land der Wohlfahrt. In diesem damaligen Deutschen Reich sind, trotz allem was dagegen gesagt werden mag, die Anfänge einer sozialen Gesetzgebung zu sehen. In diesem Deutschland hat man zum er- genau die einzelnen Phasen, wie dieser Zusammenbruch vor sich ginge. Außerdem wurde genau nachgewiesen, daß das deutsche^ Volk sich von mir immer mehr abwandte, daß ich allmählich ein einsamer Mann wurde — und dann kam plötzlich wieder eine Wahl, und es stellte sich heraus, daß statt 94 v. 5). 98 n. H. hinter mir standen. Sie waren natürlich verbittert und erzürnt über eine solche Entwicklung und begannen dann erst recht zu ver- suchen, uns durch internationale Komplotte in die Enge zu treiben. Das hat nun, meyne Parteigenossen, zum gleichen Ergebnis geführt, wie alle ähnlichen Versuche im Innern. Sie wissen es ja noch: Etwa in den Jahren 1925, 1926 usw. Damals begann das Komplott einer allgemeinen Parteiverschwörung gegen den Nationalsozialismus. Sie gingen Arm in Arm von links bis rechts. Die größten Extreme hatten sich gefunden, die Kapitalisten mit den Sozialisten internationaler Prägung fanden plötzlich zusammen. Die Börsenjobber auf der einen Sette, die Marxisten auf der anderen, gingen Arm in Arm gegen den verhaßten Nationalsozialismus. Ich aber habe damals nur ein Rezept gekannt: Erst recht hart werden, die Zähne zusammenbeißen und den Kampf aufnehmen! ir haben den Kamps ausgenommen. Ich habe mich im Kampf nach außen genau so gestellt. Jedes derartige neue Komplott, jeder solche Versuch, durch Verträge und Abmachungen Staaten gegen uns zu mobllisieren, führten nur dazu, daß ich die Rüstung wieder etwas schärfer anziehen ließ. Ich war fest entschlossen, es auf alles ankommen zu lassen. Unentwegt ging der Kampf weiter mit dem Ziel, den Versailler Vertrag zu beseitigen. Denn, meine Parteigenossen, das mußte ich, wenn ich nicht ein Lügner hätte sein wollen. Denn wofür haben wir schließlich gekämpft? Als wir in den Jahren 1920/21 und 1922 auftraten, war ja unser Programm: Beseitigung von Versailles. Ich konnte nicht plötzlich sagen: wir lassen das. Ich war entschlossen, Deutschland wieder frei zu machen. Ich habe den Kampf etappenweise durchgeführt. Ich habe dabei wirklich das Ziel gehabt, im Frieden zu bleiben. Sie kennen aus vielen Versammlungen und Publikationen die außenpolitische Konzeption, die ich damals hatte: ich wollte engste Freundschaftsbeziehungen mit England Herstellen. Ich dachte, die germanischen Rassen müßten Zusammengehen. Ich wollte das gleiche Verhältnis mit Italien. Ich dachte weiter in I a - p a n als eine Macht, mit deren Interessen die un- seren gleichlaufen könnten. So weit es sich nun um Italien handelle, ist dieser Versuch gelungen dank dem genialen Wirken des einen Mannes, der den Faschismus begründete und der die gleichen Kämpfe in seinem Lande zu bestehen hatte wie wir Nationalsozialisten in Deutschland. Es ist dies endlich auch gelungen mit Japan. Es ist leider mißlungen mit England, ganz gegen unseren eigenen Wunsch. Es war das nicht unsere Schuld, im Gegenteil, ich habe bis zum letzten Moment, noch bis wenige Tage vor Kriegsausbruch, versucht, mein altes außenpolitisches Ziel zu verwirklichen. Ich habe damals dem britischen Botschafter die größten Angebote gemacht. Ich war bereit mit England zusammenzugehen. Aber es war vergeblich. Ich habe damals gesehen, wie gewisse Kriegsinteressenten seit Jahren hetzten, ohne daß ihnen das Handwerk gelegt wurde. Es konnte kein Zweifel mehr daran bestehen, daß sie eines Tages das britische Volk in Wut und Haß gegen Deutschland versetzen würden, während das deutsche Volk umgekehrt überhaupt keinen Haß gegen England empfand. So wäre denn eines Tages Deutschland geistig ungerüstet in den Krieg hineingetaumelt. Ich hab« bereits 1938/39 davor gewarnt und namentlich in einer Rede in Saarbrücken betont, daß das nicht so weitergehen könne und daß, wenn England diese Hetze weiter durchführe, ich gezwungen sein würde, dem endlich die deutsche Propaganda entgegenzusetzen. „Ich glaube an meinen Erfolg." So kam der Augenblick, in dem die Frage nicht mehr war, ,vb der Krieg überhaupt zu vermeiden sei, sondern nur noch, ob er pielleicht für 1, 2 oder 3 Jab re verhindert werden konnte, und zwar durch sehr schwere deutsche Demütigungen. Und da müssen Sie eines, meine Parteigenossen, verstehen: In dem Augenblick, in dem ich mir bewußt war, daß England nur Zeit gewinnen wollte, daß man dort aber den Krieg unter allen Umständen zu führen entschlossen war, was durch die Äußerungen britischer Staatsmänner offen zugegeben wurde, im selben Augenblick halle ich nur einen elnzigen Wunsch: Wenn sie uns schon den Krieg zu erklären entschlossen waren, daß sie es dann hoffentlich noch tun würden, während ich lebe. Denn ich weiß, daß es das härteste Ringen werden mässe, das d?m deutschen Volke jemals ouferlegt wurde. Ich bilde mir nun nicht nur ein, daß ichderhär^ t e sl e Wann bin, den das deutsche Volk seit vielen Jahrzehnten, vielleicht seit Jahrhunderten gehabt hat (stürmischer Beifall), sondern ich besitze außerdem die größte Autorität. Vor allem aber glaube ich an meinen Erfolg, und zwar bedingungslos glaube ich daran! (Brausender Beifall.) Ich bin fest überzeugt, daß dieser Kampf um kein haar anders ausgehen wird als der Kampf, den ich einst im Innern ausfocht! Ich bin überzeugt, daß mich die Vorsehung bis hierher nur geführt hat und alle Fährnisse von mir fernhielt, um mich diesen Kampf des deutschen Volkes führen zu lassen. (Stürmischer Beifall.) Und endlich, ich habe noch den großen Krieg mitgemacht, und ich gehöre auch zu denen, die damals um den Erfolg betrogen worden sind. Und es ist daher mein unerschütterlicher Entschluß, daß dieser Kampf nicht so ausgeht wie damals. Äls ich im vergangenen Jahre zu Ihnen sprach, lag hinter uns der erste Abschnitt dieses Kampfes. In 18 Tagen Hot unsere Wehrmacht Polen niedergeworfen. Man hatte sich das ganz anders vor- oeftellL Man war der Uederzeugung, daß dieser Kampf seine sechs, acht oder zehn Monate dauern würde, und man sagte sich: „Es nibt keinen Krieg mehr mit durchgreifenden Entscheidungen. Es wird im günstigsten Falle eine Art Stellungskrieg kommen! Es wird sich eine Front im Osten aufrichten, und die wird Deutschland zu einem langsamen Verbluten führen! Unterdessen wird der Westen rüsten. Dann kommt der Sommer 1940, dann wird man in Belgien und Holland vorrücken bis an die Grenze des Ruhrgebiets, und dann wird man so langsam Deutschlands Herr werden." So stellte man sich das vor. Außerdem glaubte man, daß schon wenige Wochen später — man hatte es von allen Setten gehört — in Deutschland die Revolution ausbrechen werde. Außerdem würde dann die Not kommen. Und endlich hatten sie feine Ahnung von dem Ausmaß unserer Rüstungen und glaubten, daß ich genau so bluffe, wie sie uns seit Jahren zu bluffen versucht hatten. Sie dachten nicht, daß einer wirklich das tut, was er sagt. Sie waren deshalb der Uederzeugung, daß dieser Krieg für sie ein verhältnismäßig leichter Krieg werden würde. Vor einem Jahr war, wie- gesagt, P ol e n beseitigt. Damit war der erste Strich durch ihre Rechnung gemacht. Ich konnte am 8. November 1939 auf diesen großen Erfolg Hinweisen. Heute, ein Jahr später, kann ich weitere Erfolge melden! Dies kann in erster Linie nur der würdigen, der selbst Soldat des großen Krieges gewesen ist, der weiß, was es bedeutet, in wenigen Wochen nicht nur den ganzen Westen niederzuwerfen, sondern auch Norwegen in Besitz zu nehmen, bis zum Nordkap, daß heute eine Front steht von Kir- kenes angefangen bis an die fpani- sche Grenze. Alle die Hoffnungen der brittschen Kriegshetzer sind damals zerschlagen worden. Sie hatten sich das so gedacht: den Krieg an der Peripherie zu führen, uns die deutschen Lebensadern abzuschneiden und uns dann allmählich abzuwitt- gen. Es ist umgekehrt gekommen! Dieser Kon- tinent mobilisiert sich langsam, indem er sich auf sich selbst besinnt, gegen den Feind des Kontinents. <1 A Wir werden diesen Kamps ft mit dem deutschen Sieg beenden. Deutschland hat in wenigen Monaten diesem Kontinent tatsächlich die Freiheit gegeben. Der britische Versuch, Europa zu balkanisieren — das können sich die britischen Staatsmänner merken — ist »bgrfchlosseu und beendet! England wollte Europa desorganisieren, Deutschland und Italien werden Europa organisieren. wenn man nun in Lnaland erklärt, daß der Kampf weilergehe, so ist mir das gänzlich gleichgültig. Er geht solange weiter, bis wir ihn beenden werden! Und wir werden ihn beenden, da können Sie sicher sein! (Größte Begeisterung.) Und er wird beendet werden mit unserem Sieg! Das können Sie mir auch glauben! (Brausender Jubelsturm.) Ich bin mir über eines im klaren: Wenn ich als Prophet am 1. Januar dieses Jahres den Engländern erklärt hätte: „Im Frühjahr dieses Jahres, da werden wir euch das Konzept in Norwegen verdorben haben und nicht ihr werdet in Norwegen sitzen, sondern Deutschland, noch im Sommer bjeses Jahres werdet ihr nicht mehr in Holland fein oder nach Holland kommen, sondern wir werden das besetzt haben, noch im Sommer werdet ihr nicht durch Belgien an die deutsche Grenze vorgegangen sein, sondern wir werden bei euch sein" — und wenn ich gesagt hatte: „Im Sommer wird es kein Frankreich mehr geben" — dann hatten sie alle gesagt: „Ein Wahnsinniger! (Stürmische Heiter- feit.) Ich unterlasse es daher, auch heute zu prophezeien. Ich möchte dem deutschen Volke nur ein paar Erklärungen abgeben: Der bisherige Kampf hat zu Ergebnissen einmaliger Art geführt. 1. Er hat personell, so bitter es für die einzelne Familie ift, die Opfer bringen mußte, für das deutsche Volksgut so gut wiekeine Opfer gefordert. Im gesamten sind die Opfer, die wir in diesem Kriege brachten, noch nicht so groß, wie sie der Krieg 1870/71 gefordert hat. Ja, es ist kaum etwas mehr als die Hälfte dessen. Personell sind also unsere Berechnungen insofern hinfällig geworden, als wir alle die vorgesehenen riesenhaften Ersatzmannschaften, die wir als Reserven für Verluste einkalkuliert hatten, nicht anzutasten brauchten, daher viele altgediente Männer entlasse n konnten und dabei trotzdem, und zwar im wesentlichen durch jüngere Iayvgänge, die Wehrmacht zu verstärken in der Lage waren. Personell sieht die deutsche Armee heute anders aus, als sie im Weltkrieg aussah. Ich bin vor wenigen Tagen erst durch Belgien und Frankreich gefahren, und ich muß als alter Weltkriegssoldat sagen, es ist wundervoll, wie unsere Wehrmacht heute aussieht, gleichgültig, ob Heer, Marine, Luftwaffe oder Waffen---. Sie sehen alle gleich hervorragend aus. Sie sind nicht zu vergleichen mit dem, was 1914 oder 1915 war. 2. Materiell: Ich habe in diesem Krieg vorgesorgt, wie in keinem Krieg vorgesorgt worden war, und es hat sich reichlich gelohnt. Die materiellen Ovfer des Krieges sind Überhaupt gänzlich belanglos. Was mir in diesem bisherigen Kampf als Munition verschoßen haben, das ist im wesentlichen nur der Teil einer Monatsproduktion. Die Reserven sind so ungeheuer, daß ich auf manchen Gebieten die Produktion jetzt errtfteöen muß, weil es keine Möglichkeit gibt, diese Massen irgendwie unterzubringen. Ich habe die Produktion dafür jetzt auf Gebiete leiten lassen, auf denen ich glaube, besonders stark sein zu müssen. Sie vernehmen ja die Drohungen der anderen, was sie produzieren werden: Australien hat sechs oder sieben Millionen Einwohner, einschließlich der Buschneger. Aber trotzdem wollen sie achtmal soviel Flugzeuge rote Deutschland produzieren. Kanada hat neun Millionen Einwohner. Aber sie wollen zwölfmal soviel Flugzeuge bauen wie Deutschland. Was die amerikanische Produktion angeht, so kann man sie nicht einmal mit astronomischen Zahlen darstellen. Auf diesem Gebiet möchte ich daher auch kein Konkurrent sein. Aber ich kann ihnen eines versichern: Die deutsche Produktionskapazität ist die höchste der Welt, und wir werden davon nicht herunter- aehen, denn wir sind in der Lage, heute die Kräfte so ziemlich ganz Europas zu mobilisieren — und daß ich das industriell tue, das kann man mir schon glauben! Die materielle Rüstung ist daher eine ungeheuerliche, und sie wächst jetzt erst. Wenn wir auch jahrelang die industtielle Mobilisierung vorbereitet hatten, so wissen Sie, daß das Ausstößen im großen Maße ja doch erst nach ein- bis eineinhalb Jahren Zeit geschieht. Und das ist jetzt der Fall. Ich darf daher zufammenfassend eines sagen: „Wir sind vorbereitet für die Zukunft wie noch nie zuvor. Wir sind materiell vorbereitet, und wir sind personell vorbereitet Und daß die Wehrmacht jeden Tag ausnuht, das weiß jeder, der bei uns selbst Soldat war. Es geht kein Tag verloren. Dieses erste militärische Instrument der Welt wird ununterbrochen gepflegt und verbessert Und wenn die Stunde des Grotzeinfahes wieder eintritt, dann hoffe ich, wieder zu genau den gleichen Resultaten zu kommen, wie wir sie hinter uns haben. (Minutenlanger Beifall.) Wir haben alles auf das Gründlichste vorbereitet, um dann schnell und kühn zu handeln! Ls wird der Augenblick kommen, da die Herren, die jetzt die ganze Welt bereits wieder mit dem Munde erobern, mit den 2D affen standhalten müssen. Und dann werden wir sehen, wer die Monate besser genutzt hat: Dir oder die Anderen! Deutschland jedenfalls ist mit seinem Verbündeten heute stark genug, um jeder Kombination auf dieser Welt entgegenzutreten. Es gibt keine Mächtekoalition, die der unseren militärisch gewachsen sein konnte. WtttschafÜich lohnen sich jetzt die langen Vorbereitungen, die wir schon im Frieden getroffen haben: Der Vierjahresplan, den wir jetzt auf weitere vier Jahre verlängerten, hat uns zahlreiche Reserven gegeben, und die Engländer wußten das ganz genau, denn sonst hätten sie über ihn nicht so geflucht. Er sollte uns unabhängig machen von jeder Abschnürung oder Blockade. Im übrigen wollen wir einmal sehen, wer in einigen Monaten blockiert sein wird: Wir oder die anderen! Ich glaube, es ist ihnen schon jetzt auf manchen Gebieten das Lügen vergangen. Herr Churchill, der noch vor acht und sechs Monaten erklärte: „Wir haben in einem Monat 50 v. H. ihrer U-Boote vernichtet" — konnte im nächsten Monat ihnen nicht noch einmal 50 o. H. sagen, well sonst keines mehr dagewesen wäre. Im nächsten Monat waren es daher nur 30 v. H. Einen Monat später konnte er nicht 20 v. H., sondern mußte 10 o. H. behaupten. Jetzt beginnt nun dieser Generallügner der Weltgeschichte zuzugeben, daß unsere U-Boote mehr zu sein scheinen, als sie vorher waren. Das kann er mir glauben: Und ob sie mehr sind! Et hat vor allem keine Ahnung, wie sie mehr werden! (Stürmischer Beifall.) Wir werden sie noch heraus, fordern, diese internationalen kapitalistischen Lügner! Und wir werden es erleben. Eines Tages wird es sicher keinen Churchill mehr geben, aber deutsche U-Boote noch und noch! (Jubelnde Heilrufe!) Und so, nachdem er das an sich nicht mehr bestreiten kann, hat sich dieser genialste Stratege, der bisher geboren wurde, auf den Luftkrieg gestürzt. Denn es ist schon eine geniale Ide« von Mr. Chur, chill gewesen, ausgerechnet mit der Waffe, mit der England uns gegenüber am allerfchwächsten ist, den Luftkrieg anzufangen. Sie wissen, ich habe jahrelang der Welt Vorschläge gemacht, man sollte den Bombenkrieg einstellen, besonders gegen die Zivilbevölkerung. England hat aber das, wohl in Vorausahnung der kommenden Entwicklung, a b g e l e h n t. Gut! Ich habe ttotzdem in diesem Kriege den Kampf nie gegen Zivilbevölkerung führen lassen. Ich habe i m P o l e n k r i e g feine Nachtangriffe auf polnische Städte ausführen lassen; man kann in der Nacht das einzelne Objekt nicht so genau treffen. Ich ließ daher im wesentlichen nur bei Tage angreifen und immer nur militärische Ziele. Ich habe dasfelbe in Norwegen getan. Das gleich tat ich auch in Holland, in Belgien und in Frank- reich. Da fiel es Herrn Churchill plötzlich ein, nachdem bei Tage allerdings die britische Luft- roaffe deutschen Boden überhaupt nicht überfliegen kann, mit Nachtangriffen die deutsche Zivil- bevölkerung heimzusuchen. Sie kennen ja meine Geduld, meine Parteigenossen. Ich habe also acht Tage zugesehen. Man hat Bomben auf die Zivilbevölkerung am Rhein geworfen. Mat hat Bomben geworfen auf die Zivilbevölkerung in West- falen. Und ich habe dann 14 Tage zugesehen, und dachte mir: „Der Mann ist wahnsinnig! Er führt einen Kamps ein, bei dem nur England vernichtet werden kann." Als der Krieg im Westen zu Ende war, habe ich noch einmal England die Hand hin- gehalten. Ich wurde wieder auf das Wüsteste beschimpft und bespuckt. Herr Halifax führte sich auf wie ein Wahnsinniger. Auch gut! Man verstärkte die Bombenangriffe. Ich habe wieder gewartet Ich muß sagen, daß es mir schwer wurde. Denn es tarnen viele zu mir, die sagten: ,Za, wie lange, Führer, warten Sie noch? Die hören von selbst nicht auf!" Kampf bis zu einer klaren Entscheidung. Ich habe über drei Monate gewartet, und dann eines Tages allerdings gab ich nun den Befehl: So, ich nehme jetzt diesen Kampf auf, und ich nehme ihn auf mit der Entschlossenheit, mit der ich noch jeden Kampf aufnahm. Das heißt: Jetzt Kamps bis zum Letzt en< Sie wollten es, sie sollen es haben! Sie wollten Deutschland durch den Luftkrieg vernichten. Ich werde ihnen jetzt zeigen, wer vernichtet wird! Das englische Volk, das ich nur bedauere, kann sich dafür bei seinem Generalverbrecher Churchill bedanken. (Ungeheurer Beifall.) "Herr Churchill hat mit diesem Kampf den größten militärischen Unsinn gemacht, den jemals ein Staatsmann oder ein Feldherr einleiten konnte. Er hat mit der Waffe gekämpft, mit der er am sch ro ä chsten ist, und er hat aus einer Position gekämpft, die für England seit dem Augenblick, in dem wir von Trontheim bis Brest sitzerz, auch geographisch schlecht ist. Es ist die schwäch st e Position, die England überhaupt besitzen kann. Wir werden diesen Kampf durchhalten. Ich bedauere, daß er natürlich auch auf unserer Seite Opfer for° bert. Allein ich kenne das nationalsozialistische Deutschland. Nur Herr Churchill kennt es nicht. Das ist der große Unterschied. Er hat geglaubt, dadurch vielleicht das deutsche Volk zermürben zu können. Er hat nur ganz vergessen, daß jetzt e i n anderes Deutschland gekommen ist. Dieses Deutschland wird durch jede Bombe fanatischer. Seine Entschlußkraft n/irb nur noch stärker, es weiß vor allem: „Mit diesem Unfug muß einmal f ü r immer aufgeräumt werden." (Stürmische Zustimmung) und dazu sind /wir cntschloss en. Als 1938 Herr Chamberlain hier in München war und mir heuchlerisch seine Friedensangebote machte, da hat dieser Mann im Innern den Entschluß gehabt, sofort nach der Rückkehr zu sagen: „Ich habe jetzt eine gewisse Frist bekommen, und jetzt wollen wir rüsten, damit wir dann Deutschland überfallen können." Wir sind uns darüber im klaren, daß jeder Waffenstillstand heute tatsächlich nur ein Waffenstillstand sein würde. Sie würden hoffen, daß ich vielleicht nach einigen Jahren dann nicht meh? an der Spitze des Reiches stehe, und daß dann der Kampf von neuem beginnen könnte. Es Ist daher mejn unabänderlicher Entschluß, nunmehr die Auseinanderfehnng bis zu einer klaren Entscheidung zu führen: genau so, wie ich als Nationalsozialist im Kampf um Deutschland jeden Kompromiß abgelehnt habe, so lehne ich heute nunmehr auch hier jeden Kompromiß ab. Ich habe so oft die Hand geboten — es war umsonst. Sie wollten diesen Kampf, sie sollen ihn jetzt haben! Das deutsche Volk wird diesen Kampf bis zum Ende führen! Es muß die Gefahr beseitigt werden, daß in ein oder zwei oder drei Jahren nach höchster Spannung die Sache wieder von neuem losgeht. Das deutsche Volk will endlich Frieden haben, und zwar einen Frieden, der es arbeiten läßt, . der es nicht internationalen Halunken ermöglicht, andere Völker gegen uns aufzuhehen. Für diese Leute ist der Krieg natürlich der größte Verdienst. I ch habe keinen Grunb, aus irgendwelchen materiellen Interessen Krieg zu führen. Für uns kann er ja nur traurig sein. Uns, dem deutschen Volke und der ganzen Gemeinschaft, nimmt er unendlich viel Zeit unb Arbeitskraft. Ich habe keine Rüstungsaktten in meinem Besitz, ick verdiene an diesem Kriege nichts. Ich würde glücklich sein, wenn rott wieder arbeiten könnten, wie ich früher für mein Völk gearbeitet habe. Aber diese internationalen Kriegsverbrecher sind zugleich die größten Rüstungsschieber, die es gibt. Ihnen gehören die Fabriken, sie machen die Geschäfte. Das sind die gleichen Leute, die wir ftüher auch in Deutschland hatten. Mit diesen Leuten gibt es nur eine Auseinandersetzung. Es muß hier einer brechen. Und das wird unter keinen Umständen Deutschland fein! (Stürmischer Jubel.) Wenn aber dieses Deutschland heute eine andere Haltung besitzt, dann deshalb, weil der National- sozialismus das deutsche Volk wieder hochgerissen hat. Er hat die geistigen, seelischen, moralischen und auch materiellen Voraussetzungen geschaffen für die ungeheuren Siege der Wehrmacht »unseres jungen Reiches. Jeder Soldat weiß es und muß es wissen, daß die Armeen, die heute unter unserem Banner marschieren, die R e v o l u - tionsarmeen des Dritten Reiches sind! Sie tragen im Herzen nicht nur den Glauben an ein Deutschland, so wie es einst war, sondern sie tragen im Herzen den Glauben an das Deutschland, bas uns allen in der Zukunft vorschwebt, für das wir so lange gekämpft haben, den Glauben an ein besseres Reich, in dem die großen Ziele unserer nationalen unb sozialen Bewegung verwirklicht werden. Und daß wir heute nun dieses Deutschland besitzen, das verdanken wir denjenigen, die im Jahre 1923 marschiert sind und vor allem auch denjenigen, die damals als erste Blutopfer für die Bewegung gefallen sind. Diese 16 Toten sind eben mehr als nur 16 Tote! Sie sind die Kronzeugen einer neuen Wiederauferstehung unseres Volkes geworden. Ihr Opfer war um so größer, als sie damals das, was seitdem geworden ist, nur in einer blassen Phantasie erkennen konnten. Sie haben damals wirklich in grenzenloser Liebe für Deutschland gehandelt, denn wer damals zur Bewegung kam, bei dem konnte man nur iaaen: „Du kannst alles andere aufgeben, du wirst verlacht und verspottet und verfolgt werden. Du mußt gewärtig sein, daß du brotlos wirst, daß sie dich überall hinauswerfen. Du hast gar nichts, das dir sicher ist, außer vielleicht deinen eigenen Tod. Aber du siehst vor dir etwas, für das mir alle kämpfen. Es ist e i n neues Deutschland der Ehre, das rott wieder aufrichten, das seinen Söhnen wieder das tägliche Brot sicherstellt und bas in der Welt wieder den Rang ein nimmt, der ihm zukommt auf Grund der Zahl seines Volkes, der geschichtlichen Vergangenheit und unseres früheren, heutigen und zukünftigen Wertes." Dafür find alle diese Männer gekommen. Viele von ihnen haben bas nur unbewußt gefühlt. Es waren so viele kleine Leute in biefer Bewegung. Wir sind so gemieden worden von dem, was sich . Intelligenz und oberes Bürgertum hieß. Wir sind so gemieden worden von ihnen, daß die große Zahl der in unseren Reihen Cinttetenden meistens nur ganz kleine Menschen gewesen sind. Sie hatten viel- leicht gar keine so klare Vorstellung von dem, wie es einmal werden wird. Sie wußten nur: Es wird einmal besser sein. Es wird einmal besser fein, es wird einmal ein neues Reich aufgebaut, und in diesem Reich wird vieles von dem dann verwirklicht, was auch unsere Gegner im tiefsten Innern doch ersehnew, ohne daß sie wissen, daß es auf ihrem Weg nie zu erreichen fein würde. Dafür sind diese Menschen eingetreten, und dafür haben auch diese Sechzehn damals ihr geben gegeben. Es waren Sechzehn, es hätten auch ebenso gut fünfhundert ober fünftausend sein können, und es hat keiner von chnen geklagt. Auch bie Verwundeten sind der Sache nicht untreu ge- NESTLE KINDERNAHRUNG Für Kinder im Alter bis zu I'/, Jahren auf die 4 Abschnitte 5-8 der &nderbfptkflrte je eine große p^ in worden. Im Gegenteil, als Verwundete sind sie erst recht wieder Parteigenosien, fanatischer wie zuvor! Und diesen Sechzehn sind nun viele Hunderte gefolgt, hier und außerhalb der Grenzen des Reiches. Es war jahrelang, fast ein Jahrzehnt lang ein einziger Weg von Märtyrern, am stärksten vielleicht in der Ostmark und im Sudetenland — am stärksten, weil der Kampf dort am aussichtslosesten zu sein schien. Wie konnten diese kleinen Leute den Lauf der Geschichte ahnen, wie er sich nun wirklich vollzog? Wie konnten sie das Wunder voraussehen, daß sie 1% oder 2 Jahrzehnte spater ein großes Reich glorreich heimholen würde? Sie haben trotzdem gekämpft, gläubigen Herzens, ohne im einzelnen genau zu wissen, daß es zu ihren Lebzeiten noch so kommen wird. Das alles aber hat von diesem 8. und 9. November 1923 seinen Ausgang genommen. Und deshalb feiern wir die Erinnerung an diese Männer tn besonderer Ergriffenheit heute mehr noch als damals, denn sie haben zugleich auch die Schmach des Zusammenbruchs vom Jahre 1918/19 im Herzen getragen. In ihnen hat diese Schmach gefressen und gewühlt. Wie oft sind wir beisammen gesessen, immer von dem einen Gedanken durchglüht: „Das muß in unserer Geschichte wieder repariert werden. das kann nicht so dauern und kann nicht so bleiben! Das würde das deutsche Volk für alle Zeiten mit Schande belasten! Das werden wir beseitigen aus unserer Geschichte! Das werden wir wieder wegwaschen! Wir werden wieder aufrichten ein Deutschland der Macht und der Kraft und der Herrlichkeit. Deutschland muß wieder a-uferstehen, so oder io!" und in diesem Geist haben wir damals gekämpft. 3n diesem Geist sind sie gefallen. 3n diesem Geist wurde dann der Kampf erst recht weitergeführt, und in diesem Geist stehen wir hier nun heute vor der anderen Welt und werden das durchsetzen, wofür auch sie einst gefallen sind! Sie glauben Deutschland zu vernichten. Sie werden sich irren! Aus dem Kampf' wird erst recht Deutschland erstehen! Mit stürmischer Begeisterung und in tiefer Ergriffenheit sind die alten Parteigenossen den Schlußworten des Führers gefolgt. Nun bricht ein beispielloser Beifallssturm los. Immer wieder erneuern sich die Ovationen, bis endlich in den Liedern der Nation der allgemeine Jubel in ein Bekenntnis äußerster Kampfentschlossenheit Trusklingt. Das Ritterkreuz für gefallene Helden. Generalleutnant Ritter von Speck (rechts) und Kommodyre Sonic (links). (Scherl-Bilderdienst- sOKW.-j M.). J Narvik trotz ungeheurer feindlicher Ueberlegenhett und schwierigster Bedingungen zum Siege geführt hat. Kommodore Vonle und seine Zerstörer werden allezeit der deutschen Kriegsmarine als Beispiele opfervollen Einsatzes bis zum Siege vor Augen stehen. Berlin, 9. Nov. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat zwei Offizieren, die au eulscheidender Stelle im Kampf für Deutschlands Ehre und Freiheit gefallen sind, noch nach dem Tode das Ritterkreuz des Eiferneu Kreuzes verliehen, Generalleutnant Ritter von Speck und Kommodore B o n t e. Beide Offiziere haben ihre Namen durch Taten in das Buch der deutschen Geschichte eingetragen. Generalleutnant Ritter von Speck führte in den Kämpfen vom 5. bis 8. 6. a m E h e m i u des Dames und um den Aisne-llebergang fein Armeekorps in schweren Kämpfen zu größten Erfolgen. »Durch feinen mitreißenden persönlichen Schwung gelang es den deutschen Truppen, gleichzeitig mit dem fliehenden Feind über die Aisne zu gehen und Brückenköpfe südlich des Flusses zu bilden. Unter .ßchwerem feindlichen Feuer führte er die beiden Divisionen seines Armeekorps selbst in vorderster Linie zum Angriff. Am 15. 3uni starb er den Heldentod, ein Kommandierender General, der als Beispiel höchster soldatischer Tapferkeit in der Geschichte des deutschen Heeres für alle Zeiten fortleben wird. Kommodore B onte war Führer der deutschen Zerstörer, dic-angesichts der weit überlegenen britischen Flotte den kühnen Vorstoß nach Narvik wagten und siegreich durchführten. 3n den schweren Kämpfen um Narvik starb er den Heldentod und gab feinen Einheiten das große Beispiel für jenen heroischen Einsatz, der die Kämpfe um Korvettenkapitän Erdmenger mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 9. Nov. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Korvettenkapitän Er d m e n - g e r, dem Kommandanten des Führerzerstörers des Kommodore B o n t e. Bei dem Einsatz der Zerstörer gegen Na-rvik war es seinem hervorragenden navigatovischen und seemännischen Können zu danken, daß die Zerstörer trotz schwierigster Verhältnisse Den Hafen von Narvik rechtzeitig erreichten und damit den englischen Streitkräften, die der schwieriges Navigation nicht gewachsen waren, zuoorkamen. Nach dem Verlust seines Zerstörers wurde er als Bataillons, und Kompanieführer während der Kämpfe um Narvik eingesetzt. General der Gebirgs- truppen Dietl schreibt die rasche Umstellung der Zerstörerbesatzungen auf den Gebirgsdienst in erster Linie seiner Tatkraft und Umsicht zu. Er hat mit seinen Matrosenabteilunqen sowohl beim Marsch im winterlichen arktischen Gebirge, als auch beim Gefecht unter schwierigsten Verhältnissen Ausgezeichnetes geleistet. Die Volkswandenmg -er Deutschen. Don General Professor Dr Haushofer, Dorsihender der Äundesleitung des DDA. „Das Außendeutschtum ist ebensosehr Sache des Herzens und des Gefühls wie des politischen und wirtschafllichen Verstandes. Das Befassen mit außendeutschen Fragen heißt, unser Volk zur Beschäftigung mit Politik erziehen, das heißt in diesem Falle, zur Weltpolitik und zum Verstehen und Begreifen der Maßnahmen, die andere Völker für oder gegen unser Volkstum treffen." Mehr denn je gelten diese, 1925 vom Mitarbeiter des Führers, Obergruppenführer Brückner, in einer Versammlung des Volksbundes gesprochenen, richtungweisenden Sätze heute. Deutschland ist durch die geniale Führung Adolf Hitlers aus der mitteleuropäischen Enge und Begrenztheit.feiner Entwicklungsmöglichkeiten zur Weltmachtstellung auf- gestiegen und hat mit der sieghaften Entscheidung dieses von England und seinen materiellen und geistiaen Trabanten vom Zaun gebrochenen Krieges die Aufgabe übernommen, durch eine sinnvolle, der Größe, den Kräften, Fähigkeiten und historischen Leistungen der Völker entsprechenden Neuordnung im europäischen Raum die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft zu schaffen. Nichts beweist die Größe der völkischen Aufgaben unserer Zeit eindringlicher, als die Tatsache, daß der Führer aleichzeitio und neben die größte Entscheidung unserer Geschichte mit den Waffen den Auftrag zur Neuordnung unseres Volkes aus der weltweiten Zerstreuung zur Zusammenfassung, zur Festigung und Sicherung des deutschen Volkstums für alle Zeiten im neuen Dolksreich der Deutschen gestellt hat. Damit hat der große Aufbruch begonnen, die Volks- wanderung der Deutsch e^r, die zum Unterschied von der Völkerwanderung am Beginn unserer Geschichte vom Führer und seinem Volke ge- wollt ist und zum Segen und Sicherung auf Jahrtausende gelenkt wird. Gerade aus dieser volklichen Zielsetzung der sich abzeichenden Endentscheidungen kommt der 61. Jahrestagung des größten deutschen Volkstumsverbandes, des DDA., die vom 24. bis 27. Oktober in München abgehalten wurde, eine besondere Bedeutung zu. Dieser deutsche Volkstumsverband — so wie er freute in der Erneuerung durch den Nationalsozialismus und als Diener der großen volkspolitischen Neuordnung des Führers zur Arbeit und Ausrichtung seines Mitarbeiterkorps in München angetreten ist — wurde seiner Zeit aus der Grenz- und Dolksnot im Heimatland des Führers von aufrechten Männern im Gegensatz zu allem gegründet, was damals Gewalt besaß im Habs- burgerftaat Gerade weil er nicht auf staatlichem Denken aufgebaut wurde, verfiel er nicht,' als das Zweite Reich zerfiel, sondern wurde erst recht stark und konnte sich verjüngen im größeren, nicht mehr auf staatlichem, sondern volklichem Denken fußenden Deutschland Adolf Hitlers. Aus dieser volkspolitischen Äerankerung, in der Kunst des Sichzurechtfindens mit fremden Völkern und des Durchsetzens gegen diese, überall dort, wo deutsches Blut in fremdvölkiscker Umwelt um seine Behauptung rang, ist in meyr als sechzigjähriger Arb^t ein Schatz von Erfahrung und freiwilliger Opferbereitschaft von Millionen geschaffen worden. In diesem Geiste des volklichen Denkens sind ganze Geschlechterfolgen erzogen worden, deren Erfahrungsgut dem Großdeutschen Reich für feine gewaltigen Aufgaben der volklichen Neuordnung zur Verfügung steht. Als die Baltendeutschen, die Wolhynien- und Galiziendeutschen, die Deutschen aus dem Buchenland, Bessarabien und der Dobrudscha und die Menschen aus der Heimat Andreas Hofers den Ruf und Auftrag des Führers zur Mitgestaltung am Volksreich der Deutschen erhielten, da konnten aus dieser jahrzehntelangen Erziehungsarbeit des Volkstumsverbandes Hunderte und aber Hunderte von Menschen zur Verfügung gestellt werden, die bis zum letzten Hof und bis zur entferntesten Grenze des deutschen Siedlungsbodens wußten, wo die Volksgenossen zu finden waren, wie es um ihre lebende Habe und ihre Fahrnis stand, und die in langer Arbeit nicht nur die Lebensbedingungen und die Kampsvergan- aenheit der Siedler kannten, sondern durch ifrre Hilfestellung auch das Vertrauen dieser deutschen Menschen erworben hatten. Durch die Ausweitung des Reiches auf viele dieser volklichen Kampfräume konzmt der Arbeit nun zugute, daß in diese Erfahrungen eingeschossen auch die Kenntnis von der frerndvölkischen Umwelt ist, mit der sich die Volksdeutschen in jahrhundertelanger Berührung auseinandergesetzt hatten. Es ist und bleibt eine in alle Zukunft gestellte Ausgabe unseres Volkes, als Volt in der Mitte Europas — wie.auch immer sich seine Grenzen, sein Kulturbereich, seine Macht und seine Wirtschaft nach dem jetzt Durchlebten gestalten werden — die Gesetze dieses volklichen Nebeneinanderlebens im europäischen Raum lebendig zu erhalten, sorgsam zu überwachen und zu behüten. Gleichzeitig, was an Außendeutschtum in weiter Zukunft noch fein wird, bleibt die Auswertung der Erfahrung des Volkstumsverbandes, die Kenntnis der Raume, Menschen und ihrer Bedingtheiten jenseits der überwundenen Versailler Grenzen eine der vornehmsten Aufgaben des Volkstumsverbandes für die Zukunft. Genau so wie die NSV. der vom Führer gewollte und immerwährende Appell an die Massen des deutschen Volkes in sozialer Hinsicht sein soll, muß auf der volklichen Ebene auch in einem durch die stärksten Machtmittel gesicherten Reich das Wissen um d i e volklichen Dinge und Gesetz-e stets lebendig gehalten werden. Nicht umsonst hat in dem oben erwähnten 'Vortrag der Adjutant des Führers aus einem Rückblick auf das Auf und Ab der deutschen Geschichte festgestellt: „lief erschütternd ist es zu sehen, wie das deutsche Volk nach gewaltigen Anläufen, nach glorreichen Höhepunkten immer wieder tiefe Niederbrüche erleiden mußte. Wie kein anderer ist der Deutsche zum Geistesschaffen, zur Wirtschaft befähigt. Froh ordnet er feine Arbeit und feine Kräfte ein und unter. Was ihm aber fehlte, ist der Gesamtrhythmus, der die Zahl Blutsverwandter durch geschichtliches Geschehen und Erleben zusammengehöriger Menschen erst zum Volke macht." Das Wissen um diesen Gesamtrhythmus war auch in all den vergangenen Jahren die Verpflichtung, die Verbindung und den Austausch der geistigen Güter mit jenen germanischen Volkstümern zu pflegen, die durch eine sinnwidrige Entwicklung in einen Gegensatz zum deutschen Volk gedrängt worden sind. Aus den Tausenden von Fäden dieser Beziehungen sind heute wertvolle Ansatzpunkte überall dort, wo Deutsche und Germanen zu gegenseitiger Verständigung und zur Zusammenarbeit im Dienst einer höheren germanischen Idee zusammen- getreten sind. Aus der Enge binnenstaatlichen Denkens ist unser Volk durch die Gewalttgkeit des Führerauftrags in die weltweite neue Ordnungs- und Aufbauidee hineingestellt worden. In diese neuen großen Maßstäbe die breiten Massen des deutschen Volkes hineinzustellen' sie zu diesen zu erziehen, aus dem Schatz der bisher in jahrzehntelanger Arbeit gesammelten Erfahrungen immer wieder neu die Gesetze des volklichen Lebens und des Verhaltens zu den andern abguftimmen, zu kontrollieren und zu verfeinern — das ist die Aufgabe, die unserer Generation gestellt ist und die wir lebendig allen späteren Geschlechtern weiterzugeben haben. Kleine politische Nachrichten. Hawai hat sich für die Umwandlung in einen USA-Staat entschieden. Eine Volksabstimmung ergab 40000 gegen 20000 Stimmen bei insgesamt 80000 Wahlberechtigten. * .Neville Chamberlains Gesundheitszustand hat sich in den letzten Tagen erheblich verschlechtert. Chamberlain steht im Alter von 71 Jahren. Der Besuch. X>on Olaf Hinz. Morgens, wenn die ersten gelben Sonnenstrahlen durch die Fenster in das große Krankenzimmer safteten, schob Christian seinen Kopf zur Seite, um zu sehen, wie die dichten Aeste der Bäume im Park von dem warmen Licht berührt wurden. Die Wipfel nickten leise, und er glaubte, das heimliche Rascheln >»er Blätter zu hören. Das war wie das sanfte Platschen des Wassers, wenn es ans Ufer spülte, •;u Hause, in dem kleinen Dorf, das wett oben in Ostpreußen lag. Das Häuschen, in dem seine Mut- icr war, stand dicht an einem Fluß. Er hatte oft während des Mittags da im Gras gelegen und auf tas Wasser gesehen, das langsam vorbeifloß. Er Zehnte sich sehr nach jenem Platz. Noch vor ein paar Wochen, als er mit seiner Batterie in Frankreich war, bei den Kameraden, da mar es nicht so schlimm gewesen mit dem Denken lind Sinnen, da hatte jede Stunde ihre große ent- cheidende Aufgabe gehabt. Aber nun lag er mit iinem Beinschuß im Lazarett, im Süden Deutsch- • lands, weit von dem sttllen Dorf. Jetzt gab es kein Marschieren, keinen Kampf, kein Dorrücken durch : iremde Orte — jetzt gab es nur Warten, warten unb stille fein. Das war schwer. Briefe bekam er auch. Die Mutter war sehr alt, iinb bas Schreiben war ihren Fingern so fremd. Vor ein paar Tagen hatte er ihr eine Karte geschickt, ihr geschrieben, daß er in guter Hut sei. Allmählich wachten auch die beiden Kameraden Ulf, mit denen er fein Zimmer teilte. Der eine war Biel älter als Christian, aber er war immer ver- gnügt, trotz feiner Vauchwunde. Viel sprechen durfte er nicht, aber feine Augen leuchteten immer blank in den Tag. Schlimmer war es mit dem jungen Blon- ! den, der neben Christian lag. Der sprach selten ein Irises Wort, er schaute vor sich hin, und manchmal hufzte er heimlich. Aber er klagte nie, obgleich er : slarke Schmerzen haben mußte, denn sein Arm war zerschmettert. Dann war ein Tag, da führte die junge Krankenschwester eine alte Frau ins Zjmmer. Es war am : Nachmittag, und Christian schlief. Die alte Frau war sehr klein. Mit behutsamen winzigen Schritten ging sie an Christians Bett. Als die Schwester den Schläfer wecken wollte, wehrte die Alte ab. Sie ließ sich leise auf einen Stuhl nieder, der dicht am Bett stand. Dann faltete sie die Hände über dem Schoß und sah auf das schlafende, ruhige Gesicht. Lange saß sie so. Die beiden anderen Verwundeten sahen stumm auf die kleine weißhaarige Frau. Eine Stunde mochte so vergangen sein, da wachte Christian auf. Er sah die Gestalt an seinem Lager und erkannte das Gesicht seiner Mutter. Er konnte nicht sprechen, er vermochte das alles kaum zu begreifen. Aber die Mutter hatte sich über ihn geneigt, und die alten, harten Hände hatten seine Wangen gestreichelt. Da mußte Christian meinen, aber er schämte sich nicht. Die Mutter hielt seine Hände. „Mutter", sagte er endlich, „so weit bist du gefahren?" Lächelnd nickte sie. Es fei schön gewesen, zu ihm zu reisen, meinte sie. Dabei war sie feit mehr als dreißig Jahren nicht mehr in der Eisenbahn gefahren. Sie erzählte von dem Dorf, von dem kleinen Haus, von dem Garten, der nun viel zu groß für sie sei, und sie zog aus ihrem altmodischen Täschchen etwas hervor, das in weißes, dünnes Papier gewickelt war. Christian öffnete das Papier. Es war eine bald verwelkte Blüte. „Von deinem großen Strauch, Junge." Sie sprach viel und war so munter, wie Christian sie gar nicht kannte. Und immer hielt sie seine Hände gefaßt. Noch nie hatte Christian so viel Liebe und Güte in einem Gesicht gesehen. Und die anderen waren ganz ruhig, sie lauschten den Worten der alten Frau, als vernähmen sie von ihrem Zuhause. Als der Abend schon seine Schatten in das Zim- mer legte, stand die Frau auf, beugte sich noch einmal über das Gesicht Christians. Dann ging die Mutter aus der Krankenstube. Die Blicke der Zurückgebliebenen gingen mit ihr mit, bis die Tür geschlossen war. Es war lange still. Dann sagte der Blonde neben Christian, und feine Augen waren froh wie nie: „Meine Mutter wartet auf" mich und ich freue mich so." Er lächelte glück- lich. Christian hatte ein Gefühl in feinem Herzen, als hätte er eine Gnade empfangen, unverdient und unverhofft. Die kleine Blüte hatte er 'm ein Wasserglas getan. Da stand sie neben ihm und sah ihn an. Ein Mann. Bon Felix JRiemtoffen. Von Berus war er in Friedenszetten irgendwo ein kleiner Schreiber. Er war nie mutig gewesen, er hatte im Gegenteil stets eine Art von Schauder verspürt bei dem Gedanken, daß es Menschen gab, die große Dinge vollftihrten. Beispielsweise wäre es ihm nie eingefallen, freiwillig an einer Forschungsreise^ in die Arktis teilzunehmen oder freiwillig ins Innere von Brasilien vorzudringen. Er hatte Bücher darüber gelesen und Bilder im Film gesehen, aber stets hatte er deutlich das Gefühl gehabt, so etwas fei nicht für ihn gedacht. Für ihn, das war fein täglicher kleiner Dienst mit der Angst vor dem Bürochef. Vor den Leuten stand er lieber zurück. Streit liebte er gar nicht. Dann war der Krieg gekommen, und er war ein- gezogen worden. Die Frau mit den beiden Kindern laß zu Haufe. Im Westen, im Bunker, hatte er ge» dacht, näher heran käme der Krieg an ihn nicht, und er war im Stillen froh darum gewesen. Er hörte von Polen, von Norwegen und dachte, wie gut es sei, daß er hier im Westen weit davon entfernt war. Derartige Taten traute er sich nicht zu. Plötzlich kamen Befehle, es kam der Abmarsch, und plötzlich hing ihm der Krieg direkt über dem Kops. Er mußte marschieren, daß die armen Füße und der lahme Buckel weh taten. Er sah mit Grausen und Erstaunen, welche ungeheure Maschinerie Deutschland in Bewegung setzte. Er sah Fahrzeuge gefährlichster Art, er sah die Flieger in Ketten über sich, dann hörte er das Krachen der Einschläge und iah die langen Züge Verwundeter, die rückwärts geschafft wurden. Es wurde immer gefährlicher um ihn her^ Ein Gefühl stand in ihm auf, wie damals als Junge, als er ins Wasser gestiegen war, und das Wasser ging ihm bis an die Brust. Es war ein banger, bedrückender Moment gewesen, aber nachher war es nur Wasser, und mit dem Wasser wurde er fertig. Aehnlich fo empfand er es, als er mit feiner Kompanie in Belgien nach vorn mußte, in einen kleinen Wald hinein mit einem Wässerchen und einem Brückchen. In feiner Nähe befand sich der Leutnant. Plötzlich dunstete es stark von drüben herüber, böse Schüsse, die übel trafen. Hinter ihnen stieg mit einem unsäglichen Krachen und Wüten die Erde himmelhoch empor, es war, als berste die Hölle auf. „Das ist heiter", dachte er, „zurück kann hier keiner, und nach vorn wird es noch schlimmer fein." Er sah mehrere Kameraden fallen. Einmal strich ein feindliches Flugzeug dicht über dem Erdboden hin und mähte mit dem Maschinengewehr voraus. „Das ist ganz verflucht", dachte er. „Gehen Sie nach links hinüber", schrie ihm der Leutnant zu. Links war ein kleiner Erdbuckel. Mit noch drei Mann lag er dort. Er sah dann ein wenig mehr von dem Gefecht. Drüben schossen sie, Soldaten, aber in fremder Uniform. „So", dachte er, „das ist der Feind?" Dann sagte er sich, daß er diese Leute drüben nicht dulden durste. Er schoß hinüber. Drüben waren sie dabei, ein Maschinengewehr in Stellung zu bringen. „Das geht nicht", dachte er, „das dürfen sie nicht." Sie waren mtt dem Gewehr nicht zu fassen. Hatten sie ihr Maschinengewehr erst aufgebaut, so schossen sie alles zusammen. „Das ist ganz unmöglich", dachte er, und dann rannte er voll riesiger Wut auf sie zu und schmiß die Handgranate mitten unter sie. Mit diesem Maschinengewehr würden sie keine Kunststücke mehr machen, dachte er. Er fühlte noch, wie er fiel. Nachher lag er im Feldlazarett. Dort erfuhr er, was er angeblich war: ein besonders tapferer Soldat, einer, der ungewöhnlich viel getan hatte. Mtt vier Verwundungen war er davongekommen. „Wenn ich das vorher gewußt hätte"- dachte er, während er im Sonnenschein lag und scheu seinen Verband ansah, „daß das schon das sei, was Mut genannt wird —?" Er wäre dann immer schon mutig gewesen. „Ich konnte doch die Brüder nicht ihr Maschinengewehr aufbauen lassen", sagte er zu dem Major, der ihn besuchte und ihm bei dieser Gelegenheit sagte, daß er zum Eisernen Kreuz votgeschlagen sei und zur Beförderung außerdem. „Das ging doch nicht, Herr Majore und da bin ich dazwischenge-! fprungeit'* aus echtem Sdtjrot und Korn, geprüft und anerkannt votm hauptamt für volksgefundheit Berlin Vollkornbrot eigener Herstellung empfiehlt Max Wintterlin Bäckerei und Konditorei Gießen, Bruchstrafie 32 Gleichzeitig empfehle ich täglich frische Laugenbrezeln 5038 D Eigenheim! 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Kräuterhaus Jung SJ&g Reformhaus Scholz (siebener Vortragsring Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung (fr. Kauf männischer Verein), Volksbildungsstätte Gieben und Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Dienstag, den 12. November 1940, abends 2l4 Uhr, Neue Aula der Universität: Licht blldervortrag von Kurt Hielsdier: Sonne über Italien Die Mitglieder des Goethe-Bundes, der Bonrollen Vereinigung und der Gesellschaft für Erd- ®“d,yNker- künde haben auf Mitgliedsausweis, Kontrollabschnitt Nr. 3, bis zu 3 Plätzen freien Eintritt. Ebenso haben Mitglieder des Voriraisringei der KdF. Wen Vorleg^ des Mitgliedsausweises freien Eintritt. Mitglieder de NS. Franenschaft, des Landschaftsbundes Volkstnm und Heimat erha ten Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf Nichtmitglieder zu RM. 1.— bei Chalher, Neuen weg, Kartenvorverkaufsstclle der KdF., ^oltersweg 60, und Abendkasse. Die Angehörigen des Veranstaltungsringes der HJ. erhalten Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von 30 Pf., Studenten, Militär und die übrigen HJ.e und BDM.-Angehörigen zu 40 PL 6002D Voranzeige: 25. Nov. LMildenortrat: Prol. Kriej. KREISMUSIKERSCHAFT GIESSEN in Verbindung mit der NS.-Gemelnschaft „Kraft durch Freude“ Tag der deutschen Hausmusik Sonntag, 17. November 1940, 4% Uhr, Aula der Universität Werke für Streichinstrumente, Gesang und Klavier Schubert-Gedehkfeier Bechstein-Konzertflügel aus dem KlavierlagerR. Schönau, Gießen, Bahnhofstraße 76 Eintrittskarten: 0.60 RM., Schüler 0.30 RM., bei Ernst ChaUier, Neuenweg 10, an der Abendkasse und in der Kartenverkaufsstelle d. NS -Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60 Der Reinertrag ist für das WHW. des deutschen Volkes bestimmt. 5051 D lÄf EDDE DRUCKSACHEN W CIX O El Brühl. Gießen Reines Bohnerwachs (weifeh keine Ersatzware 6- und 10-kg-Pakete per kg RM. 3.50, ab «amburg, ver Nachnahme. Bei Mchtgefallen Geld zurück 5037V Chemische Fabrik Diedc »mnb«L--rl.Glockengietzerwall25 Telefon 32 55 52/53. Oberhess. Kunstverein Foyer des Stadttheaters Sonderausstellung W. Imkamp-Essen Porträts und Landschaften Pauer der Ausstellung: Vom 10—27. November 1940 Besuchszeiten: Sonntags von 11—13 Uhr Werktags von 17—18 Uhr Eintritt für Mitglieder frei für Nichtmitglieder 0.30 RM. für Soldaten, Studenten und Schüler........0.10 RM. 5030D Mutti hat 5 jeicka-^ft sie kocht jetzt mit dem „Sanas'‘- Universal - Dampfapparat alle Speisen auf einmal, denn der neue „Sanas“ ist der neue praktische Koehapparat, der die Speisen schmackhafter macht, Brennstoff und Zeit spart und vor allem die wertvollen Vitamine und Nährwerte der Speisen erhält. Außerdem kann man mit dem „Sanas“ eindünsten und Säfte bereiten. Er ist es wert, daß man ihn anschafft. Kochen auch Sie künftig mit diesem „Sanas‘f-Universal-Dampfapparat von 4913 A Gl am oswDSCAm cyzmuw Sesfftäfts-Ü&ernaftmc Der verehrten Einwohnerschaft von Gießen zur gefl. Kenntnis, daß ich ab Montag, 11. November, das Lebensmittelgeschäft von Herrn Richard Grünewald, Bahnhofstraße 27 übernehmen werde. Mein Grundsatz wird sein: Zuvorkommende reelle Bedienung, reichliche Auswahl, frische Qualitäten! Fernsprecher 8631 (faul 'Weftn 03761 Katharinenmarkt in Butzbach Montag, den 18. November: Krammarkt Dienstag, den 19. Nov.: Kram- und Sebweinemarkt Die Plätze für die Belustigungsgeschäfte sind vergeben. Wegen des beschränkten Platzes können Verkaufs- gesebäite nur auf vorherige Anfrage zugelassen werden. 50*2D Was Feinwäsche sich nicht einzurichten weiß, wird vielleicht eines Tages Wer der mit einiger Sorge seinen Kleiderund Wäschevorrat betrachten. Wer aber immer schon ein bißchen an morgen denkt und auf Schonung bedacht ist, der wird auch mit dieser Frage fertig. Man muß eben beizeiten dafür sorgen, daß Kleidung und Wäsche länger halten, und dafür ist in erster Linie das richtige Waschen ausschlaggebend.Vor allem wollen alle Sachen aus Wolle und Seide, Zellwolle und Kunstseide stets und ständig mit dem neutralen Waschmittel für Feinwäsche gewaschen sein. Waschmittel für Gegen einen Monatsabschnitt Wasch- (Seifen-)Pulver der Reichsseifenkarte erhalten Sie ein Doppelpaket oder 2 Normalpakete Waschmittel für Feinwäsche, ausreichend für 80 Liter Waschflüssigkeit. ken den tüt »Es sorgt für Lange Haltba Lt zwar 2—3 maltagllch. 1 Teelöffel Klosterfrau-Melissengeist m einer Taste heißem Pfefferminz- oder Stadifheaier-Mieie. Die Einlösung der dritten Rate der Stammlet« at an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu er eigen, und zwar: 50’W Montag, den 11. November 1940, für die Diens- lag-Mleler, Dienstag, den 12. November 1940, für die AtH>' woch-Meler, , rNittwoch, den 13. November 1940, für die nnö hoher ÄlMöruck mit Herzunruhe, Cchwindelgefühl, plervositäf , OhrM. fhufen, jirhilationeliorungen werden durch Antiild^oeln w.r^am bv» kämpft.dnthält u. a. Blutsalze und Aceislaufhormone. Greift d e ^eschwer. den von verschiedenen Pachtungen her an. Packung bo-f abl. M 18.» A Apotheken. Hochinteressante Aufklärungsschrift liegt ,eder Packung beit chel aus Rodheim a. d. Bieber dadurch schwer, daß er auf der Landstraße zwischen Abendstern und Rodheim a. d. Bieber mit einem nur mangelhaft beleuchteten Auto aus Bieber zusammenstieß. Der bedauernswerte junge Mann mußte von der Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes mit einem schweren Schädelbruch und erheblichen Kopfverletzungen in bewußtlosem Zustand nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden. Hier liegt er in ernstem Zustande darnieder. ( Ortszeit für den 10. November. Sonnenaufgang 8.38 Uhr, Sonnenuntergang 17.39 Uhr — Monduntergang 3.21 Uhr, Mondausgang 16.01 Uhr. Ortszeit für den 11- November. Sonnenaufgang 8.40 Uhr, Sonnenuntergang 17.37 Uhr — Monduntergang 4.24 Uhr, Mondausgang 16.24 Uhr. Mond in Erdferne. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und für die vielen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unserer Heben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Besonders danken wir dem Herrn Pfarrer Weisel für die trostreichen Worte am Grabe und allen denen, die ihr das letzte Geleit gaben. bei 30°/o Eigenkapital möglich. Ihr langgehegter Wunsch, ein eigenes Haus zu besitzen, wird durch uns erfüllt. Einoder Mehrfamilienhaus wird lückenlos einschl. Nebenkosten finanziert. Keine Genossenschafts- oder Haftanteile, keine Versicherungspflicht,keineVerwaltungskosten,angemessene Verzinsung.Verlangen Sie noch heute unsere reich bebilderte Aufklärungsschrift „Der Weg zum Eigenheim", die Ihnen postwendend kostenlos und unverbindlich zugeht. Hauptverwaltung der Bausparkasse Mainz A.-G,, Mainz^ Stillende Mütter! Liefert Eure überschüssige Muttermilch ab! Mele kranke Säuglinge müssen zugrunde gehen, weil es ihnen an Muttermilch fehlt. Das mutz und kann vermieden werden, wenn alle Frauen, die überschüssige Milch haben, diese unter der sellrstver- 'Ländlichen Voraussetzung peinlicher Sauberkeit ob« spritzen oder abpumven. denkt daran, datz Eure eigenen Müder JUUIier, einmal so krank fein können. Helft das wertvolle Gut unseres Volkes erhalten Durch so gewendete Muttermilch zergtJhrrn schömterWerse edelste Hilfsbereitschaft und größtes Verantwor- tungsbewutztsein Eurem Volke gegenüber. wennJhr überschüssige Milch habt,dann JliUlier, wendet Euch sofort an dieUnwersitats- Kinderklinik Gießen, Friedrichttr. 16, Anruf 2062. Die dorttge Frauenmrlch-^vammelstelle grot Euch jede weitere notwendige Auskunft, ebenso auch jede Hebamme und Fürsorgeschwetter. 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Hier wird, um die Kasten nach dem Haushalttarif zu ermitteln, von den gestrichelten Linien die Lime 5 - fünf Zimmer und Küche als maßgeblich heran- aezogen. Bei einem Derbrauch von 180 Kilowatt- stunden in den verflossenen zwölf Monaten verfolgt man die senkrechte Linie über der 180 solange nach oben bis man an den Schnittpunkt dre Linie 5 trifft Don hier' wendet man sich auf der geraden Linie nach links zu der Kostenskala, um hier zu erkennen daß der jährliche Sttonwerbrauch — der nad) dem 43-iRpf.-Ia-rrf 82 RM gekostet hat - nach dem Haushalttarif etwa 56 oder 57 -nlR- loften würde. Nach diesem Beispiel wird sich also der Stromabnehmer alljährlich erheblich günstiger stehen, wenn er sich für den Haushalttaris. entscheidet Er genießt in diesem Falle die Vergünstigung, daß er eine Grundgebühr von 1,20 RM. bis zu zwei Räumen und für jeden werteren Raum 0,60 RM. zu zahlen hat, zu dem ein Arbeitsprels von 8 Rpf. je Kilowattstunde hinzukommt. Ein anderes Beispiel: Ein Ehepaar hat Schlof- zimmer und Wohnküche, also zwei Wohnraume. Der Stromverbrauch bezifferte sich in den verflossenen zwölf Monaten auf 25 Kilowattstunden. Der Verbraucher entscheidet sich für den Haushalttarif. Er hat hiernach eine Grundgebühr von 1,20 RM. monatlich, jährlich also 14,40 RM., zu bezahlen. Da nach dem Haushalttarif ein Arbeitsprels von 8 Rpf je Kilowattstunde in Betracht kommt, waren nach dem vorhergehenden Jahresstromverbrauch noch 25 X 8 Rpf. hinzuzurechnen, so daß sich die lahr- lichen Gesamtkosten für den Stromverbrauch aus 16 40 RM. belaufen würden. Das wird ungefähr derselbe Bettag sein, der bei dem 43-Rpf.-Tarif her- Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht BaDdaglsteomeist Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen Bedienung Geburtsanzeigen oei Brühl. Gießen lag-ANeter während der Kaffenstunden. Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, ei'; folgt Ueberfenbung einer besonderen Quittung. Die zu zahlende dritte Rate beträgt: Familienlogen Statt Karten! Für die überreiche Anteilnahme, die zahlreichen Kranz- und Blumen- spenden anläßlich des Heimganges unseres heben Entschlafenen, Herrn Obermaschinenmeister i. R. Georg Albrecht sagen wir allen unseren tief empfundenen Dank insbesondere auch dem Herrn Pfarrer, dem Vertreter des Rektors und der klinischen Universitäts-Anstalten, Herrn Professor Dr.Boening, dem Vertreter des Liederkranzes, Herrn Herbert, und dem Vertreter der Altersvereimgung, Herrn Dorsch, für die anerkennenden trostreichen Worte am Grabe. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: — Frau Beate Lüdemann, geb. Albrecht. auskäme. Der Stromabnehmer dieses Beispiels wird sich also überlegen müssen, ob er den (43’Jtpt.-) Normaltarif beibehält, oder ob er den Haushalt- : tarif wählt. Bleibt sein .Derbrauch unter 25 Kilowattstunden jährlich, so wird für ihn Normaltarif günstiger sein, will er sich aber elektrische Geräte zittegen, z. B. Radio, Bügeleisen, Heizkissen, ftev3ojen oder bergt, so wird er besser den Haus- Hal ttarif nehmen, da hier bei steiigendem Stromverbrauch jede Kilowattstunde nur mit 8 Rpf. berech- "^An^Hand dieser beiden Beispiele wird jedermann leicht ermitteln können, welcher Tarif für ihn am günstmsten ist Hat er seine Entscheidung gettossen, so bleibt ihm nur noch übrig, dem Elektrtzüats- werk umgehend eine kurze Mitteilung zu geben, damit schon vom nächsten Ablesetermm ab der er- wähtte Tarifmodus angewandt wird. o. Eierverieilung. Auf den Abschnitt b der Reichseierkarte werden bis zum 17. November zwei Eier ausgegeben. Tageskalender für Samstag. NSDAP.: 20 Uhr im Stadttheater Gedenkfeier zum 9. November. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Traummusik". — Lichtspielhaus (Bahnho.ftraße): „Der Herr im Haus"; 14 Uhr Marchenvorstellung „Hänsel und Gretel" s „Die verlorene Komgskrone ; „Dom Bäumelein, das andere Blatter hat gewollt — Kaninchenzuchtverein: ab 15 Uhr im „Burghof Kaninchen-Ausstellung. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr »Dauern- schwänke"; 18 bis 21 Uhr „Der Tanz ins G uck . - Gloria-Palast (Seltersweg): „Traummusik — , Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):, 11 Uhr „Hansel unb > Gretel"; „Der Herr im Haus. — Kanlnchenzucht- ; verein: 9 bis 18 Uhr Kaninchen-Ausstellung. - • Lberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Sorcher- , ausstellung W. Jmkamp im Foyer des Stadttheaters. vor der g.Mietoorstellung erfolgt fein. Gießen, den 6. November 1940. ^er Oberbürgermeister. 4,- „ . . muß unbcbinD» Bündel 8 bis 10 Rpf. ♦♦ Deutsches Frauenwerk, Abt. Mutter dienst. Am Montag, 11. November, um 20 Uhr, findet in der Universitäts-Kinderklinik ein Säuglingskurs des Mütterdienstes des Deutschen Frauenwerkes statt. Anmeldungen auf der Kreisleitung der NS.-Frauenschaft, Frankfurter Straße. ** Deutsches Frauenwerk — Ortsgruppe Mitte — Gießen. Der Gemein- schaftsabend findet am Donnerstag, 14.November, um 20 Uhr (pünktlich) im „Burghof" statt. ** Ein Siebzigjähriger. Am gesttigen Freitag, 8. November, beging der Justizbeamte a.D. Karl Haupt seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar, der aus Odenhausen a. d. Lumda stammt, diente von 1890 bis 1904 bei den 116ern in Gießen, er ist Mitbegründer und Ehrenmitglied der Kameradschaft ehemaliger 116er sowie Leutnant der Landwehr a.D. Kameradschaftsführer Hans Bill Übermittelte dem Kameraden die herzlichen Glückwünsche und em Ehrengeschenk der alten 116er. Don der Kriegerkameradschaft 1874, deren Ehrenmitglied Haupt ebenfalls ist, wurde ihm in einer Beiratssitzung von dem Kameradschaftsführer Lehrer D ö h n mit herzlichen Dankeswortep für die langjährige tteue Mitarbeit im Kameradschaftsoorstand und für ferne 43- jährige Mitgliedschaft ein Bild des Führers mttl ^Dicle"b?ben sich auf diese Welse geholfen! So schreibt Frau Martha Mücke. Hausfrau Düneldorf. Scheffel-Str. 116 am 16.9.40: „3d) bm mit Klosterfrau» Melissengeist sehr zufrieden. Besonders in Grwvezelten nehme ich sofort bei auf* tretenden Erkältungen Klosterfrau-Melissengeist als Heißtrank und schon am Nehmen beiffb'aÜ'Sie bei” ubem Slnflus von Erkältung fofort ben bekannten Ut-rstau-MeMngelst küng von Klosterfrau-Melissengeist wstd Sie gewiß befriedigen. s