Dienstag, 10. September 1940 Annahme von Ameise« für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr des Vormittags Ametgen-Preife r Anzeigenteil 7 Rpf. te mm bei 22 mm Zeilenüreite, TertteU 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25mehr 190. Jahrgang Nr.214 A wT ® Dienst Sonntag?und feiertags jA AA jA AA jA AA 8 AA A A A A AA b Eichener Anzeiger infolge höherer Gemalt j*v <. GBffiSR «wäsä«« General-Anzeiger surGberhessen -«sWr- Oie deutschen Vergeltungsangriffe aus London auch in der Nacht zum Dienstag fortgesetzt. Zahlreiche neue Brande erleuchten weithin das Themseuser. — Bomben aller Kaliber auf Hafen- und Oockanlagen. Berlin. 10. Sept. (DNB. Funkspruch.) In der vergangenen Nacht setzten, wie DRV. erfährt, unsere Kampfverbände ihre Berget- tungsangriffe gegen die britische In- iel fort und griffen kriegswichtige Ziele In London und anderen Orten an. Feindliche Flugzeuge flogen wieder nach Rord- d c u t s ch l a n d ein und warfen an verschiedenen Stellen Bomben ab. so auch in einigen nördlichen Vororten der Relchshauptftadt. Es handelt sich dabei durchweg um willkürliche Angriffe auf nichtmititärische Ziele, denen eine Reihe von Wohnhäusern zum Opfer fiel. Reber den Verlauf des Montags erfährt das DRB. folgendes: Deutsche Kampf- und Iagdver- bände stießen gegen Abend — sobald die Wetterlage es zulieh — gegen die britische Haupt st a d t vor und griffen die Hafen- und Dockanlagen nördlich und südlich der Themse mit Bomben aller Kaliber an. Reben den alten Brandherden entstanden zahlreiche neue, die das Themseufer weithin erleuchteten. Deutsche Flugzeuge, die heute nachmittag London überflogen, beobachteten immer noch zahlreiche starke Brandherde an der Themse, insbesondere an den Victoria-Docks, dicht bei den Desk-Jndian- Docks, in den Lommercial Docks und südlich davon. 3n dem Gaswerk Proomley wurde ein beginnender Brand festgesiellt. Die Gegend in und um den Themsebogen war immer noch in ein großes Feuermeer eingehültt. Außerdem loderten noch an verschiedenen Stellen die Feuersbrünste, so Im Stadtgebiet südlich der London-Bridge in Wapping und an anderen Stellen in der Rahe der Themse. Daß England jetzt zum erstenmal seit vielen Jahrhunderten den Krieg in seiner wahren Gestalt am eigenen Leibe und aus eigenem Bo-Üen zu spüren bekommt, geht aus allen Berichten ausländischer Beobachter in ganzer Deutlichkeit hervor, wenn auch die Zensur des britischen Jnfor- mationsministeriums bemüht ist, die Wahrheit über die verheerenden Wirkungen der unablässig über London dahinrollenden deutschen Bombenangriffe zu verschleiern. Auch am Sonntag und Montag wurde die City und das Westeno von London wieder beträchtlich mitgenommen. Noch am Montagnachmittag waren Rettungsmannschaften mit den Bergungsarbeiten beschäftigt, da durch einen Haus- einsturz in der Nähe militärischer Ziele ein großer Schutzraum verschüttet worden war. Die Bewohner des Häuserblocks mußten in Notquartieren untergebracht werden. In der Nähe der Themse sind die angerichteten Schäden besonders umfangreich. Die Zufahrtslinien zu einem Londoner Bahnhof, dessen Name von der Zensur gestrichen worden ist, sind vollständig vernichtet. Der Bahnhof liegt still, Lager- und Geschäftshäuser standen noch am Montagnachmittag in Hellen Flammen. Alle Berichterstatter neutraler Zeitungen bestätigen, daß besonders der Hafen von London schwer gelitten hat. Ueberall sieht man schwarze Brandmauern und eingestürzte Kaianlagen. Die Riesenseuer wüten noch in den Docks als schon ein neuer Angriff deutscher Bombengeschwader über das Hafenviertel dahinbraust. Feuerwehren und zivile Hilfsoerbände find gegenüber der Ausdehnung dieser Brände machtlos. Auch in Fleetstreet, dem Zeitungsviertel Londons, schlug eine Bombe ein und richtete an einem Verlagsgebäude beträchtlichen Schaden an. Nicht nur in den Außenvierteln, sondern auch in der City selbst ist eine Reihe von Straßen durch zahlreiche Bombenkrater unpassierbar geworden. Selbst der Londoner Rundfunk kann angesichts dieser für die Londoner Bevölkerung allzu offensichtlich vernichtenden Wirkung der deutschen Bombenangriffe feine Lügenpraxis nicht durchhalten und muß zugeben, daß die deutschen Flieger überaus genau auf wichtige Transport- und Verkehrsanlagen gezielt hätten. So ist es verständlich, wenn in der neutralen Presse der Eindruck vorherrscht, daß der Krieg durch die Luftangriffe auf London in eine neue Phase getreten ist und diese eine gewaltige Steigerung darstellt. Das Stockholmer Astonbladet z. B. sagt: „Die nächtlichen Angriffe gegen Berlin sind mit Aktionen beantwortet worden, die nicht nur Gegenmaßnahmen in der Art von Repressalien sind, sondern auch eine gewaltige Steigerung im europäischen Krieg darstellen. Alle Versuche zu Verhandlungen sind abgewiesen worden, und die äußersten Befürchtungen, die man beim Fortgang des modernen Krieges hegt, bewahrheiten sich nun. Man kann schon jetzt ooraussehen, daß die Brände in der Weltstadt durch immer wieder vorgenommene Angriffe angefacht bleiben, und dies wird die Einleitung für den fortgesetzten und immer dramatischeren und -entscheidenden Einsatz im Kriege werden. Doch es wäre eine menschlich verständliche Forderung gewesen, daß das England des Krieges sich weniger angestrengt hätte, ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten zu erreichen, sondern in höherem Grade und im Interesse Europas seine Aufmerksamkeit der unausweichbaren Klärung in Europa gewidmet hätte." So ist man auch im neutralen Ausland überzeugt davon, daß die Lage sich für England immer mehr zufpitzt. London hat den Krieg, den es leichtfertig heraufbeschworen hat, nun im eigenen Hause, und dieses Haus brennt bereits lichterloh. Unerschöpfliche Reserven der deutschen Luftwaffe. Stockholm, 10. September. (Europapreß.) „Dek Schlußkampf um England ist in vollem Gange" — sagt der Berliner Korrespondent von „Nya Dagligt Allehanda" in einer Schilderung der deutschen Luftüberlegenheit und erklärt, schon heute fei London der Gnade der deutschen Luftwaffe ausgeliefert. „Die deutschen Reserven an Flugzeugen und Piloten scheinen nun, da Reichsmarschall Der Wehrmachlsbericht vom Iffonlag. Berlin, 9. Sept (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kampffliegerverbände setzten trotz schlechter Wetterlage auch am 8. September und in der Rächt zum 9. September die Vergeltungsangriffe gegen London fort Luftbildaufnahmen bestätigen die starke Wirkung der bisherigen Angriffe. Bei den nächtlichen Anflügen konnten die angreifenden Verbände ihre Ziele infolge der immer noch andauernden Brände schon auf weile Entfernung erkennen. Wieder wurden Dock- und Hafenanlagen, Oellager, Gas-, Llek- N e u y o r f, 9. September. (DNB.) „Neue Bombenangriffe gewaltiger deutscher Luftflotten — Docks und Fabriken getroffen — Brände wüten — 400 Tote", so lauten die riesigen Schlagzeilen der Neuyorker Presse. Auch erscheinen in den Zeitungen die ersten Funkbilder von den nächtlichen Feuersbrünsten. Die englandfreundliche New Port Times schreibt, die schreckliche Vision, welche die Engländer längst mit Furcht erfüllt habe, sei wahr geworden. Die deutschen Angriffe hätten d i e Schwäche der britischen Verteidigung aufgedeckt. Man frage sich jetzt, wo eigentlich die englische „L u f t r e s e r v e" sei, die angeblich seit dem Frühjahr so rasch ausgebaut werde. Möglicherweise liege die Schwierigkeit in der Knappheit an Fliegern sowie in der Tatsache, daß die Deutschen die südöstlichen Flugfelder systematisch unbrauchbar gemacht hätten, von wo aus die Engländer London geschützt hätten. Zweifellos feien die Angriffe am Wochenende ein schwerer Schlag für die industrielle Produktion und für die Hafenanlagen Großlondons. Die deutschen Bomben haben in den heimgesuchten Vierteln Londons außerordentlich großen Schaden an-gerichtet, so heißt es in einem Bericht der United Preß aus London. Das Leben in London sei nach den deutschen Angriffen vom Samstag noch stiller geworden als an gewöhnlichen Sonntagen. Das Zerstörungswerk fei besonders groß in den Stadtvierteln an der Themse, wo während der Angriffe der letzten Tage über 1000 Bomben niedergegangen seien. „Ich begann", so berichtet der amerikanische Korrespondent dann weiter, „meine Rundreise von einer Eisenbahnstation aus, die im allgemeinen von den Londonern als Ausgangs- Göring die persönliche Leitung der Operationen übernommen hat, unerschöpflich geworden zu fein", heißt es in dem Bericht weiter. Göring könne tausend Flugzeuge an einem Tage nach London schicken und gleichzeitig ein Dutzend andere englische Städte bombardieren lassen, die zu allem Unglück einen großen Teil ihrer Jäger zur Verteidigung der Hauptstadt hätten abgeben müssen. Tag und Nacht werde London nun bombardiert werden, bis das Leben in der englischen Hauptstadt lahmgelegt sei. „Der Vorhang zum Schlußakt der Tragödie ist nun aufgezogen worden und wird vielleicht Ereignisse von weltgeschichtlicher Tragweite mit sich bringen", heißt es am Schluß dieses Berichtes. lrizitäts - und Wasserwerke sowie Speicheranlagen zu beiden Seilen der Themse m i l Bomben aller Kaliber belegt Auch mehrere Flugplätze in der Umgebung von Lincoln wurden angegriffen. Im F i r t h o f Forth gelang es, ein Handelsschiff von 8000 BRT. durch Bombentreffer schwer zu beschädigen. Britische Flieger richteten in der letzten Rächt Angriffe gegen Hamburger Wohnviertet Mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt, einige Zivilpersonen verletzt. Der angerichtete Gesamtschaden ist jedoch auch hier nur gering. Die Gesamtverluste des Gegners betrugen gestern 22 Flugzeuge, davon wurden 2 durch Flakartillerie, die übrigen im Lustkamps abgeschossen. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt punkt für die Sonntagsausflüge benutzt wird. Der ganze Bahnhof war fast menschenleer, aber bereits nach wenigen Kilometer tonnte ich große Schäden auf der Eisenbahnlinie konstatieren. Man darf nicht vergessen, daß hier nahe der Eisenbahnlinie auch die großen Docks und Hafenanlagen liegen. Noch immer stiegen die Rauchschwaden in die Höhe von angezündeten Lagerhäusern und Speichern. Einige Gebäude waren bis auf die Grundmauern abgebrannt, während Feuer und Rauch aus anderen immer noch herausschlug. Anscheinend hatte man die Hoffnung aufgegeben, sie noch retten zu können. Eine ganze Reihe von Kais und Verladeplätzen scheine v ollst ä n d i g zerstört zu fein. Man sah überall schwarze Brandmauern. Lösch- und Feuerwehr- Mannschaften waren immer noch eifrig dabei, um aufzuräumen und zu löschen. Die Neuyorker Abendpresse vom Montag bringt ebenfalls spaltenlange Einzelheiten von den Zerstörungen in London. Die über neunstündige Bombardierung in der Nacht zum Montag habe Englands Hauptstadt mit rauchenden Ruinen umringt. In jeder Richtung hätten vom Londoner Zentrum aus Brände beobachtet werden können. Der Verkehr sei teilweise völlig unterbrochen. Die meisten Leute müßten zu Fuß zu ihren Arbeitsstätten gehen. Die gewöhnlich nur Gummiknüppel tragende Londoner Polizei patrouilliere mit Gewehren durch die Straßen und kontrolliere die Ausweise. Eine Bombe habe eine Gashauptleitung getroffen. Aus London veröffentlichte Photos zeigen eine total zerstörte Dockanlage mit einem im Hintergrund versinkenden Schiff. Auf einem zweiten Photo sieht Deutsche Antwort. Don unserer Berliner Schriftleiiung. Das selbst heraufbeschworene Unheil schwebt über London und ganz England. Die deutsche Vergeltung hat begonnen. Die Lufthäfen und RÜ- stungssabviken, Docks und andere Hafenanlagen, Bahnhöfe und Verkehrswege sinken in Trümmer. Die immer wieder vorbrechenden und die englische Verteidigung beiseite schiebenden deutschen Flugzeuggeschwader haben England in eine Hölle verwandelt und den Briten selbst jenes Schicksal bereitet, das sie uns zugedacht und sadistisch in allen Gazetten ausgemalt hatten, als der deutsche Vergeltungswille noch nicht zum zermalmenden Schlage ausgeholt! England hat uns in kaltem, plutvkratischem Der- nichtungswillen den Krieg erklärt. Es hat sich ausgerechnet, daß mit den Mitteln des Weltttüeges und seiner Koalition sowie der scheußlichen Hungerblockade gegen Deutschlands Frauen und Kinder wieder einmal ohne großes Risiko seine Rechnung aufgehen könnte. Aber schon Anfang Januar 1940 sagte Chamberlain, diesen Krieg hätte er sich eigentlich anders gedacht, und die folgenden Monate bewiesen die furchtbarste Fehlrechnung, die John Bull jemals aufgestellt. England taumelte von Niederlage zu Niederlage, von einem „fiegrei- man eine zerstörte Brücke, die der bekannten Towerbrücke ähnlich sieht, in deren Nähe sich zahlreiche Dockanlagen befinden. Von den Außenbezirken schreibt ein Augenzeuge, das Themsegebiet biete einen unvergeßlichen apokalyptischen Anblick. Schwere schwarze Rauchwolken und theatralisch springende Flammen rührten unmißverständlich von O e l her. Als er nach London zurückgekehrt sei, habe er einen Grad der Zerstörung gesehen, wie er ihn nicht erwartet habe. Viele Londoner Zeitungen können nicht erscheinen, denn die Angestellten hätten die Nacht im Keller zugebracht. Deshalb sei die Londoner Bevölkerung über das Ausmaß der Schäden schlechter unterrichtet als die Amerikaner. Kursstürze an der amerikanischen Börse. N e u y o r k, 10. September. (DNB.-Funkfpruch.) Die Nachrichten über die verheerende Wirkung der deutschen Luftangriffe auf London führten auf dem Neuyorker Effektenmarkt am Montag zu starken Verkäufen mit Kursstürzen bis zu fünf Punkten. Hauptsächlich betroffen waren Rüstungswerke. Auch an der Chita g o er Getreid eb örs e kam es infolge der Meldungen aus London zu eiligen Verkäufen. Die Weizenpreise fielen. Beobachtungsstand der Luftwaffe am Kanal. Vom Ufer des Kanals aus werden die Angriffe unserer Kampfflieger gegen England genau verfolgt. Unser Bild zeigt einen solchen Beobachtungsftmck). Zweiter von rechts: General Ritter v. Schleich. (PK.-Sprotte-Scherl-M.) UMK ME % . ' 4. > ■. < «' *» * Feuerschein erhellt den Londoner Nachthimmel. Ein einziges deutsches Flugzeug hat — wie die vom britischen Zensor geprüfte Unterschrift dieser von einer amerikanischen Bildagentur verbreiteten Aufnahme besagt — diesen Riefenbrand am Londoner Nachthimmel verursacht. Doch das war nur* ein bescheidener Auftakt! Inzwischen (die Aufnahme ist mehrere Tage alt) hat London ganz andere Dinge erlebt. Rechts im Bilde die Kuppel der'St.-Pauls-Kathedrale. — (Afsocigted-Preß-M.) 1 * ■ '''y/ WMK Starke Wirkung der bisherigenAngriffe bestätigt. „Wo ist die englische Lustreserve?" Amerikanische Beobachter erstaunt überdieSchwächeder britischen Verteidigung. Die Vergeltungsaktion der deutschen Luftwaffe gegen London des Auge Im das den auf wie ohrenbetäubende Dröhnen von Maschinen, die zum Angriff gegen Sperrballone vorgingen. Fünf Ballone flammten auf und stürzten, eingehüllt in dunklen schwarzen Rauch zur Erde. Während dieser Kampf noch vor sich ging, trafen neue Geschwader mit donnernden Motoren ein. Mit unglaublichem Getöse stürzten die Maschinen zum A n- griff gegen den Hafen nieder. Vielleicht bebte sogar die Erde um uns. Man hatte das Gefühl eines Erdrutsches mitten im hellsten Sonnenschein. Dann brachen die Rauchmassen empor. Langsam und mächtig wuchsen sie wie Riesenblumen am Hi^nmel. Wir fuhren wieder in rosettder Fahrt durch die Straßen, in denen Feuerwehrautos läuteten, die in Flammen fuhren, die höher als die Häuser waren. Als wir nach Osten abbogen, stand eine einzige Feuerwand vor uns. Es sah aus, als teile sie den ganzen Himmel in zwei Teile. Ich stand am Südufer der Themse und sah, wie sich das Feuer auch am Rordufer ausbreitete. So viel ist in dem Augenblick, in dem ich dies schreibe, klar: Feuersäulen sind nicht nur in den Docfan» lagen aufgestiegen, der Angriff richtete sich gleichzeitig gegen die industriellen Anlagen an der Themse und rm östlichen Lon- sich an Bord die Besatzungen von einigen feindlichen Handelsschiffen, die von deutschen Seestreitkräften in Uebersee versenkt worden waren. Drei Rettungsboote, darunter das vollzählige deutfche Prisenkommando, sind in einem neutralen Hafen gelandet. Einige neutrale Seeleute wurden in einem Flugboot gerettet. Ein weiteres Rettungsboot mürbe von einem feindlichen Kriegsschiff angetroffen, das die Insassen, darunter den Kapitän der Prise und seine Frau, an Bord nahm. »Hehzentrale Paris." Berlin, 9. Sept. (DNB.) Heute erscheint als Sonderausgabe des „NS.-P re sse b ri e fe s" (Organ der Reichspressestelle der NSDAP.) eine Zeichen der letzten Offensive des Kampfes, England um sein Leben führt. London wartet die Nacht zum Montag so tief unter der Erde, Menschen sich überhaupt eingraben können." don. Elektrizitätswerke und andere lebenswichtige Anlagen wurden beschädigt." Der Korrespondent schließt seinen Bericht mit den Worten: „Der Tag ist gekommen, an dem der Luftkrieg in seine schwer sie Phase eintritt. Das Duell zwischen einzelnen Maschinen ist etwas Vergangenes. Scheine des brennenden Londons lesen wir Publikation „Hetzzentrale Paris", die in schonungsloser Offenheit die Presse-Kriegführung der Franzosen enthüllt. In 150 Selbstzeugnissen der französischen Presse werden die grotesken Zhantasien der französischen Presse während des rrisgsjahres dem deutschen Leserpublikum zur Kenntnis gegeben. Zu dieser demokratischen Sammlung treten sensationelle Enthüllungen über das Treiben der Drahtzieher dieser Pressehetze hinter den Kulissen. Verhaftungen in Frankreich. Der Staatsgerichtshof läßt Daladier, Reynaud, Mandel und Gamelin festnehmen. Bern, 7.Sept. (DNB.) Die ehemaligen ftanzö- fischen Ministerpräsidenten 2) al ab t e r und Reynaud sowie der ehemalige Innenminister Man- d e l und der ehemalige Generalissimus der französischen Armee, General Gamelin, sind f e st g e - nommen und werden in einem Schloß in der Nähe von Riom, dem Sitz des Obersten Staatsgerichtshofes, in Haft gehalten aus Grund des Gesetzes zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit, demzufolge staatsgefährliche Personen für die Kriegsdauer vorbeugend in Haft genommen werden. Lieber dem Hexenkessel London Von Kriegsberichter Hans Herbert Hirsch. Unser Bild zeigt d°- P°rlnments°ierte, °°n Bonbon mit dem WeMinster-Palast (1, in dem sich b°e und Domnin» ' street (2) mit den Ministerien. Ganz recht- der Waterloo-Bahnhos (3); vorn links (4) ein Gaswerk. - (Echerl-BUdarchw M.) (DNB.) ..9. Sept. Vor knapp 5 Minuten sind mir gelandet. Aus der größten Luftschlacht, aus dem großen Bombardemnt, das die Geschichte der Fliegerei bisher verzeichnen konnte, sind mir gekommen. Wir kehren von London zurück. Innerlich erregt, doch gefaßt von den ungeheuren Ausmaßen und der verheerenden Wirkung des Angriffes, den wir in den letzten zwei Stunden mitgeflogen haben, wirkt die fast beschauliche Ruhe unseres Feldflughafens im flämischen Land seltsam Alles ist hier noch so wie bei unserem Abflug, die Warte der Maschinen und die Männer der Bodenorganisaton finden sich am Landeplatz ein. Nur in uns steckt noch die atemlose Atmosphäre des soeben Erlebten. Als Gruppe flogen mir, die Nachbargruppen schlossen aus, aus 27 wurden 81 Flugzeuge, andere Geschwader rückten auf, setzten sich rechts und links vön uns, vor uns, hinter uns, und jetzt haben wir Gruppe um Gruppe und Geschwader um Geschwader durchbricht d i e Sperre, fliegt unbeirr- bar weiter, Kurs London. Es muß ein jämmerliches Gefühl fein für die Briten, die nicht in den Luftschutzkellern sitzen und uns von der Erde aus beobachten. Lange, nachdem der erste Sperrgürtel durchbrochen ist — wir sind schon über d e m Themseschlauch — tauchen die ersten englischen Jäger auf. Die uns umgebenden Jagdoerbände sind feit dem Auftreten der ersten Feindjäger vorausgeeilt, fangen die Hurri* ccms und Spitfires schon im Anflug auf uns ab. Schwere Einzelkämpfe entwickeln sich vor und unter uns. Immer wieder lodert irgendwo im Luftraum eine Riefenfackel auf, eine Luftschlacht größten Ausmaßes ist im Gange. Trotz der Masse der Luftkämpfe geht dies alles mit so atemberaubender Schnelligkeit vor sich, daß man es gar nicht so schnell beschreiben kann. Mit Sekundenschnelle verzieht sich das Kampfbild horizontal. Während dis ersten abgeschossenen Feindflugzeuge noch zu bei* den Ufern des Themseschlauches fielen, fallen sie jetzt schon mitten in die Vorstädte der Millionenstadt. Wir müssen die Augen von dem tobenden Kampf wenden, unsere Aufmerksamkeit gilt jetzt nur noch unseren militärischen Zielen. Versor- gungseinrichtungen, Hafenanlagen, Gas- und Kraftwerke, das sind unsere Ziele. Und haargenau in diese kriegswichtigen und im Rahmen der Anlagen Londons militärische Einrichtungen f a I • len unsere 23 o m b en. Was mir vor dem Abflug aus den Luftbildern und Karten als Ziels sahen und einzeichneten, wächst jetzt plaftisch unteö uns hervor, nur mit dem Unterschied, daß sich int Lause dieser Stunde allerhand ändert an den Bo* denformen und künstlichen Erhebungen unter uns. Ueberall da, wo Ziele für die Gruppen unserer Geschwader festgestellt werden, lodern gewaltige Rauchwolken hervor, wälzen sich durch die Straßenzüge der Stadt, verdunkeln ganze Stadtviertel. Ueberall lodern Flammen empor. London brennt an hundert Stellen seines feinadrigen Nervensystems! Man glaubt, man müsie das Detonieren und Explodieren in den Werken und Anlagen unter uns, das Platzen der getroffenen Gasometer und Kraftwerke hören, so drastisch ist das Bild, das sich wohl fürs ganze Leben einprägt. Im Abslug sehen wir immer neue Geschrna* b e r im Anflug: Hexenkessel London. Aus diesen Rollangriffen der aufeinanderfolgenden Wellen unserer Bombenangriffe erkennst du, wie die Worte unseres Führers wiegen. Die Worte Adolf Hitlers sind kaum im Aether verklungen, und er hat sie wahr gemacht! Neues Feldzeichen für die Leibstandarte Adolf Hitler. Metz, 9. September. (DNB.) (---PK.) Im Auf* trage des Führers übergab der Reichsführer -- und Chef der Deutschen Polizei H i m m l e r in Metz der Leibstandarte -- Adolf Hitler die Stan« ' oarte des Führers, als neues Feldzeichen Das Ritterkreuz für Oberleutnant z. &. Endrah. Berlin, 9. September. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz Oberleutnant zur See Endraß. Er hat als Wachofsizier und Torpedooffizier unter dem Kommando von Kapitänleutnant Prien an den Erfolgen dieses Unterseebootes wesentlichen Anteil. Er hat als Kommandant eines Unterseebootes auf zwei Unternehmungen insgesamt 106 307 BRT. versenkt, darunter die englischen Hilfskreuzer „Carinthia" und „Dunvegan Castle". Die versenkten Schisse wurden zum größten Teil aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Endraß hat hervorragendes Können, Kaltblütigkeit und rücksichtslose Einsatzbereitschaft gezeigt. Britischer S000-Tonner auf der Heimfahrt von Afrika torpediert. Lissabon, 10. Sept. (DNB. Funkspruch.) 37 Ueberlebende des britischen Dampfers „Jlving- t o n C o u r t" (5087 BRT.), der im vorigen Monat etwa 100 Meilen von der Küste der Azoren entfernt torpediert wurde, kamen hier an Bord des portugiesischen Dampfers „Carvalho Araujo" an. Einer der lieber!ebenden erklärte, die ,Hloington Court" sei auf ihrer Fahrt von Afrika nach Großbritannien am Nachmittag des 26. 8. t o r p e d i e r t worden und in fünf Minuten gesunken. Der Dampfer war von Aftika mit einer Ladung Eisenerz für England unterwegs. . Oie Versenkung des aufgebrachten prisendamvfers. Berlin, 9. Sept. (DNB.) In der am 8. September gemeldeten Versenkung eines aufgebrachten Prisendampfers durch das deutsche Prisenkommando erfahren wir, daß alle an Bord befindlichen Menschen gerettet worden sind. Neben dem deutschen Prisenkommando und der Besatzung der Prise befanden Die ehemaligen Lustfahrtminister Pierre Cot und Guy la Chambre, gegen die der Oberste französische Gerichtshof in Riom einen Haftbefehl erlassen l)at, sind flüchtig. Sie sollen sich m den Vereinigten Staaten aufhalten. Falls fie nicht nach Frankreich zurückkehren, wird ihnen die französische Staatsangehörigkeit aberkannt und ihr Vermögen beschlagnahmt werden. Der französischen Nationalität für verlustig erklärt wurden auch Baron Eduard Rothschild, Philippe, Henry, Robert, Moritz Rothschild, Leon Stern, Mobitz Stern, Damd Weill, Eduard I o n a n , Henry de Gerillt«, Madame Tadouis, Emile Bure, Anhre Ge- raub genannt Pertinax und der frühere Haupt- schriftleiter des „Petit Parisien", Elle Bois. uns tauchen neue Verbände auf, jetzt auch unter uns, kreisen um den gewaltigen Aufmarsch der Bombengeschwader. Unsere Jäger und Zerstörer sind zur Stelle, der Großangriff rollt! Da ist die Küste der Pirateninsel! Ein Blick ’-n die Runde, Ausschau nach Jägern. Noch ist nichts zu sehen, nur die Masse der anmarschierenden Luftgeschwader, von allen Seiten geschützt durch die Jagd- und Zerstörerverbände. Ein mächtiger, aber dünner Dunststreifen vor dem Horizont: London! Die ersten Flakwölkchen umtanzen uns. Man hat bei dieser Abwehr den Eindruck, als sei man unten auf der Erde mit verbissener Verzweiflung am Werk, einen eisernen Gürtel um London zu legen. Aber es bleibt bei dem Verseuch. Staffel um Staffel, „Flugzeuge aus allen Himmelsrichtungen." Oer Luftkrieg in seine schwerste Phase eingetreten." - Bericht eines schwedischen Augenzeugen aus London. chen" Rückzug zum andern, es wurde selbst blök- । fiert selbst zensiert, selbst belagert. Seme Flotte , verschwand von den Kriegsschauplätzen uur England. Ein so vollkommenes Versagen aller britischen Pläne und eingestandenen Absichten gegenüber Deutschland ließ zwar die Plutokratenregierung Churchills zu den lächerlichsten und lügenhaftesten Ausflüchten greifen, aber dieses Versagen war und ist entscheidend. , n ... Die Methoden, deutsche Zivilsten nnt Luftbomben zu töten, gleichsam, als seien Deutsche ebenso zu behandeln wie die Einwohner sudarabischer Dörfer und die Einwohner des wilden Grenzlandes Indiens, Warziristans, gegen die englische 23omber ihre Kulturtaten vollbringen, steigerten sich von Lag zu Tag. In hysterischem Hasse haben die Briten öffentlich zur Vernichtung alles Deutschen aufae- fordert. Der edle Vikar von Leicester erklärte soeben, die deutfche Rasse müsse ausgetilgt und alle, die an Hitler glaubten, zur Hölle gesandt werden, und der „Daily Expreß" schrieb dazu, diese echt englisch-christliche Aufforderung fei ,>r Ausfluß eines edlen kämpferischen Geistes . Im 9^^" Blatt hetzt ein gewisser Johnson Zur.Vernichtung Berlins auf. „Laßt das deutsche Volk , so schreibt dieser Typ eines Briten, „die Stärke unserer Luftwaffe spüren." Diese wahnwitzige Art ist nur in England allgemein. Die englischen Bomber haben nicht allem deutsche Kulturstätten, wie das Goethehaus, bombardiert, sondern auch ein Mahnmal gotischer Kunst in Frankreich, die Kathedrale von Chartres, zu treffen versucht und am Samstag die Liebfrauen- kirche in Hamm vernichtet. Ihre wahllos wahrend der Nacht in Wohnvierteln deutscher Städte auf Gehöfte und Dörfer friedlicher deutscher Bauern ab geworfene Bomben haben unschuldige Opfer gefordert So sind in der Zeit vom 10. Mai bis 31. August a l l e i n 7 8 K i n d e r von den Bomben verbrechen- scher englischer Luftpiraten getötet oder verletzt worden. Noch in der Nacht zum Montag haben englische Flieger trotz der ersten Lehre, die man ihnen erteilt hatte, bei ihrem Vorstoß, der zweifellos nach Berlin führen sollte, der aber durch starkes Flakfeuer abgewehrt wurde, ihre Bomben auf Hamburg abgeladen und damit wiederum 30 Wohnhäuser in einem Arbeiterviertel, fern von jedem Gebäude, das man auch nur irgendwie als militärisches Ziel anfprechen konnte, beschädigt. Wenn nun die Engländer meinen, durch sentimental aufgebauschte Ereuelberichte in der amerikanischen Oesfentlichkeit gegen Deutschland Stimmung machen zu können, so steht eine solche elende Heuchelei den Leuten, die im Weltkrieg durch die Hungerblockade den Tod von Hunderttausenden deutscher Frauen und Kinder auf sich geladen haben, sehr schlecht zu Gesicht. Man kann nicht in einem Atem der Royal Air Force Befehl zum Bombardement stiedlicher deutscher Dörfer und Städte geben und Humanität predigen, wenn die Vergeltung der eigenen Bevölkerung droht. Die Briten haben kaltblüttg gemordet. Sie haben gelächelt ob der Antwort des Führers vom 5. September: „Wenn fie erklären, sie werden unsere Städte angreifen, wir werden ihre Städte ausradieren!" Wir sind nicht Indien oder Hadramaut, um solche Barbareien auf die Dauer ungeahndet zu lassen. Die Vergeltung hat furchtbar eingesetzt. Eng- lands militärische Objekte werden von der deutschen Luftwaffe zermalmt, die Riesenstadt London erlebt eine Feuersbrunst gewaltiger als die des Jahres 1666, die das alte London in Schutt und Asche legte. Diese Piraten des Wortes, der Tat und jeglicher Perfidie, diese kalten Kriegshetzer und Volkerver- n'ichter, sie haben die Rache heraufbeschworen und spüren sie jetzt bis ins Mark. Schon wmfelt das angstschlotternde England in allen Tonarten und klagt über den „unmenschlichen" Krieg. Aber das Schicksal, herausgefordert von den Briten, spricht jetzt im ehernen Sang der deutschen Bombengeschwader über Albion, und Fontanes Ausspruch: „Ich habe die feste Ueberzeugung, daß die Wetterwolke Gottes über diesem Volke steht , geht in Erfüllung. Die deutsche Wetterwolke sendet ihr Straf- gericht in Stahlgewittern. E. S. Der Gauleiter vor seinen Mitarbeitern. Die Partei Borbild in der Opferbereitschaft der Heimat. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach im Adolf-Hitler-Haus vor den Mitarbeitern der Gauleitung über den weiteren Einsatz der Partei bis zur Erringung des Endsieges. Die Partei werde weiterhin alle ihre Kräfte, soweit sie nicht in der Front der Wehrmacht stehen, einsetzen, um der Aufrechterhaltung der seelischen Widerstandskraft der Nation gerecht zu werden. Ihre größte und erfolgreichste Kraft sei ihr eigenes Vorbild. Jeder Parteigenosse habe entsprechend zu handeln. Die Parteigenossen aber, die das Glück haben, zum Mitarbeiterstab der Führung zu gehören, werden es ganz besonders als ihre Ehre ansehen, in ihrem Arbeitsgebiet ein Höchstmaß von fanatischer Hingabe und begeisterter Pflichterfüllung zu leisten. Das vergangene Kriegsjahr, in welchem sich neben der Front auch die Heimat bewährte, habe den Wert eines solchen Vorbildes bewiesen; in Gegenwart und Zukunft werden die gleiche Entschlossenheit und Siegeszuversicht der Heimat damit gesichert sein. Der Gauleiter schloß die Rede mit dem Hinweis auf die geschichtsbildenden Wirkungen dieses Kampfes. An feinem Ende stehe der Sieg der deutschen Nation und damit der freie Weg für die gewaltigen, Ordnung, Recht und 253erte schaffenden Kräfte der nationalsozialistischen Idee. uns verdreifacht, verneunfacht: wohin das blickt, deutsche Kampfflugzeuge, schwer beladen mit Bomben aller Kaliber, Kurs London! lieber Stockholm, 9. Sept. (Europapreß.) Der Londoner Korrespondent von „Stockholms Tidningen" bringt am Montag eine Schilderung des „furchtbarsten Luftkampfes, den die Geschichte je gesehen ha?. „Der Himmel war zu Beginn der Kämpfe sttahlend klar", schreibt er, „Granaten explodierten und trieben nach ihrer Explosion kleine weiße Wolken am Himmel entlang. Flugzeuge sausten zur Erde nieder, um Bomben abzuwerfen. Jäger bissen sich in halsbrecherischen Manovern an ihnen fest. Man horte die Geschütze wie ein einziges ununterbrochenes Donnern. Sperrballone stürzten brennend zur Erde. Schwarze Rauchwolken wallten in Wogen über den Bränden auf. Als die Kämpfe über uns zu Ende waren, fuhren wir in das brennende Gebiet. An vielen Stellen hatte die Feuerwehr noch nicht ihre Arbeit begonnen, als ich eintraf. Der Weg zu den Brandplätzen führte über aufgerissene Straßen. Der Brand tobte auf beiden Seiten der Themse, aber auf der Südseite war er am Schlimmsten. Das war der 50. Luftalarm, den London feit dem 15. August erlebte." Der schwedische Korrespondent schreibt noch: „Plötzlich begann der Geschützdonner im Osten Londons aufs neue. Kaum eine oder zwei Minuten später hatte es den Anschein, als ob Flugzeuge aus allen Himmelsrichtungen auf London herabstürzten. Da verstanden wir alle, daß die Stunde des schrecklichen Angriffs auf London begonnen hatte Die deutschen Maschinen standen in großen Schwärmen in den Wolken.- A n allen Ecken tauchten sie auf. Erst etwas später wußten wir, daß bis zu diesem Augenblick nur deutsche Jagdflugzeuge gekommen waren. Sie flogen über den Zielen und zogen das Feuer der Flakgeschütze auf sich, das im Süden und Westen Londons losdonnerte. Wir hörten dann das General Weygand, der als Minister aus der französischen Regierung ausgeschieden ist, ist damit beauftragt worden, die Verteidigung des französischen Mutterlandes und des Kolonialreiches miteinander in Uebereinstimmung zu bringen. Man erblickt in dieser Beauftragung den festen Willen der Regierung, allen Machenschaften, die auf eine Entfremdung zwischen Frankreich und seinen Kolonien oder gar auf eine Zerstörung Empire hinarbeiten, entgegenzutteten. z-. ■ jt* > KingGeorgeVDodt' WB>//r CommerciaM 0/1 Docks 4 y7//>X Ostindien j Wesh'ndien 0C^^e /zlPocks^—<33 /£W Konsranza MUST*. TUTRAKAi DOBRITSCH. In öttrem alten Fort auf den Westhöhen vor Metz fand die Usberreichung statt. Als der Reicks führer ff auf dem Fort eintraf, meldete chm -L-Ober- gruppenführer Sepp Dietrich das Ehrenbataillon der Leibstandarte. Der Reichsführer ff sprach seinen ^Männern die Anerkennung des Führers aus und richtete an sie die Mahnung: „Bleibt immer die Gleichen, im Krieg. und im Friedep, ff* Männer!" Dann trugen die Cornets das neue Feldzeichen im Paradeschritt an der Front vorbei. Die Klänge des Treueliedes der ff und die Nationalhymnen hallten nach zwischen den Wänden des Forts, als die Standarte sich an die Spitze des Ehrenbataillons setzte und der Marsch zum Tor hinaus führte, neuem Kampf und neuen Ehren entgegen. Die wehrwirtschastliche Bedeutung Londons. Die Karte zeigt die großen Dockanlagen an der Themse unterhalb Die Aktion der deutschen Luftwaffe gegen wehrwirtschaftlich besonders wichtige Objekte in London und im Londoner Industriegebiet macht die Frage interessant, wie weit die Wehrkraft Englands in London konzentriert ist. Das ist in besonders starkem Ausmaße der Fall, da in London zahlreiche Werke der englischen Rüstungswirtschaft vertreten sind und da London darüber hinaus eine entscheidend wichtige Zentrale der englischen Wirtschaft darstellt. Die große Bedeutung Londons für die gesamte englische Wirtschaft geht aus folgenden Ziffern hervor: In Groß-London sind rund 2 0 v. H. aller Erwerbstätigen Englands tätig, die Versorgungswirts cha ft Englands ist mit rund einem Viertel in London vertreten und mehr als die Hälfte der für die Ernährung des Landes besonders wichtigen F l e i schlag e r u n g befindet sich im Londoner Wirtschaftsbezirk. Die englische Ein- und Ausfuhr wird zu einem guten Drittel über London und seinen Hafenanlagen ab gewickelt; etwa ein Viertel der Kapazität des enKschen Maschinenbaues befindet sich im Londoner Wirtschaftsbezirk. Für die englische Rüstungswirtschaft ist London durch seine Werke für die Herstellung von Flugzeugen und Ballons und insbesondere von F l u g- zeugzubehör, z. B. Schaltbrett-Armaturen sowie von Kampfwagen und Motoren^von Bedeutung. Ferner befinden sich im Londoner Jndustrie- bezirk G efchützfabriken u. a. auch zur Herstellung leichter Flakgeschütze sowie Pulver- und Spr en g sto ffw erke. Auch die Herstellung von der Tower-Brücke. — (Scherl-M.) Handfeuerwaffen, Zündern und Gasmasken ist in London vertreten. Der Londoner Hafen ist mit 55 Kilometer Kailänge der größte der Welt, außerdem stellt der Londoner Hafen auch den größten Lagerplatz der Well dar. Von der gesamtenglischen Einfuhr kamen im einzelnen über London über 60 v. H. der Fleischeinfuhr, rund 40 v. H. der Wolleinfuhr, 31 v. H. der Erdöleinfuhr, rund 30 v. H. der Futtermitteleinfuhr und rund ein Viertel der Einfuhren an Getreide und Mehl sowie Holz. Von besonderer rüstungsmäßiger Bedeutung sind die im Londoner Bezirk befindlichen Erdöl- tanks, die fast ein Viertel aller englischen Erdöltanks darstellen, lieber die größten Tankanlagen verfügen Thameshaven und Shellhaven, östlich von London. Auch Erdölraffinerien befinden sich im Groß-Londoner Wirtschaftsgebiet. Ueberragend wichttg ist London auch als Verkehrsmittelpunkt Englands. Alle wichttgen Verkehrswege, Eisenbahnen und Landstraßen gehen strahlenförmig von London aus, ebenso Telegraphenlinien und Fernfprechleitungen. Die in London erzielten Derkehrsstörunaen müssen sich also in kürzester Frist aus das gesamte Land auswirken. Oie Wehrpflichtvorlage in USA. verabschiedet. Washington, 9. September. (DRB.) Das Repräsentantenhaus verabschiedete in der Nacht zum Sonntag mit 263 gegen 149 Stimmen die hart umkämpfte Wehrpflichtvorlage. Zuvor war trotz heftigen Widerstandes der Regierungsanhänger Mit 207 gegen 200 Stimmen eine Zusatzklausel gutgeheißen worden, durch die die Einführung der Wehrpflicht um 60 Tage aufgeschoben wird. Während dieser Zeit soll versucht werden, die benötigten 400 000 Mann auf dem Wege freiwilliger Rekrutierung einzustellen. Die Klausel soll die Einführung der Wehrpflicht vor den Novemberwahlen vermeiden. Die Anhänger Roosevelts waren dagegen eifrig bemüht, selbst den geringsten Aufschub zu verhindern. Oer Staatspräsident von Paraguay verunglückt. Buenos Aires, 8. Sept. (DNB.) Der para- guayanifche Staatspräsident E st i g a r r i b i a ist mit seiner Gattin bei einem Wochenendflug tödlich verunglückt. Ermittlungen haben ergeben, daß das Flugzeug vermutlich i m st a r k e n Nebel gegen einen Berg geflogen ist. Der Tod Estigarribias bedeutet einen schweren Verlust für Paraguay, das sich wirtschaftlich noch immer nicht von den Nachwirkungen des Ehaco-Krieges erholt hat. Eftigarribia, der erst am 1. Mai durch Volksentscheid zum S taatsoberhaupt gewählt worden war, nachdem er vorher sein Land in Washington vertreten hatte, war die populärste Persönlichkeit Paraguays, dank seiner hervorragenden Leistungen während des Krieges gegen Bolivien. Er ist aus der Verwirklichung eines großen Reformwerkes herausgerissen, das das Leben der Nation unter besonderer Förderung gesunder landwirtschaftlicher Verhältnisse auf eine neue Grundlage stellen soll. Es ist eine seltsame Schicksalsfügung, daß Efti- garribia rund ein Jahr später als sein ehemaliger Gegner und späterer Staatspräsident von Bolivien, General German Busch, ebenfalls das Opfer eines vnglücksfalles geworden ist. Damit ist der zweite südamerikanische Staatsmann, der versucht Hatte, sein fitmb neuen Gedankengängen zu erschließen, jäh aus seinem Wirken abberufen worden. Zum interimistischen Staatspräsidenten wurde der bisherige Kriegs- und Marineminister General M o r i n i g o . vom Kabinett bestimmt. Die Abtretung der Süddobrudscha. Oer rumänisch-bulgarische Vertrag unterzeichnet. Sofia, 7. Sept. (Curopapreß.) Ministerpräsident Filoff gob durch den Rundfun-k bekannt, daß der Vertrag über die Abttetung der Süd-Dobrudscha an Bulgarien am Samstagnachmittag in Craiova unterzeichnet worden sei. Entsprechend diesem Vertrag übernimmt Bulgarien das gesamte Territorium der Süd-Dobrudscha bis zur Grenze von 1912. Sofort nach der Ratifizierung beginnt eine bulgarische militärische Kommission gemeinsam mit einer rumänischen die neue Grenze an Ort und Stelle abzustecken. Am 15. September rücken in die Dobruüscha die bulgarischen Zivilbehörden ein, um die staatlichen und Gemeindegebäude zu übernehmen. Am 20. September wird d i e bulgarische Armee die Grenze überschreiten und im Verlaufe von zehn Tagen das Gebiet der Süd-Dobrudscha besetzen. In einer Frist von drei Monaten wird der B e - völkerungsaustausch der Rumänen aus der Süddobrudscha und der Bulgaren aus der Nord- dobrudscha abgeschlossen. Für die Bevölkerung des übrigen Staatsgebietes der beiden Staaten wird eine freiwillige Umsiedlung mit einer Frist von einem Jahr vorgesehen. Der bulgarische Staat verpflichtet sich, im Verlaute von zwei Staats- haushaltsiahren 450 Millionen Lewa zu zahlen als Ausgleich für den Wert der privaten Gebäude, Besitze und Forderungen. Der rumänische Staat verpflichtet sich, an die Bulgaren der Nord- und Süddobrudscha die durchgeführten Requisittonen zu bezahlen. Eine gemischte Kommission wird für die Erfüllung des Vertrages sorgen." Nach einer Ansprache des Ministerpräsidenten begannen in ganz Bulgarien die Glocken zu läuten. Dor dem Königlichen Schloß sammelte sich eine große Volksmenge und brach in Freudenkufidgebun- gen aus. Am Samstagabend empfing König B o - r i s den Mimfterpräsidenten und den Außenminister. Noch am gleichen Abend sprachen die Gesandten Deutschlands, Italiens und Ungarns dem Außenminister ihre Glückwünsche aus. Am Sonntag fand auf dem Platz der Kathedrale ein Festgottes- dienst statt, an dem die königliche Familie, die Re- gterung und die Generalität, ferner die'»Gesandten Deutschlands, Italiens, Ungarns und Japans teil- nahmen. Nach dem Gottesdienst formierte sich die Volksmenge zu einem Festzug, der unter Hurra- Rufen an der deutschen und italienischen Gesandtschaft vorbeizog, wo sich die Gesandten der Achsenmächte auf den Valkonen für die herzlichen Sym- pathiebeweise bedankten. Neben Hochrufen auf Hit- Soll sie vielleicht einen Dienstmann rufen? Nun, ihre Hühneraugen würden * /"ix'N dennoch schmerzen. Also lieber I etwas dagegen tun: Elastocorn mit dem Filzring drauflegen I Dann bereitet das Gehen keine Schmerzen mehr, und schon in ein paar Ta- ble Deutsche vor allen Dingen unsere Wehrmacht Leichsbahn lm großdeutschen Lauw denen Güterwagen bis zum kehlen aussunußca {u bewältigen hat, lst gewaltig an» gestiegen. Vierjahresplan, v_—^n Lüstungsbetriebe, Verlor- gung der Bevölkerung und Z (teilen größte Anforderungen an den Güterwagenpark. Alles kommt daher darauf an, jeden vochan- llf-" Fi I** Auf jeden Kilometer kommt es an! Täglich laufen unzureichend auegelaflete Gütermagen übet weile Strecken. Diele Kilometer werden wegen fallet und mangelhafter Ausfüllung der Sradjtbtiefe und Begleitpapiere unnötig jurückgelegt. Taufenö« Kilometer geben taglid) für die Beförderung aetloren, weil durch unzweckrnästige Arbeitseinteilung beim Verladet ober empfanget öutermagen Iiutjlos ftillfteben. JeöeCrfparnis anKllometetnbebeutetabetbäbCT6ütetroagenhnappbeit€tfparni|feanfflagenraum. Denken Sie daher stets daran, baff es bei dem Beladen auf adle Ausnutzung des Ladegewichts und der Tragfähigkeit ankommt. Jm innerdeutfchen Verkehr ist eine Belobung bis zu 1000 kg über bie am Dogen angefebttebene Itagfobig- kett hinaus gestattet Sorgen Sie bafür. hast jebet Wagen möglichst bis zu biefet Höchstgrenze ousgelastet wirb. Ächten Sie peinlich auf bas richtige unb vollftänbige ausfüllen bet Srachtbriefe unb Begleitpapiere, bamit kein einjlgn Kilo- Meter butch Dttlauf ober Verzögerung oerfchwenbet wirb. Prüfen Sie bitte aud) biefes: Sonnen Siechte Sobftoffe ober Halbfabrikate oon einer nähergelegenen Etzeugungsstätte beziehen? Wenn es Obnenunaebft «■ münfebe zutückzustellen, (o benken Sie bitte batan, was es für ben Wagenumlauf unbbamit für benge amten Suter- oetkehf unb fo für Sie selbst bebeutet, wenn bie anlieferungsftrecke oon 500 auf 100 Kilometer verkürzt wirb. Hifs her Deutschen Reichsbahn und Du hilfst Dir selbst! Statuten Sie »lese 10 wichtigen Regeln für den Verfrachter! 1. Güterwagen schnellstens be- und entladen. Rückgabe der Wagen möglichst vor Ablauf dec Ladelisten: Überschreitung dec Ladefrist hat Ausfall wertvollen Laderaums zur Zolge. 3. Wagen rechtzeitig und nur für den tatsächlichen Bedarf bestellen. Angebotene Ersatzwagen verwenden, selbst wenn Kleine Unbequemlichkeiten damit veckunden sind. 3. pünktliche An- u. Abfuhr der Güter. Mit der Le- und Entladung sogleich nach Wagenbereitstellung beginnen. 4. 5ür Güterwagen gibt es jetzt keine Sonntagsruhe. Daher Güter, wenn möglich, auch Sonntags verladen. §ür eingegangene Güter besteht die Pflicht zur Entladung an Sonntagen. 5. Güterwagen beim Le- und Entladen nicht beschädigen. Lademaße innehalten. Güter ordnungsmäßig und Uk» triebsstcher verladen. 6. Durch zweckmäßige Ladegeräte und Hilfsmittel das Le- und Entladen er- leichtern. T. Auslastung der Wagen bis zum Ladegewicht und nach Möglichkeit jetzt Im innerdeutschen Verkehr bis 1000 kg über die am Wagen angeschriebene Iragfühigkeit. Raumersparnis durch geschicktes Stapeln der Güter, ganz besonders durch sachgemäßes und überlegtes Verladen sperriger Güter. w 8. Vicht mehr Güter zu gleicher Zeit beziehen, als rechtzeitig entladen werden können. 9. Entladung sogleich beim Eingang dec Versandanzeige des Absenders oder bei dec voraoisierung durch die Güterabfertigung oorbeceiten. Fuhrwerke und Ladepecsonal schon im voraus für die Zeit der bevorstehenden Entladung freihalten. IO- ßrachtbriefe und sonstige Begleitpapiere sorgfältig ausfüllen zur Det- meidung oon Rcläufen. Litte ausschaeidea, ausheben und immer wieder lesen! Bekanntmachung. Für die Ausgabe der ab 23. September 1940 (15. Zuteilungsabschnitt) gültigen Lebensmittelkarten werden folgende Ausgabetage festgesetzt: 1. Ausgabetag: Donnerstag, den 12. September 1940, 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. 2. Ausgabetag: Freitag, den 13. September 1940, 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. 3. Ausgabetag: Samstag, den 14. September 1940, 8 bis 13 Uhr. 4. Ausgabetag: Ulontag, den 16. September 1940, 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. 5. Ausgabetag: Dienstag, den 17. September 1940, 8 vis 13 und 15 bis 18 Uhr. Welche Ausgabetage für den Bezugsberechtigten in Frage kommen, ergibt sich aus der Aufstempelung auf dem Lebensmittel-Personalausweis. Die Reste der Lebensmittelkarten des vorvergange. nen Versorgungsabschnittes müssen bei Empfang der neuen Karten abgeliefert werden. 4015C Der Umtausch von Lebensmittelkarten in Reife- marken erfolgt nur noch in begründeten Fällen (Reise, ständige Verpflegung in Gaststätten usw.). Anträge auf Umtausch ohne Beibringung eines Nachweises sind zwecklos. Gießen, den 10. September 1940. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt, Abt. B. I. V. Nicolaus. Deutsche Kampfflugzeuge greifen an. vom Montag hat folgenden ferner 03032 Kaufgesuche Großen-Linden, den 9. September 1940. PLEXI-GLAS" 03035 | Vermietungen WWW 3B 05WAWSGAOTEN CEQML2U5/U > sucht. 02033 W. fiOtÖ- Wnme» tipizuigeo. Zu erfrag, in der Geschäftsst. des den Gieß. Anz. Jriedrichstr. 17. Gieß. Ans. 03028 Stadttheater Tag und Alexandrien bei unserer Luftwaffe angegriffen wo der Angriff überraschend er- Allerlel hübsche Dinge gibt es davon, mit denen Sie jeder Hausfrau eine Freude machen können. Lassen Sie sich die schönen Salatbestecke, Kompott-und Eierlöffel, Tortenheber usw. aus dem glasklaren und doch bruchfesten Plexi-Glas teigen bei Wehrmachtsbericht Wortlaut: Haifa ist bei Rächt erneut von worden. 3n Haifa, Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 11. September, um 15 Uhr, vom Sterbehaus, Obergasse 39, aus statt. In tiefem Schmerz: Heinrich Leun II. Familie Erich Schaum nebst Angehörigen. Kl. bessere Gaststätte sucht per sofort solides und gut aussehendes Gervierfräulein 19.30 Uhr bis 21.45 Uhr Vorstellung f.d.Dienstag-Mieter Mäddienparadies Lustspiel von Kurt Sellnick Preise von RM. 0.30 bis 1.60 4012 D Das neue Programm der Märkischen- Panorama-Schneider-Südost. Das Schaffen der MärVischen-Panorama^Schnei- der-Südost umfaßt 10 Filme, deren Grundhaltung bestimmt ist vom Geist unserer Zeit. An erster Stelle wird der Film „Wetterleuchten um Barbara" genannt. In der Komödie „Unser Fräulein Doktor", deren Drehbuch Dr. Fritz Schwiefert schrieb, begegnet uns Jenny Jugo als Mathematiklehrerin. Den Glücklichen, der die „Braut" heimführt, spielt Albert Matterstock. Die Regie dieses Films hat Erich Engel, während den zweiten Jenny-Jugo-Film „Die ideale Frau" Paul Verhoeoen inszeniert. Weiter wird ein Musikfilm angekündigt mit dem Titel „Nie verwehte Klänge", ein Film vom Leben und Schaffen Mozarts. Das Drehbuch schrieb Ernst Marischka. „Pani k" ist ein Harry-Piel-Film mit einer spannenden Handlung, eng verknüpft mit dem aktuellsten Zeitgeschehen. Harry Piels Partnerinnen sind Dorothea Wieck, Maria von Tasnady und Olga Limburg. Nach dem Schauspiel „Dschungel" von Josef Maria Frank entsteht ein spannender Film mit dem Titel „Vom Schicksal verweht". Für die Hauptfigur wird Albrecht Schoenhals genannt. Sein Wunsch, auch im Film einmal die Rolle eines Draufgängers zu übernehmen, geht in Erfüllung. Gustav Fröhlich übernimmt die Hauptrolle in dem Lüstspielfilm „Der Eifersüchtigen Zähmun g". Ein Bühnenstück von Leo Lenz gab die Grundlage ab. „6 Tage heimatur- l a u b" ist eine Liebesgeschichte aus unseren Tagen, bei der Feldpostbriefe an einen unbekannten Soldaten eine Rolle spielen. Im Mittelpunkt des Films „Gesprengte Ketten" steht das bewegte Leben einer Frau aus dem Grenzland. „Das Leben geht eigene Wege" — ein fesselnder Film, dem der Roman „Lene" von Gertrud von Brockdorff zugrunde liegt. Thea von harbou schreibt das Drehbuch zusammen mit Bernd Hofmann, dem Regisseur dieses Films. tüchtige Aushilfe für zweimal wöchentlich. Angebote an: SWetzM 106, Wetzlar. Gut erhaltene SWllW- MW und -kleidung für Jungen, Größe bis 1^/2 Jahre, aus Privathand zu kaufen gesucht. Schr. Angebote unt. 4018D an den Gieß. Anzeig. verkauf. Schriftl. An geb. u. 03040 an d. Gieß. Anz. weil sie den zähen Kampf eines Volkes belohnt, das man nicht zu Unrecht als die „Preußen des Balkans" bezeichnet. Reue Luftangriffe auf Haifa und Alexandrien. Der italienische Wehrmachtsbericht. Rom, 9. September. (DRV.) Der italienische Damenbart H Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d.von mirangew.einzig sichereMeth. unt. Garant für immer mit d.Wurzel entfernt Fran B.Gulden, seit 35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gießen, Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. MU EDDC DRUCKSACHEN VYCKDC ßrühl, Gießen denkronen vor, so daß aus jede Seite 75 Millionen Schweden krön en entfallen. * Die am Freitag im Staatsdepartement unterzeichneten Schlichtungsverträge der USA. mit Australien, Neuseeland und Kana d a treten an die Stelle des 1914 mit England für das gesamte Empire abgeschlossenen Generalvertrages und erkennen somit den unabhängigen Status der Dominien an. Schönes Landheim in der Wetterau, für Rentner geeignet, 6 Zimm., mit 283 gm Obstund Grabgarten leventuell mehr), Preis Mk. 7200, sof. zu verkauf. Zahlbar inRaten innerhalb 2 Jahren. Oder auch ganz oder geteilt z.verm. Schriftl. Angeb. u. 03023 an o. Gieß. Anz. Frau Anna Zink, Olsbrücken (Pfalz). W Bürkelstr. 160 k, schreibt am 5. 6. 40: „Ich brach an einem Tag zweimal zusammen: der Arzt stellte G r i v v e fest. Dazu bekam ich dann furchtbare Glieder- und Gelenk-Schmerzen _____Lange Zeit konnte ich nicht schlafen. Da nahm ich Trineral-Ovaltabletten und konnte schon die erste Nacht durchschlafen. Am nächsten Tag vermochte ich die Glieder schon etwas zu bewegen u. sogar der Hausarbeit nachzugehen. Ich nahm Trineral-Ovaltabletten weiter ein u. war die Schmerzen nach wenigen Packungen gänzlich los: auch jetzt verspüre ich gar nichts mehr." Bei Grippe, Erkältnngskrautheiteu, Rheuma, Gicht, Ischias, Hexenschuß, Kops- u. Nerveuschmerzeu helfen diehoch- wirks. Trineral-Ovaltabletten. Sie werden auch v. Herz-, Magen- u. Darmempstnölichen best. vertragen. Mach. Sie sof. ein. Versuch! Origpckg. 20 Tabl. uur 79 Pfg. In all. Avoth. erhält!, o. Trtneral GmbH., München E 27/547. Verl.Sie kostenl.Brosch.„LebensfreudedurchGesundheit!" Oie Filmschau in Venedig. „Der Reiter von K r u j a", der erste italienische Spielfilm, der ein Thema aus dem italienischen Albanien zum Gegenstand hatte, wurde mit großem Beifall ausgenommen. Nicht geringer war der Erfolg des Tobis-Films „Trenck, der Pandur" mit Hans Albers in der Titelrolle. Das Publikum unterhielt sich köstlich und zollte dem Hauptdarsteller begeisterten Beifall. In dem italienischen Film „Ein romantisches Abenteuer" läßt Mario Eamerini ein reizvolles romantisches Spiel im Stil des vergangenen Jahrhunderts entstehen, das viele hübsche Kostümszenen enthält. Mit Spannung verfolgte man die interessanten Begebenheiten des Ufa-Films „Alpenkorps im Angriff". Sehr lehrreich war der Ufa-Film „Schießen und treffe n". Besonders aber fesselte der Film über die erstaunlichen Leistungen der deutschen Frontsoldaten. Auf wissenschaftlichem Gebiet brachte die Ufa den farbigen Film „K a l t b l ü t l e r s i p p s ch a f t" über die biologischen Vorgänge im Reich der Amphibien und Reptilien, während das italienische Luce-Institut einen ihrer durch mikroskopische Großaufnahmen bewundernswerten Film über das Leben der Malaria- Fliege zur Vorführung brachte. Aus der Well der Tiere zeigte Deutschland ferner den Tobis-Film „M oderne Zentauren" mit prachtvollen Bildern von Training und den erstaunlichen Kunststücken der Pferde beim Hindernisspringen, wogegen der Natur-Tobis-Film ,^) e r b st l i e d" mit stimmungsvollen Aufnahmen dem herbstlichen Leben gewidmet ist. Der italienische Film „Nichts geht verloren" schildert die technische Verwertung des Müllabfalls. Mit lebhaftem Beifall belohnt wurde d.ssr Bavaria-Film „Geschichte des Fähnchens Florian Geyer", dessen Darsteller ausschließlich Pimpfe der HI. sind. Der Staffelkapitän gibt ein letztes Zeichen, gleich werden die Maschinen über die Startbahn rollen. (PK.-Pilz-Presse-Blld-Zentrale-M.) [Stellenangebote] Keine Urspring** Zeugnisse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Öe werbungSfchretben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunte» logen müssen zur Vermeidung von Verlusten aus der Äücfieite Namen und Anschrift bei Bewerbers tragen I Suche zl5.Sept. ob. spät, zuverl. Allein- Mädchen das kochen kann, oder 4017D Magsöille. Frau Professor Bürker, Wer erteilt gründ!. Klarer- Uniemchl? Angebote an Schließfach 106 Wetzlar(Labn). Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stelltslch die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge .Postkarten, Rechnungen, Geschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen ! Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 Schwarze SiricMe auf dem Wege zwisch. Lahnstr., Wolkengasse, Seltersweg verloren! Gegen gute Be- lohng. abzug.bei Reuter, «neD Seltersweg 61. Graublauer weneniw entflogen. Marktlaubenstraße 4 I. 03034 ler, Mussolini und horthy hörte ma« auch Pfm- Rufe auf England. Dor dem königlichen Schloß wurden der königlichen Familie beispiellose Ovationen dargebracht. Bei der Provinz Süddobrudscha handelt es sich um die bisherigen rumänischen Verwaltungskreise K a l i a k r a und D o r o st o l o mit den Städten Dobritsch, Silistra Tutrakan, Baltschik und Kawarns. Das Gebiet ist geschichtlich und bevölkerungsmaßig unzweifelhaft bulgarisch. Es gehörte dem bulgarischen Staat im Mittelalter und wurde nach der Befreiung von den Türken 1873 auch zum dritten bulgarischen Reich geschlagen. Erst 1913 n a ch d e m zweiten Balkan krieg mußte es an Rumänien abgetreten werden. Das den Bulgaren übereignete Gebiet umfaßt 7726 qkm mit insgesamt 378 000 Menschen. Für das rumänische Staatsgebiet ist der Verlust nicht groß und beträgt nur 2,6 v. h. Für Bulgarien ist der Gewinn beträchtlich. Die Bedeutung der Neuerwerbung liegt vor allem auf volkspolitischem und landwirtschaftlichem Gebiet, da in Bulgarien auf einem Ouadratkilometer urbaren Lam de« 116 Menschen wohnen müssen, während in der Süddobrudscha dieselbe Fläche urbaren Landes nur 36 Menschen zu ernähren braucht Die Aussiedlung der Rumäyssn aus der Süddobrudscha soll bis Ende September abgeschlossen sein. Der Gchlußstrich. Mit der bulgarisch-rumänischen Einigung in Kraj o wa ist der Schlußstrich gezogen worden unter das trübe Kapitel raumfremder, west- plutvkratischer Einflüsse auf dem Balkan. Mit der Heimkehr der Süddobrudscha m das bulgarische Vaterland erfüllen sich die heißen Wunsche und Hoffnungen eines tapferen und schwergeprüften Volkes, das damit die Ketten des schmachvollen und unsinnigen Diktates von Neuilly gesprengt hat. Heber zwei Jahrzehnte hindurch hatten die Drahtzieher der Westmächte versucht, Bulgariens nationale Rechte zu vergewaltigen. War es ehemals die „Kleine Entente", mit der Rumänien, Jugoslawien und die Benesch-Tschecho-Slowakei verführt wurden, nach dem Willen der Londoner und Pariser Politiker sowie Geldgeber sich gegen die berechtigten Revisionswünsche Ungarns zu stemmen und zu agitieren, so war die Gründung der Balkan-Entente zwischen der Türkei, Griechenland, Rumänien und Jugoslawien eindeutig gegen Bulgarien gerichtet,-wenngleich auch später unter den Auswirkungen der deutsch-italienischen Achsenpolitik versucht worden ist, Bulgarien mit Versprechungen für dieses getarnte Instrument der Westmächte zu ködern. In Sofia ist man unbeirrt seinen Weg gegangen, von dem man im Vertrauen vor allem auf das befreundete Großdeutschland sowie auch auf Italien wußte, daß er einer Tages zur Befreiung von den Ketten von Neuilly führen würde. Und dieser Tag wurde am 7. September in Krajowa besiegelt, nachdem die westlichen Drahtzieher durch die Stärke der Achsenmächte endgültig aus dem Südostraum aus- geschaltet worden waren. Der deutsch-italienische Schiedsspruch von PZ i e n, der mit friedlichen Mitteln die ungarischen Rechte wiederherstellte und den Unfrieden von Trianon beseitigte, öffnete gleichzeitig den Weg für die endgültige Ve- reinigung der rumänisch-bulgarischen Streitfragen. An die Stelle der gegenseitigen Aufhetzung der Balkanvölker durch die Agenten der Westmachte ist durch die Lenkung der Achse der ernste, nunmehr durch die Tat bewiesene Wille der Balkanvölker getreten, durch gegenseitige Achtung und Freundschaft die Befriedung des Südostraumes und damit eine kulturelle und soziale Aufwärtsentwicklung anzubahnen. Dieser grundsätzliche Wandel der Dinge auf dem Balkan ist in dem Zeitpunkt, in dem er beginnt, geradezu symbolisch, weil er mitten im Kriege stattfindet, den die Achsenmächte um ein neues, von plutokratischen Intrigen und Zersetzungseinflüssen befreites Europa führen. Mitten im Kriege und doch ohne Krieg ist nunmehr der letzte Brandherd in Südosteuropa ausgeräumt worden. Wenn man sich dies vor Augen hält, so gewinnt man erst richtig die Perspektiven für die historischen Verdienste, die der Führer um die Befriedung unseres Kontinents hat. Die große und spontane Freude der Bulgaren, mit der diese alten Waffengefährten der Weltkrieges den Schlußstrich von Krajowa begleiten, ist auch unsere Freude Plarrhaus Rödgen bei Gießen. | Verkäufe | LAttenständer 1 Getnebe- Oelpumpe au verk. Schriftl. Angeb. u. 4011V an d. Gieß. Anz. folgte und der Abwehr keine Zeit zum Eingreifen blieb, ist die O e l r a f f i n e r i e mit Bomben belegt worden, wobei die Anlagen getroffen und große Brände verursacht wurden. 3n Alexandrien sind die Schiffe und die Anlagen der Floltenbasis bombardiert worden. Außerdem wurde die Bahn Alexandrien —INarfa- a t r u k mit Bomben belegt. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. In Ostafrika haben unsere Flugzeuge Borna im Sudan und den Bahnhof und die Petroleumlager von Port Sudan bombardiert. Feindliche Flugzeuge haben INogadifcio, Massaua und Berbern bombardiert, ohne daß es dabei Erfolge gegeben hat. Der Sachschaden ist sehr gering. Lin Flugzeug, das versucht hatte, den Flugplatz Blossio anzugreifen, ist von unseren Jagdflugzeugen brennend abgeschossen worden. Drei Mitglieder der Besatzung sind tot. Der Beobachter, ein Leutnant, wurde gefangengenommen. Kleine politische Nachrichten. Der italienische Minister für Afrika, General Teruzzi, ist am Montag um 19 Uhr in Begleitung hoher Beamter seines Ministeriums nach Deutschland a b a e r e i st. Teruzzi erwidert mit dieser Reise den voriährigen Besuch des Generals Ritter von Epp. * Reichsminister Dr. Goebbels empfing 85 BDM.-Führerinnen aus Württemberg, die sich bei der Betreuung der Wolhynien-Deutschen im Warthegau besonders hervorgetan haben. In herzlichen Worten dankte er ihnen für ihren Einsatz. * Dr. h. c. Winkler, der Leiter der Haupttreu- handstelle Ost, der letzte deutsche Bürgermeister von Graudenz vor der Abtretung Westpreußens an die Polen, beging seinen 65. Geburtstag. Der Führer übermittelte dem Jubilar seine Glückwünsche. Im Auftrage des Reichsmarschalls Göring überreichte ihm Staatssekretär Neumann das Kriegsverdienstkreuz. Der Kommandeur eines Luftverteidi- gungskommandos machte Reichsminister Dr. Goebbels davon Mitteilung, daß eine am Tage nach der Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes spontan veranstaltete Sammlung der im Sammelgebiet eingesetzten Flak- und Nachrichtentruppen für das Wintechilfswerk 41884,01 RM. ergab. * In Stockholm ist zwischen dem deutschen und dem schwedischen Regierungsausschuß eine Vereinbarung über den Warenverkehr zwischen den besetzten niederländischen und belgischen Gebieten und Schweden getroffen worden. Der Warenverkehr, der durch die Ereignisse der letzten Monate unterbrochen war, tötfb in einem den gegenwärtigen Verhältnissen angepaßten Umfang wieder ausgenommen werden. Die Zahlungen erfolgen auf dem Derrechnungs- mege durch Vermittlung der deutschen Verrechnungs- kasse in Berlin. * In Moskau wurde ein Wirtschafts- und Zahlungsabkommen sowie ein Kreditabkommen zwischen der Sowjetunion und Schweden unterzeichnet. Im ersten Jahr seiner Gültigkeit sieht das Wirtschafts- und Zahlungsabkommen einen Warenaustausch in Höhe von 150 Millionen Schwe- Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Mutter, Sehwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin u.Tante Frau Elisabeth Leun, geb.Weil im Alter von 76 Jahren nach kurzer Krankheit zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Kaufe mehrere Fuhren alten Waget Angebote mit Preisangabe an R. Lange, 4013D Gießen, Am Na h rungoberg41 | Verschiedenes | Tücht. MUIerlial f. Beitragen von Büchern gesucht (stundenweise). Schriftl. Angeb. unter 03038 an den Gieß. Anz. Gebrüll. Heizer Saub.,gut emvf. Frau für Dienstags u. Freitags 2 Sld. gesucht. 03037 Plockstratze 7 1 Haushälterin zu 1 Person ge- Aus aller Wett. Fährbool-Unglück fordert acht Todesopfer. Acht Personen ertranken, als das Fährboot über den Rio Lempa an der Straße nach Chalatenango im mittelamerikanischen Staate San Salvador um- schlug.__ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» Hauptschristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politll, Feuilleton und Bllder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. UilMI/Wl. (Mansarde) an ruhige Leute, die Hausarbeit übernehmen, zu vermieten. Schriftl. Angeb. u. 03036 an o. Gieß. Anz. Mietgesuchej Grobe HMte. mit Zubehör, mögl. mit Bad, Zentralh., sofort oder später von Offizier rn. klein. Familie gesucht. Schriftl. Angeh. unt. 03039 an d. Gießen. Anzeig. sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 03029 a.d.G.A. MIMy evtl, mit Zentralheizung gesucht. Schriftl. Angebote unter 03031 an den Gieß. Anzeiger. 2-3-3lmmet- MlMlig von rußig. Ehepaar baldigst gesucht. Schr. Ang. unter 03030 an Dienstag, 10. September 1940 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheßen) Ur. 214 Zweites Blatt Oie Heimat im Schutze der Luftwaffe läuft, nicht etwa um gen versuchen, sein eigentliches Ziel erneut anzu- TrauerseiersörSanMs-ObersührerDr.SchMdt wurde von der SA.-Standarte 116 BRÄUNT-SCHUTZT-PFLEGT- es wieder den rötlichen Licht, daß sich der Gegner mit drosselten Motoren herangepirscht hat und in Ueberrnschung seinen Erfolg sucht. Aber schon ihm der Feuerriegel vor der Nase, er muß drehen, ein neues Ziel suchen oder in weitem von von oder wieder gebet sitzt ab- Bo- serve-Lazaretts um die im Kumpfe verwundeten Kameraden verdient. Als treuer Gefolgsmann des Führers kämpfte er seit 1930 in der Partei als SA.- Kamerad mit, wobei er seine Kraft insbesondere dem Sanitätsdienst der SA. widmete. Seinem Wirken ist der Aufbau des getarnten Sanitätsdienstes der SA.-Brigade 147 Gießen zu verdanken, den er dis zu seinem Tode als erster Arzt führte. Als einer der ältesten Sanitätsführer stellte er immer unermüdlich feine Kraft und sein ärztliches Wissen in den Dienst seiner großen Ausgabe. Dem verewigten Kameraden wurden dann in der Musik. Ja, es war wirklich ein Freudentag für das gütige einsame Geschöpfchen, und sie hatte wohl recht, als sie abends sagte: „Das war der schönste Tag meines Ledens!" Das war Tantchens silberne Hochzeit und ich denke, die Geschichte paßt so gut zu Weihnachten wie für jeden anderen Tag im Jahre. Es sind ihrer 365, und wer ein Echtschenker ist, der findet ganz gewiß 365 Schenktage darunter, Tage, um einem Mitmenschen eine Freude zu machen. Freilich im Warenhause kann man diese nicht kaufen, sondern einmal eine seiner Rollen, die ihm auf den Leib geschrieben zu sein scheinen, ein Tunichtgut aus großem Hause, Schürzenjäger und Schuldenmacher. Olly H o l z m a n n ist sehr nett und frisch ein kleines Mädel aus der Provinz, Hedwig Bleib treu eine würdige alte Baronin, Oskar Sima macht aus einem in vielen Geschäften engagierten Stammgast eine prachtvolle Studie. Die sehr gefällige Musik schrieb Bruno Uf) er. (Wien-Film und Terra.) Dr. Fr. W. Lange. Britische Flugzeuge flogen in der Nacht in Westdeutschland, Mitteldeutschland und Belgien ein... (Aus einem OKW.-Bericht.) Fast täglich meldet der OKW.-Bericht nächtliche Einflüge britischer Flieger in das deutsche Hoheitsgebiet.' Sie suchen die Zivilbevölkerung zu beunruhigen, werfen Flugblätter törichten Inhalts, aber auch Brand- und Sprengbomben ab, angeblich natürlich auf militärische Ziele. Daß sie bewußt das Gegenteil tun, also offene Städte, friedliche Dörfer, ja Stätten wie das Goethe-Gartenhaus, das Bismarck-Mausoleum zu treffen suchen, ist so oft bewiesen, daß daran nicht zu rütteln ist. Es ist den Beauftragten Churchills völlig gleichgültig, daß sie fortgesetzt gegen die einfachsten Gesetze einer menschlichen Kriegführung verstoßen — im Gegensatz zu den deutschen Angriffsflügen auf England, bei denen nur militärische Ziele mit Bomben beworfen werden. Daß es der Gegner nicht wagt, am hellen Tage einzufliegen, sondern es vorzieht, sich im Dunkel der Nacht in großer Höhe einzuschleichen, hat allerdings einen sehr triftigen Grund: er scheut die deutsche Luftwaffe, die ihn überall da hart zu packen versteht, wo er als offener Gegner es wagt, sich zu stellen. Daß der Brite im übrigen glaubt, durch häufige nächtliche Beunruhigung mancher Teile des Reichsgebiets den „Nervenkrieg" zu gewinnen, gehört auch zu den falschen Voraussetzungen, unter denen der Brite diesen Krieg führt. Er rechnet nicht mit der Disziplin der deutschen Bevölkerung, die diese immer wieder zeigt und zeigen wird in vollem Vertrauen auf ihre Führung und auf die von ihr geschaffene Rüstung. Hand in Hand mit dem Ausbau einer glanzenden Luftwaffe ging der Auf- und Ausbau einer weitreichenden Luftverteidigung zum Schutze der Heimat vor Luftpiraten englischer Prägung. Oer unbekannte Wächter der Heimat. Auf dem Neuen Friedhof in Gießen fand am gestrigen Montagnachmittag die Trauerfeier für den im Alter von 56 Jahren als Opfer seiner Arbeit verstorbenen Sanitäts-Obersührer der SA., Dr. med. Wilhelm Schmidt in Hungen, statt. Zum Abschied von dem langjährigen SA.-Kameraden und auch in weiten Bevölkerungskreisen hochgeschätzten Arzt hatten sich zahlreiche führende Persönlichkeiten der Partei und ihrer Gliederungen, insbesondere viele SA.-Kameraden, ferner Vertreter der Aerzte- schaft und des Roten Kreuzes sowie der Alt-Herren- schast des Verewigten und viele weitere Volksgenossen eingefunden. Die Totenwache am Sarge, auf dem die SA.-Mütze und der SA.-Dolch des Jahr in die Leichenpredigt gepaßt! Aber die silberne Hochzeit, die denke ich mir gar zu nett!" Nun war aber die Gutsfrau, die ihr gegenüber auf der anderen Seite des großen Korbes voll Flickwäsche saß, eine Echtschenkerin, und so schwieg sie zu diesen lustigen Worten nur bedächtig still. Aber in ihrem Herzen hatte ein Gedänklein sein Nest gebaut, das wuchs sich zu einem tüchtigen Gedanken aus, und aus dem Gedanken kroch ein Plan heraus... Die Gutsfrau erkundigte sich bei dem geistlichen Bruder des „Tantchens" nach den Namen und den Anschriften aller ihrer Verwandten und schrieb eine große Menge sehr dringlicher und heimlicher Briefe. Und bann ging sie wochenlang im Dorfe und in der Nachbarschaft von Haus zu Haus unb trug ihren Plan wie einen Spinnrocken mit sich herum: Ueberall spann sie den unsichtbaren Faben an, hier an den Arm eines schmunzelnben Alten, bort um bie Finger einer lustigen Schar junger Menschenkinber. Schließlich war das ganze Dorf unsichtbar in den heimlichen Plan versponnen, und wo sich zwei auf der Straße trafen, da lachten sie listig unb glücklich unb flüsterten sich zu: „Tantchens silberne Hochzeit!" Und eines schönen Herbsttages wurde die alte Dame geweckt von dem Bläserverein des Dorfes der vor ihrem Fenster mit „Bis hierher hat mich Gott gebracht" ein feierliches Ständchen eröffnete. Sie fuhr zitternd in ihre Kleider und rieb sich immer wieder die Augen: Aber diese Ehre kann doch nicht mir gelten! Derweilen trappelten auf der Treppe der Pfarre schon viele Füße, unb eine Abordnung trat ein, vor der ihr Bruder, der Pastor, und die Gu'tsftau standen unb ihr mitteilten, daß man beschlossen habe, heute ihre silberne Hochzeit zu feiern. Ein Dank sollte bas sein für so vieles Gute, das sie getan, hauptsächlich aber sollte sie einmal einen rechten Freuben- unb Ehrentag erleben. Unb bann hefteten sie ihr ein silbernes Sträußchen in bie grauen Haare, und bie Bläser brausten bliesen „Nun danket alle Gott", unb ber ganze Pfarrhos stand voller Leute, bie ein Hoch auf bas muß schon in die bunklen Speicher bes eigenen warmen Herzens hinuntersteigen. Gott segne alle ändia auf Deck hin- und her- .... bie Landschaft von allen Seiten zu genießen, sondern bestenfalls um durchs Fernglas zu sehen oder zu photographieren. Meist ist es aber gar nicht die Landschaft, die der Herr im Auge hat, sondern der Fahrplan zum Beispiel, der irgendwo angeschlagen ist im Schiff, das der Herr durchsteigt unb durchquert nach allen Richtungen; er läßt sich einen Schnaps geben, er läßt sich einen Liege- WM 4711 HÄUT-CREME "*"*“*& -HAUT-FUNKTIONS- fliegen. Eine vorherige Warnung der Bevölkerung in solchen Fällen ist verständlicherweise oft nicht möglich, vielleicht auch nicht nötig, wenn der Gegner es vorzieht, die ungastliche Gegend so schnell wie möglich zu verlassen. Trotzdem hat ber Grundsatz Geltung: Auch bann müssen bie Luftschutzräume aufgesucht werben. Denn Schutz vor Bomben, Blindgängern und Granatsplittern der Flak bietet nur ber Luftschutzkeller, unb mancher, der bies nicht wahrhaben wollte, hat bafür schon mit seinem Leben bezahlt! Während der Dolkgenosie wieder der Ruhe pflegt. . . Während nach ber Entwarnung der Volksgenosse wieder seiner Ruhe pflegt, der Arbeiter in ber Fabrik wieder seiner Arbeit nachgeht, herrscht bei ber Flak-Kommanbodienststelle, die ben Schutz unserer Heimat gegen Fliegerangriffe überwacht, unverminderte Geschäftigkeit. Noch werden bie Melbungen über ben Ab klug ber Gegner verfolgt, als auch schon bie taktische Auswertung ber nächtlichen Gefechtstätigkeit einsetzt. Melbung auf Meldung läuft ein, nur jetzt anderer Art, bis sich bas Bild der nächtlichen Angriffe, ihrer Abwehr, ihrer etwaigen Wir- kung bis in die letzten Einzelheiten vervollständigt hat. Jeder Einflug vermittelt neue Erkenntnisse, die zum Schutze der Heimat verwertet werden können, vermehrt die Erfahrungen der Männer, regt neue Verbesserungen an. Daneben werden bis ins einzelne die Feststellungen herangeholt, ob unb welche Schäden durch Feindbomben entstanden sind,' werden Maßnähmen überprüft, die von örtlichen Stellen bei Blindgängern oder Bomben mit Zeitzündern unverzüglich getroffen worden sind, wird ber Einsatz von ©onberformationen veranlaßt, soweit sich die Notwendigkeit dazu ergibt — bie Arbeit reißt nicht ab, unb erst in den Morgenstunden kehrt langsam Ruhe ein, eine kurz bemessene Ruhezeit für bie Männer, benen der Schutz der Heimat übertragen ist. Sie tun ihre Pflicht: vom General bis zum unbekannten Meldeposten, vom Luftschutz- sachbearbeiter bis zum ehrenamtlichen Helfer im Dienste der Volksgemeinschaft, im Dienste für Führer unb Vaterland! Kein feindlicher Flieger kann in das unter deutschem Schutz stehende Gebiet einfliegen, ohne sofort bemerkt und verfolgt zu werden. Ein weitreichendes, lückenloses Netz von Beobachtungsstellen nimmt die eindringenden Feindflugzeuge auf, gibt sie Standort zu Standort weiter über Hunberte Kilometern, bis sie in den Fängen der Flak Nachtjäger enden, oder im Schutze des Dunkels der über die Küste entweichen konnten. In höheren Kommanbodienststelle der Flakartillerie herrscht in diesen Nachtstunden, während sich die Zivilbevölkerung schon längst der wohlverdienten Nachtruhe hingibt, ein stilles, emsiges Arbeiten. Die Fernsprecher summen fast ohne Pause, Meldung auf Meldung fliegt auf den großen Kartentisch, um den von Sekunde zu Sekunde sich ändernden Standort der feindlichen Flieger zu registrieren, die Flugwege zu verfolgen und Stadt und Land rechtzeitig zu warnen, wenn die Richtung der feindlichen Flugzeuge Angriffe auf ein bestimmtes Gebiet erwarten läßt. Obwohl die Zähl der nächtlich einfliegenden Feindflugzeuge gering ist im Verhältnis zur Zahl der deutschen Flugzeuge, die jenseits des Kanals militärische Ziele bekämpfen, drängen sich in den wenigen Nachtstunden, die der Gegner ausnützt, die Meldungen über feine Flugwege zu großer Zahl zusammen, aus der nur ein geübtes Auge, eine rasche Kombinationsgabe und eine sicher und schnell arbeitende Hand das Bild herausschälen kann, das zum Ingangsetzen der erforderlichen Abwehr- und Schutzmaßnahmen Voraus- Aus der Stadt Gießen. Oie Kunst der Erholung. setzung ist. Alarm — nur wenn dringend notwendig wnd unumgänglich. Zu diesen Schutzmaßnahmen gehört in erster Linie mit die Sicherung der Bevölkerung. Die Heimat hat das begreifliche Verlangen, nur dann alarmiert zu werden, wenn eine Notwendigkeit vorliegt, denn ein Alarm bedeutet nicht nur eine Un° Tantchens silberne Hochzeit. Von Borries Freiherr von Münchhausen. Bei einem Dorfpastor lebte feit vierzig Jahren seine alte Schwester. Sie war damals gleich nach seiner Hochzeit, auf vier Tage zur Hilfe gekommen, aber aus den vier Tagen waren vierzig Jahre geworden. Damals hatten bie Frauen noch nicht bie Auswahl unter so vielen Berufen wie heute, so übten sie weit häufiger ben ältesten Berufs ber Frau, das Helfen, — wohin sind bie „Tanten" jener Zeit gekommen, biefe ewig hilfsbereiten Bewahrerinnen leerstehender Sommerwohnungen, Wochenbettpflegerinnen werdender Menschlein, Haushälterinnen kranker Frauen, Mitarbeiterinnen an jeglicher Arbeit in Haus und Garten! Ich fürchte, sie sind alle längst dahin gegangen, wo auch dieses ,Tantchen" von dem ich erzählen will, gegangen ist, — es ist ein stiller Aufenthalt, und weder Liebhaberkünste noch Sport sind dort von sonderlicher Wichtigkeit mehr. Als das Tantchen noch lebte, war sie im ganzen Dorf beliebt wegen ihres prächtigen Humors, mit dem sie alles das vergoldete, was sie an Liedes- tätiqfeit verteilte. Und so spöttelte sie auch einmal, als' sie mit ber Gutsfrau im Parke beim Kaffee- tisch saß, tapfer über ihre eigene Altjüngserlichkeit. „Ja, unb ich bin boch auch einmal jung gewesen, menn es auch heute nur mein Taufschein noch glaubt! Vielleicht hätte ich a u ch einmal heiraten können, wenn irgend jemand es gewollt hätte, — vielleicht aber war der Jemand, der nicht wollte, — ich selbst! Unb wenn ich nun geheiratet hätte, ba märe ich doch jetzt sachte an meine silberne Hochzeit heran, — schade, um die tut es mir noch mehr leib als um bie verpaßte grüne. Ja, eine silberne Hochzeit, bas fit das wahre! Bei ber grünen ist man felbft noch gar zu grün, unb wieviel Hoffnungs- nrün muß nicht dann verwelken! Bei der goldenen wiederum ist man zu alt und denkt bei der Rede Pastors nur: Das hätte auch besser nächstes Abends gab es in der Pfarre Aufführungen, gab Blumen und Glückwünsche, gab es wie- heimgegangenen Kameraden Dr. Schmidt lägen, wurde von ber SA.-Stanbarte 116 gestellt. „Wiener Geschichten". Ein Film vom Wiener Kaffeehaus. Wenn es wahr ist, baß die Belagerung Wiens durch die Türken vor 250 Jahren den Grundstein zum ersten Wiener Kaffeehaus gelegt hat, weil damals ein anschlägiger Wiener mit ben im Türkenlager erbeuteten reichen Kaffeevorräten sein Geschäft eröffnet haben soll, so müssen bie Wiener dem Großwesir Kara Mustafa für seinen Zug bonauaufwäris heute noch bankbar sein. Denn es gibt so leicht nichts, was, vom Wanbel ber Zeiten unberührt, bas Milieu der Wiener Stadt schneller und treffenber charakterisiert, als bas Wiener • Kaffeehaus. Unb es ist deshalb nicht mehr als recht unb billig, wenn ber Film, ber so oft schon bas Wiener Kaffeehaus als höchst brauchbares Reqmsit in seine Dienste genommen hat, nun einmal diesen „Umschlagplatz" Alt-Wiener Lebens als ben eigentlichen Helden ber „Wiener Geschichten" ganz groß herausstellt. Geza von B o l v a r y hat sich mit so viel sichtlicher Freude an ber Sache, mit so viel feinem Verständnis für die Psyche des Wieners unb mit so leicht und schmissig hmgewonenen Szenenbilbern bieser Ausgabe unterzogen, baß die Wiener an bieser Plakatierung ihrer selbst unb ihres Kaffeehauses ihre Helle Lust haben müssen unb wir Nicht-Wiener nur mit blassem Neid auf soviel ursprüngliche Behaglichkeit blicken. Freilich, bas soll nicht heißen, baß es hier nicht auch zu Zeiten recht temperamentvoll zugehen könnte, zumal wenn zwei Zählkellner, jeher ein Original unb in seiner Art tüchtig in seinem Fach, sich um bie Gunst ihrer jungen feschen Chefin bemühen unb biefe wieder, zwischen Eifersucht unb Neigung hm- unb herqerissen, es auf einen großen Krach ankommen läßt, ber ihr um ein Haar die ganze Stammkunb- schaft kostet. Wenn schließlich boch alles so zusam- menfinbet, wie es zusammengehort, so ist es halt nicht zuletzt bie linde Luft des Wiener Kaffeehauses, in ber Haber unb Streit nicht lange gebeiljen. Sie repräsentiert so recht eigentlich Paul 5) o r b t g e r als ber Zählkellner Ferdinand, ber mit der Hand ber schönen Chefin ein glücklich-zufriedener Kaffeehausbesitzer wird. Wie seine heitere Natur etwas für Herz und Gemüt sucht, so sieht sein Kollege Moser mehr auf bie realen Dinge, aber auch er ist trotz aller eifersüchtigen Knotterei em anständiger Kerl, der zwar ein rechter Tolpatsch, aber eine treue Seele ist und mit köstlicher Geschäftigkeit alles aufs rechte Gleis bringt. Sehr apart, mi■ reizenden Schalk in ben Augen, eigenwillig unb selbstbewußt, spielt Marte H a r e l l bie viel um- worbene Ehesin. Siegfried Breuer sprell wieder schuhe! O, ein Nachtschränkchen! Ja, ihr dürft nicht lächeln, benn biefe Geschenke finb nicht bazu ba, baß sie euch gefallen, fonbern sie sollten bem Tantchen gefallen. Und das taten sie! Das Tantchen war wie im Traum unb sagte nur immer wieder: „Ein Ehrentag! Ein Freudentag!" Und die dicken Tränen tropften ihr über die welken Backen auf das gute Graue. Mittags gab es ein Festmahl im Gutshaus, bet dem sie obenan saß und zwei schöne Reben auf sich anhören mußte. Die eine war eigentlich eine kleine Predigt, unb wer sie hielt, brauche ich nicht zu sagen, Ihr wißt es schon. Dafür war die anbere, die bes Gutsherrn, um so lustiger. Aber Schaumwein würbe zu beiden getrunken, und die Gläser klangen und die Gäste riefen ein Hoch, unb als die Gesellschaft auf den Altan trat, ba stauben bie Schulkinder im Park zwischen den Astembeeten und sangen ihr die schönsten Volkslieder vor. Der Nachmittag war (natürlich nach einem gedeihlichen Schläfchen) einer Spazierfahrt im Auto gewidmet. Das Tantchen hatte zwar schon bisweilen in einem gesessen, aber natürlich immer nur als mitgenommener Gast, der doch eigentlich Nebensache war. Sie hatte einmal im Scherz gesagt: „Wenn ich doch einmal in einem Auto sitzen unb selber sagen könnte, wohin es gehen soll! O, bas benke ich mir boch zu fein — gerade, als ob es mein eigenes wäre!" Ja, unb nun faß sie drin unb neben ihr faßen ihre Geschwister, die ebenfalls überraschend zu der Feier gekommen waren. Und der Chauffeur drehte den Kopf zum Wagen, legte ben Handschuh an die goldbelitzte Livreemütze unb fragte: „Wohin befehlen gnädiges Fräulein?" Ach, sie hatte im halben Spott geträumt, unb nun kam doch bie Wehmut, unb sie wußte gar nichts zu „befehlen". Schließlich wurde ein Kaffeeausflug in die Nachbarschaft daraus. Sind Sie schon einmal zur See gefahren? Es kann auch nur der Wolfgangfee gewesen sein — so für ein paar Stunden. Dann kennen Sie sicherlich ben Herrn, der beständi terbrechung der lebensnotwendigen Nachtruhe, sondern auch Unterbrechungen des Arbeitsfortganges in lebens- und kriegswichtigen Wirtschaftszweigen. Alarm wird daher erst gegeben, wenn Flugmeldungen und bie daraus gezogenen Schlußfolgerungen erkennen lassen, daß mit größter Wahrscdeinlichkeit das engere Heimatgebiet Ziel der Anflüge sein wird. Aber auch beim forgfamften Ab wägen ber Möglichkeiten ist dann und wann nicht zu vermei- ben, daß die Bevölkerung umsonst alarmiert erscheint. Der Volksgenosse mag dann leicht geneigt sein, zu glauben, er sei vergeblich aus dem Schlummer geweckt worden. Er weiß oder überlegt wahrscheinlich nicht, baß ber Gegner noch in letzter Minute adbrehen kann, z. B. um einen als flakgeschütz- ten Bereich soweit zu umfliegen, daß bie Flakabwehr gar nicht in Tätigkeit treten kann. Wenn bann trotzdem' noch keine Entwarnung erfolgt, so bleibt zu bedenken, daß der Gegner auch auf dem Rückflug unser Gebiet berühren und zum Abwurf von Bomben ausersehen haben kann. Erst wenn bie einlaufenden Meldungen klar erkennen lassen, baß die Feinbflugzeuge sich im Abflug weit genug entfernt haben unb eine neue Welle von Einflügen nicht zu erwarten ist, dann erfolgt unverzüglich die Entwarnung. Die vorzügliche Organisation unb ber Ausbildungsstand ber Männer, denen der Schutz der Heimat vor feindlichen Fliegern an Der traut ist, verdienen alles Vertrauen, daß sie im Interesse der Heimat so handeln, wie die Lage es vorschreibt. Flakfeuer ohne A'arm Unermüdlich folgt in den Flakdienststellen der Zeichenstift dem Wege der feindlichen Flieger... Einzelne Meldungen lassen erkennen, daß einzelne Flieger eigene Wege suchen. Seltsam sind manchmal die Bahnen, die der Brite in großer Höhe zieht, unb manchmal scheint er plötzlich oerschwun- ben unb von der Dunkelheit aufgeschluckt zu sein. — Dann aber —, plötzlich donnern die Geschütze: eine Leuchtbombe zeigt mit ihrem ruhig schweben- 2) er Musik zu g der SA.-Standarte 116. unter Leitung von Musikzugführer Herrmann spielte xu Beginn der eindrucksvollen Feier den Feiermarsch der SA. zum 9. November. Dann verlas Sanitäts- Hauptsturmführer Dr. W i e ß m a n n die wichtigsten Daten aus dem Lebensgang des Verewigten, der in Herborn geboren war und in Gießen und Berlin Medizin studiert hatte. Auf seinem weiteren Lebenswege wirkte Dr. Schmidt u. a. an der hiesigen Chirurgischen Klinik und an der Frauen- Klinik in Greifswald, bis er sich im Jahre 1912 in Hungen als praktischer Arzt niederließ. Im Weltkrieg 1914/18 machte er sich als Leiter eines Re- Tantchen ausbrachten. Aber erst der Kaffeetisch! Nein, eine richtige Torte mit einer 25 in lauter silbernen Zuckerkü- gelch-n! Nein, was ist denn das: Ein ganzer. Tisch voll Briefe, Brieie von Vettern und Basen, Briefe von Neffen und Nichten, Briefe von Freunden und Freundinnen! Und gar Telegramme! Und Pakete, das ist ja wie ein Laden: Lauter freundliche Geschenke! Alles, was sie in ihrem Leben an aller- kübnsten Wünschen gehegt hatte, ging ihr in Erfüllung (denn das Herz ber Echtschenkerin hatte schon feit langem gar gute Ohren gehabt!). O, eine ....... goldene Brosche für Alltags! O, ein Paar ©umnu-lfrie, welche dort Schätze bergerU stuhl bringen, er legt zuerst den Mantel ab und setzt die Mütze auf, dann macht er es umgekehrt, 1 dann sucht er etwas in seiner Brieftasche, dann springt er wieder auf---Und so weiter. Sie : kennen ihn bestimmt, diesen Herrn. Es gibt ihn zu ; Wasser unb zu Lande, jüngeren unb älteren Datums, manchmal ist der Herr auch eine Dame. Und was tut dieser ruhelose Herr? Er erholt sich. Er macht Ferien. Man hat ihm gesagt, er müsse einmal völlig ausspannen. Das tut er nun. Man hat ihm vielleicht sogar gesagt: Tun Sie einmal vier Wochen lang das Gegenteil von bem, was Sie gewöhnt finb. Keine Post! Keine Zeitungen! Ruhe! Natur! Man hätte ihm keinen schlechteren Rat geben können. Denn das sogenannte Nichtstun ist für tätigkeitsgewöhnte Menschen eine Dual, keine Erholung. Man kann nicht in vier Wochen einbrin- gen, was man in achtundvierzig Wochen versäumte. Erholen muß man sich ständig. Wie Arbeit, Anspannung der Kräfte, so will auch Entspannung mit Fleiß erlernt sein. In ihrer höchsten Form ist Entspannung etwas Geistiges, die Fähigkeit nämlich, daß wir uns selber genug fein können. Wie das Land am glücklichsten ist, das weniger oder keiner Einfuhr bedarf, so auch der Mensch, d?r an seinem inneren Reichtum genug hat unb roenrg ober nichts von außen bedarf, sagt Schopenhauer. Und an anderer Stelle: Die freie Muße eines jeden ist so viel wert, wie er selbst wert ist. Um dahin zu gelangen, baß wir uns mit uns selber stets in angeregter Gesellschaft befinden, tnuß man sich darin üben, in ber Freizeit seine Gedanken von ber Berufsarbeit abzulenken, vor allem keine Geschäfte mit in die Häuslichkeit hineinzutragen. Mancher Beruf ist so geartet, baß er ben Menschen, ber ihn übt, innerlich kaum in Anfpruch nimmt, sondern geradezu auf sich selbst zurückweist. Seit alters her gelten daher bie Hirten als Weife; auch könnte man sich nicht vorftellen, baß sie nötig hätten, je auszuspannen. Ihr ganzes Dasein von morgens bis abends scheint entspannt. Andere Berufe find anspruchsvoller; doch bleibt, so schwer es immer fein mag, die Forderung bestehen, daß jedes Zu-fich- selbst-kommen bie Ablösung vom Beruflichen voraussetzt. Zur Arbeit kann man jedermann zwingen. Zur Entspannung zwingt nur eins: Krankheit. Die schwierigsten Patienten sind dabei jene, die sich immer nur um Arbeit gekümmert haben. Jetzt liegen sie ba unb wollen nicht. Denn sie hätten Wichtigeres zu tun in ihrem Beruf. Nun müssen sie nachlernen, Mensch zu fein. Denn der natürlichste aller Berufe ist ber zum Menschen, unb eben bar um, als konnte man ihn schon, wirb er am meisten vernachlässigt. A. H. Bon ber ilmversiiäi Gieren 'Von ber Pressestelle ber Universität wirb uns mitgeteilt: Die Abenboorlesung über „Aesthetik der bilbenben Künste" mit einer Vortrag-sreihe „Plastik unb Architektur" setzt Prof. Glöckner in diesem Trimester fort und beginnt am Mittwoch, 11. September, 20.15 Uhr. Die Vorträge finden alle vierzehn Tage im Höriaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Lubwigstr. 34, statt. Der Eintritt ist frei. WWW em p - verblieb kleiner Ueberstand. es SJ.-fport CHLORODON Wie alle Krankheiten, so bedeuten auch Zahnerkrankungen eine Schwächung unserer Arbeits- und Wehrkraft. Ziege Schießtätigkeit der Kriegerkameradschast Lollar. Lollar, 8. September. Die Kameraden der Krie verkäme rad schäft Lollar widmeten lick in Lebtet Zeit wieder rege dem Schießsport, um die Kyffhäu-ser-Ehrennadel in ihren Besitz 3U brm- aen So schossen die Kameraden Willi Bors ch e l und Adolf Göttlich die bronzene Ehrennadel. Möge es ein Ansporn sein für die übrigen Kameraden Damit fernerhin das Schießen seinen Reiz behält, werden bei jedem Schießen einige Ehren- scheiben herausgeschossen. Lprcan»"°'d.rn Der jcDnftion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstagnach- mittags geschlossen. , stehenden Mitgliedern kam in der erneuten Versendung von Liebesgaben sichtbar zum Ausdruck. Einem vor einiger Zeit den Verwundeten eines hiesigen Lazaretts gewidmeten Konzert wird eine wertere derartige Veranstaltung in einem anderen Lazarett demnächst folgen. Mit dem Wunsche, daß der Krieg auch gegen den englischen Hauptfeind einen ruhmvollen Ausgang finden möge wurde dre em- drucksvolle, von stimmungsvollen Chorgesangen umrahmte Gedenkstunde mit dem Treuegruß an den Führer geschlossen. Bunter Nachmittag in einem Reserve-Lazarett. 133 P.; 2. Alfred Henning, 123 P.; 3. Gert Herzberger, 110 P.; 4. Walter Freitag, 107 P.; 5. Otto Gilbert, 93 P. r r Ä . Dreikampf, Jugendklasse A. 1. Artur Sack, 66 P.; 2. Richard Krieger, 65 P.; 3. Albert Rinn, 53 P.; 4. Otto Rinn, 46 P.; 5. Franz Rinn und Ludwig Hofmann, je 44 P. Dreikampf, Jugendklasse B. 1. Adolf Menges, 79 2. Walter Rinn, 73 P.; 3. Hans Rinn, 71 P.; 4. Karl Gernandt, 68 P.; 5. Hans Reuschling, 62 P. Dreikampf,Jungvolkklasse A. 1.Franz Rinn 61 P.; 2. Erich Volkmann, 56 P.; 3. Hans Bepler, 55 P.; 4. Heinrich Krauskopf, 53 P.; 5. Dieter Lotz, 51 P. Dreikampf, Jungvolkklasse B. 1. Horst Jürgens, 68 P.; 2 Willi Bürüing, 63 P.; 3. Herbert Weber, 62 P.; 4. Kurt Schäfer und Hans Leib, je 59 P.; 5. Hugo Volkmann, 58 P. Dreikampf, Jungmädelklasse A. 1. Gertrud Schmandt, 62 P.; 2. Thea Nesseldreher, 53 P.; 3. Liefet Hahn, 50 P.; 4. Erna Förster, 49 P.; 5'. Klärchen Seipp, 47 P. Dreikampf, Jungmädelklasse B. 1. Liselotte Schleenbecter, 70 P.; 2. Else Schmidt, 66 P.; 3. Luise Rinn, 56 P.; 4. Elfriede Kröck, 55 P.; 5. Anni Henkelmann, 51 P. Sechskampf, BD M.-Kl ässe. 1. Emmi Reinstädtler, 126 P. (außer Konkurrenz); 1. Emmi Kröck, 124 P.; 2. Martha Hofmann, 120 P.; 3. Erna Hahn, 109 P.; 4. Irmgard Wobker, 105 P.; 5. Emmi Rinn, 102 P. Sechskampf, BD M.-Klasse B. 1. Emmi Freitag, 103 P.; 2. Edith Schreiber, 101 P.; 3. Lotti Germer und Anni Hahn, je 96 P.; 4. Elfriede Kreiling, 94 P.; 5. Waltraud Reidt und Elisabeth Henkel, mann, je 92 P. Einzelbestleistungen: 100-m-Lauf: Hans Rinn und Werner Schmidt, je 12 Sek. — Kugelstoßen (6,25 kg): Artur Sack, 12,30 m. — 1000-m- Lauf: 1. Walter Rinn. — Diskus: Artur Sack, 29,40 m. — Hochsprung: Adolf Menges und Werner Schmidt, je 1,60 m. — Dreisprung: Werner Schmidt, 12,10 m. — Weitsprung: Werner Schmidt, 6,57 m. Handball. Io. Großen-Linden I — Io. 1860 Lich I 5:7. Beide Mannschaften trafen sich am Sonntag in , Großen-Linden zu einem Freundschaftsspiel. Da die Sicher nur mit neun Mann antraten, war für die । Matzmannschaft eine kleine Feldüberlegenheit sofort gesichert. Dis zur Pause lagen daher auch die ; Großen-Sindener mit 5:4 im Vorteil. Nach dem ; Wechsel kamen die Gäste immer mehr in Front und entschieden das Spiel mit einem klaren Sieg , für Lich. Die NSG. „Kraft durch Freude" bereitete am Sonntagnachmittag den Verwundeten in einem hiesigen Reserve-Lazarett einige frohe Stunden. Den Pattenten und den Aerzten mit dem Lazarett-Personal hatten sich auch Vertreter von KdF. und Kameraden von der NSKOV. als Gäste zugesellt. Grete F l e ck e n st e i n leitete mit schönen Tanzvorführungen die Vortragsfolge ein. Die Soubrette Eva P e q o r e t t i erfreute dann mit ihren entzückenden Liedern. Der Akkordion-Solist Ernst Formhals bewies auf seinem Instrument sein großes Können durch eine Reihe ausgezeichneter Darbietungen. Als musikalischer Clown verstand es Herr Kemp- A r n o l d i, ausgezeichnet zu unterhalten. Mit großer Freude lauschte man auch den bewundernswerden Liedvorträgen des Quartetts der „Sorgen- breche r", das unter Klavierbegleitung von Karl Engelhard sich in vortrefflicher Weise um die schöne Bereicherung der Stunden verdient machte. Alle Darbietungen, die unter dem Motto „Lustiges Kunterbunt" gebracht wurden, bereiteten den Zuhörern sichtlich große Freude und wurden denn auch in verdienter Weise mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Den Mitwirkenden und KdF. gebührt voller Dank für den schönen Nachmittag für unsere Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf. ** Goldene Hochzeit. Am morgigen Mittwoch, 11. September, begehen der ^mversitats- Turn- und Tanzlehrer i-R. Wilhelm Will un Frau Luise, Bahnhofstraße 53 wohnhaft, das Fest der goldenen Hochzeit. Neben seiner früheren: beruflichen Tätigkeit ist Wilhelm Will durch sein lang, jähriges ehrenamtliches Mrken als Gauoberturn- wart der früheren Deutschen SurnerfcH Kreisen bekannt geworden. Bei seinem Rücktritt von diesem Amt wurde er zum Ehren-Gauoberturnwart ernannt. Der allseits beliebte und hochgeschätzte Jubilar ist 76 Jahre alt seine Ehefrau , d iim 72. Lebensjahre steht, ist Trägerin des Ehrenkreu zes der Deutschen Mutter. Dem Jubelpaar bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar. ** Erfolgreicher Hunde züchte^ Aus dem Dobermannzwinger „von Hohenadel.Bfitz- Friedrich Bauer, Gießen, wurde die Yunghundm Ästa von Hohenadel" auf der Agememen Rasse- Hunde-Ausstellung am vorgestrigen Sonntag in Stuttgart mit der Note „Vorzüglich ausgezeichnet und ihr der 2. Preis zuerkannt. Sdjroeinemartt in Butzbach. * Butzbach, 10.September. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 435 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 16 dis 18 RM., 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 20RM ältere 20 bis 25 RM. Der Handel war schleppend, Verwundeten. Monatsappell des £.=3 Somt Ser vergong um ni frank Bomben bei auf ■ linnnr heller N frei n nensta entstand^ Sprer kenhäuse bekan Symb Die enl gelöscht ständen Einsicht nichtet. Muersc singedrii daß g< Stobt g sowie n beklagen Lerlinei sielen 1 Heren T zeuge durch 5 au MM 8er umfjab zum Sprei lin ab Zweifel standen Nacht i mir fie erlebten, Anspnto radezu i rische, die briti SB Oie hÄ. I Jamben eierte; der Zn Die ni Einflug । die die v Das 8o Parisi Tor, d neben di kleine P nur lei Schritte bekannte fie nie i erhielt?« 3 Brande fern Id,, ^cherhei verda Mehrere einer St, Wn Mens Alled H aus ui der ü Men le ’n e i Neu ?Qa)e m ei 7 Welt sunste hre Di Meid Die zi Tchibo ’inBs e'aein in ?>hadi Ä 5?;