4 ' W O-M T>j ^£*jb i GK»A^ - An grün« ute ist ne r lezogen den an ote ge- (3:4) (4:7) (4:1 (10:2) • (4:2) angtr. Kl" Wend- ? Drei' m W m rast' elsmev 'tiV- Re- :am, 116, /116 1:10. ner: 4:09 F°' Mr. M. 19/ . Dorste Lr D'e öKli* * Ulfen v Oer S«' ix”1 rein v gen arn ;lle »en n^t Strand in P^r iber die dntzn. seit Ach IN' nonnnen reu, um ^trieben i könnte- hm- n JtanN gerufen- Mittwoch,,0.ZuNly40 l-v. Jahrgang Nr. 161 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbrelte, Tertteil 50 Rvs. ie mm bei 70 mm Zeilenbrelte Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 250/0 mehr Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte GiehenerFamilienblätter Heimat imBild-DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluff 2251 Drahtanschrift:„Anzelger" Postscheck 11686 Franks^ M. Gietzener Anzeiger »ssu General-Anzeiger für Oberhessen *ässsb- 28 936 km planmäßiger Ausbau der besetzten Men 30 d. $). 75 „ „ 62 „ „ 93 „ „ 68 „ „ 26 „ „ Kabel. Davon sind englisch Ungarns Ministerpräsident und Außenminister reisen nach Deutschland. Berlin. 9.3ulL (DM.) Der Königlich-Ungarische Ministerpräsident Graf T e l e k i und der Königlich-Ungarische Minister des Aeußern Graf Lsaky begaben sich am Dienstagnachmittag zu einem kurzen Besuch der Reichsregierung nach Deutschland. Der Kaiser von Annam ermordet. Rom, 9. Juli. (DNB.) Wie der Rundfunksender Bagdad aus Bangkok meldet, ist der Kaiser von Annam, Bao Dai, ermordet worden. Bao Dai wurde 1913 geboren und folgte 1925 seinem Vater Kh ai Dinh in der Regierung des Französisch-Jndochina gelegenen Kaiserreiches seine vor Martinique liegenden Kriegsschiffe jeden Versuch französischer Fahrzeuge, Martinique zu verlassen, gewaltsam unterbinden würden. seiner Gesamteinfuhr an Gerste Baumwollsamen-Kuchen Baumwollsamen Baumwolle 1. Qualität Phosphate Eisenerze Vombenbelegten. Lin Schlachtschiff und ein Flugzeugträger wurden beschäditgt, ein Kreuzer versenkt. Alle italienischen Bomber kehrten unbeschädigt zu ihren Stützpunkten zurück. Italienischer Wehrmachtsbericht Rom. 9. Juli. (DRV.) Der italienische Wehr- machtsbericht hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Die Zahl der an den letzten Tagen an der Grenze von Lyrenaika zerstörten feindlichen Panzerwagen beläuft sich mindestens auf 50. In Ostafrika bombardierte unsere Luftwaffe feindliche Stellungen im Gebiet von Wajir (Kenia) und traf ein Munitionslager. Im Gebiet von Turcana (Kenia) wurden einige englische Soldaten zu Gefangenen gemacht. Nachdem ein Luftbombardement vorangegangen war, gingen unsere Truppen auf Kurmuk im anglo- ägyptischen Sudan vor und zerstörten eine Funkstation und Rachschublager. Feindliche Flugzeuge führten Angriffe auf Mas- saua, Diredaua und Zula durch. Die Verluste belaufen sich auf zwei Tote und einen Verwundeten, materieller Schaden wurde nicht angerichtet. Die erste italienische Verlustliste. Rom, 9. Juli. (DRB.) Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht veröffentlicht eine erste Liste der Gefallenen jener Divisionen, die an der westlichen Alpenfront wie auch in Italienisch-Afrika gekämpft haben. Diese erste Liste umfaßt die Namen von insgesamt 818 Gefallenen, von denen 775 an der westlichen Alpenfront und in Libyen, die übrigen 43 in Italienisch-Afrika gefallen sind. Die Zahl der Verwundeten beträgt 2289 und die der Vermißten 315. R 0 m, 10. Juli. (DRV. Funkspruch.) Einem Funkspruch des Kriegsberichterstatters der „Agenzia Stefan!" bei der italienischen Marine zufolge, sind vielfach italienische Seeslreitkräfle mit englischen Seestreitkräften zusammengestohen. die italienische Einheiten. die einige Dampfer nach einem Hafen der Eyrenaika geleitet hatten, auf der Rückfahrt angreifen wollten. Die italienischen und englischen Einheiten trafen um 14.30 Uhr südlich Eap Spartivenlo (der äußersten Südspihe Kalabriens) auf dem 38. Breitengrad und 18. Längengrad aufeinander. An der 6^ stündigen Schlacht nahmen auch zahlreiche italienische Bomberformationen teil, die in aufeinanderfolgenden Wel- len die feindlichen Kriegsschiffe angriffen. Beim Einbruch der Dunkelheit zogen sich die englischen Einheiten nach Süden zurück, versolgt von den italienischen Seestreitkräften. Erfolgreicher Bombenangriff aus englisches Geschwader bei Kreta. Ein Schlachtschiff und ein Flugzeugträger beschädigt. — Ein Kreuzer versenkt. R 0 m, 10. Juli. (DRV. Funkspruch.) Einem Funk- spruch des Kriegsberichterstatters der Agenzia Stefan! bei der italienischen Marine zufolge sichtete ein italienisches Aufklärungsflugzeug am Montag in der Rähe der Insel Kreta ein englisches Geschwader, das aus einem Linienschiff, zwei schweren Kreuzern, zwei leichten Kreuzern, weiteren Einheiten und einem Flugzeugträger bestand. Auf seinen funkentelegraphischen Alarm hin stiegen sofort italienische Bomberformationen auf, die nach 8 00 Kilometer Flug über dem Meer den Feind erreichten und ungeachtet des lebhaften Feuers seiner Flak und trotz des Versuches, sich hinter künstlichem Rebel zu verbergen, mit schweren tttzstündige Schlacht zwischen italienischen und englischen Flotteneinheiten Zusammenstoß an der Südspihe Kalabriens - Wirksames Eingreifen italienischer Bomberformationen. französisch 13 934 „ italienisch 11 975 „ spanisch 3 328 „ Zwar kann England — vorausgesetzt, daß es die militärische Möglichkeit dazu besitzt — rund 12 000 Kilometer italienische Kabel, Italien aber, das über eine mächtige und wirkungsvolle Flotte im Mittelmeer verfügt, englische Kabel in einer Länge von rund 29000 Kilometer durchschneiden. Leicht zu errechnen, auf welcher Seite der größere Verlust zu buchen ist. Und da endlich, wie bekannt, England seine Handelsschiffe schon seit langem nicht mehr den Mittel- meerweg befahren läßt, so ergibt sich für jeden Rechner die unumstößliche Tatsache, daß England allen gegenteiligen Aeußerungen zum Trotz vom Mittelmeer abgeschlossen ist. Da England überdies Englands und Frankreichs Kriegsschuld offen eingestanden. Ein Bekenntnis des früheren französischen Außenministers Bonnet. — Deutsche Weißbuch Veröffentlichungen bestätigt. England mißachtet die amerikanische Sicherheitszone. Die französische Besatzung zum Widerstand entschlossen. Berlin, 9. Juli. (DRV.) Wenn die Veröffenk- ' lichungen des deutschen Weißbuches über die Kriegsschuld Englands und Frankreichs überhaupt eines Beweises für ihre absolute Richtigkeit und unantastbare Aufrichtigkeit bedürften, so wird er jetzt eindeutig erbracht durch ein Geständnis des früheren französischen Außenministers Georges Bonnet. Vor einer bedeutenden Gruppe französischer Abgeordneten in Vichy, die sich mit der Frage der Kriegsschuld beschäftigte, erläuterte Bonnet am Mon- tagnachmittag die Ereignisse und diplomatischen Schritte, die der Kriegserklärung Frankreichs an Deutschland am 3. September 1939 vorausgingen. Bonnet gab seinen Kollegen bekannt, daß er am 1. September 1939 im Ra men der französischen Regierung dem italienischen Vermittlungs- Vorschlag zur Beilegung des deutsch- polnischen Konfliktes zugestimmt habe, einen Weg, den bekanntlich auch Deutschland als gangbar akzeptierte. Am 2. September, als Polen mit Deutschland bereits im Kriege war, habe er feine Bemühungen zur Wiederherstellung des Friedens fortgesetzt. Lr habe eingewilligt, daß in den folgenden Wochen eine Konferenz slattfinde. Diese Konferenz sei aber durch die polnische und britische Regierung unmöglich gemacht worden, indem sie ultimativ die ehrenrührige vorherige Räumung des von Deutschland bereits besetzten Gebietes verlangten. Bonnet bestätigte damit eindeutig die Kriegsschuld Polens undEnglands. Offen gibt er zu. daß es vor allem die Hetzer in London waren, an deren Halsstarrigkeit diese letzte Möglichkeit einer friedlichen Lösung scheiterte. Gleichzeitig klagt der frühere Außenminister sich damit selbst an. Die französische Regierung hat in jenen kritischen Tagen es nicht nur geflissentlich oer- fäumt. das französische Volk über die letzte Phase der diplomatischen Verhandlungen zu unterrichten, Bonnet hat sich sogar erdreistet, die deutschen Veröffentlichungen, die unbezweifelbar die Friedensbereitschaft des Führers auf der Basis des italienischen Vermittlungsvorschlages zu erkennen gaben, zu dementieren. Statt auf die Stimme des Gewissens zu hören, ist Bonnet damals dem Kriegshetzer Rr. 1, dem plutokratischen England Ehamberlains, Ehurchills, Edens und Genossen in die Schlinge gegangen. Bonnet und die englandhörige Elique um ihn hat dem Druck aus London nachgegeben und niederträchtig die Friedensvorschläge des Duce und die wiederholten Bemühungen des Führers, ein Blutvergießen zu vermeiden, zu Fall gebracht. Die norditalienische presse zu den Erklärungen Bonnets. Mailand, 10. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Veröffentlichung der deutschen Dokumente Nr. 21 bis 25 über die französischen Kriegsvorbereitungen im Orient und die Abmachungen Daladiers mit General Weygand und dem Botschafter Massigli sowie über die Machenschaften Reynauds haben in der norditalienischen Presse die stärkste Beachtung gefunden, vor allem, weil in diesen Dokumenten auch die enalisch-französischen Pläne über den be- absichtigten Angriff gegen italienisches Gebiet enthüllt werden. Der Inhalt dieser weiteren Dokumente, die mit schlagender Deutlichkeit die niederträchtigen aierung der Republik unter der Sianatur und Autorität des Marschalls Pötain, Präsidenten des Ministerrates, alle Vollmachten zum Erlaß der neuen Verfassung des französischen Staates verleiht. Am Dienstagnachmittag hat auch der französische Senat mit 225 zu 1 Stimme seine Zustimmung erteilt. Aus Vichy wird ferner gemeldet, daß die am Dienstagmorgen in Vichy zusammengetretene Kammer dem Projekt zur Aenderung der französischen Verfassung mit 395 Stimmen gegen 3 Stimmen bereits zügesttmmt habe. Einführung von Lebensmittelkarten in Frankreich. Genf, 9.Juli. (DNB.) Havas meldet aus Vichy: Der Minister für Landwirtschaft und Ernährung Chichery hat der Presse seine Absichten mitgeteilt, u. a. nächstens Lebensmittelkarten in Kraft zu setzen. Hinsichtlich der eingeführten Produkte würden dieBeschränkungennoch strenger werden. Neuyork, 10.Juli. (DNB.-Funkspruch.) lieber die Blockierung der Insel Martinique liegen in Neuyork bisher keinerlei Meldungen vor, die daraus schließen lassen, daß England die Wünsche der amerikanischen Staaten auf Respektierung der seinerzeit in Panama festgesetzten Sicherheitszone erfüllen will. Wie Associated Preß aus Fort de France berichtet, patroullieren englische Kriegsschiffe in den Gewässern um Marttnique, etwa 15 Meilen von der Küste entfernt. Die französische Besatzung der Insel sei — bei allem Bestreben, eine Verletzung der amerikanischen Neutralitätszone zu vermeiden — entschlossen, jedem britischen Angriffsakt energischen Widerstand entgegenzusetzen. Da sich diese Hundertsätze, wie gesagt, auf die Gesamteinfuhr Englands beziehen, so zeigt sich die geheuchelte Gleichgültigkeit Englands über die Abschnürung vom Mittelmeer in einem besonders starken Lichte. Wenn England jetzt versuchen muß, Gerste aus Amerika statt aus den Mittelmeerländern, Baumwollsamen aus Ostafrika und Brasilien, Phosphate aus USA. zu beziehen, so werden damit sofort die Einfuhrumlagerungen deutlich sichtbar, deren technische Bewältigung allein schon wegen des Mangels an geeigneter Tonnage Schwierigkeiten über Schwierigkeiten verursacht. Bei der Einfuhrumlagerung hinsichtlich der Baumwolle muß England obendrein eine sehr starke Qualitätsminderung in Kauf nehmen, ganz abgesehen davon, daß auch die englischen Spinnmaschinen auf eine andere Faserlänge umgesteltt werden müssen. Zu diesen Einbußen der Transporte über den Mittelmeerweg kommt für England noch die große Gefährdung seines Nachrichtenverkehrs. Im Mütelmeer liegen insgesamt 61 608 Kilometer Absichten der englisch-französischen Kriegshetzer zeigen, wird ausführlich wiedergegeben. Starken Eindruck haben ferner die Ausführungen Bonnets gemacht, die auch nach hiesiger Ansicht voll und ganz das verantwortungslose Treiben der französischen Staatsmänner bestätigen und erneut die klare Feststellung bringen, daß Großbritannien um jeden Preis den Krieg gegen Deutschland wollte. Die Pläne für die französische Verfaffungsreform angenommen. Genf, 9. Juli. (DNB.) Aus Vichy wird amtlich gemeldet: Der Ministerrat hat sich Montagabend unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik, Lebrun, versammelt und den Entwurf einer Berfas sungsänderung angenommen. Dieser Entwurf wird den Kammern und der Nationalversammlung zur Beschlußfassung unterbreitet werden. Der Vizepräsident des Ministerrates, Pierre Laval, wird ihn vor den Versammlungen oertreten. Der der Nationalversammlung vorzulegende Entschließungsentwurf enthält einen einzigen Artikel, der besagt, daß die Nationalversammlung der Re- Ueberall im besetzten Gebiet, wo sich strategisch wichtige Punkte befinden, werden Batterien ei^eo wobei oft auch die erbeuteten Geschütze Verwendung finden. — (PK.-Zmnecker — Lttantil -UL) England ohne Mlelmeer. Die meuchelmörderischen Schüsse Englands vor Dran und die Bombardierung Gibraltars durck französische Flugzeuge haben erneut die Aufmerksamkeit der Welt auf das Mittelmeer gezogen, das feit dem Eintritt Italiens in den Krieg für Englands Wirtschaft geschlossen ist. Zwar möchte England selbst diese Tatsache nicht wahr haben; indessen beweisen die nüchternen Zahlen der Wirtschaftsstatiftik das Gegenteil. Wenn England in vergangenen Zeiten seinen Herrschaftsanspruch auf das Mittelmeer mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln geltend machte, dann oor^allem deswegen, weil das Mittelmeer und derv Suezkanal zu den wichtigsten Wirtschaftswegen Englands zählen. Das geht schon aus der Zahl der Warentransporte hervor, die sich zwischen Gibraltar und Suez bewegt haben. So passierten den Suezkanal in der Nord-Südrichtung im Jahre 1938 rund 12,6 Millionen NRT. (Netto-Registertonnen). Von diesen 12,6 Millionen NRT. stammten aus den Anlieger-Staaten des Mittelmeeres 5,76 Mio. NRT. Von dem eigentlichen Mittelmeer - Durchgangsverkehr von 6,84 Mio. NRT. stammen aus Großbritannien und Irland 5,4 Mio. NRT., die also rund 80 v. H. des Mittelmeer-Durchgangsverkehrs entsprechen. Wichtiger aber für die Versorgung Englands find noch die Warentrans- porte, die den Suezkanal in der Süd-Nord» Richtung passierten. Sie betrugen 13,2 Mio. NRT., von denen nur 1,5 Mio. NRT. für die unmittelbar an das Mittelmeer grenzenden Länder beftimmt waren? Aber das Mittelmeer ist für England nicht nur eine wichtige Verkehrsader, sondern auch Roh- ft 0 f f 1 i e f e r a n t. So bezog England im Jahre 1937 aus dem Mittelmeerraum unter anderem von Inzwischen haben die Franzosen einen Kreuzer unb eine Abteilung Marinesoldaten, die in Nieder- ländisch-Westindien zur Besetzung der dortigen Qel- anlagen gelandet waren, nach Martinique beordert, so daß die amerikanische Deffentlichkeit einen Zusammenstoß mit den britischen Seestteitkräften befürchtet, wobei der Kreuzer die englische Blockade zu durchbrechen versucht. Amtliche Versicherungen, die England laut „New York Times" den Vereinigten Staaten gegenüber abgegeben haben soll, daß Martinique nicht blockiert fei, werden in I in „ t, Neuyorker politischen Kreisen für englische Heu- Annam. lchelei gehalten, zumal England nicht bestreite, daß | ...... - "t::.'- 111 SB r. Grelle Streiflichter aus England Churchill »raucht eine »eifere £Ä*S!KÄ. 7 hflttlh Reihe von Monaten feine wesentliche Derr Tminbe« Milliarde Pfand Graf Ciano bei den deutschen Fliegern unter aufgespanntem Regenschirm (!) in Stellung (Atlantic-M.) eine amtliche Arbeitslosenziffer von rund 800 000 — " - - - "• **-'=■ r^t einer rung der Arbeitslosigkeit erreicht würbe. Weiterhin ist diese Arbeitslosenziffer ein sprechendes Zeugnis für das ungeheure Durcheinander, das in England auf wirtschaftlichem Gebiete herrscht, und für die Plan- und Machtlosigkeit der britischen Regierung auf wirtschaftlichem Gebiet. Ein Soldat einer englischen Radfahrkompanie ist gegangen. — der Bevölkerung von Gibraltar und der benachbarten Ortschaften hervorgerufen hatte. Nordische Schicksalsgemeinschast Neichsleiter Nosenberg vor der in- und ausländischen presse. Neue große Erfolge unserer!l-Booie und der Lustwaffe. Ein U-Boot versenkte 56000 BNT. feindlichen Handelsschiffsraumes Der Wehrmachtsbericht vom Dienstag. Berlin, S.Juli. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die deutsche U-Boolwaffe hat dem Feind wiederum schwere Verluste beigebracht. Kapitänleutnant Hans-Gerrit von Stockhausen hat mit seinem Boot 56 500 BRT. feindlichen Handelsschiffsraum versenkt. Lin weiteres U-Boot hat den britischen Zerstörer „Dhirlwind" und mehrere bewaffnete Handelsschiffe, darunter einen britischen Warinetanker von 11 660 BRT. vernichtet. Der im Wehrmachtsbericht vom 28. Juni bekanntgegebene Erfolg eines U-Bootes mit einer Versenkungsziffer von 38 000 BRT. hat sich, wie der zurückgekehrte Kommandant Kapitänleutnant Knorr meldet, auf 40 311 BRT. erhöht. Schnellboote versenkten bei einem erneuten Vorstoß gegen die englische Südküste ein britisches Bewachungsfahrzeug. In England griff die Luftwaffe Hafen- und Tankanlagen, Flugplätze sowie Werke der Rüstungsindustrie und Schiffsziele an. Getroffen und schwer beschädigt wurden die Werften von Devonport, Tankanlagen in Ipswich, Lanvey-Jsland, Thames-haven und Tilbury, Sprengsloffwerke in Harwich und die chemischen Großanlagen von Billingham. Ferner im Kanal und der Rordse ein Kreuzer, ein Zerstörer und fünf Handelsschiffe. Auf einem Flugplatz wurden mehrere Flugzeuge am Boden zerstört. Angriffe feindlicher Flugzeuge am 8. Juli in Holland und Belgien blieben erfolglos, in der Rächt zum 9. Juli gegen Rord- und Westdeutschland verursachten sie einigen Häuserschaden und töteten mehrere Personen. Die gestrigen Gesamtverluste des Gegners betragen 11 Flugzeuge, davon wurden 6 im Luftkampf abgeschossen, 5 am Boden zerstört. Fünf deutsche Flugzeuge werden vermißt. 12 britische Flugzeuge bei Stavanger abgeschoffen. Berlin, 9. Juli. (DRB.) In den heutigen Vormittagsstunden versuchten zwölf britische Bom- benflugzeuge des Musters Bristol-Blenheim den Flugplatz Stavanger-Sola anzugreifen. Infolge sofort wirksam einsehender Jagd- und Flak-Abwehr wurden die feindlichen Flugzeuge an der Durchführung ihres Auftrages behindert und konnten nur wenige Bomben abwerfen, die unbedeutenden Sachschaden anrichteten. Sämtliche angreifenden britischen Flugzeuge wurden abgeschossen, und zwar 11 in Luftkämpfen durch Jagd- und Zerstörerflugzeuge und eines durch Flak- Artillerie. Verluste an deutschen Flugzeugen sind nicht eingetreten. Berlin, 9. Juli. (DNB.) Dor Vertretern der in» und ausländischen Presse sprach Reichsleiter Rosenberg über ein entscheidendes politisches Problem, das nach der Besetzung des nordischen Raumes von besonderer Bedeutung ist. Einleitend hob der Reichsleiter hervor, daß die nationalsozialistische Bewegung sich gleich nach der Machtübernahme mit dem nordischen Raum als volkspolitischer Begriff und raumpolitische Gegebenheit beschäftigt habe. Wenn auch die politische Entwicklung Deutschlands durch seine Revolution und die politischen und sozialen Auffassungen in Skandinavien voneinander abwichen, waren wir trotzdem der tiefen Ueberzeugung, daß über alles Zeitbedingte hinaus Charakter-- und Schicksalsauffassung der artverwandten Völker doch im wesentlichen die gleiche war und daß nur neue Mittel und Wege gefunden werden müßten, um über manche verschütteten Gefühle und Gedanken wieder die ursprünglich verwandten Kräfte zu neuem Leben zu erwecken. Die nationalsozialistische Bewegung hat sich bemüht, möglichst viele Kreise Skandinaviens mit dem neuen Deutschland bekannt zu machen und umgekehrt haben viele deutsche Künstler und Forscher Skandinavien bereist und Bekanntschaften und sachliche Beziehungen angeknüpft. Dieser gegenseitige Gedankenaustausch sollte, so betonte der Reichsleiter, den Sinn für ein politisches Verständnis und für die tiefere Erkenntnis der großen germanischen Schicksalsgemeinschaften bedingen. Doch diese Bestrebungen habe Englands grenzenloser Imperialismus zu verhindern versucht. Reichsleiter Rosenberg fuhr fort: „So ist der große Zusammenprall des europäischen Kernlandes mit England erfolgt, und im Zuvorkommen eines britischen Ueberfalles auf Norwegen sind die Ereignisse des deutschen Einmarsches in Dänemark und Norwegen bereits Geschichte geworden. In anderer Form, als wir alle dachten, ist die Frage der Schicksalsgemeinschaft aufs neue gestellt worden. Für das deutsche Volk aber erwächst — und das ist das Ergebnis gerade der noch immer nicht verstandenen nationalsozialistischen Weltanschauung —, daß dieses Deutsche Reich auch die Pflicht übernimmt, die Kulturseele jener Völker zu achten, die sich schöpferisch in den Sprachen Skandinaviens, in den Schöpfungen seiner Künstler und in den Forschungen seiner Denker äußert. Die bisher schon so lebendigen Wechselbeziehungen von K u n st und Wissenschaft zwischen Deutschland und Skandinavien würden dadurch eine vertiefte Bedeutung und eine gemeinsame große Ausrichtung erhalten. Haben schon bisher so viele skandinavischen Dichter und Forscher ihren europäischen Ruf über Deutschland erworben, so wird das in Zukunft in verstärktem Maße möglich sein. Jede Kulturtat des Nordens würde auch in Zukunft ihr weitestes Echo finden, viel weiter, als wenn die eine Schöpfung nur auf Norwegen, Schweden oder Dänemark allein beschränkt bliebe. Innerhalb eines großen militärpolitischen und raumgesetzlichen Schicksals ergibt sich also eine lebendige Zusammenarbeit artverwandter Kulturen, zugleich vielgestaltig in dieser sich ankündigenden großen germanischen Einheit des . Nordostseeraumes. „Wir sind", so schloß Reichsleiter Rosenberg, „uns dieses Schicksalsweges bewußt, und wir hoffen, daß alle germanischen Völker diese geschichtliche Stunde so wie wir begreifen und gemeinsam mit uns das kommende neue Europa erbauen helfen." „Es mag verständlich sein", so fuhr der Redner fort, „wenn eine kleine Nation sich von einer anderen ebenso großen nicht regieren lassen will. Dagegen sind wir der Ueberzeugung, daß sich eine kleine Nation nichtsinihrerEhre-vergibt, wenn sie sich unter den Schutz eines ganz großen Volkes und eines großen Reiches st e l l t. Die Größe eines Reiches wie des )eufichen anzuerkennen, das nach tausend Jahren chwerster Prüfungen nunmehr in alter Kraft wieder vor aller Augen steht, ist nicht etwa ein Zeichen schwächlicher Gesinnung, sondern das Anerkennen eines Schicksalsgebotes des europäischen Daseins. Genf, 10. Juli. (DNB.) Schatzkanzler Sir Kingsley Wood legte heute dem Unterhaus die Vorlage über einen Kredit von einer Milliarde Pfund Sterling für Kriegsausgaben vor. In seiner Ansprache erklärte Wood, die Kriegsausgaben während der letzten vier Wochen hätten 7,5 Millionen Pfund täglich betragen. Sechs Millionen seien für die Armee, die Flotte und die Luftwaffe ausgegeben worden, der Rest für Schiffahrt, Verpflegung usw. Wood fügte hinzu, daß die Ausgaben für alle nationalen Zwecke täglich neun Millionen Pfund Sterling betrügen. Der angeforderte Kredit von einer Milliarde Pfund Sterling wurde bewilligt. 3« Erwartung der Schlacht in Britannien. Radio London renommiert. Berlin, 9.Juli. (DNB.) Angesichts der ungeheuren Angst und Verwirrung, die der drohende deutsche Angriff auf das Jnselreich bei der englischen Bevölkerung auslösen mußte, hat sich die englische Regierung gezwungen gesehen, sich vor der Weltöffentlichkeit stark zu machen und bekanntzugeben, daß sich das War-Osfice seit Monaten sehr intensiv mit den Vorbereitungen für die „Schlacht in Britannien" beschäftigt hat. Seit Wochen, so verkündet Radio London großsprecherisch, würden jeden Tag Tausende neuer Soldaten in die Armee eingereiht. Dabei versteift sich Duff Cooper zu der Behauptung, daß die aus Dünkirchen abtransportierten englischen Divisionen reorganisiert, neu eingekleidet und auf vollen Bestand gebracht worden seien. Man hoffe, daß die zur „freiwilligen" Heimatverteidigung einberufenen Zivilisten eine Reihe von Aufgaben übernehmen und damit die reguläre Armee entlasten werden. Neben den Engländern stünden Kanadier, Australier, Franzosen, Polen, Tschechen, Holländer und Norweger unter englischer Flagge. Also in der Tat ein wahres Völkergemisch! Die Welt kennt die Methode der Engländer, andere Völker für ihre Zwecke brutal zu opfern, zur Genüge. Sie weiß aber auch, daß alle diese als Hilfstruppen verwendeten Nationen den deutschen Soldaten nicht ebenbürtig waren und daher im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland versagen mußten. Noch immer 800 000 Arbeitslose. Berlin. (DNB.) Die vom Londoner Arbeitsministerium veröftentlichte neue Arbeitslosenziffer für den Stand von Mitte Juni, die sich noch immer auf rund 800 000 Arbeitslose beläuft, läßt erkennen, wie außerordentlich mäßig die. Erfolge der nun schon seit Monaten mit erheblichem Propagandaaufwand durchgeführten Aktion zur Indienststellung aller brachliegenden Arbeitskräfte sind. Obwohl in den Minister red en der letzten Zeit immer wieder verkündet wurde, daß sämtliche verfügbaren Arbeitskräfte in die Dienste der Rüstungsindusttie gestellt worden seien und daß die rüstungswichtige Produktton auf allen Gebieten so gewalttg ausgebaut worden sei, daß sich ein allgemeiner Mangel an Ar- i beitskräften bemerkbar mache, wird noch immer Kundgebungen der Freundschaft bereitet. , Rom, 9. Juli. (DNB.) Die Reise des italienischen Außenministers an die ehemalige Westfront bildet das Hauptthema der römischen Morgenpresse. In ausführlichen Berichten wird die Besichtigung der Maginotlinie und der Befestigungen don Verdun geschildert und dabei betont, daß man bedenken müsse, wie Frankreich diese Befestigungen mit einem Mythos der Uneinnehmbarkeit umgeben habe, um sich darüber klar zu sein, welche Leistungen die deutsche Wehrmacht vollbracht habe, der es in kürzester Zeit gelungen sei, diese Befestigungen zu brechen. Auf diesen Schlachtfeldern, so schreibt „Popolo di Roma", sei das Schicksal des Konttnents endgültig entschieden worden, auch wenn der Krieg noch nicht zu Ende sei und der Hauptfeind noch geschlagen werden müsse. Hervorgehoben wird in den Schilderungen der außerordentlich herzliche Empfang, der dem Sendboten des Duce von der deutschen Bevölkerung von Metz und den vielen tausend dort ansässigen Italienern bereitet wurde. Berlin, 10. Juli. (DNB.) Der Königlich-italienische Außenminister Graf Ciano setzte mit ben Herren seiner Umgebung seine Reise durch das Operationsgebiet im Westen fort. Auf einem Feldflug- hafen besichtigte Graf Ciano, der selbst einer der ersten Flieger Italiens ist und sich als Flugzeugführer bei der Eroberung Abessiniens hervorragend auszeichnete, deutsche Kampfflugzeuge. Er ließ sich deren Einzelheiten durch Generalleutnant Loer - zer eingehend erklären. Der italienische Außenminister interessierte sich besonders für die Berichte seiner deutschen Flieger- kameraden, die eben von den letzten erfolgreichen Flügen gegen England zurückkamen. Graf Ciano besichtigte ferner die trichterbedeckten Rückzugsstraßen der vernichteten feindlichen Heere aus der Flandernschlacht und die eindrucksvollen Spuren des feindlichen Zusammenbruches am Strande der Kanalküste und in den Kanalhäfen. In den Städten der Kanalküste und in verschiedenen Orten Nordbelgiens, wo die Fronttruppen und die Zivilbevölkerung den hohen italienischen Gast rasch erkannt hatten, wurden Graf Ciano herzliche „3n China kein Platz für englische Truppen/' Schanghai, 9. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) In Schanghai wurden Flugblätter verteilt, die die Drohung enthalten, die englischen Truppen aus China mit Gewalt, herauszutreiben. In dem Flugblatt, das von dem neugegründeten chinesischen Korps zur Vernichtung der Engländer, das seinen Sitz im japanischen besetzten Gebiet hat und eine Zweigstelle in Schanghai unterhält, herausge- geben wird, heißt es: „Ihr britischen Soldaten, euere imperialistische Maske ist erkannt, euere Brutalität, euere Gefährlichkeit der ganzen Welt bekannt. Der von Deutschland und Italien geführte Straffeldzug ist der Wille des Himmels. In China ist kein Platz mehr für englische Truppen. Falls ihr nicht sofort abzieht und diese Warnung nicht beachtet, werden wir Gewalt gebrauchen, um euch zu vernichten." Zivilisten zum Schippen mobilisiert. Rekrutierung aus Kinos und Kabaretts. Lissabon, 9. Juli. (DNB.) Aus London erhalten wir folgenden Augenzeugenbericht über die am Samstag erfolgte plötzliche Mobilmachung von Zivilisten in London, die Schützengräben in der Hauptstadt ausheben sollten. Unser Gewährsmann berichtet: Viele Leute erlebten am Samstagnachmittag eine höchst unangenehme Ueberra» schung. Sie saßen gemütlich im Kino, als plötzlich die Filmvorführung unterbrochen wurde. Auf dem Podium erschien ein Rekrutterungssergeant mit einigen Soldaten und hielt eine kurze Ansprache, in der er erklärte, er brauche sofort 150 Mann zum Auswerfen von Schützengräben und bitte um sofortige Meldung von Freiwilligen. Er hoffe, nicht zu Zwangsmaßnahmen greifen zu müssen, da er ja sehe, daß genügend junge Männer im Theater anwesend seien. Die gleiche Szene spielte sich zur selben Zeit in allen größeren und kleineren Londoner Kinos, Kabaretts und Tea Rooms ab. Im Raume herrschte zunächst tiefftes Schweigen. Alles saß wie erstarrt. Der Krieg, den man für zwei Stunden im Kino hatten vergessen wollen, war plötzlich wieder ganz nahegerückt. Dann erscholl als erste Reaktton Händeklatschen aus den Reihen der im Theater sitzenden Soldaten auf Urlaub, die die ihnen zunächst sitzenden jungen Männer mit ironischen Zurufen aufforderten, sich sofort zu melden. Zögernd standen schließlich einige auf und begaben sich auf das Podium. Andere folgten ihnen. Ihnen allen aber sah man deutlich genug an, wie unangenehm ihnen diese plötzliche Wochenendstörung war. Als die Zahl schließlich annähernd erreicht war, zog der Sergeant mit seinen „Freiwilligen" ab. Ich war neugierig geworden, wie die Sache weitergehen würde unb, folgte dem Zuge. Die Freiwilligen wurden auf einen nahegelegenen Kinderspielplatz geführt. Leider konnten sie ihre Arbeit nicht sofort beginnen; denn es stellte sich heraus, daß nur für etwa 80 Mann Schaufeln und Beilpicken vorchanden waren. Nach längerem Hin und Her wurden bfe übrigen wieder entlassen. Unterdessen hatte sich eine größere Menschenmenge angesammelt, die die sehr amateurhaft aussehenden Grabversuche mit spötttschen Bemerkungen begleitete. Ein neben mir stehender Frontsoldat sagte mit grinsendem Gesicht und spöttischem Achselzucken: „Schauen Sie sich doch diesen Unsinn an. Das ist genau so, als ob man mit Pfeil und Vogen gegen die deutschen Tanks vorgehen wollte." Den ganzen Sonntag über konnte man derartige Kommandos in allen Teilen Londons bei ihren dilettantischen Schanzarbeiten sehen, und man merkte es den Leuten deutlich an, daß ihnen ihre Tätigkeit selber völlig sinnlos erschien. 1500 flämische Arbeiter fahren ins Reich. Antwerpen, 9.Juli. (DNB.) Die flämischen Zeitungen bringen in großer Aufmachung den Bericht über die Abreise der ersten 1500 flämischen Arbeiter nach Deutschland. Der Bahnhof Stuivenberg war mit oen deutschen Farben und dem Wappen Antwerpens geschmückt. Vor den versammelten Fach- arbeitern sprach zuerst im Namen des Bürgermeisters von Antwerpen der Leiter des Arbeitsoeschaf- fungsamtes, darauf der kommissarische Oberbürgermeister Delius. Er erklärte u. a., daß die Arbeiter mit eigenen Augen feststellen würden, wie schamlos sie von der feiiWlichen Propaganda über die sotta- ien Verhältnisse in Deutschland getäuscht worden seien. Sie würden sich als Angehörige eines Landes mit alter Geschichte und Tradition im wesensverwandten Deutschland besttmmt wohlfühlen, und dies um so mehl', als sie in allen Dingen den deutschen Arbeitern gleichgestellt seien. Glanzleistung deutscher Eisenbahnpioniere in Norwegen. Berlin, 9. Juli. (DNB.) Nach einem Bericht aus Oslo eröffnete der General v. Falkenhorst in feiner Eigenschaft als Militärbefehlshaber in Norwegen in Gegenwart von Generalleutnant 'Dietl die Eisenbahn st recke von Grong nach Mosjoen, deren Vollendung als Glanz- Das gleiche gilt nunmehr auch vom Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und dem skandinavischen Raum! Die Bedrohung Norwegens von der See, die die norwegische Regierung zwang, ständig nach dem Willen Großbritanniens seine Politik einzurichten, ist geschwunden, der Weg in eine Zeit der Freiheit der Meere ist eröffnet. Das Fortstreben vom europäischen Kontinent und den organischen Interessen Schwedens und Dänemarks ist jetzt beseitigt. Das Schicksal hat es jetzt so gewollt, daß das Deutsche Reich den gesamten Raum, aus dem einst die germanischen Völker auswanderten, unter seine Hut genommen hat. Es versteht sich von selbst, gleich unter welcher Form der Schutz dieses einst großgermanifchen Raumes erfolgen wird, daß das Deutsche Reich auch niemals mehr darauf verachten kann, sich vor Wiederholung eines ähnlichen Ueber- falls zu schirmen, ,roie ihn England im April 1940 über Norwegen gegenüber Deutschland versuchte. Es zeichnet sich hier also eine für alle germanischen Völker klare Lebensnotwendigkeil ab, nach außen hin eine gemeinsame politische und wirtschastliche Front zu bilden, eine Front, die dem Interesse eines jeden gerecht zu werden vermag, weil die Erfüllung der Interessen einer jeden Ration auch eine Gesamtstärkung des gesamteuropäischen Kontinents bedeutet — und umgekehrt. durch Deutschland vom Nordkap bis zu den Pyrenäen eingeschlossen ist, so kann man verstehen, daß die englischen Wirtschaftskreise, die sich nicht von den Churchillschen Lügen umnebeln lassen, auf das höchste besorgt sind. Auch ihnen dämmert es nun, daß England nicht nur ohne Mittelmeer, sondern ohne Europa ist. Welche Erkenntnis um so erschreckender ist, als sie sich in einem Augenblick Bahn bricht, in dem Deutschland zum Kampf gegen das von allen Bundesgenossen isolierte England ansetzt. \ Erneuter Lustangriff auf Gibraltar. Rom, 10.Juli. (Europapreß.) Flugzeuge unbekannter Nationalität haben, wie die Blätter aus Tanger berichten, erneut Gibraltar überflogen und Bomben auf einige englische Kriegsschiffe abgeworfen. Diese Kriegsschiffe waren von den Militärbehörden nach Gibraltar berufen worden, um den peinlichen Eindruck zu verwischen, den die Flucht der britischen Kriegsschiffe nach der ersten Bombardierung durch französische Flugzeuge unter reinigtAHes! Äiieinher$teller:RJos.Möbs.Seifenfabriken.Giessen ittag ra. -lötz- Auf : mit ache, zum ht zu »r ja ' an« rfefr mmr X erbte von der tonn ngen. Mi plötz- erste ir im e die ironi« »en. b be- ihnen, i, wie menb« nb er- reinwl- $■ ^rlr- Mberg Sappen aenne'' W; rbiir^r* IchMlos j/soM worden rf"; t Mi- Frei- 'inder- Slrbeit ierau5, tfeln Noch wieder Mn- »urhast tzemer- Front- tischem Unsinn il und sollte. rartige _ ihren man in . Das „Auge der Flotte" wird startklar gemacht g IM. (DNB.) Seit dem 25. Juni "°ch vor dem eigenen Volk auss schwerste gefährdet. '. ...__> ....x v.ot.rmwMA kni hör Rundfunk-Nam- spart Seife! nahmen. Besonderes Gewicht legt der Minister auf ß and ° arbeiterwohnungen. Auch die Förderung der Kleinsiedlung erscheint ihm besonders erwünscht, gerade in kleinen und mittleren Gemeinden als Wohnform für Schaffende. In allen Größenklassen der Gemeinden mstsse der Bau von Eigenheimen gepflegt werden. Zunächst sei auf die Schließung von Baulücken Bedacht zu nehmen. Es müsse gelingen, dem schaffenden Menschen eine seiner würdige Wohnstätte zu geben. Das seien wir schon unseren Soldaten schuldig. Das Vaterland werde ihnen vor allem Anteil am Heimatboden geben und ihnen das^ Heim verschaf- egenüber, wieder "»eiten, Blut rinnt (Denn bekanntlich hat der deutsche Rundfunk-Nachrichtendienst nirgends int Ausland ein treueres Publikum als in England.) Da man nun nicht mit nüchternen und wahren Tatsachen gegen diese Gefahr operieren kann, so lügt man eben nach altem Muster. Als vor einigen Tagen der deutsche Wehrmachtsbericht melden konnte, daß über dem Kanal allein 10 englische Jagdflugzeuge vom Typ Spltfrre abgeschossen worden seien, bestritt der Londoner Nachrichtendienst das ebenso heftig wie redselig und behauptete, daß die Engländer nur ein Jagdflugzeug fast 12 Millionen Menschen bewohnt wird. Fliegeralarm / nur noch eine Minute lang. Es wird zur Kenntnis gebracht, daß bei Fliegeralarm mit sofortiger Wirkung, die Sirenen nunmehr nicht mehr 2 Minuten, sondern nur 1 Minute lang ertönen. Diese zeitliche Verkürzung des Heultones ist aus militärischen Gründen notwendig. Hierbei kann es nun vorkommen, daß einzelne Volksgenossen infolge tiefen Schlafes oder wegen Gehörbehinderung den verkürzten Alarm während der Nacht nicht wahrnehmen. Der Luftschutzwart bzw. die Angehörigen der Hausgemeinschaft haben in gegenseitiger Unterstützung dafür zu sorgen, daß auch solche Volksgenossen rechtzeitig mitalarmiert werden. Kleine politische Nachrichten. Der „Petit Dauphinois" meldet aus London: Der französische Geschäftsträger in London hat sich in das Auswärtige Amt begeben, wo er die Entscheidung der französischen Regierung, die diplomatischen Beziehungen mit England abzubrechen, bestätigt hat. • Der Geschäftsträger hat seine Pässe verlangt. Wie aus Ottawa verlautet, traf dort der bekannte französische Hetzjournalist Henry de Kerillis ein, gegen den, wie bereits berichtet wurde, Haftbefehl erlassen ist. Der geflüchtete Lügenbold setzt von Ottawa aus seine Hetze gegen Marschall Petain fort. In den letzten Tagen trafen in Istanbul mit der Eisenbahn und zu Schiff zahlreiche Engländer aus Rumänien ein, die ihre dortige Tätigkeit aufgeben mußten. Istanbul wird nun Auffang- und Verterler- stelle dieser auf dem Balkan arbeitslos gewordenen englischen Agenten, deren Rückreise nach England unmöglich ist. In den Hafen von Bilbao lief der englische Han- delsdampfer „Earsbrecke" (3670 BRT.) auf der Flucht vor feindlicher Einwirkung ein. Der Besatzung wurde von den spanischen Behörden die Landung verweigert. * Der jugoslawische Innenminister Mihaild- j i t s ch ist zurückgetreten. Sein Ressort hat Ministerpräsident Z w e t k o w i t s ch selbst übernommen. Englands Flugzeugverluste seit dem Waffenstillstand mit Frankreich Wahrheit und Lüge. HauptichrtfUetter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter dA> HauptlchrtstletterS: Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich für Politik. Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: füi Stadt Gießen Drovtn, und Wirtlchatt: Ernst Blumschein (beurlaubt); i. B.: Heinrich Ludwig Neuner: lür Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag' Brühlsche UniveriitätSdruckerei R. Lange K.«. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenteile!: Hans Beck. ». . «r * ’ u '"v— t. .1 k V (Km- aIaam ♦ Ns I 'nT n. gesamt sind seit der Machtergreifung bis Ende 1939 rd. zwei Millionen Wohnstätten geschaffen worden. Der Anteil der für den minderbemittelten Volksgenossen wirklich geeigneten Wohnungen ist dabei von Jahr zu Jahr gewachsen. Tatsächlich ist die Wohnungsproduktion fast vollständig aus der Sphäre privatwirtschaftlicher Willkür herausgenommen und nach den sozialen Bedürfnissen und den Notwendigkeiten des Reichsaufbaues ausgerichtet worden. Der Minister betont, daß nun in einem auf eine Reihe von Jahren zu verteilenden großen Wohnbauprogramm Millionen von Wahnstätten aller Größen und aller Arten neu errichtet werden müßten. Er wolle der deutschen Bauwirtschaft dazu die gesetzlichen Grundlagen schaffen: Dabei denke er vor allem an das Reichsbaurecht, die Vereinfachung und Zusammenfassung der Förderungsmaß- Das Gesicht Ostdeutschlands. Der neue deutsche Osten, wie er aus der kriegerischen Entscheidung vom Herbst 1939 hervorgegangen ist, umfaßt etwa 94 000 Quadratkilometer mit rund 10 Millionen Einwohnern. Er, gliedert sich in vier Provinzen, über die das Statistische Reichsamt jetzt wertvolle Angaben macht. Nach Größe und Einwohnerzahl (4,5 Millionen) steht der R e i ch s - gau Wartheland an erster Stelle. Er ist weitaus größer als etwa die preußische Durchschnittsprovinz. Großstädte in ihm sind: Litzmannstadt und Posen. Neu ist auch der Reichsgau Danzig-. Westpreußen mit 2,2 Millionen Einwohnern, also von der Größe einer mittleren preußischen Provinz. Hier sind Großstädte Danzig und Bromberg. Nun kommen wir zu zwei Provinzen des früheren Reichsgebietes, die gewisse Umwandlungen erfahren haben. So hat O st preußen Landesteile an oen Reichsgau Danzig-Westpreußen abgetreten und ist auf der anderen Seite durch den Regierungsbezirk Zichenau und das Suwalki-Gebiet erweitert worden. Ebenso hat eine weniger räumlich als wirtschaftlich außerordentliche Vergrößerung Schlesien erfahren, das jetzt das ganze ober» schlesische Industriegebiet einschließlich der Großstädte Königshütte, Kattowitz und Soßnowitz umfaßt. Das Generalgouvernement Polen hat einen Flächen-Raum von 96 000 Quadratkilometer und 10,5 Millionen Einwohnern. Es gliedert sich in die Verwaltungsbezirke Krakau, Lublin, Radom und Warschau. "Schließlich ist zu erwähnen, daß das sowjetrussische Interessengebiet 201 000 Quadratkilometer groß ist und von Berlin, ------- — - - morgens 1.35 Uhr herrscht zwischen Deutschland und Frankreich Waffenruhe. Seit diesem Tage hat alfo nur noch die britische Luftwaffe gekämpft, und es ist einmal ganz lehrreich, die Verlustziffern zu vergleichen, die sich seit dem deutsch-ftanzosischen Waffenstillstand ergeben haben. Nach den deutschen Wehrmachtsberichten vom 25. Juni bis 8. Jun einschließlich hat die britische Luftwaffe insgesamt 110 Flugzeuge verloren, gegenüber denen 20 deutsche Flugzeuge als vermißt gemeldet worden sind. - Was macht nun die britische Propaganda aus diesem unanfechtbaren Tatbestand? Sie hat erkannt, daß hier mehr auf dem Spiele steht als der Verlust von Flugzeugen. Tatsächlich wird das Ansehen der smohrmnrfit in der Welt und mehr N e u y o r k, 9. Juli. (DNB.) Wie aus Ottawa gemeldet wird, werden die immer größer werdenden SchwierigkeitenderZusammenarbeit mit England vermutlich zu einer neuen weitgehenden Umbildung der Regierung Mackenzie King führen. Zunächst wurde der Ministerpräsident von Neuschottland, Macdonald, zum Minister für Schiffstransportfragen ernannt, einem neugeschaffenen Posten, der von den Transport- und Versorgungsnöten im britischen ihnen, und plötzlich springt einer von hinten herzu, beißt einem Leutnant ins Ohr. Das einzige, was die französischen Offiziere hier ausrichten können, ist, die Deutschen zu bitten, sich in einen geschlossenen Raum zu begeben. Tiefer kann wohl die Manneszucht in einer Armee nicht herabsinken. Veryöre am laufenden Band. Man beginnt reundlich und zuvorkommend. Man bietet Zigaretten an, aber stellt verfängliche Fragen. Der Oberleutnant hat nur eine Antwort: „Es ist sinnlos, Fragen zu stellen. Ich sage nichts aus." Der französische Offizier: „Man wird Sie zu zwingen wissen." Erneute Vernehmung. Ein französischer Ma- or stellt eine Flasche Parfüm auf den Tisch und agt das eine Wort: „Geplündert." So will man den deutschen Offizier zwingen, Aussagen zu leiftung deutscher Eisenbahn-Pioniere angesehen I werden muß. An sich sollte die Eisenbahn nach deck Plänen der norwegischen Eisenbahnverwaltung erst im Jahre 1941 f e r ti g g e st e l l t werd em Da aber die Streckenführung bis Mosjoen militanfch zweckmäßig erschien und die Norweger bei Kriegsausbruch auf dem bereits fertiggestellten Teil der Sttecke umfangreiche Brückensprengungen vorgenommen hatten, wurden deutsche Truppen, unterstützt durch Hilfskräfte der norwegischen Staats- bahn, des deutschen Arbeitsdienstes und mehrere tausend Zivilarbeiter eingesetzt, um die Strecke bis Mosjoen betriebsfähig zu machen. Die Vollendung der neuen Sttecke, die nunmehr in den Dienst der norwegischen Staatsbahn gestellt wird, stellt die gute Zusammenarbeit zwischen der deutschen Militärverwaltung und den norwegischen Behörden unter Beweis. 6r|Ieöeut|d)e3cifunflimt>efreifenGlfa^ Straßburg, 9. Juli. (DNB.) Am Montag erschienen zum ersten Male nach der Befreiung des Elsaß in der alten deutschen Reichsstadt Straßburg die „Straßburger Neuesten Nachri ch- t e n". Die Zeitung wird in Zukunft nicht allein die I langsam zurückkehrende Straßburger Bevölkerung von dem wirklichen Geschehen unterrichten, sondern wird auch den deutschen Soldaten als Nachrichtenblatt und Spiegel des elsässischen Lebens dienen. Oie britische Admiralität' bedauert... G e n f, 9. Juli. (DNB.) Die britische Admiralität bedauert wieder einmal, wie aus London gemeldet wird, mitteilen zu müssen, daß der Torpeooboots- zerstörer „W h i r l w i n d" von einem Torpedo getroffen worden und gesunken ist. Die Wasserverdrängung des Zerstörers betrug 1000 Tonnen, die Geschwindigkeit 34 Seemeilen. Die Besatzung betrug 134 Mann. Weitere Regierungsumbildung in Kanada? haltener Pistole keine Achtung verschaffen Eine andere Szene auf irgendeinem Kasernenhof. Die gefangenen deutschen Offiziere sitzen im Kreise und warten. Französische Soldaten nähern sich machen. Aber man hat sich getäuscht. Mit der Geduld des Oberleutnants ist es vorbei. Er verbittet sich ganz energisch eine derartige Behandlung und schlägt mit der Faust auf den Tisch. Man versucht es wieder auf die hinterlistige freundliche Tour. Der Erfolg bleibt aus. Später, nach dem Abschluß des Waffen- stillstandsverttages, ändert sich die Behandlung grundsätzlich. Trotzdem bedarf es einer kleinen „Palastrevolution" im Gefangenenlager der Offiziere, bis der Stacheldraht um das Gefangenenlager verschwindet und die Posten ab treten. Auch dieBevöl- Eerung wird freundlicher. Die Erkenntnis, von den eigenen Kriegstreibern und der Presse gründlich betrogen zu sein, setzt sich allmählich durch. Es sind aber auch schöne Erinnerungen, die der jetzt zurückgekehrte Kompanieführer an die Zeit seiner Gefangenschaft hat. Da sind die Begegnungen mit anderen deutschen Kriegsgefangenen, da ist vor allen Dingen eine Szene, die dem Oberleutnant immer wieder vor Augen steht. 15 gefangene Offizier?, zum größten Teil verwundet, werden unter schwerer Bewachung an einem Mannschaftsgefangenenlager vorbeigeführt. Die Männer, die da alle mit Arbeiten beschäftigt waren, werfen Spaten, Aexte, Hacken hin, nehmen stramme Haltung an, und laut klingt es herüber: ,^>eil Deutschland!" Fassungslos und ohne jedes Verständnis schauten die Franzosen zu. Der Oberleutnant ist jetzt wieder bei seiner Kompanie. Er steht jetzt wieder vor den Männern, deren erster er in vielen Gefechten war. Sein letzter Einsatz war wie alle anderen erfolgreich. Der Bataillonskommandeur heftet ihm das Eiserne Kreuz I. Klasse an die Brust, und die Männer seiner Kompanie drücken ihm die Hände. Es liegt darin der Glückwunsch zu der wohlverdienten Auszeichnung und ehrliche Freude des Wiedersehens. Kriegsberichter NÖsker. dieser Zeit die Deutschen bei ihren Angriffen gegen England mit Sicherheit 112 Flugzeuge verloren hätten und es heißt weiter, daß „hie größere Ge- chicklichkeit und Initiative der britischen Piloten und die bessere Qualität ihrer Maschinen den deutschen Flugzeugen gegenüber von Anfang an klar ersichtlich" gewesen fei. Worin die größere Initiative und die überlegene Qualität der englischen Flugzeuge und ihrer Wten zu erblicken ist, wird hieraus nicht klar ersichtlich. Meinen die Engländer damit etwa ihre planlosen Nachteinflüge nach Deutschland und die Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung? Oder ist damit der „glorreiche Rückzug" aus Flandern gemeint, während dessen sich das französische Oberkommando ebenso flehentlich wie vergeblich bei der britischen Regierung um eine tatsächliche Unterstützung des französischen Abwehrkampfes durch die RAF. bemühte? Und wenn tatsächlich bisher nur zwei englische Jagdflugzeuge seit Beginn des Krieges verloren gegangen wären, was natürlich gelogen ist, ist darin etwa die stärkere Initiative der RÄF. zu erblicken? Oder sind schließlich die großen Luftschlachten, die Deutschland im September und Dezember v. I. in der Deutschen Bucht siegreich be« tand, ein besonders eindrucksvoller Beweis für die überlegene Qualität der britischen Flugzeuge? An der Propagandafront werden Schlachten gewonnen, während die Unterlegenheit der britischen Luftwaffe durch den deutschen Wehrmachtsbericht mit nüchternen Zahlen täglich unter Beweis gestellt wird. Der Wunsch, dem eigenen Volk Mut zu machen, ist verständlich. Die dazu angewandten Propagandamittel sind schlecht, weil sie auf Lügen aufgebaut sind. verloren hätten. Und „dies ist das zweite Jagdflugzeug überhaupt, das bei der Verteidigung Großbritanniens, feit Beginn des Krieges verloren gegangen ist". Sehr ÖCtlUgBteu6l. ----------. wortreich wird dann weiter behauptet, daß während' Verantwortlichiw den Inhaber Ameitwn^Th^ DNB. ..„9.Juli. (PK.) Er war immer der erste am Feind, sagen Männer seiner Kompanie, hart gegenüber sich selbst und aerecht uns gegenüber. Heute steht ihr Kompanieführer, Oberleutnant K., zum ersten Mal nach seiner vierwöchigen Gefangenschaft wieder vor ihnen. Er läßt es sich nicht anmerken, daß die Splitter im Knie schmerzen, daß ein Monat der Entbehrungen mit unwürdigster Be- Emvir'e Zeugnis ablegt. " ' I Handlung hinter ihm liegt. „Ich freue mich, wieder Empire Zeugnis aoieg m Mannern zu, und Keine Kriegsfayrzeuge der Blick schweift über die Reihen hin. Jeden von der UGA.-Marine verkauft. & °^' "° Washington, 10. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die erste Begegnung mit seiner Kompanie nach In Erledigung einer von dem Republikaner Fish jenen Tagen, da er mit wenigen Männern vorstieß, beantragten parlamentarischen Untersuchung wurde um Sperren zu beseittgen, um der Infanterie den am Dienstag im Kongreß ein vom 5. Juli datiertes Weg zu bahnen, ruft in dem Oberleutnant eine Schreiben amerikanischer Mari nestelt en verlesen. Fülle von Erinnerungen wach. Wieder sieht er sich Diese versichern darin, daß weder 3 e r ft ö r e r ker französischen Ueb erwacht ge noch Torpedoboote noch sonstige Kriegs- ^scht und kracht es von allen Sc------ _ fahrzeuge der USAZQlarine an irgendeine Iüber feine Stiesel, das linke Bein nerfagt, sein Los kriegführende Macht verkauft worden ist Gefangennahme. Die Wertsachen verschwinden seien. Die eine Untersuchung verlangende Entschlie- hn anderen Taschen, auf dem Abtransport nimmt ßung wurde daraufhin niedergeschlagen. v man keine Rücksicht auf seine Verwundung. -------- Nach kriegsrechtlichem Brauch muß jeder ge- tfrftaffuna des Lolmausfattes fangene SoDat so untergebracht werden, wie es y sich für einen Mann gehört, der für fein Vaterland vel tyllCgCrOiOHil. gekämpft hat. Der gefangene verwundete Oberleut« Berlin 9 Juli (DNB.) Der Reichsarbeits- nant aber wird eine Woche lang in einer Einzel- minister hat in'einem Erlaß vom 19. Juni 1940 die zelle eines Zuchthauses eingesperrt. Nach wieder- Erstattung des Lahnousfalles bei Fliegeralarm fle- kotom Bitten um arä®id>e regelt. Danach erstatten die Arbeitsämter den Un- endlich Lazarett geschafft. Der Arzt stellt ternehmern die Vergütung, die den Arbeitern zum nach oberflächlicher Untersuchung fest. „Wir haben Ausgleich des Lohnausfalles bei Fliegeralarm ge- keine Zeit, leichte Verwundungen zu währt worden ist, und zwar bis zu 90 v. H. dieses Wieder zuruck ins Zuchthaus, m bie Z^ode der Lohnausfalles Einzelhaft mit dem Verbot irgendeiner Betätigung. Die Regelung gilt in gleicher Weife auch für die Statt feiner Uniform erhielt der Kriegsgefangene Lohnausfälle, die durch Schußalarm eingetteten verdreckte Kleidungsstücke . sind. Oeffenttichen Verwaltungen oder Betrieben Nach kurzem Aufenthalt, in einem wird für die von ihnen anläßlich des Lohnausfalles lager beginnt em fünftägiger Antransport aewährten Vergütungen vom Arbeitsamt keine Er- durch ganz Frankreich bis hinunter zu. den Pyre ftattuna gewährt. Der Erstattungsantrag ist beim näen. Wo immer die gefangrnen deutschen Sol- Arbeitsamt zu stellen. Der Erlaß ist mit Wirkung baten mit der Bevölkerung m Berührung kommen, Dom 10 Mai 1940 in Kraft getreten. erleben sie die unangenehmsten Szenen. Verhetzte 2 Menschen versuchen ihnen ins Gesicht zu spucken, Das Wottnunasoauvroaramm. - Steine werden noch ihnen geworfen Weiber machen /VMV -..das Zeichen des Halsabschneidens. Auf einem Bahn- Reichsarbeitsminister (Seihte nimmt im „Vier- . f mo öug stundenlang warten muß, springt jahresplan" das Wort zu dem großen Wohnungs- r auf5 Trittbrett und versucht mit feinem bauprogramm, das auf Befehl des Führers nach nach einem deutschen Offizier zu stechen. (!) dem Kriege in Angriff genommen werden soll. Ins- französische Wachoffizier kann sich trotz vorge- W' «... K&V. /.v/ZV/x/yz».'... Die Aufklärungsflugzeuge an Bord der deutschen Kriegsschiffe spielen bei der Seeaufklärung Unwürdig bis zum äußersten... (So wurden deutsche Kriegsgefangene behandelt. England und das kaukasische Erdöl. Englands Gangstertraum um Baku, aus dem es jetzt so nachdrücklich herausgerüttelt wurde, stammt in seinen Anfängen nicht von 1939, sondern schon aus dem Weltkriege. Kaum war das zaristische Rußland 1917 zusammengebrochen, da glaubte England die Gelegenheit gekommen, nun endlich die Hand auf ein weiteres Oelgebiet legen zu können. Bei dem russischen Erdölgebiet um Baku handelt es sich um ein Petroleumlager, das nicht weniger als ein Sechstel des gesamten in der Welt vorhandenen Petroleums umfaßt. Die Produktion, die 1913 mit der bescheidenen Bohrungstiefe von 172 Meter begann und damals 7,3 Millionen Tonnen pro Jahr förderte, war im Jahre 1938 auf 28 Millionen Tonnen gestiegen, das tiefste Bohrloch war 3472 Meter, also fast 3% Kilometer tief. Nachdem England 1918 völlig eigenmächtig auf russischen Gebiet die „Republiken" Aserbeidschan, Armenien und Georgien als „selbständige Staaten ausgerusen hatte, Verschleierungsmanöver für den kommenden Streik, ließ es im selben Jahr Baku militärisch besetzen und — wurde nach drei Wochen von türkischen Truppen aus Baku wieder hinausgeworfen, ohne daß die Engländer auch nur den Versuch gemacht hätten, sich zu wehren. Erst nach dem Zusammenbruch der Türkei 1918 erschien ein neues englisches Expeditionskorps in Baku und hißte — echt britisch — außer der englischen ohne jeden Auftrag auch die französische und die — zaristische Fahne. 1920 mußte es jedoch das Gebiet unter dem eifersüchtigen Druck Frankreichs und der USA. wieder räumen, es betrieb nun mit tausend Intrigen die Neutralisierung des Erdölhafens von Baku, Batum, das „unter die Kontrolle des Völkerbundes" kommen sollte und fand sich zum drittenmal hinausgeworfen, als Moskau Aserbeidschan und Georgien im April 1921 zu Sowjetrepubliken erklärte und sämtliche russischen Erdölunternehmen nationalisierte. Auf der Konferenz von Genua schob England dann die Oel- trusts vor und ließ der russischen Abordnung eine Forderung der Alliierten in Höhe von 2,5 Milliarden Pfund (!!) überreichen. Moskau seinerseits antwortete seelenruhig mit der Ueberreichung einer Gegenrechnung in Höhe von 5 Milliarden Pfund für die Schäden, die die englisch-französischen Truppen in Südrußland angerichtet hatten. Heute ist das Petroleumgebiet um Baku seit mehreren Jahren militärisch scharf bewacht. Man hat in Moskau nicht vergessen, daß die Engländer 1918 in Baku 26 Kommissare erschießen ließ. Man weiß in Moskau auch, welche zärtliche Vorliebe das England Churchills etwa für die mächtigen 847 Kilometer langen Rohrleitungen von Baku nach dem Schwarzmeer-Hafen Batum hat. Rußland, nächst England die größte Erdölmacht der Welt, hat begreiflicher- Aus de» Studentischer Kriegseinsatz in der Heimat. Eine Fülle wertvoller Arbeit ist bereits bisher im Kriegseinsatz des deutschen Studententums in der Heimat, im Rahmen der neuen studentischen Dienstpflicht, geleistet worden. „Die Bewegung" berichtet darüber. Der häufigste Einsatz fand in dem strengen Winter beim Kohlentransport und Schneeschaufeln statt. Mittellosen und kranken Volksgenossen und den Angehörigen der zum Wehrdienst Einberufenen konnte wiederholt geholfen werden. Dafür wurden von der Universität Göttingen Tag für Tag 25 bis 45 Mann eingeteilt. Daneben wurden Kar- toffelwaggons ausgeladen und Lebensmitteltransporte bewerkstelligt. Sammlungen von Altpapier wurden veranstaltet und bei der Einbringung der Metallspende geholfen. Als Hilfsschaffner bei der Straßenbahn waren studentische Dienstgemeinschaften z. B. in Halle, Leipzig, Münster u. a. tätig. In weiteren Orten halfen sie der Reichspost im Verwaltungsdienst oder beim Paketeausladen. Auch beim Aufbau im Osten, bei der Rück- und Ansiedlungsaktion halfen die Studenten mit. An vielen Hochschulen wurden Gemeinschaften in Alarmbereit- fchaft für jederzeitigen Arbeitseinsatz gehalten. Weiter erfolgte Einsatz in den Ernährungs- und Wirtschaftsämtern. Besonders begrüßt wurde die Heranziehung von Pharmazeuten für Apotheken und von Medizinern für sanitäre Hilfsarbeiten. Landwirtschaftliche Studenten wurden ebenfalls fachgemäß eingesetzt. Ein „Institut für Lebensgeschichte" in Salzburg. Im Anschluß an das „H a u s d e r N a t u r" wird in Salzburg ein „Institut für Lebensge- fchichte" errichtet. Die Leitung hat der frühere Rektor der Universität Wien, Unioersitätsprofessor Dr. Othenio Abel. Den Grundstock des neuen Instituts wird die paläobiologische Prioatsammlung weise die großen Sabotageakte des englischen Geheimdienstes an den rumänischen Erdölquellen höchst aufmerksam beobachtet. Weder der englische Geheimdienst noch die sagenhafte Orient-Armee wird jemals bis Baku Vordringen. it Reich. des Gelehrten bilden, die sich — zur Zeit noch in Kisten verpackt — bereits in Salzburg befindet. Die Gründung des Instituts geht auf einen Wunsch von Gauleitung und Reichsstatthalter Dr. Rainer zurück. Danach soll Salzburg ein Zentrum für die biologisch-naturwissenschaftliche Forschung werden. Hierbei ist an eine Reihe ähnlicher Institute gedacht, die als freie Forschungsstätten von bedeutenden Vertretern ihrer Fächer betreut werden. Während bisher die Ueberreste vorzeitlicher Tierwelt als Dokumente der Erdgeschichte betrachtet wurden, sollen sie künftig als solche der Lebensge- schichte betrachtet werden. — So wird es dem Institut für Lebensgeschichte, das mit seinem weit umfassenden Forschungsgebiet von großen, weiten Gesichtspunkten aus geleitet werden soll, möglich werden, Aufklärung über viele Erscheinungen des heutigen Lebens aus der Vergangenheit heraus zu geben. Berufsaussichten für Akademikerinnen Die Leiterin der Reichsvermittlungsstelle für Frauenberufe, Dr. Marie Fischer erklärt, es kristallisierten sich immer deutlicher gute Einsatzmöglichkeiten für Volkswirtinnen und Diplom- Kaufleute in der Industrie und bei Wirtschaftsverbänden heraus, namentlich für jüngere Kräfte mit kaufmännischer Praxis. Auch Stellungsuchende mit dem Volkswirtdiplom sozialer Richtung seien ge- ftagt. Einer ständigen Nachfrage werde sich der Beruf der Diplom-Handelslehrerin erfreuen. Auch der Dolmetscherin würden in Handel und Industrie bei kaufmännischer Eignung Stellungen geboten. Die Lage der Juristin habe sich gebessert. Sie werde im Wirtschaftsleben vielfach in der Personalabteilung beschäftigt oder mit sonstigen Rechtsfragen wie SSerfrehmg der Firma bei Gericht oder in sinanzwissenschaftlicher Richtung betraut. In der Verwaltung komme die Juristin durchweg nur für den mittleren Dienst in Betracht, während nach wie vor die Möglichkeit, im höheren Dienst Beschäftigung zu finden, gering sei. Groß sei die Gruppe -der stellungsuchenden Philologinnen, die nicht im Schuldienst eingesetzt werden wollen. Ist kaufmam nische Begabung vorhanden, so bestehe bie Möglichkeit sprachenkundige Kräfte ins Wirtschaftsleben zu vermitteln, Studienreferendarinnen der Fachnch- tuna Chemie und Physik könnten in der Industrie Stellung finden. Die Möglichkeit, Bewerberinnen einzusetzen, die ihren Berus wechseln ober lediglich promoviert haben, gelinge nur bei besonders gun- ftiqer Berufslage. Daher fei es angebracht, das Swdium in jedem Falle mit dem Staatsexamen abzuschließen. Im allgemeinen fei die Lage der Akademikerin wesentlich gebessert gegenüber früher, m einer Reihe von Berufen günstig. Aus aller Wett. Vollstreckung eines Todesurteils. Berlin, 9. Juli. (DNB.) Am 9. Juli ist der am 23. September 1912 in Braunschweig geborene Karl Fabianek hingerichtet worden, den das Sondergericht in Troppau als Volksschädling zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt hat. Fabianek, der bereits we- qen vorsätzlicher Brandstiftung mit einer mehrjährigen schweren Kerkerstrafe vorbestraft ist, hat Ende Februar 1940 in Johannestal (Sudetengau) em Gehöft in Brand gesteckt, das mit Vieh, Erntevorräten und Fahrzeugen völlig niederbrannte. Schweden und Norwegen beschicken'die Deutsche Ostmesse. Schweden und Norwegen werden auch in diesem Jahr die Deutsche Ostmesse, die vom 11. bis 14. August in Königsberg stattfindet, mit Ausstellungen ihrer gewerblichen und landwirtschaftlichen Erzeugung beschicken. Damit sind auf der diesjährigen Königsberger Messe sämtliche Ostseeanliegerstaaten mit größeren Ausstellungen vertreten. Sie unterstreichen durch ihre Beteiligung die besondere Mittlerstellung, die die Deutsche Ostmesse für den Handel im Ostseeraum einnimmt. Wolkenbruch im Passeiertal. Ein Wolkenbruch von außerordentlicher Heftigkeit ist im Passeiertal niedergegangen. Durch eine Erdlawine ist das Bett des Wildbaches Graves verlegt und eine Ueberschwemmung der Umgebung verursacht worden. Die Erdlawine hat zwei Wirtschaften verschüttet. Es sind a ch t T o t e zu beklagen. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittags geschlossen. Das große Spezialhaus KÖHLER ist nicht nur Ihr Berater in allen Kleider-u.Punktfragen. KÜHLER sorgt auch fürdie laufende Pflege Ihrer Zivil- und Uniform-Bekleidungsstücke: Aendern, Flicken, Modernisieren. Nur das Bringen und Abholen müssen Sie in der Kriegszeit selbst besorgen. Eigene Maßschneiderei für Anzüge und Uniformen in höchster Vollendung 3175A Leistungsfähiger, zuverlässiger Kaufgesuche Gießen (Plockstraße 7), den 10. Juli 1940. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 3178 D Unser lieber, treuer Vater, Großvater und Urgroßvater Im Namön aller trauernden Hinterbliebenen: Franz Spuck. sucht. 02384 Gießen, Glashütten im Taunus, Münster (Eifel), den 4. Juli 1940. Die Beerdigung hat in aller Stille stattgefunden. 02387 Altersvereinigung 1878-1928 Artilleristenkameradschaft von 1895. 3185 D Zur Betreuung eines alten Herrn wird während der Beurlaubung des jetzig. Fräuleins Vertretung für ca. 3 Wochen ist nach schwerem Leiden im Alter von 75 Jahren zur ewigen Ruhe heimgegangen. Wir danken für alle Liebe und Anteilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen. Am 12. Mai fiel vor Lüttich (FortTaucremont) in treuer Pflichterfüllung für Führer und Vaterland im Alter von 31'Jahren unser lieber, einziger Sohn, Bruder und Schwager Vornehm I Geschmackvoll I Persönlich I Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache nietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus- führungsarten und Papieren zu mfiOlgenPrelsen BrUhl'scbe Druckerei. Schulstr. 7, Ruf 2251 In tiefem Schmerz: Heinrich Krevert und Frau Ellentrud Rademacher, geb. Krevert Dr. med. Peter Rademacher, z.Z. in einer San.-Komp. Klaviere werden 680D fachgemäß gestimmt und repariert G. Ebert Klaviermacher Bleichstraße 17 Fernruf 2403 Wir suchen zum möglichst sofortigen Antritt 1 Rechnungsrevisor 1 Registrator (evtl, weibl.) Angebote mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Angaben der Gehaltsansprüche u. des frühesten Eintrittstermins erbeten an Mannesmannröhren-W erke Abt. Bergverwaltung, Gießen, Postfach 308. _____________3179D Herr Wilhelm Franz Spuck Reichsbahn -Werkstättenvorsteher a. 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Juli, 14 Uhr, Neuer Friedhof Der Vorstand. 3180 D Unser lieber Kamerad und Mitbegründer unserer Kameradschaft Herr Heinrich Ruhl Knipse ... aber mit Verstand! ges. gesch. ZU haben: In Apotheken, Drogerien usw. - Wo nicht erhältlich, Versand von Kurpackungen mit 10 Flaschen zu RM.6.70 inkl. Verpackung, portofrei, durch leszenten, stillende Mütter und Heranwachsende Jugend. Suchen Sie sich die dankbarsten Motive kritisch aus — in der Beschränkung zeigt sich erst der Meister! Den kostbaren Film sinnvoll verwenden! Fragen Sie Ihren Photo- und Kinoberater 3 > Photo - Kino Kreuzplatz 9 Fernruf 8153 m Gießen. Bahnhofstraße. 767d Nr. 161 Zweites Blatt Mittwoch. 10. Juli W Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) „Punktverrechnung." Eine Kriegsaufgabe beim Landratsamt des Kreises Gießen. Aus der Stadt Gießen. Oie Ueberraschung. „Weißt du was", sagte mein Freund Max neulich zu mir, „du kannst mich mal am nächsten Sonntag besuchen. Ich habe eine kleine Ueberraschung für dich. Am besten wird es sein, wenn du am frühen Vormittag kommst. Morgenstunde hat Gold im Munde." Natürlich wollte ich wissen, was das für eine Ueberraschung wäre, aber Max blieb verschwiegen. „Du wirst schon sehen", meinte er vielsagend, '„steige nur nicht zu spät aus dem Bett und laß mal den Frühschoppen sein." Ob Max etwa noch in seinem Keller ein vergessenes Fläschchen entdeckt hatte? Mir schien die Sache höchst aussichtsreich, auf alle Fälle war ich gespannt. Mit dem zeitigen Aufstehen hatte ich zwar nicht viel im Sinn, aber was tut man nicht alles einem Freunde und seinen Ueberraschungen zuliebe? Ich ging also am zeitigen Vormittag zu ihm. Er hat draußen am Stadtrand ein kleines Siedlungshaus, der Weg dorthin durch die morgenstille Stadt war eine, wahre Erquickung. „Sei gegrüßt", hieß mich mein Freund willkommen, „zieh diesen Trainingsanzug an, er wird dir ausgezeichnet passen." Einigermaßen verwundert starrte ich ihn an: „Was soll denn das?" Statt aller Antwort machte er eine ungeduldige Handbewegung: „Etwas fixer, wenn ich bitten darf, wir haben nicht viel Zeit zu verlieren." Mir blieb nichts weiter übrig, als mich dem Gebot zu beugen. Zweifellos hing die Sache mit seiner Ueberraschung zusammen, ich war wirklich gespannt. Aber da kam auch schon Max mit einigen Geräten. „Gartengeräte, wenn ich nicht irre", sagte ich. „Ganz richtig, Gartengeräte", stimmte Max zu. „Und damit du weißt, um welche Ueberraschung es sich handelt, will ich dir auch gleich Aufklärung geben. Du bist immer ein wackerer Verehrer meiner Gartenerzeugnisse gewesen, da kann es gar nichts schaden, wenn du dich auch mal nützlich machst. Der Junge kann dieses Jahr nicht helfen, weil er draußen ist, und dir wird die Arbeit vielleicht eine ganz nette Abwechslung sein. Also sieh mal hier . . Er erklärte mir die Arbeiten, die hauptsächlich im Harken und Unkrautvernichten bestanden. Das war also die Ueberraschung. Sehr geistreich ist mein Gesicht zunächst sicherlich nicht gewesen. Max stand etwas abseits, aber ich merkte, wie er mich verschmitzt von der Seite her betrachtete. Na, die Figur eines Hereingefallenen sollte er an mir nicht zu sehen kriegen. Ich arbeitete los, ich arbeitete derartig, daß mir' schon nach kurzer Zeit mehr als warm wurde. Gegen Mittag war das Pensum geschafft. In solcher Weise hatte ich allerdings noch nie einen Sonntagmorgen verbracht, und jedenfalls war es eine „Ueberraschung", die mich manchen edlen Schweißtropfen kostete. Aber zu guter Letzt habe ich meinem Freund Max doch vergnügt die Hand geschüttelt und ihm versprochen, mich mal wieder sehen zu lassen. Schließlich winken dafür demnächst bestimmt noch andere Ueberraschungen . ♦ • H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Gloria-Palast (Seltersweg): „Kennwort Machin". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Fahrt ins Leben". Notizen für den 10. 3ulL Sonnenaufgang: 5.15 Uhr, Sonnenuntergang: 21.45 Uhr: Mondaufgang: 11.42 Uhr, Monduntergang: 23.53 Uhr. Notizen für den 11. Juli. Sonnenaufgang: 4.50 Uhr, Sonnenuntergang: 21.20 Uhr: Monoaufgang: 12.32 Uhr, Monduntergang: 24.04 Uhr. Notizen für den 12. Juli. Sonnenaufgang: 5.36 Uhr, Sonnenuntergang: 20.32 Uhr: Mondaufgang: 16.21 Uhr, Monduntergang: 1.14 Uhr. Feuermelder sind nur bei Fliegeralarm außer Betrieb. NSG. In Publikumskreisen besteht vielfach, trotz gegenteiliger Hinweise in der Tagespresse, noch die irrige Auffassung, daß die öffentlichen Feuermelder für die Dauer des Krieges außer Tätigkeit gesetzt worden sind. Diese Annahme kann sich sehr verhäng- ,,Punktverrechnung" und „Punktverrechnungsstelle" ind ganz neue Begriffe. Sie sind aus der Zeit geboren. Ihre Geburtsstunde ließ sich dabei recht genau bestimmen, denn sie fällt zusammen mit dem Termin der Gültigkeit der „Reichskleiderkarte". Die Punktverrechnung hat also, wie sich nun leicht erraten läßt, mit der T e x t i l b e w i r t s ch a f t u n g zu tun. Genau genommen wäre eine Textilbewirt- chaftung ohne die Punktverrechnung nicht möglich. Was es mit der Punktverrechnung auf sich hat, das wird sicherlich viele unserer Leser interessieren. Im allgemeinen geht die Kenntnis der Textilbewirt- chaftung nicht über den Umfang der Kleiderkarte und nicht über die 100 Punkte hinaus, nach denen jedermann seinen Bedarf einzurichten hat. Aber chon in den Augen des Händlers sieht die Kleiderkarte seines Kunden anders aus. Und unter wieder anderen Perspektiven beschäftigen sich mit ihr die Wirtschaftsämter sowohl unserer Stadt und des Stadtkreises, wie auch des Landkreises. Wir hielten einmal Nachfrage beim Wirtschaftsamt (beim Landratsamt) für den Landkreis Gießen und erfuhren liebenswürdig allen Aufschluß. Nach den Erläuterungen, die uns dabei zuteil wurden, ließe sich sagen, daß alles ganz einfach sei! Auf kurze Formel gebracht, wäre es etwa so: der Händler liefert die von ihm vereinnahmten Punkte beim Landratsamt ab, erhält sie gutgeschrieben und kann — entsprechend dex Anzahl der abgelieferten und nach einem bestimmten Schlüssel gutgeschriebenen Puntte — bei seinem Großhändler wieder Textilwaren beziehen. Im Grunde ist der Gang der Dinge auch so einfach — aber es gilt doch eine ganze Reihe gesetzlicher Bestimmungen dabei zu beachten. Hier hat das Wirtschaftsamt für den Landkreis Gießen eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe. Das Wirtschaftsamt des Landkreises ist f ü r e t w a 4 0 0 Einzelhandelsgeschäfte in 84 O r - ten des Kreisgebiets zuständig. Das bedeutet also, daß in mehr oder weniger großen Zeitabständen (die das Gesetz nicht vorschreibt) 400 Einzelhändler ihre Punkte oder sonstigen Abschnitte nisvoll auswirken und bei Feuersgefahr zu Verzögerungen in der Alarmierung der Feuerwehr führen. Darum merke sich jeder: Nur wenn die Sirenen das Zeichen Fliegeralarm geben, werden die öffentlichen Feuermelder für die Zeit des Alarms außer Tätigkeit gesetzt. Die Luftschutzgemeinschaften haben sich dann bei eintretenden Gefahren zunächst selbst zu helfen. Reichen ihre Kräfte nicht aus, so sind die nächsten Polizeidienststellen, Polizeireviere, mündlich oder fernmündlich um Hilfe anzurufen. Die örtliche Luftschutzleitung veranlaßt dann den Einsatz der Feuerwehr. Nach der Entwarnung sind die Feuermelder wieder in Betrieb. Die Feuerwehr kann also durch Feuermelder oder Fernsprecher wie vor dem Fliegeralarm angefordert werden. Es ist zweckmäßig, diesen Hinweis an gut sichtbarer Stelle im Hausflur oder an der Haustafel anzubringen. Beginn der Aktion „Heize richtig". NSG. Am nächsten Montag (15. Juli 1940) beginnen im Gau Hessen-Nassau die ersten Lehrgänge der wichtigen Aktion ,„Heize richtig!", die die Deutsche Arbeitsfront durchführt, um einen sparsamen Verbrauch von Kohlen in den Heizungsanlagen sicherzustellen. Insgesamt werden in unserem Gaugebiet über 7 0 0 Lehrgänge durchgeführt, in denen etwa 26 000 Menschen erfaßt werden. Zur Durchführung der Lehrgänge sind 6 0 Kreisübungsleiter eingesetzt. Die Lehrgänge finden in ungefähr 100 verschiedenen Orten statt. Die Dauer der Lehrgänge beträgt jeweils 5 Tage, und zwar immer von Montag bis Freitag. An jedem dieser Tage wird 2V2 Stunden Unterricht erteilt, und zwar an drei Tagen theoretischer und an zwei Tagen praktischer Unterricht. Da die Lehrgänge von den' neuesten Erfahrungen ausgehen, bedeuten sie für jeden, der eine Heizungsanlage zu bedienen hat, eine wertvolle Bereicherung seines Wissens. der Kleiderkarten ihrer Kundschaft, aber auch die Bezugscheine, einliesern, 0. h. persönlich abgeben, oder — was dem Wirtschafts amt lieber ist — durch die Post einschicken. Die Punktabschnitte sind nach Art und Farbe säuberlich aufgeklebt. Mit raschem und sicherem Blick überprüft die damit beauftragte Mitarbeiterin des Wirtschaftsamts die einzelnen Bogen, um nachzusehen, ob nicht etwa Abschnitte aufaeklebt sind, die noch nicht von der Kleiderkarte abgetrennt werden durften. Bei den eingelieferten Bezugscheinen für die verschiedenen Textilwaren, die nicht auf Kleiderkarte-, sondern eben auf Bezugscheine abgegeben werden, wird eine Punktzahl errechnet, and zwar nach einer genauen Punktbewertung der einzelnen Waren. Auch die aus den Bezugscheinen errechneten Punktzahlen werden dem Einzelhändler gutgeschrieben. Der Einzelhändler erhält also ein „K 0 nt 0", genau so wie er ein Bank- oder Postscheckkonto hat, nur geht es eben nicht um Mark und Pfennige, sondern nur um Puntte, die aber für den Händler einen großen Wert besitzen. Sie sind entscheidend für den Umfang seines Geschäfts in den kommenden Monaten. Für die vielen Konten, die im Kreis Gießen zu führen sind, lag es nahe, für den Geschäftsverkehr mit Punkten eine richtiggehende Bank zu finden. Im Kreis Gießen find die 'Bezirkssparkassen Gießen, Grün berg und Laubach dazu ausersehen worden. Das Wirtschaftsamt meldet nun diesen Stellen die Gutschriften der einzelnen Textilgeschäftsinhaber, der Kontoinhaber erhält Schecks und weist seinem Lieferanten, also dem Großhändler oder Fabrikanten, jeweils die erforderlichen Punkte an, wenn er sein Lager auffüllen will. Nur eines gibt es nicht bei dieser Punktverrechnung — es gibt keinen Kredit. Es darf also kein ungedeckter Scheck ausgestellt werden! Zu diesem Scheckverkehr kommt aber noch eines hinzu: es muß genau angeneben werden, für welche Artikel die Punkte angewiesen werden, und außerdem muß der Lieferant dem Händler bestätigen, daß er die geforderten Waren auch liefern kann. Man sieht, alles greift sorgfältig ineinander! Ungestörte Nachrichtenübermittlung für Gaststättenbesucher. NSG. Die Nachrichtendienste und die Sonder- meldungen des Großdeutschen Rundfunks haben in diesen Tagen weltgeschichtlicher Entscheidungen eine so hervorragende Bedeutung gewonnen, daß es die politische Rundfunkführung für ihre Pflicht ansieht, jedem Volksgenossen unter Einsatz sämtlicher zur Verfügung stehenden Mittel das Abhören der Rundfunkmeldungen zu ermöglichen. Vom Rundfunkamt der Reichspropagandaleitung der NSDAP, sind daher in Zusammenarbeit mit der Rundfunkabteilung des Propagandaamtes der Deutschen Arbeitsfront, dem Fachamt Fremdenverkehr der Deutschen Arbeitsfront und der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe unter anderem umfangreiche Maßnahmen eingeleitet worden, die auch für alle Gaststättenbesucher die ungestörte Uebermittlung der Rundfunknachrichten sicherstellen sollen. Es gehört zur Aufgabe be£ Leiters einer Gaststätte, seinen Gästen das störungsfreie Abhören der Rundfunknachrichten und Sondermeldungen zu ermöglichen. Darüber hinaus wird gemäß einer Anweisung des Stabsleiters der NSDAP., Hugo Fischer, dafür Sorge getragen, daß auch die öffentlichen Uebertragungsanlagen sowie die Anlagen der Gemeinden und des Gemeinderundfunks sowie im Rahmen des möglichen die Uebertragungsanlagen der Rundfunkfachgeschäfte für die Durchgabe wichtiger Sondermeldungen bes Großdeutschen Rundfunks eingesetzt werden. Es ist auf diese Weise dafür gesorgt, daß nun auch der letzte Rundfunkempfänger, der letzte Lautsprecher .und die letzte Uebertragungsanlage im Dienste der Allgemeinheit für die Uebertragung der Sondermeldungen des Großdeutschen Rundfunks an alle Volksgenossen nutzbar gemacht wird. Zur Deckung der Unkosten, die beim Landratsamt, wie bei den Bezirkssparkassen entstehen, wird für jedes Scheckformular ein Betrag von 12 Rpf. erhoben. Neben dem Scheckverkehr über die Punktkonten bei den drei erwähnten heimatlichen Bezirkssparkassen gibt es aber auch eine Punktverrechnung beim Wirtschaftsamt des Landkreises. Das Amt gibt „K l e i n st - P u n k t s ch e ck s" aus, Schecks also über kleinere Mengen von Punkten, die von solchen Geschäftsinhabern bzw. Handwerkern angefordert werden können, deren Geschäftsbetrieb sich im Nahmen eines gewissen jährlichen Umsatzes bewegt. Im „Kleinst-Punktscheckverkehr" ist es möglich, daß der Geschäftsmann vom Lande morgens feine aufgeklebten Punkte in Gießen ab liefert und wenn er die Bestätigung seines Lieferanten beibringt (daß er die erbetenen Waren liefern kann), so wird der Scheck sofort ausgestellt und der Kaufmann kann die Waren sofort beim Großhändler holen. Hier also leistet das Amt einen „Dienst am Kunden", der eine rasche und reibungslose Erledigung der Punktoerrechnung ermöglicht, lieber die anderen Punktverrech- mmgsstellen vollzieht sich der Punktscheckverkehr kaum weniger rasch und reibungslos und im Prinzip nicht anders als der bargeldlose Zahlungsverkehr. Das ganze System der Punktverrechnung hat sich bereits ausgezeichnet eingespielt und praktisch bewährt. Den weitaus meisten der Beteiligten sind die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen geläufig. Die unmittelbar beteiligte Mitarbeiterin am Landratsamt weiß Hunderte von Punktbewertungen der verschiedenartigen Textilwaren längst auswendig, und ihrem geübten Auge entgeht in der Fülle der eingelieferten aufgeklebten Punkte ab schnitte kaum ein Abschnitt, der nicht das rechte Datum trägt. In der gegenseitigen guten Willensäußerung der amtlichen Stellen, wie auch der Geschäftsinhaber,, hat ein ursprünglich kompliziert erscheinender Modus seine Form gefunden und ist in Fleisch und Blut übergegangen. Das Landratsamt erfüllt mit seinem Wirtschafts, amt auch in diesen neu erwachsenen Aufgaben eine Pflicht gegenüber der Volksgemeinschaft, eine Pflicht, die einem Stein im Mosaik der sorgfältig durchdachten deutschen Krieg- und Kriegs-Wirtfcyaftsfüh- rung vergleichbar, ist. N. Saarabend bei der NS.-Frauenschast. Die Frauenschaft von Gießen hat die Saardeut-- schen zu einem fröhlichen Abend eingeladen. Auf allen Gesichtern der Rückgeführten stand die Freude, daß sie nun bald wiederein ihre schöne Heimat zurückdürfen und Vieles, was sonst schwer erschien, wird nun auf einmal leicht. Die Frauenschaft wollte diesen Frauen die Schönheiten der näheren und weiteren Umgebung vermitteln, damit sie einmal den richtigen Eindruck von unserem schönen Hessenland bekommen. Die Ungunst der Zeit hat. wohl die meu Schickt Illustrierte an die Front! Der Frontsoldat wird dafür dankbar sein. sten daran verhindert, sich Land und Leute näher anzusehen. So zeigten ihnen nun Bilder die feinen Fachwerkbauten von Gießen und Umgebung, die Burgen des Landes und zuletzt die Trachten. Dazu wurden Gedichte in hessischer Mundart Dorgetragen, die sehr viel Freude machten. Dazwischen fang die Iugendgruppe des Deutschen Frauenwerks frische fröhliche Lieder und einige Kanons. Zu aller Freude brachten auch die Saarländer Verse in ihrer Mundart. In heiterer Weise erzählten diese von ihren Erlebnissen in Gießen und wie sehr sie doch die Stammesunterschiede gespürt haben. Gar so zugeknöpft feien ihnen die Hessen vorgekommen, aber bei längerem Hiersein habe sich doch eine gute Kameradschaft herausgebildet. Hell erklang das Saar« lied durch den Saal und freudig stimmten alle mit ein. Das Schlußwort sprach Kreisleiter Backhaus, bei? als Gast zu dieser Feier gekommen war. Er gab seiner Freude Ausdruck, daß die Saarländer wieder in ihre Heimat zurückdürfen und ermahnte, daran Rach Mainz. Lon Dorothea Hollah. Am Bahnübergang im Westen der Stadt war bas neue und pfeilartig zugespitzte Schild „Mainz" so tief aufgestellt worden, daß ein Achtjähriger sich bequem wie auf einem Fußgeländer setzen konnte und mit den Beinen baumeln. Und das tat Friedrich, den sie seiner dünnen Beine wegen Piepel nannten, denn auch sofort und knallte begeistert gegen die schwarzen Buchstaben auf dem gelben Lack, und der Kamerad mußte es natürlich auch versuchen. Sie hatten beide ein namenlos schlechtes Gewissen dabei, denn sie wußten genau, wie wichtig solch ein Schild war, aber sie konnten gegen bas dose Tier in ihrem Innern einfach nicht an. „Ich kann auch drauf stehen", erklärte Piepel, und der andere: „Ph, stehen ist keine Kunst! Mußt drauf entlanggehen. Guck mal, so ..." Und er tanzte mit genagelten Stiefeln über die Kante hin, sprang ab und höhnte: „Kriegst du nie im Leben hin, du mit deinen zwei dünnen Stecken! Wetten?" Klar, daß gewettet wurde! Wer darf sich solches sagen lassen? fignges Besinnen und schließlich, da es sich ja nur um eine Formsache handelte: „Kriegst meinen Tankwagen." Piepel kniff ein Auge zu: was sagte der bar „Den Tankwagen, den neuen?" Der andere warf einen verächtlichen Blick auf Piepels Gebeine, steckte die Hände in die Taschen und zog ab. „Ja, wenn du weggehst, kannst du's ja nicht sehen", schrie Piepel wütend hinter ihm her. „Will ich auch gar nicht", spuckre der andere aus. Es kamen hier nur selten Wagen vorbei, und so konnte Piepel feine Versuche, das Schild wie einen Schwebebalken zu überqueren, ungestört wohl ein Dutzendmai wiederholen, zumal es dämmerig geworden war und er auch von den Bewohnern des Häuserblocks an der Stadtgrenze keine Störung zu befürchten hatte. Er wollte lieber sterben als dem andern eingestehen, daß er nicht das gekonnt, was der andere ohne Uebung auf ersten Anhieb glatt vollbracht hatte. Es wurde kalt und dunkel, er übte immer noch. Manchmal stieß er wütend, verzweifelt und mit der Welt zerfallen gegen die das Schild stützenden Stangen, ja, er rüttelte voller Tränen daran, als trügen sie allein die Schuld für fein Mißgeschick. Er bohrte mit den Stiefelspitzen die Erde locker, darin sie heute morgen erst festgestampft waren, und beim zwanzigstenmal ließ das Geschick es den Achtjährigen gelingen: er torkelte drüber hin, fiel herunter, riß sich die Hand auf und schlug sich die Nase blutig. Was tat es schon? Er hatte es geschafft! Er hatte sich den roten Tankwagen verdient! Als er sich aufzurichten versuchte, lag etwas Schweres vor ihm, er erkannte es mit Mühe und blies die Backen vor Schreck auf: das Schild, das viel und geduldig ausgehalten, hatte sich langsam zu Boden geneigt. Die riesigen Schrauben hatten nicht nachgegeben, aber die beiden Pfosten waren aus dem mißhandelten Erdreich herausgebrochen. Da lag es nun, und daneben stand Piepel, der Uebeltäter. Ja, nun würde die Polizei kommen und ihn fassen, das war klar, man mußte sich so schnell wie möglich aus dem Staub machen. Aber da tauchten in der Dunkelheit zwei Lichter aüf, kamen näher ... waren da mit Donnergetöse. Himmel, es war ein Lastwagen mit dem gelben Dreieck auf der Stirn, es hingen womöglich noch zwei andere dran, und der Fahrer würde vielleicht in die falsche Bahn einbiegen ober gerade hier am Uebergang zurückstoßen müssen! Und womöglich waren Soldaten drin oder Pferde, die irgendwo erwartet wurden! Ach, an Fliehen war nicht mehr zu denken, jetzt galt es, seinen Mann zu stellen. Er hob mit aller Kraft das umgekippte, übel zugerichtete Schild auf und hielt es von hinten dem schwachen Licht des Wagens entgegen. Einen Augenblick glitt der Schein der Lampen über feine Beine, über den Mantelsaum, dann ratterte das Ungetüm weiter. Nun erst ward es offenbar, wie schwarz es ringsum geworden war und wie kalt. Gewiß suchten nun die Eltern schon und fragten herum, und Piepel überlegte, ob es wohl schon Mitternacht sein könnte, junb als es von der Stadt her acht Schläge tat, wurde ihm bang ums Herz. Geräusche ringsum, fremde, aufregende! Kein einziges Licht, in dessen Schein er für Augenblicke das veränderte Antlitz der Umwelt hätte erkennen können. Ein Auto ... er riß das Schild hoch, dann nichts mehr, nur noch tiefe, lange Nacht. Trotz aller Gegenwehr fiel es mit Macht über ihn her, mit bleierner Schwere. War er ein Soldat auf Wache, hatte er dem Feinde Munition zuzuführen und fand den Weg nicht? Hatte er sich ein Loch in die Erde gebohrt und horchte auf ein Klingelzeichen? Was hatten feine Kameraden denn da in der Hand? War das nicht der rote Tankwagen, der neue? Natürlich, er hatte ihn sich ja erkämpft! 22 Zentimeter war er lang und lief auf drei Achsen, bitte! Meiner! Gebt her! Laßt los! Was, ihr lacht, ihr glaubt es nicht? Streichholzbeine sagt ihr? Na wartet! Heiß vor Wut schlägt er auf sie ein — schlägt mit aller Wucht gegen den Pfosten und erwacht. Brausend, dröhnend kommt es näher, schiebt sich vorwärts/ Licht an Licht in langer Kolonne, vorsichtig die letzte Kurve nehmend und nach dem Zeichen spähend. Ist denn da nirgends ein Schild, zum Teufel? Jawohl, das steht wie eingemauert. Wie ein Blitz ist der Piepel aufgefahren, hat es hochgerissen und hält es umklammert. Wie ein Baum steht er, jawohl? Wagen an Wagen zieht vorüber, kleine Kanonen sind es, Zeltwagen, Gulaschküchen, Personenwagen und' hin und wieder ein Motorrad. Herrlich ist es! Der Junge hält das Schild, als hielte er die Fahne. Das Schild ist wichtig, es zeigt den Weg nach Mainz. Fast ist die Kolonne vorüber, da senkt sich langsam die beleuchtete Schranke und reißt den Faden der Fahrenden mitten durch. Die ersten sind schon nicht mehr zu sehen, während die andern mit Leerlaufgebrumm immer noch warten. Lange müssen sie warten ... kommt denn der Zug nicht? Das Schild ist schwer in der Hand des Trägers, dessen Hände vor Kälte erstarren. Wird schwer wie Eisen .. schwerer als das Leben ... Als er fällt, hört er gerade noch den Zug vorbeibrausen. Nun können auch die andern endlich weiter, denkt er. Fahrt zu, Soldaten, daß ihr sie noch einholt, so sehr weit können sie ja noch nicht sein. „Mainz!" brüllt er, ehe er neben das Schild gleitet, das so langsam nach vorn überkippt, als wolle es unter keinen Umständen dem Jungen weh tun, der da bis zum letzten das tat, was er für feine Pflicht hielt. Und bann ist alles aus und in die Nacht getaucht, und als er nach endloser Zeit wach wird, einschläft und wieder wach wird und den Freund stehen sieht, der ihim das Tankauto hinhält, zinnoberrot und glänzend, wendet er sich ab und sucht den Blick der Mutter. „Sind sie richtig gefahren?" würgt er heraus, und als sie nickt, lächelt sein Mund das stolze und glückliche Lächeln eines Großen. Sie sind richtig gefahren. Nun komme, was da mag. Pans 1870/71. Als im Kriege 70/71 Paris von den deutschen Truppen belagert wurde und ein immer stärker werdender Mangel an Nahrungsmitteln in der umschlossenen Hauptstadt eintrat, entstand unter den deutschen Quartanern der damaligen Zeit blitzartig ein Knittelvers, der eine Spiel- und Abart der bekannten Genusregel auf „is“ war. Wenn ich in den späteren Gymnasiastenjahren die verwirrende Fülle der Wörter auf „is" büffelte, überprüfte zuweilen mein Großvater, ein begeisterter Lateiner, mein Lernen. Manchmal, wenn ich glicht wußte, was das „Feuer" ober ber „Fisch" im "Lateinischen hieß, hob er bte rechte Hanb unb sprach mir taktmäßig ben Knittelvers über Paris vor. Ich habe ihn bis heute im Gebächtnis behalten, und er fyat nun roieber eine geroijfe Aktualität. Viele Dinge finb auf „is" Längst entschwunben in Paris: Panis (Brot), piscis (Fisch), finb am finis (Ende)« Und von canis (Hund) blieb nur crinis (Haar), Selbst bie sauere cucumis (Gurke) Fehlt schon längst, auch mugilis (Meerfisch). Auch etwas ganz Rares ist Felis (Katze) unb auch glis (Haselmaus) Unb Paris, was ist bein finis? Ignis (Feuer), lapis (Stein), pulvis (Staub), [cinis (Asche), Anton Schnack. Böcklin als Dichter. Der Name bieses beutschen Malers bebeutet sicher soviel wie Bocklein unb ist daher auf ber ersten Silbe zu betonen. Diele Freunbe und Verehrer bes Meisters betonten — auch heute kann man es noch hören — ben Namen auf ber zweiten Silbe, so daß er etwas fremdartig klang. Bocklin selber ließ keinen darüber im Unklaren, wie sein Name richtig auszusprechen fei, und als sogar einmal Frieda Schanz sich in einem Huldig gungsgedicht der falschen Betonung schuldig machte, setzte sich Böcklin hin unb schrieb ihr folgende Verse: „Jetzt komm' ich, teure Frieda, mit dem Stöcklin Unb klopfe dir das Dichter-Unterröcklin! Zum Teufel mtt Böcklin; Ich heiße Böcklilkl Aus der engeren Heimat SJl.-tfport rov (Nachdruck verboten!) 38. Fortsetzung. aus den verwitterten Luken einer weitbauchigen nicht Rad Sibylle! Herrgott, wo war j wußte doch, daß er kommen wollte. ......... Antwort sein? Nein, nein, er liebte sie doch. Er holte von neuem den Wirt von Stein See aus. Vor Stein dümpelte ein Fischkutter in der Forde, mit gezurrten Segeln. Er war weitbauchig und chwerfällig, eine Kufs aus schwarz verwittertem Holz. Sie gehörte dem Fischer Ketelsen, der acht Bis zum Nachmittag waren alle Arbeitsmaiden eingetroffen, und damit sie ihr neues Heim richtig kennen lernten, zeigte ihnen eme Führerin das ganze Haus. Vom Keller bis zum Giebel kletterten die Mädel und konnten sich nicht satt sehen an der wunderschönen Aussicht, die sie von den Fenstern der Schlafräume über das Isenburger Land hatten. Das malerische Städtchen mit dem stolzen Wasserschloß der Isenburger aus dem 12. Jahrhundert nennt man mit Recht oft das Rothenburg Hessens. Wie froh waren alle die Mädel, daß sie ihre Arbeitsmaidenzeit gerade in dieser herrlichen Landschaft verbringen dürfen. Zum größten ^eil war ihnen diese Gegend ja ganz neu, denn sie kamen aus Westfalen, Franken, Kur- und Rhemhessen und Hessen- Ms'sie bei der Besichtigung in den Garten kamen, entdeckten sie zu ihrer größten Freude ein schönes Gartenhaus. Wohl manche frohe Stunde werden sie dort an langen Sommerabenden verbringen. Die Führung durch das Lager endete aus der Kammer, wo nun die Mädel ihre Bekleidung erhielten. Als sie alle die gleiche Tracht trugen, fühlten sie sich erst als „richtige" Arbeitsmaiden. lustiges Lachen und frohe Lieder klangen durch 1 ° - Z nur, r-. ___art,4« Sort „Lin spät daran. Na, 's ist egal. Er war ohnehin chlecht genug, der Fang. Sturm gefteYn." Sibylle setzte sich auf die Luke. Der Fahrtwind trich über ihr Gesicht, das heiß war, über ihre Augen, die brannten, als hätte sie Fieber. Der Motor stampfte hart und laut wie das rollende Räderwerk eines fahrenden Zuges. Jetzt wußte Sibylle, daß sie Jochim liebte, daß sie ich nach seiner schützenden Hand sehnte, nach seinen ruhigen, gelassenen Worten. Jetzt ernannte sie, daß alles vorher nichts anderes gewesen war als Rausch einer Jugend, die voll ist von Opferwillen und Gebe- sreudigkeit. r. . . Aber trotz dieser Erkenntnis war sie auf dem Weg zu Detlef. Denn stärker als Liebe und.Sehnsucht war das Pflichtgefühl und die Treye in ihr. Und wenn auch viele sagen würden, daß niemand pon ihr verlangen könne, zu dem Mann zu gehen, der sie verlassen hatte, daß keine Pflicht mehr bestünde, zu Detlef Hauck zu gehen, der sie zurückließ, wortlos, ohne Grund ... sie selbst erachtete es als ihre Pflicht, bei ihm zu sein und zu bleiben, wenn er sie brauchte, Mochte dazwischen gewesen sein, was Sie hätte rufen können, aber sie dachte gar daran. Wozu auch. Sie lächelte, ohne es zu wissen. „Frieren Sie?" fragte Ketelsen, der am stand. Sie schüttelte den Kopf. Im Fischereihafen legten sie an. Das Eis des Hafens, das gestern noch wie Flöße auf den Wellen schaukelte, war an die Ufer gespült und in die Hörn hineingedrückt worden. Es zerbröckelte, wurde zerrieben von Schiffrümpfen, Schleppern und Booten. Es schien, als wäre es nicht mehr so kalt. Die Sonne des Mittags hatte aufgetaut und erwärmt. Sibylle bedankte sich bei dem Sckiffer und trat an Land. Ketelsen sah hinter chr her, während der Junge die Luken aufriß und silberne Fischberge bloß- oben über den Pfad, den sie Schulter an Schulter mit Karsten Huith gewandert war. Sie schritt über den Strand und wich den lockenden Zungen der Arbeitsmaiden halten ihren Einzug im neuen Lager Büdingen. dem Schankzimmer. „Ich muß noch einmal anrufen. „Bitte." .. Er verlangte das Amt. „Sagen Sie mir, Fraw ' lein, wer die Nummer 77 832 hat. Sehen Sie doch eben einmal nach. Ich rief vorher an, bekam aber keine Antwort." „Augenblick." Und dann bekam er Auskunft: „Rechtsanwaltsbüro Doktor Mjölln." „Ach, Mjölln. Halt, Fräulein, bleiben Sie noch da. Geben Sie mir doch bitte mal die Privatwohnung von Doktor Mjölln ... danke." Er rief an. „Hallo, Mjölln sind Sie da? Gott sei Dank! Hören Sie, ich bin hier in Stein. Sagen Sie mir, was hatten Sie heute mit Frau Hauck zu telephonieren?" , , , „Ach, nicht viel, ich hatte sie mir gefragt, ob ihr Mann in einer Wirtschaft verkehre, die zum „Goldenen Horn" heißt, und ob er schon in Beirut ge- ganzes Leben? Sibylle ging aus dem Haus, lieber Meer und Strand lag Sonne. Langsam flössen die auf das Ufer geworfenen Wasser wieder zurück, hinterließen ' l und Tang. sah in die Ferne. Jetzt, da „Was- Dr. Otto Luh bei den Reichs- wettkämpfen der Studenten. Anläßlich der Reichswettkämpse der Deutschen Studenten im Kriege vom 5. bis 7. Juli 1940 in Braunschweig erzielte der Vertreter der Universität Gießen im Kugelstoßen, Dr. Otto Luh, Gießen, die prächtige Weite von 15,32 m. Schon in der Qualifikation und im Vorkampf war es klar, daß ihm kemer einer Mitbewerber um die Ehre des Reichssregers gefährlich werden konnte. Er erreichte schon hierbei, um Klassen besser als alle anderen, mühelos 15,22 m. In der Entscheidung, die am 7. Juli im Stadion zu Braunschweig stattfand, verbesserte er sich von Stoß zu Stoß und erlangte den ersten Sieg Mit 15,32m. Der Zweite mußte sich mit der Leistung von 13,56 m um 1,76 m geschlagen geben. Reicher Beifall der überfüllten Kampfstätte belohnte den, schönen Stoß. Auch im Diskuswerfen zeigte er sich als großer Könner und belegte hinter Kronenberg (45,39 m) und Hilbrecht (43,45 m) mit 40,85 m den dritten Platz, trotzdem er in dieser Sportart bisher kein Spezialtraining aufgenommen hatte. Auch der zweite Vertreter der Alma mater Ludoviciana, bet junge Tennisspieler Walter Becker, schlug sich sehr tapfer und gelangte bei ,ungefähr 70 Teilnehmern der L-Klasse unter die letzten Sechzehn. Hier wurde er von dem späteren Zweiten, einem gewiegten Turnierspieler aus Frankfurt am Main, in einem hinreißenden Kampf ausgeschaltet. Ein feiner Erfolg, mit dem er sehr zufrieden sein kann und der ihn nächstes Jahr zu noch besseren Leistungen anspornen wird. . Die Reichswettkämpfe der Deutschen Studenten in Braunschweig brachten an sich sehr gute Ergebnisse. wesen sei." „Und?" . . „Ach, nicht viel. Sie kannte die Kneipe nicht. „Warum wollten Sie das wissen?," „ „Weil wir den Maler Hauck gefunden haben. "Ja, er lebt. Es ist eine komische Geschichte, nicht wahr. Aber sind wir nicht tüchtig?" „Doch, doch, sehr. Aber erzählen Sie. Wo ... „Kommen Sie doch mal vorbei bei mir, Herr Kett. Ich bin zu Hquse. Fahren Sie rasch herein Keine Sm von HM Roman von LharloNe Kaufmann. hen gebracht. Gefängnis wegen Beleidigung einer Lustschuhwartin. LPD. Darmstadt, 8. Juli. Eine Frau in Kelsterbach hatte während eines Fliegeralarms ihr Schlafzimmer so ungenügend verdunkelt, daß der Zchweinemarkt in Alsfeld. ± Alsfeld, 10. Juli. Der heutige Markt war mit 107 Ferkeln und Läuferschweinen beschickt. Preise- 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 26 bis 32 RM., 8 bis 10 Wochen alte 32 bis 38 RM Lauserschweme im Alter von 14 Wochen kosteten 45 RM. Marktverlauf: glatt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 10. Juli. (Vorbericht.) Käl- ber 28 bis 59 RM., Lämmer und Hämmel 18 bis 50 RM., Schafe 12 bis 44 RM., Schweine 53 bis 59 RM.'—- Marktverlauf: zugeteilt. „Sie wird sich scheiden lassen", sagte Joachim hart, 1 Lch denke, Sie nehmen die Sache in die Hand. „Anwalt für Ehescheidung. Schön, wenn Sie es wünschen—" ... ,, „Ich werde zu Ihnen kommen. Morgen vielleicht. „Ja, tun Sie das. Schade, daß Sie nicht gleich kommen können. Ich feiere nämlich seit heute mor= gen meinen Erfolg. Ich habe eben eine Flasche Tokaier hier ..:" Joachim hörte nicht weiter. Der Mann lebte ... lebte in der Stadt! Es war elf Uhr, als Joachim abgehetzt, ausgesto- ren-und mit bohrender Angst nach Haufe kam. Wo war Sibylle? Detlef lebte. Lebte in der Stadt, ganz in der Nähe. Eine Stunde Bootfahrt, eine halbe Stunde Weg. So nah. , ,,,. . , Als Sibylle sich von Karsten Hmth verabschiedet hatte, dachte sie nichts anderes. Sie verrichtete mechanisch die Arbeiten, die das Haus forderte, und dachte immerfort dasselbe. Er lebt. Sie aß nichts zu Mittag. Sie ging burd) bie Räume der Kate mit einer ruhelosen Ge chastigtett, als habe sie etwas verloren und mußte es suchen, toie tat hier etwas, dort etwas. Sie fand sich, wie sie im Atelier stand und das Bild mit dem aufziehenden Gewitter über einem Aehrenfeld anstarrte. Der Mohn — die Farbe dieser brennenden Blutflecke im Gelb der Aehren, saugte sich in ihr Herz. legte. Sie ging über die Straßen, gleichmäßig und stetig, durch langsam einfallende Dämmerung und aufspringende Lichter. Krauttveg 78. (Fortsetzung folgt.) ** Ernennung. Der Leiter des Arbeitsamts ' Gießen, Regierungsrot Dr. Nonnen mann, ist i durch Erlaß des Führers vom 28. Ium zum Oder- reaierunqsrat ernannt worden. ** Auszei chnun g für treue Di e n st e. Der Führer hat das Treudienst-Ehrenzeichen dem Telegraphenassistenten Richard Stroh und dem Telegraphenbauhandwerker Karl B o nari u s in Gießen verliehen. — Ferner hat der Führer den Telegraphenbauhandwerkern Heinrich Mu l ch aus Annerod, Heinrich Kreiling aus Gießen-Wieseck und Heinrich Demper aus Großen-Buseck für verdienstvolle Arbeit zum Schutze Deut chlands das Deutsche Schutzwall-Ehrenzeichen verliehen. Die Auszeichnungen find den genannten Gefolgschasts- mitgliebern durch den Amtsvorsteher mit den besten Glückwünschen des Herrn Reichsposttnimsters und des Herrn Präsidenten der Reichspostdirektton in Frankfurt a.M. überreicht worden. . ♦* Mieter-Jubiläum. Landgerichts-Registrator Ernst Rumpf wohnt sett 30 Zähren im Hause von Karl Hahn, Wwe., Goethefttaße 57 I. Das langjährige Mietverhältnis ist em Zeichen schönsten Einvernehmens zwischen dem Mieter und der Vermieterin. , . ** Verbotder Einreise indasehema - lige Kampfgebiet. Die Einreife -in das ehemalige Kampfgebiet (zwischen dem Rhein und der Reichsbahnlinie Rastatt^Basel) ist derzeit nur mit besonderer Genchmitzung der Landrate zulässig. Die Besichtigung der Kampfstellungen, Bunker usw. ist noch nicht gestattet. Vor unerlaubter Zureise wird ernstlich gewarnt. Zuwiderhandlungen gegen das Verbot werden bestraft. Die Aufsichtsorgane haben , Anweisung, erforderlichenfalls Zwangsgestellungen und. polizeiliche Abschiebungen vorzunebw"'. Lichtstrahl deuüich nach außen drang. Dieerste Er- Mahnung der Lustjchutzwartm wurdes ni4t beachtet. Schließlich ging auch noch das LichiI,'w Trep penhaus an und ließ den Schein auf die Straße und aui ein gegenüberliegendes Haus fallen. Die erneuten Ermahnungen der Luftschutzwartm wurden mit Beleidigungen beantworte t. Nun hatte sich die Frau vor dem Amtsrichter in Darmstadt zu verantworten, der wegen Beleidigung eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen und wegen ungenügender Verdunkelung eine Haftstrafe von zwei Wochen verhängte. * Lützellinden, 9.Juli. Dem Unteroffizier Friedrich Gärth von hier wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen, weil er als Fahrenführer bei einem Kanalübergang trotz stärkstem Artilleriebeschuß vorbildlich seine Pflicht tat. * Ebersgöns, 9. Juli. Dem Arbeiter Johannes I o ll von hier fiel bei seiner Arbeit ein schweres Sü'ck Eisen auf den Fuß, so daß er einen Kn^elbruch erlitt. Der bedauernswerte Mann rol. urch die Gießener Bereitschaft des Deutschen Ro Kreuzes in die Chirurgische Klinik nach Gie- non berbegrüßt wurden, ging auch Arbeitstag irn Lager Büdingen, das letzte Nestchen von Befangenheit verloren. I in Gang. „Bin neugierig, ob ich meine Ladung noch los- kriege in der Stadt." Ketelsen spuckte ins Wasser. I Vielleicht ist er danach doch gegangen, weil er sie nicht mehr liebte, weil er allein sein wollte, ungebunden, weil er ihrer Sorge überdrüssig, geworden war. Vielleicht hatte Karsten Huith recht. Es war das erstemal, daß dieser Gedanke ihr kam, und fast wünschte sie, daß er wahr sein möge. Aber, dann würde er nicht in der Stadt wohnen, nicht eine Bootstunde von ihr entfernt. Dann würde er nicht über neblige Aecker gehen, um ihr zu begegnen. Dann wäre er draußen in der Welt geblieben und nie zurückgekommen. Es wurde Mittag, und am Abend kam Joachim. Er wollte ihre Antwort holen. Konnte sie antworten, während ihr Herz voll war von Ungewißheit und Zweifel? Konnte sie hingehen und ein neues Leben beginnen, wenn in der Stadt der Mann lebte, dem sie Treue zugesagt hatte, Treue für ein sili" nicht mehr da war, fühlte sie ihre Einsamkeit in einer neuen Form. Es war, als hätte sie plötzlich keinen Halt mehr in der Oede. Sie machte sich auf den Weg. Sie ging nicht oben über den Pfad, den sie Schulter an Schulter Zieger Fortgang der Wartenbach-Ausgrabungen. LPD. Lauterbach, 8.Juli. Wie der „Der- ein Lauterbacher Museum e. D." in einem am 6. Juli veröffentlichten Bericht über seine For- schungs- und Ausgrabungsarbetten an der Burgruine Wartenbach bekanntgibt, ist jetzt nördlich des einstmaligen Burgfriedes ein früherer zweistöckiger Steinbau ausgegraben worden, dessen Erdgeschoß einst die Küche und dessen Obergeschoß die Burgkapelle enthielten. Im Gewölbe der Küche wurden Pfannenreste, Reste von Waffeleisen und Topfscherben, von der Kapelle Zierfensterreste, sowie bronzene Buchbeschläge vorgefunden. In einem weiteren Raum der Burg wurden ein früherer Pferdestall im Erdgeschoß und im Obergeschoß em zweiter Pallas festgestellt, dessen Karnin bereits 1938 aufgefunden worben ist. Wie berichtet wird, sind -—mit I Ausnahme des Burgbrunnens — die inneren Teile ber Oberburg damit völlig ausgegraben. Anschlie- ßnd wurde mit der Freilegung der Ringmauerder Oherburg begonnen, wobei eine Reihe schöner Funde (behauene Steine, Bögen und Säulen von romanischen Fenstern) gemacht werden konnte. Die Arbeiten gehen weiter. Das Grab seines im Weltkrieg vermißten Vaters gefunden. LPD. Biedenkopf, 9. Juli. Ein in Biedenkopf wohnhafter Soldat, ber an den Kämpfen im Westen teilnahm, entdeckte auf einem Soldatenfned- hof an der Somme das Grab seines im Weltkrieg gefallenen und als vermißt gemeldeten Vaters. Kinder hatte. , Sie traf ihn, als sie unter dem Deich herankam. „Hallo, Frau Hauck", lachte er, als er ihr begegnete. „Wo wollen Sie hin?" „In die Stadt, Ketelsen", erwiderte sie, aus ihren Gedanken auffahrend. „So, so. In die Stadt. Zu Fuß oder mit dem Dampfer? Hab' es gehört. Ihr Boot ist beim Teu- eL Wenn Sie wollen, können Sie mitfahren. Er machte eine Handbewegung zu seiner Kufs hinaus, die an der Ankerkette lag. ,/Fahren Sie in die Stadt mit dem Kutter? fragte sie zurück? , ,, ., ,. „Ja, das habe ich vor. Ich bin nur rasch hier ausgestiegen. Meine Frau, Sie wissen ja, hat einen Jungen bekommen. Ich muß doch nachsehen zu Haufe." Er lachte breit, stand neben ihr. „Kommen Sie. Steigen Sie ein ins Beiboot. Verdammt, ist schon wieder Wasser drin. Das Ding leckt, daß es Die Organisation, die hervorragend geklappt hatte, machte die Reichswettkämpfe der Deutschen Stti- denten im Kriegsjahr 1940 zu einem fortlaufenden Band von immer neuen Entscheidungen, und der Deutsche Student, der jetzt noch nicht an der Front stehen kann, hat gezeigt, daß er durch diese Leibeserziehung, deren Krönung der Reichswettkampf der Deutschen Studenten darstellt, für alle Fälle gerüstet und gewappnet ist. K- W. Vorschlußrunde der Fußball-Kriegsmeisterschafi. Die Fußballspielzeit 1939/40 nähert sich ihrem Höhepunkt. Am kommenden Sonntag stehen die beiden Vorschlußrundenspiele der deutschen Kriegsmeisterschaft zur Entscheidung und schon acht ^age später — vorausgesetzt daß die beiden Endspielteu- nehmer am Sonntag ermittelt werden — soll im Berliner Olympiastadion das Endspiel steigen. Das eine der beiden Vorrundenspiele führt den badischen Meister SV. M annh e i m--Wa 1 d h o f mit dem Titelverteidiger Schalke 04 in Stuttgart zusammen, im anderen sind Rapid Wien und Dresdner SC., die Meistermannschaften von Ostmark und Sachsen, im Wiener Stadion die Gegner. Im Süden des Reichs ist man besonders darauf gespannt, wie sich die blutjunge Waldhofelf gegen die ebenfalls verjüngte großdeutsche Meistermannfchast hält. Wenn hier auch ein WaldhostiTfolg durchaus im Bereich ber Möglichkeit liegt, so gilt doch allgemein Schalke als Favorit. Als vollkommen offen ist der Wiener Kampf anzusehen, , obwohl Rapid den nicht zu unterschätzenden Vorteil hat, in heimischer Umgebung spielen zu können. NSG. Im ehemaligen Rentamt zu Büdingen waren schon seit einigen Wochen dw Handwerker tüchtig bei der Arbeit. Es wurde geweißt, gezimmert n^^Bald ^sah"'man es dem stattlichen Haus mit den Giebeln und bunten Erkerfenstern an, daß es wieder bezogen werden sollte. Als nun die Leute neugierig frügen, für wen denn das schöne Haus so neu her- aerichtet würde, hörten sie, daß es ein Lager des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend gäbe und daß Anfang Juli schon die neuemges eilten Arbeitsmaiden ihr neues Heim beziehenswollten. Nichtig, am frühen Morgen dieses Tages kamen auch schon die ersten Arbeitsmaiden an. Aus federn Zug, der im Büdinger Bahnhof emüef, kletterten lustige Mädel mit großen Koffern und schauten^stch dauernd suchend um, ob nicht unter den Nesierch^ irgend eine neue Kameradin zu erkennen sei. Immer fanden sich auch einige zusammen, die dann gemeinsam den Weg zum Lager antraten, beglettet von den Kindern, die ja so neugierig uuf die neuen Arbetts- maiden waren. Staunend gingen die Madel nun durch das schöne hessische Städtchen, das so ganz mittel- alterlich onmutete, bis zum Lager. , Freilich standen die Mädel nun etwas schüchtern , v i...... Sin nvtMtrh hon Mintr tnuiPTI zu denken, daß wir das doch nur unserer herrlichen Wehrmacht und unserem Führer zu danken haben. Mit den Liedern der Bewegung und dem Dank der Saarländer schloß der wohlgelungene Abend. Uis. Gießener Gchlachiviehmarkt. Auf dem gesttigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Vlehverste.l- qerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 39 bis 45; Bullest 34 bis 43,5; Kühe 20 bis 43,5; Färsen 35,5 bis 44,5; Kälber 28 bis 57; Hämmel 20 bis 38 Rpf. je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,16; bl (135 bis 149,5 kg) 1,16; b2 (120 bis 134,5 kg) 1,16; c (90 bis 119,5 kg) 1,14; d (80 bis 89,5 kg) 1,08; e—f (unter 80 kg) 1,04; gl (fette Specksauen) 1,16; i (Altschneider) 1,16; g2 (andere Sauen) 1,08; h (Eber) 1,08 RM. — Marktverlauf: Auftrieb gut; alles zugeteilt. ♦ ** Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Der Unteroffizier Karl Rau (Kttnik- straße 16) hat sich bei den schweren Kämpfen um Amiens ausgezeichnet und echielt nun das Eiserne Kreuz II. Klasse. — Bei den Kämpfen an der Saar wurde der Soldat Karl Jmmel, Riegelpfad 26, für seine Tapferkeit vor dem Feinde nut dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Die gleiche Auszeichnung erhielt ferner fein Schwager, Dr. Gustav Hartmann, der als Unterarzt in einem Artillerieregiment vor Verdun feinen verwundeten Kameraden unter dem Einsatz feines eigenen Lebens half. sie hingegangen? öie oollte. Sollte das ihre eine Art hat." „Einen Jungen!" Sibylle hatte vergessen, daß Fischer Ketelsens Frau ein Kind bekam. Sie hatte soviel für sich selbst zu denken seit einiger Zett, daß sie alles vergaß, um was sie sich fruher„gekum° mert hatte. ,/Jch gratuliere Ihnen, Ketelsen." Er nickte. „Danke, danke. Ein dicker Kerl ist es. Der wird kräftig werden. Er wird zur See gehen." Er stieß von Land, wriggte über das türkis- farbene Wasser mit ruckartigen Bewegungen, Sibylle saß auf der Ducht und sah ihm zu. Er hatte kräftige Arme und Hände. Sein Gesicht war wie Leder, ausgetrocknet, verwittert. Aber seine Augen waren hell. Er schien glücklich zu sein und zufrieden. Für heute menigftens. Dann half er ihr an Bord. Der Knecht tarn aus der Kajüte. „Wie steht's?" fragte er. Ketelsen nickte. „Gut". Sie zogen den Anker ein, brachten den Hilfsmotor Landkreis Gießen. * Beuern, 9. Juli. Der hiesige Landwirt Heinrich Dietrich wurde beim Beschlagen seines Pferdes von dem Tier heftig getreten, so daß er einen Unterschenkelbruch erlitt. Der Verunglückte wurde durch die Gießener Bereitschaft vom Deutschen Roten Kreuz in das Evangelische Schwesternhaus nach Gießen gebracht. Kreis Büdingen. h Schotten, 9.Juli. Zu einer Arbeitstagung des Milchleistungsausschusse s der hiesigen Molkerei Hoherodskopf waren unter Leitung des Bezirksbauernführers Straub (Ramrod) die Orts- bauernführer und Bürgermeister des oberen Vogels- berges zusammengetreten, um über Maßnahmen zu beraten die eine Steigerung der Milchanlieferung im Gefolge haben. Dr. Günther vom Landwirt- cbaftsamt Schotten und Dr. Hartmann von der Landesbauernfchast erstatteten hierzu sehr inter= «ssante Referate. Der hohe Vogelsberg muh sich mehr auf Grüntandwirtschaft umstellen. Ordnungsmäßige, nicht übertrieben große, aber ergiebige Weiden, die sachgemäß gedüngt werden, sind vor allem nötig. Durch richttge Wiesendüngung muß sich bei vielen ertragreichen Wiesen ein dreifacher Schnitt im Jahr erzielen lassen. Kleinere. Silos sind zu erbauen, in. denen Kraft- und Feld futter für den Winter aufzu-speichem sind. Eine Kraftfuttermittel- zuteilung wird nach Maßstab der zur Molkerei an- gelieferten Milchmenge erfolgen. Rindviehzucht und Weide geht vor der Schafweide. Bei dem letzt erhöhten Milchpreis ist die Rindviehzucht rentabler geworden, auch ist eine Zunahme der Milcherzeugung festzustellen. Richtige Viehpstege, Melkweise, Stallü tung und dergl. Dinge sind zu beachten. Eine lebhafte Aussprache schloß sich an. Geklagt wurde über Wildschaden durch überhand nehmend es Schwarzwild. Eine baldige Feldbereinigung im Vogelsberg, die größere, gesunde Betriebe schasst, ist dringend notwendig. Kreis Wehlar. in die Stadt." -. „Ich habe keine Zett, Doktor. Ich ... sagen Sie mir, wo ist der Mann?" „Ach, er wohnt in der Stadt. Unter einem anderen Namen. Er scheint nicht ganz normal zu sein. Ich muß erst einmal sehen, wie man ihm am besten beikommt. Polizei vielleicht." „Nicht die Polizei." „Gut, nicht die Polizei, ^ebenfalls ist die Frau ujcr geworfenen * Hauck nun keine Witwe." Mjölln lachte gemütlich. Schaum Muscheln Er war jehr zusrieden mit sich selbst. 1 ®le stand und st wollte. Die Ausläufer der Stadt schoben sich heran. Hauer mit zahllosen Fenstern, in denen sich das Feuer der Abendsonne brach, gleißend und glühend. Ein Segel kam aus dem Binnenhafen, glitt schief geneigt vorbei. Es war Joachims Boot. Sie kannte es gut. Er war auf dem Weae zu ihr. Er sah geradeaus nach vorn, während sie an ihm vorbeifuhr, über den verwitterten Luken einer weitbauchigen Kuff.