U * ■ N -> z < . -.X DU v MM W K M Mittwoch, lO.Aprtt 19^0 Eichener Anzeiger Einschiffung zm Landung in Aorwegen und Dänemark lu st e belzubringen. Rach den bisher vorliegenden penlandung an fremden Küsten vorgenommen wurde. Freilich sind auch außergewöhnliche Mittel für diesen Zweck bereitgestellt und außergewöhnliche Methoden angewandt worden, um so starke Truppenverbände überraschend und über große Entfernungen transportieren zu können, wie es zur strategischen Besetzung vor allem Norwegens nötig war. Ein wesentlicher Umstand war natürlich auch dasMoment der Ueberraschung, die vollkommen gelungen ist. Alle diese Voraussetzungen aber mindern nicht die Kühnheit und Ge- ahr dieses Unternehmens, das ja in nächster Nähe Rechte Soldatenfreundschaft an Bord. .(Scherl-Bilderdienst.) über eine Generalmobilmachung Schwedens jeder Begründung entbehren. Die Stockholmer Bevölkerung geht trotz der erregenden Ereignisse in den beiden Nachbarländern ruhig ihrer täglichen Beschäftigung nach. Die Auswirkungen der großen Ereignisse machen sich lediglich in einem verstärkten Verkehr vor den Zeitungsständen bemerkbar. Natürlich werden die Abendblätter mit den neuesten Meldungen, daß ganz Dänemark in der Hand der deutschen Truppen ist und die dänische Regierung das Schutzangebot Deutschlands angenommen hat, reißend verkauft. Hier und da sieht man auch Gruppen von Menschen zusammenstehen, die die Ereignisse diskutieren. Berlin, 10. April. (DRV.) Die R e i ch s r e g i e- r u n g hal der schwedischen Regierung am Dienslag- morgen ein Memorandum überreicht, in dem gewisse Ersuchen und Anfragen hinsichtlich der Haltung Schwedens zu den deutschen Maß- nahmen in Dänemark und Norwegen gestellt sind. Der schwedische Außenminister hat am Dienstagabend dem deutschen Gesandten in Stockholm die Antwort auf dieses Memorandum übergeben. Die schwedische Regierung erklärt in dieser Antwort, daß sie an ihrer strikten Reutralitäts- Politik festz uhalten gewillt sei und keinerlei Schritte zu unternehmen gedenke, die gegen die deutschen Maßnahmen in Dänemark und Rorwegen gerichtet seien. Die schwedische Regierung betont in ihrer Antwort weiterhin, daß sie nicht beabsichtige, irgendwelche Vorkehrungenzutreffen, die Anlahzu einem Konflikt zwischen der deutschen und der schwedischen Regierung geben könnten. ist ge, blieb. Taue; h Kor. am 14. •» wäh. ini> Sanne I Möglichkeit» ab ein Er-I stets mit-l Teilergebnissen sind zwei Schlachtschiffe tnb zwei schwere Kreuzer von schweren Bomben mehrfach getroffen worden. In Dänemark und Rorwegen herrscht Ruhe. Der Anmarsch weiterer starker deutscher Kräfte vollzieht sich, von feindlicher Einwirkung ungehemmt, nunmehr in schneller Planmäßigkeit. Ergänzend gibt das Oberkommando der Wehr- Berlin, 9. April. (DRB.) Das Oberkommando -er Wehrmacht gibt bekannt: Am Ende des heutigen Tages befinden sich alle militärisch wichtigen Stützpunkte Norwegens fest in deutscher Hand. Insbesondere sind u. a. Rarvik, Drontheim, Bergen, Stavanger, Lhristiansand und Oslo von starken Kräften beseht. Dort, wo überhaupt stärkerer Viderstand geleistet wurde, wie in Oslo und Lhristiansand, ist er gebrochen. Die Küstenbefestigungen, die zum Teil im engeren Zusammenwirken von Kriegsmarine und Luftwaffe mit Stoßtruppen des Heeres genommen wurden, sind zur Abwehr feindlicher Angriffe ebenso bereit wie starke Teile der Luftwaffe. Es gelang, mit den zum Teil ln den norwegischen Flughäfen verlegten Kampfverbänden heute abend einem englisch-französischen Flotte »verband westlich Bergen starke Bet- Alle militärisch wichtigen Stützpunkte Norwegens in deutscher Hand. Planmäßiger Anmarsch weiterer starker deutscher Kräfte. — Deutsche Luftwaffe bringt englisch-französischem Flottenverband westlich Bergen schwere Verluste bei. macht bekannt: Auf Grund eingegangener Aufklärungsmeldungen starteten in den Rachmittagsstunden des Dienstag stärkere Einheiten der deutschen Luftwaffe von Dänemark und Rorwegen aus gegen Annahme von Ameisen für die Mittagsnummer bis8'/ >Ubr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm . Breite? Pf.,Tertanzeigen p von 70 mm Brette 50 Pf. Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse Mengenstaffel 6 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 o/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Zungen 4 ntscheid | 'ch in i ch Ker- 1 'ch hier .1 ", weil I Aus- J ^ber - j teilt, |q I fraM II m dar. cht zum lQufe zu n9 eine ! n einem : verbient ‘ Um den im Gang befindlichen Angriff Englands auf norwegisches und dänisches Hoheitsgebiet abzuwehren, wurden Soldaten aller Wehrmachtsteile zur Landung in diesen beiden Ländern eingeschifft. Davon berichtet unser Bild im Ausschnitt. — (Scherl-Bilderdienst.) Schweden hält an seiner AeulralMspoM fest. Schwedische Antwort auf ein Memorandum der Neichsregierung. ritgSh 6ritifd)e 5 e e ff r e i 11 r ä f t e. F-sigestelli Ebenso ist ■ waren in der, nördlichen Rordsee feindliche Schlacht- in tiefen ■ schiffe, schwere und leichte Kreuzer sowie Zerstörer, ulte unbj Nach bisher eingegangenen Funkmeldungen ist als 5teuerbera'| ßetimmui'l q ber M'l »ichsakbciti'A icgin tritt rty p.* bisher^ -«rpE i wenn oa 'wöche^ ehrmachl w Flow und auf einen vor Bergen auftauchenden bri- tisch-ftanzösischen Flottenverband wiederum verschiedene schwere Einheiten der englischen Flotte außer Gefecht setzte. Auch die ausgedehnten Aufklärungsflüge, die am Sonntag über der ganzen Nordsee stattfanden, müssen im Zusammenhang mit den folgenden Ereignissen des Montag gesehen werden. Daß dabei unsere Flugzeuge bis zum 65. Breitengrad vorstießen, ist allein eine fliegerische Tat, die bisher beispiellos ist. Man muß bedenken, daß der 65. Breitengrad mitten durch Island geht und nur wenig vom nördlichen Polarkreis entfernt ist. Die von Hermann Göring geschaffene deutsche Luftwaffe hat also auch zu Beginn dieses neuen Kriegsab- .....> wieder ihr überraschendes Können in jeder >90. Jahrgang Ur. 84 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen 9tummern nfolge höherer Gewalt ilernfprechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postsch e ck 11686 Franks ^M. vrühlsche UniverfitStsdruckerei B. Lange General-Anzeiger für Oberhessen 64 Si-hen^chulftratzrr-4 Blitzschnelle Abwehr. Dem ruchlosen Anschlag der westlichen Pluto- kratien auf die Neutralität der nordischen Staaten ist die Antwort Deutschlands mit einer Blitzeschnelle gefolgt, wie man sie sich in Paris und Lon- )on nicht hat träumen lassen. Mit beispielloser Ent- chlußkrast hat der Führer durch den Einsatz der rutschen Wehrmacht den Plan der Westmächte durchkreuzt und damit Nordeuropa vor dem Schick- al bewahrt, Kriegsschauplatz zu werden. Reichsaußenminister von Ribbentrop hat vor der Auslandspresse dargelegt, welche schamlosen Absichten man in London verfolgte. Es sollte keineswegs bei der Sperrung der norwegischen Ausfuhrhäfen durch britische Minenfelder in norwegischen Territorialgewässern bleiben, sondern die eigentlichen Drahtzieher des Krieges im britischen und franzö- ischen Kabinett, die jetzt dort das Oberwasser bekommen haben und nun beweisen müssen, daß sie mehr Elan besitzen als ihre Vorgänger, planten nichts anderes als die Besetzung ganz Skandinaviens durch britisch-französische Truppenkontingente, die durch Schweden an die Ostsee oorstoßen sollten, um dann Deutschland von Norden her anzufallen. Diesem verbrecherischen Vorhaben ist der Führer gerade im rechten Augenblick und mit all der Energie, die alle seine Entschlüsse auszeichnet, zuoorgekom- men. Die militärische Sicherung des europäischen Festlandes und der schwachen skandinavischen Staaten gegen jeden weiteren Versuch einer offenen Vergewaltigung durch die westlichen Plutokratien ist nun eine Tatsache, an der alle weiteren Kriegsausweitungspläne Englands und Frankreichs scheitern müssen. Deutschland hat niemals die Absicht gehabt, der Souveränität der nordischen Staaten auf irgendeine Weise zu nahe zu treten. Deutschland hat dies auch heute nicht, wie das Memorandum der Reichsregierung an Dänemark und Norwegen eindeutig klarstellt. Aber freilich hat Deutschland alles Interesse daran, daß der Norden aus dem Kriege herausbleibt, und es mußte mit energischer Hand eingreifen, sobald die Neutralität des Nordens nicht mehr gesichert erschien. Der ruchlos-e Ueberfall auf den deutschen Dampfer „Altmark" in norwegischen Territorialgewässern und die Pläne der westlichen Plu- totratien, iim russisch-finnischen Kriege durch Truppenlandungen in Nordnorwegen einzugreifen, um damit ein neues Aufmarschgebiet gegen Deutschland zu gewinnen, kennzeichneten bereits die Rücksichtslosigkeit, mit der man in London und Paris gewillt war, über die skandinavische Neutralität sich hinweg- zusetzen. Der neue brutale Gewaltakt der Verseuchung norwegischer Territorialgewässer durch britische Minenleger zeitzte, daß man mit größter Hartnäckigkeit auch trotz des Moskauer Friedensschlusses den Plan weiter verfolgte, Skandinavien zur Ope- rattonsbasis für einen Flankenangriff gegen Deutschland zu machen. Es ist kein Zweifel, daß man sich in den nordischen Hauptstädten gegenüber diesen Plänen einer höchst unangebrachten Vertrauensseligkeit hingab. Man wollte sich in seinem Geschäft mit allen Setten nicht stören lassen und steckte trotz aller deutschen Warnungen vor einer allzu harmlosen Auffassung der immer kühner werdenden pluto krati sch en Neutralitätsbrüche beharrlich den Kopf in den Sand, um nicht seine Unfähigkeit eingestehen zu müssen, Neuttalität und Sicherheit seines Territoriums aus eigenen Kräften schützen zu können. Die letzte unverschämte britische Note an Norwegen, die der Osloer Regierung die britische Aktion der Minensperre in einem Augenblick ankündigte, als diese bereits erfolgt und sogar durch den London-er Rundfunk befanntaegeben roar, ist nur ein Schlußstein in der Kette schamloser Rechtsbrüche, die England sich gegenüber schwachen Neutralen glaubte straflos erlauben zu können. Aber diesmal hatte man in London die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es ist unerfindlich, wie Churchill und Genossen überhaupt hatten glauben können, daß Deutschland eine direkte Bedrohung feiner Flanke genau so untätig hinnehmen werde, wie die machtlosen skandinavischen Länder es ungeachtet aller wohlbegründeten Warnungen getan haben. Der Augenblick, in dem England durch Verseuchung der norwegischen Territorialgewässer mit Minen den Krieg in den skandinavischen Raum trug, wurde zum Anlaß kraftvoller deutscher Abwehr. Da die nordischen Länder- entweder nicht fähig oder nAst willens waren, sich den Verletzungen ihrer Neutralität und den Bedrohungen ihres Gebietes mit eigenen Mitteln zu widersetzen, mußte Deutschland handeln. Und es hat gehandelt. Die deutsche Wehrmacht hat auf Befehl des Führers den Schutz Dänemarks und Norwegens gegen jeden weiteren Anschlag der westlichen Plutokratien in ihre starke Hand genommen und wird verhindern, daß Skandinavien Kriegsschauplatz wird. Daß die Sicherung des Friedens im Norden durch die Kraft der deutschen Waffen im Interesse der nordischen Völker selbst liegt, ist in Dänemark erfreulicherweise schnell begriffen worden, und die dänische Regierung hat danach gehandelt. In Norwegen dagegen scheinen noch gewisse nach London tendierende Kreise nicht den Entschluß fassen zu können, der heute einzig und allein der Freiheit und Unabhängigkeit der nordischen Länder und dem Frieden ihrer Bewohner dienen kann. Aber auch in Oslo wird die Erkenntnis siegen, daß das deutsche Vorgehen allein geeignet war, von dem Norden Europas größtes Unheil abzuwenden. Dr. Fr. W. Lange. Was England verliert... Durch die Uebernahme des Schutzes der dänischen und norwegischen Neuttalität, der nunmehr der deutschen Wehrmacht anoertraut ist, leidet England einen dreifachen Verlust — in strategischer, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Denn es ist ja nicht nur das militärische Aufmarschgebiet und der politisch - wirtschaftliche Konttolleinfluß, der den britischen Beutejägern nunmehr in Skandinavien entzogen ist. Vielmehr muß England künf- ttg auch damit rechnen, daß die ungehemmte Zu« Fünf große britische Schiffe schwer beschädigt. V e r l i n, 9. April. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: ehrfach ott jn ^en Abendstunden des 8. April griffen machi M deutsche Heinkelkampfmaschinen wie- derum in Scapa Flow liegende Teile der gegneri- rtLnÄU Wen Seeslreilkräfte mit großem Erfolg an. Zwei große Einheiten, darunter ein Schlachtschiff, wurden durch Bombentreffer stark beschädigt, drei weitere schwere Einheiten durch nschäden: t auszu. zu repo. , normen notwen- ucks mit icht Der« len führt meiden, des muß ’ Heuer Fahnenruhm _ aller deutschen Waffen. Mit den gewaltigen, ausgreifenden Operationen, welche die deutsche Wehrmacht seit dem 8. April durchführt, haben unsere Infanteristen, Flieger uno Ratrosen neuen Ruhm an ihre Fahnen geheftet Dem deutschen Volkscharakter liegt es nicht, sich mit billigen Vorschußlorbeeren zu bekränzen, aber e< muß doch in aller Nüchternheit und Sachlichkeit au ; die ungewöhnliche militärische Leistung hingewiesen werden, die unsere Soldaten in diesen dramatischen Kunden und tagen vollbringen. Die Aktion zuM Schutze der Neutralität Dänemarks und Norwegens Ift, was ihren zahlenmäßigen Umfang und ihre Prompte Durchführung betrifft, eine der kühnsten Unternehmungen, welche die Kriegsgeschichte kennt, ^och niemals in historischer Zeit ist es vorgekom- nen, daß eine so große grnd umfangreiche Trup- In Stockholmer politischen Kreisen wird die Lage im skandinavischen Norden auch weiterhin durchaus ruhig beurteilt. Unverkennbar hat die ungeheure Schnelligkeit, mit der die deutsche Gegenaktion gegen die Verletzung der norwegischen Neutralität durch die Westmächte und die Uebernahme des militärischen Schutzes von Dänemark und Norwegen durchgeführt wurden, in ganz Schweden sehr tiefen Eindruck gemachte Die schwedische Regierung hat den ganzen Tag über in Beratungen zusammengesessen, die Vormittagsbesprechungen fanden unter dem Vorsitz des Königs statt. Irgendwelche militärischen Maßnahmen sind von der schwedischen Regierung nicht beschlossen worden, vielmehr beabsichtigt die schwedische Regierung nach wie vor, an ihrem Bestreben festzuhalten, Schweden aus jedem kriegerischen Konflikt herauszuhalten und unter allen Umständen an der erklärten Neutralität festzuhalten. Falschmeldungen über eine angebliche Generalmobilmachung Schwedens, die von den Lügenfabriken Reuter und Havas zu dem durchsichtigen Zweck verbreitet wurden, Unruhe in die nordischen Staaten zu tragen, ist von amtlicher schwedischer Seite ein klares Dementi entgegengesetzt worden Das amtliche schwedische Nachrichtenbüro T. T. > meldet aus autorisierter Quelle, daß die Nachrichten 1 der englischen Flottenstützpunkte abrollt. Doch hat, wie der OKW.-Bericht mitteilte, die deutsche , Luftwaffe auch in dieser Richtung vorgesorgt, schnitts indem sie durch einen erneuten Angriff auf Scapa | Situation bewiesen. Einschläge in nächster Rähe ebenfalls erheblich beschädigt. Tagsüber wurden ausgedehnte Aufktä- ru n g s f t ü g e über der Rordsee bis zum 65. Breitengrad sowie über Rord- und Ostfrankreich unternommen. Zwei britische Flugzeuge, ein Jagdflugzeug und ein Sumderland-Flugboot, würben abgefchofsen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. EinsatzgrößererFliegerverbände Berlin, 9.April. (DRB.) An den zur Siche- rting der Reutralität des Nordens durchgeführten, bekanvtgegebenen militärischen Operationen der deutschen Wehrmacht nahmen größere Fliegeroerbände teil. Im Zuge der Besetzung Dänemarks lind Rorwegens wurden heute mehrere Flughäfen mit deutschen Ftiegerverbände n be l e g t. Seit den frühen Morgenstunden unternahm die deutsche Luftwaffe in breitester Front Aufklärungsflüge über der gesamten Rord- sre und Sicherungsflüge vor der Westküste Rorwegens, während deutsche Jagdflieger in dichter Zeitfolge Sperrflüge vor der dänischen Westküste und über der inneren Deutschen Bucht durch- fihrten. »enoeMtM ^stes Teilergebnis festzustellen, daß getroffen W EII wurden durch Bomben schweren Kalibers: Zwei mal5 Je'll Schlachtschiffe durch je drei Volltreffer, zwei ;n I! schwere Kreuzer gleichfalls durch schwere Lause del x 1 Volltreffer. Ein Schiff liegt gestoppt mit schwe- rer Schlagseite, ein einderes brennt. Große Oelflecke bedecken weithin die Oberfläche. MerSchlaggegenScapaFlow. tigert Anschauen einer Europakarte entsteht, täuscht durchaus. Norwegen, Schweden und Dänemark umfassen zusammen eine Fläche von rund 815 000 qknu Im Vergleich dazu betrug die Größe des Deutschen Reiches, wie es aus dem Friedensdiktat von Versailles hervorgeht, nur 469 000 qkm. Der kleinste dieser Staaten ist Dänemark. Geographisch und geschichtlich nimmt auch Dänemark eine gewisse Sonderstellung ein. Es umfaßt die Halbinsel Jütland von der deutsch-dänischen Grenze nördlich von fuhr von Wirt schafts gittern aufhört bzw. nicht mehr dem erpresserischen Druck der pluto krattschen Börsenhyänen unterliegt. Dabei handelt es sich um recht beträchtliche Warenmengen, die zwischen Britannien und Skandinavien gehandelt wurden. Aus Norwegen bezog England vor allem Holz, Hol?- waren und Papier, Fische und Fischereierzeugnisse sowie Stickstoffoerbindungen, Aluminium und Eisenerze. Aus Schweden bezog ,England gleichfalls in erster Linie Holz und Hoizerzeugnisse, sodann Eisenerz, Stahl und Eisen. Aus Dänemark bezog England fast ausschließlich landwirtschaftliche Erzeugnisse. Darunter vor allem Butter, Speck und Eier. Nimmt man zu diesen Einfuhren noch die Importe aus Finnland und den Baltischen Staaten, die ja gleichfalls für London nicht mehr greifbar sind, hinzu, so ergibt sich, daß durch die deutsche Aktion ein Drittel der englischen Gesamteinfuhr aus Europa betroffen ist. Für die britische Kriegswirtschaft muß diese Tatsache von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein. Skandinavische Umrisse. :YAL N 0 R. D £i4a (/en. frtdi S £ E «El .HAM81M6 »STETTIN LOD SCH o Fndvo erStrue, T < S-J? z O Rens t Helgoland» ’KÖNtoSB.' X, f Skandinavien ist durch die unerhörte englische Herausforderung mit einem Ruck wieder in den Mittelpunkt einer dramatischen Handlung gerückt. Die friedvolle Ruhe, deren sich die skandinavischen Länder nach dem finnisch-russischen Friedensschluß vom 12. März erfreuen zu können hofften, ist dadurch unterbrochen. lieber Skandinavien bestehen vielfach falsche Raumvorstellungen. Es handelt sich um ein sehr großes Gebiet. Der Eindruck, der etwa beim flüch- Flensburg bis zum Kap Skagen kn einer Länge von 310 km. Die Küste der Halbinsel Jütland ist hasenarm und wenig gegliedert. Die Bewohnerschaft widmet sich überwiegend der Landwirtschaft, daneben auch der Fischerei. An größeren Städten auf Jütland selbst werden nur gezählt: Aarhus (91 000 Einwohner), Aalborg (48 000), Esbjerg (31000), Ran- ders (30 000). Don jütländischen Städten sind ferner noch bekannt: Apenrade, Hadersleben und Tondern. Der größere Teil der Gesamteinwohnerzähl Dänemarks — 3,7 Millionen — wohnt aber auf den Inseln Seeland, Fünen, Falster, Lolland, Alsen und Bornholm. Die Hauptstadt Kopenhagen hat 850 000 Einwohner, liegt an dem Oeresund, der die schwedische Südspitze der skandinavischen Halbinsel von Seeland scheidet, und wurde 1802 (unter Nelson) und 1807 von den Engländern überrannt und verwüstet. Das skandinavische Hauptgebiet wird von der gewaltigen skandinavischen Halbinsel gebildet, die nach Westen zu in hohen Gebirgszügen jäh zum Meere abbricht. Diese Gebirgszüge finden ihre Fortsetzung in der unendlich reich entwickelten Inselkette, die dem Festland vorgelagert ist. Die westliche skandinavische Halbinsel nimmt Norwegen ein. Das Land ist 323 000 Quädratkilometer groß, zählt aber nur 2,8 Millionen Einwohner, so daß auf den Quadratkilometer 9 Menschen kommen. Norwegen erstreckt sich von dem Kap Lindesnes bis zum Nordkap im hohen Norden. Die wichtigsten Städte find: Oslo mit mehr als V« Million Einwohnern, dann an der Südwestküste Stavanger (47 000), weiter nördlich Bergen (rund 100 000) und in Mittelnorwegen D r o n t h e i m (über 50 000). Schon nördlich des Polarkreises liegt das jetzt vielgenannte Narvik, der eisfteie Erz- Verschiffungshafen, an einer Ausbuchtung des West- fjords und Endpunkt der nordschwedischen Eisenbahn. Im äußersten Norden greift Norwegen über Schweden hinaus und grenzt unmittelbar an Finnland. Bei Petsamo schiebt sich eine finnische Gebietszunge von mir 30 Kilometer Breite zwischen norwegisches und sowjetrussisches Gebiet. Bergen, die Hafenstadt in Südwestnorwegen, ist in den letzten Wochen wiederholt anläßlich der deutschen Luftangriffe auf englische Geleitzüge genannt worden. Zwischen Bergen und den Shetlandinseln liegt das große Fenster der Nordsee. Die Luftentfernung von Bergen nach den Shetlandinseln beträgt 400 Kilometer. Der größte Staat der skandinavischen Halbinsel ist sowohl nach Größe wie nach Einwohnerzahl Schweden. Mit seinen 450 000 Quadratkilometer kam es hart an die Größe des Versailles-Deutschlands heran. Die Einwohnerzahl beträgt nur 6,3 Millionen Menschen. Schweden ist nicht so gebirgig wie Norwegen, hat eine recht entwickelte Landwirtschaft, obwohl noch manche Flächen kultivierbar wären. Dagegen tritt die Fischerei zurück. Sehr bedeutend ist die Erz- und Holzerzeugung, teilweise auch die weiterverarbeitende Industrie, die sich auf diesen Rohstoffen aufbaut. Alle drei skandinavischen Staaten, besonders Norwegen, haben große Han- delsflottten. Die Erträge aus den Frachten bilden einen wesentlichen Tül der volkswirtschaftlichen Einnahmen. Zu Dänemark gehört die Inselgruppe der Färöer zwischen den Shetlandinseln und Island, Island selbst (und zwar im staatsrechtlichen Verhältnis der Personalunion) und schließlich Grönland. Zu Norwegen gehört die große Inselgruppe Spitzbergen und einige Inseln im südlichen Eismeer. In unserer Darstellung der skandinavischen Größenverhältnisse sind diese Besitzungen nicht mit eingerechnet gewesen. Dänemark unter deutschem Schuh. Kopenhagen, 9. April. (DNB.) Der deutsche Gesandte in Kopenhagen überreichte heute vormittag der dänischen Regierung die deutsche Note, in der der Standpunkt oer Reichsregierung zu den englisch • französischen Kriegsausweitungsplänen in Skandinavien dargelegt und die Mitteilung gemacht wird, daß Deuffchlano den Schutz der Neutralität und die Sicherheit Dänemarks übernimmt. Die däniscke Regierung hat nach Verhandlungen des deutschen Gesandten mit dem dänischen Ministerpräsidenten und dem dänischen Ministerrat beschlossen, mit einem Protest angesichts der Umstände und der Lage den deutsch enSchutz anzuerken- nen und die in der Notsdargelegten Bedingungen zu a k z e p t i e r e n. Die militärische Aktion zur Sicherstellung des Schutzes Dänemarks gegen England und Frankreich hat sich völlig reibungslos vollzogen. Die dänische Regierung und das dänische Volk haben den besonderen Umständen Rechnung getragen und mit Ruhe und Besonnenheit die deutschen Maßnahmen ausgenommen. Der König und die dänische Regierung haben am Dienstagnachmittag folgende Proklamation an das dänische Volk erlassen: „An das dänische Volk! Deutsche Truppen haben heute nacht die dänische Grenze überschritten. Deutsche Truppen werden an verschiedenen Stellen Dänemarks langen. Die dä- Kopenhagen, 9. April. (DNB.) In der Mor- genftühe, als sich der blaue Himmel aus dem Dunst der Morgendämmerung löste, war plötzlich Motorenlärm über Dänemarks Hauptstadt zu hören. Nur wenige Passanten bevölkerten zu dieser Zeit die Straßen, die die ersten deutschen Flugzeuge über Kopenhagen sahen. Alsbald flogen immer neue Gruppen deutscher Flugzeuge und Bomber über das Häusermeer der Stadt und weckten die Bevölkerung aus einem ahnungslosen Schlaf. Man wußte nicht, welche nahe Gefahr die Maßnahmen des Westens in den letzten Tagen für Skandinavien ausgelöst hatten, und kannte noch nicht die Ereignisse, die sich im Laufe der Nacht ab« gespielt hatten. Insbesondere wußte man nicht, daß bereits um 4.30 Uhr morgens an der Langen Linie des Kopenhagener Hafens deutsche Truppen gelandet waren und daß sich im Laufe einer ganz kurzen Zeit deren Ausladung reibungslos vollzogen hatte. Die wichtigsten strategischen Punkte der Stadt waren von den Soldaten besetzt worden. Von deutschen Staffeln wurden Flugblätter abgeworfen, die sich mit einem Aufruf an die dänische Bevölkerung wandten. Das Motorengeräusch der Flugzeuge hatte im Laufe weniger Minuten den größten Teil der Konische Regierung hat unter Protest beschlossen, die Belange des Landes zu wahren und mit Rücksicht auf die Besetzung, die stattgefunden hat, folgendes bekanntzugeben: Die deutschen Truppen, die sich hier im Lande befinden, haben das Einvernehmen mit der dänischen Wehrmacht hergestellt, und es ist die Pflicht des Volkes, sich jeden Widerstandes gegen diese Truppen zu enthalten. Die dänische Negierung will versuchen, dem dänischen Volk und Land Sicherheit zu geben gegenüber den unglücklichen Folgen des Kriegszustandes und fordert deshalb die Bevölkerung zu ruhiger und beherrschter Haltung auf. Ruhe und Ordnung mögen das Land beherrschen und loyale Haltung möge von allen eingenommen werden, die mit den Behörden zu tun haben. Kopenhagen, 9. 4.1940. Christian. T. Stcmning. Die Proklamation des Königs lautet: „Unter den für unser Vaterland so ernsten Umständen ermahne ich Euch alle in den Städten und auf dem Lande, eine vollkommen korrekte und würdige Haltung einzunehmen, da jede unüberlegte Handlung oder Aeuherung die ernstesten Folgen haben kann. Amalienborg, den 9.4.1940. Christian Rex. penhagener Einwohner auf die Beine gebracht. Eine Sprengung der Pforte des Kastells wurde zunächst für Schußwechsel gehalten, jedoch erwies sich bald, daß die dänischen Soldat^ keinerlei Widerst a n d geleistet hatten. So war es auch in den nächtlichen Verhandlungen zwischen dem deutschen Gesandten und dem dänischen König und der Regierung vereinbart worden. Die Kopenhagener Bevölkerung war natürlich im Augenblick von den Ereignissen völlig überrascht, als das Bild der deutschen Jagdstaffeln und schwerer Bomber am tiefblauen Frühlingshimmel erschien. Als die auf- gehende Sonne ihren Schein über Kopenhagen warf, siegte der bekannte Humor der Kopenhagener, die die Ereignisse nun nach näherem Bekanntwerden in dem durch den deuffchen Aufruf verkündeten Sinne als eine Lage auffaßten, die eine große Gefahr beseitigte. Die deutschen Truppen hatten alsbald Fühlung mit der Bevölkerung. Zigaretten wurden ausgetauscht, freundliche Worte gewechselt. Ueberall widmete man den Soldaten freundliche Aufmerksamkeit. Die Disziplin ihres Aufttetens wurde mit fehr an« genehmem Gefühl ausgenommen. Der Aufruf an die dänische Bevölkerung wurde bereits am Vormittag an den wichtigsten Stellen der Stadt in großen Plakaten angeschlagen. Um die Mittagszeit setzten sich Lautsprecherwagen in Bewegung und verkündeten den Wortlaut des Aufrufes. Mittags ist die Stadt friedlich wie immer. Man merkt fast nichts von den Ereignissen, die sich in den Morgenstunden abspielten. Der Gang der Arbeit hat seine gewohnten ruhigen Formen angenommen. In den Straßen ist nun auch der Aufruf des dänischen Königs und der dänischen Regierung an die dänische Bevölkerung verbreitet worden, der die Erfordernisse einer ruhigen und beherrschten Haltung gegenüber den gegebenen Verhältnissen unterstreicht. 3n derZttadellevonKopenhagen. Kopenhagen, 9. April. (DNB.) (P. K.) Kopenhagen, die dänische Hauptstadt, ist heute morgen der Schauplatz einer militärischen Unternehmung gewesen, so blitzartig, wie sie nur die deutsche Wehrmacht durchführen kann. Und selbst, die wir als Soldaten an der Aktton teilgenommen haben, geht der Atem noch unter dem Tempo, in dem die Operation abrollte. Eben sausten wir mit äußerster Tourenzahl und völlig abgeblendetem Licht durch die Nacht. Das Eis dröhnte gegen den Schiffsrumpf. Die Maschine preßte und stemmte, aber sie gehorcht dem Willen des von der Brücke nicht mehr weichenden Kommandanten. In den halbdunklen Gängen und Decks lagen und saßen die Soldaten. In der Messe hatte der Jnfanteriekommandeur noch einmal seine Offiziere versammelt, die genaue Lage bekannt gegeben und die Befehle für morgen verlesen. Wir fegten durch die Nacht, die Lichter Helsin ° g ö r 5 glänzen auf. Pünktlich um 5 Uhr machte das Schiff an der Langen Linie in Kopenhagen f e ft. Wir wollten es zuerst kaum glauben, daß es sich schon um das Anlegemanöver handelte. Das frühe Licht war milchig grau. Der Kai lag noch völlig einsam. Mit Gepolter wurden die breiten Ausladerampen ausgeworfen und sofort verließ die Jnfanteriespitze das Schiff. Die Ausrüstungsgegenstände klirrten leise. Die zuerst ausgeladenen Einheiten traten sofort den Vormarsch nach der Zitadelle an. Die fremden Schiffen, die neben unseren Transportern lagen, verrieten kein Leben. Die dänischen Küstenforts lagen gelb und schweigsam. Kriegsmäßig gesichert treten wir ein. Ein Panzerschiff liegt schlafend im Hafen. Am Kai atmen wir einmal tief auf. Es kommt uns zum Bewußtsein, daß wir zwei Tage lang pausenlos und mit niemals nachlassender Spannung im Dienst diejes Zieles gewesen sind. Die Insassen der Zitadelle sind überrascht, leisten aber keinen Widerstand. Die Mehrheit der Dänen hier in der Zitadelle versteht, daß die deutsche Unternehmung zwangsläufig von England ausgelöst wurde, daß sie sich nicht gegen Dänemark richtet und daß sie mit Notwendigkeit als eine deutsche Abwehrmaßnahme lebenswichtiger Art im englischen Kriege erfolgte. Die Dänen merken sehr wohl, daß die Deutschen eben wieder einmal schneller gewesen sind. Schneller und stärker Wie Kopenhaaen die Vesehung durch deutsche Truppen erlebte. Oer Eindruck in London. „Wie ein Blitz aus heiterem Himmel." Stockholm, 10. April. (Europapreß.) „Nya Daglight Allehanda" bringt einen Bericht feines Korrespondenten aus London, in dem es heißt, baf$ das schnelle Vorgehen Deutschlands in England wie ein Blitz aus heiterem Himmel gekommen fei. Man habe in England nicht erwartet, daß Deutschland so schnell und präzise eingreifen werde. Die neue Lage stelle den Westmächten ein sehr schwieriges Problem, zumal Deutschland jetzt viel näher an die große englische Flottenbasis Scapa Flow gerückt sei. In England wisse man noch nicht, wie man den letzten deutschen Schritt beantworten solle. Die Beunruhigung, die die englische Bevölkerung wegen der deutschen Erfolge in Skandinavien ergriffen hat, kommt auch zum Ausdruck in einem Bericht des Londoner Korrespondenten des Amsterdamer „Algemeen Handelsblad", der um so eindrucksvoller ist, als er mit Rücksicht auf den englischen Zensor jedenfalls sehr vorsichtig abgefaßt ist. Er heißt darin: „Die Stimmung bei der englischen Bevölkerung, die sich über die möglichen Folgen des alliierten Coups (gemeint ist das Minenlegen in norwegischen Hoheitsgewässern) nicht genau Rechenschaft gegeben hatte und für welche die schnelle Reaktion Deutschlands als eine Ueberrafchung gekommen ist, ist doch recht niedergeschlagen." England ist infolge des raschen Fortschreitens der deutschen Maßnahmen und der Abschneidung direkter Draht- und Funkverbindungen ohne unmittelbare Nachricht über die Lage in Norwegen. Die amtlichen Stellen sind daher auch außerordent- bereiten. Das ®a die mir ni starteten, Mgengr gersoldater Bkl'ch'e! 6 sich jjbriM." AeteM sohin mit Solds holt. "i < Ä** den konnte. Ueberall stellt man tv 6 lich zurückhaltend. Presse und Rundfunk beschränken sich im wesentlichen auf die Wiedergabe von Berichten und Gerüchten aus unklaren Quellen, die größtenteils völlig unkontrollierbar, aber offenbar dazu bestimmt sind, für die englische Bevölkerung beruhigend zu wirken. Amerikanffche Rundfunkberichte erklären, daß die wichtigste Erwägung in den Beratungen der West- Mächteregierungen zur Zeit sei, ob Belgien veranlaßt werden könnte, den Streitkräften der Westmächten den Durchmarsch gegen die deutsche Grenze zu gestatten. Die Stimmung in Landon ist nach einem in Amsterdam eingegangenen Bericht eines amerikanischen Augenzeugen sehr erregt. I n Downing Street versammelte sich gegen Mittag zu versch land nicht die territi h-mgigkeit Zukunft a Der Ges die deutsc ikmmäfjig andlung ade zwar aber sachli in e n und kchuh Dc Dr. Bräu zur Berul polizeikor nis mit 1 begonnen scheu Operationen nicht verhindert habe. Nach einem Bericht des Nieuwe Rotterdamsche Courant kann man sich in London auch des Eindrucks nicht ent« ziehen, daß man durch die Auslegung von Minen- feldern vor den norwegischen Küsten eine Lawine entfesselt habe. Einen schwachen Trost stelle es angesichts der Sachlage dar, daß man die Hoffnung habe, indenNorwegern Bundesgenossen zu ffnden, wie man sie lange gesucht habe. Jedenfalls werde Überall in England die Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, den Nor- wegern so weitgehend wie möglich militärische Hilfe zuteil werden zu lassen. als die Engländer. Unsere Soldaten sind glücklich, j als genau eine halbe Stunde nach der Besetzung » sich plötzlich die Heimat, die deutsche Luft-V waffe, meldet und achtunggebietende Verbände z von Aufklärern und Kampfflugzeugen am Himmel 1 zum Gruße heraufdonnern. Der schnell aufgerichtete Militärfunk gibt Nachrichten: Die Reichsregierung verhandelt mit der dänischen Regierung. Zu den Besuchern unseres Kommandeurs auf der Zitadelle gehören auch der dänische Generalstabschef und der dänische Innen- eine große Menschenmenge, die von der Polizei nur mit Mühe in Ordnung gehalten wer- .....7 ~ die Frage, wo die englische Flotte sei und warum sie 'die deut- Oslo, Dr. Brai der »or neuen Ap normeg lautet: ,Ln möchte ich Ernst noch scher Wi tete Aktior Minister. Die Aktton schreitet überall planmäßig fort. Endlich: die dänische Regierung hat die deutschen Bedingungen angenommen! Dänemark versteht also, daß wir ihm nicht feindlich sind. England erlebt wieder einmal kummervolle Tage, und rofr durften dabei sein. Wir sind müde, hungrig, schmutzig und verstaubt von den Nachtwachen; aber vom Kommandeur bis zum linken Flügelmann sind wir glücklich. Einsatz befehlsgemäß durchgeführt! Job Zimmermann. Der Vormarsch in Jütland. ..., 9. April. (PK.) Es kam alles ganz überraschend, nur ganz wenige Männer der obersten Führung wußten, worum es sich handelte. Auf besonderen Befehl setzte der uhrwerkmäßige Ablauf des deutschen Vormarsches ein. Ruhig, als handelte es sich um eine Hebung, traten unsere Truppen an. Reibungslos klappte wieder die bewährte Organisation. Zur befohlenen Minute fuhr die erste Kolonne ab in die sternklare Nacht, nach Norden. Von Flensburg aus begann der Marsch über die Grenze. Panzerfahrzeuge, motorisierte Infanterie und alles, was zu den Schnellen Truppen gehört, stieß vor. Wir folgten. Um 5.15 Uhr stiegen drei weiße Leuchtkugeln — das verabredete Zeichen — in die frostklare Nacht. Die Stoßtrupps hatten die Grenze überschritten. Und nun > d tanbum Ql begann der Durchstoß der Division in einem unerhörten Tempo. Die Einwohner erzählten uns nachher, sie hätten schon am Tage vorher von einem etwaigen Einmarsch gehört, seien aber völlig überrascht, daß wir in einer derart kurzen Zeit zur Stelle gewesen wären. P a 11 b u r g war der erste dänische Ort, den wir durchfuhren. Zu unserer Rechten begleitete uns das tiefe Brummen deutscher Flugzeuge — sie flogen nach Norwegen, dem anderen neutralen Staat, den das Großdeutsche Reich in seinen Schutz nehmen mußte. Einen herzlichen Empfang bereiteten uns die Einwohner von Apenrade. Jubelnd standen sie an den Straßen. Wer dabei war, mußte unwillkürlich an den Einmarsch in die Ostmark und ins Sudetenland denken. „Lange erwartet" und „Gut, daß Ihr da seid!", hörten wir aus der Menge heraus. Bei einem kurzen Halt brachte man uns riesige Mengen Bohnenkaffee. Echten schwarzen, duftenden Bohnenkaffee und warf uns Schokoladentafeln in die Wagen. Während die Truppen überall Maueranschläge mit einem Aufruf an die dänische Bevölkerung anbrachten, warfen deutsche Flugzeuge große Mengen von Flugblättern über den Ortschaften ab. Eifrig griffen die Leute zu und schienen mit dem beruhigenden Inhalt zufrieden zu fein. Das Führerfahrzeug unserer Kolonne legte nun ein mächtiges Tempo vor. Wir überholten eine K»- lenne nach der anderen. Manchmal kamen uns kleine Gefangenentrupps entgegen. Einer zwinkerte uns zu: „Feierabend". Sie wurden auch sehr großzügig behandelt. Ein gefangener Hauptmann durfte sogar seine Pistole behalten. Wir kommen ihm nicht als Feind. Der Divisionsführer machte gerade einen W ^45 ffeSCMAULfOYß LEDEN AUE &NBM MACE&ON/SCHEN MARKTPLATZ, durch diese Besetzung Schwedens wären England und Frankreich in der Lage gewesen, Deutschland von den schwedischen Erzzusuhren abzuschneiden. Die englisch-französischen Truppen sollten dann auf dem schnellsten Wege in Skandinavien nach Süden vor st otzen und von Horden nach Deutschland einfalten. Bereits seit einiger Zeit hat die Reichsregierung Nachricht, dah sich auf dem ganzen Gebiet Norwegens englische und französische General- und Admiralstabsoffiziere zur Feststellung und Vorbereitung von Landungsplätzen und zur Planung des Vormarsches nach Süden befinden. Die Reichsregierung war bereits über diese Pläne seit längerer Zeit im Bilde, der Welt aber kommt erst jetzt, nach dem ohne Warnung erfolgten Einbruch in das neutrale Norwegen, der ganze ungeheuerliche Zynismus und die Brutalität, mit der England und Frankreich hier im friedlichen Norden einen neuen Kriegsschauplatz gegen Deutschland auf- richten wollten, mit seiner ganzen Tragweite zum Bewußtsein. In der englisch-französischen Note an die norwegische Regierung vom 8. April wird ein neues internationales Gesetz proklamiert, wonach einem Kriegführenden das Recht zusteht, eine Aktion zu unternehmen, die der durch die ungesetzliche Handlung des Feindes geschaffenen Lage gerecht wird. Diese These haben wir uns zu eigen gemacht: England hat Skandinavien vergewaltigt, und auf diesen internationalen Rechtsbruch hat nun- Die Westmächte wollten ganz Skandinavien besetzen! Eine Erklärung -es Reichsaußenministers an -ie Auslandspreise. Am Vormittag des ereignisreichen 9. April gab Reichsaußenminister von Ribbentrop tm Bundes- ratssaal des Auswärtigen Amtes vor der Auslandspresse eine Erklärung zu dem deutschen Memorandum an die dänische und norwegische Regierung ab. — Unser Bild zeigt (rechts) Reichsaußenminister von Ribbentrop während seiner Ausführungen. — (Scherl-Bilderdienst°M.) hören. Alle kehren in ihre Wohnungen zurück und nehmen ihre gewöhnliche Arbeit wieder auf. Diejenigen, die schon die Stadt verlassen haben, werden hiermit aufgefordert, wieder zurückzukehren. Diese Anordnung wird im Hinblick auf die neuen Verhältnisse gegeben. Wie bekannt wird, hat nur ein Teil der norwegischen Regierung in den Dienstagvormittagsstunden Oslo verlassen und sich nach H a m a r begeben. Verschiedene Minister haben die Notwendigkeit der Lage erkannt und sind in der norwegischen Hauptstadt verblieben, um die Fühlung mit der deutschen Gesandtschaft aufrechterhalten zu können. Wie weiter berichtet wird, haben sich in den frühen Stunden des Dienstagnachmittags, nachdem bereits wieder eine weitgehende Beruhigung eingetreten war, zwei der nach Hamar gegangenen Minister nach Oslo zurückbegeben und sich mit den dort verbliebenen Kabinettsmitgliedern zusammenaefunden. Wie man hört, billigen die jetzt in Dslir weilenden Mitglieder des norwegischen Kabinetts die Politik des Rumpfkabinetts in Hamar nicht, das trotz der Erfahrungen, die Polen und ' Finnland mit der Beistandspolitik der englischen Regierung gemacht haben, in völliger Verkennung der Situation das Schicksal Norwegens zum Objekt englischer Machenschaften werden lassen will. Die in Oslo anwesenden Minister haben eine neue Regierung unter Führung von Didkun Quisling gebildet. Reue norwegische Regierung in Oslo Erneute deutsche Warnung vor sinnlosem Widerstand. ln einetE * im i*'" d-n Ito «tttel.« $ Ä ^4 ?! LZ folgen dk- Stegen i- 7 Ht Melle plagen1 ^tens bir i In9 birefet "Mittel. N. Norwegen' ^öerorben-i beschränk« f von Wellen, dj, ■r ^eoolferun; r en. daß b=i 1 der Wes,. M gien Der.* ' l der Wch Iche Grenx m ist not ericht ein« In Don,' ten Mitte- ie von dki- halten MI- >e. wo dik . ie eie deut. Noch einic urant km 5 nicht eni von Minw ■ eine Le> «chen Iroi aß man Bundes, mge gesut England te , den 9lci. arische hilsi waren die Besatzungen eingestiegen Hun^^e solcher Flugzeuge nahmen in den frühen D M^nstun- den Kurs nach Norden. Ueberall erwärm..gsvolle Gesichter, alle waren wohlgemut Manch lustige Scherze machten ihre Runde, wenn auch das Hauptgespräch selbstverständlich um das „Wohin" ging. Dazu war, solange wir uns auf der Strecke' befanden, natürlich nichts zu sagen Bald gaben sich auch die Neugierigsten mit unserem Flug ins Blaue zufrieden, bis dann die Küste Norwegens in Sicht kam. Da wußte jeder Bescheid Einmal, weil plötzlich hervorbrechende Sonnenstrahlen ein malerisches Bild der Steilküste vor unsere Augen zauberten, dann aber auch, weil alle darauf gespannt waren, was die nächsten Minuten nun bringen würden. Nun entscheidet sich das Entweder Oder. Wir haben seit heute morgen keinen Rundfunk mehr gehört und wissen also noch nicht, ob uns und unseren Truppen ein warmer oder kalter Empfang blüht. Wir fliegen landeinwärts, überall begegnen uns deutsche Maschinen. Da, der Flugplatz ist bereits £u sehen. Unten ein Gewimmel von Menschen. In ledem Bauernhof, den wir Überfliegen, schauen die Menschen zu uns herauf. Jetzt die Landung. Auf herrlicher Landebahn rollen wir aus. Türen öffnen sich, die Fliegersoldaten des Großdeutschen Reiches stehen auf norwegischem Boden, bereit und entschlossen, den Frieden dieses norwegischen Landes gegen die rechtsbrecherischen Aktionen Englands zu sichern. Dr. Weinschenk. nb gliitfü r Besetzu che Lust r Derbö' am j)i gibt Noii ilt mit fc em untern en auch dr ische Jnm planmaft! g hat di? nommet licht feinöhf fummenw r sind nwb den 3M zum lick lefehlsgeck imennann. las- überrasch^ ührungM deren mischen w sich um Reibung^ m3« 5 ne ab m der M torisierte P UM 5.“S 5 oerob** i S!°W* en.Unh* eine« «5 w «ni 5 T Mit'S •t W V »Ä : UNS t°nb^ un-L lNS vu M - tafe}" "> Sfeffi enen ck *4n alt »’>■ n«t "U fr O s l o , 9. April. (DNB.) Der deutsche Gesandte Dr. Bräuer empfing am Dienstag Vertreter der norwegischen Presse und gab ihnen einen neuen Appell, den er heute Vormittag an die norwegische Regierung gerichtet hatte. Er t lautet: ,Zn Wiederholung des Appells von heute morgen möchte ich die norwegische Regierung mit allem Ernst nochmals darauf Hinweisen, daß norwegischer Wider st and gegen die von uns eingeleitete Aktion völlig sinnlos und nur geeig - n e t ist, die Lage für Norwegen auf das ernsteste w verschlimmern. Ich wiederhole, daß Deutschland nicht die Absicht hat, durch seine Maßnahmen die territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit des Königreichs Norwegen jetzt oder tn Zukunft anzutasten." Der Gesandte wies mit Nachdruck darauf hin, daß die deutschen Maßnahmen in Dänemark in planmäßiger glatter Durchführung ohne Kampfhandlung vonstatten gingen. Die dänische Regierung habe zwar aus formellen Gründen protestiert, habe über sachlich die deutschen Forderungen angenommen und verständnisvoll chre Neutralität unter den kchutz Deutschlands gestellt. Zum Schluß erklärte Dr. Bräuer, daß Eoakuierungsmaßnahmen wenig zur Beruhigung des Landes beitragen könnten. Der Polizeikommandant von Oslo gibt im Einverständnis mit dem deutschen Befehlshaber bekannt: Die begonnene Evakuierung hat sofort aufzu- Berlin, 9. April. (DNB.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop gab am Dienstagvormittaa vor den Berliner Vertretern kr Auslandspresse folgende Erklärung ab: „Der gestrige englisch-französische Einbruch in die norwegische Neutralität bedeutet den flagrantesten Rechts - und Neutralitätsbruch, btr denkbar ist. Er reiht sich würdig an die Reihe unzähliger derartiger englischer Neutralitätsoer- legungen, von der Beschießung Kopenhagens im Jahre 1807 durch die englische Flotte bis zum heutigen Tage. Der Einbruch Englands und Frankreichs auf norwegisches Hoheitsgebiet kam für Deutschland nicht überraschend. Wie Sie aus der Note der Reichsregierung an die norwegische und dänische Regierung gehört haben, ist ks Ziel Englands und Frankreichs, Deutschland von seinen nördlichen Erzzufuhren abzuschneiden unb in Skandinavien einen neuen Kriegsschauplatz zu errichten, um Deutschland von der Flanke von Norden aus anzugreifen. Der gestern erfolgte Einbruch in die Ter - rilorialgewäffer durch INinenlegung and warnungslofe Versenkung der gesamten küflenfchiffahrt durch England und Frankreich ist erst der erste Teil des der Reichsregierung bekannten britischen Planes. Der zweite Teil sollte nach der Reichsregierung vorliegenden Informationen unmittelbar darauf durchgeführt werden. Er bestand in der Besetzung ganz Skandinaviens, d.h. Dänemarks, Norwegens und auch Schwedens, denn nur en Halt, als die Spitze auf leichten Widerstand stieß. Kurz darauf erschienen der dänische Kommandant von Hadersleben mit einem Offizier und bat um eine Unterredung. Freundlich wurde er empfangen und freundlich teilte er mit daß er nur feinem Befehl nachgekommen sei und sich' gewehrt habe. Er war aber durchaus der Ueberzeu- äung, daß weiterer Widerstand zwecklos fei und kam der Aufforderung des Generals mit einem deutschen Parlamentär zurückzufahren und die Stadt zu übergeben, nach. Er machte unbedingt den Eindruck eines schneidigen Offiziers. Kurz darauf zogen mir auch in Hadersleben ein, von der Bevölkerung umjubelt und mit Liebesgaben bedacht. (jerhard Schad. Der Flug ins Vlaue. ........ 10. April. (DNB.) PK. Das war wirklich ein Flug ins Blaue. D. h. — nur soweit es sich um den Bestimmungsort handelte. Im übrigen flogen wir Stunde um Stunde im milchigen Nebelschlamm. Inzwischen sind wir gelandet: Dort, wohin uns der Befehl des Führers rief! Gelandet mit Soldaten, um fi(r alle Zeiten den britischen Neutralitätsverletzungen im Norden ein Ende zu bereiten. Das war ein Hochbetrieb in den letzten Stunden, die wir noch in der Heimat verbrachten. Maschinen starteten, Maschinen landeten, und heute, beim Morgengrauen, tönte der Marschtritt unserer Flie- gersoldaten über das Rollfeld. Eine Stunde später **&**** QC V/ Wi&A. K W W- — Hi Putzfrau für täglich, von morgen 8 bis 10 Uhr gesucht. KnnsthamUnng Hirz, Seltersweg 22. 01333 Oberst Fuchs ist am 6.8.1914 in das Füsilier- Regiment 34 eingetreten und hat im Weltkriege an der Ost- und Westfront gestanden. Ihm wurde das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse, sowie das Verwundetenabzeichen verliehen. Nach dem Weltkriege wurde er in das Jnf.-Regt. 5 übernommen. Später erhielt er ein Kommando zur Technischen Hochschule, das er mit dem Diplomexamen abschloß. 1933 wurde Oberst Fuch in das Technische Amt des Reichsluftfahrtministeriums übernommen. 1935 wurde er zum Staffelkapitän einer Kampfstaffel ernannt, und ein Jahr später Kommandeur einer Kampfgruppe. 1937 nahm er an den Kämpfen in Spanien teil und erhielt die höchste spanische Auszeichnung, die „Medailla Militär", sowie das Spanienkreuz in Gold mit Schwertern. Im Sommer 1938 wurde Oberst Fuchs erneut, und zwar als Inspekteur, in das Reichsluftfahrtministerium berufen. In Anerkennung seiner besonderen Leistungen wurde er am 1. 11. 1938 vorzeitig zum Oberst befördert. Kinder machen einen wertvollen Münzenfund. LPD. Pfungstadt, 9. April. Am Rande einer Sandgrube am Fuße des Mühlberges bei Pfungstadt spielten Kinder, wobei plötzlich ein Stück des Grubenrandes einbrach. In dem Sand entdeckten die Kinder eine Urne, aus der zahlreiche Münzen zum Vorschein kamen. Die Kinder steckten sich alle Taschen voll und brachten die Münzen freudestrahlend nach Hause. Die Eltern meldeten den Fund sofort, und der Bürgermeister konnte insgesamt 5 02 Münzen, zum größten Teil Silbertaler aus den Jahren 1583 bis 1620, sicherstellen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. - Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport - Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühljche Universttätsdnickerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.5. 1825 V Nachruf. Sein Andenken soll uns unvergessen bleiben. BurschenschaftTeutoniaWieseckl930. 1816 D Ferdinand Döringer und Kinder. Gießen-Wieseck, den 9. April 1940. 1818 D 18tellengesuche| h Auh Notscheck, Ende Allen denen, die in aufrichtiger Anteilnahme unserer geliebten Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen, danken wir hierdurch herzlichst. Insbesondere danken wir Herrn Dekan Sattler für die am Grabe in so tröstender Weise dargebrachten liebevollen Worte. Gießen-Wieseck, den 9. April 1940. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. April, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Möserstr. 6 aus statt. Den Heldentod für Führer, Volk und Vaterland starb unser Kamerad ist heute vormittag im Alter von 84 Jahren sanft entschlafen. Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 12. ApriL 15% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Herrenreitstiefel (Größe 42) zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 1817D an d. Gieß. Anz. erb. Mai z. zweitenmal kalbend, und" 15 Monate altes Ilind zu verkaufen od. gegen eine [01339 Iahrkuh zu tauschen. Böigen bei Gießen Lange Ortstr. 31. Gießen, den 9. April 1940. Familie Otto Schleuning. _____________________________________________________________ 1822 D 4/20 Opel steuerfrei fahrbereit, zu verkaufen. 01335 Autofuhrbetrieb Bork Hörnsheim. Karl Trautmann Maschinenhauptgefreiter bei der Marine. Dienstag, den 9. April 1940, entschlief sanft nach schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großväter, Bruder, Schwager und Onkel Friedrich Weller Rangiermeister 1. R. im 55. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Erwin Weller Familie Karl Dort Familie Karl Weller. Schaftstiefel amLudwigsplatz verloren. Abzugeben (01333 Kaiserallee 4. 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Anröchte in Westfalen. Todes-Anzeige. Unsere liebe Frau Elisabeth Gisel mehr heute der Führer die entsprechende Antwort erteilt: Die deutsche Wehrmacht wird dafür sorgen, daß sich nunmehr während dieses Krieges in Norwegen und' Dänemark kein Engländer oder Franzose mehr blicken läßt. Deutschland'hat damit die Länder und Völker Skandinaviens vor der Vernichtung bewahrt und wird nunmehr bis zum Kriegsende für die wahre Neutralität im Norden einstehen. Ich bin der Ueberzeugung, daß dieser Schritt des Führers einen altehrwürdigen Teil Europas vor dem sicheren Untergang und der absoluten Vernichtung, die unseren englischen und französischen Feindsn offensichtlich gleichgültig sind, bewahrt hat." Der Kommodore des „Löwengeschtvaders^. Der Führer und Oberste Befehlshaber verlieh dem Obersten Fuchs, dem Kommodore des erfolgreichen „Löwengeschwaders", das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. — (Scherl-Bilderdienst-M.)________ Am Dienstagvormittag wurde mein treuer Lebenskamerad, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr Reinhard Carl Jäckel Kaufmann i. R. | Mietgesuche | Jung. Ehepaar sucht zum I.Juli oder früher MmA Schr. Angeb. mit Preisangabe u. 01336 a.d.G.A. Alleinsteh.Frau mit 13jähr. Sohn sucht leer. Zimmer mit Küche oder Kochgelegenheit. Uebernimmt ev. Hauswirtschaft. Schr.Angeb.unt. 01334 a.d.G.A. Jg. Angestellter sucht oUur am liebsten mit voller Pension Gießen-Süd. Schriftl. Angeb. unter 1814D an d. Gieß. Anzeig. [Stellenangebote tfeine Ursprungszeugnisse, 1 andern nur Zeugnisabschriften dem Be^ werbungsschreiben beilegen l — Lichtbilder undBewerbungsuntev lagen müssen zur Ver- meidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I Handwerksmeister 53 Jahre, sucht zum sof. Eintritt Frau oder Fräulein bis 45 I. z. Führung d. frauenlosen Haushalts ohne Kinder und bittet um Offert, unter K. W. 18 postlagernd Braunfels /Lahn MU» gesucht. i80iv ®alWnu5 Lamm Horst-Wessel- Wall 7. Mätta von 16-18 Jahr, f. Buchbindereibetrieb gesucht. Näheres [i8i3d Mlslklltze 7. Mädchen MslillgeM als Hausgehilfin von morgens bis über mittags gesucht. 01340 Gutenbergstr. Nr. 19 toavU kurz vor Vollendung seines 68. Lebensjahres plötzlich und unerwartet von uns genommen. Gießen (Landgrafenstraße 7), Frankfurt a. M., Babenhausen, den 9. April 1940. Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 12. April, nachmittags 4.15 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand zu nehmen. In tiefer Trauer: Frau Marie Jäckel, geb. Hahn. 1819 D Gießen (Neustadt 47), den 10. April 1940, 1820 D Herr Friedrich Stein müller im 83. Lebensjahre: Heuchelheim, den 9. April 1940. 1824 D Die Beerdigung findet am Freitag, dem 12. April, um 13% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Heute morgen um 8 Uhr verschied nach längerem Leiden mein lieber Bruder, unser guter Onkel Im Namen der trauernden Angehörigen: Margarete Steinmüller Witwe. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. April, um 17 Uhr, in Heuchelheim von Gießener Straße 18 aus statt. Gestern abend entschlief sanft nach schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Susanne Balser, geb. Pfeiffer im 74. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen t Philipp Balser. Lang-Göns, Rennerod, den 10. April 1940. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 12. April, um 13% Uhr statt 1823D Am Mittwochmorgen wurde mein treuer Lebenskamerad, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Herr Karl Velten II. • Landwirt im 53. Lebensjahre von seinem schweren Leiden erlöst " In tiefem Schmerz: Kath. Velten, geb. Wentzel Dora Glaum, geb. Velten Erwin Velten Dr. med. Albert Glaum Hans Jürgen Glaum. Kaufgesuche Wir kaufen gebrauchte mögt neuwertige tongei zum Taxwert und erbitten Ihr Angebot öoMleßen Ruf 2847/48. FLÜGEL geg.barges.An geb.m.Markeu. Preis erb. 760d R.Schönau Gießen, Postfach 90, Verkäufe Verschiedenes Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei zum Wandern? Denken Sie aber auch daran, was Sie unterwegs brauchen, damit es wirklich frohe Wandertage werden. Also an eine Brotdose, Isolierflasche und die anderen Dinge. Fragen Sie danach bei N J. B. Häuser i II ’i Gießen, a.Oswaldsgarten _ Hi (Parkplatz) S Fernruf Nr. 2145-2146 > Tüchtige, zuverlässige Hausgehilfin bet hohem Lohn sofort gesucht. Frau Erna Niederhausen Bahnhofstraße 49. 17C3p | mögen , DjJch sehe K irgend [Er P e p- pllen uns Standpunkt, ttr. 84 Zweites Blatt Mittwoch, ltt. April WO Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Aus der Stadt Gießen KrümenOJ£ müti-gfeit, daß Amerika der zum 1816D iE er die Infen Führen von Flohertgewehren (Tesching) mit gezogenem Lauf und mit einem Kaliber von 6 mm und darunter keines Waffenscheines. Der Reichsminister des Innern hat nun verordnet, daß diese Teschings wer- wie im- Dunst, kaum, daß man die Kirche von sieht. t Hochkirch! Dort stand der Alte Fritz, al Schlacht gegen die Oesterreicher schlug. Hier Hutberg kämpfte der tapfere Plessen jji habsburgischen Daun, kämpfte, bis dMM der klaffenden Stirnwunde sprang Gras der Heimaterde sank. Im Park von Plessen-Roda ist s^W un Tempelchen, viel zu heiter für 1 Todes. Es steht umfriedet von eineHW 'chnittenen Buchenhecke und sieht herMH Teich, der im Grünkleid vieler Millione dicke, runde Türme flankieren den griechischen Mittelteil. Mit seinen schönen, großen Fenstern schaut das Schlößchen voll ernsthafter Heiterkeit auf das Rasenrondell herab, das keinen anderen Schmuck hat als die tiefästige, mehrfach gestützte mächtige Esche. Rur dieser gewaltige Baum und der Rasen trennen das Schlößchen von den Wirtschaftsgebäuden im großen Viereck des Hofes. Ein Lachen springt vom großen Balkon herab in die Welt der Landwirtschaft. Die beiden Schweizer in ihren rotweißen Jacken horchen auf. Der blutjunge Volontär hebt die Rase, und der Inspektor kann ein Schmunzeln nicht verbergen. Der Chef lacht! Und dieses Lachen hat etwas Ansteckendes! Der Chef ist nun nicht etwa ein Mann in behäbigem Alter, mit hohen Stiefeln, einer Joppe und einem leutseligen Wesen. Rein, der Chef ist die schmale, lange Jutta Plessen, von allen anerkannt, von allen als „Chef" geachtet. Sehen kann man sie nicht auf dem Balkon. Sie hilft drinnen im festlichen Saal, der die hohen Fenster hat, Fräulein Schmidtchen beim Tischdecken für die Verlobungsfeier. Fräulein Schmidtchen war Juttas Erzieherin, jetzt, da der Zögling ihr entwachsen ist, leistet sie dem alten Fräulein von Plessen, Juttas Tante, Gesellschaft und betätigt sich manch- knal im Haushalt. : „Sollte man nicht viel weniger Zeit auf leibliche iGenüsse verwenden?" meint sie, zu Jutta gewendet. „Drei Stunden kochen, eine Stunde Tischdecken und die vielen sonstigen Vorbereitungen ... Ist das nicht Raub an der Zeit, die man für wertvolle, innere Dinge verwenden könnte?" Fräulein Schmidtchen wiegt sich in den Hüften, als sie wieder zur Anrichte geht. Sie ist nicht jung und nicht alt, nur dick. „Nun gut", sagt Jutta, „bann also in die rechte Hand eine rohe Möhre und in die linke eine Gurke!" So meinte es Fräulein Schmidtchen natürlich nicht Man dürfe ja auch Gottesgaben wie Hühnchen und Hähnchen nicht verachten! Vor allem nicht, wenn der Anlaß des Festmahles eine Derlobungs- feier sei „Ihr Bräutigam, Jutta, ist ein Idol!" fügt sie schwärmerisch hinzu Jutta bricht in em schallendes Lachen aus. Em Die Bereinigten Staaten haben die Wahrung der britischen Interessen in Dänemark übernommen. Ein diesbezügliches Ersuchen war durch den britischen Gesandten in Kopenhagen an seinen nord- amerikanischen Kollegen gerichtet worden. Der nord- amerikanische Gesandte hat das Staatsdepartement davon verständigt, daß in 2)änemarLejjjUge Ruhe herrsche. beide ein verlängertes Wochenende entfernt von L Washington verbrachten, telephoniert. Beide kehrten | nach Washington zurück. Im übrigen herrscht Ein- ' *■ ' diese Entwick- und dann vier Jahrzehnte hindurch in NordhauseN als Mittelschullehrer ausübte. Viele Jahre hat et die kleine Zeitschrift für Dichtung „Das Hausbuchs herausgegeben, später „Miniaturen deutscher Dichtung", mit denen er einen kleinen Ireis von jungen Dichtern um sich scharte, und er ist mit diesen Blättern ein verdienstvoller Vorkämpfer für dichterische Kultur gewesen. Nach seiner Zurruhesetzung siedelte er nach Gießen über. Mit seiner anmutigen lyrischen Begabung gelangte er in den ihm gezogenen Grenzen zu entsprechender Bedeutung. Mehrere Bändchen mit eigenen Gedichten hat er erscheinen lassen, und er zeigte sich in ihnen zumeist als freundlicher Schild er er der Natur, dem nichts zu klein, nichts zu unbedeutend war, um es in einem Gedicht zu fangen. Gern band er die Blumen von den Wegrändern auf feinen Harzwanderungen zu bunten Garben zusammen, schuf aber auch ein paar Bändchen vaterländischer Gedichte, von denen ex 6 einet ^•nber ,Aen L.u«d ^un. 5ben ' Fubifli 8 Menne? "8e S.y .®“ Bei Erinnerungen. Wir wissen nicht, wieviel Menschen sich noch Zeit gelassen haben mit der Ablieferung von Erinnerungsstücken aus Metall, das für die Geburtstagsspende des Führers erwünscht ist. Aber wer vor einer dieser Metall-Sammlungsstellen steht, hat unwillkürlich das Gefühl: und alle, alle kamen. Das ist ein sehr persönliches Gefühl, das für eine statistische Erhebung gänzlich unzulänglich ist. Und trotzdem ist es ein überzeugendes Gefühl. Was am meisten packt, ist die Bereitwilligkeit zur Ablieferung alter Erinnerungsstücke. Wir mögen uns tausendmal mit dem Verstände sagen, daß das oder jenes „alter Plunder" ist. Wir hängen doch daran, und wenn es nur ein Spieldöschen wäre, das unsere Mutter aufgezogen hat, wenn in der ersten Jugend ein peinliches Erlebnis uns die Tränen in die Augen trieb, um uns über solches Mißgeschick hinwegzutäuschen. Wir erinnern uns wohl auch, wie stolz wir waren, als wir selbst das erste Mal unter mütterlicher Anleitung dieses Spieldöschen aufziehen durften, und wie ängstlich wir waren, als wir — unberufenerweise — dieses Spieldöschen ohne mütterliche Aufsicht zu unserem höchst privaten Vergnügen in Betrieb setzten. Aber die gute Mutter hörte nichts und war auf einmal taub. Nun wandert die Spieluhr auch zur Sammelstelle, und daneben steht ein kerzengerader, birkenschlanker alter Herr, der, wie er uns auf dem Heimweg anvertraut, seine Reiterpreise beigesteuert hat ... darunter auch einen Reiterpreis, den er sich noch mit angeschossenem Schenkel geholt hatte. Das ist noch sehr viel mehr als ein Spieldöschen ... Und wenn es auch einen Stich im Herzen gibt, so ist es doch so wie beim Zahnarzt: das Leben ist freundlicher, wenn der Zangengriff vorbei ist. Als wir nach Hause gingen, schmunzelten wir beide: ich, der ich das Spieldöschen gebracht, und jener — man darf es ihm nicht sagen! — „alte Herr", der seinen Reiterpreis geopfert hatte. Zu der alten Erinnerung war die neue Erinnerung hiinzugekommen. „Wir schmunzelten", sagten wir nicht eben so? Es war eigentlich kein Schmunzeln. Es war auch kein Lächeln im üblichen Sinne. Es war jenes seltsame Anrühren unseres Empfindens, wie wir es fühlen, wenn wir uns im ersten warmen Sonnenschein nach einem Frühlingsveilchen oder Schneeglöckchen bücken und es mit einer galanten Gebärde weiterreichen. Lornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 Uhr „Leichte Kavallerie". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Feuerteufel". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 14 Uhr „Der Choral von Leuthen"; „12 Minuten nach 12". Sladttheaier Gießen. Am heutigen Mittwoch wird zum erstenmal die Operette „Leichte Kavallerie" von Franz von Suppe aufgeführt. Musikalische Leitung Richard Boeck, Spielleitung Harry Grüneke. Es wirken mit: Eva Eckert, Friedel Fornallaz, Anneliese Garbe; Gustav Bley, Harry Braunwarth, Walter Erler, Harry Grüneke, Siegfried Lowitz, Christoph Neuland, Bernhard Schmitz, Max Schneider-Oest, Karl Volck, Hans Voß. Chöre: Richard Boeck. Tänze: Thea Maaß. Bühnenbild: Karl Löffler. 27. Vorstellung der Mittwoch-Miete. BOM.-Llniergau 116 Gießen. BDM..Derk-Grnppe la/116 Sport und Gymnastik. Der nächste Dienst der Gruppe findet am Donnerstag, 11.4., 20.15 Uhr, in der Goetheschule statt. Turnzeug sowie Beitrag für Monat April ist mit- zubringen. Der Dienst findet jetzt wieder regelmäßig jeden Donnerstag um 20.15 Uhr in Goetheschule statt. Wann sind Flobert-Gewehre waffenscheinpflichiig? Nach den bisherigen Vorschriften bedurfte es Verständnis in Moskau. Moskau, 10. April. (DNB.) Die Aktion der deutschen Wehrmacht zum Schutze der Neutralität Dänemarks und Norwegens wird in Moskau mit gespanntem Interesse und offensichtlichem Verständnis für die deutschen Beweggründe verfolgt. Die „Prawda" erinnert daran, daß sich «England und Frankreich schon während des finnischen Konfliktes monatelang bemüht hätten, gerade die skandinavischen Staaten in den Krieg hineinzuziehen und daß die neuerlichen Drohungen der englisch-französischen Politiker nichts anderes bezwecken als „das skandinavische Kriegstheater, das durch den finnisch-sowjetischen Friedensschluß den Kriegsbrandstiftern entglitten war, wieder zurückzugewinnen." Die sowjet- russische Oeffentlichkeit ist von der entschlossenen Maßnahme Deutschlands stark beeindruckt. Gesprächsweise wird darauf hingewiesen, daß eine energische Aktion Deutschlands auf das brutale Vorgehen der Westmächte in den norwegischen Territorialgewässern zu erwarten stand. wenig jungenhaft, gewiß, aber es ist keiner da, der ihr das etwa übelnähme. Gerade diese Urwüchsig- keit steht ihr so gut. „Vielen Dank!" lacht sie Hermine Schmidtchen ins gekränkte Gesicht. „Nur, daß es auf Dolf Gräfe paßt wie die Faust aufs Auae!" „Es ist mein trauriges Geschick, meistens mißverstanden zu werden!" Stolz verläßt Fräulein Schmidtchen mit dieser Klage den Saal. Jutta horcht zur offenen Balkontür hin. Stimmen in der Ferne? Schritte auf dem Kies? In schwingenden Sätzen läuft sie durch den Saal, ruft drüben noch schnell ins Empfangszimmer hinein: „Tante, sie kommen!" und flitzt nun die kühle, weite Treppe hinab. Ein dicker Putto bekommt schnell noch einen Klapps auf die pralle Wade. Was kümmert es sie, wenn Fräulein Schmidtchen mit sehr erregter Stimme von oben ruft: „Fräulein Jutta, das gnädige Fräulein Tante wünscht ..." Weiß schon, oben bleiben, wünscht sie. Offizieller Empfang im blauen Salon. Verbeugung, Reverenz, förmliche Gespräche — kennen wir! Blödsinn! Hinunter und kräftig die Hand schütteln: dem Vater Gräfe, Erni, dem Kronprinzen — sie kann diesen etwas steifen Hermann nicht anders als Kronprinz nenNen —, und dann einen raschen, blitzenden Blick mit Dolf austauschen, so und nicht anders! Der große Rosenstrauß paßt eigentlich nicht in Juttas Hände. Bräutlich sieht sie gar nicht aus in ihrem strengen Sportkleid. Mein Gott, was macht der alte Gräfe für ein Gesicht! Das soll nun also der Schwiegervater werden? Gezwungenheit, umwölkte «Stirn? Auch so einer, der in der Joppe und der kurzen Wichs besser aussieht als im steifen Schwarz. Nun ja, es ist ja Tante Ottilies wegen, sie selbst würde gern auf den Zauber dieses ersten Besuchs verzichten. Da sitzen sie nun, und alle reden anders als sonst, die Erni, der Bräutigam Rudolf, der alte Gräfe. Hermann, der Kronprinz, sagt überhaupt nichts. Nur Tante Ottilie ist sich immer gleich, immer freundlich und ruhig, sehr zart und sehr abgewogen in allem, was sie sagt. Und dann Hermine Schmidtchen! Wenn sie schon den Mund auftut und anfängt vom „Sommer in seiner Pracht" oder vom „Segen der Felder"! In Büchern mag das ja schon und gut sein, aber hier im Gespräch? Vielleicht ist I lung nicht in den l den wird. „Wir müssen wer die Nachrichten aus I erklärte Senator McN j keinen Grund, warum etwas unternehmen sollt per. „Uns geht's nicht deshalb auch nicht einnrif den Senator N o r r i s vertMWWWMir Thomas sagte, er sehe nicht ein, daß bfrzsörgänge in Dänemark und Norwegen in irgendeiner Weise die amerikanische Neutralitätspolitik berühren. Brauchitsch antworteiFronside Kraft, Erfahrung und Entschlußkraft Grundlagen der deutschen Waffenerfolge! Berlin, 9. April. (DNB.) Die amerikanische Hearst-Presse hat sich durch ihren Chefkorrespondenten Karl von Wiegand an den Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst von Brauchitsch mit der Bitte gewendet, eine Aeußerung zu der Bemerkung des britischen Generalstabschefs I r o n s i d e abzugeben. Jronside hatte in einem Interview gesagt, die deutschen Generale seien zu jung, es fehle ihnen die Erfahrung, und Deutschland habe die Gelegenheit zum Siege über die Westmächte verpaßt. Generaloberst von Brauchitsch hat der Hearstpresse auf ihre Anftage folgende Antwort gedrahtet: Bewundere feit jeher Jugendkraft des Volkes der Vereinigten Staaten von Amerika, schreibe ihr die gewaltigen Erfolge des neuen Kontinents zu. Nehme auch für Deutschland in Anspruch, daß seine neuen, jungen, starken Kräfte den Auf st i eg bewirkten. Damit siegten wir überall. Ich bin glücklich, an der Spitze des neuen deutschen Volksheeres zu stehen und mit den besten jungen Generalen und den vortrefflichsten Truppe« der Welt kämpfen zu können. Wie lächerlich zu meinen, daß Deutschland keine erfahrenen Soldaten besäße! Wir haben in Polen bewiesen, daß wir aus dem Weltkrieg gelernt haben. Wir haben uns sogar die Fehler unserer englischen und französischen Gegner zunutze gemacht und sind heute technisch weit besser als diese. Wo blieben die englischen Generale, als noch die Masse unserer Truppen im Osten kämpfte? Sie verpaßten die beste, sich ihnen bietende Gelegenheit. Sie waren zu müde, zu marschieren und zuzuschlagen. I ch warte noch immer a u f den ersten Engländer. Wir haben inzwischen Zeit gehabt, die größten Teile unserer Wehrmacht nach dem Westen zu überführen. Wir haben den Winter für die Vervollkommnung der Ausbildung und der Ausrüstung aller unserer Truppen benutzt. Ich bedanke mich bei den englischen Generalen, daß sie mir dies ermöglicht haben. Damit ift d i e Lücke von Versailles in unseren ausgebildeten Reserven g e s ch l o s - s e n und der einzige Vorsprung, den unsere Gegner hatten, endgültig wettgemacht worden. Das ganze deutsche Volk blickt heute mit vollstem Vertrauen auf den starken Willen und die geniale Staatskunst seines Führers, des großen Meisters in der Benutzung des richtigen Augenblicks. Es wird sich zeigen, wer die Gelegenheit zum Siege verpaßt hat. (gez.) Generaloberst v. Brauchitsch. Mill «SS KZ äV ,s Lei«; «tittr? Ä 'M KS rb*b zig es auch nicht glücklich gewesen, den alten Blitz- Johann in die Livree zu stecken. Die paar Toasts und den Portwein hätte gut und gern die Emma herumgeben können, wenn es nun mal sein mußte, daß man vor dem Diner noch dieses steife Sperlingsfrühstück einschob. Wie der alte Gräfe diese dünnen Brotscheiben schief und verächtlich ansieht! Wetter, Segen der Felder, Sommer in seiner Pracht sind nun also abgetan. Vollkommen abgegrast, so daß kein vernünftiger Gedanke mehr laut werden kann. Ein Engel würde jetzt durchs Zimmer fliegen, wenn Tante Ottilie nicht mit ihrer hohen feinen Stimme den alten Gräfe nach dem diesjährigen Absatz der Brauerei gefragt hätte. Sie schneidet damit ein Thema an, das ergiebig ist. Fräulein vvn Plessen hat Geschick, auch über Dinge zu reden, von denen sie nichts versteht. Jutta versteht wenigstens ein klein wenig davon, sie war als Kind manchmal in der Brauerei auf dem Gräfehof drüben. Drüben bedeutet jenseits des Hutberges, der mit seiner keck bewaldeten Spitze und den abgleitenden Hängen die schonen Besitzungen der Plessens und der Gräfes voneinander scheidet. Aber es führen ja kleine Steige herum, und Jutta hat sie einstmals oft und gern benutzt, auch die Gräfekinder, vor allem Erni, die zeitweise am französischen Unterricht Fräulein Schmidtchens teilnahm. Heute geht Rudolf Gräfe diese Wege. Und über Maische und Hopfen hinweg lächeln sie sich vergnügt an — Dolf und Jutta! Ein Glück, daß Dolf kein Brauer ist, denkt Jutta, auf die Dauer könnte ich den Mälzgeruch schwer ertragen. Und dann sieht sie zu Jupp hinüber und muß lachen. Hubert, genannt Jupp, ist der Jüngste aus der Gräfefamilie. Zur Feier des Tages trägt er feinen Konfirmandenanzug, aus dem Arme und Bett^ beängstigend lang herausgewachsen sind. DaWDidert ihn aber nicht, sich wie ein vollendeter HerWsti benehmen und mit wichtigem Gesicht fachmännische Ausdrücke zu erklären. Es sei höchste Zett gewesen, daß man endlich einen neuen Hopfen- extraktionsapparat angeschafft habe. Dieser Grünschnabel! Der Kronprinz räuspert sich. Tut dieser Bengel, als habe er Verdienste um diesen neuen Apparat. Dabei weiß ein jeder, wie der Große um diese Neuerung zu kämpfen hatte. Jede Neuerung schiebt der Alte von sich. Der Kronprinz hat bei ihm in dieser Hinsicht fein Honiglecken. (Forts, folgt.) außerhalb des Wohn-, Dienst- oder Geschäftsraumes oder des befriedeten Besitztums nur dann geführt werden dürfen, wenn der Träger der Waffe einen ordnungsmäßigen Waffenschein bei sich führt. NS'SMinWsl M Stuft öntH) Sreoöe Achtung! KdF.-Sport. Jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag finden folgende Kurse statt: 1678D Mittwoch, 20.30 bis 21.30 Uhr: Sport und Spiele für Männer und Frauen, Goetheschule, Horst- Wessel-Wall. Donnerstag, 20.30 bis 21.30 Uhr: Gymnastik und Spiele für Frauen, Schillerschule, Schillerstraße. Freitag, 16 bis 17 Uhr: Kindergymnastik (für Kinder unter 10 Jahren), Goetheschule. Hierfür Anmeldungen vorher an Sportamt, Schanzenstraße 18, ober KdF., Laden Seltersweg, erbeten. Freitaa, 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr: Schwimmen für Männer und Frauen, auch Anfänger, Volksbad. Neuanmeldungen werden in den Kursen angenommen. j Unser neuer Roman. Nachdem wir in der gestrigen Ausgabe des Gießener Anzeigers den Abdruck des Romans „Goldene Wolke über Renate" von Horst Biernath beendigt haben, beginnen wir in der heute erscheinenden Nummer unseres Blattes mit der Veröffentlichung eines neuen großen Romanwerkes. Wir bringen diesmal d.ie Arbeit einer Autorin, die bisher in unseren Spalten noch nicht zu Worte gekommen ist, wir sind jedoch überzeugt, daß sie unter der Leserschaft des Gießener Anzeigers bald zahlreiche begeisterte Freunde zählen wird. Unser neuer Nomoy heißt: Wirst du es schassen, Lena? von Martina Eckart-Helm. Es ist ein Roman ganz aus unserer Zeit, frisch und unterhaltsam, überaus spannend, mit echtem Gefühl und nicht ohne Humor geschrieben. Wenn man ihn seiner Gattung nach bezeichnen ober einorbnen wollte, würbe man in Verlegenheit geraten, benn er ift ebensogut eine Liebesgeschichte wie ein Kriminalroman, ein Werk, ungemein reich an Handlung und an dramatischen Konflikten, mit dessen Veröffentlichung wir gewiß sein dürfen, allen Lesern und Leserinnen in Stadt und Land eine besonders genußreiche, von Tag zu Tag erwartungsvoll be* grüßte Lektüre zu bieten. Gedenken an Hermann Kiehne. Ein liebenswerter Lyriker, Hermann Kiehnsz kam vor 85 Jahren, am 10. April 1855, in Weitz nigerade als Sohn eines Kunstdrechslermeisters zur Welt, sollte nach des Vaters Wunsch Holzbildhauer werden, widmete sich jedoch dem Lehrerberuf, dei^ er zuerst in Harzgerode, Altenrode und Wernigerods Linier dem Eindruck des deutschen Gegenschlags. Romstelltfest: „Deutschland ist den Anschlägen derWestmächte zuvorgekommen." . R oim, 9. April. (Europapreß.) „Deutschland ist den Anschlägen der Westmächte im Norden zuvorgekommen", mit diesen Worten kennzeichnet die rö- imsche Presse bte durch das blitzschnelle Vorgehen Deutschlands zum Schutze der nordischen Staaten geschaffene neue Lage. „Mit diesen Ereignissen", schreibt „Giornale dItalia", „beginne eine neue Phase. In militärischer Hinsicht sei die Besetzung dänischen und norwegischen Gebietes durch Deutschland vor allem die sofortige Antwort auf die von England begangene Vergewaltigung der Neutralität Norwegens unter erklärter Zustimmung und mit Hilfe Frankreichs. Durch das Ergreifen der Initiative bei der Vergewaltigung der Neutralität der kleinen Staaten, in deren. Namen sie vorschützten Deutschland zu bekämpfen, hätten sich die imperialistischen Demokratien einen schweren politischen Fehler zuschulden kommen lassen. Dadurch erhalte die Antwort Deutschlands ihre Rechtfertigung, die ! auch die legitime Form einer Beschützung Norwegens und Dänemarks annehmen könne. Zusammenfassend könne man sagen, daß Deutschland innerhalb 24 Stunden durch eine entschiedene gradlinige Geste die Lage von Grund auf umgekehrt habe, die durch französisch-englische Initiativen in Vorbereitung gewesen sei. Zwischen Deutschland und den skandinavischen Nationen bestehe eine bedeutungsvolle Blutsverwandtschaft und eine Solidarität der historischen Tradition, der politischen und wirtschaftlichen Interessen. Diese Solidarität bleibe nicht ohne Einfluß puf den Verlauf der Ereignisse. Aus den aus London eingehenden Nachrichten, so schreibt „Tribuna", geht hervor, daß England die Maske habe fallen lassen, und nicht mehr weder ,/von Menschlichkeit", noch von dem „internationalen Recht" spreche. Auch eine Tatsache von größter Wichtigkeit gehe aus diesen Nachrichten hervor, daß die blitzschnelle Reaktion Deutschlands alle Pläne der Westmächte über den Hausen geworfen habe. Da nun die Würfes gefallen seien, 1 fehlten die Stimmen der Kriegswütigen nicht, die dafür einträten, die maritimen Operationen der Westmächte im Norden Europas durch Fliegerangriffe auf das deutsche Gebiet zu unterstützen. Dabei werde im Gegensatz zur Vergangenheit fein Unterschied mehr gemacht zwischen Fliegerangriffen auf militärische und nichtmilitärische Ziele, sondern cs werde nur mehr vom „deutschen Gebiet" gesprochen. Amerikas Neutralität bleibt unberührt. Washington, 9. April. (DNB.) Die De- | setzung Dänemarks und Norwegens riefen stärkste Verblüffung in Washington hervor, wo man gestern noch fest geglaubt hatte, daß es zwischen Norwegen I und England zu ernsten Differenzen kommen I würde. Ein Telegramm des amerikanischen Ge- I sandten in Oslo wurde Roosevelt und Hüll, die lüitft Öll K Roman von Martino lkWWW lieber die Gräfewiesen hinüber zum Hutberg federt der Fuß, heimlich und in vielen Rinnsalen sickert unter ihm das Wasser, quillt unaufhaltsam aus unterirdischen Gründen und findet sich dann in kleinen kristallklaren Tümpeln. Quellwiesen, der große Schatz des Gräfehofes! Am Fuß des Berges dann, ein wenig schon über der selber- und wiesenreichen Landschaft, führt ein kleiner Steig in sanftem Bogen um den Berg, wo sich bald ein anderes Bild entfaltet Ein Park statt bäuerlicher Anwesen, dichte hohe Bäume, zwei Turmspitzen mit altertümlichen Wetterfahnen. Es ist Mitagszeit, eine handfeste sommerliche Wärme liegt über dem Land. Der Horizont verschwindet im chimmert. Wenn man ein Stück unter den mächtigen Eichen lie alte Mauer entlang geht, kann man auch sein schloß sehen. Da ist zuerst die Rückseite des j)ou= ‘ >es, die auf das Feldherrntempelchen und aus den Winsenteich schaut. Bescheiden und still liegt das Schloß da, fast wie verwunschen, mit seinem -Balkon - itnb . der kleinen, schüchternen Freitreppe. ; üppig ist es nicht, das Rodaer Schloß, aber gut uno gediegen, fast ein wenig bäuerlich, wenn auch der Schimmer des Höfischen über iHMDiegt. Eine etwas steife Auffahrt führt ans Schloß^^ran; der Säulenbau vor dem Eingang trägt den schönen, breiten Baifon mit dem Gitter aus Schmiedeeisen. Zwei Oie Aufgaben der Frau im Kriege. Kundgebung in der Neuen Aula. Unter starker Beteiligung der Frauen aus den Gießener Ortsgruppen fand gestern abend in der Neuen Aula der Universität eine Kundgebung statt. Kreisgeschäftsführer Weber hieß die Besucher willkommen. Oie Heicbereoncrin Mar a öe Smeth knüpfte zu Beginn ihrer Ausführungen an die jüngsten politischen und militärischen Ereignisse an und betonte, wie sich gerade in diesen Tagen wieder die Wichtigkeit der Tatsache erwiesen habe, daß die Führung der Politik und der Wehrmacht in einer 5)ani> vereinigt seien. Sie schilderte dann in der Erinnerung an vergangene Zeiten die Unterschiede in statspolitischem Sinne zwischen dem Einst und dem Heute. Der große einheitliche Staat erweise seine überragende Bedeutung und Schlagkraft im Gegensatz zu jenem Deutschland vor und nach dem Weltkrieg, oder gar dem Deutschland nach dem Dreihigjähritzen Kriege. Durch die jüngsten politischen Ereignisse wisse wieder jedermann das Gefühl unserer großen Zusammengehörigkeit neu bestätigt. In klaren Darstellungen beschäftigte sich die Rednerin hierauf mit den großen Veränderungen der Verhältnisse, wie sie sich seit 1933 ergeben haben. In eindringlichen Worten charakterisierte sie die Wesenszüge der englischen Plutokratie und ihrer engen Versippung mit dem Judentum, sie kennzeichnete ferner das Verhältnis zwischen England und Deutschland im Lichte der Geschichte und ließ auch die barbarischen Methoden erkennen, mit denen England nicht nur gegen Deutschland, sondern gegen viele Völker der Welt wütete. In anregender Form sprach sie auch von der überragenden Bedeutung des Westwalls, von den Zeiten seiner Entstehung, von dem Einsatz der Volksgenossen und von den Opfern, die für die Schaffung des unüberwindlichen Festungswerkes gebracht werden mußten. In großer Ueberschau sprach die Rednerin ferner von unserer Ernährungslage, von der Art unseres Geldes, dessen Wert nicht vom Goldwert, sondern von der Arbeit des deutschen Volkes bestimmt werde, von unserem Verhältnis zu Sowjetrußland, zu Italien und zu den neutralen Staaten. In wenigen Auslassungen sprach sie außerdem über den Einfluß der Propaganda auf die politischen Ereignisse. Schließlich kam die Rednerin auf die Aufgaben der deutschen Frau im Kriege zu sprechen. Sie stellte ihren Zuhörerinnen die mannigfachen Opfer vor Augen, die von den Soldaten, von den Dienstverpflichteten, von den Frauen in Fabriken, von den Rückgeführten bisher schon gebracht wurden und noch gebracht werden, müssen. Sie sprach ferner von den übermäßigen Opfern, die die Deutschen in Polen an Blut und Gut brachten, Opfer, die sie aus reicher eigener Anschauung kenn und in allen Phasen miterlebt habe. Demgegenüber könne man nicht von Opfern sprechen, wenn es in der geschützten Heimat einmal gelte, sich Einschränkungen aufzuerlegen, da jedermann immer satt werde und jede Frau noch ihr Bett habe und keiner Gefahr ausgesetzt sei. Deshalb forderte die Rednerin auf, daß es ebenso wie für den Soldaten an der Front gelte, Verständnis für die Notwendigkeiten der Gegenwart und für die Maßnahmen des Führers zu beweisen, zu rest- losem Einsatz bereit zu fein, Disziplin zu wahren, sich jeder Schwatzhaftigkeit zu enthalten; sie forderte zu intensivem geistigen Miterleben in unserer großen Zeit und zur freudigen Mitarbeit auf, wenn es gelte, der großen Sache förderlich zu sein. Den Soldaten solle das Bewußtsein unerschütterlich sein, daß sie sich auf die Heimat verlassen können, ebenso wie wir in der Heimat wissen, daß wir uns felsenfest auf unsere Soldaten verlassen können. Die Rednerin rief dazu auf, sich der Größe unserer Zeit bewußt zu sein und im Vertrauen auf den Sieg unserer Sache eine solche innere Sicherheit zu gewinnen, aus der allein die Kraft für alle Aufgaben erwachse, die unser Volk in Zukunft zu lösen habe. Der Führer sei dem deutschen Volke von der Vorsehung zur Erfüllung einer großen Aufgabe gegeben worden, für die eine große Aufgabe, Deutschland frei zu machen und unsere Jugend in eine bessere Zukunft zu führen. Die Darlegungen der Rednerinnen wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Das Englandlied, die Lieder der Nation und der Gruß an den Führer, von Kreisgeschäftsführer Weber ausgebracht, beschlossen die Kundgebung. eines „Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft", das andere „Patriotische Gedichte" nannte. Auch eine zweibändige Anthologie „Die Lyriker der Gegenwart" gab er heraus. Der Harz mit seinen Sagen und seinem Leben aus Gegenwart und Vergangenheit lieferte ihm die Stoffe für seine Erzählungen, von denen „Aus Bodos Reich" und die „Blankenburger Novellen" genannt seien. Mit Vorliebe schilderte er das Harzer Kleinbürgertum. Don seinen Bühnendichtungen seien „Das Fest zu Mainz" und „Der Pfalzgraf" erwähnt. Am 7. Dezember 1936 verstarb Hermann Kiehne in Gießen. Seine Witwe lebt noch in unserer Stadt. „Oer Feuerteufel." Der neue Bavaria-Film, der seit gestern im Gloria-Palast gezeigt wird, stellt eine Schöpfung dar, die in ihren Wesenszügen Trenkers geistiger Haltung in jeder Beziehung entspricht. Das Thema ist historischen Begebenheiten entnommen, dabei allerdings frei behandelt. Der Film schildert einen Holzknecht des Kärntner Landes, den Valentin Sturmegger, der in leidenschaftlicher Glut und unter rücksichtslosem Einsatz seines eigenen Lebens für sein Vaterland Kärnten gegen den Erzfeind Napoleon auftritt und das Volk seiner Heimat freimachen will von den fremden Fesseln. Obwohl schon drei Aufstände niedergeschlagen wurden, entfacht er einen vierten, der, das ist Sturmeggers tragisches Geschick, durch Verrat zusammenbricht und nicht die Freiheit bringt. Ja, Sturmegger wird von seinen Landsleuten noch des Hauses verwiesen, seine Landsleute rücken in schwacher Stunde von ihm ab. Erst die Ereignisse von 1813 bringen auch dem Kärtner Land die Freiheit, für die der „Feuerteufel" ein Vorkämpfer war. Der Film zeigt den Freiheitshelden nicht nur inmitten seiner Berge, sondern auch in der Wiener Hofburg, und hier erhält der Film eine sehr interessante Note durch die Gegenüberstellungen von Sturmegger mit Napoleon und Metternich. Luis Tr e n k e r, der, wie meist, Regie führt und auch noch die Hauptrolle spielt, übersetzte die Handlung in klare und überaus filmwirksame Szenen. Die Art seiner Darstellung trägt außerdem dazu bei, daß der Blick stets auf das Wesentliche gerichtet bleibt. Er erscheint unwandelbar inmitten seiner tapferen, aber auch manchmal zaghaften Landsleute. Großartig gesehen und gestaltet sind die Szenen mit Napoleon. Neben Tren- ker stehen verschiedene andere ausgezeichnete Darsteller, die mitentscheiden über das Niveau des Films. Eindringlich erscheinen Erich P o n t o als Napoleon, E. F. F ü r b r i n g e r als Metternich und Elaus Clausen als Major Schill. In der Rolle der liebenden Frau sieht man Maria Holzmeister zum ersten Male in einem Trenker- Film. Der Film in seiner Gesamtheit darf als eine klare künstlerische Leistung von starker eigener Prägung gewertet werden. H. L. Neuner. VHC Gießen Bei herrlichem Frühlingswetter hotte sich die AHC.»Gemeinde am Sonntag zu einem Spaziergang zusammengefunden, an den anschließend' die Monatsversammlung im Vereinslokal Hopfeld stattfand. In dieser wurde auch die Auszeichnung der fleißigen Wanderer oorgenommen. Dem Ernst der Zeit Rechnung tragend, hatte man von der sonst üblichen Auszeichnungsfeier abgesehen. Wie jedes Jahr, so konnten auch diesmal wieder eine Anzahl Wanderer ausgezeichnet werden. Es erhielten die Auszeichnungsnadel für 25 und mehr Wanderungen Richard Hentschel und Heinrich Keil; 50 und mehr Wanderungen Heinz Baues und Erich Petri; 75 und mehr Wanderungen Ludwig Rosenbaum und P. Schirmbeck; 100 und mehr Wanderungen Alexander Lobrer; 125 und mehr Wanderungen Karoline Betz, Wilhelm Herrmann und Wilhelm Woden- psuhl; 150 und mehr Wanderungen Anna Margarete Haas, Ed. Langlotz, Anna Malkomesius und Andreas Wagner; 175 und mehr Wanderungen Ernst Rumpf; 225 und mehr Wanderungen Anton Betz und Heinrich Schneider: 300 und mehr Wanderungen Albert Schneidmüller, und die Auszeichnungsnadel 425 der Senior des Zweiavereins, Vorstandsmitglied Corl Faber, für 436 Wanderungen. Auch die kleinen Wanderer erhielten für ihr fleißiges Mitwandern die wohlverdiente Anerkennung. Es wurden Hilde Hardt, Margrit und Rudi Krieger sowie Ursel Schirmbeck zum zweitenmal und Winfried Scholz zum erstenmal ausgezeichnet. Strafkammer Gießen. Der K. St. in N. hatte sich wegen versuchter Notzucht zu verantworten. Der Angeklagte war im wesentlichen geständig. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde er zu einer Gefängnis- strafe von zehn Monaten, abzüglich einer Woche Untersuchungshaft, verurteilt. Amtsaericht Gießen Eine Frau in Beuern hatte einen vom Bürgermeister ausgestellten Bezugsschein über den Bezug von V8 kg Wolle auf eine Menge von l1/? kg ob- geändert. Die Angeklagte war geständig. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von vier Monaten. Die Angeklagte würbe unter Zubilligung mildernder Umstände wegen schwerer Urkundenfälschung zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. Schöner alter Grabstein aufgesunden. Durch den Verwalter des Alten Friedhofs wurde dieser Tage ein Grabstein aufgefunden, der nicht nur für die Nachkommen sehr interessant und aufschlußreich ist, sondern auch vom Sprachlichen her einige Aufmerksamkeit verdient. Es handelt sich um den Grabstein eines Vorfahren der Familie Faber (Marktplatz). Der Stein trägt folgende Inschrift: 16 58 Georg Faber Raths Schöpf Allhier Vnd Svsanna Seine Elchich Havsfravw Aus der engeren Heimat. Tt asi/cher Tod eines Zungen. LPD. Büdingen, 9. April. Als ein 1 5 I a h r e alter Junge seinen abreisenden Vater abends zum Bahnhof begleitete, bemerkte der Vater plötzlich, daß er zu Hause etwas liegen gelassen hatte. Der Junge lief schnell zurück, um den vergessenen Gegenstand zu holen, doch kam er nicht mehr bis zur Abfahrt des Zuges zum Bahnhof zurück, denn unterwegs war der Junge, offenbar infolge allzu schnellen Laufens, von einem Herzschlag betroffen worden, der den sofortigen Tod herbeiführte. Landkreis Gießen. <£ Leihgestern, 9. April. Der hiesige Spar- und Vorschußverein hielt seine 49. Hauptversammlung im Lokal „Zur Krone" ab. Den Ge- schätsbericht für das abgelaufene Jahr 1939 trug der Vorsitzende Heinrich Haas vor. Hieraus ist hervorzuheben, daß die Kasse allen Kreditansprüchen nachkommen konnte und der Mitgliederstand gegen das Vorjahr aus 192 gestiegen ist. Die Bilanz wurde vom Rechner Karl Häuser vorgetragen. Der Jahresumsatz mit 242 000 RM. hielt sich auf gleicher Höhe wie im Vorjahre. Die Spareinlagen zeigen eine erfreuliche Zunahme. An Kartengeldern gingen 12 810 RM. ein, die Schulsparkasse erbrachte 1909 RM. Die gesamten Spareinlagen erbrachten ein Mehr gegen das Vorjahr in Höhe von 10 000 RM. Die Zins- und Dioidendensätze wurden wie seither belassen und die Verteilung des Reingewinns von 2101 RM. in der vor geschlagen en Weise gutgeheißen. Das Guthaben bei der Landesbauernkasse beträgt 21 300 RM. Der Jahresabschluß wurde genehmigt. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Im Revisionsbericht wird die gute Geschäfts- und Kassenführung lobend erwähnt. Die Di-enstanWeisung und Geschäftsordnung wurden von der Versammlung genehmigt. Die satzungsge- mäß ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsrats- mitglieder — vom Vorstand Georg Faber V. und vom Aufsichtsrat Heinrich Schäfer und Karl Heß Hl. — wurden wiedergewählt. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles wurde der Abend in der üblichen Weife geschlossen. CO Beuern, 9. April. Die hiesige bäuerliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft hielt ihre Generalversammlung im Saale Sommerlad ab. Direktor Schwalb hieß die Mit- alieder willkommen und gedachte sodann der Verstorbenen des vergangenen Jahres. Anschließend erstattete er den Jahresbericht von 1939, dem zu entnehmen war, daß die Genossenschaft eine günstige Entwicklung zu verzeichnen hatte. Der Mitgliederstand betrug am Jahresschluß 210. Der Umsatz belief sich auf 284 046 RM., das sind 50 000 RM. mehr als im Vorjahre. In beiden Lagern wurden für 69 000 RM. Waren umgesetzt; oas bedeutet gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung um 18 000 RM. An Dünger wurden 2630 Zentner geliefert, an Futtermitteln 720 Zentner verteilt, ferner wurden 224 Zentner Saatgut beschafft, während Kohlen und Briketts für 1900 RM. beliefert wurden. An Getreide wurden 1100 Zentner abgeliefert. Die Steigerungen gegenüber dem Vorjahr betrugen durchschnittlich 40 v. H. Die Bilanz, von Rechner Ranft vorgetragen, wurde in bester Ordnung befunden. Die Gesamtunkosten beliefen sich auf 5565 RM. Der Reingewinn betrug 508 RM. Davon sollen 300 RM. dem Reservefonds, der Rest der Bctriebsrücklage gutgeschrieben werden. Die Genossenschaft verfügt über eine Reihe von Maschinen, die stark in Anspruch genommen werden. Die Genossenschaft hat jetzt eine Hofreite gekauft, um darin eine Verkaufsstelle einzurichten. Die ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsratmitglieder wurden wiedergewählt. Direktor Schwalb schloß die Versammlung mit Worten des Dankes für die bisher bewiesene genossenschaftliche Treue. Kreis Wehlar. * Krumbach, 9. April. Dieser Tage konnte die Zigarrenmacherin Wilhelmine Groh, geb. Schupp, in voller Rüstigkeit auf eine ununterbrochene 40jäh. rige Tätigkeit in der hiesigen Zigarrenfabrik der Firma Joh. Balth. Noll, Gießen, zurückblicken. Aus diesem Anlaß war ihr Arbeitsplatz festlich geschmückt. In einem Betriebsappell dankte der Vertreter des Betriebsführers der Jubilarin für die treugeleisteten Dienste. Neben einer künstlerisch ausgestatteten Urkunde erhielt sie noch ein Geschenk. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41 bis 45,5, Bullen 39,5 bis 43,5, Kühe 16 bis 43,5, Färsen 31 bis 44,5, Kälber 17,5 bis 62, Schafe 35 bis 50 Rpf. je Vs kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 und mehr kg) 1,09, bl (135 bis 149,5 kg) 1,09, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,09, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01, e—f (60 bis 79,5 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,01, i (Altschneider) 1,01, g2 (andere Sauen) 1,01 h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt. Schweinemarkt in Vuhbach. * Butzbach, 9. April.' Der heutige Schweinemarkt verzeichnete einen Auftrieb von 217 Tieren, die bei regem Marktverlauf rasch Absatz fanden. Für 4 bis 6 Wochen alte Ferkel wurden 27 bis 30 RM. bezahlt, 6 bis 8 Wochen alte Tiere kosteten 30 bis 35 RM., ältere Tiere bis 38 RM. .Frankfurter Zchlnchtviestnwrkl Frankfurt a. M., 10. April. (Dorbericht.) Der Hauptmarkt für Kälber und Schweine war aus- reichend beschickt. Das Vieh wurde zu etwa folgenden Preisen verteilt: Kälber 25 bis 65 RM., Hümmel 30 bis 51, Schafe 25 bis 44, Schweine 49,50 bis 55,5 RM. G.A.-Gport. DfD.-MichSbahn Gießen. To. Rodhckm I — BfB.-R. I 4:0 (2:0). Wohl niemand hätte daran gedacht, daß sich die Grün-Weißen in Rodheim schlagen ließen. Ohne den Sieg der Rodheimer schmälern zu wollen, muß aber festgestellt werden, daß dieser Sonntag der schwärzeste in der Geschichte des Vereins gewesen ist. Durch diese Niederlage haben sich die Grün- Weißen ihre Meisterschaftshoffnungen endgültig verscherzt. Die Rodheimer haben verdient gewonnen, der Einsatz und Eifer der Mannschaft waren ausschlaggebend für den Sieg. Wenngleich die Mannschaft technisch den Grün-Weißen unterlegen war, so war sie auf jeden Fall viel schneller und durchschlagskräftiger. Die Gastgeber hatten vom Anstoß an große Vorteile, denn die Grünweißen fanden sich nicht, die Verteidigung hatte einen rabenschwarzen Tag. Die Angriffe der Platzherren ließen erkennen, daß die Elf von unbedingtem Siegeswillen beseelt war, während die Ueberkombinationen der Grün-Weißen abgewehrt werden konnten. Nach 11 Minuten wollte Fleischhauer, anstatt den Ball abzuschießen, zwei Mann umspielen, es glückte ihm nicht, und schon hieß es 1:0 für Rodheim. Dieses Tor war der Anlaß zu stürmischen Anfeuerungen der zahlreichen Zuschauer, und ebenfalls durch einen Fehler in der Verteidigung konnte der Halblinke kurz darauf auf 2:0 erhöhen. Die Grün-Meißen machten zwar die größten Anstrengung-en, zu Erfolgen zu kommen, aber -die wenigen Schüsse der Stürmerreihe wehrte der hervorragende Torwächter der Rodheimer, der wohl der beste Mann auf dem Felde war, sicher ab. Kurz nach dem Wechsel schoß der Mittelstürmer das dritte Tor, und drei Minuten später mar es der Halblinke-^^^Lletzten Treffer anbrachte. Die GrünMeihß^^W^W^var in der Folge mehr vom Spiel, abN^^^^^^Wkwar nicht wiederzuerken- nen, es isWWWMWfchoffen, die Außen nicht bedient, fo ■■|i3«™fc-iQuna immer wieder da- e Anstrengungen der Grün-WeißeiW^^^M das Ehrentor zu erzielen, waren Oie Solei? »n öen Kreisklaffen. Steinbach — Großen Buseck 1:2 (1:1). Von den angesetzten Spielen um die Kriegsmeisterschaft kamen zwei zur Austragung. Leib- gestern - Großen-Linden sagte in letzter Minute ab, so daß der VfB.-Reichsbahn spielfrei war. Die Steinbacher, die am letzten Sonntag in Hungen siegten, mußten sich auf eignem Platze knapp geschlagen bekennen. Die Gäste, die mit einer starken Mannschaft erschjkyssn, zeigten eine geschlossene Mann- > siegten verdient. jto — Hungen 3:2 (2:0). Wkschaftsspiel in Garbenteich war Wehen, daß die Sportbegeisterten Mahme der Spiele vollauf einver- Mers hervorzuheben ist, daß beide feiner anständigen Spielweise be- . _ „ ren rassigen Kampf zeigten. In der ersten Spielhälfte hatten die Platzherren ein klares Plus. Dann kamen die Gäste stark auf und sorgten in kurzer Zeit durch zwei unhaltbare Schüsse für den Ausgleich. In dem nun folgenden Kamps um die Siegespalme konnte Garbenteich durch den Mittel- sturmer das siegbringende Tor schießen. schaftslej. 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