Montag, y. Dezember 1940 Luxemburgs deutsches Antlitz »1U MquI^ ein, wobei sechs Personen gelölel und mehrere ver- Stimmen der Kritik in England mf UlM • W i» Jtfltlö f eine 2W . der Sejitb* «er 1940 N Lchwertriep i verlor, w linken N ngenen 6® t UNd tfflBB der geför Südamerikas eigene Wege. Die panamerikanischen Konferenzen unter der Führung der USA. haben außer der Erweiterung der Sicherheitszone, um die England sich nicht kümmert, eigentlich keinerlei praktischen Erfolg gehabt Nordamerika und das iberische Süd- und Mittelamerika sind nicht nur in politischer, son» dern auch in rassemäßiger, sprachlicher und konfessioneller Beziehung so scharfe Gegensätze.wie etwa in Europa ein englischer Plutokrat und ein, den angelsächsischen Mammonismus verachtender spanischer Hidalgo. Allerdings hat sich Roosevelt alle Mühe gegeben, durch die von ihm verkündete Politik der guten Nachbarschaft eine Aenderung dieser Beziehungen zu erreichen, und es ist ihm wohl auch hier und da gelungen, die schweren Bedenken der Südamerikaner und ihre Abneigung gegen Dollaramerika zu überwinden. Aber der zweite Schritt Roosevelts, der Versuch zu einer Zusammenfassung ganz Amerikas zu einer wirtschaftlichen und wenn möglich auch militärischen Einheit unter Führung von Washington, hat doch die Gegensätze wiederaulbrechen lassen. In jeder südamerikanischen Republik hat man allzuviele Beispiele dafür, daß die Vankees ihre Phrasen um die Politik des „bi§ stick“ wickeln, solange Südamerika willfährig bleibt, daß aber die Politik des alten Theodore Roosevelt, die bekannte „Diplomatie in Hemdsärmeln", triunv phiert, wenn Südamerika im Interesse seiner Souveränität zu handeln gezwungen ist. Man kann nicht sagen, daß sich in den letzten fünfzig Jahren die Beziehungen zwischen den beiden grundverschiedenen Kultur- und Anschauungskreisen des amerikanischen Festlandes grundlegend geändert haben, trotz aller schönen Phrasen und den entsetzlichen Plattheiten, die Nordamerikas Presse und Politiker so freigiebig verzapfen. Nordamerika hat jetzt, da die südamerikanischen Staaten unter dem Fortfall ihrer wichtigsten Abnehmer, der europäischen Märkte, leiden, zu einem konzentrischen Angriff auf Südamerika angesetzt. Es geht nach angelsächsischem Prinzip gleichzeitig den politischen und den wirtschaftlichen Weg. Durch die Abtretung der Stützpunkte in der Karibischen See deutschen Bewegung bereits begonnen, die unnatürliche Trennung zu überwinden. Mit vollem Herzen und zielsicherer Entschlossenheit gingen sie ans Werk, die Schranken des Mißtrauens und der Zurückhaltung bei ihren Landsleuten zu beseitigen und vielleicht auftauchenden Zwiespalt in Versöhnung zu verwandeln. Sie dienen damit ihrem Land und der neuen Zeit und vor allem ihrer nunmehrigen Hei- mat, dem machtvollen Großdeutschland. Neuyork, 8. Dez. (Europapreß.) Die Londoner Korrespondenten der nordamerikanischen Blä- ter greifen die in London vielfach erörterte Möglichkeit bevor st ehender Aenderungen im Oberbefehl der britischen Kriegsflotte in ihren Berichten auf. Man hoffe auf diese Weise der Admiralität neue Kräfte zuzuführen, um die durch die Verschärfung des U-Boot- Krieges geschaffene schwierige Lage zu überwinden. Es handele sich nicht nur darum, dem Schiffsverkehr Englands besser zu nützen, sondern auch möglichst rasch neue Handelsschiffe zu beschaffen. Diese Probleme seien sehr dringend geworden, weil jetzt die Versenkungen englischer Schiffe Über vier Millionen BRT. im Jahre erreicht hätten. Im Parlament wie in der Presse würden immer öfter wirksame Maßnahmen verlangt. Man betone, daß eine Reorganisation der Flottenleitung jetzt immer notwendiger werde. Besonders werde betont, daß der erste Seelord Sir Dudley P o u n d durch eine jüngere Kraft ersetzt werden müsse. Die England zur Verfügung stehende Tonnage müsse notwendigerweise beträchtlich vermehrt werden. Starke Zweifel würden laut an der Fähigkeit der britischen Werften, die Kapazität der Handelsflotte im Augenblick zu vermehren. Gehe man davon aus, daß die Wersten jährlich Tonnage in Höhe von nur ungefähr einer Million produzieven könnten, so bedeute das, daß England, selbst wenn die größtmögliche Intensivierung der Neubauten erfolge, höchstens ein Viertel der von den U-Booten gerissenen Lücken selbst füllen könne und sich in bedeutendem Maße ausländischen Schiffsraum sichern müsse. England müsse besonders Schiffe aus den Vereinigten Staaten beziehen. Man glaube jedoch, daß die britische Amiralitätskommission, die sich augenblicklich in den Vereinigten Staaten aufhalte, um mit den amerikanischen Schiffswerften zu verhandeln, im allgemeinen allzu o p t i m i st i s ch bei der Beurteilung der Schiffsbaukapazität der Vereinigten Staaten gewesen sei. Die Bundes-Marine- Kommission bestreitet die Nachricht, daß die Vereinigten Staaten sich anschickten, 120 Handelsschiffe an England zu verkaufen. Die Kommission verfuge nur über 83 stillgelegte Schiffe, von denen aber höch stens 12 sofort verkauft werden könnten. Nach einem Londoner Bericht der „New York Times" ist man in England wegen der Haltung der Vereinigten Staaten von Nordamerika sehr entmutigt. Nach englischer Ansicht werde das gegen Rbtäi« riMQncbeoU irt bei in- und chmen unaen rasche Hilk ingdesTo’tl ’Sjahrenbt' [Wirkungen. henSienoct. jienurTogsll WW tonbaufjj], c. Deutsche Movie versenkten 29000 VRT Explosionen und Brände in den Hafen- und Dockanlagen Bristols. letzt wurden. Fast alle getöteten oder verletzten Personen befanden sich außerhalb der Schuhräume. Vier feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, davon drei durch Flakartillerie. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Trotz schlechter Wetterlage. London, Portsmouth und Bristol mit Bomben belegt. Berlin. 7. Dez. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Trotz schlechter Wetterlage griffen Kampfflugzeuge, wie bereits gemeldet, in der Nacht zum 6. 12. £ o n o o n und Portsmouth an. Zahlreiche Bombentreffer riefen starke Brände hervor. 3m Laufe des Tages führte die Luftwaffe Aufklärungs- flüge und einzelne Störungsangriffe durch. 3n der Nacht zum 7. 12. belegten Kampfflugzeuge Bristol und andere kriegswichtige Ziele an der Kanalküfle mit Bomben. Der Feind unterließ in der letzten Nacht jegliche Versuche, in das Reichsgebiet einzufliegen. Bewachungsfahrzeuge der Kriegsmarine schossen zwei britische Torpedoflugzeuge ab. Eigene Flugverluste traten nicht ein. Von den gestern als vermißt gemeldeten sieben deutschen Flugzeugen sind inzwischen noch zwei zurückgekehrt. Schon der Name des kleinen Landes ist deutsch, ;r wurde abgeleitet von der Hauptstadt Lurern- lurg, die ursprünglich Lützelburg hieß. Dieses Dort ist gebildet nach der frühmittelalterlichen Feste »ucilienburhuc, um die die Stadt nach und nach entstand, und zwar vor niehr als tausend Jahren, 'm Jahre 963 brachte Graf Siegfried von der Ar- lennen die Burg durch Tausch in seinen Besitz und stimmte sie zum Mittelpunkt seiner im Warner-, Hösel- und Ardennengau liegenden Güter. Die Stabt und das Land Luxemburg blieben Jahrhun- lerte hindurch den Grafen von Salm und von Luxem- iurg sowie verwandten Linien, bis 1543 der Herzog Shilipp von Burgund sich der Burg bemächtigte, ändert Jahre später und dann noch einmal im ; afjre 1684 eroberten die Franzosen die Stadt und 4?6en ihre Befestigungswerke durch den Festungs- iciumeifter Vauban ausbauen. Nach dem Frieden :cn Ryswijk fiel das Land an Spanien und dann lieber an die Franzosen. Nach dem Einmarsch der Serbündeten in Paris (1814) wurde dis Festung Luxemburg eingenommen und kam als deutsche Sunbesfestung zum Rheinland bis zum Jahre 1866. Nachher ist Luxemburg zum selbständigen Groß- !erzogtum erhoben worden, das durch das Diktat :cn Versailles 1918 unter die Oberhoheit Frank- !sichs gestellt wurde. Weil Dynasten, nicht das Volk, den „Staat .axemburg" erfanden, weil eine geldgierige, im Ihrigen haltlose Oberschicht das öffentliche Leben ^rwelschte, blieb dieser „Staat" ein Gebilde auf lhwachen Füßen. Während man der französischen Sprache und Kultur immer weitere Verbreitung zu erschaffen suchte, behielt das Volk seine dem Rheinischen ähnliche Mundart, seinen deutschen Sinn Jr Ordnung sowie für äußere und innere Haltung. >ie offiziellen Sprachen waren Deutsch und Fran- Dsisch, die eigentliche, von jedermann gesprochene .anbessprache über ist das Luxemburger Deutsch, Lite mit französischen Ausdrücken leicht durchsetzte deutsche n Mu ndart. Don den sieben Tages- isitungen Luxemburgs erschienen bisher eine in rcmzöfischer, die übrigen sechs jedoch in beut« cher Sprache. Die Kinder in der Schule lernten derft die deutsche Sprache, im dritten Schul- ihre wurde mit dem Französischen begonnen. Ob- Dohl bislang bei den Gerichten Französisch als Amtssprache galt, verhandelten die Parteien und beugen doch größtenteils in ßuremburger Deutsch. Der Gottesdienst sowie der Religionsunterricht in flimabme von Anzeige« füt die Mittaasnummer bifiM'/.llbr desvimmnttagS Anzeigen-Preise r Anzeigenteil 7 Rot le mm bei 22 mm Heilenbreite# Jenteil 50 Rvi. le mm bei 70 mm heilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstanel B Platzvorickrift «vorherige Vereinbarung) 25 *-« mehr & Der Wehrmachtbericht vom Sonntag. Berlin. 8. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Lin Unterseeboot versenkte zwei feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 17000 BRT.» ein anderes Unterseeboot zwei weitere feindliche Handelsschiffe mit zusammen 12 000 BRT., darunter einen Tanker von 9000 BRT. Wie bereits gemeldet, griffen Kampffliegerverbände in der Nacht zum 7.12. die Hafen- und Dockanlagen sowie andere kriegswichtige Ziele von V r i st o l an. 3n verschiedenen Teilen der Stadt, besonders in der Nähe der Wasserwerke, würben Explosionen und mehrere Brände beobachtet. Am 7.12. beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf Störungsangriffe gegen einzelne kriegswichtige Ziele an der Südoflküfte Englands. 3m Zuge der bewaffneten Aufklärung hn Seegebiet ostwärts und nordostwärts von Great Airmoulh wurden zwei Handelsschiffe aus niedrigster höhe mit Bomben angegriffen. Beide Schiffe erhielten Treffer und gerieten in Brand. 3n der Nacht zum 8.12. flogen britische Flugzeuge in die besetzten Gebiete sowie in Westdeutschland ein und warfen mehrere Bomben ab. An drei Stellen wurden Fabrikanlagen unerheblich beschädigt. Außerdem traten an mchreren Stetten Häuserschäden n 17.0h; ' feiert Kv! ■- wote >>«er SH mseren hryl ;n Dom los auf weitem gabt wurden. Um der Spende „ftünftlerbant" auch fernerhin die Möglichkeit zu geben, ihre segensreiche abe durchzuführen, f)at Reichsminister Dr. eis ihr weitere 2V» Millionen R M. zur Verfügung gestellt. Das großzügige Sozialwerk ,Lünstlerdank", bas Reichsmmifter Dr. Goebbels vor vier Jahren ins Leben rief, hat feit feinem Bestehen in fast 18 000 Fällen insgesamt über fünf Millionen RM. Beihilfe an alternde ober notleibende Künstler gewährt. Kein deutscher Künstler, ob er am Theater, Film, in der Musik oder bildenden Kunst tätig ist, braucht das graue Gespenst der Not oder des Alters mehr zu fürchten. Auch der Schiller- Stiftung in Weimar, die sich die Betreuung in Nst' geratener deutscher Schriftsteller und Schriftstellerinnen zur Aufgabe macht, werden namhafte Beträge aus der Spende „Künstlerdank", die ihr Aufgabengebiet auch auf die deutschstämmigen Künstler in Luxemburg, Elsaß, Lothringen sowie auf den Reichsgaz? Wartheland ausgedehnt hat, überwiesen. „Die romantischen und falschen Vorstellungen vom kunstschaffenden Menscben als einem Stubenhocker oder Hungerleider finb , wie Dr. Goebbels bei der Stiftung der Spende vor vier Jahren ausführte, „vorbei." Der deutsche Künstler ist für Alter und Krankheit sichergestellt. Ungehemmt durch diese Sor- Icn Schulen ift deutsch; und das wichtigste: das , Renten und Tun der Luxemburger war von jeher ieutsch. Das Deutschtum prägt fick tot allem aus, in den Sauten, in dem oft sehr alten Brauchtum, in den 1 Xolfsiieb-ern, Märchen, Sagen und Geschichten, . Isren das Volk viel zu erzählen weiß, und riid)t 1 !-iletzt in der Land schatt, die ein typisch deutsches Sepräge aufweist. Da ist zunächst die tausendjährige ittlsenstadt Luxemburg mit ihren alten Fe- imngstürmen und neuen Brücken, mit malerischen peiligtümern und langgestreckten, im Fluß sich siegelnden Unterstädten, mit verwitterten dunklen i orwegen und Hellen Prunkbauten neuester Zeit, Bürgen und Schlösser auf Höhen und Hügeln, bald ii trotziger Einsamkeit, bald über besiedelten Törn. Weitere Glanzpunkte des nicht ganz 3000 Quadratkilometer umfassenden Landes sind: Ech- le r n a d), das durch seine seltsame Springprozes- !on berühmte alte Abteistädtchen mit den verzau- lerten Winkeln des Luxemburger Sandsteingebietes irm das Müllertal; Vianden mit den mächtigen Ruinen der grauen Dranierburg; Clerf im Nor- ftn mit dem malerischen Grafenschloß und der [ frönen neuen Benediktinerabtei; die lieblichen Fluß- I tler des Gutlands wechseln mit bin herben Höhen- 5, l ndschaften des Oeslings; dann die Städttein und I Decken Diekirch, Befort, Fels und Esch an b.er I k auer, um nur einige zu nennen. Gewaltige iahlwerksanlagen zeugen von den ir ichen Bodenschätzen des Landes (Luxemburg ist 11 e Wiege des Stahlkartells). Wandert man die Iflußtäler aufwärts, so begegnen einem überall I - efte uralter Burgen ober wildumwachsene Hohlen, I denen fagenbunfle Geschichten spuken, wie man I f° in ähnlicher Form auch an der Mosel oder in der I bnadjbarten Eifel kennt; die Kinder fingen auf der pitrafje oder abends am warmen Ofen die alten IJ'eime und Lieder, die man fast genau so am IJüjein hören kann. Und was Sitte und Brauch an- so finden sich im Luxemburgischen noch viele Altdeutsche Gewohnheiten rein und vollständig er- lilten, die in den angrenzenden deutschen Gebieten rur noch bruchstückweise Vorkommen ober" bereits Sanz vergessen sind. Unsere alten deutschen Volkslieder werden in Luxemburg alle gesungen, wahrend sch französische Volkslieder so gut wie gar nicht enzubürgern vermocht haben. Selbst die Volks'este (-irmes," Jahrmarkt, Wuzzenmarkt, Schützenfeste t a.) werden gefeiert wie am Niederrhein. ,/Des Landes Flüsse fließen alle bis auf einen 8-:m Rhein", sagte kürzlich Professor Kratzenburg, der verdienstvolle Vorkämpfer für deutsche Sjltur in Luxemburg, „des Landes Geschichte ist in jäheren Jahrhunderten aufs engste verbunden ge= n?sen mit der großen deutschen Vergangenheit I tnb das wichtigste, was wir schon oben festgestellt Ifrben: das Volk behielt durch alle Zeitläufte hm- tb::rd) feine deutsche Gesinnung. Im Jahre 1848 Ifrrieb die jetzt noch erscheinende Zeitung Luxemburger Wort": „Seien mir alle, was wir durch un- Usi7e Nationalität waren, auch wieder dem Herzen | U'ib der Gesinnung nach: Deutsche! Unser oinn Ifrcb deutsch! Mit Freude erkennen wir, daß Deutlch- llenb, das uns so lange vergessen zu haben schien, i° eher an uns denkt!" Das war im ^hre 184« |?sr leise angedeutete Vorwurf, daß Deutichland Älcne ftnmmesDerroanbten Brüder jenseits ber I^enze oft allzu schnell vergessen habe, mar auch in den letzten fünf Jahrzehnten berechttgt, »l)nite ist er hinfällig. Heute sind die Machte der An. H Zst)ung stärker als die der Fliehkratt. Die ber» x kunstsbewußten Luxemburger haben in der oous- Erfcbeuu täglich, autlet Sonntags und feiertags geilaaen: Die.tUuftnerte Äiehenerf^amilienblätteT Setmat nnBild DieSxüoüe Nonats-Be»ugSvreiS: Sil 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1^0 zuilellgebühr. n .25 • ucb bei sJiid)terfcbemen Jon einzelnen Nummern nfolge böberer Gewalt Zern fvrechansck lutz 8251 Prabtanscürist: „Anzeiger" yoiitdberf 116s* S>ranft. M Ünbei >■ r9L.W ^rten tu le re'hei, 5 8r°6en r. kriegswichtiger Ziele au der französischen, belgischen, holländischen und norwegischen Küste und der italienischen Städte ließen sie katt. Sie wolle einen großangelegten Massenangrifs gegen die deutsche Hauptstadt und die deutschen Städte sehen. Wenn Ealvo auch den Rest verschweigen muß, weil der britische Zensor einen ungeschminkten Bericht nicht hätte passieren lassen, so sieht man doch schon aus den knappen Sätzen, die ihm genehmigt wurden, annähernd welche Nervosität die zielsichere deutsche Kriegführung im englischen Volk hervorruft. Die zermürbenden Wirkungen der unvermindert hart auf die britische Insel niederprasselnden deutschen Bombenangriffe im Zusammenwirken mit der durch U-Boote und Fernbomber sich immer spürbarer auf die Dersorgungslage Englands aus» wirkenden Blockade bringen das englische Volk langsam um seine Ruhe. Die lebhafte Kritik an den unzureichenden Maßnahmen der Admiralität um Schutz der Geleitzüge und das Mißttauen in b*- Richtigkeit der Erfolgsmeldungen der Royal Air Force werden ja, wie man aus dem Bericht Ealoos sieht, nicht nur in Presse und Parlament sehr unmißverständlich laut. Auch mit der Propaganda ist man trotz der Betriebsamkeit Duff Coopers keineswegs zufrieden. So haben die scharfen Angriffe, die man seit längerer Zeit gegen die Rundfunkgesellschaft British Broadcasting Corporation richtete, nun zum Abgang des Generaldirektors des britischen Rundfunks, O g i I v i c, geführt. Auch der Chef für die Auslandspropaganda, Stephan T a 11 e n t s , hat feinen Poften verlas feg müssen. Zum Nach'ol- ger Ogilvics ist der englische Jurist Sir Walter M o n ck t o n ernannt worden, der bisher als Verbindungsmann zwischen dem Außenministerium und dem 3nformationsminifterium tätig war. „Stockholms Tidningen" berichtet, daß weite Kreise in England von dem neuen Chef für Auslandspropaganda, dessen Name bisher noch nicht bekannt gegeben worden ift, eine aktivere Auslands- Propaganda als bisher fordern. „Svenska Dagbladet" weiß davon zu berichten, daß der britische Rundfunk in Kürze von Ausländern „gereinigt" werden soll, von denen viele bisher verantwortliche Stellen gerade in der Abteilung, die von Tallents geleitet wurde, bekleideten. Reichlich spät scheint man also auch in England dahinter gekommen zu sein, daß die Emigranten, die man einst mit offenen Armen empfangen hat, bas Vertrauen, das man ihnen in sturem Deutschenhaß entgegenbrachte, schlecht gelohnt haben. Sie hatten nichts Besseres zu tun, als ihren Brotgebern zum Munde zu reden und haben sich damit zu 5->auptschuldigen der Völkerverhetzung gemacht, denn sie waren die Urheber des völlig falschen Bildes, das in den Köpfen weiter Kreise des englischen Volkes heute noch spukt. Angesichts aller dieser Anzeichen wachsender Unsicherheit muß man sich freilich vor voreiligen Schlüssen hüten. Das schwedische Blatt .Göteborgs Moraenposten" meint mit Recht, es erscheine wobl möglich, daß Englands Lage sehr schwer fei, vielleicht sogar ebenso schwer rote in den dunkelten Wochen des Weltkrieges 1917, besonders, wenn man obiektiv die Vorteile zu beurteilen versuche, die die Deutschen immer noch besäßen sowohl bei den Luftbombardements als auch bei der Blockade der englischen Zufuhren. Auf der anderen Seite sei es ratsam, vorsichtig im Urteil zu sein, da es für einen objektiven Beobachter völlig klar sei, daß die. englische Propaganda seit ein paar Wochen in Pessimismus mache, nicht zum wenigsten, um amerikanische Kredite und vielleicht sogar ein amerikanisches Eingreifen zu erzwingen. Man könne nicht bezweifeln, daß England es schwer habe, jedoch sei die Situation nur sehr schwer zu überschauen und sehr kompliziert. Daher müsse vor übereilten Urteilen gewarnt werden. Weitere 2,25 Millionen für den „Künstlerdank". Berlin, 7. Dez. (DNB.) Anläßlich des vierjährigen Bestehens der vom Reichsminister Dr. Goebbels ins Leben gerufenen Spende „Künstlerdank" fand unter Vorsitz des ehrenamtlichen Geschäftsführers, Ministerialdirektor Dr. Ott, eine Sitzung mit den ehrenamtlichen Treuhändern der W. Jahrgang Nr. 2yt jw | 9 Mo GietzemrAnzeiger Land nicht in der erhofften Weife von den USA. unterstützt. Der Londoner Berichterstatter der crrgentinifchen Zeitung „Nacion" unterstreicht die schweren Schläge, die die deutsche Kriegsmarine und Luftwaffe der englischen Schiffahrt versetzt habe. Die englischen Gel-eitzüge seien nur noch ungenügend -geschützt, weil die englischen Kriegsschiffe anderwärtsinAn- spruch genommen seien. Don den bei Kriegsausbruch vorhandenen englischen Torpedobootszerstörern stehe heute nicht einmal mehr d i e Hälfte im Dienst, eingerechnet die von den Vereinigten Staaten gelieferten fünfzig Torpedobootszerstörern. Seit Juni habe ber, tägliche englische Schiffsraumverlust durchschnittlich 11400 BRT. überschritten, gegen 6300 BRT. in den ersten neun Monaten des Krieges. Der Londoner Berichterstatter der Zeitung „ABC", Louis Calvo, schreibt, daß die Londoner Bevölkerung über die „Größe der Bedrohung durch den Seekrieg" ernsthaft nachzudenken beginnt. Der Seekrieg — so sagt sich der Londoner — sei weniger aufsehenerregend und anscheinend weniger blutig, aber durch seine stille und unaufhörliche Einwirkung ohne Zweifel viel wirksamer als die Bombardierungen. Sogar amtlich seien die ersten alarmierenden Stimmen über die drohende Gefahr des Seekrieges bereits laut geworden. Nur ein Viertel der Bevölkerung könne von den reichlich bedürftigen Landes- Produkten des eigenen Bodens leben. Alles übrige käme aus Heberte e. Größte Sorge bereite deshalb den Engländern der Unterseeboolskrieg. Churchill habe bereits zugegeben, daß eine sehr große Anzahl deutscher U-Boote die Meere unsicher machten. England werde sich also eines Tages, wenn vielleicht auch nicht isoliert, doch derartig umklammert finden, daß die Lebensmittel in wahrhaft alarmierender Weise eingeschränkt werden müßten. Calvo schreibt sodann, er habe viel gesehen und wenig erzählt. Er werde noch sehr viel sehen und noch mehr verschweigen müssen. Er müsse feststellen, daß das Volk langsam seine Ruhe und seine Geduld verliere und voller Haß und Groll sei. Als -der König die Zerstörungen in Southampton besichtigt habe, sei er von seinen Untertanen mit großem Geschrei empfangen worden. Die Leute hätten übereinstimmend und energisch die schärfste Bombardierung deutscher Städte gefordert. Die öffentliche Meinung wolle nichts von militärischen Zielen, die angegriffen werden sollten, wissen uni) die eigenen MeLungen über Bombardierungen BrflWdH UntBtrflläteb ruderet 8. tagt General-Anzeiger für Oberhessen *f L «tafi toto. 9abe, n bürffr. m L Bevorzugung von Stammkunden — kein unlauterer Wettbewerb. Ministerialrat Dr. Rieger vom Reichswirtschasts- ministerium erörtert im „Archiv für Wettbewerbs- rech? die Stammkundenfrage. Er betont, daß der Kaufmann nicht nur Verteiler, sondern Treu, h ä n d e r eines wesentlichen Teils der Bedarfsgüter fei. Keine Derbrauchregelung könne ihm alle Entscheidungen abnehmen. Er habe das Recht und die Pflicht, die Waren gerecht und der besonderen Bedarfslage seiner Kundschaft entsprechend zu verteilen, wenn er nicht allen Ansprüchen gerecht werden könne. Der Kaufmann müsse daher seine Ware nicht jedem verkaufen, er muffe sie vielmehr nach das Allgemeininteresse berücksichtigenden Maßstäben verteilen. Das sei durch das Stammkundenprinzip am ehesten ae- sichert. Die Bevorzugung des Stammkunden sei auch dann noch nicht au beanstanden, wenn der Kaufmann sich dabei nicht nur von sozialen oder sonstigen Gesichtspunkten des Gemeinwohls leiten lasse, sondern daneben wohl von Wettbewerbsabsichten. Er habe ein Recht darauf, sich einen Kreis von Kunden zu werben und zu erhalten, die ihm auch in Zeiten treu bleiben, in denen der Kaufmann sich wieder Ab- nehmer suchen müsse. Eine weitere Verengung des Begriffs des Stammkunden, etwa durch Be- Die Säuberung in der französischen Verwaltung. Vichy, 8. Dez. (Europapreß.) Der große Säu- k ftmngsprozeß in der französischen Verwaltung, im schul- und Kolonialwesen schreitet unaufhaltsam c-'ter. So wurde der Professor des Lyzeums in karis, Montaigne, ehemaliger Sekretär des stittelmeer.Ausfchusses, abgesetzt. Professor Gosse, setan an der Universität Grenoble, wurde eben- i^lls seines Postens enthoben. — Weiter wurden jolomalgouverneur Marcel de C o p p e t und -ichard Bruno t Ober-Kommissar von Kamerun, lbgesetzt, da sie Anhänger des Generals de ^ulle sind. Das Militärgericht von Elermont-Fer- iind verurtellte den ehemaligen M.nister Haupt- !Eann Dienst wegen Desertion zu 8 Jahren Gefängnis, zwanzig Zähren Ehrverlust und ar Degradierung. Rur mit Rücksicht auf die Verchen Erfordernissen entsprechenden Lösung zuzu- führen. Reichsleiter Bouhler hat im Einvernehmen nit Reichsminister Rust eine „Reichsstelle für das putsche Schul- und Unterrichtsschrifttum" gegrun- et, der die Vertreter aller in Betracht kommenden Zartei- und Staatsstellen angehören werden. Diese keichsstelle, deren Vorsitz der Reichsbeauftragte und in seiner Vertretung Oberdienstleiter Hederich ührt, entscheidet alle im Zusammenhang mit Pru. üng, Abfassung, Herstellung und Vertrieb des Rutschen Schul- und Unterrichtsschrifttums stehen- len Fragen. Um die Postversorgung der lazarettkranken Wehr- machtangehörigen, insbesondere das Nachschicken der Postsendungen für Verlegte, Entlassene usw. sicher- zustellen, hat das O.K.H. die Lazarettkranten angewiesen, allen Personen, von denen fie Post erwarten können, sofort über ihre neue Anschrift zu un- terrichten. Hierzu werden vorgedruckte Karten bereitgehalten, auf denen nur noch der Dienstgrad, Vor- und Zuname, Gebäudeteil und Zimmer ein- zutragen sind. Postsendungen für Verlegte, zur Truppe Entlassene, länger Beurlaubte oder aus dem Wehrdienst Entlassene sind mit der neuen An- nal. m a einer I 'n wM iöernw W* I des W LnL Pana^o' r u in $1^' für 'es wir in«"«1* fcrIW«* in I« uni»“* ä* „roeil lerif*1' ert mruchs ?e3Hufl ndenA sind 2 ft indte von erklär HauvNchrtfttetter: Dr Srtfeörid) ötibelm Lange. Eteüverweter VM Hauptjchri'ttetters- Ernst «lumschetn. Berantworlllch rüt Poitttt uud Bstdee- Dr. gr. w. Lange für bat ffeuületon: Dr. Han« Dhyrtolr tfa Stad> Stehen. Provtm, ißfrtidjan il Sport: Snm «lusfche.n. Druck imo Vertag Brühl,Le UntDerttätobroctetet «.Lange S.G. Vertag«lettrr^ Dr.-5W«. EVL Hamann KMetflenleiier Han« BeL Ver-n, und an der Abendkasse In tiefer Trauer: Wilhelm Weßbecher und Kinder Heinrich Reichel und Frau Familie Nikolaus Weßbecher Familie Willy Reichet. ASTRA addiert, saldiert und schreibt Vorführung kostenlosu.unverbindlich ! Heute Montag 9. Dezember Gloriapalast, 1930 Uhr Am 8. Dezember entschlief sanft nach langer, schwerer Krankheit meine herzensgute, treubesorgte Frau, unsere liebe Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin Frau Marie Weßbecher, geb. Reichel Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 11. Dezember, um 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. «Xu SWohwb liieren nad) der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 (9t®«1.1 Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Refereni im Reichs, und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen. Letter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen 9ufo Bermüh err erina. Berin-iWer5 Dackel (Rüde) mi29 leicht, kurzhaar., rotor., schön, sauber, wachsam, in nur gute Hand, wo er genug freie Bewegung hat, vreisw.abzugeb. 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Anschließend wurde von dem Gauobmann mitge- teilt. daß die Fahrtbescheinigungen für die Reichsbahn auch für 1941 gültig sind, daß die Dersicherun- gcn für den Führerhund und auch alle anderen Erleichterungen unverändert bestehen bkeiben. Mildem Treugrutz an den Führer und Obersten Befehlshaber und mit besten Wünschen für die ?“*■"*“ wurde das Kamerad'chaftstreffen beschlossen. Die Titelrolle, den Vogelhändler Adam aus Tirol, fang Herr Reuland; er legte den Nachdruck auf die urwüchsige Naivität des gebirglerischen Naturburschen, verzichtete erfreulich auf dick aufgetragene Sentiments und brachte gesanglich die Paradestücke der Partie, das berühmte Austrittslied, die „Rosen aus Tirol", und auch das Nachtigallenlied zu unmittelbar ansprechender Wirkung. — Gerti Bogt als Briefchristel war ihm eine temperamentvolle Partnerin, gesanglich frisch, darstellerisch gelockert und auch tänzerisch in bester Form. Gabriele Pos« sinke spielte bei Wahrung der gebotenen repräsentativen Haltung eine jugendliche Kursürstin, bie Temperament und Sinn für Humor bewies. Herr Heinz Müller stattete den Baron Weps mit der oft bewährten Komik des ältlichen Operetten-Kava- liers aus. während die Herren L a p o r t e und B o s n y mit dem grotesken Profesforen-Duett stürmische Heiterkeit ernteten. (Doch sollte man sich vor allzu heftigen Uebertreibungen hüten, die sich im Possenhaften verlieren.) Hella Henzky als altjüngferliche Ho'dame Adelaide und Herr Zahn als Graf Stanislaus in vielen Nöten feien ferner vom Ensemble genannt. Das Haus war ausverkaust, wenn wir recht ge- fthen haben; der Beifall knatterte in Rollsalven; Borno tuen. Tageskalender für Montag. kämpf prozentual die zweite Stelle. Die Krieger- kameradschaft 1874 kam mit 438 Ringen innerhalb den. Der Intendant hat im Programmheft einige Bemerkungen zu seiner Inszenierung mitgeteilt und darauf verwiesen, daß der ..Vogelhändler" mit Musik und Handlung sich ebenso an Auge und Ohr wie an das Gemüt des Publikums wende; so hielten sich in der Wiedergabe Gefühlsseligkeit und ein ungemein volkstümlicher Humor die Waage, wurden Schaufreudigkeit und musikalische Erwartung in gleicher Weise befriedigt. 18.30 Uhr Weihnachtsausstellung im Foyer Stadttheaters. Gießener Vortcagsrlng. Im Rahmen des Gießener Vortragsringes mit den Hauptdarstellern erschien zum Schluß auch Intendant. Hans Thyriot daß man je in dem natürlichen Schwellen irgendwo einen Bruch feststellen könnte. Durch diese begnadeten Mittel läßt sich Konstantin S a d k o nicht zu einer Selbstgeltung des Stimmlichen verleiten. In weiser.Oekonomie setzte er sich ein, wie es der Vortrag fordert. Bei ihm zeigt sich die russische Volks- seele in ihrer unendlicken Tiefe des Gefühlslebens, der Zug zum mystischen Durchleben des Leidens seines Volkes. Und hier erwies sich der Künstler als der große Gestalter, nicht in der Form eines Podiumsvir- tuosen, sondern mit jeder Faser an dem augenblicklichen Erleben des Vorzutragenden innerlich beteiligt und sein EinzelerlSben mit dem Volkserleben in engster Bezogenheit gleichstellend. So wurde der Gesang der Wolga-Schlepper zu einem Symbol des Leidensweges des russischen Volkes, das einen bis zum Innersten packen und ergreifen konnte, wenn man dabei S a d k o ansah mit der bohrenden Tiefe seiner dunklen Augen, fast dämonisch erregt und so zum Künder einer realen Unmittelbarkeit werdend. Oder wenn dann in Sten'ka Razin jede einzelne Strophe mit ihrem Ausdruck mimisch plastisch erstand und die dem Außenstehenden nicht immer eingänglichen Gegensätze des russischen Dolkscharak- ters zwingend unmittelbar verdeutlichte; solche Augenblicke bleiben unvergessen. Diese Einblicke ergänzten sich durch den ,Hopak" von M u s s o r g s k i in seiner erdgeborenen Realistik und den bestimmenden Akzenten des Kehrreims. Nach der Arie des Lensky aus der Oper „Eugen Onegin" konnte man nur bedauern, S a d k o nicht auf der Bühne zu sehen, so stark drängte sich seine Gestaltungsgabe im Verein mit den beherrschten musikalisch gesanglichen Ausdrucksmitteln den Hörern auf. Die tiefe Innerlichkeit, das Heimatsgefühl in den „Glocken" von Kalinnikow, wie die religiöse Inbrunst in der Evangelimann-Szene ergriffen ebenso wie die Versunkenheit und Hingabe im „Gebet" von Himmelschern a. Frau R i t s ch e l gab seinem Vortrag am Flügel wichtige Stütze, und im Mitgehen trug sie wirkungsvollen Anteil an dem Abend. Ein nicht endenwollender Beifall rief den Künstler fast unzählige Male auf das Podium zurück; er dankte mit italie- nischen und spanischen Gesängen als Proben ausgeglichenster glänzender Belcanto-Kunst. Man muß Konstantin S a d k o Dank abstatten nicht nur für den Abend allein, sondern daß er in so selbstloser Weise seine so prächtigen Gaben in den Dienst des Winterhilfswerkes stellte, Dr. Hermann Hering. Mitteln die Dolksbildungsstätte Gießen, der Goethe- Bund Gießen und die Kulturelle Vereinigung am Donnerstag, 12. Dezember, in der Neuen Aula der Universität wiederum eine besonders bedeutsame Veranstaltung. Der Reiseschriftsteller Dr. Colin Roß wird über das Thema „Das neue Asien" sprechen und seinen Vortrag durch zahlreiche Lichtbilder illustrieren. Ein äufgeschlossener, vorurteilsloser, groß empfindender Mensch, der „mit den Augen des Deutschen und dem „Wisien des Kosmopoliten" unterwegs ist. So sieht Colin Roß die Welt. Ortszeit für den 10. Dezember. Sonnenaufgang 9.26 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. — Monduntergang 4.19 Uhr, Mondaufgang 15.15 Uhr. verdunketungszeik in der Woche vom 8. bis 14. Dezember: 17.05 bis 9.20 Uhr. Weihnachtsspende Gießener Mädels in einer Ausstellung. Der BDM. in Oberhessen hat Weihnachtssachen hergestellt, die den Kindern der ins Reich heimge- kehrten Deutschen aus Wolhynien als Wechnachts- gabe zugedacht sind. Die Mädel des Gießener Mädel- und Iungmädel-Untergaues 116 hatten einen Teil ihrer angefertigten oder zusmnmenge- tragenen Spielsachen und praktischen Gegenstände für das Kr.egs-WHW. uno die Wolhynien-Deut- sch en a m gestrigen Sonntag im Zeichensaal des Gymnasiums ausgestellt, um den Eltern Gelegenheit zu geben, die von ihren Mädeln gebastelten, ae- klebten, genähten oder sonstwie angefertigten schönen Sachen einmal in einem größeren Rahmen zu sehen. Da die Volksdeutschen aus Wolhynien gewissermaßen nur ihr Herz ins Reich 'm'tgebracht haben, hehlt es ihnen an allen praktischen Dingen und vor allem an Spielsachen für ihre Kleinen. Die Mädel haben daher allerlei Töpfe in verschiedenen Größen und aus verschiedenem Material und auch holzgeschnitzte Gebrauchsgegenstände für die Küche, vor allem Löffel für verschiedene Zwecke zusammengetragen, mit denen sie den Frauen eine Freude bereiten werden. Für die Kleinsten wurden bunte Unterhaltungsspiele geklebt, kleine Häuschen angefertigt, handfeste Eisenbahnzüge und Tierfiguren aus Holz hergestellt und u. a. auch aus Wachsleinwand gefertigte abwaschbare Tiere geschaffen. Die Werkgruppe überrascht put sehr sauber gearbeiteten, aus Holz gedrehten und aufstellbaren Figuren. Für die großen Kinder stehen Puppen- Als Dirigent wirkte Kapellmeister A p e l t, der die dynamischen Schattierungen der Partitur leb- haft herausarbeitete und ihre mancherlei melodischen Reize, stets im engen Kontakt mit dem Bühnenvorgang, wohlabgetönt zum Klingen brachte. Vortreffliches leistete, wie stets, Herr Löffler als Bühnenbildner, der nicht nur die Hauptschauplätze farbig und räumlich mit Geschmack entworfen, sondern auch für die reliefartig eingeführten Zwischenszenen lustige, bunte Borhangsolien geschaffen hatte. Um die reichhaltige neue Kostümausstattung hatte sich Herr Endlich verdient gemacht. Auch die Tanzgruppe unter Führung von Irmard T r ö m e l war vielseitig und abwechslungsreich beschäftigt und lockerte das ohnehin bewegte Bild in willkommener Weise auf. Kassel, die mit nur 423 Ringen die Gaumeisterschaft errang. „ Sodann überreichte Kameradschaftsführer Dohn den Kameraden Glebe (142 Ringe) und Geld- bach (141) die Sieaerplakette für die 1. Wieder- » Kamerad Heinrich Appel erhielt die gölte Kameraden Döhn, Ludwig und Zipp erhielten die silberne und die 'Kameraden K u n e r t, Stieber und Harbauer die bronzene Ehren- nabel. Die vier Meisterschützen erhielten die Aermel- abzeichen für Meisterschützen. Kameradschaftsführer D ö h n hielt schließlich einen interessanten Lichtbildervortrag über den Anteil der Luftwaffe an dem Kampf gegen England. Kamerad Oberleutnant Fischer berichtete anschließend noch in sehr interessanter Weise über'seine Erlebnisse im Felde. ____ ,Kraft durch Freude": 19.30 Uhr im Gloria-Palast, Seltersweg: Meisterabend froher Unterhaltung. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Wo die Lerche singt" (nur Nachmittagsvorstellung). — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Herz modern bliert". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 Gießener Gtadttheater. Zeller: „Der Bogelhändler". „Der Dogechändler" von Karl Zeller, der von jjaus aus Jurist war und später k. und k. Mmiste- rolrat im Wiener Unterrichtsministerium wurde, if vor fünf Jahren zuletzt im Stadttheater gegeben öcrben. Die Operette stammt aus dem Jahre 1891 inb ist (neben bem „Obersteiger") weitaus das betonteste unb beliebteste Werk Zellers, das vor einiger Zeit einer gründlichen Neubearbeitung (sog. Münchener Fassung) unterzogen würbe unb sich nanmehr fast ein halbes Jahrhundert lang nicht nir auf den deutschen Bühnen behauptet, sondern sich darüber hinaus als eines der unverwüstlichsten uib zugkräftigsten Repertoirestücke im Bereiche der klassischen Wiener Operette immer wieder bewahrt hrt. Zur Popularisierung des Stückes trug übrigens inniger eine vor Jahren vorgenommene Verfilmung rs vornehmlich der Rundfunk bei, der sich oft unb Arn der musikalischen Glanzstücke und Parade- Pnrtien aus dem „Vogelhändler", in erster Lime „Rosen aus Tirol", erinnert. ♦ Das Originallibretto stammt von M. West und Held nach einer Idee von Biäville und tt'jrbe später von Brückmann und Dueben« f-ldt einer Umgestaltung unterzogen, bie seiner- zit auch hier gegeben worben ist. Die Ereignisse Isielen zu Beginn bes 18. Jahrhunberts, woraus sich vor allem für bie Kostümausstattung riizoolle Anregungen unb Möglichkeiten ergeben, Jib beruht auf einem volkstümlich ausgeschmuckten Lebes- und Derwechslungsspiel, dessen opexetten- itafjig unverbindlich unb leicht geschürzte Hanb- limgsfäben bie berb-länbliche Tiroler Berg- und ^uernwelt mit dem hösischen Prunk und der gravitätischen Eleganz einer Duobez-Resibenz bes Ro- h8o in lebhaften Kontrastwirkungen verbinben. ^ß sich zum Schluß bie obligate Verwirrung mit btr Wiedervereinigung des voreilig entzweiten lue- bspaares, des Vogelhändlers Adam und der Chri« stl von der Post, zu allgemeiner Heiterkeit und Zu- stedenheit löst, bedarf kaum der Erwähnung. Die Inszenierung der Operette unter Leitung desIn- ttnbanten Hans Walter Klein brachte eine mit oe- btutenbem Aufwand vor allem an Szenenbildern uib Kostümen bewerkstelligte neue Ausstattung; es auch sonst nicht gespart worden und Chor, 6:nen wir mehr Beachtung schenken sollten, als es ,'wöhnlich geschaht. Schon ohne unser Zutun ist jiDer Garten mehr ober weniger beleot von Kleinvögeln ber oerschiebensten Art. Gewiß, so Mast wie im Sommer sinb sie nicht, aber lach gehören sie zum Garten, ben sie von Zeit zu jeit immer wieder besuchen. Mal ist es der tzchwarm Sperlinge, der in bie bichte Hecke flüchtet tot ben Raubrittern ber Luft, dann ist es ein Reisenoolk, bas seinen Streifzug etwa burd) bie flirtenfolonie uns zu Gesicht bringt, ober es sinb zu- bauliche Gimpel (Dompfaffen) unb Ammern, bie nichtgeschnittenen Stauben nach Samen suchen; t> kommt auch bie schwarze Drossel mit ihrer>brau- _'N Schwester, ber Amsel, sich einanber bie Utzten eeren unserer Ziersträucher streitig machenb. Hin nd wieder ist ber Garten Rastplatz für durch- ijenbc Wintergäste, braunbrüstige Bergfinken, eifarbige Stieglitze (Distelfinken), schlanke, scheue ingdrosseln, droll ge Dohlen, Braunellen, Baumuser, Goldhähnchen oder noch Zaunkönige, deren ohl sich je nach der Landschaft vermehrt oder ver- lindert. Immer aber ist dies beschwingte Dölklein eine luefle reinster Freude, die um so stärker sprudelt, mehr wir den Wert der Wintervögel als ©arten» zmuck begreifen. Vom badenden, trinkenden und rütenben Vogel wissen wir bas, beobachten ihn ets mit aewisier Anteilnahme unb rechnen ihn eudig unserm Garten zu; da werben wir halb erstehen, Anteil zu nehmen art ber Sorge, die aus nn Warten aufgeplufterter Spatzen, bem Trippeln >r Haubenlehre im Schnee, bem Pochen bes Spech- s, bem Gezänk ber Hänflinge, bem Kopfüber-Kopf- -iter ber Meisen und dem arteigenen Benehmen 1 ber anderen gefiederten Kreaturen spricht; die arge ums tägliche Sattwerden, ber Kampf ums afein. Sind es also die vitalsten Lebensäußerungen, men wir den belebenden Sch^muck unserer an Zinterschönheit oft so armen Gärten verdanken, ist damit schon an^ezeigt, wie wir diese mitunter ur zufällige Verschönerung unserer Pflanzunben i einer reichen, andauernden Zierde gestalten fön« en: Lassen wir die gefiederten Gesellen das finden, as sie suchend zu uns führte! Dazu können wir ns ber betonten Futterapparate - und ähnlicher inricbtungen bedienen. Wir werden aber noch viel -ter selbst bastelnd Futtergerät schaffen und wer- >n neben der selbstverständlichen Zweckmäßigkeit -sonders darauf bedacht sein, daß wir unseren >arten durch Anlage eines Futterplatzes verschö em möchten. Wenn wir mit dem Herzen uns bie» ■t Sache widmen, können wir geradezu Triumphe ■ iern: bann frißt das Rotkehlchen aus dem Napf m Schoß, ja aus ber Hand, dann zeigt ber Specht licht am Fender, wie er bie Walnuß leert, bann hwirrt's im Geäst ber fahlen Bäume, unb so ein dies Haus m t all seinem Bewuchs wird von schar- Ht Aeuglein ganz gründlich untersucht und von slcwürm fachkundig gesäubert. Man lernt unter ben höchstens nützlich geschätzten, in st aber weniger beachteten Tierlein Unterschiebe rod) Charakter unb Temperament machen. Da ist üclleicht in einer Stunde verzehrt, was für ben p.nze.a Tag bestimmt war. Ein Me'.slein mit einem terfrüppelten Fuß kann kein Hanfkörnlein auf- äcken. Unb bas ba ohne Schwanz schleppt bie für len Specht bestimmte Nuß weg! Gar sprachlos steht nan bem Kirschkernbeißer gegenüber, lieber Kleiber jibt’s immer was zu lachen, während man per- i.blid) zu ergründen sucht, zu was es die bisiigen jänflinge g'bt. Und wenn man das „Gehabe" der toglein — ihre Sprache — zu deuten versteht, dann reiß man auf einmal, daß das Krüppelmeislein soquettchten Hanf braucht, daß die Nuß nicht an? ^brachen sein darf, daß der Kleiber öfter kommt, r?nn er größere Samen, Kürbis ober Sonnen- i-umenferne finbet.C. K. .............. — v.Mtyv.* ....^rhalb küchen, für bie Jungen Solbaten, Eisenbahnen unb Zukunst des Gaues auf ben sechsten Platz, mit einem Ring Kraftwagen aller Art zur Verfügung. Einen größe- j Differmz vor ber Kamerabschaft ehern. 167er in I ren Raum nahmen die praktischen Gegenstände für das Kleinkind ein. Darunter befanden fleh vor allem fehr viele Wollsachen, die uim Teil selbst cm-ge- fertigt morden sind, viel Weißzeug aller Art, Schür- ren und auch L>chühchen. Diese Geschenke werden sehr willkommen sein, und da sie von der Äugend für die Äugend bestimmt sind, haben sie ganz besonderen Wert, denn sie bringen den Sinn der Volksgemeinschaft zum Ausdruck, für die jene Volksdeutschen aus Wolhynien ein sehr großes Opfer gebracht haben. Unsere Gießener Mädel können ftol^ darauf sein, daß sie in großer Zeit mit tätig fein durften, um Not zu lindern und dem Führer zu helfen. Frohe Stunden für unsere Verwundeten. Das Oberkommando der Wehrmacht bereitete durch die NSG. „Kraft durch Freude" unseren Verwundeten in den Gießener Lazaretten wiederum einige frohe Unterhaltungsstunden. Am Freitag war es ein Kaffeenachmittag mit Kuchen in einem Lazarett, bei dem die Insassen in ausgiebiger Weise bewirtet wurden. Die Betreuerin von der NS.- Frauenschaft hatte in Zusammenarbeit mit der Oberschwester und ihren Helfern alles in vortrefflicher Weise hergerichtet und für reichliche Bewirtung mit Kaffee und Kuchen gesorgt. Bei dieser Veranstaltung erschien auch der Nikolaus mit reichen Gaben, von denen sich jeder Soldat ein Päckchen aus dem vielseitigen Inhalt des Gabensackes entnehmen konnte. — Am gestrigen Sonntagoormittag war es der Gesangverein „Sängerlust" aus Saubringen, der unter Leitung von Chormeister Häuser (Watzenborn- Steinberg) mit einem Gesangskonzert in einem Lazarett erfreute. Än ausgezeichneter Weise wurde eine Bortragsfolge abgewlckelt, die aus Volksliedern und anderen Liedkornpositionen bestand und durch den Sängerchor eine vortreffliche Wiedergabe erfuhr. Die schönen Darbietungen der Sänger wurden mit verdientem Beifall ausgenommen, den Feldwebel Stumpf als Sprecher der Soldaten namens des Lazaretts in treffliche Worte kleidete. Vertreter der NSKOV. als Betreuerorganifation wohnten den Veranstaltungen bet. — Am gestrigen Sonntagnachmittag bereitete die Jugendgruppe des Deutschen Frauenwerks einer großen Anzahl verwundeter Soldaten einige schöne Stunden im „Hotel Schütz", wo die herzlich willkommenen Gäste von der Äugendgruppe in hervorragender Weise mit Kaffee und Kuchen sowie einem guten Glas Wein und mit Rauchmaterial bewirtet und durch vielerlei gesellige Darbietungen unterhalten wurden. Auch hier waren die Gäste von herzlicher Dankbarkeit für ihre Gastgeber erfüllt. Die Kriegsmarine rüst. Auf allen Meeren steht die deutsche Kriegsmarine in erbittertem Kampf gegen die britische Seemacht. Mit wachsendem Erfolg packen unsere Seqireitfräfte den englischen Lebensnerv. Groß- deutschlands Seeleute sichern die Küsten vom Nord- meer bis Aur Biskaya. Tausende von Kriegsfahr- zeugen find eingesetzt, und immer wieder werden für neue Aufgaben neue Besatzungen erforderlich. Außer den laufenden terminmäßigen Einstellungen besteht eine einmalige günstige Gelegenheit zürn' 1. Februar 1941 — ärztliche Eignung vorausgesetzt — zum Eintritt in den Flottendienst. Än Frage kommen hierfür junge Leute vom vollendeten 17. bis zum 25. Lebensjahr, die eine abgeschlossene Be- rufsausbildung (Gesellenprüfung) nachweisen können bzw. bis zum Tage der Einstellung diese Prüfung abgelegt haben. Es liegt Bedarf für sämtliche Marine-Laufbahnen vor. Meldungen sind zu richten an das für den Wohnsitz des Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando, Abteilung Kriegsmarine, wo jede weitere Auskunft über die Einstellung erteilt wird. Sonderzuteilung von Tee. Alle Verforaungsberechtigten und Selbstversorger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, erhalten nach einem Erlaß des Reichsministers für Ernäh- rung und Landwirtschaft die Möglichkeit, vom 20. Januar 1941 ab an Stelle von 125 Gramm Kaffee-Ersatz und -zusatzmitteln 25 Gramm schwarzen Tee zu beziehen. Diejenigen Verbraucher, die von dieser Wahlmöglichkeit Gebrauch machen wollen, geben bis zum 14. Dezember 1940 bei dem von ihnen gewählten Verteiler den Einzelabschnitt N 27 der Nährmittelkarte 17 als Bestellschein ab. Der Verteiler versichert den Stammabschnitt dieser Karte mit seinem Firmenstempel unter der Aufschrift „Tee". Sie Abgabe des Tees erfolgt in der 19. Zuteilungsperiode auf einen Abschnitt der Nährmit- telkarte 19. Dieser Abschnitt wird eine besondere Kennzeichnung tragen, so daß die Vorbestellung auf Karten der Kinder und Jugendlichen bis zu 18 Äah- ren völlig zwecklos ift Für anstaltsmähig unterge- brachte ober sonstwie in Gemeinschaftsverpflegung befindliche Verbraucher erhalten die Leitungen die- ser Einrichtungen auf Antrag vom zuständigen Er- nährungsamt eine Bescheinigung, auf Grund welcher sie die Vorbestellung vornehmen können. Es steht ihnen hierbei frei, für alle Bezugsberechtigten oder nur für einen Teil derselben Tee an Stelle von Kaffee-Ersatz zu beziehen. Sie Verteiler haben die gesammelten Vorbestellungen bis zum 18. Se» zember 1940 beim Ernährungsamt zur Ausstellung von Bezugsscheinen über Tee einzureichen. Verteiler, die Vorbestellungen von Nichtbezugsberechtigten entgegennehmen, machen sich strafbar. Auf Bahngebiet Taschenlampen nicht benutzen. Wie die Reichsbahn mitteilt, werden trotz wiederholter Derbotshinweise auf den Bahnsteigen usw. immer wieder Taschenlampen benutzt, deren Lichtschein vom Zugpersonal als Abfahrtsignal angesehen wird und so zur Gefährdung zahlreicher Züge führen kann. Sie damit verbundene Gefährdung zahlreicher Fahrgäste zwingt dazu, solche Uebertretun- gen unnachsichtlich durch gebührenpflichtige Verwarnung oder Bahnpolizeistrafen zu ahnden. Bei. Unfällen hat der Schuldige überdies strafrechtliche Verfolgung zu gewärtigen und für den entstandenen Personen- und Sachschaden aufzukommen. Seshalb beachte jeder die Mahnung: Auf Bahngebieten keine Taschenlampen (auch nicht blau abgeblendete) zu benutzen! Oie Vogesen, ein deutsches Mittelgebirge. Lichibildervortrag im Deutschen Alpenverein. Um feine Mitglieder und deren Angehörige mit den Schönheiten des wiedergewonnenen Elsaß und im besonderen der Vogesen bekanntzumachen, hatte der Zweig Gießen im Deutschen Alpenverein für den gestrigen Sonntagnachmittag zu einem Vortrag in den Hörsaal des Kunstwisfenschaflichen In- ftftuts der Universität einaeladen. Der Vereinsführer, Direktor Wrede, hieß die Gäste und den Redner, Oberbürgermeister l. R. Sr. Blaum, willkommen. Dr. Blaum sprach dann über das Thema „Sie Vogesen, ein deutsches Mittelgebirge". Ser Redner, der feine Juaendjahre im Elsaß verlebt hatte und bis zum Ende des Weltkriegs Oberbürgermeister in Straß- bürg gewesen war, gab zunächst einen Blick in die Novembertage von 1918, als unsere Soldaten das Elsaß räumten und auch er als Ausgewiesener feine Wirkungsstätte verlassen mußte. Sie Hoffnung auf das Zurückkommen ging im Juni d. I. in Erfüllung. Sr. Blaum sprach bann davon, daß dieses urdeut- sche Land mit feinen Kunstwerken, u. a. Straßbur- ger Münster und Jsenheimer Altar in Kolmar, sich allen deutschen Landen an die Seite stellen könne. Än anschaulicher Weise gab er hierauf ein Bild von dem Grenzgebirge, den Vogesen. Er sprach von der Entstehung der Landschaft, von dem geologi» schen Aufbau Der Vogesen, die in ihrer Oberschicht im Norden aus Buntsandstein, im Süden aus Granit und Gneis bestehen. Während der Gebirgskamm rauh und niederfchlagreich fei, wiesen die Rhein- ebene und die Nordvogesen milderes Klima auf. Weinbau fei infolge einer guten Lößschicht dis auf 450 Meter Höhe hinauf möglich, und eine Durch- fchnittsernte von jährlich 550 000 Hektoliter übertreffe jedes deutsche Weinland an Ertrag. Die Besiedelung des ganzen Gebietes, einst eines königlich merowingifchen Forstes, fei erst nach dem Jahr 500 erfolgt durch die Gründung von Klöstern. Erft nach 1200 wurde die Besiedlung intensiver. Von deutscher Seite waren es später hereinwan- bernbe Schwaben, im Norben mehr Franken, die um die Klosterhöfe und Scheuern herum siedelten. SJl.-^port NSVL -Tagung in Güßen. Bezirksführer Stein hatte alle Träger der tum» sportlichen Arbeit im Bezirk 8 zur Hauvtardeits- tagung des Bezirks 8 im NS.-Reichsbund für Leibesübungen am gestrigen Sonntag in Gießen aufgerufen. Ser Hcmpttagung am Nachmittag im „Frankfur- ter Hof" ging am Vormittag eine Arbeitssitzung der Bezirksführung mit den Bezirksfachwarten und Mitarbeitern voraus, in der interne Fragen besprochen und der Arbeitsplan für den Winter fest- gelegt wurde. Einen breiten Raum nahm dabei die Schulungsarbeit ein, die fchon feit längerer Zeit eingesetzt hak. Bereichssportwart May, Kassel, konnte viel zur Klärung offener Fragen beitragen. Zu Beginn der sehr gut besuchten Vereinssüh- rertagung begrüßte Bezirksführer Stein neben den Führern der NSRL.-Gemeinschaften den Be- reichssportwart May und den Vertreter des Gje- Die Menschen in den Vogesen seien also, bis auf den kleinen Vorstoß der romanischen Kelten ums Jahr 1285, nordische Menschen mit dinarischem Einschlag. Sie zeichneten sich durch ihre Heimatliebe aus, typisch für Jie fei, daß sie als zuverlässige Soldaten gelten. Geschichtlich betrachtet, gehört das Land zum Herzogtum Schwaben. Es hatte zahlreiche Reichsstädte, war also zersplittert, wodurch unser Nachbar veranlaßt wurde, von Westen her vorzustoßen. Unter der letzten französischen Herrschaft, namentlich aber seit 1926, begann ein wirtschaftlicher Ab- stieg des Landes. Sie Textilindustrie in den Tälern nach Osten zu wurde fast stillgelegt. Recht rückstän- big sei bis zum heutigen Tag die Bewirtschaftung des Ackerlandes an den Dogefenabhängen. Nach brei Jahren Ernte mit Fruchtanbau erfolge Ausstellung mit Kartoffeln und bann wieber Brache. Sie Täler feien sehr fruchtbar, aber die Güter infolge fortgesetzter Erbteilung nur klein. Sie Bewohner hielten bis heute fest an ifyer Tracht und hätten einen tiefreügiöfen Zug. Im folgenben ließ ber Vortragende an Hand von Lichtbildern die Versammelten einige Reifen durch die Nord-, Mittel- und Südvogefen miterleben. Er zeigte Biwer der Burgen, u. a. ber von 1904 bis 1908 wieber ausgebauten Hohkönigsburg, die heute als Museum viel besucht ift. Erlebnisse des Redners aus dem Weltkrieg riefen Erinnerungen an harte Kämpfe wach. Ergreifend wirkten die Bilder vom Hartmannsweilerkopf, an dessen Abhang 60 000 Ge- fallene ihre letzte Ruhestätte gesunden haben. Zum Abschluß zeigte Sr. Blaum noch Bilder einer Win- termanberung über den beschneiten Grenzkamm, die die Wildheit des Gebirges erkennen ließen. Aus allen Bildern war zu erkennen, daß die Vogesen ein echtes deutsches Mittelgebirge mit einem deut- fchen Menschenschlag lind. Direktor Wrede dankte unter starkem Beifall dem Redner und sprach die Hoffnung aus, daß bald nach Friedensschluß die Mitglieder des Zweigs Gießen die Schönheiten der Vogesen persönlich kennen lernen möchten. ßener Polizeidirektors, Major der Schutzpolizei Hellwege-Emden. In feinen Ausführungen über die Arbeit int verflossenen Jahr konnte er feststellen, daß der ganze betrieb fast friedensmäßig weiterging. Sie Einsatztage des Jahres, das Pfingst- turnen, die Dum- und Sporttage, die 1. Reichs- strahensammlung des NS.-Reichsbundes erwähnte er als Zeichen der Einsatzbereitschaft und Stärke. Bei ber Behandlung der Stellung zu den Organisationen hob er besonders die Förderung und Unterstützung durch die Partei, die Wehrmacht und die Polizei hervor. Die Zusammenarbeit mit ber HI. wirkt sich günstig aus. Nach einer Würdigung ber Arbeit ber einzelnen Fachämter gab er bie Planung für das nächste Jahr bekannt. Im Februar wird eine große WHW.-Deranstaltung durchgeführt. An Himmelfahrt ift ein Wandertag geplant, Pfingsten bringt den ersten Sportappell ber Ge- meinfchaften, in den Sommermonaten werben bie Tum- und Sporttage durchgeführt, den Abschluß Stt$lüdjtlmgoufßor|ito Vornan von fltfaj Lormz-üomvrecht 13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Viktor folgt Solterbeck an die hohe Mauer, von ber bie Bastion nach ber Straße unb bem für bie Gefangenen unzugänglichen tieferen Teil ber Zita- bellenbaulichkelten begrenzt wirb. Durch einender schießschartenartigen Schlitze können sie diese Baulichkeiten teilweise überblicken. Es scheint sich um ben ältesten Dell ber Zitabelle zu hanbeln. Um einen Hof, ähnlich bem, ber ben Gefangenen zur Verfügung steht, boch viel kleiner, stehen winklige, windschiefe, altersgraue Gebäude. Der Anordnung ber kleinen Fenster nach zu urteilen, kann es einmal ber Wohnteil für verheiratete Unteroffiziere gewesen fein. Solterbeck erklärt: ,Lch habe während ber letzten Tage bie Fenster ba unten beobachtet unb nur einmal an zweien Licht bemerkt. Wir haben jetzt schon Dämmerung, unb in ben Zimmern mühte man Licht brennen. Aber bu siehst nirgends Licht, also sind bie Zimmer nach bem Hof zu mit ziemlicher Sicherheit nicht belegt Bis auf eins. Aber bas ift nicht befon- bers gefährlich. Ich nehme an, baß es bie Küche unserer Wachmannschaft ist, von ber wir wissen, baß sie im gleichen Gebäude, aber nach ber anderen Seite hin, nämlich nach unserem Appellhof hin, untergebracht ist Mit Sicherheit läßt sich natürlich nichts sagen, da ich nur bis zum Abendappell von hier aus beobachten konnte. Sie Steintreppe mündet wahrscheinlich In ben Hof ba unten." „Gut, nun sind wir also glücklich im Hof. Wie weiter?" „Im Hof stoßen bie zwei Oebäube, bie an bie Straße grenzen, nicht ganz zusammen. Su sichst durch die Luke das gegenüber der Straße liegende Privachaus. Sie Luke ift abgefperrt Durch eine Mauer, in ber eine kleine Tür ist. Auch für blefe Tür brauchen mir einen Schlüssel. Sas wirb bas schwierigste Stück Arbeit fein, benn ich kann sie nicht wie bie Tür hier oben vorher untersuchen." „Hm. Warum brauchen wir für sie einen Schlüf- fei? Wir könnten bie Mauer überklettern." „Zu hoch, mein Lieber. Ich schätze bie Mauer auf brei bis vier Meter. Wir mürben dabei zu viel Lärm machen. Bedenke, daß vor der Mauer nach links hin bas Haupttor liegt, wo ber Poften steht. Genau habe ich's nicht mehr in Erinnerung, wir finb ja nur einmal burchmarschiert. Aber ber Poften mag von ber kleinen Tür in bem Mauerftück etwa zwanzig Meter entfernt flehen. Er müßte taub fein, wenn er auf bie kurze Entfernung nicht bas kleinste Geräusch hören mürbe." „Wahrscheinlich wirb er taub fein", meint Viktor ruhig. „Wahrscheinlich wird er nämlich pennen. Betrachte bir boch mal unsere Wachmannschaften, was bas für Leute finb. Das älteste unb krüppeligste Kroppzeug, bas für keine Front mehr tauglich ift. Sie Kerls pennen doch, wenn sie nachts auf Wache finb. Sas Haupttor hat nach außen eine ähnliche Ueberbauung wie bas gegenüberliegenbe Tor nach ber Bastion herauf. Sa steht eine Steinbank drin, unb wenn bie so einen alten Knacker nicht magisch zum Pennen einlädt, fress' ich einen Besen. Zuoem nehmen mir natürlich eine Leiter. Mit einer Leiter von zwei Meter Länge schaffen mir die Mauer spielend." Sas leuchtet Solterbeck ein. „Ausgezeichnet, Viktor. Sas mit ber Leiter ist großartig. Jebenfalls besser wie ein Schlüssel." Viktor erklärt eifrig: „Wir brauchen nur ein paar Sprossen unb zwei Holme. Sas treiben wir schon auf unb verstecken es vorher hier oben. Zusammen- basteln werben wir bie Leiter erst In Der Nacht, wenn wir sie brauchen. Mit Dinbfaden natürlich, hämmern Dürfen mir ja nicht. Sas ist Sache von einer Viertelstunbe." „Gut, es bleibt bei ber Letter", sagt Solterbeck. „Unb wenn mir bann auf ber Straße finb, wären wir sozusagen frei Sann kommt es nur auf den spanischen Kapitän an, daß der uns nicht im Stich laßt." „Jawohl, es muß allerhand ineinanbergreifen", meint Viktor nachdenklich. Plötzlich hebt er ben Kopf unb sieht Solterbeck fast ratlos an: „Mensch, ba ist ja noch ein verbarnrntes Hinbernis. Wie kommen wir benn überhaupt aus unserer Stube auf bie Bastion? Nach bem Appell werden wir doch eingeschlossen. Das Tor nach der Zitadelle wird ebenfalls abgeschlossen." „Ach so, bas hab' ich ganz vergessen — das heißt, nicht in meinem Plan vergessen, sondern nur vergessen, dir zu erklären. Es ist ganz einfach. Das Kasino!" „Sas Kasino?" „Nach dem Appell, wenn alle nach dem Eingang zubrängen, brücken wir uns rasch ins Kasino. Ser Kasinoeingang liegt ja dem Treppeneingang zunächst. Wir kommen, gedeckt durch die andern, unbemerkt hinein. Eine Sache von zwei Sekunden." „Aber die Kasinotür wird ebenfalls abgeschlossen." „Erst nach dem Appell. Im Kasino befindet sich eine Tür in bie Latrine. Wir brauchen nur bie Bretterwanb in ber Latrine zu überklettern unb sind im Torweg. Fabelhaft einfach, was?" „Wahrhaftig, es klingt ganz einfach, es fragt sich nur, ob es fo einfach auszuführen ist Wenn zum Beispiel bie Revision, bie noch einmal burch die Zimmer geht, entdeckt, bah unsere Betten leer finb?" „Tjä, Glück muß man natürlich auch ein bißchen haben, wie ich fchon einmal bie Ehre bazu hatte zu bemerken. Selbstverstänblich werben unsere Stuben- fameraben uns helfen. Sie werben etwas unter bie Seien stopfen, bamit es aussieht, als ob mir in ben Betten liegen. Sie Revision mirb sehr nach- lässig burchgeführt. Sa mirb gewöhnlich erst auf- gepaßt, wenn was passiert ist, das heißt, wenn wir bereits über bie Berge finb." Viktor ift beruhigt, hat aber noch eine Reihe von Fragen: „Wo kriegen mir Zivil her?" „Was brauchst du großartig Zivil! Willst du mit einem Cut und einer Blume tm Knopfloch aus» büchsen? Je schäbiger und unauffälliger, desto besser. Su kennst doch den blauen Sweater, Den ich von Samiani gekauft habe. Das Sing tut vollkommen den Dienst. Dazu noch eine lange schwarze Militarhvse, aus ber mir Die Bise herausnehmen oder meinetmegen sie mit Tinte oder Tusche schwarz färben, und fertig ift Der Lack. Wir sehen bann aus mie Matrosen ober Hafenarbeiter. Dor allem ist Das Zeug einfach zu beschaffen." „Mützen brauchen mir auch. Su wenigstens." „Wieso ich wenigstens?" „Dein Strohkopf schimmert auch in der dunkelsten Nacht zu teutonisch." „Hm, Da hast bu recht. Also werde ich mir eine Mütze beschaffen", erklärte Solterbeck. Damit steht Der Fluchtplan in seinen wesentlichen Punkten fest, unb sie gehen an bie Vorbereitungen. Solterbeck beschafft sich von Dem fetten Sergeanten das nötige Handwerkszeug und beginnt feine geheimnisvolle Arbeit. Pro forma schneidet er sich ein bißchen Holz zurecht unD schnitzelt Daran herum, so 3 Ve Oäftetormann« ton non navni am . M in io an unb (Fortsetzung folgt) butter Mattan »pans |;3u| jhtr N N Wen I: nod tzk V Q h M, s s Die Naunheimer niemals ernsthaft gefährden. Sa Bissenberg nicht antrat, müssen die Punkte wird ein Bergfest bilden. Der Redner schloß mit ! ber Aufsorberung zu noch gesteigerter praktische Arbeit. P e S * »i J V ilülflt k I Uni f dlll Rin M IN I trfl Flieger Stadel übertraf alle. Luftwaffenlumer besiegten Kriegsmarine mit 323,85:318,85, In Der bis auf den letzten Platz gefüllten Drebkauer Äahrhunderthalle wurde am Sonntag den große Turnkampf Luftwaffe — Kriegsmarine aus- getragen. Sie acht Turner der Luftwaffe fiegtem nach prachtvollen Leistungen mit 323,85 Punkten über die Kriegsmarine, deren Riege 318,85 Punkts erreichte. Bester Einzelturner war der deutsche Zwölfkampfmeister Flieger Willi Stadel, ber beü 50 erreichbaren Punkten auf 49,80 kam unb dabeii breimal bie Höchstnote 10 erhielt. Sie Kriegsmarine stellte in Feldwebel Gauch mit 47,80 Punkten be» zweitbesten Turner, während auf bem brüten Psttz in bem Gefreiten Anna mit 46,50 Punkten wieber ein Vertreter ber Luftwaffe folgte. Bei bem Fünfkampf erwiesen sich die Turner bec Luftwaffe in vier Hebungen klar überlegen, lebigPdj im Pferdsprung überflügelte die Kriegsmarine ihre Gegner. An den einzelnen Geräten wurden erzielt: Ringe: Luftwaffe 64,85, Kriegsmarine 62.78 Punkte; Pferdsprung: Luftwaffe 6476. Kriegsmarine 65,15 Punkte; Barren: Luftwaffe 65,95, Kriegsmarine 63 45 Punkte; Bodenturnen: Luftwaffe 64.55, Kriegsmarine 64.25 Dünkte: Reck: Luftwaffe 63,80, Kriegsmarine 63,30 Punkte Ml :r o ksti triiri tW baß auch ben eigenen Zimmergenossen fein Schiffsmodellbau glaubhaft wird. Sie beiden hallen ihn Vorhaben aufs peinlichste geheim. Bei früherem ähnlichen Gelegenheiten hat man Die Erfahrung gemacht, daß bas Gelingen einer Flucht manwnM nur baran scheiterte, daß zu viele Darum wußten Am Tag Der Flucht selbst war noch Zeit genug; Die Stuvenkameraden, und nur diese, in den Plan einzuweihen. Während Solterbeck also an feinem Schiffsmodell herumbastelt, bas niemals fertig werben wird, sucht Viktor bas nötig Holz für Die Lei ter zusammen. Für bie Sprossen genügen einfach« Kistenbretter, bie hochkantig genommen werden. Kisten kriegen sie ja hin und wieder von der Heimat geschickt. Schwieriger ist das Beschaffen ber zwei Meter langen Holme. Schließlich entbeeft er sie im einem offenen Schuppen neben ber Kantine, in Den Der Mestize feine alten Verpackungen unb an* beres unbrauchbares Gerümpel wirft. Vorerst läßt Viktor sie noch Darin. Sie Hauptsache ist, baß e» weiß, wo er sie findet, wenn er sie braucht. 1 prl Mik. feite Mvchl Mchn I fern. Nach ber Ehrung verdienter Kameraden, Darunter Jdel Hauck, Fritz WieganD, Franz Sauer von, Tv. 1846 Gießen, Karl Saupert vom Id. Wiesecl und Otto Jung II. vom To. Watzenborn-Steinberg, Denen Der Ehrenbrief Des NS.-Reichsbundes überreicht wurde, wurde Die Tagung mit bem Gruß an ben Führer geschloffen. Ergebnisse der Nezirksklasse. 05 Wetzlar — VfL. Marburg 7:0 6portfreunbe — Burgsolms 1:2 Watzenborn-Steinberg — DfB.-R. 3:2 Luftwaffe — Naunheim 1:5 1900 — Bissenberg: B. nicht angetreten. Den 1900ern zugerechnet werben. Durch bie Ergebnisse bes 6. Spielsonntags hat sich Die Spitzengruppe einen Vorsprung geschaffen, bei sie eindeutig von Den Vereinen ber Mittelgrupps m trennt. Die Tabelle hat Damit folgendes Aussehen: Unendlich langsam reihen sich für die beiden Wal" hijo tenben bie Tage zur Woche, Die Wochen zum Monat, unendlich langsam vergeht ihnen dieser Winter 1917 auf 18. Sie Hänge hinter Dastia blühen schon im Frühling, als endlich bie heiß ersehnte Nachrich-! eintrifft, daß das spanische Schiff komme, ©ölten decks Schwester, die alles in bie Hanb genommen hat, macht bie gewünschten Angaben im Teln grammftil: Dampfer „Pellargos" unter Kapitäni Guatta vom 14./15. April in Dastia. Posten mü weißer Rosette an Mütze vor Hotel Crynos. Halt' und Beinbruch unb auf Wiedersehen! Helge. Sie beiden Freunde sind geradezu erschüttert. 6i« vermögen nicht zu sprechen, als Solterbeck in Dik' tors Beisein die Geheimzeilen entziffert. Sie Span nung langer Monate löst sich, die Unsicherheit fal5' von ihnen, Das Ziel steht sicher und nay aufgeridr tet. Sie haben ihre Vorbereitungen nicht umsonst getroffen. Schlüssel, bas Material für Die Seiten Zivil —" alles ist schon längst bereit. Das Schloß ilt unauffällig eingeölt worden und schließt leiM Doch haben sie bie Tür noch nicht zu öffnen gn wagt, um nicht vorzeitig ein Derdachtsmomciü herauszufordern. „Senn", sagt Solterbeck, „manchmal läßt sich so ein Biest aufmachen, aber nüfjj mehr zu, und Dann find wir schon hereingefallen. Sie Wetzlarer Mannschaft war in glänzenbei Spiellaune unb siegte in biefer Höhe verdient. Noch, bem bie Hintermannschaft bes Gastgebers zu beginn bes Sipeles einen Generalangriff ber Gäste abgewehrt hatte, waren bie Wetzlarer immer spiel« beftimmenb. Sie Tore waren bas (Ergebnis einet geschlossenen Mannschaftsleistung. Unglücklich kämpften bie Sportfreunde. Trotz brückender Überlegenheit, besonders in der zweiten Halbzeit, war es ihnen nicht möglich, die Halbzeit- fübrung der Gäste ausxugleidjen. Eine zahlreich, Verteidigung, glückliche Abwehr des Gästetormannes und mehrere Lattenschüsse verhinderten Den verdienten Punktgewinn für den Gastgeber. Ein Unentschieden wäre in Steinberg ben Lei- " ftungen beider Mannschaften eher gerecht geworden. ; Sie harte Durchführung bes Spieles bei mäßiget | 0; Schiebsrichterleistung konnte nicht befriedigen. Ä Sie Naunheimer beherrschten das Spielgeschehen auf dem Waldsportplatz. Die Luftwaffe war wohl besser als in den seitherigen Spielen, konnte aber i- us: rtr u h einj hin - 'n t nicht h:i t IN Os in te. her h iei N [Ml jre Mh Hnin 1 mü In der Aussprache berichtete Bezirkssporttvart Heller über Lehrgangsarbett, einzelne Fachwort, gaben gewünschte Aufklärungen. Bereichssportwan May überbrachte die Grüße ber Beveichsführuna erkannte bie im Bezirk 8 Gießen geleistete Arbeii an unb sprach über Slusbilbung von Uebungsleitem, Schiedsrichtern, Kampfrichtern, Sportadzeichenprü- Verein Spiele Gew. Unentsch. Verl. Ptte. FC. Wetzlar 6 5 0 1 10:2 Naunheim 5 4 0 1 8:2 W.-Steinberg 6 4 0 2 8:4 Burgsolms 6 4 0 2 8:4 VfB.-Reichsbahn 5 2 0 3 4:6 1900 5 2 0 3 4:6 VfL. Marburg 2 1 0 1 2:2 Bissenberg 2 0 0 2 0:4 Luftwaffe 5 1 0 4 2:8 Sportfreunde 4 0 0 4 0:8