Zu Fuß } Blitzschnelle Antwort Deutschlands in einem dem Ein- 1L a., daß Oslo, 8. April. (DBB.) Der norwegische Rundfunk hat am INontagmorgen um 8.03 Uhr norwegischer Zeil in einer Sondermeldung die Mitteilung des englischen Rundfunks wiederholt, in der ö heißt, daß London und Paris beschlossen haben, in norwegischen hoheitsgewäs- |ern an drei Stellen Minengürtel zu legen. Die Mitteilung hat in der Oeffentlichkeit igen, an n Grenz. 1 an der Dezember 8 in der britischen Kriegshetzer nicht ruhen, neue Wege zur Erreichung ihrer Ziele zu suchen. Die deutsche Regierung verfolgte diese Bestrebungen aufmerksam. Die Zahl der provokatorischen Reutralitätsverlehungen nahm immer mehr zu. Schon der Fall „Altmark" zeigte aber auch, daß vor allem Borwegen entweder nicht willens, oder nicht fähig ist, diesen Verletzungen wirksam ent- gcgenzulreten. Seitdem sind neue Torpedierungen in den norwegischen hoheitsgewässern erfolgt. Als Vorläufer der beabsichtigten Besetzung norwegischer wichtiger Stützpunkte fand gestern die Außerkraft- lerfretung ehl über D. nicht ung er« lnzlci lenst, nbie Kehr- en gegen urde auf d Reich,, teilt; !in rochen. Ibigt, im ngen mit rrgenom- ring. Der Gefäng- efäng* oerurfeilt. rholungs« fein eine Verlagerung des Kriegsfchau^ plahes auf das neutrale Fe ft land in- und außerhalb Europas vorzunehmen. Daß England und Frankreich hierbei in erster Linie die Territorien der kleinen europäischen Staaten im Augen haben, ist der britischen Tradition entsprechend selbstverständlich. Ganz offen haben die englischen und französischen Staatsmänner in den letzten Monaten die Ausdehnung des Krieges auf diese Gebiete zum strategischen Grundgedanken ihrer Kriegführung proklamiert. Die erste Gelegenheit hierzu war Oer russischfinnische Konflikt. Die englische und französische Regierung haben es in aller Oeffentlichkeit ausgesprochen, daß sie gewillt waren, mit militärischen Kräften in den Konflikt zwischen der Sowjetunion und Finnland einzugreifen und dafür das Gebiet der nordischen Staaten als Operationsbasis zu benutzen. Allein der entgegen ihren Wünschen und Erwartungen erfolgte schnelle Friedensschluß im Borden hat sie gehindert, schon damals diesen Entschluß durchzuführen. Wenn die englischen und französischen Staatsmänner nachträglich erklärt haben, daß sie die Durchführung der Aktion von der Zustimmung der beteiligten nordischen Staaten abhängig machen wollten, so ist das eine grobe Unwahrheit. Die Reichsregierung hat den dokumentarischen Beweis dafür in Händen, daß England und Franko reich gemeinsam beschlossen hatten, die Aktion durch das Gebiet der nordischen Staaten gegebenenfalls auch gegen deren Willen durchzuführen. Das Entscheidende ist aber folgendes: Aus der Haltung der französischen und englischen Regierung und nach dem sowjetrussisch-finnischen Friedensschlutz und aus den der Reichsregierung vorliegenden Unterlagen geht einwandfrei hervor, daß der Entschluß in England, Hilfe gegen Rußland zu bringen, darüber hinaus noch weiteren Plänen dienen sollte. Das dabei von England und Frankreich in Skandinavien verfolgte Ziel war und ist: 1. Deutschland durch die Besetzung von Barvik von seiner nördlichen Erzzufuhr abzufchneiden. 2. durch diese Landung englisch-fran^ zösischer Streitkräfte in den skandi« navifchen Ländern eine neue Front z u errichten, um Deutschland flankte« rend von Borden her angreifen zu können. hierbei sollen die Länder des Bordens den eng- lisch-französischen Truppen als Kriegsschauplatz dienen, während den nordischen Völkern nach alter englischer Ueberlieferung die Uebernahme der Rolle eingedrungen und haben Truppen in Sorsör und Byborg gelandet. Von Warnemünde kommend sind Truppen und ein Panzerzug mit der Fähre in Gjedser gelandet und haben von dort den Vormarsch nach Borden angetreten. Gleichzeitig wurde die Brücke Vordingborg im Südteil der Insel Seeland beseht. Deutsche Truppen sind im Morgengrauen inKo- penhagen gelandet. Die Zitadelle und die Rundfunkstation wurden besetzt. Seit 8 Uhr befindet sich die ganze Stadt in deutscher Hand. und nicht gegen Deutschland. Die Ausweitung des Krieges auf Norwegen scheine eine Wiederaufnahme der Absichten zu sein, die England durch die Entsendung eines Expeditions korps nach Finnland verwirklichen wollte, nämlich die des Krieges auf Skandinavien. befestigungen und die in England und Frankreich stetig wachsende Sorge vor den erfolgreichen deut- scheu Gegenangriffen zur See und in der Luft, ften wirtschaftlichen Folgen durch die Maßnahmen. Auch „A f t e n b l a d e t" befaßt sich Leitartikel in sehr scharfen Worten mit Berlin, 9. April. (DBB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt folgende Son- dermeldnng bekannt: Am Dienstag früh haben deutsche motorisierte Truppen und Panzerkräfte die deutsch-däni- sche G ren z e bei Flensburg und Tondern überschritten und sind im Vormarsch über Apen- rade und Esbjerg nach Borden. 3m Morgengrauen sind deutsche Truppen im Kleinen Bell bei Middelfart gelandet und haben sich in den Besitz der dortigen Veltgruppe gesetzt. Deutsche Seestreitkräfte sind im Großen Belt Memorandum der deutschen Reichsregiernng. Zur Uebernahme des bewaffneten Schuhes für Norwegen und Dänemark. gewesen, die Rechte der Beutralen dadurch zu wahren, daß es den Seekrieg auf die zwischen Deutschland und seinen Gegnern liegenden Meereszonen zu beschränken suchte. Demgegenüber ist England in der Absicht, die Gefahr von seinen Inseln abzulenken und gleichzeitig den handel Deutschlands mit der neutralen Welt zu unterbinden, mehr und mehr darauf ausgegangen, den Seekrieg in die Gewässer derBeutralen zu tragen. 3m Verfolg dieser ed)t britischen Kriegführung hat England in immer steigendem Maße unter flagrantem Bruch des Völkerrechts kriegerische Handlungen zur See und in der Luft auch in den Hoheitsgewässern und Hoheitsgebieten Dänemarks und Bor- w e g e n s vorgenommen. Deutschland hat diese Entwicklung von Beginn des Krieges an vorausgesehen. Es hat durch seine innere und äußere Wirtschaftspolitik den Versuch der britischen Hungerblockade gegen das deutsche Volk und die Abschnürung des deutschen Handels mit den neutralen Staaten zu verhindern gewußt. Dies ließ in den letzten Monaten immer mehr den völligen Zusammenbruch der britischen Blockade-Politik zutage treten. Diese Entwicklung, sowie die Aussichtslosigkeit eines direkten Angriffes auf die deutschen Wesl- Verlin, 9. April. (DBB. Funkspruch.) Seit Monaten versuchen England und Frankreich, aus Skandinavien einen neuen Kriegsschauplatz gegen Deutschland zu machen. Auch der Versuch der westlichen Plutokratien, sich in die russisch-finnische Auseinandersetzung einzumischen, verfolgte nebenbei das Ziel, durch die Besetzung Borwegens die Eisen - und Erzgruben in britische Hände zu bekommen, auf alle Fälle die Ausfuhr über Barvik selbst zu verhindern. Der russisch-finnische Friedensschluß, der von England und Frankreich so bedauert wurde, ließ die sehung der norwegischen hoheitsrechte durch Md englische Regierung statt. Die norwegische Regierung hat nur mit einem lahmen Protest geantwortet. Die deutsche Reichsregierung aber denkt nicht daran, auch ihrerseits gegen diese britischen Völkerrechtsbrüche ebenfalls nur zu protestieren. Sie hat daher mit dem heutigen Tage jene Schritte eingeleitet, die notwendig sind, um den Borden Europas endgültig aus den britischen Kriegsausweitungsplänen herauszunehmen. i.r««" tun,♦ (tW* ' Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: !lm dem im Gange befindlichen britischen Angriff auf die Neutralität Dänemarks und Norwegens entgegenzutreten, hat die deutsche Wehrmacht den bewaffneten Schuh dieser Staaten übernommen. Hierzu sind heute morgen in beiden Ländern starke deutsche Kräfte aller Wehrmachtsteile eingerückt bzw. gelandet. Zum Schuhe dieser Operationen find umfangreiche Minensperren gelegt worden. greifen der Westmächte. Es heißt dort die Minierung der norwegischen Hoheitsgewässer durch England allen bisher von den West» Mächten vertretenen Prinzipien endgültig den Garaus gemacht habe. Der Plan Englands sei in Wirklichkeit gegen d i e Souveränität Norwegens gerichtet Die Besetzung Dänemarks. Oer Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht. Berlin, 9. April. (DBB. Funkspruch.) Die deutsche Reichsregierung hat der norwegischen Regierung folgendes Memorandum übermittelt: Entgegen dem aufrichtigen Wunsche des deutschen Volkes und seiner Regierung, mit dem englischen und französischen Volk in Frieden und Freundschaft zu leben und trotz des Fehlens jedes vernünftigen Grundes zu einem gegenseitigen Streit; haben die Machthaber in London und Paris dem deutschen Volk den Krieg erklärt. Mil der Entfesselung dieses von ihnen seit langem vorbereiteten, gegen den Bestand des Deutschen Reiches und die Existenz des deutschen Volkes gerichteten Angriffskrieges haben England und Frankreich den Seekrieg auch gegen die neutrale Welt eröffnet. 3ndem sie zunächst unter völliger Mißachtung der primitivsten Regeln des Völkerrechts versuchten, die Hungerblockade gegen deutsche Frauen, Kinder und Greise zu errichten, unterwerfen sie zugleich auch die neutralen Staaten ihren rücksichtslosen Blockademaßnahmen. Die unmittelbare Folge dieser von England und Frankreich eingeführten völkerrechtswidrigen Kampfmethoden, denen Deutschland mit feinen Abwehrmahnahmen begegnen muhte, war die schwerste Schädigung der neutralen Schiffahrt und des neutralen Handels. Darüber hinaus aber versetzte dieses englische Vorgehen dem Beulrali- tätsbegriff an sich einen vernichtenden Schlag. Oevtjchlaod [einetfelts iß gleiKwotzl beßrebl schnitten, zumal die Verbindung zu Lande durch die großen Schneemassen nach wie vor unmöglich sei. Der Verkehr durch den Westfjord sei durch die Minierungen unmöglich gemacht. Zwischen Bode und Soolvaer hätte die Fischerei, von der sich die Bevölkerung notdürftig ernähre, eingestellt werden müssen. Es ergäben sich für Norwegen die schlimm- *" ' *■' englischen ttlüs nut' letztw'W in gelep kaum tiy stand [[Difflrf !'S ri bed« ein ateuer n* irgeW; leicht; sie n Partei chentreien i dankbar Erbschaft n ihr uni Verstau' M das ihre eng- trümmer- mar noch ifany auffagen, trüpp des i Brocken dotier, h.1* ■ 'tent ^Herzog . QW| , A *r in SO. Jahrgang Nr. 83 Erscheint täglich, außer sonntags und Feiertags Beilagen: DieJllustrierte Siebener Familienblätter ZeimatimBild -DieScholle Nonats-Bezugsvreis: Nit4Beilagen.RM.1.95 3hne Illustrierte ,, 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 iuch bei Nichterscheinen lon einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt kernfvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. stellenweise eine panikartige Stimmung hervorge- rufen, da man von dem Vorgehen der Alliierten "gehend fürchtet, dah es Borwegen in kürzester Frist in enbaufen im Krieg verwickeln werde. Sonderanschläge, Piment Extraausgaben der Morgenbläller und Laufzettel Ukraim ^wgen durch ihren besorgniserregenden 3nhalt da- tnenu.Q bei, den Ernst der Stunde in ungewöhnlichem Dille und Mähe zu unterstreichen. England vergewaltigt Norwegens Neutralität Oer neueste Rechisbruch der britischen Piraten. 3n wohlunterrichteten politischen Kreisen, die dem Auswärtigen Amt nahestehen, ist man — abgesehen von der Minenauslegung als solcher — empört über die Art und Weise, mit der England und Frankreich der norwegischen Regierung Mitteilung von ihrem neuesten Vorgehen gemacht haben, indem sie der Osloer Regierung kurze Zeit vor der Bachrichtensendung des Londoner Rundfunks eine amtliche Bote überreichten, in der von der englisch-französischen Mahnahme Mitteilung gegeben wurde und in der es am Schluß heißt: „Aus diesen Gründen haben die Regierungen der alliierten Mächte Befehl erteilt, mit der Minenauslegung jtt beginnen." Lendenlahmer Protest der norwegischen Regierung. Oslo, 8. April. (DNB.) Das Norwegische Tele- ?rammbüro veröffentlicht am Montag eine Berankt) arun g der norwegischen Regie- kung, deren voller Wortlaut folgender ist: Die norwegische Regierung hat gemeinsam mtt dem außenpolitischen Ausschuß des Storthing heute Igende Erklärung beschlossen: Die britische und die französische Regierung lie» _ n heute früh an drei Stellen Minen auf norwegischem Seegebiet auslegen, mit dem Ziel, die freie Schiffahrt innerhalb der norwegischen Gewässer zu fperrem. Britische Kriegsschiffe wurden eingesetzt, um auf diesem Gebiet Wache zu halten. verständlich wird Schweden aber auch hinsichtlich seines Erztransportes über Narvik durch die Auswirkungen dieser englischen Neutralitätsverletzung betroffen. Die große Unruhe, die in Schweden durch die neuen Eingriffe der Westmächte in Norwegen her- oorgerufen worden ist, geht aus den Montag- Abendblättern hervor, die sich in großen Schlagzeilen und in langen Berichten aus der ganzen Welt mit dem Neutralitätsbruch der Westmächte in Norwegen befassen. Die schärfsten Angriffe, die von der schwedischen Presse seit dem Ausbruch des Krieges an die Adresse der Westmächte gerichtet wurden, sind am Montag in den beiden Stockholmer Abendzeitungen enchalten. ,,Allehanda" schreibt, daß der Norden noch nie so dicht davorgestanden habe, in den Großmächtekrieg hineingezogen zu werden. Eine schnelle Entwicklung der Geschehnisse sei zu erwarten, denn das Völkerrecht habe keine Gültigkeit mehr. „All eh an da" behandelt die ersten wirtschaftlichen Rückschläge, die Norwegeü durch die englische Blockade erwartet. Nordnorwegen sei praktisch vom Süden des Landes abge- haben in letzter Zeit in erhöhtem Maße dazu ge-1 von Hilfstruppen zugedacht ist. Dieser Plan ist durch führt, daß beide Länder versuchen, mit allen Mit-j den russisch-finnischen Friedensschluh zunächst durch- diesem Zusammenhang in London darauf hin, daß die Neutralitätsbestimmungen des internationalen Rechtes für beide kriegführenden Parteien gelten. Schweden: „Das Völkerrecht hat keine Gültigkeit mehr." Stockholm, 9. April. (Europapreß.) Nach mehrstündiger Sitzung ayr Montagvormittag trat das schwedische Kabinett um 17 Uhr erneut zu einer außenpolitischen Sitzung zusammen. Auch für Dienstag ist ein Kabinettszu- ammentritt, sowie eine Sitzung des Außenpoliti- chen Ausschusses der Regierung vorgesehen. In der Regierung nahestehenden Kreisen bezeichnet man die englischen Maßnahmen als eine lagrante Verletzung der Neutralität Norwegens, die hier schärfste Verurteilung findet. Dann weist man darauf hin, daß, wenn auch Schweden zunächst nicht direkt durch diese britische Maßnahmen berührt worden sei, so doch indirekt zumindestens hinsichtlich der gemeinsamen Bemühungen der nordischen Staaten, ihre Neutralität im Großmachtkrieg aufrechtzuerhalten. Selbst- Die norwegische Regierung protestiert ernst und feierlich gegen diesen offenbaren Bruch des Völkerrechts und gegen diese gewaltsame Verletzung der norwegischen Souveränität und Neutralität. Norwegen hat in diesem ganzen Krieg alle Neutra- litätsregeln mit strenger Sorgfalt befolgt. Es geschah in voller liebereinftimmung mit diesen all- gemein anerkannten Regeln, daß Norwegen seine Gewässer für alle gesetzmäßige Schiffahrt kriegführender Länder offengehalten hat. Wenn jetzt die britische und die französische Regierung'Schritte unternommen hoben, den Ausfuhrverkehr nach Deutsch- lanb zu sperren, muß die norwegische Regierung deran erinnern, daß England am 11. März d. I. ein Abkommen mit Norwegen unterschrieb und damit sein Einverständnis dazu erklärte, daß nor- megische Waren — darunter sogar solche, die als Kriegskonterbande angesehen werden können —: von hier aus nach Deutschland verschifft und transportiert werden. Um so weniger Grund mußte oie norwegische Regierung haben, zu erwarten, daß Me Westmächte mit Gewalt eingriffen und versuchen würden, diese Zufuhr zu sperren. Die norwegische Regierung kann in keiner Weise anerkennen, daß die kriegführenden Länder Minen auf norwegischem Hoheitsgebiet auslegen. vegische Regierung muß fordern, daß diese Minen fofort entfernt werden und daß die Wache fremder Kriegsschiffe aufhört. Die norwegische Regie- wng muh sich vorbehalten,, geeignete Schritte zu «greifen, zu denen eine solche Neutralitatsver- lchung Grund geben kann. Sie englischen Piraten am Werk. Stockholm, 9. April. (Europapreß.) Wie aus Oslo gemeldet wird, sind außerhalb von chustaviken an der norwegischen Westküste st a r k e en g l i s ch e Flotten einheiten — unter ihnen ein Schlachtschiff — zu bemerken. Bei C h r i st i a n s u n d fei die Ausfahrt bereits für den Handelsverkehr g e - sperrt. Fünf norwegische Dampfer seien in der höhe von Hustaviken gestoppt worden und nach Ebriftianfunb eingelaufen. Mmben Med in Mlein. ngsstch. a Dienstag,9.April MO Gießener Anzeiger WM Vereinbarung) 25°/c>mehr w r Ermäßigte Grundpreise General-Anzeiger sur Oberhessen Englischer Zynismus. Amsterdam, 9. April (DNB. Funkspruch.) Zu ! der Schändung der norwegischen Neutralität durch England und Frankreich läßt sich der Amsterdamer : „Telegraaf" aus London berichten, m a m t - : lich e n englischen Kreisen sei man der , Ansicht, daß die britisch-französische Maßnahme ; .richt das geringste Risiko für die norwegische Neu- , trclität bilde". Auf die Frage, was geschehen Wirde, wenn Norwegen die Minen weg- rn um e, werde in diesen Londoner Kreisen ge- utitmortet, daß dann neue Minen gelegt werden könnten. In zuständigen Kreisen Londonv wiise man weiter daraus hin, daß das Auftreten der Westmächte in den norwegischen Territorial- ^ewässern ebensosehr „im Interesse der ^eiitralen , ife auch in dem Englands und Frankreichs Uege^ Man könne vielleicht behaupten, daß diese „Masz- nohme" von heute eine „technische" Verletzung der rrrwegischen Neutralität Poch mau werfs m. ein« ff* inen, d" .gen»* »eib;*, Mit ,6 die M an,d i' mögt I'" t hatie.^E d * werten V fleh’1! A kreuzl worden, die Reichsreglerung erhielt immer klarer davon Kenntnis, daß England und Frankreich bestimmt Versuche unternahmen, um ihre Absichten alsbald in anderer Form zu verwirklichen. 3n dem Bestreben, eine Intervention vorzubereiten, haben denn auch die englische und französische Regierung in den letzten Wochen ganz offen die These proklamiert, es dürfe in diesem Kriege keine Neutralität geben, und es sei die Pflicht der kleinen Länder, sich aktiv am Kampf gegen Deutschland zu beteiligen. Diese These wurde durch die Propaganda der Destmächte vorbereitet und durch immer stärker werdende politische Druckversuche auf die neutralen Staaten unterstützt. Die konkreten Rachrichten über bevorstehende Landungsversuche der Westmächte in Skandinavien häuften sich in letzter Zeit immer mehr. Wenn aber überhaupt noch der leiseste Zweifel an dem endgültigen Entschluß der Westmächte zur Intervention im Norden bestehen konnte, so ist er in den letzten Tagen nun endgültig beseitigt worden: Die Reichsregierung ist in den Besitz von einwandfreien Unterlagen dafür gelangt, daß England und Frankreich beabsichtigten, bereits in den allernächsten Tagen überraschend bestimmte Gebiete der nordischen Staaten zu besetzen. Die nordischen Staaten haben ihrerseits den bisherigen Uebergriffen Englands und Frankreichs nicht nur keinen wider st and entgegengesetzt, sondern selbst schwerste Eingriffe in ihre hoheitsrechte ohne entsprechende Gegenmaßnahmen geduldet. Die Reichsregierung muh daher annehmen, dah die Königlich norwegische Regierung die gleiche Haltung auch gegenüber den jetzt geplanten und vor ihrer Durchführung stehenden Aktionen Englands und Frankreichs einnehmen wird. Aber selbst wenn die Königlich norwegische Regierung gewillt wäre, Gegenmaßnahmen zu treffen, so ist die Reichsregierung sich darüber im klaren, dah die norwegischen militärischen Kräfte nicht ausreichen würden, um den englisch-französischen Aktionen erfolgreich ent- gegentreten zu können. In dieser entscheidenden Phase des dem deutschen Volk von England und Frankreich aufgezwungenen Existenzkampfes kann die Reichsregierung aber unter keinen Umständen dulden, dah Skandinavien von den Westmächten zum Kriegsschauplatz gegen Deutschland gemacht und das norwegische Volk, sei es direkt oder indirekt, zum Krieg gegen Deutschland mißbraucht wird. Deutschland ist nicht gewillt, eine solche Verwirklichung der Pläne seiner Gegner untätig abzuwarten oder hinzunehmen. Die Reichsregierung hat daher mit dem heutigen Tage bestimmte militärische Operationen eingeleitet, die zur Besetzung strategisch wichtiger Punkte auf norwegischem Staatsgebiet führen werden. Die Reichsregierung übernimmt dann während dieses Krieges den Schuh des Königsreiches Norwegen. Sie ist entschlossen, von jetzt ab mit ihren Machtmitteln den Frieden im Norden gegen jeden englisch-französischen Angriff zu verteidigen und endgültig sicherzustellen. Die Reichsregierung hat diese Entwicklung nicht gewollt. Die Verantwortung hierfür tragen allein England und Frankreich. Beide Staaten versichern zwar heuchlerisch den Schuh der kleinen Länder, in Wahrheit aber vergewaltigen sie diese in der Hoffnung, dadurch ihren gegen Deutschland gerichteten, täglich offener verkündeten Vernichtungswillen verwirklichen zu können. Die deutschen Truppen betreten den norwegischen Boden daher nicht in feindlicher Gesinnung. Das deutsche Oberkommando hat nicht die Absicht, die von den deutschen Truppen besetzten Punkte als Operationsbasis zum Kampf gegen England zu benutzen, solange es nicht durch Mahnahmen Englands und Frankreichs hierzu gezwungen wird. Die deutschen militärischen Operationen verfolgen vielmehr ausschliehlich das Ziel der Sicherung des Nordens gegen die beabsichtigte Besetzung norwegischer Stützpunkte durch englisch-französische Streitkräfte. Die Reichsregierung ist überzeugt, daß sie mit dieser Aktion zugleich auch den Interessen Norwegens dient. Denn diese Sicherung durch die deutsche Wehrmacht bietet für die skandinavischen Völker die einzigste Gewähr, dah ihre Länder nicht während dieses Krieges doch noch zum Schlachtfeld gemacht werden. Die Reichsregierung erwartet daher, dah die Königlich norwegische Regierung und das norwegische Volk dem deutschen vorgehen Verständnis entgegenbringen und den Truppen keinerlei Widerstand entgegensetzen. Dieser Widerstand würde von den eingesetzten deutschen Streitkräften mit allen Mitteln gebrochen werden und daher nur zu einem völlig nutzlosen Blulvergiehen führen. Die Königlich norwegische Regierung wird deshalb ersucht, mit gröhter Beschleunigung alle Mahnahmen zu treffen, um sicherzustellen, daß das Vorgehen der deutschen Truppen ohne Reitmng und Schwierigkeiten erfolgen kann. In dem Geiste der seit jeher bestehenden guten deutsch-norwegischen Beziehungen erklärt die Reichsregierung der Königlich norwegischen Regierung, daß Deutschland nicht die Absicht hat, durch ihre Maßnahmen die territoriale Jntregrität und politische Unabhängigkeit des Königreiches Norwegen jetzt oder in der Zukunft anzutasten. Der gesährlichste Schlag gegen Norwegen. Das Echo in Norwegen. O s l o, 9. April. (DNB.) Zu dem unerhörten Vorgehen der Westmächte schreibt „Arbeiderbla« bet": Wir befinden uns jetzt der Verletzung der Neutralität gegenüber, die zu weitestgehenden Folgen für Norwegen und Schweden fuhren kann. Sie sind beide in derselben Lage. Die Handlungsweise der Westmächte betreffe die schwedischen Erztransporte nach Deutschland und die anderen Transporte. Man muß fragen, ob nicht nur die norwegischen, sondern auch die schwedischen, vielleicht auch die dänischen Gewässer werden blockiert werden. Norwegen werde natürlich in energischer Form gegen alle Blockademaßnahmen in seinen eigenen Hoheitsgewässern protestieren, sagt das Blatt, und verlangen, daß die Vorschriften des internationalen Rechtes und Bestimmungen der Handelsvereinbarungen resvektiert werden. Es sei eine andere Frage, ob sich irgend jemand um unsere Pro- teste kümmert und unsere Rechte unter den gegenwärtigen Umständen respektiert. Die Lage sei sehr e r n st für das Land, aber man werde die Ruhe zu behalten haben. „Dagbladet" schreibt, das Minenlegen ist der g e- fährlichste Schlag, der während des Krieges gegen Norwegen gerichtet wurde. Die Handlungsweise gibt Veranlassung, daß sichdroßeSchwie- rigkeiten für uns von selten der West- m ächte wie Deutschland ergeben werden. Die norwegische „Handels, und Schifffahrtszeitung" schreibt in ihrem Leitartikel: „In offenem Widerspruch zum Völkerrecht hat England seine Blockade in norwegisches Gebiet hineingetragen." Dänemark: Klare Kränkung der norwegischen AeuttalW. Kopenhagen, 9. April. (Europapreß.) Die ersten dänischen Pressestimmen zu der Situation, die durch den englisch-französischen Neutralitätsbruch in norwegischen Hoheitsgewässern geschaffen worden ist, spiegeln die Erregung und Beupruhigung wieder, die der Westmächte-Uebergriff^ in Dänemark ausgelöst hat. „Berlingske Aftenavis" schreibt in seinem Leitartikel am Montagnachmitbag: „Die britische Flotte hat früher schon die norwegische Gebietshoheit gekränkt. Die „Cossack"°Affäre war ein eklatantes Beispiel dafür, doch hat es sich bisher um isolierte Fälle von Neutralitätskränkungen gehandelt. Hinter der Auslegung von Minen uns der Patrouillierung steht indessen die umständlich zurechtgelegte Politik der französischen und englischen Regierung. Damit ist die Frage über die Neutralität des Nordens auf eine neue und gefährliche Weife aufgerollt worden. Wenngleich man nach den am Samstag überreichten Noten klar darüber fein konnte, daß die Stellung des Nordens neuerlich erschwert sei, mußte die Mitteilung über das französisch-engliscke Vorgehen in der Nacht zum Montag als eine vollständige und schicksalsschwere Ueberraschung wirken, um so mehr, als die Frage- der E r z t r a n s p o r t e in der der Osloer Regierung überreichten Note keinegrößere Rolle zu spielen scheint. Die Stellung ist auch für Dänemark völlig unübersichtlich. Die Stunde, in der das außenpolitische Komitee des norwegischen Stör- ting versammelt war, ist eine für den Norden entscheidende Stunde." „E k s t r a b l a d e t" stellt fest, daß es für die Aktion der Westmächte unmöglich sei, eine andere Auslegung geben zu können als „klare Kränkung der norwegischen Neutralität". Die Engländer hätten sich auf das Hoheitsgebiet eines neutralen Landes begeben, um dessen Handelsverkehr mit Deutschland zu unterbinden, obwohl dieser sich im Rahmen des normalen Warenaustausches bewege, den man den Neutralen ausdrücklich zugestanden habe. Man wisse, daß der Erztransport von Narvik nach Deutschland keinerlei vitale Bedeutung für Deutschlands Industrie habe. Des- balb sei es klar, daß außer dem vorgeschützten Zweck Der Minenlegung noch ein anderes Ziel verfolgt werde. Der Eindruck in Rom. »Offener Bruch des Völkerrechts- Rom, 9. April. (Europapreß.) Die Vergewaltigung der norwegischen Neutralität und Souveränität durch die Westmächte, die innerhalb der norwegischen Dreimeilenzone Minenfelder ausgelegt haben, wird in römischen politischen Kreisen als eine wesentliche Verschärfung der internationalen Lage bewertet. Die Maßnahmen der Westmächte stellten trotz aller beschönigenden Rechtfertigungsversuche einen offenen Bruch des Völkerrechts dar. Sie zielten überdies direkt oder indirekt darauf hin, die Neutralen gegen ihren Willen in den europäischen Konflikt hineinzuzwingen. Es sei selbstverständlich, daß die italienische öffentliche Meinung diese Vorgänge mit Aufmerksamkeit verfolge im Hinblick auf die Entwicklungen, die sie in anderen Richtungen und anderen Sektoren nach sich ziehen könnten. Man erinnert in diesem Zusammenhang an die Erklärungen, die der Duce am Sonntag in Orvieto abgegeben hat und betont, Italien habe feine Vorbereitungen auf allen Gebieten fortgesetzt, um für jede Eventualität gerüstet zu sein. Der diplomatische Mitarbeiter der Agenzia Ste- fani betont, dah es sich hier um einen offenen Neutralitätsbruch der West möchte handele. Abschließend unterstreicht der diplomatische Mitarbeiter der Stesani den deutschen Standpunkt, daß Deutschland die Neutralen respektiere, aber verlange, oaß diese auch alles tun würden, damit ihre Neutralität respektiert werde. Don dem Tage an, an dem Schweden und Norwegen Werkzeuge der Blockade gegen Deutschland würden, seien sie nicht mehr neutral, und Deutschland sei berechtigt, die notwendigen Verteidi- gungsmaßnahmen zu ergreifen. Berlin betone zu Recht, daß nicht Deutschland die Unabhängigkeit der neutralen Staaten bedrohe, sondern daß die Westmächte diese Staaten zur Aufgabe der Neutralität trieben, damit diese sich in Abenteuer stürzen sollten. Die römischen Abendblätter f>efren in ihren Berichten die scheinheilige Begründung hervor, die die Westmächte sich ausgedacht haben, um dis unter Vergewaltigung der norwegischen Neutralität erfolgte Verseuchung neutraler Gewässer mit Minen au bemänteln. In einer ironischen Randbemerkung der „Tribun a" heißt es, diese englischen Minen seien selbstverständlich Minen der Zivilisation, da ja England ausgerechnet das Monopol dieser Zivilisation für sich in Anspruch nehme. Auf diese Art werde die von den Engländern als Vorwand genommene „Barbarei der deutschen Minen"' aufgehoben durch die „Zivilisation der englischen Minen". Die Tatsache, daß die einen wie die anderen in der Explosion die gleiche Wirkung hervorriefen, habe weiter keine Bedeutung und dürfe die italienische Oeffentlichkeit nicht täuschen. Zum Schluß macht sich das Blatt über die englische Heuchelei luftig, daß das Auslegen englischer Minen in den norwegischen Hoheitsgewässern nicht eine politische, sondern nur eine technische Verletzung der Neutralität sei. Auch wenn eine Kanonenkugel irgend jemand den Kampf abreiße, sei dies kein politischer, sondern ein technischer Vorgang. Ferner schildern die römischen Pressevertreter in den nordischen Ländern die dort herrschende Besorgnis. Man befürchte, daß infolge des Vorgehens der Westmächte der Norden sich in einen Kampfplatz verwandeln werde. Schließlich bleiben auch die von der französischen Presse geäußerten Drohungen hinsichtlich einer Volksgenosse! Gib Deine Metallfpende zum Geburtstag des Führers nur an die zuständige örtliche Annahmestelle. Denn nur so kommt sie rechtzeitig an die richtige Stellet * Die Sammel st eklen in Gießen be- finden sich im Laden Marktstraße 18, für Gie- ßen-Wieseck in der dortigen Verwaltungsstelle, für Gießen-Klein-Linden ebenfalls in der dortigen Verwaltungsstelle. Verschärfung der Blockade im Mittelmeer nicht unbeachtet. „Giornale d'Jtalia" zitiert eine Auslassung der „Libertä", in der es heißt, die Westmächte würden auch dem Mittelmeer eine größere Aufmerksamkeit schenken, als bisher. Gleichzeitig, so berichtet der Pariser Vertreter des Blat- tes weiter, würden in der französischen Presse jedoch auch Stimmen laut, die die Aufgabe der Westmächte als nicht gerade leicht bezeichneten, ganz besonders hinsichtlich der Maßnahmen, die in den italienischen, japanischen, russischen mti> amerikanischen Abschnitten ergriffen werden müßten. Scharfe Reaktion in Holland. »Ernste Schändung der norwegischen Neutralität und Kriegshandlung.- Amsterdam, 9. April. (DNB. Funkspruch.) „Nieuwe Rotterdamsche Courant^ wendet sich scharf gegen das Auftreten der Westmächte in den norwegischen Territorialgewässern und schreibt u. a., das, was die Westmächte jetzt getan hätten, sei nichts weniger als eine ernste Schändung der norwegischen Neutralität und eine Kriegshandlung. Das Auftreten der Westmächte stehe in flagrantem Widerspruch zur neutralen Haltung Norwegens. Wenn man aber zu der Erkenntnis gelange, daß die Westmächte Norwegens Neutralität verletzt haben, dann müsse man weiter erkennen, daß das betreffende Land verpflichtet sei, sich dieser Neutralitätsverletzung mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu widersetzen. Die Westmächte hätten aber die Minenfelder angelegt, ohne daß von norwegischer Seite der Versuch unternommen sei, das zu verhindern. Norwegen sei in jedem Fall in eine gefährliche Lage geraten. Von englischer Seite versuche man, die Verletzung der norwegischen Neuttalität dadurch in ein gutes Licht zu setzen, daß man von Repressalien-Maßnahmen gegen das Auftreten deutscher U-Boote und Flug- zeuge spreche. Zwar sei eine kriegführende Macht berechtigt, Repressalien-Maßnahmen zu ergreifen, doch dürfe diese kriegführende Macht nicht die Rechte der Neutralen verletzen, solange nicht die andere kriegführende Partei die Neutralität des betreffenden Landes geschändet habe. Zweifellos hätten die West möchte die Sympathie für ihre Sacke in der Welt Der« mindert. Sie hätten sich gegenüber Norwegen auf unmotivierte Weise einer unerlaubten Handlung schuldig gemacht, einer Kriegshandlung von viel größerem Umfange, als das bereits im Falle „Cofsack" geschehen sei. Bei der „Altmark" habe es Ein grotzer Teil aller rheumatischen Erkrankungen entsteht durch kranke Zähne- Ein Beweis für die Notwendigkeit richtiger Zahnpflege! CHLORODONT sich um einen Zwischenfall gehandelt, jetzt aber stehe man vor einer Handlung, die offensichtlich einen dauernden Zustand habe herbeiführen wollen. Es handle sich um nicht weniger als um eine vorsätz- liche und wohlerwogene Schändung der norwegi- schen Neutralität. Ein derartiges Auftreten könne nicht scharf genug gegeißelt werden. oii5 dem ' geboren l großen Le U des ■ anlagunö' ItojW' 1 ldh i.A' pra!*” leibet das Wtänkn Ludenoo Manneskrc traf ihn i* »ie|er S-» die ihn an Chefs der destinierte reichenden- Seele her' den komme in den Iah pas heutlii Form zu b biihrt ihm ßerbienftes rungen un Wendigkeit brechung f die Vorbei Mobilmach das (Ergeh: den Front! Augusttage er seinen c JJoii75 CB A 'S je«Wla< Mi"«»., & 9*b S"S ffS $*! Aber di durch. In 1 Ludendorf den Besitz versperrte, der Waffe dem tcfete durchsetzt, dort unve Besähigur der es nii Englischer Sabolageversuch ans der Donau. Ein neues Verbrechen des englischen Secret Service. Anschlag mit Dynamit und Soldaten. Berlin, 8. April. (DNB.) Wie bas DNB. er. fährt, ist das Auswärtige Amt im Besitz genauer Unterlagen über einen großangelegten, ungeheuerlichen Sabotagen ersuch des englischen Secret Service, den dieser mit Hilfe englischen Militärs auf der Donau durchzuführen versuchte. Am 5. April wurde bekannt, daß unter Begleitung englischer Schnellboote die Schlepper „Bri- tannia", „Elizabeth", „Danubia Shell I", „King George", „Scotland", „Lord Byron", ferner ein von England gechartertes griechisches Schiff „Dyo- nisia" mit vier Schleppkähnen und „Albion" mit fünf Kähnen sich auf einer Fahrt donauaufwärts befänden, lieber Aufgabe, Ladung und Besatzung dieser Schiffe war durch Indiskretion englischer Besatzungsmitglieder folgendes bekanntgeworden: An Bord der englischen Schiffe befinden sich in großen Wengen Revolver, Signalplslo- len, Handgranaten, Maschinengewehre, Schifss- kanonen, Wasserbomben, Minen, ferner leere Kartuschen und mehrere lausend Kisten Dynamit, ferner Über 100 als Matrose getarnte mit Sonderpässen versehene englische Spezlalsolda- ten, fünf englische Offiziere, mehrere Flieger- offizlere und technisches Personal englischer Sprengableilungen und Pioniere. Die Ladung war als Transitgut deklariert, und der Leiter des englischen Unternehmens ist ein als englischer „Vizekonsul" getarnter Ehef des Secret Service in Rumänien. Das Unternehmen, das in allen Einzelheiten militärisch aufgezogen war, hatte die Aufgabe, die Donau für den Wirtschaftsverkehr nach Deutschland an einzelnen Stellen unbrauchbar zu machen, um auf diese Weife den handel zwischen den Südost- skaaten und Deutschland zu stören. Unter Mißbrauch diplomatischer Reckte, unter Fälschung der geltenden Regeln des zwischenstaat- liehen Wirtschaftsverkehrs und Bruch der Neutralität der Südoststaaten versuchte England einen schamlosen, jedem Völkerrecht und allen internationalen Beziehungen der Völker untereinander hohnsprechenden Akt der Vergewaltigung neutraler Staaten und machte sich des flagrantesten Bruches der Neuttalität durch Vorbereitung einer gegen Deutschland gerichteten militärischen Aktion auf neutralem Boden schuldig. Rumänische Ueberwachungsorgane sahen sich auf Grund der bekannlgewordenen Einzelheiten veranlaßt, die verdächtigen Schiffe in dem Do- nauhasen G i u r g i u festzuhallen und zu untersuchen. Die Untersuchung bestätigte vollauf den gehegten Verdacht. Allein auf einem Schiff wurden in über 400 plombierten und als Transitgut deklarierten Kisten große Mengen hochempfindlichen Sprengstoffes entdeckt. Vis ins einzelne waren die Schiffe durch Bestückung mit Maschinengewehren und Schnellfeuerkanonen in Kriegsschiffe verwandelt und für militärische Operationen eingerichtet. Aus aufgefundenen Befehlen und Anordnungen geht hervor, daß die Absicht beßan^ im Falle von Störungen der vorgesehenen Sprengungen durch Grenzjäger oder Regierungstruppen einer der Südoststaaten Landungsmanöver vorzunehmen und von dieser Basis dann die Sabotageakte durchzuführen. Gewisse Uferslellen der Donau und die Katarakte sollten in die Lust gesprengt und die' Lastkähne in der Fahrrinne versenkt werden. Ferner sollten einzelne Teile der Donau mit Minen verseucht und die Fahrrinne durch Werfen von Wasserbomben verschüttet werden. Es handelt sich hierbei um den flagrantesten Bruch der Neutralität eines Landes, nämlich um die Vorbereitung einer gegen Deutschland gerichteten Kriegshandlung auf einem neutralen Territorium. Durch den Zugriff der rumänischen Sicherheit-« beworben ist ein ungeheuerlicher Anschlag auf den Frieden und die Ordnung des Südosttaumes verhindert worden. Nur dieser Aufmerksamkeit und der Wachsamkeit der rumänischen Ueberwachungs- stellen ist es zu verdanken, daß dem englischen Mordbrenner die Brandfackel noch einmal aus der Hand geschlagen werden konnte, die er an allen Enden Europas erhebt, um sich durch die Schaffung chaotischer Zustände aus seiner eigenen Immer schwieriger werdenden Position zu befreien. Das Echo in Ungarn. Budapest, 8. April. (DNB.) In zuständigen ungarischen Kreisen wird die in G i ur giu aufgedeckte englische Verschwörung gegen Frieden und Ordnung der Südoststaaten mit ernster Sorge betrachtet. Man verurteilt hier auf das entschiedenste dieses verantwortungslose Bemühen Englands, feinen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland auf dem Umweg über Völkerrechtsbruch, Neuttalitätsver- letzung und verbrecherische Sabotage Erfolg zu ver- schaffen. DieNachrichi verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der ungarischen Hauptstadt, wo man nach dem verbrecherischen Beschluß Englands und Frankreichs, den Minenkrieg auch in die norwegischen Hoheits- gewösser zu tragen, in diesem Anschlag auf die Sicherheit der Sudoststaaten einen weiteren Beweis flagranter Völkerrechtsverletzung durch England erblickt. Biber in Deutschland Von Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunftdrucktafeln nach Natururkunden des deutschen BibervaierS > Amtmann Vehr Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz, Verlin Ort Leinen gebunden RM. 3,00 Wie Wisent und Elch, so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten die -inst in Deutschlands (Bauen wett verbreitet waren, aber durch das unnachsichtig« Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsam« Nagetier vor t em Aussterben zu schützen und die wenigen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlich« Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Vib« Hugo Bermühler Derlag,Berlin-Lichterfeli>« Kraft an I schwierige I Grnennun I preußen fi ■ Tage nach W sein und ■feit ein. I Tannent ■ in der Sch je Die Entschi 1 der Oberst Marneschla der raschen enden. Noch wa benburgs, führte Dom „Oberbefehl den Siege, Res wurd d°rff - b< ia - emP Mrertum- stnich. 3m 1 derOperati ' Adem ! Gegner wai । [Neren K . ■ düng, die 1 i hotte, war ib«th. k-II. »WH, 'n bt. Jt Sie. BsfteHe «bot: ? ..Mit Mui, b's n jeW * »5 '«««ih. " den ita, nnttittt. ins.* '•fett. ”nttga ^önblunj ung ood ta habe« ngen tr gleit aber sch ■ tlich einen vollen. Ei ne vorstz • normet *ten tönni OIL i Grenz- >et Süd- men und le durch- nau und engt und mkt wer- t Donau ine durch werden, srantesten nämlich mlschland neutralen Sicherheit' ag aus W umes net* samkeit in» srwachun^ i. englisl^ nalaus^ er an e6d* nen tim"6 ien. zustünd^ •’rd Frieden r Sorge J ®nj«* nb auf ’J ifrali*£ Der Zeldherr Ludendorff Zum S. April. Bon 75 Jahren — am 9. April 1865 — wurde Erich Ludendorff geboren, dessen Andenken wir heute ehren. Das im neuen wehrhaften Geist wiedergeborene Deutschland gedenkt heute seiner als eines seiner größten Söhne, der mit ehernen Lettern seinen Namen in die Tafel der Weltgeschichte eingetragen hat. Es gibt in der geschichtlichen Würdigung eine Große, tue unabhängig ist von Denkmälern aus Stein und Erz, unabhängig vomKurswert des Tagesgeschehens. Der Soldat Ludendorff, dessen feuriger Geist einst die Seele des deutschen Widerstandes gegen eine Welt war, dessen Titanenkraft „wie Atlas eine Welt auf seinen Schultern trug", ist in seiner geschichtlichen Bedeutung unvergänglich; wie ein Gipfel aus Urgestein ragt leine Feldherrngestalt aus dem Zeitgeschehen des Schicksalkampfes empor. „Zum Feldherrn wird man nicht ernannt, sondern geboren und vorausbestimmt." Dieses Wort des großen Lehrmeisters einer deutschen Führergeneration, des Grafen Schliessen, galt der inneren Veranlagung, dem Genie. Er selbst erfuhr an sich die tragische Seite der anderen Voraussetzung, daß näm- lich zum Feldherrn auch die historische Chance der praktischen Wirkungsmöglichkeit gehört, die ihm selber das Schicksal versagte. Er mußte sich darauf beschränken, nur Wegbereiter zu sein. ? Ludendorff ist glücklicher gewesen. In vollster Manneskraft, auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit traf ihn der Ausbruch des Weltkrieges. Er war zu dieser Zeit kein Namenloser mehr. Seine Laufbahn, die ihn im Großen Generalstab in die Stellung des Chefs der Aufmarsch-Abteilung geführt hatte, prädestinierte ihn für eine Kriegsverwendung mit weitreichenden. Wirkungsmöglichkeiten. Er war auch die Seele der Bestrebungen, die deutsche Wehrmacht für den kommenden Entscheidungskampf, dessen Nahen sich in den Jahren vor 1914 am politischen Horizont Europas deutlich abzeichnete, in die nötige Stärke und Form zu bringen. Von dem, was erreicht wurde, gebührt ihm ein entscheidender Anteil des historischen Verdienstes. Seine darüber hinausgehenden Forderungen und die zähe Energie, mit der er ihre Notwendigkeit verfocht, wurden der Anlaß zur Unterbrechung seiner Generalstabslaufbahn. Dennoch ist die Vorbereitung des Aufmarsches, wie er bei der Mobilmachung 1914 nach zwei Fronten erfolgte, noch das Ergebnis seiner Vorarbeit. Seine Versetzung in den Frontdienst war die Ursache, daß er in den ersten Auqusttagen 1914 nicht auf der Stelle stand, wohin er seinen anerkannten Fähigkeiten nach gehörte. Aber die geborene Führerpersönlichkeit setzt sich durch. In en Kämpfen um Lüttich leuchtete der Name Ludendorff zum erstenmal auf. Hier, im Ringen um den Besitz der Festung, die den Weg nach Westen versperrte, bewies er sich im unmittelbaren Kampf der Waffen als die Führernatur, die unbeirrt mit dem letzten Einsatz von Blut und Leben ihr Ziel durchsetzt. Aber der Name Ludendorff war auch dort unvergessen, wo' man seine große operative Befähigung kannte. Bald trat die Stunde ein, in der es nicht weiter zu verantworten war, eine solche Kraft an anderer Stelle brach liegen zu lassen. Die schwierige Lage im Osten gab den Anlaß zu seiner Ernennung zum Chef des Generalstabes der in Ostpreußen selbständig operierenden 8. Armee. Wenige Tage nach seiner Berufung ging mit Tannenberg sein und Hindenburgs Name in die Unsterblichkeit ein. Tannenberg ist eine, wenn auch bedeutende Episode in der Schlachtenfolge, die den Weltkrieg einleitete. Die Entscheidung des Krieges lag nach den Absichten der Obersten Heeresleitung im Westen. Mit der Marneschlacht scheiterte dieser Versuch, den Krieg mit der raschen Niederwerfung der Westgegner zu beenden. Noch war Ludendorff, der Generalstabschef Hindenburgs, nur Chef einer Armee.' Aber der Weg führte vom AOK. 8 in konsequenter Entwicklung zum „Oberbefehlshaber Ost". Mit der Reihe der glänzenden Siege, zu der die Schlachtenfolge des Ostfeldzuges wurde, wuchs der Begriff Hindenburg-Ludendorff — dem deutschen Volke zur Einheit geworden — empor zum Symbol des großen militärischen Führertums. Leistung wurde allmählich zum Anspruch. Im August 1916 wurde die Gesamtleitung der Operationen in ihre Hand gelegt. Mit dem Eintritt Rumäniens in die Reihe unserer Gegner war der Weltkrieg erneut in die Phase einer schweren Krise getreten. Die rasche Kriegsentscheidung, die 1914 im Bereich der Möglichkeit gelegen hatte, war jetzt nicht mehr zu erreichen, das Instrument stark abgenutzt, als es in die Hand des berufenen Führers kam. Man kann die Titanenleistung des Feldherrn Ludendorff erst dann voll würdigen, wenn man die Anstrengungen in ihrem ganzen Ausmaß begreift, die er aufwandte, um sich das Instrument der Entscheidung erst zu schmieden. Das große Hindenburg- Programm der Industrie spannte die Wirtschaft ein. Mit ihm erschloß Ludendorff als der große Organisator, der vorher bereits in Ober-Ost eine großzügige Erschließung der besetzten Ostgebiete durchgeführt hatte, jetzt die Kraftquellen des Volkes und Landes für den Existenzkampf, als den er den Krieg ansah. Diese Arbeit wurde geleistet, während der Feind, insbesondere auf der Westfront, alle seine überlegenen Mittel ansetzte, um die Mauer der deutschen Verteidigung zu durchbrechen. Im März 1918 trat das deutsche Heer — nunmehr das Werk Ludendorffs — zum entscheidenden Waffengang an. Der Feldherr kannte keine Kompromisse. Wenn Deutschland noch gerettet werden sollte, bevor der neue Gegner, die Vereinigten Staaten von Nordamerika, mit seinen unerschöpflichen Hilfsmitteln über den Ozean herübergriff, so konnte das nur geschehen, wenn alles auf die Karte Sieg gesetzt wurde. Es gab keinen anderen Ausweg. Kein „Kritiker" hat bisher einen aufzeigen können. Daß er fehlschlug, ist die Tragik der Geschichte. Sie belastet den Mann nicht, der übermenschliche Kräfte an sein Gelingen setzte. Das Ende kam. Mit der Entlassung Ludendorffs am 26. Oktober 1918 beschritt Deutschland den Weg der militärischen Kapitulation. Heber Deutschland brach der November 1918 an. Deutschland hat den Weltkrieg verloren, um sich selbst wiederzufinden. Es konnte nur zurückfinden zu den Kraftquellen seiner einstigen Größe, die es in tausend Schlachten bewiesen, weil es 1914/18 im Kampf gegen eine Welt als Volk die größte Leistung seiner Geschichte vollbrachte. Mit ihm untrennbar verbunden ist und bleibt der Name Ludendorff. Wir neigen uns heute in Ehrfurcht vor ihm, dem Feldherrn des Großen Krieges. General Ludendorff hat die herrlichen Siege der neuen deutschen Wehrmacht nicht mehr erleben dürfen, aber er hat sie erhofft, und sie sind in seinem Geiste erstritten worden. Die bewährten He -111-Bomber. Seestadt R o sto ck, 8. April. (DNB.) Der Kom- modore des siegreichen Lowen-Geschwaders, das durch fein-e zahlreichen erfolgreichen Angriffe gegen England in aller Wett bekannt ist, richtete an den Schöpfer des bewährten Flugzeuges He 111, Professor Dr. Ernst H e i n ke l, folgendes Schreiben, in dem er ihm und allen Gefolgschaftsmitgliedern seiner Werke seinen und seiner Besatzungen Dank aus sprach: „Sehr geehrter Herr Professor! Ihnen, der Betriebsführung und der Belegschaft Ihres Flugzeugwerkes danke ich für die mir und meinem Geschwader übermittelten Glück- und Zukunftswünsche. Wir erfüllen hier nur unsere Pflicht, wie jeder Angehörige Ihrer Gefolgschaft in Ihrem Werk sie auch erfüllt. Wir sind aber stolz und glücklich, in der von Ihnen und Ihrer Gefolgschaft geschaffenen He 111 eine Waffe zu besitzen, die es uns ermöglicht, erfolgreich, gegen England kämpfen zu können. Nur die geniale Konstruktion und die hochwertige handwerkliche Be- arbeituna, an der jeder einzelne Ihrer Gefolgschaft seinen Anteil hat, setzt uns in die Lage, die uns vom Führer gestellte Aufgabe zu erfüllen und sein Wort „Es gibt keine Insel mehr" wahrzumachen. Wir alle vom Löwen-Geschwader fühlen uns den Kameraden in Ihrem Werk als Soldaten der Arbeit, die uns unsere Erfolge erst ermöglichen, eng verbunden und versichern, daß Ihr Werk und seine Belegschaft einen erheblichen Anteil an den Erfolgen für sich in Anspruch nehmen darf. Ein unbegrenztes Vertrauen zur Wertarbeit und Standfestigkeit der He 111 läßt uns Flüge durchführen, die man vor dem Kriege wohl kaum für möglich gehalten hätte und die der Engländer sicher nicht verstehen kann. Hierbei haben Flugzeuge noch etwa 1000 Kilometer ^urückgelegt, die durch Feindeinwirkung 200 (zweihundert) Einschüsse aufzuweisen hatten. Als Kommodore des Geschwaders übermittle ich Ihnen und allen Angehörigen Ihres Werkes zu- aleich im Namen aller Besatzungen meines Geschwaders unsere herzlichen Grüße und versichere, daß wir auch fernerhin die uns anue-r traute He 111 als Kriegsinstrument gegen England so gebrauchen werden, wie sie es auf Grund der in chr steckenden hochwertigen deutschen Arbeitskraft verdient. Mit besten Grüßen und Heil Hitler Ihr sehr ergebener F u ch 5." Professor Dr. H e i n k e l hat an den Kommodore des Löwen-Geschwaders, das ausschließlich aus Heinkel-Bombern He 111 besteht, folgendes Telegramm geruhtet: „Zum wohlverdienten Ritterkreuz meine allerherzlichsten Glückwünsche. Ich und meine gesamte Gefolgschaft bin glücklich und stolz, daß Sie mit Ihrem Geschwader diese einzigartigen'- Erfolge mit unserer He 111 erzielt haben. Ernst H e i n k e L" Militärattaches am Westwall. „Die Wirklichkeit übertrifft alle Erwartungen bei weitem." .....8. April. (PK.) Der Führer hat den in Berlin beglaubigten ausländischen Militärattaches die Erlaubnis erteilt, den W e st w a l l zu besichtigen. In drei Omnibussen fuhren die fremden Offiziere am Montag durch die zweite Linie des Westwalles. Deutsche Generalstabsoffiziere gaben erschöpfende Erklärungen zu den monumentalen Bauwerken. Der Kommandierende General des Abschnittes hieß seine Gäste im Korpsbereich willkommen und unterhielt sich mit jedem einzelnen Herrn. In einer Ansprache wurde das System des Westwalles, der Bau und der jetzige Zustand erklärt. Die Offiziere waren aufs tiefste beeindruckt o.on diesem gewaltigsten Festungswerk aller Zeiten. Sie waren ebenso erstaunt über die Mächtigkeit der Bauten, wie über die geniale Ausnutzung des Geländes. Sie konnten die Anlage der Bunker bis in alle Einzelheiten besichtigen und fanden überall wohlüberlegte Zweckmäßigkeit. Was einer der fremden Offiziere zum Ausdruck brachte, mag das Gefühl aller gewesen sein: „Wenn wir auch die größten Wunderdinge vom Westwall gehört haben, oie Wirklichkeit übertrifft alle Erwartungen bei weitem!" Die Militärattaches ließen durch einen der Ihren den Dank für die Gastfreundschaft und für das Er>> lebnis der Führung durch eine Linie des Westwalles den deutschen Kameraden übermitteln. Sie wissen jetzt, daß dieser Westwall, bevor noch ein Schuß fiel, Schlachten gewinnen konnte, und sie wissen auch, daß er aus jeder künftigen Schlacht siegreich hervorgehen wird. Dr. Hans Humpf. GeneralderArMerieKarlSecker gestorben. Berlin, 8. April. (DNB.) Am Montag, 8. April, verstarb infolge eines Herzschlages der Chef des Heereswaffencnntes, Dekan der Wehrtechnischen Fakultät an der Technischen Hochschule in Berlin und Präsident des Reichsforschungsrates, General der Artillerie Prof. Dr. pnil. h. c. Dr.-Jng. Karl Becker. Der Führer hat für den verdienten General ein Staatsbegräbnis angeordnet. Der Verstorbene, der noch eine Woche zuvor in Würdigung seiner wissenschaftlichen Verdienste auf militärtechnischem Gebiet vom Führer mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet worden war, stand im 61. Lebensjahr und konnte auf eine 42jährige Dienstzeit zurückblicken. General Becker war Soldat und Wissenschaftler zugleich. Während des Weltkrieges führte er im Felde eine der berühmten 42-an-Sat- terien und stand danach an verantwortlicher Stelle in der Artillerieprüfungskommission. Nach Kriegs- fchluß war Becker in der Inspektion für Waffen und Geräte bzw. im Heereswaffenamt, dessen Chef er 1938 wurde. Zum Ordinarius für Wehrtechnik, Physik und Ballistik an der Technischen Hochschule Berlin ernannt, übernahm er gleichzeitig das ständige Dekanat der Wehrtechnischen Fakultät. Die Bedeutung seiner Arbeiten wurde durch zahlreiche Ehrungen anerkannt. Becker war der erste akttoe General, der durch die Mitgliedschaft der preußischen Akademie ausgezeichnet wurde. Der Verstorbene hat zahlreiche ballistisch^, wehrphysikalische und wehrtechnische Arbeiten veröffentlicht. General Becker hat hervorragenden Anteil daran aehabt, daß die deutsche Wehrmacht bis zu ihrer heute allgemein anerkannten technischen Heberlegenheit entwickelt - wurde. Er hat sich daneben bleibende wissenschaftliche Verdienste erworben. Die deutsche Oefsentlich- feit wird noch Gelegenheit haben, sie kennenzulernen und zu würdigen. 0r. Goebbels über das erste KriegS-WHW. Berlin, 8. April. (DNB.) Am Dienstag, 9. April, 20 Uhr, findet im Berliner Sportpalast eine Massenkundgebung der NSDAP., Gau Berlin, statt, auf der Reichsminister Dr. Goebbels den Rechenschaftsbericht des ersten Kriegs-Winter- Hilfswerkes 1939/40 ablegen wird. Senkung des Reichsbankdiskonts. Berlin, 8. Avril. (DNB.) Das Reichsbank, bireftorium hat in feiner am Sonntag abgehaltenen Sitzung unter Vorsitz des Präsidenten der Deutschen Reichsbank, Reichswirtschaftsminister Funk, beschlossen, mit Wirkung vom 9. April 1940 den Diskont- und Lombards atz um je 0,5 o. H. auf 3,5 bzw. 4,5 v. H. zu ermäßigen. Mit diesem Beschluß erfahren die seit dem 22. September 1932 bestehenden Sätze zum ersten Mal eine Aenderung. Die Möglichkeit hierzu gibt die Entwickelung des deutschen Geldmarktes, wie sie sich besonders in den letzten Monaten vollzogen hat. Infolge der durch den Krieg bedingten Umstellungen in der Gütererzeugung und -Verwendung sind in erheblichem Maße Geldmittel verfügbar geworben, bie für kürzere ober längere Zeit nach Anlage suchen. Diese Entwicklung fand ihren Aus« druck in einer fortschreitenden Senkung der Geld- marktsätze. So konnte der Privatdiskontsatz, der bis Mai 1939 jahrelang den Stand von 27/e v. H. nicht unterschritten hatte, seitdem in mehreren Stufen bis auf 23/e v. H. gesenkt werden. Auch die Diskontsätze der unverzinslichen Reichsschatzanweisungen wurden — bei Verlängerung der Laufzeiten dieser Papiere — mehrmals herabgesetzt. Durch die vorgenommene Ermäßigung des Diskont- und des Lombgrdsatzes schafft die Deutsche Reichsbank nunmehr eine weitere Erleichterung für die finanzielle Durchführung der Kriegsausgaben des Reiches und der Wirtschaft. Wieder einer „ausgestiegen". Amsterdam, 8. April. (DNB.) Wie das b r i • tische Jnformationsministerium mitteilt, hat Professor E. H. Carr sein Amt als Direktor im Außenamt niedergelegt. Sein Nachfolger ist der Rat im Foreign Office, I. H. Kirk- Patrick. Vertragsvereinbarung für Hausfrauen und Hausgehilfinnen NSG. Die Reichsfachgruppe Hausgehilfinnen der DAF. hat im Einvernehmen mit der Reichsstelle des Deutschen Frauenwerkes unb der Reichsjugendfüh- rung einen besonderen Plan über die Arbeitsvereinbarung zwischen Hausfrauen und Hausgehilfinnen herausgegeben. Bei Beginn eines jeden neuen Dienstverhältnisses wird diese neue Arbeitsvereinbarung von Hausfrau und Hausgehilfin oder von ihrem gesetzlichen Vertreter unterschrieben und erhäll dadurch Vertrags- charakter. In Zukunft werden beide Parteien durch diese vertragliche Arbeitsvereinbarung, der die Richtlinien der Reichstreuhänder der Arbeit zugrunde liegen, ^Wertvoll im Das gle ' 1 der dort ■ ; gnügen, ö achten, du Lewegunk Gestalt, di «ende und eines * bendes un i alissetzung trippel ub ; Zpitzentan sich dabei willenlos ben Schw und steht- Zogen au . andergleit' Rhythmen Immer I1 sich mit se bald der 5 Halme uni damit äuß Zirnern w Männchen keines mil weilen flü sich ein w Männchen ten, als bl sonst zu h und von i lichkeit an Geschöpfe, einer sonn Schon 1 ersten Br rötlich ges Juni brüt Sun sucht Stellung. Schriftl. Angeh. unt. 01328 an d. Gießen. Anzeig. Mädel,bauswirt- schaftlich erfahr., sucht in nur gut. Hause pass. Wir- fung§fr.al§ Haustochter, wo Hilfe für grobe Arbeit vorh. Schr. 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[0X327 Hindenburg- wall 7. ausdrücklich auf ihre gegenseitigen Pflichten hingewiesen, deren Innehaltung sie beide persönlich durch ihre Unterschrift rechtskräftig versprechen. Alle Schwierigkeiten, die sich da und dort ergeben, sind durch die Einführung dieser Arbeitsoereinba- rung, deren Formulare bei den Dienststellen der Fachgruppe Hausfrauen der DAF. erhältlich sind, vermesdbar. Unklare Abmachungen hinsichtlich der gegenseitigen Leistungen sind nicht mehr möglich. Dieser Vertrag betrifft in erster Linie arbeitsrechtliche Gesichtspunkte des häuslichen Arbeitsoer- hältmsfes, wie Lohn, Freizeit, Urlaub, Sozialbei- träge (Krankenversicherung, Invaliden- bzw. Angestelltenversicherung, Kündigungstermine, Zeugnisausstellung ufro.). Die Hausfrau verpflichtet sich zum Beispiel auf die körperliche und seelische Gesundheit der Hausgehilfin zu achten, während die Hausgehilfin sich zur Einordnung in die Hausgemeinschaft, zur gewissenhaften Ausführung der ihr übertragenen Aufgaben und zur Ausübung aller gebotenen Möglichkeiten der Berufsertüchtigung ihrerseits verpflichtet. Mitnahme aus Gefälligkeit. Der Reichsverkehrsminister weist in einem Erlaß nochmals darauf hin, daß gegen die mißbräuchliche Benutzung eines Kraftfahrzeugs fchärfftens einzuschreiten ist. Er nimmt dabei gleichzeitig klärend zur Frage der Mitnahme aus Gefälligkeit Stellung. Wer auf einer im öffentlichen Interesse liegenden Fahrt, ohne einen Umweg zu machen, mit seinem Kraftfahrzeug eine andere Person aus Gefälligkeit mitnimmt, macht sich danach keines Mißbrauchs schuldig. Weiterhin ersucht der Minister, in geeigneten Fällen auf die Bildung von.Fahrgemeinschaften hinzuwirken. Er beruft sich dabei auf die Ausführungen seines Oktober-Erlasses, wonach oft em öffentliches Interesse an der Benutzung eines Last-, kraftwagens oder Personenwagens mit Anhänger nur im Betrieb des Antragstellers zu verneinen, dagegen für mehrere Betriebe ähnlicher Art zur gemeinschaftlichen Benutzung anzuerkennen wäre. Erleichterte Zulassung zur Gonderreifeprüfung. Mit Rücksicht darauf, daß schnellste Hochschulausbildung für die Kriegswirtschaft und die Reichsverteidigung von größter Bedeutung ist, hat der Reichserziehungsminister die Leiter der Prüfungsausschüsse für die Sonderreifeprüfung während des Krieges ermächtigt, von der Bedingung der Vollendung des 21. Lebensjahres ausnahmsweise dann abzusehen, - wenn Persönlichkeit, Reife und Leistungen des Be- Kinder- Fahrrad f. 6jähr. Mädch. gesucht. Schriftl. Angeb. u. 01325 an o. Gieß. 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[1804D Furchtbare Glieder-, Gelenk- Schmerzen Herr Michael Vosseler, Landwirt, Tuningen, schreibt am 20.1.40: „Teile Ihnen mit, daß bis 18. April geschlossen! Nachlässe von 3 bis 20 v. H. em halten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer An zeiget und etwas tiefer funkelt die weiße Spika m der Jungfrau. Darunter bemerken wir das Viereck des Raben und die lange Sternreihe der Wasserschlange (Hydra), über der Spika den sehr hellen, tiefgelben A r k t u r u 5 im Bootes. Arktur ist unser eigentlicher Sommerstern, der bis in den Spätsommer hinein den Südhimmel schmückt. Der Name Arktur bedeutet Bärenhüter. Diese aus dem Altertum stammende Bezeichnung ergibt sich ohne weiteres aus der Tatsache, daß beim täglichen Umschwung des Himmelsgewölbes um den Pol Arktur dem Großen Bären unmittelbar folgt. Eine durch die Schwanzsterne des Großen Bären gezogene Linie trifft, nach Süden verlängert, auf Arktur. Arktur gehört zum Typus der gelben Riesen, die in ihrer Entwicklung weiter fortgeschritten sind als die roten Riesensterne. Dichte und Strahlungstemperatur sind bei den gelben Sternen erheblich höher als bei den roten; dafür beträgt der Durchmesser nur etwa ein Fünftel bis ein Zehntel desjenigen der roten Sterne. Arktur besitzt, bei 27fachem Sonnendurchmesser und einer Oberflächentemperatur von 4300 Grad die lOOfache Leuchtkraft der Sonne. Sein Abstand beträgt 38 Lichtjahre. Zwischen Arkturus und dem Großen Löwen befindet sich das zierliche Sternbild Haar der Be. r e n i k e , das die Form einer Haarlocke nachahmt. Einen prächtigen Anblick gewährt dieses Sternbild in einem Feldstecher mit großem Gesichtsfeld. Auch die halbkreisförmig angeordneten Sterne der Nördlichen Krone links vom Bootes betrachtet man aus Vorteil im Feldstecher. Es folgt im Osten das ausgedehnte Sternbild Herkules und die Leier mit der hellen, blauweiß funkelnden Wega. In dem Maße, wie die Wega emporsteigt, sinkt die gelbe Kapella im Nordwesten tiefer, lieber dem nördlichen Horizont bemerken wir den Perseus, die W=förmige Kassiopeia, den Kepheus und den Schwan. Der Mond zeigt im April folgende Lichtgestalten: Neumond am 7., erstes Viertel am 15., Vollmond am 22., letztes Viertel am 29. April. Am 7./8. April findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die aber nur im Stillen Ozean und in Nordamerika sichtbar ist. Da der Mond sich in Erdferne befindet, erscheint er etwas kleiner als die Sonne, deshalb ist die Finsternis nicht total, sondern ringförmig. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik! Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz! und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner! Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.M Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigendster: Hans BeH Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. PI.Nr.N Verkäufe ""[ Grün emaill. Herd fast neu, zu verk. Wiefeck, 01329 Eichenröd.W.24. | Kaufgesuche~| Gebrauchte ertncib- maschine zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 1808Da.d.G.A. gesucht. i8oiv ©üithnus £omm Horst-Wessel- Wall 7. |$tellengesuche| GMüstsioano anfangs 50, rüstig, sucht für zu kauf, gesucht. Schriftl. Preis- angeb. u. 01324 art d. Gieß. Anz. Gebrauchtes iie-Wool zu kauf, gesucht. Schr.Angeb. mit Preis unt. 01326 an d. Gieß. Anz. B-Trompete (Konzert-Trompete) zu. kauf, gesucht. Schr.Angeb. mit Preis unt. 01320 an d. Gieß. Anz. Herren- Reitstiefel (Größe 43) zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt.01331anben Gieß. Anz. erbet. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Verm&hlungsanzelqen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 1 j. Frau ho Mindesten.! ? gelier an 5 '»gar an ei : schon g, |mi solch ! WUN1 non "M, mei", । W ganz 1 Senate h Mee und ■sagen wir ,M Mi Cltl Kenia v ^offenen SNmad 5,r red't g: h1a : Danz |'d°tätn° rei5 oder i ,A°n n * Ren rf' was M sa< V05 ®el .Mate ni ds' Kr. es- 'M iNl“ au, e UM j 8iS«rtin bX ?1 von Gießen nach Köln a. Rh. p. 13.4. von Gießen nach Worms p. 18.4. von Gießen nach Hanau a.HI.p.26.4. von Gießen nach Wetzlar n. zurück per Ende d. M. 01332 von Eisenach nach Gießen p. sofort von Treysa-Marburg n. Gieß,p. 22.4. mittelst Bahn u. Automöbelwagen nimmt an Stückrath & Bender Möbeltransp,, Sped., TeL 3519, 2738 Am he Neuen A Partei puntt bes rebnerin 5 »Die Ausg Der Sortr Regnen. die Kriegszeit BefAöfttgung in Büro oder bei Behörde bei bescheidenen Ansprüchen. Schr. Angeb. u. 01319 an d. Gieß. Anz. Stadttheater dem und Reden bH20v.H.*\ derholtenV&\ )lnerAnz*$\ nen wir wohl anfangen?" Renate nickte etwas verzagt und ließ sich in grünen, harten Polstersitz nieder. Der Doktor füllte das Wasserglas frisch auf setzte ein Schleifplättchen in den Bohrer. „Einen Augenblick noch, Herr Doktor!" bat nate, als er sich schon über sie beugte und Bohrer in Betrieb setzen wollte. Er sah sie fragend an. „War das gestern auch ein Zufall, der Sie in den Tanzsaal führte?" Der Doktor griff sich mit der freien Hand zwischen Hals und Kragen und schloß für eine Sekunde die Augen-; dann ließ er den Bohrer in seiner Rechten wie einen Degen sinken. „Rein!" erwiderte er laut und deutlich. „Es war kein Zufall! Ich bin Ihnen gefolgt ..." „Ach!" rief Renate. „Und weshalb?" Der Doktor knöpfelte den obersten Knopf seines weißen Kittels mehrmals auf und zu; die Finger, die bei diesem Spiel nicht unmittelbar beteiligt waren, arbeiteten am heftigsten. „Das ist eine Geschichte", sagte er schließlich mit einem nervösen Räuspern, „die inzwischen bedeutungslos geworden ist — völlig bedeutungslos, hm, sozusagen von den Ereignissen überholt ..." „Aber gestern war sie Ihnen noch bedeutungsvoll, wie?" fragte sie hartnäckig, von seiner Antwort durchaus unbefriedigt. „Ja, ich wollte Mister Parker sprechen; ich hatte da etwas klarzustellen. Und nun ist das, wie gesagt, erledigt, nachdem ich gestern abend — hm — auf dem Heimweg dazu eine Gelegenheit fand ..Er stotterte abscheulich. „Ach so? Und, um Mister Parker zu sprechen, sind Sie gestern abend bei mir gewesen, nicht wahr?" Er bewegte eine Weile stumm den Mund; es fiel ihm sehr schwer. „Ich wollte Sie warnen!" äußerte er endlich in einem Tonfall, als lehne er jede weitere Verantwortung ab. „Mich warnen? Vor was?" Ihre Frage kam rasch und ein wenig atemlos. „Vor Parker —", antwortete er mit einer gequälten Stimme, als wäre er den Tränen nahe; Tränen der Wut oder Tränen der Verzweiflung. „Wie sind Sie nur darauf verfallen?" „Woraus?" lastete er argwöhnisch. Regiment Piandt „Ich .. „Und weshalb?" forschte er hartnäckig und mit einem merkwürdig trotzigen Ausdruck, als habe er jetzt verteufelt wenig Zeit, sich zartfühlender anzu- ftellen. Renate senkte den Kopf. „Weil ich ihn nicht liebte", antwortete sie tonlos. Der Doktor drehte sich um und hängte das Handtuch sorgfältig ausgebreitet über die gläserne Stange. „Aber gestern hatten Sie seine Werbung doch angenommen!" stieß er etwas kurzatmig hervor. „Ja — gestern hatte ich sie angenommen .. Der Doktor beleckte sich die Lippen. „Ach so? Ich verstehe ... Der reiche Jüngling aus dem Märchen." Qfc besah feine Finger, bemerkte an einem Nagel ein Stückchen lose Haut und entfernte es. Eine lange Pause entstand ... „Tja —", sagte der Doktor schließlich und deutete mit einer einladenden Bewegung auf den Operationsstuhl hin, „dann kön- „Dann hat er sich umgedreht und ist die Treppe hinuntergelaufen", erwiderte Frau Holzschuh sehr hochdeutsch und sehr deutlich. Sie richtete sich auf und sah Renate etwas betroffen an: „Ich hab' mir nix dabei gedacht, wo er doch ein Arzt ist. Ich mein', er wird doch am End' net gar eifersüchtig sein, ha?" Renate verließ die Küche so eilig, daß Frau Holzschuh zu den schlimmsten Befürchtungen geneigt war. Sie ließ das Geschirr stehen, trocknete sich die nassen Hände an der Schürze ab unö hastete Renate nach, die im Flur ihren Regenmantel vom Haken gerissen hatte und, mit der Kappe auf den Haaren, bereits die Flurtür öffnete. „Sie, Fräulein Naumann!" Frau Holzschuh beugte sich übers Treppengeländer. „Also ich, wann ich zu wählen hält' zwischen einem Schentelmenn wie dem Herrn von Parker und so einem Zahnarzt mit dazu einer schiefen Nasn--" Unten klappte die Haustür, und Frau Holzschuh verzichtete, bitter aufseufzend, auf den Schluß ihrer Ausführungen. — Der Doktor war in eine Fachzeitschrift vertieft, als das Mädchen ihm „eine Dame" meldete. Und obwohl diese vergangenen vierzehn Tage feiner Praxis einen bedeutenden Aufschwung gebracht hatten, so daß er eigentlich nicht mehr nur so zu tun brauchte, als ob er zu tun hätte, ließ er sich Zeit. Nach einigen Minuten erst stand er auf, rieb sich die Finger, um sie zu wärmen und geschmeidig zu machen, und ging schließlich zum Wartezimmer hinüber, das „Bitte, der Nächste!" schon auf der Zunge. Er öffnete die Tür. „Ah — Fräulein Naumann!" sagte er etwas belegt und trat zögernd über die Schwelle, um sie zu begrüßen und um ihr beim Ablegen des Mantels behilflich zu fein. „Ich hoffe, ich komme nicht zu ungelegener Zeit?" fragte sie stockend und beeilte sich, den Mantel an den Haken zu hängen. „Nein, durchaus nicht!" Er deutete auf das leere Wartezimmer. „Sie sehen: Es ist heute ein ruhiger Tag! Das Wetter ..." Er ging rückwärts in fein Sprechzimmer zurück unö forderte sie mit einer Handbewegung auf, einzutreten und auf dem Opera- tionsftuhl Platz zu nehmen. „Was machen übrigens hie Kopfschmerzen?" fragte er, während er zum Waschbecken schritt, um sich, wie üblich, die Hände abzubürsten. „Sie haben hoffentlich schlafen können, wie?" Er drehte den Wasserhahn auf und griff nach der Seife. Renate sah sein Gesicht nur in dem weiß gerahmten Spiegel, der über dem Waschbecken hing. „Mister Parker fährt heute abend nach London zurück", sagte sie leise. Der Doktor beugte mit einer Bewegung des Ueber- rafchtseins den Kopf vor, und chre Blicke kreuzten sich kurz im Spiegel. Sie schwieg eine kleine Weile. „Unsere Beziehungen sind gelöst —", versetzte sie schließlich mit kleiner Stimme. Der Doktor legte Seife und Bürste fort, hielt die schaumbedeckten Hände flüchtig unter den Wasserstrahl und griff nach dem Handtüch. „Haben Sie Schluß gemacht — oder er?" fragte er gespannt, als habe die Antwort für ihn eine besondere Bedeutung. WSMllMMMM. Roman von fjorfl Bicrnatb. (Schluß.) Frau Holzschuh überraschte diese Frage nicht im mindesten. In den fünfzehn Jahren, in denen sie das Atelier an Maler, Zeichner, Schriftsteller und einmal 'ogar an einen Komponisten vermietet hatte, waren ihr schon ganz andere Sachen zu Ohren gekommen als solch eine harmlose Spinnerei. Und dieser Traum vom Geld begegnete ihr nicht zum erstenmal. ..Ja, mei", erwiderte sie ein wenig gelangweilt, „das „Nun — darauf, daß Sie mich warnen wollten!" Der Doktor rieb sich das Kinn. In seinem Gesicht stand ein flehentliches: ,Muß ich wirklich? „Nun?!" beharrte Renate unerbittlich. „Ach Gott, die Geschichte ist ebenso umständlich wie blödsinnig! Es fiel mir nämlich ein, daß Parker Ihre Anschrift unmöglich dem Adreßbuch entnommen haben konnte, weil sie da nämlich gar nicht drin steht. Und da bin ich eben auf ganz verrückte Vermutungen gekommen, weshalb er Sie ausgesucht haben könnte — ich meine: so rasch nach seiner Ankunft ... Ja, das ist furchtbar schwer zu erklären —- und wahrscheinlich überhaupt nicht zu verstehen .. .* „Doch! Es hätte ja zum Beispiel so sein können, daß Parker etwa durch einen Zufall erfahren haben könnte, mir stünde eine bedeutende Erbschaft zu, nicht wahr? Oder — was haben Sie vermutet?" Der Doktor starrte Renate verblüfft an. „(Erb« schäft —?" stammelte er wirr. „Wie kommen Sie eigentlich darauf?" „Oh, ich meine nur so! So etwas — ober etwas Aehnliches — müssen Sie doch gedacht haben, als Sie mich warnen wollten?" „Ich habe mir gar nichts gedacht!" gab der Doktor, leicht verstört, zu. Er machte plötzlich eine Bewegung, als habe er die Absicht, Renate auf die Schulter zu schlagen, aber er bremste noch rechtzeitig ab. „Erbschaft?" murmelte er. ,„Erbschaft ist gut! Donnerwetter — das ist ’ne Idee! Und daraus sind Sie jetzt so im Augenblick geraten, was?" Er sah Renate bewundernd und fast ein wenig neidisch an, als wünsche er sich von ihrer Phantasie nur den zehnten Teil ... Und bann griff er roieber nach bem Hanbstück bes Bohrers unb tunkte bie Schleifscheibe in ein Wassernäpfchen. „Ich werbe ba also nun leibet keine Zeit mehr haben, mich bei Mister Parker zu entschulbigen", meinte er etwas verlegen. „Ich fürchte nämlich, ich habe ihn gestern abenb auf unferm gemeinsamen Heimweg einigermaßen an» geöbet — eben mit biesen Verrücktheiten ... Wissen Sie, ich wollte ihm nämlich, wie man so sagt, auf ben Zahn fühlen ..." Er machte ein leicht unglückliches Gesicht, bas auf ben Erfolg ober vielmehr, auf ben Mißerfolg seines Unternehmens sehr deutliche Schlüsse ziehen ließ. „Es ist immerhin unangenehm, für verrückt gehalten zu werden, auch wenn der, der einen für blödsinnig hält, in London sitzt.. /* Renate nickte bestätigend. Sie lehnte sich zurück und sah in die fliegenden Wolken hinein. „Eine Erbschaft —!" sagte sie plötzlich leise, wie von ihrer eigenen Einbildungskraft entzündet. „Wie wäre das eigentlich, wenn man nun tatsächlich — sagen wir mal — eine Million besäße, wie?" Der Doktor tunkte die Schleifplatte zum drittenmal ins Wasser und ließ den Bohrer anschnurren. Renate öffnete den Mund und sah ihn an. „Es wäre entsetzlich!" sagte der Doktor und sah starr auf diesen ihren Mund, als koste es ihn eine ungeheure Anstrengung, sich nicht tiefer hinabzu- beugen und seine zahnärztlichen Pflichten zu vergessen. „Denn wo bliebe einem armen Mann wie mir bann noch bie Möglichkeit, Ihnen mit einem Platz im zweiten Rang eine Freube zu machen* wie?" enke chlosseni iäm’ ganz darauf an, w i e reich!" Renate tunkte ein Stückchen Würfelzucker in den Kaffee und lutschte daran wie an einem Bonbon. „Sagen wir mal: eine Million ..." „Eine Mülljohn —?" wiederholte Frau Holzschuh ! Irent oder in Berg am Lairn." „Schon mit zwanzigtausend Mark ein Häusl?" forschte Renate zweifelnd. „Ja, was glauben denn Sie? Ueberhaupt: Häusl! ) Deshalb sag' i ,Häusll? Eine Filla stell' ich Eahna i fiir dös Geld hi — eine Filla!" Renate nickte schüchtern, als glaubte sie Frau Holz- ! schuh aufs Wort. „Dann könnte man also mit einer Nillion ungefähr — fünfzig--" Sie sah plötzlich krau Holzschuhs Blick in aufrichtiger Besorgnis auf ! ihrer Stirn ruhen und brach verwirrt ab. „Nehmen S' Ihnen noch ein Stück Juchen, Fräu- i hin Naumann!" riet Frau Holzschuh gutmütig. „Die grnze Spinnerei bei denen Künstlern kommt eh vom 1 lieren Magen her." Aber Renate dankte. Sie stand auf und ging zum Herd, um ihre Hände über die heiße Platte zu halten. Frau Holzschuh räumte das Geschirr ab und fäöpfte aus dem Schift im Herd heißes Wasser in i de Abspülschüssel. „Uebrigens fallt mir was ein, Fräulein Naumann!" sagte sie unvermittelt. „Da hat e- nämlich gestern, wie ich mir die Haare gewaschen |i hrb', und wo Sie mit dem Herrn von Parker in die Eerenabe gegangen finb, geläutet. Unb ba ist es biefer Doktor gewesen — biefer Zahnarzt, Sie wissen [tion ..." „Doktor Menzel?" „Ja, der Herr Doktor Menzel! Und er hat sich nach 3inen erkundigt, und dann hab' ich ihm gesagt, daß &e mit dem Herrn von Parker in den Brunnenhof fr-gangen sind. Und dann ist er weg. Ohne ,Danke ■l-- bewährt. Lik larrnemM- ct einen Ufa. In alln .Münchens. Vertretet bei i für eßen, ibtoig SleuneL i-Lange ft.au v. Hans BeL nmel.Pl.NrL V 'n be. "ereck »o )Q j6*1*' I •y Mä Äh hl i E^a ein | er roten 1nenbut(k D°n 430) Sein ^wen bfc [ oer !ße, SterM * Auch ferne U es betrach- ' folgt id nles unb funkelnden nwfteiqt, -fer. lieber den Per.! pheus unb Wgestal. 15, Voll, tlpril. An 18 6on< m Stillen^ t> Da der t er ettoas Finsternis Aus der Stadt Gießen. Bachstelzen bauen. D!- weiße Bachstelze, an item schwor,-weisi- grauen Kleid erkenntlich und vor allem mit den wechen Wangen, dem schwarzen Käppchen und der schwarzen Kehle auffallend, paßt sich, wie es schon bie Amsel m merklicher Weise getan hat, mehr und mehr der menschlichen Nahe unb den Gepflogenheiten der Zivilisatlon an. Sie begegnet einem nicht nur, wie es ihr Name will, an Bachufern unb Sanbbänken, sondern überall, wo es Insekten, Würmer und Ma- den ZU.finden gibt. Sie sucht Aecker und Gärten, Rasenstücke und Komposthaufen ab. Und in der Nahe dieser Jagdreviere baut sie auch, nie verlegen um einen Nistplatz, bald unter Brücken und Dachsparren, bald in Mauerlöchern, Steinhaufen, Holzstößen oder kleinen Erdhöhlen. Das gleiche Pärchen, das im Vorjahre unter dem Dachfirst des Gartenhauses wohnte, scheint sich wie- der dort heimisch einzunisten, und es ist ein Vergnügen, bie zierlichen und flinken Vögel zu beobachten, bie in der Leichtigkeit unb Anmut all ihrer Bewegungen viel Tänzerisches haben. Die schlanke Gestalt, die hohen Beine und der lange, immer wippende und federnde Schwanz, der wie der Schwung eines wehenden Kostüms jedem Schritt etwas Schwebendes unb Huschenbes verleiht, schaffen alle Voraussetzungen hierzu. Wenn sie in behendem Getrippel über den Boden rennt, erinnert sie an eine Spitzentänzerin, so graziös geschieht es. Oft läßt sie sich dabei im Winde seitlich treiben, als würde sie willenlos dahingefegt, bis sie mit Hilfe des steuernden Schwanzes plötzlich eine jähe Wendung macht und steht. Selbst der Flug der Bachstelze, der in Bogen auf und nieder erfolgt, ist wie ein Jnein- andergleiten von tänzerischen Sprüngen zu den Rhythmen einer leicht beschwingten Melodie. Immer froh und heiter zwitschert das Pärchen sich mit feinem hellen „Ziwieh!" gegenseitig an, so- I bald der Schnabel leer ist. Mit diesem sammeln sie Halme und Wurzelfasern, Moos und Wollfäden, um damit äußerlich das Nest zusammenzufügen und im Innern weich auszulegen. Bei der Arbeit sind Männchen und Weibchen in gleicher Weise beteiligt, keines will scheinbar dem andern nachstehen. Zuweilen fliegen sie zum Wassertrog im Garten, um sich ein wenig zu stärken. Dabei zwitschert bas Männchen eine feine leise Liebesstrophe, so verhalten, als brauche sie außer seiner Geliebten niemand sonst zu hören. Aber die Pause währt nicht lange, und von neuem geht es mit unverkennbarer Fröhlichkeit an die Arbeit. Sie sind glücklich wie alle Geschöpfe, die sich ein Heim einrichten, das bald zu einer sonnigen Kinderstube werden soll. Schon Ende des Monats wirb das Gelege der ersten Brut mit fünf bis acht weißen, grau unb rötlich gesprenkelten Eiern vollständig fein. Und im Juni brütet die Bachstelze zum zweitenmal. P. B. Kundgebung in der Neuen Aula. „Die Aufgaben der Frau im Kriege." Am heutigen Dienstag, 9. April, findet in der Neuen Aula der Universität eine Kunbgebuna der Partei bzw. der NS.-Frauenschaft statt. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Vorträg der Reichs- b rebnerin Marie b e Smeth , bie über bas Thema I „Die Aufgaben ber Frau im Kriege" sprechen wirb. I Der Vortrag bürste einem allgemeinen Interesse be- F gegnen. Dienstag, 9. April 1940 Gießener Anzeiger tGeneral-Anzetger für Oberhessen) Gtadlbauamtmann Wettläufer f. ^Rach fast zweijährigem schwerem Leiden ist am Sonntagnachmittag der Stadtbauamtmann a. D. 21 b a m Wettläufer in Gießen verstorben. Mit ihm ist ein Mann aus dem Leben abberufen worden, der sich um die bauliche Entwicklung in der Stadt Gießen große Verdienste erworben hat. Adam Wettläufer stammte aus Waltersdorf (Kr. Alsfeld), wo er am 15. August 1878 geboren war. Rach dem Besuch des Bautechnikums bestand er im Dahlie 1899 seine Diplom-Abschlußprüfung im Hoch- "nd Tiefbau. Hierauf war er mehrere Jahre lang in der privaten Bauwirtschaft tätig. Von 1902 bis 1904 wirkte er im Dienste der Städte Eupen und Neuß, dann kehrte er während der Jahre 1905 und 1906 wieder in die private Bautätigkeit zurück. Don 1906 bis 1915 war er auf dem Stadtbauamt ber Stadt Gießen tätig, dann machte er bis zum Jahre 1919, mit Unterbrechungen, seine Arbeitskraft und Kenntnisse im Militär-Neubauamt nutzbar. Er kehrte hierauf wieder in den Dienst der Stadt Gießen zurück, wo er am 1. April 1920 als Stadtbau- Obersekretär in das Beamtenverhältnis eintrat. Am 14. Mai 1925 wurde er zum Stadtbauoberinspektor ernannt, am 1. November 1928 erfolgte fein« Ernennung zum Stadtbau-Amtmann. Als Leiter der Hochbauabteilung und Stellvertreter des Amtsvorstandes des Stadtbauamtes entfaltete er jahrelang eine außerordentlich rege Tätigkeit, die sich bei vielen städtischen Bauten und bei den unter städtischer Mithilfe entstandenen Wohnhausblocks auswirkte. Am 1. Oktober 1939 mußte Amtmann Wettläufer wegen feiner schweren Erkrankung in den Ruhestand treten. Sowohl als Beamter, wie auch als Mensch erfreute sich Amtmann Wettläufer in weiten Kreisen ber Bevölkerung großer Beliebtheit. Seine berufliche Tüchtigkeit verschaffte ihm nicht nur die Anerkennung seiner Vorgesetzten und Mitarbeiter, sondern auch die Wertschätzung der an der Bauwirtschaft beteiligten Kreise. Durch sein allezeit freundliches und charaktervolles Verhalten im Umgang mit den Volksgenossen erwarb er sich deren Zuneigung,. die sich in vertrauensvollen Beziehungen zu ihm äußerte. Im Stadtbauamt war er einer der wertvollsten Mitarbeiter unserer Stadtverwaltung und dadurch ein guter Diener der Allgemeinheit. Dem Entschlafenen wird nicht nur im Kreise der Stadtverwaltung und seiner Amtsgenossen, sondern auch in weiten Kreisen unserer Bevölkerung ein ehrendes Andenken bewahrt werden. Kameradschaft ebem. L ZN 116, (Siefeen Arn Samstag hielt die Kameradschaft L.J.R. 116 bei Kamerad Kimpel, Licher Straße, ihre Generalversammlung ab. In seiner Begrüßungsansprache streifte Kameradschaftsführer Rudolf Schneider die Ereignisse des abgelaufenen Jahres, zollte unserer Wehrmacht größtes Lob, wies darauf hin, daß die alten Kriegsteilnehmer stolz auf den Schneid und die Tapferkeit unserer jungen Wehrmacht seien und daß ber Krieg zum Wohle unseres Volkes geführt werde und der Sieg uns sicher sei. In feinem Jahresbericht streifte ber Schriftführer, Kamerad Ehr. Studt, die Ereignisse innerhalb der Kameradschaft untu hob besonders die hohen Verdienste des früheren ^Kameradschaftsführers Wilhelm B o p f hervor, der wegen Arbeitsüberlastung die Führung im vergangenen Herbst niederlegte. Kamerad Bopf war Führer der Kameradschaft feit deren Gründung. Kamerad Studt erinnerte in seinem Bericht daran, daß im laufenden ■»»——■■III »MN Kochanweisungen liegen jedem Paket bei. Sportvereine hallen Ähresrückschau Schützenverein Gießen Der Interesse nahm man davon Kenntnis, baß Angehörige von Wilhelm Grimm (bekannt durch dis volkskundlichen Forschungen der Brüder Grimm) Mitglieder der Vereinigung der Gelnhäuser und Kinzigtaler finb. Im Geiste einer schönen Heimat- verbunbenheit verlief der Abend. MAIZENA unb erstattete sodann ben Jahresbericht. Er erinnerte zunächst an bie Maßnahme bes Verkaufs des Schützenhauses und gab hierzu einige geschäftliche Mitteilungen. Ferner konnte er mitteilen, daß bis zu Kriegsbeginn sämtliche Meisterschaften und Fernwettkämpfe mit gutem Erfolg bestritten worben waren. Auch beim Kreisfest in Grünberg konnten wertvolle Ehrenpreise errungen werben. Die Zahl der Mitglieder betrug am 31. Dezember 1939 insgesamt 139. Durch den Tod verlor der Verein das Mitglied Gustav Senkler, dessen ehrend gedacht W w e., Schillerstraße 14, ihren 70. Geburtstag begehen. Wir beglückwünschen die Jubilarin herzlich. ** Heimatabend der Kinzigtaler. Dieser Tage versammelten sich die Gelnhäuser und Kinzigtaler bei Landsmann E. Walter in ber „Stadt Mainz". Kamerad Karl Walther hieß die Landsleute, die in stattlicher Anzahl gekommen waren, herzlich willkommen. Er sprach davon, daß die Zusammenkünfte den Zweck hätten, die Liebe zur Heimat lebendig zu erhalten und Erinnerungen auszutauschen, die leben einzelnen mit ber Heimat verbinden. Er gedachte sodann der verstorbenen Kameraden. Beste Wünsche galten den Kameraden an der Front. Im Verlaufe des Abends brachte Frau Faust mundartliche Gedichte zum Vortrag, während Kamerad Walther „Erzählungen aus einer altmodischen Stadt" zum besten gab. Mit ** Eine Siebzigjährige. Am morgigen Mittwoch, 10. April, kann Frau Auguste Brück Muller! Gegen 2 mft einem X Schützenverein Gießen vereinigte gestern abend im „Burghof" eine stattliche Anzahl seiner Mitglieder zur Jahreshauptversammlung. Vereinsführer Georg hieß die Kameraden willkommen Jahre das 20jährige Stiftungsfest der Kameradschaft zu begehen sei. Unter allgemeiner Zustimmung ernannte der Kameradschaftsführer Rud. Schneider, mit Genehmigung des Kreiskriegerführers Dr. Monnard, den Kameraden Wilhelm Bopf zum Ehrenvorsitzenden der Kameradschaft mit ber Berechtigung zum Tragen der Abzeichen eines Kameradschaftsführers. Der Kassenwart, Kamerad Friebr. Schneider, berichtete über die Kassenverhältnisse, die sich günstig gestaltet hatten. Nachdem die Kasse und Buchführung von den Kameraden G l a g o w unb Mom- b e r g e r geprüft unb richtig befunden worden sind, wurde dem Kassenführer und dem Gesamtvorstand Entlastung erteilt. Kamerad Fuhr brachte dem Gesamtvorstand den Dank der Kameradschaft zum Ausdruck. Zu einer regen Aussprache kam es bei dem Punkt „Schießen". Eine stärkere Beteiligung als seither bei diesem Sport wurde beschlossen. Unter Hinweis auf die Wichtigkeit ber Metallspende und mit dem Sieg-Heil auf den Führer wurde die Generalversammlung geschlossen. Lornotizen. Tageskalenber für Dienstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Feuerteufel". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 14 Uhr „Der Choral von Leuthen"; „12 Minuten nach 12". Hitler-Jugend Bann 116. Slanbortappell. Flieger-HI.: Dienstag 9. April, Antreten sämtlicher Angehörigen der Flieger-HI. um 20.15 Uhr an der Justus-oon-Liebig-Schule, Bismarckstraße. Motor-HI.: Mittwoch, 10. April, Antreten sämtlicher Angehörigen der Motor-HI. um 20 Uhr im NSKK.-Heim, Selter sw eg. BOM-Untergau 116 Gießen. Diensibefehl. Am Dienstag, 9. April, spricht in der Aula ber Universität um 20 Uhr die Reichsrednerin Maria de Smeth. Die IM.-, M- und BDM.-Werk- Führerinnenschaft wird auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht und zur Teilnahme aufgefordert. wurde. Die Ausbildung der Jungschützen habe nqch einem guten Anfang leider nicht den erhofften Erfolg gezeigt. Zum Schluß des Jahresberichtes dankte der Vereinsführer allen feinen Mitarbeitern und bat sie, sich auch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Im weiteren Verlauf der Versammlung erftattete Schießwart Schilling einen umfassenden Bericht über die Schießtätigkeit. Dem Bericht sei folgendes entnommen: Beim Anschießen waren I. Krum- pen mit 54, H. Schmall mit 51 und W. Georg mit 50 Ringen die besten Schützen. Die Werner-Legler-- Plakette erhielt H. Appel, bie Ehrenscheibe W. Burk» Hardt. Bei einem Vereinsstädtewettkampf am 11. April belegte ber Verein einen guten Platz. Die brei besten Schützen waren H. Appel mit 299 R^ I. Krumpen mit 297 und W. Schilling mit 288 R. Die Vereinsmeisterschaft hatte folgende Er- bezeichnete Nähnnittelab» schnitte der Neichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren erhaltenSie2-wöchentt.auch1paket-250gMaizena, dos bewährte Säuglings-- und Kindernährmillel für die Zlafche, für den örei, für den Pudding. sd>on 2 Jttlßlin 'm toolheten ».Drogerien o.5o Vor Erkältung schützen Bei Husten nützen mehrmals täglich u.1-RM SJ.-fpori Bann 116 — Bann 88 0:4 (0:1). Aus der engeren Heimat ber' Darmstädter Jugenbrnusikschule und dem Ohly- konnte in den hiesigen Didier-Werken auf eine 25jährige Tätigkeit am Brennofen zurück- blicken. Aus diesem Anlaß fand ein kurzer Appell statt. Der stellvertretende Betriebsführer Dr. T h i e l übermittelte die Glückwünsche der Firma. Anschließend überbrachte der Betriebsobmann Ernst Schlapp die Glückwünsche der DAF. und der Arbeitskameraden. Gleichzeitig erfolgte die Ueber- reichung eines Geschenkes durch die Arbeitskamera- Appell auch der Ofensetzer Karl S ch.e p p aus Rüb- dingshausen geehrt und mit einem Geschenk bedacht, der bereits im Dezember 1939 auf eine 25jährige Tätigkeit im Werk zurückblicken konnte. Z Steinbach, 8. April. Dieser Tage fand die 28. ordentliche Generalversammlung des hiesigen Spar- und Kreditvereins im „Einborn" statt. Direktor Heinrich Haas VII. gab den Geschäftsbericht von 1939 bekannt. Aufsichtsrats- Der Gründer des Feuerversicherungsverbandes bessischer Lehrer ceftorbrn. Lpd. Neu-Isenburg, 8. April. Im 77. Lebensjahr ist der frühere Rektor der Reu-Isenburger Pestalozzischule, Lehrer i. R. Georg D e r n , ge- silbernen H o ch z e it begehen. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch. Schulchor bestritten wurden. Lustreiten schonen! Gummi ist heute ein besonders wichtiger Rohstoff. Deshalb müssen alle Gummiwaren, insbesondere Luftreifen, so pfleglich wie möglich behandelt werden. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um die Bereifung von Ackerschleppern, Landmaschinen, Schub- Gäste. Dann wurden die Einheimischen überlegener und konnten bis zur Halbzeit sechs Tore erzielen. Beim Stande von 7:0 kamen die Gießener zu ihrem verdienten Ehrentreffer. Aber die Einheimischen blieben überlegen und konnten bis zum Schlußpfiff noch zweimal einsenden. Um die Bereichörneisterschast im Handball. Die Entscheidung im Bezirk Friedberg ist gefallen. Gegner des To. Hochelheim ist der To. Anspach i. T., der über Wohnbach siegreich blieb. Der Sieger und Endspielteilnehmer des Gaues Hessen (früher Bezirk II Gießen) wird durch Vor» und Rückspiel ermittelt, und zwar fpielen am 14. dieses Monats in Hochelheim beide Gegner, wahrend der Rückkampf einen Sonntag spater ausgetragen wird. Der Austragungsort ist noch nicht be- stimmt. Der Sieger aus diesen beiden Begegnungen tritt dann gegen Tuspo. Bettenhausen zum Entscheid um die Bereichsmeisterschaft, wahrscheinlich _ tn Kassel, an. Allerdings schweben zur Zeit noch Der- Handlungen, die darauf hinauszielen, es auch hier zum Vor- und Rückspiel kommen zu lassen, weil diese Art der Behandlung jeder anderen Aus- tragungsform vorzuziehen ist. Die Finanzierung der notwendig werdenden Fahrten ist sichergestellt, so daß die endgültige Entscheidung wohl mcht fraglich sein dürfte. Das vorletzte Pflichtspiel zwischen Garbenheim und Dornholzhausen kam leider nicht zum Austrag, weil es Garbenheim vorzog, zu Haufe zu bleiben. An Stelle von Garbenheim fprang eine Wehrmachtsmannschaft in die Bresche, die in einem harten aber spannenden Spiel knapp aber verdient mit 7:6 Toren besiegt wurde. Landkreis Gießen. D Lollar, 8. April. Die diesjährige Hauptversammlung des hiesigen Obst- und Garten- bauvereins fand am Samstag im Gasthaus ,Zurn Löwen" statt. Vereinsführer S ch m u l b a ch gedachte zunächst der Verstorbenen und Gefallenen. Hierauf erstattete er den Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, daß auch im abgelaufenen Geschäftsjahr der Verein eine günstige Entwicklung genommen und wertvolle Arbeit geleistet hat, besonders auf dem Gebiete der Schädlingsbekämpfung. Besonders jetzt im Kriege hat jeder Gartenbesitzer die S, das Äußerste aus seinem Boden heraus- n im Interesse der Sicherstellung der Ernährung unseres Volkes. Zwar ist die Mitgliederzahl auch im vergangenen Jahr gestiegen, doch steht noch mancher Gartenbauer außerhalb des Vereins, der hineingehörte. Die Vorteile, die der Verein bietet, wiegen das kleine Opfer des Beitrags reichlich auf. Dabei findet jeder bei ihm in allen Fragen des Obst- und Gartenbaus jederzeit Rat und Unterstützung. Auch die Rechnungsablage durch den Rechner Seitz ergab ein günstiges Bild. Hierauf erfolgte die Verlosung von wertvollen Gartenbaugeräten, Obstbäumchen und -sträuchern. Bemerkenswerte Ausführungen über Schädlingsbekämpfung, Obstsaftbereitung — der Verein besitzt einen Apparat hierfür — u. a. machte noch Kam. Schiefer- st e i n. # Mainzlar, 8. April. Der Ofensetzer und Vertrauensmann Otto Sommerlad aus Beuern gebniffe: Kleinkaliber (militärisch): W. Schilling mit । 161 R.: Kleinkaliber (beliebig): W. Schilling mit j 161 R.: Wehrmann: Georg Schilling mit 248 R; Scheibengewehr: H. Appel mit 208 R>; Scheiben- . Pistole: G. Schilling mit 908 Ringen. Bei einem Städtefernwettkampf mit Wehrmann- gewehr konnte der Schützenverein den 23. Platz im Deutschen Schützenverband erringen. Die Unter* kreismeisterschaft sah den Schützenverein ebenfalls auf ersten Plätzen. Jrn Kleinkaliberschießen (mit Kl. A) wurden 599 R. erzielt. Einzelmeister wurde W. Schilling mit 161 Ringen. Im Schießen mit Wehrmanngewehr wurden 870 R. und mit Scheibengewehr 733 R. erzielt. Einzelmeister wurde H. Appel mit 202 Ringen. Bei den Kreismei- ster schäften konnte der Verein in der Klasse A (mil.) den 2. Platz belegen (570 R.), Kreismeister wurde hier H. Appel mit 155 Ringen. In der Klasse C konnte die Mannschaft den 1. Platz erringen. Bester Schütze war hier Emil Muller mit 150 Ringen - Mit Wehrmanngewehr wurde in der Kl. A die Kreismeisterschaft mit 806 Ringen errungen. Einzelmeister wurde hier Gg. Schilling mit 219 Ringen. Rach Ausbruch des Krieges mußten verschiedene Schießoeranstaltungen ausfallen. Zu einem De r- eins-Femwettkampf stellte der Gießener Schützenverein zwei Mannschaften zu je 15 Mann. Die erste Mannschaft errang 2950 Ringen, die zweite erzielte 2751 Ringe. Der Schießwart, der auch noch die Erfolge von Grünberg zur Kenntnis gab, schloß mit dem Hinweis, daß das Jahr 1939 ein reges sportliches Leben gebracht habe. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde der Kassenbericht dem Kameraden Schuhmann verlesen. Die Kasse wurde in bester Ordnung befunden. Dem Rechner und dem Vorstand wurde Entlastung zuteil. Ferner wurde die Herabsetzung des Beitrags auf eine Reichsmark im Monat beschlossen. Die Mitglieder, die im Felde stehen, sollen beitragsfret bleiben. Sodann wurde über die neue Einheitssatzung des RSRL. Beschluß gefaßt. Die Satzung wurde einstimmig gutgeheißen. Nachdem Kamerad Hamme r m a n n noch über die Verwahrung der Ehrenpreise gesprochen hatte, wurde beschlossen, die verdienten Kameraden Hans van Bentheim, Hans Hammermann und Fritz Jung zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Der Beschluß wurde einmütig gefaßt. Kamerad Willy Georg wurde erneut als Dereinsführer vorgeschlagen. Nachdem Kamerad Schönau über die weitere Durchführung des Schießbetriebs berichtet und wertvolle Anregungen gegeben hatte, fand die Versammlung mit einem kameradschaftlichen Beisammensein ihren Abschluß. Postsportverein. Am Samstag hielt der Post-Sportverein im „Frankfurter Hof" seine Jahreshauptversammlung ab, bei der Vereinsführer Stroh einen kurzen Ueberblick über die Arbeit im letzten Jahr gab. dabei besonders beachtet werden: Bei Reifenschaden muß sofort angehalten werden. Das Rad ist auszuwechseln oder der Reifen vorder Weiterfahrt zu reparieren. Die Einhaltung des von den Guknmifirmen vorgeschriebenen Luftdrucks ist unbedingt notwendig. Eine regelmäßige Prüfung des Luftdrucks mit Hilfe eines guten Luftdruckprüfers darf nicht per- äumt werden. Eine lleberlaftung der Reifen führt chnell zu Reifenbruch, sie ist deshalb zu vermeiden, ’arren oder Gummiwagen handelt. Folgendes muß V, Q „: h „ U „ , M R 9rnrif 9fm hpiitinpn AM sangen,cyen Alilieipunrr oes ^egrugungv- R^Mnrif kannten fteilvraktiker Albert abends am Samstag im Städtischen Saalbau stan- . :9' f c. Henriette geb Ket ner den zeitgemäße Chöre, ernste und heitere Dolkslie- ö wSrsVmr B°hnh°sftraß° 99 Ä L Fest ->er ber. di- -°nDH°r«n aus SarmffaM unb Umgebung, mtrk her Cifonfpfapr Earl S rh.e v v aus Rüd- (; f b o r n o n 0 fh i p i.t beneben. Dem Jubelvaar * Bordkanten, Steine, Eisenbahnschienen und sonstige größere Hindernisse dürfen mit einem Luftgummi- rad niemals schnell überfahren werden. Ebenso ist es zu vermeiden, an Bordsteinen oder in tiefen Wagengleisen entlang zu fahren. Verbeulte und verrostete Felgen dürfen auf feinen Fall verwendet werden. Bei der Reifenmontage dürfen nur vorschriftsmäßige Hebel verwendet und niemals Gewalt angewendet werden. Verletzte Decken müssen sofort durch den Reifenvulkanrseur instandgesetzt werden. Der Gummireifen verliert im Laufe der Jahre durch Einwirkung von Luft, Licht und Sonne feine Elastizität und wird brüchig und rissig. Vor Sonnenstrahlen soll er deshalb nach Möglichkeit geschützt werden. Bei Ueberlandfahrten sind ein Ersatzreifen und ein handlicher Wagenheber stets mit- zu führen. Wehrmachtsangehörige und Bürgersteuer. RSG. In den letzten Wochen ist mehrfach die Frage aufgetaucht, ob die zur Wehrmacht auf Grund des besonderen Einsatzes der Wehrmacht- Einberufenen für die Zeit der Einberufung bürger- steuerpflichtig sind. Wie uns dazu die Gaurechtsberatungsstelle der DAF. (Abteilung Steuerbera- tung) mitteilt, ist nach den gesetzlichen Bestimmungen (BStG. § 15) der einzelne Teilbetrag der Bürgersteuer nicht zu erheben, wenn der Steuerpflichtige am Fälligkeitstage Angehöriger der Wehrmacht, der Schutzpolizei oder des Reichsarbeitsdienstes ist und im Erhebungsjahr weder zur Einkommen- noch zur Lohnsteuer herangezogen wird. Diese Befreiung von der Bürgersteuer tritt auch dann ein, wenn der Wehrmachtsangehörige für die Dauer seiner Einberufung aus seinem bisherigen Arbeitsverhältnis eine freiwillige Zuwendung erfolgt, soweit er dadurch nicht lohnsteuerpflichtig wird. Die Lohnsteuerpflicht tritt erst ein, wenn dis Zuwendung monatlich 84,50 RM. oder wöchentlich 19,50 RM. überschreitet. Darüber hinaus sind nach der gleichen Bestimmung von der Bürgersteuer befreit Wehrmachtsangehörige, die Familienunterhalt nach der Verordnung über die Familienunter- stützung' bei besonderem Einsatz der Wehrmacht beziehen. die der Postjungboten, die obligatorisch ist, sehr er- __ freulid). Der Frauensport t)at wünschen übrig i vergangenen Sonntag trafen sich auf dem i gelassen. Durch Einsparungen konnten zahlreichSportplatz der Spielvereinigung 1900 die beiden 1 Sportgeräte angeschafft werden. Die Mitgliederzahl $ erste/ Gebietsmeisterschaftsfpiel. Bann iff auf 330 anz-sti-g-n. Den Bemühungen L^^^i^ B„einsmannfchaft und zwar die Hauptsportwartes S ch m i dt wurde besondere An- ’ Sportvereins Löhnberg. Diese Mann- ertennung gezollt. Die Schutzenabtellung umfaßt 9' rannte bei der vorjährigen Gebietsmeister- 30 Mann, 10 Mann sindSchutzenverem ge- ch s 3 belegen. Die Löhnberger fteUten meldet. Mit den Dereinsmeisterschasten :m Schießen |pje[eri|unb körperlich sehr starke Mann- soll begonnen werden fd)aft ins Feld, während die den Bann vMretende Aus dem von Postschaffner^Schneider erstatte- w I » u ;3uqenb ber Spvgg. 1900, mit ten Kassenbericht war u. a. eine Bestätigung für die M jd) f, tr9ten mußte. Sie spielten ohne Anschaffung von Geräten zu entnehmen. Auf An- Zwei ^cann^iuv trag der Rechnungsprüfer Reu U und 88 \atte Anstoß und spielte in der wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Hauptsport- ^lbzeit mit dem Wind überlegen. Trotz- roart Schmidt berichtete über die Pflege bes I b t e5 febr lange bis die Löhnberger tn Turnens. Die Turnabteilung war bei verschiedenen dem ^erte es^eyr^ ^^e des Bannes 88 gröfeeren Turn» unb «SportD61:0^101^^ besö V' 9 9Q ^20 Minuten durch einen Zirks 8 Gießen vertreten und erfolgreich. 13 Siege ^Mannschaft in Führung. Bis zur Halb- wurden heimgebracht. Als der größte Postsportver- » ' ' Stande von 1:0. Nach der ein ist dem Gießener Verein auch die 2>UTd)fuI). äderte fid) bas Bild, der Bann 116 hatte rung der sportlichen ßeiftungsprufungen ber Post- ^ 'mehr vom Spiel. Die sich bietenben Gelegen- bediensteten übertragen worden. 2m letzten ^ahr l 8 weyr ^p^ D’om Sturm ausgenutzt, konnte nur das Schwimmen noch durchgeführt wer- £ ^sserem Zusammenspiel des Bannes 116 den, an dem sich,60 Postsportler beteiligten. Der Tro^ b st ^ghnäraer mit ihren Durchbrüchen ge- 1. Sportwart Gotz berichtete über ^a5 .^ugen^ fährlidier und^erzielten bis zum Schluß noch drei turnen. Die Schutzenabtellung unter Postlnspektor N h G bie Blauweißen nichts mehr Scheller belegte auf dem Grunderger Kreisfest ^aenfetzen konnten. Das Spiel wurde sehr rit- den 3. Platz und Kurt Strack wurde bester Em- entgegemegen. wnm zelschütze. Bei dem Dergleichsschießen zwischen den terU ) ^9 t 0 • ©khen 2 Jab. Schützenabteilungen der Postsportvereine belegte Großen-Buseck 1. Jgd. - 1900 Gießen z. Jgo. bie Abteilung den 1., 2. und 4. Platz und kam in 9:1 v>-ub den engeren Wettbewerb. Die Jungschützen haben Am Sonntag trafen sich die Juaendmannschaften einen erfreulichen Eifer an den Tag gelegt. Die I beider Vereine zum Freundschaftsspiel in Grotzen- Abteilung wird, in diesem Jahre mit mehreren Buseck. Das Spiel begann mit flotten Angnften ner Mannschaften auftreten. und d-r V°r°insfuhr-r erneut in Vorschlag gebracht, kreisen bekannt utrtt aeMafet als ber Gleichzeitig wurde die neue NSRL-Satzung und tn tm Jahre 1897 ins SehenX“ hem er vi^ Jahr. Verbindunq die Namensänderung in „P a st s p a r t- rungsverbandes W-h-r Lehrer dem r mer^Jahr^ 52“^ dkr vorbehaltlich Postschaffner Schmidt als Haupt- Molkereigenossenschaft ms Leben gerufen, sportwart, Postschaffner Schneider als Rechner, Ännfünfltrtdfi M BÜkMNÜvl. Hilspostschaffner Stephan als 111 Telegraphensekretär Götz als 1. Sportwart, Post- LPD. Darmstadt, 7. April. Der Gau 12 Inspektor Scheller als Schießwart, Postinspektor Hessen-Darm st adt im Deutschen San- C Beyer als Dietmar!, Postamtmann Kaiserg^rbunb hielt in Darmstadt seinen 16. Gausänger- als Beisitzer und die Postschaffner Ries undItag ab. gm Rathaussaal hatten sich bie Kreisfuhrer Reusch als Rechnungsprüfer. unb Kreischorleiter zahlreich emgefuuben, bie ber fteUoertretenbe Gauführer Schulrat Born m Vertretung bes bienstlich verhinberten Gauführers, Ministerialrat Ringshausen, willkommen hieß. Aus ber Arbeit fei festgehalten, baß bic alljährliche , Bestanbsaufnahme auch in ber Kriegszeit mit groß- mitglieb Philipp Melchior Haas verlas ben letz- ter Sorgfalt vorgenommen werben soll Ruhenbe ten Revisionsbericht, besten Inhalt nur anerfen» Vereine werben nicht anerkannt. Auch die kleinen nenbe Worte waren. Die Bilanzsumme stieg von Chöre sollen erhalten bleiben, um nach dem Kriege 590 000 RM. im Vorjahr auf 657 000 RM. im Be- die zurückströrnenben Sänger roieber auszuneymen. richtsjahr unb hat sich in ben letzten 3 Jahren ge- In ber zweiten Hälfte bes September sollen zwei rabe oerboppelt. Der Umsatz beträgt im Berichts- Gauleiftungssingen, voraussichtlich m Mamz unD jahr 4 326 000 RM., woran ersichtlich ist, weich' Darmstabt, abgehalten werben. In ben Kreisen wer- großes Vertrauen bie Dorfsparkaste in unserem den im Sommer Freundschaftssingen abgehalten. Orte und auch in ber näheren Umgebung genießt. Schatzmeister Brück mann löste mit semem Fi- Die Reserven haben sich trotz kleinster Zinsspanne nanzbericht große Fn.ud- aus. Das Defizit des Gie- um 5000 RM. vermehrt. Der Hauptgrunb bieses ßener ©ängerfeftes hat zu größeren Sparmatznay- qünftiqen Ergebnisses bürfte in ber billigen Ver- men geführt, durch bie Schwierigkeiten der heutigen roaltung zu erblicken sein. Dorstanb unb Aufsichts- Tage überwunden wurden und für bie &borarbeit rat erhielten auf Antrag des 1. Beigeordneten noch mehr getan werden kann als in den letzten Reufchling Entlastung, der die Prüfung vor- Jahren. Kreisführer Gutmann (Alzey) sprach aenommen hatte.. Vorstandsmitglied Heinrich Keß- über bie Ordnung ber Organisation tn feinem le r II. unb Aufsichtsratmitglied Karl Haas V., Kreise, Herbert Samper (Darmstadt) über bas die satzungsgemäß ausscheiden, wurden im Amte Singen im Rundfunk belassen. Auf ichtsratmitglied Jacob Horn II. Es wurde u. a. noch fest gestellt, daß ber Sanger- schied wegen Krankheit aus und wurde durch Lud- gau Hessens)armstabt sich aus 1085 Gesangver-einen wjg Gerhard II. ersetzt. Horn, der nun schon mit 31 000 aktiven Sängern unb 4000 ©angerinnen 28 Jahre seit Gründung im Vorstand und als zusammensetzt. Wenn auch viele Sänger gegenwar- Aufsichtsratvorsitzender tätig war, bekam herzlichen tig bei der Wehrmacht stehen unb auch die Chor- Dank und Anerkennnung ausgesprochen. Die Der- leiterfrage ©chwierigkeiten bereitet, so haben trotz roalbunq und der Vorstand der Kasse setzen sich zu- des Krieges die meisten Gesangvereine ihre Sanges- ammen aus dem Direktor, Landwirt unb ehemclli- tätigkit aufgenommen, teilweise sogar unter Bilger Weißbindermeister H. Haas VII., bem Lanb- düng von Kriegschorgemelnschaften. Nach Kräften wirt unb früheren Maurermeister H. M a ck II., ftellten sich auch bie Gesangvereine für bas Knegs- bem ßanbroirt unb ehemaligen Wagner Karl winterhilfswerk unb für Lazarettsingen zur Ver- Nicolaus IV. als Kontrolleur, bem Postschaffner [ügung. Den scheibenben ehemaligen Provinzial- H Keßler II. unb bem ßanbroirt H. ß. G e r - sängerführern Wilhelm Alles (Groß-Gerau) und ha r b Der Aufsichtsrat besteht aus dem ßanbroirt ßubroig Wendler (Bad-Nauheim) wurbenEhren- Ph Melchior Haas, dem Weißbinder H. Nico- urkunden überreicht. Der nächste Gaufangertag soll laus II., bem ßanbroirt und ©chreinermeister Karl im Frühjahr 1941 in Mainz ftattfinben. Haas V. dem Schreiner H. Gerhard VII., Der stellvertretende Gaufuhrer schloß bie Sitzung bem ©chreinermeister H. Horn unb bem Fabrik- mit dem Appell, engste Fühlungnahme zwischen arbeiter ßubro. Gerhard II. Kreisführern unb Dereinsleitern herzuftellen Qpihnplhrn. 8. Avril. Am heutigen Im fängemsch^n, Mittelpunk t^bes Degrußungs- Er bankte Poftarntmann L o tz für die Uitterstützung der Leibesübungen, die einen guten Aufschwung ge- nommen Hutten. Trotz d-r V-r,chi-d°nh-it der Dienststunden und der Wohnorte der Postbedienste- ten UÜch, $or Fußball um die Gebietsmeisierschast. Die größte unD günftigftc Klaffcnlottcric Der Welt wirD in DcutfchlanD ausgefpiclt! S.Dcutfchc Rcichslottmc loffen Sie Jhr 5os nicht verfallen? fluch während des Krieges spielt die Deutsche Neichslotterie wieder übet 100 Millionen Neichsmork aus 480000 Gewinne und 3 Prämien von je 500 000H1TI! Sämtliche Geroinne sind emhommenfleuerfiei. jiehungsbe- ginn: 26. flpril 1940 Gehen Sie noch heute zu einer Staatlichen Cotte- neeinnohme — erneuern Sie 3hr los - häufen Sie ein neues? 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