MH irbe a. 6 tüot IÄ Wie. Iln töQr 5t K. r rasch auf, "chtAit m Ilicfit 'n, £ I. in August gefüllte ' e,m an- 1 Weber. ■ 43000 m. 34 Erstes Blatt M.Zahrgang Freitag, 9. Februar 1940 Erscheint tag lid), anher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giehener Familienblatter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Vezugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernjprechanschluffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: 5rankfurt am Main 11688 Metzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühlsche Universitätsdruckerei «.Lange in Siehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. aus 13 169 Btt 2. 82 236 3. 141 552 ie Bukareft, Februar 1940. Wenn jemand heutzutage eine Reise nach Rumänien macht, so sollte man erwarten, daß er hinterher vieles Interessante zu berichten weiß, besonders wenn er Journalist ist und gar wenn er — noblesse oblige — einen Namen hat und Georges Suarez heißt. Und wenn diese Berichte zudem noch in einer Zeitschrift mit dem verpflichtenden Titel „Vue" erscheinen, so müßte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, daß sie wirklich „gesehene" Tatsachen und nicht gehörter und vergröberter böswilliger Klatsch sind. Der französische Schriftsteller Suarez würde wahrscheinlich beleidigt und entrüstet sein, wenn man ihn ein Waschweib oder eine Klatschbase nennen würde, aber die Art, wie er sich in Rumänien ^unterrichtet" und seine Leser weiter „unterrichtet", ist von den Jnformationsgepflogenheiten der genannten Damen nur im äußeren Rahmen, nicht aber in der Methode und der Gesinnung verschieden. Die Sorge um den zurückgehenden französischen Einfluß in Rumänien hat Herrn Suarez nach Bukarest getrieben, wo er versucht hat, auf einigen Banketten, die ihm seine höflichen Gastgeber veranstalteten, sich über das Land, seine Politik, seine Wirtschaft erschöpfend zu unterrichten. Die selbstverständliche Freundlichkeit, mit der man ihn ausgenommen hat, veranlaßt ihn zu der Schlußfolgerung, daß „das Renommee Frankreichs in dem schönen rumänischen Land allen Erpressungen und Unhäfen bei Kriegsausbruch beschlagnahmt vom Feind aufgebracht wurden durch Selb st Versenkung wurden dem Zugriff durch den Feind entzogen zwei großen Kriegsbetrieben Berlins sprachen die Admirale von Trotha und P r e n tz e l als Auftakt zu einer Aktion des Reichsbundes deutscher Seegeltung, der deutschen Nation die schicksalhafte Bedeutung seiner Seegeltung vor Augen zu führen. Admiral z.V. Prentzel verwies auf die Tatsache, daß England die Unangreifbarkeit seiner Insel durch die Entstehung der Luftwaffe verloren hat. Auch dem Geleitzugsystem sei in der Luftwaffe ebenfalls eine im Weltkriege noch unbekannte ernste Gefahr erwachsen. England, das schon einzusehen beginne, daß die militärische Niederwerfung Deutschlands heute aussichtsloser denn je ist, mache verzweifelte Anstrengungen, durch völkerrechtswidrigen und brutalen Druck auf die Neutralen die Wirtschaftsblockade zu verschärfen. Aber auch das wird nicht mehr zum Erfolge führen, wenn wir nur felsenfest entschlossen sind, durchzuhalten und immer daran denken, daß die Freiheit Deutschlands nur durch die Erkämpfung des in keiner Form mehr behinderten Zuganges zu den Weltmeeren gewonnen werden kann. Febr. 2er ' Watzen- lokal seine Vorsitzende . unter den zriißte die einsrechnei Die Kasse m Rechn« erteilt Der ericht. Der Heuchelheim e ©efangs- ich währet den weiter eben * Mann mit dem Fallschirm, er fällt wie ein Stein Hunderte von Meter herunter. Was ift denn los? Will sich der Fallschirm nicht öffnen? Wie gebannt starren die Posten und der ganze Zug hinauf. Jetzt endlich öffnet sich der Schirm, bremst den Fall und bläht sich weit auf. Jetzt erkennen sie alle den Piloten an den Leinen. Er pendelt hin und her. Da, was ist das?! Da kommt eine Curtis- Maschine angebraust, nimmt Kurs auf den Fallschirm. Nein, es ist kein Irrtum! Man hört das Hämmern der Feuerstöße. Der Franzose schießt auf den wehrlosen Mann am Fallschirm. Er hat nicht getroffen, Gott sei Dank. Deutlich erkennt man an den Bewegungen des Körpers da oben, daß das MG-Feuer keine Wirkung hatte. Droben kurvt die Curtis, jetzt kommt sie zurück. Das Unglaubliche wiederholt sich, der Jäger nimmt sich von neuem den Deutschen am Fallschirm aufs Korn. Rack-tack-tack. Tacktack jagen die Schüsse aus dem MG. Der Deutsche zuckt bereit; ?n Mi. ungsfrist ;l Don bort traten Durch ^ekloate 1 Arbeit Brandt ■LN- hi, oon lchweisen wie ber -e diesem r Ange- Magie 1 Ml- ' •wie bas ^zeugen derjenige, wesenden hatte die . Sprechende Zahlen. Die englische Art der Kriegspropaganda zeichnet sich dadurch aus, daß sie selbst uralte Tricks mit einer geradezu verbissenen Sturheit immer wieder spielen läßt. Mag es mangelnde geistige Regsamkeit, mag es insularer Hochmut, mag es Prinzip sein, was die Briten zu ewiger Wiederholung ihrer Propaganda- und Hetzmethoden veranlaßt, — jedenfalls kann man diesem Dauerfeuer der Londoner Lügenkanonen nur ntit ebenso beharrlicher Auf- ■ klörungsarbeit begegnen. Das wird umso notwendiger, je mehr England die künstliche Perwirrung der Geister, auch der neutralen Geister, über bestimmte Grundbegriffe und bestimmte Ereignisse des Seekrieges steigert, um so die eigenen schweren Verluste und die deutschen Erfolge zu verschleiern. Wenn beispielsweise Reuter amtlich meldet, daß das 875 Bruttoregistertonnen große Minensuchboot „S p h i n x" gesunken sei, so liegt schon darin eine bewußte Täuschung. Denn gemäß internationalem Brauch berechnet man die Größe der Kriegsschiffe nicht nach Bruttoregistertonnen, also Raumtonnen, sondern nach Gewichtstonnen. Nur bei Handelsschiffen interessiert wegen der Fracht die Größe des umbauten Raumes unter und über Wasser. Die Registertonne ist also ein Raum oder Hohlmaß. Dagegen werden Kriegsschiffe naturgemäß nach ihrem Gewicht gemessen, und zwar ist das Gewicht eines Schiffes gleich dem Gewicht der von ihm verdrängten Wassermenge. Da aber die Zahl der Gewichtstonnen bei einem Schift größer als die Zahl der Raumtonnen ist, sucht Reuter durch seine Meldung den Eindruck zu erwecken, als ob es sich bei dem untergegangenen Kriegsfahrzeug um ein kleineres Schiff handelte, als es in Wirklichkeit ist. Die beste Aufklärung gegenüber diesen Lügen- manövern sind die nackten Ziffern der Erfolge des deutschen Handelskrieges, die das Oberkommando der Wehrmacht soeben veröffentlicht hat. Da die Engländer ihre Verluste mit großem Raffinement zu verheimlichen trachten und durch falsche Statistiken die wahre Lage ihrer Handelsschiffahrt im unklaren zu lassen suchen, kann man mit großer Bestimmtheit annehmen, daß die tatsächlichen Verluste Englands noch erheblich höher als 1,5 Millionen Tonnen sind. Diese Erfolge der deutschen Seestreitkräfte sind um so höher zu bewerten, als sie bei eisigem Winterwetter erzielt wurden. Das erforderte von allen Teilen der deutschen Kriegsmarine höchste Pflichterfüllung, denn auch die ständige Bewachung der Nord- und Dftfee hat die wichtige Aufgabe, die Schiffahrt nach England zu unterbinden und den Transport oon Konterbande durch neutrale Schiffe zu verhindern. Das ist der deuftchen Seekriegfüh- Jnsgesamt belaufen sich die beul- scheu Verluste auf 42 Schiffe mit 236 957 Brt Neue Schiffsverluste. Amsterdam, 8. Febr. (DNB.) Der norwegische Dampfer „Bari! d" (1085 Brt.), der am 22. Januar von Horten nach England ausgelaufen war, ist an seinem Bestimmungshafen in England noch immer nicht eingetroffen, so daß man das Schiff mit feiner aus 15 Mann bestehenden Besatzung als v e r l o r e n ansieht. Der Kapitän und die Mannschaft (51 Mann) des britischen Frachtdampfers „A r m a n i st a n" (6805 Brt.) wurden von dem spanischen Motorschiff „Montebaril" in Las Palmas an Land gebracht. Der Dampfer istinderNähevonLifsabon gesunken. zusammen. Er ist getroffen. An ihm vorbei jagt der abgefeimte Gegner, geht wieder in die Kurve und jetzt setzt er zum dritten Male zum Angriff an. Nochmals sprüht ein Feuerstrahl da oben. Dem deutschen Flieger fällt der Kopf auf die Brust! Tot! Die Kameraden von der Infanterie sagen uns, daß sie vor Wut hätten heulen können in diesen Augenblicken, als der Sauhund da oben allen Geboten der menschlichen Kriegführung zum Trotz auf den „ausgestiegenen" wehrlosen Flieger schoß. Alles rannte dann zu der Stelle hin, wo der Fallschirm niederkam. Andere Kameraden waren schon zur Stelle. Da war denn die Freude groß, als sie den deutschen Piloten lebendvorfanden. Er hatte durch den gemeinen, hinterhältigen Angriff der Curtiß einen schweren Oberschenkelschuß erhalten. Er habe den Fallschirm erst nach achthundert Metern geöffnet, weil er nicht so lange in der Luft Herumgondeln wollte. Beim dritten Angriff der Curtiß habe er sich dann tot gestellt und damit sei er dem feigen Angreifer erst los geworden. Da fragen wir: „Ist das Ritterlichkeit?" ,^st das mit den Gesetzen der Menschlichkeit vereinbar und der „Grande Nation" würdig?" Eugen Press. Roos kein deutscher Spion. Erlogene Begründung für den Mord an dem elsässischen Autonomistenführer. Berlin, 8. Febr. (DNB.) Die französische amtliche Agentur havas verbreitet ein Kommunique des Kriegsgerichtes, das den elsässischen Heimatführer Roos zum lobe verurteilt hat. 3n biefetn heißt es, daß Roos feit mehreren Jahren mit Agenten des beutfchen Geheimbien st es in Ber- binbung geflanben unb ihnen Angaben über von Frankreich getroffene militärische Sicherheitsmaßnahmen verschafft habe. hierzu wirb amtlich mitgeteilt: Der Elsässer Roos hat zu keiner Zeit mit irgendwelchen beutschen Stellen in Berbin- d un g geflanben. Die Behauptung, baß er beuf- sche Beauftragte mit irgendwelchen Informationen über französische Sicherheitsmaßnahmen unb sonstige militärische Fragen versorgt habe, ist baher frei etfunben unb erlogen. Die französische Regierung wirb sich um eine anbere Begtünbung für den Mord an diesem seit langem als Autono« misten bekannten Etsässerführer Umsehen müssen, ber ihr wohl wegen ber Kritik an ben unerhörten Zustänben innerhalb ber aus ber Heimat vertriebenen Elsässer im Innern Frankreichs lästig geworben war. Deutschlands Recht auf die See. Vor mehr als 5000 Gefolgschaftsmitgliedern Insgesamt 463 796 Brt Damit belaufen sich die G e s a m t v e r l u st e der feindlichen unb neutralen hanbelsschiffahrt seit Kriegsbeginn auf insgesamt 409 Schiffe mit 1 493 439 Brt. Demgegenüber hat die deutfche Handels- s ch i f f a h r t bis einschließlich 31. Januar 1940 fol- genbe Berlufte erlitten: 1. vom Feinb würben in seinen Ist das ritterlich? Feindlicher Jäger beschießt abgesprungenen deutschen Flieger. •*** Waus, der bür. ! von fünf inie Frei, em Ange« | Billigen. > der vor- : und zu | Fahren I rechte auf ngeklagten Zuchthaus. Irunb des Strafmil- legten be» Dorleben, d der Um- eringfte zu e. 409 Schiffe mit 1,5 Millionen BNT seit Kriegsbeginn versenkt. Die Gesamtverluste der feindlichen und neutralen Handelsschiffahrt. Atlanten an, dem ' fei. Der daß eint | lharakter« f veranlaßt I der leicht | Tat be- Wenn französische Journalisten reisen Äon unserem Dr He.-Korrespondenien. DNB. ..., 8. Febr. (PK.) Wir sind b e i e i n em Jnfanterievorposten im Vorfeld Drüben sehen wir, nur einige hundert Meter über der Talmulde, kaum aus der Schneedecke erkennbar, den Verlauf der französischen Stellungen. Wir stehen hier auf französischem Boden, denn das verschossene Dorf hinter uns, in dem die abruckenden Franzosen in echt gallischer Barbarei gehaust hoben rft das erste lothringische Grenz- d o r f in diesem Abschnitt. „Wie war das nut der Do 17so fragen wir hier die Kameraden, die auf der'Schneefläche einer Anhöhe Vorposten halten. Sie erzählen uns nun den Vorfalls . Ein deutsches Flugzeug, eine Do 17, wird bei ihrem Rückflug ins Reichsgebiet d o n f r a nzo - fifdien Jägern verfolgt und ist in großer fiobe schon unweit der deutschen Dorpostenlimen. Da, plMch setzen die Motoren aus, der deuftche Aufklärer verliert an Hohe kommt herunter^ geradewegs auf die Grenze zu. Hoch droben lost sich Än Punkt aus dem wunden Vogel. Es ftt etn ternehmungen der feindlichen Propaganda widersteht". Er schreibt selbst ganz offen, daß sein Aufenthalt in Bukarest sich um einige wenige Anziehungspunkte wie das Luxusrestaurant Capsa, die Kaviar- Handlung Luchien und die Haute-Volee-Bodega Dragornir gedreht habe, deren auserlesener Tafel- tyrannei er sich nach einigen vergeblichen Versuchen nicht habe entziehen können. Aber nicht einmal dabei hat er ordentlich aufgepaßt, denn sonst könnte er nicht von „Juica" — offenbar ist Zuika, der rumänische Pflaumenschnaps, gemeint — als einem „leichten, warmen Alkohol, mit dem man in Rumänien jede Mahlzeit begießt", sprechen. Das wäre an sich ganz belanglos, wen er nicht i auch die politischen Probleme in der gleichen oberflächlichen Art behandelte, lieber die „hauchdünne" । soziale Schicht der Kaviarbrötchen, mit denen nach ; feiner Darstellung jede Mahlzeit in Rumänien an- . geblich beginnt, ist er nicht hinausgekommen. Er , macht sich gar nicht erst die Mühe, zu untersuchen, warum z. B. Frankreichs Wirtschaftsaustausch mit Rumänien und damit auch sein Einfluß hier ständig z u r ü ck g e h t. Statt dessen spricht er von den „starken intellektuellen und sentimentalen Banden", die seiner Ansicht nach Rumänien und Frankreich verbinden. Immerhin, die eine fundamentale Erkenntnis ist ihm auch bei allem Essen und Trinken nicht entgangen, wenn er sie auch mit einem kurzen, unauffälligen Satz abtut: „Das natürliche Absatzgebiet des rumänischen Exports ist nicht Frankreich, sondern Deutschland und die Länder Mitteleuropas . Um die Wirkung dieses Eingeständnisses abzuschwächen, folgt gleich hinterher eine faustdicke Unwahrheit, auf die jeder Kenner mit einem lauten Gelächter antworten wird: „Und trotzdem spricht hier niemand oder fast niemand deutsch". Das ist wieder die Bankett- und Kaviar-Perspektive des journalistischen Sonntagsreiters Suarez. Als wenn jemand ! Veranlassung gehabt hätte, mit ihm, dem Franzosen, deutsch zu sprechen! In Wirklichkeit ist Französisch in Bukarest die Fremdsprache einer sehr dünnen politischen und gesellschaftlichen Oberschicht (tue ' übrigens auch meist sehr gut das Deutsche beherrscht). In der Wirtschaft und im alltäglichen Leben ist das Deutsche ganz unbestritten die ! Fremdsprache Rumäniens Wie dann Suarez im zweiten Teil feines Artikels . seinen im qrften Teil mühsam verhüllten Aerger i über den natürlich auch von ihm trotz aller gegen» , teiligen Behauptungen sehr gut wahrgenommenen i Rückgang des französisch-englisch-jüdischen Einflusses t abreagiert, das ist der Gipfel infamster Journail- lerie. An einer Stelle ist er auch so vorsichtig, an- , zudeuten, wer ihm das Gift geliefert hat, bas er verspritzt. Es ist der Bukarester Vertreter des ' „Paris Soir", Hermann, gerade kein Urfran- [ zofe, aber ein polnischer Jude, ber auf diese Art seine Wut darüber ausgelassen hat, daß er i durch das unrühmliche Verschwinden seiner Protektoren im Jnformationsministerium etwas m den Hintergrund gedrängt worden ist. Suarez hat ve- bemerkt, daß man diesem in früheren fahren iour- nalistisch leider so vernachlässigten Lande deutscher- I seits Aufmerksamkeit schenkt und daß — was ja eigentlich bei dem Volumen, das die deutsch-rumänischen Wirtschaftsbeziehungen angenommen haben, eine Selbstverständlichkeit ist - in längster Zeit eine Anzahl deutscher Zeitungen und Nachrichtenagenturen sich durch eigene in Bukarest ansässige Korrespondenten ausführlich über die Pallaschen, wirtschaftlichen und kulturellen Vorgänge des Landes informieren lassen. Das grämt Herrn Suarez ber die Berichterstattung aus Sudosteuropa anschei nenb für ein französisch-englisches Monopol ha t. Also greift er zu dem Kampfmittel der Diffamie, rung unb erfindet eine pikante Story. Die „E s färe" Berlins" — mindestens ein ganzes Bataillon Journalisten, das tagtäglich durch neue Rekruten vergrößert wird - stchen unter .dem Kommando einer klugen, eleganten und verfuh rischen Frau, bie man in Bukarest angeblich „Die schöne Spionin" nennt. Die „kleinen Soldaten Mabarns" kommen nitt verhungertem Aus sehen unb hohlen Wangen aus Deuftchland und ver wenden die ersten Tage ihrer Anwesenheit in Bukarest darauf, wieder zu Kräften zu kommen und sich ein repräsentables Aeußere zu verschaffen. Wenn sie so weit in Ordnung sind, nimmt bie „Baronin" sie in bie Hanb. Wozu, bas weiß natürlich auch Herr Suarez nicht zu berichten, weil die ganze Geschichte von A bis Z erlogen ist. Es wäre ihm ein Leichtes gewesen, sich über ben- tatsächlichen Arbeitsbereich dieser Frau, die er mit Namen nennt, bei den rumänischen Amtsstellen zu informieren. Statt dessen verleumdet er öffentlich eine Frau, die ihm nichts getan hat, nur um sich die billige Dreigroschen-Sensation der „schönen Spionin" nicht entgehen zu lassen. Ein feiner Kavalier. Die als „die kleinen Soldaten der Baronin" bewitzelten deutschen Schriftleiter in Bukarest aber kommen gar nicht erst in die Verlegenheit, an die Kollegialität dieses Schreibhelden zu appellieren, der so zynisch zwischen den Zeilen verrät, daß für ihn Journalismus unb Spionage dasselbe ist. Sie tun weiter ihre Pflicht, um die deutsche Oeftentlich- keit sachlich, offen und gründlich über die politischen, wirtschaftlichen unb kulturellen Vorgänge und Erscheinungen dieses mit Deutschland so eng verbundenen Landes zu unterrichten. Das mag auch ein Soldatentum fefn, wenn auch ein stilleres unb ernsthafteres als bas Schundroman- unb Operetten-Sol- batentum bes Herrn Suarez. Man könnte das Produkt bes Herrn Suarez Dieb Berlin, 8. Februar. (DNB.) Das Okw. gibt befannf: Au der Saarfronf etwas lebhaftere Artillerle- unb Spähtrupptätigkeit. Die Verluste der feindlichen und neutralen handelsfchiffahrt, soweit sie allein durch die Kampfmaßnahmen der deutschen Kriegsmarine verursacht sind, haben von Kriegsbeginn bis Ende Januar die Summe von 409 Schiffen mit 1 493 431 Brt. erreicht. In demselben Zeitraum wurden ferner von deut- chen Seestreitkräften 354 Schiffe mit insgesamt 607 881 Brt. zur weiteren prisenrechtlichen Untersuchung in deutsche Häsen eingebracht. In der Zeit vom 21. Dezember 1939 bis 31. Januar 1940 sind an feindlichen und neutralen Handelsschiffen in Berlust geraten: 1. nach bestätigten Meldungen 371 898 Brt. 2. nach Meldungen, die mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen Totaloerluft schließen lassen 91 898 „ leicht damit entschuldigen, daß es gegen Deutschland, gerichtet ist unb baß im Kriege alles erlaubt sei. Der französische Journalist schießt aber so wilb um sich, baß er dabei auch seine rumänischen Gastgeber empfindlich trifft. Er spricht von dem angeblich ärgerlich-gelangweilten Wesen, das der Generalsekretär bes rumänischen Propaganbaministe- riums, Dragu, bei einem beutschen Tee-Empfang natürlich ganz im Gegensatz zum Diner für Herrn Suarez am nächsten Tag! — zur Schau getragen habe, er kompromittiert ben Jnformationsminister Fabian und geht sogar so weit, den Kronrat und früheren Ministerpräsidenten A r g e t o i a n u , einem ausgesprochenen Vorkämpfer der deutschrumänischen Zusammenarbeit, die Aeußerung in den Mund zu legen: „Auch bie unter uns, die den Tatsachen Rechnung tragen zu müssen glauben unb sich gut mit Deutschland stellen, sind im Grunde auf der Seite Frankreichs". Nun, wir Deutsche sind nicht so einfältig, auf diesen allzu plumpen Versuch, das gute deutsch-rumänische Verhältnis durch Intrigen unb Klatsch zu stören, hereinzufallen. Das einzige, was Herr Suarez mit biefer naiven Giftmischerei erreicht hat — unb bie Beschlagnahme ber „Vue"» Nummer, bie seinen Artikel enthält, in Rumänien beweist das —, ist, daß er sich bei den zuständigen Stellen in Bukarest, denen er ihre Gastfreundschaft so übel lohnte, sehr unbeliebt gemacht hat. Schließlich auch ein Erfolg, wenn auch nicht in ber von ihm beabsichtigten Richtung. Wir aber empfehlen ihm, in Zukunft bie Gründe für den Rückgang der französischen Sympathien in Rumänien zunächst einmal in der eigenen Brust zu suchen. rung in weitgreifendem Ausmaße gelungen. Die deutschen Operationen haben der neutralen Schifffahrt gezeigt, daß die britische Seemacht nicht in der Lage ist, die Handelswege nach England zu sichern. Dabei haben die deutschen Seestreitkräfte im Gegensatz zu den bekannten englischen Methoden es stets vermieden, die neutrale Schiffahrt unnötigen Schikanen auszusetzen. Schiffe, bei denen kein Zweifel über den Charakter und die Bestimmung der Ladung bestand, wurden bereits auf hoher See freigelassen. Man weiß, daß die Engländer sich gar nicht die Mühe machen, die Ladung eines neutralen Schiffes auf hoher See auf Konterbande hin zu untersuchen, sondern jedes neutrale Schiff, das sie antreffen, ohne weiteres und durchaus im Widerspruch zu den Grundsätzen des Völkerrechts in ihre berüchtigten Kontrollhäfen schleppen, wo es wochen- und monatelang festgehalten wird. Auch die wegen Verdachts der Konterbande von den deutschen Seestreitkräften in deutsche Häfen eingebrachten Schiffe werden ohne jeden Zeitverlust untersucht. Die öffentlichen Sitzungen des deutschen Prisenhofes haben aller Welt bewiesen, daß vor ihm auch der neutrale Reeder vollauf sein Recht bekommt. Das wird auch von unvoreingenommenen Neutralen durchaus anerkannt. Zahlreiche Dankschreiben neutraler Firmier beweisen das. So haben erst kürzlich wieder drei ausländische Firmen als Dank für die faire Behandlung eines Prisenfalles dem Winterhilfswerk 1500 RM. in Devisen übersandt, wohl der beste Beweis, daß das deutsche Prisenverfahren in neutralen Kreisen volle Anerkennung gefunden hat. Immerhin ist die Verwirrungstaktik der englischen Meinungsmacher in anderen neutralen Kreisen nicht ohne Einfluß geblieben, wie man aus einigen lamentierenden Betrachtungen in der skandinavischen Presse ersehen kann. Das von London ausgegebene Stichwort „Deutsche Barbarei gegen friedliche neutrale Handels- dampfer" hat hier tatsächlich ein Echo gefunden, wobei man sich nur über die Kurzsichtigkeit wundern muß, mit der gewisse „kleine neutrale" Soldschreiber dem Schwall der britischen Greuel- meldungen begegnen. Bei näherem Zusehen ergibt sich nämlich auch in diesem Falle ein völliges Durcheinander und Gegeneinander der in England publizierten Meldungen über neutrale Schiffsver- luste. Einerseits haben die Briten großes Interesse daran, die neutralen Schiffsverluste durch deutsche Einwirkung als möglichst umfangreich er« scheinen zu lassen, um dahinter die britischen Der- Huste zu verstecken und gleichzeitig dem bösen Feind vorzuwerfen, er führe seinen Krieg lieber gegen die kleinen schwachen Neutralen, als gegen das starke England. Andererseits muß chnen daran liegen, die neutralen Schiffsverluste als möglichst gering auszugeben, denn es macht sich natürlich nicht gut, wenn es heißt, daß unter Kriegsschiffsbedeckung fahrende Geleitzüge den neutralen Schiffen keinen Schutz bieten, und daß die Be- Nutzung der Seewege an der englischen Todesküste mit höchster Gefahr verbunden ist. Aus dieser Gegensätzlichkeit der propagandistischen Absichten entsteht dann jener Nachrichten-Kuddelmuddel im englischen Rundfunk, der schon so oft unsere stille Heiterkeit erregt hat. Wenn einige sogenannte neutrale Zeitungen stattdessen einen sentimentalen Weinkrampf vorziehen und sich über die deutsche Seekriegführung beklagen, wenn gewisse neutrale Reedereien aus der gegebenen Sachlage nicht die Konsequenzen ziehen, sondern ihre Schiffe und Mannschaften auch weiterhin die riskanten Todesfahrten nach England antreten lassen, so scheint uns hierfür allerdings wertiger der britische Meldungswirrwarr als vielmehr die Aussicht auf einen anormalen Geldverdienst maßgebend zu sein. Gewiß, wir können den Kriegsgewinnlern in Neu- tralien ihre Geschäfte nicht verbieten und wollen es auch nicht, aber dann sollen diese Leute, die aus dem nassen Tod ihre Prozente ziehen, auch nicht so unverschämt sein und uns empörte Dorwürfe machen. Denn es ist ja nicht Deutschland gewesen, das den unmenschlichen und völkerrechtswidrigen Blockadekrieg begonnen hat, sondern England, dasselbe England, das nun unter dem Druck der deutschen Gegenwehr die Neutralen mit ver- lodenben Gewinn - Angeboten veranlassen möchte, ihr Leben und ihre Schiffahrt für Albion zu riskieren. Größte Entrüstung unter den Iren Amerikas. Neuyor k, 8. Febr. (DNB.) Die Erregung unter den Amerikanern irischer Abstammung über die Vollstreckung des Bluturteils an den irischen Freiheitskämpfern hält unvermindert an. Der Neuyorker Ärenbund veranstaltet am Montag eine Massenversammlung als Auftakt für einen finanziellen Werbefeldzug zugunsten der irischen Republikanischen Armee. Der soeben in Neuyork eingetroffene irische Dichter und Schriftsteller Liam o f L a h e r t y verurteilte in scharfen Worten die Hinrichtung. Eine kluge, in einen Existenzkampf verwickelte Regierung sollte sich hüten, sich einen neuen Gegner zu schaffen. Laherty glaubt, daß das nord- irische Problem innerhalb Jahresfrist gelöst werde. In einer Zuschrift an die New York Times kündigt James Brislane an, daß der Feldzug der IRA so lanqe fortgesetzt werde, bis keine englischen Truppen mehr auf irischem Boden ständen und die dauernde englische Einmischung in irische Angelegenheiten aufhöre. Die Vereinigten irischen Gesellschaften Neuyorks nehmen am Montag an einer kirchlichen Feier für die beiden Hingerichteten Freiheitskämpfer teil. Das mit Trauerrand erschienene Hauptorgan der Amerikaner irischer Abstammung, rish Echo", ist eine leidenschaftliche Anklage gegen die „britischen Mörder", die für ihr neuestes Verbrechen teuer zu zahlen haben würden. England behauptet auch heute wieder für die Demokratie zu kämpfen, entyalte aber diese Demokratie dem Jrenoolk vor. Gott habe ein Irland geschaffen, aber die Engländer hätten Irland mit Drohungen und Menschenleid auseinandergerissen. Die neuesten Mord- opfer Englands hätten wie George Washington an Freiheit und Unabhängigkeit geglaubt und seien als Märtyrer einer ruhmreichen Sache in den Tod gegangen. Die republikanische Armee befinde sich m i t England im Kriege, deshalb stelle die Hinrichtung zweier Mitglieder eine Verletzung des Völkerrechtes dar, worauf England allerdings nie etwas gegeben habe. Die sogenannten Hinrichtungen seien nichts anderes als kaltblütiger Mord und England werde dafür zur Verantwortung gezogen werden. Sabotageakte in England. Großer Flugzeugschuppen zerstört. Gens, 9. Febr. (Europapreß.) Laut französischen Blättern bildet ein neuer großer Sabotageakt in England den Gegenstand fieberhafter Nachforschungen der Polizei. Ein Großfeuer, über dessen Ursache man vorläufig noch im Dunkeln tappt, hat nämlich auf dem Flugplatz von Rom- f o r d, östlich von London, einen großen Flugzeugschuppen zerstört. Acht große Flugzeuge und fünf wertvolle Flugzeugmotoren fielen den Flammen zum Opfer. Das Feuer, dessen Widerschein man bis weit in die östlichen Teile Londons hinein sehen konnte, rief eine panikartige Stimmung hervor. Untersuchungen sind im Gange. Bisher hat man aber noch keine Spur gefunden. Man befürchtet, vor einem neuen Akt politischer S a - b o t a g e zu stehen. Die erste Folge des Brandes war eine Verstärkung der Wachen des um London gelegten Ringes von Militär- und Zivilflugplätzen. Im Zusammenhang mit diesem Großbrand wird von einem weiteren großen Brand berichtet, der am Donnerstagmorgen in einem östlichen Vorort Londons ausbrach. Auch hier sucht die Polizei noch vergeblich nach Spuren. Wenn auch der Materialschaden in diesem Falle nicht so groß war, so war der Brand insofern zu bedauern, als drei Kinder den Flammen zum Opfer fielen. Die beiden Brände in Groß-London haben zusammen mit der Hinrichtung der beiden Iren zu einer großen Anzahl von Vorsichtsmaßnahmen geführt. In der City wie in den Vororten werden alle öffentlichen Gebäude, die großen Bahnhöfe, Elektrizitätswerke und Themsebrücken scharf bewacht. Englische Kirchenfürsten hetzen gegen Deutschland. Amsterdam, 8. Febr. (Europapreß.) Chamberlain hat auf der Suche nach neuen Reklamemöglichkeiten und Hilfstruppen die Kirchenfürsten der englischen Kirchen als willfährige Werkzeuge auf Werbereisen geschickt, und zwar zunächst nach Skandinavien, wo diese streitbaren Kirchenapostel der englischen Kirchen eine Zusammenkunft mit ihren skandinavischen Kollegen haften. Auf dieser Konferenz hat sich besonders wieder der bereits sattsam bekannte Erzbischof von Port hervorgetan, der sich zusammen mit dem Erzbischof von Chichester, dort zum Wortführer der „guten englischen Sache" aufmarf. Er vertrat dabei auch in Skandinavien die längst bekannte englische Pharisäerthese, daß die Engländer als Christen nichts gegen die Deutschen hätten. Wenn der Krieg im allgemeinen eine Sünde sei, so mache der jetzige aber doch eine Ausnahme; denn es sei für England und Frankreich ein moralischer Krieg, weil sie „verpflichtet" gewesen seien, den Polen zu Hilfe zu kommen. Wie diese Hilfe für Polen aussah und daß Polen gut daran getan hätte, sich nicht auf die Engländer zu verlassen, sondern der Stimme der Vernunft zu folgen, vergißt der Herr Erzbischof wohlweislich. Schließlich brach er auch auf dieser Tagung wieder eine Lanze für die englischen imperialistischen Kriegsziele, deren Verwirklichung er als eine Conditio sine qua non für England bezeichnete. Es ist bezeichnend, daß die skandinavischen Bischöfe sich einer Stellungnahme zu den Ausführungen ihrer englischen Kollegen enthalten haben. England sabotiert die Qaäkeraktion für die polnische Bevölkerung. Krakau, 8. Februar. (DNB.) Die von der amerikanischen Quäkerorganisation und dem amerikanischen Roten Kreuz eingeleitete Aktion zu Gunsten der unter den Folgen des von England herausbeschworenen Krieges notleidenden polnischen Bevölkerung ist vorerst insofern unmöglich geworden, als die für die polnische Bevölkerung bestimmten Schiffstransporte der amerikanischen Quäkerorganisation und des amerikanischen Roten Kreuzes mit Lebensmitteln und Bekleidung von den Engländern in Gibraltar angehalten worden sind. Alle Bemühungen der Quäker, die Freigabe zu erzwingen, sind bisher vergeblich gewesen. Das polnische Blatt „Goniec Krakowskistellt unter der bezeichnenden Ueberschrist, „So dankt uns England" fest, daß diese Nachricht bei allen Polen die größte Erbitterung Hervorrufen wird. Das also sei die Krönung jener egoistischen und zynischen englischen PoMk, deren Opfer das polnische Volk geworden sei. Enttäuschte Hoffnungen. Schon seit Wochen ist die Neuyorker Börse recht schwach gestimmt und die letzten Berichte lassen ein weiteres Abgleiten der Kurse als wahrscheinlich erwarten. Die Eisen- und Stahlproduktion, die noch immer ein Rückgrat der gesamt- amerikanischen Wirtschaft ist, meldet rückgängige Auftragsbestände. Unmittelbar nach Ausbruch des englischen Krieges hatten sich die Verbraucher sehr reichlich eingedeckt und es bestand deshalb in der amerikanischen Stahlindustrie eine Auftragsfülle, wie seit langen Jahren nicht mehr. Obwohl nun die Bundesregierung riesige Bestellungen für Heer und Flotte vergibt, so sacken doch die Aufträge allmählich zusammen. Und dabei sind wir schon an einen wunden Punkt der amerikanischen Wirtschaft angelangt. Die smarten Pankees haben nach dem Kriege, einmal etwa zwischen 1921 und 1925 und dann zwischen 1929 und 1933, zum ersten Male ganz tiefe Wirtschaftskrisen erlebt, die ihnen an die Knochen gegangen sind. Sie waren bisher nur gewöhnt, in Zrenmord. In Birmingham sind die beiden Ären Peter Barnes und James R i g a r d s hingenchtet wor- den. Sie sollen Bombenanschläge verübt haben und Mitglieder der Ira, der irischen Organisation, die für die Frei^it ganz Irlands kämpft, gewesen sein. Ihre Schuld wurde mit zureichenden Gründen be- stritten. Der in Irland (Eire) lebende Führer die. ler Organisation hat an den Präsidenten seines Landes Eamon de Valero, appelliert, er möge an die englische Regierung einen Appell richten, die Todesstrafe um einige Tage zu verschieben, da die beiden Ären nachweislich unschuldig seien. Tom Barry, ein bekannter irischer Führer, der nicht der Ira anaehärt, hat das Gleiche gefordert, zahlreiche irische Städte haben die Forderung unterstützt. Der Präsident von Eire hat Vorstellungen in London erhoben. Er hat, wie alle Ären, darauf hingewiesen, das Verfahren gegen die beiden Iren sei ungesetzlich, denn die Indizien, auf die sich das Urteil stützte, seien nicht auf die beiden Verurteilten zu- tt ess end. Die beiden Iren hätten die Schuld an der Explosion in Coventry bis zuletzt geleugnet und England lause Gefahr, einen Äustizmord zu begehen. Es hat alles nichts genützt, Eng- land hat den Mord begangen, ohne das Verfahren noch einmal in aller Oeffentlichkeit aufzurollen und den irischen Führern Gelegenheit zu geben, ihre These von der Unschuld der beiden Gemordeten zu beweisen. „Der beste Ire ist der tote Ire", rief bei der Un- techausdebatte im Jahre 1842 ein ehrenwertes Mit. glieö des englischen Parlaments aus, als die furchtbare irische Hungersnot und ihre Folgen zur Sprache kamen. Mit brutaler Gewalt und kaltschnäuziger egoistischer Grausamkeit hat England ein Exempel statuieren wollen und hat da. mit ganz Irland in das Lager der Ira getrieben, die die Kämpfer für Irlands Freiheit sind. Was die Ären am Ostermontag 1916 au dem damals vergeblichen Kampf in Dublin trieb, hatte der Führer Äefes Freiheitskampfes, Patrik P e a r c e , dahin formuliert: „Wir erklären, daß das Recht des irischen Volkes auf den Besitz von Irland und die unbeschränkte Gewalt über irische Geschicke souverän und unantastbar ist". Dieser Kampf ist, seit 1150 mit der Ausrottungspvkitik eines ganzen Volkes durch die Briten begonnen worden, um- so lebhafter entbrannt, und die Ära, die der britischen Gewalt mit Gewalt entgegentritt, wird die Unerstützung der Iren der ganzen Welt finden. den Vereinigten Staaten das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sehen, wo es eigentlich keine Krisen, sondern nur Geschäftsabschwächungen gab. Jetzt lernten sie die Vollgewalt einer Wirtschafts, krise mit allen sozialen Folgen kennen. Und seither haben sie eine gründliche Abneigung gegen langfristige „Investitionen" großen Stiles, d. h. sie wollen ihr Geld nicht „verbauen" ohne die unbedinate Sicheicheit einer dauernden Rentabilität ihrer An« lagen zu haben. Da auch die Löhne der gelernten Arbeiter sehr hoch sind, so herrscht in den Vereinigten Staaten eine ausgesprochene Baumüdigkeit. Baumüdigkeit im weitesten Sinne gefaßt, also einschließlich der Errichtung von Maschinen, Bahnen, Kraftanlagen und dergleichen. Diese psychologische Einstellung drückt jetzt — nachdem der erste Rummel der überstürzten „Ein- bedungen" vorbei ist — sehr erheblich auf den Geschäftsgang. Glänzend beschäftigt sind dagegen die Flugzeugfabriken. Die Aufträge der bereinigten Staaten selbst sind so groß, daß dadurch Lieferfähigkeit und Lieferbereitschaft an die Westmächte eingeschränkt wird. Gleichzeitig stellt sich her- aus, daß Die Fabriken zur Herstellung von Flugzeugmotoren stark hinter der Leistung der Fabriken Zurückbleiben, die die Flugzeugkörper Herstellen. Und es ist nun überaus bezeichnend, daß selbst in der Flugzeugindustrie ein erheblicher Widerwille gegen eine Erweiterung der Produktionsstätten besteht, weil die Industriellen nicht auf Anlagen sitzen bleiben wollen, die bei einem Nachlassen der jetzigen starken Nachfrage nur „Zinsen fressen", ohne eigentlich nur nutzbar zu sein. Seemannssprache! Von Alwin pietsch. „Backbord ist links und Steuerbord rechts", heißt es in einem Shanty (Seemannslied). Warum aber gerade Backbord links? Die Erklärung ist darin zu suchen, daß bei den Wickingern das Ruder (Steuer) in Form eines Riemen (= Ruder, dient zur Fortbewegung des Bootes, zum Pullen) an der rechten Bordwand befestigt war. Der Steuermann faß also rechts, an Steuerbord, während er den Rücken (engl. back) der linken Seite des Bootes zukehrte. Daraus entstand Backbord. Steuerbord ist die vornehme Schiffsseite, deshalb liegt auch die Kajüte (Wohnraum des Kapitäns) an Steuerbord, und zwar mittschiffs (in der Mitte des Schiffes). Mit dem Ole (auch Käppn genannt = Kapitän) wohnen hier auch die Mittschiffsgaften (Steuermann, Ingenieur ufw. — Gast, Mehrzahl Gasten, mit einer Erläuterung davor bezeichnet die Tättgkeit der Crew, der Besatzung, z. B. Signalgast), die Jan- maaten (Mattosen) dagegen haben ihre Logis oder Joxil unter der Back. Logis als Wohnräume dürste auch an Land bekannt sein, Foxil ist aus der Zusammenziehung der drei englischen Wörter betöre the castle (vor dem Schloß) entstanden. „B a ck" im Gegenteil zur „S ch a n z" (Achterdeck, achtern ist hinten) nennt man das vordere Deck (Deck — zu vergleichen mit Stockwerk — nennt man das Oberdeck bei eindeckigen Fahrzeugen, z. B. Frachtdampfer. Passagierdampfer Haden mehrere Decks, z. B. Promenadendeck, Zwischendeck usw.). Doch darf man Back und Schanz nicht mit Bug (vorderste Teil des Schiffes) und Heck (Hintere Teil des Schiffes) verwechseln. Das Wort Back hat noch mehrfache Bedeutung. Eine Back kann auch ein Tisch sein, daher auch „Backen und Banken", das Klarmachen (Herrichten) der Tische und Bänke zum Essen. Hier spielen die Back schatte r eine große Rolle (Backschafter = Essenholer). Auch Eß - back und F l e i s ch b a ck (flache Schüsseln) beiwhgt mon beim Essen, man ttinkt aus einer Muck (Tasse) und wenn alle satt sind, wird a b g p b a rf t, d. h. das Geschirr weggeräumt und gespült. Der wichtigste Mann bei Backen und Banken ist natürlich der Smutje (Koch), der in der Kombüse (Küche) mit einem Politikus (Löstet) in der Hand hinter feinen Pötten (Töpfe) steht. Ist nun eine Landratte zum erstenmal an Bord (auf dem Schiff), dann kann es vorkommen, daß der Magen, durch das Rollen des Schiffes (Rollen ist eine zusammengesetzte Bewegung aus Schlingern und Stampfen — Schlingern ist die seitliche Bewegung des Schiffes um seine Längsachse und Stampfen die Schiffsbewegung in der Längsrichtung um seine Querachse, das „Auf und Ab") beeinflußt, sich des Essens wieder entledigen möcyte. Dem Seekranken wird erst etwas komisch zu Mut, dann fangen die Bulleys und Schot- t e n (Fenster und Türen) an zu tanzen, mit der Hand vor dem Mund eilt er die Niedergänge (Treppen) rauf an Deck, torkelt (vorausgesetzt, daß er bis an Deck kommt) zur Reeling (Geländer um die Bordwand), macht eine Rumpfbeuge vorwärts und unterzieht sich der Tätigkeit, die der Seemann mit „Reihern" bezeichnet. Sollte nun der eine ober andre Leser mal in eine derartige Situation kommen, so könnte ich ihm noch empfehlen, trotz all der Minderwertigkeitsgefühle, die in ihm aufkommen, denn man fühlt sich da nicht mehr als Mensch, nicht durchzudrehen (Nerven verlieren) und in L e e zu reihern. Lee ist die Seite, nach der ber Winb weht und Luv die Richtung oder Seite von der der Wind kommt. Ich glaube das rechtfertigt meinen Rat. Wenden wir uns nun einmal der Tättgkeit der Crew zu. Auf einem gewöhnlichen Frachtdampfer oder Segelschiff hat man zirka 12 Janmaaten. Die werden nun in meistens zwei Gruppen, in „W achen" eingeteilt und je nachdem auf welcher Seite des Schiffes sie bei Allemcmnsmanövern (das sind Arbeiten, zu denen die gesamte Besatzung gebraucht wird) ihre Stationen haben (Stationen - Arbeitsplätze), mit Backbord- bzw. Steuerbordwache bezeichnet. Diese beiden Wachen losen sich vierstündlich ab, Tag und Nacht, denn es kommt recht selten vor, daß der Seemann mal eine Bur- nacht (Bauernacht, d. h. er kann die ganze Nacht hindurch torfen = schlafen) hat. Während der Freiwache (Freizeit, Ruhe) wird gegessen und gefilzt ober gemulcht (beibes die Bedeutung von schlafen). Die Wache (= Dienst) dagegen hat alle vorkommenden Arbeiten zu erledigen. Ein Mann ist Rudergänger (der Mann, der das Schiff steuert). Er muß immer Kurs (Fahrtrichtung) halten, sonst sitzt er bald auf Dreck (z. B. Sandbank), bas Schift havariert (durch Unglücksfall hervorgerufene Beschädigung des Schiffes), bekommt ein Leck (Loch) und säuft ob (sinken). Havarien können aber auch durch Kollisionen (Schiffszusammenstoß) hervorgerufen werden. Um dies zu verhindern, ist im Krähennest (nicht Mastkorb) im Dortopp = ! Spitze des vordersten Mastes (nicht Mastbaums) der Ausguck (Wachposten), ber alle Vorkommnisse meldet. Bei kleineren Schiffen (mit Schiff, im Gegensatz zu Boot, bezeichnet man größere seegehende Fahrzeuge) steht der Ausguck auf der Back. Der Ko fixe lrnaat (Hilfskraft ber Navigation = Schists- lenkung)' errechnet den Kurs, macht Peilungen ! (Richtungsfeststellungen) und Eintragungen ins Logbuch (Schiffstagebuch). Der Rest der Wache bedient die Segel (bei Dampfern die Kessel und Maschinen), malt (anstreichen), macht Reinschiff („Hausputz") usw., und ber Moses (Schiffsjunge) sieht seine wichttgste Tättgkeit im Glasen (Ausläuten der halben und vollen Stunden mit ber Schiffsglocke). Zum Schluß wäre noch zu sagen, baß ein Schiff in See geht (nicht sticht), baß ein Dampfer fährt, ein Segelschiff bogegen segelt, es geht von einem Hasen zum andern und läuft ein bzw. aus. Ein Schiff hat auch keine Fahne, sondern eine Flagge. Und wenn ein Schiff auf See ist (-- auf dem Meer, ! eine Welle wird auch als See bezeichnet) und Sturm 1 aufkommt, bann denkt der Seemann noch lange nicht ans Kentern (umkippen). Wenn das Schiff überliegt (d. h. durch den Druck des Windes auf einer Seite liegt), drückt er den Südwester (Hut aus wasserdichtem Oelzeug) fester auf den Kopf, und wenn dann wieder eine Bo (plötzlicher Windstoß) kommt, ruft der Ole seinen Janmaaten zu: „Jungs hol fast!" Uebcrrafdienhe Ergebnisse heimischer Landesforschung. Dem Leiter des Wetterau-Museums zu Friedberg (Hessen), Dr. Hermann Roth, ist es durch Grabungen auf dem Burgberg in den Jahren 1936 bis 1939 geglückt, das von Taritus (Annalen, Buch I, Kapitel 56) genannte Kastell des Dru- sus und Germanicus auf dem Berge Taunus (in monte Tauno) nachzuweisen, eine Tatsache, die inzwischen von allen zuständigen ©teilen Anerkennung sand, darunter dem Archäologischen Jnstttttt des Deutschen Reiches (Frankfurt am Main) und der Reichs-Limeskommission. Aber nicht genug damit! Der Leiter des von ihm 1938/39 völlig erneuerten Wetterau-Museums mit seiner prächtigen vorgeschichtlichen und römisch-germanischen Abteilung hat nun auch in einem Dor» trag des Friedberger Geschichtsvereins den bered)» ttgtes Aufsehen erregenden Nachweis erbracht, daß tun ober taun (= Zaun; lateinisiert: taunum) der germanische Namen von Friedberg ist. Das ger» manische tun ober taun entspricht dem keltischen bun und dem englischen toron und bedeutet „umzäunte Siedlung". Und die sttategisch ungemein wichtige auf stenein Basaltfels gelegene Feste Taunum gab dem unter Kaiser Hadrian in der Wetterau geschaffenen Verwaltungsbezirk, der civitas Taunensium, den Namen. Das heißt: Friedberg (launum) gehört fortan zu den ganz wenigen deutschen Städten, deren germanischer Namen bekannt ist. Eine weitere Besonderheit in der ehrwürdigen Geschichte der ehemaligen Freien Reichsstadt bleibt es schließlich, daß der Sinn von „Taunum" und von „Friedberg" sich restlos deckt! Nicht weniger beachtlich ist Roths Hinweis, daß die Bezeichnung Taunus für die schmale Bergkette von Wiesbaden bis Butzbach erst um 1790 aufkam, da Gelehrte wähnten, hier das von Tacitus angeführte Gebirge (mons) gefunden zu haben. Was wir heute unter Taunus verstehen, hieß bis zur Eröffnung der Taunus-Bahn von Frankfurt nach Wiesbaden im Jahre 1840 nie anders als die Höhe und das Gebiet nordwestlich nach der Lahn hin der Heirich. Eine ausführliche Darlegung der hier angeschnittenen Fragen erscheint demnächst als Broschüre im Buchhandel. Zeitschriften. — Unter dem Motto: „Modisch — und doch sparsam" geht d i e „M o d e n w e 11", die mit dem Ultta-Moden-Album vereinigt wurde, ins kommende Frühjahr. Das soeben erschienene bunte Heft bringt 170 Modelle, die das modisch Neue zeigen, aber auch die Gegebenheiten der Kleiderkarte berücksichtigen. Für Vollschlanke und Kinder gibt es mehrere Seiten. Außerdem enchält die „Modenwelt" neue Stoffe und Hüte, zeitgemäße Umänderungen und Schnitte- und Bügel-Bogen als Beilagen. — Baltische Adelige und Bauern, Wissenschaftler und Kaufleute, Männer und Frauen, Greise und Kinder, aufgenommen kurz nach ihrer Heimkehr ins Großdeutsche Reich, zeigt das Fedruarheft der neuen I i n i e (Verlag Otto Beyer, Leipzig). Zu diesen Fotos hat der Dichter Edzard Schaper, der selbst zu den Heimkehrern gehört, einen Aufsatz geschrieben, in dem er die Schicksale dieses deutschen Stammes schildert. In dem gleichen geistigen Raum spielt die spannende Novelle, die wegen ihres soldatischen Problems gerade heute viele nahe berühren wird. — Ein größer Beitrag ist Krakau gewidmet, mit Aufnahmen, die von der Schönheit dieser Stadt deutscher Kolonisation zeugen. — Auf farbigen Seiten ftt die Wohnungseinrichtung eines jungen Paares miebergegeben, das mit begrenzten Mitteln unter das Dach zog, um dort mit Hilfe alter und neuer Möbel {eine Wunschvorstellung zu verwirklichen. Avhr«, ^llen imb ^ben, tu «Meng *5 St ®?Ä «, d° X * £ W bet hy. $ °nbon et, We|eil ; u"»°>4 ™= n s» * «n bet M m J.a» b„ b»r Un. wtesfUa, 7 furcht. °tzn M und kch. r EnglM W hat dü. getrieben, l'nd. K; amals ntr. >er Führer! “:*■ Jt des iri. । d und dj, Me jou. fer Kamps eines gan. ^en, um. der bcki. ^wird btt finden. unbegrenz. Eich keine rngen gab. Virtschasts- ünd seither >egen lang. . h. sie wob unbedingt ihrer An- r gelernten n Bereinig. ^Müdigkeit. |t, also «in« n, Bahnen, ft seht - rzten „Ein« uf ten Ze- xigegen die ! der Der- »atz dadurch i die West« eilt sich her- von Flug- er Fabriken Herstellen. aß selbst In Widerwille isstätten beklagen sitzen en der jetzi' essens ohne -rau geschas' faunensiM mim) gehört en Städte", Line weitere chte der MA WJit - die schm» ich ml?« ton I««* * iA bis i» intfurt «j als di« V. üaljnlli'ib" »t hier ange* ps »» , unb Wj , ins tjnj te bunte hkst rneue -kiO ieilag^' Ä; .ruarW z, n « iK’Ä WL. «" ft» nrt Lib Kr mt ^' L off' lluug ru Das erste LlBoot für die deutsche Marine MchseinheMe Hochschul-AMemenoronung. WWW« Unser Bild zeigt „U 1", das erste Unterseeboot, das für die deutsche Marine im Jahre 1906 — 230 Tonnen groß — gebaut wurde. — (Scherl-Biloerdienst-M.) Durch Erlaß des Reichserziehungsministers ist eine neue Assistentenordnung für alle Wissenschaft' lichen Hochschulen des. Reiches geschaffen worden. Während früher der Prioatdozent in keinerlei festem Verhältnis zur Hochschule stand _ und in keinem Fall Beamter war, während früher der Hochschulassistent nur in einzelnen deutschen Ländern Beamteneigenschaft hatte, in andereen dagegen lediglich wissenschaftlicher Angestellter war, während schließlich die Vergütung sowohl für Dozenten wie für Assistenten höchst unregelmäßig gestaltet war, werden nach der neuen Ordnung alle Dozenten und Assistenten, die zusammen den wissenschaftlichen Nachwuchs der deutschen Hochschulen bilden, in das Beamtenverhältnis berufen und erhalten damit eine angemessen gestufte Vergütung zugewiesen. Die Bezüge entsprechen denjenigen eines Anwärters auf eine planmäßige Eingangsstelle des höheren Dienstes, d. h. also derjenigen eines Regierungsaffesfors, Gerichtsassessors oder Studienassessors. Die Ernennung zum wissenschaftlichen Assistenten setzt auch keine längere Dorbe- reitungszeit voraus als diejenige zum Regierungsassessor oder Gerichtsassessor. Wenn auch über das akademische Abschlußexamen hinaus regelmäßig bte Erlangung d e s Doktorgrades gefordert wird, so wird doch die damit verbundene Mehr« anforderung an Zeit dadurch wieder ausgeglichen, daß der wissenschaftliche Assistent einer kürzeren praktischen Vorbildung bedarf. Seine Einstellung ist bereits möglich, wenn Studium und praktische Vorbildung auf dem erwähnten Fach' gebiet insgesamt die Zeit von 6Vz Jahren erreicht haben, wobei die Zeit zur Vorbereitung auf das Doktorexamen eingeschlossen ist. Die Rechtsstellung eines außerplanmäßigen Beamten beseitigt die vielerlei Unsicherheit, die mit der Stellung des wissenschaftlichen Assistenten nach der verschiedenen Ausgestaltung des Assistentenrechts in einzelnen deutschen Ländern bisher verbunden war. Naturgemäß wird nicht jeder wissenschaftliche Assistent das erstrebte Ziel als planmäßiger Hoch- schullehrer erreichen. Die Voraussetzungen, unter denen fein Ausscheiden aus dem außerplanmäßiyen Beamtenoerhältnis herbeigeführt werden kann, sind für die Zukunft jedoch so geregelt, daß berufliche Nachteile soweit möglich vermieden werden. Mit dem U-Boot auf Fahrt nun 3n unrbacketimit wenig Jett und Siem ? Dlese Jmge beantwortet zuverlässig mein neues. Sine anzahl dieser Rezepte werde ich laufend in den 'Zeitungen und Zeit* Schreiben Sie mir bitte. Ein verdienter Ä-Boot-Konstrnktenr Am 12. Februar 1940 vollendet der deutsche U-Boot- Konstrukteur Dr.-Jng. E. A. T e ch e l sein 70. Lebensjahr. Hans Techel begann seine Jngenieurlaufbahn bereits im Jahre 1895 im Schiffsbau und hatte vor allem seit dem Jahre 1907 einen hervorragenden Anteil an der Entwicklung d e s Unterseebootbaues. Durch diese seine eigentliche Lebens- arbeit wurde sein Name in der ganzen Fachwelt bekannt. Von den Booten U 5—8 bis zu den sog. U-Boot-Kreuzern am Ende des Weltkrieges hat Hans Techel fein Können auch in den Dienst der Seekriegführung während des Weltkrieges gestellt. Aber auch nach dem Weltkrieg war Techel ununterbrochen in der Kriegsschiffskonstruktion tätig geblieben. Seine immer neugewonnenen Erfahrungen trugen ein gut Teil dazu bei, daß bei Wiederaufnahme des deutschen U-Boot-Baues ausgereifte und moderne Konstruktionen greifbar vorlagen, deren Erfolge wir heute so oft vernehmen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) rohre bewässern." w K Völlige Stille herrscht im Boot, Erwartung und Ruhe Jeder Mann hat feine Gefechtsstatton mne. Die Mündungsklappen der Rohre werden geöffnet, kaum hörbar flüstern die Torpedobedienungen ihren ..Aalen" zärtliche Wünsche zu. Plötzlich zwei Helle scharfe Detonationen Wasser- ' bomben? Sind wir gesehen? Fliegerbomben? Der Oberkommandierende der Orientarmee fn Syrien, General Weygand, ist aus Beirut kommend in Kairo ein getroffen. In seiner Begleitung befanden sich mehrere Gen-eralstabsosfiziere. General Weygand wird zusammen Mit dem englischen Militärkommandanten von Palästina, General Wavel, sowie mit dem Ehef der ägyptischen Armee die militärischen Befestigungen in der südlichen Wüste besichtigen. In der Nähe von Jerusalem kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen britischen Patrouillen und bewaffneten arabischen Aktivisten. Die Engländer hatten rund 30 Tote und 60 Verwundete, die Araber 8 Gefallene und rund 20 Verwundete. * In Paris sind der türkische General C h a l i s l a r, früher Inspekteur der türkischen Armee, und eine Abordnung türkischer Presseleute eingetroffen als Gäste der französischen Regierung. Das amerikanische Abgeordnetenhaus nahm die bereits vom Senat gutgeheißene Vorlage für den Sonderhaushalt an, die für Wehrzwecke und Neutralitätsmaßnahmen, wie den Pa- Bevölkerung ist demgegenüber die Meinung verbrei- tet, daß die Regierung diese Jugendlichen zu Hilfssoldaten ausheben und zu bestimmten Arbeiten hinter der Front ein setzen wolle. reife Früchte vom Baum purzelten die Brückenwächter in die Zentrale. „Turmluk ist dicht." Schon rauschte das Wasser in die Tauchtanks, das Boot neigte sich, der Zeiger im Tiefenmanometer kletterte, dann war das Boot durchgependelt. „Schraubengeräusch an Backbord — Zerstörergeräusch an Backbord." „Ruhe im Boot! Schleichfahrt!" gibt der Kommandant. „Auf x-Meter gehen." Atemlose Stille im Boot. Da! Nun hört man ihn sogar mit bloßem Ohr. Jitjitjitjitjit — ekelhaft! Dann schwirrt und klingelt er über uns dahin. Wenn sie jetzt nicht kommen, die Wasserbomben — wenn sie jetzt — jetzt — nicht kommen... „Zerstörergeräusch wird schwächer, wandern nach Backbord voraus!" _ „Uff!" sagt der Zwo-W.O. „Wenn der gewußt ^linier' Boot ändert Kurs, zackt ein Stück ab und taucht wieder auf. Reine Luft ringsum. Nun geht's mit großer Fahrt auf Lnlaufstellung. Gelegentlich -eigen kleine, schwarze Rauchballen hinter der Kimm, daß der Geleitzug brav seinen Kurs halt. Endlich kommt das „auf Tauchstationen! und das Boot bezieht feine Lauerftellung. Wieder sickern die Minuten, unterbrochen durch lakonische Meldungen. Zuweilen gibt der Komman- baut durchs Boot, was ihm das für Sekunden ausgefahrene Sehrohr zeigt. Er zählt fünf einen davon als Spitzenreiter, einen an Backbord des Geleitzuges, drei gestaffelt an Steuerbord, in der Mitte „Dampfer die dicke Menge'. Der Kommandant: „Torpedowache Achtung! Bug- „Auf x-Meter gehen!" Rasch senkt sich das Boot, seine Aale laufen ihren tödlichen Weg auf die gestaffelt fahrende letzte Kolonne des Geleitzuges zu. 8.34 — noch kreist der Zeiger der Stoppuhr. Fehlschüsse? Ist die Laufzeit schon um? Und dann bricht die Detonation durch das Boot, hart, hell und schüttelnd. Gleich darauf eine zweite. Dann ist wieder alles still. Wir bleiben im Keller, denn von achtern kommt ein Zerstörer heraufge- jitelt. ,,2) er Feger", wie wir chn nennen, der den Geleitzug von hinten sichern soll. Soll ... „Was meinen Sie, waren das Treffer?", fragt der Kommandant. „Einwandfrei", entgegnet der Torpedomaat und lacht. Dr. Wolfgang Frank Oie Januar - Gaustraßensammlunaen des WHW. eine fast hundertprozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Berlin,«. Sehr. (DNS.) wie schon beim Opfer- sonnlag im Januar, so hat das deutsche Volk auch die Gaustrahensammlungen des kriegs- Mnlerhllfswerkes zu einem überwältigenden Dienst der inneren Front gestaltet: nicht weniger als 13 048 650,49 R7U. wurden geopfert. Gegenüber dem Januar 1939 steigerte sich das Ergebnis um die geradezu ungeheure Summe von 6 384 910,54 R21L, also um 95,82 v. h., während der Durchschnitt pro Kopf eine Zunahme von 8,33 auf 16,8 aufwies. Kleine politische Nachrichten. Arn 23. Februar, dem Todestage Horst Wessels, wird der Aufklärungsdienst der SA. eine Feierstunde „SA. an der Front" gestalten, die einen Einblick gibt in den Einsatz der SA. bei der Befreiung Danzigs, des deutschen Ostens und der Verteidigung des Reiches gegen die westlichen Pluto- kratien. Die Sendung wird — 20.15 Uhr — von allen deutschen Sendern übertragen. * In einer Jugendfilmstunde der Berliner HI. werden am kommenden Sonntag zwei H I- Filme „Der Marsch zum Führer" und „Die Erde ruft" urauf geführt. Im ersten Film ist das Erlebnis des Abolf-Hitter-Marsches festgehalten, der alljährlich im Sternmarsch zum Reichsparteitag nach Nürnberg führt. Die zweite Film gibt einen Querschnitt durch das Leben des Landdienstes der HI. * Die holländische Regierung will binnen kurzem eine 300-Millionen-Gulden-Anleihe i gegen einen Ausgabekurs von 100 v. H. und einer , jährlichen Rente'von 4 v. H. auflegen. Wenn sie 1 nicht voll freiwillig gezeichnet wird, soll cme . Zwangsanleihe folgen. Aus aller Welt. Explosion in einer italienischen Sprengstoffabrlk. ___ einer ©prengftoffabrif bei Turin ereignete sich eine heftige Explosion, du-ch die sechs Arbeiter getötet und zwei verletzt wurden. Die Explosion scheint durch zufällig entstandene Funken einer Lademaschine verursacht worden zu trouillendienst, 251,8 Millionen Dollar Vorsicht. Dies sind 19,6 Millionen Dollar weniger, als Roosevelt ursprünglich angefordert hat. Die Vorlage geht Roosevelt zur Unterzeichnung zu. In Frankreich herrscht eine außerordentliche Erregung über einen Aufruf, wonach sich alle Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren sofort zu melden haben. Offiziell wird behauptet, daß man „für diese Jugendlichen, die infolge des Krieges keine regelmäßige Beschäftigung f innen * würden, eine solche ausfindig machen will'. In der Akkus war ab gehängt. Der Kommandant kletterte wieder in den Turm hinab, um noch bis zum Frühstück ein wenig weiter zu duseln. Kaum hatte er die Augen geschlossen, da schlief er auch. Er hörte nicht, daß der Back- schaster neben in der Messe mit dem Frühstücksgeschirr zu klappern anfrng. Gewohnte, gefahrlose Geräusche. Hätte aber die Maschine ihre Umdre- hungszahl verändert oder wäre sonst ein irgendwie ungewohntes Geräusch auf getreten, er wäre mit unfehlbarer Sicherheit erwacht und in die Zentrale geschossen, geweckt durch den Instinkt derer, die auch im Schlaf noch insgeheim auf Posten sind. Im Horchraum schaltete der Funker der Wache den Frühnachrichtendienst ein, ehe er nebenalk tW ■ Funkraum die Kopfhörer umnahm. Einige Minuten . erfolgte nichts, er nahm eine Spiegelscherbe unb besah eingehend seinen kräftig wuchernden Bart Da' Das gilt ihm! Schon warf die Hand Buchstaben aufs Papier. Kolonne für Kolonne. „Na, die haben ja n' Haufen heute", brummte er vor sich hin „mal sehen, was es Neues gibt/ Während er noch am Entschlüsseln war, kam die Meldung von der Brücke: „An Kommandant, Rauchwolken an Backbord!" Der schoß empör, als hatte er den Schlaf nur vorgetäuscht, griff nach der Gefechtsmütze und passierte mit einer Beugung unb Drehung, der man vielfältige Hebung ansah, das Schott. „Rauchwolken an Backbord" lief unten die Meldung durchs Boot, während oben der Kommandant die Brücke erklomm. Mit gestrecktem Arm wies der Eins-W. O. nach Südwesten, wo sich winzige schwarze Rauchballen über der Kimm erhoben. „Scheinen mehrere zu sein", fügte er hinzu. Vielleicht ein Geleitzug." x Der Kommandant onmortete nichts, er hatte das Glas vor den Augen. „Tatsächlich sagtei er endlich. „Na, den sehen wir uns an. Er „Durchs Boot: Beeilen mit Kaffeetrinken! Boot hat Geleitzug an Backbord, setzt sich zum Angnf vor. Schallend kam die Wiederholung aus bem Eurm. Lassen Sie beide Maschinen ,halbe (Fahrt) geben, Kurs zunächst auf die Spitze des Geleit- ^Er kletterte wieder hinab in die Zentrale und vertiefte sich in die Karte. Mit dem Zirkel Dis^nzen prüfend gab er seinen neuen Kurs zur Brücke Durchs Boot zog d-r Duft frifchen 3m Bugraum hockten schon die Fremm-H^r aus den Sojen. Man war beengt, ober Gewohnh-'t laßt oergessen. Aus dem Bugraum erklang Gelachter und fröhlicher Streit. 3m Turm versammelte pch em stetig wechselndes Tabakskollegium, hier allem war das Rauchen erlaubt, hier entwickelteri sichj unter mächtigem Qualm die Meinungen, Gerüchte mw Parolen, ohne die ein richtiges Bordleben undenk bQ$"aBormtttag kroch dahin, viel zu langfE den Ungeduldigen, di- den Angriss mcht erwarten f°®ani unerwartet kam der Warm. Di« Glocken schrillten durchs Boot, Lampen leuchteten auf. Wie (P. K.) Wir hingen auf 20, 25 Meter Tiefe. Dom Bugraum summte und klappte der Diefenruder- anlaffer. Die grünen Vorhänge vor der Kommandantennische öffneten sich. Der ,Lllte", der auf feinem Sofa gesessen und ein Auge voll Schlaf genommen hatte, steckte den Kopf heraus: „Frage Uhrzeit." „Fünf Uhr." Er rechnete. „In 20 Minuten taucht Boot auf." Von vorn und achtem wiederholte sich der Ruf. Zur festgesetzten Minute begann das Boot zu steigen. Brausend unb zischend drückte die Lust das Wasser aus den Tanks. Der lange Stahlfisch fing an, im Seegang zu schlingern, nun ein plötzliches Auf rauschen ... „Boot ist raus", rief der Leitende, — dann ein ziehendes Sausen, ein Knacken in den Ohren, ein tiefer Seufzer durchs ganze Boot, mit dem die frische Lust hereinströmt. Das Turmluk fft offen. Schon stand auch der „Alte" zum Rundblick auf der Brücke. Rein lag bie Kimm ringsum, im Süden ein paar wenige federleichte Wölkchen. Wachoffizier, Wachunteroffizier, zwei Signalgasten, sie alle halten Ausschau mit besten Doppelgäsem nach Flugzeugen, Schiffen unb — Torpedolaufbahnen. Das Boot schütterte sanft unter der Einwirkung der laufenden Dieselmaschine, die es mit langsamer Fahrt vorantrieb. Die .Ladung" zum Wiederauf laden der Die «Stimme des Kommandanten: „Schnell auf x-Meter gehen! Blitzschnell sinkt das Boot, und schon Horen wir, wie es rings über uns schaufelt und quirlt. Der Geleitzug geht genau über uns hinweg. Hat er uns gesehen? Versucht er uns zu rammen? Dann müßten doch Wasserbomben kommen! Aber es bleibt still. „ v „Auf Sehrohrtiefe gehen!" Langsam hebt sich das Boot. Dem Kommandanten zeigt ein kurzer Blick durchs Sehrohr, daß er schräg hinter einem Geleit- 3 Itobe Maschinen große Fahrt voraus! Die D-Maschinen fingen und pfeifen, das Ruder femmt auf, drei Rohre werden klar befohlen und klar gemeldet und in das jubelnd durchs Boot gebrüllte „Los!" hineinstürzen schon alle Mann voraus, um den Auftrieb auszugleichen, der durch das Ausstößen des Torpedos im Vorschiff entsteht. Gleichgültig, ob man sich die Knochen zerbügelt! Brausen, Zischen, nach innen durchtretender Wasserdampf, Strahlen von spritzendem Seewasser, schwitzende, begeistert strahlende Gesichter, tief herabgebückt unter die niedere Decke, und bann der Befehl: Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag unb Druck: Brühlsche Unioerfitätsbrurferet R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen. sein. An einem Pfirsichrest erstickt. Ein dreijähriger Junge einer Aschaffenburger Familie hatte, nachdem er eingemachte entkernte Pfirsiche zürn Nachtisch gegessen hatte, mit ber Obstbrühe gegurgelt. Dabei geriet ihm ein Pfirsich - reft in die Luftröhre. Der Junge eilte zur Mutter in die Küche, die sofort einen Arzt herbeirief. Trotz aller Bemühungen war das Kind aber nicht mehr zu retten. Der Tod trat durch Ersticken ein, bevor die ärztliche Hilfe eingreifen konnte. Zwei Reichsdeutsche durch eine Lawine im Elburs-Gebirge verunglückt. Bei einem Schiausflug der deutschen Kolonie in Teheran in das Elburs-Gebirge wurden die Reichsangehörigen Fr. Müller und Lieselotte Andree, Angestellte ber AEG.-Vertretung, vermißt. Auf die Bitte des deuffchen Gesanbten suchten Regierungsflugzeuge das 3000 Meter hohe Gelände ab, auch norwegische, schwedische, dänische unb italienische Schiläufer stellten sich zur Verfügung. Lieselotte Andree wurde schließlich tot aus einer Lawine geborgen. Es kann mit Sicherheit angenommen werden, daß sich auch Fr. Müller unter der gleichen Lawine befinbet. Die schnelle Hilfsaktton der iranischen Behörden unb die Hilfsbereitschaft der Neu- tralen verdienen höchste Anerkennung Vollstreckung eines Todesurteils. Arn 6. Februar 1940 ist ber am 28. Januar 1912 in Könitz geborene Erich Kohlberger hingerichtet worden, den das Sondergericht Hannover wegen Verbrechens nach ber Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tobe unb dauerndem Ehrverlust verurteilt hatte. Der sittlich völlig verkommene Kohlberger verführte mehrere Jungen 3um gleichgeschlechtlichen Verkehr. Den einen verkuppelte er außerdem während der kriegsbedingten Abwesenheit des Vaters in dessen Wohnung mit einer Frau. Bei dieser Gelegenheit stahl er das Sparkassenbuch des Vaters. Mt 15 | Empfehlungen Am 6. Februar ist mein Daier nach kurzem, schwerem Krankenlager im Aller von 90 Iahren sanft entschlafen^ Gertrud Poppert, geb. Naumann Gießen, den 9. Februar 1940. Oie Beisetzung fand in der Stille statt. — Don Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen 0419 | Verkäufe ^Att-GoW Sckmarrer, auch Silbergeld kauft ständig wachsamer Karl Müller er- Giefien (Gnauthstraße 20), Meiningen, Laasphe, den 8. Februar 1940. gesucht. 0441 0437 billig abzugeben. 649D | Mietgesuche"] Ej±nan9ebotel □v Kleiderschrank Die Fledermaus Ruf 2135 U/EDRE DRUCKSACHEN VV CH DC Brühl. Gießen Stadttheater | Fac Operette von Johann Strauß. Preise: RM. 0.90 bis 3.60. UosD 20 bis nach 23 Uhr 19. Freitag-Miete benutzung ab 1. März zu vermiet. Schrift!. Angeb. unt. 0443 an den Gieß. Anz. erb. z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0431 a. i>. G. A. Drescher Schubertstr. 32. 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Amalie Müller. Dobermann-Rüde 1 Jahr alt, im Zuchtbuch einge- trag., Umstände halber in gute Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige) Fr.Linker & Sohn, Gießen Ludwigstrahe 16. Suche sofort einen in allen landwirtschaftl. Arbeiten erfahr. Millen Zu erfragen in d. Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. [6Md Klaviere werden 660D fachgemäß gestimmt und repariert G. Ebert Klaviermacher Bleichstraße 17 Fernruf 2403 Gebrauchter Manderbach- Dreiradlieferwagen Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunte» lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Oberst a. D. Otto Naumann Mitkämpfer des Krieges isro/il - Ritter mehrerer Orden für 2 Ehepaare zu sofort gesucht. Zuschriften mit Preisangeb. unt. 0440 an d. Gieß. Anzeiger erbet. 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Anz. | Kaufgesuclie"| Gehr. Waschtisch o.Waschkommode sowie gebr. Korbkinderwagen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 659V a. d. G.A. Einfacher Bekanntmachung. Vetr.: Lebensmittelbewirtschastung. Nach dem Erlaß des Reichsministers für Ernähr- rung und Landwirtschaft vom 15. Januar 1940 sind die dem Verbraucher zustehenden Lebensmittelmengen für die Zeit vom 12. Februar bis 10. März 1940 wie folgt festgesetzt worden: I. Rcichsbrotkartc. Gegenüber den Rationen der Zuteilungsperiode vom 15. Januar bis 11. Februar 1940 und den auf die einzelnen Abschnitte der Reichsbrotkarten und Brotzusatzkarten zu beziehenden Mengen treten keine Veränderungen ein. II. Reichsflcischkartc. Die Rationen der Zuteilungsperiode vom 15. Januar bis 11. Februar 1940 bleiben unverändert. Wegen der Umgestaltung der Einzelabschnitte auf 50 g und 100 g mußten die an sich unverändert gebliebenen Rationssätze neu auf die Karten verteilt werden. Auf die einzelnen Mschnitte der Reichsfleischkarte können nunmehr folgende Mengen bezogen werden: Nr. 1. Rcichsfleischlarte für Normalverbraucher und für Kinder von 6—14 Jahren. 1. Auf jeden der mit I, II, III und IV bezeichneten Abschnitte der linken Kartenseite 100 g Fleisch oder Fleischwaren, 2. auf jeden der mit I, II, III und IV bezeichneten Abschnitte der rechten Kartenseite 50 g Fleisch oder Fleischwaren, 3. auf den Abschnitt Fl 1 125 g Fleisch oder Fleischwaren. Nr. 2. Fleisch-,'Zusatztarte für Schwerarbeiter. I. Auf jeden der Abschnitte I, II, III und IV der linken Kgrtenseite 100 g Fleisch oder Fleisch waren, 2. auf jeden der Abschnitte I, II, III und IV der rechten Kartenseite 50 g Fleisch oder Fleischwaren. Nr. 3. Fleisch-,Zusatzlarte für Schwcrstarbeiter. 1. Auf jeden der Abschnitte I, II, III und IV der linken Kartenseite 100 g Fleisch oder Fleischwaren, 2. auf jeden der Abschnitte I, II, III und IV der rechten Kartenseite 50 g Fleisch oder Fleischwaren. Nr. 4. Reichsflcischkartc für Kinder bis zu 6 Jahren. 1. Auf jeden der Abschnitte I, II, III und IV 50 g Fleisch oder Fleischwaren, 2. auf den Abschnitt Fl 1 125 g Fleisch oder Fleischwaren. Nr. 5. Auf die Fl-Abschnitte der Reichsfleischkarte ohne Mengenaufdruck bleiben Zuteilungen Vorbehalten. III. Reichsfettkarten. Die für die Zuteilungsperlode vom 15. Januar bis 11. Februar 1940 festgesetzten Fett- und Käserationen bleiben unverändert. Tie auf die Fettkarten ausgegebene Sonderzuteilung von 125 g Kakaopulver für Kinder aller Altersklassen beträgt in Zukunft 62,5 g (V8 Pfund). Auf die einzelnen Abschnitte der Reichsfettkarte können folgende Mengen bezogen werden: Nr. 1. Rcichsfcttkarte für Normalverbraucher. 1. Auf die Abschnitte 1, 3 und 4 „Butter"'je 125 g, auf den Abschnitt 2 „Butter" 200 g, 2. auf die Abschnitte 1—3 „Schweineschmalz oder Speck oder Talg" je 62,5 g (V8 Pfund)., 3. auf die Abschnitte a und b „Margarine oder Speiseöl" je 80 g, auf den Abschnitt c „Margarine oder Speiseöl" 62,5 g p/8 Pfund), auf jeden der Abschnitte d „Margarine" 5 g, 4. auf die Abschnitte 1—3 „Käse oder Qu arg" je 62,5 g (V8 Pfund) Käse oder je 125 g Quarg. Nr. 2. Fctt-Zusatzkarten für Schwerarbeiter. 1. Auf die Abschnitte al—a4 „Margarine oder Speiseöl" je 40 g, auf den Abschnitt b „Margarine oder Speiseöl" 90 g, 2. auf die Abschnitte 1—4 „Schweineschmalz oder Speck oder Talg" je 62,5 g (Vs Pfund). Nr. 3. Fett-Zusatzkartc für Schwerstarbciter. 1. Auf die Abschnitte al—a4 „Margarine oder Speiseöl" je 40 g, auf die Abschnitte bl und b2 „Margarine oder Speiseöl" je 125 g, auf den Abschnitt b3 „Margarine oder Speiseöl" 90g 2. auf die Abschnitte 1—3 „Schweineschmalz oder Speck oder Talg" je 375 g, auf den Abschnitt 4 „Schweineschmalz oder Speck oder Talg" 250 g. Nr. 4. Rcichsfcttkarte für Kindcr bis zu 3 Jahren. I. Auf die Abschnitte 1—4 „Butter" je 125 g, 2. auf die Abschnitte 1—3 „Käse oder Quarg" je 62,5 g (Vs Pfund) Käse oder je 125 g Quarg, 3. auf den Abschnitt F3 125 g Kunsthonig, auf den Abschnitt F5 62,5 g (Vs Pfund)Kakaopulver. Nr. 5. Reichsfettkarte für Kindcr von 3—6 Jahren. 1. Auf die Abschnitte 1 und 3 „Butter" je 250 g, auf die Abschnitte 2 und 4 „Butter" je 125 g, 2. auf die Abschnitte 1—3 „Käse oder Quarg" je 62,5 g (Vs Pfund) Käse oder je 125 g Quarg, 3. auf den Abschnitt F3 125 g Kunsthonig, auf den Abschnitt F5 62,5 g (V8 Pfund) Kakaopulver. Nr. 6. Reichsfettkarte für Kinder von 6—14 Jahren. 1. Auf die Abschnitte 1, 2 und 4 „Butter" je 200 & auf den Abschnitt 3 ^Butter" 125 g, 2. auf die Abschnitte 1 und 3 „Margarine oder Speiseöl" je 125 g, auf den Abschnitt 2 „Margarine oder Speiseöl" 62,5 g (V8 Pfund), 3. auf die Abschnitte 1—3 „Käse oder Quarg" je 62,5 g (Vs Pfund) Käse oder je 125 g Quarg, 4. auf die Abschnitte Fl und F2 je 100 g Marmelade, auf den Abschnitt F3 125 g Kunsthonig, auf den Abschnitt F5 62,5 g (V8 Pfund) Kakaopulver. IV. Reichsmilchkartc. In der Zuteilung von Vollmilch tritt keine Veränderung ein. Zur Erleichterung der Verpflegung in Kindertagesstätten erhalten Kinder von 3—6 Jahren wiederum 2 Milchkarten zu je % Liter an Stelle einer Milchkarte zu % Liter. V. Reichskarte für Marmelade, Zucker und Eier. Auch bei Marmelade und Zucker treten in den Rationssätzen und für den Bezug der auf die Einzel- abichnitte auszugebenden Mengen keine Veränderungen ein. Es sind lediglich die zum wahlweisen Bezug von 100 g Marmelade oder 40 g Zucker berechtigenden Einzelabschnitte, die bisher nur für eine Woche galten, auf zwei Wochen gültig gestellt worden. Dies ist geschehen, firn den Verbrauchern bei Benutzung mehrerer Karten die Möglichkeit zu geben, die im Verkehr befindlichen Marmeladengläser über 500 g zu beziehen und dadurch dem Verteiler in solchen Fällen das Auswiegen zu ersparen. VI. Nährmittelkarie. Die Vierwochenrationen an Nährmitteln, Sago, Kartoffelstärkemehl oder anderen ähnlichen Erzeugnissen sowie Kaffee-Ersatz- oder Zusatzmitteln gelten in der bisherigen Höhe weiter. Auf die Nährmittelkarte werden dieselben Erzeugnisse wie in der Zuteilungsperiode vom 15. Januar bis 11. Februar 1940 abgegeben. Reis gelangt also nicht zur Verteilung. Es können demgemäß bezogen werden: 1. Auf die Abschnitte N1—N10, Nil—N20 je 25 g Nährmittel, 2. auf die Abschnitte N21, N22, N30, N31 je 25 g Sago ober Kartoffelstärkemehl oder andere ähnliche Erzeugnisse oder Nährmittel nach näherer Weisung der zuständigen Hauptvereinigung, 3. auf die Abschnitte N23, N32, N33 je 125 g Kaffee- Ersatz- oder Zusatzmittel, auf den Abschnitt N24 25 g Kaffee-Ersatz- oder Zusatzmittel, 4. auf die Abschnitte N28/29 250 g Hüllenfrüchte (Sonderzuteilung gemäß Aufdruck). Gießen, den 26. Januar 1940. 6610 Der Oberbürgermeister der Stadt Gieße». I. B-4 Moolaus, Beigeordnete Eewinnauszug 4. Klasse 2. Deutsche ReichLlotterie Ohne Gewahr Nachdruck verbottU 2. Ziehungstag 7. Februar 1940 In der heutigen Dormittagsziehuug wurden gezogen 3 Gewinne zu 50000 RSl. 60214 6 Gewinne zu 4000 RM. 216607 352043 9 Gewinne zu 3000 RM. 167495 323738 337042 12 Gewinne au 2000 RM. 42019 103478 27 Gewinne 1000 RM. 25473 236645 240163 271005 ?18154 A35^U307^ 60869 75302 84176 87504 87953 105251 115040 127309 145310 149459 153526 213475 229330 233128 246962 250759 290425 300775 335764 380067 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 100000 AM. 225215 3 Gewinne zu 5000 RM. 336733 9 Gewinne zu 4000 RM. 169209 179223 358145 9 Gewinne zu 3000 RM. 126719 181130 264826 12 Gewinne zu 2000 RM. 44446 59553 16’662 228839 24 Gewinne au 1000 RM. 180523 182373 229021 296954 16901 28439 30348 38142 43316 48246 52419 53890 68153 99752 105766 110202 126502 139284 161208 201693 234023 238406 260066 274775 300205 304958 324391 332923 338236 360598 369712 393117 396963 Die Ziehung der 5. Klaffe 2. Deutsche Neichslotterie findet vom 28. Februar bis 29. März 1940 statt. Bekanntmachung. Stillegung non matrnroßfiewerfoigungsaningeu. Von nachstehender Anordnung des Herrn Oberpräsidenten in Kassel vom 2. Februar 1940 gebe ich zur genauen Beachtung Kenntnis. Gießen, den 9. Februar 1940. Der Oberbürgermeister der Stabt Gießen. J.V.: Nicolaus, Beigeordneter. Anordnung über die Stillegung von Warmwasserversorgungsanlagen vom 2. Februar 1940. Auf Grund der Verordnung über den Warenverkehr in der Fassung vom 18. August 1939 (RGBl.1 S. 1430) in Verbindung mit der Anordnung des Reichswirtschaftsministers über die Lenkung des Verbrauchs von Kohle vom 7. September 1939 (Deutscher Re ich s a nz eig er Nr. 210 vom 9. September 1939) und der Anordnung 4 der Reichsstelle für Kohle über den Verbrauch von Brennstoffen zum Betrieb von zentralen Warmwasserversorgungsanlagen vom 11. Januar 1940 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 9 vom 11. Januar 1940) wird für den Wehrwirtschastsbezirk IXa angeordnet: § 1. Zentrale Warmwasserversorgungsanlagen, die von einer Stelle aus beheizt werden und die Entnahme von warmem Wasser an mehreren Zapfstellen ermöglichen, sind sofort stillzulegen, soweit sie mit folgenden Brennstoffen beheizt werden: 1. mit einheimischen und eingeführten Stein- und Braunkohlen einschließlich der Glanz- und Pechkohlen; 2. mit aus diesen Kohlen hergestellten festen Brennstoffen (wie Steinkohlenbriketts, Braunkohlenbriketts, Zechenkoks, Gaskoks, Schwelkoks und dergl.); 3. mit brennbaren festen Abfallprodukten dieser Kohlen (wie Kohlenschlamm, Kokslösche, Generatorrückstände, Schlacke und dergleichen), gleichgültig, ob diese Abfallprodukte aus dem Bergwerksbetrieb oder von anderen Stellen (Bergehalden, Ablagerungen in Gewässern, Jndustrie- und anderen Feuerungsanlagen usw.) gewonnen sind, und mit Brennstoffen, die aus solchen Abfallprodukten hergestellt sind. § 2. Diese Anordnung bezieht sich auf jede Art von Warmwasserversorgungsanlagen, gleichgültig, ob sie an eine Zentralheizungsanlage angeschlossen sind oder eigene Anlagen darstellen. Ausgenommen von der Anordnung des § 1 sind die zentralen Warmwasserversorgungsanlagen in Krankenhäusern, Heilanstalten, Badeanstalten. § 3. In Wohnungen, die durch eine Warmwasserversorgungsanlage nach § 1 der Anordnung versorgt werden, kann die Warmwasserversorgung am Samstag und Sonntag jeder Woche in Betrieb gehalten werden. § 4. Aerzte können in ihren Behandlungsräumen die Warmwasserversorgung unter Einschränkung auf diejenigen Zapfstellen aufrechterhalten, die zur Ausübung der ärztlichen Praxis unbedingt notwendig find. Weitere Zapfstellen, die von denselben zentralen Versorgungsanlagen gespeist werden, sind stillzulegen. § 5. Gaststätten können die Warmwasserversorgungsanlage insoweit aufrechterhalten, als sie ausschließlich zum Geschirrspülen dienen. Alle sonstigen Zapfstellen sind stillzulegen. § 6. Hotels können die Warmwasseroersorgungsanlage insoweit aufrechterhalten, als sie zum Geschirrspülen und zur Versorgung eines Baderaumes je Hotel dienen. Alle sonstigen Zapfstellen, insbesondere in Zimmern und weiteren Baderäumen, sind für die Warmwasserentnahme stillzulegen. § 7. Friseure können die zur Ausübung ihres Gewerbes unbedingt notwendigen Warmwasserzapfstellen in Betrieb halten, auch soweit sie an betriebsfremde Warmwasseroersorgungsanlagen, z. B. Hotels, angeschlossen sind. Sonstige Zapfstellen sind stillzulegen. " § 8. Für gewerbliche Betriebe, in denen starke Verschmutzung auftritt, kann auf Antrag eine Ausnahmegenehmigung zur Aufrechterhaltung der Warmwasserversorgung durch das zuständige Wirtschaftsamt erteilt werden. § 9. Vorsätzliche oder fahrlässige Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden nach den Strafbestimmungen der §§ 12 und 15 der Verordnung über den Warenverkehr in der Fassung vom 18. August 1939 (RGBl. I S. 1430) bestraft.' § io. Diese Anordnung tritt am Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Kassel, den 2. Februar 1940. 669C Der Oberpräfibent Vezirkswirlschaflsamt für den Dehrwirlfchafls- bezirk IX a. In Vertretung: gez. Dr. Beckmann. Bekanntmachung. Der Unterricht der Schulen (auch der höheren) in der Stadt Gießen beginnt wieder am Dienstag, dem 13. Februar 1940. 662C Gießen, den 8. Februar 1940. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. V.r N i bo-lS-NA T V 5reitag,y.8ebruarM0 Ur 34 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Bringt Hausbrieskästen an! len. (Nachdruck verboten!) 10. Fortsetzung. „irtfdl* aniu 6i$k5'6onn» schien. Leider tonnte mmr das mer Ziehet Mikrofein- in Roman von Frank F. Brann Copyright by Deutscher Verlag, Berlin mögen. n Ober, gebe ich Art von tig, ob sie issen sind s §1 sind ilagen in ilten. Ö9 »6954 ,38142 3002Q5 3969« Meile statt. n, die von Entnahm teilen er- ! mit sol- tein- und undPech- m festen i, Braun- SchMl- :en dieser he, Gene- n), gleichem Berg- n (Berge- Industrie- ) gemon« J5 solchen 669C lwasserver« g versorgt am Sams- b gehalten Zögert nicht mit der Beschaffung der Volks- gasmaske. 3n jedem haushalt müssen die Volksgasmasken jederzeit bereit fein. Kauft sie bei den NSV.-Amtswaltern. drüben an der gegenüberliegenden Hauswand fest- stellen. Der Lärm der Straße drang herauf. Es war acht Uhr. Ueberall begann der Betrieb. Er wandte sich um und öffnete die Tür in das Nebenzimmer, in dem fein Kommissar Kybander saß. Er wollte etwas sagen, vielleicht einen guten Morgen wünschen oder vom Sonnenschein sprechen, aber er kam nicht dazu. .... . Kommissar Kybander hatte m diesem Augenblick den Telephonhörer ausgenommen und meldete sich. Der Kommissar horchte. Sein breites, gutmutiges Gesicht wies Züge der Bestürzung. „Wie denn? Mord sagen Sie? Wahrhaftig Mord? Wie kommen Sie daraus? Entschuldigen Sie die Frage, aber wir erhalten hier die unglaublichsten Anruse und Meldungen." Kriminalrat von Karmin nahm rasch den Kopfhörer auf und legte chn ans Ohr. Er mckte Ky- äumen die ikung aut ? zur Aus- notwendig >en , sind still' $8 271005 .«410 $10 290425 »rforgung* ousschlch igen Zaps' örgungs- 'ttrenner« (»«I ung der ung bes der 1939 Septem: eichsstelle nnstofsen orgungs« Heichsan- fur den rha*”£ « 6tr$ res Gewel' rs-pff* Hotels, au stillM"- ff? S'»» Wenn der Fliegeralarm daran hindern sollte, pünktlich zur Arbeitsstätte zu kommen, so wäre das belanglos, da man ja auch im Betrieb vermutlich nicht arbeiten würde. Als Luftschutzwart muß man auf jeden Fall die Entwarnung abwarten und darf das Haus erst verlassen, wenn festgestellt ist, daß man nicht mehr benötigt wird. Selbstverständlich muß der stellvertretende Luftschutzwart während der Abwesenheit des Luftschutzwarts im Hause sein. Ärotreste. Trocken gewordene Brotstücke müssen sorgfältig, am bestene in Mullbeutel hängend, aufgehoben werden. Zu gegebener Zeit können daraus wohlschmeckende Gerichte entstehen. Eine findige, stets für Abwechslung sorgende Hausfrau wird einmal einen Auflauf, eine Supptz, einen Pudding oder eine kalte Speise daraus herstellen, oder den Brot- rest zum Dicken der Bratensoße nehmen. Doch wäre es grundverkehrt, sich eine Sammlung von altem Brot anzulegen, bloß weil die eine oder die andere Nachspeise den Kindern besonders gut schmeckt. Es sollte jeder so sparsam wie möglich mit dem Brot umgehen, um dadurch wenig Reste zu haben. Auch muß mit der alten Gewohnheit mancher Hausfrau aufgeräumt werden, nämlich mit der Verwendung von Brot zum Reinigen von Kleidern, Möbeln oder Tapeten. Die chemische Industrie stellt genug Mittel her, die statt dessen oder vielmehr besser als Brot für diese Zwecke verwendet werden können. Die Achtung vor dem Brot sollte jedem eine selbstverständliche Pflicht sein und ihn davor bewahren, das Brot zu anderem als zur menschlichen Ernährung zu verwenden. * ** Vortrag „D a s dunkleMittelalter" fällt heute aus. Auf allgemeinen Wunsch der Hörer, in Berücksichtigung der Veranstaltung de? Gießener Konzertoereins, fällt der für heute, Frei« tag, vorgesehene Vortrag von Professor Dr. I e 1* lenbach über „Das dunkle Mittelalter" aus. Sei? neue Termin wird noch bekanntgegeben. ** Verkehrssünde r. In der Zeck vom Januar bis 1. Februar mußte die Polizei gegen: 4 Kraftfahrzeugführer Anzeigen erstatten und 5 gebührenpflichtige Verwarnungen aussprechen. Sonstige Fahrzeugführer wurden in 2 Fällen gebührenpflichtig verwarnt, in einem Fall war Anzeige not" wendig. Außerdem wurde ein Radfahrer gebühren* pflichtig verwarnt. ' ihm da gesagt wurde. r „Ihren Namen und Anschrift bitte , forderte er. Die weibliche Stimme sagte: ,Lch bin Frau Carlotti Witwe; wir wohnen Nettelmannstraße 10. Vielleicht kennen Sie das Antiquitätengeschaft meines Sohnes Ludwig Carlotti?" . In der Nettelmannstraße find zahlreiche Antiquu tät'engeschäfte", sagte Kybander, es ist möglich, ich werde es jedenfalls finden. Sie sagen, Sie fanden Ihren Sohn Ludwig heute morgen erschossen m ^Jch stlber^fand ihn nicht. Das Mädchen, das den kleinen Raum hinter dem Laden, sozusagen das Privatkontor meines Sohnes, in Ordnung bringen wollte, fand ihn. Er war tot." „Sagte das Mädchen?" „ .Ja, ich lief sofort hinunter und überzeugte mich. Ihre Stimme wurde brüchig. „Er ist wirklich tot. Schon ganz steif und starr. _ . ... „(Sie haben hoffentlich nichts verändert und Nichts ang^ruhrt.chts, Mädchen ist sofort nach der furchtbaren Entdeckung umgekehrt und hat nichts angefaßt." _ eM ^Sie wohnen hn selben Haus! wollte Aus der Stadt Gießen. Schneefahrt im Vogelsberg. „Fahren Sie mal besser bis Hartmannshain", meint der biedere Alsfelder Metzgermeister, der mir im Fruhzug von Lauterbach nach Gedern gegenüber- sitzt, nachdem er erfahren hat, daß ich in Ilbeshausen meine Schiwanderung zum Hoherodskops beginnen will. Und da auch der mitreisende Herr von nebenan den gut gemeinten Rat billigt, „zügele" ich noch ein paar Kilometer weiter durch den grauenden Vogelsberger Wintermorgen. Mein zweiter Ratgeber entpuppt sich jetzt als begeisterter Vogelsber- gianer und bedauert lebhaft, -nicht mehr „wie einst im Mai" mttinachen zu können. Das höre mit dem Mer alles auf. Warum ich das erwähne? Nun, der „alte Herr" war — künfunddreißig Jahre alt. Und lveil ich mich jener sechsundvierzigjährigen Mutter von fünf Kindern erinnerte, der ich vor vier Jahren unterwegs zur Zugspitze im Höllental begegnete und abends im Schneefernerhaus zufällig 'wieder gegenübersaß. Den dampfenden Korn „in der Wirtschaft gleich am Bahnhof in Hartmannshain, zu dem mir der Metzgermeister noch dringend geraten hat, trinke ich nicht, weil auch in Hartmannshain die Wirtsleute wie die Bauern ganz zu Recht im Winter nicht mit den Hühnern aufzustehen scheinen. Drum die Bretter an die Füße und 'rauf ins winterliche Vergnügen. Auch in Herchenhain regt sich noch nichts, außer dem eisigen Lüftchen, das die niedrigen Bauernhäuser umtanzt. Ich schließe mich einem schiernden Waldarbeiter an, mit dem ich bald darauf — den Reiz der ersten Abfahrt genießend — über die baumfreie Mulde hinweg dem jenseitigen Walde zusteuere. Ich nahm bisher an, unsere hessischen „Gebirgler" seien durchweg zünftige Schneeschuhläufer, muß aber im Laufe der Unterhaltung mit meinem Weggenossen erfahren, daß wohl die Schulkinder eifrige Schisportter sind, dann aber den Brettern Lebewohl sagen. „Ich nehm' sie auch nur n-och, weil ich leichter zur Arbeitsstelle komme", bemerkte der pfeifenschmauchende Mann. Unser Morgengespräch ist verstummt, als wir die Stille des Waldpfades nicht unterbrechen wollten, ungsanW efont*« » ,nt> für68 Studienjahren stammt- und ihre Entstehung demnach jahrzehntelang zurücklag. Herr van Karmin fah den jungen Assistenten an, der da vor ihm stand. Das war kein Meisterstück, Ottavio", sagte er m dunkler Anlehung an eine Erinnerung aus der Obertertia, obgleich der Kriminalassistent Henke nut Vornamen Karl hieß. „Sie hätten den Burschen gar nicht erst bis zum Bahnhof kommen lassen dürfen, nun ist er nach Leipzig entwischt, und die Herren in Sachsen können nochmal zu suchen anfangen. Er schüttelte den Kopf. „Nehmen Sie sich em Beispiel an Kriminalkommissar Kybander, unter dem Sie ja sonst arbeiten." . v . . Der junge Mann war schlank, dreiundzwanzig Jahr- alt, hatte ein offenes, ehrliches Gesicht, IN dem ein paar flinke, blaue Augen hm- und her- wanderte/ Jetzt blickten sie allerdings etwas be- schaftsleiterin nach Tag und Stunde bekanntgegeben. Manches hübsche Bildchen aus der Arbeit der NS.» Frauenschaft-Deutsches Frauenwerk wird ebenfalls in den Kästen zu finden sein. Oie Aufgabe des Sanitäts-Offiziers. Mit einem weiteren Vortrag wurde am gestrigen Donnerstagabend im Hörsaal des Chemischen Instituts die Reihe der Wehrwissenschaftlichen Vorträge unserer Universität fortgesetzt. Oberstabsarzt Dozent Dr. Deist sprach in anschaulicher Weste über das Thema „Die Aufgaben des Sanitätsoffi- ziers", das er umfassend behandelte. Zahlreiche Zuhörer fanden sich dazu ein und folgten dem Dor- trag mit gespannter Aufmerksamkeit. Sei Fliegeralarm bleibt jeder, wo er ist Auf diese Frage eines Luftschutzwartes, wohin er sich zu wenden hat, wenn Fliegeralarm ertönt, während er auf dem Wege zur Arbeit oder noch in seinem Betriebe ist, schreibt die „Sirene": Wenn Fliegeralarm ertönt, bleibt jeder da, wo er gerade ist, also in seinem Hause oder an feiner Arbeitsstätte. Die Straßen sind so schnell wie möglich zu räumen. einen durchaus unnötigen Verbrauch ihrer Körperkraft darstellt. Man wird es verstehen können, daß manche Briefträgerin, wenn sie von ihren Ppst- bestellgängen heimkehrt, fast am Ende ihrer Kräfte ist, und dann kommt für diese Frauen sofort die Arbeit und Sorge für den eigenen Haushalt, für ihre Kinder und für mancherlei notwendige Gänge, z. B. Einkäufen usw. Wer sich die Summe dieser alltäglichen schweren Anstrengungen unserer Brief- trägerinnen vergegenwärtigt, wird mit uns der Meinung sein, daß es dringend notwendig ist, durch die Schaffung von Hausbriefkästen in allen Häusern diesen Frauen den schweren Dienst im Kampf ums Leben nach Möglichkeit zu erleichtern. Die Einrichtung von Hausbriefkästen wird überall technisch ohne allzu große Umstände möglich fein. Es wird vollkommen genügen, wenn ein aus Holz zusammengefügter Kasten aufgehängt wird, der durch Zwischenwände in einige Fächer, entsprechend der Zahl der Familien in dem Hause, und Einwurfschlitze in den Deckel untergeteilt ist. Derartige Kästen kann jeder Schreinermeister mit Leichtigkeit Herstellen, ein handwerklich geschickter Mann kann sie sich unter Umständen auch selbst unfertigen. Selbstverständlich kann man in völlig zweck entsprechender Weise auch mit dem Aufhängen der in den Geschäften feilgehaltenen Metallbriefkästen den erwünschten Erfolg, den Briefträgerinnen den Dienst leichter zu machen, erzielen. Soweit man einen derartigen Metallbriefkasten bereits an feiner Wohnungstür hat, braucht man den Kasten dort nur abzuschrauben und ihn im Parterre neben dem Hauseingang aufzuhängen. Im übrigen gilt auch hier das Wort: Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg! Dnach wollen wir alle handeln, um den Briefträgerinnen und ihren aus dem Kriege heimkehrenden Kollegen den Dienst zu erleichtern! B. über den hinweg die Fichtenzweige sich schwesterlich zart aneinanderschmiegen. Nun habe ich doch solch „schwesterlich Paar" mit dem Kopfe gestreift, — gleich schütten sie mir zur Strafe ihre weiße Last über Kopf und Nacken. Allein quere ich die Berg- wiese, die schneeverzauberte Waldbäume umgürten. Dort hat ein Reh den Boden beim Suchen nach spärlichen Hälmchen zerhackt. Da drüben hinter dem schwarzen Gebüsch haben sicherlich Hasen genächtigt, die vielen Spuren deuten wenigstens darauf hin. Heute achte ich übrigens gar nicht auf die bunten Kreuze und Kreise an den Baumrinden, die mir sonst sichere Wegweiser sind. Denn wo konnte das tief eingegrabene Schneeschuhgleis anders hinführen als zu meinem Tagesziel: dem Hoherodskopf! Im Klubhaus trinken die „Frühaufsteher" gerade Kaffee, als ich hereinpoltere. Welche Erquickung das einfache Rucksackfrühstück zu dem schon verloren geglaubten Kornkaffee brachte, weiß wohl der am besten, der in den gleichen „Fußtapfen" geglitten ist. Aber die kurze Zeit, die ich im Vogelsberger Schiparadies verbringen darf, muß recht genutzt werden. Drunten winken schon die Schneedächer von Breungeshain. Bald wippe ich auch schon auf den Spuren meiner „Vorfahren" den {teilen Hang hinab. Die Eröffnungsfahrt ging ohne „Notbremse" zu Ende. Nun bin ich zwar bemüht, zenes erkenntnisvolle Wort: „Wie kommst du am besten den Berg hinan? Steig nur hinauf und denk nicht dran!", möglichst zu verwirklichen. Konnte jedoch beim schrägen Aufstieg zur jenseitigen Uebungs- wiefe nicht verhindern, daß sich mein Verlangen nach jenen netten Einrichtungen richtete, die man in Garmisch und Zürs als „Schilift" findet. Also ein Ding, das einen rasch zum Starck zuruckschiebt, um bald von neuem den Hang hinabteufeln zu können. f s Wirklich eine ideale Uebungswiese! Weck und breit kein Bäumchen, das sich die Schi-ABC.- Schützen so gerne als „Halt" heraussuchen Und drunten das breite Waldtor mit Auslauf und eingelegten „Schikanen". Vom Schneepflug bis zum Telemark, alles läßt sich auf der glatt gebügelten Kuppe schaffen. Zumal, wenn man das Gluck gar, ein paar „Zünftige" zu treffen, die einem die letzten Geheimnisse der Bretter, die die Winterwett bedeuten, erschließen. Am Abend ist im Klubhaus jene unbekümmerte Stimmung, die Menschen im Urlaub um sich verbreiten. Vorweg Gießener und Friedberger. Man 1 pieft Romme, blättert in Zeitschriften und lacht in gemischter Gesellschaft. Ich muß morgen früh beizeiten wieder zum Hang und deshalb den anziehenden Kreis zwangloser Geselligkeit bald mit meiner Schlafkammer vertauschen. Draußen faucht noch immer der Bergwind um Ecken und Giebel. Sternklar blickt mich der Nachthimmel an, als ich ihm aus meiner „Dunkelkammer" noch einen kurzen Augenblick schenke. Der Morgen gehört dem Uebungshang. Doch bevor am Mittag der Rucksack zur Weiterfahrt gepackt wird, wandere ich hinüber zum Taufstein. Wunderliche Wanderung! Verzaubert scheinen die Bäume. Sehen die schneebeladenen Tannenzweige nicht aus wie riesige Raubtterkatzen? Und die Buchen neigen ihre Aeste zu Boden wie der den Kamps eröffnende Fechter das Rapier. Wenn die Fichten sich im Winde wiegen, gleichen sie täppisch schreitenden Mädchen in weiten Reift ocken und adretten Kapuzen. Und wie ächzen die Waldriesen, wenn der Sturm sie packt. Wie Menschen, die schwere Lasten fast erdrücken. Sieh da, auch der alte Turm hat sich winterlich gekleidet, ist weiß betupft vom Fuß bis zum Kopfe. Doch sind da drüben nicht Schispuren? Ja, und schon gleite ich die mählich steiler abfallende Schneise hinab. Mir ist, als habe mich der alte Winter als Hausherr zu sich geladen und geleite mich nun auf kaum spürbaren Schwingen durch seinen schönsten Besitz. . Wer verargt es mir deshalb, daß ich am Nachmittag nicht ganz ohne „Neid" auf die noch länger im Banne des Zauberwaldes und auf den glatt gebügelten Hängen Verweilenden das gastliche Klubgasthaus verlasse, um meine „Vogelsbergdurchquerung" nach Ulrichstein fortzusetzen, über J)ie Stumpertenroder Höhe zu klettern und schließlich mein Taldörfchen wiederzufinden! War die Vogelsberg-Schneeschuhfahrt bis zum Gipfel und erst recht dort eine poesievolle Angelegenheit, so entpuppte sich mein freundlicher Gastgeber von vorhin auf der Heimreise als mürrisch-schnauzbärtiger Geselle. Aber deshalb bin ich ihm nicht böse, und War das der Perser? „Wer sind Sie? , stieß Car. fotti unsicher heraus. Seine Finger tafteten über bie Schreibtischplatte und suchten den Revaloer unaus. fällig in die Hand zu bekommen. Aber die Blatter darauf rutschten ab und verschoben sich. Die Waffe wurde sichtbar, bevor Carlottr sie ergreifen konnt^ Der Fremde lächelte fpöttifch, Er hatte bu: Be- wegung beobachtet und schien mit st'chem Empfang gerechnet zu haben. Seine Abwehr geschah m> Bruchteil einer Sekunde. „Laßen Sie das .sagte er, „es täte mir leid ..und er faßte in 8 l tafche und hatte schneller als Carlottt den Reool im ^Ia9' was wollen Sie?", brachte Carlotti mühsam heraus. Seine Zunge versagte den Dienst Wo blieb Zibilla? Er wagte es Nicht, £>te(™°]l,cA ergreifen, obgleich feine Fingerspitzen schon das kalte Metall berührten. f . Der Eindringling sah ihn mit flnsterem Mick an. „Das werden Sie sofort* erfahren , verhieß er. gelegt und von ihm aufgearbette^ wurd^^ Herr von Sarmin war em blonder era» kicher Herr, der sich dem Ende der "°bene nicht zu sagen, dem Anfang der 50, Scheitel » 4t gern. Er trug g=tte5 ßa« fern S^e.^ sah aus rote angeklebt. Gr paue .. eine Tiefquart von ber Mundecke z noch röter war, obgleich sie aus des Knmmalrais tri0er Kriminalrat stellte das fest. Er war ein angenehmer Vorgesetzter. Was er hatte sagen wollen und müssen, war gesagt. Er fuhr ohne Scharfe 'M Ton fort: „Vielleicht haben Sie einmal Selegen- beit in einem bedeutenderem Fall, als es diese kleine Gauneraffäre war, mitzuwirken. Das wäre schön", sagte Henke. ,^ch brenne darauf Herr Kommissar Kybander hat nur versprochen, im nächsten Mordfall werde er mich hinzuziehen. Ö lieber Verrn oon Karmins Gesicht huschte die Andeutung eines Lächelns. „So", sagte er und er mukte den Mund spitz machen, um ernst bleiben m können „es scheint, Herr Kommissar Kybander iüat über 'die Mordfälle, bevor sie sich ^getragen haben Mag uns der Himmel mit einem Mordfall verschonen, Henke. Das wünschen Sre sich gefälligst, nid)@eroife ^Herr^Kriminalrat", versicherte Henke. 5,err von Karmin tat eine H°ndberoegung „Sie lehnen sich ja doch nach einem Mordfall , faßte er 1 JannH aeben Sie nur, Sie ichlechter Mensch " Aber er lächelte den jungen Mann dabei und Henke verließ ihn bedeutend weniger geknickt als er hereingekommen war. Ken von Karmin erhob sich, und trat an das Seniler Er zündete sich eine Zigarre an; es war Ane pechschwarze Brasil. Er sah einen Augenblick sollst du, Iftber Leser, nicht schadeuftoh lachen über dre eben noch himmelhoch jauchzende und jetzt scheinbur zu Tode betrübte Schiläuferseele, e. i. Bornotizen. Tageskalender für Freitag. Populärwissenschaftliche Vorträge der Universität: 20.15 Uhr im Hörsaal des Zoologischen Instituts, Bahnhofstraße, Professor Dr. Schmidt, „Filmvorführungen aus dem Gebiet der Zoologie". — Gießener Konzertverein: 20 Uhr im Saale des Gesellschaft svereins, Sonnenstraße 19, „Quartetto di Roma". — Stadttheater: 20 bis nach 23 Uhr „Die Fledermaus". — Gloria-Palast, Settersweg: „Na- nette". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Drei Väter um Anna". Stadttheater Gießen. Am heutigen Freitag wird die Operette „Die Fledermaus" von Johann Strauß wiederholt. Musikalische Leitung: Heinz Markwavdt. Spielleitung: Harry Grüneke. Chöre: Mchard Boeck. Tänze: Thea Maaß. Bühnenbilder: Karl Löffler. 19. Vorstellung der Freitag-Miete. 71S.-Frauenschast Gießen. Der Gemeinschaftsnachmittag der Ortsgruppe Mitte findet am Montag, 12. Februar, um 16 Uhr, im „UC“, Plockftraße statt. Gäste sind willkommen. Tiachrichtenkästen derNS-Franenschast- Deutsches Frauenwerk. Die NS.-Frauenschaft-Deutsches Frauenwerk hat beschlossen, für jede Ortsgruppe der NS.-Frauen- schaft-Deutsches Frauenwerk in Gießen Nachrichtenkästen auszuhängen. Wo diese Kästen zum Aushang gelangen, wird zu gegebener Zeit bekanntgemacht. Die Nachrichtenkästen sollen einer umfassenden Unterrichtung der Mitglieder und Nichtmitglieder dienen. Mitteilungen aus der Arbeit der Ortsgruppen über die Veranstaltungen der verschiedenen Abteilungen, Bekanntgabe der Ortsgruppenabende, der neueste Rezeptdienst, die jeweils wichtigste Arbeit und prakttsche Hinweise auf die zeitgemäßen Aufgaben der Hausfrau, das alles wird im Nachrichtenkasten zu finden sein. Ferner werden die Kurse des Mütteroienstes, die Sprechstunden der Ortsftauen- Der Wunsch, in allen Häusern neben der Haus- türe oder sonstwo im Erdgeschoß Hausbriefkästen anzubringen und dadurch den Briefträgern das mühevolle Treppensteigen zu ersparen, ist schon wiederholt geäußert worden. Teilweise haben die Hausbesitzer diesem Wunsche Rechnung getragen, indem sie im Zusammenwirken mit den Hausbewohnern eine derartige Brieftasteneinrichtung schaffen ließen, bei den Neubauten hat man in erfreulicher Weise von vornherein auf diese zeitgemäße soziale und wirtschaftliche Forderung Rücksicht genommen und neben den Hauseingängen in das Mauerwerk hinein Briefkästen für die einzelnen Mietparteien geschaffen. Jedoch fehtt diese Einrichtung noch in dem größten Teile unserer Häuser, insbesondere in älteren Gebäuden, die schon vor dem Weltkrieg errichtet wurden und zum Teil seit Jahrzehnten bestehen. Die neueste Entwicklung im Verkehrsdienst hat die Forderung: Schafft Hausbriefkästen im Erdgeschoß aller Häuser! dringlicher als je zuvor gemacht. War das Treppensteigen für die ^Briefträger schon immer eine große Anstrengung, so ist es für die jetzt im Kriege aushilfsweise im Briefträgerdienst tätigen Briefträgerinnen (Frauen und Mädchen) fraglos eine noch größere Strapaze. Außerdem bedeutet das Treppensteigen heute mehr denn je einen Verlust an kostbarer Zeit. In der ©tabt Gießen sind gegenwärtig 16 Brief- trägerinnen täglich zweimal mit dem Austragen der Postsendungen beschäftigt. Diese Frauen müssen nicht nur weite Wege zurücklegen, sondern sie sehen sich in all den Häusern, die dis jetzt noch keine Hausbriefkästen haben, vor die zwingende Notwendigkeit gestellt, die Treppen hinaufzusteigen, oftmals bis zum zweiten und dritten Stock, um die Postsachen abzugeben. Wohl niemand wird beftreiten, daß dieses Treppensteigen für die mit schweren Brieftaschen behängten Frauen eine ganz besondere Anstrengung ist und bänder zu. ~ P1. . , Eine sonore, klangvolle Frauensttmme sprach. Sie n schien gefaßt, versuchte jedenfalls sachlich zu sein - und gab auf Kybanders Fragen klare, vernunf- e tiae Antworten. Der Kommissar schrieb mit, was starkwirksam, gegen ansotz, zahnfieischkröl gend, mild aromatisch, - und so- preiswert! ez» „Im Gartenhaus, jawohl, im ersten Stocks „Und es handelt sich um Ihren Sohn Ludwig Carlotti?" . „Jawohl. Er wohnt unter mir im Erdgeschoß. Julia weiß noch gar nicht, daß er tot ist. Sie schlaft noch. Ich will es ihr jetzt sagen." „Julia ist vermutlich die Frau Ihres Sohnes? „Jawohl." „Wie kommt es, daß sie um acht Uhr morgens noch nichts von dem Mord weiß. Es muß ihr doch aufgefallen fein, daß der Gatte aus dem Laden nicht nach Haufe in die Wohnung kam?" „Es hätte ihr auffallen können, mußte es aber nicht unbedingt, Herr Kommissar. Die beiden schlafen getrennt Mein Sohn arbeitet oft spät abends noch im Laden. Er schrieb da unten an einem kunsthistorischen Werk. Manchmal saß er schon halbe Nachte dort. Es war verabredet, daß Julia ihn dann nicht erwartete und sich nicht um sein Kommen füm* werte." „So", sagte Kybander, „dann ist es allerdings das beste, Sie bereiten Ihre Schwiegertochter schonend vor und nehmen uns das ab/ Er zog seine Uhr. „Ich bin mit der Mordkommission in zwanzig Minuten dort. Sorgen Sie dafür, daß bis dahin niemand den Raum betritt oder gar den Toten anrührt. Der Laden bleibt geschlossen. Sonst noch etwas zu fragen, Frau Carlottt?" „Nein", sagte Frau Henriette schluckend. Der Kommissar hörte das deutlich durch den Draht. Er wechselte mit dem Kriminalrat einen Blick. „Dann darf ich Sie unserer Anteilnahme versichern", schloß er. „Wir werden tun, was in unseren Kräften steht. Ihnen wenigstens die Genugtuung zu verschafftn. daß der Tod Ihres Sohnes nicht unqesühnt bleibt. „Danke", sagte Frau Henriette förmlich. Kybander hängte rasch an. Diese Szenen waren seiner Gutmüttgkeit zuwider. Und außerdem war das so eine Sache, das Beileid aus^usprechen, bevor der Fall klar lag. Er erinnerte sich, daß er einmal einer Ehefrau feine aufrichtige Teilnahme aussprach und sie zwei Tage später als die Mörderin ihres Mannes einlieferte. „Fahren Sie mit, Herr Kvimr- nairat?" fragte er. Herr von Karmin schüttelte den Kopf. „Diele Köche verderben den Brei. Ich kann mich ja auf Sie verlassen, Kybander. Kommen Sie bitte gleich nach? Iher zu mir und berichten Sie mir. HZ orts. MM VAOn. efie große Tube die kleine Tuba 25Pt Steuererklärungen bis zum 29. Februar. Don Dr. jur. et. rer. pol. K. Muth, Steuerberater, Berlin Wer hat eine CEinfommenfieuererfldrung einzureichen? Die Abgabe der (Eintommen-fteuererflärung über da» im Jahre 1939 erzielte Einkommen hat auch seitens der Wehrnrachtangehönaen bis zum 29.2. 1940 grundsätzlich an das für oen Woynsttz bzw. aewöhnlichen Aufenthalt des Steuerpflichtigen zuständige Finanzamt zu erfolgen. Verpflichtet zur Einreichung einer Steuererklärung sind neben den Personen, die einen Vordruck vom Finanzamt erhalten, zunächst ohne Rücksicht auf die Höhe des Einkommens alle buchführenden Steuerpflichtigen, ferner alle Personen, deren Einkommen 1939 entweder 8000 RM. überstiegen oder zwar weniger, aber mehr als 1000 RM. betragen hat, sofern darin Einkünfte von mehr als 300 RM. enthalten waren, die weder der Lohn-, noch der Kapitalertragsteuer unterworfen wurden. In jedem Falle müssen eine Steuererklärung auch Steuer- pflichtige der Steuergruppen I und II abgeben, zu deren Einkommen kapitalertragsteuerpflichtige Einkünfte (z. B. als stiller Teilhaber) von mehr als 1000 RM. gehörten. Bei Personengesellschaften haben di« zur Vertretung befugten Personen eine „Erklärung zur einheitlichen Feststellung der Einkünfte" aus 1939 neben den persönlichen Steuererklärungen einzureichen. Das Finanzamt kann die Steuererklärungsfrist im einzelnen Falle, jedoch nicht über den 30.6. hinaus, bei Steuerpflichtigen mit umfangreicher Buchführung gleich für spätere Jahre verlängern. Wer seine Steuererklärung nicht rechtzeitig abgibt, setzt sich — mit Ausnahme der Wehrmachtangehörigen — der Erhebung eines Zuschlages bis zu 10 v. 5). der Einkommensteuer aus. Don Wehrsteuerpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1914—18 ist das Wehrsteuerblatt auszufüllen. Auch für Kapitalgesellschaften und sonstige Körperschaften läuft die regelmäßige Frist zur Abgabe der Körperschaftssteuererklärungen Ende Februar ab. Zur Ausfüllung des amtlichen Vordrucks. Dem Vordruck zur Einkommensteuererklärung ist eine Anleitung zur Ausfüllung boigefügt. Die Angabe der haushaltszugehöngen oder überwiegend unterhaltenen und erzogenen minderjährigen' oder dgl. Angehörigen, nicht nur wie früher, der Kinder, ist die Anwendung des Einkommensteuertarifs von besonderer Bedeutung (vgl. Ziffer 3 der Anleitung). Unter Umständen kann für ein Kind oder einen sonstigen Angehörigen zwei Personen die Kinderermäßigung zustehen (z. B. neben dem Ehegatten der minderjährigen Ehefrau auch dem sie überwiegend unterhaltenden Vater). Abzüge an die im eigenen Gewerbebetrieb beschäftigten Kinder sind bei bestehendem Ar- beitsverhältnis (Lohnsteuerkarte, gegebenenfalls Erfüllung der Sozialversicherungspflichten) nach neuer Rechtsprechung neben dem Barlohn auch in Höhe des Werts der dem Kinde gewährten freien Station zulässig (RFH. v. 21.12.38 RStBl. S. 261). Als abzugsfähig werden Geldstrafen und Schmiergelder nicht mehr anerkannt. Absetzbar sind dagegen u. a. Ausgaben durch fachliche Veranstaltungen der Berufsorganisation sowie durch Kundenbewirtung außerhalb des Haushalts mit Ausnahme der eigenen Derzehrkosten (letztere nur beim Aufsuchen von Bestellungen auf Lebensmittel und Getränke bei Gastwirten, außerdem gekürzt um etwaige Haus. Haltsersparnisse). * Beachtlich ist die gesonderte Angabe von Abfindungen (Z. 6a der Anleitung) wie sonstiger außerordentlicher Einkünfte, z. B. auch von Spekulationsgewinnen, Anleiheablösungszinsen und Sondereinnahmen für eine mehrjährige Tätigkeit (außerhalb eines Betriebs), die der Reichsfinanzhof neuerdings in größerem Umfange als früher anerkennt. Auf außerordentliche Einkünfte finden die ermäßigten Steuersätze Anwendung. Sie betragen 10 bis 25 v. H.: regelmäßig ist der Steuersatz maßgebend, der sich bei Anwendung des Einkommensteuertarifs auf das Übrige Einkommen als durchschnittlicher Hundertsatz ergibt, in besonderen Fällen ein Steuersatz von 10 v. H. Die außerordentlichen Einkünfte werden auch bei der Berechnung des steuerpflichtigen Mehreinkommens ausgeschieden. Wesentlich ist häufig der Abzug von Luft- schutzausgaben, insbesondere bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb, Landwirtschaft und Vermietung (auch Mietwert der Wohnung im eigenen Hause) und die Vornahme von steuerfreien „Rücklagen für Ersatzbeschaffung" bei der an sich steuerpflichtigen Vereinnahmung von Vergütungen für abgegebene Gegenstände (mangels ordnungsmäßiger Buchführung Anwendung der ermäßigten S^uersätze: vgl. oben!). Der Pauschalabzug von 200 RM. für Sonderausgaben ist nicht mehr zulässig: die Sonderausgaben (vgl. Anleitung Z. 15—18) müssen im einzelnen nachgewiesen werden: Abzüge für Kirchensteuern und Hausgehilfinnen scheiden regel- mäßig aus: letztere werden ausnahmsweise in Fällen zwangsläufiger Beschäftigung einer Hausgehilfin, nämlich bei Steuerpflichtigen mit mehr als 3 minderjährigen Kindern oder haushaltszugehörigen Angehörigen, bei Steuerpflichtigen bzw. einem Ehegatten über 70 Jahre oder Hilflosigkeit, bei wesentlich körperlich Behinderten in Höhe von 50 RM. monatlich zugelassen, bei Land- und Forstwirten unter gewissen Voraussetzungen. Daß dis Sonderbelastungsmindestgrenze durch die Ausgaben überstiegen ist, wird nur noch bei sonstigen außergewöhnlichen Belastungen erfordert (z. B. bei Krankheitskosten auch durch eine Hausaehilfin); hier müs- sen die besonderen Ausgaben z. B. bei einem Einkommen von 5000 RM. eines Steuerpflichtigen mit 1 bis 2 Kindern mindestens 400 RM. betragen (vgl. hierzu auch den Hinweis am Schluß des Erklärungsvordrucks). Die Gewerbesteuererklärung für 1940. Auch die Gewerbesteuererklärung für 1940 ist — Fristverlängerung ist im Einzelfall zulässig — bis zum 29. 2. bei dem für die Betricbsstätte zuständigen Finanzamt einzureichen. Abgabepflichtig sind stets buchführende Unternehmer, Kapitalgesellschaften sowie Unternehmer, die einen Vordruck vom Finanzamt erhalten. Für sonstige gewerbesteuerpflichtige Unternehmer besteht Erklärungspflicht, wenn der Gewerbeertrag (Einkünfte aus Gewerbebetrieb zuzüglich gezahlter Zinsen auf Dauerschulden usw., abzüglich gegebenenfalls 3 v. H. des (anteiligen) Einheitswerts von zu Betriebszwecken benutzten eigenen Grundstücken) 4000 RM. oder ihr Gewerbekapital nach dem Stande vom 1. 1.1940 20 000 RM. überstiegen hat. Besondere Schwierigkeiten macht häufig die Prüfung, ob Dauerschulden vorliegen. Laufende Warenschulden, Lohnrückstände und zwecks Bezahlung von solchen aufgenommene Bankschulden bilden regelmäßig keine Dauerschulden. Bei Bestehen von Konto, korrentkrediten über ein Jahr kommt für den Mindestkredit die Annahme einer Dauerschuld in Betracht. Lieferantenkredite scheiden als Dauerschulden regelmäßig aus, sofern nur die einzelnen Schuldposten innerhalb eines Jahres, ausnahmsweise auch innerhalb eines längeren Zeitraumes, getilgt werden; jedes Kreditverhältnis ist für sich zu betrachten. Zur Umsahsieuererklärung. Alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmer haben ebenfalls bis Ende Februar bei dem für die Be- triedsftätte zuständigen Finanzamt eine Umsatzsteuererklärung über die 1939 getätigten Umsätze einzureichen. Dabei wird noch einmal zu prüfen sein, ob nicht für die bereits versteuerten Umsätze Befreiungen ober Vergünstigungen nachträglich in Anspruch genommen werden können. Die neue Vermögenserklärung. Die Dermögenserklärung nach dem Stande vom 1. 1. 1940 für das gewerbliche Betriebsvermögen und das sonstige Vermögen, insbesondere Kapitalvermögen (nicht Grundbesitz), wird ebenfalls bis zum 29. 2. einzureichen fein. Außere bei Erhalt eines Vordrucks sind natürliche Personen nur abgabepflichtig, wenn ihr Gesamtvermögen am 1. 1. 1940 10 000 RM., bei Verheirateten oder Verwit- roeten 20 000 RM, zuzüglich des Vermögens der Ehefrau und der haushaltszugehörigen minderjährigen Kinder und Angehörigen betragen hat. Die Freibeträae von je 10 000 RM., die auch für haushaltszugehörige oder überwiegend auf eigene Kosten unterhaltene und erzogene andere Angehörige als Kinder (entsprechend wie bei der Einkommensteuer) gewährt werden, bleiben für die Steuererklärungspflicht außer Betracht. Personengesellschaften sind bei einem 10 000 RM. übersteigenden Vermögen abgabepflichtig, Kapitalgesellschaften stets. Für Grundstücke kann eine Neufestsetzung (Fortschreibung) des Einheitswerts auf den 1. 1. 1940 beantragt werden, wenn der nunmehrige Wert um mehr als ein Zwanzigstel, mindestens 100 RM., oder um mehr als 100 000 RM. von dem bisherigen Wert abweicht. Da die Wertverhältnisse vom 1. 1. 1935 maßgebend bleiben, muß eine Äenderung des Zustandes des Grundstücks (z. B. Gebäudeabbruch), geltend gemacht werden können. Aus der engeren Heimat. Friedberg — Taunus. LPD. Friedberg, 8. Februar. Der Friedberger Heimatforscher Dr. Hermann Roth, der im vergangenen Jahre durch Grabungen nachweisen konnte, daß auf dem Burgberg das von Tacitus genannte Kastell des Drufus und Germanicus auf dem Berge Taunus (in monte Tauno) gestanden hat, konnte jetzt den bündigen Nachweis erbringen, daß Friedberg ehemals In germanischer Zeit Taunus hieß. Denn „tun" ober „taun", lateinisch taunum, bedeutet Zaun. Es entspricht dem keltischen dun und bedeutet „umzäunte Siedlung", ebenso wie Friedberg nichts anderes als umfriedeter Berg bedeutet. Diese Feste Taunum auf dem jetzigen Burgberg gab dem ganzen Verwaltungsbezirk den Namen. Friedberg gehört also zu den wenigen Städten, deren germanischer Name bekannt ist. Die Bezeichnung „Taunus" für die schmale Bergkette ist, wie nachgewiesen werden konnte, erst 50 Jahre alt. Früher hieß die Bergkette einfach „die Höhe" uni> das Gebiet nordwestlich nach der Lahn hin „Heirich". Kampf zwischen Hahn und Raubvogel. LPD. Frankfurt a. M., 7. Febr. Ein eigenartiger Vorfall wurde in einem Hühnerhof eines Frankfurter Vorortes beobachtet. Als am Nachmittag die Hühner gefüttert worden waren, schoß plötzlich ein Raubvogel, möglicherweise ein roter Milan, plötzlich aus ziemlich großer Höhe herab auf die Hühnerschar. Obwohl die Hühner sofort mtt viel Geschrei auseinanderstoben, gelang es dem Räuber doch, ein Huhn zu fassen. Aber er hatte nicht mit dem wachsamen Hahn gerechnet, der plötzlich hervorschoß und den ®tnbringling mit Schnabel und Sporen bearbeitete, daß die Federn umherflogen und das Blut spritzte. Der Räuber mußte sein allerdings verwundetes Opfer fahren lassen und sich unverrichteter Dinge wieder in die Lüfte erheben. Zuchthaus für einen Päckchenmarder. Lpd. Fran kf urt a. M., 5. Februar. Ein ISjähriger, M der Post an gestellter junger Mann wurde am 20. Dezember in Haft genommen, weil sich erwiesen hatte, daß er Postgut an sich nahm, das vom Felde in die Heimat zurückgelangt war. Er eignete sich zunächst aus einem Paket ein Kästchen mit einer Kette an, dann entwendete er aus Päckchen ein Armband, eine Tafel Schokolade und ferner zwei Feldpostbriese. Der Täter stand jetzt vor dem Sondergericht in Frankfurt, wo der Staatsanwalt vier Jahre Zuchthaus und vier Jahre Ehrverlust beantragte. Das Gericht erkannte aus zweieinhalb Jahre Zuchthaus und zwei Jahre Ehrverlust, indem es oen Angeschuldigten der Amtsunterschlagung, Urkundenunterdrückung, des Verbrechens gegen die im September erlassene Verordnung gegen Volksfchädlinge schuldig hielt, wonach mit Zuchthaus bestraft wird, wer vorsätzlich unter Ausnutzung der durch den Kriegszustand verursachten außergewöhnlichen Verhältnisse Straftaten begeht. Bei der Strafzumessung berücksichtigte das Gericht, daß der Angeklagte sich vielleicht der vollen Traaweite seines Tuns nicht bewußt war. Das Gericht stellte aber fest, daß er wußte, daß es sich um Feldpostsendungen handelte, wobei es gleichgültig sei, ob es sich um Sendungen nach oder aus dem Feld drehe. Schweine-Enthäutung zur Ledergewinnung. Fwd. Frankfurt a. M., 5. Febr. Jrn Rhein- Main-Gebiet sind etwa ein Dutzend Metzger bestimmt worden, regelmäßig einen Prozentsatz ihrer Schlachtschweine zu enthäuten. Hierfür erhalten sie eine Fleischsonderzuteilung, die den Ausfall bei der Wurstbearbeitung ausgleicht. Bei der Abhäutung der Schweine kommt es vor allem auf die geschickte Lösung der Haut vom Fleisch an. Schnittschaden würden das Leder entwerten. Ist die Haut vom noch warmen Tier getrennt, so kommt sie zur Entschwartung. Mit einem Schabemesser wird der Speck sorg- fältig abgelöst, damit der Ernährung kein Fett verlorengeht. In gesalzenem Zustand gehen die Häute bann zur Gerberei, wo sie zu einem begehrten Aus. gangsmaterial für die Lederwarenindustrie verarbeitet werden. Koffer, Aktentaschen, Handschuhe, Sportbekleidung, Handtaschen, Sättel und Geschirre sind Gegenstände, zu denen das haltbare und elasti- sche Schweinsleder gut zu verwenden ist. Bisher wurden in einer Fleischwarenfabrik bei Frankfurt am Main monatlich durchschnittlich 60 Schweine enthäutet. In Kürze ist mit einer wesentlichen Verstärkung der Enthäutung zu rechnen, da sich etwa ein Dutzend Offenbacher Metzger ebenfalls dafür zur Verfügung gestellt haben. Die Häute werden in einer Offenbacher Lederfabrik verarbeitet, die in der Herstellung von Spezialleder große Erfahrung besitzt. 9. Ji.Sport Arbeitstagung des Sportkreises 8 in Gießen. Zum ersten Male seit Kriegsausbruch versammelt die Führung des Sportkreises 8 (die politischen Kreise Alsfeld, Dillenburg, Gießen und Wetzlar umfassend) ihre Mitarbeiter zu einer Arbeitstagung, an der auch ein Vertreter der Gauführung teilneh- men wird, um gemeinsam mit den Kameraden der Kreisführung die Arbeitsrichtlinien für das kommende Sportjahr festzulegen. Wie überall im Reich haben auch in unserem Kreis die Sportler ihre Erziehungsaufgabe fortgeführt. Die Reihen find zwar licht geworden, denn die meisten Kameraden stehen an der Front, diejenigen aber, die noch zu Haufe sind, die Aelte- ren, die Jugend und die Frauen, arbeiten weiter. Die Tagung will alle Möglichkeiten erörtern, um die sportliche Arbeit im kommenden Jahr noch auszuweiten. Nachmittags tritt im „Bayerischen Hof" der Kreisführerstab mit seinen Mitarbeitern und den Ringführern zusammen, am Abend findet die Kreistagung der Vereinsführer und Mitarbeiter statt. „(Sei wird weitergearbeitet Unter dieses Wort hat der T v. Heuchelheim seine jetzige Arbeit an der Ertüchtigung der Jugend gestellt. Er hält es für seine Pflicht, mehr noch als bisher, für die körperliche und geistige Fortentwicklung der jungen Generation zu sorgen. Die männliche Jugend gilt es vorzubereiten auf künftige Ausgaben. Den Turnerinnen aber, auf deren Schul- fern vielfach die Arbeit der eingezogenen Väter oder Brüder lastet, sollen die Turnstunden vor allem Erholung und Ausgleich fein. Die Turnhalle Heuchelheim steht dem Turnbe- trieb daher nach wie vor zur Verfügung. Wöchentlich werden zwei Turnstunden abgehalten. Es kann erfreuliä-erweise festgestellt werden, daß sie sich immer lebhaftesten Zuspruchs erfreuen und daß der Turnbetrieb als gut zu bezeichnen ist. Es ist selbstverständlich, daß zwischen Front und Heimat innerhalb der Kameradschaft des Vereins ein lebhafter Gedankenaustausch herrscht. Aus den Briesen aber, die von den Kameraden an der Front kommen, offenbart sich erst die ganze Verbundenheit dieser Kameraden mit dem Verein, da zeigt sich erst so recht, wie fest viel« mit dem Verein verwachsen sind und was er für sie überhaupt bedeutet. Fußball der Gauliga Hessen. Wenn in der Südgruppe des Gaues Hesien gespielt werden kann, wird man den Treffen in Hanau und Fulda sein besonderes Interesse entgegenbringen müssen. 1860 Hanau empfängt den immer noch unbesiegten VfB. Großauheim. Borussia Fulda will versuchen, im Kampf gegen Altmeister Hanau 93 die glatte O:4-Niederlage aus der ersten Begegnung wettzumachen. Dunlop Hanau sollte im dritten Spiel dieser Gruppe mit Wachen bückten fertig werden. In der Nordgruppe hat Meister SC. 03 Kastel den schweren Lokalkampf gegen Kurhessen vor sich, aber bei normalem Verlauf sollte doch der Sieger nur SC. 03 heißen. Wichtig ist auch die Begegnung zwischen SpV. Kassel und Hessen Bad Hersfeld, stehen sich hier doch die Mannschaften gegenüber, die noch Meisterschaftshoffnungen hegen. ÄZer verliert, hat *ben Anschluß endgültig verpaßt. — Tura Kassel wird wohl auch auf eigenem Gelände dem BC. Sport Kassel den Vortritt lassen müssen. Rhein-Mainische Börse. Frankfurt a. M., 8. Februar. Bevorzugt waren am Aktienmarkt wieder Clektropapierc, vor allem Licht & Kraft, die auf 158,50 bis 159 (157,50) anstiegen, die übrigen Papiere zogen etwa 0,25 bis 0,75 v. H. an. Etwas fester lagen ferner IG.-Farben mit 175 (174,25), Scheideanstalt mit 237,50 bis 238 (237), BMW. mit 150,50 (149,50), ferner u. " I L>n |s te bar I 2 ber langen I J9eii I Jh da I fi?« be 12nen u I XM I 2len A I v'^er i Ihfe Ite? |K 1V1M hs eines Haushalts und zur GrfüU'ung ihrer verantwortungsbewußten Aufgabe in Volk und Staat befähigen sowie zur vollen Cinfatzberettfchaft besonders verpflichten. Für die Aufnahme sind notwendig die Mitgliedschaft im Deutschen Frauenwerk, ein Mindestalter von 24 Jahren, ausreichende Allgemeinbildung und der Nachweis ausreichender hauswirtfchaftlicher Fertigkeiten und Kenntnisse. Der Lehrgang dauert zwei Jahre. Die Aufgabengebiete sind Kochen, Pflege des Hauses, Behandlung der Wäsche, Nade'lavbeit und 52ßerfarbeit, Ernährung und Gesundheitspflege, Wirtschaftslehre des Haushalts, hauswirtschafttiche Berufs- und Erziehungsfragen und nationalpoliti'scher Unterricht. Der Lehrplan endet mit einer Schluß Prüfung, über die die Hausfrauen ein Zeugnis bekommen. Ein weiterer Erlaß des Reichserziehungsminifters befaßt sich mit der Einrichtung von Haus wirtschaftlichen Lehrgängen für Abiturientinnen. Sie haben die Aufgabe, die Mäd- chen durch eine umfassende praktische Ausbildung zur planmäßigen Arbeit im FamilienhauShatt xu erziehen. Sie vermitteln damit zugleich die gruno- legende Vorbildung für die lehrenden und leitenden Berufe in der Hauswirtschaft. Hauswerk und Handarbeit stehen mit einer hohen Stundenzahl im Vordergrund. Den Schülerinnen Wick auch Gelegenheit gegeben, zufmnmeNhängende haus- wirtschaftliche Aufgaben zu lösen. Arbeit im Säuglingsheim und Kindergarten soll nach Möglichkeit eingefügt werden. Das Abschlußzeugnis berechtigt zum Eintritt in die Klasse II der Frauenfachschule nach einjährigem Praktb kum, es wird ferner an gerechnet auf die Ausbildung als Gewerbelehrerin für Hauswirtschaft und auf die vierjährige Berufsarbeit zur Ausbildung als Volkspflegerin, es gilt schließlich als Nachweis der hauswirtschaftlichen Vorbildung beim Eintritt in ein Seminar für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen. Urlaubsentgelt für Einberufene. Häufig haben zum Wehrdienst einberufene Ge- folAchaftsmitglieder noch Urlaubsansprüche aus früheren Urlaubsjahren. Ebenso sind vor dem 1. September die tariflichen Wartezeiten für die Ur- laubsansprüche des laufenden Urlaubsjahres vielfach schon erfüllt worden. In einem Bescheid an die Deutsche Arbeitsfront stellt der Reichsarbeitsminister fest, daß Urlaubsansprüche aus dem Urlaubsjahr 1938 oder, wenn sich das Urlaubsjahr mit dem Kalenderjahr nicht deckt, 1938/39 in vollem Umfange in bar abzugelten sind. Es ist also das Gehalt für die der Urlaubsdauer entsprechende Zeit auszuzahlen. Für das Urlaubsjahr 1939 bzw 1939/40 besteht kein Rechtsanspruch auf Zahlung eines Urlaubsentgelts, weil während der Dauer der Einberufung die Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis ruhen und das Arbeitsjahr, für das der Urlaubsanspruch gilt, nicht vollendet worden ist Es wird jedoch als erwünscht bezeichnet, auch in diesen Fällen eine Urlaubsvergütung in bar auszuzahlen. „Heldzug in Polens Im Berliner Ufa-Palast am Zoo fand die Uraufführung des großen dokumentarischen Filmwerks „Feldzug in Polen" statt. Der Aufführung dieser Gemeinschaftsarbeit der deutschen Wochenichauen. der Filmleute in den Propagandakompanien wohnten zahlreiche führende Männer des Staates, der Wehrmacht und der Partei bei, unter ihnen Reichs- minister Dr. Goebbels, Generaloberst Keitel und Generaloberst Milch. Die gewaltigen Leistungen der deutschen Truppen, der einzigartige Einsatz Ser militärischen Kraft Deutschlands, die völlige Vernichtung des von den Engländern zum Krieg auf* gehetzten polnischen Raubstaates kommen in oiejetn packenden Filnnverk lebendig zum Ausdruck. m teuer Im Benehmen mit dem Deutschen Frauenwelt I