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Juni erneut britische Flugplätze mit (Erfolg an und kehrten ohne Verluste zurück. Der Aistenabwehr unserer Kriegsmarine gelang es, an der nordfranzösischen Küste ein feindliches Schnellboot zu vernichten. Die Gesamt- «cluste des Gegners betrugen am 6. Juni 7 4 AIugzeuge, davon wurden 64 im Lustkampf, IC durch Flak abgeschossen. 9 eigene Flugzeuge wer- frn vermißt. Die Luftwaffe zerstörte das Sendehaus des nor- vcgischen Senders Jngöy bei hammerfest. Dem Oberleutnant und Kompaniechef eines Pio- vi rbataillons Gerhard Voigt ist es am 2. Juni bei der Erstürmung des befestigten Ortes Bergues dicch kühnes und entschlossenes handeln gelungen, tnit seinem Stoßtrupp ein französisches Bataillon zi überwältigen und gefangen zu nehmen. Auch Flugplätze in Mittel- und Ostfrankreich angegriffen. Ler Hafen Cherbourg erneut bombardiert. Berlin, 7. Juni. (DNB.) In Ergänzung zum heutigen OKW.-Vericht wird mitgeleilt: In der ver- Mgenen Nacht griffen deutsche Kampfverbände die Anzahl von Flugplätzen in Vlittel- und Ost- Frankreich an. Ebenso wie bei den britischen Flugplätzen ist auch hier mit der Vernichtung einer größeren Anzahl von Flugzeugen zu rechnen. Trotz starker Flakabwehr wurde der h a f e y Lherbourg mit zahlreichen schweren Bomben belegt. Auf den Vlolen und in den Kaianlagen wurden starke Brände und Explosionen beobachtet. Neue Schandtat feindlicher Luftpiraten. Acht Bomben auf das Reservelazarett in Neutz. Berlin, 7. Juni. (DNB.) Am 28. Mai um 1.45 Uhr nachts wurde das Notburga-Haus in Neuß, das als Reservelazarett dient, von britischen Fliegern bombardiert, obwohl es auf dem Dach durch ein großes Rotes Kreuz als Krankenhaus gekennzeichnet ist. Ls konnte zunächst angenommen werden, daß die feindlichen Flieger derartige Völkerrechtsverlehungen nur begehen, weil die brilifch-franzöfifchen Kommandostellen Nachtangriffe ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung befehlen. In der Nacht vom 3. zum 4. Juni ist aber dieser Bombenangriff auf das Not- burga-haus wiederholt worden. Ls wurde von den feindlichen Fliegern der Versuch gemacht, dieses Reservelazarelt mit Bomben zu treffen. Acht Bomben schlugen erneut in der Nähe des Lazaretts ein. Line derartige Kampfesweise, die die primitivsten Begriffe von Menschlichkeit verachtet, wird erst dann ausgerottet werden können, wenn die britisch-französischen Anstifter im eigenen Lande unschädlich gemacht worden sind. Daß das geschieht, davon dürfen die Herren in London und in Paris überzeugt fein! Devisenmarkt. Die Manöver der Westmächte führten dazu, daß der in den letzten Tagen außerordentlich stark gesunkene Kurs für das Pfund Sterling und den französischen Franken erheblich a n z o g. Aach dem hartnäckigen Kampf um Calais. - Ä Die deutschen Truppen konnten Calais nur nach einem hartnäckigen Kampf erobern, da die Engländer die Stadt zum Kampfgebiet gemacht hatten. Unser Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem zerstörten Calais nach der Einnahme. (PK.-Boecker-Scherl-M.) Der Durchbruch. Noch wehen die Fahnen über allen deutschen Gauen, noch läuten zur Mittagszeit die Glocken von Turm zu Turm, Zeichen der Freude und des Stolzes über den deutschen Sieg in der Flandernschlacht, weit mehr noch aber Zeichen des Dankes für unsere unvergleichlichen Soldaten, deren zähe Tapferkeit, deren opfermutiger Einsatz und harter Wille in kühnem Vorwärtsstürmen und eisernem Festhalten diesen für alle Zukunft denkwürdigen Sieg in der größten Vernichtungsschlacht, den die Geschichte kennt, errungen haben. Wie sehr der geniale Operationsplan zu seiner Durchführung genauester, ja man darf ruhig sagen pedantischster Kleinarbeit in den Vorbereitungen bedurfte, wie sehr er einen Truppenkörper voraussetzte, der die soldatischen Tugenden preußisch-deutscher Ueberlieserung im Zeitalter der modernen Wassenttzchnik sinngemäß fortentwickelt und in den wenigen zur Verfügung stehenden Jahren mit bewunderungswürdiger Tatkraft in harter mühseliger Schulung eine Wehrmacht von unerhörter Schlagkraft und beispielloser Präzision des Hand-in-Hand-Arbeitens aller Waffen zusammengeschweißt hatte, das wurde hier von berufener Seite überzeugend dargelegt. Und nur dieses wunderbar exakte Instrument der deutschen Wehrmacht, in dem ein Rädchen peinlich genau in das andere greift, geleitet von einem kühnen Willen nach scharf durchdachtem Plan, bewegt von Millionen, von denen jeder einzelne als Oberbefehlshaber oder Generalstäbler, als Truppenführer oder einfacher Schütze fein Aeußerstes hergibt, um auf feinem Posten, im Rahmen der ihm gestellten Aufgabe mitzuwirken, das große Ziel zu erreichen, nur dieses Kunstwerk, an dem Jahrhunderte schufen und das nun in höchster Vollendung sich zu größten Leistungen fähig gezeigt hat, von pulsierendem Leben erfüllt, hat es ermöglicht, daß noch am Tage des siegreichen Abschlusses der Flandernschlacht die deutschen Armeen schon zur neuen Offensive antreten konnten, dem Feinde keine Sekunde des Aufatmens gönnend in der Gewißheit, daß einem durch die furchtbare Niederlage auf den Schlachtfeldern Flanderns zermürbten und in feinem Selbstvertrauen Paris auf dem Wege zur Militärdiktatur? $enf, 7. Juni. (Europapreß.) Die Kabinetts- urb Übung in Paris steht im Mittelpunkt des poli- tislhen Interesses. Neutrale Beobachter in Genf im) Paris glauben, daß in ihr eine eindeutige Ent- loiflung zur Militärdiktatur zu sehen ist. politischen Kreisen der französischen Hauptstadt Urscht wegen der Ausbootung Daladiers Bejtür- Mg. Man spricht immer mehr von einem Trium- rira t Reynaud-Weygand-Mandel, dem t?r alte Marschall Pstain als Aushängeschild hi halten müsse. Im „Jntransigeant" schreibt Gallus: „5 ne vollständige Aenderung der Methode ver- largt notgedrungen auch eine Aenderung der Men- |6:n. Die Aenderung, die schon im militärischen Mmnando vollzogen wurde, wird verstärkt durch dil Ernennung des Generals de Gaulle. In poli- t Iben Kreisen Frankreichs ist man allgemein der Lfficht, daß es sich diesmal um ein wirkliches Snegskabinett handelt, das für den Kampf bik zum äußersten gebildet worden ist." Kber auch die Kritik an Reynauds Kabinetts- Mbildung ist nicht ausgeblieben. In den Kreisen tr Kammer und des Senats ist Reynaud den einen fat weit genug und den anderen zu weit gegan- Ifr. Einen interessanten Kommentar, der — wenn len die Zensur mit berücksichtigt — eine außer- ttentlid) scharfe Kritik an Reynaud übt und dem Minett in seiner jetzigen Form keine lange Le- tmsdauer gibt, bringt das „Journal des Debats". (5 schreibt u. a.: „Reynaud hat eine Kabinettsum- Ültung vorgenommen, die nicht vollständig k Zu den Grüchten um Diktaturgelüste Reynauds, le immer wieder in Paris auftauchen, schreibt das Sktt: „Nun hat. es sich gezeigt, daß Reynaud Sem p e t e n 3 e n außerhalb d es Parlaments gesucht hat. Man kann sich fragen, ob Sttnaub Recht gehabt hat, gleichzeitig das Amt di5 Außenministers und das der nationalen Ver- tibigung für sich zu behalten. Schon zur Zeit des iitinetts Daladier schien die Vereinigung dieser Briten Portefeuilles zu schwer. Welches auch die BttDität von Reynaud sein mag, er übernimmt ein, beträchtliche Last. Aber dieser Kabinettswechsel if licht der letzte." Die Räumung von Paris. Genf, 7. Juni. (Europapreß.) Paris erlebt aufs niu> eine Art von Völkerwanderung. Die e n ö verläßt die Stadt, in deren Schat- th sich die neue große Schlacht abspielt. Neber 112 XX) Kinder sind noch am Freitag aus der Bann- der französischen Hauptstadt wegzubringen, fort) Rundfunk, Presse und Rundschreiben werden fr? Eltern der noch in Paris befindlichen Kinder eforbert, ihre Kleinen schleunigst aus der ge- [iüöeten Hauptstadt zu entfernen. Nach Schließung bir Schulen tritt ein großer Räumungsplan m fta:t. Die Kinder werden zum größten Teil ohne flofen für die Eltern vorläufig in Sammellagern pichen Paris und der Loire untergebracht und von bin aus in die verschiedenen Departements verteilt »wen. 2er Räumungspsychose ist in diesen Tagen im »:prtement Seine-et-Oise die Stadt ®a r d) e 5 U Opfer gefallen. Garches lebt zum größten Teil einer großen Fabrik, die pharmazeutische Promis herstellt. Der Generaldirektor dieses Grotz- ^r ebes erhielt nun vor einigen Tagen einen Zlm M infolge der schlechten Verbindung war die Ber- ftagung sehr schwer. Der Generaldirektor glaubte dem Gespräch zu entnehmen, daß die Dtaor rzüglich geräumt werden solle. £elbÜDer= fcrwlid) sei die Fabrik zu schließen, um die Er- zeuaung anderwärts wieder aufzunehmen. Dies müsse ohne Rücksicht auf das Personal erfolgen. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von dem Telephongespräch in der Stadt. Sehr bald lief unter den Einwohnern das Gerücht um, Jnnenmini- [ter Mandel selbst habe angerufen. Die Aufregung war Dermalen groß, daß die Leute hab und Gut zusammenpackten und - auf allen möglichen Fuhrwerken ausbrachen, um hals über Kopf die Stadt zu verlassen. Der Bürgermeister von Garches, der — gewitzigt durch die Amtsenthebungen, einiger feiner Kollegen im Departement Seine-et-Oise — versuchte, mit Paris Verbindung zu bekommen, erhielt endlich nach langer Zeit die Auskunft, daß die ganze Angelegenheit von A bis Z ein falscher Alarm gewesen sei. Nun rät man in „dem Städtchen, wer an alledem schuld ist: die „Fünfte Kolonne", die Nervosität des Generaldirektors oder eine falsche Telephonverbindung. Wer weiß es? Auf jeden Fall hat man wieder einmal feinem bedrängten Herzen je nach Veranlagung Luft gemacht. erneute Regierungsumbildung auch in London? Stockholm, 7. Juni. (Europapreß.) Die hinter den Kulissen anhaltende Kritik an den für die Aufrüstung besonders verantwortlichen Ministern ist erneut im Wachsen begriffen und konzentriert sich wiederum auf die Forderung nach einer grundsätzlichen Umbildung des Churchillschen Kabinetts. In erster Linie sind es die Exponenten der Arbeiterpartei und der Liberalen, die gegen Männer wie Chamberlain und Sir Kingsley Wood vorgehen. Diese beiden werden von Blättern wie „Daily herald" und „News Chronicle" für die mangelhafte englische Aufrüstung verantwortlich gemacht, die sich in einem Augenblick besonders schwerwiegend zeige, in dem England die Ausrüstung des Expeditionsheeres in Nordfrankreich verloren habe. Die Blätter fordern eine rücksichtslose Ausbootung der beiden Männer. Nach einer Voraussage von „Dagens Nyheter" wird sich wahrscheinlich das Schicksal des augenblicklichen Kabinetts bei der Geheimsitzung des Parlamentes am kommenden Dienstag entscheiden. Es wird angenommen, daß die Unterhausmitglieder, die im aktiven Waffendienst stehen, eine offene Sprache führen werden. Die plutofrofen bringen den Goldraub in Sicherheit. Rom, 7. Juni. (Europapreß.) Die wesUichen Plutokratien sind darauf bedacht, ihre eigenen und die geraubten Goldschätze ihrer „garantierten" Bundesgenossen in Sicherheit zu bringen. Für die pluto- kratischen Räubermethoden ist ein Bericht der „Daily Mail" sehr aufschlußreich. Darin heißt es, gegenwärtig werde der größte Goldtransport aller Zeiten von Europa nach Amerika durchgeführt. Der zweite Teil der Goldreserven Englands und Frankreichs zusammen mit jenen Hollands und Belgiens im Betrage von 71 750 000 Pfund Sterling fei bereits am Montag der Federal Reserve Bank übergeben worden. Zusammen mit der Auslieferung am Vortag sei der bei der genannten amerikanischen Bank hinterlegte Goldschatz nun auf 125 Millionen Pfund Sterling gestiegen. Die Auswirkung der ungeheuren Goldflucht nach Amerika zeigte sich bereits auf dem amerikanischen Marschall de Bono zum Kommandanten der Südarmeen ernannt. Mailand, 7. Juni. (Europapreß.) Marschall Emil de Bono, der Inspektor der überseeischen Truppen Italiens, ist jetzt zum Kommandanten der Gruppe der Südarmeen ernannt worden. Marschall de Bono ist 74 Jahre alt und kann auf eine glänzende militärische Laufbahn zurückblicken. Er hatte schon am ersten Abessinienfeldzug teilgenommen und sich in mehreren Kolonialfeldzügen sowie im letzten Weltkrieg als Armeekommandant ausgezeichnet. Nach dem Krieg schloß er sich dem Faschismus an und nahm a l s Quadrumvir leitend an dem Marsch auf Rom teil, führte bann als Gouverneur von Tripolis die Befriedung dieser Kolonie durch, wurde Kolonialmini st er und Oberkommissar für Ostafrika und befehligte den Abes- s i n i e n f e l d z u g bis zur Einnahme von Makalle. Die Ernennung des Marschalls zum Oberbefehlshaber der Armeegruppe Süd wird von der römischen Presse als bedeutungsvolles Ereignis gewürdigt. „Giornale d'Jtalia" schreibt, nunmehr appelliere Italien erneut an die militärischen Fähigkeiten und kriegerische Tüchtigkeit dieses Mannes, der sich die geistige Spannkraft und Frische des Denkens und die Begeisterung seiner Jugend bewahrt habe. Der Oberbefehl der Armeegruppe Süd liege also in ausgezeichneten Händen. „Tribuna" und „Lavoro Fascista" geben ebenfalls der Befriedung über die Berufung de Bonos auf eine so wichtige Befehlsstelle Ausdruck. Rom zeigt die kalte Schulter. Eine Mission Lavals wäre wertlos. Rom, 8. Juni. (Europapreß.) Die Erklärung des französischen Ministerpräsidenten, daß Frankreich bereit sei zu einer friedlichen Regelung der europäischen Interessengegensätze und eine Lösung dieser Probleme im Sinne des Wiederaufbaus eines Europa wünsche, in dem die Unabhängigkeit und der Wohlstand eines jeden Volkes gesichert wären, wird von der italienischen Presse als „verspäteter Akt der Reue und der Zerknirschung" bezeichnet. Man empfindet hier sehr wohl, daß diese anscheinend so versöhnenden Worte in erster Linie an d i e Adresse Italiens gerichtet seien, um es — wenn möglich — yoch in letzter Stunde von einem Eintritt in den Krieg gegen Frankreich abzuhalten. Es liefen Gerüchte um, daß die französische Regierung den ehemaligen Ministerpräsidenten Laval, den Vater des französisch-italienischen Abkommens vom Januar 1935, nach Rom zu entsenden gedenke. Ob in Paris eine derartige Absicht bestehe — so schreibt die römische Presse — lasse sich von Rom aus schwer beurteilen. Die im Ausland verbreitete Meldung, daß Laval bereits in Rom eingetroffen sei, werde jedenfalls in unterrichteten Kreisen dementiert. Natürlich sei man sich durchaus klar darüber, daß ein von Paris kommender Annäherungsversuch, falls er sich nur auf das französisch-italienische Verhältnis erstrecken sollte, nicht den gering ft en Wert hätte, schon weil man sich die grundsätzliche Frage vorlegen müsse, ob ein solcher Schritt nicht jeder Aufrichtigkeit entbehre unb lediglich einen Verzweiflungsakt darstelle. Italiens letzter Befreiungskrieg. Mailand, 7. Juni. (Europapreß.) Die offiziöse Zeitschrift „Relazioni Jnternazionali" schreibt: „Das italienische Volk steht am Vorabend eines feierlichen Ereignisses. In diesem großen Augenblick des Vaterlandes und der Nation müssen folgende Erwägungen berücksichtibt werden: 1. Mussolinis Italien hat 18 Jahre eine Friedenspolitik verfolgt; 2. die Politik Mussolinis ist auf den offenen und verkappten Wider st and Frankreichs und Englands gestoßen; 3. als das italienische Volk Land zum Arbeiten und Siedeln verlangte, wurden ihm Wüsten geboten; 4. alles Italienische ist von Franzosen und Engländern ostentativ herabgesetzt worden; 5. ein demokratisches Europa, für das Italien nur haß und Verachtung hat, muß bekämpft werden. Die Geduld des italienischen Volkes ist zu Ende. Das Maß ist voll. Das italienische Volk hat das Habsburger- Reich zerstört und wird den Krieg bis ans Ende gegen die Demokraten und Plutokraten von London und Paris durchführen. Dieser Krieg muß für das italienische Volk Gebietsfragen wie Nizza, Korsika, Tunis und Dschibuti lösen. 6. Das Leben des italienischen Volkes ist der englisch-französischen Kontrolle unterstellt. Das italienische Volk muß sich die Unabhängigkeit auf demMeer, die Freiheit der Nation und des Imperiums sichern. Das italienische Volk entscheidet allein über seine Interessen. Alle Kriege, die das italienische Volk geführt hat, waren Befreiungskriege. Dieser neue Krieg, zu dem sich das italienislye Volk anschickt, ist der letzte Befreiungskrieg." z Am Morgen des 1. Juni begann in ganz Italien ein Aufklärungsfeldzug gegen die westlichen Demokratien. Zahllose Plakate proklamierten und begründeten die italienischen territorialen Forderungen im Mittelmeer. — (Associated-Preß-M.) zutiefst erschütterten Gegner keine Zelt zur Sammlung und Reorganisation gelassen werden darf. In den frühen Morgenstunden des 5. Juni be- aannen die neuen Angriffsoperationen aus der bisherigen Abwehrfront in Frankreich. Nach dem großen Durchbruch zwischen Maas und Sambre und der Forcierung des Maasübergangs im Raum von Sedan—Montmedy hatte, während der rechte deutsche Flügel die kichne Nord-West-Schwenkung zum Meere hin unternahm, die Mitte mit Front nach Süden die Linie Somme—Oise-Aisne-Kanal— Aisne erreicht und hatte hier, feindliche Entlastungsversuche aus Süden und Südosten herangeführter feindlicher Verbände zurückweisend, die große Einkesselungsoperation des rechten Flügels in Flandern und im Artois abschirmend gedeckt. Daß dies keine leichte Aufgabe war und von den hier eingesetzten Truppen äußerste Hingabe und zähes Durchstehen forderte, das haben unsere Leser auch dem am Mittwoch hier veröffentlichten P.K.-Dericht über die Verteidigung des Brückenkopfes am Südufer der Somme bei Amiens entnehmen können, bei der uns Oberhessen besonders eng verbundene Truppenteile in erbittertem Kampf mit französischen Kolonialtruppen, einem besonders verschlagenen und heimtückischen Gegner, sich heldenmütig geschlagen haben. Wie hier konnte auch an anderen Stellen der lang- gedehnten Südfront in diesen Tagen der Abwehr von einer „ruhigen Front" keine Rede sein. Um so mehr wird es für diese hier ausharrenden deutschen Truppen eine Erlösung gewesen sein, als für sie im Morgendämmern des 5. Juni das Signal zu neuem Angriff ertönte und sie nun, verstärkt durch zahlreiche inzwischen herangeführte frische Divisionen, die nun ihre Feuertaufe erhielten, in breiter Front zum Sturm auf die feindlichen Stellungen antreten durften. Sie mußten darauf gefaßt sein, bei ihrem Angriff auf eine zähe Gegenwehr zu stoßen. Denn das Moment der Ueberraschung, das bei dem schnellen deutschen Vormarsch durch Holland und Belgien ein so starker Verbündeter der deutschen Truppen gewesen war, fiel ja nun fort, die Franzosen mußten vielmehr damit rechnen, daß nach Vernichtung ihrer Nordarmeen der nächste Schlag aus der deutschen Süd front her erfolgen werde. Dem nach der Absetzung Gamelins neuberufenen französischen Generalissimus Weygcmd war ja als wichtigste Aufgabe aufgegeben, in einer rückwärtigen Linie Frankreichs Verteidigung neu zu organisieren, und er hat zweifellos die ihm durch die Dernich- tungsschlacht in Flandern belassene knapp genug bemessene Zeit nicht unnütz verstreichen lassen. So hatte er, die Flußläuse der Somme, des Oise-Aisne- Kanals und der Aisne als erstes, besonders für überraschende Vorstöße der Panzerwaffe schwierig zu nehmendes Hindernis im Vorfeld, eine neue Widerstandslinie aufgebaut, die er mit Feldbefestigungen mehr provisorischer Art, Drahthindernissen, Minensperren, flankierenden Batteriestellungen und MG.-Nestern zur Verteidigung eingerichtet hatte. Nach britischen Berichten handelt es sich zudem bei dieser neuen Weygand-Linie nicht um einen verhältnismäßig schmalen Gürtel wie bei der Maginot- ßinie, sondern um eine tiefgegliederte Verteidigungszone, die sich unter Ausnutzung des Geländes an Flußläufe, Waldstücke und Ortschaften anlehnt und im wesentlichen den Zweck hat, dem Ansturm der deutschen Panzerwagen besser Widerstand zu bieten. Etwas Neues ist damit natürlich nicht geschaffen, wie man es in London recht voreilig triumphierend verkündete. Denn schon im Weltkrieg, z. B. in den Abwehrschlachten in Flandern 1917, hat die deutsche Kriegführung eine ähnliche Taktik bereits angewandt. Wenn also diese so entstandene neue Weygand-Linie mit der Widerstandskraft der in vielen Monaten und mit allem Raffinement moderner Befestigungskunst ausgebauten Maas- und Daladier- Linie längs der französisch-belgischen Grenze auch nicht entfernt verglichen werden kann, ganz zu schweigen von der in jahrelanger Arbeit entstandenen Maginot-Linie, so hatte Weygand doch sicher das Menschenmögliche getan, seinen aus dem Innern Frankreichs herangeführten Armeen in der neuen Stellung einen starken Rückhalt zu geben. Aber er sollte nicht ausreichen, dem Ansturm der deutschen Truppen länger als zwei Tage standzuhalten. Unser gestern veröffentlichter P.-K.-Bericht gibt ein eindrucksvolles Bild von der umfassenden Bereitstellung der tief gestaffelten deutschen Angriffsdivisionen, die nun, nach der Ouvertüre des erfolgreichen deutschen Luftangriffs auf die Luftbasis Paris, der für die feindlichen Luftstreitkräfte durch die Vernichtung von rund 500 Maschinen einen erheblichen Aderlaß bedeutete, zum Sturm antraten und bereits am ersten Tage in hartem Kampf den Uebergang über die Somme zwischen der Mündung und dem etwa 200 Kilometer flußaufwärts gelegenen Städtchen Ham und den Uebergang über den Oise-Aisne-Kanal erzwangen. Im ersten lähmenden Überraschungsmoment gelang es den Pionieren, die ersten Brücken über den Fluß zu schlagen, auf denen die Infanterie auf das andere Ufer stürmt und nun Artillerie aller Kaliber ihr vernichtendes Feuer auf die feindliche Widerstandslinie legt und die Batterien des Gegners niederhält, so daß die Infanterie Fuß fassen und schnell Verstärkung durch schwere Waffen erhalten kann. Wie hier bei Vicquigny, etwa 12 Kilometer unterhalb Amiens, Der Uebergang erzwungen wurde, so ähnlich wird der Kampf an den anderen Stellen der Front verlausen sein. Damit war die wesentlichste Voraussetzung für das planmäßige Fortschreiten der Operationen mit der Stoßrichtung Südwesten des deutschen Angriffsflügels der Küste entlang geschaffen worden. Bereits am 6. Juni haben sie dazu geführt, daß die Weygand-Linie auf der ?anzen Front durchbrochen werden onnte, ein unerhörter Erfolg, den die deutschen Waffen tm Frontal-Angriff in unvorstellbar kurzer Zeit errungen haben. Die deutschen Truppen stchen damit im Herzen der Pikardie, einer ausgedehnten, offenen Landschaft der weiten Weizen- und Rübenfelder mit behäbigen großen Dörfern und stattlichen Höfen unter hohen Bäumen. Die Somme mit ihren steilen Böschungen und vielfach versumpftem Tal bildet einen natürlichen Abschnitt in der sonst offenen Hochfläche. Inmitten solcher ausgedehnten Sümpfe liegt auch etwa 20 Kilometer südwestlich St. Quentin das schon genannte Städtchen Ham mit seinen nur 3000 Einwohnern, ganz aus der Landwirtschaft lebend, mit großen Zucker- und Spritfabriken. An seinen Namen knüpft sich eine interessante historische Reminiszenz. In seinem alten Kastell, das als Staatsgefängnis diente, saß Louis Napoleon, der Neffe des großen Bonaparte, von 1840 bis 1846 gefangen, nachdem fein zweiter in Boulogne unternommener Putschversuch gegen die Herrschaft des Bürgerkönigs Louis Philipp ebenso mißglückt war, wie der erste in Straßburg. 1846 floh er, als Bauarbeiter verkleidet, nach London, nach der Februarrevolution 1848 begann sein Ausstieg über die Würde des Prinz-Präsidenten zum Kaiser der Franzosen. — Südöstlich geht die Pikardie ohne natürliche Hindernisse von Guise und St. Quentin in Richtung auf Rethel und Reims in die öde Champagne über, Peronne ’amaches miens a Fe re Soissbns rou'en 'HHers-Gatterets. ’Crepj Mezidpn >ARIS- Toul Gondrecourt 'oinvrltä Neufchai 'Rimaucoui Sabie> *- ' >Po\x Longpau f'Abancourti ^Montdidierk | ChaunygZ^ \ k SrJust ^^NoVdns- 'Maybeuge 6i x/—_ Verdun K __________ fSt.Hi Zaire auL Z \s Mars-la Jour Ärtk , Cou/ommiers Fere-Cbamßx^>^^LZxL NANCY 'ongpre pAlbe, u CorbiCj^Z Heyfchgtel AfenggSSk^Mortagne H^WMä^ers^Fer5SS£es I ^flk^connerre Choteaudun| ORLEANS* Audemer^+Elbeuf^ . jIP'Y65 ^-l'Evequ^V^uv^rSl^eLei XCaen \hsieu \ • 9 LeNeubourtZ^^ Znay\Evreux^M^ (t tLibramffnt Zeh Ach Vsä XC y ion .sne Rethel) '^xZ^/^Vouziers onguyonl ''Xnr-IMC < DurAZ* Üa/er^AW tOf.DenJMeaux V^F/amboin^FRomd^y^Mer^X ßrie'nne> ,mnoc- ;. ain N' mPesFFqntaineßeau'^^PP tereau 4 -eS PithjvieX LE HÄVRB ^=Hönf[eüD. ' Neui____ DJ^^\ZZ'Forges V ’SZhZ^V^Gourn^Bec Neueste Karte des Operationsgebiets in Frankreich. (Scherl-Bilderdienst-Wege-M.) der über dem weißen Kreidekalk die Löhlehmdecke ehlt, die die Pikardie so fruchtbar macht. Zwischen Laon und Soissons zieht sich westlich des hier früher chon genannten, aus schweren Kämpfen des Weltkrieges her vielen alten Soldaten vertrauten Che- min des Dames, der Oise-Aisne-Kanal nach Nordwesten zu in Richtung auf Chauny, etwa 10 Kilometer unterhalb mündet er in die Oise, einen Neben- luß der Seine, der mit ihr und der Marne im nach Nordosten offenen Viereck die landschaftlich besonders reizvolle ,Hsle de France" bildet. Nach Westen zu geht die Pikardie in die Kreidehochfläche der Normandie über, die mit steilen Kliffen zum Meer abstürzt, während nördlich der Sommemündung dem Steilrand der Küste noch Schwemmland und Dünen vorgelagert sind. Die Normandie hat die beiden bedeutenden Häfen Le Havre ipib Cherbourg, die die deutsche Luftwaffe bereits in den letzten Tagen erfolgreich mit Bomben belegt hat. Le Havre an der Seine- Mündung ist nächst Marseille der bedeutendste Hafen Frankreichs, da er zusammen mit Rouen, etwa 130 Kilometer oberhalb der Mündung, Um- chlagplatz für den äußerst regen Schiffsverkehr aus dem Pariser Becken zum Meere hin ift Die Stadt, die 165 000 Einwohner zählt, ist durch Außenforts befestigt. Aber der große Kriegshafen der normannischen Küste ist Cherbourg, dessen starke Verteidigungs- und ausgedehnte Hafenanlagen un- ere Kampfgeschwader vorgestern erneut erfolgreich angegriffen haben. Seine Hafenbassins, die sich über ein Areal von 22 Hektar erstrecken, vermögen 40 der größten Kriegsschiffe der französischen Flotte aufzunehmen. Die Stadt, nur 37 000 -Einwohner groß, liegt auf der Halbinsel Cotentin, die die Seine-Bucht nach Westen abschließt. Eine wechsel- volle Geschichte hat Cherbourg zwischen englischem und französischem Besitz hin- und hergeworfen seit der Normanne Wilhelm England eroberte. Erst seit 1450 ist es dauernd in französischen Händen geblieben. Nun beunruhigt die deutsche Luftwaffe, weit an der Küste des Kanals vorstoßend, hier bereits die Flankenstellung der französischen Verteidigung und die letzten nächsten Verbindungslinien, die den englisch-französischen Verbündeten nach dem Verlust von Boulogne, Calais und Dünkirchen geblieben sind, ein gutes Omen auch für die ftrate» aische Auswertung des durch den auch jetzt wieder bewiesenen unwiderstehlichen Elan unserer heldenhaften Truppen so überraschend schnell erzwungenen Durchbruchs durch die Weygand-Linie. Dr. Fr. W. Lange. Unsere neue Karte von Frankreich. ISouthene -orumouth [one icken tauen .Chalons Straßburgi Epinah Ang< -Nevere SCHWEIZ lalon lontceai •oltlere Clermont tngoulöm« Turin, • Aurilli Bord< !3UX Rodfi wlgnon Nizki 'Moi£ Nlm< Toulouse. iebastl Sentande' Marseill Etienne' tonne] Ramler ISCH Barceloni Calais. loulogne belle -Rochefort/ lonteuban •Albi jens'' Saargemünt \ Mülhausem bvuort^M Besancori^T*^ lhton Hastings..- ©ezlers^^r seiiüeNarbonne CambervS*' ] Vok*”Qrenobh / y*Perigu< X-X—V ■ inklrcheX-«Antw( Ostmärkische Gebirgsjäger jenseits -es Polarkreises. Oie Einnahme -er englischen Feldstellungen bei Giien. — Kühnes Lustlandeunternehmen aus der Halbinsel Hemnes. — Oer Angriff auf Bodo. P. K. Es ist 12 Uhr nachts und dennoch nicht dunkler als trüb verhangener Morgen in der Heimat. Nur die hohen schneebedeckten Berge verhindern, daß die Sonne bis in die Fjorde von Mo hereinscheint. Seit Wochen kennen unsere Soldaten nicht mehr das beruhigende kraftspende Dunkel der Nacht. In ewiger Helligkeit vollzieht sicb ihr unaufhaltsamer Vormarsch, und die Schlafbedürfnisse werden befriedigt, wenn gerade Zeit dafür ist. Zwischen den Kämpfen mit dem weiten norwegischen Raum, seinen unbeareiflichen Geländeschwierigkeiten und dem gemischten englischnorwegischen Gegner, der Straßen und Brücken sprengt und immer wieder in ausgebauten Stellun- aen oftmals erbitterten Widerstand leistet, bleibt nur wenig Gelegenheit, einen Blick auf die Wunder des Nordens zu tun. Solange es noch kurze Nächte gab, hat man sich wohl hier und da einmal die seltsamen Strahlenbündel des Nordlichts angesehen, weil sie ein Landser für ferne Flakscheinwerfer hielt, aber er erspäht die seit- same Bläue der Luft und der bizarren Felsenland- jchaft, die die Trostlosigkeit der Hochmoore und der schroffen Felsen mit einem träumerischen Schleier umhüllt. Manchmal scheint die Sonne, wenn sie nach einer knappen Berührung des Horizontes wieder emporsteigt, in diesem Schleier wie von einem großen Hof umgeben. Einem Sonnenrad ist diese Erscheinung vergleichbar, das in den vier Himmelsrichtungen von geschweiften, gleißenden Strahlenbündeln umgeben ist. Unsere Truppen haben inzwischen längst den Polarkreis überschritten. Ein kurzes hinweisendes Wort des Kompaniechefs auf den Steinsockel mit der Weltkugel auf der Straße von Mo nach Bodö, em paar scherzende Zurufe der Kameraden untereinander haben den sonst unter „Nordlandreisenden" üblichen Festakt ersetzt. Für mehr waren der Weg und die Kämpfe bis hierher zu scbwer. Denn immer wieder erwiesen sich schwierige Umgehungen von Felsstellungen und gefahren- volle Erkundungen über Fjorde als notwendig. Und immer wieder mußten die Kameraden, (o etwa nach jeder dritten Sprengstelle von Brücken oder Felsstraßen den Stahlhelm eines Gefallenen auf ein frisches Holzkreuz setzen. Ein Beispiel für derart schwierige Unternehmungen hier im Norden ist der schneidige Angriff unserer Truppen am Elsfjord und die anschließende Einnahme von Mo. Im Els- fjord, einem idyllischen kleinen Ort, in dem sonst um diese Zeit englische Lords ihre Jachten anlegen ließen, um sich zu den von ihnen gepachteten Gebieten in der Nähe fahren zu lassen, ist die von Oslo und Drontheim nach Norden führende Straße zu Ende. Zwar führt eine Fähre 15 Kilometer lang über den Störfjord nach Hemnes, wo die Straße weitergeht, aber als unsere Truppen in Eisfjord anlangen, sind die Fährschiffe versenkt oder entführt, ist überhaupt kein brauchbares Fahrzeug zu erblicken. Die Felswände ringsum schnee- und eisgepanzert, erscheinen zudem undurchdringlich. Aber unsere Gebirgsjäger, von denen der englische Rundfunk behauptet, daß sie als „Oester- reicher"^ scharenweise über die schwedische Grenze „flüchten", fühlen sich hier in ihrem Element. Ist es doch so, als habe man ihre Alpenwelt in 1500 Meter Höhe abgeschnitten und an die Meeresküste gesetzt. Auch in geringerer Höhe ist die Vegetation und die Felsbildung unseren Alpen in 2000 Meter Höhe vergleichbar. Mit Schneeschuhen und Gebirgskanonen, mit Infanteriegeschützen und schweren Granatwerfern wird der Aufstieg in die Felsen und Schneeeinöden begonnen. Bereits nach 24 Stunden sind die Berge bezwungen und ungeachtet der schweren körperlichen Anstrengung, von der jeder, der Norwegen nicht kennt, sich einfach keinen Begriff machen kann, wird sofort zum Angriffe angetreten, als auf der soeben erreichten Straße auf starke Feindabwehr gestoßen wird. Inzwischen ist ein anderes kühnes Unternehmen in voller Entfaltung. Unter dem Kommando eines Oberleutnants startet eine Anzahl von Wasserflugzeugen in Drontheim, die mit einer kleinen Schar von Gebirgsjägern bemannt sind, zum Fluge in den Störfjord. Als die Schlauch» boote das Festland unweit von Hemnes erreichen,- werden sie von starkem feindlichem Feuer aus Maschinengewehren und Panzerabwehrbüchsen emp»i fangen. Trotzdem wird gelandet, Maschinengewehtti in Stellung gebracht, ein englischer Lastkraftwagen mit zur Verstärkung eilenden englischen Truppe« niedergekämvft, norwegische und englische Gefan», gene gemacht und mit insgesamt 70 Mann ein» ft ar Le englische Stellung genommen, Bec Optiker am j5aljnhof| tränt die von einem bedeutenden englischen Kommand» besetzt gehalten worden war, das kurz zuvor ein Kreuzer in Hemnes ausgesetzt hatte. Zahlreiche« Kriegsgerät fällt in deutsche Hand, während auf deutfcher Seite nur ein Toter und ein Verwundeter zu verzeichnen sind. Damit ist den Kameraden, die nördlich Finne i d t im Kampf gegen ein schottisches Garde- bataillon antreten, viel geholfen. Hell strahlt dis Sonne um 3 Uhr morgens, als in erbittertem ©*• fecht b e r Einbruch in die starken Bergstellungei« des Feindes gelingt. Dies, nachdem ein Fluß durchschritten meroen mußte, desien Brücke die Engländer kunstgerecht gesprengt hatten. Eine erfte Höhe zu nehmen, beansprucht nahezu vier Stunden, auf einer zweiten Höhe hatten sich die Feinde inzwischen erneut verschanzt und MG.s in Stellung gebracht. Schließlich mußten noch Kräfte abgezweigi werden, um eine dritte Stellung auf des rechten Flanke zu nehmen, während das Gros de« Feind die Straße entlang verfolgte. Erst viels Stunden später konnte der Feind aus allen, letzten Stellungen geworfen und Mo erreicht [ rden. Me diese Gefechte spielten sich in der Nähe des kltnen Ortes Stien ab, dessen Name verdient ^gehalten zu werden als äußere Bezeichnung für dir beinahe übermenschliche Einsatzbereitschaft un- ftrrr ostmärkischen Gebirgsjäger, die hier Tausende Bon Kilometern von der Heimat entfernt auf einem sogenannten Nebenkriegsschauplatz körperliche und Mtärische Leistungen vollbracht haben, die zu den oanz großen heroischen Ereignissen des Großdeut- slhrn Freiheitskampfes gehören. Beinahe drei Tage lug ununterbrochen über Berge zu marschieren und dadei länger als 30 Stunden im Kampfe zu liegen, j feine Leistung, die e-ben nur ostmärkische Gebirgs- söger zu vollbringen imstande sind. Eingebracht wurden 20 englische Gefangene, zum größten Teil Dhotten, die 'sich überaus hartnäckig geschlagen haben, ein Geschütz, 15 Maschinengewehre, zahlreiche (guoehre, Maschinenpistolen, Munition und Geräte elfer Art. Inzwischen sind bereits einige Tage über diese Gsechte vergangen. Der energische Angriff auf B o d S , wo der Feind wiederum starke Stellungen bezogen hat, wird weitergetragen. Unmittelbar hinter der Jnfanteriespitze marschiert der Pionier, auf dessen Konto ein gutes Teil der Erfolge des norwegischen Feldzuges kommt. Ueber dem Störfjord schwimmen längst die von ihm gebauten Fähren. Ueber die von ihm gebauten Brücken donnern die Lastkraftwagen, die Munition und Verpflegung nachbringen. Die ersten behelfsmäßigen Uebergänge haben sich die Jäger mit bewunderungswürdigem technischen Verständnis selbst geschaffen, da -die Pioniere erst im späteren Verlauf der Kampfhandlungen zugeführt werden konnten. Von ihnen wurden dann die Uebergänge verstärkt und erweitert. Keine aufgerissene Straße, kein noch so tief eingeschnittener, reißender Gebirgsfluß kann den Pionieren ein ernstliches Hindernis bieten. Immer wieder finden sie einen Ausweg, eine Umgehung, oder bauen aus Baumstämmen Flöße und Fähren. Sie sind die Wegbereiter der kämpfenden Truppe, die nur das eine Ziel kennt, dem sie entgegenstreben: Den Feind zu treffen, wo er sich zeigt! Karl Sedlatzek. Oie Mordtat von Abbeville. „Malta zu Italien." Jtom feiert den Malta-Aufstand 1919. Rom, 8. Juni. (Europapreß.) Die italienischen Blätter erinnern daran, daß am 7. Juni sich zum 21. Male der Tag jährte, am dem die Bewohner der I n s e l M a l t a sich gegen den Versailler Vertrag, der ihre Lebensrechte und ihre Ansprüche auf Erhaltung ihres italienischen Volkstums mißachtet, und mit der Waffe in der Hand gegen die briti- chen Unterdrücker erhoben. Nach viertägigem Kampf wurde dieser Aufstand niedergeschlagen und die Knechtschaft der Inselbewohner weiter verschärft. In Rom wurde der Tag mit zwei Gedächtnisfeiern „im Licht der über dem Mittelmeer aufdämmernden Befreiung" — wie „Piccolo" sich ausdrückte — begangen. — In einem römischen Palast, wo derMalteserAktionsausschuß einen Sitz hat, wurde ein Denkmal enthüllt und auf dem Pincio eine Büste des maltesischen Freiheitskämpfers Fortunato Mizzi eingeweiht. Mizzi, der Gründer der Maltesischen Nationallsti- schen Partei und ihres Blattes „Malta", starb am 18. Mai 1905. Sein geisüaes und politisches Erbe trat Professor Enrico Mizzi an,_ den die Engländer vor einigen Tagen ins Gefängnis gewor- Bei der Enthüllung des Gedenksteines der Malteser Märtyrer verlas der Vizesekretär der Faschistischen Partei, Mezzasoma, die Namen der im Freiheitskampf Gefallenen. Auf jeden Namensaufruf antworteten die Anwesenden nach faschistischem Brauch „presente!” (hier). Die zu dem Palast führende Straße wurde auf den Namen Fortunato Mizzi getauft. Dann zog die Menge unter Führung des Malteser Aktionsausschusses und der faschistischen Behörden- und Parteivertreter zum Pincio hinauf, um an der Einweihung des Denkmals teilzunehmen. Am Fuße der Statue wurden zahlreiche Lorbeerkränze niedergelegt; unter diesen Kränzen befand sich auch einer des Gouverneurs von Rom. Professor Mattia hielt dann eine Ansprache, in der er die Verfolgungen der Malteser durch die Engländer schilderte und die Rückkehr der Insel zu Italien forderte. Er brachte ein Hoch auf das italienische Malta und auf Italien aus, das von der Menge mit dem Ruf „Malta zu Italien!" und einer stürmischen Huldigung a* * den Duce begeistert aufgenommen wurde. r tu Durch Aussagen des von den Franzosen ver- schleppten dänischen Ingenieurs Winter, der sich im letzten Augenblick retten konnte, ist man in Abbeville einem grauenvollen französischen Ver- blechen auf die Spur gekommen. Hier sind 72 Menschen, die nach ihrer Verhaftung in Belgien über Ne nach Abbeville verschleppt wurden, nach furcht- brren Martern von den Franzosen ermordet. Auf Grund der Legitimationspapiere konnte festgestellt werden, daß es sich bei den Ermordeten um Deutsche, Italiener, Russen, Ungarn, Holländer, Belgier, Schweizer und Dänen handelt. Die wirkliche Zahl der Opfer läßt sich vorläufig noch nicht übersehen. — Unser Bild zeigt die Mordstätte in Abbeville. — (PK.-Scherl-Bilderdienst-M.) Kleine politische Nachrichten. Nach einer Information des „Llovd Triestino" mürbe das Auslaufen des italienischen 20000= lonnen-Dampfers „Conte Verde" aus Schanghai, das für Sonntag vorgesehen war, auf unbestimmte Zeit verschoben. ♦ Die spanische Presse berichtet, in Gibraltar feien viele spanische Irredentisten verhaftet worden. Die Evakuierung der Festung Gibraltar werde mit erhöhter Eile fortgesetzt. Die Presse der Falange setzt den Feldzug gegen England mit vermehrter Heftigkeit fort. * In Kairo hat eine Tagung von Vertretern der arabischen Staaten stattgefunden, um die Lage und Interessen der arabischen Welt angesichts der sich vorbereitenden Aenderung des Aufbaues der Weltpolitik zu prüfen. * In Irun an der spanisch-französischen Grenze treffen stündlich Kraftwagen mit Flüchtlingen ein, unter diesen zahlreiche Diplomaten, die meist nach Portugal Weiterreisen. Manche Flüchtlinge führen beträchtliche Mengen an Gold und Schmuck mit sich. * Die Vereinigten Staaten haben die Einreise aller Ausländer verboten, die nicht einen triftigen Grund für die Reife angeben können. In der Hauptstadt von USA. wurde eine strenge Ausländerkontrolle eingeführt. * en haben. Präsident Roosevelt gab den Rücktritt des Ma, rinesekretärs Charles Edison bekannt, der aktiv | am Wahlkampf als demokratischer Kandidat von New Jersey teilnehmen wird. In Lissabon erfolgte die Eröffnung der 800-Iahr- Feier der portugiesischen Staatsgründung und die 400-Jahr-Feier der portugiesischen Restauration nach einem Festgottesdienst durch den Staatspräsi- deuten General Carmona in einem Festakt in der Munizipalkammer von Lissabon. Am Abend fand eine Sitzung des Landtags und der Korporativ- kammer statt, wobei auch der Sonderbotschafter Brasiliens, General Jos6 Pinto, sprach. Die für das Jahr 1942 in Rom vorbereitete Weltausstellung ist von der italienischen Re- 'gierung auf Ersuchen des Internationalen Ausstellungsamtes auf unbestimmte Zeit verschoben worden. ♦ Deutsch-schwedische Wirtschaftsverhandlungen über die Anpassung des Warenverkehrs an die neuen Verhältnisse haben auf verschiedenen Gebieten zu einer Verständigung geführt, die eine weitere Ausweitung des Warenaustausches erwarten läßt. ♦ Vor 14 Tagen erschien in Oslo die erste deutsche Zeitung für Norwegen. Nun wurde die erste Nummer der Deutschen Zeitung für die Niederlande in Amsterdam herausgegeben als Organ der im besetzten Gebiet ansässigen Deutschen und Verbindungsglied der Verwaltung zur gesamten Bevölkerung. Für die deutschen Soldaten soll die Zeitung ein Bindeglied von der Front zur Heimat sein. * Reichsarbeitsführer Hier! schloß dieser Tage eine mehrtägige Besichtigungsreise von Einheiten des Reichsarbeitsdienstes ab, die mit kriegsmäßigen Aufgaben zur Unterstützung der Truppen in Belgien, Holland und Nordfrankreich betraut sind. ♦ Stabschef Lutze besichtigte den OffiziersanwSrter- lehrgang in der Jnfanterieschule Döberitz. Bei der Besichtigung wurden dem Stabschef zahlreiche SA.- Männer gemeldet, die an dem Offiziersanwärterlehrgang teilnehmen. * Professor Sverre Pedersen ist beauftragt worden, den neuen Stadt plan für K r i - stiansund auszuarbeiten, das unter dem Krieg stark gelitten hat. Mit der Fertigstellung des neuen Plans, nach dem Kristiansund die modernste Stadt Norwegens werden soll, wird für September gerechnet. Im Reichsverkehrsministerium sind die Belange der Seeschiffahrt in einem Seeschiffahrtsamt zusammengefaßt worden. Mit feiner Leitung hat der Führer den Vizeadmiral z. V. Wülfing von D i 11 e n unter Verleihung der Amtsbezeichnung Unterstaatssekretär betraut. Gowjetrussische Flottenaufrüstung. Stockholm, 7. Juni. (Europapreß.) Der bekannte russische Flottenspezialist Konteradmiral Ga- garin erklärte im ,Krasniflot", daß in Anbetracht )er internationalen Lage nicht nur die Rote Armee, sondern auch die Flotte verstärkt werden würde. Vom zaristischen Rußland habe man lediglich veraltete Kriegsschiffe geerbt. Nun würden in Rußand auf 2 00 Werften Tag und Nacht neue Kriegsfahrzeuge gebaut. Die neuen Einheiten könnten sich an Schlagkraft und Schnelligkeit mit den modernsten Schiffen der westeuropäischen Staaten messen. Die Handelsschiffe werden derart gebaut werden, daß sie schnell und leicht zu Kriegsfahrzeugen umgebaut werden können. Aus aller Wett. Besuche in der Kanzlei des Führers einschränken. Der Chef der Kanzlei des Führers gibt bekannt? Infolge zahlreicher Einberufungen ist es nicht möglich, den Besuckerverkehr in der Kanzlei des Führers der NSDÄP. in dem bisherigen Umfang durchzuführen. Besucher können künftig nur in dringenden Fällen nach vorheriger schriftlicher Anmeldung angenommen werden. In jedem Falle ist jedoch die Aufforderung der Kanzlei des Führers zur Vorsprache abzuwarten. Die Besuchszeiten werden auf Montag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr beschränkt. Insbesondere werden dis außerhalb Berlins ansässigen Volksgenosien gebeten, ihren geplanten Besuch vorher anzuzeigen und den Bescheid der Kanzlei des Führers abzuwarten. Verräter hingerichtet. Der vom Volksgerichtshof zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 32 Jahre alte Hans Johann Albert Kiel ist hingerichtet worden. Der Verurteilte, der wiederholt vorbestraft ist, hat aus Gewinnsucht VA Jahre lang für den Nachrichtendienst einer fremden Macht gearbeitet und Ausspähungsreisen im Reich unternommen. HauptschrifUeiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hcmptschriftletlers: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschetn; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Bruhlsche Univeyttätsdruckeret R. Lange K. G. SetiagSlelfo: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzetgenleiter: HanL Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeige«: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. 2540 V ^besser leben, das heißt: ge/unöer leben/ Besser (eben, darunter verstehen wir: mehr vom geben haben. Und wann hat man mehr vom geben? Wenn man natürlicher-gesund und vernünftig lebt! Nie zuvor kam dies so klar zum Ausdruck und zum Bewußtsein der Menschm wie um die Jahrhundertwende, als es anfing, besser zu geben, als immer mehr Mmschm der Botteile des Zeitalters der Technik teilhaftig wurden. Damals ist der Kathreiner entstanden. Dank dem Manne, der in die Geschichte seines Volkes einging als der Lehrer der natmgemäßm Lebensweise: Sebastian Kneipp! Rach ihm heißt der Kathreiner,ber Kneipp-Malzkaffee". erleid euer MtM rM Mr* e W [ann >Nl«l" Es mag wichtig sein, Heute daran zu erinnern, daß der Kathreiner in der Zeit des Wohlstandes, nicht etwa als ein Kind der Not geboren worden ist — aus der allgemeinen Sehnsucht der Mmschm, ihr Lebm besser zu gestaltm, natürlicher zu lebm, vemünftiger und gesünder zu essen und zu trinken. Aber nicht nur, weil er gesund ist — auch weil er gut schmeckt, be§tjatt> hat der Kathreiner im Laufe der Fahre Millionm überzeugter Anhänger gewonnen! Ein guter Teil des dmtschm Volkes ist mit ihm aufgewachsm! Und ist mit ihm groß gewordm! Ä 1 g r-.: Y IUM- .. % itenl” WWMMs Dame he em ab £ager ode> Werk 496 a Eröffnung der Sommerspielzelt 1940 Eugen Dürr & Co., Gießen Schalstraße 7. 2741t) EMIL SCHMALE 2756 D Biergrofiihandlung u. Eisfabrik. - Rufi 3883 Zement Weifestückkalk Marmor- Kalkhydrat Grausackkalk Dachziegeln aller Art sofort ab Lager lieferbar Wohnungstausch| L Vermietungen | 2746P ua [2745A tum kaufen Sie bei O| «ul 2135 aus Nord-Garagen 3.£00Wl|flllDOfl Telefon 2802 Werner-Wall 33 lernen 02010 ^nensugyvwas SIE bteibt 8.GMM UkSMeMMS g.MMWM 2693 v Betriebsführung, Giehen, Schanzenstrahe 18. Zimmer 5, vorgenommen werden. Der Stoff plan für ede Lehrgemeinschaft kann einge- leben werden. Auskunft über Dauer und Ge bühr auf der Dienststelle. Die Durchführung^ nbende werden mit den Teilnehmern zusam men festgelegt. Anmeldeschluft 15.iluni 1940. Der erfolgreiche Besuch von Lehrgemein- fchaften wird im Arbeitsbuch vom Arbeitsamt unter Vorlage einer Bescheinigung der DM. eingetragen. 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Mittwoch-Miete! „Zwei im Busch“ Lustspiel in 3 Akten von Axel Ivers Spielleitung: Hans Joachim Büttner, Berlin, a. G. Bühnenbilder: Karl Löffler Preise: RM. 0.60-3.10 Gewandte Fran oder Fräulein (möglichst gewesene Bürokraft) für Dienstag und Freitag jede Woche auf Kriegsdauer während der Büroyeschäftsstunüen für Schreibarbeit usw. alsbald gesucht. Persönl. Meldungen mit evtl. Zeugnissen und selbstgeschriebenem Lebenslauf werktags - an Vormittagen - ab Montag, den 10. Juni 1940. Verwaltung der klin. tiniv.-Anstalten Gießen, Frankfurter Architekt H. Tirksmöller, Am Alten Fried- bof 16 MMIte gebr., z. kaufen gesucht. [02045 Landgr.-Phift- Platz 10 p. für sofort ein Salotags- madchen od. eine [02002 Auwartung Ludwigstr. 76. Schön möbliert. Simmet in freier Lage, m. Bad, Balkon, Heizung u. voll. Pension zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 02063 an 0. Gieh. Anz. 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Schönheit des Eislaufs Ein Dr.-Manfred-Curry-Film, der in die herrliche deutsche Alpenwelt, an den Rießer See und nach Garmisch-Partenkirchen führt. Es lauten die besten Eiskunstlauf Paare dar Welt: Ulan Herber Ernst Ba er, Geschw ster Pausin, Olympiasieger Schäfer, H. Stennf, E. Kraft, F. Kaspar. l.Die neuefte Wochenfichau Heute Samstag | 11 Uhr abends[ morgen Sonntag |11 UhrvormittTj fcia-M Die kleine Sdireibmöidiine mit den großen Vorzügen Generalvertrieb Banms & Treibig Gießen Bahnhofstr. 26 Rut 3700 I Der L» Wr zu ein« )5 Mil l, erstz Unserer werten Kundschaft zur gefälligen Kenntnisnahme, daß unser Geschäft vorübergehend geschlossen bieibt cöq___ OODtooopT nQ*ezr//S Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden mehr als rfern M on It8i )te fewti KopW [en, nicht d! lichte, nklar, ngen & . W er eiftert* fid) nicht. hm 8* >r der > Mit deutschen Truppen am Kanal. Oie neue Filmwochenschau ab heute in den Gießener Lichtspielhäusern EMIL DORR Inhaber: Wilhelm und Adolf Dörr Spenglerei und Installationsgeschäft GIESSEN - GROSSER STEINWEG 12 ■ 02054 Strchb ldigt, OE >gen bii en, oki hen. & sinsprii^ m M ngeklagti rschiM. ?. Segn Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den BießenerAnzelger -ottzr, die 0? r (M luftrac; Lastzi^ rriet oii wobt r}te uri der bh d. ht-A is ity .v Tür hiP i6ur4 *t nni*J ib-r * ,11dl* Ä deineden Bruchleidenden^ der vor. bie Broschüre gelesen hat: Frankfurt/M*,lo.; Hotel hc^nsa Royal, 8—13 Uhr; Frankfurt LN., 17. 6-, Hotel Hansa Royal, P13 Uhr' Friedberg, 18. 6., Hotel Deutsches Haus, 8—-11.30 ubr, Hetzen, 18. 6., Hotel Hindenburg, 15—18 Uhr' Dtl^nburg- 19 6., yctel Hirsch, 10—14 Uhrr Lunburg'Labn, 20. 6., Hotel Nassauer M, 8—12 Uhr; Wiesbaden, 21.6., Hotel Taunus, 8—12 Uhr. Myelin Backhaus, Neustadt/Weinftratze, Friedrichstratze 7. Klee. Beide laufen erstmals in dieser Klasse unb werden alles daran setzen, die in sie gesetzten Hoft- nungen zu erfüllen. Willi Schwarz wird, da kein Hochsprung ausgeschrieben ist, zum ersten Male über bie 400 -- Meter - Hürbenstrecke gehen. Ebenso bestreitet er noch ben Weitsprung. Hans Diebrich hat in her A-Jugenb berechtigte Aussichten im Dreisprung. Ferner nimmt er am 100- Meter-Lauf teil. Heinz C a w e i n ist über 1500 Meter gemelbet unb wirb sich bemühen, unter ben Ersten ins Ziel zu kommen. Erwin Herrmann wirb versuchen, im Dreikampf einen achtbaren Platz zu erringen. Zlugmodellstart mit modernen Waffen. NSG. Bei hem Ausscheibungs-Wettbewerb für Segelflugmobelle her Gruppe 11 (Hessen-Westmark) bes NS.-Fliegerkorps vom 8. bis 9. Juni auf hem Segelfluggelänbe Hohe Warte bei Aßlar/Wetzlar werben über 70 Flugmobelle im Hochstart gestartet. Das heißt: her Start her Flugmobelle erfolgt nicht aus her Hanb, fonbern mit Hilfe einer 75 Meter langen Schnur unb 25 Meter Oummibanb, bie bas Flugmobell hoch in bie Luft zieht. Außerbem wird eine flaschenzugähnliche Umlenkrolle mit 125 Meter Schnur verwenbet ober bie neuartige Hochstartwinbe, bie besonbers für bie Flugmobelle her FAJ.-Klasse unb somit auf allen internationalen Flugmobell-Wettbewerben Anwendung findet. Diese Art des Starts und bie Auslese her Flugmobelle bürsten ben Wettbewerb, her ben Aus- scheibungskampf für hie Beschickung bes großen vom NS.-Fliegerkörps veranstalteten Reichswettbewerbs für Segelflugmobelle auf her Wasserkuppe bebeu« tet, besonbers interessant gestalten unb einen er« schöpfenben Einblick in bie Arbeit unserer jungen Flugmobellbauer geben. Gemeinschaftsarbeit der Leichtathleten. Mit dem zweiten Gemeinschaftstreffen her Leichtathleten aus Gießen unb her näheren Umgebung hat bie Arbeit in her Leichtathletik unb her Wettkampf nun erst richtig begonnen. Beim Training her Frauen unb Mädchen waren 43 Teilnehmer unb bei den Mänyern unb her HI. 38 Teilnehmer anwesend. Diese erfreuliche Entwicklung ist her Beweis dafür, baß bas Fachamt Leichtathletik mit her Bilbung bieser Arbeitsgemeinschaft ben richtigen Weg gegangen ist. Außer Gießener Vereinen nehmen bie Vereine: Tv. Wieseck, VfB. Lollar, Tv. Ruttershausen, Tv. Bieber, Sport- gemeinde Steinbach unb die Sportgemeinde Großen-Buseck an hem aemeinfamen Training teil. Das Ziel der Bezirksführung, bie umfassende sportliche Durchdringung der gesamten Jugend keinen Augenblick zu unterbrechen, wirb unter allen Umständen erreicht werben. Entscheibend ist allein her gemeinsame Einsatz. Auch bei diesem zweiten Trainingsabend wurden einige Wettkämpfe durchgesührt. Lediglich beim Frauentraining wurde diesmal von her Durchführung von Wettkämpfen abgesehen, da dieser Abend ausschließlich auf Lehrtätigkeit' und Uebungsarbeit ausgerichtet war. Ergebnisse: Weitsprung. HI., Klasse A: 1. Boll, DfB.-R., 6,16 Meter; 2. Deutsch, DfB.-R,, 5,50 Meter; Z.Krei- fing, Tv. Meseck, 5,30 Meter. Weitsprung. HJ^ Klasse B.: 1. Hermann, DfB.-R., 5,01 Meter; 2. Leicht, Tv. Bieber, 4,94 Meter. 100 Meter. 1. Lauf: 1.Leicht, Tv.Bieber, 12,8 Sek.; 2. Schwarz, DfB.-R., 12,8 Sek.; 3. Herr- mann, DfB.-R., 13,1 Sek. — 2. Lauf: 1. Deutsch, DfB.-R., 12,7 Sek.; 2. Milger, SA., 12,8 Sek.; 3. Vogel, HI., 13,3 Sek. — 3. ß a u f: 1. Gante, 1900, 13,1 Sek.; 2. Götz, 13,6 Sek.; 3. Krengel, 1900, 14,2 Sek. — 4. Lauf: 1. Wehrum, Großen- Buseck, 12,8 Sek.; 2. Wagenbach, Großen-Buseck, 12,8 Sek.; 3. Kreiling, Tv. Wieseck, 13,5 Sek. — 5. Lauf: 1. Hochstein, Großen-Buseck, 11,5 Sek.; 2. Zerndt, VfB.-R., 11,8 Sek.; 3. Boll, VfB.-R., 12,1 Sek. — 6. Lauf: 1. Schlitz, HI., 13,4 Sek.; 2. Dort, Großen-Buseck, 13,9 Sek.; 3. Jung, Lollar, 14,0 Sek.; 4. Huste, HI., 14,6 Sek, Kugelstoßen: 1. Dr. Luh, DfB.-R., 14,86 Meter; 2. Schleenbecker, L ollar, 11,52 Meter; 3. Deuker, Steinbach, 10,74 Meter. Diskus: 1. Dr. Luh, VfB.-R., 41,17 Meter; 2. Schleenbecker, Tv. Lollar, 32,63 Meter; 3. Mun- zert, Tv. Lollar, 28,71 Meter. Speerwerfen: 1. Dr. Luh, DfB.-R., 48,35 Meter; 2. Deuker, <5teinbad), 46,93 Meter. 8 0 0 Meter: 1. Hirschberger, VfB.-R., 2:10,6 Min. (vom Mal); 2. Vogel, HI., 2:28,0 Min. (25 Meter Vorgabe). Weitsprung, Männer: 1. Schleenbecker, Tv. Lollar, 5,60 Meter; 2. Munzert, Tv. Lollar, 5,51 Meter; 3. Schwarz, DfB.-R., 5,21 Meter. -1- Heftige Nerven-Schmerzen Fr. Marie Lauser, Posen, Burgs stratze 1/2, schreibt am 27.3.40: „Ich litt 15 Jahre an heftigen Nervenschmerzen, ein Ziehen und Zerren in allen Gliedern. Nach Einnahme von wenigen Trineral-Ovaltabletten wurde ich von meinen Nervenschmerzen befreit. 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Juni 1940. 2750D 2735 D 192 A Frau Karoline Schweitzer, geb. Simon. Gießen, Löberstraße 13. 2737 D Die trauernden Hinterbliebenen. Dank 02031 ausgestellt werden. 2731D •048 02038 Unser lieber Walter 02057 Am Donnerstag, dem 6. Juni, entschlief nach schwerem Leiden mein innigstgcliebter Gatte, unser treusorgender Vater, Schwieger- t vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Gießen (Dammstr. 28), den 8. Juni 1940, Auguste Simon, geb. Vogel Gustel Richter, geb. Simon Heinrich Simon, z.Z. im Felde Karola Hanke, geb. Simon Hans Richter, z.Z. im Felde Dr. Willi Hanke und 3 Enkelkinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang meines lieben Mannes sage ich allen auf diesem Wege meinen innigsten Dank. Insbesondere danke ich dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte am Grabe, sowie den Berufskameraden der Post und allen denen, die ihm das letzte Geleit gaben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Hill, geb, Steih. Gießen, den 8. Juni 1940. Die Trauerfeier fand in der Stille statt Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen herzlichen Die Trauerfeier findet Montag, den 10. luni, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Am 4. Juni starb nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Johannes Hill im 75. Lebensjahre. Bekanntmachungen. Bezugscheine für ANcklappen und Stoffe für Berufskleidung. Für die Instandhaltung der Berufskleidung werden auch Flicklappen benötigt. Es würde eine unzumutbare ftärte bedeuten, wenn die Berufstätigen, die eine besondere Arbeitskleidung tragen müssen, sich die Flicklappen auf Abschnitte ihrer Kleiderkarte beschaffen müßten. Die Reichsstelle für Kleidung hat deshalb angeordnet, daß die Wirtschaftsämter auf Antrag Bezugscheine für Flicklappen auszustellen haben (Nähmittelkartenabschnitte, die zum Kauf einer oestimmten Menge Nähgarne für die Ausbesserung der Berufskleidung berechtigen, geben Innungen aus). Die Reichsstelle hat ferner angeordnet, daß Köper- stosse für die Selbstanfertigung von Berufskleidung gegen einen vom Wirtschaftsamt auszustellenden Bezugschein gekauft werden können. Die Wirtschaftsämter sind verpflichtet, jeweils nicht mehr als 5 m zu bewilligen und sich zu vergewissern, daß ein An- tragsteller auch wirklich Selbstverbraucher ist. Für die gewerbliche Anfertigung von Berufskleidung dürfen solche Bezugscheine nicht angefordert und Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstättc Kurt Kling vorm.Heßer Nacht. Bandagistenmeist. Mark t*tr. 1(1 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung Biber in Deutschland von Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen aus Kunstdrucktafeln nach Natururkunden des deutschen Bibervaters Amtmann Vehr HerauSgegeben von der NeichSftelle für Naturschuh, Berlin In Leinen gebunden RM. 3,00 Wie Wisent und (Eid), so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten, di« einst in Deutschland» (Bauen wett verbreitet waren, aber durch da» unnachsichtige Eingreifen de» Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen.