m. 55 Erstes Blatt |90. Jahrgang Donnerstag, 8. Zebruar 1940 Erscheint tag lich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Biebener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Bezugsprets: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühlsche Univerfilätsdruckerei «.Lange in Sietzen. Lchristleitung und SejchSftrftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Srundpreift für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Npf. Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrist nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. 7. Febr. (Europapretz.) Auf dem Schieß- lothringischen Dialektforschung, ein Idealist, der a n c y ist, wie die Blätter melden, am über die Grenze seiner engeren Heimat in der gro- Paris, und Amsterdam, 7. Febr. (DNB.) Die beiden Mitglieder der Irischen Republikanischen Armee Barnes und Richards wurden, wie aus London gemeldet wird, heute morgen 9 Uhr hinge- richtet. Seit gestern abend wurde das Gefängnis Wonsongreen in Birmingham von einem beträchtlichen Polizei- und Detektivaufgebot überwacht. Die beiden Iren waren Mitte Dezember wegen a n - um von weiteren Fermenten und schließlich von den Vitaminen fortgesetzt wird. Den ganz weiteren Verdauungsweg entlang arbeiten dann ununterbrochen unsere „Spezialisten" daran, aufzuspalten, abzutragen, zu verwandeln und zu transportieren. Das Vitamin C z. B. hat die Hauptaufgabe, den Wasserstoff als Energiequelle aus dem Speisedrei lösen zu helfen; es ist damit unentbehrlich, für den Energiehaushalt des Körpers. Deshalb fühlen wir uns auch so müde und matt, wenn dieser Stoff in unserer Nahrung fehlt. Das Vitamin B 1 wiederum hilft d i e Kohlehydrate, also den Zucker .und die Umgebung zu starten. Große Erregung in tlSA Die unsichtbaren Lebenserhalter Was sind die Vitamine und was wissen wir von ihnen? Von Or. £. Kühle. Hinrichtung zweier irischer Freiheitskämpfer Helle Empörung in ganz Irland über den neuesten britischen Justizmord. Krieg auf deutscher Seite rnitgernacht und widmete sich seit 1926 der autonom! st ischen B e - wegung, deren Ziele Roos, wie er selbst immer versicherte, innerhalb des französischen Staatsgebildes verfocht. Schon 1928 wurde er einmal in Abwesenheit zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt, stellte sich aber freiwillig dem Staatsanwalt. Bei der erneuten Aufrollung des Prozesses lich erschossen worden. Roos war früher Vorsitzender des Generalrates des Departements Oberrhein und stellvertretender Bürgermeister von Straßburg. Der zusammen mit Roos verurteilte Autonomist L o b st e i n ist vom Präsidenten der Republik z u lebenslänglicher Zwangsarbeit begnadigt worden. Die Hinrichtung des elsaß-lothringischen Heimatforschers Dr. Roos ist ein erschütterndes Dokument des sich allmählich Überschlagenden Deutschenhasses, der von dem System Daladier immer mehr zur obersten Doktrin allen Handelns gemacht wird. Schon bei dem Scheinprozeß gegen Dr. Roos vor dem Kriegsgericht in Nancy lag die völlige Unschuld des elsaß-lothringischen Heimatforschers und ehemaligen Vorsitzenden der Elsaß-lothringischen Landespartei klar zutage. Inzwischen ist einwandfrei erwiesen, daß die Person von Proft Dr. Roos nur ein Mittel zum Zweck war und seine angeblichen Spionageverbrechen zugunsten Deutschlands den jüdisch-demokratischen Kriegshetzern in Paris nur zum Vorwand dienten, um eine neue Welle von Deutschenhaß in der französischen Oeffentlichkeit zu entfesseln. Prof. Dr. Roos, früher Staatsrat von Straßburg, war reiner Heimatpolitiker, bester Kenner der elsaß- Der Autonomist Roos standrechtlich erschossen Daladier entfesselt neue Welle des Deutschenhasses. geblicher Beteiligung an einem Bombenanschlag in Coventry im August vergangenen Jahres zum Tode verurteilt worden. In Coventty waren damals mehrere Personen getötet und zahlreiche verletzt worden. Beide Freiheitskämpfer haben bis zuletzt immer wieder darauf bestanden, daß sie an der ihnen von den Engländern zur Last gelegten Mitwirkung am Bombenanschlag in Coventry im vergangenen August unschuldig seien. Der Londoner Korrespondent des Amsterdamer „Telegraas" berichtet, kurz vor seiner Hinrichtung habe der Ire Barnes erklärt: „Ich bin davon überzeugt, daß später alles herauskommt und sich daraus eraibt, daß ich an dem ' ' ' ' " ft g t gewesen bin." Der a r o s , habe gesagt: „Ich Gleiche Vrüder-gleiche Kappen. Die Engländer machen sich augenblicklich das Vergnügen, die Polen zu bemitleiden, die seit einigen Monaten im Generalgouvernement und in den neuen Reicbsgauen den Segen deutscher Ordnung, aber aucy die Sprache des deutschen Rechts kennenlernen. IM) er all in der Welt tauchen diese von der Londoner Hetzzentrale ausgestreuten Greuelmärchen auf, welche die tollsten Dinge über das Leid des „armen unterjochten Polenoolkes" er« zählen. Das Bedürfnis zu einer solchen Hetzkampagne, die an das sentimentale Gefühl unwissender Menschen appelliert, ist wohl dadurch entstanden, daß die Engländer mit Schrecken gewahr geworden sind, wie sehr ihr eigenes Prestige als Sachwalter von Friede und Gerechttgkeit, als Beschützer der kleinen und primitiven Völker schon gelitten hat. Die blutige Vergangenheit und Gegenwart des Empire, die Grausamkeit, mit der Albions herrschende Kaste die unterworfenen Völker quält und erpreßt, dringt ja immer mehr in das Allgemeinbewußtsein der anderen Nationen, und so wurden die Dintenkulis des Herrn Churchills beauftragt, dem deutschen Gegner jene Verbrechen in die Schuhe zu schieben, die man selber begangen hat und noch begeht. Außerdem verfolgen die britischen Kriegsmacher damit den Zweck, die künstlich erregte Volksmeinung in den neutralen Ländern zu einem neuen Werbefeldzug für den Kriegseintritt dieser Länder auszunutzen. Allerdings: das Objekt, das sie sich zur Bemitteiftung ausgesucht haben, ist denkbar ungeeignet. Denn es ist unvergessen und wird niemals aus dem Gedächtnis der Menschheit verschwinden, was die Polen in den ersten drei Septemberwochen 19 3 9 an sadistischen Quälereien, an Mordtaten und unaussprechlichen Verbrechen gegenüber der wehrlosen deutschen Volksgruppe begangen haben. 10 000 deutsche Männer, Frauen, Kinder und Greise sind damals den entfesselten Mordinstinkten des polnischen Pöbelvolkes zum Opfer gefallen. So widerwärtig für uns die Erinnerung an jene Pvlen- areuel im einzelnen fein mag, so notwendig ist ihre Kenntnis für das ahnungslose Ausland, das bisher allzu stark unter dem Einfluß der erdumspannenden britischen Meinungsmache gestanden hat. Denn hier handelt es sich nicht um Erfindungen wie bei der englischen Lügenhetze, sondern — leider — um die fürchterlichsten Tatsachen der Menschheitsgeschichte. Ganze Aktenberge und Photosammlungen liegen bei den deutschen Behörden und erbringen tausendfältig den dokumentarischen Nachweis von den Untaten eines Volkes, dessen Hinterlist und Falschheit, dessen Mordlust und Verschlagenheit, dessen Blutdurst und Gefühlsroheit sprichwörtlich geworden ist. Wenn man für die polnischen Greuel einen Vergleichsmaßstab sucht, so fällt der Blick unwillkürlich der Dämmerung des trüben Wintermorgens vor dem Tor des Gefängnisses in Birmingham eine große Menschenmenge versammelt, in der Hauptsache Iren, die schweigend gegen die britische Blutjustiz an den beiden Märtyrern der irischen Freiheit demonstrierten. Als die Stunde der Hinrichtung näher kam, rückten stärkere Aufgebote von britischer Polizei heran, die sich vergeblich bemühten, die Menge zu zerstreuen. Um 9 Uhr, der für die Hinrichtung festgesetzten Zeit, nahmen die Männer, die sich vor dem Gefängnis angefammelt hatten, ihre Hüte ab und ehrten in ergriffenem Schweigen das Opfer, das die beiden Freiheitskämpfer für ihre Heimat gebracht haben. Um 9.07 Uhr öffnete sich das Tor des Gefängnisses und ein britischer Polizist gab die erfolgte Hinrichtung bekannt. In Dublin kam es zu stürmischen Protestkundgebungen. „Het Volk" berichtet, daß die Demonstranten in militärischer Formatton einen Umzug durch die Hauptstraßen Dublins veranstaltet hätten. Nach einer Demonstration vor dem Hause des britischen Vertreters in Irland, habe sich die protestierende Menge zum Regierungsgebäude begeben und dort de Valero zu sehen verlangt. Man habe von dem irischen Ministerpräsidenten -verlangt, daß er schleunigst gegen die Hinrichtung bei der britischen Regierung protestiere. Der habe sich daraufhin zum Dubliner Hauptpostamt bewegt, wo ein Redner die Hingerichteten Iren als Märtyrer bezeichnet habe. Später sei dann von den Demonstranten vor dem Dubliner Gefängnis unter Pfuirufen eine britische Kriegs- flagge verbrannt worden. Die ungeheuere Erregung unter den Iren über den Justizmord an den beiden irischen Freihetts- kämpfem veranlaßte Herrn Chamberlain, den Schutz seiner Person zu verstärken. So wird aus London gemeldet, daß der britische Premier und seine Frau bei dem allmorgendlichen Spaziergang im St.-James-Park ganz besonders stark bewacht worden seien. Außer den üblichen Pdlizeibeamten in Zivil habe noch ein „besonders kräftig gebauter Polizist" das Ehepaar Chamberlain auf seinem Bummel durch die Anlagen begleitet. Da die Londoner Regierung mit neuen irischen Attentaten rechnet, sind überall umfassende Schutzmaßnahmen eingeleitet worden. Scotland And entwickelt eine fieberhafte Tätigkeit. Starke Patrouillen von PottMen und Detektiven durchstreifen nachts Stärke, verwerten und hält außerdem unsere Nervenzellen in Ordnung, weshalb man es mit großem Erfolg heute auch gegen bestimmte Nervenschmerzen als Heilmittel anwendet. Das Vitamin A wird gebraucht, zum Aufbau der Zellen und zur Bildung des Seh purpurs, während das Vitamin D gebraucht wird, um das Knochen- wach s tu m zu regeln. Es mischt sozusagen den Mörtel, indem es Phosphorsalze und Kalk aus unserer Nahrung herausziehen hilft und zu phosphorsaurem Kalk, dem Knochenbaustoff, vereinigt. Damit ist auch seine Lebensnotwendigkeit für den wachsenden Menschen erklärt. So verrichten also alle diese Stoffe, als Bauarbeiter, Chemiker und Transportarbeiter ihr unsichtbares, aber lebenswichtiges Werk. Wir find nur dann wirklich gesund und leistungsfähig, wenn diese heute nicht mehr geheimnisvollen Stoffe in unserer Nahrung ausreichend vorhanden sind. Sie find die unsichtbaren Lebenserhalter! Irische Gegenrnatznahmen angekündigt. N e u y o r k, 8. Februar. (Europapreß.) Die von der U8A-Presse in größter Aufmachung aus London berichtete Hinrichtung der beiden Iren Peter Barnes und Janes Richards löste in irischen ame- kaNischen Kreisen eine ungeheure Erregung aus. Die irischen Organisationen bereiten Prote sta kti o n e n vor, um die englischen Methoden im Kampfe gegen irische Freiheitskämpfer schärf- stens zu brandmarken. Der Zweigverband Pennsylvania der Veteranen der Irischen Republikanischen Armee wendet sich in einer Erklärung seines Vorsitzenden James Dignan gegen die Hinrichtung, die als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet wird, da der irische Kampf gegen England als Kriegszustand anzusehen sei und bre Hinrichtung irifdje? „Kriegsgefangener" einen flagranten Bruch des Völkerrechts darstelle. In irisch-amerikanischen Kreisen ist man besonders darüber empört, daß die britische Regierung keinerlei Rücksicht auf die dringenden Appelle des Ministerpräsibenten de D a l e r a und prominenter irischer Kleriker genommen habe. Eine größere Gruppe von Mitgliedern irischer Verbände begab sich nach dem Ausstellungsgelände und senkte in Gegenwart einer großen Zuschauerzcchl am irischen Pavillon d i e Jrland- flagge auf Halbmast. James Bri slane vom irischen Verband „Clannagael" wiederholte in einer Rede die Warnung der Führer der irischen republikanischen Armee, daß die Hinrichtungen dem Kampf in England eine neue Wendung geben würden. Am Abend fand eine Versammlung statt, in der entschieden werden sollte, welche Vergeltungsmaßnahmen von Amerika aus ergriffen werden konnten, platz von Nancy ist, wie die Blätter melden, am . . _ v , Mittwochmorgen der vor einigen Wochen zum Tode ßen Politik niemals beroorgetreten ist. Er^ hatte ben verurteilte elsässische Autonomist Roos standrecht- Anschlag nicht betei andere JRÄ.-Mann, Rich . , v „ fürchte mich nicht, als Soldat der Irischen Republikanischen Armee zu sterben, da ich das Leben für eine gerechte Sache lasse." Der Korrespondent weist in feinem Bericht weiter darauf hin, es sei unvermeidlich, daß die Vollstreckung der beiden Todesurteile in Irland und unter der irischen Bevölkerung der Vereinigten Staaten einen tiefen Eindruck machen werde. Bereits am Dienstag habe die Enttüstung in Dublin einen Höhepunkt erreicht. UeberaU wurde am Dienstagabend in ganz Irland die Drohung laut, daß, wenn das Todesurteil wirklich vollstreckt werde, England für die Folgen verantwortlich fei. Noch in später Abendstunde haben in Dublin Tausende vor den Büros des britt- schen Vertreters Sir John Maffy gegen die Vollstreckung des Urteils protestiert. In letzter Stunde sind aus ganz Irland Gnadengesuche an die britischen Behörden abgegangen. So hat z. B. der frühere JRA.-Führer Tom Barry den britischen Innenminister ersucht, die Urteilsvollstreckung auf vier Tage auszusetzen, damit ihm, Barry, die Gelegenheit geboten werde, selbst nach London zu kommen, um dort überzeugend zu beweisen, daß die beiden zum Tode verurteilten Iren unschuldig seien. Heber die Hinrichtung wurden aus London folgende Einzelheiten berichtet: Danach hatte sich in die Straßen der englischen Großstädte, besonders sorgfältig bewacht werden nicht nur wichtige R e • gicrungs gehäufte, sondern auch große Handelshäuser sowie die P o st b ü r o s. Selbst die Briefkästen erfreuen sich einer aufmerksamen Aufsicht. Die Zentrale von Scotland Pard bemüht sich außerdem, die geheimen Pläne der Irischen Republikanischen Armee ml entdecken. Man weiß lediglich, daß solche ausgearbeitet worden sind, um eine neue Serie von Anschlägen in London Noch immer sind die Vitamine für die meisten Menschen Nichts anderes als ein unverständliches Fremdwort. Wie sollten sie auch, da die Wissenschaft noch vor wenigen Jahren von ihnen nicht viel mehr sagen konnte, a'ls daß es sich da um winzige Beimengungen unserer Nahrung handelt, die zwar lebenswichtig sind — daher auch der Name — im übrigen aber weder wägbar noch meßbar noch sichtbar, ja, von denen man überhaupt nicht wußte, woraus sie eigentlich bestehen und welche vorgeschriebenen Aufgaben sie in unserem Körper haben. Unangenehm bemerkbar schienen sie sich zu machen, wenn sie nicht da waren. Dann traten nämlich t*ine Reihe sehr häßlicher Krankheiten auf, der Skorbut, die Beri-Beri öfter die Rachitis. So ging es den Vitaminen lange Zeit wie den Monden des Planeten Jupiter und den Sonnenflecken zur Zeit Galileis. Nur er hatte sie in seinem Fernrohr gesehen, alle anderen aber zuckten nur die Achseln und zweifelten an dem Vorhandensein von Dingen, die ihr Auge ja nicht erblicken konnte. Nun ist aber die Forschung mit den Vitaminen heute schon so weit, und ihr tägliches Wirken in unserem Körper ist schon so geklärt, daß man an diesen Erkenntnissen, die ebenso lebenswichtig Pnd wie die Vitamine selbst, nicht mehr länger vorübergehen kann. Verwirrend scheint auf den ersten Blick, daß man von mehreren Vitaminen spricht, die mit den Buchstaben des Alphabets bezeichnet sind. Diese Vitamine sind nämlich vielseitige S p e z i a l i st e n. Jedes hat seine besonderen Aufgaben; als erstes wurde jener Stoff entdeckt, bei dessen Fehlen man Beri- Beri bekommt, eine Krankheit, die in ihren schweren Formen, Muskelschwund, Nervenlähmungen, Krampfzustände usw., in den Tropen vorkommt, die aber auch mit Mattigkeit, nervöser Gereiztheit, Nervenschmerzen usw. jeden Europäer befallen kann. Weil nun dieses Vitamin da sein muß, um die Beri-Beri zu verhüten, nannte man es B. Heute kennt man wieder Unterformen dieses Stoffes, die nun mit Zahlen benannt sind, und Bi, B2 usw. heißen. Ein anderes Vitamin hat die Hauptaufgabe, das Wachstum der Zellen zu regulieren. Es erhielt nach dem lateinischen Namen für Wachsen den Buchstaben A. Dann aber blieb man im Alphabet und so heißt z. B. Vitamin C jener Stoff, der den Skorbut verhütet — eine Krankheit, die nicht nur auf Polarexpeditionen oder langen Seefahrten vorkommt, sondern als leichte Form mit Zahnfleischbluten, Zahnlockerung, Müdigkeit und anderen Symptomen auch in Europa heimisch ist. — Eines der wichtigsten Vitamine trägt den Buchstaben D. Fehlt es, so entsteht bei Kindern eine der furchtbarsten und verbreitetsten Krankheiten, die Rachitis. Man nennt heute diese Stoffe, ebenso wie die sogenannten Hormone und die Fermente, die besonders für die Verdauung wichtig sind, Wirkstoffe. Während aber die Hormone und Fermente ausschließlich im menschlichen und tierischen Körper erzeugt werden, nehmen wir die Vitamine, oder wenigstens deren Rohformen, in der Nahrung zu uns. Hier fängt die Sache nun wirklich an, etwas kompliziert zu werden. Wenn wir uns nämlich die Tabelle derjenigen Nährstoffe anfehen, die uns Vitamin A liefern, so finden wir darin in erster Linie fieber und Lebertran, dann Butter, aber auch Grünkohl, Spinat, Karotten und andere Gemüse, also pflanzliche und tierische Produkte. Gehen wir der Sache auf den Grund, so stellt sich heraus, daß die Pflanzen überhaupt gar kein reines Vitamin enthalten, sondern eine Vorform, das Karotin. Erst in der Leber, und beim Wal sogar im Darm, verwandelt sich das Karotin in das Vitamin A. Normalerweise speichert die Leber dann diesen Stoff auf. Das also ist die Erklärung für den scheinbaren Widerspruch. Das Vitamin C wird, ebenso wie die Vitamine der B-Gruppe, vollständig aus Pflanzen bezogen, während die Dinge beim Vitamin D wieder sehr verwickelt sind. Hier enthalten nämlich die Pflanzen nur eine Vorform, und zwar das Ergosterin, das sich im menschlichen ober tierischen Körper unter dem Einfluß des ultravioletten Lichtes in das gebrauchsfertige Vitamin D verwandelt. In Obst und Gemüse findet sich also ausschließlich Ergosterin, in der Milch aber beides, denn die Kuh frißt mit Öen Wiesenkräutern ober den Rüb en schnitzeln Ergosterin und verwandelt einen Teil davon in Vitamin D. Natürlich braucht sie bazu Sonne unb wirklich ergosterinhaltiges Futter. Deshalb ist auch die Milch ober die Butter von Weibevieh wertvoller als die von Stallvieh, und bie Sommermilch wieder vitaminhaltiger als die Wintermilch. — So hat jedes Vitamin noch seine Eigenheiten. 14 von diesen Stoffen sind im einzelnen schon bekannt, wahrscheinlich gibt es aber weit mehr. Täglich mehrmals essen wir alle möglichen Dinge. Teils, weil sie uns gut schmecken, teils, weil wir glauben ober aus Erfahrung wissen, daß sie uns gut bekommen. Wir wissen aber boch im allgemeinen nicht mehr, als baß biese Speisen „verdaut" werben und dabei einen Teil ihres Gehalts an den Körper abgeben. Wir stellen uns vor, daß dabei die Magensäure und irgendwelche Vorgänge im Darm, vielleicht auch noch der Speichel, die Hauptarbeit leisten. In Wirklichkeit ist aber eine ganze „chemische DeredlungsindustrM tätig, um aus unseren Speisen alle diejenigen Speqen her» auszuholen, die wir für den Betrieb unserer Muskeln und Organe benötigen. Da sind zunächst einmal bie Enzyme und Elemente; sie stürzen sich schon im Mund auf die zerkauten Speisen und machen sich sofort an die „Aufbereitung", bie dann jm Maaen, im Groben vom Magensaft« im Feinen aber wiederstellte sich bie sensationelle Tatsache heraus, baß völlig falsche Spitzel aussagen unb schamlose Schiebungen die Grundlage des ersten richterlichen Urteilsspruches waren. Seit dieser Zeit würbe Roos ftänbig als unbequeme Persönlichkeit verfolgt unb enbllch im Februar 1939 erneut verhafte t.^Jetzt, nach Kriegsausbruch, hielt man die Zeit für gekommen, um aus feiner Ermorbung den besten Effekt für bie antideutsche Hetze zu erzielen. Der zu lebenslänglichem Kerker „begnadigte" Lobstein, ein junger Student von 23 Jahren, war einer der engsten heimatkundlichen Mitarbeiter des 63jährigen Dr. Roos. Man konnte beiden „Verbrechern" keinen anderen Vorwurf machen als den, daß ihre Muttersprache deutsch war und deutsches Blut in ihren Adern floß. In ihnen unb mit ihnen wollte man, wie in vielen ähnlichen Fällen, bas verhaßte deutsche Volkstum und Deutschland überhaupt treffen. Das Volksdeutsche Martyrium in polnischen Internierungslagern. Unter sadistischen Torturen zu Tode gequält. In Erlebmsschilderungen war verschiedentlich schon die Rede von Beresa Kartuska, dem früheren berüchtigten polnischen Konz en- trationslager. Beim Ausbruch des deutsch- polnischen Krieges wurden Tausende von Minderheitenangehörigen in dieses Lager gebracht. Dm September waren siebenmal so viel Menschen zusammengepfercht, als das Lager zu fassen vermochte. Menschen jeden Alters, vom Kind bis zum Greis, Frauen und Männer, Gesund und Kranke, Krüppel und Menschen, die sich ihr Leben lang nicht um Politik gekümmert hatten. Wenn der Trupp der Internierten" vollkommen ermattet vor dem Tore des Lagers ankam, nmßte eine 500 Meter lange Strecke durchlaufen werden, die von Polizisten flankiert war. Diese hielten G e • wehre, Gummiknüppel und Holzkeu- len in den Händen, mit denen sie wie wahnsinnig auf die aufschreienden Durchlmifenden e i n s ch l u - gen. Fiel einer von diesen hin, so schlug man ihn so lange und trat ihn mit Füßen, bis er wieder aufstand und weiterlief. An den Folgen dieses Rutenlaufens starb mancher „Internierte , viele trugen Schäden davon, an denen sie Zeit ihres Lebens zu leiden haben werden. Die Gefangenen wurden in Trupps zu je 140 Mann in Sälen untergebracht, die dieses Fas- sungsvermögen bei weitem nicht besaßen. Als Schlafstellen dienten dreistöckige Holzstellagen ohne Stroh oder Heu. In der Ecke des Saales befand sich ein Kübel mit Deckel, der den nötigsten Bedürfnissen während der Nacht diente. Don 4 Uhr morgens bis gegen 10 Uhr vormittags wurden ununter- brochen militärische Formationsübungen, Wendungen, Hinlegen usw. „geübt", die von Strafgefangenen, also Verbrechern, die man den Sälen als Kommandeure vorgesetzt hatte, kommandiert wurden. Um 10 Uhr wurde Essen ausgegeben. Je Mei Mann erhielten eine flache Emailleschussel voll hei- ßem Wasser mit Kleie. Nach dem Essen wurden die Exerzitien wieder ausgenommen bis zur zweiten „Essenausgabe" um 5 Uhr nachmittags. Zwischen 5 und 6 Uhr wurden die Gefangenen zur Latrine und in die Säle gesagt. Außer diesen täglichen Quälereien gab es noch den ,Larzer". Dunkle Einzelhaft in einem abseits stehenden fensterlosen Haus«. Von den Unglück- liehen, die dies« Einzelhaft erhielten, hat keiner mehr das Lager lebend verlassen können. Man band dort dem Betreffenden, der sich niederhocken mußte, Arme und Beine zusammen, daß die Ellenbogen- winkel gegenüber den Kniewinkeln lagen und sie das Lager einer Holzachse bildeten. Außerdem wurde der Mund fest zugebunden. Dann hängte man das Opfer auf ein höheres Gestell. Durch das Schwergewicht kippte der Oberkörper nach unten. Jetzt goß man dem Gequälten solange Wasser in die Nase, bis er ohnmächtig wurde. Durch weitere Wassergüsse aus Eimern brachte man ihn wieder zur Besinnung. Diese Prozedur wurde vier- bis fünfmal wiederholt. Eine ander« Tortur bildete die Behandlung mit elektrischem Strom. Man setzte den einen Pol am Kinn und den anderen am Kovf an bzw. an den Augen, Ohren oder an der Nase. Durch Verstärken und Wiedernachlassen des Stromes und di« daraus entstehenden Zuckungen der Kinnladen sollte sich das Opfer die Zunße ab- beißen. Dm Lager Beresa Kartuska sind in September von den sadistischen Aufsichtsbeamten allein 18 Menschen auf diese Art gemartert, und wenn sie danach noch lebten, zu Tode geprügelt, erwürgt oder erhängt worden. Der Kampf um die Lebensmittelkarte in Frankreich. auf — Irland, Palästina, Indien, Südafrika. Und nun verstehen wir plötzlich auch, warum Chamberlain, Churchill und ihre Gesinnungsgenossen sich so sehr für die Polen einsetzen. Der Freibrief Englands hat Polen damals Nicht nur in den Krieg gehetzt, sondern es hat auch zu den furchtbaren Greuel- taten veranlaßt. Mit dem verlorenen polnischen Ansehen möchten die Briten jetzt auch chr eigenes retten. Wir aber sehen hier wie dort nur die selbe Lust am Quälen und Morden, wir erkennen unter den gleichen Kappen die gleichen Brüder, die gleichen Mordgesellen. Wahrlich, sie sind einander wert. H. Ev. Oer Mißerfolg der Besprechungen mik Gandhi. Bestürzung in London. Amsterdam, 7. Febr. (Europapreß.) Der voll- stänbige Mißerfolg der Besprechungen zwischen Gandhi und dem Dizekömg hat in englischen Regierungskreisen große Enttäuschung, ja beinahe Bestürzung hervorgerufen. Obwohl kaum jemand an eine schnelle Lösung der Schwierig ketten geglaubt hatte, war doch vielfach die Hoffnung gehegt wor- den, daß dies« Besprechungen den Auftakt zu einer allmählichen Annäherung der beiden Standpunkte bilden würden. Gandhi hat jetzt aber in seinen Kommentaren zum amtlichen Kommunique keinen Zweifel daran gelassen, daß trotz aller schönen Redensarten tatsächlich überhaupt nichts erreicht worden ist. Die Kongrehpartei ist von ihren Forderungen auch nicht eine Handbreit abgegangen, und diese Forderungen lauten auf vollständige Unabhängigkeit von England und dem Empire. Das indische Volk will später selbst bestimmen, welches seine Beziehungen zu England fein sollen. Die Engländer wollen demgegenüber Höch st «ns den Dominion st atus gewähren, und auch diesen erst, nachdem es zu einer innerindischen Einigung gekommen sein wird. Sie berufen sich dabei auf die, Meinungsverschiedenheiten zwischen der Konareßpartei einerseits, den Moslems und den irischen Fürsten andererseits, die nicht die indische Unabhängigkeit, sondern lediglich den Domini onstatus fordern und sich sogar bereiterklärt haben, für die Dauer des Krieges auch dies« Forderung aufschieben zu wollen. 3n der britischen Todeszone. Amsterdam, 8. Febr. (DNB.) Reuter berichtet, daß der Passagier- und Frachtdampfer „Munster" (4305 Brt.) gesunken ist. Sämtliche Passagiere und di« Bemannung befinden sich in Sicherheit. Die „Munster", das größte Kanal-Motor- schiff der Welt, war das Führerschift für den Passagierverkehr über die Irische See. Es wurde 1937 in Dienst gestellt und konnte 425 Passagiere 1. Klasse aufnehmen. Das Schift sank nach einer Explosion. — Das britische Tankschiff „British Councillor" (704 Brt.) lief m der Nordsee auf eine Mine auf. Die 47köpfig« Besatzung ist an Land gebracht worden. — Der estnische Frachtdampfer „A n u" (1421 Brt.) stieß an der enAischen Ostküste auf eine Mine. Von der aus 19 Mann bestehenden Besatzung fanden drei den Tod. Drei weitere, darunter der Kapitän und seine Frau, werden vermißt. Unter den Ueberlebenden befinden sich zwei Frauen. — Das 400 Brt. große hollärttnsche Schift „Flore s" ist in der Näh« der englischen Ostküste „auf eine Sandbank gelaufen". Das Schiff hatte eine Ladung Alteisen an Bord und befand sich auf der Fahrt von Rotterdam nach Swansea in Südwales. „Auf keinen Fall in den ersten Linien.- G e n f, 8. Febr. (DNB. Funkspruch.) In der fran- zösischen Bevölkerung herrscht große Empöruna über folgende Meldung der Pariser Presse aus Lon- d o n: ,Ln Kürze werden sich 35- bis 50jährige Männer nach Frankreich begeben, um die Verkehrswege, Munitionslager usw. zu bewachen. Auf diese Weise werden sie jüngere Männer ersetzen, die in die vorderen Linien der Front geschickt werden können. Vier Fünftel dieser Engländer sind ehemalige Kriegsteilnehmer. Au keinen Fall werden sie in den er st en Linien Dien st tu n." — Jeder Kommentar zu dieser Meldung wäre eigentlich überflüssig, aber die Empörung der französischen Mütter über diese „hervorragende Kriegstätigkeit" der englischen Bundes- genossen aus französischem Boden kann man leicht verstehen, wenn man berücksichtigt, daß alle Franzosen im Alter von 20 bis 50 Jahren, darunter ebenfalls viele Kriegsteilnehmer, an der Front tehen. Haussuchung in der pariser Sowsethandelsvertrelung. Moskau, 8, Febr. or> chungsergebnisie über das Seelenleben der Tiere mit praktischen Versuchsanleitungen vonTr. Werner Entfiel, Leiter der ftorichungsstelle für Tierieeien- unde am Westfälischen Zool. Garten w Münster 140 Seiten mit 100 Abbildungen n Lernen geb 'IM i ß<) — ftn eder Gießene 93Hrhbnnhhmr erhältlich Hugo Betmfiölet Mills,öeiliuMlelseU WWlWsskl für die Bedienung einer Eismaschine in Dauerstellung gesucht. Einstellung über das Arbeitsamt. Frankfurter Straße 7. esop Gebrauchter Manderbach- Nreiradbeferwagen Same verfett in Labor, Röntgen, Säuglingsschwester, verfett in Maschinenschreiben, sucht sofort Arbeit, auch auf Büro.Schr.Ang. unt. 0425 an den Gieß. Anzeiger. | Verkäufe Eine Fahrkuh mit 3. Kalb und ein CRinh zu verkauf, lss«v Jost Semer Sichertshausen. Kaufgesuche] Gebrauchter, gut erhalten, verm.- dynamischer tdutwet zu kauf, gesucht. Schriftliche An- geb. m. Marken- undPreisangabe unt. 0423 an den Gieß. Anzeiger. Giefeener Konzertverein Freitag, 9. Februar 1940, 20 Uhr, im Saale des Gesellschaftsvereins, Sonn en straße 19: Quarten» dl Roma Streichquartette: Alessandro Bustinl, Scar- lattiana — Schubert, Der Tod und das Mädchen — Dvorak op. 105. Eintrittskartenr RM. 3.—, 2.25 und 1.50 bei Challler, Neuenweg 10, und abends an der Kasse. Die üblichen Ermäßigungen sind für dieses Kon- zert nicht möglich.___________________________597D GewinnauSzug 4. Klasse 2. Deutsche Reichslotterie VH« Gewähr Nachdruck verbot«» Ans ied« gezogene iReewet stnd drei gleich hoho 6* «sinne gelallt», und zwar je einet aus die fiele gleicher Remeet in den drei Abteilungen I, II und III 1. Ziehungstag 6. Februar 1940 In der heutigen Vormittageziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 10000 RM. 369675 3 Gewinne zu 5000 RM. 328636 6 Gewinne zu 3000 RM. 313933 378706 3 Gewinne zu 2000 RM. 179641 __, 18 Gewinne zu 1000 RM. 17916 124744 224524 1465D 255529 262580 63 Gewinne tu 500 RM. 14484 26197 35439 51134 72255 88287 94428 101111 145976 161797 201174 244438 249249 266889 277469 342087 350991 365679 384473 385229 392992 312 Gewinne zu 400 RM. 4 22357 22723 22803 26983 36- 50453 52845 57998 60671 6h 100667 102220 112472 117134 133081 134194 151562 155281 171232 179741 185630 192268 212820 213346 215539 217435 233269 236128 236983 237711 246951 252393 253175 258976 284085 285642 289206 290834 310860 310865 311408 318471 332401 334316 341099 351641 364190 367811 370359 381119 399319 Autzerdem wurden 561 Ee 6531 Gewinne zu | 117 8967 17531 18906 20837 00 37024 45898 49407 49927 48 63261 74692 75742 88262 122581 126196 128517 130291 157334 163071 168527 170617 194421 202487 202801 205313 220507 225362 230185 232159 239050 239617 242247 243501 268850 275364 278868 279220 296725 297775 302070 307771 321358 324905 326598 328061 358622 361184 363317 363392 390380 392295 396214 397832 sinne in je 300 RM snb e 150 RM gezogen. In der heutigen Nachmiltagsziehung wurden gegegeM 3 Gewinne zu 25000 RM. 3 Gewinne zu 10000 RM. 6 Gewinne zu 5000 RM. 6 Gewinne zu 3000 RM. 18 Gewinne zu 2000 RM. 289187 304338 _ 21 Gewinne zu 1000 RM. 239269 305353 334564 72 Gewinne zu 500 RM. 39484 79515 114178 121630 171354 193530 232032 235465 327140 345560 349656 394047 206996 223799 2654dV 76192 283579 158405 81606 89336 172889 18917» 17016 18336 135104 1S641 235732 233233 22245 26921 MM? 300 Gewinne zu 400 RM. 1461 6740 13076 20000 23352 2380 26103 3*05 35745 35»6 426W 43079 43855 44209 383796 und 136943 167746 187643 222126 262203 293173 336258 374356 140285 169850 195030 230979 268981 319945 351004 383637 117371 146543 172669 203983 245825 276902 321965 362608 389211 129628 150005 172785 207860 256855 279354 329440 364986 389215 139416 169178 189093 224353 264383 310432 339092 379724 159383 185809 219770 261428 288664 334482 370652 393565 117296 144339 172325 197282 242831 275591 321816 354325 134434 152027 173400 214377 259882 280627 333900 367763 392569 90493 100520 104207 ------ ------ 134833 Außerdem wurden 513 Gewinne zu je 300 RM 6558 Gewinne nu ie 150 RM aezo"en 44914 49042 52209 54573 55180 63705 ,^063 81712 87415 90493 100520 104207 104791 105548 10564? Vornehm/ Geschmackvoll! Persönlich! Dleee drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache bietet Ihnen In zehl- relohen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 Freibankverkauf am S. Februar 1940: von 8- 9 Uhr Nr. 171- 220 von 0-10 Uhr 9tr. 221- 270 von 10-11 Uhr Nr. 271- 320 von 11-12 Uhr Nr. 321- 370 am 10. Februar 1940: m?a von 8- 9 Uhr Nr. 371- 405 von 9-10 Uhr Nr. 406- 440 von 10-11 Uhr Nr. 441- 470 Städt. Schlachthof, Gießen. DEUTS CH LAND H ERGE S TE L LT nur im ö | thode und Die 6o' Zur an= ins zu gestalten. MW Mi* vnd ohne Mdstck. Ja - wer die „Astra" rauchf, kann wirklich schtmm* zein! Man schmeckt es gar nicht, wie leicht die,, AsW" ($t - so voll ist ihr Aroma. Kein Wunder, daß immer mehr genießerische und überlegende Raucher XW „Astra" greifen. Da heißt es dann» Versucht • oe* schmeckt - und treu geblieben! Denn auch dfe „Astra" selbst bleibt sich in ihren Vorzügen stets gleich. Besonderes Wissen um den Tabak und seine edelsten Provenienzen, dazu besondere Tobak- Mischkunst - beides im Hause Kyriazi schon in der dritten Generation verwurzelt - sorgen dafür. Kaufen Sie noch heute eine Schachtel „Astra" und bedenken Sie: Eine Cigarette,die so viel verlangt wird, kommt auch stets frisch in die Hände des Rauchers. So werden alle Ihre Wünsche von der „Astra" erfültt. Rauchen Sie „Astra" — dann schmunzeln Sie auch! 3tn letzten Augenblick gibt es keine Volks- gasmasken mehr. 2Uan muh sie also rechtzeitig besorgen! Kauft sie bei den N SV.- Amtswaltern! Abwechslungsreich gestaltete Feldpostpäckchen, Zeitungen und Zeitschriften und lange Briefe... Die Heimat hat verstanden._____________________________ Wenn Aumiin er hmterh besonders — noble @eorge d* pd- M-me eigentlich wirklich ,, und vergn Me 6 beleidigt i Aschwe> aber die A und seine Znsormati Giehener Wochenmarktpreise. * Gießen, 8. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, 50 kg 3,65 RM., Wirsing, kg 15 Rpf., gelbe Rüben 12, Unterkohlrabi 7, Zwiebeln 12, Meerrettich 50 bis 60, Aepfel 15 bis 25, Birnen 20 bis 25, Blumenkohl, das Stück 40 bis 50, Endivien 15 bis 25 Rpf. ** Kleine W afs e r d a m p f e x p l o fi o n im Schlachthof. Am gestrigen Mittwochnachmittag ereignete sich im städtischen Schlachthof cm einem Schmiedeseuer ein Unfall, der zum Glück noch glimpflich verlief. Ein Hohlbehälter (Zylinder einer kleinen Pumpe) sollte an dem Schmiedefeuer repariert werden. In dem Hohlbehälter befand sich — was offenbar nicht bemerkt worden war — noch etwas Wasser, das sich durch das Feuer in Wasserdampf um wandelte. Da der Dampf aus dem Pumpenzylinder nicht entweichen konnte, sprengte er den Metallkörper schließlich auseinander. Drei Männer, die mit der Arbeit beschäftigt waren, wurden glücklicherweise von den Metallstücken nicht getroffen, dagegen wurde ihnen ein Teil der Kohlen und des Kohlenstaubs von dem Schmiede feuer ins Gesicht geschleudert. Mit Gesichtsverletzungen, die nach den bisherigen Wahrnehmungen zum Glück leichterer Art zu sein scheinen, wurden die drei Männer vom Roten Kreuz nach der Augenklinik gebracht. ** Verkehrsunfall. Gestern gegen 17.30 Uhr ereignete sich an der Ecke Moltkestraße/Licher Straße ein Verkehrsunfall. Der Vollziehungsbeamte a D. Hermann Muhl, Am Kugelberg 13, geriet gegen einen Kraftwagen, wurde zu Boden geworfen NSG. Das Landjahr beginnt anschließend an die Schulentlassung im April und endet etwa Mitt- Dezember. Es hat den Zweck, die seelische Verbundenheit der schulentlassenen Jugend mit Heimat und Volkstum und das Verständnis für den völkischen Wert gesunden Bauerntums zu stärken. Der Dienst wird getrennt nach Geschlechtern in Lagern geleistet. Zur Teilnahme sind Kinder verpflichtet, die die Schule nach gesetzlicher Schulpflicht verlassen und auf Grund besonderer charakterlicher und körperlicher Eignung ins Landjahr berufen werden. Die Einberufung gilt als Auszeichnung. Trotz Dienstpflicht wird vorläufig nur auf die eingehenden freiwilligen Meldungen ' zurückgegriffen. Den landwirtschaftlichen Lehrlingen wird die im Landjahr verbrachte Zeit angerechnet. Bisher sind 150 000 Landjahrpflichtige durch die Erziehung und Schulung des Land j ah res gegangen. Das Landjahr wird bis Dauer eines halben Jahres auf das Pflichfiahr gerechnet. Gute Feldpostien^un^en Hunderttausende von Päckchen gehen täglich Feld. Die Liebe und das Gedenken der Heimat ist In diesen Sendboten enthalten. Man zerbricht sich oft den Kopf um das Gute, was mir unseren Feldgrauen senden wollen, möglichst abwechslungsreich 24 275.98 Mk. für das Kriegs-WHW. Vorzügliches Ergebnis der Slraßenfammlung. Die in kameradschaftlicher Gemeinsamkeit von SA., ff, RSKK. und RSFK. durchgeführte Straßensammlung am vergangenen Wochenende für das Kriegs- Winterhilfswerk hat ein außerordentlich erfreuliches Ergebnis gebracht. Allein in Gießen wurden insgesamt 8000 RM. gesammelt. Im gesamten Kreis Wetterau gingen 24 275,98 RM. ein. Dieses Ergebnis liegt um rund 100 v. H. über dem Ergebnis der gleichen Sammlung des Vorjahres. Im Vergleich zur Straßensammlung des Monats Januar ist das Februar-Ergebnis um 5000 RM. höher. Was ist Sas Landiobr? „Tag der deutschen Polizei". Polizei im Dienste des Kriegswinterhilfswerks 4939/40. Da schreiben Feldgraue z. B.: „Schickt uns nicht ständig Alkohol und Tabak. Den bekommen wir in der notwendig erachteten Menge mit der Verpflegung. Schickt' uns aber — auch wenn di- Beschaffung etwas weniger bequem ist — Selbstgebackenes, Süßigkeiten, Spielkarten, Schachspiele, Schreibmaterialien. Schickt uns die kleinen netten Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens. Auch gelegentlich eine Flasche „Flüssiges Obst" oder Obstsaft. Schickt uns vor allem ständig Zeitungen und Zeitschriften. Darunter darf sich auch Fachliteratur befinden. Und dann noch etwas, was nichts kostet, was uns aber stets beim Postverteilen bombenmäßig freut: Lange Briefe, die uns über die Heimat, ihre Arbeit und über unsere Lieben ausführlich berichten.. Einfluß ir karrst get Banketten, I anstatteten Wirtschaft | verständlic [ genommer rung, daß neu runiä ternehmur steht". Er | halt in Bi punkte wi Handlung Btagomir chrannei < nicht habe i bei hat ei : er nicht ; rumänisch l „leichten, mänien ji Das wi auch die ] ' Wichen soziale S seiner Da geblich b- macht sich warum z austau Einfluß h spricht er mentalen men und eine für allem Ess, sie auch r J tut: „Da rumänisch deutsch Um die B fr M, auf lichter an memand i die Bank Aschen 5 Veranlass! chn, deu Wsch in B politi übrigens \in der 3 d°5 De öremd^ , Wie dai ?en im Njtt den N'gen 2 Wng Reagiert «he. An Meuten, spritzt. "Pays p ft aber feine bas ftren j; ^ergru emerft t Mi «s auf, ‘iQenfrix1 Mren »ftl lii- ar ft Und Sn Sftanb KliF, stellen sich voraussichtlich auch ff und RSKK. zur Verfügung. Die Sammelaktion wird am Samstagmorgen (17. Februar) beginnen. Da aus Anlaß des „Tages der deutschen Polizei schon jetzt Spenden von privater Seite angemeldet worden sind, hat sich der mit der Führung der Polizeidirektion Gießen beauftragte Major Der Schutzpolizei Hellwege-Emden entschlossen, ein besonderes Bankkonto bei der Commerz- und Privat-Bank zu eröffnen, auf das unter dem Titel „Tag der deutschen Polizei Spenden eingezahlt bzw. überwiesen werden können. Bei beiden Polizeirevieren (Brandplatz und LieMg- straße) werden außerdem Annahmestellen eingench- tet, die Sachspenden entgegennehmen. Sachspenden werden vor allem in der Form erwartet, die der vielfältigen Betreuungsarbeit der NSV. und Des Kriegs-Winterhilfswerkes dienen können. Im Landkreis Gießen wird die Sammlung aus Anlaß des „Tages der deutschen Polizei von der Gendarmerie durchgeführt. Es ist erfreulich, daß sich unsere Polizei und Gendarmerie über ihre vielen Verpflichtungen hinaus wiederum in den Dienst des Kriegs-Winterhilfswerkes stellen. »i-E 6eW"*'” ’giontii L * •°”,e »'9e J po« Obwohl die Polizei gerade in der Gegenwart eine Fülle der drängendsten und wichtigsten Aufgaben im Dienste der Volksgemeinschaft zu erfüllen hat, soll doch auch in diesem Jahre der Beweis erbracht werden, daß sie sich auch in durchaus idealistischem Sinne der Volksgemeinschaft zur Verfügung stellt. Der „Tag der deutschen Polizei" wird einer großen Sammelaktion für das Win- terhilfswerk vorbehalten fein. Der Einsatz geschieht auf zweierlei Art. Schon jetzt wird innerhalb der Dienststellen der Gießener Polizei eine Listensammlung durchgeführt. Die Beamten unserer Polizei wollen dabei mit einem besonders großen Opfer beweisen, daß sie dem Ernst der Gegenwart Rechnung tragen. So soll der Tag der deutschen Polizei nicht etwa im Zeichen einer festlichen Kameradschaftsveranstaltung stehen, sondern im Zeichen des Opfers. Im Mittelpunkt der Sammelaktion steht aber eine Straßensammlung, für deren Erfolg sich die Beamten der uniformierten Polizei, der Verwaltungspolizei, der Kriminalpolizei, der Gewerbepolizei, ferner die Feuerlöschpolizei (Freiwillige Feuerwehren) und die Technische Nothilfe einsetzen werden. In kameradschaftlicher Mitarbeit Aus der Stadt Gießen.! „Ich will Bauer werden!" Dieses schlichte Bekenntnis manches Jungen, der Ostern aus der Schule kommt, wird bei den Eltern besonders jetzt ein willkommenes Echo finden, wo die Arbeit in der Landwirtschaft an der Spitze der als kriegswichtig erklärten Berufe steht. Heute ist die Landwirtschaft ein gelernter Beruf geworden, dem vielerlei Aufstiegsmöglichkeiten offenstehen. Der Besitz eines eigenen Hofes ist heute um so näher- gerückt worden, als die Neubildung deutschen Bauerntums durch die Ansiedlungsmöglichkeiten im Osten ein zusätzliches, weites Feld erhalten hat. Ohne Lehre kann man lediglich als ungelernter Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft beschäftigt werden, man kann weder Landarbeiter, noch schließlich Neubauer werden. Deshalb ist der Eintritt in Sie Landwirtschaftslehre, als die Grundlage der männlichen Berufe in der Landwirtschaft, der erste entscheidende Schritt. Der Jugendliche tritt nach Abschluß der Volksschule in die zwei Jahre dauernde Lehre in einen von der Kreisbauernschaft hierfür zugelassenen Betrieb ein. Die ländliche Berufsschule unterstützt ihn in seiner Ausbildung. Die Entlohnung übersteigt vielfach die der Lehrlinge Der eine Sachverständige sieht den Angeklagten als einen Willensschwächen Psychopathen an, dem der Schutz des § 51II StrGB. zuzubilligen sei. Der andere Sachverständige ist der Ansicht, daß eins Geisteskrankheit nicht vorliege und die Charaktermängel durch mangelnde Erziehung veranlaßt seien. Der Angeklagte sei ein Mensch, der leicht Versuchungen unterliege. Falls er die Tat begangen habe, sei er voll verantwortlich. Der Anklagevertreter beantragte eine Zuchthausstrafe von vier Jahren und Aberkennung der bür- aerlichen Ehrenrechte für die Dauer von fünf Jahren. . Der Verteidiger beantragte in erster Linie Freisprechung, im Falle einer Verurteilung dem Angeklagten den Schutz des § 51II Str.GB. zuzubilligen. Der Angeklagte wurde des Verbrechens der vorsätzlichen Brandstiftung schuldig erkannt und zu einer Zucht haus st rase von vier Jahren bei Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren verurteilt. Mildernde Umstände wurden dem Angeklagten nicht zugebilligt. Die an sich erkannte Zuchthaus- strafe von sechs Jahren wurde auf Grund des § 51II StrGB. auf vier Jahre ermäßigt. Strafmildernd wurde nur die Jugend des Angeklagten berücksichtigt, straferschwerend dagegen sein Vorleben, die Schädigung der Volksgemeinschaft und der Umstand, daß den Angeklagten nicht das geringste zu einer solch gemeinen Tat bewegen konnte. Landkreis Gießen. * Watzenborn-Steinberg, 7. Febr. Der Gesangverein „S ä n g e r k r a n z" Watzenborn-Steinberg hielt in seinem Vereinslokal seine Iah re s hau ptve r s a mm lung ab. Der Ehrenvorsitzende Johannes Harnisch, als Vertreter des unter den Waffen stehenden Vereinsführers, begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder. Vereinsrechner Karl Lang erstattete den Kassenbericht. Die Kasse wurde in bester Ordnung befunden. Dem Rechner und dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Der Ehrenvorsitzende erstattete den Jahresbericht. Der Verein nahm am Wertungssingen in Heuchelheim und am Sängessest in Hausen teil. Die Gesangsstunden wurden regelmäßig gehalten. Auch während der Kriegszeit sollen die Uebungsstunden weiter durchgeführt werden. Die Sänger wurden aufgefordert, sich zahlreich daran zu beteiligen. und erlitt eine Wunde am Kopf. Der Verunglückte wurde in die Chirurgische Klinik gebracht. ** Kaminbrand. Die Feuerwache wurde gestern gegen 18 Uhr in den Neuenweg gerufen. In einem Hinterhaus des Anwesens Neuenweg 6 war ein Kamin in Brand geraten. Die Feuerwehr hatte bei ihrer Löscharbeit zunächst mit erheblichen Schwie- rigkeitön zu kämpfen, denn der ganze Kamin war mit Lumpen und Papier verstellt, so daß erst geräumt werden mußte. Die Gefahr selbst war rasch beseitigt. — Der Vorfall läßt besonders darauf aufmerksam werden, daß Kamine grundsätzlich nicht mit Material verstellt werden dürfen, vor allem nicht mit leicht brennbaren Dingen, wie es Lumpen, Papier ober Packmaterial usw. darstellen. Strafkammer Gießen. Der Johann Kotlik aus Wien, zur Zeit in Untersuchungshaft, war angeklagt, am 27. August 1939 bei Assenheim die mit Erntevorräten gefüllte Feldscheune des Bauern Ewald in Assenheim angezündet zu haben, die dadurch vollständig niederbrannte. Der Brandschaden beträgt etwa 43 000 RM. Der 20 Jahre alte Angeklagte hat sich bereits als Jugendlicher strafbarer Handlungen schuldig gemacht. Er wurde damals zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt, erhielt aber Bewährungsfrist und kam in eine Erziehungsanstalt. Da er von dort wiederholt entwichen war und weitere Straftaten begangen hatte, wurde feine Strafe vollstreckt. Durch Vermittlung des Arbeitsamts kam der Angeklagte bann zu dem Bauer Ewald in Assenheim in Arbeit. Bei den ersten Ermittlungen über die Brandursache kamen zwei Arbeitskameraden des Angeklagten als der £at verdächtig in Betracht, von denen keiner sein Alibi einwandfrei nachweisen konnte. Am Tage nach dem Brand soll, wie der Zeuge M. eidlich bekundete, der Angeklagte diesem Zeugen gegenüber erklärt haben, er (der Angeklagte) habe den Brand angelegt; der Angeklagte habe ihm (dem Zeugen) alle Einzelheiten geschildert. Der Angeklagte bestritt die Tat sowie das Geständnis mit aller Entschiedenheit. Tatzeugen find nicht vorhanden. Der Angeklagte war derjenige. Der der Ehefrau des an diesem Tage abwesenden Hofbesitzers den Brand mitteilte, doch hatte die Frau keinen Verdacht auf den Angeklagten. Haffes Schuhwerk langsam trocknen. Mancher Antrag auf einen Bezugsschein für Schühe würde kaum nötig sein, wenn die Schuhe weniger stiefmütterlich behandelt würden. Wir haben nicht jeden Abend, wie es eigentlich fein sollte, die Schuhe auf einen Leisten gespannt. Oder wenn wir keinen Spanner hatten, haben wir uns nicht die Mühe gemacht, die Schuhe sorgfältig mit Zeitungspapier auszustopfen, damit das Leder wieder straff wurde. Kamen wir aus dem Regen oder Tauwetter nach Haufe, so glaubten wir unseren Schuhen eine Wohltat zu erweisen, wenn wir sie ganz dicht an den geheizten Ofen stellten, das Schlimmste, was man einem Schuh antun kann. Nasse Schuhe müssen langsam trocknen, bevor man sie längere Zeit stehen läßt, in einem nicht allzu heißen Raum oder noch besser an der Lust, und dann ganz sorgfältig mit Zeitungspapier ausgestopft werden. Auf keinen Fall Schuhcreme auf nasses Leder bringen! Die Schuhe müssen erst wieder ganz trocken sein. Wir wollen uns daran gewöhnen, daß wir die Schuhe sorgfältig behandeln; wir werden bald merken, daß der Erfolg dieser Arbeit nicht ausbleibt. Durch die Versorgung mit Schuhen auf Bezugschein sind wir um so mehr verpflichtet, Sparsamkeit aufzuwenden. gewerblicher Berufe. Neben Unterkunft und Verpflegung wird ein je nach Tarifordnung verschieden großes, im Durchschnitt« 15,— RM. betragendes Taschengeld gewährt. Den Abschluß der Lehr- , zeit bildet die Landarbeitsprüfung. Nach zweijähriger Tätigkeit als Landarbeitsgehilfe erwirbt man den Landarbeiterbrief des Reichsnährstandes. Der gelernte Landarbeiter ist ein hochwertiger Facharbeiter, der als Großknecht im bäuerlichen, ober als Maschinen--, Gespann-, Hof- und Leutevogt, als Schlepper- und Gespannführer und in sonstiger Eigenschaft im größeren Betrieb verantwortungsreiche Stellung findet und durch Landzulage zu weitgehender Selbständigkeit gelangen kann. Nähere Auskünfte über den Eintritt m Lehrbetriebe, sowie die weiteren Aufstiegsmöglichkeiten erteilen die Kreisbauernschasten. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Wehrwissenschaftlicher Vortrag: 20 Uhr im Großen Hörsaal des Chemische Instituts, Ludwigstraße 21, Eingang von der rechten Seite des Gebäudes, Oberstabsarzt Dozent Dr. Deist über „Aufgaben des Sanitätsoffiziers im Rahmen der Wehrwissenschaft — Gloria-Palast, Seltersweg: „Nanette". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Drei Väter um Anna . Gießener Konzerl-Verein. Auf den Kammermufikabend, den das weltberühmte Quartetto di Roma am Freitag im Saale des Ge- fellfchaftsoereins veranstaltet, fei nochmals besonders hingewiesen. Das Konzert bietet nicht nur Gelegenheit zu einem auserlesenen musikalischen Genuß, sondern darf gleichzeitig auch als der Ausdruck kultureller Verbundenheit mit dem befreundeten Italien aufgefaßt werden. Ortsbauernführer- und Bürgermeister-Tagung in Friedberg Am Montag, 12. 2., 10 Uhr vormittags, findet im Hotel Trapp inFriedberg eine Ortsbauernführertagung statt, auf der der Landesbauern- führer Pg. Dr. Wagner einen Vortrag hält. Mit dieser Tagung soll gleichzeitig eine Bürger- meisterbesprechung der Bürgermeister des Kreises Friedberg verbunden werden. Der Kreisleiter hält es für erwünscht, daß die Ortsgr Uppen le i t e r des Kreises Wetterau, insbesondere die Ortsgruppenleiter des Kreises Friedberg, an dieser Tagung teilnehmen. Hitler-Lugend Bann 446. Stamm 1/116. Am Samstag, 10.2., unb Sonntag, 11. 2., fällt die vormilitärische Ausbildung aus. Die Teilnehmer des Schießwartelehrgangs treten am Sonntag, 11. 2., um 9 Uhr, am Schützenhaus an. Die KK-Gewehre sind mitzubringen. ____________________________ Immer wieder das Es hat drei gute Gründe: • Die „Astra" ist aromatisch! • Die „Astra" ist leicht! • Die „Astra" ist frisch!