Samstag, 7. / Sonntag, 8. Dezember 1940 Eichener Anzeiger y. Jahrgang Ur. 290 General-Anzeiger für Oberhessen Ein seien wahrscheinlich noch nicht alle Die Minen von Coventry Hinzu kämen ftörer, jedoch und auf Kontinent bereits in dis Phase seiner sozialen • und wirtschaftlichen Neuord« kaum nach euroväilche politischen. rchriMettvng und EefchiMrftelle: Gießen. Schnlitratze 7-0 > Sieger in 15 Luftkämpfen. Berlin, 6. De;. (DBB.) Der Führer Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh Ein Flughafen im Südosten Italiens, im Dezember 1940. außerordentlich aufschlußreicher Besuch bei trotzen. Allgemein wurde von den Piloten dieses Flughafens festgestellt daß die Engländer — Griechen trifft man in der Luft nicht an — wohl tiich- tige Flieger sind, im allgemeinen aber nur Dann den Angriff wagen, wenn sie zahlenmäßig unbedingt überlegen sind Bei gleicher Stärke auf beiden Seiten pflegen sie den Kayrpf zu vermeiden. ;ograpW i® ausarW -der nicht« wnfc ÄN N übtt< mtt ein« zögert ji r. Berühn st nur hii r beamtet! 1 tonnkü ß der T- brsockn ingen U waren iit[ mten 3h in. Scheirc X), w 1 zwW und Ä unterlag:? “überge^ii itliche I'r- irchweg in Pingen a Kirbelt, uiü verWslijr 1 allem genüge &• Kommun- iskom. 5» er Lerichit i veräckil 1t. rten in M i bis M vruS und vertag: MMM)e UnuHrÄtatsOruderH B. tauge Europäische Gemeinschaft. Ist es nicht eine geradezu phantastische Borstel« lung, ein Gedanke von imponierender Kühnheit und m seiner Verwirklichung ein Gefühl erheben-- der Zuversicht? Das arme Deutschland, das. wenn es den britischen Traumwünschen nachgegangen wäre, längst erdrosselt und ausgehungert am Boden liegen müßte, sieht mitten im zweiten Kriegswinter im starken Schutz feinet? Wehrmacht, die in weitem Bogen von Narvik bis zur Biskaya den europäischen Kontinent schirmt und Den britischen Friedensstörer auf seine Insel gebannt hat, Hunderte von ausländischen Gelehrten aus allen Teilen der Welt bei sich zu Gast, um mit ihnen gemeinsam die Tat eines Großen im Reiche der Wissenschaft zu feiern, der durch Die Ergebnisse einer kühnen und zähen Lebensarbeit dem Kampf gegen Seuchen und Volkstod eine noch vor einem halben Jahrhundert ungeahnte Wendung gab und sich damit Die ganzs Welt zu Dank verpflichtete Und diesen Dank haben die in Marburg versammelten Männer der medizinischen Wissenschaft aus fast allen Ländern des Erdballs als die berufenen Sprecher ihrer durch die Entdeckung des deutschen Forschers von den Schrecken der Diphtherie und des Wundstarrkrampfs befreiten Völker in oft ergreifenden Worten crbge- stattet und ihn erweitert zu einem bewundernden Bekenntnis kultureller Verbundenheit mit dem deutschen Volke. „Der heutige Tag", so sagte Professor Kosta Todorovic, der Direktor der Belgrader Klinik für Infektionskrankheiten, „war ein großer Tag, nicht nur für die große und schöpferische deutsche Nation, sondern auch für die ganze Welt." Aber daß Deutschland und die deutsche Wissenschaft nicht auf den Lorbeeren ausruhen, die eine ältere Generation deutscher Forscher durch ihre überragenden Leistungen gepflückt haben, daß es vielmehr in deutschen Kliniken und ßab Oratorien keinen Stillstand geben darf, wenn man in zäher methodischer Arbeit den vielen und großen noch ungelösten Problemen der Heilkunde beikommen will, das bewiesen die großzügige Gründung des Forschungsinstituts für Immuntherapie und der sich an den Festtag anschließende Kongreß der Serumforschung. Wie gleichsam als Symbol für die internationale Zusammenarbeit der medizinischen Wissenschaft im Dienste der Menschheit als Verfasser der gründ- legenden Veröffentlichung über die Immuntherapre neben dem Deutschen Behring der Name des bedeutenden japanischen Arztes Kitasato steht, so ist Deutschland auch heute ur solcher Zusammenarbeit bereit und des besten Willens, alle Gelehrten des Auslandes, die sich dafür aufgeschlossen zeigen — und die Marburger Tagung bewies, in welch hohem Maße dies der Fall ist — an den eigenen Forschungen teilnehmm zu lassen und in regem Gedankenaustausch Befruchtung und Anregung zu geben und zu empfangen. Der Marburger Kongreß und das neue Forschungsinstitut, das auch Ausländern offen ft eben wird, sind dafür der beste Be» - weis. Man versuche einmal, sich für einen Augenblick vorzustellen, eine solche wahrhaft internationale Gelehrtenzufammenkunft fände in diesen Tagen in einer dem Charakter Marburgs ähnlichen ezzglifchen Universitätsstadt, etwa Orford ober Cambridge, statt. Schon der Gedanke an den vollendeten zustand, in dem sich die britische Infel befindet, zeigt die völlige Unmöglichkeit einer ähnlichen Zusammenkunft auf britischem Boden. Was im Wftt- kriege dem deutschen Volke von einer ganzen Mett von Feinden aufgezwungen worden war, was ihm auch diesmal wieder die pluto krati schm Krims- macher zugedacht hatten, bat sich heute gegen England selbst gekehrt. Dank der genialen poIitHrfrn ' und militärischen Führung Adolf Hitlers wurde die Weit Al, ichitlicht. England spürt die deutschen U-Boots und Luftangriffe. N» $ * % «onato-Bezuasvreis: cm 4 'BetIngen RM 1.95 (bne.Uluitnerte . 1.80 tuftellgebübi „ .25 fljtb bei Nichterscheinen ton einzelnen Wummern (p folge höherer («eroalt Semivrechanlchluh 2251 * Drahtanschrift:„Änzeiner"' goiiifheef 11ß**S>rantf M na) 43 i'! 44,50, blü 25; ß°ck :) 34,50 ki i 59, c]« iiä 51, t) ü is 40, c) 9 57, c> t erlauf: Annahme von ’Hnreinnt für Die MitMgsnummer hiSX'MlbT he^armittaaS fliuei«en«4.*relfe’ Anzeigenteil 7 Rot le ">m bei 22 nun Beilenhreite# $ enteil 50 Rvt. te mm bei 70 mm Scilenbreit® Nachlässe: Wiederhol ung'Iltalstaffell Abschlüsse Mengeniianel B yiaBoorfdirih t vorherige Vereinbarung 125« mehr englische Einkreisung schon im Plan zerschlagen und die britische Irftel selbst isoliert Don 8ritisch"n Intrigen unberührt, von britischer Kriecttübrung ' in Mitleidenschaft gezogen, tritt der n in in - an e» jurüdtii qtellungtn, k ■s ßeltbilbei ; ort E ibiogr^iF Deutung • dem ^nem «g erordeE ulendes 7. en, n'cht ^ ra«*£, Den liUK rtß rÄj ülenW'.'i -7S? !NNS ilil'-nischen Luftm""» h?orünid''ft'n Ein mü^rer Besuch der deutschen und sopa- n fchen Schriftleiter galt einem Flugplatz, auf dem Monhers die Cicoone (Fiat Br 20 RN und d,e r turchomber — in Italien „B i c ch t a t e l l i" qe- nnnt — rum Flua aegen Griechenland starten. 2 aß der Gegner die Aktivität der Italiener n i ch t off) n e Gegenwehr über sich erg-bm labt, hmst- man an einem von der gri-chsfchen iustw-hr S-ieichneten Apparat erkmnm. An einem Fluael Mr ein mehr als handgroßes Loch von emmi ?Wnfrnutfer zu lehn während der Numvf zob're'che v-ntchlage von Ma'chinengewehrkugeln ouftv-es. Gin iunger Leutnant mft verbundenem Kauf er- irhffp uns daß er aus Albanien zurück gekehrt sei. 5-nn Apvorot fei von stchs Güster-Flug'-maen in Zrgnd geschossen. drei Mitglieder der Besatzung sü-n getötet morden Er habe mit dem zweiten Piloten noch üb-r die ftalienUchm Lin'-en gelangen tnh mit dem Fall'chftm abfpringen können. Auch auf diesem Flughafen wird aus dem tag- lchen Kamvf kein großes Ereianis gemacht Da k m-n Piloten mit ihren Picchiotellis mruck, die i re Bomben über wichtigen attechUchen Zielen ob* \ f-mnrfen hatten Die ital'enifchen Piloten haben sich llnfd) auf die bekannten Stumkampfmafchinen ernge- I Ht und wetteifern mft ihren d-utfchen K-mie- r-den die gegen England fliegen. Wir sahen einen k känrtt"mpfbomher. der ein großes 8o* 'n emer i^aaftäche aufm'es, nicht etwa die Folge eines fnndlichen Belchusies sondern vielmehr die Folge ? ebener Kühnheit Bis auf 50 Meter war diestr hilot herunteraestoßen: die abaemor ene Bombe k r-rurfachte in der getroffenen Pulverfabrik eine qe- Mttiqe Erplosion. so daß ein Trümmerstuck den I S pnnrat 'traf und beschädigte. . Im übrigen haben sich die Ghiribomber als Mädchen für alles envielen Wenn sie ihre Bomben | cngeroorfen hatten, ariffen sie oft noch aus n'eDriq- jpr Höhe die griechischen Trupven ^lareich nut ^alchinengewehrieuer an Ihre aroße-Mend'gkett ; t.6t sie auch mit Erfolgter englischen Gegenwehr tu11» Wh r °U8 U ? Wx Mt m 1^. ylk DOb { Aus Amerika ist auf dem Umweg über Neuyork die erste Originalaufnahme hier angelangt. Das Bild zeigt Militär und Feuerwehrleute in den noch brennenden Ruinen Coventrys nach dem ersten deutschen Luftangrisj auf die wichtige britische Industriestadt. (Associated -Preß-M.) — — ---------- -----** „Yorkshire Post" veröffentlicht eine Betrachtung zur Seekriegslage, die sehr viel weniger optimistisch klingt, als die Propaqandareden Duff Coopers. Er meint, England verfüge heute über „sehr viel weniger Tonnage" als im April 1917. auch wenn man die alliierte und für England einsetzbare neutrale Tonnage einberechne. Der Vorteil im Vergleich zu 1917 sei 'lediglich in der Tatsache zu suchen, daß man heute nicht so große Truppenver- bände zu versorgen habe wie damals. .Die Haupt- ursache des deutschen U-BoOterfolges sei D e rx Mangel an Zerstörern. 1917 verfügte England über 450 Zerstörer, während es bei Beginn dieses Krieges 185 fertige und 50 im Bau befind- liche Zerstörer besaß. Wahrscheinlich seien diese 40 Einheiten in Dienst gestellt, jedoch wurden auf der anderen Seite 33 Zerstörer versenkt. Gleichzeitig waren bei Beginn des Krieges 346 B"e- gleitfahrzeuge fertig und sechs im Bau. die von Amerika gelieferten Zer- I italienischen Luftwaffe wurde einigen der in Zdm ansässigen deutschen und japanischen Schrift- I [i tern ermöglicht. Sie besichtigten als Gäste des iiilienischen Volkskulturmlnisteriums eine Reihe j n Aaniagen der italienischen Luftwaffe im Süd- jten der Halbinsel und hatten auch die Möglichkeit, ü längerem kameradschaftlichen Beisammensein mit j!H italienischen Fliegern zu herzlicher persönlicher Gens, 7. Dez. (EuropapreA) Die jünaften Schläge Der deutschen U-Bootswaffe und der Luft- geschwader gegen das Nervensystem des britischen Empire haben in der englischen Oesfentlichkeit, im Parlament und in der Presse großen Eindruck gemacht. Die „Times" schreibt, die erhöhten 93er- lustziffern hätten zwei Gründe: Erstens operiere die deutsche U-Bootswaffe mit Unterstützung von Flugzeugen von französischen Stützpunkten aus. Zweitens stehe die britische Flotte allein vor Der großen Aufgabe, die Blockade der Meere durchzuführen, Truppentransporte zu begleiten und den Geleitschutz zu stellen. Es sei in britischen Marinekreisen bekannt, daß der Geleitschutz ungenügend sei. Die beschleunigte Indienststellung neuer Kriegsschiffe sei dringend erforderlich. Der Marinemitarbeiter des Edenschen Blattes Vorschlag des Oberbefehlshabers der Cuffroaffe, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Hauptmann Adolph, Kommandeur einer Jagdgruppe, und Hauptmann K r a h I. Führer einer Jagdgruppe. Beide haben je 1 5 Luftsiege errungen. Sie haben sich als Führer ihrer Gruppen auf vielen Angriffsflügen durch höchste persönliche Einsatzbereitschaft und bedeutendes Führungsgeschick ausgezeichnet. Zünf englische Minensucher gesunken. Stockholm, 6. Dez. (DNB.) Mit einer höchst gewundenen Erklärung gibt die britische Admiralität den Verlust von fünf weiteren Minensuchern bekannt. Die Berichte des OKW. „behaupteten" dauernd, daß englische Häfen vermint worden seien. „Diese Häfen und ihre Zugangswege SB 50 Einheiten in Dienst genommen worden. Demgegenüber habe man es heute mit vielfachen deutschen Angriffen zu tun, mit U-Boot- und Luftangriffen, mit Aktionen schwerer Einheiten der deutschen Kriegsflotte auf den Weltmeeren und mit Operationen deutscher Zerstörer an den englischen Küsten. Das wichtibste Mittel zur Abwehr dieser deutschen Angriffe seien die Tonnagelieferun- aen aus Amerika und Dem britischen Weltreich, solange diese jedoch ausbleiben, Angriffe auf die deutschen Häfen an der Westküste Europas. Das klingt nicht gerade sehr zuversichtlich. Nach Schiffs- üeferungen aus den USA. schaut man bisher vergeblich aus, und in den europäischen Gewässern bis weit in den Atlantik hinein liegt die Initiatve ausschließlich bei den deutschen Luft- und Seestreitkräften. Britische Schnellboote mißbrauchen Zliegernotzeichen. Berlin, 6. Dez. (DNB.) Britische Schnellboote haben in einer der letzten Nächte vor der französischen Küste Fliegernotzeichen abgeschossen, um deutsche R e ttungsfahrzeuge aus den Kanalhäfen herauszulocken. Dieser Fall einer ganz besonders hinterlistigen Kampfes- weise ist ein Gegenstück zu Den britischen Angriffen auf deutsche Seenotflugzeuge. Mit der fälschlichen Abgabe von Notzeichen mißbrauchen Die Engländer eine aus rein Humanitären Gründen aeschaifene Einrichtung. Iyi Weltkriege war es an der Landfront im allgemeinen üblich, sich gegenseitig bei der Bergung von Toten und Verwundeten, die zwischen den Fronten lagen, nicht zu stören. Jetzt sind die Engländer so weit gesunken, mit gefälschten Notzeichen nach kleinlichen Erfolgen streben zu müssen. Durch rechtzeitiges Erkennen ist diese Hinterlist vereitelt worden. Besuch bei der italienischen Luftwaffe Von unserem J^ch.-Korrespondenten * werden dank der Zähigkeit, dem Mut und der Hingabe unserer Minensucbabteilungen jeden Tag nach Minen abgesucht. Der Feind bedient sich aller Arten von Methoden, um das Minensuchen zu verhindern oder zu erschweren." Erst nach dieser umständlichen Einleitung heißt es Dann, die Admiralität bedauere, mitteilen zu müssen, daß die Minensucher „Ethol", „Teylor", „Amethyst". „Elk" und „Christmasrose" verlorengegan- gen seien. Fünf Dampfer sandten SOS-^ufe. S10 ck h 0 1 m , 6. Dez. (Europapreß.) Fünf Dampfer noch unbekannten Namens und noch unbekannter Nationalität befanden sich am Freitagvormittag im Atlantischen Ozean i n höchster Seenot. Von der amerikanischen Mackey-Radio-Sta- Hon sind S0S.-Rufe aufgefangen worden. Augenblicklich sind drei Dampfer das Opfer schwerer Stürme geworden, während von den beiden übrigen Schiffen nichts genaues bekannt ist. Alle fünf Schiffe hatten am Freitagmorgen Positionen angegeben, die im wichtigsten Operationsgebiet Der deutschen Unterseebootswaffe liegen. Britenfrachter „palmdlo-* durch U-Boot versenkt Stockholm, 7. Dez. i)iintna» «mb Aeiertaa« I -eilanenrDie.Ulsistriene | (HicfienerrtminlienblntteT ieiinnf nn'Bilh TieSrholle kihlungnahnre. Die im Bereich der besichtigten Luftzone einge- skzten Bomber haben gegenwärtig in erster : 5 1 nie ihre Aufgabe in Flügen gegen Grie - ' i« n l a n D zu erfüllen. Aus den Gesprächen mit , italienischen Fliegern ergab sich, daß. diese, die hon aus dem abessinischen Krieg und dem Feld- | rg in Spanien über Erfahrung verfügen, die Lei- , pngsfähigkeit ihrer Maschinen in den Immer wie- tirkehrenden Einsätzen nur mit bestem Erfolg erhoben konnten Was ihnen auf der griechischen teite als Jäger entgegentrat vor allem PLZ. (eine .linische Maschine), Hurricane und Spitfire, wurde ftmer niedergekämpft oder abgewehrt. „Allerdings ht man jetzt kaum noch PLZ ", erklärte uns einer [t jungen Kapitäne, auch Die Spitfire habe er Mer noch nicht zu Gesicht bekommen „Es ist ge- riß nicht so, daß der Gegner an Material oder Dichtigkeit Der Piloten Den Italienern unterlegen rare", so betonte uns gegenüber ein Oberst beim Ustzonenkommando, „aber wenn es um die letzte (atscheidung aeht, siegt Die besiere geistige Verlesung, Das Wissen um den Sinn des Kriptzes . !uch ist ZU beachten, daß die englischen Flieger hrd) ihre verschiedenartige Herkunft — Australien, Neuseeland, Kanada, Indien usw. — und durch die nnz andere Art des Werdens der britischen Luft- inffe nicht über den Korpsaeist verfügen, der eben- I; wie die deutsche die italienische Luftwaffe au«. ?iid)riet Ein Staffelkapitän betonte, daß er, wie eich feine Kameraden, vor allem sich immer darum t mühten, aus dm Besatzungen ihrer Flugzeuge trrfid) kameradschaftliche Einheiten zu formen._ Wir ausländischen Pressevertreter konnten tn oh t.reni Zusammensein diesen vorbildlichm Kan^rao- siiastsgeist immer wieder bemerken Weitere Schlüsse ml die hervorragende geistige Verfassung der Ha- Knilchen Flieger konnte man beim Start zum LflcinWfuq und auch bei der Rückkehr vorn Femd- jlig ziehen. Wenn man es nicht den ausländischen linsten eigens getagt hätte, würden sie wohl kaum 0 meint haben, daß Die Männer, Die nach Dem vmischen Gruß mit ruhigem Lächeln in die Ma- seinen stiegen, den Flug über ein Land ourchtuh- r.-n das die Piloten durch feine gebirgige Natur lirtb feine oft überaus starke Luftabwehr vor s:,merste Aufgaben stellt. Sie müßtm/ies herunter« chen, um in Den engen Tälern überbannt Die fpinen Ziele zu erkennen, erklärte beim Mittag- dien ein Kavitän, den wir gerade eben erst zur -ücklichen Durchführung seines Feindstuges de- sückwünichen konnten. Beim Kommandanten des Kiegerborftes, unter dessen Oftizieren sich a u ch Ue beiden Söhne des Duce befmdm konnte mir auchdie Aufnahmen betrachten, die von jedem f=rnbflna mitaebracht werden müss''n um Den ge« r->(beten Erfolg zu belegen .Ohne Bildbeleg bat es pir keinen Zw"ck. einen Abschuß oder sonst ein^n Molg zu melden", erklärte einer der Kapitäne unD l-ß mit behauernb-'m Lächeln einftießm, daß man ilm zu Anfang dieses Krieges zwei Abschuss-' nicht oigeredynet habe, weil Die automatische tmera versagt batte Von italienilcher Seite wirb h i einem Vergleich mit den enalttchm Jägern fest- ^stellt, daß die italienischen Iagdstuarmge weit v^ndiger und robuster als die enalischm seien, uelch- Eigenlchaften neb-n dem Iliegergoist Der iblieniffhen Pftoten die ständige Ueberlegenheit Der W i L- z,. ■• > hu h-M • .JÄT nung unter Führung -er Achsenmächte ein. So bür» i fen mir, ohne uns voreiliger Ueberheblichkeit schul-1 oig zu machen, die Marburger Behring-Feier als ein Zeichen für das unbändige Kraftbewußtsein des | deutschen Volkes nehmen, das sich keineswegs ausgibt in der ungeheuren militärischen und wirtschaftlichen Anspannung dieses Krieges, sondern mitten im Kriege auch seine aus großer Tradition geborene kulturelle Verpflichtung fühlt, die eine jo unvermindert starke Anziehung auf alle schöpferischen Geister des Auslandes ausübt, wie es die Marburger Tage gezeigt haben. Daß die Welt nicht stille steht, weil die britischen Friedensstörer sich mit der Ausschaltung Englands aus den europäischen Dingen noch nicht abzufinden vermögen, wird auch auf einem ganz anderen Gebiet als dem des wissenschaftlichen Zusammenwirkens der Völker immer deutlicher sichtbar. Auch im wirtschaftspolitischen Bereich haben die letzten Tage Ereignisse gezeitigt, die für Charakter und 'Methode der Neuorientierung des von den Fesseln der britischen Plutokratie befreiten Europas richtungweisend sein werden. Ein vom britischen Finanzkapitalismus speziell jüdischer Prägung besonders bevorzugtes Gebiet war der Südosten. Die soziale Nüctständigkeit der Völker des europäischen Südostens, die man gern als „Anspruchslosigkeit" pries, das entnervende politische Intrigenspiel der Parteien in den meisten Südoststaaten und die un» fruchtbare Uebcrspitzung der nationalen Gegensätze zwischen diesen Staaten boten den rechten Boden für die großzügigen Fischzüge des britischen Finanz, kapitals. Die Anleihen, die die Londoner City in die südosteuropäische Wirtschaft pumpte, waren poli- tisch zweckbestimmt. Die Wucherzinsen, die man nahm, sorgten dafür, daß die mit dem englischen Goldseaen beglückten Völker aus der finanziellen Knechtschaft, die gleichbedeutend war mit politischer Abhängigkeit, niemals herauskamen. Griechenland ist heute noch ein schlagendes Beispiel dafür, das Rumänien des verflossenen Königs Carol II. war es Ein Netz von Agenten des britischen Intelligence Service leitete die britischen Pfunde, in die richtigen Kanäle und in die Taschen derjenigen Politiker, die gewissenlos genug roaten, die Interessen ihrer Geldgeber über die nationalen Erfordernisse ihres Vaterlandes zu stellen. In die Wirtschaft des Südostens verpflanzten die Engländer ihr Kolonial- fyftem skrupelloser Ausbeutung. Aus den reichen Bodenschätzen dieser Länder wurde mit dem gerinn- sten Aufwand das Höchstmögliche herausgeholt. An der Hebung des Lebensstandards oder gar' des kulturellen Nweaus der Bevölkerung lag den britischen Kapitalisten nichts, die ihr Geld in die Unternehmungen der Balkanländer steckten. Im Gegenteil, sie wollten einen hohen und schnellen Gewinn, jede Verbesserung in der Lebenshaltuna der einheimischen Arbeitermassen wäre diesem Zweck zuwider gewesen. Sie waren auch brutal genug, durch Preismanipulationen und Betriebsstillegungen einen Druck auf die Regiexungen auszuuben, wenn man dort begann, gegen den englischen Stachel zu locken. Zudem gab die empfindliche Abhängigkeit der südöstlichen Nationalwirtschaften, namentlich des vorwiegend agrarischen Rumäniens von den schwankenden Weltmarktpreisen der Lon- doner City eine weitere Handhabe, diese Länder ohne Rücksicht auf deren eigenes Wohlergehen poli- tisch und wirtschaftlich fest am britischen Gängelband zu halten. Man braucht sich nur der Kalamitäten zu entsinnen, die Rumänien mit dem Absatz feines ungeheuren Weizenüberschusses hatte oder an die unfairen Manipulationen zu erinnern, die die britischen Kapitalisten in der rumänischen Erdöl- wirtschaft anstellten, um die Bukarester Regierung der britischen Politik gefügig zu machen. Der Auf- kauf von Rohstoffen und Lebensmitteln durch eine eigens zu diesem Zweck gegründete Gesellschaft, die die aufgekausten Vorräte einlagern sollte, war ein wesentlicher Teil der britischen Kriegführung geworben. Man wollte auf diese Weise Deutschland den Brotkorb höher hängen und sich schon für die bald erwartete Friedenszeit ein Wirifchaftsmono- Sol verschaffen, das England gestatten sollte, in den ann kommenden Jahren großen Bedarfs die auf- gespeicherten Vorräte zu Wucherpreisen an den Mann zu bringen. Deutschland hat diesem unterirdischen Treiben der Agenten des britischen Plutokratenklüngels ein schnelles Ende bereitet, unterstützt durch die Einsicht südosteuropäischer Staatsmänner, die das Verhängnisvolle dieser von England eingeleiteten Operation begriffen hatten und klar erkannten, daß eine wirtschaftliche Zukunft ihrer Länder einzig und allein in enger Anlehnung an den großdeutschen Wirtschaftsraum und in der Förderung reger Wechselbeziehungen mit diesem gesichert sein kann. Man nehme als Beisviel nur Jugoslawien, in dessen Außenhandel im Monat Oktober, für den die letzten Zahlen vorliegen, Deutschland mit dem Protektorat mit 66,76 v. H. der Einfuhr vor Italien, Ungarn und Rumänien und mit 38,30 v. H. der Ausfuhr vor Italien und der Schweiz weitaus an der Spitze stand. Nicht viel anders liegt es mit Bulgarien und sogar mit Griechenland und der Türkei, wo England alle Minen springen lieh, um den deutschen Handel zu verdrängen. Aber auch hier ist das Gebot der natürlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge stärker als kurzsichtige politische Konstruktionen. So bezog Griechenland noch kurz vor dem Kriege fast das Vierfache an Waren aus Deutschland roie ihm England liefern konnte und führte mehr als das Dreifache nach Deutschland aus. Deutschland stand damit ebenfalls weitaus an der Spitze in der griechischen Handelsbilanz. Besonders enge Beziehungen verbinden schon seit Jahren die deutsche und rumänische Wirtschaft. Im ersten halben Jahr 1940, allo noch vor dem politischen Umschwung in Rumänien, lag Deutschland mit 60 v. H. der Einfuhr und 40 v. H. der Ausfuhr an der Spitze. Es führte für 10,9 Milliarden Lei Waren nach Rumänien ein und bezog von dort Waren im Wert von 10,6 Milliarden. Aber die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder, die sich auf so vielen Gebieten auf das glücklichste ergänzen, erschöpfen sich ncht im gegenseitigen Warenaustausch. Das zeigt das soeben Dcröffenthdjte „Protokoll über die deutsch-rumänische Zusammenarbeit bei der Durchführung eines Zehnsayresplans für den Aufbau der rumänischen Wirtschaft". Es soll einmal handelspolitisch den rumänischen Erzeugnisien auf dem deutschen Markt ein sicheres Absatzgebiet mit angemessenen und von wirtschaftlichen Ärtfeif unabhängigen Preisen klaffen. Rumäniens Wirtfchcrft, die namentlich durch den einseitigen Anbau von Weizen und Mais außerordentlich empfindlich auf die oft spekulativen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt reagierte, fall von diesen gefährlichen Zufälligkeiten unabhängig gemacht werden. Da die gleiche Tendenz auch in dem ebenfalls in diesen Tagen zwischen Deutschland und Italien abgeschlossenen agrar- politischen Abkommen zutage ttitt, sehen wir hier in der Regelung unseres wirtschaftlichen Verhält- Visses zu unseren Nachbarn ein ähnliches Prinzip ll-Vooi versenkt vier feindliche Handelsdampser mit 13300 IM. Der Wehrmachtbericht Vom Freitag. Berlin, 6. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Sübatlanlit kam es, wie bereits be- kanntgegeben, zu einem Seegefecht zwischen einem deutschen und einem britischen Hilfskreuzer, in dessen Verlauf das britische Kriegsschiff schwere Beschädigungen erlitt. Ein U-Boot versenkte vier feindliche Handelsdampfer mit insgesamt 13 300 BRT. Davon wurden zwei aus einem Geleitzug herausgeschossen. 3n der^ Nacht zum 5. Dezember griffen Kampfflugzeuge London, Birmingham und Southampton an. 3n allen drei Städten wurden kleinere und größere Brände als Folgen des Bombenabwurfs beobachtet. 3m Laufe des Tages beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf Lin- zelStörangrisfe gegen London und einige weitere Ziele in 5üb- und Wittel-England. 3d der Nacht zum 6. Dezember waren wiederum London und Portsmouth das Ziel deutscher Luftangriffe. Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. Fernkampfbatterien der Kriegsmarine und des Heeres beschossen wirksam einen feindlichen Geleitzug ostwärts Dover. Einige britische Flugzeuge flogen in der Nacht zum 6. Dezember in das westliche Reichsgebiet ein, ohne Bomben abzuwerfen. Die G e f a m l v e r - lüfte des F indes betrugen gestern zehn Flugzeuge, davon 6 im Luftkampf. Sieben eigene Flugzeuge werden vermißt. Was Ausländer in England sahen. Stockholm, 6. Dez. (Europapreß.) In der Nacht zum Freitag haben starke deutsche Luftfor- mationen ununterbrochene Angriffe gegen eine noch Ungenannte Stadt im Südosten des Landes durchgeführt. London erlebte zwei Angriffe. Schon im Laufe des Donnerstags war die Bevölkerung durch zwei größere deutsche Luftangriffe in die Luftschutzräume geschickt worden. König Georg hat am Donnerstag in zwei Städten intensive deutsche Luftangriffe erlebt. Er war in Begleitung von Innenminister Morrison in Portsmouth und Plymouth, die beide von der deutschen Luftwaffe angegriffen wurden, als König Georg mit der Besichtigung früher bombardierter Stadt- und Hafenteile beginnen wollte. Der König war gezwungen, beide Male die Luftschutzkeller auszusuchen. Der Londoner Berichterstatter von „Svenska Dagdladet" schreibt dazu: „Es bleibt niemandem mehr verborgen, daß die deutsche Angriffstaktik zur Zeit auf eine Zusammenarbeit zwischen U-Bootsastgriffen auf die Zufahrtswege nach England und Luftangriffen auf die englischen Produktionszentren hinausläuft. Die englischen Fahrzeugverluste sind groß. Auf dem Er- näyrungsgediet ist die geringe Kenntnis, die man von den Wirkungen der Angriffe hat, erstaunlich. Die Reserven werden in einem solchen Maße angegriffen, daß sich die Auswirkungen auf die Produktionskapazität in wichtigen Industriezweigen bemerkbar machen. Seitdem die Angriffe auf London nachließen, werden konzentrische Angriffe auf solche Städte gerichtet, die für d i e Flugzeugfabrikation und die Zufuhr von Bedeutung sind, nämlich Coventry, Liverpool, Bristol und Southampton. Ich habe fast jeden dieser schwer heimgesuchten Orte gesehen. Was für Coventry gilt, gilt auch für Bristol und Southampton. Enorme Vernichtungen und ein vollkommenes Chaos. Dies trifft besonders für Bristol und Southampton zu. Es ist durchaus keine malerische Uebertreibung von Feuerwehrleuten, wenn sie die Nächte so beschreiben, daß Brandbomben wie Konfetti von Sonnen- Untergang bis zum Morgengrauen auf die Erde regneten. lieber die Wirkung der Luftangriffe auf Southampton sagt der Londoner Berichterstatter der Zeitung ,,Uj Magyarsag": „Eine derartige gründliche Zerstörung habe ich noch niemals gesehen. Gewaltige Mengen von Lebensmftteln wurden vernichtet. Man kann nur mit größten Schwierigkeiten völlig unzureichende Lebensmittel einkaufen. Die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserversorgung hat aufgehört. Auch die Hafenanlagen bieten ein Bild schrecklicher Verwüstung. Aber schon heulen wieder die Luftschutzsirenen auf; ein neuer Angriff kommt aus dem Westen." Auch der Londoner Berichterstatter der Madrider Zeitung „ABE" sagt: „Southampton war eine lebendige und arbeitsame Stadt. Jetzt- ist sie in einigen Stadtteilen ein großer Trümmerhaufen. Noch immer fallen die brüchigen Wände zusammen, und die Atmosphäre wird von den dauernden Explosionen erschüttert, mit denen die Pioniere die vom Einsturz bedrohten Gebäude sprengen. Es werden noch einige Tage vergehen, bis das Zentrum der Stadt wieder zu begehen ist." Rumäniens neue Wirtschaftspolitik. Bukarest, 7. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der rumänische Unterftaatsfetretär für Presse und Propaganda, C o n st a n t i n, behandelt in der Legionärszeitung „Buna Destire" die neue deutsch-rumänische Wirtschaftsvereinbarung und schreibt, die Wirtschaftspolitik Rumäniens gründe sich jetzt ebenso wie die unter der Herrschaft König Carols I., „auf die natürlichen Raumbeziehungen üno volkswirtschaftlichen Wirk lichkei- t e n. Sie schalte alle Börsen- und Finanzspekula- tionen aus. Die von Deutschland unter äußerst günstigen Bedingungen gewährten Kredite seien im Gegensatz zu denen Der Vergangenheit produktive Darlehen, durch die es möglich sein werde, das Land auf allen Geoieten der Wirtschaft m i t den modern st en technischen Anlagen und Maschinen auszustatten. Der so oft herbeigewünschte gehobene Lebens st andard des rumänischen Volkes insbesondere der großen Masse der Landwirte, könne nun Wirklichkeit werden. Die „Actiuner" schreibt zum gleichen Thema, die bisher Rumänien gewährten Kredite Hätten stets nur dazu gedient, das Defizit des Staatshaushaltes auszugleichen. Die natürliche Folge derartiger Anleihen fei die immer stärkere Verschuldung und Verarmung des Landes gewesen. Die Wirtschaftsvereinbarung mit Deutschland stelle den Beginn einer neuen Wirtschaftspolitik dar, die unter Berücksichtigung der internationalen Wirtschaftsinteressen Rumäniens der zukünftigen Entwicklung des Landes diene. Die „Porunca Vremii" meint, die deutsch- rumänische Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet habe vor allem in dem großen Umfang, der durch das neue Abkommen festgelegt sei, für beide Seiten Vorteile. Sie könne nur als ein Segen angesehen werden. Engländer betrogen den rumänischen Staat um 2 Millionen Lei. Bukarest, 7. Dez. (DNB. Funkspruch.) Gegen die früheren Leiter der Petroleum-Gesellschaft, '21 ft r a Römana, bis auf einen sämtlich Engländer, wurde ein Verfahren wegen Betrugs zum Schaden des rurnänifchen Staates eingeleitet. Das Gericht stellte jetzt fest, daß die Astra Romana durch Erdölbohrungen, die in das Gebiet des Staates hinübergriffen, im Laufe der Jahre den rumänischen Staat um zwei Millionen Lei geschädigt hat. Die Auslieferung der geflüchteten verantwortlichen Leiter der Gesellschaft wurde beantragt. Verdeutschung der magyarisierten Namen auch in Rumänien. Bukarest, 6. Dez. (Europapreß.) Der Leiter der deutschen Volksgruppe in Rumänien, Andreas Schm idt, hat in einer Unterredung mit General Antonescu, Vizepräsident Horia Sima und dem Iustizminister Michael Antonescu den Erlaß eine's Dekrets über die Verdeutschung magyari- sierter Namen von Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Rumänien besprochen. In einem Aufruf der deutschen Volksgruppe in Rumänien sind nun die Ortsgruppenleitungen aufgesordert worden, sämtliche Volksgenossen zu melden, die magyarisierte Namen tragen. wiederkehren, das sich schon in unserer Binnen- wirtschaft vor allem für unsere Landwirtschaft segensreich ausgewirkt hat: die Marktordnung mit ihren stabilen Preisen und ihrem gesicherten Absatz. Nur eine solche Gewähr vermag auch der rumänischen Wirtschaft die festen Grundlagen zu geben, auf denen sich ein Zehnjahresplan von dem Ausmaß des für Rumänien vorgesehenen aufbauen läßt. An feiner Spitze steht die Hebung der landwirtschaftlichen Produktton. Wir haben hier vor einigen Wochen schon einmal bargelegt, daß in weiten Teilen des Landes noch heute der Holzpflug das Handwerkszeug des rumänischen Bauern ist. Jede Intensivierung bedarf also vor allem einer ungeheuren Mengen landwirtschaftlicher Maschinen, für deren Anschaffung eine Summe von 30 Milliarden Lei vorgesehen ist. Auch die bereits eingeleitete Umstellung von der bislang herrschenden Getreidemonokultur auf Indultriepflanzen und Futtermittel, für die der deutsche Markt fast unbegrenzt aufnahmefähig ist,, bedarf erheblicher. Investitionen. Deutschland wird nicht nur gegen langfristigen Kredit die notwendigen Geräte und Maschinen liefern, sondern auch Fachleute zur Verfügung stellen, die ben rumänischen Behörden mit Rat und Tat zur Seite stehen werden. Die gleichen Grundsätze sollen auch für die deuttch-nrrnänische Zusammenarbeit zur Förderung der industriellen Erzeugung und zum Ausbau des rumänischen Verkehrsnetzes gelten. Der Prinzip elle Unterschied zwischen der deutschen Kreditpolitik, die durch die Lieferung von Maschinen erhebliche Werte in der rumänischen Wirtschaft investiert, um die Erzeugung zu steigern, und damit die Lebenshaltung der Bevölkerung zu hebet, bestrebt ist, und der rein finanzkapitalistisch ausgerichteten britischen Anleihepolitik einer Gott fei Dank nun auch für Rumänien überwundenen Epoche liegt klar auf der Hand. Das nationallozia- listtsche Wirischaftsprinzip will den eigenen Wirtschaft»- und Lebensraum starken, aber nicht auf Kosten der anderen Völker^ sondern indem es ihnen die Hand reicht zum Ausbau ihrer Nationalwirtschaften, deren natürliche Reichtümer nur der Erschließung durch einen modernen Produkttonsapparat bedürfen, um einer fleißigen und intelligenten Bevölkerung materiellen Wohlstand und nationale Kultur zu sichern. So zeichnen sich in dem Abkommen mit Rumänien wie in den Abreden über eine Intensivierung der landwirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien die Grundlinien einer neuen europäischen Gemeinwirtschaft aus, die die ganze Mannigfaltigkeit des Bedarfs wie der Erzeugung unter einen großen ©eneralge- danken stellt und von hier aus planvoll aufeinander abstimmt. Das Zeitalter der künstlichen Aufspaltung und Zerreißung des europäischen Kontinents geht seinem Ende entgegen. Die europäische Revolution gegen die Herrschaft des Geldes, w e sie politisch und wirtschaftlich in der angelsächsischen Plutokratie sich repräsentiert hat, wird unter deutscher Führung die europäischen Völker zu -einer Gemeinschaft nutzbarer Arbeit zusammenschließen, die die icherste Bürgschaft für nationalen Wohlstand und eigenständige Kultur fein wird. Dr. Fr. W. Lange. Zlalienische Geienangriffe in Albanien. Der italienische Wehrmachtbericht. Rom, 6. Dez. (DNB.) Der llalienlfche Wehr- rnachlbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: 3n Albanien fetzt der Feind, der Verstärkung auch von anderen Grenzen herangezogen hat, feinen Druck n^nehmlich auf unserem linken Flügel fort. Unsere Truppen haben Gegenangriffe durch, geführt. 3m Verlaufe der Kampfe haben sich die Divisionen Arezzo und Venezia über jedes Lob er- Zürcher Dreistigkeiten. bnn unsrer berliner Schriftleilunq. I Die Schweizer Presse lebt fast ohne Ausnahme noch in der Stickluft demokratischer und plutokra- < tischer Einrichtungen. Infolgedessen wirst sie mit der Miene des Mannes, der stets zuspät kommt, di« . Fensterscheiben derer ein, die im neuen Geist und 's mit frischem Mut daran gehen, eine andere Welt? zu bauen und für sie zu kämpfen. Don der bekann- ten Meckerei, die sich die Organe d efes kleinen Landes gegen alles, was im großen Deutschen Reiche geschieht, erlaubest, wollen wir hierbei ab- sehen. Ihr Gekläff beweist nur, daß wir reiten. Aber wenn diese Presse die Ehre unserer deutschen Waffen besudelt, muß sie erwarten, daß mit ihr Fraktur gesprochen wird. Dor einiger Zeit hat d- „Neue Zürcher Zeitung" schon eine derb« Abreibung erhalten, weil sie einen Bericht ihres Londoner Korrespondenten gebracht hatte, in dem dieser Scribifax ganz im Churchill-Sinne hämische Bemerkungen über die Taten der deutschen Luft, roaffe machte. Jede veraniwortungsbewußte Schrift, leitung hätte es sich dreimal überlegt, ob sie die'« Aeußerungen zur Veröffentlichung und damit zur öffentlichen Diskussion für reif hielt. Nicht so die „Neue Zürcher Zeitung". Auf d e scharfe Zurückweisung antwortete dieses Organ mit einer Fest- stellung, daß die deutsche Presse die Churchill-Mei« I nung ihres Londoner Korrespondenten niedriger gehängt hätte. Wer aber geglaubt, daß Besserung eintreten I würde, sieht sich gröblich getäuscht. Mit der Vev bocktheit des schlechten Gewissens läßt jetzt die „Neue Zürcher Zeitung" ihren Londoner Korrespon. deuten abermals und im gleichen Sinne zu Wort | kommen. Er schreibt über Coventry: ,Hch muß be- ftätigen, nachdem ich Coventry gesehen habe, ba| f die deutschen Angriste ebenso wie im Fall von Loir. | don nicht so sehr auf militärische Ziele wie au| Fabriken, sondern vielmehr auf Terrorisierung abdielten. Das Zentrum der Stadt, von dem ein Teil dem Erdboden gleichgemacht wurde, enthielt prak- tisch keine Fabriken, sondern nur Läden und Wohiv j Häuser." Am gleichen Tage berichtet der Londoner' Korrespondent der schwedischen „Nya Dagliat Alle-| h.anda" genau das Gegenteil und auch bte nord- amerikanische Press* wie die übrigen Nachrichteiv agenturen haben bestätigt, daß mit Coventry ge-" rabe die für die Rüstungsindustrie tätigen Fabriken zerstört wurde. „Es ist ein Frontalangriff auf die Industrie", sagte noch am 5. Dezember der Unter- ftaatsfefrc*».*r im englischen Luftfahrtministerium. Wenn der Londoner Gewährsmann der „Neuer Zürcher Zeitung" im Solde Churchills oder der en$. lischen Presfepropaganda steht, wenn er also nicht unparteiisch, nicht neutral, nicht wahrheitsgemäß be- richten will, bann hatte die „Neue Zürcher Zeitung'' die allereinfachste Anstandspflicht, ihm auf Die Fiir. ger zu sehen. Da das Zürcher Blatt trotzdem die Schmüdungen, die aus englisch-jüdischen Gistkanr- incrn stammen, gegen die deutsche Wehrmacht zu wiederholen wagt, müssen wir annehmen, baß es als Feind bes Deutschen Reiches betrachtet zu wer- ben wünscht. Dann aber sollen die Herren nicht \t • bummbreift ihre „Neutralität" betonen. haben gezeigt. Unsere Luftwaffe hat mit Erfolg verbindungsslraßen und Truppenansammlunge» des Gegners mit Bomben und 7NG.-Feuer angegriffen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. 3n Nordafrika fanden PalrouillenzufammeL- stöße im Gebiet südlich von Sidi el Baravi statt. Der Feind wurde in die Flucht geschlagev und ließ Waffen und IHunifion zurück. Die feind- liche Luftwaffe hat einige Bomben im Gebiet vo» Tobruk, wo es zwei Tote und einen Verwundeten gab, und in den Gebieten von Sollu« und Sidi el Barani abgeworfen, wo es weder Opfer, noch Sachschaden gab. Neuer italienischer Generalstabschef. Rom, 6. Dez. (DNB.) Marschall Pietro Bado g l i o ist durch Kgl. Dekret auf eigenen Wunsch von seinem Amt als G^neralslabschef der Wehrmacht e n t b u v d en worden. Durch Kgl. Dekret Ifl der Armeegeneral Ugo E a v a l l e r o zuck General- stabschef der Wehrmacht ernannt worden. Generst Cavallero, der 1880 geboren ist, war im letztes Jahre des Weltkrieges Chef der Operatiousabteiluvlg des Generalstabes unter dem Oberbefehlshaber General Diaz. Er wurde im 2Uai 1925 UnlerstaaK- fekretär im Kriegsministerium und bekleidete diese« Posten bis November 1928. Später wurde ihm dm Oberbefehl über die italienischen Streitkräfte i« Aelhiopien übertragen. Er gehört feit 1926 de« italienischen Senat an. Schlechter Start der englischen Wirb schastskommission in Argentinien. Buenos Aires, 6. Dez. (Europapreß.) W Blockai)erückwirkungen haben in Argentinien erheb l i ch e Verstimmungen hervorgerufen. Die feit einigen Tagen in USA. verhandelnde englische Wirtschastsmisfion unter Führung von ßor-h Wellingdon hat schon deswegen einem schlechten Start. In diesen Verhandlungen geht B ben Engländern darum, die argentinische Wirtschafi davon zu überzeugen, daß England infolge feiner vordringlichen Rüstungskäufe mch! mehr in der Lage sei, feine knapp gewordenen Deoisenvorräte einzusetzen; daher müsse es Barzahlungsgeschäfte nach Möglichkeit vermeiden. Ein Mitglied her Mission, Sir Granville Gibson, erklärte: „Es ist möglich, daß unsere argentinischen Freunde wünschen, wir möchten diejenigen Waren abnehmen, Mkinderöößsp-i^ fl£ sind i° s° s-sund-- monpamin * Mondamin gibt es auf die mit eine« Xverseheueu Abschnitte der Reichs' brottarte für Kinder bis znüJahrtS >\K v' MW die nahe der Stadt Faaborg Telephonleitungen Sie wer- zerrissen. Sogar Eisenbahnzüge wurden durch die ich darauf herabhängenden Telephonkabel zum Stehen ge- bracht. Ein Ballon konnte gelandet werden ort- -r. Der» Der Landesvarremtag Hessen-Nassau Gauleiter und Mchsstatthaller Sprenger — lebenswichtig in den Vereinigten Staaten. —i fcr Fi if mH Lksii nla infaramlm mt»it i.-Jeuer am ' loraen ist i n der Schweiz bei non Solothurn) ein eng» , roo es «k Das scheinbar harmlose mit Unsichtbarem ^Mundstück hat es erfahren,wie leicht der saugfähige Stoff an feuchten Lippen haften bleibt und sie verletzen kann.Die^üldenring haben wir darum vorsorglich mit dem ttMund- stüc/z versehen.Es ist tinsicfytbar, schützt aber wirksam die Lippen des Tauchers und sichert ihm einen erhöhten Genuss; Der Überfall auf die „Ltape". Hochseejchlepper brachte die Liste der deutschen Fahrgäste an Bord. Men, datz f achtet zu de erren nich. In einem zweiten Sonderzug sind aus Deutschland weitere 185 Kriegsverwundete an der Riviera eingetroffen Sie werden im milden Klima von Santa Margarita-und Rapallo Genesung finden. * Beim Verlassen seiner Wohnung ist in Havanna der ehemalige Polizeichef, Travejo, e r • mordet worden. Reben der Leiche des Ermordeten ist ein Zettel gefunden worden, auf dem als HaupuchnsUeuer D» .tneonch SW beim Van ar 6tfUbeiaetn Ml HauvNchrl'Neuere lkrnst BhimfcfiPin. Wetantroortti* br Poiul, uni Bilder Dr Art. W. Lange für daß ffeul leton: Dr. Han« Thyriol; üi Stnbi Sieben. Prvvm,, ttitmdian u. Sport: Emu Bmm,che n. Drud uno Benag i8rtihb<6# Unloet'ttatebrurffTei «. Lange Ä. G. veriaaelei'er Dr. - LNcd Hamann iLnzeigenie « Hone VeL öcicmtmortlid),ür den,">ndali der «n eigen: kbeodor Kümmel Pi.-k-.« dehn es bewahrt zugleich den Zigaretten-Tabak. vor nachteiliger Durchfeuchtung Zigarettenpapier entpuppt sich manchmal als eine recht wehrhafte Hülle. Schon mancher Raucher stode Janeiro, 7. Dez. (DRB Funkspruch.) ^britische Spitzel bei dem Ueberfall des glichen Hilfskreuzers „Carnarvon Castle" ] Den brasilianischen Dampfer „I t a p e" die nt im Spiele hatten, kann nun als erwiesen gel- । Dem englischen Schiff wurde eine Liste der deutschen Fahr;"" m niuji uuiuj , &te gestört werden. Oie Dr eitslosiokeit ,Ä Honen zur Ückge gangen. In Ermangeln; einer staatlichen Arbeitslosenstatistik ist jedoch llii absolut zuverlässige Feststellung des Standes lr Erwerbslosigkeit in den U$A. bisher unmöglich. besonders stolz auf seinen Erfolg sein, da die Arbeit seiner Bauern unter besonders ungünstigen Bedingungen erfolgen mußte. Trotz allem stehe die Leistung gegenüber der anderen Gaue nicht zurück. Der Gauleiter dankte hierfür dem Landesbauern- führer Dr. Wagner, der in selbstloser Arbeit die gestellten schwierigen Aufgaben erfolgreich löste. Zum Schluß der Rede befaßte sich der Gauleiter mit der Frage der Landflucht und der Neubildung des Bauerntums in den deutschen Ostgebieten. Die Landflucht, so führte er aus, sei nicht damit inbM i|es 7’1» V'ti ht -' * djt gefönt ler restliche Teil Jütlands und Südfünens ist --- — Mi Freitagmittag wieder von zahlreichen eng- m Srtlel« sishen Sperrballonen überflogen worden, inen Berat! I ___________'__________________________ NSG Als Auftakt für den Beginn der zweiten Kriegserzellgungsfchlacht in Hessen-Nassau fand am 5. und 6 Dezember in Frankfurt am Main der Landesbauerntag der Landesbauern, schäft Hessen-Nassau statt. Am Freitag- vormittaa versammelten sich das a g r a r p o l i - tische Führerkorps mit Bertretern von Par tei, Staat und Wehrmacht im Frankfurter Rathaus Landesbauernführer Dr. Wagner begrüßte vor allem den Gauleiter, der mit tiefer Liebe und Verständnis am Bauerntum hänge. Dann gab Reichsobmann Behrens einen Umriß der gegenwärtigen allgemeinen Lage Die Er- nährung des Volkes spiele neben der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Führung in unserem Kampfe eine entscheidende Rolle. Dank der Vorbereitungen in den Dorkriegsjahren können wir in Deutschland heute im Gegensatz zu England offen über unsere Ernährungslage sprechen, denn diese ist geordnet wie sonst in keinem Staat. Dabei kann die Landwirtschaft von sich behaupten, daß kein Wirtschaftszweig dem Volk so billig seine Erzeugnisse zur Verfügung stellt wie fte. Der Bauer und die Bauersfrau waren an der Arbeit. Der Reichsnährstand sieht seine Aufgabe darin, dem Bauer auf dem Hof die Produktionsmittel zu sichern. Zum Teil ist dies wie beim Stickstoffdünger jetzt schon gelungen, zum Teil wird daran gearbeitet. Die größte Sorge gilt der Beschaffung vo n A r - beitskräften Man braucht nicht nur Leute, um die Ernte einzubringen, sondern auch, um das Vieh und den Boden zu pflegen, alfo für das ganze Jahr Die Liebe zum Boden darf nicht verloren gehen. Der beste Garant für des Bauern Zukunft ist der Führer, der die Dinge klar und nüchtern sieht. Aus seinen Worten beim Emp- sang der Landvolkabordnung in Berlin haben die Bauernführer dreierlei mitgenommen: Daß die Erzeugnisse des deutschen Bodens immer an der Spitze stehen werden, daß der Führer im Osten die Voraussetzungen für ein Bauernreich geschaffen hat und daß, |e größer die Leistung des Bauerntums ist, umso größer auch sein Anspruch auf die Zukunft. In dieser Gewißheit wird das Landvolk im Kampf um den Endsieg auch weiterhin an der Spitze stehen. verwies auf die besonderen Verdienste, die sich die Partei mit der Wiederaufrichtung des deutschen Bauerntums erworben hat. Sie habe in der Kampfzeit gegen die verschiedensten Interessentenhausen, die sich um den deutschen Bauern bewarben, um ihn für die eigenen Zwecke zu mißbrauchen, ange- kämpft und habe diese besiegt, weil sie dem Bauern mit der völkischen Weltanschauung des Nationalsozialismus ehrlick gegenübertreten konnte. Der Gauleiter behandelte oann Erzeugungsschlacht, Dorratswirtschaft und Marktregelung, um anhand dieser Aufgabenstellungen die Ueberwindung des libe- ralistisch-kapitalischen Wirtschaftssystems aufzuzeiaen. Das Bauerntum, als Rückgrat des Volkes, zur Zett des Weimarer Systems zur Vernichtung verurteilt, hat heute innerhalb des Volksganzen die ihm zu- kommende" führende Stellung erhalten. Die Nationalsozialismus habe dieses auf Grund der geschichtlichen Erkenntnis getan, nach der auch kraft, und machtvolle Völker Dem Untergang geweiht waren, wenn sie vergaßen, ihre Siege in der Scholle zu verankern. Die Dorratswirtschaft, die heute in der Bewährung des Krieges das halte, was man von ihr erwartet habe, fei allein durch die bereite Anteilnahme des Landvolks möglich gewesen. Trotz großer Kriegsbelastungen, die das Landvolk zu tragen hat, habe es sich mit der Einbringung der Ernte des Jahres 1940 das beste Zeugnis seines Einsatzes ausgestellt. Diese Erfolge seien der Lohn für die Tapferkeit und Pflichterfüllung der deutschen Bauern und vor allem der deutschen Bauersfrauen. Der Gau Hessen-Nassau könne Grund der Ermordung Rache wegen der unter der Regierung Machados erfolgten Tötung zweier Revolutionäre angegeben wird. Am 6. Dezember wurde in Moskau ein Handelsund Schiffahrtsvertrag und ein Abkommen über den Waren- und Zahlungsverkehr zwischen der UdSSR und der Slowakei unterzeichnet. ♦ Die Schwester des bekannten indischen Nationa- listensührers Pandit N ehr u, die der erste weibliche Minister Indiens war, wurde wegen Der- gehens gegen die britische Derteidigungsakte f e ft • genommen und ins Gefängnis geworfen. Nehru ist schon seit Wochen im Gefängnis. an die erfolgreich durchaefuhrten Siedlung-- arbeiten im Hessischen Ried und m K r e i s G e l n h a u s e n In der Erstellung dieser neuen Erbhöfedörfer sei unser Gau beispielhaft vor- gegangen mit dem Ziel, Heimstätten für ervae- junbe. kinderreiche Familien zu gründen Auch dte Siedlungsaktionen in den neuen deutschen Ostgebieten würden von diesem Grundsatz geleitet sein. Eine Nachahmung der „o fiel bild) en Entwicklung" und ihrer Methoden werde vom Natio- nl.lsozialismus konsequent verhindert werden. Trager des deutschen Bauerntums ist die Familie. Sie steht daher im Vordergrund unserer Planungen. Dem Reiche werbe damit die wehrhafte und gesunde Dolkskratt die die Voraussetzung eines vom Führer erkämpften, zukünftig gesicherten Friedens sein wird, rür die Ewigkeit erhalten. Der Gauleiter schloß mit dem mahnenden Aufruf an die versammelten Bauernführer des Gaues: Als Deutsche stehen wir im Kampf um unsere Freiheit. Nur ein im Kampf erprobtes, wehrhaftes Volk wird auch künftig in der Lage fein, Anschläge auf unsere Lebensrechte ab,uweisen durch die eigene selbstlose Tat, die ihm Adolf Hitler ge« lehrl und mit feinem Vorbild bewiesen hat Der Veranstaltung war am Vortage eine Dor» tragstagung im Verwaltungsgebäude der Landesbauernschaft vorangegangen. Aus ihr führte der Landesbauernfuhrer aus: Man könne einem Menschen oder einem Stand innerhalb der Volksgemeinschaft große Aufgaben nur zuweisen, wenn man ihm auf der anderen Seite auch die Stellung einzuraumen bereit sei, die er auf Grund dieser Aufgaben in die Gemeinschaft einzunehmen habe. Das deutsche Landvolk soll nicht nur, wie schon sooft festgestellt ist, die Ernährung des deutschen Volkes sicherstellen, es soll darüber hinaus auch der ewig fließende Blutsquell der Nation fein und ist deshalb ein aus dem deutschen Volksleben nicht fortzudenkender Kulturträger. Wir müssen von uns aus alles tun, nicht nur uns selbst in diesem Glauben und dem Bewußtsein der Größe unserer Aufgabe zu stärken, sondern diese lieber- zeugung auch dem letzten 'deutschen Volksgenossen eindringlich zum Bewußtsein bringen. Nur wenn das ganze deutsche Volk von der politischen und kulturellen Sendung des deutschen Bauerntums überzeugt ist, und wenn jeder einzelne bereit ist, aus dieser Ueberzeugung auch für sich persönlich die letzten Konsequenzen zu ziehen, ist der Bestand der Nation in alle Zukunft gesichert. — Dann vermittelte der Hauptstabsleiter der Landesbauernschaft Alpenland, Oberlandwirtschaftsrat Dr. Baier, ein eindrucksvolles Bild von Land und Leuten der Ostmark und ihrem harten Daseinskampf. Seine Aus- Magensäure ui I/rA b'Me um erneute Zusendung von ll I] 50 grofj. Füllung. Ihres Karlssprudels, I&l 111// der mir bei Magenübersäuerung sehr gute Dienste geleistet hat, so daß ich ^=5=5^ die Kur fortsetz, möchte. Dr. J.Werner, Oberstud.-Dir.,Olbernhau, Freiberg. Str. 7. 31.8. 37. 25 große Fluchen RM. 14.-, 50 große Haschen RM. 25.-, dazu Pfand. Lieferung frei Haue. Heilquelle Karlaeprudel, Biekirchen 2751 führungen gipfelten in einem klaren Bekenntnis zum Bergbauerntum, das als vorgeschobener Grenzposten deutscher Kultur seine ewige Aufgabe au erfüllen habe. Anschließend berieten die Dauernsührer über alle sie bewegende Fragen mit dem Reichsobmann Behrens. Der Abend versammelte die Teilnehmer am ßanbesbauerntag in der Aufführung „Anke von Skoepen" im Schauspielhaus. Nsuyork, 6. Dez. (Europapretz.) Nach'einer Wtzüng der American Federation of Labour be» o die Zahl der Arbeitslosen in den Vereinigten 'steilen im Oktober 8 130 000. Gegenüber dem Be- $ tintrn I Hit her | ‘6* ieili 1 "°»-k ? äu muhk ,n habe, \ iQtt non k >ele wie t bem tln^ ^ihieltjw " und Wh, »Lsenschiffahrt — die durch den britischen !? Menübersall auf den brasilianischen Dampfer Wtyli IlcIk" gefährdet wurde, N bien;:| ür>ie amerikanischen Län Ute als Folge unserer Blockade nicht mehr aC Europa geliefert werden Sie wer- L mich sicher nicht verurteilen, wenn i_,_____. L^jrte, wir wederkönnen noch über* Ijipt mögen dürfen, Geld für Dinge aus- L^en. die in diesem Augenblick überflüssig Er u n e sind Jeden verfügbaren Penny müssen ,ir ediglich dazu ausnutzen, um den Krieg fort- Mren " — Wie unter diesen Umständen die Fär- Lruig eines englisch-argentinischen Güteraustau- zustande kommen soll, dessen Zunahme die L«ation offiziell als Reisezweck hinstellt, Ljigt Sir Granville Gibson. Jletne politische Rachrichten. ~übrer hat dem Stelloertretenden finni- »taatspräsidenten zum Nationalfeiertag inds drahtlich seine Glückwünsche über- ffeniiti|anic£ Rürencn (ooerhal ' isher Sperrballon niedergegangen. ...... jr>ie amerikanischen Länder, weil sie der Träger Stapfe inneramerikanischen Handels sei. Die Küsten- GoDentnj^ friert und der inneramerikanische Handel bürf- gen Fiibch im nicht durch Einmischung auherkontinentaler 'gnssaulü er der rtministerir I der Jh ober bei fr er also ny eitsgemazb «... .... U..»U o ---------------- ..... * W> des Jahres ist die Arbeitslosenziffer u m 2'/r P'! l i o n e n zurückgegan Den M • «jt .. .... Vehrmch zu lösen, daß man die Landbevölkerung z wangs- weise auf dem Lande zurückhalte. Wertvollsten Kräften, die — wie die Geschichte es bewiesen habe — laufend aus dem deutschen Bauerntum der deutschen Dolksführung zugeströmt seien, würde damit der Weg zu anderen wichtigen Einsatzstellen für immer verschlossen sein. Um unserer Zukunft willen könnten wir uns diesen Verzicht nicht leisten. Die Frage wird und muß allein dadurch zu lösen sein, daß sich die Bevölkerung des Landes in stolzer Freiwilligkeit zu der Arbeit am Boden des Reiches entscheidet. Der deutsche Mensch muß wissen, daß der Bauer der Iungborn, die Quelle unseres gesamten Volkstums ist und bleibt. Um diese Erkenntnis unverrückbar in die Herzen des Landvolkes AU legen, so bemerkte der Gauleiter, habe er seinem Schulungsamt den Auftrag erteilt, dies als eine besondere Aufgabe in der von der Partei durchgeführten Schulung zu betrachten. Beoor er dann auf die Neusieblung deutscher Bauern im Osten etnging, erinnerte der Gauleiter lstaiM l|! [ Pietro Bi Igenen ' ief der M j Kgl. W j zuck GM • irden. Ißt Im :l ationsfibträs | ‘ 'fehlshabek j | !5 UnlerM -I lekleidele | wurde lha I SlteitkrD' | seil Md- d° li.,1 LNiqL arlp ? UeH e n F a h r a'ä st e der „Jtape" durch ih wq । «'n Hochseeschlepper der Filiale der bri* hurAinSch:ffahrtsgesellschaft „Royal Mall" in ni.h!;'Mlfco de Janeiro Üverbracht. Kurz nach dem Ein or,M iLffirt der „Jtape" verließ der Schlepper den Hafen Wiliio. Wegen dieses Derftoßes gegen die Hafen* Jiring ist die englische Schiffahrtsgesellschaft be- M mit einer Geldstrafe belegt worden jjir argentinische Botschafter in Rio de Janeiro, loiougle, der gleichzeitig Vertreter Argenti- jieii! in der Neutralitätskommission ist, drückte in Verklarungen die völliae Solidarität «rientiniens mit Brasilien aus Brasilien «we mit Argentinien rechnen, welche Haltung es Lir; r einnehmen werde. Labougle wies auf die ijebiutung des inneramerikanischen Handels ange- Mfi der durch den Krieg entstandenen Schwieria- Ki des Ueberseehandels hin Deshalb fei die schenM lenlinit"; unpap«y!!| rgsntini«”A hen-ol^' : I rung f I smegen | )lungen< 6 inM *'St [ L W fcift*' a GÜLDENRING —: --------1 10. ßr Gtadttheater-Miete den Stadtcheaters Gießen, »iv besonderen Quittung. !I täte beträgt: folgt Uerbersendung einer RM. r1“ | Vermietungen | |Stellenangebote| 5 AT. ALBRECHT Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. MAf C D R F DRUCKSACHE wcrcoc Brühl. Gieß; Samstag / Sonnt? g für Abt!. Mechanik. 5474D big Dönges & Co, Wdorl bei GieO :n. fr fr 10, 10 Stadttheater k7n**vte>i güN"! I. II. III. IV. v. W M trat IW Wch i.1lM chlb der < Tabelle Alter Friedhof. Walther; 11.15 KG. Tabelle Wetzlarer Weg. vormittags. Gießen, den 7. Dezember 1940. Arten Schmuck 4 in Hin T Üc SleNiitWeMWreiil Berufserzlehungswerk—Debungsstätle Gießen 11 It ißi^en Silber und Doubl6 auch Silbermünzen unlnl W Mffl 7/8. Dezember 1W 3um125. Geburtstage Adolr von Menzels. .Ä w' ■4 I 7- • >??’• £ /;?’w E Am 8.'Dezember 1915, vor 125 Jahren, mürbe tn Breslau der große deutsche Maler Adolf von Menzel geboren, wnfer Bild zeigt die am 1 Februar 1905 gestorbene „Kleine Exzellenz" im Arbeitszimmer. — Wir verweisen auf die in den Familien blättern vom 7. Dezember erscheinende Würdigung des Künstlers. — (Scherl-Archiv-M.) I Jetzt sparen- " 1*1s_Päter, WANDERER- RAD Gießener Anzeiger iGeneral-Anzetger für Oderheffen) Zweites Blatt Krieg hat den Kraftfahrern, auch jenseits Der Sonnte Mr Hans und Lenchen. .Bon Hilde Hürstenberg. 3n 10,- 8,- 6,- 4,- 4,- nacb Grimo weiter. II bis 1.60. so We'te Steife eines Lachses. Saroki, einem Ort an dem russischen Fluß im Süden des Weißen Meeres, wurde ein gefangen, von dem man feststellen konnte. nach Grims Leiter. ■kauft! In Wyg Lachs r bis 17.80 t: Miete! ipchec r- einander doch nicht zu denken ist, ja vielleicht h einmal ins Rampenlicht der Weltbühne ge- n wäre lefe wahrhaft dramatische Verknüpfung, die man iller Zukunft nicht mehr wird übersehen dürfen, ns sich von dem Augenblicke an, da Friedrich — n seinen „Bunbesaenossen" an Persönlichkeit il Genialität turmboch überlegen — an die Spitze Die wirtschaftliche Form ist aber die mit kleinstem Luftwiderstand und geringstem Gewicht Die Forschungswagen von Ever- ling^lAutoschau 1938) sowie von Kamm und Schlor lAutolchau 1939) beweisen, daß bei strömungstech. nilch richtiger Gestalt an Benzinersparnis und Geschwindigkeitszuwachs weit mehr zu erreichen ist als Den kleinsten Luftwiderstand hat der Schlor- Wagen, der etwa die Form eines halben Luftschiffs besitzt; in der hinteren Spitze ist der Motor untergebracht. E v e r l i n g hat ein übliches Fahrgestell mit vornliegendem Motor verwendet und sich die Aufgabe gestellt, es so zu verkleiden, daß die Baulänge geringer wurde als bei der Serienkarolfie- rung. Er hat aus diesem Grunde das spitze 5)erf einfach senkrecht abgeschnitten Die Hinterwcmb ähnelt also der herkömmlichen Form, ist aber mit einer besonderen Vorrichtung versehen, die der Ablösung und Ausbildung von Wirbeln an dieser Stelle entgegenwirkt und dadurch den Luftwiderstand vermindert. Der Kamm-Wagen' hat einen besonders starken, gleichfalls vornliegenden Motor; seine fietfform liegt" zwischen denen von Everling und Schlor, sein Luftwiderstand ist so groß wie beim Everling-Wagen. Diese Forschungsarbeiten, die vom Reichsver» kehrsministerium tatkräftig^ gefördert wurden, zeigen nun. wie der Kraftwagen nach dem Kriege wirtschaftlich gebaut werden kann. Wenn alle Fahr- Ar trat die der 23'ährigen Königin von ^Ungarn LrZrbe strittig machen wollten. Man lasse es sein, süidiese Jahre, wie später für den Siebenjährigen i-iqin* den Degen zog. Und diese wieder fühlte b blutmäßia als pflichtgebimdehe Erbin einer et en Ueberlieserunq, die im Geiste der Zeit ge- stark im Hausmachtgedanken wurzelte, aber itj zugleich viel reichllch's Gedankengut in sich il h Es war sonach auch deutsche Tradition, ir sie gehorchte, als sie den Kamps aufnahm, um ihn urnähliaem anderen Länd»rbesitz das blü- li^e deutsche Schlesien zu behaupten, darüber hin- M aber ihrem lothringischen Gemahl den Weg zur !a erfrone zu öffnen, die die Vorfahren zuerst 1273 if bann ununterbrochen durch 300 Jahre getragen setzlichkeit oder die Vorsehung, oder wie wir sonst das Unerklärlich nennen, sind so weise, daß sie alles gegenwärtig haben Es ist ihnen einfach alles bekannt, sie umschließen es, für sich da etwas >u verlangen, ist eigentlich eine große Unverschämtheit — aber was bleibt uns sonst hier unten übrig? Was Heißt: unten, unsere Masse gelten für die Unendlichkeit gar nicht. Während ich derartiges in ineiner armseligen Gehirnwerkstatt übersegte, sah ich fortwährend zum dunkler werdenden Nachthimmel auf. . Es ist keine rechte Art zu sagen: Der Du bist im Himmel — er ist dach überall — zu fordern: Zu uns komme Dein Reich — wir sind stets mitten drin, und es ist immer da — zu bitten: Dein PZllle aeschehe? Es gibt gar keinen anderen! Ich umsaßte den Birkenstamm. rüttelte ihn hin und her, und er schwankte oedilldiq ein wenig, es war wie geaenfeit'ges Händeschütteln • Leicht und wohl im Gemüte fuhr ich meinen Schubkarren über das jeden Laut verschlingende, nun schneebedeckte Gras, das samtene, fnürbare Finsternis unter mir geworden war, die sich von selbst erhellte, dem Hause zu So ober so. es wird mit der Birke und mir und allem richtig werden, es ist schon alles recht. Die Birke. Von Walter v. Molo. Als ich mit meinem vollgeladenen Schubkarren vor der kahlen Birke ankam, um ihr zu helfen, war es Nacht geworden. Schnell kippte ich um, leerte die Erde aus und ebnete mehr nach dem Gefühle als nach dem Augenmaß mit der Schaufel die mich beunruhigende Einsenkung um den Stamm Nichts war weithin zu vernehmen, nur den von mir angerichteten fahlen Fleck sah ich im feucht niedergesunkenen, herbstlich entfärbten Gras, auf das die ersten Schneeflocken um mich niederwirbelten. Müde stützte ich mich an den nahen glatten und kalten Stamm einer anderen Birke An ihm empor blickte ich zum sternenlosen Himmel auf. Vielleicht wird es der Birke schaden, dachte ich, wird die Erde sie ersticken, die ich soeben um ihren Stamm gehäuft habe? Da jetzt die Säfte im Baum schwach sind, wenn nicht genug Feuchtigkeit zu ihr niederdringt, kann es ihr Abbruch tun. Fragend blickte ich zum verhängten Himmel auf, vor dem die zarten leeren Aeste über mir sich finster abzeichneten Dom Himmel und der Nässe, die er spendet, hängt alles ab, alles hängt vom Himmel ab Um jeden einzelnen Baum muß er sich kümmern, um jedes Gesträuch, um jeden Grashalm, weithin, um alles auf der ganzen Erde. Sonderbar, sagte ich halblaut vor mich hin und schüttelte meinen Birkenstamm ärgerlich und bewundernd, ihr alle treibt und vergeht, wie er es will Er kann sich doch gar nicht um jeden einzelnen von euch sorgen, in der Art, die wir uns oor- zustellen vermögen aber er tut es doch Nicht^nur mit jedem Tier und jedem Manschen, sondern auch mit den vielen unzählbaren Sternen und Sonnen und ihren Systemen tut er es in gleichem Maße, alles, einfach alles, auch alles, von dem ich nicht weiß, und das ist das meiste, hängt von ihm ab. Das kann man nicht fassen, aber ich spüre es Er kann nicht alle Wünsche hören, geschweige sich merken, jeder will etwas von ihm. vertraut ihm an, was er möchte, Kluges und Dummes, was ihm wirklich oder vermeintlich fehlt Er vernimmt es doch wohl, er weiß alles, er sorgt sich auch um meine Birke. Gott ober die Allmacht, oder die Ge- o ftrantfuiiii ers Gießen,!, n Quittung. 30,- daß er eine ungewöhnlich lange Wanderung hinter fich hatte Der Fisch trug an feinem Körper ein Metallplattchen auf dem die Worte „Zooloaifcher Garten Oslo. Nummer 133" eingeprägt waren Als man Erkundigungen bei der Direktion des Zoologischen Gartens von Oslo einzog, eraab sich, daß der Lachs tatsächlich von der Hauptstadt Norwegens ans feine Reise anaetreten und selbständig über 3000 Klometer im Meere zurückgelegt hatte. Er mußte die ganze Küste Norweaens entlanggefchwommen sein, dann die Barents-See erreicht und schließlich durch das ganze Weiße Meer den Fluß Wyg. der in dem südlichst-m Teil mündet, aefunben haben, nm hier dem Angelhaken eines Fischers zum Opfer zu fallen. C. K. Oer Kraftwagen nach dem Kriege von Dr. Emil Everling, Professor an der Techniken Hochschule Äerlim P schönste ist .Was wünscht du dir, Lenchen?" fragt Hans öJid) leise (ie schüttelt ratlos den Kopf. „Das Rotkäppchen '? eicht? Ober die Eisenbahn?" Die Eisenbahn?" Hans ist entrüstet. „Eisenbahn ! nicht für kleine Mädchen, die ist für Jungens h er .Damit kommst du ja doch nicht zurecht h fällt sie bestimmt immer aus den Schienen, und lirm kommt sie auch nicht auf den Berg, weil du 8' imcht genug aufgezogen- hast Dazu hast Du ia »n keine Kraft" Ich habe genau so viel Kraft nne du sagt das ?n,chen fest, und dies muß dem kleinen Bruder £r wahr erscheinen, denn er widerspricht nicht leicht ist das an einem jmfteren Tag einmal ichen ihm und dem Lenchen ausprobiert wor- r .Aber die Eisenbahn kannst bu trotzbem nicht Mummen", beharrt er. [8 bis 21 W gghtattu« Ilaria Theresia und Friedrich der Große proteflor Dr. h c Edmund Glase von Oorstenau Staaism nister a. O. Generalmajor im Oderkommando d r Wehrmacht „Warum nicht?" „Weil ich fie haben will" Das Lenchen ist nicht streitsüchtig und überläßt dem Bruder gern die Eisenbahn. „Ich kann auch ebenso gut das Rotkäppchen nehmen ." Sie stehen plötzlich noch einen Auaenblick und chauen. dann sagt das Lenchen plötzlich: „Wir müssen jetzt reingehen." Bist du ganz sicher, daß du das Rotkäppchen haben willst?" fragt Hans vorsichtshalber noch einmal. / - , , . _ . Sie nickt nur und ergreift ihn bei der Hand Gleich darauf stehen fie, beide im Laden und fchauen v-rtrauen^voll zu der 93erfänferin auf. Sie 'st schlank und groß und ganz hellblond, und das Lenchen denkt: ,£)b es vielleicht ein verkleideter Engel ifP" „Fräulein", sagt sie schüchtern, aber ganz ernsthaft, „wir möchten die Eisenbahn bestellen und das Rotkäppchen " Das Fräulein schaut in der Kinder ernsthafte Gesichter und ist einen Augenblick im Zweifel. „Ja" sagt sie schließlich, „für wen darf ich es aufschreiben „Für Hans und Lenchen." Nun lächelt das Fräulein und muß offenbar einen wichtigen G-banken zu Ende denken denn es acht zur Seite und sieht an den Kindern vorbei Dann kommt sie zurück. „Das genügt aber noch nicht" sagt fie. „ich muß euren anderen Namen auch wissen Wie beißt ihr denn noch?" .Ach das brauchst bu gar nicht zu wissen" erwidert das Lench->n. großzügig, „das kommt schon an Im vorigen Jahr ist es auch richtig anqekom- men " „3a. schon recht, — aber weißt bu, bas ist doch wegen dem Bezahlen'" Lenchen ist erschüttert von io viel Unverstand Beinahe mitleidig richtet sie die großen blauen Augen auf die Verkäuferin „Bezahlen?" lagt sie „Das braucht niemand zu bezahlen. Das bekommen wir doch vom Christkind " Und zuversichtlich ergreift sie des Bruders Hand und gebt mit ihm wieder aus dem Laden. Es war doch kein Engel, denkt sie, sonst hätte sie es wissen müssen. Sons mrb Lenchen stehen an einem großen Schauder und drücken ihre kleinen Nasen platt, sie sind .JäisdjenfhH' und in Anschauen versunken. denn f ir drinnen hinter der Glasscheibe ist em herunter» ' ‘l' llenes Stück aus dem Himmel zu sehen Aus n Weihnachtshirkimel! Da stehen Rotkäppchen und kr Wolf, io schön, als ob sie beide lebendig wären, in Schneewittchen mit Zwergen sitzt vor einer lütte unb auf einer Wiese ist eine Gänsemagd mit pulen Don einem Berg herunter kommt eine pmbabn und verschwindet spurlos in einem [irPIen Tunnel kommt plötzlich wieder hervor. Ft zwischen Bäumen und Bauernhöfen dahin kl krabbelt schließlich wieder auf den Berg, um kr dort ihre Fahrt von neuem zu beginnen. In h sowie! M in fp? ^von 2-5 i Von 9-111 ^bacb|pa iefeT^ her Stoid Me 3, ji, ir die Die^ für die $| für die 5täi muß M ;jkr y, Schuldfragen aufzuwerfen Was beide, der sein. W->ße und die' Oesterreicherin vollbrachten, war IHik- deutsche Schuld, sondern deutsches Schick- " Der Preuße hatte vom grimmigen Vater ein meisterhaft bezwang. Die Rollen waren, wenn man es so sehen will, gegenüber dem ersten Ringen ein wenig vertauscht. Mana Theresia gehorchte, politisch eher im Angriff als in der Abwehr, dem brennend schmerzhaften Gefühl, das goldene Schlesien zurück- geroinnen zu müssen, und nicht der Ueberlegung, sondern der Instinkt der Frau unb Mutter sagten ihr, daß mit dem Schicksal dieses Landes auch das Schicksal des Reiches für sie und ihr Haus entschieden wurde. Friedrich hingegen wußte, daß es diesmal, gegenüber der von seiner großen Gegnerin geführten Koalition, nicht bloß um eine Provinz, sondern um die Zukunft des ganzen Königreiches ging Eine entfcheidende Lösung durch die Waffen blieb so recht eigentlich in dem Kampfe aus, der im übrigen, ebenso wie die ersten Kriege zwischen den beiden, durch die Verquickung mit dem britischfranzösischen Ringen um Amerika und Indien, e i n richtiger Weltkrieg war Zwei große historische „Zufälle", der Tod der Zarin Elisabeth und der Sturz des älteren Pitt, hatten wesentlichen Anteil am Ausgang Es ist aber doch so: nur gegenüber einer Widersacherin vom Format der Oester- reichenn konnte sich der tödlich bedrohte Preußen- könig im Strahlenkranz so gewaltigen Heldentums der Mit- und Nachwelt erweisen. Dies gereicht auch den beiden Armeen zum Ruhme S&äJ 'kLK tbönlh.S fd)e ' 'd bolWi?q 53JÖ sei, der ihr Freude gemacht habe. Auch dieses Bekenntnis entsprach Gesinnungen friderizianischer Prägung. ' 4 So ist es denn ein Gebot jeglicher künftiger, wahrhaft großdeutscher Geschichtsbetrachtung: wer einer der beiden großen Führerpersönlichkeiten jener Tage gedenkt, wird es nicht mehr tun können, ohne sich auch der anderen zu erinnern, lieber gewaltige Klüfte hinweg reichen sich, was sie im bemnie getan hatten, im Denken der zum erstenmal Ünd endgültig geeinten Natron zwei wesensverschiedene und doch so daseinsnahe Gestalten unserer Geschichte die Hand wie der Preuße Friedrich und die Oesterreicherin Maria Theresia, diese zwei großen deutschen Menschen. bei den sogenannten Stromlinienwagen, die neuerdings vielfach angeboten werden. Eine Grundregel der Strömungslehre besagt nämlich, daß ein Körper nur bann von der Lust glatt umschlossen wird, wenn er an der Vorderseite möglich st gut gerundet ist. Bestnden sich aber vorn schon Vorsprünge, wie Scheinwerferkanten, freisteheirde, halboffene Kotflügel und dgl., so legen sich die Lustfäden nicht mehr glatt um den Wagenkörper. Sie reißen vielmehr ab und lösen sich in Wirbel auf. Dann kann aber auch das schönste, glatteste und schlankste Heck nach Art eines Flugzeugrumpfes oder halben Luftschiffs nicht mehr viel einbringen. Ist dagegen die „Schnauze" des Wagens schön rund und glatt, vermeidet man auch die Vorsprünge an den Seitenwänden, wie Fensterrahmen und Türgriffe, dann schmiegen sich die Lustfäden. wie bei einem neuzeitlichen Flugzeug, überall gut an und folgen zur Verjüngung des Hecks nahezu bis zur hinteren Spitze oder Schneide. Die Folge ist, daß die meisten handelsüblichen „Stromlinien" nicht viel -weniger Luftwiderstand haben als ein gut gestalteter Wagen herkömmlicher Bauart, wie etwa der bekannte Opel Olympia. Solche Formen sparen daher nicht so viel Benzin ustd steigern die Höchstgeschwindigkeit nicht so erheblich, wie es bei wirklicher Luftwiderstandsvermm- berung möglich ist. Diese wirkt sich erst bei höherer Geschwindigkeit aus. Daher ist die Meinung entstanden. das müßte so sein. Die erwähnten For- fchungswagen zeigen aber daß man schon bei schneller Straßenaeschwindigkeit, etwa 50 km/h, erheblich an Brennstoff sparen kann unserer Grenzen, gezeigt, wie nützlich es märe, m i t weniger Kraftstoff auszukommen, R e i fe n v e r schl e i ß zu vermeiden und den Motor zu schonen. Hat der einzelne bisher, der übernommenen Modeform des Kraftwagens zuliebe, höheren Aufwand für Benzin in Kauf genommen, so wird er künftig bereit sein, sich auch mit einer ungewohnten Gestalt zu befreunden, falls sie nur im Verbrauch wirtschaftlich ist. Denn wenn er für eilte bestimmte Strecke nicht viermal, sondern nur dreimal tanken muß, so spart er nicht nur so viel Geld, daß er davon seine Garagenmiete laufend zahlen kann, sondssrn auch den Aufenthalt des Tankens; das bedeutet aber, in Strecke umgerechnet, einen Vorsprung von etwa 20 Kilometer. Außerdem braucht ein Motor, der weniger Benzin frißt, auch entsprechend seltener Del und Wortung, weil er ja nicht so stark angestrengt wird. Schließlich gestattet eine wirtschaftlich zweckmäßige Wa- genform. die gleiche Höchstgeschwindigkeit mit etwa zwei Drittel der Motorleistung zu erzielen. Da nun die meisten Käufer fragen: Wie schnell ist der Wagen?, so kann man ihnen die gleiche Geschwindigkeit bei einem günstig gestalteten Fahrzeug mit wesentlich schwächerem, also billigem Motor anbieten. nieningl illlW i I $r einigen Wochen rundeten sich zwei Jahr- Serie seit der Thronbesteigung Mana The- ii| a s. und in diesen Tagen wetden es 160 Jahre [n seit Die große mütterliche Fürstin - „bei [bin für eine so lange Reise recht schlechten Wet- — m die Ewigkeit hinübergeschlummert ist. Ad Das Jahr zuvor hatte sie, im Kampf um das Husche Erbe mit Dem alten Fritz einen letzten jsiuh, allerdings auf diplomatischem Boden, aus- Men und mit dem „garstigen Manne" hinter w Rücken ihres Sohnes Briefe gewechselt, um Den Willen des Kaisers und Mitregenten iw neuen Bruderkrieg hintanzuhalten Unb |ieb r i d) her Große der fie schon in feinem |nment von 1768 eine Frau genannt hat. in ber |r sehr wohl „einen großen Mann erblicken jf?" rief ihr nun ins Grab die oft zitiertenMorte 1 „Sie hat ihrem Thron Ehre gemacht unb p[i ganzen Geschlechte, ich habe mit ihr Krieg Mitt, aber ich bin nie ihr Feinb gewesen " »efer Ausspruch bes alten Königs kennzeichnet jjEragöbie jener Epoche deutscher Geschichte bes- jjcls es dicke Wälzer zu tun vermöchten: daß U beiden B e ft e n d e r Nation aus unbewegbarem inneren Pflichtgebot einander ein Men- Malter als Gegner gegenüberstehen mußten k ft aber zugleich der verläßlichste Wegweiser Die vielverschlungenen Pfade geschichtlichen ^uens hinweg, ein Wegweiser hurch das Dickicht sichtlicher Betrachtung, das allenthalben wuchern jEte, ehe die Schöpfung des Großdeutfchen Rei- M den Blick ins Land einer unbefchwerten. tn WTiefen ber beutfchen Seele wurzelnden Erkennt- Ärreigab Nun ist bie Stunde da, die es erlaubt, Mlekennen baß bie Vorsehung mit Friedrich und Heia Theresia in schicksalhafter Zeit zwei Men- refia nahm bas Bündnis mit dem Erbfeind ihres Hauses keineswegs als seelisch tiefgreifende Ange- legenheit, eher als Last, wie es Friedrich der Zweite zwanzig Jahre früher zeitweilig auch tat. Dennoch hat Roßbach den Preußenkönig so recht erst zum deutschen Helden emporgehoben. Nun brauchen wir mit ber Meinung nicht zurück.zuhalten, baß bie Oesterreicherin bennoch auch nach Roßbach eine wahrhaft oorbilbliche beutsche Frau geblieben ist. In ber inneren Politik war Friebrich der erste Diener des Staates; Mana Theresia ihrem Lande gegenüber vor allem bie fraulichste aller Mütter, jener regierte mit ber Staatsräson des aufgeklärten Absolutismus, dessen glänzendster Vertreter er war Die kaiserliche Mutter nannte ihren Sohn, der es dem Preußen aleichtun wollte, zu Zeiten eine „Geisteskokette" und waltete ihres Re- gentenamtes, wie sie ihres Amtes als Mutter waltete in ihrer vielköpfigen Familie. Trottdem gingen gerade die innerpolitischen Wege in ihrer Grundhaltung bei aller Verschiedenheit der staatlichen Organismen weitgehend parallel mit denen bes großen Königs und die Erfolge ber Kaiserin waren, an ber Spröbigkeit bes Materials gemessen, nicht wesentlich geringer Am Enbe ihre^ sozialen Wirkens steht eine fälschlich bem Sohne zugeschriebene, urtümlich beutsche Tat, ber erste Schritt jur großen Bauernbefreiung den sie früher Jat, als irgendein Gewalthaber ihrer Zeit. Sie royfbe als Frau geboren unb konnte bem großen Gegner im Felde nicht selbst entgegentreten (wie sehr sie es auch in hinreißendem Harn ein ober bas andere Ma! heraufbeschwor). 2Ityr‘als sie tn alten Tagen bie Leitung bes Heeres schweren Herzens ihrem Sohne überließ, geschah es mit ber Bemerkung^daß ■ **— ' ttge Zweig ber Staatsgeschäste gewesen Freude gemacht habe. Auch dieses Be- Rein menschlich war die Kaiserin mehr deutsch litt - Bewußtsein als ihr großer Gegner. Die Anerken- es der einzig nung, daß jemand em ehrenhafter deutscher Mann sei, konnte jnart aus ihrem Munde unvergleichlich öster vernehmen als aus dein des großen Friedrich. in bie deutsche Verganaenheit gestellt hat, die [eaneinanber kämpfen mußten und beren Größe Ihrem Heere hat sie mit Ausstrahlung bis in den Bünbniskrieg 1914/18, bie beutsche Dienstsprpche festgesetzt, mit ber es bis bahin in ber schon fecty buntscheckigen Armaba nicht zum besten bestellt war. Als sie, bei Dettingen, allerdings vergeblich um das deutsche Elsaß focht, jubelte ihr bie Natiwa zu. Im Siebenjährigen Kriege rocyibte .sich daniMhohl bas Blatt. Die Koalition von Versailles war Ebenso eine Frucht Der Kabinettspolitik wie bas Abkommen von Westminster. Sie bot aber dem genialen königlichen Feldherrn die Möglichkeit, Frankreich bei Roßbach, im Herzen Deutschlands, zu schlagen. Maria The- zeuge so aussähen, könnten jährlich Treibstoffe im Werte von etwa zwei Millionen Reichsmark gespart werben! Sobalb bie Verkleidung vernünftig gestaltet ist unb nicht mehr, wie bisher, ein Drittel ber Leistung roieber wegbremst, wäre es natürlich ein wirtschaftlicher Unfug, bem Durchschnittskäufer stärkere Motoren 'als 35 bis 40 PS anzubieten D gesteigert durch die Beigabe eines sorgfältig cjji gewählten, zeitgenössischen Bildmaterials. Die r>w artige Darstellungssorm ist, vor allem für den H zähler oder Dramatiker selbst, nicht ohne aber auch — angesichts einer zunehmenden z» griffe- und Stilverwirrung, wie sie am bedenk^ sten aus dem Stoffmangel der Filmproduftion!«» selber Soldat gewesen, die sunge, aufstrebende Bru- dernatiün galt ihnen lange Zeit als Vorbild. Andererseits verfolgte man in Japan lange mit Sympathie diese Entwicklung der chinesischen Erneuerungsbewegung, aber die endlosen chinesischen Wirren brachten Japan zu dem Entschluß, selber Ordnung auf dem Festland zu schaffen, wobei es notwendigerweise in den'* schärfsten Gegensatz zu dem chinesischen Nationalismus geraten mußte, der keine weiteren Einschränkungen der chinesischen Staatshoheit ertragen wollte. So steht m diesem Kriege das fortschrittliche China gegen das fortschrittliche Japan und Lily Abegg stellt die entscheidende Frage, ob es dem von der Welt fast ganz abgeschnittenen West-China Tschiangkaischeks gelin. gen wird, sein Ziel der Erneuerung Chinas zu erreichen oder ob der japanische Lehrmeister seine Verantwortung auf ganz China ausdehnen muß. Eine Prognose ist heute noch schier unmöglich. Im- merhin gewinnt man aus Lily Abeggs Buch ein von der landläufigen Meinung in manchen Punkten abweichendes sehr eindrucksvolles Bild der außerordentlichen Anstrengungen der Tschungking- Regierung auf allen Lebensgebieten, namentlich auch in sozialer und volkserzieherischer Hinsicht, um die Chinesen aus ihrer Lethargie zu rütteln und durch eine nicht nur in den Aeußerlichkeiten stecken blei« benbe Erneuerung in ihnen Nationalgefühl und Widerstandswillen zu stärken. Man erhält auch aus den Schilderungen Lily Abeggs von ihren viel- fachen Reisen hinter die japanischen Fronten einen Begriff von den unendlichen Schwierigkeiten, mit zens, die Mut und Vertrauen weckt, well es an die schwierigen Dinge dieses Lebens mit !?n ; alles besiegenden guten Willen herantritt und tin * * Br ben Schatten niemals bas Licht vergißt. Wir läuft 1 einen Namen machte. Der Jagbeinsitzer Mester- jchmitt 109 hat feine hervorragenden Flugeigenschaften bei allen Kämpfen in diesem Kriege genügend bewiesen. In seiner Weiterentwicklung hat das Flugzeug noch erhebliche Verbesserungen erhalten. Gerade bei den Kämpfen Jäger gegen Jäger ergab es sich, daß man die Me 110 heute als das beste und das schnellste Jagdflugzeug der Welt be- zeichllen kann. A „„ Die Me 110 ist ein einmotoriges Zerstörer-Flugzeug. Es hat eine Besatzung von zwei Mann und gegenüber der Me 109 eine wesentlich größere Reichweite. Aus dieser Reichweite ergibt sich auch die Aufgabe dieses Zerstörers: Nicht nur den Feind von den Grenzen zu halten, sondern auch ties in Feindesland einzudringen und dort seinen Auftrag zu erfüllen. Die Me 110 ist mit mehreren Kanonen und Maschinengewehren schwerbewaffnet. Sie hat sich bei all ihren Einsätzen hervorragend bewährt. Sie ist den schnellsten feindlichen Jägern ebenbürtig. Ihre enorme Steigfähigkeit erlaubt es ihr in wenigen Minuten schon die 5000-Meter-Grenze zu übersteigen. Dieses wie ein Jäger schnelle und wendige Flugzeug kann neuerdings auch als Bombenflugzeug eingesetzt werden. Durch eine sinnreiche Konstruktion können am Rurnvse dieser Maschine Bomben von erheblichem Kaliber angebracht werden, die es auf weitere Strecken mitführen und dank seiner Bewaffnung und Schnelligkeit von feindlichen Jägern ungehindert ans Ziel bringen kann. _ „ , , , Gerade jetzt, wo die deutsche Luftwaffe in sehr starkem Maße ihre Angriffe gegen die Rüstungszentren Englands fliegt, ist die industriernä- ßige Herstellung schneller unb leistungsfähiger Flugzeugtypen von größter Wichtigkeit. Ein Rundgang durch die Werkstätten und Montagehal- len eines der Messerschmitt-Werke gestattet einen Einblick in den Produktionsgang der serienmäßigen Herstellung. In den riesigen Werkhallen werben unter weitgehender Verwendung von automatischen Werkbänken die einzelnen Zubehörteile hergestellt. In ben technischen Werkstätten erfolgt der Bau der hochempfindlichen, technisch vollkommenen Apparate und Meßgeräte. In großen Montagehallen ist ein Heer von Arbeitern mit dem Zusammenbau der Flügel und Rümpfe, dem Einbau der Motoren und Waffen, der technischen Avparate unb Instrumente beschäftigt. Nach einer Prüfung aller Teile, Geräte und Motoren und dem Einschießen der Waffen, erfolgt durch besonders bewährte Piloten das Einfliegen der Maschine. Hierbei muß sie be- weisen, ob sie allen an sie gestellten Anforderungen genügt und ob das Material von einwandfreier Güte ist. Erst nach dieser Kontrolle ist sie front- fähig. Die große Leistungsfähigkeit der deutschen Flugzeugindustrie, die erstklassige Qualität der Ma- schinen unb des Materials unb das hervorragende Können und der Schneid unserer Piloten und Flugzeugbesatzungen sind die Garanten dafür, daß Deutschland die erste Luftmacht der Welt ist und bleibt! Herrn Liebeneiner. Verlag Eugen 6ilitb Heilbronn. Preis geb. 1,60 RM. — (179) — S fes Büchlein des bedeutenden Tübinger Philosopfn ist ben Kämpfern in der Heimat gewidmet. Gsi| W von jener schlichten und stillen Fröhlichkeit des fo Berlin, 6. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Angriffe der deutschen Luftwaffe gegen England gaben uns Veranlassung, einem der bekanntesten Flugzeugwerke Deutschlands, der Messerschmitt A. G., einen Pesuch abzustatten und uns von seinem Leiter und genialen Chefkonstrukteur Professor Messerschmitt einiges über den Aufbau und die Aufgaben des Werkes unb die Entwicklung unb Fabrikation feiner bekannten unb tausendfältig bewährten Flugzeugtypen erzählen zu lassen. Dabei hatten wir gleichzeitig Gelegenheit, eines der großen Messerschmitt-Werke in Süddeutschland ein- gehend zu besichtigen und uns von der außerordentlichen Höhe der Probuktionskapazität dieser Flugzeugwerke zu überzeugen. Die Messerschmitt 21. (3. ist hervorgegangen aus dem in 1923 gegründeten Ude t-Flugzeug- bau, der später von ben 1926 entstandenen Bayerischen Flugzeugwerken äbgelöft wurde. Diese Werke, die 1938 in Anerkennung der großen Verdienste ihres Chefkonstrukteurs in M e s s e r s ch m i t t A.G. umbenannt wurden, haben einen wesentlichen Anteil an dem schnellen Aufbau der jungen deutschen Luftwaffe. Besonders der Jagdeinsitzer Messerschmitt 109, der heute unbestritten als bester unb schnellster Jagdeinsitzer der Welt gilt, ist der Standard-Jäger der deutschen Luftwaffe. Mit diesem Flugzeug, mit dem die Moelders, Wick und Galland so überragende Erfolge erzielten, riß der junge Flugkapitän Wen- bei den absoluten Geschwindigkeitsrekord an sich. Beim Feldzug in Polen wurde auch der zweimotorige Zerstörer Messerschmitt 110 eingesetzt, der sich als geradezu hervorragendes Kampfmittel erwies. Es fei nur an die erste große Luftschlacht in der Deutschen Bucht erinnert, wo von Messerschmitt • Flugzeugen nicht weniger als 36 modernste Wellington-Bomber abgeschossen wur- den. Erwies sich an der Nordsee bas Messerschmitt-Flugzeug als absolut sichere Abwehr-Waffe gegen feindliche Bombenangriffe, so waren die Messerschmitt-Jäger im Westen ihren Gegnern vom — .Das Reich, Idee und Gestalt, Festschrift für Johannes Haller zu seinem 75. Geburtstag. Herasgegeben von Heinrich Dannenbauer und Fritz Ernst. Verlag I. G. Cotta, Stuttgart. Preis in Leinen geb. 12,50 RM. — (208) — Zu einer Ehrung des bedeutenden Tübinger Historikers, der vor dem Welkrieg auch einige Jahre an unserer Gießener Universität gelehrt hat und sich durch eine Reihe mutiger politischer Schriften wie „Die Aera Bülow" uno wesentlicher historischer Werke wie „Die Epochen der deutschen Geschichte", „Tausend Jahre deutsch-französischer Beziehungen" und „Das Papsttum" auch weit über den Kreis der gelehrten Welt hinaus sich einen Namen gemacht hat, haben sich hier Fachgenossen, Freunde und Schüler vereinigt, die ihre den verschiedensten Zeiten angehörenben und den verschiedensten Gegenständen gewidmeten Auftätze doch alle unter einen bestimmenden Gedanken gestellt haben: Das Reich. Das zeichnet dieses Sammelwerk vor Dielen ähnlichen Publikationen aus. Und vielleicht ist es die Aufgeschlossenheit unserer bewegten Zeit für historische Entwicklungen und Wandlungen, oaß wir in manchem dieser Auft sätze, so fern uns das in ihnen behandelte Thema zu liegen scheint, eine ungeheure Aktualität spüren, ohne daß uns diese von ben Autoren besonbers nahegebracht wäre. Das gilt — um nur einige Beiträge herauszugreifen — von dem fesselnden Aufsatz bes Frankfurter Historikers Matthias Geizer über die Anfänge des römischen Weltreichs und'den Ausführungen bes Grafen Schenk von Stauffendera über ben Reichsgebonken Konstantins nicht minder wie für ben Aufsatz bes Berliner Historikers Robert Holtzmann (ebenfalls früher in Gießen) über bte Jtalienpolitik ber Me- rovinger und bes Königs Pippin, für bie Arbeit „Der Reichsgedanke zur Zeit ber Karolinger", bie ber Wiener Altmeister ber mittelalterlichen Ge- benen die japanischen Armeen in d?n von Ihnen besetzten chinesischen Gebieten zu kämpfen haben, in denen die Bevölkerung, soweit sie nicht wie bie meisten begüterten und einflußreichen Kreise nach Westen abgezogen ist, durch immer wieder austretende nationalistische Propagandisten und irreguläre Truppen Tschiangkaischeks in ihrer passiven Resistenz gegen die japanische Besatzung bestärkr wirb. Aber Lily Abegg läßt sich keineswegs zu voreiligen Schlüssen verleiten. Sie sieht sehr wohl die außerordentlichen militärischen Machtmittel, die trotz äußerster Anspannung doch sehr großen wirtschaft- lichen Möglichkeiten, bie weltpolitische Situation Japans uno verkennt auch telneswegs die starke sittliche Kraft, bie Japan für feinen Ordnungsge- danken einzusetzen hat. Mit warmem Gefühl schil- bert Lily Abegg ben inneren Umbruch im chinesischen Volke, aber sie sieht auch klar alle Schwierigkeiten und Wiberstänbe, die in der Natur des Chinesen liegen und aus ber Abdrängung auf die westlichen Provinzen erwachsen. Besonders festelnv sind die Persönlichkeiten Tschiangkaischeks und Wangtschingweis charakterisiert und der Kreis der führenden Männer und Frauen um die beiden Widerparte der chinesischen Erneuerungsbewegung geschildert. Ihre Darstellung ist bei aller sachlichen Begründung ungemein lebendig und plastisch. So kann man sich keinen interessanteren und zuverlässigeren Führer durch das Labyrinth der ostasiati- fchen Probleme wünschen als dieses Buch Dr. Fr. W. Lange. Wnas Erneuerung. — Dr. Lily Abegg: Chinas Erneuerung. Der Raum als Waffe, mit zahlreichen Bildern und Rattern Preis in Seinen gebunden 7,50 RM. Sozietäts-Verlag Frankfurt am Main — (113) —Wir haben schon mehrfach auf dieses Buch hingewiesen, weil seine Verfasserin uns zu ben bestunterrichteten Kennern der verwickelten Verhältnisse Ostasiens zu gehören scheint. Ihnen kann man nicht allein von der politischen oder .wirtschaftlichen Seite her beikommen. Wer das tun wollte, bliebe an ber Oberfläche haften. Lily Abegg, bie als Rorrefponbentin ber „Frankfurter Zeitung" jahrelang in Japan unb bann auf b-em chinesischen Kriegsschauplatz bie Gelegenheit genutzt hat, bie Probleme Ostasiens zu erforschen, ist ben tieferen Grünben bes chinesisch-japanischen Konflikts nach- gegangen unb findet bie Wurzel bereits in einer Zeit, als Japan von bem kulturell bamals weit überlegenen China besten Kultur empfing, bie bie Japaner als Ueberfrembung zu empfinben begannen, als sie sich ihrer ^eigenen Kraft bewußt wurden. Aus dieser Zeit, in ber ber bemokratischen Be- amtenhierarchie in China ein mittelalterlicher Feu- batftaat in Japan gegenüberftanb, blieb ben Chinesen bas Gefühl der kulturellen Ueberlegenheit, bas sie heute noch auf bie Japaner herabsehen läßt, ohne zu bemerken, baß die große Erneuerungsbe- mepmg um die Mitte des vorigen Jahrhunderts aus Japan einen modernen Staat gemacht hat, der trotz ipan<)er Reibungen unb Unausgeglichenheiten doch im Großen gesehen es verstanden hat, alle ihm wesentlich dünkenden Errungenschaften der westlichen Zivilisation wie Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Milikärwesen in die eigene tief im Völkischen gegründete und hieraus auch immer wieder neue Kräfte schöpfende Kultur einzubauen. Auch China mit dieser durch die westlichen Anregungen bereicherte Idee zu durchdringen und damit die mehr als 400 Millionen des chinesischen Volkes und die ungeheuren wirtschaftlichen Möglichkeiten des chinesischen Raumes der modernen Entwicklung zu er- schließen, ist die höhere Jde^ in dem Kampf, den Japan auf sich genommen hat, weil es der Meinung ist, daß sich nur ein großer Block der ost- asiatlschen Völker im Kampf gegen die weiße Welt behaupten könne. Auch ber chinesische Nationalismus, ber »von Sunjatsen begründet wurde und heute in Tschiangkaischek seinen Führer sieht, will die Erneuerung Chinas, aber er sieht sie als Ziel eines revolutionären Freiheitskampfes und lehnt bie japanische Führung ab. Die Führer des fort- schrittlichen Chinas haben zu einem guten Teil in Japan ftubiert unb finb bort wie Tschiangkaischek Durch den Krieg hat sich auch Deutschlands Stellung in ber Welt so grundlegend geändert, daß wir es nicht mehr nötig haben werden, mit Rücksicht auf bie Ausfuhr über den großen Teich zu schielen. In Amerika, wo Del und Benzin fließt, mag man sich darüber streiten, ob das „Gesicht" eines Wagens wie ein Palästinahaus oder wie eine Rubens- sche Damenfigur aussehen soll, damit man möglichst Diel Betriebsstoff oermenbe. Wir Deutsche können ber Wett jetzt die Früchte unseres eigenen Geistes anbieten, unb ber schafft nicht süßlichen Jugend- (til, sonbern auch im Fahrzeug strenge-, klare Linien, ebenbürtig ber Willensarchitektur in den Städten unb Straßen Abolf Hitlers. Typ Moräne, Curtiß, Hurricane und Spitfire stets überlegen. Das geistige Schaffen der Messerschmitt-Werke spiegelt sich nach außen hin In der Zahl und in ber Art ber dem Unternehmen gehörigen Patente, lieber nicht weniger als 70 deutsche Patente ver- fügt heute die Messerschmitt A.G. Während wett über 300 angemeldete Patente sich noch in Nachprüfung befinden. Diese Erfindungen beziehen sich auf bas Gebiet ber Konstruktion, auf Aero- bnnamit, Fertigung, Meß- unb Waffentechnik usw. Auf dem Gebiete ber Aerobynamik hanbelt es sich vor allem um Erfindungen, bie sich mit ber Steigerung bes Auftriebes unb ber Erhöhung ber Kippsicherheit befassen, ferner um Verbesserungen ber Steuerung unb ber Flugleistungen. Aus ber Fülle ber Erfindungen mag vor allem ber (5 i n I) o l m • flügel genannt fein, besten Konstruktion eine größere Trägerhöhe unb einen größeren Flügelinnenraum mit sich brachte. Die S ch w i n g u n g s« sicherheit ist ein befonberes Merkmal dieser Flügelbauweise, mit ber auch festigungs-technische Vorteile oerbunben sind. Zu den bahnbrechenden Erfindungen der Werke gehört weiter das Ein - b e i n s a h r w e r k, die das Einziehen des Fahrgestells erleichtert und größere Geschwindigkeiten ermöglicht, sowie die Rumpfschußbauweise, deren Vorteile fertigungstechnischer Natur finb. Die aus Leichtmetall bestehenben Rumpfteile, bie links unb rechts elngebörtelte Spanten besitzen, können schußweife aneinanbergefügt werden. Weiter verdient der endlose Patronengurt hervor- gehoben zu werden. Die Messerschmitt 108, 109 und 110 sind Flugzeugtypen, die als Ergebnis einer jahrelangen Forschungsarbeit des Erfinders alle Vorzüge und Vorteile in sich vereinen. Niedriges Baugewicht, höhere Festigkeit und Geschwindigkeit bei geringer Motorenstärke. Die Messerschmitt 108 ist das unter dem Namen „Taifun" bekannte Ganzmetall-Kabinenflugzeug, das bei Flugveranstaltungen in allen Teilen der Welt größte Erfolge erzielen konnte und sich sich auf die vermeintliche Dummheit des Käufers am Ueberlie-ferten kleben, daher unnötig hohen Widerstand haben und ein Drittel bes Kraftstoffs unnütz vergeuten. Die Industrie wird es nach bem Kriege auch gar nicht mehr nötig haben, die Anklänge an Ine Entwicklung bes Kraftwagens aus ber Pferdedroschke beizubehatten. Sie wird vielmehr chre Fahrzeuge nach Jngenieur-Erkenntnisten zweckmäßig gestalten können. Denn nach dem Kriege wird eine solche Nachfrage nach Kraftwagen herrschen, baß auch ungewohnte, aber technisch richtige Formen sich verkaufen lassen. Die Run- denmasse wird dann rasch bie Vorteile für ihren Geldbeutel erkennen und sich um so leichter daran gewöhnen schichtsschreibung Msons Dopfd) beigesteuertfo nicht minder für die Beiträge aus der neueren schichte wie den des Stuttgarter Professors Göring über Deutschland, Oesterreich unb :15 Haus Habsburg ober ben Aufsatz des Gieß^, Professors Kurt Borries über eine Episode Iln welthistorischer Bedeutung aus dem italienifa,. Freiheitskampf 1859, die auch auf das Problem Einkreisung interessante Schlaglichter wirft, Cfr schließlich die bis in unser eigenes Erleben himj ragende Untersuchung des Innsbrucker Prosts Reinhard W i 11 r a m über das Reich unb die kl tischen Deutschen. Diese bei aller Wissenschaft!!^ ; Sachlichkeit doch durchaus gegenwartsnahe !F fchichtsschreibung, wie sie in den hier zusanMi-, I getragenen Aufsätzen sich äußert, verdient auch i^r bie fachlich interessierten Kreise hinaus rege y 'r teilnahme. Dr. Fr. W. Langt j fR — Rolf Lauckner: Bismarck. Der jd zum Reich. 223 Seiten mit 93 Abbildungen. Pcw,^ N banb 3,80 RM. Verlag F. Bruckmann, mündhJ E — (240) — Lauckner, als Dramatiker feit bekannt, hat schon in seinen letzten Büchern ,jg| ER Leben für ben Staat" (Friebrich ber Große) „Preußische Liebesgeschichte (Prinz Wilhelm 4 Elisa Rabziwill) ben neuen Stil erprobt, der qj bas jüngste, bereits verfilmte Buch auszeichnet: vereinfachte Drehbuch als Lesebuch, der Film t||- Lektüre, so könnte, wenn es nicht parabor iw ber von Lauckner zum Prinzip erhobene SJerw genannt werben. In „Bismarck" gibt er in om kurzen, volkstümlichen, anekbotifch gespitzten W . — ------------——J t ten uns benken, baß gerade zum Weihnacht! : dies anmutige und nachdenkliche Büchlein man.fti] eine willkommene Gabe für eine Stunde stiller kk! finnung fein wirb. Fr. W. Lanxr. ! — Walbemar Vonscls: Di e k l in gerbt Schale. Märchenbilder und Traumgestatten. 8- bunben 4,80 RM. (Deutsche Verlags-Anstalt, SÄ gart-Berlin.) — (192) — Nächst feinen Tier- Walbgefchichten hat sich Waldemar Vonsels mit n H fo sehr die Liebe feiner ßefergemeinbe erworben w mit jener Art des ihm eigentümlichen, poefwcCtt, von Witz und Ironie durchleuchteten Märchis. dessen Inbegriffs die „Biene Maja" ist Aus ditj« Geiste stammt fein neues Buch. Doch nicht nn „Märchenbilder", sondern auch „Iraumgeftadn* verspricht uns der Dichter, und so setzt er neben te naiv fabulierte Phantasiestück einen Lobgesang as die Natur, neben die einfache Legende eine so nr- finnige Erzählung wie die Titelgeschichte, bei iil bas Lauschen nach dem Sinn der Schöpfung iai bes von Menschenhand Geschaffenen den TonM bestimmt. Ein wohlüberlegter Aufbau ordne! üt Siebenzahl der Geschichten zum eindrucksviü» Sternbild: Die drei großen, bebeutungsfdjnwrr Phantasiestücke vom Moortinchen, von der Rlinr«- den Schale und vom Knaben am Meer bilden M sam eine Achse, um die sich die vier schlichteren « । heiteren Märchen symmetrisch reihen. Welchen 12 den Vorzug gibt — der lauteren Legende oom pich der Teja oder dem entzückenden Koboldmöich Klien —, das wird jeder Leser für sich entsäM Alle aber werden sie darin übereinstimmen, daß Natuxseligkeit unb Menschenliebe mit bichtechq* Abel unb Humor bie schönste Verbindung elnge-i* ' gen sind. — Heinrich Zillich : „Ärippe• ß üi und der Feuermann." Eine Geschichtc Kinder. Mit 4 farbigen Vollbildern und 30 (Hf Zeichnungen von Mariatheresia von Rebay. 1 Leinen gebunden 3,80 RM. Verlag Albert ßan^fl1 Georg Müller, München. — Im tiefen Wald fW bas Männlein Kripp-Kripp unb bie Wurzelig Lor-Lor ein frohes unb zufriebenes Leben. 6 zeigen auf bem Jahrmarkt ihre luftigen KM bas Männlein hat einen riefenlangen Bart, 0 bem es allerlei vergnügliche Posten treibt, und W Frau zerbeißt bie Nüfse, baß Die Schalen fM4 unb zerfchneibet mit ihrer messerscharfen Nase ceM was ihr in ben Weg kommt. Ihre Rinber, W Bürschlein Krippe-Lore unb besten Schwester Lst Krippe stellen so viel Unfug an, baß sie halb roetJ bafür bekannt finb. Krippe-Lore hält mit j* Jahren schon bie Spatzen zum Narren unb bifi-« ber Kuh ben Melkeimer an ben Schwanz. 21b a breijter er sich zeigt, in um fo größere FeinW gerät er mit bem Schlachter Feuermann, vor | schließlich Hals über Ropf mit seinem Freunde | sinke! in bie Frembe fliehen mu^ Die fröhLiA ; unb traurigen Abenteuer, bte sie beibe unter off ' zu bestehen haben, bis sie in ber großen Stab»' fangen und wieder nach Hause zurückgebracht Aus aller Welt in des Flugzeuges. Pilot chrmacht, der Partei, des Reichskommissars, der der kommissarische Staatsrat Hustad und zahlreiche Gäste waren erschienen. In den Eröffnungsreden ' wurde hervorgehoben, wie wichtig gerade bei den Die 5461 D 5384 A BrQhl'schen Druckerei 40 bUU HÄ W* Fell«" 09 fr«“' | s" Winterhilfswerk des Deutschen Volkes Der Kreisbeauftragte des Kreises Wetterau Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Vücher! G.A-Sport. Oer Fußballsonntag. 1900 — Dissenberg. Luftwaffe — Naunheim Watzenborn-Steinberg — DfB.-R. Wetzlar 05 — VfL. Marburg Sportfreunde Wetzlar — Burgsolms mW ? i/ fie b«i( funqswi'sen. Wenn ,n„nru zurütkfällt dann OCJäiiist fürbeide Wenn /lugen versagen Magnus-Brillen tragen! 5477 D Menschheit. Dtrette Landverbindung zwischen West- und Ost-Äorweaen. Oslo 6. Dez. (Europapreß.) Die Straße von Oslo nach Bergen, die erste direkte große Landoerbindung zwischen West» uiw Ost- Norwegen wurde nach Fertigstelluna der Teilstrecke bei G e i l a in 900 Meter Höhe eröffnet. Vertreter Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2977 A J. Frohn Marktp atz IV Lieferant aller Krankenkass O&WlS'OA* 71 51 ■Fr. IM Qt(t. Q 2*1 Nnii, ih.j V8« ,btt w i w !W|a ^Pnrobj. eiWni d «'bi tr i- 5 Mph reigfUi5 ' .fridll"'1' Stadttheater Gießen Intendant: Hans Walter Klein Sonntag, den 8. Dezember 1940, 18 Uhr — Ende 21 Uhr In neuer Ausstattung! Neuinszenierung! Der Vogelhändler Operette in 8 Akten von Karl Zeller Müsik.Leitung: Arthur Apelt- Spielleitung: Intendant Hans Walter Klein - Bühnenbild: Karl Löffler - Tanzleitung: Irmgard Trömel — Chöre: Nadine Galla Karten von RM. 0.90 bis 3.60, werktags von 10-13 Uhr, an Spieltagen auch von IG—17 Uhr, sonntags von 11 bis 12.80 Uhr an der Tageskasse Johannesstr. 8 (hinter dem Theater), Telephon 2980, im Schokoladen-Haus Huntemann, Seltersweg (während der Geschäftszeit) und an der Abendkasse. * Nach her Niederlage der Steinberger am ver> gangenen Sonntag werden sie alles daransetzen, um nicht durch eine weitere Niederlage aus der Tabellenspitze ausscheiden zu müssen. Trotz der Formverbesserung des DfB.-R. wäre ein Unent» schieden cirf' Erfolg. Der knappe Sieg der Marburger auf eigenem Gelände hat Schwächen der Mannschaft offenbart Man glaubt daher njcht an einen Ersolg gegenüber Wetzlar. Die Sportfreunde haben die Gelhegenheit, vom Tabellenende wegzukommen, da sie durchaus in der Lage sein sollten, die Burgsolmser zu schlagen. 1900 — Vissenberg. 3m weiteren Verlauf der Spiele um die Kriegs* Meisterschaft empfangen die Blau-Weißen morgen Bissenberg. Dissenberg wird voraussichtlich fast mit der friedensmäßigen Besetzung antreten. Da auch die Platzbesitzer neben den in Urlaub befindlichen Spielern Schäfer und Kociok aller Wahrscheinlich« keit nach mit Lutter und Greven antreten, ist eben« falls eine Einheit zur Stelle, die weit über der seitherigen Besetzung steht Damit dürfte neben einem spannendem Kampf für die Blau-Weißen soviel Hoffnung vorhanden sein, daß das, Punkte« konto wieder einmal eine Bereicherung erfährt TDafocnbotn-Steinberg I — DfB.-R. Gießen I. Zu den interessantesten Treffen in der Bezirksklasse Gießen dürste das am morgigen Sonntag auf dem Platz der „Teutonen- zum Austrag kommende Meisterschaftsspiel zwischen der 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg und dem DfB.-R. Gießen zählen. Während die Gäste zu Beginn der Serie noch nicht richtig Tritt gefaßt hatten. konnten sie in letzter Zeit über die beiden Spitzenreiter Wetzlar und Naunheim Sieger bleiben, also gegen diejenigen Mannschaften, bei denen der morgige Gastgeber Sieg und Punkte lassen mußte. So haben die beiden morgigen Gegner je 2 Spiele verloren, aber auch Wetzlar und Naunheim sind nicht mehr ohne Verlustpunkte, so daß für die „Teutonen" und die Gäste aus Gießen noch nicht alles verloren sein dürfte. Beide Vereine werden versuchen, ihre stärkste Mannschaft auf die Beine zu bringen. IL Klasse. Rodheim — Hungen Daubringen — Lollar. Hungen hat, wenn es sich findet, die Möglichkeit selbst auf fremden Platz zu gewinnen. Die Frage, ob Daubringen in Wirklichkeit so spielstark ist, wie die Ergebnisse vermuten lassen, wird das Spiel beantworten. Der Ausgang ist vollkommen offen. ten, und die noch aufregendere 3aab nach Lore- xrippe Und ihrer Freundin Hop-Liesi, die auf der ßuchr nach den verlorenen Buben im Walde ver- chwunden sind und erst, nach mancherlei Not und Kummer unter einem großen Tannenbaum halb lingeschneit gefunden werden, dazu am Ende noch [ie Rettung des im Walde verunglückten Feuer- ncmn, mit dem sie dann für immer Frieden schließen; von all dem und von viel mehr noch erzählt ' Heinrich Zillich in dieser reizenden Geschichte, zu !ch tj ‘nbrutf * "eriaiz. g Jlem fürbe nicht' i sunehinru)^ ur am bite Itnproöu^ Hans Th^ hier. lsLäihch 'S Eugen x - (179). "nger W flemihnut; öhlichkeit te ie(ft, mü r. Leben; k erantiitt ui TL T 1 j von 3 bis 20 vom Hundert erhalten Sie .Nach lasse bei mehrmaligen Veröffentlichungen! Textil haus ßensbera&Co MaHctsfrasse 8 vanksparbücher fitimfparbüdifen Gießen, Plockstraße 14-16 5458 A GIESSI AM OSU/ALDSMTEN -CERNIL2U5/A6 5309 A Mäntel rMrysw Ifsron? 194041 Xtoslenloo hi furecben in Gieken: Hotel Möbel, Montan, 1). ez. von 8-lLllbr Lajana - Nacht- Crem Gebr. Imheuser am Markt l/t Topf RM, 1.80 »/, Topf RM. 2.00 Kleine Anielgen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat? Dar nm: flleinnn- teigen in die Hei- maUeitung, den BieöenerAnseiger famihendrucksachei Verlobungsenzeigen VermAhlungsanrelge, Oeburtianzeigen bei BrOhl. Schulstr.' Mr Freude an der ü'atiir M VmhMcler' den neuen Christbaumständer. Aber es mut» .Immergrün", der praktische Olas- C. ristbaumständer sein. . Immergrün* ist wirklich der Christbaumständer wie er sein soll. Er ist vollkommen aus G as und hat keinerlei Eisenbestandteile, hin Fest schrauben des Baumes ist nicht mehr notwendig, denn . mmererün* garantiert für einfachste Montage bei festem und sichere n Stand des Baumes Dabei b eibt der Baum, info'ge der Wasserfüllung, wo hemang frisch und das lästige Nadeln fäl t weg. Aber nicht nur der Chiistbautn, au<*h der Maienbaum hat hier seinen Platz ge unden, und im Sommer ist /dieser Christbaumständer die schönste Vase, die man sich denken kann, für giohe Blumen und gereicht lh«er Wohnung zur Zie.de. Kommen und sehen biel Mehr Milch, mehr Eier, hochbewertete Kaninchen durch die gewürzte Futterkalkmischung Der Opferfonntag so« ein tag Der Inneren ilnhehr unö eines wirklichen Opfere fein. Schöne Geschenke für Va ter und Sohn finden Sie im Hause ober beides auch in •guten Qualitäten und angenehmer Preiswürdigkeit. Geld für Hausbau oder Kauf In geeigneten Fällen sofortige Finanzierung durch Zwlscnenkredlt bei 30°/o Eigenkapital möglich. 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Atafianfertigung-Gaiantieichein Eugen Arei &b o., Stuttgart-,, (6cbclearüber soll hier einiges gesagt werden, zur Beherzigung für die verantwortlichen Sünder, zu Nutz und Frommen der Straßenpassanten. Daß die städtischen Müllautos und die Fahrzeuge des Ernährungshilfswerks den in den Haushaltungen aufkommenden Müll bzw. die Küchenabfalle aus den vor die Häuser gestellten Sammeleimern abholen, ist eine große Annehmlichkeit. Diel weniger ympatisch ist es aber, wenn manche Hausbewohner liefe Sammeleimer stundenlang nach dem Vorbei - ähren der Abholfahrzeuge auf dem Bürgersteige tehen lassen und sich auch nichts daraus machen, )ie entleerten Eimer noch bis in die Dunkelheit des späten Abends hinein oder sogar über Nacht vor der Haustür stehen zu lassen, lieber diese Sammel- eimer oder auch Schüsseln mit Schalenresten stolpern in der Dunkelheit die harmlos ihres Weges kommenden Passanten. Leider bleibt es oft nicht beim Stolpern, sondern es treten dabei auch Beschädigungen der Kleider, nicht selten sogar Prellungen und andere unerfreuliche Dinge an den Schienbeinen ein. Niemand wird behaupten wollen, daß man sich mit diesen Begleiterscheiungen im jetzigen Straßenverkehr eben abfinden müsse. Jedermann wird sicherlich mit uns der Meinung sein, daß Mülleimer und Schalen behälter in der Dunkelheit nicht auf die Bürger- fteige gehören, sondern bald nöglichst nach dem Entleeren noch bei Tage in die Grundstücke hereingestellt werden müssen. Wer bei der Erfüllung dieser selbstverständlichen Pflicht saumselig ist und dadurch die Gesundheit und das Eigentum anderer Leute gefährdet, ist nicht nur als gedankenloser Sünder zu bewerten, sondern er ist auch haftbar für jeden Schaden, der aus derartigen Nachlässigkeiten entsteht. Selbstverständlich wird sich, wenn Anzeige erstattet wird, auch die Polizei mit solchen Verkehrssündern beschäftigen. bemerkt werden kann. Wer als Wagenbesiher oder -lenker diese Sorgfattspflicht verletzt, ist nicht nur im Sinne der strafrechtlichen Bestimmungen straf- ällig, sondern er ist auch haftbar für den entstan- lenen Schaden. Diesen Sachverhalt mögen sich die Fahrzeughalter vor dem Abstellen ihrer Wagen auf öffentlichen Straßen und Plätzen immer vergegenwärtigen und die erforderlichen Maßnahmen treffen, damit sie selbst und andere vor Schäden bewahrt werden. • Daß die Fahrdämme unserer Straßen auch für die Radfahrer zur Verfügung stehen, ist selbstverständlich. Aber es ist ein Unding, die Fahrbahnen in der Dunkelheit bei Wettfahrten jugendlicher Radfahrer zu benutzen. Derartige unstatchafte Radlerei kann man nicht selten in der Dunkelheit im Seltersweg und auch in anderen vielbenutzten Straßenzügen bemerken. Dort sehen es jugendliche Radler als besondere Leistung an, mit möglichst forschem Tempo und viel Geschrei ihre Radwettfahrt durchzuführen, ohne zu bedenken, daß sie dabei eine Gefahr für die Allgemeinheit sind und sie selbst auch ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Besonders unangenehm fallen derartige Radfahrer-,Künste" in der Dunkelheit auf, wenn sie, wie z. B. im Sel- tersmeg, ausgerechnet in der Zeit des stärksten Verkehrs in Erscheinung treten, oder in dem Augenblick, wo Hunderte von Besuchern das Kino verlassen. Die unternehmungslustigen jungen Radler sollten sich vor Augen halten, daß die Straßen- sahrdämme nicht zu Wettfahrten während der Dunkelheit geeignet sind, Im übrigen auch am Hellen Tage dort keine Wettkämpfe ausgetragen werden dürfen. Wer gegen diese elementarste Verkehrsdisziplin verstößt, darf sich nicht wundern, wenn die Polizei ihn stellt und dann das dicke Ende in Gestalt eines kräftigen Strafzettels folgt. Ferner sollten die Radfahrer auch darauf achten, daß ihre Maschinen immer in vorschriftsmäßiger Weife beleuchtet sind, vor allem sollte es keinem Radfahrer einfallen, während der Dunkelheit ohne Licht zu fahren, wie man es gelegentlich immer noch feftftellen kann. Daß solche Sünder mit einem besonders gesalzenen Strafmandat zu rechnen haben, sobald sie erwischt werden, versteht sich von selbst. 4 Natürlich fehlt bei dieser Betrachtung auch „Seine Majestät" der Fußgänger nicht. Er sündigt eigentlich am meisten. Daß man an Straßenkreuzungen nicht schräg über den Fahrdamm gehen darf, fon- dern scharf im rechten Winkel von Bürgersteig zu Bürgersteig streben muß, ist schon unzählige Male gesagt worden, aber befolgt wird diese Vorschrift immer noch in sehr unzulänglicher Weise. Ebenso scheint es vielen Fußgängern noch nicht klar geworben zu fein, daß Radfahrerwege — auch am Selterstor! — nur für die Radfahrer bestimmt sind, aber nicht von Fußgängern benutzt werden dürfen. Wenn ein Fußgänger auf dem Radfahrerweg marschiert und dabei womöglich an» oder umgefahren wird, kann er sich nicht befragen, sondern er muß für sich noch mit allerlei Unannehmlichkeiten rechnen. Die Hauptsünde der Fußgänger aber besteht darin, daß für die meisten das Gebot „rechts gehen!" immer noch nicht zum ehernen Gesetz im Straßenverkehr geworden ift. Namentlich in der Dunkelheit sind Verstöße gegen die Forderung des Rechtsgehens vielfach sehr unangenehm. Prallen dann zwei ober mehrere Personen gegeneinander, so gibt es unerquickliche Auseinanbersetzungen, wenn nicht gar Beulen ober Schrammen. In einem solchen Falle kann man sich auch nicht etwa auf bas „Leuchtknöpfchen" am Mantel berufen; diese „Illumination" ist kein Freibrief für Sünben gegen bas Gebot bes Rechtsgehens, unb obendrein ist bas Leuchtknöpschen oft auch noch an ber verkehrten Seite angebracht, so baß ber entgegenkommende Fußgänger irregeführt wirb. Grunbfäßlich mutz jedermann immer nur rechts gehen, auch in der Dunkelheit! Mit dieser disziplinierten Haltung im Straßenverkehr dient er ber Gemeinschaft unb nicht zuletzt sich selbst. Dann hat er auch eine „starke Position", wenn ein Verkehrs, sünber auf ber falschen Straßensette ihm entgegen- läuft unb Grunb zu Beanstandungen gibt. Die Forderung, immer nur rechts zu gehen, sollten namentlich) auch unsere jungen Leute immer befolgen, denn gerade sie sind es, die am meisten gegen diese Derkehrsvorschrift verstoßen. Unb beim lieber- holen sollte man auch nicht durcheinander laufen, sondern stets an ber linken Seite bes Vorder- mannes vorbei nach vorne zu kommen ttachten. * Diese kleine Blütenlese von Sünden in der Dun» kelheit gibt hoffentlich allen Betroffenen Anlaß, bie wohlmeinenbe Ermahnung zu beherzigen unb künftighin mehr Sorgfalt unb Rücksichtnahme gegenüber ben Erfordernissen bes Straßenverkehrs zu be° kunben. Dann wirb kein Anlaß bestehen, etwa mit nachdrücklicheren Mitteln darauf hinzuwirken, daß unsere Straßen während der Dunkelheit nicht Wege mit vielen Gefahrenquellen sind. B. * Unbeleuchtete Fahrräder am Bordstein oder an der Haus wand angelehnt sind ebenfalls vielfach ein „Stein bes. Anstoßes". Wer in ber Dunkelheit schon einmal mit einem derartigen Hindernis auf dem Weg unerwünschte Bekanntschaft gemacht hat, kann es verstehen, daß gegen das leichtfertige Abstellen von Fahrrädern b»-? tätigte Beschwerde erhoben wird. Nickt nur W ahnungslose Fußgänger kann bei einer Derartige, unverhofften Aqrempelei Schaden erleiden, ai'ch tos Fahrrad wird durch Umwerfen auf die Fahri 1 aen?innen; habet braucht bas Umwerfen burchaus nicht auf Absicht oder, berechtigten Zorn bes überraschten Fußgängers xu beruhen. Fahrräder müssen beim A v - stellen auf ber Straße beleuchtet sein, ober man darf sie nicht herrenlos herumstehen lassen. Wenn eine ausreichende Beleuchtungsmöglichkeit an dem Fahrrad nicht besteht, muß es in der Dunkelheit von der Straße weggenommen werden. Unbeleuchtete Kraftwagen stehen auch nicht selten als peinliche Uederraschung der Fußgänger während der Dunkelheit im Weg herum. Sogar an Stellen, die von keinem Laternenlicht angestrahlt werden, wo es also stockfinster ist, kann man gelegentlich auf unbeleuchtete Kraftfahrzeuge ober andere Fuhrwerke stoßen, die leichtfinnigerweise ohne Licht abgestellt wurden. Es ist selbstverständlich, daß auch in diesem Falle eine erhebliche Verkehrsgefährdung für die Gemeinschaft besteht und ber Besitzer bes Fahrzeugs für dessen ordnungswidrige Abstellung verantwortlich ist. Jeder a b g e st e l l t e Wagen muß ausreichend beleuchtet sein, damit er von den Fußgängern in der Dunkelheit rechtzeitig der nächsten Periode. Eine Sonderzuteilung von Zucker. In ber nächsten (18.) Zuteilungsperiode, für die die Lebensmittelkarten in den nächsten Tagen aus- gegeben werden, find die Rattonen an Brot, Mehl, Fleisch, Schweineschlachtfett, Margarine, Käse, Quark, Vollmilch, Marmelade und Kunsthonig die gleichen geblieben wie in ber vorhergehenden Periode. Die Sonderzuteilung von Kunsthonig für alle Verbraucher fällt jedoch im nächsten Zuteilungsabschnitt wieder weg. Neu ist dagegen eine Sonderzuteilung von 500 Gramm Zucker für alle Verbraucher, auch für Kinder. Die normale Zuckerration von 900 Gramm bleibt daneben unverändert. Eine besondere Anmeldung für ben zusätzlich ausgegebenen Zucker ist nicht erforderlich; vielmehr lautet ber Bestellschein ber Zuckerkarte biesmal über 1400 Gramm statt über 900 Gramm. Weiterhin ist für alle Verbraucher, mit Ausnahme der Selbstversorger, eine Sonderzuteilung von 250 Gramm Hülsenfrüchten vorgesehen, bie bereits in biesem (17.) Versorgungsabschnitt vorbestellt worben finb unb demnächst auf ben Abschnitt N 28 bezogen werben können. Schon jetzt wurde festgelegt, daß auch für ben übernächsten (19.) Zuteilungsabschnitt, ber Mitte Januar beginnt, weitere 250 Gramm Hülsenfrüchte zugeteilt werben. Für bie gleiche Zuteilungsperiode im Januar ist auch eine Sonderzuteilung von 125 Gramm Reis I vorgesehen, für die eine Vorbestellung aber nicht erforderlich ist. Die Rattonen von Kaftee-Ersatz- unb 'Zusatzmitteln bleiben unoeränbert, ebenso bleibt für Normalverbraucher (mit Ausnahme ber Jugend- lichen bis zu achtzehn Jahren) die Möglichkeit bestehen, an Stelle von 125 Gramm Kaffee-Ersatz roieber 60 Gramm Bohnenkaffee zu beziehen. Auch für die übernächste Periode ist schon jetzt bie gleiche Zutellungsmenge festgesetzt worden, die aber bereits bis zum 21. Dezember vorbestellt werden muß. Eine weitere Aenderuna für die nächste Zuteilungsperiode ist die Erhöhung ber Zuteilung von Butterschmalz gegen eine entsprechende Verringerung ber Butterportion. Don ben bisher zu- geteilten 500 Gramm Butter werden 62,5 Gramm gestrichen, und dafür wird bie bisherige Portion Butterschmalz von 50 Gramm auf 100 Gramm erhöht; dadurch wirb die gesamte Fettmenge, die jedem Verbraucher zusteht, nicht verändert, auch tritt dadurch keine Verteuerung ein. Kondensmilch kann an Stelle von Nährmitteln aus die entsprechenden Abschnitte der Nährmittelkarte weiterhin bezogen werden, soweit beim Einzelhandel noch Vorräte vorhanden finb. Für Selbstversorger fällt allerbings biese Wahlmöglichkeit fort. Bll MIR IVTI O Husten u.Heiserke* 3tt$lud)tlmgoufßor|ila Nomon von fjdnj Lorenz-Lambrecht I 12.Fortsetzung. (Nachbruck verboten.) ..Am 28. Oktober ..." Viktor hat es fast erwar- t ret Am 28. Oktober, am gleichen Tag, an bem er | die Erscheinung hatte, gab Thea einem Kinb das | Leben. Einern Mädchen, ganz gewiß. „Ist es ein Bub oder ein Mädchen?" „Ein Mädchen." Natürlich, er hätte gar nicht zu fragen brauchen. | -Wissen Sie, wie bas Kinb heißt?" Lorring lacht auf: „Da fragen Sie mich wirklich .. ein bißchen zu viel. Das hat mir meine Schwester nicht geschrieben. Das Kinb war ba ja kaum ge- f wen und sicher noch nicht getauft." 5 „Natürlich", sagt Viktor ruhig unb benft: Ich könnte ihm sagen, was das Kinb für einen Namen k ?at Es heißt Beate. Ganz gewiß heißt es Beate. | Er versinkt in sich, in feine grenzenlose Verwunde- I ning. Als sich Lorring neben ihm räuspert, schreckt I rr auf unb beginnt rasch ein gleichgültiges Ge- | Präch. Doch ist er nicht bei ber Sache. Ds Neuigkeit hallt mit stärkerer Wucht in ihm »ach als ber Traum vor einigen Wochen. Sie hat ■ chm bie Lösung des Rätsels gebracht: Thea muß, V ils sie sich unter Schmerzen ein neues Leben ab- |. ~ang, mit ber ganzen Kraft ihrer Seele an ih" ge- I »acht haben. Sie hat ihn noch nicht vergessen. Nicht | Ihren eigenen Mann hat sie gerufen in ihrer schwe- | 'en Stunbe, sondern ihn. Täglich denkt sie vielleicht i iod) an ihn, täglich vielleicht hofft sie, daß er doch I »och zu ihr zuruckkehrt. • Ja, so muß es fein. Anders kann er sich sckon i jar nicht mehr die Erscheinung am Tag der Ge- ' »urt von Theas Kind erklären. Wenn es überhaupt ; 'n etwas gab wie eine seelische Verbindung über Meer und Länder, so konnte das nicht nur em planloses Spiel des Zufalles sein. Es mußte etwas I »ebeuten. Noch am gleichen Tag reift fein Entschluß. Thea : jat ihn gerufen, er will ihrem Ruf folgen. Bevor sr ftef) aber ihr wieber nähern barf, muß er seinen f ehrlichen Namen wieder haben. Bei dem Gespräch mit Lorring wurde es ihm wieder einmal klar, wie kläglich sein bisheriges Leben war. Er will an bem Krieg, der für jeden gefunden unb anftänbig denkenden jungen Deutschen bas größte unb tiefste Ereignis feines Lebens bleiben wirb, feinen tätigen Anteil haben. Er muß noch an bie Front kommen, um feine Pflicht zu tun, um feine Achselstücke zurückzugewinnen und damit — Thea Jmmenhofs. Zu Thea Jmmenhofs nämlich will er zurückkeh- ren, nicht zu Thea Mervinger. Daß sie verheiratet ist, bas kümmert ihn heute noch sehr wenig. Als er, kurz vor bem Abenbessen, mit Jürk Sol- terbeck 'auf bie Bastion hinaufgeht, fragt er mit einer beschwingten und entschiebeneren Stimme als sonst: „Wie wett bist du mit deinem Fluchtplan, Jürk?" Solterbeck horcht auf. Sie haben feit jenem erstenmal nicht mehr darüber gesprochen. Ei^antwor- tet: ,Hch halte natürlich daran fest. Ich Mache bie Sache auf jeben Fall — voraussichtlich, daß bas spanische Schiff hier anläuft." „Das spanische Schiff muß hier anlaufen, Jürk. Ich muß nach Deutschland, ich mache mit." „Großartig, Mensch! Ehrlich gestanden, so ganz allein hätte ich nicht ben rechten Mumm bazu ge* habt. Bei einem solchen Experiment ist es ebenso dumm, allein zu sein wie mit allzu vielen zusammen. Zweie zusammen — das ist gerade bas Richtige für eine Flucht." „Gut. Also bann: An die Gewehre und mit Hochdruck los!" „Junge ..." Solterbeck strahlt über das ganze Gesicht. ,^Jetzt wird es richtig. Im nächsten Frühjahr hauen wir hier ab." „Im nächsten Frühjahr? Warum nicht in diesem Jahr noch?" „Immer sachte mit ben jungen Pferben! Im nächsten Frühjahr sage ich." V. Bei den Vorbereitungen für bie Flucht ist Viktor jetzt auf einmal bie treibende Kraft. Er lebt förmlich auf in dem Entschluß und fiebert wie ein Rennpferd vor bem Start. Solterbeck muß ihn immer wieder zu Geduld mahnen, obwohl er selbst durch Viktors Beretterklärung neu angeeifert ist. Eine Flucht birgt immer etwas Unheimliches unb Gefahrvolles in sich, unb Solterbeck hat schon recht wenn er sagt, daß man bei einem solchen Experiment am besten zu zweien sei. In seinem nächsten Brief nach Hause schreibt er mit ber synthetischen Tinte zwischen bie Zeilen, baß feine Absicht zu fliehen nunmehr ganz feststehe. Man möge also bas spanische Schiff mobil machen. Er müsse ben genauen Termin ber Ankunft in Bastta wissen. Der Kapitän müsse an einem bestimmten Platz am Hafen — er gibt die Ecke bes Hotels Crynos an — einen zuverlässigen Mann aufstellen, ber durch ein Abzeichen, eine Rosette ober begleichen, kenntlich sei. Ueber all bas müsse er genau unterrichtet werben. Bis bie Antwort auf biefen Brief eintrifft, können brel bis vier Wochen vergehen. Aber Solterbeck sagt gleich, daß sie bann noch keineswegs genaue Angaben hätten, fonbern baß bann erst Die Angelegenheit von Hamburg aus betrieben würbe. Viktor finbet sich also bamit ab, daß bie Flucht erst im kommenden Frühjahr vor sich gehen wirb. Wenn nur bis bahin ber Krieg noch nicht vorbei ist, denkt er egoistisch. Nun, ben Zeitungen nach sieht es nicht so aus, als ob ber Krieg während bieses Winters zu Ende gehen könne. Wenn im Frühjahr bie Generaloffensive an ber Westfront einfetzen wird, bann wirb er mit babei fein, fo hofft er. Er glaubt es mit aller Zuversicht, weil für ihn alles davon abhängt. Inzwischen arbeiten sie an ihrem Plan, soweit bas schon möglich ist. Solterbeck nimmt Viktor gleich am Tag nach seiner Bereiterklärung mit auf bie Bastton unb erklärt ihm den Plan, Den er sich schon während ber vergangenen Wochen burch ben Kopf gehen ließ. Es ist ein trüber Nooembernachmittag. Die Gefangenen halten sich meist in ihren Stuben auf, bie decken können sich also ungestört unterhalten. „Die Hauptsache ist", sagte Solterbeck, „haß mir mit hundertprozentiger Sicherheit hier heraus unb an den Hafen hinunterkommen — unb zwar zu einer ganz bestimmten Zeit. Ich habe das Gelände bereits sondiert und auch Damiani schon auf ben Zahn gefühlt. Der Mann wäre zwar bereit zu allem Möglichen, kommt aber trotzbem nicht in Frage. Eben aus dem Grund, den du einmal erwähnt hast. Damiani, so gerissen unb gelbhungrig er auch ist, ist ein guter korsischer Patriot. Er könnte tatsächlich ein doppeltes Spiel treiben. Könnte uns zur Flucht verhelfen, und wenn wir dann hinunter an ben Hafen kommen, fo nehmen uns dort die Schergen des Regional in Empfang, ben er hintenrum benachrichtigt hat. Wir müssen aber — müssen unbedingt auf sicher arbeiten." „Wie willst du es also anfangen?" fragt Viktor etwas ungeduldig. „Was ich brauche, ist nur ein bißchen Werkzeug, um mir die nötigen Schlüssel zu feilen. Das mutz mir das Strohbündel beschaffen." Das mit diesem Epitheton behaftete Strohbündel ist ein maßlos feister Sergeant, ber es bisher meisterhaft verstanden hat, sich von allen Gefahren der Front zu drücken. Den Namen hat er von seinem Schnauzbart, ber wie ein in ber Mitte abgebun- benes naßes Strohbünbel über den Mund herab- hängt. „Das Strohbündel", fährt Solterbeck fort, „ist willig, wenn er nur Geld riecht. Patriotische Hemmungen hat das Schwein überhaupt nicht. Unb wenn er dabei reinfliegt, mach ich mir fein Gewissen daraus. Er wirb mir das Werkzeug beschaffen, wenn ick ihm erkläre, daß ich mir ein Schiffsmodell basteln will. Ich habe praktisch in ber Werft gearbeitet, unb ein paar läufige Schlüssel zu feilen, ift ein Kinderspiel. Offiziell baue ich ein Schiffsmodell — auch für unsere besten Freunde." „Unb welchen Weg willst bu nehmen? Ich vermute, du spekulierst auf die Tür dort. Viktor nickt nach der schweren verschlossenen Tür, die in die Mauer hinter dem Uebungsplatz der Schramm- kapelle eingelassen ist. „Richtig. Zum Tor heraus, wo der Posten da- vorsteht, können wir nicht, auch nicht über bie Mauer. Die Tür dort habe ich schon in Augenschein genommen. Sie braucht einen schweren altertümlichen Schlüssel. Sie ist sicher schon lange nicht mehr geschlossen worben. Das Schloß ist total verrostet. Wir müssen ihm tagelang vorher gehörig mit Del zu Leibe gehen. Jeber gewaltsame Griff ist zu ver- meiben. Die Nacht hat Helle Ohren." „Wo führt bie Tür hin?" hinter ber Tür führt eine Steintreppe abwärts. Das habe ich durch eine Ritze in den Holzplanken festgestellt. Die Treppe kann nur hinunter in den kleinen Jnnenhos führen, von dem man hier oben ein Stück einsehen kann. Komm mal mit" (Fortsetzung folgt) Dornotizen. lageskalender für Samstag. Stadttheater: 15 bis 17.30 Uhr „Rotkäppchen". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Wo die Lerche singt." — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Falschmünzer." — Artilleristen-Kameradschast von 1895: 20.15 Uhr im „Hessischen Hof" Kameradschaftsabend. — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Weihnachtsausstellung im Foyer des Stadttheaters. Tageskaleuder für Sonntag. Kriegs-Winterhilfswerk: 17 Uhr in der Großen Aula der Universität Konzert des russischen Sängers Constantin Sadko. — Stadttheater: 14.30—17 Uhr „Rotkäppchen"; 18—21 Uhr „Der Vogelhändler". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Wo die Lerche singt". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Falschmünzer". — Deutscher Alpenverein: 16 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwigstraße 34 Lichtbildervortrag Dr. Blaum über „Die Vogesen". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Stadttheater Gießen. Am heutigen Samstag wird das reizende Märchenspiel „Rotkäppchen", das von jung und alt mit großer Begeisterung ausgenommen wurde, wiederholt. Spielleitung: Karl Dolck. Musikalische Leitung: Rudolf Loh. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Es wird daraus hingewiesen, daß die Sonntagsvorstellungen von „Rotkäppchen" bereits um 14.30 Uhr beginnen. Die Sonntagsoorstellung des Märchens am morgigen Sonntag ist bereits ausverkauft. Am Sonntag wird in neuer Inszenierung Zellers Operette „Der Vogelhändler" $um ersten Male aufgeführt. Die musikalische Leitung hat Arthur Apelt, die Spielleitung Intendant Hans Walter Klein. Die Bühnenbilder der vollständig neu ausgestatteten Operette sind von Karl Löffler geschaffen. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Chöre: Nadine Galla. Es wirken mit: Hella Henzky, Cilly Mauer, Gabriele Possinke, Isabella Th. Richter, Gertt Vogt; Kurt Dosny, Gustav Brunn, Raoul Laporte, Ottmar Mayr, Heinz Müller, Christoph Reuland (in her Titelrolle), Heinz Zahn. Weihnachts-Morgenfeier im Stadttheater. Der Goethe-Bund lädt seine Mitglieder für Sonntag, 15. Dezember, zu einer Weihnachts-Morgenfeier in das Stadttheater ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der von der Intendanz des Stadttheaters durchgefübrten Morgenfeiern statt und wird weihnachtliche Rezitationen und Musik bringen. Die Mitglieder des Goethe-Bundes haben auf Grund einer besonderen Vereinbarung mit der Intendanz des Stadttheaters zu dieser Veranstaltung freien Eintritt. Gießener Wochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für Ä-Ware. Für B-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 7. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Y-i kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, kg 4,1, 5 kg 41, 50 kg 3,35 RM., Wirsing, H kg 7 Rpf., Weißkraut 6, Rotkraut 7, gelbe Rüben 5 bis 8, rote Rüben 7, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 7, Rosenkohl 15 bis 30, Zwiebeln 12. Meer- rettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 19. Kürbis 7, Aepfel 15 bis 35, Birnen 20 bis 30, Blumenkohl, dos Stück 20 bis 50, Salat 10, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 12, Lauch, Vt kg 17, Sellerie 14 Rpf. Aus den Gießener Gerichtssälen. Amtsgericht Gießen. Ein Mann in Gießen hatte weaen Uebertretung des Luftschutzgesetzes einen Strafbefehl über 10 RM. erhalten. Er war beschuldigt, am 8.September, abends ein Küchenfenster nicht verdunkelt zu haben. Gegen den Strasbefehl hatte er Einspruch erhoben. Der Angeklagte wurde überführt und zu einer Geldstrafe von 20 RM. verurteilt. Ein Mann in Großen-Linden hatte wegen Uebertretung des Luftschutzgesetzes einen Strafbefehl über 30 RM. erhalten. Er war beschuldigt, am 3. September, abends, drei Fenster nicht verdunkelt zu hoben. Gegen den Strafbefehl hatte er ebenfalls Einspruch erhoben mit der Begründung, die Sonne sei erst um 20.05 Uhr untergegangen, und es sei noch taghell gewesen. Der Angeklagte wurde überführt und antragsgemäß zu einer Geldstrafe von 30 RM. verurteilt. Eine Frau in Langsdorf hatte wegen Uebertretung der Kartoffelkäferoerordnung einen Strafbefehl über 10 RM. erhalten. Sie war beschuldigt, am 30. August trotz mehrfacher Aufforderung sich nicht an dem Suchdienst beteiligt zu haben. Gegen den Strafbefehl hatte sie Einspruch erhoben: sie wandte ein, sie sei beruflich tätig und nicht in der Lage gewesen, an dem Suchdienst teilzunehmen: auch gab sie Krankheit an. Mit Rücksicht darauf, daß die Angeklagte keinen guten Willen und keinen Gemeinschaftssinn habe erkennen lassen, wurde die Geldstrafe auf 30 RM. erhöht. Strafkammer Gießen. Wilhelm Rickert aus Dietenhofen, zuletzt in Bad-Nauheim, zur Zeit in Untersuchungshaft, war ongeklagt. im Jahre 1939 in Kusel, Mainz-Finthen, Frankfurt a. M. und Bad-Nauheim unter den Voraussetzungen des strafverschärfenden Rückfalls durch vier selbständige Handlungen unter falschen An- aaben über feine Befähigung, seine Vorstrafen und seine bisherige Führung Anstellungen, die über seinen Ausbildungsgrad bezahlt wurden, bei verschiedenen Bauleitungen oder Baugeschäften erschlichen zu haben, obwohl er nach seinen Leistungen den an einen Diplom-Ingenieur gestellten Forderungen nicht entsprach, und unbefugt den Titel eines Diplom-Ingenieurs und den Rang eines Reserveleutnants geführt zu haben. Der Angeklagte glaubt zur Führung der erwähnten Titel berechtigt zu sein. Die Reifeprüfung an einer Höheren Schule hatte er bestanden. Er will auch die Prüfungen, die zur Führung des Titels „Diplom-Ingenieur" berechtigen, in Straßburg und Paris abgelegt haben, und zwar an Anstalten, die einer deutschen Technischen Hochschule gleichzuachten seien. Den Nachweis dafür konnte er aber nicht führen. Von einem Mitglied der Saarkommission will er dahin beschicken worden sein, daß er auf Grund seiner abgelegten Prüfungen im Ausland den deutschen Titel „Diplom-Ingenieur" führen könne. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtzuchthausstrafe von drei Jahren und Anordnung der Sicherungsverwahrung. Der Angeklagte wurde unter Freisprechung im übigen wegen Betrugs im Rückfall in drei Fällen in Tateinheit mit einem Vergehen gegen das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen zu einer Ge- sarntzuchthausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten sowie zu Geldstrafen von 100 RM., 50 RM. und 30 RM. verurteilt. Die Geldstrafen gelten durch die Untersuchungshaft als verbüßt. Von der Untersuchungshaft wurden acht Monate auf die Strafe angerechnet. Straferschwerend wirkten vor allem seine Vorstrafen. Strafmildernd wirkte der Umstand, daß der Angeklagte die Straftaten ausführte, um wieder Arbeit zu bekommen. Dem Antrag des Anklagevertreters auf Anordnung der Sicherungsverwahrung folgte das Gericht nicht, da nicht der Beweis dafür erbracht sei, daß es sich bei dem Angeklagten um einen gefährlichen Gewohnheitsverbrecher handele. Dagegen wurde auf Zuchthausstrafe erkannt, da dem Angeklagten bei der letzten Verurteilung für Wiederholungsfall die Zuchthausstrafe angedroht worden fei. stchsicke Vater. Mag er auch noch so fern am HM. gen Abend weilen, bei einem Lichterzweig, einem Weihnachtslied, von Kameraden gesungen, ist die ganze Familie im Bilde um ihn versammelt. Bllder im Weihnachtspäckchen überbrücken die größte räumliche Entsernungl H. v. L. Konzert für das Kriegö-WHW. Am morgigen Sonntaa nachmittag findet, wie bereits mitgeteilt, in der Großen Aula der Univer. fität ein Gesangskonzert des russischen Tenors Constantin Sadko statt, der am Flügel von grau. Rietschel (Gießen) begleitet wirb. Der Sänger stellt sich mit seiner Sangeskunst völlig uneigen, nützig in den Dienst des Kriegs-Winterhilsswerks, dem er gerne förderlich sein will. Er ist kürzlich von einer großen und erfolgreichen Konzertreise durch Amerika zurückgekehrt, hat dann in Holland gesungen und ist früher schon in Konzerten m Deutschland sehr erfolgreich gewesen. Zahlreiche maß. gedliche Presseurteile stellen der Kunst dieses San« gers das beste Zeugnis aus und zählen ihn zu beit Großen der Sangeskunst. Musikkenner reihen ihn. als gleichwertig neben den bekannten großen msi fischen Sänger Schaljapin ein. Der Optikn Ihr er kranken Kasse Ortszeit für den 8. Dezember. Sonnenaufgang 9.23 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. — Monduntergang 2.12 Uhr, Mondaufgang 14.29 Uhr. Ortszeit für den 9. Dezember. Sonnenaufgang 9.25 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. — Monduntergang 3.15 Uhr, Mondaufgang 14.51 Uhr. Mond in Erdferne. Verdunkelungszell in der Woche vom 8. bis 14. Dezember: 17.05 bis 9.20 Uhr. Zeldpostpäckchen, weihnachtlich gepackt. Wochenlang schon arbeitet die Familie an der Zusammenstellung der Weihnachtspäckchen für den im Felde stehenden Vater. Hier wird gehäkelt, gestrickt, genäht, dort wird gebaftelt, geklebt und lackiert. Kurzum, alles, was nur irgend herzustellen und zu beschaffen ist, sammelt die Familie, um dem im Felde Stehenden eine recht, recht große Freude zu machen und um ihn der Treue und Anhänglichkeit der Familie immer wieder zu versichern. Daß zu Weihnachten das Päckchen befonbers festlich geschmückt werden muß, ist selbstverständlich. Ein wenig Lametta, ein paar Tannenzweige aus den heimatlichen Wäldern tragen zur Verschönerung bei. Groß wird die Freude beim Empfang der Liebesgaben fein, umsomehr, wenn unter den Geschenken noch einige Lichtbilder hervorlugen, die dem Fernweilenden die Familie vor Augen führen. Besonders die Kinder liegen ihm begreiflicherweise am Herzen, am meisten die ganz kleinen, deren Entwicklung er nur aus Briefen verfolgen konnte. Verändert sich doch das Kleinkind fast täglich. Letzten Endes kann er sich ja doch trotz aller ausführlichen ^Berichte von daheim nicht ganz genau vorstellen, wie das Nesthäckchen wohl heute ausfehen mag! Dafür gibt es bann eben Lichtbilder. Das Baby kann noch so klein fein; mit Geduld und richtiger Beleuchtung bringt die heutige Lichtbildkunst unbedingt ein entsprechendes und deutliches Bild zuwege. Ist also das Jüngste einmal recht strahlender Laune, dann geht die Mutter flugs mit ihm zum Photographen, ehe die rosige Stimmung verflog und dicke Tränen die Kinderaugen verschleiern. Ost glückten Schnappschüsse, die so natürlich und deutlich sind, daß sich ein Vergrößern lohnt. Es gibt auch bei manchen Lichtbildnern ein Verfahren zum Buntfärben befonders gelungener Aufnahmen. Eine Widmung, ein Datum auf dem Karton, möglichst in Zierschrift geschrieben, und die hübscheste Erinnerung ist fertig. Was einmal auf dem Bilde festge- halten wurde, wird unvergessen bleiben und über manche trübe Stunde hinweghelfen, denn es ist so wahr, das Wort von der Erinnerung, die das einzige Paradies ist, aus dem wir nicht vertrieben werden können! Das weihnachtliche Feldpostpäckchen gibt besonders Anlaß zu ungezwungenen Aufnahmen. Niemand braucht sie mehr und niemand freut sich mehr über große und kleine, alte und neue Aufnahmen seiner Familie als der im Felde ** 8 3 Iahre alt. Am 8. Dezember feiert Frmi Margarete Krehbast, geb. Junker, wohnhaft Neustadt 14, in körperlicher und geistiger Frische ihren 83. Geburtstag. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. ** Die Wochenmärkte beginnen vom kommenden Dienstag, 10. Dezember ab bis auf weiteres um 9 Uhr vormittags. Landkreis Gießen. * Rödgen, 7. Dez. Am morgigen Sonntag, 8. Dezember, begehen der Arbeiter Heinrich SchmidtIV. und Frau Marie, Rosengasse4 wohnhaft, das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar bringen auch - wir unsere herzlichen Glückwünsche dar. )-( Ruppertsburg, 6.Dez. Auf eine 25jah- rige Tätigkeit als Sparkassengehilfe bei der Bezirks- fparkasse Laubach blickte am 3. Dezember 1940 Wilhelm Diehl I. von hier zurück. Als Schwerkriegs- befchädigter, der 1914 den rechten Arm verlor, versieht der Jubilar seinen Dienst mit der linken HanL. Diehls beide Söhne machten im vergangenen Sommer den Kampf gegen Frankreich mit und kamen dabei auch an die Stätten, wo ihr Vater gekämpft hatte. Togal ist hervorragend bewährt bei ÄSTRA Wilhelm Leichtweis im Alter von 78 Jahren. Ihre Vermählung geben bekannt Gießen, (Sonnenstraße 18), Wiesbaden, den 7. Dezember 1940 Die Beerdigung findet in der Stille statt. 5478 D Mainz r. Dezember 1940 >92 A Ä Molaus-Dräu .Leihgestern, den 7. Dezember 1940. 04100 in hervorragender Qualität. 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Zweifiverein Gienen Nachruf Hiermit setzen wir unsere Mitglieder von dem Ableben unserer Wanderkameradin Frau Philippine Fölsing Wir verlieten m ihr eine in Kenntnis. treue Mitarbeiterin, deren wir em stetes Andenken bewahren werden. Gienen, den Dezember 1940. Die Vereinsführung.