Donnerstag, r. November 1940 190. Jahrgang Nr. 264 Roosevelts Wiederwahl < starke psychologische Gewinn fest, der für das r | verstehen unter unseren beiden Völkern aus den t 1 810 000 BRT. 3 714 000 BRT. 1 638 200 BRT. worden. Hieran sind beteiligt: Ueberwasserstreitkräfte der Kriegsmarine mit Unterseeboote mit Verbände der Luftwaffe mit Angriffsversuch britischer Flugzeuge aus die Rerchshauptstadt abgewehrt. Berlin. 7. Roo. (DRV. Funkspruch.) Einige britische Flugzeuge versuchten am 7. 11. gegen Morgen die Reichshauptstadt anzugreifen. Sie wurden aber durch energische Abwehr zur Umkehr gezwungen, ehe sie überhaupt Bomben abgeworfen hatten. Austausch diese Arbeiten wesentlich zentralisiert. Wenn es erst zu dem geplanten Deutsch-Spanischen Kulturinstitut kommt, an dessen Aufbau bereits tüchtig gearbeitet wird, dann wird diese Zentralisierung noch wirksamer möglich sein. melttgt brachk ) 600: inen & Jen am ier gta um 1 inem teuer f m Tmp gesand. zuzählen, die hier fast täglich in der Presse genannt werden. Eben hat Professor Domagk am spani- chen Dermatologenkongreß teilgenommen. Dann war es Professor Baader, der über Berufskrankheiten sprach. Professor N i e m e i e r stellt siedlungsgeschichtliche Untersuchungen in Andalusien an. So kann man ohne Unterbrechung zurückgehen auf die Zeit, als Professor Schulten Numantia ausgrub. Und wahrscheinlich darüber hinaus. In neuerer Zeit hat der akademische Austausch- d i e n st und das Zentrum für deutsch-spanischen Berlin, 6. Rov. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kampffliegerverbände setzten am 5. November und in der Nacht zum 6. November ihre B erget- tungsflüge gegen London fort und verursachten an vielen Stellen neue Brände und Explosionen. Zahlreiche Luftangriffe richteten sich außerdem auf Hafen-, Industrie- und Verkehrsanlagen in Süd - und O st-England, wobei vor allem in Great Yarmouth heftige Explosionen zu beobachten waren. 3m Laufe des Tages kam es zu mehreren für uns erfolgreichen Luflkämpfen. Deutsche Jäger schossen allein vor P o r t l a n d 9 feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Bei nächtlichen Angriffen auf schottische Hafen- und Industrieanlagen konnten in Dundee besonders starke Brände festgestellt werden. Am Pentland-Firth erhielten zwei feindliche Vorpostenboote so schwere Treffer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. Britische Flugzeuge flogen bei Rächt in Holland und in das Reichsgebiet ein und warfen an verschiedenen Orten Bomben. Rur an einer Stelle gelang es ihnen, eine Industrieanlage zu treffen und dabei in einer Spinnerei ein Rebengebäude in Brand zu sehen. Das Feuer konnte jedoch in Kürze gelöscht werden. Die übrigen Bomben fielen entweder auf freies Feld oder in Wohnviertel, wo einige Häuser beschädigt, zwei Zivilisten getötet und mehrere verletzt wurden. • Die gestrigen Verluste des Feindes betrugen 2 3 Flugzeuge, davon 21 im Luflkampf, eins durch Flakartillerie uyd eins durch Marineartillerie. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt. Beim Verminen britischer Häfen zeichnete sich das Kampfgeschwader „General W e v e r" in ununterbrochenem Rachteinsah auch Richt eingerechnet sind in diesen Zahlen die Verluste an feindlichen Kriegsschiffen und Kriegsfahrzeugen sowie die Verluste der feindlichen und für England nutzbaren neutralen Handelsschiffahrt infolge von Rlinenunlernehmungen der Kriegsmarine oder der Luftwaffe und infolge Beschießung durch Küslenbatlerien. Die Gesamtverluste des Feindes seit Kriegsbeginn liegen demnach noch wesentlich höher, zumal die schwerbeschädigten Schiffe — die Luftwaffe allein hat seit Kriegsbeginn Handelsschiffe mit mehr als 3 Millionen BRT. schwer getroffen — nicht in vor- 3 Millionen BRT. zum großen Teil schwer getroffen — nicht in vorstehenden Zahlen enthalten sind. Es kann aber mit Sicherheit angenommen werden, daß ein Teil dieser beschädigten Schiffe ihre Heimathäfen nicht mehr erreicht hat oder nicht mehr wiederhergestellt werden konnte. vnnkmid Verlag: SrShlfche UniverMStrdrnckerei L Q»ge Reuyork, 7. Rov. (DRV. Funkspruch.) Rach einer Zwischenzählung von 18.40 Uhr MEZ., die eine Gesamtzahl von 40 649 938 Wählern erfaßt, hat Roosevelt 22 198 790 Stimmen erhalten und Willkie 18 451 480. Durch das der amerikanischen Präsidentenwahl zugrunde liegende Wahlmännersystem ergibt sich jedoch ein ganz anderes Verhält- nie. Danach führt Roosevelt in 39 Staaten und erhält durch die Eigenart dieser indirekten Wahlmethode 468 Wahlmänner st immen, während sich für Willkie in neun Staaten 63 Wahlmännerstimmen ergeben. Die leichten Veränderungen, die sich gegenüber den von uns bereits in einem Teil der gestrigen Auflage des G. A. mitgeteilten ersten Zählungen ergaben, bestätigen die Wiederwahl Roosevelt s. Es ist dem Präsidenten gelungen, in einigen wichtigen Staaten, wie in Reuyork, Pennsylvanien, Illinois, Massachusetts und Ohio, die zusammen mit den demokratischen Südstaaten allein rund 300 Wahlmänner stellen, die Mehrheit zu erlangen. Roosevelt hat eine Mehrheit von ungefähr vier Millionen Stimmen erhalten. Bei seiner letzten Wahl hatte er eine Mehrheit von 11 Millionen Stimmen. Bei den am Dienstag gleichzeitig durchgeführten Kongreßwahlen erlitten die Republikaner einige überraschende Riederlagen. In mehreren bisher traditionell republikanischen Staaten Reu-Englands, wie Eonnecticut und Rhode Island, errangen die Demokraten die Mehrheit. Wesentliche Veränderungen im Stärkeverhällnis der Parteien im Kongreß werden jedoch nicht erwartet. Rach offizieller Berechnung von 14.10 Uhr haben die Demokraten 222 Abgeordnetenmandate erhallen, die Republikaner 107. Für die Mehrheit im Repräsentantenhaus genügen 218 Sitze. Die demokratische Mehrheit im Senat ist nie ernstlich gefährdet gewesen. * Vielleicht ist Roosevelt stolz darauf, daß er nach 39 Präsidentenwahlen in der Geschichte der Der- einiaten Sta7lten als 31. Präsident das erste Bun- desoderhaupt ist, das entgegen der Tradition m einer dritten Amtsperiode amtieren wird. Aber der Präsident wird ja Zweifellos nicht nur die für |chl i na 60 5 ; öl(ini herM MM n M ' [te mü i Mich«, MUK nteiN' lnsprA Arztdtt in V tUmabme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS8'/,Uhr des Vormittags Anzeig en-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvk. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Stps. te mm bei 70 mm Zeilenbrelte Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25U/O mehr Seit Kriegsbeginn 1,1 Millionen BRT feindlichen Schiffsraumes vernichtet. Allein im September und Oktober über t,3Mill.BRT. feindliche Schiffsverluste. Zuhörer! I penleüei t| m Treue J| neu fi «W i ge"' * ,r W 'm* s .«Art nttjwr unter ungünstigsten Wetterverhältnissen besonders aus. Die Kriegsmarine führte in den beiden vergangenen Monaten den Handelskrieg gegen England mit steigendem Erfolg. Auch die Luftwaffe ariff neben der Durchführung ihrer Hauptaufgabe^ dem Einsatz gegen die britische Insel, in den letzten beiden Monaten eine große Zahl von Schiffen und Geleilzügen an. Es wurden an feindlichem oder dem Feind nutzbarem Handelsschiffsraum in den Monaten September und Oktober versenkt: 1 308 600 BRT., davon durch U.-Voote allein 946 000 BRT. Damit sind seit Kriegsbeginn insgesamt 7 1 6 2 200 BRT. feindlichen oder dem Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet unb k - i einen . Km -i sprach, ii| de komm - Wer l | le den til iprogra V merbeI f Der K f chilMI: || Deutsch-spanische Begegnungen 43on unserem J-Berichterstatter. iloveA' SlE AemeiiM (ter 6 4” 5 Weh^ >en, S uch uitb * hes Glelbeif iiürmw Säst«' :chten..U iten M >a|t abgelegt." Das gleiche Blatt wendete sich dann gegen die „miserable Literatur", welche versuche, das Bild des bedeutenden Mannes, der Spaniens Gast gewesen sei, zu verfälschen. Man sieht also, daß hier gerade durch die starke Betonung des Persönlichen der Reichsführer ff dem spanischen Volk menschlich nahe gebracht werden und damit der Feindpropaganda, die ihren haß auch immer ganz persönlich formuliert, der Boden entzogen werden konnte. Die Herzlichkeit, mit der gerade die breiten Massen der Arbeiterbevölkerung in den dichtest be-। Mkerten Stadtteilen Madrids dem Chef der deut-: lchen Polizei zujubelten oder in Barcelona vor seinem Hotel standen und immer wieder sein Erscheinen forderten, bis sich der Reichsführer ff der Menge zeigte, bewiesen, wie erfolgreich unsere spanischen Freunde in ihrem Bestreben, Deutschland : und seine führenden Persönlichkeiten zu populari- ! sieren, waren und weiterhin sein werden. Daß die Besprechungen, die Hitler mit Franco oder Himmler mit spanischen Politikern hatte, auch rein sachlich Früchte, und zwar sehr bedeutende Früchte bringen werden, steht ganz außer Zweifel. Abgesehen von allen greifbaren und vertragsmäßig i] formulierenden Ergebnissen, steht schon jetzt der il tL___•. .. f.. x * < « i r x a f hot* T.1 nn iq bei 1 1 Wolf 1 | Zuhör« I e Am I Zahlen der Wahlmänner zur Kenntnis nehmen, die für oder gegen ihn gestimmt haben. Sie verhalten sich, grob gesehen etwa wie: 1:5 zugunsten Roosevelts, Zahlen, die gegenüber dem eigentlichen Wahlergebnis völlig irreführend sind. Das liegt an dem merkwürdigen amerikanischen Wahlsystem, das bei den Präsidentenwahlen ein falsches Bild der Volksstimmung geradezu verursacht. Denn, wie wir hier bei der Schilderung der Kompliziertheiten dieses Wahlsystems bereits dargelegt haben, führen diejenigen Wahlmänner, die in einem Bundesstaat die Mehrheit für ihre Partei erhalten, nun ihrem Kandidaten nicht etwa nur die ihnen wirklich gegebenen Stimmen, sondern sämtliche überhaupt abgegebenen Stimmen ihres Bundesstaates zu, ohne jede Rücksicht darauf, wie groß die unterlegene Minderheit ist. Daraus geht hervor, daß bei einer direkten Wahl die für Roosevelt heruusgekommene Mehrheit zum mindesten sehr fraglich gewesen wäre. Die Präsidentenwahlen in den USA. sind nach ihrer ganzen Anlage in erster Linie eine innere Angelegenheit der Nordamerikaner. Zweierlei aber muß man bei der Beurteilung des Wahlergebnisses gleichwohl berücksichtigen. Erstens stand dem alten und neuen Präsidenten der ganze gewaltige Propaganda-Apparat nicht nur der demokratischen Partei, sondern vor allem auch der amerikanischen Bundesregierung zur Verfügung, ganz abgesehen davon, daß Roosevelt ja seit acht Jahren eine weltbekannte Persönlichkeit ist, während sein Gegner Willkie überhaupt erst seit Beginn des Wahlkampfes in seinepi eigenen Lande ganz allmählich aus einer völligen Anonymität herauszutreten begann. Zweitens aber müssen wir noch einmal daran erinnern, daß Roosevelt bei seiner ersten Wahl die größte Mehrheit aller amerikanischen Präsidenten auf sich vereinigte und selbst in der zweiten Wahl noch immer mit einer Mehrheit von 11 Millionen Stimmen siegte. Jetzt aber, bei der dritten Wahl, zeigt sich ein so starker Rückgang der demokratischen Stimmen im Repräsentantenhaus, daß es nur noch zu einer geringen Mehrheit für Roosevelt gereicht hat. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden nicht wie der Präsident indirekt, sondern direkt gewählt. 1936 erhielten die Demokraten im Repräsentantenhaus noch volle 61 Prozent aller Stimmen, jetzt nur noch 55 Prozent. Die Verstärkung der republikanischen Opposition gegen Roosevelt ist also erheblich, wenn man n; * l hqu5 .f । 1 her Die 5 S?! N iintt 1 “föt | leM | Merr W ; 'nun.. Nws. ’ IM \ "aren ' No | Ken Urteil MH ; eine $ "heb . irbent 1 utf» lesen ( penbe- l ch sch 1 en ßi ii 6pi- derü . emch Ncchic Mitz begeht i imb$ i Dm (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Madrid, November 1940. In Spanien hat die Tatsacke, daß das historische Treffen des deutschen und spanischen Staatschefs auf französischem Bode n stattfand, eine besondere Befriedigung ausgelöst, weil der Spanier bisher beim Ueberschreiten der Pyrenäengrenze niemals das Gefühl der Unbehaglichkeit und des Widerstrebens ganz los wurde. Uber diese Grenze führt zwar der Weg in die Welt, aber in jene westeuropäisch-französische W e l t, die immer auf Spanien als aus eine zweitklassige Macht herabsah. Und wieviel geistiges und materielles Unheil ist vom Norden über die Pyrenäen nach Spanien eingebrochen! Die .Tatsache, daß nun Hitler gerade an dieser Stelle Franco, das heißt Spanien, die Hand reichte, wird von der spanischen Presse und Oeffentlichkeit als historische Genugtuung empfunden. Sie werden es Deutschland nie vergessen, daß es Spanien zu jener Genugtuung verhalf und damit einen seelischen Auftrieb und eine starke Haltung gab, zu der das im Bürgerkrieg so sehr geschwächte Volk aus eigenem noch längst nicht in der Lage gewesen wäre. Der Spanier fühlt häufig mehr, als er klar umrissen weiß, wieviel er Deutschland schuldet. Mag 'das gesteigerte Bewußtsein des eigenen Wertes manchn^l eine abgeklärte Würdigung eigener und fremder Verdienste — zum Beispiel beim Rückblick auf den letzten Bürgerkrieg — erschweren, so kommt doch die wahre Gesinnung des Volkes bei solchen -Anlässen wie den letzten Staatsbesuchen spontan zum Ausdruck. So wurde der Reichsführer ff Himmler hier bei seinem kürzlichen Besuch gefeiert, wie bisher kein anderer ausländischer Staatsmann in Spanien. Die spanische Presse widmete dem deutschen Gast tagelang ihre ersten Seiten, den sie menschlich dem spanischen Publikum nahe- -zubringen suchte und in dem fie1 zu gleicher Zeit pen hervorragenden Mitarbeiter des Führers und Vertreter des neuen Deutschland herausstellte. So schrieb z. B. die Falange-Zeitung Arriba: „Mit Männer wie Heinrich Himmler gelangen die starken Staaten auf die Höhe ihrer Macht. Der Haß, mit dem sie von ihren Feinden, den Feinddn ihres Vaterlandes, verfolgt werden, ist der beste Wertmesser ihrer Fähigkeiten. Man verzeiht ihnen nicht, daß sie tüchtige und ganze Männer sind. Die Feinde wünschen ja nur, daß diese Männer zaudern und unfähig seien, die ihnen von ihrem Führer anver- iraute Mission durchzuführen. Kein unabhängiger Staat kann bestehen ohne innere Sicherheit. Himmler, zuerst innerhalb der nationalsozialistischen Partei, dann im Bereich der umfassenden Sicherheits- arganisation des Dritten Reiches und der ange- »chlojsenen oder unterstellten Gebiete, hat ausgie- dige Proben feiner Tatkraft und seiner Verdienste Churchill einst und jetzt. Die harten Schläge, welche die Widerstandskraft des Empires zermürben, Haden Churchill in eine geradezu verzweifelte Lage gebracht. Er wartet auf neue Schläge und kann nichts anderes tun, als eine Briten zu ermahnen, bei der Stange zu bleiben und ihre Hoffnung wie.Nora in Ibsens „Pup- venheim" auf das Wunderbare zu setzen! Aber worin dieses Wunderbare bestehen soll, wann es eintritt, das wagt heute selbst ein Churchill nicht auszudeuten. Und das will doch wirklich viel sagen. Von Rede zu Rede wird Churchill immer pessimistischer, der leichte Aufputz mit billigen Phrasen wird immer dürftiger. Auf der einen Seite sagt er, die Lage im Orient sei ernst, sehr ernst. Wörtlich: „Wir Haden eine gigantische Armee an der anderen Seite des Kanals uns gegenüberstehen, wir Haden eine andere mächtige und zahlenmäßig weit überlegene Armee an der Grenze der lydischen Küste uns gegenüberstehen." Und weiter: „Ich habe chon mehrere Male betont, daß ich ein günstiges Ergebnis im Orient nicht gewährleisten kann." Ader im nächsten Atemzug versichert er: „Ob man nun die Front in Großbritannien oder den Kriegsschauplatz im Mittelmeer betrachtet, so kann man, glaube ich, sagen, daß wir uns in einer besseren Lage be- inden als wir es vor vier bis fünf Monaten voran szuisagen gewagt hätten." Griechenland? England will ihm „bis an die Grenzen unserer Leitungsfäh igkeit helfen", womit eigentlich alles gesagt ist, was England nicht tun wird. Die Wirkung der B o m b a r d e m e n t s auf England? „Auch unserer Munitions- und Flugzeugproduktion ist kein allzu hoher Schaden zugefügt worden", sagt Churchill, womit er zugibt, daß ein hoher Schaden entstanden ist. Die U-Boote? Hier kommt das Uederraschende. Churchill sagte, das Anwachsen der U-Bootangriffe gegen die englische Schiffahrt im Atlantik sei „w eit bedenklicher als die Luftangriffe". Ferner: „Wir müssen damit rechnen, daß im nächsten Jahr die Angriffe der U-Boote gegen uns noch schwerer sein werden". Aber sogleich fabelt er davon, nicht 1940 berücksichtigt, daß Roosevelt im Wahlkampf auf jeden Fall den längeren Hebel in der Hand hatte. Der Sieger Roosevelt hat in seinen wenigen Wahlreden wiederholt versichert, seine Hauptaufgabe sei die Heraushaltung der Vereinigten Staaten aus dem europäischen Kriege. Es wird sich nun zu zeigen haben, ob nach der Wahl das als richtig bestätigt wird, was vor der Wahl aus propagandistischen Gründen Geltung hatte. Der Wahltag in Reuyork. Reuyork, 6. Nov. (Europapreß.) Der heftigste Wahlkampf, den die Geschichte der Vereinigten Staaten von Nordamerika je gesehen hat, ist abgeschlossen. Hunderttausende bevölkerten die Stadtmitte Neu- yorks. Vor allem am Timessquare sah man große Gruppen von Menschen in heftigster Diskussion, während die Lautsprecher dröhnten und Massen von Flugblättern wie Konfetti durch die Luft wirbelten. Ganze Kalvalkaden von Wahlautos durchfuhren unter unaufhörlichem Hupenlärm und Sprechchören der Insassen die Hauptstraßen Neuyorks, beide Parteien waren sich dessen bewußt, daß die 47 Stimmen Neuyorks vielleicht den Ausschlag in dieser Wahl ceben können. 19 000 Polizeibeamte machten vom Montagabend ab 44 Stunden Dienst, jeweils die Hälfte überwachte die Wahllokale, während bte andere in der Stadtmitte Neuyorks kontrollierte. Der Ausschank von Alkohol war während der Wahlzeit von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends verboten. Der Wahlkampf endete mit einer kurzen Radioansprache Roosevelts aus dem Hyde Park, nachdem er nachmittags in Begleitung von Schatzsekretär Morgenthau benachbarte Bezirke bereift hatte. Außer den bereits gemeldeten Wahlen wurde auch eine Volksabstimmung in Hawai vorge- nommen. Sie geht darum, ob Hawai als 49. Staat in den Staatsverband der Vereinigten Staaten eintritt, wodurch der Flagge der Vereinigten Staaten ein weiterer Stern eingefügt werden würde. Ein Drittel der Bevölkerung Hawais ist j a p n i s ch e r Herkunft. Diese Abstimmung ist allerdings zunächst ohne gesetzliche Wirkung und nur als eine Aeuße- rung Hawais zu werten. Das Echo in Rom. Rom, 7. Nov. (Europapreß.) Die Wiederwahl Roosevelts hat in Italien keine Überraschung aus- gelöst. Man erklärt, die Haltung Italiens bleibe unverändert. Kommentare werden an die Entscheidung der nordamerikanischen Wählerschaft nicht geknüpft, weil man sich grundsätzlich von der Einmischung in die Innenpolitik eines fremden Staates fernhält. Bei der außenpolitischen Betrachtung der Wahl wird darauf verwiesen, daß beide Kandidaten erklärt hatten, sie wollten England volle Unter st üt- zung zukommen lassen, aber neutral bleiben. Das sei die bekannte Haltung, an der durch die Wiederwahl Roosevelts sich nichts ändern werde. „Giornale d'Jtalia" schreibt, „die von den beiden Kandidaten Roosevelt und Willkie in ihren Reden bekundeten Richtungen erschienen in der letzten Zeit so verwandt, daß die Wahl des einen oder anderen keine besondere Bedeutung haben konnte. Es ist interessant gewesen, zu sehen, daß Roosevelt in letzter Stunde, um noch eine größere Anzahl von Stimmen aus sich zu vereinigen, wiederholt Aeußerungen über seinen Willen getan hat, die Vereinigten Staaten aus dem Kriege herauszuhalten. Anderseits ist es interessant, festzustellen, daß die frühere Politik Roosevelts auf eine ideologische und tätige feindliche Hal- : tung gegenüber den Achsenmächten und Japan an . der Seite Englands ausgerichtet war, und Mar : dermaßen, daß es schon heute mehr als schwer sein : würde, eine genaue Trennungslinie zwischen einer . wirklichen Intervention und der gegenmär« i tigen sogenann1enNeutral,itüt zu ziehen.* I KJCqreyCTl UHRl UllJCLCIl ~ - — s letzten Fühlungnahmen feiner berufenen Vertreter ; sloß. Der Besuch Serrano Suners in Berlin fürste in Deutschland ähnliche Folgen gezeitigt haben. Hier galt er als Bestätigung der Anerkennung, das Spaniens Streben nach neuer imperialer Größe im Rahmen der europäischen Neuordnung finden wird und des wiedergewonnenen Ranges Spaniens unter den Nationen. Nach Jahrhunderten der Dekadenz und des Niederganges fühlt Spanien letzt wieder tragenden Wind unter den Flügeln und lieht in Serrano Suner den im Ausland, und gerade auch in Deutschland, anerkannten Sprecher seiner Wünsche. Deutschland und fein Führer stehen (ruf Spaniens Seite! Dieses Gefühl wird starker und stärker in allen Spaniern. Es ist bei der Regierung wie bei den breiten Massen des Volkes zur Grundlage jeder weitergehenden Planung geworden. Man weiß, daß die Planung nurmit Deutschland erfolgen kann. Und man will auch gemeinsam mit dem siegreichen Deutschland siegreich sein! Nicht mur auf die führende Schicht ist das Gefühl der deutsch-spanischen Gemeinschaft beschrankt. Es gibt ja nicht nur Staatsbesuche. Gerade die Hungerte von Reisen deutscher Privatleute nach Spanien und bedeutender Spanier nach Deutschland er- vänzen das Bild und runden es ab. Deutsche Künstler zeigen sich vor spanischem Publikum; deutsche Philharmoniker, Schauspieler, Virtuosen werden folgen. Seit Jahren werden diese Kontakte gepflegt lind verstärkt. Don Richard Langs ^a^.ef^on3eF3 len noch während des Bürgerkrieges in Bilbao bis zu dem letzten großen Erfolg der deutschen Militar- mufiter auf dem Madrider Stierkampfplatz fuhrt eine große und ununterbrochene Linie. Und hltzM kommt die P i o n i e r a r b e i t d e u t s ch e r Wis° I« n s ch a f t l e r. Es ist unmöglich, die Namen auf« frricbetni täglich, nutzer SonmagS und feiertags Beilage«: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat nnBild DieSckolle vronatS-Be-ugsvreis r Mit 4 Beilagen RM.1.95 »Ohne Illustrierte • 1.80 Zustellgebühr. » -.25 auck bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernlvrechanschluß 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger" Pomckeck 11686 Franks M Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen SdfKltT^tT»10*1 Atter Besitz. Von Margarete von Olfers. Es hat jedesmal einen eigentümlichen Reiz, wenn in einer Landschaft zwischen den Baumkronen eines alten Parks ein Landsitz auftaucht, so heimlich verborgen und einladend zugleich, väterlich über den Dorfhäusern thronend, die sich in der Mark massiv und wohlhäbig die Landstraße entlang gestellt haben ... Nicht weit der Havel taucht in dem flach gebreiteten Land hinter den Baumkronen einer alten Lindenallee das geteilte Dach eines barocken Herrenhauses auf, überragend Dorf und Kirchlein und die Fachwerkbauten der Wirtschaftsgebäude. Es lenkt den Blick der auf der Ehausfee Vorüberkommenden je-desmal auf sich. Autos halten ihre eilige Fahrt an: „Wer wohnt da?" Riesige erzgegossene Katzen sitzen auf dem Hoftor, halten eine Maus rm Maul —das sind die Wappentiere der Kattes, des Geschlechtes, das dies hinter Bäumen verbyr- gene Herrenhaus bewohnt. Es gibt wenig märkische Familien, die so alt lind wie die Kattes. Ihre Geschichte ist älter als die oer Mark selbst, nicht aber wendischen, sondern altgermanischen Ursprungs sind sie, waren „Freie" und „Richter", Herren über die Wenden seit alter Zeit, tapfer, gewandt und klug wie ihr Wappentier, dem deutschen Vaterlande in Treue und Hingabe verbunden. Durch das Hoftor führt der Weg an der Gartenmauer entlang und eine Steintreppe zum Haus hinauf. Es lacht das lustige Mondgesicht am Türdrücker der eichenen Tür, es begrüßt freundlich, und hinein geht es in die Halle, die einst durch das ganze Haus bis zur Gartenseite einen einzigen riesigen Raum bildete, nun aber, noch immer geräumig genug, nur das Treppenhaus umfaßt, die breiten gescheuerten eichenen Treppen, die rechts und links yeraufführen zu den oberen Räumen mit den beauemen zum Schluß gerundeten Stufen. Es steht eine alte Uhr im Treppenhaus mit prachtvoll üppigem barockem Gehäuse, hebt schnurrend, surrend an zum Schlag und klimpert dann eilig ein zierliches Menuett hinterdrein. Die Tür aeht auf zum Ahnensaal, vom Garten her dringt die Nachmittagssonne m den Raum, wirft warmes Licht auf die Bilder der Kattes, ein grüngoldenes spielerisches Licht, das den Gesichtern der Ahnen etwas merkwürdig Lebendiges, Bewegtes gibt. Da ist der Hans Christoph von Katte, der Erbauer des Schlosses, jung und lebenslustig. Er trägt die Uniform der sächsischen Gavdekürasstere. Der Feldmarschall von Katte, in wundervoller Haltung den prächtigen roten Samtmantel um die Rüstung legend, Lebenswille und Energie in dem vornehmen aber nicht schönen Gesicht. Neben ihm hängt ein Ovalbilid seiner ersten Frau, einer Gräfin Wartensleben. Sie hat ein schmales zartes Gesicht, die geschwungenen dunklen Brauen^ geben den nachdenklichen braunen Augen etwas Erschrecktes. Wie eine «Änsitive sieht sie aus, braune Locken fallen auf ihre Schultern, und der weiße Hals steigt blumenhaft aus dem rötlichen Samt des ausgeschnittenen Kleides. Diese zarte Frau ist nicht alt geworden, durch den frühen Tod aber ist ihr das schwerste Schicksal erspart geblieben, das einer Mutter zuteil werden kann — das Ende des geliebten Sohnes zu erleben. Er hat noch zu ihren Füßen gespielt, der kleine Hans Hermann, ein lebhafter temperament- voller Junge, der die nachdenklichen braunen Augen der Mutter hat. Sonst aber zeigt das Bild des Freundes Friedrichs des Großen viel Aehnlich- keit mit dem Vater, dem Feldmarschall. Dieselbe Energie und das dem Leben Aufgeschlossene ist in dem Gesicht des Jünglinas, ein Lächeln umspielt die vollen Lippen, ein sieghaftes furchtloses Lächeln. „Mein Schicksal ist beneidenswert", scheint es zu sagen, „mir ward der Heldentod vergönnt, vergönnt mein Leben für den größten der Hohen- zollern hinzugeben — beklagt nicht meinen frühen Tod". Golden liegt die Mittagssonne auf den Bildern schöner, rosig geschminkter Damen, gleitet über die Puderperücken, Goldbrokat kostbarer Kleider leuchtet auf. Die eine dieser Damen muß eine Blumenfreundin gewesen sein, sie hebt mit zierlicher Handbewegung blaue Hyazinthen und Maiglöckchen an den Ausschnitt ihres goldenen Kleides. Eine andere zeigt sich als zärtliche Mutter und umfängt liebkosend chre beiden Kinder. Unter diesen Damenporträts hat sich ein echter Pesne gefunden. Aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist auch das verblaßte Pastell einer jungen Dame, die ein Tafchentüchlein an das zarte Gesichtchen drückt, unter den gesenkten Lidern aber recht kokett den Beschauer anblickt. Dies ist ein Fräulein von Kalden, die alle Ursache hat, sich der Nachwelt so tränenreich zu zeigen. Zwei junge Kattes, Stiefbrüder des Enthaupteten, so wird erzählt, entbrannten gleichzeitig in heißer Liebe zu dieser jungen Durne; das Schwert mußte entscheiden, wer sie besitzen sollte, aber beide erlagen den im Duell erlittenen Wunden, und das schöne Fräulein von Kalden blieb trauernd zurück. An den Enden des Saals ist je ein Kamin, auf einem der breiten Marmorsimse liegt eine ernste Reliquie der Kattes, ein scharf geschliffenes Schwert, ein Richtschwert. Auf seiner fein ziselierten Flachseite stehen die Sprüche: „Die Herren steuern dem Unheil — Ich executiere ihr Endurteil." Und: „Wenn ich das Schwert hi heben, wünsch ich dem Sünder das ewige Leben." Dieses Schwert wurde einst zur Hinrichtung des jungen Hans Hermann benutzt. Die Kattes aber haben es später erworben und hüten es — eine ehrenvolle Reliquie, kein Andenken der Schmach, in ihrem Haus. Eine Glastüre führt auf eine breite Treppe in den Garten hinab. Das schmiedeeiserne Treppengeländer schmückt graziöses Blattgerank, und Mars und Minerva, zwei steinerne Barockfiguren halten oben Wacht. Vögel nisten in dem reich mit Kriegsornamenten geschmückten Frontispiz, fliegen zirpend aus und ein. Unten blüht es noch in leuchtenden Farben. Auf dem Rabattenweg liegt ein großer Ball, hier haben Kinder gespielt. Zwei stramme Jungens kommen herangelaufen, ihre blonden Haarschöpfe leuchten in der Sonne, ihr Lachen klingt in die feierliche Stille des Ahnensaals. Sie kommen verwildert und staubig vom Felde, die Jungens, sie sind auf dem Trecker gefahren, haben mitgeholfen — junge Sprossen des uralten Geschlechtes, blühendes Leben und verheißungsvolle Zukunft. oder 41 oder 42, sondern im Jahre 1943 ober 44 würde dann England „die Tonnage besitzen, um große Truppentransporte zu verschiffen, die wir dann über die Ozeane zu schicken haben". Denn dann sei England so weit, bann beginne die Offensive. Im Jahre 1943 ober 1944, wenn die B-Boote unb bie beutschen Bomber England die Möglichkeit gegeben haben, die englische Produktion zu ent- wickeln, die jetzt allerdings gestört ist. Eigentlich dürfte nämlich nach den Prophezeiungen Churchills überhaupt kein deutsches U-Boot mehr vorhanden sein. Bereits am 1. Oktober 1939 rief er emphatisch: „Wir haben bie Ozeane und wir haben die Sicherheit. Das dritte wichtigste Er- eignis bleibt, daß der U-Bootkrieg gegen das Leben Englands sich bisher erfolglos erwiesen hat. Die britische Flotte jagt die U-Boote Tag und Nacht". Am 12. November 1939 sagte Churchill: „Wir haben die U-Boote unter die Kontrolle bekommen, die U-Boote haben einen schweren Zoll zahlen müssen. Die erste Phase des Krieges haben wir bereits gewonnen." Am 27. Januar 1940 aber sagte er wörtlich: „Mindestens die Hälfte der U-Boote, mit denen der Feind den Krieg begann, ist zerstört worden und die Neubauten sind bisher weit hinter den eigentlichen Schätzungen zurückgeblieben." Und jetzt? Die in zahllosen Reben versenkten ober durch die berühmten englischen Erfindungen zerstörten deutschen U-Boote sind eine furchtbare Gefahr, wie Churchill selbst bezeugt, und werden nach seiner Meinung noch furchtbarer werden. Gibt es eine vernichtendere Selbstentlarvung als diese Worte des falschen englischen Propheten? E. 8. Plutokratische Vermögen. In nordamerikanischen Grundstücken angelegt. Mailand, 6. Nov. (Europapreß.) „Regime Fascista" entnimmt der nordamerikanischen Zeitung „New Bork Saturbay Evening Post", baß bie englische Königsfamilie einen Teil ihres Vermögens für alle Fälle in nordamerika- nifchen Grunb stücken angelegt habe. Weitere englische Persönlichkeiten hätten gleichfalls hoch- werttge Grundstücke in Neuyork erworben. Die reicheren Emigranten hätten bereits seit geraumer Zeit den flüssigen Teil ihrer Kapitalien in Sicherheit gebracht. So seien auch Gebäude der berühmten Fifth Avenue in englischen Besitz gekommen. Die Königin Wilhelmine von Holland be- sitze ein ganzes H ä u s e r v i e r t e l im schönsten Teile Washingtons. Die Geländekäufe der englischen Aristokratie dauerten trotz des Ausfuhrverbotes der englischen Valuta an, weil die britischen Plutokraten ihre Kapitalien rechtzeitig in den Vereinigten Staaten in Sicherheit gebracht hätten. Zweifellos könne des Vertrauen der leitenden Kreise in den Sieg lIroßbritanniens nicht besser veranschaulicht werben. Die Armen bagegen, so führt das italienische Blatt aus, die Tag und Nacht bie beut- schen Bombardierungen aushalten müßten, hätten alle Folgen der verbrecherischen Polittk der Chur- chill, Eben. Dufs-Äroper usw. zu erleiden. Man dürfe jedoch der Duldsamkeit eines Volkes nicht zuviel trauen. Auch das gutmütigste Tier könne tollwütig werden. Englische Bomben auf jugoslawische Stadl. Rom, 6. Nov. (DNB.) Zu der von ausländischer Seite gemeldeten Bombardierung der in Südserbien an der griechischen Grenze gelegenen Stadt Morr ast ir durch unbekannte Flugzeuge erflärt die Agentur Stesani, daß sicheren Unterlagen und Belegen zufolge bie angreifenben Flugzeue englische Blenheim-Bomber waren. Es sei von britischer Seite ber Versuch unternommen worden, Italien biese unqualifizierbare Bombardierung zuzuschreiben. Dieser Versuch ist vollkommen fehl- geschlagen. Italien hat am gleichen Tage in der fraglichen Gegend eine einzige Bombardierung, nämlich bie ber griechischen Stabt Phlorina, durchgeführi. Die italienischen. Behörden sind im Besitze von Aufnahmen, die unzweideutig beweisen, daß das getroffene Ziel tatsächlich Phlorina ist, eine Stadt, bie leicht auf Grunb ihrer Lage in der Nähe von Seen und anderer charakteristischer Gelänjie- punkte erkannt werden kann. Die italienische $5onv vardierung von Phlorina hat um 16.30 Uhr stattgefunden, während die Bombardierung von Mo- nastir gegen 13 Uhr erfolgt sein soll. Ein Bombenangriff auf Monastir könne also nur von Engländern unternommen worden sein. Italien habe zu Jugoslawien sehr herzllche Beziehungen, und es sehe darauf, sie weder trüben zu lassen noch zu trüben. Zu den englischen Behauptungen, italienische Flugzeuge seien mit griechischen Hoheitszeichen über griechischem Gebiet geflogen, wirb erklärt, auch bie Englänber wüßten, daß die italienischen Flugzeuge als Erkennungszeichen am Flugzeugschwanz ein weißes Kreuz trügen. Daß dieses Kreuz dem in der griechischen Flagge ähnele, ermächttge aber niemand zu dem Manöver, bas van der englischen unb griechischen Presse versucht worben sei. SollMndvergewaliiglwerden? ■bon unserer Beniner Schriftleitung. Es fällt auf, daß der irische Freistaat neuerdings in den Reden britischer Politiker und in den Auslassungen der britischen Presse immer häufiger genannt wirb. Die dabei zutage tretenbe Tendenz ist ziemlich eindeutig. Hören wir, was Winston Churchill in seiner letzten Unter- Hausrebe zu diesem Punkte sagte: „Die Tatsache, laß wir die Süd - unb Westküste Irlands ür die Versorgung unserer Flotten und unserer Flugzeuge nicht verwenden unb badurch den Handel nicht schützen können, durch den sowohl Irland wie auch Großbritannien leben— diese lat- ache ist eine sehr schwere und sehr schmerzhafte Bürde für uns, eine Bürde, die niemals auf unseren Schultern hätte lasten dürfen." Mit anderen Worten: Churchill gibt seinem Bedauern Ausdruck, die irische Neutralität nicht schon längst gebrochen unb das Land militärisch besetzt zu haben. Nun pflegen englische Minister solche Selbstbezichtigungen nicht auszusprechen, besonders nicht in Kriegs- und Notzeiten, wenn sie nicht entschlossen sind, den „Fehler" alsbald wieder gut zu machen ... Nicht umsonst verzeichnete auch der offizielle Reuterkom- mentar bie Tatsache, daß mehrere Abgeordnete bie Meinung ausdrückten, „bie Lage wäre bestimmt an» bers, wenn Jrlanb seine Flottenstützpunkte Großbritannien zur Verfügung stelle". Nicht umsonst wurde ber aus Irland stammende Unterhäusler T i n k e r bemüht, an de Valera und das irische Volk zu appellieren, sie sollten doch ihre gegenwärtig neutrale Haltung noch einmal einer Prüfung unterziehen. Deutlicher konnte wohl die englische Absicht nicht unterstrichen werben, Luft- unb Flöt- enstützpunkte für die britische Kriegführung in Irland zu gewinnen. Da man nun aber in London so gut wie in Berlin weiß, daß die Regierung Irlands ihre Neutralität unbedingt aufrechterhalten und sie nötigenfalls, wie de Valera wiederholt erklärte, mit allen Machtmitteln verteidigen will, so kann den jetzigen Anspielungen Churchills und Genossen nur der Charakter einer erpresserischen Drohung zuerkannt werden. Es sollte uns nicht wundern, wenn demnächst auf der Liste der von England mißbrauchten und vergewalttgten Länder ein neues Opfer zu verzeichnen Ware. Ev. mundete gab. Weitere Bombeneinschläge bei San Vito bei ftormanni hatten acht Tote und sechs Verwundete zur Folge. Die griechische Bevölkerung flieht aufs Land. Rom, 7. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die mit dem Diplomatenzug über Belgrad aus Griechenland ein- getroffenen Italiener bestätigen die Nachrichten über die chaotische Lage in Griechenland. Die griechische Bevölkerung fluchtet aus Den Städten aufs Land, vor allem in Richtung nach Süden und auch in die Hauptstadt Athen, das bisher von den italienischen Flugzeugangriffen verschont geblieben ist. - Auch in der griechischen Hauptstadt herrscht die größte Unordnung. Es fehlt an Perkehrs- Mitteln. Die Geschäftsleute halten trotz der gegenteiligen Weisungen des MinisterpräMienten Metaxas ihre Läden geschlossen. Die italienischen Flüchtlinge klagen über Mißhandlungen ihrer Landsleute durch die aufgehetzte griechische Bevölkerung, die in ganz Griechenland nicht nur Häuser unb Geschäfte der Italiener, sondern auch italienische Schuleinrichtungen und sogar Konsulate zu stürmen versucht. Im Piräus mußte der italienische Konsul sein Konsulat mit dem Revolver gegen eine wütende Volksmenge verteidigen. In Kreta hielt der Inspektor der faschistischen Organisatton mit einer Hand voll Schwarzhsmden das Haus des Fascio gegen den Ansturm einer wütenden Menge. Zahlreichen Italienern gelang es, in das Gesandtschaftsgebäude in Athen zu flüchten. Sie konnten von dort rm Diplomatenzug die Fahrt nach der Heimat antreten. Die anderen Italiener wurden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht, die meist in unmittelbarer Nähe van Militärzentren und kriegswichtigen Anlagen errichtet wurden. Emir Abdullah in Kairo. S t o ck ho l m, 6. Nov. (Europapreß.) Emir Abdullah von Transjordamen ist zu einem Besuch in Kairo eingetroffen. Da sich Kriegsminister Eden noch in Kairo aufhält, muß der Reise des Emirs besondere Bedeutung beigemessen werden. — Eden Zeitschristen. — „Freude am Leben", Bilderzeitschrift des Reichsbundes für Biologie, Verlag Hugo Berrnühler, Berlin-Lichterfelde. Die vorn Bundesletter des Reichsbundes für Biologie, Dr. Walter Grelle, herausgegebene, sorgfällig ausgestattete unb vorzüglich rebigierte Monatsschrift bringt dem Naturfreunde mit jedem neuen Heft eine Fülle lebendigen Wissens, unmittelbarer Anschauung und vielfältiger Anregungen. Der Stoff ist unerschöpflich wie das natürliche und kreatürliche Leben selbst. So untersucht im Leitaufsatz des Novemberheftes Professor Otto Großer die Beziehungen zwischen Erbanlagen und Körperbau und beleuchtet die anatomischen Grundlagen menschlicher Individualität, lieber Geschlechter im Pflanzenreich berichtet an Hand guter Bildbeigaben ber Münchner Dozent Dr. Fritz Geßner. Dr. G. von Frankenberg stellt als neues deutsches Süßwassertier in Wort unb Bild eine zierliche Garnele vor. Für die Erhaltung der Schöpfräder als technischer Kulturdenkmäler in der fränkischen Landschaft setzt sich Dr. H. Dohrer ein. Ein besonders hübscher, reich bebildeter Beitrag von Dr. habil. Fritz Steiniger schildert das Ausfliegen junger Uferschwalben. Diel Interessantes und Neues bietet wie immer die Rubrik kleine Beiträge aus allen Gebieten". Buchbesprechungen, ein Ueberblick über die einschlägigen Neuerscheinungen unb die beliebte Preisfrage schließen das Heft ab. Stockholm, 6. Nov. (Europapreß.) London erlebte vom 5. zuan 6. November die berühmte Guy- Fawkes-Nacht im Luftschutzkeller. Es handelt sich um den 3 0 4. Lu s ta l a r m, den London in dios-vm Krieg erlebte. In früheren Jahren war ganz London in der Guy-Faweks-Nacht zur Erinnerung an die Pulververschwörunia unter König Jakob I. 1605 von explodierenden Feuerwerkskörpern und Raketen erleuchtet. „Allehanda" berichtet aus London, daß die deutschen Lustangriffe sowie das Feuer der englischen Bobenabwehr der Stadt doch ein anderes Aussehen verliehen hätten, als dies vor Ausbruch des Krieges der Fall gewesen sei. Die Bevölkerung habe sich in dieser Guy- Faweks-Nacht das Feuerwerk sparen können. Der britische Nachrichtendienst teilte mit, daß die Angriffe „früyer begannen als gewöhnlich". London hatte von den späten Nachmittagsstunden bis zum Mittiwochmorgen einen durchgehenden Luftalarm, zahlreiche Bombenflieger zeigten sich über ber Stadt. Nicht nur London wurde angegriffen, fonbern auch bie Midlands, Ostengland sowie Ostschottland. Eine Stabt in ben Midlands erlebte in der Nacht nicht weniger als drei größere Angriffe. Auch der südenglische Kriegshafen Southampton ist am Mittwochabend von starken deutschen Fluaformationen angegriffen worben. Rätselraten herrscht in Londoner Militärkreisen über die Taktik ber beutschen Luftwaffe. Es wird erklärt, die deutschen Maschinen kämen von ganz anderen Stützpunkten als früher und flögen ihre Ziele aus anderer Richtung als wie bisher an. Die finnische Wochenschrift „Svenska Botten" weift auf einen Artikel der englischen Zeitschrift „News Statesman and Nation" hin. Dort sei in äußerst scharfer Form auf die Mißständ e in dem schwer heim gesuchten London und die wachsende Welle des Pessimismus unb der Kriegsmüdigkeit hingewiesen. Die Pfarrer aus Eastend berichten, daß an sie fortlaufend unangenehme Fragen über den Krieg gerichtet würden; wann das Elend vorüber fei, wieviel Tote es gegeben habe, bas seien bie üblichen Fragen, aber niemand forme sie beantworten. Zu Taufenden seien die Leichen noch unter den Ruinen begraben, in zahlreichen abgebrannten Gebäuden feien viele um- gekamrnen, die man niemals identifizieren könne. Heber die Stärke ber deutschen Luftangriffe im allgemeinen und in den letzten Tagen im besonde- London in der Guy-Iawkes-Nacht. Ans den Höhen des pindns. MienifcherWehrmachtbericht. Rom, 6. Rov. (DRV.) Der italienische Wehr- machlberichl vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: 3m Epirns-Abschnitt und auf den höhen des Pindns find die Operationen im Gange. Feindliche Angriffsversuche nördlich des ka- pestica-Pasies, und zwar den südlichen Ausläufern des Presba-Sees, find unter Mitwirkung der Luftwaffe, die die Verbindungswege und die feindlichen Kolonnen unter heftiges Feuer nahm, zurückgefchlagen worden. Die Brücke über den Isthmus des Presba- Sees wurde unterbrochen, feindliche Kraftwagen unter MG.-Feuer genommen und Truppenkolon- neu mit Volltreffern zersprengt. Unsere Ftiegerverbande bombardierten ferner Straßenkreuzungen im Gebiet von Janina, Met- zovo, die Bahnstation von Phlortn, wobei die Bahnlinie unterbrochen wurde, sowie die Flottenstützpunkte Pylos (Ravarino), Py- räus, Argosiolion sowie die milltärischen Ziele auf Korfu. Ein feindliches U-Boot versuchte einen Angriff auf einen unserer im mittleren Mitlelmeer auf Fahrt befindlichen Geleilzüge. Liu zum Geleit gehörendes ren liegen wieder einige charakteristische Berichte vor. So äußerte ber amerikanische Botschafter in London, Kennedy, der sich gegenwärtig in Washington aufhält, in einer Erklärung gegenüber der amerikanischen Agentur INS., London beziehe von den Deutschen „fürchterliche Hiebe". Der Londoner Vertreter des. Madrider „ABC", Calvo, sagte in einer Schilderung über den Nachtangriff zum 5. November: Die Luft war durch Das Getöse erfüllt, bie Häuser zitter- t e n und schwankten, als ob sie den Vetts- tanz hätten. Seine Umgebung habe er am nächsten Morgen nicht mehr wiedererkannt; denn, so schreibt Calvo: „Meine Straße ist nicht mehr meine Straße". Der amerikanische Publizist Dewitt Mackenzie („New Port Sun") hält die Ernährungslage Englands für „wenig zufriedenstellend" und erklärt, die englische Admiralität müsse, wenn sie „der Wahrheit nahekommen wolle" sicher mehr als die bisher von ihr eingestandenen Verluste von 2,6 Millionen BRT. Handelsschiffsraum zugeben. Die größte Gefahr dieses Winters sind nicht die Bomben, sondern die „Epidemien", schreibt „Göteborgs Handels- unb Schiffahrtszeitung" aus London. Das schwedische Blatt erklärt, die Menschen in den Schutzräumen seien nicht mehr so apathisch wie früher, sondern versuchten eine gewisse Ordnung zu halten. Die Seuchengefahr fei indessen groß, und selbst die Aerzte hätten zugegeben, baß die Gesundheit der Kinder durch den langen Aufenchalt unter der Erde unterminiert werden müßte. Die in Lonbon zurückgebliebenen Kin- ber feien nervös geworden unb heruntergekommen. Ein bekannter englischer Psychiater , soll erklärt haben, daß die Nerven der Kinder buchstäblich zerfetzt würden. Die psychologische Wirkung ber Bombardements sei ernster als bie physische. „Die Kinder bekommen weder frische Luft noch Schlaf, noch regelmäßige Mahlzeiten. Masern und Scharlach breiten sich heftig aus. Wenn das ’fo bis zum März wettergehe, werden die Betten in ben Krankenhäusern für bie Epibemiekran- ken nicht ausreichen. Die Menschen bieten 400 bis 500 Pfund Sterling für alte Wochenendwagen, die neu 200 Pfund kosteten. Die Nachfrage nach neuen Autos übersteigt die Produktion. Tausende von Menschen haben sich in derartigen Autos niedergelassen und wohnen verhältnismäßig sicher in einem gewissen Abstand von London und anderen gefährdeten Gebieten entfernt." Torpedoboot griff in raschem Manöver an und versenkte es. In Rordafrika verfolgten unsere Schnellkolonnen den Feind bis 50 Kilometer südöstlich von Sidl Varani. Feindliche Flugzeuge warfen erfolglos Bomben auf das Fort Maddalena und Gar ul Grein, wo es drei Verwundete gab. In Ostafrtka zogen sich feindliche Panzerwagen, die in der Gegend des Sciuscaib-Gebirges auf unsere Kolonnen stießen, zurück und ließen einen Offizier tot auf dem Gelände. Einige indische Gefangene fielen in unsere Hände. Ein Jagdflugzeug vom Gloucester-Typ wurde von unseren Jagdfliegern bei Matemma abgeschossen. Eines unserer Flugzeuge bombardierle im Roten Meer unter militärischem Schuh fahrende Frachtdampfer. Bei feindlichen Luftangriffen auf Lherin gab es einen Toten und zwei Verwundete, bei Kisimayo und bei Gerille weder Opfer noch Sachschaden. Feindliche Flugzeuge haben in der vergangenen Rächt versucht, Reapel zu erreichen, wurden aber von der prompt einsehenden Luftabwehr zum Abdrehen gezwungen. Einige Bomben, die bei Surbo, einem Dorfe in der Provinz Lecce, fielen, haben zwei Häuser zerstört, wöbe! es sechs lote und vier Ver- Zum 125. Geburtstage und zum 35. Todestage des Malers Adolf von Menzel, die beöde in dieses Jahr fallen, bringt die Monatsschrift ,Kunst dem Volk" (Herausgeber: Professor Heinrich Hoffmann; Verlag Heinrich Hoffmann, Wien) einen Gsdenkaufsatz von Fritz Hansen mit einer Reihe von Reproduktionen, unter denen sich die verhältnismäßig wenig bekannte maleri che Kostbarkeit ,Zunge Dame, bet der Lampe lesend^ befindet. Ein sehr reizvolles, durch die Jahrhunderte hin ergiebiges Thema — „Die Musik in der Malerei" — behandelt Dr. Walter Buchowiecki an Hand charakteristischer, z. T. hochberühmter Gemälde; die Linie führt von Giorgione, Terborch und Grünewald bis zu Schwind unb Menzel. Verkttnfe eingetroffen 03746 am Stttdt. 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Sie begründete diesen Schritt mit der Sequestrierung ausländischer Fahrzeuge durch die rumänische Regierung, von der etwa sechzig kleine britische Fahr- von 8- 9 Ubr'Jir. 1101-'1150 von 9-10 Ubi Nr 1151 1200 oon 10-11 Ubr Nr 1201 1250 von 11-12 Ubr Nr 1251-1300 Samstag. 9 November 1 4 alten lt er. will, । und ischen nicht oon ander Ev. ARYLAM ein feststehender Begriff erfolgreicher Kosmetik MARYLAN-HAUTCREME MARYLAN-ZAHNPASTA Das Ritterkreuz für schneidige Offiziere der Lustwaffe dienst tätigen BDM.-Mädel belauft sich auf insgesamt 66 000. Rekordhackfruchternte. Die Schätzung der Hackfruchternte, die das Statistische Reichsamt soeben veröffentlicht, bestätigt die Erwartung, daß wir in diesem Jahre trotz des Krieges Ernterekorde auf diesem für Volksernährung wie Futtermittel gleich wichtige en Gebiet erwarten konnten. Im Großdeutschen Reich, ohne die neuen Ostgaue und ohne Protektorat, wird Fahrrad-Aßmann Gießen, Neustadt 20______ Freitag, den 8. 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Nach dem Angriff schoß ans dem ersten Frachter eine riesige Stichflamme hoch. Er brennt, er brennt, habe ich geschrieen und immer fester mit dem MG. reingehalten ..." „Wir haben ja nicht so viel gesehen", erzählten Bordmechaniker Feldwebel R. und V. Bordschütze, Gefreiter K., „wir haben bloß geschossen, auf jeden Pott, den wir bloß reinkriegten. Und besonders auf die Flak. Die verfolgte uns nämlich noch, als wir schon längst wieder tief aufs Wasser herunterdrückten. Rechts und links peitschten die Geschosse Wasserfontänen auf. — Wir haben ja auch 10 Flak- und MG.-Treffer in der Kiste drin." — In diesem Augenblick beginnen die Abendnachrichten des Rundfunks. Klar und deutlich tönt es durch den Raum: „Bei Great Yarmouth versenkte d i e B e - satzuna einer He 111 in kühnem Tiefangriff einen Zerstörer und drei Frachtschiffe aus einem stark gesicherten Geleitzug." Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels stattete am zweiten Tage seines Prager Aufenthaltes dem Staatspräsidenten Dr. Hacha einen längeren Besuch ab. Der neuernannte rumänische Gesandte in Berlin, Constantin Grecianu, ist in der Reichshaupt- stadt eingetroffen. Im Namen des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop wurde er vom ftellvertrtetenden Chef des Protokolls, Vortragendem Legationsrat von H alem, begrüßt. . * In Bukarest traf eine Gruppe von 200 Hitler- jungen ein unter Führung der Gebietsführer Blomquist und Huisgel. Mit einer Abordnung der faschistischen Jugend wird sie in Jassy an den Feiern des 8. November teilnehmen, der der Gründungstag der legionären Bewegung und der Namenstag des Königs ist. käste Englands, das trotz stärkster Flak- und Jagdabwehr durch zielsichere Bombentreffer vollkommen zerstört wurde. — Hauptmann Storp gelang die Vernichtung eines Zerstörers in norwegischen Gewässern, Beschädigung von 12 000 Tonnen Han- delsschifssraum an der englischen Käste, Versenkung eines Truppentransporters auf einer französischen Reede, erfolgreiche Angriffe auf Stabsquartiere und Eisenbahnknotenpunkte in Nordfrankreich, Nacht- einsätze mit Bomben und Minen auf das französische Küstengebiet. Mit seiner Kampfgruppe gelang es ihm, zwei Zerstörer und 65 000 Tonnen Handels- schifssraum zu versenken. Bei Nachtangriffen auf englische Flughäfen wurden Hallen und Anlagen sowie Flugzeugfabriken völlig zerstört. — Oberleutnant Peltz hat als Staffelkapitän bei allen Sturmangriffen seiner Gruppe mit Umsicht, Kaltblütigkeit und Treffsicherheit entscheidende Erfolge erzlett. Im Osten zerstörte er die Bahnknotenpunkte Miechow und Kamienne sowie die Bahnstrecke Cholrn-^Wlo- dowa. Im Westen konnte er feindliche Panzersammlungen zerstören. Vor Dünkirchen versenkte er einen vollbeladenen Transporter' ihm gelang die Unterbrechung einer Eisenbahnlinie und die Vernichtung eines Transport- und Munitionszuges. Bei äußerft schwieriger Wetterlage im englischen Luftraum gelang ihm ein wirkungsvoller Angriff auf einen Flugplatz mit dreimaligem Anflug aus niedrigster Höhe. Berlin, 6. Nov. (DNB.) Der Führer und )berste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, telchsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes: Major Hahn, Major Petersen, Najor Ktetz, Hauptmann Storp und Oberleutnant P et h. Major Hahn hat seine Kampfgruppe in fast ^glichen Angriffen auf London zu bedeutsamen Erfolgen geführt. Besonders hervorzuheben sind babei die Versenkung eines Dampfers sowie das ßnbranbmerfen eines weiteren Schiffes. In zahl- leichen Tiefangriffen wurden Flugplätze, Industrie- unb Dockanlagen erfolgreich mit Bomben belegt. — Najor Petersen hat mit seiner Kampfgruppe im Kampfgebiet um Narvik wesentlich zur Entlastung er dort kämpfenden Erd truppe beigetragen. In der Nordsee, tut Atlantik und in England wurden 03 000 Tonnen Schiffsraum versenkt. Die hervor« agendsten Leistungen dieser Gruppe sind in erster ?inie das Verdienst ihres Kommandeurs, der durch ein fliegerisches Können und feine Erfahrung zu em großen Erfolg entscheidend beigetragen hat. — Najor Kleß konnte mit seiner Kampfgruppe innerhalb von drei Monaten in ständigem Einsatz gegen England 780 000 Kilogramm Bomben ab« tneren. Gekrönt wurden diese Erfolge der Gruppe burch den Angriff auf ein für die britische Rä» Itungsinbuftrie wichtiges Flugzeugwerk an der Süd- Sorgfalt zürnenden. Entsprechend dem Grundsatz, daß die Industrie den billigsten Lohnen folgt, soll die Verlegung der hochqualifizierten japanischen tertllinbuftrie nach K o- rea und China schon jetzt lebhaft gefördert werden. Auf dem Gebiete des Warenhandels sollen ftreuge plamvtttschastliche Grundlagen Mr Durchführung gelangen. In den Berichten heißt es weiter, daß Japan sich nicht leichten Herzens au der Uebernahme jener riesigen Aufgabe des Ausbaues einer solchen wirtschaftlichen Neuordnung im Raume von Ostasien entschlossen habe, daß aber die von Nordamerika und England her drohende Erdrosselung der japanischen Wirtschaft zu solchen Plänen zwangsläufig geführt hätte. Wieder Attentat auf japanischen Offizier in Schanghai. Schanghai, 6.Nov. (Europapreß.) In Fortsetzung der antijavanischen Terrorakte in Schanghai wurde der japanische Leutnant Hisao Wakamura am Dienstaanachmittag durch mehrere Schüsse in den Rücken schtver verwundet. Leutnant Wa- kamura gehört dem japanischen Marineltab in Schanghai an. Die Attentäter blieben unbekannt. Der UeberfaU erfolgte, als Leutnant Wakamura in Uniform durch die unter japanischer Kontrolle stehende internationale Niederlassung von Schanghai spazieren ging. Da sich im gleichen Bezirk vor kur- Acm schon einmal ein Attentat ereignete, bei dem der japanische Major Yoshie Isobe auf ähnliche Weise erschossen wurde, sieht man die Lage als sehr bedenklich an. gertum konnte für die bulgarische Nation gefährlich werden. Ebenso könnte die Tätigkeit des Judentums einen internationalen Einschlag tragen. Im Gesetzentwurf werden Mischehen zwischen Bulgaren und Juden verboten. Die Zahl der jüdischen Schüler in den bulgarischen Schulen foirb bestimmt werden. Die jüdische Zuwanderung nach Sofia wird untersagt. Für die Aerzte und Rechtsanwälte wird für die Zulassung der Juden ein Prozentsatz festgelegt. Im Zeitungs- und Verlagswesen sowie beim Theater und in der Filmindustrie können Juden nicht beschäftigt werden. Kein Unternehmer darf mehr Juden als Bulgaren einstellen. Unternehmen mit vorwiegend bulgarischem Kapital dürfen Juden nicht in leitenden Stellungen beschäftigen. Jüdisches Kapital und jüdischer Besitz dürfen nicht nach dem Ausland übereignet werden. (PK.)....... 7. Nov. (DNB. Funkspruch.) Kampfflieger — man sagt: Das sind die Fra ch - er der Luftwaffe. Stimmt. Und man sagt weiter: Kampfflieger sind stur. Stimmt auch. Bis zu i-nem gewissen Grade müssen sie ja stur fein. Sie lind nicht mit den wendigen Jägern zu vergleichen. Unbeirrbar mässen sie oft durch das Feuer der Flak, durch Nebel und Vereisungsgefahr dem Ziel entgegen. Diese „Sturheit" ist schon ein Ehrenname geworden. I Jn aller Herrgottsfrühe ist Start. Der He 111 geht cuf Kurs — in die Nordsee hinaus. Nach etwa ein« fündigem Flug wird in der Höhe von Lovestoft im rsten Dämmerlicht unten e i n Geleitzug posiert. „3a, ich weiß schon, was Sie sagen wollen. Sie Nollen sagen: So ein Geleitzug ist schwer gesichert Ji-nb die Schutz stak schießt verteufelt gut. Stimmt, Irnmt. Aber Sie wissen es ja selbst — wer denkt Tan, wenn einem das Glück einen solchen Brocken if dem Teller serviert?" — Ich zücke verstohlen n Bleistift. Oberleutnant von K. aber weist auf n Feldwebel R.: „Mein Beobachter hat ja mehr sehen als ich am Steuerknüppel." „Beim Hinflug hatte ich erst geglaubt: „Vor- oftenboote. Aber dann sah ich lauter dicke jwarze Striche nebeneinander: Aha, Geleit- ii g. Als wir darüber wegflogen, blinkte uns sogar ner an. Er hatte uns also nicht erkannt. Und als ir sie dann anflogen, im Tiefflug von vorn heran, »chzlshen knapp über die Masten und Deckauf- luten weg, da blinkten sie wieder, nur schwach, es ar ja schon ganz hell. Zuerst nahmen wir uns nen Zerstörer aufs Korn. Längsschiff Bomben lein — da begann die Flak erst zaghaft, dann aus ollen Rohren: „Tomaten" und MG.-Salven. Der Geleitzug, es waren etwa 18 bis 20 Schiffe, fuhr in versetzter Doppelreihe. Wir eine Rechtskurve und bem ersten Frachter bie nächsten Bom - b e n rein. Dann kam ein U-Boot, da hab' ich mit dem MG. draufgehalten. Linkskurve — Frachter wr. zwei. Wieder ein großer Pott, vielleicht 8000 Tonnen. Wieder Rechtskurve und die letzten Spreng- unb Branbbomben braus. Unb bann roieber runter auf See. Was sonst war, bas weiß ber Funker, Unteroffizier 23. bester: ,Hebe Bombe haute hin. Konnte ja gar nicht banebengehen bei ber Höhe. Auf allen zeuge betroffen wurden, die eine Gesamttonnage i von 17 500 BRT. hoben sollen. ♦ Der Großdeutsche Rundfunk überträgt am Freitag, 8. November, von 16 bis 16.40 Uhr, aus München die Eröffnung der Ausstellung „Deutsche Größe" mit einer Rede des Reichsleiters Alfred Rosenberg. Der spanische Außenminister Serrano Suner hat am Mittwoch wiederum den deutschenBotschafter von Stohrer empfangen, ebenso den italienischen Botschafter und bie Botschafter von Frankreich unb ber Vereinigten Staaten. * Der aus Athen kommende Italien ische Diplomatenzug, mit dem der italienische Gesandte Grazzi, bas Gefandtschafts- und das Konsularpersonal sowie verschiedene Italien-Heimtehver mit ihren Familien die Heimreise aus Griechenland nach Italien angetreten haben, hat am Dienstag um 21.40 Uhr die jugoslawische Grenze passiert. * Sämtliche schweizerischen Zeitungen mit Ausnahme oer „Neuen Zürcher Zeitung" und der „Basler Nachrichten" sind in Italien der• boten worden. Die italienischen Behörden erklären, daß in der gesamten schweizerischen Presse in den letzten Tagen planmäßig aus anti-italienischer Quelle stammende unwahre, Italien abträgliche Meldungen veröffentlicht worden seien. Kriegsarbeit des BDM. Im Rahmen der Kriegsaufgaben der HI. haben auch die BDM.-Mädel umfangreiche Aufgabenge- biete gefunden. In ber Jugendhilfe kommt nur die ältere BDM.-Führerin in Frage, die sich beim Pflegekinderschutz, im Vormundschaftswesen, bei der Schutzaufsicht und bei ber Fürsorgeerziehung betätigen kann. BDM.^Führerinnen sind als Erzieherinnen in Jugendheimstätten der NSV. eingesetzt worden. In der Eiholungsfürsorge werden BDM.- Führerinnen als Gruppenführerinnen tn den Kindererholungsheimen eingesetzt. Als zu Beginn des Krieges die NSV. Hilfskindertagesstätten eröffnete, stellte der BDM. seine älteren Mädel zur Verfügung. Dankbar wurde von Müttern und Kindergärtnerinnen die Anordnung ausgenommen, baß während der dunklen Herbst- und Wintertage bie Kinder aus den Kindertagesstätten von BDM.- Mädeln ab geholt und sicher nach Hause geleitet roei- den sollen. Für das WHW. ist eine erstaunliche Zahl von gehäkelten, gestritten und umgeänderten Klei- dungAtücken und Spielzeugen erzielt worden. Nichr weniger als 263 664 Kleidungsstücke und 219 048 Spielzeugstücke sind an die NSV. ab geliefert worden, unter Beachtung der Anweisung, daß bas Spielzeug solide und zweckmäßig sein soll. Besonders im Anfang des Krieges erwies es sich als notwendig, den Bahnhofsdienst der NSV. zu erweitern, um den vielen Flüchtlingen vor bem polnischen Blutterror und den Rückgeführten aus dem Westen behilflich zu fein. Mit großer Begeisterung waren gerade bie Mädel aus diesem Gebiet tätig im Betreuen von Kindern und Säuglingen, beim Austeilen der Verpflegung, beim Koffertragen und sonstigen Hilfsleistungen. Die Zahl der im Bahnhofs- eine Rekordkartoffelernte oon 58,9 Millionen - Tonnen erwartet. In den neuen Ostgauen wird der Ertrag auf 11,2 Millionen Tonnen ge- schätzt. Insgesamt ist demnach für Großdeutschland mit einer Kartoffelernte von 70,1 Millionen Tonnen zu rechnen. Was das bedeutet, wird klar, wenn man bedenkt, daß im Altteich für rd. 70 Millionen Menschen bei Beginn der Erzeugungsschlacht eine Kartoffelernte von 50 Millionen Tonnen als ehr nach etwa erst zehn Jahren zu erreichendes Ziel gefetzt wurde, und zwar zu einem Zeitpunkt, als bie durchschnittliche Kartoffelernte bei 40 bis 42 Millio- nen Tonnen lag. Mit ber diesjährigen Kartoffelernte von 70 Millionen Tonnen für 90 Millionen Menschen ist dieses Ziel also weit überschritt t e n. Auch für Zuckerrüben liegt mit 18,4 Millio. nen Tonnen- im Reich ohne bie neuen Ostgaue die Vorschützung um fast eine Million Tonnen über der ber vergangenen Rekordernte. In den neuen Oft- gauen ist eine Zuckerrübenernte von 2,8 Millionen Tonnen zu erwarten, so daß sich die Gesamtzucker. rübenernte aus 21,2 Millionen Tonnen stellt. Auch die Futterrüben unb Kohlrüben haben sehr günstige Ernteerträge aufzuweisen. Unsere Schwemehalter können daher jetzt den Nachwuchs beim Schweinebestand wieder vermehren und mehr Schweine zur Mast aufftellen. Eine verstärkte Schweinehaltung liegt ober auch Im Inter, esse der Kartoffelerzeuger, da bei der Rekordernte unmöglich alle Kartoffelmengen als Speisekartoffeln verwendet werden können, bie der Erzeuger dafür verwenden möchte. Die günstige Hackfruchternte stellt endlich eine wichtige Voraussetzung für die Milch* erzeugung dar und damit für bie entscheidende Fett* quelle. Selbstverständlich ist solange wir Krieg haben trotz ber hervorragenden Ernte größte Sparsamkeit auf allen Gebieten notwendig._____________ Tokio, 6. Nov. (Europapreß.) Das japanische Kabinett hat einen Zehnjahresplan angenommen. Japan hat — wenngleich mit Bedauern — anerkannt, daß bie auf freihändlerischer Grundlage aus- gebaute Weltwirtschaf tsperiode an ihrem Ende angelangt ift An bie Stelle ber bisherigen Weltwirtschaft treten autarke Wirtschafts- räume. Der bereits im Rohbau fertiggestellte Ben-Block, ber aus den Ländern Japan, Mandschukuo und China gebildet wirb, stellt das Kernstück des g r o ß a s i a t i s ch e n Wirtschaftsraumes dar. Er sqll innerhalb ber nächsten zehn Jahre mit äußerster wirtschaftlicher Ratio- nalttät vervollkommnet werden. Dabei wird jedem Gliedstaat die ihm von der Natur Angewiesene Aufgabe zur Lösung zugewiesen. Japan selbst, mit seiner hochentwickelten Bevölkerung und den höchsten Vroduktionskosten, übernimmt den Ausbau der besonders wichtigen Industrien, wie Werkzeugmaschinen, Präzision »Maschinen, Motoren, Flugzeuge und auch chemische Industrien, ebenso sonstige schwertndusttielle Einrichtungen. Demgegenüber ist es Aufgabe von Mandschukuo und China, vorwiegend sich der Förderung vorhandener Rohstofse, wie Kohle, Erze, Salze zu widmen und sich Weiterverarbeitungs-Organisationen anizuÄiedern. Den beiden Kontinentalmächten des Den-Vlockes fällt außerdem die besondere Ausgabe zu, ihre landwirtschaftliche Erzeugung derart zu steigern, daß die 500 Millionen zählende Bevölkerung ber drei- Blockstaaten eine sichere Er- nährunasgrundlage erhalten. Mandschukuo und China sollen dabei dem Anbau ber Sojabohne und China insbesondere auch bem der B aumw olle für Exportz wecke ihre besondere tampliOD fast neu, mitteb eiche,m.Platten, für 35 Mk.zu verkaufen. 5O12D Frankfurter Straße 31 v. r. | Kaufgesuche"] Fahrrad- Anhänger sofort zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. u. 03747 an b. Gieß. Anz. Gut erhaltener RohrplattenkoHer (Müdlero.ähnl.) zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03744 a. b. G. A. Gedr. weißer Damentiltei zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt .03739 Qttben Gießen. Anzeig. > Giefeener Vortragsring Goethe- Bund, Kulturelle Vereinigung (fr. Kauf männischer Verein), Volksbildungsstätte Giehen und Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Dienstag, den 12. November 1940, abends Uhr, Neue Aula der Universität: Lichtbildervortrag; von Kurt Hielscher: Sonne über Italien Die Hitglieder des Boethe-Bandes, der Kulturellen Vereinigung und der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde haben auf Mitgliedsausweis, Kontrollabschnitt Nr. 8, bis zu 8 Plätzeh freien Eintritt. Ebenso haben Mitglieder des Vorira ssrinaes der KdF. gegen Vorlegen des Mitgliedsausweises freien Eintritt. M tglieder der NS. Franenschaft, des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat erha ten Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf., Michtmltglieder zu RM. 1.— bei Challier, Neuenweg, Kartenvorverkaufssteüe der KdF., Seltersweg 60, und Abendkasse. Die Angehörigen des Veranstaltnngsnnges der H J. erhalten Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von 30 Pf., Studenten, Militär und die übrigen HJ.- und BDIÜ.-Angehörigen zu 40 Pf. 5002V Voranzeige: 25. Nov Lichtbillenortrafi: Proi. Krieg. M klöooo von3 bis 20 v.H. erhalten Sie bei Wledeh NaCniaSSu dottsll VsMsatlichimgeo einer Anzeigei Gliederreißen Gicht-Schmerzen Frau Marie Lorenz, Private, Wien 23, Ftschamenb I. W. 227, schreibt am 25. 1. 40: „Seit Jahren litt ich an Gliederreißen il gichtischen Schmerzen in den Kniegelenken so stark, daß ich zeitweise einen Stock benützen mußte. Schon nach Verbrauch weniger Trineral-Oval- tabletten konnte ich nachts wieder schlafen u. heute nach wenigen Monaten sind die Schmerzen bereits ganz verschwunden il kann mit meinen 62 Jahren u. 106 kg Körpergewicht marschieren wie früher." Bel Gicht, Rheuma, Ischias,Herenlchub.Erkültrmgskranr- heilen, Grippe, Nerven- u. Kopfschmerzen helfen die hoch- wtrks. Trineral-Ovaltabletten. Sie werden auch v. Herz-, Magen- u. Darmempfinöltchen best. vertragen. Mach. Sie sof. ein. Versuch! Ortgvckg. 20 Tabl. nnr 79 Pfg. In all. Slvoth. eröältl. 0. Trincral GmbH., München C 27/547. Verl.Ste kosten!. Brosch. „Lebensfreude durch Gesundheit!" Der Lugendarrest, Auftakt zur Reform des Lugendrechts. Berlin, 6. Nov. (DNB.) Aus Anlaß der Einführung des I u g e n d a r r e st e s veranstaltete der Jugendrechtsausschuh der Akademie für deutsches Recht eine Kundgebung. Reichsjugendführer A x m a n n betonte, daß die Stellung der Jugend in der völkischen Lebensordnung der Stellung der Jugend in der Rechtsordnung unseres Volkes entsprechen müsse. Reichsleiter von Schirach habe den Satz geprägt: „Richt, daß der Jugendliche bestraft wird, scheint mir das wesentliche Ziel, sondern daß er und seine Gemeinschaft die an ihm vollzogene Strafe als einen erzieherischen Akt empfindet". Oberstes Ziel der Jugenderziehung sei, jedem Jugendlichen, der es verdiene, und der noch zu retten sei, zurückzugewinnen. Der Jugendarrest soll die kurzfristige Freiheitsstrafe ersetzen und die Verurteilungen unter Bewilligung von Bewährungsfrist beseitigen. Der Reichsjugendführer erörterte sodann den gleichzeitig eingeführten Jugend d i e n st a r r e st der HI. Bisher wurde der Jugendliche, bei dem der Appell an die Ehre nicht mehr fruchtete, aus der Gemeinschaft der HI. ausgeschieden. Aus der HI. als der Staatsjugend kann nurmehr der Jugendliche entfernt werden, der sich der Zugehörigkeit zu dieser Gemeinschaft unwürdig erwiesen hat. Die HJ.-Unwürdigkeit steht aber der Wehrunwürdigkeit gleich. Unser Ziel ist jedoch, zu erziehen, und zwar gerade auch diejenigen, die sich gegen die Gemeinschaftsordnung vergangen haben. Rur in ganz schweren Fällen der Verletzung der Gemeinschaftspflichten kann noch ein Ausschluß erfolgen. Zur Sicherstellung der Disziplin bedürften wir deshalb einer Dienststrafe, die auch den Jugendlichen trifft, der nicht mehr durch den Appell an seine Ehre zu leiten ist. Deshalb ist der Jugenddienstarrest eingeführt worden. Staatssekretär Dr. F r e i ß l e r erklärte, der Jugendarrest will durch die aufrüttelnde Wirkung einer hart gestalteten, kurzen Freiheitsentziehung das Ehrgefühl des Jugendlichen wachrufen, ohne ihn ehrmindernd zu treffen. Demgemäß sollen nur solche Jugendliche dem Jugendarrest zugeführt werden, die einer solchen Aufrüttelung zugänglich sind. Daher muß auch der Vollzug der Strafe verständnisvoll gestaltet werden. Die Oeffentlichkeit ober soll ihn auffassen als ein Mittel der Zucht, das keine Schande für den Jugendlichen bedeutet. Jugendarrest ist kein Gefängnis, aber auch kein bloßer Schularrest. Die Elternschaft kann völlig beruhigt sein, denn während des Vollzugs sind die Jugendlichen dem Jugendrichter anvertraut, der sich persönlich um sie kümmert. Der Vollzug findet in Räumen der Justiz, die nicht Gefängnis sind, in Einzelhaft statt. Die Geschlechter sind getrennt, Mädchen werden nicht von Männern bewacht. Keiner kann vom anderen etwas Schlechtes lernen. Auch soll unter Berücksichtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit des einzelnen Arbeit geleistet werden. Der Vollzug steht unter ärztlicher Aufsicht, so daß körperliche Schäden nicht zu besorgen sind. Der Verkehr mit der Außenwelt ist beschränkt auf erziehliche Besuche. Der Jugendarrest wird nicht im Strafregister vermerkt. Reichsjustizminister Dr. Gürtne-r wies darauf hin, daß die Einführung des Jugendarrestes einen Anfang der großen Reformarbeit auf dem Gebiete des Jugendrechtes bedeute. Das Anwendungsgebiet des Jugendarrestes liege grundsätzlich dort, wo zum ersten Male ein Jugendlicher strauchele. „Wir haben", so schloß der Minister, „das sichere Bewußtsein, daß die deutschen Jugendrichter, in deren Hände das.neue Gesetzesinstrument zur Anwendung gegeben worden ist, mit Liebe und Verantwortungsbewußtsein diese Aufgabe anpacken und sie zum Besten des deutschen ^Volkes lösen werden." Staatssekretär Dr. Freister vom Reichsjustizministerium schreibt in der sozialpolitischen Zeitschrift „Das Junge Deutschland", daß nicht die Bestrafung das wesentliche Ziel des Jugendstrafrechtes sei, sondern daß der Jugendliche und seine Gemeinschaft die an ihm vollzogene Strafe als einen erzieherischen Akt empfinden. Der Jugendarrest, den der Richter als Wochenendkarzer bis zu vier Wochenenden und als einwöchigen bis einmonatigen Jugendarrest verhängen kann, darf nicht „mit Bewährungsfrist ausgesetzt werden. Er läßt das Strafregisterblatt des Jugendlichen unbeschrieben. Er soll aber, ohne die Ehre des Jugendlichen anzuzweifeln, wie eine ernste Gefängnisstrafe warnend und aufrüttelnd wirken; sein Vollzug muß daher besonders nachdrücklich gestaltet werden. Seine Parallele in der Bewegung findet der Jugendarrest im Jugenddienstarrest der HI. Der Jugendarrest soll die nichtjugendgemäßen kriminellen Strafen auflösen, z. B. die Geldstrafe, die Haft und die etwa zwei- bis dreimonatige Gefängnisstrafe. Die Schockwirkung des Jugendarrests muß im Vollzüge, etwa durch strenge Tage bei Wasser und Brot und hartem Lager, ebenso zum Ausdruck kommen wie der Appell an die Ehre. Diejenigen Jugendlichen allerdings gehören nicht in den Jugendarrest, deren Erbmasse entweder so belastet oder die bereits so abgebrüht sind, daß von einer Schockwirkung bei ihnen keine Rede sein kann. Moralische Ansteckungsgefahr wird im Jugendarrest nicht bestehen, weil er als Einzelhaft gestaltet wird. Die Jugend muß den Jugendarrest als ein Mittel der Zücht auffassen. Sie muß davor bewahrt wer- den, entweder romantisierend im Jugendarrest etwas zu sehen, was dem Nachsitzen in der Schule oder dem einstigen studentischen Karzer ähnlich ist oder den zu Jugendarrest verurteilten Kameraden als ausgestoßen anzusehen. Aus aller Wett. Landesverräter hingerichtet. Die vom Volksgerichtshof wegen Landesverrat und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens am 19. März 1940 zum Tode verurteilten 23 und 20 Jahre alten Hermann und Hugo S t e i g l e i t e»r aus Speyer sind hingerichtet worden. Sie haben als Spione einer fremden Macht deutsche Befestigungsbauten und andere wehrwichtige Anlagen und Vorgänge in Westdeutschland ausgekundschaftet. Weiter sind der 39jährige Wilhelm Paten, der 44jährige Valentin C z e ch und der 52jährige Franz R a tz k i, die der Volksgerichtshof ebenfalls zum Tode verurteilt hat, hingerichtet worden. Sie haben in den Jahren 1938 und 1939 aus Gewinnsucht für den Nachrichtendienst einer fremden Macht Agenten geworben und Ausspähdienste geleistet. Massengrab der Vorwelttiere. Sowjetrussische Gelehrte machten kürzlich in einem bei Baku gelegenen See eine interessante Entdeckung. Dort fand man auf dem Grund des Gewässers eine etwa 2 Meter tiefe Schicht, die nur aus Gebeinen bestand. Während obenauf Skelette noch heute lebender Tierarten lagen, befanden sich zu unterst schließlich Knochen und Schädel von Urwelttieren, die jetzt ausgestorben sind. Naturwissenschaftler sind mit der Sichtung der Funde beschäftigt und senden laufend Tierskelette an das Archäologische Museum in Moskau. Man vermutet, daß sich im Wasser des Sees bisher unbekannte Gifte befinden, denen die Tiere bei der Tränke zum Opfer gefallen sind. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. Nov. (Vorbericht.) Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 40,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 74, Hammel 18 bis 51, Schafe 15 bis 44, Schweine 50 bis 58 RM. Marktverlguf: alles zugeteilt. SJ-fpor/ Der kommende Handbattsonntag. Bereichsklasse: Mtv. Gießen — Tv. Kirchgöns Tv. Hörnsheim — Tv. Hochelheim Tv. Lützellinden — Tv. Dornholzhausen Tv. Katzenfurt — Tv. Garbenheim Die Gäste aus Kirchgöns, die der Mtv. empfängt, zählen zu den spielstärksten Mannschaften der Runde und haben bis jetzt eine ausgezeichnete Partie geliefert. Sie kommen deshalb auch am Sonntag mit Aussichten nach Gießen, zumal sich die einheimische Elf bis jetzt immer noch nicht gefunden hat. Wir wissen, daß es ohne weiteres möglich wäre, eine Ueberrafchung herbeizuführen. Das aber läßt sich nur machen, wenn die einzelnen Mannschaftsteile zufammen harmonieren. Das aber hat man bei Gießen bisher vermißt, während Kirchgöns in j^der Beziehung vorbildlich zusammen arbeitet. Wie oft mögen sich die beiden Lokalgegner schon gegenübergestanden haben? Immer wieder stoßen sie mit wechselndem Erfolg aufeinander. Einmal ist es Hörnsheim, das die Oberhand behält, in der letzten Zeit hat Hochelheim verschiedentlich gewinnen können. Wie wird es diesmal? Das ist eine Frage, die sich nur am Schlüsse des Treffens beantworten läßt. Lützellinden hat Aussichten, ein günstiges Ergebnis gegen die Gäste herauszuholen. Einmal ist es der Vorteil des eigenen Platzes, zum anderen aber die Tatsache, daß Dornholzhausen letzten Sonntag recht deutlich verlor. Auf der anderen Seite ist kaum anzunehmen, daß die Gäste abermals in einen derart krassen Fehler verfallen und leichtfer- tig zwei wertvolle Punkte verschenken. Sie haben beute noch Aussichten, in der Spitzengruppe zu vleiben. Verlieren sie aber noch weitere Spiele, ist es aus. Garbenheim sollte nach seiner vorsonntäglichen Leistung zu urteilen, in Katzenfurt ziemlich sicher gewinnen. I. und ll. Klasse. Tv. Grünmgen — Tv. Krofdorf Tuspo W.-Niederairmes — Tv. Wetzlar Tv. Nauborn — Atzbach Tv. Garbenheim II. — Tv. Großen-Linden In Grünmgen rechnet man wieder mit einem .roßen Spiel, das hoffentlich in den Grenzen des Erlaubten bleibt und das vor allen Dingen Aufschluß über die tatsächliche Stärke beider Gegner gibt Einstweilen ist die Frage, wer die stärkste Einheit ins Feld stellt, noch ungeklärt. Auch in W.-Niedergirmes kann man auf einen harten Kampf tippen. Hier geht es um die Vorherrschaft im Wetzlarer Handball und darum, wer den Anschluß in der Spitzengruppe der I. Klasse behält. Nauborn sollte gegen Atzbach knapp gewinnen. Großen-Linden wird selbst auf des Gegners Platz den Vorspielsieg wiederholen können. Jugendspiele. Watzenborn-Steinbera — Lich Garbenteich — Hausen Großen-Buseck — Mtv. Gießen Klein-Linden — 1900 Gießen Holzheim — Mtv. Gießen Lang-Göns — Grünmgen Handball in Watzenborn-Steinberg Zum weiteren Bannmeisterschaftsspiel standen sich am vorigen Sonntag die Jugendmannschaften vom Turnverein Heuchelheim und Watzenborn-Steinberg auf dem Sportplatz an der Neumühle in Watzenborn-Steinberg gegenüber. In der ersten Halbzeit spielte Watzenborn-Steinberg mit dem Wind und konnte gegen den körperlich kräftigeren Gegner ein 3:3 halten, mußte sich dann aber in der zweiten Spielhälfte gegen den Wind weitere 10 Treffer gefallen lassen, an denen, allerdings der einheimische Torhüter nicht ganz schuldlos war. Heuchelheim war besser und gewann verdient. Lugendfußball der Gp.-Bg. 1900. D ie 1. Jugend Mannsch aft der Blauweitzen empfing am vergangenen Sonntag die 1. Jugendmannschaft des Tv. Großen-Linden zu einem Freundschaftsspiel und mußte eine 3:1-Niederlage hinnehmen. Die Großen-Lindener begannen das. Spiel mit dem Wind zum Bundesgenossen mit schnellen Angriffen und kamen im Verlauf der ersten Halbzeit zu drei Toren. Nach dem Wechsel drängten die Gießener den Gegner in seine Hälfte zurück. Großen-Linden spielte mit allen elf Mann im eigenen Strafraum, um so das Ergebnis zu halten. Die Blauweißen kamen schließlich zum Ehrentor. Weitere Angriffe brachten nichts mehr ein. Hauptichriftleiter: Dr. Friedrich SBtlbelm Lange. Stellvertreter de» Hauptfchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politil und Bilder: Dr. ffr. W. Lange: für da» Feuilleton: Dr. Hans Thhriot; für Stadt Gießen, Provtn,, Wirschaft u. Sport: Ernst Blumschew. Druck und Verlag Brühlsche Universttawdruckeret R. Lange K. G. Berlagsletter: Dr.«Jny. Erich Hamann: Bn-eiaenleiter Han» Beck. «MmthnnttfititürdenInhalt Drei gute Gründe: MM» Oie hervorragenden Eigenschaften def „Ästra* Bind das Ergebnis eines besonderen Wissens vom Tabak,seiner Auswahl, Behandlung und Mischung^ Im Hause Kyriazi ist dieses Wissen — in der dritten Generation vom Vater auf den Sohn vererbt —. * als Familientradition lebendig. Das zufriedene „Astra - Schmunzeln" des bedächtigen Rauchers beweist es: Reich und voll ist ihr Aroma. Man merkt es nicht, wie leicht sie Ist Rauchen Sie „Astra" — dann schmunzeln Sie auch! KYRIAZI Jfctra IN DEUTSCHLAND HERGESTELLT ir T. Mil UND QHN£ MUNDSTOG« N 3 1*8« nennt ül Ichr vers< im nord Herdäpfel Schweiz; Huemell lsnglidin Vogtland Hebels ti Jundb! ü«6en I' non denvärts jein", ,2 nett“ spr Verwend bezeichn' Auch ' Inifel an wW den fier,1 luchsen i Wird d so lang begrenzt Kartoffel geführter 1 Tin m ter eine wird, ist um Rot- urrd Wo den Nö loteiniid meint sl bauern er aber Mischen Horen n murrten s jfiitji)1“1 MÄrU" Schon «r r°n iiber=s“' Der w WM Itlqemein 8 (® 30 21. ff« Pete> lud Be men. ! währen! redete, W ui tiger bi Bern eigene l Kämpfer schließt den Erf Weuentb die der. lassen, c hatte di> gelauscht zu früh, 1°. komi Tänzern r°s । Ben gn stummer -Kind beide sct bas Ian bes Ian „Das ®or mix "erdamn Mooren . „Eie 1 ^em er „Sie i N ba tn das ' P. als ftn i k°fil, । terte ir H M.264 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Donnerstag, 7. November MV lieb" in ein." 1 4. Kapitel. zuladen." licht. Eine Singdrossel piepte verschlafen im Geäst 2n5 einer Birke. Ein VUlteUhaftetJlufUUlfrnit 50g feit und l£i Dr.Oaikßf Backpulver,. &u£tn Die zur Eröffnung der Akademie des NSD.-Dozentenbundes der Universität Gießen in der Kleinen Aula (früher (Großer Hörsaal) hetgerichtete Ausstellung „Landschaftsgebundene Wissenschaft" des NSD.-Dozentenbundes in Gießen hat bisher erfreulich starken Besuch gehabt, der die hochgespannten Erwartungen der Ausstellungsleitung noch erheblich übertroffen hat. An jedem Tage fanden sich bisher vormittags und nachmittags in nahezu ununterbrochenem Zustrom nicht nur die Studierenden der Universität, sondern auch zahlreiche Volksgenossen aus Stadt und Land in der interessanten Schau ein. Bis gestern abend wurden bereits rund 2500 Besucher gezählt. Diese Zahl durfte bis zum nächsten Sonntagabend, wo die Ausstellung geschlossen wird, sicherlich noch eine erhebliche Steigerung erfahren. Bei einem Gang durch die Ausstellungsstände erhält der Besucher einen vielseitigen Ueberblick über die Forschungsarbeit und die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf den verschiedensten Gebieten. Anhand von Schaubildern, Photos, Tabellen, Druckschriften in Buch-, Broschüren- und Faltblattform, graphischen Aufzeichnungen, Materialproben, Gestein und Bodenentnahmen usw., wie auch anhand von Ausarbeitungen, Manuskripten und Gemeinschaftsarbeiten, Apparaturen und ähnlichen Mitteln der wissenschaftlichen Arbeit kann man reiche Umschau halten. Aus dem Bereich der Medizinischen Fakultät lernt man aus dem Ausstellungsrundgvny zunächst Ausschnitte der Erb- und Rasseforschung in Hessen (Professor Dr. 5). W. Kranz) kennen. Ueber Sterbilich- keitsstatistik an Embolien berichtet Professor Dr. H. Storck. Von Professor Dr. Fr. Bernhard wird das Auftreten des Wundstarrkrampfes in Oberhcssen behandelt, während Dr. habil. L. Rathcke Material über das Vorkommen der Wundstarrkrampf- (Te- kühler Morgenwind kräuselte den See, die Sterne erstarben ich fahlen Blau. Der Waldboden duftete „Und Sie, kleine Kollegin, steigen zu mir ein, wenn es Ihnen recht ist." „Gern", sagte Anni. Und als der Wagen vorsichtig anfuhr, fügte sie hinzu: „Ich glaube fast, ein kleines Mißgeschick kann manchmal ein großes Glück {gjq: 200 g LDeijenmehl 6 g (2 geftr. Teel) Dr. Oetker „Backin'. 25 g (1 gehäufter EßL) Zucker. 1 Päckchen Dr. Oetker üanillinjudwc. 1 Eiweiß, V) Eigelb. 1 Eßlöffel entrahmte frifthmdch. SO g Margarine ober Schweineschmalz Füllung: 4-) 7 50 g Rpfel 50 g Korinthen ober Rosinen. 1/4 flaschcken Dr. Oetker Rum - Aroma. 1 Päckchen Dr. Oetker Oanilknzucker. 50-75 g (2-3 gehäufte Eßl) Zucker. flum Bestreichen; Vs fiflelb. „Ich Habe Ihnen weh getan!" sagte Anita. „Mein Gott, es wäre mir lieber, Sie würden mich an- chreien, oder mit Klage drohen, oder sonst was. Ihre Güte erdrückt mich. Und ihre Traurigkeit chneidet mir ins Herz, weil ich sie verschuldet habe." „Nicht Sie, mein Kind. Ein Dritter hat die ganze Geschichte verschuldet, und er kann nicht einmal etwas dafür." „Ein Mann?" fragte Anita leise. „Ja, ein Mann! Aber reden wir nicht darüber. Wir wollen lieber überlegen, wie Sie aus der Geschichte herauskommen. Sie haben übrigens einen blendenden Erfolg gehabt." „Das verdanke ich Ihrem Namen." „Nicht zu bescheiden sein, kleines Mädchen. Mein Name hat Ihnen ermöglicht, öffentlich zu tanzen, aber den Erfolg haben Sie sich selbst geholt.' „Durch den künstlerischen Kredit gestützt, den Sie hatten. Eine Vera Verries wird nicht von der Kritik abgelehnt, selbst wenn sie nicht besonders gut Peter Renz lehnte sich in den breiten Sessel, der im Vorzimmer zu dem Allerheiligsten des 'Herrn Ohlsen stand, steckte sich eine Zigarette an und sagte: „Na, schön! Wenn Herr Ohlsen nicht zu sprechen ist, dann warte ich eben." Der junge Mann, der die Anmeldung bediente, warf einen ironischen Blick auf Peter Renz und antwortete: „Dann können Sie sich für mehrere Wochen und Monate hier einrichten!" „Das paßt ja ausgezeichnet. Da ich von Ihnen kein Geld herauskriegen kann, bin ich ohnehin nicht in der Lage, mir ein Hotelzimmer zu nehmen oder nach Deutschland zurückzufahren. Ich werde eben hierbleiben!" Er öffnete seinen Handkoffer und nahm ein Butterbrot heraus. Der Botenmetster, der Peter Renz nicht ganz verstanden hotte, merkte, daß der junge Mann im Begriff war, sich hier häuslich niederzulassen. ,Zch wende Ihnen den Buchhalter geben", sagte er in gebrochenem Deutsch und führte Peter Renz durch eine Flucht von Büroräumen in das Zimmer eines mürrischen alten Mannes. „Herr Ohlsen ist verreist?" eröffnete Peter Renz das Gespräch. Der Buchhalter nickte bekümmert. „Wann kommt er wieder?" Der Buchhalter zuckte die Achseln. „Unbestimmt! „Und meine Forderungen? Sie werden doch zugeben, daß es kein Zustand ist, wenn eine Firma die Briefe einer anderen Firma einfach nicht beantwortet." Er warf seine Zigarette wütend tn einen Marmoraschbecher, auf dessen Rand ein zor- Niger Stier au<5 Bronze sich zum Sprung anschickte. Der Mann, den ein graues, dürftiges Bärtchen auszeichnete, sah Peter aus wässerigen Augen an. Er schien die sachlichen Reden des jungen Mannes nicht zu verstehen. Mit äußerster Muhe legte er sich die Worte zurecht, die er in weinerlichem Tonfall von sich gab. „Herr Ohlsen ist verreist Wünscht nicht Post zu bekommen. Von Ihrer Forderung ist uns nichts bekannt, mein Herr. (Fortsetzung folgt.) rechtliche Volkskunde von Hessen (Professor Dr. K. Frölich) vertreten. . Die1 Philosophische Fakultät I. Abteilung beginnt mit der Musikforschung im hessischen Raume (Prof. Dr. R. Gerber). Dann folgt die Kunstwissenschaftliche Forschung in Hessen und im Rhein-Main-Gebiet (Professor Dr. Ehr. Rauch). Hierauf sieht man die Arbeiten aus dem Bereich des Hessischen Flurnamen- buches, Gießener Beiträge zur deutschen Philologie, Südhessisches Wörterbuch, Nachrichten der Gießener Hochschulgesellschaft (Professor Dr. A. Götze). Hieran schließt sich der Stand der Arbeiten der Hessischen Vereinigung für Volkskunde (Professor Dr. H. Hep- ding). Den Abschluß dieser Gruppe bildet die Histo- rische Landeskunde an der Universität Gießen (Prof. Dr. G. Tellenbach). . Im Zusammenhang mit der Ausstellung wird den Besuchern an Hand von aufschlußreichem Material, darunter auch Modellarbeiten, ein Ueberblick über die Neubauten der Universität Gießen (Regierungsbaurat Gerlach vom Hessischen Hochbauamt Gießen) gegeben. . Es lohnt sich für jedermann, diese Ausstellung der kostenfreiem Zutritt zu besuchen. 6. Aus der Stadt Gießen. Zwei tüchtige Kriege-helfer. „Schön rötlich die Kgrtoffel sind Und weiß, wie Alabaster. Sie däun sich lieblich und geschwind, Sie sind für Mann und Weib und Kind Ein rechtes Magenpflaster" singt der Dichter Matthias Claudius zum Lob der Kartoffel, dieses ursprünglich aus den - Kordilleren Perus stammenden, bei der Entdeckung Amerikas dort schon weit verbreiteten, im Jahr 1584 von Raleigh nach Irland gebrachten edlen Knollengewächses, das durch Clusius im Jahre 1588 nach Deutschland kam, und dessen Bedeutung für unsere Ernährung jetzt so stark in beiz Vordergrund tritt. Schon im Jahre 1509 spricht der Botaniker Caspar Bauhinus von der Kartoffel als „Solanum tuberosum“, während er sie auf deutsch als „Grll- belnigsbaum" oder „Knollenbaum" bezeichnet. Der Name Kartoffel ist entstanden aus der Bezeichnung „Tartüffel", wie die Kartoffel beim ersten allgemeineren Bekanntwerhen im 18. Jahrhundert hieß (und heute noch in manchen Landschaften heißt), während sie der Botaniker Peter Laurenberg schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts Erdbirnen nennt. Führt sie doch überhaupt je nach der Gegend sehr verschiedene Namen, die biedere Kartoffel. In Sachsen und Thüringen, in Bayern, Schwaben und im nördlichen Franken nennt man sie Erdäpfel, .Herdäpfel, in der Oberpfalz, um Elsaß, in der Schweiz: (als Sonderbezeichnungen kennt Schwyz Guemeli", Graubünden „Hertöffeln" und das Ober- Engadin „Artöffels"). Am Rhein, in Franken, im Vogtland, in Unterösterreich, der Oberlausitz, sowie in Hebels alemanischem Gebiet bezeichnet man sie als „Grundbirnen" oder „Grumbire", in Westfalen aber heißen sie „Knollen". Wohingegen man in Tilsit von ,Larunkeln", in Posen von „Kartüffeln", anderwärts von „Grüblingen", „Erdbrot", „Erdtüf- feln", „Tüffeln", „Jakobsäpfeln" oder „JakobSbir- nen" spricht. Man sieht fast so zahlreich wie die Verwendungsmöglichkeit der Kartoffel sind auch ihre Bezeichnungen. Auch der Humor des- Volkes hat sich der Kar-' toffel angenommen: er spricht von einem „Kartoffelgesicht", einer „Kartoffelnase", die Sachsen in den Herzogtümern schalt man Königliche Kartoffelsachsen und der bayrische Erbfolgekrieq hieß im Mund des Volkes ,Kartpffelkrieg", weil er etwa so lang währte, wie die Kartoffelernte. Schier unbegrenzt sind die Verwendungsmöglichkeiten der Kartoffel, uyd so wird sie uns zum treuen „Kriegs- die liebenswürdigste Frau trinken, die ich jemals kennengelernt habe. Auf Vera Verries!" „Skai“, sagte die Tänzerin lächelnd. „Und auf den Optimismus der Jugend." „Es ist schon ganz hell draußen", meinte Peter nach einer Weile. „Wenn es Ihnen recht ist, konnten wir losfahren." „Gern", sagte Vera Verries. „Aber ich habe eine Bitte an Sie." „Beschämen Sie uns nicht —" „Nein, wirklich eine große Bitte! Ich möchte Ihre kleine Freudin entführen. Sie soll in Stockholm mein Gast sein. Wissen Sie: es gibt Augenblicke, wo man schlecht mit sich allein fertig werden kann." . , < .. Jetzt, im erwachenden Tageslicht, sah Anita die bläulichen Schatten der llebermübung unter den großen dunklen Augen der Tänzerin. Statt aller Antwort preßte 2(nni Veras Hand an ihre Wange. „Sie interessieren mich, mein Kind, und ich brauche.Mlenkung. Es ist also ein ausgesprochen selbstsüchM-r Trieb, der mich veranlaßt, Sie ein- 3000Kilometer Äeöe Roman von Olly Boeheim 21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Peter Renz hatte den Lampion entzündet und lud Vera ein, in dem warmen Zelt Platz zu nehmen. Dann ging er an die Bereitung des Grogs, während Anni wie ein kleiner Wasserfall drauflos redete, die Hand der Frau an ihrer Seite unbewußt umklammernd, als gelte es, von einem Beichtiger die Absolution zu erringen. Vera Verries unterbrach das Mädchen nicht. Ihre eigene Jugend zog an ihr vorüber, mit all ihren Kämpfen, Rückschlägen und enttäuschten Hoffnungen. Schließlich der Erfolg, und dann die ewige Angst, den Erfolg zu halten, die Angst vor den Jüngeren, Neuentdeckten. Nun war sie da, eine Jüngere, eine, die der Zufall in Vera Verries Spuren hatte treten lassen, oder war es mehr? War es Schicksal? Oft hatte die Tänzerin in banger Frage in sich hmem- gelauscht. Abgehen, ehe die Bahn sich neigte nicht zu früh, aber auch nicht zu spät. Die ganze Sache, so komisch sie an und für sich schien, kam der Tänzerin wje Bestimmung vor. Das junge Mädchen schwieg erschöpft. Ihre großen grauen Augen schwammen in Tränen. In stummer Frage sah sie zu Vera Verries auf. „Kind", sagte die Tänzerin langsam, „wir sind beide schuld. Ich — weil ich zu wenig Wert aus das Tanzen legte, und Sie — zuviel." „Ich kann mir nicht denken, daß man jemals des Tanzens müde werden kann", rief Aum. „Das habe ich mir auch gedacht, als ich jo alt war wie Sie, meine Kleine. Aber man wird müde, verdammt müde mit der Zeit. Und dann soll man aufhören." . ., „Sie sind doch noch so jung', sagte Anni mit einem erstaunten Blick auf die Frau an ihrer Seite. „Sie sind sehr liebenswürdig", erwiderte Vera „und das Licht ist galant, das Ihr junger Freund in das Zelt gehängt hat. Aber ich habe das Gefühl, als fei ich plötzlich sehr alt geworden. In drei Tagen und drei Nächten." Sie senkte das feine Profil, und das glatte blauschwarze Haar schimmerte im gedampften Licht. ___ „Ja", fuhr Dera fort, „eine Tochter, der ich alles schenken könnte, meinen Namen, mein Können, kurz, jemand, der mich ablöst —" „Ich verstehe Sie sehr gut!" sagte Anni weich. „Alles klar .zum Abschleppen", rief Peter Renz dazwischen. „Ich setze mich in den Wagen und lenke.' es heißt: „Auch unser edles Sauerkraut, Wir sollen's nicht vergessen. Ein Deutscher hat's zuerst gebaut, Drum ist's ein deutsches Essen. Wenn solch ein Fleischchen weiß und mild Im Kraute liegt, das ist ein Bild, Wie Venus in den Rosen." E. B. herb und stark. „Ich glaube, wir können schon ohne Licht fahren", sagte-Dera Verries. „Das irritiert nur auf den schmalen Wegen." Peter Renz verstaute die Sachen im Wagen. Vera Verries stand mit Anita am Waldrand, der felsig über dem See anstieg. „Wissen Sie", sagte sie leise, und 'ihre Augen tranken die fremde Schönheit des erwachenden Tages, „daß ich mir immer gewünscht habe, eine Tochter zu haben, ein Kind, das meine Kunst fort, setzen wird, wenn ich einmal alt bin?" *■' Anita sah schweigend in ihr blasses, schönes Ge- Material deutlich. Die Veterinärmedizinische Fakultät ist zunächst mit Ausschnitten über veterinärhygienische Forschungen im hessischen Raume (Professor Dr. K. Beller) vertreten. Heber die Unfruchtbarkeit des Rindes mit besonderer Berücksichtigung der Trichomo- nadenseuche berichtet Professor Dr. D. Küst. Das Arbeitsfeld der Wildkrankheiten in Hessen bringt Professor Dr. Dr. h. c. Krause dem Besucher nahe. Die Philosophische Fakultät II. Abteilung beginnt ihre Schau mit der Geographischen Abteilung der Hessischen Landesforschung, Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung (Professor Dr. F. Klute). Dann folgt ein Ausschnitt aus dem Arbeitsfeld der wirtschaftlichen Raumforschung in Hessen-Nassau (Professor Dr. E. Willeke). Die Mineralogische Forschung in Hessen ist von Professor Dr. E. Lehmann, zur Zeit bei der Wehrmacht, i. A. Studienrat Dr. Flörke, mit reicher Materialauslese vertreten. Mikroorganismen hessischer Standorte — Hessische Gallenflora bringt Professor Dr. E. Küster vor die Augen der Besucher. Hessische Heilpflanzen — Pslan- zengeographische Erforschung des hessischen Raumes lernt man aus dem Arbeitsfeld des Dozenten Dr. K. Heidt kennen. Die bodenständige Tierzucht im hessischen Raum (Professor Dr. H. Vogel) schließt sich an. Hierauf folgt der Abschnitt von der Steige- Es darf eben nicht-chfr^kommen", sagte er, nachdem er den letzten H^ufgeschnappt hatte. Und wenn es herguskomrU,' halte ich «meinen Kopf hin. Vorläufig ^volle^ i£ir einen Grog auf Den leig bereitet man nach der Anweifung „Apfelpaftete" im heft ..Zeitgemäße Rezepte" oder nack ..fiafelnußhcani" im Bachbuch ..Bachen macht freute" ober nach „ftnetteig-Regeln" im „5chul- hochbuch Ausgabe D ober E". Gut bie hälfte des Teiges imrb für ben Boden einer Spring- ober Auflaufform paffenb ausgerollt unb in bie gefettete form gelegt Don ber hälfte bes übrigen feiges stellt man einen etiool V2 cm hohen Ranb her. _ . Die geschälten Apfel werben in feine Scheiben gefthmtten. mit Korinthen (Rosinen) und bewürben oermifcht unb mit Zucker abgefchmecht Die füllung wirb auf ben feig gegeben, ber Reft bes teiges wirb bünn ausgerollt unb in etwa 1 cm breite Streifen gerädert, bie als Gitter über d'- Füllung gelegt unb mit Eigelb bestricken werben. Bq»3±LL Etwa 40 Minuten bei guter Mittelhche + ) Man Kann auch folgende füllung nehmen: 500 g abgetropftes fiompott(Preifelbeeten. lohanmsbeeren. Stachelbeeren. Pfloumen) werben mit Vs I flompottfaft oermifchtunb jum ftodien gebracht 2 Päckchen Dr. Oetker Soßenpuloer vanille-Geschmack werben mi 1/8 l fiompottfaft ober Master ungerührt Sobalb bas Kompott hockt, wirb das ungerührte Soßenpuwer hineingegeben unb einige Male aufgehockt Man läßt bie fuMg außkühlti) unb lckweckt sie gegebenenfalls mit jucto ob. Iw übrigen flehe obenl ft1.»« n..(d>nel»eM Potte kochen", nicht eben neue Gedanken bezeichnet man als „aufgewärmten Kohl", oder man redet davon, daß einer „kohle", „Kohl schwatze, Kohl mache". Matthias Claudius sagt einmal: „Fremd Kraut und meine Brühe drüber". Zum Schluß aber möge Wilhelm Busch zu Wort kommen, wenn er, ein Lobpreiser des Sauerkrauts, uns Allen wohlbekannt, in „Max und Moritz" von der Witwe Bolte also singt: „daß sie von dem Sauerkohle eine Portion sich hole, wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt." So wie Ludwig Uhland, in besten „Metzelsuppen- Vornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Traummusik". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Herr im Haus." Gießener Vortragsring. Die nächste Veranstaltung, die der Goethe-Bund, die Kulturelle Vereinigung (früher Kaufmännischer Verein), die Volksbildungsstätte Gießen und die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde im Rahmen des Gießener Vortragsringes durchführen, ist ein Lichtbildervortrog des auch in Gießen von seinen früheren Vorträgen her bekannten Bildrhapsoden Kurt H i e l s ch e r. Der Lichtbildervortrag, der für Dieststag, 12. November, in der Neuen Aula der Universität Gießen angesetzt ist, hat zum Thema „Sonne über Italien". Immer und immer wieder erfreut Hielscher die Vortragsbesucher^nit^der^Pracht Ausstellung„LandschastsgebundeneMenschafi" Ein iniereffanter Blick in die vielseitige Arbeit unserer Universität. Mehrfach besungen worden ist das Sauerkraut, auch Cumpest, kaltes Kraut, kurzes oder langes Kraut, Zattelkraut genannt. So berichtet Fischart in seinem „Gargantua" vom ,,milzhering(!) gut zum sauren Kraut", und Philander erzählt: „hie liegt meister Peter im grünen gras, der so gern saur kraut asz". In Uhlands Volksliedern lesen wir: „man trug ihm her ein saures Kraut". Freilich erfreut sich das Kraut nicht überall gleicher Beliebtheit. So heißt's bei Simrock: „Kraut und Rüben haben mich vertrieben. Hätt meine Mutter Fleisch gekocht, So wär ich bei ihr blieben." Und Clemens Brentano läßt seinen Schneider Siebentod klagen: „Ach, alle Tag zwei Kraut macht jährlich zu verdauen siebenhunderdreißig Kraut". Auch im übertragenen Sinne bedient man sich des Wortes Kraut oder Kohl. So spricht man davon, daß „Alles wie Kraut und Rüben durcheinander liege", daß irgend etwas „den Kohl nicht fett mache", früher meinte man mit dem Ausdruck „umbs Kraut reden" soviel wie „Kritik üben", das „Kraut verschütten" heißt so viel wie „in Ungnade fallen", von zwei Dingen, die nicht zugleich ge- chehen können, sagt man wohl „twe kole in einem. geführten". Ein weiterer wackerer Helfer, der in diesem Winter eine wichtige Rolle beim „Durchhalten" spielen wird, ist der Kohl, das Kraut, möge es sich nun um Rot-, Weiß- ober Sauerkraut handeln. Pflanze und Wort (caulis, cölis) wurden ursprünglich von den Römern übernommen, und zwar muß dem lateinischen Ursprung nach zunächst Stengelkohl gemeint fein. Im 15. Jahrhundert erhalten die Weinbauern an der Mosel folgende Erlaubnis: „wen er aber sweinstückes gesetzt hat, soll er macht haben, Mischen sjes fier stöck einen kühl zu sehen'. Wir hören von Kraut als Heilmittel: „kruyt vor die ge- munten". '_____________ tanus-) keime bei den verschiedenen Verletzungen in Oberhessen zur Schau stellt. Die Taubstumncheit in Hessen bringt Prof. Dr. A. Brüggemann an interessanten Beiträgen zur Kenntnis, ferner macht er mit lehrreichem Material aus dem Kampf gegen die Tuberkulose der oberen Luftwege, der unter feiner Leitung in der Heilstätte Seltersberg nachdrücklich geführt wird, bekannt. Die Verbreitung der Haut- Tub erkuloise in den Gauen Hessen-Nassau und Kurhessen macht Prof. Dr. W. Schultze an instruktivem rung der Erträge durch Forschungen auf dem Gebiet von Ackerbau und Pflanzenzüchtung (Professor Dr. G. Sessous), mit der Abteilung für Pflanzen- krankheiten (Sachbearbeiter Dr. Hanf und Dr. Klein, ferner Dr. Glöckner). Weiter kommt man zu der Tafel über die Buchenforschung in Hessen (Professor Dr. G. Funk). Dann kann man die Arbeiten über die Bodenertragsforschung in Hessen (Professor Dr. P. Röttgen) sehen, über die mir im „Gießener Anzeiger" Nr. 254 vorn 26-/27. Oktober 1940 em- gehend berichtet haben. Geologische Forschungen in Hessen (Professor Dr. K. Hummel, zur Zeit bei der Wehrmacht, i. 21. Professor Dr. W. Klüpfel) bilden ben Abschluß dieser Abteilung. Die Juristische Fakultät ist mit Arbeiten über Bi 8 NIVEA. 5ÄÄ tanzt." „Sie meinen, wenn Sie upter Ihrem Namen uen aufgetreten wären, hätten Sie kernen Erfolg ge^ meter hatte das Zelt abgebrochen. E,n habt?" «.".t-f-- KÖM A»o die Sterne „Doch ich hoffe, ich glaube — aber es wäre vielleicht schwerer gewesen." „Ja, was machen wir nun?", tag# bie Tanzerm besorgt. „Denken Sie bloß an bfc Mgen, wenn bie Geschichte herauskommt! Ich gebe in Stockholm einen Tanzabenb-, ba muß bie Seifenblase doch platzen. Schon allein meine Bilder, bie bort überall aushängen, werben, mit ben Ihrigen verglichen, die Sache aufdecken. Ich möchte Ihnen furchtbar gern helfen, aber ich selbst befürchte bie größten Unannehmlichkeiten, roejm es herauskommt. Denken Sie boch: man Ed-mich wegen Kontrakt- bruches verklagen. Decke ich» Sie, bannäftes Beihilfe zum Betrug. Es ift«4tne fchaubMMe He-, schichte." . Peter Renz hatte inzwischen em Holzfeuer an, macht unb kochte vor ^km^Zelt Wasser ab. es kochte, Erodier in das^tzelt und goß bie und einzigartigen Schönheit seiner Lichtbilder, fesselt er durch seinen lebendigen Dortrag und erweckt mit seinen meisterhaften Bildwerken Freude, Staunen und Bewunderung. Ortszeit für den 8. November. Sonnenaufgang 8.35 Uhr, Sonnenuntergang 17.42 Uhr. Mondaufgang 15.16 Uhr, Monduntergang —. NS-GkMiuWsl M Kklisl öiitffi Srenöt Achtung? Med.-techn. Gehilfinnen und med.-technische Assistentinnen. 1. An der staatlich anerkannten Lehranstalt für medizinisch-technische Gehilfinnen und med.-techn. Assistentinnen in 5005V Frankfurt am Main-Süd, Eschenbachstraße 14, werden folgende Vorbereitungskurse gern. § 26 Erste MGAV. o. 17.2. 40 (RGBL. I S. 371) und Ziffer 9 des RdErl. v. 26.6.40 (RMBliV. S. 1292) abgehalten. 1. Röntgenschutzkursus vom 23.11. bis 29.11.1940; Prüfung am 30.10.40. 2. Laboratoriumsschutzkursus vom 7.12. bis 13.12. 1940; Prüfung am 14.12.1940; 3. Strahlenschutzkursus vom 4.1. bis 10.1.1941; Prüfung am 11.1.1941. 2. Die Zulassung erfolgt durch den Leiter der Lehranstalt für medizinisch-techn. Gehilfinnen und med.-techn. Assistentinnen in Frankfurt am Main- Süd, Eschenbachstraße 14. Die Meldung ist spätestens 4 Wochen vor Beginn des Kursus einzureichen. Der Meldung sind beizufügen: 1. ein polizeiliches Führungszeugnis über die Zeit der Berufstätigkeit; 2. ein selbstverfaßter und eigenhändig geschriebener Lebenslauf; 3. soweit vorhanden, die Zeugnisse über die Ausbildung als techn. Assistentin an Medizinischen Instituten; 4. die Zeugnisse über die bisherige Berufstätigkeit der Bewerberin; 5. eine Versicherung gern. § 6 Abs. 3 Satz Erste MGAV. (f. Anm. d. Fachschaft). K. b. F.-Sportamt. „Fröhliche Gymnastik und Spiele“ für Frauen: Jeden Donnerstag, 20 bis 21 Uhr (nicht wie vorgesehen 19.30 bis 20.30 Uhr), Schillerschule, Schillerstraße. 5009V Zweimal im Monat... Zum Opfersonntag am 10. November. Zweimal in jedem Monat ruft das Kriegswin- tevhilfswerk das deutsche Volk zu einer Sammlung auf: Zu einer R e ichsstrasiensammlung und zu einem Opfersonntag. In diesem Dtonat geben sich diese beiden Sammlungen die Hand. An die 3. Reichsstva^enfannnlung durch die Formationen der Partei schließt sich nun der Opfersonntag am kommenden 10. November an. Vielleicht ist dieser Tag bewußt in die Woche gelegt, die das Mal des 9. November trägt, das Blutopferzeichen der Bewegung. Mehr noch als sonst werden mir daran erinnert, daß nur Opfer und Einsatzbereitschaft zum Siege führen, daß das Opfer und der Ein atzwille des einzelnen in der Waagschale des Er olaes wiegen. Tausendfältig hat es sich in diesem Krieg erwiesen, in dem Siege szug unserer Armeen, in den Taten der einzelnen, von denen wir hören. Was bieten wir an Opfern? Zweimal im Monat kommen die Sammler des Krieaswinterhilfs- werks zu uns, zweimal im Monat öffnen wir unsere Hand für die Mütter und für unser« Jugend, für die rückkehrenden deutschen Brüder aus dem Südosten Europas, für die Volksgenossen in den befreiten Gebieten des Westens. Wie wenig ist das, was hnr wirklich bieten im Vergleich zu unseren Soldaten, die mit ihrem Loben einftehen! Daran wollen wir denken an jedem Opfersonntag und geben wollen wir, so viel wir nur können. Nur so zeigen wir uns der Opferbe- reitschaft unserer Soldaten würdig, nur so verdienen wir den Einsatz ihres Lebens. Don Mund zu Mund gehe die Losung: Dein Opfer für den Siegt Keine Beflaggung am 9. November. Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geben bekannt: Die am Gedenktage für die Gefallenen der Bewegung (9. November) übliche Beflaggung der Gebäude unterbleibt in diesem Jahre. Von der „Schwarzen Kunst". Ein aussichtsreicher und schöner Beruf ist der des Buchdruckers. Dieser ist in 3 Jahren als Schriftsetzer oder als Drucker zu erlernen. Ist der Junge ein Heller Kopf, beherrscht er die deutsche Rechtschreibung ausreichend, hat er Sinn für Formgestaltung und Begabung zum Zeichnen und Entwerfen, so hat er das beste Rüstzeug, um Schriftsetzer zu werden. Wer zu den bereits erwähnten Eigenschaften noch guten Farbensinn und technisches Interesse hinzubringt oder gern an Maschinen arbeiten möchte, kann Buchdrucker worden. Während der Schriftsetzer den Satz von Büchern, Zeitungen, Katalogen und vielen verschiedenen Formularen und Drucksachen, die im täglichen Leben gebraucht werden, herstellt, so gehört zur Aufgabe des Druckers, daß er den vom Setzer hergestellten Satz in die Druckmaschine nimmt und davon druckt. Beide, der Setzer und der Drucker, sind Jünger des großen deutschen Meisters Johannes Gutenberg, des Erfinders der Buchdruckerkunst. Wer gut gelernt hat und tüchtig in seinem Fach geworden ist, dem stehen später weitgehende Aufstiegsmöglichkeiten offen, mit denen er es zum Meister, Abteilungsleiter oder gar zum Betriebsleiter bringen kann. Wer Lust und Liebe für den schönen Buchdruckerberuf hat, soll sich bei einer ihm bekannten Buchdruckerei melden, die sich mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzen wird. Es besteht auch die Möglichkeit, daß durch die Schulklasse der zur Entlassung kommenden Schüler Betriebsbesichtigungen von Druckereien veranlaßt werden können, um das Besondere und Schöne der „Schwarzen Kunst" zu zeigen und zu sehen. Was der Schriftsetzer und der Buchdrucker gefertigt haben, wird von dem Buchbinder weiter derarbeitet und besonders den Büchern durch schöne Einbände das äußere zierende Kleid gegeben. Außer dem Buchbinden sind noch eine Menge anderer Fertigkeiten zu erlernen, wie das Falzen der Druckbogen, das Schneiden und Beschneiden der fertigen Drucksachen, das Prägen, Stanzen und viele andere Dinge. Jungens, die Schönheitssinn haben, die auf Reinlichkeit halten und gewissenhaft sind, sollten sich dem Buchbinderberuf widmen. Werbeausstellung des Kaninchenzuchtvereins. Der Aufklärung dient eine Werbe- und Lehrschau des Kaninchenzuchtvereins Gießen, die am Samstag und Sonntag im „Burghof" veranstaltet wird. Die Werbeschau wird nur die vom Reichsnährstand zugelassenen Wirtschaftsrassen enthalten, während die Lehrschau vor allem der Beratung und Vermittlung für solche Volksgenossen dienen soll, die Kaninchenzüchter ^werden wollen. Die Nachfrage bei dem Kaninchenzuchtverein nach geeigneten Jungtieren ist sehr groß; denn in dieser Zeit erinnert sich mancher Volksgenosse gern des kleinen, bescheidenen Haustieres, das ihm jetzt markenfreies Fleisch liefert Die Zahl der Kaninchenhalter hat stark zugenommen, ihre Enttäuschung ist groß, wenn die Tiere nicht gedeihen ober gar eingehen. Aus diesem Grunde will der Kaninchenzuchtverein Aufklärung treiben. Die Zucht der Kaninchen ist sehr einfach, wenn man die richtigen Rassetiere, einen geeigneten Platz und vor allem einen zweckdienlichen, lichten Kaninchenstall besitzt. Die Hauptnahrung des Kanin« chens besteht ja aus Abfällen und Unkräutern, die leicht zu beschaffen sind. Wichtig ist jedoch, keine Züchterei im üblen Sinne nur mit dem Ziel, viel Fleisch zu erhalten, zu treiben, sondern lieber weniger Tiere zu hallen und diese gut zu pflegen und zu füttern; solche Tiere liefern dann auch wert- volles Fleisch und Fett, und chr Fell und die Wolle bringen einen guten Erlös. Die Streckung der Fleischgrundlage und die Erzeugung von Fell und Wolle auf eigener Futtergrundlage sind nur zu begrüßen. Gießener Dochenmarktpreife. * Gießen, 7. Nov. Auf dem heuttgen Wochen» markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM.» Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, ya kg 4, 5 kg 40, Wirsing 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, rote Rüben 6, Spinat 15, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 6, Rosenkohl 15 bis 18, Tomaten 16, Zwiebeln 12, Meerrettich 30, Schwarzwurzeln 15, Feldsalat Cho) 8, Aepfel, % kg 15 bis 30, Birnen 15 bis 30, Blumen- kohl, das Stück 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 3 bis 5, Sellerie 5 bis 40, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 8 bis 10 Rpf. Tagung der Kindergruppenleiterinnen desDeulschenIraueniverkesdesKreisesWetterau Die Tagung der Kindergruppenleiterinnen des Kreises Wettereau, die am Sonntag im U. C. zu Gießen stattfand, wurde von der Krelsfrauenschasts- leiterin Frau Wrede mit einigen Begrüßungsworten eingeleitet. Die Kreisabtellungleiterin der Kindergruppen besprach hierauf die geleistete und die noch auszuführende Arbell des Kreises. Bestimmt wurde jedoch der Vormittag durch die fesselnden und richtunggebenden Worte der Gau- abteilungslellerin der Kindergruppen, Fräulein Sonntag. Sie führte unter vielem anderem aus, daß die Kindergruppen im Reich 1938 von Hans Schemm gegründet wurden, während sie in den Grenzgauen, wie z. B. Oberschlefien usw., schon seit der Kampfzeit zur Abwehr von Einflüssen von außerhalb bestünden. Sie besprach ausführlich die Arbeit und betonte, daß das Grundmotiv auch hier die Erziehung der Kleinsten zur natürlichen Gemeinschaft und Kameradschaft sei. Nicht früh genug könne die Jugend dazu erzogen werden, sich zuerst als Deutscher zu fühlen. Auch hier gelte als Erziehungsgrundlage schon das Wort des Führers, wie er sich feine Jugend wünsche, „hart wie Stahl, zäh wie Leder, schnell wie Windhunde". Wie muß nun die Kindergruppenleiterin fein? In erster Linie weltanschaulich vollkommen einwandfrei ausgerichtet. Die zweite Grundbedingung fei ein fröhliches Herz. Erzählen soll sie können, unseren reichhaltigen deutschen Märchen- und Sagenschatz hat sie den Kleinen zu übermitteln, fingen muß sie verstehen und ein wenig turnen, denn jeder Kindergruppennachmittag enthalte mindestens ein Turnviertelsründchen, das die Kleinen so gern haben, wie ups Frau Nau schon berichtete. Von den Kindergruppenleiterinnen werde keine Fachausbildung verlangt, nur die bedingungslose Hingabe an die gestellte Aufgabe. Auch das Abzeichen der Kindergruppen fei den Kleinen immer wieder zu erklären. Die Wolfsangel, ein all- germanisches Runenzeichen, das die frühesten germanischen Vorfahren an ihre Türen geheftet haben, zum Zeichen, hier sei ein gutes Haus, in dem man Schutz vor den Wölfen finde, sollen die Kleinen mit großem Stolze tragen. Wie sehen die Nachmittage der Kindergruppen aus? Erft wird geturnt, dann gesungen, nur Lieder, die den Kleinen durchaus verständlich find, gebastelt, Märchen erzählt, aus Deutschlands großer vergangener und gegenwärtiger Zeit das den Kindern Verständliche immer wieder berichtet. In einzelnen Kreisen sind von den Jugendgruppen bereits wunderschöne lustige Kasperlefiguren gebastelt worden, und das Kasperletheater ist und bleibt ein Hauptvergnügen für die Kleinen. Es kann auch immer erzieherisch ausgewertet werden. Im Frühjahr, Sommer und Herbst bieten die Spaziergänge in der Natur eine uner», schöpfliche Gelegenheit zu Spielen, kleinen Festen und Beobachtungen für Die Kinder. All diese Ausführungen erläuterte Frl. Sonn» t a g mit oft recht ergötzlichen Beispielen aus der Praxis, und sie hob hervor, wie gerade die Hilfeleistungen, die die Kleinen der Kindergruppen, wie den Verwundeten Selbstgebasteltes bringen, ihnen Lieder fingen, den Bauern helfen und so vieles mehr, Freude bei den Kindern hervorriefen. Frau Luise Walbrach, geb. Zecher im Alter von 74 Jahren. Im Namen der Verwandten: GLORIri Heute Donnerstag: Erstaufführung! Gießen. 6 November 1940. Ein musikalisches Erlebnis! 5006 D U/EDQC DRUCKSACHEN W» UHDE Brühl. Gießen im 66. Lebensjahre für immer von uns gegangen. Briefmarken! Die Trauerfeier findet in aller Stille statt 03743 t/iic/ej-x f ! PQLßST Giessen macht die Kinder gesund und kräftig, bewahrt sie vor Ver» öauungoftörungcn, spart der Mutter allo Mühe, Sorge, Gelt). Die Trauerfeier findet Freitag, den 8. November, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt Major Dr. Walbrach, z. Z. im Felde Studienrat Schwarz. Familiendrucksachei Verlobungsanzelgen Vermählungsan zeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.? Heute nacht verschied nach kurzem, schwerem Leiden unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante { Mietgesuche"! 5-8-31«- MW von 2 Ehepaaren als Teilwohnung gesucht. — Südviertel bevorzugt Schrift!. Angeb. unter 03735 an denGieß.Anzeig. lieber Naturschutz und Naturkunde mit oen allgemeinverständlichen Büchern es Hugo Dermühler Verlages, Berlin- Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler i as ausführliche bebilderte Werbeblatt „Freunde oer Natur sind Freunde guter Bücher" Gesucht wird v. älter. Ehepaar zuverlässige MsMW üS.MWen für HalbtaM. Zu erfrag, in d. Geschäftsst.des Gietz.Anz.l^"o Plötzlich und unerwartet verschied unser langjähriger Arbeitskamerad Herr Wilhelm Balzer Schneider. Stets freundlich, gefällig und grundehrlich, vorbildlich pflichteifrig und einsatzbereit war er uns lieb geworden und wird sein Andenken bei uns fortleben. Wilhelm Engelhardt und Gefolgschaft Gießen, den 6. November 1940. Ein musikalisch genußreicher und dramatisch fesselnder neuerTobis- Film.in dem LIZZI WALD MULLER in großen Revueszenen neue Schlager von Peter Kreuder vorträgt und BENIAMINO GIGLI Arien aus Bohäme und einer neuen Oper singt DER SCHWERE WEG ZUM RUHM zweier musikbegabter junger Menschen, deren Liebe vom Schicksal hart auf die Probe gestellt wird. MARTE HARELL, ALBRECHT SCHOENHALS WERNER HINZ, AXEL VON AMBESSER Spielleitung: Geza von Bolvary sooia © i nur s c w© ch i ki s c ki o Täglich 2.45, 4.40,6.45 Uhr, Sonntags 2.00,4.15, 6.45 Uhr Bisher mußte map ein kunsmdses Gebiß tuchhq bunten, um es einigermaßen sauber ?u bekommen. Häufig glitt die Platte dabei aus der Hand und brach entzwei, so daß manche Zahnersatzträger tagelang ohne Zähne waren Eine unangenehme Situation. Jetzt lösen Sie */t Teelöffel Kukident In etwas Wasser auf und legen das künstliche Gebiß hinein. 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