alls Heue schwere LuWmpse über England 41000VRT. inüberseeischen Gewäffernversenkt 32 Abschüssen. Fünfmal Lustalarm in London In der Nacht griffen Kampffliegerverbände mehrere Flugplätze in der Gegend von Lincoln, Hafenanlagen in Liverpool, Portsmouth, Sunderland, Blyth, Hutt, Industrieanlagen in Newcastle, Hafen - und Dockanlagen im Off- feil von London sowie erneuf das Groß-Oellager in Thameshaven wirksam mit Bomben an. Berlin, 6. Sept. (DNB.) Am 5. September 1940 hat in Moskau die Unterzeichnung eines A b - kommens zwischen Deutschland und der Sowjetunion über die Umsiedlung der deutschstämmigen Bevölkerung aus den Gebieten Bessarabiens und der nördlichen Bukowina nach Deutschland stattgefunden. Laut diesem Abkommen können Volksdeutsche auf ihren Wunsch nach Deutschland um siedeln entsprechend den im Abkommen getroffenen Vereinbarungen. Das Abkommen ist unterzeichnet vom Borsitzenden der deutschen Regie- runasdelegation Noeldeke und vom Vorsitzenden der" sowjetrussischen Regierungsdelegation A. P. flugzeugen teil. Der Informationsdienst britischen Luftfahrtministeriums zählte 3 0 0 deutsche Flugzeuge, die an diesem Massenluftan- grrff in Wellen von je 20 oder 30 Maschinen teilnahmen. Ihre Ziele seien die Flughäfen der Royal Air Force gewesen. Das Innenministerium teilte mit, daß in Zukunft die Warnsignale nur Nationalsozialisten in Hessen-Nassau! Das zweite Kriegswinterhilfswerk 1940/41 ist durch den Appell des Führers eröffnet. . Die Bevölkerung unseres Gaues hat «ährend des ersten Kriegsiahres im Kriegs- winterhilfswerk und auch im Kriegshilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes ihre Opferbereitschaft unter Beweis gestellt. 3m zweiten Kriegswinterhilfswerk wird auch unser Gau wiederum dem Rus des Führers folgen und durch gesteigerte Opferfreudigkeit zeigen, welche Leistungen die sozialistische Haltung der Nationalsozialisten des Gaues Hessen-Nassau in Groß- deutschlands stolzesten Zeiten zu erringen vermag. heil Hitler! Sprenger Gauleiter und Reichsstatthalter. Druck und Verlag: vrühlfche Universttätrdruckerei 8. Lauge Dänemark." Der Korrespondent • berichtet weiter, daß man überall von Dock zu Dock das gleiche Bild sehen kann. „Es gibt viele leere Plätze, denn in Kriegszeiten läuft man nicht unnötigerweise die gefährdete Ostküste an, sondern zieht vielmehr die Häfen im Westen vor." fyo. Jahrgang Nr. 212 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte GießenerFamilienblätter | Heimat imBilü DieScholle I Monats-Berugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Hessen-Nassau wird seine Pflicht tun! Aufruf des Gauleiters zum 2. Kriegswinterhilfswerk 1940/41. 115000 Deutsche kehren heim. Umsiedlung der deutschstämmigen Bevölkerung Bessarabiens und der nördlichen Bukowina. für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr desBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvs. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvs. je mm bei 70 mm Zeilenüreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr » Somstag, 7. | Somtag. 8. September 1940 Annahme von Anzeige« Der Wehrmachtsbericht vom Freitag. Berlin, 6. Sept. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Seeffreiffräfte versenkten in überseeischen Gewässern 41 0 0 0 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes. Wie bereits bekanntgegeben, griff eine Schnell- bootsflottille in der Nacht zum 5. September einen britischen Geleitzug vor der englischen Ost- küsle an. Dabei wurden fünf bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 39 000 BRT., darunter ein Tanker mit 12 000 BRT. sowie ein Zerstörer der „3mogen"-klasse versenkt. Lin weiterer Dampfer ist schwer beschädigt worden. Lin U-Boot versenkte mehrere bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 19 100 BRT. Unsere Kampfflieger- und Jagdverbände fehlen am 5. September die Bombenangriffe auf feindliche Flugplätze in Süd-England fort und erzielten Treffer in Gebäuden und Unterkünften. Das Groß-Oellager Thameshaven wurde in Brand geworfen. Im Laufe dieser Angriffe kam es zu verschiedenen für uns siegreichen Luftkämpfen. des Bodens hier gegeben. Aber die deutschen Kolonisten sind durch ihren unermüdlichen Fleiß aller. Schwierigkeiten Herr geworden und haben sich in dem Völkergemisch — es wohnen hier Rumänen, Russen, Ukrainer, Türken, Tataren, Griechen, Armenier, Juden Kosacken und Zigeuner durcheinander — nicht nur behauptet, sondern dem Lande überhaupt erst den Anstrich einer europäischen Kultur gegeben. Den Weinbau, die Viehwirtschaft, die Produktion von Weizen, Gerste, Mais und Jndustriepflanzen haben sie wesentlich mitgesördert. Bessarabien ist ein reines Agrarland. Dementsprechend gehörten auch 94 bis 95 v. H. der dort wohnenden Deutschen zur I a n o- lichen Bevölkerung, und selbst die Deutschen in den Städten trieben meist Ackerbau und Viehzucht, da sie nebenbei noch einen kleinen Hof besaßen. Es sind rund 90 000 deutsche Kolonisten, die in Bessarabien beheimatet waren und mit deren Umsiedlung zu rechnen ist. Sie be- zurück, während Viehzucht und Kleinindüstrie eben- " gut entwickelt sind. Diese Wirtschastsstruktur Berlin, 6. Sept. (DNB.) Deutsche Fliegerver- bände griffen die britischen Flugplätze konley und Worcester sowie die Flugzeugfabrik Weybridge wiederholt an. Auf den Flugplätzen wurden die Rollfelder und hatten stark beschädigt, in der Flugzeugfabrik Weybridge vier Montagehallen mit Bomben mittleren Kalibers getroffen. Ls Zerstörung der Flughäfen in der Umgebung von London entständen für die englische Verteidigung in der Grafschaft Kent schwere Behinderungen, Die englischen Jagdflugzeuge könnten bei ihrem großen Benzinverbrauch nicht länger als 55 Minuten mit Höchstgeschwindigkeit fliegen, so daß der Mangel an Flugplätzen in der Nähe der Angriffspunkte ernste Folgen haben müsse. Stockholm, 7. Sept. (Europapreß.) In London wird bestätigt, daß die deutsche Lustwaffe in den Morgenstunden des Freitag erneut heftige Angriffe gegen Südengland und die Hauptstadt gerichtet habe, nachdem London in der Nacht zum Freitag acht Stunden lang die Bevölkerung in den Luft- schutzräumen sah. Der erste deutsche Angriff am Freitag setzte gegen 5 Uhr früh ein. Er dauerte etwa eine Stunde. Der zweite Luftalarm wurde um 8.59 Uhr gegeben und dauerte 70 Minuten. Das Jnformationsministerium bestätigt, daß während dieser Angriffe deutsche Formationen, die stellenweise hundert Maschinen stark waren, die englische Südküste überflogen. Sie wurden durch bie englische Flugzeugsperre nicht behindert und konnten ihren Kurs gegen London sortsetzen. An sechs verschiedenen Stellen des Südens ist es z u heftigen Kämpfen gekommen. Die Bewohner von London konnten vorübergehend im Süden der Stadt beobachten, wie deutsche Jäger gegen englische Jäger vorgingen, während gleichzeitig deutsche Bomber militärisch wichtige Ziele in der Nähe der Hauptstadt bombardierten. Die Themse- mündung ist dabei erneut das Ziel heftiger Ansen glaubte. Und dieser abgrundtiefe Haß war es auch, der die britischen Kriegsmacher schon vor der Entscheidung des 3. September dazu bewog, jeden Versuch des enfmltfdfen iidi hierbei beiderseits der unteren I Führers zu einer Verständigung und zu einer cntrottfelten fiq tneroet oeweqeus oer "meren Rutsch-britischen Zusammenarbeit zu sabotieren, und Themse s e t> r e r 6 i 11 e r t e ft a m p f e m 11 b ri - k£r ^ach dem 3. September davon abhielt, in ttfchen Jagdfliegern. 3m ganzen wurden I auch dann noch wiederholt dargebotene Friedens- 1 2 b rltisch e F lug z eug e a m B od en v e r- Hand des Führers einzuschlagen. Der Führer hat nicht et und 50 Flugzeuge nach bisherigen in feiner Sportpalastrede noch einmal daran er- Meldungen abgef choff en. 14 deutsche Flugzeuge innert, als er sagte: „Ich habe dem englischen Volke werden vermißt. 1° oft die Hand zur Verständigung gereicht. Sie wissen es selbst: Es war mein außenpolitisches Pro- Wassjukow. Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei Himmler beauftragte den Leiter der Volksdeutschen Mittelsstelle, ^-Obergruppenführer Lorenz, mit der Durchführung. Nach dem Vertrag mit der UdSSR, muß die Umsiedlung bis zum 15. 11. d. I. b e e n d e t sein. Die klimatischen Verhältnisse in Bessarabien sind besonders schwierig und zwingen daher zu einer Beschleunigung der Rückführung. Das deutsche Kommando, das die Um- siedlung durchführt, wurde in einem Lager in Stehnsoorf gesammelt. In Kaulsdorf waren die NSKK.-Männer mit chrem Wagenpark untergebracht, die den Transport der Volksdeutschen in Bessarabien von ihren Wohnsitzen zu den Einschiffungshäfen an der Donau in Galatz, Kilia und Heni durchführen. Das Umsiedlergut soll mittels £recf zu den Häfen und auf Frachtkähnen nach Wien gebracht werden. Die Volksdeutschen sollen auf Dampfern die Donau heraufbefördert und zunächst in den Sammellagern Semlin und Prcchovo zusammengefaßt werden. Von dort aus wird der Abtransport ms Reich stattfinden. Die Volksdeutschen aus dem Buchenlande sollen mit Eisenbahnzügen ins Reich befördert werden. Die Umsiedlungsarbeiten werden auf sowjetrussischem Boden am 8. und 9. September ihren Anfang nehmen. Um mit der ärztlichen und sanitären Betreuung der Umsiedler schon am Orte der Umsied- lung beginnen zu können, werden auch diesmal deutsche Aerzte mit den entsprechenden Einrichtungen wie Sanitätskraftwagen u. dgl. eingesetzt. , Bei pünktlichem Beginn der Umsiedlungsaktton ist mit der Ingangsetzung der ersten Transporte ' bereits mit dem 18. September zu rechnen. Voraus- > sichtlich wird Ende Oktober der letzte Treck und der i letzte Eisenbahnzug aus Bessarabien abgehen, wäh- , rend es im Buchenland wegen des dort vorhandenen । von sowjetischer Seite zur Verfügung gestellten Eisenbahnmaterials verhältnismäßig schneller gehen wird. * Wie so viele andere Blutströme, die einst in Notzeiten des Vaterlandes hinausgeflossen sind in die Welt, kehrt nun auch dieses Menschentum aus einem der abgelegensten Winkel Europas zurück in den Schoß der Mutter Deutschland. Und wiederum geschieht dies nicht in der Verheißung reicher und glücklicher Segnungen, die eine ruhige Friedenszeit darbietet, sondern in einem Augenblick, da das Deutsche Reich im Kampf um Sein oder Nichtsein steht. Um so mehr sind die Treue und der Mut zu bewundern, die jene deutsche Volksgruppe im Osten bedenkenlos dem Ruf des Führers folgen lassen. Um so anerkennenswerter ist auch die Fähigkeit der reichsdeutschen Organisationen, die so gewaltige Volkswanderungen trotz der kriegsmäßigen Umstände schnell und reibungslos durchführen. In Bessarabien gibt es ungefähr 150 geschlossene deutsche Ortschaften, die Namen tragen wie Leipzig, Paris, Straßburg, Gnadenfeld, Frse- denstal. Es ist die Erinnerung an ihre gemeinsame Heimat. Es ist aber auch die Erinnerung an den deutschen Freiheitskampf gegen Napoleon und die Sehnsucht nach freiem, friedvollem Schaffen, die sich in den Namen der Dörfer und Flecken widerspiegelt. Denn die deutschen Bauern, die hier siedeln, sind in den Jahren von 1814 bis 1840 nach dem Osten gezogen und haben also das Erlebnis der napoleonischen Kriege, der Beftei- ungskämpfe und der anschließenden Metternich-Zeit mit sich genommen. Sie stammten meist aus Württemberg und kamen in ein Land, dessen Klima, dessen äußere Gestalt und dessen Leben bedingungen ihnen vollkommen fremd sein mu ton. Denn Bessarabien, das Gebiet zwischen den Flüssen Dnjester und Pruth, hat durchaus steppenartigen Charakter. In endloser, wegeloser, baumloser Weite dehnt sich die schwarze, fruchtbare Erde, die im Winter von meterhohem Schnee bedeckt ist, die im Frühling dann einen Rausch des Wachstums erlebt und schließlich unter dem Gluthauch des Sommers die Pflanzen verdorren, die Tiere verdursten und die Menschen oftmals verhungern läßt. Es hat oft Mißernten mehrere Jahre hintereinander trotz der Fruchtbarkeit faßen 1920 eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von etwa 354 000 Hektar, mußten aber in den folgenden Jahren der Agrarreform manches Stück abgeben. Einen anderen Charakter weist die Bukowina auf, wie schon ihr Name „Buchenland" besagt. Die Wälder bedecken hier über zwei Fünftel des Landes, während in Bessarabien nur 5 v. H. des Bodens mit Bäumen bestanden ist. Hinter der Holzwirtschaft und den dazugehörigen Berufen tritt in der Bukowina die Getreideerzeugung erheblich Ohne Illustrierte » 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drabtanscyrift:„Anzeiger" Postscheck 11686 Franks^ M. noch eine Minute lang gegeben werden, um die Nerven der englischen Bevölkerung möglichst wenig anzuspannen, wie Ministerpräsident Churchill bereits am Donnerstag andeutete. Die Rede selber hat in den neutralen Kreisen Londons den Eindruck gemacht, als ob Churchill durch den Hinweis auf die Derwicklungsmöglichkeiten im Nahen Osten das englische Volk habe ab lenken wollen. „Das Damoklesschwert hängt aber trotzdem nach wie vor über dem englischen Jnselreich", erklärt dazu .der Londoner Vertreter von ,Llftonbladet". Die hef- Lnglische Häfen wurden welker oerminl tigen deutschen Luftangriffe gegen London hätten Britische Flugzeuge flogen in der Nacht in das ganz offensichtlich in den Freitagvormittagstunden Reichsgebiet ein und warfen an einzelnen Stetten zur Vernichtung. Bomben, ohne nennensmerfen Schaden anzunchken. - ° n - ° g S f ^t, 2M » bj9 Nur an einer Stelle wurde ein Bauernhaus Londoner Privatmeldungen veröffentlicht getroffen. Dabei find fünf Zivilpersonen auf dem wurden, bringt am Freitagnachmittag lediglich das Wege zum Luftfchuhraum getötet und zwei verletzt „Aftonbladet" einen einzigen und dazu von der worden. englischen Zensur stark zusammengestrichenen Bericht Die Gesamtverluste des Feindes belrugen geslern über ^d-utsch^n ri(f^ tur 46 Flugzeuge. Davon wurden zwei bei Nacht , es, daß die Schäden in Dover doch nicht durch Flakarttllerie abgefchoffen. Ls gelang ferner, gering einzuschätzen seien. Auch in Portsmouth sechs Sperrballone zu vernichten. 16 eigene sei eine große Anzahl von Bomben auf Kasernen Flugzeuge kehrten nicht zurück. abgeworfen worden. Der Bericht bestätigt auch, daß Auster vier berei.s genannten Offneren In den custkninpsen der letzten Wochen drei wettere Eerikonische Berichterstatter die Zerstörung der Jagdflieger 20 oder mehr Luflsiege errungen, und Flughäfen Hendon, Hawking und- Lympne, die zwar: Hauptmann Wayer, Hauptmann Oe sau er na($ &er Bombardierung besucht habe. Durch die und Hauptmann Tiehen. An der Spitze der Sieger in Luftkämpfen steht Wajor Wälders mit KKSJWftj.lffiläe Ms wird frei werde»! s'„•««s ->.«#«■ >«■ h?“ deutsche 3m Handwerk und in den geistigen Be- M--t°n W'nterhttsswerk- hett ir> England e n Echo w» WJ >,»«?"«.?, m p 17J?’ ! d M Samstag, 7. ISorni Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen S*i«e8tn,9Sd)elftta6e7-9 gramm. Ich habe es neulich zum allerletzten Male gesagt. Ich ziehe jetzt vor zu kämpfen, bis endlich eine ganz klare Entscheidung herbeigeführt ist." Damit ist die grundlegende Veränderung, die die politische Lage in den letzten Wochen erfahren hat, mit voller Eindeutigkeit umrissen. Nach all den fruchtlosen Bemühungen um einen deutsch-britischen Ausgleich kann es jetzt nur noch den Kampf geben, der mit äußerster Entschlossenheit bis zur letzten Entscheidung durchgeführt werden wird. Der Sieg der deutschen Waffen, an dem selbst außerhalb des deutschen Volkes niemand mehr ernstlich zweifelt — selbst in den Vereinigten Staaten richtet man sich schon auf die Auswirkung einer britischen Niederlage ein — wird, wir sagten es-schon, die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Fundamente des natio- nalsozialistischen Großdeutschen Reiches für alle Zeiten sichern. Er wird aber auch das kontinentale Europa endgültig von einer Vormundschaft befreien, die seit den Tagen der Königin Elisabeth mit einem von Jahrhundert zu Jahrhundert steigenden Druck als unerträgliche'Fessel auf den europäischen Völkern lastete. Der Führer hat diesen welthistorischen Vorgang in seiner ungemein plastischen Art der Formulierung treffend gekennzeichnet, als er sagte: „Diese Welt wird frei werden! Es muß ein für allemal mit dem Unfug aufgeräumt werden, daß es einer Nation möglich sein kann, je nach Belieben einen Kontinent zu blockieren. Es muß in Zukunft unmöglich gemacht werden, daß es einem Piratenstaat von Zeit zu Zeit immer wieder je nach Wunsch und Laune einfallen kann, 450 Millionen Menschen mehr oder weniger der Armut und dem Elend auszuliefern. Wir haben es als Deutsche für alle Zukunft satt, uns von England vorschreiben zu lassen, ob wir vielleicht dieses oder jenes tun dürfen oder nicht, ja am Ende sogar, ob der Deutsche Kaffee trinken darf oder nicht. Wenn es England nicht gefällt, dann wird die Kasfee-Einfuhr einfach gesperrt. Mich persönlich berührt das gar nicht. Ich trinke keinen, aber es ärgert mich, daß andere ihn nicht trinken sollen können." Es war der holländische Philosoph Hugo Gro- tius, der schon vor mehr als vierhundert Jahren gegen das britische Freibeutertum den Rechtsgrund- fatz der Freiheit der Meere" proklamierte, an den der Führer mit dem Hinweis auf die nach Britenlaune zugelassene ober verwehrte Tasse Kaffee der europäischen Kontinentalvölker auf ebenso drastische wie treffsichere Weise erinnert hat. Wenn Länder wie Norwegen und Griechenland, die ihre große Handelsflotte überwiegend in den Dienst fremder Volkswirtschaften gestellt hatten, sich in Friodenszeiten ebenso wie Dänemark mit seiner ganz auf britische Konsumbedürfnisse eingestellten Produktion ober Holland mit seinem auf den britischen Schutz angewiesenen großen überseeischen Kolonialbesitz und aus ähnlichen Gründen auch Portugal und Belgien in der Abhängigkeit vom britischen Wohlwollen ganz behaglich fühlen mochten, so haben sie in Kriegszeiten die Schattenseiten dieser Abhängigkeit sehr peinlich zu spüren bekommen, mochten sie auch noch so sehr auf ihre Neutralität pochen. Denn sowohl im Weltkriege wie im heutigen Kampf der Westmächte gegen Deutschland und Italien — und in den Kriegen früherer Jahrhunderte ist es nicht anders gewesen — hat England mit der völligen Skrupellosigkeit eingefleischten Piratentums der Freiheit der Meere brutal den Garaus gemacht. Mit feiner Blockadeerklärung gegen Deutschland und chrer Erweiterung auf den ganzen europäischen Kontinent hat England wider Willen das meiste getan zum Durchbruch der Ueberzeugung, daß ohne Vernichtung der britischen Seetyrannei die Freiheit der Meere nicht gesichert ist. So hat Englands Blockade das Beste getan zum Zusammenschluß des Kontinents. Denn allen seefahrenden Völkern des Kontinents hat Enaland im letzten Jahr einen sehr eindringlichen Anschauungsunterricht darüber erteilt, was es bedeutet, wenn der Seeräuberinstintt des Briten mit vollendeter Willkür in die nationalen Volkswirtschaften der kontinentalen Völker Europas eingreift, um sie sich und feiner Kriegführung dienstbar zu machen. Und vielleicht zum ersten- mal in der Geschichte ist ganz anders wie im Weltkrieg oder zur Zeit der Kontinentalsperre Napoleons in diesen Völkern das Gefühl gemeinsamen Schicksals und vielleicht sogar schon das einer gemeinsamen Abwehr im Werden. Deutschland kämpft für eine wahrhafte Freiheit der Meere, für eine Befreiung Europas von britischer Willkür und es wird kämpfen bis das Ziel erreicht ist. „Es wird die Stunde kommen", so prophezeite der Führer, „da eiper von uns beiden bricht, und das wird nicht das nationalsozialistische Deutschland sein." Mit dem deutschen Volk hat die Heue Erfolge der italienischen Lustwaffe. Mienischer WehrmachWericht. Rom, 6. Sept. (DRV.) Der italienische Wehr- machtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Gestern wurde ein doppelter Angriff auf IN a l t a durchgeführt. Beim ersten Aufklärungsfluge am Vormittag konnte der Auftrag vollkommen durchgeführt werden, weil die zum Schuh aufgestiegenen englischen Jäger beim Angriff unserer Jagdflugzeuge sich durch die Flucht dem Kampf entzogen. Zwei feindliche Jagdflugzeuge sind mit INa- schinengewehrfeuer beschossen und beschädigt worden. während des zweiten Angriffs am Rachmittag ha- den Sturzbomber st affeln (Picchiatelli), die überraschend über der Insel erschienen, das Fort Detimara getroffen und halb zerstört sowie ein Brenn st offdepot in Brand geworfen, wobei weder die englischen Jäger noch die Flak in Aktion traten. Im östlichen Mittelmeer Hal unsere unermüdliche Luftwaffe den bereits gestern schwer angegriffenen Geleitzug erneuterreicht. Lin Handelsdampfer wurde schwer getroffen, ein anderer, der vielleicht gestern getroffen worden ist, wurde in einer Bucht mit schwerer^Schlagseite aufgefunden. In Rordafrika haben unsere Flugzeuge die Brennstofflager von Suez bombardiert sowie Kraftwagen, die auf der Landstraße bis in der Nähe von S o l l u m überrascht wurden. Alle bei diesen Angriffen eingesetzten Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Im Roten INeer haben Teile unserer Luftstreitkräfte einen feindlichen Geleitzug angegriffen und zwei Dampfer schwer getroffen, weitere feindliche Schiffe sind im Innern des Hafens von Aden bombardiert und getroffen worden. Unsere Flugzeuge sind trotz Angriffs feindlicher Jäger zurückgekehrt. Lin feindliches Flugzeug ist im Kampf abgeschossen worden. Eine andere Formation hat feindliche Truppenlager bei A ch i d in der Gegend von Tocar (oberer Sudan) mit Erfolg bombardiert. wie immer über die Schweiz kommende feindliche Flieger haben einen nächtlichen Luftangriff auf Turin unternommen, Schäden von geringerer Bedeutung sind an Privatwohnungen verursacht worden. Die beiden oberen Stockwerke eines Wohnhauses im Viertel Santo Paolo sind zerstört worden, doch blieben die Einwohner, die sich beim Alarm in den Luftschutzkeller begaben, unverletzt. Einige Eisenbahnwagen sind auf dem Bahnhof in Brand geraten, weitere Bomben wurden in der Nähe der Stadt auf offenes Feld geworfen, ohne Schaden zu verursachen. Wunsch einer Manifestation der amerikanischen Sympathien für den britischen Krieg schmackhaft zu machen sucht. Aber auch die amerikanischen Zerstörer, die noch aus dem Weltkrieg stammen und wegen ihrek verfehlten Konstruktion von Brasilien, dem man sie früher schon einmal hatte verhöckern wollen, dankend abgelehnt worden waren, werben bie britische Seeherrschaft nicht mehr retten. Unentwegt unb in wachsender Intensität wirb das deutsche Vernichtungswerk fortgeführt werben, und wie bas britische Geleitzugsystem sich auf die Dauer als wirkungslos erweisen wird, so wirb auch die britische Luftwaffe, die Tag für Tag die schwersten Verluste hinnehmen muß unb ebenfalls schon nach Hilfe über den Atlantik ausschaut, sich bald außerstande sehen zur Verteidigung der Insel. Jetzt schon ist sie nicht mehr in der Lage, den britischen Luftraum vor den vernichtenden Bombenangriffen der deutschen Kampfgeschwader zu schützen und in den heftigen Luftkämpfen mit den deutschen Jägern ergibt sich immer wieder eine eindeutige Unterlegenheit der Royal Mr Force. So bleibt ihr nichts anderes übrig als die nächtlichen Einflüge in deutsches Gebiet und die planlosen Bombenabwürfe auf Wohnviertel, Krankenhäuser, Kirchen und Bauernhöfe. Aber auch diesen Nachtpiraten wird bas Handwerk gelegt werden, so verkündete der Führer, die deutsche Luftwaffe wird Nacht für Nacht Antwort geben auf den frevelhaften Unfug planlosen Bombenwurfs über deutschem Land. „England wird niederbrechen! So oder so!" Und es ist allein der Führer, der den Zeitpunkt bestimmen wird für den Entscheidungsgang mit dem letzten Feind einer glückhaften deutschen Zukunft und einer auf wahrer Freiheit und einem gerechten Ausgleich nationaler Interessen beruhenden Zusammenarbeit der europäischen Völker. Dr. Fr. W. Lange. Was ein britischer Seemann erlebte. 2 Bombenangriffe auf neunwöchigerFahrt. Neuyork, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der hier auf einem englischen 7000-Tonnen-Frachter an- gefommene englische Seemann Michael Barker beschreibt im „New Port Journal" seine Erlebnisse auf einer neunwöchigen, von 32 Angriffen unterbrochenen Reise: „Das Schiff verlieh London am 2. Juli, aber den Kanal erst nach sechs Wochen. Die Zwischenzeit hat uns gelehrt, welches Gefühl es ist, Schwärmen von Sturzbombern hilflos ausgesetzt zu sein. Die ständigen deutschen Bombenangriffe trieben das Schiss immer wieder zur Reparatur nach Portland oder Southampton. Der stärkste Bombenangriff beschädigte die Maschinen und Schiffsklappen und durchschlug ganze Welt erfahren, was von Prophezeiungen Adol Hitlers zu halten ist. Seit er die Geschicke Deutschlands in feine Hand genommen hat, ist es ihm stets gelungen, für seine Voraussagen den vollen Wahrheitsbeweis anzutreten, und er wird nicht 30gern, auch diesmal fein Wort in die Tat umzusetzen. Mit grimmigem Sarkasmus hat er auf die Frage der Engländer, die die Wochen ständiger Erwartung eines deutschen Angriffs schon unerträglich zu empfinden beginnen: ,Za, warum kommt er denn nicht?", die Antwort erteilt: „Beruhigt euch, er komm t!" Es wird alles klug, vorsichtig und gewissenhaft vorbereitet und wir wissen alle, daß sich diese Sorgfalt der Vorbereitung immer gelohnt hat. Nicht nur die großen Aktionen, die Deutschland außenpolitisch frei und stark machten und dann das Großdeutsche Reich schufen, sondern auch die unvergleichlichen Erfolge der Blitzfeldzüge des ersten Kriegsjahres zeugen für diese Praxis sorgfältigen Planens. Der Führer hat noch niemals einen Tag nutzlos verstreichen lassen, er hat nie sein Ziel aus dem Auge verloren. Wie die Vernichtung Polens, die Besetzung Norwegens, Hollands und Belgiens und die Zerschlagung der französischen Heere alles nur dem einen Ziel der Isolierung Englands galt, so sind seit dem Abschluß des Feldzuges auf dem Kontinent Deutschlands Kriegsmarine und Luftwaffe aus den neugewonnenen weit gespannten Stellungen heraus Tag für Tag daran, die britische Verteidigungskraft zu zermürben. Kein Geleitzug, der mit Waren des dringenden Lebens- bedavfs ober von der Rüstungsindustrie sehnlich erwarteten Rohstoffen sich noch ungeschoren in einen britischen Hafen schlängeln könnte, kein Flugplatz, kein Hafen, kein Rüstungswerk, kein Munitionslager auf der britischen Insel, die nicht schon die vernichtende Wirkung deutscher Bomben zu spüren bekommen hätten. Die britische Flotte, die wegen der Notwendigkeit des Schutzes der vielen und langen überseeischen Verbindungswege von jeher den größten Wert auf besonders zahlreiche leichte Seestreitkräfte gelegt hat, hat mit ansehen müssen, wie bei den schneidigen deutschen Angriffen auf die so viel gepriesenen Geleitzüge nicht nur täglich Zehntausende von Tonnen kostbaren Frachtraumes versenkt wurden, sondern auch ein britischer Zerstörer nach dem anderen in Grund gebohrt wurde. Wenn sich die britischen Kriegsmacher schon hilfeflehend an die Vereinigten Staaten wenden und, um die eigene Flotte mit ein paar veralteten amerikanischen Zerstörern auffüllen zu können, den Vereinigten Staaten die britischen Besitzungen in den amerikanischen Gewässern als Marine- und Flugzeugstützpunkte einräumen mußten, so kann es nur bittere Not gewesen sein, die London zu diesem, das Ansehen des Empire so kompromittierenden Schritt gezwungen hat und es ist sehr durchsichttg, wenn Churchill diesen beschämenden Vorgang seinen Landsleuten mit dem die 5/s Zoll starken Stahlklappen. Während des 12tägigen Aufenthaltes in P 0 rtla nd wurde der Dampfer Taa für Tag bombardiert. Es wurden Luftkämpfe über unseren Köpfen ausgesoch- ten. Zwei Besatzungsmitglieder mußten wegen Nervenzusammenbruch nach Hause geschickt werden. Ein längsseits liegender Panama-Frachter wurde versenkt, und ein am Ufer stehender Oeltank ging in schwarzen Rauchwolken auf. Bei einem nochmaligen Besuch Portlands beobachteten wir ein von eigener Flak abgeschossenes englisches Flugzeug. Drei Tage nach dem Verlassen Portlands sah ich in einem Walliser Hafen einen anderen Oettank in Flammen aufgehen. Während der Atlantikreise sind fünf Schiffe des eigenen Geleitzuges Und zwei Schifte eines anderen Zuges torpediert worden." Barker schließt mit den Worten: „In wenigen Tagen werden wir in die gleichen Gewässer zuruck- kehren und wochenlang dem Tode ausgesetzt sein." Liverpool hat stark gelitten. Mailand, 7. Sept. (Europapreß.) Aus L i - 0 e r p 0 0 l kommende Reisende berichten, wie sich „Ambrosiano" aus Dublin melden läßt, daß dieser wichtigste Hafen der britischen Westküste, eine Stadt von 900 000 Einwohnern, in den letzten zwei Wochen durch die deutschen Fliegerbombardierungen gewaltig gelitten hat. Die Stadt erlebte in den letzten sechs Tagen 22 Fliegeralarme, die in einigen Fällen mehrere Stunden dauerten und Handel wie Verkehr lahmlegten. Die Benzinlager des Hafens wurden in Brand geworfen. Mehrere Stunden lang waren alle Löschversuche vergeblich, so daß. die ganze Zone von der Polizei abgesperrt werden mußte, um die Neugierigen fern- zuhalten. Die deutschen Bomben haben ferner großen Schaden imHafenbecken und besonders im Birkenhead-Dock angerichtet, wo mehrere Schifte beschädigt wurden. Der Hafenverkehr ist auf ein Minimum beschränkt. Das Löschen der Schifte erfolgt jetzt außerhalb des Hafens, weil die Hafendämme stets Luftangriffen ausgesetzt sind. Seit mehreren Wochen treffen feine ausländischen Schiffe mehr ein, mit Ausnahme einiger kleiner Fischdampfer aus Island. Die Bevölkerung hat die Stadt in Massen verlassen. * Wie das DNB. erfährt, haben deutsche Aufklärungsflugzeuge am 5. 9. über Liverpool festgestellt, daß durch die vorausgegangenen Angriffe deutscher Kampfflieger Bombentreffer bei dem Gaswerk von Liverpool, in Lagerhallen, einem Kühlhaus und in den Trockendocks erzielt worden sind. Auch ein großes Handelsschiff hat einen Bombentreffer erhalten. Bei dem Nachtangriff vom 5. 9. zum 6. 9. wurden Brände und Explosionen in den Industrieanlagen von Liverpool und Birkenhead beobachtet. Eine Explosion war noch in 5000 Meter Höhe zu spüren. Die Brände in den Großtanklagern von Thames- Haven wurden in derselben Nacht um sechs weitere vermehrt. Neue Ueberflieguug der Schweiz. Gens, 6. Sept. (Europapreß.) In der Nacht zum Freitag stand wieder ein großer Teil der Schweiz unter Fliegeralarm. In den großen Städten am Genfer See ertönten die Alarmsirenen viermal, zweimal vor und zweimal nach Mitternacht. Das Brummen der Motoren war trotz des Sirenengeheuls deutlich zu hören. Die andauernden Neutralitätsverletzungen durch die Royal Air Force werden in der schweizerischen Presse täglich ausführlich kommentiert, wobei sich die Blätter wenig überzeugend bemühen, den Nachweis zu erbringen, daß alles geschehe, um diese Neutralitätsverletzungen zu verhindern. „Journal de Genöve" meint, auch dis Bürger der Achsenländer in der Schweiz würden genau so durch die Sirenen und die Schüsse der schweizerischen Abwehrbatterien gestört wie die Schweizer, wozu allerdings zu bemerken ist, daß diese Batterien er ft ganz neuerdings in Funktion getreten sind. Aehnlich äußert sich „Cour- rier de Genöve". Das Blatt hält es sogar für angebracht, sich über die italienische Presse zu beschweren, die die Haltung der Schweiz mit Recht kritisiert hat. Auf her Fahrt. Von Waldemar Bonsels. Wie der Krieg die Menschen verändert hat! Schon jetzt, nach wenigen Monaten, haben die Männer, die von den Ruhrnesseldern der Schlachten zu uns zurückkehren, eine neue Seele bekommen. Die glühenden Sturzbäche dieser Lebensleidenschaften verwandeln ihre Gemüter, reinigen sie von allem Kleinen und Kleinlichen und machen aus stumpfen Bürgern heldenhafte Täter. Mir ist das niemals so deutlich geworden, als in der Nacht, die ich kürzlich im engen, halbdunklen Wagen eines Personenzuges zubrachte, der von der belgischen Grenze aus durchs Rheinland ins Hessische fuhr. Wir hockten einander in einem alten Wagen auf zwei Bänken gegenüber, rechts und links von meinem Platz erhoben sich zwei riesige rohlederne Stiefel, in denen die Füße meines Gegenübers steckten, eines bärtigen Kanoniers, der mit tief geneigtem Kopf schlief. „Du erlaubst schon ..." hatte er gesagt, als er sich diesen Platz für seine Füße wählte. Es schien ihm gar nicht in den Sinn zu kommen, daß jetzt noch ein Landsmann anders als mit „du" angesprochen werden könnte, sein brüderliches Lächeln war ohne einen Schatten von Anmaßung, und ich fühlte mich zwischen den beiden ledernen Säulen geborgen, uno wie in eine Gemeinschaft eingeschlossen, die ich früher nicht gekannt habe. Neben dem Schlafenden saßen zur Rechten und Linken zwei verwundete Pioniere, die nach Bayern, in die Heimat, zurückwollten, einer von ihnen streckte sich in die Wagenecke, der verwundete Arm ruhte über der Brust, die gesunde Hand hielt ein kleines Buch schräg gegen das trübe Licht. Er las angestrengt und mit dem etwas traurigen Gesichtsausdruck, den einfachen Leuten oft eine geistige Beschäftigung verleiht. Im Brusteinschnitt seines Rockes das Eiserne Kreuz, dieses rührend einfache Denkmal des Heldentums, das in diesen herrlichen, schrecklichen Tagen wie ein heller Stern über den Männern unseres Volkes glänzt. Es war neu geprägt, und die Ränder funkelten, der kleine Stern war der schimmernde Mittelpunkt dieser dämmrigen Kammer, die mit uns ermüdeten Menschen über das nächtliche Land rollte Es fuhren noch zwei Bauern mit uns im Wagen und ein junges Mädchen, das ländlicher Herkunft sein mochte, aber Wert darauf zu legen schien, für eine Dame aus der Großstadt gehalten zu werden. Ihr Nachbar, ein bayerischer Reiter, hatte im Schlafe feinen schweren, blonden Kopf mit der zerknitterten Mütze auf ihre Schultern gelegt, sie saß steif und gerade, zugleich verlegen und mitleidig, und lächelte zuweilen wie enftchuldigend zu mir herüber, als ob sie sagen wollte: „Ich lasse sonst keine Soldaten dort liegen, aber jetzt ... nun, Sie werden verstehen ..." Ich darf nicht vergessen, daß noch ein weiterer Kriegsmann im Wagen lag, lang ausgestreckt am Fußboden, auer durch den ganzen Raum. Er schlief fest, schnarchte laut und trug feldgraue Uniform, deren Farbe, bis zur Unkenntlichkeit verstaubt, den Zwecken alle Ehre machte, bie. man mit ihr verbunden hat. Sein Kopf hing ihm nieder, ich habe niemals für möglich gehalten, daß ein Mensch in solcher Lage zu schlafen imstande sei. Seit einer Weile war das Gespräch ins Stocken gekommen, die Zigarren gingen den Schläfern aus, das Rasseln des alten Wagens und das Schnarchen füllten den kleinen heißen Raum. Ich betrachte den lesenden Krieger vor mir und sein Ehrenkreuz; er schien mit dem Inhalt des Buches nicht einverstanden zu fein, denn der Ausdruck seines Gesichtes war sorgenvoll und ablehnend. Zu Beginn unserer Fahrt hatte ich ihn nach den Taten auszuforschen gesucht, denen er seine Auszeichnung verdankte, aber er hatte mir nichts erzählt. Er sah mich lange ruhig an, als erinnere er sich einer ganz anderen Welt, einer weiteren, größeren, voll glühender Wildheit, bann sagte er langsam: „Unter ben anberen, den Toten, hat es mancher eher verdient als ich, sie liegen jetzt begraben im Feld. Ich unb ein paar Kameraben, wir stürmten den Bunker, jeber hätte bas gleiche getan." Er legte in Gedanken die Hand auf sein Kreuz, lächelte stolz unb traurig unb sah wieder in das Buch. Nach einer Weile hielt er es mir hin und meinte schwerfällig: „Dies hat man mir geschickt, wer mag es geschrieben haben ... oh je? Es geht ganz anders zu in der Welt, sage ich. Man sollte nur so schreiben, daß bie Brust weit wirb unb bas Herz sich bessert. Verstehen Sie mich? Aber dies da?? Er bat mich bann, ihm die Zigarre anzuzünden, und wieder zog eine träge Nachtstunde ?m Fahren und Halten dahin. Das kleine Fräulein hob nach einer Weile die schlafende Last an ihrer Schulter beiseite, zog ihre Jacke aus, machte ein Päckchen daraus und schob es unter den Kopf des Schlafenden zu unseren Füßen. Er wachte darüber nicht auf, obgleich sie es in ihrer Befangenheit ungeschickt ge^ nug anstellte. Du scheinst dich deiner Tat zu schämen, dachte ich, aber hätten nicht eher wir Grund, weil keiner von uns daran gedacht hat? Und wieder schlich im Schweigen eine ungewisse Spanne Zeit herum. Der bärtige Artillerist, der mich in seiner rauhen Umklammerung hielt, seufzte im Schlaf, unb sein Bärenkörper schien beunruhigt burch einen Traum. „Deutschland ..." murmelte er in tiefem Schlummer. Der Lesende sah über sein Buch auf ihn hin, lächelte und stieß ihn an. Da der Schlafende sich nicht rührte, sah er zu mir herüber, zuckte die Achseln und meinte nachsichtig: „Vielleicht träumt er, spricht im Schlaf, der ... das kommt vor." — Die nächste Station war der Ort meiner Bestimmung. Da ich früher einem Turnverein angehört fjabe, gelang es mir, den Wagen zu verlassen, man schien erleichtert und grüßte schläfrig. Nun, meine ich, ich hätte auf dieser Fahrt Großes erlebt, unb kann es boch nicht sagen, benn wie vermöchten Worte ben Glanz wieberzugeben, ber oft in Stunden ber Ergriffenheit in uns aufleuchtet? Ich sah einen Kämpfer mit bem Eisernen Kreuz an ber Brust, der von seinen Taten schwieg unb seine toten Brüder rühmte, eine kleine Vornehme, die rhr schönes Gewand im Staub preisgab, um den Schlafenden zu schützen, und einen bärtigen Arbeitsmann, dessen Traum sich in einem Seufzer der Sorge und des Glücks offenbarte: Oh Deutschland ... Aber eines wußte ich zuversichtlich, als ich in der nebeligen Nacht durch ben Walb schritt: Nie, nie ist bies Lanb, dies Volk zu überwinden! 5)r kennt es nicht, ihr, die ihr es bekämpft unb haßt, kennt nicht den Kern in seiner rauhen Schale. Unb ber Boben, ben meine Füße traten, bie kalte, feuchte Luft, bie ernsten Bäume, alles was mit ihnen lebte, war mir aufs neue gegeben, bas heilige, ewige Eigen- tum unserer tiefften Berechtigung. Vögel als Vielfraße. Wir sagen zwar von einem Menschen, ber wenig ist, er äße wie ein Vogel, aber selten ist ein Vergleich unpassenber als dieser, denn bie meisten gefieberten Bewohner ber Luft sind geradezu ungeheuerliche Vielfraße, und wenn wir im Verhältnis zu unserer Körpergröße bas gleiche Nahrungsbedürfnis hätten, fo müßten wir täglich hundert Pfund Nahrung unb mehr verschlingen. Viele Vögel verzehren täglich mehr Nahrung als ihr Körpergewicht beträgt. Das Rotkehlchen verspeist mit Leichtigkeit innerhalb von vierundzwanzig Stunden zweimal so viel Nahrung, wie es selbst wiegt. Ein ausgesprochener Vielfraß ist der Eisvogel. Ein Naturforscher hat bieses Tier, bas täglich das Dreifache seines Gewichtes an Nahrung bewältigt, bei seiner Mahlzeit beobachtet unb geriet in bas höchste Erstaunen übet bie Geschicklichkeit, mit ber er Fisch für Fisch Der« schlang, von denen mancher halb fo groß war wie' er selbst. Die jungen Vögel im Nest nehmen fast alles, was ihnen bie Eltern bringen. „Ich Habs aber junge Drosseln beobachtet", schreibt ber Beobachter, „bie trotz aller Bemühungen bie Würmer! nicht herunterbekommen konnten, die die vorsorglichen Ellern herbeigebracht hatten. Einmal sah ich einen jungen Vogel, wie er sich bemühte, einen Wurm zu verschlingen, der bettächtlich länger war als er selbst. Nach längeren Anstrengungen schluckte er ben Wurm herunter, aber während er daran schluckte, ringelte sich das unglückliche Tier schon wieder zu seinem Schnabel heraus, ein zweites Mal Sir bQ5 Bögelchen den Wurm herunterzuschlucken, aber wieder kam er heraus, bis beim brit- Mal bie Drossel schließlich ben Schnabel festge- siylossen hielt unb so ben Wurm in seinem Magen JmSm5)e süßeren Vögel, wie zum Beispiel ber Bussard, stopfen sich so voll, daß sie bann nicht mehr fliegen können, besonbers, wenn sie einige Zeit Mangel an Nahrung hatten. Auch ber Rabe macht seinem Ruf der Geftäßigkeit alle Ehre. Ein Freund beobachtete einmal im Balkan Geier, die sich übet ein totes Pferd hergemacht hatten. Nach einer halben Stunde war an dem Tier nicht mehr die geringste Spur von Fleisch, die Geier aber waren so, vollgefressen, daß sie nicht ein paar Meter weit fliegen konnten." c. K Der ungarische Vormarsch in Siebenbürgen. B u d a p e st, 7. Sept. (Europapreß.) Am 6. September besetzten die ungarischen Truppen einen ungefähr 25 bis 30 Kilometer tiefen Streifen, der sich von der ungarisch-rumänisch-russischen Dreiländerecke im Osten zu dem Punkt im Westen erstreckt, wo die alte ungarische Ostgrenze in die neue Siebenbürger Grenze abzweigt. Das ungarische Staatsoberhaupt, Reichsverweser Nikolaus Hort Hy von Nagy b a n y a, der selbst aus dem jetzt rückgegliederten Teil Nordsiebenbürgens stammt, ist in der Hauptstadt seines eigenen Geburtsgaues, Szatmarne- m e t i, an der Spitze seiner Honved eingezogen. Etwa 30 000 Menschen bereiteten ihm einen jubelnden Empfang. Der 6. September erhielt seine besondere Bedeutung durch die Rückgliederung von Großwardein, einer der schönsten ungarischen Städte. Auf dem Hauptplatz wurde der einziehende Reichs- Verweser von der Bevölkerung empfangen. Der Thronwechsel in Rumänien. Die Armee auf König Michael vereidigt. Belastete Politiker des alten Regimes ausgebootet oder in Hausarrest. B u k a r e st, 6. September. (DNB.) Dem gestern schon durch Europapreß gemeldeten Beschluß der Abdankung König Carols ging eine Besprechung des Ministerpräsidenten General A ntone s c u mit dem Führer der Eisernen Garde, Horia Sima, voraus, nach deren Beendigung sich General Antonescu zu einer Besprechung mit dem König ins Schloß begab. Um 6 Uhr morgens dankte der König ab. Um 9.15 Uhr wurde durch den rumänischen Rundfunk und durch Extrablätter die Abdankungsproklamation des Königs verbreitet. In dieser Proklamation gab König Carol seinem Willen Ausdruck, alle Gefahren für sein Land zu vermeiden und seinem Sohn, den er so sehr vom rumänischen Volk geliebt wisse, die Herrschaft zu übergeben. Zugleich richtet König Carol an das rumänische Volk die Bitte, dem neuen König mit dem vollkommensten Vertrauen und mit der wärmsten Liebe zu begegnen. Am Freitagvormittag hat König Michael I. im Thronsaal des Bukarester Schlosses vor Minister- vräfident General Antonescu, dem Patriarchen oer orthodoxen Kirche Rumäniens, N i c o d i m, und dem Oberpräsidenten des Obersten Kassattons- und Justtzhofes, Radulescu, den Eid abgelegt. Unmittelbar darauf legte Ministerpräsident General Antonescu den Eid auf den neuen König ab. Ministerpräsident General Antonescu hat folgenden Aufruf erlassen, der ebenfalls durcb den Rundfunk und Extrablätter verbreitet würbe. „Die an der Spitze des Staates gemachte Ordnung verlangt auch unten Ordnung. Nur Ordnung kann die Antwort fein, die heute die Nation auf den vollzogenen Akt gibt. Keine Erschütterung! Es genügt! Die Jugend hat Blut vergossen und viel gelitten. Auch ich habe gelitten. Aber Blut kann nicht mit Blut zurückgekauft werden und Leiden nicht mit neuen Leiden. Der liebt nicht sein Land, ehrt nicht feine Nation und respektiert nicht die gegenwärtige Stunde, der so etwas tut. Keine Gewalt gegen niemand. Um so weniger gegen unschuldige Soldaten nnd Polizisten, die ihre Pflicht erfüllen. Dies wäre ein Verbrechen, das ich sofort streng bestrafen werde. Damit die Ordnung nicht erschüttert wird und kein innerer Feind die innere Unordnung ausnützen kann, stellt die Kundgebungen ein und laßt nicht Provokateure in Euren Kundgebungen das oberste Gesetz, die Disziplin, verletzen. Rumänen! Jugend! Beachtet die Lehren, die das Geschick uns gegeben hat und handelt danach." An die Armee wandte sich Antonescu mit folgendem Aufruf: „König Carol II. hat heute abgedankt. Kronprinz Michael hat den Thron der Könige Rumäniens bestiegen. In diesen Zeiten der Erschütterung beruhigen sich unsere Herzen, die. in der Hoffnung vereint sind, die eine ganze Nation in das neue Rumänien setzt. Die Armee schwört Treue dem neuen König Michael I. Der Gott unserer Ahnen und der tapferen Fürsten dieser Nation möge ihm helfen, daß seine Herrschaft nur würdige Taten, Sieg und Ruhm sei, und daß ihn immer die Liebe und das Vertrauen seiner Untertanen umgebe. Soldaten! Die Armeen mären immer die ersten, die den Treueid für den Thron abgaben. Deshalb haben noch heute, in welcher Lage immer sich die Truppen befinden sollten, alle bis 13 Uhr spätestens a u f den neuen König den Treueid zu leisten. Die Durchführung des Befehls ist sofort zu melden. Die Regieruna hat den rumänischen Botschafter bei der französischen Regierung in Vichy, Fria- n a s o v i c i, und den erst unlängst ernannten Gesandten in Moskau, den gewesenen Außenminister Gafencu, abberufen. Der Oberpräsident des Obersten Kassations- und Justizhofes, Radulescu, der seinerzeit an der rechtlichen Untermauerung des autoritären königlichen Regimes maßgeblich beteiligt war, wurde abgefetzt. Zu seinem Nachfolger wurde der Richter am Obersten Kassationshof L u p i ernannt. Ferner wurde auch der Bukarester Oberbürgermeister, General Dombrowski, seines Postens enthoben. Der Leiter des Geheimdienstes der Polizei, M o r u s o f f, ist verhaftet worden. Ferner wurde Hausarrest gegen eine Anzahl von politischen Persönlichkeiten verhängt, die alle tragende Stützen des vergangenen Systems waren, die meisten von ihnen Mitglieder der Regierung Calinescu. König Michael. WWW M M'. ’ Kronprinz Michael ist nun trotz seines jugendlichen Alters von noch nicht 19 Jahren zum zweitenmal König geworden. Er wurde am 4.3a- nuar 1926 nach einer der Thronverzichterklärungen seines Vaters zum Thronfolger und am Todestage eines Großvaters, König Ferdinand I., am 20. Juli 1927 zum König ausgerufen. Der junge König ist am 20. Oktober 1921 als Sohn des damaligen Kronprinzen Carol und der Prinzessin Helene von Griechenland geboren. Während Carol dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen entstammt, war der Vater der Prinzessin Helene dem Hause Schleswig- Holstein und ihre Mutter als Schwester Kaiser Wilhelms dem Hause Hohenzollern entsprossen. Seinen Namen erhielt der König zur Erinnerung an den rumänischen Wojwoden Michael Viteazul, Michael den Tapferen, der ein Großrumänien durch die Vereinigung aller Rumänen erstebt hatte. Michael hat eine so sorgfältige Erziehung und Ausbildung erhalten, wie es unter den wechselnden Verhältnissen seiner Jugend möglich war. Die Erziehung wurde zuerst von seinem Vater, dann von dem Regentschaftsrat zusammen mit seiner Mutter, schließlich wieder von seinem Vater geleitet. Dieser legte Wert darauf, ihn schon in sehr jungen Jahren einen Blick in die Welt außerhalb seines Vaterlandes und in mancherlei europäische Probleme tun zu lassen. So nahm er den Sohn häufig auf seine Auslandsreisen mit. Arn 24. November 1938 war der damalige Thronfolger Michael zusammen mit König Carol zu einem Besuch beim Führer auf dem Obersalzberg. Das Echo in Belgrad. B elgrad, 6. Sept. (ÄNB.) Die Abdankung König Carols von Rumänien wird in Jugoslawien als logische Folge einer von Carol selbst mitverschuldeten Entwicklung betrachtet. Auch spricht man davon, daß sich der Meuchelmord an Codre- anu, dem Führer der Eisernen Garde, nun an dem Mann räche, der diese Bluttat vielleicht hätte verhindern können. Zugleich zeiae sich, daß eine in den nationalen Kräften des Volkes verwurzelte Bewegung, wie die Eiserne Garde, auf die Dauer nicht unterdrückt werden konnte. Allerdings habe es Rumänien heute viel schwerer, die innere Erneuerung durchzuführen, als wenn König Carol, der auch im jugoslawischen Volksmund den Beinamen der „Treulose" hat, schon vor zwei Jahren diesen Schritt getan hätte. Diplomatische Kreise halten Carol für mitverantwortlich für die zweideutige Rolle, welche die rumänische Politik bis in die jüngste Zeit gegenüber den Achsenmächten gespielt hat. Schließlich meint man in Belgrad, daß jetzt wohl auch der Weg für eine völlig durchgreifende Erneuerung des rumänischen Lebens frei sei, weil mit Carol hoffentlich auch der verderbliche Einfluß der Jüdin L u p e s c u und ihres ganzen Klüngels verschwinde. Nationalistische Kreise Jugoslawiens hoffen, daß mm auch gewisse längst angekündigte Maßnahmen in Jugoslawien endlich Wirklichkeit werden. Dor allem dürfte der von einzelnen Re- gierungsmitgltedern immer wieder hintertriebene Entwurf eines Judengesetzes jetzt beschleunigt zur Beratung kommen. Cürovln Verwenden Sie auchjumEinmachen . ■__ Einige Kilometer von der alten Grenze entfernt, in der Nähe von Ermihalyfalva, erreichten die ungarischen Marschkolonnen die ehemalige rumänische Verteidigungslinie, ein breit angelegtes System von Betonbefestigungen, Tankfallen, Drahtverhauen und Wassergräben. Selbst die Landstraße ist dort durch Betonbauten eingeengt, so daß der Vormarsch der schweren Kraftwagen ver- langsamt werden mußte. Nagybanya, das am 6. September ebenfalls rückgegliedert wurde, ist durch den Namen des Reichsverwesers bekannt. Es ist eine alte Grubenstadt mit reichen geschichtlichen Verbindungen zu Deutschland. Die Süddobrudscha. Sofia, 6. Sept. (Europapreß.) Ein offizielles Kommunique über die rumänisch-bulgarischen Vereinbarungen zur Rückgabe der Süd-Dobrudscha liegt noch nich vor. Der Ministerrat Hat am Donnerstag zweimal getagt, am Vormittag und am späten Abend. Nach der zweiten Sitzung begab sich der Abgesandte der Abordnung wieder nach Craiova zurück. Abends hielt der Führer der Dobrudscha-Bewegung in Bulgarien, P e n a k o f f, im Rundfunk eine Rede an das bulgarische Volk, in der er die große Bedeutung der Süddobrudscha für Bulgarien hervorhob. Er unterstrich, daß die Süd-Dobrudscha nun ohne Blutvergießen an Bulgarien zurück- gelangt fei. Damit sei das letzte Hindernis für gute bulgarisch-rumänische Beziehungen beseitigt worden. Bulgarien sichere sich ein moralisches Kapital, das sich für die weitere Entwicklung auf dem Balkan noch auswirken werde. Das Blatt „Utro" schreibt, die Verhandlungen in Craiova würden keine weite re n Verzögerungen erleiden. Man könne die Verhandlungen schon jetzt als beendet betrachten. Del Güterverkehr. 6en öle Deutschs Lelchsbahn (m gwstdeutschen Sauto $u bewältigen Hatz ist gewaltig an» gestiegen» Viersahresplattz _ _ vov allen Dingen unfete Wehrmacht stellen größte Anforderungen an den Güterwagenpark. Alles kommt daher .. darauf att jeden vorhan» ..SS § W A 1 , ■ 1 Beachten Sie diese 10 wichtigen Regeln für den Verfrachter! lte Güterwagen schnellsten» de- unt> entladen. Rückgabe der wagen möglichst vor Ablauf der Ladefristen: Uber- schceitung der Ladefrist hat Ausfall, wertvollen Laderaums zur Zolge. 1. wagen rechtzeitig und nur für den tatsächlichen Bedarf bestellen. Ange- botene Lrfatzwagen verwenden, selbst wenn kleine Unbequemlichkeiten damit verbunden sind. 3. Pünktliche An- o. Abfuhr der Güter, mit der De- und Entladung sogleich nach wagenbereirstellung beginnen. 4# §ür Güterwagen gibt es setzt keine Sonntagsruhe. Daher Güter, wenn möglich, auch Sonntags verladen. Zür eingegangene Güter besteht die Pflicht zur Entladung an Sonntagen. S» Güterwagen beim Be- und Entladen nicht beschädigen. Lademaße inne- Holten. Güter ordnungsmäßig und be- triebsstcher verladen. 6, Durch zweckmäßige Ladegeräte und Hilfsmittel das Be- und Entladen erleichtern. 7» Auslastung der wagen bis zun» Ladegewicht und nach Möglichkeit setzt (m innerdeutschen Verkehr bis 1000 kg tzber die am wagen angeschciebene Tragfähigkeit. Raumersparnis durch geschicktes Stapeln der Güter, ganz besonders durch sachgemäßes und überlegtes verladen sperriger Güler. N. Nicht mehr Güter zu gleicher Zeit beziehen, als rechtzeitig entladen werden können. 9« Entladung sogleich beim Eingang der Versandanzeige des Absender« oder bet der voraoisierung durch die Güter- abfentgung oorbereiten. ZuHrwerke und Ladepersonal schon Im voraus für die Zeit der bevorstehenden Entladung frei- halten. lOe Frachtbriefe und sonstige Begleitpapiere sorgfältig ausfüllen zur ver» Meldung von 3erlaufen. Am ausfchaeiörv»aufhrbea aaö Unma wieder kfaJ Auf jeden Handgriff kommt es an! An 3rbeitohräften Herrscht jetzt bei uns mangel Das darf aber <üd)t zu Stockungen bei der Be- und Entladung von ißüter» «oagen führen. Unser Ziel muß vielmehr sein. Güterwagen jetzt noch schneller als zuvor zu be- und entladen, um auf diese Weise mehr Wagenraum zur Befriedigung des dringenden Bedarfs zur Verfügung zu haben. Jeber entbehrliche Handgriff must erspart, mechanische yllfsmlttel müssen überall dort eingesetzt werden, wo es möglich ist. dem Menschen die Arbeit ju erleichtern oder ganz abzunehmen, vielfach bringen hehelfsmästige Wittel, wie Laderutschen. Bollen, laufende Lander usw. schon wesentliche Erleichterungen. Setzen Sie Ihrem Organisationstalent und der vereinten Erfindungsgabe 3hres Unternehmens das Ziel, den Güterwagenumlauf so stark als möglich zu beschleunigen. Schon wenn nut eine Beschleunigung des Wagenumlaufs um 10% erreicht wird, stehen taufende, |a zehntausende Wagen zusätzlich zur Verfügung. 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September W) Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) Nr. 2(2 Zweiter Blatt e (Nachdruck verboten.) 16. Fortsetzung. Die gepflegte Küche verwendet VTfiGyPAHIERMEHL Ein paar unterhaltsame Winke über die Sprache unserer Waffenbrüder. Häufiger noch als früher toßen wir jetzt in der Zeitung auf italienische Namen und Begriffe. Den Klang manchen Wortes haben wir noch vom Rundfunk her im Ohr; oft ist er uns aber auch wieder entfallen, und wir ragen uns: Wie sprichtman dieses Wort, jenen Namen eigentlich aus? Viele Wörter kommen uns unaussprechlich vor, wenn wir sie schwarz auf weiß vor uns sehen. Dabei ist die Aussprache des Italienischen sehr einfach — man muß nur den Schlüssel kennen. Grundregel: Sprich alles so, rote du es als Deutscher sprechen würdest — bis a u f die Ausnahmen. Und die paar Ausnahmen ind so leicht zu merken, daß wir sie uns bestimmt n zehn Minuten einprägen können. Vorsehen müssen wir uns eigentlich nur mit c und g; c vor e lautet tsche, vor i tschi. Also Duce („dutsche"), Cicerone („tschitscherone", Fremdenführer), Cinquecento („tschinkwetschento", fünfhundert, Abkürzung für 1500, bedeutet das Jahrhundert von 1500 bis 1600, also das 16. Jahrhundert, die Blütezeit der italienischen Renaissance). Sonst lautet das c wie das deutsche k: Caruso, Monaco (auf der ersten Silbe betont, nicht nur das Fürstentum an der Riviera bezeichnend, sondern auch der italienische Name für München), cultura. Beide Aussprachemöglichkeiten des c vereinen sich in dem Ausdruck Capo e Concelliere del Reich („kapo e kantschelliere", Führer und Reichskanzler). Aber auch in Verbindung mit e und i kann das c wie k klingen — wenn nämlich ein h dazwischengeschaltet ist. Mozarts Page heißt Cherubino („keru- bino"), der bekannte Ratwein chianti („kianti") und die Gitarre chitarra („kitarra"). Anderseits: auch in Verbindung mit a, o und u kann c wie tsch lauten. Wir wissen ja alle, wie sich der italienische Außenminister spricht, und wir wissen auch, wie er sich schreibt; also ist uns bereits bekannt, daß in solchen Fällen ein i, das stumm bleibt, eingeschaltet wird: Graf Ciano („tschcmo"). Der aroße italienische Geschichtenerzähler schreibt sich Boccacio und spricht sich dementsprechend „bokatscho" (und nicht, wie man immer wieder hört, „bokatschio"). Mit dem g ist die Sache ganz ähnlich: vor e lautet es dsche, vor i dschi, in allen anderen Fällen wie das deutsche g. Also: Agenzia Stefani („adschenzia"), Germania („dschermania", nicht „germania"!), Michelangelo („rnikelcmdschelo"), Gibilterra („dschi- bilterra", Gibraltar), giro („dschiro"), Palazzo Chigi („kidschi", der Sitz des italienischen Außenministers). Vor a, o und u dagegen wird g genau so wie im Deutschen gesprochen: gazetta, gorgonzola, gusto. Soll das g nun auch in Verbindung mit oder i roje g lauten, so wird, wie bei c, ein h ein- geschoben: Spaghetti („ßpagetti"), Dante Alighieri („aligieri"), Inghilterra" („ingilterra", England). Und ferner ähnlich wie bei c: soll g in Verbindung mit a, o und u wie dsch lauten, so wird ein i, das nicht mitgesprochen wird, eingeschaltet. Die drei Meister der italienischen dramatischen Musik heißen Gioacchino Rossini („dschoakkino", Joachim), Giuseppe Verdi („dschusevpe", Josef) und Giacomo Puccini („dschakomo", Jakob). Mozart verband deutsches Empfinden und italienische Form in seinem ..Don Giovanni“ („dschowanni"), und wenn der Page Cherubino uns darin von seinem „süßen ten und mit ewigem Grün, in Wirklichkeit eine Hölle menschlicher Leiden und plutokratischer Laster, Piratennest von Geburt mit einer wilden, unbarmherzigen, nur guf Verdienst und Genuß gestellten britischen Seele. Die strategische Lage, der bei allen ähnlichen englischen Punkten eine ausschlaggebende Rolle zu- fällt, erschien den Engländern vom ersten Tage der Besitznahme an ungünstig, weil der großartige Hasen und die Stadt Victoria strategisch von der Kaulun-Halbinsel beherrscht wurden. Deshalb eignete sich England nach dem zweiten Opiumkrtcg 1860 diese Halbinsel durch Gewaltvertrag an und erreichte 1898 wiederum durch Gewalt, auch einen der in China damals Mode gewordenen 99jährigen Pachtverträge für einen wesentlichen Teil des Festlandes und der anschließenden Seegebiete. Umbildung der französischen Regierung. Genf, 6. Sept. (DNB.) Die französische Regierung ist umgebildet worden. Die neue Regierung hat folgende Zusammensetzung: Stellvertretender Ministerpräsident Laval, zugleich beauftragt mit dem Jnsormationswesen und der Koordinierung der verschiedenen Ministerien. Zu Staatssekretären wurden ernannt: Für Justiz: A l i b e r t (wie bisher), für Inneres: Peyrouton (bisher Polizeichef), für Auswärtiges: Baude in (wie bisher), für Unterrichtswesen und Jugend: Ripert, Dekan der Pariser juristischen Fakultät, für Landwirtschaft und Versorgung: Caziot (wie bisher), für Verkehr: Berthelet, stellvertretender Direktor der französischen Eisenbahngesellschaft, für Kolonien: Konteradmiral Platon, für Finanzen: Bouthilier, für Krieg: ' General H u n tz i g e r , für Luftfahrt: Brigadegeneral Bergeret, für Marine: Admiral Sarian (wie bisher), für Produktion und Arbeit: Belin (wie bisher). Das französische Finanzministerium ist ermächtigt worden, flüchtigen und evakuierten Landwirten, die nicht nach Hause zurückkehren können, zur Uebernahme von ländlichen Anwesen Kredite bis zu 200 000 Franken zur Verfügung zu stellen. Man hofft, auf diese Weise die vor allem in Südwest- und Südfrankreich verla s s e n e n ländlichen Ostasiaten unzweifelhaft zu den bedeutsamsten Ereignissen in der Geschichte der ostasiatisch-europäischen Politik des letzten Jahrhunderts; denn f a st genau vor 10 0 Jahren setzten sich die Engländer im Verlauf ihres ersten Opiumkrieges von 1839 bis 1842 auf der Insel Hongkong fest. Der Name bedeutet „Tal der duftenden Wässer", womit der Kantonfluß gemeint ist, an dessen Mündung die Insel Hongkong liegt. Diese freundliche romantische Bezeichnung stand aber vor 100 Jahren schon im Widerspruch zu der Wirklichkeit; denn Hongkong war ein ausgesprochenes P i r a t e n n e st. Die Engländer nahmen die Insel 1841 in Besitz, nachdem sie sie schon ein Jahr als Stützpunkt für den niedrigsten Raubkrieg der menschlichen Geschichte, den Opium k r i e g, und für den Einfall in China ausgewertet hatten. London Zwang im Auftrags der plu- tokratischen Unternehmer der Ostindischen Compagnie den Opiumkrieg dem Chinesischen Kaiserreich rücksichtslos auf, weil China das Opiumlaster radikal abschütteln wollte und deshalb der Einfuhr von Opium aus Indien entgegentrat. Die englische Haltung läßt sich keineswegs mit einer etwa nicht genügend vorgeschrittenen Kenntnis der verheerenden Wirkungen des Opiums entschuldigen. Warren "Hastings, einer der berühmtesten kolonialen Vorkämpfer Englands, erklärte 1783 das Opium wörtlich als „einen peinlichen Luxusartikel, dessen Gebrauch nicht gestattet werden dürfte, ausgenommen die Außenhandelsvorteile!" Wenige Jahre später äußerte der damalige Leiter der Ostindischen Compagnie: „Wenn es möglich wäre, den Gebrauch dieser Droge ausschließlich auf medizinische Zwecke zu beschränken, dann würden wir mit Freuden aus Ehrfurcht vor der Menschheit damit einverstanden sein." Nach dem Opiumkrieg im Jahre 1843 leistete sich Lord Ashley dann in einer Entschließung des Unterhauses die Feststellung, „daß die Behauptung des Opiummonopols und des Opiumhandels mit der Ehre und Pflicht eines christlichen Königreiches im äußersten Grade unvereinbar ist". Die Schamlosigkeit der englischen Plutokraten, gegen bessere Einsicht um des Verdienstes willen niederste Geschäfte abzuwickeln, läßt sich wohl durch kein krasseres Beispiel belegen als durch das Verbrechen des Opium- Englands Rückzug aus Ostasien. In einer der letzten Ausgaben der „Times" findet sich an etwas versteckter Stelle die Notiz: „Die Ankunft eines zweiten Schiffes in Sydney mit Geräumten aus Hongkong wurde gestern abend drahtlos von dort gemeldet. Der Dampfer führte 480 Kinder mit, so daß nunmehr rund 1400 Geräumte, darunter 900 Kinder, aus Hongkong in Australien gelandet'sind." Die gleiche Ausgabe des führenden englischen Blattes bringt die endgültige Nachricht von der Abreise der britischen Besatzungstruppen aus Schanghai und damit die Preisgabe eines der politisch und militärisch wichtigsten Punkte der Engländer in Ostasien. , Der Rückzug der englischen Truppen aus Schanghai und die EvakuieruW der englischen Zivilbevölkerung aus Hongkong zahlen für das Empfinden der A n w e s e n , welche in die Tausende gehen, wieder der landwirtschaftlichen Produktion zuzuführen und damit der englischen Blockade entgegenzuwirkem Flucht der englischen Königsfamilie nach Kanada? Stockholm, 6. September. (DNB.) In den Vereinigten Staaten erhalten sich hartnäckig die Gerüchte über eine bevorstehende Uebersied- lung der englischen K ö n i g s f a m i l i e nach Kanada. Der größte Teil der Angehörigen des Königshauses hat London verlassen und hält sich in Schottland auf. Von der britischen Admiralität seien genaue Pläne ausgearbeitet worden für die Ueberführung des Königshauses nach der neuen Welt. In verschiedenen Häfen der westlichen Küste würden zwei große Kreuzer und eine Anzahl von Zerstörern zu diesem Zweck bereit gehalten. Sollte die Abreise notwendig werden, so sollen zunächst die Königin-Mutter und dis K i n d e r des Königspaares abtransportiert werden. Der König wolle mit Rücksicht auf die Stimmung der Bevölkerung so lange wie möglich aushalten. Die Flucht des Königshauses würde der englischen Oeffentlichkeit erst dann bekannt werden, wenn alle Mitglieder der Familie auf kanadischem Boden angekommen seien. Der König selbst werde seinen Wohnsitz wahrscheinlich in Toronto nehmen. Konzentrationslager für mißliebige Ausländer in der Schweiz. Genf, 6. September. (Europapreß.) Um die Ruhe und Sicherheit im Lande gewährleisten zu können, ist ein neues Gesetz herausgekommen, nach welchem solche Personen, die gefährlich für die Oeffentlichkeit erscheinen, zwangsweise iy, Anstalten interniert werden können, die durch den Innenminister bestimmt wurden. Nach dem selben Gesetz können auf Beschluß des Präfekten solche Personen, die schon seit Beginn der Feindseligkeiten als für d i e nationale Verteidigung und die öffentliche Sicherheit gefährlich erschienen, und denen entfernt von großen Städten Zwangswohnorte angewiesen wurden, gleichfalls in diesen Anstalten, also Konzentrationslagern, untergebracht werden. „Kapo e kantschelliere.“ Wie lernen wir Italienisch in zehn Minuten? Nach dem Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 6. September steht an der Spitze der Sieger in Luftkämpfen Major Mölders mit 32 Abschüssen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) und seine Frau sucht und findet er ein geeignetes Geschenk. Durch den lebhaften, frohgestimmten Trubel der Vorweihnachtszeit geht er mit merkwürdigen Empfindungen. Er ist kein Ausgestoßener mehr. Auch er gehört mit zu der großen Gemeinde, die sich rüstet, das Fest der menschgewordenen Liebe zu eiern. Das ist seltsam, es macht ihn beinahe ver- egen, erschüttert ihn aber auch. — Am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages ornrnt Marta Ellrich auf ein paar Stunden zu Beuch. Frau Pahl ist zu ihrer verheirateten Tochter gegangen, die in Steglitz wohnt. Klaus hat den Auftrag erhalten, den Kaffee zu kochen und den Tisch zu decken. Und als er sich dazu anschickt, sagt Marta: „Lassen Sie nur, ich mach das schon." Und es geht ihr auch besser von der Hand als ihm. Sie rücken den Tisch in den Ofenwinkel, wo Vater Pahl sitzt. Würziger Kaffeeduft durchzieht die Stube und vermischt sich mit dem Tannen- und Aepfel- geruch. Marta stellt die Tassen zurecht, schneidet dicke Stücke von dem großen, mit Rosinen gespickten Napfkuchen und gießt den Kaffee ein, während Klaus die Kerzen am Baum anzünden muß. Pahl ist guter Dinge. Trotz seiner Schmerzen erzählt er allerlei Schnurren. Und die beiden jüngeren Menschen genießen mit gelösten Gliedern die Arbeitsruhe und das Behagen der warmen, weihnachtlichen Stube. Klaus ist auch heute schweigsam; seine Augen blicken m den Kerzenschimmer. Wenn er sie von dem Bäumchen fortwendet, begegnen sie dem Blick Martas. Dann lächelt sie ihm zu. Ihre Zähne blinken milchweiß hinter den frischen Lippen. Das Herbe und Rasche ihres Wesens ist heute in Weichheit gewandelt. Sie schiebt ihre Tasse zurück, sieht auf und holt ein Päckchen herbei, das sie vor Klaus auf den Tisch legt. „Hier ist noch was vom Weihnachtsmann, was Sie gewiß gut gebrauchen können", sagt sie lachend. Er löst mit sehr verlegener Miene die Papierhüllen. Zwei Hemden kommen zum Vorschein; sie sind aus weißem Stoff mit hellfarbigem Streifenmuster. „Hoffentlich passen sie", sagt Marta eifrig. „Ich konnte ja nicht Maß nehmen, aber so ziemlich : werde ich's schon getroffen haben!" „Nu, er kann ja mal eens anprobieren", schlägt Pahl schmunzelnd vor, was aber keine Beachtung ’ findet.. „Stehn Sie doch mal auf", sagt Marta zu Klaus. Eins der Wäschestücke auseinandernehmend, mißt ie an ihm die Schulterbreite und die Armlänge nach. „Paßt ganz genau!" ruft sie strahlend. „Ja, wann harn Se denn bet Zeuj noch jenäht? Am Tage hatten Se doch wahrhaftig keene Zeit dazu! Det is woll Nachtarbeet?" erkundigt sich Pahl. „Is ja egal!" erwidert Marta. „Wenn man was will, kann man's auch!" Sie legt das Hemd wieder glatt zusammen. Klaus streicht mit seiner rauh gewordenen Hand darüber hin, atmet tief auf und sagt: „Ich danke Ihnen vielmals, Fräulein Marta! Sie tun so viel ür mich. Wenn ich doch einmal ..." „Viel? Ach du lieber Gott!" unterbricht sie seine stammelnden Worte. „Ich wollte, ich könnte mehr, könnte wirklich was rechtes für Sie tun!" „Na, nu bringen Se ihn man nicht zu sehre in Valejenheit, Marteken", sagt Pahl von seinem Ofen- winkel her. Und dann, sich zu Klaus wendend: „Ja siehste, Mensch, det is doch mal ’ne Tüchtige! Du, wer die mal kriegt ..." „Unsinn, Vater Pahl! Keiner kriegt mich! Oder vielmehr, ich kriege keinen! Sie wissen ja, warum", fällt ihm Marta ins Wort und macht ein finsteres Gesicht. „Nee, umjekehrt! Wat Se da reden, is Quatsch!" brummt der Alte. Klaus hat indessen sein Päckchen hervorgeholt und gibt es Marta. Ihre roten Wangen färben sich noch tiefer. „Was is denn bas? Für mich?" fragt sie erstaunt. Als er wortlos nickt, kraust sie die Stirn. „Was machen Sie denn für Geschichten, Klaus? Sie sollen doch Ihre Groschen zusammenhalten!" sagt sie unwirsch. Aber ih're Augen verraten alles anbere als Ungehaltensein. Sie entfernt die Seidenpapierhülle, öffnet einpn Schutzkarton und stößt einen kleinen Schrei der Ueberraschung und der Freude aus. „Ach, solche wunderschöne, elegante Handtasche! Ich wünsche sie mir schon lange, aber doch nicht solche feine! Ach, die kann ich ja gar nicht in Gebrauch nehmen!" „Wieso denn nich? Sie sind doch 'n hübsches Mädel! Warum soll'n Sie nich ooch wat Elejantes haben?" protestiert Pahl. „Und der Klaus — der hat 'n juten Jeschmack! Dabran merkt man, bet er mal wat Besseres mar." kvieges. Hongkong entwickelte sich aus bem rauhen, unbewohnten Felseneiland zu einer Handelskölonie zunächst allein durch das Opiumgeschäft. Zum Opiumhandel gesellte sich 1849 der Menschenhandel, weil Hongkong der Mittelpunkt der Kuli- ausfuhr nach den Goldfeldern Kaliforniens und Australiens wurde. Hatte sich der Hongkonghanbel schon im Jahrzehnt 1860 bis 1870 gegenüber der früheren Zeit verdoppelt, so vervielfachte er sich in- folge der Eröffnung des Suezkanals im nächsten Jahrzehnt bis 1880; 1924 stand Hongkong an zweiter Stelle der Welthäfen. Diese Entwicklung ist ^urückzuführen auf die Eigenschaft Hongkongs als den Hauptumschlagshafen zwischen Süd- und Nordchina und als Hauptverteilung s p I a n für Reis in der ganzen Welt. Außerdem wurde Hongkong für den Fernen Osten auch der Verteilungsmittelpunkt für Zucker und spielte endlich noch eine führende Rolle im Garn-, Zinn- und Kohlengroßverkehr. Die englische Plutokratie gewann nicht zuletzt aus Hongkong einen wesentlichen Teil ihres phantastischen Reichtums. Großspurig, bequem, üppig breitete sich die Stadt Victoria mit annähernd einer halben Million Einwohnern, terrassenförmig auf Hongkong aus, anscheinend ein Paradies mit Blü- Die strategische Sicherheit, die es so gewonnen zu haben glaubte, erweist sich heute als brüchig, weil Hongkong nicht zuletzt infolge der Eifersucht Amerikas nicht zu einem Flottenstützpunkt großen Stils ausgebaut werden konnte, und Singapur, das diesen Nachteil für Hongkong ausgleichen soll, an- gesichts der phantastischen wirtschaftlichen und militärischen Entwicklung Japans in den letzten vierzig Jahren wegen der großen Entfernung von Hongkong als unzureichend angesehen werden muß. Das. Abbröckeln der englischen Macht, das durch den Abzug aus Schanghai und die Räumungsmaßnahmen in Hongkong auch äußerlich sichtbar wird, ist ein deutliches Kennzeichen der britischen Schwäche und des Niederganges und öffnet den Ostasiaten die Augen über Englands „Weltmacht". „Nich bloß daran", murmelt Marta, die nicht aufhören kann, ihr Geschenk bewundemd zu betrachten. Endlich hüllt sie es wieder sorgsam ein, reicht Klaus die Hand und sagt ihm Dank. Sie sind beide ehr verlegen. „Klaus, seh doch mal und jib dem Schecken noch wat", sagt Pahl nach einer Weile. „Ach, für den habe ich ja auch was mitgebracht! Ein paar Mohrrüben. Die stecken noch in meiner Manteltasche", ruft Marta. Sie holt die Rüben hervor und folgt Klaus nach dem Stall. Pahl blickt ihr schmunzelnd nach, und in der Erwägung, daß er jetzt Ruhe zum Rundfunkhören haben werde, schaltet er den neben ihm stehenden Apparat ein. Der Schecke zupft schon an dem Heu, das Klaus ihm in die Futterraufe gesteckt hat. Als das Pferd Martas Stimme hört, wendet es den Kopf. Das Mädchen tritt zu ihm, streichelt und tätschelt es, und der Schecke schmaust aus ihrer Hand die Rüben. Oefters hat Klaus zugesehen, wenn sie zu dem Tier zärtlich ist und schmeichelnd zu ihm redet. Da wird ihm jedesmal ganz merkwürdig, und heimlich liebkost er dann auch den Schecken. „Wissen Sie das auch schon von mir, Klaus?" fragt Marta, ohne ihn anzusehen. „Bei Pahls is doch wahrscheinlich darüber zu Ihnen gesprochen worden, und meine Stiefmutter erzählt es ja jedem, der ihr in den Weg kommt. Dabei ist das nu schon zwölf Jahre her und geht doch überhaupt keinen was an." Klaus steht an der anderen Seite des Pferdes. Die Arme auf dessen warmen Rücken lehnend, sieht er zu ihr hinüber und sagt: „Ich weiß nicht, was Sie meinen, Fräulein Marta. Hier bei Pahls höre ich nur Gutes von Ihnen reden, und mit anderen Leuten spreche ich ja wenig. Dennoch vernahm ich gelegentlich Andeutungen, die — ich nicht verstand, und über die ich auch nicht, nachdachte, weil —" Er senkt die Stirn und sucht vergebens nach dem rechten Wort. Sie streift fein Gesicht mit einem fragenden Blick; ihre Miene wird traurig. „Sie wollen davon gar nichts hören?" Sie seufzt und blickt vor sich nieder. „Ich möchte es Ihnen aber doch erzählen, Klaus, denn Sie sollen mich nicht mit den Augen anderer Leute sehen." (Fortsetzung folgt.) Schmachten, Sehnsucht ..." singt, singt er selbstver- tändlich adagio („adadscho" — nicht, wie so oft zu hören, „adadschio"). Weiter im italienischen Text! sc vor e lautet sche, vor i schi, in allen anderen Fällen wie das deutsche sk. Also: scena („schena"), fascismo („faschißmo"), scirocco („schirokko"). Dagegen: Scala („ßkala", die weltberühmte Mailänder Oper), sconto („ßkonto"), scultura („ßkultura", Skulptur). Soll sc jedoch auch vor a, o und u wie sch lauten, so wird wieder ein i eingeschoben, wie in scialuppa („schaluppa", Schaluppe). gl vor i wird wie Ij ausgesprochen: der bedeutende Tenor der Mailänder Scala heißt Gigli („dschilji"). Folgt auf i ein Vokal, so bleibt es stumm: die Scharfschützen sind die bersaglieri („berßaljeri"), der Große Faschistische Rat ist der Gran Consiglio („kon- ßiljo") del Fascismo, und der italienische Generaltabschef, Marschall Badoglio, spricht sich „badoljo". gn vor einem Vokal wird wie nj ausgesprochen: Bologna (,cholonja"), Mascagni („maßkanji"), Generalstabschef der Marine Admiral Cavagnari („ka- roanjari"). s ist nur dann weich, wenn es zwischen zwei Vokalen steht: difesa antiaerea („difesa antia-erea", Luftschutz), sonst immer scharf: „Corriere della Sera“ („ßera", der vielzitierte Mailänder'„Abendkurier"), soldato („ßoldato"), San Remo („ßan"). v lautet wie das deutsche w: Leonardo da Vinci („wintschi"), Viktore Emanuele („wittore"). Das waren alle wesentlichen Unterschiede der italienischen Aussprache vor der deutschen, und, versehen mit diesen Kenntnissen, werden wir in Zukunft über fein noch so schwierig aussehendes neues Wort stolpern, da swir im italienischen Wehrmachtsbericht lesen! KlausfängteinneuesLebenan Roman von Helene Kalisch Copyright 1939 by Prometheus -Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München Marta hat das Gespräch abgebrochen und ist an ihre Arbeit geeilt. — Merkwürdige Fragen werden an Klaus gerichtet. So ist er sich deutlich bewußt, ein dummes Gesicht zu machen, als ihn Frau Pahl kurz vor dem Fest fragt, ob er denn schon die Geschenke besorgt habe. Sie lacht über seine verwunderte, verlegene Miene. Als sie darauf in die Küche geht, kommt er ihr nach und jagt, daß er sehr gern Fräulein Marta mit einem Weihnachtsgeschenk seine Dankbarkeit zeigen würde. Ob er das wohl dürfe, und ob sie es nicht zurückweisen werde? . Die alte Frau schüttelt den Kopf. „Ach, wo wird se denn, det wäre ja komisch." „ „Aber ich weiß gar nicht, was es fein konnte, sagt Klaus. Sie beratschlagen. Frau Pahl meint, für unpraktische Dinge sei die Marta nicht. Sie einigen sich dann dahin, daß sie erst mal ein bißchen horchen soll. Dann macht die grauhaarige Frau ein nachdenkliches Gesicht, legt die Hände ineinander, guckt Klaus von der Seite her an, lächelt und seufzt. „Ja, Kinder, ihr beede! Wat soll nu daraus werden?" Er erschrickt über diese Worte, die etwas ausdeuten, das in ihm selbst noch keine bestimmte Form angenommen hat. Er will ja nichts als dankbar sein dürfen. In den vergangenen Jahren, als er ein Gefangener war, ist fein Herz erstarrt. Wie lang diese Zeit der Qual und Not war, und wie sehr verändernd sie auf sein Empfindungsleben gewirkt hat, merkt er daran, daß er fremd in dem Bereich menschlicher Beziehungen geworden ist. Er findet sich nur schwer darin zurecht. Die Geschenkangelegenheit wird aber doch von ihm erledigt. Frau Pahl hält ihn für unerfahren auf dem Gebiet und hat keine Ahnung, daß er einmal viel Hebung darin besaß, für eine Frau Geschenke aus- zuwählen. Jetzt tut er das wieder. Auch für Pahl Römischkohl 10, Bohnen (grün) 15 bis 18, (gelb) 18 bis 20, Unterkohlrabi 7, Erbsen 25, Tomaten 10 bis 20, Zwiebeln 12, Rhabarber 10, Kürbis 7, Feldsalat, */io 10, Aepfel 20 bis 25, Falläpfel 7 bis 10, Birnen 20 bis 45, Zwetschen 16 bis 20, Mirabellen 25 bis 30 Renekloden 20, Blumenkohl, das Stück 10 Rpf. bis 1 RM., Salat 8 bis 10 Rpf., Salatgurken 10 bis 40, Einmachgurken YA bis 4, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bund 10 bis,15 Rpf. * * * Beförderung. Der Truppenarzt beim Wehrbezirkskommando Gießen, Assistenzarzt Dr. M a s s i n g, Laubach, wurde zum Stabsarzt befördert. * * Ein Achtzigjähriger. Am morgiaen Sonntag, 8. September, kann der Metzgermeister Konrad B e p t e r, Neustadt 21, in bester körper- Oie Pflicht des Herzens. Zum ersten Opfersonntag. Pflicht ist die Triebfeder und der Motor unseres Lebens und aller Vorgänge unseres Willens. Sie durchpulst uns wie das Blut. Sie hält uns und richtet uns auf, läßt uns Blick gewinnen in die Zukunft und stachelt uns und unseren Willen zu Wundern von Taten. Sie zügelt den Ablauf unseres Alltags und gibt chm seinen Sinn und seine Bedeutung. Die Pflicht ist alles in uns! Sie brennt, sie zwingt, sie reißt mit. Sie läßt uns jegliche Widerstände überwinden, lieber uns selbst erhebt sie uns. Die Pflicht adelt den Menschen gegenüber jeglicher Kreatur. Sie ist das erste und größte Gebot unseres Daseins. Sie prägt uns erst unsere eigene Bedeutung ins Angesicht. Pflichtlose Menschen sind kranke Menschen. Sie faulen in der Seele und zerbrechen in den Stürmen des Lebens. Sie wanken, stürzen und werden ausgelöscht. Pflichtlostgkeit ist keine Charaktereigenschaft, sondern das Absterben jeden Charakters. Die Volksgemeinschaft aber braucht pflichttreue Menschen, denn nur die Dflicht bindet Mensch an Mensch. Nur aus ihr wächst das Volk — und aus ihr nur erhebt sich die geeinte Nation. Kriegszeiten sind Zeiten gesteigerter Pflicht. Neben das Pflichtgewand des arbeitenden Menschen — dem Lederschurz des Schmiedes, den Kitteln der Dreher, Schlosser und Monteure, der Sturmjacke des Seemanns und der kargen Kluft des Bergmanns — hat sich der graue Rock des Soldaten gestellt. Darüber haben mir ihn gezogen — den Feldrock des Krieges. Todesmut heißt die Pflicht des Soldaten. Sie fordert den Einsatz seines ganzen Lebens. Die Krieasvflicht hat ein eisernes Gesicht, aber sie ist die Pflicht aller Pflichten — die Summe all unserer Pflichten für Volk und Nation. In ihr lodert wie ein heiliger Brand unser Sieg! Und unsere soldatische Kriegspflicht hat gefiegt! Wir sind stolz darauf! Stolz erhebt unsere Köpfe zum grauen Rock des Soldaten und zu seiner Pflicht. Kommen wir uns mit unseren bescheidenen Pflichten des Alltags nicht ein bißchen schäbig neben ihm vor? O nein! Auch uns warten Pflichten, die uns groß und stolz machen dürfen: Pflichten des Krieges! Gleichmäßig verteilt zwischen der Front draußen und der Heimat sind diese Pflichten. Zwei Fronten stehen in einer Pflicht vereint: kämpfen und helfen! Das ist eine Pflicht. Von den Soldaten fordert sie das Kämpfen — von uns aber das Helfen! Hier wir dort fordert sie den ganzen Einsatz — den ganzen Mann! Der Führer hat seine Soldaten gerufen. Er hat auch die Heimat gerufen, auf Posten zu stehen. Und mit der Eröffnung des Kriegs-Wmterhilfswerks 1940/41 ruft er uns wieder an feine Seite. Wo er marschiert, marschiert die Pflicht in ihrer gewaltigsten und zwingendsten Größe. Er gibt den Marschtritt unserer Pflicht an. Darum ist unser Platz neben dem Führer. Die Erfüllung her uns von ihm gegebenen Pflichten vereint uns mit ihm. Welches nun sind die Pflichten in diesem zweiten Kriegs-WHW.? Der Krieg hat auch uns Wunden geschlagen. Deutsche Soldaten blieben in fremder Erde; Bauerngehöfte und Stadtviertel in befreiten Landen sind zerstört, und Obdachlose warten auf unsere Hilfe. Millionen deutscher Volksgenossen aus Lothringen, Elsaß und Eupen-Malmedy schauen auf unsere helfende Hand! 22 Jahre hindurch zog sich eine Grenze zwischen ihren und unseren Herzen. Feindland war es, wo sie mit stummem Bangen trotzten und auf ihre Heimkehr warteten. Durch ihr Land marschierte der Krieg. Sie wurden in feindliche Uniformen gepreßt und gegen die Heimat eingesetzt. Sie waren die letzten in ihrem Lande. Sie waren ja nur Deutsche. Aber sie blieben es! Nun sind ihre Herzen wieder bei uns. Nur Deutsche! Welch ein anderes Nur schlägt in diesem Klang! Nur, ja, nur Deutsche! Und nichts weiter! Sie haben immer um ihre Pflicht gewußt, ihre Pflicht, die sie im Mute spürten und im Herzen, und die sie niemals vergaßen in ihrem Hirn. Hier nun in ihrem Lande wird das diesjährige Kriegs- WHW. einen zweiten Krieg gewinnen! Die Volksküchen der NSV., die Beratungsstellen für „Mutter und Kind", die Mütter- und Kinderverschickung, die NSV.-Schwesternstationen und die NSV.-Bahn- hofsdienststellen werden in ganzer Bereitschaft eingesetzt werden. Ganze Arbeit wird hier geleistet, um alle Schatten der vergangenen Jahre von den Gesichtern und Seelen der Volksdeutschen zu nehmen. Ihre Heimkehr soll nicht" nur eine Waffentat unserer Heere gewesen sein — sondern sie muß jetzt die ganze Hilfsleistung unserer Nation erfassen. Der deutsche Sozialismus, dessen höchster Ausdruck das WHW. ist, wird ihre Herzen restlos erobern. Für uns erobern — für dich und das Volk. Für Deutschland. So siehst du nun deine Pflicht für das Kriegs- WHW. dieses Winters. Sie ist gewaltig wie die Größe unserer Zeit. Wir müssen uns groß zeigen, wenn die Trommeln des Kriegs-WHW. an unser Ohr schlagen. Sie wollen unser Herz rufen! Unsere Pflickt! Wir vergessen sie nicht, unsere heilige Pflicht des Herzens. Wir treten in den neuen Opferabschnitt des Kriegs-WHW. Und daß wir ihn gewinnen, dessen sittd wir so sicher wie des Sieges unserer Soldaten. Wir Deutschen wissen, was unsere Pflicht ist — aber mehr noch wissen wir — was unsere Kriegspflicht ist: Kämpfen und helfen! lieber allem steht unser Sieg! Georg W. Pijet. Ortszeit für den 8. September. Sonnenaufgang 6.47 Uhr, Sonnenuntergang 19.57 Uhr. — Mondaufgang 14.41 Uhr, Monduntergang 23.29 Uhr. Ortszeit für den 9. September. Sonnenaufgang 6.49 Uhr, Sonnenuntergang 19.55 Uhr. — Mondaufgang 15.40 Uhr, Monduntergang 0.21 Uhr. Aus der Stadt Gießen. Front der Herzen. Zu allen Zeiten haben die deutschen Menschen in ganz besonderer Weise um die Erhaltung oder Eroberung ihrer Freiheit gekämpft, waren sie besonders erfüllt von der Sehnsucht nach Freiheit oder vom Glück der Freiheit. Aeußere Freiheit von Sklavenketten kann aber nur durch innere Freiheit von jedweder Knechtschaft verdient werden. Bei allen Vorzügen des nordischen Blutes muß aber diese innere Freiheit Tag für Tag aufs neue erkämpft werden. Wer so fest und klar im Leben steht, daß er sicher und gerade, unbeirrt von den Wechselfällen des Daseins und ungehemmt von den Schwächen und Launen der Menschen sein Werk erfüllen kann, der ist innerlich frei. Es gibt Menschen, die schleppen bei ihrer Arbeit und ihren Entschlüssen, bei ihrem Denken und Fühlen wie einen schweren Ballast die Bindung an irgendeine äußere magische Kraft mit sich. Sie ver- trauen auf die Macht irgendwelcher Amulette oder geheimnisvoller Zaubermittel, auf die Mystik irgendwelcher Zahlen oder Worte, auf die Wirkung fremdartiger Zeremonien oder Formeln ober auf den übersinnlichen Einfluß der Sterne. So feste Formen nimmt diese Bindung oft an, daß solche Menschen vielfach Sklaven dieses ihres Wahnes werden. Ihre Willensfreiheit wird begrenzt, ihre Entschlußkraft geschwächt. Sie werden unselbständig und hilflos und geraten in völlige Abhängigkeit von ihrer Magie. Der deutsche Mensch glaubt an eine höhere göttliche Kraft. Aber er hält sich frei von jeder Zauberei. Er weiß, daß Gott mit ihm ist, wenn er selber schafft und kämpft. Es gibt andere Menschen, die stehen allzusehr im Banne der Wechselfälle des Lebens. Krankheiten und Todesfälle, Unwetter und Naturkatastrophen, persönliches Mißgeschick oder ein Unglück des Volkes, Zufälligkeiten ober Schicksalsschläge jeglicher Art können diese Menschen völlig verwirren und aus der Fassung bringen, niederschmettern und erschüttern. Der natürliche, innerlich freie Mensch weiß, daß es nach der Gesetzmäßigkeit des Lebens nicht nur Jugend, sondern auch Alter, nicht nur Blühen, sondern auch Verwelken, nicht nur Leben, sondern auch Sterben gibt, daß Sonnenschein mit Regen, Milde mit Sturm, Gesundheit mit Krankheit, Frieden mit Krieg, Glück mit Unglück wechselt. Er sieht deshalb z. B. dem Tod eines Menschen ebenso frei wie jedem anderen Naturereignis entgegen. Er ist dem Schicksal aber nicht blind ergeben in orientalischem Fatalismus. Er weiß, daß er gegen alle Widerwärtigkeiten ankämpfen, durch jedes Mißgeschick hindurchschreiten und alle Unbill überwinden muß. Sein heiliger Glaube sagt ihm, baß für jeden schaffenden unb kämpfenden Menschen nach aller Finsternis immer wieder die Sonne leuchtet unb daß der Tob ein Tor zur Ewigkeit ist. Der deutsche Mensch bewahrt seine Innere Freiheit aber auch bei unerwartetem Glück und un vorher gesehenem Wohlstand. Manche kampferprobten Menschen verlieren die innere Freiheit, wenn es ihnen plötzlich gut acht, wenn sie unerwartet zu Ehren und Ansehen kommen. Gerade auch im Glück bemal)rt sich der deutsche Mensch den weiten Blick der Freiheit. Er wirb im Glück nicht übermütig und ausgelassen unb vom Unglück nicht überwältigt. Und trotzdem ist der deutsche Mensch stets aufgeschlossen für alle Tiefen des Leides unb alle 5)0'9en der Freude. Oberflächlichkeit und Blasiertheit sind ihm bei aller inneren Freiheit fremd. Manche Menschen sind in ihrem Handeln und in ihrer Haltung allzusehr von ihren Mitmenschen abhängig. Die Stimmungen und Launen, das Gerede und die Meinung der Menschen, die neben, unter unb besonders über ihnen durch das Leben wandern, beherrschen ihr Dasein. Sie sind keiner selbständigen Gedanken und Taten mehr fähig. Sie sind Sklaven ihrer Mitwelt geworden. Es mag ge- rode hier oft am schwersten sein, sich die Freiheit gegenüber Freunden und Feinden zu erhalten. Wer diese Freiheit nicht gewährt, ist aber ebensowenig deutsch, wie der, der sich um diese innere Freibeit nicht bemüht. Nur auf dem Boden dieser Freiheit können große Werke wachsen und kommende Geschlechter reifen. A. H. Tageskalenber für Samstag. NSG. „Kraft burch Freube": 19.30 Uhr im Stabt- theater: „Johannisfeuer". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Geierwally". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Vetter aus Dingsba". — Artilleristen- Kamerabschaft 1895 Gießen: 20.30 Uhr, „Hessischer Hof", Monatsappell. Tageskalender für Sonntag. NSG. „Kraft burch Freube": 14 Uhr Salbaten- Betreuung „Luftiges Kunterbunt"; 10 Uhr Zweite Führung durch das Oberhesfische Museum. — Heimatbund für Hessen und Nassau (in Zusammenarbeit mit dem NSLB.): 9.30 Uhr in der Aula der Universität öffentliche Heimatkundgebung, Studienrat Dr. von der Au „Volkstumsarbeit als Kulturarbeit" und Rektor Dr. Kl i p p e l „Blühende Berge am Wilden Kaiser" (mit farbigen Lichtbildern). — Gloria-Palast, Seltersweg: 11 Uhr Wochenschau- Sondervorstellung. — „Die Geierwally". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Detter aus Dingsda". — Waldsportplatz 14 Uhr: Leichtathletischer Vereinswettkampf DfB.-R. — Tv. Wetzlar. Kommt in die Kurse des Neichsmütterdienstes! Gfs. Lassen Sie fick einmal von Teilnehmerinnen unserer Kurse erzählen, welch reichen Schatz an Wissen und Können sie von dort mit nach Hause genommen haben. Um Ihnen auch all dies zu ermöglichen, sollen demnächst die Kurse des Mütterdienstes wieder beginnen, unb zwar für Nichtberufstätige von 16 bis 18 Uhr und für Berufstätige von 19.30 bis 21.30 Uhr. Sie können sich jederzeit in der Kreisgeschäftsstelle, Frankfurter Straße 1, anmelden. Es finben statt Kurse über Säuglingspflege, Gesundheits- und häusliche Krankenpflege, Erüe- Mragen, Kochen, Nähen, Heimgestaltung, Volks- rauchtum. An die Sevölkernng von Gießen Am 10. September beginnt das UI. Trimester 1940. Nach dem Stand der bisher eingegangenen Meldungen wird eine große Zahl Stubierenber unsere Ludwigsuniversität besuchen. An die Einwohnerschaft der Stadt ergeht deshalb die bringende Bitte, alle irgendwie verfügbaren Zimmer bereitzustellen unb dem Wohnungsantt der Stu- bentenführung Gießen, Sonnenstraße 19, mi mei- ben. Es wäre unverantwortlich, wenn ein Teil Der Studierenben aus Mangel an geeigneten Zimmern der alten Universitätsstadt Gießen verlorenginge. Die enge Verbundenheit zwischen Universität und Bürgerschaft wirb und muß sich auch diesmal unter Beweis stellen; zumal vom Ernährungs- und Wirt- schaftsamt auf Antrag Zusatzkohlenpunkte für Vermieter bewilligt werden. Gießen, 6. September 1940. Der Rektor der Ludwigs-Universität: Prof. Dr. med. H.W. Kranz. Gießener Wochenmarklpreife. * Gießen, 7.Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, kg 5,2, 5 kg 50, Wirsing, A kg 8, Weißkraut 6, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, rote Rüben 8, Spinat 20, Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! kicher unb geistiger Frische seinen 80. Geburtstag begehen. Dem Jubilar bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche bar. * * Veränber te Jagbzeiten. Nach einer Verordnung des Reichsjägermeisters darf im Jagd- fahr 1940/41 im ganzen Reichsgebiet die Jagd auf weibliches Rot- unb Damwild sowie Kälber beiderlei Geschlechts vom 1. September bis 31. Januar ausgeübt werden. Oer „Stern der Weisen" wieder sichtbar! Don Universitäts-Professor Dr. W. Gundel, Gießen. Vor einigen Tagen konnte der Verfasser dieses Aufsatzes feinen 60. Geburtstag begehen. Aus diesem Anlaß hatten wir Professor Dr. Gundel gebeten, uns einen aktuellen Beitrag aus seinem wissenschaftlichen Arbeitsgebiet zur Verfügung zu stellen. Daß es sich bei dieser Wissenschaft des weit über Gießen hinaus geschätzten Gelehrten um ein höchst beachtenswertes Stück Geistesleben handelt, wird u. a. dadurch bekundet, daß Professor Gundels Arbeiten in der einschlägigen Literatur an hervorragender Stelle als wertvolle Beiträge verzeichnet stehen. Es feien hier nur die Bücher von Robert Hense- ling „Umstrittenes Weltbild", Thaffilo von Scheffer „Die Legenden der Sterne" und vor allem ein in einem Brüsseler Verlag in französischer Sprache erschienenes Buch „L’Egyte des Astrologues” von Franz Cu- mont erwähnt. Von Professor Gundel stammt u. a. das grundlegende Werk „Sternglaube und Sternbilder", in dem die Forschungen des Gießener Gelehrten ihren Niederschlag gefunden haben. Professor Dr. Gundel, der in Straßburg tm Elsaß geboren wurde, hat in Heidelberg und Gießen studiert, im Herbst 1903 in Gießen promoviert und im Frühjahr 1904 die Staatsprüfung bestanden. Dann war er am Neuen Gymnasium in Darmstadt, hierauf am Gymnasium in Gießen und zugleich als Assistent am Philologischen: Proseminar tätig. 1914 habilitierte er sich für Klassische Philologie. 1914 bis 1918 kämpfte er als Kriegsfreiwilliger an der Front. Im Jahre 1920 wurde er zum außerordentlichen Professor der Klassischen Philologie ernannt. Als Studienrat unb zuletzt als Oberstudienrat gehörte er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst dem Lehrkörper unseres Gießene/ Gym- fiums an. Seitdem widmet Professor Gundel seine Arbeitskraft völlig den wissenschaftlich en Aufgaben ber Universität und seiner Forschung. In dem Bericht des „Gießener Anzeigers" vom 15. August heißt es, daß nach den Ausführungen des „bekannten Spezialisten Prof. Dr. Hennig (Düsseldorf)" in dem letzten Heft der Senckenbergi- schen Naturforschenden Gesellschaft niemals daran gezweifelt worden ist, daß jener Stern der Weisen tatsächlich am Himmel geleuchtet hat. Wir wissen heute, daß dieser Stern kein Wunder und auch kein neuer Stern mar, sondern eine überaus eindrucksvolle Planetenkonstellation, die sich im ^nhre 7 vor unserer Zeitrechnung abgespielt hat: es ist die enge Gestirnung der beiden von Saturn und Jupiter, die sich damals im Sternbild der Fische abspielte und jetzt im Sternbild des Widders für Frühaufsteher, im Oktober während der ganzen Nackt und tm Februar 1941 am eindrucksvollsten in den Abendstunden sichtbar ist. Es ist ein seltenes Himmelsschauspiel, das nur alle 260 Jahre einmal zu sehen ist. Auch Dr. E. Ko sinn a behauptet in seinen Ausführungen „Der Sternhimmel im August" („Gieß. Anz.", 31. 7. 1940), daß nach neueren Forschungen eine dreifache Jupiter-Saturn-Begegnung, die sog. große Konjunktion, sich in ganz ähnlicher Weife auch tm Jahre 7 v. Chr. abgespielt und die Veranlassung zu der biblischen Erzählung vom Stern der Weisen aus dem Morgenlande gegeben hat. Eine Begründung wird nicht gegeben. Also wird man zu den näheren Darlegungen von Hennig greifen, um die Gründe für diese moderne Erkenntnis kennenzulernen. Aber man wird mit Enttäuschung diese Untersuchung aus der Hand legen, denn sie bringt keineswegs irgendwelche neuen Quellen ober neue Tatsacken in Auslegungen der bekannten biblischen Legenbe. Sondern es wird einfach kurz und bündig gesagt, seit langem wird als das wahrscheinlichste Geburtsjahr Christi das Jahr 7 v. Ehr. angesehen. Unb ber Stern ber Weisen ist bie damalige Koniunktion von Saturn und Jupiter tm Sternhimmel der Fische: das hat kein Geringe- rer als ber große Kepler bereits im Jahre 1606 e^t- malig ausgesprochen. Es wird bann weiter betont, baß die kulturgeschichtlichen Zusammenhänge heute klargestellt sind. Die Weisen aus dem Morgenlande ober „Magier", wie bie Bibel richtiger sagt, waren „unzweifelhaft" Astronomen aus Babylon, ber Hochburg alles astronomischen Wissens alter Zeit. Und alle Sternkundigen dieses Zeitalters waren zugleich Sterndeuter und glaubten, aus den Bewsgunaen und Stellungen ber Planeten bie Geschicke ber Menschen unb Völker vorherzuerkennen. Die Fische galten in der babylonischen Astrologie als Sinnbild Syriens und Palästinas, Saturn als ber besondere Stern bes israelitischen Volkes. Nach dem Glauben der Zeit konnte also die Begegnung des ,Königs- fternes" Jupiter mit Saturn im Sternbild der Fische gar nicht anders gedeutet werben, als baß bem israelitischen Volke ein neuer König geboren sei. Damals war fälschlich ein Gerücht verbreitet, daß eine solche Konjunktion der Geburt bes Moses vor- angegangen sei, unb man nahm damals an, baß biefe „Moses-Konjunktion" bie Geburt des Messias an künd en w erde. Hennig behauptet, daß sich für feine Ausführungen viele Zeugnisse auch aus römischen Schrift« tellern beibringen lassen. Ich beschäftige mich nun ast vier Jahrzehnte mit ben Schriften ber griechi- chen unb römischen Astronomen und Astrologen, mit ihren Quellen und ihren Wirkungen auf die verschiebenen Geheimkulte und Hochreligionen des Altertums, besonders auch auf das Judentum und Christentum. Ich kenne jedoch keine einzige Stelle aus der ganzen antiken Astrologie, welche die Behauptungen von Hennig auch nur im entferntesten rechtfertigen könnte. Wohl sprechen mehrere Texte, darunter auch die von mir veröffentlichten Texte des Hermes Trismegistos, die auf den ägyptischen Gott Thoth, b. h. auf seine gelehrten Priester zurück- gehen und mit Babylon absolut nichts zu tun haben, von „Königssternen" und von bestimmten Gestirnungen, unter denen ein Gott, ein Weltenherrscher, der göttliche Kosmokrator, oder sonst ein aanz überragender Sterblicher zur Welt kommt. Aber nie ist in biesen Texten die Gestirnung von Saturn und Jupiter in ben Fischen genannt; ebensowenig sind diese Planeten und die Fische in antiken Texten speziell mit Palästina und messianischen Prophezeiungen in Verbindung gebracht worden. Die ,Moses-Konjunktion" ist erst von jüdischen Astrologen im Mittelalter erdichtet worden. Die Verbindung der Fische mit dem jüdischen Messias läßt sich zum erstenmal im 8. Jahrhundert nachweisen! Es ist also ein Trugschluß, ber keinerlei wissenschaftliche Unterlage und Berechtigung hat, wenn Hennig behauptet, man habe in vorchristlicher Zeit geglaubt, daß diese Moses-Konjunktion die Geburt des Messias verkünde. Dagegen spricht auch der Text der Weihnachtslegende, bie bekanntlich allein von Matthäus berichtet wirb. Hier ist nur die Rebe von dem Stern; ich kenne keine einzige Stelle in der ganzen griechischen Astrologie, wo etwa bas griechische Wort Aster, Gestirnung, Konjunktion ober etwas ähnliches bedeuten könnte; sondern es wird immer unb überall damit nur ein einzelner Stern bezeichnet. Diesen Stern haben die „Magier" gesehen,unb auf den geborenen König ber Juden bezogen. Nachdem sie Herobes nach Bethlehem gewiesen hat, ziehen sie dorthin, „unb siehe ber Stern, ben sie im Osten gesehen hatten, führte voran, bis er kam unb stand oberhalb von dem Platze, wo bas Kind war". Dann ist der Stern verschwunden. Es handett sich um einen reinen Wunderstern, der plötzlich aufflammt, verschwindet, wieder sichtbar wirb, um endgültig nach seiner Mission als Führerstern zu verschwinden; dieser Stern hat viele Parallelen in ähnlichen Erzählungen von sog. Führersternen und von Licht- unb Sternerscheinungen, bie bei Geburt und Tob außergewöhnlicher Menschen in vorchristlicher Zeit erwähnt werden. Es ist ein verfehltes Bemühen, in Wundererzählungen einer Legende und in einem Evangelium exakte historische Tatsachen feststellen zu wollen! Und absurd ist es, in einer heiligen Sage Gott und einem Wunder Gottes astrologische Gedanken anzudichten! Der Stern der Weisen hat mehr Weise zu Nar» Spalte# AlleinherstellerP.Jos. Seifenfabriken. Giess en Der Schneider und die neue Kleiderkarte Heuchelheim — Gröningen. Handball im Männerturnverein. am McMhainJluhl 29/30 - 2/U. Ring Ning Ring Ring Ring I. II. III. IV. V. 40,— RM. 16— „ s 12, ; io,- . 6,- . 4,- Leichtathletischer Klubkampf ÄfB.-R. - TV. Wetzlar. Nach längerer Pause tritt der Mtv. wieder mit seinen Handballern in Tätigkeit! Wenn e$j auch vorerst nur die Jugend ist, die ihr Können unter Beweis stellen will, so dürfte es doch auch bei den Aktiven nicht mehr lange dauern, und sie messen Sonntag für Sonntag ihre Kräfte mit den Nachbarvereinen. Bevor die eigentliche Spielrunde um die Kriegsmeisterschaften beginnt, müssen sich die Mannschaften erst einmal einspielen, und dazu dienen die beiden Jugendspiele des kommenden Sonn- Wir haben uns mit dem derzeitigen Leiter der Blutspenderzentrale für Hessen mit dem Sitz in Meßen, Chirurgische Klinik, Herrn Dr. med. Stotz, über die Aufgaben und die bisherige Wirksamkeit der Angehörigen der Blutspender-Organisation in unserer engeren Heimat unterhalten. Aus der Unterredung sind die nachfolgenden Ergebnisse zu ver- ren gemacht als irgendeine andere Erscheinung', bereits im 2. Jahrhundert legt ihn Origenes als einen Kometen aus; griechische Heiden und Juden dieser und späterer Zeit haben in ihm einen „königlichen" Stern im Steinbock oder in der Jungfrau oder auch den Planeten Mars und Merkur erken- <3. A.-Eport. Oie Spiele um die Kriegserinnerungsplakette. Vergebung von Abbrucharbeiten. Der Abbruch des Hauses Weidengasse 10 soll öffentlich vergeben werden. Angebotsvordrucke sind hier erhältlich. 39700 Verdingungstermin: Freitag, den 13. September 1940, vormittags 10 Uhr. Gießen, den 6. September 1940. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. 9.21.: Gravert. Bekanntmachung. Vetr.: Veränderungen des Pferdebestandes im Stadtkreis Gießen. Die seit dem 1. Januar 1940 durch Zu- oder Abgang eingetretenen Veränderungen im Pferdebestand sind von den Pferdebesitzern im Stadtkreis Gießen, soweit dies seither unterlassen wurde, bis spätestens 15. d. 7N. im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 30, anzuzeigen. Versäumnisse werden nach § 34 des Reichsleistungsgesetzes geahndet. - 3973C Gießen, den 6. September 1940. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. V.: Nicolaus. Bekanntmachung. Reue Speisefrühkartoffelpreise in Hessen-Nassau. Im Bereich des Kartoffelwirtschaftsverbandes Hessen-Nassau gelten für die Zeit vom 9. bis 14. September für deutsche Speisefrühkartoffeln folgende Erzeugerpreise: Weiße, rote, blaue Sorten 2,40 RM., runde und lange gelbe Sorten 2,80 RM. Diese Preise gelten für je 50 kg ausschließlich Verpackung, frachtfrei .Empfangsstation^ _ ’ 39950 Blutspender bekunden höchste Nächstenliebe. Eine Unterredung mit dem Leiter der Blutspenderzentrale für Hessen in Gießen Stadttheater-Miete. a) Skammiete. Die Einlösung der ersten Rate der Stammiete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 3966C Montag, den 9. September 1940, für die Dienstag- Mieter, Dienstag, den 10. September 1940, für die Mltt- woch-Mleter, Mittwoch, den 11. September 1940, für die Freitag-Mieter während den Kassenstunden. Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt Ueberfendung der Mietkarten. Auch dieses Spiel wurde umgefetzt, denn die Heuchelheimer halten ihr Abturnen ab und müssen daher daheim spielen. Die Platzherren sind in letzter Zeit stark in den Vordergrund getreten, nach ihrem Sieg gegen Hungen brachten sie sogar das Kunststück fertig, die Spielvereiniguna 1900 knapp zu schlagen. Aus diesem Grunde dürften die Gäste keinerlei Aussichten haben. spendewesens im Deutschen Reich" geschaffen wurde. OltpCtl« Es kommen hierfür nur gesunde, unbescholtene D-r M. in Bad Homburg hatte einen Straf- Männer und Frauen deutschen Blutes im Alter von befehl über 15 RM. erhalten Er war beschuldigt. '!">« 21 bis 50 Wen m Be ra#. Dan vornher- mit seinem Lastkraftwagen in Ober-Eschbach einen ?'N ausgeschlossen smd alle P°r *. —- »“«“■ Außerdem sind zu zahlen für die Altersversorgung der Bühnenschaffenden für die 1. bis 4. Rate: im I. Ring.......1,60 RM. „ II, III. und IV. Ring . . 0,80 „ Die Einlösung der ersten Rate muß unbedingt vor der 1. Mietvorstellung erfolgt fein. b) Wahlmiete. Die Einlösung der ersten Rate mit RM. 11,—> 12,— und 15,— kann an den obenangegebenen Tagen erfolgen. Gießen, den 6. September 1940. ______________Der Oberbürgermeister.______________ Bekanntmachung. Der Herbstmarkt (ZUeffe) findet vom 5. bis einschl. 13. Oktober 1940 in Gießen auf dem Oswaldsgarten statt. Auf die Ausschreibung in den Fachblättern „Komet" und „Das Deutsche Wandergewerbe" wird verwiesen. Meldefrist: 18. September 1940. Näheres ist im Stadthaus, Bergstraße 20 (Zimmer Nr. 18), zu erfahren. 3962C Gießen, den 7. September 1940. Der Oberbürgermeister. _j__I. V.r N i k olap Beigeordnete^ nen wollen. Andere betonen seine Erscheinung als reinen Wunderstern, der mit seinem überirdischen Glanze Sonne, Mond und alle Sterne überstrahlte. Er steigt schließlich vom Himmel hernieder und spricht in lichtem Glanze als Engelerscheinung mit den Magiern. Große Wirkung hat auch eine andere Erzählung ausgeübt, wonach dieser Stern in sich die Gestalt eines Knäbleins trug, oder daß in iym eine Jungfrau zu schen war, die einen Knaben trug. Erst Kepler ist äu der abenteuerlichen Behaup-, ... - tun« gekommen, bei dem Stern der Weisen handele . .... es sich um die Saturn-Jupiter-Konjunktion in den Blutspender sein ist f)oj5fter Dienst art hilfs- Fischen im Jahre 7 v. Ehr. Sie läßt sich astrono- bedürftigen deutschen Mensckem Ntch^, jeher ^0015 misch nicht rechtfertigen, denn die Konstellation war Dluffpender wirken. Es sind dafür bestimmte Dor- damals nicht so eng, daß Jupiter und Saturn wie ö" erfüllen, die in einem besonderen ein einziger großer Stern hätten erscheinen können. Merkblatt über die Pflichten und Rechte eines Llut- Nach modernen exakten Berechnungen blieben selbst Senders betont werden. o , bei der größten Nahestellung beide Planeten mehr , Der Arzt muß häufig zur Erhaltung des Lebens als zwei Mondbreiten voneinander entfernt. Solche $ur schwerer gesundheitlicher trockene, willkürliche Gelehrsamkeit vergewaltigt Patienten Vlut von anderen gefunben Ä Xmen, «ÄSSÄ 6S Aw Sf JST ÄÄÄU- - “«TF/Ä’Ä® _______° nums des Inneren als Organisation des Mut- denn 192A im Alter von 56 Jahren. Hungen, Domäne Sorga, Gießen, den 5. September 1940. 3972 D Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Gießener Anxelgei In tiefer Trauer: Frau Margarete Schmidt, geb. Hartmann Marilene Kannwischer, geb. Schmidt Georg Schmidt, Landwirt Günter Schmidt, stud. med., z.Z. Uffz. im Felde Walter Schmidt, stud. med., z.Z. Uffz. im Felde Franz Kannwischer, Landwirt und 3 Enkelkinder Frau Emma Schmidt, geb. Jung. Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht Bandagistenmeist Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung Die Einäscherung findet am Montag, dem 9. September 1940, um 15.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. JuogteH Liefere noch laufend rebh. [02999 Italiener und w. Leghorn- Junghennen. 'Union Wenzel Hochelheim 95 über Wetzlar. Statt jeder besonderen Anzeige. Als Opfer seiner Arbeit starb nach einem arbeitsreichen Leben mein innigst- geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater, mein lieber Sohn Herr Dr. med. Wilhelm Schmidt gekauften Hüte. 38060 H. Dubuque, Löberstratze 19 76?D Gießen (Senckenbergstraße 23), den 7. September 1940. 3968 D 3964 V ooohmoT BORO-EINRJCHTUNGEM Gießen. Bahnhofstraße. Die Beerdigung findet Montag, den 9. September, 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt - Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Briefmarken—> Ankauf von Sammlungen und besseren Einzelmarken zu hohen Preisen. Otto Hase, Frankfurt a. M. Biebergasse 5. 3974V Getrag. Damen- n. Herrenhute werden auf die neuen Formen umgearbeitet, garniert, gereinigt und gefärbt. Auch die bei mir nicht Am 4. September, 14% Uhr. ist mein innigstgeliebter, .unvergeßlicher Mann, unser herzensguter, stets treusorgender Vater, Schwiegervater. Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Karl Hofmann A Kriminal-Sekretär Weltkriegsteilnehmer von 1914-1918, Inhaber des E. K. II. KL, der Hessischen Tapferkeitsmedaille, des Ehrenkreuzes für Frontkämpfer, des Verwundetenabzeichens und der Polizeidienstauszeichnung erster Stufe für 25 jährige treue Dienste in der Polizei nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden im 54. Lebensjahre im Evangelischen Schwesternhaus sanft entschlafen. In tiefem Schmerz: Kätchen Hofmann, geb. Sann Emmi Hofmann Willi Hofmann und Familie Friedrich Schüllermann Robert Hofmann Kurt Mebus und alle Angehörigen. Ihre Verlobung geben bekannt Lotte (Sroon Hans Hermann Becker Gießen, 7. September 1940 Marburger Straße 40 und 106 02988 Ihre Verlobung geben bekannt Hilde Suchan Georg Will). Moos Unteroffizier in einer Nachrichtenabteilung Oberglogau (Siegen (Oberschlesien) Günthersgraben 13 September 1940 02994 Ihre Vermählung geben bekannt ßakob Schley Minna Schley, geb. Msag Wiebelskirchen (Saar) Gießen, «leichstraße 33 Sahnhofstraße 10 z.Z. Wiebelskirchen 02991 Zhre Vermählung geben bekannt Willi Siefert Uffz. der Fliegertruppe Gertrud Sievert, geb. Borst Minden (W-stf.) ' Gießen Friedensstraße 41 im September 1940 03007 Neuaufführung durch Film-Sonderauswerter Friede.Voss, Dresden Gretel Rühl, geb. Diehl. Für die überaus herzliche Anteilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagt auf diesem Wege innigsten Dank VULKAN- Hand - F euerlös eher Kübelspritzen und Einstellspritzen einschließlich 5 Meter Schlauch und Spritzdüse (Leistung 10 Liter pro Minute) liefert für Feuerlöscheinrichtung (und auch als Luftschutzgegenstand geeignet) in Fabriken und Gebäuden Vertreter L. Sommerlaö, Gießen, Wernerwaii 9. Fachm. Beratung über Feuerschutz kostenlos. _____________________________________________391OD iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiniiiiiHiiiiiiimmiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiii Ueber Naturschutz und Naturkunde ff-ff'^* mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Dermühler Verlages, Berlin» Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler das ausführliche bebilderte Werbeblatt „Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher" iiiiLaiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiimiiimiiiiiiiiiini Gießen (Steinstraße 28), 7. September 1940. Am 5. September verschied nach langen, schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Adam Schneider,Weißbinder im 78. Lebenswahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Schneider, geb. Deubel. Großen-Buseck, Worms, Gevelsberg, den 6. September 1940. Die Beerdigung findet Sonntag, 8. Sept., nachm. 4 Uhr statt. _________________________________________________________3969D h—XHÄMORRHOIDALKRANKE Wiesbaden. Auch während des Krieges geöffnet. Zur Behandlung kommen: Innere und äußere Hämorrhoiden, Afterfisteln, Afterfissuren Mastdarmvorfall, Afterekzem. 88ooV Prospekt durch das Sekretariat, Wiesbaden 15, Taunusstraße 5. Die lustige Filmoperette nach Meister Künnekes so erfolgreicher Operette Große Sondervorstellungen! Nur noch heute Samstag Und morgen Sonntag: LICHTSPIELHAUS Jugendliche zugelassen I 3958A 3984 A N Q O h IÖ O C Q von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder* l'iuLlllduOU holten Veröffentlichunaen einer Anzeigei Einführungs-Schrift S1 kostenfrei - Vorführung nach Vereinbarung Bezirksstelle Wetzlar, Nauborner Str. 148? Tel. 2344 03011 Waldsportplatz VfB.-Reichsbahn e.V., Giehen Sonntag, den 8. September 1940, ab 14 Uhr: kidilalbleHer taWiilttapI zwischen VfB.-R. Gießen und Tv.Wetzlar Alle Mitglieder treffen sich zu einem kameradschaftlichen Beisammensein mit Filmvorführung (Bereichsmeisterschaften). 3979 D MJt 07 pr. Monat eine ,1.11 ganze Bibliothek durch die Helmbncb- Eln- Irillsdelilrj Prospekt IreLBnch^^ handlung Adolt Kaiser, Frank- lurt-M. 1/35 Goelhestr.10 Betriebs ZoverKUno® und ^^Vereinfachung Berechnung ößtmogl*cher ...... im Gebrauch Llzzi Holzschuh - Lien Deyers - Rudolf Platte - Jacob Tlecftke - Paul Heidemann - Walter von Lennep Selten ist wohl eine Musik so volkstümlich geworden wie Eduard Künnekes Melodien aus „Der Vetter aus Dingsda“ —— .1 Wer kennt nicht „Ich bin nur ein armer Wandergesell . . .“ Wieseck, den 7. September 1940. 3959 D Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unsrer lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familien Bierau und Heitz. Morgen Sonntag. 8. Sept., 11 Uhr vorm. Wochenschau- Sonder- Vorstellung u. a. Leipziger Messe — Kriegsgefangene arbeiten — Die Ziele der englischen Luftpiraten — Konferenz in Wien — Zurück in die Heimat — Deutsche Jugend in Japan — Der Duce bei der italienischen Jugend — Luftangriff auf Plymouth und Birmingham—Fahrt gegen England unserer U-Boote und Schnellboote. Wiederholung der Wochenschau Die Heimkehr des Führers Erwachsene -.40, Wehrmacht und Kinder -.20. 1 Erleichterung! die leichte ***üiesser, Friedrichstr.7 Lieferant aller Kassen ÖLOST Giessen fn-*rni ______. m 11 i ■ mHtfli ■ ■ 11 j m Gewerbeschule Gießen liebigstr. 16 Tel.Nr.2912 3semestrige Fachschule für Hochbau, Maschinenbau Elektrotechnik,Maler, Schreiner Staatl Abgangsprüfung Semesterbeginn 15.April u.I.Nov. Prospekte frei Der DirektorTielmann