Gießener Anzeiger Dienstag. 7. Mai VHO Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/,Ubrdes Vormittags Nrundvreise für 1 mm Höbe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.^Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse Mengenstaffel 8 Pladvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 "/»mehr Ermäßigte Grundpreise Baderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. t-o. Jahrgang Nr.M Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener s^amilienblätter HeimattmBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" PostscheckllössF-ranks^M. •***xttw General-Anzeiger für Oberhessen Achtung! An alle, die es angeht: Termin 20. Mai. Die Aggressionsabsichten her Alliierten enthüllt: Sensationelles Ferngespräch zwischen Chamberlain unh Reynaud. Der französische Ministerpräsident Reynaud führte am 30. April 1940 abends 22.10 llhr westeuropäischer Zeit ein Telephongespräch mit dem englischen Minister. Präsidenten Chamberlain. Reynaud ging zunächst kurz auf finanzielle Fragen ein und teilte dann mit, „Herr Weygand habe ihm versprochen, bis zum 15 Mai endgültig für die befohlene Aktion fertig zu sein", jedoch durste Chamberlain dieses Datum nicht allzu wörtlich nehmen, es könne auch etwas später werden. Chamberlain bemerkte, offenbar mißgestimmt: Cr habe den Eindruck, als ob man sich dort unten mehr Zeit lasse, als unbedingt nötig sei. Reynaud wies ihn auf die mannigfachen Schwierigkeiten hin, die überwunden werden müßten, insbesondere im Zusammenhang mit der Türkei. Er gebrauchte dabei die Redewendung von „täglich höheren Forderungen". Chamberlain versprach, „sich die Türken nochmals vorzunehmen". Er könne aber für nichts garantieren, „wenn man dort unten nicht endlich Schluß mache mit der ewigen Eigenbrödelei und Selbstherrlichkeit", Reynaud versprach, sein Möglichstes zu tun, um die Schwierigkeiten „seelischer Art" (difficultes mentales) auszugleichen. Chamberlain ersuchte daraufhin Reynaud in ziemlich imperativer Form, ihm spätestens bis zum 20. Mai den Abschluß der Vorbereitungen mitzuteilen. Rach einigen freundlichen Höflichkeitsformeln wurde das Gespräch etwa um 22.25 Uhr beendet, nachdem Chamberlain Reynaud noch gebeten hatte, dafür zu sorgen, daß d i e 6 m a l Nicht wiederZndiskretionen von französischer Seite passierten. Englands Kriegsausweitungspläne alarmieren den Balkan. B u k a r e st, 6. Mai. (Europapreß.) Es hat nicht ausbleiben können, daß die Konzentrierung der Mittelmeerflotte der Westmächte auch in Rumänien Beunruhigung hervorgerufen hat. Man sieht hier ganz klar — Außenminister Gafencu hat das dieser Tage in einem der spanischen Zeitung „Arriba" gegebenen Interview unzweideutig zum Ausdruck gebracht —, daß die Gefährdung des Friedens im Mittelmeer auch Südosteuropa in unmittelbare Mitleidenschaft ziehen müsse. Insofern ist kein Wunder, wenn man — besonders angesichts des bevorstehenden Abschlusses der Aktion in Norwegen — Aeußerungen, wie „I etztistderBal« tan - ran", hört. Man ist hier natürlich leicht geneigt, an dem Entschluß des Obersten Kriegsrates der Westmächte, Norwegen aufzugeben, weiter in der Zurückziehung der britischen Handelsschiffahrt aus dem Mittelmeer und der Zusammenziehung des englisch-französischen Schlachtgeschwaders im östlichen Mittelmeer einen ursächlichen Zusammenhang zu erblicken. Das „Bukarester Tageblatt" sagt dazu: „Massierung von Kriegseinheiten auf strategisch wichtigen Punkten ist selten das Zeichen friedlicher Absichten." Zur Beunruhigung der Bevölkerung trugen auch planmäßig von den Engländern und Franzosen dierzulande von Mund zu Mund verbreitete S e n - iations- und Alarmnachrichten bei. Die Lleuherung des „Daily Expreß", daß die in Norwegen freigewoxdenen Truppen der Westmächte auf einem anderen Kriegssckau platz verwendet würden, hat ebenso Besorgnis erregt, wie die aus Belgrad gemeldete Ansicht, die Truppen der Westmächte aus Norwegen sollten auf dem Balkan eingesetzt werden. Befürchtun- oen dieser Art haben auch eine Erhöhung der Kriegsrisiko-Versicherungsprämien für die Waren- ttansporte aus Amerika nach Konstanza, die Gibraltar passieren, von 1 auf 4 v. 5). zur Folge gehabt. Die rumänische Presse bemüht fidj diesmal beruhigend zu wirken. Der „Universul" schreibt: „Es ist ja verständlich, daß angesichts der umherschwirrenden Gerüchte aller Art eine Abschätzung der Tatsachen und Absichten an den verschiedenen Stellen Europas nicht mehr leicht ist. Es ist erklärlich, daß Kundgebungen, die vielfach rein platonisch oder die Folge von politischen Opportunitätsnotwendigkeiten sind, übertrieben ausgelegt und so die Quellen von neuen Beunruhigungen werden, die sich schließlich als unbegründet Herausstellen. In Zeiten wie den heutigen ist kluge Ueberlegung mehr denn je Pflicht." Englische Zournalisien „entdecken Rumänien". Höchst verdächtiges Interesse am deutschrussischen Durchgangsverkehr. Bu-kareft, 7. Mai. (DNB.--Funkspruch.) Die „Entdeckung" Rumäniens durch englische Journalisten macht immer größere Fortschritte. Neuerdings gilt ihr Interesse nicht nur den rumänischen See - und Donau Häfen und dem im schönen Karpachenvorland gelegenen Ostgebiet, sondern auch den abgelegenen Teilen des Landes. In Czernowitz tauchen trotz der neuen strengen Bestimmungen zur Kontrolle der Ausländer immer neue Engländer auf, die sich bald als „Journalisten", bald als „Handlungsreisende" ausgeben. Eine polizeiliche Anmeldung umgehen sie oft dadurch, daß sie nicht in Gasthöfen, sondern im Czernowitzer englischen oder polnischen Konsulat Wohnung nehmen. Auf ausgedehnten Fahrten, die sie ohne jede Begleitung im Kraftwagen unternehmen, schnüffeln sie in der ganzen Bukowina und im angrenzenden nördlichen Bessarabien alles aus, was ihnen irgendwie bemerkenswert erscheint. Besonderes Interesse zeigen sie für die über Czernowitz nach Deutschland abgehenden Transitzüge aus Rußland. Hinter verschlossenen Türen werden geheimnisvolle Besprechungen abgehalten. Juden, die den Engländern Vorspanndienste leisten, kaufen die verschiedensten Waren mit englischem Geld — oft zum doppelten Marktpreis auf, nur um sie eventuell Deutschland vorzuenthal- ten. Italien läßt sich nicht einschüchtern Mailand, 7. Mai. (Europapreß.) Beim Rap- Port der faschistischen Parteivorsteher der Provinz Bari hat Parteisekretär M u t i diesen ihre besonderen Pflichten in Erinnerung gebracht. Er betonte, namentlich unter den gegenwärtigen Umständen müßten sie sich still und wirksam betätigen, damit Faschisten und Volk bereit seien, a u f z u - brechen, wenn und wann Mussolini das Signal gebe und den Marsch bezeichne. — „Popolo di Roma" sagt, falls die englisch-französischen Truppenzusammenziehungen im Mittelmeer den Zweck hätten, Italien einzuschüchtern, bann hätten die Westmächte einen psychologischen und einen noch größeren politischen^ F e h l g r i f f besangen. Wenn sie aber die rkei hätten anspornen und auf die Balkan- und Donau- land er Eindruck machen wollen, dann sei ihre Rechnung auch falsch. Die Mißgeschicke der englischen Flotte in der Nordsee und die Anabasis in Norwegen hätten sicherlich nicht dazu beigetragen, das militärische Ansehen der Westmächte zu erhöhen. „Tribuna" führt die immer heraufordernder werdende Sprache der englisch-französischen Presse gegenüber Italien auf die Enttäuschung darüber zurück, daß die so geräuschvoll angekündigte Flottenzusammenziehung im Mittelmeer nicht die geringste Wirkung auf die Nerven der Italiener ausgeübt habe. Die Demokratien seien wie schmerzhaft kranke Körper, die glaubten, sich ein wenig Erleichterungen zu verschaffen, wenn sie sich von der einen Seite (Norwegen) auf die andere '(Mittelmeer) drehten. Aber Europa sei kein Kran- kenbett. Das Umherwälzen sei daher kein allzu bequemes Spiel und könne vor allem nicht ewig dauern. Der Direktor des halbamtlichen „Giornale d Italia", Gayda, schreibt unter Hinweis auf eine Auslassung des berüchtigten Chauvinisten Henri de Ke- rillis in der „Epoque", daß „die Franzosen ruhig sind, da sie sich unbesiegbar wissen und nur die Gelegenheit abwarten, um den Feind über den Haufen zu werfen", nach den Erfahrungen der Franzosen und Engländer in Spanien und Norwegen seien solche Worte mehr denn je leere Prahlereien. Wenn die Franzosen ruhig seien, dann seien die Italiener noch wesentlich ruhiger und von Vertrauen erfüllt. Der übrige Appell an die „lateinische Schwesternschaft", der auch letzt wieder in der französischen Presse auftauche, komme zu spät. Spannung in der Türkei. Ankara, 7. Mai. (DNB.) Eine entscheidende diplomatische Aktion wird mit der Rückkehr des Staatspräsidenten Jnönü und des britischen Botschafters in Ankara, Sir Hugh Knatchbull- H u q e s s e n, mit der man für Mittwoch rechnet, erwartet. Die offiziöse türkische Agentur meldet aus Sofia daß Großbritannien von der bulgarischen Regierung das Durchmarschrecht für alliierte Truppen gefordert habe. Die Alarmstimmung in der türkischen Hauptstadt wurde noch verschärft durch Meldungen aus Syrien über militärische Vorbereitungen in den syrischen Häfen Latakije, Tripolis und Saida. Zunehmende Beunruhigung in Bulgarien. Sofia, 7. Mai. (DNB.-Funkspruch.) „Alarm im Mittelmeer" ist die Ueberschrist des Morgenblattes „Die Zeitung der Zeitungen", das am Montag, dem großen Festtag der bulgarischen Armee, als einziges Blatt erschienen ist. Größte Beunruhigung verursachte die Meldung von der Anwesenheit englischer Kriegsschiffe im Aegäischen Meer und bei den Dardanellen. Nach einer anderen Meldung sollen im rumänischen Küstengebiet des Schwarzen Meeres Befestigungen errichtet werden. Weiter verstärke Rumänien die militärischen Sicherheitsmaßnahmen im Petroleumgebiet. Größte Beachtung finden die Stimmen aus Italien, wobei mit Genugtuung der dort zum Ausdruck gebrachte Wille vermerkt wird, jedem Versuch einer Kriegsausweitung im Mittelmeer oder auf dem Balkan mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten. Mit Besorgnis verfolgt man die Nachrichten über militärische Maßnahmen in der Türkei, in Griechenland und in Jugoslawien. Aus Rumänien wird gemeldet, daß dort die englische Aktion im Mittelmeer als Ausdruck des Wunsches angesehen wird, einen neuen Kriegsschauplatz gegen das Reich zu finden und ihm entweder die Zufuhr abzuschneiden ober es bireft zu Überfallen. Aus diesem Grunbe fühlten sich nicht nur Jugoslawien und Griechenland, sondern auch Rumänien außerordentlich beunruhigt. ♦ lieber die Mission des britischen Botschafters in Ankara, Hugh Knatchbull-Hugessen, hört man verschiedene Versionen. Hugessen soll auf einem Empfang tn der englischen Gesandtschaft von Bulgarien das Durchmarschrecht für britische Truppen oder für den Transit von Material für evtl, weiter nördlich operierende englische Armeen verlangt haben. Die plutokratischen Aggressoren. Seit Tagen schon, genauer gesagt, seit dem Moment, da Chamberlain im Unterhaus den Zusammen, bruch der britischen Norwegen-Expedition und zugleich die geheimnisvollen Andeutungen einer Ent - lastungsaktion verkündete, geht ein großes Rätselraten durch die politische Weltpresse, wohin denn nun der n ä cf) ft e Schlag Der plutokratischen Aggressoren fallen werde. Dieses Rätselraten hat sich nun zu einer Spannung verdichtet, von der nicht mehr allein die Zeitungen, sondern gerade auch die Völker und Regierungen betroffen sind, die für den britischen Zugriff vor allem in Frage kommen und genannt werden. Da ist Griechenland, vor dessen Küste neue englische Flotteneinheiten ausmarschieren, da ist Bulgarien, das von der Türkei her unter Druck gesetzt wird, da ist Rumänien, das sich immer wieder gegen britische Sabotageversuche an der Donau zur Wehr setzen muß, da ist Jugoslawien, das von plutokratischen Agenten und Flugschriften überschwemmt wird, da ist die arabische Halbinsel, die sich dem englischen Terror immer heftiger ausgesetzt fühlt, da ist Aegypten, das sich bereits zum geeigneten Kriegsschauplatz seiner „Beschützer" bestimmt sieht, da ist Spanien, auf dessen Eisenerze sich die begehrlichen Blicke der englischen Rüstungsindustriellen richten, da ist schließlich und in erster Linie Italien, das jetzt in immer heftigerer Form von den englischen und französischen Soldschreibern angepöbelt wird. Italien freilich braucht sich von Herrn Fabry, dem ehemaligen französischen Kriegsminister, nicht erst an das Mussoliniwort erinnern zu lassen, daß „die Zeit der Liebeswalzer vorüber" sei. Es weiß auch ohnehin, was die Glocke geschlagen hat. Rom bewahrt also seine eiskalte Ruhe. Ueberall sonst aber herrscht höchste Alarmstimmung, überall sonst wissen die Fachleute, daß England irgendein Manöver unternehmen muß, wenn — Chamberlain seinen Posten als Premierminister behalten will, ja, wenn das plutokratische System überhaupt noch einige Zeit fortexistieren soll. Allerdings, um m e h r als ein Manöver und eine Galgenfrist kann es sich auch nicht handeln, denn so weit der Arm der deutschen Born- Deutsche Truppen 250 km nördlich Drontheiin. Stockholm, 6. Mai. (DNB.) Deutsche Truppen sollen, wie am Montag von „Stockholms Tidnlngen" gemeldet wird, die norwegischen Städte Mosjöen und Mo, etwa 250 Kilometer nördlich von Drontheim, beseht haben. Der Wehrmachtsbericht. Berlin, 6. Mal. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Raum von Narvik ist es gestern zu größeren Kampfhandlungen nicht gekommen, doch führte der Feind weitere Verstärkungen an Artillerie von Norden heran. Den zur Unterstützung der Gruppe Narvik eingesetzten deutschen, Kampffliegern gelang es, ein feindliches Schlachtschiff mit einer schweren Bombe zu treffen, ein Truppenlager anzugreifen und dabei ein Munitionslager zur Explosion zu bringen. Von G r o n g aus — ostwärts Namsos — haben unsere Truppen den Vormarsch nach Norden angetreten. 3n Mittel- und Südnorwegen ist die Befriedungsaktion im allgemeinen abgeschlossen. Die Bergfestung Hegra ist gefallen. Die deutschen Sicherungen stehen nunmehr ostwärts Röros nahe der schwedischen Grenze. Zwei britische Sunderland-Flugboote wurden im nordnorwegischen Küstengebiet vor Anker mit MG.-Feuer angegriffen und befchä- d i gt. Lin britisches U-Boot wurde, nachdem es durch einen Mlnentreffer beschädigt war, am 5.5. durch zwei deutsche Flugzeuge im Kattegat gestellt. Diese gingen kurz entschlossen neben dem U-Boot auf See nieder. Der Kommandant des U-Bootes und ein Unteroffizier wurden gefangen genommen und an Bord der Flugzeuge gebracht. Sicherungsslreitkräfte der deutschenkriegsmarine schleppten dann das britische U-Boot i n einen deutschen Hafen ein. Bei Terschelling wurden zwei britische Bristol- Vlenheim-Flugzeuge abgeschossen. An der D e st f r o n t keine besonderen Ereignisse. Wie das britische U-Voot aufgebracht wurde. Berlin, 6. Mai. (DNB.) Zu dem im Wehrmachtsbericht gemeldeten Einbringen eines britischen Unterseebootes in einen deutschen Hafen werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Ein Aufklärungsflugzeug bemerkte im deutschen Minengebiet ein britisches U-Boot zwischen den Minensperren. Das Flugzeug ging auf geringere Höhe herab, griff das U-Boot mit Bomben und M G. an, worauf dieses die weiße Flagge setzte, während vom Turm des Bootes lebhaft gewinkt wurde. Das Flugzeug ging aufs Wasser nieder, fuhr an das U-Boot her an und befahl dem Kommandanten, an Bord zu kommen. Die Besatzung des U-Bootes erhielt den Befehl, zu warten, da sofort Hilfe herbeigeholt werden würde. Das Flugzeug startete sogleich und setzte sich m i t d e u t- schen Dorpostenstreitkräften in Der- b i ndu n g , die es zu dem feindlichen U-Boot bin» gierte, bas sich noch immer in größter Gefahr, in ber Minensperre herumtrieb. Das U-Boot wurde ins Schlepptau genommen und unter Einsatz von Minensuchern zunächst aus dem Gefahrengebiet herausgebracht. Die Engländer berichteten, daß ihr Boot einen Minentreffer erhalten hatte und tauckunfähig geworden war. Infolge von Maschinenschaden konnte es auch die Ueberwasser- fahrt mit eiaener Kraft nicht fortsetzen. Die Leute waren sehr froh, gerettet zu werden, da das Boot nach der Detonation längere Zeit auf dem Meeresgründe gelegen hatte. Es gelang, den von den Engländern für die Selbstversenkung getroffenen Maßnahmen zuvorzukommen, lieber den Union Jack wurde die Reichskriegsflagge gefetzt, und so traf das britische U-Boot im Hafen ein. Oie britische Admiralität gibt die Versenkung eines Zerstörers vor Namsos zu Amsterdam, 6. Mai. (Europapreß.) Die Versenkung des Zerstörers „A f r i d i" vor Namsos durch deutsche Luftstreitkräfte wird nun von der Admiralität zugegeben. In einem längeren Kommunique heißt es, daß starke Flotteneinheiten als Begleitung der Truppentransporte von Namsos ein- ^t worden feien. Der Geleitzug sei mehrfach ) deutsche Luftstreitkräfte angegriffen worden. Die begleitenden Kriegsschiffe hätten jedoch mit ihrer Flak-Artillerie eine so wirksame Sperre geschossen, daß keines der Transportschiffe getroffen worden sei. Der Zerstörer „Afridi" habe jedoch mehrere Bombentreffer erhalten und sei dann gesunken. Die „Afridi" gehört zu den großen Zer- ft ö r e r n mit 1870 bis 2400 Tonnen. Diese Schiffsklasse ist bewaffnet mit acht 12-cm-Geschützen, vier 4-cm-Flakgeschützen und acht Flak-Maschinengewehren. Außerdem führen die Schiffe vier Torpedorohre von 53,3 cm. Die Schiffe sind alle im Jahre 1938 in Dienst gestellt worden. Aus der gleichen Klasse haben die Engländer bereits die „Ghurka", die „Eskimo", die Mohawk" und die „Cossak" verloren. OaS norwegische Hauptquartier auf einem englischen Kriegsschiff. Amsterdam, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Stockholmer Meldung, daß der norwegische Oberkommandierende General Rüge sich bei der Flucht der Engländer aus Andalsnes an Bord eines der Kriegsschiffe befand, wird von Reuter bestätigt. Das Büro hat aus maßgebenden Kreisen erfahren, daß Rüge mit seinem Stab an Bord eines britischen Kriegsschiffes genommen wurde, behauptet aber, das fei auf feinen eigenen Wunsch geschehen. — Mag das sein, wie es will! Wenn auch General Ruges Bewegungen von „seinem eigenen Willen diktiert waren", wie Reuter tief- finnig sagt, so waren die Befehle und Wehrmachtsberichte des sogenannten „norwegischen Hauptquartiers von den Engländern diktiert. Das wagt auch Reuter nicht zu bestreiten. Brieflicher Gedankenaustausch zwischen sem Führer unddemKönigvonSchweden Berlin, 6. Mal. (DNB.) Zwischen dem Führer und dem König von Schweden hat in der zweiten Aprilhälfte ein brieflicher Gedankenaustausch über die politische tage stattgefunden. Dieser Gedankenaustausch hat entsprechend den bereits von der deutschen und der schwedischen Regierung öffentlich abgegebenen Erklärungen nochmals die volle llebereln st immun g über die künftige politische Haltung der beiden Lander zueinander bekräftigt. „Oer Postmeister." Ein neuer Film Gustav Ucickys. Den Russen gilt Alexander Puschkin, dessen Novelle den Stoff zu diesem Film ab gab, heute noch als ihr größter Dichter, wenn er auch in Westeuropa von seinen jüngeren Landsleuten Tolstoi und Dostojewski in den Hintergrund gedrängt worben ist. Er steht an der Schwelle einer neuen Periode geistigen Schaffens in dem liberalisierenden Rußland Alexanders I. zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Romantik und Realismus vereinigen sich in ihm zu einem überaus reichen Innenleben, das imstande ist, der Seele des russischen Volkes bis auf den Grund nachzuspüren, und zu einem ungemein fdjarfen Blick für die Vielfalt der Erscheinungen der Außenwelt. Diese beiden Elemente sind auch für seinen „Postmeister" charakteristisch. Gerhard Menzel, der Verfasser des Drehbuches, und Gustav Ucicky, der Spielleiter, haben diesen poetischen Realismus der Puschkinfchen Novelle tief erfaßt und uns nicht nur eine scharf gesehene kontrastreiche Milieuschilderung altrussischen Lebens gegeben, sondern auch uns einen Blick tun lassen in die allrussische Volksseele in ihrer Breite und kindlichen Einfalt, aber auch in ihrer Unbeherrschtheit und Grenzenlosigkeit. Freilich ist ein so feinsinniger Menschendarsteller wie Heinrich George mit der Rolle dieses Postmeisters betraut worden, und seine große Kunst vermag diesen als Typ wie als Jndi- viduum ganz auszuschöpfen. Er hat etwas von dem Behäbig-Breiten des Bauern, aber er ist auch unterwürfig, wie es sich für einen kleinen Posthalter ziemt, der auf seiner entlegenen Station beim Pferdewechsel die Launen und Klagen der hohen Herren über sich ergehen lassen muß. Schlau und verschmitzt schiebt er als Blitzableiter seine Tochter vor, deren bezaubernder Schönheit, wie er weiß, fein Reisender so leicht widersteht. Er liebt diese Tochter mit der rührenden Inbrunst des Einsamen, und es schmeichelt ihn, daß ihre Schönheit die großen Herren aus der Hauptstadt bestrickt. Er ist fein Meister Anton, fein Miller, dieser leichtgläubige und bei aller gerissenen Schläue doch einfältig-fromme Vater, der sein Töchterchen unbesorgt in das Petersburger Sündenbabel ziehen läßt, wo diese seltsame Schöne im Strudel der Halbwelt versinkt. Mit feinster Einfühlung und einer erschütternden Drastik spielt George die Szene des belauschten Gesprächs im Pferdestall, das den eben noch von einem Brief der Tochter überglücklichen Postmeister aus allen seinen Himmeln stürzen läßt. Ergreifend, wie dieser um seinen heiligsten Glauben an die Reinheit seines Kindes schmählich Betrogene in Petersburg den Abwegen der Tochter nachspürt und nun diese, die sich inzwischen von ihrem leichten Leben gelöst hat und in der Liebe zu einem unverdorbenen jungen Fähnrich das wahre Glück sucht, zutiefst gepackt von dem Leid des alten Vaters, für ihn die Komödie einer Hochzeit inszeniert, um ihn über die wahren Zusammenhänge zu täuschen. Diese Hochzeitsfeier mit dem wilden Tanz des Postmeisters hat Ucicky mit einer geradezu grausigen Ironie meisterhaft gestaltet. Die fromme Täuschung gelingt, beglückt zieht der Postmeister wieder ab, zurück auf seine entlegene Station. Aber die Tochter geht noch am gleichen Abend aus dem Leben, das für sie, die die Liebe des jungen Fähnrichs verspielt hat, feinen Wert mehr besitzt. Die schöne Dunja ist Hilde K r a h l, sie ist von einer eigenartigen fühlen Anmut, nur in den Augen funfelt die Lebensgier, bis die reine große Liebe sie packt, und diese Augen nun das ängstliche Flackern bekommen und aus raffinierter Beherrschtheit zitternde Scham wird. Aber zu spät, furchtbar büßt sie die Schuld, die im Grunde die Schuld des Vaters ist, der ja das Begehren nach dem Leben der großen Welt geweckt hat, die sie nun verschlingt. Siegfried Breuer spielt den Verführer, leichtsinnig und oberflächlich mit einem fast fatalen Zynismus, Hans Holtden Fähnrich schlicht und offen. Eine auf das russische Milieu fein abge- stimmte Musik schrieb Willy Schmidt-Gentner. Etwas von der geheimnisvollen Weite der russischen Landschaft und dem tollen Wirbel russischen Lebens in der Hauptstadt vermochten Hans Schneeberger und Hans Staudinger in großzügigen Bildern einzufangen. (Wien-Film der Ufa.) Dr. Fr. W. Lange. Peter Tschaikowski. Zirrrr 100. Geburtstag des russischen Komponisten. Wenn man Glinka mit Puschkin, Mussorgski mit Dostojewski, Balakirew mit Tolstoj vergleichen wollte, so würde der wesentlich „europäischere^ Peter Jljitsch Tschaikowski an die Seite Turgeniews zu ordnen sein. Wenigstens sind die Russen selbst geneigt, ihren für unsere Begriffe bisher bedeutendsten MW Peter Jljitsch Tschaikowski. - (Scherl-Bilderdienst-M.) und umfassendsten Tonsetzer so zu einer halben Randerscheinung ihres Kulturbesitzes zu (tempeln. In der Tat ist der starke Einschlag italienischen Belcantos und deutschen Kammermusikstils in etwa Schumann-Brahmsscher Marschhöhe nicht zu übersehen. Gleichwohl überwiegen für unser Bewußtsein durchaus die ostslawischen Wesenszüge: unergründliche Schwermut, klagende Einsamkeit, narkotischer Reiz, plötzlich umschlagend in grelle Lustigkeit und tänzerischen Taumel. Wir lieben solche hall) fremd- artig-unvegrMichen Seelen (manche unter uns fo» Wedgwoog betonte, Norwegen habe bewiesen, daß un- die Regierung keine Phantasie habe. Sie sei fähig, einen modernen Krieg zu führen. Deutschland zu zerstören, ehe nicht dem Chamber- lainismus ein Ende bereitet fei. Der Abgeordnete den können. Die mit Oelfeuerung betriebenen Schlachtschiffe haben eine Geschwindigkeit von 30 Knoten und werben je 1350 Mann Besatzung haben. Kanonen bestückt, die mittlere Artillerie betragt! Folgen chrer eigenen Torheit. Der Labour-Abgeord- zwölf 15,2-cm-Geschütze, die Flak zwölf 9-cm-Kano- nete Parker sagte, daß man feine Sicherheit habe, nen und 40 MG. Die Schiffe haben drei Flugzeuge an Bord, die mit Flugzeugschleuder abgelassen Werber reicht — und das ist der ganze europäische Raum —, so weit ist auch die britische Flotte zu einer durchschlagenden Aftion nicht mehr fähig. Neues italienisches 35 000-T.-Schlacht- schiff in Dienst gestellt. Mailand, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) In Anwesenheit der Vertreter der Militär- und Zivilbehörden der Stadt Genua und der Belegschaft der Werft wurde das 35 000 Tonnen große Schlachtschiff „Littorio" von der Ansaldo-Werft den Marinebehörden übergeben, womit das Schiff der italienischen Kriegsflotte eingereiht wurde. Der „Littorio", der in einer Rekordbauzeit von IVz Jahren fertiggestellt worden ist und in den vergangenen Monaten seine Probefahrt mit bestem Erfolg abgelegt hat, bildet mit drei Schwesterschiffen gleicher Größe „Vittorio Veneto", „Jmpero" und „Roma" die stärksten Einheiten der italienischen Kriegsflotte, die das Kräfteverhältnis der Mittelmeerseemächte erheblich zu Gunsten Italiens verschieben. Die Schiffe sind mit neuen 38-cm- Amsterdarn, 7. Mai. (Europapreß.) Die für Dienstag und Mittwoch angesetzte Norwegen- Aussprache des Unterhauses wirft ihre Schatten voraus. In den meisten Kommentaren der Londoner Presse wird auf die Kritik Bezug genommen, der Chamberlain im Unterhaus ausgesetzt fein wird. Es wirb dies bas erstemal fein, baß die Kriegführung nicht nur von ben Oppositionsparteien, fonbern auch aus ben Reihen ber Regierungsanhänger offen angegriffen werben wirb, meint bie „Sunbay Times". Im „Obferver" betont Garvin, noch niemals fei in Kriegszetten ein Ministerpräsident besser unterstützt unb weniger kritisiert worben. „Um so mehr obliegt es ihm", schreibt bas Blatt weiter, „für bie verstärkte Regierung unb bas leistungsfähigere System des Kriegsdenkens, Kriegsplanens unb Kriegführens zu sorgen, bas bie Nation verlangt unb besten bie Sache ber Westmächte bringenb bedarf." Garvin bezeichnet bie Schaffung eines kleinen, wirklichen Kri e g s k ab in e tt s von nicht durch Ressortarbeiten belasteten Ministern als die unerläßliche Vorbedingung für einen Erfolg der Westmächte. Im übrigen wiederholt er feine Forderung, daß die Westmächte sich die lieber- legenheit in der Luft sichern müßten. Mit der größten Schärfe greift Lloyd George im „Sunday Pictorial" die Regierung an. Er erklärt: „Es kann fein Zweifel an dem äußersten Ernst der Lage sein. Die Regierung hat offensichtlich bei ihren Bemühungen, mit ihr fertig zu werben, versagt. Es ist nun an bem britischen Parlament, bie Sache unmittelbar in bie Hand zu nehmen. Wenn es bies nicht ohne Verzug tut, wirb es bes Hochverrats an ber Nation schulbig werben. Die Leitung bes Krieges muß drastisch refonstruiert werben, sowohl hinsichtlich ber Organisation als auch bes Personals. Sonst ist Unheil nicht zu ver- meiben." Neben ber allgemeinen „Unzulänglichfeit unb Dummheit" ber Regierung greift Lloyb George befonbers bie zweibeutige Kriegsbericht- e r ft a 11 u n g ber Regierung an. Er sagt, bie Mitteilungen hätten ber Bevölkerung bis in bie letzten Tage bie Zuversicht gegeben, baß fräftige Maß- nahmen ohne Zeitverlust ergriffen worben seien, die mit ber Gefangennahme ber isolierten beutschen Garnison in ben norwegischen Fjorben unb ber enbgültigen Befreiung ganz Norwegens enben würden. „Statt dessen endet heute alles in ber ruhmredigen Behauptung bes Ministerpräsibenten, daß es unseren ©treitfräften in Mittelnorwegen gelungen sei, ihre Positionen zu räumen, ohne den Verlust eines einzigen Mannes. Wer wird in Zufunft unseren offiziellen Berichten noch irgendwelchen Glauben schenken?" Wieweit bie Kritif auch im fonservativen Lager oorgebrungen ist, geht daraus hervor, daß ber Marquis von Salisbury, eines der ältesten und angesehensten Mitglieder ber Konservativen Partei, unlängst bei Chamberlain vorstellig geworden ist und erflärte, die Bilbung einer wirtlichen nationalen Regierung unter Einbeziehung ber Arbeiterpartei, ber Liberalen und der Gewerfschaf- ten sei unerläßlich. Chamberlain soll biese Vorstellungen brüst zurückgewiesen haben. ,Laily Mail" sagt, bie Besprechungen bes Wochenendes hätten bewiesen, daß führende Mitglieder aller Parteien von der Notwendigkeit einer solchen Regierung Russische Schwarzmeerflotte auf der Hut. M o s t a u, 6. Mai. (DNB.) Bei der Mai-Parade in Sewastopol hielt der Befehlshaber ber Schwarzmeerflotte, Dftjabrf ft, eine Rede, in der er erflärte: „Wir Angehörigen der Schwarzmeerflotte werden das verdächtige Treiben ber englischen unb französischen Imperialisten auf bem Bal- fan unb in ben ßänbern bes Nahen Ostens aufmerk- fam verfolgen. Wir werben auf ber Hut sein, um jeben Feinb zu zerschmettern, ber versuchen sollte, unsere Grenze zu verletzen." überzeugt seien. Die bezeichnendste Entwicklung des Wochenendes sei das Aufkommen von Gesprächen über den Leiter einer neuen Regierung. Chamberlain würbe allerdings seine Stellung mit großem Geschick oerteibigen und bie Unterstützung der drei Wehrminister, vor allem Churchills, haben. Die „Times" stellt fest, baß die Verantwortung weitgehend bei der Arbeiterpartei liege, welche bie natürliche Quelle neuer Männer sei. Wenn die Führer der Partei Zweifel hätten, ob sie gemeinsam mit irgendjemand aus der gegenwärtigen Regierung arbeiten fönnten, dann sollten sie dies lieber offen aussprechen. „Daß die Arbeiterpartei vor Kriegsende sich in den Reihen der Regierung befinden wird, ist so sicher, w# irgend etwas nur sein kann." Die Opposition rührt sich. Genf, 7. Mai. (Europapreß.) Nach Berichten neutraler Journalisten aus London wächst die Unzufriedenheit über die Politik der Regierung Chamberlain noch stetig. Zu ber wachsenden Mißstimmung scheint die Tatsache beizutragen, daß Churchill fortfährt, Verluste und Rückschläge solange als möglich der Oeffentlichkeit zu verbergen. Der Londoner Korrespondent bes Journal be Ge- nsve" berichtet, es fei unmöglich, sich noch darüber zu täuschen, daß die Nation die Wahrheit, und zwar die harte Wahrheit und nichts anderes als diese wissen wolle über das, was sich in Norwegen ereignet habe. Die Oeffentlichkeit wolle vor allem wissen, ob die Regierung alles getan habe, was notwendig gewesen sei. Für den Augenblick sei sie davon keineswegs überzeugt. Die englische Oeffentlichkeit fei im Gegenteil ber Meinung, baß man es an dem notwendigsten habe fehlen lassen. Der ßonboner Korrespondent ber „Neuen Zürcher Zeitung" schreibt: Vielleicht ber wichtigste Be- unruhigungsfaktor ist der Eindruck, daß Chamberlain unb seine Amtskollegen sich des Ernstes der Entwicklung in Norwegen unb ihrer Rückwirkungen auf die Umwelt noch immer nicht genügenb bewußt sind. Der Ministerpräsident trägt bie Hauptschuld, da er den schweren psychologischen Fehler beging, der britischen Oeffentlichfeit die bittere Pille ber Rückzugsankünbigung dadurch versüßen zu wollen, daß er die Bedeutung bes Faktums herab minderte. Seine Behauptung, daß die Position ber West- mächte im großen und ganzen trotz biesem Rückzug besser sei als die der Deutschen, ist von manchen Zuhörern als eine unverantwortliche Tat- sachenverbrehung empfunden worben. Mit beträchtlichem Interesse sieht man dem auf Pfingsten einberufenen Jayreskongreß der ßabour Party entgegen, der möglicherweise eine Neuorientierung ber Labour-Bewegung zur Frage einer bireften Beteiligung an der Regie-- rungsDerantwortung für die Dauer des Krieges bringen könnte. Eine Reihe Wochenendreben von ßabour-Ab geordneten zeigt, baß in ben Kreisen der Opposition die Kritik an der Regierung, insbesondere an Chamberlain persönlich, schnell wächst. Der ßabour-Ab geordnete Wilmot erklärte, daß Simon, Chamberlain, Hoare, die Ränkeschmiede ber K a tastrophe, bie bereits ben Frieden verloren hätten, jetzt ihre fatalen zitternden Hände an die Kriegführung legten. Sie dachten nur an ben Schutz ber kapitalistischen Gesellschaft vor den finanziellen Paris ist verstimmt. Mit dem britischem Verbündeten nicht zufrieden. Brüssel, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die englische Nieberlage in Norwegen löst in der Pariser Presse weitere Kritiken aus, mit benen befonbers gegenüber England nicht gespart wird. Einige Blätter geben beutlich zu verstehen, daß England für diese Schlappe verantwortlich sei und daß es angebracht wäre, bei der nächsten Gelegenheit die Frage bes Oberfomrnanbos genauer zu prüfen. Beispielsweise schreibt „Drbre", die Durchführung der hinsichtlich Norwegen gefaßten Beschlüsse betraf die unmittelbare Verantwortung ber englischen Regierung, weil bie britische Admiralität bie Hauptaufgabe hierbei zu erfüllen gehabt habe. Die Auswahl ber militärischen Chefs, die berartig delikate Operationen zu leiten hätten, dürfe in Zukunft ohne übertriebene Empfindlichkeit nur unter Beurteilung der gemeinsamen englisch-französischen Interessen getroffen werden. In bem gemeinsamen englisch-französischen Räberwerk gäbe es noch Teile, die nicht genau ineinanberpaßten. Das Blatt wendet sich dann scharf gegen bie Irreführung der Oeffentlichkeit durch falsche Siegösnachrichten. Der französische Bürger sei bei der ßeftüre seiner Zeitung oder beim Abhören des französischen Rundfunkes zu der Annahme berechtigt gewesen, daß die Westmächte in Norwegen einen militärischen Spaziergang machten und von Erfolg zu Erfolg eilten. Selbst am kritischsten Tage habe die große ftanzö- sksche Jnfomnattonspresse noch die überzeugendsten Einzelheiten nach dieser Richtung hin veröffentlicht. Das Blatt fordert zu Maß, Takt unb Vorsicht auf, denn ein Krieg lasse sich nicht wie ein Rugbyspiel kommandieren. Nach der norwegischen Affäre sei es an der Zeit, dem ßanbe richtige Informationen zu geben. „Excelsior" fordert die Oeffentlichkeit auf, die Zähne zusammenzubeißen. Die ßehre und die Verantwortlichkeiten, die man aus der Norwegenaffäre ziehen müsse, dürften nicht in bie Welt hinan spo saunt werden. Das Blatt beklagt sich auch über den geringen Einfluß der französischen unb englischen Propaganda im neutralen Ausland. „Einige Illusionen weniger". Genf, 6. Mai. (Europapreß.) Zur internationalen ßage schreibt die wahrhaftig nicht deutschfreundliche „Gazette de ß a u f a n n e" in einem Artikel, über ben sie ben Titel „Einige Illusionen weniger" setzt: „Kaum ist es brei Wochen her, ba sagte man uns, baß bie englischen Minen bas Skagerrak unb Kattegat beherrschten, baß in ber Ostsee Minen ausgeftreut werben, baß bie in einigen norwegischen Häfen liegenben beutschen Garnisonen einem tragischen Schicksal entgegengingen, weil sie nur durch bie ßuftwaffe verproviantiert werben könnten und bie Truppen ber Westmächte in fteigenbem Maße ausgeschifft würben. In einer Rebe im Unterhaus bezeichnete fdgar Herr Chamberlain bie Besetzung Norwegens als einen „k o • lossalen Fehler Hitlers". In ben Tagen, bie nun folgten, haben wir mit Erstaunen erfahren müssen, baß bie Deutschen ihre Besetzung aus- dehnten unb Verstärkung erhielten. Wenn sie bie Ueberlegenheit in biesem Bewegungskrieg erlangten, so bank bem schweren Material, ben motorisierten Kolonnen, eben dank alle bem, was burch Flugzeuge nicht zu transportieren ist. Was sollen wir jetzt noch von ber Seeblockade halten? Die Westmächte sind zu paradieren gezwungen, d.h., sie müssen die Hauptmacht chrer Kräfte vor der Maginotlinie lassen; sie schicken Truppen nach Norwegen, sie konzentrieren ihre Schifte im Mittelmeer und haben eine Armee im Nahen Osten. Sie warten bie Ereignisse ab und haben alle Chancen, immer z u spät zu kommen. In diesen beftimm- ten Fällen war der Eindruck fatal, und es ist sicher, was die Norweger angeht — und vor allem die norwegischen Soldaten —^daß sich eine sehr bittere Enttäus chung unter diesen breit gemacht hat, welche auf eine ganz andere Hilfe hofften. Und was erst die Weltmeinung angeht, so hat sie eine starke Enttäuschung erlebt." Wachsende Kritik an Chamberlain. Dor der Norwegen-Aussprache des Unterhauses. MeRechnmig imMtlelmeer. Seit jeher hat das Mittelmeer eine außergewöhnliche Rolle unter den Völkern gespielt. Im Altertum trug sich an seinem Strand oder in dessen Nähe die Geschichte der damaligen bekannten Welt in ber Hauptsache zu. Athen und Rom wurden zu Begriffen, bie nicht nur damals Geltung hatten, sondern ihrer unvergänglichen- Werte wegen noch bie Kultur fernster Zeiten beeinflußten. Zwar trat bie Bebeutung bes Mittelmeeres zunächst ein wenig zurück, als bie Antike in Trümmer ging. Aber wenn sich im Mittelalter und in der neueren Zett auch ber weltpolitische Raum weitete, so verlor doch das Mittelmeer nicht an Interesse. Mit steigendem Weltverkehr, so kann man wohl bestimmt sagen, mußte bie glückliche Lage bes Mittelmeeres zwischen drei Erbteilen ben verkehrswirtschaftlichen Zuspruch noch erhöhen und bamit bie Begehrlichkeit, an bartigen Gest ab en Land zu besitzen, erhöhen. Der in der Neuzeit gewaltig angestiegene Güterverkehr mit subtropischen und tropischen ßänbern rückte das Mittelmeer noch mehr in den Vordergrund, als der Suezkanal den verkürzten Weg nach dem Fernen Osten eröffnete. Niemand hat es nun von den Nichtmittelmeerstaaten so gut wie England verstanden, sich im dortigen Gebiet eine starke Machfttellung zu verschaffen, obwohl eine rechtliche Grundlage dafür Vor Erkältung schützen Bei Husten nützen schon 2 ir'ehmt^lich in Anntheken u-Drogenen o.5o u _ niemals bestanden hat. Die Schwäche der Mittelmeerstaaten war dafür wohl entscheidend. Während jedoch sonstige Mittelmeerstaaten, abgesehen von Frankreich, nie wieder in der Weltgeschichte zu ber Rolle emporftiegen, bie sie einmal innehatten, Griechenland, Spanien, Aegypten, bie Türkei, hat sich auf der Apenninhalbinsel der Zustand gewaltig geändert. Das faschistische Italien hat sich zu einem Staate gewandelt, ber dem Römischen Reiche des Altertums ebenbürtig ist. Daß ein,solcher Staat seine Ansprüche im Mittelmeer, das er als mare nostrum bezeichnet, anmelbet, ift selbstverständlich. Alle Staaten um das Mittelmeer mußten Englands Herrschaft über Gibraltar, Malta, Zypern, Palästina und den Suezkanal, logischerweise als Fremdherrschaft empfinden. Nur England- Hörigkeit könnte, wie bei Frankreich, das Urteil trüben. Am sichersten aber mußte Italien daran denken, daß Malta sozusagen eine Bombe vor der italienischen Pforte ist, während der Suezkanal unter englischer Macht Italien von seinem wichtigsten Kolonialbesitz gegebenenfalls absperren und wie Gibraltar als Riegel wirken kann. Die Rechnung gegen England ist also ohne weiteres für Italien gegeben, was keineswegs ausschließt, daß Spanier, Araber unb auch das eine ober andere weitere Volk zur gegebenen Stunde ebenfalls an eine Abrechnung denken, zumal wenn man das politische Kraftfeld des Mittelmeeres etwas weit rechnet. Die Ansprüche Italiens sind auf jeden Fall die berechtigtsten und weitgehendsten. England gegenüber betreffen sie keine großen Gebiete, dafür um so wichtigere Positionen, die für die Neuordnung entscheidend sein werden. Die Rechnung im Mittelmeer endet aber keineswegs bei den Ansprüchen gegenüber England. Auch Frankreich, dessen Rolle als natürliche Mittelmeermacht niemand beftreitet, hat sich die Herrschaft über Gebiete angemaht, bie zweifellos Italien zukommen unb auf bie ber Faschismus niemals verzichtet hat. Savoyen mit feinen unerlösten Italienern ist zuerst zu nennen. Korsika, ehemals der Republik Genua untertänig unb von dieser buchstäblich an Frankreich verkauft, wirb gewiß nicht französischer, weil Napoleon dort geboren wurde. Daß Tunis mit feinen über 100 000 Italienern einmal zu Frankreich kam, liegt nur daran, daß 1881 Italien noch nicht wie heute sein Recht wahren konnte. Die Ansprüche Italiens im Mittelmeer begründen sich also durchaus auf natürliche Rechte und Vernunft. Kulturelle wie volkstümliche Momente spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die Tatsache, daß Italien im Zentrum des Mittelmeeres gar mit seltsamer ßeidenschaft), obwohl uns ihre lethargischen und ekstatischen Seiten oft von ihnen trennen. Insbesondere an Tschaikowski lockt die reine, spröde, scheue Natur; sein ßeben gab er einzig dem Werk hin, anspruchslos, unendlich milbtätig, unter Verkennung leidend, „tapfer unter dem Fatum", wie uns jener Admiral Rozestwjenfki rührt unb fesselt, der um den Halden Erdball in die Schlacht von Tsushima fährt. In einem Provinznest als Beamtensohn geboren, kommt der von ßchrem und Kameraden als liebenswert empfundene Jüngling auf eine Rechts schule und wird kleiner Aktenmensch im Finanzministerium. Dann erst erwirbt er sich — z. T. bei deutschen ßehrern — das Handwerkszeug des Pianisten und Tonsetzers und bebutiert, 24jährig, mit einem „Tanz der Mägde", den Johann Sttauß in Rußland urauftührt. Er wird Lehrer am Moskauer Konservatorium, seine ersten Ouvertüren gelten der Kritik als hoffnungslos untalentiert, aber Schritt für Schritt erringt er wachsende Beachtung. Manche seiner Partituren, zumal-von Bühnenwerken, ver- brennt er wieder. Eine unbedacht geschlossene Ehe erweist sich rasch als Fantasieirrtum. Aber eine nie gesehene ferne Gönnerin, Frau von Meck, ermöglicht ihm die Schaffensfreiheit — eine erosfreie Briefliebe verbindet beide. Dazu tritt später ein Ehrensold des Zaren. Erst in den letzten Jahren entdeckt er in sich auch den Dirigenten, der seine Werke in Deutschland vorführt. Wenige Meisterwerke aus den siebziger und achtziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts werden von Tschaikowski bleiben: das es-moll-Streichquartett, das Violinkonzert, eines von drei Klavierkonzerten, unter sieben Sinfonien die sechste (Pathötique), die Nuß- knackersuite, die Ouvertüre „1812", die bezaubernde Oper „Eugen Onegin" — aber sie genügen, um den Komponisten als ein einmaliges Antlitz zwischen den ewigen Größen des Parnasses nicht unbemerkt bleiben zu lassen. Mit dreiundfünfzig Jahren fällte ihn bie Cholera, genau wie sie vormals dem Knaben die geliebte Mutter entrissen hatte. Hans Joachim Mose* Deutsche Gebirgsjäger im Kampf bei Lillehammer fängnis Nordchina-Ausschusses, >au, In veschiedenen Bezirken des Reiches ist b e - An Reu einem Beil Auf freier so schmerzten seine Hühneraugen. Aber bold wird er sie los sein, denn er hat heute Elostocorn aufgelegt mit dem Filzring. Jetzt hat er schon keine Schmerzen mehr beim Gehen. wurde im Westteil von Peking ein Mordanschlag verübt. Zwei Schüsse verletzten ihn am Kopf. Er starb. Haft, der Schneider zu drei Wochen Ge- verurteilt. Verwundeten-Abzeichen auch für Frontarbeiter. erschlagen. Strecke auf fahrenden Zug gesprungen und getötet. Aus aller Welt. Professor Dr. Seelmann-Lggebert f. den Folgen einer Grippe ist in Berlin der t e r f o r s ch e r und Nestor der niederdeutklagte, darunter einen Schneider, der berufsmäßig Karten aufkaufte. Die Bezahlung richtete sich je nach der noch auf den Karten vorhandenen Punktzahl. Die Bestrafung der Angeklagten erfolgte auf Grund des § 2 StGB., wonach bestraft wird, Auf dem Bahngleis der Strecke Andernach- Mayen wurde eine männliche Leiche gefunden. Die Polizei stellte fest, daß es sich um einen 3öjäh- rigen Patienten der Heil- und Pflegeanstalt in Andernach handelt, der wenige Stunden vorher aus der An st alt entwichen war. Der Flüchtling hatte auf freier Strecke das Herannahen eines Zuges abgewartet und dann versucht, den in voller Fahrt befindlichen Zug zu erklettern. Der Sprung mißlang; der Mann wurde von einem Wagen er- faßt und auf der Stelle getötet. Ein zweiter Insasse, der der Anstalt entlaufen war, konnte in Niedermendig gefaßt werden. auf den ihm zukommenden Besitz von Savoyen über Korsika und Malta nach Tunis, von da nach der Cyrenaika und von Albanien wieder zum italienischen Festland Wert legen muß. Dieser abgerundete Landbesitz entspricht der Stellung, die das weltpolitische Schicksal nun einmal dem Reiche Mussolinis zuwies. Daß dieses Imperium d i e Schlüssel zum Mittelmeer, Gibraltar und Suezkanal, mindestens in neutralen Händen sehen will, ist selbstverständlich. Die- Rechnung, die England und Frankreich im Mittelmeer zu begleichen haben, ist also recht umfangreich, und sie wird präsentiert werden, eher als es den Schuldnern lieb ist. Kleine politische Nachrichten. NSG. Reichsgesundheitsführer, Staatssekretär Dr. Conti, der in Wiesbaden am Interniften-Kon- greh teilgenommen hatte, besichtigte Einrichtungen der Gesundheitsführung im Gau Hessen- Nassau. Er wurde von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger im Adolf-Hitler-Haus empfangen sind besprach mit ihm verschiedene Maßnahmen, besonders die vom Gauleiter geförderte Milchbestrahlungsaktion zur Bekämpfung der Rachitts. Der Reichsminister der Finanzen, Graf Schwerin von Krosigk, traf zu einem mehrtägigen Besuch in Oberschlesien ein, um einen lieber- blick über die industrielle und wirtschaftliche Entwicklung des oberschlesischen Raumes zu gewinnen. * Im Rahmen der vom Ministerrat für die Reichsverteidigung angeordneten Aktion zur geistigen Betreuung der Hitler-Jugend sprach Reichsminister R u st am Montagoormittag zur deutschen Jugend von der Horst-Wessel-Schule in Berlin aus. Die Rede des Reichsministers wurde von sämtlichen Reichssendern übertragen. In den Schulen fanden Morgenfeiern statt. Unter den Teilnehmern der Feier in der Horst-Wessel-Schule selbst befand sich der bevollmächtigte Stellvertreter des Reichsj^gend- führers, Obergebietsführer Axmann. Der Stellvertreter des Führers empfing in Berlin eine Abordnung bulgarischer Erzieher, die auf Einladung des Reichswalters des NSLB., Gauleiter Wächtler, eine Deutschlandreise durchführen. * In der Woche vor Pfingsten begehen die italienischen Staatsbahnen mit Feiern in Rom und Neapel ihr hundertjähriges Besteyen. Die deutschen Verkehrsverwaltungen werden durch Reichsverkehrsminister Dr. - Jng. Dorpmüller, Ministerialdirektor Prang und Ministerialrat Dr.-Jng. Sommer vertreten sein. ♦ Auf den früheren Vizeminister für Erziehung und jetzigen Leiter des Erziehungsbüros des politischen Aenderung des Reichsversorqungsgesehes. Durch Aenderung des Reichsversorgungsgesetzes ist im Zusammenhang mit einer Verbesserung der Zusatzrentenversorgung der Witwen die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen des Weltkrieges- in einigen Punkten ergänzt worden. Kriegsbeschädigte, die als Krankenkassenmitglieder wegen ihres Dienstbeschädigtenleidens von der Kasse ausgesteuert sind, können bei Erkrankung an einem anderen Leiden für dieses Leiden Heilbehandlung bis zu 26 Wochen für Rechnung des Reiches erhalten. Waisen, die nach dem 1. Dezember 1923 geboren sind, erhalten die Waisenrente bis zur Vollendung des 18. statt des 16. Lebensjahres. Ferner kann Kinderzulage für Kinder von Schwerbeschädigten sowie Waisenrente bei Schul, und Berufsausbildung bis zum vollendeten 2 4. Lebensjahr weitergewährt werden. Beamtenurlaub 4940 unverändert. Nach Aufhebung der im Herbst ergangenen Urlaubssperre ist auch für das neue Urlaubsjahr allen schaffenden Volks- ?e n o s s e n der notwendige Erholungsur- a u-b gesichert. Für die Beamtenschaft war eine endgültige Regelung noch vorbehalten worden. Sie ist jetzt in einem gemeinsamen Erlaß des Reichsinnenministers, des Reichsfinanzministers und des preußischen Ministerpräsidenten für sämtliche Behörden einschließlich der Gemeinden ergangen. Danach kann für das Urlaubsjahr 1940 den Beamten der nach den Ur- laubsrichtlinien zustehende Erholungsurlaub gewährt werden, soweit die d i e n st l i ch e n Verhältnisse dies zulassen. Dasselbe gilt für wiederbeschäftigte Wartestands- und Ruhestandsbeamte, wenn sie seit der Einstellung sechs Monate voll verwendet sind und voraussichtlich noch längere Zeit voll verwendet werden. Für Wehrmachtbeamte gilt der Erlaß nicht. Ein Ruhetag in der Woche für jede Gaststätte. reits ein Ruhetag im Gaststättengewerbe eingeführt worden. Die Rücksicht auf weitestgehende Erfüllung aller Wünsche der Gäste führt gerade in diesem Gewerbe zu einer ausgedehnten Einspannung von Betriebsführer und Gefolgschaft bis in die Nacht hinein, insbesondere auch an Sonn- und Feiertagen. Die Bestrebungen, auch den im Gaststättengewerbe Tätigen einen freien Tag zu sichern, bedeuten daher einen wichttgen Maßstab zur Lö- fung der sozialen Frage im Gaststättengewerbe, der auch beachtliche wirtschaftspolitische Bedeutung besitzt. Durch örtliche Vereinbarungen wird der Leerlauf ruhiger Geschäftstage beseitigt, können Personalschwierigkeiten ausgeglichen werden und kann die durch den Krieg bedingte Bewirtschaftung der Lebensmittel besser erfolgen. Der Reichswirtschaftsminister hat erklärt, daß aus den erwähnten Gründen eine ununterbrochene Offenhaltung der Gaststätten nicht mehr gerechtfertigt sei. Der Minister hat keine Einwendungen zu erheben, wenn ort» liche Regelungen dahin getroffen werden, daß die Gaststätten eines bestimmten Ortes oder Bezirkes in einem turnusmäßigen Wechsel an bestimmten Wochentagen oder zu bestimmten Stunden geschlossen gehalten werden. Wann kann der Verbraucher Verkauf aus dem Schaufenster fordern ? Nach Mitteilung der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel kann zivilrechtlich kein Geschäft gezwungen werden, eine bestimmte Ware, die im Schaufenster steht, einem Kunden zu verkaufen. Denn die Warenausstellung im Schaufenster ist nach herrschender Rechtsprechung kein verbindliches Angebot, sondern soll den Verbraucher auffordern, seinerseits ein „Vertragsangebot" an den Kaufmann zu machen. Nun habe aber die Wirtschaftsgruppe ihre Mitglieder aufgefordert, keine Waren ins Schaufenster zu stellen, die im Geschäft nicht erhältlich sind. Dieser Grundsatz entspreche nicht nur dem geltenden Wettbewerbsrecht, sondern auch der Aufgabe, die gerade jetzt das Schaufenster zur Aufklärung der Verbraucher erfüllen müsse. Es gebe jedoch Geschäftsarten, die in großer Zahl oder überwiegend E i n z e l st ü ck e führen und bei denen es branche- üblich ist, Einzelstücke ins Schaufenster zu stellen. In solchen Fällen könne der Kaufmann erklären, daß er diese Gegenstände erst nach der Aus- räumung der Dekoration verkauft. Es handele sich hierbei aber nur um verhältnismäßig wenige Warengruppen und meist um hoch- wertige Waren. Sicherung der Witwe im Erbhofrecht. Bei der Abwicklung von Erbfällen nach dem Tode von Bauern haben sich vereinzelt Härten für die überlebende Witwe ergeben. Das ist nicht eine notwendige Folge der gesetzlichen Regelung, vielmehr unterläßt es bisweilen der Bauer, die zur Verhütung von Härtefällen gegebenen rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen. Der Reichsjustizminister hat deshalb die Anerbengerichte, die Nachlaßrichter und Notare angewiesen, durch Aufklärung vorsorgliche Rechtspflegearbeit zu leb sten. Diese sei besonders im Kriege wichtig, denn viele Bauern setzen als Soldaten ihr Leben ein. Schwierigkeiten bei der Abwicklung von Erbfällen könnten gerade dann leicht entstehen, wenn der Bauer früh stirbt oder wenn durch den Wegfall des vorgesehenen Anerben die Verhältnisse unerwartet geändert werden. So sind nicht selten Erb- Festkonzert der Berliner Philharmoniker unter Stabführung Furtwänglers. Vor Beginn hielt Unterstaatssekretär Dr. von Burgsdorfs eine Ansprache, worin er dem Reichsvrotektor dafür dankte, oaß er neben dem Ständetheater auch das Neue Deutsche Theater in seine Obhut genommen habe. Auch das Deutsche Tl)eater in Pilsen, das auf eine siebzigjähriae Geschichte zurückblickt, wurde mit einem Gastspiel des Prager Deutschen Theaters wiedereröffnet. Sott 1933 waren regelmäßige Vorstellungen verboten. Nunmehr hat das Pilsener Deutsche Theater wieder regelmäßigen Betrieb, der einstweilen durch Gastspiele aufrechterhalten wird. München ladet 100 Soldaten ein. Wie der Oberbürgermeister Fiehler in einer Ratsherrensitzung bekannt gab, hat die Hauptstadt der Bewegung aus Anlaß des Geburtstages des Füh- rers wieder 15 000 RM. bereitgestellt, um die im Laufe des Jahres in München geborenen Kinder mit einem Sparkassenbuch über 20 RM. zu bedenken. Weitere 10 000 RM. wurden bewilligt, damit etwa 100 Soldaten, die keine Angehörigen besitzen, für zehn Tage nach München etngeladen werden können. Gewohnheitsverbrecher hingerichtet. Am 4. Mai 1940 ist der 1911 in Osterode geborene Bruno Primus hingerichtet worden, den das Sondergericht Königsbera i.Pr. als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Primus, ein vielfach, darunter mit mehrjährigen Zuchthausstrafen, vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher, hat nach feiner letzten Festnahme bei einem Ausbruchsversuch aus dem Gefängnis in Nikolaiken einen Justizwachtmeister überfallen und ihm ein Auge aus- gestochen. Zwei Mörder hingerichtet. Am 4. Mai 1940 ist der 1910 geborene Willi Staigies aus Darzeppeln, Kreis Memel, hin- gerichtet worden, den die Strafkammer in Memel wegen Mordes zum Tode verurteilt hat. Staigies, der wegen Gewaltverbrechen bereits erheblich vorbestraft' ist, hat am 24. Mai 1939 in Darzeppeln aus nichtigem Anlaß den 55 Jahre alten Martin Wilks grausam ermordet. Ferner ist der 1916 in Groß-Schlenz Kreis Dirschau geborene Bernhard ® ranica hingerichtet worden, den das Sondergericht Danzig am 21. März 1940 als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Der bereits mehrfach vorbestrafte Verurteilte hat zwei Raub- Überfälle auf alleinstehende Frauen in deren Wohnungen begangen und dabei eine 57jährige Frau mit einem Feldstein und eine 76jährige Frau mit Das Oberkommando des Heeres hat entschieden, daß die Voraussetzungen für Verleihung des Der- wundeten-Abzeichens auch gegeben find bei den zum Ausbau der Westwalls eingesetzten Angehörigen der Organisation Todt und des Reichsarbeits- dienstes, sofern Verwundung oder Beschädigung durch feindliche Waffeneinwirkung vorliegt. P. K. Es muß immer wieder gesagt werden, daß der Kampf hier im hohen Norden Probleme auf« wirft, wie sie uns auf dem europäischen Festland nicht gestellt sein würden. Eines der wesentlichsten wyr darunter die Sicherung des besetzten Raumes, lieber 400 Kilometer waren die deutschen Truppen von Oslo aus in Richtung Dombaas vorgestoßen. Rechts und links bewegten sich ebenfalls deutsche Einheiten nach Norden, aber zwischen den drei Marschrichtungen lagen hohe Berge und unwegsame Täler, die dem Feind jederzeit die Möglichkeit gaben, sich hierhin zurückzuziehen und im Rücken der Front zu neuem Kampf zu entwickeln. So mußten also die Truppen, die den rückwärtigen Raum sicherten, darauf gefaßt sein, plötzlich einem stärkeren gegnerischen Verband gegenüberzustehen. Rechnet man hinzu, daß infolge Der Sprengung der Eiienbahnbrücken durch die Norweger, durch das Vorhandensein weniger fahrbarer Straßen nur bearenzte Möglichkeiten für den Nachschub und eine hinreichende Sicherung des besetzten Raumes gegeben waren, so sind die Schwierigkeiten wohl deutlich genug umrissen. Eine gefährliche Kante war nordwestlich von Lillehammer. Es war bekannt, daß sich hier links der Sttaße noch norwegische Verbände in den Bergen zwischen Follebu und Fabera hielten. Diese aber zu fassen, war insofern ein schwieriges Unterfangen, als einmal die Brücken über das Tal gesprengt waren, das Eis des Fjords aber nicht mehr hielt, zum anderen die jenseitigen Berge noch so viel Schnee tragen, daß die Norweger als ausgezeichnete Schifahrer frei manövrieren können. Da haben unsere Gebirgsjäger, steirische und bayerische Bataillone, den hohen Stand ihrer Ausbildung beweisen können. Sie sind mit Recht stolz darauf, daß von den 16 Eisernen Kreuzen, die innerhalb ver Division zur Verteilung kamen, 14 auf die Gebirgsjäger entfielen. So war eine ihrer Kompanien in den letzten Tagen auf dem Wege in die vorderste Kampflinie bereits in Ringebu eingetroffen, als Nachricht kam, daß etwa 30 Kilometer zurück links der Straße, in der Höhe von Tretten, die die linke Flanke sichernde Infanterie von starken norwegischen Abteilungen a n g e g r i f - f e n sei. 400 Meter hatten die Norweger die Infanterie frei passieren lassen, als sie diese unsere Truppen von vorn und hinten unter Be- schuß nahmen. In dieser Lage griffen die Gebirgsjäger den Feind von Nocchen an. Zunächst hatten sie eine Baumsperre von 500 Meter, in die die Norwe-ger Minen gelegt hatten, zu beseitigen. Kaum war dies geschehen, als an einer Wegbiegung die Jäger Feuer erhielten. Im Augenblick hatten die Gebirgsjäger aber ihre MG.s in Stellung gebracht. Diese kämmten den Wald ab. Das wirkte schon. Plötzlich kommen aus dem Wald zwei Norweger mit einem weihen Handtuch. Drei Mann der Gebirgsjäger werden vorgeschickt, die Gefangenen einzubringen. Diese drei holen aus dem Wald eine schwer bewaffnete norwegische Kompanie: 91 Mann und 3 Offiziere. Nach 200 Meter erhalten die Jäger wieder von rechts Feuer. Wie wild schießen die Norweger, schonen dabei nicht die gefangenen Landsleute, die sich aus der Straße hingeworfen haben, um dem Feuer zu entgehen. Mit wenigen Mann umgeht ein Oberleutnant der Gebirgsjäger die feindliche Stellung und räuchert mit ein paar Handgranaten die Granatwerfer aus. Die Norweger stehen sich aber immer höher zurück. Die Gebirgsjäger versuchen daraus, von der anderen Seite des Berges den Gegner zu fassen. Nach 300 Meter stoßen sie erneut auf ernsten Widerstand. Am Hang schießen die Norweger aus einzelnen Gehästen. Zwei Stunden liegen unsere Gebirgsjäger vor dieser feindlichen Stellung, als von der rechten Seite des Tales deutsche Panter anrücken und hinter ihnen die Infanterie, die sich inzwischen durchgekämpst hat. Granatwerfer und leichte Infanteriegeschütze werden eingesetzt. Vereint schließen bann Gebirgsjäger und Infanterie den Gegner so ein, daß es für ihn ein Entweichen nicht mehr gibt. Noch Vit Tage lang hat das norwegische Regiment versucht, auszu- brechen. Vor 400 Mann haben dann am Montagabend 2500 Norweger d i e Waffen gestreckt. Dr. Anton Eikhoff. Oie Befriedung Norwegens. Oslo, 7. Mai. (DNB.) In Oslo trafen italienische und spanische Journalisten ein. Reichskommissar Terboven erklärte sich bereit, ihnen alles zu zeigen, was sie nur sehen wollten. Einen Wunsch könne er der ausländischen Presse jedoch nicht mehr erfüllen: Kämpfende Engländer seien mit dem besten Willen nicht mehr zu zeigen, weil es auf norwegischem Boden keine mehr gebe. Der Reicbskommissar betonte, daß verantwortliche Männer der norweaischen Wirtschaft und Verwaltung chre Bereitschaft zur loyalen Mitarbeit bereits in die Tat um gesetzt haben. Je schneller die Befriedung des Landes fortschreite, desto ungestörter werde auch die wirtschaftliche Entwicklung in ihrem geregelten Gange weitergehen. Die Pressevertreter wurden von deutschen Offizieren über die militärische Lage eingehend unterrichtet und begaben sich bann in das Kampfgebiet der letzten Tage. schen Sprachforschung Professor Dr. Wilhelm Seelmann-Eggebert gestorben. Der Gelehrte, der noch vor kurzem in voller Frische seinen 91. Geburtstaa begehen konnte, hatte in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Wissenschaft durch den Führer die Goethe-Medaille erhalten. Wiedereröffnung des Neuen Deutschen Theaters in Prag. Das Neue Deutsche Theater in Prag, das seit dem Herbst 1938 seine Pforten geschlossen hatte, erlebte am Samstagabend in Anwesenheit des Reichsprotektors Freiherrn von Neurath eine festliche Wiedereröffnung. Den Anlaß bot ein Er mochte nicht einmal ins Kino gehen. fälle abzuwickeln, bei denen der verstorbene Bauer und die Bäuerin bei ihrer Heirat noch nicht mit dem Erbhofrecht rechnen konnten. Die Anpassung an das neue Recht könne meist durch Bestimmung eines Anerben herbeigeführt werden. Die Geneh- migung könne notfalls auch nach dem Tode des Bauern noch eingeholt werden. Bei Ehegattenerb- Höfen könnten sich die Ehegatten auch gegenseitig zu Anerben einsetzen. Bei Erbhöfen im Alleineigentum könne der Bauer seine Ehefrau zum Anerben bestimmen, wenn Anerbenberechtigte noch nicht vorhanden sind. Im Falle der Wiederverheiratung der Witwe könne durch einen Zwischenwirtschaftsvertrag eine der Nutzverwaltung ähnliche Rechtsstellung der Witwe herbeigesührt werben. Pflichtjahr im Elternhaus oder bei Verwandten. Eine nichtarbeitsbuchpflichtige Tätigkeit im Elternhaus ober bei Verwandten auf bas Pflichtjahr ist nur bann anzurechnen, wenn es sich um Familien mit vier ober mehr xinbern unter 15 Jahren hanbelt. Ist in befonbers gelauerten Fällen bas Verbleiben einer Pflichtjahrspflichtigen im Elternhaus ober ihre Beschäftigung bei Verwanbten erforberlich, ohne baß bie erwähnten Voraussetzungen erfüllt sind, dann kommt nur eine Befreiung vom Pflichtjahr überhaupt nach den im § 4 der Anordnung gegebenen Grundsätzen in Betracht. Derartige Befreiungen gehören aber zu den Ausnahmen. Gerade während der Kriegszeit wird an dem Grundsatz festgehalten, daß jedes Mädel das Pflichtjahr abzuleisten hat, und zwar auf dem Lande oder im fremden Haushalt. Bürokräfte für die Ostgebiete. Die Aufbauarbeit in den eingegliederten Dftge- bieten erfordert dringend den Einsatz weiblicher kaufmännischer und Büroange- stellter in privaten und öffentlichen Betrieben und Verwaltungen. Da die Bestimmungen über bas Pflichtjahr für Mäbchen in ben Ostgebieten mit Ausnahme bes Gebiets von Danzig nicht gelten, können bort weibliche Arbeitskräfte ohne Rücksicht auf bas Pflichtjahr eingestellt werben. Mit Rücksicht auf bie Dringlichkeit bes Be- barfs wirb weiblichen Jugenblichen aus bem übrigen Reichsgebiet, bie in einem kaufmännischen ober Büroberuf in ben Ostgebieten tätig werben wollen, bie Befreiung vom Pflichtjahr für bas übrige Reichsgebiet zuaestanben, wenn sie m i n - bestens ein Jahr lang bort tätig bleiben. Uebertragung der KeichsNeiderlarte wird bestraft. Auf ben Reichskleiberkarten befinbet sich ber Vermerk, baß bie Karten nicht übertragbar finb. In einer Verhanblung vor bem Amtsgericht Frank- furt a. M. würbe jetzt erstmals bie Frage ber Straf- barfeit einer Übertragung erörtert unb bejaht. Die Verhanblung richtete sich gegen brei Angewer eine Tat begeht, bie nach bem ©runbgebanfen eines Strafgesetzes unb nach bem gefunben Volks- empfinben Bestrafung oerbtent. Zwei Angeklagte, bie ihre Karten verkauft hatten, würben zu je brei Wochen ” as backen unrzu ohne 3üt, mitiSjem'? man fihlägt bas Eigzlb mit dem wasser fchaumig (am dessen mit einem Schneebesen) und 2 Eiet. 3 Esslöffel wasser. 100 ß Zucker. 3 ß (1 gestrichener Teelöffel) Dr. Decker .vackin". Dr. Oetker ßackpulvef Füllung; 250 ß Marmelade. Ium gestünden: Etwas Puderzucker. päckcken Dr’ Decker Danlllinzucker. 90 ß Weizenmehl, gibt nach und nack 2/3 des Zuckers mit dem OanillinjaAer dazu. Danach schlägt man (o lange. 1 Päckchen Dc Decker Sossenpuloer Danille-l-esckmack. bis eine hremartige Masse entstanden Ist. Das äiaeiß wird p M» Sdmee gefdüagea - -» - " ~ -> •■»-Dann gibt man unter ständigem Schlagen nach und nach Den Reff Des Zuckers dazu. Der Schnee muss so fest sein. Dass ein Schnitt mit einem Messer sichtbar bleibt Er wird auf Den Eigelbkrem gegeben. Darüber wird Das mit Sassenpuloer und „Badün” gemilchte Mehl __ gpficbt Man zieht alles vorsichtig unter den Eigelbkrem. Der Teig wird etwa 1 cm Dich auf ein aefettetes mit Papier belegtes öackbleck gestricken. Damit er an Der offenen Seite Des Bleches nicht auslaufen kann. knifft man dm» Papier em geredetes, m» pajn« y " .n_hL gack, eit. etwa 12 Minuten bei starker unmittelbar oor Dem leig jur falte, (o Da|l ein Mono entitent ------1----- Nack Dem gacker, wird der Biskuit sofort auf ein mit Zucker bestreutes Papier gestürzt anD DasBaApa^er ftflÄZE Der Bishuil u»6 Mod gtnd.mäß«) mil M«o-l°°. befind.«. °n-> «p toUUMCtn 5«te Heinrich Boller, Masch.-Schlosser. Lang-Göns. Kinderwagen ml erhalten, zu :aufen gesucht. Schr. Ang. unt, 01708 a. d.G.A. ffflr den Naturfreund r Hfllöroetiea Dif Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahme« aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kuofertiefdruck- tafeln.mit lebendige» und aufschlußreichem Einführungstext von ^.Gerhard u.iö.Wolff. 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