Donnerstag,!.März MO Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,UhrüesVormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malftanell Abschlüsse Mengenstaffelö Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. ^YO. Jahrgang Rr.äT Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr„ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsprechanschlnß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Poftfcheck116s6Frankf./M. Gietzener Anzeiger «uä- General-Anzeiger für Oberhessen aus Rom zurückgezogen. die a •iga Der Polenterror gegen die Ukrainer Daimler-Gedächtnispreises beschlossen, für junge deutsche Ingenieure, die sich auf dem Gebiet des Fahrzeug- und Motorenbaues durch besondere Leistungen ausgezeichnet hätten. gelieferten Waren vermindert." Stauning wies daher auch eine weitere Senkung der Krone im Verhältnis zum Sterling zurück, da eine solche wohl der Landwirtschaft, nicht aber dem Volksganzen Nutzen und Trostlosigkeit geworden. Was dort geschieht, ist um so schmerzlicher, weil die Rechte der Ukrainer durch einen internationalen Vertrag ga« rentiert wurden, weil jedoch die Genfer Liga sich allen Protesten gegenüber taub gestellt hat und weil die übrige Welt die Lage nicht kennt oder ihr doch gleichgültig gegenübersteht." Die schauerlichen Verbrechen, die die Ukraine über sich ergehen lassen mußte, stellten den systematischen Versuch dar, das viele Millionen zählende Ukrainischs Volk, das von dem Versailler Verbrechen dem polnischen Untermenschentum anvertraut worden war, systematisch zu vernichten. Das ukrainische Volk, eines der fruchtbarsten Völker Europas, hat nach eigenen polnischen Angaben mindestens 1 220 000 Menschen unter den grausamsten und teuflichsten Qualen dem polnischen Sadismus opfern müssen, weil es dis Herren von Versailles so wollten, dieselben Herren, die im Herbst 1939 die Stirn hatten, ihre Volker zum, Schutze dieses Barbarenstaates in den Krieg zu treiben. Schlechterdings grotesk aber ist es, wenn nun auch noch das Märchen erfunden wird, als ob Polen Lin Hort der Freiheit und der Demokratie gewesen sei Das polnische Volk verdiente es nicht, daß ihm andere, weit höher stehende Volksgruppen zur Be- herrschung übergeben wurden. Diejenigen, die im vollen Bewußtsein dieser Lage eine solche Übertragung aus machtpolitischen Gründen dennoch vor- nohmen, um Deutschland von Osten her dauernd schwächen und gefährden zu können, sind im voller Umfange mitschuldig für die furchtbare Tragödie. Empfindliche Lücken in den englischen Vorposteneinheiten Ehurchill beschlagnahmt die Jischerflotten von Grimsby und Hüll. widmen" Was geschieht, wenn alle diese gemeinen Mittel erfolglos bleiben? — „Sie stacheln die dem Feinde benachbarten Nationen auf", antwortet More unbedenklich, „sie bringen dieselben mit ihm ins Handgemenge ... zu gleicher Zeit versprechen sie diesen neuen Verbündeten Hilfeleistungen, lassen ihnen das Geld im Stillen zufließen, vermehren die Kräfte derselben jedoch nur um eine geringe Zahl von Bürgern". Ist das noch Utopie oder Wirklichkeit? Wir erleben es ja in diesem Augenblick wieder, daß England die Neutralen auf seine Seite zwingen möchte, und die diesen Staaten versprochenen „Hilfeleistungen" heißen heute Garantien. Außerdem verfügen diese Utopier noch über das „barbarische, rohe und wilde Volk der Zapoleten". — Diese werden angeworben, durch „glänzende Versprechungen verlockt" und später „an die gefährlichsten Posten" gestellt — man denkt an die englischen Kolonialvölker. „Der größte Teil derselben kommt um und kehrt niemals zurück, um das ihnen Versprochene einzufordern." So weit More. Wenn er dann noch versichert, daß die Utopier die Truppen der Staaten verwenden, deren Verteidigung sie übernehmen, sodann die Hilfslegionen ihrer Übrigen Verbündeten und erst ganz zuletzt ihre scheute polnische Joch zu kommen. 20 Jahre polnischer Herrschaft in der Ukraine bedeuteten ein Terror- Regiment unerhörtester Art. Die sog. „Pazifika- tionen", in denen ganze Dörfer vom Erdboden vertilgt, die Kirchen angezündet, das Vieh geraubt, bis Menschen vertrieben wurden, rissen nicht ab. Die Ukrainer wurden durch grausame Mißhandlungen gezwungen, ihr durch schwere Arbeit erworbenes (Eigentum selb st zu vernichten, ihre Häuser zu demolieren, das Getreide zu zerstreuen, die Fußböden aufzureißen und zu zerhacken. Marterungen der politischen Gefangenen waren an der Im Jahre 1853 finden wir den jungen Gottlieb Daimler als einfachen Arbeiter in dem elsässischen Werk Grafenstaden. Hier erprobt der Neun- zehnjährige fein technisches Können erstmals praktisch. Als Vorarbeiter verläßt er nach drei Jahren den Betrieb. Er bekommt auf dem Stuttgarter Polytechnikum ein Freistudium, nach dessen Vollendung er im Ausland, namentlich in Frankreich und England, seine Kenntnisse in der praktischen Motortechnik so vervollkommnet, daß er selbst schöpferisch wirken kann. Im Jahre 1876 baut er mit seinem Freunde Wilhelm Maybach und dem bekannten Motorenkonstrukteur August O t t in der Gasmotorenfabrik Deutz AG. den ersten Viertakt- Gasmotor, doch vernachlässigt er über dieser Neuschöpfung seine frühere eigene Idee, den Bau eines leichten, schnell laufenden Motors keineswegs. Am 16. August 1883 entsteht in Daimlers eigener Versuchswerkstatt in Stuttgart-Bad Cannstatt, wieder durch Zusammenarbeit mit Maybach, der erste Benzinmotor. Nachdem er anschließend die Schmierund Kühlprobleme zufriedenstellend gelöst hat, geht der nunmehr 50jährige Daimler daran, diese neue Kraftquelle für den Betrieb von Fahrzeugen aller Art nutzbar zu machen. Am 29. August 1885 wird ihm sein erstes, noch aus Holz gefertigtes Motor- Zweirad patentiert Im Herbst des folgenden Jahres tritt Daimler mit feinem ersten üierräbrigen Automobil an die Oeffentlichkeit, einem Kutschwagen, der — durch einen l^pferbigen Motor getrieben, 18 Kilometerstunden Geschwindigkeit erreicht. Es entstehen bald auch Motoren für Schiffsantrieb, sein erstes Motorboot muß er bei den aufsehenerregenden Probefahrten auf dem Neckar mit elektrischen Jsolatioskörpern tarnen, weil der Treibstoff Benzin noch als gefährlicher Explosivstoff bient. Balb sind auch die ersten Straßenbahndraisinen und Feuerspritzen mit Daimler- Motoren ausgestattet, und 1888 wird zum ersten Male der Versuch unternommen, das Luftschiff des Leipziger Buchhändlers Wölfert damit anzutreiben. Inzwischen war 1887 in einem neuen, weiträumigen Fabrikanwesen am Seelberg in Bad Cannstatt d i e e r ft e B e n z i n m o t o r e n f a b r i k der Welt entstanden, deren Konstruktionsbüro Maybach leitet. Leider kommt es zu der von deutschen Erfindern schon oft gemachten Erfahrung, daß das Ausland große deutsche Techniker eher erkennt als das eigene Vaterland. Verschiedene französische Fabriken hatten Daimlers Patente erworben, und als im Jahre 1894 das „Petit Journal" zum ersten „Internationalen Wettbewerb für Wagen ohne Pferde" auf ruft, gestaltet sich dieser aus der Straße Paris—Rouen ausgetragene Kampf zu einem unerhörten Triumph für „Papa Daimler". Nachfolgende Konkurrenzen bringen überall Daimler als Sieger heraus, der Erfolgsweg des leichten Benzinmotors ist unaufhaltsam. Bis zum Jahre 1890 hat Daimler die Kosten seiner ganzen Konstruktionsarbeit aus eigener Tasche bestritten, dann aber muß er fremdes Kapital zu Hilfe nehmen. Am 28. November 1890 wird die Daimler-Motoren-Gesellschaft Amsterdam, 7. März. (DNB. Funkspruch.) Wie die „Times" mitteilt, hat Churchill, um die schweren Verluste, die die englischen Vorposten- Einheiten erlitten haben, auszugleichen, an geordnet, baß die Fischerflotten von Grimsby und Hüll beschlagnahmt werden. Damit ist jeglicher Fischfang unmöglich gemacht worben, obwohl gerade die Fischerflotten von Grimsby und Hüll für die Ernährung der britischen Arbeiterklassen von ausschlaggebender Bedeutung sind. Die beiden Flotten waren hauptsächlich zum Fang in arktischen Gewässern eingesetzt. Die Maßnahmen Churchills haben auf einen Schlag 600 000 Arbeiter brotlos gemacht, die alle auf irgendeine Weise mit ber Fischerei von Grimsby und Hüll in Verbin- bung standen. Churchill hat nun Agenten zu den brotlos gewordenen Arbeitern geschickt, die versuchen sollen, diese Leute zum Dienst auf U-Bootfallen oder auf Minensuchern zu überreden. Englands Krieg erschüttert die dänische Wirtschaft. Kopenhagen, 6. März. (Europapreß.) Ministerpräsident Stauning hat in einer Rede unumwunden zu verstehen gegeben, daß die Kriegsverhältnisse für Dänemark eine Erhöhung der Preise, Verminderung der Ausfuhren, zunehmende Arbeitslosigkeit und eine Senkung des Lebensstandards mit sich bringen müssen. Besonders aufgefallen ist, daß Stauning seine Ausführungen einleitete mit dem Satz: „Die in England durchgeführte Geldpolitik hat den Ertrag der von der dänischen Landwirtschaft sagen. „Corriere della Sera" schreibt, England habe zu große Eile gezeigt und zu wenig Verständnis für die Bedürfnisse der Nichtkriegführenden. Italien habe vor einiger Zeit Verhandlungen angebahnt, um den jetzigen Zwischenfall zu vermeiden, es habe Verständnis für den englischen Standpunkt gezeigt, indem es seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse im Austausch gegen englische Kohle angeboten habe. England habe sich jedoch damit nicht zufrieden gegeben, sondern habe seine Delegation Englands Anschlag auf die italienischen Kohlentransporte Wachsende Verstimmung in Vom. Ein Revolutionär der Technik Zum 40. Todestag van Gottlieb Daimler. Utopie wirdWirklichkeit. Seit jeher haben die Menschen das Bedürfnis gehabt, sich jenseits dieser wirklichen Welt eine andere auszumalen und sich ein.Wölkenkuckucksheim, ein Staatsideal, auszudenken, in dem alle Menschen, von allen irdischen Nöten befreit, in einer vollkommenen „Glückseligkeit" dahinleben. Zu den Schriften, die aus diesem Verlangen entstanden sind, gehört etwa P l a t o s „Staat" ebenso wie F l ch - f e 5 Abhandlung vom „Geschlossenen Handelsstaat", gehört auch des Engländers Thomas More „Utopia", die im Jahre 1516 erschien und so großes Aufsehen erregte, daß sich der Name der „Utopie" von ihr auf alle anderen Bücher dieser Art übertragen hat. Thomas More — er war unter Heinrich VIII. Lordkanzler von England — schildert in seinem Buch die Staatsverfassung der Insel Utopia, die ihren Bewohnern ein so vollkommenes Glück gewährleistet, daß dem Leser vor so vieler Vollkommenheit etwas beklommen zu Mute wird; freilich wird dieses irdische Paradies auch nur dadurch möglich, daß More gleichsam durch ein Hintertürchen, die ... Sklaverei einführt, so daß diese vollkommene Welt auf der menschenunwürdigen Ausbeutung einer Sklavenschicht durch die Herrenkaste begründet ist. Auch sonst sind die Bewohner von Utopia auf eine sehr gerissene Art vorsichtig und weitschauend. Sie sammeln Reichtümer, um damit im Kriegsfälle „fremde Truppen anzuwerben und reichlich zu besolden; denn die Regierung von Utopien will lieber Fremde als die eigenen Bürger dem Tode aussetzen". Diese Worte, im Jahre 1516 geschrieben, sind, wie wir wissen, heute Tein utopisches Dogma mehr: sie find die Maxime der englischen Politik geworden. Im Kriege benehmen sich die Utopier gegen dis feindlichen Völker mit einer durch nichts zu über* bietenden Gemeinheit. Zwar versichert More, daß sie den Krieg als etwas „ganz Bestialisches" verwünschen und daß sie bei ihren Kriegserklärungen „nur das Wohl der Menschheit im Auge haben" — Worte, als seien sie aus einer englischen Zeitung von 1940 abgeschrieben — aber diese idealen Bestrebungen haben sehr merkwürdige Folgen: „Für die Utopier besteht der schönste Ruhm darin, den Feind nur durch Gewandtheit und List besiegt zu haben. Dann sieht man sie öffentliche Triumphs feiern, sie rühmen sich, als Menschen und Helden (!) gehandelt zu haben ..." Wer erinnert sich nicht des papierenen Flugblattkrieges, mit dem die Engländer in den ersten Kriegsmonaten einen Keil zwischen Führer und Volk tret- ben wollen, wenn er bei More folgendes liest: „Un* mittelbar nach der Kriegserklärung tragen die Utopier Sorge, insgeheim am nämlichen Tage und in den vornehmsten Orten des feindlichen Landes Proklamationen anschlagen zu lassen, die das Siegel des Staates tragen. Diese Proklamationen versprechen dem Mörder des Fürsten glänzende Belohnungen ... Die Utopier setzen somit Preise auf die Köpfe der Räte oder Minister. Der dem Mörder versprochene Lohn wird für denjenigen verdoppelt, welcher einen der Todgeweihten lebend überliefert. — Mit der dankbarsten Freigebigkeit belohnen sie diejenigen, die sich allen Gefahren der Verräterei gegründet. In stolzer Freude erlebt er noch den Siegeszug seiner letzten Neuschöpfungen und baut das Werk zur führenden Fabrikationsstätte für automobile Fahrzeuge aus. Heute wird das geistige Erbe dieses großen Deutschen in den vielfältigen Betrieben der Daimler-Benz-AG. gepflegt und vermehrt, in jenem Weltunternehmen, das nun- fett der 1926 vollzogenen Verschmelzung mit dem Rheinischen Motorenwerk Benz & Co. auch das Werk dieses zweiten deutschen Auto-Pioniers zu höchster Wüte gebracht hat. Ein Gottlieb-Daintter-Gedächknispreis für erfolgreiche deutsche Ingenieure. Aus Anlaß des 4 0. Todestages Gottlieb Daimlers fand in Cannstatt die Einweihung der von der Stadt Stuttgart und der Daimler-Benz AG. eingerichteten Gottlieb-Daimler-Gedächt- n t 5 ft ä 11 e statt. Oberbürgermeister Dr. S t r o e • I i n zeichnete das Lebenswerk des Erfinders. Damit der Name Daimlers auch zukünftigen Generationen ein leuchtendes Verbild und Ansporn zu höchster Leistung sei, hab« man di« Stiftung eines Gottlieb^ Rom, 7. März. (Europapreß.) Die italienische Presse beschränkt sich auf die Wiedergabe der Berichte ihrer Korrespondenten über die Stimmung in London und Paris und über die Beurteilung der italienischen Protestnote in den neutralen Staaten. Sie unterläßt weiterhin eigene Betrachtungen. Daß aber die Wegnahme der italienischen Kohlenschiffe die italienische Oeffentlichkeit schwer verstimmt hat, tritt klar zutage. Unwillen hat auch die Aufmachung der Nachrichten über die Wegnahme dieser Schiffe — heute werden insgesamt dreizehn gezählt — durch die englische Presse erregt. So berichtet „Lcworo Fascista'. Heber die ganze Seite laufende Ueberschriften haben das bescheidene Ereignis der Wegnahme von Handelsschiffen durch Panzerkreuzer zu einer heroischen Tat zu stempeln versucht. Diese „Dramatisierung" des Ereignisses in der englischen Presse, sei verständlich, es mangele eben zumindest in der gegenwärtigen englischen Chronik an glorreichen Episoden, über die zu berichten wäre. Es werde zwar nicht offen zugegeben, so berichtet der Londoner Korrespondent des „Giornale d'Jtalia", man erkenne aber dennoch in London, daß sich durch Wegnahme der italienischen Kohlenschisfe d i e Lage sehr verschlechtert habe. „Times" und „Daily Herald" hätten ein „seltsames" Mittel ausfindig gemacht, um das aufgeworfene Kohlenproblem in einer „beide Teile befriedigenden Weise zu lösen". Das Prisengericht werde die ausgeschiffte italienische Kohle deutschen Ursprungs wie üblich dem Mei st bietenden zum Kauf anbieten. Das könne auch einem neutralen Staat gegenüber geschehen. Italien könne also die deutsche Kohle, von England zurückkaufen. Die englische Geschäftstüchtigkeit, so sagt „Giornale d'Jtalia", sei durch nichts zu überbieten, das müsse man schon Churchill falscher Statistiken bezichtigt Amsterdam,?. März. (DNB. Funkspruch.) Das in Liverpool erscheinende englische Schiffahrtsblatt Journal of Commerce and Shipping Telegraph bezichtigt mit erstaunlicher Offenheit Churchill der systematischen Lüge und der Herausgabe gefälschter Statistiken über Die britischen Schiffsverluste. Das bringen könne. Die dänisch-englischen Verhandlungen über eine von der dänischen Landwirtschaft geforderte Preiserhöhung für Butter und Speck sind plötzlich unterbrochen worden, weil die Londoner Regierung sich nicht bereit erklärte, Preise zu zahlen, welche die Subventionen der Kopenhagener Regierung an die dänische Landwirtschaft in Höhe von 45 Millionen Kronen monatlich überflüssig machen. Die dänische Abordnung ist daher nach Kopenhagen zurückgekehrt. Wenn es nicht gelingt, mit den Engländern ein zufriedenstellendes Preis- und Quotenabkommen zu erzielen, würde die dänische Regierung gezwungen sein, die am 31. März ablaufende Ordnung zur Unterstützung des Butter- und Speck-Exports nach England zu verlängern. Es werden erneut Stimmen laut, die dagegen Einspruch erheben, daß die englische Regierung jeder wirtschaftlichen Vernunft zuwider der dänischen Landwirtschaft Preise aufzwinge, von denen man weiß, daß sie nicht einmal den Produktionskosten entsprechen. Die Forderung „ßos von England" . spricht das Wirtschaftsblatt „Börsen" deutlich aus; es schreibt: „Freilich besteht ja noch die Möglichkeit, durch Umstellung der Wirtschaft auf veränderte Produktionsmethoden neue Märkte zu finden. Wie die Verhältnisse im Augenblick liegen, scheint dies der einzige Ausweg zu sein, einer Senkung des Lebensstandards in Dänemark zu begegnen." Für den deutschen Motorenbau ist die Abkürzung DBM., Daimler-Benz-Motoren, zu einem Begriff geworden. Ein Begriff, der gerade in der Gegenwart nicht nur zu Lande und zu Wasser, sondern auch in der Luft seine Triumphe feiert. Es ist ja nicht zuletzt der Qualität der Motoren zu verdanken, wenn in Verbindung mit der aerodynamischen Formgebung Deutschland zur Zeit die schnellsten Flugzeuge der Welt besitzt. Zahlreiche Typen der Standardflugzeuge, die gegenwärtig bei der deutschen Luftwaffe eingesetzt werden, sind mit DB- Motoren ausgerüstet und können ihre flugtechnische Ueberlegenheit auf sie zurückführen. Es muß also als Ehrenpflicht angesehen werden, des großen deutschen Pioniers der Motorenfabrik, Gottlieb D a i m l e r, zu gedenken, der neben Dr. Carl Benz als der Schöpfer der Grundlagen der modernen Motorisierung in der ganzen Welt bezeichnet wird. Beim heutigen Stand der Motortechnik will es kaum glflubhaft erscheinen, daß die Entwicklungsgeschichte des Verbrennungsmotors erst in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann und daß erst 40 Jahre verflossen sind, seit Gottlieb Daimler nach einem arbeitsreichen Leben von uns schied. Seine Erfindung des leichten, nicht mehr ortsge- bunbenen Schnelläufermotors war keineswegs eine „Zufallsentdeckung". Sie bildete vielmehr das praktische Endergebnis einer mühevollen und planmäßigen Forschungsarbeit. Gottlieb Daimler trug den Gedanken an die Schaffung dieses neuartigen Motors fast sein halbes Leben mit sich herum. Wenn wir heute rückschauend das Leben blefes Erfinders betrachten, dann wird uns offenbar, daß Gottlieb Daimler nicht nur — neben Carl Benz — der „Erfinder des Automobils" gewesen ist, sondern ein wirklicher Kämpfer und Revolutionär der Technik. Berlin, 6. März. (DNB.) Die deutsche Informationsstelle teilt mit: Das polnische Emigrant e n f o m i t e e, das sich in einer westfran- zösischen Kleinstadt als „polnische Regierung" ausgibt, versucht, das Interesse seiner Alliierten dadurch wachzuhalten, daß Polen angeblich em Vorkämpfer für Freiheit und Demokra ° t i e gewesen sei, der von den übrigen demokratischen Staaten nun in der Stunde seiner Not nicht im Stich gelassen werden dürfe. Enthüllte bas unmenschliche Verhalten der polnischen Herrenschicht gegenüber der deutschen Minderheit schon die ganze Grausamkeit dieses Volkes, so kommt ine wahre Natur Polens auch in erschreckender Weise in der Behandlung der nichtdeutschen Minderheit e n , die in entlegeneren Teilen Polens weitab von der größeren Weltöffentlichkeit wohnten, zum Ausdruck. Die in das neu geschaffene Polen eingeschlosse- nen Millionen von Ukrainern find niemals gefragt worden, ob sie denn diesem polnischen Staatsverband angehören wollten. Im Gegenteil, sie haben sich mit aller Energie dagegen verwahrt, unter das seit Jahrhunderten verhaßte und Mrad- Blatt schreibt: „Es ist eine verhängnisvolle Neigung amtlicher englischer Kreise, so zu tun, als ob die englischen Schiffahrtsverluste durch Minen, U-Boote und Flugzeuge gar nicht so besonders hoch seien. Die Lage ist im Gegenteil weit ernster als man 3 u gibt Besonders bedenklich ist es, wenn man ständig irreführende Statistiken veröffentlicht, in denen man die Schiffsverluste mit der angeblichen Gesamttonnage vergleicht, die zu Beginn des Krieges im Besitz Englands gewesen ist. In dieser Gesamttonnage befinden sich nämlich auch alle diejenigen Schiffe, die für den Frachtverkehr überhaupt nicht in Frage kommen. Eine solche Methode ist völlig abwegig und erzeugt nur ein falsches Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung." — Mit einem Wort: das führende englische Schifs- fahrtsblatt gibt offen zu, daß alle Behauptungen Churchills krasse Lügen sind und alle Veröffent- lichungen der Admiralität gefälscht. Tagesordnung. . Diese grauenhaften Zustände haben die offiziellen Stellen der Westmächte, die für die Überlassung des unglücklichen Volkes an die polnischen Barbaren verantwortlich waren, zu keinem Eingreifen veranlaßt. Nur einige Oppositionsblätter hatten den Mut, die Dinge beim wahren Namen zu nennen. So schreibt der „Manchester Guardian" am 14. Oktober 1930: „Noch niemals hat die Welt etwas Schlimmeres gesehen als die Schreckensherrschaft, die die Polen zur Zeit in der Ukraine üben. Die Ukraine itz «in d-r eigenen Mitbürger, so braucht uns das eigentlich nickt noch ausdrücklich erklärt zu werden: wir haben diese utopisch-englischen Praktiken in den Jahren 1914 bis 1918 erlebt und erleben sie heute wieder. Wir wissen: die Utopie ist Wirklichkeit geworden. Kämen diese humanen Grundsätze von einem beliebigen Schreiberling, könnte man über sie hinweggehen. Aber sie stammen von einem englischen Politiker, der später Lordkanzler werden sollte, und sie sind offenbar als sehr ernst gemeinte und wohl erwogenen Ratschläge für die Politik Heinrichs VIII. gedacht. Wenn More damals durch sein Buch Ruhm und Ansehen gewann, so doch nur darum, weil man seine Beschreibung der Insel Utopia eben nur als „Utopie" nahm, die sich nicht verwirklichen lasse. Heute aber, da diese gemeine Methode Wahrheit geworden ist, da England sich auf dem Fundament von Hinterlist und Verräterei ein Weltreich aufgebaut hat, sehen wir in der utopischen Außenpolitik einen ersten Ausdruck des englischen Systems, das sich über vier Jahrhunderte gleich geblieben ist: feige, selbstsüchtig, brutal. Schwedens Stufenprogramm Stockholm, 6. März. (Europapreß.) Von der schwedischen Regierung ist dem Reichstag das Bauprogramm der schwedischen Flotte unterbreitet worden. Der Bau von zwei Panzerschiffen mit einer Bauzeit von zwei Jahren soll aufgeschoben werden zugunsten kleinerer Einheiten für die Küstenverteidigung, die mit Rücksicht aus die politische Lage in Nordeuropa dringend benötigt werden. Neben den bereits begonnenen Bauten von vier Zerstörern und einer Anzahl U-Booten sollen weitere U-Boote gebaut werden. An Stelle eines U-Boot-Mutterschiffs, dessen Dau zu lange Zeit erfordern würde, wird der Umbau eines Handelsschiffes vorgeschlagen. Schließlich bedarf die Marine einer Anzahl schwerer Tor- pedoboote. Britische Hanbelsmethoden in Südamerika. Mailand, 6. März. (Europapreß.) „Sera" meldet, die amerikanischen Finanzkreise seien v e r - stimmt, daß die Engländer den Handel mit Südamerika durch Bezahlung mit eingefrorenen Guthaben vermehren. So habe Großbritannien in Chile für 800 000Pfund Sterling Wolle und in Brasilien für eine Million Pfiind Gefrierfleisch gekauft und mit einge- frorenensGuthaben bezahlt. Frankreich wende das gleiche System für Käufe in Südamerika an und in den USA. befürchte man, daß die dort gekaufte Wolle zu Schleuderpreisen auf die amerikanischen Märkte geworfen werde. Verschärfter Druck auf die Neutralen. Rotterdam, 7. Marz. (Europapreß.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" befürchtet eine Verschärfung der britischen Blockade durch eine stärkere Beschränkung der Einfuhr der Neutralen. Im Gegensatz zum Weltkrieg schienen die West- mächte diesmal zu versuchen, die wichtigsten Lieferanten der an Deutschland grenzenden neutralen Länder dazu zu bewegen, ihre Ausfuhr „freiwillig" einzuschränken. Man scheine da- •bei nicht allein die amerikanischen Lieferungen an Europa, sondern auch die an Rußland im Auge zu haben. — Ob diese Bemühungen Erfolg haben würden, sei zu bezweifeln. Fest stehe bereits, daß der Druck der Westmächte auf die Neutralen sich noch weiter von den Normen des Völkerrechts entferne. Englischer Unterstand ausgehoben. B e r l i n, 6. März. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ostwärts der Mosel hob ein Stoßtrupp einen von den Engländern besetzten Unterstand unter starken Verlusten für den Gegner aus und nahm 16 Mann der Besatzung gefangen. Sonst keine besonderen Ereignisse. . * ......(PK.) Dor fast genau einem halben Jahr erklärten uns die Engländer den Krieg. Die deutschen Soldaten, die weit vor den Bunkern des Westwalles teilweise auf französischem Boden täglich Wacht halten, brannten darauf, in Kampfführung mit den Tommys zu kommen. Bei ihren unzähligen Spähtrupp- und Erkundungsvorstößen hielten sie vergeblich Ausschau, denn nirgends ließen sich die englischen Soldaten in der vordersten Linie blicken. Dies war bisher ausschließlich ihren französischen Waffenbrüdern und ihren fremdrassigen Trabanten, den Marokkanern, Senegalnegern und anderen Kolonialtruppen vorbehalten. Plötzlich tauchten dann vor einigen Wochen auch Engländer an der Front auf, der erste, der damals gefangen wurde, ein Offizier, starb zwei Tage später an seiner schweren Verwundung. Am Dienstag nun sind weitere Engländer gefangen genommen worden, gleich 16 Mann auf einen Schlag! Im Oktober schon wurden sie nach Frankreich verschifft. Sie hielten sich seitdem weit hinter der Front bzw. im Landesinnern auf, erst vor zwei Tagen wurden sie zum ersten Male eingesetzt. 48 Stunden später waren sie in deutscher Gefangenschaft! In einem kühnen Unternehmen brachen unsere Männer in die feindliche Stellung ein und überrumpelten die Tommys. Es war frühmorgens. Die Engländer lagen in tiefem Schlaf in ihren mit Sandsäcken ausgebauten Unterständen. Da prasselten auch schon deutsche Granaten auf ihren Unterstand. In Sekundenschnelle stürmten unsere Männer vor, sprangen in die feindliche Stellung, nachdem die Pioniere im Handumdrehen noch das letzte Drahthindernis beseitigt hatten. In einer kreisförmig angelegten, mit mehreren Eingängen versehenen Verschanzung hatte sich der Feind verborgen. Es entwickelte sich ein heftiger Feuerkampf. Schon flogen die ersten deutschen Handgranaten hinüber. Verwundete Engländer schrien auf. Ein Engländer streckte zögernd die linke Hand, in der er ein entfaltetes weißes Taschentuch hielt, aus dem Unterstand heraus. Aber das ist eine heimtückische Finte! Er hielt in der Rechten die Pistole und knallte weiter auf die vorstürmenden Deutschen. Diese antworteten mit Pistolen, Maschinenpistolen und Handgranaten. Jetzt kommen die Engländer unaufgefordert einzeln heraus, zwei werfen zögernd noch Eierhandgranaten, die anderen aber legen sich platt auf den Boden, der Reihe nach ausgerichtet. Erst nach mehrmaligem Auffordern stehen sie aus und hatten die Hände hoch. Schnell faßten unsere Männer zu und brachten die Gefangenen im Laufschritt zurück hinter die deutsche Linie. Flankierendes Feuer der feindlichen Maschinengewehre und feindliche Artillerie vermochten den gesicherten Rückzug nicht zu vereiteln. Die gefangenen Engländer gehörten dem „Duke of Cornvall’s light Infantery Regiment“ an. Dr. Ludwig Zahn. Beurlaubung werktätiger Frauen während des Fronturlaubs j der Ehemänner. Der Reichsarbeitsminister hat es für eine Ehrenpflicht der Betriedsführer erklärt, dem Wunsche roerftätiger Frauen auf Beurlaubung während des nach längerer Abwesenheit erfolgten Fronturlaubs des Ehemanns weitgehend entgegenzukommen. Dabei wird bei Bestehen eines Urlaubsanspruches der Ehefrau bezahlter Urlaub zu gewähren fein. Auch bann im beiderseitigen Einvernehmen bezahlter Urlaub unter Anrechnung auf einen erst später fällig werdenden Urlaubsanspruch bewilligt werden. In sonstigen Fällen ist die Ehefrau wenigstens von der Arbeit fteizustellen. Ihr bleibt es dann überlassen, wegen des Lohnausfalles eine vorübergehende Erhöhung der Familienunterstützung zu beantragen. Die Ehefrau ist verpflichtet, rechtzeitig beim Betriebssichrer die Beurlaubung bzw. Freistellung von der Arbeit zu beantragen. Bleibt eine Frau ohne Genehmigung des Betriebsführers dem Betrieb fern, so setzt sie sich den Folgen einer Vertragsverletzung aus. Es ist ferner Pflicht der Frau, dem Betriebsführer gegenüber glaubhaft darzutun, für welche Zeit der Ehemann beurlaubt ist durch Vorlage des Urlaubscheines. Pferdekarte für jeden pferdeverkanf Der Reichsbauernführer hat den Umsatz von Arbeitspferden in die Marktordnung einbezogen. Die Anordnung sieht vor: Höchstpreise für Arbeitspferde, eine Pferdekarte für jeden Pferdeverkauf und eine Dringlichkeitsbescheinigung zum Ankauf eines Pferdes. Die Festsetzung der Höchstpreise erfolgt durch Schätzer der Landesbauernschaft. Es sind Richtlinien über die Festsetzung von Preisen für Arbeitspferde erlassen. Damit ist die Preisbildung reichs- einheittich geordnet und jeder Preissteigerung Einhalt geboten. Kleine politische Nachrichten. Der britische Tankdampfer „San Florentina" (12 841 BRT.) wurde aus einem G e- leitzug heraus torpediert. Das Schiff soll in 808-Rufen die Torpedierung mitgeteilt haben. Generalfeldmarschall Göring empfing den jugoslawischen Handelsminister Andres und den schwedischen Forscher S o*e n H e d i n. In Vertretung des erkrankten Reichswirtschafts- ministers und Reichsbankpräsidenten Funk empfing Staatssekretär Dr. L a n d f r i e d den auf Einladung des Reichswirtschaftsminister in Berlin weilenden jugoslawischen Handelsminister A n - dres. Die Aussprache ergab befriedigende lieber« einftimmung in der Beurteilung aller schwebenden Fragen. * Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hält sich wiederum bei den Westwallarbettern auf. Mit den zuständigen Abschnittskommandeuren der Wehrmacht hat er in den Gauen Saarpfalz und Koblenz-Trier die vorderste Linie besucht und dabei Gelegenheit genommen, mit zahlreichen Arbeitern und Soldaten persönlich zu sprechen. Ueberall ist sein Erscheinen freudig begrüßt worden. * Der Reichskommissar für die Preisbildung hat die Verordnungen über ine Preisbildung im Warenverkehr mit der Ostmark und dem Reichsgau Sudetenland aufgehoben. In Zukunft dürfen bei Lieferungen aus der Ostmark und dem Sudetengau in das Altreichgebiet ebenfalls nur die Preise berechnet werden, die bei Lieferungen innerhalb der eingegliederten Gebiete zulässig sind. Beim Weiterverkauf im Altreich dürfen höchstens die Preise gefordert werden, die nach den im alten Reichsgebiet geltenden Preisvorschriften zulässig sind. In Italien ist die Pslichtimpfuno gegen Diphterie bei den Schulkindern in allen Lehranstalten behördlich angeordnet worden. Ans aller Wett. holländisches U-Boot gesunken. Das holländische U-Boot „0 11" wurde im Hafen von Nieuwediep von einem Schleppdampfer gerammt. Es sank innerhalb zweier Minuten. Zehn Mitglieder der Besatzung, die sich an Deck befanden, konnten sich sofort retten. Von den übrigen 19 Mann konnten 17 aus dem unter Wasser ge- Gesunde, blendend weiße Zähne durch sfarkwirk- $ome Zahnpflege mit die große Tube die kleine Tube 25pf Gesunde Zähne öffneten Kommandoturm geborgen werden. Das Schicksal von zwei Mann ist noch ungewiß. Die „O 11" gehörte zu den ältesten U-Booten der holländischen Marine. Das Boot hatte eine Wasserverdrängung von 477 bzw. 645 Tonnen. Er war mit einem 8,8-cm-Geschütz und fünf Torpedorohren bewaffnet. Christian Heinrich kleukens 60 Jahre alt. Der Leiter der Mainzer Presse (Gutenberg-Presse), Professor Christian Heinrich Kleukens, feiert am 7. März seinen 60. Geburtstag. Im Jahre 1927 war der gebürtige Bremer an die Mainzer Kunst- und Gewerbeschule berufen und gründete mit dem damaligen Leiter die „Mainzer Presse", deren typographisch hervorragenden Druckwerke Weltruf erlangt haben. Auf der Weltausstellung 1936 in Paris erhielt Professor Kleukens als einziger die Goldene Medaille für Typographie. Vorher wirkte Professor Kleukens an der Ernst-Lud- wig-Presse in Darmstadt. Don den vielen Werken, die in der Mainzer Presse entstanden, erwähnen wir nur die große Welt-Goethe-Ausgabe. Kleukens hat sich auch als Lehrer, Schöpfer neuer Schriften und Schriftsteller einen Namen gemacht. Alikrokopie — Erfindung eines Mainzers. Ein Mainzer, Dr. Josef Goebel, fand, daß es mit Hilfe der Photographie möglich würde, Bilder und Schriften unabhängig von Maschinen und Auf- lageziffem zu vervielfältigen. Er konstruierte ein Aufnahmegerät, mit dem in 15 Minuten 100 Seiten eines Buches von normalem Format festgehalten werden können. Die Aufnahmen erfolgen reihenweise auf einem Planfilm 9:12, für die Verkleinerung wurde 1:20 beftimmt. Mehr als 100 Buch- selten können auf einem Filmblatt in der Größe von 9 :12 wieder gegeben werden. Ein befonberes Tifchlefegerät ermöglicht es, Druckseiten, Notenblätter, Handschriften, Bilder form- und farbgetreu wiederzugeben. Wertvolle Originale werden damit jedermann zugänglich. Die Mikrokopie will das Buch nicht verdrängen, sondern die Büchereien durch das getreue Abbill) unerreichbaren kostbaren Schrifttums ergänzen. (BolöcneWoltcOticrREnotL Roman von fiorflBitnM 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Der Doktor löste den Bohrer aus dem Handstück und legte ihn in das Reinigungsbad. Sein Profil spannte sich für einen Augenblick in den Fensterrahmen. Alles war kräftig an ihm: das blonde Haar fiel dicht in den Scheitel und trotzte am Wirbel Kamm und Bürste. Stirn und Kinn schienen ein Erbteil bäuerlicher Vorfahren zu sein. Die Nase wuchs stark und knockig zwischen den hellen Brauen heraus und verlief später, dank dem allzu tüchtig geführten Faustschlag eines Schulkameraden, in einem lustigen Knick nach links, der seinem Gesicht einen kühnen und fast etwas leichffinnigen Ausdruck verlieh. Diese gebrochene Nase war ein heimlicher Kummer des Doktors. Er hatte viel an ihr herumge- bastell uni> geradegeknetet, ohne ein Ergebnis zu erzielen, und lebte jetzt in der stillen Hoffnung, daß das Pech sich die Nase noch einmal zu brechen, möglicherweise sein Glück werden könne. Er schrieb dieser Nase nämlich seine Mißerfolge bei Frauen zu. Tatsächlich hatte er für einen Mann von achtundzwanzig Jahren erstaunlich wenig sogenannte Erlebnisse hinter sich. Und merkwürdigerweise lag das wirklich an der Nase, wenn auch anders gelagert, als er meinte. Denn jedesmal, wenn er sich einer Frau zu nähern wünschte, in Stunden, in denen Budenangst und Einsamkeit ihn wie Gespenster überfielen, schreckte ihn der Gedanke zurück, der — roh, aber wortgetreu ausgedrückt — etwa lautet: Um Gottes willen, das kannst du doch nicht, mit dieser Nase —! Der Doktor rührte auf einem Porzellanplättchen über der blauen Flamme eines kleinen Spiritus« lämpchens mit einer winzigen Spachtel die Füllungsmasse für die erste Einlage. Seine Patienttn lag regungslos mit empor gezogener Oberlippe in den harten grünen Polstern und schaute ihm aus den Augenwinkeln stumm zu. „Ist es sehr anstrengend?" fragte er, ohne aufzublicken. Sie schüttelte verneinend den Kopf, wollte etwas sagen und besann sich noch rechtzeitig, daß er ihr das Sprechen verbalen hatte. „Wir sind sofort fertig", tröstete er, „und dann hat die Quälerei für heute ein Ende. Die Schmerzen werden im Verlauf der nächsten halben Stunde nachlassen. Für alle Fälle gebe ich Ihnen, damit Sie heut gut schlafen können, ein paar Tabletten mit." Sie lächelte dankbar, aber der Doktor war mit seinem Gipsanrühren zu sehr beschäftigt, um es zu bemerken. „llebrigens glaube ich, daß wir den Zahn gut durchbringen werden. Die Entfernung des Nervs in den Schneidezähnen ist immer eine heikle Sache. Der Zahn verfärbt sich mit der Zeit; man kann ihn bleichen, natürlich, aber er bleibt ein geschminkter Leichnam ..." Er stieß die Lust durch die Nase. „Mit den Dergleichen ist das immer so eine Sache!" fügte er etwas düster hinzu. Seine Patientin hatte die Augen geschlossen. Auf dem schmalen, geraden Rücken ihrer Nase hatten sich kleine blanke Schweißperlen gebildet, und ihre Wangenmuskeln zitterten. „Wacker durchgehalten!" sagte der Doktor anerkennend und verschloß die Einlage mit der rasch erhärtenden weißen Füllmasse. „Und dann sind wir also für heute--" --„fertig!" wollte er sagen. Aber das Wort blieb ungesprochen. Die Arme feiner Patienttn sanken von den Lehnen herab; ihre rechte Hand streifte sein Knie. Der Mund blieb in beharrlicher .Tapferkeit' gehorsam geöffnet, aber die Lippen waren weiß geworden, und aus den Wangen war der letzte Blutstropfen gewichen. Ohnmächtig ... Die Spachtel flirrte mit der Porzellanpalette in irgendeine Ecke des so peinlich ordentlichen Jn- strumentenschranks zusammen. Der Doktor riß gleichzeitig das Wasserglas und eine Serviette an sich und lief zum Waschbecken, drehte den Hahn auf, befeuchtete das Tuch und ließ das Glas vollaufen. Umschläge über die Stirn und die Schläfen ... Großer Gott, was sind das für Geschichten? Einem Mann macht man, wenn so was einem Mann überhaupt zustößt, den Kragen und die oberen Westenknöpfe auf — aber das waren in diesem Fall unnütze Weisheiten. Vielleicht konnte man den Stuhl ein wenig bequemer stellen, die Rückenlehne weiter herablassen, ja ... Der Doktor hob vorsichtig den Kopf seiner Patientin und bettete ihn in seiner flachen Hand. Mit der Rechten erneuerte er die Umschläge, und er ging dabei mit d-er Feuchtigkeit nicht gerade sparsam um: Seiner Patientin flössen kleine Bäche in den Halsausschnitt des Kleides hinein. Aber diese Verschwendungssucht schien von Erfolg gekrönt zu sein. Der Atem setzte kräftiger ein, das Blut strömte zu den Wangen zurück, und während der Doktor nach dem Wasserglas griff, schlug Renate Naumann die Lider auf. Ihr Blick begegnete voll den Augen des Doktors. Sie sah ihn eine Weile lang fast aufmerksam an, als müsse sie sich erinnern, wer er sei; und der Doktor nickte ein freundliches und erlöstes jawohl!" „Verzeihen Sie!" bat sie mit schmerzlich verzogenem Munde kaum hörbar. ,Hch mache Ihnen sehr viel Mühe ..." Der Doktor hob zart ihren Kopf; seine Fingerspitzen waren unter ihren Nackenlocken verschwunden. „Trinken Sie — es wird Ihnen gut tun! sagte er und setzte das Glas an ihre Lippen. Und während sie in kleinen Schlucken trank und sich belebte, bettete er ihren Hals sanft in das Polster und löste feine Hand aus ihrem Haar. „$abe ich Sie überanstrengt?" fragte er in einem Tonfall, in dem sich Selbstvorwürfe verbargen. Sie schüttelte rasch und fast heftig den Kopf: „Nein, nein, wirklich nicht! Sie haben wunderbar schnell und schmerzlos gearbeitet! Ich habe den Bohrer kaum gespürt ..." Der Doktor kniff ein Auge zu und legte den Kopf etwas schief über die Schulter; es sah aus, als wolle er ,Na, na' sagen. „Wahrhaftig: Kaum gespürt! Mein Versagen hing nicht damit zusammen. Es ist mir schon in den letzten Monaten ein paarmal widerfahren — daheim bei der Arbeit und einmal sogar in der Straßenbahn. Es war mir schrecklich unangenehm ..." Der Doktor sah ihr prüfend ins Gesicht. „Gestatten Sie mal!" sagte er im Ordinattonston und zog ihr mit dem Zeigefinger rasch das untere Lid des linken Auges herab. „So viel verstehe ich schließlich auch als Zahnklempner ..." fügte er hinzu. „Rauchen Sie stark?" „Ueberhaupt nicht." „Hm ...", machte er; es kam wie ein Warnsignal heraus. Er sah dabei ziemlich ernst aus. ,Hch — lebe wohl ein wenig — unregelmäßig —", gestand sie stockend. ,Kaffee, Würfelsuppen und am Sonntag als Festbraten Büchsenwürstchen, wie?" „So ungefähr ..." Der Doktor schob das Kinn vor und schwieg. „Aber das ist ja alles nicht so wichtig!" Sie versuchte, sich aufzurichten. Es mißlang ihr, weil die Rückenlehne des Operattonsstuhls in einem Winkel von fast hundertachtzig Grad zur Sitzfläche zurück- gestellt war. Der Doktor reichte ihr die Hand. Sie nahm sie, aber mehr aus Höflichkeit als aus Unterstützungsbedürftigkeit. „Natürlich nicht!" sagte er. „Solange man es eben aushält, geht es ja." Seine Miene war so düster, als prophezeie er Krücken und RollftuhL Renate Naumann erhob sich. Der Doktor stand in einer Art von Hilfsstellung dabei. „Geht es?" fragte er besorgt. „Danke — gewiß!" antwortete sie. Eine tiefere Röte zog rasch über ihre Stirn, die dunkle Welle einer flüchtigen Verlegenheit. „Ich bin mit so viel Güte und Freundlichkeit seit langer Zeit nicht mehr verwöhnt worden", setzte sie nach einer kleinen Weile fast tonlos hinzu. „Ich danke Ihnen, Herr Doktor!" Er drehte sich rasch um und ging zu seiner Kartothek. „Es ist nicht einmal nur Pflicht, es ist einfach eine Selbstverständlichkeit, zu helfen!" knurrte er in einem Ton wie: Reden Sie keinen Unsinn, Frollein! Er setzte einen Vermerk auf ihre Karte und schob das Blatt in das Fach N., es war übrigens das erste ausgefüllte in dieser Sparte des alphabetischen Registers ... „Und dann kommen Sie übermorgen um die gleiche Zeit wieder!" Er überlegte eine Sekunde lang. In das leere Sprechzimmer? dachte er. In das ewig leere Sprech- zimmer? Daß sie womöglich das Spiel durchschaute und ihn für einen hoffnungslosen Anfänger hielt? „Oder halt, nein, kommen Sie lieber um zwei Uhr, vor Beginn meiner Sprechstunden! Sie brauchen bann nicht lange zu warten ... Das heißt natürlich: Wenn Sie um diese Zeit kommen fön- nen —?"(Fortsetzung folgt.) Was können urir backenmit 50 g Jett und einem Sc ? Backpulver Dr Oetker „Batkin" etwa 1/8 l entrahmte 250 g IDeijenmehL 9 g (3 geftr. Teet) Daß dec leig schwer (reißend) oom Löffel fällt Et wird in eine gefettete Springform (Durchmesser etwa 26 cm) gefüllt und mit einem Eßlöffel Öen man häufig in Masset taucht glattgeßrichen. OanilLe -Gefthma*. frifchmilch, Belag: 500 -750 g tipfel jum Bestreuen Pttnni OuftorjiirfcfA für Öen Belag fchält man öie tipfel fchneiöet fie in Diertel ritzt sie mehrmals dec Länge FF nach ein und legt fie auf den Teig. Badgcit: ktwa 45 Minuten bei guter Mittelhitze ** Dadi öcid ßruhßfl äoao null) öeo fiiubjy mit Puöenudiec bestäuben. 1 £ L* • dpfelkiuchen in einer Springform: QojJkof Tug: 50 g Margarine ober Sthmeine- Man rührt die Margarine (Schmalz) schaumig und gibt nach und nach Zucker E 9 schmal; ober 3 Eßt Öl. (öl sofort mit dem Zucker oerrührenI), EL Sewürze sowie das mit etwas Milch g 3u*er. 1 ki. etwas Sol;, ungerührte Soßenpuloer hinzu. Das mit „Backin“ gemischte und gesiebte Mehl wird /2 släsckmen Dr. Oetker Back-»roma Zürvne. abwechselnd mit der übrigen Milch untergerührt Man oerwendet nur so oiel Milch, 1 Päckchen Dr. Oetker Soßenpuloer. - - - - - -..... - - - - - - - Rli: Michael Heidmann RM. 8.50 20 von seinem qualvollen Leiden erlöst. Für die trauernden Hinterbliebenem Karl Heidmann und Familie. Gießen, Straßburg, 6. März 1940. RM. 8.50 20 20 Doppelstunden RM. 10.50 8.50 20 18.50 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung fand auf Wunsch der Verstorbenen in aller Stille statt Ihre Vermählung geben bekannt NEUHEITEN» Karl Volk Gießen'Wieseck, März 1940 0819 im fast vollendeten 27. Lebensjahre. Allendorf/Lahn, den 6. März 1940. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 8. März, nachm. 3 Uhr statt. | Vermietungen] | Mietgesuche] 20 20 RM. 8.50 RM. 10.50 RM. 10.50 20 20 20 RM. 8.50 RM. 10.50 Otto Korbes/ z.Z. Luftwaffe Paula Körber/ geb. Bellos für den Besuch einer Maschinenbau- und Baugewerbeschule .. 30 5. Fachzeichnen, Fachrechnen für Metallarbeiter... ... 6.Elementare Mathematik . 7.Vorbereitungslehrgang Heute morgen 3% Uhr wurde mein lieber unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, unser guter Großvater und Onkel Unter fachlicher Beratung werden bereits abgelegte Kleidungsstücke wieder wie neu, modern, preiswert und gutl Garnituren / Kragen Jabots / Westen Gürtel / Knöpfe Schließen Am 4. März entschlief nach kurzer Krankheit im 74. Lebensjahr unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante, unsere unvergeßliche treue Freundin Die Beerdigung findet Freitag, den 8. März, nachmittags 2y2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. he Sie die kostbaren Punkte Ihrer Kleiderkarte abschneiden lassen, besichtigen Sie doch zuerst meine große Auswahl in täglich eingehenden IVerkäufe Neuer elej Smoking mittlere Grütze, 1 Paar Fraueoelielel Grütze 39, 1 Paar Rollschuhe 1 Frauenmantel Grütze 44, zu verkaufen. Wiefenftr. 1, 1 Treppe. Gießen (Dammstr. 45), Straßburg i. Els., Grafenstaden, Frankfurt/M. den 7. März 1940. Blumen / Besätze usw. Tüchtiges und durchaus zuverlässiges, besseres Mäddien oder Frau wtrd z. Führung des gut bürgerlichen Haushalts ein. alleinstehenden älterenHerrn in ein. Land ort (Bahnstation» z 1. Avril gesucht. Schr. Ang. mit. 1115V g.d.G.A. Heute morgen um 6 Uhr entschlief sanft nach fast 3%jähngem schweren, mit großer Geduld und bewundernswerter Tapferkeit ertragenem Leiden unser lieber Sohn, Bruder und Schwager Keine Ursprungszeugnisse, Edern nur Zeugnisabschriften dem 23e- werbungsjchretben beilegen! — Lichtbilder undBewerbungsunter lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen l Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinan- zeig'tzn in die Heimatzeitung, den Bießener Anzeiger ZumAnstragen von.Zeitschriften für Donnerstag, Freitag u.Sams- tag i Nebenbeschäftigung Ins«» Frau oder Mäddien mögt, mit Fahrrad, gesucht. Walltorftr. 21. Steinway Salon-Konzertflügel 227 cm lang von hervorragender Tonschönheit fabrikneu [h63D sofort lieferbar Pianohaus Schönau Bahnhofstr. 76 Hochparterre Kein Schaufenster! garr'en frißt, an den Brotkäfer, an den Kräuterdied oder den Teppichkäfer, der zum größten Kummer aller Hausfrauen die Teppiche anknabbert. Dann nicht zu vergessen der Kornkäfer, ferner die Schädlinge des Gartens, der Apfelblütenstecher, der Erdbeerkäfer, Erdflöhe, Kohlweißlinge, die Stachelbeerblattwespe und die Bockkäfer, die ganze Hausbalken fressen und zersägen. Neben den Schädlingen gibt es aber auch nützliche Insekten, die Honigbiene, den Maulbeerspinner, die Cochmillelaus, die uns die Scharlachfarbe liefert, die Schellacklaus, die uns den Schellack gibt und viele andere. Wir wollen es nicht wünschen, daß sie unseren Kopf umschwirren, diese mehr oder weniger lästigen Fliegen. 60 000 davon zählt die Sammlung der Jnsektenabteilung des Senckenberg. Em anderer Raum ist ganz gefüllt mit der berühmten Sammlung Schwarzer- Aschaffenburg, die nun auch dem Senckenberg gehört. Es sind 60000 Bockkäfer, vom größten bis zum kleinsten. In Deutschland gibt es etwa 7000 verschiedene Käferarten, die natürlich alle in der Sammlung enthalten sind. Diese riesenhafte Sammlung muß nicht nur dauernd überwacht werden, sie wird auch ständig ergänzt durch private Stiftungen, durch Kauf und Tausch. So ist vor noch nicht allzu langer. Zeit eine sehr schöne Sammlung hinzugekommen, die 200000 europäische Wanzen umfaßt und 1. Kurzschrift a) für Anfänger.......... b) für Fortgeschrittene (60-100 Silben)....... 2. Maschineschreiben a) für Anfänger..... b) f. Fortgeschrittene 3.Buchführung (Doppelte) a) für Anfänger.......... b) für Fortgeschrittene..... 4. Gutes Deutsch (Orthographie, Satzzeichen, Stilkunde).. In tiefer Trauer« Ludwig Volk VI. und Frau Marie geb. Hildebrand Ernst Volk, z.Z. im Felde Albert Volk und Frau. Aüngeve^vaft für Schreibmaschine u. leichte Büroarbeiten von hies. Fabrik für spätestens 1. April gesucht. Schriftliche Angebote unt. 0816 an den Gietzener Anzeiger erb. Aeltere alleinstehende Beamtenwitwe sucht zum 1. 4. ein größeres Zimmer mit KUchenbenutzung mögl.m.Famil.- Anschl. Ang.unt 0815 a. d. G. A. Weriieb.Bclieii unter 15 Jahren für nachmittags gesucht. 0813 Vorzustellen zw.14u.15V2 Uhr Göbel, Tannenweg 1 II Eimime für sofort oder später gesucht. Verlas Roth, Marburger Stratze 20. (noaD Frau Luise Noll Wwe geb. Erb. Männliche und weibliche flilWIle für sofort gesucht. Großwäscherei „Edelweiß“. Gaststätte (Bier-, Wein-, Speise- re staur.) in BadHomburg sucht bald. Küchenmädchen Servierfräulein Büfettfräulein evtl.Anfänger., welche leichte Hausarbeit mit übernimmt. Schriftl. Angebote mit Verdienst- ansprüchen bei freier Verpflegung und Wohnung erbeten unter 0808 an den Gietzener Anzeiger. | KaufgesuchT"] Kinderklappstühlchen z. kaufen gesucht. Schr Ang. unt. 0811 a. d. G. A. Junges Mädchen zur Mithilfe am Büfett gesucht. Bahnholpastslälleu Gießen, uss^ Mschneider Hosenschneider lendernnds- schneider Schneiderin gesucht. ti2?D Krmttlm Blockstraße 7. Tüchtiges «All für Küche und Haus in 2-Personen - Haushalt sucht neoD Gruft Balfer Mäusburg 11. Die Anmeldungen sind sofort, spätestens bis 20. Marz 1940, in der Dienststelle der DAF., Kreiswaltung Wetterau, Abteilung für Berufserziehung u. Betriebsführung/ Gietzen, Schanze nstr. 18, Zimmer 6, abzugeben. Daselbst auch Auskunft und Beratung. Mit der Anmeldung ist die Teilnehmergebühr zu zahlen. Nach Beginn ist Anmeldung nicht mehr möglich. [1147D Modehaus Sdineberger Schulstraße 4 GIESSEN Schulstraße 4 1148 A Bei Libellen und Schmetterlingen. 6in Besuch in der Lnsektenabteilung des frankfurter Senkenberg-Museums. 4 liarageo auch emzeln, ab 1. Avril zu vermieten. U62d Frau Graf, Horst-Wessel- Wall 1. Es vergeht keine Woche, in der nicht wichtige Anfragen aus den Kreisen der Bevölkerung an die Jnsektenabteilung des Senckenberg gelangen. Da hat ein Schreiner jüngst einen Käfer gebracht, der aus einem Möbelstück ausgekrochen ist, das er vor zehn Jahren gemacht hat. Er konnte einwandfrei als ein Käfer bestimmt werden, der nur in Amerika vorkommt. Wie aber kommt der amerikanische Käfer in das Holz dieses Schreiners? Das Rätsel wurde gelöst. Vor zehn Jahren, als der Schreiner den Schrank machte, hatte er als Fullholz Bretter einer Kiste verwandt, und diese Kiste war aus Amerika gekommen. Drüben hatte ein Käfer seine Larve in das Holz gelegt. Die Larve hat die Reise nach Deutschland gemacht und kam mit des Schreines Hilfe in den Schrank. Hier hat sie sich im Verlauf von zehn Jahren durch das Holz hindurchgefreffen und ist nun als Käfer ausgekrochen. Dieses Beispiel zeigt, wie leicht Schäd- linge eingeschleppt werden können. Oft kommen Kleingärtner und bringen Schüblinge. Sie find besonders dankbar, wenn sie geeignete Mittel erfahren, mit denen sie die Schädlinge bekämpfen können, die ihnen die Ernte ihrer mühevollen Arbeit rauben wollen. Denken wir nur an den Borkenkäfer, der den Pilz der Ulmenkrankheit übertragen hat und die Ursache des Ulmensterbens ist. Denken wir an den Tabakkäfer, der unsere Zi- IMIIIt BltOftOll (Schreibmaschine Stenographie) für ganz- oder halbtägig gesucht Schriftliche Angebote mit Ge- haltsanfvrüchen unter 1157D an den Gietz. Anz. Erde" zu schassen, in dem alle großen Schmetter« linge der Erde nicht nur wissenschaftlich genau beschrieben, sondern auch farbig ab gebildet waren. 17 Bände umfaßte es, als der Tod den Gelehrten mitten aus der Arbeit riß. Aber es sind Männer an feine Stelle getreten, die das Werk nunmehr beenden werden. Der größte Schmetterling der Sammlung — es ist ein amerikanischer Eulenschmetterling — mißt 25 Zentimeter. Der kleinste hat eine Spannweite von höchstens zwei Millimeter. Zwischen diesen beiden sind alle Größen vorhanden. Das leuchtet in Farben und Mustern, wie es sich mit Worten nicht beschreiben läßt. 2500 Exemplare hat allein die Sammlung deutscher Schmetterlinge. Wenn wir im Sommer durch ein Wiesental wandern und die bläulich schimmernden Libellen in sengender Sonnenglut über das Wasser huschen sehen, denken wir gewiß nicht daran, daß es eine so unermeßlich große Anzahl verschiedener Arten von Libellen und daß es Forscher gibt, die sich ausschließlich mit diesen Tierchen beschäftigen. Einer der bedeutendsten Libellenforscher war der Schweizer Arzt R i s aus Rheinau bei Schaffhausen. Er hat die größte Sammlung an Libellen zusammengetra- aen, die je ein Mensch besaß. Als Ris starb, hat er seine ganze Sammlung dem Senckenberg-Museum vermacht, das damit wohl mit die größte Libellensammlung der Welt bekam. Sie umfaßt 30 000 Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen. von einem Frankfurter Lehrer gesammelt worden ist. Jnsektenforscher aus der ganzen Welt stehen ständig mit der Jnsektenabteilung des Senckenberg in Verbindung. Sie erhalten Auskünfte oder Leihgaben. So ist hier in aller Stille ein gewaltiges wissenschaftliches Werk aufgebaut worden, das heute bereits die Anerkennung der ganzen Welt genießt. Wenn diese drei Millionen Insekten lebend wären, würde ihre sorgsame Betreuerin. Frau Dr. Franz, innerhalb weniger Minuten nicht mehr am Leben sein. Aber keine.Sorge, sie sind alle tot, fein säuberlich aufgespießt und in Glaskasten sortiert in der riesenhaften Sammlung des Natur- museums Senckenberg in Frankfurt am Main. Was in den wenigen Glaskasten im Museum ausgestellt ist, ist nur ein verschwindend kleiner Teil der Sammlung, die zu den größten Deutschlands zählt. Zahlreiche Schränke füllen viele Zimmer und alle die großen Schränke sind mit Glaskasten gefüllt, in denen ein Insekt neben dem andern aufbewahrt ist, Drei Millionen I n - fetten umfaßt diese Sammlung: kleine und große Schmetterlinge aus allen Ländern der Welt, Käser, Heuschrecken, Wanzen, Fliegen, Libellen, Köcherfliegen, Hummeln, Läuse, Wespen, Bienen. Die Anzahl der Schmetterlinge dieser Sammlung ist kaum zu schätzen Es mögen wohl gut 500 000 sein. Selbstverständlich sind alle Schmetterlingsarten, die in Deutschland vorkommen, in mehreren Exemplaren in der Sammlung. Daneben aber finden sich viele Schmetterlinge aus allen Ländern der Welt. Professor Dr. Seitz f)at es unternommen, ein Werk ,4>ie Großschmetterlinge der 2-3 leere Zimmer abl.od.l5.April -.mieten gesucht. Zu erfragen n6iD Babnbofstr.50ll Geburt- anzeigen oei Brühl, Gießen Kinder- Laufställchenj z. kaufen gesucht. Martin, Walltorftr. 73. | Verschiedenes] Ein dunkelblauer Lederbandscbuh in d.Alten Friedhofskapelle am Sonntagnachm. abhanden gekommen. 0806 Abzugeben Bleichftr. 36 I. Es beginnen folgende Lehrgemeinschaften: Ä?Ä. w> Mädchen oder Uptidcta zu einzeln.Dame gesucht. 0809 Gnauthftr. 2 II Putyfrau gesucht, oder Mäddien für ganz. osio Antonn, Goethestr. 68 II Ordentl., zuverl. Mädchen mit Kochkenntnissen z. 1. März gesucht. usoD Frau P. Schuchard Seltersweg 44. Haos- ond Köcliönmädchen zum baldigsten Eintritt gesucht. BahnhofgaftfWtten Gießen. (ussD Saub., ehrliches !MA in angenehme Dauerstellung gesucht. iieiD Frau Mersch Alicenstratze 6. Geschäftsdrocksacheh Rechnungen Briefbiatter Briefumschläge Postkarten Gesch'ftftskarten bei Brühl, Schulstr. 7 [Stellengesuche] Suche Nebenbeschäftigung gleich welch. Art (Führerschein . Klasse 3). Schr.Angeb.unt. > 0822 and. G.A. 0820 0823 0821 Oie Wehrmacht im Dienste des Kriegs -Winterhilfswerks. Trotz der Kriegszeit setzt sich auch tn diesem Jahre die deutsche Wehrmacht für das Kriegswm- terhilfswerk ein. Es geschieht, wenn auch m rieb nerem Rahmen, so doch auch diesmal roieoer aus verschiedene Weise. Die Hauptaktion stellt die Straßensammlung dar, für die 20 oerschie- dene Fahnen und Standarten der deutschen Wehrmacht als Abzeichen ausgegeben werden. Als Sammler treten diesmal die Gefolgschaften der Wehrmachtsbetriebe und die Angestellten der Wehrmacht auf. Außerdem stellen sich die alten Soldaten im NS.-Reichskrieaerbund, wie auch im NS.- Marinebund zur Verfügung; ferner sammeln die Kameraden des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten, die Kameraden, die von der RS.- Kriegsopferversorgung betreut werden, und schließlich wird sich auch das Deutsche- Rote Kreuz in herzlicher Verbindung mit der deutschen Wehrmacht an der Sammelaktion beteiligen. Für die Organisation der Sammlung stellt sich die NS.° Volkswohlfahrt zur Verfügung. Die Wehrmacht tritt in unsere! Stadt aber auch auf andere Weise hervor Es wird auch m diesem Jahre wieder ein Ein topf essen geben und wer will, wird am Sonntag, 17 Marz, einen Schlag Erbsen mit Speck verdrücken können, ohne daß er dafür etwa eine Fleischkarte oder gar eine Nahr- mittelkarte zu erlegen braucht. Es sollen in unserer Stadt 20000 Portionen Essen verteilt werden! Ein „Schlag" kostet 50 Pfennige. Die Feldküchen werden wieder an verschiedenen Straßen und Plätzen der Stadt auffahren (die im einzelnen noch bekanntgegeben werden) und von 10 bis 12 Uhr zur Ausgabe der Portionen bereitstehen. Voraussichtlich findet auch ein Platzkonzert eines Musikkorps statt, durch das die Sammelaktion in den Straßen unterstützt werden soll. Für den Sonntagnachmittag sind Vorführungen im Hof der Ze ugh aus ka ferne vorgesehen, bei denen voraussichtlich auch die Kinder auf ihre Rechnung kommen werden. Aus der Stadt Gießen. Märzenhimmel. Im Märzen wird der Himmel anders. Schaut nur einmal zu, wenn sich im jagenden Gewölk plötzlich ein Durchblick in das Himmelsblau auftut! Es ift ein ganz anderes Blau als im Januar. Damals war es milchig oder wohl auch bleiern im Unterton. Es war kein frisches und kräftiges Blau. Außer für den, der hoch oben im Gebirge lebte. Mit der Höhe verändert sich die Farbe des Himmels, aber dieses Sonderglück eines Winteraufenthalts im Hochgebirge ift nicht jedermann beschieden. Wer im Tale oder in der Ebene lebt, sieht wohl einen klaren, aber niemals im ursprünglichen Wortsinn heiter-freundlichen Winterhimmel. .. . . An der Wende vom Februar zum Märzen ändert sich die Himmelsfarbe vollkommen und gewinnt eine Intensität, die sie auch im Hochsommer nicht wieder bat Es ist der Frühlingshimmel, der einmalig im Jahre ist. Die Lerche, die aus der braunen Ackerfurche oder aus der grünenden Saat hoch m Die Lust steigt und zugleich ihre Triller schlägt, ift ber ureigentliche „Vordergrund" dieses blauen Marzen- himmels. Mörike nimmt vom Himmelsblau die bildhaften Verse: „Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüste." Der alte Winter ist noch nicht tot. Aus den rauhen Bergen oder vom stürmischen Nordmeer sendet er noch „ohnmächtige Schauer körnigen Eises in Streifen über die grünende Flur". Im Widerspiel von Winter und Frühling wird derHimmel belebt von „eilenden Wolken, Seglern der Lüfte". Sonnenschein und Wolkentreiben wechseln im März wie im April oft genug mit wunderlicher Schnelle ab. Wer einen Spaziergang wagt und in der frischen kräftigen Frühlingsluft, in der noch eine Erinnerung an den Winter lebt, kann die rasche Folge von Sonnenschein und Wolkenschatten über die Erde gleiten sehen. Dazwischen gibt es wohl auch noch ein Schneegestöber, aber die Kraft des Winters ist gebrochen: „Die Sonne duldet kein Weißes." Tageskalender für Donnerslag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Angelika". —Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Feldzug in Polen — Oberhessischer Kunstoerein: Ausstellung im Stadttheater 17 bis 18 Uhr. Hermann Wagner vom Gauleiter in sein neues Ami eingeführt. NSG. Der Gauleiter führte am gestrigen Mittwoch auf der Dienststelle der Gauwaltung Hessen- Nassau der DAF. den neuen Leiter des Hauptarbeitsgebietes I, Hermann Wagner (Gießen), in feine Aufgaben ein. Der neue Hauptabteilungsleiter war früher als Kreisobmann der DAF. und dann als Kreisgeschäftsführer des Kreises Wetterau in der politischen Arbeit der Partei tätig. Als Leiter des Hauptarbeitsgebietes I, zu dem er im Zuge der Neuorganisation der DAF. bestellt wurde, hat er die Abteilungen: Presse, Propaganda, Werkschar und Schulung, Personalamt, Organisation, Kasse zu betreuen. üHeineiWt M kraft öduö Sreoöe Achtung! £b$.- $por f. Sportamt Wetterau. Schanzenstraße 18. Für Frauen: 995D Donnerstags, 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillerstraße. Für Wanner und Frauen: Hallensport (insbesondere Hallenspiele) fehl Mittwochs, 20 bis 21 Uhr, Goetheschule. Nicht wie bisher Donnerstags, 18 bis 19 Uhr. kinder-Gymnastikkurs ist an einem Nachmittag geplant. Anmeldungen sofort erbeten beim Sportamt. Neu! Für Frauen und Männer: Schwimmen von 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr. Beginn Freitag, den 8. März. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n, 7. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, deutsche Eier 12, Wirsing, Vi kg 14, Weißkraut 12, Rotkraut 15, gelbe Rüben 12, rote Rüben 14, Spinat 30, Unterkohlrabi 8, Zwiebeln 12, Meerretich 40 bis 60, Aepfel 15 bis 35 Rpf., Nüsse, ohne Schale 1,70 RM., Blumenkohl, das Stück 43 Rpf., Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Rpf. KdI.-Leibesübungen für jedermann. Leibesübungen sind auch im Krieg für das deutsche Volk mehr als je Lebensnotwendigkeit. Aus diesem Grunde hat das Sportamt der NS.-Ge- meinschaft „Kraft durch Freude" dafür gesorgt, daß in allen Gauen des Reiches die offenen Kurse für alle Volksgenossen weiter durchgeführt werden. Nach den ersten Kriegsmonaten kann festgestellt werden, daß abgesehen von den wenigen Gauen, die durch die Kriegsereignisse direkt berührt werden, überall im Großdeutschen Reich der Betrieb in diesen KdF.-Kursen rege weiterläuft. Hier hat jeder Volksgenosse die Möglichkeit, sich der Sportart zu widmen, die ihm besonders liegt. Aus den Berichten der Gausportwarte geht hervor, daß besonders die Kurse, in denen allgemeine Körperschule und fröhliche Spiele betrieben werden, einen sehr regen Besuch aufzuweisen haben. Auch das Schwimmen wird weitergepflegt. Oie neuen Butterpreise für den Verbraucher. Durch eine Verordnung des Reichskommissars für die Preisbildung wurden die Verbraucherhöchstpreise für Butter neu festgesetzt. Diese betragen für geformte und ungeformte inländische Butter und gleichwertige Auslandsbutter für jeweils 500 Gramm bei Markenbutter 1,80 RM., feine Molkereibutter 1,76 RM., Molkereibutter 1,72 RM., Landbutter (molkereimäßig hergeftellt) 1,64 RM. und Kochbutter (molkereimäßig hergeftellt) 1,56 RM. Gießener Ecbtachtviehmarkt. Auf dem jüngsten Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 37 bis 50,50, Bullen 43,5 bis 49,5, Färsen 36,5 bis 49,5, Kühe 17 bis 44, Kälber 23 bis 64 und Schafe 30 bis 48 Rpf. je xk Kilo Lebendgewicht. Für die Schweine wurden je Kilo Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a) (150 und mehr Kilo) 1,09; bl) (135 bis 149,5 Kilo) 1,09; b2) (120 bis 134,5 Kilo) 1,09; c) (90 bis 119,5 Kilo) 1,07; d) (80 bis 89,5 Kilo) 1,01; e—f) (60 bis 79,5 Kilo) 0,97; gl) (fette Specksauen) 1,09; i) (Altschneider) 1,09; g2) (andere Sauen) 1,01; h) (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: regelmäßig. Alles zugeteilt., Vorträge des Landes remdenverkehrs- v rbandes bei den Soldaten. In der zweiten Hälfte des Februar wurden vor der Wehrmacht eine Reihe von Dorträgen heimatlichen Charakters durch den Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main durchgeführt. Die ersten Redner waren an der Bergstraße und in Rheinhessen tätig. Eine zahlreiche Zuhörerschaft folgte mit großer Aufmerksamkeit den Ausführungen der Redner. Alle eingegangenen Berichte zeugen davon, wie dankbar die Soldaten den Vorträgen der Redner gefolgt find und wie eine freudige Zustimmung durch die Reihen ging, wenn sie im Bild eine bekannte Landschaft wiedersahen. Das Ziel des Lan- desfremdenVerkehrsverbandes Rhein-Main ist, den Soldaten zu zeigen, wie schön die Heimat ist, für die sie kämpfen. Die Vortragsreihe wird im März fortgesetzt. Insbesondere sollen die Naturschutzgebiete, Wildgehege und Naturdenkmale in schönen Aufnahmen gezeigt und darüber gesprochen werden. Heimatdichter werden durch mundartliche Darbietungen die Abende würzen. Zwei Schlußlichter an Kraftfahrzeugen und Anhängern! Trotzdem für die vorschriftsmäßige Ausrüstung der Kraftfahrzeuge mit zwei Schlußlichtern den Kraftfahrzeugbesitzern eine Frist von anderthalb Jahren zur Verfügung stand, müssen immer noch Kraftfahrzeuge und Anhänger beanstandet werden, weil sie an der Rückseite nicht mit zwei roten, gleich stark wirkenden Schlußlichtern versehen sind. Die Anbringung eines zweiten Schlußlichtes ist zudem bei der nächtlichen Verdunkelung für die Erkennbarkeit der Kraftfahrzeuge und Anhänger und für die Schätzung der Entfernung dieser Fahrzeuge von großem Vorteil. Da schon seit dem 1. Januar 1940 für alle Kraftfahrzeuge und Anhänger (auch für die vor dem 1 Oktober 1938 zugelassenen) zwei Schlußlichter vor- geschrieben sind, werden die Polizeibeamten hierauf besonders achten. Bei Zuwiderhandlung ist mit un- nachsichtlicher Bestrafung zu rechnen. Giehen-Klein-Linden. Der Geflügelzuchtverein 19 31 hielt dieser Tage in seinem Vereinslokal eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Der Vereinsführer gab einen abschließenden Bericht über die im Januar dieses Jahres in unserem Stadtteil durchgeführte allgemeine Geflügelaussstellung, aus dem zu ersehen war, daß das finanziLlle Ergebnis der Ausstellung zufriedenstellend war Es wurde in der Versammlung u. a. noch beschlossen, die zur Wehrmacht eingezogenen Vereinskameraden durch Uebersendung von Rauchmaterial zu erfreuen. Der Vereinsführer ermahnte nach, in der jetzt beginnenden Zuchtperiode nur bestes Tiermaterial zur Nachzucht zu verwenden. • * ** Von der Gießener Hochfchulge- fellfchaft. Die Gießener Hochschulgesellschaft brachte in diesen Tagen den 14. Band ihrer „Nachrichten" heraus, der wieder eine Reihe wertvoller wissenschaftlicher Arbeiten enthält. Karl Frölich berichtet über die Errichtung eines Instituts für Rechtsgeschichte an der Universität Gießen; ein Aufsatz von Wilhelm L o h r e y behandelt das Thema „Die Physik an der Universität Gießen im 17. und 18 Jahrhundert". Heber die Pflege der Wehrwissenschaft an der Universität Gießen gibt Georg Lehnert Aufschluß. Georg Buß gibt in einem Aufsatz über Martin Schäffer ein Charakterbild dieses hessischen Juristen. Von Alfred Götze erscheint die Rede zur Grimmfeier (1939) der Universität Gießen über das Thema „Märchenforschung". August Freiherr von Gall schreibt über eine mexikanische Nationalhymne und ihre Geschichte in vorganischer Zeit. Von Gustav R o l o f f erscheint ein Aufsatz unter dem Tiiel „Noch eit. Wort zur Grey- Biographie G. M. Trevelyans", von Hans Stoltenberg ein Vortrag über das Thema „Sinnenbezug"; schließlich berichten Herta Frielinghaus und Georg Lehnert über die Gießener Landsmannschaft Westfalia. — Mit Unterstützung der Gießener Hochschulgesellschaft und der Osann-Beul- witz-Stiftung ist von Karl Frölich eine reich- bebilderte Schrift erschienen, in der alte Dorfplatze und andere bäuerliche Rechtspflege behandelt werden. ** Die Volksschulen m Hessen. In dem m wenigen Wochen zu Ende gehenden Schuljahr 1939/40 bestanden in Hessen, abgesehen von den durch die Kriegsverhältnisse bedingten Aenderungen, 959 Volksschulen mit 3500 Schulklassen, 3430 Schulstellen und Lehrkräften (ohne Handarbeits- und technische Lehrerinnen) und 161 700 Schulkindern, die sich ungefähr zur Hälfte auf Knaben und Mädchen verteilen. Webwarenbezugscheine für Zlachsanbauer. NSG. Die Bauersfrauen sollten dafür sorgen, daß auf ihren Feldern Flachs gebaut wird, denn sie wissen am besten, wie schwer es heute ist, den täglichen Bedarf an Bettwäsche, Handtücher, Taschentücher usw. für den Hofbedarf zu decken, geschweige denn, daß sich im Spind ein kleiner Vorrat sammelt für das Mädel oder den Jungen oder für die Brog. WinterhoH, Kreuzplatz 9. Brog. Pierenkemper, Seltersweg 69. Brog. Bornemann, Bahnhofstraße 17. Brog. Elpes, Seltersw. 66. Brog. Seibel, Frankf. Str. 39 Flasche RM.4.* in Ihrer Drogen Magd, die treu zu ihnen hielt. Wer aber Flachs baut, erhält von diesen Sachen zusätzlich zu dem, was er auf Kleiderkarte bekommt. Für je fünf Doppelzentner Flachs gibt die Röste außer dem hohen Preis einen Webwarenbezugschein für 5 RM. Das hilft wirtschaften und sichert über das Nötigste hinaus. Landkreis Gießen. = Mainzlar, 6. März. Am Montag wurde im hiesigen Bahnhof, der von den Landwirten in Staufenberg, Saubringen und Mainzlar im Vorjahre geerntete Flachs verladen. — Die hier durchgeführte Büchersammlung für unsere Soldaten im Felde brachte einen guten Erfolg. Besondere Anerkennung verdient ein Einwohner, der allein 14 wertvolle Bücher opferte. Kreis Büdingen. LPD. Büdingen, 5. März. Nach einer Bekanntmachung des Land rate s des Kreises Büdingen hat der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — für die in der Nähe von Nidda gelegenen beiden Kreisorte Fauerbach und Schwickartshausen die Bildung einer gemeinschaftlichen Bürgermeisterei mit dem Sitz in Fauerbach angeordnet. Lpd. Lieblos, 3. März. Als der Metzger- meister Gustav Ost mit dem Herausschaffen von Dickwurz aus einer Miete beschäftigt war, brach plötzlich die E r d ü b e r d a ch u n g zusammen und begrub den 72jährigen Mann. Ehe noch Hilfe geleistet werden konnte, war bereits der Tod des Verunglückten eingetreten. Für Feldpostunterschlagung 2% Jahre Zuchthaus. LPD. Frankfurt a. M., 6. März. Das Sondergericht Frankfurt a. M. verurteilte einen 43jähri- gen Angeklagten wegen fortgesetzter teils vollendeter, teils versuchter Unterschlagung unter Ausnutzung des Kriegszustandes zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte, gegen den eine Zuchthausstrafe von vier Jahren beantragt war, hatte sich in drei Fällen strafbar gemacht. Er war bei der Feldpost tätig und öffnete unberechtigt Päckchen. In zwei Fällen blieb es bei dem Versuch, sich den Inhalt anzueignen, im dritten Fall nahm er eine Büchse Oelsardinen an sich. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) L. C. in H. Ihre Anfrage kann ohne nähere Kenntnis des Tatbestandes und ohne genaue Angaben nicht beantwortet werden. Wir möchten Ihnen empfehlen, sich von einem Anwalt beraten I zu lassen. Mit und ohne Mdstdc, Jo • wer die „Astra" raucht, kann wirklich schmutv» zelnl Man schmeckt es gor nicht, wie leicht die „Astra* ist • so voll ist ihr Aroma. Kein Wunder, daß immer mehr genießerische und überlegende Raucher zur „Astra" greifen. Do heißt es dann: Versucht - geschmeckt • und treu geblieben I Denn auch die „Astra" selbst bleibt sich in ihren Vorzügen stet» gleich. Besonderes Wissen um den Tabak und seine edelsten Provenienzen, dazu besondere Tabak- Mischkunst - beides im Hause Kyriazi schon in der dritten Generation verwurzelt - sorgen dafür Kaufen Sie noch heute eine Schachtel „Astra" und be- denlyn Sie, Eine Cigarette,die so viel verlangt wird, kommt auch stets frisch in die Hände des Rauchers. So werden olle Ihre Wünsche von der „Astra" erfuflt Rauchen Sie „Astra" — dann schmunzeln Sie auch! Franz Felix '! M H f- A Erfüllte Raucherwünsche - zufriedenes f II Es hat drei gute Gründe: • Die„Astra" ist aromatisch! • Die „Astra" ist leicht! • Die„Astra" ist frisch!