Nr. 52 Erstes Blafi Mittwoch, 7.8ebruarl94j0 190. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche UnwersttStsdruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schnlstrah« 7 Autotunnei durch den Wasserturm Europas Don hier aus können ^) unb un vuyiuuiuici in me nu M/itrien luueitveii XDUuen ' rx~,ir--£. cm r_L- m , ■ . ' r . , v r, ff verladen werden kann. Das notwendige Baumate-! >°7" ^chmen ,n B-neb flefefe.ober ftitl- • < t- cx. . .... . " . . npipnr itrtb nitrm nnninplprfri IrhP ypilpn hip ^tcht im gelegt und durch photoelektrische Zellen die Sicht im Kanal erfolgen, der zugleich als Zuluftkanal dient. « gelang Englische Kriegsziele Wiedererrichtung einer entwaffneten und kontrollierten System-Republik. i. 2. 3. gehört, daß Deut] naten nicht g e f in den letzten fünf Mo- e n hat, und man könne von der zunächst hinzufügen, daß wirklich an alles gedacht und für alles gesorgt sei, so daß an unserer absoluten Ueberlegenheit keinerlei Zweifel mehr möglich sei. So könne das deutsche Volk auch jetzt in starker Zuversicht dem Führer folgen. Rußland nie um eine Unter st ützung irgendeiner Art gegen Finnland gebeten hat, Deutschland niemals irgendeine mili« tärische Unter st ützung im russisch-finnischen Konflikt an Rußland g e l e i st e t hat, man eigentlich annehmen sollte, daß die immer lahmer werdende englische Propaganda allmählich auf originellere Schwindeleien kommen sollte. Tunnel überwacht werden. An jedem Tunnelportal sollen Tankstellen, Garagen und Reparaturwerkstätten angelegt werden. Für den ganzen Tunnel ist elektrische Beleuchtung vorgesehen, so daß mit abgeblendeten Lichtern öder ohne Licht gefahren werden kann. Die Gesamtkosten sind auf 48 Millionen Schweizer Franken veranschlagt. Von dieser Summe entfallen 5 724 000 Franken auf Ventilatoren, Maschinen, Apparate, Gebäulichkeiten, Zufahrtsrampen usw. Der eigentliche Tunnel stellt sich auf 42,2 Millionen, d. h. der Tunnel kostet je Meter 2812 Franken. Die Entwässerung des Tunnels soll durch den Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. etwa 1,7 Meter über dem des Bahntunnels projektiert, damit der gesamte Aushub an Steinen und Berlin, 6. Febr. (DRB.) Vor den Leitern der Reichspropagandaämter entwarf Reichspropagandaminister Dr. Goebbels ein Bild von der Haltung des deutschen Volkes in den Wochen des Wartens, die die Welt durchlebt. Er schilderte, wie sich überall das Gefühl durchgesetzt habe, daß die großen Entscheidungen diesmal zum Austrag kommen müßten, und wie das deutsche Volk von dieser harten Notwendigkeit tief durchdrungen sei. Deutschland habe den Willen seiner Feinde zur Kenntnis genommen, das deutsche Volk als Machtfaktor ein für allemal auszulöschen, und ruhig, sicher und mit nüchterner Entschlossenheit gehe es der Entscheidung entgegen. Das Wissen um unser absolutes Ueber gewicht über unsere Gegner auf allen Gebieten lasse über den Aus gang dieser Auseinandersetzung keinerlei Zweifel aufkommen. Im einzelnen behandelte Dr. Goebbels eine Reihe Tagesfragen, denen gegenüber er als Grundsatz aufstellte: Erstklassig ist zur Zeit nur das Problem: Wie gewinnen wir den Krieg? Darauf ist alles einzustellen, und dem ist alles andere unterzuordnen. Nichts anderes ist heute von maßgebender Bedeutung, und alles, was wir tun, alles, was wir denken, alles, was wir sagen, unternehmen und vorbereiten, hat nur dieser einen Frage ju dienen. Gewiß sei freilich, daß die Auseinandersetzung mit der westlichen Ptutokratie kein Kinderspiel sein werde. Aber das deutsche Volk habe es ja schon aus dem Munde des Führers Wirtschaftskrise Hinwegzubringen. E s dr 1Q0 33, nal für Ausmauerung usw. soll aber durch den neu- geschlagenen Stollen selbst hereingeholt werden. Querstollen werden Bahn- und Autotunnel verbin- Ein schweizerisches Verkehrsprojekt. Don unserem C.A.-Korrespondenten. reden zu wollen, müßte man in den Friedensvertrag Bestimmungen wie die folgenden aufnehmen: Verbannung aller führenden Persönlichkeiten der Naziregierung aus Deutschland; Bildung einer demokratischen Regierung aus deutschen Staatsbürgern, die vor dem Kriege eine nazifeindliche Einstellung nachweisen können. Ernennung von deutschsprechenden Engländern und Franzosen als „Berate r" in allen Provinzen für einen Zeitraum von zehn Jahren.(!) Vollständige Abrüstung, Abschaffung der Waffenfabriken, Luftwaffe, Unterseeboote, Großkampfschiffe und Stützpunkte. Wiedererrichtung der Tschecho- Slowakei, Oesterreichs und Polens. Verbot deutscher Einwanderung oder Interessenwahrnehmung in jedem dieser Länder; Rückgabe gewisser ehemals deutscher Kolonien, die aber zehn Jahre lang englisch-französischer Aufsicht unterstellt bleiben; zwangsweise Mitgliedschaft bei der Genfer Liga; zehn vom Hundert des Jahreshaushaltes für Reparationen. Das Interessante an der Zuschrift liegt in dem Vorbehalt» daß diese Art der Kriegführung aller- -n zeigte ch merk, der auch ,e gering vielfach Nations' währet besesttai ).65 (14?) 5 (145), Freiver. ' (91,50). tier Füh, 4,50) fest war der achläU -glenwrft nl. Schuh •Ri unver. wein. ÄlljO „Darf ich?, inz allm jungenW Nicht, M angewöhn! aäßig- % hin hob B den, lief1 [ und (i aus ihrer bei Wnn.M mir tief» W* Sir WF Sörcs-rtr' ” z AÜtotunnels ist I „Ohne einem unbarmherzigen gneben bas Wort 'ink Wed;, Web« 5" Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Srnndpreife für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Plahvorschrist nach vorheriger Vereinbarung 25 % mehr. nicht. Es konnte nicht gelingen, weil Südosteuropa von den Westdemokratien in Versailles nicht nur mit wirtschaftlichen, sondern auch mit politischen und nationalen Gegensätzen überlastet wurde. Wenn die vier Staaten des Balkanbundes auf ihrer Ratstagung in Belgrad eine Entschließung fassen konnten, die nicht nur bewußt an der Neutralität festhält, die weiter dem Willen AusErbärmlicher Angriff auf die deutsche Soldatenehre leichter und billiger stellen als der Gotthard-Eisenbahntunnel. Der Tunnelplan ist das Werk des in Bafel lebenden schweizerischen Architekten und Ingenieurs Paul H o s ch. So grandios sein Plan ist, so einfach ist er, die Finanzierung stellt keine unmöglichen Ansprüche. Dazu kommt, daß die Gotthard-Route der zentralste und wichtigste Alpendurchgang nicht nur für die Schweiz, sondern auch für Mittel- und Westeuropa ist. Wie das Ei des Columbus wirkt die Idee, zum Bau des Tunnels den bestehenden Bahntunnel der Schweizerischen Bundesbahnen mit heranzuziehen. Dadurch würde es möglich, den Tunnel in kaum mehr als zwei Jahren durch das Gotthard- massiv zu stoßen, und überdies würde die Hälfte der Erstellungskosten gespart werden. Durch die Einbeziehung des Bahntunnels wäre die Entlüftung des Autokanals durch die Luft des Eisenb^ihntunnels ermöglicht. Damit fiele der Bau der teuren Luftkamine, die oft eine Höhe von mehreren hundert Metern erreichen, weg An die Stelle dieser kostspieligen Kamine würden Frischluftschachte treten, welche die ftische Luft von dem Bahntunnel- doden her in den Autotunnel blasen würden. Durch den Bahntunnel würden ebenfalls viele langwierigen Geländevermessungen und Aufnahmen fort- ^allen. Auch würden sich die geologischen Unttr- uchungen erübrigen, da das zu durchfahrende Gebirge bis in alle Einzelheiten bekannt ist Es ist geplant, den Autotunnel auf die Westseite des Bahndurchstichs zu legen. Der Gotthard-Auto- 'unnel würde parellel zum bestehenden Bahntunnel geführt, und zwar in einem Achsenabstand von 25 Meter, und würde in seiner Linienfuhrung^eme Abkürzung um 1. . _ . : Straße Göschenen—Airolo von , .. Länge ergeben. Das Niveau des Autotunnels i|t Berlin, 7. Febr. (DNB.) Die Stockholmer Zeitung „Dagens Nyheter" verbreitet eine Meldung ihres Londoner Gewährsmannes, der zufolge deutsche Flugzeuge die Rettungsboote beschossen hätten, in denen sich die Besatzung des gesunkenen norwegischen Dampfers „T e m p o" in Sicherheit zu bringen suchte. Dieselbe Zeitung bringt weiter einen Aufsatz über die Seekriegführung, in dem gleiche Behauptungen verallgemeinert wiedergegeben werden. Hierzu ist eindeutig und bestimmt festzustellen, daß diese Meldung völlig frei erfunden ist und jeder Grundlage entbehrt. Deutsche Luftstreitkräfte befinden sich nur im Kampf gegen die feindliche Luftwaffe, gegen feindliche Kriegsschiffe, Vorpostenboote, Küstenbewachungsfahrzeuge sowie bewaffnete im Geleitzug fahrende Frachtschiffe, die Kriegsfahrzeugen gleichzusetzen sind, und diesen Kampf führen die deutschen Piloten entschlossen und erfolgreich. Ist aber der Feind zur Strecke gebracht, lassen sie ihm jede Hilfe zur Rettung des Lebens angedeihen, zu der sie in der Lage sind. Erinnert sei hier nur an die Vernichtung des Zur größten Sicherung gegen jedmögliche Gefahr sollen in Nischen in je hundert Meter Abstand Sandbehälter angebracht werden, Feuerlöschapparate für Brände, ferner Telefon usw. In wenigen Abständen sind Luftanalysatoren ungeordnet, die den Kohlenstoffgehalt der Tunnelluft nach dem zentralen Schalt- und Bewachungssaal melden. Bei Störungen sollen den Tunnelbenutzern Anweisungen durch Leuchtschrift gegeben werden können. An einem Tunnelportal befindet sich die zentrale Schalt- Realitäten stärker als Pfunde. In Belgrad hat die R a t s t a g u n g d e s Balkanbundes ein Ergebnis gebracht, das, in einer überlegten Entschließung formuliert, weder in Paris noch in London befriedigt hat. Das geht aus den sauer-süßen Betrachtungen hervor, mit denen die Presse der Westdemokratien das Ergebnis begleitet, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen werden muß, daß noch am 3. Februar in der „Times" versucht wurde, einen ungewöhnlich starken Druck auf die rumänische Regierung auszuüben. Südosteuropa ist ja seit dem Versailler Diktatfrieden immer der Tummelplatz politischer und diplomatischer Umtriebe der Westdemokratien gewesen, wie denn der ganze Aufbau über die Kleine Entente hinweg in der Hauptsache dazu bestimmt war, die egoistische Machtpolitik der Westdemokratien zu besorgen. Das war, solange die Benesch-Tschechei bestand, auch der Fall, obschon die Benesch-Tschechei kein Balkanstaat war. Der Balkanbund war ursprünglich dazu bestimmt, so etwas wie ein „W urmfortsatz" der Kleinen Entente zu sein, aber die tatsächlichen Mochtverhältnisse sowie die geopolitische Gegebenheit wirkten sich in einem ganz anderen Sinne aus. Solange über die Kleine Entente hinweg das westdemokratische Interesse in Südosteuropa und auf dem Balkan vorherrschend war, solange lastete gerade auf den Balkanstaaten, die heute im Balkanbund vereinigt sind, eine schwere wirtschaftliche und finanzielle Krise. Der Balkan zeigt nun einmal eine vorwiegend a g r a r w i r t s ch a s t l i ch e Struktur, so daß es darauf ankommt, für die Gesamtproduktion der Balkanstaaten Märkte zu finden, auf denen sich die Produkte nicht nur absetzen lassen, sondern sie einer Wirtschaft zugehörig sind, die imstande ist, das im Austausch zu liefern, was der Balkan braucht. Diese Sttuktur hatte die Machtpolitik der Westdemokratien gründlich vernachlässigt; denn, was immer versucht wurde, die Balkanstaaten aus der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise herauszu- manövrieren, scheiterte an der Untauglichkeit aller hierfür eingesetzten Mittel. In Stresa und in Ouchy wurden von den Westdemokratien vor acht Jahren W i r t s ch a f t s k o n f e r e n z e n veranstaltet, um Mittel und Wege zu finden, den Balkan über die zett. Da; bis 7.15: 15: EM- mb Haus. ie: cht - ein 1.11: Äon- on Franz SO: Dos zett. Es irs Franken Wien: Haltung;- Icchrichten. Bon Bres- große Orbis 17.10: ter in un- ochskonztli bertragung Lselsranken fif von 8. nmg vm 1.15: M' Ä er. Seiten, toTM, ^ten ft Äen. vorlag, • j*. d« '4 Son wi mit (106,50) I 154,50 K 1,15 dings erst dann Einsetzen solle, wenn die Engländer die „Gewißheit" besitzen, daß sie auf Grund ihrer eigenen Rüstung etwaige deutsche Vergeltungsmaßnahmen auch „sicher" abhalten könnten. Beachtlich ist ferner, daß diese Stellungnahme von der Zeitung mit einem Preis ausgezeichnet wurde. In der Zuschrift heißt es u. a.: Eine gehörige Dosts von Zerstörung deutscher Städte und Ortschaften würde wahrscheinlich eine Menge Gutes tun als eine Lektion, daß der Krieg nicht immer einseitig und außerhalb Deutschlands geführt zu werden braucht. Es ist zweifelhaft, ob die Zeit für eine solche Maßnahme unsererseits schon gekommen ist. Es wäre erwünscht, daß man zuerst einigermaßen sicher ist, daß wir eine a u s a e s p r o ch e n e Ueberlegenheit in der Luft besitzen. Hierbei müssen wir berück- sichtigen, daß Frankreich Vergeltungsmaßnahmen weit mehr ausgesetzt ist als wir selbst. Es gibt jedoch schon gewisse Anzeichen, daß Deutschland keine große Reserve an Fliegergeist besitzt...! Wenn ein wirklicher Mangel dieser Art vorliegen sollte, so spricht dies sicherlich für die Erwünschtheit dauernder und schwerer Luftangriffe ..." Lahme Propagandalügen aus England. B e r l i n, 6. Febr. (DNB.) Der neueste Schwindel der englischen Propaganda befaßt sich wiederum mit der deutschen Haltung im russisch-finnischen Konflikt. Um die eigene heuchlerische Einstellung zu diesem Konflikt zu verschleiern, bemüht man sich krampfhaft, erneut die seit Beginn des Konfliktes von Deutschland eingehaltene Linie strikter Neutralität in Zweifel zu ziehen. So sprechen englische Presse und Rundfunk von deutschen Offizieren und Technikern, die in der sowjetrussischen Armee Dienst tun, von deutschen Schiffen, die Artillerie und Munition für die russischen Truppen nach Petsamo und Murmansk gebracht hätten, ferner von einem Austausch deutscher Kriegsschiffe gegen russische U-Boote und so fort. Hierzu wird amtlich mitgeteilt, daß druck gibt, den wirtschaftspolitischen Realitäten Rechnung zu tragen, so ist das alles nicht das Ergebnis der Balkanpoliti'k der Westdemokratien. Es mußte erst die Machtergrei- Erscheint taglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild . Die Scholle ölonat$:Be$ugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 den; sie werden mit Türen versehen, die sich automatisch schließen, wenn die Frischluftventilatoren stillgelegt werden; hierdurch wird die Gefahr aus- aeschaltet, daß Gase nach dem Bahntunnel überströmen können. In den 17 Derbindungsstollen, die in einem mittleren Abstand von etwa 800 Meter auf den Tunnel verteilt sind, befindet sich je ein Frischluftventilator. Es sind Propellerventilatoren vorgesehen mit etwa 1,20 Meter Flügeldurchmesser, direkt mit den Elektromotoren gekuppelt. Die Mr toren sollen von einem zentralen Schaltsaal aus gesteuert werden, lieber den beiden Tunnelportalen befinden sich Abluftventilatoren. herangezogen werden soll Schon vom Maultierpfad über die Pässe bis zur Landstraße war es ein riesiger Schritt; als das erste Projekt eines Eisenbahntunnels auftauchte, erklärte man die Ingenieure für verrückt. Nach dem Siegeszug des Autos stellt sich, die Frage: „Wird die Schweiz die für einen ganzjährigen Autoverkehr notwendigen Tunnels schaffen?" Das grandiose Projekt des Gotthardtunnels, dessen Verwirklichung der Schweiz auf verkehrstechnischem Gebiet einen großen Vorsprung geben würde, liegt, wie die schon ausgearbeiteten Pläne zeigen, absolut im Bereich des Möglichen, die Ausführung würde sich bei weitem Amsterdam, 6. Febr. (DNB.) Je länger der Krieg dauert, desto offener rücken die Engländer mit ihren wahren Kriegsabsichten heraus. So findet sich wieder im „Star" eine Stellungnahme, in der die v o l l st ä n d i a e W e h r l o s m a ch u n g Deutschlands geformt wird, da es kein anderes Mittel gäbe, ein Volk von 80 Millionen in Schach zu halten. Es heißt dort: „... man braucht ein solches Volk, wenn erst einmal der Krieg gewonnen und Deutschland zur Wierderabrüstung gezwungen ist nur daran zu hindern, sich wieder zu bewaffnen. Diese Aufgabe ließe sich wirksam lösen durch bie Schaffung einer internationalen Luftflotte von sagen wir 20 000 Bombenflugzeugen. Die Unterhaltungskosten hätte Deutschland zu tragen ... Der einzige Weg zum Frieden in Europa ist eiji unbewaffnetes Deutfchlan d." Darüber hinaus wird auch eine Einflußnahme der Alliierten auf die Regierungsbildung und innere Verwaltung des Reiches (?) befürwortet und die be- Genf, im Februar 1940. Seit Ausfall des Rheinhafens von Basel, in dem 40 v. H. des gesamten schweizerischen Außenhandels umgeschlagen wurden, und seit der relativen Schließung der Grenzen nach Westen, Norden und Osten sind zwei Dinge für die Schweiz fühlbarer denn je geworden: ein gewisser Mangel an ganzjährig zu befahrenden Autostraßen nach Süden, und die Beschränkung des Eisenbahnverkehrs durch die eingleisige Gvtthardbahn. Kein Wunder, daß im Augenblick der Entwertung der meisten Verbindungswege mit dem Ausland ein Riesenprojekt jüngster Vergangenheit, der Bau eines Autotunnels durch den St. Gotthard, den Wasserturm Europas, aufs neue aufgetaucht ist. Die Schweiz, im Herzen Europas und zwischen den wichtigsten europäischen Staaten gelegen, stellte bisher im internationalen Bahn- und Autoverkehr Europas eine Art Verkehrsdrehscheibe dealten Erdteils dar. Trotzdem machte sich aber gerade hier jedes Jahr in den Wintermonaten ein großer Verkehrsmangel bemerkbar: Die Alpen st raßen sind wegen des Schnees Monate hindurch für jeden Verkehr gesperrt. Um nun eine ganzjährige Autodurchführung der Alpen von Norden nach Süden und umgekehrt zu ermöglichen, ist der Ruf nach Autotunnels immer lauter und dringender geworden. Die Diskussion ging dann seit letztem Jahre hin und her, bis die Riesenprojekte wieder fast in Vergessenheit gerieten. Heute, wo einerseits wegen der durch den Krieg entstandenen Verkehrsschwierigkeiten diese Tunnels eine große Erleichterung dar stellen würden, auf der anderen Seite aber im Augenblick keine Möglichkeit besteht, die mit der Erstellung von Autotunnels äußerst kostspieligen Arbeiten aufzunehmen, taucht das Projekt, durch den St. Gotthard einen Autotunnel zu bauen, wieder auf. Und es ist gar nicht so unmöglich, daß in nicht allzuferner Zukunft Kraftwagen im Hundertkilometertempo durch den Wasserspeicher Europas, den St. Gotthard, fahren. Das gigantische Verkehrsproblem und das Projekt des Gotthard-Autotunnels ist in der Schweiz und über sie hinaus in der ganzen Welt in den Brenn- Sunft einer leidenschaftlichen Diskussion zwischen ngenieuren, Technikern, Verkehrsfachleuten und Wirtschaftspolitikern gerückt. Damit wird auch die Frage der seit Jahren, besonders in der Schweiz, wachsenden Konkurrenz von Schiene und Straße besonders aktuell, zumal dieser ganze , Fragenkomplex in einem Fremdenverkehrsland wie der Schweiz ein ganz anderes Gesicht als sonstwo erhält. Der Sonnenbalkon der Schweiz, der ganz italienisch anmutende Tessin, ist im Kraftwagen vom Norden aus im Winter nicht zu erreichen. Ueberdies ist die Gotthardlinie so überlastet, daß,es hier einer dringenden Abänderung bedarf. Auch verkehrswirtschaftliche und strategische Gesichtspunkte spielen bei dem Problem der ganzjährigen Autobefahrung einer schweizerischen Alpen-Nord-Süd- route eine große Rolle. Die Lösung all dieser Fragen heißt: Bau eines St.-Gotthard,Autotunnels, zu dessen Bau der bereits bestehende Eisenbahntunnel ihn "iebti”* . gehabt- ** Diarm- ininq tn pi< * ■fs r WÄ! in i» «'S Nur ein Problem: „Wie gewinnen wir -en Krieg?" Reichsminister Sr. Goebbels: Das deutsche Volk über den Ausgang des Entscheidungskampfes nicht im Zweifel. Erde ohne Ueberwindung eines Höhenunterschiedes K , ■, , im Bahntunnel in die auf Gleisen rollenden Wagen I ""b.,berwachungsanlage. großen britischen Flugbootes durch ein deutsches Aufklärungsflugzeug am 19. 12. 1939, nach dessen Absturz auf die See das deutsche Flugzeug 808- Rufe aussandte, durch die die Rettung der britischen Flieger ermöglicht wurde. Auch noch während der großen Luftschlacht am 18. 12. 1939 waren deutsche Flugsicherungsschiffe und Flugzeuge unterwegs, um abgeschossene englische Flugzeugbesatzungen aus der See aufzufischen und in Sicherheit zu bringen. Kämpft der deutsche Flieger so ritterlich gegen seine Gegner, was sollte ihn dann dazu bestimmen, die wehrlose, schiffbrüchige Besatzung eines norwegischen Schiffes in ihren Rettungsbooten zu beschießen. Kein deutscher Soldat wird sich je zu einer solchen sinnlosen Tat bereitfinden, auch wohl dann nicht, wenn ihm solche feigen und erbärmlichen Handlungen des Gegners ein moralisches Recht geben würden. Die Meldung der „Sagens Nyheter" unterscheidet sich in nichts von den Greuelmärchen der englischen Presse und ist eine gemeine und erbärmliche Lüge und nichts anderes. fung durch den Führer in Deutschland kommen, um das Verhältnis Mitteleuropas zum Balkan so zu ordnen, wie das der Geschichte, der Ueberliese- rimg und der geopolitischen Gegebenheit entspricht. Es wurde nicht nur ein gutes Verhältnis zu den Balkanstaaten hergestellt, es gelang der deutschen Polttik auch, viele Reibungsflächen abzubauen, die die Versailler Politik der Westdemokratien vielfach gewaltsam und bewußt eingebaut hatte. Die wirr* schaftliche und finanzielle Lage der Valkanstaaten hat sich seit sieben Jahren gründlich gewandett: sie sind aus der Krisenzone herausgekommen, haben den Weg gefunden, auf dem es wirtschaftlich und politisch aufwärts und vorwärts geht. Gercckie diese friedensfördernde Tatsache erregte in Paris und London wachsendes Mißfallen; und das war auch die eigentliche Ursache, um Rumänien und Griechenland die berüchtigte „Gar an- t ie" aufzuzwingen. Auch die Türkei wurde damit bedacht, um darüber hinaus einen Bündnispakt mit den Westdemokratten abzuschließen, der sich organisch nicht in den Balkanbund einordnen läßt. Wenn eine Staatengruppe, wie der Balkanbund, es als lebenswichtig für Gegenwart und Zukunft erkannt hat, in einem Konflikt der Großmächte neutral zu bleiben, so widerspricht es dem Wesen der Neutralität, daß ein Mitglied einer solchen Staaten- gruppe sich mit der einen oder anderen Großmacht verbündet. Das mag wohl auch der türkische Außenminister schließlich eingesehen haben; denn er hat zum Schluß in Belgrad Worte gefunden, die sehr wohl von dem Verständnis zeugen, daß der Balkan sich nicht von der engherzigen Interessen- Politik der Westdemokratten mißbrauchen lassen darf. Diese engherzige Jnteresfenpolittk war seit Kriegsausbruch besonders gegen Rumänien gerichtet, das sich immer wieder die aufgezwungene Garantie vorhalten lassen mußte, obschon es bestimmt nicht diese Garantte war und ist, die Rumänien oder dem Balkan Nutzen bringen kann. Darauf macht auch die italienische Presse mit einer Energie aufmerksam, die wohl auch in Paris and London verstanden wird. Es gibt heute für die Valkanstaaten keine Außenhandelskrise, überhaupt keine Wirtschaftskrise; denn das handelspolitische Vertragsoerhältnis mit Deutschland arbeitet für beide Teile vorbildlich und reibungslos. Das sind Reatttäten, die sich nicht beiseiteschieben lassen, die auch zahlenmäßig ihren gewichtigen Ausdruck ftnden, in dem Warenaustausch, der sich zwischen Deutschland und den einzelnen Valkanstaaten vollzieht. Das ist Lebens- ekixier, das ist etwas ganz anderes, als der egoi- sttsche Mißbrauch für die machtpottttschen Interessen der Westdemokratten. Diese Interessen sind den Valkanstaaten geradezu entgegengesetzt. Denn weder Frankreich noch England sind in der Lage, auf die Dauer in ein Handels* und wirtschaftspoli- ttsches VertragsverhMnis zu den Mitgliedern des Balkanbundes, wie überhaupt dem Balkan zu treten, wie das Deutschland schon aus geographischen Gründen kann. Der Balkan will nicht Kriegsschauplatz fein für den Machthunger der Westdemokratten; er will seinen Aufbau in Frieden weiterentwickeln, womit fich allerdings die „Garantte" der Westdemokratten nicht verträgt. Aber das ficht den Dalkanbund nicht an; denn die westdemokratischen Garantien sind in der Belgrader Entschließung nicht berücksichtigt, vielmehr unmiß- verständlich abgelehnt worden! Ey. Reue Warnung an die neutrale Schiffahrt. Neutrale Schiffe in feindlichem Geleit allen Kriegsgefahren ausgesetzt. Berlin, 6. Febr. (DNB.) Die schwedische Zeitung „Dagens Nyheter" hat am 4. 2. 1940 einen Bericht der Mannschaft des vor der schottischen Küste untergegangenen schwedischen Dampfers „P a j a l a" veröffentlicht und dabei herausgehoben, daß die Versenkung dieses Schiffes ohne Warnung erfolgt sei. Hierzu wird fest gestellt, daß die schwedische Zeitung „Svenfka Dagbladet" bereits am 21.1.1940 einen Bericht des schwedischen Kapitäns der „Pajala" veröffentlicht hat, nach dem der Dampfer von einem englischen Kriegsfahrzeug begleitet gewesen ist, als es nach Kirkwall beordert worden war. Weiter heißt es in dem Bericht, der Kommandant des englischen Kriegsfahr- zeuges habe sich gerühmt, das deutsche Unterseeboot vernichtet zu haben. Im übrigen ist eine derartige Versenkung eines schwedischen Dampfers hier nicht bekannt. Sie wird aber deutscherseits zum Anlaß genommen, erneut vor einer Fahrt auf England, also in Kriegsgebiet z u warnen. Für Schiffe i n f e i n d l i ch e m Geleit — gleichviel welcher Nation sie angehören — gilt, daß sie allen Gefahren des Krieges ausgesetzt sind, und zwar gilt dies sowohl für Schiffe, die sich freiwillig feindlichem Geleit anfchließen, als auch für Schiffe, die sich in feindliches Geleit zwingen lassen. Letzteres um so mehr, als von dritter Seite her nicht erkannt werden kann, ob das Geleit freiwillig oder unfteiwillig in Anspruch genommen ist. Als Sache der Neutralen darf es daher gelten, gegen eine allem Völkerrecht Hohn sprechende „Kirkwall-Praxis" Einspruch zu erheben bzw. sie zu unterbinden. Aus Messahrt nach England. Mailand, 6. Febr. (Europapreß.) Der kanadische Ueberseedampfer „B e a v e r b u r n" (9874 Brt.) ist, wie in London bestättgt wird, aus einem Geleitzug heraus torpediert worden. Er befand sich zusammen mit vier anderen Ozeandampfern auf dem Wege von Kanada nach England. Es handelt sich bei der „Beaverburn" um eines der schnellsten und best eingerichteten englischen Frachtschiffe. Es gehörte der Eanadian Pacific Line und versah zusammen mit den vier anderen Schiften der „Beaver"-Klasse seit 1928 einen regelmäßigen zehntägigen Dienst nach Kanada. Die Schiffe sind mit besonderen Kühlabteilungen zum Transport von Früchten ausgestattet. Nach einer Reutermeldung konnten 76 Mitglieder der 200 Mann starken Besatzung gerettet werden. — Der britische Dampfer „P o r tel e t" (1064 Brt.) ist in der Nordsee auf eine Mine gelaufen und gesunken. Neun Ueberlebende wurden von einem finnischen Schiff ausgenommen. — Von dem griechischen Dampfer „Popil" (150 Brt.) ist man feit über 40 Tagen ohne Nachricht. Der Dampfer war mit einer Ladung Zittonen von Palästina nach Glasgow unterwegs. — Der dänische Dreimastschoner ,Kar e n" (330 T.) der Reederei Aktiengesellschaft Hawed, Sejros, ist nach einer Innenbord-Explosion aus noch ungeklärter Ursache dicht vor der englischen Küste in Brand geraten. Sieben Mann der Besatzung wurden gerettet, zwei Mann fanden den Tod. Es wird angenommen, daß die Oeltanks des Schiffes in Brand gerieten und explodierten. Das Schiff brannte vollständig aus uni) mußte aufgegeben werden. — Der Samstag von deutschen Fliegerbomben schwer beschädigte englische Dampfer ,^>aren Ruthven" ist gestrandet. — Der griechische Dampfer ,Ieramiai" (5085 Brt.) ist gesunken. Wechsel im Oberbefehl der niederländischen Wehrmacht Amsterdam, 6. Febr. (DNB.) Der Oberbefehlshaber der niederländischen Land- und See- ftteitkräfte, General I. H. Reynders, ist entsprechend feinem Gesuch aus dem Militärdienst geschieden. Zum neuen Oberbefehlshaber der Land- und Seestreitttäfte wurde Generalleutnant a. D. H. G. Winkelmann ernannt. Dieser wurde 1876 geboren. Er war 1928 Chef des Stabes des Hauptquartiers der Armee und später Kommandant der 4. Division. 1934 verließ Winkelmann den akttven Dienst. Seit Verhängung des Mobilmachungszustandes war er Kommandant des Luftverteidigungskreises Utrecht-Soesterberg. Das ANP. erfährt, daß der Abschied des Generals Reynders hauptsächlich auf Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und der Regierung hinsichtlich milttärischer Fragen zurückzuführen sei. „Nieuwe Rotterdamsche Courant" hebt hervor, daß der Wechsel im Oberkommando keinerlei A e n d e r u n g in der erprobten Neuttalitätspolitk Hollands mit sich bringen könne. Politische Fragen hätten hier keine Rolle gespielt. Das Blatt deutet an, daß es sich möglicherweise um Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Verteidigungsminister und dem Oberbefehlshaber gehandelt haben könne und daß die Gesamtregierung sich hinter den Verteidigungsminister gestellt haben könne. Aus diesem Grunde habe General Reynders die Folgerungen ziehen müssen. Vielleicht sind für den Rücktritt General I. H. Reynders aber doch auch andere Gründe maßgebend als die in der holländischen Presse diskutierten. Es ist möglich, daß man diese Grunde in maßgebenden Kreisen der niederländischen Regierung um so ernster einschätzt, als die Befürchtung vorhanden sein könnte, daß man auch in anderen Ländern davon Kenntnis hat. Unter diesen Umständen wäre es verständlich, daß man einen Wechsel im Oberbefehl der niederländischen Land- und Seestteitkräste für opportun hielt. Auch General van Cor schot ist vor einiger Zeit von der niederländischen Regierung verabschiedet worden. Vielleicht sind in beiden Fällen die Gründe dieselben. „Het Volk" will von eingewechter Seite erfahren haben, daß es sich hier um eine reine Frage der Machtverhältnisse handele. General Reynders habe die bürgerlichen Freiheiten zugunsten der militärischen Macht weit stärker beschränken wollen, als die Negierung dieses für notwendig gehalten habe. (Sitte Lektion für den „Ehren-Oberst" Hernot. R o m, 7. Februar. (Europapreß.) Der ehemalige französische Ministerpräsident und jetzige Kammer- Präsident Herri ot hat kürzlich erklärt, die russischen Truppen bildeten kein Heer, sondern eine „Herde". Aus diesem Anlaß erinnert die „Tribuna" daran, daß Herriot vor einigen Jahren bei einem Besuch in Moskau zum Ehrenobersten der Sowjetarmee ernannt worden war. Er habe damals eine Waften- brüderschaft zwischen den Demottqtten und dem Bolschewismus angefttebt. Erst als dann alles ganz anders gekommen sei, habe Oberst Herriot eine Gewissenskrise durchgemacht, deren Ergebnis die obige Erklärung sei. Jedoch sei nicht bekannt geworden, ob der französische^ Staatsmann seine Oberstensterne an Stalin zurückgefchickt oder seine Sowjetuniform in Erwartung, besserer Zeiten eingemottet habe. Hore-Belisha als Boulevard-Journalist. Stockholm, 6. Febr. (Europapreß.) Der von seinem Posten entfernte ehemalige englische Kriegsminister, der Jude Hore-Belisha, der früher in der „News Chronicle" tätig war, hat eine Vereinbarung mit der-Sonntagszeitung „News of the World" getroffen, die mit ihrer 3,5-Millionen- Auflage als meiftoertriebenes Blatt der Welt gilt und als „Revolverblatt" bekannt ist, was den Korrespondenten der schwedischen Zeitung „Soenska Dagbladet" zu der Bemerkung veranlaßt, daß es recht merkwürdig erscheinen müsse, daß ein ehemaliger Minister der englischen Krone die Beschäftigung an diesem Blatt aufnehme. Japan mit britischem Teilzugeständnis nicht zufrieden. Tokio, 6. Febr. (DNB.) Großbritannien hat sich bereiterklärt, neun von den 21 von Bord des japanischen Passaglerdampfers „Asama Maru" heruntergeholten Deutschen freizulassen. Japan hat jedoch darauf hingewiesen, daß es sich mit der Herausgabe von nur neun Deutschen keinesfalls zufriedengeben könne. Die japanische Regierung müsse weiterhin die Auslieferung aller deutschen Gefangenen, die sich gegenwärtig in Hongkong in Haft befinden, verlangen. Die Kämpfe ans der karelischen Landenge. Helsinki, «.Febr. (DNB.) Die finnische Abwehr soll auf der karelischen Landenge dem russischen Angriff Panzerabwehr entgegengestellt haben. Die russischen Angriffe seien unter starken Verlusten abgewiesen worden. Nordostwärts des Ladogasees soll es den Firmen gelungen sein, kleinere russische Abteilungen von ihrer rückwärtigen Verbindung abzuschneiden.' Nördlich im Gebiet von Kuhmo wurde — wie der finnische Heeresbericht mitteilt — ein Angriff sibirischer Schi truppen auf Saunajärvi abgewehrt. Oer Wehrmachtsbericht. Berlin, 6. Febr. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: keine besonderen Ereignisse. An alle ehemaligen HJ.-Führer. Berlin, 6. Febr. (DNB.) Um di- Durchführung des geordneten HJ.-Dienstes, wie er im neuen Dienstplan geregelt wurde, auch überall dort sicher» zuftellen, wo die akttven HJ.-Führer zu den Fah- nen gerufen wurden, hat Stabsführer Hartmann Lauterbacher einen Aufruf an alle ehemaligen HJ.-Führer erlassen, in dem es heißt: „Die augenblickliche Führerschaft der HI. hat den einzigen Ehrgeiz, das Werk ihrer Kameraden, die den grauen Rock tragen, weiter zu entwickeln. Zur Mlt- Hilfe an dieser Arbeit fordere ich hiermit alle ehemaligen HJ.-Führer, die noch in der Heimat stehen und die es mit ihrer beruflichen Tätigkeit vere.n- baren können, auf, sich bei den örtlichen Dienststellen zur Mitarbeit zu melden. Wir alle wissen, daß gerade sie dem Rufe der Jugend- organifation des Führers, die sie in ihren Entstehungsjahren aufgebaut haben, jetzt in der zweiten Kampfzeit der Bewegung freuing und einsatzbereit Folge leisten werden." Oer Landdienst imKriegsjahr4940. In Finsterbergen in Thüringen fand eine Tagung aller Gebietsreferenten des Landdienstes der Hitler- Jugend und der Vertreter der Landesbauernschaf- ten statt. Landesbauernführer P e u cf c r t sprach über die politische Bedeutung des Landdienstes. Die Ueberwindung der Landflucht und des Landarbeitermangels fei eine Erziehungsaufgabe, die nur von der Jugend her zu lösen sei. Oberbannführer Schulz sagte, der Bau von Landdienstheimen wird auch im Kriege fortgesetzt. Die Jungen und Mädel, die einen landwirtschaftlichen Beruf ergreifen wol- len, werden nach ihrem Ausscheiden aus dem Landdienst in jeder Weise beruflich gefördert. Die Tüchtigsten können als W e h r b a u e r n im deutschen Osten eingesetzt werden. Vor allem die Jungen und Mädel werden in den Landdienst aufgenommen werden, die später als werttolle Träger deutschen Bauerntums dem Lande erhalten bleiben werden. Aus alter Welt. polnische Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt. Das Sondergericht Lodsch verurteilte die Brüder Felix und Adam Kmiec, Eduard Saktura, Eduard Calla zum Tode, Eugenius Choronzy zu 12 Jahren Zuchthaus, sieben weitere Angeklagte zu 2 -bis 4 Jahren Gefängnis und einen minderjähri- gen Angeklagten zu 6 Monaten Gefängnis. Zwei Angeklagte wurden freiaesprochen. Die zum Tode Verurteilten waren die Anführer einer Bande, die am 2. September aus Pabianice nach dem Dorf Wola Zaradzynska gekommen waren, um die wehrlosen Volksdeutschen auszuplündern. Der Volksdeutsche Bauer Karl Jäger wurde mehrere Sttnden lang in der schwersten Weise mißhandelt unter den Drohworten, man müsse ihn umbringen und seine Eingeweide an den Zaun hängen. Felssturz an der Axenstraße. Am Moittagnachmittag ereignete sich an der Axensttaße am Vierwaldstättersee zwischen der Tell-Platte und der Axen-Galerie ein schwerer Felssturz, durch den ein Teil der Straße weggerissen wurde. An der Abbruchstelle waren die Gehsteiae stellenweise etwa 15 Meter lang in 100 Meter Höhe über dem Seespiegel über die Felswand hinaus- gebaut. Diese Gehsteige sind völlig fortgerissen worden, ebenso ein Teil der Fahrstraße. Ein weiterer Tell der Axensttaße wurde durch Geröll zugedeckt. Man rechnet damit, daß der Straßenverkehr in etwa zwei bis drei Tagen wiederhergestellt werden kann, Bis dahin steht für die Verbindung zwischen Brunnen und Flüelen am Südzipfel des VierwaDstätter» fees die St.-Gotthard-Bahn zur Verfügung. Wieder ein Kind verbrüht. In Kassel- Bettenhaus en hatte eine Frau gekochte Wäsche zum Abkühlen auf den Fußboden gestellt. Plötzlich lief ihr drei Jahre alter Junge gegen den Wasch kessel. Der Deckel verschob sich, und das Kind fiel mit dem Gesäß in den Waschkessel. Es hatte so schwere Verbrennungen erlitten, daß es starb. Wie schon so oft, ergeht wieder an die Eltern die ernste Mahnung, bei der Hantierung mit gekochter Wäsche oder sonstigen heißen.Flüssigkeiten größte Vorsicht walten zu lassen, damit die Kleinsten nicht zu Schaden kommen. Bergrutsch verschüttet ein spanisches Dorf. Durch einen Bergrutsch wurden in dem Dorf- Fuentes des Casna elf Häuser verschüttet. Von ihren Bewohnern wurden 19 getötet und viele verletzt. „Nanette." Ein Erich-Engel-Film mit Jenny Ingo. Dieser Film bringt es zuwege, die Bekehrung eines blasierten Zynikers auf eine wirklich nette und geschmackvolle Art zu demonstrieren. Auf der Jagd nach neuen Anregungen stieß ein bis dato höchst erfolgreicher, aber nun restlos ausgepumpter Ko- mödiendichter hinab in die winkligen Gassen der Altstadt. Ihm ist es um einen Stoff aus dem Leben für ein neues Volksstück zu tun. So macht er in der Maske eines armen Poeten die Bekanntschaft einer kleinen Chansonette, die seine Komödie für bare Münze nimmt. Sie ahnt nicht, daß für ihn alles nur „Studien" sind, das Markthallenmilieu, ihr bescheidenes kleines Heim, ihre Freunde in der Kneipe, ja und schließlich auch ihre Liebe, ihre große, ehrliche Liede, mit der sie ihn mütterlich umsorgt und sogar voll südlichen Temperaments ihm, dem vermeintlichen armen und verkannten Dichter, den Aufstieg zu Ruhm und Glanz zu bahnen sucht. Er hat fein Gefühl dafür, daß er mit einem noblen Menschen, einem gläubigen Herzen frevelhaft Schindluder treibt. Sein Theaterdirektor sucht es ihm klar zu machen, vergebens, für ihn soll alles nur Komödie bleiben. Der Zufall will es, daß die kleine Nanette sich an eben den Direktor wendet, um ihrem Dichter den Weg zur Bühne frei zu machen. Er spürt es, daß aus der Komödie Ernst geworden ist und nur durch eine rücksichtslose Demaskierung meint er, diesem unwürdigen Doppelspiel ein Ende zu machen und zwei Menschen zu- sammenzuführen, die miteinander glücklich werden können. Ader nun verschließt sich Nanette, sie glaubt nicht an die Wandlung des Dichters, empört bietet sie ihre Freunde aus der Attstadt auf, um durch ein solides Pfeifkonzert dem neuen „Volksstück" bei seiner Uraufführung einen regelrechten Durchfall zu bereiten. Aber, siehe da, der Dichter entpuppt sich ah ein wirklicher Dichter, dessen Komödie die selber packt, die sie im Leben für ihn gespielt haben. Es ist im Grunde eine richtige Moralpauke, die hier Erich Engel nach dem Drehbuch von Jochen Huth in Szene gesetzt hat, aber mit so viel Takt, Charme und Sinn für echte Komik, daß die heitere Note auch in kritischen Situationen über zwiespältige Gefühle triumphiert. Das von südlichem Volks- Karakter geprägte Attstadtmilieu ist mit viel Liebe vertieft worden. Jenny Jugo hat der kleinen Nanette ihre natürliche Frische, ihr entwaffnendes Temperament, ihre hinter burschikoser Resolutheit versteckte Güte gegeben. Hans Söhnker spielt mit einer prachttollen Leichtigkeit den Dichter, Albrecht Schoenhals mit nobler Delikatesse den Theaterdirektor, Hans Schwarz jr. und Olga Limburg gelingen, zwei ausgezeichnete Typen aus dem Volk. Peter K r e u d er hat mit seiner beschwingten Musik dem amüsanten Spiel einen hübschen Rahmen gegeben. Fr. W. Lange. Phantasie. Von Peter Bamm. Die Phantasie, die leichteste der Göttinnen, die Zwillingsschwester des Traums, ist ein. wenig in die Enge geraten. Zwar ist die allgemeine Meinung die, daß Phantasie eine angenehme Gabe sei. Aber das ist eben nur eine allgemeine Meinung. Und allgemeine Meinungen sind so eine Art Nebelwolken, die über dem Gelände liegen. Was sich dahinter verbirgt, das erfährt man immer erst, wenn man sich in den Nebel hineinbegibt. Ein großer Geschäftsmann, zum Exempel, legt wenig Wert darauf, daß man von ihm sagt, er habe eine blühende Phantasie. Ein solcher Ruf ist geeignet, seinen Kredit zu schädigen. Denn eine blühende Phantasie, die ins Geschäftsleben einbricht, ist natürlich leicht imstande, einen Ueberschuß dahin zu zaubern, wo tatsächlich ein Defizit herrscht. Die Phantasie gehört zu den magischen Mächten des Lebens, und vor den magischen Mächten des Lebens fürchten sich die Menschen. Sie wünschen sich die Welt geordnet und übersichllich. Die magischen Mächte aber machen die Welt verwirrt und geheimnisvoll. Mit List sucht der Mensck chrer Herr zu werden, und da die Schlauheit seine stärkste Seite ist, bringt er das auch bis zu einem gewissen Grade fertig. Die leichte Göttin hat der Mensch in eine unsichtbare Gefangenschaft gesetzt. Er hat einen eigenen Stand geschaffen, der nichts weiter zu tun hat, als dieser Göttin zu dienen, damit sie ja nicht Gebiete betritt, in denen sie unerwünscht ist. Die Sache ist natürlich nicht ohne Gefahr. Denn es könnte immerhin eintreten, daß die Wächter der Göttin eines Tages tfcrt wahres Dieser werden, sich mir ihr verbunden und ihre magische Macht dazu benutzen, in alle Gebiete einzubrechen, in denen sie unerwünscht sind. Und das hieße nicht viel weniger als die Welt erobern. Dieser Gefahr hat der Mensch vorgebeugt durch eine unerhörte List. Er hat der leichten Göttin das Odium einer gewissen Nutz- und Erfolglosigkeit angehängt. Und so ließ es sich leicht ermöglichen, denen, die einer nutz- und erfolglosen Göttin dienen, das Odium aufzuhängen, daß sie Narren seien. Die Narren, die der leichten Göttin bienen müssen, um sie zu bewachen, sind die Dichter. Die allgemeine Meinung geht zwar dahin, daß Phantasie eine angenehme Gabe sei. Aber das allgemeine Vorurteil geht dahin, daß sie eine honorige Eigenschaft nur bei Dichtem sei. Wer Phantasie hat, hat die Gabe, sich eine Sache vorstellen, die er niemals gesehen hat. Diese Fähigkeit der Phantasie ist ungefährlich, aber sie spart dem, der sich ihrer zu bedienen weiß, fast alle Anstrengungen, denen die Menschen sich im Leben unterziehen. Wer Phantasie hat, kann sich die Mühe sparen, ins Theater zu gehen. Er kann sich jeden Abend den König Lear in eigener Besetzung an einer leeren Wand seines Schlafzimmers aufführen und kann dabei im Bett liegen bleiben, und eine Zigarre rauchen. Das kann man in keinem Theater der Welt. Wer Phantasie hat, hat es nicht nötig, sich den Unbequemlichkeiten einer wetten Reife zu unterziehen, um unter Palmen zu wandeln. Die leichte Göttin zaubert dem, dem sie wohl will, Palmen auf den Kurfürstendamm und Neger, soviel er haben will. Der geneigte Leser stelle es sich nur einmal vor, wie hübsch das aussieht zwischen Uhlandstraße und Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche — Palmen, wimmelnde Nigger und die Berlinerinnen in Shorts und Tropenhelm. Don Kant wissen wir, daß er einmal, bei Tisch in Königsberg, einem anwesenden jungen Engländer eine so wunderbare Beschreibung der Tower- drücke im Nebel eines Londoner Herbsttages gab, daß dieser junge Mann bis ans Ende seines Lebens nicht hat glauben wollen, daß Kant niemals in London gewesen sei. Die Palmen am Kurfürstendamm fallen unter die zweite Facette der Phantasie, eine Sache anders sich vorzustellen als sie ist. Die Phantasie erlaubt einem, Kellner liebenswürdig, Straßenbahnen jchsÄll. Züge püuküich. Butt« reichlich^ ßraus» schweigsam und das Leben erfolgreich sich vor^u- stellen. Man sieht, die Phantasie ist wirklich eine göttliche Angelegenheit. Und der Dertzleich zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte, ist eine wunderbare und unerschöpfliche Schule des Charakters. Vielleicht ist man besser daran, wenn man keine Phantasie und somtt keine Möglichkeit hat, sich die Welt anders vorzustellen als sie ist. Aber die Zufriedenheit, die man dabe-i erreicht, ist nur eine Zufriedenheit niederen Grades. Alle die großartigen Möglichkeiten, die die Welt haben könnte und nicht hat, äu sehen und gleichwohl gelassen zu bleiben, das ist eine Zufriedenheit höheren Grades, würdig der alten und ehrwürdigen Ueberlieferung der abendländischen Philosophie. So bleibt uns nur noch die dritte Facette zu betrachten, deretwegen die leichte Göttin von den Menschen in Gefangenschaft gehalten wird. Das ist die Fähigkeit der Phantasie, eine Sache sich vorzustellen, die es auf der Welt noch nicht gegeben hat. Hier wird die leichte Göttin zur Herrin der Zukunft. Einen Griechen am Indus sich vorzustellen, das war Alexanders große Tat. Mit zehntausend hinzumarschieren, das war für einen so begabten Schüler des Aristoteles nachher nicht mehr so schwierig. Das erste Dach schon, das der Mensch sich gebaut hat, vorher muß er es s i ch vorgestellt haben. Die Gesetze, nach denen die Himmelskörper sich bewegen, hätte der Mensch niemals finden können, wenn seine Phantasie ihn nicht dazu gebracht'hätte, sich vorzustellen, daß es Gesetze sind, nach denen die Sterne kreisen. Die Idee jeder Schlacht entsteht merst in der Phantasie des Feldherrn, ehe sie zwischen Hügeln und Dörfern geschlagen wird. Die Idee jeder wissenschaftlichen Entdeckung entsteht zuerst in der Phantasie des Forschers, ehe sie zwischen Reagenzgläsern und Schmelztiegeln ans Licht tritt Die leichte Göttin, die Zwillingsschwester des Traums, ist wahrhaftig eine unheimliche Göttin. Und die Narren, die ihr dienen, man muß sie fürchten. Ideen verwandeln die Well. Und Ideen sind die Töchter der Phantasie. Lassen wir den Schleier, den mir leichtfertig an einer Ecke ein wenig angehoben haben, wieder fallen und bettachten wir mit Ergriffenheit und Rührung die biederen Bäume am Kurfürstendamm, von denen zwar keiner von uns weiß, ob es Kastanien ober Linden sind, von denen aber jeder voy uns tteih, bak es sicher feint PH. nw ftnfc / 940. Ä7« ■ Hitler. sprach ‘es. Die »beiter. iur von ^sührer >en wird ! Mädel, len wob "Land- Tbert "n im llem die enst aus. ' Träger ien blei. er. SS Her. 'Sch. .Qu9 issen wor« i weiterer zugedeckt, r in etwa II den tonn II gen Brun- II Mstätter« j S- eine Fm || Fußboden II iter Junge || b sich, und chkessel. Es n, daß es an die En ierung mit flüMeiten die Klein- Dorf. dem Dorfi , Von ihm iele verletzt. sich vorzu- lirklich me ich -wische" ite, ist em- . des Ehin 'wenn nm keit hat, st t Mr du ist nur eim großardgi" te und nicht iu bleibe?' des, uM ftrung in ,iri>. r-i * ch-ß-h§ Z LS *1’V *#» «ä ife' tö*t •Ä Die Seuchenbekämpfung im Kriege. Aus Oer Stadt Gießen. Oberst a. O. Naumann f. 3m 91. Lebensjahre ist am gestrigen Dienstag dec in Gießen im Ruhestand Lebende Oberst a D Naumann in der Chirurgischen Klinik an den Folgen einer Blutvergiftung verstorben. Mit Oberst Naumann ist der älteste Offizier unseres ehemaligen Gießener Infanterie-Regiments 116 gestorben Naumann war aus dem früheren Hessischen Artillerie-Korps hervorgegangen, in das er am 13. April 1867 eingetreten war. Im Jahre 1869 wurde er m das damalige 2. Hessische Jnfanterie- Regrment, das spatere Regiment 116, versetzt, mit dem er den Krieg von 1870/71 mitmachte. In der Schlacht bei Gravelotte-St. Privat wurde er bei der Erstürmung der Ferme Champenois schwer verwundet; diese Kampfhandlung ist in einem Schlach- tengemalde dargestellt, das im Gießener Offizier- Heim seinen Platz erhalten hat. Im August 1870 wurde der junge Soldat zum Leutnant befördert, im Oktober 1879 kam er als Premierleutnant zum Jnfan-terie-Regiment 88, dem er über 20 Jahre lang, zuletzt als Kommandeur des II. Bataillons angehörte. Später war er u.a. Kommandeur des Landwchrbezirks Mainz. Während des Weltkriegs war Oberst a. D. Naumann stellvertretender Be- zirkskommandeur und Bahnhofskommandant in Gießen. Das Werk unseres Führers und die Wiedererstehung einer starken deutschen Wehrmacht hat der in Krieg und Frieden verdiente Offizier mit freudiger Beaeisterung begrüßt, und er hat trotz seines hohen Alters keine Gelegenheit vorübergehen lassen, auch äußerlich bei militärischen Feiern seine enge Verbundenheit mit der nationalsozialistischen Wehrmacht zu bekunden. Am 13. April 1937 konnte Oberst Naumann die siebzigste Wiederkehr des Tages seines Diensteintritts in das deutsche Heer begehen. Wiederholt und besonders noch bei seinem 90. Geburtstage im vorigen Jahre wurden dem alten Offizier von den ehemaligen 116ern und von den 23er- tretern unseres aktiven Regiments 116 mit dem Regimentskommandeur Oberst Herrlein an der Spitze Ehrungen bereitet. Das Andenken an den ältesten Offizier unserer 116er wird in Gießen bei den alten Soldaten urtb darüber hinaus bei allen, die ihn kannten., in guter Erinnerung bleiben. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. PopulärwisfenschaMche Vorträge: 20.15 Uhr im Hörsaal des Physikalisch - Chemischen Instituts, Goechestrahe 55, Professor Dr. Hock über „Ausgewählte Kapitel aus der Physikalischen Chemie, 1. Vortrag Kräfte in Oberflächen" (mit Versuchen); 20.15 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Professor Dr. Frölich über „Denkmäler deutscher Rechtsvergangenheit in Hessen und den Nachbargebieten" (mit Lichtbildern). — Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Csongor und Tünde". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Nonette". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Drei Väter um Anna." Sladllhealer Gießen. Am heutigen Mittwoch wirh das ungarische Schauspiel „Csongor und Tünde^ wiederholt. Die deutsche Übertragung schuf Dr. Klein-Krautheim. Spielleitung Dr. Hannes Razum. Musik Richard Boeck. Bühnenbild Karl Löffler. Die Titelrollen werden von Friedrich Gröndahl und Jngeborg Riehl gespielt. 18. Vorstellung der Mittwoch-Miete. Gießener Konzert-Verein. Einen musikalischen Genuß auserlesener Art wird der Kammermusikabend am kommenden Freitag bereiten. Für die Veranstaltung wurde das italienische Meisterguartett gewonnen, das unter seinem Namen „Quartetto di Roma“ Weltruf hat. Erst vor wenigen Tagen spielte das Quartett Mit außerordentlichem Erfolg in Essen. Das Programm des Kammermusik-Abends enthält Quartette von Bustini, Schubert („Der Tod und das Mädchen" und Dvorak. Das Konzert findet im Saale des Gesellschaftsvereins statt. Geöffnete Jugendherbergen. Für den Wochenend- und Wanderverkehr find in unserer engeren Heimat, in Oberhessen und im Rhein-Main-Gebiet folgende Jugendherbergen geöffnet: Laubach, Herchenhain, Büdingen, Lauterbach. Im Taunus: Sandplacken, Schloßborn, Bad Homburg, außerdem Limburg, Hachenburg, Katzenelnbogen, Lorch tu Rh. Mit einem interessanten Vortrag wurde am gestrigen Dienstagabend im Hörsaal des Chemischen Instituts die Reihe der wehrwissenschaftlichen Vorträge unserer Universität fortgesetzt. Vor einer aufmerksamen Zuhörerschaft sprach der Hygieniker der Universität, Professor Dr. Haag, über das Thema: „Die Seuchenbekämpfung im Kriege". Der Redner ging zunächst auf die Tatsache ein, daß viele Kriege der Vergangenheit nicht zuletzt durch Seuchen entschieden wurden, und erinnerte daran, wie die Malaria in den deutschen Heeren während der Kreuzzüge wütete, wie die Ruhr die Heere Friedrichs des Großen im Siebenjährigen Kriege heimsuchte, wie 1812 Napoleons Heer durch Fleckfieber dezimiert wurde und in den Balkankriegen die Cholera unter den Mannschaften herrschte. Immer überstieg die Zahl der Todesfälle durch Krankheiten die Verluste durch Waffenwirkung. Das Verhältnis änderte sich mit der zunehmenden Erkenntnis vom Wesen der Seuchen und mit dem Beginn ihrer systematischen Bekämpfung. Im Weltkrieg war nur der zehnte Teil der Gefechtsverluste durch Krankheiten bedingt. Es ist nun nicht so, daß an diesem Verhältnis lediglich die Entwicklung zur großen Materialschlacht entscheidend ist, sondern die planmäßige Seuchenbekämpfung hat an dieser Verschiebung entscheidenden Anteil. Ein besonders wichtiges Beispiel für die Bedeutung der Seuchenbekämpfung im Kriege war der abessinische Feldzug, den Italien trotz schwierigster Bedingungen und trotz höchster Seuchengefahr geführt hat. Die Voraussage, daß der Feldzug ungeheure Opfer durch Seuchen kosten würde, ist dank einer glänzenden sanitären Organisation nicht ein- getroffen. Im heutigen Kriege ist die ärztliche Organisation vor allem auf den Erfahrungen des Weltkrieges in vollendeter Form aufgebaut. Der Erfolg der sanitären Maßnahmen darf als äußerst günstig betrachtet werden. In seinen weiteren Darlegungen ging der Redner auf eine Reihe hygienischer Grundforderungen ein, sprach über die Maßnahmen, die von der Seite der Hygiene her auch für den Soldaten in vorderster Front getroffen werden müssen, gab einen Einblick Kraft durch Freude: Militärkonzert im Stadttheater. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" tritt am kommenden Samstag, 10. Februar, bet ihren Bemühungen um schöne Freizeitgestaltung wieder mit einer großen Veranstaltung an die Oesfent- kichkett. Im Stadttheater findet ein Militärkonzert statt, für dessen Ausführung ein Musikkorps der Luftwaffe gewonnen wurde. Für das Konzert ist eine reichhaltige Vortragsfolge vorgesehen. Musik von Beethoven, Grieg, Tschaikowsky, von Verdi und von Richard Wagner wird die Zuhörerschaft begeistern. Neben Ouvertüren, Fantäsiestücken, Potpourris und Walzern wird man natürlich auch Märsche hören, die für unsere junge Luftwaffe geschrieben wurden. Die Komponisten Husadel, Schumann und Teichmann kommen dabei zu Wort. Schon jetzt läßt sich sagen, daß der Abenb einen höhen musikalischen Genuß vermitteln wird» Wieder 500 NM.-Gewinn in der KriegS'Winterhilfslotteri«. Am Samstagabend wurde in einer Gießener Gaststätte der vierte 500-RM.-Gewinn aus der Kriegs- Winterhilfslotterie gezogen. Am gleichen Abend zog am Bahnhof Gießen ein durchfahrender Soldat einen Gewinn von 50 RM. Seit Beginn der Kriegs-Win- terhilfslotterie wurden durch die Geschäftsstelle Gießen bzw. die grauen Glücksmänner über 11 500 RM. an Gewinnen ausgezahlt, und noch immer ist in den noch zum Verkauf stehenden Serien eine Anzahl großer und kleiner Gewinne vorhanden. Bessere Beleuchtung in den Reisezügen Um eine bessere Beleuchtung der Zuge zu ermöglichen, ändert jetzt die Reichsbahn die Abschirmung der Beleuchtungskörper im Innern der Personenwagen. Die bisherige Verdunkelung in den Reisezügen wird damit teilweise aufgehoben. Diese Maßnahme setzt voraus, daß die Vorhänge gern Wesen und Vorbereitungsformen von Bakterien, schilderte die Gefahren der Uebertragung der Krank- Ijeiten durch Insekten sowie durch unmittelbare Infektion von Mensch zu Mensch und wies schließlich auf die Möglichkeiten der Verhütung von Ansteckungen hin. Im Zusammenhang damit erörterte der Redner auch die Möglichkeiten einer Stärkung des Organismus von einer zielbewußten Ernährung her, die dem Körper mancherlei Schutzstoffe vermittelt und ihn gegen Infektionen widerstandsfähiger macht. Der Vortragende sprach anschließend über die wichtigsten Kyjegsseuchen und ihre Bekämpfung, wobei er die Erfahrungen des Wettkrieges ausführlich darlegte. Als wichtigste Kriegsseuchen haben zu gelten der Typhus, die Ruhr, die Cholera, die Grippe, das Wechselsieber, die Wundkrankheiten und die durch Läuse übertragbaren Seuchen (Fleckfieber, Rückfallfieber und Fünftagefieber). Außer- dem spielen im Kriege die Geschlechtskrankheiten eine wesentliche Rolle. Die Ermittlung der Seuchen ist durch das neuzeitliche bakteriologische FeLdlaboratorium gesichert, das außerordentlich leistungsfähig ist. Isolierung der Kranken, Schutzimpfung der Gefährdeten und die Vernichtung der Erreger sind die wichtigsten Auf- gaben der unmittelbaren Seuchenbekämpfung. Stets muß aber auch daran gedacht werden, daß neben diesen unmittelbaren Maßnahmen die allgemeine hygienische Erziehung steht, welche die persönliche Sauberkeit bei der Truppe, die richttge Ernährung, das richtige Verhalten bei Krankheiten berücksichtigt. Wird fortgesetzt gegen unhygienische Zustände mit aller Schärfe vorgegangen, wird weiterhin die Truppe anhaltend zu einer richtigen Lebensführung erzogen, so ist damit eine wichtige Aufgabe in der Bekämpfung der Seuchen erfüllt. Sobald aber eine Seuche ausbricht, ist eine muftergültige ärztliche Organisation in der Lage, die Seuchenherde durch Isolierung zu beschränken und die Seuchen durch Vernichtung der Erreger oder dessen Ueberträger, durch Schutzimpfung und durch chemische Heilmittel auszutilgen. Der Vortrag, der mit lebhaftem Interesse verfolgt wurde, fand starken Beifall. schlossen gehalten werden. Aushänge in den Abteilen machen darauf aufmerksam, daß die Reisenden hierfür verantwortlich sind. Wer dagegen verstößt oder Zuwiderhandlungen anderer duldet, hat Bestrafung auf Grund der §§ 9 und 10 des Luftschutzgesetzes oder der bahnpolizeilichen Bestimmungen zu erwarten. Meisterprüfung für Handwerker im Wehrdienst. Für diejenigen Handwerker, die sich in den vergangenen Monaten auf die Meisterprüfung vorbereitet hätten, durch die Einberufung zur Wehrmacht an der Ablegung der Prüfung aber gehindert wurden, hat der Deutsche Handwerks- und Gewerbe- Kammertag im Einvernehmen mit dem Oberkommando der Wehrmacht die Möglichkeit geschaffen, sich der Meisterprüfung zu unterziehen, soweit es ihre Dienstobliegenheiten zulassen. Dieser Regelung hat auch der Reichswirtschaftsminister seine Zusttm- mung erteilt. Die neuerlassenen Bestimmungen treffen im einzelnen Regelungen über das Zulassungs- und das Prüfungsverfahren. Dämpfkolonne zum Kampf gegen den Verderb. Es muß damit gerechnet werden, daß bei Eintritt milderen Wetters größere Mengen von erfrorenen Kartoffeln festgestellt werden, die selbstverständlich möglichst rasch eingesäuert werden müssen, damit sie nicht verderben. Um die Dämpfkolonnen in vollem Maße und bettiebssicher einsetzen zu können, ist schon jetzt Vorsorge zu treffen, daß sie sich in ordnungsmäßigem Zustand befinden und ausreichend Brennmaterial zur Verfügung steht. Soweit die Dämpfkolonnen mit Kohlen betrieben wurden, diese aber nicht ausreichend vorhanden sind, ist der Dampfkessel entweder gemischt mit Kohlen und Holz ober nur mit Holz zu heizen. Soweit Holz nicht in genügender Menge zur Verfügung steht, ist es von der Gemeindeverwaltung aus alten ober neuen Einschlägen freizugeben. Es muß felbstverstänblich barauf gesehen werden, daß, soweit dies irgendwie vermieden werden kann, Nutzholz nicht verwendet wird, sondern daß zuerst auf Leseholz und besonders Wurzelmaterial zurückgegriffen wird. ♦ ** Eine Achtzigjährige. Am morgigen Donnerstag, 8. Februar, kann Frau Elise R ü b l, Bruchstraße 14, in geistiger unb körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag begehen. Die Jubilarin nimmt noch regsten Anteil an ben Ereignissen unserer Zeit und liest mit großem Interesse täglich ihr Heimatblatt, den „Gießener Anzeiger". Wir beglückwünschen herzlich zum Geburtstag und wünschen der Hochbetagten einen weiterhin schönen Lebensabend. ** Einbruchsdieb st ah l. Wie die Krimi- nalpokizei mitteitt, würbe in der Nacht zum 7. Februar in einer Wirtschaft am Oswaldsgarten ein Einbruchsdiebstahl verübt. Der Täter zerbrach an der Sttaßenseite eine Fensterscheibe und stieg ein. Jrn Wirtschaftsraum öffnete er gewaltsam einen Rollschrank und entwendete Zigarren. Bargeld fiel ihm nicht in die Hände. Schöffengericht Gießen. Der H. M. in Usenborn ist an geklagt, in einem Schreiben vom 24. Juli 1939 den leitenden Beamten eines oberhessischen Amtsgerichts in übler Weise beleidigt und bei einer richterlichen Vernehmung am 7. September 1939 diese Beleidigung noch einmal wiederholt zu haben. Der Angeklagte scheint mit allen möglichen Mitteln die Verhandlung hinausziehen zu wollen. Im vorigen Termin erschien er wegen Erkrankung nicht. Im gestrigen Termin erschien er wiederum nicht, trotz ordnungsmäßiger Ladung. Auf Antrag des Anklagevertreters erging gegen den Angeklagten Haftbefehl. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Lang-Göns, 7. Febr. Den hiesigen Lehrern Gustav Herbst, Hermann Bender, Philipp Hofmann und Friedrich Conrad wurde vom Führer das silberne Treudienst-Ehrenzeichen für 25jährige treue Dienste im Schulwesen verliehen. Lehrer Hofmann wirkte seit dem 8. Februar 1905, also während 35 Jahre, an der hiesigen Volksschule. Kreis Büdingen. * Nidda, 6. Febr. Unterwegs aus feinem Heimatdorfe Ulfa nach Nidda brach der 76 Jahre alte pensionierte Reichsbahnbeamte Heinrich Ludwig auf der Landstraße plötzlich zusammen. Später hinzukommende Personen fanden den alten Mann als Leiche auf. Ein Herzschlag hatte den einsamen Wanderer auf der Landstraße weggerafft. Kreis Wehlar. LPD. Wetzlar, 6. Febr. Ein Kraftfahrer aus Brandobernborf hatte bei der Fahrt mit einer Zugmaschine mit Anhänge in dem Kreisort Kröffelbach bas Unglück, daß er an einer durch eine Dreschmaschine beengten Straßenstelle trotz langsamer Fahrt mit dem Anhänger einen Tele - graphenmast streifte, der um stürzte und eine Frau auf der Stelle tötete, während zwei weitere Personen erheblich verletzt wurden. Wegen berufsfahrlässiger Körperverletzung stand der Mann jetzt vor dem Gericht in Wetzlar, das ihn zu drei Monaten Gefängnis verurteilte. Die bisherige Unbestraftheit des Angeklagten und einige andere Gesichtspunkte ließ das Gericht als Milde- rungsgrünte für den Mann gelten. Rundfunkprogramm Donnerstag, 8. Februar. 6.10 Uhr: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: Landvolk, merk' auf! 8.15: Gymnastik. 9.15: Was wir Frauen heute wissen müssen. 9.30: Schulfunk (Mittel- und Oberstufe). Sana und Klang in der Schule. 10: Frohe Weisen. 11: Musik am Vormittag. Ausführung: Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 11.50: Stadt unb Land — Hand in Haiid. 12: Mittagskonzert. Das Orchester des Reichssenders München. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15.45: Bücher für unsere Soldaten. 16: Nachmittagskonnert. Ausführung: Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 17 bis 17.10: Nachrichten. 18: Ruf ins Land: Berichte des Landesernährungsamtes. 18.25: ,Herz, aufglühe dein Blut." Eine besinnliche Sendung für unsere Kameraden am Westwall. Dem Gedenken des Dichters Rudolf G. Binding. 19.25: Nach des Tages Arbeit. Dazwischen: 19.45: Politische Zeitungsschau. 20: Nachrichten. 20.15: Deutschlandsender. Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin 8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Ich hoffe, wenn du fünfzig bist, werde ich meine Ruhe haben", antwortete sie. Behutsam strich sie den schwarzen Seidenärmel auf ihrem Arm etwas zurück und sah die kleine Golduhr an. „Ich muß hinaus", sagte sie, „um acht Uhr fängt im Radio ein schönes Konzert an, das möchte ich hören. Laßt euer Abendessen nicht länger warten. Es war vorhin schon nebenan für euch gedeckt. — Julia hat auf dich gewartet, Ludwig. Hoffentlich erkennst du das an. Wo warst du denn so lange?" „Ach", sagte er ausweichend, „man wird immer länger aufgehalten, als man rechnet." Er gab feiner Mutter die Hand. „Nett, daß du herunterkamst unb Julia Gesellschaft leistetest. Das nächste Mal bringe ich bir etwas mit. Wirklich, man muh bantbar fein. Er faßte in bie Tasche. „Diesmal habe ich mir an Julia gebucht." Seine verknitterten Züge hellten sich auf. Seine Augen lachten. „Weißt bu, Julia, ich wollte bir gern eine Freube machen. Hast bu heute nachmittag nicht beinen kleinen Ring vermißt, ben mit ber Perle, ben bu sonst immer trägst?" „Ja!" sagte Julia rasch. „Ich hatte ihn beim Waschen abgelegt unb konnte ihn nicht roieberfinben. Du hattest ihn also versteckt?" „3a. Das heißt: nicht versteckt. Hier ist er. Ich brauchte ihn. Ich erinnerte mich nicht mehr ganz genau, wie klein ober dünn bein Ringfinger war. Er lachte über bas ganze Gesicht. „Unb ber Ring sollte boch passen." Er öffnete bie Hand, brachte ein viereckiges Elfenbeinkästchen zum Vorschein und ließ es aufspringen. Auf blauem Grund lag em schmalgefaßter ansehnlicher Brillant. „Ludwig!" stieß Julia heraus, mehr überrascht als im Augenblick erfreut; aber sie besann sich rasch. „Wie nett von dir. Was für ein schöner Ring." Sie setzte ihn auf, ließ das Licht sich brechen und bewegte die Hand. Frau Henriette warf einen kurzen Blick auf den Ring, dann auf den Sohn. „Entweder du hast etwas ausgefressen", sagte sie ahnungsvoll, „ober bu bist immer noch in Julia verliebt. Was kein Wunber wäre." Ihr Lächeln würbe weicher. Sie klopfte Julia auf bie Wange, nickte ihrem Sohn freunblich zu, gewissermaßen belobigenb, unb bann ging sie hinaus. Die schwarze Selbe rauschte. Als die beiden allein waren, legte Julia ihrem Mann die Arme um den Nacken. „Warum?" fragte sie leise. Er zog sie an sich. „Muß alles einen Grund haben? Weil heute schönes Wetter war. Weil ich vor dem Juwelierladen gerade an dich dachte. Genügt das?" Sie nickte. Er küßte sie. Seine Lippen waren kühl. Wie schwer das alles ist, dachte sie, und sie machte sich rasch los, als habe sie nebenan ein Geräusch gehört. Das Mädchen kam aber erst geraume Zeit später und bat zu Tisch. Ludwig Carlotti war heiter an diesem Abend. Er erzählte von einem Buch, bas er gelesen hatte; er machte einen Scherz, schenkte ein und trank ihr zu. „$aft bu Asmus einmal in ben letzten Tagen unten im Laben besucht?" erkundigte er sich. „Er hatte keinen kahlen Hals mehr, mit der Mauser ist er diesmal fertig." Asmus war ein Graupapagei, ben er vor einiger Zeit angebracht hatte. Er sprach ein paar englische Flüche, sagte damals damned und shut up, denn er kam von einem Steward, hatte an Bord gelebt und einige Male Afrika umfahren. Lubwig Carlottt hatte ihm mit unenblicher Gebuld solche Worte abgewohnt. Für solche Tierdressuren hatte er etwas; er verlor nie bie Gebuld, ereiferte sich nicht und brachte dem grauen Asmus neue Sätze und Worte bei. „®r sagt jetzt, sobald er eine Frau auftauchen sieht: „Julia ,ich liebe dich! Du mußt ihn besuchen. Er wird dich zum Lachen bringen. Du lachst zu wenig, Julia." Er betrachtete sie. „Hast du irgend etwas gern, das ich dir noch kaufen soll? Ein neues Kleid? 'Wollen wir einen Hausball geben? Möchtest bu unter Menschen? Wir haben in letzter Zeit ein bißchen einsam gelebt. Ich vergaß, daß ich eine junge Frau habe. Du müßtest mich vielleicht manchmal daran erinnern." Er lächelte ihr zu und hob nochmals fein Glas. Ihr wurde heiß. Worauf führte das hinaus. Wenn er doch nur nicht fo in der Art roeiterreben wollte. Sie bekam keinen Bissen mehr hinunter. Zum Glück sah er sie nicht länger an. Er war mit seinem Teller beschäftigt. Dann rief Zibilla an. Sie ahnte es, als das Telephon anschlug und rief ihm zu: „Zibilla hat zweimal angerufen, als du weg warst. Es scheint etwas Wichtiges zu fein. Wahrscheinlich ist er das da jetzt wieder. Ich habe ihm gesagt, gegen acht Uhr würde er dich hier erreichen. Ludwig Carlotti nickte ihr zu. Er nahm den Hörer ab und meldete sich. „Ach, Sie sind es, Zibilla, was haben Sie denn so Wichtiges?" Zibilla redete wie ein Buch. Von dem Perser erzählte er und von dessen unglücklichen Familienverhältnissen; schließlich kam er auf den höheren Preis, den der Mann jetzt für seinen, vormals seinen Bubbha bezahlen wolle. Die Zahl nannte er vorsichtshalber noch nicht. „Und was haben Sie Ihrem persischen Freund gesagt?" fragte Carlotti. „Ich habe ihm gesagt, er könne mitkommen, wenn ich Sie noch einmal aufsuchen dürfte." „Wollten Sie denn noch einmal zu mir kommen? Die Angelegenheit ist für mich erledigt, Zibilla. An dem Schränkchen liegt mir nicht sehr viel. Aber ich mache solche Geschäfte nicht, wie Sie sie Vorschlägen. Ich habe den Buddhakasten gekauft — erledigt." Aber der Perser lasse sich nicht abweisen, zeterte Zibilla; er sah ein gutes, schnelles Geschäft zerplatzen. Ob Herr Carlotti nicht so gegen neun Uhr unten in feinem Laden sei, Herr Carlotti sitze boch abenbs immer gern bei seinen Antiquitäten unb bringe bem Papagei das Sprechen bei, und ob er, Zibilla, nicht einmal vorbeikommen könne. Er habe auch noch einige andere Fragen zu besprechen, log er geschickt dazu. „Ich habe nichts dagegen", sagte Carlottt, „wenn Sie nachher bei mir vorbeikommen. So um neun Uhr bin ich sicherlich noch ein Weilchen unten im Laden. Aber nicht lange. Ich will meine Frau heute nicht den ganzen Abend all.in lassen. Sagen wir bis gegen zehn." Zibilla hängte dankend an. Noch war nicht alles verloren. Der Perser würde im Preis zulegen müssen, aber dem lag ja offenbar sehr viel an dem Kästchen mit dem Buddha. Er verließ zufrieden die Sprechstelle des Cafts, von dem aus er seine Geschäfte erledigte. Julia sagte mit unsicherer Stimme: „Du willst noch einmal in den Laden? Gerhart wollte dich sprechen." „Was will er? Ich muß allerdings noch einmal in den Laden, aber ich bleibe nicht lange/ Er sah sie mit einem verlangenden Blick an. „Wartest bu mit bem Schlafengehen auf mich?" Julia konnte nicht ausweichen. - „Ja", antwortete sie tonlos. Und sie dachte: vielleicht ist in einer Stunde alles anders. Gerhart wird mit ihm gesprochen haben. Ich brauche nicht mehr zu lüaen. Sie sah ihn an, wie er zufrieden vor sich hinlächelte, an seinen Teller zurückkam und weiteraß. Er ist schamlos, dachte sie. Ich habe keine Gewißheit, aber alle sagen es, und es wird stimmen: er kommt in dieser Stunde von der anderen. Was soll ber Ring? Es ist sein schlechtes Gewissen. Mutter hatte recht mit iyrer Bemerkung. Oh, wie kann ein Mensch so ohne jede Scham sein. Sie wandte sich um. „Entschuldige mich , bat sie. „Mir ist nicht gut." Sie legte Messer und Gabel hin. „Was hast du denn? Ist dir vielleicht die Freude über den Ring in die Glieder gefahren?" Sein Lachen war peinigend, fand Julia. Sie nickte und sagte mit zuckenden Lippen: „Die Freude, das wird es wohl sein." Dann ging sie hinaus. Er setzte sich kopfschüttelnd erst noch einmal an ben Tisch und aß zu Ende, ehe er nach vom ging in seinen Laden, besser gesagt in ben Ausstellungsraum seiner Sammlungen. Denn abenbs, wenn nach ber Straße zu bie dichten Rolläden den Raum abschlossen, wenn man nur über den Hof durch die Hintertür eintreten konnte, war dies kein Laden mehr; dann war es das private Museum des Herrn Ludwig Carlotti, in dem er umf)erging, hier ein Stück streichelnd, dort etwas Staub entfernend. Oder er saß am Tisch über einem alten Pergament. Vielleicht einen maurischen Dolch putzend, ein chinesisches Schachspiel mit gelben Elfenbeinfiguren aufbauend. Ober mit dem Graupapagei Asmus sprechend und chm Erdnüsse knackend, (Fortsetzung folgte G.A.-Gport. Arbeitstagung im NG^L.-Kreis Gießen. Die Gauführung des NSRL.-Gaues XII Hessen hat für die nächste Zeit in sämtlichen zwölf Kreisen wichtige Arbeitstagungen angesetzt, an denen auch maßgebliche Vertreter der Gauführung teilnahmen. Für den NSRL.-Kreis 8 Gießen findet diese Tagung am 10. Februar statt. Es nehmen daran teil alle Mitarbeiter der Kreisführung wie Fachwarte und deren Mitarbeiter, Unterkreisführer und Ringführer, ferner die Ortssportgemeinschaftsführer, wie auch die HI.- und BDM.-Stellenleiter und die Bannfachwarte und Unterga^fachwartinnen. Die Arbeitstagung ist öffentlich, d. h. Vereinsführer und Mitarbeiter aus den Vereinen sind zugelassen. * Der Gauobmann für das Männerturnen, R. Becker (Kassel), hat die Verlegung der Mannschaftskämpfe der Turner vom Februar auf März bekanntgegeben. Diese Kriegs-Vereinsmannschafts- kämpfe werden auch in unserem Kreise in Unterkreis- und Kreisklasse sowie in einer Altersklasse durchgesührt. Jede Mannschaft besteht aus drei Turnern. Für die Altersklasse gilt eine besondere Anordnung des Gauobmanns. Es wird erwartet, daß sich die Vereine trotz aller Schwierigkeiten restlos beteiligen. Das KriegS-Ieldbergfest 4940. Wenn man schon während des Weltkrieges keinen Augenblick gezögert hat, die Feldbergfeste auf der sagenumwobenen Taunushöhe durchzuführen, so liegt für das Krieqsjahr 1940 erst recht kein Anlaß vor, von der Veranstaltung des Feldberg- feftes Abstand zu nehmen. Der Feldberg- Ausschuß beschloß in seiner jüngst abgehaltenen Sitzung in Frankfurt a. M. die Abhaltung des Festes. Der Beschluß wurde einmütig gefaßt. Im Verlauf der Sitzung unterhielt man sich über technische und organisatorische Fragen. Das 87. Feldbergfest soll reich so ff en durchgeführt werden. Deutsch-italienischer Länderkampf im Abfahrtslauf. Zu einem neuen Zusammentreffen der besten Abfahrtsläufer von Deutschland und Italien kommt es nach den Wettkämpfen in Garmisch-Partenkirchen im Rahmen der Deutschen Schimeisterschaften am 9. und 10. März in St. Anton am Arlberg. Die beiden Rationen haben einen Länderkampf im Abfahrtslauf vereinbart. Sie stellen je fünf Läufer, von denen die drei besten gewertet werden. Italien wird voraussichtlich wieder seine drei Spitzenkönner Chierroni, Marcellin und Zanni einsetzen. Echützenverband im Dienst der Wehrerziehung. In Berlin kamen die Gau-Schützenführer des Deutschen Schützenverbandes im RSRL. zu einem Führer-Appell zusammen, lieber die Aufgaben des Verbandes sprachen u. a. Stabschef der SA. Viktor Lutze und Stabsleiter von M e n g d e n in Vertretung des Reichssportführers. Hauptgegenstand der Besprechungen, die SA.-Obergruppenführer Jütt- ner leitete, war die vormilitärische Wehrerziehung im Schießen, die in enger Zusammenarbeit mit der SA. schon erfreuliche Ergebnisse gebracht hat. Es wurde festgestellt, daß der Schützenoerband hier bisher feine Aufgaben glänzend gelöst hat, und daß jeder Schützenführer auch weiterhin bemüht sein wird, das enge Verhältnis zur SA. zu fördern. Nhein-Mainische Börse. Tendenz still. Pfandbriefe 100 nach 99 v. h. Frankfurt a. M., 6. Februar. Das Ereignis der heutigen Börse war die Heraufsetzung der Pfandbriefe auf pari (99) und ü-er KommunalObligationen auf 99 (98,50). Es ble-ibt nunmehr abzuwarten, ob diese Maßnahme den gewünschten Erfolg herbeiführt, nämlich eine Besserung des Angebots. Für die Aktienmärkte lagen auch heute wieder nur wenig Aufträge vor, bevorzugt blieben indessen Elektropapiere, die vorwiegend 0,50 bis 1 v. H. höher lagen. Im übrigen war die Geschäftstätigkeit anfangs außerordentlich klein, so daß nur wenig Erstnotierungen Vorlagen, die zudem kein einheitliches Bild boten. Etwas fester eröffneten JG.-Farben mit 174,75 (174), Metallgesellschaft auf die wieder 6 v. H. Dividende mit 131 (130,50), Verein. Stahl mit 106,50 (106,25) und Reichsbank mit 102,75 (102,65). Daimler Motoren gaben 1 v. H. nach auf 129, während Scheideanstalt nfit 236 und VDM. mit 167,50 unverändert blieben. Am Rentenmarkt beschränkte sich das Geschäft weiterhin in der Hauptsache aus Pfandbriefe, die jedoch meistens bei 99 limitiert waren, und auf Reichsschatzanweisungen, die weiter rege gefragt werden. Reichsanleihe-Altbesitz gewannen 0,13 v. H. auf 140,75 und im Freiverkehr Kommunal-Um- schuldung 0,13 v. H. aus 95,50. Außer der Ge- meiTrschaftsgruppe setzten auch die meisten anderen Institute ihre Pfandbriefe und Kommunal-Obliga- tionen auf 100 bzw. 99 herauf, Hess. Landesbank Darmstadt jedoch nur um 0,50 v. H. auf 99,50, Pfälzische noch unv. 99,75. Auch zu den erhöhten Kursen mußte noch vorwiegend repartiert werden. Liqui- Pfandbriese wenig verändert, ebenso Stadtanleihen und Jndnstrie-Obligationen. Von Auslosungsanleihen gaben Mannheimer Altbesitz auf 141,50 (142,50) nach. Auch im Verlaufe war das Geschäft am Aktienmarkt bei im ganzen wenig veränderten, vorwiegend aber etwas höheren Kursen still. Licht & Kraft gewannen zusammen 2,50 v. H. auf 157 bis 158, höher ferner AEG. mit 128,50 nach 128 und von TexWwerten Bemberg 142 nach unv. 141. Die später notierten Werte lagen uneinheitlich, meist aber ein wenig fester. Der Freiverkehr zeigte keine Veränderung gen. Tagesgeld unv. 1,75 v. H. Gießener Schlachtviehmartt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehoerteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41,5 bis 45,5, Bullen 39, Kühe 19 bis 43,5, Färsen 31 bis 49,5, Kälber 35 bis 62, Schafe 40 bis 42 Rpf. je Kilogramm Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,09, bl (135 bis 149,5 kg) 1,09, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,09, c (100 bis 119,5 kg) 1,07, d (unter 100 kg) 1,01, e—f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,09, i (Altschneider) 1,09, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. Jranffurfer Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. Febr. (Vorbericht.) Der Hauptmarkt für Kälber und Schweine und der Nebenmarkt für Schafe waren hinreichend beschickt. Das gesamte Vieh wurde zugeteilt. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 RM., Hämmel 35 bis 51 RM., Schafe 28 bis 44 RM., Schweine 49,5 bis 55,5 RM. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise liebevoller Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen, die Kranz' und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte am Grabe sagen wir hiermit herzlichen Dank. Frau Emma Wallenfels und Kinder. Gießen, 7. Februar 1940. __622D Karl Christ und Kinder. Gießen, den 7. Februar 1940. 0407 Allen, die uns ihre herzliche Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen entgegenbrachten, sägen wir innigen Dank. Besonders danken wir den Schwestern des Katholischen Schwesternhauses für die liebevolle Pflege. Steinbach, den 6. Februar 1940. 642D Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie die ehrenden Nachrufe und Kranzspenden bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen aller Hinterbliebenen: Frau Eleonore Walb, geb. Horn. Annahme-Llniersuchungen für die Waffen--^ und Schutzpolizei. Am 21. Februar 1940, um 15 Uhr beginnend, und am 1. März 1940, um 8.30 Uhr beginnend, sinden in Gießen, im Gebäude Gartenstr. 1, Annahme- Untersuchungen statt: Angenommen werden Freiwillige für: 1. -Berfugungstruvven (einschl. Leibstandarte ff Adolf Hitler); Jahrgänge 1918-1922 — Mindestgröße 170. 2. ff-Totenkovfstandarten: a) mit Dienstzeitverpflichtung, (12 Jahre, Lebensberuf: Polizei oder Wehrbauer, Jahrgänge 1921-1922. Mindestgröße 168 mit 17 Jahren. b) ohne Dienstzeitverpflichtung, (aber dabei Ableistung der Wehrdienstpflicht) Jahrgänge 1901 —1912 (bevorzugt SA.- Münner und Pg.) 3. Schutzpolizei: Ungediente Männer derJahrgänge 1905-1912 und 1918-1920. Geeignete Bewerber können sich bei der Annahme- Untersuchung als Freiwillige melden.624D Ich iiöe meine Praxis ab Mittwoch, 7.Februar wiederaus Sprechstunden zunächst nur nachmittags von 1/23 bis l/2f> Uhr Hausbesuche bitte bis 12 Uhr anzumelden Operative Tätigkeit Evang. 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Barzahlung: 1 Kleiderschrank, 1 Küchenschrank, 1 Büfett, 1 Klavier, 1 Wanduhr, 1 Radioapparat, 1 Staubsauger, 1 Waschkesselofen, 1 Gasherd, ein Mantelkessel, 6 Eßservice, 40 verchromte Schalen, IDosenverschluß- Ein-und halbjährige Handelsfachklassen für Schüler mit Volksschulreife und höherer Schulbildung, bei Sekundaoder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude Hieben, Goethestr. 32 Ruf 2486. Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8 jähriger Schulbildg. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Aufnahmeprüfung bereits vor Ostern stattfindet und eine spätere Aufnahme nicht vorgenommen werden kann. Starke Nerven, frisches Aussehen, gesunden Appetit erreichen alt und jung durch Lebens-Elixir Dr. Schieffei Zeugen gesucht. Die alte Dame ausHamburg,die am 4. Jan. geg. 17 Uhr in der Steinstraße einer Frau bei einem Unfall behilflich war,wird umAn- gabe ihr. Adresse gebeten u. 0410 an d. Gieß. Anz. 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