Die Auffassung in Lissabon man Rege Lufttätigkeit an der griechischen Front. Ll-Voot gegen Gelettzug pS J > Eine spanische Ansicht. f ui I e aucy Die xecnnir oes öeerneges? 9^11^7 1,, 1 Ti; v .'7 \W. Die U-Boote lieferten den Geleitzügen regel- sches Bewachungsfahrzeug 7E,e Schlackten und versenkten arofte Teile des i feru Trotz schlechter Sicht iddien uni rangen dti igeszeilur: erfQ.lt m biit imVtf- r'.j komnw für wtlditi in. Ob ta -r den Vn- der viel« •rall bitt« Leben Heb tu Aulstlt; in eine nie wieder gutzumachende Niederlage be- Kr^ehe. eklen Kinde ►sVorwirtP angen nod t, reldi » trlagsleüsiij Oer Angreifer ist unbedingt überlegen Englands Unfähigkeit, hinreichende Verteidigungsmittel bereitzustellen. Italienischer Wehrmachtbericht. Rom, 5. Dez. (DRV.) Der italienische Dehr- machkhericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front haben auch am gestrigen Tage in den Abschnitten der beiden Armeen Angriffe und Gegenangriffe siattgefunden. Unsere normalen und Sturzflugbomberftaffeln bom- bardierten, kräftig unterstützt von Jagdfliegern, militärische Anlagen, Slrahen, Brücken, Kampfwagen und Prooiantkolonnen sowie auf dem Marsch befindliche Truppen. Die Strahe Premeti —Perati wurde besonders wirksam und wiederholt angegriffen und an verschiedenen Stellen unterbrochen. Die Stützpunkte von Korfu, Zante und Prcvesa wurden mit Bomben belegt. Bei einem Kampf zwischen einer unserer Jagdstaffeln und einer feindlichen Fliegerstaffel wurden fünf feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Am 29. November hat unser U-Boot „Delfiüo" einen griechischen Zerstörer im Aegäischen Meer versenkt. In O st a f r i k a haben feindliche motorisierte Einheiten eine unserer Stellungen westlich von Tes- sene angegriffen, sind aber sofort zurückgefchlagen worden. Feindliche Einflüge auf Lheren und Ghinda haben weder Opfer, noch Schäden verursacht. Lin feindliches Flugzeug wurde von unseren Jägern abgeschossen. Feindliche Flugzeuge, die über die Schweiz Konteradmiral Stohwasser wurde 1884 geboren. 1901 trat er, nachdem er auf dem König-Albert- Gymnasium zu Leipzig die Reifeprüfung bestanden hatte, in die Kriegsmarine ein. Zunächst tat er als Wachoffizier auf Torpedobooten und dann als Tyr^ pedobootskommandant Dienst. In den ersten Jahren des Weltkrieges wurde ihm das E. K. II und E. K. I verliehen. Kurz darauf erfolgte feine Ernennung zum Chef einer Torpedobootsflottille. Gegen Ende des Weltkrieges hatte Stohwasser verschiedene Kommandos an Land. Von 1924 bis 1926 war er Chef des Stabes der Inspektion des Bildungswesens, anschließend erfolgte feine Verwendung im Sperrwaffendienst. !**! M .^chkil,» ltÄrtrtz «glich, in M A iii etNg' Mielge^ lang es dem Bewacher, das feindliche Flugzeug abzuschießen, ehe dies den beabsichtigten Torpedoangriff zur Durchführung bringen konnte. Konteradmiral Stohwasser mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 5. Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Konteradmiral Stohwasser. Er ist seit Kriegsbeginn mit der Durchführung von Rlinenaufgaben betraut. Unter persönlichem Einsatz an Bord seines kleinen Führerbootes hat er ohne Rücksicht auf seine Person (Konteradmiral Stohwasser ist 56 Jahre alt) diese Aufgabe zum größten Teil an Ort und Stelle selb st geleitet und überwacht. Das durch ihn gegebene Beispiel hat sich auf die ihm unterstellten Verbände übertragen. Rur fo konnten die ihm gestellten Aufgaben unter schwierigsten Verhältnissen erfolgreich durchgeführt werden, während der Norwegenaktion hat sich Konteradmiral Stohwasser auf Grund seiner seemännischen Erfahrungen, feines soldatischen Könnens bei schärfster Unkerseeboots- gefahr als Leiter einer Transport staffel besonders bewährt und seine Dampfer verlustlos zu ihren Bestimmungsorten geleitet. Sein Verdienst sind der vorzügliche Geist der unter seinem Kommando stehenden winensuchverbände und damit auch deren erfolgreiche Unternehmungen. Englands Agitation greift ins Leere Oie Araber werden sich von England nicht täuschen lassen. Berlin, 5. Dez. (DNB.) Donnerstagvormittag versuchte ein britisches Torpedoflugzeug ein deut- . u-ouu« uviuuh wii ~ . J in der Nordsee anzugrei- e Schlachten und versenkten große Teile des Isen. Trotz schlechter Sicht und starkem Seegang ge- bungW"11'®11 Jhlung«""* irtiafllt1!1" gen des englischen Außenamtes dauernd vereitelt worden seien, die arabische Welt in einen Stacheldrahtverhau zu zwingen und durch die englische Diplomatie mißbrauchen zu lassen. Dom italienischen Rundfunk sei die arabische Welt wie« derholt vor der von England betriebenen italienfeindlichen Agitation gewarnt und b;e Solidarität Italiens mit dem Unabhängigkeitswillen der arabischen Welt betont worden. Wegen der Schlagkraft der Tatsachen werde di>e englische Agitation ins Leere greifen. Agenzin Stefani sagt, Italien hab-e immer mit lebhaftem Interesse die von den Arabern in Palästina, in Aegypten, im Irak, in Hadramaut und den anderen Gebieten geführten Kämpfe um die Unabhängigkeit verfolgt. Der Feind dieser Völker sei der gleiche, den Italien und Deutschland bekämpften. Die gegenseitigen Gefühle der Freundschaft und der Solidarität zwischen den arabischen Völkern und den Nationen der Achse hätten daher eine natürliche und feste Begründung im gemeinsamen geschichtlichen Interesse. „Die Araber wissen, daß ihre Befreiung ausschließlich durch den Zusammenbruch Englands erreicht werden kann, gegen das Italien und Deutschland unerschütterlich bis zum Endsieg kämpfen werden." -K V Schiffsraumes, der aus allen Teilen der Welt England Nahrung bringen müsse. Von der berühmten Blockade, von der England bis in die letzten Tage vor Kriegsausbruch gesprochen habe, könne man jetzt nichtsmehr hören. Die Versenkung von Geleitzügen 'und die Zerstörung von Industriestädten wie Coventry würden nur dann den Krieg nicht entscheiden, wenn es bei vereinzelten Aktionen bleibe. Unglücklicherweise für England zeige jedoch die häufige Wiederholung solcher Taten die Unmöglichkeit, sich dagegen zu schützen. Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag. Berlin, 5. Dez. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum 4. Dezember griffen Kampfflugzeuge trotz schlechter Wetterlage London und Birmingham an. In den Londoner Stadtteilen Paddington, Kensington, Batterfea wurden starke Brände beobachtet. Auch in Birmingham entstanden nach heftigen Explosionen neun große und zahlreiche kleine Brände. Ferner wurden Southampton und andere Städte angegriffen. Am Tage beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf Aufklärungsflüge. In der Nacht zum 5. Dezember richteten sich Angriffe gegen Süd- und Mittel-England. Britische Häfen wurden weiterhin vermint. Einige britische Flugzeuge warfen in der Nacht in Westdeutschland Bomben und beschädigten einige Wohnhäuser. Gestern wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen, davon zwei durch Flakartillerie. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. * Die amerikanische Agentur United Preß berichtet, daß die deutschen Bomber nach einem kurzen Angriff auf London nach Birmingham weitergeflogen seien, das in Blitzkriegsmanier angegriffen worden sei. Bei den Angriffen, die am frühen Abend begannen und mit nur 20 Minuten Unterbrechung bis nach Mitternacht angehalten hätten, hätten sechs Bezirke der Stadt schwer gelit- t e tl Viele Geschäftshäuser und andere Gebäude seien dem Erdboden gleichgemacht worden. Die erste Welle der Angreifer habe nicht weniger als 90 Minuten über der Stadt gekreist, und schon nach kurzer Pause sei der Angriff mit größter Heftigkeit wieder ausgenommen worden. Britisches Flugzeug durch Bewachunqs- fahrzeug der Kriegsmarine abgeschossen Slowakische Zukunstsprobleme Don unserem G.-Korrespondenten. Daneben stehen soziale Probleme im Vordergrund der slowakischen Neuordnung. Die Slowakei will auch da eine dem neuen Europa entsprechende Lösung finden. Ein Zentralarbeitsamt, das erst kürzlich geschaffen wurde, sorgt heute für den slowakischen Arbeiter. Das frühere Gewertschaftswesen wurde bereinigt; Gesetze, die bessere Arbeitsbedingungen und Familienlöhne sichern, stehen vor der Einführung. Mit dem Bau der ersten tausend Arbeiterwohnungen wurde bereits begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb Jahresfrist $u Ende geführt werden. Es geht den verantwortlichen slowakischen Stellen auch darum, den Lebensstandard des einfachen slowakischen Arbeiters zu heben. Und in der Tat, es kann heute bereits die Feststellung gemacht werden, daß eine Bessern na in den sozialen Belangen der slowakischen Arbeiterschaft zu verzeichnen ist. Die slowakische Regierung steuert dabei auch dem von den Juden früher besonders geförderten Alkoholgenuß des slowakischen Arbeiters und Bauern. Einschränkungen im Alkoholausschank und Verlegung der Lohnauszahlungen vom Samstag auf einen anderen Arbeitstag haben sich gut ausgewirkt. Ein weiteres Problem, das heute die slowakische Regierung beschäftigt, ist die Rücksied- l u n g der slowakischen Arbeiter aus dem Ausland. Dor dem letzten Krieg gab es etwa 40 000 Slowaken, die als Arbeiter in Belgien und Frankreich ihr Leben fristeten und dorthin ausgewandert waren, weil ihnen ihre Heimat unter dem Benefch- Regime nicht genügend Brot bieten konnte. Nun find bereits die ersten 2000 Arbeiter aus Frankreich in ihrer alten Heimat eingetrosfen, wo sie fch fort in den Aufbauprozeß des neuen Staates eingeschaltet werden. Die neue Entwicklung im Lande zeigt ein reges Arbeitstempo. Zehntausende Hände regen sich. Neue Eifenbahnlinien entstehen, Hunderte Kilometer Straßen werden gebaut, eine Autobahn wird vorbereitet, neue Jndustrieun- ternehmungen erstehen. Ein eigenes Jndu- strialisierungsgesetz, das kürzlich vom Parlament verabschiedet wurde, beginnt sicy auszuwirken. Die slowakische Arbeitslosigkeit ist trotz des einsetzenden Winters auf die bisher nie erreichte Zahl von 10 000 gesunken. Es geht vorwärts in der neuen Slowakei, die den ihr zustehenden Raum auch im neuen Europa voll und ganz ausfüllen und zu einem wertvollen Glied in der Reihe der Staaten der Neuordnung machen will. kamen, warfen Bomben über Turin ab. Sie verursachten einen Toten und drei Verwundete in der Nähe eines Krankenhauses. Ferner entstanden einige Brände in einer Färberei, einet Wollspinnerei und einer Teppichfabrik, die sofort gelöscht wurden. Militärische Ziele wurden nicht beschädigt. Die feestrategische Lage im Mtelmeer. Rom, 6. Dez. (Europapreß.) Durch Minenfelder, U-Boote und Torpedoboote, schreibt Gayda im „Giornale d'Jtalia", werde Tag und Nacht der Kanal von Sizilien, die einzige Verbindungsstraße zwischen dem wesUichen und östlichen Mittelmeerbecken, überwacht und die Durch, fahrt der englischen Geleitzüge gestört und verhindert. Immer seltener passierten die englischen Geleitzüge die Straße. Die Durchfahrt sei schwierig und gefährlich geworden. Auch i m Aegäischen Meer erfülle die italienische Kriegsmarine die ihr gestellte Aufgabe der Kontrolle und Fesselung der englischen Seestreitkräste mit gleich glücklichen Ergebnissen. Die englische Flotte geige sich in den mondhellen Nächten besonders rührig. Sie fühle sich in der Hellen Mond- nacht besser gesichert gegen die Bedrohung der ita- lienischen Streitkräfte. Mit den kommenden Dollmondnächten werde daher ein neuer englischer Angriffsv ersuch zu erwarten sein. Der zentrale Teil des Mittelmeeres werde aber von der italienischen Kontrolle beherrscht. Die episodischen Angriffsversuche der englischen Flotte hätten es bisher niemals vermocht, die strategische Lage Italiens in ihrem Werte zu mindern. Üt iBÖHlItl M' Rom, 6. DeL (Europapreß.) Zu dem neuen Versuch der englischen Propaganda, die arabischen Staaten durch das Schreckgespenst einer beabsichtigten Unterjochung durch die Achsenmächte auf die englische Seite zu ziehen, schreibt das „Giornale d'Jtalia", England schiebe dem Gegner die gleiche Absicht in die Schuhe, die England selbst durch viele Jahrzehnte gehabt habe. Doch die Araber ließen sich von England nicht tauschen. Den arabischen Staaten sei der Wert des Wortes und der Loyalität des faschistischen Italiens bekannt. Nicht erst seit heute habe Italien die angriffslustige Ab- sicht Englands auf die arabischen Staaten aufgezeigt und die Falschheiten und Ungereimtheiten der verleumderischen englischen Propaganda bewiesen. Aber den Arabern sei bekannt, daß sie in Italien einen hartnäckigen Verteidiger gegen die englischen Uebergriffe in Palästina gefunden hätten. Auch die freundschaftlichen, niemals gestörten Beziehungen Italiens zum Sepien und zu Ibn Saud seien bei den Arabern nicht in Vergessenheit geraten. Die Ausschaltung der Engländer aus den arabischen Staaten werde deren Entwicklung und Fortschritt sicherlich fördern. Den Arabern fei es wohlbekannt, bemerkt „Tri- buna" zu den amtlichen Erklärungen Deutschlands und Italiens, daß von dieser Seite die Bemühun- Englands Ausschaltung vom Kontinent. NSK. Der unaufhaltsame fortschreitende Zusammenbruch der britischen Macht beginnt für die Völker unseres Kontinents seine atembefreiende Wirkung auszulösen. Geistige, politische und wirtschaftliche Fesseln, die durch englische yntrigefünfte oder aber offene Gewaltanwendung im Laufe der letzten Jahrhunderte die Bewegungsfreiheit fast fämt-, kicher Festlandsnationen lähmten, fallen von den zerschundenen Gliedern der Betrogenen. Diese Ausschaltung Englands hat unserem Kontinent endlich wieder Gelegenheit gegeben, nachzudenken und das Schicksal der Vergangenheit mit den Möglichkeiten der Zukunft zu vergleichen. Was sich gegenwärtig in der europäischen Politik abspielt, kann daher nur als eine allgemeine De« monstration gegen Britannien bezeichn net werden. Europa hat erkannt, daß in dem großen Kampf um eine neue, bessere Ordnung, die den Frieden und ''bie Wohlfahrt der Völker künftig sichern soll, England nur noch die Rolle des entlarvten Verbrechers spielt, der einmal tobend und schreiend, einmal bettelnd und mitleidheischend seine bisherigen Taten zu verdecken oder zu beschönigen sucht. In London, wo man durch die verantwortungslose Entfesselung des neuen europäischen Völker- dramas die allmählich entglittenen politischen Zügel glaubt straffen und das Aufbegehren der jungen autoritären Nationen erdrücken zu können, mußte man die bittere Erfahrung machen, daß die militärische und politische Schlagkraft des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens alle britischen Erwartungen bei weitem übertraf und nach einem Jahr harter Auseinandersetzungen das politisch-diplomatische Ansehen der englischen Plutokratie sich schon bedenklich dem Nullpunkt nähert. Die erträumten Festlandkombinationen ließen sich nicht wie in früheren Koalitionskriegen herbeiführen. Es fehlte den Briten einfach an neuen zugkräftigen Parolen. Im 18. Jahrhundert trieb man — angeblich zur Verhinderung des Zusammenschlusses zweier europäischer Kronen — unter dem Motto: die „Freiheit Europas" ist in Gefahr, die Völker des Kontinents in vier schwere Koa- unter G - für «Ljy- Madrid, 6. Dez. (Europapreß.) Der Berliner j Mi chterstatter der Zeitung „Ya", (Barriga, Bibert die Wirkung der deutschen U B 0 0 tsan - Ij £' f f e auf England. Die Versenkung von 110 000 U SE'I Freien oder 15 englischen Schiffen aus einem e i t 3 u 0 a n einem Tage stehe nicht ver- £<25)1^. fcelt da, sondern sei eine Wiederholung der l&äge vom 19. und 20. .Oktober. Es gehe daraus per, daß die Unterstützung durch die L u f t - M f e auch die Technik des Seekrieges geändert b- Die U-Boote lieferten den Geleitzügen regel» Preßburg, Dezember. Die Aufnahme der Slowakei in die Reihen der Kulturvölker als gleichwertiges Mitglied, wie Mi- x.sterpräsident Dr. Tuka bei seiner Ankunft aus Berlin am Preßburger Brückenkopf den Beitritt lines Landes zum Dreimächtepakt kennzeichnete, it nicht nur den jungen Staat außenpolitisch ge- -ftigt; sie wirkt sich auch aus die innerpolitische ntwicklung aus. Das Programm Dr. Tukas, der 1 der Spitze der Neuordnung in der Slowakei rht, lautet, im jungen Staate — beispielgebend für 15 übrige Ausland — die neuen Grundsätze zur I urchführung zu bringen. Im engen Zusammenhang mit einer Entgiftung | r Atmosphäre im Innern steht die grundsätzliche Mfung der slowakischen Judenfrage und die i tijung der sozialen Probleme des Landes. ei der letzten Volkszählung bekannten sich rund 1000 Personen zum Judentum; die eigentliche ahl der Juden in der Slowakei dürfte zumindest ppelt so groß fein. Aber auch diese Zahlen geben in annäherndes Bild davon, wie tief die Juden der slowakischen Wirtschaft, der Industrie, dem anbei, im Geldwesen und in sonstigen einträg- hen Berufen saßen. Bei der letzten amtlichen alkszählung im Jahre 1930 faßen 35 863 Juden führenden Stellungen der slowakischen Wirtschaft, e ersten Maßnahmen zur Lösung der Judenfrage igten, daß etwa 2000 Lokale, Gast- oder Kaffee- iufer im Lande in jüdischen Händen waren. Sie urben inzwischen gesperrt und arisiert. Im Jahre ;38 gab es in der Slowakei noch immer 867 jüdi- ce Aerzte; heute gibt es noch deren 200. Von den 618 Rechtsanwälten des Preßburger Verbandes raren 291 Juden. Sieben Freimaurerlogen sicherte den Juden und ihrem Anhang den Einfluß ijr. Lande. Heute geht man Schritt um Schritt der Lösung Ir Judenfrage entgegen. Die Juden dürfen nicht r»hr Politiker sein, sie wurden aus der Presse, aus In öffentlichen Diensten, aus der Armee, den {Ijulen und akademischen Berufen zum Großteil abgeschlossen. Schwierigkeiten ergaben sich in der listen Zeit lediglich bei der endgültigen Ueberfüh- rnifl jüdischen Besitzes in arische Hände. Ein eige» ms Hentralwirtschaftsamt wurde zu diesen Zwecke geschaffen. Mit den aufgezählten Maß- nchmen ist das Programm der Regierung Dr. Tuka ! ö!cr bei weitem nicht erschöpft; es sieht gerade Ir der Judenfrage eine weitgehende, grundsätzliche Lsung vor. Rom, 6. Dez. (Europapreß.) Die Agentur Ste- fcii schildert den Eindruck der von Deutschland bk anntgegebenen Bilanz d e s Lufurieges br Zeitraum von 15 Tagen in den internationalen K-Yen Lissabons. Vergeblich, so sage ... 6t-1, habe England nach dem überraschenden Achtbaren ersten Angriff auf Coventry auf eine Alle des Mitleids in der Welt gehofft. Die erweckende Schroffheit des englischen Egoismus habe iii Welt in diesem Konflikt zur Genüge feststellen kö nen und sei daher durch das furchtbare Schick- sü! des englischen Industrie-Zentrums nicht im Endest en gerührt worden. Die Wirksamkeit und Macht der neue’n deutschen pPtif im Luitkampf ergebe sich aus der U n - sähigkeit Englands, eine zu der Macht des I mischen Angriffs in entsprechendem Verhältnis Menoe Masse von Verteidigungsmitteln | ® allen Gebieten bereitzustellen, die von deutschen W sstnangriff en getroffen werden könnten. In ‘ seem tragischen Spiel sei der Angreifer [ji b e r 3 e i t unbedingt überlegen, weil er Angriffsziel nach freiem Ermessen und in keiner Wii.se gebunden wählen könne. Aber die englische Mlwaffe könne die deutschen Angriffe in keiner Plieren Weise beantworten als durch Bomben- f»ürfe in einem auf den deutschen Angriff folgen» «n Tage an irgendeinem für die Kriegführung und Jtn Ziele vollkommen bedeutungslosen vi in Deutschland oder an der französischen Küste. Sn internationalen Kreisen Lissabons nehme man E-c» an, baße diese gewaltigen deutschen Angriffe Truppenmassen auf dem Festlande landen, wenn * erst die deutsche Luftüberlegenheit gebrochen ist!" jon p En Sie w Mtoim m Jh.ii Heb Wie fc nid \\n ho rqen “ W i-tM , nxnn toeI iÜlti pohifl jd# >eir ,btii । ■W ”! * dien1 in. do • bie01 willen W y ft 11 scheu Staaten ein. Er warnt eindringlich vor Derartigen Belastungen und betont, Daß wirtschaftliche Arbeit viel nötiger sei. Südamerika brauche Absatzmärkte und Wirtschaft». Hilfe, aber nicht Rüstungen. Die angebliche .Hnvasionsgefahr" sei eine Utopie. Tatsächlich würde Die größte Gefahr für Südamerika ein Ein.- ■] gehen auf die „Verteidigungspläne" der Vereinig.' " ten Staaten und Die Damit verbundenen untragbaren Belastungen fein. Berlin, 5. Dez. (DNB.) Zum Tode des ®?n<- M(jl ralmajors Wolff vou Stutterheim erließ p ftL h Reichsmarschall Goring foIgenDen Nachruf: „An Den Folgen seiner im Feldzug gegen Frank . 5 reich erlittenen schweren Verwundungen starb am } 2.12.1940 für Führer und Volk der Generalmajor i Wolff von Stutterheim, Inhaber des Ritterkreuzes 5 zum Eisernen Kreuz und Ritter Des Ordens Pouir ö le mSrite. Mit ihm verliert die Luftwaffe einem h Offizier, Der im Weltkrieg für feine hervorragend« I Tapferkeit mit dem höchsten preußischen Orden uni p in diesem Krieg mit Dem Ritterkreuz ausgezeichnet |l wurde und der im gegenwärtigen Kampf um bi* p Freiheit und die Ehre Großdeutschlands als Conk i mobore eines Kampfgeschwaders ein einziger- i tiges Beispiel besten deutschen Sol- i| datentums gegeben hat. An EinsatzfreuDiqkeil ; | . „Die tödliche Gefahr, die für England durch das U-Boot, Das Schnellboot unD Den Bomber entsteht, braucht man gar nicht erst hervorzuheben." Dieser inhaltsschwere Satz Der Londoner „Daily Mail" wurde in einer Situation geschrieben. Die gekennzeichnet ist durch die immer rascher anwachsenden Versenkungszahlen. Noch immer nicht hat sich Die Regierung Churchill entschließen können, auch nur eine Zeile über Die Vernichtung Des Ge. leitzuges vom 3..bzw. 4. Dezember-bekanntzugeben, diese 160 000 Tonnen versenkten Schiffsraumes — an einem einzigen Tage! — stellen immerhin über 4 Millionen Zentner wertvollster Landung an Lebensmitteln, Rohmaterialien usw. bar. Im Kon, klave Des Unterhauses aber. Das wieder einmal in Geheimsitzung tagte, hat Minister Anderson eine allgemeine Rede Darüber gehalten, Daß eine Der Hauptsorgen Der Regierung Durch die „Drohungen gegen Die SeeverbiuDungswege Englands" verursacht werde, und hat zugegeben, daß es sich Dabei für England um eine lebenswichtige Frage handele. Aber Mister Anderson hatte auf. tragsgemäß auch gleich einen Trost für die Mitglieder des Unterhauses, Deren eigene Sorge sich vorher in zahlreichen Anfragen an die Regierung geäußert hatte. Er teilte nämlich mit, daß Chur, chill seine „unvergleichliche Erfahrung in Fragen Der U-Boote, Der Luftangriffe und Der Geleitzüge" jetzt persönlich in Den Dienst bet Aufgabe stellen werde, den Engländern die zur Versorgung nötigen Seewege wieder freizumachen! , Wir wissen nützt, ob Diese Eröffnung nach dem bisherigen völligen Versagen der Churchillpolitck auf allen Kriegsgebieten noch irgendeinen Eindruck : auf die Unterhausmitglieder gemacht hat. Wir ge. stehen aber Dafür gern, Daß wir mit der Praxi» der „unvergleichlichen Erfahrungen" des Herrn Churchill gerade hinsichtlich Der U-Boote, Der Luftangriffe und Der Geleitzüge sehr zufrieden sind. Es zeugt von Der Dürftigkeit Der Ansprüche, Die das Unterhaus heute noch an Die Katastrophenregierung . Churchill stellen kann, wenn in der gleichen Sitzung f . Der englische Ernährungsminister Dalton dem il r * Haufe versichern Durfte, Daß Die „britische Blockade ft-ft gegen DeutschlanD vorzüglich funftio-• n i e r t" — niemand unter Den ehrenwerten Un=* « * I M Hl ftn I) 1" !tin ffl und Heldenmut wird dieser hochbewährte Offizien iliiijf allen Fliegern immerdar ein leuchtendes Vorbild hip. z bleiben. Die Luftwaffe senkt in stolzer Trauer bi* Fahnen vor diesem Toten, Der Der Tapferste« ! ftih Ursula geht wieder ins Büro. Don ff. 3R. Tleuberi. Ein Vierteljahr vor dem Krieg hatten sie geheiratet und eine hübsche Wohnung bezogen. Jetzt war Ursula allein in ihrer Wohnung. Seit sechs Monaten war Werner Soldat. Da sie nicht gewohnt war, untätig zu sein, war sie unaufhörlich beschäftigt: mit dem Aufräumen Der Zimmer, mit Einkäufen, mit Strickarbeiten/ Briefeschreiben und Telephongesprächen. Die Korrespondenz wurde bald «hre Hauptbeschästibung. Sie schrieb nicht nur an Werner, der natürlich die meisten Briefe bekam, sie schrieb auch an Tanten, Nichten, Neffen und halo- vergessene Freundinnen. Briefeschreiben und Telephonieren lag ryr ja sozusagen im Blut, von ihrer früheren Tätigkeit als Sekretärin her. Mit Der Zeit aber merkte sie, Daß sie dies alles nicht befriedigte, daß viel ßeerlauf in ihrer Geschäftigkeit war. In dieser Zeit traf sie in einem Kaufhaus zufällig eine Bekannte aus ihrem früheren Wirkungskreis. Jene Dame fragte nach Ursulas Ehe, nach ihrem Mann, und ob schon „etwas Kleines" angekommen wäre. Als Ursula etwas verlegen verneinte: „Noch nicht!", kam man auf das Büro zu sprechen. Ursula hörte, was beim alten geblieben war und was sich inzwischen verändert hatte. Sie sah plötzlich ihr Bürozimmer mit Der Schreibmaschine und Dem Telephon vor sich. Eine Vase mit Blumen stand wie immer auf dem Tisch, und die Sonne lugte ins Zimmer. „Der hat Denn ietzt meinen Platz?" fragte sie unvermittelt. Sie horte einen fremden Namen. „Uebrigens", lächelte die Bekannte, „Dr. Brauns hat Sie neulich noch gelabt" Ursula errötete ein wenig. Sie hätte gerne noch weiter geplaudert, aber die Dame blickte auf ihre Uhr und verabschiedete sich plötzlich. „Sie werden verstehen, ich habe wenig Zeit. Büro und Haushalt! Sie haben es ja besser!" Sett dieser Begegnung ging Ursula ein Gedanke nicht mehr aus dem Sinn. Konnte sie ihre Zeit nicht viel nutzbringender verwenden? Vielleicht konnte sie wieder bei ihrer alten Firma anfangen, wo man so zufrieden mit ihr gewesen war. Am liebsten hätte sie Werner von ihrer Absicht geschrieben, aber sie fürchtete, daß er damit nicht einverstanden sein würde. Seit sie im letzten Jahr einmal ernstlich krank gewesen war, war er immer etwas übertrieben besorgt um sie. Aber sie war ja längst gesund. Sie würde es schon schaffen. Essen konnte sie ja in Der Kantine Der Fabrik, und was es rouft noch zu besorgen gab, nahm ihr vielleicht manchmal jemand im Hause, ab. So ging sie eines Tages au Dr. Brauns. „Fräulein Solf!" rief er überrascht aus, „Verzeihung, Frau Mertens!" Sie brachte ihr Anliegen vor. Dr. Brauns lachte. „Das trifft sich ausgezeichnet. Sie können sogar ihren alten Platz einnehmen. Frau ÜBeinert aeht zum Ersten." Und Da er ihre lieber« raschung sah, setzte er lächelnd hinzu: „Sie erwartet nämlich ein Kind!" Etwas aufgeregt war Ursula in den Tagen vor ihrem Dienstantritt. Nun war es entschieden. Was würde Werner sagen? Wie würde sie mit allem fertig werden? Denn so einfach wie früher war es Doch nicht mehr. Sie hatte nun Die Wohnung, Die Verhältnisse waren schwieriger geworden. Aber sie wollte es schaffen. Sie vertraute sich ihrer Nachbarin an, einer älteren Dame, Die sofort bereit war, ihr manche Besorgung abzunehmen, wenn es nötig sein sollte. Der Monatserste kam, und Ursula trat ihren Dienst an. Auf ihrem Tisch fand sie einen Blumenstrauß, Den ihr Die alten Mitarbeiterinnen hingestellt hatten. Sie fühlte sich rasch wieder heimisch in diesen Räumen, fand auch bald den rechten Ton zu Den Kolleginnen und Kollegen. Einige neue Ge sichter waren Da, manche fehlten. Sie fragte nach. Pahlk, einem jungen Menschen aus Der Registratur, der sie in seiner schüchternen Art immer em bißchm verehrt hatte, ohne Das sie es ernst genommen hätte. Sie hörte, daß er in Polen gefallen sei. Es ging ihr nahe, und sie saß etwas versunken vor ihrer Schreibmaschine, aber Dann flutete Die Arbeit zu ihr und ließ ihr keine Zeit mehr zu Grübeleien ... Nun ging sie schon einige Wochen wieder ms Büro, hatte sich eingelebt und war mit allem fertig geworden, auch wenn es manchmal nicht leicht fiel. Werner hatte sie noch nichts Davon geschrieben. Sie wollte ihn überraschen, wenn er Weihnachten auf Urlaub kommen würde. „Gut siehst du aus!" würde er sicher sagen. Dann konnte sie es ihm ja gestehen und — ihr Sparkassenbuch holen, denn was sie durch ihre Tätigkeit mehr verdiente, wollte sie für Anschaffungen sparen, die für das Kind nötig sein würden. Eines Tages aber kam Werner unerwartet nach Haufe. Er hatte unverhofft Urlaub bekommen. Zwar hatte er ihr noch geschrieben, doch der Brief kam am gleichen Morgen an, an Dem auch Werner eintraf, und Ursula war schon ins Büro gegangen. Werner rief vom Bahnhof aus zu Hause an. Niemand meldete sich. Sie wird auf den Markt gegangen fein, dachte er. Als er eine halbe Stunde später vor seiner Wohnung stand, lärmte er vergnügt mit Der Briefklappe an der Tür, um sich anzumelden, aber auch dieses Zeichen blieb unbeantwortet. Er schloß Die Tür auf und trat in Die Wohnung. Im Flur lag fein Brief auf dem Fußboden. Ursula mußte fortgegangen sein, bevor der Postbote gekommen war. Na, sie muß ja bald kommen, sagte er sich, packte ein Paket aus, in Dem er Eßwaren mit geb rächt hatte, und begann zu essen. Dann wurde er müde, legte sich auf Die Couch, um ein bißchen zu ruhen Als er erwachte, war es schon Drei Uhr nachmittags Erschrocken richtete er sich auf. „Ursula", rief er, „warum hast Du mich so lange schlafen lassen?" Er nahm an, sie hätte sich auf Zehenspitzen wieder ans Dem Zimmer geschlichen, als sie ihn schlafend fand. Im Nebenzimmer hatte sie sicher Den Kaffeetisch hergerichtet. „Ursula", rief er noch einmal. Sein Ruf blieb ohne Antwort. Er lief ins Nebenzimmer, Der Tisch war ungeDeckt, er lief ins Nebenzimmer, Wohnung, Ursula war nicht da. „Merkwürdig", murrte er. Auf einmal schlich sich Mißtrauen in seine Gedanken. Vielleicht war sie die Nacht gar nicht heimgekommen? Gleich schalt er sich aus. Dumme Gedanken. Ader er lief Doch ein wen-g wütend durch die Zimmer. Die Schritte hörte Frau Gürtler, Die ein Stockwerk tiefer wohnte. Die etwas ängsttiche Dame wunderte sich. Wer konnte Denn jetzt Da oben in der Wohnung fein. Die junge Frau war doch im Büro. Frau Gürtler dachte an Einbrecher und klingelte ihren Flurnachbarn heraus. Dem sie von ihrem Verdacht Mitteilung machte. Herr Kadelberg wechselte erst einmal seine weichen Hausschuhe mit festen Straßenschuhen, verbarg für alle Fälle feinen Gummiknüppel in feinem Rockärmel, Dann stieg er mit Frau Gürtler Die Treppe empor. Vor der Tür lauschten sie angestrengt auf die verdächtigen Schritte. Als sie klingelten, hielten sie es plötzlich für Leichtsinn, diese Sache ohne Schutz eines Wachb meisters übernommen zu haben. Wenn nun wirklich Einbrecher mit vorgehaltenem Revolver heraussprangen, um sich rücksichtslos einen Weg g» bahnen? Sie hörten Schritte sich nähern, die Tür ®ur&e mit einem Ruck geöffnet und — nein, es spränge« keine Einbrecher mit Revolver und Gesichtstuch heraus^ Der Besitzer der Wohnung selber, der auf Urlaub gekommene Herr Mertens steckte ein menij ärgerlich den Kopf heraus. „Sie find's, Herr Mertens, stotterte Frau Gürtler. „Wer falls Denn sonst fein?" knurrte Der Soldat. „Weiß Denn Ihre Frau ...?" wagte Frau Gürtler zu fragen. „Nichts weiß sie, und ich auch nicht", machte er seinem Herzen Luft, „wissen Sie, wo sie steckt? W etwas passiert? Ist sie verreist? Ist sie ..." „Ach Gott," sagte Frau Gürtler, „passiert ist nichts, es geht ihr gut, nur ..." „Was nur?" Aber da sie noch im Flur stand, besann er sich und bat sie herein, während Herr Kadeil- berg zu seinen weichen Hausschuhen ellte. Nun ci- zählte Frau Gürtler lang und breit, wo Ursula roit und weshalb sie es ihm noch nicht geschrieben hat!*. Werner ging auf und ab. „So!" sagte er mm, „so!" Weiter nichts. Was aing in ihm vor? Plötz' aber lachte er. Er sah auf Die Uhr, nahm MuAr und Koppel, schob Frau Gürsier zur Tür hinaus, schloß die Wohnung ab und lief die Treppen hinunter, immer Drei Stufen auf einmal. Als Ursula nach Büroschluß auf Die Straße tm sah ske an der Stelle, wo früher manchmal SBernef auf sie gewartet hatte, einen Soldaten, der sie M Werner erinnerte. Sie blickte schärfer hinüber, un) Der Soldat eilte jetzt über den Fahrdamm. Da er kannte sie ihn. Die Freude machte sie ganz starr. & trat auf sie zu, überreichte ihr einen kleinen Blumenstrauß und sagte lächelnd: „Wie einst im Maik Nachher saßen sie in Der kleinen Konditorei, dik in der Nähe lag und früher manchmal von ifjnti besucht wurde, wenn er Ursula abgeholt hattt- Werner war nicht im mindesten böse. Er verstand Ursula. Und wie gut sah sie aus, die Freute hatte ihre Wangen gerötet. »Kleiner Kamerad? sagte er. Es war ein neuer Klang in seiner Stimm, nicht mehr übertriebene Sorge, sondern Anerkenn nung, Freude und Stolz. , i I F DO Ni -I i Oie Enthüllung des Behring-Denkmals rt|d)o|li Die ono'.i e. Tatsch h Nh ’9 dkz «J Ä rita ein & )er Deniniz enen unticj litte* )e des Si« jeim tiil ad)ruj: ' gegen W fen starb a ©enerfllmcr. Ritterlrews Orten« Pc: stwafje «in hervomgr'^ :n Orten i# ausgezei^ ampf m rts als M einjlfl6' schen St chhfmticlj ahrte M -ndes W >r Trauer er W\ Die Lu 87 und ihr Konstrukteur Don Oberleutnant Zabel. i eines M mr nun v ooloer hrrer i flUr' Fd ilK 1 seinen Ehren unterblieben auf Wunsch des Caudillo selbst Die neuen Botschafter und Gesandten Frankreichs. Rumäniens Und Finnlands in Madrid werden General Franco am Samstag ihre Beglaubigungsschreiben überreichen Der Caudillo wird sie im Madrider Palacio Real, dem alten Königsschloß. empfangen. Luden in Rumänien vom Mili ärdienst ausgeschlossen. B u k a r e st, 6 Dez. (Europapreß.) Rach einem soeben veröffentlichten Gesetz werden in Rumänien alle Juden vom Militärdienst ausgeschlossen. Jedoch sind die Juden verpflichtet, eine durch das Finanzministerium jeweils festgesetzte Steuer zu bezahlen, die nicht nur während der eigentlichen Dienstzeit, sondern auch im Falle von Einberufungen oder Mobilisierungen zu entrichten ist. Diese Steuer mutz auch- von solchen Juden bezahlt werden, die ihrer körperlichen Konstitution nach für den Militärdienst untauglich wären. Vermögenslose Juden, die keine Steuer entrichten können, werden zu Arbeiten im Interesse des Staates herangezogen, wozu auch zahlungskräftige Juden herangezogen werden können. scheu Amtes im Reichsluftfahrtministerium gestellten Forderungen sind als Einzelarbeit in der Ju 87 erfüllt. Der Bau des Flugzeuges selbst ist eine Gemeinschaftsleistung, sind doch der Motor, der auch in anderen Kampfflugzeugen eingebaute Jumo 211, ebenso wie die verwendete Luftschraube, ein Erzeugnis der Junkers-Werke. Trotz der verhältnismäßig kleinen Abmessungen des Flugzeuges mit nur einem Motor und zwei Mann Besatzung, die in den Anfängen sich aus Jagdfliegern zusammensetzte, ist in der Bauweise der Ju 87 eine große Festigkeit vorgesehen. Diese ist gleichbedeutend mit der von Jagdflugzeugen und solchen Kampfflugzeugen, bei denen ein Bombenabwurf nur im Horizontalflug vorgesehen ist. Mehr als einmal ist die gute deutsche Werkmannsarbeit an vom Feindflug zurückgekehrten Stukas bewiesen worden. Die festgestellten Schäden hätten an anderen Flugzeugtypen ausgereicht, diese außer Gefecht zu setzen. Der Konstrukteur der Ju 87, Dipl.-Jng. Pohl- mann, kam schon 1914 zur Fliegerei. Er lernte bei Grade und war im Weltkrieg bei der Fliegertruppe, so auch ein Jahr bei der Bombenversuchsabteilung. 1917 geriet er in englische Gefangenschaft. Seit 1923 Mitarbeiter von Pro,essor Junkers, hatte Pohlmann alle Voraussetzungen für die it)Ai gestellte Aufgabe, die er in so glänzender Weise gelöst hat. Schon im Verlauf des ersten Kriegsjahres haben die Feinde Grotzdeutschlands zu spüren bekommen, welches überragende Kampfmittel die deutsche Luftwaffe auch in seinen Stukas besitzt, dem auch der letzte Feind, England, keine gleichwertige Waffe entgegenzustellen vermag. Für die jetzt zu jeder Stunde gegen die Insel rollenden Angriffe stehen bereits neue noch wirksamere Sturzkampfflugzeuge zur Verfügung. Die tapferen Besatzungen, die unter dem Befehl des Reichsmarschalls wieder ury» immer wieder in Verband- und Einzelflügen die lebenswichtigen Zentren, die Rüstungsindustrien des britischen Empire zielsicher zu treffen wissen, haben als die besten Soldaten der Welt auch die besten Waffen in ihren geschulten Händen. In Marburg versammelten sich — wie wir schon ausführlich berichtet haben — führende Männer der deutschen Wissenschaft, darunter die Rektoren aller deutschen Universitäten und Vertreter der medizinischen Wissenschaft von 23 Rationen, um die 50. Wiederkehr des Tages zu feiern, an dem Emil von Behring die ersten grundlegenden Ergebnisse seiner Jmmunsorschungen der Oefsentlichkeit übergab. Rach einem Gedenkakt in der Aula der Philipps-Universität wurde in der Nähe des Hygienischen Instituts, dessen Vorstand Behring gewesen war, ein Denkmal für den großen Forscher enthüllt. Unser Bild zeigt den Rektor der Universität (rechts) nach der Kranzniederlegung am Denkmal. (Scherl- Bilderdienst-M.) # Die Aufgaben der modernen Serumforschunq. Im Auditorium Maximum der Universität Marburg wurde die große wissenschaftliche Arbeitstagung eröffnet, die im Rahmen der Erinnerungs- feier für Emil von Behring zahlreiche Wissenschaftler und Aerzte aus Deutschland und allen Teilen der Welt zu gemeinsamer Arbeit vereinigt und die Aufgabe hat, den augenblicklichen Stand jener Forschungsgebiete aufzuzeigen, die sich auf das Lebenswerk Behrings aufbauen. Der derzeitige Leiter des Hygienischen Instituts der Universität Marburg, Die ersten Versuche, die zum Fragengebiet des Sturzkampfflugzeuges führten, liegen mehr als 10 Jahre zurück und diente dazu em Ganzmetall-Jagdeinsitzer, die Junkers K 4 7. Zu Beginn des Aujbaus der nationalsozialistischen Luitwaffe gab der jetzige Generaloberst Übet die Anregung, kleine, wendige Flugzeuge zu bauen, die im Sturzflug auf kleinste Ziele angesetzt, größte Treffsicherheit gewährleisten. Den Auftrag dazu erhielten neben anderen Luftfahrt-Industriebetrieben auch die Junkers-Flugzeug- und Motoren-Werke m Deffau. Viele große und neue Gesichtspunkte waren zu berücksichtigen, die nicht nur das Material betrafen, sondern auch der m e n s ch l i ch e n L e i - stungsfähigkeit galten. Lange Versuche waren nötig, um die beste Lösung zu finden, denn neben seinen besonderen Eigenschaften für den Sturzflug muß das Flugzeug auch im Honzontal- flug schnell und wendig, also fest und für die oft rauhen Beanspruchungen der Front geeignet fein. Im Sturzflug und erst recht beim Angriff soll der Flugzeugführer so viel als möglich entlaftei werden, um feine Aufmerksamkeit ganz auf den äi e l a d w u r f richten zu können. Da bei einer eschwindigkeit von rund 150 m/sek. ein Verschätzen in der Höhe schwerste Gefahren bringt, ift eine gewisse Sicherheitshöhe notwendig. Der Radius, den das Flugzeug beim Abfangen beschreibt, darf nicht zu klein (ein, da sonst Kräfte auftreten, die der Mensch nicht mehr zu ertragen vermag So kam es zum automatischen Sturzflug, dh mit Auslösung der Bombe wird gleichzeitig das Flugzeug abgefangen. Durch sinnvolle Einrichtun. gen ist der Flugzeugführer in ber Lage, sich ganz der Durchführung seiner mihtarifdjen Aufgabe zu widmen Die technischen Handgris'e sind auf die nur unbedingt notwendigsten beschränk^ Die beim Sturzflug einerfeits erwünschte hohe Geschwindigkeit ist aus schon genannten Gründen unbrauchbar. Die Sturzflugbremse wurde geschaffen, die an den Tragflächen einen zusätzlichen Widerstand erzeugt und die Geschwindigkeit des Flugzeuges auf ein erträgliches Matz herabfetzt. Alle diese in vielen Stunden durchdachten Einzelheiten zusammen mit dem vom Ches des technl- e-igniffes, dem man früher bestenfalls zehn Zellen im Handelsteil gewidmet hätte, daraus schließen, daß man drüben notgedrungen schon sehr genügsam geworden ist. Tatsächlich hat England auch in diesem Fall alle Veranlassung, sehr bescheiden zu sein. Denn von dem gesamten türkischen Export gehen 50 o. H, also die volle Hälfte, nach Deutschland, aber nur 10 o. H., also ein Zehntel, nach England. Der Anteil Deutschlands an der Ausfuhr der Türkei ist mithin fünfmal [ o groß wie der Anteil Englands. Deutschland hat schon Anfang Juni ein vorläufiges Handelsabkommen mit der Türkei unterzeichnet, dem bann am 25. Juli ein regelrechter Warenaustauschvertrag folgte. Oer Geburtstag des Canditto. Madrid, 5. Dez. (Europapreß.) Den 48. Geburtstag des Caudillo nahm die spanische Presse um Anlaß, Arbeit und Leistung des spanischen Staatsoberhauptes zu würdigen. General Franco verbrachte seinen Geburtstag im Prado, feiner Madrider Residenz, die vor den Toren der Hauptstadt liegt und während der Monarchie Sommer- refibeng der spanischen Königsfamilie war. Viele führende Persönlichkeiten erschienen, um ihre Glückwünsche zu übermitteln. Weitere Festlichkeiten zu Senf, 6. Dez. (DRB. Funkspruch.) Zur Ermor- hug Chiappes bringt die Wochenschrift „Grm- ’jcre" Feststellungen des Schwiegersohnes des auf Kn Flug nach Syrien von den Engländern ab- >«chof(enen Oberkommisiars, de Carbuccia. Car- iixcia schildert den höchst verdächtigen Umstand, daß k Londoner Nachrichtendienst die Ernennung Ut:appes sofort gemeldet habe, obwohl seine Be° nrung nur wenigen Personen bekannt war. Ferner o')e in Vichy eine bedeutende Persönlichkeit des t-somatischen Korps, die die Engländer gut kennt, appe folgenden Rat gegeben: „Vermeiden 6 e, zu sagen, wann Sie abreisen werte Geben Sie nötigenfalls eine falsche Reise- Nu t e an, sonst wird Sie der Intelligence Ser- »Is nicht an kommen lassen." (!) i Lhiappe habe dann Weisung erhalten, sich eilends o.s bem'ßuftroege auf seinen Posten zu de- ds" -sichel Achill 1 batte bie $1 Sorqt s. Nte zb hl, ff« unh ' Nk die i; klzÄM 0 nad)^ 'W* ie.n < Wu h- d-- fe e.bttfc, che, bie fenregifr. chm 6ite Uton V che ßloijt funtlii, 'werten 'il) i bem H Dag peirij ie große bl »ungehö mben, on krochen iH* Hebung der Kaufkraft des Güdostens. Die Weltwirtschaftskrise hat bie sübosteuropäischen Staaten ruiniert Erst bas nationalsozialistische Deutschlanb bot ihnen einen aufnahmefähigen Markt zu guten unb beftänbigen Preisen Aber nun lief unb läuft bie englische Agitation mit ber Behauptung (parieren, baß Deutschlanb bie Jndustriealisie- rung bieser ßänber verhinbere. Der Direktor von IG Farben, Dr. Max Jlgner, hat jetzt auf einer Wirtschaftstagung angesichts ber Wiener Meffe zu diesem Thema einige sehr klare Worte gesagt Er ging bavon aus, baß gegenwärtige bas Volksein- ging bavon aus, baß gegenwärtig bas Volkseinkommen Großbeutfchlanbs 90 Milliarben RM., bas aller Englischer Geleitzug von deutschen Fernkampfbatterien beschossen. B e ^11 n, 6. Dez. (DNS. Funkspruch.) Am 5. Dezember In der Abenddämmerung beschaffen deutsche Fernkampfbatterien einen englischen Geteitzug. der dicht unter der englischen k ü st e aus dem Kanal durch die Straße von Dover nach Osten zu gelangen versuchte. Einige Schiffe erhielten Treffer. Auch die Hafeneinfahrt von Dover wurde wirksam beschossen. Mlliarden RM. beträgt. Großdeutschlcmb führt 6, ganz Sübosteuropa aber nur 1,4 Milliarden RM. ein. Auf den Kops ber Bevölkerung entfällt in Deutschland ein Einkommen von 1100, in Südosteuropa von 225 RM. Soll Sübosteuropa e i n kauffähiger Handelspartner Deutfch- lands sein, so muß sein Volkseinkommen teigen. Die Landwirtschaft ist in Südosteuropa verelendet, in der Industrie werden Hungerlohne gezahlt unb bie Angestellten haben zum Leben zu Diel unb zum Sterben zu wenig. Am wichtigsten ist noch immer die Landwirtschaft. Sie muß intensiviert und durch den Anbau von hochwertigen Oel- und Spinnfaserpflanzen, ergänzt werden. Daraus ergeben sich schon landwirtschaftliche Ne- benin&uftrten, wobei z. B daran zu erinnern ist, daß die so blühende Metall» unb elektrische Industrie sowohl in Mitteldeutschland wie in Prag ihren Ursprung in landwirtschaftlichen Nebenindustrien hatte. Auf der anderen Seite stehen lanbwirtschastliche Veredlunasindustrien: von ben Brennereien bis zu ber Konservenindustrie. Die Wiener Messe war gerabezu ein Stellbichein dieser ersten Versuche der Sübostländer auf dem Gebiete der lanbwirtfchaftlichen Veredlungs- und Konservenindustrie. Dazu kommen noch alle a n • deren Industrien, deren Standort durch die natürlichen Produktionsverhältnisse eindeutig bestimmt ist: mag es sich nun um Hüttenwerke ober um bie Holzverarbeitung handeln, wobei nur daran zu erinnern bleibt, daß das Holz auch eines der wichtigsten Rohstoffe für bie moberne Chemie ift Von Ziegeleien, Zementfabriken, Schiffswerften ufw. ganz zu schweigen. Dazu kommt bie Entwicklung eines ausgebauten Verkehrsnetzes von Straßen, Autostraßen, Bahnen unb Kanälen. Der Donau—Ober-Kanal und der Rhein—Main—Donau- Kanal haben schon in Serbien die Idee einer Verbindung ber Donau unterhalb von Beigrab mit bem Griechischen Meer unb in Rumänien einen Kanalbau zur Abkürzung bes letzten Donauknies auf- tauchen lassen. Verkehr aber bedeutet roieber Schaffung neuer günstiger Stanborte für inbuftrielle Anlagen. Es kommt nur barauf an, daß die wirtschaftliche Planung die Intensivierung ber Gesamtwirtschafi Osteuropas im Gesamtrahmen von Mitteleuropa und Sübosteuropa sieht. In diesem Sinne hat die deutsche Wirtschaft auch ben sübosteuropäischen Staaten bereits wesentliche Hilfsdienste geleistet, etwa beim Ausbau der südslawischen Eisenwerke ober ber rumänischen Holz- unb Petroieumindustrie. Der beutsch-rumänische Wirtschaftsvertrag vom 24. März 1939 macht aus dieser Zusammenarbeit gerabezu ein System auf lange Frist. Engländer unb Franzosen haben ausschließlich finanzkapitalistischen Raubbau im Süboften getrieben, selbst bie Verhüttung ber sübosteuropäischen Erze im eigenen Lanb muhte durch staatlichen Druck erzwungen werden. Dr. Ho. Kleine politische Nachrichten. Der Führer empfing in der Neuen Reichskanzlei ben zur Zeit auf einer Vortragsreise in Deutschlanb weilenden schwedischen Forscher Sven H e d i n. * Am Freitag trifft in Belgrad ber deutsche Schauspieler Heinrich George ein, ber ber Aufführung seines Films „Dunja, bie Postmeisterstochter" vor gelabenen Gästen beiwohnen wird. * Der deutsche Chemiker Profesior Friedrich Bergins hielt auf Einladung der Jugoslawisch deutschen Gesellschaft in Belgrad einen Vortrag über die Revolution der Rohstosse, dem Männer der jugoslawischen Wirtschaft mit Handelsminister Dr. Andres an ber Spitze beiwohnten. • Der vom Reichsführer mit ber Umsiedlung ber Volksdeutschen aus Bessarabien unb der Dobrubscha beauftragte ^-Obergruppenführer ßorenx besuchte General 21 n t o n e s c u und überbrachte chm eine Spende des Reichsführers ff für die Erd- bebengeschädigten in Rumänien. * Der Reichsprefsechef besuchte die deutschen Kriegsberichter und Journalisten in Pans, um sich über chre Arbeit Bericht erstatten zu (affen und ihnen bie Richtlinien für ihre weitere Presietätigkeit zu geben. Reichsprefsechef Dr. Dietrich sprach auch bie führenden Vertreter der französischen Presse. Der Unterftaatsfefretär im Londoner Schatzamt, Sir Freberick Philipps, ist in Washington ein» getroffen. Er wirb Auskunft erieUen über die finanzielle Lage Englands und Verhandlungen über etwaige nordamerikanische Kredite an England fuhren. Als Nachfolger bes Ende November an einem angeblichen Herzschlag gestorbenen Yunis Saleh Pascha ist der bisherige Finanzminister Hassan S a d e k Pascha zum ägyptischen Wehrmini st er ernannt morden. Das Finanzministerium würbe Abd el Hamid $ ad aui Pascha übertragen. .etter, das anfangs recht günstig war, lud)1 LUULUC UCUIl «4-ln.uui uu -Wit J[1UJ 1 liebevolle Erziehung Carl Kranes machte „Brahma" I öfleit. dann aber zum zweiten Leittier der Elefantenherde I D gut, i Hochschule oder Universität sie in Oberifalien beobachtet. [len1 Oe! ben ' teors hat noch durch Sekunden eine stark leuchtende -----v - -----/ -----/ ----------- ----- ' -----/ ocwuaxteilet 4- v. ev Spur seine Bahn am nächtlichen Himmel bezeich- fnNm-nihrrK bn ft st vollendeten 69. Lebensjahre. W. Gießen (Asterweg 59), den 4. Dezember 1940. Die Beisetzung fand in aller Stille statt und BDM.-Ancehöiigen zu 40 Pf. 54260 m 194041 Zarirgero Pül Erwin Bootz vom Kabarett der Komiker, Berlin nt Kaufgesuche Gießen Bahnho Straße 49 Ruf 3941 am Markt 04001 Stadttheater soll man Mäntel, Kleider und Stosse immer demZsvecke anaevatzt wählen! — Auch leichte Stücke halten lange, wenn mau sie nicht so sehr strapaziere« möchte — die Hauvtsache ist, solch ein Stück ist gut! — Und daß es modisch und kleidsam ist, das versteht sich von selbst bei Am 2. Dezemb* entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liehe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grobmutter, Schwester, Schwägerin und Tante St glint Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Schmitz, Hallenmeister a. D. Stu- Ber- 8in bie € b n 9t nii fie ne bü Für müde Füße iß un-bleibi/ et Ins' S’ttf bis ’ Stab sch i olle wer .. Heini Si „100 W! beri beit firn auf Fai 5k neu 5k Studenten können und an welcher studieren wollen. Ein Meteor Samstag, 7. 12. 20'/. Uhr Kameradschasfs- abend imHesiischenHos. Art.-Kamerad- schatt von 1895. D bltbi fall Dor IM ter, Mo fine »ei» D Gerade WEIL es Punkte kostet Aus aller Welt. Schweres Flugzeugunglück in der schwedischen Kriegsmarine. ! köinfl : unö J bett der 9 verschlechterte sich plötzlich, so daß nicht alle Maschinen zu ihren Stützpunkten zurückkehren konnten, zumal die Wolkendecke sehr niedrig hing. Auf dem Flugplatz war man sich über die Schwierigkeiten der ungeübten Piloten im klaren und versuchte, mit den Fliegern in Verbindung zu kommen. Nach geraumer Zeit gelangte eine Maschine wohlbehalten in den Flughafen zurück, während die übrigen fünf Maschinen s i ch nicht mehr zeiaten. Bei einer sofort unternommenen Nachsuche fand man drei völlig zerstört. Von den fünf Insassen dieser drei Maschinen waren zwei Fliegerkadetten tot, während die anderen drei sich in schwer verletztem Zustande befanden. Man befürchtet, daß die noch fehlenden zwei Maschinen von dem gleichen Schicksal ereilt worden sind. Norwegische Handelshochschüler studieren in Deutschland. Reichskommissar Terboven hat an zwei Karten RM. 1.— bis RM. 3.— in der Verkaufsstelle Selters- weg 60 (Rui 2141) und an der Abendkasse ASTRA addiert, saldiert und schreibt Vorführung kostenlos u.unverbindlich Kurz nach 22.30 Uhr ist am Mittwoch in Monse- lice bei Padua (Venetien) ein großer Meteor beobachtet worden, dessen Leuchtkraft so bedeutend war, daß sie die nächtliche Dunkelheit stark aufzuhellen vermochte. Nach dem Verschwinden des Me- Am Sonntag ist im Zirkus Krone in München der Elefant „B r a h m a" gestorben. „Brahma" entstammte einem bekannten europäischen Zoo und wurde beim Ankauf als bösartig bezeichnet. Die dern in jedem Einzelfalle nachzuprüfen, ob die Ste'uerkarten richtig ausgefüllt sind oder nicht. Dr. M. prüst die Sieuerkarte nach! Eine Verpflchtung für Betriebsführer und Gefolgsmann. Entstandener Schaden wird dem Nachlässigen nicht vergütet. Stegen-Jfleidun^ Mäntel — Umhänge — Kapuzen (punktfrei) ^port-Zerndi Giebener Vortragsring Volksbildungsstätte Gießen, Goethe Bund, Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) Donnerstag, den 12. Dezember 1940, abends 2 l/4 Uhr, in der Neuen Aula der Universität LICHTBILDER-VORTRAG des Reisescbriftstellers Dr. COLIN ROSS Das neue Asien MODEHAUS Carl Nowaclc Inhaber: CARL HEINZ SCHLÜTE# Seltersweg 81, Ruf Der Opferfonntag soll ein tag der Inneren Einhehr und eines wirklichen Opfere fein. !N9er ui, 6 eit'V I- Die 9 Deutscher Aloenvereiu Zweig filmen - Oberhessen Sonntag, 8. Dezember 1940. 16 Uhr pünktlich, im Hörsaal des Kunstwissenschafti. Instituts der Universität, Ludwigstraße 34 Licht bi :d.-Vortrag d. Herrn Oberburöe meislers LR. Dr. BL1ÜM: DieVogesen ein deutsches Mittelgebirg. Für Mitglieder, Angehörige und Gäste (Eintritt frei).M39d Ein Meisterabend froher Unterhaltung W, In Musik gesetzte frohe Laune Jungs totales u. Spitzwegerichsaft ab 65 Pf.b.Katärrh, Husten, Asthma Schleim usw. bestens bewährt erprobt u. gut wirkend Kräuterhaus Jung d.Jachgeschäft Gießen i.d.Ntäusburg Fünflinge in Mexiko. Die Frau des Landarbeiters Rodrigues schenkte auf der Farm Paso Hondo bei Allonde fünf Mädchen auf einmal das Leben. Man befürchtet jedoch, daß zwei dieser Mädchen nicht am Leben bleiben, werden. Frau Katharine Schmitz geb. Weller Gut erhaltener schwarzer omo ton Ml (20Rm.)zuverk. Neustadt 49 II. Die Mitglieder des Goethe-Bundes und der Kulturellen Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein/ haben auf Mitgliedsausweis (Kontrollabschnitt G.B. Nr.2, K.V. Nr. 6/ bis zu 3 Plätzen freien Eintritt. Ebenso haben die Mitglieder des Vortragsnnges der KdF. gegen Vorlegen des Mitgliedsausweises freien Ein ritt. Die tfi'.glieder der Gesellschaft tttr Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontrollabschnitt Nr. 6 Karten zum ermäßigten Preis von RM. —.50. Mitglieder der NS. Franentichalt, des Landscha'tsbundes Volkstum und H'imat erhalte j Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf., Nichtmitglieder zu RM. 1.- bei Challier, Neuenweg. Kartenvorverkaufsstelle der KdF., Seltersweg60, und Abendkasse. DieA- gehörigendtsVerasstaitungsrinnes d r KJ. erhalten Eintrittskarten z. ermäßigten Preis von 30 Pf., Studenten, Ml itär und die Hörigen EJ.- Bei Hebungen im Blindflug in der Nacht sollten mehrere Fliegeranwärter ihre Pllotenprüfung beenden. Das Wi Will Glahe mit seinem berühmten Orchester 9 Dezember a Montag Gloriapalast,193uUhr des Zirkus Krone. Seine unheimliche Größe veranlaßte Carl Krone, für „Brahma" einen eigenen. Eisenbahnwaggon bauen zu lassen, der dem riesigen, alten Tier nun jahrzehntelang ein Heim wurde. „Brahma" legte in diesem Wagen etwa viermal die Reise um die ganze Welt zurück. Der Elefant hat das Alter von hundert und etlichen Jahren erreicht, Er soll schon im Jahre 1865 in dem Festzug anläßlich der Proklamation der Queen zur Kaiserin von Indien in Delhi geschritten sein. Deutschland ergehen lassen. Die betreffenden selbst entscheiden, welche Fächer denten der norwegischen Handelshochschule in gen eine Einladung zu einem zweifemestrigen kostenlosen Studien-Aufenthalt in Hauplichc-Meuer: D, ftrteönd) WUbeim Lange SleUvemete» oel HaupNchri-tteilers- Ernst Blum schein, «erantroortii* ür Polttii uni 8übet Dr. Hr. W. Kange für das flfeid.ieton: Dr. Hans Thyriot; üt (Stab' Gießen, Provinz, Äinichau u. Sport: Ernn B-umiche n. - ; Saltrat das erlösende Fußbad! Durch Überanstrengung geschwollene und schmerzend« Füße finden schnell Äelebung in einem Saltrat-Fußbab, Denken Sie immer an diese tausendfach bewährte Wirkung - fragen Sie in ein paar Tagen noch einmal nach, wenn Sie Saltrat nicht gleich erhalten. 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Er vertrat die Auffassung, der Arbeitgeber sei verpflichtet gewesen, die Steuerkarte auf ihre Richtigkeit zu prüfen und gegebenenfalls auf die Unrichtigkeit hinzuweisen. Das Reichsarbeitsgericht hat zu diesem Falle folgendermaßen Stellung genommen. Es ist der Ansicht, daß sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber die Steuerkarten auf ihre Richtigkeit hätten nachprüfen müssen. Da beide sich um die Richtigkeit der Steuerkarte nicht gekümmert hätten, sei der Schaden von beiden gemeinschaftlich zu tragen. Der Arbeitgeber habe einen Teil des dem Gefolgsmann entstandenen Schadens zu ersetzen; einen Teil des Schadens müsse der Gefolgsmann jedoch selbst übernehmen, da auch er verpflichtet gewesen fei, sich vor der Aushändigung der Steuerwarte' an den Arbeitgeber über die Richtigkeit der Eintragungen zu vergewissern. Das Reichsarbeitsgericht führt dann weiter wörtlich folgendes aus: „Wenn ein Gefolgschaftsmitglied feine Steuerkarte, auf der die für feine Wehrsteuerpflicht maßgebenden Verhältnisse unrichtig eingetragen sind, ohne Prüfung seinem Unternehmer einreicht, und wenn dieser die Wehrsteuer zunächst einige Monate nicht abführt, dann aber auf Erinnerung des Finanzamts die Steuer in einer Summe vom Lohn einbehält, was nunmehr das Gefolgschaftsmitglied auf die Unrichtigkeit der Eintragung auf feiner Steuerkarte aufmerksam macht, so ist der dadurch eingetretene Schaden nicht nur vom Unternehmer zu vertreten, sondern auch auf ein mitwirkendes Verschulden des Gefolgschaftsmitgliedes zurückzu- führen, das in der Unterlassung der Prüfung der Steuerkarte auf ihre inhaltliche Richtigkeit zu erblicken ist. Dieses mitwirkende Verschulden berechtigt daher zu einer Verteilung des Schadens." Diese Entscheidung des Reichsarbeitsgerichts mag allen Betriebsführern und Gefolgschaftsmitgliedern eine Mahnung fein, sich nicht auf die Richtigkei der Eintragungen in die Steuerkarten zu verlassen, son- Mancher Lohn-empfänger erleidet steuerliche Nach- teile dadurch, daß er feine Steuerkarte nicht auf ihre Richtigkeit nachprüft. Wenn die Behörden, welche die Steuerkarten ausstellen, auch noch so sorgfältig arbeiten, so können doch Fehler und Irrtümer nicht aanz vermieden werden. Vielfach sind die Dienststellen über wichtige Umstände gar nicht unterrichtet, z. B. darüber, daß ein Lohnempfänger geheiratet oder em Kind bekommen hat. Es kann deshalb den Empfängern der Steuerkarten nur geraten werden, die Steuerkarten sofort auf ihre Richtigkeit nachzuprüfen. Man kann sich nämlich auf die Unrichtigkeit der Steuerkarte grundsätzlich nur für die Zukunft, nicht aber für die Vergangenheit berufen. Ist also z. B. infolge einer falschen Eintragung in die Steuerkarte zuviel Lohnsteuer einbehalten worden und merkt dies der Lohnemp- änger nach drei Monaten, so kann er zwar die ofortige Richtigstellung der Steuerkarte verlangen, o daß der Arbeitgeber in den folgenden Monaten nur eine geringere Lohnsteuer abzuführen braucht. Er kann dagegen keine Erstattung der zuviel bezahlten Lohnsteuer vom Finanzamt beanspruchen. Es ist nun die Frage aufgetaucht, ob auch der Arbeitgeber die richtige Ausfüllung der Steuerkarten feiner Gefolgsleute nachprüfen muß, ob also z. B. ein Betriebssichrer die Berichtigung der Steuerkarte zu veranlassen Hut, wenn et sieht, daß etwa ein verheirateter Angestellter als ledig aufgeführt ist. Hat der Betriebsführer dem Gefolgsmann gegebenenfalls Schadenersatz zu leisten, wenn er die Unrichtigkeit der Steuerkarte nicht bemerkt bzw. wenn er trotz Feststellung des Fehlers keine Richtigstellung veranlaßt? Mit dieser Frage hat sich kürzlich das Reichsarbeitsgericht beschäftigt (RAG. 270/39). In dem betreffenden Falle war ein Arbeitnehmer auf Grund einer falschen Angabe in seiner Steuerkarte zur Zahlung der Wehrsteuer herangezogen worden. Nach Aufdeckung des Fehlers verlangte er, daß der Arbeitgeber die auf Grund der falschen Eintragung in die Steuerkarte entrichteten Wehrsteuer- " weiMWe 20 Jahre‘lunger - EHlODäßO graue Haare ist wasierhell leichteste Anwendung. unichädt. Durch seine Güte Weltruf erlangt. Verlangen Sie ua> verblndt.u.portofr.Gratisproipe*! Exlepang GmbH.. Berlin SW 61 /176 Keine Ursprungszeugnisse, andern nur Zeugnis , ob’diriften dem Be nerbungs'ckireiben bet lenen! — Lichtbilder unvBewerbungsunter agen mühen zur Ber meidung von Verlusten ruf der rHüd'phc -flamen und Anichrift des Bewerbers tragenI Für handwerk- lich.Buchfübrung suche ich stundenweise eine kaafmänoisclie tot. Schr. Ang. unt. 5434Da.d.G.A. Suche mmMe HilMle für ganze oder halbe Tage bei gutem Lolin. 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Sehen Sie, Sodann berichtete der zur Zeit auf Wehrmacht- urlaub weilende Syndikus der Industrie- und Handelskammer Gießen, Divl.-Kaufmann Klementz, über wichtige Strukturfragen der oderhePschen Wirtschaft und wies in seinen Ausführungen auf verschiedene Probleme und Aufgaben hin, die im Hinblick auf die Wichtigkeit und Dringlichkeit bereits in nächster Zeit in enger Zusammenarbeit mit der Partei, Behörden und Wirtschaft zu erfüllen Vorstandsmitglied N i e d e r h a u s e n stellte in Kürze eine weitere Beiratssitzung in Aussicht, in der vor allem über das Ergebnis der von Dipl.- Kaufmann Klementz aufgezeigten Arbeiten zu berichten sein wird. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer schloß die Sitzung._____________________ die unbeschränkte Freiheit unse- Kräften der neuen sozialen Ideen feines 8^rers Geichichte solche und einer kampfbereiten und kampferprobten Wehr- em Kriege. Po- macht um den Sieg ringt, der ihm Freiheit und Die Öffentliche Handelslehranstalt soll städtisch werden. JelMchlllngoufkochka ' Roman von getnz Lorenz-Lambrecht wird. Die Lage auf dem Kartoffelmarkt ist wei- terhin ruhig. Auch Futterkartoffeln und Pflanzkartoffeln werden kaum gehandelt. Am O b st m a r k t wurde mit der Ausgabe der im Oktober für später« Verteilung eingelagerten Aepfel begonnen, und zwar mit solchen Sorten, die jetzt genußreif werden und verbraucht werden müssen. Gemüse i st immer noch in allen jahreszeitlichen Arten ausreichend vorhanden. An den Ständen sieht man reiche Auswahl, wie Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Endiviensalat, Lauch, dazu Wurzelgemüse, wie Kohl- rabi, Meerrettich und Möhren, also Sorten genug, um einen abwechslungsreichen Küchenzettel aulzu- stellen. Am E i e r m a r k t wird zur Zeit die Verteilung der in der vergangenen Woche aufgerufenen zwei Eier auf Abschnitt b der Reichseierkarte durchgeführt. Ein weiterer Aufruf ist noch nicht erfolgt. ♦ •* Beförderung Der E-Stellenleiter des HI.» Bannes 116 Wetterau, Feldwebel Ernst W e e r t h , Gießen, Goethestraße, wurde mit Wirkung vom 1.9.40 zum Leutnant befördert._______________ BlondesHaar bedarf wegen seiner Empfindlichkeit besonderer Pflege. Men wäscht es daher nur mit Mitteln, die kein Alkali und keine Kalkseife im Haar zurücklassen und dafür sorgen, daß es nicht nachdunkelt, also mit Schwarzkopf „Extra-Blond Lebensraum bringen soll. Es ist undenkbar, daß irgendwo in der Welt die ungeheuren Leistungen unseres Volkes keine Beachtung fänden! Kämpfen, abeiten und — opfern. Das sind die. Kräfte, die unser nationalsozialistisches Deutschland nicht nur unbesiegbar, sondern darüber hinaus zum Garanten für eine neue und bessere Ordnung in Europa machen. Der deutsche Soldat findet seines- gleichen nicht mehr in der Welt. Der deutsche Arbeiter ist der gewissenhafteste Qualitätsarbeiter. Die Opferbereitschast des deutschen Volkes aber ist von ! keinem Volke der Erde je erreicht worden. Wir alle wollen dies wieder beweisen am kommenden mit feinem schweren Sack. Wenn er dann gegangen ist, soll aber die frohe Stimmung nicht plötzlich verschwinden, sondern sie soll bleiben in unserm Herzen. Hie soll uns täglich daran erinnern, daß am Weihnachtstage der alte Spruch: „G-'ben ist seliger als Rehmen", immer noch gilt. Der Nikolaus soll uns dazu ein kleiner Mahner fein. Aorrwtizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 19 bte 21 Uhr „100 000 000 Dollars" — Gloria-Palast, Seltersweg: „Wo die L-rcke singt." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Falschmünzer". — Oberhessischer Kunstverein. 17% bis 18% Uhr Weihnachtsausstellung im Foyer des Stadttheaters. Stadftheater Gießen. Am heutigen Freitag wird b’t Komödie „100 000 000 Dollars" von Heinz Coubier wieder- holt. Spielleitung: Hans Albert Schewe. Bühnenbild: Karl Löffler. 12. Freitag-Miete. gerade jetzt, wo Sie mir vom Krieg erzählt haben, vom Regiment und den Kameraden, was die so alles mitgemacht haben, da packt es einen doch wieder. All die hier um mich sind, sind sozusagen in Ehren in die Gefangenschaft gekommen. Sie haben was geleistet. Ich. nicht. Ich habe noch nicht einen Schuß Pulver gerochen. Doch einmal. Das war, als bei einem Transport von einem ins andere Lager einem Poilu neben mir die Knarre losging, versehentlich — das war der einzige Schuß, den ich gehört habe ..." Er lacht verbissen vor sich hin. „Aber Menschenskind, das dürfen Sie doch wirklich nicht tragisch^ nehmen", ruft Lorring em bißchen peinlich, berührt. „Tragisch nehmen! Ich bin eben ein Pechvogel. Warum mußte ich Unglückswurm diesem Mervinger damals in die Fresse schlagen? Warum konnte ich nicht schnell genug nach Amerika kommen? Hätte ich gewartet — em — zwei Monate später brach der Krieg aus, und ich hätte wieder mithin können. Ich bin überzeugt, wäre ich bei der Rückfahrt nach Europa nicht auf dem Schiff gewesen, — die andern, die bei mir waren, wären durchgekommen." „Zum Teufel mit Ihrer Schwarzmalerei! ruft Lorring zwischen Lachen und Merger. „Sie muten dem lieben Schicksal ein bißchen viel zu. Schließlich hat jeder mal eine Pechsträhne." „Bei mir dauert sie nur leider schon ziemlich lange." „Wir sind noch jung und haben das Leben noch ganz vor uns. Also Prost, Gienant, und Kopf hoch! „Prost, Lorring, ich freue mich, daß wir beisam- men sind." Das Gespräch mit dem Kameraden bringt Viktor die Vergangenheit wieder nahe. Er mödjte vieles wissen, er möchte sich nach Thea erkundigen. Lorring selbst stammt aus Mannheim, und Piktor erinnert sich, daß seine Schwester mit Thea Immen- Die Versorgungslage im Mein-Main-Gebiek. Die -Fl ei sch Versorgung in Hessen-Nassau steht weiterhin im Zeichen starker Auftriebe aus dem eigenen Gebiet, obwohl im allgemeinen fjeffen- Nassau Zuschußgebiet ist. Wie in der Vorwoche war der Frankfurter Markt wieder ausreichend mit Großvieh beschickt, und es konnte von hier ein Tell an andere Märkte und an Fleischwarensabriken ab» gezweigt werden. Auch der Schweineauftrieb deckte den Bedarf. In der nächsten Woche wird kaum eine Aenderung des Marktbildes eintreten. Die Brotgetreideablieferungen sind unverändert, Aufnahmefähigkeit besteht dafür nach wie vor. Das gleiche gilt für Rauhfutter. An sonstigen Futtermitteln' wurde eine verhältnismäßig geringe Menge Trockenschnitzel und getrocknete Me- lasseschnitzel zugewiesen, außerdem erhalten die anerkannten Schweine-Herdbuchzuchten auf Bezugscheine ein Quantum Futtergetreide und Fischmehl. Am Mehlmarkt herrscht weiter lebhafte Nachfrage. Die Versorgung mit Nährmitteln ist wie bisher sichergestellt. Der Bedarf an Vollmilch wurde wieder gedeckt, obwohl er durch die Ausgabe von Vollmilchkarten an Personen über 70 Jahre gestiegen ist und wohl auch noch weiter steigen wird. Ebenso war die Versorgung mit Milcherzeugnisfen, Oelen und Fetten ausreichend. Die Schwierigkeit bei der Quarkverteilung, die sich ergeben kann, wenn die Hausfrauen ihren Quarkabschnitt bis auf die letzte Woche aufheben, ist in der Tagespresse wiederholt dargelegt worden. Es ist zu hoffen, daß in Zukunft sich der Kauf von Quark auf den ganzen Derfor- gungsabschnitt verteilt. Nur dann ist eine laufende Versorgung mit frischer Ware, gesichert; da ja in den Molkereien der Quark auch laufend hergestellt Kriegswirtschaft naturgemäß ihre Auswirkungen auf oas Beitragsauskommen gezeitigt hat und wohl noch weiter zeitigen wird. So ergab sich die zwingende Notwendigkeit, für die Schule eine Träger- schäft zu finden, die finanziell leistungsfähiger ist, als die Industrie- und Handelskammer cuf Grund ihrer beschränkten Zuschußmittel sein kann. Der Präsident, Dipl.-Ing. Schroth, hatte daher bereits vor einiger Zeit Oberbürgermeister Ritter über die Absicht des Trägerschaftswechsels unterrichtet und bei dieser Gelegenheit der Stadt Gießen die Trägerschaft für die Oeffentliche Handelslehranstalt angetragen. Oberbürgermeister Ritter versprach, in eine ernsthafte Prüfung dieses Vorschlages ein« zutreten und stellte in Kürze eine abschließende Besprechung in Aussicht. Da diese nunmehr anberaumt wurde, sollte die erweiterte Beiratssitzung Gelegenheit geben, alle Beiratsmitglieder über die Absicht und Gründe des Trägerschaftswechsels zu unterrichten. Nach Beendigung der anschließenden reaen Aussprache konnte Herr Niederhausen feststellen, daß alle Anwesenden die Notwendigkeit des T r ä g e r s ch a f t s w e ch s e l s anerkannten, die Beweggründe würdigten und besonders die Uebernahme der Trägerschaft durch die Stadt Gie- ßen guthießen, Auf den von allen Rednern geäußerten Wunsch, daß auch bei einem Träger- schaftswechsel die langjährige enge Verbindung zwi- scheu Schule und Kammer und damit mit der Wirtschaft weiterhin erhalten bleiben möge, bemerkte Vorstandsmitglied Niederhausen, daß gerade der Oberbürgermeister der Stadt Gießen für diesen Wunsch volles Derstän-dnis haben und für seine Erfüllung im berechtigten Interesse von Schule und Wirtschaft sicherlich bestens Sorge tragen wird. Im Namen des Beirats der Industrie- und Handelskammer Gießen sprach der Sitzungsleiter Nieder- hänfen Direktor Dr. Krufe für , feine vorbildliche Arbeit als Leiter der Oeffentlichen Handelslehranstalt vollste Anerkennung und Dank aus, der gleichzeitig Handelsstudienrat Stein, insbesondere für die Zeit feiner Vertretung während der langen und schweren Erkrankung von Dr. Kruse galt. Mitte November kommen tatsächlich die neuen Gefangenen, die Damiani angekündigt hat. Es |mo nur ein Dutzend, offenbar Schwerverbrecher, denn sie werden unter dem Schutz aufgepflanzter Baio- nette in den S)of eskortiert. Die sind bepadt mit billigen Koffsern, verschnürten Kartons, gerollten Decken und Mänteln. Einer trägt einen Vogelbauer in dem ein gewöhnlicher Spatz herumhupft. „Mem Maskottchen^ sagt er mit dem diabolischen Ernp, mit dem sich ein alter und kluger Kriegsgefangener über feine Lage und sich selbst luftig mad)t Die Vermutung, daß sie wegen Fluchtversuch vom Festland auf die Insel verbannt worden smo, hoff gut befreundet war. Schließlich stellt er zögernd eine Frage: „Wissen Sie, wie es Thea Immenhofs geht? „Gut. Aber sie heißt nicht mehr Thea Immen- hoff." „Nicht?" Viktor sieht ratlos auf, begreift dann erst. „Sie ist verheiratet?" fragt er stockend. 1 „Sie wußten es nicht?" Lorring wird etwas unsicher. „Ja, sie hat den Doktor Mervinger geheiratet." „Ach ..." Viktor starrt vor sich hin. „Nein, das wußte ich nicht", fährt er langsam fort. ,Zch habe ja nie wieder etwas von ihr gehört." Die Stimme wird immer leiser, enttäuschter, in dem Maße, wie die Neuigkeit von ihm Besitz ergreift. Lorring fühlt, daß feine Nachricht einen bitteren Stachel für Viktor enthält. Er versucht abziumil- bem: „Es war eine Krieostrauung, Gienant, die man nicht so ganz für voll nehmen darf. Ich bin der Ansicht, daß ihn Thea mehr aus Mitleid nommen hat. Die Mädels waren ja bei Kriegsausbruch alle ein bißchen verdreht. Sie liehen sich von dem ersten besten, der ins Feld ging, einwickeln. Sie glaubten geradezu, sich opfern zu müssen. Es war kein normaler Zustand. Ich kann mir nicht gut oorstellen, daß Thea wirklich ein tieferes Gefühl für Mervinger hatte. Das meint auch meine Schwester, die Thea Immenhoff doch recht gut kennt ...." Er will Viktor offenbar nur über die schmerzliche Enttäuschung Hinwegbringen, die er kaum verbergen kann. Nach einer Weile stellt Viktor wieder eine Frage: „Wissen Sie, ob sie Kinder haben?" „Dor einigen Wochen hätte ich Ihnen noch antworten können, daß sie keine haben. Aber gerade im letzten Brief hat mir meine Schwester mit geteilt, daß Mervingers ein Kind bekommen haben. Nach dreijähriger Ehe. Mervinger war gerade von einer Verwundung wieder hergestellt und an die Front gegangen. Meine Schwester teilte es mir ge- wisiermaßen als Kuriosum mit, weil das Kind an dem gleichen Tag angekommen ist, an dem ich Geburtstag habe." „Ach ..." sagt Viktor zerstreut und ist mit seinen Gedanken mit ganz anderem beschäftigt. „Ich habe den Brief meiner Schwester- in Marseille bekommen. Dor vier Tagen erst. Wir waren dort vierzehn Tage in einem Fort inhaftiert, ehe wir die Seereise im Zwischendeck antraten. Man konnte sich wohl nicht schlüssig werden, ob wir nach Korsika oder in ein anderes Straflager u >ten ..." Plötzlich unterbricht ihn Viktor mit ungewöhn- licher Lebhaftigkeit: „Wann ist das Kind geboren?" 1 „Am 28. Oktober." (Fortsetzung folgt) GesanoSkonzert für das Kriegs-DHW. Am kommenden Sonntag gibt der russische Sänger Konstantin Sadko (Tenor) in der Großen Aula der Universität ein Gefangskonzert, dessen Ertrag dem Kriegs-Winterhilfswerk zufließen wird. Der Künstler, der früher an der Staatsoper in Moskau tätig gewesen ist, wird Werke von Tschaikowsky, Kalinnikow, Mussorgsky, Kienzl u. a. zu Gehör bringen. Nach dem Abschluß seiner künstlerischen Ausbildung in Rom bei dem Gesangsmeister Luigi Gabrieli hat der Sänger Konzertreisen durch Europa unternommen und Dabei auch in Deutsck)- lanb Konzerte gegeben. Wie erinnerlich, hat er vor einiger Zeit auch die Verwundeten in den Gießener Lazaretten mit feiner Sangeskunst erfreut Dor einigen Tagen sand im Sitzungssaal der Industrie- und Handelskammer zu Gießen eine e r - ro eiterte Beiratssitzungder In du st r i e- und Handelskammer Gießen für bic Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach statt, an der als Gäste Oberregierungsrat Dr. Will von der Hessischen Landesregierung Darm- stadt, Oberregierungsrat- Dr. Nonnenmann, Leiter des Arbeitsamts Gießen, Kreiswirtschaftsbe- ratet der NSDAP., Kreisleitung Wetterau, ©einer, Herr S e y's a r t h als Vertreter der Wirtschaftskammer Hessen, sowie Direktor Dr. Kruse, Leiter der Oeffentlichen Handelslehranstalt Gießen, teilnahmen. einrichten. Eine Viertelstunde später sitzen sie T)ei einer Flasche Din de Cap Corse im Kasino, einem schwe- ren würzigen Getränk, das der Gesundheit der unterernährten Gefangenen wenig zuträglich ist. Hier kommt es nun zu einer ruhigeren Aussprache. Lorring erzählt vom Regiment, und was es schon alles im Feldzug geleistet hat. Er erzählt von den alten Kameraden, und daß schon die Hälfte fast der Akti- ven gefallen sei. Er selbst ist übrigens auch schon alter Gefangener. Im April 15 wurde er als Fuh- rer einer vorgeschobenen Stellung an der Loretto- höhe von einer Mine in die Luft gesprengt. Mitten in seinem Bericht stockt er und sieht ©le» nant unsicher an: „Wie lange sind Sie eigentlich schon hier? Sie waren doch bei Kriegsausbruch ... Er will sagen: ... gar nicht mehr Offizier, vollendet aber statt dessen: ..... in Amerika, soviel ich tDcifj" Viktor nickt: „Das stimmt auch, Lorring. Ich bin ganz widerrechtlich hier. Bei Kriegsausbruch nahm ich in Neuyork das erste beste Schiff, um möglichst rasch wieder nach Deutschland zu kommen. Ich wallte mich dem Regiment wieder zur Verfügung stellen, weil ... nun ja. Sie können sich ja denken, daß der Krieg für mich die einzige Gelegenheit war, mich wieder zu rehabilitieren. Aber bet der Ueberfahrt wurde ich von den Franzosen geklappt und in ein Offizierslager gebracht — ob ich wollte oder nicht." „Die Front hätte Sie ja ohnehin wieder zum Offizier gemacht", sagte Lorring rasch. „Die ver- dämmte Geschichte damals! Es hat uns allen wirk- In Vertretung des am Erscheinen verhinderten < Präsidenten, Direktor Dipl.-Ina. E. Schroth, 1 leitete Vorstandsmitglied E. R. Niederhausen ’ di« Sitzung und führte nach einleitenden Begrü- j ßungsworten Direktor Hans Maas, Gießen, und Karl L y n ck e r, Gießen, im Einverständnis mit dem Reichswirtschaftsminister und dem Kreisleiter der NSDAP., Kreisleitung Wetterau, als Beiratsmitglieder der Industrie- und Handelskammer zu Gießen in ihr neües Amt ein. Anschließend behandelte Vorstandsmitglied Niederhausen den Hauptpunkt der Tagesordnung, den beabsichtigten Wechsel der Trägerschaft für die Oeffentliche H a n d e l s l e h r a n- ft alt Gießen. In seinen längeren Aus- führungen gab er einen umfassenden Ueberblitf über die Entwicklung der Schule, deren Trägerschaft im Jahre 1926 vollkommen von der Industrie- und Handelskammer Gießen übernommen wurde. Noch schweren Krisenzeiten, insbesondere in den Jahren 1933/1934, wuchs die Schülerzahl im Laufe der letzten Jahre durch den wirtschaftlichen Aufschwung nach der Machtübernahme ganz bedeu- teb, so daß z. Z. unter Einschluß der Berufsschulabteilungen rund 450 Schüler unterrichtet werden. Aus kleinen Anfängen hat sich die Schule zu einer Lehranstalt entwickelt, die insbesondere auch dank der hervorragenden Leitung durch Direktor Dr. Kruse einen wertvollen Nachwuchs nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für den öffentlichen Dienst (Finanzamt, Reichspost, Arbeitsamt, Gemeindeverwaltung ufro.) stellt. Diese ständige Aufwärtsentwicklung bedingte natürlich auch recht bedeutende Zuschuss« (z. B. für den Erwerb von zwei Schulgebäuden, beträchtliche Umbaukosten, Neuein- stellung von Lehrkräften, Anschaffung von Maschi- nen sowie Einrichtungen ufro.), welche die Industrie- und Handelskammer bis jetzt auch, soweit es die eigenen Etatverhältnisie erlaubten, im Inter- esse der Oeffentlichen Handelslehranstalt gewahrt hat. Seit längerer Zeit aber, so bemerkte der Redner, macht sich bereits der Vorstand der Kammer ernst« Gedanken, ob die alleinige Trägerschaft der Schule im Hinblick auf den Umfang der Oeffentlichen Han« delslehranstalt und den Haushaltsplan der Kammer noch verantwortet werden kann, zumal auch die ^Solterbeck, der sich wie die andern Bastianer rasch mit den Neuen befreundet, fagt in fetnei: a£ rnütvollen Art: ,Zhr habt einen großartigen Tausch gemacht. Bastia ist die Perl« der korsifchen See- bäber — Gefangenenlager meine ich. 3fr »e™« täglich gratis und franko geimpft, eine Galerie auserlesen schöner Manner bewirtet ^ch nut Lecker^ bissen aus Graureis und Pellkartof ein, J*r $om Mandant, die Liebenswürdigkeit selbst, fptßtt mit euch Bridge und fragt beim Morgenappell jeden ei. einen persönlich ab, ob er für ibnbenv. no^ immer nicht den Salonwagen nach Deutschland be stellen darf Tjä, so is das man hier, Jungs. Auch Viktor Gienant ist im Hof, alsdieL^emm ankommen. Indem fein Blick über das Häuflein hingeht, stutzt er bei einem Gesicht. Das ist doch ein alter Bekannter, der lange Hagere dort mit der braunen Haut. Richtig, der hat den Namenszug seines alten Regiments auf den Achselstücken, das R. W. I. Das ist ... . . Jetzt wendet der Hagere den Kopf nach ihm, stutzt seinerseits, beide geben aufeinander 3^ Wiktor Gienant, sind Sie es wirklich?. ,F»ans Lorring, wahrhaftig!' strahlen Sie schütteln sich kräftig die Hande und strahle sich wortlos an. Eine köstliche Zeit verbindet sie,» die noch nicht einmal so weit zurückliegt, und die ihnen doch unwiederbringlich entrückt ift Nach ein paar Fragen und Antworten bemächtigt sich Viktor des Koffers seines ehemaligen Batail- lonsadjutanten, sie gehen zusammen auf die den Neuen zugeteilte Kasernenftube, fuchen das beste Bett aus, und Viktor hilft dem alten Regimentska- meraden sich fürs erste in seinen vier Quadratmetern Gießener Dorfragsrlng. Der nächste Vortragsabend, mit dem die Volksbildungsstätte Gießen, der Goethe-Bund und die Kulturelle Verenigung im Rahmen des Gießener Vortragsringes ihre Vortragstätigkeit für das Jahr 1940 abschließen, findet am Donnerstag, 12. Dezember in der Großen Aula der Universität statt. Der bekannte Reiseschnftsteller Dr. Colin R o ß wird «inen Lichtbilderoortrag über das Thema „Das neue Asien" halten. Colin Roß, der bereits im vori- gen Winter mit großem Erfolg in Gießen sprach ist nochmals zu einem Lichtbildervortrag gewonnen worden, um über seine große Reise nach Asien zu berichten. Neben den Zeugnissen alter Tage, neben den Denkmälern der Jahrtausende ist em neues Men im Werden, das Colin Roß mit der Kamera aufsuchte. Wie immer, war er mit seiner ganzen Familie unterwegs, ein stets wacher Beobachter, em Weltkenner, dem es immer darauf ankommt, zu neuen Erkenntn sfen vorzudringen, Entwicklung unD Werden der Welt, die er anfsucht, m ihren äußeren Zeichen wie in ihren entscheidenden inneren Impulsen zu erfassen. Ortszeit für den 7. Dezember. Sonnenaufgang-0.22 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr._Mondaufgang 14.07 Uhr, Monduntergang Aus der Stadt Gietzen. Nikolaustag. Nun kommt auch der Nikolaus und bringt Leben ins Haus. Er hat den Zaubecschlüsfel zu vielen Herrlichkeiten, er gibt den Auftakt und führt die großen und kleinen Kinder für einige Zeit in eine Märchenwelt. Mit großen Stiefeln, einem langen, weißen Barte und, das ist die Hauptsache, mit einem Sack voll Gaben, erscheint der Nikolaus. Da sind unsre Kinder am glücklichsten. Mit welchen Äugen schauen sie den fremden, weißbärUgen Mann an, wie gläubig sagen sie ihr Sprüchlein her, und wie froh sind sie, wenn sie keine Schläge erhalten. Die größeren Buben freilich treiben gern ihr Pos- {enfpiel mit dem Nikolaus und empfangen dann auch wirklich ihre Schläge. Aber Spaß macht es doch allen. Ein Zipfel von dem Weihnachtsvorhang ist nun aufgehoben, und wir haben einen kleinen Vorgeschmack von dem Feste bekommen. Einige Nüsse und etwas Gebäck geben uns eine Vorahnung von den Freuden des Weihnachtsfestes. So bringt uns der Nikolaus die rechte Weihnachtsstimmung und mahnt alle die, die noch nicht bei der Sache sind, jetzt schnell daran zu gehen und für ihre Lieben zu sorgen, damit alle Gesichter froh werden. Im tiefsten Innern eines jeden Menschen sitzt die Sehnsucht nach Glück und Zufriedenheit, und je mehr Leid und Schmerzen uns das Leben zu- fügt, desto größer wird diese Sehnsucht. Da ist es gut, daß wir Kinder haben, die uns von Zeit zu Zeit ein Beispiel geben. Unbekümmert um die Gegenwart schauen sie mit Hellen Augen in die Zu- tunft, und wenn die Natur draußen am traurigsten ist, wenn düstere Tage herrschen und schwere Nebel die Welt bedecken, macht das unfern Kleinen gar nichts aus. Sie wissen, daß mln das schönste Fest des Jahres kommt. Und so begrüßen sie auch den Nikolaus, wenn er die Treppe heraufstolpert Der Kampf um . , res Volks hat noch niemals in der C , . . Ausmaße angenommen wie in diesem Kriege. Po> litisch und weltanschaulich wird unser Zeitalter in ■ seinen Grundfesten erschüttert, und selbst die große i französische Revolution und der Dreißigjährige i Krieg waren in ihren Auswirkungen auf andere Völker und Erdteile keinesfalls von so direkter Be- . deutung. Denn wer in der sogenannten „Neuen Welt" ober im fernen Asien kümmerte sich um die politischen Ereignisse des kleinen Europa? Heute aber horcht die ganze Welt auf, in deren versteckteste Winkel der Ruf unvergänglicher deutscher Waften- taten dringt. In allen Teilen der Erde weiß man, daß das nationalsozialistische Deutschland zum; Kampf gegen eine zerfallende liberalistische Weltordnung angetreten ift und ausgerüstet mit den I ** Die silberne Lebensrettungsmedaille am Bande wurde dem Saniläts- foldaten Heinrich Krug aus Gießen, Kleine Mühl- gaffe 5, für hervorragende Leistung bei der Rettung von Menschen aus Wassersnot verliehen. *♦ Dienstauszeichnung. Die Gendarmerie. Hauvtwachtmeister Schmalz in Gießen und Beierlein in Lollar erhielten für treue Dienst- leistunaen in der Polizei die Polizeidienstauszeichnung II. Stufe. ** Weihnachtsgaben, die zum Fest nicht ankommen, bereiten keine Weihnacht sf re ude. Rechtzeitiaes Eintreffen beim Empfänger in der Heimat oder an der Front ist nur möglich, wenn die Weihnachtspakete und Feldpostpäckchen vor dem 13. Dezember bei der Post eingeliefert find. Aus der engeren Heimat. Beerdigung von Alibürgermeister Fuhr in Lich. § Lich, 5. Dez. Unter dem Geleit seiner Freunde aus nah und fern wurde am Mittwochnachmittag Altbürgermeister Heinrich Adam F u h r zu Grabe getragen. Pfarrer Naumann schilderte den Der- storbenen als treusorgenden Familienvater und allezeit hilfsbereiten und pflichtbewußten Mitbürger, dem zu jeder Zeit das Wohl feiner Vaterstadt am Herzen lag. Von der Beliebtheit und Wertschätzung, deren sich der Dahingegangene erfreute, legten Die ungezählten Kranzspenden und vielen Beileidskundgebungen aus allen Kreisen der Be- völkerung Zeugnis ab. Die „Sängervereinigung Cacilia" verliert in dem Verstorbenen ein treues, langjähriges Mitglied und Ehrenmitglied, das nahezu 40 Jahre aktiv in den Rechen der Sänger stand. Dereinsführer Lotz würdigte in feinem Nach, ruf mit Niederlegung eines Kranzes die Verdienste des Heimgegangenen um das deutsche Lied und die Bestrebungen der „Cäcilia" im besonderen. Die Sänger sangen ihm den letzten Gruß. In der Geschichte der Stadt Lich wird der Name des Alt- bürgermeisters Fuhr, wie dies auch das derzeitige Stadtoberhaupt, Bürgermeister Geil, in seinem Schreiben an die Witwe des Verstorbenen ausdrückte, einen ehrenvollen Platz einnehmen. Oer Anhänger löste sich vom Lastwagen Drei Radfahrer verletzt. Lpd. Lauterbach, ö.Dez. Auf der Angersbacher Straße riß von einem Lastauto die Der- binoungsstange zum Anhänger, so daß sich dieser vom Fahrzeug löste und rückwärts über die Straße fulp. Dabei gerieten drei Radfahrer unter das Fahrzeug und erlitten zum Teil ernste Verletzungen. Es handelt, sich um junge Männer aus Angersbach und Müs. Landkreis Gießen. s Lang-Göns, 6. Dez. Am 9. Dezember kann unser Mitbürger Konrad Rudolph, Obergasse,, in voller geistiger und 'körperlicher Frische seinen 8 3. Geburtstag feiern. Dem allen Herrn gel- ten unsere herzlichen Glückwünsche. Zuchthaus für einen päckchenma^der. Lpd. Frankfurt a. M., 4. Dez. Der 58jahribe Postfacharbeiter Ludwig Z e m m e r i ch , der tn einer Postsammelstelle beschäftigt mar, wurde beobachtet, wie er aus seiner Brusttasche ein Feld- po st Päckchen zog, das Umschlagpapier we-gwarf und die in dem Päckchen befindlichen Zigarettenschachteln einsteckte. Bei einer Haussuchung wurden 29 Schachteln mit 417 Stück Zigaretten und zwei Filme gefunden, die aus beraubten Feldpostpäck- chen stammten. Zemmerich wurde als Dol-ksschäd- ling wegen der von ihm begangenen Amtsverbrechen zu zwei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Das Sondergericht Frankfurt, das dieses Urteil gegen ihn fällte, berücksichtigte mildernd, daß der Angeklagte unbestraft und dem Greisenatter nahe ist, scraferschwerend, daß er nicht den Mut fand, ein Geständnis abzulegen und laufend Päckchen beraubte, deren Zahl sich nicht scststellen ließ. Campen find miditlg für 61t r«lttwlrlsch°st. ta» fit nicht Otn malten jum senk, gib fie an Oae nächste Schulkind weitert Abschied von italienischen Arbeitskameraden. In den Mittagsstunden des gestrigen Donnerstag versammelten sich in Gießen auf dem Platze vor der Rhein-Main-Halle und in der Bauernschanke rund 650 Männer und Frauen aus Italien, die in den vergangenen Sommer- und Herbstmonaten in unserer engeren Heimat zur Arbeitshilfe in der Landwirtschaft eingesetzt waren, zur gemeinsamen Heimreise vom Bahnhof Gießen aus. Für die Heimkehrer war ein langer O-Zug bereitgefteUL Zu ihrer Der- abschiedung durch den Leiter des Arbellsamles Gießen, Oberregierungsrat Dr. Nonnenmann, waren il a. erschiene^ Pg. Hansi als Vertreter des Kreisleiters und des Kreisobmanns der DAF. im Kreise Wetterau, Ortsgruppenleiter T h o m a s von der Ortsgruppe Gießen-Nord, der den kürzlichen Kameradschaftsnachmittag mit den italienischen Arbeitskameraden im „Burghof" organisiert und durchgeführt hatte, Regierungsrat Dr. Fuhr als Vertreter des Landratsamts Gießen und Abteilungsleiter Schnägelsberger vorn Landes- arbeitsamt Frankfurt a. M., ferner mehrere Beamte des Arbeitsamts Gießen. Oberregierungsrat Dr. Nonnenmann verabschiedete die italienischen Heimkehrer mit einer kur- 3?n Ansprache, in der er einleitend darauf hinwies, daß seit ihrer Begrüßung bei der Ankunft Anfang Mai dieses Jahres erst sieben Monate vergangen seien, in dieser kleinen Zeitspanne sich aber schicksalsentscheidende Ereignisse abgespielt hätten. Er er- innerte an die kriegsgeschichtlichen Erfolge von welthistorischer Bedeutung, die in Norwegen, Holland, Belgien und Frankreich sowie auf afrikanischem Boden errungen wurden, und wies auch auf deren Auswirkungen auf politischem Gebiet hin, wobei er den Abschluß des Dreimächtepaktes und die dadurch eingeleitete Neuordnung in Europa und Ost asten hervorhob. In diesem Zusammenhang betonte er, d-aß die Saat, die unsere beiden Führer Adolf Hitler und Benito Mussolini gelegt haben, setzt schon zu reifen beginne, und der Augenblick nicht mehr allzu fern sei, an dem auch unser letzter Feind England am Boden liegen werde. Die nunmehr in ihre Heimat zurückkehrenden italienischen Arbeitskameraden und Avbeitskameradinnen hätten in den verflossenen sieben Monaten aber auch ein Beispiel unseres gemeinsamen Kampfes und der gemeinsamen Arbeit dadurch gegeben, daß sie geholfen hätten, den Acker zu bestellen und die Ernte einzubringen. Alle hätten an ihrem Teile und auf ihrem Arbeitsplätze ihre Pflicht getan und könnten mit diesem stolzen Bewußtsein in ihre Heimat zurückkehren. Der Redner fagte dann allen italienischen Arbeitskameraden und Arbeitskameradinnen für ihre fleißige Mitarbeit im Namen der Reichs- arbeitsoerwaltung herzlichen Dank, der sich besonders auch an den Vertreter des königlich italienischen Generalkonsulats und an den Sekretär der Confederazione fascista laooratori agricoltura, Dr. Teodori, richtete, mit dem das Arbeitsamt in bester Zusammenarbeit und herzlichem Einvernehmen alle Aufgaben erfolgreich durchführen konnte. Er dankte auch dem Dolmetscher D i d o n i, der das Arbeitsamt und die italienischen Kameraden in diesen Monaten nach besten Kräften unterstützte. Mit herzlichen Wünschen für eine gute' Fahrt und gesunde Heimkehr, sowie mit der Hoffnung auf ein frohes Wiedersehen im nächsten Jahre schloß Ober- regierungsrat Dr. Nonnenmann feine Ansprache, die er in dem Gruß an den Führer und an den Duce ausklingen ließ. Nach der Uebersetzung der Ansprache durch den Dolmetscher D i d o n i und der sehr beifälligen Aufnahme dieser Worte sprach Pg. H a n tz in Vertretung des Kreisleiters. Er überbrachte den Heimkehrern den Abschiedsgruß des Kreises Wetterau und dankte ihnen ebenfalls für ihre fleißige Mitarbeit, die sie während der ganzen Monate ihres hiesigen Aufenthaltes in Pflichterfüllung und tat- froher Einsatzbereitschaft erkundet hätten. Er hob dann hervor, daß das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland gewillt und bereit feien, alle Kräfte für die Neuordnung in Europa und in der Wett einzusetzen und daß die beiden großen Völker unter ihren Führern in treuer Kameradschaft Seite an Seite nicht eher ruhen würden, bis auch ihr letzter und größter Feind England am Boden liege. Mit diesem Gelöbnis solle die Abschiedsstunde ihre besondere Vertiefung erfahren. Der Redner übermittelte dann den Scheidenden herzliche Grüße für ihr Volk und ihren großen Füyrer und grüßte beide sowie den. genialen Führer des nationalsozialistischen Deutschland mit freudig aufgenommenem Sieg-Heil. Der Sprecher der italienischen Heimkehrer Dr. Teodori brachte deren'Dank, zugleich auch im Namen des italienischen Generalkonsulats, zum Ausdruck, besonders an die Kreisleitung Wetterau und an das Arbeitsamt Gießen; ferner dankte er für die freundliche Aufnahme, die seine Kameraden und Kameradinnen überall in Deutschland gefunden hätten. Seine Worte klangen aus in dem freudigen Gruß an den Führer und an den Duce und die beiden großen Völker. Hierauf begaben sich die Heimkehrer zu dem bereitstehenden Sonderzug, mit dem sie unter herzlichen Abschiedsgrüßen kurz nach 14.30 Ubr die Heimfahrt antraten. Auf ihrer Reise werden sie von dem Dolmetscher D i d o n i und dem Vertreter des Arbeitsamtes Gießen Ludwig Raab begleitet und betreut «iJi.-’Spoit Oer kommende Handball'onntog. Der kommende Sonntag bringt zum letzten Male in diesem Jahr wieder alle Einheiten auf den Plan. Dann beginnt eine kleine Ruhepause; zwar werden am 15. Dezember nochmals zwei Vorrundenspiele nachgeholt, die aber nicht weiter in Erscheinung treten. Diesmal treffen aufeinander: Tv. Hochelheim — Mtv. Gießen Tv. Garbenheim — Tv. Dornholzhausen Tv. Katzenfurt — Tv. Hörnsheim Tv. Lützellinden — Tv. Kirchgöns Bei Hochelheim, das z. Z. die Tabelle anfuhrt, kommt es auf jedes Spiel an. Es darf deshalb keines der Treffen zu leicht nehmen. Das gilt besonders diesmal. Denn gerade die Gießener Männerturner sind eine Mannschaft, die unberechenbar ist und die eines Tages ganz bestimmt zu einem großen Schlage ausholen wird. Dornholzhausen ist wieder im Kommen und hat am letzten Sonntag eine ausgezeichnete Partie geliefert. Es wird gewiß die Platzbesitzer zur Hergabe ihres ganzen Könnens herausfordern. Ob es allerdings zu einem Siege reichen wird, ist kaum anzunehmen, weil Garbenheim aus der Niederlage des vergangenen Sonntags sicherlich feine Lehren gezogen hat. Hörnsheim hat Pech gehabt und ausgerechnet im entscheidenden Stadium eine Anzahl feiner besten Spieler verloren. Trotzdem wird die Mannschaft spielfähig bleiben, weil Ersatz vorhanden und die Mannschaft auch so stark genug ist, um bestehen zu können. Das wird am Sonntag sicherlich schon Katzenfurt merken. Kirchgöns geht keinen leichten Gang, wenn auch die Mannschaft im Augenblick wieder in hervorragender Verfassung ist. Lützellinden kann nämlich — wenn es fein muß — nicht nur Kritik üben, es kann auch spielen, und zwar so, daß auch der stärkste Gegner kapitulieren muß. Jugend spiele: Tv. Lang-Göns — Tv. Holzheim Mtv. Gießen II. — Tv. Grüningen Tv. Hausen — Tv. W.-Steinberg Tv. Lich — To. Wieseck Sp. G. Großen-Buseck — Tv. Klein-Linden To. Katzenfurt A — To. Garbenheim Tv. Katzenfurt 1. — W.-Niedergirmes Tv. Oberkleen — To. Lützellinden Fußball-Lokalkampf in Oaubringen. Daubrlngen L — Lollar I. Am kommenden Sonntag empfängt die I. Mannschaft von Daubringen die gleiche des Sportvereins Lollar zum fälligen Verbandsspiel. Beide Mannschaften haben sich schon immer harte Kämpfe mit abwechselndem Erfolg geliefert. Sollte es Daubringen gelingen, gegen Lollar zu einem Sieg zu kommen, so stehen noch alle Türen zur Meiste» schäft offen. Daubringen 1. Jugend — Mendorf 1. Jugend. Am kommenden Sonntag trägt die 1. Jugend von Daubringen ihre letztes Vorrundenspiel um die Bannmeisterschast aus. Sie sollte auch hier wieder zu einem Siege kommen. Sportgemeinde Steinbach. SteinbadhI — Hungen I 0:2 (0:1). Das Spiel war ziemlich einseitig. Schon nach kurzer Spielzeit drängten die Platzbesttzer den Gegner in seine Hälfte. Hungen kam nur einige Male durch, bei denen sie auch ein Tor erzwingen konnten. Die Gastgeber behielten jedoch weiterhin die Oberhand, kamen allerdings zu keinem zahlbaren Erfolg, lieber die Hälfte der Gästespieler mußte verteidigen, so daß der Ball nicht durchzubringen war. Nach dem Wechsel blieb Steinbach weiterhin im Angriff, doch fielen keine Tore. Bei einem Durchbruch Der Gäste war der Torhüter der Einheimisci>en zu weit herausgelaufen und konnte der Halbrechte, der schneller am Ball war, ungehindert zum 2. Treffer einschießen. Die Platzbesitzer gingen noch mehr aus sich heraus, trafen jedoch nur einige Male die Pfosten. Steinbach mußte in diesem Spiel eine unverdiente Niederlage hinnehmen und somit die Punkte an Hungen tvbgeben. Steinbach Jgd. — Hungen Jgd. 1:3. Die Jugendmannschaft von Steinbach spielte vorher gegen die gleiche von Hungen. Die Gäste hatten etwas mehr vom Spiel und konnten bis zur Halbzeit zwei Tore schießen, denen die Gastgeber nichts entgegensetzen konnten. Nach der Pause war es der Rechtsaußen der Platzbesttzer, der zum Gegentor einsch'.eßen konnte. Hungen war jedoch leicht überlegen und konnte durch einen weiteren Treffer einen sicheren Sieg erringen. 4, Frankfurter Börse. Uneinheitliche Aktienmärkte. Frankfurt a. TI., 5. Dez. In dem verflossenem Berichtszeitraum stand die Börse, soweit Aktien in Betracht kamen, im Zeichen uneinheitlicher Kursentwicklung. Es bestand weiterhin Anlagebedürfnis, das jedoch — zumal im Hinblick auf die sprunghaften Steigerungen Erörterungen tn der Oefsentlichkeit aus gelöst worden waren — an einzelnen Tagen mehr oder weniger stark gurütftrat Auch schritt man verschiedenlich zu Glattstellungen, so daß das Kursniveau unter verhältnismäßig erheblichen Schwankungen im allgemeinen nachgab, da das herauskommende Material nur zögernd zu den hohen Kursen abgenommen wurde. Berührt wurden von diesen Schwankungen meist nur die sog. schweren Papiere, während weniger beachtete Aktien durchweg gut gehalten werden konnten. Es ist auch hier wieder zu betonen, daß der Ge- schäftsumfang an keinem Tage etwa besonder- groß gewesen ist, sondern sich in recht engen Bahnen bewegte. Don heimischen Aktien waren die Adlerwerke ziemlich schwach, dagegen konnten Moe« nus in den letzten Tagen kräftig anziehen. Scheideanstalt schwankten zwischen 287 und 290, Metallgesellschaft zwischen 171 und 174, VDM. zwischen 228 und 234, Lahmeyer, Rheinelektra und RWE. durchweg gut gehalten. IG. Farben unterlagen zeitweise einem Druck und sanken vorübergehend unter 200. Zeigten die Aktienmärkte eine uneinheitliche Tendenz, so lag der R e n t e n m a r k t durchweg im Grunde recht freundlich, die Kursbewegungen in 4'/rprozentigen Werten haben sich ausgependelt, und vereinzelt zeigte sich für uber^ 4 v. H. verzinsliche Renten wieder Interesse. Das" gilt vor allem für Pfandbriefe, in denen kündbare 4l/-prozentige Serien auf 101 stehenblieben, während in Kommunal« Obligationen eher noch Angebot herauskam. Die Altbesitzanleihe des Reiches, in der in der Berichtszeit Ziehung mar, notierte danach kaum verändert. frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Dez. Es notierten in RM. je 50 kg Lebendgewicht: Ochsen a) 45 bis 48,50, b) 40 bis 42,50, c) 34 bis 37,50; Bullen a) 43 bis 44,50, b) 39 bis 40,50; Kühe a) 43 bis 44,50, b) 39 bis 40,50, c) 30 bis 34,50, d) 18 bis 25; Färsen a) 44,50 bis 45,50, b) 40 bis 41,50, c) 34,50 bis 36,50; andere Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 46 bis 50, d) 35 bis 40; Hämmel b2) 48 bis 51, c) 34 bis 44; Schafe a) 42 bis 44, b) 35 bis 40, c) 25 bis 32; Schweine a) 58, bl) 58, b2) 57, c) 55; d) 52, e) 50, gl) Sauen 58. Marktverlauf: alles zugeteilt. Gießener Konzeriring. Fünftes Konzert. Kammersängerin Margarete Tefchemacher an der Staatsoper Dresden gilt heute zweifellos als eine der ersten Bertreterinnnen chres Faches. Don einer fast ausschließlichen Bühnentätigkeit her- kommend, vermag sie auch im Konzerlsaal Ihre außerordentlichen Darstellerischen und gestalterischen Kräfte einzusetzen und der Wirkung des Werkes dienstbar zu machen. Wenn sie vor dem Publikum steht, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, als umfasse ihr Wille selbst den letzten Platz im weiten Raume; ein jeder ist in ihren Bann geschlagen und folgt chr willig und gern. Äenn Margarete Tesche- macher verfügt über ein außergewöhnliches ft.map liches Material, das über den weiten Umfang der Stimme hin mit vollstem klanglichen Ausgleich durchgebildet ist und hemmungssrei sich in der Weite des Raumes entfaltet mit einer Strahlkraft, die dem Orchester gegenüber sich restlos zu behaupten vermag. In scharfer Kontur spannt sie die melodischen. L.nien mit weit ausholendem Bogen, selbst im Forte der Steigerung nicht die Grenzen chres Organs überschreitend. Ihre Textbehandlung erscheint äußerst durchlebt und überdacht, da^u plastisch in allen Stärkegraden. Mit der Auswahl ihrer Gesänge umspannt sie die Pole chres Faches, aber in jeder Stilart und Gesangsmanier erwies sie sich mit persönlichem Akzent. Die Arie der Katharine aus der Oper „D e r Widerspenstigen Zähmung" von Hermann Goetz rouroe zu einem fraulichen Bekenntnis, das mit der Schwere der Situation ringt und innerste Seeleneinblicke gewährt. Bedenken wir, .daß einst ein vom Tode Gezeichneter hier seine Ergebenheit in das Schicksal niedergelegt hat. Eine andere Well, ein anderes Frauenerleben erstand in Leoncavallos Vogellied aus „D e r Bajazzo" mit beweglichem Klang und strahlendem Schwingen. Wiederum als eine andere erwies sie sich in der Zugabe, dem Gebet der Toska aus Puccinis gleichnamiger Oper, in einem Frauenschicksal, das vor dem Zerbrechen steht und bereit ist, das Letzte hinzugeben. - So ließen die drei Gesänge die Dühnenkünstterin in der Verschiedenheit ihres Gestaltungsvermögens dem Hörer unmittelbar nahekommen. Ein äußerst starker Beifall war der bezeugende Dank dafür. Mit sicherem Griff hatte vorher schon Professor Dr. Stefan Temesväry das Band zwischen Podium und Hörer geschlungen durch eine äußerst temperamentvolle Wiedergabe von Friedrich Smetanas Tondichtung „A u s Böhmens Hain und Flur". Im Grunde feines Charakters gehört dieses Werk der ausgesprochen en Pro- gramminfif an. Durch die Darbietung aber erschloß et sich mit ursprünglicher Na tu mähe ganz abgesehen von dem zugrunde liegenden dichterischen Geoanken durch die Kräfte der ihm inneroobnenben Musikalität. M t prächtig ausgeglichener Klangfülle wurde der Jubel und das Beglücktsein über die böhmische Landschaft nahegebracht. Klangseligkeit durchzog die lyrischen Episoden. In sauberster Profitteruna wuchs das Fugato der Streicher in seiner Feinglieorigkeit und Abgetöntheit heraus; musikalische Lust, zündender Rhythmus und tänzerische Gebärde wurden 3um Motto des Schlußteiles dieser Dichtung. Der Schwerpunkt des Abends lag aber in Bruck- ners Dritter Symphonie, die hier seit langen Jahren zum erstenmal wieder erklang. Die großen Klangballungen bei Bruckner, der vollbesetzte Orchesterkörper stellen den Dirigenten vor die Not- weirdigkeit, bis zum äußersten zu differenzieren, auszutönen, Klänge au homogener Einheitlichkeit zu verschmelzen, um Das Werk in seiner inneren Organik künoungssicher dem Hörer nahezuführen. Daß Professor Temesväry zu Bruckner eine besonders starke innere Einstellung besitzt, hat er im Laufe der Jahre schon des öfteren vollauf bestätigt. Wie er aber dieses Werk in seiner Lebensbedingt- heit und inneren Größe vor den Hörem ausbreitete, verdient uneingeschränkte Anerkennung. Das Ganze wuchs als ein organischer Körper heraus. Die einzelnen Themengruppen erstanden in ausgeprägter Individualität; die gewaltigen Steigerungen waren lebensvoll durchpulst und erhoben sich an ihren Höhepunkten zu ekstatischer Breite. Die entwicklungsbedingten Kontraste verbanden sich mit ausgeglichener Verwobenheit des Thematischen bei 1 feinster Austönung des Klanglichen sowohl in den Einzelgruppen des Orchesters wie in der Mischung der Farben. Aeußerst bannend gestaltete er die Uebergänge, so zur Durchführung des ersten Satzes hin und auch zur Reprise. Schwer lastend, innerlich gefüllt mit nahe spürbarer Hintergründigkeit erklang das Adagio; das Scherzo war sprühend beschwingt mit behaglichem Humor des Rhythmus im Trio. Das Finale wurde zur wahrhaften Erfüllung der Probleme des Werkes, durchblutet von einem poesievollen Erfühlen der Einzelepisoden, gipfelnd in der Siegesgewihheit der Coda. Das Orchester gab bereitwilligst fein Bestes her, besondere Anerkennung verdienen die Holzbläser und namentlich die Hörner und Trompeten mit ihrer nie versagenden Fähigkeit der klangschönen dynamischen Schattierung in allen Ausmaßen. Das Haus ehrte alle Beteiligten mit freudigster Anerkennung. Dr. Hermann Hfering. E T. A. Hoffmann. Eine Buchbesprechung. — Ernst von Schenck: E. T. A. Hoffman n. Ein Kampf um das Bild des Menschen. XVIII und 754 Seiten. Leinen 12 RM. Verlag Die Runde, Berlin, 1939. — (185) — Der Dichter Ernst Theodor Amadeus (Wilhelm) Hoffmann, 1776 bis 1822, ist eine der merkwürdigsten und interessantesten Erscheinungen der deutschen Geistesgeschichte. Trotzdem ist er im Auslande, vor allem in Frankreich, müheloser bekannt und gründlicher gelesen worden als bei uns, und die deutsche Wissenschaft hat sich erst verhältnismäßig spät seiner angenommen. Die 1912 von Carl Georg von Maaßen begonnene historisch-kritische Ausgabe des Gesamtwertes ist noch immer unvollendet. Die liebevoll ein» gehende Arbeit Hans von Müllers, der die Herausgabe von Hoffmanns Briefwechsel, seiner höchst auf- schlußreichen Tagebücher und feiner literarischen Entwürfe besorgte, schuf wesentliche Voraussetzungen für eine umfassende Kenntnis und Würdigung seines bewegten Lebens und feines sehr umfangreichen Werkes. Unter den nach dem Weltkriege erschienenen Büchern über Hoffmann verdient die große zweibändige Biographie von Walter 'Harsch iBerlin 1920) nachdrücklich heroorgehoben zu werden. Dem sehr umfänglichen Werke Ernst von Schencks ist es weniger um eine Biographie im landläufigen Sinne als um eine Herausardeitung des Hoffmannschen Menschen- und Weltbildes 3U tun; als Methode war, wie das Vorwort ausweist, „eine geistesgeschichtliche und geistesbiographische Phänomenologie" beabsichtigt, eine Deutung 'ber Gesamterscheinung, bse wir unter dem Namen E. T. A. Hoffmann begreifen, aus seinem Werke, aus seiner Umwelt, aus seiner Zeit. Ernst v. Schenck hat dieses Unternehmen mit einer außerordentlichen Belesenheit angegriffen und ein bedeutendes Material hierfür zusammengettagen. Das Buch ist nicht durchaus leicht ober gar flüssig zu lesen, nicht nur weil es sehr erhebliche Kenntnisse voraussetzt, sondern auch deswegen, weil, wie uns scheint, der Verfasser der von ihm selbst erkannten, drohenden Gefahr geistesgeschichtlicher Abstraktion keineswegs allenthalben entgangen ist; auch für den literarisch geschulten und unterrichteten Leser wird es häu'ig sehr schwierig fein, sich durch die Fülle der Begriffe und die Hausung der Fremdwörter hindurch- zufinden. Die Darstellung, in sich tief gegliedert, befaßt sich im ersten Hauptteil mit der Soziologie des Hoffmannschen Weltbildes, vor allem mit der Stellung Hoffmanns in seiner bürgerlichen Umwett. Der zweite Teil gibt eine Entwicklung des Hoffmannschen Weltbildes aus zeitgeschichtlichen Voraussetzungen (die, so weit wir zu sehen^ vermögen, bisher noch nirgends so umfassend au'ge- wiesen worden), aus dem Dichterischen und aus dem entscheidenden Erlebnis mit Julia Marc. Der dritte Teil, „Bild und Dasein des Menschen", gei winnt seine Ergebnisse vor allem aus der überaus eingehenden Analyse von Hoffmanns magllch- poetischer Selbstspiegelung im Kavellmeister Kreisler und von Erzählungen wie ,.Signor Formiccte, ..Prinzessin Brambilla" und „Meiller Floh". — Das Hauptverdienst der ungemein fleißigen Arbeit liegt u. E. darin, daß Hoffmann hier ausschließlich als Kind seiner Zeit begriffen, daß eine bisher kaum erkannte Fülle der Beziehungen au^gezeiat und feine Stellung im geistesgeschichtlichen Umkreise des 18. und frühen 19. Jahrhunderts abgegrenzt wird. Dieser Absicht dient neben einer übersichtlichen Zeittatti und dem Namenverzeichnis insbesondere ein sehr gründlich gearbeiteter Anmerkungsapparat. Die äußere Ausstattung des mit mehreren charakteristischen Bildnissen des Dichters geschmückten Buches ist solide und geschmackvoll. Hans Thyriot