Samstag, 6. | Sonntag, 7. Juli MO Gietzener Anzeiger (90. Jahrgang Nr. 158 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bisZ'/sUhrdesVormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeitenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel 6 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr vrühlscheUniversttAsdnlckereiR. Lange General-Anzeiger sürGberhessen Liehen, Lchulstratze 7-9 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat imBilü-DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11686 Franks^ M. Oie Reichshauptsta-i in Erwartung -es Führers. Heute nachmittag Rückkehr aus dem Führerhauptquariier nach Berlin. - Oie Reichshaupista-i rüstet zu einem triumphalen Empfang. — Reichsminister Or. Goebbels an die Berliner. Ein Bild von einer Fahrt des Führers zu den Kampfstätten in den Vogesen. Rechts sieht man Staatsminister Dr. Meißner, Reichsminister Dr. Lammers und General der Artillerie Doll- mann, im Vordergrund (mit dem Rücken zum Beschauer) Reichssührer --Himmler. (Presse-Hoffmcmn-M.) E fW r<«■.. MW ......< x-jfl P M Herzen unseren Willkommensgruß zurufen und damit bekunden, wie glücklich wir sind, ihn wieder in unseren mauern zu haben. Es lebe der Führer! Ls lebe unser Volk und unser Reich! Berlin, 6. Juli 1940. Reichsminister Dr. Goebbels, Gauleiter von Berlin. Der Führer kommt. Berlin, 6.3unl (DRV. Funkspruch.) Reichs- Minister Dr. Goebbels richtet an die Berliner Bevölkerung folgenden Aufruf: An die Bevölkerung der Reichshauptstadl. Berliner und Berlinerinnen! Der Krieg gegen Frankreich ist zu Ende. Wie der Führer es in seiner Rede am Heldengedenktage dieses Jahres prophezeite, wurde er gekrönt mit dem glänzend st en Sieg der deutschen Geschichte, heißen Herzens hat die Heimat den triumphalen Vormarsch unserer Soldaten begleitet. Tage und Wochen von wahrhaft geschichtlicher Bedeutung liegen hinter uns. Als die ehernen Klänge der Deutschen Glocke am Rhein in der Rächt vom 24. zum 25. Juni über den Rundfunk die Waffenruhe im Westen ankündigte, sang unser ganzes Volk in tiefer Bewegung unser altes Dankgebet mit: „Wir loben dich oben, du Lenker der Schlachten!^ Seit Beginn der Offensive am 10.2Hai weilt der Führer in seinem Hauptquartier lm Westen. Von dort aus hat er die Schläge vorbereitet und durchgeführt, die das alte Frankreich zertrümmerten. Jetzt fährt er zum erften Wale wieder nach achtwöchiger Abwesenheit in die Reichshaupt- ft a d t zurück, heute, Samstag, 6. Juli, nachmittags 15 Uhr, wird er auf dem Anhalter Bahnhof eintreffen. männer und Frauen von Berlin! Ich weiß, daß ich eisten Herzenswunsch von euch allen ausspreche, wenn ich euch zu einem Empfang des Führers aufrufe, wie ihn Berlin noch nie gesehen Hal. mit einem Enthusiasmus ohne gleichen wollen wir den Führer auf dem Boden unserer millionenstadt begrüßen. Der Jubel, der ihm auf feiner Fahrt in die Reichskanzlei aus hunderttaufenden Kehlen entgegen- fchlagen wird, soll ihm die heiße Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, die wir namens unseres ganzen Volkes bekunden können. Berliner, Berlinerinnen! In wenigen Stunden myß unsere Stadt ein einziges Fla ggenmeer fein. Schmückt und bekränzt ganz Berlin, vor allem die Straßen, durch die der Führer feinen Weg nimmt. Wittags um 12 Uhr schließen Betriebe und Geschäfte, ausgenommen Lebensmittelgeschäfte, sowie Rü- stungs- und lebenswichtige Betriebe. Das arbeitende Berlin marschiert in geschlossenem Anmarsch a n die Anfahrt st raßen des Führers, die vom Anhalter Bahnhof über die Saarlandftraße, hedemannstrahe, Wilhelmstraße, Wilhelmplah zur Reichskanzlei führen. Keiner, der zu Haufe bleibt, keiner, der sich nicht mitreihen lassen wollte von der enthusiastischen Begeisterung, die heute nachmittag unsere ganze geliebte Reichshauptstadt erfüllen wird. Das Läuten der Glocken wird den Führer auf feiner Fahrt durch Berlin begleiten. Wir alle aber wollen ihm aus tiefem und dankerfülltem B erlin, 6. Juli. (DNB.) Schon im Lause des Vormittags bald nach Bekanntwerden der Freudennachricht setzte der Zustrom der Berliner zur Anfahrt ein, die der Führer am Nachmittag mit seinem Wagen passieren wird. Hastig wurde der Klappstuhl unter den Arm geklemmt und dann nichts wie los. Frohe schaffende Hände waren eilig am Werk, die Straßen festlich zu schmücken. Die Häuser prangten im leuchtenden Glanz der Fahnen, Girlanden waren über die Straßen gespannt, es gab kaum ein Fenster, ohne ein Bild des Führers. Auf dem Wilhelmplatz, der am Nachmittag schwarz von Menschen sein wird, wehen im leichten Wind an schlanken Masten die Fahnen. Der Führer- kommt! Die Herzen der Berliner schlagen ihm entgegen auf seiner Fahrt zur Reichshauptstadt. tigkeit verloren. Die Stadt bilde einerseits d a s Tor nach Eritrea und anderseits die Schlüs - selstellung für die Sudan-Ebene. Die Herrschaft in Kassala sei gleichbedeutend mit der Herrschaft über d i e Eisenbahnen dieser Gegend. Denn abgesehen davon, daß die Stadt Endpunkt der nach Port Sudan führenden Bahnlinie sei, habe sie auch mit Khartum, der Hauptstadt des Sudans, Bahnverbindung. Auch die Besetzung des weiter südlich gelegenen Grenzortes Galla- b a t habe mehr als lokale Bedeutung, da durch diesen Ort die Karawanenstraßen vom Sudan nach G o n d a r gingen. Mit beiden Orten seien also wichtige Nervenzentren des englisch-ägyptischen Kondominiums in die Hände der Italiener gefallen, und England habe auch in diesem Gebiet eine schwere Einbuße an Ansehen und Macht erlitten. Oer erste Lustangriff auf (Gibraltar. mabrib, 5. 3uli. (DRB.) Wie Reuter aus Gibraltar rnelbet, würbe heute zum erstenmal in biesem Kriege bie Festung burch Flugzeuge angegriffen. 9er Sieg über Frankreich. Nach Beendigung des siegreichen Feldzuges im Westen kehrt heute nachmittag der Führer in die Reichshauptstadt zurück, von der er acht inhaltsschwere Wochen abwesend war. Berlin rüstet sich, dem Führer, dessen Feldherrngenie die deutsche Truppen auf den Schlachtfeldern Hollands, Belgiens und Frankreichs von Sieg zu Sieg geführt, einen wahrhaft triumphalen Empfang zu bereiten. Wir dürfen gewiß sein, die Bevölkerung der Reichshauptstadt wird auch diesmal wie so oft schon sich in würdigster Form zum Interpreten der Gefühle der unendlichen Verehrung und ttefen Dankbarkeit machen, die in dieser Stunde stolzer Genugtuung und beglückender Siegesgewißheit das ganze deutsche Volk für den Führer und seine Soldaten empfindet. So wird der Willkommen grüß, den die Berliner heute nachmittag dem Führer bei seinem Einzug in die Reichshauptstadt entgegenjubeln, der Gruß ganz Deutschlands sein, das mit tiefer Bewegung an diesem festlichen Empfang teilnimmt, der in diesen Stunden den Dank zum Ausdruck bringt, den das deutsche Volk für seinen Führer und Feldherrn empfindet. Der Abschlußbericht des Oberkommandos der Wehrmacht über die zweite Phase des Feldzuges im Westen ruft uns noch einmal in sinnvollem Zusammenhang die Fülle der gewaltigen Ereignisse in die Erinnerung zurück, die in der staunenswert kurzen Zeitspanne von kaum mehr als drei Wochen zur Vernichtung des französischen Heeres und mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes im Walde von Compiegne zur Ausschaltung Frankreichs und Isolierung Englands geführt haben. Nachdem Anfang Juni das belgische Heer kapituliert hatte, die französischen Nordarmeen auf den flandrischen Schlachtfeldern und im Artois vernichtet waren und nur klägliche Reste des brittschen Expeditionskorps durch hastige Flucht auf die Schiffe unter Zurücklassung ihres gesamten Kriegsmaterials dem gleichen Schicksal hatten entgehen können, sah sich die deutsche Kriegführung vor die Aufgabe gestellt, die von dem noch während der Flandernschlacht zum Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte ernannten General Weygand geschaffene neue Verteidigungslinie zu durchbrechen, die damit auseinandergerissenen feindlichen Heeresteile nach Südwesten und Südosten abzudrängen und zu vernichten. Vor dem Weltkrieg war der D u r ch b r u ch als Mittel, eine strategische Entscheidung zu erzwingen, in Deutschland wenig geschätzt. Man suchte damals in Weiterentwicklung der berühmten „Cannae"- Lehren des Grafen Schliessen den Sieg ausschließlich durch Umfassung zu erringen. Eine durch ihre Klarheit und ihren Reichtum an fruchtbaren Gedanken ungemein fesselnde Studie des als Generalstabschef der 6. und 17/ Armee wie als Kommandeur des Alpenkorps hervorragend bewährten bayrischen Generals Krafft von Dell- mens i n g e n zeigt, wie auf allen Kriegsschauplätzen des Weltkrieges der operative Durchbruch im Bewegungskrieg zu seinem vollen Recht gekom- men ist und wie er namentlich immer wieder die ultima ratio war, um der „Mißgeburt" des Stellungskrieges überhaupt beizukommen, denn ohne dessen Ueberroinbung war ja eine strategische Entscheidung nicht denkbar. Der Durchbruch kann sich erst durch einen breiten und tiefen Einbruch in die feindliche Front freie feindliche Flanken schaffen und steht dann vor der gleichen Ausgabe, die der Um- l40000VRT.seiMjchen Schiffsraumes versenkt Große Erfolge der ll-Boot-Waffe und der Schnellboote. — Angriffe der Außenminister Gras Äano am Sonntag in Vertin Luftwaffe auf englische Hafenanlagen und Geleitzüge. Berlin, 6. 3uti. (DRB.) Der königlich 3ta- lienische Minister des Aenßern. Graf Liano, der Samstag morgen Rom verlassen hat, trifft auf Einladung der Reichsregierung am Sonntag zu einem mehrtägigen Besuch in Berlin ein. Wichtige italienische Erfolge im Sudan. Luftangriffe auf Matta und Alexandrien. Rom, 5.3ull (DRB.) Der italienische Wehrmachtsbericht hat folgenden Wortlaut: Eine 3agdflug-Formation hat froh ungünstiger Wetterverhältnisse und starker feindlicher Flugabwehr eine glänzend durchgeführte Aktion gegen den Flughafen von hal-Far (Walta) durchgeführt. Der Flughafen wurde dabei unter Waschinengewehr- feuer genommen. Acht dort liegende feindliche Flugzeuge sind außer Kampf gefetzt worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Eine weitere Formation unserer Luftwaffe hat die englischen Kriegsschiffe im Hafen von Alexandrien wirksam mit Bomben belegt und trotz heftiger Luft- und Flak-Abwehr mehrere Schiffe getroffen. Lin feindliches 3agdflugzeug ist abgeschossen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Ausgangshafen zurückgekehrt. Eines unserer Warine-Lrkundungsstugzeuge hat einen englischen Kreuzer angegriffen und ein Kampfund ein 3agdflugzeug abgefchoffen, das feine Aktion zu stören versuchte. An der Lyrenaika-Grenze find verfchiedene Zu- fammenstühe bei Wufsaid zu unseren Gunsten entschieden worden. Lin englisches viermotoriges Flug- zeug wurde im Lustkampf abgeschossen. 3n Ostafrika find unsere Truppen nach Zurück- schlagung des Angriffes auf Wetemma zur Gegenoffensive übergegangen und haben die befestigte Stellung von Galabat im englisch-ägyptischen Sudangebiet beseht. Weiter nordöstlich ist nach lleber- windung zähen Widerstandes Lassala beseht worden. Weiter sind im Gebiet des Sudan verschiedene feindliche Stellungen sehr wirksam mit Bomben belegt worden, ohne Verluste auf unserer Seite. Lin englisches Lrkundungsflugzeug ist von unseren 3agd- fliegern über Wassaua abgeschossen worden. Aus neutraler Quelle wird bestätigt, daß bei der Aktion unserer Flugzeuge gegen einen feindlichen Geleit- zug im östlichen Wittelmeer, über den im Heeresbericht Rr. 22 gemeldet wurde, ein englisches Kriegsschiff mit einer Bombe schweren Kalibers getroffen wurde. Die Vedeulung von Kassala und Gallabat. Rom, 5.Juli. (Europapreß.) Die Besetzung der im englisch-ägyptischen Sudan gelegenen Stadt Kassala durch bie aus Ostafrika vorruckenben italienischen Streitkräfte wird von den römischen Blättern als besonderer psychologischer und militärischer Erfolg gewürdigt. Die Presse hebt hervor, es handle sich nicht um eine Eroberung, sondern um eine Wiedereroberung; denn die Ortschaft sei schon im Jahre 189 4 von italienischen Truppen, die den von den Anhängern des Mahdi geschlagenen Engländern zu Hilfe geeilt seien, besetzt und bis 1897 gegen die aufständischen Derwische gehalten worden. Dann habe die damalige italienische Regierung die Stadt an Aegypten, d. h. in Wirklichkeit an England, a b g e t r e t e n, das die italienische Unterstützung mit Intrigen belohnt habe. Zur Unterstreichung der militärischen und politischen Bedeutung der Einnahme Kassalas weisen die Blätter darauf hin, daß die 70 000 Einwohner zählende Stadt der Hauptort einer Provinz, Schnittpunkt zahlreicher Karawanenstraßen und Endstation der nach Port Sudan führenden Eisenbahnlinie ist. Die Engländer, die Kassala zähe verteidigt hätten, so schreibt -'Gwrnale d Jtatm, 1 hätten einen Stützpunkt von außerordentlicher Wich- Der Wehrmachlsvericht vom Freitag. Führerhauptquartier, 5. 3uli. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die deutsche ll - B o o t - TB a f f e hat in der letzten Zeit wieder eine Reihe namhafter Erfolge im Kampf gegen England erzielt. So versenkte ein von Kapitänleutnant Liebe geführtes U-Boot neuerdings 34 400 BRT. Damit hat dieses U-Boot insgesamt 85 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes ver- fentt Ein weiteres U-Boot versenkte 21043 BRT., ein drittes 31100 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes, davon allein fünf Dampfer aus starkgesicherten Geleitzügen. Unsere Schnellboote torpedierten bei einem Vorstoß gegen das Seegebiet südwestlich Portland die bewaffneten britischen Dampfer „Hartlepool" (5500 BRT.) und „British Lorporal" (6900 BRT.). Außerdem schaffen sie aus einem Geleitzug einen Tanker von 12 000 BRT. und ein bewaffnetes Handelsschiff von 8000 BRT. heraus. Liner Vorpostenflottille gelang die Vernichtung eines feindlichen U-Bootes an der norwegischen Küste. 3m Laufe des 4. 3uli und in der Rächt zum 5. 3uli griff die L u f 1 w a f f e in England Hafenanlagen, Flugplätze und Werke der Rüstungsindustrie mit Bomben an. Stuka- und Kampf-Verbände oerfenften beim Angriff auf Geleitzüge an der Süd- und Südwesiküfte Englands vier Transportschiffe von je 5000 Tonnen und beschädigten ein Kriegsschiff und neun weitere Transportschiffe durch Bombentreffer. Britische Flugzeuge unternahmen am 4. 3uli wieder im Schuhe tiefliegender Wolken mehrere Einflüge in Holland, Belgien und Rordwestdeutfchland. Auch in der Rächt zum 5. 3uli überflogen sie den nord- und westdeutschen Raum. Wilitärisch wichtige Ziele wurden nicht angegriffen. Dagegen wurden Wohnhäuser, Bauernhöfe ufro., durch Bombenwürfe beschädigt oder in Brand gesetzt und dabei mehrere Zivilpersonen getötet. Sechs feindliche Flugzeuge sind im Luftkampf, 1 weiteres durch Flak abgefchoffen. Bei einem erneuten F l u g z e u g a n g r i f f auf Kiel wurde außerdem von der Flak-Artillerie der Kriegsmarine ein feindliches Flugzeug abgefchoffen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. * Ein einziger Heeresbericht meldet die Versenkung von fast 140 000 Tonnen durch Uboote und Schnellboote, und am Tage vorher torpedierte ein Uboot den funkelnagelneuen englischen Flugzeugttäger l l u st r i o u s", bas Schiff, das bei 23 000 Tonnen die hohe Geschwindigkeit von 30,7 Seemeilen lief, mit 48 Flaks verschiedener Kaliber sowie eben- sovielen schweren MG's ungewöhnlich stark armiert war, 72 Flugzeuge und eine Besatzung von 1600 Mann an Bord hatte. Kommandant dieses Ubootes ist der gleiche Oberleutnant Endraß, der als Torpedo-Offizier auf dem Uboot des Kapitänleutnants Prien seinerzeit in Scapa Flow die Torpedoschüsse auf die Schlachtschiffe „Royal Oak" und „Repulse" abgab. Er bemüht sich also mit besten Erfolgen, es seinem früheren Kommandanten gleichzutun. Das deutsche Volk kann auf seine Kriegsflotte um so stolzer sein, als diese ja zahlenmäßig der englischen Flotte weit unterlegen ist. Wenn sie gleichwohl von Beginn des Krieges an der riesigen englischen Flotte die Herrschaft über die Nordsee mit radikalem Erfolge streitig machen konnte, so hat sie damit ihre qualitattve Überlegenheit selbst schon zur Genüge erwiesen. Ihre Fernfahrten bis in den Nordätlantik (Vernichtung des Hilfskreuzers „Raval- pindi"), tollkühne Kreuzerfahrten in fremden Meeren, vor allem aber der schneidige Einsatz der Flotte bei der Expedition nach Skandinavien, werden immer xu ihren schönsten Ruhmestaten zählen. Sie wird ihre so glänzend bewährte Kampfkraft auch in dem Entscheidungskampf gegen England zu bewähren wissen.. Von unserer Serliner Schristleiiung. • Ver öptiker amSühnkofl all eit und wendig ausnutzenden Durchführung durch die Frankreichs Außenminister brandmarkt das Vubenstülk Churchills Wie wir schon in einem Teil unserer gestrigen Ausgabe berichten konnten, hat die französische Re- men, da die britische Admiralität nicht mehr über die notwendigen ^Mittel dazu verfüge. Admiral Der Abbruch der Beziehungen. Frankreichs Aniwort auf -en britischen Lleberfall bei Oran ließen, die ihn mm als Feldherrn über die Schlachtfelder Polens und Norwegens, Flanderns und Frankreichs zum Siege führten. Er teilt den Lorbeer mit seinen Soldaten, denn nur das Vertrauen m die unvergleichliche Einsatz ft eudigkeit, in die Fayrg- keit und Tapferkeit der deutschen Wehrmacht Rechtfertigte die Kühnheit der strategischen Konzeption. Wie der Abschlußbericht des Oberkommandos ausdrücklich feststellt, war die deutsche Führung gezwungen, aus einer strategisch keineswegs günstigen 2xn» sangsstellung heraus die Operationen zu beginnen. Denn im Frontalangriff gegen stärkste, meist hinter Flüssen und Kanälen gelegene Befestigungen und im Kampf mit einem zahlenmäßig überlegenen Gegner mußte das deutsche Westheer den Durchbruch erzwingen, der erst die Voraussetzungen für die Umfassung und Vernichtung des Feindes schuf. „Um in eine solche Schlacht hinein zu gehen, ist es notwendig, mit dem vollen Glauben an den Erfolg hinein zu gehen, mit allen seinen Kräften und nut dem unerschütterlichen Willen, den Weg zu Ende zu gehen, ohne jeglichen Hintergedanken , so scynev einst im Weltkrieg General Nivelle über Die Möglichkeit eines siegreichen Durchbruchs. Mit diesem Willen allein ist er freilich nicht getan, dafür ist Nioelles eigenes Schicksal der beste Beweis, aber dieser brennende Wille des Feldherrn und dazu ein rat ihrer ehemaligen Waffenbrüder empfunden. Die ftanzöfische Presse ist in ihrer Sprache so scharf gegen Großbritannien, wie sie nie mehr seit der Affäre von Faschoda (1896), von der Krieg und Frieden zwischen Großbritannien und Frankreich abhingen, gewesen war. Der „Petit Dauphi - nois" (Grenoble) erinnert an die vielen Opfer, die die ftanzösischen Soldaten in Norwegen, in Flan- haben und stellt fest, daß sie nun in diesem scheuß- dern und in Frankreich für England gebracht lichen Verrat den traditionellen Lohn Albions gefunden haben. Frankreich, das sich geopfert habe, ein England zu retten, sei durch das gemeine Verbrechen von Oran nun in die Vergangenheit zurückversetzt, die es sich hüte, zu vergossen, die lange Geschichte eines Landes, das seine Freiheit vor der englischen Zuchtrute suche. Es ist jetzt die Zeit, so schließt der „Petit Dauphinos", sich dieser Dinge zu erinnern. Man hat viele Zusammenbrüche von Bündnissen gesehen, aber wenige endeten mit einer solchen Schande, wie die von Dran. Eine solche Handlung trägt seine Strafe in sich selbst. Der französische Oberkommissar für die Propaganda P r o u v o st fragt Churchill, warum er sich denn vor dem Angriff auf Oran nicht mit der Regierung P6tain in Verbindung gesetzt habe. Frankreich habe nicht anders handeln können, als es getan habe. Es sei Frankreich schon teuer zu stehen gekommen, zu Lande Soldat für Herrn Churchill zu spielen und nün solle Frankreich auch noch Herrn Churchills Seesoldat werden. Dieselben ftanzösichen Matrosen, die jetzt dem englischen Angriff zum Opfer gefallen seien, hätten in Flandern die Rettung der englischen Armee ermöglicht. Frankreich werde die letzten Ereignisse nie vergessen. Zahlreiche Tote und Verwundete auf Seiten der Engländer. Madrid, 5. Juli. (DNB.) Aus Algeciras wird gerneK)et, daß an dem brutalen Ueberfall von Dran die englischen Schlachtschiffe „Hood" und „Resolution" sowie einweiteresLinienschiff und acht Zerstörer teilnahmen. An Bord von drei Zerstörern trafen am Donnerstag zahl» reiche Tote und Verwundete in Gibraltar ein. Auch liefen zwei Zerstörer ein, die starke Beschädigungen aufwiesen. fassung von Anfang an gestellt ist. Die Hauptschwierigkeit besteht beim Durchbruch immer darin, ihn so weit vorzutreiben, daß der Gegner völlig auseinandergesprengt ist und die Operation im Bewegungskriege vollendet werden kann. Gleich den Wassern eines Stromes, der einen Damm durchbrochen hat, muß die Durchbruchsarmee ihre Kräfte strahlenförmig nach allen Seiten hin ausbreiten, wobei die Sicherung der eigenen Flanken vor feindlichen Gegenstößen für die Durchbruchsarmee, wie es namentlich die große deutsche Frühjahrsoffensive 1918 gezeigt hat, eine Lebensfrage ist. Die einzige im Wesen des entscheidungsuchenden Krieges verankerte berechtigte Grundabsicht für den Feldherrn, der den Durchbruch als Entjcheidungsform wählt, kann nur die sein, die Operation in einem Zuge innerhalb kürzester Frist zur ftegreichen Entschei- die Eigenschaften zusammen, die den Feltzherrn machen; durch den Willen werden sie beseelt und zur Wirkung gebracht; der Mut gegenüber der persönlichen Gefahr und gegenüber der Verantwortung, die Standhaftigkeit, die Kühnheit, die Entschlossenheit und das sichere Treffen des Richtigen, die Geistesgegenwart, die Selbstbeherrschung und das Gleichgewicht. Immer wieder zeigt sich, daß der Feldherrnwille eine Frucht des Charakters ist, eine Gewohnheit der Seele." Es sind die gleichen Eigenschaften, die dem Führer als Staatsmann den Zusammenschluß des deuffchen Volkes in einer einzigen politischen Weltanschauung, seine moralische und wirtschaftliche Gesundung, seine Wiederwehchastma- chung und die Schaffung der außenpolitischen Voraussetzungen für seinen Befreiungskampf gelingen reichs Widerstandskraft erschöpft, die Bitte um Waffenstillstand krönte den glänzendsten Sieg deutscher Waffen. v Generaloberst von Seeckt, der als Schöpfer der Reichswehr inmitten einer jedem soldatischen Gedanken feindlichen Welt in aller Stille eine so große vorbereitende geistige und organisatorische Arbeit für die heutigen Siege der deuffchen Wehrmacht geleistet hat, lagt: „Das Geheimnis der Willensstärke führt den Krieg, gewinnt den Sieg, macht aus dem General den Feldherrn. Im Willen strömen Frankreich die Konsequenzen zog, die langst selbst- verständlich geworden waren. Frankreichs Systemregierunaen hatten dafür gesorgt, daß das ftanzösische Volk die jahrhundertealte Erbfeindschaft zwischen Frankreich und England vergessen hatte, obwohl ja in der Normandie und an der Loire unzählige Ruinen zerstörter Burgen und Schlösser noch heute für jedermann sichtbar von Dem Wüten der englischen Soldateska in Englands hundertjährigem Kriege gegen Frankreich zeugen. Vergessen war auch Englands erbitterter Kampf gegen die erste Republik und gegen Napoleon, die Schmach von Faschoda, wo 1898 der französische Oberst Marchand vor den britischen Drohungen den Sudan räumen muhte, wurde totgeschwiegen. Aus dem Weltkrieg, wo die Engländer sich in ihrem ganzen nordftanzösischen Etappengebiet wie die Herren des Landes benahmen, weiß mancher französische Frontkämpfer von der brutalen Anmaßung der Engländer gegenüber den französischen Kampfgenossen zu erzählen. Aber da England einen Festland sdegen und Frankreich einen Bundesgenossen in seinem Bedürfnis nach „Sicherheit" haben zu müssen glaubte, hat die Entente cordiale dreieinhalb Jahrzehntelang selbst schwere Verstimmungen überdauert. Es wird sich noch zeigen müssen, ob Frankreich nun für die Dauer von einer Anglomanie geheilt ist, die im ftanzösischen Volke selbst niemals eine Pflegestätte gefunden hat. Welche unmittelbaren politischen Folgen der Bruch im übrigen hat, läßt sich im Augenblick nicht ermessen. Churchill hat nut seinem Schützling, oem ftanzösischen Exgeneral de Gaulle bisher wenig Glück gehabt, denn dieser Emigrant wird von allen maßgebenden Franzosen als Landesverräter ab gelehnt. De Gaulle fft der Schreibstubengeneral, dessen Bekanntschaft mit dem Pariser Nachtleben ihn um allen Kredit brachte und dessen Protektor, der Börsenschieber Reynaud, jetzt seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Dieses Subjekt mag sich mit Churchill paaren. Verbrecher haben Weiche Kappen. Aber sie werden dem Urteilsspruch nicht entgehen. Dieses Lumpenpack muß in der Tat unschädlich gemacht werden. Will sich aber das englische Volk mit ihm identifizieren? Im Schutze her Nacht. Neue planlose Bombenangriffe forderten weitere Opfer unter der Zivilbevölkerung. Berlin, 5.Juli. (DNB.) Es häufen sich die Meldungen, wonach die britische Luftwaffe ihre planlosen Angriffe auf nichtmilitärische Ziele des deutschen Heimatgebietet richtet. Bei Der Bombckr- dierung eines kleineren Ortes in Westdeutsch- land durch englische Flieger fielen in der Nacht vom 1. zum 2. Juli Drei Bomben auf ein Getreidefeld. Durch eine dieser Bomben wurde ein in der Nähe befindliches Bauernhaus beschädigt. In einem anderen Fall, bei Dem adjt Bomben ab« geworfen wurden, trat umfangreicher Geb ciud e- schaden ein. Erheblich schwerwiegendere Folgen hatte ein Angriff der Royal Air Force auf das Stadtgedie einer norddeutschen Stadt. Hier wurden 20 Spreng« und 30 Brandbomben ab« geworfen (darunter sechs Blindgänger), durch die zwei Zivilpersonen getötet und drei verletzt wurden. Außerdem wurden 10 Gebäude durch Brand zerstört und mehrere Häuser durch Bombensplitter beschädigt. Weiterhin wird ein Luftangriff aus das Wohngebiet einer rheinischen Stadt bekannt. Es sielen 25 Brand- und 15 Sprengbomben. Von fünf Blindgängern explodierte einer er ft nach sechs Stunden. Ein Haus wurde zerstört und meh« rere andere Gebäude beschädigt. Der Sachschaden war beträchtlich. Auf das Wohnviertel einer anderen Stadt wurden 14 Bomben ab geworfen. Hier waren, abgesehen von Gebäudeschäden, ein Toter und sieben Verletzte zu beklagen. Weniger „erfolgreich" waren die englischen Gentlemen im Hunsrückgebiet. Hier wurden zwei Heuhaufen durch Bomben in Brand gesetzt. Alle diese Heldentaten der britischen Luftwaffe wurden im Schutzs der Nacht vollbracht. Das Schuldkonto der RAF- wächst von Tag zu Tagt von nie ermattendem Angrfffsgefft durchdrungenes foeer im Zusammenwirken aller Waffen geschult, mit den modernsten Kampfmitteln ausgerüstet, eingespielt auf den großen DperaHonspIan per Obersten Heeresleitung und doch zu selbständigen Entschlüssen der Truppenführung fähig, Das sind Die beiDen wesentlichsten Voraussetzungen für den Erfolg Und sie beide waren in den großen Vernich- tungsschlachten gegeben und hefteten Den Sieg an die deutschen Fahnen. . Kein Sieg, Der nicht Durch Opfer errungen wird. Wenn, gemessen an Der Größe der Erfolge, die deutschen Verluste gering sind, so fft das der ausgezeichneten Schulung des deuffchen Soldaten, Der Überlegenheit Der Deutschen Waffen und Der deutschen Führung zuzuschreiben, die Die deutschen Verluste auf einen Bruchteil Dessen begrenzen konnte, was der Feind an Verwundeten und Toten hat em- büßen müssen, von Der ungeheuren Zahl per Gefangenen ganz zu schweigen. UnD Doch fft in viele deutsche Familien die Trauer eingezogen um Den Verlust eines ihrer Lieben. Wir neigen uns in Ehrfurcht und Dankbarkeit vor ihrem Schmerz und dem Opfer ihrer Söhne, Väter und Brüder. In der Erinnerung an ihren Tod wird sich die Nation derer würdig zeigen, die für Deutschlands Zukunft ihr Leben gaben. Dr. Fr. w. Lange. zum Meer, wurden die letzten noch auf dem Festland kämpfenden britischen Divisionen und starke französische Kräfte eingekreist und zur liebet gäbe gezwungen, während die Masse Der Heeresgruppe Bock Dem Feind über die untere Seine nachsetzte und in Die Schutzstellung um Paris einbrach. Arn 14. Juni zogen Truppen des Generals Der Artillerie v o n K ü ch l e r in die ftanzösische Hauptstadt ein. Der linke Flügel Des Feindes war zer-1 trümmert / Währenddeß war am 9. Juni die Hauptoperation von der Mitte aus durch die Champagne und am linken Maasufer eingeleitet worden. Jnfanterie- divistonen der Heeresgruppe Rundstedt durchbrachen in zweitägigem hartem Ringen die Aisne-Stellung und bahnten den Schnellen Truppen der Generale von Kleist und Guderian Den Weg über die Marne. Wenige Tage später gelang auf Dem linken Flügel Der Heeresgruppe Leeb, was niemand für möglich gehalten hatte, Der Durchbruch Durch Die Maginotlinie im frontalen Angriff, Der von schwerer Artillerie, Stucka- und Kampfgeschwadern sowie Flak wirkungsvoll unterstützt wurde. Was sich nun in Dem Riesenraum zwischen Der französischen Atlantikküste und der Schweizer Grenze abspielte, entspricht ganz dem an- Genf, 6. Juli. (Europapreß.) Der französische Außenminister B a u d o i n hat ip Vichy eine Erklärung zu dem englischen Piratenstück vor Dran abgegeben, in Der er Das Bubenstück Churchills vor der Weltöffentlichkeit auf das heftigste brandmarkte Durch Den Ueberfall auf Die vor Anker liegenden Schiffe bei Mers el Kebir habe, so sagte Baudoin, Churchill für immer Die Ehre <£ n g = lands befleckt. In seinen weiteren Ausführungen schilderte Baudoin, Frankreichs bisherige Außenpolitik, die feit langen Jahren von Dem Wunsch geführt gewesen sei, nichts zu tun, was es mit der auswärtigen Politik Großbritanniens auseinanderbringen könnte. Die Sanktionspolitik, Die es von Italien trennte, sei diesem Wunsch entsprungen, ebenso seine Politik gegenüber Mitteleuropa und Deutschland. So sei Frankreich in den Krieg mit Deutschland im Fahrwasser Englands eingetreten. „Wir haben den Rückzug unserer Nord- armee vornehmen müssen, nachdem sie bis zum letzten Tag kämpfte, um einen großen Teil der englischen Armee zu retten, während gleichzeitig nur ein geringer Teil Der ftanzö- ' fischen Armee gerettet werden konnte." Baudoin er« | innerte Dann Churchill an dessen Erklärung ge- schäulichen Silbe, bas Krafft von Delmenfingen mm l-genttich einer Sitzimg bes Dber(ten Sriegsr^ee dem idealen Fortgang ber Operationen nach vollende- der Wes^nach e m der er sagte Englandwerbe tem Durchbruch entworfen hab „Gleich ben Wassern Srankreich selbst IM Falle ,neo Separachn ben- eines Strome- ber etän Damm durchbrochen hat", Üst Deutschlanb, leine eite Tr°ue bewahren Baubom so breiteten sich nun bie Serbänbe ber brei deutschen Kloß mit ben Worten: --Un!«e Bez ehungen zu Heeresgruppen in bei rastlosen Verfolgung ber un. ®n«Ia,ni’. " ^°Ri chtun g ein t r ben wuchtigen Schlägen ber beutschen Waffen Frankreich habe daher ben Entschluß gefaßt seine zersprengten feinblichen Streitkräfte aus auch hier- fti P l ° m atifdjen Be zieh u n gen mck benen bei wie schon beim Durchbruch selbst au bas wirk- ?b zubrech en b,e am Blut , eine rSo hn iamfte unterstützt von bei Luftflotten b« Generale NF ul big sind Der tt°nz°stschen .Regierung liege Ke selriig unb Sperrte. Vor bem Ansturm d°ran mit ben ihr nerbhebenen Mitteln unb m ge- ber Heeresgruppe Bock vermochte ber Feind sich -Meter Form di - Ehre u n b die Inter- auch an ber Loire nicht mehr sestzusetzen. In küh- - i I e n Frankreichs zu schützen. nern Zupacken eroberte die Heeresgruppe Rundstedt Die französische Admiralität schreibt zu dem fei- die Festung Verdun, Die im Weltkrieg allen deut- gen britischen Ueberfall auf die französische Flotte scheu Angriffen gettotzt hatte, warf Schnelle Trup- i m Hafen von Dran: Die französffche Flotte ver- pen über Saone und Doubs durch den Jura an die Dient es nicht, auf Befehl von Herrn Chur- Schweizer Grenze bei Pontarlier und schloß so den chill in Den Rücken getroffen zu roerben, Ring um Die sich in einzelnen Abschnitten De- der hn letzten Winter die französische Admiralität Maginotlinie wie bei Diedenhofen noch verzweifelt an flehte, ihre hauptsächlichsten Kräfte dem wehrenden aber, aus ihr herausgeworfen, in Loch- Schutz Der kanadischen Schiffe zu wid- ringen und in den Vogesen sich zusammendrängenden *" * französischen Kräfte. Der Durchbruch an allen Fron- „ „ , o ten hatte in Der genialen Anlage und scharf durch- Darlan hat die Dankesbriefe von Herrn Churchi dachten Weiterentwicklung Der Gesamtoperation nicht verlegt. Die ftanzösischen Seeleute, die se wie in Der kühnen, jede neue Lage entschluhfreudig sechs Monaten ohne zu rechnen ihre Kräfte geopfert .. „ , w , haben, um der britisch en Marine, die chrer Truppe mit einem vollen strategischen Erfolg ge- gewaltigen Aufgabe nicht nachkommen konnte, zu endet. Das ftanzösische Heer war vernichtet, Frank-lhelfen, haben mit Entrüstung den Verreich ist am Freitag nicht mehr so groß wie am Donnerstag, als — wohl zum erstenmal in Der Geschichte von Westminster — sogar Das Publikum in Den Zuschauerlogen des Parlaments laut Dem Ministerprä sidenten Beifall klatschen und rufen Durfte, ohne, wie es bisher üblich war, bei Der ersten kleinsten Meinungsäußerung aus" Der Halle entfernt zu werden. Als Churchill mit Tränen in Den Augen feinen Bericht über Den Angriff beendet hatte, brach im ganzen Haus ein Beifallssturm los, wie man ihn bisher noch niemals erlebt hatte. — Zwölf Stunden später werden in Parlamentskreisen — wie Blätter zu melden wissen — Die er ft en Seöenfen laut, wenngleich auch Die Presse Den neuen englischen Sieg feiert. In Meinungsäußerungen, die nicht wie die Presse Der Zensur unterworfen sind, rechnet man jedoch mit schweren Folgen für Das englisch- französische Verhältnis, auch für Die Zeit nach Be- eNDigung Des englisch-deutschen Krieges. Die englische Presse Dagegen unterstützt selbstverständlich Die schamlosen Rechtfertigungsversuche Churchills. Der „Evening StanDarD" schreibt: „Die englische Marine hat in Den Herzen aller Engländer ein freudiges Echo ausgelöst. Die englische Flotte hat mit Kühnheit und Entschlossenheit gehandelt, wie sie dies immer in einem entscheidenden Augenblick der brittschen Geschichte getan hat. Wenn die französische Kriegsflotte", so erklärt Das Blatt noch mit ebenso viel Unverschämtheit als Angst, „in Die Hände des Feindes gelangt wäre, der sie ohne Zweifel gegen England eingesetzt haben würde, würde sich das Gleichgewicht Der Seestreitkräfte zu Ungunst en Großbritanniens verschoben haben." Erste Vedenken in London. Der Abbruch der Beziehungen wird der englischen Öffentlichkeit verschwiegen. Stockholm, 6.Juli. (Europapreß.) Der Abbruch Der diplomatischen Beziehungen zwischen England und Frankreich ist von London bisher verheimlicht worden. In seiner Abendsendung stellte Der britische Rundfunk am Freitag lediglich fest, daß Der ftanzösische Botschaftsrat und Geschäftsträger Frankreichs, C a m b o n , am Freitag im englischen Außenministerium vor st eilig wurde und einen äußerst scharfen Protest Der französischen Reale* rung überreichte, Der sich mit Der Versenkung der französischen vor Anker liegenden Streitkräfte in Nordafrika befaßte. Der Londoner Rundfunk muhte zugeben, Daß es sich hierbei um Den ,Drastischsten und schärfsten" Protest gehandelt habe. Der je abgegeben worden sei. Die englische Begeisterung über Den Ueberfall auf Die Kriegsflotte des ehemaligen Verbündeten FrankDung zu führen. rci Betrachten wir mit Diesen Gedanken Krafft von Dellmensingens rückschauend, was wir selbst in diesen Wochen immer wieder staunend miterleben Durften. Schon Die Eröffnunasoperation 3ur großen Schlacht in Flandern und im Artois, Der Durchbruch durch Die Maaslinie unD Der blitzschnelle Vorstoß an Die Kanalküste, zeigte alle Merkmale Des Durchbruchs als EnffcheiDungsform, geraDezu ins Gigantische gesteigert Durch Den Einsatz moderner Kampfmittel und durch Das vom Motor bestimmte ungeheuerliche Tempo Des Ablaufs Der Operation. Das gleiche BilD zeigte auch Die große Vernichtungsschlacht in Frankreich vom 5. bis zum 25. Juni, Die aus Der während Der Flandernschlacht zur Sicherung Der linken Flanke Der Durchbruchsarmee gesoffenen Deuffchen Süd front geführt wurde. Enttang Der unteren Somme, Des Oise-Aisne-Kanals und Der Aisne mit Anlehnung an Den beim Deuffchen Durchbruch stehengebliebenen rechten Eckpfeiler Der Maas- linie, hatte noch während Der Kämpfe in Flandern Der neue Generalissimus Der Alliierten eine Hefe . Verteidiaunaszone errichtet, Die zwar gegenüber Den gierung nach Dem britischen Schurkenstreich von eben durchbrochenen Grenzbefestigungen ihren Oran alle diplomatischen Beziehungen provisorischen Charakter nicht verleugnen konnte, hu England abgebrochen. Sie hat auch Be- aber nach Den in Den letzten Kämpfen mit Panzern fehl gegeben, englische Schiffe und Flugzeuge bei und motorisierten Verbänden gemachten Erfchrun- Annäherung an ftanzösische Küsten, auch der Ko- aen aestaltet worden war, wobei den Franzosen Das Ionien, ohne Warnung anzugreifen. Das französische vielfach eingeschnittene und unübersichtliche Gelände Volk, von England langst verraten, von seinen sowie ihre Kunst, jedes natürliche Hindernis, jeden früheren Regierungen unD Der ihnen yeldlich ver- Wasserlauf, jedes Waldstück, jedes Dorf und jede pflichteten Presse systematisch hmters Licht geführt, Ferme zu einer kleinen Festung auszubauen, zu- steht in Der Stunde seiner tiefsten Erniedrigung gute gekommen war. Die rechte Flanke Der Wey- durch England hinter Dem Marschall Pötain. Die gand-Zone gegen Die Die ftanzösische Oberste Churchillsche Untat fyat viele noch in Frankreich ge- Heeresleitung Den nächsten deutschen Angriff er- hegte Illusionen zerstört. wartete, glaubte sie durch Die berühmte, als un- Churchill aber wagte vor einer begeisterten Unter« üderwindlich gepriesene und mit Elitetruppen besetzte hausplutokratie sein beispielloses Verbrechen noch zu Maginotlinie hinreichend gesichert. verteidigen! Er rühmt sich, die Regierung Dabe für Gegen diese Front, zu Deren Verteidigung die diese „Aktton", also für den niederträchtigsten lieber« französische Oberste Heeresleitung mit allen noch fall, den Die Weltgeschichte kennt, Das Vertrauen des verfügbaren Kräften bis zum äußersten entschlossen Unterhauses, er überlasse Die Beurteilung Der Na- roar, marschierten Die Deutschen Streitkräfte unter Hon, der Welt und ber Geschichte. Wir sind aller- Dem Oberbefehl Des Generalobersten von Brau- Dings überzeugt, daß Die anständige Welt einmü- ch i t s ch in Drei Heeresgruppen. Aus Dem rechten tig diese größte Lumperei der Geschichte verurteilen Flügel trat in Anlehnung an Die Kanalküste Die wird. f , Heeresgruppe Des Generalobersten von Bock mit Der Abbruch Der Beziehungen zu England beben drei Armeen des Generalobersten vonKluge, deutet auch offiziell das Ende Der „Entente des Generalobersten von Reichenau unb bes cordiale” nach einem Bestehen von 36 Ähren. Generals der Infanterie S t r a u ß am 5. Juni zum Noch vor fünfeinhalb Jahren, im Winter 1934/35, Kampf an. Am 9. Juni begann aus der Mitte der unterstrich Die ftanzösische Presse tm Zusammen- Vorstoß ber Heeresgruppe Des Generalobersten hang mit Den Damaligen englisch-französischen von RunDsteDt ebenfalls mtt Drei Armeen, Paktverhanblungen, baß bisse einen weiteren „Aus- Denen Des Generals Der Kavallerie Freiherrn bau der Entente cordiale* ergeben mußten Die von Weichs, Des Generalobersten List und des Parffer Angst-These von Frankreichs „Sicherheit Generals Der Infanterie Busch. Auf Dem linken führte dann dazu. Daß Frankreich unter Dem eng- Flügel, an Der Saar- und Rheinftont, wurde am lffchen Einfluß schr bald nach der Münchener Vierer- 14. Juni bie Heeresgruppe bes Generalobersten besprechung zum politischen Handlanger Englands Ritter von Leeb mit den beiden Armeen bes bei Der Anzettelung Des Krieges wurde. Trotz aller Generalobersten von W i tz l eb e n und des Gene- geschichtlichen Erfahrungen hat Frankreich auch rals ber Artillerie Dollmann zum Sturm auf hierbei wieder mcht Die Einsicht aufgebracht, daß Die Maginotlinie angesetzt. Daß Dem rechten Deut- es für Englarck, nicht Der Bundesgeno-sse, sondern schen Flügel beim Angriff ber Vortritt gelassen lediglich eine Hllsstruppe gewesen ist. Selbst nachwurde, macht bas Bestreben beutlich, möglichst so« dem Frankreich die Hauptlast dieses Krieges bis zur fort Die Verbündeten voneinander zu trennen und völligen Niederlage zugunsten Englands getragen Die eigene Westflanke zu sichern. ,3n viertägigem hatte, bedurfte es erst des offenen Verrates, bis schwerem Ringen", so sagt Der Abschlußbericht Des Oberkommandos, wobei die Kämpfe an Der unteren Somme durch Die hier eingesetzten französischen Kolonialtruppen einen besonders erbitterten Charakter hatten, durchstießen Infanterie« und Panzerdivisionen die Weygandzone und Schnelle Truppen Des Generals Der Infanterie Hoth erreichten bereits am 9. Juni Rouen. Bei St. Valery, mit dem Rücken Das Hakenkreuzbanner „Judäa" als britisches Dominion. Ein britisch-jüdischer Vertrag. Deutsche Soldaten blicken über Beifort Das Führerhauptquartier am vor der des a u f Stelle, an der die zentrale Leitung der großen operativen Kampfhandlungen und die kürzeste Verbindung zu den Hauptstoßrichtungen der Armeen seine Lage bestimmte. Einige Decknamen wie „Felsennest" und „Wolfsschlucht", mögen dabei Erwähnung finden. Das Fuhrerhauptquartier ist streng militärisch organisiert und geleitet, umfaßt aber neben dem Oberkommando der Wehrmacht auch den politischen und persönlichen Führungsstab des Führers. Der Führer ist der geschworene Feind jeder Ueberorganisation. Mit einem kleinen Kreis persönlicher Mitarbeiter Gauhauptstellenleiter Johannes Wachsmuth gefallen. NSG. Bei den Kämpfen in Frankreich fiel Bei dem großen Kampf in Frankreich eroberten die deutschen Truppen auch die französische Festung Belfort, die weder im Kriege 1870/71 noch im Kriege 1914/18 besetzt werden konnte. (PK.-Pardun-Scherl-M.) genwärtig Senator. Kunst und Wissenschaft. Kilian Koll in englischer Gefangenschaft. Von einem Teil der deutschen Presse wurde einigen Tagen die Meldung gebracht, daß Schriftsteller Kilian Koll, der Verfasser Manuskripts zu dem Film „Urlaub über den britischen Kanalinseln Deutsche Truppen auf englischem Boden. Lissabon, 5. Juli. (MB.) Der Londoner Vertreter der ,Morld Preß Union" ist in der Lage, den Inhalt eines Geheimoertrages mitzuteilen, der zwischen der königlich britischen Regierung und der Exekutive der Jewish Agency am 22. Juni in der Downing Street unterzeichnet worden ist. Das Dokument ist in englischer und hebräischer Sprache versaßt und trägt die Unterschriften des Ministerpräsidenten Churchill, des Außenministers Lord Halifax und des Lordsiegelbewahrers, während von zionistischer Seite der Leiter der Jewish Agency, Professor Chaim W e i z m a n n , der Leiter der politischen Sektion der zionistischen Exekutive, Mosche Schertok, und der Beauftragte des Rabbi Weise, Samuel R u b i n st e i n , unterschrieben haben. Bemerkenswerterweise fehlt die Unterschrift des Staatssekretärs im Kolomaloffice, Malcolm M a c D o n a l d. Das Dokument trägt den Charakter eines Staatsoertrages zwischen souveränen Ländern. In der Präambel heißt es, daß im Geiste der Balfour- Deklaration, welche zum erstenmal den Juden ein Nationalheim feierlich zugesichert habe, die Vertreter der königlich britischen Regierung und der Exekutive des jüdischen Freistaates Judäa entschlossen seien, ihre Beziehungen dauerhaft zu regeln. Zu diesem Zweck seien folgende Übereinkünfte getroffen worden: 1. Die königlich britische Regierung anerkennt die Jewish Agency als Regierungdes künftigen jüdischen Freistaates Judäa, der als Dominion der British Commonwealth of Nations als freier und souveräner Bestandteil eingegliedert wird. Die Regierung des Freistaates Judäa anerkennt seine britische Majestät als König von Judäa. 2. Der jüdische Freistaat wird die volle territoriale und politische Souveränität besitzen in einem Gebiet, daß im wesentlichen durch die Grenzen des heutigen Palästina bestimmt ist. Der heute ausschließlich von Arabern bewohnte östliche Teil Südpalästinas, des sogenannten Es ist ein Führerhauptquartier im wahrsten Sinne des Wortes, ein Hauptquartier, von dem aus Weltgeschichte gemacht wird. Ueber 23 Millionen für das Kriegshilfswerk des Roten Kreuzes. Berlin, 5. In». (DBB.) Bei der ersten Skratzenfammlung für das Kriegshilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes hat das deutsche Volk 23 039 606,33 R2N. aufgebracht. Damit ist das Ergebnis der ersten Reichsstraßensammlung des Kriegs- wlnlerhilfswerkes 1939/40 um 50 v. H. Überboten worden. Der Spendenbetrag hat sich von 19 Rpf. auf 29 Rpf. je Kopf der Bevölkerung erhöht. Das deutsche Volk hat seine Dankbarkeit denjenigen bewiesen, die ihr Leben zum Schuhe der Heimat einsehen. r Gebietsjungvolkführer Paul Wagner gefallen. NSG. Die HI. des Gebietes Hessen-Nassau ist von einem schweren Verlust betroffen worden. Paul Wagner, einer der ältesten Käinpfer der HI. im Gau, ist am 20. Juni 1940 an der Spitze seines Maschinengewehrzuges bei den siegreichen Kämpfen in Frankreich südlich Toul gefallen. Seit 1929 der HI. angehörend, hat er tatkräftigen Anteil an dem Aufbau der HI. in unserem Gaugebiet. Als Führer einer Gefolgschaft in seinem Heimatbann Limburg unter widrigsten Verhältnissen beginnend, hat er, als einer der Jüngsten mit der Führung des Unterbannes und späteren Bannes Lahntal 253, des Oberbannes 2/13 und einer Gebietsführerschule betraut, eine Förderung erfahren, die einzig und allein das Ergebenis seines kämpferischen Einsatzes und seiner hervorragenden Charaktereigenschaften und kameradschaftlichen Haltung war. Als Paul Wagner am 1. April 1937 nach zweijähriger Tätigkeit als Gebietsjungvolkführer ausschied, um seiner Wehrpflicht zu genügen, sollte dies nur eine selbstverständliche Unterbrechung seiner HJ.-Arbeit für ihn sein. Nun gab er sein Leben für Großdeutschland, welchem sein Kampf und sein Lebensinhalt galt. Hessen-Nassaus Hitler-Jugend ist in stolzer Trauer um einen seiner Besten. (PK.) Deutsche Truppen zumerstenmalauf englischer Erde! Wir alle, die Männer der Luftwaffe, der Kriegsmarine und des Heeres haben den Atem angehalten, als unter dem Blitzen deutscher Bajonette das Hakenkreuzbanner gehißt wurde. In dem Meerbusen zwischen den französischen Kriegshäfen Cherbourg und Brest liegen die Kanalinseln Jersey, Guernsey und Alderney, wie verankerte Sperrfesten. Es sind die britischen Pistolen — auf die Brust der Franzosen gerichtet. Ein aufschlußreiches Kapitel darüber, was London unter „ewiger" Freundschaft verstand, wie einseitig es den Bund mit Paris auf Kosten der französischen Natton auslegte. Nun weht das Hakenkreuzbanner über diesen grünen Eilanden, diesen Gemüsegärten Londons. Gewächshaus steht neben Gewächshaus. Hier haben sich der Norden und Süden ein seltsames Stelldichein gegeben. Man glaubt in Schottland zu sein und an der Riviera zugleich. Es ist alles wie ein Märchen: Menschen, an denen Jahrhunderte spurlos vorüber gewandert scheinen, Hafenstädte mit winkligen Gassen, uralten Mauern, mittelalterlichen Kastellen, und dann das Dröhnen deutscher Ma- heißt: Als in jener denkwürdigen Nacht vom 24. bis 25. Juni um 1.35 Uhr, nachdem das Niederländische Dankgebet und das Läuten der Glocken verklungen waren, Generaloberst Keitel sich am Tisch des Führers erhob, um — ergriffen von der Größe der Stunde — den Gefühlen aller im Hauptquartter Anwesenden Ausdruck zu geben durch ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer, „den siegreichen Feldherrn der größten Vernichtungsschlachten der Geschichte", da wußten wir alle, daß dieses Wort des Gedenkens des Führers im Augenblick des Sieges aus den Herzen des ganzen deutschen Volkes gesprochen war. Und als dann der Führer — aufs tiefste bewegt in diesem Augenblick schicksalhafter Erfüllung — den Dank a n seine Soldaten zurückgab durch ein dreifaches Heil auf die siegreiche deutsche Wehrmacht, da empfanden wir ,es mit ganz besonderer Eindringlichkeit, wie tief der Führer mit dieser, seiner Wehrmacht verbunden ist. Was Deutschlands Wehrmacht unter der genialen Führung ihres Obersten Befehlshabers leistete, hat die Bewunderung der ganzen Welt erregt. Dieses Wunder ist nur zu begreifen, wenn man seine Vor- anLietzungen betrachtet: Es konnte vollbracht werden, we-l die beftew Soldaten der Erde von dem überragendsten und entschlußfreudigsten Feldherrn geführt wurden! Wie ein Cäsar seine Legionen und ein Napoleon seine Garden fand, so stand dem Führer für seine einzigartigen Taten das erste soldatische Volk zur Verfügung. Nach seinem Bilde und den kraftvollen Prinzipien der nationalsozialistischen Weltanschauung hatte er sich erst dieses Volk und dann aus ihm seine Wehrmacht geformt. Unter seinen Händen war dieses glänzendste Kriegsinstrument aller Zeiten mit seinen wunderbaren Waffen geschaffen worden. Er kannte die überragende Führerqualität seiner, Generale und Offiziere. Er beherrschte dieses Instrument in seinem Ausbau, in seiner Organisation und Ausbildung bis ins einzelne, er wußte seine Kräfte und Fähigkeiten ebenso genau abzuschätzen, wie er die Stärke und die Schwäche seiner Gegner kannte. So konnte seine überlegene Feldherrnkunst dieser Wehrmacht auch die kühn st e Aufgabe zutrauen und Schlachten mit ihr schlagen, deren Erfolge und Auswirkungen anderen Völkern nur als Wunder begreiflich sein mögen. Der Wirkungskreis des Führers im Kriege ist das Führerhauptquartier. Militärische Gründe verbieten es im Augenblick, die örtliche Lage und den mannigfachen räumlichen Wechsel des Füh- und Verbindungsmänner hielt er während des Feldzuges im Westen, hier von seinem Feldquartier aus, in jedem Augenblick das Geschick der Nation in Händen. In täglichen, ja stündlichen Lagebesprechungen mit dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, mit dessen wenigen Stabsoffizieren und seinen militärischen Adjutanten leitete er in letzter Entscheidender Instanz hier die gewaltigen Operationen, ließ er seine Befehle den Chefs der Wehrmachtteile in ihre Hauptquartiere übermitteln. Von Zeit zu Zeit, in besonders wichtigen Fällen und vor hochbedeutsamen Entscheidungen, suchten Generalfeldmarschall Göring, Generaloberst von Brauchitsch und Großadmiral R a e d e r persönlich den Führer in seinem Hauptquartier auf, um Bericht zu erstatten und um die Schlachtpläne und Operationen mit ihm durchzusprechen, während der Führer sich auch u n - mittelbar z u den Armee st üben begab, wenn es die Lage erforderlich machte. Anderseits sah man den Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, Reichsaußenminister von Ribbentrop, Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsminister Dr. Frick, den Chef der Reichskanzlei, Minister Lammers, Reichsführer ff Himmler und eine Reihe anderer verantwortlicher Ressortleiter wiederholt im Führerhauptquartier, um die Direktiven des Führer für ihren Arbeitsbereich persönlich entgegenzunehmen. So ist das Führerhauptquartier die K o n t r o l l - stelle der totalen Führung im Kriege, gleichsam ist hier Beobachtungsturm und das Schaltwerk der zentralen Befehlsgebung. In ihr laufen alle Fäden zusammen. Hier erhält der Führer von früh bis spät, bei Tag und Nacht alle Nachrichten militärischen und politischen Charakters, hier erreichen ihn durch eine bis ins feinste durchgebildete Nachrichtenorganisation in jedem Augenblick die Pressemeldungen der ganzen Welt. Von hier aus leitete der Führer die gewaltigen Vernichtungsschlachten dieses Krieges, die Europas Schicksal entscheiden. Von hier aus gibt er seine außenpolitischen Konzeptionen, seine innerpolitischen Weisungen, seine Anordnungen für die Partei, seine Propagandadirektiven und die Sprachregelungen für die Presse. Negev (Beerscheba), wird dem Emirat Transjordaniens zugeschlagen, das als Kronkolonie dem britischen Colonial-Office unterstellt sein wird. Der Freistaat wird entschädigt durch Die Abtretung eines entsprechenden Areals im südlichen Syrien in einer nach der Neuaufteilung dieses Mandatsgebietes noch näher zu bestimmenden Grenzführung. Ferner erklärt sich die britische Regierung bereit, das Hochland von Abessinien ausschließlich der Gebiete um den Tana-See dem zionistischen Freistaat als Siedlung s - u n d K o l o n ia l g e b i e t zur Verfügung zu stellen. Die arabische Bevölkerung Palästinas und des südlichen Syrien wird im Verlaufe von 12 Monaten nach Friedensschluß in benachbarte Gebiete evakuiert unter Entschädigung aus einem noch zu bildenden britisch-zionistischen Gemeinschaftsfonds. 3. Der Aufbau einer eigenen zionistischen Wehrmacht wird sofort in die Wege geleitet, zu welchem Zweck England das notwendige Ausbildungspersonal und das Material zur Verfügung stellt. Für die Dauer von fünf Jahren nach Frie- densschlüh wird die britische Wehrmacht den Schutz des Freistaates übernehmen und zu diesem Zweck noch näher zu bezeichnenden Flotten- und Luftstützpunkte besetzt halten. 4. Unter Garantieleistung der Bank von England wird eine englisch-zionistische Hol- dingges ellschaft gebildet werden, welche alle mit der Ueberleitung und dem Neuaufbau zusammenhängenden Fragen zu regeln hat. Durch einen britisch-zionistischen Handelsvertrag soll der Wirtschaftsaustausch zwischen Großbritannien und dem Freistaat Judäa gesichert werden. 5. Die brittsche Regierung garantiert die Durchführung dieses Vertrages mit allen ihr, zu Gebote stehenden Mitteln. Der Vertrag tritt mit Beendigung der Kriegshandlungen in Kraft und wird einen integrierenden Bestandteil des künftigen Friedensvertrages bilden. Es werden ab sofort die notwendigen Maßnahmen getroffen, um den Aufbau des zionistischen Freistaates vorzubereiten. des Zufalls bereitete ihnen selbstverständlich eine besondere Genugtuung., Ritzel war vor der Machtübernahme als SPD.-Abgeordneter nacheinander Bürgermeister von Michelstadt im Odenwald und Oberregierungsrat bei der Provinzialdirektion in Gießen. In beiden Stellungen zeichnete er sich allein durch korrupte Mißwirtschaft rntb gewalttätige Hetze gegen den Nattonalsozialismus aus. Der Herr Oberregierungsrat fand sich damals sehr wichtig in einer Rolle, in der er auf seinen Versammlungen den Ruf ausstieß, „wo sind die Nazis?", und seine Ge- nassen ihm darauf im Sprechchor antworten muhten „im Keller". Diese guten Wünsche mußte er jedoch im Jahre 1933 unerfüllt mit in die Emigration nehmen. Wenn wir jetzt jedoch ftagen, wo ist der Bonze Ritzel, so wissen wir es lehr genau, er befindet sich in den Händen der deutschen natio- nalsozialisttschen Wehrmacht. Und da ist er gut aufgehoben! Oer neue Kurs in Rumänien. Bukarest, 5.Juli. (DNB.) Die neue Regierung Gigurtu hat einen Aufruf an das Land gerichtet, in dem erklärt wird, außenpolitisch beabsichtige die Regierung eine Politik der Zusammenarbeit mit dem von der Achse Berlin — Rom geschaffenen System. Dieser Entschluß sei eine logische Folge der politischen und ideologischen Auffassungen der Regierung. Gleichzeitig sei die Regierung entschlossen, mit allen Nachbarn die besten Beziehungen zu unterhalten. * Dem neuen Kabinett gehören drei frühere Mitglieder der Eisernen Garde an, und zwar der Kultusminister Sima, der bereits in dem zurückgetre- tenen Kabinett als Staatssekretär vertreten war, der Minister für die Inventarisierung des Staats- vermögens Dr. N o o e a n u und der Unterstaatssekretär Bidianu. Auch der neue Außenminister Manolescu stand früher den Legionären nahe. Das gleiche kann von dem Minister für nationale Erziehung, Professor C a r ac o st e a, und dem Ge> sundheitsminister G o m o i u gesagt werden. Der neue Ministerpräsident Jon Gigurtu, der in dem letzten Kabinett vom 1. bis zum 27. Juni Has Amt des Außenministers innehatte und bereits früher einmal einer Regierung Goga angehörte, kommt aus dem Lager der Christlich-Nationalen. Aus dem gleichen Lager kommen der neue Propagandaminister Crainic und der neue Arbeitsminister Ghitzescu. Die übrigen Mitglieder des Kabinetts find, soweit sie nicht aus der militärischen Laufbahn kommen, in erster Linie Fachmänner. Eine besondere Note erhält das neue Kabinett durch die Tatsache, daß als Minister für die Minderheiten der Vertreter der deutschen Volksgruppe bei der rumänischen Regierung, Hans Otto Roth, eingesetzt wurde. Hans Otto Roth hat bereits eine zehnjährige parlamentarische Praxis hinter sich und ist ge- schinen, unsere Jungen vom Marinestoßtrupp, Granatwerfer hinter sich, Handgranaten in den Stiefel- schästen, MGs. über der Schulter, so ziehen sie durch diese verträumte und erstaunte Welt britischer Inseln. Als Auftakt schoß einer unserer Aufklärer zwei britische „Blenheim" ab. Die „Luft war rein" und der Augenblick günstig. Blitzschnell wurde er erfaßt, im Handstreich die Flugplätze besetzt und die Hafenstädte mit ihren Forts dazu. Dann rollte Maschine auf Maschine heran. Aus dem Bauch der Ju's strömte das blaugraue Band deutscher Truppen. Gouverneure und Bürgermeister unterschrieben Kapitulationsdokumente. Britische Zeitungen brachten statt Churchill-Reden Aufrufe deutscher Kommandanten. So zuckten die erstaunten Augen, die aus dem Wundern nicht herauskommen wollten, nur unmerklich, als plötzlich über dem Mast unsere Kriegsflagge hochging, das erste Hakenkreuzbanner auf dieser Inselwelt. Es ist bereits Tatsache: deutsche Truppen auf der Erde Albions! Deutsche Flugzeuge und deutsche Kriegsfahrzeuge vor englischen Häfen. Dr. Weithes. 17. Juni der Gauschulungswalter der Deutschen Arbeitsfront, Gauhauptstellenleiter Johannes Wachsmuth. Wachsmuth ist 1907 in Deuben geboren. Von Beruf war er Kaufmann. Der Partei und der SA. gehörte er seit 1929 an. 1932 wurde er Ortsgruppenleiter, 1933 Gauabteilungsleiter der Deutschen Arbeitsfront und Gauhauptstellenleiter der NSDAP. Zu Kriegsbeginn wurde er als Feldwebel zu den Waffen gerufen und bald zum Leutnant befördert. In einer Radfahrschwadron nahm er an den Kämpfen in Frankreich teil und gab dort getreu seinem dem Führer geleisteten Eid sein Leben für Deutschland. Oer SpO.-Bonze Ritzel gefangen genommen. NSG. Von der Front erreicht uns die Nachricht, der der in Hessen in unseliger Eerinnerung behaltene SPD.-Bonze Heinrich Ritzel in Frankreich gefangen genommen wurde. Ritzel, der nach der Machtübernahme emigrierte, befand sich — wie es nach 'feiner landesverräterischen Betätigung in Deutschland auch nicht anders zu erwarten war — bei einer französischen Emigrantendivision, um so, — seine Lum- pengesinnung noch einmal beweisend — gegen sein eigenes Vaterland zu kämpfen. Das Schicksal wollte es, daß er von Soldaten gefangen genommen wurde, die aus dem GauHessen-Nassau stammten und Ritzel sogleich wiedererkannten. Dieses Spiel Ehrenwort" und des Romans „Die unsichtbare Fahne", gefallen sei. Diese Nachricht trifft, wie sein Verlag Albert Langen/Georg Müller in München mitteilt, nicht zu, vielmehr ist von dem seit Wochen Vermißten vor einiger Zeit über das Rote Kreuz in der Schweiz eine Meldung eingetroffen, daß er sich in englischer Gefangen- schaft befindet.___________________________________ Hauptichrtstleiier: Dr. Pjrtevrtch Wilhelm Lange. Stellvertreter bet’ Hauptlchrtttletters- Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. flr. W. Lange: für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschetn (beurlaubt): L B.: Heinrich Ludwig Neuner: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Dru4 und Verlag- Brühlscho Universltütsdruckerei R. Lange K. 9. Lerlagsleiter: Dr. - Ing. Erich Hamann: Aryeiaenlelter: HanS BeL Berantworllich für den Inhalt der'Ameigen:TheovorKümmel Pl.Nr.s. Die Zeitschrift „Die Wehrmacht" bringt aus An-1 rerhauptquartiers während des Feldzuges im Westen laß der Niederwerfung Frankreichs einen Artikel bekanntzugeben. Es mag für heute genügen, zu von Reichspressechef Dr. Dietrich, in dem es s sagen: Das Führerhauptquartier war immer an der Ein fettfreies Wafchmittcl mit fettlösender Wirkung - das ift iMi! Oie lZerukskleidung kann noch fo verschmiert, verölt, verkrustet fein, iMi löst alles, reinigt gründlich und spart Seifenkärtchen. Albshausen (über Wetzlar), den 5. Juli 1940. 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[3140° Hellmut Bernd Lenzer Oberleutnant, Inhaber des Eisernen Kreuzes l.und 2. Klasse sagen wir hiermit unseren Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Lindenstruth für die lieben Worte der Würdigung und des Trostes, dem Vertreter des Standortältesten, Herrn Hauptmann Franke, für die Ehrung am Grabe, der Ehrenkompanie für den letzten soldatischen Gruß, der Abordnung der NSDAP., der Kriegerkameradschaft und dem NSFK. für das ehrende Grabgeleite, Herrn Professor D. Dr. Freiherr von Gall für Nachruf und Kranzniederlegung im Namen der Altherrenschaft des Gießener Wingolf. Kirchliche Anzeigen. (©. = Gottesdienst, KG. = Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottes« dienst, HG.-Abendm. = Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 7. Juli. Stadtkirche. 8 Christen!., Matth.- Gem., Schmidt; 9.30, Becker; 11 KG., Mnrk.-Gem. Johanneskirche. 8, Ludwig; 9.30, Zwinget; 11 KG., Luk.-Gem. Kapelle Alter Friedhof. 9.30, Walther; 10.45 Christenlehre. Kapelle Wetzlarer Weg. 9.30, Li;. Jost; 10.45 KG. Gießen-Klein-Linden. 9.45, Ludwig, Christen!, f. d. weibl. Jugend; 11 KG. Gießen-Wieseck. 9.30 G. . Kirchberg. 9.30 G.-Christen!, f. d. weibl. Jugend; 11 KG. Lollar. 13.15 KG.; 14 G. Mainzlar. 10 G.-KG. Evang.Stadtmission, Löberstr. 14. Sonnt., 7. 7., 8.30 Andacht und Abendm.; 9.45 S.-Sch.; 20.30 Predigt. - Mittw., 10. 7., 20.30 Bibelstunde. Freie evang. Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonnt., 7. 7., Suche gut erb., gebr. Gleichstr.- WtMl z. kauf. Tausche evtl.Wechselstr.- 2lEG.-Apparat gegen Allstromgerät. 3127D Kaiserallee 37. Prima Lederfett, Huffett Wagenfett u. Maschinenfette sowie Maschinenöle liefert auch in kleinen Mengen CARL BECKER Mineralöl- Großhandel Gießen, Horst-Wessel-Wall 38. GusD Walter Kempfi Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Mündlich können Sie nurwenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen | Vermietungen | S-Zimmer- Wohnung mit Zentralheizung ob. Frankfurter Straße so- denGietz.Anzeig. 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In entsprechender Abwandlung könnte man das auch von England sagen, ipie sein Verhältnis zu denen beweist, die es nicht umgehen konnten, der Ehre, ein britischer Verbündeter zu sein, teilhaftig zu werden. Eine kleine Auswahl von Beispielen aus der Geschichte mag die Richtigkeit des Satzes dartun. Das moderne England hat sein geistiges Gepräge in der kurzen Regierungszeit Oliver Cromwells (1649—1658) erhalten. Er flößte seinem Volke den Gedanken der Auserwähltheit durch Gott ein, und seitdem fühlt es sich nicht allein zur Weltherrschaft berufen, es nimmt auch das Recht in Anspruch, sich in alle Ereignisse auf dem Erdball schiedsrichterlich «inzumischen. Zwar wird es die letztere Tatsache niemals als solche zugeben. Vielmehr kämpft es stets für die höchsten Güter der Menschheit. Deshalb fand es auch stets Völker, die sich von den gleißenden Kampfzielen betören ließen und gern ein englisches Bündnisangebot annahmen. Zu spät merkten sie dann, wie sie »um den Siegespreis betrogen worden waren. Eines der markantesten Beispiele bietet der Spanische Erbfolgekrieg 1701—1714. Cromwells geistiger Nachfolger, der Dränier Wilhelm 11L, organi- ierte ihn, um Europa vor der endgültigen franzö- ischen Vorherrschaft zu bewahren. An seiner Seite tanden das Deutsche Reich, Habsburg, Portugal und Savoyen gegen Ludwig XIV. Und was wurde erreicht? Das verkündete Kriegsziel allerdings: mit Frankreichs Vorherrschaft in Europa war es vorbei! Jeder der Beteiligten hatte auch einen kleinen Vorteil davon getragen. Aber das Ziel der Habsburger, die Herrschaft in Spanien zu behalten, wurde durch eine Schwenkung der englischen Politik zum Schluß verhindert. Diese bewirkte ferner, daß sich Europa mit dem sogenannten „europäischen Gleich- gewicht" abfand, das auf einer Spannung unter den Hauptmächten beruhte, wodurch England sich ungestört dem Ausbau seines Weltreiches in Uebersee widmen konnte. Es hatte schon während des Krieges damit angefangen. Der Frieden bestätigte seine Eroberungen in Nordamerika und im Mittelmeer, darunter das so überaus wichtige Gibraltar! Dank diesem Gleichgewicht konnte England seine europäischen Verbündeten in den Jahren 1739 bis 1763 abermals in fast ununterbrochener Folge von einem Kriege in den andern führen. Dabei nahm es bis 1748 Partei für die Habsburger gegen Frankreich, Spanien und Preußen. Von da ab bis zum Schluß unterstützte es Friedrich den Großen in seinem Daseinskampf gegen Habsburg, Rußland und Frankreich, ohne sich jedoch zu scheuen, zu allerletzt auch Friedrich zu verraten, um mit Frankreich und Spanien zu einem günstigen Friedensvertrag zu kommen. Alle diese Kriege haben den Beteiligten, die Englands Verbündete waren, mehr Schaden als Nutzen gebracht. Einzig das Genie des Preußenkönigs hat wenigstens einen ideellen Wert, die Anerkennung seines Landes als Großmacht, davontragen können. Wie hatte sich aber in dieser Zeit das englische Kolonialreich in Nordamerika, in West- und Ostindien vergrößern können! Die tatsächlich gewonnenen Gebiete sind dabei gar nicht einmal das Wichtigste, schwerer wogen die in ihnen steckenden Zukunftsmöglichkeiten. Sie erhielten einen neuen Auftrieb durch den Verlust des östlichen Nordamerika, wo sich seit 1776 die Vereinigten Staaten von Amerika entwickelten. Ihre Gründung war unterer tätigen Mitwirkung Frankreichs erfolgt. Infolgedessen kam es zu dem letzten großen Ringen mit diesem Lande um die Weltherrschaft. Vom festländischen Standpunkt nennt man es das Zeitalter Napoleons I. Es hat fast ein Vierteljahrhundert gedauert, von 1793 bis 1815. England lag in diesen Jahren in einem ununterbrochenen Kriege, immer mit mehr oder minder vielen europäischen Staaten verbündet. Gewiß hat es zuletzt ihnen allen geholfen, die napoleonische Fremdherrschaft zu beseitigen. Aber dafür hat sich das Britenreich sehr reichlich entschädigt. Es erreichte für Europa eine lange Friedenszeit, die gesichert war durch die ungeheuere wirtschaftliche Schwäche aller Staaten. England allein besaß noch eine Handelsflotte, und zwar in der stattlichen Zahl von 20 000 Schiffen, dazu eine Unzahl neuer Stützpunkte im Atlantischen und Indischen Ozean aus holländischem, französischem und spanischem Besitz. In absehbarer Zeit war also niemand in der Lage, ihm politisch und noch weniger wirtschaftlich Konkurrenz zu machen. So kam denn die gewaltige Ausdehnung und wirtschaftliche Entwicklung des britischen Weltreiches, wie sie sich im 19. Jahrhundert fast hemmungslos vollzog. Wer sonst noch Kolonialpolitik treiben wollte, konnte es, abgesehen von Rußland, den Vereinigten Staaten und Japan, die durch ihre Lage geschützt sind, nur noch mit englischer Zustimmung tun. Wie teuer diese manchmal erkauft werden mußte, hat vor allem Italien erfahren. Dieses mag als letztes Beispiel zu dem Thema „England und seine Verbündeten" genannt wer- NSK., ... da standen wir am 3. September, nachmittags um 5 Uhr, in Saarbrücken mit der Uhr in der Hand und — ich möchte sagen — mit der Ueberzeugung, daß die ganze Hilfe Frankreichs für Polen von diesem Augenblick an wirksam wird. Was aber geschah zum großen Erstaunen vieler? Es blieb nach 5 Uhr so ruhig wie vor 5 Uhr! Ursprünglich glaubten wir, bei den Franzosen ginge die Uhr nach ...! Der Negus und Benesch haben sich wohl damals gegenseitig die Bemerkung zuge- flüstert: Haben wir es nicht schon immer gesagt?! — Plastisch schildert Gauleiter B ü r ck e l mit diesen Worten die Situation in den Städten, in den letzten Dörfern am Westwall an dem historischen Sonntagabend, der das Schicksal Europas entscheiden sollte, jenemIllbend, an dem die Perfidie ihren letzten Trumpf ausspielte, mit der ein Vierzigmillionenvolk einem Achtzigmillionenvolk das Recht zum Dasein streitig machen wollte. Hunderttausende mußten die Heimat verlassen, weil die Mündungen französischer Kanonen auf ihre Städte, auf ihre Arbeitsplätze gerichtet waren, mußten wandern, um der Wehrmacht freie Hand für ihre militärischen Maßnahmen zu geben. Millionen mußten unter die Waffen treten. Das war der einzige und letzte Trumpf, den das blutarme Frankreich ausfpielen konnte! Aus der Defensive wollten die alten Männer das Reich zerstückeln. Für jeden Schuß fürchteten sie die Vergeltung. Deshalb blieb Saarbrücken, blieben die Hüttenwerke im Saartal, blieben die Zechen und Gruben, blieb das auf feiner Höhe vor den Kanonen von Bitsch wie auf dem Präsentierteller liegende Pirmasens verschont! Deshalb krepierten die Granaten aus der Maginotlinie im Vorfeld des Westwalles! Auch die Stunden, von denen hier die Rede ist, kosten Blut. Auch sie verlangen rücksichtslosen Einsatz des einzelnen. Spähtruppunternehmen bringen ihre Erkundungen ein, halten die Waffe scharf. Frontarbeiter tragen Stahlhelme, bauen weiter am Westwall, begraben ihre ersten Opfer. Notbelegschaften halten unter ständiger Bedrohung aus. Die Männer der Partei aber, soweit sie nicht den braunen Rock des Führers mit dem grauen Rock für den Führer vertauschen durften, sind aus Gliederungen und Organisationen der Partei in den frei gemachten Gebieten von der ersten Stunde der Räumung an eingesetz t worden: In engster Zusammenarbeit der Partei mit der Wehrmacht und allen staatlichen und sonstigen beauftragten Stellen wird d i e Bergung aller volkswirtschaftlich wichtigen, beweglichen Güter aus dem Feuerbereich der Maginotlinie vollzogen, ständig von dem zu erwartenden Feuerüberfall bedroht. Noch ziehen die Menschen von der Grenze ihre Straße. Neben den Städten sind über 200 Dorfgemeinden geräumt. Das Vieh, oft losgebun- den, freigelaffen, irrt durch die Dörfer, brüllt in den Ställen. Es ist Hochsommer. Es kann keinen Tag ohne Wartung bleiben. 9000 Pferde, 56 000 Stück den. Nach ungeheueren Versprechungen Englands und Frankreichs trat Italien im Mai 1915 in den Krieg gegen die Mittelmächte. Es brachte gewaltige Opfer, aber in Versailles muhte es sich mit einem bescheidenen Anteil aus dem Habsburger Erbe begnügen. Die Adria wurde auch jetzt kein „mare nostro", und der Kolonialgewinn war gleich null. Italien hat aus den Erfahrungen gelernt und durch Mussolini seine Politik zur Achse Berlin— Rom orinetiert, die ihm seitdem die Erwerbung von Abessinien und Albanien gestattet hat. Wie lange noch werden andere Völker ihr Schicksal an das britische Weltreich knüpfen? Seine von Cromwell geprägte und in Jahrhunderten erhärtete Politik, die neuerdings auch Frankreich zum Verhängnis wurde, sollte Warnung genug fein. Das Deutschland von heute ist jedenfalls entschlossen, mit dem englischen Gimpelfang endgültig Schluß zu machen. Rindvieh, Kleinvieh, 70 000 Schweine, 37 000 Ziegen, 14 000 Schafe — fast restlos der Gesamtbestand — werden von ff, SA., NSKK. und Hitler- Jugend und den Männern der Landesbauernschaft, ost weite Strecken durch Kriegsgebiet getrieben, zurückgebracht. Tag und Nacht find die endlosen Viehherden quer durch das weite Gebiet des Pfälzerwaldes unterwegs, werden in Melklagern zusammengetrieben, gefüttert, gemolken, Frauen der NS.-Frauenfchaft, Helferinnen der NSV. griffen auch hier neben den Bauersfrauen zu, Frauen, die hier das Melken gelernt haben ... Rund 1 000 Helfer der Partei find allein im „Viehstrich", dem Höhenfleckoiehzuchtgebiet der Kreisbauernfchaft Landau eingesetzt. Allein 12 000 Stück Großvieh werden an einem Bahnhof verladen; mit Spezialwagen des Heeres holt man die 60 Stiere aus diesem Gebiet. Die Verluste, das ist ausdrücklich feftzustellen, sind sehr gering und übertreffen kaum die auch sonst bei Großtransporten von Tieren unvermeidlichen. Ortsgruppenleiter und Ortsbauernführer brachten die Tiere nach der Bergung unter. Kaum ein Stall der angrenzenden Gebiete, der nicht geborgenes Vieh ausgenommen hätte. Die Partei übernahm die Verantwortung. Die Landesbauernschaft Saarpfalz richtete Diehverkaufsstellen ein. Der Erlös wurde auf einem Sonderkonto sichergeftellt. Es war September. Die Scheunen waren gefüllt. Auf den Feldern stand die Herb ft ernte. Die Erntebergung Letzte den gleichen vorbildlichen Ge- meinfchaftseinsatz voraus. Die Erträge von 90 000 Hektar Nutzland wurden geborgen. 30 000 Tonnen (Betreibe, 30 000 Tonnen Stroh und Heu, 42 000 Tonnen Kartoffeln, 4000 Zentner Tabak, fast die gesamte Weinernte des Weinbaugebietes der südlichen Weinstraße wurden unter Verantwortung der Landesbauernschaft — also roieberumber Partei — geborgen. 3000 Mann zivile Erntehelfer — zumeist aus ben Reihen ber Partei — 5000 Mann der Militärkommandos waren zur Erntebergung in zusammen 400 000 Arbeitstagen eingesetzt! 80 Maschinen droschen, oft unter direktem Feindbeschuß, das Getreide, in den verlassenen Dörfern, hart hinter unseren Linien. Soldaten bargen aus den letzten Dörfern des Vorfeldes unter Feuerüberfällen Maschinen und Geräte, Bindemäher, Eggen, Pflüge. Sie durften nicht verkommen, wenn Dauern mit ihnen unsere Ernährung sichern helfen konnten! Und drüben, jenseits der rotweißblauen Grenzpfähle, die ein in seinen Famlien und deren Besitztümern verzahntes Bauernland zerschneiden, oft Stall und Scheune unter zwei Länder verteilen? Zwischen der Front hin- und hergetrieben Flüchtlinge, vom Hunger verzehrt, denen man bas Vieh nieberstach, bie Pferde abschlachtete, denen man bas Trinkwasser für Mensch unb Vieh entzog, um eine Wüste zwischen sich und bie vorwärtsstürmenden beutschen Armeen zu legen! Das geschah zwar zehn Monate später. Es geschah aber unter ben gleichen Vorzeichen eines drohenden Angriffes! Die wirtschaftliche Räumung erstreckts sich ferner auf gewaltige Millionenwerte, die aus ben Wirtschaftsunternehmen, aus großen unb mittleren Werken, aus Groß- und Einzelhan» belsunternehmen, aus Werkstätten unb Hanbwerks- betrieben herausholt und in Sicherheit gebracht wurden. Neben den staatlichen und wirtschaftlichen Stellen hatte wieder die Partei die Füh« r u n g: Sie bestimmte das Gesetz des Handelns^ Sie rief alle Kräfte auf. Nichts durfte verlorengehen, was allen gehört, was dem wirtschaftlichen Existenzkampf unseres Volkes dienen konnte und mußte! Woche um Woche waren neben den Männern der Betriebe die Helfer aus den Gliederungen der Partei fast Tag und Nacht Der Führer sagte: „Ich rufe das deutsche Volk auf, durch Spenden für das kriegshilfs- werk sich der Opfer der Soldaten würdig zu erweisen." bei der Arbeit. Wer sich diese Arbeit auch nur annähernd vorzustellen vermag, der weiß, welche Rie- enorganisation, welche unendliche Menge von Arbeit die Wiederbesiedlung allein von Saarbrücken mit seinen 130 000 Einwohnern, von Pirmasens mit rund 50 000 Einwohnern — um nur die beiden größten Städte zu nennen — voraussetzt! 70 v. H. der handelsgerichtlich eingetragenen Betriebe des Saarlandes, 18 v. H. der Betriebe des ;esamten pfälzischen Bereiches wurden zurückge- ührt, darunter allein 600 Großhandelsbetriebe und iber 4000 Einzelhandelsgeschäfte. Fast alle Jndu- trie- und Wirtschaftsunternehmen schufen im Reiche Ausweichbetriebe. Sie fielen nicht aus in der deutschen Wirtschaftsbilanz, allen Schwierig» leiten, allen Opfern zum Trotz! So hat ein Großhandelsunternehmen — um nur ein Beispiel zu nennen —, dessen 500 Gefolgschaftsmitglieder, zum größten Teil in alle Winde zerstreut, da und dort schon wieder neu in den großen Arbeitsprozeß eingegliedert, zum Teil in der Wehrmacht, zum Teil in den Parteigliederungen ihren Dienst versahen, seine Bestände in zwölf verschiedenen Unterkünften der Stadt Kaiserslautern notdürftig untergebracht. Wieder halfen dabei, wie allenthalben, Kreisleitungen und Stadtverwaltungen Hand in Hand. Lager — und Verwaltungsräume wurden — in unserem Beispiel — in Frankfurt a. M. eröffnet, um einen Abnehmerkreis von Schickt Illustrierte an die Front! Der Frontsoldat wird dafür dankbar sein. über 10 000 Einzelhandelsgeschäften befriedigen zu können, in München wurde ein weiteres Ausliefe- rungshaus errichtet: Es galt zu zeigen, daß man nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern bewährtes Glied der Volkswirtschaft war! Auch hier zeigte sich wieder, wenn auch indirekt, die Erziehungsarbeit der Partei und ihrer Beauftragten, der Deutschen Arbeitsfront. Solcher Beispiele gibt es unzählige! Und jenseits der Grenzpfähle? Sie trennten zwei Welten, ob auch Sprache und Dialekt, Sitte und Brauch so wenig verschieden sind, wie Wiesen und Wälder! Dort überließ man es Sene- g a I n e g e r n und Kongoniggern in den Grenzstädten des Elsaß und Lothringens „aufzuräumen". Es wurde gründlich besorgt! In Saargemünd, in Forbach, in St. Avold oder Püttlingen mag man sich überzeugen! Selten kann man Arbeit und Leistung der Partei, des nationalsozialistischen Deutschlands, mit so handgreiflichem Gegenbeispiel belegen. Hier steht das Chaos gegenüber der Ordnung! Eine Erkenntnis, die auch über bereits gefallene Grenzen hinweg schon zu reifert beginnt ... Karl Heinz. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Grenzland in der Feuerprobe. Ernte, Viehbestand und Wirtschaftsweise für die Gemeinschast gerettet und erhalten. — Beispiellose Leistungen der Partei. Kleine Liebeserklärung an eine alte Frau. Von Tibor Ayiri. Die Straßenbahn war im Nu bis auf den letzten Platz besetzt, und auf einen der besten Eckplätze hatte sich ein junger Mann hingesetzt. Um ihn herum standen im Gedränge mehr oder weniger hübsche Frauen, doch er schien sie nicht zu bemerken. Er blickte durchs Fenster in die Nacht hinaus und lächelte zuweilen. Ein Menschenkenner hätte sogleich erraten können, daß er in Gedanken ein Gespräch mit jemandem führte, und das glückliche Lächeln des etwa Fünsundzwanzigjährigen hätte ihn auch unschwer darauf gehracht, wem seine Gedanken galten. Der Wagen war gedrängt voll; auch war es schon spät, und die meisten Fahrgäste sehnten sich nach häuslicher Ruhe — das Lächeln des jungen Mannes blieb daher unbemerkt. Andererseits ärgerten die Leute sich, daß. dieser trotz seiner bestimmt gesunden Beine nicht daran dachte, seinen Platz einer der ihn umstehenden Frauen, die alle schon älter waren, an- zubieten. Ungefähr nach der fünften Haltestelle stieg eine alte Dame mit schneeweißem Haar in den Wagen. 9 Sie war von kleinem Wuchs, zart gebaut und hatte ein vornehmes, ein wenig faltiges Gesicht. Ihre lebhaften braunen Augen strahlten in so ungereimt heiterem Glanz, daß man fast versucht war, zu glauben, die äußeren Zeichen ihres Alters seien nichts als die Folge einer augenblicklichen zufälligen Ermüdung, die gleich vorübergehen würde. Obgleich fie sich ziemlich anstrengen mußte, um vom Eingang durch das Gedränge in das Wageninnere zu gelangen, war ihre Miene und ihr ganzes Gehaben von einer fast lächelnden Heiterkeit. Sie blieb in der Mitte des Wagens stehen. Ihr Blick streifte auch den jugendlichen Inhaber des bequemen Platzes, ohne ein Zeichen von Mißbilligung. „Ach!" sagte sie plötzlich, weil jemand ihr zufällig einen Stoß versetzt hatte, behielt jedoch ihren heiteren Gesichtsausdruck bei. Sie hob den Arm nach den über ihr baumelnden Halteriemen, doch so sehr sie sich auch streckte, ihre dünnen Finger berührten ihn kaum, so daß sie ihn nicht fassen konnte. Trotzdem behielt sie den Arm noch oben und sah mit einem leichten Lächeln zu ihrer Hand empor, als wollte sie sagen: „Nun, bin ich denn jetzt im Alter wirklich so klein geworden? Dann ließ sie langsam die Hand wieder sinken. Ihr vergebliches Bemühen hatte auch der junge Mann mit angesehen, dessen Verhalten schon Anstoß erregt hatte. Er erhob sich. „Mütterchen", sagte er, „bitte setzen Sie sich!" Die weiblichen Fahrgäste begriffen nicht, warum er aus gerechnet dieser Frau seinen Platz anbot, und ärgerten sich darüber. Einer der Herren sah ihn gleichfalls mit Mißbilligung an, weil er fand, daß die alte Dame, wie er sie in Gedanken nannte, durchaus nicht so aussah, daß man sie mit „Mütterchen" ansprechen konnte. Sie war sorgfältig und geschmackvoll gekleidet und trug vornehmen Schmuck. Doch die in Gedanken so ritterlich vertretene alte Frau schien die Ungehörigkeit des jungen Mannes nicht weiter übel zu nehmen, sie lächelte ihm vielmehr mit den Augen zu und faßte nach seiner Hand, die er ihr als Stütze bot. Unterdessen holperte die Elektrische unverdrossen weiter. Die Mitfahrer versanken jedoch nach diesem Platzwechsel nicht mehr in ihre frühere teilnahmslose Schläfrigkeit. Der Grund hierfür war wieder der junge Mann, der fein Lächeln nicht mehr dem nächtlichen Dunkel, sondern der alten Frau zu- wandte. Und obgleich dieses Lächeln nicht mehr so unbestimmt und verträumt war, sondern verliebter Natur zu sein schien, galt es doch zweifellos der jetzigen Inhaberin des Eckplatzes. In den weiblichen Fahrgästen regte sich eine gelinde Empörung angesichts dieses ... Mienenspiels. Ihre Entrüstung steigerte sich noch dadurch, daß die „alte Schachtel" sich keineswegs abwandte oder sich die zudringlichen Blicke verbat, sie vielmehr verständnisvoll erwiderte. Der Bursche schien das beglückt zur Kenntnis zu nehmen, denn sein Gesicht rötete sich, und seine Augen begannen in naiver Freude zu erstrahlen. Die anderen Fahrgäste hatten ihrem Aerger bislang noch keinen lauten Ausdruck gegeben; als jedoch die der Würde ihres Alters nicht achtende Frau mit kindlichem Erschrecken ausrief: „Ach, sind wir schon in der Jnselstraße?" und der junge Mann im Hinblick auf die Dunkelheit und das Glatteis sich anbot, fie zu begleiten, begannen die Umstehenden zu murren. Der weitere Verlauf der skandalösen Begebenheit war jedoch nicht zu verhindern. Zugleich mit der alten Hexe verließ auch ihr Kavalier den Wagen. Es war schon von Anfang an mcht viel Gutes von ihm zu erwarten gewesen, aber eine solche Verderbtheit konnte man doch nicht voraussetzen, wenn er auch keiner der Frauen seinen bequemen Eckplatz an geboten hatte. Die Straßenbahn fuhr weiter. Die beiden standen noch bei der Haltestelle. Die alte Frau trat auf den Gehsteig, bevor sie jedoch den ersten Schritt tat, probierte sie mit dem Fuß, ob das Pflaster wirklich so glatt war. Und tatsächlich, man hätte fast Schlittschuh laufen können. „Erlauben Sie, daß ich Ihren Arm nehme?" wandte sie sich an den Begleiter. „Aber gern", rief der junge Mann und bot ihr erfreut den Arm, als sei die Frau neben ihm nicht siebzig, sondern siebzehn. „Bitte, halten Sie sich nur recht fest", bat er sie und fühlte, wie er ihren Arm an sich preßte. „Wissen Sie, ich komme von meiner Enkelin", erzählte die alte Dame, und in ihrer schon ein wenig zittrigen Stimme schwang eine zärtliche Note. Der junge Mann lachte. „Warum kochen Sie?" fragte sie, ohne gekränkt zu sein. „Oh ... , meinte er; doch seine Stimme stockte. „Sagen Sie es ruhig — ohne Scheu." „Wie sonderbar! Sie haben eine Enkelin und sind selbst noch so mädchenhaft." „Was Sie nicht sagen!" lachte die alte Frau. „Sie waren wohl immer so?" „Ja, das ist wahr. Man wollte in meiner Jugend nie glauben, daß ich schon Frau sei." „Sehen Sie", triumphierte er, wie ich das richtig gefühlt habe!" „Was hat Sie denn darauf gebracht?" „Ich kenne jemand, dem Sie sehr ähnlich sehen. Dieser jemand ist zwar erst einundzwanzig, aber Sie gleichen einander auffällig." Die alte Frau fügte nichts, und fie gingen schweigend weiter wie ein verliebtes Paar, mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht. Vor einem Haustor blieb die alte Frau stehen; sie waren vor ihrer Wohnung angelangt. Sie wandte sich an ihren Begleiter, dankte jedoch nicht für seine Dienste, sondern fragte: „Sie lieben sie wohl sehr, nicht wahr?" Der junge Mann sah mit einem verklärten Lächeln zu den Sternen auf. „Sehr — oh, sehr!" Seine Hand machte eine unbestimmte Geste. „Wollen Sie wissen, wie 6 .?" Er sah der alten Frau plötzlich in die Augen, beugte sich rasch zu ihr nieder und drückte einen Kuß auf ihre weiche, faltige Wange. Es folgte ein Augenblick erschrockener Stille, „Sehen Sie, so liebe ich sie!" Schwärmerisch rief er es aus. „Bitte, seien Sie mir nicht böse ... Man ist eben närrisch, wenn man verliebt ist." Die alte Frau wollte ihm noch sagen, sie wiss^ ja, daß dieser Kuß nicht ihr, sondern jemand anderem gegolten hatte, doch es kam nicht mehr dazu, denn der junge Mann war schon fortgerannt. Sie blickte ihm nach, und es schien ihr, als sehe er sich nochmals nach ihr um. Dann läutete fie an und trat ins Haus. Ihr Herz pochte heftig, und sie dachte noch lange an den närrischen jun'gen Mann, bessert Brust mit Seligkeit so voll gesogen war, ganz wie ein Kindermund mit süßer Muttermilch. (Aus dem Ungarischen von Hans B. Wagenseil.) Fahne des Opfers. Von Max Zunqnickel. Napoleon, der Cäsar der Franzosen, liegt im Jnvalidendom. Ein Kaiser, der mit heftigem Blick die Völker unterjochte- Um die Räder seines Kriegskarrens spritzte das Blut aller Völker Europas. Und sein Name flattert noch heute durch die Gehirne wie Trompetenstöße. Da liegt er nun, umringt von seinen Standarten, die ihren Namen an den französischen Himmel rauschten. Aber mitten, im bunten Gewimmel der Fahnen, steht eine unsichtbar, fremd und abweisend. Sie ist eingerollt in schwarzes Leinen. Es ist die Fahne von Dijon. Die einzige deutsche Fahne, deren Geschichte eine große heroische Ballade ist. Sie wurde nicht besiegt, auch nicht erobert. Sie wurde von ben Franzosen gefunben unter einem Berg toter preußischer Grenadiere, bie sie bis zum letzten Hauch ihres Lebens verteidigt hatten. Eine heldenhafte Fahne, eingekerkert im Grabgewölbe eines Mannes, ber unter seinen glorreichen Ablern begraben liegt. Unb boch wirkt bie eingerollte, frembe, gefundene Fahne hier geradezu wie ein Symbol. Sie hat bie strahlenben Namen seiner Siege verbunkelt und zur Geschichte werden lassen. Sie, die von den namenlosen preußischen Grenadieren bis zum letzten Blutstropfen umklammert wurde, blieb, im fremden Haus, bas Zeichen einer Tat, bie meitermirtte, immer weiter, bis hinein in unsere Tage. Aus der Stadt Gießen. 434 Erbhöfe im Kreis Gießen. Kirschenversteigerung. Es nxrr ein schöner, sonniger Tag, als ich mit dem Rad hinausfuhr in ein naheliegendes Dorf, um mich nach unserem kleinen Patenkind umzusehen, das geimpft worden war. „Gerade", sagte die Frau, als ich ankam, „habe ich eine Spinne gesehen und dachte: wer wird da heute noch kommen?" Es war mir gar nicht recht, daß mein Besuch mit einer Spinne in Zusammenhang stehen sollte, aber was war da zu machen! . „Sie kommen gerade recht", sagte die Frau weiter, nachdem ich mich nach dem Kind erkundigt hatte, „heute ist Kirschenversteigerung!" Die Gemeinde besitzt eine ganze Menge .Kttsch- bäume, die jedes Jahr, wenn die Früchte reif sind, versteigert werden. . Wir machen uns gleich auf den Weg. Vorbei an einem alten Brunnen, geht es auf einem holprigen Weg zum Wald hinauf, vor dem das Baumsttick Liegt. Von dort hat man einen herrlichen Blick über das Dorf, das sich um seine hochgelegene Kirche schart. Soweit das Auge reicht sind Wiesen, Felder, Wasd,und in der Ferne die Berge. Gießen ist hinter einem Waldstück in einer Senke verschwunden, nur einige Turmspitzen sind noch zu sehen. Wundervoll ist die Sttlle, der Wind weht sacht und die Sonne scheint warm. _ Wir haben die Kirschbäume, die mit Nummern gezeichnet sind, alle mit Kennerblicken auf Menge und Güte ihrer Früchte geprüft, nun sitzen wir im kurzen Berggras, das nur hier und da ein Blümchen trägt, mal eine rote Kleeblume ober eine gelbe. Ganz stark duftet der Thymian. Auf einmal wird es um uns lebendig: ganze Rudel Kinder kommen wie hungrige Wölfe aus dem Wald hervor, sie wissen, daß der Feldschütz jetzt bei der Versteigerung weiter unten zu tun hat, und sie daher noch einmal ohne Gefahr einen Raubzug wagen dürfen. Da hilft kein Pfeifen ober Schelten. Erst als die hohe Obrigkeit in Gestalt des Bürgermeisters, des Ortsbauern- führers und des Feldschützen näher kommt, gefolgt von vielen Leuten, alt und jung, verschwinden sie lautlos. Jetzt geht die Versteigerung hier weiter. Die Nummer eines Baumes wird aufgerufen unb fein feiner Größe entsprechender Bettag. Dann fängt das Bieten an, bis der Zuschlag erfolgt. Nachdem der Name des Steigerers aufgeschrieben ist, geht's zum nächsten Baum. Ein kleines Bäumchen, übervoll mit dicken, Hellen Kirschen, wird eben versteigert; befriedigt lächelt die Frau, die es bekam. Sogar Soldaten sind unter den Bietenden. Ein Baum wird nicht versteigert, sondern von der Gemeinde den Verwundeten eines Lazarettes geschenkt. Nun wird die Nummer aufgerufen, die wir uns gemerkt hatten. Es ist ein schöner gleichmäßiger Baum, nicht zu hoch zum Pflücken, mit großen, dunklen Kirschen. Werden wir ihn bekommen? Unsere Blicke umfassen ihn begehrlich. Es wird geboten, immer zwanzig Pfennige geht es höher. Da wird zugeschlagen: wir haben ihn, wir haben ihn! Jetzt werden Leitern und Körbe geholt, überall auf dem Kirschenberg hat das Ernten angefangen. Das ist nun keine leichte Aufgabe: bis schon die große Leiter steht! Dann klettert man hinauf ins Grüne, und die ersten Früchte kollern in den Korb, den man an einen Haken vor sich gehängt hat. Die Kinder unten aber lauern, ob auch für sie was abfällt. Hallo! Aufgepaßt! Es kommt was!^ Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Die Deutsche Arbeitsfront NSG. „Kraft durch Freude": 20 Uhr im Stadttheater Hochzeitsreise ohne Mann". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Fuchs von Glenarvan". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ein ganzer Kerl". — Artilleristen-Kame- radschaft von 1895: 20.30 Uhr Kameradschafts- Appell mit Dorttag. Tageskalender für Sonntag. Gloria-Palast (Seltersweg): 11 Uhr Wochenschau- Sondervorstellung „Waffenruhe im Westen". — „Ser Fuchs von Glenarvon . — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ein ganzer Kerl". — Oberhessischer Gebirgsverein: 8.25 Uhr Abfahrt nach Niederwalgern zur Hauptversammlung in Marburg. Interessante statistische Erhebungen. In sieben Jahren nationalsozialistischer Agrar- Politik wurden rund 90 000 neue Erbhöfe geschaffen. Bei diesen und allen übrigen Bauernhöfen handelt cs sich um nur wirklich leistungsfähige Höfe, die nicht nur krisenfest sind, sondern ihre volksbiologi- chen und volkswirtschaftlichen Aufgaben in weitestem Umfange erfüllen. Das Reichserbhofgesetz setzt als Mindestgröße eines Erbhofes nicht eine bestimmte Bodenfläche fest, sondern verlangt, daß der Erbhof mindestens eine „Ackernahrung bilden soll, um eine Familie unabhängig vom Markt und der allgemeinen Wirtschaftslage zu ernähren und zu bekleiden, sowie den Wirtschaftsablauf des Erbhofes zu erhalten hat". Die obere Grenze für den Betriebs- umfang eines Erbhofes ist dagegen mit 125 ha festgesetzt und sie wird nur in Ausnahmefällen überschritten. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 1939 verzeichnete die Erbhöferolle für unseren Kreis Gießen folgendes Ergebnis. Diese letzte amtliche Erhebung des Statistischen Reichsamtes ist in zehn Größengruppen aufgeteilt. Von den insgesamt 434 Erbhöfen m t t einer Gesamtfläche von 4 6 44 ha waren 57 Erbhöfe unter 7,5 ha mit wir, daß inner* An dieser Aufstellung erkennen halb unseres Kreisgebiets zahlenmäßig die Erbhofe mit einer Betriebsgröße von 7,5 bis 10 ha am stärksten vertreten find. Jrn großen ganzen kann die Aktion der Schaffung von Erbhöfen im Altreich als abgeschlossen betrachtet werden, wenn auch hier und dort noch vereinzelte Gehöfte als Erbhöfe nachträglich anerkannt werden, die durch Landaufteilung ober Landzukauf die erforderliche „Ackernahrung für eine Familie" erhielten. E. C—s. einer Gesamtfläche von 395 ha. Erbhöfe über 125 ha gab es nicht. Die übrigen Betriebsgrößengruppen hatten an Höfen und an Gesamtfläche folgendes Ergebnis aufzuweisen: Hofgruppe: Hofzahl: Gesamtfläche: 7,5—10 ha = 215 mit 1838 ha 10—15 „ = 133 ,, 1573 „ 15—20 „ = 21 „ 359 „ 20—25 „ - 2 „ 43 „ 25—50 „ - 2 72 „ 50—75 „ -- 1 w 51 „ 75—100 „ - 1 n 91 „ 100—125 „ - 2 n 222 „ Die NSV. und ihre Aufgaben. Werbung durch einen Rechenschaftsbericht des Gaues Hessen-Nassau. Der Geist des Führers, der die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei erfüllt und ihr immer neue Impulse verschafft, wirkt sich auch in allen ihren Gliederungen aus. In vielfältiger Weise und für fast alle Gebiete unseres völkischen, nationalen und wirtschaftlichen Lebens ist dieser Geist von ausschlaggebender Bedeutung und bestimmt das Ausmaß und die Art aller Arbeit. Dies gilt insbesondere auch für die NS.-Volkswohlfahrt, die es sich seit Jahren angelegen sein läßt, unmittelbar praktisch im Dienst der Volksgemeinschaft zu stehen. In einer Zeit, in der der Arbeitsbereich der NSV. sich immer mehr erweiterte, nicht zuletzt dadurch, daß deutsche Volksgenossen jenseits der Reichsgrenzen in das Mutterland einbezogen wurden, tritt nun die NSV. mit einer großzügigen Werbung hervor und gibt vielen Volksgenossen ein Heft mit vielen Bildern an die Hand, aus dem in aufschlußreichen Zahlen zu erkennen ist, in welch großem Umfang die NSV. in den vergangenen Jahren für die Volksgemeinschaft wirksam gewesen ist. Der Schrift, der ein Vorwort des unlängst vor dem Feind gefallenen Gauamtsleiters Haug vorausgeschickt ist, sei das Wesentlichste entnommen. An erster Stelle wird das Hilfswerk „Mutter und Kind" genannt. In 1264 Hilfsstellen der NSV. im Gau Hessen-Nassau wird den Müttern, wie auch den werdenden Müttern, jeglicher Rat gegeben und praktische Hllfe zuteil. Das Hilfswerk „Mutter und Kind" dient vor allem der Fürsorge für Mütter, Säuglinge und Kleinkinder, es betreibt die Fürsorge für ledige Mütter, arbeitet mit in der Jugenderholungspflege und kümmert sich außerdem um die Erholung für überanstrengte Mütter. Im Gan Hessen- Nassau gibt es allein sechs eigene Mütter-Erholungsheime, von denen drei sich im Taunus, zwei im Odenwald und eines im Kreis Gelnhausen in landschaftlich wie auch klimatisch bevorzugter Lage befinden. Eine umfangreiche Arbeit wird für diejenigen Kinder geleistet, deren Mütter sick durch angestrengte berufliche Arbeit oder durch die Arbeit in der Landwirtschaft nicht genügend um ihre Kinder bemühen können. Im Gau Hessen-Nassau werden dafür 320 Dauer-Kindergärten, ferner 66 Ernte- Kindergärten und in weiteren 120 Gemeinden sog. „Spielringe" unterhalten. Für die Schuljugend wird eine eifr ge Jugenderholungspflege betrieben. Für diesen Zweck sind sechs eigene Jugend- Erholungsheime geschaffen worden, die sämtlich neuzeitlichen Ansprüchen genügen. Außerdem ist ein Knaben-Uebungslager eingerichtet worden („Rim- didim" i. O.), in das jeweils 60 Knaben ausgenommen werden können. Die Besonderheit dieses Heimes liegt darin, daß hier körperlich behinderte Kinder zur vollen Wiederherstellung ihrer Leistungsfähigkeit sportlich durchgebildet werden. Sechs Wochen lang blieben die Knaben in diesem Lager. Einen außerordentlichen Umfang hat die Kinder- landverschickung angenommen. Die Transporte für die Kinderlandverschickung werden seit dem Frühjahr 1934 betrieben. Der Gau Hessen-Nassau steht dabei in der Aufnahmefreudigkeit an der Spitze. Insgesamt wurden bisher 72940 Kinder auS fremden Gauen aufgenommen. Aus dem eigenen Gau wurden 43400 Kinder verschickt. Darüber hinaus wurden aber auch die Zeltlager der Hitler-Jugend und die Sommerlager des BDM. durch finanzielle Mittel, sowie durch die erforderlichen Zelte unterstützt. Seit 1934 wurden dabei 126530 Jungen in den Zeltlagern der Hitler-Jugend und 44245 Mädchen in den Sommerlagern des BDM. durch die NSV. betreut. Für die Ad olf-Hitler-Freiplatz-Spende wurde ebenfalls viel getan. Im Gau Hessen-Nassau wurden bis jetzt rund 20000 Urlauber verschickt. Im Jahre 1938 waren im Gau Hessen-Nassau allein 6321 Gastplätze zur Verfügung gestellt worden. Wenn von der sozialen Betreuung im Rahmen der NSV. gesprochen wird, so darf dabei die Schwe- fterntätigfeit nicht übersehen werden. Die NSV. setzt die NS.-Sch Western in erster Linie dort ein, wo Notstände besonderer Art ihre Hilfe erforderlich machen. So bestehen im Gau bereits 120 NS.- Schwestern-Stationen. Zur Ausbildung des Nachwuchses stehen der NSV. vier Schwestern- Pflegeschulen und zur Unterbringung der Jung- schwestern zwei eigene JungschWesternheime zur Verfügung. Die NSV. hat aber darüber hinaus ihren Einfluß auch auf das Gebiet der Krankenpflege ausgedehnt. Im Reichsbund der Freien Schwestern und Pflegerinnen werden durch die NSV. alle diejenigen Schwestern erfaßt, die in der freien und privaten Krankenpflege tätig sind. In der Krankenpflege sind es zur Zeit rund 300 und in der Säuglingspflege rund 150 Schwestern. Durch das Rhön-Hilfswerk wurden in Notstandsgebieten fünf Gemeindehäuser errichtet, in denen Schwesterstationen und Kindergärten untergebracht sind. Die NSV. schaltete sich außerdem in das Siedlungswerk ein. Mit ihrer Unterstützung wurden 70 Siedlerstellen finanziert. Durch die Siedlerhilfe der NSV. wurde außerdem in 260 Fällen die Restfinanzierung ermöglicht. Eine weitere große Aufgabe sieht die NSV. in der Gesundheitsbetreuung, im Kampf gegen Rachitis, Tuberkulose Und Zahnkrankheiten. In diesem Zusammenhang wird durch die NSV. auch die Jugendhilfe betrieben, die insbesondere in der Betreuung der Kinder und der Jugendlichen besteht, die durch eine unzulängliche Erziehung des Elternhauses gefährdet sind, oder infolge Erziehungsschwierigkeiten einer besonderen Führung bedürfen. Ein wesentlich anderes aber nicht weniger wichtiges Kapitel ist die Aufgabe, die die N^vV. als zusätzliche Maßnahme zur Ernährungswirtschaft mit dem „Ern äh rungs Hilfswerk" übernommen hat. In rascher Entwicklung ist es im Gau Hessen-Nassau auf einen vorbildlichen Stand gebracht worden. 68 Mästereien sind bereits im Betriebe, 12 neue Mästereien sind im Bau. Alljährlich können 12 000 Schweine laufend zur Mast eingelegt werden. Im Jahre 1939 konnten rund 24 000 Schweine im Gau Hessen-Nassau zusätzlich gemästet werden, da im Durchschnitt und im Verlauf eines Jahres mit zwei Mastperioden gerechnet werden Aber auch in anderer Form hat sich das Winterhilfswerk in den Dienst der Dolksernährung gestellt und insbesondere minderbemittelte Volksgenossen unterstützt. Die NSV. hat im Laufe der vergange- Sie verbrauchen weniger Herdputz, wenn Sie mit feuchtem Lappen putzen. Die Putzwirkung ist dabei auch besser. Wird der Lappen beim Putzen trocken, dann gleich wieder nachfeuchten. So nutzen Sie das Herdputzmittel erst restlos aus. — Und dann noch: Immer nur Qualität kaufen. Das lohnt sich heute. WEEN Herdputzpulver aus der »Fabrik § ist gut und ausgiebig. nen Jahre insgesamt 100 115 000 Pfundspenden an Nahrungsmitteln im Werte von über 25 Millionen Reichsmark erfaßt und verteilt. An Brennmaterial wurden 8 060 000 Zentner im Werte von 10 Millionen Reichsmark den minderbemittelten Familien zugewiesen. An Kleidungsstücken, Wäsche und Betten wurden Hunderttausende einzelner Stücke vergeben, die einen Wert von nahezu 15 Millionen Reichsmark repräsentierten. Der große Rechenschaftsbericht der NSV. läßt eindeutig erkennen, daß die soziale Arbeit der NSV. allein schon im Gau Hessen-Nassau eine Einmaligkeit darstellt, und eine Leistung bedeutet, die jeden unvoreingenommenen Volksgenossen mit aller Hochachtung erfüllen muß. In der Leistung dokumentiert sich eine nationalsozialistische Gersteshal- tung, die nicht nur die Organisation an sich ehrt, sondern auch ein schönes Zeugnis der Opferbereitschaft unserer Volksgemeinschaft darstellt, auf der sich diese Leistungen aufbauen. Streiflichter vom westlichen Kriegsschauplatz. Die neue Fronkwochenschau. Die jüngste Frontwochenschau, die ab heute in den beiden Lichtspielhäusern gezeigt wird, bringt, nachdem die Kampfhandlungen abgeschlossen sind, noch einmal einige Streiflichter, die erkennen lassen, mit welcher Gewalt der Krieg über Frankreich hinweg- ging und wie vollständig der Sieg war, der in 39 Tagen über das phantastisch gerüstete Frankreich erfochten wurde. Die Bilder führen uns nun an die Straßen der Flüchtlinge, an die Stätten des Elends, das die Plutokraten über das französische Volk gebracht haben. Man sieht die vielen heimatlosen Frauen und Kinder an den Straßenrändern sich ihr schmales Essen kochen — und diesen Bildern folgen bann die Aufnahmen vom Einsatz der NSV., die die vorgefundenen Lebensmittelvorräte gerecht verteilt und so dazu beiträgt, die Not zu lindern. Und diesen Bildern wieder folgen die Aufnahmen von den enlosen Kolonnen der Luxusautos der Plutokraten, die sich zu retten versuchten und zu Fuß über die Grenzen gehen mußten, weil ihnen das Benzin für ihre Kraftwagen ausgegangen war. Ein Stück Weltgeschichte erlebt man in den Bildern von der Fahrt des Führers durch Paris. Mit Erschütterung sieht man anderseits wieder die Auswirkungen der englischen Fliegerangriffe auf deutsche Städte, auf Wohnviertel, auf nichtmilitärische Ziele. Noch viele andere Einzelheiten bringt diese neueste Wochenschau, die sich würdig den vorhergegangenen anreiht und das Bild rundet, das der Film überhaupt von diesem gigantischen Feldzug vermitteln konnte. 1 H. L. Neuner. Keine Spur von HM. Roman von Lharlotte Kaufmann. 35 Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Steigen Sie ein, Frau Krug." Die Bettina sprang leichtfüßig in den Kahn. Sie besaß ttotz ihrer fünfunddreißig Jahre noch alle chre Behendigkeit von früher. Langsam knüpfte Sibylle das Tau los. Ihre Gedanken wanderten hinter Joachim und feiner fürsorglichen Angst her. Dann erinnerte sie sich plötzlich, daß sie hier, an derselben Stelle, an der nun .Wassili' so getreulich schaukelt, vor Jahren mit Detlef Krebse gefangen hatte, kleine runbe Taschenkrebse. Im Spätsommer im September, mit Dem Kescher eines Fischerbootes. Detlef ... war es je möglich, ihn zu vergessen? War es je möglich, diese Liede zu vergessen, die ihr Herz angefüllt hatte bis zum Rande? War es je möglich, zu vergessen, wie glücklich sie gewesen war? Der Motor schnurrte. Der Bug des Bootes preßte das Eis zur Seite. Die Bettina steckte die Hände in die Aermel ihres Mantels. „Häßliche Kälte", sagte sie. Sibylle nickte. Langsam drehte sie das Steuerholz. „Haben Sie etwas besorgt in der Stadt?" Die Bettina nickte. „3a. Ich habe mich ein wenig umgesehen. Ich will mir einen Laden kaufen, wissen Sie. Gleich hinter der Klinke. Neben der Post." „Einen Laden?" staunte Sibylle. „Ja, Sie haben doch so einen netten Laden in Sörup?" „Ja, ach ja. Das schon." Die Bettina neigte den Kopf zur Seite und lächelte im Wind. „Aber der in der Stadt ist eben doch schöner. Und größer, viel größer. Der wirst auch mehr ab." „Natürlich." Sibylle nickte. Langsam stieß sich der Kahn durch das Eis, das auf den Wellen schaukelte. „Einmal hat man es eben satt, immer allein in seinem Haus zu sitzen", sagte die Bettina erklärend, „mein Mann ist ja schon so lange tot. Und Sörup.. immer nur Darup. Ach nein, man ist zu einsam." Wieder nickte Sibylle. „Sie können mir das sicher nachfühlen. Und das bißchen Arbeit, das man yat, genügt einem dann nicht mehr." „Was wird denn Huich sagen, wenn Sie plötzlich Ohr Haus und Ihren Laden in Sörup aufgeben und in die Stadt ziehen? Wer wird denn seinen Haushalt führen?" „O Gott", die Bettina vergaß die Kälte, nahm die Hände aus den Aermeln und machte eine weite Handbewegung. „Gott ... Huich muß dann eben heiraten." „Haben Sie ihm das gesagt?" „Ich werde es ihm noch einmal sagen." „Nun ja, er sollte wohl heiraten. Sie haben schon recht." Sibylle starrte geradeaus. Sie lenkte „Wassili" in eine freie Fahrrinne. Sas Eis schimmerte von rechts und links. Bei der Schwentinemündung knatterte ein großes Motorboot. Sonst war wenig Leben auf dem Wasser. Auf der Steuerbordseite sah man am Ufer Lichter. Sas waren die Villen von Heikendorf und Möltenort. „Wir bauen uns ein Haus in Heikendorf, oder wo du sonst willst!" hatte Joachim gesagt. Joachim! O ja, sie liebte ihn. Aber hatte sie ein Recht dazu, seine Frau zu werden? Das Recht? Sie Bettina hatte ihre Hände wieder im Mantel versteckt. „Sie Leute in Sörup reden davon, daß er Weihnachten mit der Gesine Wing in der Stadt aus gewesen sei." „Wer?" fragte Sibylle. „Ach so, Huith. Karsten Huith. Mit der Gesine Wing?" „Aus Teek. Jawohl. Das ist doch ein nettes Mädchen." „Sie Leute reden immer soviel. Sie reden so viele Singe auseinander." „Das mag wohl stimmen", gab die Bettina zu, „aber manchmal reden sie auch etwas zusammen." Sie saß groß und stark auf der Ducht und schaukelte hin und her. „Manchmal reden sie auch etwas zusammen", wiederholte sie sicher. „Sie haben auch etwas Gutes, die Leute. Man kann nun eben einmal nicht immer alles im Leben tun, was man will." „Was man will...", sagte Sibylle leise. „3a, was man will, das kann man fetten tun." „Das ist auch gut so. Das Beste im Leben sind die Pflichten." Sibylle lächelte bescheiden. „Sie haben strenge Ansichten, Betttna." „Die bekommt man mit der Zeit." „Und fühlen sich wohl dabei?" „Doch, natürlich." Schon schob sich das Licht des Leuchtturms von Perl heran. Seine Scheinwerfer griffen wie Polypenarme in die Dunkelheit hinein. Sibylle fror längst wieder. Ihr Blut gerann zu Eis unter dem scharfen Ostwind. Aber auch Bettina saß mit rotem Gesicht da und zitterte, während sie hinaufstarrte zu dem Turm. Nun würde sie also einen Laden kaufen drinnen in der Stadt. Ser Schlachter von Sörup hatte bereits Interesse für ihr kleines Haus. Er würde es übernehmen. Sas Haus, in dem sie verheiratet gewesen mar, in dem sie mit ihrem Mann viele Jahre gelebt hatte. Das war dann vorbei. Sie Erinnerung würde vergehen. Breit dehnte sich hinter dem Leuchtturm von Perl die Forde. Wild pfiff der Sturm über das hüpfende Boot Sonst war kein Schiff und kein Kahn mehr hier draußen. „Wir müssen nach rechts hinüber halten, nicht wahr", sagte Bettina und drehte sich um. Es war jetzt in den Pausen des Scheinwerfers sehr dunkel um sie. Nur ganz in der Ferne waren winzige Pünktchen zu erkennen. Sas Leuchten aus Bülk drang noch kaum bis zu ihnen. ,^Ja", erwiderte Sibylle, „bald". „Wenn man hier draußen kentert, dann merkt das niemand", sprach die Bettina. „Nein, niemand. Bis morgen. Morgen würden wir fehlen." „Meinen Sie, daß wir fehlen wurden? Wir beide." Sie Betttna lachte plötzlich. „Wir beide... jede haust einsam in einem kleinen Haus. Mir scheint, es würde einige Zeit dauern, bis man uns suchen käme." ,Huith würde doch sofort merken, wenn Sie nicht aufräumen bei ihm, und die Leute von Sörup würden schauen, wenn der Laden zubliebe." „Sesmegen vielleicht." Bettina sah plötzlich bitter aus. „Und zu Ihnen kommt ja manchmal der fremde Herr, dem Sie mich vorhin am Hafen vorgestellt haben. Ein eleganter Herr." Das Steuerholz in Sibylles klammen Händen schlug schwer. Sie mußte ihre ganze Kraft aufwenden, um es festzuhalten. Meer und Himmel waren jetzt eins. Kein Trennungsstrich war mehr am Horizont zu erkennen. Und da tanzten sie inmitten schwarzer Unendlichkeit in einer Nußschale von einem Boot. „3d? soll ihn heiraten", sagte Sibylle plötzlich. „Den Herrn?" „3°." „Und Ihr Mann?... Ist er jetzt tot?" „Das, Frau Krug, weiß ich nicht." ,-So... bann werden Sie sich wohl scheiden lassen?" Bettina war nicht zu sehen in der Dunkelheit. Man hörte nur die Stimme, und die war zerrissen von den Stößen des Windes. „Was würden Sie tun?" rief Sibylle laut, als wollte sie nicht nur die Bettina, sondern das ganze Weltall fragen. Es kam nur ein kurzes Auf lachen zurück, das sollte heißen: Weiß ich's? Solche Singe muß jeder mit sich selber ausmachen. Bei Gott, die Betttna mußte das ja auch. Sie konnte auch niemanden fragen in ihren Kümmernissen. Sie mußte auch fertig werden mit ihren Nöten und selbst Entschlüsse fassen. Heulend zwang der Sturm das Meer in die weite Bucht hinein. Sie Wellen strömten gegen die Küste, warfen sich hoch hinauf auf die Ufer, rauschend, donnernd. Es war ein gewaltiges ßieb, cm- schwellend, verebbend und wieder anschwellend, der harte Schlag eines gigantischen Herzens. „3d) glaube, da drüben ist das Licht der Mole von Teek", sagte die Betttna und starrte in die Weite. Sibylle drehte das Steuer. „Haben Sie schon nasse Füße?" fragte sie. „3ch glaube, wir müssen ausschöpfen." Sie Betttna nickte. ,X3ebeh Sie den Eimer her." Emsig schüttete sie das überkommende Wasser über Bord. „Sie haben wohl nie Angst, mit so einem winzigen Boot übers Wasser zu fahren." „Angsk? Weshalb sollte ich Angst haben? Ich bin schon durch stärkere Stürme gefahren." Sie war durch manche Stürme gefahren mit Settef, durch manche Nacht. Er war oft verwegen gewesen und oft leichtsinnig. Wenn er Lust dazu hatte, bann waren sie mit dem Kahn „Wassili" hin- ausgefahren aufs Meer, weit hinaus. Bis kaum mehr ein Streifen der Küste zu sehen war. Dort draußen war es gefährlich. Aber das Meer hatte sie nicht gewollt. Sie waren immer wieder nach Hause gekommen. Sie wird dies alles nicht vergessen können. Und wenn 3vachims Hand noch so schützend und gut fein’ würde ... sie wird dies alles nicht vergessen können, solange ihr Herz davon spricht, daß Settef noch lebt. Nicht die Tage voll Sonne und See, nicht den brennenden Mohn unter schwarzen Gewitterwolken ... nichts, nichts. (Fortsetzung folgt.) 22.26 Uhr. 3 tauschverhältms von Marmelade zu können. Diese Neuregelung verfolgt den Zweck, daß bürgermeisters. Wirtschaft Erfrischende Getränke der Sommerzeit. Besuch in einer Gießener Limonade-Fabrikation. Brände verhüten heißt Ernten sichern 11 n e e f n n u it n n i/ L Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittags geschloffen. das vornehme ,067D i Familien-Caf& in Qießen Sonnenaufgang 5.12 Uhr, Sonnenuntergang 21.47 Uhr. Mond aufgang 7.50 Uhr, Monduntergang NSG. Oft genug fällt die Ernte von Getreide, Stroh, Heu, Flachs und anderen wichtigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen mit ausgesprochenen Trockenperioden zusammen. Schon das ist Gefahr genug und verlangt ständige Wachsamkeit gegenüber allerlei äußeren Entwicklungen, die zur Entstehung von Bränden führen können. Darum wird jeder einsichtige Mensch die bekanntgegebene Polizeiverordnung über die sichere Lagerung von Getreide- und anderen Ernteerzeugnissen begrüßen und bei seiner eigenen Arbeit sorgfältig beachten. Man weiß ja, wie leicht Brände auf die Vorräte übergreifen können, wie gefährlich der Funkenflug vom Eisenbahndamm her oder von den Häusern der Umgegend für die Vorräte der Feldscheunen, Schobern, Diemen usw. ist, wieviel Brände schon durch das Rauchen an derartigen Stätten entstanden sind. Leichtfertigkeit und Unachtsamkeit waren stets die besten Helfer des Roten Hahns. Wer sie energisch bekämpft, trägt dadurch sehr wesentlich zum Schutz vor Feuergefahren bei. Daran muß heute noch nachdrücklicher als sonst erinnert werden, denn die Kriegszeit bringt es mit sich, daß gerade zur Erntezeit auch Helfer auf dem Acker erscheinen, die mit den an sich selbstverständlichen und leicht begreiflichen Vorsichtsmaßnahmen nicht genügend vertraut sind. Noch ernster ist die Gefahr, die bei der Verwendung von Kriegsgefangenen in landwirtsckaftlichen Betrieben erwächst. Bestand schon sonst Anlaß genug, auf die Tatsache zu verweisen, daß auch der tüchtigste Helfer aus diesen Reihen ein Angehöriger der feindlichen Heere ist und bleibt, so muß jetzt immer wieder bedacht werden, daß die Vernichtung von Erntevorräten durch Brandstiftung besonders leicht durchführbar ist und daher zu den verbreüet- sten Sabotageakten gehört. Höch st e Aufm e r k - samkeit ist das sicherste Mittel dagegen. Wer durch sein eigenes Verhalten ein Vorbild gibt, kann von seinen Kameraden und Mitarbeitern mit wen größerem Nachdruck verlangen, daß sie nicht durch Leichtsinn und Unachtsamkeit den Roten Hahn heran- Es sei daran erinnert, daß die vom Reichskrimi- nalpolizeiamt geführte Brandstatistik innerhalb dreier Strafkammer Gießen. Der A. W. in Bingenheim war durch Urteil des Amtsgerichts Nidda vom 15. März d.J. zu einer Geldstrafe von 30,— RM. verurteilt worden. Er fuhr am 23. Oktober v.I. mit einer Zugmaschine mit Anhänger auf der Ortsstraße in Bingenheim, ohne im Besitze des Führerscheins der Klasse II zu sein. Gegen das Urteil legte er Berufung ein. In der Hauptverhandlung war der Angeklagte trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht erschienen, weshalb die Berufung verworfen mürbe. ßen — Gr.-Buseck, Heuchelheim — Launsbach, Krofdorf — Atzbach. 28. 7.: Atzbach — Gr.-Buseck, Krofdorf — Mtv. Gießen. 4.8.: Heuchelheim — Krofdorf, Launsbach — Atzbach. 11.8.: Mtv. ßen Heuchelheim, Gr.-Buseck -—Launsbach. der Einzekhaushalt in den Stand gesetzt werden soll, ausreichende Mengen Obst für den Eigenbedarf einzukochen. Notizen für den 7. Juli. Staffel 3: 7.7.: Krofdorf — Launsbach, Mtv. Gießen — Atzbach, Heuchelheim — Gr.-Buseck. 14.7.: Launsbach — Mtv. Gießen, Atzbach — Heuchelheim, Gr.-Buseck — Krofdorf. 21.7.: Mtv. Gie- Gr.^Buseck, Heuchelheim — Launsbach, zwei Monaten. Der Angeklagte wurde wegen Vergehen gegen die Verordnung über die Behandlung von Ausländern zu einer Gefängnisstrafe von eine m M o n a t, abzüglich sechs Tage Untersuchungs- Jn der Zeit des hohen Sommers wird gerne und oft nach einem Glas erfrischenden Getränks gegriffen und es fehlt auch nicht an solchen Erfrischungen, die sich jedermann entweder selbst bereitet, oder aber erwirbt, wo sie ihm geboten werden. Viele begnügen sich vielleicht mit einem Trunk frischen Wassers, die meisten aber wollen „ejwas auf der Zunge habe n". Für die meisten muß die Erfrischung mit Geschmack verbunden sein und die besten Mittel hierzu sind die Fruchtsäfte. Dieses Verlangen nach Fruchtsäften hat sich die einschlägige Industrie zunutze gemacht. Es ist vielleicht nicht jedermann bekannt, daß es in unserer Stadt Betriebe gibt, in denen man sich ausschließlich mit der Herstellung von erfrischenden Getränken beschäftigt. Dabei fei noch nicht einmal an die Fruchtsaftkeltereien gedacht, die die gärungslose Früchteverwertung pflegen, sondern an solche Betriebe, die Limonaden Herstellen. Wir besuchten einmal einen solchen Betrieb in der Walltorstraße und sahen, mit welcher Sorgfalt die Limonaden hergestellt werden. Der erste Eindruck, der dabei zu gewinnen war, war der eines modernen Maschinenparks. Da blitzt Kupfer und Nickel von blanken Behältern und Röhren. Da gibt es eine automatische Flaschenreinigungsmaschine, die in rascher Folge die in warmem Laugenwasser vorbehandelten Flaschen kristallklar sauber spült und bürstet, um sie schließlich hygienisch einwandfrei zu entlassen. Und von der Reinigungsmaschine aus wandert die Flasche sofort zum Füllgerät. Wenn Limonade^rnt- stehen soll, sei es nun die charakteristische leuchtend gelbe Zitronen-, die rote Himbeer- oder die grüne Waldmeisterlimonade, so wird zunächst ein ganz bestimmtes Quantum Fruchtessenz in die Flasche gebracht und anschließend wird Wasser zugeführt, bis die Flasche gefüllt ist. Das Wasser, das dabei in die Flaschen kommt und sich innig mit den Fruchtessenzen verbindet, ist nicht Wasser schlechthin, vielmehr hat es vorher schon eine energische Anreicherung mit Kohlensäure erhalten. Für diesen Kohlensäurezusatz dann in einer weiteren Maschine das Etikett aufgeklebt ist, dann können die frischgefüllten Limonade- Flaschen in ganzen Batterien den Weg in die Gaststätten, in die Erfrischungskioske, Kantinen usw. antreten, um schließlich über diese Stationen ihrer Be° Fußball der Bezirksklaffe Gießen. 1900 — Rodheim. Die Blau-Weißen haben am morgigen Sonntag die Mannschaft von Rodheim auf eigenem Platz am Trieb zu Gast. Mit dieser Gastelf haben die Gießener noch eine Rechnung offen. Beim Vorspiel verlor die Spielvereinigung, wenn auch knapp, mit 1:0. Diese Scharte gilt es auszuwetzen, Wenn auch der Gegner nicht unterschätzt werden darf, so sollte man doch, zudem die 1900er den eigenen Platz unter den Füßen haben, mit ihrem Sieg rechnen können. Eine abermalige Niederlage würde wohl für alle Anhänger der Blau-Weißen eine grobe Enttäuschung bedeuten. Mit der Mannschaft Fischer, Schneider, Goß, Bischoff, Jäger, Hain, Rodenhausen, Pechauschek, Kraft, Heeg, Nachtigall sind die Aussichten nicht schlecht. Die 2. Fußball-Klasse im Kampf um die punkte. Garbenleich I — Grohen-Buseck L Wohl das schwerste Spiel hat der Tabellenführer in Garbenteich auszutragen, denn die Platzherren haben bewiesen, daß sie zu Recht den zweiten Tabellenplatz einnehmen. Die Mannschaft hat in den letzten Spielen beachtliche Siege herausaeholt und will sich auch für die Niederlage im Vorspiel schadlos halten. Dies dürfte durchaus möglich sein, zumal die Elf den Dortell des eigenen Platzes hat. Die Gäste stehen daher vor einer sehr schweren Aufgabe, sie müssen schon mit besseren Leistungen als am Dorsonntag auswarten, wenn der große Wurf gelingen soll. Hungen I — Steinbach I. Hungen erwartet Steinbach zum fälligen Rückspiel. Nachdem die Hungener im Vorspiel eine deutliche Niederlage einstecken mußten, hat sich inzwischen das Stärkeverhältnis stark zu Gunsten der Platzherren geändert. Erst am letzten Sonntag zeigte Hungen ein hervorragendes Spiel. Die Gaste da- I gegen mußten eine derbe Niederlage hinnehmen. Heuchelheim I — VfD. R. II. gedacht. Dr. Luh nahm daran teil und erreichte im Kugelstoßen die Weite von 14,85 Meter. Mit dieser Leistung, die allerdings hinter seiner diesjährigen Bestleistung zurückbleibt, konnte er sich an der Spitze der Wettbewerber behaupten. — Der Länüerkämpf gegen Ungarn, an dem Dr. Luh teilgenommen hätte, wurde abgesagt. zentrale Anlagestelle für die verfügbaren Gelder der Sparkassen. Daneben werden alle Geschäfte bankmäßiger Art — in den durch die Grundsätze der Mündelsicherheit gezogenen Grenzen auch das Pri- vatkreditgeschäft — gepflegt. Die Geschäftsräume befinden sich in Darmstadt. Die seitherigen Filialen der Landeskommunalbank — Girozentrale für Hessen in Mainz und Offenbach führen ihre Geschäfte als Filialen der neuen Bank unverändert weiter. Auch in der Geschäftsführung der Öffentlichen Bausparkasse tritt keine Aenderung ein: sie ist von jetzt ab eine Abteilung der neuen Bank. Das Direktorium der neuen Dank seht sich wie folgt zusammen: Generaldirektor Dr. Acker (Betriebsführer), stellvertr. Generaldirektor Dr. K u z e l, Landesbankdirektor Henkel, sowie als stellvertr. Mitgl. Landesbankdirektoren Schmid und Dr. K i ß n e r. Die Hessische Landesbank — Girozentrale — ist auf Grund der von den zusammengeschlossenen Instituten übernommenen Organisation in der Lage, ihre volle Tätigkeit sofort aufzunehmen. zusammengeschlossen werden. Die neue Bank ist für das Gebiet des Landes Hessen als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit dem Sitz in Darmstadt errichtet. Das Vermögen der erstgenannten drei Banken ist im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die neue Bank übergegangen. Die Hessische Landesbank — Girozentrale — ist mit einem Stammkapital von 5 Mill. Reichsmark ausgestattet. Neben dem eigenen Vermögen (Stammkapital und Vermögen) haften ür die Verbindlichkeiten das Land Hessen (später Landesverband) und der Hessische Sparkassen- und Giroverband unbeschränkt als Gesamtschuldner. Durch die Gründung der neuen Bank wird nunmehr nur noch ein zentrales öffentlich-rechtliches Kreditinstitut im Lande Hessen bestehen. Die Bant wird bei ihrer Größe (die Bilanzsumme wird 380 Mill. Reichsmark erreichen) und bei ihrem Geschäftskreis berufen fein, im Rahmen der Wirtschaft und des Kreditwesens eine wichtige Rolle zu spielen. Sie hat nach ihrer Satzung insbesondere die Aufgabe, Hypotheken und Kommunaldarlehen im Lande Hessen zu gewähren; hierbei beschafft sich die Bank die Mittel durch Ausgabe von Pfandbriefen und Kommunalschuldoerschreibungen. Die neue Bank hat ferner die bankmäßigen Geschäfte des Landes Hessen, der Sparkassen und der Gemeinden, sowie der sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts zu besorgen und dient als Girozentrale und Die langjährigen Bestrebungen zu einer Derem- .heitlichung im hessischen öffentlichen Bankwesen wer- des Wassers steht wieder ein besonderer Apparat bjen nun verwirklicht. Durch die persönliche Jnitia- zur Verfügung, mit dessen Hilfe es möglich ist, dem tive und auf besonderen Antrag des Reichsstatthal- Wasser Kohlensäure bis zur fünffachen Sättigung fers in Hessen und Gauleiters Sprenger hat der zuzusetzen. Das bedeutet also, daß Limonade, auf Reichswirtschaftsminister angeordnet, daß am 1. Ju- diese Weise behandelt einen besonders erfrischen- n 1940 die Hessische Landesbank — Staatsbank —, den Charakter trägt, herrlich schäumt und prickelt, die Landeskommunalbank^Girozentrale für Hessen so, wie es nicht nur die Kinder, sondern auch die und die Hessische Landes-Hypothekenbank A.G. zu Erwachsenen gerne haben. Rasch werden die Flaschen einer Gemeinschaftsbank mit dem Namen e f « geschlossen. Die Limonade befindet sich in Flaschen fische Landesbank — Girozentrale —" unter einem Druck von vier Atmosphären. Wenn I Monate unter vielen anderen schweren Bränden in landwirtschaftlichen Betrieben die Vernichtung von sieben Gehöften, 137 mit Erntevorräten gefüllten Scheunen, drei Getreideschobern, einem Heuschober, 16 Schuppen, einem großen Getreidelager, aufzählt. Unter den Brandursachen überwiegen vorsätzliche und fahrlässige Brandstiftung sowie die Brandstiftung durch Kin- d e r. Weit mehr als die Hälfte der großen Feuersbrünste in einem Vierteljahr ist auf verbrecherisches und leichtsinniges Verhalten des Menschen zurück- zuführen. Die Folgerung wird jeder für sich selbst ziehen. Die Technik Hilst wohl dabei, Haus und Hof bet Gewitter vor Einschlägen und Bränden zu schützen. Durch sorgfältige Ueberwachung der technischenAnlagen, insbesondere der e l e k - trischen Zuleitungen, lassen sich ebenfalls Feuersgefahren verhüten. Doch das Gefühl, für bte Ernährung der Volksgemeinschaft verantwortlich zu fein, gibt dem Landvolk die Pflicht auf, nicht nur gegen einige, sondern gegen alle Gefahrenherde des Brandschadens die gebotenen und erfolgverheißenden Schutzmaßnahmen zu treffen. allem auch daheim sehr schwer zu bezwingen sind), müßten die Grün-Weißen ein großes SpiÄ liefern, wenn es zu einem Siege reichen soll. Grüningen I — Klein-Linden L Der Sportverein Grüningen empfängt die Elf von Klein-Linden zum Vunktkampf. Die Gäste gelten als sehr stark, jedoch hat der Gastgeber jetzt eine Mannschaft zusammen, die von Spiel zu Spiel befer wird. Dazu kommt noch der eigene Platz. Ein Grund mehr, den Gästen wenig Aussichten auf den Sieg einzuräumen. Endspiel der Handball-Kriegsmeisterschast. In einer der handballfreudigsten Städte des Reiches, in Halle, steigt am Sonntag das Endspiel um die deutsche Handball-Kriegsmeisterschaft, für das sich Polizei Magdeburg und SV. L i n t - fort, die Meister der Bereiche Mitte und Niederrhein, qualifiziert haben. Man darf einen ziemlich ausgeglichenen Kampf erwarten, dessen Ausgang recht ungewiß ist. Polizei Magdeburg, der Meister aus dem Jahre 1935, hat bekannte Spieler in ihren Reihen. Lintfort erreichte bereits im vergangenen Jahr das Endspiel, scheiterte aber knapp am MTSA. Leipzig, dem Meister der drei letzten Jahre. Vielleicht gelingt den Rheinländern diesmal der große Wurf. Ausgleichsspiele zur Lahnpokalrunde. Für die nicht an den Entscheidungsspielen beteiligten Mannschaften hat der Bezirksfachwart eine neue Runde eingeteilt, und zwar die Ausgleichsspiele zur Lahnpokalrunde. Daran sind alle Mannschaften des Bezirkes beteiligt. Sie spielen um eine Urkunde des Bereichs und um einen von der Bezirksführung zur Verfügung gestellten neuen Handball. Insgesamt konnten 17 Mannschaften berücksichtigt werden, die in 3 Staffeln zusammengestellt wurden. Im Hinblick darauf, daß die Einteilung bereits interessante Paarungen ergeben hat, ist mit spannenden Spielen zu rechnen. Im übrigen aber haben die teilnehmenden Mannschaften die Möglichkeit, ihren Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Das aber soll nicht zuletzt der Zweck der Pslichtspiele fein. Die Termine: Staffel 1: 7.7.: Dutenhofen — Hörnsheim, Holzheim — Niedergirmes. 14.7.: Hörnsheim — Holzheim, Niedergirmes — Dutenhofen, Lang- Göns — Lützellinden. 21.7.: Holzheim — Lang- Göns, Lützellinden — Niedergirmes. 28.7.: Lang- Göns — Dutenhofen, Niedergirmes — Hörnsheim, Lützellinden — Holzheim. 4.8.: Dutenhofen — Lützellinden, Hörnsheim — Lang-^Göns. 11.8.k Holzheim — Dutenhofen, Hörnsheim — Lützellinden, Lang-Göns — Niedergirmes. Staffel 2: 1.1.: Grüningen — Kl.-Linden, Oberkleen — Gr.-Linden. 14.7.: Lang-Göns — Grüningen, Kl.-Linden — Oberkleen. 21.7.: Gr.- Linden — Lang-Göns, Grüningen — Oberkleen. 28. 7.: Oberkleen — Lang-Göns, Kl.-Linden — Gr.-Linden. 4.8.: Gr.-Linden — Grüningen, Lang- Göns — Kl.-Linden. Einmachzucker steht bereit. Die Versorgung mit Zucker im Einzelhaushalt ist für die kommende Einkochzeit günstiger als bisher geregelt worden. Außer oen 9*00 Gramm, die es auf die Reichszuckerkarte für je vier Wochen gibt, kann Zucker bis zum 20. Oktober 1940 einschließlich auf die Reichs karte für Marmelade vorbezogen werden. Dieser Vorgriff aber auf die als Ersatz für Marmelade gegebenen Zuckermengen von vier Zuteilungsperioden, also für 16 Wochen, muß die Hausfrau zur Sparsamkeit zwingen. Die 450 Gramm Zucker, die je vier Wochen an Stelle von 600 Gramm Marmelade entnommen werden dürfen, müsfen auch wirklich für das Einmachen von Obst zu Marmelade,'Saft, Kompott usw. Verwendung finden, weil es ja für den, der Zucker auf die Reichs - karte für Marmelade (wahlweise Zucker) bezieht, keine Marmelade gibt. Richtige Einteilung — das ist die Ausgabe, die die Hausfrau bewältigen muß, wenn sie vom 1. Juli an außer den 900 Gramm fester Ration noch weitere .1800 Gramm Zucker, also insgesamt 2700 Gramm, sich vom Kaufmann abholen kann. Wer weniger Zucker benötigt, kann auch auf die vier Bestellscheine der Marmelade- karte teilweise Zucker, teilweise Marmelade ver- langen. Das ist die Erleichterung, die den Hausfrauen für die Zeit des Einmachens gegeben wird. Es kommt nur darauf an, sie auch auszunutzen. Der Zucker ist zu wertvoll, um jetzt im Kriege als Süßstoff verwertet zu werden. Um Getränke und Speisen zu süßen, können wir mit Erfolg Süßstoff nehmen, wenn wir mir sehr kleine Mengen beigeben. Das Vorurteil gegen Süßstoff ist der unvorsichtigen Anwendung zu verdanken. Zucker aber ist ein kraftspendendes Nahrungsmittel, dessen konservierende Wirkung außerdem unersetzlich ist für das Einkochen von Obst. Mit Zucker sparsam wirtschaften heißt: ihn zur Haltbarmachung oder nur dort verwenden, wo seine, hohen Nährwerte auch voll Amtsgericht Gießen Der St. Z. aus Polen war angeklagt, am 27. v. Die Grün-Weißen müssen in Heuchechnm an- Mts seinen Aufenthaltsort ohne Genehmigung der treten. Da die Leistungen der Mannschaft stark Kreispolizeibehörde verlassen zu haben. Der An- schwanken (die Platzherren nicht nur genullt sind, flageoertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von wieder einmal zu Punkten zu kommen, sondern vor ftimmung entgegengeführt zu werden. Manches glückliche und genießerische „Ah" begleitet die ent- *Cttttl0lätWCnutttpT scheidende Etappe der Zweckbestimmung des Ge- Deutschland — Italien. reo5roie Limonade, so wird auch Selters- Italiens Tennisspieler kamen am ersten Tag des wasser hergestellt. Nur daß an Stelle des Frucht-' Länderkampfes gegen Deutschland m Berlin durch saft-Konzentrats eine rasch lösliche Salzpastille von den Gewinn der beiden ensten Einzelspiele zu einer ganz bestimmter Zusammensetzung tritt — die dem 2:0-Fuhrung. RomanoNr (I) schlag Getränk den charakteristischen Geschmack "verleiht. 3n 0:6, 7:5, 6:3 11:9 und ^ucelli (I) .^wang Buch- dem Betrieb, von dem hier gesprochen ist, wird auch Holz (D) mit 11.9, 6.3, 8.6. Auch der Reichssport entsprechend einer erworbenen Lizenz, das koffein- führer wohnte den Spielen bei. haltige Erfrischungsgetränk „Africola" hergestellt. £ufo flfÄÄf 14 85 Meter. Nicht jedermann kann heute ohne weiteres Limo- **Jr' v nabe und Selterswasser Herstellen. Mit ber Ertei- Der bekannte Gießener Leichtathlet Dr. Luh hing ber Genehmigung gehen bie zuständigen Be- nahm in diesen Tagen an einem Abschlußtraining Hörden sparsam um. Wer heute Limonaben Her- Her deutschen Leichtathlettkmannschaft in Dresden stellen will, muß die notwendigen Fachkenntnisse und teil. Das Abschlußtraining war als letzte Ueberschau praktischen Fertigkeiten nachweisen. Aus unserer über die Leistungen der deutschen Leichtathleten, bie Schilberung ist außerbem zu ersehen, baß bie Ein- den Länderkampf gegen Ungarn bestreiten sollten, richtung einer ben mobernen Erfordernissen ent- " ~ ' sprechenben Limonabe-Fabrikation einen stattlichen Kapitalaufwanb erforbert. Erfreulich ist es, zu sehen, auf welch hygienisch tabellose Weise bie Limonaben hergestellt werben, bie gerabe in btefen Tagen so gerne unb viel getrunken werben. dl- haft, verurteilt. Der W. St. aus Polen war wegen Bedrohung angeklagt. In der Hauptoerhandlung wurde er auch «wegen Vergehen gegen bie Derorbnung über bie . 5 f ... ’ -- . Behandlung von Ausländern angeklagt. Er hat im ^Sonnenaufgang: 5.13 Uhr, Sonnenuntergang, d.J. seinen Aufenthaltsort ohne Genehmigung 21.47 Uhr; Mondaufgang: 9.06 Uhr, Mondunter- Kreispolizeibehörde verlassen. Der Anklagever- gang: 22.58 Uhr. , tretet beantragte wegen Vergehen gegen die er» Gießener Vochenmarktpreise. wähnte Verordnung eine Gefängnisstrafe von zwei * Gießen, 6, Juli, Aus dem heutigen Wochen- Wochen, Di- Entscheidung hinsichtlich der Bedrohung markt kosteten: Markenbutter, K kg 1,80 RM„ stellte er in das Ermeßen des Gerichts D°r Ange- Matt- 30 Rps„ Käse, das Stück 6 bis 10, Eier, klagte wurde wegen Vergehen gegen die erwähnt- deutsch- 12, K°rt°sf-In, alt-, % kg 05 Rpf, 50 kg Verordnung „zu -m-r E°f°ngni-str°se von zwei 48 Rpf„ 50 kg 4,15 RM„ Wirsing, grün, kg 18 Wochen, abzüglich eine Woche Untersuchungshaft, Rpf,,Weißkraut 20, Gelberüben 25, Roterüben, das verurteilt und im übrigen sr-igesproch-n. Bund 10 bis 15, Spinat, Yi kg 15, Römischkohl 10 bis 15, Bohnen, grün 26 bis 50, gelb 26 bis 50, Erb- Ptlfieretl fen 25 bis 30, Mischgemüse 15, Tdmctten 65, Pilze VCV tUgcrCH 45 bis 50, Pfirsiche 50, Himbeeren 50 bis 55, Kir- Landkreis Gießen, sth-n 50, Heidelbeeren 42 Stachelbeeren 20 bis 25, - Steinbach, 5, Juli, Unterofsizier Ludwig Johannisbeeren 30, Erdbeeren 50 bis 60, Blumen- g h a r d, Sohn des Schreincrmeifters Anton J* da- Stück 10 bi- 60 Salat 8 bis 1°. Salat- Feldwebel befördert und mit 3sn M3 Dbh rt°m,mh in f $ 10 dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, bis 15, Radieschen, das Bund 10 Rpf. , * Lang-Göns, 5, Juli. Die hiesige Land- ♦ _ wirtschaftliche Bezugs- und Absatz- ♦* Mit dem Eisernen Kreuz ausge- ^enossenschaft hielt im Gasthaus ,Lum zeichnet. Der Forstreferendar Heinz Fischer Schwanen" ihre 21. Generalversammlung unter Lei- (Ludwigstraße 44), zur Zeit Leutnant in einem Pio- tunß ^s Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Altbürger- nier-Bataillon wurde für hervorragende Tapferkeit meister Wilh. Karl R o m p f, ab. Aus dem Geschäfts- vor dem Feind mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse bericht, den Direktor Alfred R o m p f erstattete, war ausgezeichnet. — Das Eiserne Kreuz 2. Klasse er- ,u ersehen, daß die Geschäftslage der Genossenschaft hielt stuck, phil. Kurt Reus chling (Gnauth- gut ist. Der Rechner unb Geschäftsführer Karl straße 42), ber als Unteroffizier bei einem Infan- Weil gab den Bericht über das Warengeschäft. In terie-Regirnent im Westen dient. der Aussprache sprach Vorstandsmitglied Bürger-' ** Dienstjubiläum bei ber Stabt meister unb Ortsbauernführer Albert Weil über Gießen Die Stabtverwaltung Gießen teilt mit: verschiebene aktuelle landwirtschaftliche Fragen. Der Sein fünfunbzwanzigjähriges Dienstjubiläum bei ben Umsatz von 1939 betrug 140 080 RM. Die Mitglie- Stabtwerken kann heute ber Schlosser Karl Her- derzähl beträgt 166. An Maschinen besitzt bie Gern a n n feiern. Im Kreise der Arbeitskameraden nossenschaft Motoranlagen, Saatgutreinigungsan- „wurde der Jubilar geehrt und erhielt in Anerken- ^ge, Dämpfkolonne, Schrotmühle unb verschiedene nung seiner langjährigen treuen Dienste, neben einer Heinere landwirtschaftliche Maschinen. Treuevrämie. ein Glückwunschschreiben des Ober- -------- zur Geltung kommen. Es soll nicht der Verschwendung von Zucker dienen. wenn feit Mai dieses Jahres ein besseres Um= '' „ i Zucker geschaf- j fen worden ist, wenn jetzt sogar 16wölyentliche Mar- nung seiner langjährigen treuen Sienfte, neben eine: melad e -Ratio n en gegen Zucker, ein getauscht werden Treueprämie, ein Glückwunschschreiben des Ober- Kleine politische Nachrichten. Der Führe r hat dem ordentlichen Professor em. Geheimen Rat Dr. med. Albert Döderlein m München aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste auf dem Gebiete der Geburtshilfe und Gynäkologie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Die Waffen st illst an dskommission hat die französische Abordnung aufgesordert, die Fr ei - lassung der volksdeutschen Elsaß- Lothringer aus den französischen Gefängnissen sofort zu veranlassen. Ferner hat die Waffenstillstandskommission der französischen Abordnung mitgeteilt, daß ihrem Wunsche auf Freilassung des gesamten französischen kriegsgefangenen Sanitätspersonals entsprochen werden soll", soweit es nicht für die Pflege der französischen Kriegsgefangenen benötigt wird. * Marschall Graziani behält auch weiterhin die Funktionen des G e n e r a l st a b s ch e f s des Heeres bei. In seiner Abwesenheit können sie auch von dem stellvertretenden Generalstabsches General Roatta ausgeübt werden. ♦ Für die norwegische Wiederaufbau- ünleihe, welche vor einer Woche aufgelegt wurde, sind allein am Montag annähernd IV2 Millionen Kronen gezeichnet worden. Die Osloer Presse weist darauf hin, daß Interesse am beschleunigten Wiederaufbau in allen Bevölkerungskreisen zu finden sei, was besonders daraus hervorgehe, daß vor ollem auch die kleinen Sparer in großem Maße sich on der Änleihezeichnung beteiligten. * Wie der „Petit Dauphinois" aus Vichy meldet, befindet sich der Minister für nationale Verteidigung, General Weygand, in Vichy und nimmt an allen entscheidenden Beratungen der französischen Regierung teil. Aus Clermont-Ferrand wird gemeldet: „Der General de Gaulle, der wegen seiner Haltung ab- aesetzt worden war, ist in Kenntnis gesetzt worden, daß er vor dem Kriegsgericht der 17. Region zu erscheinen hat." An der palästinensisch-syrischen Grenze ist es zu Gefechten zwischen britischen und französischen Truppen gekommen. Vermutlich haben polnische und orürere bei Kriegsausbruch von den Alliierten gedungene Streitkräfte versucht, von der französischen auf die englische Seite der syrischen Truppen uber- zuwechseln, wobei es zu Kampfhandlungen gekommen ist. * Wie das amerikanische Schatzamt mitteilt, ist in der am 26. Juni zu Ende gegangenen Woche Gold im Betrage von 118 236 631 Dollar in den Vereinigten Staaten eingetroffen. Mehr als die Hälfte davon kam a u s F r a n k r e i ch. Aus dem Reich. Das Wohnbauprogramm. Ministerialdirektor Durst erklärt im Reichsarbeitsblatt: Der Zeitpunkt für das vom Führer geplante gewaltige Siedlungswerk werde bald nach dem Kriege gekommen fein. Gewaltig müsse das Siedlungswerk sein, weil nicht nur für den künftigen Haushaltszuwachs Wohnraum geschaffen werden müsse und die Wohnbauten nachzuholen seien, die jetzt im Kriege zurückgestellt werden mußten, sondern weil auch der seit 1918 mitgeschleppte Wohnungsmangel beseitigt und überhaupt die Wohnverhältnisse grundlegend verbessert werden müßten. Es sei sicher, daß sich dieses Programm in der Größenordnung von Millionen von Wohnstätten bewegen müsse. Wenn man bedenke, daß seit der Wahrungsstabilisierung jährlich annähernd 300 000 Wohnungen erstellt wurden, ohne daß die Wohnungsnot beseitigt worden wäre, so sei ohne weiteres klar, daß das kommende Wohnbauprogramm mit Jahresleistungen rechnen müsse, die erheblich über diesem Durchschnitt liegen. Entsprechend der Vielzahl der Bedürfnisse müsse das Programm Wohnstätten aller benötigten Größen und Arten umfassen, wobei natürlich zunächst das Schwergewicht auf den sozialen Wohnungsbau zu legen sei. Schon jetzt sei festzustellen, wo die Errichtung von Wohnstätten nach dem Kriege besonders vordringlich ist. Das Sofortprogramm solle sich vor allem auf die Bauvorhaben stützen, die schon vor dem Kriege vorbereitet worden sind und deren Ausführung zurückgestellt werden mußte. Der Stammkunde. Gerechte Verteilung nichtrationierter Mangelware. Die von den Staatssekretären Dr. Schlegel- berget (Reichsjustizministerium) und Dr. S y - r u p (Reichsarbeitmimsterium) herausgegebene „Soziale Praxis" betont, daß der Verzicht auf Rationierung mancher Waren den Einzelhändler keineswegs von der Aufgabe ihrer gerechten Verteilung befreie. Zwei Methoden kämen dafür in Betracht: 1. an jeden Käufer die gleiche, nach der jeweiligen Marktlage bemessene Menge abzugeben, 2. die bevorzugte Versorgung der Stammkunden. Von den Aufsichtsorganen des Staates sei das Stammkundenprinzip gebilligt worden; allerdings unter der Voraussetzung, daß es nicht in eine Bevorzugung bestimmter Gruppen von Käufern ausarte, daß also nicht etwa nur die bessergestellten Käufer, die größere Mengen oder Waren höherer Qualität abzunehmen pflegen, als Stammkunden angesehen werden. Als Stammkunde müsse auch die Hausfrau mit dem schmalen Geldbeutel zählen — und nicht zu vergessen die spätkaufende Angestellte oder Arbeiterin —, wenn sie nur ihren Einkauf mit einer gewissen Regelmäßigkeit im gleichen Geschäft erledigt. Der Einzelhändler habe aber noch eine zweite Aufgabe zu lösen, nämlich die Derbrauchslenkung. Waren und Qualitäten, die reichlich vorhanden sind, solle er auf jeden Fall restlos und schnell unterbringen, namentlich, wenn es sich um leichtverderbliche Güter handelt. Er werde daher andere, knapper anfallende Ware solange zurückhalten und die Käuferschaft auf jene reichlich verfügbaren Waren verweisen, bis diese abgesetzt sind. Zu fordern sei nur, daß er inzwischen alle Käufer gleich behandelt. Zu verwerfen wäre es, wenn der Stammkunde aus den verborgenen Vorräten versorgt werden würde, während der gewöhnliche Käufer mit den übrigen Waren „abgefpeist" wird. Gelangt der Einzelhändler aber zum Verkauf jener Mangelware, dann werde er den Kreis derer, an die er sie abgibt, wieder begrenzen müssen auf den Kreis der Stammkunden. Den Verbraucher zu hindern, von einem Laden zum andern zu eilen und in mehreren Geschäften „Stammkunde" zu werden, sei es, was der Einzelhandel mit der Beschränkung des Verkaufs gewisser Waren auf den Kreis der Stammkunden bezwecke. Daß der Käufer seinen Bedarf an bestimmten Waren ganz oder doch Überwiegend im gleichen Geschäft deckt, mache ihn erst zum Stammkunden. Aufbaukredite für heimkehrende Fronthandwerker. Das „Deutsche Handwerk" berichtet über die Bewährung des genossenschaftlichen Einsatzes im deutschen Handwerk. Die durch die Lieferunasgenossen- schaften ausgeführten und Kreditgenossenschaften finanzierten Aufträge übersteigen heute schon den Betrag von einer halben Milliarde RM. Ein neues Aufgabengebiet wird den Kreditgenossenschaften nach Beendigung des Krieges erwachsen, nämlich den heimkehrenden Handwerkern die Umstellung auf Friedensvechältnisse und die Wiederinbetriebnahme ihrer Werkstätten mit allen Mitteln zu erleichtern. Die Reichshandwerksführung hat bereits mit der Zentralgenossenschaftskasse wie auch mit dem Sparkassen- und Giroverband die Gewährung von Aufbaukrediten für diese Handwerker geprüft und wird dafür sorgen, daß die Hereinnahme der mit Sicherheit zu erwartenden zahlreichen Aufträge auf allen Gebieten der Handwerkswirtschaft nicht durch Mangel an ausreichenden Finanzierungsmög- lichkeiten gefährdet wird. Kampf gegen angeborenes Siechtum Der Reichsinnenmimster hat den Hebammen die Verpflichtung auferlegt, dem Gesundheitsamt Anzeige zu erstatten, wenn ein neugeborenes Kind verdächtig ist, mit bestimmten schweren angeborenen Leiden behaftet zu sein. Der Reichsgesundheitsführer hat die Meldepflicht auch für Aerzte eingeführt. Ferner sind Kinder zu melden, die mit , einem dieser Leiden behaftet sind und das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. In diesen Fäl- I len soll mit allen Mitteln der ärztlichen Wissenschaft eine Behandlung der Kinder durchgefuhrt werden, um sie davor zu bewahren, dauerndem Siechtum zu verfallen. Zu diesem Zweck werden besondere Anstalten oder Abteilungen an bestehenden Anstalten errichtet. Die Fürsorgeverbände werden ersucht, bei Hilfsbedürftigkeit die Ueberführung der Kinder im Wege der öffentlichen Fürsorge durchzuführen. Es handelt sich auch hier um eine wichtige vorbeugende Fürsorge, da die Behebung der Schäden für die Zukunft wesentliche Ersparnisse an Fürsorge- kosten bringt. Mehrere Deutschamerikaner verhaftet. N e u y 0 r k, 5. Juli. (DNB.) Während einer vom Deutsch-Amerikanischen Bund in Andower Township (New Jersey) veranstalteten öffentlichen Feier anläßlich des amerikanischen Unabhängigkeitstages wurden in dem dem Bund gehörigen Lager „Nordland" Bundesleiter Wilhelm Kunze sowie die Bundesmitglieder August Klapproth und Matthias Kohler unter der Anklage der „Aufwiegelung zum Religions- und Rasfenhaß" in Haft genommen. Gleichzeitig wurde gegen den Schriftleiter der Bundeszeitung „Deutscher Weckruf und Beobachter" unter der gleichen Anklage Haft-, befehl erlassen. Die Anklage stützt sich darauf, daß neben der USA.^lagge auch d i e Bundes- f a h n e , die das Hakenkreuz enthält, gehißt war, und daß sich die 4000 Festteilnehmer mit dem Deutschen Gruß begrüßten. Aus aller Weli. Nationaler Musik- und Kompositionspreis. Der diesjährige Nationale Musikpreis wurde dem Pianisten Erik T h e n B e r g h und dem Geiger Helmut Zernick verliehen. Mit dem Nationalen Kompositionspreis wurden die Komponisten Prof. Max Trapp, Karl Höller und Kurt H e f f e n b e r g ausgezeichnet. Reichsminister Dr. Goebbels empfing die Preisträger und sprach ihnen seine herzlichsten Glückwünsche aus. Bei Widerstand erschossen. Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei teilt mit: Arn 4. Juli wurden bei Widerstand erschossen der 32 Jahre alte Jude und Berufsverbrecher Max Israel Cohn aus Berlin sowie der 25jährige, wiederholt vorbestrafte Sittlichkeitsverbrecher Horst Schröder aus Berlin. Vombenexplosion am britischen Pavillon der Weltausstellung. Nach einer Mitteilung des Neuyorker Polizeikommissariats wurde der britische Pavillon auf der Weltausstellung in Neuyork durch eine Bombe beschädigt. Die Bombe befand sich im britischen Ausstellungsgelände und war dort als Rundfunkempfänger getarnt Besucher hatten sie dort entdeckt und sofort die Polizei benachrichtigt. Drei Detektive brachten die Bo/nbe außerhalb des Gebäudes, wo sie plötzlich explodierte, die Detektive in Stücke riß, mehrere andere Personen verletzte und erheblichen Sachschaden an dem naheliegenden Ausstellungspavillon anrichtete. Sommerliche Kleidung kaufen Sie sehr vorteilhaft im guten Spezialgeschäft! LEICHTE KLEIDER sowie MÄNTEL KOSTÜME und BLUSEN in reichhaltiger Auswahl im bekannten Modehaus Carl Nowadt Stoffe und Fertigkleidung Gießen, Seltersweg 81 Beachten Sie bitte meine Schaufenster! 3135A Em Polt-EmlieWshudi ist für den rechtmäßigen Besitzer eine wichtige, unersetzlicheUrkund 2, für jeden Dritten dagegen völlig wertlos 1 — Wer das Postetnlieferungsbuch meiner Frau, das ich am vorigen Sonntag auf dem Hauptpostamt am Schalter 6 liegen ließ, gefunden und bis jetzt zurückbehalten hat, wird dringend gebeten, es in meinen Briefkasten, rechts hinter der Eingangstür zum Haufe Bahnhofstraße 71 einzuwerfcn, was ganz unauffällig möglich ist. 3146D Dr. jur. Georg Gail. Gießen. Bahnhofstraße. 767u BURO-EINIUCHTUNGEN Suche Einfamilienhaus mit schönem Garten und anschl. Fabrikgebäude oder Gelände zu kaufen, oder Fabrikgebiinde mit Lagerhalle!n) und anschließ. Garten od. Gelände zum späteren Bau eines Einfamilienhauses. Schriftliche Angebote unter 02367 an den Gießener Anzeiger erbeten. Sanatorium L Hämorrhoidalkranke Wiesbaden. Auch während des Krieges geöffnet.(Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren,Vorfall, Ekzem.) Prospekt durch das Sekretariat des Sanatoriums, Wiesbaden 15, Taunusstraße 5 GLORlfl Erziehungsanstalten: 3157A 3133D wendig. 9 Fernruf 3153 He em ab Lager ober Werk 196 A Eugen Dürr & Co., Gießen PQLRST Gi essen Knipse aber mit Verstand! „Unsere Jungs“ Eintritt: Erwachsene 40, Wehrmacht und Kinder 20 Pf Nachlässe von 3 b/a 20 v. H. er* halten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige 1 Nadel- und Laubholz, Gchnittmaterialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Zsolierplatten - Furniere Hartplatten für Fußboden usw. Nicht mit der Kamera herumexperimentieren nachdem Motto »Es wird schon was werden«. Den kostbaren Film sinnvoll verwenden! Fragen Sie Ihren Photo- und Kino-Berater Bekanntmachung. Technische Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr. Der Reichsstatthalter in Hessen hat die Auflösung der Hessischen Kraftfahrtechnischen Prüfstelle in Darmstadt, Heinrichstraße 56, angeordnet. Die Geschäfte dieser Prüfstelle (Prüfung von Kraftfahrzeugführern und Kraftfahrzeugen) gehen mit Wirkung vom 1. Juli 1940 auf die Technische Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr (TUeV. Frankfurt am Main, Dienststelle Frankfurt am Main, Hufnagelstraße 21, Fernruf: 78 147 über. Die Prüfstelle ist geöffnet von 8—13 Uhr werktäglich. In dieser Zeit können hier Kraftfahrzeugprüfungen ohne vorherige Anmeldung vorgenommen werden. Für Prüfungen, welche nicht am Sitz der Prüfstelle ausgeführt werden sollen oder können, ist, wie bisher, schriftliche oder fernmündliche Anmeldung not- Stechende Hühnerauge« werden Sie schnell loü durch SAHUKO- Hühneraugen - Tropfen Entfernt schmerzlos in 6 Tagen Hühneraugen, Ballen und harte Haut mit Stumpf und Stiel. Machen Sie noch heute einen Versuch. 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Juli 1940 in ihrer Verteilungsstelle abzuliefern. Gleichzeitig geben wir unseren Mitgliedern bekannt, daß auch für das neue Geschäftsjahr auf den rückvergütungspflichtigen Umsatz eine Rückvergütung in Höhe von 3% beschlossen wurde. Verbrauchergenoffenfchaft Gießen e.G.m.b.H DER VORSTAND ____________________________________________________3048D . Photo - Kino Kreuzplatz kaufe alte Schallplatten und zahle für 25 cm Platten 5 Pfennig, für 30 cm 8 Pfennig Musik-Challier Neuen weg 10. [3041D w I| I BAD und fordern Sie . Prosp. von . 'm S^taUI im altbewährten HeilbadSoden am Südtaunus. Hier fließen mehr als 20 Heilquellen, darunter zwei Warmsolsprudel mit 30,5 und 34° Celsius, stark kohlensäurehaltig, nie die herzheilenden Bäder liefern. * 1 v Zu Ihrer Gesundung werden eingesetzt: j \ 1. Die Badekur (Solbäder und natürliche 'J kohlensaure Sprudelbäder). A 2. Die Trinkkur (verschiedenartige milde // lauwarme Quellen von stark schleim- hf t lösender Wirkung). / 3. 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